Leserpreis 2018

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

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Die Geschichte des verlorenen Kindes

Elena Ferrante , Karin Krieger , Eva Mattes
Sonstiges Audio-Format
Erschienen bei Der Hörverlag, 12.02.2018
ISBN 9783844525847
Genre: Romane

Rezension:

Dieses Hörbuch wurde mir vom Hörverlag kostenfrei zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!

Zum Inhalt: Wir begleiten Elena und Lila langsam auf ihrem Weg ins Alter und schließlich in den Ruhestand. Beide kämpfen jedoch nach wie vor um ihren Platz im Leben und stehen vor großen Entscheidungen. Ihre Freundschaft ist ihnen dabei Stütze und Last zugleich.

Nachdem mich die ersten beiden Bände quasi überrannt haben, enttäuschte mich bereits der dritte Teil und auch das Finale konnte das Ruder leider nicht herumreißen. Ich bin ehrlich gesagt geradezu froh, dass die Reihe jetzt zu Ende ist und ich mit der instabilen Freundschaft der beiden Frauen abschließen kann.

Schuld an meiner Unzufriedenheit sind eigentlich die gleichen Dinge, die ich schon am dritten Band kritisiert habe. Man fühlt sich als Leser einfach wie in einer Zeitschleife, denn die Konflikte aus den Vorgängern wiederholen sich in einer Tour. Vieles wurde einfach schon so oft durchgekaut und trotzdem steht gerade Elena am Ende wieder ratlos da und stürzt sich direkt ins Elend. Sowohl was die Lebensumstände in ihrer Gesamtheit als auch Elenas Persönlichkeit angeht, wird die ganze Zeit auf der Stelle getreten. Es gibt einfach kein Vorankommen und das hat mich wahnsinnig gemacht. Wieso tut sich ein Mensch diese ganzen endlosen Konflikte immer wieder an? Wieso beklagt man sich immer und immer wieder, ohne etwas zu ändern? Ich kann das nicht begreifen. Sicher, es gibt einschneidende Wendungen im Leben von Elena, aber die Kernprobleme wuchern weiter vor sich hin, werden toleriert und einfach stumm ertragen.

Elena und Lila pflegen ja von Beginn an eine in meinen Augen grenzwertige Freundschaft, die von Konkurrenz, Neid und mitunter Boshaftigkeit dominiert wird. In diesem Teil nimmt das allerdings so ungesunde und zerstörerische Ausmaße an, dass ich nicht begreifen kann, wieso man sich das in dem Alter antut. Ich schaffte es diesmal einfach nicht länger, Verständnis für dieses ganze Konstrukt aufzubringen und rieb mich nur noch daran auf. Das Kräftemessen und die sich wiederholenden Konflikte machten mich schlicht müde und führten dazu, dass mir das ganze Hörbuch sehr zäh vorkam und ich mit meinen Gedanken manchmal woanders war. Elena, die in jedem Band immer Höhen und Tiefen hat, enttäuschte mich diesmal schwer. Sie ist furchtbar egoistisch und reagiert vor allem gegenüber ihren Kindern unfair und kindisch. Ihre Selbstbezogenheit ging mir unfassbar auf die Nerven und ihre meisten Entscheidungen konnte ich nicht nachvollziehen.

Ich hatte gehofft, dass Elena Ferrante mit dem dritten Teil auf irgendetwas Großes hinauswill, den Leser nochmal richtig umhauen wird, aber all das kann ich nicht bestätigen. So kunstvoll die Autorin auch schreibt und so klug viele der Gedanken der Figuren auch sind, mir konnte dieser Band nichts geben und es stellte sich bei mir nicht die Faszination ein, die die ersten beiden Bände für mich ausgemacht hat.

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273 Bibliotheken, 9 Leser, 1 Gruppe, 28 Rezensionen

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Die Lügen des Locke Lamora

Scott Lynch , Ingrid Herrmann-Nytko
Flexibler Einband: 848 Seiten
Erschienen bei Heyne, 02.04.2007
ISBN 9783453530911
Genre: Fantasy

Rezension:

Zum Inhalt: Locke Lamora mausert sich von jungen Jahren an zu einem waghalsigen, aber raffinierten Dieb, der zusammen mit seiner Bande den Adel des Herzogtums Camorr um viel Geld erleichtert. Eine Operation droht ihn allerdings zunehmend in beachtliche Schwierigkeiten zu bringen, denen Locke nicht wie sonst so einfach entwischen kann.

Ich kann mein Glück mit diesem Buch immer noch nicht fassen. War ich vor knapp zwei Wochen noch todunglücklich, weil der Dämonenzyklus von Peter V. Brett sein Ende fand, bin ich nun äußerst optimistisch gestimmt. Scott Lynch hat mir bewiesen, dass es noch so viele andere großartige Fantasybücher gibt – ich muss sie nur finden. Die Lügen des Locke Lamora ist der Auftakt zu einer umfangreichen Reihe, die momentan drei Bände umfasst. Band vier erscheint Ende des Jahres und insgesamt sind wohl sieben Bände geplant. Ihr könnt euch hier also auf eine längere Lesereise freuen.

