monika_schulze

monika_schulzes Bibliothek

335 Bücher, 299 Rezensionen

Zu monika_schulzes Profil
Filtern nach
335 Ergebnisse
Wähle einen Buchstaben, um nur die Titel anzuzeigen, die mit diesem beginnen.



LOVELYBOOKS-Statistik

(361)

1.057 Bibliotheken, 40 Leser, 2 Gruppen, 126 Rezensionen

cassandra clare, schattenjäger, liebe, fantasy, lady midnight

Lady Midnight

Cassandra Clare , Franca Fritz , Heinrich Koop
Fester Einband: 880 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 17.05.2016
ISBN 9783442314225
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

Niemals wird sie den Tag vergessen, an dem ihre Eltern starben. Die 17-jährige Emma Carstairs war noch ein Kind, als sie damals ermordet wurden, und es herrschte Krieg. Die Wesen der Unterwelt kämpften bis aufs Blut gegeneinander, und die Schattenjäger, die Erzfeinde der Dämonen, wurden fast völlig ausgelöscht. Aber Emma glaubt bis heute nicht, dass ihre Eltern Opfer dieses dunklen Krieges wurden, sondern dass sie aus einem anderen rätselhaften Grund sterben mussten. Inzwischen sind fünf Jahre vergangen, und Emma hat Zuflucht im Institut der Schattenjäger in Los Angeles gefunden. Eine mysteriöse Mordserie sorgt für große Unruhe in der Unterwelt. Immer wieder werden Leichen gefunden, übersät mit alten Schriftzeichen, ähnliche Zeichen wie sie auch auf den Körpern von Emmas Eltern entdeckt worden waren. Emma muss dieser Spur nachgehen, selbst wenn sie dafür ihren engsten Vertrauten und Seelenverwandten Julian Blackthorn in große Gefahr bringt …

Die siebzehnjährige Emma ist eine Schattenjägerin und wohnt seit dem Tod ihrer Eltern im Institut für Schattenjäger. Trotz aller Gerüchte glaubt Emma nie daran, dass ihre Eltern im Krieg gegen die Wesen der Unterwelt ums Leben gekommen sind.

Dieser Verdacht erhärtet sich, als immer mehr Leichen mit mysteriösen Zeichen auftauchen. Zeichen, wie sie auch Emmas Eltern hatten. Schnell ist klar, dass es sich um einen gemeinsamen Mördern handeln muss.

Natürlich will die junge Schattenjägerin diese Spur sofort aufnehmen. Hilfe bekommt sie dabei von ihrem Kollegen und Seelenverwandten Julian. Doch während sie den Hinweisen folgen, wird ihnen klar, dass sie längst mehr sind, als nur Gefährten. Das wäre kein Problem, wär nicht eine Beziehung zwischen Schattenjägern verboten … aus gutem Grund, wie die beiden bald erfahren müssen … .

Meine Meinung:

Ich muss gestehen, ich hatte bis dato noch kein Buch von Cassandra Clare gelesen und hatte auch nie so wirklich den Drang verspürt. Lady Midnight klang jedoch so spannend und jeder schwärmte immer so von den Chroniken der Unterwelt, dass ich es einfach versuchen musste. Da es hieß, man könne „Lady Midnight“ unabhängig von den anderen Reihen lesen, stürzte ich mich gleich einmal in dieses Abenteuer.

Leider muss ich sagen, dass mir der Einstieg mehr als schwer fiel. Ich war, vielleicht aufgrund der fehlenden Vorkenntnisse, total überfordert mit der Welt, den Charakteren und Gesetzen der Schattenjäger. Es waren viel zu viele Informationen auf einmal, die ich einfach nicht sortiert bekam. Zusätzlich hat mir der Schreibstil von Cassandra Clare das Lesen schwer gemacht. Es gibt sehr viele und sehr detailreiche Erklärungen. Sie beschreibt Klamotten und Gerüche sehr genau und ich hätte mir gewünscht, dass sie sich weniger mit diesen, in meinen Augen unwichtigen Details, aufhalten und eher zum Wichtigen kommen würde. Ich hatte das Gefühl, ich würde ewig lesen und doch nie wirklich etwas erfahren. Deshalb brauchte ich auch sehr lange, bis ich mich in die Story einfinden konnte.

