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254 Bibliotheken, 14 Leser, 1 Gruppe, 43 Rezensionen

fantasy, hexen, schattendiebin, jugendbuch, catherine egan

Schattendiebin – Die verborgene Gabe

Catherine Egan , Katharina Diestelmeier
Fester Einband: 414 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 24.01.2017
ISBN 9783473401475
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

Julia ist die beste Diebin von Spira, denn sie hat eine besondere Gabe: Sie kann sich unsichtbar machen. Für ihren neuesten Job soll sie sich als Dienstmädchen in ein Herrenhaus einschleichen und die Bewohner ausspionieren. Schnell wird ihr klar, dass die alte Hausherrin und ihre Gäste noch dunklere Geheimnisse hüten als sie selbst. Noch ahnt Julia nicht, wie eng ihr eigenes Schicksal mit ihnen verknüpft ist ...

(Quelle: https://www.ravensburger.de/shop/neuheiten/buecher/schattendiebin-band-1-die-verborgene-gabe-40147/index.html)

Julias Mutter wurde der Hexerei bezichtigt und getötet. Seitdem verdient sich das Mädchen ihren Lebensunterhalt als Diebin und Spionin. Dabei hilft ihr die Gabe, sich unsichtbar machen zu können.

Ihr neuester Auftrag führt sie in das Haus von Frau Och. Dort soll sie etwas über die Bewohner herausfinden, die alle irgendwie seltsam sind und ihre Geheimnisse zu haben scheinen. Ohne zu ahnen, worauf sie sich da eingelassen hat,  dringt sie immer tiefer in die Geschichte der Hausherrin und ihrer Gäste ein und wird dabei von ihrer eigenen Vergangenheit eingeholt… .

Meine Meinung:

Das Buch beginnt sehr geheimnisvoll mit der Geschichte einer jungen Frau, die gerade eine Stelle als Gouvernante antreten will, kurz vorher aber ermordet wird. Da mir die Namen vom Klappentext her nichts sagten, war ich sehr gespannt, was diese kurze Szene mit der Gesamtgeschichte zu tun haben würde und wieso und von wem das Mädchen ermordet worden ist.

Danach lernt man Julia kennen, die bereits im Haus von Frau Och als Dienstmädchen eingeschleust wurde und dort arbeitet. Das Buch ist dabei aus Julias Sicht in Ich-Form geschrieben, so dass man einen direkten Einblick in die Gedanken und Gefühle des Mädchens bekommt. Sie war mir auch von Anfang an sofort sympathisch und ich genoss es, mehr über sie zu erfahren. Im Laufe der Geschichte erinnert sie sich auch an ihre Mutter, so dass man darüber informiert wird, was damals geschehen ist. Sofort hatte die Protagonistin mein volles Mitleid. Sie hatte es wirklich nicht leicht, mit einer Hexe als Mutter in einer Zeit, in der Hexen gejagt und getötet werden.

Überhaupt fand ich den Weltenentwurf sehr interessant. Vor allem das Thema der Hexerei fand ich sehr originell umgesetzt. Doch diese magischen Wesen sind nicht die einzigen, die man im Buch kennenlernen darf und denen die Autorin ein paar neue Eigenschaften zugeschrieben hat. Ich fand es richtig toll, wie Catherine Egan hier Bekanntes mit Neuem kombiniert und es machte mir großen Spaß alles zu entdecken und kennenzulernen. Dabei konnte ich mich völlig in der Welt verlieren und tief darin eintauchen.

Durch den Beginn des Buches wird natürlich sofort Spannung aufgebaut, indem man erfährt, dass es einen Mörder im Buch gibt, jedoch nicht weiß, wer es ist und welche Beweggründe dieser hat. Als man dann in Julias Leben eintaucht, flaut die Spannung erst einmal etwas ab, was ich jedoch nicht schlimm fand, da ich gerne mehr über die Protagonistin und ihr Leben in dieser interessanten Welt erfahren wollte. Außerdem streut die Autorin immer wieder Szenen aus anderen Perspektiven ein, die die Geschichte des Mörders weiter verfolgen, so dass die Spannung nie ganz verfliegt. Mir gefiel es jedenfalls sehr gut, nicht sofort zu wissen, wohin die Story wirklich geht und was die Morde mit Julias Leben zu tun haben. Doch ganz ehrlich gesagt, hätte ich nie erahnen können, wohin die ganze Geschichte schließlich führt. Hier hat die Autorin jedenfalls eine sehr komplexe Handlung erschaffen, die auch für Folgebände einiges bereithält und mich richtig begeistert hat.

Auch die Liebesgeschichte war in meinen Augen sehr erfrischend, da sie eher im Hintergrund bleibt und es in diesem Fantasy-Band einmal nicht um die große, alles überstehende Liebe geht (zumindest in Band 1 nicht). Zwar gibt es am Rande noch ein paar zarte Gefühle, die sich in der Fortsetzung ausbauen lassen, die aber genau so gut im Sande verlaufen können. Ich bin auf jeden Fall sehr neugierig darauf, was Catherine Egan hier noch für uns bereithält.

Am Ende schließt die Autorin diesen Band erst einmal ab und lässt den Leser nicht mit einem fiesen Cliffhanger zurück, worüber ich sehr froh bin. Trotzdem ist noch genug Luft für eine spannende Fortsetzung, über die ich mich wirklich sehr freuen würde, da ich gerne noch tiefer in Julias Welt eintauchen möchte.

Fazit:

Dieses Buch ist sehr erfrischend, da es bei den Fantasy-Elementen Bekanntes mit Neuem verbindet, die Liebesgeschichte einmal nicht im Mittelpunkt steht und man nicht sofort weiß, worauf es hinauslaufen wird. Ich war jedenfalls total in der Welt von Catherine Egan gefangen und habe die Protagonistin sehr gerne bei ihrem spannenden Abenteuer begleitet. Ich will auf jeden Fall mehr von der Schattendiebin lesen.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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42 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

liebe, affäre, contemporary, freundschaft, amerika

Liebe ist wie Drachensteigen

Ashley Herring Blake , Birgit Salzmann
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Magellan, 18.01.2017
ISBN 9783734850240
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

Die große Liebe? An so einen Unsinn glaubt Hadley längst nicht mehr. Nicht, seit ihr Vater eine Affäre hatte. Doch dann trifft sie Sam …

Sam kennt sich aus mit Geheimnissen. Er hat selbst einige davon. Als er sich in Hadley verliebt, könnte alles so schön sein. Wenn da nicht die Sache mit der Wahrheit wäre, die manchmal einfach verdammt unschön ist.

(Quelle: https://www.magellanverlag.de/feine-b%C3%BCcher/jugendbuch/)

Seit der Affäre ihres Vaters ist in Hadleys Leben nichts mehr, wie es war. Nicht nur, dass sich ihr Zuhause nicht mehr wie ein Zuhause anfühlt, sie hat auch den Glauben an die Liebe verloren.

Dann tritt Sam in ihr Leben und sie fängt an, wieder Vertrauen zu anderen, zu ihm aufzubauen. Doch auch Sams Familienleben ist alles andere als unkompliziert und eine Beziehung zu Hadley scheint unmöglich, denn niemals könnte er sein größtes Geheimnis offenbaren… .

Meine Meinung:

Die Bücher aus dem Magellan Verlag sind immer etwas ganz Besonderes und auch dieses wollte ich unbedingt lesen. Schon allein Cover und Klappentext haben mich total angesprochen und ich wurde auch hier nicht enttäuscht.

Die Kapitel sind abwechselnd aus Hadleys und Sams Sicht in Ich-Perspektive geschrieben. So bekommt man ganz nah mit, was in den beiden Protagonisten vorgeht und wie sie unter ihrer jeweiligen Familiensituation leiden. Dabei gelingt es der Autorin Ashley Herring Blake besonders gut, die Gefühle ihrer Charaktere authentisch und mitfühlend darzustellen. Ehrlich gesagt hatte ich nie drüber nachgedacht, was so eine Affäre für die Kinder bedeuten könnte. Klar weiß man, dass eine Trennung der Eltern nicht spurlos an den Kindern vorübergeht, aber hier geht die ganze Geschichte tiefer und man erhält einen schonungslosen Einblick in das Familienleben aus Sicht der Kinder. Das hat mich wirklich tief berührt und zum Nachdenken gebracht.

Besonders toll an dem Perspektivwechsel ist die Tatsache, dass man dadurch auch einen Einblick in Sams Geheimnis bekommt und somit einen Wissensvorsprung gegenüber Hadley hat. Das lässt den Leser natürlich zusätzlich mitfiebern, da man sich fragt, wann die Protagonistin wohl hinter das große Geheimnis kommen und wie sie darauf reagieren wird. Mich hat diese Tatsache jedenfalls dazu gebracht, geradezu an den Seiten zu kleben und meine Nerven waren fasst zum Zerreißen gespannt, da ich ahnte, wohin alles führen würde.

Sehr gut gefiel mir auch die Liebesgeschichte. Natürlich weiß man, nachdem man den Klappentext gelesen hat, dass sich die beiden Protagonisten ineinander verlieben. Doch auch hier beweist die Autorin ein besonderes Geschick, Gefühle zu beschreiben, sie authentisch darzustellen und lebendig werden zu lassen. Obwohl die beiden sich auf Anhieb sofort sympathisch sind und die Schmetterlinge relativ schnell fliegen, bleibt trotzdem genügend Raum, damit sich die Gefühle entwickeln können. Es war so schön, mitzuerleben, wie die beiden sich gefunden haben. Es scheint fast so, als würden sie sich anziehen, wie zwei Magnete, als könnten sie gar nicht anders, als sich ineinander zu verlieben. Hach, die Liebesgeschichte ist wirklich einfach nur bezaubernd schön.

Doch natürlich ist es nicht so einfach, wie es scheint, vor allem für Sam nicht, der nicht weiß, wie er Hadley in sein Geheimnis einweihen soll. Auch diese Zerrissenheit hat Ashley Herring Blake sehr einfühlsam und authentisch in ihr Buch eingearbeitet. Sams Handlungen waren für mich immer nachvollziehbar, wodurch die Geschichte glaubhaft blieb und mich richtig mitreißen konnte.

Der Schreibstil der Autorin ist dabei immer locker-leicht und flüssig. Er passt super zu den Protagonisten und der Zielgruppe und hat, obwohl er sich einfach weglesen lässt, doch sehr viel Tiefgang, was vor allem der tollen Mischung aus witzigen Dialogen, liebevollen Details und der authentischen Beschreibung der Gefühle geschuldet ist.

Auch wenn dieses Buch eher durch seine sanfte und stille Art überzeugt, hält die Autorin doch noch eine Überraschung bereit, mit der ich nicht gerechnet hatte. Diese lässt den Leser die Geschichte noch einmal aus einer anderen Perspektive betrachten und hat mich noch mehr für dieses Buch und das ernste Thema darin eingenommen.

Am Ende gibt es dann sogar noch eine zusätzliche Botschaft, die mich sehr berührt hat: Bestimmt wer wir sind, was in unserem Leben bisher passiert ist auch unsere Zukunft oder können wir selber wählen, wer wir sein wollen, wie unser Leben aussehen soll? Eine Frage, die mich sehr nachdenklich und dieses Buch wieder einmal ganz besonders gemacht hat.

Fazit:

Der Magellan Verlag hat wirklich ein Händchen für ganz besondere Jugendbücher. „Liebe ist wie Drachensteigen“ ist auf jeden Fall eines davon. Der Autorin Ashley Herring Blake gelingt es in einem besonderen Maß, die Gefühle ihrer Charaktere authentisch und tiefgreifend darzustellen, so dass man gar nicht anders kann, als mitzufühlen und sich seine eigenen Gedanken zum Thema „Familie“ zu machen. Die Liebesgeschichte ist dabei besonders schön und liebevoll und die Botschaft, die das Buch vermittelt, macht es am Ende noch einmal zu etwas ganz Besonderem.

Ruhig, gefühlvoll, tiefgreifend, einfach schön.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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83 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 58 Rezensionen

erotik, sarah saxx, liebe, king of chicago, gefühle

King of Chicago

Sarah Saxx
Flexibler Einband: 436 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 16.01.2017
ISBN 9783743116221
Genre: Liebesromane

Rezension:

Inhalt:

Er ist einer der reichsten Junggesellen Chicagos: Travis King. Dem Immobilienmogul liegen die Frauen scharenweise zu Füßen. Als ihm eines Tages die toughe Fotografin Ashley Crown begegnet, steht für ihn von Anfang an fest, dass er sie haben muss – zumindest für eine Nacht. Doch Ashley ist da anderer Ansicht. Immerhin hat sie eine herbe Enttäuschung mit ihrem Ex hinter sich und will sich nicht noch einmal in den Falschen verlieben. Ohne es zu wissen, bringt sie Travis dazu, gegen sämtliche seiner selbst auferlegten Regeln zu verstoßen, und gefährdet dadurch auch ihr Herz. Denn Travis King ist bekannt dafür, dass er nie lange ein und dieselbe Frau an seiner Seite hat …

(Quelle: http://www.sarahsaxx.com/king-of-chicago-verliebt-in-einen-millionaer/)

Travis King gilt als begehrtester Junggeselle in Chicago, doch leider hat er auch den Ruf, sich auf keine feste Bindung einzulassen. Doch Ashley ist das egal. Immerhin ist sie nur seine Fotografin und ihre Beziehung damit rein geschäftlich.

Travis ist jedoch sofort begeistert von der toughen jungen Frau, die sich nicht in seinen Fanclub einzureihen scheint. Das weckt den Jagdinstinkt in ihm und er bitte Ashley um ein Date.
Lange kann diese ihm nicht widerstehen, doch sie sehnt sich nach mehr als nur einem sexuellen Abenteuer.

Bald steht beider Leben gehörig auf dem Kopf und sie müssen sich entscheiden, ob sie der Liebe eine Chance geben oder weiter ihren Regeln treu bleiben wollen.

Meine Meinung:

Neben all der Fantasy, die ich so gerne lese, brauchte ich mal wieder etwas ganz anderes und da schien mir Sarah Saxx‘ Millionär genau der richtige Lesestoff zu sein.

Natürlich klingt die Story erst einmal wie so viele, die in letzter Zeit (vor allem nach Shades of Grey) auf dem Markt gelandet sind, doch ich liebe die Geschichten von Sarah Saxx und finde, sie bringt immer ihren eigenen Zauber in die Lovestories. Und so ist es auch in diesem Fall. Zuerst bedient die Autorin zwar auch die übliche Klischees, vom reichen Playboy und der toughen Protagonistin, die nie etwas mit ihm anfangen würde, nur um sich dann doch Hals über Kopf zu verlieben, aber ganz ehrlich, das habe ich auch erwartet, als ich den Klappentext gelesen habe und wäre arg enttäuscht gewesen, wenn ich diese Klischees nicht bekommen hätte. Klar hätte sich Ashley noch länger gegen Travis „wehren“ können, aber ich finde, Sarah Saxx hat hier schon das richtige Timing, damit es kein ewiges Hin und Her zwischen den Protagonisten gibt, das mich viel mehr genervt hätte, als dass Ashley Travis doch nicht wiederstehen kann.

Was diese Geschichte etwas von den übrigen in diesem Genre abhebt, ist die Tatsache, dass Travis sehr schnell merkt, dass er sich in Ashley verliebt und damit aber dann auch nicht wirklich ein Problem zu haben scheint. Er gehört nicht zu den Millionären, die sich dann ständig umentscheiden, weil sie ja doch eigentlich keine Beziehung wollen. Nein, Travis scheint gar nicht so viel darüber nachzudenken. Für ihn steht einfach fest, dass er Ashley will und das mit allen nötigen Konsequenzen, was ich wirklich schön und erfrischend fand.

Natürlich gibt es trotzdem Drama und man bräuchte keine 436 Seiten, wenn alles super laufen würde, doch in diesem Fall kommt das Drama von außen und zwar in einer Form, die mal etwas anderes ist und mir sehr gut gefallen hat. Eifersucht, Intrigen, Erpressung  …. Hier bietet Sarah Saxx uns wirklich eine bunte Mischung an, die mich sehr gut unterhalten hat und gar nicht so weit hergeholt ist. Die Zweifel, die in den Protagonisten bzw. hier vor allem in der weiblichen Protagonistin stecken, sind also durchaus berechtigt und gingen mir deshalb nicht auf die Nerven, wie es sonst in solchen Geschichten schnell bei mir der Fall ist.

Außerdem fand ich es großartig, dass die Kapitel aus beiden Sichten erzählt werden. Einmal liest man, wie es Ashley ergeht, dann wiederum erfährt man, was in Travis vorgeht. Ich mag es wirklich sehr, wenn man in Liebesgeschichten beide Parts hautnah miterleben kann.

Das Ende ist natürlich vorhersehbar, aber das weiß man schon, wenn man den Klappentext gelesen hat und kann sich damit schon darauf freuen. Ich fand jedenfalls, dass es die Geschichte schön abrundete und war richtig glücklich über diese süße Lovestory.

Fazit:

Sarah Saxx erfindet mit ihrem „King of Chicago“ das Rad sicher nicht neu, sondern bedient die gängigen Klischees, die mit einem solchen Buch einhergehen. Und doch hat sie es geschafft, das nervige Hin und Her, das es sonst gibt, abzumildern und das Drama aus einer anderen Richtung heraufzubeschwören. Ich konnte mich dabei richtig in die Liebesgeschichte fallenlassen und das Gefühlschaos von Ashley und Travis, inklusive Ende, genießen.

Wenn eine „Millionärs-Lovestory“, dann auf jeden Fall diese hier von Sarah Saxx, eine klare Leseempfehlung.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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26 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

rezension, magellan, jugendbuch, überliebenin10schritten, sternschnuppenstunden

Überlieben in 10 Schritten

Rachel McIntyre , Jessika Komina , Sandra Knuffinke
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Magellan, 18.01.2017
ISBN 9783734850141
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

Daisy hat die Nase voll! Von Jungs im Allgemeinen und von ihrem Ex im Speziellen. Zeit für einen Neuanfang! Am College ist sowieso alles besser und man hat viel Wichtigeres als Jungs im Kopf. Davon ist Daisy fest überzeugt – zumindest bis sie Toby begegnet. Mr Charming hat es ihr angetan. Alles scheint perfekt, sodass sie die ersten Wolken am Liebeshimmel komplett übersieht. Doch so langsam braut sich ein richtiger Sturm zusammen, dem niemand entkommen kann! Jetzt ist es an Daisy, das Ruder wieder in die Hand zu nehmen …

Daisys Freund hat sich dazu entschieden nach Spanien auszuwandern … ohne sie. Da ist es nur logisch, dass sie mit ihm Schluss gemacht hat, was aber nicht heißt, dass es ihr nicht das Herz gebrochen und sie seitdem von Jungs die Nase voll hat.

