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139 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 16 Rezensionen

antonia michaelis, gewalt, die worte der weißen königin, märchen, jugendbuch

Die Worte der weißen Königin

Antonia Michaelis , Kathrin Schüler
Buch: 272 Seiten
Erschienen bei Oetinger Taschenbuch, 01.12.2013
ISBN 9783841502704
Genre: Jugendbuch

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 0 Rezensionen

Mr Gum and the Cherry Tree

Andy Stanton , David Tazzyman
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Egmont Childrens Books, 07.06.2010
ISBN 9781405252188
Genre: Kinderbuch

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 2 Rezensionen

kinderbuch, hexengeschichten

Hilfe, meine Hexe kocht im Fernsehen!

Hiawyn Oram , Sarah Warburton , Yvonne Coppard , Ian McCafferty
Fester Einband: 88 Seiten
Erschienen bei Ars Edition, 16.01.2008
ISBN 9783760729442
Genre: Kinderbuch

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265 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 144 Rezensionen

fantasy, palast, horror, expedition, abenteuer

Palast der Finsternis

Stefan Bachmann , Stefanie Schäfer
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 23.08.2017
ISBN 9783257300550
Genre: Jugendbuch

Rezension:

„Palast der Finsternis“ ist ein Spannungsroman mit fantastischen Elementen des deutsch-amerikanischen Autors Stefan Bachmann. Es handelt sich um das zweite Werk dieses Künstlers. Mit „Die Seltsamen“ landete Bachmann bereits einen Hit.

 

Worum geht es in „Palast der Finsternis“?

 

Die Geschichte entblättert sich in zwei Handlungssträngen. Ein Handlungsstrang spielt zur französischen Revolution, der andere in der Gegenwart.

Wir begleiten die Kunststudentin Anouk und eine Gruppe anderer scheinbar zufällig ausgewählter Jugendliche bei einer Expedition nach Frankreich. Dort soll ein Adelhaus einen unterirdischen Palast gebaut haben, in dem sich die Familie vor Revolutionären und somit ihrem sicheren Tod schützte. Die Jugendlichen erhalten das Privileg diesen Palast zu erforschen, doch aus diesem Privileg entwickelt sich mit der Zeit ein Himmelfahrtskommando. Denn nicht nur die Betreiber der Expedition verhalten sich sehr fadenscheinig, auch im Inneren lauert etwas auf die Jugendlichen…

 

Ich nahm das Buch zur Hand, einfach um mal reinzuschnuppern. Garnicht mit der Absicht, es sofort zu beginnen, denn es wartete noch ein anderes Buch darauf von mir beendet zu werden.

Doch als ich auf den ersten Seiten Amélie (die der Gegenpart zu unserer Protagonistin Anouk ist) bei ihrer Flucht vor dem Tod in den unterirdischen Palast begleitete, gelang es mir nicht mehr, das Buch bei Seite zu legen. Als ich ein kurzes Päuschen einlegte, war ich, wie durch ein Wunder, auf Seite 100 angelangt. Ohne es zu merken, hatte ich bereits ein Viertel der Geschichte inhaliert.

Der Autor schreibt ziemlich rasant, aber keinesfalls plump. Er schafft eine mystische und dunkle Atmosphäre, die der perfekte Begleiter für einen stürmischen Herbstabend ist!

 

Zudem empfand ich unsere Protagonistin als sehr spannend und erfrischend. Sie ist, wie sie selbst sagt, „sozial inkompatibel“. Und zwar auf die zynisch-sarkastische Art und Weise, die für sehr viele Schmunzelmomente sorgt. Gleichzeitig ist Anouk aber eine tragische Figur, ihr pessimistischer Charakter enthüllt mit der Zeit eine zutiefst gekränkte junge Frau, die sich nach denselben Dingen sehnt, wie vermutlich jeder Mensch. Sie ist ein liebenswerter Kotzbrocken mit Entwicklungspotential. 

