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Ich komme mit

Angelika Waldis
Fester Einband
Erschienen bei Wunderraum, 27.08.2018
ISBN 9783336547975
Genre: Romane

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60 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 29 Rezensionen

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Die Hochhausspringerin

Julia von Lucadou
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Hanser Berlin in Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG, 23.07.2018
ISBN 9783446260399
Genre: Romane

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94 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 59 Rezensionen

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Weit weg von Verona

Jane Gardam , Isabel Bogdan
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Hanser Berlin in Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG, 23.07.2018
ISBN 9783446260405
Genre: Romane

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70 Bibliotheken, 9 Leser, 1 Gruppe, 22 Rezensionen

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Ein Winter in Paris

Jean-Philippe Blondel , Anne Braun
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Zsolnay, Paul, 24.09.2018
ISBN 9783552063778
Genre: Romane

Rezension:

Victor, ein ehrgeiziger Schüler, bekommt einen Studienplatz am renommierten Lycée D. in Paris. Er ist einer der wenigen Studenten aus der Provinz und findet keinen Anschluss in seinem ersten Jahr. Erst im zweiten Studienjahr knüpft er zarte Freundschaftsbande mit einem neuen Studenten. Er möchte ihn einladen, mit ihm seinen Geburtstag zu feiern und hofft so, die Freundschaft zu vertiefen. Doch dazu kommt es nicht mehr. Kopflos läuft Mathieu aus dem Klassenzimmer, nachdem ihn ein besonders grausamer Lehrer getadelt hat und springt in den Tod.


Victor ist entsetzt, kämpft mit Schuldgefühlen und merkt plötzlich, dass er für seine Kommilitonen als Freund des Opfers interessant wird. Er genießt seine aufkeimende Beliebtheit und ist doch nie frei von Scham. Vielleicht trifft er sich deshalb regelmäßig mit Mathieu's Vater, um lange Gespräche mit ihm zu führen. 

Er verfranzt sich in seinen Gefühlen und seine Noten werden immer schlechter. Er verliert seine Ziele aus den Augen findet keinen Ausweg, bis ihn die Mutter des Toten frei gibt.

Diese Geschichte lässt Victor wachsen. Langsam findet er zu sich selbst und sein Weg zeichnet sich ab. Er wichtiger Impuls kommt von einer Seite, die niemand, am wenigsten er selbst, erwartet hätte.

Jean-Philippe Blondel hat hier einen atmosphärisch dichten Roman geschrieben, dessen Zauber man sich nicht entziehen kann. Die Welt um Victor schien festgefahren, aber die Charaktere überraschen immer wieder. Ihn ihnen allen steckt mehr, als man auf den ersten Blick vermuten würde. Er macht eine schöne Entwicklung durch. 

Endlich weiß ich, warum so viele LeserInnen diesen Autor lieben, denn sein letzter Roman konnte mich nicht überzeugen. "Ein Winter in Paris" korrigiert meinen Eindruck komplett!

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Königskinder

Alex Capus
Fester Einband: 176 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 20.08.2018
ISBN 9783446260092
Genre: Romane

Rezension:

Wie unvernünftige Touristen umfahren Max und Tina die Absperrung und wollen noch über den Pass nach Hause. Die Autobahn ist ja langweilig. Der Schnee fällt immer dichter, die Straße ist kaum mehr zu sehen und bergab schlingert der Wagen fast zwingend in den Graben. Ihnen bleibt nichts anderes übrig, als die Nacht im Auto zu verbringen, bis morgen die Schneefräse kommt. 


Um die Zeit zu vertreiben erzählt Max seiner Frau eine Geschichte, deren Anfang hier in den Bergen liegt. Eine Geschichte über ein großes Unglück und über eine große Liebe, die Zeit und Grenzen überwindet. Eine wunderschöne Geschichte, die in den Schweizer Bergen beginnt, die französische Revolution überlebt und schließlich endet, wo alles begonnen hat.

Dem Autor ist mit diesem Buch wieder ein Meisterwerk geglückt. Er ersinnt wunderbare Charaktere, spinnt ein bisschen Weltgeschichte mit ein und schreibt eine große Liebesgeschichte. Die Sprache ist ruhig, fast poetisch, wie die Geschichte und die Stimmung im Auto. Alles passt hier, jedes Wort am richtigen Platz. Mich hat diese Geschichte regelrecht gefesselt und bezaubert und ich empfehle sie allen, die sich an einem Märchen erfreuen können!

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11 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

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Von kleinen Helden und großen Abenteuern

Anita Schalk
Fester Einband: 248 Seiten
Erschienen bei SCM R. Brockhaus, 04.06.2018
ISBN 9783417288179
Genre: Kinderbuch

Rezension:

"Von kleinen Helden und großen Abenteuern" ist ein perfekter Titel für dieses Buch. Wir finden Geschichten, in denen Kinder Mut beweisen, über sich hinauswachsen und sogar Erwachsene beeindrucken. Wir finden Geschichten von großen Reisen und noch größeren Fantasiereisen und wir finden Geschichten voller Abenteuer.


