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24 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 12 Rezensionen

dystopie, gesellschaft, armut, geheimnisse, rezension

The Blinds

Emma Marten
Flexibler Einband: 412 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 26.11.2017
ISBN 9783744897464
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

Ich hatte keine Chance
Aber ich tat es
Ich war hier

Geheimnisse sind kein Fremdwort für Riley. Ihre Kindheitsträume hat sie längst begraben. Doch dann bietet sich ihr die Chance, an der bekanntesten Fernsehshow des Landes teilzunehmen - den Blinds. Und plötzlich rücken all diese Träume in greifbare Nähe ...

Riley ist in den Randbezirken groß geworden. Dort ist das Leben ein einziger Kampf. Doch sie hat die Chance diesem Leben zu entfliehen: Die Teilnahme an den Blinds – eine Fernsehshow, bei der es um Geheimnisse geht.

Und Geheimnisse hat Riley genug. Doch reichen diese aus, um weiterzukommen und vielleicht sogar zu gewinnen?

Ein Leben im Zentrum – ein Traum für jeden Menschen. Ein Traum, der für Riley jedoch nur wahr werden kann, wenn sie ihr größtes Geheimnis in den Randbezirken zurücklässt … .

Meine Meinung:

Ich muss gestehen, ich bin ja schon ein kleiner Fan von „Castingshows“, vor allem in Buchform, deswegen wollte ich „The Blinds“ auch unbedingt lesen.

Zu Beginn lernt man Riley in ihrer gewohnten Umgebung kennen – ihrer Wohnung in den Randbezirken. Dort erlebt man hautnah mit, wie hart, das Leben dort ist, ohne jedoch die genauen Umstände zu kennen. Trotzdem mochte ich die Protagonistin von Anfang an. Sie zerfließt nicht in Selbstmitleid, sondern versucht einfach, ihr Leben so gut es geht zu leben. Es gibt Menschen, die aus schwierigen Situationen gestärkt hervorgehen und genauso einen Eindruck hatte ich von Riley. Über die Familiensituation der Protagonistin lässt uns die Autorin jedoch anfangs noch sehr im Dunkeln und ich war gespannt darauf, dieses Geheimnis zu lüften und tiefer in Rileys Leben und ihre Vergangenheit einzutauchen.

Gleich zu Beginn erhält sie auch sofort die Einladung zu den Blinds. Wie genau diese Fernsehshow aussieht, erfährt man eigentlich nicht. Nur, dass es im Anfangsstadium der Show wohl darum ging, Geheimnisse der Teilnehmer aufzudecken. Wie das geht und was die „Talente“ tun müssen, dazu gibt es keine Erklärungen. Erst während die Show läuft, werden die Aufgaben nach und nach enthüllt, wobei mir nicht immer klar war, wozu die Aufgaben dienen sollten und was denn der Sieger haben muss, um gegen die anderen Teilnehmer zu bestehen. Hier hätte ich mir ehrlich gesagt etwas mehr Informationen gewünscht. Worum genau geht es, was ist das Ziel und was bringt es den Coaches? Mir hat irgendwie ein bisschen die Struktur gefehlt.

Auch die übrigen Teilnehmer bleiben stark im Hintergrund. Zu Beginn erfährt man kaum etwas von ihnen. Ich hätte ehrlich gesagt mit etwas mehr Konkurrenzkampf und Gezicke gerechnet und freute mich auch ein bisschen darauf, weil das ja eigentlich das ist, was Castingshows so spannend und anziehend macht. Damit lässt sich die Autorin jedoch sehr viel Zeit. Erst am Ende des Buches gibt es neben Riley ein paar andere, die sich durch ihre Taten einen Namen machen. Das lässt mich hoffen, dass es im zweiten Band etwas „heißer“ hergeht ;)

Mit „heißer“ könnte man auch die Liebesgeschichte meinen, die sich schön langsam entwickelt, was mal echt ziemlich überraschend ist. Ich mochte das Tempo jedenfalls sehr gerne und obwohl es natürlich auch alles nicht so einfach zwischen den Liebenden ist, gibt es doch nicht dieses ständige Hin und Her, das schnell mal nervt. Hach ja, ich konnte die Lovestory wirklich genießen und bin ein echter Fan dieses Pärchens.

Sehr gut gefiel mir auch, dass die Geschichte nicht alleine bei der „oberflächlichen“ Castingshow bleibt, denn es steckt doch viel mehr hinter dem Ganzen, als man zu Beginn vielleicht denkt. Hier baut Emma Marten nach und nach Informationen ein, die sich zum Ende hin immer weiter verdichten, so dass die Geschichte am Ende komplexer werden könnte. Ich finde die Richtung, die sie einnimmt jedenfalls toll und freu mich schon jetzt auf die Fortsetzung.

Fazit:

„The Blinds – Es ist ein Spiel. Also spiel!“ ist ein tolles Buch über eine spannende Castingshow. Zwar hätte ich mir mehr Informationen über die Hintergründe und auch mehr Zickenterror gewünscht, doch dafür überrascht die Autorin damit, dass mehr hinter der Geschichte steckt, als man zu Beginn denkt. Auch die Liebesgeschichte gefiel mir trotz einiger üblicher Klischees richtig gut, so dass ich mich jetzt schon sehr auf die Fortsetzung freue.

Von mir bekommt das Buch 4,5 Punkte von 5.

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44 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 31 Rezensionen

paris, kalib, liebesroman, gummiente, mirjam h. hüberli

Wenn die Nacht Träume regnet (Teil 1)

Mirjam H. Hüberli
E-Buch Text: 136 Seiten
Erschienen bei null, 07.01.2018
ISBN B078W97HYW
Genre: Sonstiges

Rezension:

Inhalt:

Chloe spürt es beim ersten Blick in diese unvergleichlichen Himmelsaugen: Ihr Leben hat sich verändert. Ja, die Welt dreht sich langsamer, wenn Davis in ihrer Nähe ist. Doch gerade, als sie ihm endlich näherkommt, verschwindet Davis überraschend. Trotzdem kann sie ihn nie ganz vergessen.
Als sie nach einem tragischen Unfall mit ihrem geliebten Pferd plötzlich eine Gummiente im Krankenzimmer vorfindet, kann das nur eines bedeuten: Davis war hier. Schließlich verbindet die beiden eine gewisse Gummienten-Theorie … .

 

Schon als Davis Chloe im Sandkasten verteidigt, ist es um das Mädchen geschehen. Er ist einfach ihr Held in strahlender Rüstung, weswegen sie ihn nie ganz vergessen kann. Auch nicht, als er plötzlich einfach verschwindet. Was ist aus Davis geworden? Und denkt er vielleicht auch ab und zu an Chloe?

Als das junge Mädchen Jahre später nach einem Reitunfall im Krankenhaus liegt und dort irgendwann aus heiterem Himmel eine Gummiente vorfindet, ist sie sich ganz sicher, dass Davis sich an sie erinnert. Schließlich ist es doch dieses unscheinbare Plastiktierchen, das die beiden auf eine ganz besondere Weise miteinander verbindet … .

Meine Meinung:

Als ich von einem Liebesroman von Mirjam H. Hüberli hörte, war ich sofort Feuer und Flamme. Ich liebe gute Lovestories und ich habe mich sofort in Titel und Cover verliebt und war deshalb gespannt, was mich erwarten würde.

Es gefiel mir auch sehr gut, dass die Geschichte wirklich im Kindergartenalter der Protagonisten beginnt und man in der dritten Person erfährt, was damals passiert ist bzw. wie Chloe und Davis sich kennengelernt haben. Trotz dieser Erzählperspektive kamen Chloes Gefühle bei mir an und ich merkte sofort, dass diese Begegnung etwas ganz Besonderes für die Protagonistin war. Obwohl Chloe diese Szene und damit auch Davis nie vergessen kann, wird natürlich nicht von Liebe geschrieben. Hierfür lässt sich Mirjam H. Hüberli wirklich Zeit, was ich sehr gut fand. In den meisten Liebesgeschichten geht es mir mit den Gefühlen einfach immer viel zu schnell. Doch hier gibt es mehrere Begegnungen und Dates und die Liebe zwischen den beiden hat Zeit zu wachsen. Trotzdem merkt man immer, dass zwischen Chloe und Davis eine besondere Verbindung ist. Ich konnte mich jedenfalls ganz in diese Geschichte fallen lassen und die Begegnungen und die wachsenden Gefühle genießen.

Da es sich um ein Serials handelt, das nur 130 Seiten hat,  ist die Geschichte natürlich viel zu schnell zu Ende. Gerade als ich mitten in der Geschichte war und mir Gedanken dazu gemacht habe, was weiter passieren könnte, zerstörte mich die Autorin völlig mit ihrem Cliffhanger und ließ mich ungläubig und total schockiert zurück. Ich habe keine Ahnung, wie es weitergehen könnte, aber ich muss unbedingt sofort erfahren, was das Schicksal für Chloe und Davis noch bereithält, denn SO kann das auf keinen Fall enden.

Fazit:

Die 130 Seiten dieses Serials sind viel zu schnell zu Ende. Gerade als ich mich in die Geschichte fallen ließ und die Begegnungen und Gefühle der Protagonisten genossen habe, endet die Geschichte mit einem Cliffhanger, der mich völlig zerstört hat. Ich muss unbedingt wissen, wie es weitergeht, denn SO darf es auf keinen Fall enden. Eine sehr schöne Liebesgeschichte, die sicher noch einiges für ihre Leser bereithält.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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magie, fantasy, kampf, verlag loewe, jugendroman

Young Elites - Das Bündnis der Rosen

Marie Lu , Sandra Knuffinke , Jessika Komina
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Loewe, 11.10.2017
ISBN 9783785584156
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

„Adelina hat nur ein Ziel vor Augen: Rache. An der Inquisition, den weißen Soldaten, die sie beinahe getötet hätten, und an der Gemeinschaft der Dolche, von der sie verraten und verstoßen wurde. Unter dem Namen Weiße Wölfin sucht sie gemeinsam mit ihrer Schwester nach weiteren Begabten, um ein eigenes Bündnis zu schließen. Mit dessen Hilfe wollen sie der grausamen Verfolgung durch die Inquisition für immer ein Ende bereiten. Aber Adelina ist alles andere als eine Heldin. Ihre finsteren Kräfte entgleiten mehr und mehr ihrer Kontrolle. Verzweifelt kämpft sie gegen diese innere Dunkelheit an – und droht den Kampf zu verlieren.“

Nach dem Tod von Enzo und dem Ausschluss bei den Dolchen flieht Adelina mit ihrer Schwester Violetta, um sich neue Verbündete zu suchen. Sie weiß, dass sie alleine nichts gegen die Inquisition ausrichten kann, deshalb braucht sie andere Begabte an ihrer Seite.

Gemeinsam mit diesen möchte sie der Inquisition entgegentreten um die Malfettos zu retten und Rache zu üben. Rache an allen, die sie verletzt haben. Doch ihre Kräfte scheinen immer stärker zu werden und je mehr Macht Adelina durch ihre Illusionen bekommt, desto weniger Kontrolle hat sie darüber. Bald schon sehnt sich ihr dunkles Herz nach mehr als nur nach einfacher Rache … .

Meine Meinung:

Der erste Teil der „Young Elites“-Reihe hat mich total begeistert, vor allem wegen der sehr außergewöhnlichen Protagonistin und ich war gespannt, wie es mit Adelina weitergehen würde.

Diese macht sich gemeinsam mit ihrer Schwester Violetta auf die Suche nach anderen Begabten. Dadurch beginnt das Buch sehr ruhig und man hat als Leser Zeit, sich erst einmal wieder in die Welt der Malfettos hineinzudenken. Lange brauchte ich dafür nicht, da mich dieses Worldbuildung schon beim ersten Teil total fasziniert und mitgerissen hat. Es machte mir jedoch großen Spaß gemeinsam mit Adelina und Violetta nach neuen Verbündeten zu suchen, neue Begabte und ihre Kräfte kennenzulernen.

Doch während Adelina eine neue Gemeinschaft gründet, ziehen sich die Fäden immer enger zusammen. Durch Königin Maeve von Beldain zieht eine neue Figur in die Geschichte ein. Eine sehr spannende und undurchschaubare Figur, wie ich finde. Überhaupt gefallen mir die Charaktere, die Marie Lu geschaffen hat sehr gut. Sie können nicht so einfach in gut und böse eingeteilt werden. Dafür sind sie viel zu vielschichtig. Sie haben sowohl ihre guten Eigenschaften, als auch ihre dunklen Seiten und besonders toll fand ich, dass das auch für Adelina gilt. Meist sind die Protagonisten solcher Bücher ja richtige Helden, strahlend rein und durchweg gut. Das gilt jedoch nicht für Adelina. Schon im ersten Teil hat man miterlebt, dass sie sich nicht einfach in ihr Schicksal fügt, dass sie aufbegehrt, sich wehrt und dabei auch über Leichen geht, wenn es nötig ist.
Trotz dieser Dunkelheit in ihr, gefiel sie mir schon damals richtig gut, eben weil sie so anders, so ungewöhnlich ist. In diesem Folgeband setzt die Autorin jedoch noch einen drauf. Adelinas dunkle Seite wird immer stärker und langsam verliert sie die Kontrolle. Das Nachwort von Marie Lu zeigt deutlich, wie schwierig es für sie war, die Entwicklung ihrer Protagonistin in diese Richtung voran zu treiben. Mich hat sie damit jedoch wirklich sehr begeistert.

Auch die Geschichte an sich hat es wirklich in sich. Es werden so viele Intrigen gesponnen, die einzelnen Parteien gehen in Stellung und kämpfen um die Macht. Jeder verfolgt seine eigenen Pläne und so zieht sich durchweg Spannung durch das Buch. Ich klebte wirklich an den Seiten um zu erfahren, wie sich alles entwickeln wird. Dass Marie Lu nicht zimperlich mit ihren Protagonisten umgeht ist spätestens seit dem ersten Band klar und so wittert man an jeder Ecke Gefahr und eine unerwartete Wendung. Mich konnte die Autorin jedenfalls immer wieder mit kleineren und größeren Twists überraschen. Man kann sich nie sicher sein, wie es weitergeht und wer am Ende überlebt, um weiter nach der Macht zu greifen.

Fazit:

Auch der zweite Teil der „Young Elites“-Reihe hat mich wieder rundum begeistert. Die Geschichte ist durchweg spannend und die Protagonisten sind so vielschichtig und undurchschaubar, dass man sie nicht so einfach einteilen kann. Auch Adelina selbst macht eine Entwicklung durch, die vielleicht nicht jeden Leser glücklich macht, mich jedoch durchweg überzeugt hat. Mit vielen kleinen und großen Überraschungen macht Marie Lu am Ende die Geschichte perfekt. Eine wirklich gelungene Fortsetzung.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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rosesnow, romantasy, romantasy-reihe, pageturner, blutadel

3 Lilien - Das zweite Buch des Blutadels

Rose Snow
Flexibler Einband: 289 Seiten
Erschienen bei Independently published, 03.12.2017
ISBN 9781973452195
Genre: Sonstiges

Rezension:

Inhalt:

Widerwillig beugt sich Lorelai dem Erlass des Hohen Herrscherhauses und zieht zu den von Rabenaus. Dort trifft sie nicht nur auf ihre unfreundlichen Brüder, sondern wird auch noch zum Privatunterricht verdonnert, um die Gepflogenheiten der Dunklen besser kennenzulernen – denn gerade als fruchtbare Drittgeborene ist ihr die Aufmerksamkeit des Blutadels sicher. Als der dunkle Fürstensohn Interesse an ihr bekundet, muss Lorelai fürchten, in eine Zwangsehe geschickt zu werden und das, obwohl ihr Herz noch immer für Vitus schlägt, dessen Anziehungskraft ungebrochen scheint …

Obwohl es ihr das Herz bricht, hat Lorelai keine Wahl: Sie muss zu den von Rabenaus ziehen und gilt von da an als fruchtbare Drittgeborene. Als solche zieht sie das Interesse vieler Dunkler auf sich, allen voran das des dunkle Fürstensohns Marcus von Kaltenburg.

Dieser ist jedoch nicht gerade das, was Lorelai sich von einem Ehemann wünscht, vor allem, da ihr Herz noch immer Vitus gehört, zu dem sie absolutes Kontaktverbot hat.

Während die junge Frau eine Möglichkeit sucht, ihrer Zwangsehe zu entgehen, treibt der Mörder weiterhin sein Unwesen und bald schon steht nicht nur Lorelais Schicksal auf dem Spiel … .

Meine Meinung:

Nach dem fiesen Cliffhanger von Band 1 musste ich sofort weiterlesen. Ich hoffte ja, dass sich die Verwechslung als Fehler herausstellen und Lorelai nicht von ihrer Familie getrennt werden würde. Doch leider muss diese gleich zu Beginn zu den von Rabenaus ziehen, die ich selbst auch total schrecklich fand. Aber genau diese Begebenheit führt auch dazu, dass es in diesem Mittelband spannend bleibt, denn es gibt einige Reibungen, sowohl zwischen den Geschwistern, als auch zwischen Lorelai und ihren leiblichen Eltern.

Im Gegenzug dazu bringt Großmutter Harriet mit ihrer schrulligen, liebevollen Art eine schöne Prise Humor in die Geschichte. Diese Frau muss man einfach gernhaben. Ich liebe es, wenn es neben den Protagonisten Charaktere gibt, die ein besonderes Flair in die Geschichte bringen oder im Gedächtnis bleiben. Dafür ist Harriet das beste Beispiel, aber auch Vincent (Vitus‘ Bruder) oder Sophie und Romy, die Schwestern von Lorelai gefielen mir richtig gut.

Die Geschichte um den Mörder scheint erst einmal etwas in den Hintergrund zu gelangen, da Lorelai mit den Heiratsverhandlungen und ihrer neuen Rolle als Dunkle kämpft. Dabei zieht sie natürlich auch Vitus mit hinein, ebenso wie Vincent und Sophie. Dadurch bekommt die Story noch einmal eine andere Richtung mit der ich gar nicht gerechnet hatte. Was für eine positive Überraschung!