Ein kompletter Neuanfang ist da wohl die beste Lösung, deshalb fängt sie an einem neuen College an und lernt dort prompt einen jungen Mann kennen. Einen verdammt gutaussehenden Mann, der sofort eine Charmeoffensive startet, der Daisy nicht lange widerstehen kann.

Doch nichts ist so perfekt, wie es anfangs scheint und Daisy muss bald erkennen, dass ein kompletter Neuanfang auch oft nicht die Lösung ist … .

Meine Meinung:

Nachdem ich von meinem ersten magellan-Buch so begeistert war, wollte ich unbedingt noch mehr Bücher dieses Verlages entdecken und freute mich sehr, als „Überlieben in 10 Schritten“ bei mir ankam. Wer kennt schließlich die Situation nicht, dass man von der Liebe erst einmal so richtig die Nase voll hat?!

Das Buch ist aus Sicht der Protagonistin Daisy geschrieben und gleich zu Beginn findet man sich gemeinsam mit ihr im Garten wieder, wo sie dabei ist, ihre alte Schuluniform zu verbrennen. Da war mir sofort klar, dass Daisy wieder eine ganz besondere Protagonistin ist. Ich fand ihre Art wirklich super: sarkastisch, etwas verrückt, aber doch liebenswert. Sie liebt ihre Familie und steht ihren Freundinnen bei, was sie mir sehr sympathisch machte. Dieses Buch lebt auf jeden Fall davon, dass Daisy eine ganz eigene Art hat die Dinge zu sehen und anzugehen.

Doch auch die Story an sich hat einiges zu bieten. Aufgrund des Klappentextes dachte ich einfach, es geht um eine nette Lovestory, doch wie so oft bei Büchern aus dem magellan Verlag steckt so viel mehr hinter der Geschichte. Was ist man bereit für die Liebe zu tun bzw. zu akzeptieren? Macht Liebe wirklich blind? Wie weit darf man in der Liebe gehen? Und was ist, wenn die Freundinnen gegen den Freund sind? Ich fand es sehr interessant, mich mit diesen Fragen zu beschäftigen und denke, dass sie vor allem auch für jüngere Leser, für die dieses Buch geschrieben wurde, sehr interessant und wichtig sind. Ohne belehrend zu wirken zeigt die Autorin Rachel McIntyre auf, was bei einer gesunden Beziehung wichtig ist und ab wann man besser einen Schlussstrich ziehen sollte. Ich fand es sehr gelungen, wie die Autorin diese wichtigen Themen in ihre Story eingeflochten hat. So bekommt dieses witzige Jugendbuch auch eine ernste Seite, die mir sehr gut gefallen hat und diese Geschichte zu etwas Besonderem macht.

Durch die witzige Art der Protagonistin und ihre einzigartigen Gedanken, denen man während der Geschichte folgt, verfliegen die Seiten nur so und man liest sich locker-leicht und flüssig durch das Buch. Ich habe gar nicht gemerkt, wie schnell ich am Ende angelangt war und hätte ehrlich gesagt noch ewig weiterlesen können, so sehr hab ich das Buch und die Sichtweise der Protagonistin genossen.

Fazit:

Mit „Überlieben in 10 Schritten“ ist der Autorin Rachel McIntyre wirklich ein einzigartiges Jugendbuch gelungen. Die Protagonistin hat mich mit ihrer sarkastischen, leicht verrückten, aber liebenswerten Art total begeistert und obwohl sich das Buch locker-leicht und flüssig liest, hat es doch eine ernste und sehr bewegende Botschaft an seine jungen Leser. Einfach top!

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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227 Bibliotheken, 11 Leser, 1 Gruppe, 60 Rezensionen

chosen, bestimmte, emotione, rena fischer, fantasy

Chosen - Die Bestimmte

Rena Fischer
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Planet! ein Imprint der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 17.01.2017
ISBN 9783522505109
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

Zwei verfeindete Clans, die sie auf ihre Seite ziehen wollen.
Ein Internat für Schüler mit außergewöhnlichen Fähigkeiten, das ihr vorkommt wie ein Gefängnis.
Und ein Junge, den sie mehr liebt, als es gut für sie ist.
Zwischen Liebe und Verrat, Lüge und Verschwörung muss Emma die Wahrheit finden.
So schnell wie möglich, sonst werden sie sie kriegen. Und töten.

Quelle: http://www.thienemann-esslinger.de/planet/buecher/buchdetailseite/chosen-die-bestimmte-isbn-978-3-522-50510-9/

 

Schon von klein auf wurde Emma von ihrer Mutter eingetrichtert, ihre besondere Gabe zu verbergen und jedem Fremden zu misstrauen, ohne, dass Emma wusste, was dahinter steckt.

In Sensus Corvi, einem Internat mit Schüler mit außergewöhnlichen Fähigkeiten macht Emma sich auf die Suche nach Antworten. Wieso ist Emmas Mutter mit ihr untergetaucht und was führt der Schulleiter von Sensus Corvi wirklich im Sinn? Was hat Emmas Vater damit zu tun und wieso bringt jede Berührung von Aidan ihre Haut zum brennen? Und was hat es mit der Untergrundorganisation zu tun, die Emma für sich gewinnen will?

Bald schon weiß die junge Frau nicht mehr, was sie glauben und wem sie vertrauen soll. Ist sie wirklich nur ein Spielball der mächtigen Clans, die sich gegenseitig vernichten wollen oder hat sie die Macht etwas zu verändern? Und wieviel ist sie bereit dafür aufzugeben? Ihre Familie, ihre Freunde, die Liebe oder sogar ihr eigenes Leben?

 

Meine Meinung:

Bereits auf der Frankfurter Buchmesse, als mir das Buch zum ersten Mal vorgestellt wurde, war ich total begeistert. Eine Internatsgeschichte mit Jugendlichen mit besonderen Fähigkeiten? Das klang genau nach meinem Lesegeschmack, deshalb musste das Buch unbedingt bei mir einziehen.

Der Einstieg in das Buch fiel mir sehr leicht. Man lernt Emma, ihre beste und quirlige Freundin Liz und ihr Leben etwas kennen. Schnell wird klar, dass Emmas Mutter sie vor irgendjemandem versteckt hat, denn es gibt viele Regeln und das Mädchen musste schon sehr früh lernen, sich in gefährlichen Situationen richtig zu verhalten. Nur hat Emma nie erfahren, welche Gefahr es wirklich ist, die ihr droht. Deshalb ist sie auch völlig unvorbereitet, als sie schließlich in Sensus Corvi landet. Ich fand es auf jeden Fall toll, dass die Geschichte schnell an Fahrt aufnimmt. Es gibt kein langes Vorgeplänkel. Emma weiß um ihre Fähigkeit, hat jedoch nie gelernt, sie richtig einzusetzen. Das ist sicher keine neue Idee, aber mir gefiel es sehr gut, wie Rena Fischer diesen Umstand in die Geschichte einwob.

Im Internat erfährt man dann auch als Leser mehr über die verschiedenen und speziellen Fähigkeiten, erhält aber nur so viele Informationen wie Emma selbst und muss gemeinsam mit ihr die Welt von Sensus Corvi erst kennenlernen. Manchmal hatte ich zwar das Gefühl, es wären zu viele Informationen auf einmal und ich würde nie die Strukturen durchblicken, doch je länger ich las, desto tiefer wurde ich in die Geschichte hineingezogen und desto klarer wurde der Aufbau für mich. Ich war richtig fasziniert von der Welt von Rena Fischer und saugte jedes noch so kleine Detail neugierig in mich auf. Es hat mir total Spaß gemacht, die verschiedenen Fähigkeiten zu entdecken und überlegte, welche ich am coolsten fand und selber gerne hätte J

Was mir besonders gut an diesem Buch gefiel: Es hat keinerlei Längen. Da gibt es keine Situation, die nicht irgendwie bedeutend wäre, keine Pausen oder langweiliges Geplänkel. Jede Szene ist wichtig, um bewerten zu können, wem Emma vertrauen kann, wer es ehrlich mit ihr meint oder wer versucht sie zu manipulieren. Ständig wurde der Spielball hin- und hergeworfen. Neue Geheimnisse wurden aufgedeckt, die wieder ein ganz anderes Licht auf die Ereignisse geworfen haben und doch hält sich die Autorin so bedeckt, dass man sich wirklich bis zum Ende nicht sicher sein kann, wer die Guten und wer die Bösen sind. Das steigert die Spannung immer mehr und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, weil ich einfach wissen musste, ob Emma heil aus der Geschichte rauskommen würde. 

Ob ich das Buch allerdings wirklich ab 13 Jahren empfehlen würde, da bin ich mir nicht so sicher, da die Autorin doch sehr schonungslos mit ihren Protagonisten umgeht und auch das Thema Gewalt eine große Rolle darin spielt. Es ist sicher nichts für schwache Nerven, aber ich fand es (für mich) sehr passend und bin froh, dass die Ereignisse nicht so verniedlicht und abgemildert werden. Das hätte wahrscheinlich einfach nicht zur Geschichte gepasst und ich bin auch kein Fan davon, dass alle immer heil aus der Sache rauskommen. Von dem her hat die Autorin bei mir genau den Nagel auf den Kopf getroffen, doch ich bin auch schon deutlich jenseits der Zielgruppe.

Am Ende deckt die Autorin dann zwar einige Geheimnisse auf, schlägt jedoch nochmal eine ganz andere Richtung ein, die für den zweiten und letzten Teil noch einmal die Karten neu mischt. Das fand ich sehr gelungen, da jetzt alles wieder offen und somit alles passieren kann. Ich kann es kaum erwarten weiterzulesen, muss mich jedoch leider noch bis Herbst gedulden.

 

Fazit:

„Chosen – Die Bestimmte“ von Rena Fischer gehört jetzt schon zu meinen Jahreshighlights. Das Buch erfindet das Rad sicher nicht neu, doch die verschiedenen Fähigkeiten und der ganze Weltenentwurf mit all den Geheimnissen und Verschwörungen haben mich von Anfang an total fasziniert. Die Geschichte ist so spannend, dass ich mich kaum von ihr losreißen konnte und obwohl ich die Altersgrenze, wegen der vielen Gewalt, etwas höher ansetzen würde, bin ich doch begeistert, dass die Geschehnisse nicht so verharmlost werden. Am Ende mischt Rena Fischer die Karten noch einmal ganz neu, so dass es auch für den zweiten und letzten Teil spannend bleibt. Ich kann es jedenfalls kaum erwarten, mehr zu lesen.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

 

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67 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

tränenglut, dämonen, midnight, magie, lovestory

Midnight Eyes - Tränenglut

Juliane Maibach
Flexibler Einband: 344 Seiten
Erschienen bei Münch, Michaela, 01.11.2015
ISBN 9783000507021
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

Emilys schlimmste Befürchtungen bewahrheiten sich – ihre Liebe zu Ray ist nicht mehr länger geheim. Ausgerechnet seine Schwester erfährt von der Beziehung und versucht mit allen Mitteln die beiden auseinanderzureißen. Diese sieht nur einen Weg und kommt ihrer Widersacherin gefährlich nahe …
Emily kann nicht ahnen, dass sich im Hintergrund noch weitaus schrecklichere Dinge abspielen: Jemand, dem sie blind vertraut, übt Verrat an ihr und bringt damit nicht nur ihr Leben, sondern ganz Neffarell in Gefahr. Etwas Grauenhaftes wird befreit, dem sie sich nun entgegenstellen muss. Wem kann sie noch trauen und wie soll sie sich gegen ein Schicksal zur Wehr setzen, wenn alles verloren scheint?

(Quelle: http://www.juliane-maibach.com/?page_id=2411)

Emily und Ray können sich nur selten treffen, denn niemand in der Dämonenwelt soll wissen, dass die beiden ein Paar sind. Das könnte nämlich schlimme Folgen für Ray haben. Doch seine Schwester ahnt bereits, dass er ihr etwas verheimlicht und heftet sich an seine Fersen. Als sie schließlich Rays Geheimnis erfährt, kocht sie vor Wut. Wieso ist ihr Bruder bereit alles aufs Spiel zu setzen und das ausgerechnet für ein Menschenmädchen?

Doch während sich Emily und Ray Sorgen um Nayrel machen, zieht im Hintergrund jemand anderes die Fäden. Ausgerechnet jemand, der Emily nahesteht, verrät sie und öffnet so das Tor zur Hölle. Daraus kann ein gefährlicher Dämon fliehen, der ganz Neffarell zerstören könnte. Was ist Emily bereit zu opfern, um Rays Welt zu retten?

Meine Meinung:

Nachdem ich von Band 1 total begeistert war und auch Band 2 mir gut gefallen hat, freute ich darauf, zu erfahren, was der Abschluss der Midnight Eyes Reihe für mich bereithält. Der Epilog aus Band 2 gewährte mir ja schon einen kleinen Einblick und ich war sehr gespannt auf ein neues Abenteuer von Emily und Ray.

Anfangs findet man sich in der Menschenwelt wieder und erlebt den Alltag von Emily und ihrer besten Freundin Nell mit. So kann man sich erneut langsam an die Geschichte herantasten und ich mag die quirlige und etwas verrückte Nell auch total gerne, so dass es mir richtig Spaß machte, wieder in die Story einzutauchen.

Sehr gut gefällt mir auch, die Liebesgeschichte zwischen Emily und Ray. Obwohl sie es nicht leicht haben, steht für beide fest, dass sie auf jeden Fall zusammenbleiben wollen, komme was wolle. So gibt es kein nerviges Hin und Her zwischen den beiden. Das war eine wirklich schöne Abwechslung und ich hab es sehr genossen eine Liebesgeschichte ohne dieses Drama zwischen den Protagonisten lesen zu können. Das heißt aber nicht, dass es kein Drama gibt, das für Spannung sorgt. Doch dieses kommt von außen.

Da ist zum einen Nayel, Rays Schwester, die alles andere als begeistert von der Beziehung zwischen Emily und ihrem Bruder ist und versucht diese auf jeden Fall zu verhindern. Und natürlich auch die Bedrohung durch den Dämon und den Verrat an Emily. Dieser führt den Leser schließlich auch in die Welt der Dämonen, was ich richtig großartig fand. Endlich erfährt man mehr über Ray, seine Aufgaben als Wächter und wie das Leben in Neffarell abläuft. Ich war total begeistert davon, was sich die Autorin Juliane Maibach dazu alles ausgedacht hat und genoss jede Seite, die ich in der Dämonenwelt verbringen durfte.

Doch auch für reichlich Spannung ist gesorgt. Durch die Bedrohung von außen spitzt sich die Situation immer weiter zu und irgendwann sind die Nerven des Lesers zum Zerreißen gespannt. Ich konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie die Geschichte für Emily und Ray ausgeht. Bevor ich das jedoch erfuhr, hielt die Autorin noch einige Überraschungen für mich bereit, die mich noch mehr begeisterten.

Viel zu schnell war ich am Ende des Buches angelangt und konnte nach einem schönen, runden Abschluss diese Reihe mehr als zufrieden beenden.

Fazit:

Mit „Midnight Eyes – Tränenglut“ ist der Autorin Juliane Maibach ein wirklich fantastischer Abschluss gelungen. Die Spannung spitzt sich immer weiter zu, die Liebesgeschichte ist bezaubernd und die Dämonenwelt hat mich fasziniert und begeistert. Ich konnte das Buch erst wieder aus der Hand legen, als ich diese tolle Trilogie mehr als zufrieden beendet hatte.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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24 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

zukunft, mittelalterlich, science-fictio, fantasy, macht

Das Geheimnis der Sternentränen

Anke Höhl-Kayser
Buch: 350 Seiten
Erschienen bei Bookspot Verlag, 03.01.2017
ISBN 9783956690730
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Inhalt:

Im Jahr 2162 ist die Erde hoffnungslos verseucht. Um die Umweltbedingungen vergangener Tage erforschen zu können, richtet die Wissenschaftlerin Jade einen Zeitkorridor ein.
Da steht plötzlich Ranon vor ihr – der junge Mann, der vom mittelalterlichen Planeten Ägeon stammt, ist über den Korridor auf die Erde gelangt! Das Potenzial des Portals zwischen den Welten bleibt nicht unbemerkt: Die beiden Despoten, die über die Erde und Ägeon herrschen, wollen es jeweils für sich nutzen, um den anderen Planeten zu erobern …

Als Jade und Ranon entdecken, dass ihnen dabei eine ganz besondere Rolle zugedacht ist, fliehen sie gemeinsam vor den Häschern der Regenten. Zusammen mit Keiare, einem humanoiden Echsenwesen, versuchen sie, die Pläne der Herrscher zu durchkreuzen und stoßen dabei auf eine geheimnisvolle Legende um die Tränen der Königin Risa. Ist sie der Schlüssel, der es Jade und Ranon erlaubt, das Schicksal ihrer Welten noch zu wenden?

(Quelle: http://www.hoehl-kayser.de/index.php)

Im Jahr 2162 ist die Erde so verseucht, dass die Menschen nur in Schutzanzügen hinausgehen können. Ansonsten verschanzen sie sich in speziell errichteten Türmen. Um die Lebensbedingungen zu verbessern, will die Regentin der Erde in die Vergangenheit reisen. Doch anstatt ein Portal ins Mittelalter zu öffnen, schafft die Wissenschaftlerin Jade einen Korridor auf den Planeten Ägeon, der der Erde sehr ähnlich ist.

Doch auch dort ist die Umwelt verseucht, die wenigsten Kinder überleben die ersten Jahre. Deshalb sucht auch der Herrscher von Ägeon nach einer Lösung. Diese scheint zum Greifen nahe, als Ranon aus Ägeon durch Jades Portal auf der Erde landet.

Während die Despoten erste Kriegspläne schmieden, erkennen Jade und Ranon jedoch, was wirklich vor sich geht und versuchen eine friedliche Lösung für alle Bewohner zu finden. Kann ihnen das Schwarzfeuer, ein humanoides Echsenwesen Keiare dabei helfen? Und was hat die Legende um die Sternentränen mit all dem zu tun?

Meine Meinung:

Als ich den Klappentext dieses SciFi-Abenteuers gesehen habe, war für mich klar, dass ich dieses Buch lesen muss.