Das Buch gliedert sich in drei große Themenbereiche: Im ersten Teil geht es um Freunde und Familie. Diese Geschichten sind äußerst liebenswert und zeigen, wie wichtig Zusammenhalt ist.

Der zweite Teil behandelt Schule und Freizeit und wir finden eine abwechslungsreiche Sammlung aus Geschichten rund um Hobbys, Sport und besondere Talente. Hier hat uns "Bruno und die Riesengeige" besonders gut gefallen, weil es darum geht, dass ein augenscheinlich anderes Kind trotzdem nur ein Kind ist, das gemocht werden will. 

Im dritten Teil werden abschließend Helden aus der Bibel vorgestellt. Die Geschichten sind kindgerecht aufbereitet und zeigen, dass man mit Gottvertrauen viel erreichen kann. Auch die Geschichten aus dem alten Testament, das doch sehr grausam sein kann, sind gut und kreativ bearbeitet. 

Alles in allem hat uns das Buch sehr gut gefallen. Meine Tochter (7) hat mir vorgelesen und ich habe es genossen. Die Kapitellänge ist perfekt gewählt für diese Altersstufe und die Illustrationen untermalen die Botschaften gut. Die Bilder sind sehr aussagekräftig und halten zum staunen und verweilen an. Dadurch bleiben die Inhalte gut im Gedächtnis. Wir werden das Buch bestimmt noch oft zur Hand nehmen und einfach irgendwo aufschlagen und ich bin mir sicher, dass meine Tochter noch häufig darin lesen wird.

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39 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 23 Rezensionen

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Summer

Monica Sabolo , Christian Kolb
Fester Einband: 253 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 13.08.2018
ISBN 9783458177654
Genre: Romane

Rezension:

Eines Tages betritt Benjamin sein Büro und kommt ins Taumeln. Der Geruch nach frischer Farbe löst lange blockierte Erinnerungen und eine Panikattacke aus. Er ist wieder der 7jährige Junge, der vor dem noblen Sommerhaus am Genfersee steht. Dort wo alles begann.


Benjamins Eltern bewegen sich im Zürcher Jet Set. Sie sind attraktiv, erfolgreich und großartige Gastgeber. Ihre Welt besteht aus Parties, Small Talk und Alkohol. Auch Benjamins große Schwester Summer scheint sich auf diesem Bankett bestens zu bewegen. Er vergöttert sie, bis sie eines Tages bei einem Picknick am See spurlos verschwindet. 

Die Familie verkraftet diesen Verlust nicht. Es wird kaum über die verlorene Tochter geredet. Die Eltern werden von ihren Freunden verlassen und Benjamin wird zu einem kauzigen Einzelgänger in der Schule.

Der Farbgeruch löst bei Benjamin 24 jähre später Erinnerungen und Träume aus. Er verliert sich darin, kann kaum seine Wohnung verlassen und beginnt eine Therapie. Die Rekonstruktion der Geschehnisse bringt Bilder hervor, die der 7jährige Benjamin nicht einordnen konnte und es ergibt sich ein völlig anderes Bild von seiner damals heil geglaubten Familie.

Soweit hat mir das Buch sehr gut gefallen und mehr darf von Inhalt nicht verraten werden. Monica Sobolo zaubert mit ihrem poetisch, bildhaften Stil ein mythische Stimmung am Genfer See, der man sich anfangs kaum entziehen kann. Sie baut Spannung auf, indem sie in der Zeit springt, Erinnerungen mit Traumbildern mischt und langsam puzzelt sich ein Bild um diese Familie. 

Was den Umgang mit dem Verlust und dem Nicht-Wissen, ob Summer tot ist, oder nur abgehauen, angeht, bliebt die Autorin an der Oberfläche. Die poetische Sprache schafft eine künstliche Tiefe, der der Inhalt leider nicht folgt. Und schlußendlich verliert sich die Geschichte im Klischee. Der Schluss nimmt dem Buch, dass ich anfangs sehr gerne gelesen habe, jede Ernsthaftigkeit. Daher gebe ich nur 3 Sterne. 

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14 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 2 Rezensionen

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Der Clan der Kinder

Roberto Saviano , Annette Kopetzki
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 29.01.2018
ISBN 9783446258211
Genre: Romane

Rezension:

„Der Clan der Kinder“ ist der erste Roman des Mafia-Aufdeckers Roberto Saviano. Wieviel Wahrheitsgehalt darin steckt, wage ich nicht zu beurteilen. Das Buch ängstigt mich.

Zum Inhalt: Nicolas ist ein ehrgeiziger Teenager, der nach Macht und Reichtum strebt. Er möchte nicht enden wie sein Vater, ein Sportlehrer, dessen Gehalt die Familie kaum ernähren kann. Für Nicolas ist sein Vater ein Schwächling.

