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Dark Palace – Zehn Jahre musst du opfern

Vic James , Franca Fritz , Heinrich Koop
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 22.08.2018
ISBN 9783841440105
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

In England gibt es Leute mit „Geschick“, also mit besonderen Fähigkeiten und ganz normale Menschen. Während der magische Adel das Land regiert, müssen die anderen zehn Jahre Sklavenarbeit leisten.

Lukes Eltern haben sich überlegt, dass sie gemeinsam mit ihren drei Kindern diese Zeit auf dem Anwesen der mächtigen Familie Jardine abdienen wollen. Doch dann geht etwas schief und sie werden von Luke getrennt. Dieser muss in der Sklavenstadt Millmoor in einer Fabrik arbeiten und erlebt dort hautnah mit, was es bedeutet ganz unten in der Hierarchie zu stehen.

Doch auch im Herrenhaus der Jardines läuft nicht alles reibungslos. Der Vater und seine drei Söhne haben alle ihre Eigenheiten und verfolgen ihre eigenen Ziele. Ein paar Sklaven zählen da nur zu den Kollateralschäden, die man auf dem Weg nach oben eben in Kauf nehmen muss. Und Lukes Schwestern Abi und Daisy geraten unweigerlich in die Schusslinie … .

Meine Meinung:

Als ich das erste Mal von diesem Buch las, war für mich sofort klar, dass ich es lesen muss. Für mich klang es nach einer spannenden, aber auch tiefgründigen Geschichte und so stürzte ich mich sofort in dieses Abenteuer.

Das Buch beginnt sofort sehr aufregend. Es wird aus der Sicht einer Person erzählt, die nirgendwo im Klappentext vorkommt, deshalb war ich umso neugieriger, was es damit wohl auf sich haben würde. Am Ende des Prologs kann man diesen zwar etwas einordnen, weiß aber immer noch nicht, was wirklich dahinter steckt, was dazu führt, dass man noch gespannter auf alles ist, was noch kommen wird.

Danach taucht man in Lukes Leben ein und erlebt hautnah mit, wie seine Eltern sich zu der Entscheidung durchringen, die Sklavenzeit gemeinsam abzuleisten. Sofort wird klar, dass die Familienmitglieder trotz kleiner Reibereien doch sehr miteinander verbunden sind. Es gefiel mir sehr gut, dass sich diese Geschichte einmal um eine komplette Familie dreht. Zwar geraten die Eltern im Laufe des Buches dann doch etwas in den Hintergrund, aber zumindest gibt es sie hier einmal, was in vielen anderen Büchern nicht der Fall ist, da sich da meist alles um eine einzelne Person dreht oder die Eltern ganz plötzlich ins Nirvana verschwinden. Jedenfalls mochte ich die einzelnen Familienmitglieder auf Anhieb, auch wenn sie anfangs noch etwas „unentwickelt“ sind. Luke ist auf jeden Fall noch sehr unbedarft. Er hat zwar im Geschichtsunterricht von all den Geschehnissen die zur Sklavenzeit geführt haben, gehört, aber das scheint für ihn ewig weit weg zu sein. Seine ältere Schwester Abi macht sich dagegen sehr viele Gedanken darum. Sie scheint sehr vernünftig zu sein und sich für ihre jüngere Geschwister verantwortlich zu fühlen. Daisy ist ein fröhliches, kleines Mädchen, das mit der Ungerechtigkeit noch nicht wirklich in Berührung gekommen ist und deshalb sehr unvoreingenommen an das Ganze herangeht. So treten die drei eigentlich mit ganz unterschiedlichen Erwartungen an die Sklavenzeit heran, was ich persönlich sehr interessant fand. Ich hätte ja wirklich enorm viel Angst vor dem Antritt, egal, wohin man mich stecken würde.

Überhaupt fand ich die Idee mit der Sklavenzeit sehr spannend, aber auch gruselig. So weit entfernt ist dieser Gedanke gar nicht, dass Leute, die anders sind, ausgegrenzt und zu niederen Arbeiten gezwungen werden, all ihre Rechte verlieren und nur noch als „Ware“ gelten. Es war richtig erschreckend, das zu lesen, gleichzeitig finde ich es gut, wenn dieses Thema in ein aktuelles Buch verfrachtet und durch eine neue spannende Handlung ergänzt wird. So kann man sich mit diesem Thema einmal auf andere Weise auseinandersetzen.

Doch auch die Idee mit dem Geschick gefiel mir sehr gut. Es gibt Menschen, die besondere Fähigkeiten haben, die unterschiedlich stark ausgeprägt sind und unterschiedliches bewirken. Interessant ist, dass selbst die Mitglieder nicht genau wissen, wie das Ganze vererbt wird und was es mit dem Geschick wirklich auf sich hat. Dadurch kommt noch einmal eine andere Problematik in die Geschichte und es dreht sich nicht nur alles um die Menschen, die Sklavenarbeit leisten müssen.

Das wird zusätzlich noch dadurch verstärkt, dass das Buch aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt wird. So kann man quasi am Leben und an den Einzelschicksalen teilhaben und auch, wenn der Schreibstil immer in der dritten Person bleibt, ist man doch irgendwie hautnah dabei und kann die Gedanken, Gefühle und Handlungen der Personen nachvollziehen oder manchmal eben auch nicht, aber das ist dann auch so gewollt.

Für mich war die Geschichte von Anfang bis Ende durchgehend spannend. Man muss immer damit rechnen, dass etwas passiert und auch, wenn ich manche Wendung schon vorausgeahnt habe, wurde ich von anderen total überrascht. Ich liebe es, wenn Bücher bzw. deren Handlung nicht immer sofort klar durchschaubar sind. Und das ist hier sowohl bei der Handlung an sich, als auch bei den einzelnen Protagonisten so. Am Ende war ich nämlich genauso schlau, wie am Anfang und hab nicht wirklich eine Ahnung, wohin mich die Reise weiter führen wird. Doch eines ist klar: Ich werde auf jeden Fall sofort weiterlesen, denn das Buch ist einfach nur mitreißend und genial.

Fazit:

Mit „Dark Palace“ hat Vic James ein ernstes Thema in eine völlig neue Geschichte gepackt. Die Handlung und die Protagonisten sind undurchsichtig, es gibt unvorhersehbare Überraschungen und die Geschichte ist von Anfang bis Ende spannend. Mich hat das Buch in doppelter Hinsicht nicht mehr losgelassen: Zum einen musste ich viel über den Bezug der Sklavenzeit zu unsere Vergangenheit nachdenken, zum anderen haben mich  die Geschehnisse völlig mitgerissen. Diese Reihe hat definitiv das Zeug zu einem Highlight.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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18 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

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Der Dämonenprinz und ich

Johanna B. Becking
Flexibler Einband: 260 Seiten
Erschienen bei Hawkify Books - c/o Wiebke Bohn, 06.09.2018
ISBN 9783947288755
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt:

Chloe Sanchez ist Halb Dämonin, halb Mensch, was ihr jedoch bei ihrem Job als Privatdetektivin keinerlei Vorteil bringt.  Sonst hätte sie sicher schon längst Mr. Allingston beim Fremdgehen überführt. Stattdessen läuft ihr ein Dämon blutüberströmt vors Auto. Doch nicht irgendein gewöhnlicher Dämon, sondern ausgerechnet der Prinz Mason höchstpersönlich.

Um ihn zu retten, quartiert sie ihn spontan bei sich ein, nichtsahnend, dass damit ihre Probleme erst anfangen, denn jemand hat es auf Masons Leben abgesehen. Wie schön, dass er da ausgerechnet einer Privatdetektivin in die Arme gelaufen ist. Kurzerhand engagiert er Chloe seinen Widersacher zu finden und stellt damit ihr ohnehin schon chaotisches Leben erst recht auf den Kopf … .

Meine Meinung:

Der Klappentext klang zu genial, um dieses Buch nicht zu lesen, deshalb stürzte ich mich auch sofort in dieses Leseabenteuer.

Schon als die Geschichte mit „ich fluchte …“ begann, war ich ihr total verfallen. Die Protagonistin ist wirklich alles andere als ein „everybodys darling“. Ich denke, Chloe würde super in die Sparte „Badass-Heldin“ passen. Sie flucht und pfeift auf „Dinge, die man tut oder eben nicht tut“, sie ist taff und kämpferisch und trieft teilweise nur so vor Sarkasmus. Ja, die Protagonistin ist wirklich herrlich erfrischend und doch hat sie natürlich das Herz am richtigen Fleck, was man vor allem daran merkt, dass sie sich zu 100 % für ihre Freunde einsetzt. Was soll ich sagen, ich mochte Chloe auf Anhieb und freute mich sehr auf ihr Abenteuer.

Es geht auch relativ schnell zur Sache, denn schon auf den ersten Seiten läuft Mason ihr über den Weg und beauftragt sie, denjenigen zu finden, der ihn töten möchte. Damit kommt gleich jede Menge Spannung in die Geschichte und an allen Ecken und Enden warten Gefahren auf die beiden. So wird es nie langweilig und es gibt auch keinerlei Längen in dem Buch. Jedes Detail scheint wichtig zu sein, jeder Charakter spielt eine Rolle in der Geschichte.

Doch nicht nur die spannende Jagd auf den möglichen Mörder macht dieses Buch zu einem echten Pageturner, sondern auch die Welt, die Johanna B. Becking erschaffen hat: Da gibt es depressive Engel, Feen, die im Müll wühlen und Vampire, die zu dummen Lehmhaufen mutieren. Hier gibt es wirklich kein typisches Klischee, sondern eine Welt voller bekannter Wesen, die jedoch so ganz anders sind, als man es erwarten würde. Ich hatte wirklich richtig viel Spaß beim Kennenlernen dieser einzigartigen, verrückten Welt.

Was mir zusätzlich gut gefallen hat ist, dass Johanna B. Becking nicht nur mit den Klischees bricht, auch sonst ist ihre Welt alles andere als kitschig. Da gibt es nicht die verbotene Liebe oder das ständige Hin und Her zwischen den Protagonisten. Jeder weiß, was er will und nimmt sich das einfach. Zusätzlich geht die Autorin nicht zimperlich mit den Figuren in der Geschichte um. Nein, hier ist nichts rosarot oder in Zuckerwatte gepackt und auch das fand ich einfach nur erfrischend und absolut herrlich.

Leider war ich jedoch viel zu schnell durch mit dieser Geschichte. Das liegt zum einen vielleicht daran, dass Johanna B. Becking auf große Ausschmückungen und Lückenfüller verzichtet, zum anderen aber sicher auch daran, dass dieses Buch so kurzweilig ist und einfach nur Spaß macht. Am Ende ist die Story zwar in sich geschlossen, lässt aber auch Platz für eine Fortsetzung. Ich finde ja, dass es ein großartiger Auftakt für ein Serial rund um die Halbdämonin Chloe Sanchez wäre und hoffe von ganzem Herzen auf einen zweiten Teil.

Fazit:

Was soll ich zu dem Buch sagen: Wow, einfach nur wow. Johanna B. Becking hat mit „Der Dämonenprinz und ich“ ein wirklich herrlich erfrischendes, humorvolles, spannendes und kreatives Werk geschaffen. Ich hatte so viel Spaß beim Lesen und habe mich sowohl in diese außergewöhnliche Welt, die mit allen Klischees bricht, als auch in die einzigartigen Protagonisten verliebt. Ich wünsche mir wirklich von Herzen, dass es doch eine Fortsetzung dazu geben wird.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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49 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 26 Rezensionen

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Träume der Provence

Anja Saskia Beyer
Flexibler Einband: 302 Seiten
Erschienen bei Tinte & Feder, 28.08.2018
ISBN 9782919802388
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt:

Die Liebe hat es mit Marie nicht gut gemeint: Von ihrem Ehemann betrogen und sitzengelassen, konzentriert sie sich ganz auf ihren Sohn Robin. Als dieser krank wird, ist klar, dass sie für ihn die beste Behandlung möchte, die es gibt.

Das bedeutet aber auch, dass sie eine Reise nach Amerika zu einem Spezialisten finanzieren muss und das ohne richtige Ausbildung und ohne Job.

Eine Chance sieht Marie, als sie in den Hinterlassenschaften ihrer Mutter ein Foto von einem Gemälde findet. Das Bild ist von einem bekannten Maler aus Saint-Paul-de-Vence und der Verkauf könnte ihre finanziellen Sorgen lösen. Doch leider weiß Marie nicht, wer gerade im Besitz des Gemäldes ist.

Deshalb macht sie sich kurzerhand gemeinsam mit ihrem Sohn Robin und ihrem besten Freund Bennett auf in die Provence und auf die Suche nach dem Bild ihrer Mutter. Im kleinen Künstlerdorf findet sie bald jedoch mehr als nur ein gut gehütetes Familiengeheimnis … .

Meine Meinung:

Ich liebe die Bücher von Anja Saskia Beyer und musste natürlich auch ihr neuestes Werk lesen.

Im Prolog treffen wir auf Marie und ihre Mutter und finden uns im Jahr 2011 wieder. Dort merkt man sofort, dass die beiden eine besondere Beziehung zueinander haben, erfährt aber vorerst nicht mehr.

Danach springt man ins Jahr 2018. Maries Mutter ist gestorben und sie müssen wegen finanzieller Probleme das Haus räumen. So finden sie das Foto von dem Gemälde und der Leser wird über Robins Krankheit informiert.

Marie gefiel mir auf jeden Fall sehr gut. Sie ist eine liebende Mutter, wenn auch teilweise etwas überfürsorglich. Nach der Trennung von ihrem Mann und dem Tod ihrer Mutter hat sie ihr ganzes Leben auf Robin eingestellt. Da wundert es mich fast etwas, dass sie überhaupt noch Zeit für ihren besten Freund Bennett hat. Auf jeden Fall hab ich mich sehr gefreut, dass sie ihn mit auf die Reise nimmt, denn er ist ein wirklich lieber Kerl.

Bald schon reist man nicht nur ins malerische Künstlerdorf in der Provence, sondern auch in die Vergangenheit. Ich liebe diese Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit und wie sich nach und nach die Geschichte von Maries Mutter Anne ergibt. Als Leser bekommt man immer wieder kurze Sequenzen aus Annes Leben und versucht natürlich, all die Puzzleteile zusammenzusetzen und des Rätsels Lösung zu finden. Doch die Autorin Anja Saskia Beyer schafft es immer wieder mich an der Nase herumzuführen und mich auf falsche Fährten zu locken. Jedenfalls hatte ich keine Ahnung, wohin mich die Geschichte führen würde und genau das macht es so spannend.

Doch auch die Gefühle kommen in diesem Buch nicht zu kurz. Ob es um die Beziehung zwischen Eltern und ihren Kindern geht, um Freundschaft oder die Liebe zwischen Mann und Frau. Es gab einige Situationen, die mir ein Seufzen entlockt und in denen ich richtig mitgefiebert, gelitten und geliebt habe. Der Autorin gelingt es, die Emotionen direkt an ihre Leser zu transportieren. Man steckt mitten in der Geschichte, fast so, als wäre man selbst dabei und würde sie nicht nur von außen miterleben.

Und dann ist da noch dieses wundervolle Setting. Die Beschreibungen, der Landschaft, des Essens, der Gerüche und Geschmäcker. Es werden wirklich alle Sinne angesprochen und auch, wenn es nur in meiner Vorstellung war, hatte ich doch das Gefühl, ich würde es selbst erleben und mich hat ein unglaubliches Fernweh gepackt. Wie gerne würde ich jetzt nach Saint-Paul-de-Vence reisen und mir all die Orte im realen Leben ansehen.

Fazit:

Anja Saskia Beyer lässt ihre Geschichte „Träume der Provence“ richtig lebendig werden. Es war fast so, als würde ich die Protagonisten kennen, als wäre ich mitten in der Geschichte und würde die Provence selbst und mit allen Sinnen erleben. Außerdem liebe ich den Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit und versuchte, dem Rätsel um Annes Geschichte auf die Spur zu kommen.

Ach, was soll ich sagen: Die Bücher von Anja Saskia Beyer sind immer wieder ein wahrer Lesegenuss, ich liebe sie und greife jederzeit gerne danach.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

 

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13 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

Das Herz des Berges: Gemstone Caverns 2

Elvira Zeißler
E-Buch Text: 286 Seiten
Erschienen bei null, 24.08.2018
ISBN B07FMVS3Y6
Genre: Sonstiges

Rezension:

Inhalt:

Nell macht sich große Sorgen um ihre Schwester Chloe. Wie soll sie die junge Frau nur aufwecken und wieso finden seit dem Verlust des Herzens überall auf der Welt Naturkatastrophen statt?