Anfangs begleitet man Jade und erfährt so, wie es inzwischen auf der Erde aussieht und unter welchen Bedingungen die Menschen leben müssen. Sehr interessant war für mich die Idee, dass die Welt von Frauen regiert wird und Männer eher als „minderwertig“ gelten. Diesen Umstand fand ich ehrlich gesagt etwas witzig, weiß aber nicht, ob männliche Leser mit ähnlichem Humor darauf reagieren. Auf jeden Fall ist es der Autorin Anke Höhl-Kayser sehr gut gelungen, ihren Weltenentwurf dem Leser näherzubringen und schlüssig darzustellen, so dass ich mir ein gutes Bild von den Geschehnissen und Begebenheiten machen konnte.

Relativ schnell wird dem Leser auch klar, dass Jade etwas Besonderes ist. Zwar werden die Arbeiterinnen extra gezüchtet, so dass sie nie etwas in Frage stellen und zu absolutem Gehorsam neigen, doch Jade fällt etwas aus dem Rahmen. Sie sehnt sich einfach nach mehr, rebelliert aber auf ihre Weise. Damit war sie mir total sympathisch und ich freute mich darauf, mehr über sie zu erfahren.

Doch neben Jades Sicht, wird die Geschichte auch schnell aus Sicht von Ranon erzählt und man wird in die Welt von Ägeon eingeführt. Dort herrschen eher noch mittelalterliche Strukturen und ich liebte den Gegensatz, der sich zur Erde bildet.

Auch Ranon mochte ich sofort. Er hat ein schweres Schicksal, das ihn ein wenig verzweifeln lässt und trotzdem ist er voller Hoffnung. Ich mochte es sehr, dass er nicht der typische, perfekte Held war, sondern seine kleinen Schwächen hatte.

Im ersten Teil des Buches geht es ausschließlich um Jade und Ranon, um ihre Welten und ihre erste Begegnung. Sehr überrascht war ich dann, als im zweiten Teil weitere Personen eingeführt werden und die Geschichte plötzlich aus deren Sicht erzählt wird. Zuerst war ich etwas enttäuscht, weil ich ja eigentlich wissen wollte, wie es mit Jade und Ranon weitergeht, wurde aber schnell getröstet, da die neuen Sichtweisen auch noch einmal einen ganz anderen Blick auf die beiden Welten und die Geschehnisse darin mit sich brachten. Das fand ich richtig toll und sehr gelungen. So bekommt man immer mehr Informationen, versteht die Zusammenhänge besser und kann sich ein genaueres Bild von allem machen, denn es steckt so viel mehr hinter den Ereignissen, als man zu Beginn dachte. Hier wird sehr deutlich, dass die Welt, die Anke Höhl-Kayser geschaffen hat, sehr komplex und gut durchdacht ist.

Anders als in den meisten Jugendbüchern, die ich sonst lese, musste ich bei „Das Geheimnis der Sternentränen“ wirklich mitdenken und am Ball bleiben, um alle Zusammenhänge zu verstehen und trotzdem war der Schreibstil so schön flüssig, dass ich am Buch kleben blieb, komplett in der Welt von Jade und Ranon versankt und es richtig genossen habe.

Zudem schaukeln sich die Ereignisse immer weiter hoch, so dass jede Menge Spannung entsteht. Die Charaktere sind dabei so vielschichtig, dass man sowohl bei den Protagonisten, als auch den Antagonisten und Nebencharakteren nie sicher sein kann, auf welcher Seite sie wirklich stehen oder was ihre wahren Beweggründe sind. Das bringt zusätzlich Spannung in die Geschichte, so dass ich richtig mitgefiebert habe.

Total begeistert war ich, dass dieses Buch ein Einzelband ist und statt einem fiesen Cliffhanger, ein schönes, rundes Ende auf mich wartete.

 

Fazit:

Mit „Das Geheimnis der Sternentränen“ ist der Autorin Anke Höhl-Kayser ein komplexes und spannendes SciFi-Abenteuer gelungen. Die Charaktere sind sympathisch und vielschichtig und der Schreibstil flüssig und gut zu lesen. Ich bin richtig abgetaucht in die Geschichte und habe jede Seite genossen.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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198 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 34 Rezensionen

fantasy, alana falk, arena verlag, sterne, gesellschaft

Das Herz der Quelle - Sternensturm

Alana Falk
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Arena, 03.01.2017
ISBN 9783401602905
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

Es ist der größte Moment in Lilianas Leben und sie fürchtet ihn genauso sehr, wie sie ihn herbeisehnt. Endlich soll sie in die Gemeinschaft des Hohen Rates aufgenommen und mit ihrer Quelle verbunden werden. Denn jeder Magier braucht eine menschliche Energiequelle, um zaubern zu können. Doch es ist ausgerechnet Chris, der Liliana zugeordnet wird. Chris, der sich der Gemeinschaft verweigert und dessen früherer Magier auf ungeklärte Weise ums Leben kam. In seinen Augen sieht Liliana nichts als Hass. Es bleibt nicht viel Zeit, um sein Vertrauen zu gewinnen, denn in den Tiefen unter Neuseeland braut sich eine schreckliche Katastrophe zusammen und nur Liliana und Chris können sie aufhalten. 

(Quelle: http://www.arena-verlag.de/artikel/das-herz-der-quelle-sternensturm-978-3-401-60290-5)

Liliana ist eine Magierin, doch um ihre Kräfte nutzen zu können, braucht sie einen Menschen als Quelle. Genau diese soll ihr jetzt zugeteilt werden. Doch Liliana fürchtet sich etwas vor diesem Moment: Was, wenn sie es nicht schafft, die Quelle zu nutzen oder wenn sie sich nicht mit ihrer Quelle versteht?

Und genau das trifft schließlich auch ein: Denn ihr wird ausgerechnet Chris zugeteilt, der es gar nicht einsieht, sich als Quelle unterzuordnen. Im Gegenteil, er scheint die Magier und alles, was mit ihnen zu tun hat, geradezu zu hassen.

Auch der Umstand, dass sein vorheriger Magier auf unerklärliche Weise gestorben ist, trägt nicht gerade dazu bei, dass er und Liliana sich vertrauen. Und Vertrauen ist doch die wichtigste Basis für eine Quelle und ihren Magier. Denn nur, wenn sie sich gegenseitig vertrauen, können sie die Magie nutzen, um unschuldige Menschen zu beschützen und genau das ist ihre Aufgabe … .

Meine Meinung:

Ein neues Buch von Alana Falk, noch dazu mit so interessantem Klappentext und bezauberndem Cover musste natürlich unbedingt bei mir einziehen.

Etwas überrascht war ich über den Beginn der Geschichte, der aus Sicht einer Magierin namens Adara erzählt wird. Eigentlich dachte ich, es würde um Liliana gehen, doch nachdem ich die Magierin dabei begleitet habe, wie ihre Quelle wegen Verrat hingerichtet wurde, war ich sofort in der Geschichte und den Ereignissen gefangen und freute mich darauf, einfach mehr über die Welt der Magier und ihrer Quellen zu erfahren.

Im nächsten Kapitel springt man dann in Lilianas Leben und erfährt einiges über den Weltenentwurf von „Sternensturm“. Ich fand es sehr interessant, wie die Autorin Alana Falk ihre Welt aufgebaut hat. Die Magier können ohne Quelle nicht zaubern und doch haben Quellen keinerlei Rechte, sondern unterstehen dem Magier und müssen quasi alles tun, was dieser sagt und ihnen immer zur Verfügung stehen. Für mich war das total spannend, denn eigentlich wollte ich die Magier ja „mögen“, da sie mit Hilfe ihrer Kräfte Gutes tun, indem sie z.B. Naturkatastrophen verhindern, aber der Umgang mit den menschlichen Quellen warf doch seine Schattenseiten auf diese Gemeinschaft. Dieser Umstand schreit geradezu danach, explosiver Zündstoff für eine Rebellion zu werden und ich freute mich sehr darauf, zu sehen, wie sich das Ganze entwickeln würde. Wie ein Damoklesschwert schwebte dieser Konflikt ständig über der Geschichte, was bei mir ein gewisses Kribbeln im Nacken verursachte, so sehr fieberte ich mit.

Fortan begleitet man abwechselnd Liliana und Adara durch ihr Leben und während Liliana sehr mit den Problemen mit Chris beschäftigt ist und man in ihren Kapitel mehr über die Verbindung von Quelle und Magier erfährt, bekommt man durch Adara einen tieferen Einblick in die Ungerechtigkeiten und wie einzelne Personen darauf reagieren. Das fand ich sehr gelungen, da man so einen guten Einblick in das Gesamtkonstrukt bekommt und sowohl etwas Persönlicheres über die Protagonisten erfährt, als auch etwas Abstand bekommt, um das Ganze etwas von außen zu betrachten und sich eigene Gedanken zu machen. Diese beiden Sichten fand ich zusätzlich gut, da Liliana doch sehr naiv an das Ganze herangeht und teilweise Dinge tut, die ich nicht guthieß und sie weniger sympathisch machten. Adara war zwar für mich auf den ersten Blick auch nicht die große Sympathieträgerin, ich konnte ihre Motive aber besser nachvollziehen. Doch auch Chris ist eine wirklich interessante Persönlichkeit und obwohl er etwas hinter Liliana zurückbleibt, erfuhr ich doch auch gerne mehr über ihn. So hat man immer jemanden, mit dem man mitfiebern konnte.

Und während ich die Ereignisse verfolgte, Liliana und Adara begleitete und an ihrem persönlichen Schicksal teilnahm, ließ die Autorin Alana Falk plötzlich eine Bombe platzen, die ich so gar nicht erwartet hatte. Ich musste richtig innehalten beim Lesen und war einfach nur total geflasht. Was für eine geniale Wendung! Plötzlich sah ich noch einmal alles in einem anderen Licht und konnte gar nicht glauben, was die Autorin quasi vor meiner Nase konstruiert hat, ohne dass ich die leiseste Ahnung davon hatte. Es begeistert mich ja immer total, wenn mich Autoren so dermaßen überraschen können (was inzwischen gar nicht mehr so leicht ist) und genau das ist Alana Falk gelungen. Ein großes Kompliment für diese Entwicklung.

Am Ende gibt uns die Autorin dann etwas Zeit, uns wieder etwas zu entspannen, was nach dieser Überraschung auch zwingend nötig war, was jedoch nicht heißt, dass es nicht genug Spannung für die Fortsetzung gibt, auf die ich mich schon jetzt sehr freue. Ich hoffe, ich muss nicht allzu lange darauf warten, denn ich muss unbedingt wissen, wie es mit den Magiern und ihren Quellen weitergeht.

 

Fazit:

Alana Falk ist mit ihrem „Sternensturm“ ein wahrer Geniestreich gelungen. Der Weltenentwurf hat mich sehr fasziniert und durch die Protagonisten schafft sie es, sowohl eine persönliche Ebene, als auch einen Blick von außen auf die Ereignisse zu gewähren. Doch am meisten hat mich eine Wendung überrascht, die vor meiner Nase konstruiert wurde und die ich doch niemals auch nur erahnt hätte. Damit hat mich die Autorin total geflasht und ich bin einfach nur begeistert von diesem genialen Buch.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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378 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 58 Rezensionen

hexen, fantasy, liebe, magie, kampf

Everflame - Verräterliebe

Josephine Angelini
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Dressler, 24.10.2016
ISBN 9783791526324
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

Lily hat ihre Macht angenommen und macht weit im Westen eine bedeutsame Entdeckung. Doch kann sie Außenländer, Hexenzirkel und Stadtrat gegen die Armee des Westens vereinen und gleichzeitig einen Bürgerkrieg mit den 13 Städten verhindern? Ein fast aussichtsloser Kampf. Welche ihrer Freunde werden ihr dabei treu zur Seite stehen und wer wird überleben? Lily muss lernen, ihren Verbündeten zu trauen und am Ende ihrem Herzen zu folgen.

(Quelle: http://www.oetinger.de/nc/schnellsuche/titelsuche/details/titel/1326324/18898/26779/Autor/Josephine/Angelini/Everflame___Verr%E4terliebe.html)

Lily und ihr Zirkel wurden nach einem verlustreichen Kampf von einem Schwarm Bienenwirker entführt und vor das Stadttor von Bower City im Westen gebracht. Dort werden sie freundlich empfangen und auf den ersten Blick sieht es so aus, als wäre die Stadt perfekt: Es gibt weder Krankheit noch Verbrechen. Doch irgendetwas Seltsames scheint in Bower City vorzugehen.

Als Lily und ihre Gefährten schließlich hinter das Geheimnis kommen, gibt es nur noch einen Weg für sie. Dafür brauchen sie jedoch Verbündete. Welcher ihrer Freunde steht wirklich hinter Lily und wie weit ist sie selbst bereit für einen Sieg zu gehen?

Meine Meinung:

Nach dem Ende von Band 2 brannte ich darauf, endlich zu erfahren, wie es mit Lily und ihrem Zirkel ausgehen würde. Allerdings muss ich sagen, dass mir, ähnlich wie bei Band 2, der Einstieg schwer fiel. Die Autorin spart auch hier sehr mit Rückblenden und ich hatte nicht mehr alle Geschehnisse, Charaktere und ihre Verbindungen im Kopf, so dass ich mich erst wieder sortieren musste.

Das Setting des Buches ist auch völlig neu, so dass ich fast das Gefühl hatte, in einer neuen Geschichte zu stecken. Die Idee mit der Stadt und dem Bienenschwarm, der alles kontrolliert fand ich jedoch sehr interessant und war gespannt darauf, hinter das Geheimnis zu kommen. Durch die neue Umgebung und neue Charaktere kommt auch wieder neuer Schwung in die Geschichte, was mir sehr gut gefiel.

Währenddessen beobachtet man, wie Lily sich entwickelt, wie sie mit sich und dem Hexendasein ein  bisschen kämpft und wie sie und Rowan sich langsam wieder annähern. Diese Entwicklungen fand ich toll, doch in der Geschichte selbst führen sie teilweise dazu, dass zu wenig passiert, so dass es in meinen Augen etwas dauert, bis die Geschichte an Fahrt aufnimmt und der große Showdown eingeleitet wird. Dadurch leidet die Spannung etwas, die sich nur sehr langsam aufbaut.

Trotzdem hält Josephine Angelini auch in diesem Band einige Überraschungen für uns bereit und glänzt mit Wendungen, die ich so sicher nicht erwartet hätte. Damit konnte sie mich wieder richtig begeistern und fesselte mich trotz allem an das Buch.

Den großen Showdown hätte ich mir dann jedoch etwas spektakulärer vorgestellt. Natürlich weiß man bei dieser Art von Büchern meist schon, wie sie enden, aber obwohl es eine spannende Entwicklung gab, hat mir das gewisse Extra gefehlt, das dieses Buch von anderen abgehoben und zu etwas Besonderem gemacht hätte. Am Ende schlug ich es zufrieden, aber nicht begeistert zu.

Fazit:

Josephine Angelini hat mir auch in diesem Band den Einstieg durch fehlende Rückblenden erschwert, wartet dann aber mit einem neuen, interessanten Setting und einer tollen Entwicklung ihrer Charaktere auf. Trotz spannender Wendungen und einiger Überraschungen hatte das Buch ein paar Längen und auch beim großen Showdown hat mir das gewisse Extra gefehlt, deswegen gibt es für diesen soliden, aber nicht herausragenden Abschluss Punktabzug.

Von mir bekommt das Buch 3,5 Punkte von 5.

 

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19 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

Törtchen zum Verlieben

Silvia Konnerth
E-Buch Text: 293 Seiten
Erschienen bei null, 09.01.2017
ISBN B01N5O57OW
Genre: Liebesromane

Rezension:

Inhalt:

Die erfolgreiche Boulevardjournalistin Victoria liebt ihren Job über
alles. Für die Skandalreportage über eine geheimnisvolle Schriftstellerwitwe erschleicht sie sich sogar einen Posten als Köchin, obwohl Victoria überhaupt nicht kochen kann.
Als der Schwindel auffliegt, lässt sie sich auf einen ungeheuerlichen Deal mit ihrer neuen Arbeitgeberin ein und reist notgedrungen mit der Millionärin und deren übellaunigen Sohn nach Spanien.
Doch dann steht die gewiefte Journalistin plötzlich vor einer Entscheidung, die mehr mit ihren Gefühlen als mit dem Verstand zu tun hat. Kopf oder Herz – welche Schicksalskarte wird Victoria wählen?

(Quelle: https://www.silviakonnerth.de/b%C3%BCcher/t%C3%B6rtchen-zum-verlieben/)

Victoria arbeitet als Journalistin und würde für einen guten Artikel alles tun. Als sie von ihrem Chef auf die Schriftstellerwitwe Leonore von Himmelsthal, die seit dem Tod ihres Mannes sehr zurückgezogen lebt, angesetzt wird, muss sie sich etwas einfallen lassen, um an die Millionärin ranzukommen.

Was ist da besser, als ihre Köchin zu bestechen, krankzumachen und sie als Vertretung einzusetzen. Blöd nur, dass Victoria überhaupt nicht kochen kann und der Schwindel nach Dosenravioli schnell auffliegt. Doch anders als erwartet, wirft Leonore sie nicht sofort hochkant raus, sondern schlägt ihr einen Deal vor, den Victoria nicht ablehnen kann. Selbst, wenn sie dafür mit der Millionärswitwe und ihrem immer schlecht gelaunten Sohn Alexander nach Spanien fliegen muss.

Doch bald schon muss die junge Frau sich eingestehen, dass es im Leben um mehr geht, als nur um einen guten Artikel und ihre Karriere als Journalistin … .

Meine Meinung:

Ich durfte Silvia Konnerth auf der Frankfurter Buchmesse kennenlernen und da ich sie sofort sympathisch fand, musste ich natürlich auch eines ihrer Bücher lesen. Der Klappentext und das Cover von „Törtchen zum Verlieben“ haben mich dabei sofort angesprochen, so dass ich mich sehr freute, dass ich es lesen durfte.

Im Prolog lernt man zunächst Leonore kennen und man merkt gleich, dass sie ein gutes Herz hat, so dass ich sie sofort gernhatte. Und auch im weiteren Verlauf der Geschichte fand ich Leonore einfach nur großartig. Sie ist so einzigartig, irgendwie kommt sie einem ein wenig verrückt vor, aber eigentlich hat sie den totalen Durchblick und alles im Griff und zieht im Hintergrund die Fäden. Einfach nur herrlich diese Frau.

