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Die Wahrheit über Dinge, die einfach passieren

Ali Benjamin , Petra Koob-Pawis , Violeta Topalova
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 23.07.2018
ISBN 9783446260498
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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383 Bibliotheken, 4 Leser, 3 Gruppen, 137 Rezensionen

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Der Zopf

Laetitia Colombani , Claudia Marquardt
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei S. FISCHER, 21.03.2018
ISBN 9783103973518
Genre: Romane

Rezension:

…das zu schockieren, aber auch teilweise zu langweilen vermag. Ein Werk, das mich ebenso unterhalten wie desinteressiert hat. Elemente, die die Autorin hier wie in einem Zopf miteinander verwoben hat. 

Worum geht es? 
3 Frauen, deren Schicksal auf rätselhafte Weise miteinander verknüpft ist. 
Smita, eine unglückliche, indische Frau, die der untersten Kaste angehört und deren einzige Daseinsberechtigung darin besteht, den Unrat anderer Leute zu beseitigen. Gleichzeitig ist sie aber auch eine Frau, die sich trotz ihrer unmenschlichen Umstände ein besseres Leben für ihre Tochter erträumt und mit ihr dem System zu entfliehen versucht. 
Dann Giulia, eine sizilianische junge Frau, die für das elterliche Unternehmen kämpft und zuletzt Sarah; das Abziehbild einer erfolgreichen Businessfrau, die in jeglicher Hinsicht versucht allen Klischees gerecht zu werden und dabei vergisst zu leben. 

Das Grundprinzip gefällt mir in Geschichten meist sehr: Mehrere Handlungsstränge, die einander beeinflussen und letztendlich zu einem verschmelzen. Das ist keine innovative Idee in der Literatur, trotzdem ein Mittel, das, wenn es gut gemacht ist, mich begeistern kann. Hier empfand ich es als gut gemacht, auch wenn der Weg dorthin mich nur teilweise überzeugen konnte. 

Bis zur Mitte des Buches etwa hatte ich die Befürchtung, es sei eines dieser feministischen Werke, das Männer grundsätzlich als Antagonisten darstellt und Frauen preist, die sich gegen von Männern dominierte Systeme auflehnen. Abgesehen davon, dass es diesen drei starken Frauen tatsächlich huldigt, hat sich meine Befürchtung glücklicherweise nicht bewahrheitet, schwarz-weiß Schilderungen kann man der Autorin in dieser Hinsicht absolut nicht vorwerfen. 

Allerdings fand ich alle drei Handlungsstränge im Vergleich nicht ebenbürtig und nach dem Lesen war mir die Handlung Smitas, der indischen Unberührbaren, am präsentesten. Oder anders gesagt, die anderen beiden Charaktere musste ich mir tatsächlich erst ins Gedächtnis rufen. Vor allem Sarah, die Karrierefrau, war mir sehr schwer zugänglich. Ich empfand ihren Plot als sehr klischeebeladen und daher absolut uninteressant. Die sizilianische Giuila hatte ein wenig mehr Beigeschmack, allerdings wurden alle Geschichten so kurz abgehandelt, dass schon besondere Alleinstellungsmerkmale nötig gewesen wären, um sie für mich interessanter zu machen. 

Kurzum: Ich mochte Smitas Geschichte (und hätte sehr gerne mehr von ihr gelesen), ich fand Giulias Geschichte ausbaufähig, aber recht interessant und habe mich mit Sarahs Handlungsstrang sehr gelangweilt und abgemüht. Die Verwebung aller drei Stränge hingegen empfand ich als gelungen, weshalb ich gerne eine Leseempfehlung aussprechen möchte mit dem Hinweis, dass es sich um ein kurzweiliges Vergnügen handelt, das möglicherweise nicht lange im Gedächtnis bleiben wird. 

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Fliegende Hunde

Wlada Kolosowa
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Ullstein fünf, 09.03.2018
ISBN 9783961010066
Genre: Romane

Rezension:

Durch die Seiten geflogen...



