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211 Bibliotheken, 2 Leser, 8 Gruppen, 63 Rezensionen

berlin, rügen, thriller, mord, krimi

Stirb

Hanna Winter
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 12.08.2011
ISBN 9783548283449
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die heute von mir rezensierte Neuerscheinung gehört zu dem Buch „Stirb“ von der Berliner Autorin Hanna Winter.

Die Protagonistin des Buches ist Lara Simons, die gerade ein eigenes Café eröffnet hat. Doch die Freude über den Erfolg hält nur kurz an, da sie kurz darauf Opfer eines nächtlichen Überfalls wird. Knapp entkommt Lara dem Tod. Aber der Täter kennt sie und heftet sich an Ihre Fersen. Lara flüchtet mit ihrer kleinen Tochter von Berlin auf die Insel Rügen, aber dieses mal soll es kein Entkommen geben…
Hat Lara eine Chance dem Killer erneut zu entkommen?
Und wie ist der Täter mit Laras Vergangenheit verknüpft?

Das 352 Seiten starke Buch hat es in sich. Direkt zu Beginn gibt es sehr guten Einblick in die Handlung: Mit dem Prolog und dem 1. Kapitel ist man sofort mitten im Geschehen und im Grauen, dass Lara widerfährt gefangen. Sehr spannen und gruselig geschrieben. Man bekommt direkt eine Verbindung zur weiblich Hauptfigur, da man schon viel von ihr erfährt (Exmann, neue Berufsperspektive und so weiter). Was denke ich ein echter Gänsehautfaktor ist, dass der Horror durch eine alltäglich Situation entsteht: Welche Frau ist nicht schon mal alleine abends mit einem Taxi gefahren? Für Lara beginnt damit das Grauen, da der Fahrer sich als Psychopath entpuppt…. Das komplette Buch ließ sich sehr gut und flüssig lesen. Was mir auch gut gefiel sind die verschiedenen Zeitsprünge: einmal in der Gegenwart, wenn es um Lara geht oder die Rückblicke in die Kindheit des Täters und wo man Einblick in ein verstörendes Erlebnis bekommt, welches der Schlüssel zu seinen Serienmorden und Gewalttaten ist. Sehr gefiel mir an diesem Buch, dass man hier wirklich nicht leicht auf den Täter kommt und irgendwie jeder Verdächtig ist bzw. auf jeden irgendein Indiz deutet. Ein besonderes Bonbon für mich, dass das Buch in meiner Wahlheimat Berlin und auf Rügen spielt: für mich ist es immer sehr angenehm, wenn der Handlungsort eine Gegend ist, die man selbst kennt. Eine Neuerscheinung die ich nur weiter empfehlen kann: von mir für einen gelungenen Thriller der an den Nerven zerrt 5 Sterne. Dies ist sicher nicht mein letztes Buch von Hanna Winter!

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109 Bibliotheken, 0 Leser, 5 Gruppen, 33 Rezensionen

thriller, entführung, mord, krimi, deutschland

Der Frauenjäger

Petra Hammesfahr
Fester Einband: 424 Seiten
Erschienen bei Wunderlich, 24.02.2011
ISBN 9783805250146
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Hier passt alles - Spannung pur!
Heute möchte ich endlich meine Rezension zum aktuellen Buch von Petra Hammesfahr abgeben. Ihr neustes Werk ist der Roman „Der Frauenjäger“. Auch mit diesem Buch wird die Kölner Bestsellerautorin sicherlich viel Erfolg haben. Besonders habe ich mich gefreut diese Neuerscheinung zu lesen, da ich bisher noch gar kein Buch der Autorin kannte.
In diesem Buch geht es um einen Psychopaten, der es auf Frauen abgesehen hat. Frauen, die in seinen Augen Schmarotzer sind, da sie sich von ihren Männern aushalten lassen und ihnen untreu sind. Im Mittelpunkt des Buches steht eine Frau Namens Marlene, die in das Beuteschema des Frauenjägers zu passen scheint. Sie ist mit einem erfolgreichen Geschäftsmann verheiratet, aber fühlt sich in ihrer Ehe nicht wirklich gebraucht, so dass sie nur zu gerne einem langjährigen Freund, Andreas, in einer Notsituation helfen möchte. Die falsche Entscheidung, da sie kurz darauf entführt und gefangen gehalten wird….
Diese Neuerscheinung ist sehr, sehr spannend und hat mir richtig gut gefallen! Erst mal ein Lob für den ersten Eindruck: Schon der Titel ist gut gewählt: Kurz aber sehr präzise und gruselig. Ebenso jagt einem das Cover einen Schauer über den Rücken, da man direkt ahnt, dass die Opfer schlimmes erdulden müssen. Zuletzt ist auch noch die Kurzbeschreibung so eingeleitet, dass sie sehr gut zu Titel und Bild passen und neugierig auf das ganze Buch machen
„Während dein Leben perfekt scheint, lauert Er im Dunklen“.
Der komplette Band mit seinen gut 430 Seiten selbst hat dann auch gehalten, was ich auf den ersten Blick erwartet habe. Ein gelungener sehr spannungsgeladener Roman. Direkt zu Beginn lernt man im Prolog den Täter kennen - seine Beweggründe und sein schlechtes Verhältnis zu seiner Mutter. Vielleicht etwas klischeehaft, dass wie so oft die Mutter an allem Schuld ist und für einen psychopathischen Werdegang herhalten muss, aber dies tut dem Gruselfaktor ja keinen Abbruch. Gleich darauf geht es direkt rasant weiter, als Marlene zu sich kommt, und nicht weiß, wo sie ist und was passiert ist. Darauf folgt dann ein Einblick in Marlenes Zeit, als sie mit ihren besten Freundinnen ihre Jugend verbracht hat und wie sie gemeinsam ihre zukünftigen Partner kenen lernten. Durch die im ganzen Buch wiederkehrenden Wechsel aus Marlene Rückblicke in ihre Vergangenheit und ihre Entführungssituation, kommt keinen Moment Langeweile auf und man ist gespannt was als nächstes passiert. Zum Ende hin werden diese Sprünge immer schneller und kürzer, was ich verschlungen habe. Mir gefiel es sehr gut, dass auch ein Blick auf Frauenfreundschaften, Beziehungen und alltägliche Probleme gelegt wurde ohne zu viel / zu wirre Handlungen in ein Buch zu packen. Von mir volle 5 Sterne und die Gewissheit, dass ich nun auch andere Bücher der Schriftstellerin lesen werde.

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156 Bibliotheken, 0 Leser, 4 Gruppen, 53 Rezensionen

thriller, perry hollow, mord, sarg, serienkiller

Das Schweigen der Toten

Todd Ritter , Michael Windgassen
Flexibler Einband: 379 Seiten
Erschienen bei Rowohlt Taschenbuch, 25.01.2011
ISBN 9783499255885
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Brutal und blutig...und sehr spannend!
Ich fand die Neuerscheinung „Das Schweigen der Toten“ überaus gelungen. Es ist ein Thriller der Spitzenklasse. Hierbei handelt es sich um das Romandebüt des Amerikaners Todd Ritter, der eigentlich Journalist ist und in seinen Anfängen als Polizeireporter gearbeitet hat.
Der Handlungsort des Buches ist Perry Hollow. Ein friedlicher Ort ohne Gewalt und Brutalität. Bis jetzt! Der Horror zieht in den kleinen Ort ein, als eines Tages ein Einheimischer auf bestialisch zugerichtete weise gefunden wird: in einem Sarg, die Lippen zugenäht, der Körper ausgeblutet. Der Sheriff der Stadt nimmt die Ermittlungen auf. Parallel dazu geht bei der örtlichen Zeitung der Text für eine weitere Traueranzeige ein. Das Makabere dabei, die Todeszeit liegt erst in einer halben Stunde. Kann man das nächste Opfer noch retten oder ist der psychopatische Mörder nicht mehr aufzuhalten?

Dieses Buch war flüssig und zügig zu lesen. Handlung, Ort und die Personen haben mich beim Lesen direkt gefesselt, so dass die Zeit wie im Flug verging, als das Buch dann plötzlich ausgelesen war. Besonders gefiel mir, dass alle Charaktere gut ausgearbeitet sind und jeder sein „Päckchen“ zu tragen hat und auch auf düstere Schicksaalschläge der einzelnen eingegangen wird. Eine Fortsetzung würde sich also gerade zu anbieten…. Zwar erwartet einen ein teils sehr brutales und blutiges Werk, aber ich denke dieser Thriller hat das Zeug zu einem Bestseller seines Genres. Von mir volle 5 Sterne und eine große Weiterempfehlung.