Nicholas gründet eine Paranza – eine eigene Gruppe Camorristi. Seine Gefolgsleute sind eigentlich noch Kinder, 14-, 15-jährige, die Erwachsene spielen und große Entscheidungen treffen wollen. Ihre Ausdrucksweise und ihre Rituale orientieren sie an Filmen über die Mafia.

Doch Nicolas zeigt erstaunliches Geschick auf dem Pflaster der Camorra und erkämpft sich seinen Platz. Die Gewalt die sich anfangs in Demütigungen und bei kleineren Überfällen zeigt nimmt schon bald überhand und wird erschreckend willkürlich.  Hatte man am Beginn des Buches noch Verständnis oder gar Mitleid mit den Protagonisten, schlägt das schnell um in Wut und Angst. Und Angst ist es, was die Jungen verbreiten wollen. Sie wollen die Stadt beherrschen und dafür ist ihnen jedes Mittel recht. Sie sind schonungslos, selbstgerecht und skrupellos und das, mit dem Gewissen von 15jährigen, die ihre Zeit mit Egoshooter-Spielen verbringen.

Ich mag mir gar nicht ausmalen, dass dem Anführer dieser Babycamorra ein echter Mensch Pate stand und ich bin heilfroh, dass ich dieses Buch nicht vor meinem Urlaub in Neapel gelesen habe. Ich hätte die wunderschöne Piazza Dante oder die Via Toledo mit anderen Augen betrachtet.

Roberto Saviano lässt hier einen Jungen in die höchsten Kreise der Mafia aufsteigen, der nicht aus deren Umfeld oder einer der großen Familien kommt. Er schafft es einzig, weil der die Zeichen deuten kann und ein gutes Geschick für Timing aufweist. Vielleicht möchte er darauf hinweisen, dass heutzutage jeder aufsteigen kann, der die nötige Kaltblütigkeit und Härte besitzt.

Das Buch verlangt dem Leser einiges ab. Es ist nicht leicht zu ertragen und es gibt praktische keine Sympathieträger. Bei der Lektüre habe ich mir immer wieder selbst eingeredet, dass dies ein Roman ist, doch wenn man bedenkt, wer der Autor ist, ist das wahrscheinlich einfach nur eine naive Hoffnung. Die Bewertung fällt mir sehr schwer, denn das Buch ist wirklich großartig und ich kenne die Materie zu wenig, um einzuschätzen, wie realistisch die Geschichte wirklich ist, aber es ist auch schwer zu lesen und an der Grenze des Erträglichen.  Daher kann ich es nicht uneingeschränkt empfehlen.

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20 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

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El Greco und ich

Mark Thompson , Katja Scholtz
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei mareverlag, 14.08.2018
ISBN 9783866482791
Genre: Romane

Rezension:

J.J. und Tony - alias El Greco - sind Kinder der späten 60er Jahre. Sie sind Jungs, die eine Menge Unsinn im Kopf haben und Verwirrung stiften wollen und vor allem sind sie die allerbesten Freunde. Sie teilen Freud und Leid und stehen zueinander.


"Klar, ich kannte den Unterschied zwischen Falsch und Richtig, aber ich verwischte ganz gern das Make-up ein wenig, um das Funkeln der Wahrheit zu verschleiern, das mir entgegenleuchtete, ein ganz kleines bisschen nur, um einen Tag aufzupeppen, der in Richtung Mittelmäßigkeit steuerte."                                  S. 169

Ihre Kindheit ist geprägt von Freiheitsdrang und Zeit im Freien. Sie träumen von Reisen in die Welt und vor allem an den Pazifik.

Ihre Freundschaft wird immer wieder auf die Probe gestellt, doch ihre Bande sind fest. Abwechselnd übernehmen die Jungs die Führung, doch El Greco ist der weisere der beiden. Er wirkt häufig recht abgeklärt, obwohl er auch nur ein kleiner Junge mit einer schwierigen Kindheit ist.

Ihre Zeit ist geprägt vom Vietnamkrieg, der Rassentrennung, aber auch dem Freiheitsdrang der 68er. 

Der Autor hat die Stimmung der späten 60er Jahre sehr gut eingefangen und hinterfragt kritisch. Er versteht es, die schweren Themen der Zeit mit einer brise Humor zu würzen und schreibt ausgesprochen poetisch. Das macht den Roman ungemein fesselnd und liebenswert, auch wenn viele Szenarien schwer zu verkraften und aufrüttelnd sind. 

Mich konnte das Buch von der ersten Seite an begeistern. Mir gefällt die Geschichte, aber allem voran gefällt mir die Art, wie sie erzählt wird. J. J. erzählt uns seine Geschichte rückblickend, reflektiert. Es wird zwar nicht erwähnt, wie alt er als Erzähler ist, aber es ist spürbar, dass er zurück schaut. Ganz besonders beeindruckt hat mich auch der poetische Schreibstil. Der Roman strotzt nur so von Stilblüten. Ein echter Lesegenuss!!!

