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14 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

pferde, familie, hass, streit, freundschaft

Robin - Die Flucht

Rebecca Gablé
herunterladbare Audio-Datei
Erschienen bei Audible GmbH, 15.12.2016
ISBN B01MG12SJ8
Genre: Sonstiges

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194 Bibliotheken, 3 Leser, 3 Gruppen, 83 Rezensionen

alchemie, london, code, jugendbuch, rätsel

Der Blackthorn-Code - Das Vermächtnis des Alchemisten

Kevin Sands , Alexandra Ernst
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 14.10.2016
ISBN 9783423761482
Genre: Kinderbuch

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350 Bibliotheken, 48 Leser, 0 Gruppen, 30 Rezensionen

feyre, das reich der sieben höfe, rhysand, fantasy, fae

Das Reich der Sieben Höfe – Flammen und Finsternis

Sarah J. Maas , Alexandra Ernst
Fester Einband: 720 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 04.08.2017
ISBN 9783423761826
Genre: Jugendbuch

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65 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

fantasy, verbündete, historischer fantasy, heyne, highfantasy

Die Königin der Schatten - Verbannt

Erika Johansen , Sabine Thiele
Flexibler Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Heyne, 26.06.2017
ISBN 9783453315884
Genre: Fantasy

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33 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

jane austen, regency-zeit, stolz und vorurteil, stände, nachschlagewerk

Jane Austen. Eine Entdeckungsreise durch ihre Welt

Holly Ivins , Sabine Roth
Fester Einband: 200 Seiten
Erschienen bei DVA, 03.04.2017
ISBN 9783421047694
Genre: Sachbücher

Rezension:

Dieses Buch wurde mir vom DVA Verlag kostenfrei zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!

Zum Inhalt: Die Autorin Holly Ivins entführt Leser in die Vergangenheit und gibt einen Überblick über Jane Austens Werke sowie ihre Lebensstationen. Geschichte, Mode, Gesellschaft – auch über all das wird berichtet.

Auf dieses kleine Buch war ich wirklich sehr sehr neugierig, denn ich hatte schon eine ganze Weile geplant, mir ein Buch zu Jane Austens Leben zu besorgen. Besonders die liebevolle Aufmachung hat mir letzten Endes so gut gefallen, dass ich es mit dieser Ausgabe versucht habe.

Insgesamt lässt sich das Buch in sieben große Anschnitte gliedern: Lebensstationen von Jane Austen, Zeitgeschichte, Wohnorte (sowohl der Autorin als auch ihrer Figuren), was die Autorin beim Schreiben beeinflusst hat, Romane, Liebesbeziehungen und Verfilmungen der Romane/Biografie. Ich denke, jeder Jane-Austen-Fan findet da ein Kapitel, was ihn interessiert. Mir hat besonders gut gefallen, dass die Kapitel sehr übersichtlich aufbereitet sind und dadurch wirklich angenehm zu lesen waren. Die Fakten werden auch nicht stupide aufgezählt, sondern alles wird sehr aufgelockert dem Leser nähergebracht. Sicher, manche der Anmerkungen sind vielleicht nicht jedermanns Sache, beispielsweise wird man als Leser dazu animiert, einmal eine eigene Tischgesellschaft zu planen (inklusive Reispudding und Pikett), aber insgesamt fand ich diese Einschübe ziemlich unterhaltsam. Der ein oder andere von euch möchte vielleicht sogar im Zuge eines Englandaufenthaltes eine Art Jane-Austen-Tour machen und bedeutende Stationen ihres Lebens besuchen, auch dafür gibt es Tipps und Hinweise, was wiederum eine tolle Ergänzung ist.

Was mich beim Lesen ein bisschen gestört hat, war, dass sich manche Informationen wiederholen. Teilweise gibt es Berührungspunkte bei einigen Kapiteln und in diesem Zuge beschreibt die Autorin einige Dinge doppelt. Das hält sich zwar wirklich in Grenzen, aber da das Buch recht schmal ist, ist es mir direkt aufgefallen. Bei einem wirklich umfangreichen Werk hätte ich diese Rückbezüge sicher als hilfreiche Erinnerung empfunden, so aber hatte ich alles noch sehr gut im Gedächtnis. Nebenbei hätte ich gedacht, dass Jane Austens Biografie noch ausführlicher besprochen wird. Die Autorin weist allerdings darauf hin, dass es allgemein sehr wenig Dokumente gibt, die etwas über Janes Leben aussagen, von daher ist das nicht ihre Schuld. Vieles von dem, was ich gelesen habe, war auch wirklich sehr interessant und mir so vorher nicht klar, aber die Roman- und Figurenbesprechungen nehmen doch einen sehr großen Raum in dem Buch ein. Bis auf die Texte zu Stolz und Vorurteil habe ich diese Abschnitte übersprungen, um mich nicht zu spoilern, da müsst ihr hier wirklich ein bisschen aufpassen.

Alles in allem gibt Jane Austen – Eine Entdeckungsreise durch ihre Welt einen soliden Überblick über Janes Leben, ihre Werke und die historischen Hintergründe. Das Lesen hat wirklich Spaß gemacht und gerade bei den Verfilmungen habe ich mir ein bisschen was rausgepickt, was ich bald schauen möchte. Ihr dürft aber nicht zu viel erwarten. Wie schon gesagt, sind die biografischen Anmerkungen jetzt nicht so ausführlich wie man das vielleicht bei anderen Werken gewohnt ist. Deswegen nehmen eben auch die anderen Bereiche einen genauso großen Raum ein, wodurch sich aber eine abwechslungsreiche Mischung ergibt.

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21 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

schottland, hexen, macbeth, drama, a. j. hartley

Macbeth: Ein Epos

David Hewson , A. J. Hartley
herunterladbare Audio-Datei
Erschienen bei Audible GmbH, 23.04.2016
ISBN B01DLRQT6W
Genre: Sonstiges

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93 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

anthony ryan, rabenschatten, vaelin al sorna, fantasy, kämpfe

Die Königin der Flammen

Anthony Ryan , Sara Riffel , Birgit Pfaffinger
Fester Einband: 879 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 20.05.2017
ISBN 9783608960198
Genre: Fantasy

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73 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 23 Rezensionen

roman, anne tyler, heirat, knaus verlag, familie

Die störrische Braut

Anne Tyler , Sabine Schwenk
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Knaus, 11.10.2016
ISBN 9783813506556
Genre: Romane

Rezension:

Dieses Buch wurde mir vom Knaus Verlag kostenfrei zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!

