Leserpreis 2018

mermeoths Bibliothek

80 Bücher, 30 Rezensionen

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10 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Hinter dem Regenbogen

Nadia Hashimi , Rainer Schumacher
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 24.11.2017
ISBN 9783404176090
Genre: Romane

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(31)

37 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 30 Rezensionen

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Ida

Katharina Adler , Petra Morzé
Audio CD
Erschienen bei Argon, 25.07.2018
ISBN 9783839816523
Genre: Romane

Rezension:

Erzählt wird die Lebensgeschichte von Ida Bauer, einigen Menschen auch bekannt als „Der Fall Dora“, das Mädchen mit der petite hystérie, welches Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts es wagte, ihre Therapie bei Sigmund Freud abzubrechen. Die Einblicke in die Zusammentreffen mit dem berühmten Psychoanalytiker fallen leider wider Erwarten meist sehr kurz aus und werden lediglich hie und da in den Roman eingestreut, viel mehr geht es um das gesamte Leben dieser stark von ihrer Zeit geprägten Frau. Die Geschichte führt uns - mit vielen Zeitsprüngen versehen - von ihrer Kindheit im Hause Bauer über die Jugendzeit und die „Kur“ bei Freud, ihr Leben als Ehefrau und Mutter in einer von zwei Weltkriegen dominierten Zeit bis hin zu ihrem Tod 1945 in New York.

Die Protagonistin Ida wird spröde, eigensinnig und über manchen Strecken auch ziemlich unsympathisch dargestellt, nichts desto trotz kommt man kaum umhin, sie für den Mut zu bewundern, sich gegen den weithin bekannten Herrn Doktor zu stellen, welcher jede ihrer Handlungen, Gedanken und Träume sexualisiert, sodass man das arme Mädchen am liebsten an der Hand nehmen und aus seiner Praxis holen möchte, um ihr weitere derartige Analysen zu ersparen.

Mir hat dieses Hörbuch gut gefallen, ich mochte den perfekt zu jener Zeit passenden Stil und Petra Morzé ist meines Erachtens als Sprecherin eine ausgezeichnete Wahl. Allerdings beinhaltet die Geschichte doch einige Längen, welche mich gedanklich immer wieder abdriften ließen und auch mit dem nicht chronologischen Aufbau hatte ich zeitweise meine Probleme, ich denke aber, das wäre beim Lesen des Romans weniger der Fall gewesen. So bleiben am Ende vier Sterne und eine Empfehlung für all jene, die vorrangig an einer bewegten Lebensgeschichte, aber weniger an Freuds Psychoanalyse interessiert sind, da diese zwar als Aufhänger für „Ida“ dient, letztlich aber doch nur sehr wenig Raum bekommt.

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(4)

6 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 3 Rezensionen

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Vier.Zwei.Eins.

Erin Kelly
E-Buch Text: 405 Seiten
Erschienen bei FISCHER E-Books, 23.05.2018
ISBN 9783104905464
Genre: Krimi und Thriller

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(207)

397 Bibliotheken, 10 Leser, 2 Gruppen, 151 Rezensionen

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Wie man die Zeit anhält

Matt Haig , Sophie Zeitz
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 20.04.2018
ISBN 9783423281676
Genre: Romane

Rezension:

Das Einzige, was man mit der Vergangenheit tun kann, ist, sie mit sich herumzuschleppen, ihr wachsendes Gewicht zu tragen und zu beten, dass es einen nie erdrückt. (S. 78)