Danach springt man zu Victoria und begleitet sie zu einem Interviewtermin, der so gar nicht so läuft, wie sie sich das wünscht. Ich fand auch Victoria sofort richtig klasse. Sie ist eine unabhängige, junge Frau, die genau weiß, was sie will und mit beiden Beinen fest im Leben steht. Für eine gute Story würde sie allerdings auch über Leichen gehen. Doch wer seinen Job liebt, versteht das natürlich. Dabei gefiel es mir besonders, welch verrückte Ideen die Protagonistin an den Tag legt. Diese  bringen nämlich einiges an Humor in die Geschichte. Wenn ich da an ihre Kochversuche denken … ich schmeiß mich immer noch weg vor lachen. Da ich selbst sehr gerne koche und experimentiere, fand ich diese Szenen besonders gelungen und überlegte mir, wie wohl die Gerichte von Victoria schmecken würden.

Etwas überrascht war ich, dass ich im nächsten Kapitel in Alexanders Welt eintauchen durfte. Die Geschichten werden nämlich abwechselnd aus Sicht von Victoria und Alexander erzählt, was mich total freute. Ich hätte eher damit gerechnet, nur in die weibliche Gedankenwelt eintauchen zu dürfen, aber ich liebe es ja, wenn Geschichten aus verschiedenen Perspektiven erzählt werden und vor allem auch, wenn man einmal die männliche Sichtweise präsentiert bekommt.

Natürlich ist die Liebesgeschichte vorhersehbar, aber das ist dem Leser bei dieser Art Genre ja von Anfang an klar und auch gar nicht wirklich wichtig, denn wichtig ist nur der Weg dorthin und wie sich die Geschehnisse entwickeln und ich fand die Geschichte einfach nur süß und bezaubernd. Man reist gemeinsam mit den Protagonisten und einer eher ungewöhnlichen Truppe nach Spanien und verbringt dort einige schöne Tage, durch die ich mich selbst auch nach Sonne, spanischem Gebäck und gutem Wein sehnte und muss über so manche Situation einfach nur schmunzeln. Mir hat es auf jeden Fall total viel Spaß gemacht, zu lesen, wie sich die Dinge entwickelten, wie Leonore es geschickt eingefädelt hat, dass am Ende alles so kommt, wie sie es wollte und wie sie doch noch selbst überrascht wurde.

Ich konnte das Buch, vor allem auch durch den locker-leichten und fröhlich-flüssigen Schreibstil einfach nur genießen und mir bei dem kalten Wetter ein paar schöne und sonnige Gedanken machen.

 

Fazit:

Mein erstes Buch von Silvia Konnerth hat mir total viel Spaß gemacht. Die Autorin überzeugte mich mit ihren sympathischen, liebeswerten und einmaligen Charakteren, begeisterte mich mit vielen humorvollen Szenen und ließ mich durch ihren locker-leichten, fröhlich-flüssigen Schreibstil einfach durch die Seiten und die Geschichte fliegen. Das war sicher nicht mein letztes Buch dieser Autorin, denn mit „Törtchen zum Verlieben“ hat sie in mir einen neuen Fan gefunden.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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615 Bibliotheken, 18 Leser, 1 Gruppe, 135 Rezensionen

fantasy, marie lu, jugendbuch, young elites, verrat

Young Elites - Die Gemeinschaft der Dolche

Marie Lu , Sandra Knuffinke , Jessika Komina
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Loewe, 16.01.2017
ISBN 9783785583531
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

Über Nacht verfärbten sich Adelinas wunderschöne schwarze Haare plötzlich silbern. Seit sie das mysteriöse Blutfieber überlebte, ist die Tochter eines reichen Kaufmanns gezeichnet und von der Gesellschaft verstoßen. Aber die Krankheit hat ihr nicht nur eine strahlende Zukunft genommen, sondern auch übernatürliche Kräfte verliehen. Und Adelina ist nicht die Einzige. Die Gemeinschaft der Dolche wird vom König gejagt und gefürchtet, denn mit ihren unerklärlichen Fähigkeiten sind sie imstande, ihn vom Thron zu stürzen. Doch dazu benötigen sie Adelinas Hilfe ...

(Quelle: http://www.loewe-verlag.de/titel-0-0/young_elites_die_gemeinschaft_der_dolche-7836/)

Adelina, Tochter eines reichen Kaufmanns, litt als Kind am Blutfieber und ist seither körperlich gezeichnet. Dadurch wird sie in der Gesellschaft zu einer Malfetto, einer Ausgestoßenen. Selbst ihr eigener Vater ist seitdem grausam zu ihr.  

Nach jahrelangem Martyrium will die junge Frau endlich ihr Leben selbst in die Hand nehmen. Doch da erwachen die Fähigkeiten, die ihr das Blutfieber verliehen hat. Eine Kraft wird entfesselt, die Adelina noch tiefer in Schwierigkeiten bringt.

Zum Glück gibt es aber „Die Gemeinschaft der Dolche“, eine Gruppe von Leuten, die ebenfalls verschiedene Fähigkeiten besitzen und es sich zum Ziel gemacht hat, Menschen wie Adelina aufzuspüren und zu retten. Sie wollen den König stürzen und die junge Frau soll ihnen dabei helfen. Dafür muss sie jedoch lernen ihre Kraft zu beherrschen, sonst ist sie für alle eine Gefahr und auch für sich selbst … .

Meine Meinung:

Nach der Legend-Trilogie von Marie Lu war klar, dass ich jedes weitere Buch der Autorin lesen würde, deshalb fieberte ich dem Erscheinen von „Young Elites“ schon sehr entgegen und fing auch sofort mit dem Lesen an.

Das Setting hat mich dabei von Anfang an sehr fasziniert. Es erinnert an das Venedig der Renaissance. Es gibt Könige und Kaufmänner, Freudenhäuser und schicke, ausladende Kleider. Ich liebte es, in diese Umgebung einzutauchen und mehr über die Umstände des Blutfiebers und ihrer Auswirkungen zu erfahren. Viele Leute sind daran erkrankt und auch daran gestorben. Andere dagegen, so wie Adelinas Schwester Violetta gesunden und wieder andere, wie Adelina selbst kennzeichnet seitdem ein körperlicher Makel und macht sie damit zu einer Malfetto. Diese werden in der Gesellschaft verachtet. Die Leute fürchten sich teilweise vor ihnen, weil einige von den Malfettos seit der Krankheit geheimnisvolle Kräfte haben. Und wie es häufig so ist, werden Menschen, die anders sind nicht nur ausgestoßen, sondern auch verfolgt. Es erinnert beinahe ein bisschen an die Hexenjagd, denn auch hier gibt es eine Inquisition, die sich der Verfolgung der Malfettos verschrieben hat. Ich war total fasziniert und tauchte richtig in die Geschichte ein. Es gibt so vieles zu entdecken, aber die Autorin Marie Lu macht es dem Leser leicht, indem sie alle Ereignisse und Begebenheit beschreibt und für ihre Leser einsortierbar macht. So fand ich mich schnell in Adelinas Welt zurecht und konnte mich auf die Geschehnisse rund um die Protagonistin einlassen.

Diese ist auch wirklich sehr interessant, denn anders als andere Hauptdarsteller hat sie einen körperlichen Makel, der sie von anderen abhebt. Sie ist nicht das typische hässliche Entlein, das erst später erkennt, dass es eigentlich ein Schwan ist. Zwar wird sie von Anfang an als „schön“ beschrieben, doch ein fehlendes Augen und ein vernarbtes Gesicht passen einfach nicht so recht in dieses Bild. Und auch ihr Charakter ist nicht so rein und gut, wie man es von anderen Charakteren in Büchern kennt. Ich fand es sehr spannend zu erleben, dass Adelina auch eine dunkle Seite hat. Das hebt sie von anderen ab und erzeugte auch eine etwas düstere Stimmung im Buch, die mir sehr gut gefiel.

Neben Adelina gibt es einige weitere interessante Charaktere, die sich nicht so einfach in eine Schublade stecken lassen. Der Autorin Marie Lu ist es wirklich sehr gut gelungen, mich mit ihren Figuren zu überraschen. Ich versuchte mir ein Bild von ihnen zu machen, musste aber immer wieder feststellen, dass es nicht so einfach ist, sie einzusortieren. Das machte das Buch zusätzlich spannend.

Doch auch die Geschichte an sich bietet einiges, das mich mitfiebern ließ. Die Story rund um die Malfettos und ihrer Unterdrückung strotzt geradezu vor Zündstoff und die Spannung schaukelt sich von Seite zu Seite hoch, steigert sich ins Unermessliche und gipfelt schließlich in einem atemberaubenden Showdown. Ich konnte mich kaum von den Seiten lösen, so gierte ich danach, zu erfahren, wie sich die Malfettos gegen die Krone auflehnen und welche Rolle Adelina in dem Plan spielen würde. Dabei hält Marie Lu auch einige Überraschungen für ihre Leser bereit, die ich sicher nicht erwartet hätte und mich total begeistert haben.

Auch das Ende war ganz anders, als ich gedacht hätte und wirft noch einmal die gesamte Geschichte um, was ich richtig großartig finde. Ein Epilog aus einer ganz neuen Sichtweise bringt dann einen Cliffhanger der besonderen Art, der mich jetzt schon auf die Fortsetzung hinfiebern lässt, auf die ich leider noch bis Herbst warten muss. Es bleibt auf jeden Fall sehr spannend.

 

Fazit:

„Young Elites – Die Gemeinschaft der Dolche“ war für mich eine mehr als positive Überraschung. Das Setting ist bezaubernd und bietet einen spannenden Rahmen für die Geschichte, die auch jede Menge Zündstoff mit sich bringt. Die Protagonistin ist nicht die typische Heldin, sondern hat eine geheimnisvolle, düstere Seite und auch die übrigen Charaktere lassen sich nicht so einfach in eine Schublade stecken. In der Story selbst hält die Autorin einige Überraschungen für ihre Leser bereit und steigert die Spannung von Seite zu Seite, so dass sie schließlich in einem atemberaubenden Showdown endet. Am Schluss bekommt man dann noch eine ganz neue Erzählperspektive geboten, die einen Cliffhanger der besonderen Art bietet. Jetzt möchte ich einfach nur weiterlesen, um zu erfahren, was die Geschichte rund um die Malfettos noch für mich bereithält.

Ich bin einfach nur begeistert von diesem tollen, spannenden, etwas düsteren, aber doch atemberaubenden Buch.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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60 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

herzblut, debüt, elfenwächte, debütroman, schön

Elfenwächter - Weg des Ordens

Carolin Emrich
Flexibler Einband: 308 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 15.01.2017
ISBN 9783906829302
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt:

Die siebzehnjährige Tris wächst abgeschottet von der Außenwelt in einem Kloster auf – so wie alle Magier des Königreichs Alvid. Ihr Leben ist eintönig, daher wünscht sich die junge Frau nichts sehnlicher, als dem Wächter-Orden anzugehören, um ihre Gabe zum Schutze der Menschen einzusetzen.

Als ihr Traum plötzlich in Erfüllung geht, erhält sie von den Wächtern die Aufgabe, die Elfen auszukundschaften. Dieses Volk will sich trotz verlorenem Krieg nicht dem König unterwerfen und überfällt immer wieder die Dörfer in der Nähe seiner Landesgrenze.

Selbst überzeugt von den Missetaten dieser Wesen, trifft Tris auf einem Erkundungsritt den Elfen Avathandal, der jedoch gänzlich anders ist, als sie erwartet hat.

Als sie sich schließlich in ihn verliebt, ist sie hin- und hergerissen.

Mit einem Mal hegt die junge Magierin Zweifel an den Motiven der Wächter. Hat sie sich für die falsche Seite entschieden? Oder ist es Avathandal, der sie täuscht?

(Quelle: http://www.sternensand-verlag.ch/elfenwaechter-1-carolin-emrich.html)

 

 

Tris ist eine Magierin und wächst deswegen abgeschottet in einem Kloster auf, wo sie lernt, ihre Kräfte einzusetzen. Doch das Leben hinter dicken Mauern langweilt sie, deswegen träumt sie davon, bei den Wächtern aufgenommen zu werden.

 

Eines Tages erfüllt sich ihr Traum und sie darf ins Lager der Wächter ziehen. Eine ihrer Aufgaben besteht darin, die Elfen, die dem König Widerstand leisten, auszukundschaften. Als sie dabei auf Avathandal, den Elfen trifft, verändert sich alles, denn er ist so anders, als ihr immer eingetrichtert wurde.

 

Was steckt wirklich hinter der Feindschaft zwischen Elfen und dem König? Und was haben die Wächter damit zu tun? Tris muss sich entscheiden, wem sie vertrauen kann und sich für eine Seite entscheiden … .

 

 

Meine Meinung:

Der Klappentext hat mich sehr neugierig gemacht, da ich ein großer Fan von Fantasy bin, deswegen wollte ich das Buch unbedingt lesen.

Anfangs lernt man Tris und ihr Leben im Kloster kennen. Schon ab der ersten Seite wurde ich komplett in die Geschichte hineingezogen. Ich war fasziniert von der Welt der Magier und wollte herausfinden, wie die Magie funktioniert und was hinter dem Weltentwurf von Carolin Emrich noch steckt.

Tris war mir sofort sympathisch. Sie langweilt das eintönige Leben im Kloster und möchte endlich mehr mit ihrer Magie leisten. Dabei fand ich es sehr schön, dass Tris nicht die Überkräfte hatte. Sie scheint erst einmal eher durchschnittlich zu sein und doch merkt man sofort, dass mehr in ihr steckt. Ich fand sie sofort total liebenswürdig, aber gleichzeitig auch interessant und freute mich darauf, zu sehen, wie sie sich noch entwickeln würde.

Als die Protagonistin bei den Wächtern landet, beginnt ihre Ausbildung und sie lernt relativ schnell Avathandal kennen. Ich rechnete damit, dass es sofort zu Spannungen kommen würde, doch vorerst wird der Elf vom Wächter Troy akzeptiert und die drei verbringen immer wieder Zeit miteinander. Das hat mich total überrascht, aber ich freute mich darauf, mehr über die Elfen zu erfahren, was in den Gesprächen zwischen Tris und Avathandal auch der Fall ist.

Allerdings muss ich auch sagen, dass mir während dieser Zeit etwas die Spannung gefehlt hat. Die Geschichte scheint einfach vor sich hinzuplätschern und obwohl man merkt, wie in Tris langsam Zweifel gesät werden, hätte ich mir doch gewünscht, dass sich die Situation sichtbarer zuspitzt.

Der Schreibstil von Carolin Emrich ist jedoch immer schön flüssig und leicht zu lesen, so dass die Seiten auch so gut verfliegen und man das Buch schnell durchhat, auch, wenn die Spannung nicht so greifbar ist.

Die Liebesgeschichte konnte ich nicht so ganz nachvollziehen, für mich waren die Begegnungen der beiden Protagonisten eher sehr oberflächlich und sachlich. Doch andererseits entwickeln sich so die Gefühle langsam und sanft und nicht zu überstürzt. Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt, wie sich die Geschichte zwischen Tris und Avathandal noch entwickeln wird.

Zum Ende hin nimmt das Buch doch noch etwas an Fahrt auf und lässt auf eine spannende Fortsetzung blicken. Ich werde die Reihe auf jeden Fall weiter verfolgen.

Fazit:

„Elfenwächter – Der Weg des Ordens“ ist ein Auftakt, der eher langsam und ruhig in die Welt der Elfen und Magier einführt. Man erfährt mehr über die Protagonisten und ihre Leben und wird sachte an die Ereignisse herangeführt. Ich hätte mir ein wenig mehr Spannung gewünscht, bin mir aber sicher, dass das im Folgeband noch kommen wird. Ich freue mich auf jeden Fall darauf.

Von mir bekommt das Buch 4 Punkte von 5.

 

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358 Bibliotheken, 12 Leser, 2 Gruppen, 104 Rezensionen

cornwall, kate morton, familie, vergangenheit, familiengeheimnis

Das Seehaus

Kate Morton , Charlotte Breuer , Norbert Möllemann
Fester Einband
Erschienen bei Diana, 29.02.2016
ISBN 9783453291379
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt:

„Cornwall 1933: Die sechzehnjährige Alice Edevane fiebert dem Höhepunkt des Jahres entgegen, dem prachtvollen Mittsommernachtsfest auf dem herrschaftlichen Landgut ihrer Familie. Noch ahnt niemand, dass sich in dieser Nacht etwas Schreckliches ereignen wird. Ein Unglück, das so groß ist, dass die Familie das Anwesen für immer verlässt.

Siebzig Jahre später stößt Sadie auf das verfallene Haus an einem See. Sie geht den Spuren des Jungen nach, der in jener Nacht verschwunden sein soll. Die Suche nach Antworten führt Sadie tief in die Vergangenheit der Familie Edevane, zu einer verbotenen Liebe und tiefer Schuld …“

(Quelle: https://www.randomhouse.de/Buch/Das-Seehaus/Kate-Morton/Diana/e394452.rhd)

Mittsommernacht 1933: Die Familie Edevane freut sich auf ein prachtvolles Fest. Doch am nächsten Tag wird dieses von einem schrecklichen Ereignis überschattet: Der kleine Theo ist spurlos verschwunden. Eine Tragödie, von der sich die Familienmitglieder nie erholen und das Haus am See für immer verlassen.

Siebzig Jahre später stößt die suspendierte Polizistin Sadie beim Joggen durch Zufall auf das verlassene Anwesen. Was ist in dem Haus am See geschehen? Sadie, von Neugier getrieben, nimmt die  Ermittlungen auf und kommt schließlich dem Familiengeheimnis auf die Spur. Ein Geheimnis, das nicht nur die überlebenden Mitglieder der Familie Edevane für immer verändert… .

Meine Meinung:

Das Buch beginnt 1933 und man begleitet die sechzehnjährige Alice Edevane in der Nacht der Mittsommerparty. Doch was man da erfährt, lässt einen höchstens die wildesten Spekulationen anstellen, denn von der Lösung, was wirklich in jener Nacht passiert ist, ist man noch weit entfernt. Die Neugierde war bei mir jedoch ab da noch mehr geweckt.

Danach springt man ins Jahr 2003 und lernt Sadie und ihr eigenes, berufliches und privates Dilemma ein bisschen kennen. Schnell wird klar, dass auch hier eine eigene Geschichte auf den Leser wartet, die der Protagonistin etwas mehr Tiefgang verleiht. Doch auch hier hält sich die Autorin Kate Morton erst einmal noch bedeckt, was genau hinter den ganzen Ereignissen steckt.