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 1 Rezension

Kinder

Satu Taskinen , Regine Pirschl
Fester Einband: 360 Seiten
Erschienen bei Residenz, 13.03.2018
ISBN 9783701716838
Genre: Romane

Rezension:

Navid ist ein sehr engagierter Lehrer. Es ist ihm wichtig, die Fragen der Schüler ernsthaft zu beantworten und sie anzuleiten, die richtigen Fragen zu stellen. Seine Kinder sind erwachsen, seine Frau ist weg und er schläft im Auto, weil er die Leere der Wohnung nicht erträgt.


Die Handlung des Buches ist auf wenige Stunden beschränkt. Navid soll seine Tochter besuchen, weil seine Enkelin Geburtstag hat und ein neues Enkelkind begrüßt werden möchte. Sein Weg durch die Stadt ist gepflastert mit unerwarteten Ereignissen und interessanten Begegnungen, die seine Gedanken beflügeln. Er beschäftigt sich mit seiner Vergangenheit, mit vertanen Möglichkeiten und ungenutzten Chancen. Er denkt darüber nach, warum alles ist, wie es ist.

Er blickt aber auch in die Zukunft und beschäftigt sich mit seinen Vorsätzen und damit, was er anders, besser machen könnte.

Wir lesen hier in seinen Gedanken, die durch sein Leben und das Leben im Allgemeinen mäandern. Das Buch hat keine Kapitel und kaum Absätze. Nur manchmal ist der Gedankenstrom unterbrochen von Ereignissen und Handlungen. 

Anfangs liest sich das recht spannend. Navid hat gute Ideen, wie unsere Gesellschaft sein könnte. Doch allmählich driftet er immer mehr ab. Seine körperliche Verfassung ist nicht die Beste. Die Tage im Auto haben ihn ausgelaugt und mit dem Schwinden seiner Kräfte driften auch seine Gedanken immer mehr ins Verworrene ab. Er verliert den Bezug zur Realität komplett und beginnt zu Schulmeistern und Moralisieren. Mit jeder Seite fand ich es anstrengender ihm zu folgen. Daher kann ich dieses Buch nur bedingt empfehlen. 

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Bohumil Blubb und die Wächter der Wasserwelt

Alfred Komarek , Eva Kellner
Fester Einband: 128 Seiten
Erschienen bei Residenz, 15.09.2004
ISBN 9783853262849
Genre: Kinderbuch

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167 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 35 Rezensionen

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Die flammende Welt

Genevieve Cogman , André Taggeselle
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 16.03.2017
ISBN 9783404208449
Genre: Fantasy

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14 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

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Die Lieben der Melody Shee

Donal Ryan , Anna-Nina Kroll
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 28.03.2018
ISBN 9783257070231
Genre: Romane

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61 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 28 Rezensionen

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Lempi, das heißt Liebe

Minna Rytisalo , Elina Kritzokat , Elina Kritzokat
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 23.07.2018
ISBN 9783446260047
Genre: Romane

Rezension:

Lempi heiratet jung. Und sie heiratet nach unten. Als bürgerliche Tochter mit Abitur hatte ihr Vater ein anderes Leben für sie vorgesehen. Doch Lempi heiratet den jungen Bauern Viljami. Sie sind beide fast noch Kinder und verbringen einen glücklichen Sommer in Zweisamkeit. Dann muss Viljami in den Krieg ziehen.


Im ersten Abschnitt kommt Viljami zu Wort. Er ist auf dem Weg nach Hause und kämpft mit seinen Geistern. Er weiß, dass Lempi tot ist und kann sich kaum überwinden nach Hause zu gehen. Er ist traumatisiert und bar jeder Hoffnung. Doch er weiß auch, dass er Vater ist und sich seiner Verantwortung stellen muss. 

Minna Rytisalo nähert sich sehr behutsam seinem Dilemma und erzählt uns die Geschichte als inneren Monolog. Wir folgen Viljamis Gedanken und Erinnerungen. 

Im zweiten Abschnitt kommt Elli, die Magd zu Wort. Hier lernen wir Lempi von einer ganz anderen Seite kennen. Die Wahrheit liegt wohl irgendwo dazwischen. Sie erzählt uns, wie sie ihr Leben mit dem jungen Paar und später mit Lempi empfunden hat und wie es schließlich zu dem frühen Tod kam.

Den letzten Abschnitt darf Sisko, Lempis Zwillingsschwester bestreiten. Sie zeigt uns noch eine Seite von Lempi und so fügt sich alles zu einem ganzen Bild. Dennoch bleibt Lempi etwas nebulös, wie auf dem Cover. Wir können sie nicht ganz greifen, denn Lempis eigene Gedanken, Vorstellungen und Empfindungen erfahren wir nicht. 

Stilistisch ist das toll gemacht. Wir sehen drei Bilder von außen und können sie zu einer Person zusammenfügen. Dennoch bleibt das Bewusstsein, dass etwas fehlt. Die Autorin macht aufmerksam, dass der Blick von außen nie vollständig sein kann. Sie lässt Lücken, die wir füllen können und macht uns so bewusst, dass wir immer nur eine Seite der Wahrheit kennen. Mich begeistert das!