Überzeugen konnte mich das Buch schlicht in allen Punkten. Es handelt sich um ein stimmiges Rundumpaket, das mit jeder Seite besser und besser wird. Während man die ersten 200 Seiten vor allem ein Gespür für das Setting und die Charaktere bekommt, spitzt sich die Geschichte mehr und mehr zu bis sie einem im letzten Drittel keine ruhige Minute mehr lässt.

Der Aufbau des Buches zeichnet sich dabei besonders dadurch aus, dass die Geschichte auf zwei Zeitebenen erzählt wird. Die meiste Zeit liegt der Schwerpunkt auf der Gegenwart, aber gerade am Anfang und dann auch immer wieder zwischendurch macht man kleine Exkurse in die Vergangenheit. Diese Rückblicke helfen einem vor allem dabei, den Protagonisten Locke, aber auch die anderen Figuren besser kennenzulernen. Hin und wieder dienen diese Unterbrechungen auch dazu, die Sitten und Gebräuche der Gesellschaft und die Geschichte der Stadt Camorr zu beleuchten.

Außerdem empfand ich es als unheimlich angenehm, wie einem der Schauplatz der Handlung nähergebracht wird. In den meisten Fantasybüchern wird man ja gerade am Anfang mit Fakten und Beschreibungen des Settings überschüttet. Scott Lynch hingegen bringt einem die Wasserstadt Camorr, die man sich als eine Art Venedig vorstellen kann, immer Stück für Stück näher, bis man sich langsam in ihr zurechtfindet und ihren Geheimnissen die Spur kommt. Dem Autor gelingt es einfach tadellos, einem die Atmosphäre und den Charakter der Stadt und der Bewohner zu vermitteln. Alle Sinne werden bedient und obwohl allein Camorr der Dreh- und Angelpunkt der Geschichte bleibt, wird es nie langweilig. Leider gibt es in dem Buch keine Karte, was ich ein bisschen schade fand, denn manchmal hätte ich mir gerne Entfernungen und die Lage der vielen Stadtbezirke angeschaut.

Da das Buch lediglich den Auftakt zu einer großen Reihe darstellt, kann ich damit Leben, dass mir die Charaktere auch nach 800 Seiten noch das eine oder andere Rätsel aufgeben. Viele Fragen, die sich im Laufe der Handlung ergeben bleiben offen und bieten unendlich viele Möglichkeiten für die Folgebände. Doch auch wenn man Locke und seine Bande Diebe noch nicht ganz einordnen kann, wachsen sie einem doch rasch ans Herz. Die Gentleman-Ganoven, wie sie sich selbst nennen, verbindet eine tiefe Freundschaft und sie sind Locke gegenüber grenzenlos loyal. Locke ist als Charakter gerade deshalb auch so interessant, weil er alles andere als perfekt ist. Er macht Fehler und hat oft mehr Glück als Verstand, gleichzeitig kann man seinem Charme kaum wiederstehen.

Wenn ihr auf der Suche nach einer gehaltvollen Geschichte seid und euch eine umfangreiche Reihe keine Bauchschmerzen bereitet, solltet ihr Die Lügen des Locke Lamora auf eure Wunschliste setzen. Ich habe beim Lesen gelacht und geweint und bin mir sicher, dass diese Geschichte in den Folgebänden noch weiter über sich hinauswachsen wird.

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111 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

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Die Stimmen des Abgrunds

Peter V. Brett , Ingrid Herrmann-Nytko
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Heyne, 10.04.2018
ISBN 9783453319387
Genre: Fantasy

Rezension:

Dieses Buch wurde mir vom Heyne Verlag kostenfrei zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!

Zum Inhalt: Arlen und Jardir brechen in den Abgrund auf, um den Kampf gegen die Dämonen ein für alle Mal zu beenden. Angeführt von dem Dämonenprinzen, der mit allen Mitteln versucht, ihr Unterfangen zum Scheitern zu bringen, stellen sie sich den zahlreichen Gefahren des Horc. Währenddessen attackieren die Dämonen die Städte an der Oberfläche und bringen die Menschen in Bedrängnis.

Alles kommt leider irgendwann zu einem Ende – das gilt auch für Peter V. Bretts Dämonenzyklus, der mich viele Jahre begleitet hat. Diese Reihe holte mich damals aus dem Loch, in das ich nach den Königsmörder-Chroniken gefallen bin, und hat bei mir seitdem einen festen Platz neben Patrick Rothfuss, George R.R. Martin und Anthony Ryan. Ich bin heilfroh, dass Brett bereits eine neue Reihe angekündigt hat, ansonsten hätte ich diesen Abschied nicht verkraftet.

