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11 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

Ferien auf Tarkanus X: [W]HOLE-Kids

Carin Müller , Nirac Rellum
E-Buch Text
Erschienen bei neobooks, 15.02.2017
ISBN 9783738099935
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Diese überaus liebevoll gestaltete Kurzgeschichte bekommen wir direkt aus Sicht des tapferen Protagonisten Tim erzählt. Zusammen mit seinem schlauen Hund Rufus bildet er ein tolles Team, das mich von der ersten Seite an für sich gewinnen konnte. Nicht nur die Charakteregestaltung von Tim ist authentisch, nein, auch seine Freunde erwachen praktisch zum Leben. Der nerdige Jack, die aufbrausende Kallah und der stille Nero bilden eine Gruppe, die dem Leser einfach sympathisch sein muss. Man möchte mehr Abenteuer mit ihnen erleben!

Der Schreibstil ist der Altersgruppe ab 10 Jahren angepasst. Auf der einen Seite können wir noch die kindlich-abenteuerliche Seite der Jugendlichen entdecken, auf der anderen Seite sind sie aber auch schon sehr erwachsen und verantwortungsbewusst. Das spiegelt sich auch im Schreibstil wieder, da die Leser nicht nur altersgerecht behandelt, sondern teilweise auch gefordert werden – eben ein Abenteuer für jedes Alter.

Eine spannende und liebevoll erzählte Geschichte, die auf einem fernen Planeten spielt. Ich kann sie euch nur wärmstens ans Herz legen. Wer mal für ein paar Stunden abtauchen möchte, liegt mit dieser Lektüre genau richtig. Ich hoffe auf Nachschub!

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30 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

liebe, missverständnisse, schnee, urlaub, mit ski charme und pinguin

Mit Ski, Charme und Pinguin

Emma Wagner
E-Buch Text: 286 Seiten
Erschienen bei null, 31.01.2017
ISBN B01N7Y98KQ
Genre: Sonstiges

Rezension:

Mit „Ski, Charme und Pinguin“ legt die Autorin einen liebevoll gestalteten Roman vor, der nicht nur zum Skifahren und Schneemannbauen einlädt, sondern auch noch gleich den Frühling einläutet.

Wir bekommen diesen überaus heiteren Roman aus Sicht der Protagonistin Zoey erzählt. Da sie manchmal sehr kritisch mit sich selbst ins Gericht geht, ist diese Wahl auch angemessen, um nachvollziehen zu können, warum sie sich manchmal so verhält, wie sie es eben tut. Der Schreibstil ist locker und umgangssprachlich gehalten und überzeugt durch seine witzigen Zwischenpassagen, die mich mehr als einmal haben schmunzeln oder lachen lassen. Was zur äußeren Form unbedingt noch erwähnt werden muss: Auch bei diesem Roman gibt es wieder zauberhafte Bildchen (passend zum Buchtitel) über den Kapitelzahlen!

Zoey war mir von Anfang an sympathisch, weil sie mal keine Protagonistin ist, die die üblichen Schönheitsideale aufweist, sondern kurvig und selbstkritisch ist. Die Autorin zeichnet ein Charakterbild, das mir nicht unbekannt ist. Vermutlich konnte ich mich daher auch so gut in sie hineinversetzen und mit ihr mitfühlen. Zoeys ganze Denkweise ist vorsichtig: kein Risiko eingehen, möglichst klein machen und abwarten. Im Laufe der Handlung macht sie ein Wandlung durch, die nicht immer nur nach positiven Ereignissen ausgelöst wird. Für mich war die Protagonistin authentisch, ehrlich und real.

Mit den Nebencharakteren hat die Autorin allerdings voll ins Schwarze getroffen. Hier wimmelt es nur so vor Individuen. Am besten haben mir die beiden Pensionsinhaberinnen gefallen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Die eine schrill und laut, die andere streng und zurückhalten – im Duo unschlagbar, vor allem, wenn sie miteinander reden. Auch Zoey Cousine Hanna ist ein echtes Unikat und aus der Geschichte nicht wegzudenken. Sie versüßt einem immer wieder die verschiedensten Augenblicke und vermittelt doch eine tiefere Botschaft.

Mein einziger Minikritikpunkt geht an die Spannung bzw. an die Story an sich. Natürlich gibt es ein paar interessante Wendungen, aber insgesamt ist die Geschichte – trotz ihrer ausgefallenen Details – sehr vorhersehbar. Es handelt sich eben um einen „typischen“ Liebesroman, was nicht negativ gemeint ist. Befürworter des Genre werden auf jeden Fall auf ihre Kosten kommen – so viel seit gesagt! Auch ich habe die Geschichte praktisch in einem Rutsch gelesen, weil man unbedingt wissen möchte, was das Schicksal für Zoey und Ben bereithält.

Wer sich ein paar schöne Lesestunden mit einer einfühlsamen Geschichte und toll ausgearbeiteten Protagonisten machen möchte, liegt mit diesem Buch genau richtig. Nicht nur für den Winter und Skifans geeignet, nein, auch die Fühlingsliebhaber kommen hier voll auf ihre Kosten.

4,5 Sterne

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47 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

thriller, horror, ring, jenny milewski, japa

Angstmädchen

Jenny Milewski , Maximilian Stadler
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Heyne, 09.01.2017
ISBN 9783453438804
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Mit „Angstmädchen“ legt die Autorin eher eine Grusellektüre als einen Thriller im Stil von Stephen King (wie vom Verlag versprochen) vor, die aber mit einer authentischen Protagonistin und gut ausgearbeiteten Nebencharakteren überzeugen kann.

Wer kein Fan von Das-Ende-zu-Beginn-Geschichten ist, sollte gleich zu einem anderen Buch greifen, denn hier ist nach dem ersten Kapitel schon klar, auf was das Ganze hinauslaufen wird. Auch verwundert bleibe ich bei der Wahl des Covers zurück, da es um ein japanisches Mädchen geht, das schwarze Haare hat, und wir hier blonde Locken gezeigt bekommen. Falls es hier eine Message zu entdecken gibt, habe ich sie leider nicht gefunden. Wir bekommen diese Story direkt aus Sicht von Malin, der Protagonistin, erzählt. Der Erzählstil ist geradlinig und einfach gehalten, was gerade in den spannenden Szenen von Vorteil ist, weil die Autorin so direkt zur Sache kommt. Auch die Wahl der Perspektive ist goldrichtig, da Malin doch eher ein verschlossener Charakter ist, der viel mit sich selbst ausmacht.

Generell positiv möchte ich die Darstellung der Personen hervorheben. Egal, ob Haupt- oder Nebencharakter, man hatte immer ein klares Bild vor Augen, wie sich ein Mensch gibt oder ist. Malin war mir zu Beginn noch etwas befremdlich, da wir – wie schon erwähnt – erst eine ganz andere Protagonistin vor Augen geführt bekommen. Eine, die schon die ganze Geschichte hinter sich hat und sich natürlich deutlich anders verhält als dieses schüchterne Mädchen, das sie eigentlich einmal war. Die Wandlung an sich ist nachvollziehbar dargestellt und authentisch.

Die Nebencharaktere haben mir fast noch besser gefallen, da wir es hier zwar auch mit Stereotypen zu tun haben, aber manche eben doch herausragende Individuen sind. Gerade Pelle – einer der Mitbewohner – hat mir sehr gut gefallen, weil er sich nicht immer so verhalten hat, wie man es eigentlich von ihm erwartet hätte. Aber auch die anderen Charaktere haben immer eine Portion Menschlichkeit mit auf den Weg bekommen, sodass sie durchweg authentisch waren und man emotional mit ihnen mitfiebern konnte.

Der größte Kritikpunkt geht wohl an die Spannung. Erst einmal muss ich deutlich sagen, dass es sich nicht um einen Thriller im klassischen Sinne handelt. Vielmehr hatte ich den Eindruck, dass wir es mit einem Remake aus „The Grudge“ und „The Ring“ zu tun hatten. Klar, die japanische Geistersage stand ganz eindeutig im Mittelpunkt des Geschehens, aber ich würde die Lektüre doch eher unter leichtem Grusel bzw. Horror einordnen. Noch dazu kam, dass in der ersten Hälfte nicht wirklich Spannung aufkam. Die Geschichte war generell sehr vorhersehbar, was an vielen Stellen den Überraschungsmoment genommen hat. Lediglich im letzten Drittel konnte ich doch noch halbwegs gefesselt werden, was aber vor allem an der Entwicklung der zwischenmenschlichen Beziehungen lag. Das Ende war durch das erste Kapitel schon bekannt und hat leider auch keine neuen Erkenntnisse gebracht.

Insgesamt eine solide Story, die vor allem durch gut ausgearbeitete Charaktere überzeugen kann, allerdings viel Boden im Bereich der Spannung und Individualität der Geschichte verliert. Kein Vergleich mit anderen großartigen Horrorautoren, aber vielleicht kann die Autorin mit ihren eigenen Geschichten überzeugen, wenn sie beim nächsten Mal etwas mehr im Bereich der Spannung ausbaut.

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(107)

158 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 87 Rezensionen

spanien, geburtstag, familie, spanischer bürgerkrieg, enkel

Albertos verlorener Geburtstag

Diana Rosie , Gabriela Schönberger
Fester Einband: 334 Seiten
Erschienen bei Knaur, 01.02.2016
ISBN 9783426653937
Genre: Romane

Rezension:

Glaubwürdige Charaktere, eine gekonnt verschlungene Darstellung von Gegenwart und Vergangenheit sowie jede Menge Emotionen – das ist das Buch „Albertos verlorener Geburtstag“, das mich vollkommen überzeugen konnte.

Schon alleine die Erzählweise bei dieser Geschichte ist wohl etwas ganz Besonderes. Die Kapitel wechseln immer wieder zwischen der Gegenwart, in der Albertos Suche nach seinem Geburtstag dargestellt wird und der Vergangenheit, die uns von Zeitzeugen aus der Ich-Perspektive nähergebracht wird. In dieser Form habe ich noch nie ein Buch gelesen und ich muss sagen, dass dieser Stil wirklich sehr spannend und aufschlussreich war, denn wir haben nicht nur Alberto und seinen Enkel kennenlernen dürfen, sondern eben auch die Personen, die ihm in seinem früheren Leben einmal wichtig waren. Dabei war der Schreibstil zwar durchaus gehoben, aber auch sehr einfühlsam und emotional gehalten.

Wer Alberto nicht direkt sympathisch findet, der hat kein Herz. Was dieser alte Mann in seinem Leben bisher mitmachen musste, ist wirklich ergreifend. Noch dazu hat er nie seinen Lebenswillen verloren und kämpft für seine Liebsten. Seine Charaktereigenschaften haben mich tief beeindruckt und ich denke, dass mir seine Geschichte noch lang im Gedächtnis bleiben wird. Sein Enkel Tino kommt da ganz nach seinem Großvater. Trotz seiner kindlichen Art steht er für seine Prinzipien ein und ist für sein Alter schon recht weit. Zwischendurch kommt man aber immer wieder an den Punkt, an dem man sich als Leser eingestehen muss, dass er eben doch erst sieben Jahre alt ist und nichts lieber möchte, als seine Familie glücklich zu sehen. Diese Handlungen haben mich emotional berührt und dafür gesorgt, dass ich das Buch praktisch in einem Rutsch gelesen habe.

