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24 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

ich-erzählerin, sterne, universität, weibliche protagonistin, zwillinge

Die 11 Gezeichneten - Das erste Buch der Sterne

Rose Snow
Flexibler Einband: 339 Seiten
Erschienen bei Independently published, 19.06.2017
ISBN 9781521539620
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

Seit jeher liebt Stella die Sterne  – ohne zu ahnen, wie tief ihre Verbindung zu ihnen tatsächlich ist. Das erkennt sie erst, als sie mit ihrem Zwillingsbruder Cas an eine geheimnisvolle Universität gelangt, auf die schon ihre Eltern gegangen sind. Kurz nach der Ankunft begegnet Stella dort dem selbstbewussten Cedric, der nicht nur der heißeste Typ der Uni ist, sondern Stella auch viel zu schnell viel zu nahe kommt. Mit seiner unausstehlichen Art bringt er sie nicht nur aus dem Konzept, sondern sorgt auch für Ereignisse, die Stellas Zukunft tiefgreifend verändern …

Quelle: http://www.rosesnow.de/17-2/

Stella fühlt sich zu den Sternen hingezogen und möchte deshalb Astronomie und Astrophysik studieren. Gemeinsam mit ihrem Zwillingsbruder Cas hat sie schon einen Studienplatz an der Columbia. Doch bevor sie dort ihr Studium beginnen, sollen sie sich gemeinsam mit ihren Eltern noch eine weitere Uni ansehen, von der sie bis dahin noch nie etwas gehört haben.

Als sie jedoch die Westside betreten, sind sie sofort fasziniert von dem vielfältigen Angebot und den Freizeitmöglichkeiten auf dieser Uni. Doch irgendetwas Seltsames geht dort vor sich. Wieso haben ihnen ihre Eltern nie von der Westside und ihrer Zeit dort erzählt? Was verbirgt sich wirklich hinter dieser Uni? Und was hat der geheimnisvolle Cedric mit all dem zu tun?

Meine Meinung:

Ein neues Buch von Rose Snow ist für mich immer ein absolutes Must-Have (auch, wenn ich bei diesem Schreibtempo kaum noch mit dem Lesen hinterher komme :-p). Das Autorenduo schafft es jedes Mal wieder mich mit ihren Büchern zu begeistern, aber dieses Mal haben sie es noch einmal getoppt.

Gleich zu Beginn trifft man auf Stella und Cas, die von ihren Eltern dazu überredet werden, sich die geheimnisvolle Westside anzusehen. Dabei halten sie sich sehr geheimnisvoll und weder die beiden Geschwister, noch der Leser weiß wirklich, was hinter dieser Uni steckt. Natürlich hat man eine kleine Ahnung, trotzdem bleibt eine gewisse Spannung und ich freute mich sehr darauf, zu erfahren, was Rose Snow sich für ihren neuen Roman konkret ausgedacht haben.

Ich muss gestehen, anfangs konnte ich Stella nicht so recht einordnen. Vor allem neben ihrem Zwillingsbruder Cas, den ich einfach genial fand mit seiner witzig-spritzigen und lockeren Art, blieb sie erst einmal etwas farblos. Doch ich habe das schwache Gefühl, dass Rose Snow das genau so beabsichtigt haben, damit die Protagonistin eine Entwicklung machen kann und Stella hat wirklich Potenzial. Während ich zu Beginn dachte, sie wüsste nicht, was sie wolle, zeigt sie bald sehr deutlich, was in ihr steckt. Ich fand es jedenfalls großartig, wie sie mit jeder Seite mehr an Kontur gewann, bis ich richtig mit ihr mitgefiebert habe.

Doch nicht nur das Zwillingspärchen gefiel mir sehr gut. Dieses Buch ist voller spannender Charaktere. Da ist natürlich Cedric, den man aus dem Klappentext schon kennt und der Stella gehörig unter die Haut geht. Ihn finde ich besonders interessant, da man seine wahren Motive nicht sofort erkennt und ich wirklich gespannt bin, was er in den Folgebänden noch zu bieten hat. Dann gibt es da noch Cedrics Gegenpart Ethan, der das genaue Gegenteil zu sein scheint. Doch ich bin noch etwas skeptisch, was ihn betrifft. Ihr seht also, es gibt einige Charaktere, die man nicht sofort einteilen kann, was ich immer besonders klasse finde, so bleibt es auf jeden Fall spannend.

Es begeistert mich auch immer wieder, wie viel Fantasie die beiden Autorinnen haben und wie es ihnen jedes Mal aufs Neue gelingt, eine magische Welt zu erschaffen, die mich so in ihren Bann zieht und mich total gefangen nimmt. In „Die 11 Gezeichneten“ verbinden sie bekannte Fantasy-Elementen mit ganz neuen Ideen. Ich konnte gar nicht genug davon bekommen, all die Geheimnisse der Westside aufzudecken und bin mir doch sicher, dass ich noch nicht einmal annährend weiß, wo ich am Ende gemeinsam mit Stella, Cas und den anderen landen werde. Denn mit diesem Auftakt der Trilogie hat man wohl gerade mal die Spitze des Eisberges berührt. Schon beim Lesen merkt man, dass noch viel, viel mehr hinter der ganzen Geschichte steckt und Rose Snow bereiten so einige Wege, die noch lange nicht zu Ende gegangen sind. In diesem Fall bin ich wirklich einmal froh, über das Schreibtempo der beiden, denn so muss ich nicht allzu lange auf die Fortsetzung warten. Es brennt mir nämlich wirklich unter den Fingernägeln mehr zu erfahren und sofort weiterzulesen.

 

Fazit:

Ich liebe die Bücher von Rose Snow, doch „Die 11 Gezeichneten“ ganz besonders. Hier verbinden die Autorinnen bekannte Fantasy-Elemente mit ganz neuen und verweben sie zu einer spannenden Story, die noch lange nicht zu Ende erzählt ist. Die Charaktere sind sehr vielschichtig und lassen sich nicht sofort einordnen, was ich richtig großartig finde. Mit diesem Trilogie-Auftakt ist dem Autorenduo ein richtiges Meisterwerk gelungen, ich kann gar nicht genug von Stella, Cas und der Westside bekommen und brauche sofort mehr. Achtung Suchtgefahr!

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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37 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

fantasy, pilgrim, magie, hatori, science fiction

Pilgrim - Rebellion

Joshua Tree
E-Buch Text: 446 Seiten
Erschienen bei www.weltenblume.de, 04.04.2017
ISBN B06Y1ZWLQD
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt:

Aus den Wellen eines endlosen Ozeans erhebt sich der Berg Pilgrim. Unter der Herrschaft ihres unsterblichen Anführers, dem Hüter der Seelen, vollbringen seine Bewohner wahre Wunder mit ihrer mystischen Magie, dem Hatori. Quelle ihrer scheinbar grenzenlosen Macht ist die Weltenblume, ein uraltes, mysteriöses Wesen, das tief im Herzen des Berges schlummert. Doch für ihre Magie fordert sie einen Preis: Den Wahnsinn. 

Magnus, Prinz von Pilgrim und seine Freundin Tzunai müssen bald herausfinden, dass sich hinter den scheinbar grenzenlosen Wundern ihrer Heimat weitaus mehr verbirgt als sie ahnen. Ist der einsame Berg tatsächlich so einsam, wie sie seit ihrer Kindheit gelernt haben? Warum darf kein Pilgrim älter als 40 Sommer werden? Wohin verschwinden ihre Nachbarn? Welches Geheimnis steckt hinter der Weltenblume?

Als Magnus und Tzunai ihre gemeinsame Suche nach Antworten beginnen, ahnen sie noch nicht, dass sie Pilgrim für immer verändern werden, denn die Rebellion hat gerade erst begonnen. Ihr Ausgang ist ungewiss, die Konsequenzen verheerend und während ein magischer Krieg entflammt, richten sich die Blicke finsterer Mächte auf den einsamen Berg, die seit Jahrtausenden auf diesen Moment gewartet haben.

(Quelle: https://www.weltenblume.de/b%C3%BCcher/)

In Pilgrim ist das Leben genau festgelegt. Die Einwohner trainieren ihr Hatori und das Hatnam und leben in ständiger Angst vor der Weltenblume, von der sie ihre Kraft beziehen. Diese will sie jedoch, laut ihrem Anführer, dem Hüter der Seelen zum Wahnsinn und zur Rebellion verführen.

Deswegen ist es besonders wichtig, immer seinen Geist vor ihr abzuschirmen. Doch so sehr Magnus bemüht ist, schleicht sich die Weltenblume doch immer wieder in seine Gedanken und streut Zweifel am System von Pilgrim in ihm.

Als diese immer größer werden, macht er sich gemeinsam mit seinen Freunden auf die Suche nach Antworten. Doch er ahnt nicht, welche Konsequenzen er damit auslöst und dass diese sein Leben und das aller Menschen für immer verändern wird… .

Meine Meinung:

Da ich Dystopien liebe, musste ich natürlich auch zu „Pilgrim“ greifen.

Der Prolog ließ mich jedoch erst einmal schlucken. Dieser ist sehr wissenschaftlich geschrieben und mit vielen Fachausdrücken gespickt. Ich hatte wirklich Mühe, ihn einzuordnen und hatte schon Angst, das ganze Buch wäre so geschrieben, denn um ehrlich zu sein, hätte mich das wirklich extrem abgeschreckt.

Doch als man sich schließlich mit Magnus in Pilgrim befindet, ist die Geschichte einfacher zu verstehen. Zwar gibt es auch hier viele neue Ausdrücke und ich brauchte einige Zeit, bis ich mich in die Story eingefunden und die Strukturen verstanden hatte, doch Magnus und seine Freunde gefielen mir auf Anhieb sehr gut und ich war sehr gespannt darauf zu erfahren, wie es mit ihnen, mit Pilgrim und der Weltenblume weitergehen würde. Gemeinsam mit den Protagonisten machte ich mich also auf die Suche nach Antworten und versuchte hinter die Kulissen zu blicken. Das System von Pilgrim ist wirklich sehr komplex und sehr gut durchdacht. Es hebt sich aber deutlich von den Jugend-Dystopien ab, die ich sonst so lese. Hier muss man wirklich mitdenken und am Ball bleiben, um die Geschichte zu verstehen. Sie ist tiefgründig, vielschichtig und manchmal vielleicht auch etwas kompliziert. Trotzdem kann man richtig in die Geschichte eintauchen, sich in der Welt verlieren und entspannt lesen.

Sehr überrascht war ich, dass ungefähr zur Mitte des Buches die Geschichte eine absolute Wendung nimmt und man sich plötzlich in einem komplett neuen Setting wiederfindet. Es war fast so, als würde man zwei Bücher mit den selben Protagonisten, aber einer absolut neuen Kulisse lesen. Mich hat das richtig begeistert, denn dadurch wird noch einmal ein komplett neues Licht auf die Ereignisse geworfen, es bleibt weiter spannend und als Leser merkt man, dass diese Geschichte noch lange nicht zu Ende erzählt ist.

Fazit:

Hier hat der Autor Joshua Tree eine wirklich komplexe und interessante Dystopie geschaffen. Anders als bei Jugend-Dystopien muss man hier wirklich mitdenken, um die Strukturen zu verstehen und mit den Protagonisten auf die Suche nach Antworten zu gehen. Doch es lohnt sich wirklich: Dieses Buch ist spannend, mitreißend und faszinierend.

Von mir bekommt das Buch 4 Punkte von 5.

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245 Bibliotheken, 13 Leser, 0 Gruppen, 62 Rezensionen

jugendbuch, fantasy, fluch, alchemie, oetinger

Secret Fire - Die Entfesselten

C.J. Daugherty , Carina Rozenfeld , Peter Klöss
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 20.02.2017
ISBN 9783789133404
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

„Wenn ein Fluch dein Schicksal ist, vertrau‘ auf die Liebe! Taylor und Sacha haben im St. Wilfred College Zuflucht gefunden. Hier sucht man fieberhaft nach einer Möglichkeit, die furchterregenden Todbringer zu vernichten. Nur noch wenige Tage bleiben bis zu Sachas 18. Geburtstag, dem Tag, an dem er sterben wird, falls die zwei es nicht schaffen, den uralten Fluch zu bezwingen. Ein Wettlauf gegen die Zeit, der von Sacha und Taylor verlangt, sich dem zu stellen, was sie am meisten fürchten, um nicht zu verlieren, was sie am meisten lieben.“

(Quelle: http://www.oetinger.de/buecher/jugendbuecher/alle/details/titel/3-7891-3340-X/21685/0/Agentur/Madeleine/Milburn/Secret_Fire_-_Die_Entfesselten.html)

Taylor und Sacha bleiben nur noch wenige Tage, um den Fluch zu brechen, der Sachas Leben an seinem  18. Geburtstag beenden soll.

Hilfe erhoffen sie sich dabei von den Alchemisten auf St. Wilfred. Doch auch dort sind sie nicht sicher, denn ihre Spur wurde bereits aufgenommen.

Sie können sich ihrem Gegner aber nur stellen, wenn sie wissen, um wen es sich handelt. Taylor und Sacha haben schön langsam die Nase voll davon, immer zu fliehen und sich zu verstecken: Sie wollen den Fluch bezwingen, denn längst steht mehr auf dem Spiel als nur Sachas Leben … .

Meine Meinung:

Nachdem mich Band 1 richtig begeistert hat, wollte ich natürlich wissen, wie es mit Taylors Kräften und mit dem Fluch weitergeht.

Die meisten Erlebnisse und Personen waren mir auch noch präsent, was sehr gut war, da es nicht wirklich viele Wiederholungen oder Rückblenden gab.

Natürlich trifft man auch gleich auf Taylor, die gemeinsam mit Luisa an deren Fähigkeiten arbeitet. Schon im ersten Band fand ich die alchemistischen Kräfte echt faszinierend und war gespannt, wie sich die Protagonistin noch entwickeln würde. Leider scheint Taylor jedoch nicht wirklich Herr bzw. Frau über ihre Fähigkeiten zu sein und auch kaum Fortschritte zu machen. Überhaupt hatte ich das ganze Buch über das Gefühl, als würden die Alchemisten und damit auch die gesamte Geschichte auf der Stelle treten. Irgendwie scheinen sie mit ihren Nachforschungen sehr lange nicht weiterzukommen. Andererseits fallen ihnen dann alle wichtigen Informationen einfach so in die Hände, ohne dass sie großartig viel dafür tun. Besonders enttäuscht war ich, als der Bösewicht enttarnt wurde. Da hatte ich mir wirklich mehr erwartet. So kam bei mir überhaupt keine Spannung auf und deshalb hat sich auch nicht der Lesefluss bei mir eingestellt, den ich bei Band 1 verspürt habe.

Der Schreibstil ist gewohnt locker leicht und flüssig und so kann man die Geschichte auch ohne viel Spannung schnell weglesen. Durch die vielen schönen Beschreibungen konnte ich mir vor allem das Setting sehr gut vorstellen, ganz so, als würde ich mich selbst an den jeweiligen Orten befinden, was einen großen Pluspunkt gab.

Gut gefallen haben mir auch die Nebencharaktere, allen voran Luisa. Sie macht, im Gegensatz zu Taylor, in meinen Augen eine tolle Entwicklung durch, nicht nur was ihre Kräfte betrifft, sondern vor allem auf der menschlichen, der Beziehungsebene. Aber Luisa war ja schon im Dilogieauftakt mein Liebling.

Etwas überrascht war ich darüber, dass die Liebesgeschichte relativ wenig Spielraum einnahm. Durch den Fluch und die gemeinsame Familiengeschichte der Protagonisten hätte man ja die perfekte Vorlage für eine tragische Lovestory. Doch diese spielt hier wirklich nur eine Nebenrolle, was ich dann schon etwas schade fand. Zwar hätte ich kein seitenlanges Geschnulze gebraucht, trotzdem hätte ich mich über die ein oder andere schöne, gefühlvolle Szene gefreut.

Das Ende hat mich dann leider auch nicht wirklich überzeugt, denn so wie das ganze Buch über, hat mir auch hier die Spannung gefehlt. Ich hätte einen großen Showdown erwartet, aber leider lief es doch sehr unspektakulär ab, was ich sehr schade fand.

Fazit:

Meiner Meinung nach hätten die Autorinnen wirklich mehr aus ihrer tollen Idee herausholen können. In dieser Fortsetzung haben mir sowohl die Spannung, als auch die Entwicklung der Protagonisten gefehlt. Mir kam es so vor, als würde die Geschichte so vor sich hinplätschern und wäre dann irgendwann einfach zu Ende. Der flüssige und bildhafte Schreibstil und die tollen Nebencharaktere haben diesen Dilogieabschluss schließlich gerettet.

Von mir bekommt das Buch 3 Punkte von 5.

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1.012 Bibliotheken, 47 Leser, 2 Gruppen, 245 Rezensionen

prinz, fantasy, prinzessin, der kuss der lüge, attentäter

Die Chroniken der Verbliebenen - Der Kuss der Lüge

Mary E. Pearson
Fester Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 16.02.2017
ISBN 9783846600368
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt:

Lia ist die älteste Tochter im Königshaus Morrighan. Gerade mal 17 Jahre alt, soll sie mit einem Prinzen verheiratet werden, den sie noch nie in ihrem Leben gesehen hat. Doch das Mädchen entscheidet sich, ihr bisheriges Leben hinter sich zu lassen. Sie flieht und heuert weit entfernt von zu Hause in einer Taverne an. Dort lernt sie zwei Männer kennen, die sofort ihre Aufmerksamkeit erregen. Was sie nicht weiß: Die beiden sind auf der Suche nach ihr. Einer wurde ausgesandt, um die Königstochter zu töten. Und der andere ist ausgerechnet jener Prinz, den sie heiraten sollte. Schnell fühlt Lia sich zu beiden hingezogen ...