Zum Inhalt: Kates Vater, ein hingebungsvoller Wissenschaftler, unterbreitet ihr einen absurden Plan, um seinen zuverlässigen Assistentinnen Pjotr in den USA behalten zu können. Kates eigene Wünsche werden bei diesem Unterfangen nicht berücksichtigt, stattdessen wird sie Pjotrs Annäherungsversuchen ausgesetzt.

Ich habe mich wirklich sehr auf dieses Buch gefreut, denn es wird von vielen Seiten als witzige Komödie beschrieben, die sich perfekt für 1-2 freie Tage eignet. Leider hat mich die Geschichte aber nicht allzu begeistern können, denn sowohl das Verhalten der Figuren als auch die Geschichte an sich empfand ich als ziemlich abwegig. Bevor ich darüber sinniere, was mich gestört hat, vielleicht vorab noch die Anmerkung, dass ich mir durchaus bewusst bin, dass die Geschichte als Komödie auch mit einem Augenzwinkern gelesen werden muss. Wenn man jedes Wort auf die Goldwaage legt und alles auseinanderklamüsert, wird sich kein Vergnügen einstellen. Allerdings fiel genau das mir wirklich schwer.

Besonders große Probleme hatte ich mit der Tatsache, dass ein Vater überhaupt auf den Gedanken kommt, seine Tochter darum zu bitten, seinen Assistenten mithilfe einer Scheinehe im Land zu halten. Die Vaterfigur wurde hier zwar von Anfang an so konstruiert, dass schnell klar wird, dass alles außerhalb des Labors entweder ziemlich uninteressant oder schlicht nebensächlich ist, aber trotzdem – ich habe mich innerlich ziemlich aufgeregt. Genauso wenig nachvollziehbar war für mich aber in diesem Zusammenhang auch Kates Reaktion. Für meinen Geschmack fiel ihr Widerstand viel zu harmlos aus. Allein ihre Schwester erfüllte dahingehend meine Erwartungen.

Darüber hinaus wurde ich mit Kate nicht besonders warm. Für eine 29-Jährige fand ich ihr Verhalten unangebracht und ihre Gedanken mitunter sehr flach. Vor allem was Pjotrs Schwierigkeiten im Bereich der Sprache oder Kultur betrifft, verhält sie sich unreif und abwertend. Sicher, damit soll die Figurenentwicklung verdeutlicht werden, die sich nach und nach abzeichnet, aber trotzdem kann man meiner Meinung nach mehr von einer Frau erwarten, die ein gewisses Maß an Lebenserfahrung hat. Kate verhält sich aber nicht nur Pjotr gegenüber mitunter geringschätzig. Die Hinweise ihrer Vorgesetzten nimmt sie genauso wenig ernst. Sie sehnt sich nach Veränderung, bleibt aber untätig und statisch.

Da das Buch wirklich sehr dünn ist, blieb mir zudem vieles bis zum Ende zu wage und unwahrscheinlich. Bevor man als Leser weiß, was eigentlich auf einen zukommt, ist es auch schon vorbei und man bleibt etwas überrumpelt zurück. Ich empfand alles als zu unglaubwürdig und mir war es zu wenig Kontext, zu wenig Drumherum. Ich hätte mehr Nebenstränge gebraucht und irgendwie mehr Hintergründe und Erklärungen. Nicht einmal der sehr angenehme Schreibstil der Autorin konnte dieses Gefühl der Unfertigkeit vertreiben, dass sich mit steigender Seitenanzahl bei mir mit Blick auf das Buch einstellte.

Ich denke, Die störrische Braut ist auf jeden Fall Geschmackssache. Ich hatte mir einen intelligenten Humor versprochen und eine taffe Protagonistin, die wie Elizabeth Bennet ihren ganz eigenen Kopf hat – unabhängig der Erwartungen, die an sie gestellt werden. Das habe ich leider nicht bekommen. Ich fand Kate nicht besonders amüsant und die Geschichte zu verdreht, um sie überhaupt richtig ernst nehmen zu können. Vielleicht ist das aber auch genau das, was die Autorin beabsichtigt hat.

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14 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

leben, freundschaft, trauma, hipsters, leid

Ein wenig Leben

Hanya Yanagihara , Stephan Kleiner , Torben Kessler
Audio CD
Erschienen bei Hörbuch Hamburg, 01.02.2017
ISBN 9783957130778
Genre: Romane

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126 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 28 Rezensionen

sekte, carlsen, anführer, liebe, natur

Hier musst du glücklich sein

Lisa Heathfield , Birgit Schmitz
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 22.12.2016
ISBN 9783551583383
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Zum Inhalt: Die Gemeinschaft Saat ist Pearls Zuhause und sie ist nie auf die Idee gekommen, dass dort oder mit Papa S. etwas nicht stimmen könnte. Doch seit Ellis mit seiner Mutter und seiner kleinen Schwester in die Gemeinschaft aufgenommen wurde, häufen sich seltsame Vorfälle und Ellis warnt Pearl eindringlich vor ihrer vermeintlichen Familie.

Wieder einmal habe ich es YouTube zu verdanken, dass ich auf Hier musst du glücklich sein aufmerksam wurde. Von mir aus hätte ich es wohl nie aus einer Buchhandlung mitgenommen, weil ich im Jugendbuchbereich momentan keine Risiken eingehen will. Weil mich aber das Thema Sekten beziehungsweise Glaubensgemeinschaft in diesem Zusammenhang sehr angesprochen hat, zog es schließlich ein. Ich hätte ehrlich gesagt nicht gedacht, dass die Geschichte mir teilweise eine solche Übelkeit bereiten würde. Gerade weil es ja doch ein auf jüngere Leser ausgerichtet ist.