Fortan springt man zwischen den Zeiten hin und her und lernt mehrere Mitglieder der Familie Edevane kennen. Ich war etwas überrascht, da ich eigentlich damit gerechnet hatte, die Geschichte würde sich hauptsächlich um Alice drehen, die zum Zeitpunkt des Geschehens sechzehn Jahre alt war und auch 2003 noch lebt. Doch Kate Morton beschränkt sich nicht nur auf eine Person, sondern gibt Einblicke in die gesamte Familie und ihre Denkweise. So erfährt man aus verschiedenen Perspektiven, was in jener Nacht passiert ist, ohne jedoch wirklich die Lösung präsentiert zu bekommen. Ich finde es großartig, wie es dieser Autorin immer wieder gelingt, mich auf falsche Fährten zu locken, so dass ich die wildesten Spekulationen anstelle und gerade, wenn ich meine, der Lösung des Geheimnisses nahe zu sein, alles noch einmal umschmeißt. So bin ich auch dieses Mal wieder an den Seiten geklebt, um jeden noch so kleinen Hinweis aufzusaugen und in das Gesamtbild einzufügen. Es macht einfach sehr viel Spaß, gemeinsam mit der Protagonistin Sadie Detektiv zu spielen.

Sehr schön ist dabei auch die Darstellung der Familie Edevane. Jeder Charakter bekommt seine Eigenschaften, seinen Platz innerhalb der Familie, seine zugeschriebene Rolle, an die er sich dann jedoch nicht immer hält. Ich fand es toll, mich in die Familie hineinzudenken, zu überlegen, wie ich in manch einer Situation gehandelt hätte und zu überlegen, was wohl hinter den Taten der einzelnen Mitglieder steckt. Die einzelnen Personen waren so liebevoll dargestellt und jede auf ihre Weise beschrieben, so dass sie vor meinen Augen richtig lebendig wurden. Dabei hat die Autorin immer auch darauf geachtet, die Begebenheiten der jeweiligen Zeit, wie z.B. die Rolle der Frau, authentisch in die Geschichte einzuarbeiten, was ich sehr spannend fand.

Trotz all dieser Geheimniskrämerei und der verschiedenen Rollenbilder, die es zu erfüllen gibt, vergisst Kate Morton jedoch auch die Emotionen nicht. Ich war richtig erstaunt, wie ich mit den einzelnen Familienmitgliedern mitgefiebert, gelitten und gelacht habe. Es war fast so, als wäre ich mit der Familie Edevane verbunden gewesen, so sehr zog sie mich in ihren Bann.

Dazu gibt es eine bezaubernde Kulisse: Das Haus am See. Die einzelnen Orte wurden so malerisch beschrieben, dass ich sie mir bildlich vorstellen konnte, gerne aber auch wirklich einen Ausflug dorthin unternommen und die Orte selbst erkundet hätte.

Und dann das Ende … ich kann nur sagen: WOW. Ich hab mit vielem gerechnet, aber nicht damit und ganz sicher auch nicht, dass sich der Kreis so perfekt schließen würde. Einfach nur total gut gelungen und absolut stimmig.

Fazit:

Kate Morton konnte mich mit „Das Seehaus“ wieder total begeistern. Obwohl das Buch 600 Seiten hat, ist es an keiner Stelle langweilig, so sehr wird man von der Familie Edevane und dem Haus am See in den Bann gezogen. Ich liebte es, die Motive der einzelnen Mitglieder zu erforschen, den Ereignissen nachzuspüren und Hinweise zu sammeln. Es machte mir riesig Spaß gemeinsam mit Sadie die Ermittlungen aufzunehmen und in der Familiengeschichte zu versinken. Trotz aller Detektivarbeit gelang es mir jedoch nicht, die wirklich Geschichte aufzudecken, so dass ich am Ende richtig überrascht und begeistert war.

Wer Familiengeschichten und –geheimnisse mag, darf nicht an Kate Morton vorbeigehen, sie ist eine Meisterin auf diesem Gebiet und ich liebe ihre Bücher.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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105 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 39 Rezensionen

geister, liebe, dark diamonds, annie j. dean, carlsen

Seelenhauch

Annie J. Dean
E-Buch Text: 439 Seiten
Erschienen bei Dark Diamonds, 28.10.2016
ISBN 9783646300109
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt:

Die 20-jährige Helen glaubt nicht an Geister. Als fertig ausgebildete Krankenschwester hat sie bereits einige Menschen sterben sehen, aber nie wurde sie von einer rastlosen Seele heimgesucht. Das ändert sich schlagartig, als sie sich nach einer scheinbar harmlosen Partie Gläserrücken plötzlich nicht mehr allein fühlt und von einem sterbenden Patienten um einen letzten Gefallen gebeten wird: Sie soll das Zuhause eines gewissen Kilian aufsuchen. Ihre Recherche führt sie in ein steinreiches Villenviertel und direkt in die Arme des attraktiven Jungdesigners Elias. Zusammen versuchen sie der Geschichte des verstorbenen Erben auf die Spur zu kommen – und werden dabei direkt in die Vergangenheit katapultiert…

(Quelle: https://www.carlsen.de/epub/seelenhauch/84791)

Helen hat bis jetzt nie an Geister geglaubt, was sich jedoch nach einer Partie Gläserrücken mit ihren Freundinnen ändert. Plötzlich scheint sie von einer rastlosen Seele geradezu verfolgt zu werden und diese scheint ihr etwas Wichtiges mitteilen zu wollen.

Bei ihrer Recherche landet sie schließlich bei der Villa des attraktiven Elias. Was hat dieser mit dem Geist zu tun und wieso hat auch er sonderbare Visionen aus der Vergangenheit. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach Antworten und kommen dabei einem unglaublichen Familiengeheimnis auf die Spur … .

Meine Meinung:

Der Prolog ist aus Sicht des Geistes geschrieben, ohne dass man erfährt, wer es ist und was hinter den ganzen Ereignissen steckt. Trotzdem hinterließ er bei mir eine Gänsehaut und ließ mich richtig neugierig auf das Buch werden.

Danach springt man zu Helen, lernt sie und ihre Freundinnen kennen und erlebt die Séance hautnah mit. Obwohl ich vom Klappentext her ja schon wusste, dass ein Geist auftauchen würde, schaffte es die Autorin Annie J. Dean doch, eine spannungsgeladene Atmosphäre aufzubauen, die mir einen kalten Schauer über den Rücken laufen ließ. Gemeinsam mit der Protagonistin versuchte ich Antworten darauf zu finden, was der Geist von ihr will und was hinter all dem wohl stecken würde. Doch die Autorin füttert uns immer nur mit kleinen Häppchen, die die Spannung bis ins Unermessliche steigerten.

Gemeinsam mit Helen beginnt man also mit den Recherchen und lernt dabei auch Elias kennen. Ich fand es wirklich sehr schön, dass die Geschichte nicht nur aus Sicht von Helen, sondern auch aus der Perspektive des männlichen Protagonisten erzählt wird. Es war toll auch mehr über Elias zu erfahren und seine Sichtweise der Dinge hautnah miterleben zu können. Ich konnte mich gar nicht entscheiden, welche Sicht ich lieber las, denn beide Protagonisten waren mir sofort sympathisch und ich konnte ihre Gedanken und Gefühle gut nachvollziehen und wollte gleichzeitig auch mehr über sie erfahren.

Doch das Hauptaugenmerk liegt ganz klar auf der Geschichte des Geistes. Dabei weiß man jedoch nie, welche wahren Beweggründe hinter seinem Handeln stecken. Immer wieder taucht die Seele bei Helen und Elias auf und zieht diese in die Vergangenheit. Annie J. Dean ist es dabei sehr gut gelungen eine Gänsehaut-Atmosphäre aufzubauen. Gemeinsam mit den Protagonisten spürte ich schon bald die einsetzende Kälte und hatte sogar das Gefühl nicht allein zu sein. Ich habe mich wirklich ein bisschen gegruselt muss ich sagen. Das ist jedoch nicht negativ gemeint, sondern eher dem Talent der Autorin geschuldet, der es gelungen ist, mich so sehr in ihre Geschichte zu ziehen, dass es für mich geradezu real wurde.

Natürlich fing ich auch an, meine eigenen Spekulationen anzustellen und mir ein Bild über die Ereignisse zu machen. Obwohl ich ein paar Dinge durchaus geahnt habe, hat mich Annie J. Dean mit ihrer Geschichte doch noch überrascht, denn mit dieser Entwicklung hätte ich am Ende sicher nicht gerechnet.

Wie man aufgrund des Klappentextes schon ahnen kann, gibt es natürlich auch eine Liebesgeschichte in „Seelenhauch“. Doch auch hier hat mich die Autorin etwas überrascht, da diese nicht den Stellenwert einnimmt, mit dem ich gerechnet hatte. Sie ist schön, authentisch und einfach süß, aber bleibt dennoch etwas im Hintergrund, was ich sehr genossen habe, da das mal etwas anderes ist im Vergleich zu anderen Büchern, in denen die Lovestory meist den Hauptteil der Geschichte einnimmt.

Und einen weiteren Pluspunkt bekommt das Buch, da es abgeschlossen ist. Endlich mal keine Reihe, sondern ein Einzelband, den man mit einem guten Gefühl abschließen und genießen kann.

 

Fazit:

Annie J. Deans „Seelenhauch“ hebt sich von anderen Büchern ab. Die Geschichte mit dem Geist fand ich erfrischend und zwar nicht neu, aber auch nicht schon hundert Mal aufgewärmt. Die Autorin schafft eine Atmosphäre, die mir eine Gänsehaut bescherte und mich so tief in die Geschichte hineinzog, dass ich das Gefühl hatte, selbst dabei zu sein. Ich stellte Spekulationen an und machte mir Gedanken und hätte doch nicht sagen können, was wirklich hinter dem Ganzen steckt. Ein rundum gelungenes Buch, das mich von der ersten bis zur letzten Seite mit gerissen und begeistert hat.

 

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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112 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 35 Rezensionen

erinnerungen, fantasy, familie, gabe, erinnerung

17 - Das erste Buch der Erinnerung

Rose Snow
Flexibler Einband: 278 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 24.11.2016
ISBN 9781540563828
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

Seit Jo denken kann, zieht sie mit ihrem Vater von Ort zu Ort, fast, als wären sie auf der Flucht. Als er ihr eröffnet, dass sie nun ausgerechnet im nasskalten Hamburg sesshaft werden sollen, hält sich ihre Begeisterung in Grenzen. Bis sie in ihrer neuen Schule zwei gutaussehenden Jungs begegnet, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Adrian, der Jo bewusst auf Distanz hält, und Louis, der sich offensichtlich für sie interessiert. Die zwei Jungs verbindet eine geheimnisvolle Rivalität, die Jo nicht zu deuten weiß – aber noch weniger versteht sie, was gerade mit ihr selbst los ist. Was für Bilder tauchen plötzlich in ihrem Kopf auf? Hat sie Halluzinationen? Oder sind das tatsächlich fremde Erinnerungen, in die sie kurz vor ihrem 17. Geburtstag auf einmal blicken kann?

(Quelle: http://www.rosesnow.de/17-2/)

Seit Jahren zieht Jo mit ihrem Vater von Ort zu Ort . Nie bleiben sie lange irgendwo, ganz so, als wären sie auf der Flucht. Doch auf der Flucht wovor?

Und sind sie in Hamburg vielleicht endlich sicher? Denn ausgerechnet dort will ihr Vater jetzt bleiben. Oder liegt das etwa an seiner neuen Freundin? Blöd nur, dass sich Jo in Hamburg so gar nicht wohlfühlt, was sicher auch an den Jungs liegt, die mit dem Umzug in ihr Leben getreten sind.

Adrian, zu dem sie sich auf magische Weise hingezogen fühlt, der sie aber immer auf Abstand hält. Luis, der sich für sie zu interessieren scheint, dem jedoch Adrian nicht über den Weg traut und dann ist da auch noch Finn, der ihr das Leben unnötig schwer macht.

Doch dieses ganze Chaos ist noch nicht alles, was sie beschäftigt: Seit kurzem scheint sie in die Erinnerungen anderer Leute eintauchen zu können. Bildet sie sich das nur ein oder hat sie eine besondere Gabe?

Meine Meinung:

Als ich das Buch zum ersten Mal sah, hab ich mich sofort in das Cover verliebt, aber auch der Inhalt klang richtig toll, so dass ich es einfach haben musste.

Gleich zu Beginn begleitet man Jo, aus deren Sicht in Ich-Form das Buch erzählt wird, beim Einzug in ihr neues Zuhause. Ich hatte sofort Mitleid mit der Protagonistin, die von einem Ort zum anderen ziehen und immer ihre Freundinnen hinter sich lassen muss. Leider gelingt der Start in der neuen Schule auch nicht besonders gut und dann erfährt sie auch noch, dass ihr Vater eine Freundin hat. Da kommt ganz schön viel auf Jo zu und ich war gespannt, wie die Protagonistin mit allem zurecht kommen würde. Allerdings muss ich sagen, dass ich überrascht war, dass Johanna auch eine fiese Seite zu haben scheint. Manche Aktion, die sie durchführte, konnte ich so gar nicht gutheißen, was ihr von mir einen Minuspunkt auf der Sympathieliste einbrachte. Zum Glück ist das nur anfangs so, zum Ende des Buches scheint die Protagonistin eine Entwicklung zu machen und andere Mittel zu wählen, um sich durchzusetzen.

Die männlichen Protagonisten fand ich sehr interessiert. Was sich laut Klappentext nach einer Dreiecksgeschichte anhörte, war jedoch nicht so ausgeprägt, dass es mich gestört hätte. Im Gegenteil, ich fand die Entwicklungen sehr spannend, vor allem, da es plötzlich drei Jungs sind, die in Jos Leben eine Rolle spielen, jeder auf seine Weise und ich freute mich darauf, zu sehen, wohin sich die Ereignisse entwickeln würden.

Etwas zu lange dauerte es mir, bis man etwas über Jos Gabe erfuhr. In diesem ersten Band scheinen die Entwicklungen in ihrem Privatleben mehr im Vordergrund zu stehen. Doch immer wieder hat uns das Autorenduo mit kleinen Häppchen zu Johannas Geheimnis gefüttert, so dass ich richtig neugierig wurde. Ich wollte unbedingt mehr darüber erfahren und tauchte gerne gemeinsam mit der Protagonistin in die Erinnerungen anderer ein, um mehr über diese besondere Gabe zu lernen. Ich fand die Idee sehr schön und es scheint mal etwas anderes im Fantasy-Genre zu sein.

Zum Ende hin verdichten sich endlich die Geschehnisse um Jos Fähigkeit und man wird mit einem fiesen Cliffhanger überrascht, der mich total begeistert zurücklässt, so dass ich ganz gespannt auf Band 2 warte, der zum Glück bald erscheint. Ich will auf jeden Fall wissen, wie es weitergeht und wohin die ganze Geschichte führt.

Fazit:

Dieser erste Band der neuen, fantastischen Reihe des Autorenduos Rose Snow ist ein Auftakt, der langsam in Jos besondere Gabe einführt. Im Vordergrund scheinen erst einmal die Entwicklungen im Leben der Protagonistin zu stehen, die mit ihrem neuen Umzug verbunden scheinen. Doch Rose Snow wären nicht Rose Snow, wenn es ihnen nicht gelingen würde, den Leser so neugierig auf die Geschehnisse zu machen, dass man unbedingt weiterlesen will. Jos Fähigkeit ist spannend und neu und der Cliffhanger am Ende lässt mich vermuten, dass da noch einiges auf uns zukommen wird. Ich freu mich jedenfalls sehr auf mehr von „17“. Eine tolle Reihe, die definitiv sehr viel Potenzial hat.

Von mir bekommt das Buch 4 Punkte von 5.

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142 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 36 Rezensionen

freundschaft, liebe, schule, jugendbuch, familie

Eine Woche voller Montage

Jessica Brody , Lara Tunnat
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Magellan, 25.07.2016
ISBN 9783734850226
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

„Ellie erlebt den schrecklichsten Montag ihres Lebens: Eine Katastrophe jagt die nächste, und als wären alle Peinlichkeiten nicht schon schlimm genug, macht ihr Freund Tristan aus heiterem Himmel mit ihr Schluss! Ellie wünscht sich nur eines: Sie möchte bitte, bitte eine zweite Chance.

Die kriegt sie – am nächsten Morgen wacht sie auf und stellt fest: Es ist wieder Montag! Ellie setzt alles daran, die Fehler von gestern/heute zu vermeiden und für ihr eigenes Happy End zu sorgen. Doch wer hätte gedacht, dass ein Montag so hartnäckig sein kann?“

(Quelle: http://www.magellanverlag.de/feine-b%C3%BCcher/jugendbuch/)

Ellie ist mit dem beliebtesten Jungen ihrer Highschool liiert und freut sich auf einen tollen Abend auf dem Jahrmarkt. Doch dann scheint alles schief zu gehen und zu allem Übel macht Tristan auch noch mit ihr Schluss.

Total verzweifelt weint sie sich in den Schlaf und bittet das Universum um eine zweite Chance.

Wer hätte gedacht, dass sie erhört wird und dieser schreckliche Montag noch einmal von vorne beginnt. So hat Ellie die Möglichkeit alles zum Guten zu wenden. Doch ist das, was Ellie als richtig ansieht auch das, was das Universum für sie vorgesehen hat?

Meine Meinung:

Eine Geschichte im „Und täglich grüßt das Murmeltier“-Stil klang total gut und da viele andere Leser so begeistert von dem Buch waren, wollte ich es auch unbedingt lesen.

Das Buch beginnt mit dem ersten Montag, an dem für Ellie alles schief geht. Durch den locker-leichten und flüssigen Schreibstil war ich sofort in der Geschichte drin. Aus Ellies Sicht erlebt man die Geschehnisse und taucht hautnah in die Gedanken eines Teenagers ein. Der Autorin Jessica Brody gelingt es sehr gut, diese authentisch darzustellen. Ich hatte das Gefühl, als wäre ich selbst wieder in dem Alter und konnte mich deshalb auch richtig in Ellie hineindenken.

Gemeinsam mit Ellie erlebt man von da an immer wieder den Montag und erfährt, welche Bemühungen sie anstrebt, um die Geschehnisse zu ändern. Ich fand es richtig toll zu sehen, was sich die Protagonistin wieder ausdenken würde, um zu verhindern, dass ihr Freund Tristan mit ihr Schluss macht. Dadurch beeinflusst sie auch einige andere Dinge in ihrem Leben und Umfeld und es machte mir wirklich viel Spaß zu sehen, was passieren würde.

