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23 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

hexe, der fluchsammler, papierverzierer verlag, magie, entfluchen

Der Fluchsammler

Ann-Kathrin Karschnick
Flexibler Einband: 306 Seiten
Erschienen bei Papierverzierer Verlag, 26.08.2017
ISBN 9783959629065
Genre: Fantasy

Rezension:

Mit „Der Fluchsammler“ legt die Autorin einen magischen, skurrilen, mystischen und auch humorvollen Roman vor, der mich vollkommen überzeugen konnte – klare Leseempfehlung!

Wir bekommen diese packende Story aus Sicht eines allwissenden Erzählers nähergebracht, der immer wieder zwischen Elisabeth und Vincent hin und her wechselt. Das hat den Vorteil, dass wir nichts verpassen und immer am Ball bleiben können. Der Schreibstil ist sehr flüssig und fesselt den Leser an die Geschichte, bis sie ausgelesen ist. Hierfür ein großes Kompliment.

Mein einziger Minikritikpunkt geht an die Protagonistin. In sich ist sie absolut stimmig, allerdings erscheinen mir ihre Emotionen zwischendurch immer mal wieder unglaubhaft, weswegen ich einen halben Stern abziehe. Im Laufe der Geschichte ist mir Elisabeth aber wirklich ans Herz gewachsen und wir sind richtige Freunde geworden. Vincent hat mein Herz hingegen sofort erobert. Er ist kein klassischer Held, hat eher ein wenig Bad-Boy-Image, aber ist so charmant, dass man ihn einfach mögen muss.

Die Nebencharaktere haben das Buch absolut rund gemacht. Gerade Magda habe ich geliebt. Sie ist so eine Person, die durch ihre verrückte Art bestechen kann, aber trotzdem mehr als einen Sympathiepunkt beim Leser sammelt. Ich muss ein großes Lob für das Charakterdesign insgesamt aussprechen, da die Personen perfekt in ihre Rollen geschlüpft sind.

Die Spannung war durchgängig vorhanden. Zwischendurch gibt es einige Wendungen, die man teilweise gar nicht vorhersehen kann und gerade das hintere Drittel verleitet zum Fingernägelkauen. Spannung pur!

Das größte Thema ist das Fluch-Problem. Hier ist eine dezente Prise Mystik und Fantasy eingestreut worden, die ich erfrischend fand. Die Liebe steht natürlich auch ganz oben auf der Liste und ist wirklich toll in die Story verwoben worden – von Kitsch und Schmalz keine Spur, hier begegnen sich Erwachsene auf Augenhöhe.

Ein tolles Buch, das ich uneingeschränkt empfehlen kann!


4,5 Sterne

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

feuer, thriller

David Gross / Brandstifter

Martin Krist
Flexibler Einband: 424 Seiten
Erschienen bei epubli, 31.07.2017
ISBN 9783745007626
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Eins vorweg: Dieses Buch lässt mich absolut zwiegespalten zurück, weil ich auch nach dem Ende nicht sagen kann, ob ich es wirklich packend fand. Mehr dazu im Detail.

Wir bekommen diesen Thriller aus Sicht eines allwissenden Erzählers nähergebracht, was an sich bei einem Krimi/Thriller schon mal gut ist, weil man so an jedem Ort zu jeder Zeit sein kann. Allerdings finden die Sprünge zwischen den Charakteren und Orten so schnell statt (jedes Kapitel hat nur wenige Seiten), dass man gerade am Anfang Probleme hat, der Geschichte an sich zu folgen. Es gibt mehrere Handlungsstränge, einer liegt davon sogar in der Vergangenheit, die sich immer wieder abwechseln. Ich hatte bis zur Hälfte wirklich Schwierigkeiten damit, denn jedes Mal wenn ich mich auf eine Person und deren Befindlichkeiten eingelassen hatte, wurde ich auch schon wieder rausgerissen. Der Schreibstil an sich hat mir sehr gut gefallen, weil er direkt und erzähltechnisch rasant gehalten ist.

David – der Problemlöser – Gross hat mir als Protagonist wirklich gut gefallen, weil er unkonventionell ist und den typischen Antihelden darstellt. Mal ein Ermittler, der keine astreine Weste hat und sich immer an das Gesetz hält. Das hat mir zugesprochen. Allerdings wurde ich mit Valentina weniger warm, die den zweiten großen Handlungsstrang dominiert. Ihr wird so übel mitgespielt, dass sie sich teilweise total unlogisch verhält, was mir irgendwann wirklich auf die Nerven ging.

Die Nebencharaktere waren sauber gezeichnet und boten eine Palette an Individuen. Leider gilt auch hier: Alle wurden auf den ersten paar Seiten eingeführt und ich hatte Probleme, jeden Namen wieder zuzuordnen, wenn er dann erneut auftauchte. Vielleicht hätte man das durch eine längere Einführung mit einem Erzählstrang lösen können. Noch dazu kommt, dass viele Namen fallen, die im weiteren Verlauf der Geschichte keine Rolle mehr spielen.

Bei der Spannung liegt mein größter Zwiespalt. Durch die schnellen Wechsel entsteht natürlich eine enorme Dynamik und Langeweile kommt bei dieser Story garantiert nicht auf. Viele Wendungen und auch Überraschungen hält der Autor für seine Leser bereit, was ich sehr positiv hervorheben möchte. Zu meinem Bedauern wird diese Dynamik aber in der ersten Hälfte durch das schwierige Verfolgen der Geschichte an sich größtenteils gekillt. Von daher kann ich mich nicht wirklich für eine geradlinige Meinung entscheiden.

Wir haben es hier mit einem relativ unblutigen Thriller zu tun, der in Berlin spielt. Realtiv meint, dass es keine ekligen patologischen Detailszenen gibt, sondern eben lediglich bei Leichen eventuell mal das Wort Blut verwendet wird. Das Setting war sehr schon und genau beschrieben. Für Berliner ist das sicher ein Pluspunkt, weil man mit vielen Lokalitäten etwas anfangen kann. Für alle anderen: Man kann die Stadt durchs Lesen kennenlernen und ich habe sogar den einen oder anderen Ort im Internet gesucht.

Ein Thriller, den man gut lesen kann und der durch einen grandiosen Ermittler besticht. Leider lassen mich die schnellen Wechsel der Szenen und auch die anderen Charaktere teilweise etwas unentschlossen zurück.

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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

ava innings, liebesroman, erotik

Las Vegas Millionaires Club – Jayden

Ava Innings
E-Buch Text
Erschienen bei null, 31.08.2017
ISBN B0759PQ4KQ
Genre: Sonstiges

Rezension:

Mit „Jayden“ legt uns die Autorin Ava Innings bereits den dritten Millionär der „Millionaires Club“-Reihe aus Las Vegas vor. Ich habe die Geschichte förmlich verschlungen, weil sie nicht nur spannend, sondern auch sehr sexy ist.

Die Story wird wieder abwechselnd aus Sicht von Jayden und Vivien erzählt, wobei der allwissende Erzähler den Job übernimmt, den Leser immer dicht am Geschehen zu halten. Zusätzlich gibt es noch Rückblenden, die nach und nach die Geschehnisse der verhängnisvollen Nacht zwischen den beiden Protagonisten näher beleuchtet. Ich finde den Schreibstil der Autorin wirklich super, da sie immer die passende Gefühlslage trifft: prickelnd, wenn es zur Sache geht, und einfühlsam, wenn man gerade über die Emotionen der Personen nachdenken soll. Ein dickes Lob an dieser Stelle.

Vivien und Jayden passen einfach super zueinander und ergänzen sich gegenseitig. Dabei gehen sie mit einer solchen Rücksicht miteinander um, dass man als Leser teilweise schon eifersüchtig werden könnte und sich zumindest ein ebenso respektvolles Miteinander wünscht. Vivien hat mir noch eine Ecke besser gefallen, weil ich mich in sie schlichtweg leichter hineinversetzen konnte. Jayden ist eben ein echter Kerl und nimmt sich – bestimmt, aber sanft -, was er möchte.

Als Nebencharaktere bekommen wir mal wieder ein paar bekannte Persönlichkeiten geboten, die sich im Laufe der Zeit ebenso weiterentwickelt haben, wie die beiden Hauptakteure im Laufe der Story. Ich finde das Konzept um den Millionaires Club einfach genial und freue mich immer wieder auf die nächste Geschichte.

Die Spannung war hier sehr hoch, weil die Rückblenden eine gute Dynamik gebracht haben. Zunächst wird man mitten in das Geschehen geworfen und dann im weiteren Verlauf aufgeklärt. Das hat mir sehr gut gefallen und ich möchte es an dieser Stelle hervorheben.

Bei dieser Geschichte dürfen wir uns natürlich auch wieder auf eine gehörige Portion Sex und Erotik freuen! Die expliziten Stellen sind für meinen Geschmack sehr gut ausgearbeitet und bereiten mehr als nur ein leichtes Prickeln.

Jayden und Vivien konnten mich auf voller Linie überzeugen, weil sie menschlich tolle Charaktere haben und keineswegs Ich-bezogen sind. Eine emotionale Geschichte über die große Liebe, die man auch im Vollrausch finden kann.

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5 sterne, chef, karriere, boss, tollpatsch

Hit the Boss

Pea Jung
Flexibler Einband: 420 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 07.08.2017
ISBN 9783744855679
Genre: Romane

Rezension:

Mit „Hit the Boss“ legt uns Pea Jung wieder einen vortrefflich-humoristischen Roman vor, der mir nicht nur ein paar schöne Lesestunden beschert hat, sondern auch für den ein oder anderen Lacher sorgte.

Wir bekommen diese amüsante Geschichte direkt aus Sicht der Protagonistin Sharon Page nähergebracht, was für mich gepasst hat, da sie sich einige Gedanken zum männlichen Geschlecht macht, die sie teilweise lieber nicht laut ausspricht. Dabei bekommen wir auch einen intimen Einblick in ihre Gefühlswelt, die aufgrund ihrer Vergangenheit ganz schön auf den Kopf gestellt wird. Der Scheibstil ist gewohnt flüssig und die Bezeichnungen sowie Ausführungen manchmal absichtlich überspitzt, sodass ich hier voll auf meine Kosten kam. Ich mag Pea Jungs Schreibe einfach und kann es kaum erwarten, weitere Geschichten von ihr zu lesen. Einen kleinen Kritikpunkt muss ich allerdings anbringen, denn Sharon denkt über manche Dinge einfach zu oft nach, was ich ab einem gewissen Punkt als Wiederholung empfunden habe.

Die Protagonistin hat mir sehr gut gefallen und ich konnte mich zum größten Teil mit ihr identifizieren, weil sie eine Kämpfernatur ist und niemals aufgibt. Schwäche gesteht sie sich nur selten ein und so kann man nachvollziehen, warum sie eine solche Wirkung auf Gionata (ihren Boss) hat. Der hat mich übrigens von der ersten Seite an überzeugen können, weil er Sharon so schön auf die Palme bringen kann und die beiden dadurch eine tolle Dynamik entwickeln.