Und damit dieser Zwischenband nicht langweilig wird, werden zusätzlich viele neue Fragen aufgeworfen, Theorien aufgestellt und Verwicklungen gewoben. Ich war also ständig auf der Suche nach Antworten. Nebenbei überlegte ich natürlich, wer ein Motiv für die Morde haben könnte und was genau dahinterstecken würde. Doch obwohl ich einige Vermutungen aufgestellt habe, denke ich, dass es am Ende vielleicht ganz anders sein wird. Bis jetzt haben mich Rose Snow auf jeden Fall ordentlich überrascht und auch an der Nase herumgeführt. Es bleibt also weiter spannend und ich freue mich besonders, dass Band 3 schon erschienen ist und ich sofort weiterlesen und Antworten finden kann.

Fazit:

Das zweite Buch des Blutadels wirbelt noch einmal alles durcheinander. Während die Suche nach dem Mörder erst einmal etwas in den Hintergrund tritt, werden neue Fragen aufgeworfen, neue Theorien aufgestellt und neue Verwicklungen gewoben. Es bleibt also weiterhin spannend.

Eigentlich dachte ich ja, dass Rose Snow mich nicht mehr begeistern könnten, als sie es mit „Die 11 Gezeichneten“ schon getan haben, aber diese Reihe übertrifft noch einmal alles, was ich bis jetzt von diesem Autorenduo gelesen habe. Ich liebe sie.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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juli im winter, selbstmord, schulzeit, gefühle, mitreißen

Juli im Winter

A.L. Kahnau
Flexibler Einband: 280 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 08.12.2017
ISBN 9783746047898
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

„Du bist deines eigenen Glückes Schmied.“ In diesem Glauben wurde Juli großgezogen und dementsprechend selbstbewusst geht sie durch die Welt. Juli ist klug, charmant und beliebt. Als eine neue Mitschülerin in ihre Klasse kommt, ahnt sie nicht, dass diese ihr sehr bald zeigen wird, wie falsch sie lag. Julis Leben gleicht plötzlich einem Sturzflug, dessen Ausgang ungewiss ist.

(Quelle: https://www.alkahnau.com/juli-im-winter/)

Juli fühlt sich in ihrem Internat sehr wohl. Sie hat dort Freunde gefunden, ihre Noten sind gut und ihre Wahlfächer bereiten ihr viel Spaß.

Doch dann taucht eine neue Mitschülerin auf und obwohl Juli sie freundlich aufnimmt und ihr alles zeigt, scheint diese nicht besonders dankbar zu sein.

Plötzlich muss Juli erkennen, dass sich das Leben ganz schnell ändern und das Blatt ganz schnell wenden kann. Gerade noch an der Spitze, findet sich das Mädchen auf einmal ganz unten wieder … .

Meine Meinung:

Das Cover und der Klappentext haben mich sehr neugierig gemacht und ohne wirklich zu spoilern (denn das Thema wird bereits im ersten Kapitel offenbart): Ich finde das Thema Mobbing sehr aktuell und interessant. Es gibt so viele Facetten davon und die Anfänge sind meist schleichend.

A.L. Kahnau greift dieses Thema in ihrem Buch „Juli im Winter“ auf.
Das Buch beginnt quasi mit dem Ende und hat mich sofort sehr berührt. Die Autorin beschreibt die Gefühle so mitfühlend und eindringlich, so authentisch und ungeschönt, dass ich sie fast selbst spüren konnte. Selten hatte ich ein Buch in der Hand, das gleich zu Beginn so voller Gefühl war. Mit nur wenigen Seiten hat A.L. Kahnau mich gefangen und ich wollte unbedingt wissen, was genau passiert ist.

Im Anschluss erfährt man dann auch noch von Julis Familiengeschichte, die ihre Spuren bei dem Mädchen hinterlassen hat. Sie ist so jung und musste schon so viel durchmachen. Juli hatte sofort mein Mitgefühl, aber anstatt an allem zu zerbrechen, versucht sie ihren Weg zu finden und obwohl man manchmal den Eindruck haben könnte, als wäre sie „perfekt“, wirkte sie auf mich doch eher zerbrechlich. Bei ihr muss man beim Lesen auf jeden Fall hinter die Fassade blicken, um sie nicht als zu glatt zu empfinden. Spätestens am Ende fällt einem jedoch auf, wie gut sie der Autorin gelungen ist, denn da fällt der Schleier und man kann in Julis Inneres blicken. Für mich ist die Protagonistin jedenfalls sehr gut ausgearbeitet und geschickt inszeniert.

Doch auch Julis Gegenpart Vanessa ist sehr interessant und vielschichtig. Ihre Geschichte wird nach und nach aufgedeckt und so wird diese Figur greifbar. Gerne hätte ich noch mehr von ihrer Vergangenheit erfahren, doch manchmal ist es auch gut, wenn nicht alles „zerredet“ wird und man sich selber noch ein paar Gedanken machen kann.

Und Gedanken macht man sich über dieses Buch durchaus, denn ich trau mich fast wagen zu sagen, dass jeder schon einmal mit diesem Thema in Berührung gekommen ist. Je nach Erfahrung nimmt man die eine oder die andere Sichtweise ein, überlegt, wie man selbst handeln oder wie man sich in der Situation fühlen würde. Mich ließ das Buch jedenfalls gar nicht mehr los und ich habe es in nur wenigen Stunden durchgelesen. Julis Zwiespalt hat mich besonders nachdenklich gemacht, da ich ihn so gut nachvollziehen konnte. Wie kommt man aus diesem Teufelskreis heraus, wenn man keine Beweise hat? Wem kann man sich anvertrauen? Wer glaubt einem? Wie reagiert man am besten? Was macht einen überhaupt zum Opfer und was zum Täter? Wie kann man Betroffenen helfen oder noch besser, was kann man zur Vorbeugung tun? All diese Fragen gingen mir durch den Kopf und beschäftigen mich auch nach dem Lesen noch sehr lange. Mir persönlich ging Julis Schicksal jedenfalls sehr ans Herz und auch Nessa und ihre Klassenkameraden haben sich in meinen Gedanken festgesetzt und nicht mehr losgelassen.

Fazit:

A.L. Kahnau rüttelt mit ihrem Buch „Juli im Winter“ ihre Leser auf jeden Fall richtig auf und bringt ihnen das Thema „Mobbing“ sehr einfühlsam nahe. Julis Schicksal, aber auch Nessa und ihre Klassenkameraden haben mich sehr beschäftigt und nicht mehr losgelassen. Selten hatte ich ein Buch, das noch so lange in mir nachgehallt hat und das ich gerne auf die Leseliste jeder Schule setzen würde. Es MUSS einfach gelesen werden!

 

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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romantasy, gabe, helle, dunkle, magie

3 Lilien - Das erste Buch des Blutadels

Rose Snow
Flexibler Einband: 264 Seiten
Erschienen bei Independently published, 18.11.2017
ISBN 9781973333234
Genre: Sonstiges

Rezension:

Inhalt:

Seit Monaten wartet die 17-jährige Lorelai darauf, dass die alte Gabe des Blutadels bei ihr erwacht – wobei sie nicht mal ihrer besten Freundin von ihrer magischen Abstammung erzählen darf. Denn die Gesetze des Blutadels sehen vor, das geheime Wissen unter keinen Umständen mit Außenstehenden zu teilen. Doch das erweist sich als äußerst schwierig, als Lorelai den verwegenen Vitus kennenlernt. Zwischen ihnen knistert es gewaltig – und während Lorelai noch mit ihren Gefühlen kämpft, haben die Probleme gerade erst angefangen …

(Quelle: http://www.rosesnow.de/17-2/)

Seit Jahrhunderten schon existiert der Blutadel. Dieser ist aufgeteilt in Helle und Dunkle. Während die Hellen das Leben geben, können es die Dunklen nehmen.

Auch Lorelai gehört zu einer adeligen Familie und wartet darauf, dass ihre Kräfte als Helle endlich in ihr erwachen. Dabei muss sie jedoch stets darauf achten, sich nicht zu verraten, denn der Blutadel hat strenge Gesetze, deren Nichteinhaltung hart bestraft wird, denn die Geheimhaltung ihrer Kräfte gegenüber den normalen Menschen ist das wichtigste Gut im Blutadel.

Deshalb sind Beziehungen auch nur innerhalb der gleichen Blutlinie erlaubt, niemals zwischen Hellen und Dunklen oder gar mit normalen Menschen. Da ist es nicht besonders klug, dass Lorelai sich ausgerechnet in Vitus Rabenau verliebt. Doch gegen Gefühle können selbst Gesetze nichts ausrichten oder etwa doch?!

Meine Meinung:

Rose Snow sind für mich immer ein Garant für tolle Bücher, deshalb konnte ich natürlich nicht widerstehen auch ihr neuestes Werk zu lesen.

Der Klappentext hat mich sofort begeistert: Blutadel, das klang außergewöhnlich und faszinierend. Bis jetzt hatte ich noch kein Buch darüber gelesen und freute mich richtig darauf, in diese fremde Welt einzutauchen.

Dabei gefiel es mir sehr gut, dass man zu Beginn der Kapitel Einblicke in die Lebensart des Blutadels bekam, indem es Gesetzestexte oder Auszüge aus Büchern der Hellen und Dunklen gab. Ich las diese Texte wirklich gerne und tauchte dadurch tief in diese Welt ein. Hier haben sich Rose Snow etwas Außergewöhnliches einfallen lassen und faszinierten mich ab der ersten Seite mit ihrer tollen Idee.

Auch Lorelai hat mich richtig begeistert. Sie ist taff und selbstbewusst, scheint aber ihren Platz in der Welt des Blutadels noch nicht gefunden zu haben. Die Gesetze findet sie teilweise antiquiert und versucht sich auf ihre Art dagegen aufzulehnen, ohne zu rebellisch zu sein. Doch ich glaube, dass noch viel mehr in ihr steckt und sie sich im Laufe der Geschichte noch weiterentwickeln wird, worauf ich mich sehr freue.

Der männliche Protagonist Vitus ist jedoch auch nicht ohne. Er steht Lorelai jedenfalls in nichts nach und kann ihr auch richtig Paroli bieten. Die Liebesgeschichte ist wirklich sehr gelungen, aber natürlich ist alles auch nicht so einfach, wie es scheint, was es für die Folgebände noch einmal richtig spannend macht.

Doch die Lovestory ist nicht das Einzige, das Spannung in diese Geschichte bringt. Zum einen gibt es da die Rivalitäten zwischen den Dunklen und den Hellen und ein paar Ereignisse, die die Welt des Blutadels erschüttern. Zum anderen gibt es da eine überraschende und unvorhersehbare Wendung, die das Leben der Protagonisten gehörig auf den Kopf stellt und alles noch einmal in einem neuen Licht erscheinen lässt.

Am Ende des Buches weiß ich irgendwie genauso viel wie  zu Beginn J Aber genau das macht es so spannend und ich muss sofort weiterlesen, um zu erfahren, wo alles hinführt.

Fazit:

Mit „3 Lilien – Das erste Buch des Blutadels“ ist dem Autorenduo Rose Snow wieder ein ganz besonderer Schatz gelungen. Erneut schafften sie es, mich mit einer faszinierenden Idee zu begeistern. Spannende Wendungen und Verwicklungen fesselten mich an dieses Buch, so dass ich es in einem Rutsch gelesen und sofort Band 2 begonnen habe.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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58 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 34 Rezensionen

liebe, frankreich, bretagne, wolkenfischerin, claudia winter

Die Wolkenfischerin

Claudia Winter
Flexibler Einband: 420 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 18.12.2017
ISBN 9783442485734
Genre: Liebesromane

Rezension:

Inhalt:

Charmant und gewitzt hat sich Claire Durant auf der Karriereleiter eines Berliner Gourmet-Magazins ganz nach oben geschummelt. Denn niemand ahnt, dass die Französin weder eine waschechte Pariserin ist noch Kunst studiert hat – bis sie einen Hilferuf aus der Bretagne erhält, wo sie in Wahrheit aufgewachsen ist: Ihre Mutter muss ins Krankenhaus und kann Claires gehörlose Schwester nicht allein lassen. Claire reist in das kleine Dorf am Meer und ahnt noch nicht, dass ihre Gefühlswelt gehörig in Schieflage geraten wird. Denn ihr Freund Nicolas aus gemeinsamen Kindertagen ist längst nicht mehr der schüchterne Junge, der er einmal war, und dann taucht aus heiterem Himmel auch noch ihr Chef auf. Claire muss improvisieren, um ihr Lügengespinst aufrechtzuerhalten – und stiftet ein heilloses Durcheinander in dem sonst so beschaulichen Örtchen Moguériec …

(Quelle: https://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Die-Wolkenfischerin/Claudia-Winter/Goldmann-TB/e507067.rhd)

Claire Durant hat ihr Glück selbst in die Hand genommen und ihren Lebenslauf ein bisschen frisiert. So ist sie bei einem Berliner Gourmet-Magazin ganz weit nach oben gelangt. Demnächst soll sie sogar einen Chefredakteursposten bekommen.

Doch dann erhält sie einen Anruf von ihrer Mutter. Diese liegt im Krankenhaus und Claire soll nach Hause kommen und sich um ihre gehörlose Schwester kümmern.

Die junge Frau hat vor Jahren ihrer Heimat den Rücken gekehrt, weshalb es ist sehr schwer fällt dorthin zurückzukehren, denn so vieles hat sich seitdem verändert und sie ist jetzt ein anderer Mensch.

Aber auch in Moguériec sind die Uhren nicht stehengeblieben und ein Wiedersehen mit Nicolas, ihrem Jugendfreund und das plötzliche Auftauchen ihres Chefs bringen nicht nur Claires Gefühle, sondern den ganzen Ort durcheinander … .

Meine Meinung:

Claudia Winters Bücher sind für mich immer ein absolutes Must-Have. Ihre Liebesgeschichten sind einfach immer so bezaubernd und gefühlvoll und die Kulissen so wunderschön.

Auch dieses Mal hat sich die Autorin einen traumhaften Ort für ihre neueste Geschichte gewählt: Ein kleines französisches Dorf in der Bretagne und wie immer war ich auch dieses Mal wieder wahnsinnig begeistert von ihren Beschreibungen der Landschaft. Es sind immer richtige Sehnsuchtsorte, in denen ihre Geschichten spielen und mit jedem Buch weckt sie erneut meine Reiselust und mein Fernweh. Ich würde mir auch dieses Mal so gerne den bezaubernden Ort ansehen, der in „Die Wolkenfischerin“ eine Rolle spielt und das besondere Flair selbst spüren.

Anfangs war ich ehrlich gesagt etwas verwirrt, da die Geschichte teils aus Sicht einer Gwenaelle erzählt wird und ich nicht wusste, wer das sein soll, da man im Klappentext nichts von ihr erfährt. Doch früh ahnt man, um wen es sich dabei handelt und ich fand es großartig, dass Claudia Winter uns an dieser Sichtweise teilhaben lässt. So erfährt man noch einmal mehr über die Protagonisten im Buch.

Claire gefiel mir auch wirklich sehr gut. Sie ist eine taffe junge Frau, die weiß, was sie will und nicht davor zurückschreckt, es sich auch zu nehmen. Dabei bedient sie sich manchmal kleiner Lügen, doch wie es nunmal so ist, bezahlt sie irgendwann die Rechnung dafür und genau das sorgt für das Chaos in ihrem Heimatort, von dem im Klappentext die Rede ist. Damit hat die Autorin einiges an Humor in die Geschichte hineingebracht und ihr so eine unbeschwerte Seite verliehen, was mir sehr gut gefiel.

Das ist ein schöner Ausgleich, denn dieses Buch ist anders als die ersten beiden Werke von Claudia Winter, bei denen es um eine schöne, humorvolle und vor allem unbeschwerte Liebesgeschichte geht. „Die Wolkenfischerin“ hat nämlich eine sehr ernste Seite. Dadurch gewann das Buch ordentlich an Tiefgang, was ich toll fand, denn das Leben besteht nunmal nicht nur aus schönen und glücklichen Momenten. Manchmal passiert auch etwas, das einen am Boden zerstört und schließlich zu einem anderen Menschen macht, genau wie es bei Claire der Fall ist. Ich fühlte jedenfalls sofort mit der jungen Frau mit und war tief berührt von ihrer Geschichte. Claudia Winter hat es auf jeden Fall geschafft, mich in Claires Leben hineinzuziehen und mich so mitzunehmen, dass ich sogar die ein oder andere Träne vergossen habe. Teils aus Mitleid mit den Protagonisten und teils aus Rührung, weil es einfach so schön war.

Apropo „schön“: Hach, die Liebesgeschichte … sie ist mal wieder richtig zauberhaft. Ich hatte anfangs ja etwas ganz anderes erwartet und war wirklich positiv überrascht. Die Autorin legt wieder so viel Gefühl in die Lovestory, dass ich erneut total begeistert war. Ich hab so mitgefiebert, geseufzt und ja, bei DER Liebeserklärung auch ein paar Tränchen vergossen, einfach, weil es so schön war. Damit beweist Claudia Winter einmal mehr, dass sie es wirklich versteht, mit Worten umzugehen. Sie kann nicht nur Geschichten schreiben, die einem gute Laune machen, sondern auch welche, die einem einfach unter die Haut gehen.

 

Fazit:

Mit „Die Wolkenfischerin“ hat Claudia Winter bewiesen, dass sie nicht nur locker-leichte Liebesgeschichte schreiben, sondern durchaus auch ernstere Seiten in ihre Bücher einarbeiten kann, ohne ihren üblichen Zauber zu verlieren. Die Autorin kann wirklich wunderbar mit Worten umgehen und hat mich mit ihrem Buch dieses Mal sogar zum Weinen gebracht, aus Mitleid, aber auch vor Rührung. Einfach zauberhaft. Ich will unbedingt mehr davon!

