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    Aus der ZDF-Sendung “Unsere Besten – die Lieblingsbücher der Deutschen” vom Oktober 2004. Meine eigene Fassung. Manche Bücher auf der ursprünglichen Liste fand ich für mich persönlich nicht so wichtig.


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(14)

37 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

krimi, bayern, 2. weltkrieg, der dunkle grund des sees, stefanie kasper

Der dunkle Grund des Sees

Stefanie Kasper
Flexibler Einband: 389 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 18.07.2016
ISBN 9783442483938
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Stil von Stefanie Kasper ist etwas ganz besonderes.  Ich finde es lässt sich nicht direkt als Kriminalroman deklarieren – viel mehr Mystery meets Roman inklusive Mord – aber das ist natürlich kein echtes Genre, also verstehe ich das „Kriminalroman“ auf dem Cover.

Wie in den vorherigen Büchern gibt es eine weibliche Hauptrolle. Isabel ist adoptiert und leidet zudem unter einer psychischen Krankheit – um so schwerer ist die Aufgabe welche ihr Tante Elisa überträgt zu bewältigen. Elisa möchte das Rätsel um ihre Familie gelöst wissen.

Stefanie Kasper schafft es erneut eine interessante Familiengeschichte mit einer genialen mystisch düsteren Stimmung zu verbinden. Wieder spielt der Roman nicht weit entfernt von mir… ein extra Pluspunkt.

Während dem Lesen merkt man schnell er etwas zu verbergen hat, doch lässt man sich genau so schnell aufs Glatteis führen. Mehr als einmal musste ich meine Idee über das was geschehen sein könnte überarbeiten.

Das Ende ist plausibel, knackig ohne zu kurz zu sein und lässt mich jetzt schon wieder auf das nächste Buch hin fiebern.

Mein „Liebling“ unter den Büchern der Autorin bleibt weiterhin Das verlorene Dorf an Platz eins, daher „nur“ vier Sterne. Dennoch eine absolute Leseempfehlung für alle die gerne Mystery lesen!

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(120)

223 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 56 Rezensionen

london, krimi, cormoran strike, england, robin ellacott

Die Ernte des Bösen

Robert Galbraith , Wulf Bergner , Christoph Göhler , Kristof Kurz
Fester Einband: 672 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 26.02.2016
ISBN 9783764505745
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

INHALT

Der neueste Fall für Cormoran Strike & Robin Ellacott – das cleverste Ermittlerduo der britischen Kriminalliteratur

Nachdem Robin Ellacott ein mysteriöses Paket in Empfang genommen hat, muss sie zu ihrem Entsetzen feststellen, dass es ein abgetrenntes Frauenbein enthält. Ihr Chef, der private Ermittler Cormoran Strike, ist ebenfalls beunruhigt, jedoch kaum überrascht. Gleich vier Menschen aus seiner eigenen Vergangenheit fallen ihm ein, denen er eine solche Tat zutrauen würde – und Strike weiß, dass jeder von ihnen zu skrupelloser, unaussprechlicher Grausamkeit fähig ist.

Während die Polizei sich auf den einen Verdächtigen konzentriert, der für Strike immer weniger als Täter infrage kommt, nehmen er und Robin die Dinge selbst in die Hand und wagen sich vor in die düsteren und verstörenden Welten der drei anderen Männer. Doch als weitere erschreckende Vorfälle London erschüttern, gerät das Ermittlerduo selbst mehr und mehr in Bedrängnis … (Klappentext)

MEINUNG

Es ist schwer in Worte zu fassen wie es mir mit dem Buch ging. Auf der einen Seite erfährt man so einiges aus dem Privatleben, was an sich nicht schlecht ist, doch Spannung sucht man vergeblich. Ich quälte mich durch die Seiten, überflog mehrere und schaffte es einfach nicht am Ball zu bleiben.

Das einzige was dieses Buch für mich „lesbar“ gemacht hat, ist der unverwechselbare und tolle Schreibstil der Autorin. Die Geschichte dieses dritten Teiles konnte mich kaum bis gar nicht faszinieren. In diesem dritten Teil ist es Comoran selbst der ins Kreuzfeuer gerät.

Leider hatte ich relativ früh eine Ahnung was passiert sein könnte und war fast frustriert als ich damit richtig lag. Eigentlich hätte ich mich freuen können, ich wäre ein guter Ermittler zwinker – J.K. Rowling alias Rober Galbraith kann das deutlich besser.

FAZIT

Ich konnte die Spannungskurve nicht finden, leider! Ein genialer Scheibstil kann das Buch leider nicht ganz retten. Ich bin besseres gewohnt von J.K. Rowing.

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(495)

871 Bibliotheken, 24 Leser, 1 Gruppe, 82 Rezensionen

fantasy, throne of glass, kampf, magie, champion

Throne of Glass - Die Erwählte

Sarah J. Maas ,
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 23.10.2015
ISBN 9783423716512
Genre: Jugendbuch

Rezension:

 INHALT


Celaena Sardothien ist jung, schön ... und zum Tode verurteilt. Seit einem Jahr fristet sie ihr Dasein als Gefangene in den Salzminen von Endovier, dem härtesten Arbeitslager Erileas - und sie weiß, lange wird selbst sie dort nicht mehr überleben. Sie, Adarlans Assassinin, die gefürchtetste Kämpferin des Königreichs. Doch dann macht ihr der smarte Kronprinz Dorian ein Angebot .... (Klappentext)

EINSTIEG

Die Reihe um Celaena ist so beliebt dass ich dachte ich muss auch endlich damit anfangen. Das Setting ist ganz klassisch wie bei vielen anderen Büchern des Genres auch. Schnell habe ich mich mit dem ganzen Szenario angefreundet und hab ich auf ein paar spannende Seiten Action und Liebe gefreut. Doch bis es ans „kämpfen“ geht dauert es wenig.

PLOT


Die Welt in welcher die Geschichte spielt ist toll beschrieben und ich habe mich gleich wohl gefühlt dort. Abgesehen von Celeana als Charakter (Erklärung folgt ein paar Sätze weiter) gefiel mir die Erzählung sehr gut.

Der Plot war nicht „unvorhersehbar“, ab der Hälfte des Buches war das Ende dann keine Überraschung mehr. Für mich persönlich hätte das durchaus ein wenig undurchsichtiger sein dürfen.

Auch mit der Sprache bin ich nicht richtig warm geworden. An sich ist es gut geschrieben, aber die Wortwahl war mir ein wenig zu „modern“. Z.B. geht es einmal darum „einen guten Draht zu jemandem zu haben“ – dieses Sprichwort kommt vom telefonieren, was es in der Zeit (Fantasy hin oder her) nicht gab. Ja ich weiß, das ist ein bisschen kleinlich, aber für mich ist das bei Büchern wichtig.

Alles in allem hat mich der Hype allerdings ein kleines bisschen angesteckt. Auch wenn mich das Buch nicht richtig begeistert hat, werde ich mir auch den zweiten Teil holen… irgendwie will ich dann doch wissen wie es jetzt weiter geht. Ich drück mir selbst die Daumen dass es ein kleines bisschen spannender wird.

CHARAKTERE

Celaena war, so schade das ist, für mich eher die Enttäuschung der Geschichte. Für mich war ihr Charakter einfach nicht ganz schlüssig. Ein guter Protagonist muss nicht sympathisch aber greifbar sein. Celaena war das allerdings nicht für mich.  

Warum? Auf der einen Seite ist sie mit 18 Jahren DIE Assassinin (Assassine bedeutet „Mörder“ „Attentäter“ etc.) der bekannten Welt – ein Name den jeder fürchtet  – ist aber immer wieder unsicher.

Denkt sich auf Seite a „Ich mach euch alle mit meinem kleinen Finger fertig“, denkt sich auf Seite b „Oh weh ich schaff es nicht mal in die nächste Runde“! – An sich ist ja beides in Ordnung, doch ist sie nun selbstbewusst oder nicht? Ist sie nun die Beste oder nicht? Ist sie nun schlau oder eher nicht? Ich hab sie einfach nicht richtig greifen können.

FAZIT

Es gibt Bücher des Genres die mich wesentlich mehr mitgerissen haben. Ich bin nicht so begeistert wie viele, weiter lesen werde ich vermutlich trotzdem.

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(29)

53 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 23 Rezensionen

tinderella, tinder, rosy edwards, liebe, roman

Tinderella

Rosy Edwards , Stefanie Retterbush
Flexibler Einband: 424 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 16.05.2016
ISBN 9783442484379
Genre: Liebesromane

Rezension:

INHALT


Nur ein Wisch und der richtige Mann ist da. So einfach soll das bei der Dating-App „Tinder“ angeblich gehen. Rosy findet, dass es einen Versuch wert ist. Was hat sie schon zu verlieren? Single ist sie ja schon. Die ungeschriebenen Regeln lernt sie dabei auf die harte Tour kennen: Typen, die sich mit nacktem Oberkörper auf ihren Profilbildern zeigen, sind meist Idioten. Ein Match verheißt noch lange keine große Liebesgeschichte. Und ein tolles Date hat manchmal keine Fortsetzung. Rosy tindert sich trotzdem wacker durchs Leben, verliebt sich in die Falschen, verkennt die Guten und wischt so lange weiter, bis eines Tages etwas ganz und gar Unerwartetes passiert... (Klappentext)

EINSTIEG

Ich fand den Gedanken lustig ein Buch darüber zu lesen, wie sich ein Single in der heutigen Welt, vor allem in der Welt der Technik, einen Partner angelt, da ich selbst solche Apps nie genutzt habe. Die meisten haben schon von Tinder gehört, ebenso auch über die lustigen und vielleicht auch oft fragwürdigen Anschreiben oder auch Dates - meine Freundinnen könnten darüber Stundenlang erzählen.

Von den ersten Seiten merkt man das Rosy sich als Außenseiterin in ihrer Clique sieht. Jeder und Jede hat einen Partner, Kinder und oder wird bald heiraten. Rosy läuft ihrer Zukunft ein wenig hinterher.