Die Nebencharaktere sind gut ausgearbeitet und werten die Geschichte auf. Zum Glück werden sie uns nach und nach präsentiert, damit man sich auch voll auf sie einlassen kann. So ist das prima, damit man auch jeden würdigen kann, denn hier sind wirklich ein paar herzliche Unikate dabei, die ich gerne ins Herz geschlossen habe.

Die Spannung war eigentlich von Anfang an vorhanden, weil man natürlich wissen wollte, was aus den beiden wird. Wie schon erwähnt, haben die Dialoge zwischen Sharon und Gionate zusätzlich dafür gesorgt, dass ich am Ball bleiben wollte. Das Ende war sehr gelungen und konnte sogar noch mal ein paar Überraschungen für mich bereit halten. Schade fand ich allerdings, dass Sharons Männervergangenheit nicht näher beleuchtet wird, da sie aufgrund dieser ja so handelt, wie sie es eben tut.

Die Liebesgeschichte war super in die restliche Story eingewoben gewesen, ich habe sie nicht als kitischig empfunden. Das Prickeln zwischen den Protagonisten kann man als Leser spüren und man kann sich auch vollkommen gefangen nehmen lassen. Eine humorvolle, stilvolle und emotionale Geschichte, die kein besseres Setting als London hätte haben können.

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miami, millionaires club

Miami Millionaires Club – Tanner

Ava Innings
E-Buch Text: 174 Seiten
Erschienen bei null, 01.08.2017
ISBN B0746QSKZR
Genre: Sonstiges

Rezension:

Mit „Tanner“ legt uns die Autorin Ava Innings bereits den dritten Millionär der „Millionaires Club“-Reihe aus Miami vor. Wieder einmal habe ich mich bestens unterhalten gefühlt und kann nur eine klare Leseempfehlung aussprechen!

Wir bekommen die Geschichte aus Sicht eines allwissenden Erzählers nähergebracht, was den Vorteil hat, dass wir immer direkt am Geschehen dran sind und sowohl einen Einblick in Tanners als auch in Londons Welt erhalten. Der Schreibstil ist sehr flüssig und bildhaft, sodass sich vor meinem inneren Auge eine prickelnde und anziehende Story abgespielt hat.

Tanner hat mir sehr gut gefallen, weil er sehr emotional dargestellt wird und man nachvollziehen kann, warum er sich auf keine neue Frau einlassen möchte. Man durchlebt das Gefühlschaos mit ihm. Für mich war er zu jedem Zeitpunkt authentisch und in sich sehr glaubwürdig beschrieben. Gleiches gilt für London, die ein paar Überraschungen für den Leser bereithält.

Natürlich kreuzen auch wieder andere Millionäre den Weg von Tanner, was mir besonders gut an dieser Reihe gefällt. Man muss sich nie ganz von einem Charakter verabschieden, wenn eine Geschichte erzählt ist. Man bekommt auch im Nachhinein mit, was noch so in den Leben der anderen geschieht.

Die Story war sehr spannend, weil die Autorin einige Wendungen für uns parat hält. Einen halben Stern ziehe ich ab, weil die Auflösung des Konflikt für mich nicht ganz logisch erschien, aber das ist wohl Geschmackssache. Ich kann euch Tanner nur ans Herz legen – ich bin ein Fan des Softies in harter Verpackung.


4,5 Sterne

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liebesgeschichten, historische romantik, historische romane

Em Evol

Anne Steen
Flexibler Einband: 535 Seiten
Erschienen bei Latos Verlag, 31.08.2017
ISBN 9783945766453
Genre: Historische Romane

Rezension:

„Em Evol“ ist ein in sich abgeschlossenes Familiendrama, das die Rolle der Frau in den 50er-Jahren beleuchtet, die Liebe in all ihren Facetten darstelllt und über das Erwachsenweden sowie die Selbstbestimmung berichtet – unglaublich einfühlsam und emotional.

Wir bekommen diese aufwühlende Geschichte direkt aus Sicht der Protagonistin Rosalind – auch Rosie genannt – erzählt. Das hat den Vorteil, dass wir praktisch direkt in ihren Kopf hineinschauen können, denn viele Konflikte macht sie mit sich selbst aus und so wird der Leser niemals ausgeschlossen. Gerade in den jungen Jahren grübelt sie viel. Obwohl die Sätze vom Schreibstil her eher kurz sind, hat man das Gefühl, dass die Autorin in jeden einzelnen eine Wärme gepackt hat, die einem einfach ins Herz fahren muss. Ich habe mit Rosie gelacht, geweint, gelitten und so viele Emotionen mehr durchlebt, dass ich teilweise das Gefühl hatte, dass sie auch direkt neben mir stehen könnte. Kompliment an dieser Stelle. Was noch erwähnenswert ist: Das Buch setzt sich wirklich groß mit dem Thema Liebe auseinander. So wird jedes Kapitel mit einem Was-bedeutet-Liebe-für-dich-Zitat von uns Lesern begonnen.

Rosie ist eine unglaublich starke Frau. Das kann man schon im Kindesalter erkennen, denn anstatt wie andere Zehnjährige nach draußen zu gehen und zu spielen, strickt sie lieber Socken für die Soldaten an der Front, weil sie von einem solchen Patriotismus erfasst ist, der beispiellos ist. Ihre Klugheit wird schnell offensichtlich und so ist sie das perfekte Aushängeschild für eine Frau, die eben nicht Heim und Herd hüten will, sondern selbstbestimmt studieren und Karriere machen möchte. Die Opfer, die sie im Verlauf der Story bringen muss, haben mich teilweise sehr gerührt und teilweise auch mit Stolz erfüllt. Stolz deshalb, weil man wirklich spüren kann, wie schwer es der Frau in dieser Zeit gefallen sein muss, sich selbst zu verwirklich.

Bei William bin ich mir noch nicht ganz sicher, wo ich ihn einordnen soll. Spannend ist, dass wir ihn immer in einem anderen Licht sehen, weil Rosie ja immer erwachsener wird und auch William dann anders wahrnimmt. So hat man das Gefühl, dass er sich zusammen mit ihr wandelt. Anfangs war er mir nicht gerade sympathisch, das hat sich dann aber mit jedem Kapitel geändert. Viele Nebencharaktere gibt es nicht. Bei manchen fragte ich mich, warum sie überhaupt erwähnt werden, weil sie doch nie wieder auftauchen. Vielleicht soll das auch ein Symbol für die Vergänglichkeit von Freundschaften sein, aber für mich hätte man hier ein bisschen einsparen können, was mich gleich zu meinem nächsten Punkt bring …

… die Spannung. Ich hab mich mit der ersten Hälfte des Buches etwas schwer getan, weil es doch sehr langatmig ist. Manche Szenen oder gar Kapitel hätte es meiner Meinung nach gar nicht gebraucht. Teilweise leiden auch die Emotionen etwas, weil es mir schwerfiel, am Ball zu bleiben. Die zweite Hälfte bzw. das letzte Drittel war sehr dynamisch und zusammenfassend erzählt, sodass ich mich hier gut einlassen und die Dramatik voll auskosten konnte. Es gibt einige Wendungen, die ich so nicht vorhersehen konnte und die mich manchmal sogar sehr getroffen haben.

Das Buch setzt sich mit so vielen wichtigen Themen auseinander, dass mir manche erst beim Nachdenken hinterher wirklich gewahr wurden. Zum einen haben wir natürlich die Rolle der Frau im Vordergrund und wie viel Selbstbestimmung sie zu dieser Zeit hatte. Dann geht es um die Liebe an sich, um Verlust, Tod und den Krieg – und was er aus den Menschen macht. Wir haben es mit Konventionen zu tun. Der Unterschied zwischen dem Leben in der Stadt und auf dem Land. Patriotismus, Traditionen und Werte. Familie und Freundschaften – und eben auch das Zerbrechen dieser.

Für mich ein sehr ergreifender Roman, der mich lange nicht loslassen wird, der aber mit ein paar Worten weniger sicher auch gut ausgekommen wäre. Ich kann eine klare Leseempfehlung aussprechen und würde mich freuen, noch mal einen historisch angehauchten Liebesroman der Autorin zu lesen, weil die Recherchearbeit wirklich gut war.

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

einfach köstlich!!!, humor

Zwei Küsse für Himmelreich: Liebesroman - Amors Four (Band 2)

Andrea Bielfeldt
E-Buch Text
Erschienen bei null, 01.07.2017
ISBN B073NLJ1LQ
Genre: Sonstiges

Rezension:

„Zwei Küsse für Himmelreich“ ist der zweite Teil der zweiten Staffel rund um die Menschen aus dem beschaulichen Städtchen … ähm … Dorf Himmelreich. Wieder einmal ein gelungener Ausflug in diese harmonische Welt, die mir mittlerweile so ans Herz gewachsen ist. Mit jedem Band ist es ein Gefühl von Heimat.

Wir bekommen diese Geschichte wieder direkt aus Sicht der Protagonisten erzählt. Ronja ist zwar ein offener Typ, aber trotzdem sind ihre Gedanken einfach super zu lesen. Sie führt teilweise sehr lustige Selbstgespräche und diese möchte man als Leser nicht missen. Der Schreibstil ist gewohnt locker und flockig. Dies hat den Vorteil, dass man die Story praktisch in einem Rutsch verschlingen kann. Die Sprache ist eher umgangssprachlich, was den Eindruck des idyllischen Dorflebens noch zusätzlich unterstreicht. Was ich noch positiv hervorheben möchte: Die Überschriften sind wirklich super liebevoll gestaltet – das muss einfach mal erwähnt werden.

Ronja ist wirklich klasse! Bereits im Vorgängerteil haben wir ja schon eine Ahnung von ihr bekommen, als sie Fee zur Seite stand. Dieser Band ist der Köchin allein gewidmet. Sie ist schlagfertig, nicht auf den Mund gfallen und teilweise sehr impulsiv, was in Verbindung mit dem sonst so wortkargen Norweger Tjark manchmal eine explosive Mischung ergibt. Die Dialoge sind deswegen fertzig und machen einfach Spaß, sie zu lesen. In ihrem Handeln ist Ronja keineswegs perfekt, was sie zu einem authentischen Charakter macht. Sie ist eine Frau aus der Nachbarschaft und man kann sich super mit ihr identifizieren, weil sie auch jemand wie du oder ich sein könnte.

Zu den Nebencharakteren brauche ich eigentlich gar keine großen Worte finden: sympathisch, liebevoll ausgearbeitet und Unikate, die man einfach ins Herz schließen muss. Ich liebe die Bewohner von Himmelreich, weil sie teilweise schrullig und skurril sind, aber jeder auch sein Päckchen zu tragen hat. Besonders toll finde ich, dass die Geschichten der einzelnen Personen in jedem Teil weitergesponnen werden. So erfährt man auch von den Nebencharakteren immer etwas Neues und bleibt am Ball.

