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Planspiel Beta-Atlantis

Hedy Loewe
Flexibler Einband: 312 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 12.11.2018
ISBN 9783748168805
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt:

Die Menschen wollen das größte soziologische Experiment starten, indem sie den Planeten Beta-Atlantis für ein Rollenspiel nutzen. So wollen sie, die dort lebenden Ichtyos und ihre Lebensweise kennenlernen, so dass sie in Zukunft gemeinsam friedlich auf dem Planeten leben können.

Doch was anfangs gut läuft, entwickelt sich immer mehr zu einer tickenden Zeitbombe, denn nicht alle Menschen sind wirklich an einer friedlichen Koexistenz interessiert und auch die Ichtyos sind nicht das, was sie vorgeben zu sein.

Auch Captain Skye Collins spürt diese Veränderung und macht sich große Sorgen, vor allem als er die verletzte Juniya findet und aufnimmt. Was ist der jungen Frau passiert und wieso ist sie so anders? Vielleicht ist sie ja der Schlüssel zum Frieden zwischen den Lebewesen. Doch während Skye und Juniya sich immer näher kommen, taucht ein neuer Feind im Spiel auf. Ein Feind, der im Verborgenen agiert und der Beta-Atlantis für immer verändern könnte … .

Meine Meinung:

Von Hedy Loewe wollte ich schon lange mal etwas lesen und dieses Buch klang endlich mal nach etwas anderem und nicht dem üblichen Fantasy-Gedöns. Deshalb freute ich mich sehr aufs Lesen und stürzte mich gleich in dieses Abenteuer.

Gleich zu Beginn lernt man Captain Skye kennen und ich hatte wirklich das Gefühl, in der Vergangenheit gelandet zu sein: Es gibt Schiffe und Flotten und von Technik und Fortschritt scheint auf Beta-Atlantis nichts spürbar zu sein. Doch das gehört alles zum Experiment, denn eigentlich ist es ein riesiges Spiel, das auch über Computer geregelt wird. Für mich war es anfangs etwas schwer, mir die Welt vorzustellen, gerade wegen dem, was „Spiel“ und was „Realität“ ist. Ich hatte da so meine Schwierigkeiten die beiden auseinanderzuhalten und auch die Rollen der verschiedenen Charaktere zu sortieren. Deshalb war der Einstieg für mich nicht ganz so einfach. Vor allem, da auch noch viele verschiedene Charaktere eine wichtige Rolle spielen und die Sichtweise, aus der die Geschichte erzählt wird, häufig wechselt. Doch hat man mal alles sortiert, ist das Buch wirklich genial aufgemacht. Gerade das Wechselspiel aus „Experiment“, also Fiktion und Wirklichkeit fand ich sehr spannend. Es war richtig interessant, wie Hedy Loewe ihre Schachfiguren in Position bringt.

Die Protagonisten gefielen mir auch auf Anhieb wirklich gut. Sie scheinen sofort in gut und böse eingeteilt werden zu können, aber irgendwie hege ich den Verdacht, dass es am Ende dann doch nicht so einfach sein wird. Jedenfalls habe ich schon meinen Favoriten: Captain Skye Collins. Ein Typ zum Verlieben. Zwar scheint er unnahbar zu sein, aber er gehört definitiv zu den Guten und das merkt man sofort. Er kümmert sich um seine Mannschaft und schaut auch bei Ungerechtigkeiten nicht weg. Dabei hat er stets ein sehr feines Gespür und merkt deshalb auch schnell, dass sich im Spiel etwas verändert hat, auch, wenn er es noch nicht richtig greifen kann. Er ist klug, einfühlsam und hat das Herz auf dem richtigen Fleck. Also genau der richtige Mann für mich ;) Doch auch Juniya ist sehr geheimnisvoll und interessant. Über ihre Vergangenheit erfährt man nur wenig und auch, warum sie auf Beta-Atlantis ist. Trotzdem ahnt man sofort, dass da mehr dahintersteckt und ich freue mich schon darauf, das große Ganze zu entdecken. Auch die Liebesgeschichte mochte ich. Es ist nicht sofort Liebe auf den ersten Blick und es wird auch wenig davon gesprochen, dass die beiden sich über alles lieben, sondern die Gefühle entwickeln sich langsam und können deshalb gut nachvollzogen werden.

Neben den beiden Hauptdarstellern gibt es aber auch jede Menge andere spannende Charaktere. Vor allem die Ichtyos haben es mir sehr angetan. Da hat Hedy Loewe wirklich mal eine neue interessante Spezies erschaffen und ich sog jedes Detail sofort in mich auf. Ich fragte mich unweigerlich, wie wohl das Zusammenleben mit ihnen sein würde und ob das Experiment gelingen könnte. Irgendwo hat das Ganze trotz dem Fantasyanteil doch auch eine gewisse Verbindung zu unserem Leben. Schließlich gibt es immer wieder Menschen, die sich anderen überlegen fühlen und sich deshalb einfach deren Land nehmen wollen. Ich fand es jedenfalls toll, dass mich die Story hinter dem Buch auch etwas zum Nachdenken gebracht hat.

Während in diesem ersten Band erst einmal alle Schachfiguren in Stellung gebracht werden, spitzen sich die Ereignisse immer mehr zu und am Ende ist man sich sicher, dass es in den Folgebänden noch ordentlich „krachen wird“. Trotz allem hatte das Buch für mich keinerlei Längen, die Spannung baut sich stetig auf und die vielen Entwicklungen und Beziehungen zwischen den Charakteren sorgen zusätzlich dazu, dass man an den Seiten klebt, weil man einfach wissen möchte, was noch passiert bzw. wie es weitergeht. Ich war jedenfalls viel zu schnell durch und bin vor allem nach dem Ende schon sehr gespannt, wie es weitergehen wird.

Fazit:

Ja, dieses Buch hält wirklich, was der Klappentext verspricht: Es ist anders, erfrischend, neu. Es gibt nicht diese typischen Klischees und wenn man erst einmal alle Informationen und Charaktere sortiert hat, klebt man förmlich an den Seiten, um den Entwicklungen der Geschichte zu folgen. Ich war jedenfalls total begeistert von diesem originellen Abenteuer. Begebt euch mit Captain Skye Collins auf die Reise und taucht ein in eine spannende, vielschichtige und absolut lesenswerte Geschichte.

 

Von mir bekommt das Buch 4,5 Punkte von 5.

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Die Magie der Farben

Stefanie Hohn
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Tinte & Feder, 11.09.2018
ISBN 9782919802814
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt:

Paul Tissu besitzt einen Stoffladen, den er von seinen Eltern geerbt hat. Doch seine  wahre Leidenschaft ist das Malen. Diese übt er jedoch nur heimlich in seinem Keller aus.

Als eine junge Frau eines Tages seinen Laden betritt, holt ihn die Vergangenheit ein. Die Frau sieht aus wie seine große Jugendliebe Aurelie. Aber wie ist das möglich? Ist sie nach all den Jahren doch zu ihm zurückgekehrt?

Paul stellt sich endlich seiner Vergangenheit, was jedoch nicht nur Folgen für seine Gegenwart hat … .


Meine Meinung:

Das Cover ist ein echter Hingucker, was nicht zuletzt an dem kräftigen Grünton liegt, welcher mich magisch angezogen hat. Doch auch der Klappentext klingt richtig interessant, so dass ich einfach zu diesem Buch greifen musste.

Paul Tissu ist ein 50jähriger Mann, der den Tag über gemeinsam mit seiner Frau in seinem Stoffladen arbeitet, den er von seinen Eltern geerbt hat, der nachts jedoch heimlich seiner wahren Leidenschaft nachgeht: Der Malerei.

Die Malerei hat überhaupt einen sehr hohen Stellenwert in diesem Buch. Stefanie Hohn beschreibt Pauls Liebe zu den Farben so lebendig, dass man sie aus jedem Satz herauslesen kann. Schon seit seiner Kindheit ist das Malen geradezu ein Zwang, den er jedoch nicht einfach so ausleben kann, da die Kunst in seiner Familie nicht angesehen ist. Für seine Eltern ist von Anfang an klar, dass er einmal ihren Stoffladen übernehmen wird. Deshalb kommt ein Kunststudium auch nicht in Frage. Paul fügt sich diesen Wünschen, ohne großartig für seinen Traum zu kämpfen. Überhaupt wächst er zu einem sehr angepassten, jungen Mann heran, der nie nach Höherem strebt. Er denkt, er wüsste, wo sein Platz ist und fügt sich stumm diesem Schicksal. Mir war er dadurch nicht unsympathisch, aber ich fand es trotzdem fast ein bisschen traurig, dass er nicht mehr für sich wollte.

Aurelie lernt er schon während seiner Schulzeit kennen und verliebt sich auf den ersten Blick in sie. Doch auch hier hält er sich brav im Hintergrund. Das Mädchen scheint ihm immer unerreichbar. Selbst, als sie von sich aus auf ihn zugeht, spielt er nur die Rolle des guten Freundes und bleibt immer in der zweiten Reihe und das obwohl man stets herauslesen kann, wie sehr er Aurelie liebt, ja, sie geradezu vergöttert. Einerseits verstand ich Paul da sehr gut: Er hebt sie auf ein Podest, auf das er selbst einfach nicht passt. Andererseits macht ihn das auch richtig blind gegenüber Aurelie, wie sie wirklich ist, was sie fühlt und welche Signale sie sendet. Das fand ich geradezu tragisch und es brachte eine melancholische Stimmung in das Buch, die jedoch nicht zu erdrückend ist, so dass sich das Buch trotzdem gut lesen lässt.

Ich fand es richtig schön, welchen Gegensatz Stefanie Hohn mit ihren beiden Protagonisten erschafft: Da ist einerseits der ernste, vernünftige und bodenständige Paul und andererseits die lebensfrohe, fröhliche und etwas verrückte Aurelie. So sieht man es zumindest, wenn man nur die Oberflächlichkeiten betrachtet. Doch das Buch geht viel tiefer und wenn man sich darauf einlässt und hinter die Fassade blickt, bekommt man eine sehr emotionale und berührende Geschichte, die einen nicht mehr loslässt. Es geht um Träume, um Leidenschaft, das Schicksal, Entscheidungen, um Schuld und Wiedergutmachung, um Freundschaft, Liebe, Erwartungen, Enttäuschungen und die Frage, was man am Ende aus seinem Leben macht. Mich hat die Autorin mit ihrem Buch wirklich sehr bewegt und am Ende sogar zum Weinen gebracht, so sehr konnte ich mich hineinfühlen.

Fazit:

Mit „Die Magie der Farben“ hat Stefanie Hohn ein Buch geschaffen, das mich sehr bewegt hat. Blickt man hinter die Fassade der Protagonisten bekommt man so viel mehr als nur eine tragische Liebesgeschichte. Es geht um Träume, um Leidenschaft, das Schicksal, Entscheidungen, um Schuld und Wiedergutmachung, um Freundschaft, Liebe, Erwartungen, Enttäuschungen und die Frage, was man am Ende aus seinem Leben macht. Ein sehr tiefgründiges und emotionales Werk, das mich am Schluss sogar zum Weinen gebracht hat.

 

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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Das Schicksal des Winters

Lilly London
E-Buch Text: 527 Seiten
Erschienen bei null, 21.11.2018
ISBN B07JKGYHKF
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Inhalt:

Maila lebt hoch in den Bergen in Skandinavien und fristet dort ein einsames Leben inmitten von Schnee und Eis.

Einst wurde sie von einer bösen Hexe verflucht und darf sich deshalb keinem Menschen nähern. Bis jetzt hat die junge Frau immer tapfer durchgehalten, doch dann klopft ein verirrter Wanderer an ihre Tür und sucht Zuflucht vor einem Schneesturm.

Schnell beginnt Maila sich in Gesellschaft von Ko wohlzufühlen und genießt es, nicht mehr allein zu sein. Doch Ko kann nicht bleiben, im Gegenteil, er muss so schnell wie möglich wieder verschwinden, bevor er noch rausfindet, wer Maila wirklich ist und was es bedeutet, in ihrer Nähe zu sein … .

Meine Meinung:

Als ich hörte, dass es eine Adaption zur Schneekönigin geben würde, war ich sofort Feuer und Flamme. Ich liebe Märchen und folglich auch Märchenadaptionen, deswegen war dieses Buch natürlich ein absolutes Must-Have für mich.

Zu Beginn des Buches erhält man eine kleine Einführung in das Thema Elfen, Märchen und Wechselbälger und da diese Themen eine wichtige Rolle in der Geschichte spielen, fand ich es toll, dass man vorab ein paar Informationen bekommt.

Im Anschluss springt man direkt in das Leben von Maila und lernt ihre beiden Elfen Röckchen und Flöckchen kennen, von denen ich sofort richtig begeistert war. Diese beiden sind so wundervoll. Sie sind einzigartig und liebenswert und bringen einiges an Humor in die Geschichte, was sicher daran liegt, dass die beiden ganz unterschiedlich sind und sich immer wieder in die Haare kriegen.

Auch Maila selbst ist eine ganz außergewöhnliche Protagonistin. Ich liebe ja starke Heldinnen, aber diese junge Frau setzt noch einen drauf. Sie hat ein wirklich gutes Herz, was sie von Anfang an beweist. Selbst als sie verflucht wird, denkt sie zuerst an andere und dann an sich.  Und dabei muss sie immer wieder Rückschläge einstecken und trotzdem geht sie weiter ihrer wichtigen Aufgabe nach. Selbstverständlich hinterlässt das seine Spuren auf Mailas Seele und doch ist sie in meinen Augen eine bemerkenswert starke junge Frau und ich konnte gar nicht anders, als sie zu bewundern. Lilly London hat mit ihr wirklich eine einzigartige Persönlichkeit geschaffen, der man gerne nacheifern möchte.

Ko, den männlichen Part, konnte ich dagegen nicht so ganz greifen. Er hatte für mich zu viele Geheimnisse, blieb etwas blass und undurchsichtig. Obwohl er einen guten Gegenpart zu Maila bildet, war ich bis zum Ende nicht so ganz von ihm überzeugt.

Die Geschichte selbst ist sehr vielfältig. Zum einen ist sie vor allem durch Flöckchen und Röckchen sehr humorvoll und auch durch die Begegnungen von Ko und Maila bekommt sie eine Leichtigkeit und macht richtig Spaß. Zum anderen hat sie aber auch eine sehr ernste und fast schon düstere Seite. Mir gefiel dieses Gleichgewicht sehr gut, weil der Humor die Schwermütigkeit wieder ausgleicht, so dass die Geschichte nicht zu deprimierend wird, aber doch auch ernste Seiten aufzeigt. Eigentlich hätte ich ja erwartet, hier einfach eine locker-leichte Liebesgeschichte zu bekommen, doch dieses Buch bietet viel, viel mehr.

Besonders der innere Zwiespalt von Maila wurde von der Autorin sehr gut hervorgehoben. Die Frage, wie weit man aus Rache gehen darf, ob man gegen sein Schicksal ankämpfen kann und ob ein Opfer gerechtfertig ist, um andere zu retten. Es hat mich wirklich sehr nachdenklich gemacht, denn auch, wenn es ein Märchen ist, lässt sich doch auch einiges auf das reale Leben übertragen, was ich sehr schön fand. Ich mag es sehr, wenn mich Bücher zum Nachdenken bringen und das tut „Das Schicksal des Winters“ definitiv.

Während Lilly London viel Zeit und Mühe für die Entwicklung von Maila aufwendet und sowohl der innere Zwiespalt, als auch die Begegnung zwischen Ko und der jungen Frau viel Raum in der Geschichte einnehmen, werden andere Aspekte nur kurz angerissen und gingen mir auch etwas zu schnell. Für die ein oder andere Begebenheit hätte ich mir persönlich eine andere Lösung gewünscht, aber da das nur Nebenaspekte waren, kann man darüber gut hinwegsehen.

In dieser Märchenadaption gibt es nicht nur Parallelen zum Originalmärchen „Die Schneekönigin“ von Hans Christian Andersen, sondern auch zur „Eiskönigin“ von Disney. Eine wirklich spannende Mischung.

Fazit:

Mit „Das Schicksal des Winters“ hat Lilly London eine wirklich schöne Märchenadaption geschaffen. Sie hat sowohl eine ernste, als auch eine humorvolle Seite, so dass es ein tolles Gleichgewicht gibt. Die Autorin versteht es sehr gut, tiefgründige und einzigartige Charaktere zu erschaffen und sie in eine spannende und interessante Handlung einzuweben. Mich konnte sie mit ein paar wenigen Ausnahmen, mit ihrer Geschichten wirklich überzeugen. Wer Märchenadaptionen mag, darf sich diese auf keinen Fall entgehen lassen.

Von mir bekommt das Buch 4 Punkte von 5.