PLOT


Fängt man an das erste Kapitel zu lesen, fühlt man sich schon wie die eigentliche Protagonistin, Rosy. Es fällt einem sehr leicht mit zu fühlen. Das ganze Buch ist aus der Ich Perspektive geschrieben, was es einem als Leser einfach macht, schnell in die Geschichte einzusteigen. Der Schreibstil ist witzig und charmant, es wird einfach kein Blatt vor den Mund genommen. Gemeinsam mit Rosy geht der Leser auf eine sehr amüsante Achterbahn Fahrt durch das Tinder Leben.

Umso mehr ich gelesen habe umso lustiger fand ich ihre unterschiedlichen Treffen mit den Männer, so gerne wäre ich oft neben ihr gestanden und hätte ihr gesagt, lauf weg, der Typ ist nichts für dich (oder irgendjemand anderes).

Alles in allem leichte Kost und zum Beispiel super als Urlaubslektüre geeignet.

CHARAKTERE

Rosy findet ihr Leben eigentlich ziemlich langweilig, genauso wie ihren Job. Sie liebt ihre Freunde fühlt sich dennoch immer als fünftes Rad am Wagen.

Ihre beste Freundin, wird nur als Die Beste betitelt, das hat mich leider etwas gestört, ich mag es lieber wenn Personen Namen haben.

FAZIT

Das Buch ist amüsant und definitiv mal eine Abwechslung zu schweren Büchern.

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(32)

70 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

sizilien, glück, gerstenberger, familien, verarmter italienischer adel

Das Sternenboot

Stefanie Gerstenberger
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Diana, 10.08.2015
ISBN 9783453291607
Genre: Romane

Rezension:

INHALT

Nicola kommt mit einem Lächeln zur Welt. Als Wunschkind seiner Eltern wächst er in einem kleinen Fischerdorf bei Palermo ärmlich, aber behütet auf. Stella hingegen, am selben Tag im selben Ort geboren, wird von ihrer Mutter keines Blickes gewürdigt. Die schöne Adlige hat wenig Verwendung für ein drittes Mädchen. So könnten Stella und Nicola nicht unterschiedlicher sein, und es vergehen Jahre, bis sich ihre Wege kreuzen. Doch diese Begegnung wird ihr Leben für immer verändern .... (Klappentext)

EINSTIEG

Der Zauber Siziliens nimmt einen sehr schnell gefangen. Nicola und Stellas Geschichten sind zwar verbunden, doch bis zur Mitte des Buches passiert eigentlich nicht viel. Trotz der tollen Schreibweise ging mit ein entscheidender Punkt von Anfang an ab für mich: Emotion.

PLOT

Auch wenn die Erzählung so wunderbar detailreich war, ich konnte keine Verbindung zu den beiden aufbauen. Tatsächlich packte mich erst das Nachwort von Stefanie Gerstenberger und lässt mich nun auf Teil zwei warten.

In dem Buch folgen wir den Leben von Nicola und Stella, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Nicola verliebt sich schon in jungen Jahren in Stella, daher habe ich fest mit einer Liebesgeschichte gerechnet. Aber das Buch ist mehr Roman als Liebesroman. Eigentlich gibt es außer der Verliebtheit von Nico gar keine Liebesgeschichte.

Genau das hat mir irgendwie gefehlt in der Geschichte. Die Liebe! Erst zum Ende hin kann man durch einen fast blickdichten Schleier ein bisschen Romantik erhaschen. Für mich zu wenig.

CHARAKTERE

Stella als auch Nicola sind interessante Personen. Nicola der hübsche Junge mit dem Herz aus Gold und dem Heldenhaften Vater. Stella, verstoßenen Kind der reichen Familie und einzige Liebe von Nicola. Hört sich eigentlich romantisch an. Wenn es doch nur so gewesen wäre.

Die Geschichte rund um die beiden ist wundervoll gewebt. Fünf Katipel mehr gefüllt mit ein bisschen Romantik hätten mich aber glücklicher gemacht.

Die übrigen Personen der Erzählung blieben für mich trotz mehrmaliger Erwähnung relativ unbedeutend.

FAZIT

Eine nette und detailreiche Sommergeschichte. Für meinen Lesegeschmack fehlte allerdings noch ein wenig Romantik. Denoch ein tolles Buch und gute Unterhaltung.

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12 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

drogen, freiheit, freundschaft, transsexualität, transidentität

Frei wie verkrüppelte Tauben

Alexandra Dichtler
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Ka & Jott, 09.05.2016
ISBN 9783946391012
Genre: Romane

Rezension:

 INHALT


An seinem achtzehnten Geburtstag will Tick alles Schlechte hinter sich lassen: seine Kindheit im Heim, seine heroinsüchtige Exfreundin und seine eigenen Drogenerfahrungen. Aber neue Probleme bahnen sich bereits an, allen voran, dass sein bester Freund Roman plötzlich als Frau lebt – mit allem, was dazugehört. Viel Zeit bleibt ihm nicht, sich daran zu gewöhnen, und es kommt der Tag, an dem er sich entscheiden muss. Ist er wirklich bereit, mit der Vergangenheit abzuschließen und Romy zu akzeptieren? .... (Klappentext)

EINSTIEG

Das ist ein Buch das ich vermutlich nie wieder vergessen werde!
Die Erzählung beginnt mit einem kurzen Einblick in Romys Gedanken und wechselt dann zu Ticks Sicht. Tick kann noch nicht so richtig akzeptieren das Romy nicht mehr Roman wie früher ist. Der Leser merkt das auch gleich am Schreibstil, denn in Gedanken sagt Tick immer noch "er" zu Romy.

Tick kämpft noch mit seinen Gefühlen zu seiner Exfreundin Nele und fühlt sich verloren in seinem Leben. Schon nach wenigen Seiten war ich von den Charakteren und der Erzählung sehr angetan.

PLOT

Das Interessanteste für mich war bei diesem Buch meine eigene Gedankenwelt. Ich bin ein absoluter Verfechter von Gleichgeschlechtlicher Ehe, dem Recht eines jeden selbst zu entscheiden ob man als Mann oder Frau leben möchte, und so weiter.

Ich bin absolut der Meinung das Romy als Romy leben darf und nicht Roman bleiben muss, obwohl sie sich nicht so sieht.

Welche Blicke muss Romy ertragen? Die Geschichte regt sehr zum Nachdenken an und stellt die Meinung die wir zu dem Thema haben auf die Probe. Romy ist ein so starker Charakter und ich glaube es kostet sehr viel Mut, sich zu "outen", weil es eben leider noch viele gibt die veralteten Denkweisen anhängen.

Aber auch Tick kann ich zeitweise verstehen. Es geht ihm nicht darum dass er ein "Problem" mit Transgender hätte, er tut sich schwer damit weil er das Gefühl hat sein bester Freund verschwindet. Er kann Romy akzeptieren wie sie ist, kein Problem, aber er kann nicht so richtig akzeptieren dass sein bester Freund dafür verschwinden muss.

Mehr will ich zu dem Plot nicht schreiben, denn ich finde JEDER der mit einem offenen Herz durch die Welt geht sollte dieses Buch lesen.

CHARAKTERE

Die drei Charaktere der Geschichte fordern dem Leser von Beginn an eine gewisse Art von Offenheit ab. Was ich grandios finde. Kein Bad-Boy-Schönling, nein ein Punk! Keine hübsche introvertierte Prinzessin/Mauerblümchen, nein eine Transgender Frau (ich hoffe das ist richtig ausgedrückt). Und dann Silas, der sich kaum in Worte fassen lässt, so interessant ist der Kleine.

FAZIT

Ein ergreifendes Buch über Akzeptanz - zwischen den Protagonisten, aber auch für den Leser. Eine besondere und lesenswerte Geschichte.

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51 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

als, familie, krankheit, krebs, roman

Meine scheißkranke Familie

Dan Marshall , Eva Kemper
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Atrium Zürich, 22.02.2016
ISBN 9783855355167
Genre: Romane

Rezension:


INHALT

Dan ist 24 und endlich raus aus dem Elternhaus. Neue Stadt, neuer Job, neue Freundin. Das Leben ist schön. Dann kommt der Anruf, der alles verändert. Dan erfährt: Sein Vater, der Fitnessguru und Müslifanatiker, hat die Nervenkrankheit ALS. Seine Mutter, die inoffi zielle Weltmeisterin im Fluchen ist und seit Jahren erfolgreich ihre Krebserkrankung bekämpft, muss erneut eine aggressive Chemotherapie beginnen. Beide Eltern werden sterben. Viel zu früh, gleichzeitig und mit Ansage. Dan schmeißt alles hin und zieht wieder zu Hause ein. Zusammen mit seiner notorisch beleidigten älteren Schwester Tiffany und seinem jüngeren Bruder Greg, der ein Ausnahmetalent ist, wenn es darum geht, im Weg zu stehen, bezieht er im Keller Quartier. Zu ihnen gesellt sich Adoptiv-Schwester Jessica, die sich schwer pubertierend in eine Affäre mit ihrem viel älteren Lacrosse-Trainer gestürzt hat, und Nesthäkchen Chelsea, die nur eines im Kopf hat: tanzen. Gemeinsam gründen die fünf ungleichen Geschwister einen Bund, dessen Geheimwaffe in einem unverwüstlichen Humor besteht. Und unversehens findet sich die Familie in einer mitreißenden Feier des Lebens wieder, das in diesem Buch auf radikale Weise neu verhandelt wird: schrecklich komisch und zum Heulen schön. .... (Klappentext)

EINSTIEG

Was für ein Buch! Schon nach wenigen Seiten hat mich die Geschichte absolut gefesselt. Auch wenn mir Dan erst mal nicht, aber überhaupt ganz und gar nicht, sympatisch ist, spürt man richtig seine Liebe zu seinen Eltern.

Das Gefühl das einem dieses Buch schon nach wenigen Seiten gibt lässt sich kaum in Worte fassen. Es ist keine "romantisierte" Sterbe-Geschichte wie das in letzter Zeit ja häufig der Fall ist. Es geht auch nicht wirklich um die Krankheiten ALS oder Krebs. Es geht um das Jahr in welchem Dan und seine Geschwister auf ihre ganz eigene Art versuchen aus den letzten Tagen mit ihrer gesamten Familie noch etwas zu machen.

