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469 Bibliotheken, 5 Leser, 12 Gruppen, 50 Rezensionen

dystopie, endzeit, julianna baggott, memento, jugendbuch

Memento - Die Überlebenden

Julianna Baggott , Axel Merz
Fester Einband: 461 Seiten
Erschienen bei Baumhaus Verlag, 16.03.2012
ISBN 9783833901133
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Das Cover zeigt einen blauen Schmetterling, der über einer Kuppel fliegt. Was in der Kuppel ist, weiß man nur, wenn man das Buch gelesen hat. Aber der Schmetterling sieht nach Hoffnung aus. Ein Farbfleck auf dem sonst dunklen Bild. Dreht man den Umschlag jedoch herum, liegt der Schmetterling tot auf der Kuppel. Man kann erkennen, dass es gar kein wirklicher Schmetterling war sondern eine kleine Maschine. Der Hoffnungsschimmer zerstört durch die große Kuppel, die eigentlich wie ein wachsames Auge voller Gnade beobachten sollte.
Zerstört die Kuppel, die das Kapitol darstellt, wirklich alle Hoffnung oder bleibt am Ende ein winziges bisschen in den liebgewonnenen Charakteren zurück?

Pressias Hand ist mit ihrer Puppe verwachsen, statt einer Faust ist der Kopf der Puppe am Ende ihres Arms. Aber das ist noch nichts. Andere, die die Bomben überlebt haben, die Unglückseeligen, wie sie genannt werden, sind verschmolzen mit größeren Gegenständen wie Fensterrahmen, oder Vögel im Rücken, oder sie sind mit ihren Kindern verschmolzen. Für immer aneinandergekettet. Und dann gibt es da noch die Gefährlichen, die mit der Asche verschmolzen sind und dich unter die Erde ziehen und dann fressen.
Asche und Staub. Durch das ganze Buch ziehen sich die Asche und der Staub, zusammen mit der Grausamkeit und Brutalität, die so oft geschildert wird. Oft so brutal und ekelhaft, dass man innehalten und schlucken muss, bevor man weiterlesen kann.
Aber eines haben alle Unglückseeligen: Ihre Narben. Ihre Geschichten. Ihre Erinnerungen an das Davor.
In diese schreckliche Welt flüchtet sich Padridge, der aus einer vollkommenen, aber noch viel schrecklicheren Welt kommt: Dem Kapitol. Denn eingeschlossen in eine Kuppel haben einige Auserwählte überlebt. Die Reinen.
Ein Reiner flieht in eine Welt voller Asche und Staub und trägt ebenso seine Geschichten und Erinnerungen mit sich. Zusammen mit Pressia und dem Mann mit den Vögeln im Rücken: Bradwell, sind sie auf einer schwierigen Mission, die immer komplizierter wird. Jeder Schritt macht sie zu jemand anderem. Pressia, die am Anfang ein verletzliches, 16 Jähriges Mädchen war, wird zum Offizier. Und noch viel schlimmere Dinge geschehen ihnen.
Wirklich glaubwürdig sind die Beziehungen der Charaktere, denn sie entstehen nicht mit einem Fingerschnippen, sonder wachsen und gedeihen, entwickeln sich. Das zeigt aber auch, dass es keine Geschichte ist, die von Liebe handelt. Das es Liebe in einer so grauenhaften Welt gibt, dass die Autorin diese schafft, ist ein Kunstwerk.
Immer wieder geht es in dem Buch um Verluste, aber es gibt auch ein paar gute Wendungen innerhalb der Geschichte. Verwoben in die tief traurige Geschichte sind Momente, die einen lächeln lassen.
Einzig und allein ist die Vorstellung einer so schrecklichen Welt wie die Autorin sie beschreibt und in dem Kopf des Lesers durch lebhafte Beschreibungen erweckt.
Der Schreibstil ist oft sehr einfach, aber voll von eben diesen Beschreibungen. An manchen Stellen wirkt er abgehackt, das bessert sich aber mit dem Fortschreiten der Geschichte.
Jedes Kapitel bietet eine andere Perspektive auf die Geschehnisse. Dadurch erhält man Einblicke in alle Protagonisten und in verschiedene Orte. Das ist wichtig da die Handlungsstränge verzwickt und verknüpft sind bis sie allmählich zusammenlaufen.
Aber auch wenn das Buch grausam ist, zeigt es, dass es selbst in einer Welt aus Asche, Staub, Trauer und Verlust auch noch Schönheit gibt. Das es Gründe gibt, die es wert sind, weiterzukämpfen und auf eine bessere Zukunft zu hoffen.
Dieses Buch hat von Anfang an gezeigt, dass es kein glückliches Ende bieten kann, dafür gibt es zu viele Grausamkeiten. Aber das Ende, das die Autorin geschaffen hat, ist das beste, was man sich erhoffen kann. Es ist traurig-schön und bietet wirklich Hoffnung.

Details und meine Meinung:

Dieses Buch, ich muss mich einfach wiederholen, ist grausam. Es ist keine gute Nacht Geschichte, nicht zur Unterhaltung gut. Es gibt wirklich viele Verluste und man fühlt mit. Wenn jemand stirbt genauso wie wenn jemandem der kleine Finger abgeschnitten wird. Das kann etwas Positives sein, es kann aber auch dazu führen, dass Buch aus der Hand zu legen.

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127 Bibliotheken, 0 Leser, 3 Gruppen, 91 Rezensionen

träume, jando, krankenhaus, liebe, sterne

Sternenreiter - Kleine Sterne leuchten ewig

Jando , ,
Fester Einband: 131 Seiten
Erschienen bei Koros Nord, 24.07.2012
ISBN 9783981486315
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt:
Wenn wir anfangen, auf unser Herz zu hören, werden wir Dinge im Leben im Leben erkennen, die uns unvorstellbar erschienen. Mats glaubt nicht mehr an seine Träume - zu sehr ist er daran gewöhnt, in der Arbeitswelt zu funktionieren. Auch seine Frau Kiki erreicht ihn nicht mehr. Bis es zu einem Ereignis kommt, dass Mats zwingt, innezuhalten. Ein kleiner Junge hilft ihm dabei, die Welt mit anderen Augen zu sehen und sein Leben neu zu gestalten. Dass man heute noch an Wunder glauben kann, davon erzählt Jandos modernes Märchen Sternenreiter, eine poetische Erzählung für Jugendliche und Erwachsene. Ein Buch über Freundschaft, Menschlichkeit und die Verwirklichung von Träumen.

Zitate:
Ich habe festgestellt, das Schatten, die uns verfolgen, schneller verschwinden, wenn wir einen Schritt in die Sonne machen.

Details und meine Meinung:
Jeder, der den „kleinen Prinzen“ von Antoine de Saint-Exupéry kennt, dem wird dieses Buch erschreckend bekannt vorkommen, wenn auch die Verpackung ein wenig anders ist. Es geht um einen kleinen, geheimnisvollen Jungen, der einem viel arbeitenden, kranken Mann zeigt, wie viel das Leben wert ist, und ihm so zu neuem Lebensmut verhilft. An sich eine wirklich schöne, wundervolle und rührende Geschichte, bei der man sich fragt, ob man selbst nicht viel von diesem kleinen Jungen lernen kann.
All die Weisheiten, die der Junge von sich gibt, sind vom restlichen Text abgeschnitten und kursiv geschrieben, so dass man schnell durchblättern und die schönen Sprüche lesen kann. Andererseits hat mich das ein wenig gestört, da es für mich die Handlung unterbricht und den Eindruck erweckt, dass es einfach darum geht, diese schönen Weisheiten in einem Buch zu sammeln. Dabei bietet dieses Buch mehr als ein paar Weisheiten!
Was das Gesamtbild dann auch noch abrundet, sind die liebevollen Zeichnungen, die zur Handlung hinzugefügt wurden. Äußerlich macht die detailreiche Aufmache einiges her.

Fazit:
Eigentlich fand ich das Buch wirklich schön, nur es kommt mir irgendwie auch wie ein Abklatsch von dem kleinen Prinzen vor und das konnte ich während des Lesens einfach nicht ausblenden. Für Leute, die den kleinen Prinzen nicht kennen, ist es etwas Schönes, Hoffnungsvolles für zwischendurch und für alle anderen: Lieber noch einmal den kleinen Prinzen lesen! Als Geschenkidee aber super.

Wie würdest du das Buch in einem Satz beschreiben?
Trotz einiger Schwierigkeiten eine schöne Geschichte.

An dieser Stelle noch einmal Danke an den KoRos Nord - Verlag für die Bereitstellung dieses Leseexemplars!

Weitere Rezensionen von mir findet ihr auf meinem Blog: www.verlorenzwischendenseiten.de

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619 Bibliotheken, 1 Leser, 3 Gruppen, 113 Rezensionen

götter, liebe, hades, mythologie, fantasy

Das göttliche Mädchen

Aimée Carter , Freya Gehrke
Flexibler Einband: 298 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 10.05.2012
ISBN 9783862783267
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:
Du kannst das Leben deiner Mutter retten wenn du als Wintermädchen bestehst!
Sie sind nach Eden gekommen, weil es der Wunsch ihrer sterbenskranken Mutter ist. Hier lernt Kate den attraktiven und stillen Henry kennen. Seit der ersten Begegnung fühlt sie sich auf unerklärliche Weise zu ihm hingezogen. Er sieht so gut aus und scheint gleichzeitig so ... unendlich traurig zu sein.
Bald erfährt Kate, warum: Er ist Hades, der Gott der Unterwelt! Und er macht ihr ein unglaubliches Angebot: Er wird ihre Mutter heilen, wenn Kate sieben Prüfungen besteht und sein geliebtes Wintermädchen wird. Aber ob ihre Seele für ein Winterleben stark genug ist? Bisher haben alle ihr Scheitern mit dem Tod bezahlt.

Zitate:
„Meinetwegen, dann lass uns so tun, als wäre das alles hier real, dass Magie möglich ist und es die Zahnfee wirklich gibt. Und dass ich mir nicht irgendwann zwischendrin den Kopf angeschlagen hab und dass du nicht im klinischen Sinne verrückt bist.“

„Er ist nett“, erwiderte ich leise und fragte mich, worauf sie hinauswollte. „Ich glaube, wir könnten Freunde werden.“
„Findest du ihn süß?“
Ich verdrehte die Augen. „Er ist ein Gott, Mom. Natürlich ist er süß.“

Doch es war zu spät für ein Happy End. Ich war bereits tot.

Details und meine Meinung:
Kates Leben dreht sich einzig und allein um das ihrer kranken, eigentlich bereits sterbenden Mutter, die ihre letzten Tage in ihrem Heimatort Eden verbringen möchte.
Und da schlägt jemand Kate einen Handel vor: Das Leben ihrer Mutter wird verlängert, wenn Kate jeden Winter bei Henry verbringt.
Was Kate nicht weiß: Henry ist der Gott der Unterwelt und er braucht sie, um weiterhin über die Toten herrschen zu können.
Die Geschichte braucht Zeit, um sich aufzubauen aber sie ist dennoch fesselnd. Wobei ich finde, dass die Beziehung zwischen Kate und ihrer Mutter so eng und intensiv ist, dass ich diese nicht nachvollziehen konnte. Versteht das nicht falsch, ich liebe meine Mutter!, aber in Kates Leben gibt es einfach nur ihre Mutter. Einerseits stelle ich mir so eine enge Bindung toll vor, aber das muss auch total schwer und erdrückend sein. Vor allem wenn die Mutter stirbt.
In Eden lernt Kate dann andere Leute kennen, von denen mich kein Charakter wirklich überzeugen konnte.
Bis dann Henry kam. Henry, oder eigentlich Hades, der noch immer in seine Ex verliebt ist und die ganze Schuld auf sich nimmt. Henry, der ein Gott ist, aber ein sehr einfühlsamer. Ich mochte ihn irgendwie von Anfang an.
Gestört hat mich, dass ich das Gefühl hatte, Kate würde irgendwie auf der Stelle laufen. Immer wieder die gleichen Fragen, die gleichen Zweifel.
Und es dauert einfach zu lange, bis der erste Kuss kommt, wenn auch dieser eigentlich alles entschädigt, denn der ist wirklich gut! (Seite 196)
Die Thematik des Buches ist überzeugend: Die griechische Mythologie einmal ganz anders behandelt als bisher. Auf eine schöne, erfrischende Art und Weise. Wenn ich so im Nachhinein darüber nachdenke, fehlt mir dabei jedoch irgendwie der Bezug zur Realität, zur Welt der Menschen, aber das wird einem wirklich erst am Ende klar. Und da sind wir bei dem Thema, dass mir die Entscheidung so schwer macht: Das Ende. Bis zuletzt fand ich das Buch echt gut und spannend und schön geschrieben. Aber ich hatte das Gefühl, dass das Ende einfach alles zerstört. Nicht weil es gut oder schlecht ist, sondern einfach wegen der Art und Weise wie die Autorin alle Probleme löst und aufgekommene Fragen beantwortet. Ich hätte mir einfach etwas anderes gewünscht, denn durch dieses Ende hatte ich irgendwie das Gefühl, wie Kate die ganze Zeit an der Nase herumgeführt worden zu sein und dass alles, was vor diesem Ende passiert ist, einfach keinen Sinn mehr macht, also schlichtweg einfach sinnlos und unnötig erscheint. Bei diesem Ende würde ich sogar soweit gehen und sagen, dass dadurch das ganze Buch sinnlos wird, auch wenn die Autorin sich dabei wirklich etwas gedacht und das merkt man.
Ihr merkt: Es ist schwierig.
Deswegen werde ich wohl einfach mit diesem Ende klarkommen müssen und das Buch als Ganzes betrachten.
Es war gut. Spannend, ein wenig mitreißend und an einer Stelle war ich echt sehr kurz davor zu weinen. Es ist leicht, sich mit der Protagonistin zu identifizieren und Henry ist vielleicht nicht gerade von Anfang an der Romanheld, den sich unsere romantische Ader wünscht, aber auch er entwickelt sich und wird zu ihm.

