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357 Bibliotheken, 23 Leser, 0 Gruppen, 77 Rezensionen

jugendbuch, lügen, liebe, highschool, one of us is lying

One of Us Is Lying

Karen M. McManus , Anja Galić
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei cbj, 26.02.2018
ISBN 9783570165126
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Mit diesem spannenden Jugendbuch hat die Autorin bei mir voll ins Schwarze getroffen, da nicht nur die Charaktere wirklich gelungen sind, sondern auch noch jede Menge Dynamik erzeugt wird.

Die erste Besonderheit hier ist wohl der Erzählstil. Die Perspektive wechselt sich immer wieder zwischen den vier Protagonisten ab und sorgt so dafür, dass man als Leser stets am Ball bleiben möchte. Denn so werden die Emotionen nicht nur aus einer Sicht dargestellt, sondern meist gleich aus mehreren, was den Vorteil hat, dass wir die Personen auch tatsächlich kennenlernen. Nicht immer ist das, was man vermutet richtig. So ist Nate beispielsweise der Bad Boy, wenn man ihn aus Sicht von Addy oder Cooper betrachtet. Schlüpft man aber in seine Innenansicht, dann wird schnell klar, was sich hinter seiner Fassade tatsächlich verbirgt. Diese gelungene Darstellung hat dafür gesorgt, dass nicht nur die Charaktere wirklich authentisch sind, sondern auch eine gewisse Sucht entsteht, weiterlesen zu müssen.

Bei den vier Protagonisten könnte ich gar nicht sagen, wen ich am meisten in mein Herz geschlossen habe. Jeder hat sein Päckchen zu tragen und weckt so gewisse Sympathien beim Leser. Auch die Entwicklung der einzelnen Personen ist teilweise gewaltig. Besonders Addy macht wohl die größte Wandlung durch und hat sich damit auch meinen Respekt verdient, obwohl ich sagen muss, dass mein geheimer Favorit wohl Bronwyn ist, weil ich mich mit dem Superhirn am meisten identifizieren kann.

Auch die Nebencharaktere haben ein tolles Charakterdesign erfahren dürfen und kommen durchweg authentisch rüber. Man mag, wen man mögen soll, und findet unsympathisch, wen man unsympathisch finden soll. Hier muss ich ein großes Kompliment an die Autorin aussprechen, denn das ist ihr wirklich gelungen.

Mein kleiner Punktabzug geht an die Spannung. Ja, klingt komisch, weil ich das Buch insgesamt eigentlich megaspannend finde, aber in der Mitte passiert teilweise zu wenig, um letztendlich perfekt zu sein. Hier hätte ich mir noch ein bisschen mehr gewünscht. Dabei ist das überhaupt nicht respektierlich gemeint, denn die Dynamik ist im vorderen Teil vorhanden und überschlägt sich am Ende.

Das Thema an sich hat mich sehr nachdenklich gestimmt, denn wer hat nicht schon einmal Mobbing an Schulen erfahren müssen? Das ganze per App zu tun (auch wenn es unter dem Deckmantel der Aufdeckung von Geheimnissen läuft), sodass es auch wirklich jeder mitbekommen kann, wenn gewünscht, das ist noch mal eine Stufe härter, als es zu meiner Zeit früher war. Daher kann ich mich gut in die vier Protagonisten hineinversetzen und mir annähernd vorstellen, was sie durchmachen müssen.

Für mich ein spannendes Buch, das absolut halten kann, was es verspricht. Ein perfider Plot, der am Ende in einem Feuerwerk aufgeht, Charaktere, die Sympathien wecken, und ein Setting, das einem die Idylle einer Kleinstadt vorgaukelt, die an vielen Stellen nicht so unschuldig ist, wie sie es vorgibt, zu sein …


4,5 Sterne

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53 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 43 Rezensionen

zeit, crockie, diebstahl, diktatur, coming-of-age

Ocean City - Jede Sekunde zählt

R. T. (F.M.Reifenberg, Ch.Tielmann) Acron
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 09.03.2018
ISBN 9783423761994
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Der Auftakt einer neuen Kinder-/Jugendbuch-Trilogie, der es in sich hat: Rasant, packend erzählt und Charaktere, die man einfach in sein Herz schließen muss.

Zunächst sei gesagt, dass ich auf dieses Buch aufgrund des Covers aufmerksam geworden bin. Die Farben haben mich magisch angezogen und der Klappentext hat mich dann vollends überzeugt, dass ich diese Story unbedingt lesen muss – und ich bin froh darüber!

Hinter dem Pseudonym verbergen sich gleich zwei bekannte und überaus erfolgreiche Kinder-/Jugendbuchautoren und zwar Frank Maria Reifenberg und Christian Tielmann. Durch den dynamischen Erzählstil, den die beiden mit wechselnden Perspektiven erzeugen, sodass man immer direkt vor Ort ist und in die Köpfe verschiedener Akteure blicken kann, fliegen die Seiten nur so dahin. Ocean City ist praktisch vor meinem inneren Auge entstanden und ich konnte vollkommen eintauchen in diese Welt, in der man mit seiner Zeit für Güter bezahlen muss. Hierbei gehen die Autoren sehr gut vor, denn sie streuen immer wieder Informationen ein, sodass der Leser zu Anfang nicht überladen wird. Meinen einzigen kleinen Kritikpunkt muss ich aber auch gleich anbringen, denn ich hätte mir noch ein bisschen Hintergrundwissen zur Welt außerhalb der schwimmenden Stadt erhofft. Hier bleibt der Leser etwas im Dunkeln, was mich persönlich nachdenklich gestimmt hat, aber vermutlich wird dieses Thema dann in einem der Folgebände thematisiert.

Jackson ist ein überaus sympathischer Charakter, den ich schon auf der ersten Seite mochte. Er ist wirklich sehr facettenreich und im empfohlenen Lesealter, was es den Angesprochenen leicht macht, sich in seine Lage zu versetzen. Aber auch ich als Erwachsene konnte einen sehr guten Zugang zu ihm finden, da er viele Charakterzüge mitbringt, die einfach liebenswert sind. So ist Jackson beispielsweise absolut loyal, ein Familienmensch, für seine Freunde würde er alles tun. Mut und Intelligenz kommen da noch hinzu.

Aber auch die Nebencharaktere sind super ausgearbeitet, denn hier findet man sofort sympathisch, wen man sympathisch finden soll, und hat sofort eine Abneigung gegen die „Bösen“. Aber auch einige Überraschungen werden hier parat gehalten, sodass ich teilweise wirklich überrascht. Besonders Crockie ist so ein Typ, der einfach nur genial ausgearbeitet wurde, weil er einfach anders ist und man sofort merkt, dass eine rebellische Seit in ihm steckt.

Die Spannung ist durchweg vorhanden, weil es hier wirklich Schlag auf Schlag geht. Den armen Jungs wird praktisch keine Verschnaufpause vergönnt und so muss auch der Leser immer wieder umblättern, da ein Weglegen des Buches einfach nicht möglich ist. Hier ein großes Kompliment an die Autoren, die es absolut verstehen, Twists und Cliffhanger einzubauen!

Von der Thematik her habe ich erst wenige Bücher gelesen, bei denen es darum ging, mit Zeit zu bezahlen. Gerade der philosophische Ansatz interessiert mich hier aber sehr, denn was ist denn wirklich das wichtigste Gut in unserem Leben? Geld oder Zeit? In diesem Buch wird das Thema überaus gut dargestellt und teilweise sogar so gut in die Geschichte eingeflochten, dass man erst später wieder darüber nachdenkt, was sich nun jemand leisten oder eben nicht leisten kann, weil er einer bestimmten Gruppe von Menschen angehört.

Bei diesem Auftakt hat für mich praktisch alles gepasst: Vielschichtige und überaus spannende Charaktere, ein mehr als interessantes Setting, eine durchdachte und perfide ausgearbeitete Storyline und jede Menge Spannung, Action und Überraschungen. Ich freue mich schon sehr auf den Folgeband und würde am liebsten direkt weiterlesen!


4,5 Sterne

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391 Bibliotheken, 10 Leser, 1 Gruppe, 34 Rezensionen

magie, magisterium, fantasy, cassandra clare, holly black

Magisterium - Der Weg ins Labyrinth

Cassandra Clare , Holly Black , Anne Brauner
Flexibler Einband: 354 Seiten
Erschienen bei ONE, 12.08.2016
ISBN 9783846600344
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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(175)

367 Bibliotheken, 16 Leser, 1 Gruppe, 148 Rezensionen

fantasy, jugendbuch, silberschwingen, emily bold, flügel

Silberschwingen - Erbin des Lichts

Emily Bold , Carolin Liepins
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Planet! ein Imprint der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 13.02.2018
ISBN 9783522505772
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Mit „Silberschwingen: Erbin des Lichts“ legt uns Emily Bold den ersten Teil ihrer neuen Romantasy-Reihe vor, der mich nach minimalen Einstiegsschwierigkeiten vollends in seinen Bann ziehen konnte und nach mehr verlangt. Liebe Emily, wie kannst du bitte an dieser Stelle aufhören?!

Die erste Besonderheit gibt es schon bei der Wahl der Perspektive zu erwähnen. Während meist sowohl aus der Sicht der weiblichen als auch des männlichen Protas geschrieben wird, haben wir es bei Thorn mit der Ich-Perspektive zu tun, währened Lucien nur durch einen allwissenden Erzähler zu Wort kommt. Diese Ausführung fand ich sehr interessant und habe auch eine Weile darüber nachgedacht, warum die Autorin sich dazu entschieden hat. Ich bin dann zu dem Fazit gekommen, dass Lucien zwar eine wichtige rolle in diesem spannenden Szenario spielt, es aber Thorns Geschichte ist und wir einen direkten Zugang zu ihren Gedanken erhalten sollten. Das ist meiner Meinung nach sehr gelungen, weil Thorn viele Dinge mit sich selbst ausmachen muss – was absolut verständlich ist, wenn man ihre Gesamtsituation vor Augen hat.

Besonders gut haben mir die Beschreibungen Londons gefallen, so hat man die Stadt auch ein Stückweit kennenlernen dürfen, was meine Sehnsucht nach einem Besuch nur noch verstärkt hat. Man hat London wirklich aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten dürfen und konnte generell in den Settings wirklich aufgehen, sich sprichwörtlich hineinfallen lassen. Hier ein großes Lob von mir an die Autorin, für die Erschaffung dieser unglaublich tollen Atmosphäre.