…und doch würde ich nicht sagen, dass das Buch per se grandios ist. 
Es ist aufrührend und doch mit Vorsicht zu genießen. Aber genug der Phrasendrescherei. 
Worum geht es? 
Die beiden sehr eng miteinander verbundenen (wörtlich zu nehmen) Freundinnen Oksana und Lena wachsen gemeinsam in St. Petersburg auf. 
Oksana, eine wissbegierige junge Frau, sehnt sich verzweifelt nach den Berührungen und intimen Nächten mit ihrer Freundin. Berührungen, die es so in der Weltanschauung der St. Petersburger nicht geben sollte. Lena, eigentlich eine unscheinbare junge Frau, ist gerade aufgrund ihrer Unscheinbarkeit sehr gefragt auf dem chinesischen Modelmarkt und verlässt die Vertrautheit ihrer Freundin und die Vorhersehbarkeit ihres Lebens in St. Petersburg, um in Shanghai als Model zu arbeiten. 
Während die eine sich verzweifelt sehnt, stößt die andere sie von sich und schafft ein Ungleichgewicht, dass eine normale Freundschaft nie mehr zulässt. 

Es ist schon höchst faszinierend, wie die Autorin ihre Charaktere agieren lässt. Die eine will das, was die andere hat und die andere will unbedingt weg von alle dem. 
Oksana, und damit wohl der spannendere Part der beiden, sucht sich in der Abwesenheit der Freundin eine Möglichkeit, ihr nacheifern zu können, ihre knabenhafte Figur zu erlangen. Obwohl ich bei ihr nie den richtigen Wunsch verspüren konnte, St. Petersburg tatsächlich zu verlassen. 
Im Internet stößt sie auf eine dubiose Website, in welcher User die Zeit der Leningrader Besetzung auf einen Podest heben und die Umstände, unter denen die Menschen leben mussten, nachahmen. Dabei geht es vordergründig darum, so viel Gewicht wie möglich zu verlieren und sich so spartanisch wie möglich, zu „ernähren“ (gekochtes Leder, Pampe aus Papier, Gras usw.). Oksana, getrieben von dem Hunger nach ihrer Freundin, verliert sich zunehmend in dieser krankhaften Nachahmung, wird Expertin für die Verzweiflungstaten der Menschen damals. 

Lena als Kontrast dazu lebt in einer medialen Scheinwelt, in der Blässe und Dürre zurzeit gefragt sind. Die Models ernähren und übergeben sich aus anderen Gründen, sie müssen einem Ideal entsprechen, ansonsten schickt man sie aus der armseligen Modelwelt in ihre armselige Heimat zurück. Mit dem Unterschied, dass sie hier ein wenig Prestige genießen, sich dafür oft aber auch prostituieren und einem ungeheuren Druck stand halten müssen. 

Die Autorin hat die beiden Motive der Charaktere und die Extreme, in die sie sich entwickeln, fabelhaft herausgearbeitet. Außerdem war der Hunger als Leitmotiv hier allgegenwärtig und auf so vielen Ebenen zu verstehen. 
Nachdem man dieses Buch gelesen hat, überlegt man sich vermutlich zwei Mal, wie man mit der Verschwendung von Lebensmitteln umgeht. 

Zwar muss ich sagen, dass die Prämisse sich stark bei mir eingebrannt hat, die Geschichte mich aber nur oberflächlich bewegen konnte. Ob es am Schreibstil der Autorin oder an etwas anderem lag, kann ich dabei nicht benennen. Ihre Herangehensweise ist weder verharmlosend, noch beschönigend, im Gegenteil! Sie treibt es in beiden Fällen auf die Spitze. Möglicherweise lag es daran, dass das Ende nicht ganz meinen Nerv getroffen hat. Es war zu versöhnlich, zu „brav“. 
Aber ich bitte jeden, den die Prämisse der Geschichte anspricht, sich selbst ein Bild davon zu machen! 

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Die Worte der weißen Königin

Antonia Michaelis , Kathrin Schüler
Buch: 272 Seiten
Erschienen bei Oetinger Taschenbuch, 01.12.2013
ISBN 9783841502704
Genre: Jugendbuch

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Mr Gum and the Cherry Tree

Andy Stanton , David Tazzyman
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Egmont Childrens Books, 07.06.2010
ISBN 9781405252188
Genre: Kinderbuch

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 2 Rezensionen

hexengeschichten, kinderbuch

Hilfe, meine Hexe kocht im Fernsehen!