Die Charaktere gefielen mir sehr gut. Emma ist eine starke Heldin, der keine besondere Gabe geschenkt wurde, sondern die es mit harter Arbeit und Training sehr weit gebracht hat. Das war einmal erfrischend anders und zusätzlich mochte ich ihre sarkastische Ader und ihre flotten Sprüche. Sie könnte eine wirklich außergewöhnliche Heldin sein, wenn sie manchmal nicht total kopflos handeln würde, was ich oft nicht nachvollziehen konnte. Ihren Gegenpart Julian mochte ich sofort. Er hat nach dem Tod seiner Eltern die Verantwortung für seine Geschwister übernommen. Eine bunte Schar von Individualisten, die vielschichtig und interessant sind. Trotzdem hätte ich mir manchmal gewünscht, es wären ein paar weniger Personen, die man im Kopf  behalten und sortieren müsste. Ich denke, dann hätte ich mich auch mit dem Buch leichter getan und nicht alle Charaktere sind wirklich wichtig für den Fortgang der Geschichte.

Ich muss gestehen, ich hatte mir bei diesem Buch sehr viel Action und Spannung erwartet, da es ja um die Suche eines Mörders gehen sollte. Leider kam bei mir jedoch immer wieder das Gefühl auf, die Emotionen der Protagonisten und ihre Lovestory würden den Vordergrund einnehmen und teilweise kam es mir sogar so vor, als würde die Geschichte auf der Stelle treten und überhaupt nicht weitergehen. Es gab viele Längen, die es mir zusätzlich zu den vielen Informationen schwer machten, bei diesem Buch am Ball zu bleiben und darin zu versinken.

Im letzten Drittel nimmt die Geschichte zwar dann ordentlich an Fahrt auf und der Showdown und der Cliffhanger am Ende lassen auf einen tollen zweiten Band schließen, ich werde jedoch nicht weiterlesen, da ich mit der Welt von „Lady Midnight“ und Cassandra Clares Schreibstil leider nicht warm wurde.

Fazit:

Obwohl es überall heißt, man könne „Lady Midnight“ unabhängig von den übrigen Büchern von Cassandra Clare lesen, empfehle ich das niemandem. Ich hatte große Probleme in die Geschichte zu finden, all die Informationen und Charaktere zu sortieren und fand mich bis zum Schluss nicht wirklich in dieser Welt zurecht. Der detailreiche Schreibstil der Autorin hat mir den Lesefluss zusätzlich erschwert und obwohl am Ende doch noch die von mir gewünschte Spannung auftrat und ich die Protagonisten mochte, konnte mich das Buch nicht wirklich überzeugen.

Von mir bekommt das Buch 2,5 Punkte von 5.

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(14)

20 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

liebesdrama, thronfolger, adlige familie, liebe, liebesgeschichte

Royal Me - The Birthday

Tina Köpke
E-Buch Text: 98 Seiten
Erschienen bei neobooks, 28.02.2017
ISBN 9783742795670
Genre: Liebesromane

Rezension:

Inhalt:

Eine Liebe, die nicht sein darf. Ein chaotischer Geburtstag. Freundschaften auf der Probe.
Gerade erst haben die Erben die Geschehnisse des Maskenballs verdaut, da steht bereits das nächste große Ereignis an. Während die einen sich fragen, wer sie sein wollen, sind andere gezwungen, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen und für ihr Glück zu kämpfen. Doch nicht für jeden nimmt die Party ein gutes Ende – es werden mehr als nur Herzen gebrochen.

Quelle: http://tinakoepke.de/index.php/die-werke/royal-me/royal-me-the-birthday/

Die Geschehnisse des Maskenballs sind gerade erst verarbeitet, da steht das nächste Ereignis an: Eine Geburtstagsfeier. Diese soll die Erben ein bisschen davon ablenken, dass sie sich noch immer in Callahan Castle verstecken müssen.

Doch wo Männer und Frauen auf engstem Raum eingesperrt sind, ist das Chaos vorprogrammiert: Dabei sind verbotene Gefühle, Freundschaften auf Probe und Verrat nur die kleinsten Probleme … .

Meine Meinung:

Nach dem tollen Auftakt dieses Serials freute ich mich schon sehr auf die zweite Episode und stürzte mich sofort wieder in das Vergnügen.

Natürlich gab es ein Wiedersehen mit  all den interessanten Charakteren und erfährt wieder etwas mehr über die einzelnen Personen. Dadurch taucht man dieses Mal auch tiefer in die Gefühlswelt der einzelnen Protagonisten ein. Der Autorin Tina Köpke gelingt es sehr gut, diese authentisch darzustellen und da es so viele vielfältige Charaktere gibt, findet sicher jeder Leser eine Person, mit der er mitfiebern kann. Das verstärkt sich natürlich dadurch, dass es so viele Perspektivwechsel gibt und man so hautnah die Gefühle der Einzelnen mitbekommt. Ich liebe diese verschiedenen Sichtweisen.