Thorn ist eine absolute Kämpfernatur. Das wird schon auf den ersten Seiten klar und verstärkt sich im Verlauf der Geschichte immer mehr. Sie wird sehr menschlich dargestellt und nicht als übermächtige Heldin, die jede Situation meistern kann. Sie gesteht sich auch mal Schwächen ein und bittet um Hilfe. Das macht sie nicht nur verletztlich, sondern auch überaus sympathisch und authentisch. Das ist auch der Grund, warum ich mit Thorn von Anfang an mitfiebern konnte.

Die Nebencharaktere haben mir zum größten Teil gefallen. Lucien ist sehr gut dargestellt worden und verdient ein Lob. Ein wenig schade fand ich, dass wir die Freundinnen von Thorn nicht besser kennenlernen durften. Sie sind wirklich blass geblieben und so hat mir ein Teil von Thorns Privatleben gefehlt. Hier hätte man noch ein paar Details einfließen lassen können, um sie plastischer zu machen, aber das ist mein persönlicher Geschmack.

Ein weiterer kleiner Kritikpunkt (wirklich nur ein kleiner) geht an die Spannungskurve. Die letzten 300 Seiten waren so spannend, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen mochte, aber der Einstieg war dafür ein wenig „zäh“. Ich habe eine Weile gebraucht, bis sich die Stimmung so richtig auf mich übertragen hat. Hier waren manche Vorzeichen vielleicht ein wenig zu vorhersehbar. Es war jetzt nicht so, dass ich mich gelangweilt hätte, das nicht, aber es hätte durchaus ein wenig flüssiger sein können.

Die Thematik der Silberschwingen wird etappenweise eingeführt und man kommt als Neuling in diesem Bereich sehr gut mit. So konnte ich mich auf den Fantasyaspekt der Story einlassen und dann auch komplett darin versinken.

Ein toller erster Teil, der mit einem bösen Cliffhanger endet und förmlich nach MEHR schreit. Bitte lasst uns nicht so lange auf Teil 2 warten!

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(37)

53 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 31 Rezensionen

königreich der träume, träume, die schlafende prinzessin, i. reen bow, ebook

Königreich der Träume - Sequenz 1: Die schlafende Prinzessin

I. Reen Bow
E-Buch Text: 95 Seiten
Erschienen bei null, 25.02.2018
ISBN B079SDSY4J
Genre: Sonstiges

Rezension:

Mit „Sequenz 1 – Die schlafende Prinzessin“ legt uns die Autorin den Auftakt zu diesem neuen, siebenteiligen Serial vor, das im zweimonatigen Rhythmus erscheinen wird.

Wir bekommen diese Story aus Sicht der Protagonistin Blair erzählt, was den Vorteil hat, dass wir ihre Amnesie hautnah miterleben können. So können wir wie sie diese Welt entdecken, die auf der einen Seite voller Magie scheint, aber auch der schlimmste Albtraum überhaupt sein kann. Mir hat die Perspektive sehr gut gefallen, weil so meiner Meinung nach die Spannung noch gestiegen ist und ich mich so voll und ganz auf die Geschichte einlassen konnte. Der Schreibstil an sich ist schön flüssig, sodass man die Episode quasi in einem Rutsch weglesen kann.

Jessica hat mir als Protagonistin sehr gut gefallen, weil sie zwar unter Gedächtnisverlust leidet, aber sehr tough ist. Sie lässt sich nicht unterkriegen und steht ihre Frau, um es mal so zu sagen. Bei mir hat sie einige Sympathien wecken können, allerdings hat mir hier noch das gewisse Etwas gefehlt. Vielleicht liegt das aber auch daran, dass sie eben noch nicht alle Ecken ihrer Persönlichkeit kennt.

Dave gibt einen super Helden der Story ab und man muss ihn einfach mögen. Er ist von Anfang an authentisch und mindestens ebenso sympathisch. Die restlichen Nebencharaktere sind überschaubar, was ich persönlich gut finde.

Ab der zweiten Hälfte wird es richtig spannend und man kann sehr gut mitfiebern. Allerdings hatte ich irgendwie ein bisschen Startschwierigkeiten mit der Story und konnte die Welt außerhalb des „Königreichs“ nicht so ganz für mich einordnen. Wann ist es? Wo ist es? Wie muss ich mir die Umgebung vorstellen? Vermutlich wird das für den weiteren Verlauf gar keine Rolle spielen, aber hier ist man sehr auf seine Fantasie angewiesen.

Insgesamt ein guter Start in das Serial, der Lust auf weitere Sequenzen macht. Nicht auch zuletzt, weil es mit einem Megacliffhanger endet, aber das habe ich mir irgendwie schon gedacht – böse Autorin! ;-)

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81 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 37 Rezensionen

spannung, luke, action, liebe, amerika

Black-Angel-Chroniken - Im Zeichen des schwarzen Engels

Kristen Orlando , Gisela Schmitt
Flexibler Einband: 348 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 02.01.2018
ISBN 9783959671675
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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(2.001)

3.461 Bibliotheken, 107 Leser, 8 Gruppen, 240 Rezensionen

liebe, opal, lux, fantasy, katy

Opal - Schattenglanz

Jennifer L. Armentrout , Anja Malich
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 24.04.2015
ISBN 9783551583338
Genre: Jugendbuch

Rezension:

„Opal – Schattenglanz“ ist der dritte Band der Katy & Deamon-Reihe von Jennifer L. Armentrout. Auch dieses Buch konnte mich vollkommen überzeugen, obwohl hier von der Story her deutlich weniger passiert ist als in den beiden Vorgängern.

Wie schon gewohnt ist auch dieses Mal Katy die Erzählerin der Geschichte und bietet und wieder einen Einblick in ihre Gedanken- und Gefühlswelt. Für mich war dieser Band viel emotionaler, weil sich auch die Emotionen bei den Protagonisten gefestigt haben. Die Empfindungen und das ganze Denken ist erwachsener geworden und das merkt man auch am Schreibstil. Die Ausführungen wurden intensiviert, was leider aber auch zur Folge hatte, dass man an manchen Stellen das Gefühl hatte, die Autorin wollte uns hier ein besonders genaues Bild der Situation zeichnen.

Nach dem letzten Band hatte ich eigentlich gedacht, dass sich Katy nicht mehr viel weiterentwickeln könnte, da sie ja schon so einiges einstecken musste, aber mit „Opal“ hat Frau Amentrout noch mal eine Schippe draufgelegt. Die Protagonistin wächst mal wieder über sich hinaus, muss sich aber auch ihre Sterblichkeit und Schwächen eingestehen, was sie nur umso sympathischer macht. Auch Deamon hat dazugelernt und kommt nicht mehr ganz so arschig daher, was ich positiv empfunden habe. Ja, Badboys sind in und toll, aber irgendwo ist dann auch mal eine Grenze, die man nicht überschreiten sollte und Deamon hat in meinen Augen genau rechtzeitig die Kurve bekommen.

Was angenehm war, war, dass fast keine neuen Personen hinzugekommen sind. Man konnte sich voll und ganz auf die Ereignisse und die eigentliche Mission konzentrieren und musste seine Ernergien nicht darauf verschwenden, neue Charaktere zu erforschen. Ganz nebenbei gab es auch in diesem Band nämlich wieder einige Wendungen bei der Entwicklung mancher Personen, die man so nicht vorhersehen konnte.

Die Hintergrundstory ist etwas eingeschlafen. Eigentlich dreht sich das ganze Buch nur um ein Thema und das wird sehr detailliert dargestellt, sodass es praktisch nichts Neues über die Aliens zu berichten gibt. Für mich war das in Ordnung, weil die Autorin den Fokus der Geschichte spannend dargestellt hat und ich auch dieses Buch innerhalb von zwei Tagen weggesuchtet habe. Ich hoffe allerdings, dass ich im nächsten Band ein paar neue Einblicke bekommen werde und es vielleicht doch noch ein paar interessante Fakten zu entdecken gibt.

Die Lovestory zwischen Katy und Deamon erreicht in „Opal“ einen neuen Höhepunkt und ist trotz ihrer Intensität nicht schmalzig gewesen. Ich konnte die tiefen Gefühle nachempfinden und mich auch ein Stück weit aus dem Alltag entführen lassen.

Insgesamt ein solider dritter Band, der mit einem megakrassen Cliffhanger ein Ende findet. Ich bin wirklich froh, dass ich so lange mit der Serie gewartet habe und nun alle am Stück lesen kann!

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44 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

Bloody Weekend

M.A. Bennett , Sonja Häußler
Fester Einband: 344 Seiten
Erschienen bei Arena, 02.02.2018
ISBN 9783401603995
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Da ich mich schon seit der Frankfurter Buchmesse auf dieses Werk hier gefreut habe, waren die Erwartungen sehr hoch. Glücklicherweise wurden sie zum größten Teil erfüllt, sodass ich diesen Pageturner an einem Wochenende verschlungen habe. Tolles Setting, spannender Schreibstil, außergewöhnliche Charaktere – hier passt (beinah) alles.

Wir bekommen diese packende Geschichte aus Sicht der Protagonistin Greer erzählt und ich könnte mir niemand besseren Vorstellen, der als Erzähler auftreten könnte, denn Greer ist so herrlich nüchtern, dass man praktisch unvoreingenommen an die Story herantreten kann. Theoretisch hätte uns jeder erzählen können, was an diesem Wochenende passiert ist und doch ist es so wichtig, die Worte aus dem Mund von Greer zu hören. Generell hat mich der Schreibstil sehr gefesselt und dafür gesorgt, dass ich die erste Hälfte in einem Rutsch gelesen habe. Ich glaube, dass es die Beschreibungen der Umgebung waren, die mich am meisten interessiert haben. Longcross ist praktisch vor meinem inneren Auge zum Leben erwacht und konnte mich richtig begeistern.

Am schwersten habe ich mich mit der Protagonistin getan. Ich weiß nicht mal genau, warum. Lange habe ich darüber nachgedacht und kam dann zu dem Schluss, dass es an der Abwesenheit von Gefühlen liegt. Gerade diese Nüchternheit beim Erzählstil – die mir eigentlich imponiert – macht es mir unmöglich, einen Zugang zu Greer zu bekommen. Bei so einer packenden und auch wirklich nachdenklich machenden Geschichte möchte man ja mit den Charakteren mitfühlen, sich in sie hineinversetzen und mit ihnen lachen/weinen/schreien. Bei den Nebencharakteren hat das auch super geklappt, nur in Greer konnte ich mich einfach nicht hineinversetzen. Am Anfang dachte ich, dass sie einfach nur zynisch ist und vor dem Leben resigniert hat. Das muss man aber im Verlauf der Story revidieren. Sie lässt mich einfach ein Stückweit ratlos zurück.