(Quelle: https://www.luebbe.de/one/buecher/junge-erwachsene/der-kuss-der-luege/id_5544797)

Lia soll zum Wohle des Königreiches Morrighan einen Prinzen heiraten, den sie noch nie gesehen hat. Doch sie hält nicht viel von den alten Traditionen und möchte ihr Schicksal selbst bestimmen. Deshalb flieht sie und fängt in einer Taverne als Schankmädchen ein neues Leben an.

Dort trifft sie auf zwei Männer, die ihr schon bald unter die Haut gehen. Doch ahnt sie nicht, wer die beiden wirklich sind. Einer von ihnen soll sie töten, damit es nicht doch noch zur Allianz zwischen den beiden Königreichen kommt. Und der andere ist der Prinz, der wissen wollte, welche Prinzessin vor ihm geflohen ist.

Gerade als Lia versucht, sich über ihre Gefühle klar zu werden, passiert etwas Ungeahntes und die Prinzessin muss erkennen, dass ihr Weg noch lange nicht zu Ende ist und das Schicksal für sie vielleicht doch noch mehr bereithält, als nur eine unerwünschte Heirat … .

Meine Meinung:

Schon als ich Klappentext und Cover zum ersten Mal gesehen habe, war für mich klar, dass ich dieses Buch lesen muss. Dann habe ich viele sehr unterschiedliche Meinungen zu dem Buch gehört und hatte fast schon Angst davor, es zur Hand zu nehmen. Doch ich bin wirklich froh, dass ich mich doch noch rangewagt habe.

Im ersten Kapitel trifft man auf Prinzessin Arabella Celestine Idris Jezelia, die gerade auf ihre Hochzeit vorbereitet wird. Dabei erhält man gleichzeitig einen kleinen Einblick in die Traditionen des Landes Morrighan und die Welt, die Mary E. Pearson erschaffen hat. Schnell wird dabei klar, dass Lia wenig begeistert von der Hochzeit und auch den meisten Traditionen ist. Sie möchte viel lieber selbst über ihr Schicksal bestimmen und flieht deswegen gemeinsam mit ihrer Freundin Pauline.

Dieses Zweiergespann hat mich sofort begeistert. Lia lässt sich gegenüber Pauline nie raushängen, dass sie eine Prinzessin ist und möchte auch in der Taverne für ihren Unterhalt arbeiten. Sie möchte einfach ein komplett neues Leben beginnen und scheut auch vor harter Arbeit nicht zurück. Das machte sie mir total sympathisch und sie zeigt sich auch als wirklich gute Freundin gegenüber Pauline, genau wie andersherum. Ich habe beide sofort in mein Herz geschlossen und habe sie deshalb gerne auf ihrer Reise begleitet.

Doch die Geschichte wird nicht nur aus Lias Sicht erzählt, sondern auch immer wieder aus der Perspektive des Prinzen und des Attentäters. Sie haben beide ihre ganz eigenen Motive und Gedanken, ihre Hintergründe und Geschichten. Anfangs lässt uns die Autorin auch etwas im Dunkeln, wer von den beiden wer ist, so dass ich etwas mitgefiebert habe, für wen Lia am Ende mehr empfinden würde. Doch bald bringt Mary E. Pearson Licht ins Dunkel, zumindest, was die beiden Männer betrifft, trotzdem hat sie das in meinen Augen sehr geschickt eingefädelt und ihrer Liebesgeschichte damit etwas zusätzliche Würze verpasst. Eigentlich bin ich ja kein Fan von Dreiecksgeschichten, aber diese hier fand ich richtig gut, da beide Männer sehr faszinierend sind und trotzdem denke ich, dass schon klar ist, wie sich Lia entscheiden wird. Aber wer weiß, ob die Autorin hier nicht noch einige Überraschungen für ihre Leser parat hält.

Sehr spannend fand ich den Weltenentwurf. Da gibt es nicht nur die Königreiche Morrighan und Dalbreck, sondern auch Venda, in dem der Komizar herrscht und der seine ganz eigenen Pläne mit Lia zu haben scheint. Ich fand es sehr interessant, dass das Buch durchaus ruhige Passagen hat, es für mich aber trotzdem immer spannend blieb, weil ich einfach erfahren wollte, was wirklich hinter dem Ganzen stecken würde, da schnell klar wird, dass es um mehr geht, als man anfangs erkennen kann. Vor allem da immer wieder Verse einer alten Geschichte, Prophezeiungen und Liedtexte in die Geschichte eingeflochten werden, die ich anfangs zwar nicht einordnen konnte, nach einiger Zeit aber erahnen lassen, dass die Story noch viel vielschichtiger ist, als man zu Beginn erahnen kann. Ich bin jedenfalls total fasziniert und möchte den Geheimnissen auch weiterhin auf den Grund gehen.

 

Fazit:

„Der Kuss der Lüge“ hat mich vom Anfang bis zum Ende total begeistert. Die Protagonisten sind vielschichtig und haben alle ihre eigenen Motive, Gedanken, Gefühle und Hintergründe, die sehr faszinierend sind. Die Welt, in der die Geschichte spielt bietet so viel mehr, als man anfangs denkt und hat mich richtig mitgerissen, so dass ich mir sofort die Fortsetzung geholt habe, die zum Glück bereits erschienen ist.

Mich hat der erste Band der Chroniken der Verbliebenen jedenfalls rundum überzeugt.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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318 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 136 Rezensionen

liebe, abschiebung, new york, schicksal, familie

The Sun is also a Star.

Nicola Yoon , Susanne Klein , Dominique Falla
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Dressler, 20.03.2017
ISBN 9783791500324
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

„Schicksalsfäden einer großen Liebe! Wie viele Dinge müssen geschehen, welche Zufälle passieren, damit sich die Wege zweier Menschen kreuzen? Als Daniel und Natasha in New York aufeinander treffen, verguckt er sich sofort in das jamaikanische Mädchen. Die zwei teilen einen Tag voller Gespräche über das Leben, ihren Platz darin und die Frage: Ist das zwischen uns Liebe? Doch ihr Schicksal scheint bereits festzustehen, denn Natasha soll noch am selben Abend abgeschoben werden.“

(Quelle: http://www.dressler-verlag.de/buecher/jugendbuecher/details/titel/3-7915-0032-5/23422/33803/Autor/Nicola/Yoon/The_Sun_is_also_a_Star___Ein_einziger_Tag_f%FCr_die_Liebe.html)

Daniel ist gerade auf dem Weg zu einem Vorstellungsgespräch für sein Medizinstudium in Yale, Natasha dagegen befindet sich illegal in Amerika und soll abgeschoben werden. Durch Zufall treffen die beiden in New York aufeinander und für Daniel ist es sofort Liebe auf den ersten Blick.

Doch viel Zeit bleibt ihnen nicht zusammen, da Natasha bereits abends nach Jamaika zurückkehren muss. Hat ihre Liebe dennoch eine Chance oder was hat das Schicksal für die beiden geplant?

Meine Meinung:

Da ich das erste Buch der Autorin geliebt habe, war für mich klar, dass ich auch dieses Buch lesen muss. Das Thema ist ja gerade auch wirklich sehr aktuell und obwohl die Gesetze und Begebenheiten in Amerika anders sind, als in Deutschland, war ich doch sehr gespannt, wie Nicola Yoon dieses Thema umsetzen würde.

Der Prolog des Buches ist schon sehr ungewöhnlich und sofort wird dem Leser klar, dass er hier nicht nur eine Liebesgeschichte bekommt, sondern, dass er sich während des Lesens mit ganz grundlegenden Fragen beschäftigen wird und genau das macht das Buch so besonders: Ich habe mich gefragt, ob es wirklich so etwas, wie Schicksal gibt. Wie viele Zufälle nötig sind, dass genau die beiden Protagonisten aufeinandertreffen. Und ob Liebe auf den ersten Blick wirklich existiert.

Vor allem Daniel bringt den Leser mit seinen philosophischen Gedanken immer wieder dazu, selber über eine Situation, das Leben und die Liebe nachzudenken, was ich wirklich sehr schön fand. Nicola Yoon hat einfach einen ganz besonderen Schreibstil, den sie auch hier in diesem Buch wieder zeigt. Zum einen ist er locker und leicht und lässt die Seiten nur so verfliegen, zum anderen schafft sie es immer wieder tiefer in eine Geschichte hineinzutauchen, hinter die Kulissen zu blicken und den Leser dazu aufzufordern, sich selbst ein Bild zu machen. Das macht ihre Bücher für mich so besonders.

In diesem Buch gibt es jedoch noch etwas wirklich Einzigartiges. Die Geschichte wird nicht nur abwechselnd aus Sicht von Daniel und Natasha erzählt, sondern auch immer wieder aus der Perspektive scheinbar unwichtiger Nebendarsteller. Damit bekommt man das Gefühl, dass wirklich jede Person für diese Story eine Rolle spielt, dass nur das Zusammenspiel all dieser Faktoren am Ende dazu geführt hat, dass die beiden Protagonisten aufeinandertreffen konnten. So hatte ich das bis jetzt noch nie bei einem Buch und war richtig angetan davon.

Einen kleinen Wermutstropfen gab es für mich dennoch: Und zwar die Lovestory. Liebe auf den ersten Blick ist ja ok, aber die Protagonisten haben nur 12 Stunden Zeit, um sich kennenzulernen und Daniel verliebt sich sozusagen wirklich auf den allerersten Blick. Das war mir dann doch etwas zu schnell. Natürlich entscheidet sich rein vom Optischen, ob ich jemanden weiter kennenlernen möchte, aber von Liebe kann da doch nicht gleich die Rede sein und ich bin ja eher der Meinung, dass man einen Menschen erst lieben kann, wenn man all seine Facetten kennt, all die guten, aber vor allem auch die scheinbar schlechten Eigenschaften. Deshalb konnte ich die Liebesgeschichte nicht ganz so gut nachvollziehen und muss dafür einen Punkt abziehen.

Der Epilog hat mich dann noch einmal sehr überrascht. Mit diesem Ende hatte ich ja so gar nicht gerechnet, aber die Autorin hat ja schon in ihrem ersten Buch gezeigt, dass nicht immer alles so ist, wie man denkt ;)

Fazit:

Mit „The Sun is also a Star“ zeigt die Autorin Nicola Yoon wieder, dass sie eine ganz besondere Art zu erzählen hat. Mit ihrem philosophischen Schreibstil regt sie den Leser dazu an, sich selber Gedanken über das Leben, die Liebe und das Schicksal zu machen. Dabei wird die Geschichte aus vielen verschiedenen Perspektiven erzählt, die alle auf ihre Weise für die Story wichtig sind.
Einziger Wermutstropfen war in meinen Augen die „Liebe auf den ersten Blick“-Geschichte, die für mich einfach so nicht funktioniert, so dass ich nicht ganz so mit den Protagonisten mitfühlen konnte.

Von mir bekommt das Buch 4 Punkte von 5.

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376 Bibliotheken, 10 Leser, 0 Gruppen, 150 Rezensionen

fantasy, liebe, cora carmack, sturm, stormheart

Stormheart - Die Rebellin

Cora Carmack , Birgit Salzmann , Alexandra Rak , Carolin Liepins
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 22.05.2017
ISBN 9783789104053
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

Blicke dem Sturm in die Seele und finde dein Herz! Von der jungen Königstochter Aurora wird erwartet, dass sie ihre besonderen Fähigkeiten nutzt, um ihr Volk vor den zerstörerischen Stürmen zu schützen. Was keiner weiß: Noch hat Aurora diese Fähigkeiten nicht. Um ihr Geheimnis zu wahren, scheint eine arrangierte Heirat der einzige Ausweg. Doch bevor es dazu kommt, flieht sie aus dem Palast und schließt sich einer Gruppe von Sturmjägern an. Während sie eine ganz besondere Verbindung zu Stürmen findet, läuft sie Gefahr, ihr Herz zu verlieren.

(Quelle: http://www.oetinger.de/buecher/jugendbuecher/alle/details/titel/3-7891-0405-1/23449/6246/Agentur/Bastian/Schl%FCck/Stormheart._Die_Rebellin.html)

Die Sturmlinge sind die Einzigen, die den Stürmen Einhalt gebieten und die Bewohner vor Katastrophen bewahren können. Als Nachfolgerin der Königin ruht deshalb die ganze Hoffnung des Volkes auf ihrer Tochter Aurora.

Doch Aurora hat keine Macht über die Stürme. Bis jetzt konnten sie und die Königin das geheim halten, doch es naht die Dunkle Zeit und Aurora müsste endlich ihren Platz einnehmen und die Stürme bekämpfen. Da bleibt nur ein Ausweg: Eine Heirat mit dem mächtigen Cassius aus dem Königreich Lock.

Bevor jedoch die Hochzeit stattfinden kann, muss Aurora erfahren, dass nicht nur sie Geheimnisse hat. Sie flieht aus dem Palast und schließt sich einer Gruppe Sturmjäger an. Bei ihnen will sie alles lernen, was sie braucht, um ihr Volk beschützen zu können.

Doch was sie dann erfährt, wirbelt ihr Leben noch einmal ganz schön durcheinander … .

Meine Meinung:

Der Klappentext hat mich total neugierig gemacht … Stürme die ein eigenes Herz besitzen, das klang nach einer ganz neuen Fantasy-Idee und ich war richtig begeistert davon.

Als ich anfing zu lesen, fand ich mich auch gleich bei Aurora wieder, die sich für ihre Verlobungsfeier zurecht gemacht hat. Viel Zeit ließ uns die Autorin also nicht gerade, um uns mit der Protagonistin anzufreunden. Doch gleichzeitig erfährt man schon einiges über Aurora, ihre Familiengeschichte und die Welt, in der sie lebt. Obwohl die Idee nicht neu ist, dass die Protagonistin anders ist, als es sein sollte und sie keine Kräfte besitzt, gefiel mir Rora doch sofort sehr gut. Sie ist einerseits sehr behütet aufgewachsen und deshalb in manchen Bereichen z.B. der Liebe, doch sehr naiv, andererseits ist sie keineswegs eine schwache Frau, die ständig beschützt werden muss. Aurora will ihr Leben selbst in die Hand nehmen und kämpft für ihr Schicksal. Das fand ich sehr schön.

Doch dieses Buch ist voller interessanter Charaktere. Neben Aurora gibt es da ihren Verlobten Cassius und seine Familie, die ihre ganz eigenen Geheimnisse zu haben scheinen. Anfangs hatte ich wirklich überhaupt keine Ahnung, wie ich ihn einschätze sollte und auch zum Ende des Buches bin ich mir nicht sicher, ob da nicht noch mehr in ihm und hinter seiner Geschichte steckt. Dann ist da noch Nova, Auroras Dienerin und Freundin, die ihr aus einer brenzligen Situation hilft, dafür aber auch einen hohen Preis zahlen muss. Ich mochte sie auf Anhieb und denke, dass auch ihre Geschichte noch nicht ganz erzählt ist. Aber richtig interessant wird es dann nochmal, als die Protagonistin zu den Sturmjägern stoßt. Diese kleine Gruppe scheint voller spannender Individualisten zu sein und jeder bringt sein eigenes Päckchen mit. Diese kleinen Geschichten haben es mir wirklich angetan. Ich war total begeistert davon und hoffe, dass wir in den Folgebände noch viel mehr von den einzelnen Personen erfahren werden.

Neben den interessanten und vielschichtigen Protagonisten ist jedoch auch die Idee mit den Stürmen wirklich mitreißend. Zu Anfang war ich total fasziniert von den Stürmen und der Magie um sie zu bekämpfen. Wie funktioniert das mit den Fähigkeiten und wie mit den Herzen? Wirklich sehr spannend. Doch je tiefer man in die Geschichte eintaucht, desto mehr Informationen bekommt man und desto deutlicher wird, dass noch viel mehr hinter den Ereignissen steckt. Dadurch kommt wirklich Spannung in die Geschichte, die sich jedoch nicht in einem großen Showdown entlädt, sondern weiter vor sich hinschwelt, so dass es danach aussieht, als würde sich die Situation weiter zuspitzen, bis es wohl schließlich im dritten Band dann so richtig hoch hergeht. Ich freu mich jedenfalls schon auf eine weitere Reise mit Aurora und der Sturmjäger-Crew.

Eigentlich hatte ich damit gerechnet, dass „Stormheart“ aus Sicht von Aurora in der Ich-Form erzählt werden würde, doch auch hier hält das Buch etwas Besonderes parat: Dieses Buch wird in der personalen Sicht erzählt und das gleich von mehreren Personen. Das heißt jedoch nicht, dass man nicht trotzdem hautnah die Gefühle und Gedanken der Protagonisten mitbekommt. Obwohl ich anfangs etwas irritiert war, fand ich es nach einiger Zeit richtig toll und konnte es genießen, gleich Einblick in mehrere Perspektiven zu bekommen und trotzdem noch etwas objektiv bleiben zu können.

Fazit:

„Stormheart – Die Rebellin“ hat mich richtig begeistert. Die Idee mit den Stürmen und der Magie hat mich total fasziniert und jeder der Protagonisten hat seine eigene Geschichte und ist damit interessant und vielschichtig. Auch die Erzählperspektive bietet einmal etwas Besonderes und ist nicht, wie die meisten Bücher in Ich-Form aus Sicht der Protagonistin geschrieben.

Dieses Buch darf bei keinem Fantasyfan im Regal fehlen.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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44 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 28 Rezensionen

julia zieschang, blog love, chaos, liebe, ordnungszwang

Blog Love - Liebe lässt sich nicht sortieren

Julia Zieschang
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 06.04.2017
ISBN 9783646603347
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

Vanny Mandel liebt Cupcakes und Sauberkeit. Als Foodbloggerin und Ordnungsfanatikerin ist sie nicht nur ständig mit der Kamera, sondern auch mit dem Staubwedel unterwegs. Das Chaos ist also vorprogrammiert, als Vanny gemeinsam mit zwei disziplinlosen Jungs in eine WG zieht, die mit ihrer lässigen und ungestümen Lebensweise dauerhaft gegen all ihre Prinzipien verstoßen. Vor allem ihr äußerst spontaner und gutaussehender Mitbewohner Lukas bringt Vanny mehr und mehr aus dem Konzept. Durch ihn beginnt die sonst so tadellose und geordnete Bloggerin, völlig zu vergessen, was ihre gesamte Welt eigentlich zusammenhält...