Hiawyn Oram , Sarah Warburton , Yvonne Coppard , Ian McCafferty
Fester Einband: 88 Seiten
Erschienen bei Ars Edition, 16.01.2008
ISBN 9783760729442
Genre: Kinderbuch

Rezension:  
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306 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 155 Rezensionen

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Palast der Finsternis

Stefan Bachmann , Stefanie Schäfer
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 23.08.2017
ISBN 9783257300550
Genre: Jugendbuch

Rezension:

„Palast der Finsternis“ ist ein Spannungsroman mit fantastischen Elementen des deutsch-amerikanischen Autors Stefan Bachmann. Es handelt sich um das zweite Werk dieses Künstlers. Mit „Die Seltsamen“ landete Bachmann bereits einen Hit.

 

Worum geht es in „Palast der Finsternis“?

 

Die Geschichte entblättert sich in zwei Handlungssträngen. Ein Handlungsstrang spielt zur französischen Revolution, der andere in der Gegenwart.

Wir begleiten die Kunststudentin Anouk und eine Gruppe anderer scheinbar zufällig ausgewählter Jugendliche bei einer Expedition nach Frankreich. Dort soll ein Adelhaus einen unterirdischen Palast gebaut haben, in dem sich die Familie vor Revolutionären und somit ihrem sicheren Tod schützte. Die Jugendlichen erhalten das Privileg diesen Palast zu erforschen, doch aus diesem Privileg entwickelt sich mit der Zeit ein Himmelfahrtskommando. Denn nicht nur die Betreiber der Expedition verhalten sich sehr fadenscheinig, auch im Inneren lauert etwas auf die Jugendlichen…

 

Ich nahm das Buch zur Hand, einfach um mal reinzuschnuppern. Garnicht mit der Absicht, es sofort zu beginnen, denn es wartete noch ein anderes Buch darauf von mir beendet zu werden.

Doch als ich auf den ersten Seiten Amélie (die der Gegenpart zu unserer Protagonistin Anouk ist) bei ihrer Flucht vor dem Tod in den unterirdischen Palast begleitete, gelang es mir nicht mehr, das Buch bei Seite zu legen. Als ich ein kurzes Päuschen einlegte, war ich, wie durch ein Wunder, auf Seite 100 angelangt. Ohne es zu merken, hatte ich bereits ein Viertel der Geschichte inhaliert.

Der Autor schreibt ziemlich rasant, aber keinesfalls plump. Er schafft eine mystische und dunkle Atmosphäre, die der perfekte Begleiter für einen stürmischen Herbstabend ist!

 

Zudem empfand ich unsere Protagonistin als sehr spannend und erfrischend. Sie ist, wie sie selbst sagt, „sozial inkompatibel“. Und zwar auf die zynisch-sarkastische Art und Weise, die für sehr viele Schmunzelmomente sorgt. Gleichzeitig ist Anouk aber eine tragische Figur, ihr pessimistischer Charakter enthüllt mit der Zeit eine zutiefst gekränkte junge Frau, die sich nach denselben Dingen sehnt, wie vermutlich jeder Mensch. Sie ist ein liebenswerter Kotzbrocken mit Entwicklungspotential. 

Insgesamt kann ich sagen, dass mich das Buch wahnsinnig gut unterhalten konnte und in mir genau diese gruselig mystische Stimmung hervorrief, die ich an verregneten Abenden liebe.

Die Auflösung jedoch war, gemessen am gesamten Roman, für mich ziemlich schwach und unglaubwürdig. Doch da mir der Weg dorthin so viel Freude bereitete, werde ich das Buch in guter Erinnerung behalten und empfehle es gerne weiter.

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370 Bibliotheken, 9 Leser, 2 Gruppen, 149 Rezensionen

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Underground Railroad

Colson Whitehead , Nikolaus Stingl
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 21.08.2017
ISBN 9783446256552
Genre: Romane

Rezension:

„Geraubte Körper bearbeiteten geraubtes Land. Es war eine Maschine, die niemals stillstand, ihr gieriger Kessel wurde mit Blut beschickt.” (S. 138)

 

„Underground Railroad“ ist eines dieser Bücher, das im Vorfeld bereits stark beworben wurde, das es einem fast unmöglich macht, es zu übersehen. Und manchmal drängen sich diese Bücher derart auf, dass man es nicht schafft, sie weiterhin zu ignorieren. Wenn dann die Thematik sowieso dazu auserkoren ist, gelesen zu werden, ist es meist um mich geschehen. Genau so war es hier. Die Themen Rassismus, Sklaverei, Unterdrückung, Befreiung waren schon immer für mich ein Grund, zu Büchern zu greifen, die diese behandeln.