Bereits von Beginn an hatte ich beim Lesen ein sehr mulmiges Gefühl. Die Handlung wird aus Pearls Perspektive erzählt und man bekommt schnell einen Eindruck davon, wie sehr sie das Leben in der Gemeinschaft zusammen mit ihren „Brüdern“ und „Schwestern“ genießt. Gleichzeitig werden schon am Anfang Traditionen und Rituale der Gemeinschaft thematisiert, die für Pearl völlig normal sind, die man selbst aber bereits als bedenklich oder sonderbar empfindet. Die 15-jährige Protagonistin schaut zu den Mitgliedern von Saat auf und vertraut ohne Hintergedanken Papa S. (dem Oberhaupt von Saat) und seinen Anweisungen, denn sie ist sich sicher, dass er stets das Beste für sie und die anderen Einwohner von Saat will. Diese Naivität ist mit dem Fortschreiten der Geschichte teilweise wirklich schwer zu ertragen. Es geschehen Dinge, die Pearl überhaupt nicht begreift und die deshalb auch nicht direkt ausgesprochen werden, für einen als Leser aber völlig klar sind. Pearl hört nicht auf ihr Bauchgefühl und redet sich stattdessen immer wieder ein, was für ein Glück sie hat, in Saat leben zu dürfen, was mich zur Verzweiflung getrieben hat.

Die kurzen Kapitel und die sich immer mehr zuspitzende Atmosphäre haben dafür gesorgt, dass ich regelrecht durch die Seiten geflogen bin. Ich war bis zum Ende von den Ereignissen sehr gefesselt, man muss aber klar sagen, dass es in der Geschichte nicht vordergründig um laute Auseinandersetzungen oder heldenhafte Unternehmungen geht. Im Mittelpunkt steht vielmehr, zu enttarnen, was in Saat wirklich vor sich geht und wie Pearl und ihre „Geschwister“ auf die Veränderungen reagieren, die mit dem Auftauchen von Ellis und seiner Familie angestoßen werden. Denn als Außenstehende, die nicht in Saat geboren wurden, konfrontiert die Familie die Bewohner von Saat mit Dingen, die für sie unbegreiflich sind (beispielsweise mit der Mondlandung).

Obwohl die Spannung aufgrund der Kürze des Buches gut gehalten wird, hätte ich gerne ein paar mehr Hintergrundinformationen zu Saat und seinen Bewohnern bekommen. Es wird etwa nicht beschrieben, wie die Siedlung überhaupt genau gegründet wurde oder wie Papa S. es geschafft hat, die ältesten Einwohner von seinem Glauben und seinen Grundsätzen zu überzeugen (Was treibt die Menschen dort an? Was versprechen sie sich von Saat? Was hat sie zu Papa S. getrieben?). Als Leser wird man sozusagen vor vollendete Tatsachen gestellt. Ein paar Perspektivwechsel hätten da Licht ins Dunkel gebracht und wären eine willkommene Abwechslung zu Pearls kindlicher Einstellung gewesen.

Insgesamt hat mich Hier musst du glücklich sein sehr überrascht, denn ich hätte nicht mit einer so aufwühlenden Geschichte gerechnet. Natürlich ist und bleibt es noch immer ein Jungendbuch und vielleicht wurden gerade deswegen die zuvor angesprochenen, offenen Fragen nicht näher thematisiert. In mir hat das Buch jedenfalls die Lust geweckt, mehr in diese Thematik einzutauchen und Bücher zu lesen, die sich noch expliziter damit beschäftigen. Frisch ausgeliehen habe ich mir deswegen Unorthodox von Deborah Feldman.

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322 Bibliotheken, 14 Leser, 1 Gruppe, 82 Rezensionen

fantasy, kendare blake, penhaligon, giftmischer, königin

Der Schwarze Thron - Die Schwestern

Kendare Blake , Charlotte Lungstrass-Kapfer
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Penhaligon, 09.05.2017
ISBN 9783764531447
Genre: Fantasy

Rezension:

Dieses Buch wurde mir vom Penhaligon Verlag kostenfrei zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!

Zum Inhalt: In Fennbirn müssen drei Schwestern ab ihrem 16. Geburtstag um ihr Anrecht auf den Thron kämpfen. Sie wurden von unterschiedlichen Familien, die ihre magischen Talente teilen, auf dieses Ritual lange Zeit vorbereitet und haben keine Chance, ihrem Schicksal zu entkommen.

Als ich das Buch am Anfang in der Vorschau entdeckt habe, dachte ich noch, einen richtigen Geheimtipp gefunden zu haben. Gut, mittlerweile hat wohl jeder schon von der Reihe gehört, die Werbetrommel wurde ja auch ordentlich gerührt. Mich hat das ehrlich gesagt ziemlich verunsichert, denn plötzlich waren die Erwartungen doch sehr hoch und noch dazu gab es kurz nach dem Erscheinungstermin einige enttäuschte Leser. Mich konnte der erste Band leider ebenfalls nicht ganz überzeugen.

Zunächst einmal empfand ich das Tempo, in dem die Handlung voranschritt, als ziemlich zermürbend. Es versteht sich von selbst, dass eine Welt zunächst einmal eingeführt und die Charaktere vorgestellt werden müssen, allerdings sorgte der Perspektivwechsel, den ich sonst so schätze, dafür, dass ich das Gefühl hatte, auf der Stelle zu treten. Sicher bietet es sich an, abwechselnd das Leben der drei Königinnen zu beleuchten, allerdings ähneln sich die drei Handlungsstränge so stark, dass es teilweise wirklich langweilig war und ich konnte über einige Parallelen einfach nur den Kopf schütteln. Meiner Meinung nach hätte man da mehr herausholen und viel mehr Spannung aufbauen können. So plätscherte alles ein wenig vor sich hin. Etwa ab der Hälfte des Buches kam es dann zu Ereignissen, die etwas Aufregung in die Geschichte brachten, wirklich packend war für mich aber tatsächlich erst das Ende. Man kann den ersten Band fast als eine Art Einleitung für die Reihe sehen, nach dem es dann vermutlich erst so richtig rund geht.