Die Nebencharaktere sind super gelungen. Jeder hat seine Rolle zu spielen und bei den meisten kann man erst mal gar nicht so recht hinter die Fassade schauen, was ich als überaus gelungen empfunden habe. Diese Tatsache unterstützt das Katz-und-Maus-Spiel nur noch mehr und man weiß überhaupt nicht, wem man vertrauen kann und wem eben nicht. Wer ist Freund? Wer ist Feind? Wer verhält sich eher neutral? Gibt es überhaupt ein neutral oder muss man sich für eine Seite des Spiels entscheiden?

Der zweite Punkt, der mich etwas gestört hat, ist die Tatsache, dass wir schon am Anfang des zweiten Kapitel verraten bekommen, wer denn nun am Ende stirbt. Das hat mir persönlich etwas die Überraschung vermiest und ich war mir auch nicht sicher, ob ich die restliche Geschichte als spannend empfinden könnte, wenn doch schon klar ist, auf was das ganze hinausläuft. Aber hey, ich kann euch beruhigen, der Schreibstil ist so fesselnd, dass man das Buch nicht weglegen kann. Auch die ein oder andere Wendung sorgt dafür, dass man immer am Ball bleibt und letztendlich eine spannende Lektüre genießen kann.

Die Thematik war für mich aber der ausschlaggebende Punkt, weshalb ich dieses Buch unbedingt lesen wollte. Der Untertitel (Neun Jugendliche. Drei Tage. Ein Opfer.) hat mich einfach gepackt und nicht mehr losgelassen. Wer sich für dieses Buch entscheidet, sollte aber wissen, dass das Jagdthema wirklich im Mittelpunkt steht und wir einiges darüber lernen. Auch sollte man nicht zartbesaitet sein, was das Töten von Tieren angeht, denn hier gibt es einige sehr detaillierte Szenen.

Besonders gut hat mir die „Lehre“ aus dieser Story gefallen. Das zwei Schichten-System zwischen Elite und Unterschicht. Die Geschichte macht einen nachdenklich und zeigt einem ganz klar, wer hier am Ende der Nahrungskette steht und wer nicht. Was man haben muss, um dazu zu gehören und was mit denen passiert, die anders sind – die nicht privilegiert sind. Hier hatte ich die ein oder andere Gänsehaut, weil der Roman sehr realistisch darstellt, wo der Platz eines jeden Charakters ist.

Trotz meiner Zugangsschwierigkeiten zur Protagonistin hatte ich sehr schöne Stunden mit dieser Geschichte und würde sie jedem empfehlen, der ein fesselndes Buch lesen möchte, das darüber hianus noch über ein traumhaftes Setting (altes Herrenhaus inklusive Wäldern, Wiesen, Seen und Berge) verfügt.

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179 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 90 Rezensionen

aliens, pheromon, jugendbuch, planet, reihe

Pheromon 1: Pheromon

Rainer Wekwerth , Thariot , Frauke Schneider
Flexibler Einband
Erschienen bei Planet! ein Imprint der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 16.01.2018
ISBN 9783522505536
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Für mich schon das erste Highlight, obwohl das Jahr gerade erst angefangen hat. Einschlägige Charaktere, Spannung, die kaum zu überbieten ist und ein Plot, der nicht mehr Twists haben könnte. Einfach grandios!

Was ich hier zunächst mal betonen möchte: Auch wenn der Preis für die broschierte Version des Buchs eher im oberen Segment liegt, lohnt es sich doch auf jeden Fall, dieses zu erwerben, denn der Schnitt ist nicht nur im gleichen Grün, wie auf dem Cover zu sehen, eingefärbt, nein, auch das Wort „Pheromon“ ist zu lesen und somit ist diese Lektüre ein echter Hingucker in jedem Regal.

Wir bekommen diese außergewöhnliche Geschichte auf zwei verschiedenen Zeitachsen erzählt. Zum einen haben wir den Protagonisten Jake, der im Jahr 2018 agiert und sich mit den typischen Dingen eines Teenagers herumschlagen muss. Auf der anderen Seite haben wir Dr. Travis Jelen, der sich im Jahr 2118 ganz anderen Problemen stellen muss. Die Story an sich wird aus der Perspektive eines allwissenden Erzählers dargelegt, was den Vorteil hat, dass man sich in alle Charaktere hineinversetzen kann. Darüber hinaus ist der Schreibstil einfach so fesselnd, dass ich das Buch praktisch in einem Rutsch verschlungen habe. Gerade durch die aktiven Perspektivenwechsel ist die Geschichte sehr dynamisch und wird zu keine Zeitpunkt langweilig.

Jake hat mir sehr gut gefallen, weil sich die Autoren super in ihn hineinversetzt haben und seine Motive so gut herausgearbeitet haben, dass er für mich durchweg glaubhaft und sympathisch erschien. Ich habe seine Perspektive gerne gelesen, weil er kein perfekter Held ist, sondern eigentlich einige Probleme hat. Gerade dieses Nicht-Perfekt-Sein macht ihn zu etwas Besonderem und vor allem zu einem authentischen Mensch, dem man mit seinem Mitgefühl beistehen möchte. Aber auch Travis kann viele Sympathien wecken, weil er eigentlich eine gescheiterte Existenz ist. Mit seinen über sechzig Jahren ist auch er ein untypischer Protagonist. Noch dazu kommt seine Vergangenheit, die ihn immer noch verfolgt und wirklich dramatisch ist. Hier haben die Autoren bei beiden voll ins Schwarze getroffen, denn sie sind einfach grandios herausgearbeitet – besonders was die psychischen Aspekte anbelangt.

Auch die Nebencharaktere können glänzen, denn egal ob Gut oder Böse, jeder erledigt hier seinen Job und ist glaubhaft. So eine geballte Authentizität habe ich schon lang nicht mehr erlebt und möchte es deswegen noch mal besonders herausheben. Auch wenn manche Personen nur einen kurzen Gastauftritt haben, kann man sie doch teilweise schon ins Herz schließen und mit ihnen mitfühlen. Das ist für mich ein sehr positiver Punkt.

Dieses Buch hat definitiv Fingernägel-Knabber-Faktor! Wir werden nicht nur durch den Wechsel der Zeitachsel voll auf Spur gehalten, nein, auch die vielzähligen Twists und unvorhersehbaren Entwicklungen lassen den Leser einfach nicht los. Ich wusste bis wenige Seiten vor Ende nicht, auf was das Ganze hinausläuft und auch als dann auf den letzten 100 Seiten endlich aufgedeckt wurde, um welche Gegner es sich tatsächlich bei dieser Geschichte handelt (ich kann hier leider nichts sagen, sonst würde ich spoilern), war ich mehr als überrascht, denn das habe ich wirklich nicht kommen sehen. Zu sagen bleibt eigentlich nur: eine megaspannende Story, die viele Überraschungen parathält!

Was mich an diesem Buch besonders gereizt hat, war die Thematik. Eine Mutation bei verschiedenen Menschen, die Ausprägung diverser Fähigkeiten … Das hat bei mir eine gewisse Vorstellung ausgelöst und das Gedankenkarussell war sofort angestoßen. Dass ich bei dieser Story mehr auf meine Kosten kommen würde, als ich gedacht hatte, ist natürlich ein Bonus. Die Autoren haben das Thema so glaubhaft umgesetzt, dass ich jetzt im Nachgang noch eine ganze Weile darüber nachgedacht habe und man wirklich das Gefühl hatte, dass so etwas der Menschheit tatsächlich in Zukunft passieren könnte. Beklemmend und faszinierend zugleich.

Abschließend bleibt nur zu sagen, dass der einzige Haken darin besteht, dass das Ende relativ offen bleibt und man am liebsten sofort den nächsten Teil lesen möchte, so gefesselt war ich tatsächlich. Super Job, den die Autoren hier erledigt haben!

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(17)

31 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

eric, erotischer roman, forever, joyce, next

Forever next to you - Eric & Joyce

Amy Baxter
E-Buch Text: 280 Seiten
Erschienen bei beHEARTBEAT by Bastei Entertainment, 13.06.2017
ISBN 9783732544707
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Die Geschichte von Eric & Joyce ist der zweite Band der San Francisco Ink-Reihe, die sich rund um das Tatoostudio „Skinneedles“ dreht. Im ersten Teil haben wir den Besitzer Jake und dessen Liebesgeschichte kennenlernen dürfen, in dieser Lektüre dreht sich alles um seinen neuen Mitarbeiter Eric und die Story ist einfach nur hot! Aber auch emotional, lustig und fesselnd.

Wir bekommen diese wunderbare Geschichte abwechselnd aus Sicht von Eric und Joyce erzäht. Dabei sind die Kapitel mit den Namen der beiden überschrieben, damit man immer sofort weiß, wessen Perspektive gerade gelesen wird. Das hat den Vorteil, dass man direkt in die jeweiligen Gedanken eintauchen kann, denn beide Charaktere haben eine bewegte Vergangenheit und sind gerade zu Beginn nicht die mitteilsamsten. Ich mag Bücher, die dem Leser sowohl die Sicht des männlichen als auch des weiblichen Protagonisten aufzeigt. So kann man sich gleich doppelt so gut in die Geschichte hineinversetzen. Der Schreibstil ist gewohnt flüssig und fesselnd zu lesen. Die Story wird wieder um eine Playlist sowie teilweise von Songtexte ergänzt und aufgelockert.

Joyce hat mir als Hauptdarstellerin sehr gut gefallen, weil ich ebenfalls eine Freundin habe, die Künstlerin ist und ich mich so besonders gut in sie hineinversetzen konnte. Ihr Charakter ist außerdem äußerst stark. Das weiß man spätestens dann, wenn sie Details über ihre Vergangenheit offenbart hat, denn die ist alles andere als einfach gewesen. Aber auch Eric konnte mich überzeugen, denn hinter jeder harten Schale steckt doch ein weicher Kern und Eric ist das beste Beispiel hierfür! Trotz aller Anfangsschwierigkeiten sind sie ein supersüßes Paar und sind durch ihre tiefen Emotionen füreinander überaus glaubwürdig und authentisch. So muss es sein.