Fazit:
3,5/5 Punkten
Alles in allem bin ich zufrieden. Nicht mit dem Ende, aber der Rest stimmt einfach. Ich glaube, man muss es einfach lesen und dann selbst sehen, ob einem diese Aufklärung am Ende alles verdirbt oder ob man damit einverstanden ist.

Wie würdest du das Buch in einem Satz beschreiben?
Bringt frischen Wind in die griechische Mythologie

Weitere Rezensionen von mir findet ihr hier:
http://verlorenzwischendenseiten.blogspot.de/

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830 Bibliotheken, 6 Leser, 6 Gruppen, 142 Rezensionen

liebe, zeitreisen, zeitreise, vergangenheit, fantasy

Hourglass

Myra McEntire , Inge Wehrmann
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag, 15.05.2012
ISBN 9783442475636
Genre: Fantasy

Rezension:

Hourglass von Myra McEntire

Inhalt:
Sie kann n die Vergangenheit sehen, er in die Zukunft. Zusammen sprengen sie die Grenzen der Zeit.

Zitate:
Es war, als würde ich lichterloh brennen, und in diesem Moment hätte ich mir kein schöneres Ende vorstellen können, als in Flammen aufzugehen.

Details und meine Meinung:
Emerson glaubt fest daran, dass sie verrückt ist, denn sie sieht Menschen, die aussehen, als wären sie alten Fotografien entsprungen, doch wenn sie sie berührt, zerplatzen sie wie Seifenblasen.
Festzustellen, dass sie keineswegs verrückt ist, ist nur ein schönes Erlebnis während man das Buch liest.
Zeitreisen ist ja etwas, das mittlerweile schon oft in Büchern und Filmen behandelt wurde, dennoch ist die Idee in diesem Buch überhaupt nicht abgedroschen. Trotz der Idee, in der Vergangenheit etwas zu ändern, ist es etwas Neues und wunderbar. Außerdem hat mich begeistert, dass es dabei nicht um irgendeine vergangene Epoche ging, sonder um eine recht kurze Zeitspanne von sechs Monaten. Das macht das Ganze zugänglicher und auch irgendwie realistischer, wenn so etwas realistisch sein kann.
Emerson gehört für mich auf jeden Fall zu der Art Protagonistin, die man sofort ins Herz schließt. Obwohl sie einerseits verletzlich ist, schafft sie es, dabei stark zu sein. Sie balanciert alles aus zu einem liebenswürdigen Charakter.
Als sie Michael das erst mal begegnet, merkt beide sofort, dass zwischen ihnen etwas Besonderes ist. Chemie. Wenn sie sich nähern, sprühen Funken. Michael ist einem auch sofort sympathisch.
Auch wenn es noch einen anderen gibt, Kaleb, der nebenbei gesagt total super und witzig ist, handelt es sich nicht um dieses typische Dreiecks-Sache, bei der das Mädchen sich entscheiden muss. Emerson hat sich entschieden, als sie Michael das erste Mal gesehen hat. Es ist also eher romantisch. Gleichzeitig aber auch spannend. Ganz unterschwellig ist die Spannung da, verwoben mit Charme und Witz.
Am Ende gibt es Überraschungen, so wie es sich gehört. Es ist alles dabei, was man von einem überzeugenden Buch erwarten kann. Man kann lachen und schmunzeln, kann sich aufregen und traurig sein. Es gibt Eifersuchtsszenen, Liebeserklärungen und feurige Momente.
Ein Punkt, den ich noch unbedingt ansprechen muss, ist die Länge der Kapitel. Wenn ihr das Buch liest, passt auf! Die Kapitel sind nämlich genau so lang, dass man nach jedem weiterblättert und sich denkt: Eins geht noch. Ich glaube, allein das ist eine Kunst: Eine Länge, dass die Szene nicht abgehakt wird, gleichzeitig aber auch nicht langweilig oder eintönig wirkt. Und dass sie eine Künstlerin ist, hat die Autorin bei jedem Kapitel aufs Neue bewiesen.
Ihr Schreibstil ist wunderbar. Dialoge, Handlungen und Beschreibungen wechseln sich in voller Harmonie ab und die Wörter scheinen miteinander zu verschmelzen, sodass am Ende ein vollkommenes Ganzes übrig bleibt.
Vollkommen, das ist Hourglass.

Fazit:
4,9/5
Am besten zitiere ich hier einfach Almuth Andreae:
„Ich habe selten ein Buch gelesen, das gleichzeitig so romantisch und so spannend ist.
Die Geschichte von Emerson und Michael ist ein funkensprühendes Abenteuer und eine Liebesgeschichte über die Grenzen der Zeit hinweg.“
Oder Andrea Best: „Immer, wenn ich todmüde nur noch schnell die nächste Seite lesen wollte, um kurz zu sehen wie es weitergeht, war ich sofort wieder gefesselt –und schon war wieder eine Stunde vorbei.“

Wie würdest du das Buch in einem Satz beschreiben?
Von der ersten bis zur letzten Seite begeisternd.

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454 Bibliotheken, 5 Leser, 6 Gruppen, 92 Rezensionen

engel, liebe, hölle, himmel, dämon

Angel Eyes. Zwischen Himmel und Hölle

Lisa Desrochers , Gabriele Weber-Jaric
Buch: 384 Seiten
Erschienen bei Rowohlt Polaris Verlag, 01.08.2011
ISBN 9783862520060
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt:
Zwischen Himmel und Hölle liegt nur ein Herzschlag. Als Frannie zum ersten Mal Luc begegnet, fehlen ihr die Worte. Dabei ist sie sonst nicht auf den Mund gefallen. Doch der Neue sieht einfach unverschämt gut aus: ein echter Drauf­gänger mit dunkler Aura – genau ihr Typ. Was Frannie nicht weiß: Luc ist ein Dämon mit besonderer Mission. Er soll ihre Seele für die Hölle sichern. Denn Frannie hat eine wertvolle Gabe, von der sie selbst nichts ahnt. Doch auch die himmlischen Mächte schicken einen Kandidaten ins Rennen: Gabe, einen attraktiven jungen Engel. Und ehe sie sich´s versieht, steht Frannie nicht nur zwischen zwei Männern, sondern auch im Zentrum eines uralten Kampfes ...

Cover: Auf dem Cover sieht man ein blaues Auge und eine Gesichtshälfte dazu. Das Bild ist etwas verschwommen und rückt daher ein wenig in den Hintergrund, während der Buchtitel hervortritt. Die Schrift finde ich sehr schön und auch die Farbgestaltung ist wunderbar.

Details und meine Meinung: Das Buch stand schon sehr lange auf meiner Wunschliste und ich habe mich tierisch gefreut, als ich es in den Händen hielt und anfing, darin zu lesen. Aber gleich zu Beginn hat mich der Schreibstil enttäuscht. Es beginnt mit Luc, ein siebentausend Jahre alter Dämon, der auf mich eher wie ein Fünfzehnjähriger vorkam. Ich konnte es einfach nicht glauben, denn für mich beinhalten so viele Jahre irgendwie doch ein wenig Klasse. Und damit meine ich nicht, dass ein Dämon nicht böse Gedanken haben durfte, das sollte er nämlich, aber irgendwie sollten diese für meinen Geschmack niveauvoller sein.
Was mich auch ein wenig enttäuscht hat, war diese typische Geschichte: Zwei Männer und das Mädchen kann sich nicht entscheiden. Aber die Ausarbeitung dieses Muster war noch viel enttäuschender, denn obwohl dem Leser die ganze Zeit klar ist, für wen sie sich entscheidet, küsst sie ständig den anderen. Das war alles irgendwie einfach nicht nachvollziehbar.
Was gut war, war die Geschichte. Einfach mal ein bisschen anders als sonst. Aber aus der Vorlage hätte etwas Besseres entstehen können als dieses Ergebnis.
Spannung war zwar da, aber auch irgendwie immer schnell verflogen. Es kam mir so vor, als würde ein augenscheinlich unlösbares Problem auftauchen, dann unterhalten sie sich zwei Sätze lang darüber und das Problem ist gelöst. Ich hatte gar nicht die Möglichkeit, mich mit all dem zu identifizieren, mich mitreißen zu lassen.
Die Veränderung, die Luc innerhalb der Geschichte durchmacht, ist eine der wenigen Sachen, die die Autorin gut dargestellt hat und etwas, was einen roten Faden gibt. Luc ist für mich sowieso der beste Charakter des Buches, weil er auch einer der wenigen, der etwas Witz und später etwas Kunst mit einbringt. Frannie hingegen ist für mich jemand, der vielleicht einige Probleme hat, aber auch einfach nicht weiß, was sie will. Sie war so gar nicht die Protagonistin, mit der ich mich anfreunden konnte. Und auch Gabe war für mich immer irgendwie etwas abstrakt.
Was ich mich auch während des ganzen Buches gefragt habe, war, wieso der Titel „Angel Eyes“ ist. Denn ich hatte das Gefühl, dass Engel und Dämonen beide Teile der Geschichte sind, wobei eindeutig Luc der Protagonist neben der menschlichen Frannie ist. Wieso dann nicht „Demon Eyes“? Das hat mich die ganze Geschichte lang gequält, auch wenn es für den Inhalt des Buches eher nebensächlich ist.

Fazit: 1,5/5 Punkten Ein Buch, dass viel mehr verspricht als es halten kann, leider. Denn die Geschichte ist interessant, während der Schreibstil überhaupt nichts Besonderes ist und die Verknüpfungen der einzelnen Handlunge viel zu wenig ausgearbeitet sind. Wenn ich das mit „Ashes“ vergleiche, bei dem man wirklich nachdenken muss, ist dieses Buch etwas, dass man lesen kann, wenn man eigentlich gerade nicht aufnahmefähig ist. Ich hatte nicht das Gefühl, als würde ich etwas verpassen, wenn ich einfach weiterblättern würde.