 

 

Vanessa Mandel, genannt Vanny, hat nicht nur einen Namen, der mit Essen zu tun hat, sondern führt außerdem mit viel Leidenschaft einen Foodblog. Doch sie liebt nicht nur gutes Essen und Süßes, sondern auch Ordnung und Sauberkeit.

Trotzdem entschließt sie sich dazu, zu zwei disziplinlosen Jungs in eine WG zu ziehen. Was als Abenteuer beginnt, kann nur im Chaos enden: Denn die Jungs nehmen es weder mit der Sauberkeit sehr genau, noch interessieren sie sich für Vannys Putzplan. 

Doch nicht nur das bringt die junge Studentin total aus dem Konzept, sondern auch Lukas, ihr Mitbewohner mit den waldgrünen Augen. Er zwingt Vanny zu Spontanität und bringt ihre sonst so geordnete Welt gehörig durcheinander.

Meine Meinung:

Ein Buch über eine Foodbloggerin mit Odnungsfimmel? Das klang zu witzig, um es nicht zu lesen und da ich in letzter Zeit etwas Stress hatte und so richtig etwas zum Entspannen suchte, griff ich gerne zu Julia Zieschangs neuem Buch.

Anfangs begleitet man Vanny bei ihrem Umzug in die WG und erlebt live ihren Sauberkeitswahn mit. Ich muss sagen, ich mag es auch ordentlich, aber das war sogar mir zu viel. Die Gewürze alphabetisch sortieren? Das ist ja fast schon zwanghaft, aber irgendwie sorgt es in dieser Geschichte auch ordentlich für Humor, da die junge Studentin damit die Männer-WG ganz schön aufwirbelt. Ja, so ein wenig Ordnung schadet einem Männerhaushalt sicher nicht J Und Vanny zieht auch sonst jedes Fettnäpfchen an, so dass es wirklich viele witzige Szenen gab, die mich ordentlich zum Lachen brachten.

Richtig verliebt habe ich mich jedoch in Vannys Foodblog und ihre Leidenschaft dafür. Als Bloggerin weiß ich ja selbst, wieviel Herzblut man da hineinstecken kann und finde, die Autorin hat das sehr liebevoll und authentisch wiedergegeben. Auch die Arbeit, die hinter so einem Blog steht, wird in ihrem Buch deutlich, wofür ich ihr ganz herzlich danken möchte, denn nur wenige Leute, die selber nicht bloggen, wissen diese Arbeit und das Engagement wirklich zu schätzen. Schwierig waren für mich jedoch die Beschreibungen von Vannys Koch- und Backkreationen, die jedes Mal eine Heißhungerattacke bei mir auslösten. Julia Zieschang hat die Rezepte so bildgewaltig und lecker geschildert, dass man ihre Leidenschaft fürs Kochen in jeder Zeile rauslesen konnte. Für mich, die ich mich selber gerne auf Foodblogs rumtreibe und gerne koche und experimentiere eine richtig gelungene Rahmenhandlung. Sie nimmt auch genau so viel Raum ein, dass es ein authentisches Hobby für eine Protagonistin ist, aber doch nicht zu überladen wirkt.

Doch neben Vanny, mit all ihren Hobbies und Macken gibt die Autorin auch der Liebesgeschichte noch genug Platz. Diese gefiel mir auch ausgesprochen gut, da sie einmal von dem typischen Badboy trifft hässliches Entlein Klischee abweicht. Lukas bringt zwar anfangs in der Protagonistin die schlimmsten Seiten zum Vorschein, doch er ist ein netter Kerl und obwohl sich die beiden erst ein wenig zusammenraufen müssen, merkt man doch sofort, dass sie sich mögen. Ich fand es richtig schön, wie sich die Gefühle nach und nach steigern und man merkt, wie Vanny sich immer mehr verliebt. Auch hier beweist die Autorin richtig Fingerspitzengefühl für das richtige Maß.

Fazit:

„Blog Love – Liebe lässt sich nicht sortieren“ ist wirklich ein tolles Buch. Vanny ist eine ganz ungewöhnliche Protagonistin, die mich mit ihrer tollpatschigen Art ordentlich zum Lachen gebracht hat. Doch auch ihre Leidenschaft für ihren Foodblog hat mich richtig begeistert und mir so manche Heißhungerattacke beschert. Zusätzlich bekommt man noch eine ganz süße und authentische Liebesgeschichte, die mich ins Schwärmen gebracht hat.

Bei diesem Buch stimmt wirklich alles und ich habe die Zeit mit Vanny und all ihren Macken wirklich sehr genossen.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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329 Bibliotheken, 10 Leser, 1 Gruppe, 36 Rezensionen

verlag fischer, romantasy, jugendroman, roma, venedig

Pearl - Liebe macht sterblich

Julie Heiland
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 24.05.2017
ISBN 9783841440174
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt:

„Pearl ist eine Suchende. Ihre Sehnsucht nach Liebe ist so groß, dass sie selbst im Tod keine Ruhe gefunden hat und zur Unsterblichkeit verdammt ist. Sie hat nur eine Möglichkeit, erlöst zu werden: sie muss die wahre, aufrichtige Liebe erfahren. Aber der, den sie endlich lieben kann, stellt sich als ihr größter Feind heraus. Wird er ihre Gefühle erwidern und sie befreien oder wird er ihr Schicksal auf ewig besiegeln?“

(Quelle: http://www.fischerverlage.de/buch/pearl_liebe_macht_sterblich/9783841440174)

Menschen, die gestorben sind, ohne jemals Liebe erfahren zu haben, werden zu Suchenden . Ewig dazu verdammt, nach der großen Liebe zu suchen und nur erlöst zu werden, wenn diese gefunden und erwidert wird.

Pearl geht es schon seit über einhundert Jahren so und Erlösung scheint nicht in Sicht zu sein. Doch sie will auch nicht zu einem Monster werden, das anderen ihrer Liebe beraubt. Genau das passiert aber, wenn sie jemanden küsst, den sie nicht wirklich liebt oder der sie nicht wirklich liebt.

Deshalb gibt es die Jäger. Sie waren selbst einst Suchende und wissen um die Sehnsucht, die sich immer tiefer in einen hineinfrisst. Deswegen jagen und beseitigen sie die Suchenden.

Genau so einer kreuzt Pearls Weg und geht ihr bald nicht mehr aus dem Kopf. Doch kann sie sich wirklich in ihren Feind verlieben und erwidert er ihre Gefühle oder sieht ihre Erlösung am Ende ganz anders aus?

Meine Meinung:

Die Idee dieses Buches gefiel mir auf Anhieb total gut. Endlich mal etwas Neues im Bereich Fantasy. Die Sache mit den Suchenden ist eigentlich ganz simpel, aber doch irgendwie auch düster und traurig. Menschen, die in ihrem ganzen Leben nie Liebe erfahren haben, werden nach ihrem Tod zu Suchenden. Die Geschichten von Pearl und ihren Freunden Damien und Alexa sind wirklich traurig. Doch wenn man darüber nachdenkt, ist das vielleicht gar nicht so weit hergeholt. Sicher gibt es überall solche Menschen, die es so schwer im Leben haben. Und anstatt nach dem Tod endlich erlöst zu werden, sind sie in diesem Buch dazu verdammt, nach wahrer Liebe zu suchen. Wie grausam. Aber genau das ist es, was einen beim Lesen dieses Buches nachdenklich macht. Kann ich das Leben von anderen schöner machen? Sag ich meinen Lieben oft genug, wieviel sie mir bedeuten und gibt es die wahre Liebe wirklich? Eigentlich hätte ich mir von einem Jugendbuch weniger solch tiefgründiger Fragen erwartet, deswegen war ich sehr überrascht, aber im positiven Sinne.

Doch trotz dieser neuen Idee und der damit verbundenen traurig-düsteren Atmosphäre, die mich total überzeugt hat, wartet das Buch wieder mit der üblichen Romeo-und-Julia-Story auf. Eine Liebe zwischen verfeindeten Lagern, die nicht sein darf. Das fand ich doch etwas schade. Die Autorin hätte mich weitaus mehr begeistern können, wenn sie sich auch hier etwas anderes ausgedacht hätte.

Trotzdem sind die beiden Protagonisten wirklich ein schönes Paar und Julie Heiland gelingt es sehr gut, die Gefühle authentisch darzustellen. Dabei mochte ich es besonders, dass Pearl nicht sofort in Liebe entbrennt, aber der männliche Charakter ihr trotzdem immer im Kopf herumspukt. Nach und nach nimmt er immer mehr Raum in ihrem Denken ein und das Kribbeln im Bauch wird bei jeder Begegnung stärker. Doch aufgrund ihrer Geschichte ist sie eher zurückhaltend und vorsichtig, was absolut stimmig ist. Das hat mich dann auch wieder etwas versöhnt, so dass ich die übliche Romeo-und-Julia-Story doch noch genießen konnte.

Die Feindschaft zwischen den Suchenden und den Jägern hatte auch ordentlich Potenzial, um Spannung in die Geschichte zu bringen. Hier hätte die Autorin meiner Meinung nach noch mehr herausholen können. Zwar schwebt die Gefahr ständig über Pearl und ihren Freunden, dennoch hätte ich mir mehr Gänsehautfeeling, vor allem beim Showdown gewünscht. Dieser überzeugt auch eher mit ruhigen Tönen und einer Überraschung, die mehr zu Tränen rührt, als die Nerven zum Zerreißen zu spannen.

Neben der Geschichte darf man jedoch auch das wundervolle Setting nicht vergessen. Die Autorin beschreibt Venedig in so bunten Farben, dass man sich wünscht, selbst dort zu sein und all die Orte besuchen zu können.

Fazit:

Insgesamt fand ich, dass „Pearl – Liebe macht sterblich“ eher mit ruhigen Tönen überzeugt. Die Idee mit den Suchenden bringt den Leser zum Nachdenken und erzeugt eine traurig-düstere Stimmung, die mich wirklich mitgerissen hat. Leider hat die Autorin in meinen Augen durch die übliche Romeo-und-Julia-Story etwas von dem Potenzial ihrer Geschichte verschenkt, was sie jedoch mit einer authentischen Darstellung der Lovestory wieder gut macht. Der Showdown konnte mich schließlich weniger mit Spannung, dafür mehr mit einer traurig-rührenden Überraschung überzeugen.

Von mir bekommt das Buch 4 Punkte von 5.

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51 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

liebe, rockstar, musik, ink rebels, blog

Keep on Dreaming

Kira Minttu
E-Buch Text: 215 Seiten
Erschienen bei Kira Minttu, 01.12.2016
ISBN B01M28Z91Y
Genre: Liebesromane

Rezension:

Inhalt:

„Eigentlich wollte Katinka mit Keep on Dreaming nur ein Interview für ihren Musikblog machen. Aber dann bringt dieser verfluchte Kuss, der keiner war, alles durcheinander. Und James McMillan, der sexy Frontman der Band, kann ziemlich überzeugend sein.
Wenn Katinka nur ebenso gut wüsste, was sie will …“

(Quelle: https://www.ink-rebels.de/index.php/keep-on-dreaming/)

Katinka und ihre Freunde führen den Musikblog „Listen up“. Dafür werden sie schon mal Backstage zu den angesagtesten Konzerten eingeladen.

Als Katinka mal wieder von einem Musiker bei einem Interview dumm angemacht wird, hat sie die Nase voll. Ihr bester Freund Jako soll in Zukunft nicht nur als Fotograf mitkommen, sondern auch ihren Freund spielen.

Seltsam nur, dass er sie dabei einmal fast küsst, was sie total durcheinander bringt. Seltsam, dass ihr das plötzlich gar nicht mehr recht ist, als sie „Keep on Dreaming“ interviewt und der Frontman James McMillan sich plötzlich für sie zu interessieren scheint. Und noch seltsamer ist, dass Katinka irgendwann einfach gar nicht mehr weiß, was sie wirklich will … .

Meine Meinung:

Das Buch beginnt total witzig, indem Katinka ihrer besten Freundin Juli von einem etwas missglückten Interview erzählt. Damit hatte mich die Autorin Kira Minttu auf jeden Fall schon mal abgeholt. Ihr Schreibstil ist locker, leicht und passt super zu ihren jugendlichen Protagonisten.

Außerdem fand ich die Rahmenhandlung mit dem Musikblog wirklich klasse. Zwar bin ich jetzt kein so Musikjunkie, aber ich weiß, wieviel Liebe und Leidenschaft man in einen Blog stecken kann und war deshalb total begeistert vom Hobby der Protagonistin.

Katinka ist auch wirklich eine typische Jugendliche. Sie verbringt gerne Zeit mit ihren Freunden, dafür weniger gern mit ihren Eltern. Sie schwärmt für Bands und ihre Mitglieder und verguckt sich auch ein bisschen in einen davon. Soweit kennt das doch sicher jedes Mädchen. Dass sich aber der Sänger auch noch für die Jugendliche interessiert, das scheint dann eher wie ein wahrgewordener Traum zu sein. Doch genau damit spielt die Autorin Kira Minttu. Was passiert, wenn man plötzlich die Handynummer eines angesagten Musikers hat und dieser einen zu einem Konzert einladet? Geht man hin? Und was passiert, wenn man die Einladung annimmt? Erwartet er dann eine Gegenleistung? Kann eine Liebesgeschichte zwischen einem Star und einem normalen Mädchen funktionieren? Das sind alles Fragen, die sich sicher Mädchen in dem Alter stellen und die in „Keep on dreaming“ im Rahmen der Geschichte aufgegriffen werden. Ich finde, es ist  der Autorin wirklich sehr gut gelungen, hier auch ein paar versteckte Botschaften zu vermitteln: Z.B. dass man vorsichtig sein sollte mit Leuten, die man nicht wirklich kennt. Das macht sie jedoch so subtil, dass es nicht belehrend oder übertrieben wirkt, aber doch irgendwo im Hinterkopf des Lesers bleibt. Also genau die richtige Mischung für ein Jugendbuch.

Natürlich geht es in dieser Geschichte auch um die erste große Liebe und das damit verbundene Kribbeln im Bauch. Auch hier zeigt Kira Minttu ein tolles Fingerspitzengefühl. Die Gefühle entwickeln sich langsam und schleichend und die Protagonistin ist anfangs etwas überfordert, weil sie gar nicht weiß, was sie mit all diesen verwirrenden Gedanken anfangen soll und wohin mit den ganzen Emotionen. Die erste große Liebe ist ja doch etwas Besonderes für jedes Mädchen, so auch für Katinka und trotzdem kommt die Autorin ganz ohne Kitsch und Schmalz aus, was mir wirklich gut gefiel. Ich hab richtig mit der Protagonistin mitgefiebert und war sehr gespannt, wie sie sich am Ende entscheiden würde.

Fazit:

„Keep on Dreaming“ ist ein wirklich tolles Buch für junge (und junggebliebene) Leser. Es geht um die erste große Liebe, Schwärmereien für Bands und ihre Sänger und um das Hobby bloggen. Ich war total begeistert, mit wieviel Fingerspitzengefühl die Autorin Kira Minttu einige für Jugendliche wichtige Fragen aufgreift und ohne belehrend zu wirken in ihre Geschichte einarbeitet. Auch die Gefühle sind sehr authentisch beschrieben und ließen mich richtig mit Katinka mitfiebern.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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67 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 26 Rezensionen

drachenmond, water love, dystopie, drachenmond verlag, romance

Water Love

Marion Hübinger
Flexibler Einband: 312 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 27.02.2017
ISBN 9783959912587
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt:

„Der neunzehnjährige Bela erwartet nicht mehr viel vom Leben. Nicht, nachdem seine Eltern vor drei Jahren bei einem Flugzeugunglück umgekommen und sein Großvater Laszlo, ein berühmter Maler, aus Ungarn zu ihm gezogen war. Erst recht nicht in einer Zeit, in der jeder die drastischen Bedrohungen des Klimawandels nervös verfolgt und sich fragt, wie er überleben wird.

Wer zu den Waters gehört, wird das Glück haben gerettet zu werden. Seit Bela zurückdenken kann, regieren die Waters das Land. Doch Bela ist ein Landers, einer, der dazu verdammt ist, an Land zu bleiben, sollte es zur Katastrophe kommen. Warum muss ausgerechnet er sich in eine Waters verlieben? Warum muss genau in dem Moment die Smogwelle über Kiel Alarmstufe ROT auslösen und ihn und Sintje viel zu schnell wieder trennen? Als Bela im Bunker festsitzt, fragt er sich jeden Tag, ob es eine Hoffnung für ihre Liebe geben wird … .“
(Quelle: https://www.drachenmond.de/titel/water-love/)

 

Seit sich die Auswirkungen des Klimawandels drastisch verschlechtert haben, wurden die Menschen in Deutschland in zwei Kategorien eingeteilt: Die Landers und die Waters.

Während die Waters im Ernstfall ein neues Leben auf einem Schiff unter Wasser beginnen werden, sollen die Landers in Bunkern an Land ausharren und darauf warten, dass die Smogwelle wieder verschwindet.

Bela ist ein Landers, deshalb macht er sich auch keine großen Hoffnungen für seine Zukunft. Das ändert sich jedoch schlagartig, als er Sintje, eine Waters kennenlernt und sich in sie verliebt. Plötzlich gibt es für ihn einen Grund zu überleben. Doch bevor die beiden Pläne schmieden können, wird die  Alarmstufe Rot ausgelöst und die beiden werden getrennt.