Auch die Nebencharaktere sind gelungen. Das liegt zum Teil daran, dass ich es liebe, abgeschlossene Liebesgeschichten zu lesen, in denen in den weiteren Bände wieder alte Freunde auftauchen. So ist es auch hier mit Carrie, Jake und Nolan oder Olivia. Ich habe die vier bereits in deren Story ins Herz geschlossen und es macht Spaß, deren Entwicklung zu beobachten und teilweise neue Informartionen zu erhalten.

Ehrlicherweise muss ich sagen, dass mir die erste Hälfte von der Spannung her wesentlich besser gefallen hat. Es hat mich gefesselt, zu erfahren, was Joyce in der Vergangenheit alles durchgemacht hat. Auch Eric schleppt so einige Geheimnisse mit sich herum. Aber nachdem das dann geklärt war, war die restliche Story leider ein bisschen vorhersehbar und das hat mir die Neugier zum Teil genommen. Zwar gibt es auch im letzten Drittel noch einige Wendungen, aber die erste Hälfte ist bedeutend spannender.

Die Lovestory ist nicht kitschig, sondern überaus erwachsen. Es geht um Probleme, die sich zwar teilweise seit der Jugend der Protagonstin durchziehen, aber die eben die Gegenwart derer geprägt haben. Ein paar explizig heiße Szenen sind erhalten, die aber sehr geschmackvoll geschrieben sind und dem Leser mächtig einheizen. Ansonsten sage ich nur: Emotionen, Emotionen und noch mehr Emotionen.

Was mir an der Frisco-Ink gefällt, sind die Fakten zur Stadt, bzw. dass man sich wirklich wie in einem San Francisco-Urlaub fühlt. Das Feeling ist unglaublich authentisch und man spürt, dass die Autorin weiß, wovon sie schreibt. Ich freue mich deshalb auch schon auf den dritten Teil der Reihe.

Insgesamt ein toller zweiter Band, der vor allem mit seinen gelungenen Charakteren überzeugen konnte und ein Gefühl von Nach-Hause-Kommen erzeugt hat, das eine wirklich gute Buchreihe ausmacht. Weiter so – wir wollen mehr „Skinneedles“-Romane!

4,5 Sterne

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(63)

93 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 48 Rezensionen

psychothriller, berlin, mord, spannung, stade

Das Scherbenhaus

Susanne Kliem
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei carl's books, 20.03.2017
ISBN 9783570585665
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Mit „Das Scherbenhaus“ legt uns die Autorin einen perfide durchdachten Psychothriller vor, der nicht nur mit seinen glaubhaften Chrakteren bestechen kann, sondern auch mit seiner tollen Hintergrundstory.

Wir bekommen diese Geschichte aus Sicht eines allwissenden Erzählers nähergebracht. Die Kapitel sind klassisch-nummerisch angeordnet und die Erzählweise verläuft linear. Der Schreibstil war schön flüssig und fesselnd, sodass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Auch die Beschreibungen waren so plastisch, dass ich mir die Umgebung super vorstellen konnte. Trotz allem war bei den Details aber auch noch Freiraum für eigene Vorstellungen, was ich positiv hervorheben möchte.

Carla hat mir als Protagonistin sehr gut gefallen, weil sie eine ganz normale Person ist. Sie hätte auch du oder ich sein können, was die Situation greifbarer und besser vorstellbar macht. Sie ist sehr überlegt in ihren Handlungen, verliert dabei aber nicht ihre Intuition und emotionale Seite. Für mich eine perfekte Mischung. Sie war zu jedem Zeitpunkt authentisch und ich konnte ihr Tun nachvollziehen.

Auch die Nebencharaktere sind super dargestellt worden. Besonders die Bewohner von Safe Haven sind psychologisch sehr ausgefeilt. Nicht immer ist der erste Eindruck der richtige und genau das hat mich letztendlich überzeugen können. Die Überraschungen, die die Autorin im Bereich des Charakterdesigns parat hält, sind superspannend. Hier muss ich ein großes Kompliment aussprechen.

Besonders spannend fand ich den Aspekt des denkenden Hauses. Obwohl es eigentlich nur beiläufig mit der Geschichte verwoben ist, hat es doch Fragen bei mir aufgeworfen und mich zum Nachdenken angeregt.

Der einzige Kritikpunkt geht an die Spannung zu Beginn. Ich konnte mich zwar sofort in die Story eindenken und hab mich gut zurechtgefunden, allerdings ist die Spannung (also im Bereich Thriller) etwas auf sich warten lassen. Den psychologischen Aspekt blieb teilweise ganz aus, was ich schade fand. Hier hätte man noch ein paar gruselige Details ausarbeiten können, was die Gänsehautmomente gesteigert hätte.

Insgesamt hat mir der Roman sehr gut gefallen. Ich wurde mit Spannung, Rätseln und Vergangenheitsbewältigung bestens unterhalten. Starke Charaktere und eine tolle Hintergrundstory sorgen für fesselnde Lesestunden. Sicher nicht das letzte Buch der Autorin, denn ihr Schreibstil hat mich angefixt.

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(49)

90 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 36 Rezensionen

cloud, jugendbuch, claudia pietschmann, arena verlag, internet

Cloud

Claudia Pietschmann
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Arena, 10.08.2017
ISBN 9783401603490
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Mit „Cloud“ legt uns die Autorin einen brandaktuellen Roman vor, der darüber hinaus noch als Warnung an alle verstanden werden kann, die zu viel von sich im Internet preisgeben. Glaubwürdige Charaktere treffen auf eine perfide Story – von meiner Seite aus eine klare Leseempfehlung!

Wir bekommen diesen emotionalen Roman aus Sicht der Protagonistin Emma erzählt, was ich überaus gelungen fand, weil man nur so verstehen kann, was Emma gerade durchmacht. Wir erhalten einen exklusiven Einblick in ihre Gedanken und können so nachvollziehen, warum sie Paul mag und wie sie die Trauer um ihren Bruder verarbeitet. Dabei hat der fesselnde Schreibstil dazu beigetragen, dass ich das Buch quasi in einem Rutsch verschlungen habe. Man musste einfach immer weiterlesen und konnte gar nicht aufhören. Hier erstmal ein großes Lob an die Autorin. Auch dafür, dass sie mit dem sensiblen Thema Trauer so großartig umgegangen ist. Jeder, der selbst schon mal einen Menschen verloren hat, kann sich bestens in Emma hineinversetzen und ihre Gefühle nachvollziehen.

Emma hat mir als Protagonistin sehr gut gefallen. Sie verhält sich wie eine typisch 16-jährige, hat eine dem Alter entsprechende Sprache und kommt so beim Leser überaus sympathisch an. Oftmals hab ich sie am liebsten schütteln wollen, aber dann habe ich mir wieder bewusst gemacht, dass ich in diesem Alter vermutlich die gleichen Dummheiten begangen hätte. Zumal sie in Paul verliebt ist – da sind die Entscheidungen ja ohnehin nicht immer ganz rational.

Bei Paul hatte ich von Anfang an ein zwiegespaltenes Gefühl, aber ich denke mal, dass das Absicht ist. Aber auch er ist in sich rund und wenn man bis zum Schluss liest, ergibt sich noch mal ein ganz anderes Bild von ihm. Matt hingegen habe ich vom ersten Auftritt an in mein Herz geschlossen und sofort als meinen Lieblingscharakter auserkoren. Er ist total individuell, verhält sich so vollkommen anders als seine Klassenkameraden und macht einfach sein eigenes Ding. Solche Typen mag ich.

Die Spannung war eigentlich durchgängig vorhanden. Vor der Hälfte lässt die Autorin auch schon die erste Bombe platzen, die einen dann noch mal zusätzlich zum Lesen auffordert – immerhin möchte man ja wissen, auf was das Ganze hinausläuft. Einzig das Ende lässt mich so halb unbefriedigt zurück. Hier hätte ich mir einen klaren Abschluss gewünscht, aber das liegt auch daran, dass ich prinzipiell keine offenen Enden mag.

Die Thematik könnte wohl aktueller nicht sein, weshalb mich diese Lektüre auch in ihren Bann gezogen hat. Ich finde es extrem wichtig, gerade bei Jugendlichen, mehr Aufklärung zum Thema Internet und die Sicherheit in diesem zu betreiben. Hier kann wirklich viel schiefgehen. Gerade in einem Zeitalter, wo alles immer digitaler wird. Der leichte Fantasy-/Mysterytouch hat mich erstmal die Sturn krausziehen lassen, aber bei intensiverer Überlegung bin ich zu dem Schluss gekommen, dass es hoffentlich auch in Zukunft ein solcher Aspekt bleiben wird und niemals Realität werden wird.

Ein gelungenes Jugendbuch, das ich wirklich gerne gelesen hätte. Ob man es allerdings mit 12 Jahren schon in seiner vollen Tragweite versteht, weiß ich nicht. Ich würde es eher bei 14/15 Jahren empfehlen.


4,5 Sterne

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401 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 72 Rezensionen

magie, fantasy, sternensturm, jugendbuch, liebe

Das Herz der Quelle - Sternensturm

Alana Falk
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Arena, 03.01.2017
ISBN 9783401602905
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Mit „Sternensturm“ legt uns die Autorin ein unglaublich fesselndes Fantasy-Jugendbuch vor, das mich auf allen Ebenen überzeugen konnte. Authentische Charaktere, toll verwobene Handlungsstränge und eine romantische Story.

Wir bekommen diese Geschichte aus Sicht eines allwissenden Erzählers nähergebracht, was meiner Meinung nach eine gute Lösung war, da die Handlungsstränge von Liliana und Adara sich immer wieder abwechseln. Dabei hat es die Autorin perfekt beherrscht, Emotionen zu transportieren, denn trotz der distanzierten Perspektive hatte ich zu jeder Zeit das Gefühl, direkt in die Köpfe der handelnden Personen blicken zu können. Der Schreibstil ist sehr bildhaft und detailreich. Für meinen Geschmack waren manche Beschreibungen etwas zu langatmig, aber das ist wohl Geschmackssache. Ich hätte teilweise lieber selbst meine Fantasie angestrengt.

Die Protagonistin Liliana konnte mich schon von der ersten Seite an überzeugen, weil man direkt gemerkt hat, dass sie für ihre Überzeugungen einsteht und diese auch durchsetzen möchte. Dabei ist sie zu jedem Zeitpunkt glaubhaft und sammelt beim Leser viele Sympathiepunkte, weil sie Fehler macht und noch lernen muss, sich in die Gemeinschaft der Magier einzubringen. Gerade weil sie nicht perfekt ist, ist sie dem Leser sympathisch, weil man sich mit ihr identifizieren kann. Die Wandlung, die sie im Laufe der Geschichte absolviert, ist wirklich groß. Obwohl sie viele Situationen nicht beherrschen kann, versucht sie doch immer das Beste daraus zu machen. Auch dass für sie die Interessen anderer vor ihren eigenen kommen, macht sie zu einem Leserliebling.