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62 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

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Götterherz (Band 1)

B. E. Pfeiffer
Flexibler Einband: 362 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 09.11.2018
ISBN 9783038960133
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt:

Penelope verbringt gemeinsam mit ihrer Familie den Urlaub in Griechenland. Doch seit sie dort angekommen ist, plagen sie seltsame Albträume von einer Arena voller Monster, in der sie um ihr Leben kämpfen muss. Zum Glück wird sie stets von einem jungen Mann mit grünen Augen gerettet.

Als sie diesem jedoch auch im wahren Leben begegnet, verlagern sich ihre Albträume zu Ohnmachtsanfällen, die immer schlimmer werden. Schnell hat sie das Gefühl, dass es jedoch weniger Träume, als viel mehr Erinnerungen sind. Erinnerungen an ein früheres Leben.

In diesem spielte eine Liebesgeschichte eine große Rolle, denn sie hatte sich in einen Gott verliebt und wünschte sich nichts mehr, als die Unsterblichkeit, um für immer mit ihm zusammen sein zu können. Leider war nicht jeder begeistert von ihren Gefühlen und welcher Feind kann schlimmer sein, als ein rachsüchtiger Gott, der seinem Bruder die Liebe nicht gönnt?

Meine Meinung:

Ich muss gestehen, obwohl es gerade zu einem Trend zu werden scheint, Geschichten über Götter zu schreiben und ich solchen Trends gegenüber meist sehr skeptisch bin, liebe ich doch Geschichten über die Mythologie. Deshalb musste ich dieses Buch von B.E. Pfeiffer auch unbedingt lesen.

Die Idee ist auch wirklich großartig. Ich mochte es total, dass die Autorin die Götterwelt mal ein bisschen auf den Kopf stellt und jedem eine neue, etwas andere Rolle zuschreibt. In allen Filmen und Büchern, die ich bis jetzt gelesen und gesehen habe, ist Zeus immer der Gute, der Göttervater, der alle zusammen- und die Welt im Gleichgewicht hält. Da fand ich es einmal richtig erfrischend, dass B.E. Pfeiffer mit diesem Klischee bricht und er mal nicht als strahlender Held hervorgeht. Das macht die Geschichte auf jeden Fall originell und gefiel mir deshalb richtig gut.

Auch die Liebesgeschichte konnte ich unter den gegebenen Umständen besser nachvollziehen und akzeptieren. Ich bin da ja häufig skeptisch, wenn es darum geht, dass zwei Menschen füreinander bestimmt sind oder allzu schnell von Liebe sprechen. Doch diesen Umstand hat die Autorin durch ihre Geschichte geschickt ausgehebelt und damit selbst mir den Wind aus den Segeln genommen, so dass ich tatsächlich mit den beiden mitfiebern konnte und mir ein Happy End gewünscht habe.

Der Schreibstil ist dabei immer schön locker, leicht und trotz der verschiedenen Götternamen kann man das Buch flüssig lesen, da diese ja schon bekannt sind.

Einzig die Action hat mir mal wieder etwas gefehlt. Gerade in den ersten beiden Dritteln des Buches geht die Geschichte meiner Meinung nach nur sehr schleppend voran. Man lernt alle kennen und bekommt viele Hintergrundinformationen, die natürlich auch wichtig sind, aber gerade aus dieser Story hätte man in meinen Augen mehr herausholen können. Die Handlung wäre perfekt für unvorhersehbare Überraschungen gewesen, doch alles läuft auf den vorher aufgebauten Showdown hinaus, der dann leider auch ohne allzugroße Wendungen abläuft.

Fazit:

Die Idee zu „Götterherz“ konnte mich richtig begeistern, vor allem, da die Autorin auch mit üblichen Klischees bricht und ihre Geschichte so aufbaut, dass ich auch die Lovestory nachvollziehen und sogar mitfiebern konnte. Leider hätte ich mich gerade durch die Handlung einiges an Action erwartet, die leider ausblieb bzw. nur in geregelten Bahnen verlief. Das Buch ließ sich zwar sehr gut lesen, hätte in meinen Augen aber noch mehr Potenzial gehabt.

Von mir bekommt das Buch 4 Punkte von 5.

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38 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

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Die Töchter von Tarlington Manor

Tanja Bern
E-Buch Text: 298 Seiten
Erschienen bei beHEARTBEAT by Bastei Entertainment, 10.04.2018
ISBN 9783732540990
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt:

Seit sie denken kann, sehnt sich Casey Walsh nach Irland und doch hat sie noch nie einen Fuß auf die grüne Insel gesetzt. Als ihr Großvater ihr vom Tagebuch der Auswanderin Aeryn erzählt, steht für die junge Frau fest, dass sie sich auf die Spuren der Irin machen muss.

Dieses Gefühl verstärkt sich, als sie Brayden begegnet, der sich spontan als Reiseführer anbietet. Jetzt stehen alle Türen für eine Reise nach Irland offen.

Dort taucht Casey tief in das Leben von Aeryn ein, die ihr Leben als Bauerntochter in Killarney verbracht hat. Auf einem Frühlingsfest lernt sie einen jungen Mann namens Padraig kennen und verliebt sich in ihn. Eine Zukunft scheint es für die beiden jedoch nicht zu geben, denn der junge Mann gehört zur adeligen Familie Tarlington und kann es sich nicht erlauben eine Bauerntochter zu heiraten. Doch in Zeiten größter Not, setzt Aeryn alles auf eine Karte und alles auf den jungen Mann … Ist er der der Prinz in der strahlenden Rüstung oder doch nur ein Frosch?

Während Casey immer mehr über Aeryn und ihr Leben in Irland erfährt, lernt sie auch sich selbst besser kennen und findet schließlich mehr als nur ihre Familiengeschichte … .

 

Meine Meinung:

Ehrlich gesagt habe ich ein richtiges Faible für Familiengeschichten. Ich liebe es einfach, wenn Menschen sich auf die Spuren der Vergangenheit begeben, deswegen musste ich dieses Buch aus der Feder von Tanja Bern auch unbedingt lesen.

Casey kam mir anfangs sehr verloren vor. Sie jobt in einem Café und erhält dort kaum Wertschätzung. Auch ihr Verdienst reicht gerade so. Eigentlich träumt sie ja von einem Geschichtsstudium, hat den Schritt dahin aber noch nicht geschafft. Ich hatte irgendwie das Gefühl, als wüsste die junge Frau nicht so recht, wo sie hin wollte. Das Einzige, das feststeht: Sie liebt Irland, wobei sie die Insel noch nie selber besucht hat, sondern diese eher aus der Entfernung anschmachtet. Diese Faszination konnte ich gut nachvollziehen. Man muss einen Ort nicht zwangsläufig gesehen haben, um sich danach zu sehnen. Sehr gut gefiel mir auch ihre Beziehung zu ihrem Großvater. Er scheint ihr Halt zu bieten und sie in allem zu unterstützen. Es ist schön, wenn man solche Menschen an seiner Seite hat.

Als Casey schließlich auf Brayden trifft, war ich doch etwas skeptisch. Ich bin nicht so der Fan von diesen „Liebe auf den ersten Blick“-Geschichten und wenn die Protagonisten so schnell von tiefen Gefühlen reden. Da in diesem Buch das Augenmerk aber nur am Rande auf der Lovestory liegt, konnte ich damit ganz gut umgehen.

Den Hauptteil der Geschichte nimmt nämlich Aeryns Leben ein. Casey liest in ihrem Tagebuch und dadurch taucht man direkt in die Vergangenheit ein, die man dann aus Aeryns Sicht lesen kann. Und ich liebte die Reise nach Irland in das Jahr 1846. Obwohl das Mädchen ein karges und entbehrungsreiches Leben führt ist sie nicht unglücklich. Sie liebt ihren Vater und versucht ihn bei der Arbeit auf dem Feld zu unterstützen. Erst als sie Padraig kennenlernt, erlebt sie, dass es mehr gibt, als den täglichen Kampf ums Überleben. Mit ihm nimmt das Leben der jungen Frau plötzlich eine Wendung und ich fieberte wirklich sehr mit ihr mit. Dabei muss ich gestehen, dass ich fast die Geschichte aus Caseys Sicht überblättert hätte, so sehr war ich von Aeryns Leben fasziniert und wollte gerne mehr darüber erfahren. Auch die Ereignisse um die Hungersnot in Irland haben mich sehr bewegt. Es war erschreckend, was dort zu dieser Zeit passiert ist und wie viele Leute leiden musste. Dadurch, dass Tanja Bern diese Begebenheiten in eine fiktive Geschichte eingewebt hat und die Protagonistin davon direkt betroffen ist, werden diese noch lebendiger und man fühlt richtig mit. Ich war ehrlich betroffen und habe mich im Nachhinein mit diesem historischen Ereignis noch länger beschäftigt.

Ja, diese Geschichte ist wirklich voller Gefühl. Vor allem aus Aeryns Sicht wurden diese sehr lebendig. Da geht es um Liebe, um Vergebung, um Freundschaft und Zusammenhalt, um Mitgefühl und Hilfe, um Selbstlosigkeit, um Verrat und Verzweiflung, ums nackte Überleben, darum jemanden gehen zu lassen und für jemanden am Leben zu bleiben, ums Kämpfen und darum, seinen Weg zu gehen. Wie schon oben erwähnt war ich richtig ergriffen von dieser Geschichte und vor allem auch wegen der versteckten Botschaften. Ich liebe es, wenn es zwischen den Zeilen noch so viel mehr zu lesen gibt und genau das ist in diesem Buch der Fall. Tanja Bern hat mich mit ihrer Geschichte wirklich gefangen genommen und am Ende musste ich sogar ein paar Tränen vergießen, so sehr haben mich die Ereignisse ergriffen. Doch genau das macht für mich ein gutes Buch aus.

Auch mit Caseys Geschichte konnte ich mich am Schluss noch anfreunden, denn durch ihre Reise in die Vergangenheit fand die junge Frau schließlich auch zu sich selbst, was mir als Entwicklung für diesen Charakter sehr gut gefallen hat.

 

Fazit:

Mit „Die Töchter von Tarlingtion Manor“ hat Tanja Bern eine wirklich ergreifende Geschichte geschaffen. Die Reise in die Vergangenheit hat mich von Anfang an mitgenommen und Aeryns Leben in Irland zu Zeiten der großen Hungersnot hat mich total ergriffen. Ich konnte die Gefühle zu jeder Zeit nachvollziehen und war so berührt, dass ich am Ende sogar ein paar Tränen vergossen habe. Ein wundervolles Buch.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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154 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 35 Rezensionen

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Warcross - Das Spiel ist eröffnet

Marie Lu , Sandra Knuffinke , Jessika Komina
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Loewe, 17.09.2018
ISBN 9783785587720
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

Ein Videospiel erobert die Welt: Warcross. In virtuellen Welten bestehen die Teilnehmer Abenteuer, müssen Aufgaben lösen und können so Level um Level aufsteigen, bis hin zur Teilnahme an der  Meisterschaft. Hideo Tanaka, der Erfinder von Warcross wurde dadurch berühmt und wird seither verehrt.

Auch Emika Chen ist ein großer Fan von ihm. Doch als mittellose Kopfgeldjägerin steht sie auf einer ganz anderen Stufe als Hideo Tanaka. Deshalb fällt sie auch aus allen Wolken, als ihr ausgerechnet ihr großes Idol einen Job anbieten: Sie soll an der Meisterschaft von Warcross teilnehmen und dadurch einen Hacker aufspüren, der das Spiel manipulieren will.

Nicht nur die große Belohnung, die auf die Ergreifung des Hackers ausgesetzt ist, bringt Emika dazu, sich in dieses aufregende Abenteuer zu stürzen. Die junge Frau hofft durch den Job auf einen Neuanfang, doch setzt gleichzeitig ihr Leben aufs Spiel … .

Meine Meinung:

Marie Lu hat mich bereits mit ihrer Legend-Reihe begeistert, mit der Young-Elites-Reihe wurde ich jedoch zu einem richtigen Fangirl. Seitdem möchte ich einfach alles von dieser Autorin lesen, deshalb war auch „Warcross“ für mich ein absolutes Muss.

Im ersten Kapitel begleitet man Emika auf einer Kopfgeldjagd und erfährt nach und nach von ihrem Leben, aber auch von ihrer Vergangenheit. Marie Lu hat einfach immer ein Händchen für ungewöhnliche Charaktere und das beginnt bei Emika bei ihren regenbogenfarbenen Haaren und endet bei ihrer Liebe fürs Hacken. Obwohl sie es im Leben wirklich alles andere als leicht hatte und hat, geht sie ihren Weg und zerfließt nicht in Selbstmitleid. Sie ist klug, selbstbewusst, stark, mit dem Herz auf dem richtigen Fleck und einer vernünftigen Denkweise. Ich hab einfach ein Faible für die Protagonistinnen von Marie Lu und auch Emika macht da keine Ausnahme.

Dadurch, dass man anfangs sehr viel von Emika und ihrem Leben und den Grundsätzen von Warcross erfährt, dauerte es in meinen Augen ziemlich lange, bis die eigentliche Story anläuft. Ich habe immer darauf gewartet, dass die Protagonistin sich endlich auf die Suche nach dem ominösen Hacker macht. Doch die Warcross-Meisterschaft und damit das eigentliche „Spiel“ laufen erst im letzten Drittel ab. Zum einen ist das sicher auch positiv, so haben auch Nicht-Gamer (wie ich) Freude an der Geschichte, aber dadurch kommt auch erst zum Ende hin wirklich Spannung auf. Das heißt jedoch nicht, dass die Informationen vorher unwichtig oder weniger interessant sind, im Gegenteil, das Buch liest sich trotzdem sehr gut, nur so richtig mitgerissen hat es mich wirklich erst im letzten Drittel.

Aber Marie Lu wäre nicht Marie Lu, wenn sie nicht noch einen Trumpf oder mehrere Trümpfe in der Hand hätte. Zum Ende hin lässt sie schließlich eine Bombe platzen, die mich wirklich sehr überrascht hat. Zwar hatte ich schon, als Fan von Marie Lus Geschichten, damit gerechnet, dass noch eine überraschende Wendung kommen würde, aber dass es letzten Endes in diese Richtung gehen würde, damit hatte ich mal wieder nicht gerechnet. Zum Schluss hin überschlagen sich nämlich die Ereignisse noch einmal und ich habe tatsächlich den Atem angehalten, weil ich so mitgerissen wurde. Leider endet das Buch dann mit diesem großen Paukenschlag und jetzt sitze ich hier und möchte doch einfach nur wissen, wie es weitergeht.

 

Fazit:

Zu Recht bin ich inzwischen ein großer Fan von Marie Lus Geschichten. Ihre Protagonistinnen haben immer etwas Besonderes und ich habe inzwischen ein richtiges Faible für diese starken und ungewöhnlichen Frauen entwickelt. Leider läuft die Story dieses Mal etwas langsam an, so dass mich erst das letzte Drittel richtig mitgerissen hat. Das hatte es dann aber auch wirklich in sich und die Autorin lässt gleich mehrere Bomben platzen, die mich dann erst einmal sprachlos zurückließen. Ich bin wirklich sehr gespannt, was in den Folgebänden noch auf mich zukommt.

Von mir bekommt das Buch 4 Punkte von 5.

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250 Bibliotheken, 10 Leser, 0 Gruppen, 43 Rezensionen

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Spiel der Macht

Marie Rutkoski , Barbara Imgrund
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 28.09.2018
ISBN 9783551583888
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

In Valoria bleiben einem jungen Mädchen nur zwei Optionen: Entweder es tritt der Armee bei oder heiratet mit nur 20 Jahren. Kestrel ist davon wenig begeistert. Obwohl sie die Tochter des ranghöchsten Generals ist, zeigt sie keinerlei Ambitionen, in die Armee einzutreten und obwohl es auch nicht an Heiratskandidaten mangelt, gefällt ihr auch diese Richtung nicht. Stattdessen gibt sie sich am liebsten voll und ganz dem Klavierspiel hin.

Doch das ist eigentlich eine Aufgabe für einen Sklaven. Ein Sklave, wie Arin, den sie aus einem völlig unerklärlichen Grund auf einer Auktion ersteigert. Was sah sie in dem jungen Mann, das sie plötzlich dazu veranlasst hat, auf ihn zu bieten? Und welches Geheimnis verbirgt Arin?

Als Kestrel herausfindet, was hinter all dem steckt, ist es für sie jedoch fast schon zu spät … .

Meine Meinung:

Auch dieses Buch hat mich auf den ersten Blick wieder total begeistert. Ich liebe das Cover und auch der Klappentext klang total vielversprechend, deshalb musste ich es natürlich sofort lesen.