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179 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 34 Rezensionen

magie, dunkelheit, die erwählte, der weg in die dunkelheit, liebe

Der Weg in die Dunkelheit - Die Erwählte

Erica O'Rourke , Maike Claußnitzer
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Blanvalet Taschenbuch Verlag, 18.06.2012
ISBN 9783442268702
Genre: Fantasy

Rezension:

Angefangen bei Maura (Mo) Fitzgerald, die Protagonistin. Wie bereits der Klappentext verrät, ist ihre Familie in die Geschäfte der Mafia verwickelte, ihr Vater sitz im Staatsgefängnis. Mo selbst hat von all dem keine Ahnung. Ihr Leben lang wurde ihr eingetrichtert, sich still zu verhalten. Die erste Regel lautete immer: „Mach kein Theater“. Und daran hat sie sich bisher immer gehalten, doch als ihre beste Freundin ermordet wird, verändert sich nicht nur ihr Leben, sondern auch sie selbst. Ständig vergleicht sie sich mit der schönen Verity, die immer wusste, was zu tun war und die nicht still war. Der Leser lernt Verity jedoch nie kennen, weil sie zu Beginn des Buches bereits tot ist. Diese ständigen Vergleiche werden mit der Zeit nervig und man verspürt das Bedürfnis, Mo anzuschreien und ihr zu sagen, dass sie das gar nicht nötig hatte. Maura ist eben die typische graue Maus, die es in Büchern bereits viel zu oft gibt. Sie blüht erst auf, als sie beginnt, Entscheidungen zu treffen, sich gegen ihre Familie aufzulehnen und die Dinge selbst in die Hand zunehmen.
Die Entdeckungen, die sie dabei macht, sind jedoch mal etwas ganz anderes. Die Geschichte, die entsteht ist kein Abklatsch von den vielen Fantasygeschichten, die wir alle bereits kennen. Es ist etwas Neues. Etwas Neues mit Magie und Zauberkräften. Eine Welt, die sich vor dem Leser aufmacht, für meinen Geschmack jedoch viel zu kurz kommt.
Was meiner Meinung nach auch viel zu kurz kommt, ist die ganze Mafia-Sache. Man erfährt als Leser zwar, dass Mauras Onkel Billy überall seine Finger drin stecken hat, aber wie genau bleibt eigentlich ziemlich ungewiss. Das einzige, was besser beleuchtet wird, sind die Beziehungen zwischen Maura und Collin, sowie zwischen Maura und Luc.
Wobei Luc eher der Geheimnisvolle ist, bei dem man als Leser sofort diese starke Anziehung spürt, ist Collin zuerst eher still und macht einfach seinen Job, denn Billy hat ihn als Bodyguard für Maura eingestellt. Ständig ernst zu gucken und gefährlich auszusehen gehört da genauso zu wie die Waffe, die er mit sich herumträgt. Ständig lügt Maura Collin an und man versteht auch ihre Gründe dafür, trotzdem würde es der Stimmung gut tun, wenn sie etwas offener zu ihm wäre. Denn es dauert, bis sich die Geschichte aufbaut. Zwar ist man sofort im Geschehen, der Schreibstil ist schlicht und flüssig zu lesen, aber es ist auch nicht so spannend, dass man das Buch nicht einmal weglegen könnte.
Immer wieder erlebt man als Leser mit, dass Mo mit sich selbst kämpft und sich gegen ihr altes Leben auflehnt, auch wenn sie lieber abtauchen würde. Der Tod ihrer Freundin ist für sie schwer zu verarbeiten, verständlich, aber oft hat man das Gefühl, dass sie nach Rache strebt und nicht wirklich trauert. Trauer kommt erst auf, als Luc sich an Verity erinnert und Mo seinen Gesichtsausdruck sieht.
Diese Konflikte, die Mom mit sich selbst ausmacht, häufen sich, wobei die anderen, die eigentlich spannenderen, wie die Tatsache, das Luc und Verity eigentlich zusammen gehörten oder Collin, mit dem sie sich ständig in die Haare kriegt, sind irgendwie immer zu schnell vorbei.
Zum Ende hin kommt Spannung auf, es wird gekämpft und es gibt Tote, doch auch da scheint es nicht wirklich überraschend zu sein, wer zu den Bösen gehört. Was nicht heißt, dass es nicht dennoch spannend ist, es schwarz auf weiß zu lesen.
Auch die Beziehungen zwischen den Personen werden etwas tiefer, jedoch nicht so tief, dass man an irgendwelche ewigen Bindungen bleibt. Bei mir entwickelte sich jetzt kein Gefühl von Liebe, die alles andere besiegt. Aber das kann ja noch in den Folgebänden kommen! Das gleiche hoffe ich für die vielen Fragen, die hoffentlich noch geklärt und erläutert werden, denn das würde das Buch noch um einiges besser machen!
Als Leser erlebt man nicht nur eine ausgereifte Gesichte über eine magische Welt, die in unserer existiert, sondern auch Mauras Geschichte, wie sie lernt, Entscheidungen zu treffen und mit diesen zu leben. Trotz einiger Kritik, ist es dennoch echt lesenswert und keineswegs eine Qual, sondern viel eher ein Genuss!

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62 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 14 Rezensionen

spaß, keinbuch, kreativ, nahrung, seiten

KeinBuch

Sebastian Zembol
Flexibler Einband: 176 Seiten
Erschienen bei mixtvision, 01.01.2009
ISBN 9783939435181
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Inhalt: Keine Eselsohren, bloß keine Fettflecken, nicht verknicken und bitte auf keinen Fall mit Wasser in Berührung bringen!
So ein Quatsch. Für das KeinBuch gelten keine Verbote. Es will benutzt werden und soll hinterher auch so aussehen.

Cover: Das Cover finde ich sehr schön gestaltet, schlicht und präzise. Allerdings sieht es nur am Anfang auf. Ich denke, je nachdem, wer das Buch in den Händen hält, sieht es hinterher keineswegs mehr „schön gestaltet“ aus.

Details und meine Meinung: Eine wirklich tolle Idee so ein Buch. Man blättert einfach darin herum und auf jeder Seite steht eine Anweisung, was man mit dem Buch oder der gerade geöffneten Seite machen soll. Zum Beispiel reimen. Oder etwas hineinkleben. Mit Wein darin malen. Blütenblätter pressen. Sich drauf setzten. Eselsohren hineinknicken. Das Buch in den Gefrierschrank legen. Und und und…
Manche Dinge dabei sind leicht getan und machen unheimlich viel Spaß. Am besten hat mir gefallen, das Buch einfach mal gegen die Wand zu werfen. So etwas würde man ja sonst nie tun. Oder das Buch als Schläger benutzen! Da hat der Kopf meiner Freundin einmal herhalten müssen ;)
Andere Dinge finde ich eher schwer durchzuziehen, zum Beispiel Spuren des Abendessens in dem Buch zu hinterlassen. Das Buch soll doch als Erinnerung bleiben und nicht im Müll landen, weil es die Fliegen anzieht! Es gibt also durchaus Dinge, die ich noch nicht übers Herz bringen konnte. Andere Sachen dagegen sind einfach super lustig und man hat richtig Spaß dabei, kann sogar kleine Kunstwerke schaffen.
Besonders Spaß macht es natürlich, wenn andere dabei helfen, das Buch zu verunstalten. Und dabei kann man super die Langeweile vertreiben.
Aufpassen sollte man aber dennoch ein klein wenig, denn es gibt Seiten, die, wenn man das Buch „bearbeitet“ hat, nicht mehr lesbar bzw. machbar sind. Deswegen gilt beim KeinBuch: Vorher einmal umblättern und gucken, was auf der nächsten Seite steht, bevor man den Durst des Buches löscht.
Was außerdem gut ist, ist dass man das Buch nicht anfangen und unbedingt zu einem bestimmten Zeitpunkt vollendet haben muss. Stück für Stück wird aus dem KeinBuch etwas Besonderes. Und man selbst nimmt an der Verwandlung teil, erlebt mit, wie ein einfaches, schlichtes Taschenbuch sich verändert indem es verunstaltet wird, bis am Ende dann ein wirkliches KeinBuch übrig bleibt. Und was dieses KeinBuch dann zu erzählen hat, ist spannender als so mancher Roman, denn es sind Geschichten, die wir selbst hinterlassen haben. Selbst wenn man dafür mit der Zunge etwas malen muss, nachdem man rote Beeren gegessen hat. Schon etwas ekelig.

Fazit:
Als nächste Geschenkidee der absolute Brüller! Geeignet für Viel-Leser, die einmal all das tun wollen, was sie sonst nicht übers Herz bringen würden, oder für Nicht-Leser, die mit den Inhalten von Büchern nichts anfangen können und so dem Buch an sich näher kommen können, ohne womöglich danach schlauer zu werden. Dafür sind sie für einige Zeit ruhiggestellt und danach wahrscheinlich viel ausgeglichener und entspannter.

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1.747 Bibliotheken, 32 Leser, 12 Gruppen, 253 Rezensionen

liebe, dystopie, krankheit, zukunft, lena

Delirium

Lauren Oliver , Katharina Diestelmeier
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 26.10.2011
ISBN 9783551582324
Genre: Jugendbuch

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146 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 40 Rezensionen

nacht, fantasy, jugendbuch, liebe, alma

Nacht

Elena Melodia , Karin Diemerling
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Droemer Knaur, 23.09.2011
ISBN 9783426283332
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:
Seine Berührung ist wie Eis, das mich verbrennt, mich wärmt und tief in mir schmilzt.

Eigentlich lebt Alma das perfekte Teenager-Leben: Sie führt mit ihrer kleinen Clique das Leben auf dem Schulhof an, und auch ihr neuer Mitschüler Morgan, der sie mit seinen seltsamen violetten Augen verzaubert, scheint fasziniert von ihr. Doch Alma hat ein Geheimnis: Nacht für Nacht sieht sie in ihren Alpträumen bestialische Morde. Als sie herausfindet, dass diese tatsächlich geschehen, wendet sie sich als Allererstes an Morgan. Die beiden kommen einem Geheimnis auf die Spur, in dessen Zentrum Alma selbst steht und über das sie Morgan zu verlieren droht.

Details und meine Meinung:
Nach einem Unfall, bei dem ihre beiden besten Freundinnen ums Leben kamen, hat sich Alma verändert. Inwiefern, dass weiß sie selbst noch nicht so genau. Aber langsam kommt sie etwas auf die Spur, das größer zu sein scheint, als sie vorerst ahnt. Darin verwickelt sind ihre komische Freundin Agatha, die etwas mit ihrer Tante anstellt, ein Schreibwarenladen, der Alma einen Notizblock und einen Füller verkauft, mit denen sie im Schlaf Morde aufschreibt, die tatsächlich passieren und Männer mit nur einem Ohr und Hüten, die Alma verfolgen.
Eine wirklich spannende, gut ausgedachte und interessante Geschichte, die etwas Neues verspricht. Eigentlich.
Denn alle Entwicklungen, die es in dem Buch gibt, führen nirgendwohin. Sie laufen einfach ins Leere oder lassen etwas erwarten, was nie eintritt. Mir kam das ganze Buch vor wie ein interessant klingender Anfang für ein anderes Buch, denn das bleibt Nacht irgendwie die ganze Zeit: Ein Anfang. Selbst auf der letzten Seite hat man das Gefühl, dass es jetzt erst beginnt. Und damit meine ich nicht, dass man das Buch zuschlägt und weiter, vielleicht lange Zeit noch, darüber nachdenkt, sondern die Geschichte beginnt wirklich erst am Ende. Ansonsten läuft die Geschichte auf der Stelle, die Charaktere drehen sich im Kreis.
Ich hab die letzten Worte gelesen, die das Buch perfekt beschreiben:
Keine Antwort. Kein Licht. Nur Finsternis.
Und dann hab ich nachgeguckt, ob ich ein Kapitel übersprungen habe. Ich habe mich sogar gefragt, ob in meinem Buch einfach ein Kapitel fehlt. Denn es gibt nicht einmal annähernd eine Lösung.
Viele Dinge passieren und viele Fragen kommen auf, aber keine davon wird gelüftet. Was hat es mit den Morden auf sich? Hat diese Sekte etwas damit zu tun? Was sind das für Männer? Was ist mit Morgan?
Man tappt als Leser einfach weiterhin im Dunkeln und ich habe mich wirklich nach dem Sinn dieses Buches gefragt.
Im Umschlag, der ja Spannung wecken soll, steht:
Wer steckt dahinter? Und hat Agatha etwas mit den Morden zu tun?
Ganz ehrlich, wie kann man solche Fragen vorne in den Umschlag schreiben, wenn sie nicht annähernd im Buch beantworte werden? Ich bin mir bis jetzt nicht sicher, ob es wirklich das Buch war, das ich gelesen habe, dass da in dem Umschlag beschrieben wird… Als ich eine Nacht darüber geschlafen hatte, hab ich das Buch wieder aufgeschlagen und nachgeschaut, ob ich auch kein Kapitel übersehen hatte. Das kann doch nicht der Sinn sein, oder?
Vorne wird außerdem noch erwähnt, dass Alma starke Schmerzen bekommt, wenn jemand sie berührt, doch das wurde für mich überhaupt nicht ersichtlich. Es war eher so, als wäre sie von den Ereignissen so fertig, dass sie Kopfschmerzen bekam. Kopfschmerzen. Wo sind die „unerträglichen Schmerzen“, die angekündigt wurden? Und wo bitte bleibt bei all dem die Liebesgeschichte? Denn genau wie alles in dem Buch, weiß man als Leser, dass sich zwischen Alma und Morgan etwas entwickelt, aber bis auf einen wirklich rar beschriebenen, flüchtigen Kuss passiert nichts.
Ich bin wirklich enttäuscht und kann nicht einmal sagen, dass wenigstens der Schreibstil das Lesen wert war. Die Sätze kamen mir oft abgehackt vor und mir kam die Frage auf, ob die Autorin ein anderes Satzzeichen als einen Punkt kennt. Wo bitte blieben die Nebensätze, die der Geschichte Charme verleihen? Oder irgendetwas anderes, was das ganze in meinem Kopf zum Leben erwecken konnte? Leider blieb so auch aus, dass ich mich besonders gut in Alma hineinversetzen konnte. Ich fand sie ehrlich gesagt manchmal sogar unsympathisch als Protagonistin, zum Beispiel war sie oft egoistisch.
Am Ende bleiben nur viele Fragen in meinem Kopf und nicht eine Antwort, doch ich verspüre nicht einmal das Bedürfnis, die Fragen zu lüften. Mir stellt sich nur eine ganz entscheidende Frage noch nach längerer Zeit: Ob das Buch die Zeit überhaupt wert war, die ich dafür gewidmet habe.

