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35 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

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These Broken Stars. Lilac und Tarver

Amie Kaufman , Meagan Spooner , Stefanie Frida Lemke
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 28.02.2019
ISBN 9783551317742
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Mit diesem ersten Teil legt das Autorenduo eine solide Geschichte vor, die vor allen Dingen in der zweiten Hälfte punkten kann. Trotz einiger Anlaufschwierigkeiten bin ich mit den Charakteren doch noch warm geworden.

Wir bekommen diese dystopische Geschichte abwechselnd aus Sicht von Tavern und Lilac erzählt. Dabei gibt es zwischen den einzelnen Kapiteln immer wieder ein Intermezzo, das nicht nur die Spannung hoch hält, sondern zeitgleich auch einen kleinen Überblick über das kommende Geschehen gibt. Ich fand die Gestaltung und den Aufbau der Geschichte wirklich gelungen. Auch das Cover macht einiges her, was auch dafür gesorgt hat, dass ich überhaupt auf das Buch aufmerksam geworden bin. Die Trennung der Perspektiven ist prima, da man sich so in beide Protagonisten hineinversetzen kann, da sie aus zwei verschiedenen Schichten/Welten stammen und doch sehr unterschiedlich denken sowie an Dinge herangehen.

Ich muss ehrlich gestehen, dass mir die erste Hälfte alles andere als leicht gefallen ist, was zum größten Teil an den Charakteren lag. Auf magische Weise scheint ab der Mitte der Knoten bei den Autorinnen geplatzt zu sein und Lilac & Tavern wurden auf einen Schlag sympathischer. Zu Beginn waren mir die beiden einfach zu klischeebeladen und voraussehbar, sodass sich das Lesen leider etwas gezogen hat. Nach besagtem Platzen des Knotens mochte ich vor allem Lilac, weil sie die größere Wandlung durchgemacht hat. Sie hat zu sich selbst gefunden und hat bewiesen, dass sie nicht nur ein Püppchen sein kann, währen Tavern recht solide in seinem Verhalten war.

Da die beiden auf einem fremden Planeten stranden, der mutmaßlich unbewont ist, hält es sich mit den Nebencharakteren im Rahmen, was ich persönlich sehr gut finde, weil man sich so auf die beiden konzentrieren kann. Mich hat es überhaupt nicht gestört, dass sich die Autorinnen lediglich auf die Protagonisten konzentriert haben.

Bei der Spannung bin ich ebenso hin- und hergerissen. Die erste Hälfte war – wie erwähnt – eher zäh, obwohl es durchaus seinen Reiz hatte, den fremden Planeten zu erkunden. Allerdings geht es dann in der zweiten Hälfte so richtig los. Diese Seiten habe ich praktisch verschlungen, weil hier endlich mal was passiert ist. Vorher ist die Story eher so dahingeplätschert, was echt schade ist, weil man da viel mehr hätte herausholen können.

Vom Setting her befinden wir uns auf einem vermeindlich erforschten Planeten in einer fremden Galaxie. Raumschiffe und fortschrittliche Technologien spielen eine entscheidende Rolle, wobei sich das Ganze eher im Hintergrund einordnet, da sich die Helden durch die Wildnis schlagen müssen. Natur ist also auch ein wichtiges Schlagwort.

Auch die Liebesgeschichte ist eher zweitrangig, was die Spannung in den Vordergrund rückt und die Mission an sich. Insgesamt ein ausgewogener Genre-Mix, der vor allem durch die Beschreibung der Umgebung überzeugen kann. Ein fulminantes Finale macht Lust auf mehr. Trotz der Kritik werde ich auch die Folgebände lesen, weil alle drei unabhängig voneinander stehen und ich mir etwas mehr erhoffe – zumindest lassen es Storys an sich darauf schließen.


3,5 Sterne

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40 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

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Die Worte, die das Leben schreibt

Adelia Saunders , Jörn Ingwersen
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Wunderraum, 16.04.2018
ISBN 9783336547937
Genre: Romane

Rezension:

Ein poetischer Roman, der über das Leben, die Liebe und die Hindernisse der zwischenmenschlichen Kommunikaten berichtet – zauberhaft!

Als Erstes möchte ich etwas zur Ausstattung der Wunderraum-Bücher sagen. Wer vielleicht vom Preis etwas abgeschreckt sein sollte (obwohl der absolut im Normbereich für HC liegt), dem sei gesagt, dass es sich hier um hochwertig in Leinen gebundene Bücher handelt, die ein superschönes Vorsatzpapier enthalten haben sowie ein bedrucktes Lesebändchen. Allein deshalb bin ich schon total verliebt und möchte diese Details nicht unerwähnt lassen.

Erzählt bekommen wir diese Geschichte aus drei verschiedenen Perpektiven. Zum einen hätten wir da Magdalena selbst, die wir quasi in ihrem verrückten Alltag begleiten dürfen und die damit umzugehen versucht, die Schicksale der Menschen auf deren Haut zu lesen. Dann wäre da noch Richard, der sich auf der Suche befindet und Neil, der sein Ziel ebenfalls noch nicht erreicht hat. Die Leben dieser drei Personen haben natürlich auf die ein oder andere Art und Weise miteinander zu tun – aber was das ist, müsst ihr schon selbst herausfinden. Ich war teilweise sehr überrascht, teilweise war es aber auch klar, worauf das Ganze hinausläuft. Der Schreibstil der Autorin an sich hat mich überzeugen können, weil unterschwellig immer eine gewisse Poesie sowie Melacholie mitschwingt, die hier absolut zur Story passen. Die Kapitel sind außerdem noch mit Ort und Zeit betitelt, was ich persönlich immer sehr gerne mag, weil man sich so sofort zurechtfindet.

Magdalena ist wirklich eine außergewöhnliche Frau. Ich konnte mich absolut in sie hineinversetzen und auch ihren inneren Zwiespalt verstehen. Als ich das Buch gelesen habe, habe ich tagelang darüber nachgedacht, wie ich mit solch einer Gabe umgehen würde. Ein klarer Fall von: Segen und Fluch zugleich. Die Idee hinter dem Konzept finde ich auf jeden Fall grandios. Auch Richard und Neil haben mich als Protagonisten überzeugen können, weil sie authentisch und liebenswert sind. Mir hat es Spaß gemacht, für ein paar schöne Stunden Einblick in deren Leben zu erhalten.

Mit der Spannung tue ich mich ein bisschen schwer. Auf der einen Seite war das Buch megaspannend, weil wir es hier mit eine Schnitzeljagd in die Vergangenheit zu tun haben. Jeder ist irgendwie auf der Suche, es gibt mehrere Hinweise, die sich im Laufe der Story verdichten, und auch die Geschichtsstränge steuern permanent aufeinander zu. Auf der anderen Seite geht die Handlung nur sehr schleppend voran, hier hätte man vielleicht etwas mehr Dynamik aufnehmen können, aber das ist meine persönliche Meinung.

Für mich eine außergewöhnliche Geschichte, die vor allem durch ihren poetischen Schreibstil überzeugen kann und mit den Ängsten und Sorgen eines jeden Menschen spielt: Was ist der Sinn des Lebens und wohin wollen wir eigentlich? Was ist unsere Bestimmung? Zum Schluss sei noch gesagt, dass der zentrale Punkt der Story eben auf diesen Fragen liegt und die Liebesgeschichte eher dezent im Hintergrund steht.

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107 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 48 Rezensionen

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Sommer in Atlantikblau

Miriam Covi
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Heyne, 10.04.2018
ISBN 9783453422131
Genre: Romane

Rezension:

Witzig, romantisch und stellenweise etwas dramatisch – die perfekte Mischung für einen Sommerroman, der zum Träumen einlädt.

Das Buch ist in klassich-nummerierte Kapitel unterteilt und kann optisch durch seine etwas dickere Klappbroschur mit  erhabenen Elementen überzeugen. Der Schreibstil ist eher locker gehalten, was dafür sorgt, dass man das Buch praktisch nicht mehr aus der Hand legen möchte, und das leichte Sommerfeeling in der kanadischen Provinz unterstreicht. Dabei versteht es die Autorin zu jeder Zeit, mit den Emotionen der Charaktere sowie des Lesers zu spielen. Von Humor bis Dramatik, von peinlichen Situationen bishin zu traurigen Ausbrüchen ist wirklich alles vertreten. Wir bekommen diese emotionale Geschichte direkt aus Sicht von Lotte erzählt. Mir hat diese Perspektive sehr geholfen, da sie manchmal doch eher verschlossen ist und viel mit sich selbst ausmacht. So können wir aber trotzdem hautnah miterleben, was der heiße Connor so an Gefühlen in ihr auslöst.

Generell hat mir Lotte als Protagonistin zugesagt, weil sie mal nicht Miss Perfect ist – ganz im Gegenteil. Gefühlt begeht sie in jedem Kapitel einen Fehler oder springt mit einem Kopfsprung ins nächste Fettnäpfchen. Dabei reflektiert sie aber realistisch und wägt ihre Situation ab. Sie kommt so sympathisch und authentisch rüber, dass ich sie schon ab der ersten Seite an mochte und gerne in ihre Welt eingetaucht bin.

Auch die anderen Seliger-Frauen haben es mir angetan. Natürlich spielt die Autorin hier ein Stückweit mit Stereotypen, aber trotzdem haben die Schwestern sowie die Mutter Eigenheiten mit auf den Weg bekommen, dass sie sich letztendlich doch von der breiten Masse abheben. So ist ihre jüngere Schwester Sophie eher ein aufgedrehter Wirbelwind, der sich dem Kinderbekommen widmet, während ihre ältere Schwester Louise ein absoluter Workaholic ist. Ihre Mutter bringt da einen Ruhepol in die Gemeinschaft, der unerlässlich ist. Ich finde es ganz toll, wie die Autorin es geschafft hat, dass sich alle vier während ihrer Zeit in Kanada selbst hinterfragen und herausfinden, was sie eigentlich wollen. Gerade diese Selbstreflektion ist es, mit der sich der Leser identifizieren kann, denn seien wir mal ehrlich: Wer ist schon zu 100% glücklich?

Die Spannung war von der ersten Seite an vorhanden, wobei man aber sagen muss, dass es generell kein Spannungsroman ist, sondern die Dynamik eher daher kommt, dass es eine dubiose Vergangenheit aufzudecken gilt. Wir haben es also nicht nur mit einer reinen Liebesgeschichte zu tun, sondern vielmehr auch mit einem Familiengeheimnis und der Suche nach sich selbst. Ansonsten möchte man natürlich auf jeder Seite wissen, wie es mit Lotte, Louise und Sophie weitergeht. Ob sie ihr Glück und ihren Weg letztendlich finden und wie diese aussehen.