Im ersten Kapitel lernt man Kestrel kennen und erfährt sofort, dass sie eine selbstbewusste, junge Frau ist, die sich nicht immer an die Regeln und Konventionen ihrer Gesellschaft hält und gerne mal ihren eigenen Kopf durchsetzt. Doch obwohl mir das an ihr sehr gut gefiel, hatte ich andererseits auch etwas das Gefühl, dass sie doch sehr egoistisch ist. Manchmal kam es mir so vor, als würde sie sich nur um ihrer selbst Willen gegen Regeln auflehnen und nicht, weil sie diese z.B. hinterfragt. Vor allem zu Beginn des Buches scheint es ihr vollkommen egal zu sein, dass ihre Sklaven selbst einmal die Besitzer ihres Landes und Heimes waren, dass sie von ihrem Volk in einem blutigen Krieg enteignet und versklavt wurden. Das Schicksal der Herrani bekümmert sie kaum, vor allem, wenn sie keinen direkten Bezug zu ihr haben. Das hat mich anfangs doch sehr an ihr gestört, weil ich eigentlich dachte, eine kluge und kritische junge Frau vor mir zu haben.

Bereits im ersten Kapitel kommt auch Arin zu der Geschichte hinzu. Er wirkt sofort sehr kämpferisch und aufrührerisch, was ich richtig gut fand und ich dachte, mit ihm würde einiges an Spannung aufkommen. Ich rechnet fest damit, dass er aufbegehren und sich lautstark gegen die Sklaverei auflehnen würde, doch leider dröppelt die Geschichte erst einmal vor sich hin und man findet sich in diversen Alltagshandlungen wieder. Arin arbeitet als Schmied, während Kestrel Gesellschaften besucht, sich mit Kleiderfragen auseinandersetzt und ihre Freunde zu einer Partie „Biss und Stich“ einlädt. Ehrlich gesagt hatte ich mir etwas mehr Action gewünscht. Doch das Buch ist eher wie das Spiel, das darin beschrieben wird: Die Protagonisten bringen langsam ihre Spielsteine in Stellung, sie überlegen, entwickeln Strategien und schließen Verbindungen mit anderen.  Das läuft jedoch größtenteils im Hintergrund ab. Manchmal bekommt man kleine Einblicke, vor allem aus Sicht von Arin, doch irgendwie hätte ich das gerne präsenter in der Geschichte gehabt. Für meinen Teil lief das alles viel zu ruhig ab, es gab nicht wirklich große Überraschungen und die Spannung hat mir eigentlich gänzlich gefehlt.

Trotzdem lässt sich das Buch sehr gut lesen. Ich mochte vor allem die Idee dahinter: Es gibt zwei Völker: Die Valorianer und die Herrani. Und wie es so ist, beschließt der Herrscher der einen Seite irgendwann einfach, dass er seine Macht und sein Land vergrößern möchte und nimmt sich etwas, das ihm nicht gehört und zwar mit Gewalt. So fielen die Valorianer über die Herrani her, haben ihren Besitz beschlagnahmt und sie versklavt. Natürlich denken die Valorianer, sie wären etwas Besseres und den Herrani weit überlegen. Zwischen den Zeilen kann man wirklich sehr schön die Denkweise der Völker, aber auch der einzelnen Charaktere herauslesen. Unweigerlich muss man sich deshalb beim Lesen mit diesem ernsten Thema beschäftigen. Was macht ein Volk, einen Menschen besser oder schlechter? Kann man nicht in Frieden nebeneinander existieren, voneinander lernen und profitieren? Welche Opfer ist man bereit zu bringen und wie weit geht man für „seine Sache“? Was ist gerechtfertigt und wo sind die Grenzen? Ich finde, diese Fragen greift das Buch sehr gut auf und damit brachte es mich wirklich zum Nachdenken. Wer hätte gedacht, dass hinter der Geschichte so viel Ernst stecken würde? Damit hat mich das Buch schließlich doch noch in einen Sog gezogen, der mich nicht mehr loslassen wollte.

Am Ende werden die Karten sogar noch einmal ganz neu gemischt und ich frage mich wirklich, wie die Autorin das ganze Geschehen auflösen wird und hoffe, dass sie das Potenzial, das sich zum Schluss aufbaut, nutzen wird um mich noch einmal richtig zu überraschen.

 

 

Fazit:

„Spiel der Macht“, der erste Teil der „Schatten von Valoria“ hat für mich eine ganz andere Richtung eingeschlagen, als ich anfangs gedacht hatte. Obwohl mir etwas Action und Spannung gefehlt haben, hat es mich mit seinem ernsten Thema, den vielen hintergründigen Fragen, die es aufwirft und mit den leisen Tönen am Ende doch noch überzeugen können.

Von mir bekommt das Buch 4 Punkte von 5.

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89 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

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All I Want for Christmas. Eine Weihnachts-Romance in Manhattan

Julia K. Stein
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 19.09.2018
ISBN 9783473585366
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

Pippa ist ein Genie, wenn es darum geht, Events zu organisieren. Natürlich will ihre beste Freundin Lauren sie deshalb als Planerin für ihre Traumhochzeit. Das wäre auch überhaupt kein Problem, müsste Pippa dabei nicht mit Davids Trauzeugen zusammenarbeiten. Dieser ist nämlich niemand geringerer als Hunter, heißumkämpfter Musikersohn und in den Augen der jungen Frau der arroganteste Kerl ihrer Schule.

Während anfangs ständig die Fetzen zwischen den beiden fliegen, stellen sie doch schnell fest, dass sie auch etwas gemeinsam haben: Sie finden, dass Lauren und David nicht zusammenpassen. Damit haben sie eine Mission: Sie wollen dem Traumpaar ihre Gegensätze deutlich machen.

Doch während sie alles daran setzen, das Traumpaar auseinander zu bringen, rücken sie selbst dabei immer näher, bis es schließlich zu einem Kuss kommt, der alles verändert … .

Meine Meinung:

Ich habe schon einige Bücher von Julia K. Stein gelesen und sie konnte mich jedes Mal begeistern und da ich gerade richtig Lust auf eine Weihnachtsgeschichte hatte, habe ich mir ihr Buch sofort gekauft und es auch gleich gelesen.

Die Geschichte beginnt drei Monate vor den eigentlichen Ereignissen mit der ersten richtigen Begegnung zwischen Pippa und Hunter, die wirklich mehr als unglücklich ist. Zumindest, aus Pippas Sicht und man bekommt so ein bisschen einen Eindruck davon, warum die junge Frau sich Hunter gegenüber später so verhält, wie sie es tut.

Danach springt man in die Gegenwart und lernt Pippas beste Freundin Lauren kennen. Ehrlich gesagt hätte mich die ja doch sehr gestresst, vor allem mit ihrer Vorstellung von der perfekten Hochzeit. Manchmal konnte ich nicht so recht nachvollziehen, warum die beiden befreundet sind, aber Gegensätze ziehen sich eben doch an und Pippa tut es wohl auch gut, dass sie durch Lauren mal ein wenig von ihren Gewohnheiten abweichen muss. Auf jeden Fall hat Julia K. Stein mit ihren Figuren einzigartige Charaktere erschaffen. Sie sind originell, liebenswürdig (mancher eben auf etwas nervige Art :-p ) und haben definitiv Wiedererkennungswert. Das Schönste an ihnen ist es aber, dass man sie schnell ins Herz geschlossen hat und deshalb mit ihnen mitfiebern kann.

Sehr angetan war ich natürlich von Hunter. Auch, wenn Pippa keine sehr hohe Meinung von ihm hat und er teilweise alles tut, um diese zu bestätigen, ist er doch ganz anders. Er ist einfühlsam und tiefgründig, gefühlvoll und loyal. Er macht sich nichts aus Äußerlichkeiten oder aus Habseligkeiten, sondern blickt hinter die Fassaden und achtet auf den Menschen und auf dessen Handlungen. Das fand ich so toll und ich muss gestehen, er ist ja schon so der Typ, in den auch ich mich verlieben könnte ;)

Die eigentliche Geschichte ist herrlich einfach, doch im positiven Sinn: Hunter und Pippa müssen gemeinsam die Hochzeit von ihren besten Freunden Lauren und David planen und versuchen dabei den beiden zu zeigen, dass sie überhaupt nicht zusammen passen. Die Ideen, die sie dafür entwickeln sind gut gewählt und tatsächlich zeigen sie die Gegensätze des Pärchens auf und mit welchen Unwegsamkeiten diese in Zukunft rechnen müssen, doch für die beiden Verliebten sind das nur Lappalien, die sie gemeinsam aus dem Weg räumen wollen. Es machte mir großen Spaß Pippa und Hunter bei den Hochzeitsvorbereitungen zu begleiten und zuzusehen, wie sie sich immer näher kommen und dabei feststellen, dass der jeweils andere gar nicht so übel ist. Natürlich weiß man als Leser schon viel früher als die Protagonisten, dass sich da Gefühle anbahnen und fiebert deswegen richtig mit, denn so einfach, wie es scheint, ist es dann doch nicht und die Autorin lässt die beiden und uns ganz schön zappeln.

Dabei ist der Schreibstil so schön einfach, jugendlich und flott, was super zur Altersstufe der Protagonisten passt und doch spürt man auf jeder Seite, dass Julia K. Stein ihr Handwerk wirklich versteht, denn das Buch ist so flüssig geschrieben, dass man geradezu durch die Seiten fliegt. Sehr schön sind auch ihre Beschreibungen, wenn es um die weihnachtliche Dekoration, die winterliche Stimmung oder die Gefühle der Protagonisten geht. Dadurch werden die Begebenheiten lebendig, ich sah die Bilder direkt vor mir und wurde richtig in Weihnachtsstimmung versetzt. Am liebsten hätte ich mir eine Tasse Punsch gekocht, mich mit Lebkuchen in eine Decke gekuschelt und gelesen, aber dafür war ich noch ein bisschen zu früh dran. Auf jeden Fall wünsche ich mir jetzt noch mehr, selbst einmal zur Weihnachtszeit nach Manhattan reisen und all die Orte dort besuchen zu können, so sehr hat mich die Autorin mit all ihren Schilderungen verzaubert und auf eine wundervolle Reise mitgenommen.

Doch nicht nur die Orte wurden schön lebendig, sondern auch die Gefühle der Protagonisten. Es gibt weder dieses nervige Hin und Her zwischen den beiden Hauptdarstellern (obwohl man das vielleicht anfangs vermuten könnte), noch war die Liebesgeschichte zu oberflächlich. Ich finde, Julia K. Stein hat hier genau das richtige Maß gefunden. Endlich mal ein Buch, in dem sich die Protagonisten erst einmal näher kennenlernen, bevor sie sich langsam ineinander verlieben. Ich habe diese Liebesgeschichte wirklich sehr genossen und konnte mich voll und ganz darauf einlassen und all die Gefühle auch nachvollziehen und genießen. Dabei kam ich richtig ins Schwärmen und Seufzen, so schön fand ich es.

Am Ende war ich dann fast ein bisschen traurig, dass ich mit der Geschichte so schnell durch war, denn gerne hätte ich Pippa und Hunter noch länger durch das winterweihnachtliche Manhattan begleitet.

Fazit:

Mit ihrem Buch „All I want for Christmas“ hat Julia K. Stein eine wirklich bezaubernde Weihnachtsliebesgeschichte geschaffen. Ich habe mich sofort ein bisschen in diese einzigartigen Charaktere verliebt, konnte bei der Lovestory richtig mitfiebern und wurde von dem winterweihnachtlichen Flair verzaubert. Am liebsten würde ich das Buch gleich nochmal lesen, so schön ist es. Diesen Schatz sollte man sich wirklich nicht entgehen lassen.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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206 Bibliotheken, 11 Leser, 1 Gruppe, 100 Rezensionen

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Die Schwestern von Mitford Manor – Unter Verdacht

Jessica Fellowes , Andrea Brandl
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Pendo Verlag, 04.09.2018
ISBN 9783866124523
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt:

London, 1920: Louisa wünscht sich nichts mehr, als vor den ungesetzlichen Maschenschaften ihres Onkels fliehen zu können. Einen Ausweg sieht sie in einer Anstellung als Kindermädchen bei der adeligen Familie Mitford. Dort soll sie sich gemeinsam mit  Nanny Blor um die sechs Töchter des Hauses kümmern.

Schon bald scheint sie unter den Töchtern nicht nur eine Freundin, sondern auch ein richtiges Zuhause gefunden zu haben. Doch dann erschüttert ein Mord die gesamte Familie. Um dem Geheimnis auf die Spur zu kommen, stellen Louisa und die älteste Tochter Nancy eigene Ermittlungen an und geraten dabei selbst in Gefahr … .  

Meine Meinung:

Das Buch beginnt mit einem Prolog, in dem man die Krankenschwester Florence Nightingale Shore auf ihrer letzten Zugfahrt begleitet, ohne dass man jedoch erfährt, was wirklich passiert ist. Florence fand ich sofort sehr interessant und war richtig traurig, dass sie sterben würde. Trotzdem hat mich die Autorin mit diesem Prolog auch richtig neugierig auf die weitere Geschichte gemacht.

Danach springt man in das Leben von Louisa und erfährt mehr über sie, ihre Familie und ihre Lebensumstände. Die junge Frau hat es wirklich nicht leicht, war mir aber auf Anhieb sehr sympathisch. Sie leidet sehr unter ihrer häuslichen Situation und versucht deshalb aus eigenem Antrieb einen Ausweg zu finden. Obwohl man das durchaus als selbstbewusst ansehen kann, ist Louisa doch eher zurückhaltend und unscheinbar und alles andere als die typische Heldin. Das passt jedoch in meinen Augen super zurzeit, in der das Buch spielt und deshalb auch perfekt in die Geschichte.  

Die Story ist immer in der 3. Person geschrieben. Mal erfährt man, wie es Louisa ergeht, dann taucht man aber auch wieder in das Leben von Guy, einem der Ermittler ein oder erfährt etwas über die Vergangenheit von Florence, so dass ein schönes rundes Bild der Geschichte entsteht. Durch diesen Schreibstil taucht man zwar nicht ganz so tief in die Gedankenwelt der Protagonisten ein, was jedoch in diesem Fall für mich kein Problem darstellte, da es weniger um die Emotionen geht, als viel mehr um die Geschichte selbst.

Zu Beginn erfährt man sehr viel über Louisas Leben und beginnt damit erst spät mit der Ermittlungsarbeit. Zwar ist die Protagonistin selbst auch sehr interessant und das Buch war trotzdem nie langweilig, doch manchmal hätte ich mir schon etwas mehr Spannung und Aufregung gewünscht. Die Hinweise auf den Mörder sind anfangs winzig und tröpfeln nur ganz langsam in die Geschichte ein. Ehrlich gesagt hätte ich erwartet, dass sich eigentlich alles nur um den Fall und die Ermittlungen dreht. Stattdessen geht es auch viel um das Leben der Mitfords und der Protagonisten. Ich persönlich fand das nicht schlimm, da ich sehr gerne auch historische Romane lese und das Geschehen der Figuren verfolge. Doch wer einen spannenden Krimi erwartet, könnte hier vielleicht etwas enttäuscht sein.

Das Setting gefiel mir wirklich sehr gut. Ein altes Herrenhaus, in dem eine adelige Familie lebt, das es sogar wirklich gibt. So etwas fasziniert mich immer. Es ist toll, wie die Autorin Jessica Fellowes hier Fiktives mit der Wirklichkeit verknüpft und historische Figuren in eine erfundene Geschichte hineinwebt. Das ist ihr wirklich ausgesprochen gut gelungen.

Auch die Suche nach dem Mörder gestaltet sich als schwieriger, als man denkt. Geschickt führt die Autorin ihre Leser immer wieder auf falsche Spuren, so dass ich bis zum Ende eigentlich keine Ahnung hatte, wer Florence wirklich getötet hat. Es machte wirklich Spaß gemeinsam mit den Protagonisten auf die Suche nach des Rätsels Lösung zu gehen und ich liebe es, wenn man am Ende dann doch noch einmal überrascht wird. Richtig klasse.

Fazit:

Insgesamt ist „Die Schwestern von Mitford Manor – Unter Verdacht“ eine schöne Mischung aus historischem Roman und Krimi. Manchmal hätte ich mir etwas mehr Spannung und weniger Alltag der Protagonisten gewünscht, doch die Verwebung von Fiktion und Wirklichkeit hat mich dafür wieder entschädigt. Ich freue mich schon sehr auf weitere Abenteuer von Louisa und den Mitford Schwestern. Die Reihe werde ich auf jeden Fall weiter verfolgen.

Von mir bekommt das Buch 4 Punkte von 5.

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36 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

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Wächter der Runen (Band 1)

J. K. Bloom
E-Buch Text: 515 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 28.09.2018
ISBN B07GNQ3LMC
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt:

Finn ist Kopfgeldjäger und sein neuer Auftrag soll ihm endlich genug Geld einbringen, dass er nach Baltora ziehen und dort ein angesehener Bürger werden kann. Dafür muss er nur die Abtrünnige Ravanea ausfindig machen und sie lebendig dem Imperium ausliefern.