Die Stimmen des Abgrunds ist der zweite Teil des großen Finales rund um den Kampf Menschen gegen Dämonen. Dementsprechend steht auch die Reise von Arlen, Jardir und Renna in den Horc im Fokus. Man taucht tief in die Gemütslagen und die zwischenmenschlichen Spannungen dieser recht unfreiwilligen Reisegruppe ein und wird nach all den Bänden tatsächlich noch überrascht, wie sich die unterschiedlichen Charaktere angesichts der verzweifelten Rettungsmission verhalten und an den Herausforderungen wachsen. Insbesondere die Beziehung zwischen Arlen und Jardir gewinnt noch einmal an Intensität und beide Männer bringen bei dem jeweils anderen Gedanken ins Rollen, die ich äußerst spannend fand.

Obwohl es meiner Meinung nach durchaus logisch und sinnvoll ist, dass die Reise in den Abgrund im Zentrum der Geschichte steht, hätte ich mir ein anderes Erzähltempo gewünscht. Gerade bei einer so vielschichtigen und umfangreichen Reihe finde ich es wichtig, dass sowohl die Hinleitung zum Finale als auch das Finale selbst genügend Raum bekommen, um sich richtig entfalten beziehungsweise wirken zu können. Brett lässt sich bei dem ohnehin schon äußerst schmalen Buch viel Zeit und kommt wirklich erst auf den letzten Metern zum entscheidenden Showdown. Es ist nicht so, dass ich die Kapitel bis dahin als langweilig oder zäh empfunden hätte, mich hat nur gestört, dass man 400 Seiten gar nicht so richtig das Gefühl hatte, als spitze sich die Story immer weiter zu. Zwischendurch kam alles so ein bisschen zu einem Stillstand und mit einem Mal wurde es wieder richtig turbulent. Mir ging zum Schluss einfach alles zu schnell – das bin ich von dem Autor einfach nicht gewohnt.

Ein bisschen schade fand ich auch, dass von mir sehr liebgewonnene Charaktere stark in den Hintergrund rücken. Brett legt ab Band eins so viel Wert darauf, einem alle wichtigen Figuren bis ins letzte Detail nahe zu bringen, deshalb bin ich automatisch davon ausgegangen, dass auch in diesem Buch wieder die unterschiedlichsten Perspektiven aufgegriffen werden. Aber viele der Nebenhandlungen aus Der Thron der Finsternis werden recht oberflächlich und teilweise wirklich zügig abgehandelt. Hin und wieder wäre ich schlicht gerne länger verweilt.

Nichtsdestotrotz habe ich das, was erzählt wurde, egal ob Haupt- oder Nebenstrang, wieder gierig in mich aufgesogen und mitgefiebert. Auch wenn ich mir ein paar Kleinigkeiten etwas anders gewünscht hätte, bildet der Band einen würdigen Abschluss der Reihe. Es werden bis dato noch offene Fragen geklärt und die Handlung verliert nichts von ihrer Fülle an einzigartigen Konflikten. Für mich hätte die Reihe noch zehn weitere Bände umfassen können, aber mit diesem Ende kann ich ganz gut leben.

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198 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 21 Rezensionen

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Red Rising - Tag der Entscheidung

Pierce Brown , Bernhard Kempen
Flexibler Einband: 656 Seiten
Erschienen bei Heyne, 12.09.2016
ISBN 9783453534438
Genre: Science-Fiction

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Das Reich der sieben Höfe - Sterne und Schwerter

Sarah J. Maas , Alexandra Ernst
Fester Einband: 752 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 09.03.2018
ISBN 9783423762069
Genre: Jugendbuch

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178 Bibliotheken, 9 Leser, 2 Gruppen, 21 Rezensionen

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Simon vs. the Homo Sapiens Agenda

Becky Albertalli
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Balzer & Bray/Harperteen, 07.06.2016
ISBN 9780062348685
Genre: Jugendbuch

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219 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 45 Rezensionen

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Hex

Thomas Olde Heuvelt , Julian Haefs
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Heyne, 16.10.2017
ISBN 9783453319066
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Dieses Buch wurde mir vom Heyne Verlag kostenfrei zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!

Zum Inhalt: Auf der kleinen Stadt Black Spring liegt ein Fluch. Seit Jahrhunderten müssen sich die Bewohner mit der Hexe Katherine arrangieren. Niemand von außerhalb darf von ihr erfahren und der Kontakt mit ihr ist strengstens verboten, denn keiner weiß, wie gefährlich sie wirklich ist. Aber nicht alle halten sich an diese Regeln und bald herrscht Aufruhr in Black Spring.

Ich wollte nach meinen ersten zaghaften Schritten im Bereich Horror mal ein Buch abseits von Stephen King lesen. Neugierig gemacht hat mich Hex dabei vor allem aufgrund der positiven Kritiken. Sowohl King als auch George R.R. Martin loben das Werk. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass man solchen Versprechen eher skeptisch begegnen sollte (schließlich wird jede fünfte Fantasyreihe als ein neues Epos à la Tolkien beworben), deswegen hat es mich auch nicht allzu sehr überrascht, dass ich am Ende doch etwas enttäuscht war.