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84 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 61 Rezensionen

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Kampfsterne

Alexa Hennig von Lange
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag , 20.08.2018
ISBN 9783832197742
Genre: Romane

Rezension:

In der Vorstadt der 80er Jahre sind die Frauen natürlich Hausfrauen, die Kinder allesamt sonderbegabt und die Männer erfolgreiche Versorger. 

Zumindest sollte es so sein. Doch wagt man einen Blick hinter die Kulissen, wird man erkennen, dass der Schein an allen Ecken und Enden trübt und bröckelt.

Alexa Hennig von Lange wagt einen sezierenden Blick in die Vorstadtidylle und zerpflückt die Strukturen der Nachbarschaft. Sie erzählt uns ihre Geschichte aus vielen Perspektiven. Sie lässt Frauen, Männer und Kinder abwechselnd zu Wort kommen und zeigt uns so ein rundes Bild dieser Gesellschaft, in der es den Erwachsen nur auf den Schein ankommt und die Kinder eher den Durchblick haben.

Die Autorin geht schonungslos mit ihren Protagonisten ins Gericht. Hier wird jedes Klischee bedient: Es gibt Eifersucht, Neid und Manipulation und es gibt häusliche Gewalt, Ehebruch und Vergewaltigung.

Schlussendlich zeigt sich, dass manche an ihren Vorstellungen zerbrechen und die kleine Gesellschaft sieht sich einer skurrilen Straftat gegenüber, die sie zwingt, die Augen zu öffnen.

Ich habe dieses kleine Buch wahnsinnig gerne gelesen. Ich habe es regelrecht verschlungen, wie schon lange kein Buch mehr. Durch die verschiedenen Erzählperspektiven ist es äußerst kurzweilig. Es gelingt der Autorin gut, auch stilistisch in die verschiedenen Rollen zu schlüpfen. Ich bin begeistert und empfehle diese Buch uneingeschränkt weiter.

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196 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 121 Rezensionen

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Die Wahrheit über Dinge, die einfach passieren

Ali Benjamin , Petra Koob-Pawis , Violeta Topalova
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 23.07.2018
ISBN 9783446260498
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Tatsächlich. Es ist die Turritopsis dohrnii. Wenn sie bedroht wird, wechselt sie in ein jüngeres Stadium und bringt sich auf dem Meeresboden in Sicherheit. Das lässt sich theoretisch unendlich lange fortsetzen.  (S. 199)

Franny ist das nicht gelungen. Sie ist im Urlaub ertrunken und wird jetzt für immer 12 Jahre alt sein.

Franny ist Suzy's beste Freundin, oder vielmehr, war Suzy's beste Freundin, denn Franny war schon ein Teenie. Plötzlich hat sie sich nur noch für Mädchenkram interessiert und gekichert, wenn Jungs in der Nähe waren. Eigentlich hatte sich die beiden Freundinnen ja versprochen, niemals so zu werden, doch Suzy konnte nicht mehr zu ihrer Freundin durchdringen.

Suzy kann nicht einfach hinnehmen, dass das so einfach passiert ist. Verzweifelt sucht sie nach einer Erklärung und hört auf zu sprechen. Es wird ja sowieso viel zu viel gesagt.

Ali Benjamin hat dieses Buch allen Neugierigen gewidmet. Das finde ich sehr treffend, denn es ist ein Buch, für Menschen, die den Dingen auf den Grund gehen möchten. Daher passt es auch, dass die Kapitel wie ein Forschungsbericht eingeteilt sind. Es gibt eine Fragestellung, Hypothesen, Beweise, Hintergrundinformationen und natürlich ein Facit.

Wir bewegen uns in Suzy's Gedankenwelt und sie macht sich viele Gedanken, um die Dinge, die ihr Leben beherrschen. Wir erfahren, wie alles gekommen ist, wie es ist und welche Schlüsse Suzy daraus zieht. Wir erfahren aber auch, dass eine 12jährige manchmal einfach überfordert ist mit den gesellschaftlichen Regeln in der Mittelstufe. Diese schwierige Zeit des Umbruchs wird gut aufgearbeitet.

Es geht ums selbständig werden, um die Suche nach dem Sinn und darum, dass man manche Dinge einfach hinnehmen muss, aber andere nicht.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Ich mag Suzy's Sicht auf die Welt und ich mag, wie sie in die Dinge herangeht. Das Buch ist herzerwärmend, freundlich und zeigt uns, dass Menschen, die irgendwie "anders" sind, sehr bereichernd sein können.

Eine Altersempfehlung abzugeben fällt mir hier sehr schwer. Ich kann mir vorstellen, dass das Buch bei Erwachsenen besser ankommt, als bei Jugendlichen. Aber vielleicht täusche ich mich da auch.