Doch dann lernt er Ravanea kennen und sie ist so ganz anders, als er sich eine Feindin des Imperiums vorgestellt hat. Was hat die junge Frau nur angestellt, um so wichtig für die Regierung zu sein? Wieso wollen sie sie unbedingt lebend?

Je mehr Zeit Finn mit Ravanea verbringt, desto mehr Zweifel regen sich in ihm. Zweifel, die ihn sein Leben kosten könnten … .

Meine Meinung:

Schon allein Klappentext und Cover haben mich richtig neugierig auf dieses Buch gemacht, deshalb wollte ich es unbedingt lesen.

Sehr spannend fand ich es, dass die Geschichte aus Sicht eines männlichen Protagonisten beginnt. Das hat man wirklich nicht oft und gerade weil es so ungewöhnlich ist, mochte ich es. Finn ist mir auch sofort sympathisch. Er mimt zwar den knallharten Kopfgeldjäger, aber man merkt gleich, dass er auch Werte und ein Gewissen hat. Das scheint zwar nicht immer zu seinem Job zu passen, aber er geht seinen Weg.

Das Buch wird jedoch nicht nur aus Finns Perspektive erzählt, sondern abwechselnd auch aus der von Ravanea. Da die Wege die Protagonisten erst nach einiger Zeit zusammenführt, finde ich es super, dass man vorher die Gelegenheit bekommt, beide kennenzulernen. Allerdings hält die Autorin J. K. Bloom sich vorerst bedeckt, zuviel vom Geheimnis von Ravanea bekanntzugeben. Man kann also nur Spekulationen anstellen, wieso das Imperium so ein Interesse an dem Mädchen hat und bleibt erst einmal auf dem Wissensstand von Finn. Gemeinsam mit ihm wird nach und nach dann das Rätsel gelöst. Ich muss gestehen, ich bin fast vor Neugier geplatzt und konnte mir nicht so recht erklären, was denn dahinterstecken könnte. Das hat mich natürlich an die Seiten geklebt, da ich endlich mehr erfahren wollte.

Überhaupt hatte das Buch für mich keinerlei Längen, sondern war von Anfang bis Ende sehr spannend. Anfangs geht es natürlich viel um Finns inneren Zwiespalt und seine Zweifel. Ich finde, J.K. Bloom ist es sehr gut gelungen, diese authentisch darzustellen und ihnen genau das richtige Maß an Zeit einzuräumen, so dass sie den Leser nicht irgendwann genervt haben. Hier das richtige Gleichgewicht zu finden, ist meiner Meinung nach sehr schwierig, deshalb freu ich mich umso mehr, dass es der Autorin gelungen ist.

Die Idee mit den Runen hat mich von Anfang an sehr fasziniert. Jeder kann mit ihrer Hilfe Magie wirken und besondere Kräfte erlangen, ohne, dass diese angeboren sein müssen. Doch die Geschichte ist noch viel größer, als man zu Beginn denkt, denn es steckt eine richtige Legende hinter den Runen. Die erfährt man jedoch erst nach und nach. Ich liebe es ja, wenn es eine richtige Hintergrundgeschichte gibt und genau das ist hier der Fall. Am Ende hat man dann nämlich einen ganz anderen Blick auf all die Geschehnisse und das bedeutet, dass die Story im Folgeband noch einmal eine andere Richtung einschlagen und es spannend bleiben wird.

Überhaupt gibt es so manche Überraschung. Ein paar davon kann man gut vorausahnen, andere treffen einen dagegen völlig unvorbereitet. Dieses Buch läuft also nicht unbedingt nach dem altbekannten Schema ab. Es ist nicht klar einzuordnen, wer gut und wer böse ist. Man muss sich immer selbst seine Gedanken zu den einzelnen Charakteren machen und die Motive dieser hinterfragen. Am Ende denkt man zwar, man hat die Lösung, aber ich glaube auch im zweiten Band hält die Autorin für uns noch einiges parat. Das Ende hat mich jedenfalls richtig begeistert und zeigt mir, dass nach wie vor alles offen ist.

 

Fazit:

Dieses Buch hat mich wirklich vom Anfang bis zum Ende mitgerissen. Es lebt von vielschichtigen Charakteren, die sich nicht so einfach in Schubladen stecken lassen, von deren Gedanken und Entwicklungen, aber auch von der fantastischen Idee der Runen, die noch so viel tiefer geht, als man zu Beginn denkt. So manche Überraschung und die Suche nach Antworten halten den Leser permanent am Buch, so dass ich gar nicht aufhören konnte zu lesen. Am Ende möchte ich nur eins: Ganz schnell die Fortsetzung in den Händen halten.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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344 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 129 Rezensionen

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Dark Palace – Zehn Jahre musst du opfern

Vic James , Franca Fritz , Heinrich Koop
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 22.08.2018
ISBN 9783841440105
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

In England gibt es Leute mit „Geschick“, also mit besonderen Fähigkeiten und ganz normale Menschen. Während der magische Adel das Land regiert, müssen die anderen zehn Jahre Sklavenarbeit leisten.

Lukes Eltern haben sich überlegt, dass sie gemeinsam mit ihren drei Kindern diese Zeit auf dem Anwesen der mächtigen Familie Jardine abdienen wollen. Doch dann geht etwas schief und sie werden von Luke getrennt. Dieser muss in der Sklavenstadt Millmoor in einer Fabrik arbeiten und erlebt dort hautnah mit, was es bedeutet ganz unten in der Hierarchie zu stehen.

Doch auch im Herrenhaus der Jardines läuft nicht alles reibungslos. Der Vater und seine drei Söhne haben alle ihre Eigenheiten und verfolgen ihre eigenen Ziele. Ein paar Sklaven zählen da nur zu den Kollateralschäden, die man auf dem Weg nach oben eben in Kauf nehmen muss. Und Lukes Schwestern Abi und Daisy geraten unweigerlich in die Schusslinie … .

Meine Meinung:

Als ich das erste Mal von diesem Buch las, war für mich sofort klar, dass ich es lesen muss. Für mich klang es nach einer spannenden, aber auch tiefgründigen Geschichte und so stürzte ich mich sofort in dieses Abenteuer.

Das Buch beginnt sofort sehr aufregend. Es wird aus der Sicht einer Person erzählt, die nirgendwo im Klappentext vorkommt, deshalb war ich umso neugieriger, was es damit wohl auf sich haben würde. Am Ende des Prologs kann man diesen zwar etwas einordnen, weiß aber immer noch nicht, was wirklich dahinter steckt, was dazu führt, dass man noch gespannter auf alles ist, was noch kommen wird.

Danach taucht man in Lukes Leben ein und erlebt hautnah mit, wie seine Eltern sich zu der Entscheidung durchringen, die Sklavenzeit gemeinsam abzuleisten. Sofort wird klar, dass die Familienmitglieder trotz kleiner Reibereien doch sehr miteinander verbunden sind. Es gefiel mir sehr gut, dass sich diese Geschichte einmal um eine komplette Familie dreht. Zwar geraten die Eltern im Laufe des Buches dann doch etwas in den Hintergrund, aber zumindest gibt es sie hier einmal, was in vielen anderen Büchern nicht der Fall ist, da sich da meist alles um eine einzelne Person dreht oder die Eltern ganz plötzlich ins Nirvana verschwinden. Jedenfalls mochte ich die einzelnen Familienmitglieder auf Anhieb, auch wenn sie anfangs noch etwas „unentwickelt“ sind. Luke ist auf jeden Fall noch sehr unbedarft. Er hat zwar im Geschichtsunterricht von all den Geschehnissen die zur Sklavenzeit geführt haben, gehört, aber das scheint für ihn ewig weit weg zu sein. Seine ältere Schwester Abi macht sich dagegen sehr viele Gedanken darum. Sie scheint sehr vernünftig zu sein und sich für ihre jüngere Geschwister verantwortlich zu fühlen. Daisy ist ein fröhliches, kleines Mädchen, das mit der Ungerechtigkeit noch nicht wirklich in Berührung gekommen ist und deshalb sehr unvoreingenommen an das Ganze herangeht. So treten die drei eigentlich mit ganz unterschiedlichen Erwartungen an die Sklavenzeit heran, was ich persönlich sehr interessant fand. Ich hätte ja wirklich enorm viel Angst vor dem Antritt, egal, wohin man mich stecken würde.

Überhaupt fand ich die Idee mit der Sklavenzeit sehr spannend, aber auch gruselig. So weit entfernt ist dieser Gedanke gar nicht, dass Leute, die anders sind, ausgegrenzt und zu niederen Arbeiten gezwungen werden, all ihre Rechte verlieren und nur noch als „Ware“ gelten. Es war richtig erschreckend, das zu lesen, gleichzeitig finde ich es gut, wenn dieses Thema in ein aktuelles Buch verfrachtet und durch eine neue spannende Handlung ergänzt wird. So kann man sich mit diesem Thema einmal auf andere Weise auseinandersetzen.

Doch auch die Idee mit dem Geschick gefiel mir sehr gut. Es gibt Menschen, die besondere Fähigkeiten haben, die unterschiedlich stark ausgeprägt sind und unterschiedliches bewirken. Interessant ist, dass selbst die Mitglieder nicht genau wissen, wie das Ganze vererbt wird und was es mit dem Geschick wirklich auf sich hat. Dadurch kommt noch einmal eine andere Problematik in die Geschichte und es dreht sich nicht nur alles um die Menschen, die Sklavenarbeit leisten müssen.

Das wird zusätzlich noch dadurch verstärkt, dass das Buch aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt wird. So kann man quasi am Leben und an den Einzelschicksalen teilhaben und auch, wenn der Schreibstil immer in der dritten Person bleibt, ist man doch irgendwie hautnah dabei und kann die Gedanken, Gefühle und Handlungen der Personen nachvollziehen oder manchmal eben auch nicht, aber das ist dann auch so gewollt.

Für mich war die Geschichte von Anfang bis Ende durchgehend spannend. Man muss immer damit rechnen, dass etwas passiert und auch, wenn ich manche Wendung schon vorausgeahnt habe, wurde ich von anderen total überrascht. Ich liebe es, wenn Bücher bzw. deren Handlung nicht immer sofort klar durchschaubar sind. Und das ist hier sowohl bei der Handlung an sich, als auch bei den einzelnen Protagonisten so. Am Ende war ich nämlich genauso schlau, wie am Anfang und hab nicht wirklich eine Ahnung, wohin mich die Reise weiter führen wird. Doch eines ist klar: Ich werde auf jeden Fall sofort weiterlesen, denn das Buch ist einfach nur mitreißend und genial.

Fazit:

Mit „Dark Palace“ hat Vic James ein ernstes Thema in eine völlig neue Geschichte gepackt. Die Handlung und die Protagonisten sind undurchsichtig, es gibt unvorhersehbare Überraschungen und die Geschichte ist von Anfang bis Ende spannend. Mich hat das Buch in doppelter Hinsicht nicht mehr losgelassen: Zum einen musste ich viel über den Bezug der Sklavenzeit zu unsere Vergangenheit nachdenken, zum anderen haben mich  die Geschehnisse völlig mitgerissen. Diese Reihe hat definitiv das Zeug zu einem Highlight.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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45 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

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Der Dämonenprinz und ich

Johanna B. Becking
Flexibler Einband: 260 Seiten
Erschienen bei Hawkify Books - c/o Wiebke Bohn, 06.09.2018
ISBN 9783947288755
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt:

Chloe Sanchez ist Halb Dämonin, halb Mensch, was ihr jedoch bei ihrem Job als Privatdetektivin keinerlei Vorteil bringt.  Sonst hätte sie sicher schon längst Mr. Allingston beim Fremdgehen überführt. Stattdessen läuft ihr ein Dämon blutüberströmt vors Auto. Doch nicht irgendein gewöhnlicher Dämon, sondern ausgerechnet der Prinz Mason höchstpersönlich.

Um ihn zu retten, quartiert sie ihn spontan bei sich ein, nichtsahnend, dass damit ihre Probleme erst anfangen, denn jemand hat es auf Masons Leben abgesehen. Wie schön, dass er da ausgerechnet einer Privatdetektivin in die Arme gelaufen ist. Kurzerhand engagiert er Chloe seinen Widersacher zu finden und stellt damit ihr ohnehin schon chaotisches Leben erst recht auf den Kopf … .

Meine Meinung:

Der Klappentext klang zu genial, um dieses Buch nicht zu lesen, deshalb stürzte ich mich auch sofort in dieses Leseabenteuer.

Schon als die Geschichte mit „ich fluchte …“ begann, war ich ihr total verfallen. Die Protagonistin ist wirklich alles andere als ein „everybodys darling“. Ich denke, Chloe würde super in die Sparte „Badass-Heldin“ passen. Sie flucht und pfeift auf „Dinge, die man tut oder eben nicht tut“, sie ist taff und kämpferisch und trieft teilweise nur so vor Sarkasmus. Ja, die Protagonistin ist wirklich herrlich erfrischend und doch hat sie natürlich das Herz am richtigen Fleck, was man vor allem daran merkt, dass sie sich zu 100 % für ihre Freunde einsetzt. Was soll ich sagen, ich mochte Chloe auf Anhieb und freute mich sehr auf ihr Abenteuer.

Es geht auch relativ schnell zur Sache, denn schon auf den ersten Seiten läuft Mason ihr über den Weg und beauftragt sie, denjenigen zu finden, der ihn töten möchte. Damit kommt gleich jede Menge Spannung in die Geschichte und an allen Ecken und Enden warten Gefahren auf die beiden. So wird es nie langweilig und es gibt auch keinerlei Längen in dem Buch. Jedes Detail scheint wichtig zu sein, jeder Charakter spielt eine Rolle in der Geschichte.

Doch nicht nur die spannende Jagd auf den möglichen Mörder macht dieses Buch zu einem echten Pageturner, sondern auch die Welt, die Johanna B. Becking erschaffen hat: Da gibt es depressive Engel, Feen, die im Müll wühlen und Vampire, die zu dummen Lehmhaufen mutieren. Hier gibt es wirklich kein typisches Klischee, sondern eine Welt voller bekannter Wesen, die jedoch so ganz anders sind, als man es erwarten würde. Ich hatte wirklich richtig viel Spaß beim Kennenlernen dieser einzigartigen, verrückten Welt.

Was mir zusätzlich gut gefallen hat ist, dass Johanna B. Becking nicht nur mit den Klischees bricht, auch sonst ist ihre Welt alles andere als kitschig. Da gibt es nicht die verbotene Liebe oder das ständige Hin und Her zwischen den Protagonisten. Jeder weiß, was er will und nimmt sich das einfach. Zusätzlich geht die Autorin nicht zimperlich mit den Figuren in der Geschichte um. Nein, hier ist nichts rosarot oder in Zuckerwatte gepackt und auch das fand ich einfach nur erfrischend und absolut herrlich.

Leider war ich jedoch viel zu schnell durch mit dieser Geschichte. Das liegt zum einen vielleicht daran, dass Johanna B. Becking auf große Ausschmückungen und Lückenfüller verzichtet, zum anderen aber sicher auch daran, dass dieses Buch so kurzweilig ist und einfach nur Spaß macht. Am Ende ist die Story zwar in sich geschlossen, lässt aber auch Platz für eine Fortsetzung. Ich finde ja, dass es ein großartiger Auftakt für ein Serial rund um die Halbdämonin Chloe Sanchez wäre und hoffe von ganzem Herzen auf einen zweiten Teil.

Fazit:

Was soll ich zu dem Buch sagen: Wow, einfach nur wow. Johanna B. Becking hat mit „Der Dämonenprinz und ich“ ein wirklich herrlich erfrischendes, humorvolles, spannendes und kreatives Werk geschaffen. Ich hatte so viel Spaß beim Lesen und habe mich sowohl in diese außergewöhnliche Welt, die mit allen Klischees bricht, als auch in die einzigartigen Protagonisten verliebt. Ich wünsche mir wirklich von Herzen, dass es doch eine Fortsetzung dazu geben wird.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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Träume der Provence

Anja Saskia Beyer
Flexibler Einband: 302 Seiten
Erschienen bei Tinte & Feder, 28.08.2018
ISBN 9782919802388
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt:

Die Liebe hat es mit Marie nicht gut gemeint: Von ihrem Ehemann betrogen und sitzengelassen, konzentriert sie sich ganz auf ihren Sohn Robin. Als dieser krank wird, ist klar, dass sie für ihn die beste Behandlung möchte, die es gibt.

Das bedeutet aber auch, dass sie eine Reise nach Amerika zu einem Spezialisten finanzieren muss und das ohne richtige Ausbildung und ohne Job.

Eine Chance sieht Marie, als sie in den Hinterlassenschaften ihrer Mutter ein Foto von einem Gemälde findet. Das Bild ist von einem bekannten Maler aus Saint-Paul-de-Vence und der Verkauf könnte ihre finanziellen Sorgen lösen. Doch leider weiß Marie nicht, wer gerade im Besitz des Gemäldes ist.