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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112 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 45 Rezensionen

koma, lily oliver, krankenhaus, hoffnung, träume die ich uns stehle

Träume, die ich uns stehle

Lily Oliver
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.11.2017
ISBN 9783426518977
Genre: Liebesromane

Rezension:

Inhalt:

„Lara kann nicht aufhören zu reden. Ein Zwang treibt die an Amnesie leidende junge Frau dazu, ihre Erinnerungslücken mit Worten zu füllen. Längst hört ihr keiner mehr zu, außer in den Therapiestunden, die sie als Patientin der Psychiatrie bekommt. Bis sie Thomas findet. Lara weiß, es ist falsch, ihre Verzweiflung über ihre Amnesie auf ihn abzuladen, denn Thomas liegt im Koma. Dennoch schleicht sie sich immer wieder zu ihm und bemerkt bald, dass er auf ihre Stimme reagiert. Lara beschließt, Thomas eine Geschichte zu erzählen: eine Liebesgeschichte zwischen ihr und ihm, die bald für beide realer wird als ihr Dasein im Krankenhaus. Ein Traum von Liebe, an den sich beide klammern und der die Kraft hätte, nicht nur Thomas aus der Dunkelheit zu holen, sondern auch Lara. Doch beide ahnen nicht, was für eine erschütternde Wahrheit in den Tiefen von Laras Geschichte auf sie wartet …“

(Quelle: https://www.droemer-knaur.de/buch/9376014/traeume-die-ich-uns-stehle)

Lara ist nach einem Unfall im Krankenhaus gelandet und kann sich an die letzten beiden Jahre nicht erinnern. Ihr Zwang zu reden wird dadurch noch größer und sie füllt ihre Erinnerungslücken mit sinnlosem Geplapper.

Bald schon weicht ihr jeder aus, um ihr nicht zuhören zu müssen. Da scheint Thomas genau der richtige Ausweg zu sein. Er liegt im Koma und bei ihm fühlt Lara sich angenommen.

Sie beginnt ihm Geschichten zu erzählen. Zu Beginn ist es eine fiktive Liebesgeschichte zwischen ihnen beiden, die sich aber bald schon mit Erinnerungen aus Laras echtem Leben füllt.

Als Lara der schrecklichen Wahrheit um ihre Vergangenheit immer näher kommt, scheint Thomas plötzlich auf ihre Stimme zu reagieren… .

Meine Meinung:

Schon „Die Tage, die ich dir verspreche“ hat mich sehr berührt, deshalb wollte ich auch unbedingt „Träume, die ich uns stehle“ unbedingt lesen.

Das Buch beginnt mit einem Prolog aus Laras Sicht und einem aus Thomas‘ Sicht. Es startet bei ihren Unfällen, doch erfährt man nichts Genaues, so dass ich mich sofort fragte, was denn eigentlich passiert war.

Danach findet man sich mit Lara im Krankenhaus wieder und erlebt, wie sie versucht, sich in einer Therapie an ihre Vergangenheit zu erinnern. Dabei erfährt man auch von ihrem Zwang zu reden. Diese Störung hat sie schon seit ihrer Kindheit und immer schon stieß sie damit auf Abneigung. Lara war mir sofort sympathisch, tat mir aber auch richtig leid. Sie scheint keine Freunde zu haben, bekommt keinen Besuch und jetzt fehlen ihr auch noch ihre Erinnerungen und alles, was während der ganzen Zeit hochkommt, scheinen negative Erfahrungen zu sein. Ich fragte mich ständig, was diese junge Frau wohl alles durchmachen musste, um ohne Gedächtnis und allein im Krankenhaus zu landen.

Dazwischen findet man immer wieder Kapitel aus Thomas‘ Perspektive. Das fand ich sehr interessant. Im Koma erinnert er sich an sein Leben, an all das Gute, aber auch an das weniger Gute. Auch in seiner Vergangenheit scheint es eine dunkle Episode zu geben. Doch auch diese bleibt vorerst ein Geheimnis.

Ich war wirklich sehr gespannt, was hinter all dem stecken wird, denn dass Lily Oliver für eine Überraschung gut ist, hat sie schon mehrmals bewiesen.

Doch vorerst begleitet man Lara zu den Besuchen bei Thomas, erlebt mit, wie ihre Geschichten mit ihren Erinnerungen verschmelzen und sie versucht, ihre Störung in den Griff zu bekommen, für Thomas. Ich fand es schön zu lesen, wie es Lara gelingt, immer ruhiger und bewusster zu sprechen. Dabei beschreibt die Autorin diese Störung sehr authentisch und auch ihre Fortschritte geschehen nicht von heute auf morgen, sondern brauchen Zeit. Manch ein Leser könnte sagen, dass es deswegen im Mittelteil ein paar Längen gibt, aber ich fand diese Episoden sehr berührend, gefühlvoll und auch mitreißend. Es war schön zu lesen, wie Lara sich immer mehr auf Thomas einlässt und so auch ihr eigenes Leben ordnen kann.

Und dann plötzlich zog mir Lily Oliver mit einer überraschenden Wendung den Boden unter den Füßen weg. Ich war schockiert und wollte es nicht wahrhaben. Niemals hätte ich gerechnet, dass die Geschichte in diese Richtung gehen würde. Es hat mich wirklich erschüttert und bewegt. Die Autorin bringt so viel Gefühl in ihre Geschichte, beschönigt aber auch nichts. Sie schafft keine heile, rosarote Welt, sondern zieht ihre Leser in eine Realität hinein, die nicht immer nur schön ist, sondern auch ihre grausamen Seiten hat. Damit hat sie mich richtig gepackt. Ich litt mit den Protagonisten mit, ließ mich von ihrem Schicksal erschüttern und wünschte mir ein Happy End für sie. Ich war so sehr in der Geschichte gefangen, dass ich sie innerhalb kürzester Zeit durchgelesen hatte.

Das Ende hat mich noch einmal richtig begeistert. Auch hier zeigt Lily Oliver richtig viel Fingerspitzengefühl. Es ist wirklich das perfekte Ende für diese berührende Geschichte. Authentisch, glaubwürdig, aber auch sehr mitfühlend. Ich habe einige Tränen bei diesem Buh vergossen, doch besonders viele am Ende, deshalb bleibt mir diese Geschichte sicher im Gedächtnis und auch im Herzen.

Fazit:

Mit „Träume, die ich uns stehle“ hat mich die Autorin richtig ins Herz getroffen. Es ist eine Geschichte, die so voller Gefühl ist, aber auch eine grausame Realität beschreibt. Lily Oliver beschönigt nichts, erzählt aber sehr einfühlsam vom Schicksal ihrer Protagonisten, das mich wirklich sehr berührt und auch zu Tränen gerührt hat. Ein wundervolles Buch, das mir noch lange im Gedächtnis, vor allem aber auch im Herzen bleiben wird.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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62 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 23 Rezensionen

murphy, fantasy, sprichwörter, humor, drachenmondverlag

Murphy

Nicole Gozdek
Flexibler Einband: 308 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 14.10.2017
ISBN 9783959914550
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt:

„Rache ist süß, Ein Unglück kommt selten allein, Liebe macht blind …“

Sie sind mehr als nur Sprichwörter. Unsichtbar und unsterblich leben sie unter uns. Einer von ihnen ist Murphy, die Verkörperung von Murphys Gesetz: Alles, was schiefgehen kann, wird auch schiefgehen. Er liebt es, Chaos zu verbreiten, Dinge zu zerstören und den Menschen Streiche zu spielen.
Als jedoch eines Tages Murphys Chaosmagie Amok läuft und das Leben seines Rivalen Archie (Rache ist süß) zerstört, schwört dieser, Murphy das Leben zur Hölle zu machen. Doch Murphy wäre nicht Murphy, wenn er sich dies einfach gefallen lassen würde, und so entbrennt innerhalb kürzester Zeit ein Kleinkrieg, der die Gemeinschaft der Lebenden Sprichwörter zu spalten droht …

(Quelle: https://www.drachenmond.de/titel/murphy-rache-ist-suess/)

Murphy ist ein lebendes Sprichwort. Seine Magie ist das Chaos. Damit spielt er den Menschen regelmäßig Streiche. Nur so gelingt es ihm, das Chaos im Zaum zu halten.

Doch eines Tages geht alles schief und Murphy zerstört das Date seines Erzfeindes Archie, der das lebende Sprichwort „Rache ist süß“ ist. Wie es seine Natur so ist, schwört er natürlich Rache und damit fängt das ganze Chaos erst richtig an … .

Meine Meinung:

Schon lange wollte ich einmal etwas von Nicole Gozdek lesen und ihr neues Buch klang so witzig, dass ich mir dachte, das wäre die gelungene Abwechslung zu all den sonstigen Fantasy-Büchern, die ich in letzter Zeit gelesen habe.

Der Einstieg ins Buch fiel mir sehr leicht. Vor allem fand ich es richtig toll, dass Murphy direkt zu den Lesern spricht und ihnen quasi seine Geschichte erzählt. So fühlte ich mich natürlich sofort angesprochen und wurde direkt ins Buch hineingezogen.

Die Idee von Nicole Gozdek ist auch wirklich sehr originell. Sprichwörter lebendig werden zu lassen, so etwas gab es noch nie. Es machte mir echt Spaß, die verschiedenen Sprichwörter und ihre dazugehörigen Charaktereigenschaften kennenzulernen. Da hat die Autorin eine einzigartige und gut durchdachte Welt erschaffen, die mich sofort in ihren Bann gezogen hat. Jedes Detail ist wirklich überlegt und alles ist absolut schlüssig und logisch. Nicole Gozdek hat wirklich sehr viel Arbeit in ihre Charaktere gesteckt. Sie sind gut ausgearbeitet und überzeugen mit ihren Eigenschaften, die so gut zu den Sprichwörtern passen. Ich war jedenfalls richtig begeistert von den Protagonisten. 

Murphy selbst ist anfangs meiner Meinung nach nicht unbedingt der große Sympathieträger. Er spielt anderen Streiche und freut sich darüber, selbst, wenn Leute sich dabei verletzen. Es passt natürlich zu seiner Persönlichkeit, denn er ist das Chaos, aber leider führte es auch dazu, dass ich ihn anfangs nicht besonders mochte. Das war jedoch nicht weiter schlimm, denn so hatte der Protagonist wenigstens Luft, um sich zu entwickeln und genau das macht er. Denn irgendwann nimmt die Geschichte eine Wendung, man erfährt einiges von Murphys Vergangenheit und was ihn zu dem gemacht hat, was er ist.

Es hat mich richtig überrascht, dass die Story trotz dem ganzen Humor irgendwann auch eine ernste Seite bekam … und zwar positiv überrascht, denn so erhält die Geschichte noch etwas Tiefgang und ist nicht so oberflächlich, wie man aufgrund des Klappentextes und des Anfangs des Buches vielleicht vermuten würde. Mich hat sie jedenfalls richtig mitgerissen und ich wollte unbedingt wissen, wie das Ganze für Murphy enden würde.

Und was soll ich sagen, das Ende ist so ganz anders, als ich gedacht hatte und doch hat es mich so richtig begeistert.

Fazit:

„Murphy – Rache ist süß“ ist ein rundum gelungenes Buch. Mit viel Humor führt uns die Autorin Nicole Gozdek in ihre einzigartige und originelle Welt ein, stellt uns ihre Sprichwörter vor, die so gut ausgearbeitet sind und lässt uns genug Zeit, uns erst einmal an alles zu  gewöhnen. Dann gibt es jedoch eine spannende Wendung, die uns zeigt, dass diese Geschichte durchaus auch eine ernste Seite hat und am Ende überraschte mich Nicole Gozdek noch einmal so richtig und hat mich damit mehr als begeistert. In Murphy steckt einfach so viel mehr, als man zu Beginn denkt … und damit meine ich sowohl den Charakter, als auch das Buch selbst ;)

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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43 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

liebe, wenn liebe ein bisschen einfacher wäre, new-adult, romance edition, liebesroman

Wenn Liebe ein bisschen einfacher wäre ...

Kate Lynn Mason
Buch: 260 Seiten
Erschienen bei Romance Edition, 10.11.2017
ISBN 9783903130425
Genre: Liebesromane

Rezension:

Inhalt:

Jurastudent Ryan und die Kellnerin Isabella könnten unterschiedlicher nicht sein. Während Ryans Zukunft – inklusive Hochzeit mit seiner Langzeitfreundin – bis ins Detail von seinen wohlhabenden Eltern durchgeplant ist, hält sich Isabella mit ihrem Job im Pub über Wasser, um die medizinische Versorgung ihrer Grandma zu finanzieren.

Als sich die beiden begegnen, steht sofort fest, dass keiner in das Leben des anderen passt. Auch optisch nicht, denn Isabella liebt Tattoos und Piercings und fällt gern aus der Norm, während Ryan als der heißeste Rugbyspieler der Universität gilt. Doch wie sagt man so schön? Gegensätze ziehen sich an und in diesem Fall gegen alle Vernunft auch aus. Ein fataler Fehler, wenn auch noch Gefühle ins Spiel kommen …

(Quelle: http://www.romance-edition.com/programm-2017/wenn-liebe-ein-bisschen-einfacher-waere-von-kate-lynn-mason/)

Eines Tages taucht Ryan im Blackhawk auf. Der Bar, in der Isabella als Bedienung arbeitet. Sofort ist zwischen den beiden diese besondere Anziehung.

Doch Ryan hat eine Freundin, die er, wenn es nach ihr und seinen Eltern geht, bald heiraten soll. Überhaupt ist sein Leben von vorne bis hinten durchgeplant.

Ganz anders als bei Isabella, für die es lediglich ihre Großmutter gibt, für die sie sorgen muss. Deswegen auch der Job im Blackhawk. Wie ihre Zukunft aussehen soll, weiß sie nicht genau.

Die beiden scheinen so überhaupt nicht zusammenzupassen und doch ziehen sie sich an, wie zwei Magnete … .

Meine Meinung:

Zwischen all den Fantasy-Geschichten brauchte ich zur Abwechslung auch mal wieder ein wenig „Realität“ :D Da kam mir das neue Buch von Kate Lynn Mason gerade recht.

Die Kapitel sind sowohl aus Sicht von Isabella, als auch aus Ryans Perspektive erzählt. Das fand ich großartig. Ich liebe es, wenn man auch die Gefühle und Gedanken des männlichen Protagonisten hautnah miterleben kann. Der Autorin gelingt es meiner Meinung nach sehr gut, sich in die männliche Denkweise hineinzuversetzen und diese authentisch rüberzubringen.

Überhaupt fand ich Ryan richtig klasse. Obwohl er der reiche und beliebte Rubyspieler ist, ist er doch ziemlich bodenständig und auch, wenn er auf Isabella anfangs sehr überheblich wirkt, fand ich ihn kein bisschen arrogant und er ist auch nicht der typische Bad Boy, wie man ihn aus anderen Büchern kennt. Vielleicht mochte ich ihn gerade deswegen so gern, denn von dieser Kategorie hab ich schon lange die Nase voll.

Isabella gefiel mir auch wirklich gut. Sie hatte es im Leben nie wirklich leicht und trotzdem jammert sie nicht rum oder suhlt sich im Selbstmitleid. Im Gegenteil, sie macht das Beste aus ihrer Situation und steht mit beiden Beinen auf dem Boden. Diesen zieht ihr jedoch Ryan ganz schön unter den Füßen weg. Das fand ich etwas schade, weil Isabella dadurch ein bisschen von ihrem Selbstbewusstsein verliebt und zu einem kleinen, naiven und total verliebten Mädchen wird. Da hätte ich mir ehrlich gesagt ein bisschen mehr Biss gewünscht.

Trotzdem mochte ich die Liebesgeschichte wirklich gerne, da sie sich nicht so plötzlich entwickelt. Klar finden sich beide sofort anziehend, aber bis sie dieser Anziehung nachgeben, dauert es doch eine Weile, was in Anbetracht der Umstände sehr authentisch ist. Auch, wenn ich durchaus an Liebe an den ersten Blick glaube, gefällt es mir doch immer besser, wenn die Protagonisten sich erst etwas kennenlernen und die Gefühle langsam wachsen können. Das ist Autorin Kate Lynn Mason meiner Meinung nach sehr gut gelungen. Mich konnten die Gefühle jedenfalls richtig überzeugen und ich habe mit den beiden wirklich mitgefiebert.

Das Ende passt auch wirklich gut zur ganzen Geschichte, auch wenn es mir dann doch etwas zu schnell ging. Ich hätte gerne  noch mehr von Isabella und Ryan gelesen.

Fazit:

„Wenn Liebe ein bisschen einfacher wäre“ ist eine wirklich schöne Liebesgeschichte, die sich zum Glück etwas von den üblichen New Adult Büchern mit den typischen Klischees abhebt. Die Protagonisten waren authentisch und ich konnte ihre Gefühle zu jeder Zeit nachvollziehen. Das Buch hätte von mir aus noch viel mehr Seiten haben können.

Von mir bekommt das Buch 4,5 Punkte von 5.

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278 Bibliotheken, 14 Leser, 1 Gruppe, 33 Rezensionen

geheimnis, england, liebe, liebesbrief, verbotene liebe

Der verbotene Liebesbrief

Lucinda Riley , Ursula Wulfekamp
Flexibler Einband: 680 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 18.09.2017
ISBN 9783442484065
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt:

Als der berühmte Schauspieler Sir James Harrison in London stirbt, trauert das ganze Land. Die junge Journalistin Joanna Haslam soll in der Presse von dem großen Ereignis berichten und wohnt der Trauerfeier bei. Wenig später erhält sie von einer alten Dame, die ihr dort begegnet ist, einen Umschlag mit alten Dokumenten – darunter auch einen Liebesbrief voller mysteriöser Andeutungen. Doch wer waren die beiden Liebenden, und in welch dramatischen Umständen waren sie miteinander verstrickt? Joannas Neugier ist geweckt, und sie beginnt zu recherchieren. Noch kann sie nicht ahnen, dass sie sich damit auf eine Mission begibt, die nicht nur äußerst gefährlich ist, sondern auch ihr Herz in Aufruhr versetzt – denn Marcus Harrison, der Enkel von Sir James Harrison, ist ein ebenso charismatischer wie undurchschaubarer Mann ...