Auch bei den Nebencharakteren hat die Autorin großen Wert darauf gelegt, sie ins rechte Licht zu rücken und ihnen eine Bühen zu geben. So werden die Rückblenden immer aus der Ich-Perspektive dargestellt, um genau zu zeigen, was in den einzelnen Personen vorgegangen ist. Mir hat das unwahrscheinlich gut gefallen, weil das Hintergrundthema bzw. Zeit und Ort (Bürgerkrieg in Spainen in den 30er Jahren) ziemlich schwierig waren und man so ein Gespür für die Situation der einzelnen Schichten bekommen hat. Dabei war es egal, ob die Autorin aus Sicht eines Priesters oder eines Generals geschrieben hat oder eben dem einfachen Volk eine Stimme verlieh – ich habe zu keinem Zeitpunkt an der Echtheit der einzelnen Charaktere gezweifelt. Ein dickes Lob an die Ausarbeitung der Personen.

Wie schon erwähnt, war die Spannung alleine durch den packenden Erzählstil von Anfang an vorhanden. Ich habe das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen können, weil man mit Alberto mitgefiebert hat und wissen wollte, was denn nun damals tatsächlich passiert ist. Mein einziger Minikritikpunkt geht an das Ende bzw. an die Auflösung der Situation, weil mir dies dann plötzlich zu schnell ging. Hier fand ich, dass man überraschenderweise aus der gewohnten Erzählstruktur ausgebrochen ist und das Ganze etwas beschleunigt hat, um zum Schluss zu gelangen, was sehr schade ist.

Das Hintergrundthema des spanischen Bürgerkriegs wurde für mich realistisch dargestellt. Dabei wurde in keiner Weise etwas beschönigt oder gar ein Blatt vor den Mund genommen. Die Autorin spricht die Missstände an und zeigt anhand des Schicksals von Alberto, wie mehrere Leben durch eine kleine Tat schon vollkommen anders verlaufen können.

Insgesamt hat mir besonders das Einfühlungsvermögen der Charaktere und der emotionale Schreibstil sehr gut gefallen. Ich habe die ganze Zeit über gebangt, gehofft und sogar die ein oder andere Träne verdrückt, während ich Albertos Geschichte gelesen habe. Für dieses Buch kann ich eine klare Leseempfehlung aussprechen, denn wer ein Herz hat, wird Alberto und Tino lieben!

4,5 Sterne

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94 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

hunger, das camp, ekel, thriller, scout

Das Camp

Nick Cutter ,
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Heyne, 08.09.2014
ISBN 9783453437791
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Mit dem Roman „Das Camp“ hat Nick Cutter eine unglaublich hohe Erwartungshaltung bei mir ausgelöst, weil er unter anderem mit Stephen King verglichen wurde. Leider bin ich nach diesem Buch mehr als enttäuscht, denn hier hat wirklich nichts gepasst: langweilige Story, langatmige Passagen und abartige Charaktere.

Anzumerken ist die besondere Erzählweise der Geschichte. Die aktuellen Handlungen werden immer wieder durch Berichte, Protokolle und Interviews unterbrochen und so aufgelockert. Das hat auch ab und zu den Vorteil, dass die Spannung doch noch ansatzweise angekurbelt wird, weil man sich fragt, was noch alles geschehen wird. Ansonsten ist die Sprache abwechselnd einfach bis umgangssprachlich gehalten (aktuelle Handlung) und springt zwischendurch zu fachlich bis psychologisch-anspruchsvollen Abschnitten (bei den Berichten usw.).

Mit den Protagonisten ist man als Leser eventuell erst einmal überfordert. Wir haben es hier mit fünf sehr komplexen Charakteren zu tun, die alle gleichzeitig ihren Auftritt haben. Beleuchtet werden sie zwar nach und nach, aber hier tut sich mehr als ein Abgrund auf. Für mich sind die Handlungen der Jugendlichen nicht immer nachvollziehbar und oft auch stark übertrieben, weswegen ich mit keinem der fünf so wirklich warm wurde.

Die Nebencharaktere sind relativ überschaubar und treten überwiegend in den eingeschoben Passagen auf. Deshalb erfahren wir auch von ihnen so gut wie nichts, was die Personen der Geschichte generell sehr blass aussehen lässt. Insgesamt hätte ich mir beim Charakterdesign mehr Persönlichkeit gewünscht, sodass man auch mit ein oder zwei der Personen hätte mitfiebern können. So war es schlichtweg egal, ob jemand starb oder überlebte.

Der nächste Kritikpunkt geht an die Spannung. Die ersten 100 Seiten waren noch in Ordnung (Einführung in die Geschichte etc.). Leider ging es danach rapide bergab. Ich musste das Buch wirklich oft aus der Hand leen und mich zum Weiterlesen zwingen. Da konnten ab der Hälfte auch die Einschübe nichts mehr retten und ich war nur noch gefrustet.

Das Schlimmste ist aber die Story an sich. Viele Passagen sind schlichtweg mit einer Brutalität und ekelhaften Beschreibungen übersät, sodass man sich fragt, was das Ganze soll. Einen Sinn habe ich schon relativ früh nicht mehr erkennen können. Gerade der Vergleich mit King hat mich zu diesem Buch greifen lassen und dann so bitter enttäuscht. Keine komplexen Handlungen (eher sinnloses Verhalten), keine tiefer gehenden Charaktergebilde, keine aufkommende Spannung – eher Langeweile.

Abschließend lässt sich sagen, dass das Buch und ich keine Freunde geworden sind. Gute Ansätze waren vorhanden, wenn man danach gesucht hat, weswegen ich auch einen Stern vergebe. Schade um die Lesezeit ist es trotzdem.

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56 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 44 Rezensionen

frankreich, burgund, erbe, sommer, familie

Mein Sommer mit Mémé

Élaine Briag
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 07.11.2016
ISBN 9783959670524
Genre: Romane

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1.477 Bibliotheken, 63 Leser, 4 Gruppen, 242 Rezensionen

thriller, psychothriller, sebastian fitzek, fitzek, das paket

Das Paket

Sebastian Fitzek
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Droemer, 26.10.2016
ISBN 9783426199206
Genre: Krimi und Thriller

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29 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 12 Rezensionen

nadinestenglein, rubinmond, jahrhunderte, hypnose, liebe für die ewigkeit

Rubinmond

Nadine Stenglein
Flexibler Einband: 268 Seiten
Erschienen bei Fabylon, 01.09.2016
ISBN 9783943570687
Genre: Fantasy

Rezension:

Mit „Rubinmond“ legt die Autorin einen Vampirroman vor, der vor allen Dingen mit seinem Element der Reinkarnation überzeugt, mich aber aufgrund der Protagonistin nicht vollständig fesseln konnte.

Die Geschichte wird uns direkt aus Sicht der Protagonistin Faye erzählt, was meiner Meinung nach auch hilfreich war, denn Faye zählt nicht gerade zu den mitteilsamen Menschen, sondern macht viel mit sich selbst aus. Noch dazu kommen die Flashbacks aus den vergangenen Leben, die so authentischer und realistischer werden. Der Erzählstil selbst ist flüssig und gut zu lesen, man hat zu jeder Zeit wieder in die Geschichte hineinfinden können, sobald man sie unterbrochen hat.

Eins meiner Probleme hatte ich leider mit Faye selbst. Irgendwie habe ich im kompletten Verlauf keinen Zugang zu ihre finden können, obwohl sie teilweise wirklich tough reagiert hat. Auf der anderen Seite war ihr Verhalten aber auch manchmal nicht nachvollziehbar, da sie auf den Leser sehr leichtgläubig wirkt und sich nach jeder Auseinandersetzung extrem schnell erholt. Das war für mich einfach nicht authentisch und so konnte ich Faye die meiste Zeit nicht ernst nehmen. Was eventuell noch gut gewesen wäre, wären ein paar Passagen/Kapitel aus Sicht von James (Fayes große Liebe), denn der gute Mann bleibt die meiste Zeit eher unbeleuchtet. Wir erfahren nicht viel von ihm und seine Motivation und Gedanken wären an manchen Stellen wirklich interessant gewesen.

Zu den Nebencharakteren habe ich eher einen Draht finden können. Sie waren in sich rund und haben sich in jeder Situation so verhalten, wie man es als Leser von ihnen erwartet hat. Besonders die Widersacher waren so weit beschrieben, dass man nachvollziehen konnte, was ihre Motivation ist und warum sie so handeln, wie sie es tun. Dana hat mir besonders gut gefallen, weil sie ein bisschen Leben in Fayes Alltag gebracht hat. Sie ist ein regelrechter Wirbelwind und sorgt für so manchen Schmunzler.

Die Spannung ist für mich ein zweischneidiges Schwert. Auf der einen Seite fand ich die Passagen aus der Vergangenheit unglaublich fesselnd, weil sie gut gestaltet waren und auf der anderen Seite war die Story an sich immer wieder zu langatmig zwischendurch, sodass ich das Buch leider mehrere Male aus der Hand legen musste. Die Idee an sich, den Vampiren noch eine andere Bedeutung zuzuordnen und die Seele der Wesen in den Vordergrund zu stellen, fand ich wirklich gelungen. Allerdings muss man hier ein gutes Verständnis haben, weil man die Hintergründe durch Fayes Augen kennenlernt und so eben nur Stück für Stück in das Wissen und die Geheimnisse rund um die Seelenwächter eingeführt wird. Für mich war das teilweise verwirrend, weil ich das Gesagte oder die Handlungen nicht richtig zuordnen konnte.

Insgesamt eine etwas andere Fantasystory, die mich unentschlossen zurücklässt.


3,5 Sterne

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62 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 49 Rezensionen

emma wagner, liebe, vergangenheit, familie, gefühle

Du. Für immer. (dramatischer Liebesroman)

Emma Wagner
E-Buch Text: 412 Seiten
Erschienen bei null, 30.10.2016
ISBN B01M9I9F5C
Genre: Liebesromane

Rezension:

„Du. Für immer.“ ist ein in sich abgeschlossener Roman, der vor allem durch seine authentischen Charaktere und sein emotionales Hintergrundthema überzeugen konnte. Für mich hat hier fast alles gepasst und ich habe ein paar unterhaltsame Stunden in einer aufreibenden Dreiecksbeziehung verbringen dürfen.

