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98 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

fantasy, sternensturm, arena, arena verlag, jugendbuch

Das Herz der Quelle - Sternensturm

Alana Falk
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Arena, 03.01.2017
ISBN 9783401602905
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

Es ist der größte Moment in Lilianas Leben und sie fürchtet ihn genauso sehr, wie sie ihn herbeisehnt. Endlich soll sie in die Gemeinschaft des Hohen Rates aufgenommen und mit ihrer Quelle verbunden werden. Denn jeder Magier braucht eine menschliche Energiequelle, um zaubern zu können. Doch es ist ausgerechnet Chris, der Liliana zugeordnet wird. Chris, der sich der Gemeinschaft verweigert und dessen früherer Magier auf ungeklärte Weise ums Leben kam. In seinen Augen sieht Liliana nichts als Hass. Es bleibt nicht viel Zeit, um sein Vertrauen zu gewinnen, denn in den Tiefen unter Neuseeland braut sich eine schreckliche Katastrophe zusammen und nur Liliana und Chris können sie aufhalten. 

(Quelle: http://www.arena-verlag.de/artikel/das-herz-der-quelle-sternensturm-978-3-401-60290-5)

Liliana ist eine Magierin, doch um ihre Kräfte nutzen zu können, braucht sie einen Menschen als Quelle. Genau diese soll ihr jetzt zugeteilt werden. Doch Liliana fürchtet sich etwas vor diesem Moment: Was, wenn sie es nicht schafft, die Quelle zu nutzen oder wenn sie sich nicht mit ihrer Quelle versteht?

Und genau das trifft schließlich auch ein: Denn ihr wird ausgerechnet Chris zugeteilt, der es gar nicht einsieht, sich als Quelle unterzuordnen. Im Gegenteil, er scheint die Magier und alles, was mit ihnen zu tun hat, geradezu zu hassen.

Auch der Umstand, dass sein vorheriger Magier auf unerklärliche Weise gestorben ist, trägt nicht gerade dazu bei, dass er und Liliana sich vertrauen. Und Vertrauen ist doch die wichtigste Basis für eine Quelle und ihren Magier. Denn nur, wenn sie sich gegenseitig vertrauen, können sie die Magie nutzen, um unschuldige Menschen zu beschützen und genau das ist ihre Aufgabe … .

Meine Meinung:

Ein neues Buch von Alana Falk, noch dazu mit so interessantem Klappentext und bezauberndem Cover musste natürlich unbedingt bei mir einziehen.

Etwas überrascht war ich über den Beginn der Geschichte, der aus Sicht einer Magierin namens Adara erzählt wird. Eigentlich dachte ich, es würde um Liliana gehen, doch nachdem ich die Magierin dabei begleitet habe, wie ihre Quelle wegen Verrat hingerichtet wurde, war ich sofort in der Geschichte und den Ereignissen gefangen und freute mich darauf, einfach mehr über die Welt der Magier und ihrer Quellen zu erfahren.

Im nächsten Kapitel springt man dann in Lilianas Leben und erfährt einiges über den Weltenentwurf von „Sternensturm“. Ich fand es sehr interessant, wie die Autorin Alana Falk ihre Welt aufgebaut hat. Die Magier können ohne Quelle nicht zaubern und doch haben Quellen keinerlei Rechte, sondern unterstehen dem Magier und müssen quasi alles tun, was dieser sagt und ihnen immer zur Verfügung stehen. Für mich war das total spannend, denn eigentlich wollte ich die Magier ja „mögen“, da sie mit Hilfe ihrer Kräfte Gutes tun, indem sie z.B. Naturkatastrophen verhindern, aber der Umgang mit den menschlichen Quellen warf doch seine Schattenseiten auf diese Gemeinschaft. Dieser Umstand schreit geradezu danach, explosiver Zündstoff für eine Rebellion zu werden und ich freute mich sehr darauf, zu sehen, wie sich das Ganze entwickeln würde. Wie ein Damoklesschwert schwebte dieser Konflikt ständig über der Geschichte, was bei mir ein gewisses Kribbeln im Nacken verursachte, so sehr fieberte ich mit.

Fortan begleitet man abwechselnd Liliana und Adara durch ihr Leben und während Liliana sehr mit den Problemen mit Chris beschäftigt ist und man in ihren Kapitel mehr über die Verbindung von Quelle und Magier erfährt, bekommt man durch Adara einen tieferen Einblick in die Ungerechtigkeiten und wie einzelne Personen darauf reagieren. Das fand ich sehr gelungen, da man so einen guten Einblick in das Gesamtkonstrukt bekommt und sowohl etwas Persönlicheres über die Protagonisten erfährt, als auch etwas Abstand bekommt, um das Ganze etwas von außen zu betrachten und sich eigene Gedanken zu machen. Diese beiden Sichten fand ich zusätzlich gut, da Liliana doch sehr naiv an das Ganze herangeht und teilweise Dinge tut, die ich nicht guthieß und sie weniger sympathisch machten. Adara war zwar für mich auf den ersten Blick auch nicht die große Sympathieträgerin, ich konnte ihre Motive aber besser nachvollziehen. Doch auch Chris ist eine wirklich interessante Persönlichkeit und obwohl er etwas hinter Liliana zurückbleibt, erfuhr ich doch auch gerne mehr über ihn. So hat man immer jemanden, mit dem man mitfiebern konnte.

Und während ich die Ereignisse verfolgte, Liliana und Adara begleitete und an ihrem persönlichen Schicksal teilnahm, ließ die Autorin Alana Falk plötzlich eine Bombe platzen, die ich so gar nicht erwartet hatte. Ich musste richtig innehalten beim Lesen und war einfach nur total geflasht. Was für eine geniale Wendung! Plötzlich sah ich noch einmal alles in einem anderen Licht und konnte gar nicht glauben, was die Autorin quasi vor meiner Nase konstruiert hat, ohne dass ich die leiseste Ahnung davon hatte. Es begeistert mich ja immer total, wenn mich Autoren so dermaßen überraschen können (was inzwischen gar nicht mehr so leicht ist) und genau das ist Alana Falk gelungen. Ein großes Kompliment für diese Entwicklung.

Am Ende gibt uns die Autorin dann etwas Zeit, uns wieder etwas zu entspannen, was nach dieser Überraschung auch zwingend nötig war, was jedoch nicht heißt, dass es nicht genug Spannung für die Fortsetzung gibt, auf die ich mich schon jetzt sehr freue. Ich hoffe, ich muss nicht allzu lange darauf warten, denn ich muss unbedingt wissen, wie es mit den Magiern und ihren Quellen weitergeht.

 

Fazit:

Alana Falk ist mit ihrem „Sternensturm“ ein wahrer Geniestreich gelungen. Der Weltenentwurf hat mich sehr fasziniert und durch die Protagonisten schafft sie es, sowohl eine persönliche Ebene, als auch einen Blick von außen auf die Ereignisse zu gewähren. Doch am meisten hat mich eine Wendung überrascht, die vor meiner Nase konstruiert wurde und die ich doch niemals auch nur erahnt hätte. Damit hat mich die Autorin total geflasht und ich bin einfach nur begeistert von diesem genialen Buch.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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328 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 51 Rezensionen

hexen, fantasy, liebe, magie, kampf

Everflame - Verräterliebe

Josephine Angelini
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Dressler, 24.10.2016
ISBN 9783791526324
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

Lily hat ihre Macht angenommen und macht weit im Westen eine bedeutsame Entdeckung. Doch kann sie Außenländer, Hexenzirkel und Stadtrat gegen die Armee des Westens vereinen und gleichzeitig einen Bürgerkrieg mit den 13 Städten verhindern? Ein fast aussichtsloser Kampf. Welche ihrer Freunde werden ihr dabei treu zur Seite stehen und wer wird überleben? Lily muss lernen, ihren Verbündeten zu trauen und am Ende ihrem Herzen zu folgen.

(Quelle: http://www.oetinger.de/nc/schnellsuche/titelsuche/details/titel/1326324/18898/26779/Autor/Josephine/Angelini/Everflame___Verr%E4terliebe.html)

Lily und ihr Zirkel wurden nach einem verlustreichen Kampf von einem Schwarm Bienenwirker entführt und vor das Stadttor von Bower City im Westen gebracht. Dort werden sie freundlich empfangen und auf den ersten Blick sieht es so aus, als wäre die Stadt perfekt: Es gibt weder Krankheit noch Verbrechen. Doch irgendetwas Seltsames scheint in Bower City vorzugehen.

Als Lily und ihre Gefährten schließlich hinter das Geheimnis kommen, gibt es nur noch einen Weg für sie. Dafür brauchen sie jedoch Verbündete. Welcher ihrer Freunde steht wirklich hinter Lily und wie weit ist sie selbst bereit für einen Sieg zu gehen?

Meine Meinung:

Nach dem Ende von Band 2 brannte ich darauf, endlich zu erfahren, wie es mit Lily und ihrem Zirkel ausgehen würde. Allerdings muss ich sagen, dass mir, ähnlich wie bei Band 2, der Einstieg schwer fiel. Die Autorin spart auch hier sehr mit Rückblenden und ich hatte nicht mehr alle Geschehnisse, Charaktere und ihre Verbindungen im Kopf, so dass ich mich erst wieder sortieren musste.

Das Setting des Buches ist auch völlig neu, so dass ich fast das Gefühl hatte, in einer neuen Geschichte zu stecken. Die Idee mit der Stadt und dem Bienenschwarm, der alles kontrolliert fand ich jedoch sehr interessant und war gespannt darauf, hinter das Geheimnis zu kommen. Durch die neue Umgebung und neue Charaktere kommt auch wieder neuer Schwung in die Geschichte, was mir sehr gut gefiel.

Währenddessen beobachtet man, wie Lily sich entwickelt, wie sie mit sich und dem Hexendasein ein  bisschen kämpft und wie sie und Rowan sich langsam wieder annähern. Diese Entwicklungen fand ich toll, doch in der Geschichte selbst führen sie teilweise dazu, dass zu wenig passiert, so dass es in meinen Augen etwas dauert, bis die Geschichte an Fahrt aufnimmt und der große Showdown eingeleitet wird. Dadurch leidet die Spannung etwas, die sich nur sehr langsam aufbaut.

Trotzdem hält Josephine Angelini auch in diesem Band einige Überraschungen für uns bereit und glänzt mit Wendungen, die ich so sicher nicht erwartet hätte. Damit konnte sie mich wieder richtig begeistern und fesselte mich trotz allem an das Buch.

Den großen Showdown hätte ich mir dann jedoch etwas spektakulärer vorgestellt. Natürlich weiß man bei dieser Art von Büchern meist schon, wie sie enden, aber obwohl es eine spannende Entwicklung gab, hat mir das gewisse Extra gefehlt, das dieses Buch von anderen abgehoben und zu etwas Besonderem gemacht hätte. Am Ende schlug ich es zufrieden, aber nicht begeistert zu.

Fazit:

Josephine Angelini hat mir auch in diesem Band den Einstieg durch fehlende Rückblenden erschwert, wartet dann aber mit einem neuen, interessanten Setting und einer tollen Entwicklung ihrer Charaktere auf. Trotz spannender Wendungen und einiger Überraschungen hatte das Buch ein paar Längen und auch beim großen Showdown hat mir das gewisse Extra gefehlt, deswegen gibt es für diesen soliden, aber nicht herausragenden Abschluss Punktabzug.

Von mir bekommt das Buch 3,5 Punkte von 5.

 

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15 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

Törtchen zum Verlieben

Silvia Konnerth
E-Buch Text: 293 Seiten
Erschienen bei null, 09.01.2017
ISBN B01N5O57OW
Genre: Sonstiges

Rezension:

Inhalt:

Die erfolgreiche Boulevardjournalistin Victoria liebt ihren Job über
alles. Für die Skandalreportage über eine geheimnisvolle Schriftstellerwitwe erschleicht sie sich sogar einen Posten als Köchin, obwohl Victoria überhaupt nicht kochen kann.
Als der Schwindel auffliegt, lässt sie sich auf einen ungeheuerlichen Deal mit ihrer neuen Arbeitgeberin ein und reist notgedrungen mit der Millionärin und deren übellaunigen Sohn nach Spanien.
Doch dann steht die gewiefte Journalistin plötzlich vor einer Entscheidung, die mehr mit ihren Gefühlen als mit dem Verstand zu tun hat. Kopf oder Herz – welche Schicksalskarte wird Victoria wählen?

(Quelle: https://www.silviakonnerth.de/b%C3%BCcher/t%C3%B6rtchen-zum-verlieben/)

Victoria arbeitet als Journalistin und würde für einen guten Artikel alles tun. Als sie von ihrem Chef auf die Schriftstellerwitwe Leonore von Himmelsthal, die seit dem Tod ihres Mannes sehr zurückgezogen lebt, angesetzt wird, muss sie sich etwas einfallen lassen, um an die Millionärin ranzukommen.

Was ist da besser, als ihre Köchin zu bestechen, krankzumachen und sie als Vertretung einzusetzen. Blöd nur, dass Victoria überhaupt nicht kochen kann und der Schwindel nach Dosenravioli schnell auffliegt. Doch anders als erwartet, wirft Leonore sie nicht sofort hochkant raus, sondern schlägt ihr einen Deal vor, den Victoria nicht ablehnen kann. Selbst, wenn sie dafür mit der Millionärswitwe und ihrem immer schlecht gelaunten Sohn Alexander nach Spanien fliegen muss.

Doch bald schon muss die junge Frau sich eingestehen, dass es im Leben um mehr geht, als nur um einen guten Artikel und ihre Karriere als Journalistin … .

Meine Meinung:

Ich durfte Silvia Konnerth auf der Frankfurter Buchmesse kennenlernen und da ich sie sofort sympathisch fand, musste ich natürlich auch eines ihrer Bücher lesen. Der Klappentext und das Cover von „Törtchen zum Verlieben“ haben mich dabei sofort angesprochen, so dass ich mich sehr freute, dass ich es lesen durfte.

Im Prolog lernt man zunächst Leonore kennen und man merkt gleich, dass sie ein gutes Herz hat, so dass ich sie sofort gernhatte. Und auch im weiteren Verlauf der Geschichte fand ich Leonore einfach nur großartig. Sie ist so einzigartig, irgendwie kommt sie einem ein wenig verrückt vor, aber eigentlich hat sie den totalen Durchblick und alles im Griff und zieht im Hintergrund die Fäden. Einfach nur herrlich diese Frau.

Danach springt man zu Victoria und begleitet sie zu einem Interviewtermin, der so gar nicht so läuft, wie sie sich das wünscht. Ich fand auch Victoria sofort richtig klasse. Sie ist eine unabhängige, junge Frau, die genau weiß, was sie will und mit beiden Beinen fest im Leben steht. Für eine gute Story würde sie allerdings auch über Leichen gehen. Doch wer seinen Job liebt, versteht das natürlich. Dabei gefiel es mir besonders, welch verrückte Ideen die Protagonistin an den Tag legt. Diese  bringen nämlich einiges an Humor in die Geschichte. Wenn ich da an ihre Kochversuche denken … ich schmeiß mich immer noch weg vor lachen. Da ich selbst sehr gerne koche und experimentiere, fand ich diese Szenen besonders gelungen und überlegte mir, wie wohl die Gerichte von Victoria schmecken würden.

Etwas überrascht war ich, dass ich im nächsten Kapitel in Alexanders Welt eintauchen durfte. Die Geschichten werden nämlich abwechselnd aus Sicht von Victoria und Alexander erzählt, was mich total freute. Ich hätte eher damit gerechnet, nur in die weibliche Gedankenwelt eintauchen zu dürfen, aber ich liebe es ja, wenn Geschichten aus verschiedenen Perspektiven erzählt werden und vor allem auch, wenn man einmal die männliche Sichtweise präsentiert bekommt.

Natürlich ist die Liebesgeschichte vorhersehbar, aber das ist dem Leser bei dieser Art Genre ja von Anfang an klar und auch gar nicht wirklich wichtig, denn wichtig ist nur der Weg dorthin und wie sich die Geschehnisse entwickeln und ich fand die Geschichte einfach nur süß und bezaubernd. Man reist gemeinsam mit den Protagonisten und einer eher ungewöhnlichen Truppe nach Spanien und verbringt dort einige schöne Tage, durch die ich mich selbst auch nach Sonne, spanischem Gebäck und gutem Wein sehnte und muss über so manche Situation einfach nur schmunzeln. Mir hat es auf jeden Fall total viel Spaß gemacht, zu lesen, wie sich die Dinge entwickelten, wie Leonore es geschickt eingefädelt hat, dass am Ende alles so kommt, wie sie es wollte und wie sie doch noch selbst überrascht wurde.

Ich konnte das Buch, vor allem auch durch den locker-leichten und fröhlich-flüssigen Schreibstil einfach nur genießen und mir bei dem kalten Wetter ein paar schöne und sonnige Gedanken machen.

 

Fazit:

Mein erstes Buch von Silvia Konnerth hat mir total viel Spaß gemacht. Die Autorin überzeugte mich mit ihren sympathischen, liebeswerten und einmaligen Charakteren, begeisterte mich mit vielen humorvollen Szenen und ließ mich durch ihren locker-leichten, fröhlich-flüssigen Schreibstil einfach durch die Seiten und die Geschichte fliegen. Das war sicher nicht mein letztes Buch dieser Autorin, denn mit „Törtchen zum Verlieben“ hat sie in mir einen neuen Fan gefunden.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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407 Bibliotheken, 34 Leser, 1 Gruppe, 63 Rezensionen

fantasy, jugendbuch, marie lu, young elites, die gemeinschaft der dolche

Young Elites - Die Gemeinschaft der Dolche

Marie Lu , Sandra Knuffinke , Jessika Komina
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Loewe, 16.01.2017
ISBN 9783785583531
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

Über Nacht verfärbten sich Adelinas wunderschöne schwarze Haare plötzlich silbern. Seit sie das mysteriöse Blutfieber überlebte, ist die Tochter eines reichen Kaufmanns gezeichnet und von der Gesellschaft verstoßen. Aber die Krankheit hat ihr nicht nur eine strahlende Zukunft genommen, sondern auch übernatürliche Kräfte verliehen. Und Adelina ist nicht die Einzige. Die Gemeinschaft der Dolche wird vom König gejagt und gefürchtet, denn mit ihren unerklärlichen Fähigkeiten sind sie imstande, ihn vom Thron zu stürzen. Doch dazu benötigen sie Adelinas Hilfe ...

(Quelle: http://www.loewe-verlag.de/titel-0-0/youngelitesdiegemeinschaftder_dolche-7836/)

Adelina, Tochter eines reichen Kaufmanns, litt als Kind am Blutfieber und ist seither körperlich gezeichnet. Dadurch wird sie in der Gesellschaft zu einer Malfetto, einer Ausgestoßenen. Selbst ihr eigener Vater ist seitdem grausam zu ihr.  

