Leserpreis 2018

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37 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

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Elitewahn

Biggi Rist , Liliane Skalecki
Flexibler Einband: 348 Seiten
Erschienen bei Gmeiner-Verlag, 04.07.2018
ISBN 9783839223093
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

In ihrem zweiten Krimi um das Hobbyermittlerteam Malie Abendroth und Lioba Hanfstängl greift das Autorinnenduo Skalecki/Rist ein hochbrisantes Thema auf, was noch zu mehr Tiefe führt. In Schloss Waldesruh, einem Eliteinternat, stirbt ein junger Lehrer. Malie, die als Gärtnerin im Schloss angestellt ist, glaubt nicht an den natürlichen Tod ihres Freundes aus Kindertagen. Ein Historiker, der sich für das Schloss interessiert, wird kurze Zeit später von Lioba, die im Bauamt arbeitet und ihm bei seinen Recherchen hilft, tot aufgefunden. Auch er soll natürlichen Todes gestorben sein, doch Lioba findet Anzeichen, dass auch dieser Tod nicht natürlich sein könnte. Die beiden Hobbydetektivinnen fangen wieder auf eigene Faust an zu ermitteln. Mali findet im Turm des Internats ein geheimes Zimmer, in dem sie diverse Devotionalien aus der NS Zeit findet. Was hat dieser Raum mit dem Tod des Lehrers zu tun und wer benutzt ihn. Immer tiefer geraten Mali und Lioba in den Strudel wieder aufkeimenden Gedankengutes aus den Jahren 1933/45.

Die Schüler der Lehranstalt verhehlen ihre nationalsozialistischen Anschauungen nicht, obwohl es manchmal nicht ganz klar ist ob sie überhaupt wissen was ihnen da eingepflanzt wird. Dieser Roman wechselt zwischen drei verschiedenen Zeiten, der Vergangenheit, der NS-Zeit mit Verfolgung und Ausreiseise einer jüdischen Familie, und der Gegenwart, Maltes Ankunft 2016 und ersten Eindrücken in Schloss Waldeck, Maltes Tod 2017 und allen danach passierenden Vorfällen, sowie dem Interview mit einem Firmenbesitzer hin und her. Es ist aber gut gehandhabt und durch ein Personenverzeichnis am Anfang des Romans noch verständlicher gemacht. Er beginnt mit einem Rückblick in das dunkelste Kapitel deutscher Geschichte. Die Verweise auf die NAPOLA (Nationalpolitische Lehranstalt) sind nicht zu übersehen, in den Beschreibungen über das Internat und seine Bewohner. Durch die Rücksprünge in die Vergangenheit bekommt der Leser den Eindruck, dass das Geschehen sich bis in die Gegenwart hinzieht und noch nicht abgeschlossen ist. Auch dieser Roman ist schon, wie der Erste mit Mali und Lioba als Ermittlerinnen, sehr lebendig geschrieben und bleibt bis zur letzten Seite spannend.  Auch hier spürt man, dass sich die Autorinnen sehr eingehend mit dem Thema beschäftigt haben und ihre Recherchen sehr gründlich und intensiv betrieben haben. Da ich mich sehr mit dieser Thematik befasse, ist dieser Krimi mit der vorhandenen Detailgenauigkeit zum Thema NS-Zeit einfach lesenswert. Er stimmt einen sehr nachdenklich und durch seine leider noch immer aktuelle Thematik regt er sehr dazu an sich damit auseinander zu setzen.

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16 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

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Die Richterin und die Tote vom Pont du Gard