PLOT

Was kann man über so eine Geschichte sagen? Die Erzählung ging mir nahe, wobei ich gerne mal Dan eine übergebraten hätte. Oder auch den anderen. Was für eine verrückte Familie. Auch wenn Dan zu Beginn des Buches warnt dass er viele Schimpfwörter benutzen wird, war ich auf das was kam nicht so richtig vorbereitet. 

Es waren nämlich nicht die Schimpfwörter die mich teilweise geschockt haben, sondern die Art wie die Familienmitglieder miteinander umgehen. 
Hier wird nicht nur unter die Gürtelline gehauen sondern regelrecht geschossen. Als Außenstehender dachte ich mir nicht selten, dass das was gesagt oder getan wurde wirklich verletzend ist. 
Und wir sprechen hier nicht nur von Teenagern. 

Aber das ist die Art der Familie Marshall! Und das Buch ist nicht dazu da um über die Art und Weise zu urteilen, wie sie miteinander umgehen. 
Wenn man das verinnerlicht hat, spürt man das hinter all den "Arschloch-Punkten" (wie Dan sie nennt) eine tolle Familie steckt.

Durch die "harte" Art miteinander hatte ich zwar Spaß an dem Buch, war aber auch Zeitweise ein wenig schockiert und hoffe das meine Familie netter mit mir umgehen würde. (Daher 4 Herzen anstelle von 5)

FAZIT

Kein Buch über die Romantik des Sterbens. Ehrlich und mit sehr viel Marshall-Humor erzählt beeindruckt die Geschichte mit interessanten Menschen und einer noch interessanteren Familie.

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(112)

177 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 86 Rezensionen

thriller, schönheit, mona lisa, goldener schnitt, kunst

Das Mona-Lisa-Virus

Tibor Rode
Flexibler Einband: 460 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 24.03.2016
ISBN 9783785725672
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

INHALT

In Amerika verschwindet eine Gruppe von Schönheitsköniginnen und taucht durch Operationen entstellt wieder auf. In Leipzig sprengen Unbekannte das Alte Rathaus, und in Mailand wird ein Da-Vinci-Wandgemälde zerstört. Gleichzeitig verbreitet sich auf der ganzen Welt ein Computervirus, das Fotodateien systematisch verändert.
Wie hängen diese Ereignisse zusammen? Die Frage muss sich die Bostoner Wissenschaftlerin Helen Morgan stellen, als ihre Tochter entführt wird und die Spur nach Europa führt – hinein in ein Komplott, das in der Schaffung des berühmten Mona-Lisa-Gemäldes vor 500 Jahren seinen Anfang zu haben scheint… (Klappentext)

EINSTIEG

Viele viele kurze Geschichten bilden den Einstieg. Der Leser bekommt erst einmal viele unzusammenhängende Erzählstränge hingeworfen und muss erst einmal die Personen zuordnen können. Wer ist wichtig? Wer ist nur eine Nebenrolle?
Die ersten Kapitel musste ich mit voller Konzentration lesen, sonst hätte ich das nach in eine sinnvolle Reihenfolge bringen können.

Auch kann ich gleich anmerken, dass ist für mich kein richtiger Thriller. Das ganze Buch hat einen Dan-Brown-Touch, aber so richtig wollte die Dramatik nicht bei mir ankommen. Anderen Lesern mag es damit anders gehen, doch für mich fehlte der zündende Punkt.


PLOT

Die Geschichte ist rundum spannend erzählt, wobei für mich einige Sachen ungeklärt bleiben. Da ich gerne alles sinnvoll aufgeklärt mag gibt es dafür leider Punktabzug.

Wie schon gesagt erinnerte mich die Geschichte vom Grundgedanken her an die Dan-Brown-Bücher, was eigentlich schlecht ist, denn: Die Erwartungen sind hin die Höhe geschnellt.
Um so frustrierender sind die losen Enden, die man nach der letzten Seite dann noch in Händen hält.

Ohne die nicht erklärten Elemente hat mir das Buch allerdings gefallen. Leider ist Schlüssigkeit für mich super wichtig bei Geschichten.... gerade bei einem sochen Buch.

CHARAKTERE

Zu viele Charaktere haben sich in dieser Geschichte herumgetrieben, als das ich etwas Genaues sagen könnte. Helen ist eine der Hauptprotagonistinen, doch richtig warm geworden bin ich nicht mit ihr. Ihren Erzählstrang mochte ich zwar am liebsten, doch fehlte auch hier der entscheidende Funke um mit zu fiebern.

FAZIT

Konnte mich leider nicht packen. Interessante Geschichte, aber zu viele offene Fragen am Ende.

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(30)

60 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 10 Rezensionen

thriller, jo nesbø, ullstein verlag, lappland, versteckspiel

Blood On Snow - Das Versteck

Jo Nesbø ,
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 26.02.2016
ISBN 9783550080784
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

INHALT:

Ulf ist Geldeintreiber. Sein Boss ist der Fischer. Der Fischer ist einer der Drogenhändler Oslos. Als Geldeintreiber wird man nicht unbedingt reich. Doch jetzt hat Ulf einen Weg gefunden. Glaubt er. Zwei Probleme stellen sich: Drogenhändler lassen sich ungern reinlegen. Und schicken sie ihre Killer los, braucht man ein gutes Versteck.... (Klappentext)

MEINE MEINUNG:

Es geht weiter mit den harten Männern und deren weichen Kern. Durch den ersten Teil wusste ich schon was für eine Art Geschichte ich zu erwarten hatte, so konnte ich mich ganz auf diesen Erzählstil einlassen. Eine rasante Geschichte ruhig und mit einem Schmunzeln erzählt. Ulf ist ein großartiger Protagonist, welcher sofort sympathisch war.

Meistens gefällt einem das erste Buch aus Reihen besser. Hier muss ich ganz klar sagen. No Dos ist mein Favorit. Ulf ist auf der Flucht und begegnet fatalerweise einer schönen Frau. Doch diese wirft sich nicht in seine Arme, die beiden könnten eigentlich nicht weniger zusammen passen, findet zumindest sie.

Und dann ist da nicht nur das Gefühlschaos, ein kleiner Fan und eine verlassene Hütte, nein da gibt es auch noch den Killer der sich erst wieder auf den Heimweg machen will wenn Ulf keinen Puls mehr hat.

Da das Buch recht wenige Seiten hat, ist die ganze Geschichte natürlich in einem zügigen Tempo erzählt. Ich hätte gerne noch ein bisschen mehr gehabt.

Mehr schreibe ich gar nicht, denn es sind ja gar nicht so viele Seiten, da will ich keinesfalls zu viel verraten.

Wie auch in Teil eins geht es um einen knallharten Mann der sehr emotionsgeladen durch die Welt zieht. Ob Ulf jetzt wirklich so hart ist? Zu Beginn hatte ich meine Zweifel. Aber über die Seiten hinweg konnte er mich eines Besseren belehren. Es hat wirklich Spaß gemacht ihm und seiner Lea zu folgen.

Lieblingscharakter: Knut! So ein süßes Kerlchen.

MEIN FAZIT:

Kein klassischer Krimi. Norwegen + Gefühle + Killer, aus diesem Stoff werden Filme gemacht. Tolle Unterhaltung.

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(64)

146 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 42 Rezensionen

liebe, roman, liebesroman, laura barnett, vergangenheit

Drei mal wir

Laura Barnett , Judith Schwaab , any.way , Barbara Hanke
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Kindler, 11.03.2016
ISBN 9783463406596
Genre: Romane

Rezension:


INHALT:

Eva und Jim sind neunzehn und Studenten in Cambridge, als ihre Wege sich 1958 zum ersten Mal kreuzen. Eine Fahrradpanne führt die beiden zusammen. Was dann passiert, wird den Rest ihres Lebens bestimmen.
Wir folgen drei unterschiedlichen Versionen ihrer Zukunft, zusammen und getrennt. Sehen Eva dabei zu, wie sie eine berühmte Schriftstellerin wird. Und Jim, wie er für die Kunst seinen Beruf als Anwalt hinter sich lässt. Wir sehen Partner kommen und gehen, reisen mit ihnen nach London, New York und Los Angeles. In all den Jahren nimmt ihre Liebe immer wieder ungeahnte Wege, von den ersten drei Treffen bis hin zum Finale: Drei Liebesgeschichten, ein Paar ... (Klappentext)


MEINE MEINUNG:

Zu Beginn war ich Feuer und Flamme für die Idee des Buches. Was wäre wenn? Diese bedeutende Frage wurde hier das erste mal quasi beantwortet. Zumindest drei Versionen davon. Die Erzählung beginnt mit drei sehr ähnlichen Versionen wie sich die beiden zum ersten Mal über den Weg laufen. Der Ausgang dieser schicksalhaften Begegnung ist in allen drei Versionen verschieden. Von nun  an folgt man der Erzählung der drei Versionen, relativ chronologisch, 1, 2, 3, 1, 2, .... gähn

Die einzelnen Versionen sind optisch gut zu unterscheiden: je eine andere Schriftfarbe und oben auf jeder Seite steht die jeweilige Version. Eigentlich weiß man immer wo man sich befindet.

Der Gedanke hinter dem Art des Erzählens ist eigentlich toll. So eine Geschichte habe ich noch nie gelesen.

Doch genau hier scheint die Schwierigkeit zu liegen. Ich kam immer wieder durcheinander: Ja die Versionen sind optisch zu unterscheiden doch in welcher Version ist gleich noch mal was passiert? Es war zum Haareraufen! Die Ausgangssituationen waren mir noch gut in Erinnerung, doch so nach und nach verlor ich den Überblick über die Ereignisse zwischen durch. Das hat mich schlichtweg frustriert.

Dazu kam dass sich die Versionen (für mein Empfinden) immer noch sehr ähnelten. Und hier ist auch schon mein zweites Problem zu finden: Mir ging die Geschichte nicht nahe! Warum? Egal was man liest, danach kommt gleich eine ähnliche aber andere Version dieser Tage oder Jahre. Es war quasi völlig egal ob es gut aus geht oder nicht, ob sie sich "bekommen" oder nicht, die Alternativversion ist nur eine Seite entfernt.