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41 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 26 Rezensionen

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Der Sommer der Pinguine

Thomas Montasser , Isabel Pin
Fester Einband: 143 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 11.06.2018
ISBN 9783458363460
Genre: Romane

Rezension:

Mrs Anetta Robington macht eine Entdeckung, die ihr Leben verändern sollte. Der Buchhändler in dem sympathischen Geschäft ist ein Pinguin. Sie ist sich nicht ganz sicher, ob ihr nicht ihre Augen einen Streich spielen und er versucht es ihr auch auszureden, aber es lässt sich nicht leugnen - er ist ein Pinguin.


Und so nimmt die Geschichte ihren Lauf. Ein Zufall ergibt den nächsten und die unscheinbare Geographielehrerin und Samstagsbibliothekarin wird zur Retterin der Pinguine, die unerkannt unter den Menschen leben.

Thomas Montasser hat eine zauberhafte Geschichte geschrieben, über Menschen, die immer nur sehen, was sie sehen wollen. Das Menschsein wird gnadenlos unter die Lupe genommen - natürlich von den Pinguinen und diese Sicht der Dinge spricht uns direkt an. Wir, die "Krone der Schöpfung" werden mit unseren schlimmsten Fehlern konfrontiert. Aber diese Dinge kommen nicht vorwurfsvoll daher. Das Buch will nicht moralisieren. Es nennt die Dinge halt beim Namen. Diese Abschnitte kann man immer mit einem schmunzeln im Gesicht lesen und ich denke, sie wurden mit einem Augenzwinkern geschrieben. So fühlt es sich zumindest für mich an.

Der Stil dieser Geschichte wirkt leicht antiquiert. Die Sprache ist ruhig, dezent vornehm und passt dadurch perfekt zu den eleganten Tieren. Die Figuren sind besonnen und unaufgeregt und unendlich liebenswürdig. Das macht den Zauber, den diese Geschichte verströmt aus. Ich bin restlos begeistert und empfehle dieses Kleinod allen, die noch an Märchen glauben!

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135 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 49 Rezensionen

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Najaden - Das Siegel des Meeres

Heike Knauber
Flexibler Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 21.05.2018
ISBN 9783734161438
Genre: Fantasy

Rezension:

Die Najaden sind ein interessantes Volk. Sie sind Kinder der Wassergöttin Tioné. Sie habe die Fähigkeit an Land und im Wasser zu leben. Meliae ist eine von ihnen. Sie weiß es nur noch nicht, denn sie ist bei ihrem Vater aufgewachsen, weit entfernt von Najadis. Ihre erste Wandlung versetzt sie in Angst und Schrecken, doch schnell lernt sie ihre Gabe zu beherrschen.

Auch das Land der Sonne, Assu, hat einiges an Überraschungen zu bieten. Das kriegerisches Volk wird von einer Prophezeiung bedroht, das den Sultan dazu zwingt, die Najadenprinzessin zu entführen. Er schickt seinen Zweitgeborenen, sein Heeresfürst.

Die Geschichte spielt entwickelt sich in den verschiedenen Erdteilen dieser Welt. Die Autorin hat die Länder detailverliebt aufgebaut. Anfangs ist einiges verwirrend, viele Begriffe sind neu und die Strukturen der Gesellschaft müssen erst durchschaut werden. Aber es klärt sich alles. Die Gesellschaft orientiert sich an den Strukturen des antiken Griechenlands. Wir begegnen einigen bekannten Figuren aus den Sagen das klassischen Altertums. Dennoch befinden wir uns bei der Lektüre in einer völlig neu geschaffenen Welt, mit ihren eigenen Legenden.

Der Handlung verläuft rasant, das Buch ist blutiger, als ich es erwartet hätte, aber es überschreitet die Grenze des erträglichen nicht. Die Autorin weiß, bei welchen Abschnitten es besser ist, nicht zu sehr ins Detail zu gehen.

Der rasche Handlungsfortschritt macht das Buch spannen, die Charaktere entwickeln sich und es treten abwechselnd immer neue Figuren in den Vordergrund. Das hat mir sehr gut gefallen und macht die Lektüre kurzweilig. Allerdings war die Geschichte auch etwas vorhersehbar. Natürlich nicht im Detail, aber echte Überraschungen gibt es keine.

Was mir auch nicht so gut gefallen hat, ist die Chancenlosigkeit der Figuren. Sie sind ihrem Schicksal regelrecht ausgeliefert. Die Handlung orientiert sich strickt an der Prophezeiung. Sie sind regelrecht determiniert.

Mir hätte es besser gefallen, wenn sie eine Möglichkeit gefunden hätten, sich über das Schicksal zu erheben und zu zeigen, dass es uns Menschen möglich ist, durch freien Willen selbst über unser Leben zu bestimmen. Der berühmten "Moral der Geschichte" kann ich demnach nicht zustimmen.

Ich vergebe dennoch vier Sterne, weil ich es beeindruckend finde, wie die Autorin ihre Figuren und ihre Welt gezeichnet hat.