Herzensangelegenheiten irgendwie.

Und da ich über die Underground Railroad nicht viel wusste, war das Buch  für mich Pflichtlektüre

Warum mich trotz allem das hier besprochene Werk nicht so stark berührte, wie erhofft, werde ich versuchen darzulegen.

 

Worum geht’s überhaupt?

 

Dies ist die Geschichte von Cora, einer von der Mutter verlassenen Sklavin, die sich nicht mit ihren Umständen arrangieren möchte. Gemeinsam mit einem anderen Gefangenen begibt sie sich auf die Flucht. Ein Akt der nur funktionieren kann, wenn mehrere Instanzen zusammen arbeiten, wenn Menschen ihr Leben riskieren, um dieser Unmenschlichkeit die Stirn zu bieten.

Eine dieser Instanzen ist die Underground Railroad, eine unterirdische Eisenbahn, die Sklaven aus den Südstaaten in den Norden schmuggelt. Auf ihrer Reise muss Cora lernen, dass Freiheit ein sehr teuer erkauftes Gut ist zu einer Zeit, in der  Menschen wie Objekte herumgereicht werden.

 

Zuallererst einmal; das Buch ist nicht schlecht. Der Autor hat weder einen plumpen oder zu verschachtelten Sprachstil, er beschreibt teilweise sehr bedeutsame Szenen und bot mir teilweise neue Erkenntnisse.

Ich erinnere mich zum Beispiel an eine Szene, in der ein dunkelhäutiger Junge, der vor dem Gesetz als frei gilt und freiwillig für einen Sklavenfänger arbeitet, sich vor dem Schlafen selbst an die Kutsche fesselt. „Er sagt, nur so kann er schlafen.“ (S. 233)

Eine Szene, die sehr viel Aussagekraft hat und mich erschaudern ließ.

Trotzdem, für mich ist es einfach nicht DAS Buch, für das es gehalten wird. Ich habe mich oft sehr intensiv mit Romanen beschäftigt, die um diese Schreckenszeit der amerikanischen Geschichte kreisen. Und Underground Railroad gehört für mich persönlich nicht zu den bedeutsamsten.

 

Das Buch ließ mich im Großen und Ganzen tatsächlich seltsam unberührt. Einzelne Szenen hatten zwar das Potential, mir die Schuhe auszuziehen, aber das kann ich nicht von dem Gesamtpaket behaupten. Über längere Stecken empfand ich die Geschichte als zäh und dröge, und das bei einer Seitenzahl von ca. 350 Seiten.

Zudem erschien mir die Protagonistin seltsam fern, tatsächlich wusste ich einen Tag nach Beenden des Buches nicht einmal mehr ihren Namen. Was ich von der Handlung insgesamt auch sagen kann. Im Gedächtnis bleiben wird sie mir nicht.

Die Underground Railroad war außerdem nicht Hauptgegenstand des Romans. Durch externe Recherchen bekam ich dann das Wissen, das die Geschichte leider nicht vermitteln konnte.

Abschließend muss ich sagen, dass der Autor es nicht geschafft hat, mich zu fesseln, zu unterhalten oder gar mich zu berühren (wie gesagt, bis auf einzelne Szenen). Das wäre möglicherweise anders, wenn das Buch für mich der Einstieg in die Thematik gewesen wäre, aber das kann ich natürlich nicht beurteilen.