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132 Bibliotheken, 1 Leser, 6 Gruppen, 56 Rezensionen

krimi, mord, regen, liebe, autobahn

Das Regenmädchen

Gabi Kreslehner
Fester Einband: 295 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 16.12.2010
ISBN 9783550088605
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ein düsterer Regenmorgen!
Nun möchte ich gerne meine Rezension für die Neuerscheinung der Österreicherin Gabi Kreslehner abgeben, die als Lehrerin arbeitet. Es handelt sich um den Kriminalroman „Das Regenmädchen“, der gleichzeitig auch ihr Romandebüt ist.
Die Hauptfigur des Buches ist Kommissarin Franza Oberwieser. An einem tristen, regnerischen Morgen muss sie wegen des Todes eines jungen Mädchens ermitteln. Wie die Tote aufgefunden wird erschreckt die Kommissarin: die Leiche liegt grotesk verrenkt am Straßenrand und trägt ein funkelndes Ballkleid. Bei ihren Ermittlungen stößt Franza immer wieder auf Ungereimtheiten und Wiedersprüche. Eine Atmosphäre aus Lügen und Verstrickungen entwickelt sich.
Dieser Kriminalroman ist ein wirklich gelungenes Werk. Die gut 300 Seiten habe ich in zwei Tagen verschlungen, da es sich spannend und kurzweilig lesen lässt, ohne dass dabei Langeweile aufkommt. An der Formatierung ist es auch nicht störend, dass die Kapitel jeweils für sich sehr kurz sind. Im Gegenteil: so erschien mir das Buch noch abwechslungsreicher. Das geschriebene ist sehr schön formuliert und ich war gespannt, wie sich die Figuren und das Geschehen weiterentwickeln. Natürlich hat mich auch der eigentlich Fall sehr neugierig gemacht: Warum musste das Opfer sterben und wird ihr Mörder zur Strecke gebracht? Die verschiedenen Personen waren gut Entwickelt, viel Abwechslung durch die einzelnen Verstrickungen und auch das Franzas Sohn in den Vorgang verstrickt ist macht es noch spannender. Dieses Buch ist wie gemacht für einen weiteren Teil, da mir das Ermittlerteam gut gefiel und es auch interessant wäre, wie sich hier alles weiterentwickelt: Von Familienzuwachs, Scheidung und Affären ist hier alles möglich…Und vor allem eine Kommissarin, die auch im Sommer Weihnachtsplätzchen backt J Es gibt nur einen Stern Abzug von mir, da die Handlung für mich teilweise leider etwas zu vorhersehbar war. Ansonsten ein wirklich lesenswertes Buch.

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164 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 51 Rezensionen

vampir, vampire, liebe, los angeles, messer

Septemberblut

Rebekka Pax
Flexibler Einband: 510 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 03.12.2010
ISBN 9783548282480
Genre: Fantasy

Rezension:

Rigor mortis
Leider hat mich Rebekka Paxs Neuerscheinung, der Roman „Septemberblut“, nicht ganz überzeugen können. Die Autorin kommt aus NRW, genauer gesagt aus Mülheim. Für mich ist dieses Buch eher in das Büchergenre Fantasie einzuordnen. Was sich in der Leseprobe noch sehr gut lesen lies war für mich als komplettes Buch leider etwas zu langatmig.
Nun zur groben Handlung: Das Buch spielt in den USA in Los Angeles. Amber verliert Ihren Bruder und gelangt in den Besitz eines magischen Messers. In ihrer Hand wird es zu einer Mordwaffe für Vampire! Dies ist sehr nützlich für ihr Weiterleben, da sie plötzlich einen Krieg zweier Vampirgangs gerät. Natürlich kommt auch das Thema Liebe ins Spiel, als sie ihren Traummann Julius Lawhead kennen lernt. Julius ist allerdings gleichzeitig auch auf der Jagd nach dem magischen Messer.
Der Schreibstil des Buches war zwar flüssig und ich konnte der Geschichte gut folgen. Allerdings hat sich die Handlung für meinen Geschmack manchmal so in die Länge gezogen, dass ich dass Buch mehrfach ganz weglesen musste. Für mich eher untypisch, da ich normalerweise Bücher in einem Rutsch durchlese und bei dieser Neuerscheinung war ich recht froh, als ich es endlich ausgelesen habe. Vielleicht tue ich dem Buch auch unrecht und ich bin einfach nur die falsche Zielgruppe: Es wirkte teilweise für mich wie für Jugendliche geschrieben und an anderen Stellen wirkte es eher wie ein erotischer Roman... Positiv fielen mir aber auch einige gute Ansätze auf: So ist zum Beispiel die Idee von Vampiren, ihrem einen menschlichen Diener und deren gemeinsame Verbindung durch 5 Siegeln sehr gut. Auch waren zum Beispiel manche Personen wie Christiana sehr gut beschrieben und hier war es dann für mich wieder interessant und spannend zu lesen wie es weitergeht. Insgesamt ein nettes Buch, welches ich aber nicht weiterempfehlen oder verschenken würde.

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574 Bibliotheken, 1 Leser, 7 Gruppen, 150 Rezensionen

regensburg, thriller, psychothriller, münchen, identität

Der Trakt

Arno Strobel
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 01.05.2010
ISBN 9783596186310
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Das Buch „Der Trakt“ von Arno Strobel ist ein Psychothriller: Diesem Genre ist dieses Werk völlig zu recht zugeordnet – ein echter Psychoschocker, auch wenn ich zum Schluss dachte, dass es auch ein Wissenschafts-/Technothriller sein könnte.

Sibylle Aurich, Mitte dreißig, wird in einem Park überfallen und fällt ins Koma. Als sie wieder erwacht hat sie noch alle ihre Erinnerungen, aber die Leute scheinen sie nicht mehr zu kennen!
–Ihr Mann Johannes kennt sie angeblich nicht mehr
–Auf dem Hochzeitsfoto ist eine andere Frau
–Und ihr Sohn Lukas scheint nie existiert zu haben.
Hat Sibylles Gedächnis durch das schreckliche Geschehen doch gelitten oder geht ein Komplott vor sich, in der selbst Ehemann und ihre beste Freundin Elke ein krankes Spiel mit ihr spielen?!? Inhaltlich will ich gar nicht mehr verraten, da ich sonst Überraschungen vorwegnehmen würde, die sich in diesem Buch Überschlagen.

Das Buch gefiel mehr sehr gut. Schon als es im März als Leseprobe vorgestellt wurde war mein Interesse geweckt. Als ich dann nun Arno Strobels aktuelles Buch „Das Wesen“ gelesen habe musste ich mir nun auch endlich „Der Trakt“ kaufen und habe es in einem Rutsch durchgelesen. Auch dieses Buch von Ihm ist flüssig zu lesen und beginnt direkt ein rasanter Einstieg, als Sibylles siebenjähriger Sohn Lukas in ein Auto gezerrt und entführt wird – alles nur ein Traum oder Erinnerungen die aufblitzen? Wie die Hauptfigur ihren Krankenhausaufenthalt empfindet, „fast wie in einer Gruft“, hat etwas beklemmendes und ich finde es sehr gruselig und beängstigend, dass nichts zu sein scheint wie es in ihren Augen sein sollte. Dieses klamme Gefühl zieht sich beim lesen die ganze Zeit weiter - danke für 45 tollen Kapitel, bei denen man immer wieder aufs neue rätselt, wer nun gut und wer böse ist & man zeitweise gar nicht mehr weiß, was man denken soll. Sehr zu empfehlen!

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80 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 34 Rezensionen

segeln, liebe, unfall, humor, chaos

Hart aber Hilde

Bettina Haskamp
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Schroeder, Marion von, in Ullstein Buchverlage GmbH, 12.08.2010
ISBN 9783547711714
Genre: Romane

Rezension:

Das war mal wieder ein sehr schönes Buch: Bettina Haskamps Werk „Hart aber Hilde“ ist ein Roman, der zum schmunzeln anregt und sehr kurzweilige Unterhaltung bietet.