Tom Hazard ist 439 Jahre alt und unterrichtet Geschichte an einer Schule in London. Eine seltene Veranlagung lässt ihn - nahezu immun gegen Krankheiten - stark verlangsamt altern und so sieht er in der Gegenwart aus wie ein Mann Anfang vierzig. Was auf den ersten Blick ein Geschenk des Himmels zu sein scheint, entpuppt sich jedoch bei genauerem Hinsehen als ein Fluch, der es einem Menschen wie ihm nahezu unmöglich macht, engere Beziehungen einzugehen. Tom ist dazu verdammt, sich häufig von ihm wichtig gewordenen Personen verabschieden zu müssen, entweder weil seine Lieben erkranken und sterben oder weil er in regelmäßigen Abständen weiterziehen muss, um in seiner Besonderheit nicht aufzufallen und niemanden zu gefährden. Dass Letzteres reibungslos vonstattengeht, dafür sorgt eine geheime Organisation von Menschen, welche so sind wie er, und die unter keinen Umständen von den sogenannten Eintagsfliegen entdeckt werden wollen. Alle acht Jahre muss Tom komplett untertauchen, eine andere Identität annehmen, in einem weit entfernten Land aus dem Nichts erscheinen und mit einem neuen Namen in ein neues Leben starten. Immer und immer wieder.

Wen wundert es, dass er mit seinem Schicksal hadert und seinem unnatürlich langen Leben vermutlich schon selbst ein Ende gesetzt hätte, gäbe es nicht diese eine Person irgendwo auf der Welt, welche er unbedingt finden will und für die sich ein Bleiben immer lohnen wird… und die Erkenntnis, dass trotz aller Gegenwehr an der Liebe letztlich doch kein Weg vorbeiführt.


Dieser Roman ist etwas ganz Besonderes, ich liebe Matt Haigs leise Töne und seinen Blick auf das wirklich Wesentliche im Leben. Seine Bücher bringen mich zum Nachdenken, ging es in „Ich und die Menschen“ um das, was unsere Spezies ausmacht, so sind es hier weitere ganz essenzielle Fragen, welche (uns) der Autor stellt und die diese Lektüre für mich so lesenswert gemacht haben:

Wenn ich ohne Zweifel leben könnte, was würde ich tun? Wenn ich freundlich sein könnte ohne die Angst, übervorteilt zu werden? Wenn ich lieben könnte ohne die Angst, verletzt zu werden? Wenn ich die Süße des Heute genießen könnte, ohne mich davor zu fürchten, wie sehr sie mir morgen fehlen wird? Wenn ich die Zeit nicht fürchten würde, keine Angst davor hätte, wen sie mir nimmt? Ja. Was würde ich tun? (S.367)

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(9)

19 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

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Der kleine Philosoph - Wie Kinder denken

Frédéric Lenoir
Fester Einband: 231 Seiten
Erschienen bei Tropen, 10.03.2018
ISBN 9783608503500
Genre: Sachbücher

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(82)

151 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 65 Rezensionen

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Libellenschwestern

Lisa Wingate , Andrea Brandl
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Limes, 05.03.2018
ISBN 9783809026907
Genre: Romane

Rezension:

„Wussten Sie, dass in diesem unseren Land, Heimat freier und tapferer Menschen, ein riesiger Babymarkt existiert? Und dass es sich bei den wertvollen Gütern, die den Besitzer wechseln, … um lebende strampelnde Babys handelt, menschliche Wesen aus Fleisch und Blut.“

The Saturday Evening Post, Februar 1930

 

Dieser Roman erzählt die Geschichte der fünf Foss-Kinder, welche 1939 von der Polizei vom Hausboot ihrer Eltern entführt werden, als diese gerade nicht anwesend sind, da die Mutter aufgrund einer mit Komplikationen behafteten Geburt dringend in ein Krankenhaus gebracht werden musste. Die Geschwister landen bei Georgia Tann, welche offiziell ein „Waisenhaus“ betreibt, über das sie die oft in Wahrheit gestohlenen oder unter anderen fragwürdigen Umständen ihren Eltern entrissenen Babys und Kinder teuer an wohlhabende Paare verkauft. In Georgia Tanns Zweigstelle der Tennessee Children's Home Society herrschen unsagbare Zustände, welche zum Teil klar ausgesprochen, zum Teil aber nur angedeutet werden, trotzdem weiß der Leser genau was dort passiert, wie unmenschlich und roh mit der Ware Kind umgegangen wird. Manchmal möchte man einfach nur noch die Augen schließen und das Buch beiseitelegen um zu verschnaufen, aber man bangt und hofft, dass sich letztlich alles zum Guten wendet, was leider schockierend selten der Fall ist. Die zwölfjährige Rill, älteste der fünf Geschwister, versucht verzweifelt, ihre Familie zusammenzuhalten und die Kleineren zu schützen, was allerdings angesichts der Übermacht der die Fäden ziehenden korrupten Erwachsenen nahezu unmöglich ist. Oft sind die Geschehnisse rund um die Foss-Kinder kaum auszuhalten, aber genau das hat es mir unmöglich gemacht, den Roman während dieser Kapitel zur Seite zu legen.