Der größte Pluspunkt geht wohl an die Umgebung im Roman. Dieser kleine Ort Chester, der in der kanadischen Provinz liegt, wurde so liebevoll und detailliert beschrieben, dass ich am liebsten sofort meine Koffer gepackt hätte und dort hingeflogen wäre. Er schafft so eine schöne verträumte Blase, in die man sich am liebsten zurückziehen möchte, wenn einem die Welt gerade mal wieder zu viel geworden ist. Ich habe mich während des Lesens wirklich mehr als wohl gefühlt in Chester.

Tja, was soll ich noch groß sagen? Lest diesen Roman. Weil er emotional ist, weil er lustig ist, weil er eine Familie beschreibt, die stellvertretend für jede andere Familie stehen könnte, aber doch ein Unikat ist. Weil er das Leben beschreibt – weil er echt ist.

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(30)

50 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

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Wahrscheinlich ist es Liebe

Paul Reizin , Sibylle Schmidt
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Wunderraum, 23.04.2018
ISBN 9783336547869
Genre: Liebesromane

Rezension:

Ein herrlich erfrischender Roman, der einfach mal anders ist und durch seinen dynamischen Erzählstil sowie liebevolle Charaktere überzeugen kann.

Als Erstes möchte ich etwas zur Ausstattung der Wunderraum-Bücher sagen. Wer vielleicht vom Preis etwas abgeschreckt sein sollte (obwohl der absolut im Normbereich für HC liegt), dem sei gesagt, dass es sich hier um hochwertig in Leinen gebundene Bücher handelt, die ein superschönes Vorsatzpapier enthalten haben sowie ein bedrucktes Lesebändchen. Allein deshalb bin ich schon total verliebt und möchte diese Details nicht unerwähnt lassen. Die außergewöhnlichen, breit gefächerten Storys sind da nur die Kirsche auf dem Bananensplit!

Wir bekommen diese Geschichte zum einen aus der Perpektive von Jen – der Protagonistin – erzählt und dann im Wechsel von Aiden – der künstlichen Intelligenz, die Jen trainiert. Später folgen noch zwei weitere Charaktere, die ebenfalls zu Wort kommen werden. Dabei versteht es der Autor exezellt, ein Tempo aufzubauen, das den Leser praktisch ans Buch fesselt. Mal längere Passagen aus einer Sicht, dann wieder kurze, schnelle Episoden im Wechsel. Ich muss zugeben, dass ich auf den ersten Seiten noch dachte: Wo bin ich denn hier gelandet? Aber mit jedem Satz konnten mich die beiden Charaktere mehr in ihren Bann ziehen. Dabei ist es auch gelungen, die unterschiedlichen Welten der beiden darzustellen. So sieht Aiden alles etwas nüchterner, während Jen in ihren Emotionen zerfließt. Es ist schon länger her, dass für mich der Erzählstil so begeistern konnte bei einem Buch.

Wenn ich mich zwischen Jen und Aiden entscheiden müsste, würde mir das wirklich schwerfallen, weil beide ihre liebenswerten Seiten haben, die mich letztendlich überzeugen konnten. Jeder, der schon mal Liebeskummer hatte, kann sich mit Jen identifizieren und sich so perfekt in sie hineinversetzen. Teilweise kommt sie etwas weinerlich daher und wenig lösungsorientiert, weshalb ich hier einen halben Stern abziehe. Aiden konnte mich deshalb vielleicht noch einen Hauch mehr überzeugen, weil er versteckte Talente vorweist und in manchen Passagen menschlicher wirkt als seine Trainerin. So hat er beispielsweise einen Lieblingsfilm (auch noch einen romantischen) und kann sich auch sonst erschreckend genau vorstellen, was Jen gerade bewegt.

Die Nebencharaktere sind überschaubar und halten sich eher im Hintergrund, was ich persönlich super finde, weil so der Fokus wirklich auf den Protatgonisten liegt.

Das Thema an sich (künstliche Intelligenzen und wie sehr greifen unsere Smartphones/das Internet/Social Media in unsere Leben ein) fand ich megaspannend. Wie schon erwähnt, wurde die Dynamik an sich noch mit den teils raschen Perspektivwechseln gekrönt. Ich musste mir im nachhinein eingestehen, dass ich in Zukunft vielleicht doch etwas sensibler mit dem Thema umgehen werde, denn mal ganz ehrlich: So weit in der Zukunft liegt das Ganze nicht mehr. Für mich hat der Autor einen gelungenen Spagat zwischen Roman im Sinne von Unterhaltung und Sachbuch im Sinne von Aufklärung hingelegt. Ich wurde bestens unterhalten, aber habe auch Neues dazugelernt und für mich ein Fazit ziehen können.

An dieser Stelle soll noch gesagt sein, dass sowohl das Cover als auch der Titel auf einen Liebesroman hindeuten. Für einen Liebesroman waren mir hier teilweise zu wenige Emotionen im Spiel. Da hatte ich eindeutig mehr erwartet. Nichtsdestotrotz ist das Buch absolut gelungen und ein toller Unterhaltungsroman, der Suchtpotential enthält. Wer sich auf das Thema und besonders den Schreibstil einlassen kann, sollte viele spannende, humorvolle und auch informative Lesestunden erleben können. Ich kann euch Jen und Aiden nur ans Herz legen.

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16 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

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Wenn’s weiter nichts ist

Allison Pearson , Jörn Ingwersen
Fester Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Wunderraum, 16.04.2018
ISBN 9783336547692
Genre: Humor

Rezension:

Ein wunderbar geschriebener Roman, der sich mit dem eigenen Ich beschäftigt und den Leser in die chaotische Welt der Kate Reddy entführt – ein gelungener Mix aus Emotionen, Ernhaftigkeit und Humor.

Zunächst noch eine Info vorab: Der Roman ist die Fortsetzung von „Working Mom“ aus dem Jahr 2004. Zunächst war ich etwas skeptisch, weil ich diesen Roman nicht kenne und befürchtet habe, dass mich die Autorin abhängen könnte. Dem ist aber zu keinem Zeitpunkt so gewesen. Es werden immer wieder dezent Hinweise gestreut, was bisher geschehen ist und so lassen sich diese beiden Geschichten komplett unabhängig voneinander lesen, was ich absolut toll finde.

Wir bekommen diese herrlich erfrischende Story direkt aus Sicht der Protagonistin Kate erzählt und mal ganz ehrlich – welche Perspektive wäre da sonst denkbar? Es ist ihr Leben, in das wir kopfüber ab der ersten Seite an eintauchen dürfen. Was ich besonders gelungen finde, ist die Tagebuch-Erzählweise. Wir finden uns zu jedem Zeitpunkt innerhalb der Geschehnisse zurecht, weil die Autorin stets dafür sorgt, dass die Überschrift Auskunft über das Wann und/oder Wo gibt. Ich mag solche Bücher wahnsinnig gerne und habe mich deshalb mit dieser Lektüre auch besonders wohlgefühlt.

Mit der Protagonistin Kate hat die Autorin einen Charakter erschaffen, der so viel leisten muss, dass ich zunächst befürchtet habe, dass sie unmenschlich, bzw. nicht authentisch erscheinen kann. Aber ich wurde schon im ersten Kapitel eines besseren belehrt, denn Kate ist einfach so – sie packt die Dinge an und erledigt sie. Ob sie dabei auf der Strecke bleibt, ist ihr egal. Und wozu gibt es To-do-Listen? Dabei verliert sie aber nie ihre lebenfrohe und humorvolle Seite. Es macht einfach Freude, in ihr Leben und das damit verbundene Chaos einzutauchen. Ich glaube, sie wirkt so echt, weil sie eine Balnance zwischen Ernsthaftigkeit und Spaß gefunden hat. Kate konnte mich fast rundum überzeugen, lediglich manchmal hätte ich mir gewünscht, dass sie doch mehr auf ihrer eigenen Meinung beharrt, aber sonst wäre wohl der Plott nicht aufgegangen.

Auch die Nebencharaktere sind so authtisch gestaltet, dass man die Familie Reddy eigentlich gerne mal persönlich kennenlernen würde. Obwohl sich die Autorin bei der Gestaltung der Kinder einiger Klischees und Stereotypen bedient hat, ist doch jeder Charakter auch ein Individuum. Es gibt niemanden, den ich nicht leiden konnte – und wenn, dann war es zu diesem Zeitpunkt so gewollt.

Obwohl das Buch mit seinen über 600 Seiten wirklich dick ist, ist die Story nur so dahingeflogen. Ich wollte die Lektüre teilweise gar nicht aus der Hand legen, weil immer wieder etwas passiert ist, was den Leser bei der Stange gehalten hat. Irgendwann war man selbst so im Familienbund integriert, dass ohnehin wissen wollte, was nun als nächstes geschieht. Spannend, packend und wirklich gut durchdacht.

Ich kann für jede Altersgruppe eine Leseempfehlung aussprechen, da die Geschichte zeitlos ist. Man kann sich mit der fast fünfzigjährigen Kate ebenso identifizieren wie mit ihren Kindern oder den Schwiegereltern. Die Autorin lädt den Leser zu einer Reise ein, die man meiner Meinung nach unbedingt antreten sollte!


4,5 Sterne

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(81)

142 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 45 Rezensionen

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Die Duftapotheke - Ein Geheimnis liegt in der Luft

Anna Ruhe , Claudia Carls
Fester Einband: 264 Seiten
Erschienen bei Arena, 19.01.2018
ISBN 9783401603087
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Mit diesem magischen ersten Teil legt uns die Autorin Anna Ruhe eine spannende Geschichte über Freundschaft und Zusammenhalt vor, die einfach Lust auf mehr macht und nicht nur für die Zielgruppe von 10-12 Jahren geeignet ist.

Wir bekommen diese tolle Geschichte aus Sicht der Protagonistin Luzie erzählt, die in klassische Kapitel unterteilt ist, aber durch fantastische Illustrationen aufgewertet wird. Ich habe schon auf den ersten Seiten gestaunt und finde, dass sie das magische Gefühl, das schon vom liebevoll sowie aufwändig gestalteten Cover ausgeht, absolut unterstreichen. Der Schreibstil der Autorin ist so flüssig, dass man das Buch am liebsten in einem Rutsch weglesen möchte, da hier definitiv das Syndrom des Nur-noch-ein-Kapitel-Lesens zutrifft. Sprachlich für die Zielgruppe gehalten, aber dafür umso bildgewaltiger in den Beschreibungen. Hier kann man auf jeden Fall die Magie spüren.

Luzie hat mir als Protagonistin sehr gut gefallen, weil sie stark ist und für ihre Familie sowie Freunde einsteht. Dabei ist sie aber so authentisch, dass man sich wünscht, selbst so eine Freundin wie sie zu haben. Ich konnte mich aufgrund der Charaktere komplett in die Geschichte fallen lassen, weil sie vor meinem inneren Auge förmlich real geworden sind. Das liegt noch nicht mal unbedingt an den Beschreibungen, sondern viel mehr an der Art, wie sie Dinge angehen. Luzie zeigt zwischendurch immer mal wieder Schwäche, was dem Leser vor Augen führt, dass sie eben nicht nur einem Buch entsprungen ist, sondern auch echt ist – ein Mensch ist.