Hauptfiguren sind Pia, deren Leben es momentan nicht so gut mit ihr meint: sie gerät nur an Männer, die ihr nicht gut tun und hat einen Berg an Schulden, derer sie mit anfangs drei parallelen Arbeitsstellen (als Kellnerin, Floristin und Hilfskraft in einem Copyshop) Herr werden will. Diese Jobs sind natürlich auch nicht das gelbe vom Ei und schreckliche Chefs gibt es ja auch überall. Zum Überfluss fährt Pia dann auch eine Frau an. Dies ist die Figur Hilde, aber wieder Erwarten ist dieser Unfall das Beste, was Pia widerfahren konnte. Die beiden Frauen sind beide auf ihre Art sympathisch: Pia hat echt viel Pech und es als alleinerziehende Mutter alles andere als leicht. Manchmal ist sie zwar nicht so beständig, wie man zum Beispiel an dem ein oder anderen Jobwechsel in ihrem Lebenslauf sieht, aber andererseits kann man es ihr teilweise auch nicht verübeln wenn sie mal das Handtuch wirft. Nun zu Hilde sie ist echt eine taffe ältere Dame die noch mitten im Leben steht und trotz ihres hohes Alters noch was vom Leben haben möchte. Es ist wirklich spannend und interessant zu lesen, wie ihre Vergangenheit war und was sie so aktuell alles angeht. Durch die vielen interessanten anderen Charakteren, wie einem Sohn im Pflegelalter oder einem (Ex-) Chef der Gameshowfan ist und ins Fernsehen möchte, ist das Buch unterhaltsam und nett geschrieben und auch das Thema Freundschaft, Liebe und Herzschmerz in den verschiedenen Generationen kommt nicht zu kurz!

Diese Neuerscheinung mit 285 Seiten lässt sich gut lesen und ist gut geeignet als seichte Urlaubslektüre, nettes Frauenbuch oder lockerer Gute-Laune-Roman: alles durchaus positiv gemeint da es ein schönes Buch ist, dass man problemlos in einem Rutsch weglesen kann.

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75 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 23 Rezensionen

geldwäsche, russland, schweiz, england, thriller

Verräter wie wir

John Le Carré , Sabine Roth ,
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 01.10.2010
ISBN 9783550088339
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Hier möchte ich meine Rezension für die Neuerscheinung des Romans „Verräter wie wir“ von dem Briten John le Carré, der ein Garant für Bestseller ist, abgeben.

Es geht in diesem Buch zum einen um Geldwäsche, Verrat, Bestechung, Mord und die russischen Mafia. Zum anderen aber auch um Familie und tiefe Verbindungen die sich in der Unterwelt entwickeln - zum Beispiel zwischen Dima und Mischa, dessen Verlust eine ganze Einstellung zum Gesamten umwirft. Als Dima, ein hohes Mitglied der Mafia, mit mächtigen Leuten aus den eigenen Reihen aneinander gerät, geht er ein Bündnis mit dem Westen ein: Brisante Informationen die die Russenmafia stark schwächen könnten, gegen einen Neubeginn in Großbritannien. Für beide Seiten ein guter Deal, doch auch in England scheint die Russenmafia ihre Leute in einflussreichen Positionen zu haben…. Ein Spiel auf Leben und Tod das nun ausgetragen werden muss.

Das Buch, welches mit seinen 416 Seiten, erst mal wie ein richtiger Wälzer aussieht, ist wenn man einmal damit angefangen hat schnell weggelesen: 1. ist die Schrift recht groß 2. ist das Papier für mein Gefühl recht dick (dies ändert nichts an der Seitenzahl, aber die dicke des Buches täuscht so am Anfang und 3. was ich besonders erfreulich fand, ist dieses Buch sehr kurzweilig und man kann es mühelos in einem Rutsch weglesen. Ich bin somit sehr froh gewesen, endlich mal in einen „Carré“ reinschnuppern zu können. Der schreibstill ist angenehm zu lesen und da mit Perry Makepiece und seine Freundin Gail Perkins zwei Hauptpersonen aus dem alltäglichen Leben in die Mafiamachenschaften verwickelt werden, kann man sich mit dem geschehen auch etwas identifizieren. Eigentlich ist das Genre über Mafia und Agenten keines, dass ich gerne lese und so war ich erstaunt, dass dieses Buch mich doch überzeugt hat. Grund dafür ist, dass es sich in meinen Augen von anderen Büchern dieser Art unterscheidet: es geht hier nicht wie erwartet brutal zur Sache, sondern Personen, Orte, Gefühle und das Drumherum werden recht ausführlich geschildert. Für mich eher ein spannender Roman, in dem ein verliebtes Paar plötzlich im Dienste ihrer Majestät steht und mit Fairplay der russischen Gegenseite Hilfe leisten soll. Gut zu lesen und von mir weiter zu empfehlen!

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57 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 30 Rezensionen

frauen, spa, wellness, kurzgeschichten, geschichten

Spa-Geflüster

Fay Weldon
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei dtv, 01.11.2010
ISBN 9783423248112
Genre: Liebesromane

Rezension:

Das Werk „Spa-Geflüster“ von der immerhin schon 79 jährigen britischen Autorin und Feministin Fay Weldon ist eine ganz besondere Neuerscheinung, die mich schon von dem kurzen Klappentext her und mit dem schön gestalteten Cover überzeugte. Dieser ersten Eindruck wurde nur bestätigt, als ich den kompletten Roman gelesen habe!

Es stehen in diesem Buch eine Reihe von Karrierefrauen, die Mitten im Leben stehen, im Mittelpunkt. Diese Frauen feiern Weihnachten und Neujahr in einem eleganten, sehr exklusiven und hochpreisigem Wellness Spa in England, wobei sie sich sehr nahe kommen und einander ihre Lebensgeschichten preisgeben. Die Rahmenhandlung und Hauptperson bildet Phoebe Fox. Phoebe ist eine Schriftstellerin in den besten Jahren, die sich zu der Reise entscheidet, da ihr Mann Julian überraschend und kurzfristig zu seiner kranken Mutter fliegen muss. Sie ist sympathisch und zwar mit Ängsten vorbelastet, die Frau aber zumindest nachvollziehen kann. Hier ist alles Vertreten: Trophäenfrau, Vortragsreisende, Gehirnchirurgin, Richterin, Verschwörungstheoretikerin, Fingernagelstylistin, Psychoanalytikerin, Unternehmerin, Hypothekenmaklerin, Drehbuchautorin, Expfarrersfrau, Stiefmutter und Schriftstellerin. So unterschiedlich alle diese Frauen und ihre Lebensgeschichte auf den ersten Blick auch sind, so haben sie eins gemeinsam: Ihre Erzählungen sind fesselnd. Die Erlebnisse ebenso abwechslungsreich, wie die Frauen selbst: die ganze Palette an Intrigen, Ehrgeiz, Phobien, (verbotener) Liebe & Hass, Eifersucht bis hin zu Mord tummelt sich hier, natürlich versetzt mit einer Portion Klatsch.
Ein wirklich tolles Buch, welches mir sehr gefiel und dem nicht alles beziehungsweise jeder so ist, wie es auf den ersten Blick scheint.... Dieser Roman verbindet teils sehr berührende und traurige Geschichten, bei denen man stark mitfühlen kann, aber es gibt auch Geschichten, bei denen man denkt, wie konnte diese Person nur ungestraft davon kommen. So gehen die Handlungsstränge teils von einem Extrem ins andere.

Auf jeden Fall ein sehr kurzweiliges und unterhaltsames Buch, welches durch den Geschichtenerzählcharakter, wenn die einzelnen Frauen ihr Leben Revue passieren lassen, eher wie eine Ansammlung von Kurzgeschichten wirkt, was aber durch Phoebe und den gemeinsamen Spa-Urlaub wieder zu einem Ganzen gefügt wird. Durch diese Aufbereitung verging das Lesen wie im Flug und ich war erstaunt, dass die 460 Seiten plötzlich schon um waren. Fay Weldon überzeugt durch ihren Schreibstil, mit Wortwitz und zum denken anregenden Gedankengängen – zwar mein erstes Buch von ihr, aber sicher nicht mein letztes!

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761 Bibliotheken, 9 Leser, 13 Gruppen, 138 Rezensionen

aachen, thriller, mord, psychiater, psychothriller

Das Wesen

Arno Strobel
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 01.12.2010
ISBN 9783596186327
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die Neuerscheinung von Arno Strobel, der Psychothriller „Das Wesen“, ist ein gut durchdachtes und ungewöhnliches Buch.

Zum ersten kurzen und oberflächlichen Eindruck den ich erst einmal hatte: Der Klappentext gibt zwar nicht sonderlich viele Informationen, wirkt aber schlimm und auch das Cover verbreitet eine düstere Stimmung – sehr dunkel gehalten mit einer Treppe, die ins Nichts führt. Inhaltlich geht es um ein Mädchen das vor 15 Jahren starb und dass nun plötzlich wieder Kinder verschwinden. Wurde damals der wahre Täter zur Rechenschaft gezogen und kann die neue Verbrechensserie gestoppt werden?