Leider erfährt man in dieser Episode nichts Neues über die Terroristen, so dass mir ehrlich gesagt ein wenig die Spannung gefehlt hat. In dieser Folge liegt das Hauptaugenmerk ganz klar auf der Einwicklung der verschiedenen Beziehungen und auf den Gefühlen der Protagonisten.

Der Schreibstil ist auch dabei wieder locker-leicht und flüssig, so dass man die wenigen Seiten schnell durchgelesen hat.

Fazit:

In dieser Episode von „Royal me“ liegt das Hauptaugenmerk ganz klar auf der Entwicklung der verschiedenen Beziehungen und auf den Gefühlen der Protagonisten. Diese bekommt man durch die häufigen Perspektivwechsel wieder hautnah mit und kann so mit ihnen mitfühlen. Ich finde dieses Serial wirklich super und freue mich auf die nächste Episode, die dann hoffentlich neben all den Gefühlen auch wieder etwas mehr Spannung zu bieten hat.

Von mir bekommt das Buch 4 Punkte von 5.

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(9)

20 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

5 sterne

The Burning Sky

Sherry Thomas , Sarah Adler , Marlena Anders
Flexibler Einband: 376 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 28.02.2017
ISBN 9783959912013
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt:

Alles begann mit einem ruinierten Elixier und einem Blitzschlag.

Iolanthe Seabourne ist die größte Elementarmagierin ihrer Generation – so jedenfalls wurde es ihr gesagt. Als solche ist es ihre Pflicht und Bestimmung, den Bane, den mächtigsten Tyrannen und Magier, den die Welt je gesehen hat, zu besiegen und damit das Reich vor dem Untergang zu bewahren. Diese Aufgabe käme selbst für den erfahrensten Magier einem Selbstmord gleich … ganz zu schweigen von einer widerwilligen Sechzehnjährigen ohne Ausbildung. Geleitet von den Visionen seiner Mutter und dem Wunsch nach Rache, schwört sich Prinz Titus, Iolanthe zu beschützen und auf den Kampf gegen den Bane vorzubereiten.
Doch er begeht einen furchtbaren Fehler: Er verliebt sich in das Mädchen, das lediglich ein Mittel zum Zweck hätte sein sollen.
Während die Schergen des Tyrannen immer näher rücken, muss Titus sich entscheiden.
Für seine Mission oder Iolanthes Leben …

Iolanthe Seabourne wollte nur mit Hilfe eines Blitzes ein misslungenes Lichtelixier wiederherstellen, doch wird ihre Welt auf den Kopf gestellt. Die Inquisitorin und Handlangerin des mächtigen Tyrannen Bane heftet sich an ihre Fersen und möchte sie zu ihrem Herren bringen. In letzter Sekunde wird sie jedoch von Prinz Titus gerettet, der sie fortan als Junge verkleidet versteckt.

Dieser erzählt ihr, dass seine Mutter in einer Vision kurz vor ihrem Tod gesehen hat, wie sie gemeinsam gegen die Tyrannei von Bane kämpfen. Iolanthe ist wenig begeistert von dieser Aussicht. Zwar scheint sie die größte Elementarmagierin ihrer Generation zu sein, doch hängt sie an ihrem Leben. Titus lässt ihr aber keine Wahl, schließlich scheint es ihr Schicksal zu sein.

Was jedoch niemand vorausgesagt hat: Titus verliebt sich in Iolanthe und hat bald schon Bedenken, sie einer solchen Gefahr auszusetzen … .

Meine Meinung:

Zu Beginn des Buches war ich wirklich überrascht, da es in einer gänzlich magischen Welt spielt. Es gibt so viele Kleinigkeiten zu entdecken, Charaktere und die Welt kennenzulernen, dass ich vollkommen gefangen genommen wurde von den ganzen Ereignissen und mich richtig in die Welt von „The Burning Sky“ hineinziehen ließ. Dank der vielen schönen und genauen Beschreibungen konnte ich mir alles bildlich vorstellen und fühlte mich bald wie in einen Fantasyfilm hineinversetzt.

Doch viel Zeit bleibt einem nicht Iolanthe und alle anderen kennenzulernen, denn gleich zu Beginn beschwört sie den Blitz herauf und setzt damit eine Kettenreaktion in Gang, die auch sofort alles auf den Kopf stellt.

Iolanthe gefiel mir auf Anhieb total gut. Sie hat das Herz auf dem rechten Fleck und versucht einfach nur für sich und ihren Vormund das Beste zu bekommen, ansonsten hält sie sich eher im Hintergrund. Von ihrer besonderen Begabung ahnt sie nix, sie denkt aber auch gar nicht daran, für andere ihr Leben aufs Spiel zu setzen. Das fand ich richtig klasse. Endlich eine Heldin, die nicht sofort den Kampf gegen das Böse aufnehmen will.