Deshalb macht sie sich kurzerhand gemeinsam mit ihrem Sohn Robin und ihrem besten Freund Bennett auf in die Provence und auf die Suche nach dem Bild ihrer Mutter. Im kleinen Künstlerdorf findet sie bald jedoch mehr als nur ein gut gehütetes Familiengeheimnis … .

Meine Meinung:

Ich liebe die Bücher von Anja Saskia Beyer und musste natürlich auch ihr neuestes Werk lesen.

Im Prolog treffen wir auf Marie und ihre Mutter und finden uns im Jahr 2011 wieder. Dort merkt man sofort, dass die beiden eine besondere Beziehung zueinander haben, erfährt aber vorerst nicht mehr.

Danach springt man ins Jahr 2018. Maries Mutter ist gestorben und sie müssen wegen finanzieller Probleme das Haus räumen. So finden sie das Foto von dem Gemälde und der Leser wird über Robins Krankheit informiert.

Marie gefiel mir auf jeden Fall sehr gut. Sie ist eine liebende Mutter, wenn auch teilweise etwas überfürsorglich. Nach der Trennung von ihrem Mann und dem Tod ihrer Mutter hat sie ihr ganzes Leben auf Robin eingestellt. Da wundert es mich fast etwas, dass sie überhaupt noch Zeit für ihren besten Freund Bennett hat. Auf jeden Fall hab ich mich sehr gefreut, dass sie ihn mit auf die Reise nimmt, denn er ist ein wirklich lieber Kerl.

Bald schon reist man nicht nur ins malerische Künstlerdorf in der Provence, sondern auch in die Vergangenheit. Ich liebe diese Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit und wie sich nach und nach die Geschichte von Maries Mutter Anne ergibt. Als Leser bekommt man immer wieder kurze Sequenzen aus Annes Leben und versucht natürlich, all die Puzzleteile zusammenzusetzen und des Rätsels Lösung zu finden. Doch die Autorin Anja Saskia Beyer schafft es immer wieder mich an der Nase herumzuführen und mich auf falsche Fährten zu locken. Jedenfalls hatte ich keine Ahnung, wohin mich die Geschichte führen würde und genau das macht es so spannend.

Doch auch die Gefühle kommen in diesem Buch nicht zu kurz. Ob es um die Beziehung zwischen Eltern und ihren Kindern geht, um Freundschaft oder die Liebe zwischen Mann und Frau. Es gab einige Situationen, die mir ein Seufzen entlockt und in denen ich richtig mitgefiebert, gelitten und geliebt habe. Der Autorin gelingt es, die Emotionen direkt an ihre Leser zu transportieren. Man steckt mitten in der Geschichte, fast so, als wäre man selbst dabei und würde sie nicht nur von außen miterleben.

Und dann ist da noch dieses wundervolle Setting. Die Beschreibungen, der Landschaft, des Essens, der Gerüche und Geschmäcker. Es werden wirklich alle Sinne angesprochen und auch, wenn es nur in meiner Vorstellung war, hatte ich doch das Gefühl, ich würde es selbst erleben und mich hat ein unglaubliches Fernweh gepackt. Wie gerne würde ich jetzt nach Saint-Paul-de-Vence reisen und mir all die Orte im realen Leben ansehen.

Fazit:

Anja Saskia Beyer lässt ihre Geschichte „Träume der Provence“ richtig lebendig werden. Es war fast so, als würde ich die Protagonisten kennen, als wäre ich mitten in der Geschichte und würde die Provence selbst und mit allen Sinnen erleben. Außerdem liebe ich den Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit und versuchte, dem Rätsel um Annes Geschichte auf die Spur zu kommen.

Ach, was soll ich sagen: Die Bücher von Anja Saskia Beyer sind immer wieder ein wahrer Lesegenuss, ich liebe sie und greife jederzeit gerne danach.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

 

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18 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

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Das Herz des Berges: Gemstone Caverns 2

Elvira Zeißler
E-Buch Text: 286 Seiten
Erschienen bei null, 24.08.2018
ISBN B07FMVS3Y6
Genre: Liebesromane

Rezension:

Inhalt:

Nell macht sich große Sorgen um ihre Schwester Chloe. Wie soll sie die junge Frau nur aufwecken und wieso finden seit dem Verlust des Herzens überall auf der Welt Naturkatastrophen statt?

Antworten und Unterstützung bekommt die kleine Truppe von Medizinmann Ben und seiner Urenkelin Nitika. Gemeinsam wollen sie dem Geheimnis des Berges auf den Grund gehen. Doch dieses ist viel größer, als sie alle jemals geahnt hätten … .

Meine Meinung:

Band 2 schließt nahtlos an seinen Vorgänger an. Nell macht sich große Sorgen um Chloe und versucht gemeinsam mit ihren Freunden eine Lösung für ihr Problem zu finden. Anfangs ist sie damit ganz schön überfordert, da sie nicht wirklich wissen, wo sie ansetzen sollen. Ich fand es aber sehr authentisch, dass es Nell zu Beginn vor allem um ihre Schwester ging und sie das große Ganze erst einmal außer Acht lässt. Erst nach und nach wird klar, wie groß diese Geschichte wirklich ist und die Protagonistin fängt an, in größeren Dimensionen zu denken.

Sehr gut gefiel es mir auch, dass mit Ben und seiner Urenkelin Nitika noch einmal neue Charaktere in die Geschichte kommen. Das frischt noch einmal auf und bringt neuen Schwung in die Story. Vor allem Nitika hat es in sich und passt super in die Geschichte, aber auch Ben spielt eine wichtige Rolle und macht die Story erst wirklich komplett.

Im Vorgängerband zeichnet sich die Liebesgeschichte ja schon etwas ab, aber in diesem Teil nimmt diese ein bisschen mehr Raum ein, ohne dabei aber zu prägnant zu sein. Natürlich könnte man vermuten, dass es hier zu einer typischen Dreiecksgeschichte oder einem Liebesdrama kommen könnte, aber auch, wenn es dramatisch wird, so gibt es doch nicht dieses nervige Hin und Her, wie man es teilweise aus anderen Büchern kennt.

Da sich die Situation rund um die Höhlen und das Herz des Berges immer weiter zuspitzt, ist das Buch wirklich von der ersten bis zur letzten Seite richtig spannend. Ich muss gestehen, ich hätte selbst nicht gedacht, wie weit die Geschichte geht und was Elvira Zeißler für uns noch alles bereit hält. Denn selbst nach Band 1 hatte ich keine Ahnung, wohin uns die Autorin noch führen würde und es war richtig großartig, was sie sich da für ihre Leser ausgedacht hat. Da gibt es eine wirklich unerwartete Wendung, die mich schwer beeindruckt hat. Damit habe ich mal gar nicht gerechnet, aber diese bringt der Geschichte noch einmal eine andere Richtung, die sie weiter spannend macht, bis es schließlich auf einen Wahnsinnsshowdown hinausläuft.

Dieser ist auch ganz anders, als erwartet, denn hier gibt es nicht, wie in anderen Büchern, die eine Heldin oder den einen Helden, der das Schicksal der Welt in den Händen hält. Nein, die Autorin setzt hier auf Zusammenhalt, auf Freundschaft und Liebe und nicht auf Alleingänge. Hach, das war so schön erfrischend. Ich liebe diese Idee einfach. Genau wie den Umstand, dass das Ende nicht wirklich das Ende ist, denn eines müssen wir durch diese Dilogie lernen: Es gibt kein Licht ohne Dunkelheit.

Hach, ich könnte wirklich noch ewig von diesem wundervollen Fantasywerk schwärmen, denn der Autorin ist es gelungen, etwas völlig Neues zu erschaffen und mich mit ihrem Buch mit auf eine fantastische Reise zu nehmen, die sowohl spannend, als auch mitreißend und am Ende sogar mit einer tieferen Botschaft versehen ist. Am liebsten würde ich diese wundervolle Dilogie gleich noch einmal lesen.

Fazit:

War ich von Band 1 „Das Flüstern der Steine“ schon total begeistert, bin ich jetzt nach „Das Herz des Berges“ total verliebt. Diese Dilogie ist etwas ganz Neues am Fantasyhimmel und hat es mehr als verdient auch dahin gelobt zu werden.

Elvira Zeißler nimmt uns mit ihrer neuen Geschichte mit auf eine spannende und mitreißende Reise, die am Ende sogar noch eine tiefere Botschaft für uns bereithält. Ich komm aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus. Wer Fantasy mag, muss diese Dilogie unbedingt lesen!

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

 

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66 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 47 Rezensionen

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Der letzte Liebesbrief

J. Vellguth
Flexibler Einband: 428 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 26.06.2018
ISBN 9781720596370
Genre: Liebesromane

Rezension:

Inhalt:

Nell ist bei ihrer Tante Bernadette aufgewachsen und wurde von dieser immer liebevoll umsorgt. Jetzt möchte sie ihr etwas zurückgeben und sie auch glücklich wissen. Helfen soll ihr dabei ein Liebesbrief, den sie in den Sachen ihrer Tante gefunden hat.

Dieser soll sie zu dem geheimnisvollen Briefeschreiber führen und Bernadette die Liebe zurückbringen.

Auf ihrer Suche lernt Nell den Mode-Fotografen Sam kennen. Auch er kam mit den Liebesbriefen in Berührung, ist aber selbst ein Suchender und zwar nach seiner verloren gegangenen Muse. Er denkt, wenn er Nell begleitet, könnte er nicht nur ihr helfen, sondern auch sich selbst. Schließlich ist es ihr Lächeln, das ihn zu neuen Bildern inspiriert.

Am Ende finden die beiden nicht nur mehr über den geheimnisvollen Briefeschreiber heraus, sondern auch über sich selbst. Doch ist dieses Wissen stark genug, um die Vergangenheit hinter sich zu lassen und in eine neue Zukunft zu schauen? 

 

Meine Meinung:

Zu Beginn des Buches hat Nell schon den ersten Brief gefunden und ist auf der Suche nach dem nächsten. In der verfallenen Villa findet sie nicht nur diesen, sondern auch Sam, der dort gerade ein Fotoshooting abhält. Ehrlich gesagt hätte ich gedacht, dass Nell den ersten Brief erst findet, wenn man anfängt zu lesen, aber so wird man direkt in die Geschichte hineingeschmissen, was mir sehr gut gefiel, da es den Einstieg schon spannend machte, ohne langes Vorgeplänkel.

Die Begegnung der beiden Protagonisten hat mich auch richtig überrascht, was vor allem an der Vergangenheit von Nell lag. Die junge Frau hat nämlich ein ganz schönes Päckchen zu tragen und trotzdem lernte ich sie taff und mutig kennen. Sie scheint ihre wahren Gefühle zwar hinter einer Maske von Selbstsicherheit zu verbergen, aber ich mochte sie auf Anhieb, sowohl ihr Auftreten in der Öffentlichkeit, als auch ihr Denken und Handeln. In ihr steckt einfach so viel mehr, als ich aufgrund des Klappentextes gedacht hatte. Ehrlich gesagt hatte ich eher mit einer schönen kleinen Liebesgeschichte gerechnet, habe aber so viel mehr bekommen.

Der männliche Protagonist Sam ist eigentlich wirklich zu gut für diese Welt, aber ich habe mich sofort ein bisschen in ihn verliebt. Er ist durch und durch ein Familienmensch und sieht immer nur das Gute in jedem, was vor allem daran liegt, dass er hinter die Fassade blickt und sich nicht von Äußerlichkeiten leiten lässt. Leider macht er damit jedoch auch nicht immer nur positive Erfahrungen und muss deshalb ebenfalls für eine Zukunft kämpfen.

Zwar ist die Geschichte in der 3. Person geschrieben, man erfährt aber alles immer mal wieder aus Sicht von Nell und dann wieder aus Sams Perspektive und taucht so auch in die Gefühlswelt der beiden ein. Ich hatte nie das Gefühl, als hätte ich zu viel Abstand oder könnte nicht tief genug in die Geschichte eintauchen, was ich wirklich großartig fand.

Überhaupt erfährt man sehr viel über die Vergangenheit der Protagonisten. Ehrlich gesagt hatte ich eher damit gerechnet, dass die Liebesbriefe im Vordergrund stehen würden, aber diese werden geschickt mit den Geschichten von Nell und Sam verknüpft. Dadurch bekommt die Story in meinen Augen noch mehr Tiefgang und hebt sich dadurch von der süßen kleinen Liebesgeschichte ab, die ich eigentlich erwartet hatte. Es geht nicht nur um die ganz großen Gefühle, sondern auch um Familie, um Schuld und Vergebung, um Eifersucht und sogar Hass und um die Frage, was Schönheit wirklich ist. Ich war sehr berührt von den einzelnen Themen, die J. Vellguth in ihre Geschichte eingebaut hat. Einige davon haben mich sogar sehr nachdenklich gestimmt und ich finde, dass es der Autorin ausgesprochen gut gelungen ist, sich damit auseinanderzusetzen und diese an ihre Leser zu transportieren.

Sehr gerührt war ich auch von den wundervollen Worten aus den Briefen. Sie sind so voller Gefühl und ich habe sogar die ein oder andere Träne vergossen, so sehr habe ich mich in diese Geschichte fallen lassen. Ich wollte unbedingt wissen, wer diese Briefe verfasst hat und was hinter diesen steckt. Doch was J. Vellguth sich da einfallen hat lassen, damit hätte ich nie gerechnet. Es ist so viel mehr, so viel tiefgründiger und berührender, als ich mir vorgestellt hatte.

Und dann schlägt die Autorin einen tollen Bogen zwischen den Briefen und der Geschichte der Protagonisten und verknüpft Vergangenheit mit Gegenwart. Das machte die Story schön rund und das Buch am Ende für mich perfekt. Ich schlug es zu und war einfach nur glücklich.

Fazit:

In „Der letzte Liebesbrief“ steckt so viel mehr, als ich gedacht habe. Erwartet hatte ich eine süße kleine Liebesgeschichte, aber bekommen habe ich eine wundervolle Story über Liebe, Familie, Schuld und Hass, über Eifersucht und Vergebung und die Frage, was einen Menschen „schön“ macht. Dabei hat mich J. Vellguth sowohl mit ihren wundervollen Liebesbriefen, als auch den tiefgründigen Schicksalen der Protagonisten bewegt und berührt, welche sie perfekt miteinander verknüpft hat. Dieses Buch hat mich zum Weinen gebracht und am Ende doch glücklich zurückgelassen.

Vielen Dank an J. Vellguth für diese zauberhafte und einzigartige Geschichte, ich liebe sie.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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33 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

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Mein (nicht ganz) perfektes Leben

Sandra Binder
E-Buch Text
Erschienen bei beHEARTBEAT by Bastei Entertainment, 01.08.2018
ISBN 9783732547975
Genre: Liebesromane

Rezension:

Inhalt:

Lila glaubt nicht an die wahre Liebe, wohl aber an ihren Plan, den sie als Kind geschmiedet hat: Sie möchte einen wohlhabenden Mann heiraten, der sie und ihre Mutter absichert, für den sie aber keine Gefühle entwickeln wird. Ihr Freund Flo passt super in diesen Plan, bis er sie betrügt und sie ihn fast überfährt.

Danach läuft nichts mehr wie geplant: Lila muss in ein Mietshaus einziehen, ohne Möbel, ohne Geschirr und vor allem ohne Mann. Dafür freundet sie sich mit ihrem Nachbarn Fred an. Der ist zwar anfangs wenig begeistert über die quirlige, immer fröhliche junge Frau, die sein Einsiedlerdasein stört, lässt sich von ihr aber irgendwann doch aus der Reserve locken.

Mit Fred kommt schließlich nicht nur ein Freund, sondern auch ein neuer Job in Lilas Leben und dort lernt sie prompt den gutaussehenden und reichen Marcel kennen. Die junge Frau scheint ihrem Plan wieder näher zu kommen. Wäre da nicht Fred, der sich plötzlich immer häufiger in ihre Gedanken drängt und das ausgerechnet, als Lila bereits mit der Liebe abgeschlossen hat und ihrer eigenen persönlichen Deadline – ihrem 30. Geburtstag – immer näher kommt … .

 

Meine Meinung:

Nachdem mich Sandra Binder bereits mit ihrem Buch „Die Frauen von Ballycastle“ begeistert hat, wollte ich natürlich auch ihr neues Werk unbedingt lesen.

Das Buch startet damit, dass man Lila während ihrer letzten Therapiesitzung trifft. Sie hat vom Gericht ein Anti-Agressionstraining aufgebrummt bekommen, da sie fast ihren Ex-Freund überfahren hätte. Dabei erfährt man einiges über die Vergangenheit von Lila, aber auch von ihrem Plan fürs Leben. Was jedoch genau dahintersteckt, dass die junge Frau der Liebe abgeschworen hat, weiß man noch nicht.