Antworten und Unterstützung bekommt die kleine Truppe von Medizinmann Ben und seiner Urenkelin Nitika. Gemeinsam wollen sie dem Geheimnis des Berges auf den Grund gehen. Doch dieses ist viel größer, als sie alle jemals geahnt hätten … .

Meine Meinung:

Band 2 schließt nahtlos an seinen Vorgänger an. Nell macht sich große Sorgen um Chloe und versucht gemeinsam mit ihren Freunden eine Lösung für ihr Problem zu finden. Anfangs ist sie damit ganz schön überfordert, da sie nicht wirklich wissen, wo sie ansetzen sollen. Ich fand es aber sehr authentisch, dass es Nell zu Beginn vor allem um ihre Schwester ging und sie das große Ganze erst einmal außer Acht lässt. Erst nach und nach wird klar, wie groß diese Geschichte wirklich ist und die Protagonistin fängt an, in größeren Dimensionen zu denken.

Sehr gut gefiel es mir auch, dass mit Ben und seiner Urenkelin Nitika noch einmal neue Charaktere in die Geschichte kommen. Das frischt noch einmal auf und bringt neuen Schwung in die Story. Vor allem Nitika hat es in sich und passt super in die Geschichte, aber auch Ben spielt eine wichtige Rolle und macht die Story erst wirklich komplett.

Im Vorgängerband zeichnet sich die Liebesgeschichte ja schon etwas ab, aber in diesem Teil nimmt diese ein bisschen mehr Raum ein, ohne dabei aber zu prägnant zu sein. Natürlich könnte man vermuten, dass es hier zu einer typischen Dreiecksgeschichte oder einem Liebesdrama kommen könnte, aber auch, wenn es dramatisch wird, so gibt es doch nicht dieses nervige Hin und Her, wie man es teilweise aus anderen Büchern kennt.

Da sich die Situation rund um die Höhlen und das Herz des Berges immer weiter zuspitzt, ist das Buch wirklich von der ersten bis zur letzten Seite richtig spannend. Ich muss gestehen, ich hätte selbst nicht gedacht, wie weit die Geschichte geht und was Elvira Zeißler für uns noch alles bereit hält. Denn selbst nach Band 1 hatte ich keine Ahnung, wohin uns die Autorin noch führen würde und es war richtig großartig, was sie sich da für ihre Leser ausgedacht hat. Da gibt es eine wirklich unerwartete Wendung, die mich schwer beeindruckt hat. Damit habe ich mal gar nicht gerechnet, aber diese bringt der Geschichte noch einmal eine andere Richtung, die sie weiter spannend macht, bis es schließlich auf einen Wahnsinnsshowdown hinausläuft.

Dieser ist auch ganz anders, als erwartet, denn hier gibt es nicht, wie in anderen Büchern, die eine Heldin oder den einen Helden, der das Schicksal der Welt in den Händen hält. Nein, die Autorin setzt hier auf Zusammenhalt, auf Freundschaft und Liebe und nicht auf Alleingänge. Hach, das war so schön erfrischend. Ich liebe diese Idee einfach. Genau wie den Umstand, dass das Ende nicht wirklich das Ende ist, denn eines müssen wir durch diese Dilogie lernen: Es gibt kein Licht ohne Dunkelheit.

Hach, ich könnte wirklich noch ewig von diesem wundervollen Fantasywerk schwärmen, denn der Autorin ist es gelungen, etwas völlig Neues zu erschaffen und mich mit ihrem Buch mit auf eine fantastische Reise zu nehmen, die sowohl spannend, als auch mitreißend und am Ende sogar mit einer tieferen Botschaft versehen ist. Am liebsten würde ich diese wundervolle Dilogie gleich noch einmal lesen.

Fazit:

War ich von Band 1 „Das Flüstern der Steine“ schon total begeistert, bin ich jetzt nach „Das Herz des Berges“ total verliebt. Diese Dilogie ist etwas ganz Neues am Fantasyhimmel und hat es mehr als verdient auch dahin gelobt zu werden.

Elvira Zeißler nimmt uns mit ihrer neuen Geschichte mit auf eine spannende und mitreißende Reise, die am Ende sogar noch eine tiefere Botschaft für uns bereithält. Ich komm aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus. Wer Fantasy mag, muss diese Dilogie unbedingt lesen!

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

 

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61 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 46 Rezensionen

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Der letzte Liebesbrief

J. Vellguth
Flexibler Einband: 428 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 26.06.2018
ISBN 9781720596370
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt:

Nell ist bei ihrer Tante Bernadette aufgewachsen und wurde von dieser immer liebevoll umsorgt. Jetzt möchte sie ihr etwas zurückgeben und sie auch glücklich wissen. Helfen soll ihr dabei ein Liebesbrief, den sie in den Sachen ihrer Tante gefunden hat.

Dieser soll sie zu dem geheimnisvollen Briefeschreiber führen und Bernadette die Liebe zurückbringen.

Auf ihrer Suche lernt Nell den Mode-Fotografen Sam kennen. Auch er kam mit den Liebesbriefen in Berührung, ist aber selbst ein Suchender und zwar nach seiner verloren gegangenen Muse. Er denkt, wenn er Nell begleitet, könnte er nicht nur ihr helfen, sondern auch sich selbst. Schließlich ist es ihr Lächeln, das ihn zu neuen Bildern inspiriert.

Am Ende finden die beiden nicht nur mehr über den geheimnisvollen Briefeschreiber heraus, sondern auch über sich selbst. Doch ist dieses Wissen stark genug, um die Vergangenheit hinter sich zu lassen und in eine neue Zukunft zu schauen? 

 

Meine Meinung:

Zu Beginn des Buches hat Nell schon den ersten Brief gefunden und ist auf der Suche nach dem nächsten. In der verfallenen Villa findet sie nicht nur diesen, sondern auch Sam, der dort gerade ein Fotoshooting abhält. Ehrlich gesagt hätte ich gedacht, dass Nell den ersten Brief erst findet, wenn man anfängt zu lesen, aber so wird man direkt in die Geschichte hineingeschmissen, was mir sehr gut gefiel, da es den Einstieg schon spannend machte, ohne langes Vorgeplänkel.

Die Begegnung der beiden Protagonisten hat mich auch richtig überrascht, was vor allem an der Vergangenheit von Nell lag. Die junge Frau hat nämlich ein ganz schönes Päckchen zu tragen und trotzdem lernte ich sie taff und mutig kennen. Sie scheint ihre wahren Gefühle zwar hinter einer Maske von Selbstsicherheit zu verbergen, aber ich mochte sie auf Anhieb, sowohl ihr Auftreten in der Öffentlichkeit, als auch ihr Denken und Handeln. In ihr steckt einfach so viel mehr, als ich aufgrund des Klappentextes gedacht hatte. Ehrlich gesagt hatte ich eher mit einer schönen kleinen Liebesgeschichte gerechnet, habe aber so viel mehr bekommen.

Der männliche Protagonist Sam ist eigentlich wirklich zu gut für diese Welt, aber ich habe mich sofort ein bisschen in ihn verliebt. Er ist durch und durch ein Familienmensch und sieht immer nur das Gute in jedem, was vor allem daran liegt, dass er hinter die Fassade blickt und sich nicht von Äußerlichkeiten leiten lässt. Leider macht er damit jedoch auch nicht immer nur positive Erfahrungen und muss deshalb ebenfalls für eine Zukunft kämpfen.

Zwar ist die Geschichte in der 3. Person geschrieben, man erfährt aber alles immer mal wieder aus Sicht von Nell und dann wieder aus Sams Perspektive und taucht so auch in die Gefühlswelt der beiden ein. Ich hatte nie das Gefühl, als hätte ich zu viel Abstand oder könnte nicht tief genug in die Geschichte eintauchen, was ich wirklich großartig fand.

Überhaupt erfährt man sehr viel über die Vergangenheit der Protagonisten. Ehrlich gesagt hatte ich eher damit gerechnet, dass die Liebesbriefe im Vordergrund stehen würden, aber diese werden geschickt mit den Geschichten von Nell und Sam verknüpft. Dadurch bekommt die Story in meinen Augen noch mehr Tiefgang und hebt sich dadurch von der süßen kleinen Liebesgeschichte ab, die ich eigentlich erwartet hatte. Es geht nicht nur um die ganz großen Gefühle, sondern auch um Familie, um Schuld und Vergebung, um Eifersucht und sogar Hass und um die Frage, was Schönheit wirklich ist. Ich war sehr berührt von den einzelnen Themen, die J. Vellguth in ihre Geschichte eingebaut hat. Einige davon haben mich sogar sehr nachdenklich gestimmt und ich finde, dass es der Autorin ausgesprochen gut gelungen ist, sich damit auseinanderzusetzen und diese an ihre Leser zu transportieren.

Sehr gerührt war ich auch von den wundervollen Worten aus den Briefen. Sie sind so voller Gefühl und ich habe sogar die ein oder andere Träne vergossen, so sehr habe ich mich in diese Geschichte fallen lassen. Ich wollte unbedingt wissen, wer diese Briefe verfasst hat und was hinter diesen steckt. Doch was J. Vellguth sich da einfallen hat lassen, damit hätte ich nie gerechnet. Es ist so viel mehr, so viel tiefgründiger und berührender, als ich mir vorgestellt hatte.

Und dann schlägt die Autorin einen tollen Bogen zwischen den Briefen und der Geschichte der Protagonisten und verknüpft Vergangenheit mit Gegenwart. Das machte die Story schön rund und das Buch am Ende für mich perfekt. Ich schlug es zu und war einfach nur glücklich.

Fazit:

In „Der letzte Liebesbrief“ steckt so viel mehr, als ich gedacht habe. Erwartet hatte ich eine süße kleine Liebesgeschichte, aber bekommen habe ich eine wundervolle Story über Liebe, Familie, Schuld und Hass, über Eifersucht und Vergebung und die Frage, was einen Menschen „schön“ macht. Dabei hat mich J. Vellguth sowohl mit ihren wundervollen Liebesbriefen, als auch den tiefgründigen Schicksalen der Protagonisten bewegt und berührt, welche sie perfekt miteinander verknüpft hat. Dieses Buch hat mich zum Weinen gebracht und am Ende doch glücklich zurückgelassen.

Vielen Dank an J. Vellguth für diese zauberhafte und einzigartige Geschichte, ich liebe sie.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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22 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

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Mein (nicht ganz) perfektes Leben

Sandra Binder
E-Buch Text
Erschienen bei beHEARTBEAT by Bastei Entertainment, 01.08.2018
ISBN 9783732547975
Genre: Sonstiges

Rezension:

Inhalt:

Lila glaubt nicht an die wahre Liebe, wohl aber an ihren Plan, den sie als Kind geschmiedet hat: Sie möchte einen wohlhabenden Mann heiraten, der sie und ihre Mutter absichert, für den sie aber keine Gefühle entwickeln wird. Ihr Freund Flo passt super in diesen Plan, bis er sie betrügt und sie ihn fast überfährt.

Danach läuft nichts mehr wie geplant: Lila muss in ein Mietshaus einziehen, ohne Möbel, ohne Geschirr und vor allem ohne Mann. Dafür freundet sie sich mit ihrem Nachbarn Fred an. Der ist zwar anfangs wenig begeistert über die quirlige, immer fröhliche junge Frau, die sein Einsiedlerdasein stört, lässt sich von ihr aber irgendwann doch aus der Reserve locken.

Mit Fred kommt schließlich nicht nur ein Freund, sondern auch ein neuer Job in Lilas Leben und dort lernt sie prompt den gutaussehenden und reichen Marcel kennen. Die junge Frau scheint ihrem Plan wieder näher zu kommen. Wäre da nicht Fred, der sich plötzlich immer häufiger in ihre Gedanken drängt und das ausgerechnet, als Lila bereits mit der Liebe abgeschlossen hat und ihrer eigenen persönlichen Deadline – ihrem 30. Geburtstag – immer näher kommt … .

 

Meine Meinung:

Nachdem mich Sandra Binder bereits mit ihrem Buch „Die Frauen von Ballycastle“ begeistert hat, wollte ich natürlich auch ihr neues Werk unbedingt lesen.

Das Buch startet damit, dass man Lila während ihrer letzten Therapiesitzung trifft. Sie hat vom Gericht ein Anti-Agressionstraining aufgebrummt bekommen, da sie fast ihren Ex-Freund überfahren hätte. Dabei erfährt man einiges über die Vergangenheit von Lila, aber auch von ihrem Plan fürs Leben. Was jedoch genau dahintersteckt, dass die junge Frau der Liebe abgeschworen hat, weiß man noch nicht.

Der Einstieg ins Buch fiel mir wirklich leicht, vor allem, weil es sehr humorvoll beginnt und ich Lila sofort in mein Herz schloss. Sie ist so eine quirlige junge Frau und mit ihrer fröhlichen und lockeren Art kann man sie einfach nur gernhaben. Natürlich merkt man als Leser sofort, dass hinter ihrer Lebensphilosophie doch etwas mehr steckt und ich freute mich darauf, Lila noch besser kennenzulernen, sie durchs Leben zu begleiten und von ihren wahren Hintergründen zu erfahren.

Als Lila schließlich in ihre neue Wohnung zieht, lernt man auch schnell Fred kennen. Er ist ein richtiger Exzentriker und anfangs echt gewöhnungsbedürftig, aber hinter seiner rauen Schale steckt ein weicher Kern und genau den kitzelt Lila mit ihrer einzigartigen Art heraus.

Ich mochte beide Protagonisten auf Anhieb. Sie sind wirklich speziell, aber genau das macht sie so liebenswert. Obwohl das Buch in der personalen Form, also in der 3. Person geschrieben ist, konnte ich die Gefühle beider Charaktere richtig mitfühlen und mich in sie hineinversetzen. Der Autorin Sandra Binder gelingt es außergewöhnlich gut, ihre Figuren authentisch darzustellen und ihnen Leben einzuhauchen. Es ist fast so, als würde man sie persönlich kennen, als wäre man mit ihnen befreundet. Das fand ich richtig klasse.

Besonders gut gefiel es mir, dass sich die beiden Protagonisten gegenseitig in das Leben des jeweils anderen gedrängt haben. Langsam bekam man mit, wie sie in den Gedanken des anderen immer mehr Raum annehmen und sich die Gefühle entwickelten. Natürlich wollen sie es selbst nicht sofort wahrhaben, aber als Leser wartet man nur darauf, dass sie dazu stehen. Ich war jedenfalls richtig in der Geschichte drin und hab total mit den beiden mitgefiebert. Natürlich sind solche Bücher meist sehr vorhersehbar, aber mit den Eigenarten ihrer Protagonisten gibt es immer etwas zu entdecken und es wird wirklich keine Seite langweilig.

Fazit:

„Mein (nicht ganz) perfektes Leben“ ist wirklich eine schöne und einzigartige Liebesgeschichte. Die Protagonisten haben ganz besondere Eigenheiten und schleichen sich mit ihrer liebevollen Art sofort ins Herz. Und obwohl solche Geschichten meist sehr vorhersehbar sind, gibt es hier doch einiges zu entdecken und es wird nie langweilig, vor allem, da man richtig mit den beiden jungen Leuten mitfiebert.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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207 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 60 Rezensionen

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Du wolltest es doch

Louise O'Neill , Katarina Ganslandt
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 25.07.2018
ISBN 9783551583864
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

Emma liebt es, wenn ihr alle sagen, wie hübsch sie ist und wenn sie mal nicht im Mittelpunkt steht, dann drängt sie sich irgendwie hinein. So auch auf Seans Party, als sie mit Paul rummacht und sich Pillen einwirft.

Doch was dann passiert, bringt Emma eine Aufmerksamkeit, die sie sicher nicht gewollt hat. Plötzlich tauchen auf Facebook nämlich Fotos von ihr auf und sie soll auf der Party nicht nur mit Paul, sondern mit mehreren Jungs gleichzeitig im Schlafzimmer verschwunden sein. Doch wieso kann die junge Frau sich nicht mehr daran erinnern und ist sie nicht selbst schuld an allem, was da passiert ist?

Meine Meinung:

Das Buch beginnt ein paar Tage vor der Party und man lernt Emma kennen, aus deren Sicht das Buch geschrieben ist. Sehr spannend finde ich dabei, dass die Autorin Louise O’Neill hier kein Mädchen erschafft, das von Grund auf gut ist und sich alle Sympathien sichert. Im Gegenteil, ich muss sagen, ich mochte Emma eigentlich überhaupt nicht. Sie drängt sich ständig in den Mittelpunkt und macht ihre Freundinnen schlecht, um selbst besser dazustehen. Dabei möchte sie immerzu hören, wie hübsch sie ist. Ehrlich gesagt fand ich sie ziemlich arrogant und kein bisschen sympathisch. Vielleicht ist das aber genau so von der Autorin gewollt, denn trotz aller Fehler die Emma hat: NIEMAND, absolut NIEMAND hat es verdient so behandelt zu werden, wie es der jungen Frau passiert.