Mit viel Humor erzählt die Autorin Jessica Brody ihre Geschichte, arbeitet nach und nach jedoch noch ein paar ernste Themen mit ein. Neben der Lovestory, die natürlich viel Raum einnimmt, da sie für Ellie im Mittelpunkt ihrer Bemühungen steht, finden wir noch Freundschaft, Familie und sogar Mobbing in der Geschichte wieder. Und während die Protagonistin sich mit all diesen Themen auseinandersetzt, wird ihr klar, dass sie sich auch mit sich selbst beschäftigen muss. Was ist ihr wichtig und wer ist sie wirklich? Denn letzten Endes zählt doch nur, dass man sich selbst treu bleibt. So findet sich in dem Buch auch eine ernste Botschaft, die dem jungen Lesern vermittelt wird, was ich sehr gelungen fand, denn so erhält die Geschichte Tiefgang, was sie wirklich zu etwas Besonderem macht.

Natürlich ahnt man ziemlich früh, wie die Geschichte am Ende ausgehen wird, doch das war in meinen Augen überhaupt nicht schlimm, denn eigentlich zählt ja der Weg dahin und dieser ist wirklich schön zu verfolgen und wie heißt es so schön: Der Weg ist das Ziel.

Fazit:

„Eine Woche voller Montage“ ist ein ganz besonderes Jugendbuch. Mit viel Humor lässt uns die Autorin Jessica Brody am Leben und Leiden ihrer Protagonistin Ellie teilhaben, vermittelt ihren jungen Lesern aber auch eine einzigartige Botschaft: Das Wichtigste ist, sich selbst treu zu bleiben. Ein wirklich sehr gelungenes und süßes Buch, das von mir eine ganz klare Leseempfehlung bekommt.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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14 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

teatime, entspannung, alte möbel, liebe, gefühl

Liebe in Teedosen: ein Liebesroman

Janina Venn-Rosky
E-Buch Text: 272 Seiten
Erschienen bei null, 16.10.2016
ISBN B01M6Y359I
Genre: Liebesromane

Rezension:

Inhalt:

Die große Liebe liegt bereits hinter ihr, glaubt Anastasia. Heute verschenkt sie ihr Herz lieber an verstoßene Möbel. Mit Farbe und viel Fantasie verwandelt sie ihre angeschlagenen Fundstücke in neue Lieblingsstücke.

Als ihr Weg sie eines Tages in ein leuchtend rotes Teegeschäft führt, ist sie auf den ersten Blick fasziniert von dem charmanten Teeladen und seiner Inhaberin Olivia. Bald stößt auch die frisch nach Berlin gezogene Jane-Austen-Bloggerin Jane zu den Freundinnen dazu und das „Tea Time“ wird rasch zum Mittelpunkt einer besonderen Freundschaft.

Mit viel Humor und Leidenschaft meistern die drei Frauen ihren Weg, der sich zwischen Hipstern, Teekapseln und tyrannischen Assistentinnen hindurchschlängelt. Mehr und mehr erkennen sie, dass ihre Sehnsüchte sich zu einem gemeinsamen Traum verdichten, dem sie schließlich Leben einhauchen wollen.
Und auch für Anastasia kommt irgendwann der Zeitpunkt, an dem sie sich fragen muss, ob es sich nicht doch lohnen kann, einem Mann den einen oder anderen Fehler nachzusehen – vor allem, wenn er solch funkelnde Bernsteinaugen hat.

Anastasia kümmert sich um alte Möbel und hat einen Laden mit ganz eigenem Charme in Berlin. Als sie ihrer Großmutter eine Freude machen möchte, landet sie im Teegeschäft von Olivia, die ihr sofort sympathisch ist.

Zwischen den Frauen entsteht eine Freundschaft, die sich schließlich auch auf die Bloggerin Jane ausdehnt. Gemeinsam verbringen sie so manchen Tag im einzigartigen Teeladen von Olivia. Als dieser jedoch von der Existenz bedroht ist, müssen sich die drei Freundinnen etwas Neues einfallen lassen.

Wie schön, dass sich all ihre Träume miteinander verbinden lassen und zu einer einzigartigen Idee heranreifen… . Aber ist neben all der Arbeit und der Selbstverwirklichung überhaupt noch Platz für die Liebe?

Meine Meinung:

Sowohl das Cover, als auch der Inhalt des Buches haben mich sofort angesprochen und da ich selbst nicht nur Bücher, sondern auch Tee sehr gerne mag, war für mich klar, dass ich dieses Buch lesen muss.

Es beginnt auch gleich mit Anastasias Besuch im Teegeschäft von Olivia. Schon alleine die Beschreibung des Teeladens mit all seinen bunten Teedosen und einzigartigen Gerüchen ist so detailreich und liebevoll, dass ich mich richtig in das „Tee Time“ versetzt fühlte. Ich habe mir gewünscht selbst so einen liebevollen Laden hier bei mir in der Nähe zu haben und ich freute mich sehr darauf, mehr über die Frauen, ihre Leben und Träume zu erfahren.

Überhaupt hat die Autorin eine zauberhafte Atmosphäre mit ihrem Buch geschaffen. In mir kam richtig der Wunsch auf, mich mit einer Tasse heißen Tees in eine Kuscheldecke einzumummeln und diese süße, kleine Geschichte zu genießen. Ich konnte mich richtig in das Buch fallen lassen und ein paar gemütliche Lesestunden damit verbringen.

Die Charaktere, die Janina Venn-Rosky in ihrer Geschichte erschaffen hat, sind dabei ebenso liebevoll entwickelt. Jede der drei Frauen ist auf ihre Weise einzigartig. Jede hat ihre Vergangenheit, ihre Arbeit, ihre Träume und Hoffnungen. Diese baut die Autorin sehr geschickt in ihre Geschichte rund um den Teeladen ein, so dass man das Gefühl hat, man könnte den dreien wirklich über den Weg laufen. Sie sind mir sogar richtig ans Herz gewachsen und ich wünschte mir nur das Beste für sie.

Obwohl man von allen drei Frauen einiges erfährt, ist es doch Anastasia, die in diesem ersten Band die Hauptrolle spielt. Trotzdem ist das Buch in der dritten Person geschrieben, was mich jedoch überhaupt nicht gestört hat, da die Autorin ihre Geschichte so erzählt, dass man sich trotzdem gut in die Protagonistin hineindenken und ihre Gefühle nachvollziehen kann. 

Neben der entspannten Atmosphäre und den liebevollen Charakteren fehlt es der Geschichte jedoch auch sonst an nichts. Da gibt es viel Humor, Spannung und Gefühle. Es geht um Liebe, um Trennungen, Verlust, um Familie und Freundschaft, um Träume und Hoffnungen und darum, sein Leben in die Hand zu nehmen und seine Träume auch zu verwirklichen. Hach, ich fand es richtig toll, was die Autorin aus dieser süßen, kleinen Geschichte rund um den Teeladen gezaubert hat.

Am Ende wartet dann noch ein besonderes „Zuckerl“ auf den Leser. Denn während man die ein oder andere Teestunde mit all den Köstlichkeiten erlebt, bekommt man richtig Lust darauf und würde gerne selbst von den beschriebenen Gebäckstücken probieren. Deshalb hab ich mich total gefreut, als man am Ende des Buches drei Rezepte findet, die man schließlich selbst zuhause nachbacken kann, was ich sicher tun werde.

Fazit:

„Liebe in Teedosen“ ist eine süße, kleine Geschichte, die man am besten selbst mit einer Tasse Tee genießt. Durch die zauberhafte Atmosphäre kann man sich richtig in das Buch fallen lassen und mit den liebevollen Charakteren mitfiebern. Mich hat diese Geschichte jedenfalls verzaubert und ich habe jeden Moment damit genossen.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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47 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 23 Rezensionen

unlike, new york, humorvoll, evan, sara

Unlike

C.M. Spoerri
Flexibler Einband: 348 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 12.12.2016
ISBN 9783906829289
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt:

Evan hat in seinem Leben schon viel Mist gebaut, doch seit fünf Jahren ist es ihm gelungen, nicht mehr auf die schiefe Bahn zu geraten. Er wohnt in New York, hat einen Job, eine Wohnung, keine nervigen Freunde … alles wäre eigentlich so weit in Ordnung – abgesehen von der bescheuerten Weihnachtszeit, die gerade in vollem Gange ist. Und ausgerechnet jetzt mischt sich auch noch der schwule Nachbar in sein Leben ein. Dieser kann nicht mehr mit ansehen, wie Evan sich abkapselt, und plant deswegen über eine Single-Plattform ein Date für ihn. Sara, eine Londoner Studentin, wird für eine ganze Woche anreisen. Allerdings in der falschen Annahme, dass sie mit Evan gechattet hat und er sich auf ihren Besuch ebenso freut wie sie. Als wäre das nicht schon verheerend genug, ist Sara auch noch das komplette Gegenteil von ihm. Sie LIEBT Weihnachten und kommt einzig und allein nach New York, um hier den romantischsten Urlaub ihres Lebens zu verbringen – zusammen mit Evan.

(Quelle: http://www.sternensand-verlag.ch/shop/romance/unlike-weihnachten.html)

Einmal Weihnachten in New York verbringen, das ist der Traum von Sara. Da passt es, dass sie Evan in einem Chat kennenlernt und dieser sie für eine Woche einlädt. Prompt packt sie ihre Taschen und macht sich auf den Weg nach New York.

Evan aber ist ganz anders, als im Chat. Er scheint plötzlich keinerlei Interesse mehr an Sara zu haben, was wahrscheinlich daran liegt, dass nicht er sie eingeladen hat, sondern sein schwuler Nachbar, der Evan verkuppeln wollte.

Doch Sara gelingt es nicht nur, etwas Weihnachtsstimmung zu verbreiten, sondern auch das Herz des unnahbaren Evan zu erweichen. So könnte das junge Mädchen doch noch ihre Traumzeit in New York bekommen, würde Evan nicht plötzlich seine Vergangenheit einholen … .

Meine Meinung:

Zur Weihnachtszeit wollte ich dieses Jahr unbedingt ein paar Weihnachtsbücher lesen und das von C.M. Spoerri war auf meiner Must-Read-Liste, da es einfach total süß klang.

Das weihnachtliche New York als Setting fand ich dabei besonders toll. Selber war ich leider noch nicht dort, hab aber schon so viel davon gehört, dass ich es mir auch einfach himmlisch vorstelle. Ich konnte Sara also sehr gut verstehen, dass eine Woche in New York zur Weihnachtszeit einfach ein Traum wäre. Deshalb freute ich mich riesig darauf, mehr darüber zu erfahren und dadurch so richtig in Weihnachtsstimmung zu kommen. Allerdings muss ich sagen, dass man nur am Anfang etwas von dem Zauber dieses Settings mitbekommt. Nachdem Sara in New York angekommen ist und sie eine Sightseeing-Tour gemacht haben, ist von Weihnachten eigentlich kaum noch die Rede, was ich sehr schade fand.

Stattdessen stehen natürlich die beiden Protagonisten und ihre Annährung im Mittelpunkt. Dabei ist es sehr schön, dass die Geschichte abwechselnd aus Sicht von Evan und Sara erzählt wird. Ich mochte beide Charaktere wirklich sehr gerne. Evan mit seiner schroffen Art, wie er versucht alle auf Abstand zu halten und doch merkt man von Anfang an, dass ihm Sara gefällt und sich immer häufiger Gedanken an sie in seinen Kopf schleichen. Und Sara mit ihrem ungetrübten Optimismus und ihrem Bedürfnis nach Kontrolle, die sich trotzdem in Evan verliebt, der so gar nicht in ihr Muster passt. Dieses Hin und Her zwischen den beiden hat mir auf jeden Fall richtig Spaß gemacht, denn ich mag es, wenn sich die Protagonisten nicht sofort Hals über Kopf ineinander verlieben und alles gleich super läuft. Dadurch erhält die Geschichte eine ordentliche Prise Humor, was ich wirklich toll fand.

Durch Evans Vergangenheit kommt dann auch noch etwas Tiefgang in die Geschichte, was es meiner Meinung nach zwar gar nicht gebraucht hätte, aber doch ganz gut erklärt, wieso Evan so ist, wie er ist. Dadurch werden seine Handlungen schlüssiger und er authentischer. Ich finde, C.M. Spoerri gelingt es sehr gut, diesen Hintergrundinformationen genau den richtigen Rahmen einzuräumen. So wird die Geschichte nicht zu ernst und bedrückend, bekommt aber trotzdem mehr Substanz.

Sehr gut gefielen mir auch die erotischen Stellen. Hier hat die Autorin wahrlich kein Blatt vor den Mund genommen, so dass es sicher kein Buch für sehr junge Leser ist, aber trotzdem sind die Szenen meiner Meinung nach nicht too much, sondern immer noch ästhetisch ansprechend. Hier die Waagschale zu halten ist in meinen Augen sehr schwierig, aber es ist C.M. Spoerri wirklich gut gelungen.

Der Schreibstil des Buches ist locker-leicht und flüssig. Ich mochte es sehr, dass die Protagonisten innere Monologe führten, die man hautnah mitbekam. So konnte ich noch tiefer in die Gedanken der beiden Charaktere eintauchen und mit ihnen mitfühlen. Allerdings muss ich auch ehrlich gestehen, dass mich Saras Kontrollmonster irgendwann doch etwas genervt hat. Das hätte sie ruhig mal für längere Zeit wegsperren können, so dass sie es nicht ständig erwähnen hätte müssen.

Fazit:

Insgesamt ist „Unlike – Von Goldfischen und anderen Weihnachtskeksen“ eine schöne Liebesgeschichte mit locker-leichtem Schreibstil, prickelnden Erotikszenen und tollen Charakteren. Zwar nahm die Weihnachtsstimmung in meinen Augen einen zu kleinen Platz ein und Saras Gedanken waren mir teilweise zu voll von ihrem inneren Kontrollmonster, aber trotz allem hat die Geschichte richtig Spaß gemacht.

Von mir bekommt das Buch 4 Punkte von 5.

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112 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 47 Rezensionen

schottland, liebe, claudia winter, glückssterne, hochzeit

Glückssterne

Claudia Winter
Flexibler Einband: 420 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 12.12.2016
ISBN 9783442485437
Genre: Liebesromane

Rezension:

Inhalt:

Karriere, Heirat, Kinder. Die Anwältin Josefine weiß genau, was sie vom Leben erwartet. Doch kurz vor der Hochzeit brennt Josefines Cousine mit einem Straßenmusiker nach Schottland durch, den legendären Familienring im Gepäck, den die Braut bei der Trauung tragen sollte. Als ihre abergläubische Großmutter daraufhin der Ehe ihren Segen verweigert, bleibt Josefine keine Wahl: Wutentbrannt reist sie dem schwarzen Schaf der Familie hinterher und gerät in den verregneten Highlands von einem Schlamassel in das nächste. Nicht nur einmal muss der charismatische Konditor Aidan der Braut in spe aus der Patsche helfen – dabei ist dieser Charmeur der Letzte, vor dem sie sich eine Blöße geben möchte. Aber der Zauber Schottlands lässt niemanden unberührt, und schon bald passieren seltsame Dinge mit Josefine, die so gar nicht in ihren Lebensplan passen ...

(Quelle: https://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Glueckssterne/Claudia-Winter/Goldmann-TB/e493821.rhd)

Josefines Leben verläuft nach strengen Regeln: Sie tut immer das, was man von ihr erwartet, entscheidet lieber mit dem Kopf, als dem Herzen und trifft stets Entscheidungen, die vernünftig sind. Natürlich passt es da auch in den Plan, dass sie ihren Langzeitpartner Justus heiratet, mit dem sie auch gemeinsam in der Firma arbeitet. Was jedoch nicht passt: Dass ihre Cousine Charlie den Brautring entführt, der für die Familie so wichtig ist und ohne den  Josefine nie den Segen ihrer Großmutter bekommt.

Da bleibt der jungen Frau nichts anderes übrig, als nach Schottland zu reisen und sich auf die Suche nach Charlie und ihrem Ring zu machen. Dabei begleiten sie ihre beiden verrückten Großtanten Li und Bri. Doch was für diese ein Abenteuer ist, scheint für Josefine ein Albtraum zu werden. Zum Glück trifft sie jedoch auf Aidan, der ihr, wie der strahlende Ritter persönlich, einige Male zu Hilfe eilt.

Je länger Josefine in Schottland ist, desto mehr wird sie von dem Land verzaubert und desto weniger scheint alles nach Plan zu laufen. Doch vielleicht braucht das Leben der jungen Frau ja auch einfach mal keinen Plan, sondern einfach ein paar Glückssterne … .

Meine Meinung:

Nach „Aprikosenküsse“ habe ich sehnsüchtig auf einen neuen Roman von Claudia Winter gewartet und musste ihn natürlich sofort lesen, als er bei mir ankam.

Im Prolog findet man sich im Jahr 1952 und begleitet die Schwestern Brigitte und Lieselotte dabei, wie sie einen Blutschwur leisten, dass sie sich niemals alleine lassen und nur gemeinsam vor den Altar treten werden. Anfangs wusste ich diese Szene nicht recht einzuordnen, da ich dachte, das Buch würde sich um Josefine drehen. Als ich jedoch ihre beiden einzigartigen Großtanten Bri und Li kennenlernte, wusste ich, was es mit dem Schwur auf sich hatte und fand ihn richtig süß.

Überhaupt ist es Claudia Winter wieder sehr gut gelungen, Charaktere zu schaffen, die ihre Eigenheiten, aber auch etwas Besonderes, etwas Liebenswertes haben und sich so sofort in das Herz der Leser schleichen. Natürlich war das vor allem bei Bri und Li der Fall, die sich ständig streiten und so auch einiges an Humor in die Geschichte bringen. Doch auch Josefine selbst gefiel mir sehr gut. Zwar könnte der ein oder andere sie auf den ersten Blick als etwas unnahbar empfinden mit ihren ganzen Vernunftsentscheidungen, aber da ich selbst ein kleiner Kopfmensch bin, konnte ich viele (wenn auch nicht alle) ihrer Entschlüsse gut nachvollziehen und trotz allem fand ich sie doch sehr sympathisch. Und natürlich schaffte es auch Aidan mich sofort zu begeistern. Hach, er ist so richtig ein Typ zum Verlieben. Ein Highlander mit Charme, ein strahlender Ritter, der es doch auch versteht, Josefine kontra zu geben. Ich könnte seitenweise von ihm schwärmen *seufz* Es ist wirklich einmalig, wie es Claudia Winter immer wieder gelingt, mir ihre Figuren ins Herz zu schreiben, so dass sie mich auch Tage später noch nicht loslassen.