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15 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 1 Rezension

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Anderswo

Verena Lueken
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 08.03.2018
ISBN 9783462051353
Genre: Romane

Rezension:

B. hat ein verqueres Verhältnis zu ihrem Vater, das sie auch nach seinem Tod nicht loslässt.

" Vergiss das mal für eine Weile, dass du einen Vater hast, der quer in deinem Leben steht, obwohl er nie da war oder ist."   (S. 117)  

Das Begräbnis des Vaters einer Freundin, lässt die Fragen, die B.'s Vater offen gelassen hat, wieder in den Vordergrund treten und B. macht sich auf, den Gespenstern ihres Vaters entgegenzutreten, um die eigene Vergangenheit besser verstehen zu können.

Erzählt wird die Geschichte in Episoden. Wir lesen von B.'s Leben, ihren Lieben, ihren  Versuchen mit sich und der Welt zurecht zu kommen. Sie lebt immer irgendwie anderswo, fühlt sich nicht besonders wohl in ihrem Körper und ist nirgends zuhause. Sie tingelt heimatlos durch die Welt. Immer bemüht, sich und ihr Umfeld zu verstehen.

Aber wir lesen auch von ihrem Vater, von seiner Zeit im 2. Weltkrieg, seiner Gefangenschaft bei den Amerikanern, sein Leben nach dem Krieg.

Viele Themen werden von Verena Lueken in diesem Buch aufgegriffen und geben, manchmal nur als kurzer Gedanke, Anstoß zum Nachdenken. Dieses Buch muss aufmerksam gelesen werden. Kritik verbirgt sich manchmal zwischen den Zeilen und die Schwere der Themen ist versteckt in der Leichtigkeit der Sprache. 

Anderswo ist ein Buch, das sehr leise auftritt, aber wenn man genau hinhört, vieles sagt. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und empfehle es allen, die ein literarisches Werk, das nicht in erster Linie von der Handlung lebt, zu schätzen wissen.

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47 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 28 Rezensionen

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Blanca

Mercedes Lauenstein
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Aufbau Verlag, 18.05.2018
ISBN 9783351037017
Genre: Romane

Rezension:

Blanca ist mit ihrer Mutter ständig auf Reisen. Mal wohnen sie auf dem Land, mal in der Stadt. Ein Zimmer findet sich immer irgendwie und immer wieder auch Arbeit, um über die Runden zu kommen. 

Blanca kennt nur dieses Leben. Wo sie ist, will sie keine Freundschaften mehr schließen. Sie muss sie ja doch zurücklassen. Ihre Mutter ist eine Getriebene. Sie kann nirgends bleiben.

Als Blanca fünfzehn ist, beschließt sie nach einem weiteren heftigen Streit mit ihrer Mutter, das Haus zu suchen, wo sie einmal sowas wie Heimat hatte. Zumindest für einen Sommer. Ihre Erinnerungen an Toni und Karl in Italien sind ihr noch immer klar vor Augen. Dort war sie glücklich.

Sie steigt in den Nachtzug nach Florenz und will von dort weiter. Doch Zweifel überkommen sie und sie muss einen Umweg nehmen.

Mercedes Lauenstein ist nicht zimperlich mit ihrer Protagonistin. Sie darf einige Abgründe der menschlichen Seele kennenlernen. Aber sie ist stark und lässt sich nicht unterkriegen und auf ihrem Weg trifft sie auch auf gute Menschen.

Die Geschichte ist toll erzählt, in der Sprache der Fünfzehnjährigen. Mal erinnert sie sich an Vergangenes, mal versinkt sie in ihren Tagträumen, in ihren Ängsten, ihren Zweifeln. 

Ich habe dieses Buch mit absoluter Begeisterung gelesen. Es ist spannend und aufrührend zugleich und es gibt einen Blick auf das Leben, der mich innehalten lässt und aufwühlt. Streckenweise hat mich ein Gefühl der Hoffnungslosigkeit übermannt und ich hatte so unendliches Mitleid mit Blanca. Doch ihr Überlebenstrieb ist stark und sie kann sich überall herausboxen. Sie ist Teflon.

Mercedes Lauenstein spielt mit den Emotionen der Leser. Sie lässt und die gesamte Palette zwischen himmelhoch jauchzend und zutode betrübt miterleben. Gekonnnt spinnt sich Blancas Reise auf, zu einer Reise ins Erwachsen-Sein. 

Für mich war es der erste Roman dieser Autorin. Ich bin restlos begeistert und werde die Lektüre von "Nachts" schleunigst nachholen. Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung! "Blanca" eignet sich auch gut als Sommerroman. Es liest sich leicht, ist spannend - ein Roadtrip ins Leben!

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134 Bibliotheken, 7 Leser, 2 Gruppen, 75 Rezensionen

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Das weibliche Prinzip

Meg Wolitzer , Henning Ahrens
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag , 24.07.2018
ISBN 9783832198985
Genre: Romane

Rezension:

Greer Kadetsky – klug, ehrgeizig, eine hervorragende Schülerin – sollte eigentlich auf einem Ivy League College studieren. Doch ein Versagen ihrer Eltern hat sie schließlich an ein kleines unbedeutendes College geführt. Todunglücklich und mit ihrem Schicksal hadernd trifft sie dort die charismatische Frauenrechtlerin Faith Frank. Eine Begegnung, die ihren Weg nach dem College maßgeblich beeinflusst.