Ein zweiter, mit dem ersten verwobenen, Handlungsstrang führt in die aktuelle Welt der Politik. Man begleitet die junge und gut situierte Anwältin Avery Stafford, welche in die Fußstapfen ihres Vaters im Senat treten soll. Dieser Teil des Romans hat mich weit weniger gefesselt und ich habe einige Zeit gebraucht, um hier auch gerne am Ball zu bleiben, dreht sich doch anfangs alles um Sein und Schein, Wahrung des Bildes, welches man in der Öffentlichkeit abgibt, Pressetermine, perfekt sitzende Kleidung und vorgefertigte Antworten. Nur langsam kommt man auch durch Avery und eine bedeutsame Begegnung in einem Altersheim in die eigentliche Geschichte rund um die Begebenheiten, welche sich siebzig Jahre zuvor in besagtem Waisenhaus abgespielt haben.

Der Autorin gelingt es allerdings sehr gut, ihren auf wahre Begebenheiten basierenden Roman immer dichter werden zu lassen, die anfangs getrennten Geschichten Stück für Stück zu einer einzigen zu verweben, dem Leser dabei aber zu keinem Zeitpunkt zu viel zu verraten, was den Spannungsbogen nie abreißen und das Lesen dieses Buches trotz der großteils harten Kost zu einem Genuss werden lässt.

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20 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

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Tier- und Pflanzenführer. Kindernaturführer

Anita van Saan , Holger Haag , Bärbel Oftring , ,
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Kosmos, 02.02.2017
ISBN 9783440152447
Genre: Kinderbuch

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7 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

affäre, bildhauer, bildhauerei, ebook, eifersucht, freundschaft, historische romantik, historischer roman, kunst, künstler, liebe, liebesgeschichten, paris, ritchie

Die Geliebte des Bildhauers

Maggie Ritchie
E-Buch Text: 412 Seiten
Erschienen bei AmazonCrossing, 10.01.2017
ISBN 9781503995833
Genre: Historische Romane

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(65)

111 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 43 Rezensionen

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Heute leben wir

Emmanuelle Pirotte , Grete Osterwald
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei S. FISCHER, 23.03.2017
ISBN 9783103972115
Genre: Romane

Rezension:

Belgien, Dezember 1944: Hektisch von einer guten Hand zur anderen weitergereicht, passiert es, dass die etwa siebenjährige Jüdin Renée vermeintlich amerikanischen Soldaten ins Auto gesetzt wird, um sie vor den nahenden deutschen Truppen zu schützen, aber schon nach den ersten gesprochenen Worten weiß das kleine Mädchen, dass sie dem Feind in die Hände gefallen ist....

So spannend beginnt der Erstling von Emanuelle Pirotte. Man wird als Leser regelrecht in die Geschichte hineingesogen, bangt man doch von der ersten Leseminute an um die kleine Protagonistin und hofft darauf, dass ihr nichts Schlimmes zustößt. Warum der SS-Offizier Matthias das Mädchen verschont, darüber kann man bis zum Ende nur mutmaßen, aber er wird zu ihrem Beschützer in einer Zeit, wo Menschlichkeit rar gesät ist, und wo auch er selbst sich sonst alles andere als menschlich verhält.