Insgesamt kann ich sagen, dass mich das Buch wahnsinnig gut unterhalten konnte und in mir genau diese gruselig mystische Stimmung hervorrief, die ich an verregneten Abenden liebe.

Die Auflösung jedoch war, gemessen am gesamten Roman, für mich ziemlich schwach und unglaubwürdig. Doch da mir der Weg dorthin so viel Freude bereitete, werde ich das Buch in guter Erinnerung behalten und empfehle es gerne weiter.

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299 Bibliotheken, 9 Leser, 1 Gruppe, 129 Rezensionen

sklaverei, amerika, flucht, underground railroad, usa

Underground Railroad

Colson Whitehead , Nikolaus Stingl
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 21.08.2017
ISBN 9783446256552
Genre: Romane

Rezension:

„Geraubte Körper bearbeiteten geraubtes Land. Es war eine Maschine, die niemals stillstand, ihr gieriger Kessel wurde mit Blut beschickt.” (S. 138)

 

„Underground Railroad“ ist eines dieser Bücher, das im Vorfeld bereits stark beworben wurde, das es einem fast unmöglich macht, es zu übersehen. Und manchmal drängen sich diese Bücher derart auf, dass man es nicht schafft, sie weiterhin zu ignorieren. Wenn dann die Thematik sowieso dazu auserkoren ist, gelesen zu werden, ist es meist um mich geschehen. Genau so war es hier. Die Themen Rassismus, Sklaverei, Unterdrückung, Befreiung waren schon immer für mich ein Grund, zu Büchern zu greifen, die diese behandeln.

Herzensangelegenheiten irgendwie.

Und da ich über die Underground Railroad nicht viel wusste, war das Buch  für mich Pflichtlektüre

Warum mich trotz allem das hier besprochene Werk nicht so stark berührte, wie erhofft, werde ich versuchen darzulegen.

 

Worum geht’s überhaupt?

 

Dies ist die Geschichte von Cora, einer von der Mutter verlassenen Sklavin, die sich nicht mit ihren Umständen arrangieren möchte. Gemeinsam mit einem anderen Gefangenen begibt sie sich auf die Flucht. Ein Akt der nur funktionieren kann, wenn mehrere Instanzen zusammen arbeiten, wenn Menschen ihr Leben riskieren, um dieser Unmenschlichkeit die Stirn zu bieten.

Eine dieser Instanzen ist die Underground Railroad, eine unterirdische Eisenbahn, die Sklaven aus den Südstaaten in den Norden schmuggelt. Auf ihrer Reise muss Cora lernen, dass Freiheit ein sehr teuer erkauftes Gut ist zu einer Zeit, in der  Menschen wie Objekte herumgereicht werden.

 

Zuallererst einmal; das Buch ist nicht schlecht. Der Autor hat weder einen plumpen oder zu verschachtelten Sprachstil, er beschreibt teilweise sehr bedeutsame Szenen und bot mir teilweise neue Erkenntnisse.

Ich erinnere mich zum Beispiel an eine Szene, in der ein dunkelhäutiger Junge, der vor dem Gesetz als frei gilt und freiwillig für einen Sklavenfänger arbeitet, sich vor dem Schlafen selbst an die Kutsche fesselt. „Er sagt, nur so kann er schlafen.“ (S. 233)

Eine Szene, die sehr viel Aussagekraft hat und mich erschaudern ließ.

Trotzdem, für mich ist es einfach nicht DAS Buch, für das es gehalten wird. Ich habe mich oft sehr intensiv mit Romanen beschäftigt, die um diese Schreckenszeit der amerikanischen Geschichte kreisen. Und Underground Railroad gehört für mich persönlich nicht zu den bedeutsamsten.