Die Grundlage der Geschichte hat mir dabei aber durchaus gefallen. Manch einer empfindet Hexen vielleicht als abgedroschen oder sieht in der Ausgangslage mit dem verfluchten Dorf eher ein langweiliges Klischee, mein Interesse hat die Situation allerdings sofort geweckt und ich wollte unbedingt mehr darüber wissen. Als Leser erfährt man relativ schnell, was es mit all dem auf sich hat und bekommt nach und nach ein Gespür für die Situation der Bewohner. Ihr müsst euch dabei jedoch auf eine eher unkonventionelle Präsentation einstellen. Ich selbst musste die ersten fünfzig bis hundert Seiten regelmäßig ungläubig den Kopf schütteln, weil nicht nur der Umgang der Menschen mit der Hexe durchaus bizarr ist, sondern alles auch geradezu amüsant geschildert wird (die Figuren selbst vergleichen ihre Situation etwa mit den Vorfällen im Film Blair Witch Project). Man hat so trotz der Hexe nicht das Gefühl, einen Horrorroman zu lesen. Mich erinnerte das alles am Anfang entfernt an den Film The Cabin in the Woods, vielleicht könnt ihr euch so ca. vorstellen, was euch erwartet.

Im Verlauf der Handlung wird der Ton jedoch ernster und insbesondere die Stadt als Gemeinschaft rückt in den Fokus. Es zeigt sich nach und nach, auf welchem instabilen Gerüst die Regeln und Werte dieser Gemeinschaft eigentlich aufbauen. Besonders eine Handvoll Jugendlicher sind mit der gegenwärtigen Situation unzufrieden und setzen damit eine Reihe von Ereignissen in Gang, die hohe Wellen schlagen und viele verborgene Geheimnisse und Begierden ans Licht bringen. Trotzdem ich diese Entwicklungen innerhalb der Gemeinschaft von Black Spring sehr interessant fand und es Momente gab, in denen mich der Autor mit den Geschehnissen wirklich überraschen konnte, vermisste ich den konstanten Nervenkitzel.

Es wird gefühlt die ganze Zeit über auf einen großen Wendepunkt hingearbeitet, der aber mehr oder weniger ausbleibt. Am Ende laufen die Dinge zwar durchaus recht beeindruckend zusammen und man bekommt noch eine Portion Horror, aber da schlägt der Autor fast schon wieder über die Strenge und lässt einen mit offenen Fragen zurück. Mir hätte das Buch wesentlich besser gefallen, wenn die Spannung und der Gruselfaktor wirklich zu Beginn an da gewesen und einen konstant begleitet hätten. Die Idee bietet dahingehend nämlich meiner Meinung nach Potenzial, nur wurde das nicht genutzt.

Allein wegen der Art und Weise wie der Autor schreibt, würde ich sagen, dass sich ein Blick in das Buch lohnt, allerdings dürft ihr absolut keinen Roman erwarten, der es mit den beiden zu Beginn genannten Autoren aufnehmen kann. Lest die Geschichte lieber mit einem Augenzwinkern.

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5.281 Bibliotheken, 105 Leser, 13 Gruppen, 192 Rezensionen

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City of Ashes

Cassandra Clare , Franca Fritz , Heinrich Koop
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Arena, 01.05.2011
ISBN 9783401502618
Genre: Jugendbuch

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26 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

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Tyll

Daniel Kehlmann , Ulrich Noethen
Audio CD
Erschienen bei Argon, 09.10.2017
ISBN 9783839816042
Genre: Romane

Rezension:

Zum Inhalt: 17. Jahrhundert: Der junge Tyll flieht aus seinem Heimatdorf und zieht fortan zusammen mit seiner Freundin Nele als Gaukler durch das Land. Beide treffen dabei inmitten des Dreißigjährigen Krieges auf die unterschiedlichsten Menschen, die alle auf ihre Weise mit den Schrecken dieser Zeit umgehen.

Obwohl das Hörbuch durchaus beeindruckend war, habe ich mir doch etwas anderes unter der Geschichte vorgestellt. Ich hatte anhand des Titels und des Klappentextes erwartet, dass Tyll Ulenspiegel als Person (also seine Taten und sein gesamtes Leben) im Mittelpunkt steht. Dem ist leider nicht ganz so. Zu Beginn der Geschichte geht es zwar viel um Tylls Heimatdorf und seine Familie, aber sobald er von dort aufbricht, verschiebt sich der Fokus. Zentrales Thema ist vielmehr der Dreißigjährige Krieg, dessen Auswirkungen und Schrecken einem mithilfe von unterschiedlichen Figuren näher gebracht werden. Zwar kreuzen sich die Wege dieser Figuren irgendwann immer auch mit denen von Tyll, doch Tylls eigentliche Reise wird gar nicht so genau betrachtet.