Die Charaktere der beiden Hauptpersonen sind sehr gut gezeichnet. Renée mutet oft viel zu erwachsen an, aber das ist bei ihrer Vergangenheit auch nicht verwunderlich. Sie hat keine Ahnung, was aus ihrer Familie geworden ist und kämpft seit Jahren ums nackte Überleben. Das Mädchen hat gelernt, die Menschen „zu lesen“, weiß, wann sie sich in Luft auflösen muss oder forsch ihr Recht auf Versorgung einfordern kann. Nichtsdestotrotz genießt sie auch jene wenigen Momente, in denen sie ganz Kind sein darf.

„Es war wie ein großes Spiel, nur eben in echt. Renée spielte es mit der ganzen Intelligenz und Lebhaftigkeit, die ihr von Natur aus gegeben waren. Und bisher hatte sie gewonnen.“ S155

Matthias gleicht einer Tötungsmaschine, sobald es einen Auftrag auszuführen gilt, er ist Teil einer neuen „Kämpferrasse“, der Traum des Absoluten wenn es um die Vernichtung der Juden geht. Er ist aber auch ein Mann, dem mittlerweile völlig egal ist, ob er den Krieg überlebt, oder nicht, er hat schon lange keine Perspektiven mehr. Umso spannender ist seine Handlungsweise in Bezug auf Renée und die Geschichte, die sich daraus ergibt.

„Heute leben wir“ ist ein sehr eindrücklicher Roman über eine Freundschaft, die es eigentlich gar nicht geben dürfte: einem kleinen jüdischen Mädchen und einem Offizier der deutschen Wehrmacht im letzten Winter des zweiten Weltkriegs, erzählt in einer Sprache, die einen mitten hineinzieht in die Grausamkeiten, die Menschen imstande sind, einander anzutun.

Hoffentlich lernen wir daraus.



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259 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

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Der Rosie-Effekt

Graeme Simsion , Annette Hahn
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 22.03.2016
ISBN 9783596031856
Genre: Liebesromane

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42 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

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Wieso? Weshalb? Vegan!

Hilal Sezgin , Jaroslaw Kaschtalinski
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei FISCHER Kinder- und Jugendtaschenbuch, 25.05.2016
ISBN 9783733502287
Genre: Jugendbuch

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(32)

46 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 27 Rezensionen

2017, beziehung, freiheit, friedemann karig, gelesen 2017, interviews, #jungwildblumenbar, liebe, monogamie, offenheit, partnerschaft, polyamorie, polygamie, sachbuch, sex

Wie wir lieben

Friedemann Karig
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Blumenbar, 17.02.2017
ISBN 9783351050382
Genre: Sachbücher

Rezension:

„Wie wir lieben“ ist ein sehr interessantes Buch über das zwangsläufige Scheitern der Monogamie. Mit vielen geschichtlich und wissenschaftlich belegten Hintergründen warum dies so ist, aus biologischer Sicht regelrecht so sein muss. Humorvoll liefert Friedemann Karig Beweise dafür, warum wir Menschen für diese Art der Beziehung nicht geschaffen sind. Unbestritten sind die wenigsten Paare auf Dauer mit ihrer gemeinsamen Sexualität zufrieden (geschweige denn glücklich), doch wie geht man im Fall des Falles mit so einer Situation um? Allzu oft bricht einer der Beteiligten irgendwann aus, und zwar heimlich. Lügt, betrügt und verletzt, sofern es rauskommt. Aber wie sieht die Alternative in Zeiten unbegrenzter Möglichkeiten aus? Gehen sogenannte offene Beziehungen auf Dauer gut? Sind diese Menschen soviel glücklicher als jene, die sich – zumindest offiziell – der Monogamie verschrieben haben und auf ewige Treue schwören? Karig hat für sein Buch einige solcher Paare interviewt und gewährt dem Leser auf diese Weise Einblick in gänzlich andere Lebensmodelle, und das völlig wertfrei. Interessanterweise läuft es aber auch in derartigen Partnerschaften nicht so rund, wie man nach all den vielen guten Gründen für die freie Liebe meinen möchte. Auch hier gibt es die großen und kleinen Probleme des Alltags, Eifersucht trotz aller guter Vorsätze, neue Lieben, die eigentlich so nicht geplant waren und letzten Endes schmerzhafte Trennungen, weil man sich auseinander gelebt hat. Führt sich dieser Lebensentwurf also direkt wieder ad absurdum, oder ist er vielleicht schlicht und einfach gar nicht so viel anders, als das allgemein akzeptierte Modell, nur eben ehrlicher?