Greers Karriere verläuft alles andere als geradlinig. Schicksalsschläge streifen sie, werfen alles über den Haufen. Aber Greer lernt auf ihre innere Stimme zu hören und geht ihren Weg. Sie wird erwachsen, bildet ihre äußere Stimme aus und versucht etwas zu bewegen. Wenn es auch nur kleine Kreise zieht.

Meg Wollitzer erzählt uns in diesem Roman natürlich nicht nur von Greer. Wir dürfen ihre beste Freundin auf ihrem Abnabelungsprozess begleiten und erfahren, wie auch sie ihren ganz eigenen Weg finden. Wir leiden auch mit Cory, Greers Freund aus der Highschool, dessen Lebensentwurf über den Haufen geworfen wird, als sein kleiner Bruder stirbt. Und wir dürfen an Faith’s Seite einen Streifzug durch die Geschichte der Frauenbewegung machen. Die Autorin hat die feministische Bewegung spannend eingearbeitet in diesen Roman.

Meg Wollitzer erzählt in bekannt flüssiger Manier. Sie versteht es hervorragend ihre LeserInnen zu packen und einfach mitzureißen mit ihren Geschichten. Man kann sich gut in ihre ProtagonistInnen hineinversetzen, mitleiden, mitweinen, aber auch mitlachen.

Eine Leseempfehlung gibt es für alle Feministinnen und Feministen, die eine gute Geschichte zu schätzen wissen und sich gleichzeitig mit den Anfängen der Frauenbewegung  und deren Idealen auseinandersetzen wollen!

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41 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

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Vater des Regens

Lily King , Sabine Roth
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei C.H.Beck, 29.08.2016
ISBN 9783406698057
Genre: Romane

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163 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 41 Rezensionen

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Die Legenden der besonderen Kinder

Ransom Riggs , Silvia Kinkel , Andrew Davidson
Fester Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Knaur, 03.04.2018
ISBN 9783426226568
Genre: Fantasy

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16 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 3 Rezensionen

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Stromland

Florian Wacker
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Berlin Verlag, 01.03.2018
ISBN 9783827013606
Genre: Romane

Rezension:

Stromland ist der erste Roman für Erwachsene von Florian Wacker und das Ergebnis einer 3jährigen Recherche. Dass sich der Autor intensiv mit der Thematik auseinandergesetzt hat, spürt man beim Lesen. Man wird hineingesogen in die Mysterien des Urwalds.


Man wird über die Geschichte der Einwanderer in den Roman geführt. Soldaten, Priester und die ersten deutschen Siedler kommen zu Wort. Und dann startet die Geschichte um Irina und Thomas, Zwillinge, deren Bindung äußerst stark ist. Doch Thomas ist ein Abenteuer und er nutzt die Gelegenheit, um mit einem Filmteam um Klaus Kinski und Werner Herzog an den Amazonas zu reisen. Er kehrt nicht mit den anderen zurück. Er möchte das Land entdecken und macht sich auf die Suche nach den Geistern, die den Wald beseelen. Irina ist ständig in Briefkontakt mit Thomas. Als die Briefe enden, macht sie sich mit ihrem Freund Hilmar auf den Weg, Thomas zu finden.

Ihre Suche führt sie in die tiefsten Abgründe des Urwalds bzw. der Menschheit. Wie das ausgeht, wird nicht verraten.

Florian Wacker hat diesen Roman mit vielen geschichtlichen Details gespickt. Wir lesen von den Jesuiten, die missionarisch unterwegs waren, von den Goldsuchern, von den deutschen Auswanderern, die sich ein kleines Stück Heimat in der Ferne geschaffen haben und natürlich geht es auch um Drogen. 

Die Sprache ist vielleicht etwas spröde, aber das nimmt dem Buch nichts an Spannung. Ich habe es mit großem Interesse gelesen und auch wenn es mich etwas ratlos zurücklässt, weil Vieles unaufgeklärt bliebt, konnte es mich begeistern.

"Es ist die Vergangenheit, die zerbröselt. Wichtig ist die Zukunft. Die habe ich gefunden."      (S. 339)

Diesen Schritt müssen wir Leser einfach mitmachen. Wir müssen akzeptieren, dass die Vergangenheit nicht zwingend rekonstruierbar ist. Dann können wir auch das Ende gut annehmen. 
Allen, die mit offenen Enden nichts anfangen können, empfehle ich das Buch nicht. Aber alle, die es mögen, wenn etwas im Dunklen bleibt, die sich gerne ihre eigene Vorstellung bilden, die dem Mysteriösen nicht abgeneigt sind, die werden dieses Buch genauso schätzen wie ich! 

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34 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

humor, ironie, liebe, nordisch

Liebe unter Fischen

René Freund
Flexibler Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 19.01.2015
ISBN 9783442479948
Genre: Romane

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