Das Schicksal und das Leben der Menschen, die in Tyll näher betrachtet werden, sind ohne Zweifel interessant und vermitteln einem ein Gefühl für die damalige Situation und die furchtbaren Folgen des Krieges. Nicht selten habe ich neben dem Hören noch einmal bestimmte Dinge recherchiert und mir zu historischen Persönlichkeiten zusätzliche Informationen beschafft. Trotzdem war ich enttäuscht, dass diese Menschen im Hörbuch so viel Raum einnehmen und Tyll so wenig. Im Vergleich verbringt man viel mehr Zeit damit, alles über die Lebenssituation dieser Menschen zu erfahren, als mit dem Gaukler selbst. Kommt es dann endlich zu einer Begegnung der beiden Parteien, fällt sie sehr kurz aus.

Von meinen fälschlichen Erwartungen abgesehen, empfand ich einige Passagen in dem Hörbuch als recht langatmig. Manche Dialoge beanspruchten viel Zeit und trugen für mich nicht unbedingt zur Bereicherung der Handlung bei. Ich verlor das eine oder andere Mal den Überblick. Vor allem weil ich mitunter Probleme hatte, mir die Namen der Personen oder die Figuren auseinanderzuhalten, die sich da gerade unterhalten. An den Sprecher musste ich mich ebenfalls erst einmal gewöhnen, doch rückblickend finde ich schon, dass er zu der rauen Atmosphäre des Buches passt.

Fazit: Ihr dürft hier definitiv keinen biografischen Abriss von Tyll Ulenspiegel erwarten, sondern solltet euch stattdessen auf eine ausschnittweise Darstellung des Lebens zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges einstellen, die sicher manchmal über die Stränge schlägt und von der Realität abweicht, dennoch aber sehr aufschlussreich ist. Wen diese Zeit interessiert, der hat also sicher Freude an dieser sprachlich durchaus beeindruckenden Geschichte.

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2.389 Bibliotheken, 96 Leser, 0 Gruppen, 431 Rezensionen

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Save Me

Mona Kasten
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei LYX, 23.02.2018
ISBN 9783736305564
Genre: Liebesromane

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252 Bibliotheken, 10 Leser, 0 Gruppen, 26 Rezensionen

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City of Bones

Cassandra Clare , Franca Fritz , Heinrich Koop
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 20.11.2017
ISBN 9783442486823
Genre: Fantasy

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Verliere mich. Nicht.

Laura Kneidl
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei LYX, 26.01.2018
ISBN 9783736305496
Genre: Liebesromane

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12 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 4 Rezensionen

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Der Junge auf dem Berg

John Boyne , Boris Aljinovic
Audio CD
Erschienen bei Igel Records, 21.08.2017
ISBN 9783731311645
Genre: Jugendbuch

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199 Bibliotheken, 11 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

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Die Verzauberung der Schatten

Victoria Schwab
Flexibler Einband: 640 Seiten
Erschienen bei FISCHER Tor, 23.11.2017
ISBN 9783596296330
Genre: Fantasy

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195 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

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Das Leuchten der Magie

Peter V. Brett , Ingrid Herrmann-Nytko
Flexibler Einband: 656 Seiten
Erschienen bei Heyne, 11.12.2017
ISBN 9783453315747
Genre: Fantasy

Rezension:

Dieses Buch wurde mir vom Heyne Verlag kostenfrei zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!

Zum Inhalt: Das Finale steht kurz bevor. Die Hoffnungsträger beim Kampf gegen die Dämonen sind vor allem Jardir und Arlen, die sich gemeinsam in den Abgrund begeben wollen, um die Dämonen dort direkt anzugreifen. Aber auch die Menschen an der Oberfläche müssen sich vorbereiten, um dem Ansturm der Dämonenarmee standhalten zu können. Doch alte Konflikte und Intrigen erschweren dieses Vorhaben.

Ich kann es gar nicht glauben, dass diese grandiose Reihe nach so vielen Jahren im April tatsächlich zu Ende sein soll. Eigentlich müsste ich mich schon jetzt nach Alternativen umsehen, damit der Aufprall im Frühling weniger hart ausfällt, aber noch verdränge ich das alles.

Obwohl man ganz klar sagen muss, dass auf den 650 Seiten die Haupthandlung eher wenig vorangetrieben wird, hat mich Peter V. Brett wieder einmal sehr glücklich gemacht. Es ist auch einfach so: Wer bis jetzt durchgehalten hat, weiß, dass der Autor sich mitunter ein bisschen in Rückblenden und umfangreichen Abhandlungen „verliert“. Was die Rückblenden betrifft, kann ich euch beruhigen, aber ansonsten liegt der Fokus des ersten Teils des letzten Bandes (im Deutschen wird dieser ja geteilt) einfach auf den Vorbereitungen für das Finale. Freut euch also auf ein umfangreiches Wiedersehen mit allen Charakteren, aber erwartet noch keinen Showdown – den wird es erst im letzten Band geben.