Nach jahrelangem Martyrium will die junge Frau endlich ihr Leben selbst in die Hand nehmen. Doch da erwachen die Fähigkeiten, die ihr das Blutfieber verliehen hat. Eine Kraft wird entfesselt, die Adelina noch tiefer in Schwierigkeiten bringt.

Zum Glück gibt es aber „Die Gemeinschaft der Dolche“, eine Gruppe von Leuten, die ebenfalls verschiedene Fähigkeiten besitzen und es sich zum Ziel gemacht hat, Menschen wie Adelina aufzuspüren und zu retten. Sie wollen den König stürzen und die junge Frau soll ihnen dabei helfen. Dafür muss sie jedoch lernen ihre Kraft zu beherrschen, sonst ist sie für alle eine Gefahr und auch für sich selbst … .

Meine Meinung:

Nach der Legend-Trilogie von Marie Lu war klar, dass ich jedes weitere Buch der Autorin lesen würde, deshalb fieberte ich dem Erscheinen von „Young Elites“ schon sehr entgegen und fing auch sofort mit dem Lesen an.

Das Setting hat mich dabei von Anfang an sehr fasziniert. Es erinnert an das Venedig der Renaissance. Es gibt Könige und Kaufmänner, Freudenhäuser und schicke, ausladende Kleider. Ich liebte es, in diese Umgebung einzutauchen und mehr über die Umstände des Blutfiebers und ihrer Auswirkungen zu erfahren. Viele Leute sind daran erkrankt und auch daran gestorben. Andere dagegen, so wie Adelinas Schwester Violetta gesunden und wieder andere, wie Adelina selbst kennzeichnet seitdem ein körperlicher Makel und macht sie damit zu einer Malfetto. Diese werden in der Gesellschaft verachtet. Die Leute fürchten sich teilweise vor ihnen, weil einige von den Malfettos seit der Krankheit geheimnisvolle Kräfte haben. Und wie es häufig so ist, werden Menschen, die anders sind nicht nur ausgestoßen, sondern auch verfolgt. Es erinnert beinahe ein bisschen an die Hexenjagd, denn auch hier gibt es eine Inquisition, die sich der Verfolgung der Malfettos verschrieben hat. Ich war total fasziniert und tauchte richtig in die Geschichte ein. Es gibt so vieles zu entdecken, aber die Autorin Marie Lu macht es dem Leser leicht, indem sie alle Ereignisse und Begebenheit beschreibt und für ihre Leser einsortierbar macht. So fand ich mich schnell in Adelinas Welt zurecht und konnte mich auf die Geschehnisse rund um die Protagonistin einlassen.

Diese ist auch wirklich sehr interessant, denn anders als andere Hauptdarsteller hat sie einen körperlichen Makel, der sie von anderen abhebt. Sie ist nicht das typische hässliche Entlein, das erst später erkennt, dass es eigentlich ein Schwan ist. Zwar wird sie von Anfang an als „schön“ beschrieben, doch ein fehlendes Augen und ein vernarbtes Gesicht passen einfach nicht so recht in dieses Bild. Und auch ihr Charakter ist nicht so rein und gut, wie man es von anderen Charakteren in Büchern kennt. Ich fand es sehr spannend zu erleben, dass Adelina auch eine dunkle Seite hat. Das hebt sie von anderen ab und erzeugte auch eine etwas düstere Stimmung im Buch, die mir sehr gut gefiel.

Neben Adelina gibt es einige weitere interessante Charaktere, die sich nicht so einfach in eine Schublade stecken lassen. Der Autorin Marie Lu ist es wirklich sehr gut gelungen, mich mit ihren Figuren zu überraschen. Ich versuchte mir ein Bild von ihnen zu machen, musste aber immer wieder feststellen, dass es nicht so einfach ist, sie einzusortieren. Das machte das Buch zusätzlich spannend.

Doch auch die Geschichte an sich bietet einiges, das mich mitfiebern ließ. Die Story rund um die Malfettos und ihrer Unterdrückung strotzt geradezu vor Zündstoff und die Spannung schaukelt sich von Seite zu Seite hoch, steigert sich ins Unermessliche und gipfelt schließlich in einem atemberaubenden Showdown. Ich konnte mich kaum von den Seiten lösen, so gierte ich danach, zu erfahren, wie sich die Malfettos gegen die Krone auflehnen und welche Rolle Adelina in dem Plan spielen würde. Dabei hält Marie Lu auch einige Überraschungen für ihre Leser bereit, die ich sicher nicht erwartet hätte und mich total begeistert haben.

Auch das Ende war ganz anders, als ich gedacht hätte und wirft noch einmal die gesamte Geschichte um, was ich richtig großartig finde. Ein Epilog aus einer ganz neuen Sichtweise bringt dann einen Cliffhanger der besonderen Art, der mich jetzt schon auf die Fortsetzung hinfiebern lässt, auf die ich leider noch bis Herbst warten muss. Es bleibt auf jeden Fall sehr spannend.

 

Fazit:

„Young Elites – Die Gemeinschaft der Dolche“ war für mich eine mehr als positive Überraschung. Das Setting ist bezaubernd und bietet einen spannenden Rahmen für die Geschichte, die auch jede Menge Zündstoff mit sich bringt. Die Protagonistin ist nicht die typische Heldin, sondern hat eine geheimnisvolle, düstere Seite und auch die übrigen Charaktere lassen sich nicht so einfach in eine Schublade stecken. In der Story selbst hält die Autorin einige Überraschungen für ihre Leser bereit und steigert die Spannung von Seite zu Seite, so dass sie schließlich in einem atemberaubenden Showdown endet. Am Schluss bekommt man dann noch eine ganz neue Erzählperspektive geboten, die einen Cliffhanger der besonderen Art bietet. Jetzt möchte ich einfach nur weiterlesen, um zu erfahren, was die Geschichte rund um die Malfettos noch für mich bereithält.

Ich bin einfach nur begeistert von diesem tollen, spannenden, etwas düsteren, aber doch atemberaubenden Buch.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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37 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

elfenwächte, fantasy

Elfenwächter - Weg des Ordens

Carolin Emrich
Flexibler Einband: 308 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 15.01.2017
ISBN 9783906829302
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt:

Die siebzehnjährige Tris wächst abgeschottet von der Außenwelt in einem Kloster auf – so wie alle Magier des Königreichs Alvid. Ihr Leben ist eintönig, daher wünscht sich die junge Frau nichts sehnlicher, als dem Wächter-Orden anzugehören, um ihre Gabe zum Schutze der Menschen einzusetzen.

Als ihr Traum plötzlich in Erfüllung geht, erhält sie von den Wächtern die Aufgabe, die Elfen auszukundschaften. Dieses Volk will sich trotz verlorenem Krieg nicht dem König unterwerfen und überfällt immer wieder die Dörfer in der Nähe seiner Landesgrenze.

Selbst überzeugt von den Missetaten dieser Wesen, trifft Tris auf einem Erkundungsritt den Elfen Avathandal, der jedoch gänzlich anders ist, als sie erwartet hat.

Als sie sich schließlich in ihn verliebt, ist sie hin- und hergerissen.

Mit einem Mal hegt die junge Magierin Zweifel an den Motiven der Wächter. Hat sie sich für die falsche Seite entschieden? Oder ist es Avathandal, der sie täuscht?

(Quelle: http://www.sternensand-verlag.ch/elfenwaechter-1-carolin-emrich.html)

 

 

Tris ist eine Magierin und wächst deswegen abgeschottet in einem Kloster auf, wo sie lernt, ihre Kräfte einzusetzen. Doch das Leben hinter dicken Mauern langweilt sie, deswegen träumt sie davon, bei den Wächtern aufgenommen zu werden.

 

Eines Tages erfüllt sich ihr Traum und sie darf ins Lager der Wächter ziehen. Eine ihrer Aufgaben besteht darin, die Elfen, die dem König Widerstand leisten, auszukundschaften. Als sie dabei auf Avathandal, den Elfen trifft, verändert sich alles, denn er ist so anders, als ihr immer eingetrichtert wurde.

 

Was steckt wirklich hinter der Feindschaft zwischen Elfen und dem König? Und was haben die Wächter damit zu tun? Tris muss sich entscheiden, wem sie vertrauen kann und sich für eine Seite entscheiden … .

 

 

Meine Meinung:

Der Klappentext hat mich sehr neugierig gemacht, da ich ein großer Fan von Fantasy bin, deswegen wollte ich das Buch unbedingt lesen.

Anfangs lernt man Tris und ihr Leben im Kloster kennen. Schon ab der ersten Seite wurde ich komplett in die Geschichte hineingezogen. Ich war fasziniert von der Welt der Magier und wollte herausfinden, wie die Magie funktioniert und was hinter dem Weltentwurf von Carolin Emrich noch steckt.

Tris war mir sofort sympathisch. Sie langweilt das eintönige Leben im Kloster und möchte endlich mehr mit ihrer Magie leisten. Dabei fand ich es sehr schön, dass Tris nicht die Überkräfte hatte. Sie scheint erst einmal eher durchschnittlich zu sein und doch merkt man sofort, dass mehr in ihr steckt. Ich fand sie sofort total liebenswürdig, aber gleichzeitig auch interessant und freute mich darauf, zu sehen, wie sie sich noch entwickeln würde.

Als die Protagonistin bei den Wächtern landet, beginnt ihre Ausbildung und sie lernt relativ schnell Avathandal kennen. Ich rechnete damit, dass es sofort zu Spannungen kommen würde, doch vorerst wird der Elf vom Wächter Troy akzeptiert und die drei verbringen immer wieder Zeit miteinander. Das hat mich total überrascht, aber ich freute mich darauf, mehr über die Elfen zu erfahren, was in den Gesprächen zwischen Tris und Avathandal auch der Fall ist.

Allerdings muss ich auch sagen, dass mir während dieser Zeit etwas die Spannung gefehlt hat. Die Geschichte scheint einfach vor sich hinzuplätschern und obwohl man merkt, wie in Tris langsam Zweifel gesät werden, hätte ich mir doch gewünscht, dass sich die Situation sichtbarer zuspitzt.

Der Schreibstil von Carolin Emrich ist jedoch immer schön flüssig und leicht zu lesen, so dass die Seiten auch so gut verfliegen und man das Buch schnell durchhat, auch, wenn die Spannung nicht so greifbar ist.

Die Liebesgeschichte konnte ich nicht so ganz nachvollziehen, für mich waren die Begegnungen der beiden Protagonisten eher sehr oberflächlich und sachlich. Doch andererseits entwickeln sich so die Gefühle langsam und sanft und nicht zu überstürzt. Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt, wie sich die Geschichte zwischen Tris und Avathandal noch entwickeln wird.

Zum Ende hin nimmt das Buch doch noch etwas an Fahrt auf und lässt auf eine spannende Fortsetzung blicken. Ich werde die Reihe auf jeden Fall weiter verfolgen.

Fazit:

„Elfenwächter – Der Weg des Ordens“ ist ein Auftakt, der eher langsam und ruhig in die Welt der Elfen und Magier einführt. Man erfährt mehr über die Protagonisten und ihre Leben und wird sachte an die Ereignisse herangeführt. Ich hätte mir ein wenig mehr Spannung gewünscht, bin mir aber sicher, dass das im Folgeband noch kommen wird. Ich freue mich auf jeden Fall darauf.

Von mir bekommt das Buch 4 Punkte von 5.

 

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346 Bibliotheken, 12 Leser, 2 Gruppen, 104 Rezensionen

cornwall, kate morton, vergangenheit, familie, geheimnis

Das Seehaus

Kate Morton , Charlotte Breuer , Norbert Möllemann
Fester Einband
Erschienen bei Diana, 29.02.2016
ISBN 9783453291379
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt:

„Cornwall 1933: Die sechzehnjährige Alice Edevane fiebert dem Höhepunkt des Jahres entgegen, dem prachtvollen Mittsommernachtsfest auf dem herrschaftlichen Landgut ihrer Familie. Noch ahnt niemand, dass sich in dieser Nacht etwas Schreckliches ereignen wird. Ein Unglück, das so groß ist, dass die Familie das Anwesen für immer verlässt.

Siebzig Jahre später stößt Sadie auf das verfallene Haus an einem See. Sie geht den Spuren des Jungen nach, der in jener Nacht verschwunden sein soll. Die Suche nach Antworten führt Sadie tief in die Vergangenheit der Familie Edevane, zu einer verbotenen Liebe und tiefer Schuld …“

(Quelle: https://www.randomhouse.de/Buch/Das-Seehaus/Kate-Morton/Diana/e394452.rhd)

Mittsommernacht 1933: Die Familie Edevane freut sich auf ein prachtvolles Fest. Doch am nächsten Tag wird dieses von einem schrecklichen Ereignis überschattet: Der kleine Theo ist spurlos verschwunden. Eine Tragödie, von der sich die Familienmitglieder nie erholen und das Haus am See für immer verlassen.

Siebzig Jahre später stößt die suspendierte Polizistin Sadie beim Joggen durch Zufall auf das verlassene Anwesen. Was ist in dem Haus am See geschehen? Sadie, von Neugier getrieben, nimmt die  Ermittlungen auf und kommt schließlich dem Familiengeheimnis auf die Spur. Ein Geheimnis, das nicht nur die überlebenden Mitglieder der Familie Edevane für immer verändert… .

Meine Meinung:

Das Buch beginnt 1933 und man begleitet die sechzehnjährige Alice Edevane in der Nacht der Mittsommerparty. Doch was man da erfährt, lässt einen höchstens die wildesten Spekulationen anstellen, denn von der Lösung, was wirklich in jener Nacht passiert ist, ist man noch weit entfernt. Die Neugierde war bei mir jedoch ab da noch mehr geweckt.

Danach springt man ins Jahr 2003 und lernt Sadie und ihr eigenes, berufliches und privates Dilemma ein bisschen kennen. Schnell wird klar, dass auch hier eine eigene Geschichte auf den Leser wartet, die der Protagonistin etwas mehr Tiefgang verleiht. Doch auch hier hält sich die Autorin Kate Morton erst einmal noch bedeckt, was genau hinter den ganzen Ereignissen steckt.

Fortan springt man zwischen den Zeiten hin und her und lernt mehrere Mitglieder der Familie Edevane kennen. Ich war etwas überrascht, da ich eigentlich damit gerechnet hatte, die Geschichte würde sich hauptsächlich um Alice drehen, die zum Zeitpunkt des Geschehens sechzehn Jahre alt war und auch 2003 noch lebt. Doch Kate Morton beschränkt sich nicht nur auf eine Person, sondern gibt Einblicke in die gesamte Familie und ihre Denkweise. So erfährt man aus verschiedenen Perspektiven, was in jener Nacht passiert ist, ohne jedoch wirklich die Lösung präsentiert zu bekommen. Ich finde es großartig, wie es dieser Autorin immer wieder gelingt, mich auf falsche Fährten zu locken, so dass ich die wildesten Spekulationen anstelle und gerade, wenn ich meine, der Lösung des Geheimnisses nahe zu sein, alles noch einmal umschmeißt. So bin ich auch dieses Mal wieder an den Seiten geklebt, um jeden noch so kleinen Hinweis aufzusaugen und in das Gesamtbild einzufügen. Es macht einfach sehr viel Spaß, gemeinsam mit der Protagonistin Sadie Detektiv zu spielen.

Sehr schön ist dabei auch die Darstellung der Familie Edevane. Jeder Charakter bekommt seine Eigenschaften, seinen Platz innerhalb der Familie, seine zugeschriebene Rolle, an die er sich dann jedoch nicht immer hält. Ich fand es toll, mich in die Familie hineinzudenken, zu überlegen, wie ich in manch einer Situation gehandelt hätte und zu überlegen, was wohl hinter den Taten der einzelnen Mitglieder steckt. Die einzelnen Personen waren so liebevoll dargestellt und jede auf ihre Weise beschrieben, so dass sie vor meinen Augen richtig lebendig wurden. Dabei hat die Autorin immer auch darauf geachtet, die Begebenheiten der jeweiligen Zeit, wie z.B. die Rolle der Frau, authentisch in die Geschichte einzuarbeiten, was ich sehr spannend fand.

Trotz all dieser Geheimniskrämerei und der verschiedenen Rollenbilder, die es zu erfüllen gibt, vergisst Kate Morton jedoch auch die Emotionen nicht. Ich war richtig erstaunt, wie ich mit den einzelnen Familienmitgliedern mitgefiebert, gelitten und gelacht habe. Es war fast so, als wäre ich mit der Familie Edevane verbunden gewesen, so sehr zog sie mich in ihren Bann.

Dazu gibt es eine bezaubernde Kulisse: Das Haus am See. Die einzelnen Orte wurden so malerisch beschrieben, dass ich sie mir bildlich vorstellen konnte, gerne aber auch wirklich einen Ausflug dorthin unternommen und die Orte selbst erkundet hätte.

Und dann das Ende … ich kann nur sagen: WOW. Ich hab mit vielem gerechnet, aber nicht damit und ganz sicher auch nicht, dass sich der Kreis so perfekt schließen würde. Einfach nur total gut gelungen und absolut stimmig.

Fazit:

Kate Morton konnte mich mit „Das Seehaus“ wieder total begeistern. Obwohl das Buch 600 Seiten hat, ist es an keiner Stelle langweilig, so sehr wird man von der Familie Edevane und dem Haus am See in den Bann gezogen. Ich liebte es, die Motive der einzelnen Mitglieder zu erforschen, den Ereignissen nachzuspüren und Hinweise zu sammeln. Es machte mir riesig Spaß gemeinsam mit Sadie die Ermittlungen aufzunehmen und in der Familiengeschichte zu versinken. Trotz aller Detektivarbeit gelang es mir jedoch nicht, die wirklich Geschichte aufzudecken, so dass ich am Ende richtig überrascht und begeistert war.

Wer Familiengeschichten und –geheimnisse mag, darf nicht an Kate Morton vorbeigehen, sie ist eine Meisterin auf diesem Gebiet und ich liebe ihre Bücher.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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96 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 34 Rezensionen

geister, liebe, dark diamonds, annie j. dean, carlsen

Seelenhauch

Annie J. Dean
E-Buch Text: 439 Seiten
Erschienen bei Dark Diamonds, 28.10.2016
ISBN 9783646300109
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt:

Die 20-jährige Helen glaubt nicht an Geister. Als fertig ausgebildete Krankenschwester hat sie bereits einige Menschen sterben sehen, aber nie wurde sie von einer rastlosen Seele heimgesucht. Das ändert sich schlagartig, als sie sich nach einer scheinbar harmlosen Partie Gläserrücken plötzlich nicht mehr allein fühlt und von einem sterbenden Patienten um einen letzten Gefallen gebeten wird: Sie soll das Zuhause eines gewissen Kilian aufsuchen. Ihre Recherche führt sie in ein steinreiches Villenviertel und direkt in die Arme des attraktiven Jungdesigners Elias. Zusammen versuchen sie der Geschichte des verstorbenen Erben auf die Spur zu kommen – und werden dabei direkt in die Vergangenheit katapultiert…

(Quelle: https://www.carlsen.de/epub/seelenhauch/84791)

Helen hat bis jetzt nie an Geister geglaubt, was sich jedoch nach einer Partie Gläserrücken mit ihren Freundinnen ändert. Plötzlich scheint sie von einer rastlosen Seele geradezu verfolgt zu werden und diese scheint ihr etwas Wichtiges mitteilen zu wollen.