Fazit:
1/5 Sterne
Ein Buch, auf das ich mich sehr gefreut habe und dass mich dann leider schlicht und ergreifend total enttäuscht hat. Der größte Flop überhaupt!

Wie würdest du das Buch in einem Satz beschreiben?
Einfach unbefriedigend.

Weitere Rezensionen von mir findet ihr hier: www.verlorenzwischendenseiten.blogspot.de

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hexen, vampire, dämonen, liebe, fantasy

Die Seelen der Nacht

Deborah Harkness , Christoph Göhler
Fester Einband: 800 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 26.09.2011
ISBN 9783764503918
Genre: Fantasy

Rezension:  
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701 Bibliotheken, 5 Leser, 8 Gruppen, 78 Rezensionen

london, feen, fantasy, liebe, herz

Heaven - Stadt der Feen

Christoph Marzi
Fester Einband: 358 Seiten
Erschienen bei Arena, 15.08.2009
ISBN 9783401063829
Genre: Fantasy

Rezension:  
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734 Bibliotheken, 14 Leser, 9 Gruppen, 109 Rezensionen

dystopie, zombies, tom, alex, ashes

Ashes - Tödliche Schatten

Ilsa J. Bick , Robert A. Weiß , Gerlinde Schermer-Rauwolf , Sonja Schuhmacher
Fester Einband: 571 Seiten
Erschienen bei INK, 09.08.2012
ISBN 9783863960063
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:
Den verheerenden Anschlag auf die Welt hat die siebzehnjährige Alex überlebt, aber nun muss sie sich den schwerwiegenden Folgen stellen. In den Städten, die nicht zerstört wurden, rotten sich diktatorische Tyranneien zusammen, in denen sich menschliche Abgründe auftun. Außerhalb der Schutzwälle droht der sichere Tod. Denn dort lauern Horden Jugendlicher, die sich seit dem Unglück in bestialische Kannibalen verwandeln. Und schließlich bleibt noch die Ungewissheit, ob Alex selbst noch zu so einem Monster mutiert. Warum sind ausgerechnet sie und ein paar wenige Ausnahmen von dieser Verwandlung bisher verschont geblieben?

Cover:
Passend. Ich denke, das ist der richtige Ausdruck für dieses Cover. Man sieht das Gesicht eines Mädchens, aber wichtiger finde ich die Farbgestaltung, denn es sieht aus, als würde der Himmel Feuer fangen. Oder als würde das Buch brennen!
Bei diesem Buch finde ich besonders gut, dass es auch ohne Umschlag spitze im Regal aussieht.

Zitate:
Vielleicht war Hoffnung eine schreckliche Sache, aber er hielt trotzdem daran fest, egal, was er zu Lena gesagt hatte.
Ein eineinhalb Meter langer Zeitzünder, der mit einer Geschwindigkeit von zehn Zentimetern in fünfzehn Sekunden abbrennt, lässt einem grob gerechnet nicht einmal vier Minuten.

Details und meine Meinung:
Dieses Buch ist einfach: WOW! Brutal, nervenaufreibend, spannend, actionreich, aber auch schön, beschreibt die Autorin den Weltuntergang. Totale Zerstörung, Krieg, Mord, all das sind Dinge, die Alex Welt einnehmen und mit denen sie zu Recht kommen muss. Sie wird von den Chuckis (Jugendliche, die sich verändert haben und jetzt wie wilde Tiere sind) entführt und muss ständig damit rechnen, von ihnen gefressen zu werden. Das einzige, was sie immer wieder aufstehen lässt, ist der Gedanke an Tom, den sie liebt und den sie wiederfinden will, auch wenn sie weiß, dass er wahrscheinlich tot ist.
Hoffnung spielt generell eine große Rolle in dem Buch, den jeder Charakter hofft auf irgendetwas. Eigentlich mag ich es ja nicht, wenn die Protagonisten wechseln, weil ich denke, dass es leichter und auch schöner ist, sich in eine Person hineinzuversetzen, aber bei diesem Buch ist man einfach sofort drin. Der Personenwechsel hat das ganze einfach viel spannender gemacht, weil man dann unbedingt wissen wollte, wie es jetzt weiter geht. Man will wissen, was mit Chris passiert, und das nächste Kapitel geht mit Alex weiter. Da verspürt man schon einmal das Bedürfnis, weiterzublättern, ich hab es aber geschafft das nicht zu tun!
Alex ist einfach die Protagonistin, bei der sich jeder wünscht, selbst so zu sein: schlau, stark und sie weiß immer, was sie sagen bzw. machen soll. Auch den anderen Charakteren merkt man das an, denn dann liest man schon mal: „Ich bin aber nicht Alex…“
Hab ich schon erwähnt dass es spannend ist? Als ich gesehen habe, dass die ersten die Rezension veröffentlicht haben, wollte ich unbedingt weiterlesen, hatte aber nie wirklich Zeit dazu. Das Buch lag neben mir auf dem Beifahrersitz und an jeder roten Ampel wollte ich es am liebsten aufschlagen und lesen!
An manchen Stellen ist das Buch aber auch echt brutal. Wenn sich der Magen nach einer langen Nacht noch nicht ganz erholt hat, kann einmal auch mal übel werden. Aber das macht das Leseerlebnis noch einmal zu etwas besonderem!
Es gibt diese Bücher, die Fragen stellen, die irgendwann klar beantwortet werden. Und es gibt Bücher, die ohne Fragen auskommen. Oder die viele Fragen aufwerfen, aber keine Lösungen bringen. Ashes ist keines dieser Bücher. Fragen werden gestellt, manche werden beantwortet, manche bleiben offen, dann kommen neue Fragen und man KANN ständig nachdenken und nach Antworten suchen, so wie es die Charaktere tun. So wie sie stellt man Spekulationen auf und Vermutungen, von denen sich manche bestätigen, manche aber auch nicht. Alles so, dass man unbedingt weiterlesen muss!
Da es ja der zweite Band ist und noch einer folgt, weiß man mehr als nach dem ersten, aber eben immer noch nicht genug, was aber auch gut so ist! Es soll nämlich nicht aufhören.
Wieder ist da also die Hoffnung darauf, dass alles gut wird und dass das Warten sich nicht so hinzieht.
Und am Ende bleibt die Frage: Wie geht es weiter?

Fazit:
Kein Mädchenbuch mit Glitzer und Märchenprinzen, sondern viel brutaler, aber auch spannender. Da steht schon mal das Gewehr im Vordergrund oder die nächste Taktik. Dabei aber auch irgendwie wieder schön.

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352 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

jugendbuch, nina blazon, gestaltwandler, schattenauge, fantasy

Schattenauge

Nina Blazon
Flexibler Einband: 491 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 15.08.2011
ISBN 9783473583836
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Gelbe Augen, ganz nah.
In Zeitlupe sah sie, wie der Mann auf sie zurannte.
Pupillen, die sich im Schein einer plötzlichen aufleuchtenden Taschenlampe zu Schlitzen zusammenzogen.

Ein Fauchen, ein Knurren, ein stechender Geruch.
Das kann nicht sein, wiederholte Zoë die Beschwörung.
Das bin nicht ich und das passiert nicht mir.
Es ist alles nur ein böser Traum.

Inhalt:

Auf dem Nachhauseweg von einem Club wird Zoë auf der Straße angegriffen. Von wem, weiß sie nicht - ein Blackout hat ihr Gedächtnis gelöscht. Doch an ihren Händen klebt fremdes Blut. Der gut aussehende Gil, den sie aus der Szene kennt, ahnt, dass etwas Unheimliches mit ihr vorgeht: In Zoë schlummert das Erbe der Panthera, eines uralten Volkes, das unerkannt unter den Menschen lebt. Aber sie ist nicht die Einzige ihrer Art, die von ihrer Raubtiernatur getrieben die Straßen der nächtlichen Metropole durchstreift ...

Details:

Bereits das Cover hat mich beeindruckt: Halb Mensch, halb Katze. So stimmt es im Buch zwar nicht ganz, doch die Katze steht hinter dem Mädchen und das stimmt zumindest.

Nina Blazon zeigt mit diesem Buch nur einmal mehr, was für eine wirklich gute Autorin sie ist. Die Figuren sind authentisch, haben alle ihre Makel und Fehler und es bleibt spannend.
Zu Beginn hat mich die Geschichte jedoch nicht so wirklich überzeugt, doch dann hat sie mich gepackt und erst wieder losgelassen, als ich das Ende erfuhr.
Ich will hier überhaupt nicht zu viel verraten, nur, dass es sich wirklich lohnt, zu lesen. Eigentlich hatte ich gedacht, dass das Thema Mensch=Tier schon viel zu oft vorkommt und dass es nichts Neues mehr geben kann, aber da hab ich mich wirklich geirrt. Und seit neustem stehe ich sogar auf Raubkatzen, obwohl ich ein absoluter Hundemensch bin.
Mein einziger Gedanke, als ich die letzten Worte verschlungen hatte, war: 478 Seiten und dennoch viel zu schnell vorbei!
Vor allem am Ende hat mich das Buch endgültig auf seine Seite gezogen, weil es nicht überheblich ist, sondern wahr. Und das ist toll.

Ich denke, bei diesem Buch kann man sich einen besseren Überblick durch Zitate machen, statt durch Worte, die nicht ausdrücken können, wie toll ich das Buch finde. Deswegen hier ein paar Zitate:

„Was hast du beim ersten Switch angestellt, Killer? Vielleicht Nachbars Kinder gefressen?“ […] „Uh! Falsche Frage! Weißt du, was dein Problem ist? Du würdest am liebsten in einem Disney-Film leben. Singende Eichhörnchen, Harmonie und gute Feen. Du hast eine Scheißangst davor, das zu sein, was du nun mal bist.“ Er grinste. „Dabei bist du gar nicht so harmlos – wer sich mit Shir Khan anlegt, muss lange Krallen haben. Vielleicht hättest du ihn sogar in die Flucht geschlagen? Du hättest dich viel besser wehren können, wenn du dich ganz darauf eingelassen hättest.“ Seine Augen hatten diesen faszinierten Glanz bekommen, der mir unheimlich war. „Mach endlich was aus deinen Fähigkeiten. Es ist eine Gabe, kein Fluch, kapierst du das nicht?“
„Hass ist nicht das Gegenteil von Liebe. Das Gegenteil von Liebe wäre Gleichgültigkeit.“
Wir verteidigen, schrieb ich. Daneben malte ich wieder mal ein Fragezeichen. Niemals töten wir Angehörige unserer Art. Unser Sein ist geheim, unser Platz der Schatten, das Schweigen. Wir weichen oder nehmen uns den Raum. Jeder für sich, keiner für alle. Aber alle schützen das Geheimnis unserer Art. Gesetz der Panthera.
„Du willst doch nicht werden wie er? Ein Sportwagen, der ständig mit angezogener Handbremse fährt.“
Angst und Nervosität ließen sie noch weiter in diesen Zustand driften. Ihre Umgebung erschien ihr wie ein Puzzle, von dem sie die Einzelteile zwar erkannte, die nun aber ein ganz neues Bild ergaben. Eines, das ihr bedrohlich und dunkel erschien. Sie ballte die Fäuste und zwang sich dazu, nicht abzudriften.
Der eine düster und ernst, erfüllt von einem Glühen wie Lava unter Vulkangestein, an dem man sich die Finger verbrennen konnte. Der andere strahlend und kühl. Schwarz und Weiß.