Neben Iolanthe ist Titus ein wirklich ungewöhnlicher und interessanter Charakter. Nachdem er Iolanthe rettet, versucht man genau wie die Protagonistin selbst, ihn als Helden zu sehen. Das wäre jedoch zu leicht, denn in Titus steckt so viel mehr. Ich lernte ihn zu lieben, zu hassen, ihn zu bemitleiden und zu verteufeln. Er ist definitiv mein Lieblingscharakter in diesem Buch, da er so schön vielschichtig und auch etwas undurchsichtig ist.

In „The Burning Sky“ gibt es aber auch noch jede Menge sehr spannende Nebendarsteller. Ich habe schon öfter jetzt gehört, dass es fast zu viele sind, so dass es schwer fällt, den Überblick zu behalten, doch ich finde, dass jeder Charakter einzigartig ist und so hatte ich keine Probleme damit, sie im Kopf zu behalten und richtig zuzuordnen. Sehr spannend fand ich, dass der böse Gegenpart Bane erst sehr spät wirklich im Buch erscheint und man vorher eigentlich nur Geschichten über ihn hört und seine gruseligen Handlanger kennenlernt. Das lässt für die Fortsetzung auf jeden Fall noch reichlich Luft nach oben.

Manch einem Leser könnte es auch zu lange dauern, bis wirklich etwas passiert, denn nach der anfänglichen Spannung, wird es doch erst einmal wieder ruhiger. Doch ich liebte die Welt und die Magie darin viel zu sehr, so dass es mir einfach nur Spaß machte, mich dort „umzusehen“ und alles kennenzulernen. Ich war zu fasziniert, um mich zu langweilen.

Der große Showdown hätte dann jedoch wirklich etwas spannender sein können. Plötzlich geht alles rasend schnell, was für die lange Vorbereitung doch etwas schade war. Doch ich denke, dass das nur die Vorbereitung auf die Fortsetzung war und dass in den Folgebänden noch so viel passiert, dass dieser kleine „Patzer“ schnell vergessen ist. Ich freu mich jedenfalls schon sehr auf das nächste Abenteuer von Iolanthe und Titus.

 

Fazit:

„The Burning Sky“ spielt in einer gänzlich magischen Welt, die mich so fasziniert hat, dass sie mich auch über ruhigere Phasen im Buch hindurchgetragen hat. Iolanthe und vor allem Titus sind sehr interessante und vielschichtige Charaktere, die einen immer wieder überraschen. Der Showdown hätte nach der langen Vorbereitung, ruhig etwas mitreißender sein können. Ich glaube jedoch, dass das nur der Auftakt für noch mehr spannende Abenteuer von Iolanthe und Titus ist, worauf ich mich schon jetzt sehr freue.

Von mir bekommt das Buch 4,5 Punkte von 5.

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(45)

201 Bibliotheken, 9 Leser, 1 Gruppe, 28 Rezensionen

rhiannon thomas, märchenadaption, dornröschen, hundertjähriger schlaf, fluch

Ewig - Wenn Liebe erwacht

Rhiannon Thomas , Michaela Kolodziejcok
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 23.02.2017
ISBN 9783737354691
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

Sie hat hundert Jahre geschlafen.
Ein Prinz hat sie wachgeküsst.
Doch ab da ist nichts mehr wie im Märchen ...
Nach hundertjährigem Schlaf wird Prinzessin Aurora von Prinz Rodric aus dem Schlaf geküsst. Für den Prinzen und seine Familie ist alles klar: Aurora und Rodric sind füreinander bestimmt. Doch ist es das, was Aurora will? Schnell muss sie erkennen, dass sie nur eine Schachfigur in einem Intrigenspiel um Thron und Macht ist. Denn nur wer Aurora, die rechtmäßige Thronerbin, heiratet, hat auch Anspruch auf den Thron. Rodrics Eltern sind tyrannische Herrscher, die Auroras Volk grausam unterdrücken. Und so beschließt Aurora, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen und ihr Volk zu retten. Und da ist auch noch der geheimnisvolle Prinz Finnegan, zu dem sie sich gegen ihren Willen hingezogen fühlt.

(Quelle: http://www.fischerverlage.de/buch/ewig-wenn_liebe_erwacht/9783737354691)

Als Aurora aus ihrem Schlaf erwacht, ist nichts mehr, wie zuvor, immerhin hat sie hundert Jahre geschlafen. Daran ist der Fluch einer Hexe schuld und nur ein Kuss aus wahrer Liebe konnte sie davon befreien. Doch ist Rodric wirklich ihre wahre Liebe? Sie kennt den Prinzen doch gar nicht und trotzdem soll sie ihn plötzlich heiraten.