Bei ihrer Recherche landet sie schließlich bei der Villa des attraktiven Elias. Was hat dieser mit dem Geist zu tun und wieso hat auch er sonderbare Visionen aus der Vergangenheit. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach Antworten und kommen dabei einem unglaublichen Familiengeheimnis auf die Spur … .

Meine Meinung:

Der Prolog ist aus Sicht des Geistes geschrieben, ohne dass man erfährt, wer es ist und was hinter den ganzen Ereignissen steckt. Trotzdem hinterließ er bei mir eine Gänsehaut und ließ mich richtig neugierig auf das Buch werden.

Danach springt man zu Helen, lernt sie und ihre Freundinnen kennen und erlebt die Séance hautnah mit. Obwohl ich vom Klappentext her ja schon wusste, dass ein Geist auftauchen würde, schaffte es die Autorin Annie J. Dean doch, eine spannungsgeladene Atmosphäre aufzubauen, die mir einen kalten Schauer über den Rücken laufen ließ. Gemeinsam mit der Protagonistin versuchte ich Antworten darauf zu finden, was der Geist von ihr will und was hinter all dem wohl stecken würde. Doch die Autorin füttert uns immer nur mit kleinen Häppchen, die die Spannung bis ins Unermessliche steigerten.

Gemeinsam mit Helen beginnt man also mit den Recherchen und lernt dabei auch Elias kennen. Ich fand es wirklich sehr schön, dass die Geschichte nicht nur aus Sicht von Helen, sondern auch aus der Perspektive des männlichen Protagonisten erzählt wird. Es war toll auch mehr über Elias zu erfahren und seine Sichtweise der Dinge hautnah miterleben zu können. Ich konnte mich gar nicht entscheiden, welche Sicht ich lieber las, denn beide Protagonisten waren mir sofort sympathisch und ich konnte ihre Gedanken und Gefühle gut nachvollziehen und wollte gleichzeitig auch mehr über sie erfahren.

Doch das Hauptaugenmerk liegt ganz klar auf der Geschichte des Geistes. Dabei weiß man jedoch nie, welche wahren Beweggründe hinter seinem Handeln stecken. Immer wieder taucht die Seele bei Helen und Elias auf und zieht diese in die Vergangenheit. Annie J. Dean ist es dabei sehr gut gelungen eine Gänsehaut-Atmosphäre aufzubauen. Gemeinsam mit den Protagonisten spürte ich schon bald die einsetzende Kälte und hatte sogar das Gefühl nicht allein zu sein. Ich habe mich wirklich ein bisschen gegruselt muss ich sagen. Das ist jedoch nicht negativ gemeint, sondern eher dem Talent der Autorin geschuldet, der es gelungen ist, mich so sehr in ihre Geschichte zu ziehen, dass es für mich geradezu real wurde.

Natürlich fing ich auch an, meine eigenen Spekulationen anzustellen und mir ein Bild über die Ereignisse zu machen. Obwohl ich ein paar Dinge durchaus geahnt habe, hat mich Annie J. Dean mit ihrer Geschichte doch noch überrascht, denn mit dieser Entwicklung hätte ich am Ende sicher nicht gerechnet.

Wie man aufgrund des Klappentextes schon ahnen kann, gibt es natürlich auch eine Liebesgeschichte in „Seelenhauch“. Doch auch hier hat mich die Autorin etwas überrascht, da diese nicht den Stellenwert einnimmt, mit dem ich gerechnet hatte. Sie ist schön, authentisch und einfach süß, aber bleibt dennoch etwas im Hintergrund, was ich sehr genossen habe, da das mal etwas anderes ist im Vergleich zu anderen Büchern, in denen die Lovestory meist den Hauptteil der Geschichte einnimmt.

Und einen weiteren Pluspunkt bekommt das Buch, da es abgeschlossen ist. Endlich mal keine Reihe, sondern ein Einzelband, den man mit einem guten Gefühl abschließen und genießen kann.

 

Fazit:

Annie J. Deans „Seelenhauch“ hebt sich von anderen Büchern ab. Die Geschichte mit dem Geist fand ich erfrischend und zwar nicht neu, aber auch nicht schon hundert Mal aufgewärmt. Die Autorin schafft eine Atmosphäre, die mir eine Gänsehaut bescherte und mich so tief in die Geschichte hineinzog, dass ich das Gefühl hatte, selbst dabei zu sein. Ich stellte Spekulationen an und machte mir Gedanken und hätte doch nicht sagen können, was wirklich hinter dem Ganzen steckt. Ein rundum gelungenes Buch, das mich von der ersten bis zur letzten Seite mit gerissen und begeistert hat.

 

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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54 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

erinnerungen, familie, gabe, fantasy, hamburg

17 - Das erste Buch der Erinnerung

Rose Snow
Flexibler Einband: 278 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 24.11.2016
ISBN 9781540563828
Genre: Sonstiges

Rezension:

Inhalt:

Seit Jo denken kann, zieht sie mit ihrem Vater von Ort zu Ort, fast, als wären sie auf der Flucht. Als er ihr eröffnet, dass sie nun ausgerechnet im nasskalten Hamburg sesshaft werden sollen, hält sich ihre Begeisterung in Grenzen. Bis sie in ihrer neuen Schule zwei gutaussehenden Jungs begegnet, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Adrian, der Jo bewusst auf Distanz hält, und Louis, der sich offensichtlich für sie interessiert. Die zwei Jungs verbindet eine geheimnisvolle Rivalität, die Jo nicht zu deuten weiß – aber noch weniger versteht sie, was gerade mit ihr selbst los ist. Was für Bilder tauchen plötzlich in ihrem Kopf auf? Hat sie Halluzinationen? Oder sind das tatsächlich fremde Erinnerungen, in die sie kurz vor ihrem 17. Geburtstag auf einmal blicken kann?

(Quelle: http://www.rosesnow.de/17-2/)

Seit Jahren zieht Jo mit ihrem Vater von Ort zu Ort . Nie bleiben sie lange irgendwo, ganz so, als wären sie auf der Flucht. Doch auf der Flucht wovor?

Und sind sie in Hamburg vielleicht endlich sicher? Denn ausgerechnet dort will ihr Vater jetzt bleiben. Oder liegt das etwa an seiner neuen Freundin? Blöd nur, dass sich Jo in Hamburg so gar nicht wohlfühlt, was sicher auch an den Jungs liegt, die mit dem Umzug in ihr Leben getreten sind.

Adrian, zu dem sie sich auf magische Weise hingezogen fühlt, der sie aber immer auf Abstand hält. Luis, der sich für sie zu interessieren scheint, dem jedoch Adrian nicht über den Weg traut und dann ist da auch noch Finn, der ihr das Leben unnötig schwer macht.

Doch dieses ganze Chaos ist noch nicht alles, was sie beschäftigt: Seit kurzem scheint sie in die Erinnerungen anderer Leute eintauchen zu können. Bildet sie sich das nur ein oder hat sie eine besondere Gabe?

Meine Meinung:

Als ich das Buch zum ersten Mal sah, hab ich mich sofort in das Cover verliebt, aber auch der Inhalt klang richtig toll, so dass ich es einfach haben musste.

Gleich zu Beginn begleitet man Jo, aus deren Sicht in Ich-Form das Buch erzählt wird, beim Einzug in ihr neues Zuhause. Ich hatte sofort Mitleid mit der Protagonistin, die von einem Ort zum anderen ziehen und immer ihre Freundinnen hinter sich lassen muss. Leider gelingt der Start in der neuen Schule auch nicht besonders gut und dann erfährt sie auch noch, dass ihr Vater eine Freundin hat. Da kommt ganz schön viel auf Jo zu und ich war gespannt, wie die Protagonistin mit allem zurecht kommen würde. Allerdings muss ich sagen, dass ich überrascht war, dass Johanna auch eine fiese Seite zu haben scheint. Manche Aktion, die sie durchführte, konnte ich so gar nicht gutheißen, was ihr von mir einen Minuspunkt auf der Sympathieliste einbrachte. Zum Glück ist das nur anfangs so, zum Ende des Buches scheint die Protagonistin eine Entwicklung zu machen und andere Mittel zu wählen, um sich durchzusetzen.

Die männlichen Protagonisten fand ich sehr interessiert. Was sich laut Klappentext nach einer Dreiecksgeschichte anhörte, war jedoch nicht so ausgeprägt, dass es mich gestört hätte. Im Gegenteil, ich fand die Entwicklungen sehr spannend, vor allem, da es plötzlich drei Jungs sind, die in Jos Leben eine Rolle spielen, jeder auf seine Weise und ich freute mich darauf, zu sehen, wohin sich die Ereignisse entwickeln würden.

Etwas zu lange dauerte es mir, bis man etwas über Jos Gabe erfuhr. In diesem ersten Band scheinen die Entwicklungen in ihrem Privatleben mehr im Vordergrund zu stehen. Doch immer wieder hat uns das Autorenduo mit kleinen Häppchen zu Johannas Geheimnis gefüttert, so dass ich richtig neugierig wurde. Ich wollte unbedingt mehr darüber erfahren und tauchte gerne gemeinsam mit der Protagonistin in die Erinnerungen anderer ein, um mehr über diese besondere Gabe zu lernen. Ich fand die Idee sehr schön und es scheint mal etwas anderes im Fantasy-Genre zu sein.

Zum Ende hin verdichten sich endlich die Geschehnisse um Jos Fähigkeit und man wird mit einem fiesen Cliffhanger überrascht, der mich total begeistert zurücklässt, so dass ich ganz gespannt auf Band 2 warte, der zum Glück bald erscheint. Ich will auf jeden Fall wissen, wie es weitergeht und wohin die ganze Geschichte führt.

Fazit:

Dieser erste Band der neuen, fantastischen Reihe des Autorenduos Rose Snow ist ein Auftakt, der langsam in Jos besondere Gabe einführt. Im Vordergrund scheinen erst einmal die Entwicklungen im Leben der Protagonistin zu stehen, die mit ihrem neuen Umzug verbunden scheinen. Doch Rose Snow wären nicht Rose Snow, wenn es ihnen nicht gelingen würde, den Leser so neugierig auf die Geschehnisse zu machen, dass man unbedingt weiterlesen will. Jos Fähigkeit ist spannend und neu und der Cliffhanger am Ende lässt mich vermuten, dass da noch einiges auf uns zukommen wird. Ich freu mich jedenfalls sehr auf mehr von „17“. Eine tolle Reihe, die definitiv sehr viel Potenzial hat.

Von mir bekommt das Buch 4 Punkte von 5.

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122 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 34 Rezensionen

freundschaft, liebe, schule, jugendbuch, familie

Eine Woche voller Montage

Jessica Brody , Lara Tunnat
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Magellan, 25.07.2016
ISBN 9783734850226
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

„Ellie erlebt den schrecklichsten Montag ihres Lebens: Eine Katastrophe jagt die nächste, und als wären alle Peinlichkeiten nicht schon schlimm genug, macht ihr Freund Tristan aus heiterem Himmel mit ihr Schluss! Ellie wünscht sich nur eines: Sie möchte bitte, bitte eine zweite Chance.

Die kriegt sie – am nächsten Morgen wacht sie auf und stellt fest: Es ist wieder Montag! Ellie setzt alles daran, die Fehler von gestern/heute zu vermeiden und für ihr eigenes Happy End zu sorgen. Doch wer hätte gedacht, dass ein Montag so hartnäckig sein kann?“

(Quelle: http://www.magellanverlag.de/feine-b%C3%BCcher/jugendbuch/)

Ellie ist mit dem beliebtesten Jungen ihrer Highschool liiert und freut sich auf einen tollen Abend auf dem Jahrmarkt. Doch dann scheint alles schief zu gehen und zu allem Übel macht Tristan auch noch mit ihr Schluss.

Total verzweifelt weint sie sich in den Schlaf und bittet das Universum um eine zweite Chance.

Wer hätte gedacht, dass sie erhört wird und dieser schreckliche Montag noch einmal von vorne beginnt. So hat Ellie die Möglichkeit alles zum Guten zu wenden. Doch ist das, was Ellie als richtig ansieht auch das, was das Universum für sie vorgesehen hat?

Meine Meinung:

Eine Geschichte im „Und täglich grüßt das Murmeltier“-Stil klang total gut und da viele andere Leser so begeistert von dem Buch waren, wollte ich es auch unbedingt lesen.

Das Buch beginnt mit dem ersten Montag, an dem für Ellie alles schief geht. Durch den locker-leichten und flüssigen Schreibstil war ich sofort in der Geschichte drin. Aus Ellies Sicht erlebt man die Geschehnisse und taucht hautnah in die Gedanken eines Teenagers ein. Der Autorin Jessica Brody gelingt es sehr gut, diese authentisch darzustellen. Ich hatte das Gefühl, als wäre ich selbst wieder in dem Alter und konnte mich deshalb auch richtig in Ellie hineindenken.

Gemeinsam mit Ellie erlebt man von da an immer wieder den Montag und erfährt, welche Bemühungen sie anstrebt, um die Geschehnisse zu ändern. Ich fand es richtig toll zu sehen, was sich die Protagonistin wieder ausdenken würde, um zu verhindern, dass ihr Freund Tristan mit ihr Schluss macht. Dadurch beeinflusst sie auch einige andere Dinge in ihrem Leben und Umfeld und es machte mir wirklich viel Spaß zu sehen, was passieren würde.

Mit viel Humor erzählt die Autorin Jessica Brody ihre Geschichte, arbeitet nach und nach jedoch noch ein paar ernste Themen mit ein. Neben der Lovestory, die natürlich viel Raum einnimmt, da sie für Ellie im Mittelpunkt ihrer Bemühungen steht, finden wir noch Freundschaft, Familie und sogar Mobbing in der Geschichte wieder. Und während die Protagonistin sich mit all diesen Themen auseinandersetzt, wird ihr klar, dass sie sich auch mit sich selbst beschäftigen muss. Was ist ihr wichtig und wer ist sie wirklich? Denn letzten Endes zählt doch nur, dass man sich selbst treu bleibt. So findet sich in dem Buch auch eine ernste Botschaft, die dem jungen Lesern vermittelt wird, was ich sehr gelungen fand, denn so erhält die Geschichte Tiefgang, was sie wirklich zu etwas Besonderem macht.

Natürlich ahnt man ziemlich früh, wie die Geschichte am Ende ausgehen wird, doch das war in meinen Augen überhaupt nicht schlimm, denn eigentlich zählt ja der Weg dahin und dieser ist wirklich schön zu verfolgen und wie heißt es so schön: Der Weg ist das Ziel.

Fazit:

„Eine Woche voller Montage“ ist ein ganz besonderes Jugendbuch. Mit viel Humor lässt uns die Autorin Jessica Brody am Leben und Leiden ihrer Protagonistin Ellie teilhaben, vermittelt ihren jungen Lesern aber auch eine einzigartige Botschaft: Das Wichtigste ist, sich selbst treu zu bleiben. Ein wirklich sehr gelungenes und süßes Buch, das von mir eine ganz klare Leseempfehlung bekommt.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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13 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

teatime, entspannung, alte möbel, liebe, gefühl

Liebe in Teedosen: ein Liebesroman

Janina Venn-Rosky
E-Buch Text: 272 Seiten
Erschienen bei null, 16.10.2016
ISBN B01M6Y359I
Genre: Liebesromane

Rezension:

Inhalt:

Die große Liebe liegt bereits hinter ihr, glaubt Anastasia. Heute verschenkt sie ihr Herz lieber an verstoßene Möbel. Mit Farbe und viel Fantasie verwandelt sie ihre angeschlagenen Fundstücke in neue Lieblingsstücke.

Als ihr Weg sie eines Tages in ein leuchtend rotes Teegeschäft führt, ist sie auf den ersten Blick fasziniert von dem charmanten Teeladen und seiner Inhaberin Olivia. Bald stößt auch die frisch nach Berlin gezogene Jane-Austen-Bloggerin Jane zu den Freundinnen dazu und das „Tea Time“ wird rasch zum Mittelpunkt einer besonderen Freundschaft.

Mit viel Humor und Leidenschaft meistern die drei Frauen ihren Weg, der sich zwischen Hipstern, Teekapseln und tyrannischen Assistentinnen hindurchschlängelt. Mehr und mehr erkennen sie, dass ihre Sehnsüchte sich zu einem gemeinsamen Traum verdichten, dem sie schließlich Leben einhauchen wollen.
Und auch für Anastasia kommt irgendwann der Zeitpunkt, an dem sie sich fragen muss, ob es sich nicht doch lohnen kann, einem Mann den einen oder anderen Fehler nachzusehen – vor allem, wenn er solch funkelnde Bernsteinaugen hat.

Anastasia kümmert sich um alte Möbel und hat einen Laden mit ganz eigenem Charme in Berlin. Als sie ihrer Großmutter eine Freude machen möchte, landet sie im Teegeschäft von Olivia, die ihr sofort sympathisch ist.

Zwischen den Frauen entsteht eine Freundschaft, die sich schließlich auch auf die Bloggerin Jane ausdehnt. Gemeinsam verbringen sie so manchen Tag im einzigartigen Teeladen von Olivia. Als dieser jedoch von der Existenz bedroht ist, müssen sich die drei Freundinnen etwas Neues einfallen lassen.

Wie schön, dass sich all ihre Träume miteinander verbinden lassen und zu einer einzigartigen Idee heranreifen… . Aber ist neben all der Arbeit und der Selbstverwirklichung überhaupt noch Platz für die Liebe?

Meine Meinung:

Sowohl das Cover, als auch der Inhalt des Buches haben mich sofort angesprochen und da ich selbst nicht nur Bücher, sondern auch Tee sehr gerne mag, war für mich klar, dass ich dieses Buch lesen muss.

Es beginnt auch gleich mit Anastasias Besuch im Teegeschäft von Olivia. Schon alleine die Beschreibung des Teeladens mit all seinen bunten Teedosen und einzigartigen Gerüchen ist so detailreich und liebevoll, dass ich mich richtig in das „Tee Time“ versetzt fühlte. Ich habe mir gewünscht selbst so einen liebevollen Laden hier bei mir in der Nähe zu haben und ich freute mich sehr darauf, mehr über die Frauen, ihre Leben und Träume zu erfahren.

Überhaupt hat die Autorin eine zauberhafte Atmosphäre mit ihrem Buch geschaffen. In mir kam richtig der Wunsch auf, mich mit einer Tasse heißen Tees in eine Kuscheldecke einzumummeln und diese süße, kleine Geschichte zu genießen. Ich konnte mich richtig in das Buch fallen lassen und ein paar gemütliche Lesestunden damit verbringen.