 

Das Buch ließ mich im Großen und Ganzen tatsächlich seltsam unberührt. Einzelne Szenen hatten zwar das Potential, mir die Schuhe auszuziehen, aber das kann ich nicht von dem Gesamtpaket behaupten. Über längere Stecken empfand ich die Geschichte als zäh und dröge, und das bei einer Seitenzahl von ca. 350 Seiten.

Zudem erschien mir die Protagonistin seltsam fern, tatsächlich wusste ich einen Tag nach Beenden des Buches nicht einmal mehr ihren Namen. Was ich von der Handlung insgesamt auch sagen kann. Im Gedächtnis bleiben wird sie mir nicht.

Die Underground Railroad war außerdem nicht Hauptgegenstand des Romans. Durch externe Recherchen bekam ich dann das Wissen, das die Geschichte leider nicht vermitteln konnte.

Abschließend muss ich sagen, dass der Autor es nicht geschafft hat, mich zu fesseln, zu unterhalten oder gar mich zu berühren (wie gesagt, bis auf einzelne Szenen). Das wäre möglicherweise anders, wenn das Buch für mich der Einstieg in die Thematik gewesen wäre, aber das kann ich natürlich nicht beurteilen.

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53 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

leben, amnesie, comic, graphic novel, phantasie

Wie ein leeres Blatt

Pénélope Bagieu , , ,
Fester Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 19.03.2013
ISBN 9783551751096
Genre: Comics

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

geborgenhei, flucht, heimat

Zuhause

Daniel Schreiber
Fester Einband: 144 Seiten
Erschienen bei Hanser Berlin, 20.02.2017
ISBN 9783446254749
Genre: Biografien

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63 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 26 Rezensionen

freundschaft, kinderbuch, tod, wildschwein, fuchs

Nur ein Tag

Martin Baltscheit , Wiebke Rauers
Fester Einband
Erschienen bei Dressler, 25.01.2016
ISBN 9783791527024
Genre: Kinderbuch

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41 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 30 Rezensionen

kinderbuch, freiheit, krähe, bär, freundschaft

Krähe und Bär oder Die Sonne scheint für uns alle

Martin Baltscheit , Wiebke Rauers
Fester Einband: 112 Seiten
Erschienen bei Dressler, 23.01.2017
ISBN 9783791500256
Genre: Kinderbuch

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20 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 5 Rezensionen

kinderbuch, hausgeister, verfilmt, kleine leute, kleines volk

Die Borger

Mary Norton , Christiane Jung , Emilia Dziubak
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 24.09.2015
ISBN 9783737340120
Genre: Kinderbuch

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94 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 60 Rezensionen

adel, graf, wahrsagerin, schloss, belgien

Töte mich

Amélie Nothomb , Brigitte Große
Fester Einband: 112 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 23.08.2017
ISBN 9783257069891
Genre: Romane

Rezension:

Spitzzüngig, schwarzhumorig, bitterböse, düster, spannungsgeladen, tiefgründig, klug, metaphorisch – das sind alles Eigenschaften, die einen Nothomb für mich beschreiben und mit denen die Autorin sich in die Riga meiner Lieblingsautoren längst eingereiht hat.

Genau deshalb war „Töte mich“ (erschienen 2017) für mich selbst auferlegte Pflichtlektüre.

 

Worum geht es?

 

Eine Inhaltsangabe wäre bei einem knapp über 100 Seiten starken Buch wahrscheinlich zu viel des Guten und ich denke sowieso, dass man Amélie Nothomb relativ unvoreingenommen lesen sollte. Es geht um sich selbst erfüllende Prophezeiungen, um den Adel, dessen einziges Bestreben darin zu liegen scheint, eine gesellschaftlich auferlegte Etikette zu wahren und sich damit selbst zu Grunde richtet und es geht um Emotionen, allerdings vermutlich in einem anderen Sinne, als man es sich bei dieser Beschreibung vorstellen würde.

