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148 Bibliotheken, 8 Leser, 2 Gruppen, 54 Rezensionen

neapel, freundschaft, italien, freundinnen, klassenkampf

Die Geschichte der getrennten Wege

Elena Ferrante , Karin Krieger
Fester Einband: 540 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 27.08.2017
ISBN 9783518425756
Genre: Romane

Rezension:

Jetzt ist er nun auf Deutsch erschienen der 3. Teil der Neapel-Saga. Und ich sage erneut: Welch‘ ergreifende Geschichte.

Das Cover zieht mich magisch an. Der Fußboden ist wunderschön, die Villa am Meer und das Kind auf dem Arm lässt auf den Verlauf der Geschichte schließen. Das Buch beginnt mit ein paar Seiten, was in den vorangegangenen Bänden passiert ist bzw. stellt die vielen Personen vor. Sehr nützlich finde ich das Lesezeichen, welches die wichtigsten Personen mit kurzer Erklärung enthält. So behält man leichter den Überblick.

Elena "hat es geschafft" - sie veröffentlicht ein Buch und wird berühmt. Erfolgreich und glücklich? Der Leser findet es im Laufe des Buches heraus. Das extreme Gegenteil spielt sich bei Elenas Freundin Lila ab, sie hatte sich von ihrem reichen Mann getrennt und führt jetzt ein einfaches Leben mit einer noch simpleren Tätigkeit in einer Fleischfabrik. Da kommen ein paar Revolutionäre gerade richtig. Jetzt wird das Buch ein wenig politisch, das hätte m. M. n. ruhig noch etwas ausführlicher dargestellt werden können.

Ein zufälliges Treffen mit Elenas Jugendschwarm bringt so manches ans Licht und ins Wanken.

Lila arbeitet viel - jetzt würde man sagen, dass sie einen Burn-out erleidet. Glücklicherweise wird am Anfang des ersten Bandes von Lila geschrieben, sonst hätte ich gedacht, dass sie uns jeden Moment unter den Händen wegstirbt.

Es besteht nach wie vor diese enge Freundschaft zwischen Lila und Elena und es entsteht abgrundtiefer Hass zwischen den beiden. Sie sehen sich lange ´Zeit nicht und das Freundschaftsband ist doch stärker als alles andere. Beide stammen aus einfachen Verhältnissen und jeder will es zu etwas bringen. Das kostet Kraft und nicht immer gelingt es. Das fasziniert mir so sehr und davon leben die Bücher.

Es ist immer was los im Buch, in den Familien. Es gibt gute und schlechte Zeiten, das animiert ständig zum Weiterlesen. Das Ende überraschte mich sehr.

Ich sehe mich wohl eher als Elena, wobei ich die aufmüpfige Lila interessanter finde.

Begeistert war ich auch hier in diesem Band von der schönen Sprache und ich denke, das Buch enthält viele biographische Züge, auch wenn die Autorin es anders erwähnt. Auch aus diesem Grund finde ich es schade, dass das Pseudonym Elena Ferrante unfreiwillig aufgedeckt wurde.

Fazit:
Ein Buch, das erschreckt, das uns in eine andere Welt mit krassen Gegensätzen von arm und reich eintauchen lässt und Mut macht im Leben nicht gleich zu resignieren und seine Wünsche und Ziele zu verfolgen.
Ich würde raten Band 1+2 vorher zu lesen und dann ist der 3+4 Band ein absolutes MUSS.

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atombombe, schweiz, frankreich, griechenland, roman

Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer

Alex Capus
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 29.07.2013
ISBN 9783446243279
Genre: Romane

Rezension:

Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer - was für ein langer Titel für dieses kurze Buch und der außerdem auch viel von der Geschichte verrät.

Capus hat m.M.n. sprachlich wieder ein Meisterwerk hingelegt. Beim Lesen hatte ich ständig die Stimme des Autors im Ohr. Capus' Roman erzählt die Biographie von drei verschiedenen Personen, die unterschiedlicher nicht sein können und nein, es handelt sich nicht um fiktive Personen, sondern alle haben wirklich existiert. Ob so wie der Autor es darstellt, sei fraglich, aber diese Freiheit konnte sich Alex Capus in seinem Roman herausnehmen. Und es stimmt, wenn man sagt: so hätte es sein können.

Ich fand alle Drei hatten ihre Eigenheiten, ihre guten und ihre schlechten Seiten, gemocht habe ich sie trotzdem alle.

Ein wenig unzufrieden bleibe ich am Ende des Buches dennoch zurück, ich hätte mir einen runden Abschluss gewünscht. Trotz diesen kleinen Makels, fand ich die Geschichte wunderbar. Es ist kein Buch um einfach mal schnell dazwischen zu schieben, es erfordert schon etwas Konzentration und mir bleibt es mit seiner Aussage sicher noch lange in Erinnerung.

Ich vergebe 4 von 5 Sterne.

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