Was die drei Königinnen an sich betrifft, so bin ich noch ziemlich ratlos. Richtig sympathisch ist mir keine der drei geworden, was an sich ja aber nicht weiter schlimm ist. Es wird sich wohl erst im weiteren Handlungsverlauf zeigen, wozu sie wirklich fähig sind. Ich hätte an sich gerne mehr über ihr Leben und ihre Kindheit bei ihren jeweiligen Ziehfamilien erfahren, die ja die Aufgabe haben, sie auf das Ritual vorzubereiten. Hin und wieder erhaschte man einen Blick auf die Vergangenheit, aber alles blieb recht wage und die Geschichte bewegt sich vordergründig in der Gegenwart. Die Machtspiele, die die Ziehfamilien untereinander führen, könnten in den anderen Teilen noch sehr interessant werden, denn überwiegend hat man es hier mit sehr skrupellosen Kandidaten zu tun, die vor kaum etwas zurückschrecken und auch ihre eigene Position verbessern wollen.

Die magischen Fähigkeiten der Schwestern und ihrer Ziehfamilien fand ich sehr interessant, vor allem weil es neben den klassischen Talenten wie der Beherrschung von Elementen und der Natur (trotzdem meine liebste Gabe) auch sogenannte Giftmischer gibt. Darüber hinaus hält sich das Magische eher in Grenzen. Ich hätte, was die Welt an sich angeht, doch ein bisschen mehr Fantasy erwartet. Ich hoffe auch, dass man zukünftig noch ein bisschen mehr von der Insel sehen wird, denn die Karte zeigt noch viele unentdeckte Orte/Städte.

Kendare Blakes Schreibstil fand ich insgesamt in Ordnung. Die Beschreibungen von Schauplätzen oder Situationen hätten für mich detaillierter sein können, aber abgesehen davon las sich das Buch gut. Die düstere Stimmung, von der im Vorfeld so viel gesprochen wurde, kam bei mir allerdings nicht an. Szenen, in denen Gewalt eine größere Rolle spielen, kamen mir teilweise etwas gewollt vor und waren mir nicht authentisch genug. Gerade auch, weil die drei Königinnen davon recht unbeeindruckt bleiben. Toll wäre es gewesen, wenn da mehr Emotionen gewesen wären oder einfach Dialoge, die einem nachhaltig im Gedächtnis bleiben oder einen irgendwie stärker berühren. Mir ging die ganze Geschichte einfach noch nicht nahe genug, ich war vielmehr ein etwas teilnahmsloser Zuschauer.

Trotz meiner Kritikpunkte glaube ich, dass Der schwarze Thron – Die Schwestern der Grundstein für eine interessante Fantasyreihe ist. Ich werde auf jeden Fall auch den zweiten Band lesen und noch nicht aufgeben.

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595 Bibliotheken, 8 Leser, 3 Gruppen, 32 Rezensionen

stephen king, horror, misery, autor, thriller

Sie

Stephen King , Joachim Körber
Flexibler Einband: 414 Seiten
Erschienen bei Heyne, 08.02.2011
ISBN 9783453435834
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

Eine englische Ehe

Claire Fuller , Susanne Höbel , Heikko Deutschmann , Leslie Malton
Audio CD
Erschienen bei OSTERWOLDaudio, 20.03.2017
ISBN 9783869523422
Genre: Romane

Rezension:


Zum Inhalt: Vor 12 Jahren wurden Flora und Nan von ihrer Mutter verlassen und blieben gemeinsam mit ihrem Vater Gil zurück. Doch Gil glaubt nun, seine Frau gesehen zu haben, und weckt besonders bei Flora die Hoffnung auf ein Wiedersehen. Flora will Antworten und natürlich wissen, was damals ihre Mutter dazu getrieben hat, sie allein zu lassen.


Bereits kurz nach der LBM wanderte dieses Werk auf meinen Wunschzettel. Letzten Endes habe ich mich dafür entscheiden, das Buch nicht zu lesen, sondern zu hören, was mir ein grandioses Hörbuchhighlight beschert hat! Ich habe es in Rekordzeit verschlungen und konnte einfach nicht mehr aufhören. Kurzum, eine klare Empfehlung von meiner Seite aus!


Thematisch steht die Darstellung der Ehe von Gil und seiner Frau Ingrid im Fokus der Geschichte, gleichzeitig werden auch die Auswirkungen dieser Ehe auf die spätere Familiensituation erzählt. Dazu verfolgt ihr zwei Zeitstränge.
Zum einen reist ihr zurück in die Vergangenheit und werdet Zeuge, wie Ingrid ihrem Mann zahlreiche Briefe schreibt, in denen sie ihm ihre Sicht auf ihre Ehe schildert. Dabei geht sie chronologisch vor und berichtet mal mehr, mal weniger ausführlich von ganz bestimmten Erlebnissen oder Situationen, die erst ihre Liebe und später ihre Ehe geformt haben. Zum anderen begleitet ihr Flora in der Gegenwart dabei, wie sie zu ihrem Vater nach Hause zurückkehrt, um seiner kürzlichen Beobachtung nachzugehen und Antworten zu finden.
Mir hat diese Aufteilung unheimlich gut gefallen, denn meiner Meinung nach ermöglicht sie einem einen umfassenden Blick auf die Dinge, also inwiefern Ingrids Entscheidungen schließlich am Ende das Leben ihrer Töchter und ihres Mannes beeinflussen. Ich mochte außerdem, dass Vergangenheit und Gegenwart von zwei unterschiedlichen Personen gelesen wurden. Insbesondere die Sprecherin von Ingrid fand ich grandios. Ich habe eine richtige Gänsehaut bekommen, während ich ihr zuhörte, und muss zugeben, dass diese Kapitel wirklich meine liebsten waren.