Davon abgesehen, dass der primäre Handlungsstrang ein bisschen vor sich hin dümpelt, versorgt Brett einen wieder mit all den Dingen, die einem über die Jahre so vertraut geworden sind und für die ich den Autor einfach liebe. Wie immer werden im Wechsel die altbekannten Charaktere begleitet und deren Probleme und Schicksale thematisiert. Auffällig ist dabei, dass sich das komplexe Netz an Beziehungen immer weiter zusammenzieht. Unter den Figuren entstehen neue Verbindungen (es treffen etwa Charaktere aufeinander, die sich bis dato noch nie gesehen haben, aber auch alte Konflikte werden überwunden) und man rückt insgesamt einfach näher zusammen, um Seite an Seite zu kämpfen. Das gilt jedoch nicht für alle und wie eh und je lauern an vielen Ecken Feinde, die ihre eigene Machtposition weiter ausbauen wollen und den Krieg für ihre eigenen Zwecke nutzen möchten. Genau das machte die Geschichte für mich gewohnt spannend und an der einen oder anderen Stelle konnte mich der Autor auch wieder einmal überraschen.

Sehr gestört habe ich mich allerdings daran, dass es diesmal kein Namensregister hinten im Buch gibt. Der vierte Teil erschien 2015, dementsprechend brauchte ich meine Zeit, um mir wieder alle Namen ins Gedächtnis zu rufen. Ich habe den vierten Band eine Weile immer neben mir liegen gehabt, um diesen oder jenen Namen nachzuschlagen. Das hat zwar auch funktioniert, war aber ein bisschen umständlich (und gestaltete sich besonders unterwegs als schwierig).

Sehen wir von diesem kleinen Makel jedoch ab, ist Das Leuchten der Magie aber ein gelungener Auftakt zum abschließenden Showdown. Dass der letzte Band in Deutschland aufgesplittet wird, ist mit Blick auf die inhaltliche zwar spürbar, aber dafür kann man Peter V. Brett schlecht die Schuld geben. Behaltet das beim Lesen am besten im Hinterkopf und freut euch auf die zweite Hälfte.

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32 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

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Evanna Athos und die Zeiten der Macht

Felicitas Sturm
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 18.10.2018
ISBN 9783746013978
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Das Buch wurde mir von Felicitas Sturm für die Rezension zur Verfügung gestellt!

Zum Inhalt: Nach dem Verschwinden ihres Vaters erlebt die 17-jährige Evanna eine Menge eigenartiger Dinge. Eine Einladung zu einem Internat in Wales bildet dabei den Höhepunkt dieser Merkwürdigkeiten. Evanna wird nach und nach in eine magische Welt hineingezogen, von der sie nicht einmal ansatzweise geahnt hatte.

Als Felicitas Sturm mich ganz lieb fragte, ob ich ihren Debütroman lesen und vorstellen würde, konnte ich nicht nein sagen. Dafür klingt der Klappentext einfach nach zu viel Magie und mysteriösen Rätseln. Obwohl ich mit ein paar Dingen gehadert habe, denke ich, dass die Geschichte durchaus Potenzial hat.

Die ersten 100 Seiten empfand ich zunächst als recht schwierig, weil es viele Zeitsprünge gibt und die Textpassagen mitunter viele kleine Szenen und Informationen rasch hintereinander präsentieren. Das störte sehr meinen Lesefluss. Mir fehlte auf der anderen Seite manchmal auch der Zusammenhang zwischen den Absätzen. Weil der Klappentext schon recht ausführlich den Beginn der Geschichte beschreibt, war ich mit den Gedanken immer schon weiter und kam nicht so richtig in die Geschichte rein. Mir hätten weniger, dafür aber ausführlichere Szenen am Anfang gereicht, die nicht so oft durch Zeitsprünge unterbrochen werden. Gerade um Evanna besser kennenzulernen, wäre das für mich schöner gewesen, denn die ersten Kapitel wirken wie eine Zusammenfassung, die auf die eigentliche Geschichte vorbereitet. Evanna spricht beispielsweise die ersten 100 Seiten kaum mit anderen Personen und man begleitet sie auch nie direkt einen ganzen Tag über, etwa in der Schule (obwohl dort wichtige Ereignisse passieren). Als Leser erfährt man die Ereignisse der jeweiligen Tage nur kurz und knapp, nachdem sie passiert sind.

Sobald Evanna allerdings im Internat angekommen ist, ändert sich das. Es kommen viele neue Charaktere ins Spiel, die frischen Wind in die Handlung bringen und mir dank der vielen Interaktion auch die Protagonistin endlich etwas näher gebracht haben. Als Leser ist man sozusagen nun mitten im Geschehen und erlebt hautnah den Alltag in der Schule, inklusive allerlei Geheimnisse sowie Hochs und Tiefs, die die Schülergemeinschaft betreffen.

Besonders gut gefallen hat mir vor allem, in welcher Art und Weise Felicitas die Magie ins Spiel bringt, beziehungsweise die Erklärung, was genau es mit dem Internat und seinen Schülern auf sich hat. Man hat bei den Schlagworten Internat und Magie ja meistens gleich Geschichten aus anderen Büchern mit einem ähnlichen Setting im Kopf. Hier schlägt das alles jedoch eine andere Richtung ein, was ich großartig und sehr erfrischend fand.