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56 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

amnesie, comic, gedächtnisverlust, graphic novel, graphic-novel, ich, identitätsfindung, jugendliteraturpreis, leben, paris, persönlichkeit, persönlichkeitsentwicklung, phantasie, selbstfindung, sinn des lebens

Wie ein leeres Blatt

Pénélope Bagieu , , ,
Fester Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 19.03.2013
ISBN 9783551751096
Genre: Comics

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

biografisch, flucht, geborgenhei, hanser verlag, heimat, homosexualität, lgbtiq, philosophisch, zuhause

Zuhause

Daniel Schreiber
Fester Einband: 144 Seiten
Erschienen bei Hanser Berlin in Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG, 20.02.2017
ISBN 9783446254749
Genre: Biografien

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eintagsfliege, freundschaft, fuchs, glück, kinderbuch, leben, lebensbejahend, lebensfreude, leben und sterben erklären, martin baltscheit, sterben, tiere, tod, trauer, wildschwein

Nur ein Tag

Martin Baltscheit , Wiebke Rauers
Fester Einband: 112 Seiten
Erschienen bei Dressler, 25.01.2016
ISBN 9783791527024
Genre: Kinderbuch

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45 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 30 Rezensionen

bär, freiheit, freundschaft, humor, hunger, kinderbuch, körpertausch, krähe, leben, liebe, martin baltscheid, martin baltscheit, philosophie, philosopisch, zoo

Krähe und Bär oder Die Sonne scheint für uns alle

Martin Baltscheit , Wiebke Rauers
Fester Einband: 112 Seiten
Erschienen bei Dressler, 23.01.2017
ISBN 9783791500256
Genre: Kinderbuch

Rezension:  
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22 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 5 Rezensionen

hausgeister, kinderbuch, kleine leute, kleines volk, verfilmt

Die Borger

Mary Norton , Christiane Jung , Emilia Dziubak
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 24.09.2015
ISBN 9783737340120
Genre: Kinderbuch

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102 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 62 Rezensionen

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Töte mich

Amélie Nothomb , Brigitte Große
Fester Einband: 112 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 23.08.2017
ISBN 9783257069891
Genre: Romane

Rezension:

Spitzzüngig, schwarzhumorig, bitterböse, düster, spannungsgeladen, tiefgründig, klug, metaphorisch – das sind alles Eigenschaften, die einen Nothomb für mich beschreiben und mit denen die Autorin sich in die Riga meiner Lieblingsautoren längst eingereiht hat.

Genau deshalb war „Töte mich“ (erschienen 2017) für mich selbst auferlegte Pflichtlektüre.

 

Worum geht es?

 

Eine Inhaltsangabe wäre bei einem knapp über 100 Seiten starken Buch wahrscheinlich zu viel des Guten und ich denke sowieso, dass man Amélie Nothomb relativ unvoreingenommen lesen sollte. Es geht um sich selbst erfüllende Prophezeiungen, um den Adel, dessen einziges Bestreben darin zu liegen scheint, eine gesellschaftlich auferlegte Etikette zu wahren und sich damit selbst zu Grunde richtet und es geht um Emotionen, allerdings vermutlich in einem anderen Sinne, als man es sich bei dieser Beschreibung vorstellen würde.

 

Es ist wieder mit messerscharfen Dialogen zu rechnen, mit makabren Wendungen und Charakteren, die, da überspitzt dargestellt, die Thematik sehr „besonders“ machen.

 

Kurzum: Ein Nothomb hat mich nie enttäuscht. Manche gefielen mir besser als andere, aber im Grunde wurde meine Zeit immer bereichert. Genau das ist auch von „Töte mich“ zu erwarten, das hoffentlich einigen Lesern auf die Füße tritt.

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2.681 Bibliotheken, 55 Leser, 13 Gruppen, 169 Rezensionen

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Die Stadt der träumenden Bücher

Walter Moers
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.04.2006
ISBN 9783492246880
Genre: Fantasy

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 1 Rezension

Der Hexenbesen

Chris Van Allsburg
Fester Einband
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag
ISBN 9783473334735
Genre: Kinderbuch

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 1 Rezension

frieda, hexe, kinderbuch, unpünktlichkeit, waldhexe

Frida, die kleine Waldhexe - Donner, Blitz und Sonnenschein, ich will immer pünktlich sein

Stefanie Dahle , Jutta Langreuter , Stefanie Dahle
Fester Einband: 32 Seiten
Erschienen bei Arena, 01.11.2009
ISBN 9783401094953
Genre: Kinderbuch

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54 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 14 Rezensionen