Da es sich hier vordergründig um ein Ehe- beziehungsweise Familienportrait handelt, nehmen Ingrid, Gil, Flora und Nan den größten Raum ein. Andere Figuren wie Gils bester Freund oder Ingrids beste Freundin spielen zwar auch keine ganz unwichtige Rolle, haben aber nur zeitweise ihre Auftritte.
Gil ist in der Geschichte neben den zwei zuvor erwähnten besten Freunden die Figur, die einem sowohl von Flora (im Hier und Jetzt) als auch von Ingrid (viele Jahre zuvor) beschrieben wird. Es kam mir teilweise so vor, als würde ich zwei völlig unterschiedliche Gils kennen, denn viel hat der Lebemann aus Ingrids Briefen nicht mehr mit dem alten Mann zusammen, der etwas wirr zu sein scheint. Während Gils großer Hang zu Büchern und seine Tätigkeit als Literaturprofessor meine Sympathie für ihn geweckt haben, war mein Mitleid für ihn dann doch recht schnell verflogen, angesichts seiner Lebenseinstellung.
Was Flora betrifft, so empfand ich sie als ihrer Mutter sehr ähnlich. Beide neigen zu einer gewissen Naivität, lieben das Meer und sind in sich gekehrt. Ich hatte aber wirklich so meine Probleme mit ihr, denn vor allem gegenüber ihrer älteren Schwester verhält sie sich von Zeit zu Zeit wirklich ungerecht und tut vieles ab, was diese für sie und die Familie geopfert hat. Sie scheint nicht Erwachsenwerden zu wollen.


Ich habe mich während dem Hören der Geschichte insgesamt absolut nicht gelangweilt und finde auch nicht, dass es langatmige Stellen gab. Das lag vor allem an dem bereits erwähnten Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart, der regelmäßig erfolgte. Zudem hat mir der Erzählstil der Autorin richtig gut gefallen. Die Worte zogen mich ab den ersten Minuten in ihren Bann und viele Stellen waren fast schon poetisch. Sicher, ihr müsst euch auf die Geschichte einlassen, denn obwohl es durchaus Wendungen gab, die mich überrascht haben, und sich die Handlungsstränge immer weiter zuspitzen, geht es in erster Linie um zwischenmenschliche Beziehungen, Emotionen, das Leben und was man daraus macht.


Für mich ist Eine englische Ehe definitiv ein Jahreshighlight, das ich euch wärmstens ans Herz legen kann!

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265 Bibliotheken, 12 Leser, 1 Gruppe, 104 Rezensionen

smoke, rauch, london, fantasy, dan vyleta

Smoke

Dan Vyleta , Katrin Segerer
Flexibler Einband: 624 Seiten
Erschienen bei carl's books, 13.03.2017
ISBN 9783570585689
Genre: Fantasy

Rezension:

Dieses Buch wurde mir von carl’s books kostenfrei zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!

Zum Inhalt: Die Schüler Charlie und Thomas wachsen in einer Welt auf, in der sich Lügen und Gefühle wie Sehnsucht oder Boshaftigkeit in Gestalt von Rauch äußern, der aus dem Körper entweicht. Als heranwachsende Gentlemen werden sie dazu erzogen, nicht zu Rauchen und so über dem Rest der Bevölkerung zu stehen. Doch die beiden Schüler geraten zufällig in Machenschaften, die all ihr Wissen über den Rauch in Frage stellen.

Bei diesem Buch hat mich der Klappentext sofort angesprochen und die Tatsache, dass die Handlung im England des 19. Jahrhunderts spielen würde, weckte in mir vollends den Wunsch, mir dieses Buch genauer anzuschauen. Rückblickend kann ich nun sagen, dass die Geschichte wirklich etwas Besonderes ist und mir noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Im Zentrum des Buches steht der bereits oben erwähnte Rauch, der aus dem Körper entweicht, sobald eine Lüge die Lippen verlässt, sich böse Gedanken im Kopf formieren oder Begierde in einem aufsteigt. Was es mit dem Rauch insgesamt auf sich hat und woher er stammt, darüber gibt es verschiedene Meinungen. In den meisten Fällen jedoch wird er mit der Reinheit des Glaubens in Verbindung gebracht. Umso verdorbener ein Mensch ist, umso mehr raucht er.
Während Gentlemen und adlige Damen deswegen von klein auf dazu erzogen werden, nicht zu rauchen und ihre Gedanken und Gefühle im Zaum zu halten, gilt die gemeine arbeitende Bevölkerung als unrein, da sie unkontrolliert raucht und nicht darin geübt ist, sich zu beherrschen.

Thomas und Charlie besuchen eine Schule nur für Gentlemen, in der jeder Rußfleck auf der Schuluniform Konsequenzen hat. Vor allem Thomas, der im Gegensatz zu Charlie aufbrausend ist und seine Emotionen nur schwer kontrollieren kann, gerät dort mit einem anderen Mitschüler aneinander, der bei den Lehrern äußerst beliebt ist, da er kaum Rauch absondert und demzufolge eine reine Seele hat.
Allerdings merken Thomas und Charlie nach und nach, dass es Möglichkeiten zu geben scheint, das Rauchen des eigenen Körpers zu beeinflussen und es Menschen gibt, die sich der Forschung des Rauchs verschrieben haben, um ihn sich zu eigen zu machen. Nach und nach werden die beiden Jungen in einen immer größeren Komplott hineingezogen, in den ihr halbes Umfeld verstrickt zu sein scheint. Sie machen Entdeckungen, die nicht mit den Regeln zusammenpassen, die ihnen ihr Leben lang eingebläut wurden und beginnen zu hinterfragen, ob der Rauch wirklich so einfach Gut und Böse voneinander unterscheidet.

Im Zusammenhang mit dieser abenteuerlichen Enthüllungsjagd werden die Machtverhältnisse in der Gesellschaft, die Ungerechtigkeiten der Ständeordnung und der Kampf zwischen Wissenschaft und Religion thematisiert. Deswegen würde ich das Buch auch nicht vordergründig als Fantasyroman beschreiben. Vielmehr handelt es sich hier um ein gesellschaftskritisches Werk. Die düstere Atmosphäre (insbesondere Londons) und die menschlichen Abgründe, die sich bei bestimmten Charakteren auftun, machen es zudem zu einem ziemlich fesselnden Thriller. An sich ja nicht wirklich mein Genre, aber hier hat mir die Kombination von Fantasy, Thriller und Gesellschaftsroman unheimlich gut gefallen.