Die Charaktere, die Janina Venn-Rosky in ihrer Geschichte erschaffen hat, sind dabei ebenso liebevoll entwickelt. Jede der drei Frauen ist auf ihre Weise einzigartig. Jede hat ihre Vergangenheit, ihre Arbeit, ihre Träume und Hoffnungen. Diese baut die Autorin sehr geschickt in ihre Geschichte rund um den Teeladen ein, so dass man das Gefühl hat, man könnte den dreien wirklich über den Weg laufen. Sie sind mir sogar richtig ans Herz gewachsen und ich wünschte mir nur das Beste für sie.

Obwohl man von allen drei Frauen einiges erfährt, ist es doch Anastasia, die in diesem ersten Band die Hauptrolle spielt. Trotzdem ist das Buch in der dritten Person geschrieben, was mich jedoch überhaupt nicht gestört hat, da die Autorin ihre Geschichte so erzählt, dass man sich trotzdem gut in die Protagonistin hineindenken und ihre Gefühle nachvollziehen kann. 

Neben der entspannten Atmosphäre und den liebevollen Charakteren fehlt es der Geschichte jedoch auch sonst an nichts. Da gibt es viel Humor, Spannung und Gefühle. Es geht um Liebe, um Trennungen, Verlust, um Familie und Freundschaft, um Träume und Hoffnungen und darum, sein Leben in die Hand zu nehmen und seine Träume auch zu verwirklichen. Hach, ich fand es richtig toll, was die Autorin aus dieser süßen, kleinen Geschichte rund um den Teeladen gezaubert hat.

Am Ende wartet dann noch ein besonderes „Zuckerl“ auf den Leser. Denn während man die ein oder andere Teestunde mit all den Köstlichkeiten erlebt, bekommt man richtig Lust darauf und würde gerne selbst von den beschriebenen Gebäckstücken probieren. Deshalb hab ich mich total gefreut, als man am Ende des Buches drei Rezepte findet, die man schließlich selbst zuhause nachbacken kann, was ich sicher tun werde.

Fazit:

„Liebe in Teedosen“ ist eine süße, kleine Geschichte, die man am besten selbst mit einer Tasse Tee genießt. Durch die zauberhafte Atmosphäre kann man sich richtig in das Buch fallen lassen und mit den liebevollen Charakteren mitfiebern. Mich hat diese Geschichte jedenfalls verzaubert und ich habe jeden Moment damit genossen.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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39 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

unlike, von goldfischen und anderen weihnachtskeksen, new york, evan, sara

Unlike

C.M. Spoerri
Flexibler Einband: 348 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 12.12.2016
ISBN 9783906829289
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt:

Evan hat in seinem Leben schon viel Mist gebaut, doch seit fünf Jahren ist es ihm gelungen, nicht mehr auf die schiefe Bahn zu geraten. Er wohnt in New York, hat einen Job, eine Wohnung, keine nervigen Freunde … alles wäre eigentlich so weit in Ordnung – abgesehen von der bescheuerten Weihnachtszeit, die gerade in vollem Gange ist. Und ausgerechnet jetzt mischt sich auch noch der schwule Nachbar in sein Leben ein. Dieser kann nicht mehr mit ansehen, wie Evan sich abkapselt, und plant deswegen über eine Single-Plattform ein Date für ihn. Sara, eine Londoner Studentin, wird für eine ganze Woche anreisen. Allerdings in der falschen Annahme, dass sie mit Evan gechattet hat und er sich auf ihren Besuch ebenso freut wie sie. Als wäre das nicht schon verheerend genug, ist Sara auch noch das komplette Gegenteil von ihm. Sie LIEBT Weihnachten und kommt einzig und allein nach New York, um hier den romantischsten Urlaub ihres Lebens zu verbringen – zusammen mit Evan.

(Quelle: http://www.sternensand-verlag.ch/shop/romance/unlike-weihnachten.html)

Einmal Weihnachten in New York verbringen, das ist der Traum von Sara. Da passt es, dass sie Evan in einem Chat kennenlernt und dieser sie für eine Woche einlädt. Prompt packt sie ihre Taschen und macht sich auf den Weg nach New York.

Evan aber ist ganz anders, als im Chat. Er scheint plötzlich keinerlei Interesse mehr an Sara zu haben, was wahrscheinlich daran liegt, dass nicht er sie eingeladen hat, sondern sein schwuler Nachbar, der Evan verkuppeln wollte.

Doch Sara gelingt es nicht nur, etwas Weihnachtsstimmung zu verbreiten, sondern auch das Herz des unnahbaren Evan zu erweichen. So könnte das junge Mädchen doch noch ihre Traumzeit in New York bekommen, würde Evan nicht plötzlich seine Vergangenheit einholen … .

Meine Meinung:

Zur Weihnachtszeit wollte ich dieses Jahr unbedingt ein paar Weihnachtsbücher lesen und das von C.M. Spoerri war auf meiner Must-Read-Liste, da es einfach total süß klang.

Das weihnachtliche New York als Setting fand ich dabei besonders toll. Selber war ich leider noch nicht dort, hab aber schon so viel davon gehört, dass ich es mir auch einfach himmlisch vorstelle. Ich konnte Sara also sehr gut verstehen, dass eine Woche in New York zur Weihnachtszeit einfach ein Traum wäre. Deshalb freute ich mich riesig darauf, mehr darüber zu erfahren und dadurch so richtig in Weihnachtsstimmung zu kommen. Allerdings muss ich sagen, dass man nur am Anfang etwas von dem Zauber dieses Settings mitbekommt. Nachdem Sara in New York angekommen ist und sie eine Sightseeing-Tour gemacht haben, ist von Weihnachten eigentlich kaum noch die Rede, was ich sehr schade fand.

Stattdessen stehen natürlich die beiden Protagonisten und ihre Annährung im Mittelpunkt. Dabei ist es sehr schön, dass die Geschichte abwechselnd aus Sicht von Evan und Sara erzählt wird. Ich mochte beide Charaktere wirklich sehr gerne. Evan mit seiner schroffen Art, wie er versucht alle auf Abstand zu halten und doch merkt man von Anfang an, dass ihm Sara gefällt und sich immer häufiger Gedanken an sie in seinen Kopf schleichen. Und Sara mit ihrem ungetrübten Optimismus und ihrem Bedürfnis nach Kontrolle, die sich trotzdem in Evan verliebt, der so gar nicht in ihr Muster passt. Dieses Hin und Her zwischen den beiden hat mir auf jeden Fall richtig Spaß gemacht, denn ich mag es, wenn sich die Protagonisten nicht sofort Hals über Kopf ineinander verlieben und alles gleich super läuft. Dadurch erhält die Geschichte eine ordentliche Prise Humor, was ich wirklich toll fand.

Durch Evans Vergangenheit kommt dann auch noch etwas Tiefgang in die Geschichte, was es meiner Meinung nach zwar gar nicht gebraucht hätte, aber doch ganz gut erklärt, wieso Evan so ist, wie er ist. Dadurch werden seine Handlungen schlüssiger und er authentischer. Ich finde, C.M. Spoerri gelingt es sehr gut, diesen Hintergrundinformationen genau den richtigen Rahmen einzuräumen. So wird die Geschichte nicht zu ernst und bedrückend, bekommt aber trotzdem mehr Substanz.

Sehr gut gefielen mir auch die erotischen Stellen. Hier hat die Autorin wahrlich kein Blatt vor den Mund genommen, so dass es sicher kein Buch für sehr junge Leser ist, aber trotzdem sind die Szenen meiner Meinung nach nicht too much, sondern immer noch ästhetisch ansprechend. Hier die Waagschale zu halten ist in meinen Augen sehr schwierig, aber es ist C.M. Spoerri wirklich gut gelungen.

Der Schreibstil des Buches ist locker-leicht und flüssig. Ich mochte es sehr, dass die Protagonisten innere Monologe führten, die man hautnah mitbekam. So konnte ich noch tiefer in die Gedanken der beiden Charaktere eintauchen und mit ihnen mitfühlen. Allerdings muss ich auch ehrlich gestehen, dass mich Saras Kontrollmonster irgendwann doch etwas genervt hat. Das hätte sie ruhig mal für längere Zeit wegsperren können, so dass sie es nicht ständig erwähnen hätte müssen.

Fazit:

Insgesamt ist „Unlike – Von Goldfischen und anderen Weihnachtskeksen“ eine schöne Liebesgeschichte mit locker-leichtem Schreibstil, prickelnden Erotikszenen und tollen Charakteren. Zwar nahm die Weihnachtsstimmung in meinen Augen einen zu kleinen Platz ein und Saras Gedanken waren mir teilweise zu voll von ihrem inneren Kontrollmonster, aber trotz allem hat die Geschichte richtig Spaß gemacht.

Von mir bekommt das Buch 4 Punkte von 5.

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87 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 36 Rezensionen

schottland, liebe, claudia winter, hochzeit, glückssterne

Glückssterne

Claudia Winter
Flexibler Einband: 420 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 12.12.2016
ISBN 9783442485437
Genre: Liebesromane

Rezension:

Inhalt:

Karriere, Heirat, Kinder. Die Anwältin Josefine weiß genau, was sie vom Leben erwartet. Doch kurz vor der Hochzeit brennt Josefines Cousine mit einem Straßenmusiker nach Schottland durch, den legendären Familienring im Gepäck, den die Braut bei der Trauung tragen sollte. Als ihre abergläubische Großmutter daraufhin der Ehe ihren Segen verweigert, bleibt Josefine keine Wahl: Wutentbrannt reist sie dem schwarzen Schaf der Familie hinterher und gerät in den verregneten Highlands von einem Schlamassel in das nächste. Nicht nur einmal muss der charismatische Konditor Aidan der Braut in spe aus der Patsche helfen – dabei ist dieser Charmeur der Letzte, vor dem sie sich eine Blöße geben möchte. Aber der Zauber Schottlands lässt niemanden unberührt, und schon bald passieren seltsame Dinge mit Josefine, die so gar nicht in ihren Lebensplan passen ...

(Quelle: https://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Glueckssterne/Claudia-Winter/Goldmann-TB/e493821.rhd)

Josefines Leben verläuft nach strengen Regeln: Sie tut immer das, was man von ihr erwartet, entscheidet lieber mit dem Kopf, als dem Herzen und trifft stets Entscheidungen, die vernünftig sind. Natürlich passt es da auch in den Plan, dass sie ihren Langzeitpartner Justus heiratet, mit dem sie auch gemeinsam in der Firma arbeitet. Was jedoch nicht passt: Dass ihre Cousine Charlie den Brautring entführt, der für die Familie so wichtig ist und ohne den  Josefine nie den Segen ihrer Großmutter bekommt.

Da bleibt der jungen Frau nichts anderes übrig, als nach Schottland zu reisen und sich auf die Suche nach Charlie und ihrem Ring zu machen. Dabei begleiten sie ihre beiden verrückten Großtanten Li und Bri. Doch was für diese ein Abenteuer ist, scheint für Josefine ein Albtraum zu werden. Zum Glück trifft sie jedoch auf Aidan, der ihr, wie der strahlende Ritter persönlich, einige Male zu Hilfe eilt.

Je länger Josefine in Schottland ist, desto mehr wird sie von dem Land verzaubert und desto weniger scheint alles nach Plan zu laufen. Doch vielleicht braucht das Leben der jungen Frau ja auch einfach mal keinen Plan, sondern einfach ein paar Glückssterne … .

Meine Meinung:

Nach „Aprikosenküsse“ habe ich sehnsüchtig auf einen neuen Roman von Claudia Winter gewartet und musste ihn natürlich sofort lesen, als er bei mir ankam.

Im Prolog findet man sich im Jahr 1952 und begleitet die Schwestern Brigitte und Lieselotte dabei, wie sie einen Blutschwur leisten, dass sie sich niemals alleine lassen und nur gemeinsam vor den Altar treten werden. Anfangs wusste ich diese Szene nicht recht einzuordnen, da ich dachte, das Buch würde sich um Josefine drehen. Als ich jedoch ihre beiden einzigartigen Großtanten Bri und Li kennenlernte, wusste ich, was es mit dem Schwur auf sich hatte und fand ihn richtig süß.

Überhaupt ist es Claudia Winter wieder sehr gut gelungen, Charaktere zu schaffen, die ihre Eigenheiten, aber auch etwas Besonderes, etwas Liebenswertes haben und sich so sofort in das Herz der Leser schleichen. Natürlich war das vor allem bei Bri und Li der Fall, die sich ständig streiten und so auch einiges an Humor in die Geschichte bringen. Doch auch Josefine selbst gefiel mir sehr gut. Zwar könnte der ein oder andere sie auf den ersten Blick als etwas unnahbar empfinden mit ihren ganzen Vernunftsentscheidungen, aber da ich selbst ein kleiner Kopfmensch bin, konnte ich viele (wenn auch nicht alle) ihrer Entschlüsse gut nachvollziehen und trotz allem fand ich sie doch sehr sympathisch. Und natürlich schaffte es auch Aidan mich sofort zu begeistern. Hach, er ist so richtig ein Typ zum Verlieben. Ein Highlander mit Charme, ein strahlender Ritter, der es doch auch versteht, Josefine kontra zu geben. Ich könnte seitenweise von ihm schwärmen seufz Es ist wirklich einmalig, wie es Claudia Winter immer wieder gelingt, mir ihre Figuren ins Herz zu schreiben, so dass sie mich auch Tage später noch nicht loslassen.

Die Rahmenhandlung rund um den verschwundenen Ring fand ich auch besonders gut gewählt. Was sonst würde Josefine aus ihrem Alltagtrott reißen und sie dazu bringen, sich auf die Reise zu begeben? So findet man sich gemeinsam mit der Protagonistin schnell im schönen Schottland wieder. Und da hätten wir eine weitere Besonderheit von Claudia Winters Romanen: Sie schafft es immer, dem Leser den Zauber des Landes, über das sie schreibt zu vermitteln. Man spürt auf jeder Seite, dass sie selbst die Länder bereist und sich ein kleines bisschen darin verliebt hat. Dabei schafft sie es jedes Mal wieder in mir ein so großes Fernweh zu wecken, dass ich die Ort google und mir überlege, selbst dorthin zu reisen, um die Einzigartigkeit des jeweiligen Landes mit eigenen Augen zu sehen und mit jeder Faser meines Körpers zu spüren. Ich will die einmaligen Orte sehen, die Gerüche schnuppern und die Gerichte probieren. Ein kleiner Trost ist es da, dass man am Ende des Buches ein paar Rezepte findet, die ich sicher nachkochen werde. Ich wollte ja schon immer nach Schottland, aber nach diesem Roman wünsche ich es mir noch mehr.

Natürlich weiß man bei einem Buch von Claudia Winter, wie das bei einem Liebesroman nunmal so ist, wie es enden wird, aber das stört mich überhaupt nicht, denn wichtig ist einfach nur, wie die Protagonisten dorthin kommen und da halten die Bücher der Autorin immer einiges bereit und man kann live miterleben, wie sich die Charaktere entwickeln, was ich sehr gut finde. Dabei spielen Emotionen immer eine große Rolle. Claudia Winter gelingt es wirklich sehr gut, diese authentisch und doch einfühlsam an ihre Leser weiterzugeben und ich fieberte auch dieses Mal wieder so sehr mit, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte und es somit in einem Rutsch durchgelesen habe.

Hier bekommt man wirklich eine ganz besondere Geschichte, die einen mitten ins Herz trifft und dem Leser mit viel Gefühl, Humor, Liebe zum Setting und den Charakteren ein paar zauberhafte Lesestunden beschert und in mir sogar einige Glücksgefühle geweckt hat. Am liebsten würde ich sie gleich nochmal lesen.

Fazit:

Die Bücher von Claudia Winter sind für mich ein absolutes Muss. Ihre Protagonisten sind immer besonders einzigartig und liebenswert und wachsen mir richtig ans Herz, ihre Geschichten voller Emotionen, die sie an ihre Leser weitergibt und die Reisen ihrer Charaktere wecken in mir jedes Mal ein starkes Fernweh.

So ist auch „Glückssterne“ wieder ein richtiger Schatz, in den ich mich total verliebt und den ich in einem Rutsch durchgelesen habe. Ein Buch, in das man abtaucht und am Ende einfach glücklich zurückkommt.

Es gibt nur einen Makel an den Geschichten von Claudia Winter: Sie sind viel zu schnell gelesen.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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(450)

1.067 Bibliotheken, 32 Leser, 1 Gruppe, 205 Rezensionen

mona kasten, liebe, begin again, vergangenheit, new adult

Begin Again

Mona Kasten
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 14.10.2016
ISBN 9783736302471
Genre: Liebesromane

Rezension:

Inhalt:

„Noch einmal ganz von vorne beginnen – das ist Allie Harpers sehnlichster Wunsch, als sie für ihr Studium nach Woodshill zieht. Dass sie ausgerechnet in einer WG mit einem überheblichen
Bad Boy landet, passt ihr daher gar nicht in den Plan. Kaden White ist zwar unfassbar attraktiv – mit seinen Tattoos und seiner unverschämten Art aber so ziemlich der Letzte, mit dem Allie
sich eine Wohnung teilen möchte. Zumal er als allererstes eine Liste von Regeln aufstellt. Die wichtigste: Wir fangen niemals etwas miteinander an! Doch Allie merkt schnell, dass sich hinter
Kadens Fassade viel mehr verbirgt als zunächst angenommen. Und je besser sie ihn kennenlernt, desto unmöglicher wird es ihr, das heftige Prickeln zwischen ihnen zu ignorieren …“

(Quelle: https://www.luebbe.de/lyx/buecher/sonstiges/begin-again/id6110760?etccmed=B%C3%BChne&ver=LYX&etcccu=onsite&etcccmp=Begin%20Again%20&etccvar=Lyx%2FB%C3%BChne%2FStartseite%2FOktober2016&etccplc=Startseite&ir_name=Lyx%2FStartseite)

Ein Neubeginn, das ist es, was Allie Harper sich am meisten wünscht. Doch dafür braucht sie erst einmal eine Wohnmöglichkeit in Woodshill und das ist gar nicht so einfach so kurz vor dem Studiumsbeginn. Ihr einziger Ausweg ist schließlich, bei Kaden White einzuziehen, ein überheblicher und von sich total eingenommener junger Mann, der sofort ein paar Regeln aufstellt.

Eine davon: Wir fangen niemals etwas miteinander an. Was Allie anfangs wie ein schlechter Scherz vorkommt, erweist sich jedoch als echte Zerreißprobe, als sie anfängt, hinter Kadens Fassade zu blicken, denn plötzlich fühlt sie sich von dem unberechenbaren, jungen Mann richtig angezogen.

Doch auch Allie hat eine Vorgeschichte, die sie tief in sich begraben hat und die es ihr schwer macht, sich auf andere einzulassen, ihnen völlig zu vertrauen. Vor allem dann, als sie ihre Vergangenheit einholt und Kaden der Einzige zu sein scheint, der sie aus diesem Sumpf wieder herausholen kann … .