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Helena und die Ratten in den Schatten

Christoph Marzi , Monika Parciak , Monika Parciak
Fester Einband: 80 Seiten
Erschienen bei Arena, 21.07.2010
ISBN 9783401065618
Genre: Kinderbuch

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

kinderbuch

Marie und die Dinge des Lebens

Tine Mortier , Kaatje Vermeire , Rolf Erdorf , Kaatje Vermeire
Fester Einband: 32 Seiten
Erschienen bei Bohem Press, 01.08.2014
ISBN 9783855815425
Genre: Kinderbuch

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66 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

bibliotherapie, bücher, humor, lesen, lexikon, literatur, ratgeber, roman, romane, schreiben, therapie, unbedingt kaufen

Die Romantherapie

Susan Elderkin , Ella Berthoud , Traudl Bünger , Kirsten Riesselmann
Flexibler Einband: 431 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 20.10.2014
ISBN 9783458360353
Genre: Sachbücher

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114 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 27 Rezensionen

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The Hate U Give

Angie Thomas
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Balzer + Bray, 28.02.2017
ISBN 9780062498533
Genre: Jugendbuch

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1.298 Bibliotheken, 83 Leser, 4 Gruppen, 73 Rezensionen

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Es

Stephen King , Alexandra von Reinhardt , Joachim Körber
Flexibler Einband: 1.536 Seiten
Erschienen bei Heyne, 08.02.2011
ISBN 9783453435773
Genre: Krimi und Thriller

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141 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 77 Rezensionen

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Heimkehren

Yaa Gyasi , Anette Grube
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag , 29.11.2017
ISBN 9783832198381
Genre: Romane

Rezension:

„Das Bedürfnis, etwas „gut“ oder „schlecht“ zu nennen, das eine „weiß“ und das andere „schwarz“, war ein Impuls, den Effia nicht verstand. In ihrem Dorf war alles alles. Alles trug das Gewicht von allem anderen.“ (S. 37)

 

„Heimkehren“ ist das Debüt der amerikanisch-ghanaischen Autorin Yaa Gyasi, das 2017 im Dumont Verlag erschien. Zu einer Zeit, in der der Rassismus wieder salonfähig wird (falls er es denn mal nicht war), erhebt die Autorin ihre Stimme und erzählt eine wundervoll komponierte Geschichte mehrerer Generationen afrikanischer Immigranten, die sich in einer Welt voller Vorurteile und Diskriminierungen behaupten müssen.

 

Die Geschichte hat einen sehr interessanten Aufbau. Es gibt zwei Hauptstränge, die im 18. Jahrhundert wurzeln. Diese beiden Stränge werden abwechselnd erzählt, überspringen dann aber jeweils eine Generation, sodass es den Anschein von zahlreichen aneinandergereihten Kurzgeschichten hat (was nicht der Fall ist, denn die Geschichtchen bauen aufeinander auf). Was für mich wirklich erfrischend neu und innovativ war, forderte allerdings auch meine ganze Aufmerksamkeit. Deswegen ist zu empfehlen, das Buch in einem möglichst kurzen Zeitraum zu lesen, um nicht den Bezug zu sämtlichen Namen und Figuren zu verlieren, wie es mir in einer zweitägigen Pause leider passierte.

 

Wie bereits beschrieben, setzt die Geschichte im 18. Jahrhundert in Ghana an, dem Herkunftsland der Autorin. Sie erzählt die Geschichte wunderbar malerisch, zugleich aber auch schonungslos ehrlich. Besonders schön fand ich, wie die Figuren einander beschrieben, zum Beispiel „baumrindenbraune Frau“, „ein Mann von der Farbe milchigen Tees“ oder „mahagonifarbene Frau“, was nur drei Beispiele von vielen sind.

Wir erleben, wie Afrikaner andere Afrikaner versklaven, ihre Brüder und Schwestern bekämpfen, um sie an die Briten zu verkaufen. Und wie all das als natürlich angesehen wird; die Grausamkeit der Natur. Als endlich eine Figur diese Machenschaften hinterfragte und kritisierte, gab mir das Hoffnung, die aber ständig wieder im Keim erstickt wurde.