 

Es ist wieder mit messerscharfen Dialogen zu rechnen, mit makabren Wendungen und Charakteren, die, da überspitzt dargestellt, die Thematik sehr „besonders“ machen.

 

Kurzum: Ein Nothomb hat mich nie enttäuscht. Manche gefielen mir besser als andere, aber im Grunde wurde meine Zeit immer bereichert. Genau das ist auch von „Töte mich“ zu erwarten, das hoffentlich einigen Lesern auf die Füße tritt.

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2.681 Bibliotheken, 59 Leser, 13 Gruppen, 167 Rezensionen

fantasy, zamonien, bücher, hildegunst von mythenmetz, buchlinge

Die Stadt der träumenden Bücher

Walter Moers
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.04.2006
ISBN 9783492246880
Genre: Fantasy

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 1 Rezension

Der Hexenbesen

Chris Van Allsburg
Fester Einband
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag
ISBN 9783473334735
Genre: Kinderbuch

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 1 Rezension

kinderbuch, waldhexe, hexe, frieda, unpünktlichkeit

Frida, die kleine Waldhexe - Donner, Blitz und Sonnenschein, ich will immer pünktlich sein

Stefanie Dahle , Jutta Langreuter , Stefanie Dahle
Fester Einband: 32 Seiten
Erschienen bei Arena, 01.11.2009
ISBN 9783401094953
Genre: Kinderbuch

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55 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 14 Rezensionen

bilderbuch, ratten, mut, schatten, kinderbuch

Helena und die Ratten in den Schatten

Christoph Marzi , Monika Parciak , Monika Parciak
Fester Einband: 80 Seiten
Erschienen bei Arena, 21.07.2010
ISBN 9783401065618
Genre: Kinderbuch

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

kinderbuch

Marie und die Dinge des Lebens

Tine Mortier , Kaatje Vermeire , Rolf Erdorf , Kaatje Vermeire
Fester Einband: 32 Seiten
Erschienen bei Bohem Press, 01.08.2014
ISBN 9783855815425
Genre: Kinderbuch

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64 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

lesen, ratgeber, bücher, literatur, therapie

Die Romantherapie

Susan Elderkin , Ella Berthoud , Traudl Bünger , Kirsten Riesselmann
Flexibler Einband: 431 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 20.10.2014
ISBN 9783458360353
Genre: Sachbücher

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90 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

rassismus, black lives matter, usa, racism, police brutality

The Hate U Give

Angie Thomas
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Balzer + Bray, 28.02.2017
ISBN 9780062498533
Genre: Jugendbuch

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1.149 Bibliotheken, 85 Leser, 4 Gruppen, 60 Rezensionen

horror, stephen king, clown, es, pennywise

Es

Stephen King , Alexandra von Reinhardt , Joachim Körber
Flexibler Einband: 1.536 Seiten
Erschienen bei Heyne, 08.02.2011
ISBN 9783453435773
Genre: Krimi und Thriller

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110 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 73 Rezensionen

sklaverei, ghana, afrika, usa, amerika

Heimkehren

Yaa Gyasi , Anette Grube
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag , 29.11.2017
ISBN 9783832198381
Genre: Romane

Rezension:

„Das Bedürfnis, etwas „gut“ oder „schlecht“ zu nennen, das eine „weiß“ und das andere „schwarz“, war ein Impuls, den Effia nicht verstand. In ihrem Dorf war alles alles. Alles trug das Gewicht von allem anderen.“ (S. 37)

 

„Heimkehren“ ist das Debüt der amerikanisch-ghanaischen Autorin Yaa Gyasi, das 2017 im Dumont Verlag erschien. Zu einer Zeit, in der der Rassismus wieder salonfähig wird (falls er es denn mal nicht war), erhebt die Autorin ihre Stimme und erzählt eine wundervoll komponierte Geschichte mehrerer Generationen afrikanischer Immigranten, die sich in einer Welt voller Vorurteile und Diskriminierungen behaupten müssen.