Aurora ist wenig begeistert von den Plänen des Königs und beginnt dagegen aufzubegehren. Doch schnell muss sie erkennen, dass sie alleine gegen den Tyrannen machtlos ist. Sie braucht dringend Verbündete. Ist Tristan, den sie in einem Gasthaus kennenlernt und der sie sofort fasziniert, vielleicht der Richtige? Oder Prinz Finnegan, der mehr von ihr zu wissen scheint, als sie selbst? Wem kann die Prinzessin trauen und wer möchte sie nur für ihre eigenen Pläne einspannen?

Kann Aurora ihr Leben selbst in die Hand nehmen oder ist  ihr Schicksal längst schon vorherbestimmt?

Meine Meinung:

Schon auf der Frankfurter Buchmesse stach mir dieses Buch aufgrund von Cover und Klappentext ins Auge. Eine Märchenadaption zu Dornröschen? Es war klar, dass ich dieses Buch unbedingt lesen muss.

Der Anfang war auch sofort sehr vielversprechend. Aurora wacht durch einen Kuss aus ihrem hundertjährigen Schlaf auf, ist aber sofort sehr überrascht und fragt sich, ob sie den Prinzen wirklich heiraten soll. Ich fand es toll, dass die Autorin Rhiannon Thomas hier mit dem Klischee „und sie lebten glücklich bis an ihr Ende“ spielt, denn insgeheim ist es ja wirklich sehr fragwürdig, dass die Prinzessin nur aufgrund eines einzigen Kusses heiratet. Wie kann jemand, den man gar nicht kennt, die wahre Liebe sein? Und ist das Schicksal eines Menschen von Anfang an vorbestimmt? Das sind Fragen, die man sich unweigerlich gemeinsam mit der Protagonistin stellt und das fand ich richtig gelungen.

Auch das Setting selbst hat mich sofort in den Bann gezogen. Ich liebe Geschichten über Prinzessinnen und Königreiche, Drachen und Hexen und all das bekommt man in „Ewig“ und kann richtig in dieser märchenhaften Kulisse versinken.

Leider hatte ich nach dem anfänglichen Flow einen richtigen Leseeinbruch. Irgendwie plätschert die Geschichte nach Auroras Erweckung nur noch so vor sich hin und ich hatte keine Ahnung, wohin sie mich führen würde. Es geht um die Hochzeitsvorbereitungen und den König und die Königin. Aurora schleicht sich aus dem Schloss und lernt Tristan kennen, doch irgendwie hat mir die Spannung gefehlt. Man merkt kaum, welche Zustände im Königreich herrschen, weil Aurora sich in meinen Augen viel zu wenig dafür interessiert hat. Ihr scheint ihr eigenes Schicksal mehr am Herzen zu liegen, als das ihres Volkes und ich hatte bis zum Schluss nicht das Gefühl, als wäre sie besonders kämpferisch oder rebellisch. Natürlich macht sie sich ihre Gedanken zur Hochzeit und zu ihrer Zukunft, aber mir war die Protagonistin ehrlich gesagt zu langweilig.

Auch die übrigen Charaktere blieben mir zu farblos. Ehrlich gesagt haben mich die Protagonisten irgendwie irritiert, da sie teilweise ganz plötzlich einen richtigen Sinneswandel durchmachten oder einfach nur trist und langweilig waren. Es gab keine Person, die mich richtig begeistert hat und mir im Gedächtnis blieb.

Die Geschichte selbst war für mich auch sehr zäh. Lange Zeit passiert kaum etwas und man merkt auch nur selten, dass das Volk leidet und der König alle tyrannisiert. Überhaupt gab es für mich da zu wenige Infos und ich hätte mir mehr erwartet, um auch die Spannung zu steigern. Es wäre viel aufregender gewesen, wenn sich die Situation mit jedem Kapitel mehr zuspitzt hätte, so dass es einen großartigen Showdown gibt. Zwar wird es zum Ende hin etwas besser, die große Spannung blieb jedoch aus.

Für den Schluss hat sich die Autorin zwar einiges aufgehoben, das Hoffnung für den zweiten Teil gibt, ich bin mir jedoch nicht sicher, ob ich die Geschichte um Aurora weiter verfolgen werde.