 

Dann begleiten wir Figuren nach Amerika, auf Freiheit und ein selbstbestimmtes Leben hoffend, was sie jedoch in die Sklaverei treibt, in der sie misshandelt und ihrer ganzen Würde beraubt werden.

 

„Sie würden nur eine Art von Fesseln gegen eine andere austauschen, physische Fesseln, die um Handgelenke und Knöchel gelegt wurden, gegen unsichtbare, die die Gedanken binden.“ (S. 134)

 

Die Autorin schreibt generationsübergreifend eine Geschichte der Angst, der Unterwürfigkeit, der Grausamkeit und der Entmachtung. Zu Beginn schildert sie in einem Interview von dem Aufatmen einer ganzen Bevölkerung, als ein dunkelhäutiger Mann Präsident der Vereinigten Staaten wurde, und den darauffolgenden Schlag ins Gesicht, als dieser von der Menschenfeindlichkeit und der Geldgier abgelöst wurde.

 

Mich hat das Buch zutiefst erschüttert, mich zu Tränen gerührt, mir aber gleichzeitig eine so facettenreiche ghanaische Kultur nähergebracht und mir noch mal verdeutlicht, wie wichtig es ist, gegen die Idiotie des Rassismus anzugehen. Es war wahnsinnig sprachgewaltig, klug und auf den Punkt erzählt, für mich bislang DAS Highlight 2017!

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Der Nussknacker

Valeria Docampo , Valeria Docampo
Fester Einband: 40 Seiten
Erschienen bei mixtvision, 07.10.2016
ISBN 9783958540934
Genre: Kinderbuch

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Die Romantherapie für Kinder

Ella Berthoud , Susan Elderkin , Traudl Bünger , Katja Bendels
Fester Einband: 372 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 10.07.2017
ISBN 9783458177043
Genre: Sachbücher

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Nach „Die Romantherapie: 253 Bücher für ein besseres Leben“ fokussieren sich die Autorinnen jetzt auf die Kinder- und Jugendliteratur, ein breites Feld, das, gerade von der Zielgruppe, viel zu oft unbeachtet bleibt und einem anderen Medium weichen muss.

Doch genau gegen solche, wie auch zahlreiche andere Situationen, haben die Autorinnen das Patentrezept. In Form von Büchern oder in Form von Strategien, wie man das Kind zum Lesen animiert oder sich mit ihm auf ein Buch einigt oder aber auch exzessive Leseratten von ihrem geliebten Medium fernhält (sollte dies denn wirklich mal in ein Problem ausarten).

 

Wie sagte so schön J. K. Rowling: „If you don’t like to read you haven’t found the right book”. Dieser Ansicht sind die Autorinnen auch und haben einen reichen Erfahrungsschatz, aus dem es zu schöpfen gilt. Dabei beschränken sie sich aber keineswegs auf Bestseller oder die großen Namen der Kinder- und Jugendliteratur, sondern haben immer einige Geheimtipps parat.

Der Titel des Buches müsste aber eigentlich „Die Romantherapie für Kinder und Jugendliche“ sein, denn es geht einerseits um Probleme, die die Kindheit betreffen (können), andererseits aber auch um jugendliche Probleme oder Etappen, wie der erste Kuss, der erste Sex, die Pubertät, zu welchen die Autorinnen hilfreiche Buchempfehlungen liefern.

 

Besonders gut gefiel mir, dass sie sich dabei auch um Themen bemühen, die nicht „der Norm“ entsprechen, wie zum Beispiel Homosexualität, Identitätsstörungen, Autismus, aber auch traumatische Erlebnisse thematisieren (zum Beispiel tiefgreifende Verluste).

Und da Kinder, Jugendliche und Erwachsene doch irgendwo der selben Spezies angehören und durchaus die gleichen Probleme haben können, gibt es auch zahlreiche Buchtipps für Erwachsene.

 

Ein liebevoll aufgemachtes und mit viel Herz und Leidenschaft erarbeitetes Buch, das vor Bibliophilie strotzt und zu vielen Belangen des Lebens ein buchiges Rezept ausstellt. Eine große Empfehlung für Viellleser, Wenigleser, Garnichtleser, Buchsammler und einfach allen, die sich auch gerne in der Kinder- und Jugendliteratur wiederfinden.

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