Mit großer Spannung habe ich das komplette Buch verschlungen. Mit Kriminalhauptkommissar Bernd Menkhoff und Kommissar Alexander Seifert wurde ein interessantes und nicht immer genau zu durchschauendes Team geschaffen, welches ich gerne bei seiner Ermittlung begleitet habe. Vom Schreibstil her ist dieses Buch flüssig und sehr angenehm zu lesen und durch den Ich-Erzähler Kommissar Seifert ist man direkt nah bei den Recherchen dabei. Auch inhaltlich ist dieser Thriller sehr gut aufbereitet. Was auf den ersten Seiten etwas schwierig war ist, dass dieses Buch parallel 1994 und 2009 spielt: Die beiden Jahre, in denen sich das Ermittlerteam mit einem speziellen Fall beschäftigt, in dem sie auch privat involviert werden.... Man ist aber sehr schnell im geschehen und zum einen werden Datum und Uhrzeit zu jedem Kapitel angegeben und auch ohne dies ist man so schnell mit der Handlung vertraut, dass man auch ohne diese Information das Geschehen einordnen kann. Gut gefiel mir, dass nicht zu viele Personen in diesem Buch auftauchen, aber man trotzdem nie genau weiß, wer nun Täter oder Unschuldig ist – Bis zur Auflösung habe ich die ganzenknapp 350 Seiten mitgerätselt! Dieses Buch kann ich sehr empfehlen und soeben habe ich mir auch „Der Trakt“ des Schriftstellers bestellt, das mich dieses Buch überzeugt hat.

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57 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 22 Rezensionen

england, dorset, golf, golfplatz, wollschwein

Wie Mr. Rosenblum in England sein Glück fand

Natasha Solomons
Fester Einband: 381 Seiten
Erschienen bei Kindler, 14.09.2010
ISBN 9783463405780
Genre: Romane

Rezension:

Traurig und rührend!
Natasha Solomons Romandebüt „Wie Mr. Rosenblum in England sein Glück fand“ ist eine rührende und traurige, aber auch schöne Neuerscheinung.
Die Hauptfiguren sind Jack Rosenblum und seine Ehefrau Sarah, die Ende der 30er Jahre mit ihrer Tochter als Juden aus Berlin, Deutschland fliehen um in England ein neues Leben zu beginnen. Als läuft gut, aber ein Ziel, dass sich Jack bei seiner Einreise gesetzt hat ist immer noch unerfüllt: Die Mitgliedschaft in einem englischen Golfclub! Als dies auch über ein Jahrzehnt nach dem die beiden sich in England niedergelassen haben noch nicht erreicht ist beschließt Jack selbst einen Golfplatz zu bauen....
Ich habe mich sehr über dieses Buch gefreut, das sich wirklich mit vielen Dingen auseinandersetzt. Zuerst sticht bei diesem Buch natürlich das Thema raus, wie man sich in einem neuen Land zurechtfinden muss und auch, wie man mit seiner Religion umgeht, wenn sich das Umfeld stark wandelt. Dieses Buch ist aber viel vielschichtiger: auch der Krieg wird aufgegriffen, die Verluste von Freunden und die Ungewissheit, was wohl aus der zurückgelassenen Familie geworden ist. Sehr Traurig und Bedrückend empfand ich, zum einen die Anfeindungen die Jack erdulden musste und die Zerstörungswut und Intoleranz mancher Leute und auch dass Sarah teils sehr unglücklich war – daher kann ich dem Klappentext der dieses Buch als sehr witzig tituliert erst Mal nicht zustimmen. Allerdings ist es auch ein schönes und beglückendes Buch, wenn man von wahrer Freundschaft liest und wenn man dort Unterstützung bekommen kann, wo man es zunächst nicht erwartet hätte. Der Schreibstil ist flüssig, mit viel Wortwitz und schön zu lesen. Und auch eine teils etwas derbe Ausdrucksweise („Arschlöcher“) ist hier absolut in Ordnung – da es in dem Fall auch treffend gesagt ist. Allen denen, die auch erleben wollen wie die Rosenblums ihren Weg meistern wünsche ich dabei schöne Lesestunden.

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53 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 20 Rezensionen

berlin, gereon rath, krimi, sa, ringvereine

Goldstein

Volker Kutscher
Fester Einband: 574 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 23.09.2010
ISBN 9783462042382
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Gelungener Ausflug ins Verbrechermilieu der 30er!

Diese Neuerscheinung, der neue Kriminalroman des Kölners Volker Kutscher „Goldstein“, ist mehr als gelungen! Es handelt sich hierbei bereits um das dritte Werk um seine Hauptfigur Kommissar Gereon Rath, der im Berlin der 30er-Jahre ermittelt. Fall eins und zwei waren „Der nasse Fisch“ und Der stumme Tod“. Auch ohne diese beiden Vorgänger bisher gelesen zu haben, konnte ich der Handlung gut folgen. Natürlich haben einige der Charakteren und Beziehungen sich aus der Reihe heraus entwickelt und es werden auch öfters Bezüge zu vorherige Fälle und Vorkommen genommen, aber dies ist nicht störend und eher ein großer Anreiz für mich diese Bände auch bald zu lesen.
In diesem Band unterstützt Rath das FBI, in dem er sich an die Fersen eines amerikanischen Gangsters heftet. Abe Goldstein der in den USA bereits gesucht wird treibt nun nämlich auch in Berlin sein Unwesen. Spannend wird es, als im KaDeWe Raubzüge beginnen, bei denen es auch um Leben und Tod geht.
Die Leute, Schauplätze und Stimmungen sind wirklich sehr gut beschrieben, so dass man sich mühelos in das Geschehen hineinversetzen kann. Auch wenn zum Beispiel das Verhältnis von Alex und Benny eigentlich nur kurz umrissen wird und er direkt zu Buchbeginn „verunglückt“, hat man sehr schnell ein Gespür über die enge Bindung der beiden, die später immer wieder aufgegriffen wird und dessen Tod in diesem Buch noch eine zentrale Rolle spielen soll. Sehr gut gefiel mir unter anderem auch noch die Figur der Charly, Charlotte Richter – Gereons Freundin, die auch immer wieder beruflich seine Wege kreuzt. Spannend ist natürlich auch die Handlung selbst und wie sich das Gangstermilieu von Berlin und den USA vermischen. Durch die anschaulichen Schilderungen fühlt man sich zurückversetzt in das Berlin der 30er Jahre: authentisches Stadtbild, Arbeitslosigkeit und nicht zuletzt natürlich die politische Lage. Alles teils sehr bedrückend, wie zum Beispiel, wenn beschrieben wird, wie die jüdische Bevölkerung von SA-Mitgliedern drangsaliert wird…. Zu letzt auch noch ein Lob für die gelungene Covergestaltung, die sehr gut zu dem gelesenen passt. Alles in allem also ein Werk, dass ich auf jeden Fall weiterempfehlen kann und das hervorragende und kurzweilige Unterhaltung bietet.

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12 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 4 Rezensionen

Hector und das Wunder der Freundschaft

François Lelord , Ralf Pannowitsch , August Zirner
Audio CD
Erschienen bei OSTERWOLDaudio bei Hörbuch Hamburg HHV GmbH, 08.09.2010
ISBN 9783869520506
Genre: Romane

Rezension:

Schön, ein neues Buch von François Lelord um seine schon sehr bekannte und beliebte Figur Hector. Da ich nur das Hörbuch zu dem Buch habe bezieht sich meine Rezension auf dieses, welches eine leicht gekürzte Fassung des Buches ist. Das neue Band heißt Hector und das Wunder der Freundschaft. Es ist das sechste Buch von Lelord um die Hauptfigur Hector , von denen alle bisherigen Bände sehr großen Erfolg hatten.

Wie schon im Titel zu erkennen, geht es dieses mal um die Freundschaft. Ich hoffte sehr auf ein wiedersehen mit dem Sohn des wohlbekannte Glücksexperte Petit Hector und natürlich seiner liebenswerten Frau Clara und wurde nicht enttäuscht. In diesem Teil ist der Haupthandlungsstrang der, das Hector, ein Psychiater und mit seiner Familie in Frankreich lebend, einen sehr engen Freund Édouard hat, der im Verdacht steht eine große Geldsumme entwendet zu haben. Wird sich alles aufklären und was ist dran an den Beschuldigungen? Natürlich wartet auf Hector wieder ein Abenteuer und im Buch kommen wieder viele Fragen auf, die zum nachdenken anregen und auf die es auch in diesem Band wieder schöne und sinnreiche Antworten gibt. Eine von Hectors vielen Notizen zur Freundschaft war folgende, die ich besonders schön fand:

Einen wahren Freund betrübt dein Unglück so, wie ihn dein Glück erfreut (Unter anderem CD 1, Kapitel 14).