Denn was ist Treue wirklich? Der Autor beantwortet diese Frage folgendermaßen:

„Treue bedeutet, einem Menschen gegenüber verlässlich zu sein. Ein Versprechen über einen langen Zeitraum zu halten. Sich so zu benehmen, wie man es angekündigt hat. Demjenigen, dem man treu ist, nicht mit abweichenden Verhalten zu hintergehen.“

Muss man dieses Wort ausschließlich mit sexuellen Handlungen in Verbindung bringen, oder kann man es auch umfassender betrachten und somit „entspannter“ mit diesem Thema umgehen? Lässt die Erziehung das überhaupt zu, oder wird diese Sicht in unseren Breiten niemals gesellschaftsfähig sein?

So viele Argumente aber auch gegen ein dauerhaftes Funktionieren der Monogamie gebracht werden, hatte ich beim Lesen nie das Gefühl, man wollte mir die einzig wahre Form einer Beziehung, nämlich die Polyamorie, aufdrängen. Hier geht es vielmehr darum, dass jeder Mensch die Möglichkeit haben sollte, frei zu entscheiden, wie er sein Liebesleben gestalten möchte und mit wem, ohne dass ihm die Gesellschaft deswegen einen Stempel aufdrückt. Es geht nicht um die vermeintliche Lösung aller partnerschaftlichen Probleme (das dem nicht so ist zeigen die Beispiele ohnehin), sondern um das Erweitern des Blickwinkels, das Lockern starrer Regeln und die Option, das Beziehungsgefüge anzupassen, wenn sich die Bedürfnisse der jeweiligen Partner verändern, gerade um einen weiteren gemeinsamen Weg zu finden.

Mich hat dieses Buch so manches Mal amüsiert, aber auch in vielerlei Hinsicht zum Nachdenken angeregt, es ist kurzweilig zu lesen und keines dieser trockenen Sachbücher, durch die man sich nur allzu oft mühsamst quält, von daher vergebe ich gerne fünf Sterne und eine klare Leseempfehlung – es ist eine Bereicherung, wie auch immer man seine Beziehung letztlich selbst gestalten möchte.

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48 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 28 Rezensionen

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Erziehen ohne auszurasten

Sheila McCraith
Flexibler Einband: 212 Seiten
Erschienen bei TRIAS, 22.02.2017
ISBN 9783432101699
Genre: Sachbücher

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53 Bibliotheken, 0 Leser, 4 Gruppen, 30 Rezensionen

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Die Händlerin der Worte

Thomas Lange , Claude Theil , Sanna Wandtke
Fester Einband: 128 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 24.01.2017
ISBN 9783473369508
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Auf dem Markt gibt es eine Frau, die mit einer ganz besonderen Art Ware handelt: sie verkauft Wörter. Präzise, solide, elegante Wörter, die man nicht einfach so auf der Straße oder im Schulhof finden kann. Kleine, weiche, süße Wörter, die trösten, wenn es einem nicht gut geht, Wörter der Höflichkeit und der Toleranz, die einem das Miteinander erleichtern. Verletzende Wörter oder Schimpfwörter verkauft sie hingegen nicht.

Eines Tages wird ein Teil ihrer Produkte gestohlen, es ist eine Truhe voll mit wichtigen Begriffen, die unerlässlich sind für ein gutes Zusammenleben. Sobald diese Worte aus dem Sprachschatz der Menschen verschwinden, werden sie beginnen, sich zu beleidigen und zu provozieren, was fürchterliche Folgen haben wird. Es gilt also, den Dieb so schnell als möglich zu überführen und die Kiste zu finden, um das Schlimmste zu verhindern. Der achtjährige Jonas und seine um zwei Jahre ältere Schwester Leonie unterstützen die Händlerin der Worte auf der Suche nach ihrem Schatz und verfolgen sämtliche Spuren, die zu dem Bösewicht führen könnten. Welches Motiv liegt dem Diebstahl zugrunde und welchen Vorteil zieht der Schurke aus seiner Tat?