Was schon im ersten Kapitel auffällt, ist der außergewöhnliche Erzählstil bei dieser Geschichte. Jedes Kapitel umfasst eine Passage aus dem aktuellen Geschehen, das uns direkt aus Sicht der Protagonistin Anna nähergebracht wird, und eine Rückblende, die dann in der dritten Person verfasst wurde. Für mich war das sehr interessant, weil man so peu a peu verstanden hat, warum die Charaktere so geworden sind, wie sie nun mal sind. Zusätzlich wurde damit die Spannung nicht nur aufrecht erhalten, sondern auch noch angefacht. Besonders die Stellen, bei denen es um die Bilder von Anna geht, haben mir sehr gut gefallen, weil hier tolle Beschreibungen von Farbverläufen und Darstellungen gemacht wurden und die Kunstwerke vor meinem inneren Auge regelrecht zum Leben erwacht sind.

Anna war eine sehr starke Protagonistin, weil sie individuell und authentisch ist. Sie ist eine klare Antiheldin, weil sie mehr als nur einen Fehler im Laufe der Geschichte begeht, aber trotzdem dazu stehen kann. Teilweise führt sie sich sogar wie der sprichwörtliche Elefant im Porzellanladen auf, aber selbst das verzeiht man ihr, weil sie dem Leser schlichtweg sympathisch erscheint. Besonders die Darstellung der Vergangenheit ist überaus gut gelungen, weil man klar nachvollziehen konnte, warum sie sich in eine bestimmte Richtung entwickelt hat. Man hat ihren Schmerz und ihre Verzweiflung praktisch spüren können, sodass man gar nicht anders konnte, als mit ihr mitzufiebern.

Die beiden männlichen Protagonisten wurden toll ausgearbeitet. Man hat von Anfang an das Gefühl, es mit Feuer und Eis zu tun zu haben, so gegensätzlich sind Oliver und Marc. Wähend Oliver von Anfang an ein Sympathieträger ist, weil er alles für seine Frau tun würde, ist Marc teilweise einfach nur ein Kotzbrocken und Egoist, dem seine persönlichen Belange über alles gehen. Oliver hat mir manchmal wirklich leid getan, denn selbst Anna braucht wirklich lange, um zu verstehen, was seine Qualitäten sind. Hier komme ich auch zu meinem einzigen Minikritikpunkt, denn im letzten Kapitel kann ich Olivers Handlungen nicht so recht nachvollziehen, während die beiden Herren sonst immer glaubhaft innerhalb der Geschichte agieren.

Die Nebencharaktere haben die Geschichte nicht nur abgerundet, sondern zum Leuchten gebracht. Man kann sich das kleine verschlafene Nest mit all seinen Unikaten tatsächlich vorstellen. Egal, ob wir es mit dem knuffigen Eisverkäufer Tomaso, der zickigen Schwiegermutter oder der Männer verschlingeneden Pensionsbesitzerin Elena zu tun haben: Jede Person glänzt in ihrer Rolle und macht die Geschichte zu etwas Lebendigem.

Die Spannung war für mich durchweg vorhanden, weil man einfach wissen möchte, wie es mit Anna weitergeht. Natürlich handelt es sich um einen Liebesroman, bei dem die Emotionen klar im Vordergrund stehen, aber durch die Rückblenden bleibt der Leser am Ball, weil sich immer wieder neue Entwicklungen im Verlauf der Geschichte ergeben. So haben wir zwar keine großartigen Wendungen, aber Stück für Stück eine Erklärung dafür, warum Anna mit Oliver verheiratet ist und wie Marc in das Ganze hineinpasst. Auch das eigentlich ernste Hintergrundthema sollte nicht unerwähnt bleiben, denn hinter dem ganzen Versteckspiel und Entscheidungsdrama der drei Protagonisten steckt eigentlich eine dramatische Tat aus der Vergangenheit. Generell sind die Rückblenden psychologisch wirklich toll in Angriff genommen worden.

Mit diesem Werk konnte mich die Autorin überzeugen und hat mir ein paar tolle Lesestunden beschert. Die Mischung macht es hier, denn neben Liebe und Leidenschaft gibt es auch immer wieder ein paar lustige Stellen, die besonders durch die urig-skrurilen Kleinstadtbewohner leben. Dieser Roman ist anders als Frau Wagners bisherige Werke, aber dafür umso gelungener!

4,5 Sterne

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18 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

australien, abschussliste, auftrag, romanti, eine liebeserklärung an arnhem

Die Traumtaucher: Ein Australien-Roman

Alesia Fridman
E-Buch Text: 459 Seiten
Erschienen bei null, 20.08.2016
ISBN 9783000535727
Genre: Sonstiges

Rezension:

„Die Traumtaucher“ ist ein teilweise fesselnd erzählter Roman, der unter anderem ein wunderschönes Setting im australischen Busch beschreibt. Leider konnten mich einige vorhandene Längen nicht vollkommen überzeugen.

Der Erzählstil ist wohl das Außergewöhnlichste an dieser Geschichte. Wir haben es hier mit unterschiedlichen Erzählsträngen sowie Zeitebenen zu tun. Auf der einen Seite haben wir die aktuelle Geschichte, die gradlinig verläuft, und auf der anderen Seite haben wir immer wieder Rückblenden, die das große Puzzle peu a peu zusammensetzen. Allerdings war mir schleierhaft, warum ausgerechnet Alexejs Rückblenden in der Ich-Perspektive erzählt werden, während die aktuelle Geschichte und auch alle anderen Rückblenden in der dritten Person beleuchtet werden. Für mich hat das keinen Sinn ergeben, da ich mir auch einen direkteren Einblick bei anderen Charakteren gewünscht hätte.

Alexej war für mich als Charakter sowohl spannend als auch rätselhaft. Gerade seine Vergangenheit ist wirklich aufregend und hier habe ich ihm jede Handlung und jedes noch so kleine Gefühl abkaufen können. Allerdings hat dann zur aktuellen Story eine Wandlung in ihm stattgefunden, die mir persönlich zu rasch erfolgte und somit unglaubhaft war. Sarah ist eine wirklich starke Persönlichkeit, auf die das Beispiel harte Schale, weicher Kern definitiv zutrifft. Ihre Gefühle sind authentisch und nachvollziehbar, was sie für mich zu einem echten Individum macht, das den Leser abholt und berührt.

Die Nebencharaktere waren liebevoll gestaltet und hier hat man gemerkt, dass das Herzblut der Autorin daran hing. Ich hatte gerade bei den Ureinwohnern im australischen Busch das Gefühl, dass sie vor meinem inneren Auge zum Leben erwachen. Jeder hat hier seine Rolle perfekt gespielt und sich in die Geschichte eingefügt.

Was ebenso einen dicken Pluspunkt verdient hat, ist das Setting an sich. Die Umgebung in Australien ist wirklich super beschrieben und man hat so eine unterschwellige Sehnsucht nach Urlaub vermittelt bekommen, die durchweg angehalten hat. Dabei wurde aber darauf geachtet, dass der Leser trotzdem noch seine eigene Fantasie spielen lassen konnte, was ich sehr gut finde. Allerdings waren die Informationen über Australien teilweise etwas trocken und langatmig, weil es immer wieder längere Passagen gibt, die dann gar nichts mehr mit der Handlung in diesem Moment zu tun haben. Da hab ich mich oft nicht richtig auf den eigentlichen Inhalt konzentrieren können, was ich sehr schade finde.

Mit der Spannung hatte ich so meine Probleme. Die Ausflüge in die Vergangenheit waren unglaublich fesselnd und aufreibend. Hier wäre ich am liebsten gar nicht mehr weggegangen und man hat die Thrillerelemente richtig erleben können. Allerdings hatte die Geschichte in er Gegenwart extreme Startschwierigkeiten, weil sie im krassen Gegensatz stand und mich anfangs so gar nicht einnehmen konnte. Erst im letzten Viertel habe ich auch hier einen Zugang gefunden und konnte mich vollkommen  darauf einlassen. Leider muss ich aber auch sagen, dass mir bei diversen Plänen und Umsetzungen der Gruppe einfach die dramatischen Wendungen gefehlt haben. Hier sind einige Dinge schlichtweg zu reibungslos über die Bühne gegangen und haben dadurch den Anschein erweckt, dass sie nicht realistisch genug sind.

Insgesamt ein Roman, der zur Sehnsucht nach Australien einlädt und auch ein paar interessante Informationen über die Ureinwohner des Kontinents preisgibt. Trotz einiger Schwächen habe ich das Buch gerne gelesen und denke auch darüber nach, noch anderen Lektüren der Autorin eine Chance zu geben.

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68 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

skurril, hotel, nebel, schwarzer humor, tod

Frühstück mit den Borgias

DBC Pierre , Max Stadler
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Blumenbar, 14.03.2016
ISBN 9783351050269
Genre: Romane

Rezension:

Was für ein Buch! Authentische Charaktere, ein ernster Hintergrund und jede Menge spannender, skurriler Wendungen, die das Lesen zu einem wahren Vergnügen machen.

Schon allein der Aufbau dieser außergewöhnlichen Geschichte überzeugt durch Kreativität. So bizzar die Personen auftreten, unterstützt die Unterteilung in 3 Akte wie bei einem Theaterstück (Einführung, Problematik, Ende/Drama) immens. Ich habe mich sofort innerlich auf eine dramatisch-komische Handlung einstellen können und wurde keinesfalls enttäuscht. Chatverläufe und SMS zwischen den beiden Liebenden lockern den Fließtext auf und sorgen zusätzlich noch für Spannung, da wir so zum Beispiel auch etwas über deren Vergangenheit erfahren. Der Schreibstil ist auf den Punkt gebracht. Hier sagt jede Figur wirklich nur das, was sie sagen soll. Weniger ist hier oft mehr, was mir aber durchaus gefallen hat.

Ariel war mir vom ersten Wort an sympathisch, weil er einfach individuell ist. Schnell wird klar, dass er auch gegen den Strom schwimmt, wenn es sein muss. Wir werden in seine Welt der Technik und Informatik eingeführt. Ein starkes Element hierbei ist die Abgeschiedenheit des Hotels und die Darstellung, wie Abhängig wir doch im heutigen Zeitalter von der Technik bzw. den Medien sind. Gerade diese Problematik hat mich nachdenklich gestimmt und regt den Leser dazu an, mal über seinen eigenen Konsum in dieser Richtung nachzudenken. Zwischendurch wechseln die Passagen immer wieder zu Zeva. Sie ist das Gegenteil von Ariel, denn sie steckt voller Zweifel und hat Angst, sich auf dieses Abenteuer überhaupt einzulassen. Aber auch Zeva ist so glaubhaft beschrieben, dass ich mich vollkommen in sie hineinversetzen und ihren inneren Konflikt verstehen konnte.

Die Nebencharaktere sind wirklich die Krönung des Ganzen. Auf den ersten Blick scheint es ein wild zusammengewürfelter Haufen Irrer zu sein, doch im Verlauf der Geschichte stellt sich heraus, dass der Autor hier einfach nur eine brillante Idee umgesetzt hat und alles nach und nach Sinn ergibt. Sie sind so individuell und authentisch, dass ich hierzu eigentlich gar nichts mehr sagen möchte, außer, dass die Sprache den einzelnen Personen angepasst war und zusätzlich bei mir punkten konnte.