(Quelle: https://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Der-verbotene-Liebesbrief/Lucinda-Riley/Goldmann-TB/e485640.rhd)

 

Joanna Haslam ist eine aufstrebende Journalistin. Als solche soll sie von der Trauerfeier des berühmten Schauspielers Sir James Harrison berichten. Dort lernt sie eine alte Dame kennen, die ihr wenig später einen geheimnisvollen Liebesbrief zukommen lässt.

Was hat dieser mit dem bekannten Schauspieler zu tun und wieso hat die Frau ihn ausgerechnet Joanna zugespielt? Wartet da etwa eine große Enthüllungsstory auf die junge Journalistin?

Sie macht sich auf die Suche nach Antworten, ohne zu ahnen, worauf sie sich da eingelassen hat. Denn damit schafft sie sich mächtige Feinde, die um jeden Preis verhindern wollen, dass das Geheimnis des verbotenen Liebesbriefes gelüftet wird … .

Meine Meinung:

Lucinda Riley ist eine meiner absoluten Lieblingsschriftstellerinnen und ich lese wirklich jedes Buch von ihr. Umso mehr habe ich mich gefreut, als endlich neuer Lesestoff von ihr erschien.

Nachdem ich von „Helenas Geheimnis“ ziemlich enttäuscht war, hoffte ich, dass mich das neue Buch der Autorin wieder richtig mitreißen würde.

Wir starten mit einem geheimnisvollen Prolog, in dem wir James Harrison noch lebend antreffen und zum ersten Mal von einem Brief erfahren, der sehr wichtig zu sein scheint. Danach erfährt man leider vom Tod des berühmten Schauspielers. Sehr schön fand ich, dass man dieses Mal die Geschichte aus der Perspektive verschiedener Protagonisten mitbekommt. Es wird jedoch immer in der 3. Person erzählt, was mich in diesem Fall jedoch nicht gestört hat, da es mir bei Lucinda Rileys Büchern weniger um die Gefühle, als mehr um die Geheimnisse geht.

Joanna gefiel mir sehr gut. Sie ist einerseits taff und klug, andererseits aber auch verletzlich und gefühlvoll. Ich mochte die Protagonistin von Anfang an richtig gerne und freute mich auf die Detektivarbeit mit ihr. Auch Zoe, die Tochter des Verstorbenen, spielt eine wichtige Rolle in der Geschichte, die aber meiner Meinung nach eher einen Nebenschauplatz bildet und nur am Rande mit dem Geheimnis des verbotenen Liebesbriefes zu tun hat. Ihre Geschichte lenkt eher von der Suche nach Antworten ab, was ich etwas schade fand. Dadurch dauert es nämlich auch sehr lange, bis Joanna überhaupt einmal eine Spur findet, bei der es sich lohnt ihr nachzugehen.

Überhaupt wird in „Der verbotene Liebesbrief“ meiner Meinung nach viel „um den heißen Brei“ herumgeschrieben, ohne dabei weitere wichtige Erkenntnisse über den Brief zu bekommen. Trotzdem war das Buch durchweg spannend, was sicher auch daran lag, dass Joanna sich mit ihrer Suche mächtige Feinde schafft und deshalb ständig in Gefahr schwebt. Allerdings kam mir dieses Buch eher wie ein Krimi oder ein Thriller vor. Mir hat leider der übliche Lucinda Riley Zauber gefehlt. Das lag vor allem auch daran, dass wir in diesem Buch nicht direkt in die Vergangenheit reisen. Ich habe es bei den anderen Büchern immer so genossen, einen Ausflug in die Geschichte selbst zu bekommen und die Ereignisse in der Vergangenheit direkt mitzubekommen. So waren die Ereignisse für mich „realer“, ich fieberte mehr mit den Personen mit und die Story war insgesamt einfach runder und spannender. All das fehlt in diesem neuen Werk der Autorin, was ich sehr, sehr schade fand, denn genau das hat immer das Besondere dieser Bücher ausgemacht.

Auch die Liebesgeschichte konnte mich dieses Mal überhaupt nicht überzeugen. Das lag vor allem auch am männlichen Part, der mir leider so gar nicht sympathisch war. Zwar lässt ihm Lucinda Riley genug Raum für eine Entwicklung, aber diese hab ich ihm leider überhaupt nicht abgekauft. Sie kam viel zu plötzlich und überstürzt und war in meinen Augen einfach total übertrieben.

Trotz allem habe ich natürlich mitgefiebert, da ich einfach unbedingt erfahren wollte, was hinter dem Liebesbrief steckt, wie die Personen in das ganze Geschehen verwickelt sind und wie am Ende alles zusammenpasst. Ich wollte also immer weiterlesen und konnte das Buch trotz der Kritikpunkte nicht aus der Hand legen.

Das Ende war zwar überraschend, aber konnte mich leider auch nicht wirklich begeistern. Es kam mir so vor, als wollte Lucinda Riley einfach alles zu einem guten Abschluss bringen und das mit einem Ende, das für mich nicht zur Story selbst gepasst hat. Eigentlich richtig schade.

Fazit:

Obwohl das Buch richtig spannend war und ich immer weiterlesen wollte, hat mir leider der besondere Zauber von Lucinda Riley gefehlt. In diesem Werk findet leider keine direkte Reise in die Vergangenheit statt, was ich in ihren sonstigen Geschichten immer so geliebt habe. Auch die Liebesgeschichte und das Ende konnten mich nicht wirklich begeistern, so dass ich leider diesem Buch einige Punkte abziehen muss.

Von mir bekommt das Buch 3 Punkte von 5.

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24 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

jakob, fluch, cursed souls, veronika rothe, francis

Cursed Souls

Veronika Rothe
Flexibler Einband: 354 Seiten
Erschienen bei Tagträumer Verlag, 25.09.2017
ISBN 9783946843269
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt:

Ein jahrhundertealter Fluch.
Zwei Männer, auf ewig dazu verdammt, gegeneinander zu kämpfen.
Drei Schicksale, verbunden durch Schmerz und Leid.

Seit über zweihundert Jahren sind Francis und Jakob gezwungen, ihre Vergangenheit immer und immer wieder zu durchleben – und jedes Mal endet es auf dieselbe grausame Weise.
Wegen eines tödlichen Fehlers lastet dieser furchtbare Fluch auf ihnen und es gibt für sie beide kein Entkommen.
Doch dann tritt Kate in ihr Leben und irgendetwas scheint sich zu verändern. Trägt sie womöglich etwas in sich, um das Leid von Francis und Jakob zu beenden? Und
wird es reichen, um den Fluch zu brechen, oder ist sie nur ein weiteres Opfer, das er einfordern wird?

(Quelle: http://www.tagträumerverlag.de/shop/)

Als Kate auf Francis trifft, scheint es Liebe auf den ersten Blick zu sein. Doch Francis hat Geheimnisse vor ihr. Um herauszufinden, was sich hinter seinen Lügen versteckt, bricht Kate eines Tages in die geheimnisvolle Geistervilla in Bethany ein.

Dort trifft sie auf Jakob, der sie ebenfalls sofort fasziniert. Wie kann das sein? Kann man zwei Männer gleichzeitig lieben? Noch dazu zwei, die man noch nicht einmal richtig kennt?

Doch was ihr die beiden dann eröffnen kann einfach nicht wahr sein: Auf ihnen dreien soll ein Fluch liegen? Ein Fluch, der Jakob und Francis seit Jahrhunderten verbindet und jedes Mal wieder ein grausames Schicksal durchleben lässt. Ein Fluch, der Kate das Leben kosten soll… .

Meine Meinung:

Das Buch beginnt mit einem Ausschnitt aus der Vergangenheit, genauer gesagt spielt die Szene im Jahr 1987. Sie ist aus der Sicht eines Mannes erzählt, man erfährt jedoch nicht von wem und auch nicht genau, um was es geht, kann es sich aber aufgrund des Klappentextes zusammenreimen. Doch dieser kleine Abschnitt ist schon so voller Gefühl, dass ich sofort in das Geschehen hineingezogen wurde und unbedingt wissen wollte, was genau es mit dem Fluch auf sich hat.

Danach springt man in die Gegenwart und lernt die Protagonistin etwas kennen. Ein bisschen seltsam fand ich ihre Familienverhältnisse, aber das muss wohl für die Geschichte so sein und hat jetzt nicht wirklich gestört. Obwohl ich Kate nicht unsympathisch fand, war es doch ihre beste Freundin Susan, die es mir wirklich angetan hatte. Sie ist so schön quirlig und liebenswert, aber auch total voller Leben, dass die Protagonistin fast schon etwas langweilig neben ihr wirkt. Schnell lernt Kate Francis kennen und verliebt sich Hals über Kopf in ihn. Ich fand es toll, dass in diesem Buch diese Gefühle, die so schnell so tief sind, endlich auch mal einen richtigen Hintergrund haben. So kann ich sie viel eher akzeptieren und fand sie nicht zu übertrieben, wie das oft in anderen Büchern mit dem Thema „Liebe auf den ersten Blick“ ist.

Besonders gut gefiel mir, dass man immer wieder Rückblicke miterleben darf und das zu den verschiedensten Zeiten. Diese sind immer aus Sicht eines der jungen Männer erzählt, ohne dass man jedoch lange Zeit weiß, wer von beiden es ist. Diese Sequenzen mochte ich besonders gern, weil sie zum einen einen guten Einblick in die Vergangenheit und in das Schicksal der jungen Männer gab und weil sie zum anderen so voller Gefühl waren. Man spürte die Verzweiflung der beiden männlichen Protagonisten in jedem Wort, erlebte ihr Leid hautnah mit und konnte so noch tiefer in die Gefühlswelt der beiden eintauchen.

Ehrlich gesagt waren mir diese Ausflüge in die Vergangenheit sogar lieber als die eigentliche Geschichte, da sie durchaus auch spannend waren. Dagegen hat mir in der Gegenwart ein bisschen der „Drive“ gefehlt. Zwar macht sich Kate auf die Suche nach Antworten, aber es dauert sehr, sehr lange, bis sie einmal erfährt, was es mit ihr, Francis und Jakob auf sich hat.

Das Ende dagegen hat mich total begeistert, da ich schon Angst hatte, es wäre richtig kitschig, aber hier hat mich die Autorin wirklich überrascht. Es ist so ganz anders, als ich erwartet habe und doch ist es noch nicht das eigentliche Ende, so dass noch alles möglich ist. Ich bin wirklich sehr gespannt, was Veronika Rothe für ihre Protagonisten und vor allem auch für ihre Leser noch bereithält.

Fazit:

„Cursed Souls“ ist eine Romantasy-Story, die mich wirklich begeistert hat. Vor allem die Ausflüge in die Vergangenheit haben es mir angetan, da sie so voller Gefühl sind. Bei der eigentlichen Geschichte hat mir ein bisschen der „Drive“ gefehlt, aber dafür hat mich das Ende dieses ersten Bandes wirklich positiv überrascht und mitgerissen. Ich bin schon sehr gespannt, was Veronika Rothe für ihre Leser noch bereithält und wohin mich die Story rund um Kate, Francis und Jakob noch führen wird.

Von mir bekommt das Buch 4 Punkte von 5.

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48 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

dystopie, liebe, noah, sternensand verlag, countdown to noah

Countdown to Noah - Unter Bestien

Fanny Bechert
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 03.11.2017
ISBN 9783906829531
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt:

Teile keinen Proviant.

Vermeide jede Berührung.

Und das Wichtigste: Schließ sie nicht in dein Herz.

Nach den Geschehnissen in NNY scheint es schwerer denn je, sich an diese drei Regeln zu halten. Angeschlagen und verletzt treten Cassidy und ihre Freunde den Rückweg an – jederzeit bereit, sich gegen die Noahs zu verteidigen, die ihnen auf den Fersen sind. Doch der Feind wandelt längst unter ihnen. Denn mit jedem Tag, der vergeht, wird die Noah in Cassidy stärker und sie spürt, wie sie langsam, aber stetig selbst zur Bestie wird. Sie weiß: Wenn sie diesen Kampf verliert, wäre es nicht nur das Ende ihres eigenen Lebens, sondern auch das ihrer Freunde.

(Quelle: http://www.sternensand-verlag.ch/countdown-to-noah-2.html)

15 Tage sind seit der Infizierung bereits vergangen … 15 Tage, die Cassidy immer mehr zu einer Noah machen. Bereits jetzt spürt sie, wie die Bestie in ihr an Kraft gewinnt und der Hunger auf Menschenfleisch immer größer wird. Es fällt ihr zunehmend schwerer, die Kontrolle und damit ihr Geheimnis zu bewahren.

Dabei setzt sie nicht nur ihren Verstand und ihre Menschlichkeit aufs Spiel, sondern auch das Leben ihrer Freunde. Denn was passiert, wenn Cassie irgendwann doch die Kontrolle über die Noah in sich verliert?

Das würde nicht nur das Ende ihrer Mission und damit den Tod ihrer Schwester bedeuten, sondern auch, Cassies Herz zerreißen und sie damit zur Bestie zu machen, die sie selbst so verabscheut… .

Meine Meinung:

Der erste Band von „Countdown to Noah“ hat mich total mitgerissen und ich konnte es kaum erwarten, zu erfahren, wie es mit Cassidy und ihren Freunden weitergehen würde.

Natürlich schließt die Fortsetzung nahtlos an Band 1 an und ich war sofort wieder in der Geschichte.

Das Buch beginnt jedoch sehr ungewöhnlich, so dass ich mir gar nicht sicher war, ob ich nicht etwas übersehen hatte, aber das ist nur ein geschickter Schachzug von Autorin Fanny Bechert, um ihre Leser in die Irre zu führen und einen Schockmoment herbeizuführen. Mir blieb jedenfalls kurz das Herz stehen und ich war wieder einmal total begeistert vom Schreibstil der Autorin, der so bildlich ist, dass man die Szenen richtig vor sich sieht und in diesem Fall einem wirklich Gänsehaut beschert.

In diesem Band gewinnt ja auch die Noah immer mehr die Oberhand und auch das setzt Fanny Bechert genial um, in dem man häufig die Gedanken der Noah lesen kann und den Kampf von Cassidy um ihre eigenen Willen hautnah miterlebt. Ich fand es richtig klasse, wie das in diesem Buch umgesetzt wurde. Endlich einmal eine Zombiegeschichte aus der anderen Perspektive. Es ist so genial einmal die Gedanken eines Zombies mitzuerleben und wie sich diese von den Menschen unterscheiden. Das ist wirklich mal etwas ganz anderes und deshalb richtig erfrischend. Ich liebe diese Idee und freute mich so, dass es davon in diesem Folgeband noch mehr gab.

Auch die Reise der kleinen Gemeinschaft bleibt durchweg spannend. Ständig lauern andere Gefahren an jeder Ecke und ich bangte so sehr um die Mission und hatte Angst, dass die vier es nicht rechtzeitig schaffen würden. Fanny Bechert hat mich also richtig mitgerissen und wieder einmal klebte ich an den Seiten. Es gibt spannende Wendungen, Gänsehautmomente, gefühlvolle Momente, die mir ein Kribbeln beschert haben, ich konnte schmunzeln, war geschockt und habe mich richtig in die Geschichte hineingesteigert.

Leider muss ich gestehen, dass mich das Ende dann sehr zwiegespalten zurückgelassen hat. Zum einen gab es diese eine Begebenheit, die in meinen Augen viel zu schnell und dann doch etwas zu emotionslos abgehandelt wurde. Ich hatte mir da ehrlich gesagt mehr erwartet und am Ende ging mir auch plötzlich alles zu schnell. Da kam der Tag X und ich dachte, jetzt kommt es … der große Knall, auf den alles hingearbeitet hat und es kommt auch ganz anders, als erwartet, aber mich hat diese Idee leider nicht befriedigt, vor allem deshalb nicht, weil in meinen Augen viele Fragen offen blieben und es mir zu „glatt“ ging. Doch ich bin grundsätzlich mehr der Typ für ungewöhnliche Enden und denke auch, dass es nicht immer ein Happy End geben muss. Vielleicht war ich deshalb etwas enttäuscht von dem Schluss, weil ich mir für diese außergewöhnliche Story auch ein außergewöhnliches Ende erwartet hatte.

Fazit:

Die Idee von „Countdown to Noah“ hat mich auch in der Fortsetzung wieder vollkommen begeistert, vor allem, da man noch mehr von der Gedankenwelt der Noahs mitbekommt und noch tiefer in die Geschichte eintaucht. Fanny Bechert hat einfach einen wundervoll bildhaften Schreibstil und riss mich auch mit den Geschehnissen richtig mit. Einzig das Ende hatte ich mir anders erwartet, da es mir für dieses außergewöhnliche Buch einfach auch ein außergewöhnliches Ende gewünscht hätte.

Von mir bekommt das Buch 4 Punkte von 5.

 


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83 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

sternenscherben, teresa kuba, dystopie, drachenmondverlag, fantasy

Sternenscherben

Teresa Kuba
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 12.10.2017
ISBN 9783959911542
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Inhalt:

Mein Name ist Nora Stars und ich gehöre zur Elite des perfekten Systems. Unter meiner Haut sitzt ein Chip, der verhindert, dass ich eine der letzten Städte der Erde verlasse, denn außerhalb leben die Outsider. Wertlose Menschen, die ohne den Schutz der Stadt wahnsinnig wurden.

Ausgebildet zur Kämpferin, werde ich alles für das System tun. Aber ich bin anders, denn mein Haar ist nicht blond wie das der meisten Privilegierten, es ist pechschwarz. Und obwohl alle meine Erinnerungen vor meinem 18. Lebensjahr gelöscht wurden, erscheinen in meinen Träumen Bilder aus einem längst vergangenen Leben – einem Leben außerhalb der Stadt.

(Quelle: https://www.drachenmond.de/titel/sternenscherben/)

Das Leben auf der Erde ist nicht mehr so einfach: Eine gefährliche Strahlung führt dazu, dass die Menschen ihren Verstand verlieren. Nur unter dem sicheren Netz des perfekten Systems kann man unbeschwert leben.

Doch dieses Privileg ist nicht jedem gewährt. Die Menschen werden getestet und in verschiedene Kategorien eingeteilt. Nur wer zu den Privilegierten gehört, genießt eine Ausbildung und die Annehmlichkeiten des Systems.