Der kleine Bruder Benno ist schlichtweg Zucker. Er ist der Faktor, der – vermutlich – der älteren Leserschaft ein Lächeln auf die Lippen zaubert und den Leserinnen der Zielgruppe einen Aha-Effekt vermittel. Denn jeder, der einen kleinen Bruder hat, der früher immer überall mit dabei sein musste, weiß, womit Luzie sich herumschlagen muss. Mit dem Nachbarsjungen Mats ist der Autorin eine perfekte Ergänzung zu Luzie gelungen, denn sie treiben sich gegenseitig an und stehen füreinander ein, wenn es brenzlig wird. Ein großes Lob an das Charakterdesign.

Was mich am meisten beeindruckt hat, ist das Setting. Ich konnte mich tatsächlich in die alte Villa hineinversetzen und habe förmlich die tausend Gerüche der Duftapotheke wahrnehmen können, während ich gelesen habe. Das hat für mich das magische Feeling ausgemacht, das die Autorin meiner Meinung nach vermitteln wollte. Und das ist auch der Grund, warum ich am liebsten sofort Teil zwei lesen möchte.

Auch die Spannung kommt hier nicht zu kurz, denn die drei Freunde müssen sich auf ein Abenteuer einlassen, dass sie teilweise an ihre (kindlichen) Grenzen bringt. Es gibt viel zu entdecken und interessante Wendungen. Dabei ist die Story selbst für einen Erwachsenen nicht komplett vorhersehbar und hält die ein oder andere Überraschung parat. Wirklich sehr gelungen.

Insgesamt hat hier alles für mich gepasst und das Konzept von Anna Ruhe geht auf – Freundschaft, Abenteuer, Magie. Drei wichtige Eigenschaften in einer Lektüre vereint. Perfekt.

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(41)

67 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 40 Rezensionen

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Robin - High in the Sky

Charlotte Taylor
E-Buch Text
Erschienen bei Independently published, 01.06.2018
ISBN B07D2J8Z4B
Genre: Romane

Rezension:

Mit „Robin – High in the Sky“ legt uns Charlotte Taylor ihren neuesten Roman vor, der eine Auskopplung aus der beliebten „Millionairs Club“-Reihe ist und bei mir auf jeder Ebene voll ins Schwarze getroffen hat. Humor, Mitgefühl, Freundschaft, Liebe, Verlust, Verrat und Glück – all diese und noch viel mehr Emotionen bekommen wir während dieser packenden Geschichte geboten.

Wir bekommen das Geschehen abwechselnd aus Sicht von Robin und Sky nähergebracht, wobei der Erzählstil in der dritten Person gehalten ist. Das hat den Vorteil, dass der Leser immer direkt dabei ist, egal, was passiert. Oder wo die Handlung gerade stattfindet. Der Schreibstil ist wie gewohnt locker-flockig. Es gibt einige lustige Passagen, die den ein oder anderen Schmunzler entlocken, aber auch genauso viele ernste Stellen, wo Charlotte Taylor stets die richtigen Worte finde, um die passenden Emotionen beim Leser hervorzurufen. Ein wahres Wechselbad der Gefühle, ganz großes Kino!

Ich habe mich besonders in Robin verliebt, weil sie eine toughe Frau ist, die aber auch eine sanfte Seite hat. Sie ist der wortwörtliche harte Kern mit der weichen Schale. Für mich hat bei ihr einfach alles gestimmt. Durch ihre eigenen Defizite hat sie nur umso menschlicher gewirkt und bei mir die volle Punktzahl im Sympathie-Bereich abgeräumt. Robin ist ein Allround-Paket, das einfach überzeugt.

Sky ist der Hottie der Geschichte, aber auch er weicht von der Norm ab und ist vor allem eins: liebevoll. Egal, was er tut, er nimmt immer Rücksicht, ist stets zuvorkommend und absolut loyal. Dabei soll man aber nicht denken, dass er ein Weichei ist. Oh nein! Sky kann einem zeigen, wo der Hammer hängt (eventuelle Wortspiele sind an dieser Stelle gewollt).

Die Nebencharaktere sind einfach Zucker, weil wir sie schon aus den Millionaires Club-Romanen kennen. So erfahren wir beispielsweise, was mit Luci, Ian, Kendra oder auch Rosalynd im Laufe der Zeit geschehen ist. Sie entwickeln sich weiter und ich habe das nur zu gerne verfolgt. Aber auch wenn man die Romane nicht kennt, kommt man spielend leicht in die Geschichte hinein, weil die Autorin immer in wenigen Worten eine dezente Erklärung abgibt. Also die perfekte Lektüre für Unwissende und aber auch für Hardcore-Fans.

Die Geschichte an sich hat mich einfach umgehauen. Ich habe an den Zeilen geklebt (okay, ich gebe es zu, auf den ersten 15 % des Buchs musste ich erst mal reinkommen, aber das sehe ich eher als normal an) und die Worte praktisch aufgesaugt. Wenn man denkt, dass die beiden endlich mal eine Hürde überwunden haben, kommt sicher schon die nächste. Und nicht vergessen: Da gibt es ja auch noch so etwas wie das Schicksal, das einem immer mies mitspielt. Robin und Sky haben es nicht leicht, aber sind wir mal ehrlich – so ist das Leben.

Für mich eins meiner persönliches Jahreshighlights bisher, weil das für mich eine perfekte Geschichte war. Die Mischung macht es und Charlotte Taylor hat in diesem Roman schlichtweg die richtigen Zutaten in der richtigen Dosis in den Story-Zauberkessel geworfen. Danke, dass ich dieses Abenteuer zwischen Afrika und Amerika, zwischen Liebe und Freundschaft, zwischen Leid und Glück erleben durfte.

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(28)

61 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 24 Rezensionen

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Die Banner von Haven

Carrie Vaughn , Gesine Schröder
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Arctis Verlag, 09.02.2018
ISBN 9783038800088
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Mit „Die Banner von Haven“ legt uns die Autorin eine spannende Ermittlungs-Story mit dystopischem Setting vor, die mich stellenweise in ihren Bann ziehen konnte. Interessante Charaktere treffen auf eine Ermittlung, die mehr neue Fragen aufwirft, als sie beantwortet.

Geschrieben ist die Geschichte aus Sicht der Protagonistin Enid. Wir begleiten sie dabei gleich auf zwei Wegen, denn immer im Wechsel bekomme wir ein Kapitel aus der Gegenwart erzählt und dann wieder eins aus der Vergangenheit. Das hat den Vorteil, dass wir zum einen Enids Motive und Motivation verstehen, zum anderen aber auch die dystopische Welt ein Stück nähergebracht bekommen, denn die Gegenwarts-Passagen sind recht auf die Investigation beschränkt, während wir es in der Vergangenheit mehr um das Entdecken der Welt geht. Den Schreibstil der Autorin würde ich eher als locker-flockig beschreiben, die Seiten fliegen nur so dahin, wobei ich sagen muss, dass es dann auch wieder Abschnitte gibt, die sehr poetisch und teilweise sogar melancholisch anmuten.

Enid hat mir als Protagonstin insgesamt gut gefallen, komplett sympathisch ist sie mir im Verlauf der Story leider nicht geworden, obwohl wir uns Kapitel für Kapitel ein solideres Bild machen konnten, warum sie letztlich zu dem geworden ist, was sie nun ist. Sie ist starkt, geht ihren Weg und hält an ihren Prinzipien fest. Dann ist sie aber auch wieder sehr hart, engstirnig, ungeduldig und emotional (sie wird von einer Art unbändiger Wut getrieben). Das macht sie natürlich menschlich, man kann sich mit identifizieren. Allerdings konnte ich nicht komplett ergründen, woher beispielsweise ihre Wut auf die Menschen kommt. Das ist schade, weil es die Geschichte für mich nicht ganz rund macht und Fragen offen lässt.

Die Nebencharaktere waren wirklich überaus gelungen. Jeder hat solide seine Rolle gespielt, hat Sympathien geweckt, wenn er es sollte, oder sich eben auch in das Bildnis des Bösewichts eingefügt, wenn es notwendig war. Insgesamt war das Charakterdesign dieses Romans durchdacht und die Autorin führt den Leser langsam an die vielen Namen heran, die einem im Verlauf der Geshichte begegnen. Dafür möchte ich ein Lob aussprechen.

Die Spannung war eigentlich durchgängig vorhanden, bis auf einige Passagen im mittleren Gegenwarts-Teil. Hier hätte man die Geschichte vielleicht etwas dynamischer gestalten müssen, wobei sie insgesamt durch die Zeitwechsel sehr dynamisch war. Beide Handlungsstränge haben wunderbar ineinander gegriffen und die Spannung beim Lesen immens gesteigert. Auch die Investigation an sich war interessant zu verfolgen. Ich habe mich stellenweise dabei ertappt, wie ich selbst ermittelt habe und raten wollte, wer nun was getan hat.

Mein eigentlicher Kritikpunkt – wenn man ihn denn so nennen möchte – geht dahin, dass ich mir eigentlich eine Dystopie erhofft hatte, aber einen Krimi mit dystopischem Setting erhalten habe. Das ist erst mal nichts Negatives, denn die Welt, die die Autorin hier beschreibt, hat mich zum Nachdenken angeregt und mich schon von der ersten Seit an abgeholt. Trotzdem wurden meine Erwartungen eben nicht gänzlich erfüllt. Wer Krimis mag, bei denen die Ermittlungsarbeit im Vordergrund steht, liegt bei diesem Buch genau richtig. Spannend, emotional und überraschend.

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(295)

598 Bibliotheken, 18 Leser, 1 Gruppe, 138 Rezensionen

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One of Us Is Lying

Karen M. McManus , Anja Galić
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei cbj, 26.02.2018
ISBN 9783570165126
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Mit diesem spannenden Jugendbuch hat die Autorin bei mir voll ins Schwarze getroffen, da nicht nur die Charaktere wirklich gelungen sind, sondern auch noch jede Menge Dynamik erzeugt wird.

Die erste Besonderheit hier ist wohl der Erzählstil. Die Perspektive wechselt sich immer wieder zwischen den vier Protagonisten ab und sorgt so dafür, dass man als Leser stets am Ball bleiben möchte. Denn so werden die Emotionen nicht nur aus einer Sicht dargestellt, sondern meist gleich aus mehreren, was den Vorteil hat, dass wir die Personen auch tatsächlich kennenlernen. Nicht immer ist das, was man vermutet richtig. So ist Nate beispielsweise der Bad Boy, wenn man ihn aus Sicht von Addy oder Cooper betrachtet. Schlüpft man aber in seine Innenansicht, dann wird schnell klar, was sich hinter seiner Fassade tatsächlich verbirgt. Diese gelungene Darstellung hat dafür gesorgt, dass nicht nur die Charaktere wirklich authentisch sind, sondern auch eine gewisse Sucht entsteht, weiterlesen zu müssen.