Kommen wir abschließend noch zu einer Sache, die mich neben der Erzählweise zu Beginn der Geschichte, sehr gestört hat. Es gibt in dem Buch leider noch sehr viele Kommafehler und zwischendurch auch immer wieder Rechtschreib- und Grammatikfehler. Wenn man ein Buch selbst verlegt, hat man natürlich kein professionelles Korrektorat, das ist mir vollkommen klar, aber gerade fehlende Kommas, verloren gegangene Buchstaben und Rechtschreibfehler stören beim Lesen doch sehr. Aus Arbeitsgründen bin ich da vermutlich etwas anfällig für und auch ich mache nicht alles richtig, keine Frage, aber da müsste wirklich noch einmal nachkorrigiert werden.

Alles in allem baut das Buch aber auf einer schönen Idee auf und ist meiner Meinung nach vom Stil und dem zentralen Thema Freundschaft her gerade für jüngere Leser gut geeignet.

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116 Bibliotheken, 12 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

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Harry Potter and the Prisoner of Azkaban: 3/7 (Harry Potter 3) by J.K. Rowling (2014-09-01)

Joanne K. Rowling
Fester Einband
Erschienen bei Bloomsbury Childrens, 01.01.1716
ISBN B01MXKXMCQ
Genre: Sonstiges

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186 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 28 Rezensionen

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Angelfall - Am Ende der Welt

Susan Ee , Sonja Rebernik-Heidegger
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Heyne, 09.01.2018
ISBN 9783453319097
Genre: Fantasy

Rezension:

Dieses Buch wurde mir vom Heyne Verlag kostenfrei zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!

Zum Inhalt: Menschen und Engel steuern auf den finalen Showdown zu, bei dem sich entscheiden wird, wer am Ende überlebt. Auch Penryn und Raffe müssen sich entscheiden, auf welcher Seite sie stehen und für wen sie kämpfen wollen.

Susan Ee beweist in diesem abschließenden Band erneut, dass sie sich darauf versteht, einem in Atem zu halten. Wie schon in den beiden Vorgängern schlittern Penryn und Raffe von einer Herausforderung in die nächste, wobei jede Situation noch aussichtsloser erscheint als die vorherige. In Kombination mit den kurzen Kapiteln sorgt genau das wieder dafür, dass man als Leser kaum die Finger von der Geschichte lassen kann.

Darüber hinaus hat die Autorin wieder einmal tief in die Gruselkiste gegriffen und überrascht einen mit neuen Kreaturen und Zwischenfällen, die geradezu entsetzlich sind. Nach den anderen beiden Teilen hatte ich eigentlich gedacht, mich an die mitunter ekeligen und verstörenden Sachen gewöhnt zu haben, die bei dem Kampf zwischen Engeln und Menschen vonstattengehen, aber falsch gedacht. Manchmal sind es auch nur Kleinigkeiten mit denen die Autorin es schafft, die bedrückende und verzweifelte Stimmung zu transportieren. Sie liefert einfach wiederholt das perfekte Setting für die Handlung, ohne sich zu sehr in Details zu verlieren.

Was das Treiben der Engel in diesem Band betrifft, bin ich ein klein wenig zwiegespalten. An manchen Stellen verhalten sie sich untereinander doch sehr skurril, gerade was die Verteilung von Macht angeht. Mich hat vor allem gestört, wie leicht sie sich einfach untereinander getäuscht haben. Meiner Meinung nach driftet das teilweise ins Lächerliche ab, aber gut, in der Angelfall-Saga hatte ich schon öfter das Gefühl, dass alle völlig verrückt geworden sind.

Auch Penryn überzeugt wie gewohnt. Sie ist und bleibt eine der beeindruckendsten Charaktere überhaupt, denn trotz all der Hürden, die sie bereits schon nehmen musste, beißt sie sich weiter durch und behält ihre Dickköpfigkeit bei. Zusammen mit ihrer Mutter (die nach wie vor sehr beängstigend, aber irgendwie auch genial ist) und ihrer Schwester kämpft sie verbissen, selbst wenn es wie purer Selbstmord scheint.

Für mich ist Am Ende der Welt ein mehr als würdiger Abschluss der Trilogie. Wenn ihr bereits den ersten und zweiten Band gemocht habt, werdet ihr mit Sicherheit auch nicht dieses Mal enttäuscht. Die Handlung ist durchgehend spannend, hält ohne Ende Überraschungen bereit und bietet einem damit einen sehr intensiven Lesespaß!

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77 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

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Bad Heart - Zurück zu mir

Leisa Rayven , Tanja Hamer
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 23.11.2017
ISBN 9783596297436
Genre: Erotische Literatur

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Das geträumte Land

Imbolo Mbue , Maria Hummitzsch
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 16.02.2017
ISBN 9783462047967
Genre: Romane

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(1.125)

2.224 Bibliotheken, 71 Leser, 0 Gruppen, 386 Rezensionen

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Berühre mich. Nicht.