Der Einstieg ins Buch fiel mir wirklich leicht, vor allem, weil es sehr humorvoll beginnt und ich Lila sofort in mein Herz schloss. Sie ist so eine quirlige junge Frau und mit ihrer fröhlichen und lockeren Art kann man sie einfach nur gernhaben. Natürlich merkt man als Leser sofort, dass hinter ihrer Lebensphilosophie doch etwas mehr steckt und ich freute mich darauf, Lila noch besser kennenzulernen, sie durchs Leben zu begleiten und von ihren wahren Hintergründen zu erfahren.

Als Lila schließlich in ihre neue Wohnung zieht, lernt man auch schnell Fred kennen. Er ist ein richtiger Exzentriker und anfangs echt gewöhnungsbedürftig, aber hinter seiner rauen Schale steckt ein weicher Kern und genau den kitzelt Lila mit ihrer einzigartigen Art heraus.

Ich mochte beide Protagonisten auf Anhieb. Sie sind wirklich speziell, aber genau das macht sie so liebenswert. Obwohl das Buch in der personalen Form, also in der 3. Person geschrieben ist, konnte ich die Gefühle beider Charaktere richtig mitfühlen und mich in sie hineinversetzen. Der Autorin Sandra Binder gelingt es außergewöhnlich gut, ihre Figuren authentisch darzustellen und ihnen Leben einzuhauchen. Es ist fast so, als würde man sie persönlich kennen, als wäre man mit ihnen befreundet. Das fand ich richtig klasse.

Besonders gut gefiel es mir, dass sich die beiden Protagonisten gegenseitig in das Leben des jeweils anderen gedrängt haben. Langsam bekam man mit, wie sie in den Gedanken des anderen immer mehr Raum annehmen und sich die Gefühle entwickelten. Natürlich wollen sie es selbst nicht sofort wahrhaben, aber als Leser wartet man nur darauf, dass sie dazu stehen. Ich war jedenfalls richtig in der Geschichte drin und hab total mit den beiden mitgefiebert. Natürlich sind solche Bücher meist sehr vorhersehbar, aber mit den Eigenarten ihrer Protagonisten gibt es immer etwas zu entdecken und es wird wirklich keine Seite langweilig.

Fazit:

„Mein (nicht ganz) perfektes Leben“ ist wirklich eine schöne und einzigartige Liebesgeschichte. Die Protagonisten haben ganz besondere Eigenheiten und schleichen sich mit ihrer liebevollen Art sofort ins Herz. Und obwohl solche Geschichten meist sehr vorhersehbar sind, gibt es hier doch einiges zu entdecken und es wird nie langweilig, vor allem, da man richtig mit den beiden jungen Leuten mitfiebert.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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278 Bibliotheken, 14 Leser, 0 Gruppen, 79 Rezensionen

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Du wolltest es doch

Louise O'Neill , Katarina Ganslandt
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 25.07.2018
ISBN 9783551583864
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

Emma liebt es, wenn ihr alle sagen, wie hübsch sie ist und wenn sie mal nicht im Mittelpunkt steht, dann drängt sie sich irgendwie hinein. So auch auf Seans Party, als sie mit Paul rummacht und sich Pillen einwirft.

Doch was dann passiert, bringt Emma eine Aufmerksamkeit, die sie sicher nicht gewollt hat. Plötzlich tauchen auf Facebook nämlich Fotos von ihr auf und sie soll auf der Party nicht nur mit Paul, sondern mit mehreren Jungs gleichzeitig im Schlafzimmer verschwunden sein. Doch wieso kann die junge Frau sich nicht mehr daran erinnern und ist sie nicht selbst schuld an allem, was da passiert ist?

Meine Meinung:

Das Buch beginnt ein paar Tage vor der Party und man lernt Emma kennen, aus deren Sicht das Buch geschrieben ist. Sehr spannend finde ich dabei, dass die Autorin Louise O’Neill hier kein Mädchen erschafft, das von Grund auf gut ist und sich alle Sympathien sichert. Im Gegenteil, ich muss sagen, ich mochte Emma eigentlich überhaupt nicht. Sie drängt sich ständig in den Mittelpunkt und macht ihre Freundinnen schlecht, um selbst besser dazustehen. Dabei möchte sie immerzu hören, wie hübsch sie ist. Ehrlich gesagt fand ich sie ziemlich arrogant und kein bisschen sympathisch. Vielleicht ist das aber genau so von der Autorin gewollt, denn trotz aller Fehler die Emma hat: NIEMAND, absolut NIEMAND hat es verdient so behandelt zu werden, wie es der jungen Frau passiert.

Ich war vollkommen entsetzt, was dem Mädchen wiederfährt und obwohl ich die Protagonistin nicht wirklich mochte, habe ich zu keinem Zeitpunkt gedacht, dass sie selbst schuld ist oder es ihr zurecht passiert ist. Doch genau so denken ihre Klassenkameraden, viele Leute aus ihrer Ortschaft und sogar so manche Freundin. Da fragt man sich wirklich, was Emma noch alles durchmachen muss. Die Autorin Louise O’Neill nimmt dabei kein Blatt vor den Mund, sondern schildert authentisch und schonungslos, dass die Vergewaltigung erst der Anfang des ganzen Martyriums ist. Gerade bei diesem Thema finde ich es wichtig, nichts zu beschönigen und deshalb habe ich großen Respekt vor der Leistung der Autorin.

Ebenfalls sehr authentisch schildert Louise O’Neill, wie die Familie und Freunde von Emma auf das reagieren, was ihr passiert. Von Schuldzuweisungen, über Hilflosigkeit bis hin zu Hilfsangeboten ist alles dabei. Natürlich hatte ich Mitleid mit Emma und wünschte mir, dass sie Gerechtigkeit erfährt, aber genauso viel Mitgefühl hatte ich mit den Leuten, die es gut mit Emma meinten und doch immer wieder weggestoßen wurden. Man darf nicht vergessen, dass auch die Angehörigen von Emma unter der Situation leiden. Nicht nur das Leben der Protagonistin ändert sich, sondern auch deren Leben. Nicht jede Reaktion kann man verstehen und nachvollziehen, aber ich denke, das muss man auch nicht. Es geht meiner Meinung nach eher darum aufzuzeigen, was alles passieren KÖNNTE, wie die Umwelt auf so eine Tat reagiert. Dabei zeigt die Autorin meiner Meinung nach auch deutlich die Missstände auf, die immer noch in unserer Gesellschaft herrschen. Opfer werden plötzlich zu Tätern, sind schlimmstem Mobbing ausgesetzt, müssen mit Ausgrenzung und Beschimpfung kämpfen und häufig wird ihnen einfach nicht geglaubt. Ich finde es sehr wichtig, dass Louise O’Neill dieses Thema anspricht, denn genau diese Umstände sind es doch, die dazu führen, dass nur eine sehr geringe Anzahl der Taten wirklich zur Anzeige und später zur Verhandlung kommen. Es muss endlich ein Umdenken geben, das die Opfer schützt und unterstützt, was sicher eine der wichtigsten Aussagen dieses Buches ist.

Das Ende hätte ich mir persönlich anders gewünscht, aber es passt perfekt zu Emma und ihrer Geschichte und die Erklärung der Autorin im Nachwort macht es noch einmal deutlicher, wieso das Buch nur so enden konnte. Sicher gibt es viele Leser, die mit dem Ende gar nicht zurecht kommen und auch ich selbst musste lange darüber nachdenken, doch leider ist es sehr authentisch und oftmals die harte Realität, deswegen ist es meiner Meinung nach richtig gewählt. Ich denke, dieses Buch ist nicht dazu gemacht, Opfern solcher Taten Mut zu machen, sondern eher dafür, dass die Menschen nachdenken, reflektieren, dass Missstände aufgezeigt und Diskussionen angeregt werden. Mich hat es jedenfalls sehr beschäftigt und dafür möchte ich der Autorin danken.

Etwas Schwierigkeiten hatte ich anfangs jedoch mit dem Schreibstil. Ich fand ihn ehrlich gesagt etwas chaotisch. Manche Szenen enden plötzlich, ohne, dass das optisch ersichtlich wäre. Oder man findet sich in der Vergangenheit wieder, taucht in Emmas Erinnerungen ein und ist dann auch sofort wieder in der Gegenwart, ohne, jegliche Vorwarnung. Gedanken der Protagonistin werden in Klammern geschrieben und mitten in den Text geworfen. Ich brauchte eine zeitlang, bis ich den Schreibstil für mich sortiert hatte und mich darauf einlassen konnte. Nach einigen Kapiteln hatte ich mich jedoch daran gewöhnt und konnte besser in die Geschichte eintauchen.

 

 

Fazit:

„Du wolltest es doch“ ist keine leichte Kost, aber es gehört sicher zu den Büchern, die einen nicht mehr los lassen. Mich hat es nach dem Lesen noch lange beschäftigt und ja, auch aufgewühlt. Emmas Geschichte zeigt, dass sich in unserer Gesellschaft dringend etwas ändern muss. Die Opfer werden plötzlich zu Tätern und erleben auch nach der Vergewaltigung noch ein nicht enden wollendes Martyrium. Und doch wünsche ich mir, dass mehr den Mut aufbringen, sich ihren Peinigern entgegenzustellen und dass sie Gerechtigkeit erfahren, ohne sich dafür schämen zu müssen. Denn wenn sich jemand schämen muss, dann die Täter! Louise O’Neill macht mit ihrem Buch einen Schritt in diese Richtung und hat dafür die volle Punktzahl verdient.  

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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276 Bibliotheken, 9 Leser, 1 Gruppe, 44 Rezensionen

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Beautiful Liars - Gefährliche Sehnsucht

Katharine McGee , Franziska Jaekel
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 20.06.2018
ISBN 9783473401642
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

Nach dieser einen Nacht auf dem Dach des Towers ist nichts mehr, wie es einmal war. Das Leben aller Beteiligten hat sich für immer verändert.

Avery und Atlas haben sich zwar endlich ihre Gefühle gestanden, aber ihre Liebe ist immer noch verboten und ihre Beziehung wird dadurch auf eine harte Probe gestellt.

Watt könnte wieder seiner Wege gehen, wüsste Leda nicht von seinem Quant und hat nicht vor, diese Möglichkeiten einfach zu ignorieren.

Riley lernt die Welt der Highlier noch einmal von einer ganz anderen Seite kennen und taucht tiefer in diese gefährliche Welt der Geheimnisse und Intrigen ein, als ihr lieb ist.

Und Leda versucht mit ihrer Schuld zu leben und weiterhin die Kontrolle über alle zu behalten. Doch diese scheint ihr nach und nach immer mehr zu entgleiten, vor allem als ein neues Mädchen namens Calliope im Tower auftaucht und das selber einiges zu verbergen hat … .

Wo Intrigen gesponnen und Geheimnisse um jeden Preis gewahrt werden müssen gibt es immer Opfer und auch dieses Mal wird nicht jeder mit dem Leben davonkommen … .


Meine Meinung:

Da mich Band 1 schon total begeistert hat, wollte ich natürlich unbedingt wissen, wie es mit den Jugendlichen im Tower von New York weitergeht und freute mich schon sehr auf neue Lügen und Intrigen.

Ehrlich gesagt war ich über den Einstieg sehr erstaunt: Das Leben aller scheint nach Eris‘ Tod einfach so weiterzugehen. Ich dachte, es würde sich alles viel mehr darum drehen, dass jemand dem Geheimnis der Jugendlichen um diese eine Nacht auf dem Dach, auf die Spur kommt. Doch stattdessen kehrt Alltag ein und die jungen Leute kämpfen mit ihren eigenen Problemen.

Bei Avery dreht sich natürlich alles um ihre Gefühle zu Atlas. Sie versuchen ihre Beziehung geheim zu halten, was sich jedoch als schwieriger erweist, als gedacht. Vor allem, da Avery immer Angst hat, dass Leda ihr Geheimnis lüftet. Doch diese hat ganz eigene Probleme. Sie kann ihrem Vater einfach nicht verzeihen und hat jede Nacht Albträume, die sich um die Nacht auf dem Dach drehen.
Watt hofft endlich nichts mehr mit den Highliern zu tun haben zu müssen, doch dann taucht Leda wieder in seinem Leben auf und zieht ihn erneut in die Intrigen der Oberen hinein.
Rylin bekommt währenddessen die Chance, ihr Leben von Grund auf zu ändern, aber ist das überhaupt möglich?

Schnell war ich wieder mitten in der Geschichte, was vor allem auch daran lag, dass die Ereignisse aus dem Vorgänger bei mir noch immer sehr präsent waren und ich mich nicht erst wieder neu orientieren musste. Die Story schließt nahtlos an und es gibt wieder jede Menge neuer Lügen und Intrigen, so dass es wieder richtig spannend wird. Hach, ich liebe einfach dieses besondere Flair der Geschichte, vor allem, da in diesem Band die Karten noch einmal ganz neu gemischt werden. Das liegt auch ein bisschen an dem Neuzugang Calliope, die ihre ganz eigenen Ziele verfolgt und damit noch eine andere Richtung in die Story bringt.

Ich mag es ja auch ganz besonders, dass die Geschichte jeweils aus verschiedenen Sichten erzählt wird. Da bekommt man Averys, Ledas, Watts und Rylins Gedanken hautnah mit und auch, wenn manch einem das zu viele Sichtweisen sein könnten, konnte ich immer gut den Überblick behalten und liebte die verschiedenen Blickwinkel.

Allerdings hätte ich nicht mit diesem Ausgang der Geschichte gerechnet. Irgendwie hatte ich im Kopf, dass es nur eine Dilogie wäre und sich am Ende alles auflösen würde. Dabei sind wir zum Schluss des 2. Bandes wieder mal ganz am Anfang, so wie es beim Vorgänger auch schon war. Es bleibt also weiter spannend und ich freue mich riesig auf den letzten Band und könnte noch ewig von den reichen Jugendlichen im Tower von New York lesen.

Fazit:

Auch Band 2 der „Beautiful Liars“ Reihe hat mich wieder vollkommen in seinen Bann gezogen. Die Ereignisse aus dem Vorgänger waren mir noch sehr präsent und ich konnte nahtlos anschließen und erneut in die Welt der reichen Kids voller Lügen und Intrigen eintauchen und hatte wieder richtig viel Spaß beim Lesen.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

 

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69 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

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Der Fluch der sechs Prinzessinnen - Diamantkäfig

Regina Meißner
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 24.08.2018
ISBN 9783906829982
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt:

Der Fluch ihrer Stiefmutter Rania hat Valyra, die jüngste der Prinzessinnen am härtesten getroffen: Gefangen in einem Turm ohne Ausweg muss sie für Rania Zutaten für einen Zaubertrank besorgen. Dabei muss sie häufig nicht nur ihr Leben aufs Spiel setzen und die Strafen ihrer Stiefmutter ertragen, sondern auch darauf achten, sich nicht selbst zu verlieren.

Als sie schon die Hoffnung auf Rettung verloren hat, trifft sie im Wald einen unerwarteten Helfer. Gemeinsam versuchen sie Valyras Rätsel zu lösen und einen Ausweg aus dem verwunschenen Wald zu finden. Doch gerade als die Prinzessin es wieder wagt, Hoffnung zu schöpfen, muss sie erkennen, dass Rania noch einen ganz besonderen Trumpf im Ärmel hat. Ein Trumpf, der Valyra noch einmal alles abverlangt und sie erneut auf eine harte Probe stellt … .

Meine Meinung:

Da ich die ersten beiden Bände der Prinzessinnen-Reihe so toll fand, wollte ich natürlich unbedingt weiterlesen und auch von Valyras Schicksal erfahren und ob es den Prinzessinnen gelingt, Rania zu überwältigen.

Valyra scheint es wirklich am härtesten von den Prinzessinnen getroffen zu haben. Sie wurde in einen einsamen Turm gesperrt, zu dem nur Rania selbst Zugang hat. Diese fordert von ihr auch noch, für sie den Handlanger zu spielen und im Wald nach Zutaten für einen Zaubertrank zu suchen. Diese Suche ist nicht nur gefährlich, die Prinzessin muss teilweise auch schreckliche Dinge tun und wird bei Nichtgelingen von Rania bestraft und gefoltert. Durch diesen Umstand ist dieser dritte Band der Reihe meiner Meinung nach etwas düsterer, als die bisherigen. Die Lage scheint noch aussichtsloser und es herrscht eine verzweifelte, drückende Stimmung. Das bedeutet jedoch nicht, dass es nicht Spaß macht, das Buch zu lesen. Im Gegenteil, ich fand es sehr authentisch und es passt super zur Situation von Valyra.

Überhaupt hatte ich das Gefühl, als wäre dieses Buch „erwachsener“ als seine Vorgänger. Endlich lernt man einmal die dunkle Seite von Rania kennen, von der von Anfang an erzählt, von der ich bis jetzt aber noch nicht viel gesehen hatte. Und man erfährt auch mehr über den Fluch und die Hintergründe. Damit steigt man meiner Meinung nach noch tiefer in diese Reihe ein und die Geschichte bekommt noch einmal eine andere Richtung.