Auch die Nebencharaktere haben mich positiv überrascht, weil nicht immer der erste Eindruck der richtige war und sie mich oftmals überraschen konnten. Nicht nur in ihrem Verhalten, sondern auch in ihrer Motivation haben manche Charaktere einen stark ausgeprägten Zug, der sympathisch ist und den Leser so auf deren Seite zieht. Die Autorin setzt sich ebenso kritisch mit der Gesellschaft auseinander, was ich positiv anmerken möchte, weil die Story so auch zum Nachdenken anregt und nachhaltig im Gedächtnis bliebt.

Der Anfang hat sich für mich ein bisschen schwierig gestaltet, weil man mitten in die Geschichte geworfen wird und sich dann auch gleich mit zwei Handlungssträngen auseinandersetzen und sich darin zurechtfinden muss. Genau dieses Konstrukt ist aber auch mit das Beste am Buch, da so viele Geheimnisse und Überraschungen erst relativ zum Schluss gelöst werden, was die Spannung natürlich hochhält. Generell hat mich Lilianas Schicksal so sehr gefesselt, dass ich das Buch praktisch in einem Rutsch durchgelesen habe und hoffe, dass noch mehr von ihr lesen dürfen (das Ende könnte man als abgeschlossen ansehen, meiner Meinung nach beginnt die Geschichte aber nun erst …).

Natürlich geht es um Magie und Zauberei in diesem Buch. Allerdings sind die Fantasyelemente wirklich zurückhaltend verarbeitet worden, sodass eigentlich eher die Liebesgeschichte bzw. die Gesellschaft und Gemeinschaft im Mittelpunkt steht. Quasi eine fantastische Geschichte, die mitten unter uns spielt. Der Leser kann sich sehr gut vorstellen, dass es solche eine Organisation auch in seiner unmittelbaren Nähe gibt.

Insgesamt eine tolle Liebesgeschichte mit einer fesselnden Hintergrundstory, die mehr als eine Überraschung und Wendung parat hält. Ich bin nicht nur aufgrund der starken Protagonistin vollkommen überzeugt und kann das Buch guten Gewissens empfehlen!

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78 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 38 Rezensionen

fluch, hexe, ann-kathrin karschnick, der fluchsammler, flüche

Der Fluchsammler

Ann-Kathrin Karschnick
Flexibler Einband: 306 Seiten
Erschienen bei Papierverzierer Verlag, 26.08.2017
ISBN 9783959629065
Genre: Fantasy

Rezension:

Mit „Der Fluchsammler“ legt die Autorin einen magischen, skurrilen, mystischen und auch humorvollen Roman vor, der mich vollkommen überzeugen konnte – klare Leseempfehlung!

Wir bekommen diese packende Story aus Sicht eines allwissenden Erzählers nähergebracht, der immer wieder zwischen Elisabeth und Vincent hin und her wechselt. Das hat den Vorteil, dass wir nichts verpassen und immer am Ball bleiben können. Der Schreibstil ist sehr flüssig und fesselt den Leser an die Geschichte, bis sie ausgelesen ist. Hierfür ein großes Kompliment.

Mein einziger Minikritikpunkt geht an die Protagonistin. In sich ist sie absolut stimmig, allerdings erscheinen mir ihre Emotionen zwischendurch immer mal wieder unglaubhaft, weswegen ich einen halben Stern abziehe. Im Laufe der Geschichte ist mir Elisabeth aber wirklich ans Herz gewachsen und wir sind richtige Freunde geworden. Vincent hat mein Herz hingegen sofort erobert. Er ist kein klassischer Held, hat eher ein wenig Bad-Boy-Image, aber ist so charmant, dass man ihn einfach mögen muss.

Die Nebencharaktere haben das Buch absolut rund gemacht. Gerade Magda habe ich geliebt. Sie ist so eine Person, die durch ihre verrückte Art bestechen kann, aber trotzdem mehr als einen Sympathiepunkt beim Leser sammelt. Ich muss ein großes Lob für das Charakterdesign insgesamt aussprechen, da die Personen perfekt in ihre Rollen geschlüpft sind.

Die Spannung war durchgängig vorhanden. Zwischendurch gibt es einige Wendungen, die man teilweise gar nicht vorhersehen kann und gerade das hintere Drittel verleitet zum Fingernägelkauen. Spannung pur!

Das größte Thema ist das Fluch-Problem. Hier ist eine dezente Prise Mystik und Fantasy eingestreut worden, die ich erfrischend fand. Die Liebe steht natürlich auch ganz oben auf der Liste und ist wirklich toll in die Story verwoben worden – von Kitsch und Schmalz keine Spur, hier begegnen sich Erwachsene auf Augenhöhe.

Ein tolles Buch, das ich uneingeschränkt empfehlen kann!


4,5 Sterne

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10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

feuer, thriller

David Gross / Brandstifter

Martin Krist
Flexibler Einband: 424 Seiten
Erschienen bei epubli, 31.07.2017
ISBN 9783745007626
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Eins vorweg: Dieses Buch lässt mich absolut zwiegespalten zurück, weil ich auch nach dem Ende nicht sagen kann, ob ich es wirklich packend fand. Mehr dazu im Detail.

Wir bekommen diesen Thriller aus Sicht eines allwissenden Erzählers nähergebracht, was an sich bei einem Krimi/Thriller schon mal gut ist, weil man so an jedem Ort zu jeder Zeit sein kann. Allerdings finden die Sprünge zwischen den Charakteren und Orten so schnell statt (jedes Kapitel hat nur wenige Seiten), dass man gerade am Anfang Probleme hat, der Geschichte an sich zu folgen. Es gibt mehrere Handlungsstränge, einer liegt davon sogar in der Vergangenheit, die sich immer wieder abwechseln. Ich hatte bis zur Hälfte wirklich Schwierigkeiten damit, denn jedes Mal wenn ich mich auf eine Person und deren Befindlichkeiten eingelassen hatte, wurde ich auch schon wieder rausgerissen. Der Schreibstil an sich hat mir sehr gut gefallen, weil er direkt und erzähltechnisch rasant gehalten ist.

David – der Problemlöser – Gross hat mir als Protagonist wirklich gut gefallen, weil er unkonventionell ist und den typischen Antihelden darstellt. Mal ein Ermittler, der keine astreine Weste hat und sich immer an das Gesetz hält. Das hat mir zugesprochen. Allerdings wurde ich mit Valentina weniger warm, die den zweiten großen Handlungsstrang dominiert. Ihr wird so übel mitgespielt, dass sie sich teilweise total unlogisch verhält, was mir irgendwann wirklich auf die Nerven ging.

Die Nebencharaktere waren sauber gezeichnet und boten eine Palette an Individuen. Leider gilt auch hier: Alle wurden auf den ersten paar Seiten eingeführt und ich hatte Probleme, jeden Namen wieder zuzuordnen, wenn er dann erneut auftauchte. Vielleicht hätte man das durch eine längere Einführung mit einem Erzählstrang lösen können. Noch dazu kommt, dass viele Namen fallen, die im weiteren Verlauf der Geschichte keine Rolle mehr spielen.

Bei der Spannung liegt mein größter Zwiespalt. Durch die schnellen Wechsel entsteht natürlich eine enorme Dynamik und Langeweile kommt bei dieser Story garantiert nicht auf. Viele Wendungen und auch Überraschungen hält der Autor für seine Leser bereit, was ich sehr positiv hervorheben möchte. Zu meinem Bedauern wird diese Dynamik aber in der ersten Hälfte durch das schwierige Verfolgen der Geschichte an sich größtenteils gekillt. Von daher kann ich mich nicht wirklich für eine geradlinige Meinung entscheiden.

Wir haben es hier mit einem relativ unblutigen Thriller zu tun, der in Berlin spielt. Realtiv meint, dass es keine ekligen patologischen Detailszenen gibt, sondern eben lediglich bei Leichen eventuell mal das Wort Blut verwendet wird. Das Setting war sehr schon und genau beschrieben. Für Berliner ist das sicher ein Pluspunkt, weil man mit vielen Lokalitäten etwas anfangen kann. Für alle anderen: Man kann die Stadt durchs Lesen kennenlernen und ich habe sogar den einen oder anderen Ort im Internet gesucht.

Ein Thriller, den man gut lesen kann und der durch einen grandiosen Ermittler besticht. Leider lassen mich die schnellen Wechsel der Szenen und auch die anderen Charaktere teilweise etwas unentschlossen zurück.

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

ava innings, liebesroman, erotik

Las Vegas Millionaires Club – Jayden

Ava Innings
E-Buch Text
Erschienen bei null, 31.08.2017
ISBN B0759PQ4KQ
Genre: Sonstiges

Rezension:

Mit „Jayden“ legt uns die Autorin Ava Innings bereits den dritten Millionär der „Millionaires Club“-Reihe aus Las Vegas vor. Ich habe die Geschichte förmlich verschlungen, weil sie nicht nur spannend, sondern auch sehr sexy ist.

Die Story wird wieder abwechselnd aus Sicht von Jayden und Vivien erzählt, wobei der allwissende Erzähler den Job übernimmt, den Leser immer dicht am Geschehen zu halten. Zusätzlich gibt es noch Rückblenden, die nach und nach die Geschehnisse der verhängnisvollen Nacht zwischen den beiden Protagonisten näher beleuchtet. Ich finde den Schreibstil der Autorin wirklich super, da sie immer die passende Gefühlslage trifft: prickelnd, wenn es zur Sache geht, und einfühlsam, wenn man gerade über die Emotionen der Personen nachdenken soll. Ein dickes Lob an dieser Stelle.

Vivien und Jayden passen einfach super zueinander und ergänzen sich gegenseitig. Dabei gehen sie mit einer solchen Rücksicht miteinander um, dass man als Leser teilweise schon eifersüchtig werden könnte und sich zumindest ein ebenso respektvolles Miteinander wünscht. Vivien hat mir noch eine Ecke besser gefallen, weil ich mich in sie schlichtweg leichter hineinversetzen konnte. Jayden ist eben ein echter Kerl und nimmt sich – bestimmt, aber sanft -, was er möchte.

Als Nebencharaktere bekommen wir mal wieder ein paar bekannte Persönlichkeiten geboten, die sich im Laufe der Zeit ebenso weiterentwickelt haben, wie die beiden Hauptakteure im Laufe der Story. Ich finde das Konzept um den Millionaires Club einfach genial und freue mich immer wieder auf die nächste Geschichte.