Bei den vier Protagonisten könnte ich gar nicht sagen, wen ich am meisten in mein Herz geschlossen habe. Jeder hat sein Päckchen zu tragen und weckt so gewisse Sympathien beim Leser. Auch die Entwicklung der einzelnen Personen ist teilweise gewaltig. Besonders Addy macht wohl die größte Wandlung durch und hat sich damit auch meinen Respekt verdient, obwohl ich sagen muss, dass mein geheimer Favorit wohl Bronwyn ist, weil ich mich mit dem Superhirn am meisten identifizieren kann.

Auch die Nebencharaktere haben ein tolles Charakterdesign erfahren dürfen und kommen durchweg authentisch rüber. Man mag, wen man mögen soll, und findet unsympathisch, wen man unsympathisch finden soll. Hier muss ich ein großes Kompliment an die Autorin aussprechen, denn das ist ihr wirklich gelungen.

Mein kleiner Punktabzug geht an die Spannung. Ja, klingt komisch, weil ich das Buch insgesamt eigentlich megaspannend finde, aber in der Mitte passiert teilweise zu wenig, um letztendlich perfekt zu sein. Hier hätte ich mir noch ein bisschen mehr gewünscht. Dabei ist das überhaupt nicht respektierlich gemeint, denn die Dynamik ist im vorderen Teil vorhanden und überschlägt sich am Ende.

Das Thema an sich hat mich sehr nachdenklich gestimmt, denn wer hat nicht schon einmal Mobbing an Schulen erfahren müssen? Das ganze per App zu tun (auch wenn es unter dem Deckmantel der Aufdeckung von Geheimnissen läuft), sodass es auch wirklich jeder mitbekommen kann, wenn gewünscht, das ist noch mal eine Stufe härter, als es zu meiner Zeit früher war. Daher kann ich mich gut in die vier Protagonisten hineinversetzen und mir annähernd vorstellen, was sie durchmachen müssen.

Für mich ein spannendes Buch, das absolut halten kann, was es verspricht. Ein perfider Plot, der am Ende in einem Feuerwerk aufgeht, Charaktere, die Sympathien wecken, und ein Setting, das einem die Idylle einer Kleinstadt vorgaukelt, die an vielen Stellen nicht so unschuldig ist, wie sie es vorgibt, zu sein …


4,5 Sterne

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63 Bibliotheken, 0 Leser, 3 Gruppen, 51 Rezensionen

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Ocean City - Jede Sekunde zählt

R. T. Acron
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 09.03.2018
ISBN 9783423761994
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Der Auftakt einer neuen Kinder-/Jugendbuch-Trilogie, der es in sich hat: Rasant, packend erzählt und Charaktere, die man einfach in sein Herz schließen muss.

Zunächst sei gesagt, dass ich auf dieses Buch aufgrund des Covers aufmerksam geworden bin. Die Farben haben mich magisch angezogen und der Klappentext hat mich dann vollends überzeugt, dass ich diese Story unbedingt lesen muss – und ich bin froh darüber!

Hinter dem Pseudonym verbergen sich gleich zwei bekannte und überaus erfolgreiche Kinder-/Jugendbuchautoren und zwar Frank Maria Reifenberg und Christian Tielmann. Durch den dynamischen Erzählstil, den die beiden mit wechselnden Perspektiven erzeugen, sodass man immer direkt vor Ort ist und in die Köpfe verschiedener Akteure blicken kann, fliegen die Seiten nur so dahin. Ocean City ist praktisch vor meinem inneren Auge entstanden und ich konnte vollkommen eintauchen in diese Welt, in der man mit seiner Zeit für Güter bezahlen muss. Hierbei gehen die Autoren sehr gut vor, denn sie streuen immer wieder Informationen ein, sodass der Leser zu Anfang nicht überladen wird. Meinen einzigen kleinen Kritikpunkt muss ich aber auch gleich anbringen, denn ich hätte mir noch ein bisschen Hintergrundwissen zur Welt außerhalb der schwimmenden Stadt erhofft. Hier bleibt der Leser etwas im Dunkeln, was mich persönlich nachdenklich gestimmt hat, aber vermutlich wird dieses Thema dann in einem der Folgebände thematisiert.

Jackson ist ein überaus sympathischer Charakter, den ich schon auf der ersten Seite mochte. Er ist wirklich sehr facettenreich und im empfohlenen Lesealter, was es den Angesprochenen leicht macht, sich in seine Lage zu versetzen. Aber auch ich als Erwachsene konnte einen sehr guten Zugang zu ihm finden, da er viele Charakterzüge mitbringt, die einfach liebenswert sind. So ist Jackson beispielsweise absolut loyal, ein Familienmensch, für seine Freunde würde er alles tun. Mut und Intelligenz kommen da noch hinzu.

Aber auch die Nebencharaktere sind super ausgearbeitet, denn hier findet man sofort sympathisch, wen man sympathisch finden soll, und hat sofort eine Abneigung gegen die „Bösen“. Aber auch einige Überraschungen werden hier parat gehalten, sodass ich teilweise wirklich überrascht. Besonders Crockie ist so ein Typ, der einfach nur genial ausgearbeitet wurde, weil er einfach anders ist und man sofort merkt, dass eine rebellische Seit in ihm steckt.

Die Spannung ist durchweg vorhanden, weil es hier wirklich Schlag auf Schlag geht. Den armen Jungs wird praktisch keine Verschnaufpause vergönnt und so muss auch der Leser immer wieder umblättern, da ein Weglegen des Buches einfach nicht möglich ist. Hier ein großes Kompliment an die Autoren, die es absolut verstehen, Twists und Cliffhanger einzubauen!

Von der Thematik her habe ich erst wenige Bücher gelesen, bei denen es darum ging, mit Zeit zu bezahlen. Gerade der philosophische Ansatz interessiert mich hier aber sehr, denn was ist denn wirklich das wichtigste Gut in unserem Leben? Geld oder Zeit? In diesem Buch wird das Thema überaus gut dargestellt und teilweise sogar so gut in die Geschichte eingeflochten, dass man erst später wieder darüber nachdenkt, was sich nun jemand leisten oder eben nicht leisten kann, weil er einer bestimmten Gruppe von Menschen angehört.

Bei diesem Auftakt hat für mich praktisch alles gepasst: Vielschichtige und überaus spannende Charaktere, ein mehr als interessantes Setting, eine durchdachte und perfide ausgearbeitete Storyline und jede Menge Spannung, Action und Überraschungen. Ich freue mich schon sehr auf den Folgeband und würde am liebsten direkt weiterlesen!


4,5 Sterne

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423 Bibliotheken, 12 Leser, 1 Gruppe, 41 Rezensionen

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Magisterium - Der Weg ins Labyrinth

Cassandra Clare , Holly Black , Anne Brauner
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei ONE, 12.08.2016
ISBN 9783846600344
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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568 Bibliotheken, 14 Leser, 2 Gruppen, 193 Rezensionen

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Silberschwingen - Erbin des Lichts

Emily Bold , Carolin Liepins
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Planet! in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 13.02.2018
ISBN 9783522505772
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Mit „Silberschwingen: Erbin des Lichts“ legt uns Emily Bold den ersten Teil ihrer neuen Romantasy-Reihe vor, der mich nach minimalen Einstiegsschwierigkeiten vollends in seinen Bann ziehen konnte und nach mehr verlangt. Liebe Emily, wie kannst du bitte an dieser Stelle aufhören?!

Die erste Besonderheit gibt es schon bei der Wahl der Perspektive zu erwähnen. Während meist sowohl aus der Sicht der weiblichen als auch des männlichen Protas geschrieben wird, haben wir es bei Thorn mit der Ich-Perspektive zu tun, währened Lucien nur durch einen allwissenden Erzähler zu Wort kommt. Diese Ausführung fand ich sehr interessant und habe auch eine Weile darüber nachgedacht, warum die Autorin sich dazu entschieden hat. Ich bin dann zu dem Fazit gekommen, dass Lucien zwar eine wichtige rolle in diesem spannenden Szenario spielt, es aber Thorns Geschichte ist und wir einen direkten Zugang zu ihren Gedanken erhalten sollten. Das ist meiner Meinung nach sehr gelungen, weil Thorn viele Dinge mit sich selbst ausmachen muss – was absolut verständlich ist, wenn man ihre Gesamtsituation vor Augen hat.

Besonders gut haben mir die Beschreibungen Londons gefallen, so hat man die Stadt auch ein Stückweit kennenlernen dürfen, was meine Sehnsucht nach einem Besuch nur noch verstärkt hat. Man hat London wirklich aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten dürfen und konnte generell in den Settings wirklich aufgehen, sich sprichwörtlich hineinfallen lassen. Hier ein großes Lob von mir an die Autorin, für die Erschaffung dieser unglaublich tollen Atmosphäre.

Thorn ist eine absolute Kämpfernatur. Das wird schon auf den ersten Seiten klar und verstärkt sich im Verlauf der Geschichte immer mehr. Sie wird sehr menschlich dargestellt und nicht als übermächtige Heldin, die jede Situation meistern kann. Sie gesteht sich auch mal Schwächen ein und bittet um Hilfe. Das macht sie nicht nur verletztlich, sondern auch überaus sympathisch und authentisch. Das ist auch der Grund, warum ich mit Thorn von Anfang an mitfiebern konnte.

Die Nebencharaktere haben mir zum größten Teil gefallen. Lucien ist sehr gut dargestellt worden und verdient ein Lob. Ein wenig schade fand ich, dass wir die Freundinnen von Thorn nicht besser kennenlernen durften. Sie sind wirklich blass geblieben und so hat mir ein Teil von Thorns Privatleben gefehlt. Hier hätte man noch ein paar Details einfließen lassen können, um sie plastischer zu machen, aber das ist mein persönlicher Geschmack.

Ein weiterer kleiner Kritikpunkt (wirklich nur ein kleiner) geht an die Spannungskurve. Die letzten 300 Seiten waren so spannend, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen mochte, aber der Einstieg war dafür ein wenig „zäh“. Ich habe eine Weile gebraucht, bis sich die Stimmung so richtig auf mich übertragen hat. Hier waren manche Vorzeichen vielleicht ein wenig zu vorhersehbar. Es war jetzt nicht so, dass ich mich gelangweilt hätte, das nicht, aber es hätte durchaus ein wenig flüssiger sein können.

Die Thematik der Silberschwingen wird etappenweise eingeführt und man kommt als Neuling in diesem Bereich sehr gut mit. So konnte ich mich auf den Fantasyaspekt der Story einlassen und dann auch komplett darin versinken.

Ein toller erster Teil, der mit einem bösen Cliffhanger endet und förmlich nach MEHR schreit. Bitte lasst uns nicht so lange auf Teil 2 warten!