Nora ist eine davon. Der Preis, den für dafür bezahlt hat, ist der Verlust ihrer Erinnerungen. Diese kämpfen sich jedoch in ihren Träumen immer wieder an die Oberfläche.

Wieso kann sich Nora als Einzige an ihr früheres Leben erinnern? Erste Zweifel regen sich in ihr … ist das System wirklich so perfekt, wie ihr immer vorgemacht wird?

Meine Meinung:

Wer mich kennt, der weiß, dass ich ein echter Dystopiefan bin, deswegen wollte ich natürlich auch „Sternenscherben“ unbedingt lesen.

Der Prolog wird aus Sicht von Darian, dem männlichen Protagonisten erzählt und hinterlässt erst einmal einige Fragen, macht jedoch auch neugierig auf alles, was noch kommt.

Danach erlebt man mit wie Nora aus einem ihrer Träume erwacht und erfährt etwas mehr über das System. Eigentlich dürfte die Protagonistin gar nicht mehr träumen, denn diese Fähigkeit wird einem genommen, wenn man in die Anlagen des Systems zieht, um dort eine Ausbildung zu erhalten. Auch Erinnerungen werden gelöscht und Gefühle und Emotionen sind verboten. Teresa Kuba gelingt es sehr gut, dem Leser ihre Welt nahezubringen. Die Protagonisten handeln vor allem kognitiv, Gefühle werden kaum transportiert. Das macht die Welt zwar authentisch, es dem Leser aber auch etwas schwer mit den „kalten“ Protagonisten mitzufühlen. Richtige Beziehungen zwischen den Personen gibt es auch nicht. Deshalb bleiben die Nebencharaktere auch sehr flach und nicht lange im Gedächtnis, was ich sehr schade fand. Einige davon hätten durchaus Potenzial zu etwas Besonderem gehabt.

Dafür geht die Autorin Teresa Kuba nicht zimperlich mit ihren Protagonisten um, was mir sehr gut gefällt. Eine Dystopie hat immer auch etwas Grausames und eine Umstrukturierung eines scheinbar perfekten Systems geht nie ohne Opfer einher. Mir sind da einige Dystopien wirklich zu seicht, umso mehr freute ich mich, dass Teresa Kuba ihre Leser nicht mit Samthandschuhen anfasst.

Zunächst hat es den Anschein, als würde es sich bei „Sternenscherben“ um eine Dystopie handelt, wie jede andere, aber dann gibt es eine unerwartete Wendung, die noch einmal eine ganz andere Sichtweise in diese Geschichte bringt. Das fand ich klasse und ich freute mich sehr darüber zu erfahren, wie sich dieser Umstand weiter entwickeln würde, denn diese Idee hat durchaus Potenzial. Leider fügt Teresa Kuba diese erst im letzten Drittel hinzu, so dass kaum Zeit bleibt, sie richtig zu verarbeiten.

Überhaupt kam mir das Ende viel zu plötzlich. Gerade noch war ich gespannt, welche Richtung die Geschichte nach dieser Überraschung gehen würde, dann war das Buch schon zu Ende. Das hat mich dann doch ziemlich enttäuscht. Die Autorin arbeitet sehr lange auf den Showdown hin, die Protagonistin braucht scheinbar ewig, bis sie das System endlich hinterfragt und dann passiert gefühlt alles auf einmal und endet abrupt .

Zwar gibt es dann noch einen Epilog, der die letzten drei Jahre zusammenfasst, aber das ist eben eine Zusammenfassung und konnte mich persönlich nicht zufriedenstellen. Meiner Meinung nach hätte das Buch ruhig noch mehr Seiten haben dürfen, um die Idee noch besser auszuarbeiten und das Ende runder zu gestalten. So muss ich gestehen, dass leider einiges an Potenzial verschenkt wurde.

 

Fazit:

„Sternenscherben“ hätte durch seine ungewöhnliche Idee echt das Potenzial zu einer mitreißenden Dystopie. Leider überträgt sich die gefühlskalte Welt, die Teresa Kuba erschaffen hat, teilweise auf den Leser, so dass man kaum mit den Protagonisten mitfühlen kann. Dafür geht die Autorin wenigstens nicht zimperlich um, wenn es um ihre Charaktere geht, was sehr gut zu dieser Dystopie passt. Auch die überraschende Wendung konnte mich richtig begeistert. Doch bevor man mehr darüber erfährt, ist das Buch leider auch schon zu Ende. Schade, hier wurde in meinen Augen leider einiges an Potenzial verschenkt.

Von mir bekommt das Buch 3 Punkte von 5.

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371 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 105 Rezensionen

schicksal, stefanie hasse, schicksalsbringer, fantasy, jugendbuch

Schicksalsbringer - Ich bin deine Bestimmung

Stefanie Hasse
Fester Einband
Erschienen bei Loewe, 24.07.2017
ISBN 9783785585696
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

Kiera war noch ein kleines Mädchen, als ihr ein unheimlicher Mann auf dem Jahrmarkt eine geheimnisvolle Münze zusteckte. Jahre später findet sie die Münze beim Aufräumen wieder und verletzt sich daran. Von da an steht Kieras Leben Kopf: An der Schule tauchen die geheimnisvollen Zwillingsbrüder Phoenix und Hayden auf. Und Phoenix – unfreundlich, überheblich, aber wahnsinnig attraktiv – behauptet, Kiera könne mit der Münze das Schicksal beeinflussen. Und daher dürfe er nun einen ganzen Mondmonat lang nicht mehr von ihrer Seite weichen ...

(Quelle: https://www.loewe-verlag.de/titel-0-0/schicksalsbringer_ich_bin_deine_bestimmung-8350/)

Als kleines Mädchen bekam Kiera auf einem Jahrmarkt eine Münze geschenkt, mit der sie jedoch nichts anfangen konnte und sie deshalb wieder vergessen hat. Bei ihrem Umzug fällt sie ihr plötzlich wieder in die Hände und nachdem sie sich daran verletzt hat, scheint ihr Leben total durcheinander zu geraten.

Ihre Mitschüler verhalten sich plötzlich seltsam und ihre Wünsche scheinen in Erfüllung zu gehen. Und als Phoenix und Hayden an ihrer Schule auftauchen und sich in ihr Leben drängen, ist das Chaos perfekt. Vor allem, als der arrogante und doch attraktive Phoenix ihr dann auch noch erklärt, dass sie jetzt angeblich das Schicksal beeinflussen könnte … .

Meine Meinung:

Wer hat sich noch nie gefragt, ob das Leben vorherbestimmt ist, ob die Dinge, die einem passieren Schicksal sind oder eher doch Zufall. Genau um dieses Thema dreht sich der neue Jugendroman von Stefanie Hasse und genau aus diesem Grund musste ich das Buch auch unbedingt lesen.

Im Prolog erlebt man, wie Kiera die Münze geschenkt bekommt. Danach macht man einen gewaltigen Zeitsprung und begleitet die Protagonistin bei ihrem Umzug. Ehrlich gesagt wusste ich nicht so recht, was ich von Kiera halten sollte. Einerseits hatte sie mein vollstes Mitleid für ihre Familiensituation, andererseits fand ich es doch etwas übertrieben, wie damit umgegangen wurde. Sie kam mir manchmal ziemlich naiv vor und obwohl es den Anschein hatte, als würde sie nur das Beste für alle anderen wollen, kaufte ich ihr das manchmal nicht so ganz ab.

Anfangs lernt man vor allem auch Kiera, ihre Freunde, ihre Band, ihre Familie und ihr Leben kennen. Dabei dreht sich viel um die Musik und den großen Auftritt, den sie und ihre Bandkollegen planen. Dann treten Phoenix und Hayden in Kieras Leben und sie wird zum ersten Mal so richtig mit der Liebe konfrontiert. Es ist toll, wenn man als Leser Zeit hat, sich erst einmal in der Geschichte zurechtzufinden und alle kennenzulernen, aber mir persönlich hat es etwas zu lange gedauert, bis endlich der Fantasy-Aspekt in der Geschichte auftauchte und die Story an Fahrt aufnahm. Ich habe richtig darauf gewartet und mich gefragt, wann es denn endlich richtig losgehen würde. Etwas versöhnt haben mich dabei die kursiv geschriebenen Gedanken, die manchmal am Ende eines Kapitels auftauchten und von denen man anfangs nicht wusste, wem sie gehören. Das verriet mir, dass die Geschichte auf jeden Fall noch spannend werden würde. Allerdings muss ich gestehen, dass mich das Ganze erst zum Schluss richtig mitgerissen hat. Natürlich braucht es etwas, bis alle Fäden zusammenlaufen, aber mir fehlte zwischendrin einfach die Spannung. Am Ende überschlagen sich zwar die Ereignisse und es gibt einen tollen Showdown mit einigen schönen Wendungen, so dass ich gerne weitergelesen hätte, aber bis dahin hat sich der Lesesog bei mir leider etwas in Grenzen gehalten.

Die Idee mit dem Schicksal und dem Zufall fand ich richtig klasse. Die Autorin spinnt darum eine tolle Geschichte und füllt sie zusätzlich mit Auszügen aus der Mythologie. So wird alles schön rund und man fragt sich beim Lesen zwangsläufig, woran man selbst glaubt. Ist unser Leben vorherbestimmt, haben wir das Schicksal selbst in der Hand oder sind die Dinge, die passieren doch eher Zufall? Es gefiel mir außerdem sehr gut, dass das Schicksal sowohl eine positive, als auch eine negative Seite haben kann. In manchen Zeiten fragt man sich einfach, ob man vom Pech geradezu verfolgt wird und dann geht einem alles wieder ganz leicht von der Hand. Schön, dass Stefanie Hasse auch das in ihre Geschichte eingebaut hat.

Der Schreibstil der Autorin ist wirklich sehr angenehm und passt super zur Zielgruppe. Das Buch lässt sich also flüssig und entspannt lesen.

Die Liebesgeschichte ist natürlich ein typisches Klischee, wie man es momentan in vielen Jugendbüchern findet, aber das hat mich persönlich nicht wirklich gestört. Wenn man zu so einer Geschichte greift, weiß man ja eigentlich von Anfang an, worauf man sich einlässt und darf dann nicht meckern, wenn man genau das bekommt J

 

Fazit:

Vielleicht liegt es daran, dass ich nicht ganz der Zielgruppe entspreche, aber insgesamt habe ich der Protagonistin ihre Rolle nicht wirklich abgekauft und es dauerte mir einfach zu lange, bis so richtig Spannung aufkam. Doch die Idee der Geschichte ist wirklich super und am Schluss riss mich die Geschichte dann doch noch richtig mit, so dass ich schon sehr gespannt auf die Fortsetzung bin.

Von mir bekommt das Buch 4 Punkte von 5.

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36 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 18 Rezensionen

Banshee Livie (Band 1): Dämonenjagd für Anfänger

Miriam Rademacher
Flexibler Einband: 370 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 13.10.2017
ISBN 9783906829555
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt:

„So hat sich Livie ihren Tod nicht vorgestellt. Sie bekommt einen Job, der aus Heulen und Scharade besteht, einen altklugen Kollegen mit sexy Stimme, aber ohne Gesicht, und eine staubige Dachkammer ohne Internetanschluss. Livie ist jetzt die Banshee von Schloss Harrowmore und hat in ihrer Rolle als Schutzgeist die Aufsichtspflicht über eine der tollpatschigsten Familien Englands. Als dann auch noch ein nachtragender Dämon auftaucht, um eine uralte Rechnung zu begleichen, ist Livies Tod endgültig aufregender, als es ihr Leben jemals war.“

(Quelle: http://www.sternensand-verlag.ch/banshee-livie-1-miriam-rademacher.html)

Gerade noch war Livie mit ihrer Tante auf einem Ausflug, schon findet sie sich tot neben einem komischen Kerl mit Kapuze wieder. Dieser hat auch noch eine Hiobsbotschaft für sie: Livie ist die neue Banshee auf Schloss Harrowmore.

Als solche muss sie die Familie immer darauf aufmerksam machen, wenn einer von ihnen in Todesgefahr schwebt. Und bei den Harrowmores scheint das an der Tagesordnung zu stehen. Damit hätte Livie mehr als genug zu tun, doch dann taucht auch noch ein Dämon auf, der eine alte Rechnung begleichen möchte.

Tja, das Leben als Banshee ist eben alles andere als langweilig … .

Meine Meinung:

Der Klappentext klang so witzig und ich konnte mal etwas Humorvolles zwischen all den düsteren Dystopien gebrauchen, so dass ich mich wirklich auf „Banshee Livie“ gefreut habe.

Das Buch beginnt mit einem Prolog, der in der Vergangenheit spielt und dem Leser schon einmal einen kleinen Einblick in die weiteren Geschehnisse gibt, ohne jedoch zu viel zu verraten. Ich fand ihn toll, da er sofort etwas Spannung erzeugt und meine Erwartungen hochgeschraubt hat.

Danach springt man in Livies Leben. Anfangs ist sie nämlich noch sehr lebendig, was mich doch positiv überrascht hat. So kann man die Protagonistin erst einmal etwas kennenlernen und diese brachte auch den gewünschten Humor in die Geschichte, denn sie ist alles andere als eine typische Heldin. Im Gegenteil, sie ist eine junge Frau wie du und ich, mit der man sich super identifizieren kann und die eine herrlich bissige Art hat. Ich habe mich jedenfalls sofort in sie verliebt und freute mich sehr darauf, sie durch die Geschichte begleiten zu können.

Doch nicht nur die Protagonistin ist der Autorin Miriam Rademacher wirklich gut gelungen, sondern auch die Nebendarsteller. Die Familie Harrowmore ist nämlich voller skurriler und einzigartiger Charaktere. Diese verrückte Familie macht wirklich Spaß und die Autorin trumpft hier auch mit vielen originellen Ideen auf, wie man sich ums Leben bringen kann. So betrachtet man das Thema „Tod“ einmal mit anderen Augen und er verliert in diesem Buch definitiv seinen Schrecken.

Trotz all dem Humor gibt es auch eine sehr ernste Seite, die zwar in diesem ersten Teil nur kurz angerissen wurde, mich aber sehr angesprochen hat. Ich hoffe, Miriam Rademacher baut dieses Unterthema in den Folgebänden noch weiter aus. Da es aber mit den Protagonisten zu tun hat, bin ich da guter Hoffnung.

Durch den Prolog hatte ich nicht nur einiges an Humor, sondern auch an Spannung erwartet. Zwar gibt es einen Handlungsstrang, der diese Erwartungen wohl erfüllen soll, bei mir stellte sich der Nervenkitzel jedoch leider nicht ein. In meinen Augen hätte die Autorin hier mehr daraus machen können. Meine Nerven waren jedenfalls nicht besonders gespannt und für mich war die Auflösung viel zu einfach, als dass ich richtig mitfiebern hätte können.

Auch die Lovestory konnte mich nicht wirklich überzeugen. Sie ist natürlich sehr vorhersehbar, was mich jedoch nicht so sehr gestört hat. Es war eher der Umstand, dass ich sie nicht nachvollziehen konnte. Ich verstehe nicht, wie man sich in jemanden verlieben kann, den man weder sehen kann, noch von dem man wirklich etwas weiß. Einzig eine sexy Stimme und ein paar nette Gesten … das macht für mich noch keine Liebe aus. Aber da es sich hier ja um einen Fantasyroman und keine Liebesgeschichte handelt, kann man darüber auch getrost hinwegsehen.

Fazit:

Obwohl die aufgrund des Prologs entstandenen Erwartungen an Spannung leider nicht erfüllt wurden und mich auch die Lovestory nicht wirklich begeistert hat, war das Buch insgesamt gut gelungen. Die Idee ist toll, die Geschichte Dank Protagonistin voller Humor und die Charaktere wirklich originell und einzigartig. Mit Banshee Livie kann man auf jeden Fall jede Menge Spaß haben und ich freu mich schon auf weitere Bände mit Geschichten der bissigen Todesfee.

Von mir bekommt das Buch 4 Punkte von 5.

 

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66 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

die braut des blauen raben, winterlich, raben, mariellaheyd, düster

Die Braut des blauen Raben

Mariella Heyd
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Zeilengold Verlag, 04.10.2017
ISBN 9783946955030
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

Dank der Hellseherin Manteia sind die Raben und mit ihnen die Albträume seit Jahren aus dem Dorf verschwunden. Doch nach der jährlichen Hochzeitszeremonie fallen sie plötzlich scharenweise in Czarny Kruku ein und alte Ängste erwachen unter den Bewohnern. Sinnt der verlorene Junggeselle, dem man seine Braut Lobna vorenthalten will, auf Rache? Und was hat das alles mit der Rabenfrau Waleska zu tun? Voller Panik jagen die Dorfbewohner das Mädchen in die Wälder, ohne zu ahnen, welch dunkle Geheimnisse sich dort verbergen.

(Quelle: https://zeilengold-verlag.de/shop/die-braut-des-blauen-raben/)

Bei der Hochzeitszeremonie in Czarny Kruku würfeln sich die jungen Frauen ab sechzehn Jahren ihre Ehemänner. Eine Wahl hat dabei niemand, doch ohne die Liebe gibt es auch weniger Probleme. Diese kommen jedoch, als Lobna einen jungen Mann würfelt, der schon als Kind spurlos verschwunden ist.

Jetzt ist guter Rat teuer. Soll das Mädchen in den Wald gehen und dort erneut nach dem Junggesellen suchen oder bekommt sie einen neuen Versuch?

Als jedoch genau nach diesem eigenartigen Ereignis die Raben wieder über das Dorf herfallen und das, obwohl die Hellseherin wie immer ein Ritual durchgeführt hat, um diese und damit die Albträume aus Czarny Kruku fernzuhalten, ist für die Dorfbewohner der Fall klar: Der Junggeselle sinnt nach Rache, weil er seine Braut nicht bekommt. Oder hat etwa die Rabenfrau Waleska ihre Finger im Spiel?