Ich war vollkommen entsetzt, was dem Mädchen wiederfährt und obwohl ich die Protagonistin nicht wirklich mochte, habe ich zu keinem Zeitpunkt gedacht, dass sie selbst schuld ist oder es ihr zurecht passiert ist. Doch genau so denken ihre Klassenkameraden, viele Leute aus ihrer Ortschaft und sogar so manche Freundin. Da fragt man sich wirklich, was Emma noch alles durchmachen muss. Die Autorin Louise O’Neill nimmt dabei kein Blatt vor den Mund, sondern schildert authentisch und schonungslos, dass die Vergewaltigung erst der Anfang des ganzen Martyriums ist. Gerade bei diesem Thema finde ich es wichtig, nichts zu beschönigen und deshalb habe ich großen Respekt vor der Leistung der Autorin.

Ebenfalls sehr authentisch schildert Louise O’Neill, wie die Familie und Freunde von Emma auf das reagieren, was ihr passiert. Von Schuldzuweisungen, über Hilflosigkeit bis hin zu Hilfsangeboten ist alles dabei. Natürlich hatte ich Mitleid mit Emma und wünschte mir, dass sie Gerechtigkeit erfährt, aber genauso viel Mitgefühl hatte ich mit den Leuten, die es gut mit Emma meinten und doch immer wieder weggestoßen wurden. Man darf nicht vergessen, dass auch die Angehörigen von Emma unter der Situation leiden. Nicht nur das Leben der Protagonistin ändert sich, sondern auch deren Leben. Nicht jede Reaktion kann man verstehen und nachvollziehen, aber ich denke, das muss man auch nicht. Es geht meiner Meinung nach eher darum aufzuzeigen, was alles passieren KÖNNTE, wie die Umwelt auf so eine Tat reagiert. Dabei zeigt die Autorin meiner Meinung nach auch deutlich die Missstände auf, die immer noch in unserer Gesellschaft herrschen. Opfer werden plötzlich zu Tätern, sind schlimmstem Mobbing ausgesetzt, müssen mit Ausgrenzung und Beschimpfung kämpfen und häufig wird ihnen einfach nicht geglaubt. Ich finde es sehr wichtig, dass Louise O’Neill dieses Thema anspricht, denn genau diese Umstände sind es doch, die dazu führen, dass nur eine sehr geringe Anzahl der Taten wirklich zur Anzeige und später zur Verhandlung kommen. Es muss endlich ein Umdenken geben, das die Opfer schützt und unterstützt, was sicher eine der wichtigsten Aussagen dieses Buches ist.

Das Ende hätte ich mir persönlich anders gewünscht, aber es passt perfekt zu Emma und ihrer Geschichte und die Erklärung der Autorin im Nachwort macht es noch einmal deutlicher, wieso das Buch nur so enden konnte. Sicher gibt es viele Leser, die mit dem Ende gar nicht zurecht kommen und auch ich selbst musste lange darüber nachdenken, doch leider ist es sehr authentisch und oftmals die harte Realität, deswegen ist es meiner Meinung nach richtig gewählt. Ich denke, dieses Buch ist nicht dazu gemacht, Opfern solcher Taten Mut zu machen, sondern eher dafür, dass die Menschen nachdenken, reflektieren, dass Missstände aufgezeigt und Diskussionen angeregt werden. Mich hat es jedenfalls sehr beschäftigt und dafür möchte ich der Autorin danken.

Etwas Schwierigkeiten hatte ich anfangs jedoch mit dem Schreibstil. Ich fand ihn ehrlich gesagt etwas chaotisch. Manche Szenen enden plötzlich, ohne, dass das optisch ersichtlich wäre. Oder man findet sich in der Vergangenheit wieder, taucht in Emmas Erinnerungen ein und ist dann auch sofort wieder in der Gegenwart, ohne, jegliche Vorwarnung. Gedanken der Protagonistin werden in Klammern geschrieben und mitten in den Text geworfen. Ich brauchte eine zeitlang, bis ich den Schreibstil für mich sortiert hatte und mich darauf einlassen konnte. Nach einigen Kapiteln hatte ich mich jedoch daran gewöhnt und konnte besser in die Geschichte eintauchen.

 

 

Fazit:

„Du wolltest es doch“ ist keine leichte Kost, aber es gehört sicher zu den Büchern, die einen nicht mehr los lassen. Mich hat es nach dem Lesen noch lange beschäftigt und ja, auch aufgewühlt. Emmas Geschichte zeigt, dass sich in unserer Gesellschaft dringend etwas ändern muss. Die Opfer werden plötzlich zu Tätern und erleben auch nach der Vergewaltigung noch ein nicht enden wollendes Martyrium. Und doch wünsche ich mir, dass mehr den Mut aufbringen, sich ihren Peinigern entgegenzustellen und dass sie Gerechtigkeit erfahren, ohne sich dafür schämen zu müssen. Denn wenn sich jemand schämen muss, dann die Täter! Louise O’Neill macht mit ihrem Buch einen Schritt in diese Richtung und hat dafür die volle Punktzahl verdient.  

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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224 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 35 Rezensionen

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Beautiful Liars - Gefährliche Sehnsucht

Katharine McGee , Franziska Jaekel
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 20.06.2018
ISBN 9783473401642
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

Nach dieser einen Nacht auf dem Dach des Towers ist nichts mehr, wie es einmal war. Das Leben aller Beteiligten hat sich für immer verändert.

Avery und Atlas haben sich zwar endlich ihre Gefühle gestanden, aber ihre Liebe ist immer noch verboten und ihre Beziehung wird dadurch auf eine harte Probe gestellt.

Watt könnte wieder seiner Wege gehen, wüsste Leda nicht von seinem Quant und hat nicht vor, diese Möglichkeiten einfach zu ignorieren.

Riley lernt die Welt der Highlier noch einmal von einer ganz anderen Seite kennen und taucht tiefer in diese gefährliche Welt der Geheimnisse und Intrigen ein, als ihr lieb ist.

Und Leda versucht mit ihrer Schuld zu leben und weiterhin die Kontrolle über alle zu behalten. Doch diese scheint ihr nach und nach immer mehr zu entgleiten, vor allem als ein neues Mädchen namens Calliope im Tower auftaucht und das selber einiges zu verbergen hat … .

Wo Intrigen gesponnen und Geheimnisse um jeden Preis gewahrt werden müssen gibt es immer Opfer und auch dieses Mal wird nicht jeder mit dem Leben davonkommen … .


Meine Meinung:

Da mich Band 1 schon total begeistert hat, wollte ich natürlich unbedingt wissen, wie es mit den Jugendlichen im Tower von New York weitergeht und freute mich schon sehr auf neue Lügen und Intrigen.

Ehrlich gesagt war ich über den Einstieg sehr erstaunt: Das Leben aller scheint nach Eris‘ Tod einfach so weiterzugehen. Ich dachte, es würde sich alles viel mehr darum drehen, dass jemand dem Geheimnis der Jugendlichen um diese eine Nacht auf dem Dach, auf die Spur kommt. Doch stattdessen kehrt Alltag ein und die jungen Leute kämpfen mit ihren eigenen Problemen.

Bei Avery dreht sich natürlich alles um ihre Gefühle zu Atlas. Sie versuchen ihre Beziehung geheim zu halten, was sich jedoch als schwieriger erweist, als gedacht. Vor allem, da Avery immer Angst hat, dass Leda ihr Geheimnis lüftet. Doch diese hat ganz eigene Probleme. Sie kann ihrem Vater einfach nicht verzeihen und hat jede Nacht Albträume, die sich um die Nacht auf dem Dach drehen.
Watt hofft endlich nichts mehr mit den Highliern zu tun haben zu müssen, doch dann taucht Leda wieder in seinem Leben auf und zieht ihn erneut in die Intrigen der Oberen hinein.
Rylin bekommt währenddessen die Chance, ihr Leben von Grund auf zu ändern, aber ist das überhaupt möglich?

Schnell war ich wieder mitten in der Geschichte, was vor allem auch daran lag, dass die Ereignisse aus dem Vorgänger bei mir noch immer sehr präsent waren und ich mich nicht erst wieder neu orientieren musste. Die Story schließt nahtlos an und es gibt wieder jede Menge neuer Lügen und Intrigen, so dass es wieder richtig spannend wird. Hach, ich liebe einfach dieses besondere Flair der Geschichte, vor allem, da in diesem Band die Karten noch einmal ganz neu gemischt werden. Das liegt auch ein bisschen an dem Neuzugang Calliope, die ihre ganz eigenen Ziele verfolgt und damit noch eine andere Richtung in die Story bringt.

Ich mag es ja auch ganz besonders, dass die Geschichte jeweils aus verschiedenen Sichten erzählt wird. Da bekommt man Averys, Ledas, Watts und Rylins Gedanken hautnah mit und auch, wenn manch einem das zu viele Sichtweisen sein könnten, konnte ich immer gut den Überblick behalten und liebte die verschiedenen Blickwinkel.

Allerdings hätte ich nicht mit diesem Ausgang der Geschichte gerechnet. Irgendwie hatte ich im Kopf, dass es nur eine Dilogie wäre und sich am Ende alles auflösen würde. Dabei sind wir zum Schluss des 2. Bandes wieder mal ganz am Anfang, so wie es beim Vorgänger auch schon war. Es bleibt also weiter spannend und ich freue mich riesig auf den letzten Band und könnte noch ewig von den reichen Jugendlichen im Tower von New York lesen.

Fazit:

Auch Band 2 der „Beautiful Liars“ Reihe hat mich wieder vollkommen in seinen Bann gezogen. Die Ereignisse aus dem Vorgänger waren mir noch sehr präsent und ich konnte nahtlos anschließen und erneut in die Welt der reichen Kids voller Lügen und Intrigen eintauchen und hatte wieder richtig viel Spaß beim Lesen.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

 

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29 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

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Der Fluch der sechs Prinzessinnen - Diamantkäfig

Regina Meißner
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 24.08.2018
ISBN 9783906829982
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt:

Der Fluch ihrer Stiefmutter Rania hat Valyra, die jüngste der Prinzessinnen am härtesten getroffen: Gefangen in einem Turm ohne Ausweg muss sie für Rania Zutaten für einen Zaubertrank besorgen. Dabei muss sie häufig nicht nur ihr Leben aufs Spiel setzen und die Strafen ihrer Stiefmutter ertragen, sondern auch darauf achten, sich nicht selbst zu verlieren.

Als sie schon die Hoffnung auf Rettung verloren hat, trifft sie im Wald einen unerwarteten Helfer. Gemeinsam versuchen sie Valyras Rätsel zu lösen und einen Ausweg aus dem verwunschenen Wald zu finden. Doch gerade als die Prinzessin es wieder wagt, Hoffnung zu schöpfen, muss sie erkennen, dass Rania noch einen ganz besonderen Trumpf im Ärmel hat. Ein Trumpf, der Valyra noch einmal alles abverlangt und sie erneut auf eine harte Probe stellt … .

Meine Meinung:

Da ich die ersten beiden Bände der Prinzessinnen-Reihe so toll fand, wollte ich natürlich unbedingt weiterlesen und auch von Valyras Schicksal erfahren und ob es den Prinzessinnen gelingt, Rania zu überwältigen.

Valyra scheint es wirklich am härtesten von den Prinzessinnen getroffen zu haben. Sie wurde in einen einsamen Turm gesperrt, zu dem nur Rania selbst Zugang hat. Diese fordert von ihr auch noch, für sie den Handlanger zu spielen und im Wald nach Zutaten für einen Zaubertrank zu suchen. Diese Suche ist nicht nur gefährlich, die Prinzessin muss teilweise auch schreckliche Dinge tun und wird bei Nichtgelingen von Rania bestraft und gefoltert. Durch diesen Umstand ist dieser dritte Band der Reihe meiner Meinung nach etwas düsterer, als die bisherigen. Die Lage scheint noch aussichtsloser und es herrscht eine verzweifelte, drückende Stimmung. Das bedeutet jedoch nicht, dass es nicht Spaß macht, das Buch zu lesen. Im Gegenteil, ich fand es sehr authentisch und es passt super zur Situation von Valyra.

Überhaupt hatte ich das Gefühl, als wäre dieses Buch „erwachsener“ als seine Vorgänger. Endlich lernt man einmal die dunkle Seite von Rania kennen, von der von Anfang an erzählt, von der ich bis jetzt aber noch nicht viel gesehen hatte. Und man erfährt auch mehr über den Fluch und die Hintergründe. Damit steigt man meiner Meinung nach noch tiefer in diese Reihe ein und die Geschichte bekommt noch einmal eine andere Richtung.

Auch die Liebesgeschichte ist ganz anders, als bei den Vorgängern, was ich sehr spannend fand. Ein bisschen hat mich ja die Autorin in die Irre geführt und so ganz glaube ich noch nicht, dass da schon alles entschieden ist, aber wer weiß, was Regina Meißner im Abschlussband noch für uns bereithält.

Ein wenig schade fand ich es, dass die Autorin einen spannenden Weg einschlug, eine echt überraschende und fast schon krasse Wendung in der Geschichte ging, die mich wirklich vollkommen begeistert hat, dieser Linie dann jedoch leider nicht treu bleibt. Ich liebe mutige Entscheidungen und diese hätte das Potenzial dazu gehabt, wenn die Autorin dabei geblieben wäre. Mir persönlich hätte das einfach besser gefallen, wobei das vielleicht auch am persönlichen Geschmack liegt.

Schön ist, dass man parallel zu Valyras Geschichte auch wieder erfährt, wie es den anderen Prinzessinnen ergeht. So behält man die Gesamtgeschichte etwas im Blick und es ergibt ein großes Ganzes. Ich bin auf jeden Fall schon gespannt, wie die Autorin ihre Märchenadaption und den Fluch der sechs Prinzessinnen am Ende auflöst. Am liebsten würde ich sofort weiterlesen, denn ich denke, Regina Meißner hält auf jeden Fall noch einiges für das große Finale für uns bereit.

 

Fazit:

Dieser dritte Band ist meiner Meinung nach „erwachsener“ und düsterer als seine Vorgänger, was jedoch super zu Valyras Geschichte und Ranias dunkler Seite passt. Außerdem geht die Autorin einige ungewöhnliche Wege, denen sie jedoch leider nicht immer treu bleibt. Für das große Finale hält Regina Meißner sicher noch einiges für uns bereit, worauf ich mich jetzt schon sehr freue.

Für Fans von Märchenadaptionen ist diese Reihe auf jeden Fall ein absolutes Muss.

Von mir bekommt das Buch 4 Punkte von 5.

 

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132 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 34 Rezensionen

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The Crown's Game

Evelyn Skye , Friederike Levin
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Julius Beltz GmbH & Co. KG, 15.08.2018
ISBN 9783407749482
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:


Vika hat magische Kräfte und wird darin von ihrem Vater ausgebildet, um die Magierin des Zaren zu werden. Doch so einfach ist das nicht, denn es gibt einen weiteren Magier: Nikolai. Da es jedoch nur einen geben darf, müssen die beiden im „Spiel der Krone“ gegeneinander antreten.

Der Zar wird schließlich einen Sieger küren, der ihn fortan in allen wichtigen Fragen beraten wird. Der Verlierer dagegen muss sterben.

Als Vika und Nikolai sich jedoch immer besser kennenlernen und sich näherkommen, wird das Spiel immer schwieriger, denn bald entsteht zwischen den beiden eine ganz eigene Magie. Doch wie kann einer von ihnen leben, wenn der andere sterben muss?

Meine Meinung:

Bei diesem wunderschönen Cover war es echt Liebe auf den ersten Blick und als ich dann den Klappentext gelesen habe, wusste ich, dass ich dieses Buch lesen muss.

Die Geschichte spielt in Russland im Jahr 1825. Damit hatte sie für mich ein ganz besonderes Setting, denn ich kenne nur wenige Geschichten, die in einem historischen Russland, aber gleichzeitig in einer Fantasywelt spielen. Die Autorin Everlyn Skye verbindet gekonnt geschichtliche Fakten mit Fiktion und erschafft damit eine ganz eigene, faszinierende Welt, in die ich sofort eintauchen konnte.

Der Einstieg fiel mir also wirklich einfach und ich hatte weder mit der Zeit, noch mit diesem einzigartigen Setting oder einigen russischen Begriffen und Namen Probleme.