Die Idee dieses Buches ist eine ganz wunderbare, man beginnt unweigerlich über Dinge nachzudenken, die man tagtäglich ausspricht und vor allem auch über die Folgen, die allzu unbedacht Gesagtes nach sich ziehen kann, wie schwer es ist, garstige Wörter wieder aufzuwiegen, im wahrsten Sinne des Wortes. All das wird in diesem Buch wunderbar kindgerecht erklärt, sodass sicherlich auch Achtjährige die Sinnhaftigkeit dahinter gut verstehen können.

So ist das Alter der Zielgruppe vom Verlag meines Erachtens zu hoch angesetzt worden. Auch ist die Erzählung mit ihren knapp 120 Seiten und etlichen Illustrationen ziemlich schnell gelesen. 10-12 jährige Bücherwürmer erwarten sich dann doch eher komplexere Geschichten mit einem höheren Spannungsbogen, die einen länger „bei der Stange halten“. Mein Sohn hätte aus diesem Grund nur drei Sterne vergeben. Der Zauber, dem ich jedoch der Händlerin der Worte in ihrer Werkstatt erlegen bin, hat hier schließlich noch ein wenig Ausgleich geschaffen, also sollen es auch ein paar ihrer Sätze sein, die den Abschluss dieser Rezension bilden:

„Schaffen Sie es immer, die Wörter wieder zu reparieren?“, fragte Jonas neugierig.

„Ach, leider nicht! Es gibt Wörter, die zu oft ausgesprochen wurden, oder Versprechen, die man nicht gehalten hat. Wenn es um so etwas geht, kann ich nichts mehr machen. Sicher, ich kann sie polieren, schön anmalen oder mit neuem Stoff überziehen, aber das hilft alles nichts. Sie wirken immer ein wenig künstlich und man glaubt ihnen nicht mehr. Meistens muss ich mich dann entschließen, sie aus dem Verkehr zu ziehen.“

...


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26 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

alltag, frau, pflicht, romantik, selbstfindung, thailand, treue

Frieda bügelt heute nicht

Rosanna Liebowitz
Flexibler Einband: 338 Seiten
Erschienen bei Tinte & Feder, 15.09.2015
ISBN 9781503950818
Genre: Romane

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171 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 53 Rezensionen

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Anton hat kein Glück

Lars Vasa Johansson , Ursel Allenstein , Antje Rieck-Blankenburg
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Wunderlich, 21.10.2016
ISBN 9783805203876
Genre: Romane

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165 Bibliotheken, 4 Leser, 2 Gruppen, 80 Rezensionen

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Nach einer wahren Geschichte

Delphine de Vigan , Doris Heinemann
Fester Einband: 350 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag, 24.08.2016
ISBN 9783832198305
Genre: Romane

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

autobiographie, conny giammarres, conny giammarresi, in meinem wunderlan, leserunde, mediu, paperback

In meinem Wunderland

Conny Giammarresi
Flexibler Einband: 452 Seiten
Erschienen bei Scriberry, 16.03.2016
ISBN 9783038540502
Genre: Biografien

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72 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 29 Rezensionen

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Ein unbesiegbarer Sommer

Wendi Stewart , Matthias Fienbork
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Nagel & Kimche, 25.07.2016
ISBN 9783312009985
Genre: Romane

Rezension:

Rebecca verliert mit sechs Jahren ihre Mutter und den kleinen Bruder, als ihr Auto durch die zu dünne Eisdecke eines Sees bricht, nur der Vater und sie selbst überleben. Der Witwer verfällt in tiefe Depressionen und zieht sich vollkommen aus dem Alltag zurück. Er vernachlässigt sich selbst, seine Tochter und die Tiere auf der kleinen Farm, welche die Familie bewirtschaftet. Weitere Verwandte sind nicht in der Nähe, die Hilfestellung der Nachbarn wird immer weniger, und so ist das kleine Mädchen im Großen und Ganzen von einem Tag auf den anderen auf sich alleine gestellt. Dennoch ist Rebecca ein ungewöhnlich starkes Mädchen, welches sich nicht von ihrem schweren Schicksal unterkriegen lässt und sich mutig jeder Ungerechtigkeit stellt.