Tiefe Gefühle habe ich vermisst in dieser Geschichte. Eva und Jim konnten mich nicht begeistern. Ihre Geschichte und ihr Leben packte mich nicht. Die beiden blieben für mich trotz der vielen Seiten völlig Fremde.

Manchmal fand ich (besonders Jim) die Protagonisten richtig unsympathisch.

Zwar tauchen immer wieder die selben Leute auf (was auch teilweise zu der geschilderten Verwirrung geführt haben könnte), doch sie werden einem nicht richtig nahe gebracht. "Kennenlernen" darf man nur drei Versionen von den zwei Hauptprotagonisten.

MEIN FAZIT:

Konnte mich nicht begeistern. Zwei Versionen zu viel von einer mäßigen Liebesgeschichte. Ein Fall von: Potenzial nicht genutzt.

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(211)

374 Bibliotheken, 17 Leser, 0 Gruppen, 122 Rezensionen

wer war alice, thriller, alice, t.r. richmond, roman

Wer war Alice

T. R. Richmond , Charlotte Breuer , Norbert Möllemann
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 29.02.2016
ISBN 9783442205080
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt:

Alice Salmon war erst 25 Jahre alt, als sie eines Morgens leblos im Fluss gefunden wurde. Eigentlich wollte sie am Abend zuvor nur Freunde treffen, stattdessen durchlebte sie die letzten Stunden ihres Lebens. Aber was ist passiert? Ist sie wirklich gestürzt, weil sie zu viel getrunken hat, wie die Polizei vermutet? War es ein tragischer Unfall? Die Nachricht ihres Todes verbreitet sich wie ein Lauffeuer, auch über Facebook und Twitter. Gleich werden Vermutungen angestellt, über sie, ihr Leben und ihren Tod. Auch ihr ehemaliger Professor Jeremy Cooke ist erschüttert. Er macht sich daran, herauszufinden, was in der Nacht tatsächlich geschah, und sammelt alles über Alice. Er schreibt sogar ein Buch über den Fall. Nur warum ist er so engagiert? Was hat er zu verbergen? Was haben ihr Exfreund Luke und ihr Freund Ben mit der Sache zu tun? Und wer war Alice? ... (Klappentext)

MEINE MEINUNG:

Langatmig.

Die ersten Seiten haben mich noch begeistert. Der Schreibstil des Buches ist eine geniale "neue" Idee. Die Geschichte wird mit Blogposts, Tweets, Protokollen, Abschriften und Tagebucheinträgen erzählt. So ist der Beginn noch ziemlich interessant, doch dann kommen die Tagebucheinträge von Alice und die ominösen Briefe von Cooke an den mysteriösen Larry.

Leider waren Alice als auch Cooke für mich weder interessant noch sympathisch. Was eine selten schlechte Kombination für ein Buch ist. Also habe ich mich bis zu Hälfte eher aufraffen müssen weiter zu lesen.


Im letzten Drittel des Buches kam dann endlich ein wenig Spannung in die Sache. Da mit Alice aber so gar nicht nahe ging, war ich eigentlich nur für mich selbst ein bisschen gespannt wer sie denn nun am Ende umgebracht hat oder ob sie es nicht doch selbst war oder ob es gar ein Unfall war.

Auch in dem letzten Drittel gibt es weitere sehr langatmige Passagen - das Buch sollte man keines Falls als Thriller sehen. Es ist eher wie eine Dokumentation über einen Todesfall die man sich teils interessiert teils desinteressiert im TV an sieht.

Zum Ende hin muss ich gestehen, war ich überrascht. Die Lösung ist gleichzeitig konfus und simpel.

Was mich aber an dem Buch wirklich ungemein fasziniert hat ist wie realitätsnah es meiner Meinung nach ist. Was passiert wenn man mich per Internet "nachstellen" möchte. Beim Lesen macht man sich Gedanken, was von einem selbst in digitaler Form erhalten bleiben würde. - Sehr faszinierender Gedanke.

Wie schon geschrieben waren weder Cooke noch Alice noch sonst irgendjemand für mich eine gute Charakterwahl. Mindestens einen wirklich interessanten oder sympathischen Protagonisten hätte es geben sollen. Das war schade - so steht eine eigentlich spannende Geschichte mit einem super innovativen Schreibstil im Schatten seiner selbst.

MEIN FAZIT

Interessante Geschichte, innovativer Schreibstil - aber fade, unsympathische Protagonisten und langatmig erzählt. - Ich hatte mir mehr erhofft.

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862 Bibliotheken, 18 Leser, 2 Gruppen, 200 Rezensionen

liebe, tod, italien, anne freytag, jugendbuch

Mein bester letzter Sommer

Anne Freytag
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Heyne, 08.03.2016
ISBN 9783453270121
Genre: Jugendbuch

Rezension:

INHALT

Tessa hat immer gewartet – auf den perfekten Moment, den perfekten Jungen, den perfekten Kuss. Weil sie dachte, dass sie noch Zeit hat. Doch dann erfährt das 17-jährige Mädchen, dass es bald sterben muss. Tessa ist fassungslos, wütend, verzweifelt – bis sie Oskar trifft. Einen Jungen, der hinter ihre Fassade zu blicken vermag, der keine Angst vor ihrem Geheimnis hat, der ihr immer zur Seite steht. Er überrascht sie mit einem großartigen Plan. Und schafft es so, Tessa einen perfekten Sommer zu schenken. Einen Sommer, in dem Zeit keine Rolle spielt und Gefühle alles sind ... (Klappentext)

MEINE MEINUNG:

Ok, noch ein "Sick-Lit" - ich weiß echt nicht was es damit auf sich hat zur Zeit. Auch wenn ich mir immer wieder vornehme, keine mehr zu lesen, lande ich doch immer wieder bei einem.

Tessa wird sterben, so einfach und schrecklich ist das. Und Tessa trifft auf Oskar. Das Mädchen das immer auf alles gewartet hat und damit nahezu die komplette Jugend verpasst hat, fängt endlich an zu leben. Aber leider zu spät. Es muss in solchen Büchern um die "Liebe auf den ersten Blick" gehen, sonst würde das vermutlich alles nicht funktionieren. Aus Tessas Sicht konnte ich das nachvollziehen. Bei Oskar habe ich mich schwer getan wenn ich ehrlich bin. Vielleicht weil seine Sicht dazu fehlt... Ich habe nicht ganz verstanden wo seine unsterbliche Liebe herkam.

Die Reise von #Teskar (muss man lesen ums zu verstehen zwinker) hat mir sehr gut gefallen. Ich liebe Italien und habe mich sehr leicht getan mir alles bildlich vorzustellen.

Als bei der Erzählung auch Oskars-Sicht dazu kam habe ich mich gefreut. Es hat zwar nicht alle Vorbehalte zu seiner Liebe auslöschen können. Doch einiges habe ich dann besser verstanden. Wenn ich mich mal ganz weit vorwagen soll... ich bin mir nicht sicher ob es Liebe war, oder eben tiefe Freundschaft mit Extras. Vielleicht hatte ich aber auch einfach Scheuklappen auf und alle anderen konnten Oskar verstehen.

Erzählt ist die Geschichte der beiden großartig. Besonders hat mir die Einbindung von Musik gefallen. Und ebenfalls ein Highlight, die kleinen Illustrationen zwischendurch.

Ich habe wirklich mit Tessa gefühlt, besonders weil unsere Musikvorliebe so erschreckend ähnlich ist. Da die beiden sich recht schnell auf den Weg machen, lernt man die "Zurückgebliebenen" nicht besonders gut kennen. Nur Larissa ging mir noch nahe. Ich habe mich wirklich gewundert wie man so zu seiner sterbenden Schwester sein kann!

Oskar (auch wenn ich wie schon geschrieben die Liebe nicht so verstanden habe) war großartig. Als Charakter war er die perfekte Wahl! Er ist ein richtiger Herzens-Protagonist schmelz - wie gesagt, Tessa konnte ich von anfang an verstehen.

MEIN FAZIT

Die Geschichte ist nicht wirklich neu, aber großartig erzählt! Wer Sick-Lit mag, wird das Buch lieben.

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118 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

thriller, israel, stockholm, fredrika bergman, schweden

Papierjunge

Kristina Ohlsson , Susanne Dahmann
Fester Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Limes, 29.02.2016
ISBN 9783809026402
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

INHALT

In der Nacht erwacht er zum Leben, erwählt ein Kind und verschwindet mit seinem Opfer in der Dunkelheit. Der Papierjunge. Eigentlich glaubt niemand an die jüdische Sagengestalt – bis an einem eiskalten Wintertag in Stockholm eine Erzieherin vor den Augen von Schülern und Eltern erschossen wird. Als wenig später zwei Kinder verschwinden, fragen sich die Ermittler Fredrika Bergman und Alex Recht, ob der Junge aus der Legende etwas mit den Vorfällen zu tun haben könnte. Die Ermittlungen führen Fredrika nach Israel, wo sie mit einem grausamen Verbrechen aus der Vergangenheit konfrontiert wird ... (Klappentext)

MEINE MEINUNG:

Um in die Geschichte hineinzufinden brauchte ich ein wenig. Zu Beginn hat man als Leser viele lose Fäden in der Hand und viele Protagonisten die man voneinander trennen muss.

Dieses Buch war mein erstes von Kristina Ohlsson, ich hatte nicht das Gefühl dass mir die vorherigen Bücher für das Verständniss abgehen würden.

Nachdem man allen Personen begegnet war steigt man ein wenig schleppend ein in die Geschichte. Bis es die ersten konkreten Spuren und verständlichen Zusammenhänge zu erkennen gibt muss man mit vollster Konzentration lesen. Sonst verliert man schnell den Faden.

Ist der Einstieg geschafft wird die Erzählung rund um den Papierjungen richtig spannend. Die losen Fäden zu Beginn fangen an gar nicht mehr so verloren zu wirken.