Liliane Fontaine
Flexibler Einband: 308 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.10.2018
ISBN 9783492501781
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Handelt es sich eher um einen Reiseführer oder einen Kriminalroman? Faszinierend bei Liliane Fontaines  aktuellem
 Buch  sind die interessanten historischen Einblicke und die malerische Darstellung sehenswerten Region östlich der Rhônemündung im Süden Frankreichs. Landschaftliche und bauliche Sehenswürdigkeiten wechseln sich ab mit der Beschreibung kulinarischer Finessen. Ein zweiter Blick in den Roman legt jedoch eine andere Seite mancher Einwohner der Languedoc offen, die Verdrängung der eigenen Rolle im zweiten Weltkrieg zwischen Kollaboration und Widerstand und die noch immer bestehende Fremdenfeindlichkeit. Das bricht auf mit der persönlichen Begegnung zweier Menschen und führt zu Morden.
Nach Verurteilung des Chirurgen Dr. Bernard Jalabert und seiner Frau, denen Ausbeutung der 13-jährigen Marokkanerin Aminata nachgewiesen werden konnte, wird in Nîmes ein Attentat auf die Untersuchungsrichterin Mathilde de Boncourt verübt. Von den Folgen erholt sie sich auf das Weingut ihres Großvaters Rémy. Die Belastungszeugin wird noch vor Einleitung der Berufungsverhandlung ermordet aufgefunden. Die Ermittlungen nach dem mutmaßlichen Kinderhändlerring führt ihr Stellvertreter Rachid Bouraada weiter. Die Spurensuche ergibt, dass in vier Jahren 15 Mädchen im Alter zwischen 15 und 19 tot aufgefunden wurden. Auf der Suche nach dem Schicksal der sechzehnjährigen Najet Delosa erfährt Rachid Bouraada vom rätselhaften Tod des Anästhesisten Dr. Franck Viroulent in den Pyrenäen. Dr. Jalabert und Dr. Viroulet haben im selben Krankenhaus gearbeitet. Was hat beide über den Arbeitsplatz hinaus verbunden? Blutjunge Hausangestellte, die spurlos verschwunden sind?
Der Reiseschriftsteller Martin Endress fährt nach dem Tod seiner Mutter Anne auf Spurensuche nach dem Schicksal seiner Großeltern in die Laguedoc. Sein Großvater, Dr. Alfons Reuter, war renommierter Anatomieprofessor an der Universität Montpellier, seine jüdische Frau Sarah Tochter des Direktors der Nationaloper. Die Familie wurde 1941 in Les Milles interniert, konnte aber fliehen. Da ihre einjährige Tochter Anne fieberte, suchten sie einen guten Freund in St. Gilles auf, Dr. Claude Barbier. Auf der Weiterfahrt versagten die Bremen des Fluchtwagens, es kam zu einem Unfall, Sarah Reuter erlitt erhebliche Verletzungen und kam auf der Flucht von Sète nach Tanger ums Leben.
Mathilde de Boncourt und Martin Endress begegnen sich zufällig auf dem Markt in Ucès. Die Suche nach Menschen, die Dr. Barbier in St. Gilles kannten, führt Martin Endres auch ins Chåteau de Boncourt. Der rätselhafte Jagdunfall seines jungen Begleiters Didier Rossignoles gibt der Spurensuche eine neue Wendung. Was ist 1941 mit Familie Reuter geschehen? Weshalb hat nach 76 Jahren Jemand ein Interesse, dass ein dunkles Geheimnis nicht aufgedeckt wird?

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27 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 5 Rezensionen

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Brandbücher

Birgit Ebbert
Flexibler Einband: 284 Seiten
Erschienen bei Gmeiner-Verlag, 01.07.2013
ISBN 9783839214480
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Nach dem Tod ihrer Großtante findet Karina beim Ausräumen des Hauses auf dem Dachboden geheimnisvolle, beschriebene Postkarten. Bei ihrer Suche nach dem Verfasser und dem Sinn der Karten wird sie in das Jahr 1933 zurückgeführt. Ihre Großtante, damals Haushälterin im Haushalt eines jüdischen Buchhändlers, erlebt, wie die Bücherverbrennung in Münster vorbereitet wird. Karin sticht mit ihrer Suche in ein Wespennest der „ehrbaren Bürger“ Münsters und begibt sich dadurch selber in Gefahr, weil sie den gut gehüteten Geheimnissen der NS-Zeit immer näher kommt.