Lobna wird in den Wald geschickt, ein Wald der viele Jahre lang die dunklen Geheimnisse verborgen hielt. Geheimnisse, die jetzt ans Licht drängen und nicht nur Lobnas Leben, sondern das aller Dorfbewohner von Czarny Kruku für immer verändern könnten… .


Meine Meinung:

Bei Märchen kann ich ja nie widerstehen und „Die Braut des blauen Raben“ klang noch dazu so außergewöhnlich, dass ich richtig neugierig darauf war und es einfach lesen musste.

Obwohl ich den Klappentext kannte, war ich doch sehr überrascht, dass das Märchen im Jahr 1840 und dann in einem kleinen Dorf nahe Polen spielt. Die ungewöhnlichen Namen ließen mich anfangs etwas stolpern, doch als ich mich daran gewöhnt hatte, waren sie kein Problem mehr und ich muss sagen, ich fand es sogar gut, einmal nicht die üblichen amerikanischen Namen in einem Buch zu finden. Außerdem entstand durch die Zeit und den Handlungsort eine einzigartige Atmosphäre, welche wundervoll zum Inhalt des Buches passte.

Die Autorin Mariella Heyd schaffte es außerdem, mich richtig ins Buch hineinzuziehen. Mit ihren ausführlichen Beschreibungen, die jedoch so geschickt in die Geschichte hineingefügt wurden, dass sie nicht weiter störten, ließ sie geradezu einen Film in meinem Kopf entstehen. Ich sah den hohen Schnee, den Wald und seine wundervollen Wesen, die Raben und die anderen Figuren richtig vor mir, als wäre ich als Zuschauer mitten im Geschehen. Hach, das wäre wirklich ein schöner Märchenfilm.

Auch die Charaktere konnten mich durchaus überzeugen. Vor allem die Hellseherin Manteia hat es mir angetan. Sie ist eine außergewöhnliche Figur, die wirklich sehr viel Tiefgang besitzt und die mich immer wieder überrascht hat, da man sie nie ganz durchschauen kann. Doch auch Lobna und Dariusz haben sich in mein Herz geschlichen. Ich finde es immer besonders schön, wenn die Figuren nicht so oberflächlich bleiben, wenn sie nicht austauschbar, sondern einzigartig sind und damit richtig im Gedächtnis bleiben. Mariella Heyd hat das sowohl mit ihren Protagonisten, als auch mit den Nebencharakteren geschafft. Außerdem lässt sie ihren Figuren Zeit, um sich zu entwickeln, so dass sie nicht plötzlich eine totale Charakterveränderung durchmachen, sondern sich nach und nach verändern. Das fand ich richtig klasse.

Die Geschichte selbst ist durchweg spannend. Mit einigen überraschenden Enthüllungen gibt die Autorin ihrer Story immer wieder neue Richtungen, was mir wirklich sehr gut gefiel. Ich klebte richtig an den Seiten, weil ich einfach wissen musste, wie es mit Lobna, dem Junggesellen und allen anderen Dorfbewohnern weitergeht. So habe ich das Buch binnen kurzer Zeit durchgelesen.

Einzig das Ende hatte für mich einen kleinen Wermutstropfen. Zwar ist es schön rund und die letzte Wendung gefiel mir auch wieder sehr gut, aber die Lösung des Ganzen hatte ich mir etwas anders gewünscht und war mir nach dem langen „Hinarbeiten“ zu einfach und zu flach. Da hätte ich mir wirklich etwas anderes gewünscht. Trotz allem hat mir das Buch einige märchenhafte Lesestunden beschert.

Fazit:

Mariella Heyd hat mich mit diesem außergewöhnlichen Märchen wirklich überrascht. Die Atmosphäre ist einzigartig und die Charaktere bleiben einem im Gedächtnis und hinterlassen Spuren. Die Geschichte selbst ist durchweg spannend und besitzt einige tolle Wendungen. Einzig das Ende war mir nach dem langen Hinfiebern zu einfach und zu flach. Doch das ist nur ein kleiner Kritikpunkt für ein sonst rundum gelungenes Märchen.

Von mir bekommt das Buch 4,5 Punkte von 5.

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632 Bibliotheken, 22 Leser, 1 Gruppe, 176 Rezensionen

zukunft, lügen, geheimnisse, intrigen, liebe

Beautiful Liars - Verbotene Gefühle

Katharine McGee , Franziska Jaekel
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 18.10.2017
ISBN 9783473401536
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

„New York, 2118: Die wunderschöne Avery lebt im Penthouse des höchsten Gebäudes der Welt. Doch ihr scheinbar perfektes Leben wird durch ein dunkles Geheimnis bedroht. Denn hinter der glitzernden Fassade verbirgt sich ein gefährliches Netz aus Lügen.“

(Quelle: https://www.ravensburger.de/produkte/buecher/jugendbuecher/beautiful-liars-band-1-verbotene-gefuehle-40153/index.html)

Je höher man im Tower wohnt, desto reicher und angesehener ist man. Avery wohnt gemeinsam mit ihrem Adoptivbruder Atlas und ihren Eltern ganz oben im Penthouse. Ihre besten Freundinnen Leda und Eris wohnen nur knapp darunter.

Auch Cord gehört zu den Highlinern und ist mit Avery und Eris befreundet. Rylin dagegen muss bei Cord putzen, um sich und ihre Schwester seit dem Tod der Mutter einigermaßen über Wasser halten zu können.

Was das bedeutet erfährt Eris auch, als sie plötzlich all ihr Geld verliert und gemeinsam mit ihrer Mutter ganz nach unten ziehen muss. Anfangs versucht sie allen vorzuspielen, dass alles in Ordnung ist. Bald schon erkennt sie aber, dass das Glück nicht allein von materiellen Dingen abhängt.

Doch jeder hat seine Geheimnisse und dieses Netz aus Lügen spinnt sich immer dichter zusammen und kostet am Ende sogar einem von ihnen das Leben … .

Meine Meinung:

Schon als ich den Klappentext zum ersten Mal las und das Buch dann auch noch mit der Serie „Gossip Girl“ verglichen wurde, war für mich sofort klar, dass es ein absolutes Must-Have für mich ist.

Im Prolog erlebt man mit, wie eine der Personen stirbt, weiß jedoch nicht, wer es ist. Das erzeugt natürlich ordentlich Spannung. Ich freute mich darauf, die einzelnen Charaktere kennenzulernen und fragte mich, ob ich vielleicht erraten könnte, wer das Opfer sein würde. Doch dann springt man erst einmal zwei Monate in die Vergangenheit und lernt alle kennen. Besonders toll fand ich sofort, dass das Buch aus verschiedenen Perspektiven erzählt wird. In jedem Kapitel erfährt man, wie die Geschichte aus Sicht einer anderen Person verläuft. Dies geschieht jedoch immer in der 3. Person, aber dadurch erhält man trotzdem Einsicht in das Leben aller Protagonisten und das fand ich richtig klasse. So weiß man immer, was gerade bei den verschiedenen Personen aktuell ist und passiert und hat als Leser damit den Charakteren gegenüber einen Wissensvorsprung, obwohl natürlich trotzdem genug Platz für eigene Spekulationen blieb.

Die Charaktere selbst fand ich sehr interessant. Jeder hat wirklich seine eigene Geschichte und doch sind alle auf irgendeine Weise miteinander verbunden. Ich liebte es, die Protagonisten zu begleiten und immer mehr hinter die Fassade sehen zu können. Es hat mich richtig mitgerissen, wer welches Geheimnis hat, wer wen anlügt und wer am Ende wahre Gefühle hat. Dabei hatte ich zwar immer meine Favoriten, konnte aber mit allen mitfiebern.

Katharine McGee lässt dem Leser auch richtig viel Zeit, um sich in der Welt der Reichen und Schönen zurechtzufinden, um die Begebenheiten im Tower kennenzulernen und sich seine eigenen Gedanken zu machen, denn erst ganz am Ende dieses ersten Teiles löst sie auf, was auf der Party wirklich passiert. Bis dahin waren meine Nerven wirklich schon zum Zerreißen gespannt, weil ich unbedingt wissen wollte, wer die Person aus dem Prolog ist, aber auch, wie es schließlich dazu kam. Dabei lag ich mit meinen Spekulationen nicht immer richtig, so dass mich die Autorin wirklich noch überraschen konnte, was ich echt klasse fand.

Schon seit „Gossip Girl“ weiß man, dass Geheimnisse, Lügen und Intrigen total spannend sein können und genau so ist es auch in „Beautiful Liars“, wobei hier die Geschichte durch den Tod einer Person noch einmal eine tragische Wendung nahm, was zusätzlich Spannung erzeugt hat und dem Buch auch einen ernsteren Touch verpasst.

Doch obwohl es am Ende eine Auflösung gibt, ist die Geschichte rund um die reichen und schönen Jugendlichen noch lange nicht zu Ende erzählt. Ich freu mich jetzt schon riesig auf die Fortsetzung, auf die wir leider noch bis zum Herbst 2018 warten müssen.

Fazit:

„Beautiful Liars“ hat mich auf ganzer Linie überzeugt. Schon seit „Gossip Girl“ weiß man, dass Lügen, Intrigen und Geheimnisse wirklich spannend sein können, doch Katharine McGee legt noch eine Portion Tragik und Drama drauf und reißt so den Leser noch mehr mit. Ich bin jedenfalls total begeistert vom Leben der Reichen und Schönen und freu mich schon darauf, wenn ich erneut darin eintauchen kann.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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96 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 26 Rezensionen

hexen, magie, liane mars, drachenmond verlag, hexenjäger

Bin hexen: Wünscht mir Glück

Liane Mars
Flexibler Einband: 280 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 20.09.2017
ISBN 9783959918145
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt:

Hexe Prim hasst die Magie. Bei keinem einzigen Zauberspruch kann sie sicher sein, was am Ende daraus entsteht. Kein Wunder, dass Prim nur äußerst ungern hext. Doch das ist nun einmal Pflicht, sonst spielt die Magie vollkommen verrückt. Als wäre das nicht schon schlimm genug, wird die Zauberwelt auch noch vom Hexenjäger Liam enttarnt. Der ist nicht nur sexy und gefährlich, sondern auf magische Weise mit Prim verbunden. Was das angeht, ist die Zauberwelt unerbittlich. Prim muss das Herz des Jägers erobern, um die Magie zu beruhigen. Doch wie soll sie das machen, ohne von ihm verhaftet zu werden?

Quelle: https://www.drachenmond.de/titel/bin-hexen-wuenscht-mir-glueck/

Prim ist eine Hexe. Doch die Magie ist sehr eigensinnig und hexen gar nicht so einfach. Deshalb kommt sie nach einem Zauberspruch auch selten ohne Blessuren davon und trotzdem muss sie hexen, denn sonst rächt sich die Magie.

Die Situation wird jedoch noch schlimmer, als Liam, der Hexenjäger auf den Plan tritt und die Hexen reihenweise verhaften lässt. Jetzt müssen die übrigen Hexen die Magie unter Kontrolle halten, damit das Chaos nicht noch größer wird. Doch für Prim ist das gar nicht so einfach, vor allem, als sie auch noch erfährt, dass Liam magisch mit ihr verbunden ist.

Wie soll sie ihn kennenlernen ohne sich als Hexe zu enttarnen? Und wie soll sie verhindern, dass noch mehr Hexen verhaftet werden? Jetzt liegt es an Prim, das Gleichgewicht wiederherzustellen und die Magie zu beruhigen … .

Meine Meinung:

Ein Buch über Hexen ist für mich ja generell ein Muss, aber dieses hier klang einfach total ungewöhnlich und deswegen freute ich mich richtig darauf es zu lesen.

Gleich zu Beginn bekommt man einen tollen Einblick in die Hexenwelt und ich war richtig begeistert. Hier hat die Autorin Liane Mars wirklich etwas Außergewöhnliches geschaffen, denn die Magie wird von den Hexen nicht einfach so benutzt, nein, sie hat ein Eigenleben, einen eigenen Willen und macht den Hexen damit teilweise echt das Leben schwer. Hier hat die Autorin sich wirklich einiges einfallen lassen. Ich musste häufig über ihre originelle Ideen schmunzeln, da sie vor allem Anfangs mit viel Humor in ihre Welt einführt. Damit hatte sie mich richtig abgeholt und ich war total gespannt, was noch alles kommen würde.

Auch die Charaktere konnten mich voll und ganz überzeugen. Primadonna ist ebenso originell, wie ihr Name und die Welt, in der sie lebt. Ihre Haare wechseln ständig von selbst die Farbe, sie hasst die Magie, obwohl sie eine Hexe ist und auch sonst ist ihr Leben alles andere als gewöhnlich. Mit viel Biss kämpft sie sich jedoch durch und lässt sich dabei selbst von der Magie oder einem Hexenjäger nicht unterkriegen. Ich mochte Prim von Anfang an und freute mich darauf, sie durch diese Geschichte begleiten zu dürfen.

Liam ist jedoch auch ein spannender Protagonist. Er gilt hier natürlich als der Bad Boy, aber meiner Meinung nach entwickelt er sich etwas anders, als man es aus anderen Büchern gewöhnt ist. Und auch sein Hintergrund gefiel mir richtig gut, denn hier hat mich die Autorin ziemlich überrascht und in dieses sonst so humorvolle Buch doch auch eine ernste Seite eingebracht. Das führte dazu, dass ich Liams Handlungen zu 100 % nachvollziehen konnte. Endlich mal ein Charakter, der wirklich Gründe für sein Tun hat, wirklich sehr gelungen.

Die Geschichte selbst ist durchweg spannend. Nach einem netten Einstieg, durch den man die Hexenwelt etwas kennenlernt, aber bei dem sich auch gleich einige Ereignisse überschlagen, ist man sofort mitten im Geschehen und bekommt nicht einmal die Gelegenheit, sich zu langweilen. Im Gegenteil, es baut sich stetig Spannung auf und es gibt sogar einige unerwartete Wendungen, so dass ich an den Seiten klebte, da ich einfach wissen wollte, wie es für Prim, ihren Hexenzirkel und den Hexenjäger Liam ausgehen würde. Es entwickelte sich ein richtiger Lesesog bei mir, was durch den flüssigen Schreibstil noch verstärkt wurde.

Das Ende war mir dann leider etwas zu unspektakulär. Es ging plötzlich alles ganz schnell und meiner Meinung nach zu einfach und glatt. Mir hat der große Knall, der Aha-Effekt gefehlt, den ich durch die vielen originellen Ideen einfach erwartet hatte. Trotzdem gibt es ein schönes Ende, mit dem sicher viele Leser zufrieden sind.

Fazit:

Mit „Bin hexen – Wünscht mir Glück“ ist der Autorin Liane Mars wirklich ein außergewöhnliches und sehr originelles Buch gelungen. Mit viel Humor nimmt sie den Leser mit in die Hexenwelt, die so ganz anders ist, als man sie aus anderen Büchern kennt. Mich konnte sie jedenfalls richtig mit ihren Charakteren, der spannenden Story und der originellen Welt überzeugen. Einzig am Ende fehlte mir der Aha-Effekt, den ich durch all die außergewöhnlichen Ideen einfach erwartet hatte.

Von mir bekommt das Buch 4 Punkte von 5.

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111 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 35 Rezensionen

sternensand verlag, märchen, regina meißner, schwanenfeuer, schwanensee

Der Fluch der sechs Prinzessinnen - Schwanenfeuer

Regina Meißner
Flexibler Einband: 354 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 01.10.2017
ISBN 9783906829456
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt:

Am Tag ein Schwan, in der Nacht ein Mensch, gefangen an einem einsamen See mitten im Wald. Das ist das Schicksal der verwunschenen Prinzessin Estelle. Es erscheint ihr aussichtslos, den Fluch zu brechen. Der Sinn der rätselhaften Worte auf einem geheimnisvollen Pergament, das der einzige Schlüssel ist, bleibt ihr verborgen. Erst als der junge Jäger Ayden am Schwanensee auftaucht, erhält sie neue Hoffnung. Womöglich gelingt es mit seiner Hilfe, das Rätsel zu lösen und den Weg zu beschreiten, der Estelles Dasein als Schwanenprinzessin beenden könnte? Doch was wird dann aus ihren Schwestern, die ebenfalls von einem Fluch befallen zu sein scheinen?

(Quelle: http://www.sternensand-verlag.ch/schwanenfeuer-regina-meissner.html)

 

Seit sie verflucht wurde, lebt Estelle ein einsames Leben. Am Tag verbringt sie ihre Zeit als Schwan meist schlafend am Schwanensee. In der Nacht als Frau verkriecht sie sich in einer Höhle und versucht das Rätsel auf einem Pergament zu lösen, das den Fluch brechen könnte.

Doch auch nach Monaten ist sie der Lösung kein Stück näher gekommen. Da trifft sie auf den Jäger Ayden, der durch Zufall ihr Geheimnis aufdeckt.

Er ist der einzige Mensch, der fortan von dem Fluch weiß und damit ihre einzige Möglichkeit auf Rettung. Gemeinsam machen sie sich auf den Weg, um Estelle zu erlösen. Doch ihre Reise ist gefährlich und die Schwanenprinzessin ist nicht die Einzige, deren Glück am Ende auf dem Spiel steht … .

Meine Meinung:

Schon seit meiner Kindheit liebe ich Märchen und ich bin richtig glücklich, dass dieses Genre jetzt auch für Jugendliche und Erwachsene entdeckt wurde. Deshalb stehen Märchenadaptionen bei mir auch ganz weit oben, wenn es um neuen Lesestoff geht. Bei „Schwanenfeuer“ haben mich sowohl Klappentext, als auch Cover sofort in den Bann gezogen und ich musste es einfach lesen.

Etwas überrascht war ich, dass das erste Kapitel aus Aydens Sicht erzählt wird. Eigentlich hatte ich damit gerechnet, dass die Geschichte aus Estelles Perspektive und vielleicht in Ich-Form geschrieben ist, doch umso mehr freute ich mich, dass die Kapitel abwechselnd erzählt werden. Dabei hat es mich auch nicht gestört, dass alles in der 3. Person geschrieben wurde, da man trotzdem die Gedanken und Gefühle der Protagonisten hautnah miterlebt.