„Aber vermutlich musst du dir keine Sorgen machen. Zumindest nicht im Moment. Zurzeit steht sie offenbar mehr auf die geheimnisvollen Weltschmerz-Typen mit der dunklen Vergangenheit.“
Gil hatte sich verwandelt, ganz und gar – Er war vollkommen entfesselt, die verhaltene Kraft, die er sonst ausgestrahlt hatte, kam zum Ausbruch wie die Lava eines Vulkans. Und obwohl sein Schatten dem von Carla in Größe und Kraft unterlegen war, hatte Zoë noch nie jemanden so wütend und verbissen kämpfen gesehen.
Wäre diese Geschichte ein Märchen, das man sich im Beduinenzelt erzählt, hätte nun alles eine ganz neue Wendung genommen. Jede Geschichte hat einen eigenen Schlüssel und das wäre unserer: Wir hätten uns zusammengeschlossen und zu unserer ewigen Bestimmung zurückgefunden – Helden und Hüter der Stadt zu sein. Aber so läuft das bei uns nicht. Helden und Heilige sind auch nur Spiegel. Und wir einfach Panthera. Alles andere liegt an uns.

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449 Bibliotheken, 5 Leser, 3 Gruppen, 99 Rezensionen

meer, liebe, guernsey, elodie, nixen

Meeresflüstern

Patricia Schröder
Fester Einband: 408 Seiten
Erschienen bei Coppenrath, 01.01.2012
ISBN 9783649603191
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:
Nach dem Tod ihres Vaters verlässt die siebzehnjährige Elodie ihre Heimatstadt Lübeck, um bei ihrer Großtante auf Guernsey zu leben. Als wenig später auf der Nachbarinsel ein Mädchen tot aufgefunden wird, glaubt sie, dass ihre Ankunft auf der Kanalinsel in irgendeinem Zusammenhang mit dem schrecklichen Vorfall steht. Aber wie ist das möglich? Und wer ist der wunderschöne Junge, dem Elodie in ihren Träumen begegnet? Dann, eines Tages, taucht dieser Junge plötzlich wie ein Geschöpf aus dem Meer vor ihr auf. Geheimnisvoll. Magisch. Betörend. Elodie kann nicht aufhören, an ihn zu denken. Und sie beginnt zu ahnen, welche Geheimnisse der Ozean tatsächlich verbirgt und wie sehr ihr eigenes Schicksal mit den dunklen Legenden der Kanalinseln verknüpft ist.

Cover:
Das Cover ist einfach perfekt. Die Farben passen zum Inhalt und Thema des Buches und man sieht es an und ist verzaubert. Und dann streichelt man darüber und kann fast glauben, es sei Sand, den man unter den Fingerkuppen spürt. Sand, den das Meer immer und immer wieder aufwirbelt. Einfach unglaublich!

Schreibstil:
Man ist wirklich dabei, aber für meinen Geschmack beschreibt Patricia Schröder einfach nicht genug. Dass sie viel recherchiert hat, merkt man, denn man fühlt sich beim Lesen, als wäre man selbst auf den Kanalinseln, aber bei Gefühlen und Gesprächen der Figuren fehlt einfach irgendetwas. Es gab außerdem keine Stellen, die bei mir in besonderer Form hängen geblieben sind.
Elodie ist die Ich-Erzählerin, aber irgendwie weiß man dennoch mehr als sie und das, finde ich, nimmt den ganzen die Spannung. Ich hatte das Bedürfnis, sie zu nehmen und zu schütteln und ich konnte nicht mit ihr mitfühlen.

Charaktere:
Die Charaktere sind gründlich ausgefeilt mit Ecken und Kanten und einem Leben "vor dem Buch". Das finde ich immer sehr wichtig, um das Ganze authentisch zu machen. Aber an manchen Stellen wirken sie einfach unrealistisch, trotz Hintergründe. Dieses Gefühl hatte ich vor allem bei der Protagonistin Elodie. Da trifft sie Ruby zum ersten Mal in ihrem Leben und sagt ihr sofort, dass ihr Vater seit ein paar Wochen tot ist und dass sie mit dem Verlust nicht klar kommt. So offen würde ich nicht einmal mit meiner Mutter darüber sprechen!
Und solche plötzlichen Geständnisse und ähnliches kommt öfter vor. In solchen Momenten bin ich einfach nicht mehr in der Geschichte und muss mich von vorne an das ganze herantasten. Und das ist mir irgendwie nie so ganz gelungen.

Details und meine Meinung:
Die Idee und alles drumherum ist einfach klasse und vor allem mal etwas völlig anderes, aber ich glaube, da hätte man einfach noch mehr rausholen können. Teilweise hat es die Autorin nahezu perfekt gemacht, aber die Geschichte in der Geschichte ist nur etwas für Leichtgläubige. Ganz ehrlich: DNA, die teilweise von einem Menschen und teilweise von einem Delfin stamm und jeder glaubt das? Wo sind die, die an einen Fehler im Labor glauben oder an eine Verschwörung? Wo sind die Leute, die Elodie sagen, dass es keine Märchen gibt und dass die Mythen nicht wahr sind? Mir fehlen die Zweifler! Man braucht Leute die zweifeln, damit man sie überzeugen kann, denn ohne sich damit auseinandergesetzt zu haben, kann ich es nicht einfach so abkaufen. Ich wurde nicht überzeugt und ich gehöre dann wohl zu denen, die auf die Schiffe klettern und sagen, dass alle spinnen und dass das WIRKLICH bloß Delphine sind, die da vor der Küste herumschwimmen. Vielleicht hat jemand die DNA ja auch EXTRA zusammengebastelt und sie finden lassen, damit Leichtgläubige an so was wie eine Meeresbestie glauben.
Was mir gut gefiel, war, dass man am Anfang glaubt, Cyril wäre der tolle Kerl, um den es geht. Aber ich glaube, Elodie vergisst Cyril fiel zu schnell wieder. Meiner Meinung nach auch unrealistisch. Sie vergisst auch die Sache mit ihrem Vater immer und immer wieder. Auch viel zu unrealistisch. Und sie hat drei Tage lang hohes Fiber, weil sie mit dem Verlust von Gordy nicht klarkommt, den ihres Vaters schafft sie aber einfach so zu verdrängen, obwohl sie doch eigentlich wenigstens kurz an der Existenz von Nixen zweifeln sollte. Warum denkt sie nicht, dass sie verrückt wird?

Fazit:
Es hat mir wirklich Spaß gemacht, das Buch zu lesen. Dass ich es so schnell durch hatte lag aber mehr an meiner Schlaflosigkeit am Wochenende statt an der Spannung, die das Buch erzeugt. Meine Erwartungen waren ziemlich hoch angesetzt und diese wurden nicht leider nicht erfüllt.
Trotzdem freu ich mich auf die Fortsetzungen, die ich mir auf jeden Fall kaufen werde, aber mitfiebern tu ich auch nach dem Buch nicht.

Wir würde ich das Buch in einem Satz beschreiben?
Die Magie fehlt einfach.

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1.757 Bibliotheken, 31 Leser, 14 Gruppen, 174 Rezensionen

liebe, götter, halbgötter, unterwelt, helen

Göttlich verloren

Josephine Angelini , Simone Wiemken
Fester Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Dressler, 01.01.2012
ISBN 9783791526263
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:
Helen muss die Hölle gleich zweifach durchstehen: Nachts schlägt sie sich durch die Unterwelt, noch schlimmer quält sie tags, dass Lucas und sie sich unmöglich lieben dürfen. In der Unterwelt trifft Helen auf Orion. Je mehr Zeit die beiden miteinander verbringen, umso näher kommen sie sich. Dann geschieht etwas völlig Unerwartetes, das ausgerechnet Orion und Lucas zum Zusammenhalten zwingt: Die vier Häuser Scion werden vereint und ein neuer Trojanischer Krieg scheint unausweichlich!

Cover:
Das Cover ist ähnlich wie das des ersten Buches und nebeneinander sehen sie einfach perfekt im Bücherregal aus! Verschnörkelte Schrift, Helen darauf zu sehen, goldene Ornamente. Einfach perfekt.

Zitate:
Vielleicht schlug ihr Herz nicht mehr, weil es in der Mitte durchgebrochen und stehen geblieben war.
Ihre Liebe zwang sie, in Gefängnissen zu leben, in denen der eine halb tot war, wenn sie zusammen waren, und der andere halb tot, wenn sie getrennt waren. Das war keine Freude.
Freude war das Gegenteil von einem Gefängnis. Sie öffnete das Herz, anstatt es einzuschließen. Freude war Freiheit und nicht Traurigkeit, Verbitterung und Hass.

Charaktere:
Helen. Ja, was soll man zu Helen großartiges sagen? Sie verkörpert einfach die perfekte Protagonistin, die anmutig ist wie eine Göttin und gleichzeitig tollpatschig wie ein ganz normales Mädchen, das sie am Ende auch ist. Sie verliebt sie. In den Falschen. Sie macht Fehler und bereut sie und sie würde für diejenigen, die sie liebt, bereitwillig sterben. Außerdem lässt sie sich ganze Haarsträhnen herausreißen, ohne zu schreien, um ihre Geliebten zu schützen. Um alle Scions zu erlösen, geht sie buchstäblich durch die Hölle und nimmt alle Lasten auf sich. Wer wäre nicht gerne wie Helen?

Lucas. Lucas ist und bleibt einfach der Held, böse Fähigkeiten hin oder her. Um das richtige zu tun, lehnt er sich gegen jeden auf und am Ende stellt er fest, dass es gar nicht das Richtige war. Er weiß, dass er sich von Helen fernhalten muss und dennoch schafft er es nicht. Er ist es am Ende, der ihr das Leben rettet, in dem er ihr Träume schenkt. Und sind wir mal ehrlich, wär hätte nicht gerne einen Kerl, der einem die Erde aus dem Universum zeigt oder der für einen in ein Museum einbricht, der den Höllenhund von einem weglockt und der dabei noch so verführerisch ist? Ein kurzes Zitat sagt glaub ich alles: „Der dritte Fehler: Lucas. Immer wieder Lucas."

Orion: Orion ist der dritte im Bunde, der dritte Göttersohn, der seit seiner frühsten Kindheit auf der Flucht vor seiner eigenen Familie ist. Er ist machtvoll und dabei bescheiden und charmant. Er läuft mit Helen durch die Unterwelt und hilft ihr, ist verständnisvoll. Er ist einfach irgendwie der Gute. Und es bleibt an Helen, zu entscheiden, ob die den Guten oder der dunklen Helden will.

Details und meine Meinung:
Zu Beginn findet ein ständiger Wechsel zwischen Realität und Unterwelt statt. Nicht genug dass Helen jede Nacht für ihre Mission in die Unterwelt hinabsteigt, spielt sich auch am Tage einiges ab. Ihre Freundin hat nur wenig Zeit, sie findet keinen Schlaf, Lucas scheint sie zu hassen und ihre Mutter meldet sich nicht bei ihr. Bis die Unterwelt ihr etwas gutes bringt, nämlich Orion. Und es folgt ein noch spannenderer Wechsel zwischen Lucas und Orion, wobei ich finde, dass die beiden nicht die typischen Konkurrenten álla Jacob/Edward darstellen. Sie lieben sie einfach beide und sie sind beide fair genug zu sagen, dass sie den anderen auch mögen, obwohl es einfacher wäre, ihn zu hassen. Damit schafft die Autorin eine der spannendsten Figurenkonstellationen in den derzeitigen Jugendbüchern. Besser geht es einfach nicht.
Der Schreibstil ist echt und man nimmt ihr jedes Wort ab. Auch wenn ich am Anfang der Buchserie etwas skeptisch war was griechische Mythologie angeht, bin ich vollkommen überzeugt. Und jetzt will ich einfach alles wissen.
Es ist einfach toll, wie Angelini immer wieder die Handlungen des Buches mit der griechischen Antike verknüpft. Sogar Achill kommt vor und damit verbindet man nun mal sofort die Achillessehne. Klar, dass man „ihn“ damit töten kann, oder?
Was mir besonders gut gefallen hat: Wenn man mit einem vorkommendem Namen oder einer Figur gerade nichts anfangen kann, dann schlägt man einfach die hintersten Seiten auf und kann sofort nachlesen. Dort sind nicht nur alle Figuren aufgeführt, sondern auch alle vorkommenden griechischen Götter. Denn wer kann sich sofort merken, dass Hades in der Unterwelt ist, Ares der Gott des Krieges ist, Morpheus über die Träume wacht und Phobos Angst und Schrecken verbreitete? Außerdem kommen auch alle Figuren vor, die im ersten Buch dabei waren und jetzt nur immer wieder erwähnt werden.
Was das ganze außerdem spannend macht, sind die ganzen Fähigkeiten, die die Göttersöhne und –töchter haben. Das Fliegen von Lucas und Helen kennen wir ja bereits, wobei sie beide besser darin werden. Lucas dazu: „Die Lichtgeschwindigkeit habe ich bisher nicht geknackt – noch nicht.“
Außerdem werden Helens Blitze deutlich stärker, Lucas entdeckt neue Fähigkeiten die einige Überraschen und Orion mag es überhaupt nicht, seine einzusetzen, denn er kann die Herzen anderer berühren, beeinflussen und zu allem bringen, was er möchte. Helen sagt dazu: „Es sind nicht unsere Fähigkeiten, die uns sicher oder gefährlich machen, sondern die Entscheidungen, die wir treffen.“ Und damit hat sie einfach so Recht.
Am Ende muss ich sagen, genauso toll wie das erste Buch, wenn auch irgendwie weniger Lucas-Szenen vorkommen. Glaube ich zumindest. Aber wenn es nach mir geht, könnte das Buch auch nur aus Lucas-Szenen bestehen! Und was bleibt ist die Vorfreude auf das dritte Buch!