Die Spannung war hier sehr hoch, weil die Rückblenden eine gute Dynamik gebracht haben. Zunächst wird man mitten in das Geschehen geworfen und dann im weiteren Verlauf aufgeklärt. Das hat mir sehr gut gefallen und ich möchte es an dieser Stelle hervorheben.

Bei dieser Geschichte dürfen wir uns natürlich auch wieder auf eine gehörige Portion Sex und Erotik freuen! Die expliziten Stellen sind für meinen Geschmack sehr gut ausgearbeitet und bereiten mehr als nur ein leichtes Prickeln.

Jayden und Vivien konnten mich auf voller Linie überzeugen, weil sie menschlich tolle Charaktere haben und keineswegs Ich-bezogen sind. Eine emotionale Geschichte über die große Liebe, die man auch im Vollrausch finden kann.

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5 sterne, chef, karriere, boss, tollpatsch

Hit the Boss

Pea Jung
Flexibler Einband: 420 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 07.08.2017
ISBN 9783744855679
Genre: Romane

Rezension:

Mit „Hit the Boss“ legt uns Pea Jung wieder einen vortrefflich-humoristischen Roman vor, der mir nicht nur ein paar schöne Lesestunden beschert hat, sondern auch für den ein oder anderen Lacher sorgte.

Wir bekommen diese amüsante Geschichte direkt aus Sicht der Protagonistin Sharon Page nähergebracht, was für mich gepasst hat, da sie sich einige Gedanken zum männlichen Geschlecht macht, die sie teilweise lieber nicht laut ausspricht. Dabei bekommen wir auch einen intimen Einblick in ihre Gefühlswelt, die aufgrund ihrer Vergangenheit ganz schön auf den Kopf gestellt wird. Der Scheibstil ist gewohnt flüssig und die Bezeichnungen sowie Ausführungen manchmal absichtlich überspitzt, sodass ich hier voll auf meine Kosten kam. Ich mag Pea Jungs Schreibe einfach und kann es kaum erwarten, weitere Geschichten von ihr zu lesen. Einen kleinen Kritikpunkt muss ich allerdings anbringen, denn Sharon denkt über manche Dinge einfach zu oft nach, was ich ab einem gewissen Punkt als Wiederholung empfunden habe.

Die Protagonistin hat mir sehr gut gefallen und ich konnte mich zum größten Teil mit ihr identifizieren, weil sie eine Kämpfernatur ist und niemals aufgibt. Schwäche gesteht sie sich nur selten ein und so kann man nachvollziehen, warum sie eine solche Wirkung auf Gionata (ihren Boss) hat. Der hat mich übrigens von der ersten Seite an überzeugen können, weil er Sharon so schön auf die Palme bringen kann und die beiden dadurch eine tolle Dynamik entwickeln.

Die Nebencharaktere sind gut ausgearbeitet und werten die Geschichte auf. Zum Glück werden sie uns nach und nach präsentiert, damit man sich auch voll auf sie einlassen kann. So ist das prima, damit man auch jeden würdigen kann, denn hier sind wirklich ein paar herzliche Unikate dabei, die ich gerne ins Herz geschlossen habe.

Die Spannung war eigentlich von Anfang an vorhanden, weil man natürlich wissen wollte, was aus den beiden wird. Wie schon erwähnt, haben die Dialoge zwischen Sharon und Gionate zusätzlich dafür gesorgt, dass ich am Ball bleiben wollte. Das Ende war sehr gelungen und konnte sogar noch mal ein paar Überraschungen für mich bereit halten. Schade fand ich allerdings, dass Sharons Männervergangenheit nicht näher beleuchtet wird, da sie aufgrund dieser ja so handelt, wie sie es eben tut.

Die Liebesgeschichte war super in die restliche Story eingewoben gewesen, ich habe sie nicht als kitischig empfunden. Das Prickeln zwischen den Protagonisten kann man als Leser spüren und man kann sich auch vollkommen gefangen nehmen lassen. Eine humorvolle, stilvolle und emotionale Geschichte, die kein besseres Setting als London hätte haben können.

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12 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

miami, millionaires club

Miami Millionaires Club – Tanner

Ava Innings
E-Buch Text: 174 Seiten
Erschienen bei null, 01.08.2017
ISBN B0746QSKZR
Genre: Sonstiges

Rezension:

Mit „Tanner“ legt uns die Autorin Ava Innings bereits den dritten Millionär der „Millionaires Club“-Reihe aus Miami vor. Wieder einmal habe ich mich bestens unterhalten gefühlt und kann nur eine klare Leseempfehlung aussprechen!

Wir bekommen die Geschichte aus Sicht eines allwissenden Erzählers nähergebracht, was den Vorteil hat, dass wir immer direkt am Geschehen dran sind und sowohl einen Einblick in Tanners als auch in Londons Welt erhalten. Der Schreibstil ist sehr flüssig und bildhaft, sodass sich vor meinem inneren Auge eine prickelnde und anziehende Story abgespielt hat.

Tanner hat mir sehr gut gefallen, weil er sehr emotional dargestellt wird und man nachvollziehen kann, warum er sich auf keine neue Frau einlassen möchte. Man durchlebt das Gefühlschaos mit ihm. Für mich war er zu jedem Zeitpunkt authentisch und in sich sehr glaubwürdig beschrieben. Gleiches gilt für London, die ein paar Überraschungen für den Leser bereithält.

Natürlich kreuzen auch wieder andere Millionäre den Weg von Tanner, was mir besonders gut an dieser Reihe gefällt. Man muss sich nie ganz von einem Charakter verabschieden, wenn eine Geschichte erzählt ist. Man bekommt auch im Nachhinein mit, was noch so in den Leben der anderen geschieht.

Die Story war sehr spannend, weil die Autorin einige Wendungen für uns parat hält. Einen halben Stern ziehe ich ab, weil die Auflösung des Konflikt für mich nicht ganz logisch erschien, aber das ist wohl Geschmackssache. Ich kann euch Tanner nur ans Herz legen – ich bin ein Fan des Softies in harter Verpackung.


4,5 Sterne

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liebesgeschichten, historische romantik, historische romane

Em Evol

Anne Steen
Flexibler Einband: 535 Seiten
Erschienen bei Latos Verlag, 31.08.2017
ISBN 9783945766453
Genre: Historische Romane

Rezension:

„Em Evol“ ist ein in sich abgeschlossenes Familiendrama, das die Rolle der Frau in den 50er-Jahren beleuchtet, die Liebe in all ihren Facetten darstelllt und über das Erwachsenweden sowie die Selbstbestimmung berichtet – unglaublich einfühlsam und emotional.

Wir bekommen diese aufwühlende Geschichte direkt aus Sicht der Protagonistin Rosalind – auch Rosie genannt – erzählt. Das hat den Vorteil, dass wir praktisch direkt in ihren Kopf hineinschauen können, denn viele Konflikte macht sie mit sich selbst aus und so wird der Leser niemals ausgeschlossen. Gerade in den jungen Jahren grübelt sie viel. Obwohl die Sätze vom Schreibstil her eher kurz sind, hat man das Gefühl, dass die Autorin in jeden einzelnen eine Wärme gepackt hat, die einem einfach ins Herz fahren muss. Ich habe mit Rosie gelacht, geweint, gelitten und so viele Emotionen mehr durchlebt, dass ich teilweise das Gefühl hatte, dass sie auch direkt neben mir stehen könnte. Kompliment an dieser Stelle. Was noch erwähnenswert ist: Das Buch setzt sich wirklich groß mit dem Thema Liebe auseinander. So wird jedes Kapitel mit einem Was-bedeutet-Liebe-für-dich-Zitat von uns Lesern begonnen.

Rosie ist eine unglaublich starke Frau. Das kann man schon im Kindesalter erkennen, denn anstatt wie andere Zehnjährige nach draußen zu gehen und zu spielen, strickt sie lieber Socken für die Soldaten an der Front, weil sie von einem solchen Patriotismus erfasst ist, der beispiellos ist. Ihre Klugheit wird schnell offensichtlich und so ist sie das perfekte Aushängeschild für eine Frau, die eben nicht Heim und Herd hüten will, sondern selbstbestimmt studieren und Karriere machen möchte. Die Opfer, die sie im Verlauf der Story bringen muss, haben mich teilweise sehr gerührt und teilweise auch mit Stolz erfüllt. Stolz deshalb, weil man wirklich spüren kann, wie schwer es der Frau in dieser Zeit gefallen sein muss, sich selbst zu verwirklich.

Bei William bin ich mir noch nicht ganz sicher, wo ich ihn einordnen soll. Spannend ist, dass wir ihn immer in einem anderen Licht sehen, weil Rosie ja immer erwachsener wird und auch William dann anders wahrnimmt. So hat man das Gefühl, dass er sich zusammen mit ihr wandelt. Anfangs war er mir nicht gerade sympathisch, das hat sich dann aber mit jedem Kapitel geändert. Viele Nebencharaktere gibt es nicht. Bei manchen fragte ich mich, warum sie überhaupt erwähnt werden, weil sie doch nie wieder auftauchen. Vielleicht soll das auch ein Symbol für die Vergänglichkeit von Freundschaften sein, aber für mich hätte man hier ein bisschen einsparen können, was mich gleich zu meinem nächsten Punkt bring …

… die Spannung. Ich hab mich mit der ersten Hälfte des Buches etwas schwer getan, weil es doch sehr langatmig ist. Manche Szenen oder gar Kapitel hätte es meiner Meinung nach gar nicht gebraucht. Teilweise leiden auch die Emotionen etwas, weil es mir schwerfiel, am Ball zu bleiben. Die zweite Hälfte bzw. das letzte Drittel war sehr dynamisch und zusammenfassend erzählt, sodass ich mich hier gut einlassen und die Dramatik voll auskosten konnte. Es gibt einige Wendungen, die ich so nicht vorhersehen konnte und die mich manchmal sogar sehr getroffen haben.

Das Buch setzt sich mit so vielen wichtigen Themen auseinander, dass mir manche erst beim Nachdenken hinterher wirklich gewahr wurden. Zum einen haben wir natürlich die Rolle der Frau im Vordergrund und wie viel Selbstbestimmung sie zu dieser Zeit hatte. Dann geht es um die Liebe an sich, um Verlust, Tod und den Krieg – und was er aus den Menschen macht. Wir haben es mit Konventionen zu tun. Der Unterschied zwischen dem Leben in der Stadt und auf dem Land. Patriotismus, Traditionen und Werte. Familie und Freundschaften – und eben auch das Zerbrechen dieser.