Meine Meinung: Birgit Ebbert hat es geschafft eine dunkle Seite der deutschen Geschichte mit viel Einfühlungsvermögen und sehr guter Sachkenntnis in einen spannenden Krimi zu verarbeiten. Der Wechsel zwischen dem Inhalt der Postkarten, Szenen aus dem Jahr 1933 und der Gegenwart ist sehr gut gelungen und vermittelt dem Leser doch eine ineinander übergehende Handlung. Gute Recherchen zu dem Thema und Original-Aussprüche oder –Verordnungen aus dieser Zeit, die im Text markiert sind, machen das Ganze noch interessanter. Die Veränderungen mancher Personen im immer weiter greifenden Aufbau des Naziregimes sind so realistisch dargestellt, dass man an manchen Stellen des Buches zu gern die Charaktere schnappen und schütteln möchte, um sie aufzuwecken. Der sich im Anhang befindende jüdische Kalender macht es dem Leser leichter mit den Daten der Postkarten umzugehen. Besonders beeindruckt mich das Nachwort der Autorin, in dem sie sehr gut ihre Gefühle und Beweggründe zur Entstehung des Buches wiedergibt. Ich weiß nicht, ob ich es unbedingt als Krimi bezeichnen würde, eher als einen Roman, der sich mit der Aufarbeitung unserer Vergangenheit beschäftigt, mit Spannung wegen der Bedrohung der Hauptperson. Auf alle Fälle wieder mal ein sehr gelungenes Werk zu einem leider nie endenden brisanten Thema, ein Muss für Jeden, der sich mit diesem Thema befasst und gleichzeitig die Spannung liebt.

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Der Schild

Nathan Jaeger
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 14.10.2012
ISBN 9781480075986
Genre: Sonstiges

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

nathan jaeger, roman, wunschgewitter

Wunschgewitter

Nathan Jaeger
Flexibler Einband: 138 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 14.10.2012
ISBN 9781480113459
Genre: Sonstiges

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120 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 23 Rezensionen

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Das Geschenk der Wölfe

Anne Rice , Edith Beleites ,
Flexibler Einband: 656 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 01.07.2013
ISBN 9783499238604
Genre: Fantasy

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24 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 14 Rezensionen

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Rotglut

Biggi Rist , Liliane Skalecki
Flexibler Einband: 377 Seiten
Erschienen bei Gmeiner-Verlag, 01.07.2013
ISBN 9783839214428
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Wer ist der Tote, den man im Bürgerpark beim Heinestein findet, der aber schon 35 Jahre als tot gilt. Was haben Che, Gue, und Vara mit seinem Tod zu tun? Kommissar Hölzle und sein Team dürfen wieder weit zurück in der Vergangenheit ermitteln. Diesmal geht es um einen Entführungsfall, das Bombenattentat 1974 im Bremer Hauptbahnhof und die RAF. Was haben der Verfassungsschutz und einige angesehene Bremer Bürger mit den Geschehnissen zu tun? Die Ermittler stoßen bei ihren Ermittlungen in ein Wespennest aus Intrigen und Machenschaften des Verfassungsschutzes. Bis zum Schluss bleibt es spannend, mit einem unerwarteten Ende.

Meine Meinung: In ihrem zweiten Krimi befasst sich das Bremer Autorinnenduo Skalecki/Rist wieder mit einem brisanten Thema der deutschen Vergangenheit. Auch dieses Buch spielt in verschiedenen Jahren. Wie in ihren ersten Roman ist ihnen der Wechsel sehr gut gelungen. Man wird in die Jahre der RAF zurückversetzt und bekommt ein wenig Einblick in die damals schon sehr fragwürdigen Methoden und Machenschaften des Verfassungsschutzes. „V-Leute waren auch zu dieser Zeit schon sehr beliebt.“ Die als Fußnoten angefügten Verweise auf Personen oder Ereignisse in dieser Zeit machen es auch nicht so geschichtsfesten Lesern möglich sich zurechtzufinden. Die Mischung aus Krimi und brisantem Thema ist hier wieder sehr eindrucksvoll miteinander verbunden. Es ist nicht blutrünstig, sondern animiert den Leser zum Mitdenken und Kombinieren. Kommissar Hölzle bringt durch seine schwäbische Mundart den Leser wie immer zum Schmunzeln. Ein Buch, das man lesen sollte. Ich hoffe, dass wir diesmal nicht wieder fast ein Jahr warten müssen, bis unser Kommissar Hölzle einen neuen und hoffentlich auch in die Vergangenheit führenden Fall lösen darf.