Das Hören dieses Hörbuch hat mir viel Freude gemacht, auch wenn ich gemerkt habe, dass es mir viel schwerer fällt eine Rezension für eine Cd zu schreiben als für ein Hörbuch, da man bei einem Buch doch intensiver in die Geschichte eintaucht. Auf jeden Fall ist der Schreibstil dieses Buches wieder sehr schön und auch die Formulierungen sind sehr ausgereift. Allerdings fand ich, dass sich dieses Buch stark von seinem Vorgänger abhebt. War dies noch sehr kindgerecht, so ist dies schon eher ein Krimi wenn es zum Beispiel um Leutnant Ardanarinja geht und auch Themen wie Kinderprostitution kommen ins Blickfeld. Wie gewohnt war das gehörte von Lelord kurzweilig und schön. Eventuell ist dieses Buch nicht jedermanns Sache und die Bücher des Schriftstellers für den ein oder anderen Leser langweilig, aber ich bin wieder Begeistert und die Musikeinspielungen zu Ende der Kapitel waren eine schöne Abwechslung. Ein schönes Werk, dass ich weiterempfehlen kann.

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18 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 12 Rezensionen

juden, wertheim, kaufhauskönig, georg wertheim, liebe

Ein Paradies für alle

Justus Pfaue , Philip Tempel
Fester Einband: 440 Seiten
Erschienen bei Schroeder, Marion von, in Ullstein Buchverlage GmbH, 08.09.2010
ISBN 9783547711684
Genre: Romane

Rezension:

Nostalgisch und berührend!

Ein Dank an Justus Pfaue für seinen wunderschönen Roman Ein Paradies für alle. Dieses Buch, in dem die wohlbekannt Wertheim-Dynastie im Mittelpunkt steht, war toll zu lesen. Der Autor schrieb übrigens auch für erfolgreiche Serien wie Die Wicherts von nebenan die Romanvorlage.

In diesem Werk geht es um den Wertheim-Konzern als erfolgreiches, deutsches Unternehmen, eine große nie endende Liebe zwischen dem jüdischen Paar Georg Wertheim und Hanna Berger und die Schattenseiten der 20er/30er Jahre und den grausamen Nationalsozialismus.

Dieses Buch war wirklich sehr schön zulesen und trotz der fast 450 Seiten hatte ich es in wenigen Tagen ausgelesen. Ein Buch das man nur schwer beiseite legen kann! Dieses Buch ist eine Mischung aus der Biografie der Familie Wertheim und einem Roman mit frei erfundenen Aspekten. Erst fand ich die verschiedenen Sprünge zwischen den Lebensabschnitten und Jahrzehnten etwas irritierend, aber sobald sich alles fügt und man in der Geschichte drin ist, liest sich dies hervorragend! Das Buch ist sehr anschaulich geschrieben und man hat sich beim lesen ins Berlin der 30er Jahre zurückversetzt gefühlt. Auch hat es mein Interesse für die Wertheims geweckt: eine zurecht erfolgreiche und soziale Familie, die zu der Zeit sehr innovativ war mit der Einführung von Festpreisen, Kundenkarten und dem Slogan Wer bei Wertheim kauft, bringt was von Wert heim. Schade, dass es das imposante Gebäude in der Leipziger Straße nicht mehr gibt, sehr gerne hätte ich mir dieses Beeindruckende Bauwerk selbst angeschaut. Dieses Buch lieferte spannende und interessante Einblicke und der Schreibstil ist sehr flüssig. Irgendwie ist es nostalgisch und es berührt mich, dass einige wirklich schöne Kaufhausketten leider nach und nach aus dem Stadtbild verschwinden: also auch ein aktuelles Problem :-(. Auch Cover und Titel sind sehr schön aufgemacht und ich bin neugierig auf andere Bücher des Schriftstellers geworden. Volle 5 Sterne und auf jeden Fall weiter zu empfehlen!

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203 Bibliotheken, 0 Leser, 3 Gruppen, 33 Rezensionen

headhunter, kunstraub, thriller, oslo, norwegen

Headhunter

Jo Nesbø , Günther Frauenlob
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 15.07.2010
ISBN 9783548280455
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die aktuelle Neuerscheinung von Jo Nesbø ist wieder ein Thriller und trägt den Titel „Headhunter“. Auf dieses Buch war ich besonders gespannt, da ich bisher nur „Leopard“ von dem Autor gelesen habe und dieses mir sehr gut gefiel.

Die Hauptfigur in diesem neuen Werk ist der Headhunter Roger Brown: neben seiner eigentlichen Tätigkeit hat er auch noch kriminelle Energie und raubt seine Klienten aus. Dies läuft alles glatt, bis er an den Kunstsammler Clas Greve gelangt. Ein ebenbürtiger Gegner, der sich nicht um seinen Besitz bringen lassen will, noch einige andere Interessen verfolgt und vor allem die Jagd liebt... Eine rasante Verfolgungsjagd auf Leben und Tod folgt. Wer ist der überlegendere Gegner und wie gnadenlos wird er handeln?

Die Hauptfigur Roger war mir erst nicht sympathisch aber nach Beenden dieses Buches muss ich sagen, ein wirklich gelungene neue Romanfigur! Als Headhunter ist er die Nummer 1 in seiner Branche und sehr interessant fand ich die regelrechte Verhörtechnik bei den Bewerbungsgesprächen, die er von dem FBI übernommen hat und sich „Inbaud, Reid und Buckley“ nennt. Auch in seinen kriminellen Machenschaften ist Roger spitze und seine rechte Hand, Ove Kjikerand, ist ein weiterer etwas spezieller Charakter, dessen Beschreibung teils zwar etwas bizarr aber auch amüsant zu lesen sind Sehr gut gefiel mir, dass man von fast allen Personen die in dem Buch vorkommen auch sehr persönliche Sachen Erfährt. So spielen Ehefrauen wie Diana, Geliebte, längst zurückliegende Sachen oder persönliche Schicksale und Fehlentscheidungen eine große Rolle in dem Buch.

Die knapp 300 Seiten sind sehr gut zu lesen: flüssig und schnell. Der Schreibstil gefiel mir außerordentlich, da er spannend, gut formuliert ist und die zahlreichen Dialoge kurzweilig und fesselnd sind. Erst dachte ich, dass dem Buch noch das gewisse etwas fehlt, aber am Ende des Buches kommen noch mal einige Wendungen und Überraschungen und der Kreis schließt sich, so dass ich volle 5 Sterne für gute und fesselnde Unterhaltung gebe!

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191 Bibliotheken, 5 Leser, 5 Gruppen, 43 Rezensionen

fantasy, liebe, krieg, prinzessin, alera

Geliebter Feind

Cayla Kluver , Henriette Zeltner
Fester Einband: 555 Seiten
Erschienen bei Piper, 11.08.2010
ISBN 9783492702164
Genre: Fantasy

Rezension:

Ich habe mit Spannung auf die Zusendung von “ALERA Geliebter Feind“ von Cayla Kluver gewartet. Dies ist seit längerem wieder ein Buch aus dem Fantasy-Genre das ich lese. Das Buch gefiel mir sehr gut!

Von der Handlung selbst will ich nicht viel mehr verraten, als das, was auch schon im Klappentext zu erfahren ist, da ich bei diesem Buch finde, dass sonst einiges an Spannung herausgenommen werden könnte: in diesem Werk gibt es nämlich die eine oder andere Überraschung oder Wendung, mit der zumindest ich nicht gerechnet hätte. Im Mittelpunkte stehen zwei verfeindete Königreich – Hytanica und Cokyri - und stellvertretend für diese auf der einen Seite Prinzessin Alera und auf der anderen Seite der junge Narian, wobei beim letzteren Zugehörigkeit und Fronten von Anfang an nicht ganz klar sind. Auf jeden Fall bietet dieses Buch eine sehr interessante Mischung an Themen wie Fantasy, Abenteuer, Krieg, Machtkämpfe, Emanzipation der Frauen (oder auch nicht) und eine schöne Liebesgeschichte. Also sind natürlich viele Verwickelungen vorprogrammiert und geben eine gute Grundlage für ein vielseitiges Handlungsgeschehen. Der Vorspann baut richtig Spannung auf, in dem von 49 entführten Kindern die Rede ist, aber nur 48 Kinderleichen gefunden werden. Was hat es mit dem Kind auf sich, dass nicht mehr gefunden wurde? Ist dieses Kind eine Schlüsselfigur im weiteren Verlauf? Die Antworten auf diese Fragen werden schon in den ersten 150 Seiten gegeben und auch danach gewinnt dieses Buch immer weiter an Fahrt. Was mir auffiel war die Vielzahl an interessanten oder auch unterhaltsamen Charakteren mit einer Reihe an außergewöhnlichen Namen wie London oder Steldor. Letzterer erinnert mich an „Gaston“ aus der Disney Verfilmung von „Die schöne und das Biest“ mit seiner selbstverliebten und überheblichen Art, was recht amüsant zu lesen ist. Kronprinzessin Alera dagegen wirkt viel angenehmer und hat ihren eigenen Kopf, obwohl in ihrem Volk Frauen nicht selbständig denken und handeln sollen.