Bela macht sich große Sorgen. Er muss Sinjte finden, koste es was es wolle, selbst sein Leben … .

 

Meine Meinung:

Eine Dystopie aus der Feder von Marion Hübinger? Die musste ich unbedingt lesen.

Im Prolog befinden wir uns gemeinsam mit Bela und seinem Freund Fabio bereits im Bunker und Bela ist krank vor Sorge, weil er Sintje nicht finden kann. Das machte mich mehr als neugierig darauf, ob es für beide eine Zukunft geben würde.

Danach springt man ein paar Monate zurück und erlebt, wie Bela Sintje kennenlernt. Diese Szenen waren für mich etwas ganz Besonderes, da dies in einer Fördereinrichtung für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen passiert. Da ich selbst in diesem Bereich gearbeitet habe, war ich sehr gespannt, wie Marion Hübinger dies umsetzen würde und ich war richtig begeistert. Sehr einfühlsam, aber trotzdem authentisch beschreibt die Autorin die Menschen und ihre besonderen Bedürfnisse. Auch den Umgang mit diesen in der Fördereinrichtung und die Vorurteile, die außerhalb herrschen bringt die Autorin sehr wahrheitsgetreu in ihrer Geschichte unter. Es hat mir wirklich große Freude bereitet, diese Szenen zu lesen und ich war auch sofort begeistert von Sintje, deren Herz an „ihren“ Kindern hängt. Genauso habe ich auch empfunden und konnte die Protagonistin deshalb zu 100 % verstehen.

Sintje ist überhaupt ein toller Charakter. Allein ihr Aussehen mit Dreadlocks war für mich so ungewöhnlich und wollte nicht in mein Bild von den privilegierten Waters passen. Sie versteht nicht, wieso Menschen, die jede Menge Geld haben, mehr wert sein sollen, als z.B. Kinder mit Behinderung. Deshalb weigert sie sich auch, sich sofort auf das Schiff zu begeben, sobald die Situation sich zuspitzt, obwohl sie bereits ein Ticket dafür hat. Sie möchte viel lieber bei „ihren“ Kindern bleiben und diesen beistehen. Wirklich sehr sympathisch, dass sie sich nicht auf ihren Privilegien ausruht.

Bela hatte es in seinem Leben noch nie wirklich leicht. Seit er seine Eltern verloren hat, lebt er mit seinem Großvater zusammen und beide gehören zu den Landers, womit ihr Schicksal quasi besiegelt ist. Doch er beginnt erst wirklich gegen dieses Schicksal zu rebellieren, als er Sintje kennenlernt, die ihm die Ungerechtigkeiten der Aufteilung erst so richtig vor Augen führt. Trotzdem mochte ich auch ihn sofort sehr gerne.
Sintje und Bela sind wirklich ein tolles Paar, das zwar teilweise sehr gegensätzlich ist, sich dann aber doch wieder super ergänzt. Hach, es passt einfach wunderbar und ich fieberte jede Minute mit ihnen mit.

Anfangs war ich richtig kribbelig, weil ich mehr über die Waters und Landers erfahren wollte. Wie kam es zu der Einteilung, wie wird man ein Waters und überlebt und was passiert mit dem Rest der Bevölkerung? Doch all diese Informationen hat die Autorin erst nach und nach in ihre Geschichte eingewebt, so dass man zu Beginn nicht von den ganzen Informationen total erschlagen wird. Stück für Stück bringt sie ihren Lesern ihre Welt nahe und verleitet sie dazu, sich selbst Gedanken über dieses System zu machen.

Sehr überrascht war ich, als die Geschichte plötzlich nicht mehr nur aus Belas, sondern auch aus Sintjes und aus Sicht anderer Charaktere erzählt wurde. Das fand ich richtig klasse, da ich das Leben auf Watership5 sehr spannend fand und Sintje gerne begleitet habe. Ein bisschen erinnerte mich das Ganze an den Film „2012“, so zumindest habe ich mir diese gigantischen U-Boote, die ein Leben unter Wasser ermöglichen, vorgestellt. Es ist wirklich sehr interessant zu lesen, wie dieses System funktioniert und was Menschen alles mitmachen, nur um „sicher“ zu sein. Wirklich erschreckend, was man alles akzeptiert, wie weggeschaut wird, wie Leute sich nur noch um sich selbst kümmern … erschreckend, aber absolut realistisch und genau das macht die Gänsehautstimmung in diesem Buch aus. Mir lief es jedenfalls mehrere Male eiskalt den Buckel hinunter.

Eigentlich dachte ich ja, dies wäre ein Einzelband, doch je weiter ich in der Geschichte kam, desto eher wurde mir klar, dass der Stoff viel zu vielschichtig ist, um so schnell erzählt zu sein. Nach einem grandiosen und spannenden Showdown gönnt die Autorin ihren Lesern zwar erst einmal Ruhe, doch das ist nur die Ruhe vor dem Sturm, denn die Story rund um die Waters und die Landers ist noch lange nicht zu Ende erzählt. Ich freue mich jedenfalls sehr darauf, zu erfahren ob Bela und Sintje die Geschichte und ihr Schicksal am Schluss noch umschreiben können.

Fazit:

Mit „Water Love“ hat die Autorin Marion Hübinger wirklich eine faszinierende und doch auch erschreckende Dystopie geschaffen. Die Protagonisten sind wirklich einzigartig und vor allem Sintje, die „ihre“ Kinder aus der Fördereinrichtung so sehr ins Herz schließt war mir total sympathisch. Doch am meisten hat mich das Leben auf dem Unterwasserboot fasziniert. Es ist wirklich gruselig, was dort passiert, doch lest selbst, es lohnt sich auf jeden Fall.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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1.094 Bibliotheken, 38 Leser, 2 Gruppen, 128 Rezensionen

cassandra clare, schattenjäger, liebe, lady midnight, fantasy

Lady Midnight

Cassandra Clare , Franca Fritz , Heinrich Koop
Fester Einband: 880 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 17.05.2016
ISBN 9783442314225
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

Niemals wird sie den Tag vergessen, an dem ihre Eltern starben. Die 17-jährige Emma Carstairs war noch ein Kind, als sie damals ermordet wurden, und es herrschte Krieg. Die Wesen der Unterwelt kämpften bis aufs Blut gegeneinander, und die Schattenjäger, die Erzfeinde der Dämonen, wurden fast völlig ausgelöscht. Aber Emma glaubt bis heute nicht, dass ihre Eltern Opfer dieses dunklen Krieges wurden, sondern dass sie aus einem anderen rätselhaften Grund sterben mussten. Inzwischen sind fünf Jahre vergangen, und Emma hat Zuflucht im Institut der Schattenjäger in Los Angeles gefunden. Eine mysteriöse Mordserie sorgt für große Unruhe in der Unterwelt. Immer wieder werden Leichen gefunden, übersät mit alten Schriftzeichen, ähnliche Zeichen wie sie auch auf den Körpern von Emmas Eltern entdeckt worden waren. Emma muss dieser Spur nachgehen, selbst wenn sie dafür ihren engsten Vertrauten und Seelenverwandten Julian Blackthorn in große Gefahr bringt …

Die siebzehnjährige Emma ist eine Schattenjägerin und wohnt seit dem Tod ihrer Eltern im Institut für Schattenjäger. Trotz aller Gerüchte glaubt Emma nie daran, dass ihre Eltern im Krieg gegen die Wesen der Unterwelt ums Leben gekommen sind.

Dieser Verdacht erhärtet sich, als immer mehr Leichen mit mysteriösen Zeichen auftauchen. Zeichen, wie sie auch Emmas Eltern hatten. Schnell ist klar, dass es sich um einen gemeinsamen Mördern handeln muss.

Natürlich will die junge Schattenjägerin diese Spur sofort aufnehmen. Hilfe bekommt sie dabei von ihrem Kollegen und Seelenverwandten Julian. Doch während sie den Hinweisen folgen, wird ihnen klar, dass sie längst mehr sind, als nur Gefährten. Das wäre kein Problem, wär nicht eine Beziehung zwischen Schattenjägern verboten … aus gutem Grund, wie die beiden bald erfahren müssen … .

Meine Meinung:

Ich muss gestehen, ich hatte bis dato noch kein Buch von Cassandra Clare gelesen und hatte auch nie so wirklich den Drang verspürt. Lady Midnight klang jedoch so spannend und jeder schwärmte immer so von den Chroniken der Unterwelt, dass ich es einfach versuchen musste. Da es hieß, man könne „Lady Midnight“ unabhängig von den anderen Reihen lesen, stürzte ich mich gleich einmal in dieses Abenteuer.

Leider muss ich sagen, dass mir der Einstieg mehr als schwer fiel. Ich war, vielleicht aufgrund der fehlenden Vorkenntnisse, total überfordert mit der Welt, den Charakteren und Gesetzen der Schattenjäger. Es waren viel zu viele Informationen auf einmal, die ich einfach nicht sortiert bekam. Zusätzlich hat mir der Schreibstil von Cassandra Clare das Lesen schwer gemacht. Es gibt sehr viele und sehr detailreiche Erklärungen. Sie beschreibt Klamotten und Gerüche sehr genau und ich hätte mir gewünscht, dass sie sich weniger mit diesen, in meinen Augen unwichtigen Details, aufhalten und eher zum Wichtigen kommen würde. Ich hatte das Gefühl, ich würde ewig lesen und doch nie wirklich etwas erfahren. Deshalb brauchte ich auch sehr lange, bis ich mich in die Story einfinden konnte.

Die Charaktere gefielen mir sehr gut. Emma ist eine starke Heldin, der keine besondere Gabe geschenkt wurde, sondern die es mit harter Arbeit und Training sehr weit gebracht hat. Das war einmal erfrischend anders und zusätzlich mochte ich ihre sarkastische Ader und ihre flotten Sprüche. Sie könnte eine wirklich außergewöhnliche Heldin sein, wenn sie manchmal nicht total kopflos handeln würde, was ich oft nicht nachvollziehen konnte. Ihren Gegenpart Julian mochte ich sofort. Er hat nach dem Tod seiner Eltern die Verantwortung für seine Geschwister übernommen. Eine bunte Schar von Individualisten, die vielschichtig und interessant sind. Trotzdem hätte ich mir manchmal gewünscht, es wären ein paar weniger Personen, die man im Kopf  behalten und sortieren müsste. Ich denke, dann hätte ich mich auch mit dem Buch leichter getan und nicht alle Charaktere sind wirklich wichtig für den Fortgang der Geschichte.

Ich muss gestehen, ich hatte mir bei diesem Buch sehr viel Action und Spannung erwartet, da es ja um die Suche eines Mörders gehen sollte. Leider kam bei mir jedoch immer wieder das Gefühl auf, die Emotionen der Protagonisten und ihre Lovestory würden den Vordergrund einnehmen und teilweise kam es mir sogar so vor, als würde die Geschichte auf der Stelle treten und überhaupt nicht weitergehen. Es gab viele Längen, die es mir zusätzlich zu den vielen Informationen schwer machten, bei diesem Buch am Ball zu bleiben und darin zu versinken.

Im letzten Drittel nimmt die Geschichte zwar dann ordentlich an Fahrt auf und der Showdown und der Cliffhanger am Ende lassen auf einen tollen zweiten Band schließen, ich werde jedoch nicht weiterlesen, da ich mit der Welt von „Lady Midnight“ und Cassandra Clares Schreibstil leider nicht warm wurde.

Fazit:

Obwohl es überall heißt, man könne „Lady Midnight“ unabhängig von den übrigen Büchern von Cassandra Clare lesen, empfehle ich das niemandem. Ich hatte große Probleme in die Geschichte zu finden, all die Informationen und Charaktere zu sortieren und fand mich bis zum Schluss nicht wirklich in dieser Welt zurecht. Der detailreiche Schreibstil der Autorin hat mir den Lesefluss zusätzlich erschwert und obwohl am Ende doch noch die von mir gewünschte Spannung auftrat und ich die Protagonisten mochte, konnte mich das Buch nicht wirklich überzeugen.

Von mir bekommt das Buch 2,5 Punkte von 5.

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22 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

liebesdrama, thronfolger, adlige familie, liebe, liebesgeschichte

Royal Me - The Birthday

Tina Köpke
E-Buch Text: 98 Seiten
Erschienen bei neobooks, 28.02.2017
ISBN 9783742795670
Genre: Liebesromane

Rezension:

Inhalt:

Eine Liebe, die nicht sein darf. Ein chaotischer Geburtstag. Freundschaften auf der Probe.
Gerade erst haben die Erben die Geschehnisse des Maskenballs verdaut, da steht bereits das nächste große Ereignis an. Während die einen sich fragen, wer sie sein wollen, sind andere gezwungen, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen und für ihr Glück zu kämpfen. Doch nicht für jeden nimmt die Party ein gutes Ende – es werden mehr als nur Herzen gebrochen.

Quelle: http://tinakoepke.de/index.php/die-werke/royal-me/royal-me-the-birthday/

Die Geschehnisse des Maskenballs sind gerade erst verarbeitet, da steht das nächste Ereignis an: Eine Geburtstagsfeier. Diese soll die Erben ein bisschen davon ablenken, dass sie sich noch immer in Callahan Castle verstecken müssen.

Doch wo Männer und Frauen auf engstem Raum eingesperrt sind, ist das Chaos vorprogrammiert: Dabei sind verbotene Gefühle, Freundschaften auf Probe und Verrat nur die kleinsten Probleme … .

Meine Meinung:

Nach dem tollen Auftakt dieses Serials freute ich mich schon sehr auf die zweite Episode und stürzte mich sofort wieder in das Vergnügen.

Natürlich gab es ein Wiedersehen mit  all den interessanten Charakteren und erfährt wieder etwas mehr über die einzelnen Personen. Dadurch taucht man dieses Mal auch tiefer in die Gefühlswelt der einzelnen Protagonisten ein. Der Autorin Tina Köpke gelingt es sehr gut, diese authentisch darzustellen und da es so viele vielfältige Charaktere gibt, findet sicher jeder Leser eine Person, mit der er mitfiebern kann. Das verstärkt sich natürlich dadurch, dass es so viele Perspektivwechsel gibt und man so hautnah die Gefühle der Einzelnen mitbekommt. Ich liebe diese verschiedenen Sichtweisen.

Leider erfährt man in dieser Episode nichts Neues über die Terroristen, so dass mir ehrlich gesagt ein wenig die Spannung gefehlt hat. In dieser Folge liegt das Hauptaugenmerk ganz klar auf der Einwicklung der verschiedenen Beziehungen und auf den Gefühlen der Protagonisten.

Der Schreibstil ist auch dabei wieder locker-leicht und flüssig, so dass man die wenigen Seiten schnell durchgelesen hat.

Fazit:

In dieser Episode von „Royal me“ liegt das Hauptaugenmerk ganz klar auf der Entwicklung der verschiedenen Beziehungen und auf den Gefühlen der Protagonisten. Diese bekommt man durch die häufigen Perspektivwechsel wieder hautnah mit und kann so mit ihnen mitfühlen. Ich finde dieses Serial wirklich super und freue mich auf die nächste Episode, die dann hoffentlich neben all den Gefühlen auch wieder etwas mehr Spannung zu bieten hat.

Von mir bekommt das Buch 4 Punkte von 5.

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22 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

5 sterne

The Burning Sky

Sherry Thomas , Sarah Adler , Marlena Anders
Flexibler Einband: 376 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 28.02.2017
ISBN 9783959912013
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt:

Alles begann mit einem ruinierten Elixier und einem Blitzschlag.

Iolanthe Seabourne ist die größte Elementarmagierin ihrer Generation – so jedenfalls wurde es ihr gesagt. Als solche ist es ihre Pflicht und Bestimmung, den Bane, den mächtigsten Tyrannen und Magier, den die Welt je gesehen hat, zu besiegen und damit das Reich vor dem Untergang zu bewahren. Diese Aufgabe käme selbst für den erfahrensten Magier einem Selbstmord gleich … ganz zu schweigen von einer widerwilligen Sechzehnjährigen ohne Ausbildung. Geleitet von den Visionen seiner Mutter und dem Wunsch nach Rache, schwört sich Prinz Titus, Iolanthe zu beschützen und auf den Kampf gegen den Bane vorzubereiten.
Doch er begeht einen furchtbaren Fehler: Er verliebt sich in das Mädchen, das lediglich ein Mittel zum Zweck hätte sein sollen.
Während die Schergen des Tyrannen immer näher rücken, muss Titus sich entscheiden.
Für seine Mission oder Iolanthes Leben …

Iolanthe Seabourne wollte nur mit Hilfe eines Blitzes ein misslungenes Lichtelixier wiederherstellen, doch wird ihre Welt auf den Kopf gestellt. Die Inquisitorin und Handlangerin des mächtigen Tyrannen Bane heftet sich an ihre Fersen und möchte sie zu ihrem Herren bringen. In letzter Sekunde wird sie jedoch von Prinz Titus gerettet, der sie fortan als Junge verkleidet versteckt.

Dieser erzählt ihr, dass seine Mutter in einer Vision kurz vor ihrem Tod gesehen hat, wie sie gemeinsam gegen die Tyrannei von Bane kämpfen. Iolanthe ist wenig begeistert von dieser Aussicht. Zwar scheint sie die größte Elementarmagierin ihrer Generation zu sein, doch hängt sie an ihrem Leben. Titus lässt ihr aber keine Wahl, schließlich scheint es ihr Schicksal zu sein.

Was jedoch niemand vorausgesagt hat: Titus verliebt sich in Iolanthe und hat bald schon Bedenken, sie einer solchen Gefahr auszusetzen … .

Meine Meinung:

Zu Beginn des Buches war ich wirklich überrascht, da es in einer gänzlich magischen Welt spielt. Es gibt so viele Kleinigkeiten zu entdecken, Charaktere und die Welt kennenzulernen, dass ich vollkommen gefangen genommen wurde von den ganzen Ereignissen und mich richtig in die Welt von „The Burning Sky“ hineinziehen ließ. Dank der vielen schönen und genauen Beschreibungen konnte ich mir alles bildlich vorstellen und fühlte mich bald wie in einen Fantasyfilm hineinversetzt.