Überhaupt gelingt es der Autorin Regina Meißner sehr gut, dem Leser die Gefühls- und Gedankenwelt ihrer Charaktere näherzubringen. Ich spürte Estelles Verzweiflung, Aydens positive Einstellung gab mir Mut, die Wut ihrer Schwestern sprang auch auf mich über und die Hoffnungslosigkeit riss mich fast selbst zu Boden. Bis jetzt dachte ich ja immer, dass die Gefühle besser transportiert werden würden, wenn das Buch in der Ich-Perspektive erzählt wird. Doch Regina Meißner konnte mich in „Schwanenfeuer“ wirklich für die Personale Erzählperspektive begeistern.

Ihr Schreibstil passt auch wunderbar zum Genre Märchen, so dass ich ganz in die Welt der Prinzessinnen, Hexen und Flüche eintauchen konnte. Trotz allem ist die Sprache flüssig und nicht ganz so schwer wie die Originalmärchen der Gebrüder Grimm. Es gibt keine altertümlichen Worte oder Begriffe, die man nicht versteht, was ich wiederrum toll fand. Es ist einfach eine moderne Version eines Märchens und lässt sich deswegen locker und leicht lesen.

Auch die typischen Elemente, die zu diesem Genre gehören findet man in „Schwanenfeuer“. Sei es die böse Stiefmutter, die Aufgaben, die es zu lösen gibt, sprechende Frösche oder den mutigen Helden. Ich liebe diese typischen Märchenmerkmale und konnte gar nicht genug davon bekommen. Die Autorin hält hier auch einiges für ihre Leser bereit, wobei ich gestehen muss, dass nicht alles für mich zur eigentlichen Geschichte gepasst hat. Manches Mal hatte ich einfach das Gefühl, der rote Faden wäre verloren gegangen. Trotzdem findet die Autorin immer wieder den Weg zurück und konnte mich wieder richtig mitreißen.

Das Ende hatte ich mir auch etwas anders gewünscht, was aber wohl eher daran liegt, dass es sich hier um den ersten Teil einer Tetralogie handelt und die Geschichte somit noch nicht wirklich abgeschlossen ist. Ich hatte mir natürlich ein richtiges Märchen-Happy-End gewünscht, auf das ich jedoch wahrscheinlich noch etwas warten muss. Oder vielleicht überrascht mich die Autorin am Ende ja nochmal so richtig ;)

 

Fazit:

Mit „Schwanenfeuer – Der Fluch der sechs Prinzessinnen“ ist der Autorin Regina Meißner ein richtig tolles Märchen gelungen. Sowohl der flüssig Schreibstil, als auch die personale Erzählperspektive konnten mich voll und ganz überzeugen. Auch die typischen Märchenelemente fand ich richtig klasse, hatte manchmal jedoch das Gefühl, dass der rote Faden zwischendrin etwas verloren ging. Das Ende konnte mich leider auch nicht ganz überzeugen, so dass ich einen halben Punkt Abzug gebe.

Von mir bekommt das Buch 4,5 Punkte von 5.

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97 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 23 Rezensionen

dystopie, 2017, freundschaft, überleben, endzeit

Countdown to Noah - Gegen Bestien

Fanny Bechert
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 17.09.2017
ISBN 9783906829517
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt:

In einer Welt, in der Menschen zu wilden Bestien – sogenannten Noahs – mutieren, zählt für die siebzehnjährige Cassidy nur, ihre kranke Schwester zu beschützen. Als sie dabei von einem Noah gebissen wird, bleiben ihr noch genau dreißig Tage, eh sie selbst zu einem Monster wird. Nur mit der Hilfe des Rebellen Daniel hat sie eine Chance, rechtzeitig Medizin zu beschaffen. Aber wer hilft schon einer tickenden Zeitbombe, deren kleinste Berührung zur eigenen Ansteckung führen kann?

(Quelle: http://www.sternensand-verlag.ch/countdown-to-noah-1.html)

Die Menschheit musste sich mal wieder in die Natur einmischen und hat dabei einen gefährlichen Virus geschaffen, der die Infizierten zu wilden Bestien, sogenannten Noahs mutieren lässt.

Seither ist es für die Überlebenden nirgends mehr sicher. Auch Cassidy und ihre kleine Schwester ziehen herum, immer auf der Flucht vor den Noahs. Doch trotz aller Vorsicht passiert es schließlich doch: Cassidy wird gebissen. Dabei muss sie doch dringend Medizin für ihre kranke Schwester besorgen.

Mehr unfreiwillig wird ihr Daniel an die Seite für ihre gefährliche Reise gestellt. Doch ihr bleiben nur dreißig Tage, bis zur Verwandlung. Dreißig Tage in der jede ihrer Berührungen zur Gefahr wird. Dreißig Tage, die sie zum Monster machen. Die Zeit läuft - Die Bombe tickt … .

 

Meine Meinung:

Ein neues Buch von Fanny Bechert ist immer ein Muss für mich. Mit ihrer Elesztrah-Reihe hat sie mich absolut begeistert und ich war gespannt, ob ihr das mit ihrer Dystopie auch wieder gelingen würde.

Natürlich fand ich es sehr interessant, zu erfahren, was dazu geführt hat, dass die Noahs entstanden sind. Die Autorin hat dafür ein Szenario geschaffen, das gar nicht so unrealistisch ist. Der Mensch strebt ja immer danach, sein Leben besser zu machen und mischt sich dabei immer mehr in die Natur ein. Natürlich begrüße ich den Fortschritt der Medizin und bin froh, wenn mir Ärzte helfen können, doch sehe ich auch eine Grenze zwischen Fortschritt und „Gott spielen“. Auch die Autorin scheint diesen Umstand kritisch zu sehen, denn sie „straft“ die Menschen in ihrem Buch für ihren Versuch mit dem Noah-Virus. So fängt der Leser gleich an, sich Gedanken zu machen und obwohl die Noahs natürlich ein Fantasieprodukt sind, regte mich die Geschichte doch auch zum Nachdenken an, wie weit man gehen sollte und welchen Preis die Gesundheit und ein langes Leben wert sind.

Während die Protagonistin, aus deren Sicht die Geschichte erzählt wird, über ihr Leben und wie alles kam, berichtet, wurde ich etwas an die Resident Evil Filme erinnert, denn die Noahs und ihre Geschichte sind dem Geschehen im Film gar nicht unähnlich. Da ich jedoch ein kleines Faible für Zombie-Storys hatte, freute ich mich sehr über diesen Umstand.

Die Welt, in der das Buch spielt, hat wirklich „Gruselpotenzial“. Nicht nur von den Noahs geht ständig Gefahr aus, auch menschliche Abgründe tun sich in diesem Szenario auf. Der Umstand, dass es ums nackte Überleben geht, bringt wirklich das Schlimmste im Menschen hervor und genau das beschreibt Fanny Bechert sehr eindringlich. Mir lief gleich mehrere Male ein richtiger Schauer über den Rücken und ich war einfach nur froh, dass die Geschichte nur der Fantasie der Autorin entsprungen ist.

 Durch Cassidys Gedanken erfährt man schließlich, wie es zur Erschaffung der Noahs kam und da ihre Mutter in der Forschung gearbeitet hat, bekommt man sogar ein paar Insider-Infos, was ich richtig klasse fand. Die ständige Angst, die einem im Nacken sitzt und dann Cassidys Verantwortung für ihre Schwester … das ist wirklich ein hartes Los und es gibt keine Aussicht auf Besserung. Doch trotz dieser großen Last, die auf den Schultern der Protagonistin liegt, mutiert sie nicht zur Superheldin, was ich sehr gelungen fand. Ihr geht es einzig darum, ihre kleine Schwester zu retten, dafür tut sie alles. Doch trotz aller Bemühungen wird Cassidy gebissen und kämpft danach gegen das Monster in sich an. Sie weiß, dass ihr nicht mehr viel Zeit bleibt und geht sehr kognitiv an dieses Problem ran und trotzdem kommen immer wieder Gefühle wie Wut und vor allem Verzweiflung in ihr auf, was ich sehr gelungen fand, da es die Protagonistin einfach menschlich machte.  Ich glaube, das ist in so einem Genre wirklich schwierig und hat deshalb auch meinen Respekt verdient.

Doch gerade weil Cassidy keine Superheldin ist, haben die übrigen Charaktere auch eine Chance neben ihr zu bestehen. Besonders angetan hat es mir ja Rita. Ich fand sie vom Charakter her sehr interessant, weil ich sie oftmals nicht einordnen konnte und sie ganz anders reagierte, als ich es erwartet hatte. Natürlich kann ich nicht zu viel verraten, ohne zu spoilern, aber mir gefiel es richtig gut, dass sie, nachdem ich sie erst einmal kennengelernt hatte, doch eine größere Rolle bekam, als ich anfangs vermutet hatte. Und auch für die Liebesgeschichte hat sich die Autorin etwas einfallen lassen. Man denkt zwar, nachdem man den Klappentext gelesen hat, man wüsste, wie das genau ablaufen würde, aber ganz so einfach macht es Fanny Bechert weder ihren Protagonisten, noch ihren Lesern. Ich glaube sogar, dieses Buch ist eines der wenigen, wo ich nicht so ganz weiß, was ich mir in Sachen Liebe wünschen soll J

Schon bei Elesztrah fand ich den Schreibstil der Autorin richtig toll. Sie schafft es mit ihren bildlichen Beschreibungen immer, dass ich mir alles genau vorstellen kann und ein richtiger Film in meinem Kopf abläuft. Und auch hier spart Fanny Bechert nicht mit sehr ansehnlichen Beschreibungen, vor allem, wenn es um die Noahs, ihre Ernährung und Verhaltensweisen geht. Oje, da wär es mir fast wie der Protagonistin selbst ergangen (*würg*) :D Da sieht man mal, wie tief ich im Buch drin war.

Überhaupt bin ich richtig gebannt an den Seiten geklebt. Dieses Buch ist von Anfang an nämlich richtig spannend und das hat nicht nur mit der Gefahr zu tun, die ständig von den Noahs ausgeht, sondern auch mit den Aufgaben, die Fanny Bechert ihren Protagonisten stellt. Puh, da musste ich wirklich das ein oder andere Mal die Luft anhalten, so sehr waren meine Nerven gespannt. Natürlich geht es um den Kampf gegen die Noahs, ums Überleben, aber auch um menschliche Kontakte, um Freundschaften und Abgründe und ich fragte mich häufig, wie ich wohl reagieren würde und war doch immer wieder froh, dass ich nur das Buch zuklappen musste und wieder aus dieser grauenhaften Welt auftauchen konnte. Das passierte jedoch nicht so häufig, da ich das Buch fast in einem Rutsch durchgelesen habe.

Das Ende ist natürlich besonders fies, macht aber auch richtig Lust auf den zweiten Teil dieser Dilogie.

Fazit:

Mit „Countdown to Noah“ beweist die Autorin Fanny Bechert, dass sie ihren bildlichen Schreibstil auch in anderen Genres einsetzen kann und den Leser damit tief in ihre Geschichte hineinzieht. Mir liefen jedenfalls immer wieder Schauer über den Rücken und des Öfteren musste ich feststellen, dass ich plötzlich die Luft angehalten hatte, so grauenvoll und doch spannend waren die Ereignisse.

Wenn ich nicht schon ein totaler Fan dieses Genres wäre, hätte mich Fanny Bechert bestimmt dazu gemacht, denn hier stimmt einfach alles: Story, Schreibstil, Worldbuilding, Protagonisten. Unbedingt lesen und selbst Fan werden.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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tower of night, vom licht verführt, kieran, dahlia, nyx

Tower of Night: Vom Licht verführt (NYX 1)

Everly Sheehan
E-Buch Text: 316 Seiten
Erschienen bei Independently Published, 05.08.2017
ISBN B0746TWXWG
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt:

Dahlia wünscht sich nichts sehnlicher, als der Finsternis zu entfliehen, die ihr Leben bestimmt. Als Wesen der Nacht ist es ihr Schicksal, einer todbringenden Verpflichtung nachzukommen und den schützenden Untergrund von Seattle niemals bei Tag verlassen zu können. Es gibt nur einen Ausweg: Sie muss die Prüfung für das magische Ritual im mysteriösen Tower of Night bestehen. Ausgegrenzt von den anderen Teilnehmern, fühlt sich Dahlia einsam und verloren, bis sie auf den unnahbaren Kieran trifft. Doch ihre Liebe darf nicht sein, denn er steht auf der Seite des Lichts, während sie die Dunkelheit in sich trägt …

(Quelle: http://www.everlysheehan.com/nyx-reihe/)

Dahlia ist eine Nyx, ein Wesen der Nacht, das den Menschen Träume schenkt und sich davon ernährt. Doch dieses Dasein hat auch seine Schattenseiten. So kann Dahlia nur Nachts nach draußen und dabei sehnt sie sich doch so nach Sonnenschein, was wirklich untypisch für eine Nyx ist. Das ist jedoch nicht das Einzige, das an der jungen Frau anders ist. Deshalb ist sie unter den Wesen der Nacht auch eine Ausgestoßene.

Einen Ausweg sieht Dahlia nur darin, an einem magischen Ritual teilzunehmen, das ihr erlauben soll, auch am Tag nach draußen zu gehen. Dafür muss sie in den mysteriösen Tower of Night und dort eine Prüfung bestehen. Dort trifft sie auch auf Kieran, einen Hemera. Diese sind die Wesen des Tages. Doch auch Kieran ist anders als die anderen seiner Art. Fühlt sich Dahlia deshalb so zu ihm hingezogen?

Eine Liebe zwischen Nyx und Hemera ist jedoch strengstens verboten. Doch wo Dunkelheit ist, ist auch Licht und wo Licht ist, ist auch Dunkelheit…. .

Meine Meinung:

Der Klappentext von diesem neuen Werk von Everly Sheehan hat mich sofort angesprochen und ich war wirklich gespannt auf dieses Buch.

Im Prolog erfährt man sofort von Dahlias Liebe für das Tageslicht. Doch das ist völlig untypisch für eine Nyx, die normalerweise von der Dunkelheit angezogen werden. Nach und nach erfährt man dann auch von den anderen Eigenschaften der Nyx und der Hemera und ich war richtig begeistert von dieser Idee. Der Autorin Everly Sheehan ist es tatsächlich gelungen, im Fantasy-Genre noch einmal neue Wesen zu erschaffen. Das ist meiner Meinung nach gar nicht so einfach, da gefühlt schon alles da war. Umso mehr begeisterte es mich von diesen beiden Arten zu lesen und sie besser kennenzulernen. Die Autorin schreibt ihnen typische Eigenschaften zu, bricht diese jedoch mit Dahlia und Kieran, die eine Ausnahme dazu bilden, wieder total auf. So im Sinne: Ausnahmen bestätigen die Regeln. Doch niemand weiß, wieso die beiden anders sind und so macht der Leser sich auf die Suche nach Antworten.

Dabei lernt man auch die Welt der Nyx und Hemera besser kennen. Everly Sheehan hat nicht nur eine neue Art von Fantasy-Wesen, sondern auch eine komplett neue Welt erschaffen, in der sich diese bewegen. Es hat mir total viel Spaß gemacht, diese kennenzulernen und mich gemeinsam mit den Protagonisten darin aufzuhalten. Es passt einfach alles total gut zusammen und ist so gut beschrieben, dass ich es mir richtig gut vorstellen konnte. Ich glaube, es war gar nicht so einfach eine Welt zu erschaffen, in der beide Geschöpfe auch einmal aufeinandertreffen können, obwohl das von ihrem Wesen her eigentlich unmöglich wäre. Da muss wirklich jedes Detail stimmen, damit es keine Logikfehler gibt. Das ist echt eine große Leistung, also mein Kompliment an die Autorin.

Sehr schön finde ich, dass die Geschichte mal aus Dahlias und mal aus Kierans Sicht erzählt wird. Ich mag es jedenfalls immer sehr gerne, wenn ich verschiedene Perspektiven erleben und die Protagonisten damit noch näher kennenlernen darf.

Doch richtig begeistert hat mich die Story selbst, denn hinter ihr steckt so viel mehr als man aufgrund des Klappentextes vermuten könnte. Es gibt einige Ereignisse, die ich so sicher nicht erwartet hätte und es bleibt wirklich die ganze Zeit über total spannend. Ich wollte wissen, was hinter dem Ritual steckt und ob Nyx und Hemera wirklich keine gemeinsame Zukunft haben. Ich wollte, dass Dahlia endlich ihr Glück findet, dass sie sich zugehörig fühlt und sich ihr Traum erfüllt. Ich habe wirklich richtig mitgefiebert und konnte das Buch kaum aus der Hand legen.

Richtig erfrischend fand ich auch, dass dieser erste Teil der Reihe in sich abgeschlossen ist und die Geschichte von Dahlia und Kieran ein richtiges Ende hat. Im nächsten Band trifft man zwar anscheinend auch auf bekannte Charaktere, doch im Vordergrund stehen andere Protagonisten. Ein kleiner Teaser am Ende lässt mich jedoch vermuten, dass auch diese Story wirklich spannend und mitreißend wird. Ich freu mich jedenfalls schon drauf mehr von Everly Sheehan zu lesen.

Fazit:

Everly Sheehan konnte mich mit „Tower of Night“ richtig überraschen. Sie hat es tatsächlich geschafft noch einmal neue Fantasy-Wesen zu kreieren und sie in einer faszinierenden Welt agieren zu lassen, die absolut stimmig ist. Mich haben die Nyx und Hemera jedenfalls total begeistert und ich habe richtig mit Dahlia und Kieran mitgefiebert.

Ein Buch, das ich allen Fantasy-Fans ans Herz legen möchte. Überraschend, erfrischend, einzigartig gut.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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liebe, loki, asen, vanen, edda

Götterkind 1 (Edda Reloaded)

T.S. Elin
E-Buch Text
Erschienen bei Selfpublisher, 22.04.2017
ISBN B07112YB1Z
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt:

„So sehr es Thor auch gegen den Strich geht - ändern kann er es nicht: unter den Söhnen und Töchtern des mächtigen Allvaters haben die Wölfe Odins eine Sonderstellung inne. Denn sie sind ... anders. Mutterlos. Dafür mit zwei Vätern bedacht, die einander auf ewig verfeindet sind. Vom Fenriswolf in der Gestalt einer Wölfin geschwängert, gebar Odins sechs Söhne, die auch die Söhne seines größten Feindes sind. Doch sein größter Triumph, sein größtes Pfand, ist auch seine größte Gefahr.