 

Die Geschichte hat einen sehr interessanten Aufbau. Es gibt zwei Hauptstränge, die im 18. Jahrhundert wurzeln. Diese beiden Stränge werden abwechselnd erzählt, überspringen dann aber jeweils eine Generation, sodass es den Anschein von zahlreichen aneinandergereihten Kurzgeschichten hat (was nicht der Fall ist, denn die Geschichtchen bauen aufeinander auf). Was für mich wirklich erfrischend neu und innovativ war, forderte allerdings auch meine ganze Aufmerksamkeit. Deswegen ist zu empfehlen, das Buch in einem möglichst kurzen Zeitraum zu lesen, um nicht den Bezug zu sämtlichen Namen und Figuren zu verlieren, wie es mir in einer zweitägigen Pause leider passierte.

 

Wie bereits beschrieben, setzt die Geschichte im 18. Jahrhundert in Ghana an, dem Herkunftsland der Autorin. Sie erzählt die Geschichte wunderbar malerisch, zugleich aber auch schonungslos ehrlich. Besonders schön fand ich, wie die Figuren einander beschrieben, zum Beispiel „baumrindenbraune Frau“, „ein Mann von der Farbe milchigen Tees“ oder „mahagonifarbene Frau“, was nur drei Beispiele von vielen sind.

Wir erleben, wie Afrikaner andere Afrikaner versklaven, ihre Brüder und Schwestern bekämpfen, um sie an die Briten zu verkaufen. Und wie all das als natürlich angesehen wird; die Grausamkeit der Natur. Als endlich eine Figur diese Machenschaften hinterfragte und kritisierte, gab mir das Hoffnung, die aber ständig wieder im Keim erstickt wurde.

 

Dann begleiten wir Figuren nach Amerika, auf Freiheit und ein selbstbestimmtes Leben hoffend, was sie jedoch in die Sklaverei treibt, in der sie misshandelt und ihrer ganzen Würde beraubt werden.

 

„Sie würden nur eine Art von Fesseln gegen eine andere austauschen, physische Fesseln, die um Handgelenke und Knöchel gelegt wurden, gegen unsichtbare, die die Gedanken binden.“ (S. 134)

 

Die Autorin schreibt generationsübergreifend eine Geschichte der Angst, der Unterwürfigkeit, der Grausamkeit und der Entmachtung. Zu Beginn schildert sie in einem Interview von dem Aufatmen einer ganzen Bevölkerung, als ein dunkelhäutiger Mann Präsident der Vereinigten Staaten wurde, und den darauffolgenden Schlag ins Gesicht, als dieser von der Menschenfeindlichkeit und der Geldgier abgelöst wurde.

 

Mich hat das Buch zutiefst erschüttert, mich zu Tränen gerührt, mir aber gleichzeitig eine so facettenreiche ghanaische Kultur nähergebracht und mir noch mal verdeutlicht, wie wichtig es ist, gegen die Idiotie des Rassismus anzugehen. Es war wahnsinnig sprachgewaltig, klug und auf den Punkt erzählt, für mich bislang DAS Highlight 2017!

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13 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

valeria docampo, nussknacker, new york city ballet, weihnachten, marie

Der Nussknacker

Valeria Docampo , Valeria Docampo
Fester Einband: 40 Seiten
Erschienen bei mixtvision, 07.10.2016
ISBN 9783958540934
Genre: Kinderbuch

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35 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

nachschlagewerk, sachbuch elternbibliothek, kinderbücher, sachbuch, romantherapie

Die Romantherapie für Kinder

Ella Berthoud , Susan Elderkin , Traudl Bünger , Katja Bendels
Fester Einband: 372 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 10.07.2017
ISBN 9783458177043
Genre: Sachbücher

Rezension:

Nach „Die Romantherapie: 253 Bücher für ein besseres Leben“ fokussieren sich die Autorinnen jetzt auf die Kinder- und Jugendliteratur, ein breites Feld, das, gerade von der Zielgruppe, viel zu oft unbeachtet bleibt und einem anderen Medium weichen muss.