 

Fazit:

„Ewig – Wenn Liebe erwacht“ wartet mit einem märchenhaften Setting auf, bricht dann aber mit den üblichen Klischees, die es in Märchen so gibt, was ich richtig toll fand. Abgesehen davon hat die Autorin in meinen Augen jedoch das meiste Potenzial verschenkt. Die Charaktere bleiben farblos oder sind irritierend, die Geschichte plätschert dahin und da Spannung fehlt, war sie eher langweilig und hat mich nach dem tollen Beginn kaum noch begeistert.

Von mir bekommt das Buch 2,5 Punkte von 5.

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(14)

23 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

erdbeere, italie, liebesgeschichte

Erdbeeren im Sommer

Anja Saskia Beyer
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei Tinte & Feder, 16.05.2017
ISBN 9781542045582
Genre: Sonstiges

Rezension:

Inhalt:

Enttäuscht und mit Wut im Bauch sitzen Luisa und Mona in ihrem VW-Bus auf dem Weg nach Süditalien. Nach einem missglückten Heiratsantrag und einem handfesten Ehekrach brauchen die beiden Freundinnen dringend einen Ortswechsel. Und da bietet sich Tante Giulias idyllischer Erdbeerhof und das kleine mediterrane Ristorante geradezu an. Was die beiden dort erwartet, ist allerdings weit mehr als schmackhafte Erdbeeren und italienische Küche: Luisa wird ihre alte Jugendliebe Matteo wiedertreffen und auf ein Geheimnis stoßen, das sich um ein außergewöhnliches Kochbuch rankt. Als Tante Giulia überraschend abreist, sind Luisa und Mona gezwungen, tief in die Familiengeschichte einzutauchen, die sie bis in die turbulenten 50er Jahre zurückführt. Die Ereignisse von damals werden Luisas Leben verändern – auf eine Weise, wie sie es nie für möglich gehalten hätte.

Quelle: http://www.anja-saskia-beyer.com/?page_id=811

So hat sich Luisa die Reaktion von Tom auf ihren Heiratsantrag nicht vorgestellt.  Als sie sich deswegen bei ihrer besten Freundin Mona ausheulen möchte, erlebt sie hautnah mit, dass auch bei dieser einiges im Argen liegt und dass es in der Vorzeigeehe ordentlich kriselt.

Da hilft nur eins: Ein Tapetenwechsel. Kurzerhand packen die beiden ihre Sachen und machen sich auf den Weg zum Erdbeerhof von Luisas Tante Giulia in Italien.

Dort erwarten sie jedoch nicht etwa ein paar entspannte Tage, denn Giulia reist ebenfalls Hals über Kopf ab und Luisa und Mona müssen sich um den Hof und das Ristorante kümmern.

Ihr Nachbar und Luisas Jugendliebe Matteo greift den beiden Freundinnen unter die Arme und auch Nick, der einzige Pensionsgast kreuzt immer wieder ihren Weg.

Wieso nur ist Giulia geflüchtet? Hat das etwas damit zu tun, was vor 50 Jahren in Italien passiert ist? Und wie wird dieses Familiengeheimnis Luisas Leben verändern? Findet sie auf dem Erdbeerhof endlich die Antworten, nach denen sie so dringend sucht?

Meine Meinung:

Als ich den Klappentext gelesen hatte, wollte ich das Buch unbedingt lesen. Es klingt wirklich nach einer ganz tollen Sommerlektüre.

Gleich zu Beginn findet man sich mitten in Luisas Heiratsantrag wieder und erlebt die Reaktion von Tom, ihrem langjährigen Partner mit. Sofort hatte ich Mitleid mit der Protagonistin und konnte sie vollauf verstehen. Mal abgesehen davon, dass ich nie in die Situation kommen würde, wär ich doch auch zutiefst verletzt gewesen und wäre genau wie Luisa sicher erst einmal geflüchtet. Als sie auch noch ihre Freundin Mona mit ins Boot bzw. in den Van holt, war ich sehr gespannt, was die beiden auf dem Erdbeerhof alles erleben würden.

Luisas Tante Giulia habe ich auch sofort ins Herz geschlossen. Sie schien eine dieser einzigartigen, junggebliebenen Senioren zu sein, die auf jeden Fall bleibenden Eindruck hinterlassen. Schade, dass diese dann so schnell abreist, aber es war von Anfang an klar, dass hinter dieser Flucht mehr stecken würde und ich war richtig neugierig darauf, zu erfahren, was denn das große Familiengeheimnis war.