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98 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 44 Rezensionen

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Königreich der Träume - Sequenz 1: Die schlafende Prinzessin

I. Reen Bow
E-Buch Text: 95 Seiten
Erschienen bei null, 25.02.2018
ISBN B079SDSY4J
Genre: Fantasy

Rezension:

Mit „Sequenz 1 – Die schlafende Prinzessin“ legt uns die Autorin den Auftakt zu diesem neuen, siebenteiligen Serial vor, das im zweimonatigen Rhythmus erscheinen wird.

Wir bekommen diese Story aus Sicht der Protagonistin Blair erzählt, was den Vorteil hat, dass wir ihre Amnesie hautnah miterleben können. So können wir wie sie diese Welt entdecken, die auf der einen Seite voller Magie scheint, aber auch der schlimmste Albtraum überhaupt sein kann. Mir hat die Perspektive sehr gut gefallen, weil so meiner Meinung nach die Spannung noch gestiegen ist und ich mich so voll und ganz auf die Geschichte einlassen konnte. Der Schreibstil an sich ist schön flüssig, sodass man die Episode quasi in einem Rutsch weglesen kann.

Jessica hat mir als Protagonistin sehr gut gefallen, weil sie zwar unter Gedächtnisverlust leidet, aber sehr tough ist. Sie lässt sich nicht unterkriegen und steht ihre Frau, um es mal so zu sagen. Bei mir hat sie einige Sympathien wecken können, allerdings hat mir hier noch das gewisse Etwas gefehlt. Vielleicht liegt das aber auch daran, dass sie eben noch nicht alle Ecken ihrer Persönlichkeit kennt.

Dave gibt einen super Helden der Story ab und man muss ihn einfach mögen. Er ist von Anfang an authentisch und mindestens ebenso sympathisch. Die restlichen Nebencharaktere sind überschaubar, was ich persönlich gut finde.

Ab der zweiten Hälfte wird es richtig spannend und man kann sehr gut mitfiebern. Allerdings hatte ich irgendwie ein bisschen Startschwierigkeiten mit der Story und konnte die Welt außerhalb des „Königreichs“ nicht so ganz für mich einordnen. Wann ist es? Wo ist es? Wie muss ich mir die Umgebung vorstellen? Vermutlich wird das für den weiteren Verlauf gar keine Rolle spielen, aber hier ist man sehr auf seine Fantasie angewiesen.

Insgesamt ein guter Start in das Serial, der Lust auf weitere Sequenzen macht. Nicht auch zuletzt, weil es mit einem Megacliffhanger endet, aber das habe ich mir irgendwie schon gedacht – böse Autorin! ;-)

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(46)

81 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 38 Rezensionen

action, erwartungen, familie, flotte handlung, freundschaft, geheimagent, geheimagenten, im zeichen des schwarzen engels, liebe, luke, reagan, romantik, romantisch, schule, spannung

Black-Angel-Chroniken - Im Zeichen des schwarzen Engels

Kristen Orlando , Gisela Schmitt
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 02.01.2018
ISBN 9783959671675
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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(2.135)

3.684 Bibliotheken, 121 Leser, 8 Gruppen, 248 Rezensionen

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Opal - Schattenglanz

Jennifer L. Armentrout , Anja Malich
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 24.04.2015
ISBN 9783551583338
Genre: Jugendbuch

Rezension:

„Opal – Schattenglanz“ ist der dritte Band der Katy & Deamon-Reihe von Jennifer L. Armentrout. Auch dieses Buch konnte mich vollkommen überzeugen, obwohl hier von der Story her deutlich weniger passiert ist als in den beiden Vorgängern.

Wie schon gewohnt ist auch dieses Mal Katy die Erzählerin der Geschichte und bietet und wieder einen Einblick in ihre Gedanken- und Gefühlswelt. Für mich war dieser Band viel emotionaler, weil sich auch die Emotionen bei den Protagonisten gefestigt haben. Die Empfindungen und das ganze Denken ist erwachsener geworden und das merkt man auch am Schreibstil. Die Ausführungen wurden intensiviert, was leider aber auch zur Folge hatte, dass man an manchen Stellen das Gefühl hatte, die Autorin wollte uns hier ein besonders genaues Bild der Situation zeichnen.

Nach dem letzten Band hatte ich eigentlich gedacht, dass sich Katy nicht mehr viel weiterentwickeln könnte, da sie ja schon so einiges einstecken musste, aber mit „Opal“ hat Frau Amentrout noch mal eine Schippe draufgelegt. Die Protagonistin wächst mal wieder über sich hinaus, muss sich aber auch ihre Sterblichkeit und Schwächen eingestehen, was sie nur umso sympathischer macht. Auch Deamon hat dazugelernt und kommt nicht mehr ganz so arschig daher, was ich positiv empfunden habe. Ja, Badboys sind in und toll, aber irgendwo ist dann auch mal eine Grenze, die man nicht überschreiten sollte und Deamon hat in meinen Augen genau rechtzeitig die Kurve bekommen.

Was angenehm war, war, dass fast keine neuen Personen hinzugekommen sind. Man konnte sich voll und ganz auf die Ereignisse und die eigentliche Mission konzentrieren und musste seine Ernergien nicht darauf verschwenden, neue Charaktere zu erforschen. Ganz nebenbei gab es auch in diesem Band nämlich wieder einige Wendungen bei der Entwicklung mancher Personen, die man so nicht vorhersehen konnte.

Die Hintergrundstory ist etwas eingeschlafen. Eigentlich dreht sich das ganze Buch nur um ein Thema und das wird sehr detailliert dargestellt, sodass es praktisch nichts Neues über die Aliens zu berichten gibt. Für mich war das in Ordnung, weil die Autorin den Fokus der Geschichte spannend dargestellt hat und ich auch dieses Buch innerhalb von zwei Tagen weggesuchtet habe. Ich hoffe allerdings, dass ich im nächsten Band ein paar neue Einblicke bekommen werde und es vielleicht doch noch ein paar interessante Fakten zu entdecken gibt.

Die Lovestory zwischen Katy und Deamon erreicht in „Opal“ einen neuen Höhepunkt und ist trotz ihrer Intensität nicht schmalzig gewesen. Ich konnte die tiefen Gefühle nachempfinden und mich auch ein Stück weit aus dem Alltag entführen lassen.

Insgesamt ein solider dritter Band, der mit einem megakrassen Cliffhanger ein Ende findet. Ich bin wirklich froh, dass ich so lange mit der Serie gewartet habe und nun alle am Stück lesen kann!

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(24)

64 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 13 Rezensionen

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Bloody Weekend

M.A. Bennett , Sonja Häußler
Fester Einband: 344 Seiten
Erschienen bei Arena, 02.02.2018
ISBN 9783401603995
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Da ich mich schon seit der Frankfurter Buchmesse auf dieses Werk hier gefreut habe, waren die Erwartungen sehr hoch. Glücklicherweise wurden sie zum größten Teil erfüllt, sodass ich diesen Pageturner an einem Wochenende verschlungen habe. Tolles Setting, spannender Schreibstil, außergewöhnliche Charaktere – hier passt (beinah) alles.

Wir bekommen diese packende Geschichte aus Sicht der Protagonistin Greer erzählt und ich könnte mir niemand besseren Vorstellen, der als Erzähler auftreten könnte, denn Greer ist so herrlich nüchtern, dass man praktisch unvoreingenommen an die Story herantreten kann. Theoretisch hätte uns jeder erzählen können, was an diesem Wochenende passiert ist und doch ist es so wichtig, die Worte aus dem Mund von Greer zu hören. Generell hat mich der Schreibstil sehr gefesselt und dafür gesorgt, dass ich die erste Hälfte in einem Rutsch gelesen habe. Ich glaube, dass es die Beschreibungen der Umgebung waren, die mich am meisten interessiert haben. Longcross ist praktisch vor meinem inneren Auge zum Leben erwacht und konnte mich richtig begeistern.

Am schwersten habe ich mich mit der Protagonistin getan. Ich weiß nicht mal genau, warum. Lange habe ich darüber nachgedacht und kam dann zu dem Schluss, dass es an der Abwesenheit von Gefühlen liegt. Gerade diese Nüchternheit beim Erzählstil – die mir eigentlich imponiert – macht es mir unmöglich, einen Zugang zu Greer zu bekommen. Bei so einer packenden und auch wirklich nachdenklich machenden Geschichte möchte man ja mit den Charakteren mitfühlen, sich in sie hineinversetzen und mit ihnen lachen/weinen/schreien. Bei den Nebencharakteren hat das auch super geklappt, nur in Greer konnte ich mich einfach nicht hineinversetzen. Am Anfang dachte ich, dass sie einfach nur zynisch ist und vor dem Leben resigniert hat. Das muss man aber im Verlauf der Story revidieren. Sie lässt mich einfach ein Stückweit ratlos zurück.

Die Nebencharaktere sind super gelungen. Jeder hat seine Rolle zu spielen und bei den meisten kann man erst mal gar nicht so recht hinter die Fassade schauen, was ich als überaus gelungen empfunden habe. Diese Tatsache unterstützt das Katz-und-Maus-Spiel nur noch mehr und man weiß überhaupt nicht, wem man vertrauen kann und wem eben nicht. Wer ist Freund? Wer ist Feind? Wer verhält sich eher neutral? Gibt es überhaupt ein neutral oder muss man sich für eine Seite des Spiels entscheiden?

Der zweite Punkt, der mich etwas gestört hat, ist die Tatsache, dass wir schon am Anfang des zweiten Kapitel verraten bekommen, wer denn nun am Ende stirbt. Das hat mir persönlich etwas die Überraschung vermiest und ich war mir auch nicht sicher, ob ich die restliche Geschichte als spannend empfinden könnte, wenn doch schon klar ist, auf was das ganze hinausläuft. Aber hey, ich kann euch beruhigen, der Schreibstil ist so fesselnd, dass man das Buch nicht weglegen kann. Auch die ein oder andere Wendung sorgt dafür, dass man immer am Ball bleibt und letztendlich eine spannende Lektüre genießen kann.

Die Thematik war für mich aber der ausschlaggebende Punkt, weshalb ich dieses Buch unbedingt lesen wollte. Der Untertitel (Neun Jugendliche. Drei Tage. Ein Opfer.) hat mich einfach gepackt und nicht mehr losgelassen. Wer sich für dieses Buch entscheidet, sollte aber wissen, dass das Jagdthema wirklich im Mittelpunkt steht und wir einiges darüber lernen. Auch sollte man nicht zartbesaitet sein, was das Töten von Tieren angeht, denn hier gibt es einige sehr detaillierte Szenen.

Besonders gut hat mir die „Lehre“ aus dieser Story gefallen. Das zwei Schichten-System zwischen Elite und Unterschicht. Die Geschichte macht einen nachdenklich und zeigt einem ganz klar, wer hier am Ende der Nahrungskette steht und wer nicht. Was man haben muss, um dazu zu gehören und was mit denen passiert, die anders sind – die nicht privilegiert sind. Hier hatte ich die ein oder andere Gänsehaut, weil der Roman sehr realistisch darstellt, wo der Platz eines jeden Charakters ist.