Schnell lernt man auch Vika und Nikolai kennen, die beide ihre ganz eigene Magie haben. Die Protagonistin nahm ich als selbstbewusste, starke junge Frau wahr, die genau weiß, was sie will. Ihre magischen Kräfte setzt sie mit Liebe und Leidenschaft ein, verliert aber auch nie ihr Ziel aus den Augen: Die Magierin des Zaren zu werden. Denn dafür wurde sie von klein auf trainiert, durfte jedoch gleichzeitig ein liebevolles Zuhause durch ihren Vater kennenlernen.

Nikolai dagegen hat eine völlig andere Geschichte. Als Waisenkind kam er früh zu seiner Mentorin, die ihn zwar ebenfalls gut auf seine mögliche Zukunft vorbereitet, ihn jedoch immer auf Abstand hält. Er hat nie wirklich Liebe erfahren, ist aber trotzdem nicht verbittert. Im Gegenteil, er kam mir sehr verletzlich, aber auch loyal vor. Er versucht das Beste aus seinem Leben zu machen und seine Aufgabe zu erfüllen. Beide Protagonisten haben sich  sofort in mein Herz geschlichen, jeder auf seine eigene Weise.

Doch auch die Nebenfiguren sind wirklich sehr interessant. Ob es sich um Vikas Vater oder Nikolais Mentorin handelt, den Sohn des Zaren und zukünftigen Herrscher, seine Schwester Juliana, die Zuckerbäckerin Ludmilla oder die Dienerin Renata. Jeder hat seine eigene Geschichte, bringt seinen Charakter mit ein und macht damit die Geschichte noch ein bisschen besonderer.

Und besonders ist dieses Buch auf jeden Fall, allein schon wegen der Magie in der Geschichte. Nachdem ich den Klappentext las und vom „Spiel der Krone“ erfuhr, hatte ich eigentlich damit gerechnet, dass es einen Kampf, ein Duell geben würde und sich die beiden Protagonisten mit ihren Kräften bekriegen würden. Doch es ist ganz anders. Viel friedlicher. Anstatt sich zu bekämpfen, erschaffen die beiden mit ihrer Magie wundervolle Dinge, so dass es ein Duell der ganz anderen Art ist, was mir wirklich sehr gut gefiel. Es ist ein Zauber, der einen direkt gefangen nimmt und so eine einzigartige Atmosphäre schafft.

Obwohl das „Spiel der Krone“ friedlicher abläuft, als gedacht, heißt das nicht, dass das Buch nicht durchaus spannend wäre. Es gibt so viele Verwicklungen, immer wieder überraschende Wendungen und alles arbeitet auf das Ende hin, in dem es noch einmal einen spannenden und mitreißenden Showdown gibt, der es wirklich in sich hat und dieses Buch für mich endgültig zu einem Highlight machte. Selten trauen sich Autoren so mutige Wege in ihren Büchern zu gehen und deshalb freue ich mich wirklich sehr auf alles, was noch von Evelyn Skye kommen wird.

Fazit:

Obwohl das „Spiel der Krone“ für mich friedlicher ablief, als erwartet, konnte mich die einzigartige Magie sofort gefangen nehmen. Die Zeit, das Setting und die wundervollen Protagonisten und Nebencharaktere haben ihr übriges getan und dieses Buch für mich zu einem echten Highlight gemacht.

Dieses Buch ist erfrischend, mutig und voll spannender Wendungen. Ich freue mich auf alles, was noch von Evelyn Skye kommen wird.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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26 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

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Das Flüstern der Steine: Gemstone Caverns 1

Elvira Zeißler
Flexibler Einband: 392 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 02.07.2018
ISBN 9781721956630
Genre: Sonstiges

Rezension:

Inhalt:

Nell ist von Steinen und Höhlen fasziniert und studiert passend dazu auch Geologie. Deshalb freut sie sich auch, als sie die Möglichkeit bekommt, den Sommer im Gemstone Cavern Camp in den Rocky Mountains zu verbringen.

Doch schon kurz nach Nells Ankunft passieren seltsame Dinge: Gänge stürzen ein, Wände verschieben sich und eine Eidechse erweist sich als Lebensretter. Was steckt wirklich hinter den Höhlen? Stimmen etwa die uralten Legenden und der Berg birgt ein ganz besonderes Geheimnis? Und was haben Jeremy und Joseph mit all dem wirklich zu tun?

Nell taucht nicht nur tiefer in die Höhlen, sondern auch in eine Geschichte ein, die ihr ganzes Leben verändern wird … .

Meine Meinung:

Seit ich zum ersten Mal ein Buch von Elvira Zeißler gelesen habe, bin ich ein Fan ihrer Geschichten und freute mich sehr, als ich hörte, dass sie ein neues Fantasywerk herausbringen würde. Natürlich war dieses ein absolutes Must-Have für mich und so nutzte ich die Gelegenheit, es schon vorablesen zu dürfen.

Nell gefiel mir auf Anhieb sehr gut. Sie ist eine junge Frau, die mit beiden Beinen im Leben steht. Ihr Geologie-Studium bereitet ihr Freude und auch sonst beschäftigt sie sich gerne mit Steinen und unternimmt in ihrer Freizeit Höhlenwanderungen. Endlich einmal ein Buch, in dem die Protagonistin ein ganz normaler Mensch ist. Es gibt also nicht dieses typische Klischee, wie man es momentan so häufig findet: Eine junge Frau, die besondere Kräfte hat, von denen sie anfangs nichts ahnt. Sie ist besonders hübsch, ohne es zu wissen und eine echte Heldin und bla bla bla. Nein, Nell ist einfach eine junge Frau, wie sie überall zu finden sind und genau das fand ich herrlich. Mit dieser Protagonistin kann man sich wirklich identifizieren und ihre Leidenschaft für Steine ist mal richtig originell.

Überhaupt liebe ich die Idee, die hinter dieser Geschichte steckt. Sie ist etwas ganz Neues und zu Beginn hält sich der Fantasy-Anteil auch stark in Grenzen und doch spürt man sofort das Besondere dieses Buches. Ich mochte es, wie sich die Protagonisten mit den Steinen beschäftigen, wie diese das Hauptthema der Story bilden, ohne dass es zu viel oder nervig wird. Im Gegenteil, ich las gern die Namen der Steine, welche Bedeutung ihnen zugesprochen wird und war genau wie Nell fasziniert, was es darüber alles zu erfahren gab. Elvira Zeißler bereitet dieses Thema so auf und packt es geschickt in die Geschichte, dass es nie langweilig oder trocken wird und trotzdem seinen ganz eigenen Zauber entfalten kann. Nach und nach bringt sie dann mit den Legenden um die Höhlen den Fantasy-Anteil in das Geschehen hinein und man merkt, dass die Geschichte doch komplexer ist, als man anfangs gedacht hat. Ich mag es ja sehr, wenn in Büchern so viel mehr steckt, als man erahnt. Das ist der Autorin auf jeden Fall sehr gut gelungen.

Obwohl es ja im Fantasy-Genre gar nicht so einfach ist, noch etwas ganz Neues zu erschaffen, ist es der Autorin doch gelungen, eine neue Richtung einzuschlagen, die mich fasziniert und richtig begeistert hat. Und auch, wenn nicht auf jeder Seite etwas Spektakuläres passiert, ist es wirklich nie langweilig. Im Gegenteil, ich fand jedes Detail wichtig und saugte alles in mich auf.

Der Schreibstil ist dabei, wie ich es von Elvira Zeißler gewohnt bin, so fließend, dass man trotz der vielen Edelsteinnamen nie stolpert oder hängen bleibt. Man liest sich flüssig durch die Geschichte und hat direkt einen Film im Kopf, da die Umgebung und die Situationen so bildhaft beschrieben werden, dass die Bilder wie von selbst entstehen.

Leider muss ich jedoch gestehen, dass dieses Buch viel zu schnell wieder zu Ende war und das Ende, ja, das hat es wirklich in sich. Wie soll ich denn jetzt geduldig warten können, bis Teil 2 erscheint? Ich muss doch wissen, wie es mit Nell, mit ihrer Schwester Chloe und den beiden jungen Männern weitergeht. Eines ist sicher, diese Geschichte hält auf jeden Fall noch einiges für uns bereit und ich freu mich schon drauf.

Fazit:

In „Das Flüstern der Steine“ hat die Autorin Elvira Zeißler eine sehr originelle Idee in eine fantastische Story eingearbeitet. Nell ist eine wunderbar authentische und liebenswerte Protagonistin und durch den bildhaften und flüssigen Schreibstil entstanden sofort Bilder in meinem Kopf. Ich liebe diese neue Geschichte der Autorin und wünsche mir, dass noch viel mehr Leser dieses großartige Buch für sich entdecken.

Mystisch, spannend, mitreißend.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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147 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 113 Rezensionen

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Wenn die Sterne Schleier tragen

Anna Nigra
Flexibler Einband: 399 Seiten
Erschienen bei A TREE & A VALLEY, 05.07.2018
ISBN 9783947357062
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt:

Cecilia wird von vielen jungen Mädchen beneidet, denn sie soll den Kronprinzen von Europa heiraten und Königin werden. Doch ganz so glücklich ist die 18jährige darüber nicht, hat sie Noran doch das letzte Mal als Kind gesehen und weiß damit so gar nichts über ihn.

Zu ihrer Erleichterung stellt sich aber heraus, dass der Kronprinz ein sehr charmanter, aufmerksamer und noch dazu gutaussehender junger Mann ist. Doch nicht nur er, auch sein Bruder Elias ist durchaus anziehend und übt auf Cecilia einen gewissen Reiz aus.

Die Zeit im Palast wird für die junge Frau zu einer richtigen Zerreißprobe, als sie zwischen die beiden Männer gerät und zusätzlich auch noch eine Exfreundin von Noran auftaucht. Im Hintergrund braut sich jedoch etwas zusammen, das noch viel größer ist, als all die Intrigen, die im Palast gesponnen werden und Cecilia ist mittendrin … .

Meine Meinung:

Als mir das Buch als Rezensionsexemplar angeboten wurde, war ich sehr überrascht, da ich bis dahin noch nie etwas von diesem gehört hatte. Doch sowohl das Cover, als auch der Klappentext haben mich richtig neugierig gemacht und ich wollte es unbedingt lesen.

Das Buch beginnt mit einem Prolog, der aus der Sicht eines der Prinzen erzählt ist. Das Schöne daran ist jedoch, dass man nicht weiß, ob es Kronprinz Noran ist, der über seine Gefühle zu Cecilia spricht oder sein Bruder Elias. Dieser Prolog macht die Geschichte also gleich nochmal etwas spannender.

Danach begleitet man Cecilia und ihre Familie auf den Weg in den Palast, um ihren Zukünftigen kennenzulernen. Sofort erfährt man, dass die junge Frau sehr wenig von diesen Plänen hält. Sehr gut gefiel mir, dass sie nicht nur Bedenken hatte, weil sie einen fast Fremden heiraten soll, sondern auch wegen der Verantwortung, die es mit sich bringt, Königin zu sein. Da die Geschichte bis auf den Prolog und den Epilog aus der Sicht von Cecilia erzählt wird, kann man sich sehr gut in die junge Frau hineinversetzen und ihre Gefühle nachempfinden. Das gelang mir jedoch nicht immer. Je länger Cecilia im Palast verweilt, desto mehr veränderte sie sich in meinen Augen. Sie wurde immer egoistischer und machte sich teilweise nur noch sehr wenige Gedanken um andere. Ehrlich gesagt, weiß ich nicht, ob das von der Autorin so gewollt ist, denn irgendwie würde es zur Situation im Palast passen. Ich bin gespannt, wie sich das in den Folgebänden noch weiter entwickeln wird.

Obwohl ich eine zeitlang echt die Nase voll hatte von Dreiecksgeschichten, hat mich diese hier überhaupt nicht gestört. Im Gegenteil, ich fand die beiden jungen Männer sehr interessant und auch sehr gegensätzlich. Das machte es für mich sehr spannend, wobei ich mich eigentlich schnell für eine Seite entschieden habe. Noran war mir einfach „zu nett“ und seine Motive für mich nicht wirklich greifbar. Da konnte mich Elias mit seiner offenen und frechen Art eher für sich gewinnen. Anna Nigra gelingt es aber sehr gut die beiden Männer mit Cecilia in Beziehung zu bringen und ihren inneren Zwiespalt darzustellen. Ich war mir selbst überhaupt nicht sicher, für welchen der beiden sich die Protagonistin am Ende entscheiden wird und auch am Ende des Buches bin ich nicht schlauer. Es ist immer noch alles offen.

Etwas Schwierigkeiten hatte ich anfangs mit dem Weltenentwurf. Ich konnte nicht so recht einordnen, in welcher Zeit wir uns befinden und welche Regeln herrschen. Anfangs machte es den Anschein, als wären wir im Hier und Jetzt, aber einfach in einer fiktiven Welt und dann war doch wieder alles anders. Ich hätte gerne zu Beginn schon etwas mehr Informationen gehabt, die aber erst nach und nach kommen. Je länger ich las, desto besser fand ich mich jedoch zurecht und konnte die Geschichte dann auch mehr genießen. Überhaupt entfaltete sich nach und nach ein richtiger Lesesog bei mir. Ich bin ja ein kleiner Fan von Intrigen und Geheimnissen und versuche gern, die Rätsel zu lösen. Und dieses Buch ist voll davon. Doch am Ende erfährt man dann, dass es in dieser Geschichte nicht nur um hübsche Kleider und charmante Prinzen geht, denn hier wartet in den Folgebänden noch etwas viel Größeres auf uns und genau darauf freue ich mich auch unglaublich.

Ein fieser Cliffhanger am Ende und ein Epilog aus Sicht eines der Prinzen trieben mich fast an den Rande der Verzweiflung, weil ich jetzt wieder warten muss, bis ich erfahre, wie es mit Cecilia, Noran und Elias weitergeht. Ich werde mich auf jeden Fall auch sofort wieder in das nächste Abenteuer stürzen.

Fazit:

„Cecilia – Wenn die Sterne Schleier tragen“ ist ein Buch ganz genau nach meinem Geschmack. Obwohl Dreiecksgeschichten mittlerweile eher unbeliebt sind, konnte mich diese hier richtig begeistern, wobei ich mich schnell für eine Seite entschieden hatte. Auch die Intrigen und Geheimnisse waren von der Autorin sehr gut inszeniert und machten die Story richtig spannend. Am Ende jedoch nimmt das Buch noch einmal eine ganz andere Wendung, die zeigt, dass in dieser Trilogie noch viel mehr steckt, als nur hübsche Kleider und charmante, gutaussehende Prinzen. Ich freu mich auf alles, das noch von Anna Nigra kommt.

Von mir bekommt das Buch 4,5 Punkte von 5.

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23 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

Maskerade (Das Double der Prinzessin 1)

Tanja Penninger
E-Buch Text: 296 Seiten
Erschienen bei Dark Diamonds, 26.04.2018
ISBN 9783646301182
Genre: Sonstiges

Rezension:

Inhalt:

Lona lebt zwar ein einfaches Leben als Wirtstochter, ist damit aber zufrieden. Doch von einen Tag auf den anderen ändert sich für sie alles, als ihr Vater sie an den Königshof von Katerra verkauft.

Dort soll sie das Double der Königstochter spielen und in der Öffentlichkeit als Prinzessin Marlena auftreten. Während die hübsche Wirtstochter immer tiefer in die Rolle eintaucht, muss sie sich jedoch fragen, was mit der echten Prinzessin passiert ist.

Auf der Suche nach Antworten stößt Lona auf immer mehr Geheimnisse und einige davon werfen auch über sie selbst einen dunklen Schatten … .

Meine Meinung:

Als ich den Klappentext las, war für mich klar, dass ich dieses Buch unbedingt lesen muss, denn ich bin total im Prinzessinnen-Fieber.

Anfangs trifft man Lona im Wirtshaus ihrer Eltern und ich war sofort begeistert von ihr, denn sie ist kein unschuldiges, kleines Ding, sondern eine taffe, junge Frau. Sie spielt mit ihren Reizen und wartet darauf, dass ihr Freund ihr einen Heiratsantrag macht. Als ihr Vater sie jedoch verkauft, gerät ihr Leben vollkommen aus den Fugen.

Die Idee an sich gefiel mir richtig gut und ich war sehr gespannt, was Lona am Königshof erwarten würde. Leider nimmt dort erst einmal die Spannung ab. Man fragt sich zwar ständig, was Prinzessin Marlena zugestoßen sein könnte, aber erst einmal verliert sich die Geschichte im Alltag der neuen Prinzessin und man begleitet Lona bei ihren neuen Pflichten.