Ehrlich gesagt hatte ich zu Beginn so gar keine Ahnung, worauf das hinauslaufen könnte. Erst als sich die Hinweise verdichten ahnte ich, was auf Luisa und somit auch auf mich zukommen würde und trotzdem verlor das Buch dadurch nichts an Spannung, da man nicht weiß, wie die Autorin die Situation dann wieder auflösen würde. Dabei fand ich es besonders schön, dass die Protagonisten selbst von der Vergangenheit erzählen und man so immer wieder Rückblicke lesen und selbst in die Geschehnisse versinken kann. Mit viel Gefühl schildert Anja Saskia Beyer sowohl die Geschichte von Luisa, als auch die ihrer Tante Giulia. Ich fieberte richtig mit diesen beiden sympathischen Frauen mit. Es war fast, als würde ich sie wirklich persönlich kennen.

Und dann hat das Buch noch zwei Besonderheiten: Einmal das wundervolle Setting. Die Autorin hat die Orte so bildhaft beschrieben, dass ich fast die Sonne Italiens auf meiner Haut spüren konnte und mich nach Urlaub, Strand und Meer sehnte. Doch auch die Gerichte, die so detailreich geschildert werden haben es mir als leidenschaftliche Köchin total angetan. Ich hatte den Geruch von Basilikum und frischen Tomaten in der Nase, musste mir Erdbeeren kaufen, da ich so viel Lust darauf bekam und war überglücklich als ich am Ende des Buches das Rezept für die Erdbeertörtchen fand, die ich unbedingt nachbacken muss.                                        

Fazit:

„Erdbeeren im Sommer“ ist nicht nur ein schönes Sommerbuch, das mir entspannte Lesestunden beschert hat, nein, ich habe es in Gedanken mit allen Sinnen genossen: Ich spürte die Sonne Italiens auf der Haut, schmeckte die Süße der Erdbeeren und roch das frische Basilikum. Die Autorin Anja Saskia Beyer ließ mich mit ihren äußerst sympathischen Protagonisten mitfiebern und schickte mich gemeinsam mit Luisa sowohl auf einen Selbstfindungstrip, als auch auf eine Reise in die Vergangenheit, die ich beide sehr genossen habe. Vielen Dank für dieses besondere Leseerlebnis.

 

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(23)

30 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

verlag: montlake, neuanfang, cowboy, neubeginn, montlake romance

Wenn Liebe Cowboystiefel trägt

Emily Bold
E-Buch Text: 302 Seiten
Erschienen bei Montlake Romance, 28.03.2017
ISBN 9781477820544
Genre: Sonstiges

Rezension:

Inhalt:

Als Avery Davis nach acht Jahren und einem schweren Kampf gegen den Krebs in ihren Heimatort Littletree zurückkehrt, steht sie vor den Trümmern ihres Lebens. Ohne Job, ohne Partner – und ohne Haare. Doch ihr unfreiwilliger Neuanfang wird noch verkompliziert, als sie dort ausgerechnet ihrer Jugendliebe Mason King in die Arme läuft. Der draufgängerische Rodeo-Reiter und Lokalheld rüttelt Avery mit seinen Sprüchen ganz schön auf und weckt längst vergessene Erinnerungen. Doch ein Mann, der seine Gesundheit bei jedem Ritt aufs Spiel setzt, wird nie verstehen, wie hart sie um ihr Leben gekämpft hat.

Auf so einen Mann kann sie sich nicht einlassen – egal, was ihr Herz sagt.

(Quelle: http://emilybold.de/wenn-liebe-cowboystiefel-traegt/)

Avery hat es geschafft: Sie hat den Krebs besiegt. Doch dieser Kampf hat ihr viel abverlangt: Sie hat ihren Job und ihren Freund verloren und steht jetzt vor dem Nichts.

Halt sucht sie bei ihrer Familie, deshalb kehrt sie in ihren Heimatort Littletree zurück. Dort möchte sie sich etwas erholen und überlegen, wie es weitergehen soll.

Doch es ist gar nicht so einfach ihre Gedanken zu sortieren, denn ihre Jugendliebe Mason ist auch gerade wieder in Littletree und bringt sie ordentlich durcheinander. Erinnerungen und alte Gefühle werden geweckt, aber Avery kann sich nicht auf Mason einlassen. Nicht, wenn er mit seinem Leben so leichtfertig umgeht und sie um ihres so hart gekämpft hat.

 

Meine Meinung:

Im Prolog erlebt man Mason King bei einem Rodeo-Ritt und bekommt gleich mal einen kleinen Einblick in diesen Sport. Ich bin kein Fan von Rodeos, aber Emily Bold steckt ihren männlichen Protagonisten Mason in das Gewand eines Cowboys und stattet ihn mit so viel Liebe und Begeisterung für diesen Sport aus, dass man gar nicht anders kann, als sich in diese Welt hineinziehen zu lassen.