Die Autorin verknüpft großartig verschiedene Handlungen und wechselt zwischen den Sichtweisen der Personen hin und her (allerdings glücklicherweise nicht in der Ich-Form erzählt).

Ein Problem hatte ich allerdings immer mal wieder:
Als Leser bekommt man alle Informationen mit, die die Charaktere (teils eigenmächtig) sammeln. Von Zeit zu Zeit kam ich allerdings durcheinander, welche Person nun über welche Information verfügt. Besonders bei Fredrika und Eden brachte ich im Kopf die Informationen schnell durcheinander. Vor allem weil die beiden gleichzeitig für die Spurensuche Schweden verlassen. Beim lesen hat man schnell raus, um wen es sich dreht, doch wusste derjenige über die Sache xy Bescheid, oder war das doch jemand anderes?

Zum Ende der Geschichte wird es sehr rasant und ich muss zugeben das mich einiges wirklich überrascht hat. Allen voran die "Fragmente" der "Nachher-Erzählung" die immer mal wieder eingeflochten sind.

Eden hat es mir besonders angetan. Sie war für mich der spannendste Charakter. Auch war es toll von Alex zu lesen. Federika (die mir eine konstante Person zu sein scheint in Ohlssons Thrillern) blieb für mich relativ farblos. Zwar ist ihre Ermittlung ebenfalls spannend zu verfolgen, doch hatte sie es mir als Protagonist nicht so angetan wie Eden. Gut möglich dass sich das in den anderen Federika-Bergmann-Fällen anders verhält.

MEIN FAZIT:

Nach ein paar Längen ein spannender Thriller wie man sie aus Schweden gewohnt ist. Die Geschichte des Papierjungen wird mir im Gedächtnis bleiben!

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50 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 34 Rezensionen

wien, mord, mörderin, liebe, dreifachmörderin

Die Prinzessin von Arborio

Bettina Balàka
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Haymon Verlag, 14.07.2016
ISBN 9783709972397
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt:

Elisabetta Zorzi ist attraktiv, beruflich erfolgreich und begehrt - und sie ist eine schwarze Witwe, wie sie im Buche steht. Die beliebte Restaurantchefin ist es gewohnt, dass sie bekommt, was sie will. Und sie ist sich ihrer anziehenden Wirkung bewusst. Ihre Mitarbeiter schwärmen genauso von ihr wie ihre Kunden und ihre Verehrer. Und keiner von ihnen ahnt, wie gefährlich es ist, sich in ihre Nähe zu begeben. Denn einmal in Missgunst gefallen, müssen die Männer in Elisabetta Zorzis Leben sterben. Einer nach dem anderen... (Klappentext)

Meine Meinung:

Das Buch hat mich mit dem ersten Satz schon begeistert. Der Schreibstil ist die ganze Geschichte lang in einem Erzählstil gehalten. Es fällt mir schwer den Einstieg und den Plott voneinander zu trennen. Als Leser ist man wie vor den Fernseher gefesselt, man kann nur beobachten. Man taucht nicht ein in die Gefühlswelt der Protagonisten oder verliert sich in Details, man steht direkt daneben und lauscht der Erzählung.

Ein tolles Erlebnis auf jeden Fall, denn hier hat man wirklich eine Geschichte die von der Erzählkunst lebt!

Die Erzählung ist sehr emotionslos, wobei das Thema sehr emotional sein könnte. Es war spannend und sehr interessant den Fall um Zorzi zu verfolgen. Wie wurde sie überführt? Was ist überhaupt passiert? Wie konnte es soweit kommen? Und was ist das mit Körber und ihr?

Zwar werden die Fragen geklärt, das Ende ließ mich dennoch ein wenig unvorbereitet zurück. Ich hätte gerne noch mehr gelesen!

Man lernt keinen Charakter wirklich kennen. Zwar ist das Buch nicht aus Sicht einer bestimmten Person geschrieben, erzählt aber am ehesten aus Körber's Sicht. Weder Zorzi noch Körber werden wie in den meisten anderen Büchern seelisch seziert. Der Leser ist lediglich der Beobachter. Mir persönlich hat dieser Schreibstil richtig gut gefallen!

Mein Fazit:

Erzählkunst der besten Klasse - spannend und interessant. Nur das Ende hat mich ratlos zurück gelassen.

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38 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

liebe, liebesroman, kreuzfahrt, kann, chiclit

SOS – Liebe kann schwimmen

Emma Lots
Flexibler Einband: 236 Seiten
Erschienen bei FeuerWerke Verlag, 14.02.2016
ISBN 9783945362174
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt:

Mia hat von den Verkupplungsversuchen ihrer Freundinnen die Nase gestrichen voll. Um die Sache selbst in die Hand zu nehmen, bucht sie in einer Nacht- und Nebelaktion eine Single-Kreuzfahrt durchs Mittelmeer. Das erweist sich jedoch zunächst als keine wirklich gute Idee, denn die Reise entpuppt sich als „Mallorca auf See“. Zu allem Überfluss muss sich Mia ihre Kabine auch noch mit der nervigen Quasselstrippe Nina teilen.
 Den Erfolg der Dating-Reise hat Mia eigentlich schon abgeschrieben, als sie von einem heimlichen Verehrer plötzlich kleine, süße Nachrichten erhält, die sie neugierig machen. Ein Katz- und Mausspiel beginnt, denn der mysteriöse Unbekannte scheint sich partout nicht zeigen zu wollen... (Klappentext)

Meine Meinung:

Puh, ich muss sagen, am Anfang fand ich Mia ganz schön bissig. Sympathisch war sie mir also nicht wirklich zu Beginn. Was mich allerdings gleich mitgezogen hat war der freche Schreibstil. Dieser passt nicht nur zu Mia selbst sondern auch zu der ganzen Geschichte.

Mia bucht ihre Reise spontan. Und das ist sicher auch gut so, denn so wie ich Mia einschätze hätte sie das nicht getan wenn sie sich ein wenig Gedanken dazu gemacht hätte.

Aber um so besser, um so lustiger wird es!

Kaum das Mia den Fuß aufs Schiff setzt dachte ich mir: Oh mein Gott! - Wer ließt sich denn nicht die Unterlagen durch? (Ich arbeite selbst in der Reisebranche und solche 'Kunden' sind wirklich zum ....). Ihre Zimmerkollegin muss auch ganz schrecklich sein, hallo Vorurteile!

Nachdem Mia sich dann ENDLICH ein bisschen locker gemacht hatte ging es schon rund. Seltsame Paarungsspiele, mysteriöse Verehrer, ulkige Zufälle... ich wäre so gerne live dabei gewesen (auch ohne Single zu sein zwinker).

Man liest die Geschichte in einem Rutsch durch und endet auf der letzten Seite mit einem Lächeln auf den Lippen.

Mia war mir zwar am Anfang nicht sympathisch, aber es hat Spaß gemacht von ihr zu lesen. In einem Buch muss man den Charaktere auch nicht mögen (siehe diverse Thriller) sondern Spaß dabei haben von ihnen zu lesen.

Allerdings wächst einem Mia dann doch ans Herz, ich hätte noch eine ganze Weile lang mit ihr auf dem Schiffchen verbringen können.

 Die 'Nebenrollen' bleiben zwar relativ blass, haben aber immer wieder für gute Unterhaltung gesorgt.

Mein Fazit:

Frech erzählt mit viel Humor - eine kurzweilige Geschichte die einen schmunzeln lässt. Tolle Urlaubslektüre!

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186 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 37 Rezensionen

aphasie, wiedaslichtvoneinemerloschenenstern, #lovelybox, schwester, liebe

Wie das Licht von einem erloschenen Stern

Nicole Boyle Rodtnes , Gabriele Haefs
Fester Einband: 243 Seiten
Erschienen bei Beltz, J, 29.04.2016
ISBN 9783407821041
Genre: Jugendbuch

Rezension:

INHALT

Seit Vega bei einer Feier gestürzt ist, leidet sie an Aphasie. Sie kann nicht sprechen, kaum lesen und mit noch größerer Mühe schreiben. Auch die Beziehung zu ihrer besten Freundin Ida und ihrem Freund Johan gibt ihr keinen Halt, denn sie kommen mit ihrer Krankheit nicht zurecht. Vega fühlt sich innerlich wie tot und zieht sich immer mehr zurück. Bis sie Theo trifft, der ebenfalls an Aphasie leidet und beide merken, dass sich zusammen leichter ein Weg in ein neues Leben finden lässt... (Klappentext)

MEINE MEINUNG

Als ich das Buch begann dachte ich mir: "Puh schon wieder 'kranke' Teenager die sich bei einer Selbsthilfegruppe helfen/gegenseitig retten/verlieben".

Doch schon nach wenigen Seiten konnte mich das Buch positiv überraschen. Vega liegt nicht im Sterben - versteht mich nicht falsch, aber das Thema ist bei mir erst mal durch - Vega hat Aphasie. Ich habe davon vorher tatsächlich noch nie gehört.

Mir als Vielleser, Geschichtenliebhaber und Wortfanatiker ging Vega's Krankheit sehr nahe. Auch wenn ich gerade nicht gelesen habe, habe ich darüber nachgedacht. Wie muss es sein keine Wort mehr zu haben? Eine schrecklich Vorstellung!

Ich mochte Vega von Anfang an und ich konnte ihre Wut so gut verstehen. Ihren Frust und ihre Verzweiflung. Schon nach wenigen Seiten ging mir die Geschichte wirklich nahe.

Vega glaubt sich zu erinnern dass es gar kein Unfall war, sie träumt davon gestoßen worden zu sein. Auch trifft Vega auf Theo. Die beiden begegnen sich das erste mal bei einem Workshop für Aphasie-Erkrankte.

In dem Buch begleiten wir Vega nur eine kurze Zeit in ihrem Leben, doch es ist eine wichtige Zeit. Was ist damals passiert? Hat ihr Beziehung mit Johan eine Chance? Kann Ida ihre beste Freundin bleiben - alles trotz Krankheit?

Mit Theo gemeinsam versucht Vega nicht nur zurück in ihr Leben zu finden, sondern auch wieder positiv in die Zukunft zu blicken.