Auch die Liebesgeschichte ist ganz anders, als bei den Vorgängern, was ich sehr spannend fand. Ein bisschen hat mich ja die Autorin in die Irre geführt und so ganz glaube ich noch nicht, dass da schon alles entschieden ist, aber wer weiß, was Regina Meißner im Abschlussband noch für uns bereithält.

Ein wenig schade fand ich es, dass die Autorin einen spannenden Weg einschlug, eine echt überraschende und fast schon krasse Wendung in der Geschichte ging, die mich wirklich vollkommen begeistert hat, dieser Linie dann jedoch leider nicht treu bleibt. Ich liebe mutige Entscheidungen und diese hätte das Potenzial dazu gehabt, wenn die Autorin dabei geblieben wäre. Mir persönlich hätte das einfach besser gefallen, wobei das vielleicht auch am persönlichen Geschmack liegt.

Schön ist, dass man parallel zu Valyras Geschichte auch wieder erfährt, wie es den anderen Prinzessinnen ergeht. So behält man die Gesamtgeschichte etwas im Blick und es ergibt ein großes Ganzes. Ich bin auf jeden Fall schon gespannt, wie die Autorin ihre Märchenadaption und den Fluch der sechs Prinzessinnen am Ende auflöst. Am liebsten würde ich sofort weiterlesen, denn ich denke, Regina Meißner hält auf jeden Fall noch einiges für das große Finale für uns bereit.

 

Fazit:

Dieser dritte Band ist meiner Meinung nach „erwachsener“ und düsterer als seine Vorgänger, was jedoch super zu Valyras Geschichte und Ranias dunkler Seite passt. Außerdem geht die Autorin einige ungewöhnliche Wege, denen sie jedoch leider nicht immer treu bleibt. Für das große Finale hält Regina Meißner sicher noch einiges für uns bereit, worauf ich mich jetzt schon sehr freue.

Für Fans von Märchenadaptionen ist diese Reihe auf jeden Fall ein absolutes Muss.

Von mir bekommt das Buch 4 Punkte von 5.

 

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158 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 43 Rezensionen

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The Crown's Game

Evelyn Skye , Friederike Levin
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Julius Beltz GmbH & Co. KG, 15.08.2018
ISBN 9783407749482
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:


Vika hat magische Kräfte und wird darin von ihrem Vater ausgebildet, um die Magierin des Zaren zu werden. Doch so einfach ist das nicht, denn es gibt einen weiteren Magier: Nikolai. Da es jedoch nur einen geben darf, müssen die beiden im „Spiel der Krone“ gegeneinander antreten.

Der Zar wird schließlich einen Sieger küren, der ihn fortan in allen wichtigen Fragen beraten wird. Der Verlierer dagegen muss sterben.

Als Vika und Nikolai sich jedoch immer besser kennenlernen und sich näherkommen, wird das Spiel immer schwieriger, denn bald entsteht zwischen den beiden eine ganz eigene Magie. Doch wie kann einer von ihnen leben, wenn der andere sterben muss?

Meine Meinung:

Bei diesem wunderschönen Cover war es echt Liebe auf den ersten Blick und als ich dann den Klappentext gelesen habe, wusste ich, dass ich dieses Buch lesen muss.

Die Geschichte spielt in Russland im Jahr 1825. Damit hatte sie für mich ein ganz besonderes Setting, denn ich kenne nur wenige Geschichten, die in einem historischen Russland, aber gleichzeitig in einer Fantasywelt spielen. Die Autorin Everlyn Skye verbindet gekonnt geschichtliche Fakten mit Fiktion und erschafft damit eine ganz eigene, faszinierende Welt, in die ich sofort eintauchen konnte.

Der Einstieg fiel mir also wirklich einfach und ich hatte weder mit der Zeit, noch mit diesem einzigartigen Setting oder einigen russischen Begriffen und Namen Probleme.

Schnell lernt man auch Vika und Nikolai kennen, die beide ihre ganz eigene Magie haben. Die Protagonistin nahm ich als selbstbewusste, starke junge Frau wahr, die genau weiß, was sie will. Ihre magischen Kräfte setzt sie mit Liebe und Leidenschaft ein, verliert aber auch nie ihr Ziel aus den Augen: Die Magierin des Zaren zu werden. Denn dafür wurde sie von klein auf trainiert, durfte jedoch gleichzeitig ein liebevolles Zuhause durch ihren Vater kennenlernen.

Nikolai dagegen hat eine völlig andere Geschichte. Als Waisenkind kam er früh zu seiner Mentorin, die ihn zwar ebenfalls gut auf seine mögliche Zukunft vorbereitet, ihn jedoch immer auf Abstand hält. Er hat nie wirklich Liebe erfahren, ist aber trotzdem nicht verbittert. Im Gegenteil, er kam mir sehr verletzlich, aber auch loyal vor. Er versucht das Beste aus seinem Leben zu machen und seine Aufgabe zu erfüllen. Beide Protagonisten haben sich  sofort in mein Herz geschlichen, jeder auf seine eigene Weise.

Doch auch die Nebenfiguren sind wirklich sehr interessant. Ob es sich um Vikas Vater oder Nikolais Mentorin handelt, den Sohn des Zaren und zukünftigen Herrscher, seine Schwester Juliana, die Zuckerbäckerin Ludmilla oder die Dienerin Renata. Jeder hat seine eigene Geschichte, bringt seinen Charakter mit ein und macht damit die Geschichte noch ein bisschen besonderer.

Und besonders ist dieses Buch auf jeden Fall, allein schon wegen der Magie in der Geschichte. Nachdem ich den Klappentext las und vom „Spiel der Krone“ erfuhr, hatte ich eigentlich damit gerechnet, dass es einen Kampf, ein Duell geben würde und sich die beiden Protagonisten mit ihren Kräften bekriegen würden. Doch es ist ganz anders. Viel friedlicher. Anstatt sich zu bekämpfen, erschaffen die beiden mit ihrer Magie wundervolle Dinge, so dass es ein Duell der ganz anderen Art ist, was mir wirklich sehr gut gefiel. Es ist ein Zauber, der einen direkt gefangen nimmt und so eine einzigartige Atmosphäre schafft.

Obwohl das „Spiel der Krone“ friedlicher abläuft, als gedacht, heißt das nicht, dass das Buch nicht durchaus spannend wäre. Es gibt so viele Verwicklungen, immer wieder überraschende Wendungen und alles arbeitet auf das Ende hin, in dem es noch einmal einen spannenden und mitreißenden Showdown gibt, der es wirklich in sich hat und dieses Buch für mich endgültig zu einem Highlight machte. Selten trauen sich Autoren so mutige Wege in ihren Büchern zu gehen und deshalb freue ich mich wirklich sehr auf alles, was noch von Evelyn Skye kommen wird.

Fazit:

Obwohl das „Spiel der Krone“ für mich friedlicher ablief, als erwartet, konnte mich die einzigartige Magie sofort gefangen nehmen. Die Zeit, das Setting und die wundervollen Protagonisten und Nebencharaktere haben ihr übriges getan und dieses Buch für mich zu einem echten Highlight gemacht.

Dieses Buch ist erfrischend, mutig und voll spannender Wendungen. Ich freue mich auf alles, was noch von Evelyn Skye kommen wird.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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Das Flüstern der Steine: Gemstone Caverns 1

Elvira Zeißler
Flexibler Einband: 392 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 02.07.2018
ISBN 9781721956630
Genre: Sonstiges

Rezension:

Inhalt:

Nell ist von Steinen und Höhlen fasziniert und studiert passend dazu auch Geologie. Deshalb freut sie sich auch, als sie die Möglichkeit bekommt, den Sommer im Gemstone Cavern Camp in den Rocky Mountains zu verbringen.

Doch schon kurz nach Nells Ankunft passieren seltsame Dinge: Gänge stürzen ein, Wände verschieben sich und eine Eidechse erweist sich als Lebensretter. Was steckt wirklich hinter den Höhlen? Stimmen etwa die uralten Legenden und der Berg birgt ein ganz besonderes Geheimnis? Und was haben Jeremy und Joseph mit all dem wirklich zu tun?

Nell taucht nicht nur tiefer in die Höhlen, sondern auch in eine Geschichte ein, die ihr ganzes Leben verändern wird … .

Meine Meinung:

Seit ich zum ersten Mal ein Buch von Elvira Zeißler gelesen habe, bin ich ein Fan ihrer Geschichten und freute mich sehr, als ich hörte, dass sie ein neues Fantasywerk herausbringen würde. Natürlich war dieses ein absolutes Must-Have für mich und so nutzte ich die Gelegenheit, es schon vorablesen zu dürfen.

Nell gefiel mir auf Anhieb sehr gut. Sie ist eine junge Frau, die mit beiden Beinen im Leben steht. Ihr Geologie-Studium bereitet ihr Freude und auch sonst beschäftigt sie sich gerne mit Steinen und unternimmt in ihrer Freizeit Höhlenwanderungen. Endlich einmal ein Buch, in dem die Protagonistin ein ganz normaler Mensch ist. Es gibt also nicht dieses typische Klischee, wie man es momentan so häufig findet: Eine junge Frau, die besondere Kräfte hat, von denen sie anfangs nichts ahnt. Sie ist besonders hübsch, ohne es zu wissen und eine echte Heldin und bla bla bla. Nein, Nell ist einfach eine junge Frau, wie sie überall zu finden sind und genau das fand ich herrlich. Mit dieser Protagonistin kann man sich wirklich identifizieren und ihre Leidenschaft für Steine ist mal richtig originell.

Überhaupt liebe ich die Idee, die hinter dieser Geschichte steckt. Sie ist etwas ganz Neues und zu Beginn hält sich der Fantasy-Anteil auch stark in Grenzen und doch spürt man sofort das Besondere dieses Buches. Ich mochte es, wie sich die Protagonisten mit den Steinen beschäftigen, wie diese das Hauptthema der Story bilden, ohne dass es zu viel oder nervig wird. Im Gegenteil, ich las gern die Namen der Steine, welche Bedeutung ihnen zugesprochen wird und war genau wie Nell fasziniert, was es darüber alles zu erfahren gab. Elvira Zeißler bereitet dieses Thema so auf und packt es geschickt in die Geschichte, dass es nie langweilig oder trocken wird und trotzdem seinen ganz eigenen Zauber entfalten kann. Nach und nach bringt sie dann mit den Legenden um die Höhlen den Fantasy-Anteil in das Geschehen hinein und man merkt, dass die Geschichte doch komplexer ist, als man anfangs gedacht hat. Ich mag es ja sehr, wenn in Büchern so viel mehr steckt, als man erahnt. Das ist der Autorin auf jeden Fall sehr gut gelungen.

Obwohl es ja im Fantasy-Genre gar nicht so einfach ist, noch etwas ganz Neues zu erschaffen, ist es der Autorin doch gelungen, eine neue Richtung einzuschlagen, die mich fasziniert und richtig begeistert hat. Und auch, wenn nicht auf jeder Seite etwas Spektakuläres passiert, ist es wirklich nie langweilig. Im Gegenteil, ich fand jedes Detail wichtig und saugte alles in mich auf.

Der Schreibstil ist dabei, wie ich es von Elvira Zeißler gewohnt bin, so fließend, dass man trotz der vielen Edelsteinnamen nie stolpert oder hängen bleibt. Man liest sich flüssig durch die Geschichte und hat direkt einen Film im Kopf, da die Umgebung und die Situationen so bildhaft beschrieben werden, dass die Bilder wie von selbst entstehen.

Leider muss ich jedoch gestehen, dass dieses Buch viel zu schnell wieder zu Ende war und das Ende, ja, das hat es wirklich in sich. Wie soll ich denn jetzt geduldig warten können, bis Teil 2 erscheint? Ich muss doch wissen, wie es mit Nell, mit ihrer Schwester Chloe und den beiden jungen Männern weitergeht. Eines ist sicher, diese Geschichte hält auf jeden Fall noch einiges für uns bereit und ich freu mich schon drauf.

Fazit:

In „Das Flüstern der Steine“ hat die Autorin Elvira Zeißler eine sehr originelle Idee in eine fantastische Story eingearbeitet. Nell ist eine wunderbar authentische und liebenswerte Protagonistin und durch den bildhaften und flüssigen Schreibstil entstanden sofort Bilder in meinem Kopf. Ich liebe diese neue Geschichte der Autorin und wünsche mir, dass noch viel mehr Leser dieses großartige Buch für sich entdecken.

Mystisch, spannend, mitreißend.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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151 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 115 Rezensionen

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Wenn die Sterne Schleier tragen

Anna Nigra
Flexibler Einband: 399 Seiten
Erschienen bei A TREE & A VALLEY, 05.07.2018
ISBN 9783947357062
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

Cecilia wird von vielen jungen Mädchen beneidet, denn sie soll den Kronprinzen von Europa heiraten und Königin werden. Doch ganz so glücklich ist die 18jährige darüber nicht, hat sie Noran doch das letzte Mal als Kind gesehen und weiß damit so gar nichts über ihn.

Zu ihrer Erleichterung stellt sich aber heraus, dass der Kronprinz ein sehr charmanter, aufmerksamer und noch dazu gutaussehender junger Mann ist. Doch nicht nur er, auch sein Bruder Elias ist durchaus anziehend und übt auf Cecilia einen gewissen Reiz aus.

Die Zeit im Palast wird für die junge Frau zu einer richtigen Zerreißprobe, als sie zwischen die beiden Männer gerät und zusätzlich auch noch eine Exfreundin von Noran auftaucht. Im Hintergrund braut sich jedoch etwas zusammen, das noch viel größer ist, als all die Intrigen, die im Palast gesponnen werden und Cecilia ist mittendrin … .

Meine Meinung:

Als mir das Buch als Rezensionsexemplar angeboten wurde, war ich sehr überrascht, da ich bis dahin noch nie etwas von diesem gehört hatte. Doch sowohl das Cover, als auch der Klappentext haben mich richtig neugierig gemacht und ich wollte es unbedingt lesen.

Das Buch beginnt mit einem Prolog, der aus der Sicht eines der Prinzen erzählt ist. Das Schöne daran ist jedoch, dass man nicht weiß, ob es Kronprinz Noran ist, der über seine Gefühle zu Cecilia spricht oder sein Bruder Elias. Dieser Prolog macht die Geschichte also gleich nochmal etwas spannender.

Danach begleitet man Cecilia und ihre Familie auf den Weg in den Palast, um ihren Zukünftigen kennenzulernen. Sofort erfährt man, dass die junge Frau sehr wenig von diesen Plänen hält. Sehr gut gefiel mir, dass sie nicht nur Bedenken hatte, weil sie einen fast Fremden heiraten soll, sondern auch wegen der Verantwortung, die es mit sich bringt, Königin zu sein. Da die Geschichte bis auf den Prolog und den Epilog aus der Sicht von Cecilia erzählt wird, kann man sich sehr gut in die junge Frau hineinversetzen und ihre Gefühle nachempfinden. Das gelang mir jedoch nicht immer. Je länger Cecilia im Palast verweilt, desto mehr veränderte sie sich in meinen Augen. Sie wurde immer egoistischer und machte sich teilweise nur noch sehr wenige Gedanken um andere. Ehrlich gesagt, weiß ich nicht, ob das von der Autorin so gewollt ist, denn irgendwie würde es zur Situation im Palast passen. Ich bin gespannt, wie sich das in den Folgebänden noch weiter entwickeln wird.

Obwohl ich eine zeitlang echt die Nase voll hatte von Dreiecksgeschichten, hat mich diese hier überhaupt nicht gestört. Im Gegenteil, ich fand die beiden jungen Männer sehr interessant und auch sehr gegensätzlich. Das machte es für mich sehr spannend, wobei ich mich eigentlich schnell für eine Seite entschieden habe. Noran war mir einfach „zu nett“ und seine Motive für mich nicht wirklich greifbar. Da konnte mich Elias mit seiner offenen und frechen Art eher für sich gewinnen. Anna Nigra gelingt es aber sehr gut die beiden Männer mit Cecilia in Beziehung zu bringen und ihren inneren Zwiespalt darzustellen. Ich war mir selbst überhaupt nicht sicher, für welchen der beiden sich die Protagonistin am Ende entscheiden wird und auch am Ende des Buches bin ich nicht schlauer. Es ist immer noch alles offen.