Doch viel Zeit bleibt einem nicht Iolanthe und alle anderen kennenzulernen, denn gleich zu Beginn beschwört sie den Blitz herauf und setzt damit eine Kettenreaktion in Gang, die auch sofort alles auf den Kopf stellt.

Iolanthe gefiel mir auf Anhieb total gut. Sie hat das Herz auf dem rechten Fleck und versucht einfach nur für sich und ihren Vormund das Beste zu bekommen, ansonsten hält sie sich eher im Hintergrund. Von ihrer besonderen Begabung ahnt sie nix, sie denkt aber auch gar nicht daran, für andere ihr Leben aufs Spiel zu setzen. Das fand ich richtig klasse. Endlich eine Heldin, die nicht sofort den Kampf gegen das Böse aufnehmen will.

Neben Iolanthe ist Titus ein wirklich ungewöhnlicher und interessanter Charakter. Nachdem er Iolanthe rettet, versucht man genau wie die Protagonistin selbst, ihn als Helden zu sehen. Das wäre jedoch zu leicht, denn in Titus steckt so viel mehr. Ich lernte ihn zu lieben, zu hassen, ihn zu bemitleiden und zu verteufeln. Er ist definitiv mein Lieblingscharakter in diesem Buch, da er so schön vielschichtig und auch etwas undurchsichtig ist.

In „The Burning Sky“ gibt es aber auch noch jede Menge sehr spannende Nebendarsteller. Ich habe schon öfter jetzt gehört, dass es fast zu viele sind, so dass es schwer fällt, den Überblick zu behalten, doch ich finde, dass jeder Charakter einzigartig ist und so hatte ich keine Probleme damit, sie im Kopf zu behalten und richtig zuzuordnen. Sehr spannend fand ich, dass der böse Gegenpart Bane erst sehr spät wirklich im Buch erscheint und man vorher eigentlich nur Geschichten über ihn hört und seine gruseligen Handlanger kennenlernt. Das lässt für die Fortsetzung auf jeden Fall noch reichlich Luft nach oben.

Manch einem Leser könnte es auch zu lange dauern, bis wirklich etwas passiert, denn nach der anfänglichen Spannung, wird es doch erst einmal wieder ruhiger. Doch ich liebte die Welt und die Magie darin viel zu sehr, so dass es mir einfach nur Spaß machte, mich dort „umzusehen“ und alles kennenzulernen. Ich war zu fasziniert, um mich zu langweilen.

Der große Showdown hätte dann jedoch wirklich etwas spannender sein können. Plötzlich geht alles rasend schnell, was für die lange Vorbereitung doch etwas schade war. Doch ich denke, dass das nur die Vorbereitung auf die Fortsetzung war und dass in den Folgebänden noch so viel passiert, dass dieser kleine „Patzer“ schnell vergessen ist. Ich freu mich jedenfalls schon sehr auf das nächste Abenteuer von Iolanthe und Titus.

 

Fazit:

„The Burning Sky“ spielt in einer gänzlich magischen Welt, die mich so fasziniert hat, dass sie mich auch über ruhigere Phasen im Buch hindurchgetragen hat. Iolanthe und vor allem Titus sind sehr interessante und vielschichtige Charaktere, die einen immer wieder überraschen. Der Showdown hätte nach der langen Vorbereitung, ruhig etwas mitreißender sein können. Ich glaube jedoch, dass das nur der Auftakt für noch mehr spannende Abenteuer von Iolanthe und Titus ist, worauf ich mich schon jetzt sehr freue.

Von mir bekommt das Buch 4,5 Punkte von 5.

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233 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 34 Rezensionen

märchen, dornröschen, märchenadaption, rhiannon thomas, hundertjähriger schlaf

Ewig - Wenn Liebe erwacht

Rhiannon Thomas , Michaela Kolodziejcok
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 23.02.2017
ISBN 9783737354691
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

Sie hat hundert Jahre geschlafen.
Ein Prinz hat sie wachgeküsst.
Doch ab da ist nichts mehr wie im Märchen ...
Nach hundertjährigem Schlaf wird Prinzessin Aurora von Prinz Rodric aus dem Schlaf geküsst. Für den Prinzen und seine Familie ist alles klar: Aurora und Rodric sind füreinander bestimmt. Doch ist es das, was Aurora will? Schnell muss sie erkennen, dass sie nur eine Schachfigur in einem Intrigenspiel um Thron und Macht ist. Denn nur wer Aurora, die rechtmäßige Thronerbin, heiratet, hat auch Anspruch auf den Thron. Rodrics Eltern sind tyrannische Herrscher, die Auroras Volk grausam unterdrücken. Und so beschließt Aurora, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen und ihr Volk zu retten. Und da ist auch noch der geheimnisvolle Prinz Finnegan, zu dem sie sich gegen ihren Willen hingezogen fühlt.

(Quelle: http://www.fischerverlage.de/buch/ewig-wenn_liebe_erwacht/9783737354691)

Als Aurora aus ihrem Schlaf erwacht, ist nichts mehr, wie zuvor, immerhin hat sie hundert Jahre geschlafen. Daran ist der Fluch einer Hexe schuld und nur ein Kuss aus wahrer Liebe konnte sie davon befreien. Doch ist Rodric wirklich ihre wahre Liebe? Sie kennt den Prinzen doch gar nicht und trotzdem soll sie ihn plötzlich heiraten.

Aurora ist wenig begeistert von den Plänen des Königs und beginnt dagegen aufzubegehren. Doch schnell muss sie erkennen, dass sie alleine gegen den Tyrannen machtlos ist. Sie braucht dringend Verbündete. Ist Tristan, den sie in einem Gasthaus kennenlernt und der sie sofort fasziniert, vielleicht der Richtige? Oder Prinz Finnegan, der mehr von ihr zu wissen scheint, als sie selbst? Wem kann die Prinzessin trauen und wer möchte sie nur für ihre eigenen Pläne einspannen?

Kann Aurora ihr Leben selbst in die Hand nehmen oder ist  ihr Schicksal längst schon vorherbestimmt?

Meine Meinung:

Schon auf der Frankfurter Buchmesse stach mir dieses Buch aufgrund von Cover und Klappentext ins Auge. Eine Märchenadaption zu Dornröschen? Es war klar, dass ich dieses Buch unbedingt lesen muss.

Der Anfang war auch sofort sehr vielversprechend. Aurora wacht durch einen Kuss aus ihrem hundertjährigen Schlaf auf, ist aber sofort sehr überrascht und fragt sich, ob sie den Prinzen wirklich heiraten soll. Ich fand es toll, dass die Autorin Rhiannon Thomas hier mit dem Klischee „und sie lebten glücklich bis an ihr Ende“ spielt, denn insgeheim ist es ja wirklich sehr fragwürdig, dass die Prinzessin nur aufgrund eines einzigen Kusses heiratet. Wie kann jemand, den man gar nicht kennt, die wahre Liebe sein? Und ist das Schicksal eines Menschen von Anfang an vorbestimmt? Das sind Fragen, die man sich unweigerlich gemeinsam mit der Protagonistin stellt und das fand ich richtig gelungen.

Auch das Setting selbst hat mich sofort in den Bann gezogen. Ich liebe Geschichten über Prinzessinnen und Königreiche, Drachen und Hexen und all das bekommt man in „Ewig“ und kann richtig in dieser märchenhaften Kulisse versinken.

Leider hatte ich nach dem anfänglichen Flow einen richtigen Leseeinbruch. Irgendwie plätschert die Geschichte nach Auroras Erweckung nur noch so vor sich hin und ich hatte keine Ahnung, wohin sie mich führen würde. Es geht um die Hochzeitsvorbereitungen und den König und die Königin. Aurora schleicht sich aus dem Schloss und lernt Tristan kennen, doch irgendwie hat mir die Spannung gefehlt. Man merkt kaum, welche Zustände im Königreich herrschen, weil Aurora sich in meinen Augen viel zu wenig dafür interessiert hat. Ihr scheint ihr eigenes Schicksal mehr am Herzen zu liegen, als das ihres Volkes und ich hatte bis zum Schluss nicht das Gefühl, als wäre sie besonders kämpferisch oder rebellisch. Natürlich macht sie sich ihre Gedanken zur Hochzeit und zu ihrer Zukunft, aber mir war die Protagonistin ehrlich gesagt zu langweilig.

Auch die übrigen Charaktere blieben mir zu farblos. Ehrlich gesagt haben mich die Protagonisten irgendwie irritiert, da sie teilweise ganz plötzlich einen richtigen Sinneswandel durchmachten oder einfach nur trist und langweilig waren. Es gab keine Person, die mich richtig begeistert hat und mir im Gedächtnis blieb.

Die Geschichte selbst war für mich auch sehr zäh. Lange Zeit passiert kaum etwas und man merkt auch nur selten, dass das Volk leidet und der König alle tyrannisiert. Überhaupt gab es für mich da zu wenige Infos und ich hätte mir mehr erwartet, um auch die Spannung zu steigern. Es wäre viel aufregender gewesen, wenn sich die Situation mit jedem Kapitel mehr zuspitzt hätte, so dass es einen großartigen Showdown gibt. Zwar wird es zum Ende hin etwas besser, die große Spannung blieb jedoch aus.

Für den Schluss hat sich die Autorin zwar einiges aufgehoben, das Hoffnung für den zweiten Teil gibt, ich bin mir jedoch nicht sicher, ob ich die Geschichte um Aurora weiter verfolgen werde.

 

Fazit:

„Ewig – Wenn Liebe erwacht“ wartet mit einem märchenhaften Setting auf, bricht dann aber mit den üblichen Klischees, die es in Märchen so gibt, was ich richtig toll fand. Abgesehen davon hat die Autorin in meinen Augen jedoch das meiste Potenzial verschenkt. Die Charaktere bleiben farblos oder sind irritierend, die Geschichte plätschert dahin und da Spannung fehlt, war sie eher langweilig und hat mich nach dem tollen Beginn kaum noch begeistert.

Von mir bekommt das Buch 2,5 Punkte von 5.

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32 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 23 Rezensionen

italien, erdbeeren, erdbeere, roman, italie

Erdbeeren im Sommer

Anja Saskia Beyer
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei Tinte & Feder, 16.05.2017
ISBN 9781542045582
Genre: Liebesromane

Rezension:

Inhalt:

Enttäuscht und mit Wut im Bauch sitzen Luisa und Mona in ihrem VW-Bus auf dem Weg nach Süditalien. Nach einem missglückten Heiratsantrag und einem handfesten Ehekrach brauchen die beiden Freundinnen dringend einen Ortswechsel. Und da bietet sich Tante Giulias idyllischer Erdbeerhof und das kleine mediterrane Ristorante geradezu an. Was die beiden dort erwartet, ist allerdings weit mehr als schmackhafte Erdbeeren und italienische Küche: Luisa wird ihre alte Jugendliebe Matteo wiedertreffen und auf ein Geheimnis stoßen, das sich um ein außergewöhnliches Kochbuch rankt. Als Tante Giulia überraschend abreist, sind Luisa und Mona gezwungen, tief in die Familiengeschichte einzutauchen, die sie bis in die turbulenten 50er Jahre zurückführt. Die Ereignisse von damals werden Luisas Leben verändern – auf eine Weise, wie sie es nie für möglich gehalten hätte.

Quelle: http://www.anja-saskia-beyer.com/?page_id=811

So hat sich Luisa die Reaktion von Tom auf ihren Heiratsantrag nicht vorgestellt.  Als sie sich deswegen bei ihrer besten Freundin Mona ausheulen möchte, erlebt sie hautnah mit, dass auch bei dieser einiges im Argen liegt und dass es in der Vorzeigeehe ordentlich kriselt.

Da hilft nur eins: Ein Tapetenwechsel. Kurzerhand packen die beiden ihre Sachen und machen sich auf den Weg zum Erdbeerhof von Luisas Tante Giulia in Italien.

Dort erwarten sie jedoch nicht etwa ein paar entspannte Tage, denn Giulia reist ebenfalls Hals über Kopf ab und Luisa und Mona müssen sich um den Hof und das Ristorante kümmern.

Ihr Nachbar und Luisas Jugendliebe Matteo greift den beiden Freundinnen unter die Arme und auch Nick, der einzige Pensionsgast kreuzt immer wieder ihren Weg.

Wieso nur ist Giulia geflüchtet? Hat das etwas damit zu tun, was vor 50 Jahren in Italien passiert ist? Und wie wird dieses Familiengeheimnis Luisas Leben verändern? Findet sie auf dem Erdbeerhof endlich die Antworten, nach denen sie so dringend sucht?

Meine Meinung:

Als ich den Klappentext gelesen hatte, wollte ich das Buch unbedingt lesen. Es klingt wirklich nach einer ganz tollen Sommerlektüre.

Gleich zu Beginn findet man sich mitten in Luisas Heiratsantrag wieder und erlebt die Reaktion von Tom, ihrem langjährigen Partner mit. Sofort hatte ich Mitleid mit der Protagonistin und konnte sie vollauf verstehen. Mal abgesehen davon, dass ich nie in die Situation kommen würde, wär ich doch auch zutiefst verletzt gewesen und wäre genau wie Luisa sicher erst einmal geflüchtet. Als sie auch noch ihre Freundin Mona mit ins Boot bzw. in den Van holt, war ich sehr gespannt, was die beiden auf dem Erdbeerhof alles erleben würden.

Luisas Tante Giulia habe ich auch sofort ins Herz geschlossen. Sie schien eine dieser einzigartigen, junggebliebenen Senioren zu sein, die auf jeden Fall bleibenden Eindruck hinterlassen. Schade, dass diese dann so schnell abreist, aber es war von Anfang an klar, dass hinter dieser Flucht mehr stecken würde und ich war richtig neugierig darauf, zu erfahren, was denn das große Familiengeheimnis war.

Ehrlich gesagt hatte ich zu Beginn so gar keine Ahnung, worauf das hinauslaufen könnte. Erst als sich die Hinweise verdichten ahnte ich, was auf Luisa und somit auch auf mich zukommen würde und trotzdem verlor das Buch dadurch nichts an Spannung, da man nicht weiß, wie die Autorin die Situation dann wieder auflösen würde. Dabei fand ich es besonders schön, dass die Protagonisten selbst von der Vergangenheit erzählen und man so immer wieder Rückblicke lesen und selbst in die Geschehnisse versinken kann. Mit viel Gefühl schildert Anja Saskia Beyer sowohl die Geschichte von Luisa, als auch die ihrer Tante Giulia. Ich fieberte richtig mit diesen beiden sympathischen Frauen mit. Es war fast, als würde ich sie wirklich persönlich kennen.

Und dann hat das Buch noch zwei Besonderheiten: Einmal das wundervolle Setting. Die Autorin hat die Orte so bildhaft beschrieben, dass ich fast die Sonne Italiens auf meiner Haut spüren konnte und mich nach Urlaub, Strand und Meer sehnte. Doch auch die Gerichte, die so detailreich geschildert werden haben es mir als leidenschaftliche Köchin total angetan. Ich hatte den Geruch von Basilikum und frischen Tomaten in der Nase, musste mir Erdbeeren kaufen, da ich so viel Lust darauf bekam und war überglücklich als ich am Ende des Buches das Rezept für die Erdbeertörtchen fand, die ich unbedingt nachbacken muss.                                        

Fazit:

„Erdbeeren im Sommer“ ist nicht nur ein schönes Sommerbuch, das mir entspannte Lesestunden beschert hat, nein, ich habe es in Gedanken mit allen Sinnen genossen: Ich spürte die Sonne Italiens auf der Haut, schmeckte die Süße der Erdbeeren und roch das frische Basilikum. Die Autorin Anja Saskia Beyer ließ mich mit ihren äußerst sympathischen Protagonisten mitfiebern und schickte mich gemeinsam mit Luisa sowohl auf einen Selbstfindungstrip, als auch auf eine Reise in die Vergangenheit, die ich beide sehr genossen habe. Vielen Dank für dieses besondere Leseerlebnis.

 

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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39 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

krebs, liebesroman, neuanfang, verlag: montlake, cowboy

Wenn Liebe Cowboystiefel trägt

Emily Bold
E-Buch Text: 302 Seiten
Erschienen bei Montlake Romance, 28.03.2017
ISBN 9781477820544
Genre: Sonstiges

Rezension:

Inhalt:

Als Avery Davis nach acht Jahren und einem schweren Kampf gegen den Krebs in ihren Heimatort Littletree zurückkehrt, steht sie vor den Trümmern ihres Lebens. Ohne Job, ohne Partner – und ohne Haare. Doch ihr unfreiwilliger Neuanfang wird noch verkompliziert, als sie dort ausgerechnet ihrer Jugendliebe Mason King in die Arme läuft. Der draufgängerische Rodeo-Reiter und Lokalheld rüttelt Avery mit seinen Sprüchen ganz schön auf und weckt längst vergessene Erinnerungen. Doch ein Mann, der seine Gesundheit bei jedem Ritt aufs Spiel setzt, wird nie verstehen, wie hart sie um ihr Leben gekämpft hat.

Auf so einen Mann kann sie sich nicht einlassen – egal, was ihr Herz sagt.

(Quelle: http://emilybold.de/wenn-liebe-cowboystiefel-traegt/)

Avery hat es geschafft: Sie hat den Krebs besiegt. Doch dieser Kampf hat ihr viel abverlangt: Sie hat ihren Job und ihren Freund verloren und steht jetzt vor dem Nichts.

Halt sucht sie bei ihrer Familie, deshalb kehrt sie in ihren Heimatort Littletree zurück. Dort möchte sie sich etwas erholen und überlegen, wie es weitergehen soll.