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529 Bibliotheken, 10 Leser, 0 Gruppen, 73 Rezensionen

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Danach

Koethi Zan ,
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei FISCHER Scherz, 22.04.2013
ISBN 9783651000452
Genre: Krimi und Thriller

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26 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 7 Rezensionen

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Schwanensterben

Biggi Rist , Liliane Skalecki
Flexibler Einband: 428 Seiten
Erschienen bei Gmeiner-Verlag, 13.02.2012
ISBN 9783839212301
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Was hat der Pferdepfleger Pjotr mit dem Tod der jungen Russin Sonja zu tun, die man an einem Novembermorgen im Wassergraben eines Reiterhofs bei Bremen fand? Heiner Hölzle, der schwäbische Kriminalhauptkommissar, der Bremer Mordkommission und sein Team kommen nur langsam mit ihren Ermittlungen weiter. Sie müssen feststellen, dass es auch Parallelen zu zwei Morden im Rotlichtmilieu von vor 30 Jahren gibt. Was verbirgt sich hinter den alten Aufzeichnungen von Sonjas Großmutter Olga und was haben sie mit Bremen zu tun? Wer ist Valentin, der immer wieder in diesen Aufzeichnungen erwähnt wird. Bis zum unerwarteten Ende bleibt es spannend.
Obwohl die Handlung in drei verschiedenen Jahren spielt, bleibt der Leser doch immer auf dem Laufenden und muss nicht zurückblättern, um die Zusammenhänge zu verstehen. Der Bremenbezug ist ganz toll dargestellt, und als Bremer kann man sich wunderbar in den beschriebenen Teilen Bremens zu Recht finden. Für Nicht-Bremer dürfte es vielleicht ein Anreiz sein, Bremen mal zu besuchen und ein wenig auf den Spuren der Beteiligten zu wandern. Für eingefleischte Thrillerfans, zu denen ich nicht unbedingt gehöre, mag dieser Krimi vielleicht etwas zu unblutig sein. Aber das macht gerade diesen Krimi aus. Er geht mehr in die Tiefe und zeigt Details rund um den Mord. Der Bezug auf die Zwangsarbeiter im Dritten Reich ist mal wieder ein Hinweis darauf, dass das Geschehene nicht vergessen werden darf und man sich mit der Vergangenheit auseinandersetzen sollte. Mit diesem Buch ist den beiden Autorinnen Liliane Skalecki und Biggi Rist eine wunderbare Mischung aus Krimi, Reiseführer und historischem Hintergrund gelungen. Der schwäbische Bremer Kommissar bringt einen immer wieder zum Schmunzeln, wenn er in seinen schwäbischen Dialekt verfällt, was dem Ganzen noch eine humoristische Note verleiht. Ich kann Jedem das Buch nur empfehlen, der mal was Anderes lesen möchte als die harten Krimis bekannter Autoren. Es wäre schön, wenn von diesem Autorenteam noch mehr Romane erscheinen würden.

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1.685 Bibliotheken, 14 Leser, 12 Gruppen, 205 Rezensionen

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Ich. Darf. Nicht. Schlafen.

S.J. Watson , Ulrike Wasel
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei FISCHER Scherz, 23.08.2011
ISBN 9783651000087
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
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Tiefe Wunden

Nele Neuhaus
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 12.08.2009
ISBN 9783548609027
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Eigentlich sollte man bei Krimireihen ja mit dem ersten Band anfangen, aber als Antifaschist konnte ich nicht anders und musste mit dem 3. Band der Oliver von Bodenstein und Pia Kirchhoff Reihe von Nele Neuhaus zu beginnen.

Die beiden Ermittler werden zu der Leiche eines erschossenen 92-jährigen Holocaust-Überlebenden gerufen. Es gibt nur einen einzigen Hinweis, die Zahl 16145, die mit Blut auf einen Spiegel geschrieben ist.. Bei der Obduktion findet man eine Tätowierung unter der Achsel, die die Frage aufwirft, ob der Tote David Josua Goldberg bei der SS war. Von oberster Stelle wird die weitere Ermittlung in diesem Fall untersagt. Innerhalb weniger Tage kommt es zu zwei weiteren Morden an Menschen im Alter von Goldberg. Jedes Mal taucht wieder die geheimnisvolle Zahl 16145 auf. Aber was haben die alte Dame aus der vornehmen Seniorenresidenz und der unverbesserliche Alt-Nazi (sein Keller ist angefüllt mit Erinnerungen aus der Nazizeit) mit Goldberg zu tun? Außer dass alle drei mit der ebenfalls alten Clanchefin Vera Kaltenberg bekannt waren, lässt sich keine Verbindung finden. Die Ermittler stehen vor vielen ungelösten Rätseln und Problemen in der Familie Kaltenbach und deren Firma. Schnell wird klar, dass der vermeintliche Selbstmord eines Tatverdächtigen nur auf eine falsche Fährte führen soll. Auf dem Höhepunkt des Krimis führen Pia Kirchhoff ihre Ermittlungen in das ehemalige Ostpreußen, wo es zur dramatischen Auflösung des Falles kommt. Ein spannender und nah an der Wirklichkeit geschriebener Krimi.