Etwas Schwierigkeiten hatte ich anfangs mit dem Weltenentwurf. Ich konnte nicht so recht einordnen, in welcher Zeit wir uns befinden und welche Regeln herrschen. Anfangs machte es den Anschein, als wären wir im Hier und Jetzt, aber einfach in einer fiktiven Welt und dann war doch wieder alles anders. Ich hätte gerne zu Beginn schon etwas mehr Informationen gehabt, die aber erst nach und nach kommen. Je länger ich las, desto besser fand ich mich jedoch zurecht und konnte die Geschichte dann auch mehr genießen. Überhaupt entfaltete sich nach und nach ein richtiger Lesesog bei mir. Ich bin ja ein kleiner Fan von Intrigen und Geheimnissen und versuche gern, die Rätsel zu lösen. Und dieses Buch ist voll davon. Doch am Ende erfährt man dann, dass es in dieser Geschichte nicht nur um hübsche Kleider und charmante Prinzen geht, denn hier wartet in den Folgebänden noch etwas viel Größeres auf uns und genau darauf freue ich mich auch unglaublich.

Ein fieser Cliffhanger am Ende und ein Epilog aus Sicht eines der Prinzen trieben mich fast an den Rande der Verzweiflung, weil ich jetzt wieder warten muss, bis ich erfahre, wie es mit Cecilia, Noran und Elias weitergeht. Ich werde mich auf jeden Fall auch sofort wieder in das nächste Abenteuer stürzen.

Fazit:

„Cecilia – Wenn die Sterne Schleier tragen“ ist ein Buch ganz genau nach meinem Geschmack. Obwohl Dreiecksgeschichten mittlerweile eher unbeliebt sind, konnte mich diese hier richtig begeistern, wobei ich mich schnell für eine Seite entschieden hatte. Auch die Intrigen und Geheimnisse waren von der Autorin sehr gut inszeniert und machten die Story richtig spannend. Am Ende jedoch nimmt das Buch noch einmal eine ganz andere Wendung, die zeigt, dass in dieser Trilogie noch viel mehr steckt, als nur hübsche Kleider und charmante, gutaussehende Prinzen. Ich freu mich auf alles, das noch von Anna Nigra kommt.

Von mir bekommt das Buch 4,5 Punkte von 5.

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Das Double der Prinzessin - Maskerade

Tanja Penninger
E-Buch Text: 296 Seiten
Erschienen bei Dark Diamonds, 26.04.2018
ISBN 9783646301182
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt:

Lona lebt zwar ein einfaches Leben als Wirtstochter, ist damit aber zufrieden. Doch von einen Tag auf den anderen ändert sich für sie alles, als ihr Vater sie an den Königshof von Katerra verkauft.

Dort soll sie das Double der Königstochter spielen und in der Öffentlichkeit als Prinzessin Marlena auftreten. Während die hübsche Wirtstochter immer tiefer in die Rolle eintaucht, muss sie sich jedoch fragen, was mit der echten Prinzessin passiert ist.

Auf der Suche nach Antworten stößt Lona auf immer mehr Geheimnisse und einige davon werfen auch über sie selbst einen dunklen Schatten … .

Meine Meinung:

Als ich den Klappentext las, war für mich klar, dass ich dieses Buch unbedingt lesen muss, denn ich bin total im Prinzessinnen-Fieber.

Anfangs trifft man Lona im Wirtshaus ihrer Eltern und ich war sofort begeistert von ihr, denn sie ist kein unschuldiges, kleines Ding, sondern eine taffe, junge Frau. Sie spielt mit ihren Reizen und wartet darauf, dass ihr Freund ihr einen Heiratsantrag macht. Als ihr Vater sie jedoch verkauft, gerät ihr Leben vollkommen aus den Fugen.

Die Idee an sich gefiel mir richtig gut und ich war sehr gespannt, was Lona am Königshof erwarten würde. Leider nimmt dort erst einmal die Spannung ab. Man fragt sich zwar ständig, was Prinzessin Marlena zugestoßen sein könnte, aber erst einmal verliert sich die Geschichte im Alltag der neuen Prinzessin und man begleitet Lona bei ihren neuen Pflichten.

Etwas überrascht war ich über den Fantasyanteil der Geschichte, der für mich irgendwie ziemlich plötzlich auftauchte. Zwar erfährt man anfangs, dass es Magie in der Welt von Katerra gibt, aber wie genau das aussieht und wie sich diese in die Welt einfügt, das erfährt man nur nach und nach und auch am Ende hatte ich das Gefühl, als würde ich immer noch nicht alles wissen. Ich hoffe, die Autorin klärt uns im zweiten Band noch etwas genauer auf, denn der Fantasyanteil hat wirklich Potenzial und gefiel mir sehr gut.

Manchmal hatte ich leider auch das Gefühl, als würden nicht alle Handlungen zum roten Faden der Geschichte passen. Lonas Vater erschien mir z.B. sehr liebevoll und dann plötzlich verkauft er seine Tochter. Ein ander Mal zerspringt eine Vase urplötzlich und wie von selbst und niemand wundert sich darüber. Natürlich sind all diese Handlungen wichtig für den Verlauf, doch für mich fügten sie sich nicht richtig in die Geschichte ein, so dass sie für mich nicht ganz rund wirkte.

Allerdings schaffte es die Autorin doch, mich zu fesseln. Vor allem Lonas inneren Zwiespalt fand ich sehr interessant. Wie kann sie die Prinzessin authentisch spielen, ohne sich selbst zu verlieren? Kann sie ihren Einfluss nutzen, um für Ketarra etwas zum Guten zu verändern? Wie kann sie Freundschaften knüpfen, wenn sie jedem ihre wahre Identität verschweigen muss? Je länger sie die Prinzessin spielt, desto schwieriger wird es für sie, was ich sehr gut nachvollziehen konnte und mich mitfiebern ließ.

Auch die Geheimnisse des Königshauses sorgten für einiges an Spannung und ich denke, da gibt es auch für den Folgeband noch einiges an Potenzial. Jedenfalls macht es mir Spaß, gemeinsam mit Lona auf die Suche nach Antworten zu gehen, auch, wenn ich manches davon schon vor der Protagonistin geahnt habe, was mich jedoch nicht wirklich gestört hat.

Am Ende wartet dann ein fieser Cliffhanger auf den Leser, der jedoch auch jede Menge Spannung für den zweiten Teil verspricht. Ich freue mich jedenfalls schon darauf und habe mir das Buch sofort gekauft.

Fazit:

„Das Double der Prinzessin – Maskerade“ hält eine interessante Grundidee bereit und obwohl es anfangs etwas an Spannung vermissen lässt und nicht alle Ereignisse sich ganz rund in die Geschichte einfügen, konnte es mich dann doch noch richtig fesseln. Vor allem der innere Zwiespalt der Protagonistin und die Geheimnisse des Königshauses haben es mir angetan und ich freue mich schon sehr auf den zweiten Teil.

Von mir bekommt das Buch 4 Punkte von 5.

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13 - Das erste Buch der Zeit - Die Zukunft ist jetzt

Rose Snow
Flexibler Einband: 260 Seiten
Erschienen bei Ulrike Mayrhofer, 16.06.2018
ISBN 9783947785001
Genre: Sonstiges

Rezension:

Inhalt:

Der Tod scheint Lizzy und ihre Schwester Alexa zu verfolgen, nachdem nämlich auch noch ihre Tante gestorben ist, bleibt den beiden nur noch ein unbekannter Patenonkel. Dieser wohnt in einem verschlafenen Ort namens Kirchbruch, wo Lizzy, ihr letztes Jahr vor der Uni verbringen soll.

Dort angekommen lernen sie auch gleich den geheimnisvollen Rouven und seinen Cousin Tristan kennen. Doch während Tristan charmant und gesellig ist, gerät Lizzy mit Rouven immer wieder aneinander.

Das ist jedoch nicht ihr einziges Problem: Denn seit das Mädchen in Kirchbruch angekommen ist, schießen ständig knisternde blaue Blitze aus ihren Fingern und Lizzy hat keine Ahnung, was das zu bedeuten hat … .

Meine Meinung:

Ein neues Buch vom Autorenduo Rose Snow ist für mich immer ein absolutes Muss, denn die beiden schreiben einfach wundervolle Geschichten und ich liebe ihre Bücher.

Ich war sehr gespannt, was sich Rose Snow für ihr neues Buch wieder haben einfallen lassen und so stürzte ich mich sofort in dieses neue Leseabenteuer. Anfangs lernt man Lizzy und Alexa kennen und ich war total geschockt, was den beiden in ihrem kurzen Leben schon alles passiert ist. Die zwei scheinen vom Tod regelrecht verfolgt zu werden und doch haben sie ihren Lebensmut nicht verloren, was ich große klasse fand. Sie machen das Beste aus ihrer Situation und sind trotzdem noch zwei sympathische und lebenslustige junge Mädchen. Ich mochte beide sofort und war gespannt, was sie in Kirchbruch alles erleben würden.

Ja und dann sind da noch die beiden Jungs, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Während Tristan der freundliche und offene Typ ist, bleibt Rouven eher verschlossen und unnahbar. Mir persönlich war Tristan ja etwas zu nett oder vielleicht hab ich auch einfach nur eine Schwäche für die „bösen Jungs“ *haha* Auf jeden Fall ist Rouven sehr geheimnisvoll und hat mich damit wirklich neugierig gemacht.

Doch auch die Story selbst ist richtig interessant. In diesem Auftakt-Band erfährt man noch kaum etwas, denn man erlebt die Geschichte aus Lizzys Sicht und weiß deshalb nur genau so viel, wie die Protagonistin selbst. Da das Mädchen jedoch keine Ahnung hat, woher die Blitze kommen und was sie bedeuten, bleibt man auch als Leser im Dunkeln und kann lediglich spekulieren. Geschickt flicht das Autorenduo immer wieder ein paar Informationen in die Geschichte ein, aber nur soweit, dass man weiter neugierig bleibt, ohne schon zu viel zu verraten. Ich bin fast verrückt geworden, so sehr wollte ich wissen, was wirklich hinter all den Geschehnissen steckt, denn eines ist klar: Diese Geschichte ist viel größer, als man es zu Beginn vielleicht vermutet.

Überhaupt finde ich es sehr erstaunlich, welchen Ideenreichtum die beiden Autorinnen besitzen. Sie bringen immer wieder neue Reihen heraus und immer steckt eine neue Geschichte dahinter. Und jedes Mal bin ich wieder absolut begeistert. Die Ideen sind immer sehr gut ausgearbeitet und auch, wenn ich bei diesem Buch noch nicht wirklich weiß, wohin die Reise gehen wird, bin ich mir sicher, dass hier jedes Detail passen wird und freu mich schon darauf, zu entdecken, wie die einzelnen Puzzleteile am Ende zusammenpassen.

Der Schreibstil ist auch dieses Mal wieder schön locker und leicht und man kann die Geschichte weglesen, wie nix.

Fazit:

Es macht jedes Mal wieder Spaß, eine neue Geschichte vom Autorenduo Rose Snow zu lesen, ihre Figuren kennenzulernen und auf ihren Abenteuern zu begleiten. In diesem Auftakt-Band lassen sie dieses Mal ihre Leser aber noch ganz schön im Dunkeln, so dass man richtig neugierig darauf wird, was es mit den ganzen Geschehnissen auf sich hat. Mich haben Rose Snow auf jeden Fall erneut in den Bann gezogen und ich muss ganz schnell weiterlesen.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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Die Frauen von Ballycastle

Sandra Binder
E-Buch Text: 251 Seiten
Erschienen bei beHEARTBEAT by Bastei Entertainment, 01.03.2018
ISBN 9783732538072
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt:

Fina Ramsay hat sich einen kleinen Traum erfüllt, als sie die kleine Buchhandlung „The Reading Corner“ eröffnet hat. Dieser Traum droht jedoch zu platzen, als gegenüber eine Filiale der McClary’s-Books-Kette aufmacht. Seitdem versucht sie sich dagegen zu wehren, indem sie dem Besitzer Liam McClary böse Mails schreibt.

Während Fina mit ihrem Laden ums Überleben kämpft, muss sie auch noch feststellen, dass die McClarys plötzlich überall sind. So findet sie z.B. den Namen in einem Brief, den ihre an Alzheimer erkrankte Großmutter einst an ihre beste Freundin geschrieben hat. Doch woher kannte ihre Granny die McClarys und warum klingt der Brief so verzweifelt?

Um Antworten zu bekommen bleibt der jungen Frau nur eines übrig: Sie muss sich dem „Feind“ Liam McClary nähern. Dabei ahnt sie nicht, welch ungeahnte Folgen das haben wird … .

Meine Meinung:

Da ich ein Fan von Familiengeschichten bin und gerne Geheimnisse lüfte war dieses Buch ein absolutes Muss für mich.

Im Prolog findet man sich in Belfast im Jahr 1970 wieder und erlebt Finas Großmutter als junge Frau. Dieser kurze Einblick in das Leben von Bridget wirft natürlich mehr Fragen auf, als sie zu beantworten und macht damit schon einmal richtig neugierig auf die kommenden Ereignisse.

Danach trifft man auf Fina, die gerade erst ihre Granny in ein Pflegeheim bringen musste, da sie wegen ihres Buchladens nicht rund um die Uhr für die ältere, an Alzheimer erkrankte Frau sorgen kann. Sofort wird klar, dass Fina ihre Großmutter sehr am Herzen liegt und dass sie eine besondere Beziehung zu ihr hat. Damit war mir die junge Frau sofort sympathisch. Obwohl sie sehr für ihren kleinen Traum kämpft, vergisst sie trotzdem ihre Familie nicht. Sie scheint meist eher vernünftig an Situationen heranzugehen und diese erst einmal mit dem Kopf anzugehen und trotzdem ist sie auch voller Emotionen. Das merkt man nicht nur in ihrem Umgang mit ihren Familienangehörigen, sondern auch in ihren Emails an Liam. Die fand ich richtig klasse. Es macht Spaß, den kleinen Kleinkrieg zwischen den Protagonisten zu verfolgen und ich musste sogar mehrmals schmunzeln.

Schnell findet Fina auch den Brief ihrer Großmutter und das Familiengeheimnis rückt erneut in den Vordergrund. Natürlich lässt die Autorin ihre Leser auch weiterhin im Dunkeln, was die beiden Familien verbinden. So stellte ich die wildesten Spekulationen an und versuchte, die einzelnen Bruchstücke zu kombinieren, um hinter das Geheimnis zu kommen. Ich liebe es einfach, wenn nicht die gesamte Geschichte sofort vor dem Leser ausgebreitet, sondern erst nach und nach das Rätsel gelöst wird. Das gelingt Sandra Binder wirklich sehr gut. Gemeinsam mit Fina setzt man also das Puzzle Stück für Stück zusammen und auch, wenn ich ein paar Dinge schon vor der Lösung erraten hatte, verlor das Buch trotzdem nichts an Spannung für mich. Bis zum Ende klebte ich an den Seiten und wollte einfach schwarz auf weiß lesen, was damals 1970 geschehen ist. Eigentlich hatte ich nach dem Prolog damit gerechnet, dass wir während der Geschichte häufiger die Zeitebene wechseln würden, aber die restliche Story spielt komplett in der Gegenwart. Doch obwohl ich eigentlich so einen Wechsel liebe, störte es mich in diesem Buch überhaupt nicht, denn der Autorin gelingt es auch so, ihren Leser richtig zu fesseln.

Das liegt jedoch nicht allein an der Familiengeschichte, die es aufzudecken gilt, sondern auch an der wirklich bezaubernden Liebesgeschichte. Die Protagonisten „zicken“ sich ja erst einmal richtig an, was ich schon herrlich fand. Dann lernen sie sich aber nach und nach besser kennen und man merkt sofort, dass sich zwischen den beiden etwas zu entwickeln scheint. Nur leider ist es nicht immer so einfach, wie man denkt und manchmal steht zwei Menschen auch ihre Vergangenheit im Weg. Ich hab wirklich sehr mitgefiebert mit diesen beiden. Was für ein süßes Pärchen, da kommt man richtig ins Träumen und Schwärmen.

Als besonderes „Zuckerl“ vermittelt uns die Autorin neben dem spannenden Familiengeheimnis und der süßen Liebesgeschichte auch noch die Geschichte Nordirlands und bringt uns nicht nur die Landschaft mit detailreichen und liebevollen Beschreibungen näher, sondern plädiert auch dafür, hinter die Kulissen zu sehen und sich nicht von Vorurteilen leiten zu lassen. So vermittelt Sandra Binder mit ihrer Geschichte neben der Unterhaltung auch noch eine wichtige Botschaft, was mich sehr berührt hat.

Fazit:

„Die Frauen von Ballycastle“ ist ein zauberhaftes Buch, das alles hat, was man sich als Leser wünscht: Eine spannende Familiengeschichte, die erst nach und nach enträtselt wird, eine gefühlvolle und süße Liebesgeschichte und eine schöne Botschaft, nämlich, dass es sich lohnt, einmal alle seine Vorurteile über Board zu werfen und hinter die Kulissen zu sehen.
Sandra Binder hat mich mit ihrer Geschichte auf jeden Fall verzaubert und ich möchte euch dieses tolle Buch wirklich sehr ans Herz legen.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

 

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