Der einzige Störfaktor für mich war, dass ich viel zu früh wusste wie es ausgehen würde. Die Überraschung am Ende der Geschichte blieb aus.

Die Hauptprotagonisten sind Vega, Theo und Alma. Alle drei fand ich toll skizziert und ich konnte ihre Art und ihr Handeln gut nachvollziehen.

Vega geht mit ihrem Frust toll um wie ich finde und Theo ist ein bisschen ihr Fels in der Brandung. Er schafft es ihr den Mut zu geben den sie braucht, sicherlich auch weil er der einzige in Vegas Umfeld ist der nachvollziehen kann wie es ihr geht.

Alma ist mir auch sehr nahe gegangen. Ich habe gerne von ihr gelesen. Sie ist für mich kein schlechter Mensch, auch wenn die Situationen manchmal so aussahen.

MEIN FAZIT

Eine emotionale Geschichte über den Sieg über Frustration und Selbstmitleid und eine Krankheit die mir bisher nicht bekannt war. Stark und ergreifend erzählt.

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53 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

polen, jugendbuch, cbt verlag, zweiter weltkrieg, 2016

Anna und der Schwalbenmann

Gavriel Savit , Sophie Zeitz-Ventura
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei cbt, 29.02.2016
ISBN 9783570164044
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

Krakau, 1939. Anna ist noch ein Kind, als die Deutschen ihren Vater mitnehmen, einen jüdischen Intellektuellen. Sie versteht nicht, warum. Sie versteht nur, dass sie allein zurückbleibt. Und dann trifft Anna den Schwalbenmann. Geheimnisvoll ist er, charismatisch und klug, und ebenso wie ihr Vater kann er faszinierend viele Sprachen sprechen. Er kann Vogellaute imitieren und eine Schwalbe für sie anlocken. Und er kann überleben – in einer Welt, in der plötzlich alles voller tödlicher Feindseligkeit zu sein scheint. Anna schließt sich dem Schwalbenmann an, lernt von ihm, wie man jenseits der Städte wandert, sich im Wald ernährt und verbirgt. Wie man dem Tod entkommt, um das Leben zu bewahren. Aber in einer Welt, die am Abgrund steht, kann alles gefährlich werden. Auch der Schwalbenmann... (Klappentext)

Meine Meinung:

Auf den ersten Seiten erinnerte mich das Buch ein wenig an "Der Junge im gestreiften Pyjama" - nicht wegen der Geschichte selbst, sondern weil das Buch auch aus "Kindersicht" geschrieben ist und in der Zeit des 2ten Weltkrieges angesiedelt ist.

Anna begegnet dem Schwalbenmann und weil sie alleine ist schließt sie sich ihm an. Der Schwalbenmann ist ein sehr unnahbarer Charakter. Er lässt sich kaum einschätzten und Anna muss erst noch lernen, wie sie sich in seinem Umfeld verhalten muss.

Gemeinsam mit den beiden zieht der Leser los - eine Wanderschaft zu einem unbekannten Ziel. Die Seiten sind gefüllt mit Weisheiten des Schwalbenmannes und dem Versuch Annas die Welt in welcher sie lebt zu erklären. Das Buch ist sehr poetisch geschrieben und bringt einen dazu auch ohne erkennbare "Geschichte" weiter zu lesen.

Erst ab dem letzten Drittel der Erzählung habe ich begonnen mit Spannung weiter zu lesen. Nicht die aktionreiche Thrillerspannung, eher eine Neugier, was nun die Wanderschaft der kleinen Gruppe "bringen" soll. Erst ab dem Punkt in der Geschichte wird, für Anna als auch für den Leser, der Krieg präsent. Auf den vorher gehenden Seiten schwebt der Krieg eher über einem, als dass man ihn greifen könnte. Und plötzlich ist er allgegenwärtig.

Der Schreibstil passt perfekt zu der erzählten Geschichte. Es ist eine ruhige poetische Erzählung, die gefüllt mit Fragen ohne Antworten ist. Viele viele Dinge bleiben ungeklärt - auf der einen Seite schade, auf der anderen macht genau das den Reiz der Geschichte aus. Zur Zeit des Krieges war es völlig normal unwissend zu sein, was mit Freunden, Bekannten  oder auch Familienmitgliedern passiert war. So blieben auch viele meiner Fragen ungeklärt. Doch genau das ist der Grund warum ich sicherlich noch einige Tage über Anna und ihre Freunde nachdenken werde.

Weder Anna noch der Schwalbenmann noch sonstige Protagonisten der Geschichte waren richtig greifbar für mich. Bei nicht mal 300 Seiten ist das nicht schlimm gewesen. Man bleibt lediglich ein Betrachter, lauscht einfach nur einer schönen Erzählung. Fasziniert haben mich beide, Anna und auch der Schwalbenmann, doch anders als in vielen Büchern, habe ich keine Ahnung von den beiden im Nachhinein. Von Anna vielleicht noch ein wenig, doch von "kennen" kann hier keine Rede sein.

Mein Fazit:

Eine kindlich poetische Geschichte zur Zeit des 2ten Weltkrieges. Wundervoll erzählt mit viel Herz und vielen Fragen ohne Antworten. Lesenswert.

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(12)

24 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

missbrauch, emanzipation, afrika, farbige und weiße, frauenrechtsbewegung

Die Farbe Lila

Alice Walker , Helga Pfetsch
Buch: 212 Seiten
Erschienen bei Eder & Bach, 01.10.2015
ISBN 9783945386125
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt:

Celie schreibt Briefe - an Gott. Denn nur ihm kann die junge Schwarze das leid anvertrauen, das sie durchlebt: Als Kind vom Stiefvater jahrelang missbraucht, wird sie zur Ehe mit einem Mann gezwungen, der si zu seiner Haussklavin macht. Langsam nur gelingt es Celie, sich zu befreien... (Klappentext)

Meine Meinung:

Auf den ersten Seiten muss man sich noch an den Stil des Buches gewöhnen. Celie schreibt Briefe an Gott. In ihrer eigenen Sprache und ungeschminkt! Celies Leben ist alles andere als einfach. Ihr Leben wird bestimmt von Männern. Misshandelt und missachtet versucht sie ihr Leben so gut es geht zu leben. Die wichtigste und einzige Vertraute ist ihre Schwester Nettie, von der sie sich recht früh in ihrem Leben verabschieden muss. Ohne Aussicht auf Glück nimmt Celie ihr trauriges Leben an.

Mit jeder Seite wuchs meine Zuneigung zu Celie. Trotz ihrer Vorgeschichte öffnet sich Celie wieder. Sie findet neue Freunde. Sie beginnt ihr Leben nicht mehr hin zu nehmen. Sie beginnt sich ohne Fäuste zu wehrern.

Celies Werdegang ist faszinierend und fesselnd. Und auch Nettie taucht wieder auf. Genau genommen Briefe von ihr an ihre Schwester. Netties Leben verlief völlig anders als das von ihrer großen Schwester. Ich habe ihre Geschichte ebenfalls gespannt verfolgt.

Celie und Nettie zu begleiten ist ein emotionales Erlebnis und wird keinen Leser kalt lassen.

Nicht nur Nettie hinterließ einen bleibenden Eindruck bei mir. Auch Shug und Sofia haben es mir sehr angetan. Starke Frauen in einer Welt in welcher "nur Männer zählen". Beide geben Celie den Stoß den sie benötigt.

Ein weiterer Charakter war für mich sehr interessant: Samuel. Man kennt ihn ausschließlich aus Netties Briefen. Doch er wirkt wie der einzige anständige Mann in diesem gesamten Buch.

Mein Fazit:

Eine faszinierende und emotionale Erzählung. Eine Geschichte die man nie vergisst. Starke Charaktere in einer düsteren Zeit.

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(464)

842 Bibliotheken, 19 Leser, 1 Gruppe, 207 Rezensionen

orient, liebe, 1001 nacht, märchen, jugendbuch

Zorn und Morgenröte

Renée Ahdieh , Dietmar Schmidt
Fester Einband: 390 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 12.02.2016
ISBN 9783846600207
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

Jeden Tag erwählt Chalid, der grausame Herrscher von Chorasan, ein Mädchen. Jeden Abend nimmt er sie zur Frau. Jeden Morgen lässt er sie hinrichten. Bis Shahrzad auftaucht, die eine, die um jeden Preis überleben will. Sie stehen auf verschiedenen Seiten und könnten unterschiedlicher nicht sein ... Und doch werden sie magisch voneinander angezogen ... (Klappentext)

Meine Meinung:

Ich habe das Buch mit relativ geringer Erwartung gestartet. Völlig unvorbereitet für das was kommen würde. Zu Beginn habe ich nur mit den Namen ein wenig gekämpft. Sobald ich den Dreh mit den arabischen Namen raus hatte war ich zwischen Wüstensand und Tigeraugen gefangen!

Shahrzad hat mich sofort auf ihre Seite gezogen. Sie ist eine unglaublich tolle Protagonistin. Doch am meisten fasziniert hat mich neben dieser tollen Geschichte das Setting. Ich liebe den "alten Orient". Renée Ahdieh hat mich tatsächlich in diese Welt entführt und bis zu letzten Seite nicht mehr frei gegeben. Ein grandioses Setting, eine herzzerreisende Liebe und blutige Kämpfe - ich bin begeistert.

So viele tolle Protagonisten. Schwer sich zu entscheiden. Despina ist eine dieser super interessanten Nebendarstellerinnen. Tarik hatte auch etwas sehr fesselndes an sich. Und nicht zuletzt Shazi und Chalid! Ein tolles Sammelsurium an Personen.

Wenn mich ein Setting so fasziniert wie Chorasan dann muss es gut geschrieben sein. Ich bin über die Seiten geflogen. Ein echter Pageturner für mich. Besonders weil ich den orientalischen Flair eh sehr gerne mag.

Mein Fazit:

Ich MUSS wissen wie es weiter geht! Ein orientalisches Märchen das mich erstaunt und mitgerissen hat.