Die Rahmenhandlung rund um den verschwundenen Ring fand ich auch besonders gut gewählt. Was sonst würde Josefine aus ihrem Alltagtrott reißen und sie dazu bringen, sich auf die Reise zu begeben? So findet man sich gemeinsam mit der Protagonistin schnell im schönen Schottland wieder. Und da hätten wir eine weitere Besonderheit von Claudia Winters Romanen: Sie schafft es immer, dem Leser den Zauber des Landes, über das sie schreibt zu vermitteln. Man spürt auf jeder Seite, dass sie selbst die Länder bereist und sich ein kleines bisschen darin verliebt hat. Dabei schafft sie es jedes Mal wieder in mir ein so großes Fernweh zu wecken, dass ich die Ort google und mir überlege, selbst dorthin zu reisen, um die Einzigartigkeit des jeweiligen Landes mit eigenen Augen zu sehen und mit jeder Faser meines Körpers zu spüren. Ich will die einmaligen Orte sehen, die Gerüche schnuppern und die Gerichte probieren. Ein kleiner Trost ist es da, dass man am Ende des Buches ein paar Rezepte findet, die ich sicher nachkochen werde. Ich wollte ja schon immer nach Schottland, aber nach diesem Roman wünsche ich es mir noch mehr.

Natürlich weiß man bei einem Buch von Claudia Winter, wie das bei einem Liebesroman nunmal so ist, wie es enden wird, aber das stört mich überhaupt nicht, denn wichtig ist einfach nur, wie die Protagonisten dorthin kommen und da halten die Bücher der Autorin immer einiges bereit und man kann live miterleben, wie sich die Charaktere entwickeln, was ich sehr gut finde. Dabei spielen Emotionen immer eine große Rolle. Claudia Winter gelingt es wirklich sehr gut, diese authentisch und doch einfühlsam an ihre Leser weiterzugeben und ich fieberte auch dieses Mal wieder so sehr mit, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte und es somit in einem Rutsch durchgelesen habe.

Hier bekommt man wirklich eine ganz besondere Geschichte, die einen mitten ins Herz trifft und dem Leser mit viel Gefühl, Humor, Liebe zum Setting und den Charakteren ein paar zauberhafte Lesestunden beschert und in mir sogar einige Glücksgefühle geweckt hat. Am liebsten würde ich sie gleich nochmal lesen.

Fazit:

Die Bücher von Claudia Winter sind für mich ein absolutes Muss. Ihre Protagonisten sind immer besonders einzigartig und liebenswert und wachsen mir richtig ans Herz, ihre Geschichten voller Emotionen, die sie an ihre Leser weitergibt und die Reisen ihrer Charaktere wecken in mir jedes Mal ein starkes Fernweh.

So ist auch „Glückssterne“ wieder ein richtiger Schatz, in den ich mich total verliebt und den ich in einem Rutsch durchgelesen habe. Ein Buch, in das man abtaucht und am Ende einfach glücklich zurückkommt.

Es gibt nur einen Makel an den Geschichten von Claudia Winter: Sie sind viel zu schnell gelesen.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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1.406 Bibliotheken, 43 Leser, 1 Gruppe, 267 Rezensionen

liebe, mona kasten, begin again, vergangenheit, new adult

Begin Again

Mona Kasten
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 14.10.2016
ISBN 9783736302471
Genre: Liebesromane

Rezension:

Inhalt:

„Noch einmal ganz von vorne beginnen – das ist Allie Harpers sehnlichster Wunsch, als sie für ihr Studium nach Woodshill zieht. Dass sie ausgerechnet in einer WG mit einem überheblichen
Bad Boy landet, passt ihr daher gar nicht in den Plan. Kaden White ist zwar unfassbar attraktiv – mit seinen Tattoos und seiner unverschämten Art aber so ziemlich der Letzte, mit dem Allie
sich eine Wohnung teilen möchte. Zumal er als allererstes eine Liste von Regeln aufstellt. Die wichtigste: Wir fangen niemals etwas miteinander an! Doch Allie merkt schnell, dass sich hinter
Kadens Fassade viel mehr verbirgt als zunächst angenommen. Und je besser sie ihn kennenlernt, desto unmöglicher wird es ihr, das heftige Prickeln zwischen ihnen zu ignorieren …“

(Quelle: https://www.luebbe.de/lyx/buecher/sonstiges/begin-again/id_6110760?etcc_med=B%C3%BChne&ver=LYX&etcc_cu=onsite&etcc_cmp=Begin%20Again%20&etcc_var=Lyx%2FB%C3%BChne%2FStartseite%2FOktober2016&etcc_plc=Startseite&ir_name=Lyx%2FStartseite)

Ein Neubeginn, das ist es, was Allie Harper sich am meisten wünscht. Doch dafür braucht sie erst einmal eine Wohnmöglichkeit in Woodshill und das ist gar nicht so einfach so kurz vor dem Studiumsbeginn. Ihr einziger Ausweg ist schließlich, bei Kaden White einzuziehen, ein überheblicher und von sich total eingenommener junger Mann, der sofort ein paar Regeln aufstellt.

Eine davon: Wir fangen niemals etwas miteinander an. Was Allie anfangs wie ein schlechter Scherz vorkommt, erweist sich jedoch als echte Zerreißprobe, als sie anfängt, hinter Kadens Fassade zu blicken, denn plötzlich fühlt sie sich von dem unberechenbaren, jungen Mann richtig angezogen.

Doch auch Allie hat eine Vorgeschichte, die sie tief in sich begraben hat und die es ihr schwer macht, sich auf andere einzulassen, ihnen völlig zu vertrauen. Vor allem dann, als sie ihre Vergangenheit einholt und Kaden der Einzige zu sein scheint, der sie aus diesem Sumpf wieder herausholen kann … .

Meine Meinung:

Momentan hab ich richtig Lust auf New Adult Geschichten, deswegen hat mich auch der Klappentext von Mona Kastens Buch sofort angesprochen.

Der Einstieg fiel mir auch gleich richtig leicht. Ich machte mich gemeinsam mit Allie, aus deren Sicht in Ich-Form die Geschichte erzählt wird, auf zu einem Besichtigungstermin in Kadens Wohnung. Schon die erste Begegnung zwischen den beiden Protagonisten verspricht jede Menge Spannung zwischen ihnen. Mir gefiel es sehr gut, dass Allie sich nicht von Kaden einschüchtern lässt. Anders, als in anderen New Adult Bücher ist sie nicht die schüchterne, unerfahrene, graue Maus und das fand ich sehr positiv.

Auch Kaden mit seiner schroffen, von sich eingenommenen Art war mir alles andere als unsympathisch. Man merkt sofort, dass er doch einen weichen Kern hat und nicht so fies ist, wie er sich anfangs gegenüber Allie gibt.

Der Autorin Mona Kasten gelingt es auch wirklich gut, ein paar prickelnde, spannende Momente zwischen den beiden Protagonisten zu erschaffen. Es knistert ordentlich und das sorgte bei mir für einige Schmunzler.

Doch trotz dem ganzen Hin und Her zwischen Allie und Kaden vergisst die Autorin auch die übrige Handlung nicht. Man erfährt von Allies Studium, von Freunden, die sie findet und schließlich auch von ihrer Familiengeschichte, vor der sie flüchtet. Ich fand es wirklich gut, dass es eine Hintergrundstory gibt, denn diese verleiht der Geschichte etwas mehr Tiefgang, als es andere New Adult Bücher oft haben. Auch Kaden handelt nicht einfach blind, sondern hat sein Päckchen zu tragen, das sehr stimmig in die Gesamtgeschichte passt.

Obwohl dieses New Adult Buch doch mehr Tiefgang beweist, als es andere Bücher dieses Genres tun, hat mich irgendwann das ewige Hin und Her der Protagonisten genervt. Sobald es einmal etwas schwieriger wurde oder etwas Unvorhergesehenes geschah, wechselte die Stimmung der beiden so plötzlich, warfen sie alles über den Haufen, als wäre nie etwas geschehen. Ohne Reden, ohne Erklärungen, das war mir dann doch wieder etwas too much. Ich denke, man hätte die Geschichte gut etwas kürzen können, indem man etwas weniger Drama einbaut.

Der Schreibstil allerdings war jederzeit locker-leicht und flüssig, sowie der Zielgruppe angepasst, so dass man das Buch gut lesen konnte und die Seiten schnell verflogen.

Fazit:

Mona Kasten hat mit ihrem Buch „Begin Again“ eine New Adult Story geschaffen, die durchaus Tiefgang beweist. Trotz allem hätte ich mir etwas weniger Drama zwischen den Protagonisten gewünscht, um nicht doch irgendwann von dem ganzen Hin und Her genervt zu sein. Der flüssige, locker-leichte Schreibstil hat mich dieses Buch jedoch ganz schnell und entspannt lesen lassen.

Von mir bekommt das Buch 4 Punkte von 5.

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40 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 26 Rezensionen

romance, thronfolger, royal me, royals, tina köpke

Royal Me: The Masquerade (Episode 1)

Tina Köpke
E-Buch Text
Erschienen bei null, 04.12.2016
ISBN B01MRJWS0B
Genre: Sonstiges

Rezension:

Inhalt:

„In einer Welt, in der die Monarchie noch großen Einfluss hat, versuchen die Gegner der Kronen weltweit die Thronfolger zu töten. Zum Schutz ihres kostbaren Nachwuchses schickt man die zukünftigen Könige und Königinnen auf die Isle of Mull nach Schottland. Hier glaubt man sie sicher, eingeschlossen von Gewässern, Klippen, Schafen und alten Ruinen. Doch dass die jungen Erwachsenen selber zunehmend eine Gefahr durch ihre Gefühle und Abenteuer darstellen könnten, hatte man nicht auf dem Schirm …“

(Quelle: https://www.facebook.com/TinaKoepkeAutorin/?fref=ts)

Terroristen schicken Morddrohungen an die Adelshäuser auf der ganzen Welt. Um ihre Thronfolger besorgt schicken die Herrscher ihre Kinder in eine Burg auf der Isle of Mull in Schottland. Dort sollen sie abgeschottet vom Rest der Welt in Sicherheit sein.

Doch wer hätte gedacht, dass nicht nur die Terroristen eine Gefahr für den Nachwuchs darstellen, sondern dieser selbst für ordentlichen Wirbel sorgen, denn wo Männer und Frauen aufeinandertreffen kann es nur zu Gefühlschaos kommen … .

Meine Meinung:

Das Buch beginnt damit, dass sämtliche Adelskinder auf die Isle of Mull verfrachtet werden. Sehr gut gefiel mir, dass die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven erzählt wird. Da ist Val, der italienische Thronfolger; Lina, die französische Prinzessin; Priya aus Indien; Oliver, ein englischer Prinz; Callum, Stallwart auf dem Callahan Castle; Alicia, Thronfolgerin in Spanien; Anouk aus Island und Maya, die als Securitykraft arbeitet. Obwohl das sehr viele verschiedene Perspektiven sind und die Sichtwechsel sehr schnell folgen, hatte ich überhaupt keine Probleme damit. Im Gegenteil, ich fand es toll, all diese Protagonisten durch die Sichtwechsel noch besser kennenzulernen. So erhielt ich Einblick in das Leben, Denken und Fühlen all dieser Charaktere, denn jeder davon hat seine Eigenarten, seine kulturellen Hintergründe und ist damit auf seine Art besonders.

Durch all die verschiedenen Charaktere, die in dieser Geschichte aufeinandertreffen, wird es nie langweilig. Es gibt so viel zu entdecken und obwohl sich schon die ein oder anderen Begebenheiten abzeichnen und somit vorhersehbar sind, fand ich es doch spannend, herauszufinden, wohin das alles führen würde. Da sind so viele kleine Geschichten innerhalb der großen Story, dass man richtig mitgerissen wird.

Natürlich gibt es nebenbei auch immer die Bedrohung durch die Terroristen, die in diesem ersten Teil aber erst einmal nur eine etwas untergeordnete Rolle spielt. Vorerst geht es in erster Linie vor allem darum, die verschiedenen Protagonisten kennenzulernen. Doch ich denke, dass sich das im Laufe der Folgen noch weiter steigern wird, einige Ansatzpunkte dafür hat die Autorin jedenfalls schon gestreut.

Der Schreibstil von Tina Köpke ist einfach, leicht und locker und die Seiten verfliegen nur so. Da es sich hier um den 1. Teil eines Serials handelt, war das Lesevergnügen leider nur sehr kurz und ich hätte sehr gerne noch viel mehr über die Adelssprosse und über ihre Probleme gelesen. Doch da in Zukunft jeden Monat eine Episode erscheinen soll, gibt es ja etwas, auf das ich mich freuen kann.

Fazit:

Der Autorin Tina Köpke ist mit ihrem ersten Teil des Serials „Royal me – The Masquerade“ ein locker-leichtes Lesevergnügen gelungen. Durch die vielen Perspektivwechsel werden die einzelnen Charaktere und ihre Geschichten lebendig und man fiebert richtig mit den Protagonisten mit. Ich hab jetzt jedenfalls etwas, auf das ich mich jeden Monat freuen kann, denn ich kann gar nicht genug kriegen von den Thronfolgern im Callahan Castle und bin sehr gespannt drauf, wie sich die einzelnen Geschehnisse noch entwickeln werden. Dieses Serials macht auf jeden Fall Spaß!

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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84 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 31 Rezensionen

eis, elesztrah, feuer, elfe, lysanna

Elesztrah - Feuer und Eis

Fanny Bechert
Flexibler Einband: 460 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 06.11.2016
ISBN 9783906829272
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt:

Als die Elfe Lysanna herausfindet, dass ihr Gefährte von dem gefürchteten Flammenden Lord gefangen gehalten wird, verspürt sie nur einen Wunsch: ihn zu befreien. Dabei zählt sie auf die Hilfe ihres Clans ›Angelus Mortis‹.

Mitten in den Vorbereitungen auf den bevorstehenden Kampf taucht jedoch der Elfenkrieger Aerthas in ihrem Dorf auf, mit dem sich Lysanna auf unerklärliche Weise verbunden fühlt. Liegt es daran, dass sie beide geheimnisvolle Kräfte in sich tragen, die sie gemeinsam lernen müssen, zu beherrschen? Denn ihre vereinte Macht könnte die einzige Möglichkeit sein, den Flammenden Lord endgültig zu vernichten.

Doch selbst wenn ihnen das gelingen sollte, steht die wachsende Zuneigung, die zwischen Aerthas und Lysanna entsteht, unter einem ungünstigen Stern.

(Quelle: http://www.sternensand-verlag.ch/elesztrah1-fannybechert.html)

 

 

Lysannas Gefährte Mitzum wurde vom Flammenden Lord entführt. Gemeinsam mit ihrem Clan „Angelus Mortis“ setzt die Elfe alles daran, den Aufenthaltsort von diesem herauszufinden und Mitzum zu retten.

 

Unerwartet bekommt sie Unterstützung von dem Elfenkrieger Aerthas. Dieser bringt Lysanna aber ganz schön durcheinander. Wieso fühlt sie sich mit ihm so verbunden? Liegt es daran, dass sie sich vor Jahren schon einmal getroffen haben oder dass sie beide geheimnisvolle Kräfte in sich tragen? Ziehen sich Feuer und Eis unwillkürlich an oder steckt doch mehr dahinter?

 

Gemeinsam ziehen sie in den Kampf gegen den Flammenden Lord. Doch dabei finden sie mehr heraus, als nur die Bedeutung ihrer geheimnisvollen Kräfte und plötzlich ist alles anders … .

 

 

Meine Meinung:

Der Prolog spielt 10 Jahre vor den eigentlichen Geschehnissen und man erlebt die erste Begegnung zwischen Lysanna und Aerthas mit. Sofort war mir klar, dass zwischen den beiden eine besondere Anziehung herrscht und ich freute mich auf ein Wiedersehen der beiden.

Als die Geschichte dann jedoch in die Gegenwart sprang, war ich etwas verwirrt: Lysanna hatte einen Gefährten, war zusätzlich verheiratet und hatte eine erwachsene Tochter. Doch keiner ihrer Männer war Aerthas … das brachte mich erstmal richtig durcheinander. Zum einen fragte ich mich, wie alt Lysanna wohl sein und zum anderen, wie Aerthas noch in diese Geschichte passen würde. Doch nach und nach erklärt die Autorin Fanny Bechert die besonderen Begebenheiten rund um ihre Protagonistin und nachdem ich die Ereignisse sortiert hatte, konnte ich mich voll und ganz in die Geschichte fallen lassen.

Das Setting gefiel mir ausgesprochen gut. Es ist eine Welt, in der es sowohl Elfen, als auch Orks, Gestaltwandler, Zwerge, Trolle, Seelenlose und Menschen gibt. All diese fantastischen Wesen finden einen Platz in der Geschichte, ohne dass es gezwungen oder stark konstruiert wirkt. Es ist alles so schön stimmig und passend, dass ich es richtig genoss in die Ereignisse einzutauchen. Ich fühlte mich geradezu wohl in der Welt, die Fanny Bechert sich ausgedacht hat und wäre gerne selbst Teil davon gewesen. In meinem Kopf lief ein richtiger Film ab, so lebendig beschrieb die Autorin die Umgebung, so viel Leben hauchte sie den Figuren ein.

Vor allem Lysanna und Aerthas gefielen mir ausgenommen gut. Beide haben ihre Stärken und Schwächen und obwohl ich mir schon ab der erste Seite ein genaues Bild von ihnen gemacht habe, blieb doch jede Menge Raum für Entwicklungen. Dabei genoss ich es besonders, dass die Geschichte teils aus Sicht von Lysanna und teils aus Sicht von Aerthas erzählt wurde. So lernte ich die beiden, ihre Gedanken und Gefühle noch besser kennen und konnte mich richtig in sie hineindenken.

Aber auch die Nebencharaktere haben einiges zu bieten: Da ist z.B. Fayori, die Tochter von Lysanna, Sedan, der Seelenlose oder Lysannas Mann Orano. Alle Personen haben einen speziellen Stellenwert und ihre eigene kleine Geschichte. Ich fand es richtig klasse, dass sie neben Lysanna und Aerthas, die doch sehr starke Persönlichkeiten sind, nicht so farblos blieben und untergingen. Fanny Bechert ist es gelungen, genau die richtige Mischung zu erzeugen, so dass es vieles zu entdecken gibt und nie langweilig wird.