Im Prinzip habe ich das Buch in einem Rutsch durchgelesen, denn man möchte permanent wissen, ob sich Ariel nun aus seinem Dilemma herausmanövrieren kann. Die Spannung ist greifbar und gerade der Schluss hat es wirklich in sich. Dieses Ende habe ich erst ganz spät kommen sehen, was bei mir den Eindruck bewahrt hat, dass ich immer noch überrascht werden kann.

Der einzige Minikritikpunkt sind die Passagen über die Quantenmechanik. Hiermit konnte ich eher weniger anfangen und da sie die Thematik schon sehr speziell ausgeführt haben, habe ich leider nicht verstanden, um was es geht. Natürlich konnte ich das als Gerede abtun, aber wenn ich ein Buch lese, habe ich ja auch immer die Hoffnung, dass ich vielleicht noch das ein oder andere lernen kann, was hier nicht der Fall war, da ich einfach nicht mitgekommen bin.

Ein düsteres Setting mit Vergangenheit, Charaktere, die mich vollkommen überzeugen konnten und eine Story, die so raffiniert verwoben ist, dass der Leser das dicke Ende nicht kommen sieht. Eine klare Leseempfehlung von mir!


4,5 Sterne

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

gay romance, unterwasserwelt, meerjungmann, tiefsee, unterwasser

Depths of Forever: Verloren in den Tiefen

Marcel Weyers
E-Buch Text: 115 Seiten
Erschienen bei null, 28.08.2016
ISBN B01L7WB7D8
Genre: Fantasy

Rezension:

„Depths of Forever – Verloren in den Tiefen“ ist der erste Band der neuen Fantasy-Gayromance-Reihe von Marcel Weyers. Leider sind das Buch und ich keine Freunde geworden, da die Charaktere für mich unglaubwürdig waren und die Unterwasserwelt mich nicht überzeugen konnte.

Wir bekommen diese Geschichte aus Sicht von Tasu, dem Protagonisten erzählt. Diese Erzählperspektive war für mich gut gewählt, denn immerhin muss er sich in einer für ihn vollkommen neuen Welt zurechtfinden. Zwischendurch welchselt die Perspektive einmal zu Kyū, die auch in der Ich-Person geschrieben ist und einmal zu einem anderen Nebencharakter. Hier wird dann plötzlich aus der Er-Perspektive geschrieben. Diesen Wechsel konnte ich nicht wirklich nachvollziehen, da diese Passage ja scheinbar wichtig für den Autor war (sonst hätte er die Story weiter Tasu erzählen lassen).

Generell hatte ich mit Tasu große Probleme, denn er befindet sich von jetzt auf eben in einer für ihn vollkommen neuen Welt und nimmt das einfach ruhig hin. Das war für mich leider absolut unglaubwürdig. Auch sonst hat er sich oft sehr unpassend verhalten – ganz davon zu schweigen, dass er bereits nach zwei Tagen Liebesbekundungen macht. Auch Kyū war nicht wesentlich besser: Dass er Tasu rettet ist in Ordnung, aber nachdem er das dann getan hat, geht er einfach direkt zur Tagesordnung über. Wenn Menschen wirklich etwas Besonderes für die Meeresbewohner sind, dann hätte ich mir da ein bisschen mehr Regung erhofft.

Bei den Nebencharakteren wird sich teilweise klischeehafter Personen bedient (was für mich bei den Widersachern vollkommen in Ordnung ist, da sie ja meist nur einen Job zu erledigen haben), allerdings haben auch die restlichen Charaktere nicht durch Individualität glänzen können. Das könnte durchaus auch daran gelegen haben, dass das Buch nur knapp über 100 Seiten hat und man auf diesen die Personen nicht richtig kennenlernt.

Der zweite große Kritikpunkt ist die „erdachte“ Unterwasserwelt. Selbst der Protagonist denkt permanent, dass dies und jenes wie in der Menschenwelt sei. Sogar ein Handynetz ist dort unten verfügbar (übrigens 10.000 Meter unter der Oberfläche, wieso Tasus Lunge nicht kollabiert ist, ist auch fraglich …)! Ich konnte die Ansätze schon nachvollziehen, aber hier hatte ich mir definitiv mehr erhofft. Manche Beschreibungen waren wirklich wunderschön, aber dann kam wieder die Aussage, dass es wie in der Menschenwelt sei und meine Vorstellung war erneut zerstört. Wirklich schade.

Von Spannung möchte ich eigentlich gar nicht sprechen, da es mehr eine Einführung in die eigentliche Geschichte darstellt. So schnell wie es angefangen hat, ist es auch schon wieder vorbei. Prinzipiell wäre das nicht schlimm, allerdings gibt es zwischendurch immer wieder Passagen, die regelrecht aufgezählt wirken. Dann macht er dies, anschließend das und im Anschluss jenes. Die Dialoge waren teilweise wirklich fetzig und gut, aber die Handlungen dazwischen einfach viel zu komprimiert.

Nachdem ich so viel Kritik geäußert habe, möchte ich aber wenigstens noch das Cover loben, dass beim Leser den richtigen Eindruck erweckt: Eine magische Unterwasserwelt, ein schönes Kerlchen und viel Gefühl. Schade, dass der Inhalt da nicht mithalten konnte. Die weiteren Bände werde ich dann lieber auslassen.


1,5 Sterne

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18 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

andrea bielfeldt, forgive, liebesroman, freundschaft, liebe

Forgive - Sommerzauber

Andrea Bielfeldt
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 12.05.2016
ISBN 9781533188021
Genre: Liebesromane

Rezension:

„Forgive – Sommerzauber“ ist der zweite Band der Jahreszeitenreihe, die aber alle in sich abgeschlossen sind und als seperate Geschichte gelesen werden können. Eine romantische Lektüre über die erste Liebe und das Schicksal, das immer seine eigene Wege einschlägt.

Wir bekommen diese emotionale Geschichte direkt aus Sicht der beiden Protagonisten Lulu und Milo erzählt. Dabei sind die Kapitel dann mit dem jeweiligen Charakter überschrieben, da wir beide Ansichten aus der Ich-Perspektive näher gebracht bekommen. Das hat den überaus praktischen Vorteil, dass wir auch beide Personen besser kennenlernen und wissen, was sie gerade bewegt. Dabei hat den größeren Teil Lulu inne, da sie die Geschichte mehr umtreibt und bewegt (zumindest empfindet man es als Leser so). Die Sprache ist locker gehalten. Auch die ein oder andere lustige Passage ist durchaus vorhanden, sodass ich des Öfteren schmunzeln musste.

Was ich unglaublich toll fand, waren die Beschreibungen. Egal, wo sich die Charaktere aufgehalten haben, ich konnte mir die Umgebungen immer ganz genau vorstellen. Egal, ob in Dänemark zwischen den Dünen oder in Frankreich im beschaulichen Garten, das Gefühl hat jedes Mal gestimmt und ich kam mir vor, als hätte mich die Autorin mit auf eine Reise genommen.

Leider muss ich auch hier schon zum ersten Kritikpunkt kommen: Lulus Sprunghaftigkeit. Als Protagonistin muss sie natürlich einen inneren Konflikt haben, damit das ganze Szenario funktioniert, allerdings wechselt sie ihre Meinung oft schneller als andere ihre Unterwäsche. Das allein wäre nicht schlimm, wenn man denn nachvollziehen könnte, woher dieser Sinneswandel jedes Mal kommt. Leider kommt das beim Leser manchmal so an, als wäre sie besonders kalt, was ich persönlich schade finde, da es auch Szenen gibt, bei denen man merkt, wie viel Gefühl eigentlich in ihr steckt. Milos Passagen sind weniger stark vertreten, weswegen wir seine Emotionen oft nur über Lulu herausfinden können. Das war für mich in Ordnung, da er so auch etwas Mysteriöses bzw. Geheimnisvolles hatte, was ihn interessant gemacht hat. Er ist der Typ Mann, der einem auf Anhieb sympathisch ist. Nur gegen Ende ist er ein bisschen aus seiner Rolle gefallen und man wusste überhaupt nicht, warum er nun tat, was er eben tat. Zusammenfassend kann man sagen, dass die Protagonisten jeder für sich einige Schwächen aufweisen, im Endergebnis aber miteinander funktionieren und schlüssig sind.

Die Nebencharaktere sind zum Glück relativ beschränkt in ihrer Anzahl, was es für den Leser einfacher macht. Pam, Lulus beste Freundin, hat mir sehr gut gefallen, weil sie trotz einiger Klischees Lulu als Hauptcharakter aufgewertet hat. Man merkt sofort, dass beide ein starkes Band verbindet und sie immer füreinander da sind. Allerdings ist auch sie gegen Ende sprunghaft, was ich nicht nachvollziehen konnte. Vielleicht liegt es einfach am zarten Alter von 19 Jahren, dass die weiblichen Charaktere nicht wissen, was sie eigentlich wollen.

Wir haben es mit einem typischen Liebesroman zu tun, der trotz einiger Überraschungen auch recht vorausschauend ist. Schon nach wenigen Kapiteln ist klar, auf was das Ganze hinauslaufen wird. Wer sich daran nicht stört (immerhin laufen fast alle Liebesromane auf die gleiche Art und Weise ab), der wird sicher ein paar emotionale Stunden mit Lulu und Milo verbringen können. Auch die fetzigen Dialoge sind ein dickes Plus, das für den Roman spricht und ihn zu einem Lesevergnügen macht.

Mich konnte die Hintergrundgeschichte und die gut beschriebenen Settings überzeugen. Auch wenn ich so einige Defizite bei Lulu und Pam feststellen konnte, sind die Charaktere sympathisch und sprechen den Leser an. Man hat eben das Gefühl, dass es auch die eigene Geschichte sein könnte. Denn was gibt es Schöneres, als die erste Liebe?


3,5 Sterne

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(48)

70 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 37 Rezensionen

alzheimer, kreuzfahrt, familie, krankheit, venedig

Tage zwischen Ebbe und Flut

Carin Müller
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.09.2016
ISBN 9783426519738
Genre: Romane

Rezension:

Mit „Tage zwischen Ebbe und Flut“ legt die Autorin einen unglaublich gefühlvollen Roman vor, der mich nicht nur aufgrund seiner gut recherchierten Thematik überzeugen, sondern auch durch ein solides Charakterdesign glänzen konnte.