Trotz meiner Zugangsschwierigkeiten zur Protagonistin hatte ich sehr schöne Stunden mit dieser Geschichte und würde sie jedem empfehlen, der ein fesselndes Buch lesen möchte, das darüber hianus noch über ein traumhaftes Setting (altes Herrenhaus inklusive Wäldern, Wiesen, Seen und Berge) verfügt.

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(130)

212 Bibliotheken, 5 Leser, 2 Gruppen, 100 Rezensionen

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Pheromon

Rainer Wekwerth , Thariot , Frauke Schneider
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Planet! in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 16.01.2018
ISBN 9783522505536
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Für mich schon das erste Highlight, obwohl das Jahr gerade erst angefangen hat. Einschlägige Charaktere, Spannung, die kaum zu überbieten ist und ein Plot, der nicht mehr Twists haben könnte. Einfach grandios!

Was ich hier zunächst mal betonen möchte: Auch wenn der Preis für die broschierte Version des Buchs eher im oberen Segment liegt, lohnt es sich doch auf jeden Fall, dieses zu erwerben, denn der Schnitt ist nicht nur im gleichen Grün, wie auf dem Cover zu sehen, eingefärbt, nein, auch das Wort „Pheromon“ ist zu lesen und somit ist diese Lektüre ein echter Hingucker in jedem Regal.

Wir bekommen diese außergewöhnliche Geschichte auf zwei verschiedenen Zeitachsen erzählt. Zum einen haben wir den Protagonisten Jake, der im Jahr 2018 agiert und sich mit den typischen Dingen eines Teenagers herumschlagen muss. Auf der anderen Seite haben wir Dr. Travis Jelen, der sich im Jahr 2118 ganz anderen Problemen stellen muss. Die Story an sich wird aus der Perspektive eines allwissenden Erzählers dargelegt, was den Vorteil hat, dass man sich in alle Charaktere hineinversetzen kann. Darüber hinaus ist der Schreibstil einfach so fesselnd, dass ich das Buch praktisch in einem Rutsch verschlungen habe. Gerade durch die aktiven Perspektivenwechsel ist die Geschichte sehr dynamisch und wird zu keine Zeitpunkt langweilig.

Jake hat mir sehr gut gefallen, weil sich die Autoren super in ihn hineinversetzt haben und seine Motive so gut herausgearbeitet haben, dass er für mich durchweg glaubhaft und sympathisch erschien. Ich habe seine Perspektive gerne gelesen, weil er kein perfekter Held ist, sondern eigentlich einige Probleme hat. Gerade dieses Nicht-Perfekt-Sein macht ihn zu etwas Besonderem und vor allem zu einem authentischen Mensch, dem man mit seinem Mitgefühl beistehen möchte. Aber auch Travis kann viele Sympathien wecken, weil er eigentlich eine gescheiterte Existenz ist. Mit seinen über sechzig Jahren ist auch er ein untypischer Protagonist. Noch dazu kommt seine Vergangenheit, die ihn immer noch verfolgt und wirklich dramatisch ist. Hier haben die Autoren bei beiden voll ins Schwarze getroffen, denn sie sind einfach grandios herausgearbeitet – besonders was die psychischen Aspekte anbelangt.

Auch die Nebencharaktere können glänzen, denn egal ob Gut oder Böse, jeder erledigt hier seinen Job und ist glaubhaft. So eine geballte Authentizität habe ich schon lang nicht mehr erlebt und möchte es deswegen noch mal besonders herausheben. Auch wenn manche Personen nur einen kurzen Gastauftritt haben, kann man sie doch teilweise schon ins Herz schließen und mit ihnen mitfühlen. Das ist für mich ein sehr positiver Punkt.

Dieses Buch hat definitiv Fingernägel-Knabber-Faktor! Wir werden nicht nur durch den Wechsel der Zeitachsel voll auf Spur gehalten, nein, auch die vielzähligen Twists und unvorhersehbaren Entwicklungen lassen den Leser einfach nicht los. Ich wusste bis wenige Seiten vor Ende nicht, auf was das Ganze hinausläuft und auch als dann auf den letzten 100 Seiten endlich aufgedeckt wurde, um welche Gegner es sich tatsächlich bei dieser Geschichte handelt (ich kann hier leider nichts sagen, sonst würde ich spoilern), war ich mehr als überrascht, denn das habe ich wirklich nicht kommen sehen. Zu sagen bleibt eigentlich nur: eine megaspannende Story, die viele Überraschungen parathält!

Was mich an diesem Buch besonders gereizt hat, war die Thematik. Eine Mutation bei verschiedenen Menschen, die Ausprägung diverser Fähigkeiten … Das hat bei mir eine gewisse Vorstellung ausgelöst und das Gedankenkarussell war sofort angestoßen. Dass ich bei dieser Story mehr auf meine Kosten kommen würde, als ich gedacht hatte, ist natürlich ein Bonus. Die Autoren haben das Thema so glaubhaft umgesetzt, dass ich jetzt im Nachgang noch eine ganze Weile darüber nachgedacht habe und man wirklich das Gefühl hatte, dass so etwas der Menschheit tatsächlich in Zukunft passieren könnte. Beklemmend und faszinierend zugleich.

Abschließend bleibt nur zu sagen, dass der einzige Haken darin besteht, dass das Ende relativ offen bleibt und man am liebsten sofort den nächsten Teil lesen möchte, so gefesselt war ich tatsächlich. Super Job, den die Autoren hier erledigt haben!

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38 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

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Forever next to you - Eric & Joyce

Amy Baxter
E-Buch Text: 280 Seiten
Erschienen bei beHEARTBEAT by Bastei Entertainment, 13.06.2017
ISBN 9783732544707
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Die Geschichte von Eric & Joyce ist der zweite Band der San Francisco Ink-Reihe, die sich rund um das Tatoostudio „Skinneedles“ dreht. Im ersten Teil haben wir den Besitzer Jake und dessen Liebesgeschichte kennenlernen dürfen, in dieser Lektüre dreht sich alles um seinen neuen Mitarbeiter Eric und die Story ist einfach nur hot! Aber auch emotional, lustig und fesselnd.

Wir bekommen diese wunderbare Geschichte abwechselnd aus Sicht von Eric und Joyce erzäht. Dabei sind die Kapitel mit den Namen der beiden überschrieben, damit man immer sofort weiß, wessen Perspektive gerade gelesen wird. Das hat den Vorteil, dass man direkt in die jeweiligen Gedanken eintauchen kann, denn beide Charaktere haben eine bewegte Vergangenheit und sind gerade zu Beginn nicht die mitteilsamsten. Ich mag Bücher, die dem Leser sowohl die Sicht des männlichen als auch des weiblichen Protagonisten aufzeigt. So kann man sich gleich doppelt so gut in die Geschichte hineinversetzen. Der Schreibstil ist gewohnt flüssig und fesselnd zu lesen. Die Story wird wieder um eine Playlist sowie teilweise von Songtexte ergänzt und aufgelockert.

Joyce hat mir als Hauptdarstellerin sehr gut gefallen, weil ich ebenfalls eine Freundin habe, die Künstlerin ist und ich mich so besonders gut in sie hineinversetzen konnte. Ihr Charakter ist außerdem äußerst stark. Das weiß man spätestens dann, wenn sie Details über ihre Vergangenheit offenbart hat, denn die ist alles andere als einfach gewesen. Aber auch Eric konnte mich überzeugen, denn hinter jeder harten Schale steckt doch ein weicher Kern und Eric ist das beste Beispiel hierfür! Trotz aller Anfangsschwierigkeiten sind sie ein supersüßes Paar und sind durch ihre tiefen Emotionen füreinander überaus glaubwürdig und authentisch. So muss es sein.

Auch die Nebencharaktere sind gelungen. Das liegt zum Teil daran, dass ich es liebe, abgeschlossene Liebesgeschichten zu lesen, in denen in den weiteren Bände wieder alte Freunde auftauchen. So ist es auch hier mit Carrie, Jake und Nolan oder Olivia. Ich habe die vier bereits in deren Story ins Herz geschlossen und es macht Spaß, deren Entwicklung zu beobachten und teilweise neue Informartionen zu erhalten.

Ehrlicherweise muss ich sagen, dass mir die erste Hälfte von der Spannung her wesentlich besser gefallen hat. Es hat mich gefesselt, zu erfahren, was Joyce in der Vergangenheit alles durchgemacht hat. Auch Eric schleppt so einige Geheimnisse mit sich herum. Aber nachdem das dann geklärt war, war die restliche Story leider ein bisschen vorhersehbar und das hat mir die Neugier zum Teil genommen. Zwar gibt es auch im letzten Drittel noch einige Wendungen, aber die erste Hälfte ist bedeutend spannender.

Die Lovestory ist nicht kitschig, sondern überaus erwachsen. Es geht um Probleme, die sich zwar teilweise seit der Jugend der Protagonstin durchziehen, aber die eben die Gegenwart derer geprägt haben. Ein paar explizig heiße Szenen sind erhalten, die aber sehr geschmackvoll geschrieben sind und dem Leser mächtig einheizen. Ansonsten sage ich nur: Emotionen, Emotionen und noch mehr Emotionen.

Was mir an der Frisco-Ink gefällt, sind die Fakten zur Stadt, bzw. dass man sich wirklich wie in einem San Francisco-Urlaub fühlt. Das Feeling ist unglaublich authentisch und man spürt, dass die Autorin weiß, wovon sie schreibt. Ich freue mich deshalb auch schon auf den dritten Teil der Reihe.

Insgesamt ein toller zweiter Band, der vor allem mit seinen gelungenen Charakteren überzeugen konnte und ein Gefühl von Nach-Hause-Kommen erzeugt hat, das eine wirklich gute Buchreihe ausmacht. Weiter so – wir wollen mehr „Skinneedles“-Romane!

4,5 Sterne

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98 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 50 Rezensionen

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Das Scherbenhaus

Susanne Kliem
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei carl's books, 20.03.2017
ISBN 9783570585665
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Mit „Das Scherbenhaus“ legt uns die Autorin einen perfide durchdachten Psychothriller vor, der nicht nur mit seinen glaubhaften Chrakteren bestechen kann, sondern auch mit seiner tollen Hintergrundstory.

Wir bekommen diese Geschichte aus Sicht eines allwissenden Erzählers nähergebracht. Die Kapitel sind klassisch-nummerisch angeordnet und die Erzählweise verläuft linear. Der Schreibstil war schön flüssig und fesselnd, sodass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Auch die Beschreibungen waren so plastisch, dass ich mir die Umgebung super vorstellen konnte. Trotz allem war bei den Details aber auch noch Freiraum für eigene Vorstellungen, was ich positiv hervorheben möchte.