Obwohl es sich hier um ein High Fantasy Werk handelt, ist der Schreibstil nicht schwer oder kompliziert, sondern locker und leicht. Die Charaktere werden so gut eingeführt, dass man sich schnell ein Bild machen kann, das Setting wird so liebevoll beschrieben, dass man sich sofort heimisch fühlt und die Spannung baut sich stetig auf, so dass man sofort mitfiebert.

Am Ende lässt uns die Autorin erst einmal ein wenig durchatmen, hält jedoch gleichzeitig noch einige unerwartete Überraschungen bereit, die mich jetzt schon sehnsüchtig auf Band 2 hinfiebern lassen.

 

Fazit:

„Elesztrah – Feuer und Eis“  von Fanny Bechert ist ein wahrer High Fantasy Schatz. Das Setting ist so liebevoll beschrieben, dass ich mich sofort heimisch fühlte und selbst eine Rolle in dieser faszinierenden Welt spielen wollte. Die Charaktere waren sehr gut eingeführt und ließen doch genug Raum für Entwicklungen und der Schreibstil war so locker und leicht, dass ich nur so durch die Seiten geflogen bin.

Spannend – mitreißend – faszinierend – einzigartig – unbedingt lesen.

Dieses Buch ist definitiv eines meiner Highlights 2016.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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86 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 31 Rezensionen

schmetterlingsblau, sarah nisse, liebe, schmetterling, drachenmond

Schmetterlingsblau

Sarah Nisse
Flexibler Einband: 312 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 01.10.2016
ISBN 9783959910590
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt:

„Und vergiss nicht, ihn zu küssen.“ Ihre Stimme war jetzt bloß noch ein Hauchen. „Schmetterlinge küssen nämlich nicht, Jade. Schmetterlinge lieben nicht. Sie fliegen bloß. Fliegen und fliegen…, bis sie irgendwann vergehen.“
Wie weiche Flügelteppiche legen sich die Schmetterlinge auf die Wiesen der Normandie. Alain kümmert es nicht, schließlich hat er soeben seine Eltern zu Grabe getragen. Doch dann trifft er Jade. Nur für einen Sekundenbruchteil streifen sich ihre Blicke durch das Hoftor einer alten Villa, dann verschwindet das blasse Mädchen mit den leuchtend blauen Augen wieder und Alain ist sicher, dass er sie nie wiedersehen wird. Denn niemand kennt die Mädchen der Villa Papillon. Niemand im Dorf wagt es, ihr Geheimnis zu lüften. Niemand, bis auf Alain. Doch wird es ihm gelingen, Jade vor ihrem traurigen Schicksal zu bewahren?

(Quelle: https://www.drachenmond.de/titel/schmetterlingsblau/)

Vor zwei Jahren hat Alain seinen Heimatort verlassen und dort allem und jedem den Rücken gekehrt. Doch als er erfährt, dass seine Eltern verunglückt sind, kehrt er zurück nach Fleury. Ein Ort voller schmerzhafter Erinnerungen, aber auch voller Geheimnisse.

Das wird ihm jedoch erst bewusst, als er am Hoftor der Villa Papillon auf ein Mädchen trifft, das ihn sofort fasziniert. Was hat es mit dieser Villa auf sich und wieso sieht man die Mädchen nie außerhalb dieses Gebäudes?

Alain ist bereit, das Geheimnis zu lüften, denn längst kann er Jade, das Mädchen mit der schmetterlingsblauen Aura nicht mehr vergessen … .

Meine Meinung:

Das Buch beginnt mit einem Prolog aus Alains Sicht. Er erzählt vom Tod seiner Eltern und davon, dass Jade ihm sagt, dass sie ebenfalls nicht mehr lange leben wird. Ich fand es sehr interessant in Alains Gedanken einzutauchen, sie sind so tiefgründig, so philosophisch, dass ich sofort eine Gänsehaut bekam. Der Protagonist hat eine ganz eigene Art über die Dinge nachzudenken, die mir sehr gut gefiel.

Doch was es mit Jade wirklich auf sich hat, erfährt man erst einmal nicht, denn die Geschichte springt danach gleich zwei Wochen in die Vergangenheit und trifft auf einen Mann namens Guy Masson, der in Fleury als „sonderlich“ gilt. Er scheint sehr viel über die Schmetterlinge und die Geschichte der Villa zu wissen, aber die Autorin Sarah Nisse lässt uns vorerst weiterhin im Dunkeln. Ich war wirklich gespannt, was hinter all den Geschehnissen stecken würde.

Fortan begleitet man Alain und Jade durch ihre Geschichte, erfährt von ihrem Leben, ihrem Alltag und ihren Gedanken. Es gefiel mir richtig gut, dass das Buch immer abwechselnd aus Sicht beider Protagonisten erzählt wird, denn beide Charaktere haben ihre eigene Geschichte und ihre eigene Art, die Dinge zu erleben und darüber nachzudenken. Ich liebte es, in die Gedanken von Jade und Alain einzutauchen, doch muss ich auch gestehen, dass ich durch die ganzen Andeutungen und die Geheimniskrämerei nicht so recht wusste, wohin die Geschichte führen würde. Damit konnte ich die Geschehnisse nicht so recht einordnen und tat mich anfangs etwas schwer, richtig in die Story einzutauchen.

Auch als Jade und Alain schließlich aufeinander treffen, kommt noch kein Licht in das Geheimnis der Villa und obwohl ich schon wusste, welches Schicksal Jade erwartet, konnte ich doch noch nicht wirklich begreifen, was wirklich dahinter steckt. Erst als Alain anfing Nachforschungen anzustellen hat mich die Geschichte schließlich doch noch gepackt und ich machte mich gemeinsam mit dem Protagonisten auf die Suche nach Antworten, die man schließlich nach und nach auch endlich bekommt. Ab diesem Zeitpunkt konnte ich das Buch nicht mehr weglegen, da ich einfach wissen musste, was es wirklich mit den Schmetterlingsmädchen auf sich hat.

Doch obwohl natürlich die Geschichte der Schmetterlingsmädchen im Vordergrund dieser Geschichte steht und Alains Suche nach Antworten, gibt es doch noch ein Thema, das sich immer wieder durch dieses Buch zieht: Der Tod. Ganz nebenbei beschäftigt man sich unweigerlich mit diesem Thema: Was würde man tun, wenn man nur noch wenig Zeit zu leben hätte? Wenn das Leben jetzt vorbei wäre, würde man etwas bereuen oder hat man so gelebt, wie man es wollte? Hat man seine Träume erfüllt oder die Zeit vergeudet? All diese Fragen kamen mir während dem Lesen in den Sinn und ich habe mich gemeinsam mit den Protagonisten damit auseinandergesetzt. So erhält das Buch eine sehr ernste Seite, die mich wirklich tief berührt und nachdenklich gemacht hat.

Außerdem hat mich der zauberhafte, bildgewaltige und detailreiche Schreibstil von Sarah Nisse erneut fasziniert. Schon in „Dunkelherz“ war ich begeistert davon, wie sie mit ihren Worten Bilder in meinen Kopf gezaubert, einen richtigen Film entstehen ließ und auch in „Schmetterlingsblau“ gelang ihr das wieder sehr gut, auch wenn sie hier keine ganz neue Welt erschaffen hat.

 

Fazit:

Anfangs tat ich mich wirklich schwer, mich auf das Buch einzulassen, da ich nicht wirklich erkennen konnte, wohin es mich führen würde. Als man jedoch mehr über das Schicksal der Schmetterlingsmädchen erfuhr und Alain versuchte das Geheimnis der Villa Papillon zu lüften, konnte ich mich kaum noch vom Geschehen lösen. Doch nicht nur Jades Geschichte spielt in dem Buch eine Rolle, sondern auch das Thema „Tod und Vergänglichkeit“, das mich tief berührt und nachdenklich gemacht hat.

Wer also ein Buch mit einer ernsten und tiefgründigen Seite sucht, sollte auf jeden Fall zu diesem Buch greifen.

Von mir bekommt das Buch 4 Punkte von 5.

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95 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 52 Rezensionen

katie jay adams, liebe, sommer ins glück, geld, familie

Sommer ins Glück

Katie Jay Adams
E-Buch Text: 224 Seiten
Erschienen bei null, 07.06.2016
ISBN B01GSHV10G
Genre: Liebesromane

Rezension:

Inhalt:

An das Glück glaubt Annie Clark nicht. Schließlich hat sie gerade ihren Job verloren. Außerdem muss sie dringend 49.904 Dollar und 12 Cent auftreiben, um zu verhindern, dass ihre exzentrische Mutter und ihr autistischer Bruder auf der Straße landen.
Für so etwas wie die Liebe hat sie wirklich keine Zeit. Doch dann trifft sie den smarten Jonathan Holden mit den unwiderstehlichen lichtblauen Augen. Er unterbreitet ihr ein unverschämtes Angebot, das sie direkt in die Welt der Reichen und Schönen bringt – für genau 504 Stunden. Ehe Annie sichs versieht, steht sie vor der größten Herausforderung ihres Lebens.

(Quelle: http://www.katiejayadams.de/b%C3%BCcher/)

Annies Leben ist alles andere als so, wie sie es sich vorgestellt hat. Doch ihren Tiefpunkt erreicht sie, als sie auch noch ihren Job in der Bar verliert. Jetzt muss sie sich nicht nur Sorgen um die Miete machen, sondern auch darum, wie sie fast 50.000 Dollar auftreiben kann. Denn nur, wenn sie den Kredit sofort bezahlen, können ihre Mutter und ihr autistischer Bruder ihr Haus behalten.

Ausgerechnet da trifft sie auf Jonathan Holden, Millionär und verdammt gutaussehend. Er macht ihr ein Angebot, das sie nur wenig begeistert, aber ihre einzige Lösung zu sein scheint. Doch was sich anfangs so einfach anhört, wird bald zur Zerreißprobe für Annie Clark, aber auch für Jonathan Holden.

Meine Meinung:

Das Buch beginnt mit einem Prolog, in dem Annie ihre Koffer packt, weil sie zu Jonathan ziehen will. So recht weiß man als Leser noch nicht, was es damit auf sich hat und wie es dazu kam. Doch auf jeden Fall wird man richtig neugierig auf die Ereignisse zwischen den beiden Protagonisten gemacht.

Danach springt man genau 12 Tage zurück und erfährt erst einmal, wie Annie ihren Job verliert und wie sie den Millionär kennenlernt. Ich fand die erste Begegnung der beiden wirklich gut gelungen, denn hier wird ganz deutlich, dass es sich nicht, wie vielleicht durch den Klappentext vermutet, um einen dieser typischen armes, scheues Mädchen trifft selbstsicheren, gutaussehenden Millionär Romane handelt. Denn die Protagonistin passt so gar nicht in dieses Bild. Sie mag in finanziellen Schwierigkeiten stecken, doch sie ist alles andere als scheu. Sie weiß genau, was sie will und lässt sich von Jonathan und seinen Launen auch nicht einschüchtern. Das fand ich richtig klasse, denn wieso sollte eine Frau nicht auch selbstsicher, aber nicht arrogant sein können?! Meiner Meinung nach ist es der Autorin sehr gut gelungen mit diesem Klischee zu brechen und eine taffe und doch sympathische Protagonistin zu erschaffen.

Bei  Jonathan hatte ich anfangs schon etwas Angst, dass er in das Mr Grey Bild hineinrutschen würde, doch schnell wuchs er für mich darüber hinaus und war mir wesentlich sympathischer. Er hat seine eigene Geschichte und kämpft gegen seine Dämonen, doch im Grunde sieht man sofort auch das Gute in ihm.

Was mir besonders gut gefallen hat, war die Darstellung von Annies autistischem Bruder Marc. Da ich selber mit Kindern mit Autismus arbeite, war ich dabei natürlich besonders kritisch. Doch die Autorin Katie Jay Adams hat die speziellen Verhaltensweisen sehr authentisch beschrieben und auch die damit verbundenen Schwierigkeiten. Dabei hat sie weder übertrieben, noch etwas beschönigt, was sicher nicht leicht ist, aber ich sehr gelungen fand.

Die Liebesgeschichte ist natürlich keine Überraschung, aber soll sie bei diesem Buch sicher auch nicht sein. Manchmal machen sich die beiden Protagonisten das Leben ziemlich schwer, aber mich störte das bei diesem Buch überhaupt nicht, denn es ist locker-leicht geschrieben und man liest es einfach so weg. Gefangen von dem Hin und Her zwischen den beiden Darstellern will man natürlich einfach wissen, wie es am Ende für sie ausgeht und ob es ein Happy End gibt.

Fazit:

„Sommer ins Glück“ ist ein schöner, kleiner Liebesroman mit sympathischen Protagonisten und einem locker-leichten Schreibstil, den man einfach mal so weglesen kann. Dieses Buch verbreitet einfach gute Laune und Glücksgefühle und ist deshalb nicht nur für einen Sommer im Glück empfehlenswert.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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102 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 49 Rezensionen

harry potter, liebe, freundschaft, ebook, challenge

Fangirl auf Umwegen

Amelie Murmann
E-Buch Text: 236 Seiten
Erschienen bei Impress, 06.10.2016
ISBN 9783646928877
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

„Als sicherlich größter Booknerd auf Erden gehen für die 18-jährige Luna quasi alle Träume auf einmal in Erfüllung, als sie eine Reise zu den Universal Studios in Orlando gewinnt, um die »Wizarding World of Harry Potter« zu besuchen. Dort erwartet sie und die anderen Gewinner die ultimative Challenge zu ihrer Lieblingsbuchwelt und Luna ist mehr als nur bereit, alles daran zu setzen, den ersten Platz zu ergattern. Leider macht ihr dabei ein gewisser Leo immer wieder einen Strich durch die Rechnung und das, obwohl er nicht mal annähernd ihr Fanwissen besitzt. Nach erbitterten Kämpfen um Zauberstäbe und Schulschals platzt Luna schließlich der Kragen – und sie lernt Leo plötzlich von einer ganz anderen Seite kennen…“

(Quelle: https://www.carlsen.de/epub/fangirl-auf-umwegen/81184)

Luna ist einer der größten Harry Potter Fans, die es gibt. Da ist natürlich klar, dass sie unbedingt ein Ticket für die Chocolate Challenge in der Wizarding World of Harry Potter gewinnen möchte.

Dort soll sie Rätsel rund um Harry Potter lösen. Doch das wäre wesentlich einfacher, käme ihr nicht ständig dieser Leo in die Quere. Leo, der sie so an Draco Malfoy erinnert und der ihr den Gewinn von 100.000 Dollar streitig machen will.

Aber als sie Leo von einer anderen Seite kennenlernt, lernt sie auch eine Menge über sich und ihr Leben und plötzlich scheint gewinnen nicht mehr das zu sein, was sie von allem am meisten möchte … .

Meine Meinung:

Ein Buch über eine Harry Potter Challenge musste ich unbedingt lesen. Ich bin zwar nicht, das Fangirl schlechthin, hab aber alle Bücher gelesen und Filme gesehen und war deswegen sehr gespannt auf diese Story.

Der Einstieg, als Luna vor dem Schokoladenregal stand, fiel mir sehr leicht und gefiel mir sofort richtig gut. Die Begegnung mit Leo war auch echt witzig und ich ahnte schon, was daraus werden würde.

Als man sich schließlich gemeinsam mit Luna auf den Weg nach Orlando machte, bekam ich richtig Fernweh. So gerne würde ich auch einmal die Wizarding World of Harry Potter selbst live und in Farbe sehen. Ich sog jede Beschreibung ein und man spürt aus jeder Zeile, dass die Autorin Amelie Murmann selbst ein kleiner Fan ist und mit Begeisterung vor Ort war. Allerdings hätte ich erwartet, dass man als Leser auch ein bisschen an den Rätseln mitarbeiten könnte, doch das geht wirklich nur, wenn man sich selbst in Orlando befindet und dort alles sieht. So war man eben einfach nur Zuschauer, anstatt selbst mitten im Geschehen zu sein, was ich etwas schade fand. Trotzdem machte es mir Spaß, Luna bei der Challenge zu begleiten und ihr dabei zuzusehen, wie sie die einzelnen Aufgaben löste.

Der Schreibstil der Autorin ist dabei immer locker-leicht, so dass man das Buch sehr schnell durchlesen und einfach genießen kann.

Die Liebesgeschichte dagegen fand ich arg konstruiert. Natürlich ist sie in so einem Buch vorhersehbar, was mich generell auch nicht stört, aber hier kam es mir so vor, als wären die Protagonisten „hingebogen“ worden, um in die Lovestory hineinzupassen. Als sie sich die Gefühle gestanden, konnte ich nicht mal richtig mitfiebern oder aufseufzen, weil ich es als zu gezwungen empfand.

Auch die Lebensumstände von Luna und Leo konnten mich nicht überzeugen. Natürlich lag darauf nicht das Hauptaugenmerk, aber meiner Meinung nach kamen diese zu kurz. Sie wurden nur angerissen, hätten aber für die Story meiner Meinung nach doch mehr Gewicht gebraucht, wenn sie schon erwähnt wurden. Auch wenn es sich hier um ein leichtes Jugendbuch handelt, löste sich alles viel zu sehr in Wohlgefallen auf oder war irgendwann einfach nicht mehr wichtig. Das war mir ehrlich gesagt einfach zu wenig Substanz. Dann lieber von Anfang an heile Welt ohne diese ganzen Probleme, dann hätte ich es einfach als nettes, kleines Leseabenteuer abhandeln können, doch so fehlte für mich einfach ein bisschen Tiefgang.

Das Ende rundete die Geschichte zwar ab, für mich blieben aber tausend Fragen offen und die Art, wie die Challenge aufgelöst wurde gefiel mir persönlich auch überhaupt nicht. Das hätte ich mir auf jeden Fall anders gewünscht und in meinen Augen hat Amelie Murmann hier auch einiges an Potenzial verschenkt.

Fazit:

Dieses Buch ist sicher für Harry Potter Fans eine nette Idee, auch wenn man selbst nicht wirklich miträtseln kann. Die Story rund um die Wizarding World of Harry Potter fand ich auch richtig schön und weckte in mir das Fernweh. Leider konnten mich weder die Liebesgeschichte noch die Lebenshintergründe der Protagonisten richtig überzeugen und auch das Ende ließ mich nicht wirklich befriedigt zurück.

Für alle, die einfach nur ein paar schöne, entspannte Lesestunden erwarten, kann dieses Buch jedoch genau das richtige sein.

Von mir bekommt das Buch 3 Punkte von 5.

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