Das Buch ist klassisch in Kapitel unterteilt, wobei die Autorin dem Leser jeweils mitteilt, wo und wann sich die Charaktere gerade befinden. Das hat nicht nur den Vorteil, dass man Zeitsprünge direkt mitbekommt, nein, man kann auch die Route des Kreuzfahrtschiffes mitverfolgen (eine Karte ist hinten im Buch vorhanden). Der Schreibstil war herrlich flüssig und mit einer stetigen Prise Humor versehen, sodass man die Lektüre gar nicht mehr aus der Hand legen möchte. Da die Geschichte in der Er-Perspektive verfasst ist, hat man als Leser die Chance, bei allen Protagonisten gleichzeitig zu sein, was für mich sehr positiv war, denn so habe ich nie etwas verpasst.

Die Familienverhältnisse der Kaufmanns sind wohl gelinde gesagt nicht leicht. Schon im ersten Kapitel wird klar, wie heimtückisch die Krankheit Alzheimer für Felix ist und wie souverän seine Frau damit umgehen möchte. Tochter Judith und Enkelin Fabienne haben mir sehr gut gefallen, weil sie wohl die stärkste Wandlung im Laufe der Geschichte durchmachen. Während man bei Fabi zu Anfang noch den Eindruck hat, dass sie einfach nur eine verwöhnte Megazicke ist, überrascht sie im Verlauf der Story durch weise Entscheidungen und erwachsenes Verhalten. Auch Judy hat es mit ihrer Mutter Ellen nicht leicht – ich persönlich wäre definitiv nicht mit auf Reisen gegangen, wenn ich vorher schon gewusst hätte, wie anstregend diese Mutter-Tochter-Auseinandersetzungen sind. Der einzige Kritikpunkt bei den Protagonsten ist für mich eine unglaubwürdige Szene relativ zum Ende hin. Hier gesteht Judy einen Teil ihrer Vergangenheit ein, der für ich zu plötzlich und zu überraschend kam, um authentisch zu wirken. Ansonsten waren die Hauptcharaktere aber klar durchdacht und strukturiert. Gerade Felix muss man einfach mögen, sonst hat man kein Herz.

Auch die Nebencharaktere wurden gut gestaltet und ins Gesamtgeschehen eingefügt. Die Passagiere bzw. die Crew des Kreuzfahrtschiffes haben gute Laune verbreitet und dafür gesorgt, dass das doch sehr ernste Thema Alzheimer zwar präsent war, aber eben trotzdem nicht immer im Vordergrund stand. Da die Familie Kaufmann sehr groß ist, ist immer wieder die Rede von weiteren Familienmitgliedern, Exfrauen und -männern, Stieftöchtern und -söhnen. Hier hätte ich mir eventuell gewünscht, dass diese gar nicht erst erwähnt werden, weil sie für die Geschichte unerheblich waren und man mit den Namen zu kämpfen hatte. Aufgrund anfänglicher Erwähnungen dachte ich, dass da noch etwas kommen muss oder dass gewisse Personen eventuell noch eine Rolle im Verlauf der Story spielen würden, was dann aber nicht so war.

Die Autorin spricht mit diesem Roman das sensible Thema Alzheimer an, das meiner Meinung nach von der Gesellschaft viel zu sehr unter den Teppich gekehrt wird. Wenn man sich damit schon einmal auseinandersetzen musste, kann man die Emotionen von Ellen und Judy absolut nachvollziehen. Wir bekommen hier beide Seiten aufgezeigt: Wie belastend diese Krankheit für den Partner des Patienten sein kann und wie hilflos man als Außenstehender ist. Auch wenn man auf den ersten Blick denkt, dass es sich doch um eine heitere Geschichte handelt, weil eben viele Scherze gemacht werden und auch die ständigen Raufereien zwischen Mutter und Tochter teils sehr amüsant sind, hat mich das Buch doch nachdenklich zurück gelassen und wird mir sicher noch eine ganze Weile im Gedächtnis bleiben.

Eine emotionale Geschichte über eine Familie, die ihre Differenzen im Schatten der Alzheimer aufarbeiten möchte und jeder für sich noch zusätzlich eine Wandlung erfahren darf. Trotz kleiner Kritikpunkte eine absolute Leseempfehlung.

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(78)

196 Bibliotheken, 5 Leser, 2 Gruppen, 36 Rezensionen

dystopie, zukunft, evolution, roboter, science-fiction

Evolution - Die Stadt der Überlebenden

Thomas Thiemeyer
Fester Einband: 360 Seiten
Erschienen bei Arena, 04.07.2016
ISBN 9783401601670
Genre: Jugendbuch

Rezension:

„Evolution – Die Stadt der Überlebenden“ ist der erste Band der neuen Jugend-Abenteuer-Trilogie von Thomas Thiemeyer, der mir außerordentlich gut gefallen hat. Authentische, starke Charaktere, ein dystopisches Setting und eine Handlung, die mehr als spannend gestaltet war.

Die Geschichte wird uns aus verschiedenen Blickwinkeln nähergebracht, was den Vorteil hat, dass der Leser immer direkt am Geschehen dran ist. Vor allem für die angefachte Spannung war dieser Erzählstil super. Die jeweiligen Kapitel und Abschnitte werden meistens ganz geschickt mit dem Namen der Person eingeleitet, die hier gerade die Hauptrolle spielt, so weiß der Leser immer sofort, was Trumpf ist. Die Sprache ist sowohl einem Jugendbuch angepasst als auch den jeweiligen Charakteren. Das hat mir sehr gut gefallen, weil man so schon mit der Wortwahl die sozialen Unterschiede zwischen den einzelnen Teenagern erkennen konnte. Auch die Dialoge haben so an Dynamik gewonnen und die Spannung noch zusätzlich unterstützt.

Jem hat mir als Protagonist wirklich sehr, sehr gut gefallen, weil er individuell ist und sich auf die Situation einlässt. Zunächst kann man auch seine Zweifel und Ängste glaubhaft nachvollziehen, aber dann springt er über seinen Schatten und übernimmt Verantwortung, wo andere bereits aufgegeben haben. Er ist eigentlich der klassische Antiheld, der nicht in strahlender Rüstung daher kommt, sondern selbst eine Vergangenheit aufweisen kann. Lucie bildet hier einen starken Kontrast. Sie wird eher von ihren Gefühlen und somit auch von ihren Ängsten geleitet. Sie ist der Typ Mädchen, der beschützt werden muss, aber in Kombination mit Jem wächst auch sie über sich hinaus und überrascht den Leser mehr als einmal. Der dritte im Bunde ist Marek, den ich als Badboy und Widersacher einstufen würde. Hier bedient sich der Autor eher dem klischeehaften Haudrauf, was mich aber nicht gestört hat, da Jem und Lucie als Protagonisten vollkommen überzeugen können.

Die wichtigsten Nebencharaktere muss man erst mal für sich selbst sortieren, denn unsere illustere Runde ist im Verlauf des Buchs immer als Gruppe unterwegs. So bekommen wir zu Anfang einige Namen und Charaktere vorgestellt, die man dann erstmal in das Gesamtgeschehen einfügen muss. Alledings geht der Autor hier wirklich behutsam vor und stellt sie dem Leser eher nach und nach vor, sodass man schon im ersten Viertel einen sehr guten Überblick hat. Über die Nebencharaktere bekommen wir eher weniger Details geliefert, was aber von Vorteil ist, weil man sich so auf Jem und Lucie konzentrieren kann. Manche haben auch einfach keine wichtige Rolle inne und dienen eher dazu, die Geschichte abzurunden.

Wie schon erwähnt, war das Buch unglaublich spannend und ich konnte es praktisch nicht aus der Hand legen. Immer wieder geschieht irgendetwas. Die Personen sind nicht sicher und ich hatte endlich mal wieder das Gefühl, dass ich mir die Fingernägel vor Spannung abknabbern müsste. Der Leser kommt emotional und auch nervlich eigentlich gar nicht zur Ruhe, weil der Autor permanent irgendwelche Gefahren und Wendungen parat hält, die Jem, Lucie und Co. zusetzen. Gerade das letzte Drittel hat es dann richtig in sich. Hier geht es Schlag auf Schlag und ich kam eigentlich gar nicht dazu, durchzuatmen. Das Ende ist dann natürlich mit einem bösen Cliffhanger versehen, was aber schon zu erwarten war, wenn man zum einen Thiemeyers Trilogien kennet und zum anderen weiß, dass eben noch zwei Bände folgen sollen.

Als letzten Punkt möchte ich noch das gelungene Setting loben. Der Autor hat es wieder einmal geschafft, mich von der hier dargestellten Welt vollkommen zu überzeugen. Gerade was Zukunftsvisionen angeht, bin ich wirklich megakritisch, weil ich immer irgendeinen Punkt finde, den ich mir nicht vorstellen kann und dann die ganze Dystopie für mich nicht funktioniert (bzw. keinen Sinn ergibt). Bei diesem Buch war das nicht so. Natürlich sind noch einige Fragen offen, die aber bestimmt im Verlauf der Folgebände noch geklärt werden.

Abschließend kann ich sagen, dass ich durch diesen ersten Band wirklich angefixt wurde und hoffe, dass bald Januar ist, damit ich weiterlesen kann. Für mich hat hier alles gestimmt und ich kann nur eine klare Leseempfehlung aussprechen!

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18 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

prickelnde erotik, geheimnisse, liebe, muse, flucht

Romance Love - Vollkommen dir ergeben

Philippa L. Andersson
E-Buch Text: 290 Seiten
Erschienen bei null, 09.08.2016
ISBN B01K624OYE
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

„Romance Love“ bietet alles, was ich von einer guten Erotiklektüre erwarte: Interessante Charaktere, eine spannende Story und prickelnde Szenen. Trotz einiger Klischees hat mir das Buch gut gefallen.

Wir bekommen die Geschichte direkt aus Sicht der Protagonistin Juliet erzählt. Dies ist vor allem deswegen von Vorteil, weil sie ein recht verschlossener Charakter ist und viel über sich und ihre Gefühle nachdenkt. Auf der anderen Seite wahrt die Autorin aber trotzdem eine gewisse Distanz zu ihrer Protagonistin, was mich ein wenig gestört hat, denn so erschien Juliet oft viel eisiger, als sie tatsächlich war. Der Schreibstil an sich hat mir insgesamt zugesagt, weil Frau Andersson kein Blatt vor den Mund nimmst und der Lesefluss so immer in Bewegung bleibt. Trotz einiger Phrasenwiederholungen ist der Text flüssig geschrieben, weswegen das sicher nicht mein letztes Buch der Autorin war.

Wie schon erwähnt, hatte ich leichte Probleme mit Juliet. Ihre Konflikte sind deutlich zu erkennen und alles, was ihre beruflich-professionelle Seite betrifft, ist authentisch dargestellt. Allerdings hat sie oft in den unpassendsten Szenen mit Sex als Antwort reagiert. Nun könnte man natürlich sagen: Hey, das ist ein Erotikroman, was hast du erwartet? Jedoch glaube ich, dass man auch in diesem Genre den Anspruch auf Glaubwürdigkeit haben sollte. Bei Adam war das schon ganz anders. Er hat offen angesprochen, was er erwartet und möchte. Insgesamt war er für mich auch der interessantere Charakter, weil er viele Facetten aufzeigt, die man erst nach und nach entdecken kann.