Zudem ist es meiner Meinung auch ein toller Schreibstil den man im Buch vorfindet, auch wenn man beim lesen merkt, dass die Autorin eine Frau ist :-) Manchmal hat die Erzählerin nämlich viel Liebe zum Detail bei Beschreibungen. Dies ist aber gar nicht negativ gemeint und es ist auch kein reines Frauenbuch und wird sicherlich auch männliche Leser überzeugen. Ich finde es zu dem bemerkenswert, dass dies das erste Werk der amerikanischen Autorin ist – die gerade einmal 17 Jahre jung ist (genau wie die weibliche Hauptfigur). Dafür hat die Schriftstellerin ein sehr gut ausformuliertes Buch abgeliefert, welches interessant und flüssig zu lesen ist: die Sprache ist Teils „normal“ und Teils etwas altmodisch in der Sprechweise, wodurch noch mal schön verdeutlicht wird, dass die Hauptgeschichte am königlichen Hofe spielt; Zitat „Meine Dame, erlaubt mir, Euch ins Speisezimmer zu geleiten“. Dieses Mittel passt aber sehr gut und wirkt nicht störend. Auch wenn das Buch mit knapp 550 Seiten ein richtiger Wälzer ist, kann man es schnell verschlingen und dies spricht sehr für das Buch. Ausgelegt ist dieser Band als eine ganze Saga, so dass man hier dann auch die Weiterentwicklung des schriftstellerischen Könnens toll miterleben könnte und ich freue mich schon nun auf die Fortsetzungen. Alles in allem ganze 5 * von mir.

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109 Bibliotheken, 2 Leser, 6 Gruppen, 51 Rezensionen

liebe, wörterbuch, beziehung, betrug, gefühle

Das Wörterbuch der Liebenden

David Levithan , Andreas Steinhöfel
Fester Einband: 211 Seiten
Erschienen bei Graf Verlag, 11.08.2010
ISBN 9783862200047
Genre: Romane

Rezension:

Mit Spannung habe ich auf den Roman Das Wörterbuch der Liebenden vom Schriftsteller David Levithan, aus New York, gewartet!

Eine Liebesgeschichte in Lexikonform aufbereite ist nämlich mal wirklich was ganz anderes und ich konnte mir vor ab darunter irgendwie gar nichts vorstellen. Bei dem Buch handelt es sich wirklich um ein richtiges Wörterbuch, das ersten Wort zum Buchstaben A wie aberrant (abwegig) bis zum letzten Wort des Roman zenith (Scheitelpunkt). Die jeweiligen Begriffe werden zuerst ins deutsche übersetzt, da es sich um die englischen Begriffe, beziehungsweise Fremdwörter handelt. Darauf folgt dann eine kurze, passende Geschichte aus dem Beziehungsalltag.

Diese Buchform ist sehr originell, unterhaltsam und man kann auch noch einige englische Wörter lernen, die ich selbst zum Beispiel teils nur vom Wort her kannte, aber so spontan nicht richtig übersetzen hätte können. Eine toll Neuerscheinung, die komplett zu Lesen Spaß macht und dabei lehrreich und sehr kurzweilig ist. Inhaltlich hätte ich mir das Buch aber etwas romantischer vorgestellt, da einige Absätze doch recht deprimierend und hoffnungslos klangen. Noch ein kleines Manko ist, in meinen Augen, dass auf den gerade mal nur 212 Seiten die Schrift recht groß ist und auf manchen Seiten gerade mal nur ein oder zwei Sätze stehen. Ich denke bei einem Buch kommt es auf die Qualität und nicht die Quantität an, aber für 18 Euro hätte ich mich dabei dann eventuell doch etwas über den Kauf geärgert. Bei der Taschenbuchausgabe wird das Preis-Leistungsverhältnis aber ja wieder anders ausfallen und dann würde ich das Buch als ungewöhnliche Neuerscheinung auch guten Gewissens weiterempfehlen.

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31 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

hypnose, pilot, fliegen, suggestion, spiritualität

Der Pilot

Richard Bach , Thomas Görden
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Allegria, 12.08.2010
ISBN 9783793421955
Genre: Romane

Rezension:

Mit Hochspannung habe ich die Zusendung der Neuerscheinung von Richard Bach, der selbst gelernter Pilot ist, „Der Pilot - Die Weisheit wartet über den Wolken“ erwartet. Dieser Roman ist ein ungewöhnliches, spirituelles Werk. Auch wenn der amerikanische Autor Bach schon einen bekannten Namen hat, so habe ich leider noch nichts von ihm gelesen. „Die Möwe Jonathan“ von ihm soll ein sehr schönes Buch sein und es wurde mir schon empfohlen dies ein Mal zu lesen. Nach dem ich „Der Pilot“ selbst nun für mich entdeckt habe werde ich der anderen Buchempfehlung demnächst auf jeden Fall nachgehen.

Nun zur Handlung. Im Mittelpunkt des Buches steht der Fluglehrer Jamie Forbes. Durch eine schicksalhafte Fügung kommt er per Funk in Kontakt mit Maria Ochoa, die mit ihrem Ehemann gerade in einem Flugzeug sitzt. Da sie selbst nicht fliegen kann und Ihr Mann einen Schlagfall hat, muss Jamie versuchen Maria trotz der Entfernung beziehungsweise trotzdem sie nicht im gleichen Flugzeug sitzen, einzuweisen die Maschine selbst zu fliegen und sicher zu landen. Weiter geht es mit Kapiteln die einen neuen Handlungsstrang behandeln und sich mit Hypnose beschäftigen und dies ist dann auch der Übergang, wo es mit dem Buch dann recht philosophisch und spirituell wird. Durch dieses einschneidende Erlebnis ändert sich Jamies Leben und genau die Art und Weise wie es sich und seine Sicht auf die Dinge ändert wird in diesem Werk geschildert.

Das Buch gefiel mir gut. Die Hauptperson Jamie Forbes ist sehr sympathisch – ein Mann der mit sich selbst im reinen ist und ein glückliches Leben führt. Er liebt seinen Beruf und sein Ehefrau Catherine und die Art wie er mit anderen Leuten umgeht ist sehr schön. Auch wenn ich spirituelle Texte manchmal etwas ermüdend finde und ich auch gar nicht damit gerechnet habe dass das Buch sich im laufe der Zeit so stark in diese Richtung dreht, so war es doch mal etwas ganz anderes und kurzweilig zu lesen. Die insgesamt gut 190 waren flüssig, locker und leicht und zu lesen und auch abwechslungsreich. Auch bietet das Buch die eine oder andere Überraschung und auch am Ende gibt es noch eine Wendung, mit der ich gar nicht gerechnet hätte. Beim ersten durchblättern fand ich allerdings zuerst sehr negativ, dass das Buch so viele bebilderte Seiten hat und daher weniger Platz für Text ist. ABER beim lesen des Buches musste ich meine Meinung revidieren: die Bilder passen wirklich wunderschön und auch die Aufmachung zum Beginn jedes Kapitels mit der geschwungenen Kapitelnummer und dem einleitenden Satz wirken sehr harmonisch. Ein großes Lob an dieser Stelle für die Umschlaggestaltung und Illustration! Alles in allem eine wirklich schöne Neuerscheinung.

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392 Bibliotheken, 6 Leser, 12 Gruppen, 91 Rezensionen

verbrechen, mord, anwalt, strafverteidiger, berlin

Verbrechen

Ferdinand von Schirach
Fester Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.08.2009
ISBN 9783492053624
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Heute möchte ich das Buch Verbrechen von dem Autoren Ferdinand von Schirach vorstellen.

Hier erfährt man von lauter unglaublichen Geschichten, die dennoch wahr sind. Schon das erste Kapitel aus dem Buch reicht aus, um auf den kompletten Band neugierig zu machen!

In der ersten Geschichte Fähner geht es zum Beispiel um den Arzt Friedhelm Fähner und seine Frau Ingrid, welche sich schon auf der Hochzeitsreise als wahre Tyrannin entpuppt und welche im Laufe Ihrer Ehe Ihrem Mann gegenüber immer brutaler und aggressiver wird: bis er im hohen Rentenalter und nach 48 Jahren mit dieser Frau an seiner Seite den einzigen Ausweg sieht wieder frei zu sein, indem er sich seiner Frau auf makabere weise entledigt....