Fazit:
Jetzt muss nur noch das dritte Buch so gut sein!

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(1.025)

1.809 Bibliotheken, 13 Leser, 14 Gruppen, 265 Rezensionen

liebe, götter, halbgötter, griechische mythologie, fantasy

Göttlich verdammt

Josephine Angelini , Simone Wiemken
Fester Einband: 494 Seiten
Erschienen bei Dressler, 01.05.2011
ISBN 9783791526256
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kurzbeschreibung:
Schicksalhafte Liebe, antike Fehde, göttliches Erbe
Die 16-jährige Helen lebt bei ihrem Vater auf Nantucket und langweilt sich. Ihre beste Freundin Claire hofft, dass nach den Ferien endlich etwas Aufregendes passiert. Der Wunsch geht in Erfüllung, als die Familie Delos auf die Insel zieht. Alle sind hin und weg von den äußerst attraktiven Neuankömmlingen. Nur Helen spürt von Anfang an großes Misstrauen. Gleichzeitig plagen sie plötzlich düstere Albträume, in denen drei unheimliche Frauen Rache nehmen wollen. Es scheint eine Verbindung zwischen ihnen und Lucas Delos zu geben. Was dahintersteckt, erfährt Helen erst nach und nach: Lucas und sie stammen von Halbgöttern ab und sind dazu verdammt, einen erbitterten Kampf auszulösen indem sie sich ineinander verlieben.

Details:
Wie der Titel schon sagt, geht es um Götter, bzw. um Halbgötter. Das zeigt schon das Cover, auf dem Symbole aus dem antiken Griechenland abgebildet sind, sowie Helene, die Protagonistin des Buches.
Schön fand ich, dass man überhaupt keine Ahnung von der griechischen Mythologie habe muss, um das Buch zu verstehen. Alles wird erklärt und erläutert und im Laufe des Buches bekommt man das Gefühl, sich wirklich auszukennen, auch wenn immer noch etwas Neues aufgedeckt wird. Aber so bleibt es zumindest spannend!
Außerdem ist das Buch an vielen stellen wirklich humorvoll! Es gab wirklich Situationen, in denen ich laut loslachen musste.
Die Charaktere sind facettenreich und durch die verschiedenen Fähigkeiten, die Halbgötter haben, sind die Personen auch untereinander sehr verschieden. Ich finde allerdings, dass die Personenbeschreibung an manchen Stellen einfach zu kurz kommt. Ansonsten ist der Schreibstil aber wirklich gut! Ich denke, das ist einfach Geschmackssache.
Die Familie Dellos finde ich wirklich interessant und Lucas, in den sich Helene verliebt, ist wirklich mein Lieblingscharakter geworden.
Er wirkt abwechslungsreich und spannend, weil er Humor hat, stark ist und sich für die Liebe sogar gegen seine eigene Familie stellen würde. Wer möchte nicht auch so einen Halbgott haben?
Die vorher erwähnte Spannung kommt auch noch auf, wenn Dinge, die zu Beginn normal erscheinen, später eine mythische Bedeutung bekommen.
Die Liebesgeschichte, die durch das Buch führt, ist spannend und endet auch ein wenig, naja, fast tragisch. Und vor allem unerwartet.
Wobei ich sagen muss, dass mir Helenes Gedanken über Lucas Gefühle manchmal nervig vorkamen, weil sie immer nur davon ausging, dass er sie nicht will anstatt an dieser Stelle weiterzudenken und noch weitere Dinge in Betracht zuziehen.
Wirklich gefallen hat mir außerdem, dass es neben der Haupthandlung noch diverse Nebenhandlungen gibt, wie die Beziehung zwischen Helenes Vater und seiner Geschäftspartnerin, oder die Tatsache, was Helenes beste Freundin von Anfang an wusste.

Fazit:
Ein wirklich wunderbares Buch, das ich einfach nicht weglegen konnte. Auf die Fortsetzung, die im Mai 2012 erscheint, warte ich wirklich sehsüchtig!

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490 Bibliotheken, 2 Leser, 4 Gruppen, 145 Rezensionen

liebe, zeitreise, zukunft, zeitreisen, berlin

Everlasting

Holly-Jane Rahlens , Ulrike Wasel , Klaus Timmermann
Fester Einband: 421 Seiten
Erschienen bei Wunderlich, 09.03.2012
ISBN 9783805250160
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt:
Man schreibt das Jahr 2264. Gefühle sind unerwünscht, die Liebe ist ausgestorben. Die Geburtenrate ist gefährlich gesunken. Der junge Historiker und Sprachwissenschaftler Finn Nordstrom, Spezialist für die inzwischen tote Sprache Deutsch, erhält den Auftrag, die 250 Jahre alten Tagebücher eines jungen Mädchens aus dem Berlin des 21. Jahrhunderts zu übersetzen. Öde, findet er. Und albern. Doch dann ist er zunehmend fasziniert von dem Mädchen, das quasi vor seinen Augen erwachsen wird. Schließlich soll Finn in einem Virtual-Reality-Spiel in der Zeit zurückreisen, um das Mädchen zu treffen. Ohne es zu wissen, wird er damit zum Versuchskaninchen der Spieleentwickler. Warum schicken sie ausgerechnet ihn, den Fachmann für tote Sprachen, in die Zeit kurz vor Ausbruch der Großen Epidemie? Und was ist das für ein sonderbares Gefühl, das ihn überkommt, wenn er der jungen Frau begegnet? Bald muss Finn sich entscheiden – für die Liebe oder für die Zukunft ...

Zitate:
„Wenn ich hier oben im Kartenlesesaal sitze und runter auf die vielen anderen Ebenen blicke, den Menschen zuschaue, die lesen und schreiben und in Büchern stöbern, dann denke ich, dass ich so den Himmel erschaffen würde, wenn ich könnte – voller Licht, voller Menschen, voller Bücher. Überall, wo ich hinschaue, gibt es Welten zu entdecken. Eine Welt in jedem Buch. Eine Welt in jedem Mann, jeder Frau, jedem Kind.“
„Finn, wir reisen durch die Zeit. Wir fliegen zum Mars. Wir sind praktisch unsterblich. Glaubst du wirklich, wir können dich nicht finden?“

Cover:
Mir gefallen die Farben auf dem Cover sehr gut, genau wie die Schrift und die Parfümflasche in der Mitte, aber ansonsten ist dieses Cover einfach nichts Besonderes. Zumindest auf den ersten Blick. Nachdem ich das Buch gelesen habe, verrät es mir etwas mehr. Zum Beispiel warum es Everlasting heißt und auch, warum die Schrift so gewollt krickelig ist. Aber dafür muss man es einfach gelesen haben.

Schreibstil:
Das einzige, was mich am Schreibstil gestört hat, waren die vielen englischen Begriffe, die man wirklich hätte übersetzen können! Auch wenn die Erklärung dafür vorne drin steht, kam ich durch die Wörter, die an manchen Stellen einfach falsch erschienen, immer wieder raus.

Details:
Ich habe das Buch gerne gelesen, aber die ganze Zeit dachte ich mir, wann es mich endlich mit sich reißt. Und irgendwie kam es nicht.
Die Geschichte baut sich langsam auf und man kann ein wenig erahnen, wie es weiter geht, aber es wird nie zu viel erraten.
Finn Nordstorm ist der Protagonist und ein wirklich Guter, aber auch nicht der Beste. Ich konnte nicht sagen, dass die Autorin damit einen neuen, wunderbaren Charakter geschaffen hat, der mir immer in Erinnerung bleiben wird, aber Finn war mir von Anfang an sympathisch.
Aber die Art, wie sich die Geschichte aufbaut, ist etwas ganz besonderes. Finn erfährt mehr über Eliana, indem er ihre Tagebücher liest. Und, welch Überraschung, er reist durch die Zeit und lernt Eliana auch noch auf eine ganz andere Art und Weise kennen. Und diese Parallelen, der Wechsel zwischen Zukunft und Gegenwart, die haben mir sehr gefallen.
Außerdem ist das Buch mit unheimlich viel Witz geschrieben!
Ich will hier vom Inhalt überhaupt nicht viel vorwegnehmen, weil das jeder für sich selbst langsam erfahren sollte und nicht durch eine Rezension, die dem Buch nicht gerecht wird. Deswegen: Unbedingt selbst lesen.

Fazit:
Als ich das Buch zugeschlagen habe und einige Zeit darüber nachdachte, fiel mir auf, dass es mich am Ende doch noch gepackt hatte, ich hatte es nur nie gemerkt. Und es ist gut so, wie es ist. Einfach so. Man denkt dabei über die Zukunft nach und lächelt über so manchen Witz. Könnt ihr euch vorstellen, dass Finn „Facebook“ nicht kennt, obwohl unsere Generation so sehr davon beeinflusst wird?

Wie würdest du das Buch in einem Satz beschreiben:
Irgendwann reisen wir vielleicht durch die Zeit, irgendwann vergessen wir vielleicht Facebook, aber das Buch sollte nicht vergessen werden.

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12 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

lipica, österreich, geschichte, flucht, lipizzaner

Das Schicksal der weißen Pferde

Frank Westerman , Gerd Busse , Gregor Seferens
Fester Einband: 286 Seiten
Erschienen bei Beck, C H, 20.01.2012
ISBN 9783406630880
Genre: Biografien

Rezension:

Verlag: C.H. Beck
Preis: 19,95€
Seiten: 287

Kurzbeschreibung:
Frank Westerman erzählt die Geschichte des 20. Jahrhunderts im Spiegel der Geschichte der Lipizzaner-Pferde. Der Leser verfolgt atemlos mit, wie gekrönte Häupter und Diktatoren um die "perfekten Tiere" kämpften - und gewinnt dabei erstaunliche Erkenntnisse über das Selbstverständnis des Menschen und sein Streben nach eigener Perfektion.

Cover:
Das Buch selbst ist in schlichtem Weiß gehalten: Die Farbe der meisten Lipizzaner. Vorne auf dem Cover ist eine Herde abgebildet, die von Panzern und Soldaten angetrieben wird. Man sieht die weißen Pferde zusammen mit Fohlen, wie sie laufen. Dieses Bild zeigt schon einen der Inhalt des Buches: Die Flucht der Lipizzaner.