Chucks Vater ist ein Tyrann. Herrschsüchtig und gewalttätig drangsaliert er seinen Sohn Tag für Tag. Er zwingt dem zarten Jungen harte körperliche Arbeit auf und demontiert sein ohnehin schwaches Selbstbewusstsein auf grausamste Weise. Die Mutter - im Grunde nur körperlich anwesend - ist zu keiner Zeit eine Hilfe, einzig Chucks Großmutter versorgt ihren Enkel mit Verständnis und Liebe, kann allerdings gegen ihren alles beherrschenden übermächtigen Schwiegersohn auch nicht viel ausrichten.

Lissie wurde adoptiert und weiß nichts von ihrer Herkunft. Sie lebt allein mit ihrer Mutter in einem perfektionistisch geführten Haushalt, stets der Erwartung ausgesetzt, wie ein Schweizer Uhrwerk zu funktionieren, Fehler werden nicht akzeptiert. Als die Mutter schwer erkrankt ändert sich die Situation jedoch grundlegend. Da es sonst keine Familienmitglieder gibt, muss das Mädchen die Verantwortung für beider Leben übernehmen und wird damit gezwungen, die Erwachsenenrolle einzunehmen und sich um alles zu kümmern.

In der Schule finden diese drei Kinder zueinander und es entsteht eine Freundschaft, wie sie tiefer und kraftvoller nicht sein kann. Einander den dringend nötigen Halt gebend wachsen sie zu jungen Menschen heran, die trotz aller Widrigkeiten und Rückschläge den Blick nach vorne nicht verlieren.

Obwohl er eigentlich viele gute Ideen in sich birgt, hat mich dieser Roman leider nicht erreicht. Der Erzählstil hat mich nicht gepackt und manche Begebenheiten erschienen mir nicht besonders glaubwürdig, dadurch konnte ich kaum einmal mit den wirklich arg gebeutelten jungen Protagonisten mitfühlen. Zudem gibt es etliche Zeitsprünge, total unerwartet von einem Kapitel auf das andere, und es dämmert einen erst einige Seiten später, dass schon wieder einige Jahre vergangen sind. Ich habe die Geschichte als unglaublich trostlos empfunden, wie sehr bringt es folgendes kurzes Gespräch auf Seite 305 auf den Punkt:

„Wie alt wir wohl werden“, sagt Chuck.

„Vielleicht sollten wir jung sterben, unverbraucht, bevor wir erschöpft und zu Realisten geworden sind“, sagt Lissie.

„Zu spät. Dann hätten wir bei der Geburt sterben müssen“, sagt Rebecca.

Erst auf den letzten paar Seiten keimt dann doch noch Hoffnung auf, dass die drei Freunde den Sprung in eine gute Zukunft schaffen, nachhaltiger zurückgeblieben ist bei mir aber leider trotzdem viel mehr das triste Gefühl, welches in Wendi Stewarts Erstlingswerk so erdrückend vorherrscht. Auch bleibt einige Aufklärung auf der Strecke, welche der Geschichte sicherlich noch gut getan hätte, für mich waren am Ende also zu viele Ecken und Kanten übrig, wo durchaus mehr herauszuholen möglich gewesen wäre. Trotzdem drei Sterne.