Die Nebencharaktere kann man an einer Hand abzählen, weil sie für den Verlauf der Geschichte einfach keine bedeutende Rolle spielen. Das ist Juliet und Adams Story und das ist auch gut so. Trotz allem muss man aber sagen, dass die Autorin hier ienen sehr guten Job gemacht hat, weil die Personen glaubhaft und sympathisch ausgearbeitet wurden. Adams Freunde habe ich direkt ins Herz geschlossen.

Mich hat die Geschichte der beiden so sehr gefangen genommen, dass ich das Buch fast in einem Rutsch gelesen habe. Es gab auch ein paar Wendungen, die jetzt zwar nicht unbedingt individuell waren, aber das hat mich persönlich nicht weiter gestört, weil der Rest gepasst hat.

Das Buch ist ganz klar dem Erotikgenre zuzuordnen. Die einschlägigen Szenen sind gerade in der ersten Hälfte vielzählig (um nicht zu sagen, sie rammeln wie die Karnickel). Auch ein dezenter Hauch von SM spielt eine Rolle, wenn auch eine untergeordnete. Hie rist für mich der zweite Kritikpunkt: Meiner Meinung nach hätte ruhig etwas Abwechslung im Liebesspiel der beiden herrschen können. Oftmals war der Ablauf oder die Handlungen sehr ähnlich, was mich irgendwann sogar dezent gelangweilt hat. Nichtsdestotrotz muss man aber sagen, dass es zwischen Juliet und Adam heiß zur Sache geht und man die prickelnde Spannung förmlich spüren kann.

Abschließend ist zu sagen, dass mir „Romance Love“ schon deshalb sehr gut gefallen hat, weil beide Protagonisten Autoren sind. Eine heiße, aber doch emotionale Liebesgeschichte, die mich überzuegen konnte. Ich freue mich schon auf weitere Werke der Autorin.

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(79)

184 Bibliotheken, 4 Leser, 2 Gruppen, 50 Rezensionen

frankreich, liebe, nachkriegszeit, schwangerschaft, lothringen

Das Mohnblütenjahr

Corina Bomann
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 14.03.2016
ISBN 9783548286679
Genre: Liebesromane

Rezension:  
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(31)

53 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

superkräfte, fantasy, unsichtbar, fanatasy, unsichtbare kräfte

Die unsichtbare Heldin

J. Vellguth
E-Buch Text: 200 Seiten
Erschienen bei null, 29.02.2016
ISBN B01CDZAIPG
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Bei „Die unsichtbare Heldin“ handelt es sich um den ersten Band der Superheldin-Trilogie von J. Vellguth. Die Autorin konnte mich mit einer neugierig machenden Hintergrundstory überzeugen, auch wenn ich deren Tiefe noch ein bisschen vermisst habe. Der Auftakt einer spannden Heldengeschichte.

Obwohl wir diese Story aus der Er-Perspektive erzählt bekommen und die Sicht eigentlich nie von der Protagonistin Anja weicht, hatte ich trotzdem nicht das Gefühl, etwas zu verpassen. Die Autorin verstand es, mit ihrem einfühlsamen Scheibstil die Emotionen von Anja zu transportieren und den Leser mit auf die Reise zu nehmen. Trotz des physikalischen Themas ist sie nie abgeschweift oder zu sehr ins Fachjagon gewechselt, sodass man als Leser stets folgen konnte.

Leider muss ich nun aber auch schon zum ersten Kritikpunkt kommen: die Protagonistin. Dass Anja anders ist und man sie sogar als typische Anti-Heldin bezeichnen könnte, finde ich gut. Dass sie aber teilweise so verbissen an manchen Dingen festhält, entbehrt sich jeglicher Logik. Ich konnte ihren Handlungen oft nicht folgen und fragte mich: Warum tut sie das jetzt? Für mich hat sie dadurch an Galubhaftigkeit verloren, was ich sehr schade fand. Auch die Liebesgeschichte konnte ich ihr nicht abnehmen, weil hier einfach alles viel zu schnell geht.

Ähnlich sieht es bei den Nebencharakteren aus. Gerade ihre beste Freundin war mir eigentlich total sympathisch und auf einmal trifft sie eine ziemlich harte Entscheidung, die man nicht wirklich nachvollziehen kann. Für mich war da leider ein krasser Bruch im Verhalten. Gut gefallen haben mir dagegen ihr Professor und Anjas Widersacherin an der Uni. Diese beiden Charaktere waren in sich stimmig und haben das Berufsleben der Protagonistin abgerundet.

Ich würde schon sagen, dass wir es mit einer spannenden Lektüre zu tun haben. Die Autorin hält sich zu Beginn nicht mit großen Ausführungen auf und springt direkt ins Geschehen, was ich durchaus positiv anmerken möchte. Allerdings hat sie es dann gegen Ende meiner Meinung nach zu gut gemeint. Da geschehen dann diverse Dinge Schlag auf Schlag und auch hier habe ich mich dann mehrmals gefragt: Was soll das jetzt? Für mich leider ein Fall von zu viel gewollt und übers Ziel hinausgeschossen. Ein realistisches und vor allem durchgeplantes Ende wäre hier schöner gewesen.

Trotz der Kritik möchte ich aber ganz klar sagen, dass ich auf jeden Fall die beiden anderen Teile lesen werde, weil mir die Hintergrundstory gut gefällt. Der Aspekt der Unsichtbarkeit war gut ausgearbietet und auch der Fakt, dass jede Magie einen Preis hat, konnte mich überzeugen. Deshalb bin ich gespannt, wie es mit Anja weitergeht. Ich würde die Lektüre zunächst dem Fantasygenre zuordnen, weil für mich noch nicht feststeht, ob wir es mit Magie oder Wissenschaft zu tun haben.

Ein typischer erster Teil, der in die Gesamtgeschichte einführt und mich trotz der angebrachten Kritikpunkte so weit überzeugen konnte, dass ich auf jeden Fall wissen möchte, wie Anjas Geschichte weitergeht. Ich würde mir eine Steigerung wünschen und lasse mich einfach mal überraschen.

2,5 Sterne

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504 Bibliotheken, 13 Leser, 1 Gruppe, 205 Rezensionen

fluch, fantasy, liebe, jugendbuch, magie

Secret Fire - Die Entflammten

C. J. Daugherty , Peter Klöss , Jutta Wurm
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 22.08.2016
ISBN 9783789133398
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Mit „Secret Fire: Die Entflammten“ legt uns die Autorin der Nightschool-Bücher den Auftakt einer neuen fantastisch-spannenden Reihe rund um die Protagonisten Taylor und Sacha vor, der mich absolut überzeugen konnte.

Zunächst einmal muss ich den unglaublich flüssigen Schreibstil der Autorin loben, der das Lesen zu einem wahren Genuss gemacht hat. Ich hätte das Buch in einem Rutsch lesen können, wenn da nicht die Pflichten des Alltags gerufen hätten. Gerade auch in den einzelnen Szenen versteht sie es, Spannung, Mitgefühl oder Emotionen zu erzeugen, die zu hundert Prozent auch beim Leser ankommen.Obwohl uns das Buch in der Er-Perspektive nähergebracht wird, hatte ich nie den Eindruck, dass ich irgendetwas verpassen würde. Ganz im Gegenteil: Der Leser ist zu jeder Zeit direkt am Geschehen dran, da öfter mal Perspektive, Ort und/oder zwischen den Personen gewechselt wird. Das bringt auch zusätzlich noch eine tolle Dynamik mit sich.

Die Protagonisten haben mir beide gut gefallen. Besonders Taylor macht eine unglaubliche Wandlung im Lauf der Geschichte durch und ist trotzdem zu jedem Zeitpunkt glaubwürdig. Schon allein ihre Affinität zu Büchern macht sie beim Leser sympathisch, ich habe sie direkt in der ersten Szene ins Herz geschlossen und habe permanent mit ihr gelitten, gelacht oder mich gefreut. Sacha ist wohl auf den ersten Blick der Typ „harte Schale, weicher Kern“, aber wer ihn mit der Zeit kennenlernt, wird feststellen, dass er sehr vielschichtig ist und hinter seinen Handlungen immer ein Sinn steckt. Zusammen sind die beiden wohl das perfekte Paar, weil sie sich ergänzen und in den wichtigen Punkten des Lebens aber doch einig sind. Ich finde, dass sie gut zusammenpassen und das auch nach außen transportieren.

Auch bei den Nebencharakteren hat die Autorin großen Wert auf Autentizität und vor allem Individualität gelegt. Sie runden die Geschichte nicht nur ab, sondern werten sie regelrecht auf. Einige Charaktere mochte ich auf Anhieb, andere haben mich mit ihren Taten überzeugen oder sogar überraschen können, sodass ich ein ganz neues Bild gewonnen habe. Für die Personen muss ich also ebenfalls ein ganz dickes Lob aussprechen!

Die Spannung war von Anfang an vorhanden und ich habe das Buch praktisch in einem Rutsch gelesen. Fast jedes Kapitel endet mit einem Cliffhanger, sodass ich es gar nicht mehr aus der Hand legen konnte. Auch die Rückblenden, bzw. das langsame aufdecken der Vergangenheit, das, was damals wirklich zwischen den beiden Familien geschehen ist, heizt die Spannung noch zusätzlich an. Der Fließtext wird immer wieder durch Mails, Chats, SMS oder Tagebucheinträge aufgelockert, sodass zu keinem Zeitpunkt Langeweile aufkommt.

Der Mix aus Liebesgeschichte, fesselnder Verfolgungsjagd und einem Hauch Fantasy hat mir sehr gut gefallen. Die Komponenten haben flüssig ineinander gegriffen und sich perfekt ergänzt. Dabei ist die Liebesgeschichte nicht kitschig oder übertrieben, sondern eher dezent und passiert eben so nebenbei. Im Vordergrund steht der Kampf gegen die ablaufende Zeit von Sacha, was spannend und emotional dargestellt wird.

Der einzige Kritikpunkt, den ich anbringen möchte, ist, dass noch nicht klar ist, wann der Folgeband rauskommt! Ich brauche mehr davon und möchte unbedingt wissen, was aus Taylor und Sacha wird. Gebt mir mehr davon!

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26 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

amber & nolan, amber & nolan: in the arms of the enemy (save me), any swa, liebe, entführung

Amber & Nolan: In the arms of the enemy (Save me)

Any Swan
Flexibler Einband: 268 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 11.07.2016
ISBN 9781535239004
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Mit „Amber & Nolan“ legt die Autorin den Auftakt zur neuen Save-me-Reihe vor, der zwar spannend geschrieben ist, mich aber aufgrund von diversen Kritikpunkten nicht vollkommen überzeugen konnte.