Es ist schwer zu glauben, dass es sich „nur“ um einen Roman handelt. Vieles, was dort beschrieben wird, ist mit Sicherheit auch während der NS-Zeit und danach geschehen. Es mahnt uns auch weiterhin, unser Ziel, den Faschismus zu bekämpfen, nicht aus den Augen zu verlieren.

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453 Bibliotheken, 10 Leser, 6 Gruppen, 45 Rezensionen

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Das Alphabethaus

Jussi Adler-Olsen , Hannes Thiess , Marieke Heimburger
Flexibler Einband: 592 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.02.2012
ISBN 9783423248945
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Nach drei Kriminalromanen, Erbarmen, Erlösung und Schändung, hat sich Jussi Adler-Olsen in seinem Roman „Das Alphabethaus“ einem ganz anderen Thema zugewandt. Der erste Teil des Buches beginnt im Jahre 1944. Bei einer Mission über Deutschland stürzen James und Brian, zwei seit ihrer Kindheit engbefreundete englische Piloten, über feindlichem Gebiet ab. Verletzt können sie sich vor ihren Verfolgern in einen deutschen Lazarettzug aus den Osten retten. Mit falscher Identität kommen sie in ein Sanatorium für physisch und psychisch belastete, verwundete höhere Waffen-SS-Offiziere der Ostfront in der Nähe von Freiburg. Nicht nur die an ihnen und anderen vorgenommenen Versuche der Ärzte, sondern auch die Übergriffe einiger Mitpatienten bringen ihr Leben im sogenannten Alphabethaus mehr als einmal in Gefahr. Mit jeder Seite wird man in den Sog der Geschehnisse hineingezogen. Man fiebert mit ihnen, ob ein Entkommen aus dieser Hölle gelingt.
Im zweiten Teil des Buches, 28 Jahre später, begibt sich einer der Beiden auf die Suche nach seinem Freund, den er seit Anfang 1945 nicht mehr gesehen hat. Er muss sich in Freiburg seiner nicht aufgearbeiteten Vergangenheit stellen und gerät erneut in einen Strudel aus Schrecken und Grausamkeit. Fast bis zum Ende des Buches fragt sich der Leser, was drei so ehrenwerte und unbescholtene Bürger Freiburgs mit James und Brian zu tun haben. Es ist Jussi Adler-Olsen mit diesem Werk auf eindrucksvolle und manchmal sehr zu Herzen gehende Weise gelungen, nicht nur einen Einblick in die Verbrechen medizinischer Versuche im Dritten Reich zu geben, sondern auch dem Leser auf dem Hintergrund des leider nicht nur erfundenen Untertauchens höherer Waffen-SS-Offiziere nach 1945, das Drama einer Freundschaft nahe zu bringen.
Im Anhang des Buches befindet sich eine Aufschlüsselung der im Dritten Reich benutzen Abkürzungen für die verschiedenen Erscheinungsbilder psychischer Erkrankungen. Für dieses Thema sensibilisiert ist Jussi Adler-Olsen wohl aufgrund der langjährigen beruflichen Tätigkeit des Vaters. Außerdem ist es sehr beeindruckend, mit welch akribischer Kleinarbeit Jussi Adler-Olsen das Thema Psychiatrie im Dritten Reich recherchiert hat. Dadurch wirkt der Roman fast wie ein Tatsachenbericht. Ich kann dieses Buch nicht nur jedem Jussi-Fan, sondern auch allen anderen nur sehr empfehlen. Dank der Spannung und des flüssigen Schreibstils mag man es gar nicht mehr aus der Hand legen, wenn man erst einmal damit begonnen hat.

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