Zitat:
„Pferderennen konnte man Piet zufolge am besten mit den jährlichen Motorradrennen in Assen vergleichen. Doch auch die verfeinerten Bewegungsarten waren ihm nicht raffiniert genug. Springen war Leichtathletik. Dressur: Turnen. Was wir auf De Tarpan betrieben, was „klassische Reitkunst“, und der Name sagte es schon: Es war Kunst. Ballett.“ –Seite 24

Details und meine Meinung:
Dreht man den Buchumschlag um, liest man zuerst den Klappentext und dann drei Zitate über das Buch. In diesen wird der Autor als „magischer Erzähler“ bezeichnet. Wichtiger finde ich jedoch das dritte Zitat von René Aguigah: „Dass Westerman seine Detejtiv-Recherche reportagehaft erzählt, bringt doppelten Ertrag: Er macht die Geschichte Lesern zugänglich, die eine herkömmliche historische Studie zum selben Thema aus der Hand legen würden.“
Das hat mich neugierig gemacht. Ist es wirklich eine historische Studie? Ja. Aber das merkt man überhaupt nicht. Man glaubt einen Roman zu lesen, während man an die Gentechnologie herangeführt wird, an all die Kriege und historischen Ereignisse des zwanzigsten Jahrhunderts, an biografisch-ähnlichen Geschichten von wichtigen Personen und natürlich lernt man die Geschichte der Lipizzaner kennen. Und zwar nicht nur die Wiener Lipizzaner, sondern alle.
Ich muss zugeben, am Anfang war ich etwas skeptisch, doch der Schreibstil war von der ersten Seite an überzeugend! Aufgeteilt ist das Buch in drei Teile und vor jedem Teil ist eine Karte gedruckt, die die Fluchtwege und Wanderrouten der Lipizzaner zeigt, damit man sich all die genannten Orte auch zuordnen kann. Auch wenn man manchmal fast den Überblick bei so vielen Namen und Orten und Daten verliert, kommt man irgendwie doch immer wieder rein.
Man lernt die Lipizzaner kennen, auch berühmte Pferde mit ihrer Abstammung, aber man lernt auch etwas über die Zucht der edlen Tiere und ihre Entstehung. Man lernt die fünf Abstammungslinien kennen, allen voran der schwarze Conversano, dessen Gene immer wieder manchmal vorkommen und einen der seltenen schwarzen Lipizzaner hervorbringen.
Gene, ein weiteres wichtiges Thema des Buches. Wie Gene vererbt werden (übrigens auf den Seiten 86 und 87 sehr anschaulich anhand des Fruchtfliegenexperiments erläutert) und die verschiedenen Theorien darüber, von Mendel bis Hitler und Stalin bis zu Genforschern des 21. Jahrhunderts kommt alles vor. Und wenn man all das gelesen hat, fühlt man sich eindeutig schlauer.
Biologie und Geschichte, die einem untergejubelt werden, während man glaubt, einen Roman zu lesen. Und ich musste mir immer wieder sagen, dass all das, was in diesem Buch steht, real und nicht fiktiv ist.
Mich hat das Buch sogar sehr berührt, nämlich als die Lipizzaner nach dem Zweiten Weltkrieg in die amerikanische Besatzungszone gebracht werden sollten (zu ihrem Schutz) und ein ungefähr fünfzehn der Hengste ausbrachen. Oberst Rudofsky blieb in dem leeren Gestüt zurück und wartete auf die Russen, als vier der Hengst zurückkehrten und ein Stallbursche ihm davon berichtete. Der Stallbursche nannte sie alle beim Namen, denn sie standen in ihren eigenen Boxen.
Aber es geht nicht nur um Geschichte, denn noch vor wenigen Jahren (vielleicht auch immer noch) wurde das Gestüt in Lipica wiedereröffnet und einige der Lipizzaner von einem Tierquäler befreit.
Anhand der Lipizzaner zeigt uns der Autor die Geschichte des zwanzigsten Jahrhunderts und noch ein wenig darüber hinaus. Es geht um die Sicht des Menschen, erläutert dadurch, wie er mit den edlen Pferden umgeht. Und genau das sieht man auf der letzten Seite (274): Sie fasst sich wieder und sagt: „Sie haben die grausamste Facette der Natur gesehen.“ „Nein“, korrigierte Mile sie. „Die grausamste Facette der menschlichen Natur.“
Es heißt auf Seite 25: „Wenn du einen Lipizzaner berührst, berührst du Geschichte.“
Aber wenn man das Buch berührt, dann berührt man die Geschichte der Lipizzaner, die Westerman für Nicht-Historiker aufgeschrieben hat, damit Pferdeliebhaber und Geschichtsbegeisterte sie kennenlernen können.

Fazit:
Interviews, Filmanalysen, Bücher, Zitate; all das verbindet Westerman geschickt und schafft damit ein Buch, das sowohl spannend als auch informativ ist und vor allem, aber nicht nur, für Pferdefreunde ein Muss.

Wie würde ich das Buch in einem Satz beschreiben?
Spannendes Sachbuch mit einer gelungenen Mischung aus Theorie und Erzählung.

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glas, liebe, fantasy, ida, insel

Das Mädchen mit den gläsernen Füßen

Ali Shaw , Sandra Knuffinke , Jessika Komina
Fester Einband: 397 Seiten
Erschienen bei script5, 09.01.2012
ISBN 9783839001318
Genre: Fantasy

Rezension:

Verlag. Script 5
Preis: 19,95€
Seiten: 398
Buchtrailer: http://www.youtube.com/watchv=uSwDdrxfgR4

Inhalt:
Seltsame Dinge gehen auf St. Hauda´s Land vor: Eigentümliche geflügelte Kreaturen schwirren umher, in schneebedeckten Wäldern versteckt sich ein Tier, das mit seinem Blick alles in Weiß verwandelt, im Meer sind wundersame Feuerwerke zu beobachten ... und Ida Maclaird verwandelt sich langsam, von den Füßen aufwärts, zu Glas.
Nun kehrt sie an den Ort zurück, wo alles begann, in der Hoffnung, hier Hilfe zu finden. Doch stattdessen findet sie die große Liebe: Mit ihrer traurigen und trotzigen Art schafft Ida es, die Knoten in Midas' Herzen zu lösen. Gemeinsam versuchen sie nun, das Glas aufzuhalten.

Zitate:
„Die Begegnung mit ihm war wie eine Kollision gewesen und sie hatte gewusst, dass sie ihr Leben lang genau danach gesucht hatte: mit solcher Wucht mit einem Menschen zusammenzuprallen, dass sie für einen Moment mit ihm verschmolz.“
„Fotonegative waren die wahrhaftigsten Zeugnisse, die man von seinen Erinnerungen bekommen konnte. Sie waren die Asche, die das Feuer hinterließ, der Bluterguss, der auf der Haut zurückblieb.“
Erster Satz:
In jenem Winter berichteten die Zeitungen über einen Eisberg von der Größe einer Galeone, der voll knirschender Erhabenheit an den Klippen von St. Hauda's Land vorbeitrieb, über ein Wildschwein, das verirrte Wanderer aus dem Felsenlabyrinth unterhalb des Lomdendol Tor herausführte, über einen verblüfften Ornithologen, der in einem Schwarm von zweihundert Krähen fünf Albinos gezählt hatte.

Cover:
Ein wunderbarer Buchumschlag in grün-schwarz, mit verschnörkelter Schrift und die Silhouetten von Blumen und Ästen. Dieses Muster wird auch im Buch selbst immer wieder aufgegriffen, nämlich zu Beginn jedes neuen Kapitels. Aber was mir an dem Buch an sich am besten gefällt, sind die silbernen Seiten, wenn das Buch geschlossen ist und man es ansieht, die glitzern und an Glas oder Diamanten erinnern.

Schreibstil:
Ein wunderbarer Schreibstil, der einem die Natur nahebringt und zwischendurch auch immer wieder zum Nachdenken anregt. Jedes einzelne Wort schafft eine magische Welt, in die man nur zu gerne hineintaucht. Der Autor bringt immer wieder wirklich magische Dinge in die Geschichte, die zwar nicht erklärt werden, aber genau das ist das Besondere daran. Man muss einfach akzeptieren, dass es diese Dinge gibt und dass man sie nicht hinterfragen kann.

Charaktere:
Unglaublich tolle, wunderbare, individuelle Charaktere, die alle eine Geschichte haben, die ihre Macken haben und ihre Fehler, die sich in der Geschichte versuchen weiterzuentwickeln und Charaktere, die auch scheitern, aber genau das macht dieses Buch aus.

Details und meine Meinung:
Ich habe mich unglaublich auf dieses Buch gefreut und etwas vollkommen anderes erwartet, aber ich war in keiner Sekunde enttäuscht. Bevor ich das Buch gelesen habe, habe ich eine Rezension gelesen, die das Buch ziemlich niedermacht, weil der Autor so viele neue Dinge dem Leser eröffnet, aber für kein einziges eine Erklärung oder Lösung gibt. Aber genauso ist das Buch. Das macht das Buch aus. Es zeigt uns, dass die Welt nicht perfekt sein muss, um sie schön zu finden. Sie muss nicht perfekt sein, um sein Leben auch lebenswert zu finden und es zeigt uns, dass auch ein Buch nicht perfekt sein muss, um etwas Besonderes zu sein. Etwas, das genauso sein soll, wie es ist. Es ist einfach perfekt unperfekt, wie Casper es so schön ausgedrückt hat.
Was ich zuerst ernüchternd fand, war das Ende. Aber wenn ich länger darüber nachdenke, ist auch das Ende genau richtig, eben weil es nicht perfekt ist.

Wir würde ich das Buch in einem Satz beschreiben?
Magisch.

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cassandra clare, fantasy, sebastian, jace, clary

The Mortal Instruments - City of Lost Souls

Cassandra Clare
E-Buch Text: 560 Seiten
Erschienen bei Walker Books Ltd, 08.05.2012
ISBN B007HA3DC8
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Verlag: Walker Books
Preis: 7,95€
Seiten: 540
Kaufen? Hier!
Auf deutsch ist das Buch bisher noch nicht erschienen

Inhalt:
Jace ist nun ein Diener des Bösen, für immer an Sebastian gebunden. Nur wenige der Schattenjäger glauben, dass er gerettet werden kann. Um das zu tun, müssen sie den CLAVE herausfordern. Und sie müssen ohne Clary handeln, denn Clary spielt ein gefährliches Spiel vollkommen allein. Der Preis fürs Verlieren ist nicht nur ihr eigenes Leben, auch Jace’ Seele.
Clary ist bereit, aller für Jace zu tun, aber kann sie ihm noch vertrauen? Oder ist er für immer verloren?
Welcher Preis ist zu hoch zu bezahlen, selbst für die Liebe?

Cover:
Für mich hat City of Lost Souls das beste Cover der ganzen Serie! Einfach weil man endlich einmal Jace und Clary zusammen darauf sieht. Und ehrlich gesagt habe ich mir Jace immer genau so vorgestellt: heiß! Und dazu Clarys rote Haare, die das sonst düstere Bild aufheben.
Zu sehen ist außerdem eine Brücke, von der ich ausgehe, dass sie in Prag ist.
Der Stil ist wie bei den bisherigen Büchern auch und das ist wunderbar. Einfach tolle Cover, alle fünf, an denen es nichts auszusetzen gibt. Mir persönlich gefallen die der englischen Ausgaben viel besser als die deutschen.

Zitate:
„Love is a familiar. Love is a devil. There is no evil angel but Love. –William Shakespeare, Love’s Labour’s Lost
„Lead us from the unreal to the real,“ she read aloud. „Lead us from darkness to light. Lead us from death to immortality.“
„You literally knocked me down with the strenght of your passion,“ he observed. „Nice work, Fray.“„You only fell because you wanted to. I know you,“ she said. The moon shone down on them like a spotlight, like they were the only people under it. „You never slip.“He touched her face. „I may not slip,“ he said, „but I fall.“
Der erste Satz:
Simon stood and stared numbly at the front door of his house.

Charaktere:
Clary: Clary ist einfach Clary. Sie stürzt sich Hals über Kopf in alles, was ihr vielleicht dabei helfen könnte, Jace zu retten. Sie ist rücksichtslos, und darum liebt Jace sie.
Ein Zitat, was einfach alles ausagt: „There isn’t anything I woudn’t do for jace.“

Jace: Als Jace das erste Mal auftauchte, hab ich innerlich geschrien. Und als ich dann merkte, dass er einfach nicht der Jace ist, den ich so vermisst habe, wollte ich einfach nur schnell weiterlesen. Aber der andere Jace hatte dennoch Züge des alten, und als dieser endlich wieder er selbst war, habe ich erstmal gemerkt, was Jace zu einem so wunderbaren Charakter macht. Allein dafür liebe ich Cassandra Clare.