Meine Meinung:

Momentan hab ich richtig Lust auf New Adult Geschichten, deswegen hat mich auch der Klappentext von Mona Kastens Buch sofort angesprochen.

Der Einstieg fiel mir auch gleich richtig leicht. Ich machte mich gemeinsam mit Allie, aus deren Sicht in Ich-Form die Geschichte erzählt wird, auf zu einem Besichtigungstermin in Kadens Wohnung. Schon die erste Begegnung zwischen den beiden Protagonisten verspricht jede Menge Spannung zwischen ihnen. Mir gefiel es sehr gut, dass Allie sich nicht von Kaden einschüchtern lässt. Anders, als in anderen New Adult Bücher ist sie nicht die schüchterne, unerfahrene, graue Maus und das fand ich sehr positiv.

Auch Kaden mit seiner schroffen, von sich eingenommenen Art war mir alles andere als unsympathisch. Man merkt sofort, dass er doch einen weichen Kern hat und nicht so fies ist, wie er sich anfangs gegenüber Allie gibt.

Der Autorin Mona Kasten gelingt es auch wirklich gut, ein paar prickelnde, spannende Momente zwischen den beiden Protagonisten zu erschaffen. Es knistert ordentlich und das sorgte bei mir für einige Schmunzler.

Doch trotz dem ganzen Hin und Her zwischen Allie und Kaden vergisst die Autorin auch die übrige Handlung nicht. Man erfährt von Allies Studium, von Freunden, die sie findet und schließlich auch von ihrer Familiengeschichte, vor der sie flüchtet. Ich fand es wirklich gut, dass es eine Hintergrundstory gibt, denn diese verleiht der Geschichte etwas mehr Tiefgang, als es andere New Adult Bücher oft haben. Auch Kaden handelt nicht einfach blind, sondern hat sein Päckchen zu tragen, das sehr stimmig in die Gesamtgeschichte passt.

Obwohl dieses New Adult Buch doch mehr Tiefgang beweist, als es andere Bücher dieses Genres tun, hat mich irgendwann das ewige Hin und Her der Protagonisten genervt. Sobald es einmal etwas schwieriger wurde oder etwas Unvorhergesehenes geschah, wechselte die Stimmung der beiden so plötzlich, warfen sie alles über den Haufen, als wäre nie etwas geschehen. Ohne Reden, ohne Erklärungen, das war mir dann doch wieder etwas too much. Ich denke, man hätte die Geschichte gut etwas kürzen können, indem man etwas weniger Drama einbaut.

Der Schreibstil allerdings war jederzeit locker-leicht und flüssig, sowie der Zielgruppe angepasst, so dass man das Buch gut lesen konnte und die Seiten schnell verflogen.

Fazit:

Mona Kasten hat mit ihrem Buch „Begin Again“ eine New Adult Story geschaffen, die durchaus Tiefgang beweist. Trotz allem hätte ich mir etwas weniger Drama zwischen den Protagonisten gewünscht, um nicht doch irgendwann von dem ganzen Hin und Her genervt zu sein. Der flüssige, locker-leichte Schreibstil hat mich dieses Buch jedoch ganz schnell und entspannt lesen lassen.

Von mir bekommt das Buch 4 Punkte von 5.

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17 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

royal me, romance, tina köpke, serie, monarchie

Royal Me: The Masquerade (Episode 1)

Tina Köpke
E-Buch Text
Erschienen bei null, 04.12.2016
ISBN B01MRJWS0B
Genre: Sonstiges

Rezension:

Inhalt:

„In einer Welt, in der die Monarchie noch großen Einfluss hat, versuchen die Gegner der Kronen weltweit die Thronfolger zu töten. Zum Schutz ihres kostbaren Nachwuchses schickt man die zukünftigen Könige und Königinnen auf die Isle of Mull nach Schottland. Hier glaubt man sie sicher, eingeschlossen von Gewässern, Klippen, Schafen und alten Ruinen. Doch dass die jungen Erwachsenen selber zunehmend eine Gefahr durch ihre Gefühle und Abenteuer darstellen könnten, hatte man nicht auf dem Schirm …“

(Quelle: https://www.facebook.com/TinaKoepkeAutorin/?fref=ts)

Terroristen schicken Morddrohungen an die Adelshäuser auf der ganzen Welt. Um ihre Thronfolger besorgt schicken die Herrscher ihre Kinder in eine Burg auf der Isle of Mull in Schottland. Dort sollen sie abgeschottet vom Rest der Welt in Sicherheit sein.

Doch wer hätte gedacht, dass nicht nur die Terroristen eine Gefahr für den Nachwuchs darstellen, sondern dieser selbst für ordentlichen Wirbel sorgen, denn wo Männer und Frauen aufeinandertreffen kann es nur zu Gefühlschaos kommen … .

Meine Meinung:

Das Buch beginnt damit, dass sämtliche Adelskinder auf die Isle of Mull verfrachtet werden. Sehr gut gefiel mir, dass die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven erzählt wird. Da ist Val, der italienische Thronfolger; Lina, die französische Prinzessin; Priya aus Indien; Oliver, ein englischer Prinz; Callum, Stallwart auf dem Callahan Castle; Alicia, Thronfolgerin in Spanien; Anouk aus Island und Maya, die als Securitykraft arbeitet. Obwohl das sehr viele verschiedene Perspektiven sind und die Sichtwechsel sehr schnell folgen, hatte ich überhaupt keine Probleme damit. Im Gegenteil, ich fand es toll, all diese Protagonisten durch die Sichtwechsel noch besser kennenzulernen. So erhielt ich Einblick in das Leben, Denken und Fühlen all dieser Charaktere, denn jeder davon hat seine Eigenarten, seine kulturellen Hintergründe und ist damit auf seine Art besonders.

Durch all die verschiedenen Charaktere, die in dieser Geschichte aufeinandertreffen, wird es nie langweilig. Es gibt so viel zu entdecken und obwohl sich schon die ein oder anderen Begebenheiten abzeichnen und somit vorhersehbar sind, fand ich es doch spannend, herauszufinden, wohin das alles führen würde. Da sind so viele kleine Geschichten innerhalb der großen Story, dass man richtig mitgerissen wird.

Natürlich gibt es nebenbei auch immer die Bedrohung durch die Terroristen, die in diesem ersten Teil aber erst einmal nur eine etwas untergeordnete Rolle spielt. Vorerst geht es in erster Linie vor allem darum, die verschiedenen Protagonisten kennenzulernen. Doch ich denke, dass sich das im Laufe der Folgen noch weiter steigern wird, einige Ansatzpunkte dafür hat die Autorin jedenfalls schon gestreut.

Der Schreibstil von Tina Köpke ist einfach, leicht und locker und die Seiten verfliegen nur so. Da es sich hier um den 1. Teil eines Serials handelt, war das Lesevergnügen leider nur sehr kurz und ich hätte sehr gerne noch viel mehr über die Adelssprosse und über ihre Probleme gelesen. Doch da in Zukunft jeden Monat eine Episode erscheinen soll, gibt es ja etwas, auf das ich mich freuen kann.

Fazit:

Der Autorin Tina Köpke ist mit ihrem ersten Teil des Serials „Royal me – The Masquerade“ ein locker-leichtes Lesevergnügen gelungen. Durch die vielen Perspektivwechsel werden die einzelnen Charaktere und ihre Geschichten lebendig und man fiebert richtig mit den Protagonisten mit. Ich hab jetzt jedenfalls etwas, auf das ich mich jeden Monat freuen kann, denn ich kann gar nicht genug kriegen von den Thronfolgern im Callahan Castle und bin sehr gespannt drauf, wie sich die einzelnen Geschehnisse noch entwickeln werden. Dieses Serials macht auf jeden Fall Spaß!

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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67 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 26 Rezensionen

eis, elesztrah, feuer, elfe, lysanna

Elesztrah - Feuer und Eis

Fanny Bechert
Flexibler Einband: 460 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 06.11.2016
ISBN 9783906829272
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt:

Als die Elfe Lysanna herausfindet, dass ihr Gefährte von dem gefürchteten Flammenden Lord gefangen gehalten wird, verspürt sie nur einen Wunsch: ihn zu befreien. Dabei zählt sie auf die Hilfe ihres Clans ›Angelus Mortis‹.

Mitten in den Vorbereitungen auf den bevorstehenden Kampf taucht jedoch der Elfenkrieger Aerthas in ihrem Dorf auf, mit dem sich Lysanna auf unerklärliche Weise verbunden fühlt. Liegt es daran, dass sie beide geheimnisvolle Kräfte in sich tragen, die sie gemeinsam lernen müssen, zu beherrschen? Denn ihre vereinte Macht könnte die einzige Möglichkeit sein, den Flammenden Lord endgültig zu vernichten.

Doch selbst wenn ihnen das gelingen sollte, steht die wachsende Zuneigung, die zwischen Aerthas und Lysanna entsteht, unter einem ungünstigen Stern.

(Quelle: http://www.sternensand-verlag.ch/elesztrah1-fannybechert.html)

 

 

Lysannas Gefährte Mitzum wurde vom Flammenden Lord entführt. Gemeinsam mit ihrem Clan „Angelus Mortis“ setzt die Elfe alles daran, den Aufenthaltsort von diesem herauszufinden und Mitzum zu retten.

 

Unerwartet bekommt sie Unterstützung von dem Elfenkrieger Aerthas. Dieser bringt Lysanna aber ganz schön durcheinander. Wieso fühlt sie sich mit ihm so verbunden? Liegt es daran, dass sie sich vor Jahren schon einmal getroffen haben oder dass sie beide geheimnisvolle Kräfte in sich tragen? Ziehen sich Feuer und Eis unwillkürlich an oder steckt doch mehr dahinter?

 

Gemeinsam ziehen sie in den Kampf gegen den Flammenden Lord. Doch dabei finden sie mehr heraus, als nur die Bedeutung ihrer geheimnisvollen Kräfte und plötzlich ist alles anders … .

 

 

Meine Meinung:

Der Prolog spielt 10 Jahre vor den eigentlichen Geschehnissen und man erlebt die erste Begegnung zwischen Lysanna und Aerthas mit. Sofort war mir klar, dass zwischen den beiden eine besondere Anziehung herrscht und ich freute mich auf ein Wiedersehen der beiden.

Als die Geschichte dann jedoch in die Gegenwart sprang, war ich etwas verwirrt: Lysanna hatte einen Gefährten, war zusätzlich verheiratet und hatte eine erwachsene Tochter. Doch keiner ihrer Männer war Aerthas … das brachte mich erstmal richtig durcheinander. Zum einen fragte ich mich, wie alt Lysanna wohl sein und zum anderen, wie Aerthas noch in diese Geschichte passen würde. Doch nach und nach erklärt die Autorin Fanny Bechert die besonderen Begebenheiten rund um ihre Protagonistin und nachdem ich die Ereignisse sortiert hatte, konnte ich mich voll und ganz in die Geschichte fallen lassen.

Das Setting gefiel mir ausgesprochen gut. Es ist eine Welt, in der es sowohl Elfen, als auch Orks, Gestaltwandler, Zwerge, Trolle, Seelenlose und Menschen gibt. All diese fantastischen Wesen finden einen Platz in der Geschichte, ohne dass es gezwungen oder stark konstruiert wirkt. Es ist alles so schön stimmig und passend, dass ich es richtig genoss in die Ereignisse einzutauchen. Ich fühlte mich geradezu wohl in der Welt, die Fanny Bechert sich ausgedacht hat und wäre gerne selbst Teil davon gewesen. In meinem Kopf lief ein richtiger Film ab, so lebendig beschrieb die Autorin die Umgebung, so viel Leben hauchte sie den Figuren ein.

Vor allem Lysanna und Aerthas gefielen mir ausgenommen gut. Beide haben ihre Stärken und Schwächen und obwohl ich mir schon ab der erste Seite ein genaues Bild von ihnen gemacht habe, blieb doch jede Menge Raum für Entwicklungen. Dabei genoss ich es besonders, dass die Geschichte teils aus Sicht von Lysanna und teils aus Sicht von Aerthas erzählt wurde. So lernte ich die beiden, ihre Gedanken und Gefühle noch besser kennen und konnte mich richtig in sie hineindenken.

Aber auch die Nebencharaktere haben einiges zu bieten: Da ist z.B. Fayori, die Tochter von Lysanna, Sedan, der Seelenlose oder Lysannas Mann Orano. Alle Personen haben einen speziellen Stellenwert und ihre eigene kleine Geschichte. Ich fand es richtig klasse, dass sie neben Lysanna und Aerthas, die doch sehr starke Persönlichkeiten sind, nicht so farblos blieben und untergingen. Fanny Bechert ist es gelungen, genau die richtige Mischung zu erzeugen, so dass es vieles zu entdecken gibt und nie langweilig wird.

Obwohl es sich hier um ein High Fantasy Werk handelt, ist der Schreibstil nicht schwer oder kompliziert, sondern locker und leicht. Die Charaktere werden so gut eingeführt, dass man sich schnell ein Bild machen kann, das Setting wird so liebevoll beschrieben, dass man sich sofort heimisch fühlt und die Spannung baut sich stetig auf, so dass man sofort mitfiebert.

Am Ende lässt uns die Autorin erst einmal ein wenig durchatmen, hält jedoch gleichzeitig noch einige unerwartete Überraschungen bereit, die mich jetzt schon sehnsüchtig auf Band 2 hinfiebern lassen.

 

Fazit:

„Elesztrah – Feuer und Eis“  von Fanny Bechert ist ein wahrer High Fantasy Schatz. Das Setting ist so liebevoll beschrieben, dass ich mich sofort heimisch fühlte und selbst eine Rolle in dieser faszinierenden Welt spielen wollte. Die Charaktere waren sehr gut eingeführt und ließen doch genug Raum für Entwicklungen und der Schreibstil war so locker und leicht, dass ich nur so durch die Seiten geflogen bin.

Spannend – mitreißend – faszinierend – einzigartig – unbedingt lesen.

Dieses Buch ist definitiv eines meiner Highlights 2016.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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78 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 29 Rezensionen

schmetterlingsblau, sarah nisse, schmetterling, liebe, villa papillon

Schmetterlingsblau

Sarah Nisse
Flexibler Einband: 312 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 01.10.2016
ISBN 9783959910590
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt:

„Und vergiss nicht, ihn zu küssen.“ Ihre Stimme war jetzt bloß noch ein Hauchen. „Schmetterlinge küssen nämlich nicht, Jade. Schmetterlinge lieben nicht. Sie fliegen bloß. Fliegen und fliegen…, bis sie irgendwann vergehen.“
Wie weiche Flügelteppiche legen sich die Schmetterlinge auf die Wiesen der Normandie. Alain kümmert es nicht, schließlich hat er soeben seine Eltern zu Grabe getragen. Doch dann trifft er Jade. Nur für einen Sekundenbruchteil streifen sich ihre Blicke durch das Hoftor einer alten Villa, dann verschwindet das blasse Mädchen mit den leuchtend blauen Augen wieder und Alain ist sicher, dass er sie nie wiedersehen wird. Denn niemand kennt die Mädchen der Villa Papillon. Niemand im Dorf wagt es, ihr Geheimnis zu lüften. Niemand, bis auf Alain. Doch wird es ihm gelingen, Jade vor ihrem traurigen Schicksal zu bewahren?

(Quelle: https://www.drachenmond.de/titel/schmetterlingsblau/)

Vor zwei Jahren hat Alain seinen Heimatort verlassen und dort allem und jedem den Rücken gekehrt. Doch als er erfährt, dass seine Eltern verunglückt sind, kehrt er zurück nach Fleury. Ein Ort voller schmerzhafter Erinnerungen, aber auch voller Geheimnisse.

Das wird ihm jedoch erst bewusst, als er am Hoftor der Villa Papillon auf ein Mädchen trifft, das ihn sofort fasziniert. Was hat es mit dieser Villa auf sich und wieso sieht man die Mädchen nie außerhalb dieses Gebäudes?

Alain ist bereit, das Geheimnis zu lüften, denn längst kann er Jade, das Mädchen mit der schmetterlingsblauen Aura nicht mehr vergessen … .

Meine Meinung:

Das Buch beginnt mit einem Prolog aus Alains Sicht. Er erzählt vom Tod seiner Eltern und davon, dass Jade ihm sagt, dass sie ebenfalls nicht mehr lange leben wird. Ich fand es sehr interessant in Alains Gedanken einzutauchen, sie sind so tiefgründig, so philosophisch, dass ich sofort eine Gänsehaut bekam. Der Protagonist hat eine ganz eigene Art über die Dinge nachzudenken, die mir sehr gut gefiel.

Doch was es mit Jade wirklich auf sich hat, erfährt man erst einmal nicht, denn die Geschichte springt danach gleich zwei Wochen in die Vergangenheit und trifft auf einen Mann namens Guy Masson, der in Fleury als „sonderlich“ gilt. Er scheint sehr viel über die Schmetterlinge und die Geschichte der Villa zu wissen, aber die Autorin Sarah Nisse lässt uns vorerst weiterhin im Dunkeln. Ich war wirklich gespannt, was hinter all den Geschehnissen stecken würde.

Fortan begleitet man Alain und Jade durch ihre Geschichte, erfährt von ihrem Leben, ihrem Alltag und ihren Gedanken. Es gefiel mir richtig gut, dass das Buch immer abwechselnd aus Sicht beider Protagonisten erzählt wird, denn beide Charaktere haben ihre eigene Geschichte und ihre eigene Art, die Dinge zu erleben und darüber nachzudenken. Ich liebte es, in die Gedanken von Jade und Alain einzutauchen, doch muss ich auch gestehen, dass ich durch die ganzen Andeutungen und die Geheimniskrämerei nicht so recht wusste, wohin die Geschichte führen würde. Damit konnte ich die Geschehnisse nicht so recht einordnen und tat mich anfangs etwas schwer, richtig in die Story einzutauchen.

Auch als Jade und Alain schließlich aufeinander treffen, kommt noch kein Licht in das Geheimnis der Villa und obwohl ich schon wusste, welches Schicksal Jade erwartet, konnte ich doch noch nicht wirklich begreifen, was wirklich dahinter steckt. Erst als Alain anfing Nachforschungen anzustellen hat mich die Geschichte schließlich doch noch gepackt und ich machte mich gemeinsam mit dem Protagonisten auf die Suche nach Antworten, die man schließlich nach und nach auch endlich bekommt. Ab diesem Zeitpunkt konnte ich das Buch nicht mehr weglegen, da ich einfach wissen musste, was es wirklich mit den Schmetterlingsmädchen auf sich hat.

Doch obwohl natürlich die Geschichte der Schmetterlingsmädchen im Vordergrund dieser Geschichte steht und Alains Suche nach Antworten, gibt es doch noch ein Thema, das sich immer wieder durch dieses Buch zieht: Der Tod. Ganz nebenbei beschäftigt man sich unweigerlich mit diesem Thema: Was würde man tun, wenn man nur noch wenig Zeit zu leben hätte? Wenn das Leben jetzt vorbei wäre, würde man etwas bereuen oder hat man so gelebt, wie man es wollte? Hat man seine Träume erfüllt oder die Zeit vergeudet? All diese Fragen kamen mir während dem Lesen in den Sinn und ich habe mich gemeinsam mit den Protagonisten damit auseinandergesetzt. So erhält das Buch eine sehr ernste Seite, die mich wirklich tief berührt und nachdenklich gemacht hat.