Um seine Söhne zu unterwerfen, ist Odin jedes Mittel recht. Er bestimmt, dass Arawn, der Leitwolf des Rudels, eine Vanin zur Frau nehmen und nach Asgard bringen soll. Odin will die goldenen Unsterblichkeit verheißenden Äpfel der Idun, deren Übermittlerin die junge Frau irgendwann sein wird. Und Arawn will größtmögliche Sicherheit für seine Brüder. Also fügt er sich widerwillig, entschlossen die ungeliebte Bürde so schnell wie möglich loszuwerden. Doch dann kommt alles anders. Und das hat ganz und gar nichts mit den Absichten des Fürsten von Anderwelt zu tun, die so undurchsichtig sind, dass sich Loki genötigt sieht, nach dem Rechten zu sehen.“

(Quelle: http://www.götterkind.de/)

Es ist schon bekannt, dass Odins Geschenke für den Beschenkten selten etwas Gutes bedeuten, doch als Arawn erfährt, dass sein Vater eine Frau für ihn ausgesucht hat, die er heiraten soll, ist ihm längst klar, dass er nur ein Mittel zum Zweck für Odin ist.

Trotz allem beugt er sich vorerst dem Willen seines Vaters und macht sich auf nach Midgard, um seine Braut kennenzulernen.

Währenddessen verfolgt Tuada, Prinz der Dunkelalben ganz andere Pläne. Pläne, die ganz Asgard in einen Krieg stürzen könnten… .

 

Meine Meinung:

Als ich den Klappentext gelesen habe, war ich sofort begeistert. Ich mag Geschichten über die nordische Mythologie, hatte davon aber noch nicht so viel gelesen, so dass dieses Thema für mich noch nicht so „ausgelutscht“ ist und ich mich sehr auf das Lesen freute.

Götterkind 1 ist der erste von 5 Teilen des Auftaktbandes der Edda Reloaded Reihe und ich war sehr gespannt auf die Einführung in die Geschichte.

Zu Beginn des Buches war ich wirklich überrascht über den Schreibstil. Das Buch ist nicht aus Sicht eines bestimmten Charakters geschrieben, sondern hat einen Erzähler, der über die gesamten Ereignisse berichtet. Man blickt also von außen in die Geschichte hinein und häufig wird statt der direkten auch die indirekte Rede verwendet, so dass man den Eindruck bekommt, dem Leser würde die Geschichte erzählt werden, anstatt, dass er sie selbst miterlebt. Damit hatte ich anfangs Schwierigkeiten, da ich das Gefühl hatte, immer etwas außen vor zu sein. Auch die vielen Namen und Begriffe haben mir das Lesen zuerst etwas erschwert. Zwar gibt es ein ausführliches Glossar, aber ich bin kein Freund davon, wenn man die Informationen während des Lesens immer wieder nachschlagen muss. Eine weitere Besonderheit sind die vielen Klammern, die die Autorin statt Nebensätzen verwendet. Z.B. „Ingen (auch groß, kupferrot, grauäugig) ignorierte Har und Nign ….“ (aus „Götterkind 1“, Seite 24). Als ich mich jedoch an den Schreibstil gewöhnt hatte, empfand ich diesen als durchaus flüssig und passend zum Buch.

Die Charaktere sind sehr schön ausgearbeitet und besitzen sowohl Tiefgang, als auch Potenzial zur Entwicklung. Besonders toll fand ich, dass viele Charaktere z.B. Freija nicht so sind, wie ich es aus den Thor-Filmen von Marvel gewohnt war. So konnte ich sie noch einmal ganz neu kennenlernen und habe sogar einen neuen Liebling gefungen: Arawn J Ich hab ja was übrig für Charaktere, von denen man anfangs einen ganz anderen Eindruck bekommt, aber irgendwie immer schon ahnt, dass sie eigentlich das Herz auf dem richtigen Fleck haben. Doch „Götterkind“ ist voller besonderer Charaktere, die ich sehr gerne kennengelernt habe. Sehr interessant sind auch Tuada und seine Zwillingsschwester Tuala bzw. ihre Verbindung zueinander.

Von der Liebesgeschichte war ich wirklich sehr überrascht und konnte sie anfangs leider nicht nachvollziehen. Das lag an der Protagonistin oder besser gesagt an ihrem Alter. Zum Glück bedient sich T.S. Elin dem Mittel des Zeitraffers, so dass ich am Ende des Buches die Gefühle der Protagonisten  doch noch mitfühlen konnte und sogar richtig schön fand. Ein richtiges Liebespaar zum Anschmachten J Man kann wirklich gespannt darauf sein, was die Autorin noch für Arawn und Annora bereithält.

Die Geschichte selber wird in zwei Handlungssträngen erzählt. Da gibt es zum einen die Geschichte um Arawn, der seine zukünftige Braut trifft und dafür nach Misgard (also eigentlich unsere Erde im Mittelalter) reist und zum anderen die Geschichte rund um Tuada, den Prinz der Dunkelalben und seine Zwillingsschwester Tuala. Ich muss ja gestehen, dass ich die Kapitel, in denen es um Arawn ging viel lieber gelesen habe, aber natürlich machen auch diese rund um die Dunkelalben durchaus Sinn, denn dadurch erfährt man, dass sich etwas zusammenbraut. Trotz dieser drohenden Gefahr, die sich langsam entwickelt, hat mir ein bisschen die Spannung gefehlt. Es war fast so, als würden die Leser durch „Götterkind 1“ erst einmal langsam an die Charaktere und Geschehnisse herangeführt, um dann in den Folgebänden immer weiter hineingezogen zu werden. Ich mag es ja eigentlich lieber, wenn man sofort in Geschichte „hineingeschmissen“ wird, aber vielleicht ist es auch ganz gut, wenn man erst einmal Zeit bekommt, all die unbekannten Begriffe und Wesen sortieren zu können. So kann man „Götterkind 1“ als Einleitung in die Welt von Edda Reloaded verstehen und sich auf mehr Spannung in den Folgebänden freuen. Mit 250 Seiten ist man auch schnell durch das Buch und muss zum Glück auch nicht mehr auf Band 2 warten, denn der ist bereits erschienen.

Fazit:

Hat man sich erst einmal an den außergewöhnlichen Schreibstil von T.S. Elin gewöhnt, der durchaus zu den nordischen Mythen passt, kann man „Götterkind 1“ flüssig lesen und in Ruhe die vielen Charaktere und Ereignisse kennenlernen. In zwei Handlungssträngen verfolgt man das Geschehen rund um Midgard und Asgard und wird langsam an die Welt von Edda Reloaded herangeführt. Da ich anfangs Schwierigkeiten hatte ins Buch hineinzufinden und mir auch etwas Spannung gefehlt hat, gibt es einen Punkt Abzug für diesen Reihenauftakt.

Von mir bekommt das Buch 4 Punkte von 5.

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15 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

gill lewis, ein zuhause für immer, dtv

Ein Zuhause für immer

Gill Lewis , Siggi Seuß
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 04.08.2017
ISBN 9783423761840
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Inhalt:

Wenn das Jugendamt vorbeikommt, räumt Scarlet die ganze Wohnung auf – nur ihr eigenes Zimmer macht sie unordentlich, damit es authentischer wirkt. Und auch sonst führt Scarlet kein normales Teenagerleben. Sie kümmert sich um ihren autistischen Bruder Red, für den sie die einzige Bezugsperson ist. Das geht so lange gut, bis ihre Mutter mit einer Zigarette in der Hand einschläft. Zwar werden alle aus der brennenden Wohnung gerettet, doch nun werden die Geschwister getrennt. Scarlet kommt in eine liebevolle Pflegefamilie. Aber wo ist Red? Scarlet weiß genau, dass ihr Bruder ohne sie verloren ist.

(Quelle: https://www.dtv.de/buch/gill-lewis-ein-zuhause-fuer-immer-76184/)

Die 12jährige Scarlet hat in ihrer Familie die gesamte Verantwortung. Ihre Mutter schläft meist oder starrt vor sich hin, während das Mädchen sich um ihren autistischen Bruder Red kümmert, einkauft, kocht und die Wohnung in Ordnung hält.

Vor allem wenn die Mitarbeiterin vom Jugendamt kommt, spielt Scarlet das perfekte Theater. Das geht solange gut, bis ihre Mutter mit einer brennenden Zigarette einschläft und die gesamte Wohnung in Brand steckt.

Zwar können alle gerettet werden, doch von da an müssen sie getrennte Wege gehen. Obwohl Scarlet in einer liebevollen Pflegefamilie unterkommt und endlich Kind sein darf, kann sie das nicht richtig genießen, weiß sie doch, dass ihr Bruder sie dringend braucht.

Meine Meinung:

Da ich selber mit Kindern mit Autismus gearbeitet habe, wollte ich dieses Buch unbedingt lesen.

Mit dem Buch wird man sofort in das Leben von Scarlet hineingeworfen und erlebt wie das Mädchen die gesamte Verantwortung in der Familie übernimmt. Anfangs weiß man lange nicht, wie alt das Mädchen ist und als ich erfuhr, dass sie erst 12 ist, war ich total erstaunt. Mir kam sie viel älter vor, fast schon erwachsen, wie sie für sich, ihren Bruder und ihre Mutter sorgt. Da liegt wirklich sehr viel Verantwortung auf dem kleinen Mädchen und ich hatte richtig Mitleid mit ihr, wobei sie das selber nicht so zu empfinden scheint. Für sie ist es normal, es ist ihr Leben und sie beschwert sich nicht einmal. Es ist erschreckend, wie diese Kinder einfach so die Rolle eines Erwachsenen übernehmen und überhaupt nicht mehr Kind sein dürfen. Leider gibt es das öfter, als uns bewusst ist und ich finde es großartig, dass die Autorin Gill Lewis dieses Thema aufgreift und so einfühlsam und authentisch darüber spricht. Mich hat Scarlets „Schicksal“ auf jeden Fall sehr berührt.

Auch Red ist ein wirklich interessanter Charakter und ich finde es sehr interessant, dass im gesamten Buch nicht ein einziges Mal der Begriff „Autismus“ vorkommt. Der Junge wird als besonders bezeichnet und man findet viele Verhaltensbeschreibung im Buch, doch es wird ihm kein Etikett aufgedrückt. Da ich selber mit Kindern und Jugendlichen in diesem Bereich gearbeitet habe, fand ich das richtig klasse. Denn es gibt nicht „das autistische Kind“. Jeder Mensch ist anders und so ist auch jeder mit Autismus anders. Reds Verhaltensweisen passen zwar in das Erscheinungsbild, wie man es überall lesen kann, aber trotzdem mochte ich es, dass er einfach so genommen wird, wie er ist. Zumindest von seiner Schwester.

Doch neben diesen beiden Themen arbeitet die Autorin noch mehr ernste Aspekte in ihre Geschichte ein: Da findet man Depressionen und Völkerwanderung, Heimat und Zugehörigkeit. Und das alles auf nur 200 Seiten. Natürlich wird dabei vieles nur angerissen, aber Gill Lewis erklärt das im Nachwort auch und ich finde, dass es sehr gut zur Geschichte passt, dass nicht alles bis ins kleineste Detail geklärt wird. Vieles soll auch einfach nur zum Nachdenken anregen und den Blick des Lesers auf diese Ereignisse schärfen. Gerade, wenn es um Kinder geht, die zu viel Verantwortung übernehmen, fällt das doch lange nicht auf, da diese es bis zur Perfektion beherrschen, ihre Situation zu verstecken.

Fazit:

Ich habe „Ein Zuhause für immer“ in einem Rutsch gelesen. Viele Aspekte werden zwar nur angerissen, aber das stört bei dieser Geschichte überhaupt nicht, denn sie soll den Leser einfach zum Nachdenken anregen und den Blick schärfen.

Gill Lewis ist es in meinen Augen wirklich sehr gut gelungen, die ernsten Themen aufzugreifen und in eine mitreißende Rahmenhandlung einzubetten. Ein Buch, das mich wirklich berührt hat.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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feuer, dämonen, rebell, waage, rom

Riders - Schatten und Licht

Veronica Rossi , Franca Fritz , Heinrich Koop
Flexibler Einband: 528 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 24.08.2017
ISBN 9783841402233
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt:

Gideon Blake stirbt bei einem Unfall – eigentlich. Und doch findet er sich schwer verletzt im Krankenhaus wieder. Weitere merkwürdige Dinge geschehen: Seine schweren Knochenbrüche sind schon nach wenigen Stunden vollkommen ausgeheilt. Und wenig später überbringt ihm das geheimnisvolle Mädchen Daryn eine Botschaft: Er sei einer der vier Reiter, die die Welt retten müssen …
Denn ein fieser Haufen Dämonen ist direkt aus der Hölle gekommen, um die Erde zu ihrem zweiten Zuhause zu machen.

(Quelle: http://www.fischerverlage.de/buch/riders-schatten_und_licht/978384140223)

Als sich Gideons Fallschirm bei einem Sprung nicht öffnen, ist ihm klar: Das wird er nicht überleben. Und doch wacht er wenig später im Krankenhaus auf und seine Verletzungen heilen wie von Geisterhand innerhalb nur weniger Tage. Was ist nur mit ihm passiert? Hat das vielleicht etwas mit dem seltsamen Armband zu tun, das plötzlich um sein Handgelenk liegt und sich nicht öffnen lässt?

Genauso plötzlich taucht Daryn in seinem Leben auf. Sie scheint eine Antwort darauf zu haben: Gideon ist einer der vier apokalyptischen Reiter und soll ihr im Kampf gegen die Dämonen zur Seite stehen. Diese haben sich erhoben, um die Menschheit zu versklaven und sich ein neues Zuhause zu schaffen.

Niemand kann sie aufhalten … niemand außer Daryn und ihre vier Reiter … .

Meine Meinung:

Da ich die Aria und Perry – Trilogie geliebt und verschlungen habe, freute ich mich natürlich sehr auf neuen Lesestoff von Veronica Rossi und musste das Buch sofort haben.

Als ich zu lesen begann, war ich etwas verwirrt. Ich ging davon aus, dass man Gideon erst einmal kennenlernen, er dann den Unfall haben und ein Reiter werden würde. Doch der Protagonist ist bereits ein Reiter und befindet sich gerade in Gefangenschaft. Das hat mich erst einmal sehr verwirrt und ich wusste es nicht einzuordnen. Wieso ist er in Gefangenschaft und kämpft nicht gegen die Dämonen? Zum Glück löst die Autorin Veronica Rossi dieses „Geheimnis“ schnell auf und man erfährt, dass man anfangs mitten in der Geschichte steckt und Gideon dann erzählt, was alles passiert ist. So hat man zwei Erzählperspektiven. Im Hier und Jetzt schreibt Veronica Rossi im Präsens und Gideons Erlebnisse werden dann in der Vergangenheitsform erzählt. So etwas liebe ich in Büchern: Wenn man mitten in die Geschichte geworfen wird und dann mittels Rückblenden erfährt, wie es zu dieser Situation kommen konnte.

Zu Beginn fand ich es auch noch richtig spannend zu erfahren, was in all der Zeit passiert ist und wie Gideon gefesselt auf dem Stuhl gelandet ist. Man lernt die verschiedenen Charaktere auf beiden Seiten und ihre Aufgaben kennen. Doch irgendwann ist einfach die Luft raus und ich hatte das Gefühl, als würde einfach nichts passieren und die Geschichte auf der Stelle treten. Gideon und Daryn suchen zuerst die anderen Reiter und dann trainieren alle zusammen ihre Fähigkeiten. Dabei hat mir jedoch irgendwie einfach die Spannung gefehlt. Natürlich weiß man, dass die Dämonen nur auf eine Gelegenheit warten, um anzugreifen, aber das alleine macht leider noch nicht den Nervenkitzel aus. Und obwohl ich mich nicht direkt gelangweilt habe, riss es mich doch auch nicht ganz mit.

Dabei haben es mir auch die Protagonisten nicht besonders leicht gemacht. Außer Gideon scheint keiner eine Vergangenheit zu haben und auch sonst bleiben sie eher farblos. Zwar bekommt jede Figur eine eigene Rolle und die dazu passenden Eigenschaften, aber das wirkt eher aufgedrängt, als dass es die Charaktere lebendig machen würde. Manchmal musste ich zwar mit ihnen schmunzeln, aber richtig mitgefiebern konnte ich mit ihnen dann leider doch nicht. Die einzelnen Charaktere scheinen sich auch nicht so wirklich zu entwickeln, dafür passiert sehr viel in der Gruppendynamik der vier Reiter, was ich dann schon wieder sehr interessant fand.

Die Idee selbst gefiel mir auf jeden Fall sehr gut und im letzten Drittel gibt es auch einen tollen Showdown und ein paar nette Überraschungen, die dem Leser zeigen, dass Veronica Rossi es durchaus drauf hat, spannende Fantasy-Storys zu schreiben. Vielleicht muss man dieses Buch einfach als Auftakt sehen, bei dem alle Figuren in Stellung gebracht werden, um dann in den Folgebänden so richtig Fahrt aufzunehmen.

 

Fazit:

Die Idee von „Riders – Schatten und Licht“ gefiel mir richtig gut, aber leider dauert es sehr lange, bis die Story richtig an Fahrt aufnimmt und die Charaktere blieben mir leider ebenfalls zu blass, so dass ich nicht richtig mitfiebern konnte. Im letzten Drittel beweist die Autorin Veronica Rossi dann doch noch, dass sie es durchaus drauf hat, spannende Fantasy-Storys zu schreiben. Vielleicht ist dieses Buch auch einfach nur als Auftakt zu sehen, bei dem die Figuren erst einmal in Stellung gebracht werden, um dann in den Folgebänden zu überzeugen.

Von mir bekommt das Buch 3,5 Punkte von 5.

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