Ich habe im Vorfeld das ein oder andere Mal gelesen, dass einige das Buch als langatmig empfanden. Meiner Meinung nach ist es das aber ganz und gar nicht. Man wird bereits zu Beginn in eine spannende Situation geworfen und auch auf den folgenden Seiten wurde ich oft von Wendungen oder Erkenntnissen überrascht. Natürlich gibt es auch mal Kapitel, in denen weniger passiert, da man aber nicht nur zusammen mit Thomas und Charlie einen Blick auf die Geschehnisse wirft, sondern auch immer mal wieder in andere Köpfe schaut, empfand ich die Story weder als langweilig noch als eintönig. Ich habe aber an sich allgemein kein Problem mit umfangreicheren Büchern, die sich detailliert mit dem Innenleben ihrer Charaktere beschäftigen.
Charlie und Thomas sind mir mit der Zeit ans Herz gewachsen und es war für mich interessant zu beobachten, was sie über die Kapitel hinweg für eine Entwicklung durchmachen. Wie sie immer mehr ihre Naivität ablegen und zu begreifen beginnen, wie es in der Welt außerhalb ihres Internats zugeht.

Ich kann euch das Buch auf jeden Fall empfehlen, wenn ihr Lust auf eine Geschichte habt, die in die Tiefe geht und sich mit grundlegenden gesellschaftlichen Gegenständen beschäftigt. Nicht auf jede Frage werdet ihr am Ende eine Antwort finden, denn einiges bleibt sehr offen, aber das ist auch nicht das, worauf es hier ankommt, wie ich finde. Lasst euch einfach darauf ein, dann werdet ihr vielleicht so positiv überrascht wie ich.

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434 Bibliotheken, 12 Leser, 1 Gruppe, 95 Rezensionen

fantasy, liebe, verrat, attentäter, jugendbuch

Die Chroniken der Verbliebenen - Das Herz des Verräters

Mary E. Pearson
Fester Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 26.05.2017
ISBN 9783846600429
Genre: Jugendbuch

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767 Bibliotheken, 27 Leser, 1 Gruppe, 149 Rezensionen

mona kasten, liebe, feel again, monakasten, feelagain

Feel Again

Mona Kasten
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 26.05.2017
ISBN 9783736304451
Genre: Liebesromane

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346 Bibliotheken, 17 Leser, 1 Gruppe, 60 Rezensionen

magie, london, fantasy, diebin, parallelwelten

Vier Farben der Magie

V. E. Schwab , Petra Huber
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei FISCHER Tor, 27.04.2017
ISBN 9783596296323
Genre: Fantasy

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10 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 0 Rezensionen

französische literatur, klassiker, verfilmt

Gefährliche Liebschaften

Pierre-Ambroise-François Choderlos de Laclos , Wolfgang Tschöke
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 22.04.2016
ISBN 9783423144957
Genre: Klassiker

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460 Bibliotheken, 11 Leser, 5 Gruppen, 4 Rezensionen

hobbits, fantasy, der herr der ringe, j.r.r. tolkien, die zwei türme

Der Herr der Ringe - Die zwei Türme

J. R. R. Tolkien , Wolfgang Krege
Flexibler Einband: 510 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 09.09.2016
ISBN 9783608939828
Genre: Fantasy

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Tags: abenteuerreise, hobbits, j.r.r. tolkien   (3)
 

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56 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

die pforte der schatten, magie, monster, fantasy, harry connolly

Die Pforte der Schatten

Harry Connolly , Michaela Link
Flexibler Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 16.05.2016
ISBN 9783734160875
Genre: Fantasy

Rezension:

Zum Inhalt: Alle 23 Jahre begrüßt der König von Peredain Vertreter des Abendreiches in seinem Land, die ihm stets zum Dank eine magische Gabe überlassen. Als sich diesmal das mysteriöse Portal öffnet, durch das die Gäste sonst an den Hof des Königs gekommen sind, fallen stattdessen Ungeheuer über die Wartenden her und verschonen niemanden. Der Kronprinz versucht zusammen mit Überlebenden auf die Spur der Geschehnisse zu kommen und sein Land vor der Zerstörung zu retten.

Ich suche ja schon seit geraumer Zeit nach einer neuen Fantasyreihe, die etwas umfangreicher ist, mich langfristig mitreißen kann und nicht aus dem Jugendbuchbereich kommt. Eine Reihe, die mit Das Lied von Eis und Feuer, der Rabenschatten-Trilogie oder auch dem Demon Zyklus mithalten kann. Keine leichte Aufgabe, ich weiß, und leider muss ich sagen, dass auch dieser Reihenauftakt mich nicht vollkommen überzeugen konnte.

Obwohl mir der Ausgangspunkt der Handlung gut gefällt, bin ich einfach unheimlich langsam in der Geschichte vorangekommen. Man tappt als Leser genau wie die Figuren ziemlich im Dunkeln, was die oben beschriebenen Geschehnisse betrifft, und im Laufe der Handlung gesellen sich noch viel mehr ungeklärte Fragen dazu. Dieses anfängliche „auf der Stelle treten“ frustrierte mich sehr. Auf der anderen Seite gab es einen Zusammenhang, der mir recht schnell klar war, den Figuren aber noch ewig Kopfschmerzen bereitete, was mich hingegen wahnsinnig machte. Die zweite Hälfte des Buches konnte mich schon mehr überzeugen, denn ich hatte das Gefühl, dass endlich Bewegung in die Geschichte kommt und alles viel dynamischer ist. Viele Situationen hätte ich so nicht erwartet und es gefiel mir, dass die Geschichte sich doch anders entwickelte, als ich zunächst angenommen habe.