Die Spannung ist von Anfang an vorhanden. Die Ereignisse gehen Schlag auf Schlag – immerhin gilt es einen Knochendieb zu stellen und dann sind da ja noch die Turbulenzen in der Liebe. Auch sonst ist so einiges los in Himmelreich. Mein einziger Minikritikpunkt geht an die Liebesgeschichte, da sie doch sehr schnell vorhersehbar ist. Das ist aber nicht weiter schlimm, da das Setting, die Story und die Charaktere absolut stimmig sind.

Eine tolle Geschichte, die ich sehr gerne gelesen habe. Ich freue mich schon auf den nächsten Ausflug nach Himmelreich, der ja nicht mehr allzu lange auf sich warten lässt.


4,5 Sterne

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70 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 37 Rezensionen

liebe, sommer, kalifornien, katie jay adams, roman

Ein Sommer fürs Leben

Katie Jay Adams
E-Buch Text
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 24.07.2017
ISBN B0747Z238J
Genre: Liebesromane

Rezension:

Ein Sommer in Kalifornien, eine Entscheidung und eine Vergangenheit, die mehr als ein Leben einholt … Dramatisch, witzig, offen und eine große Portion Liebe, das ist „Ein Sommer fürs Leben“.

Wir bekommen diese emotionale Story aus Sicht eines allwissenden Erzählers nähergebracht, allerdings hat die Perspektive – bis auf Prolog und Epilog – immer den Fokus auf Emily, was auch Sinn macht, da es ihre Geschichte ist. Der Schreibstil ist locker und gefühlvoll. Ich konnte mich durch die Worte komplett in das Geschehen fallen lassen und habe das Buch innerhalb von einem Tag ausgelesen, weil ich wirklich gefesselt war. Besonders toll fand ich die bildhaften Beschreibungen. Die Umgebung ist vor meinem inneren Auge zum Leben erwacht, ich konnte das Meer praktisch riechen und den Sand zwischen meinen Zehen spüren.

Emily hat mir als Protagonistin sehr gut gefallen, weil sie für ihre Überzeugungen einsteht. Dabei begeht sie Fehler, zeigt ihre menschliche Seite und ist somit für den Leser sehr authentisch. Man kann sich mit ihr identifizieren, weil sie auch ein Mädchen von nebenan sein könnte. Ich konnte ihren Zwiespalt absolut nachvollziehen. Chris ist da schon ein ganz anderer Typ. Obwohl er ebenso verschlossen ist wie Emily, bekommen wir seine Gründe dafür erst nach und nach offenbart. Er ist wirklich heiß und ein klassischer Bad Boy – zumindest auf den ersten Blick.

Besonders die Nebencharaktere haben mir wirklich sehr gut gefallen. Hier hat die Autorin besonderen Wert darauf gelegt, diese zum Leben zu erwecken. Sie hat liebevolle Details eingewoben und ein sehr klares Bild von ihnen gezeichnet. Emilys Vater möchte man einfach nur in den Arm nehmen, weil er der Typ großer Grummelbär ist. Kim – Emilys Schwester – ist der witzige Part der Geschichte, obwohl sie eigentlich die Person ist, die am reifsten denkt und handelt. Hier möchte ich ein großes Lob aussprechen.

Die Spannung ist besonders in der zweiten Hälfte sehr hoch. Hier hält die Autorin einige Wendungen für den Leser parat, die man teilweise gar nicht kommen sieht. Wie schon erwähnt, hat mich die Hintergrundgeschichte so gefesselt, dass ich das Buch an einem Tag durchgelesen habe. Ich fühlte mich in Kalifornien wohl und habe den sommerlichen Ausflug genossen.

Der einzige Minikritikpunkt geht an die Vergangenheit. Da sind plötzlich Gefühle, von denen man so gar nicht weiß, wo diese auf einmal herkommen. Ein paar Rückblicke hätten hier vielleicht geholfen, um zu verstehen, was zwischen Emily und Chris geschehen ist, bevor Emily nach New York ging.

Für mich eine tolle Sommerlektüre, die das richtige Feeling mitbringt: Strand, Meeresrauschen, San Francisco, Weingüter, große Gefühle und eine Prise Dramatik.


4,5 Sterne

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

las vegas, millionaires club

Las Vegas Millionaires Club - Wesley

Zoe M. Lynwood
E-Buch Text: 125 Seiten
Erschienen bei null, 02.06.2017
ISBN B071FXNSNP
Genre: Sonstiges

Rezension:

Mit Wesley legt uns die Autorin einen weiteren Teil der Millionaires Club-Reihe aus Las Vegas vor. Mich hat der Roman super unterhalten. Prickelnde Gefühle, ein Wechselbad der Emotionen und ein paar heiße Szenen.

Wir bekommen die Geschichte abwechselnd aus Sicht von Wesley und Patrizia von einem allwissenden Erzählers nähergebracht. Das hat den Vorteil, dass man immer direkt am Geschehen dran ist, weil die Protagonisten doch teileise etwas verschlossen sind und viel mit sich selbst ausmachen. Der Schreibstil ist locker gehalten und fesselnd.

Wesley hat mir als Charakter sehr gut gefallen. Er ist einfach so wie er ist und man nimmt ihm jede seiner Taten vollkommen ab. Er ist locker, lebt sein Leben, so wie er es für richtig hält und nimmt kein Blatt vor den Mund. Er muss sich für einen echten Kerl wirklich sehr mit seinen Gefühlen herumschlagen, was ich irgendwie schon süß fand. Patrizia ist eine perfekte Ergänzung für Wesley, weil sie zielstrebig ist und für ihre Grundsätze einsteht. Für sie trifft der Spruch „Harte Schale, weicher Kern“ absolut zu und ich finde es erfrischend, dass das bei einem typischen Liebesroman mal nicht vom Mann ausgeht. Für mich sind beide für sich genommen absolut glaubwürdig dargestellt und authentisch.

Bei den Nebencharakteren treffen wir ein paar alte Bekannte aus den vorherigen Bänden der Millionaires Club-Reihe, was ich immer wieder toll finde, weil man so auch weiß, wie es mit den anderen Jungs passiert.

Die Geschichte ist spannend aufgebaut und es gibt ein paar interessante Wendungen. Was allerdings ein Minikritikpunkt ist, ist die Geschwindigkeit der Story an sich. Das Geschehen umfasst nur wenige Tage und dafür passiert so eine ganze Menge. Vom einen Leben stürzt sich Wesley direkt in ein vollkommen anderes und so kann ich den beiden die Gefühle nicht komplett abnehmen. Das war ein bisschen schade.

Insgesamt eine tolle Story mit glaubwürdigen Charakteren, die spannend geschrieben ist. Ein paar heiße Szenen runden das Ganze ab und haben mich insgesamt mit einem Lächeln auf den Lippen zurück gelassen.


4,5 Sterne

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705 Bibliotheken, 11 Leser, 3 Gruppen, 69 Rezensionen

bücher, london, liebe, bookless, fantasy

BookLess - Wörter durchfluten die Zeit

Marah Woolf
Flexibler Einband: 310 Seiten
Erschienen bei Körner, Ina, 15.08.2013
ISBN 9783000426148
Genre: Fantasy

Rezension:

Vorweg: Ich habe die Selfpublisher-Version des Buches gelesen. Details zum Layout könnten also abweichen.

„Wörter durchfluten die Zeit“ ist der erste Band der Bookless-Trilogie. Ein ganz tolles Hintergrundthema trifft auf glaubwürdige Charaktere und ein bezauberndes Setting in London. Gibt es etwas Schöneres als Bücher?

Was einem als Erstes auffällt, sind die liebevoll ausgewählten Zitate, die jedes Kapitel schmücken. Sie beziehen sich natürlich auf die Literatur und was Bücher mit uns machen. Mir haben sie sehr gut gefallen, weil sie die Grundstimmung des Werkes aufgewertet haben. Die Geschichte bekommen wir aus Sicht eines allwissenden Erzählers nähergebracht. Das hat den Vorteil, dass wir immer direkt am Geschehen dran sind und sowohl einen Einblick in Lucys als auch in Nathans Welt bekommen. Darüber hinaus wechseln die Perspektiven auch noch zwischen diversen Nebencharakteren hin und her. Der Schreibstil ist flüssig und der Jugensprache angepasst. Gerade die Beschreibungen der Bücher sind sehr bildhaft. Ich konnte sie förmlich riechen und fühlen.

Lucy hat mir als Protagonistin sehr gut gefallen. Sie ist klug, aufgeschlossen und bissig. Sie lässt sich gerade von der Männerwelt nichts sagen und hält mit ihrer Meinung – von der sie nicht abweicht – stets dagegen, wenn sie denkt, dass ein Unrecht geschieht. Das ist wahre Charakterstärke und wenn man bedenkt, dass sie sich mit einigen Fakten herumschlagen muss, die auf sie einstürmen, dann ist das doppelt bemerkenswert. Sie ist zudem echt und authentisch. Lucy verstellt sich nicht und steht für ihre Grundsätze und vor allem für die Menschen ein, die ihr am Herzen liegen. Nathan ist da ganz anders. Für ihn steht die Loyalität zu seiner Familie an oberster Stelle. Die beiden sind wie Ying und Yang, obwohl ich in Nathan noch Potenzial sehe, dass er sich für den richtigen Weg entscheiden wird.

Die Nebencharaktere sind wirklich liebevoll ausgearbeitet. Besonders Lucys Mitbewohner sind sehr detailliert dargestellt. Obwohl sie nicht so oft zu Wort kommen, hat man trotzdem das Gefühl, dass sie aus der Nachbarschaft sind und man sie eben kennt. Colin habe ich von seinem ersten Auftritt an ins Herz geschlossen. Er ist der große Bruder, den man sich immer gewünscht hat.

Die Spannung setzt ab dem zweiten Drittel ein und hat mich nicht mehr losgelassen. Die Geschehnisse erfolgen Schlag auf Schlag und lassen den Leser atemlos zurück. Ich konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen. Gerade wegen des bösen Cliffhangers am Ende bin ich froh, dass der zweite Band schon neben mir liegt und ich sofort weiterlesen kann. Den minimalen Abzug nehme ich vor, weil das erste Drittel recht schwer in Fahrt kommt. Wir lernen die Charaktere kennen und das Geheimnis um den Bund liegt noch relativ im Dunkeln, also ein typischer Start eigentlich.

Für mich ein toller Einstieg in die Bookless-Trilogie. Authentische Charaktere, die sich perfekt in ihre Rolle einfügen, eine spannende Hintergrundstory und das Wichtigste: Bücher, Bücher, Bücher!