Ich liebe Kurzgeschichten und diese war trotz der Kürze sehr anschaulich geschildert und unterhaltsam und hatte einige Überraschungsmomente. Auch die anderen 10 Stories sind schaurig-gut und auf insgesamt 205 Seiten ist somit Spannung und echte Kurzweile garantiert. Teils konnte ich die Handlung mancher Personen nachvollziehen, mit manchen hatte ich echtes Mitleid aber einige waren auch ziemlich gruselig. Daher von mir ganze fünf Sterne und eine dicke Empfehlung.

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112 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 32 Rezensionen

deutschland, thriller, stromausfall, endzeit, computervirus

Rattentanz

Michael Tietz
Fester Einband: 838 Seiten
Erschienen bei Bookspot Verlag, 15.05.2009
ISBN 9783937357379
Genre: Romane

Rezension:

Erschreckend, aber ein tolles und spannendes Buch!

Bei dem Buch Rattentanz von Michael Tietz handelt es sich um das Romandebüt des Schriftstellers. In diesem Werk geht es darum, dass auf Grund eines Computervirus die Menschheit in wenigen Stunden quasi wieder ins Mittelalter zurückgeworfen wird und jeder sich selbst der nächste ist und keine Gesetze und Wertvorstellungen mehr gelten. Im Mittelpunkt steht die Familie Seger: Der Familienvater Hans, die schwangere Ehefrau, die ihrem Mann die froh Kunde noch nicht einmal Mitteilen konnte, und Mutter Eva und die gemeinsame kleine Tochter Lea. Für die Familie beginnt der Kampf wieder zueinander zukommen: Hans ist gerade im Ausland, die Mutter beruflich unterwegs und das siebenjährige Mädchen bei Nachbarn untergebracht. Auch wenn die Familie Seger eine zentrale Rolle in diesem Buch einnimmt und durch sie Einblicke in zwei Ländern aufgezeigt werden und auch sehr dramatische Geschichten zu dieser Familie vorgestellt werden (ExEhemann, Überlebenskämpfe um zur Familie zurück zukommen, ein kleines Mädchen, dass sich einem Absturzopfer annimmt und und und) so gib es in diesem Buch auch noch viele andere Handlungsstränge, Personen und Sichtweisen, die jede für sich wirklich fesselnd und gruselig sind! Zu Anfang fand selbst die Handlung etwas unrealistisch, da ich denke (oder zumindest hoffe), dass unsere Gesellschaft nicht so schnell zusammenbricht und auch in einer Ausnahmesituation noch irgendwie ein geregeltes zusammenleben möglich ist. Allerdings nach dem lesen des Buches denke ich: wie schnell können Gewisse Situation doch ausarten, wenn einen zum Beispiel Hunger oder Wassermangel antreibt oder einfach nur ein aufgebrachter Mob die Stimmung anheizt? Schon etwas beklemmend und bedrückend... Diese Neuerscheinung gefiel mir sehr gut: mit 108 Kapiteln auf 130 Seiten schön lang, wobei ich mich einigen meiner Vorrednern nicht anschließen kann: Bei diesem Buch gehört nichts gekürzt und gerne hätte ich auch noch ein bis zwei hundert Seiten mehr gelesen! Man konnte gut in die Geschichte eintauchen und auf jeden Fall bei mir wurde eine angenehme Spannung geweckt, wie es wohl weiter geht. Manchmal sogar mehr als Spannung, da sich teilweise ungeheuerliche Abgründe auftaten und ich beim Lesen dachte das gibt es doch nicht, der/das ist fast schon zu gruselig. Ein tolles Buch, das ich nur jedem weiterempfehlen kann und das es in sich hat. Wenn es ging würde ich sogar 6 Sterne vergeben: ein Bonus, für den sehr hochwertigen und tollen Einband.

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88 Bibliotheken, 0 Leser, 5 Gruppen, 30 Rezensionen

flughafen, geschichten, träume, freundschaft, spanien

Salvador und der Club der unerhörten Wünsche

Alberto Torres Blandina , Petra Zickmann
Fester Einband: 223 Seiten
Erschienen bei DVA, 05.05.2010
ISBN 9783421044488
Genre: Romane

Rezension:

Sachen, die nie in Tokyo geschehen würden...

... wie dieses Buch im Originaltitel übersetzt heißen würde (Cosas que nunca ocurrirían en Tokio) oder wie in Deutschland erschienen unter dem Namen Salvador und der Club der unerhörten Wünsche ist ein sehr schönes Buch. Wenn man dazu auch noch bedenkt, dass es das Romandebüt von Alberto Torres Blandia ist, ist dies um so beeindruckender.

Als erstes einmal möchte ich sagen, dass es ein sehr gelungenes Buchcover ist: die Zeichnung und Gestaltung gefällt mir sehr gut (auch die Zeichnungen zu jedem einzelnen Kapitel sind sehr hübsch)! Im Mittelpunkt dieses Buches steht Salvador. Er fegt seit 30 Jahren die Flughafenhallen, aber er ist in Wirklichkeit viel mehr. Nämlich der gute Geist des Flughafens, der für alle Passagier ein offenes Ohr hat und der sehr viele schöne und erheiternde Geschichten zu erzählen weiß. Ein Buch, das glücklich macht!

Ich habe jede der knapp 225 Seiten dieses Werkes mit Genus gelesen. In den 19 Kapiteln wurden ungewöhnlich Geschichten und Verstrickungen angeschnitten, die ich mit viel Neugier gelesen habe und auch der Epilog hat dann noch mal eine Überraschung hervorgebracht, die ich nicht vermutet habe. Dies alles war schnell und kurzweilig zu lesen und jede Geschichten für sich war zwar etwas ungewöhnlich aber unterhaltsam und vor allem etwas besonderes. Sehr zu empfehlen, wenn man ein etwas anderes Buch lesen möchte!

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31 Bibliotheken, 0 Leser, 4 Gruppen, 16 Rezensionen

pakistan, ali sethi, familie, lahore, afghanistan

Meister der Wünsche

Ali Sethi , Claudia Wenner
Flexibler Einband: 495 Seiten
Erschienen bei dtv, 22.03.2010
ISBN 9783423247894
Genre: Romane

Rezension:

Ali Sethis „Meister der Wünsche“ ist sein Romandebüt.

Dieses Buch ist eine Familiensaga, die das Leben einer pakistanischen Familie in Lahores widerspiegelt. Es gefiel mir sehr einen Einblick in das Familienleben dieses anderen Landes mit einer anderen Kultur zu bekommen. Im Mittelpunkt stehen zwei Kinder, die gemeinsam wie Geschwister aufwachsen – Zaki und Samar Api. Auch die politische Lage Pakistans wird in diesem Buch beleuchtet mit Blick auf die Krisen in dem Land, ohne dabei auch die heiteren Seiten des Lebens außer acht zu lassen. Auf dieses Buch war ich sehr gespannt.

Zuerst einmal ein großes Lob für die wunderschöne Covergestaltung – wie aus einem Märchen dieses Bild und es macht Lust auf mehr!

Nicht ganz so gut fand ich die große Vielzahl an Fachbegriffen und Fremdwörtern aus der pakistanischen Kultur (zum Beispiel spezielle Kleidungsstücke) und die Wörter und Sätze auf pakistanisch (Urdu). Eigentlich sind dies Sachen, die ich in anderen Büchern schon sehr schön fand, aber leider fehlen mir hier genaueren Beschreibungen (zum Beispiel als Fußnote) und auch nicht alles was direkt auf pakistanisch gesagt wird, wird komplett übersetzt. So kann man sich einige ansonsten sehr schön beschriebene Stellen nicht richtig bildhaft vorstellen oder müsste beim lesen woanders einige Sachen nachschlagen, wozu ich aber nicht die Muße hatte. ABER: als ich mit dem Buch zuende war, habe ich nach dem letzten Kapitel dann ein Glossar entdeckt, in dem doch einige von den ausländischen Bezeichnungen beschrieben waren – dieses hätte mir während des Lesens ein viel besseres vermitteln des Stoffes beschert, aber so habe ich das Glossar dann nur als reine, wenn auch interessante, Information gelesen.

Alles in allem ist das Buch aber schön zu lesen und die 20 Kapitel auf gut 500 Seiten sind so lang, dass man sich recht gut in die Geschichte vertieft. Es ist flüssig geschrieben und den Schreibstiel fand ich angenehm. Am Anfang war die Handlung für mich etwas verwirrend, da direkt zu Beginn viele Leute und Namen auftauchen und ins Spiel kommen. Mit der Zeit lernt man aber die Beziehung der Personen untereinander kennen und ich finde die fürs europäische Ohr erst Mal fremdklingenden Namen sehr schön. Alles in allem drei Sterne von mir: Ein nettes Buch, das ich gerne gelesen habe, aber ich selbst mir wohl nicht geholt hätte.