Doch genau gegen solche, wie auch zahlreiche andere Situationen, haben die Autorinnen das Patentrezept. In Form von Büchern oder in Form von Strategien, wie man das Kind zum Lesen animiert oder sich mit ihm auf ein Buch einigt oder aber auch exzessive Leseratten von ihrem geliebten Medium fernhält (sollte dies denn wirklich mal in ein Problem ausarten).

 

Wie sagte so schön J. K. Rowling: „If you don’t like to read you haven’t found the right book”. Dieser Ansicht sind die Autorinnen auch und haben einen reichen Erfahrungsschatz, aus dem es zu schöpfen gilt. Dabei beschränken sie sich aber keineswegs auf Bestseller oder die großen Namen der Kinder- und Jugendliteratur, sondern haben immer einige Geheimtipps parat.

Der Titel des Buches müsste aber eigentlich „Die Romantherapie für Kinder und Jugendliche“ sein, denn es geht einerseits um Probleme, die die Kindheit betreffen (können), andererseits aber auch um jugendliche Probleme oder Etappen, wie der erste Kuss, der erste Sex, die Pubertät, zu welchen die Autorinnen hilfreiche Buchempfehlungen liefern.

 

Besonders gut gefiel mir, dass sie sich dabei auch um Themen bemühen, die nicht „der Norm“ entsprechen, wie zum Beispiel Homosexualität, Identitätsstörungen, Autismus, aber auch traumatische Erlebnisse thematisieren (zum Beispiel tiefgreifende Verluste).

Und da Kinder, Jugendliche und Erwachsene doch irgendwo der selben Spezies angehören und durchaus die gleichen Probleme haben können, gibt es auch zahlreiche Buchtipps für Erwachsene.

 

Ein liebevoll aufgemachtes und mit viel Herz und Leidenschaft erarbeitetes Buch, das vor Bibliophilie strotzt und zu vielen Belangen des Lebens ein buchiges Rezept ausstellt. Eine große Empfehlung für Viellleser, Wenigleser, Garnichtleser, Buchsammler und einfach allen, die sich auch gerne in der Kinder- und Jugendliteratur wiederfinden.

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218 Bibliotheken, 0 Leser, 4 Gruppen, 14 Rezensionen

island, krimi, mord, erlendur, reykjavik

Menschensöhne

Arnaldur Indriðason ,
Flexibler Einband
Erschienen bei Bastei Lübbe, 11.07.2006
ISBN 9783404155309
Genre: Krimi und Thriller

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207 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 7 Rezensionen

klassiker, juden, antisemitismus, andorra, drama

Andorra

Max Frisch , Peter Michalzik , Peter Michalzik
Flexibler Einband: 165 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 11.05.2011
ISBN 9783518188088
Genre: Gedichte und Drama

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114 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 69 Rezensionen

freundschaft, hautfarbe, rassismus, london, großbritannien

Swing Time

Zadie Smith , Tanja Handels
Fester Einband: 640 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 17.08.2017
ISBN 9783462049473
Genre: Romane

Rezension:


„Hier war Schwäche von Macht ausgebeutet worden: jede Art von Schwäche von jeder Art von Macht – Ortsmacht, Rassenmacht, Stammesmacht, königliche Macht, die vor nichts anhielt, nicht einmal vor dem kleinsten Mädchen. Aber das tut Macht ja überall. Die ganze Welt ist von Blut durchtränkt.“ (S. 435)

 

„Swing Time“ ist das aktuelle Werk (Stand 2017) der englischen Schriftstellerin Zadie Smith.