4,5 Sterne

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3.772 Bibliotheken, 75 Leser, 9 Gruppen, 310 Rezensionen

liebe, lux, onyx, fantasy, daemon

Onyx - Schattenschimmer

Jennifer L. Armentrout , Anja Malich
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 21.11.2014
ISBN 9783551583321
Genre: Jugendbuch

Rezension:

„Onyx – Schattenschimmer“ ist der zweite Band der Katy & Deamon-Reihe von Jennifer L. Armentrout. Auch dieses Buch konnte mich vollkommen überzeugen und hat meine Sucht noch mehr geschürt. Aliens sind die neuen Vampire!

Auch die Fortsetzung der Geschichte bekommen wir wieder direkt aus Sicht von Katy erzählt. Dieses Mal ist das sogar noch intensiver, da sie sich viel mit ihren Gefühlen auseinandersetzt und wir das dann aus erster Hand mitbekommen. Der Schreibstil ist gewohnt flüssig und fesselnd. Die Handlungen setzen direkt nach den Geschehnissen des ersten Bandes ein und wir müssen uns nicht mit langen Wiederholungen herumschlagen, sondern können uns direkt dem Genuss der Story hingeben.

Katy macht eine unglaubliche Wandlung durch. Schon im ersten Teil hat sie sich stark und lebensfroh gezeigt, doch das hat sich nun noch einmal verstärkt. Sie steht für ihre Prinzipien ein und möchte um jeden Preis ihre Freunde schützen. Für mich sind das edle Motive zur Handlung – da verzeiht man dann auch mal, wenn sie einen Fehler begeht. Auch Deamon wird diesmal näher beleuchtet und wir bekommen auch seine emotionale Seite zu Gesicht, die ihm übrigens sehr gut steht! Für mich sind die beiden wie Dynamid: explosiv, zündend und heiß.

Auch die Nebencharaktere werden näher beleuchtet. Während Dee in diesem Band in den Hintergrund tritt, bekommen wir es mit dem neuen Charakter Blake zu tun. Blake ist das perfekte Puzzlestück in der Dreiecksbeziehung mit Katy und Deamon. Gerade wenn die beiden männlichen Streithähne aufeinandertreffen, können wir uns auf fetzige Dialoge freuen, die mir mehr als einen Schmunzler beschert haben. Die Nebencharaktere fügen sich perfekt in die Handlung ein und sind immer authentisch – egal, ob gut oder böse. Ihre Handlungen sind zu jeder Zeit nachvollziehbar.

Der einzige kleine Kritikpunkt geht an die Spannungskurve. Es passiert zwar ständig etwas (meist) Unvorhersehbares, aber das erste Drittel ist minimal schwächer als der Rest des Buches. Superspannend wird es im letzten Drittel. Hier geht es wirklich Schlag auf Schlag und man kann kaum Atmen. Auch die Sympathie zu den beiden Protagonisten lässt den Leser permanent mitfiebern. Natürlich gibt es wieder einen fiesen Cliffhanger, damit man direkt zum nächsten Band greifen muss, der ja zum Glück schon erschienen ist.

Die Hintergrundstory ist super ausgearbeitet und vertieft sich hier noch. Schnell wird klar, dass sie viel weiter reicht, als man zunächst angenommen hat. Für mich sind die Lux eine aufregend neue Spezies, die der Leser für sich entdecken kann. Auch die Machenschafften der VM sind ausgeklügelt mit der eigentlichen Geschichte geschickt verwoben.

Ein starker zweiter Band, der dem ersten ebenbürtig ist. Ich freue mich schon darauf, die Serie weiter zu entdecken und zu erfahren, was aus Katy und Deamon wird. Eine klare Leseempfehlung!


4,5 Sterne

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24 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

liebe, obdachlos, strike, katharina wolf, schule

Strike - oder die Unwahrscheinlichkeit vom Blitz getroffen zu werden und die große Liebe zu finden

Katharina Wolf
Flexibler Einband: 286 Seiten
Erschienen bei Amrun Verlag, 08.08.2016
ISBN 9783958691971
Genre: Liebesromane

Rezension:

Ein Paar, das unterschiedlicher nicht sein könnte, ein Roadtrip, der alles verändert und vor allem ganz große Gefühle – das ist Strike. Die Autorin schafft es, einen romantischen Young-Adult-Roman vorzulegen, der mir unter die Haut ging.

Wir bekommen diese emotionale Geschichte aus Sicht der Protagonistin Sophie erzählt. Da sie bisher noch fast keine Erfahrungen mit dem männlichen Geschlecht sammeln konnte, ist diese Perspektive nicht nur wichtig, um ihre Gedanken nachvollziehen zu können, sondern auch amüsant, denn oft denkt Sophie einfach zu viel und vor allem zu abstrakt über Dinge nach. Der Schreibstil ist schön locker gehalten, sodass man den Roman quasi in einem Rutsch lesen kann und die Sprache ist dem Alter der Protagonisten nachempfunden. Man kann sich also rundum auf die Geschichte einlassen und selbst auf einen Roadtrip mit Sophie und Strike gehen.

Sophie hat mir als Protagonistin insgesamt sehr gut gefallen. Sie wächst über sich hinaus und lässt sich auch auf Dinge ein, die ihr normalerweise Angst machen würden. Sophie ist sehr emotional und gerade diese Charaktereigenschaft lässt sie manchmal unüberlegt handeln. Bis zu einem gewissen Grad kann ich das auch nachvollziehen (süße achtzehn Jahre alt und frisch verliebt), aber gegen Ende sind manche Entscheidungen etwas zu schnell gefällt für meinen Geschmack. Strike bildet da einen krassen Gegenpart und zusammen ergänzen sie sich nahezu perfekt. Ich konnte Strikes Gedanken und Taten nachvollziehen, obwohl wir seine Geschichte nur über Sophie miterleben. Für mich ist er der typische Anti-Held und so agiert er auch oft, was aber nicht negativ gemeint ist. Er macht wohl die größte Wandlung im Laufe der Story durch, aber man begleitet ihn als Leser gerne dorthin.

Bei den Nebencharakteren wurde sehr oberflächlich gearbeitet, was ich aber gut finde, da sie schlichtweg keine große Rolle im Gesamtgeschehen inne hatten. Allerdings wurde mir hier wieder vor Augen geführt, warum ich froh bin, kein Teenager mehr zu sein: Sophies Freunde sind einfach nur oberflächlich und bedienen jedes Klischee.

Die Geschichte insgesamt war unterhaltsam und spannend. Besonders die Passage ab dem Roadtrip fesselt den Leser und konnte auch mich überzeugen. Nicht nur, weil es hier Schlag auf Schlag geht, sondern auch, weil die Charaktere näher beleuchtet werden und die Emotionen tiefer greifen als in der ersten Hälfte des Romans.

Ich habe die Geschichte von Sophie und Strike gerne gelesen und mich mit ihnen abenteuerlustig auf die Reise nach Frankreich gemacht. Mal etwas anderes als Millionäre und schüchterne Studentinnen und doch zwei Welten, die hier beleuchtet werden. Große Gefühle treffen auf eine tolle Hintergrundstory. Sicher nicht das letzte Buch der Autorin, das ich gelesen habe!

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39 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

italien, erdbeeren, erdbeere, roman, italie

Erdbeeren im Sommer

Anja Saskia Beyer
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei Tinte & Feder, 16.05.2017
ISBN 9781542045582
Genre: Liebesromane

Rezension:

Wer nach einer gemütlichen Sommerlektüre sucht, ein bisschen italienische Luft schnuppern oder einfach in die Vergangenheit eintauchen möchte, macht mit diesem Roman nichts falsch – ein tolles Setting inklusive.

„Erdbeeren im Sommer“ wird uns aus der Perspektive eines allwissenden Erzählers nähergebracht. Das hat den Vorteil, dass der Leser immer direkt am Geschehen dran ist, weil die beiden Frauen – Luisa und Mona – beide im Vordergrund stehen und sie nicht immer zusammen sind in den Szenen. Allerdings hat das meiner Meinung nach auch etwas zu viel Distanz geschaffen, denn gerade Luisa habe ich nicht immer verstehen können, wenn es um ihre Gefühle ging. Mona rückt deswegen auch etwas in den Hintergrund. Der Schreibstil ist schön leicht gehalten, sodass man sich voll und ganz auf die Geschichte konzentrieren kann. Um das Ganze dem Land anzupassen, werden auch immer wieder italienische Ausdrücke gestreut, um ein Feeling von Dolce Vita aufkommen zu lassen.

Wie schon geschrieben, hatte ich so meine Probleme mit der Protagonistin Luisa. An sich ist sie eine bodenständige Frau, die ein italienisches Temperament besitzt und auch sonst nicht auf den Mund gefallen ist. Leider ist sie in Sachen Liebe so wankelmütig, dass ich ihr ihre Gefühle nur selten abnehmen konnte. Gerade einen Heiratsantrag an Kandidat Nr. 1 ausgesprochen, macht sie sich auf den Weg zu ihrer Jugendliebe und trifft auch noch Mann Nr. 3, der ebenfalls in die engere Auswahl kommt. Zwischendurch hatte ich da leider immer wieder den Eindruck, dass wir uns bei Herzblatt befinden und Luisa selbst nicht weiß, was sie will. Das war wirklich schade, denn so wurde ich mit ihr nicht warm.

Bei Mona war das schon ganz anders. Ihr konnte ich ihre Gefühle komplett abkaufen und für mich war sie ein in sich schlüssiger Charakter, der sympathisch und authentisch war. Auch die Nebencharaktere waren viel besser ausgearbeitet und haben zusammen ein tolles Bild ergeben. Besonders die italienische Besetzung konnte durch ihre Herzlichkeit und Ausstrahlung bei mir punkten.

Die Spannung war durchgängig vorhanden, weil der Leser direkt in die Geschichte geworfen wird und es dann auch schon Schlag auf Schlag geht. Auch die Passagen, die in der Vergangenheit spielen, heizen die Stimmung weiter an, weil sie erst nach und nach das Rätsel um die Familie Rossi lösen. Das war wirklich sehr gelungen und hat richtig Lust auf die Story gemacht.

Ansonsten haben wir es mit einer Mischung aus Roadtrip, Liebesgeschichte und Familiendrama zu tun. Die Verwebung der einzelnen Storyelemente ist gelungen und glaubhaft dargstellt. Man findet den roten Faden immer wieder und merkt, dass die Autorin viel Mühe in die Recherche des Settings gesteckt hat, denn teilweise hatte ich wirklich das Gefühl, in einem italienischen Landstrich unterwegs zu sein – Kompliment hierfür.

Insgesamt eine emotionale Familiengeschichte, die besonders die Rolle der Frau beleuchtet und aufzeigt, wie das Schicksal einem übel mitspielen kann. Bis auf die kleine Schwäche bei der Protagonistin konnte mich die Autorin vollkommen überzeugen.