Etwas überrascht war ich über den Fantasyanteil der Geschichte, der für mich irgendwie ziemlich plötzlich auftauchte. Zwar erfährt man anfangs, dass es Magie in der Welt von Katerra gibt, aber wie genau das aussieht und wie sich diese in die Welt einfügt, das erfährt man nur nach und nach und auch am Ende hatte ich das Gefühl, als würde ich immer noch nicht alles wissen. Ich hoffe, die Autorin klärt uns im zweiten Band noch etwas genauer auf, denn der Fantasyanteil hat wirklich Potenzial und gefiel mir sehr gut.

Manchmal hatte ich leider auch das Gefühl, als würden nicht alle Handlungen zum roten Faden der Geschichte passen. Lonas Vater erschien mir z.B. sehr liebevoll und dann plötzlich verkauft er seine Tochter. Ein ander Mal zerspringt eine Vase urplötzlich und wie von selbst und niemand wundert sich darüber. Natürlich sind all diese Handlungen wichtig für den Verlauf, doch für mich fügten sie sich nicht richtig in die Geschichte ein, so dass sie für mich nicht ganz rund wirkte.

Allerdings schaffte es die Autorin doch, mich zu fesseln. Vor allem Lonas inneren Zwiespalt fand ich sehr interessant. Wie kann sie die Prinzessin authentisch spielen, ohne sich selbst zu verlieren? Kann sie ihren Einfluss nutzen, um für Ketarra etwas zum Guten zu verändern? Wie kann sie Freundschaften knüpfen, wenn sie jedem ihre wahre Identität verschweigen muss? Je länger sie die Prinzessin spielt, desto schwieriger wird es für sie, was ich sehr gut nachvollziehen konnte und mich mitfiebern ließ.

Auch die Geheimnisse des Königshauses sorgten für einiges an Spannung und ich denke, da gibt es auch für den Folgeband noch einiges an Potenzial. Jedenfalls macht es mir Spaß, gemeinsam mit Lona auf die Suche nach Antworten zu gehen, auch, wenn ich manches davon schon vor der Protagonistin geahnt habe, was mich jedoch nicht wirklich gestört hat.

Am Ende wartet dann ein fieser Cliffhanger auf den Leser, der jedoch auch jede Menge Spannung für den zweiten Teil verspricht. Ich freue mich jedenfalls schon darauf und habe mir das Buch sofort gekauft.

Fazit:

„Das Double der Prinzessin – Maskerade“ hält eine interessante Grundidee bereit und obwohl es anfangs etwas an Spannung vermissen lässt und nicht alle Ereignisse sich ganz rund in die Geschichte einfügen, konnte es mich dann doch noch richtig fesseln. Vor allem der innere Zwiespalt der Protagonistin und die Geheimnisse des Königshauses haben es mir angetan und ich freue mich schon sehr auf den zweiten Teil.

Von mir bekommt das Buch 4 Punkte von 5.

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13 - Das erste Buch der Zeit - Die Zukunft ist jetzt

Rose Snow
Flexibler Einband: 260 Seiten
Erschienen bei Ulrike Mayrhofer, 16.06.2018
ISBN 9783947785001
Genre: Sonstiges

Rezension:

Inhalt:

Der Tod scheint Lizzy und ihre Schwester Alexa zu verfolgen, nachdem nämlich auch noch ihre Tante gestorben ist, bleibt den beiden nur noch ein unbekannter Patenonkel. Dieser wohnt in einem verschlafenen Ort namens Kirchbruch, wo Lizzy, ihr letztes Jahr vor der Uni verbringen soll.

Dort angekommen lernen sie auch gleich den geheimnisvollen Rouven und seinen Cousin Tristan kennen. Doch während Tristan charmant und gesellig ist, gerät Lizzy mit Rouven immer wieder aneinander.

Das ist jedoch nicht ihr einziges Problem: Denn seit das Mädchen in Kirchbruch angekommen ist, schießen ständig knisternde blaue Blitze aus ihren Fingern und Lizzy hat keine Ahnung, was das zu bedeuten hat … .

Meine Meinung:

Ein neues Buch vom Autorenduo Rose Snow ist für mich immer ein absolutes Muss, denn die beiden schreiben einfach wundervolle Geschichten und ich liebe ihre Bücher.

Ich war sehr gespannt, was sich Rose Snow für ihr neues Buch wieder haben einfallen lassen und so stürzte ich mich sofort in dieses neue Leseabenteuer. Anfangs lernt man Lizzy und Alexa kennen und ich war total geschockt, was den beiden in ihrem kurzen Leben schon alles passiert ist. Die zwei scheinen vom Tod regelrecht verfolgt zu werden und doch haben sie ihren Lebensmut nicht verloren, was ich große klasse fand. Sie machen das Beste aus ihrer Situation und sind trotzdem noch zwei sympathische und lebenslustige junge Mädchen. Ich mochte beide sofort und war gespannt, was sie in Kirchbruch alles erleben würden.

Ja und dann sind da noch die beiden Jungs, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Während Tristan der freundliche und offene Typ ist, bleibt Rouven eher verschlossen und unnahbar. Mir persönlich war Tristan ja etwas zu nett oder vielleicht hab ich auch einfach nur eine Schwäche für die „bösen Jungs“ *haha* Auf jeden Fall ist Rouven sehr geheimnisvoll und hat mich damit wirklich neugierig gemacht.

Doch auch die Story selbst ist richtig interessant. In diesem Auftakt-Band erfährt man noch kaum etwas, denn man erlebt die Geschichte aus Lizzys Sicht und weiß deshalb nur genau so viel, wie die Protagonistin selbst. Da das Mädchen jedoch keine Ahnung hat, woher die Blitze kommen und was sie bedeuten, bleibt man auch als Leser im Dunkeln und kann lediglich spekulieren. Geschickt flicht das Autorenduo immer wieder ein paar Informationen in die Geschichte ein, aber nur soweit, dass man weiter neugierig bleibt, ohne schon zu viel zu verraten. Ich bin fast verrückt geworden, so sehr wollte ich wissen, was wirklich hinter all den Geschehnissen steckt, denn eines ist klar: Diese Geschichte ist viel größer, als man es zu Beginn vielleicht vermutet.

Überhaupt finde ich es sehr erstaunlich, welchen Ideenreichtum die beiden Autorinnen besitzen. Sie bringen immer wieder neue Reihen heraus und immer steckt eine neue Geschichte dahinter. Und jedes Mal bin ich wieder absolut begeistert. Die Ideen sind immer sehr gut ausgearbeitet und auch, wenn ich bei diesem Buch noch nicht wirklich weiß, wohin die Reise gehen wird, bin ich mir sicher, dass hier jedes Detail passen wird und freu mich schon darauf, zu entdecken, wie die einzelnen Puzzleteile am Ende zusammenpassen.

Der Schreibstil ist auch dieses Mal wieder schön locker und leicht und man kann die Geschichte weglesen, wie nix.

Fazit:

Es macht jedes Mal wieder Spaß, eine neue Geschichte vom Autorenduo Rose Snow zu lesen, ihre Figuren kennenzulernen und auf ihren Abenteuern zu begleiten. In diesem Auftakt-Band lassen sie dieses Mal ihre Leser aber noch ganz schön im Dunkeln, so dass man richtig neugierig darauf wird, was es mit den ganzen Geschehnissen auf sich hat. Mich haben Rose Snow auf jeden Fall erneut in den Bann gezogen und ich muss ganz schnell weiterlesen.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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25 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

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Die Frauen von Ballycastle

Sandra Binder
E-Buch Text: 251 Seiten
Erschienen bei beHEARTBEAT by Bastei Entertainment, 01.03.2018
ISBN 9783732538072
Genre: Sonstiges

Rezension:

Inhalt:

Fina Ramsay hat sich einen kleinen Traum erfüllt, als sie die kleine Buchhandlung „The Reading Corner“ eröffnet hat. Dieser Traum droht jedoch zu platzen, als gegenüber eine Filiale der McClary’s-Books-Kette aufmacht. Seitdem versucht sie sich dagegen zu wehren, indem sie dem Besitzer Liam McClary böse Mails schreibt.

Während Fina mit ihrem Laden ums Überleben kämpft, muss sie auch noch feststellen, dass die McClarys plötzlich überall sind. So findet sie z.B. den Namen in einem Brief, den ihre an Alzheimer erkrankte Großmutter einst an ihre beste Freundin geschrieben hat. Doch woher kannte ihre Granny die McClarys und warum klingt der Brief so verzweifelt?

Um Antworten zu bekommen bleibt der jungen Frau nur eines übrig: Sie muss sich dem „Feind“ Liam McClary nähern. Dabei ahnt sie nicht, welch ungeahnte Folgen das haben wird … .

Meine Meinung:

Da ich ein Fan von Familiengeschichten bin und gerne Geheimnisse lüfte war dieses Buch ein absolutes Muss für mich.

Im Prolog findet man sich in Belfast im Jahr 1970 wieder und erlebt Finas Großmutter als junge Frau. Dieser kurze Einblick in das Leben von Bridget wirft natürlich mehr Fragen auf, als sie zu beantworten und macht damit schon einmal richtig neugierig auf die kommenden Ereignisse.

Danach trifft man auf Fina, die gerade erst ihre Granny in ein Pflegeheim bringen musste, da sie wegen ihres Buchladens nicht rund um die Uhr für die ältere, an Alzheimer erkrankte Frau sorgen kann. Sofort wird klar, dass Fina ihre Großmutter sehr am Herzen liegt und dass sie eine besondere Beziehung zu ihr hat. Damit war mir die junge Frau sofort sympathisch. Obwohl sie sehr für ihren kleinen Traum kämpft, vergisst sie trotzdem ihre Familie nicht. Sie scheint meist eher vernünftig an Situationen heranzugehen und diese erst einmal mit dem Kopf anzugehen und trotzdem ist sie auch voller Emotionen. Das merkt man nicht nur in ihrem Umgang mit ihren Familienangehörigen, sondern auch in ihren Emails an Liam. Die fand ich richtig klasse. Es macht Spaß, den kleinen Kleinkrieg zwischen den Protagonisten zu verfolgen und ich musste sogar mehrmals schmunzeln.

Schnell findet Fina auch den Brief ihrer Großmutter und das Familiengeheimnis rückt erneut in den Vordergrund. Natürlich lässt die Autorin ihre Leser auch weiterhin im Dunkeln, was die beiden Familien verbinden. So stellte ich die wildesten Spekulationen an und versuchte, die einzelnen Bruchstücke zu kombinieren, um hinter das Geheimnis zu kommen. Ich liebe es einfach, wenn nicht die gesamte Geschichte sofort vor dem Leser ausgebreitet, sondern erst nach und nach das Rätsel gelöst wird. Das gelingt Sandra Binder wirklich sehr gut. Gemeinsam mit Fina setzt man also das Puzzle Stück für Stück zusammen und auch, wenn ich ein paar Dinge schon vor der Lösung erraten hatte, verlor das Buch trotzdem nichts an Spannung für mich. Bis zum Ende klebte ich an den Seiten und wollte einfach schwarz auf weiß lesen, was damals 1970 geschehen ist. Eigentlich hatte ich nach dem Prolog damit gerechnet, dass wir während der Geschichte häufiger die Zeitebene wechseln würden, aber die restliche Story spielt komplett in der Gegenwart. Doch obwohl ich eigentlich so einen Wechsel liebe, störte es mich in diesem Buch überhaupt nicht, denn der Autorin gelingt es auch so, ihren Leser richtig zu fesseln.

Das liegt jedoch nicht allein an der Familiengeschichte, die es aufzudecken gilt, sondern auch an der wirklich bezaubernden Liebesgeschichte. Die Protagonisten „zicken“ sich ja erst einmal richtig an, was ich schon herrlich fand. Dann lernen sie sich aber nach und nach besser kennen und man merkt sofort, dass sich zwischen den beiden etwas zu entwickeln scheint. Nur leider ist es nicht immer so einfach, wie man denkt und manchmal steht zwei Menschen auch ihre Vergangenheit im Weg. Ich hab wirklich sehr mitgefiebert mit diesen beiden. Was für ein süßes Pärchen, da kommt man richtig ins Träumen und Schwärmen.

Als besonderes „Zuckerl“ vermittelt uns die Autorin neben dem spannenden Familiengeheimnis und der süßen Liebesgeschichte auch noch die Geschichte Nordirlands und bringt uns nicht nur die Landschaft mit detailreichen und liebevollen Beschreibungen näher, sondern plädiert auch dafür, hinter die Kulissen zu sehen und sich nicht von Vorurteilen leiten zu lassen. So vermittelt Sandra Binder mit ihrer Geschichte neben der Unterhaltung auch noch eine wichtige Botschaft, was mich sehr berührt hat.

Fazit:

„Die Frauen von Ballycastle“ ist ein zauberhaftes Buch, das alles hat, was man sich als Leser wünscht: Eine spannende Familiengeschichte, die erst nach und nach enträtselt wird, eine gefühlvolle und süße Liebesgeschichte und eine schöne Botschaft, nämlich, dass es sich lohnt, einmal alle seine Vorurteile über Board zu werfen und hinter die Kulissen zu sehen.
Sandra Binder hat mich mit ihrer Geschichte auf jeden Fall verzaubert und ich möchte euch dieses tolle Buch wirklich sehr ans Herz legen.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

 

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76 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 40 Rezensionen

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Unterweltpakt - König und Ritter

Sarah Lilian Waldherr
E-Buch Text
Erschienen bei Selfpublisher, 15.06.2018
ISBN B07D7HT84K
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt:

Als sie Arien Nox Umbria geheiratet hat, hätte Lianne wohl nicht damit gerechnet, dass sie sich von nun an der Jagd der Myraner widmen würde. Doch es ist die Aufgabe des Herzogs, Corona von diesen Ungeheuern sauber zu halten, so dass die Bewohner nichts von deren Existenz erfahren.

Das gestaltet sich jedoch als äußerst schwierig, als plötzlich ein Wesen auftaucht, das noch böser und mächtiger als jeder Myraner ist. Noch dazu scheint keine Waffe diese Kreatur töten zu können.

Doch als immer mehr junge Mädchen verschwinden, setzt Lianne alles daran, dieses Ungeheuer zur Strecke zu bringen und gerät dabei selbst ins Visier … .

Meine Meinung:

Als mir Sarah Lilian Waldherr von ihrem neuen Buch erzählte war ich sofort Feuer und Flamme. Nachdem ich Klappentext und Cover gesehen hatte, war klar, dass ich es unbedingt lesen muss.

Anfangs war ich etwas irritiert, da mich die Autorin ganz schön an der Nase herumgeführt hat, doch das führte nur dazu, dass ich noch gespannter auf die kommenden Ereignisse wurde. Schnell verstand ich auch, wer wer ist und wie die Welt von Lianne und Arien funktioniert. Zwar dachte ich, dass die Myraner eine neue Spezies sind, doch hier hat man es mit altbekannten Wesen zu tun, was mich jedoch nicht weiter gestört hat, da die Story an sich trotzdem erfrischend ist und Spaß macht.

Lianne gefiel mir auch sofort sehr gut. Sie erinnerte mich irgendwie ein bisschen an Buffy, von der ich auch immer ein kleiner Fan war. Einzig ihr Alter fand ich etwas seltsam. Mir erschien sie etwas älter, vor allem auch wegen ihren Lebensumständen und weil sie sich viel reifer verhält. Sie ist auf jeden Fall richtig taff und obwohl sie auch ihre kleinen Fehler hat (oder vielleicht gerade deswegen) mochte ich sie auf Anhieb und wollte unbedingt mehr von ihr erfahren.

Arien dagegen blieb mir ein Rätsel, was jedoch vielleicht sogar von der Autorin so gewollt ist, denn die Reihe soll ja acht Bände bekommen und da braucht man ja auch noch ein paar Geheimnisse, die man noch nicht sofort in der ersten Folge aufdeckt.

Die Welt, in der die Geschichte spielt war auch genau nach meinem Geschmack. Es ist eher ein historisches Setting mit Königen und Herzogen, Miedern und Degen und hat zusätzlich einen Fantasyanteil, der jedoch perfekt integriert ist.

Auch die Story selbst fand ich richtig super. Zwar habe ich einige Puzzleteile schon vor der Protagonistin zusammengesetzt, mit anderen Dingen hat mich dann die Autorin aber doch wieder überrascht. Ich war jedenfalls richtig gefesselt von den Ereignissen und blieb am Buch hängen, bis ich es fast in einem Rutsch durchgelesen hatte.

Am Ende löst Sarah Lilian Waldherr einiges auf, anderes lässt sie offen, so dass es auch für den Folgeband spannend bleibt. Ich bin auf jeden Fall angefixt und freu mich, dass noch viele Abenteuer von Lianne und Arien auf mich warten, denn ich bin der Reihe jetzt schon verfallen.