Sebastian: In City of Glass ist Sebastian alias Jonathan Morgenstern eindeutig der Böse und ich City of Fallen Angels ist er zum Glück tot. Jetzt lebt er wieder und zeigt eindeutig menschliche Züge. Ich dachte für einen kurzen Moment, Sebastian könnte gut sein und dass Clary sich in ihm geirrt hat. Aber so wirklich habe ich ihm nicht geglaubt und ich dachte schon, ich wäre zu misstrauisch, könnte mich nicht wirklich auf diese neue Wendung einlassen und dann: BOOOM! Ich hatte Recht! Er IST immer noch Sebastian

Schreibtstil:
Die Figuren leben einfach. Man ist mit ihnen New York, Paris, Venedig und Prag. Man schaut mit ihnen in die Zukunft, denkt mit ihnen an die Vergangenheit und erlebt mit ihnen die Gegenwart.
Cassandra Clare schafft es, Charaktere, Handlungen und Orte zu schaffen. Wenn man liest, dann ist man einfach dabei und das macht sie zu meiner Lieblingsautorin.
Man fiebert mit, wenn es spannend ist, man fängt an zu lachen, wenn Jace etwas sagt und man ist auch wirklich traurig, wenn man an Clary und Jace denkt.
Die Sichtweise wechselt und so bekommt man verschiedene Eindrücke, ist an verschiedenen Orten. Es ist einfach toll. Als ich das Buch aufgeschlagen habe und zu lesen begonnen habe, war es wie nach Hause kommen.

Details und meine Meinung:
Wie sich die Handlung langsam aufbaut, spannend wird und man immer Jace im Hinterkopf hat. Zumindest hatte ich Jace immer im Hinterkopf.
Was Cassandra Clare diesmal wunderbar gemacht hat, sind die Verweise auf die anderen Bücher. Manchmal kommen kursive Zitate aus vorherigen Büchern vor, so wie aus City of Glass wo Jace die ganze Nacht umhergewandert ist und sich dann bei Clary wiedergefunden hat und ihr beim Schlafen zusieht. Oder sogar aus der Infernal Devices- Serie, denn Will Herondale leidet an Anatidaephobie, der Angst, irgendwie, irgendwo von einer Ente beobachtet zu werden. Und was sagt Jace? Dass er schon immer Angst vor Enten hatte. Zum Loskreischen.
Genauso lustig war es, als es zwischen dem Bösen-Jace und Clary heiß herging, Clary aber sagte, ihr wäre jetzt nicht danach und Jace darauf erwidert, er müsse jetzt erst einmal eine kalte Dusche nehmen. Daran sieht man zwar, dass der richtige Jace anders wäre (sieht man später wirklich) aber der Böse hat auch so einige Vorteile.
Genauso lustig waren allein die Bezeichnungen: Team Schlecht: Sebastian, Clary und Jace. Team Gut: Alec, Magnus, Simon Isabell, Maia und Jordan.
Und obwohl ich gedacht habe, dass die Beziehung zwischen Jace und Clary nicht mehr besser werden kann, habe ich mich geirrt.
Als letztes möchte ich noch etwas zu dem Ende sagen.

Cassandra Clare ist die einzige Autorin die ich kenne, die es schafft, ein so glückliches, offenes, spannendes Ende zu schreiben, in dem man sich für die Charaktere freut und gleichzeitig auf den nächsten (und leider letzten) Teil hinfiebert, sobald man das Buch zugeschlagen hat.

Fazit:
Es zu lesen, wenn man die anderen Bücher kennt, ist so vertraut wie nach Hause kommen.

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Tags: cassandra clare, city of bones, city of lost souls, jace und clary, jonathan morgenstern, sebastian, simon   (7)
 

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frankreich, bestie, wolf, wölfe, liebe

Wolfszeit

Nina Blazon
Fester Einband: 567 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 24.02.2012
ISBN 9783473400706
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Verlag: Ravensburger Buchverlag
Preis: 17,99€
Seitenanzahl: 568
Kaufen? Hier!

Inhalt:
Wer steckt hinter den grausamen Morden, die die Bewohner der Auvergne in Angst und Schrecken versetzen? Es heißt, eine Bestie in Wolfsgestalt treibe in der Gegend ihr Unwesen. Eine Delegation des Königs bricht auf, um sie zu töten. Mit dabei ist auch der Zeichner Thomas, dem sich schon bald ein dunkles Geheimnis offenbart: Weder ein Dämon noch ein Wolf allein kann die Morde begangen haben. Für seinen ungeheuerlichen Verdacht setzt Thomas seine große Liebe aufs Spiel - und sein Leben.

Cover:
Das Cover ist recht einfach, sagt aber alles aus: Ein gezeichneter Wolf. Die Ranken darauf runden das Bild etwas ab und die Schrift, die Großbuchstaben, passen einfach zum Buch.

Zitate:
„Du musst in deinen Hunden doch Freundschaft wecken“, erklärte Lestans. „Ein Hund, der dir nur aus Furcht gehorcht, wird sich niemals für dich in den Kampf stürzen, als ginge es um Leben und Tod. Da sind Tiere nicht anders als Menschen.“
Die Ähnlichkeit ist also Zufall – ein Produkt aus ungenauen Beschreibungen und Ihren Erwartungen. Tja, manchmal verbeißen wir uns in eine Theorie, folgen einer Fährte, die uns in die Irre führt. Wir sehen eine logische Verbindung und schon suchen wir Ungereimtheiten, die unsere These bestätigen. Es ist dann, als würden wir uns weigern, das ganze Bild zu sehen, und stattdessen beleuchten wir Bruchstücke und geben ihnen einfach zu großes Gewicht. Als die Spanier nach Mexiko kamen, sahen die Eingeborenen nur ihre weiße Haut und glaubten, sie hätten es mit Göttern zu tun. Sie sahen Reiter, aber da sie keine Pferde kannten, glaubten sie auf den ersten Blick, es seien Fabeltiere – so etwas wie Zentauren. Hätten sie unbefangen hingeschaut, wären ihnen die Sättel und Waffen der Spanier aufgefallen. Und sie hätten sofort gemerkt, dass diese „Götter“ wie ganz gewöhnliche Männer nach Schweiß rochen und nicht nach heiligem Rauch. Was ich damit sagen will: Das Offensichtliche übersehen wir leicht, wenn wir etwas anderes sehen wollen. Unsere Erwartungen bestimmen die Beweisführung.

Der erste Satz:
Anne versuchte so leise wie möglich nach der Waffe zu greifen.

Details und meine Meinung:
Alles dreht sich darum, die Bestie zu schnappen, die immer wieder im französischen Gevaudan zuschlägt. Auch Thomas ist dabei, der aus Versailles kommt. Er will die Bestie zeichnen und glaubt nicht daran, dass es ein großer Wolf ist, wie der König es gerne hätte.
Er begibt sich bei der Suche in Gefahr und gefährdet seine Liebe zu Isabelle. Eine Liebe zwischen der Adligen und dem Zeichner, der einfach nur bürgerlich ist. Eine Liebe, die nicht sein darf. Und doch lieben sie sich.
Aber Thomas bleibt der Bestie auf der Spur und entdeckt Erschreckendes.
Wie gewohnt schreibt Nina Blazon einfach nur wunderbar. Das Einzige, was stört, sind die vielen Namen und Orte, die in den ersten Kapiteln ständig wechseln. Es scheint keinen Protagonisten zu geben. Bis Thomas sich als dieser herauskristallisiert. Ab da wird das Buch super. Um mit den Namen klarzukommen, ist vorne ein Verzeichnis. (Sehr hilfreich)
Was mir wirklich gefallen hat, das bis zum Ende alles offen bleibt. Man versucht, zu erraten, was es mit der Bestie auf sich hat, aber man wird immer wieder in die Irre geleitete. Als ich das Buch angefangen habe, dachte ich, es wäre eine Werwolfgeschichte. Und immer wieder während des Lesens dachte ich das auch. Dann denkt man, die Bestie ist wirklich nur ein Wolf. Oder irgendein Fabelwesen. Was die Bestie am Ende wirklich ist, ist so erschreckend und man ist so unvorbereitete darauf, dass man erst einmal Schlucken muss. Genau wie Thomas verliert man sich immer wieder in Spekulationen, bis man feststellen muss, in einer Sackgasse gelandet zu sein.
Der arme Thomas muss sogar miterleben, wie er selbst seinen Freund beschuldigt (Dabei hätte ich schwören können, von Anfang an, dass er es ist). Dann reihen sich die spannenden Wendungen hintereinander und man ist völlig eingenommen von der Geschichte.
Von der Geschichte einer Bestie, die es wahrscheinlich wirklich gegeben hat, wenn man auch nie etwas beweisen konnte. Von der Geschichte einer großen Liebe, die versucht, alles zu überwinden. Von Tieren. Von Frankreich. Von den Unterschieden zwischen einem Bauern und einem Adligen. Von Familiengeschichten, die vielleicht spannender sind als die Bestie selbst. Von Kinderliedern und Märchen. Und von den Menschen, die zeigen, dass sie nicht perfekt sind, es aber auch gar nicht sein müssen.

Fazit:
Man muss dem Buch einfach etwas Zeit geben, dann kommt man rein und wird überrascht. Es kostet vielleicht am Anfang etwas Überwindung, aber wenn es losgeht, ist man froh, nichts verpasst zu haben.

Wie würdest du das Buch in einem Satz beschreiben?
Irreführend und zum Haare raufen: Lesenswert!

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Tags: bestie, blazon, nina blazon, werwölf, wolf, wolfzeit   (6)
 

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sommer, liebe, funkensommer, bauernhof, funken

Funkensommer

Michaela Holzinger , Magdalena Gadaj
Buch: 252 Seiten
Erschienen bei Freies Geistesleben , 01.06.2012
ISBN 9783772526213
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Als ich anfing zu lesen, viel mir sofort der lockere Schreibstil der Autorin auf. Es ist so leicht zu lesen und dafür perfekt als Buch für zwischendurch geeignet. Auch wenn man einmal nicht so viel Zeit hat, kann man das Buch anfangen ohne sich zu viel vorzunehmen. Eben gut als Sommerlektüre. Das man so flüssig durchkommt, liegt auch an der recht großen Schrift und der Blume, die manchmal statt Schrift eine leere Seite bedeckt. Optisch super!
„Buch für Zwischendurch“ kann man aber auch anders sehen, denn auch wenn man es gut und schnell lesen kann, packt es einen nicht. Es ist eben kein Buch mit viel Spannung und schlimmen Wendungen, auch wenn es Wendungen gibt.
Was mir wirklich gefallen hat, ist, dass es einfach mal etwas anderes ist. Hannah lebt mit ihren Eltern auf einem Bauernhof und muss viel mithelfen, seit ihr Bruder das wegen einer Allergie nicht mehr kann. Das stört sie natürlich, weil sie viel lieber Zeit mit ihrem Schwarm Finn oder ihrer besten Freundin Jellena verbringen möchte. Und dann ist da auch noch ihr Bruder, wegen dem sie die Beziehung zu Finn geheim halten muss. Hannah lebt eben ein aufregendes, und irgendwie doch wieder normales Leben eines heranwachsenden Mädchens, das mit ihren Eltern und ihren Aufgaben zu Hause nicht klar kommt, gleichzeitig aber ein großes Gefühlschaos wegen ihrer ersten Liebe erfährt.
Aber Hannah reift innerhalb des Buches. Sie erfährt was Glück und Liebe sind, Wut, Angst, Verzweiflung und Enttäuschung. Lernt, wie es sich anfühlt, sich verraten zu fühlen und lernt auch, auf Kompromisse einzugehen, die vielleicht nicht ganz fair sind, um ihrem Bruder zu helfen.
Einen kleinen Kritikpunkt habe ich allerdings noch. Auch wenn der Schreibstil leicht zu lesen, flüssig und unterhaltsam ist, so fehlt mir an mancher Stelle doch irgendwie die Tiefgründigkeit. Klar ist das Buch dadurch zugänglicher, aber es berührt nicht so, wie es die Geschichte eigentlich könnte. Hannah und ihre Eltern zum Beispiel, die irgendwie nicht miteinander auskommen, reden viel zu wenig miteinander. Ihre Gespräche sind kurz und ohne Diskussion. Mit fehlt da der Schlagabtausch.
Aber in „Funkensommer“ geht es nicht nur um Hannah, denn man erfährt auch viel über die Leben von Raphael, von Finn und von Jellena. Und von der Geburt des kleinen „Brummers“.
Dramatische Geschichten kommen ans Licht, und doch bleibt es alles realistisch. Man könnte meinen, Hannah lebt hier bei uns im nächsten Dorf und keiner würde sagen, so etwas gibt es nicht. Eben ein Buch über das Leben.

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