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47 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

vivien sprenger, everly, dämonen, engel, schattenreichdeshimmels

Everly - Schattenreich des Himmels

Vivien Sprenger
E-Buch Text: 268 Seiten
Erschienen bei Dark Diamonds, 27.01.2017
ISBN 9783646300246
Genre: Jugendbuch

Rezension:

„Everly – Schattenreich des Himmels“ ist der erste Teil einer neuen Fantasyreihe, rund um die Protagonistin Everly Hanson, die sich am Engelsinstitut in diverse Abenteuer stürzt. Leider konnte mich dieser Roman nicht überzeugen, was ich persönlich sehr schade finde.

Wir bekommen diese Geschichte aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt. Dabei sind die Kapitel klassisch-nummerisch beziffert und zusätzlich noch mit dem Namen des Hauptakteurs überschrieben. Gerade anfangs fand ich das ziemlich verwirrend, da man die einzelnen Personen noch gar nicht kannte und dann auch noch mitten ins Geschehen geworfen wurde. Hier hätte ich mir gewünscht, dass wir nicht nur Ort und Handelnde peu a peu nähergebracht bekommen, sondern auch die Hintergrundstory und das Setting. Der Schreibstil an sich ist sehr locker und umgangssprachlich gehalten.

Everly hat ziemlich lange gebraucht, um bei mir Sympathien zu wecken und hat es dann auch nicht vollkommen geschafft, mich zu überzeugen. Erst einmal muss man verstehen, was sie wirklich umtreibt und dann handelt sie auch oft emotional. Sie ist zwar die typische Anti-Heldin, die vom krassen Fall wieder aufsteht, aber trotzdem geht sie dabei oft unüberlegt vor und erscheint deshalb nur selten authentisch.

Bei den Nebencharakteren war das leider nicht besser. Die Autorin hat es durch die vielen Perspektiven und Personen geschafft, dass ich zu niemandem eine Verbindung aufbauen konnte und die Geschichte einfach so gelesen habe. Ich konnte deshalb nicht mit den Charakteren mitfiebern und habe keinen Zugang gefunden, weil manche Personen regelrecht kalt erscheinen.

Die Hintergrundstory an sich hat mich angesprochen, weswegen ich das Buch auch lesen wollte. Der Kampf zwischen Dämonen und Engeln ist meistens spannend gestaltet und kommt nicht selten ohne Intriegen aus. Diese Elemente sind im Laufe der Geschichte zu finden, was ich positiv hervorheben möchte. Auch die Story um Everlys Mutter bringt einige Überraschungen mit sich, die mich überzeugen konnten.

Bei der Spannung gibt es aber leider wieder Kritikpunkte anzubringen, weil ich anfangs verwirrt, im Mittelteil ab und zu gelangweilt (leider musste ich mich selbst zum Weiterlesen animieren) und am Ende unbefriedigt zurückgelassen wurde. Das ist wirklich schade, weil man meiner Meinung nach aus der Geschichte viel mehr hätte herausholen können.

Eine geordnete Story, glaubhafte Handlungen und authentische Gefühle hätten dem Buch sehr gut getan. Ich werde die Folgebände nicht mehr lesen, obwohl die Autorin uns mit einem Cliffhanger zurücklässt, der eigentlich zum Weiterlesen animieren soll.

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(43)

49 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 39 Rezensionen

mallorca, liebe, sommer, finca, rentner

Meeresblau & Mandelblüte

Elke Becker
E-Buch Text: 236 Seiten
Erschienen bei beHEARTBEAT by Bastei Entertainment, 01.07.2017
ISBN 9783732539376
Genre: Sonstiges

Rezension:

Mit „Meeresblau und Mandelblüte“ legt uns die Autorin einen erfrischenden Sommerroman mit viel Emotionen vor. Die authentischen Charaktere sind nur ein Highlight, das dieser Roman mit sich bringt. Von mir klar empfohlen!

Die Geschichte wird uns aus Sicht eines allwissenden Erzählers nähergebracht, der immer den Überblick über das Geschehen behält. Das hat den Vorteil, dass der Leser immer nah an den Handlungen dran ist, egal, wer gerade agiert und egal, wo der Schauplatz gerade ist. Ich habe mich zu jedem Zeitpunkt bestens mitgenommen gefühlt, was ich positiv hervorheben möchte. Die Sprache ist eher locker und umgangssprachlich gehalten. Besonders toll finde ich, dass jeder Charakter eine eigene Sprachfarbe hat und dadurch noch authentischer wirkt. So haben die Männer eine ganz andere Wortwahl als die doch zunächst hochnäsig wirkende Leonie. Der lockere Schreibstil hat auch dafür gesorgt, dass ich ein paar entspannte Lesestunde genießen durfte und mich mal so richtig schön nach Mallorca versetzt fühlte.

Mit Leonie hatte ich zu Beginn so meine Probleme muss ich gestehen. Sie hat teilweise so kalt gewirkt, dass man eher weniger Sympathien für sie aufbringen konnte. Das hat sich zum Glück im Laufe der Geschichte gelegt. Sie ist eine starke Persönlichkeit, die sich in jeder Situation beweisen möchte. Das hat mir sehr gut an ihr gefallen. Allerdings war der Hintergrund für mich etwas fragwürdig und nicht besonders authentisch. Manche Fakten kamen für einfach zu plötzlich und deshalb konnte ich sie nicht so richtig nachvollziehen, was ich persönlich sehr schade finde.

Sehr gut gefallen hat mir die Rentner-WG. Hier hat die Autorin wirklich vier tolle Charaktere erschaffen, die mich richtig gut unterhalten haben. Diese Menschen haben alle ihre Ecken und Kanten und sind deshalb wirklich herzlich. Sie haben mich direkt angesprochen und ich konnte sie als sympathisch und authentisch ablegen. Dabei ist mehr als einer dieser Herrschaften in der Lage, den Leser zu überraschen. Auch den ein oder anderen Schmunzler konnte ich mir nicht verkneifen, weil da teilweise skurrile Dinge geschehen. Ein bisschen mehr Hintergrund hätte ich mir von Niklas gewünscht. Der Protagonist der Geschichte kommt etwas blass daher, weil man seine Gefühle nicht so wirklich mitbekommt. Er wirkt ab und zu verschlossen und auch mit seinen Emotionen hält er ziemlich hinter dem Berg.

Die Hintergrundstory war ansprechend und hat durch einige wenige Wendungen für zusätzliche Spannung gesorgt. Gerade das Setting war sehr gut ausgearbeitet und ich konnte mich gedanklich tatsächlich nach Mallorca versetzen. Damit hat die Autorin wohl ein großes Ziel erreicht. Für mich kam das Ende etwas abrupt. Natürlich weiß man grob, auf was man sich einlässt und wohin uns die Story letztendlich führen soll. Trotzdem hätte ich mir da etwas mehr erhofft (gerade was die Aussprache und die Annäherung der Protagonisten betrifft).

Ich würde sagen, dass es sich bei diesem Roman um eine wundervoll emotionale Sommergeschichte handelt, die den Leser gefangen nimmt und in ein sommerliches Inselfeeling entführt – auch wenn nicht immer eitel Sonnenschein herrscht. Klare Leseempfehlung für alle, die sich mal treiben lassen wollen.

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73 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 42 Rezensionen

liebe, drama, tanz, songs, strippen

Never before you - Jake & Carrie

Amy Baxter
Flexibler Einband: 392 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 01.04.2017
ISBN 9783741300325
Genre: Romane

Rezension:

Mit „Never before you – Jake & Carrie“ legt uns die Autorin Amy Baxter den ersten Band der San Francisco Ink-Reihe vor, in der sich alles um das Tattoostudio „Skinneedles“ dreht. Eine schöne Liebesgeschichte mit tollen Wendungen.

Wir bekommen diese emotionale Geschichte abwechselnd aus Sicht von Jake und Carrie erzählt. Dies hat den Vorteil, dass der Leser immer direkt an ihren Gefühlen dran ist. Gerade Jake ist sehr verschlossen und so kann man trotzdem miterleben, was ihn gerade beschäftigt. Der Schreibstil ist locker gehalten und auf das jeweilige Umfeld der Charaktere abgestimmt. Zwischen Carrie und ihrem Freund Nolan geht es da herzlich zu, während Jake eher einen raueren Tonfall drauf hat. So ist das Ganze wirklich sehr authentisch und verdient ein Lob. Als Zusatzausstattung findet man zu Beginn noch eine Liste von Songs, die im Verlauf der Story Erwähnung finden. Das fand ich wirklich super!

Carrie konnte mich als Protagonistin vollkommen überzeugen, weil sie sehr emotional und menschlich rüberkommt. Sie steht für ihre Familie und Freunde ein – komme, was da wolle. Darüber hinaus ist sie zum Glück nicht perfekt, was sie letztendlich authentisch macht. Mit Jake harmoniert sie geradezu perfekt. Beide haben ihr Päckchen aus der Vergangenheit zu tragen und deswegen auch eine verletzliche Seite. Darüber hinaus ist Jake  einfach nur hot, Ladys! Als Mann mit Tattoos und einer Motorradvergangenheit bringt er alles mit, um gut beim weiblichen Publikum anzukommen. Allerdings sollte man sich von seiner harten Schale nicht täuschen lassen …

Die Nebencharaktere sind relativ begrenzt, was ich gut finde, da man so besser mit dem Setting und den Gegenheiten zurechtkommt. Auch hier hat sich die Autorin große Mühe gegeben, damit alles stimmig ist und die Personen auch untereinander harmonieren beziehungsweise sich in das große Ganze einfügen. Charakterdesign ist auf jeden Fall Frau Baxters Steckenpferd.

Die Story an sich ist wirklich spannend gestaltet, weil es eben nicht nur eine Liebesgeschichte ist. Die Vergangenheit der beiden Protagonistin bringt noch eine gehörige Portion Spannung mit. Ebenso die Geschehnisse aus dem Club. Und der rasante Perspektivenwechsel tut sein Übriges. Ich konnte das Buch praktisch nicht aus der Hand legen, weil es so einige Missverstänisse und Wendungen gibt und man permanent wissen möchte, wie es weitergeht mit den beiden.

Ich bin froh, dass es bereits einen zweiten Band gibt und die schon erschienen Charaktere darin eine Erwähnung oder auch längere Auftritte bekommen. Trotzdem sind die Teile in sich abgeschlossen lesbar. Ich bin ein Fan der SanFranInk!

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(183)

304 Bibliotheken, 18 Leser, 0 Gruppen, 134 Rezensionen

thriller, jonas winner, murder park, vergnügungspark, freizeitpark

Murder Park

Jonas Winner
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Heyne, 13.06.2017
ISBN 9783453421769
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Mit „Murder Park“ legt uns der Autor einen perfiden Thriller vor, der für mich erfrischend und spannend war. Authentische Charaktere treffen auf eine Setting, das einem schon die Gänsehaut über den Körper jagt. Für mich ist Jonas Winner ein Künstler im Bereich der überraschenden Wendungen.