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Der letzte Sommer

Helen Simonson , Michaela Grabinger
Fester Einband: 576 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag, 19.07.2016
ISBN 9783832198268
Genre: Romane

Rezension:

Wir schreiben das Jahr 1914. Kurz nach dem Tod ihres Vaters zieht es die erst 23-jährige Beatrice Nash in das Städtchen Rye, um hier im kommenden Schuljahr eine Stelle als Lateinlehrerin anzutreten. Obwohl sie mit Agatha Kent eine sehr einflussreiche einheimische Fürsprecherin an ihrer Seite hat, muss die unverheiratete und für diese Zeit ungewöhnlich selbstständige junge Dame einiges an Skepsis und Gegenwind ertragen, zu sehr hält man an den gebotenen Regeln der Gesellschaft fest, und die sehen nun mal nicht vor, dass Frauen unabhängig von einem Mann für sich selbst sorgen. Erst recht nicht, wenn sie so attraktiv sind wie Beatrice. Ein Umstand, der auch Agathas beiden Neffen nicht verborgen bleibt. Der angehende Chirurg Hugh und Daniel, welcher sein Leben der Literatur verschrieben hat, verbringen jeden Sommer bei ihrer Tante. Schon bald entsteht zwischen den jungen Menschen eine - stets von angemessener Distanz geprägte - Freundschaft, und man beginnt sich als (weiblicher) Leser unweigerlich zu fragen, ob sich Beatrice, aller emanzipierten Lebensvorstellungen zum Trotz, nicht vielleicht doch ein Leben an der Seite eines Mannes vorstellen könnte.

Scheint die alle Aufmerksamkeit auf sich ziehende Lehrerin zunächst das einzige „Problem“ der sittsamen Oberschicht von Rye zu sein, beherrscht schon bald ein anderes Thema die nachmittäglichen Teegesellschaften. Deutsche Truppen sind ins neutrale Belgien eingefallen und nun sieht sich England gezwungen, dem Verbündeten zur Seite zu stehen. Die ersten Flüchtlinge kommen an der Küste an und müssen versorgt und aufgenommen werden. Lebensmittel werden täglich knapper, Kreativität in der Küche und sorgsamer Umgang mit dem Vorhandenen ist gefragt. Immer mehr junge Männer werden rekrutiert, um unter dem Deckmantel des Stolzes und der Vaterlandsliebe in Frankreich an vorderster Front gegen die Hunnen zu kämpfen. Immer mehr Frauen verlieren ihre Männer, Väter und Söhne. Wird Agatha nun auch um Hugh und Daniel bangen müssen?

Der letzte Sommer ist ein Roman über Mut, Tapferkeit, Selbstbestimmung und Liebe, aber er handelt genauso von Niedertracht, Egoismus, Eigennutz und Geltungssucht, hier wird gleichermaßen geliebt wie gehasst, keine menschliche Regung bleibt verborgen. Die Sprache passt so perfekt in die Zeit vor hundert Jahren, dass man sich beim Lesen sofort zurückversetzt fühlt. Die Beschreibungen der Landschaft rund um das Städtchen Rye sind derart gelungen, man hört regelrecht das Klacken der Pferdehufe auf dem Kopfsteinpflaster und riecht die salzige Luft, welche vom Meer herüber weht. Diese Geschichte zieht einen von der ersten Seite an in den Bann und weist meiner Meinung nach niemals Schwächen auf. Ich habe es genossen, mit den Protagonisten zu lachen, zu leiden und zu weinen. So muss ein guter Roman sein!

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Wenn Schmetterlinge Loopings fliegen

Petra Hülsmann
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 18.06.2015
ISBN 9783404172726
Genre: Liebesromane

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Weit weg und ganz nah

Jojo Moyes , Karolina Fell , ,
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 23.05.2014
ISBN 9783499267369
Genre: Romane

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Ziemlich gute Gründe, am Leben zu bleiben

Matt Haig , Sophie Zeitz
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 18.03.2016
ISBN 9783423280716
Genre: Sachbücher

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Abschied von der Opferrolle

Verena Kast
Flexibler Einband: 189 Seiten
Erschienen bei Verlag Herder, 01.06.2014
ISBN 9783451053740
Genre: Sachbücher

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Ich wollte immer nur dich

Anne Wiegner
E-Buch Text: 339 Seiten
Erschienen bei Forever, 06.03.2015
ISBN 9783958180352
Genre: Liebesromane

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