Das Buch ist klassisch in Kapitel unterteilt, wobei die Perspektiven innerhalb der Kapitel zwischen den beiden Protagonisten wechselt. Das hat den Vorteil, dass uns immer in der Ich-Erzählweise berichtet wird und wir so direkt am Geschehen sind und vor allen Dingen Zugang zu den Gefühlen von Amber und Nolan erhalten. Der Schreibstil ist flüssig und lässt sich prima lesen, weswegen das sicher nicht das letzte Buch der Autorin war, das ich gelesen habe.

Was mich zum einen ratlos zurückgelassen hat, war Amber selbst. In der kurzen Einleitung wird sie als stark beschrieben, was ich ihr zunächst auch abgenommen habe. Dann verhält sie sich nach den eigentlich traumatischen Ereignissen vollkommen anders als erwartet und dann schwenkt sie wieder in eine ganz andere Richtung um, was für mich sehr widersprüchlich war. Da hätte ich mir lieber gewünscht, dass die Autorin auf einen Stereotypen zurückgreift, das wäre dann wenigstens glaubwürdig gewesen. Nolans Rolle konnte ich ihm eher abnehmen, wobei hier auch teilweise übermenschliches geleistet wird (gerade am Ende). Er ist der typische Bad Boy und Gentleman, der die Frauenherzen höherschlagen lässt und alles mitbringt, was man sich für einen starken männlichen Part im Liebesroman wünscht.

Die Nebencharaktere spielen eine eher untergeordnete Rolle. Dies ist aber vollkommen in Ordnung, denn es ist Ambers und Nolans Geschichte. Sie runden das Gesamtbild ab. Hier hält sich die Autorin gar nicht groß mit Beschreibungen oder Ausarbeitungen auf, da jede Figur nur ihren Part zu erfüllen hat.

Die Spannung ist von Anfang an vorhanden, da der Erzählstil sehr, sehr zügig ist. Stellenweise war mir das ein bisschen zu sehr gerafft, weil ich den Eindruck bekam, dass man zum Ende kommen möchte. In manchen Passagen wäre eine genauere Beschreibung hilfreich gewesen, um eventuell noch mal etwas mehr über die Protagonisten zu erfahren. Abseits der Geschichte, bzw. der Details, die dafür relevant sind, erfahren wir nämlich so gut wie nichts über die beiden. Besonders Amber kommt mir hier zu kurz.

Der Genre-Mix ist gelungen, weil ich mich gut unterhalten gefühlt habe. Von einem spannenden Verfolgungs-Thriller bis hin zu einer prickelnd-erotischen Liebesgeschichte sind alle Elemente vertreten. Ich hätte mir lediglich gewünscht, dass die Liebesgeschichte etwas realitischer gehalten worden wäre und die Erotikszenen nicht geballt in der Mitte auftauchen.

Insgesamt ein kurzweiliger Roman, der sich flott lesen lässt. Die Hintergrundstory, bzw. die Idee an sich fand ich gut, ebenso wie viele gute Ansätze im Charakterdesign oder der Spannungskurve, lediglich an der Umsetzung hat es etwas gemangelt. Trotz der Kritik ganz sicher nicht der letzter Roman von Any Swan!

2,5 Sterne

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34 Bibliotheken, 4 Leser, 3 Gruppen, 15 Rezensionen

fantasy, zauberer, koffer, abenteuer, magie

Gekoffert und Verschleppt

Lisa Brenk
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Wölfchen Verlag, 29.02.2016
ISBN 9783943406672
Genre: Fantasy

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130 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 37 Rezensionen

mafia, mode, girl in black, berlin, liebe

Girl in Black

Mara Lang
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Ueberreuter Verlag , 15.08.2016
ISBN 9783764170639
Genre: Jugendbuch

Rezension:

„Girl in black“ ist ein toller Genre-Mix aus Liebesgeschichte und Thriller inklusive Fantasyelementen. Nicht nur die authentischen Protagonisten haben mich überzeugen können, sondern auch die spanennden Verfolgungsjagden. Ein Roman, der mich durch und durch überrascht hat.

Wir bekommen diese fesselnde Story abwechelnd aus Sicht von Lia und Nevio erzählt, wobei Lias Anteil überwiegt, da es schlichtweg ihre Geschichte ist. Gerade wenn es um die Gefühle der Protagonistin ging, war die Wahl der Perspektive eine weise Entscheidung, weil Lia ein in sich gekehrter Typ ist und der Leser so aber verstehen konnte, was sie gerade bewegt. Der Schreibstil der Autorin war einfach nur bombastisch, weil ich schon lange keine Lektüre mehr lesen durfte, bei der ich innerhalb kürzester Zeit durch die gewählten Worte überzeugt wurde. Hier passt einfach jeder Satz. Spannung wird durch zackige Aussagen erzeugt, Gefühle werden auf den Punkt gebracht und Beschreibungen lassen doch soviel Raum, dass der Leser noch seine eigene Fantasie einsetzen kann. Hier muss ich wirklich ein großes Lob aussprechen!

Lia hat mir als Charakter sehr gut gefallen, weil sie ihren Weg geht und sich von nichts und niemandem ablenken lässt. Dabei geht sie aber keinesfalls skrupellos vor, sondern nimmt auch noch auf ihr Umfeld Rücksicht. Sie ist authentisch, weil sie ebenso wie jeder andere Mensch Fehler macht. Was sie allerdings von der Masse abhebt, ist, dass sie zu diesen Fehlern auch steht und sich Schwäche erlaubt. So wird Lia zu einem gewöhnlichen Mädchen, obwohl sie aufgrund ihrer Gabe eigentlich etwas Besonderes ist. Auch Nevio hat mich vollkommen überzeugen können, weil er ebenfalls sein Päckchen zu tragen hat. Er ist einfühlsam, aber doch frech und laut und aufregend. Als Paar sind die beiden einfach nur niedlich, weil der Leser von Anfang an spürt, dass zwischen Lia und Nevio eine starke Anziehungskraft herrscht. Auch hier muss ich noch mal positiv erwähnen, dass wir es nicht mit einer schmalzigen Lovestory zu tun haben, sondern mit echten Gefühlen, bei denen jeder der beiden Charaktere noch er selbst sein darf.

Auch die Nebencharaktere sind gut ausgearbeitet und ergänzen sich perfekt. Hierbei bedient sich die Autorin auf Seiten der Mafia einiger Stereotype und Klischees, was ich aber nicht schlimm fand, weil der Fokus eben nicht auf diesen Personen liegen sollte. Ganz anders sieht es da schon wieder im direkten Umfeld von Lias Berliner Freunde aus: Hier haben wir es mit wahren Individueen zu tun, die alle auf die eine oder andere Art und Weise überraschen – sei es positiv oder negativ. Gerade bei den Charakteren hat die Autorin auf Vielschichtigkeit geachtet, die für Spannung sorgt und teilweise sogar Wendungen in der kompletten Geschichte nach sich zieht.

Den einzigen Minikritikpunkt muss ich beim Fantasyelement anbringen. Der Einstieg in der Thema Seelenmagie/Seelenauge ist zwar gelungen und ich konnte nachvollziehen, wie sich Lias Gabe äußert, allerdings war dann im mittleren Teil auf einmal ein Bruch, bei dem ich mich erst viel später fragte, wie er eigentlich zustande kam. Das hat mich ein bisschen gestört, weil ich es nicht immer nachvollziehen konnte. Leider kann ich hier nicht näher darauf eingehen, weil ich sonst spoilern müsste. Im letzten Drittel war dann aber wieder alles stimmig und insgesamt bin ich mit dem Fantasyanteil auch zufrieden, weil er sich dezent in die Story einfügt.

Das nächste Kompliment geht an die Spannung, denn ich habe diesen Roman fast in einem Rutsch verschlungen. Von der ersten bis zur letzten Seite war ich fasziniert von Lias Geschichte und wie sie ihr Schicksal meistert. Aufgeben ist ein Wort, das sich nicht in ihrem Wortschatz befindet. Die Autorin hat das Tempo einfach perfekt getroffen, es ist immer was los, ohne dass man den Eindruck hatte, durch das Geschehen gehetzt zu werden. Besonders die zweite Hälfte war einfach unglaublich packend und Nerven aufreibend, weil es hier Schlag auf Schlag geht und wir mehr als eine Wendung oder (böse) Überraschung vorgesetzt bekommen.

Ich würde mir wünschen, bald mehr Romane dieser Art aus der Feder von Mara Lang lesen zu dürfen, weil mich der Schreibstil und die Charaktere überzeugen konnten. Wie die italienische Mafia mit Modedesign zu actionreichen Verfolgungen inklusive Fantasyelemten passt? Die Autorin hält mit „Girl in black“ die perfekte Antwort parat.

4,5 Sterne

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irland, familie, geheimnis, liebe, auktion

Ein Sommer in Irland

Ricarda Martin
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.04.2016
ISBN 9783426518038
Genre: Romane

Rezension:

„Ein Sommer in Irland“ ist ein erfrischender Roman, bei dem zwei Schicksale und zwei Familie unwiederbringlich miteinander verbunden sind. Nicht nur die authentischen Charaktere, sondern auch das tolle Setting und die schlüssige Geschichte haben dieses Buch zu einem wahren Genuss gemacht.

Wir bekommen diese Geschichte nicht nur aus verschiedenen Blickwinkeln und Perspektiven erzählt, sondern auch noch aus unterschiedlichen Zeitsträngen. So wird uns auf der einen Seite die aktuelle Story von Caroline und Kim im Jahr 2014 näher gebracht und auf der anderen Seite erhalten wir Einblick in die Handlungsstränge 100 Jahre zuvor, die im Verlauf nach und nach einen Sinn ergeben und das Gesamtbild abrunden. Der Schreibstil ist leicht verständlich und vor allem sehr flüssig gehalten, sodass ich die Geschichte an einem Stück hätte verschlingen können. Auch wird der Schreibfluss immer wieder durch Mails, SMS und Briefe aufgelockert, sodass man das Buch als Leser gar nicht aus der Hand legen mag.

Caroline hat mir von Anfang an sehr gut gefallen und stetig Sympathiepunkte gesammelt. Sie hat es im Leben nicht leicht gehabt und schlägt sich auf ihre Art und Weise durch. Besonders zugesagt hat mir, dass sie kein Stereotyp ist und sich deutlich von üblichen Protagonistinnen unterscheidet. So macht sie beispielsweise Fehler, denkt darüber nach und steht im Zweifelsfall auch zu diesen. Auch Kim ist eine starke Persönlichkeit, die im Verlauf der Geschichte über sich selbst hinauswächst. Sie hat mich besonders überrascht, weil man zu Beginn von einem typisch bockigen Teenie ausgeht und dann doch eines Besseren belehrt wird.

Die Nebencharaktere waren zwar vielzählig, aber trotzdem indivieduell gestaltet. Besonders die beiden Zeitebenen haben es namenstechnisch in sich, weil man sich nicht nur eine Generation von Personen einprägen muss, sondern gleich zwei. Aber die Autorin hat es gekonnt verstanden, diese beiden Ebenen miteinander zu verknüpfen und so ist für den Leser letztendlich nur eine spannende Geschichte übrig geblieben.