Wir bekommen diesen packenden Roman aus Sicht eines allwissenden Erzählers nähergebracht, wobei man aber eigentlich sagen muss, dass es die Geschichte von Paul Greenblatt ist. Man hätte auch aus seiner Warte schreiben können, denn der Autor verlässt im gesamten Verlauf nie seine Sichtweise. Zum einen bekommt der Leser so alles direkt und ungefiltert mit, auf der anderen Seite hatte ich teilweise sogar das Gefühl, dass wir es hier mit einer Ich-Perspektive zu tun haben, so gut wurden die Emotionen des Protagonisten transportiert. Das Buch ist in klassisch-nummerische Kapitel unterteilt, wird zwischendurch aber immer wieder durch Interviews aufgelockert, was zusätzlich Spannung schaffte. Die Beschreibungen sind teilweise sehr bildhaft – gerade wenn es um die Morde geht. Schwer getan habe ich mir mit den psychologischen Ausflügen. Hier sind die niedergeschriebenen Gedanken manchmal so fachlich, dass ich ein paar Stellen mehrfach lesen musste.

Paul hat mir als Protagonist wirklich außerordentlich gut gefallen, weil er eine enorme Wandlung durch macht. Das Bild, das er dem Leser zu Beginn vermittelt, ändert sich von Seite zu Seite und irgendwann weiß man selbst nicht mehr, was Schein und was Sein ist. Man wird manipuliert, getäuscht, angelogen und bildet sich so seine eigene Meinung, die man mehr als einmal im Verlauf der Geschichte wieder verwirft. Für mich war der Charakter von Paul einfach perfekt skizziert. Man hat ihm jede Handlung und jedes Wort abgekauft, konnte mit ihm mitfiebern, leiden und den Mörder jagen.

Auch bei den Nebencharakteren hat der Autor einen unglaublich tollen Job erledigt. Ich möchte gar nicht wissen, wie viel Arbeit in den psychologischen Profil von jedem einzelnen steckt. Egal, um wen es sich handelt, die Personen sind in sich stimmig und authentisch. Jeder hat auf seine Weise sein eigenes Kreuz zu tragen und gerade weil wir es hier mit tatsächlichen Individuen zu tun haben, ergibt sich insgesamt ein rundes Charakterdesign.

Die Spannung ist wohl kaum zu übertreffen. Was zu Beginn noch der Begeisterung aufgrund des Konzept von Murder Park entspricht, wandelt sich schnell in Nervenkitzel. Die zentrale Frage ist natürlich, wer der Mörder ist und was tatsächlich hinter der Geschichte steckt. So viel kann ich verraten: Erst auf den letzten Seiten kommt wirklich Licht ins Dunkel und bis zu diesem Zeitpunkt ist die Story einfach nur fesselnd und aufreibend. Man kann das Buch kaum aus der Hand legen, weil man wissen möchte, wie es weitergeht. Mich hat der Autor wirklich abholen können.

Bei diesem Roman wird mit der Angst gespielt. Natürlich steht auch die Ermittlung irgendwie im Mittelpunkt, denn die Charaktere nehmen den Leser mit auf die Reise in die Vergangenheit. Allerdings sollte auch gesagt sein, dass man keinen schwachen Magen haben sollte, denn gerade was Leichen anbelangt, nimmt der Autor kein Blatt vor den Mund. Hier wird sehr ins Detail gegangen.

Für mich ein wirklich toller Thriller, der mich seit Langem mal wieder vollkommen fesseln konnte. Eine gut ausgearbeitete Hintergrundstory, ineinandergreifende Handlungselemente und Emotionen, die psychisch auf einem sehr hohem Niveau behandelt werden.

4,5 Sterne

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(8)

15 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

geheimnissvol, lusti, lache, humo

Landluftduft

Johanna Danninger
E-Buch Text: 258 Seiten
Erschienen bei Montlake Romance, 23.05.2017
ISBN 9781542095938
Genre: Liebesromane

Rezension:

Mit „Landluftduft“ legt uns die Autorin einen realistischen Liebesroman vor, der nicht nur ein uriges Setting hat, sondern auch mit sympathischen Charakteren aufwarten kann. Ich bin überzeugt!

Wir bekommen den Roman aus Sicht des Landeis Anna erzählt, die frisch von ihrem Studium aus München zurück nach Wammling gekehrt ist. Obwohl sie gnz und gar nicht auf den Mund gefallen ist, denkt sie über ihre eigenen Gefühle lieber im Stillen nach, weswegen die Wahl der Perpektive genau die richtige war. Der Schreibstil ist locker gehalten und lässt sich super lesen. Besonders charmant finde ich die bayrischen Sätze, die meist von den Ureinwohnern Wammlings abgeschossen werden. Sie machen den Roman authentisch und lassen den Leser auch mehr als einmal schunzeln – zumindest mich als Halbfränkin.

Anna hat mir als Protagonistin sehr gut gefallen, weil sie auf der einen Seite stark ist und weiß, was sie möchte, und auf der anderen Seite aber trotzdem Emotionen zulässt und eine verletzliche Ader hat – die sie aber nach außen nicht immer zeigt. Anna war mir von der ersten Seite an sympathisch gewesen, weil sie einfach direkt auf den Punkt kommt und nie lange um den heißen Brei herum redet. Solche Charakterzüge schätze ich. Unser Protagonist Ben ist da ein ganz anderes Kaliber. Er ist eigentlich in vielen Zügen das genaue Gegenteil von Anna. Er wirkt zunächst kalt, arrogant, distanziert und überheblich. Es hat lange gedauert, bis er bei mir punkten konnte, aber das war von der Autorin genau so beabsichtigt. Ein Mann eben, der einige Überraschungen parat hält.

Bei den Nebencharakteren ist mir regelrecht das Herz aufgegangen. Besonders der Opa von Anna hat es mir angetan, weil er mich in vielen Dingen an meinen eignen Opi erinnert hat (der war auch so ein prägnanter Mann). Aber auch die Dorfbewohner haben ihre Eigenarten, obwohl sich die Autorin hier einiger Kischees bedient, hat doch jeder noch so das gewisse Etwas, um schon wieder einzigartig zu sein. Hier möchte ich ein ganz großes Lob aussprechen, weil mich die Wammlinger vollkommen überzeugen konnten.

Mein einziger Kritikpunkt geht an die Spannungskurve. Hier ist es nicht ganz gelungen, interessante Wendungen einzubauen. Vielmehr war mir schon relativ früh klar, auf was die Story hinauslaufen wird – und so kam es dann auch. Das war ein bisschen schade, weil ich mir vielleicht doch den ein oder anderen Plottwist gewünscht hätte. So ist die Handlung dahingeplätschert, ohne groß für Aufregung zu sorgen.

Was wunderbar gelungen ist, ist das Setting! Ich konnte mir das beschauliche Örtchen Wammling richtig gut vorstellen. Dieses urige, noch etwas rückschrittliche, aber nicht minder herzliche Dorf konnte mich so überzeugen, wie es schon lange kein Schauplatz mehr geschafft hat. Das liegt vor allem daran, dass die Autorin großen Wert auf liebevolle Details gelegt hat. Man merkt, dass hier sicherlich eine reale Vorlage gedient hat.

Ansonsten haben wir es mit einer Liebesgeschichte der Kategorie „Feuer und Eis“ zu tun, die gleichzeitig auch ein Stückweit Katz-und-Maus-Spiel ist. Für mich eine gelungene Lovestory, weil auf Schmalz und Kitsch praktisch gänzlich verzichtet wurde und sich eher auf die Erforschung der Gefühle für den Partner konzentriert wurde.

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(22)

34 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

tanzen, lena in love, jungs, sina müller, ballett

Lena in love

Sina Müller
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 09.11.2015
ISBN 9783738655193
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Mit „Lena in love: Tanz mit mir“ legt die Autorin den ersten Band rund um die tanzbegeisterte Lena und die Zwillinge Noah und Luca vor. Insgesamt ein tolles Jugendbuch, das mich vollkommen überzeugen konnte.

Wir bekommen diese Geschichte in typisch nummerischen Kapiteln mit Perspektivenwechsel zwischen den beiden Protagonisten Lena und Noah nähergebracht. Das hat den Vorteil, dass der Leser in beide Köpfe blicken und Missverständnisse früh erkennen kann.  Noch dazu kommt, dass die Charaktere nicht besonders mitteilsam sind und wir so einen besseren Eindruck von deren Gefühlswelt erhalten. Der Schreibstil ist insgesamt sehr flüssig und locker gehalten. Besonders gut hat mir gefallen, dass die Wortwahl bzw. die Ausdrucksweise auf das Alter der Protagonisten abgestimmt war. Selbst zwischen den einzelnen Charakteren sind Nuancen eingearbeitet, um das Ganze authentischer zu gestalten.

Lena ist ein typischer Teenie mit ihren 16 Jahren. Das Tanzen und der richtige Partner stehen ganz oben auf der Liste der wichtigen Dinge. Der Autorin ist es wirklich super gelungen, ihre Gefühle zum Ausdruck zu bringen, denn ich selbst habe mich wieder in dieses Alter zurück versetzt gefühlt. Die Suche nach Mr. Right und wer es dann tatsächlich ist, das Gefühl, angekommen zu sein und dann nach kurzer Zeit doch festzustellen, dass man sich etwas vorgemacht hat – sehr gelungen. vor allem diese Wankelmütigkeit macht Lena authentisch. Wer wusste schon mit 16, was er wirklich wollte?

Noah und Luca sind da schon ein ganz anderes Kaliber. Ein paar Jahre älter, aber auf keinen Fall reifer, liefern sie sich einen Streit um die Rangordnung untereinander. Um sich diesen Zwist tatsächlich emotional richtig vorstellen zu können, muss man wohl selbst ein Zwilling sein. Allerdings hat die Autorin die Charaktere der beiden sehr gut herausgearbeitet und besonders Noah hält die ein oder andere Überraschung parat.

Auf die Nebencharaktere wurde kein großes Augenmerk gelegt, was aber vollkommen in Ordnung war, weil man sich ohnehin auf die Protagonisten konzentrieren wollte. Ein paar Stereotypen, die beste Freundin und die jeweilige Familie und schon ist die Besetzung fertig, die das Gesamtbild abrundet.

Die Autorin hat mich direkt auf der ersten Seite abgeholt und eine wirklich spannende Geschichte erzählt. Besonders fies ist der krasse Cliffhanger am Ende, sodass man am liebsten sofort mit Band 2 weitermachen möchte. Insgesamt ist die Story recht vorhersehbar und hält wenige Überraschungen bereit, was aber verzeihlich ist, weil dafür umso authentischer dargestellt wird, was emotional in den beiden Portagonisten vorgeht. Sympathie spielt da sicher auch eine große Rolle, denn ich habe Lena und Noah gerne durch die Geschichte begleitet.