Für mich ein sehr ergreifender Roman, der mich lange nicht loslassen wird, der aber mit ein paar Worten weniger sicher auch gut ausgekommen wäre. Ich kann eine klare Leseempfehlung aussprechen und würde mich freuen, noch mal einen historisch angehauchten Liebesroman der Autorin zu lesen, weil die Recherchearbeit wirklich gut war.

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(9)

12 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

einfach köstlich!!!, humor

Zwei Küsse für Himmelreich: Liebesroman - Amors Four (Band 2)

Andrea Bielfeldt
E-Buch Text
Erschienen bei null, 01.07.2017
ISBN B073NLJ1LQ
Genre: Sonstiges

Rezension:

„Zwei Küsse für Himmelreich“ ist der zweite Teil der zweiten Staffel rund um die Menschen aus dem beschaulichen Städtchen … ähm … Dorf Himmelreich. Wieder einmal ein gelungener Ausflug in diese harmonische Welt, die mir mittlerweile so ans Herz gewachsen ist. Mit jedem Band ist es ein Gefühl von Heimat.

Wir bekommen diese Geschichte wieder direkt aus Sicht der Protagonisten erzählt. Ronja ist zwar ein offener Typ, aber trotzdem sind ihre Gedanken einfach super zu lesen. Sie führt teilweise sehr lustige Selbstgespräche und diese möchte man als Leser nicht missen. Der Schreibstil ist gewohnt locker und flockig. Dies hat den Vorteil, dass man die Story praktisch in einem Rutsch verschlingen kann. Die Sprache ist eher umgangssprachlich, was den Eindruck des idyllischen Dorflebens noch zusätzlich unterstreicht. Was ich noch positiv hervorheben möchte: Die Überschriften sind wirklich super liebevoll gestaltet – das muss einfach mal erwähnt werden.

Ronja ist wirklich klasse! Bereits im Vorgängerteil haben wir ja schon eine Ahnung von ihr bekommen, als sie Fee zur Seite stand. Dieser Band ist der Köchin allein gewidmet. Sie ist schlagfertig, nicht auf den Mund gfallen und teilweise sehr impulsiv, was in Verbindung mit dem sonst so wortkargen Norweger Tjark manchmal eine explosive Mischung ergibt. Die Dialoge sind deswegen fertzig und machen einfach Spaß, sie zu lesen. In ihrem Handeln ist Ronja keineswegs perfekt, was sie zu einem authentischen Charakter macht. Sie ist eine Frau aus der Nachbarschaft und man kann sich super mit ihr identifizieren, weil sie auch jemand wie du oder ich sein könnte.

Zu den Nebencharakteren brauche ich eigentlich gar keine großen Worte finden: sympathisch, liebevoll ausgearbeitet und Unikate, die man einfach ins Herz schließen muss. Ich liebe die Bewohner von Himmelreich, weil sie teilweise schrullig und skurril sind, aber jeder auch sein Päckchen zu tragen hat. Besonders toll finde ich, dass die Geschichten der einzelnen Personen in jedem Teil weitergesponnen werden. So erfährt man auch von den Nebencharakteren immer etwas Neues und bleibt am Ball.

Die Spannung ist von Anfang an vorhanden. Die Ereignisse gehen Schlag auf Schlag – immerhin gilt es einen Knochendieb zu stellen und dann sind da ja noch die Turbulenzen in der Liebe. Auch sonst ist so einiges los in Himmelreich. Mein einziger Minikritikpunkt geht an die Liebesgeschichte, da sie doch sehr schnell vorhersehbar ist. Das ist aber nicht weiter schlimm, da das Setting, die Story und die Charaktere absolut stimmig sind.

Eine tolle Geschichte, die ich sehr gerne gelesen habe. Ich freue mich schon auf den nächsten Ausflug nach Himmelreich, der ja nicht mehr allzu lange auf sich warten lässt.


4,5 Sterne

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75 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 38 Rezensionen

katie jay adams, liebe, ein sommer fürs leben, kalifornien, sommer

Ein Sommer fürs Leben

Katie Jay Adams
E-Buch Text
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 24.07.2017
ISBN B0747Z238J
Genre: Liebesromane

Rezension:

Ein Sommer in Kalifornien, eine Entscheidung und eine Vergangenheit, die mehr als ein Leben einholt … Dramatisch, witzig, offen und eine große Portion Liebe, das ist „Ein Sommer fürs Leben“.

Wir bekommen diese emotionale Story aus Sicht eines allwissenden Erzählers nähergebracht, allerdings hat die Perspektive – bis auf Prolog und Epilog – immer den Fokus auf Emily, was auch Sinn macht, da es ihre Geschichte ist. Der Schreibstil ist locker und gefühlvoll. Ich konnte mich durch die Worte komplett in das Geschehen fallen lassen und habe das Buch innerhalb von einem Tag ausgelesen, weil ich wirklich gefesselt war. Besonders toll fand ich die bildhaften Beschreibungen. Die Umgebung ist vor meinem inneren Auge zum Leben erwacht, ich konnte das Meer praktisch riechen und den Sand zwischen meinen Zehen spüren.

Emily hat mir als Protagonistin sehr gut gefallen, weil sie für ihre Überzeugungen einsteht. Dabei begeht sie Fehler, zeigt ihre menschliche Seite und ist somit für den Leser sehr authentisch. Man kann sich mit ihr identifizieren, weil sie auch ein Mädchen von nebenan sein könnte. Ich konnte ihren Zwiespalt absolut nachvollziehen. Chris ist da schon ein ganz anderer Typ. Obwohl er ebenso verschlossen ist wie Emily, bekommen wir seine Gründe dafür erst nach und nach offenbart. Er ist wirklich heiß und ein klassischer Bad Boy – zumindest auf den ersten Blick.

Besonders die Nebencharaktere haben mir wirklich sehr gut gefallen. Hier hat die Autorin besonderen Wert darauf gelegt, diese zum Leben zu erwecken. Sie hat liebevolle Details eingewoben und ein sehr klares Bild von ihnen gezeichnet. Emilys Vater möchte man einfach nur in den Arm nehmen, weil er der Typ großer Grummelbär ist. Kim – Emilys Schwester – ist der witzige Part der Geschichte, obwohl sie eigentlich die Person ist, die am reifsten denkt und handelt. Hier möchte ich ein großes Lob aussprechen.

Die Spannung ist besonders in der zweiten Hälfte sehr hoch. Hier hält die Autorin einige Wendungen für den Leser parat, die man teilweise gar nicht kommen sieht. Wie schon erwähnt, hat mich die Hintergrundgeschichte so gefesselt, dass ich das Buch an einem Tag durchgelesen habe. Ich fühlte mich in Kalifornien wohl und habe den sommerlichen Ausflug genossen.

Der einzige Minikritikpunkt geht an die Vergangenheit. Da sind plötzlich Gefühle, von denen man so gar nicht weiß, wo diese auf einmal herkommen. Ein paar Rückblicke hätten hier vielleicht geholfen, um zu verstehen, was zwischen Emily und Chris geschehen ist, bevor Emily nach New York ging.

Für mich eine tolle Sommerlektüre, die das richtige Feeling mitbringt: Strand, Meeresrauschen, San Francisco, Weingüter, große Gefühle und eine Prise Dramatik.


4,5 Sterne

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

las vegas, millionaires club

Las Vegas Millionaires Club - Wesley

Zoe M. Lynwood
E-Buch Text: 125 Seiten
Erschienen bei null, 02.06.2017
ISBN B071FXNSNP
Genre: Sonstiges

Rezension:

Mit Wesley legt uns die Autorin einen weiteren Teil der Millionaires Club-Reihe aus Las Vegas vor. Mich hat der Roman super unterhalten. Prickelnde Gefühle, ein Wechselbad der Emotionen und ein paar heiße Szenen.

Wir bekommen die Geschichte abwechselnd aus Sicht von Wesley und Patrizia von einem allwissenden Erzählers nähergebracht. Das hat den Vorteil, dass man immer direkt am Geschehen dran ist, weil die Protagonisten doch teileise etwas verschlossen sind und viel mit sich selbst ausmachen. Der Schreibstil ist locker gehalten und fesselnd.

Wesley hat mir als Charakter sehr gut gefallen. Er ist einfach so wie er ist und man nimmt ihm jede seiner Taten vollkommen ab. Er ist locker, lebt sein Leben, so wie er es für richtig hält und nimmt kein Blatt vor den Mund. Er muss sich für einen echten Kerl wirklich sehr mit seinen Gefühlen herumschlagen, was ich irgendwie schon süß fand. Patrizia ist eine perfekte Ergänzung für Wesley, weil sie zielstrebig ist und für ihre Grundsätze einsteht. Für sie trifft der Spruch „Harte Schale, weicher Kern“ absolut zu und ich finde es erfrischend, dass das bei einem typischen Liebesroman mal nicht vom Mann ausgeht. Für mich sind beide für sich genommen absolut glaubwürdig dargestellt und authentisch.

Bei den Nebencharakteren treffen wir ein paar alte Bekannte aus den vorherigen Bänden der Millionaires Club-Reihe, was ich immer wieder toll finde, weil man so auch weiß, wie es mit den anderen Jungs passiert.

Die Geschichte ist spannend aufgebaut und es gibt ein paar interessante Wendungen. Was allerdings ein Minikritikpunkt ist, ist die Geschwindigkeit der Story an sich. Das Geschehen umfasst nur wenige Tage und dafür passiert so eine ganze Menge. Vom einen Leben stürzt sich Wesley direkt in ein vollkommen anderes und so kann ich den beiden die Gefühle nicht komplett abnehmen. Das war ein bisschen schade.

Insgesamt eine tolle Story mit glaubwürdigen Charakteren, die spannend geschrieben ist. Ein paar heiße Szenen runden das Ganze ab und haben mich insgesamt mit einem Lächeln auf den Lippen zurück gelassen.


4,5 Sterne

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688 Bibliotheken, 11 Leser, 3 Gruppen, 70 Rezensionen

bücher, london, liebe, bookless, fantasy

BookLess - Wörter durchfluten die Zeit

Marah Woolf
Flexibler Einband: 310 Seiten
Erschienen bei Körner, Ina, 15.08.2013
ISBN 9783000426148
Genre: Fantasy

Rezension:

Vorweg: Ich habe die Selfpublisher-Version des Buches gelesen. Details zum Layout könnten also abweichen.