Gefallen hat mir auch der traditionelle Perspektivwechsel, bei dem man neben dem Waffenmeister des Prinzen auch dessen Gelehrtenfreundin Cazia in den Kopf schaut und begleitet. Beide Charaktere unterscheiden sich extrem voneinander und hegen gegen den jeweils anderen einen ziemlichen Groll. Während Tejohn ein strenger Soldat ist, der sich auf Traditionen besinnt, verkörpert Cazia eine sture junge Frau, die sich nichts vorschreiben lässt und ihren eigenen Kopf hat. Ihnen bleibt am Ende jedoch nichts anderes übrig, als miteinander auszukommen, um den Prinzen bei seinem Vorhaben zu unterstützen. Sie müssen zwangsläufig zusammenarbeiten und ihre Differenzen über Bord werfen, um zu überleben. Aber nicht nur diese zwei Figuren werden gezwungen, sich im Verlauf der Handlung weiterzuentwickeln, auch der Prinz selbst und noch andere Charaktere, die sich der Gruppe anschließen, müssen sich den Gegebenheiten anpassen und lassen nach und nach ihre Masken fallen. All diese Entwicklungen fand ich sehr spannend und ich bin mir ziemlich sicher, dass alle Beteiligten in den Folgebänden noch über sich hinauswachsen werden.

Obwohl ich, wie bereits oben erwähnt, die Handlung teilweise als zäh empfand, hatte ich mit dem Schreibstil an sich keine Probleme. Der Autor verliert sich nicht zu sehr in Details oder neigt dazu, sich zu wiederholen. Vielmehr hätten die Kapitel an sich etwas kürzer sein sollen. Die Figuren reisen zudem viel umher und der ein oder andere Zeitsprung hätte die Geschehnisse insgesamt vielleicht ein wenig schneller vorangetrieben. Dennoch ist es meiner Meinung nach dem Autor gut gelungen, eine Geschichte zu entwickeln, die ohne Liebeleien auskommt und sich stattdessen vor allem auf Freundschaft und den Zusammenhalt einer Gemeinschaft konzentriert.

Obwohl ich wirklich sehr lange gebraucht habe, um richtig in die Handlung von Die Pforte der Schatten einzutauchen, weckt das Ende dann doch so sehr mein Interesse, dass ich die Reihe noch nicht abschreiben möchte. Ich würde dem zweiten Band wirklich gerne eine Chance geben und hoffe, dass er an die Spannung aus der zweiten Hälfte des ersten Bandes anknüpfen kann.

Wenn ihr große Fans von dem Genre Fantasy seid und euch in Geduld üben könnt beziehungsweise auf eine Handlung einlassen könnt, die erst nach und nach an Fahrt aufnimmt, dann könnte dieser Reihenauftakt etwas für euch sein. Ungeduldigen Lesern und Leserinnen würde ich das Buch allerdings nicht empfehlen.

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new york, salinger, literaturagentur, literatur, j.d. salinger

Lieber Mr. Salinger

Joanna Rakoff , Sabine Schwenk
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Knaus, 23.02.2015
ISBN 9783813505153
Genre: Romane

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paper prince, erin watt, liebe, royals, ella

Paper Prince

Erin Watt , Ulrike Brauns
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Piper, 03.04.2017
ISBN 9783492060721
Genre: Erotische Literatur

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italien, neapel, erinnerung, freundschaft, schulzeit

Meine geniale Freundin

Elena Ferrante , Karin Krieger , Eva Mattes
Sonstiges Audio-Format
Erschienen bei Der Hörverlag, 01.09.2016
ISBN 9783844523522
Genre: Romane

Rezension:

Zum Inhalt: Lila und Elena begegnen einander das erste Mal als Kinder. Beide wachsen in einem rauen Viertel in Neapel auf und teilen den Schmerz und die Einschränkungen, die dort an der Tagesordnung stehen. Obwohl sie zunächst Rivalinnen sind und sich stets übertrumpfen wollen, entwickelt sich zwischen ihnen eine Freundschaft, die sie über Jahrzehnte begleiten wird.

Ich muss sagen, dass ich vor allem die Cover der Reihe unglaublich schön finde! Da ich aber zu geizig für die Hardcover war, habe ich mich stattdessen für die Hörbücher entschieden und es keine Sekunde bereut.

Jedes der insgesamt vier Bücher der Neapolitanischen Saga konzentriert sich auf einen anderen Lebensabschnitt der beiden Frauen. Meine geniale Freundin thematisiert die Kindheit und die frühe Jugend der beiden Mädchen. Mit welchen Familien die beiden  als Kinder Kontakt haben und wie das Viertel insgesamt organisiert ist, wird dabei sehr ausführlich beschrieben. Ihr könnt euch auf eine Menge Namen gefasst machen, die gerade beim Hörbuch zunächst etwas verwirrend sind. Mit der Zeit taucht man allerdings immer tiefer in das dichte Beziehungsgeflecht ein und weiß, welcher Name welcher Person zugeordnet werden muss. Das Schöne dabei ist, dass man nicht nur Elena und Lila, sondern noch unheimlich viele gleichaltrige Charaktere beim Erwachsenwerden begleitet. Alle Figuren, gleichwohl die Erwachsenen, weisen darüber hinaus einen sehr detaillierten Hintergrund auf, der fortwährend in die Geschichte mit einfließt und während die Kinder immer älter werden, verändern sich auch die Erwachsenen. Gerade diese Dynamik fesselt einen.

Im Zentrum der Handlung steht jedoch ganz klar Lilas und Elenas Freundschaft. Elena erzählt die Geschichte und mit ihr zusammen trifft man das erste Mal auf die unbeugsame Lila. Von Beginn an konkurrieren die beiden Mädchen miteinander, egal, ob es in ihren jungen Jahren um schulische Leistungen oder später um Jungs und den Freundeskreis geht. Elena, die sorgsam und zurückhaltend ist, fühlt sich von Lila stetig unter Druck gesetzt, gleichzeitig stacheln die Auseinandersetzungen sie immer wieder an, sich selbst zu übertrumpfen. Die Direktheit, mit der die Autorin diese komplizierte Beziehung der beiden beschreibt, die sich sowohl aus Neid und Missgunst als auch aus Sympathie und Treue speist, hat in mir unzählige Emotionen geweckt. Ich war traurig und wütend, habe gelacht und fassungslos den Kopf geschüttelt. Eine solche Freundschaft ist mir in noch keinem Buch begegnet und ich habe auch abseits des Hörbuchs viel über die Mädchen nachgedacht.