Fazit:

Mit dem ersten Band „Unterweltpakt – König & Ritter“ hat Sarah Lilian Waldherr mich richtig angefixt. Die Protagonistin erinnert an Buffy, ist taff und selbstbewusst, die Welt mit ihrem historischen Setting und dem Fantasyanteil, der sich perfekt einfügt, war genau nach meinem Geschmack und die Story selbst war richtig spannend und hat mich total gefesselt. Was soll ich sagen: Ich bin der Reihe schon jetzt restlos verfallen.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

 

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62 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 44 Rezensionen

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Der fünfte Magier: Schneeweiß

Christine Weber
E-Buch Text: 303 Seiten
Erschienen bei Selfpublisher, 18.05.2018
ISBN B079W9N9QB
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt:

Sorak hasst Magier und vor allem ihre Drachen, denn diese sind schuld, dass er seinen Vater nie kennengelernt hat und sein Heimatdorf zerstört wurde. Seitdem lebt er in einer kleinen friedlichen Gemeinde und wartet darauf, mittels einer Zeremonie in den Kreis der Erwachsenen aufgenommen zu werden.

Bevor es jedoch so weit kommen kann, wird sein Dorf abermals von Drachen heimgesucht und er entführt. An einem geheimnisvollen Ort wird ihm die Geschichte des großen Krieges erzählt und was dieser für eine Bedeutung für ihn selbst hat. Denn ein neuer Krieg zieht herauf und Sorak soll dabei eine wichtige Rolle spielen.

Doch bald schon weiß er nicht mehr, wer Freund und wer Feind ist und findet sich in einem Netz aus Lügen wider, ohne wirklich zu wissen, was die Wahrheit ist und welch weitreichende Folgen seine Entscheidungen haben werden … .

Meine Meinung:

Zugegeben, bei diesem Buch habe ich mich als erstes in das Cover verliebt und wurde so auf die Geschichte aufmerksam. Als ich dann im Klappentext auch noch von Magiern und Drachen las war es um mich sofort geschehen und ich musste dieses Buch haben.

Das Buch beginnt mit einer kurzen Sequenz aus der Sicht eines unbekannten Erzählers. Dieser hadert mit seinem Schicksal und wartet darauf, dass seine Chance kommt. Sofort hatte ich das Gefühl, hier würde etwas abgrundtief Böses darauf lauern sich zu rächen und ich bekam richtig Gänsehaut.
Auch im Laufe der Geschichte kommt dieses „Etwas“ immer wieder zu Wort und gibt seine Meinung zu den Geschehnissen in der Geschichte und zum Protagonisten ab. Das macht die Autorin jedoch immer nur in sehr kurzen Sequenzen und so geschickt, dass man selbst am Ende der Geschichte noch nicht zu 100 % sagen kann, wer dahintersteckt. Ich liebe es ja, wenn Autoren mich an der Nase herumführen und mir Rätsel aufgeben.

Danach lernt man Sorak, seine Freunde und sein Dorf etwas kennen. Ich fand es ja richtig spannend mal einen männlichen Protagonisten zu haben. Eigentlich dachte ich immer, ich würde mich damit schwerer tun als mit Frauen (wegen meinem eigenen Geschlecht), doch ich fand sofort Zugang zu Sorak, obwohl die Geschichte noch dazu in der dritten Person erzählt wird. Doch der junge Mann ist sehr interessant und hat mich richtig neugierig gemacht. Im Laufe der Zeit wird er immer vielschichtiger, es gefiel mir sehr, wie er alles hinterfragt, versucht, sich ein eigenes Bild zu machen und dabei aber doch an seine Grenzen stößt. Ein wirklich gut ausgearbeiteter Charakter. Das kann man jedoch eigentlich von jeder Figur in diesem Buch sagen, sogar von den Drachen. Zumindest von denen, die eine wichtigere Rolle spielen. Ich fand es jedenfalls großartig, welche Rolle Christine Weber diesen magischen Geschöpfen zugeschrieben hat. Sie haben bekannte Eigenschaften, aber auch ganz neue und ihre Verbindung zu den Magiern ist richtig spannend. Ich denke, dass wir da im Folgeband auch noch einiges erleben werden und freue mich schon sehr darauf.

Überhaupt gefiel mir die Idee hinter der Geschichte sehr gut. Ich bin ja ein absoluter Fantasy-Fan, aber dieses Buch hatte sofort zu Beginn eine ganz magische Atmosphäre, die mich gleich gefangen nahm. Es lag förmlich Magie in der Luft und das obwohl die Magier erst relativ spät auf den Plan treten. Doch trotz allem wird es nie langweilig, weil man so viel zu entdecken und kennenzulernen hat. Gerade als ich dachte, ich wisse, wie die Welt funktioniert, „schmeißt“ die Autorin mal eine ganz neue Spezies in den Raum. Es war einfach herrlich, sich auf die Reise zu machen und jedes Detail in sich aufzusaugen. Denn an Ideen mangelt es Christine Weber wahrlich nicht, aber sie baut nur gerade so viel in ihre Geschichte ein, dass der Leser noch gut folgen kann und nicht überfordert ist. Eine tolle Mischung.

Dieses Buch kann man jedoch nie ganz verstehen, was aber in keinem Fall negativ gemeint ist. Man weiß eben nur so viel, wie Sorak selbst und muss sich damit seine eigenen Gedanken machen, wer hier der Gute und wer der Böse ist, wer die Wahrheit sagt und wer Sorak nur für seine Zwecke einspannen möchte. Ja, die Autorin versteht es wirklich, nie die wahren Motive ihrer Protagonisten aufzudecken. Da hat man sich als Leser gerade auf eine Seite geschlagen, bekommt man plötzlich doch Zweifel an den Motiven der Charaktere und überdenkt seine Entscheidung nochmal.

Tja und am Ende? Am Ende hing ich dann wieder völlig in der Luft und war geradezu verzweifelt, dass ich nicht sofort weiterlesen und mich mit Sorak auf die Suche nach Antworten machen kann.

Fazit:

„Der fünfte Magier – Schneeweiß“ hat auf jeden Fall Suchtpotenzial. Die magische Atmosphäre nahm mich sofort gefangen und die Idee und der Weltenentwurf fesselten mich an dieses tolle Fantasywerk. Die Protagonisten sind vielschichtig und ihre wahren Motive oft nicht durchschaubar. Es gibt so viel zu entdecken und mitzuerleben, so viel nachzudenken und zu genießen. Einfach grandios! Ich liebe es!

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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20 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

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Deceptive City (Band 1): Aussortiert

Stefanie Scheurich
Flexibler Einband: 440 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 22.06.2018
ISBN 9783906829906
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt:

Thya wurde als absolutes Wunschkind ihrer Eltern kreiert und darf alle Privilegien genießen, die das Leben in der Stadt hinter der Mauer mit sich bringt. Ihr Tag ist von vorne bis hinten durchgeplant, ihr Leben verläuft genau nach Regeln, bis zu diesem einen verhängnisvollen Tag, der plötzlich alles ändert … .

Ganz anders sieht es im Leben von Mitchell aus. Dieser lebt außerhalb der Mauern und schuftet jeden Tag in einer Fabrik, um sich ein Dach über dem Kopf und Essen leisten zu können. Doch dann wird seine Mutter schwer krank und er weiß, sie wird nur überleben, wenn sie Antibiotikum bekommt. Medizin, die es nur innerhalb der Mauern gibt. Deshalb macht er sich auf den Weg und begegnet dort Thya. Eine Begegnung, die ihrer beider Leben für immer verändern wird … .

Meine Meinung:

Ach, was soll ich sagen: Bei Dystopien kann ich nie widerstehen, sie faszinieren mich einfach, deswegen verschlinge ich jede, die ich in die Finger bekomme und auch bei dieser konnte ich nicht widerstehen. Sie klang einfach zu spannend.

Im ersten Kapitel trifft man auf Thya und bekommt einen kleinen Einblick in ihr Leben. Es wirkte fast so, als wäre sie in einer ganz normalen Highschool und hätte die ganz normalen Probleme, die Teenager immer haben. Nur am Rande bekommt man mit, dass sie in einer völlig anderen Welt lebt.

Danach lernt man Mitchell, seine Mutter und seine Freunde kennen und erlebt, wie es ihm außerhalb der Mauern ergeht.

Die Figuren sind der Autorin Stefanie Scheurich wirklich sehr gut gelungen. Thya wirkt am Anfang noch etwas unnahbar, was jedoch sehr gut zu ihrem perfekten Leben passt. Mitchell war mir sofort sympathisch. Er liebt seine Mutter und würde alles für sie tun und versucht, gemeinsam mit seinen Freunden das Beste aus seiner Situation zu machen. Mir gefiel vor allem, dass er sich nicht in Selbstmitleid ergeht oder ständig herumjammert oder mit seinem Schicksal hadert. Natürlich wünscht er sich, dass einiges besser liefe, aber trotz allem scheint er nicht der Typ zu sein, der eine Rebellion anzettelt. Ich finde, dass die Protagonisten wirklich perfekt in diese Welt hineinpassen und sie sind genau so gestaltet, dass man als Leser sofort mit ihnen mitfiebert.

Allerdings muss ich gestehen, dass mir beim Weltenentwurf an sich viele Informationen gefehlt haben. Wie kam es dazu, dass eine Mauer um die Stadt gezogen wurde? Wie wurde entschieden, wer außerhalb und wer innerhalb leben darf? Wie sieht das Leben innerhalb und außerhalb der Mauer genau aus? Wer bestimmt und regiert innerhalb und außerhalb? Bis auf ein paar wenige Details erfährt man kaum etwas über die Welt, in der Thya und Mitchell leben, so dass mir die Grundproblematik etwas gefehlt hat. Bei Dystopien ist es mir vor allem wichtig, dass man die Ungerechtigkeiten greifen kann, dass man fasziniert wird von der Welt und das System hinterfragt. In „Deceptive City 1“ war mir das leider noch zu wenig greifbar. Ich hoffe aber darauf, dass man in den Folgebänden noch mehr erfährt.

Trotz allem gelingt es der Autorin mit ihrer Geschichte zu fesseln, was vor allem durch das Schicksal der Protagonisten und einiger Nebencharaktere erzeugt wird. Denn neben Thya und Mitchell gibt es noch mehr interessante Figuren in dieser Geschichte. Sehr schön finde ich, dass auch sie zu Wort kommen, das heißt, dass ein paar Kapitel aus ihrer Sicht erzählt werden. Dadurch taucht man auch in deren Leben tiefer ein und erhält so noch einmal einen anderen Blickwinkel auf die Geschehnisse. Gleichzeitig tauchen jedoch auch wieder neue Fragen auf und man möchte auch wissen, welches Schicksal die Autorin für ihre Nebencharaktere bereithält.

Obwohl die Geschichte eine gewisse Grundspannung enthält, gehört sie in meinen Augen doch eher zu den ruhigeren Dystopien, was wohl daran liegt, dass quasi der „Bösewicht“ in dieser Geschichte fehlt. Es gibt (bis jetzt noch) keine Regierung, gegen die gekämpft werden könnte, die Ungerechtigkeiten spitzen sich noch nicht zu und es scheint sich auch noch keine Rebellion zusammenzubrauen. In diesem ersten Band werden Thya erst einmal die Augen geöffnet. Sie muss erkennen, dass ihr Leben nicht annährend so perfekt ist, wie sie bis dahin immer dachte. Die Autorin verwendet viel Zeit darauf, dass der Protagonistin die Ungerechtigkeiten bewusst werden, was ich sehr authentisch fand, denn natürlich denkt ein Mädchen, das sechzehn Jahre lang im Glauben erzogen wurde, dass es nichts außerhalb der Stadt gibt und das Leben innerhalb der Stadt perfekt ist, nicht plötzlich, dass alles ganz anders ist. Trotzdem geht diese Überzeugungsarbeit etwas zu Lasten des großen Nervenkitzels. Diesen habe ich in dieser Dystopie leider etwas vermisst.

Doch Stefanie Scheurich gelingt es trotzdem, mich sehr neugierig auf den Folgeband zu machen und ich bin mir sicher, dass sie noch einiges bereithält und mich die Geschichte am Ende vielleicht doch noch vollkommen mitreißen wird.

 

Fazit:

„Deceptive City – Aussortiert“ ist ein sehr ruhiger Auftakt. Mir fehlten ein paar Informationen über die Welt, in der die Geschichte spielt, doch die Schicksale der Protagonisten und Nebencharaktere haben mich sofort mitgerissen. Allerdings gingen die fehlenden Informationen und die Entwicklung der Figuren etwas zu Lasten der Spannung und des Nervenkitzels, die Dystopien für mich immer besitzen. Trotz allem bin ich sehr neugierig auf die Fortsetzung und darauf, was die Autorin noch für uns Leser bereithält.

Von mir bekommt das Buch 4 Punkte von 5.

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15 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

Der Axolotlkönig

Sylvia Rieß
Flexibler Einband: 318 Seiten
Erschienen bei Rieß, Sylvia, 11.02.2017
ISBN 9783000559921
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

Leonie wird von ihren Mitschülern ständig als Brillenschlange verspottet und auch sonst haben sie kaum ein nettes Wort für sie übrig. Natürlich ist Fynn, der beliebteste Mitschüler  da auch sofort mit dabei.

Doch plötzlich findet er sich als Axolotl in Leonies Aquarium wieder. Wie konnte das nur passieren?

Anfangs suhlt er sich in Selbstmitleid und denkt nur daran, einen Ausweg aus seiner eigenen Misere zu finden, doch dann merkt er plötzlich, dass Leonie dringend Hilfe gebrauchen könnte. Seit dem Tod ihrer geliebten Großmutter zieht sich das Mädchen nämlich immer mehr in sich selbst zurück.

Und nicht nur Leonies Spiegel, den sie von ihrer Oma geerbt hat, ist zerbrochen, auch Leonies Seele bekommt immer mehr Risse. Risse, die bald vielleicht nicht mehr zu reparieren sind … .



Meine Meinung:

Anfangs begegnet man Fynn, wie er in der Schule mit Leonie zusammenstößt und diese sogleich als Brillenschlange verhöhnt. Man bekommt sofort mit, dass er sich selbst ziemlich wichtig nimmt und dabei auf Leuten wie Leonie herumtrampelt. Das machte ihn mir auf Anhieb unsympathisch. Ich gönnte es ihm richtig, dass er in einen Axolotl verwandelt wird :)

Leonie ist noch sehr jung und sehr intelligent. Sie hat ein paar Klassen übersprungen  und scheint auch etwas exzentrisch zu sein. Deswegen hat sie auch nie so wirklich einen Platz in ihrer Klasse und auch keine Freunde gefunden. Im Gegenteil: Sie wird täglich verspottet und gemobbt. Das und ihr Familienleben hinterlassen bei Leonie Spuren. Spuren in ihrer Psyche, mit denen sie nicht umgehen kann..

Meiner Meinung nach nimmt Mobbing heutzutage wirklich Überhand und in Zeiten von Facebook und Co ist es auch leider sehr einfach geworden. So wie Leonie geht es sicher mehreren jungen Mädchen und ich finde, da muss dringend etwas passieren. Deshalb gefiel es mir sehr gut, dass Sylvia Rieß dieses Thema in ihrem Märchen aufgegriffen hat. Es zeigt, wie weit solche Spötteleien gehen können, was diese für die Opfer bedeuten und dass Eltern davon oft nichts mitbekommen. Einfühlsam führt die Autorin ihre Leser in Leonies Gefühlswelt ein und lässt diese hautnah am Schicksal des Mädchens teilnehmen. Oft wünschte ich mir Teil des Märchens zu sein und Leonie helfen zu können, so sehr berührte mich die Geschichte.

Als Fynn ein Axolotl wird und schließlich bei Leonie im Aquarium landet, bekommt er auch mit, was er und seine Freunde dem Mädchen antun. Erst da kommt er ins Grübeln und denkt über sein eigenes Verhalten nach. Dabei erfährt man auch mehr über Fynns eigene Geschichte, was ich wirklich super fand. Überhaupt machen die Charaktere in diesem Buch eine tolle Entwicklung durch, die jedoch nicht so schnell vonstatten geht, dass sie unglaubwürdig wird.

Doch neben all den ernsten Themen, die dieses Buch behandelt, ist es immer noch ein Märchen und enthält ein paar spannende Fantasy-Elemente, die der Geschichte noch einmal eine andere Richtung geben und versuchen, die Situation etwas aufzulockern. Man darf also nicht ganz so ernst nehmen, wenn ein Krebs z.B. am Computer eine Nachricht tippt. Doch ich denke, genau das macht auch ein bisschen den Charme dieser Geschichte aus. Hier werden ernste Themen in ein Märchen gepackt und sollen so die Leser auf unterhaltsame Weise etwas sensibilisieren, was meiner Meinung nach sehr gut gelingt.