Außerdem hat mich der zauberhafte, bildgewaltige und detailreiche Schreibstil von Sarah Nisse erneut fasziniert. Schon in „Dunkelherz“ war ich begeistert davon, wie sie mit ihren Worten Bilder in meinen Kopf gezaubert, einen richtigen Film entstehen ließ und auch in „Schmetterlingsblau“ gelang ihr das wieder sehr gut, auch wenn sie hier keine ganz neue Welt erschaffen hat.

 

Fazit:

Anfangs tat ich mich wirklich schwer, mich auf das Buch einzulassen, da ich nicht wirklich erkennen konnte, wohin es mich führen würde. Als man jedoch mehr über das Schicksal der Schmetterlingsmädchen erfuhr und Alain versuchte das Geheimnis der Villa Papillon zu lüften, konnte ich mich kaum noch vom Geschehen lösen. Doch nicht nur Jades Geschichte spielt in dem Buch eine Rolle, sondern auch das Thema „Tod und Vergänglichkeit“, das mich tief berührt und nachdenklich gemacht hat.

Wer also ein Buch mit einer ernsten und tiefgründigen Seite sucht, sollte auf jeden Fall zu diesem Buch greifen.

Von mir bekommt das Buch 4 Punkte von 5.

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90 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 49 Rezensionen

katie jay adams, sommer ins glück, liebe, geld, familie

Sommer ins Glück

Katie Jay Adams
E-Buch Text: 224 Seiten
Erschienen bei null, 07.06.2016
ISBN B01GSHV10G
Genre: Liebesromane

Rezension:

Inhalt:

An das Glück glaubt Annie Clark nicht. Schließlich hat sie gerade ihren Job verloren. Außerdem muss sie dringend 49.904 Dollar und 12 Cent auftreiben, um zu verhindern, dass ihre exzentrische Mutter und ihr autistischer Bruder auf der Straße landen.
Für so etwas wie die Liebe hat sie wirklich keine Zeit. Doch dann trifft sie den smarten Jonathan Holden mit den unwiderstehlichen lichtblauen Augen. Er unterbreitet ihr ein unverschämtes Angebot, das sie direkt in die Welt der Reichen und Schönen bringt – für genau 504 Stunden. Ehe Annie sichs versieht, steht sie vor der größten Herausforderung ihres Lebens.

(Quelle: http://www.katiejayadams.de/b%C3%BCcher/)

Annies Leben ist alles andere als so, wie sie es sich vorgestellt hat. Doch ihren Tiefpunkt erreicht sie, als sie auch noch ihren Job in der Bar verliert. Jetzt muss sie sich nicht nur Sorgen um die Miete machen, sondern auch darum, wie sie fast 50.000 Dollar auftreiben kann. Denn nur, wenn sie den Kredit sofort bezahlen, können ihre Mutter und ihr autistischer Bruder ihr Haus behalten.

Ausgerechnet da trifft sie auf Jonathan Holden, Millionär und verdammt gutaussehend. Er macht ihr ein Angebot, das sie nur wenig begeistert, aber ihre einzige Lösung zu sein scheint. Doch was sich anfangs so einfach anhört, wird bald zur Zerreißprobe für Annie Clark, aber auch für Jonathan Holden.

Meine Meinung:

Das Buch beginnt mit einem Prolog, in dem Annie ihre Koffer packt, weil sie zu Jonathan ziehen will. So recht weiß man als Leser noch nicht, was es damit auf sich hat und wie es dazu kam. Doch auf jeden Fall wird man richtig neugierig auf die Ereignisse zwischen den beiden Protagonisten gemacht.

Danach springt man genau 12 Tage zurück und erfährt erst einmal, wie Annie ihren Job verliert und wie sie den Millionär kennenlernt. Ich fand die erste Begegnung der beiden wirklich gut gelungen, denn hier wird ganz deutlich, dass es sich nicht, wie vielleicht durch den Klappentext vermutet, um einen dieser typischen armes, scheues Mädchen trifft selbstsicheren, gutaussehenden Millionär Romane handelt. Denn die Protagonistin passt so gar nicht in dieses Bild. Sie mag in finanziellen Schwierigkeiten stecken, doch sie ist alles andere als scheu. Sie weiß genau, was sie will und lässt sich von Jonathan und seinen Launen auch nicht einschüchtern. Das fand ich richtig klasse, denn wieso sollte eine Frau nicht auch selbstsicher, aber nicht arrogant sein können?! Meiner Meinung nach ist es der Autorin sehr gut gelungen mit diesem Klischee zu brechen und eine taffe und doch sympathische Protagonistin zu erschaffen.

Bei  Jonathan hatte ich anfangs schon etwas Angst, dass er in das Mr Grey Bild hineinrutschen würde, doch schnell wuchs er für mich darüber hinaus und war mir wesentlich sympathischer. Er hat seine eigene Geschichte und kämpft gegen seine Dämonen, doch im Grunde sieht man sofort auch das Gute in ihm.

Was mir besonders gut gefallen hat, war die Darstellung von Annies autistischem Bruder Marc. Da ich selber mit Kindern mit Autismus arbeite, war ich dabei natürlich besonders kritisch. Doch die Autorin Katie Jay Adams hat die speziellen Verhaltensweisen sehr authentisch beschrieben und auch die damit verbundenen Schwierigkeiten. Dabei hat sie weder übertrieben, noch etwas beschönigt, was sicher nicht leicht ist, aber ich sehr gelungen fand.

Die Liebesgeschichte ist natürlich keine Überraschung, aber soll sie bei diesem Buch sicher auch nicht sein. Manchmal machen sich die beiden Protagonisten das Leben ziemlich schwer, aber mich störte das bei diesem Buch überhaupt nicht, denn es ist locker-leicht geschrieben und man liest es einfach so weg. Gefangen von dem Hin und Her zwischen den beiden Darstellern will man natürlich einfach wissen, wie es am Ende für sie ausgeht und ob es ein Happy End gibt.

Fazit:

„Sommer ins Glück“ ist ein schöner, kleiner Liebesroman mit sympathischen Protagonisten und einem locker-leichten Schreibstil, den man einfach mal so weglesen kann. Dieses Buch verbreitet einfach gute Laune und Glücksgefühle und ist deshalb nicht nur für einen Sommer im Glück empfehlenswert.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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92 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 44 Rezensionen

harry potter, liebe, freundschaft, ebook, challenge

Fangirl auf Umwegen

Amelie Murmann
E-Buch Text: 236 Seiten
Erschienen bei Impress, 06.10.2016
ISBN 9783646928877
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

„Als sicherlich größter Booknerd auf Erden gehen für die 18-jährige Luna quasi alle Träume auf einmal in Erfüllung, als sie eine Reise zu den Universal Studios in Orlando gewinnt, um die »Wizarding World of Harry Potter« zu besuchen. Dort erwartet sie und die anderen Gewinner die ultimative Challenge zu ihrer Lieblingsbuchwelt und Luna ist mehr als nur bereit, alles daran zu setzen, den ersten Platz zu ergattern. Leider macht ihr dabei ein gewisser Leo immer wieder einen Strich durch die Rechnung und das, obwohl er nicht mal annähernd ihr Fanwissen besitzt. Nach erbitterten Kämpfen um Zauberstäbe und Schulschals platzt Luna schließlich der Kragen – und sie lernt Leo plötzlich von einer ganz anderen Seite kennen…“

(Quelle: https://www.carlsen.de/epub/fangirl-auf-umwegen/81184)

Luna ist einer der größten Harry Potter Fans, die es gibt. Da ist natürlich klar, dass sie unbedingt ein Ticket für die Chocolate Challenge in der Wizarding World of Harry Potter gewinnen möchte.

Dort soll sie Rätsel rund um Harry Potter lösen. Doch das wäre wesentlich einfacher, käme ihr nicht ständig dieser Leo in die Quere. Leo, der sie so an Draco Malfoy erinnert und der ihr den Gewinn von 100.000 Dollar streitig machen will.

Aber als sie Leo von einer anderen Seite kennenlernt, lernt sie auch eine Menge über sich und ihr Leben und plötzlich scheint gewinnen nicht mehr das zu sein, was sie von allem am meisten möchte … .

Meine Meinung:

Ein Buch über eine Harry Potter Challenge musste ich unbedingt lesen. Ich bin zwar nicht, das Fangirl schlechthin, hab aber alle Bücher gelesen und Filme gesehen und war deswegen sehr gespannt auf diese Story.

Der Einstieg, als Luna vor dem Schokoladenregal stand, fiel mir sehr leicht und gefiel mir sofort richtig gut. Die Begegnung mit Leo war auch echt witzig und ich ahnte schon, was daraus werden würde.

Als man sich schließlich gemeinsam mit Luna auf den Weg nach Orlando machte, bekam ich richtig Fernweh. So gerne würde ich auch einmal die Wizarding World of Harry Potter selbst live und in Farbe sehen. Ich sog jede Beschreibung ein und man spürt aus jeder Zeile, dass die Autorin Amelie Murmann selbst ein kleiner Fan ist und mit Begeisterung vor Ort war. Allerdings hätte ich erwartet, dass man als Leser auch ein bisschen an den Rätseln mitarbeiten könnte, doch das geht wirklich nur, wenn man sich selbst in Orlando befindet und dort alles sieht. So war man eben einfach nur Zuschauer, anstatt selbst mitten im Geschehen zu sein, was ich etwas schade fand. Trotzdem machte es mir Spaß, Luna bei der Challenge zu begleiten und ihr dabei zuzusehen, wie sie die einzelnen Aufgaben löste.

Der Schreibstil der Autorin ist dabei immer locker-leicht, so dass man das Buch sehr schnell durchlesen und einfach genießen kann.

Die Liebesgeschichte dagegen fand ich arg konstruiert. Natürlich ist sie in so einem Buch vorhersehbar, was mich generell auch nicht stört, aber hier kam es mir so vor, als wären die Protagonisten „hingebogen“ worden, um in die Lovestory hineinzupassen. Als sie sich die Gefühle gestanden, konnte ich nicht mal richtig mitfiebern oder aufseufzen, weil ich es als zu gezwungen empfand.

Auch die Lebensumstände von Luna und Leo konnten mich nicht überzeugen. Natürlich lag darauf nicht das Hauptaugenmerk, aber meiner Meinung nach kamen diese zu kurz. Sie wurden nur angerissen, hätten aber für die Story meiner Meinung nach doch mehr Gewicht gebraucht, wenn sie schon erwähnt wurden. Auch wenn es sich hier um ein leichtes Jugendbuch handelt, löste sich alles viel zu sehr in Wohlgefallen auf oder war irgendwann einfach nicht mehr wichtig. Das war mir ehrlich gesagt einfach zu wenig Substanz. Dann lieber von Anfang an heile Welt ohne diese ganzen Probleme, dann hätte ich es einfach als nettes, kleines Leseabenteuer abhandeln können, doch so fehlte für mich einfach ein bisschen Tiefgang.

Das Ende rundete die Geschichte zwar ab, für mich blieben aber tausend Fragen offen und die Art, wie die Challenge aufgelöst wurde gefiel mir persönlich auch überhaupt nicht. Das hätte ich mir auf jeden Fall anders gewünscht und in meinen Augen hat Amelie Murmann hier auch einiges an Potenzial verschenkt.

Fazit:

Dieses Buch ist sicher für Harry Potter Fans eine nette Idee, auch wenn man selbst nicht wirklich miträtseln kann. Die Story rund um die Wizarding World of Harry Potter fand ich auch richtig schön und weckte in mir das Fernweh. Leider konnten mich weder die Liebesgeschichte noch die Lebenshintergründe der Protagonisten richtig überzeugen und auch das Ende ließ mich nicht wirklich befriedigt zurück.

Für alle, die einfach nur ein paar schöne, entspannte Lesestunden erwarten, kann dieses Buch jedoch genau das richtige sein.

Von mir bekommt das Buch 3 Punkte von 5.

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63 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 47 Rezensionen

emma wagner, liebe, vergangenheit, familie, gefühle

Du. Für immer. (dramatischer Liebesroman)

Emma Wagner
E-Buch Text: 412 Seiten
Erschienen bei null, 30.10.2016
ISBN B01M9I9F5C
Genre: Liebesromane

Rezension:

Inhalt:

Annas Ehe mit Oliver steckt in der Krise. Olivers Familie ist der Überzeugung, sie sei nicht die richtige Partie für den einzigen Sohn, und überdies bleibt ihr gemeinsamer Kinderwunsch seit Jahren unerfüllt.

Der Tod einer alten Freundin bringt Anna zurück an den Ort, an dem sie ihre Kindheit verbracht hat. Dort taucht ihre Jugendliebe Marc auf. Marc mit den feurigen braunen Augen und der großen Sehnsucht nach Abenteuern. Marc mit den süßen Worten und großen Versprechungen.

Marc, mit dem Anna ein dunkles Geheimnis verbindet. Anna muss sich ihrer Vergangenheit stellen. Hat sie damals die richtige Entscheidung getroffen? Für wen schlägt ihr Herz heute?

 

Anna ist sehr unglücklich: Ihre Schwiegereltern zeigen offen ihre Abneigung gegen sie und hetzen bei ihrem Mann Oliver wann immer sie können. Ihr Kinderwunsch bleibt auch nach Jahren unerfüllt und ihre Kreativität hat sich auch schon ewig nicht mehr gezeigt, weswegen sie in einem wenig befriedigenden Job festhängt.

Da stirbt ihre alte Freundin und hinterlässt ihr ein Haus in ihrem Heimatort. Der Ort, an dem alles angefangen hat. Der Ort, an dem sie ihren Mann Oliver und ihre Jugendliebe Marc kennengelernt hat.

Anna braucht eine Auszeit und flieht deshalb in das Haus ihrer Freundin. Doch dort begegnet ihr Marc wieder und bringt sie gehörig durcheinander. Kann sie ihm verzeihen, was vor so vielen Jahren passiert ist oder setzt sich Oliver endlich gegen seine Familie durch und steht zu seiner Frau?

Die junge Frau muss zurück zu ihren Wurzeln um sich endlich ihrer Vergangenheit zu stellen und herauszufinden, wer sie wirklich ist und was sie sich für die Zukunft wünscht … .

Meine Meinung:

„Du.Für immer“ ist mein erstes Buch von Emma Wagner. Eigentlich hatte ich eine witzig-spritzige und leichte Liebesgeschichte, eher im Genre des ChickLit erwartet, doch was ich bekommen habe, war so viel mehr … .

Das Buch beginnt in der Gegenwart und ist aus Sicht von Anna in Ich-Form geschrieben. Gemeinsam mit ihr und ihrem Mann findet man sich auf der Beerdigung ihrer Freundin wieder und erfährt sofort, dass Anna in ihrem Heimatort alles andere als beliebt war. Auch die Konflikte mit ihren Schwiegereltern bekommt man hautnah mit und bekommt gleich Mitleid mit der Protagonistin. Ich habe mich wirklich gefragt, was denn dazu geführt hat, dass ihre Schwiegereltern sie so hassen.

Genau auf diese Frage bekommt man nach und nach Antworten, denn immer wieder springt die Geschichte in die Vergangenheit und man erlebt Annas und Olivers Kindheit und Jugend mit. Ich fand es großartig, wie die Autorin Emma Wagner immer den Bogen zwischen Gegenwart und Vergangenheit spannte. Während die Szenen der Gegenwart in Ich-Form aus Annas Sicht geschrieben sind, liest man die Geschehnisse der Vergangenheit in 3. Person. So erfährt man mehr darüber, was Anna bereits in ihrer Kindheit mitmachen musste. Sie hatte es alles andere als leicht, fand aber immer ihren Weg. Dabei standen ihr ihre Freunde Oliver und Marc zur Seite. Diese Idee fand ich wirklich süß. Oliver und Anna verbindet also so viel mehr, als nur eine schöne Liebesgeschichte. Ich freute mich wirklich sehr darauf, mehr darüber zu erfahren.

Doch während ich in anderen Geschichten oft eine „Lieblingszeit“ habe, wusste ich bei Emma Wagners neuem Buch gar nicht, ob ich lieber in der Gegenwart oder der Vergangenheit schwelgte. Zum einen wollte ich natürlich erfahren, wie sich Anna entscheidet, ob sie ihrer Ehe noch eine Chance geben oder neue Wege gehen würde. Zum anderen wollte ich aber auch mehr über Annas, Olivers und Marcs Vergangenheit und vor allem das Geheimnis zwischen Anna und Marc erfahren. Deshalb konnte ich das Buch auch kaum aus der Hand legen. Die Ereignisse waren durchweg spannend und ich konnte Annas inneren Konflikt sehr gut nachvollziehen, geradezu spüren, so lebensnah, so authentisch hat Emma Wagner ihre Figuren erschaffen.

Außerdem fand ich es toll, dass neben der Liebesgeschichte noch so viele andere Themen eine wichtige Rolle spielten. Da geht es um Alkoholismus in der Familie, um Vernachlässigung und Konflikte mit den Schwiegereltern. Es geht um unerfüllte Kinderwünsche, um Betrug und Lügen, um Geheimnisse und Freundschaften, um Schmerz und unerwiderte Gefühle und um den Kampf der Liebe. Denn eines macht Emma Wagner sehr deutlich: Eine Ehe/Beziehung bedeutet immer Arbeit, denn wenn man sie als alltäglich ansieht, kann sie viel zu leicht kaputt gehen. Die Autorin setzt sich wirklich sehr gut mit all diesen ernsten Themen auseinander und hat mich damit sehr berührt und mitgenommen.

Damit es aber nicht zu deprimierend wird, packt sie auch immer wieder ein wenig Humor in die Geschichte und spielt mit einigen Nebencharakteren ein paar vergnügliche Szenen ein, die die Hauptstory wieder etwas auflockern. So entsteht ein guter Wechsel, der einen dieses Buch einfach genießen lässt.

Der Schreibstil der Autorin ist dabei immer schön locker und leicht, so dass man während dem Lesen gar nicht merkt, wie die Seiten verfliegen.