Laura Kneidl
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei LYX, 26.10.2017
ISBN 9783736305274
Genre: Liebesromane

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794 Bibliotheken, 14 Leser, 1 Gruppe, 154 Rezensionen

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Bird and Sword

Amy Harmon , Corinna Wieja
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei LYX, 26.10.2017
ISBN 9783736305489
Genre: Fantasy

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235 Bibliotheken, 17 Leser, 0 Gruppen, 28 Rezensionen

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Throne of Glass – Celaenas Geschichte Novellas 1-5

Sarah J. Maas , Ilse Layer
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 08.12.2017
ISBN 9783423717588
Genre: Jugendbuch

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(20)

38 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 3 Rezensionen

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Früher war mehr Lametta

Daniel Kampa , Daniel Keel , Harry Rowohlt , Hans-Christian Oeser
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 25.10.2005
ISBN 9783257235357
Genre: Sonstiges

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602 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 118 Rezensionen

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Iskari - Der Sturm naht

Kristen Ciccarelli , Astrid Finke
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Heyne, 02.10.2017
ISBN 9783453271234
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Dieses Buch wurde mir vom Heyne fliegt Verlag kostenfrei zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!

Zum Inhalt: Um ihrer Hochzeit zu entgehen, muss die Drachentöterin Asha den mächtigsten aller Drachen für ihren Vater besiegen. Doch während ihrer Jagd auf den Drachen fangen die festen Strukturen ihrer Heimat an zu bröckeln und Asha bringt zusammen mit dem Sklaven Torwin mehr ins Rollen, als sie beabsichtigt hat.

Iskari ist ja schon in aller Munde gewesen und ging durch ganz Instagram. Auch ich war sehr neugierig auf die Geschichte, vor allem haben mich dabei die Drachen interessiert. Streckenweise hat mich die Story sogar an Eragon erinnert, allerdings lediglich bei Kleinigkeiten, denn an Saphira und den jungen Drachenreiter kommt so schnell keiner ran.

Das Konzept hinter der Geschichte gefiel mir wirklich gut. Dieser Konflikt zwischen den Menschen und den Drachen konnte mich fesseln und auch die magischen Komponenten, die die Autorin eingebaut hat, fand ich sehr gelungen. Die Geschichte thematisiert mal eine ganz andere Form von Magie. Eine, die mich berühren konnte und so noch aus keinem anderen Buch kenne. Die Handlung habe ich interessiert verfolgt und ich wollte die gesamte Lesezeit über wissen, wie es ausgeht. Gestört habe mich dennoch an ein paar Dingen.

Die Protagonistin Asha blieb zum Beispiel die gesamte Handlung über für mich eher eine Konstante, die ich dulden musste und nicht besonders ins Herz geschlossen habe. Zwar hat sie am Ende der Geschichte eine deutliche Entwicklung durchgemacht, trotzdem empfand ich sie als unsympathisch und kurzsichtig. Gravierende Ereignisse, die ihr widerfahren und den ganzen zukünftigen Handlungsverlauf beeinflussen, werden von ihr kaum hinterfragt. Sie nimmt vieles einfach so hin und lässt sich leicht übers Ohr hauen. Während mir Erklärungen fehlten, akzeptierte sie Anweisungen ganz einfach.

Meiner Meinung nach hätte das Setting zudem ausführlicher beschrieben werden können. Was das angeht, sind die Geschmäcker ja oft sehr verschieden – ich persönlich mag es detailliert, damit ich richtig in die Welt eintauchen kann. Kristen Ciccarelli schafft es durchaus, einem Ashas Heimatstadt näherzubringen und ein bisschen was von dem fantastischen Zauber ist auch auf mich übergesprungen, aber insgesamt blieben die Schauplätze ein bisschen blass. Gerade deshalb hat es mich gestört, dass Asha und die anderen Figuren das Buch über nur zwischen 2-3 Orten pendeln. Die Umgebung hat sich für mich gefühlt kaum geändert. Es gab immer DIE STADT und DIE WÜSTE, die Schauplätze im Detail wurden kaum voneinander differenziert.

Was die Liebesgeschichte angeht, bin ich zwiegespalten. Es finden sich durchaus klassische Elemente, die viele Jugendbücher in sich vereinen, aber es bleibt doch alles in einem recht akzeptablen Rahmen. Als Leser wird man nicht sofort erschlagen, sondern die Beziehung entwickelt sich erst mit der Zeit und ersetzt nicht komplett die eigentliche Handlung. Im Großen und Ganzen spielt da alles ganz gut zusammen.

So wie ich das mitbekommen habe, ist ein zweiter Teil von Iskari geplant. Für mich hätte das Buch zwar problemlos auch allein stehen und ein Einzelband bleiben können, allerdings gibt es durchaus noch offene Fragen, die eine interessante Fortsetzung ergeben können. Auch wenn mich das Buch nicht hundertprozentig überzeugt hat, mochte ich die Geschichte und werde mir den Nachfolger definitiv auch wieder zulegen.

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