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häusliche gewalt, thriller, gewalt, mord, frauen

Ich sehe dich

Janet Clark
Flexibler Einband: 431 Seiten
Erschienen bei Heyne, 11.04.2011
ISBN 9783453435926
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ich bekam heute die Mail, daß so wenige Leute eine Rezension nach Erhalt des Buches geschrieben haben.
Ich gehöre zu den zwei Personen, die das Buch erst jetzt bekommen haben.
Ich habe überlegt, wie ehrlich ich wohl sein kann, weil ich eigentlich keine Lust habe die Autorin zu verletzen. Aber ich sah, dass sie doch sehr gelobt wurde und da dachte ich, da kann sie meine Stimme mit Sicherheit verkraften.
Um erst einmal zu sagen, wo ich krimiliterarisch stehe, nenne ich mal meine Favoriten: Fred Vargas – Martha Grimes – Asa Larsson – Tana French – Nicci French – Elizabeth George.
Es fällt mir gerade auf, dass das alles Frauen sind. Nichtsdestotrotz : Ich habe alles, was sie je geschrieben haben gelesen und natürlich noch einige Autoren mehr. Ich lese Krimis wie andere Bonbons lutschen: so zwischendurch, während ich natürlich auch ganz andere Literatur lese.
Dieser Krimi kam mir vor als würde sich eine Hausfrau im Krimischreiben üben.
Es ist sehr schwer zu beschreiben, woran dieser Eindruck lag.
Als Erstes fand ich die Figuren blaß und nichtssagend. Sie hatten Namen, eine Augenfarbe (eine sogar eine mehr als andere...) und Haarfarben. Sie waren entweder weiblich oder männlich. Das stand für gut oder böse. Für die, die es noch nicht verstanden haben: Die Männer waren die Bösen und die Frauen die Guten. Einer war lieb, aber der stand für das Prinzip Hoffnung...
Als Zweites fand ich es ungeschickt, dass keine weiteren Tatverdächtigen vorhanden waren. Es wäre ein Leichtes gewesen den Michael oder den Peter auch verdächtig zu machen.
Zum Dritten kann man nun wirklich nicht von Lokalkolorit sprechen, wenn Straßennamen , Kneipennamen oder Stadtbezirke genannt werden. Ich kenne München nicht und da sagen die mir garnichts.
Zum Vierten: So wenige Klischees zum Thema Gewalt in der Ehe – ich meine: es sollten nicht mehr Klischees sein, aber wenige und die ausschließlich, ist auch nicht hilfreich. Wenn ein Psychopath dabei ist muß der nicht unbedingt erklärt werden, weil das ist nun mal nicht nachvollziehbar ist – obwohl das hier nun gerade geschieht: böse, böse Mutter!!! (Zum Ausgleich für den guten Michael gibt es mal eine böse Frau).
Die anderen Männer sind nur Nummern: Toter 1, Toter 2, Toter 3, davor Toter 4 aus Eifersucht erstochen.
Während ich das hier schreibe, merke ich, dass ich mit dem Verreißen gar nicht aufhören kann und irgendwie ist das Verschwendung von Lebenszeit.
Ich bin der Meinung: der Krimi hätte nicht geschrieben werden müssen.
Es gibt so viele gute Krimis, die Ihr bestimmt noch nicht gelesen habt und da lenkt ein weiterer nur ab.
Hätte ich das Buch nicht geschenkt bekommen, weil ich mich als Testleserin beworben habe, hätte ich es auf Seite 60 aus der Hand gelegt. So hatte ich ein Verantwortungsgefühl.
Fazit: Der Krimi ist ein Konglomerat aus lauter Klischees, ohne jede Intention, ohne jede Erfahrung der Autorin mit menschlichen Abgründen, ohne Idee, womit sie die Menschheit um irgendetwas bereichern will.

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