 

Fazit:

Die Autorin Emma Wagner hat hier so viel mehr erschaffen als nur eine schöne locker-leichte Liebesgeschichte. In einem Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit erfährt man von Annas Leben mit all ihren Höhen und Tiefen. Ich war richtig begeistert von dem Zeitenwechsel, von den authentischen Protagonisten und all den ernsten Themen, die Emma Wagner in eine schöne Story verpackte, die mich mitgenommen hat, die ich aber auch bedingungslos genießen konnte.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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BE WITH US: Wer sich verliebt, fliegt! (Band 1)

Jasmin Romana Welsch
E-Buch Text: 195 Seiten
Erschienen bei null, 13.10.2016
ISBN B01M7PS41H
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Inhalt:

Lena ist eine ganz durchschnittliche Studentin: Von Prüfungen gestresst und besorgt, dass sie trotz Diplom irgendwann hinter dem Tresen einer Fast-Food-Kette landet. Außerdem hat sie sich gerade von ihrem Freund getrennt, der nicht nur ständig an der Playstation herumgedrückt hat, sondern auch an seiner Dozentin.
Zum Glück läuft Lena Simon in die Arme, der nicht weiß, wie gutaussehend er geworden ist, seit sie als Kinder Tür an Tür gewohnt haben. Der charismatische, nie fluchende Architekturstudent benimmt sich aber plötzlich seltsam. Lena soll nicht auf die Party seines besten Freundes kommen, weil ... ja, warum eigentlich? Kein Zweifel, der hübsche Unschuldsengel hat etwas zu verheimlichen. Was das ist, kann Lena nur herausfinden, wenn sie sich auf ein Spiel mit einer mehr oder weniger einfachen Regel einlässt: „Wer sich verliebt, fliegt!“

(Quelle: https://www.facebook.com/JRWelsch/?fref=ts)

Lenas Leben ist mehr als durchschnittlich: Ihre Noten sind im Durchschnittsbereich, ihre langweilige Beziehung wurde durch einen Seitensprung von ihrem Freund beendet und wenn sie nicht bald einen Job findet, um ihre Miete zu bezahlen, wird sie wohl bei einer Fast-Food-Kette landen.

Doch dann läuft ihr Simon in der Uni über den Weg. Simon war vor Jahren ihr Nachbar, bevor sie sich  aus den Augen verloren haben. Wer hätte auch gedacht, dass aus dem kleinen Jungen, so ein gutaussehender und charismatischer junger Mann werden würde?

Simon jedoch verhält sich komisch. Er will unbedingt verhindert, dass Lena zur Party seines besten Freundes kommt. Irgendetwas scheint er zu verbergen. Doch welches Geheimnis hat der junge Mann und was hat dieses mit der Regel „Wer sich verliebt, fliegt“ zu tun?

Meine Meinung:

Eigentlich ist dieses Genre ja nicht so mein Ding muss ich gestehen, aber da ich den Klappentext so spannend fand und den Schreibstil der Autorin von anderen Büchern kenne und begeistert war, dachte ich mir, ich versuch es mal wieder mit einem New Adult Buch.

Das Buch ist aus Sicht von Lena geschrieben und das ist richtig klasse, denn die Protagonistin hat einen ganz eigenen Humor, den ich richtig grandios finde. Es hat mir großen Spaß gemacht, in ihre Gedankenwelt einzutauchen und ich musste nicht nur schmunzeln, sondern oftmals sogar laut auflachen, so viel Humor steckt in dieser Geschichte. Lena ist eine Protagonistin, wie man sie überall finden kann. Sie ist einfach Durchschnitt, was jedoch nicht negativ gemeint ist, sondern eher so, dass man sich einfach mit ihr identifizieren kann. Ich fand sie richtig gut gelungen. Sie hat Charme und auch Selbstbewusstsein, aber trotzdem weiß sie nicht wirklich um ihre Wirkung auf andere. Das ist jedoch nicht so extrem, wie man es aus anderen Büchern dieses Genres kennt und nervt deswegen kein bisschen. Im Gegenteil, ich fand es toll zu lesen, wie Lena nach und nach entdeckt, was sie wirklich will und sich das dann auch „nimmt“. Diese Geschichte ist also auf jeden Fall keine von der Sorte, hässliches, unerfahrenes Mädchen trifft auf Bad Boy, der plötzlich nur noch sie will und damit aus ihren einen Schwan macht. Nein, Lena ist durchaus stark, unabhängig und absolut witzig. Ich mochte sie auf Anhieb total gerne.

Doch auch die Geschichte selbst hat einiges zu bieten. Neben all dem Humor, darf man natürlich die prickelnden Stellen nicht vergessen. Dieses Buch ist auf jeden Fall nichts für sehr junge Leser/innen, denn es geht richtig zur Sache. Die Autorin Jasmin Romana Welsch lässt hier nichts der Fantasie übrig und doch sind die erotischen Szenen nicht schmutzig oder zu derb. Sie sind anregend, erregend und einfach prickelnd. Ich habe selten ein Buch in diesem Genre gelesen, das mit so wenig derben Wörtern auskommt und trotzdem die erotischen Szenen so bildhaft und ungeschönt beschreibt. Hier ist Jasmin Romana Welsch in meinen Augen wirklich ein Kunststück geglückt, denn ich bin in diesem Bereich sehr skeptisch. Deshalb ein großes Kompliment an dieser Stelle von mir.

Neben den gut geschriebenen Erotikszenen ist auch der übrige Schreibstil sehr flüssig und mitreißend, so dass ich das Buch in einem Rutsch durchgelesen hatte.

Leider war es viel zu schnell zu Ende. Ich hätte gerne noch viel mehr von Lena, Simon und all den anderen gelesen und freu mich deshalb schon sehr auf die Fortsetzung, bei der ich denke, dass sie noch einiges an Überraschungen für uns als Leser bereithalten wird.

Fazit:

„Be with us“ ist eines der wenigen New Adult Bücher, die mich voll und ganz überzeugen konnten. Obwohl ich sonst kein großer Fan dieses Genres bin, hat mich Jasmin Romana Welsch doch mit ihrem Buch vollauf begeistert. Die Protagonistin ist so authentisch, sympathisch und hat so einen genialen Humor, dass ich sie einfach nur klasse fand. Die Erotikszenen sind nicht zu schmutzig oder derb, sondern einfach nur erregend und prickelnd. Der Schreibstil ist dabei so flüssig und mitreißend, dass ich das Buch in einem Rutsch durchgelesen habe.

Also Vorsicht: Diese Reihe hat wirklich Suchtpotenzial! Ich will unbedingt ganz schnell mehr davon!

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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130 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 37 Rezensionen

mafia, mode, girl in black, berlin, liebe

Girl in Black

Mara Lang
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Ueberreuter Verlag , 15.08.2016
ISBN 9783764170639
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

„Die 19-jährige Lia hat ein dunkles Geheimnis: Sie ist ein Seelenauge und kann die Gefühle anderer Menschen lesen, sie sogar beeinflussen. Eine machtvolle Gabe, wegen der sie in die Fänge der italienischen Mafia gerät. Der einzige Ausweg scheint die Flucht. Tausende Kilometer von ihrer Heimat entfernt versucht sie, ein neues Leben zu beginnen, ohne die Familie, ohne ihre Gabe und ohne jegliche Emotionen. Für sie zählt nur eins: Endlich ihren Traum zu verwirklichen und Modedesignerin zu werden. Doch die Schatten ihrer Vergangenheit holen Lia ein und bringen nicht nur sie in Gefahr, sondern auch ihre neuen Freunde – insbesondere Nevio, der sie stärker berührt, als sie erwartet hätte …“
(Quelle: http://www.ueberreuter.de/shop/girl-in-black/)

 

Lia hat eine besondere Gabe: Sie kann die Gefühle anderer lesen und sogar manipulieren. Deswegen ist sie für die italienische Mafia von besonderem Wert. Durch eine Zwangsheirat wollen sie Lia an sich binden, doch diese flieht und versucht sich in Berlin ein neues Leben aufzubauen.

Dafür muss sie jedoch verbergen, wer sie ist und was sie kann. Das gelingt ihr aber nur, wenn sie jegliche Emotion ganz von sich fernhält. Deswegen verkriecht sie sich hinter einem selbsterschaffenen Panzer aus Gefühlskälte und konzentriert sich ganz auf ihren Traum Modedesignerin zu werden.

Doch dann lernt sie Mavie und Pierre kennen, die sich auf Anhieb in ihr Herz schleichen und dann ist da auch noch Nevio, der versucht ihren Panzer zu durchdringen. Und so muss Lia erkennen, dass ein neues Leben ohne jegliches Gefühl nicht lebenswert ist. Aber gerade als sie dabei ist, sich selbst und ihre Gabe zu akzeptieren, ihr Leben wieder lieben zu lernen, stöbert sie „ihre Familie“ in Deutschland auf und die ist nicht bereit, das junge Mädchen einfach so gehen zu lassen … .

Meine Meinung:

Ich muss sagen, ich war etwas überrascht, als das Buch mit Lias Hochzeit begann. Damit hatte ich so gar nicht gerechnet, erfuhr aber schnell, was es damit auf sich hat und erhielt eine kleine Einführung in Lias Leben und ihre Gabe. Die junge Frau hat es wirklich alles andere als leicht und ich freute mich mit ihr, als ihr schließlich die Flucht gelingt und war gespannt darauf, mehr über sie und ihre Fähigkeiten zu erfahren. Dabei fand ich es besonders schön, dass das Buch zum größten Teil aus Lias Sicht in Ich-Form erzählt wird. So erlebt man hautnah, wie sie ihre Gabe einsetzt und kann sich ein besseres Bild von der Protagonistin machen. Ich fand sie jedenfalls von Anfang an sehr sympathisch und hoffte, dass es das Schicksal auch einmal gut mit ihr meinen würde.

Ein paar Kapitel sind jedoch auch aus Nevios Sicht geschrieben. Das gibt den Lesern zusätzlich Einblicke in die Geschehnisse, so dass man sofort weiß, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis die Mafia wieder auf Lia aufmerksam wird. Ich muss gestehen, dass meine Nerven immer angespannt waren, weil ich wusste, dass die Leute, die hinter Lia her sind, nicht einfach aufgeben würden. Das Damoklesschwert schwebte ständig über Lia und erzeugte so einiges an Spannung. Zudem gibt es einige unerwartete Entwicklungen, mit denen mich Mara Lang richtig überrascht und auch begeistert hat. Wer hätte gedacht, dass dieses Buch zum Ende hin noch einmal solche Wendungen nimmt.

Doch neben Lia und Nevio, die wirklich sympathische Protagonisten sind, mit denen man gerne mitfiebert und mitfühlt, gibt es jede Menge einzigartige Nebendarsteller, die einem im Kopf bleiben. Da ist Mavie, die mit ihrer ganz eigenen Geschichte zu kämpfen hat und sich trotzdem sofort in Lias Herz schleicht. Dann gibt es noch Pierre, der immer gute Laune verbreitet und der exzentrische Modedesigner Gabriel, den man auf Anhieb nicht wirklich sympathisch findet. Ach, ich könnte noch viel mehr Charaktere aufzählen, denn dieses Buch ist voll davon ohne dass es überfrachtet wirken würde. Jeder einzelne bleibt einem im Gedächtnis und hinterlässt seine Spuren. Mara Lang gelingt es wirklich außerordentlich gut ihren Darstellern Leben einzuhauchen und jeden einzelnen zu etwas Besonderem zu machen.

Neben der ganzen Spannung und den liebevollen Charakteren bietet dieses Buch jedoch auch noch einen tollen Ausflug in die Welt der Mode. Die Autorin beschreibt die Kreationen der Designer so bildhaft, dass ich mir wünschte, ich könnte an einer der Modeschauen oder Fotoshootings teilnehmen und all die schönen Kleider selbst in Augenschein nehmen oder dürfte sogar eines davon selbst probieren.

Der Schreibstil der Autorin ist dabei sehr passend zur Geschichte und zu den Protagonisten. Wenn Mara Lang eines der Kleider beschreibt, ist das detailreich und sie beschreibt die Kreationen so genau und bildlich, dass man sie sich wirklich sehr gut vorstellen kann. Bei Gesprächen der Protagonisten wechselt sie in die Jugendsprache und wenn der Designer das Wort ergreift, spricht aus ihm die pure exzentrische Eitelkeit. Hach, es ist so schön, wie die Autorin mit ihrem Schreibstil spielt und ihn immer der jeweiligen Situation anpasst. So rauscht man geradezu durch dieses tolle Buch. Und ganz nebenbei versteckt sie in ihrem Werk auch noch eine schöne unterschwellige Botschaft: Ein Leben ohne Gefühle ist einfach kein richtiges Leben. Herrlich!

Fazit:

Mara Lang hat mich mit „Girl in Black“ absolut begeistert. Die Story ist von Anfang bis zum Ende absolut spannend und mitreißend und ich spürte das Damoklesschwert geradezu in meinem Nacken. Neben den beiden sympathischen Protagonisten, mit denen ich jede Minute mitgefiebert habe, gibt es außerdem so viele Nebencharaktere, denen die Autorin Leben eingehaucht und sie zu etwas ganz Besonderem gemacht hat. Doch auch der Ausflug in die Modewelt gefiel mir richtig gut und ganz besonders blieb mir der mitreißende Schreibstil und die unterschwellige Botschaft im Gedächtnis: Ein Leben ohne Gefühle ist einfach kein richtiges Leben.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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357 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 28 Rezensionen

rebell, fantasy, spiegel, spiegelwelt, drachenmond

Rebell

Mirjam H. Hüberli
Flexibler Einband: 260 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 18.10.2016
ISBN 9783959917155
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt:

„Manche Träume entführen uns in eine Welt,  die wir noch nie zuvor betreten haben.
Und obwohl sie uns fremd ist, kennt sie unsere Seele seit Hunderten von Jahren.

Mein Name ist Willow Parker. Eigentlich dachte ich immer, ich sei ein ganz normales Mädchen. Okay, nicht ganz normal, denn wer sieht schon in den Augen der andern deren eigenes Spiegelbild? Aber seit heute weiß ich nicht einmal mehr, was es bedeutet, normal zu sein…“

(Quelle: https://www.drachenmond.de/titel/rebell-glaeserner-zorn-teil-1/)

 

Willow lebt seit dem Tod ihrer Eltern bei ihrer Großmutter. Gemeinsam mit ihrer besten Freundin Sam versucht sie das Leben als Teenager zu meistern. Doch das ist gar nicht so einfach, wenn man die Spiegelbilder jedes Menschen in dessen Augen sieht und außerdem noch auf einen Jungen steht, der unter Bindungsängsten leidet.

Richtig kompliziert wird es aber erst, als Bo in ihrem Leben auftaucht. Der unheimliche junge Mann, den nur sie sehen kann und der sie entführen will. Was hat das alles nur zu bedeuten und wieso muss ausgerechnet Willow in diese Sache hineingezogen werden? Hat das etwa damit zu tun, dass sie die Einzige ist, in dessen Augen sie kein Spiegelbild entdecken kann?

 

Meine Meinung:

Der Klappentext und das Cover haben mich so neugierig auf dieses Buch gemacht, dass ich es unbedingt lesen wollte. Ich fragte mich ständig, was es mit den Spiegelbildern wohl auf sich haben könnte und war gespannt, wohin uns die Autorin Mirjam H. Hüberli mit ihrer Geschichte entführen würde.

Im Prolog erlebt man Willow als kleines Mädchen gemeinsam mit ihrer Mutter. Doch man erhält nur einen kurzen Einblick, der bei mir mehr Fragen aufgeworfen, als beantwortet hat. Natürlich wird einem schnell klar, dass Willow kein normales Mädchen ist, aber was dahinter steckt, erfährt man erst einmal nicht, denn schnell wird man vierzehn Jahre nach vorne gezogen und weiß nur, dass Willows Eltern gestorben sind und sie seither bei ihrer Großmutter aufwächst.

Willow selbst gefiel mir sehr gut. Sie hat ihren eigenen Stil, ihr Leben und ihre Freunde. Etwas naiv kam sie mir im Umgang mit ihrem Beinahe-Freund Noah vor, aber wenn man verliebt ist, denkt man ja selten rational, so dass mich dieser Umstand nicht weiter gestört hat. Sonst hatte die Protagonistin eine wirklich nette Art mit ihrem Leben umzugehen und ihre Gedanken, die man hautnah miterlebt, da das Buch aus ihrer Sicht in Ich-Form geschrieben ist, brachten mich das ein oder andere Mal richtig zum Schmunzeln. Auch Willows beste Freundin Sam war mir sofort sympathisch. Sie ist so quirlig und sagt Willow gerade auf den Kopf zu, was sie denkt und zieht sie dabei auch öfter mal auf, was ich sehr schön fand. Die männlichen Protagonisten Noah und Bo kann ich dagegen noch nicht so recht einschätzen, freu mich aber drauf, mehr über sie in den Folgebänden zu erfahren.

Anfangs geht es vor allem darum Willow, ihre Freunde und ihr Leben etwas kennenzulernen. Spätestens mit Bos Auftauchen hätte ich dann damit gerechnet, dass man endlich erfahren würde, was es mit Willows „Gabe“ wirklich auf sich hat, aber hier hüllt sich die Autorin in Geheimniskrämerei. Es wird nur in Rätseln gesprochen und man hat quasi gemeinsam mit der Protagonistin überhaupt keine Ahnung, was es mit allem auf sich hat und wohin die Geschichte führen würde. Hier hatte ich mir ehrlich gesagt, schneller ein paar Erkenntnisse gewünscht, die mich ein bisschen hinter die Kulissen sehen lassen.

Der zweite Teil des Buches hält zwar dann eine neue und faszinierende Welt bereit, doch leider erfährt man darüber kaum etwas, so dass ich mir nicht so wirklich ein Bild von dem Ganzen machen konnte. Ich saugte jedes noch so kleine Detail in mich auf, doch diese sind sehr spärlich gesät, so dass ich, genau wie Willow, ein paar Schwierigkeiten hatte, mich in dieser Welt zurechtzufinden. Das fand ich etwas schade, da ich die Geschehnisse dort sehr spannend fand und unbedingt mehr darüber erfahren wollte. Die Geschichte hat also durchaus ihren Reiz und ich bin auf jeden Fall gespannt, was die Autorin hier noch bereithält.

Trotz allem gelang es Mirjam H. Hüberli, mich an das Buch zu fesseln. Ihr Schreibstil ist bildhaft, dem Genre entsprechend und schön flüssig, so dass ich entspannt lesen und die Geschichte doch genießen konnte. Die Sticheleien zwischen Bo und Willow haben mir dabei besonders Spaß gemacht. Ich finde es ja immer toll, wenn auch ein wenig Humor in solchen Geschichten steckt und das ist der Autorin auf jeden Fall sehr gut gelungen.

Zum Ende hin wird es dann richtig spannend und der Epilog, der plötzlich aus Sicht von Bo geschrieben ist, der so viel mehr über Willow zu wissen scheint, als sie selbst und wir als Leser hat mich dann restlos überzeugt, dass ich diese Reihe auf jeden Fall noch weiter verfolgen möchte, denn hier ist noch lange nicht das volle Potenzial ausgeschöpft.

Fazit:

Die Idee des Buches hat mich sofort fasziniert und obwohl man leider vorerst nicht wirklich viel darüber erfährt, hat mich die Autorin doch an ihre Geschichte gefesselt. Ich bin sehr gespannt, was Mirjam H. Hüberli in der Fortsetzung noch bereithält, denn eines ist sicher: Ich muss unbedingt erfahren, was hinter all dem steckt.