Carla hat mir als Protagonistin sehr gut gefallen, weil sie eine ganz normale Person ist. Sie hätte auch du oder ich sein können, was die Situation greifbarer und besser vorstellbar macht. Sie ist sehr überlegt in ihren Handlungen, verliert dabei aber nicht ihre Intuition und emotionale Seite. Für mich eine perfekte Mischung. Sie war zu jedem Zeitpunkt authentisch und ich konnte ihr Tun nachvollziehen.

Auch die Nebencharaktere sind super dargestellt worden. Besonders die Bewohner von Safe Haven sind psychologisch sehr ausgefeilt. Nicht immer ist der erste Eindruck der richtige und genau das hat mich letztendlich überzeugen können. Die Überraschungen, die die Autorin im Bereich des Charakterdesigns parat hält, sind superspannend. Hier muss ich ein großes Kompliment aussprechen.

Besonders spannend fand ich den Aspekt des denkenden Hauses. Obwohl es eigentlich nur beiläufig mit der Geschichte verwoben ist, hat es doch Fragen bei mir aufgeworfen und mich zum Nachdenken angeregt.

Der einzige Kritikpunkt geht an die Spannung zu Beginn. Ich konnte mich zwar sofort in die Story eindenken und hab mich gut zurechtgefunden, allerdings ist die Spannung (also im Bereich Thriller) etwas auf sich warten lassen. Den psychologischen Aspekt blieb teilweise ganz aus, was ich schade fand. Hier hätte man noch ein paar gruselige Details ausarbeiten können, was die Gänsehautmomente gesteigert hätte.

Insgesamt hat mir der Roman sehr gut gefallen. Ich wurde mit Spannung, Rätseln und Vergangenheitsbewältigung bestens unterhalten. Starke Charaktere und eine tolle Hintergrundstory sorgen für fesselnde Lesestunden. Sicher nicht das letzte Buch der Autorin, denn ihr Schreibstil hat mich angefixt.

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95 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 37 Rezensionen

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Cloud

Claudia Pietschmann
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Arena, 10.08.2017
ISBN 9783401603490
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Mit „Cloud“ legt uns die Autorin einen brandaktuellen Roman vor, der darüber hinaus noch als Warnung an alle verstanden werden kann, die zu viel von sich im Internet preisgeben. Glaubwürdige Charaktere treffen auf eine perfide Story – von meiner Seite aus eine klare Leseempfehlung!

Wir bekommen diesen emotionalen Roman aus Sicht der Protagonistin Emma erzählt, was ich überaus gelungen fand, weil man nur so verstehen kann, was Emma gerade durchmacht. Wir erhalten einen exklusiven Einblick in ihre Gedanken und können so nachvollziehen, warum sie Paul mag und wie sie die Trauer um ihren Bruder verarbeitet. Dabei hat der fesselnde Schreibstil dazu beigetragen, dass ich das Buch quasi in einem Rutsch verschlungen habe. Man musste einfach immer weiterlesen und konnte gar nicht aufhören. Hier erstmal ein großes Lob an die Autorin. Auch dafür, dass sie mit dem sensiblen Thema Trauer so großartig umgegangen ist. Jeder, der selbst schon mal einen Menschen verloren hat, kann sich bestens in Emma hineinversetzen und ihre Gefühle nachvollziehen.

Emma hat mir als Protagonistin sehr gut gefallen. Sie verhält sich wie eine typisch 16-jährige, hat eine dem Alter entsprechende Sprache und kommt so beim Leser überaus sympathisch an. Oftmals hab ich sie am liebsten schütteln wollen, aber dann habe ich mir wieder bewusst gemacht, dass ich in diesem Alter vermutlich die gleichen Dummheiten begangen hätte. Zumal sie in Paul verliebt ist – da sind die Entscheidungen ja ohnehin nicht immer ganz rational.

Bei Paul hatte ich von Anfang an ein zwiegespaltenes Gefühl, aber ich denke mal, dass das Absicht ist. Aber auch er ist in sich rund und wenn man bis zum Schluss liest, ergibt sich noch mal ein ganz anderes Bild von ihm. Matt hingegen habe ich vom ersten Auftritt an in mein Herz geschlossen und sofort als meinen Lieblingscharakter auserkoren. Er ist total individuell, verhält sich so vollkommen anders als seine Klassenkameraden und macht einfach sein eigenes Ding. Solche Typen mag ich.

Die Spannung war eigentlich durchgängig vorhanden. Vor der Hälfte lässt die Autorin auch schon die erste Bombe platzen, die einen dann noch mal zusätzlich zum Lesen auffordert – immerhin möchte man ja wissen, auf was das Ganze hinausläuft. Einzig das Ende lässt mich so halb unbefriedigt zurück. Hier hätte ich mir einen klaren Abschluss gewünscht, aber das liegt auch daran, dass ich prinzipiell keine offenen Enden mag.

Die Thematik könnte wohl aktueller nicht sein, weshalb mich diese Lektüre auch in ihren Bann gezogen hat. Ich finde es extrem wichtig, gerade bei Jugendlichen, mehr Aufklärung zum Thema Internet und die Sicherheit in diesem zu betreiben. Hier kann wirklich viel schiefgehen. Gerade in einem Zeitalter, wo alles immer digitaler wird. Der leichte Fantasy-/Mysterytouch hat mich erstmal die Sturn krausziehen lassen, aber bei intensiverer Überlegung bin ich zu dem Schluss gekommen, dass es hoffentlich auch in Zukunft ein solcher Aspekt bleiben wird und niemals Realität werden wird.

Ein gelungenes Jugendbuch, das ich wirklich gerne gelesen hätte. Ob man es allerdings mit 12 Jahren schon in seiner vollen Tragweite versteht, weiß ich nicht. Ich würde es eher bei 14/15 Jahren empfehlen.


4,5 Sterne

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427 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 74 Rezensionen

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Das Herz der Quelle - Sternensturm

Alana Falk
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Arena, 03.01.2017
ISBN 9783401602905
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Mit „Sternensturm“ legt uns die Autorin ein unglaublich fesselndes Fantasy-Jugendbuch vor, das mich auf allen Ebenen überzeugen konnte. Authentische Charaktere, toll verwobene Handlungsstränge und eine romantische Story.

Wir bekommen diese Geschichte aus Sicht eines allwissenden Erzählers nähergebracht, was meiner Meinung nach eine gute Lösung war, da die Handlungsstränge von Liliana und Adara sich immer wieder abwechseln. Dabei hat es die Autorin perfekt beherrscht, Emotionen zu transportieren, denn trotz der distanzierten Perspektive hatte ich zu jeder Zeit das Gefühl, direkt in die Köpfe der handelnden Personen blicken zu können. Der Schreibstil ist sehr bildhaft und detailreich. Für meinen Geschmack waren manche Beschreibungen etwas zu langatmig, aber das ist wohl Geschmackssache. Ich hätte teilweise lieber selbst meine Fantasie angestrengt.

Die Protagonistin Liliana konnte mich schon von der ersten Seite an überzeugen, weil man direkt gemerkt hat, dass sie für ihre Überzeugungen einsteht und diese auch durchsetzen möchte. Dabei ist sie zu jedem Zeitpunkt glaubhaft und sammelt beim Leser viele Sympathiepunkte, weil sie Fehler macht und noch lernen muss, sich in die Gemeinschaft der Magier einzubringen. Gerade weil sie nicht perfekt ist, ist sie dem Leser sympathisch, weil man sich mit ihr identifizieren kann. Die Wandlung, die sie im Laufe der Geschichte absolviert, ist wirklich groß. Obwohl sie viele Situationen nicht beherrschen kann, versucht sie doch immer das Beste daraus zu machen. Auch dass für sie die Interessen anderer vor ihren eigenen kommen, macht sie zu einem Leserliebling.

Auch die Nebencharaktere haben mich positiv überrascht, weil nicht immer der erste Eindruck der richtige war und sie mich oftmals überraschen konnten. Nicht nur in ihrem Verhalten, sondern auch in ihrer Motivation haben manche Charaktere einen stark ausgeprägten Zug, der sympathisch ist und den Leser so auf deren Seite zieht. Die Autorin setzt sich ebenso kritisch mit der Gesellschaft auseinander, was ich positiv anmerken möchte, weil die Story so auch zum Nachdenken anregt und nachhaltig im Gedächtnis bliebt.

Der Anfang hat sich für mich ein bisschen schwierig gestaltet, weil man mitten in die Geschichte geworfen wird und sich dann auch gleich mit zwei Handlungssträngen auseinandersetzen und sich darin zurechtfinden muss. Genau dieses Konstrukt ist aber auch mit das Beste am Buch, da so viele Geheimnisse und Überraschungen erst relativ zum Schluss gelöst werden, was die Spannung natürlich hochhält. Generell hat mich Lilianas Schicksal so sehr gefesselt, dass ich das Buch praktisch in einem Rutsch durchgelesen habe und hoffe, dass noch mehr von ihr lesen dürfen (das Ende könnte man als abgeschlossen ansehen, meiner Meinung nach beginnt die Geschichte aber nun erst …).

Natürlich geht es um Magie und Zauberei in diesem Buch. Allerdings sind die Fantasyelemente wirklich zurückhaltend verarbeitet worden, sodass eigentlich eher die Liebesgeschichte bzw. die Gesellschaft und Gemeinschaft im Mittelpunkt steht. Quasi eine fantastische Geschichte, die mitten unter uns spielt. Der Leser kann sich sehr gut vorstellen, dass es solche eine Organisation auch in seiner unmittelbaren Nähe gibt.

Insgesamt eine tolle Liebesgeschichte mit einer fesselnden Hintergrundstory, die mehr als eine Überraschung und Wendung parat hält. Ich bin nicht nur aufgrund der starken Protagonistin vollkommen überzeugt und kann das Buch guten Gewissens empfehlen!

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78 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 40 Rezensionen

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Der Fluchsammler

Ann-Kathrin Karschnick
Flexibler Einband: 306 Seiten
Erschienen bei Papierverzierer Verlag, 26.08.2017
ISBN 9783959629065
Genre: Fantasy

Rezension:

Mit „Der Fluchsammler“ legt die Autorin einen magischen, skurrilen, mystischen und auch humorvollen Roman vor, der mich vollkommen überzeugen konnte – klare Leseempfehlung!

Wir bekommen diese packende Story aus Sicht eines allwissenden Erzählers nähergebracht, der immer wieder zwischen Elisabeth und Vincent hin und her wechselt. Das hat den Vorteil, dass wir nichts verpassen und immer am Ball bleiben können. Der Schreibstil ist sehr flüssig und fesselt den Leser an die Geschichte, bis sie ausgelesen ist. Hierfür ein großes Kompliment.

Mein einziger Minikritikpunkt geht an die Protagonistin. In sich ist sie absolut stimmig, allerdings erscheinen mir ihre Emotionen zwischendurch immer mal wieder unglaubhaft, weswegen ich einen halben Stern abziehe. Im Laufe der Geschichte ist mir Elisabeth aber wirklich ans Herz gewachsen und wir sind richtige Freunde geworden. Vincent hat mein Herz hingegen sofort erobert. Er ist kein klassischer Held, hat eher ein wenig Bad-Boy-Image, aber ist so charmant, dass man ihn einfach mögen muss.