Auch der Schreibstil der Autorin gefiel mir. Die Geschichte wird abwechselnd aus Leonies und Fynns Sicht erzählt und die Sprache passt super zu den beiden Jugendlichen. Sie ist flüssig und locker und das Buch lässt sich schön entspannt lesen.

 

Fazit:

„Der Axolotlkönig“ ist eine originelle Märchenadaption, die ernste Themen behandelt und mit ein paar fantastischen Elementen und einem lockeren Schreibstil den Leser dafür sensibilisieren soll. Mich hat die Geschichte von Leonie und Fynn wirklich berührt und ich finde, das hier ist definitiv ein Buch, das sehr gut in meine Kategorie „Hidden Treasure“ passt.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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86 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 31 Rezensionen

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Das geheime Lächeln

Bettina Storks
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Diana, 12.03.2018
ISBN 9783453359741
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt:

Zufällig entdeckt die Journalistin Emilia in einem Auktionskatalog das Porträt einer jungen Frau, die ihr zum Verwechseln ähnlich sieht. Bei der Porträtierten kann es sich eigentlich nur um ihre Großmutter Sophie handeln, die in den 1930er-Jahren in Frankreich gelebt hat.

Von ihrer Mutter Pauline erfährt Emilia jedoch leider nichts, denn diese leidet an Gedächtnislücken und möchte auch nicht über ihre Familiengeschichte sprechen. Deshalb macht sich die Frau auf den Weg in die Provence, um dort mehr über ihre Großmutter herauszufinden.

Dort taucht sie jedoch nicht nur tiefer in die Vergangenheit ein, sondern erfährt gleichzeitig auch mehr über sich selbst … .

Meine Meinung:

Ich liebe Familiengeschichte und als mich die Autorin Bettina Storks fragte, ob ich ihr Buch lesen wolle, konnte ich nicht „nein“ sagen, da es einfach perfekt in mein Leseschema passt.

Anfangs begegnet man Sophie und erhält einen kleinen Einblick in ihr Leben, ohne jedoch wirklich etwas über sie zu erfahrend.

Schon auf den ersten Seiten merkt man, dass die Autorin Bettina Storks einen wirklich einzigartigen Schreibstil besitzt. Sie bedient sich vieler Metaphern, nutzt kurze unvollständige Sätze und spielt mit verschiedenen Sprichworten und Ausdrücken. Die Sprache in „Das geheime Lächeln“ ist keines Wegs als einfach zu bezeichnen, im Gegenteil, ich würde sie fast schon poetisch nennen. Trotz allem liest sich das Buch sehr flüssig, aber gerade wegen diesem wundervollen Schreibstil, genießt man die Geschichte noch mehr. Dieses Buch zeigt eindeutig, dass die Autorin ihr Handwerk versteht. Ich liebe es jedenfalls, wenn ein Schriftsteller so gut mit Sprache umgehen kann.

Nach dem Prolog, bei dem man Sophie begleitet, taucht man in Emilias Leben in die Gegenwart ein und erfährt, dass auch diese Frau es gerade nicht einfach hat. Ihr Leben ist momentan gehörig durcheinander und dann sieht sie auch noch das Porträt ihrer Großmutter und ihre Neugierde ist geweckt. Doch Emilia ist kein Mensch, der sofort impulsive reagiert und trotzdem lässt ihr das alles keine Ruhe und sie beschließt, sich auf die Suche nach Antworten zu machen. Die Protagonistin gefiel mir wirklich sehr gut. Sie ist eine Frau mittleren Alters, hat zwei erwachsene Söhne und ist selbstständig als Journalistin tätig. Mir gefiel ihre Art die Dinge anzugehen, ich konnte ihre Gedanken und Gefühle nachvollziehen und ihren Drang, nach ihren Wurzeln zu fahnden verstehen. Und obwohl die Geschichte in der dritten Person erzählt wird, fühlte ich mich Emilia sehr nahe und tauchte so noch tiefer in die Geschichte ein.

Sehr gut gefiel mir auch, dass man nicht nur Sophie und Emilia begleitet, sondern auch noch eine weitere Sichtweise miterleben darf. Dadurch wird die Story noch runder und trotzdem gelingt es Bettina Storks sehr gut, all ihre Geheimnisse bis zum Schluss zu bewahren. Das ist meiner Meinung nach auch eine große Kunst. Denn die Autorin streut immer nur Hinweise, verrät immer nur einen Teil der Ereignisse und mit jeder Frage, die sie beantwortet, werden neue aufgeworfen. So rätselte ich bis zum Schluss mit, was Sophie wirklich passiert sein könnte und wie die Geschichte von Emilia und ihrer Mutter Pauline ausgehen würde. Dadurch ist das Buch wirklich vom Anfang bis zum Ende spannend und ich konnte gar nicht aufhören zu lesen, da ich so gerne wissen wollte, welches Schicksal sich die Autorin für ihre Protagonisten ausgedacht hat.

Dabei hat mich das Buch so mitgerissen, dass ich teilweise wirklich die Luft anhielt, dass mir der Atem stockte, dass ich gelacht und sogar geweint habe. Auch, wenn es nicht DEN großen Skandal gab, hat mich die Geschichte doch sehr berührt. Dabei geht es nicht nur um Liebe und Freundschaft, sondern auch um Vertrauensverrat, wieviel eine Liebe aushält, was man bereit ist, für das Wohl seiner Kinder zu tun, ob es nur eine große Liebe gibt, wie viel Schmerz ein Mensch erdulden kann und wie anders das eigene Leben verläuft, wenn man seine Wurzeln nicht kennt. In dieser Geschichte steckt so vieles, das man anfangs gar nicht erahnen kann, das mich aber immer wieder zum Grübeln gebracht hat.

Fazit:

Bei „Das geheime Lächeln“ handelt es sich um ein Buch, dass man nicht einfach nur wegliest, sondern das in einem arbeitet und einen sehr bewegen kann, wenn man sich darauf einlässt. Dabei haben mich nicht nur die Schicksale der Protagonisten berührt, sondern auch der poetische Schreibstil von Bettina Storks, die ihr Handwerk wirklich mehr als versteht. Eine einzigartige Familiengeschichte, die ich auf jeder Seite genossen habe.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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199 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 78 Rezensionen

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Zwischen dir und mir das Meer

Katharina Herzog
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 24.04.2018
ISBN 9783499274206
Genre: Liebesromane

Rezension:

Inhalt:

Lena führt ein bescheidenes Leben auf Amrum. Sie arbeitet in einem Hospiz, bastelt Schmuck aus Meerglas und lebt bei ihrem Vater und ihrer Großmutter.

Als Matteo in ihr Leben tritt, wird dieses aber gehörig durcheinandergewirbelt. Nicht nur, dass Lena sich sofort in seinen meergrünen Augen verliert, nein, er hat auch noch Fotos von ihrer italienischen Mutter dabei.

Diese ging eines Tages schwimmen und kehrte nie zurück. Niemand weiß, wieso sie als junge Frau aus Italien verschwand und nie zurückgekehrt ist.

Lena macht sich gemeinsam mit ihrer Schwester auf die Reise an die Amalfiküste, um der Vergangenheit ihrer Mutter nachzuspüren und um den jungen Mann wiederzusehen, der ihr einfach nicht mehr aus dem Kopf geht … .

Meine Meinung:

Ich liebe die Bücher von Katharina Herzog / Katrin Koppold und musste natürlich auch ihr neuestes sofort lesen.

Zu Beginn findet man sich im Jahr 1972 wieder und lernt Mariella, Lenas Mutter, als Kind kennen und erlebt, wie sie ihre beste Freundin kennenlernt. Ich liebe Geschichte, die direkt in die Vergangenheit eintauchen, so dass man beide Protagonisten hautnah kennenlernen kann. Mariella gefiel mir auch sofort sehr gut. Sie ist ein quirliges kleines Mädchen, das noch nichts von den Sorgen der Erwachsenen weiß und unbeschwert in den Tag hineinlebt. So beginnt das Buch mit einer Leichtigkeit, die mir sofort sehr gut gefallen hat.

Danach lernt man Lena kennen, die ein sehr bescheidenes Leben führt. Sie hatte meinen größten Respekt für ihren Job im Hospiz, den sie mit sehr viel Leidenschaft macht. Trotzdem fragte ich mich, wieso sie so wenig von ihrem eigenen Leben erwartet. Was steckt dahinter, dass sie nicht „mehr“ möchte? Ich war wirklich gespannt, ihre Geschichte zu hören, denn wenn man Katharina Herzogs Bücher kennt, weiß man, dass immer mehr dahinter steckt.

Auch die Beziehung zwischen den Schwestern und die Gegensätze dieser fand ich sehr interessant. Darin steckt wirklich einiges an Potenzial und ich weiß aus eigener Erfahrung, dass Schwestern wirklich sehr unterschiedlich sein und trotzdem eine sehr innige Beziehung haben können.
Etwas enttäuscht war ich jedoch, als Matteo in Lenas Leben auftaucht. Mir ging es viel zu schnell, dass Lena sich in den Protagonisten verliebt hat. Klar gibt es Liebe auf den ersten Blick und man findet den anderen vielleicht sofort anziehend, aber mir war es etwas too much und ging mir einfach zu schnell. Ich bin absolut kein Fan von solchen Liebesgeschichten, die viel zu schnell viel zu tief gehen.

Als Lena und Zoe schließlich nach Italien reisen, war ich total begeistert von dem Buch. Ich liebe die Landschaftsbeschreibungen von Katharina Herzog. Man merkt in jedem Satz, dass sie selbst an all diesen Orten war und diese Sehenswürdigkeiten selbst besichtigt hat. Es macht so Spaß gemeinsam mit den Protagonisten all diese Momente zu erleben und diese wundervollen Orte zu besuchen. Da kommt bei mir jedes Mal richtiges Urlaubsfeeling auf und ich würde am liebsten sofort meine Koffer packen. Hach, ich hätte so gerne auch in der Sonne am Strand relaxt oder Fisch und Limoncello genossen. Einfach zauberhaft.

Abwechselnd taucht man in Mariellas Vergangenheit ein oder besucht Lena und Zoe auf ihrer Reise. Dabei erfährt man immer mehr von dem großen Ganzen, von Mariellas Beweggründen, ohne dabei zu ahnen, was wirklich hinter allem steckt. Katharina Herzog gelingt es wirklich sehr gut, ihre Leser bis zum Ende im Dunkeln zu lassen und ihn schließlich richtig zu überraschen. Ich hätte jedenfalls nie geahnt, was Mariella dazu bewogen hat, Italien zu verlassen und nie wieder zurückzukehren. Die Autorin hat mich wirklich sehr gerührt mit ihrer Geschichte. Es hat mich ehrlich gesagt sehr traurig, aber auch wütend gemacht, was damals passiert ist und ich habe sogar ein paar Tränen vergossen, so sehr berührten mich Mariellas Schicksal und auch ihre Entscheidungen.

Fazit:

Ich weiß schon, wieso Katharina Herzogs Bücher für mich ein absolutes Muss sind. Mit viel Liebe und Leidenschaft beschreibt sie Orte und ihre besondere Magie, so dass ich jedes Mal richtig Fernweh bekomme, weil ich diese so gerne mit eigenen Augen sehen würde. Die Geschichte von Mariella hat mich tief berührt. Ihr Schicksal machte mich sowohl wütend, als auch traurig und ihre Entscheidungen haben mich zum Weinen gebracht.

Dieses Buch ist nicht nur ein wunderschönes Sommerbuch mit Urlaubsfeeling pur, sondern auch eine Geschichte, die ans Herz geht und mich tief berührt hat.

Von mir bekommt das Buch 4,5 Punkte von 5.

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427 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 61 Rezensionen

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Vertrauen und Verrat

Erin Beaty , Birgit Schmitz
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 21.03.2018
ISBN 9783551583833
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

Sage soll nach dem Willen ihres Onkels und Vormunds durch die Kupplerin einen Ehemann finden und verheiratet werden. Doch das Mädchen möchte ihr Leben selbst bestimmen und denkt gar nicht daran, sich einem Mann unterzuordnen.

Stattdessen beginnt sie eine Lehre bei der Kupplerin und begleitet die Bräute zu ihrem Concordium, dem Ball auf dem die Ehen geschlossen werden. Zu ihrem Schutz reist zusätzlich eine Gruppe Soldaten mit.

Unfreiwillig gerät Sage dabei zwischen die Fronten, denn im Hintergrund werden fleißig die Fäden gezogen und ein Krieg vorbereitet. Wer hätte gedacht, dass ausgerechnet die junge Frau dabei eine entscheidende Rolle spielen wird und zudem erkennen muss, dass nicht alle Männer gleich sind und man gegen Gefühle nie gefeit ist.

Meine Meinung:

Schon als ich das Cover und den Klappentext zum ersten Mal sah, war ich neugierig auf dieses Buch. Die durchaus positiven Meldungen von anderen Bloggern haben mich schließlich vollkommen überzeugt dieses Buch zu lesen.

Etwas erstaunt war ich über das Setting dieses Buches. Es spielt in einer fiktiven Welt, mutet aber eher einem historischen Roman an. Deshalb fand ich die Einteilung in das Genre Fantasy etwas verwirrend. Da ich jedoch gerne historische Romane lese, fand ich das Setting richtig großartig. Ich liebe es in Welten einzutauchen, in denen Frauen ein Korsett und Reifröcke tragen, in denen Könige und Herzöge die Herrschaft über das Reich führen und Soldaten ihre Befehle entgegennehmen. All das findet man in diesem Buch.

Sage, die Protagonistin scheint jedoch nicht so recht in dieses Setting zu passen. Sie trägt lieber Hosen, klettert gerne auf Bäume und hat auf keinen Fall vor, sich dem Willen eines Mannes zu beugen. Vielleicht war sie mir deshalb sofort sympathisch. Die junge Frau ist ihrer Zeit einfach voraus und lässt sich nicht in eine Schiene oder in ein Korsett zwängen. Und doch bleibt ihr schließlich nichts anderes übrig, selbst, wenn sie sich nicht verkuppeln lässt, sondern stattdessen eine Ausbildung bei der Kupplerin beginnt. Dadurch erhält sie einen Einblick in die Arbeit der Frau. Denn Mistress Rodelle achtet nicht nur darauf, dass die Verbindung politisch vorteilhaft ist oder das Reich gesichert wird, sondern hat auch ein Herz für ihre Schützlinge und möchte nur das Beste für diese. So muss Sage erkennen, dass nicht alles so schlimm ist, wie sie immer gedacht hat.

Überraschender Weise bleibt die Geschichte nicht allein bei Sage und ihrem Job als Kupplerin. Denn Erin Beaty hat einen weiteren Handlungsstrang in ihre Geschichte mit aufgenommen: So findet man sich plötzlich in einer Gruppe von Soldaten wieder, erfährt etwas über ihre Aufgaben und ihre Leben. Ehrlich gesagt fand ich diesen Handlungsstrang anfangs nicht sehr aufregend. Ich brauchte auch ziemlich lange, bis ich die einzelnen Herren sortiert hatte und mir merken konnte, wer welchen Rang innerhalb der Armee hat.

Das ändert sich dann aber zum Glück, als die Bräute schließlich auf die Soldaten treffen. Ab da hatte ich richtig Spaß mit dem Buch. Ich freute mich auf die Treffen zwischen den Mädchen und den jungen Männern, war gespannt, was Sage alles herausfinden und für wen ihr Herz schließlich schlagen würde.

Ich tauchte regelrecht ein in eine Welt voller Lügen und Intrigen, voller Geheimnisse und Verwirrungen. Gerade, wenn ich dachte, jetzt hätte ich den Durchblick, hat mich die Autorin wieder an der Nase herumgeführt. Es ist nämlich nicht alles so, wie man zu Anfang denkt und meine Spionagefähigkeiten sind wohl nicht so ausgeprägt, wie die von Sage *haha* Jedenfalls hatte ich richtig Spaß dabei die Geheimnisse zu lüften und mit den Protagonisten mitzufiebern. Es war nämlich wirklich spannend und bei einer Szene musste ich sogar richtig heulen. Ja, dieses Buch birgt mehr, als man zu Beginn denkt. Mich konnte es jedenfalls von der ersten bis zur letzten Seite fesseln. Allerdings hätte ich mir gewünscht, dass es ein Einzelband wäre, denn mit diesem Ende hätte ich durchaus leben können und so muss ich jetzt wieder auf eine Fortsetzung warten, was nicht heißt, dass ich nicht gerne mehr von Sage lesen möchte.