Von mir bekommt das Buch 4 Punkte von 5.

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111 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 56 Rezensionen

krimi, london, litersum, malou, anti-muse

Malou - Diebin von Geschichten

Lisa Rosenbecker
E-Buch Text: 247 Seiten
Erschienen bei Impress, 04.08.2016
ISBN 9783646602630
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

Jeder weiß, dass der Kuss einer Muse auch aus dem gewöhnlichsten Menschen einen gefeierten Autor machen kann. Doch die wenigsten wissen um die Anti-Musen, wie Malou Winters eine ist. Als Tochter einer Normalsterblichen und einer Romanfigur hat sie von der versteckten Zwischenweltbibliothek aus Zugang zu sämtlichen Londoner Buchwelten, die jemals erdacht und aufgeschrieben wurden. Statt jedoch zu inspirieren, ist es ihre Bestimmung, nicht zu Papier gebrachte Ideen zu finden und zu löschen. Eine Lebensaufgabe, die sie nicht selten frustriert, vor allem da in letzter Zeit etwas mit den Personen, zu denen ihre Aufträge sie führen, nicht zu stimmen scheint. Und dann gerät sie auch noch ins Visier eines nicht unattraktiven jungen Mannes, der gefährlich nah dran ist, ihre wahre Identität zu erraten…

(Quelle: https://www.carlsen.de/epub/malou-diebin-von-geschichten/80866)

Malou hat an ihrem 18. Geburtstag erfahren, dass sie eine Anti-Muse ist. Ihre Mutter ist bei Scotland Yard und damit eine Normalsterbliche, ihr Vater jedoch ist eine Romanfigur.

Wäre er ein Held in seiner Geschichte, wäre Malou eine ganz normale Muse und würde den Autoren zu einer erfolgreichen Idee verhelfen. Ihr Erzeuger ist jedoch ein Antagonist und deshalb ist die junge Frau eine Anti-Muse und ein Kuss von ihr führt dazu, dass ein Autor seine Romanidee wieder vergisst.

Keine leichte Aufgabe, fühlt sich Malou doch als Diebin und das, wo ihr Herz für gute Bücher schlägt. Doch richtig knifflig wird ihre Aufgabe erst, als etwas mit ihren neuen Aufträgen nicht in Ordnung zu sein scheint.

 Was hat es mit all den Geheimnissen der Agentur für Musen auf sich? Und wieso scheint sich der attraktive junge Polizist plötzlich so für sie zu interessieren?

Meine Meinung:

Schon allein der Klappentext hat mich richtig begeistert. Eine Anti-Muse, die Ideen stiehlt? Das war mal etwas ganz Neues und klang herrlich erfrischend.

Sofort als ich anfing zu lesen und Malou bei einem ihrer Aufträge begleitete, entfaltete sich der Zauber dieses Buches. Nicht nur die Idee der Anti-Musen ist witzig-spritzig, sondern auch die Protagonistin selbst. Sie hat eine ganz eigene Art mit ihrer Begabung umzugehen. Zuweilen hat sie einen schön bissigen Humor, was ich besonders toll fand. Natürlich lässt sie sich auch von dem mürrischen Polizisten Lansbury nicht unterkriegen, sondern lockt ihn mit ihrem Sarkasmus und ihrer offenen Art aus dem Schneckenhaus. Hach, ich mochte Malou von Anfang an total gerne.

Die Idee mit den Musen und Anit-Musen war auch sehr schön ausgearbeitet. Die Autorin Lisa Rosenbecker hat ihre Welt genau durchdacht, da passt ein Puzzleteil zum anderen und alles ist schlüssig, auch, wenn man nicht sofort alles auf dem Silbertablett präsentiert bekommt, denn selbst Malou kennt ihre Welt nicht ganz und gemeinsam mit ihr taucht man immer tiefer ein das Leben der Buchcharaktere und was soll ich sagen: Dieses lässt das Herz eines jeden Bücherjunkies hören schlagen. Wer würde nicht gerne in sein Lieblingsbuch eintauchen und dort live die Protagonisten kennenlernen? Ich hätte auf jeden Fall gerne einen Ausflug mit Malou in die Zwischenbibliothek gemacht und mir dort alles angesehen. Lisa Rosenbecker beschreibt ihre Welt sehr detailreich und mit so viel Hingabe, dass man aus jeder Zeile ihre eigene Liebe zu Büchern herauslesen kann.

Doch dieses Buch bietet noch so viel mehr. Natürlich könnte man aufgrund des Klappentextes denken, es wäre ein typisches Fantasybuch: Protagonistin erfährt, dass so viel mehr hinter ihren Kräften steckt und verliebt sich in einen jungen Mann, den sie nicht lieben darf, aber weit gefehlt. Zwar gibt es in Malous Lebensgeschichte noch sehr viel mehr zu entdecken als ihre Kräfte als Anti-Muse, aber im Grunde kennt sie ihre Fähigkeiten schon und es gibt hier auch keine verbotene Liebe oder eine Dreiecksgeschichte. Vielmehr muss der Leser gemeinsam mit Malou und ihren Freunden, die Rätsel um ihre verpatzten Aufträge lösen und das bringt jede Menge Spannung in die Geschichte. Ständig versuchte ich dem Geheimnis auf die Spur zu kommen, stellte wilde Spekulationen und Verdächtigungen an und kam doch nicht wirklich dahinter, um was es wirklich geht. Ich muss sagen, ich liebe solche Rätsel in Büchern und habe großen Spaß daran, die Hinweise zu sammeln und gemeinsam mit den Protagonisten an einer Lösung zu arbeiten. Damit hatte die Autorin zu 100 % meinen Geschmack getroffen.

Und natürlich darf ich nicht vergessen Sheldon zu erwähnen, denn dieser Kater ist wirklich etwas Besonderes. Er hat nicht, wie von mir erwartet, besondere Kräfte (z.B. dass er sprechen kann oder so), nein, er ist eine ganz normale Katze und dann doch wieder nicht normal mit all seinen Eigenheiten. Er ist wirklich einzigartig und dürfte sofort bei mir einziehen. Aber macht euch selbst ein Bild von den Charakteren, die Lisa Rosenbecker mit so viel Liebe erschaffen hat und die sich ganz schnell in das Herz der Leser schleichen.

Fazit:

Die Autorin Lisa Rosenbecker hat mit ihrem Buch „Malou – Diebin von Geschichten“ genau meinen Geschmack getroffen. Ihre Idee ist neu und genauso witzig-spritzig wie ihre Protagonisten, die sie mit viel Mühe ausgearbeitet hat. Doch auch die Liebe zu Büchern spürt man in jeder Zeile ihres Buches, so dass dieses ein besonderer Genuss für jeden anderen Bücherjunkie ist. Wer jetzt noch Spaß daran hat, gemeinsam mit den Protagonisten Hinweisen nachzugehen und Rätsel zu lösen, der sollte sich diese Geschichte auf keinen Fall entgehen lassen.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

träume

Der Weg zwischen den Sternen (Himmlische Geschichten zum Träumen 2)

Michelle Schrenk
E-Buch Text: 322 Seiten
Erschienen bei Canim Verlag, 06.09.2016
ISBN 9783942790222
Genre: Liebesromane

Rezension:

Inhalt:

Zehn Jahre sind vergangen, als Josy und Tim sich zufällig wiedertreffen.
Josy ist inzwischen Angestellte in einer Werbeagentur, obwohl sie immer Fotografin werden wollte. Tim hingegen hat seinen Traum wahr gemacht, reist durch die Welt, schreibt darüber Berichte und betreibt erfolgreich sein eigenes Blog.
Das unverhoffte Wiedersehen bringt Josys Gefühlswelt gehörig durcheinander,
denn sie ist nicht mehr dieselbe wie einst mit siebzehn.
Zusammen begeben sich die beiden auf eine Reise, die sie damals nicht beenden konnten. Und plötzlich ist da diese eine Frage:
Ist die große Liebe vielleicht doch mehr als nur ein Märchen? Und ist das Ende mancher Geschichte in Wahrheit erst ihr Anfang?

(Quelle: http://michelleschrenk.de/startseite/buecher/)

Tim war Josys große Liebe, doch dann kam der Tag, der alles verändert und der Josys Herz gebrochen hat. Seit dieser Zeit hat sich die junge Frau vorgenommen, ganz auf ihren Kopf zu hören und nicht mehr auf ihr Herz zu vertrauen. Alle Entscheidungen trifft sie rein aus Vernunft: Ihre Arbeit in der Werbeagentur, ihre geplante Hochzeit mit Marc usw.

Doch dann begegnet sie nach zehn Jahren Tim erneut und der bricht nicht nur alte Wunden auf, sondern erinnert Josy auch an all ihre Wünsche und Träume, die sie als Jugendliche hatte. Und plötzlich weiß die junge Frau nicht mehr, was sie wirklich will.

Können Märchen vielleicht doch wahr werden? Oder ist man selbst dafür verantwortlich, seine Geschichte zu schreiben? Herz oder Kopf – welchen Weg soll Josy gehen? Vielleicht doch den Weg zwischen den Sternen?

Meine Meinung:

Schon lange wollte ich einmal eines von den Büchern von Michelle Schrenk lesen. Zum einen, weil ich die Cover so schön finde und zum anderen, weil die Liebesgeschichten zu bezaubernd klingen. Und der Klappentext zu „Der Weg zwischen den Sternen“ sprach mich sofort an, da ich ja auch eher ein Kopfmensch bin und da wollte ich wissen, wofür sich Josy am Ende entscheiden würde.

Das Buch beginnt mit einem schönen Märchen. Damit hat mich die Autorin auf jeden Fall schon begeistert, denn auch wenn ich ein Kopfmensch bin, liebe ich Märchen von Prinzen und Prinzessinnen und war gespannt, wie dieses in die Geschichte passen würde.

Im Prolog erlebt man dann Josy und Tim als Teenager und merkt sofort, wie verliebt die beiden ineinander sind. Hach, die erste große Liebe … Michelle Schrenk beschreibt sie so schön und emotional, dass ich sofort an meinen ersten Freund gedacht habe. Ich war ungefähr im selben Alter wie die Protagonistin und konnte deshalb auch sehr gut nachvollziehen, dass die beiden meinen, sie würden für immer zusammenbleiben und es wäre wie im Märchen.

Doch dann springt die Geschichte zehn Jahre vor und man erfährt nicht sofort, was zwischen Josy und Tim passiert ist, dass sie sich getrennt haben, wieso die Protagonistin plötzlich nur noch Entscheidungen aus Vernunft heraus trifft. Ich war wirklich sehr gespannt zu erfahren, was damals passiert war und gleichzeitig freute ich mich auch, zu erleben, wie Tim und Josy sich nach all den Jahren wiedertreffen. Der Autorin ist es sehr gut gelungen, mich sowohl neugierig auf die Vergangenheit, als auch auf die Gegenwart ihrer Geschichte zu machen. Geschickt flickt sie immer wieder Erinnerungen ein, so dass man sich nach und nach ein Bild von den Geschehnissen damals machen konnte und es ein schönes Gleichgewicht zwischen den beiden Zeiten gab.

Josy selbst ist keine einfache Protagonistin, da sie sich teilweise wirklich selbst das Leben schwer macht und man manchmal das Bedürfnis hat, sie einfach nur schütteln zu wollen. Doch ich persönlich konnte gut nachvollziehen, dass es nach all den Erlebnissen für sie sehr schwer ist, einfach einmal etwas aus dem Bauch heraus zu entscheiden. Trotzdem erlebt sie immer wieder, dass es sich lohnt, um ihre Träume zu kämpfen und das fand ich richtig schön und vor allem authentisch. Josy wäre in meinen Augen völlig unglaubwürdig geworden, wenn sie nach zehn Jahren plötzlich ganz anders agiert. So ein Prozess braucht einfach Zeit und die gibt die Autorin Michelle Schrenk ihrer Protagonistin.

Während in diesem Buch natürlich die Gefühle und vor allem die Liebesgeschichte die größte Rolle spielt, hat mich die Autorin doch auch sehr überrascht mit einer für mich wirklich unvorhersehbaren Wendung, die mich emotional total durchgerüttelt hat. Da saß ich mitten im Café und musste wirklich mit den Tränen kämpfen, was ich bei diesem Buch ja eigentlich nicht erwartet hatte. Doch das zeugt bei mir immer von einer guten Geschichte, wenn sie mich emotional so mitnimmt, dass ich mit den Protagonisten mitfühle und genau das ist Michelle Schrenk sehr gut gelungen. Dabei sieht man, dass dieses Buch mehr zu bieten hat, als nur eine süße, kleine Lovestory.

Und dann kam das Ende viel zu früh für mich, denn ich hätte noch ewig über Tim und Josy lesen können, aber trotz allem war es absolut stimmig und gefiel mir so gut, dass ich das Buch gerne zugeschlagen und gleich nach mehr Lesestoff von Michelle Schrenk gegoogelt habe.

Fazit:

Michelle Schrenks Buch „Der Weg zwischen den Sternen“ ist so viel mehr als nur eine süße, kleine Liebesgeschichte. Es ist ein Buch über Märchen, über Träume, über das Herz, die Liebe, über Missverständnisse, über Geheimnisse, über Vergebung und das Leben selbst. Die Geschichte hat mich mitgenommen auf eine Reise auf dem Weg zwischen den Sternen.

Ich will unbedingt mehr von Michelle Schrenks zauberhaften Geschichten, die mich träumen lassen und tief im Herzen berühren. Danke für diese traumhaften Lesestunden.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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43 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

finnland, liebe, freundinnen, auszeit, neubeginn

Finnischer Schnee von gestern

Mina Teichert
E-Buch Text: 398 Seiten
Erschienen bei Amazon Publishing, 20.09.2016
ISBN 9781503995451
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt:

„Nach einem erneuten Fehltritt ihres Verlobten wird Vivien von ihren drei besten Freundinnen über Silvester nach Finnland entführt. Nur die vier Frauen, genau wie vor zehn Jahren und diesmal wirklich ohne Männer. Denn damals waren aus einer Silvesternacht zwei Ehen, ein One-Night-Stand und Viviens verhängnisvolle On-off-Beziehung entstanden. Jetzt wollen Vivien, Solja, die scheinbar perfekte Politikergattin, die Vorzeigepädagogin Meike und die sanfte Esoterikerin und Vierfach-Mama Esther ihre Probleme erst einmal auf Eis legen. Doch dank des finnischen Schnees, einer Menge Sekt und alten Geheimnissen, die ans Tageslicht drängen, avanciert der Urlaub schnell zu einem Selbstfindungstrip der besonderen Art.“

(Quelle: http://minateichert.jimdo.com/romane/)

Vivien hat ihren Freund gerade bei einem Seitensprung erwischt und ist am Boden zerstört. Um sie auf andere Gedanken zu bringen, entführen ihre drei besten Freundinnen sie nach Finnland.

Doch damit fangen die Probleme erst an, denn jede der vier Frauen bringt ihr eigenes Päckchen mit und in der Einöde Finnlands kommt so manches Geheimnis ans Tageslicht, das ihre Freundschaft und ihr bisheriges Leben gewaltig auf die Probe stellt.

Meine Meinung:

Ich muss gestehen, ich liebe ja diese Art von Buch: Ein paar Frauen, die ganz unterschiedliche Leben führen, wo keines wirklich perfekt ist. Diese Geschichten sind für mich immer so schön authentisch und haben doch eine kleine Prise heile Welt, so dass ich sie so richtig genießen kann. Deswegen wollte ich auch unbedingt dieses Buch von Mina Teichert lesen.

Gleich im ersten Kapitel erfährt man von Vivien, aus deren Sicht in Ich-Form das Buch geschrieben ist, wie sie ihren Freund inflagranti erwischt und danach auch noch einen Autounfall gebaut hat. Sofort hatte die Protagonistin mein volles Mitleid und ich freute mich darauf, dass sich ihre Freundinnen um sie kümmern würden. Schnell lernt man auch die übrigen drei Frauen kennen und ich muss sagen, sie können wirklich nicht unterschiedlicher sein. Aber ich denke, genau das macht einen Teil des Charmes dieses Buches aus, denn so findet jede Leserin einen Charakter, mit dem sie sich am besten identifizieren kann. Ich hatte jedenfalls meinen Spaß damit Vivien, Esther, Meike und Solja besser kennenzulernen und all ihre Eigenheiten zu entdecken.

Auch die Kulisse, ein verschneites Haus in der Einöde Finnlands, ist wirklich traumhaft. Ich sah alles genau vor mir und obwohl ich eigentlich wärmere Gegenden bevorzuge, hätte ich mich doch gerne nach Finnland gewünscht, um dort all die schönen Fleckchen und Eckchen zu entdecken. Und natürlich passte das Setting perfekt zur Geschichte. Denn viel rum kommen die vier Frauen nicht. So sitzen sie die meiste Zeit aufeinander, wodurch natürlich die Streitereien nicht ausbleiben.

Obwohl sich der größte Teil der Geschichte in diesem einsamen Haus abspielt, wird es doch nie langweilig, denn es passieren so viele Kleinigkeiten. Es gibt nicht nur Geheimnisse und Streitereien, sondern auch witzige Missgeschicke, rätselhafte Briefe, Familiengeheimnisse und natürlich Beziehungsdramen. In dieser Geschichte passieren so viele Dinge und doch wird es nie zu viel, da die Autorin Mina Teichert sehr gut die Waage zwischen wichtigen Ereignissen und kleinen Zusatzdetails hält. Mir war es wirklich auf keiner Seite langweilig, ich hab es einfach nur genossen, mich in die Geschichte fallenzulassen und mich eingekuschelt in eine Decke gedanklich nach Finnland versetzen zu lassen. Dort habe ich gemeinsam mit den Protagonisten gelacht und gelitten, mich gestritten und durchgebissen und am Ende ein kleines bisschen mehr über mich selbst erfahren.

Während man nämlich die Leben der Protagonisten durchleuchtet, beginnt man ganz wie von selbst, sich ein paar Gedanken über sein eigenes Leben zu machen und genau das ist es, was diese Art von Büchern für mich so besonders macht und was der Autorin wirklich sehr gut gelungen ist. Ohne belehrend zu wirken, überlegt man sich, quasi neben dem Lesen, was man vom Leben erwartet, was man sich wünscht und was man davon selbst herbeiführen kann. Und so begibt man sich gemeinsam mit den vier Frauen auf einen kleinen Selbstfindungstrip, sehr schön!

Fazit:

Mina Teichert ist hier wirklich eine sehr schöne und süße kleine Geschichte gelungen. Eingewickelt in eine Decke begab ich mich mit den vier sehr unterschiedlichen und doch liebenswerten Protagonistinnen in eine einsame Hütte ins malerische Finnland und entdeckte dort nicht nur die Geheimnisse der Frauen, sondern lernte ganz nebenbei auch ein bisschen über mich selbst.

Ein Selbstfindungstrip, der mit viel Humor, aber auch Gefühl und einer zauberhaften Kulisse aufwartet. Wirklich lesenswert!

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

 

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