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38 Bibliotheken, 0 Leser, 3 Gruppen, 14 Rezensionen

liebe, sex, witz, muckibude, roman

Hüftkreisen mit Nancy

Stefan Schwarz , ,
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Rowohlt Berlin, 12.03.2010
ISBN 9783871346743
Genre: Romane

Rezension:

Viel besser als erwartet - amüsant, kurzweilig und witzig!

Sehr Schön :-) Das Buch „Hüftkreisen mit Nancy“ von Stefan Schwarz hat mir wirklich gut gefallen! Es ist ein heiterer, unterhaltsamer und lustiger Roman, der locker und leicht zu lesen ist ohne langweilig zu werden.

Bei diesem Werk handelt es sich übrigens um das Romandebüt des Autors. Die männliche Hauptfigur, Max Krenke, ist ein Familienvater, der seit 10 Jahren eine Ehe mit Dorit führt und in dessen Ehe nur noch an ihm rumgenörgelt wird. Dorit ist wirklich eine recht anstrengende Frau und ich musste bei dem einen oder anderen Dialog oder Max Gedankengängen dazu sehr schmunzeln. Auch die beiden Kinder, Mascha und Konrad, sind nicht nur ein Sonnenschein sondern sorgen auch für etwas Nervenaufreibung im Familienleben. Ebenfalls in seinem Job erlebt Max Tag ein Tag aus nur noch das gleiche einerlei und so hat er immer mehr das Gefühl, dass sein Leben völlig festgefahren ist – als er dann auch noch durch eine Verkettung unglücklicher Zufälle, nicht wirklich so ganz gerechtfertigt drei Monate von der Arbeit freigestellt wird, da er zu sexistisch sein soll, nimmt das Unglück seinen Lauf.. Um sich für seine Frau wieder etwas interessant und anziehend zu machen und vor allem die Zeit, die er ja eigentlich auf der Arbeit sein sollte, rum zukriegen, beginnt er ins Sportstudio zu gehen. Dort trifft er die junge, anziehende und „kecke“ Nancy, die dort die Trainerin ist. Plötzlich hat er die Qual der Wahl und steht zwischen zwei Frauen – seiner Ehefrau und Nancy: Probleme und Verwirrungen sind dabei natürlich vorprogrammiert.

Was erstmal nach einer „Midlife Crisis“ klingt liest sich dann wirklich sehr unterhaltsam. Nach der Inhaltsangabe und dem Klappentext hatte ich erst einmal Angst, dass dieses Buch eventuell zu platt oder einfach nur „doof“ ist, was aber NICHT der Fall ist. Dies sind wirklich 250 Seiten (auf 21 Kapitel aufgeteilt) gute Unterhaltung mit Witz, die sehr kurzweilig und schnell weg gelesen sind und mir meine Zugfahrten zur Arbeit sehr verkürzt haben.

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(165)

282 Bibliotheken, 5 Leser, 6 Gruppen, 46 Rezensionen

norwegen, krimi, harry hole, oslo, kongo

Leopard

Jo Nesbø , Günther Frauenlob , Maike Dörries
Fester Einband: 698 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 26.01.2010
ISBN 9783550087745
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ein Hit!

Eine Interessante Neuerscheinung - Hole ist toll!

Als ich zuerst das Vorablesebuch zu dem Kriminalroman „Leopard“ von dem Autor Jo Nesbø in den Händen hielt war mein erster Gedanke: Oh Gott! Was für ein dicker Wälzer (immerhin 700 Seiten). Was, wenn die Geschichte für mich nicht nachvollziehbar ist, da ich die vorhergehenden Bände nicht kenne? Oder noch schlimmer, wenn ich das Buch langweilig finde und mich durchquälen muss?

Zum Glück waren meine Befürchtungen alle unbegründet :-)

Von der ersten Seite an ist das Buch toll geschrieben – flüssig zu lesen und sehr anschaulich (was auch mit dran liegen wird, dass es an vielen Handlungsorten wie zum Beispiel in Norwegen (ja zum Großteil), Ruanda und China spielt). Bevor die eigentliche Geschichte um einen Serienmord, hinter dem aber VIEL mehr steckt, mit Hochspannung startet, lernen auch Jo Nesbø „Leseanfänger“ erst einmal seine Hauptfigur Kommissar Harry Hole kennen. Ein gefallener Kommissar und Profi im Bereich der Ermittlungen um Serienmorde, der zum Anfang des Buches in Drogen- und Mafiaproblemen in Hongkong steckt. Zudem ist er dem Alkohol verfallen und hat seine Frau und sein Kind verloren, auch wenn diese noch leben…

Das Buch ist Spannung pur: an Ideen zu Folterwerkzeugen oder Mordmethoden fehlt es dem Autoren nicht. Ebenso gibt es Emotionen aufgrund von Holes kranken Vater und der schon lange verstorbenen Mutter Harrys, welche beider Gegenwart immer wieder einholt. Und etwas gibt es in dem Buch, was mich sehr positiv überrascht hat: auch für uns Frauen ist etwas Romantik dabei ;-) Somit ist schon rein formal der Aufbau des Buches sehr abwechslungsreich.

Zum Schluss muss ich noch loswerden, dass die einzelnen Charakteren toll sind. Hole selbst ist eh ein Unikat und zum Beispiel der Fiesling und total selbstbezogene Mikael Bellman passt sehr gut und Holes Ermittlungspartnerin Kaja gefiel mir auf Anhieb gut.

Das Buch ist einfach nur zu empfehlen und ich werde mir demnächst noch weitere Bände von Nesbø (der Ökonom, Schriftsteller und Musiker ist) kaufen, da mich die Rückblicke zu anderen alten Fällen im „Leopard“ sehr neugierig gemacht haben.

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83 Bibliotheken, 3 Leser, 3 Gruppen, 21 Rezensionen

algerien, liebe, freundschaft, frankreich, krieg

Die Schuld des Tages an die Nacht

Yasmina Khadra , Regina Keil-Sagawe
Fester Einband: 413 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 12.03.2010
ISBN 9783550087905
Genre: Romane

Rezension:

Sehr lesenswert und gefühlvoll!

Schon der Auszug zu dem Buch „Die Schuld des Tages an die Nacht“ von Yasmina Khadra hat mich neugierig gemacht.

Yasmina Khadra ist das Pseudonym von Mohammed Moulessehoul, welches er gewählt hat um der Zensur in seinem Heimatland zu entgehen und bei dem es sich um die beiden Vornahmen seiner Ehefrau handelt. Interessant zu wissen wäre, ob das Buch auch autobiographische Züge hat.

Auch das lesen des kompletten Buches war eine gute Entscheidung und hat mir Freude bereitet – ein Buch, das ich mir selbst nicht gekauft hätte, aber das einen sehr schönen Schreibstil und sehr gut zu lesen war. In dieser Geschichte trifft Jonas nach 50 Jahren seine alten Freunde aus Kindheits- / Jugendtagen wieder und sie lassen ihr Leben Revue passieren – wie es ihnen über die Jahrzehnte ergangen ist und was ihre Heimat und ihre Landsleute in Algerien in der zurückliegenden Zeit alles durchstehen mussten. Im Mittelpunkt steht die große Liebe zwischen Jonas und der bezaubernden Französin Émilié. Kann diese Liebe sich den kulturellen Unterschieden widersetzen und haben die beiden eine Chance auf eine gemeinsame Zukunft?! Zu Beginn des Buches wird gezeigt, wie Jonas aufwuchs, mit seinen Eltern und einer Schwester auf einer Farm lebend. Durch einen Brand wird die ganze Ernte zerstört, so dass der Vater sich eine andere Arbeit suchen muss um die Familie über Wasser zu halten, die so allerdings den Mann und Vater entbehren muss und ihn kaum noch sieht. Gut und flüssig geschrieben, so dass man sich die traurige Situation bildhaft vorstellen kann aber man hat auch die Hoffnung und Zuversicht, dass die Familie anpackt und sich alles zum besseren wenden wird. Auch zu Anfang, als die Familie in die Großstadt zieht werden starke Gegensätze deutlich: Armut in richtigen Elendsvierteln und der Reichtum und Glanz in den besseren Teilen der Stadt. Auch Liebe und Hass werden direkt deutlich gegenübergestellt und schon zu Beginn ist der Krieg ein Thema in diesem Buch. All diese Sachen ziehen sich durch das ganze Buch, was natürlich auch viele deprimierende Seiten hat, aber alles in allem ist es trotzdem ein schönes und gefühlvoll geschriebenes Buch, welches ich gerne empfehle!

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