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1.017 Bibliotheken, 21 Leser, 3 Gruppen, 222 Rezensionen

fantasy, hexen, magie, witch hunter, hexenjäger

Witch Hunter

Virginia Boecker , Alexandra Ernst
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 18.03.2016
ISBN 9783423761352
Genre: Jugendbuch

Rezension:

INHALT

Als die 16-jährige Elizabeth mit einem Bündel Kräuter gefunden wird, das ihr zum Schutz dienen soll, wird sie in den Kerker geworfen und der Hexerei angeklagt. Doch wider Erwarten retten weder Caleb, ihr engster Freund und heimlicher Schwarm, noch ihr Lehrmeister Blackwell sie vor dem Scheiterhaufen. Stattdessen befreit sie in letzter Sekunde ein ganz anderer: Nicholas Perevil, der mächtigste Magier des Landes und Erzfeind aller Hexenjäger. Er lässt sie heilen und nimmt sie bei sich und den Magiern auf. Denn längst ist im Hintergrund ein Machtkampf entbrannt, und Elizabeth spielt darin eine Schlüsselrolle. Nun muss sie sich entscheiden, wo ihre Loyalitäten liegen... (Klappentext)

MEINE MEINUNG

Wegen der Länge des Buches hatte ich ein bisschen Angst ob es sich vielleicht ziehen könnte, bis man in die Geschichte rein kommt. Und ehe ich es bemerkt habe war ich auf Seite 150. Das liegt nicht nur daran das sich der Einstieg nicht besonders in die Länge zieht, sondern auch an der Aufmachung des Buches (teilweise leere Seiten zwischen den Kapiteln usw). Die Geschichte schreitet recht zügig voran und man liest gespannt weiter was passiert.

Was mir von Beginn an gleich aufgefallen ist, der Klappentext verrät nicht zu viel über die Geschichte. Das ist wirklich mal eine tolle Abwechslung. So kann einen noch jede Seite überraschen. Ich hatte keine Ahnung wo das alles hinführen sollte. Um so schneller flog ich durch die Seiten.

Und so bin ich schwups durch das Buch gerauscht. Wir begeben uns auf eine Suche gemeinsam mit der Hexenjägerin und ihren "Zauberer"-Freunden. Ich hab das ein oder andere mal schmunzeln müssen, Elisabeth ist wirklich eine sehr unterhaltsame Person. Ich konnte mir die Welt in der sie unterwegs sind gut vorstellen und hatte gar kein Zeitgefühl mehr beim Lesen.

Das Ende hat mich ehrlicherweise ein bisschen verwirrt. Ich denke ich werde die Seiten nochmal in Ruhe lesen müssen um zu merken wo Illusion und Realität aufeinander treffen.
Ich war sicherlich einfach zu neugierig wie es ausgeht, das ich die Seiten nur noch verschlungen habe.

Ich bin gespannt wie es weiter geht, einen kleinen Ausblick liefert die englische Beschreibung von Teil 2. Auf jeden Fall bin ich sofort wieder bereit in diese Welt ein zu tauchen!

Mir gefiel die Liebesgeschichte des Buches, wobei diese wirklich nicht im Vordergrund steht. Ich habe auch erst mal ein bisschen gebraucht bis ich mir sicher war, auf welche Konstellation das hinauslaufen soll.

 Die Hauptcharaktere der Geschichte haben mir alle toll gefallen. Besonders Fifer wuchs mir über die Zeit ans Herz. George blieb ein bisschen blass in meiner Vorstellung. Um so deutlicher sah ich aber John. Ach John! (Ich muss auf jeden Fall seine Vorgeschichte lesen - The Healer)

Elisabeth hat mir auch gut gefallen. Besonders ihre Art war für die Geschichte glaubhaft meiner Meinung nach. Sie ist nicht besonders kindisch und völlig eingeschüchtert von allem.

MEIN FAZIT

Leichte und unterhaltsame Fantasy-Story! Ich mochte die Welt in der sie spielt als auch die Charaktere. Freue mich auf Teil 2!

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(29)

79 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

jugendbuch, liebe, rebel belle, freundschaft, paladin

Rebel Belle

Rachel Hawkins
Fester Einband: 345 Seiten
Erschienen bei PUTNAM CHILDREN, 08.04.2014
ISBN 9780399256936
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Inhalt:

Harper Preis, war quasi schon als Homecoming Qeen geboren. Nach einem seltsamen Zusammentreffen, mit einem Hausmeister und einem Lehrer, beim Tanz hat Harper plötzlich unglaubliche Fähigkeiten, Harpers Schicksal nimmt eine seltsame Wendung. Sie wird ein Paladin.

Gerade als das Leben nicht mehr verrückter werden kann findet sie heraus wenn sie beschützen muss: David Stark, Schulreporter und Harpers Kindheitsfeind. Und es wird noch komplizierter, als Harper bemerkt dass sie Gefühle für David entwickelt und sein Schicksal die Welt zerstören könnte... (meine eigene freie Übersetzung des Englischen Klappentext)


Meine Meinung:

Der Einstieg in die Geschichte ist einfach genial witzig. Harper steht kurz davor zur Homecoming Queen gekrönt zu werden. Fatalerweise fehlt Harper etwas ganz ganz super wichtiges! Lipgloss. Und damit nimmt alles seinen Lauf. Harper ist quasi zur völlig falschen Zeit am noch viel "falscheren" Ort. Danach ist Harper ausgestattet mit Superkräften und einem neuen Leben dass sie so absolut nicht haben will.

Ich fand es einfach großartig dass man direkt ins Geschehen hinein geworfen wird. Kein langes Vorspiel. Bammmm hier ist Harper und Harper ist kickass!

Ich habe die Geschichte um Harper Jane Price geliebt. Mit ihr dieses Abenteuer zu erleben (dass THANK GOD noch weiter geht) hat unglaublich viel Spaß gemacht.

Die Sprach in dem Buch ist sehr einfach und man kann der Geschichte sehr gut folgen, auch wenn man vielleicht ein zwei Wörter nicht direkt mit der passenden Vokabel verbinden kann.

Mir gefiel die Mischung aus verschiedenen Mystery Elementen, wir haben Wonderwoman, Hexen, Orakel und ganz normale Teenager. Das ganze gepaart mit einer tollen Story voll Power, Action, Liebe, Teenagertragödien und einer guten Portion Humor - einfach gute Leseunterhaltung!

Das Ende hat mich noch mal richtig umgehauen. Es passiert so viel und ich bin kaum noch zum Luftholen gekommen! Um so gespannter bin ich auf Part 2 der Serie denn: ICH.MUSS.WEITER.LESEN.

Was die Charaktere angeht bin ich absolut begeistert. Wobei ich mir vorstellen kann das manche vielleicht nicht warm werden mit Harper.

Ich bin ein absoluter Harper Fan! Warum?

Harper steht zu sich selbst.

Nehmen wir mal ein paar nervige Protagonisten-Charakter-Eigenschaften:

1. Mädchen findet sich hässlich obwohl sie ach so wunderhübsch ist.
Harper weiß das sie optisch viel zu bieten hat.

2. Mädchen hat nur Bücher als Freunde oder/und eine supernerdige BFF.
Harper ist in einer coolen Mädchenclique.

3. Mädchen ist schüchtern, hat aber ein Herz aus purem Gold.
Harper weiß dass sie die Königin der Schule ist und manchmal auch mal falsche Entscheidungen trifft.

Das alles mag sich erst mal vielleicht ein wenig unsympathisch anhören, aber mal ehrlich: MÄDELS DÜRFEN SELBSTBEWUSST SEIN! Und das ist Harper. Sie ist kein Mauerblümchen dass erst mal männliche Bestätigung braut um ein wenig aus dem Schneckenhaus zu kommen.

Und genau das habe ich an ihr als Charakter so geschätzt und deshalb hatte ich so viel Spaß mit der Geschichte.

Mein Fazit:

Action, Liebe, Magie - eine toughe Homecoming Qeen die sich nicht unterkriegen lässt. Tolle Unterhaltung die jetzt schon auf Teil 2 neugierig macht.

  (2)
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(153)

263 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 122 Rezensionen

liebe, schwangerschaft, andy jones, zwei für immer, zwillinge

Zwei für immer

Andy Jones , Teja Schwaner , Iris Hansen
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Rütten & Loening Berlin, 25.01.2016
ISBN 9783352006647
Genre: Liebesromane

Rezension:

Meine Meinung:

Zu Beginn war ich der festen Überzeugung wie es in dieser Geschichte ablaufen würde. Romantisch, schmachtende Liebe, unterhaltsame Wortgefechte, lustige Missverständnisse und das große Happy End.
Was soll ich sagen - ich lag falsch.

Als ich mit dem Lesen begann war ich noch total entspannt. Fisher und Ivy waren süß zusammen. Doch schon bald liegt ein Schatten über der Geschichte, welcher bis zum Ende hin nicht verschwand. In Erwartung einer süßen Liebesgeschichte war es erst mal eine Umstellung auf das was dann wirklich kam. Eine Geschichte über eine Beziehung. Eine ganz normale Beziehung. Nicht im Sinne von "normal, das passiert jedem" sondern "normal, ohne filmreife Wendungen, herzzerreissende Geständnisse, dramatische Missverständnisse".

Leider leider fiel es mir super schwer Zugang zu den Protagonisten zu finden. Ich wollte sie manchmal einfach schütteln und schreien. Die beiden ziehen alles quasi von hinten auf. Ich habe richtig gespürt das die beiden sich eigentlich gar nicht kennen. Kein Wunder bei zwei Wochen Bekanntschaft. Um so schwerer fiel es mir die tiefe Liebe nachzuempfinden.

Damit will ich nicht gleich sagen dass Liebe (besonders) in Büchern immer logisch und nachvollziehbar sein muss. Aber irgendwie sprang der Funke nicht über.

Nichts destotrotz sausten meine Augen nur so über sie Seiten, den ich wollte wissen was passieren wird.