„Wörter durchfluten die Zeit“ ist der erste Band der Bookless-Trilogie. Ein ganz tolles Hintergrundthema trifft auf glaubwürdige Charaktere und ein bezauberndes Setting in London. Gibt es etwas Schöneres als Bücher?

Was einem als Erstes auffällt, sind die liebevoll ausgewählten Zitate, die jedes Kapitel schmücken. Sie beziehen sich natürlich auf die Literatur und was Bücher mit uns machen. Mir haben sie sehr gut gefallen, weil sie die Grundstimmung des Werkes aufgewertet haben. Die Geschichte bekommen wir aus Sicht eines allwissenden Erzählers nähergebracht. Das hat den Vorteil, dass wir immer direkt am Geschehen dran sind und sowohl einen Einblick in Lucys als auch in Nathans Welt bekommen. Darüber hinaus wechseln die Perspektiven auch noch zwischen diversen Nebencharakteren hin und her. Der Schreibstil ist flüssig und der Jugensprache angepasst. Gerade die Beschreibungen der Bücher sind sehr bildhaft. Ich konnte sie förmlich riechen und fühlen.

Lucy hat mir als Protagonistin sehr gut gefallen. Sie ist klug, aufgeschlossen und bissig. Sie lässt sich gerade von der Männerwelt nichts sagen und hält mit ihrer Meinung – von der sie nicht abweicht – stets dagegen, wenn sie denkt, dass ein Unrecht geschieht. Das ist wahre Charakterstärke und wenn man bedenkt, dass sie sich mit einigen Fakten herumschlagen muss, die auf sie einstürmen, dann ist das doppelt bemerkenswert. Sie ist zudem echt und authentisch. Lucy verstellt sich nicht und steht für ihre Grundsätze und vor allem für die Menschen ein, die ihr am Herzen liegen. Nathan ist da ganz anders. Für ihn steht die Loyalität zu seiner Familie an oberster Stelle. Die beiden sind wie Ying und Yang, obwohl ich in Nathan noch Potenzial sehe, dass er sich für den richtigen Weg entscheiden wird.

Die Nebencharaktere sind wirklich liebevoll ausgearbeitet. Besonders Lucys Mitbewohner sind sehr detailliert dargestellt. Obwohl sie nicht so oft zu Wort kommen, hat man trotzdem das Gefühl, dass sie aus der Nachbarschaft sind und man sie eben kennt. Colin habe ich von seinem ersten Auftritt an ins Herz geschlossen. Er ist der große Bruder, den man sich immer gewünscht hat.

Die Spannung setzt ab dem zweiten Drittel ein und hat mich nicht mehr losgelassen. Die Geschehnisse erfolgen Schlag auf Schlag und lassen den Leser atemlos zurück. Ich konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen. Gerade wegen des bösen Cliffhangers am Ende bin ich froh, dass der zweite Band schon neben mir liegt und ich sofort weiterlesen kann. Den minimalen Abzug nehme ich vor, weil das erste Drittel recht schwer in Fahrt kommt. Wir lernen die Charaktere kennen und das Geheimnis um den Bund liegt noch relativ im Dunkeln, also ein typischer Start eigentlich.

Für mich ein toller Einstieg in die Bookless-Trilogie. Authentische Charaktere, die sich perfekt in ihre Rolle einfügen, eine spannende Hintergrundstory und das Wichtigste: Bücher, Bücher, Bücher!


4,5 Sterne

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4.102 Bibliotheken, 76 Leser, 9 Gruppen, 325 Rezensionen

liebe, lux, onyx, fantasy, daemon

Onyx - Schattenschimmer

Jennifer L. Armentrout , Anja Malich
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 21.11.2014
ISBN 9783551583321
Genre: Jugendbuch

Rezension:

„Onyx – Schattenschimmer“ ist der zweite Band der Katy & Deamon-Reihe von Jennifer L. Armentrout. Auch dieses Buch konnte mich vollkommen überzeugen und hat meine Sucht noch mehr geschürt. Aliens sind die neuen Vampire!

Auch die Fortsetzung der Geschichte bekommen wir wieder direkt aus Sicht von Katy erzählt. Dieses Mal ist das sogar noch intensiver, da sie sich viel mit ihren Gefühlen auseinandersetzt und wir das dann aus erster Hand mitbekommen. Der Schreibstil ist gewohnt flüssig und fesselnd. Die Handlungen setzen direkt nach den Geschehnissen des ersten Bandes ein und wir müssen uns nicht mit langen Wiederholungen herumschlagen, sondern können uns direkt dem Genuss der Story hingeben.

Katy macht eine unglaubliche Wandlung durch. Schon im ersten Teil hat sie sich stark und lebensfroh gezeigt, doch das hat sich nun noch einmal verstärkt. Sie steht für ihre Prinzipien ein und möchte um jeden Preis ihre Freunde schützen. Für mich sind das edle Motive zur Handlung – da verzeiht man dann auch mal, wenn sie einen Fehler begeht. Auch Deamon wird diesmal näher beleuchtet und wir bekommen auch seine emotionale Seite zu Gesicht, die ihm übrigens sehr gut steht! Für mich sind die beiden wie Dynamid: explosiv, zündend und heiß.

Auch die Nebencharaktere werden näher beleuchtet. Während Dee in diesem Band in den Hintergrund tritt, bekommen wir es mit dem neuen Charakter Blake zu tun. Blake ist das perfekte Puzzlestück in der Dreiecksbeziehung mit Katy und Deamon. Gerade wenn die beiden männlichen Streithähne aufeinandertreffen, können wir uns auf fetzige Dialoge freuen, die mir mehr als einen Schmunzler beschert haben. Die Nebencharaktere fügen sich perfekt in die Handlung ein und sind immer authentisch – egal, ob gut oder böse. Ihre Handlungen sind zu jeder Zeit nachvollziehbar.

Der einzige kleine Kritikpunkt geht an die Spannungskurve. Es passiert zwar ständig etwas (meist) Unvorhersehbares, aber das erste Drittel ist minimal schwächer als der Rest des Buches. Superspannend wird es im letzten Drittel. Hier geht es wirklich Schlag auf Schlag und man kann kaum Atmen. Auch die Sympathie zu den beiden Protagonisten lässt den Leser permanent mitfiebern. Natürlich gibt es wieder einen fiesen Cliffhanger, damit man direkt zum nächsten Band greifen muss, der ja zum Glück schon erschienen ist.

Die Hintergrundstory ist super ausgearbeitet und vertieft sich hier noch. Schnell wird klar, dass sie viel weiter reicht, als man zunächst angenommen hat. Für mich sind die Lux eine aufregend neue Spezies, die der Leser für sich entdecken kann. Auch die Machenschafften der VM sind ausgeklügelt mit der eigentlichen Geschichte geschickt verwoben.

Ein starker zweiter Band, der dem ersten ebenbürtig ist. Ich freue mich schon darauf, die Serie weiter zu entdecken und zu erfahren, was aus Katy und Deamon wird. Eine klare Leseempfehlung!


4,5 Sterne

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29 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

liebe, obdachlos, familie, roadtrip, schule

Strike - oder die Unwahrscheinlichkeit vom Blitz getroffen zu werden und die große Liebe zu finden

Katharina Wolf
Flexibler Einband: 286 Seiten
Erschienen bei Amrun Verlag, 08.08.2016
ISBN 9783958691971
Genre: Liebesromane

Rezension:

Ein Paar, das unterschiedlicher nicht sein könnte, ein Roadtrip, der alles verändert und vor allem ganz große Gefühle – das ist Strike. Die Autorin schafft es, einen romantischen Young-Adult-Roman vorzulegen, der mir unter die Haut ging.

Wir bekommen diese emotionale Geschichte aus Sicht der Protagonistin Sophie erzählt. Da sie bisher noch fast keine Erfahrungen mit dem männlichen Geschlecht sammeln konnte, ist diese Perspektive nicht nur wichtig, um ihre Gedanken nachvollziehen zu können, sondern auch amüsant, denn oft denkt Sophie einfach zu viel und vor allem zu abstrakt über Dinge nach. Der Schreibstil ist schön locker gehalten, sodass man den Roman quasi in einem Rutsch lesen kann und die Sprache ist dem Alter der Protagonisten nachempfunden. Man kann sich also rundum auf die Geschichte einlassen und selbst auf einen Roadtrip mit Sophie und Strike gehen.

Sophie hat mir als Protagonistin insgesamt sehr gut gefallen. Sie wächst über sich hinaus und lässt sich auch auf Dinge ein, die ihr normalerweise Angst machen würden. Sophie ist sehr emotional und gerade diese Charaktereigenschaft lässt sie manchmal unüberlegt handeln. Bis zu einem gewissen Grad kann ich das auch nachvollziehen (süße achtzehn Jahre alt und frisch verliebt), aber gegen Ende sind manche Entscheidungen etwas zu schnell gefällt für meinen Geschmack. Strike bildet da einen krassen Gegenpart und zusammen ergänzen sie sich nahezu perfekt. Ich konnte Strikes Gedanken und Taten nachvollziehen, obwohl wir seine Geschichte nur über Sophie miterleben. Für mich ist er der typische Anti-Held und so agiert er auch oft, was aber nicht negativ gemeint ist. Er macht wohl die größte Wandlung im Laufe der Story durch, aber man begleitet ihn als Leser gerne dorthin.

Bei den Nebencharakteren wurde sehr oberflächlich gearbeitet, was ich aber gut finde, da sie schlichtweg keine große Rolle im Gesamtgeschehen inne hatten. Allerdings wurde mir hier wieder vor Augen geführt, warum ich froh bin, kein Teenager mehr zu sein: Sophies Freunde sind einfach nur oberflächlich und bedienen jedes Klischee.

Die Geschichte insgesamt war unterhaltsam und spannend. Besonders die Passage ab dem Roadtrip fesselt den Leser und konnte auch mich überzeugen. Nicht nur, weil es hier Schlag auf Schlag geht, sondern auch, weil die Charaktere näher beleuchtet werden und die Emotionen tiefer greifen als in der ersten Hälfte des Romans.

Ich habe die Geschichte von Sophie und Strike gerne gelesen und mich mit ihnen abenteuerlustig auf die Reise nach Frankreich gemacht. Mal etwas anderes als Millionäre und schüchterne Studentinnen und doch zwei Welten, die hier beleuchtet werden. Große Gefühle treffen auf eine tolle Hintergrundstory. Sicher nicht das letzte Buch der Autorin, das ich gelesen habe!

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