Die Nebencharaktere haben das Buch absolut rund gemacht. Gerade Magda habe ich geliebt. Sie ist so eine Person, die durch ihre verrückte Art bestechen kann, aber trotzdem mehr als einen Sympathiepunkt beim Leser sammelt. Ich muss ein großes Lob für das Charakterdesign insgesamt aussprechen, da die Personen perfekt in ihre Rollen geschlüpft sind.

Die Spannung war durchgängig vorhanden. Zwischendurch gibt es einige Wendungen, die man teilweise gar nicht vorhersehen kann und gerade das hintere Drittel verleitet zum Fingernägelkauen. Spannung pur!

Das größte Thema ist das Fluch-Problem. Hier ist eine dezente Prise Mystik und Fantasy eingestreut worden, die ich erfrischend fand. Die Liebe steht natürlich auch ganz oben auf der Liste und ist wirklich toll in die Story verwoben worden – von Kitsch und Schmalz keine Spur, hier begegnen sich Erwachsene auf Augenhöhe.

Ein tolles Buch, das ich uneingeschränkt empfehlen kann!


4,5 Sterne

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12 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

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David Gross / Brandstifter

Martin Krist
Flexibler Einband: 424 Seiten
Erschienen bei epubli, 31.07.2017
ISBN 9783745007626
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Eins vorweg: Dieses Buch lässt mich absolut zwiegespalten zurück, weil ich auch nach dem Ende nicht sagen kann, ob ich es wirklich packend fand. Mehr dazu im Detail.

Wir bekommen diesen Thriller aus Sicht eines allwissenden Erzählers nähergebracht, was an sich bei einem Krimi/Thriller schon mal gut ist, weil man so an jedem Ort zu jeder Zeit sein kann. Allerdings finden die Sprünge zwischen den Charakteren und Orten so schnell statt (jedes Kapitel hat nur wenige Seiten), dass man gerade am Anfang Probleme hat, der Geschichte an sich zu folgen. Es gibt mehrere Handlungsstränge, einer liegt davon sogar in der Vergangenheit, die sich immer wieder abwechseln. Ich hatte bis zur Hälfte wirklich Schwierigkeiten damit, denn jedes Mal wenn ich mich auf eine Person und deren Befindlichkeiten eingelassen hatte, wurde ich auch schon wieder rausgerissen. Der Schreibstil an sich hat mir sehr gut gefallen, weil er direkt und erzähltechnisch rasant gehalten ist.

David – der Problemlöser – Gross hat mir als Protagonist wirklich gut gefallen, weil er unkonventionell ist und den typischen Antihelden darstellt. Mal ein Ermittler, der keine astreine Weste hat und sich immer an das Gesetz hält. Das hat mir zugesprochen. Allerdings wurde ich mit Valentina weniger warm, die den zweiten großen Handlungsstrang dominiert. Ihr wird so übel mitgespielt, dass sie sich teilweise total unlogisch verhält, was mir irgendwann wirklich auf die Nerven ging.

Die Nebencharaktere waren sauber gezeichnet und boten eine Palette an Individuen. Leider gilt auch hier: Alle wurden auf den ersten paar Seiten eingeführt und ich hatte Probleme, jeden Namen wieder zuzuordnen, wenn er dann erneut auftauchte. Vielleicht hätte man das durch eine längere Einführung mit einem Erzählstrang lösen können. Noch dazu kommt, dass viele Namen fallen, die im weiteren Verlauf der Geschichte keine Rolle mehr spielen.

Bei der Spannung liegt mein größter Zwiespalt. Durch die schnellen Wechsel entsteht natürlich eine enorme Dynamik und Langeweile kommt bei dieser Story garantiert nicht auf. Viele Wendungen und auch Überraschungen hält der Autor für seine Leser bereit, was ich sehr positiv hervorheben möchte. Zu meinem Bedauern wird diese Dynamik aber in der ersten Hälfte durch das schwierige Verfolgen der Geschichte an sich größtenteils gekillt. Von daher kann ich mich nicht wirklich für eine geradlinige Meinung entscheiden.

Wir haben es hier mit einem relativ unblutigen Thriller zu tun, der in Berlin spielt. Realtiv meint, dass es keine ekligen patologischen Detailszenen gibt, sondern eben lediglich bei Leichen eventuell mal das Wort Blut verwendet wird. Das Setting war sehr schon und genau beschrieben. Für Berliner ist das sicher ein Pluspunkt, weil man mit vielen Lokalitäten etwas anfangen kann. Für alle anderen: Man kann die Stadt durchs Lesen kennenlernen und ich habe sogar den einen oder anderen Ort im Internet gesucht.

Ein Thriller, den man gut lesen kann und der durch einen grandiosen Ermittler besticht. Leider lassen mich die schnellen Wechsel der Szenen und auch die anderen Charaktere teilweise etwas unentschlossen zurück.

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10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

ava innings, erotik, liebesroman

Las Vegas Millionaires Club – Jayden

Ava Innings
E-Buch Text
Erschienen bei null, 31.08.2017
ISBN B0759PQ4KQ
Genre: Romane

Rezension:

Mit „Jayden“ legt uns die Autorin Ava Innings bereits den dritten Millionär der „Millionaires Club“-Reihe aus Las Vegas vor. Ich habe die Geschichte förmlich verschlungen, weil sie nicht nur spannend, sondern auch sehr sexy ist.

Die Story wird wieder abwechselnd aus Sicht von Jayden und Vivien erzählt, wobei der allwissende Erzähler den Job übernimmt, den Leser immer dicht am Geschehen zu halten. Zusätzlich gibt es noch Rückblenden, die nach und nach die Geschehnisse der verhängnisvollen Nacht zwischen den beiden Protagonisten näher beleuchtet. Ich finde den Schreibstil der Autorin wirklich super, da sie immer die passende Gefühlslage trifft: prickelnd, wenn es zur Sache geht, und einfühlsam, wenn man gerade über die Emotionen der Personen nachdenken soll. Ein dickes Lob an dieser Stelle.

Vivien und Jayden passen einfach super zueinander und ergänzen sich gegenseitig. Dabei gehen sie mit einer solchen Rücksicht miteinander um, dass man als Leser teilweise schon eifersüchtig werden könnte und sich zumindest ein ebenso respektvolles Miteinander wünscht. Vivien hat mir noch eine Ecke besser gefallen, weil ich mich in sie schlichtweg leichter hineinversetzen konnte. Jayden ist eben ein echter Kerl und nimmt sich – bestimmt, aber sanft -, was er möchte.

Als Nebencharaktere bekommen wir mal wieder ein paar bekannte Persönlichkeiten geboten, die sich im Laufe der Zeit ebenso weiterentwickelt haben, wie die beiden Hauptakteure im Laufe der Story. Ich finde das Konzept um den Millionaires Club einfach genial und freue mich immer wieder auf die nächste Geschichte.

Die Spannung war hier sehr hoch, weil die Rückblenden eine gute Dynamik gebracht haben. Zunächst wird man mitten in das Geschehen geworfen und dann im weiteren Verlauf aufgeklärt. Das hat mir sehr gut gefallen und ich möchte es an dieser Stelle hervorheben.

Bei dieser Geschichte dürfen wir uns natürlich auch wieder auf eine gehörige Portion Sex und Erotik freuen! Die expliziten Stellen sind für meinen Geschmack sehr gut ausgearbeitet und bereiten mehr als nur ein leichtes Prickeln.

Jayden und Vivien konnten mich auf voller Linie überzeugen, weil sie menschlich tolle Charaktere haben und keineswegs Ich-bezogen sind. Eine emotionale Geschichte über die große Liebe, die man auch im Vollrausch finden kann.

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14 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

5 sterne, boss, chef, italiener, job, karriere, lieb, tollpatsch

Hit the Boss

Pea Jung
Flexibler Einband: 420 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 07.08.2017
ISBN 9783744855679
Genre: Romane

Rezension:

Mit „Hit the Boss“ legt uns Pea Jung wieder einen vortrefflich-humoristischen Roman vor, der mir nicht nur ein paar schöne Lesestunden beschert hat, sondern auch für den ein oder anderen Lacher sorgte.

Wir bekommen diese amüsante Geschichte direkt aus Sicht der Protagonistin Sharon Page nähergebracht, was für mich gepasst hat, da sie sich einige Gedanken zum männlichen Geschlecht macht, die sie teilweise lieber nicht laut ausspricht. Dabei bekommen wir auch einen intimen Einblick in ihre Gefühlswelt, die aufgrund ihrer Vergangenheit ganz schön auf den Kopf gestellt wird. Der Scheibstil ist gewohnt flüssig und die Bezeichnungen sowie Ausführungen manchmal absichtlich überspitzt, sodass ich hier voll auf meine Kosten kam. Ich mag Pea Jungs Schreibe einfach und kann es kaum erwarten, weitere Geschichten von ihr zu lesen. Einen kleinen Kritikpunkt muss ich allerdings anbringen, denn Sharon denkt über manche Dinge einfach zu oft nach, was ich ab einem gewissen Punkt als Wiederholung empfunden habe.

Die Protagonistin hat mir sehr gut gefallen und ich konnte mich zum größten Teil mit ihr identifizieren, weil sie eine Kämpfernatur ist und niemals aufgibt. Schwäche gesteht sie sich nur selten ein und so kann man nachvollziehen, warum sie eine solche Wirkung auf Gionata (ihren Boss) hat. Der hat mich übrigens von der ersten Seite an überzeugen können, weil er Sharon so schön auf die Palme bringen kann und die beiden dadurch eine tolle Dynamik entwickeln.

Die Nebencharaktere sind gut ausgearbeitet und werten die Geschichte auf. Zum Glück werden sie uns nach und nach präsentiert, damit man sich auch voll auf sie einlassen kann. So ist das prima, damit man auch jeden würdigen kann, denn hier sind wirklich ein paar herzliche Unikate dabei, die ich gerne ins Herz geschlossen habe.

Die Spannung war eigentlich von Anfang an vorhanden, weil man natürlich wissen wollte, was aus den beiden wird. Wie schon erwähnt, haben die Dialoge zwischen Sharon und Gionate zusätzlich dafür gesorgt, dass ich am Ball bleiben wollte. Das Ende war sehr gelungen und konnte sogar noch mal ein paar Überraschungen für mich bereit halten. Schade fand ich allerdings, dass Sharons Männervergangenheit nicht näher beleuchtet wird, da sie aufgrund dieser ja so handelt, wie sie es eben tut.

Die Liebesgeschichte war super in die restliche Story eingewoben gewesen, ich habe sie nicht als kitischig empfunden. Das Prickeln zwischen den Protagonisten kann man als Leser spüren und man kann sich auch vollkommen gefangen nehmen lassen. Eine humorvolle, stilvolle und emotionale Geschichte, die kein besseres Setting als London hätte haben können.

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