Mein klarer Favorit ist natürlich wieder mal der speziellste Charakter der Geschichte: El. Er war der Einzige, dessen Geschichte mir wirklich nahe ging. Durch ihn bzw. ihre Freundschaft wurde Fisher für mich auch wesentlich sympathischer. Ivy blieb mir von der ersten Seite bis zur letzten fern. Ich habe mich für sie gefreut, mit ihr gelitten, aber so wirklich erreicht hat sie mich nicht. Auch weil ihr ihr Verhalten oft unnötig fand.

Mein Fazit

Ansich eine schöne Geschichte deren Charaktere mich leider nicht so packten wie ich es mir gewünscht habe.

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86 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 65 Rezensionen

jane austen, liebe, northanger abbey, edinburgh, val mcdermid

Northanger Abbey

Val McDermid , Doris Styron
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 11.01.2016
ISBN 9783959670180
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt:

Lesen ist gefährlich! Zu gern verliert die 17-jährige Pfarrerstochter Cat Morland sich in der Welt der Bücher und träumt von aufregenden Abenteuern – die sie in ihrer Heimat im ländlichen Piddle Valley leider niemals finden wird. Zum Glück darf sie zu einem Kulturfestival nach Edinburgh reisen, wo sie sich in den jungen, aufstrebenden Rechtsanwalt Henry Tilney verliebt. Als er sie auf seinen schönen, aber düsteren Familiensitz Northanger Abbey einlädt, fühlt sich Cat jedoch plötzlich in einen ihrer geliebten Gruselromane versetzt. Denn in dem alten Gemäuer lauern die Schatten der Vergangenheit hinter jeder Ecke und die Anzeichen verdichten sich, dass ein schreckliches Verbrechen geschehen ist …  (Klappentext)

Meine Meinung:

Ich habe mich mit dem Einstieg sehr schwer getan. Ja, es geht um Northanger Abbey. Ja, es war als modern angekündigt. Ich hatte allerdings nicht erwartet dass diese moderne Geschichte in dem klassischeren Jane-Austen-Schreibstil neuerzählt wird. Und trotz der "Anpassung" an das Original, fehlte für mich der charmante Humor von Austen. So musste ich mich erst einmal Seite für Seite durchkämpfen, ohne dass sich Lesefreuden einstellten.

Die Geschichte selbst fand ich eigentlich ganz nett gedacht. Doch stimmte das Gesamtbild einfach nicht. Auf der einen Seite der Versuch Jane Austens Schreibstil nachzuahmen, auf der anderen Seite der für Val McDermid typische Krimi/Thriller-Stil.

Vielleicht stimmt hier das Sprichwort: Schuster bleib bei deinen Leisten.

Der Grundgedanke hat mir gefallen: Dem Ganzen einen spannenden Touch mit mysteriösen Gestalten zu geben ist toll. Ab dem Zeitpunkt als Cat in Northanger Abbey landet nimmt die Geschichte ein wenig Fahrt auch und gefiel mir besser. Doch ab da wich sie auch am meisten vom Original ab.

Was mir besser gefallen hätte, wenn man die Erzählung in der Originalzeit gelassen und die Geschichte mit ein wenig Mystery gewürzt hätte. Aber das ist nur mein Gefühl!

Cat war für mich im Gegensatz zum Original nicht greifbar. Henry und Bella waren ganz nett ausgeschmückt und wichen auf eine positive Art von den Originalen ab. Wenn man allerdings mit der Protagonistin nicht warm wird hilft auch keine nette Nebenrolle.

Mein Fazit:

Ich tue mich ehrlicherweise schwer genau zu sagen was mich an dem Buch gestört hat. Da lässt sich nicht genau mit dem Finger drauf zeigen. Ich bin ein Jane Austen Fan und ich bleibe lieber beim Original was Northanger Abbey angeht. Hier wurden zu viele Ideen vermischt für meinen Geschmack.

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125 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 41 Rezensionen

familie, frauke scheunemann, humor, witwe, ziemlich unverbesserlich

Ziemlich unverbesserlich

Frauke Scheunemann
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Page & Turner, 09.03.2015
ISBN 9783442204144
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt:

Nikola Petersen steht mit beiden Beinen im Leben und ist genau das, was Großmütter so gern als »patent« bezeichnen. Die Anwältin und Mutter von zwei Kindern betreibt gemeinsam mit ihrem Kollegen Alexander Warnke eine kleine Kanzlei im quirligen Hamburger Karolinenviertel. Ihr Privatleben allerdings ist höchstens deshalb quirlig, weil sie versucht, ihren Alltag zwischen Büro und Elternabend irgendwie in den Griff zu bekommen. Schon früh verwitwet, kann sie dabei auf tatkräftige Unterstützung durch ihre Schwiegermutter Gisela zählen... (Klappentext)

Meine Meinung:

Das Buch startet gleich mal mit unglaublichem Wortwitz! Ich habe mich schon auf den ersten Seiten wohl gefühlt mit Nikola und Co. Erst mal werden die Fronten geklärt und ich schloss schon die ersten Leute ins Herz. Nikola muss, eher unfreiwillig, eine Verteidigung übernehmen die so gar nicht in ihre Familienrecht-Kompetenzen passt. Zwei charmante Italiener dealen "angeblich" mit Drogen. Beide beteuern nichts davon gewusst zu haben. Jetzt heißt es die Wahrheit herausfinden! Dazu braucht es auch ein paar unkonservative Ermittler.

Der Fall mag das Grundkonstrukt der Geschichte sein, doch spielt sich im Hause Petersen noch viel mehr ab als das. Ob nun Schwiegermutter, pubertierendes Töchterchen, kranker kleiner Knirps oder sabberndes Flöckchen. Jeder hat seinen verdienten Auftritt. Es macht einfach richtig Spaß Nikola in ihrem Alltag zu begleiten.

Jeder hatte eine symphatische Seite. Besonders Simon Rupprecht ist für mich ein unterschätzter Chameur. Doch nicht nur er, Nachbar Feddersen ist auch ein ganz besonderes Kalieber, er brachte mich immer wieder zum schmunzeln.

Frauke Scheunemann ist auf jeden Fall eine großartige Erzählerin. Ich konnte mir das Buch so gut als Film vorstellen ("Hallo Sat1! Interesse?"). Mit viel Wortwitz, tollen schlagfertigen Diskussionen und ganz menschlichen Reaktionen erzählt die Autorin eine super süße Geschichte, sogar mit einem kleinen Touch Spannung.

Mein Fazit:

Witzig, süß und Kopfkino. Wer leichte Unterhaltung in einem deutschen Roman sucht sollte sich dieses Buch auf jeden Fall mal anschauen.

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142 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 47 Rezensionen

siamesische zwillinge, zwillinge, familie, jugendbuch, usa

Eins

Sarah Crossan , Cordula Setsman
Fester Einband: 424 Seiten
Erschienen bei mixtvision, 29.01.2016
ISBN 9783958540576
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

Tippi und Grace sind Zwillinge, Schwestern, die enger miteinander verbunden sind, als andere Geschwister. Sie sind an der Hüfte zusammengewachsen und teilen sich einige innere Organe.

Doch nicht nur körperlich sind sie eine Einheit – sie sind Seelenverwandte und ihre Herzen schlagen buchstäblich füreinander.
Eine bewegende Geschichte, die aufzeigt, was es bedeutet, ein Individuum zu sein, und noch wichtiger, was es heißt, einen anderen Menschen zu lieben..... (Klappentext)

Meine Meinung:

Die Leseprobe (bei vorablesen.de) hat mich so neugierig gemacht auf das Buch. Eine Erzählung im Poesie-Format. Unglaublich ineressant. Auf den ersten Seiten habe ich mich dann allerdings gefragt: Kann ich ein ganzes Buch so lesen?
Die Antwort ein paar Seiten später: Ja ich kann!
Grace hat mich so schnell überzeugt. Ich fand ihre Erzählung von Beginn an sehr interessant und sobald ich meinen Lesefluss gefunden hatte war ich emotional völlig gefesselt von den Schwestern.

Grace erzählt von ihrem Leben mit ihrer Zwillingsschwester. Die beiden verschmelzen zu einem Körper ab der Hüfte. Grace und Tippi sind zwei verschiedene Menschen, mit verschiedenen Persönlichkeiten, verschiedenen Gedanken, verschiedenen Interessen. Grace liest, Tippi schaut gerne Filme, Grace ist ruhig, Tippi sagt was sie denkt. Eigentlich zwei normale Teenager. Doch sie sind siamesiche Zwillinge und ihr Leben ist für mich als (zu dem Thema völlig unwissenden) Leser unglaublich interessant.

Immer wieder habe ich mich fast schuldig gefühlt so normal zu sein. Die beiden werden immer angestarrt, es werden Bilder gemacht, es wird getuschelt - sie stehen immer im Rampenlicht (auf eine traurige Weise).

Mich hat das ganze Buch über die Hoffnung begleitet, sollte mich das Leben mal auf die Probe stellen, dass, falls ich mal besondere Menschen treffe, ich genau so offen sein kann wie die wenigen Personen die Tippi und Grace mit offenen Armen empfangen.

Für mich wichtig: Es ist kein Sicklit Buch! (Was ist Sicklit? Klick)
Es ist kein Buch über Krankheit, es es ein Buch über zwei Schwestern.

Die Definition mag zu Sicklit passen und doch ist es etwas anderes für mich.

Der Schreibstil ist etwas ganz besonderes an diesem Buch. Auch wenn es eine normale Erzählung ist, ist alles im Gedichtformat. Absätze mitten im Satz. Zeilen mit einzelnen Wörtern. Absätze, Einrückungen, Seiten mit nur 5 Wörtern. Allerdings ist es nicht in "Reihmform". Wie ich schon geschrieben hatte, war ich mir erst nicht sicher ob ich mich an diese Art zu schreiben, bzw zu lesen, gewöhnen kann. Doch sobald ich in die Geschichte abtaucht war, bemerkte ich die Schreibweise nicht mal mehr. Vielleicht sogar das Gegenteil, die Schreibweise unterstütz die Geschichte regelrecht.

Mein Fazit:

Ein außergewöhnliches Buch! Emotional ergreifend und absolut lesenswert. Die Geschichte von Tippi und Grace wird mich noch lange begleiten.

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