Doch es ist gar nicht so einfach ihre Gedanken zu sortieren, denn ihre Jugendliebe Mason ist auch gerade wieder in Littletree und bringt sie ordentlich durcheinander. Erinnerungen und alte Gefühle werden geweckt, aber Avery kann sich nicht auf Mason einlassen. Nicht, wenn er mit seinem Leben so leichtfertig umgeht und sie um ihres so hart gekämpft hat.

 

Meine Meinung:

Im Prolog erlebt man Mason King bei einem Rodeo-Ritt und bekommt gleich mal einen kleinen Einblick in diesen Sport. Ich bin kein Fan von Rodeos, aber Emily Bold steckt ihren männlichen Protagonisten Mason in das Gewand eines Cowboys und stattet ihn mit so viel Liebe und Begeisterung für diesen Sport aus, dass man gar nicht anders kann, als sich in diese Welt hineinziehen zu lassen.

Im ersten Kapitel lernt man dann Avery kennen, die nach ihrem Kampf gegen den Krebs wieder bei ihren Eltern einzieht. Obwohl man Averys Krankheit nicht direkt miterlebt, schildert die Autorin Emily Bold sehr einfühlsam den Umgang mit und vor allem den Kampf gegen diese Krankheit. Ich konnte sehr gut mitfühlen, wie es der Protagonistin geht und konnte es wirklich nachvollziehen, dass sie, obwohl sie den Kampf überstanden hatte, trotzdem nicht überglücklich ist und immer noch unter den Folgen leidet und nicht weiß, wie es weitergehen soll. Avery scheint in einem schwarzen Loch gefangen zu sein und das stellt Emily Bold wirklich sehr authentisch dar.

Schnell treffen Avery und Mason wieder aufeinander und anfangs ist es wirklich sehr schwierig zwischen den beiden. Doch mir gefiel es außerordentlich gut, dass Mason nicht aufgibt und Avery nach und nach aus ihrem Mauseloch lockt. Manchmal hätte ich mir noch etwas mehr Geknister gewünscht, ein großes Feuerwerk der Gefühle, doch in „Wenn Liebe Cowboystiefel trägt“ sind die Emotionen zwar tief, diese kommen jedoch eher still und leise und nicht mit einem großen Knall. Trotzdem kann man jederzeit die Gefühle zwischen den Protagonisten spüren und mitfühlen.

Sehr gut gefielen mir auch die Nebendarsteller wie z.B. Averys Schwester und Masons Bruder oder der kautzige Wildhüter Todd. Sie alle sind mit sehr viel Liebe gestaltet und nehmen aber nur so viel Platz in der Geschichte ein, dass sie einen schönen Rahmen für die Protagonisten bilden, diese aber nicht in den Hintergrund drängen.

Auch das Setting konnte mich wirklich überzeugen. Littletree ist ein süßer Ort, wo sich Hase und Igel gute Nacht sagen und jeder jeden kennt. Im Café von Averys Mutter wird noch selbstgebackener Kuchen serviert und auf der Farm von Mason werden Barbecues veranstaltet. Es hat mir großen Spaß gemacht all die Orte kennenzulernen und ich konnte in Littletree richtig schön entspannen.

Der Schreibstil von Emily Bold war dabei immer schön locker und leicht, aber auch sehr gefühlvoll. Ich konnte der Geschichte leicht folgen und obwohl es viele Rodeo-Fachausdrücke gab war mein Lesefluss nie gestört, da alles immer sehr gut erklärt wurde.

Fazit:

„Wenn Liebe  Cowboystiefel trägt“ ist ein schöner Liebesroman, der mit einem wundervollen Setting aufwartet. Es macht richtig Spaß, die Orte von Littletree zu besuchen und mit den beiden starken und einzigartigen Protagonisten mitzufühlen. Manchmal hätte ich mir etwas mehr Geknister gewünscht, aber insgesamt ist es eine wirklich tolle Liebesgeschichte, die man entspannt genießen kann.

Von mir bekommt das Buch 4,5 Punkte von 5.

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290 Bibliotheken, 12 Leser, 1 Gruppe, 76 Rezensionen

fantasy, kendare blake, penhaligon, giftmischer, königin

Der Schwarze Thron - Die Schwestern

Kendare Blake , Charlotte Lungstrass-Kapfer
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Penhaligon, 09.05.2017
ISBN 9783764531447
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt:

„Sie sind Schwestern. Sie sind Drillinge, die Töchter der Königin. Jede von ihnen hat das Recht auf den Thron des Inselreichs Fennbirn, aber nur eine wird ihn besteigen können. Mirabella, Katharine und Arsinoe wurden mit verschiedenen magischen Talenten geboren ― doch nur, wer diese auch beherrscht, kann die anderen Schwestern besiegen und die Herrschaft antreten. Vorher aber müssen sie ein grausames Ritual bestehen. Es ist ein Kampf um Leben und Tod ― er beginnt in der Nacht ihres sechzehnten Geburtstages …“

 

Arsinoe, Mirabella und Katharine sind Drillinge. Doch anstatt gemeinsam aufzuwachsen wurden sie schon früh getrennt und auf ihre Rolle vorbereitet: Eine von ihnen soll Königin werden und die anderen beiden töten.

Dabei helfen ihnen ihre besonderen Gaben. Arsinoe ist eine Naturbegabte, Mirabella eine Elementwandlerin und Katharine eine Giftmischerin. Sie wachsen im jeweiligen Clan auf und werden auf ihr Schicksal vorbereitet. Ein Schicksal, das ihnen keine Wahl lässt … oder etwa doch?

Meine Meinung:

Ich durfte das Buch im Rahmen einer Bloggeraktion lesen und freute mich sehr darüber, da mich der Klappentext sofort begeistert hat.

Anfangs lernt man die drei Schwestern kennen. Man erlebt jeweils die Sicht einer jeden kennen, ihren Clan, ihren Wohnort, ihre Kräfte. Ich war sofort fasziniert von diesen drei sehr unterschiedlichen Schwestern und doch hatte jede etwas Besonderes an sich und obwohl ich im Rahmen der Bloggeraktion dem Clan der Naturbegabten und somit Arsinoe zugeteilt war, konnte ich nicht wirklich sagen, welche der Drillinge mir am liebsten war. Auch die Kräfte der verschiedenen Clanmitglieder konnten mich wirklich begeistern. Hier hat sich Kendare Blake sehr viel einfallen lassen.

Außerdem wird man von der Autorin nach und nach in ihre Welt und die damit verbunden Rituale eingeführt. Es war wirklich spannend, mehr darüber zu erfahren. Wie war es die Jahre vorher, was müssen die Schwestern beachten und wie entscheidet sich, welche Schwester Königin wird? Der Weltenentwurf ist meiner Meinung nach sehr gelungen und ich freute mich darauf, mehr darüber zu erfahren.

Leider muss ich gestehen, dass bei mir, nachdem ich sowohl die Schwestern, als auch die Welt und ihre Rituale kennengelernt hatte, etwas die Luft raus war. Ich wartete zwar gespannt darauf, dass endlich die Nacht der Nächte kommen würde, in der die Schwestern nach langer Zeit wieder aufeinandertreffen würden, doch dazwischen hatte ich das Gefühl etwas auf der Stelle zu treten. Zwar spannt sich die Situation immer mehr an und man merkt, wie sich die Spannung langsam steigert, aber mir ging das ehrlich gesagt etwas zu langsam und ich war froh, als das Buch im letzten Drittel endlich wieder etwas an Fahrt aufnahm.

Für das Finale hat sich Kendare Blake dann doch wieder einiges einfallen lassen und noch einmal tief in die Trickkiste der Autoren gegriffen. Ich konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen, weil ich einfach wissen musste, wer am Ende die besten Chancen auf den Thron haben würde. Der Showdown hat es wirklich in sich, denn die Autorin wirbelt alles noch einmal ordentlich durcheinander, zeigt die Schwestern noch einmal in einem anderen Licht, so dass wieder alles offen und der Kampf um den Thron noch lange nicht beendet ist. Doch nicht nur das: Ein Wahnsinnscliffhanger macht es mir ganz unmöglich geduldig auf die Fortsetzung zu warten.

Fazit:

„Der schwarze Thron – Die Schwestern“ wartet mit einer tollen Ideen und gleich drei gleichermaßen faszinierenden Protagonistinnen auf, die sich in einer spannenden Welt bewegen. Es machte mir großen Spaß alles kennenzulernen, doch nach diesem anfänglichen „Beschnuppern“ war für mich erst einmal die Luft raus und ich musste mich in der Mitte etwas zum Weiterlesen zwingen, nur um dann im letzten Drittel an den Seiten zu kleben. Zum Schluss greift Kendare Blake dann noch einmal ganz tief in die Trickkiste der Autoren und zaubert einen gigantischen Showdown, der es mir unmöglich macht, geduldig auf die Fortsetzung zu warten.

Von mir bekommt das Buch 4 Punkte von 5.

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exordium, dämon, engel, spiel, teufel

Exordium

Lana Rotaru
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 16.01.2017
ISBN 9783743163133
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

Ein Vertrag.
Zwei Seiten.
Drei Personen.
Sieben Todsünden.
Acht Prüfungen.

Himmel oder Hölle?
Leben oder Tod?

»Ich freue mich auf das Spiel, Avery ...«

(Quelle: https://www.lana-rotaru.de/startseite/meine-b%C3%BCcher/exordium-deadly-sin-1/)

Die siebzehnjährige Avery führt ein ganz normales Teenagerleben: Sie besucht die Highschool, surft gerne gemeinsam mit ihrem besten Freund Adam und freut sich auf ihren achtzehnten Geburtstag.

Einige Tage vor ihrer Volljährigkeit hat sie jedoch seltsame Visionen, in denen sie ein unheimlicher Typ verfolgt. Diese Halluzinationen lassen Avery an ihrer geistigen Gesundheit zweifeln und auch ihr bester Freund verhält sich plötzlich wirklich seltsam.

Das Mädchen hat das Gefühl ihr Leben würde außer Kontrolle geraten, dabei ahnt sie nicht, wie recht sie damit wirklich hat, denn nach ihrem Geburtstag muss sie sich ganz anderen Prüfungen stellen, als denen, die das Erwachsen werden in der Regel mit sich bringt … . 

Meine Meinung:

Nachdem ich das erste Mal von der Autorin Lana Rotaru von ihrem neuen Buch erfahren hatte, war für mich klar, dass ich es lesen muss. Eine Geschichte über die sieben Todsünden und damit verbundene Prüfungen klang einfach zu spannend.

Anfangs lernt man erst einmal Avery und ihren besten Freund Adam kennen. Da das Buch aus Sicht der Protagonistin erzählt wird, erhält man natürlich hautnah Einblick in ihre Gedanken und Gefühle. Das fand ich toll, da Avery ein echt interessanter Charakter ist. Ihre Eltern haben sich getrennt und trotzdem ist sie mit ihrem Leben wirklich zufrieden. Sie mag ihren besten Freund, scheint aber mit der Liebe nicht viel am Hut zu haben. Manchmal hatte ich sogar das Gefühl, dass sie überhaupt kein Interesse am männlichen Geschlecht hat J Das fand ich aber gar nicht schlimm, im Gegenteil, es ist meiner Meinung nach sehr erfrischend, dass mal nicht die große Liebe im Mittelpunkt steht. Was nicht heißt, dass sich das nicht im Folgeband noch ändert, Potenzial ist auf jeden Fall da, denn neben dem äußerst liebenswerten Adam lernt man noch den unverschämten und doch interessanten Nox kennen. Trotz dieser Dreierkonstellation sieht es nicht danach aus, als würde sich hier eine Dreiecksbeziehung anbahnen. Doch ehrlich gesagt weiß ich noch nicht recht, wohin uns die Autorin in Sachen Liebe führen wird. Es bleibt also auch in diesem Bereich wirklich spannend, was ich echt toll finde.

Während man gemeinsam mit der Protagonistin die einzelne Tage durchlebt, erfährt man immer wieder von ihren Visionen und fragt sich natürlich, was dahinter steckt. Allerdings lässt uns die Autorin Lana Rotaru doch ganz schön lange zappeln, bis sie schließlich das Geheimnis lüftet. Obwohl sie hier mit einem altbekannten Phänomen aufwartet, konnte sie mich doch auch damit überraschen, da sie das Bekannte auf neue Weise aufbereitet, die wirklich faszinierend ist.

Vom Klappentext weiß man ja auch schon, dass die Autorin die sieben Todsünden in ihre Geschichte eingewebt hat. Die Umsetzung hierzu wird jedoch erst einmal nur angeschnitten, was ich sehr schade fand. Da es sich jedoch um den Auftakt einer Reihe handelt, kann man hier auf jeden Fall noch einiges erwarten. Mich hat Lana Rotaru damit zweifellos schon einmal richtig neugierig gemacht, so dass ich sofort weiterlesen möchte.

Der Schreibstil der Autorin ist während des gesamten Buches locker-leicht und flüssig, so dass man das Buch viel zu schnell durchgelesen hat.

 

Fazit:

Mit „Exordium“ hat die Autorin Lana Rotaru einen tollen Grundstein für eine spannende und faszinierende Reihe gelegt. Hier wird ein altbekanntes Phänomen mit neuen Elementen bestückt und macht den Leser richtig neugierig auf alles, was da noch kommt. Ich bin jedenfalls mehr als gespannt darauf, was Avery, Adam und Nox noch für Abenteuer erwarten wird. Deshalb kann ich es kaum erwarten, weiterlesen zu können.

Von mir bekommt das Buch 4,5 Punkte von 5.

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56 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 39 Rezensionen

liebe, drama, tanz, songs, strippen

Never before you - Jake & Carrie

Amy Baxter
Flexibler Einband: 392 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 01.04.2017
ISBN 9783741300325
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt:

Jake muss weg aus Brooklyn. Weg von der Gang, die ihn immer tiefer in die Kriminalität zieht. Weg von der Frau, die er nicht vergessen kann. Auf der anderen Seite des Kontinents, in San Francisco, will er das Tattoo Studio seines verstorbenen Vaters wiederaufbauen und ein neues Kapitel beginnen. Die kesse und gut organisierte Carrie kommt ihm da gerade recht. Sie hilft ihm mit dem Papierkram, doch pünktlich zum Feierabend verschwindet sie still und heimlich. Aber wohin? Und warum erzählt sie nichts von sich? Obwohl ihn Frauen außerhalb des Schlafzimmers nicht interessieren, geht ihm die kleine Tänzerin nicht mehr aus dem Kopf – und mächtig unter die Haut ...

(Quelle: https://www.luebbe.de/bastei-luebbe/buecher/liebesromane/never-before-you-jake-carrie/id_6457232)

Jake erbt das Tattoostudio seines Vaters, was ihm wie ein Zeichen erscheint: Das ist genau der richtige Zeitpunkt für den Neuanfang, den er so dringend braucht. Deshalb packt er seine Koffer und macht sich auf nach San Francisco, um das Studio neu aufzubauen.

Dabei soll ihm die kesse Carrie helfen, die super mit Zahlen jonglieren kann und ihm deshalb bei dem Papierkram hilft. Bald fasziniert Jake mehr als nur ihr Organisationstalent.

Doch wohin verschwindet Carrie immer und wieso weiß er so wenig über sie? Kann es einen Neuanfang geben oder steht den beiden ihre Vergangenheit im Weg? Eines ist auf jeden Fall klar: Carrie hat sich längst in Jakes Kopf geschlichen und auch in sein Herz … .

Meine Meinung:

Momentan brauche ich zwischen all den Fantasygeschichten immer wieder mal eine Portion New Adult und da kam das Buch von Amy Baxter genau richtig.

Das Buch beginnt mit Carries Sicht und man erhält einen kleinen Einblick in ihr Leben. Ich fand die Protagonistin auf Anhieb sympathisch und mochte sie sofort richtig gerne. Sie hatte es in ihrem Leben nie leicht, boxt sich aber durch und steht mittlerweile mit beiden Beinen im Leben. Sie lässt sich nicht unterkriegen und gefiel mir mit ihrer kessen und taffen Art sehr gut.

Im nächsten Kapitel wird die Geschichte dann aus Jakes Sicht erzählt. Im Gegensatz zu Carries Vergangenheit, bleibt seine ein Geheimnis, was ich sehr spannend fand. Ich wollte unbedingt wissen, warum er einen Neuanfang möchte und was in seinem Leben passiert ist, dass er sich auf keine ernsthafte Beziehung einlassen kann. Diesen Gegensatz fand ich wirklich sehr gelungen und ich war mehr als gespannt darauf, zu erfahren, was hinter all dem steckt.

Die beiden Protagonisten sind wirklich ganz außergewöhnlich: Sie sind selbstbewusst und haben doch eine verletzliche Seite, sie sind aufbrausend und doch sanft, manchmal möchte man sie schütteln und doch kann man sie einfach nur gernhaben. Ich habe sie jedenfalls sofort in mein Herz geschlossen. Doch es gibt auch einige interessante Nebendarsteller, wie z.B. Nolan, Carries schwulen Freund oder Olivia, Carries beste Freundin. Ich fand es richtig toll, wie es der Autorin gelungen ist, das Hauptaugenmerk auf die beiden Protagonisten zu lenken und doch eine Umgebung zu schaffen, die zwar im Hintergrund bleibt, trotzdem aber neben diesen beiden starken Charakteren nicht ganz unter geht.

Die Liebesgeschichte der beiden gefiel mir wirklich richtig gut. Amy Baxter hält hier die Waagschale zwischen Drama und großen Gefühlen, was gar nicht so einfach ist. In vielen New Adult Romanen bin ich genervt vom häufigen Hin und Her zwischen den Protagonisten, doch hier war das überhaupt nicht der Fall. Im Gegenteil, ich fand es sehr glaubhaft, wie sich die beiden anfangs gegen ihre Gefühle gewehrt haben, bis sie merkten, dass es längst um sie geschehen war.