Fazit:

„Vertrauen und Verrat“ birgt wirklich mehr, als man zu Beginn denkt. Trotz der Einteilung in das Genre „Fantasy“ ist es eher ein historischer Roman, was meinem Lesevergnügen jedoch keinen Abbruch erteilte. Im Gegenteil, ich liebte das Setting und freute mich über die Protagonistin, die sich gegen die altertümlichen Bräuche auflehnt. Außerdem hatte ich totalen Spaß, all die Geheimnisse und Intrigen aufzudecken und trotzdem geriet ich in die Falle der Autorin. Wer hätte gedacht, dass mich dieses Buch so fesseln und so viele Emotionen durchleben lassen würde. Einfach genial.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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137 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 23 Rezensionen

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Das Herz der Quelle - Sternenfinsternis

Alana Falk
Fester Einband: 440 Seiten
Erschienen bei Arena, 02.03.2018
ISBN 9783401603827
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

Als mächtigste Magierin der Gemeinschaft mit einer Quelle als Ratsmitglied könnte Adara ein privilegiertes Leben führen, doch Dank Chris hat sie einen Blick hinter die Kulissen bekommen und seitdem ist sie eine andere. Sie hat es sich zum Ziel gesetzt, den korrupten Rat zu entmachten und die Gemeinschaft zu befreien.

Dafür braucht sie jedoch die Hilfe ihrer Quelle Seth. Seit Jahren arbeitet er schon an einem Plan, um die Machenschaften des Rates zu beenden. Obwohl Adara sich immer mehr auf ihn einlässt und ihre Gefühle für ihn immer tiefer werden, kann sie ihm doch nie ganz vertrauen, denn plötzlich scheint er seine eigenen Ziele zu verfolgen … .

Meine Meinung:

Da ich von „Sternensturm“ mehr als begeistert war, musste ich natürlich den zweiten Teil unbedingt lesen und freute mich sehr auf dieses Buch.
Als ich anfing zu lesen, hatte ich ehrlich gesagt ein paar Einstiegsschwierigkeiten. Der erste Teil war schon viel zu lange her und ich hatte nicht mehr alle Personen und Ereignisse ganz genau vor Augen, deshalb dauerte es etwas, bis ich wieder in die Welt und die Geschichte hineingefunden hatte.

Danach fing mich der Zauber dieser faszinierenden Welt jedoch sofort wieder ein. Alana Falk hat mit ihrer Reihe wirklich etwas Einzigartiges geschaffen. Ich liebe die Idee mit den Magiern und ihren Quellen, doch in diesem Band geht die Geschichte noch tiefer. Man erfährt etwas von den Anfängen dieser Welt, über die Zusammenhänge und über die Vergangenheit einzelner Protagonisten. Ich fand es toll, mehr über diese Welt zu erfahren und war begeistert, wie komplex das ganze Geschehen war.

Anfangs begleitet man Adara und Seth bei ihrer Arbeit als Magier und Quelle und erfährt von ihren Verpflichtungen gegenüber dem Rat. Dabei werden ihre Aufträge immer grausamer und Adara ist am Ende ihrer Kräfte. Die Pläne von Seth gehen ihr zu langsam, vor allem, da der Rat immer korrupter wird und Adara endlich etwas verändern möchte. Es geht soweit, dass die Magierin bald schon nicht mehr weiß, ob sie Seth wirklich noch vertrauen kann und obwohl man als Leser teilweise einen kleinen Wissensvorsprung hat, lässt einen die Autorin doch auch selbst im Dunkeln, was Seth‘ Motive betrifft. Das fand ich richtig großartig. Ich bewundere es, wenn es Autoren gelingt, ihre Leser an der Nase herumzuführen, so dass diese selbst spekulieren müssen, was hinter dem Ganzen stecken könnte. Alana Falk ist das ja bereits in „Sternensturm“ gelungen, aber auch in „Sternenfinsternis“ hält sie so einige Überraschungen für ihre Leser bereit. Ganz ehrlich gesagt hätte ich nicht damit gerechnet, dass die Geschichte so tief geht und auch nicht in welche Richtung sie am Ende führen wird. Doch genau das hat mich richtig begeistert.

Genauso wie die Protagonisten. Während man im ersten Band vor allem Adara kennengelernt hat und tiefer in ihre Gedankenwelt eindringen durfte, ist es in der Fortsetzung in meinen Augen eher Seth, auf dem der Fokus liegt. Anfangs fand ich ihn noch sehr unnahbar, doch je mehr ich las und je mehr ich über ihn erfuhr, desto vielschichtiger wurde er. Trotz allem war ich mir über seine wahren Motive nie im Klaren, doch das ist wohl Absicht ;) Mir gefiel Seth auf jeden Fall, denn ich mag Charaktere, die sich nicht so einfach in Schubladen stecken lassen, die man kennenlernen muss, um sie einschätzen zu können und die immer etwas Geheimnisvolles behalten.

Es gibt jedoch auch einige spannende Nebendarsteller und zwar auf beiden Seiten. Von einigen erfährt man mehr, sie nehmen mehr Raum in der Geschichte ein, aber eben nur so viel, dass noch genug Platz für die Story an sich ist. Auch hier beweist Alana Falk besonderes Fingerspitzengefühl, damit sich die Geschehnisse und die Charakterentwicklungen die Waagschale halten. So wird das Buch nie langweilig und ich klebte wirklich an den Seiten, um zu erfahren, wie alles zusammenhängen würde.

Alles läuft auf einen großen Showdown hinaus, der dann noch einmal einige Überraschungen bereithält und mich richtig begeistert hat. Am Ende ziehen sich dann alle Fäden zusammen, die wichtigsten Fragen werden geklärt und die Geschichte schön abgerundet, so dass ich das Buch zufrieden zuschlagen konnte.

Fazit:

Auch mit „Sternenfinsternis“, dem zweiten Band hat mich Alana Falk wieder restlos begeistert. Ihre Charaktere sind vielschichtig und teilweise undurchsichtig, die Story durchweg spannend und die Welt einfach faszinierend. Außerdem gibt es wieder einige unvorhersehbare Überraschungen und einen großartigen Showdown. Am Ende laufen alle Fäden zusammen und ich konnte das Buch glücklich zuschlagen.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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39 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

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Elesztrah - Blut und Federn

Fanny Bechert
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 27.04.2018
ISBN 9783906829838
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt:

Lysanna und Aerthas könnten nicht glücklicher sein: Haben sie doch ein gesundes kleines Mädchen zur Welt gebracht und leben seit ihrem Kampf gegen den Flammenden Lord gemeinsam mit ihrem Clan ein friedliches Leben.

Doch dann wird Frostwall angegriffen und Lysanna entführt. Jetzt liegt es an Fayori ihre Mutter und die restlichen Clanmitglieder zu befreien und ihre Schwester zu beschützen.

Allein hat sie jedoch keine Chance gegen die Angreifer. Unerwartet kommt ihr der Seelenlose Sedan zu Hilfe. Doch dieser hat den Clan verraten und ist zum Feind übergelaufen. Wie soll Fayori ihm also jemals wieder vertrauen?

Für ihre Mutter und ihren Clan würde sie jedoch alles tun, deswegen macht sie sich gemeinsam mit Sedan auf die Suche nach ihrer Mutter und findet dabei nicht nur neue Verbündete und alte Feinde, sondern erfährt auch mehr über sich selbst und kommt einem Geheimnis auf die Spur, das die Geschehnisse noch einmal in einem ganz anderen Licht erscheinen lässt… .

Doch auch Sedan muss erkennen, dass die Vergangenheit eng mit der Gegenwart und der Zukunft verknüpft ist und bald schon muss er wählen, auf welcher Seite er wirklich steht und wohin ihn sein weiterer Weg führen soll … .

Meine Meinung:

„Elesztrah“ gehört wirklich zu meinen Lieblingsreihen und umso sehnsüchtiger wartete ich auf eine Fortsetzung und musste sie natürlich sofort lesen.

Anfangs war ich etwas skeptisch, da ich ja schon vom Klappentext her wusste, dass es dieses Mal weniger um Lysanna und Aerthas, als vielmehr um Fayori und Sedan gehen würde. Da ich Lysanna und Aerthas wirklich ins Herz geschlossen hatte und gerne noch mehr von ihnen lesen wollte, machte mich dieser Umstand erst einmal etwas traurig. Umso glücklicher war ich, als das Buch mit Lysanna und der Geburt ihrer Tochter anfing. Es hat mich wirklich gefreut, dass ich auch noch an deren Leben teilhaben durfte und sie nicht gänzlich von der Bildfläche verschwand.

Nach Lysannas Entführung spielt jedoch ganz klar Fayori die Hauptrolle, was ich dann aber gar nicht mehr schlimm fand, da die junge Elfe Lysanna in nichts nachsteht. Sie ist eine starke und taffe Persönlichkeit, sie liebt ihre Familie über alles und ist ihrem Clan treu ergeben. Ich fand sie ja schon in den beiden vorherigen Bänden sympathisch, aber in diesem Buch lernte ich sie genauso zu lieben, wie ihre Mutter. Besonders gut gefiel mir an ihr, dass sie nicht so naiv ist, wie man das von anderen Protagonisten kennt. Obwohl sie auf Sedans Hilfe angewiesen ist, vertraut sie ihm nicht sofort zu 100 %, sondern behält immer einen Restzweifel im Hinterkopf.

Obwohl dieses Buch natürlich sehr viel Potenzial für eine Liebesgeschichte birgt, liegt das Hauptthema doch zum Glück nicht darauf. Dafür ist die Welt von Elesztrah auch viel zu faszinierend. Nachdem Königin Lawinia die Herrschaft übernommen hat, geht es mit Hohenfels bergab und niemand scheint ihre wirklichen Ziele zu kennen. Auch die Entführung von Lysanna gibt große Rätsel auf und obwohl der Anfang des Buches schon einiges verrät, hatte ich doch keine Ahnung, worauf es am Ende hinauslaufen würde. Die Autorin hat nämlich einige interessante Wendungen in petto. Natürlich hat sie bereits in Band 1 und 2 darauf hingearbeitet, doch ich war trotzdem sehr überrascht, wohin die Fäden letzten Endes führten und war richtig begeistert von den Entwicklungen. Fanny Bechert schafft es einfach immer wieder, aus ihren Geschichten etwas Besonderes zu zaubern.

Dabei trifft man auf alte Bekannte, als auch auf neue Charaktere, die alle sehr interessant sind. Manche sind sehr undurchsichtig, andere kann man einfach zuordnen. Doch jeder hat auf seine Weise etwas Einzigartiges und bleibt damit im Kopf und so mancher natürlich auch im Herzen.

Ich fand es wirklich großartig, wie die Autorin Lysannas Geschichte noch einmal neu mit der von Fayori verbindet, wie sie die unterschiedlichen Charaktere darin einwebt und trotz dem Bekannten noch einmal etwas ganz Neues erschuf. Auch dieses Mal hat mich dieser Zauber von Elesztrah gefangen genommen und mit in die Geschichte hineingezogen. Ich bin tief in der Welt versunken und erst am Ende wieder aufgetaucht. Viel zu schnell war ich mit dem Buch durch und obwohl am Schluss nicht der große Cliffhanger wartet, bleibt doch alles offen und ich warte noch ungeduldiger als vorher auf ein neues Abenteuer in Elesztrah.

Fazit:

Auch dieses Mal hat mich Fanny Bechert wieder mit ihrem ganz besonderen Zauber eingewoben und nach Elesztrah entführt. Ich liebe diese Welt einfach und obwohl ich anfangs wegen dem Protagonistenwechsel skeptisch war, waren diese Zweifel wirklich unbegründet. Fayori ist genauso einzigartig und großartig wie Lysanna und ihre Geschichte steht den Vorgängern weder in Spannung, noch in überraschenden Wendungen nach. Wie schön, dass ich noch weitere Abenteuer in Elesztrah verbringen darf, denn diese Reihe gehört wirklich zu meinen Lieblingen.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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397 Bibliotheken, 12 Leser, 2 Gruppen, 91 Rezensionen

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Bitterfrost

Jennifer Estep , Michaela Link
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.10.2017
ISBN 9783492703833
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

Loki ist hinter Schloss und Riegeln und das Leben an der Mythos Academy in Colorado könnte wieder seinen gewohnten Gang gehen. Nicht jedoch für Rory Forseti, denn ihre Mitschüler haben nicht vergessen, dass ihre Eltern Schnitter waren und in Lokis Auftrag unzählige Menschen ermordet haben. Genau das lassen sie die Spartanerin jeden Tag aufs Neue spüren.

Noch schlimmer wird es jedoch, als die Schnitter erneut auftauchen. Einige von ihnen konnten fliehen und verfolgen jetzt ihre ganz eigenen Pläne. Und ausgerechnet Rory wird Zeugin, als die Schnitter an der Mythos Academy in Colorado ihr Unwesen treiben.

Mutig stürzt sie sich in den Kampf. Vielleicht ist das ja ihre Chance, die Fehler ihrer Eltern auszubessern. Doch was haben die Schnitter genau vor? Und wer steckt wirklich hinter den Angriffen?

Meine Meinung:

Da ich die Mythos Academy Reihe rund um Gwen Frost geliebt habe, musste ich auch diese Spin Off-Reihe unbedingt haben. Ich freute mich sehr auf ein Abenteuer mit Rory und war gespannt, was die Schnitter dieses Mal für Pläne haben würden.

Rory hat es wirklich nicht leicht. Durch die Vergangenheit ihrer Eltern wird sie von allen Seiten gehasst. Sie tat mir sofort sehr leid, ich fand es aber auch schade, dass sie so gar keine Freunde hat. Wie kann es sein, dass eine ganze Schule ein Mädchen nur nach den Taten ihrer Eltern beurteilt und kein einziger Schüler sich für sie einsetzt? Das konnte ich ehrlich gesagt nicht so ganz nachvollziehen und es drückte anfangs meiner Meinung nach ganz schön auf die Stimmung des Buches. Mich machte es jedenfalls traurig und ich hatte nicht so wirklich große Lust weiterzulesen.

Auch als dann die Schnitter auftauchen war ich etwas enttäuscht. Es war fast genauso wie bei Gwen. Da gab es einfach zu viele Parallelen, es war nichts Neues. Teilweise kam es mir so vor, als würde ich das selbe Buch noch einmal lesen, nur mit anderer Protagonistin. Das hat mich ehrlich gesagt ziemlich gelangweilt. Ich hatte so auf etwas Neues gehofft, schließlich ist Rory doch ein anderer Mensch, als Gwen und man hätte viel mehr aus ihr herausholen können.

Anfangs wusste ich auch nicht so recht, was ich von Rory halten sollte. Das lag vielleicht auch daran, dass ich ein großer Fan von Gwen war und nicht sofort mit dem Wechsel der Protagonistin warm wurde. Trotzdem hat Rory ihre ganz eigene Art, ihren eigenen Charme und ihre Stärken. Ich mochte sie, aber vielleicht haben es mir die vielen Gemeinsamkeiten in der Geschichte schwer gemacht, mich mit Rory anzufreunden.

Als man allmählich mehr über die Schnitter und ihre Pläne erfuhr und Rory in die Spezialeinheit aufgenommen wird, bekommt das Buch endlich den typischen Mythos-Academy-Charme und ich hatte auch wieder Spaß am lesen. Die Geschichte nimmt an Fahrt auf und bekommt auch eine eigene Richtung, wobei natürlich weiterhin viele Parallelen zu Gwen Frosts Geschichte bleiben. Doch es gibt auch hier spannende Kämpfe, Opfer und Täter, Rätsel und Geheimnisse.

Am Ende bleiben wieder einige Fragen übrig und die Jagd auf die Schnitter ist gerade erst eröffnet. Ob ich jedoch weiterlesen werde, weiß ich noch nicht. Zwar würde es mich interessieren, was die Anhänger von Loki noch planen, aber irgendwie ist es doch nichts Neues.

Fazit:

Da ich die Reihe rund um Gwen Frost geliebt habe, wollte ich natürlich auch das Spin Off lesen. Leider drückt Rorys Situation auf die Stimmung und viele Ereignisse sind absolut identisch mit denen aus der ersten Mythos Academy Reihe. Obwohl ab der Mitte des Buches dann doch der übliche Charme der Geschichte auftaucht, konnte mich das nicht über die vielen Parallelen hinwegtrösten. Deshalb bin ich mir noch nicht sicher, ob ich die Reihe weiter verfolgen werde.

Von mir bekommt das Buch 3 Punkte von 5.

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