Das Thema Liebe und Gefühle ist allgegenwärtig. Dabei setzten sich die Charaktere mit diesem Thema auf eine sehr erwachsene Art und Weise auseinander. Von Kitsch ist kaum etwas zu spüren. Mein einziger Minikritikpunkt geht an das Tanzen an sich. Vom Cover und Titel her hatte ich einen Jugendroman erwartet, bei dem es vordergründig um Ballett oder Ähnliches geht. Fakt ist aber, dass das erste Mal richtig darauf eingegangen wird, wenn die Leseanzeige bei 50% steht.

Insgesamt wirklich ein toll geschriebener Jugendroman, der Lust auf mehr macht. Sympathische und gut ausgearbeitete Charaktere machen das Lesen zu einem Genuss. Weiter so!


4,5 Sterne

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(1.926)

3.134 Bibliotheken, 44 Leser, 3 Gruppen, 316 Rezensionen

obsidian, liebe, fantasy, lux, aliens

Obsidian - Schattendunkel

Jennifer L. Armentrout , Anja Malich
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 29.04.2016
ISBN 9783551315199
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Mit „Obsidian – Schattendunkel“ legt uns die Autorin den ersten Band dieser neuen spannenden Jugendbuch-Fantasy-Reihe vor. Vampire und Werwölfe sind out – trefft die Lux! Sexy, spannend, atemberaubend – aufregende Charaktere, interessante Story und verträumtes Setting.

Wir bekommen diese tolle Geschichte direkt aus Sicht der Protagonistin Katy erzählt. Diese Perspektive ist sehr hilfreich, weil Katy nicht unbedingt der mitteilsame Typ Mensch ist und vieles mit sich selbst ausmacht. Was mir besonders gut am Erzählstil der Autorin gefällt, ist die Art und Weise, wie sie neue Fakten offenlegt. Ich konnte ihr zu jeder Zeit folgen und habe mich in der Welt, die sie hier erschaffen hat, wirklich wohl gefühlt, weil ich ich den Eindruck hatte, dass ich mit auf eine Reise genommen wurde. Auch die Beschreibung der Umgebung ist mehr als gelungen, weil das verschlafene Örtchen vor meinem inneren Auge tatsächlich zum Leben erwacht ist.

Katy hat mir als Protagonistin wirklich gut gefallen, da sie nicht als schwacher Mensch vor einem übernatürlichen Wesen dargestellt wird, sondern einen eigenen Kopf hat. Sie steht für ihre Überzeugungen ein und macht ausnahmsweise mal keine Wandlung durch. Katy ist einfach sie selbst und das ist auch gut so, weil sie sympathisch, aufrichtig und authentisch ist. Ein kleines Schmankerl für uns Leser: Sie ist Buchbloggerin und das ist besonders nett, da ich mich mit ihr identifizieren konnte. Auch ihre innere Stärke ist beeindruckend und konnte mich letztendlich davon überzeugen, dass ich unbedingt mehr von Katy lesen möchte.

Daemon hat wohl alles, was der klischeehafte Badboy mitbringen muss: Er ist schön, sexy und düster. Frei nach dem Motto „harte Schale, weicher Kern“ gibt es immer wieder neue Facetten an ihm zu entdecken, was ihn zum perfekten Gegenpart von Katy macht.

Auch die Nebencharaktere können sich blicken lassen, weil sie individuell gestaltet sind und durch ihre Interaktionen bestechen können. Die, die man lieben soll, kommen von Anfang an sympathisch rüber und die Bösewichte umgibt auch direkt die entsprechende Aura, sodass immer gleich klar ist, wer auf welcher Seite steht.

Obwohl handlungstechnisch eigentlich gar nicht so viel passiert, hat mir dieser erste Band doch sehr gut gefallen, weil man ihn als Einstieg in die Gesamtgeschichte sehen kann. Für mich war es spannend, peu a peu in die Welt der Lux eingeführt zu werden und diese neuartigen Wesen zu entdecken. Diverse Wendungen und Überraschungen haben dann auch noch zusätzlich für Spannung gesorgt, sodass ich wirklich froh bin, dass die weiteren Teile bereits erschienen sind und man direkt weiterlesen kann.

Ansonsten haben wir es bei dieser Reihe mit einer gelungenen Mischung aus Liebesgeschichte und Fantasy zu tun. Der Fantasyanteil überwiegt hier ganz minimal, weil das der Dreh- und Angelpunkt für den generellen Konflikt darstellt. Aber das heiße Prickeln zwischen Katy und Daemon sollte natürlich auch nicht unterschätzt werden!

Ein gelungener erster Teil, der super in die Story einfüht und Lust auf mehr macht. Sympathische Charaktere, spannende Story und eine Anziehungskraft zwischen den Protagonisten, die einfach außerirdisch ist.

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(93)

225 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 58 Rezensionen

nina blazon, hexen, hexenverfolgung, feuerrot, ravensburg

Feuerrot

Nina Blazon
Fester Einband
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 16.02.2016
ISBN 9783473401338
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Mit „Feuerrot“ legt die Autorin einen gut recherchierten historischen Roman zu Zeiten der Hexenverfolgung vor, der außerdem noch durch authentische Charaktere und eine interessante Hintergrundstory überzeugen konnte.

Wir bekommen diese emotionale Story aus Sicht eines allwissenden Erzählers berichtet. Das hat den Vorteil, dass wir zu jeder Zeit direkt am Geschehen dran sind, denn nicht nur der Ort wechselt des Öfteren, sondern auch die Perspektive zwischen den Personen. Was ebenfalls erwähnenswert ist, sind die tollen Kapitelüberschriften. Hier sind verschiedene Zitate und Buch- bzw. Briefausschnitte angeführt, die zum jeweiligen Geschehen passen. Der Schreibstil ist der Sprache des 15ten Jahrhunderts angepasst und wie von Nina Blazon gewohnt trotzdem spannend gehalten.

Madda ist wohl die Person, die mitten im Geschehen steht, aber eigentlich würde ich von drei Pratagonisten sprechen: Madda, Elisabeth und Beno. Das Schicksal der drei ist unweigerlich miteinander verwoben und ich fand es super, wie die Autorin die Fäden hier gezogen hat. Wenn einer ein wenig in den Hintergrund trat, dann tat er das nur, um einem anderen die Bühne zu räumen. Gerade Madda beweist eine unglaubliche Stärke, während Beno und Elisabeth eine starke Wandlung durchlaufen. Die Veränderungen wurden glaubhaft dargestellt, sodass die Authentizität der Charaktere durchgängig gewahrt wurde.

Auch bei den Nebencharakteren hat Frau Blazon einen tollen Job erledigt, denn sie fügen sich perfekt ins Geschehen und bereichern die Geschichte, obwohl sie teilweise Stereotypen sind. Manche von ihnen haben nur einen kurzen Gastauftritt und wirken trotzdem lebendig. Dabei versieht die Autorin ihre Charaktere mit kleinen Makeln oder einer schwierigen Vergangenheit, um sie realer bzw. echter zu machen.

Der einzige kleine Kritikpunkt geht an die Spannungskurve. Der Einstieg ist mir leicht gefallen und auch das Ende ist sehr, sehr spannend gestaltet, sodass ich das Buch kaum noch aus der Hand legen konnte. Allerdings waren in der Mitte ein paar Längen zu verzeichnen, von denen ich mir gewünscht hätte, dass man die Handlung dort etwas gestrafft hätte, damit der Leser besser am Ball bleiben kann.

Die Story an sich und auch die Hintergrundfakten sind stimmig und super recherchiert. Am Ende des Buchs gibt es auch ein Glossar, in dem man verschiedene Fachbegriffe zum Thema Mittelalter oder Hexenverfolgung nachlesen kann. Auch das Nachwort der Autorin ist sehr hilfreich, um die Geschichte als solche einordnen zu können. Die Liebesgeschichte ist dezent und fügt sich gut in das Gesamtgeschehen ein. Eine Anmerkung noch: Wer sich scheuen sollte, weil er Angst vor blutiger Folter hat, der kann aufatmen, denn auf diese Details wird hier verzichtet.

Insgesamt eine emotionale und vor allem authentische Geschichte, die uns auf eine Reise in die Vergangenheit mitnimmt. Trotz der kleinen Längen in der Mitte eine spannende Story, die ich sehr gerne gelesen habe. Eine klare Leseempfehlung!

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35 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

erwachsen werden, abitur, verantwortung, 5 sterne, bettina brömme

18, pleite und planlos, aber immerhin sehen wir gut dabei aus

Bettina Brömme
Fester Einband: 312 Seiten
Erschienen bei Arena, 07.02.2017
ISBN 9783401602929
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Mit diesem spritzigen Roman legt uns die Autorin die perfekte Lektüre vor, um sich noch einmal in die Probelme einer Achtzehnjährigen hineinzuversetzen. Authentische Charaktere, treffen auf das Thema You-Tube – inklusive großer Emotionen!

Wir bekommen diese tolle Story direkt aus Sicht der Protagonistin Franzi erzählt. Das hat den Vorteil, dass wir immer nah am Geschehen sind und auch ganz oft mitbekommen, was sie sich zu ihren You-Tube-Filmen denkt, während sie filmt. Ich würde sie zwar nicht als verschlossen bezeichnen, aber trotzdem enthält sie sich aus Höflichkeit oft eines Kommentars. Aufgelockert wird der überaus flüssige Schreibstil zusätzlich noch durch die Drehbücher für die Videos, die Franzi im Verlauf der Story aufnimmt. Locker-flockige Schreibe – ein großes Lob dafür.

Franzi  hat mir als Protagonistin sehr gut gefallen. Natürlich sind sowohl Franzi als auch ihre Freundinnen Platzhalter, die durch andere Figuren ausgtauscht werden könnten, da es um die Beschreibung des Lebens mit 18 Jahren geht, aber trotzdem hatte ich von Anfang an einen direkten Draht zu dieser jungen Frau, die für ihre Überzeugungen einsteht und für ihren Traum kämpft. Gerade ihre aufmüpfige Ader konnte ich nachvollziehen, weil ich in diesem Alter ähnliche Konflikte mit meinen Eltern hatte, die teils auch sehr unschön waren. Sie ist chaotisch, eigensinnig und doch so hilfsbereit und geradlinig, dass sie nicht nur Sympathien weckt, sondern auch authentisch ist und zu keinem Zeitpunkt blöd rüberkommt.