Die erotischen Stellen haben es wirklich in sich. Hier nimmt die Autorin kein Blatt vor den Mund und doch sind die Szenen ästhetisch und prickelnd. Sie passen super in die Geschichte, sind weder zu häufig, noch zu selten. Auch hier hält Amy Baxter perfekt das Maß.

Sehr gut gefiel mir auch Carries Leidenschaft für das Tanzen und die Musik. Amy Baxter hat dabei einige bekannte Musikstücke in die Geschichte eingebaut und es gibt sogar eine Playlist zu dem Buch, was ich ein tolles Extra finde.

 

Fazit:

Jake und Carrie aus dem ersten Teil der „Never before you“-Reihe von Amy Baxter kann man einfach nur gernhaben. Sie sind gleichzeitig taff und selbstbewusst, aber auch sanft und verletzlich. Die Geschichte an sich lässt der Lovestory genug Raum, bietet ihr aber gleichzeitig einen guten Rahmen und Amy Baxter ist es wirklich super gelungen,  das perfekte Maß zwischen dem Hin und Her der Protagonisten und den großen Gefühlen zu halten. Ich hab die Zeit mit Jake und Carrie jedenfalls sehr genossen.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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götter, götterfunke, marah woolf, griechische mythologie, jugendbuch

GötterFunke. Liebe mich nicht

Marah Woolf
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Dressler, 20.02.2017
ISBN 9783791500294
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

Eigentlich wünscht Jess sich für diesen Sommer nur ein paar entspannte Wochen in den Rockys. Doch dann trifft sie Cayden, den Jungen mit den smaragdgrünen Augen, und er stiehlt ihr Herz. Aber Cayden verfolgt seine eigenen Ziele. Der Göttersohn hat eine Vereinbarung mit Zeus. Nur wenn er ein Mädchen findet, das ihm widersteht, gewährt Zeus ihm seinen sehnlichsten Wunsch: endlich sterblich zu sein. Wird Cayden im Spiel der Götter auf Sieg setzen, auch wenn es Jess das Herz kostet?

Quelle: http://www.dressler-verlag.de/nc/schnellsuche/titelsuche/details/titel/1300294/23236/37163/Autor/Marah/Woolf/G%F6tterFunke._Liebe_mich_nicht.html

Jess konnte ihre beste Freundin Robyn dazu überreden, den Sommer in einem Camp zu verbringen. Dort freut sie sich auf ein paar entspannte Wochen mit interessanten Kursen. Doch Cayden, der Junge mit den smaragdgrünen Augen durchkreuzt diese Pläne, denn Jess verliebt sich sofort in ihn.

Cayden jedoch wünscht sich genau das Gegenteil: Er muss ein Mädchen finden, das ihm widerstehen kann. Nur so erfüllt ihm Zeus seinen sehnlichsten Wunsch: Er macht den Göttersohn sterblich. Da scheidet Jess natürlich aus, aber dennoch kann er sich nicht von ihr fernhalten.

Wie wird Cayden sich entscheiden: Für die Sterblichkeit oder die Liebe?

Meine Meinung:

Zu Beginn des Buches erfährt man die Regeln des Wettstreites zwischen Zeus und Prometheus und liest ein paar Aufzeichnungen von Hermes, dem Götterboten, der den neuen Versuch von Prometheus mitverfolgt und aufschreibt. Diese Aufzeichnungen findet man von da ab vor jedem Kapitel und man bekommt dadurch noch ein paar weitere Informationen und eine neue Sichtweise auf die Ereignisse, die teilweise sehr humorvoll ist, was ich richtig toll fand. Wer wünscht sich nicht einen Einblick in die Götterwelt? J

Danach trifft man auf Jess und ihre beste Freundin Robyn, die sich auf den Weg ins Camp machen. Aus Sicht von Jess wird die Geschichte in Ich-Form erzählt und dadurch lernt man die Protagonistin gleich etwas besser kennen. Sie ist der Typ „Mädchen von nebenan“, nett, aber nichts Besonderes. Trotz allem mochte ich sie von Anfang an, was ich von Robyn nicht behaupten kann. Sie meint, die ganze Welt müsse sich um sie drehen, was sie mir eher unsympathisch machte.

Spätestens als die beiden schließlich im Camp ankommen, war ich total begeistert von diesem Buch. Ich mochte die Camp-Atmosphäre und auch die Idee mit den Göttern ist richtig klasse. Denn Marah Woolf hat die Götter kurzerhand einfach in die Welt der Menschen verfrachtet und sie teilweise in die Körper von Jugendlichen gepackt. Dabei werden sie natürlich auch mit den Problemen konfrontiert, die es mit sich bringt, wenn man männliche und weibliche Teenager gemeinsam in ein Camp steckt. Da ist natürlich auch einiges an Chaos vorherbestimmt, denn es fliegen ordentlich die Fetzen, aber auch die Schmetterlinge ;)

Natürlich geht es in dem Buch hauptsächlich um den Pakt zwischen Cayden und Zeus und somit auch um Liebe. Wer also mit dem Teenager-Liebesdrama und einem ständigen Hin und Her zwischen den Protagonisten nichts anfangen kann, ist bei diesem Buch nicht richtig. Ich hatte jedoch meinen Spaß dabei, Jess und Cayden bei ihren aufkeimenden Gefühlen zu begleiten und zu verfolgen, wie es ihnen der Pakt schwer machte. Dabei mochte ich vor allem Cayden total gerne, obwohl er doch teilweise sehr egoistisch handelt und einige Aktionen durchführt, die ich so gar nicht gutheißen konnte. Aber wer kann schon einem Gott widerstehen? Also ich nicht.

Neben dieser Lovestory, die natürlich den Hauptteil der Geschichte einnimmt, findet in der Götterwelt eine Verschwörung statt, die das Ende der göttlichen Ordnung bewirken könnte. Dadurch kommt einiges an Spannung in die Geschichte und man lernt auch die griechische Mythologie, oder das was Marah Woolf daraus macht, etwas besser kennen und ich liebe sie. Die Autorin hat hier wirklich eine tolle, faszinierende und göttliche Welt geschaffen, die mich sofort begeistert hat. Es hat mir total Spaß gemacht, alles darüber zu erfahren und ich bin sehr gespannt, was Marah Woolf in den Fortsetzungen noch für uns bereithält.

Fazit:

Marah Woolf hat mich mit „Götterfunke“ richtig begeistert. Sie verfrachtet die Götter kurzerhand in die Welt der Menschen und konfrontiert sie mit den Liebesproblemen von Teenagern. Wer also keine Lust auf ein Hin und Her zwischen den Protagonisten hat, sollte vielleicht nicht zu diesem Buch greifen. Ich hatte jedoch großen Spaß im Camp und freue mich mehr von Cayden, Jess und den Göttern zu lesen.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

 

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50 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

elesztrah, fanny bechert, elfen, pöni, asche und schnee

Elesztrah - Asche und Schnee

Fanny Bechert
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 02.04.2017
ISBN 9783906829364
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt:
"Während sich die Bewohner Elesztrahs in Frieden wähnen, bleibt die Beziehung zwischen Lysanna und Aerthas angespannt. Die Pläne des Elfenkriegers stehen wie eine Mauer zwischen ihnen und gleichgültig, wie sehr sie sich bemühen – eine gemeinsame Zukunft scheint unmöglich zu sein.
Lysanna sieht schließlich nur noch einen Ausweg: Sie will ihr Schicksal selbst bestimmen, auch wenn sie sich dem Hüter der Zeit entgegenstellen muss.
Doch in den Lauf der Dinge einzugreifen, ist nicht so leicht, wie es sich die Jägerin vorstellt. Denn die Schicksalsweberin lässt sich die Fäden nur ungern aus der Hand nehmen. Zudem bahnt sich in Elesztrah eine weitere Bedrohung an, die nicht nur Aerthas’ Leben in Gefahr bringt …"
(Quelle: http://www.sternensand-verlag.ch/elesztrah-2-fannybechert.html)

Der flammende Lord ist besiegt und Lysanna und Aerthas könnten in Frieden leben, wäre da nicht die Verlobung mit der Prinzessin. Diese scheint eine gemeinsame Zukunft für die Waldläuferin und den Elfenkrieger unmöglich zu machen.

Da bleibt nur eines: Die Zeit zurückdrehen und das Leben von vorne beginnen. Dafür braucht Lysanna jedoch die Hilfe der Schicksalsweberin, denn nur sie kann die Fäden neu knüpfen. Doch was so einfach klingt, ist doch schwieriger als gedacht und Lysanna muss bald erkennen, dass das Schicksal ganz eigene Pläne für sie, Aerthas und die Bewohner von Elesztrah hat… .

Meine Meinung:
Nachdem Band 1 mein Jahreshighlight 2016 war und nach dem fiesen Cliffhanger am Ende war ich total gespannt auf die Fortsetzung und musste sie sofort lesen.

Im Prolog findet man sich gemeinsam mit Orano bei der Fürstin Lawinia wieder und bekommt einen kleinen Einblick in die Pläne der Fürstin, ohne dass jedoch zu viel verraten wird. Das erzeugte sofort einiges an Spannung und ich war sehr neugierig darauf zu erfahren, was die Fürstin plant und was diese Pläne für Lysanna und Aerthas bedeuten würden.

Danach springt die Geschichte zu Lysanna, die nach der Offenbarung von der Verlobung Aerthas mit gebrochenem Herzen zurück zu den Angelus Mortis geht. Sehr emotional und authentisch beschreibt die Autorin Fanny Bechert Lysannas Gefühle und wer selbst schon einmal richtig Liebeskummer hatte, kann sehr gut nachvollziehen, wie es der Waldläuferin geht und dass sie eigentlich nur noch den Wunsch hegt, sich von diesem Schmerz zu befreien und von vorne zu beginnen. Wer hat sich nicht schon einmal gewünscht, die Zeit zurückdrehen zu können? Und genau das ist Lysannas Plan: Sie will die Begegnung mit Aerthas verhindern und hofft, dadurch wieder glücklich zu sein. Ich fand es wirklich toll, was die Autorin aus dieser Idee gemacht hat und obwohl es dabei hauptsächlich um die Gefühle von Lysanna und Aerthas ging, war es doch auf keiner Seite langweilig. Im Gegenteil, es war toll sich gemeinsam mit der Protagonistin zu überlegen, was „Schicksal“ bedeutet und ob das Leben wirklich vorherbestimmt ist oder man immer auch eine Wahl hat. So macht man sich beim Lesen gleich seine eigenen Gedanken zu diesen Themen.

Dabei fiebert man natürlich auch richtig mit Lysanna und Aerthas mit. Diese beiden Protagonisten sind so einzigartig und liebevoll, so charakterstark und großartig, dass ich mich richtig in die beiden verliebt und jede Minute mit ihnen genossen habe. Das sind einfach Charaktere, die im Kopf und im Herzen bleiben, egal, wie viele Bücher man gelesen hat, man kann diese beiden einfach nicht vergessen.

Doch natürlich geht es in der Fortsetzung nicht nur um die Liebe zwischen Lysanna und Aerthas, sondern auch um die Geschehnisse in Elesztrah selbst. Es braut sich nämlich eine neue dunkle Bedrohung zusammen, die alle Bewohner in Gefahr bringt, was ordentlich Spannung in der Geschichte erzeugt und mich von Seite zu Seite mehr bangen ließ. Ich konnte mich gar nicht mehr von den Ereignissen losreißen und habe jede freie Minute genutzt, um weiterzulesen.

Neben all den Gefühlen und der Spannung, tauchte ich wieder tief ein in die Welt von Elesztrah, die ich schon im ersten Band zu lieben gelernt habe. Es macht mir einfach wahnsinnig Spaß all die Wesen und Bewohner von Elesztrah mit all ihren Eigenschaften immer besser kennenzulernen und ihre Wege zu verfolgen. Neben den Elfen Lysanna und Aerthas, liegt in diesem Band noch ein besonderes Augenmerk auf Lysannas Tochter Fayori und dem Seelenlosen Sedan und das hat einen Grund: Im dritten Band werden diese beiden Charaktere nämlich die Hauptrollen einnehmen. Ich finde es zwar etwas schade, dass Lysanna und Aerthas wohl nur noch eine untergeordnete Rolle spielen werden, denn ich liebe diese beiden einfach und würde sie gerne noch weiter begleiten und mehr von ihnen lesen, doch Fayori und Sedan finde ich auch toll und bin gespannt, was sie uns zu bieten haben werden.

Am Ende von „Asche und Schnee“ bekommt man schon einen kleinen Einblick in die Geschehnisse und ich freu mich schon darauf, zu entdecken, was sich Fanny Bechert da wieder für uns einfallen lassen wird. Ich bin einfach nur glücklich, dass ich Elesztrah noch nicht verlassen muss, denn diese Welt ist so einzigartig und fantastisch, so bildgewaltig und liebevoll entworfen, dass ich mich jedes Mal völlig darin verliere und alles um mich herum vergesse.

Fazit:
„Elesztrah – Asche und Schnee“ steht seinem Vorgänger in nichts nach. Wieder konnte ich mich total in der bildgewaltigen und fantastischen Welt von Elesztrah verlieren und gemeinsam mit den liebevollen und einzigartigen Charakteren mitfiebern. Ich habe mich total in Lysanna, Aerthas und Elesztrah selbst verliebt und kann gar nicht genug davon bekommen.

„Elesztrah“ ist auf jeden Fall eine Reise wert, aber Achtung, diese Reihe könnte zu eurer Lieblingsreihe werden, absolute Sucht-Gefahr!

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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323 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 67 Rezensionen

schattendiebin, fantasy, hexen, jugendbuch, catherine egan

Schattendiebin – Die verborgene Gabe

Catherine Egan , Katharina Diestelmeier
Fester Einband: 414 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 24.01.2017
ISBN 9783473401475
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

Julia ist die beste Diebin von Spira, denn sie hat eine besondere Gabe: Sie kann sich unsichtbar machen. Für ihren neuesten Job soll sie sich als Dienstmädchen in ein Herrenhaus einschleichen und die Bewohner ausspionieren. Schnell wird ihr klar, dass die alte Hausherrin und ihre Gäste noch dunklere Geheimnisse hüten als sie selbst. Noch ahnt Julia nicht, wie eng ihr eigenes Schicksal mit ihnen verknüpft ist ...

(Quelle: https://www.ravensburger.de/shop/neuheiten/buecher/schattendiebin-band-1-die-verborgene-gabe-40147/index.html)

Julias Mutter wurde der Hexerei bezichtigt und getötet. Seitdem verdient sich das Mädchen ihren Lebensunterhalt als Diebin und Spionin. Dabei hilft ihr die Gabe, sich unsichtbar machen zu können.

Ihr neuester Auftrag führt sie in das Haus von Frau Och. Dort soll sie etwas über die Bewohner herausfinden, die alle irgendwie seltsam sind und ihre Geheimnisse zu haben scheinen. Ohne zu ahnen, worauf sie sich da eingelassen hat,  dringt sie immer tiefer in die Geschichte der Hausherrin und ihrer Gäste ein und wird dabei von ihrer eigenen Vergangenheit eingeholt… .

Meine Meinung:

Das Buch beginnt sehr geheimnisvoll mit der Geschichte einer jungen Frau, die gerade eine Stelle als Gouvernante antreten will, kurz vorher aber ermordet wird. Da mir die Namen vom Klappentext her nichts sagten, war ich sehr gespannt, was diese kurze Szene mit der Gesamtgeschichte zu tun haben würde und wieso und von wem das Mädchen ermordet worden ist.

Danach lernt man Julia kennen, die bereits im Haus von Frau Och als Dienstmädchen eingeschleust wurde und dort arbeitet. Das Buch ist dabei aus Julias Sicht in Ich-Form geschrieben, so dass man einen direkten Einblick in die Gedanken und Gefühle des Mädchens bekommt. Sie war mir auch von Anfang an sofort sympathisch und ich genoss es, mehr über sie zu erfahren. Im Laufe der Geschichte erinnert sie sich auch an ihre Mutter, so dass man darüber informiert wird, was damals geschehen ist. Sofort hatte die Protagonistin mein volles Mitleid. Sie hatte es wirklich nicht leicht, mit einer Hexe als Mutter in einer Zeit, in der Hexen gejagt und getötet werden.

Überhaupt fand ich den Weltenentwurf sehr interessant. Vor allem das Thema der Hexerei fand ich sehr originell umgesetzt. Doch diese magischen Wesen sind nicht die einzigen, die man im Buch kennenlernen darf und denen die Autorin ein paar neue Eigenschaften zugeschrieben hat. Ich fand es richtig toll, wie Catherine Egan hier Bekanntes mit Neuem kombiniert und es machte mir großen Spaß alles zu entdecken und kennenzulernen. Dabei konnte ich mich völlig in der Welt verlieren und tief darin eintauchen.

Durch den Beginn des Buches wird natürlich sofort Spannung aufgebaut, indem man erfährt, dass es einen Mörder im Buch gibt, jedoch nicht weiß, wer es ist und welche Beweggründe dieser hat. Als man dann in Julias Leben eintaucht, flaut die Spannung erst einmal etwas ab, was ich jedoch nicht schlimm fand, da ich gerne mehr über die Protagonistin und ihr Leben in dieser interessanten Welt erfahren wollte. Außerdem streut die Autorin immer wieder Szenen aus anderen Perspektiven ein, die die Geschichte des Mörders weiter verfolgen, so dass die Spannung nie ganz verfliegt. Mir gefiel es jedenfalls sehr gut, nicht sofort zu wissen, wohin die Story wirklich geht und was die Morde mit Julias Leben zu tun haben. Doch ganz ehrlich gesagt, hätte ich nie erahnen können, wohin die ganze Geschichte schließlich führt. Hier hat die Autorin jedenfalls eine sehr komplexe Handlung erschaffen, die auch für Folgebände einiges bereithält und mich richtig begeistert hat.