In ihrem Roman lässt sie ihre Heldin mit ihrer Identität ringen und eine Kindheit durchleben, die Ähnlichkeiten zu der der Autorin aufweist. Als „Mischling“ (Bezeichnung aus dem Roman), das heißt Tochter einer dunklen Mutter und eines weißen Vaters, erzählt sie uns durch die Augen ihrer Heldin, von einem Gefühl der inneren Zerrissenheit und einem permanenten Zugehörigkeitsproblem.

 

Worum geht es genau?

 

Eine Geschichte von zwei tanzbegeisterten Dunkelhäutigen im weißhäutig dominierten England. Zwei Mädchen, die vieles gemeinsam haben und doch einiges trennt. Denn unsere Erzählerin steht immer im Schatten, erst in dem ihrer Mutter, dann in dem ihrer Freundin Tracy und später in dem des Popstars Aimee, für den sie als persönliche Assistentin arbeitet. Doch wenn dieser Schatten verschwindet, muss man sich selbst der Sonne stellen.

 

Dieser Roman legte für mich einen fulminanten Start hin. Bis etwa zur Hälfte fühlte ich mich wahnsinnig wohl mit der Geschichte, ich hatte ein Gefühl für die Protagonistin und ihre Probleme und irgendwann verlor sich dieses Gefühl, genau wie die Geschichte selbst. Sie fühlte sich für mich nicht gut weitererzählt an, als hätte die Autorin selbst die Entwicklung aus den Augen verloren und das nahm mir leider mit der Zeit die Freude und das Identifikationspotenzial mit der Protagonistin.

 

Doch bleiben wir beim Anfang, beim Grundgerüst. Wir haben zwei Freundinnen, eine davon hat ein ausgesprochen großes Tanztalent, die andere würde gern auch so tanzen können, verblasst aber neben ihrer Freundin, die diese Tatsache für sich zu nutzen weiß. Das Schattenmädchen lebt mit einem hellheutigen Vater und einer dunklen Mutter zusammen, er ist liebenswürdig und fast schon zu freundschaftlich, die Mutter ist eine politische Aktivistin, starrköpfig und dominant. Sie lebt ihrer Tochter vor, wie man sich zu verhalten hat und wie wichtig es ist, das „schwarz-sein“ zu verteidigen und bewusst zu leben, sich nicht unterdrücken zu lassen. Zwei wichtige weibliche Figuren in dem Leben des Mädchens, die an ihrer Stelle leuchten. Frauen sind übrigens auch die Hauptfiguren in diesem Roman, Männer sind meistens eher blasse Randerscheinungen.

 

Die Musik spielt eine Rolle, sie verleiht der Geschichte Rhythmus und entlockt ihr einige wundervoll beschriebene Szenen, doch auch sie ist nur Mittel zum Zweck.

Viel eher geht es doch um das Identitätsproblem von einem Mädchen, einer späteren Frau, die nie die Hauptrolle spielt und sogar als Protagonistin im Roman irgendwann leider verblasst.

 

Ihr späteres Leben als Assistentin des Popstars treibt dies auf die Spitze. Sie muss nach Westafrika fliegen, da Aimee, ihre Arbeitgeberin, beschlossen hat, dort eine Schule für Mädchen zu errichten. Und auch hier ist unsere Protagonistin zerrüttet, zerrüttet von dem Gefühl weder schwarz noch weiß zu sein. Für die Engländerin bzw. Amerikaner ist sie die Dunkelhäutige, für die Afrikaner jedoch nur die Amerikanerin. Ein Leben als ewig Zweite.

 

Die Autorin beschreibt eben diese Problematiken wunderbar und sie hat zudem eine sehr bildhafte Sprache, eine teilweise melodische Sprache.

Hätte sie die Strippen der Handlung nicht über einen längeren Zeitraum aus den Händen verloren, wäre dies ein fantastischer Roman geworden. So hat er mir zwar gefallen, mich aber eher angespornt, weitere, möglicherweise doch grandiose, Werke der Autorin zu lesen.

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