Gerade das Setting war unglaublich authentisch gestaltet. Die Umgebungsbeschreibungen in Irland waren einfach nur traumhaft und ich habe mich selbst dorthin versetzt gefühlt. Auch Cardew Castle ist vor meinem inneren Auge zum Leben erwacht. Ich konnte die Zugluft spüren, habe den leichten Moder gerochen und das Knistern des Feuers gehört. Wer solch ein Talent für Beschreibungen hat, ist wirklich gesegnet und das ist auch der Hauptgrund, weswegen das sicher nicht mein letzter Roman der Autorin war.

Zur Spannung brauche ich eigentlich nicht mehr viel sagen, weil ich von der ersten Seite an gefesselt war. Gerade die Rückblenden haben die Stimmung noch zusätzlich angeheizt, weil hier nur nach und nach die Wahrheit offenbart wurde. Caroline musste in ihrem Urlaub in Irland wahre Detektivarbeit betreiben und ich bin froh, dass ich diese Familiengeschichte als Leser mitverfolgen durfte.

Die historischen Hintergrunddaten waren von der Autorin sorgfältig recherchiert und sehr gut mit der Handlung verwoben worden. Auch das damals brisante Thema Homosexualität hat sie sensibel, aber doch aufzeigend im streng katholischen Irland um 1900 dargestellt.

Bei diesem Roman hat für mich einfach alles gestimmt und das sage ich nicht nur, weil ich ein absoluter Irland-Fan bin und selbst gerne mal auf die grüne Insel möchte. Die Charaktere waren in sich und miteinander stimmig, die Familiengeschichte glaubhaft geschildert und der Schreibstil einfach nur spannend und unterhaltsam – weiter so, Ricarda Martin!

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schildkröte, liebe, emma wagner, eine schildkröte macht noch keine liebe, humor

Eine Schildkröte macht noch keine Liebe

Emma Wagner
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 26.07.2016
ISBN 9783741223518
Genre: Liebesromane

Rezension:

„Eine Schildkröte macht noch keine Liebe“ ist der neue Roman rund um die beiden Streithähne Lilly und Vince, die sich zufällig in Heidelberg begegnen. Leider konnten mich die Protagonisten nicht komplett überzeugen und auch bei der Spannung musste ich einige Abstriche machen …

Ich muss zugeben, dass das meine erste Lektüre von der Autorin Emma Wagner ist. Über die bisher erschienen Romane habe ich nur Positives gehört, weswegen ich dann endlich mal mit einem Buch starten wollte und meine Wahl ist dann zufällig auf dieses gefallen. Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, weil die Story locker und flockig von der Leber weg geschrieben ist. Bedauerlicherweise hat die Autorin aber immer wieder auf gleiche Phrasen zurückgegriffen, was mir das Lesevergnüngen etwas genommen hat. So ist der Protagonist beispielweise permanent am seufzen oder ihm fällt oft die Kinnlade herunter. Die Wortwahl war dem Liebesromangenre angepasst und besonders gut hat mir der teilweise eingearbeitete Dialekt in den Dialogen gefallen.

Mit den beiden Protagonisten hatte ich in der ersten Hälfte des Buches so meine Schwierigkeiten. Mir ist es verhältnismäßig schwer gefallen die Motive und Handlungen in Einklang zu bringen. Vince habe ich dabei noch etwas besser verstehen können, aber Lilly war definitv ein Buch mit sieben Siegeln für mich. Das hat auch dazu geführt, dass ich sie nicht ernst nehmen konnte, was ich extrem schade finde. In der zweiten Hälfte wurde es dann deutlich besser. Man hatte als Leser das Gefühl, dass beide nun zu ihrem wahren Ich gefunden haben und wissen, was sie tun, während zuvor das reinste Choas geherrscht hat. Auch die Liebesgeschichte an sich ist dadurch etwas untergegangen, weil beide so sehr mit sich selbst beschäftigt waren, dass sie den jeweils anderen nicht so wirklich wahr geommen haben; so war jedenfalls mein Eindruck.

Bei den Nebencharakteren hat die Autorin allerdings einen mehr als guten Job angeliefert! Gerade das kauzige Geschwisterpaar Otto und Karl sind mir von der ersten Seite an ans Herz gewachsen. Obwohl sie immer nur Gastauftritte zwischendurch genießen, habe ich ihnen jeden Satz abgenommen. Für mich waren sie einfach „echt“ und haben mich auch innerlich berührt. Auch die anderen Charaktere der Geschichte waren super ausgearbeitet und haben die Handlungen erst so richtig rund gemacht.

Beim Spannungsverlauf muss ich eine kleine Rüge anbringen, weil in der ersten Hälfte nicht viel passiert. Ich habe die ganze Zeit auf irgendwelche dramatischen Wendungen, prickelnde Zufälle oder sonst irgendwas gewartet, was aber leider nicht eingetreten ist. Richtig spannend würde ich die letzten 60 Seiten bezeichnen, weil sich hier die Ereignisse im wahrsten Sinne des Wortes überschlagen. Das kommt für mich aber leider viel zu spät, da hätte ich mir vorher schon ein paar Überraschungen gewünscht, damit der Leser auch bei der Stange bleibt.

Natürlich ist der Roman dem Genre des Liebesromans zuzuordnen, wobei auch einige erheiternde Szenen vorhanden sind. Die Liebe würde ich eher als zart aufkeimend beschreiben, weil die beiden Protagonisten – wie schon erwähnt – zu Anfang viel zu sehr gegeneinander arbeiten als miteinander.

Insgesamt würde ich die Geschichte als durchschnittlich bezeichnen. Viele Überraschungen werden hier nicht bereitgehalten und schon nach ein paar Kapiteln ist absehbar, auf was das Ganze hinausläuft, aber trotz aller Kritik konnte ich das Buch gut lesen, was am flüssigen Schreibstil lag. Ich bin schon sehr gespannt, was die anderen Romane der Autorin für mich bereithalten, denn ich durfte Emma Wagner auf diversen Buchmessen erleben und diese Frau ist einfach nur superlieb und zuckersüß!

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erotik, liebe, geneva lee, royal, royal passion

Royal Passion

Geneva Lee , Andrea Brandl
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 18.01.2016
ISBN 9783734102837
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

„Royal Passion“ ist der erste Band einer sechsteiligen Reihe, rund um den Bad-Boy-Thronfolger Alexander von Cambrige und die reiche Bürgerliche Clara Bishop. Insgesamt ist die Thematik interessant, allerdings haben mich die sich immer wieder wiederholenden Sexszenen gestört und auch der Royal selbst konnte mich nicht überzeugen.

Wir bekommen diese prickelde Geschichte direkt aus Sicht der Protagonistin Clara erzählt. Für mich war das die perfekte Perspektive, weil Clara ein sehr sensibler Charakter ist und sich viele Gedanken zu verschiedenen Themen macht. So habe ich ihre Gedankengänge besser nachvollziehen können. Der Schreibstil ist flüssig und locker gehalten. Die Personen reden meistens, wie ihnen der Schnabel gewachsen ist. Auf der einen Seite fand ich das gut, weil man so zeigen konnte, dass auch die Royals nur Menschen sind, aber auf der anderen Seite war es auch ein wenig unglaubwürdig, wenn selbst der König keine Etikette wahrt.

Mit Clara kam ich aus dem eben schon erwähnten Grund gut zurecht. Ich konnte ihre Handlungen verstehen und auch ihre innere Zerrissenheit war klar dargestellt und für mich glaubhaft. Sie ist die Sorte Charakter, die nach ihrer Stärke suchen und dabei eigentlich schon immer tough waren. Wie heißt es so schön? Stärke kommt von innen und man kann sie aus den Schwächen der Vergangenheit ziehen. Natürlich ist sie jetzt nicht unbedingt individuell gestaltet und füllt ziemlich viele Klischees aus, aber das ist bei dieser Story eher nebensächlich, weil hier ganz eindeutig das Sexleben der beiden im Vordergrund steht.

Mit Alexander hatte ich da schon mehr Schwierigkeiten, weil ich bei ihm einfach nicht durchblicken konnte. Das ist auch sicherlich so gewollt von der Autorin. Sein innerer Konflikt kommt zwar gegen Ende zum Vorschein, aber warum er so handelt, wie er handelt, kann man als Leser nicht wirklich verstehen. Man könnte jetzt natürlich sagen, dass das so sein muss, weil es sonst keine fünf Folgebände gäbe, aber ich konnte Alexander den Thronfolger von England leider nicht abnehmen. Das lag zum Teil auch daran, dass er sich immer wieder ganze Tage für das Liebesspiel mit Clara freischaufeln konnte, ohne irgendwelche Verpflichtungen zu haben (wie geht das bitte?). Die Parallelen zu den richtigen Royals sind natürlich da und das hat es mir nicht gerade einfacher gemacht (Alex Mutter ist tot, der Vater ist griesgrämig, die Königinmutter herrscht momentan über England), weil es dann auch wieder große Diskrepanzen gibt (der jüngere Bruder ist der ruhigere und der ältere (Alexander) ist der Bad Boy, es gab noch eine jüngere Schwester usw.).

Die Story an sich ist eher flach und hat wenige Höhen und Tiefen. Es passiert auch nicht wirklich etwas Überraschendes, weil es ein ständiges Hin und Her zwischen Clara und Alexander ist. Während ihr schon von Anfang an klar ist, dass diese Verbindung zum Scheitern verurteilt ist, kommt er immer wieder auf sie zu und reißt sie weiter in den Abgrund.

Die Thematik ist ganz eindeutig der Sex zwischen den Protagonisten. Es gibt kein Kapitel, in dem nicht wenigstens einer der beiden einen Höhepunkt erlebt. Natürlich habe ich diese Lektüre aufgrund des prikelnden Themas gelesen und habe auch generell kein Problem damit, allerdings wurde der viele Sex ab der zweiten Hälfte wirklich langweilig. Immer wieder die gleichen Abläufe, auch die Formulierungen waren identisch und nach einer Weile wirklich ausgelutscht. Da hatte ich deutlich mehr erwartet, bzw. ein bisschen Abwechslung. Auch die Andeutungen zum Thema Dominanz waren eher armselig. Ich hatte zwischendurch den Eindruck, dass die Autorin 50 Shades of Grey im Kopf hatte und dann immer wieder davon ab kam. Mal ist es Alexander total wichtig und es kommt zum Krach deswegen und dann ist es wieder total nebensächlich, hauptsache Clara ist bei ihm. Das kann man dann nicht so richtig nachvollziehen.

Trotz der Kritik werde ich aber die Folgebände lesen, weil ich noch Hoffnung habe, dass das Drumherum besser wird. Die zarte Liebesgeschichte, die der Leser bisher entdecken durfte, hat nämlich durchaus Potential, das nun genutzt werden muss.

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