Auch die Liebesgeschichte war in meinen Augen sehr erfrischend, da sie eher im Hintergrund bleibt und es in diesem Fantasy-Band einmal nicht um die große, alles überstehende Liebe geht (zumindest in Band 1 nicht). Zwar gibt es am Rande noch ein paar zarte Gefühle, die sich in der Fortsetzung ausbauen lassen, die aber genau so gut im Sande verlaufen können. Ich bin auf jeden Fall sehr neugierig darauf, was Catherine Egan hier noch für uns bereithält.

Am Ende schließt die Autorin diesen Band erst einmal ab und lässt den Leser nicht mit einem fiesen Cliffhanger zurück, worüber ich sehr froh bin. Trotzdem ist noch genug Luft für eine spannende Fortsetzung, über die ich mich wirklich sehr freuen würde, da ich gerne noch tiefer in Julias Welt eintauchen möchte.

Fazit:

Dieses Buch ist sehr erfrischend, da es bei den Fantasy-Elementen Bekanntes mit Neuem verbindet, die Liebesgeschichte einmal nicht im Mittelpunkt steht und man nicht sofort weiß, worauf es hinauslaufen wird. Ich war jedenfalls total in der Welt von Catherine Egan gefangen und habe die Protagonistin sehr gerne bei ihrem spannenden Abenteuer begleitet. Ich will auf jeden Fall mehr von der Schattendiebin lesen.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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54 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

liebe, affäre, contemporary, freundschaft, amerika

Liebe ist wie Drachensteigen

Ashley Herring Blake , Birgit Salzmann
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Magellan, 18.01.2017
ISBN 9783734850240
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

Die große Liebe? An so einen Unsinn glaubt Hadley längst nicht mehr. Nicht, seit ihr Vater eine Affäre hatte. Doch dann trifft sie Sam …

Sam kennt sich aus mit Geheimnissen. Er hat selbst einige davon. Als er sich in Hadley verliebt, könnte alles so schön sein. Wenn da nicht die Sache mit der Wahrheit wäre, die manchmal einfach verdammt unschön ist.

(Quelle: https://www.magellanverlag.de/feine-b%C3%BCcher/jugendbuch/)

Seit der Affäre ihres Vaters ist in Hadleys Leben nichts mehr, wie es war. Nicht nur, dass sich ihr Zuhause nicht mehr wie ein Zuhause anfühlt, sie hat auch den Glauben an die Liebe verloren.

Dann tritt Sam in ihr Leben und sie fängt an, wieder Vertrauen zu anderen, zu ihm aufzubauen. Doch auch Sams Familienleben ist alles andere als unkompliziert und eine Beziehung zu Hadley scheint unmöglich, denn niemals könnte er sein größtes Geheimnis offenbaren… .

Meine Meinung:

Die Bücher aus dem Magellan Verlag sind immer etwas ganz Besonderes und auch dieses wollte ich unbedingt lesen. Schon allein Cover und Klappentext haben mich total angesprochen und ich wurde auch hier nicht enttäuscht.

Die Kapitel sind abwechselnd aus Hadleys und Sams Sicht in Ich-Perspektive geschrieben. So bekommt man ganz nah mit, was in den beiden Protagonisten vorgeht und wie sie unter ihrer jeweiligen Familiensituation leiden. Dabei gelingt es der Autorin Ashley Herring Blake besonders gut, die Gefühle ihrer Charaktere authentisch und mitfühlend darzustellen. Ehrlich gesagt hatte ich nie drüber nachgedacht, was so eine Affäre für die Kinder bedeuten könnte. Klar weiß man, dass eine Trennung der Eltern nicht spurlos an den Kindern vorübergeht, aber hier geht die ganze Geschichte tiefer und man erhält einen schonungslosen Einblick in das Familienleben aus Sicht der Kinder. Das hat mich wirklich tief berührt und zum Nachdenken gebracht.

Besonders toll an dem Perspektivwechsel ist die Tatsache, dass man dadurch auch einen Einblick in Sams Geheimnis bekommt und somit einen Wissensvorsprung gegenüber Hadley hat. Das lässt den Leser natürlich zusätzlich mitfiebern, da man sich fragt, wann die Protagonistin wohl hinter das große Geheimnis kommen und wie sie darauf reagieren wird. Mich hat diese Tatsache jedenfalls dazu gebracht, geradezu an den Seiten zu kleben und meine Nerven waren fasst zum Zerreißen gespannt, da ich ahnte, wohin alles führen würde.

Sehr gut gefiel mir auch die Liebesgeschichte. Natürlich weiß man, nachdem man den Klappentext gelesen hat, dass sich die beiden Protagonisten ineinander verlieben. Doch auch hier beweist die Autorin ein besonderes Geschick, Gefühle zu beschreiben, sie authentisch darzustellen und lebendig werden zu lassen. Obwohl die beiden sich auf Anhieb sofort sympathisch sind und die Schmetterlinge relativ schnell fliegen, bleibt trotzdem genügend Raum, damit sich die Gefühle entwickeln können. Es war so schön, mitzuerleben, wie die beiden sich gefunden haben. Es scheint fast so, als würden sie sich anziehen, wie zwei Magnete, als könnten sie gar nicht anders, als sich ineinander zu verlieben. Hach, die Liebesgeschichte ist wirklich einfach nur bezaubernd schön.

Doch natürlich ist es nicht so einfach, wie es scheint, vor allem für Sam nicht, der nicht weiß, wie er Hadley in sein Geheimnis einweihen soll. Auch diese Zerrissenheit hat Ashley Herring Blake sehr einfühlsam und authentisch in ihr Buch eingearbeitet. Sams Handlungen waren für mich immer nachvollziehbar, wodurch die Geschichte glaubhaft blieb und mich richtig mitreißen konnte.

Der Schreibstil der Autorin ist dabei immer locker-leicht und flüssig. Er passt super zu den Protagonisten und der Zielgruppe und hat, obwohl er sich einfach weglesen lässt, doch sehr viel Tiefgang, was vor allem der tollen Mischung aus witzigen Dialogen, liebevollen Details und der authentischen Beschreibung der Gefühle geschuldet ist.

Auch wenn dieses Buch eher durch seine sanfte und stille Art überzeugt, hält die Autorin doch noch eine Überraschung bereit, mit der ich nicht gerechnet hatte. Diese lässt den Leser die Geschichte noch einmal aus einer anderen Perspektive betrachten und hat mich noch mehr für dieses Buch und das ernste Thema darin eingenommen.

Am Ende gibt es dann sogar noch eine zusätzliche Botschaft, die mich sehr berührt hat: Bestimmt wer wir sind, was in unserem Leben bisher passiert ist auch unsere Zukunft oder können wir selber wählen, wer wir sein wollen, wie unser Leben aussehen soll? Eine Frage, die mich sehr nachdenklich und dieses Buch wieder einmal ganz besonders gemacht hat.

Fazit:

Der Magellan Verlag hat wirklich ein Händchen für ganz besondere Jugendbücher. „Liebe ist wie Drachensteigen“ ist auf jeden Fall eines davon. Der Autorin Ashley Herring Blake gelingt es in einem besonderen Maß, die Gefühle ihrer Charaktere authentisch und tiefgreifend darzustellen, so dass man gar nicht anders kann, als mitzufühlen und sich seine eigenen Gedanken zum Thema „Familie“ zu machen. Die Liebesgeschichte ist dabei besonders schön und liebevoll und die Botschaft, die das Buch vermittelt, macht es am Ende noch einmal zu etwas ganz Besonderem.

Ruhig, gefühlvoll, tiefgreifend, einfach schön.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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114 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 65 Rezensionen

erotik, sarah saxx, liebe, king of chicago, gefühle

King of Chicago

Sarah Saxx
Flexibler Einband: 436 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 16.01.2017
ISBN 9783743116221
Genre: Liebesromane

Rezension:

Inhalt:

Er ist einer der reichsten Junggesellen Chicagos: Travis King. Dem Immobilienmogul liegen die Frauen scharenweise zu Füßen. Als ihm eines Tages die toughe Fotografin Ashley Crown begegnet, steht für ihn von Anfang an fest, dass er sie haben muss – zumindest für eine Nacht. Doch Ashley ist da anderer Ansicht. Immerhin hat sie eine herbe Enttäuschung mit ihrem Ex hinter sich und will sich nicht noch einmal in den Falschen verlieben. Ohne es zu wissen, bringt sie Travis dazu, gegen sämtliche seiner selbst auferlegten Regeln zu verstoßen, und gefährdet dadurch auch ihr Herz. Denn Travis King ist bekannt dafür, dass er nie lange ein und dieselbe Frau an seiner Seite hat …

(Quelle: http://www.sarahsaxx.com/king-of-chicago-verliebt-in-einen-millionaer/)

Travis King gilt als begehrtester Junggeselle in Chicago, doch leider hat er auch den Ruf, sich auf keine feste Bindung einzulassen. Doch Ashley ist das egal. Immerhin ist sie nur seine Fotografin und ihre Beziehung damit rein geschäftlich.

Travis ist jedoch sofort begeistert von der toughen jungen Frau, die sich nicht in seinen Fanclub einzureihen scheint. Das weckt den Jagdinstinkt in ihm und er bitte Ashley um ein Date.
Lange kann diese ihm nicht widerstehen, doch sie sehnt sich nach mehr als nur einem sexuellen Abenteuer.

Bald steht beider Leben gehörig auf dem Kopf und sie müssen sich entscheiden, ob sie der Liebe eine Chance geben oder weiter ihren Regeln treu bleiben wollen.

Meine Meinung:

Neben all der Fantasy, die ich so gerne lese, brauchte ich mal wieder etwas ganz anderes und da schien mir Sarah Saxx‘ Millionär genau der richtige Lesestoff zu sein.

Natürlich klingt die Story erst einmal wie so viele, die in letzter Zeit (vor allem nach Shades of Grey) auf dem Markt gelandet sind, doch ich liebe die Geschichten von Sarah Saxx und finde, sie bringt immer ihren eigenen Zauber in die Lovestories. Und so ist es auch in diesem Fall. Zuerst bedient die Autorin zwar auch die übliche Klischees, vom reichen Playboy und der toughen Protagonistin, die nie etwas mit ihm anfangen würde, nur um sich dann doch Hals über Kopf zu verlieben, aber ganz ehrlich, das habe ich auch erwartet, als ich den Klappentext gelesen habe und wäre arg enttäuscht gewesen, wenn ich diese Klischees nicht bekommen hätte. Klar hätte sich Ashley noch länger gegen Travis „wehren“ können, aber ich finde, Sarah Saxx hat hier schon das richtige Timing, damit es kein ewiges Hin und Her zwischen den Protagonisten gibt, das mich viel mehr genervt hätte, als dass Ashley Travis doch nicht wiederstehen kann.

Was diese Geschichte etwas von den übrigen in diesem Genre abhebt, ist die Tatsache, dass Travis sehr schnell merkt, dass er sich in Ashley verliebt und damit aber dann auch nicht wirklich ein Problem zu haben scheint. Er gehört nicht zu den Millionären, die sich dann ständig umentscheiden, weil sie ja doch eigentlich keine Beziehung wollen. Nein, Travis scheint gar nicht so viel darüber nachzudenken. Für ihn steht einfach fest, dass er Ashley will und das mit allen nötigen Konsequenzen, was ich wirklich schön und erfrischend fand.

Natürlich gibt es trotzdem Drama und man bräuchte keine 436 Seiten, wenn alles super laufen würde, doch in diesem Fall kommt das Drama von außen und zwar in einer Form, die mal etwas anderes ist und mir sehr gut gefallen hat. Eifersucht, Intrigen, Erpressung  …. Hier bietet Sarah Saxx uns wirklich eine bunte Mischung an, die mich sehr gut unterhalten hat und gar nicht so weit hergeholt ist. Die Zweifel, die in den Protagonisten bzw. hier vor allem in der weiblichen Protagonistin stecken, sind also durchaus berechtigt und gingen mir deshalb nicht auf die Nerven, wie es sonst in solchen Geschichten schnell bei mir der Fall ist.

Außerdem fand ich es großartig, dass die Kapitel aus beiden Sichten erzählt werden. Einmal liest man, wie es Ashley ergeht, dann wiederum erfährt man, was in Travis vorgeht. Ich mag es wirklich sehr, wenn man in Liebesgeschichten beide Parts hautnah miterleben kann.

Das Ende ist natürlich vorhersehbar, aber das weiß man schon, wenn man den Klappentext gelesen hat und kann sich damit schon darauf freuen. Ich fand jedenfalls, dass es die Geschichte schön abrundete und war richtig glücklich über diese süße Lovestory.

Fazit:

Sarah Saxx erfindet mit ihrem „King of Chicago“ das Rad sicher nicht neu, sondern bedient die gängigen Klischees, die mit einem solchen Buch einhergehen. Und doch hat sie es geschafft, das nervige Hin und Her, das es sonst gibt, abzumildern und das Drama aus einer anderen Richtung heraufzubeschwören. Ich konnte mich dabei richtig in die Liebesgeschichte fallenlassen und das Gefühlschaos von Ashley und Travis, inklusive Ende, genießen.

Wenn eine „Millionärs-Lovestory“, dann auf jeden Fall diese hier von Sarah Saxx, eine klare Leseempfehlung.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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32 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

rezension, freundschaft, highschool, magellan, strei

Überlieben in 10 Schritten

Rachel McIntyre , Jessika Komina , Sandra Knuffinke
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Magellan, 18.01.2017
ISBN 9783734850141
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

Daisy hat die Nase voll! Von Jungs im Allgemeinen und von ihrem Ex im Speziellen. Zeit für einen Neuanfang! Am College ist sowieso alles besser und man hat viel Wichtigeres als Jungs im Kopf. Davon ist Daisy fest überzeugt – zumindest bis sie Toby begegnet. Mr Charming hat es ihr angetan. Alles scheint perfekt, sodass sie die ersten Wolken am Liebeshimmel komplett übersieht. Doch so langsam braut sich ein richtiger Sturm zusammen, dem niemand entkommen kann! Jetzt ist es an Daisy, das Ruder wieder in die Hand zu nehmen …

Daisys Freund hat sich dazu entschieden nach Spanien auszuwandern … ohne sie. Da ist es nur logisch, dass sie mit ihm Schluss gemacht hat, was aber nicht heißt, dass es ihr nicht das Herz gebrochen und sie seitdem von Jungs die Nase voll hat.

Ein kompletter Neuanfang ist da wohl die beste Lösung, deshalb fängt sie an einem neuen College an und lernt dort prompt einen jungen Mann kennen. Einen verdammt gutaussehenden Mann, der sofort eine Charmeoffensive startet, der Daisy nicht lange widerstehen kann.

Doch nichts ist so perfekt, wie es anfangs scheint und Daisy muss bald erkennen, dass ein kompletter Neuanfang auch oft nicht die Lösung ist … .

Meine Meinung:

Nachdem ich von meinem ersten magellan-Buch so begeistert war, wollte ich unbedingt noch mehr Bücher dieses Verlages entdecken und freute mich sehr, als „Überlieben in 10 Schritten“ bei mir ankam. Wer kennt schließlich die Situation nicht, dass man von der Liebe erst einmal so richtig die Nase voll hat?!

Das Buch ist aus Sicht der Protagonistin Daisy geschrieben und gleich zu Beginn findet man sich gemeinsam mit ihr im Garten wieder, wo sie dabei ist, ihre alte Schuluniform zu verbrennen. Da war mir sofort klar, dass Daisy wieder eine ganz besondere Protagonistin ist. Ich fand ihre Art wirklich super: sarkastisch, etwas verrückt, aber doch liebenswert. Sie liebt ihre Familie und steht ihren Freundinnen bei, was sie mir sehr sympathisch machte. Dieses Buch lebt auf jeden Fall davon, dass Daisy eine ganz eigene Art hat die Dinge zu sehen und anzugehen.

Doch auch die Story an sich hat einiges zu bieten. Aufgrund des Klappentextes dachte ich einfach, es geht um eine nette Lovestory, doch wie so oft bei Büchern aus dem magellan Verlag steckt so viel mehr hinter der Geschichte. Was ist man bereit für die Liebe zu tun bzw. zu akzeptieren? Macht Liebe wirklich blind? Wie weit darf man in der Liebe gehen? Und was ist, wenn die Freundinnen gegen den Freund sind? Ich fand es sehr interessant, mich mit diesen Fragen zu beschäftigen und denke, dass sie vor allem auch für jüngere Leser, für die dieses Buch geschrieben wurde, sehr interessant und wichtig sind. Ohne belehrend zu wirken zeigt die Autorin Rachel McIntyre auf, was bei einer gesunden Beziehung wichtig ist und ab wann man besser einen Schlussstrich ziehen sollte. Ich fand es sehr gelungen, wie die Autorin diese wichtigen Themen in ihre Story eingeflochten hat. So bekommt dieses witzige Jugendbuch auch eine ernste Seite, die mir sehr gut gefallen hat und diese Geschichte zu etwas Besonderem macht.

Durch die witzige Art der Protagonistin und ihre einzigartigen Gedanken, denen man während der Geschichte folgt, verfliegen die Seiten nur so und man liest sich locker-leicht und flüssig durch das Buch. Ich habe gar nicht gemerkt, wie schnell ich am Ende angelangt war und hätte ehrlich gesagt noch ewig weiterlesen können, so sehr hab ich das Buch und die Sichtweise der Protagonistin genossen.

Fazit:

Mit „Überlieben in 10 Schritten“ ist der Autorin Rachel McIntyre wirklich ein einzigartiges Jugendbuch gelungen. Die Protagonistin hat mich mit ihrer sarkastischen, leicht verrückten, aber liebenswerten Art total begeistert und obwohl sich das Buch locker-leicht und flüssig liest, hat es doch eine ernste und sehr bewegende Botschaft an seine jungen Leser. Einfach top!

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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