Mit den vier Freundinnen von Franzi hat die Autorin ein Spektrum an Individuuen geschaffen. Zum einen haben wir Mai die Streberin, der ihre Noten über alles gehen und die sich darüber hinaus mit einer Patchwork-Familie herumschlagen mus. Dann haben wir die kämpferische, freigeistige und vor allem kreative Jella, die kein Blatt vor den Mund nimmt, und deren Zwillingsschwester Alwa, die sich von ihrer unbefriedigenden Beziehung nicht lösen kann und einen gewissen Ruhepol in die illustere Runde bringt. Die Mädels haben sich wirklich super ergänzt und ich konnte ihnen voll und ganz abnehmen, dass sie immer für einander einstehen werden.

Mein einziger Minikritikpunkt geht an die Hintergrundhandlung. Sicherlich war es Absicht, dass man eben einfach einen Ausschnitt aus dem Leben einer 18-jährigen Abiturientin zu lesen bekommen hat. Aber das Ende war sehr abrupt und ich hab mich dann einfach gefragt: Was ist danach mit den Charakteren passiert, die man doch gerade ins Herz geschlossen hat?

Das Gefühl, das dieser Roman während des Lesens erzeugt, ist einfach unbeschreiblich. Ich habe mich wieder in mein Leben mit 18 hineinversetzt und habe auch viel über meine eigene Abizeit, meine Freunde und derzeitige Liebe nachgedacht. All das hat die Autorin mit diesem Werk geschafft. Aber die Message ist klar: Jeder ist anders und jeder muss seinen eigenen Weg finden. Aber gemeinsam ist es eben schöner, diesen Weg zu gehen.

Für mich eine spannende Lektüre, die ein tolles Gefühl erzeugt und darüber hinaus noch mit tollen Charakteren und vielen Emotionen aufwarten kann.

4,5 Sterne

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345 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 75 Rezensionen

liebe, anima, teufel, gott, kim kestner

Anima - Schwarze Seele, weißes Herz

Kim Kestner
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Arena, 10.02.2016
ISBN 9783401602523
Genre: Jugendbuch

Rezension:

„Anima“ ist ein Fantasy-Jugendbuch, das mich durch eine interessant gestaltete Hintergrundstory überzeugen konnte, leider trifft das nicht auf alle Chraktere zu, denn vor allem mit der Protagonistin habe ich mir im Verlauf der Geschichte sehr schwer getan.

Wir bekommen die Story zu großen Teilen aus der Sicht von Abby erzählt. Das erweist sich als gelungen, da Abby ein eher verschlossener Charakter ist und viele Dinge lieber mit sich selbst ausmacht. So kann der Leser ihre Gedankengänge und Gefühle nachvollziehen, obwohl sie nicht immer darüber spricht. Der Schreibstil war überaus gelungen, weil er auf der einen Seite locker ist und auf der anderen Seite auch fesseld sein kann. Besonders gut haben mir im gesamten Roman die Umgebungsbeschreibungen gefallen, weil sie sehr bildhaft waren, aber dennoch Platz für eigene Fantasien gegeben haben.

Wie schon erwähnt, hatte ich mit Abby leichte Probleme. Zu Beginn der Geschichte konnte ich ihr ihre Rolle vollkommen abnehmen. Sie war für mich ein authentisches Komplettpaket, so wie sie dargestellt wurde. Im Verlauf der Handlungen hat sie allerdings immer mehr von ihrer Echtheit eingebüßt, besonders bei den Liebespassagen bzw. Flirterein mit Juspinn. Die Autorin versucht zwar glaubhaft dazustellen, warum sie sich teilweise so hörig verhält, aber trotz allem konnte ich das Abby nicht abnehmen. Meiner Meinung nach hat sie sich von Juspinn viel zu sehr in seinen Bann schlagen lassen. Auch wenn sie „erst“ 18 Jahre alt ist und man da noch so richtig für einen Jungen schwärmen kann, war mir das an manchen Stellen too much. Juspinn hat mir da schon viel besser gefallen. Auch er macht eine Wandlung durch, büßt dabei aber nicht seine typischen Merkmale und Macken ein und bleibt deshalb für mich der überzeugendere Protagonist.

Bei den Nebencharakteren waren für mich einige Perlenen dabei, wie beispielsweise Juspinns Schwester. Sie nimmt den Leser ab dem ersten Auftritt für sich ein und hat mich direkt überzeugen können. Auch Abbys Eltern sind in den ersten Szenen glaubhaft dargestellt und ergeben in ihrer Einheit einen tieferen Sinn.

Die Spannung war zu Beginn und im hinteren Drittel durchweg vorhanden. Lediglich in der Mitte sind einige Passagen, denen ein paar Seiten weniger durchaus besser getan hätten, weil hier gefühlt wenig bis nichts passiert (sowohl emotional als auch von der Handlung her). Dafür fehlen dem Schluss definitiv einige Seiten, denn das Ende hat mich enttäuscht zurückgelassen, weil es so abrupt kam und der Epilog auch zügig abgehandelt wurde, was ich sehr schade finde, weil gerade die Auflösung des ganzen gut-oder-böse-Konflikts doch am interessantesten für den Leser ist.

Insgesamt habe ich Anima gerne gelesen und kann es den jüngeren Leserinnen empfehlen, weil sie sicherlich mehr wert auf die Liebesgeschichte und die Schwärmerei zwischen Abby und Juspinn legen. Gute Fantasyelemente, ein wenig Grusel, Spannung und viele kitschige Dialoge werden bei dieser Lektüre mitgeliefert.

3,5 Sterne

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78 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 15 Rezensionen

wald, reiter, dorf, gott, sekte

Ada - Im Anfang war die Finsternis

Angela Mohr
Fester Einband: 360 Seiten
Erschienen bei Arena, 03.08.2015
ISBN 9783401601120
Genre: Jugendbuch

Rezension:

„Ada“ ist ein realistisches Jugendbuch, das nicht nur durch sehr authentische Charaktere überzeugen kann, sondern auch noch eine ernste Hintergrundstory bietet, die mich vollkommen überzeugen konnte.

Das Buch ist in zwei Teile gegliedert und wechselt immer wieder zwischen den Perspektiven in der direkten Ich-Form, was durch Nennung der Namen in der Überschrift erfolgt. Dieser Wechsel zwischen den Charakteren war sehr gut gelungen, weil man so immer das Eindruck hatte, direkt in die Gefühlswelt der einzelnen Personen eintauchen zu können. Gerade bei Ada hat das Sinn gemacht, da sie eine für sich vollkommen neue Welt entdecken muss und wir dies so ungefiltert miterleben. Der Schreibstil ist absolut fesselnd, denn ich habe das Buch praktisch nicht aus der Hand legen können.

Ada hat mir als Protagonisten sehr gut gefallen, weil ich sie direkt ab der ersten Szene in mein Herz schließen konnte. Sie ist einfach echt und authentisch. Man nimmt ihr jedes Wort und jede Handlung ab, ohne weiter darüber nachzudenken. Ada macht wohl auch die größte Wandlung im Verlauf der Story mit. Dabei geschieht dies zunächst einmal schleichend und wird dann klarer. Ich konnte vollkommen in ihre Geschichte ziehen lassen und habe mich mit Ada zusammen auf eine Reise begeben können. Diese Fähigkeit habe ich bisher nur bei wenigen Charakteren feststellen können, aber hier muss ich ein dickes Lob an die Autorin aussprechen. Luca hat einen guten Gegenpol zu Ada gebildet, wobei sich dass ab einem gewissen Punkt geändert hat, da sich rausstellt, dass die beiden doch nicht so verschieden sind. Beide haben ihr Päckchen zu tragen und sind ganz bestimmt nicht perfekt.

Auch bei den Nebencharakteren hat ein wirklich gutes Charakterbuilding stattgefunden, was vor allem auf die Personen im Dorf zutrifft. Ich konnte mir diese Gemeinschaft tatsächlich vorstellen und habe den Leuten ihre jeweilige Rolle abkaufen können. Dabei wurde der Fokus noch nicht mal großartig auf irgendwelche Fakten aus der Vergangenheit gelegt, sondern wir habens die Leute ganz echt im Hier und Jetzt kennenlernen dürfen.

Die Spannung war durchgängig vorhanden, was – wie schon erwähnt – dazu geführt hat, dass ich das Buch praktisch nicht aus der Hand legen durfte. Wir bekommen mehr als eine Überraschung und Wendung geboten und selbst wenn das nicht gewesen wäre, hätte mich die Autorin allein durch Adas Geschichte fesseln können, weil man einfach wissen möchte, wohin sie ihr Weg führt.

Da das Buch teilweise auf den Erfahrungen der Autorin beruht, ist das Hintergrundthema gleich doppelt emotional. Zum einen hat mich Adas Einzelschicksal unglaublich berührt und zum anderen ist das Thema an sich sehr ernst. Man denkt immer, dass solche christlichen Sekten nur in Amerika oder ganz weit weg bestand haben, aber nein, Frau Mohr führt uns vor Augen, dass es solche Gruppierungen durchaus auch direkt vor unserer Haustür in Deutschland gibt und das Thema, weil es unbequem ist, viel zu oft totgeschwiegen wird.

Ich konnte mich vollkommen auf diesen emotionalen, dramatischen, offenlegenden und fesselnden Roman einlassen, weil ich bereit dazu war, mit auf Adas Reise zu gehen. Für mich eine klare Leseempfehlung und eine Geschichte, die ich auch in Zukunft noch gerne weiterempfehlen werde.

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für kinder und erwachsen, nirac rellum, spannend, carin müller, [w]hole-kids

Ferien auf Tarkanus X

Carin Müller , Nirac Rellum
E-Buch Text: 84 Seiten
Erschienen bei neobooks, 15.02.2017
ISBN 9783738099935
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Diese überaus liebevoll gestaltete Kurzgeschichte bekommen wir direkt aus Sicht des tapferen Protagonisten Tim erzählt. Zusammen mit seinem schlauen Hund Rufus bildet er ein tolles Team, das mich von der ersten Seite an für sich gewinnen konnte. Nicht nur die Charakteregestaltung von Tim ist authentisch, nein, auch seine Freunde erwachen praktisch zum Leben. Der nerdige Jack, die aufbrausende Kallah und der stille Nero bilden eine Gruppe, die dem Leser einfach sympathisch sein muss. Man möchte mehr Abenteuer mit ihnen erleben!

Der Schreibstil ist der Altersgruppe ab 10 Jahren angepasst. Auf der einen Seite können wir noch die kindlich-abenteuerliche Seite der Jugendlichen entdecken, auf der anderen Seite sind sie aber auch schon sehr erwachsen und verantwortungsbewusst. Das spiegelt sich auch im Schreibstil wieder, da die Leser nicht nur altersgerecht behandelt, sondern teilweise auch gefordert werden – eben ein Abenteuer für jedes Alter.

Eine spannende und liebevoll erzählte Geschichte, die auf einem fernen Planeten spielt. Ich kann sie euch nur wärmstens ans Herz legen. Wer mal für ein paar Stunden abtauchen möchte, liegt mit dieser Lektüre genau richtig. Ich hoffe auf Nachschub!

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