Sehr intensiv ist außerdem die Beschreibung des Umfelds der Italienerinnen. Gewalt ist keine Seltenheit, die Frauen und Kinder werden von den Männern dominiert, Nachbarschaftsstreitereien enden mit Mord und wer sich nicht wehren kann, wird verprügelt. Elena und Lila stammen aus ärmlichen Verhältnissen und sind somit regelmäßig dieser Grobheit ausgesetzt. Gleichaltrige bedrohen sie und ihre Eltern sähen es lieber, wenn sie statt in die Schule zu gehen, im Laden oder dem Haushalt helfen würden. Aber nicht nur die gesellschaftlichen Problematiken werden thematisiert, auch Politik und Literatur nehmen viel Raum ein.

Band zwei habe ich bereits zu hören angefangen und ich kann euch sagen, ich bin weiterhin sehr beeindruckt von Elena Ferrantes Art diese außergewöhnliche Geschichte zu erzählen. Eva Mattes liest auch einfach grandios und spricht die italienischen Namen so aus, dass man sich sofort von der Geschichte forttragen lässt. Wer sich also auf eine Handlung mit Tiefe und zwei konträre, nicht immer gefällige Charaktere einlassen möchte, die in ihrer Persönlichkeit heranreifen, dem sei diese Reihe wirklich ans Herz gelegt! 

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prinz, fantasy, prinzessin, der kuss der lüge, attentäter

Die Chroniken der Verbliebenen - Der Kuss der Lüge

Mary E. Pearson
Fester Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 16.02.2017
ISBN 9783846600368
Genre: Fantasy

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afrika, travel, herz, natur, namibia

Frühstück mit Elefanten: Als Rangerin in Afrika

Gesa Neitzel
E-Buch Text: 368 Seiten
Erschienen bei Ullstein eBooks, 09.09.2016
ISBN 9783843714495
Genre: Sonstiges

Rezension:

Zum Inhalt: Gesa hält es in Berlin nicht mehr aus und plant eine Auszeit vom Stress der Großstadt. Schließlich fliegt sie nach Afrika, um sich zur Safari-Rangerin ausbilden zu lassen. Dabei begegnet sie nicht nur Löwen und Elefanten, sondern lernt auch unglaublich viel über sich selbst.

Bereits nachdem ich Der große Trip - Wild beendet hatte, wusste ich, dass ich so ein Buch unbedingt noch einmal lesen möchte. Ich finde solche Reisebeschreibungen unheimlich inspirierend und bekomme davon immer sofort Fernweh. Sie zeigen einem einfach, was alles möglich ist und wie viele Türen einem offen stehen, obwohl man manchmal das Gefühl hat, das man irgendwie in seinem Alltag gefangen ist. Mir hat Gesas Safari Diarie unheimlich gut gefallen und ich bin so froh, es gelesen zu haben (Monatshighlight!).

Das Erste, was das Buch so toll macht, ist schlicht Gesa selbst. Von Seite eins an war sie mir unheimlich sympathisch! Sie wirkt kein bisschen aufgesetzt, sondern sehr natürlich und kehrt auch nichts unter den Teppich. Mit einer bestechenden Ehrlichkeit berichtet sie von ihren Sorgen und Ängsten und erzählt von der ein oder anderen Eskapade im Ausbildungscamp. Egal, ob sie nun die Einzige in der Gruppe ist, die keinen Schlafsack mitgebracht hat, oder denkt, dass mit gedeckten Farben schwarz und weiß gemeint sind, sie gibt zu, dass sie Ecken und Kanten hat und auch von 0 an alles über den Busch lernen musste. Diese Leichtigkeit, mit der sie in ihrem Buch über all das spricht, entlockte mir viele lustige Momente und es war, als würde ich ihr am Lagerfeuer gegenübersitzen. 

Im Laufe von Gesas Ausbildung lernt man außerdem so viele interessante Fakten über die Tier- und Pflanzenwelt. Das Buch gibt sozusagen auch dem Leser einen kleinen Crashkurs. Beeindruckend, wie viel so ein Ranger einfach wissen muss! Auch hier lässt Gesa einen an ihren Schwierigkeiten teilhaben (ich sag nur gefühlt 1000 Vogellaute auseinanderhalten können müssen) und man feiert zusammen Höhen, bangt mit ihr aber auch während der Tiefen. Gesa nimmt einen jeden Tag mit zum Unterricht und in den Busch, und obwohl sich einige Abläufe wiederholen, wurde mir beim Lesen nie langweilig. Immer entdeckte man zusammen mit ihr etwas Neues und besondere Momente wie die erste Begegnung mit einem Elefanten wurden so atemberaubend beschrieben, dass ich selbst auf meinem Sofa, weit weg vom Geschehen, Gänsehaut bekommen habe. Auch die Menschen, denen Gesa im Laufe ihrer Ausbildung begegnet, machen das Buch zu etwas ganz besonderem. Es gibt natürlich auch Lehrer, die gewisse Klischees erfüllen und ziemliche Feldwebel sind, aber alles in allem lernt sie sehr lebensfrohe und positiv gestimmte Persönlichkeiten kennen, die sie ein Stück auf ihrem Weg begleiten, sie anspornen und ihr Wissen mit ihr teilen. 

Frühstück mit Elefanten ist ein Buch, das einen ein Stück weit zur Ruhe kommen lässt. Es fühlt einen innerlich nicht auf, aber man denkt trotzdem darüber nach und macht sich vielleicht auch ein paar Gedanken darüber, was man selbst noch so vorhat. Ich habe mich beim Lesen einfach die ganze Zeit wohlgefühlt und Gesas kluge Bemerkungen darüber, wie wir mit der Natur und Erinnerungen und dem Jetzt umgehen für mich selbst reflektiert. Ich kann es jedem empfehlen, der sich für Afrika und persönliche Reiseberichte interessiert und ein bisschen Fernweh bekommen möchte. 

„Wir erleben schöne Momente nicht mehr, um sie zu erleben – wir erleben sie, um sie anderen zu zeigen. Aber wenn ich mich zurückentsinne, dann sind mir die liebsten Erinnerungen jene, von denen es gar keine Bilder gibt.“

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