Im ersten Kapitel lernt man dann Avery kennen, die nach ihrem Kampf gegen den Krebs wieder bei ihren Eltern einzieht. Obwohl man Averys Krankheit nicht direkt miterlebt, schildert die Autorin Emily Bold sehr einfühlsam den Umgang mit und vor allem den Kampf gegen diese Krankheit. Ich konnte sehr gut mitfühlen, wie es der Protagonistin geht und konnte es wirklich nachvollziehen, dass sie, obwohl sie den Kampf überstanden hatte, trotzdem nicht überglücklich ist und immer noch unter den Folgen leidet und nicht weiß, wie es weitergehen soll. Avery scheint in einem schwarzen Loch gefangen zu sein und das stellt Emily Bold wirklich sehr authentisch dar.

Schnell treffen Avery und Mason wieder aufeinander und anfangs ist es wirklich sehr schwierig zwischen den beiden. Doch mir gefiel es außerordentlich gut, dass Mason nicht aufgibt und Avery nach und nach aus ihrem Mauseloch lockt. Manchmal hätte ich mir noch etwas mehr Geknister gewünscht, ein großes Feuerwerk der Gefühle, doch in „Wenn Liebe Cowboystiefel trägt“ sind die Emotionen zwar tief, diese kommen jedoch eher still und leise und nicht mit einem großen Knall. Trotzdem kann man jederzeit die Gefühle zwischen den Protagonisten spüren und mitfühlen.

Sehr gut gefielen mir auch die Nebendarsteller wie z.B. Averys Schwester und Masons Bruder oder der kautzige Wildhüter Todd. Sie alle sind mit sehr viel Liebe gestaltet und nehmen aber nur so viel Platz in der Geschichte ein, dass sie einen schönen Rahmen für die Protagonisten bilden, diese aber nicht in den Hintergrund drängen.

Auch das Setting konnte mich wirklich überzeugen. Littletree ist ein süßer Ort, wo sich Hase und Igel gute Nacht sagen und jeder jeden kennt. Im Café von Averys Mutter wird noch selbstgebackener Kuchen serviert und auf der Farm von Mason werden Barbecues veranstaltet. Es hat mir großen Spaß gemacht all die Orte kennenzulernen und ich konnte in Littletree richtig schön entspannen.

Der Schreibstil von Emily Bold war dabei immer schön locker und leicht, aber auch sehr gefühlvoll. Ich konnte der Geschichte leicht folgen und obwohl es viele Rodeo-Fachausdrücke gab war mein Lesefluss nie gestört, da alles immer sehr gut erklärt wurde.

Fazit:

„Wenn Liebe  Cowboystiefel trägt“ ist ein schöner Liebesroman, der mit einem wundervollen Setting aufwartet. Es macht richtig Spaß, die Orte von Littletree zu besuchen und mit den beiden starken und einzigartigen Protagonisten mitzufühlen. Manchmal hätte ich mir etwas mehr Geknister gewünscht, aber insgesamt ist es eine wirklich tolle Liebesgeschichte, die man entspannt genießen kann.

Von mir bekommt das Buch 4,5 Punkte von 5.

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(66)

207 Bibliotheken, 22 Leser, 0 Gruppen, 45 Rezensionen

fantasy, kendare blake, giftmischer, penhaligon, naturbegabte

Der Schwarze Thron - Die Schwestern

Kendare Blake , Charlotte Lungstrass-Kapfer
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Penhaligon, 09.05.2017
ISBN 9783764531447
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt:

„Sie sind Schwestern. Sie sind Drillinge, die Töchter der Königin. Jede von ihnen hat das Recht auf den Thron des Inselreichs Fennbirn, aber nur eine wird ihn besteigen können. Mirabella, Katharine und Arsinoe wurden mit verschiedenen magischen Talenten geboren ― doch nur, wer diese auch beherrscht, kann die anderen Schwestern besiegen und die Herrschaft antreten. Vorher aber müssen sie ein grausames Ritual bestehen. Es ist ein Kampf um Leben und Tod ― er beginnt in der Nacht ihres sechzehnten Geburtstages …“

 

Arsinoe, Mirabella und Katharine sind Drillinge. Doch anstatt gemeinsam aufzuwachsen wurden sie schon früh getrennt und auf ihre Rolle vorbereitet: Eine von ihnen soll Königin werden und die anderen beiden töten.

Dabei helfen ihnen ihre besonderen Gaben. Arsinoe ist eine Naturbegabte, Mirabella eine Elementwandlerin und Katharine eine Giftmischerin. Sie wachsen im jeweiligen Clan auf und werden auf ihr Schicksal vorbereitet. Ein Schicksal, das ihnen keine Wahl lässt … oder etwa doch?

Meine Meinung:

Ich durfte das Buch im Rahmen einer Bloggeraktion lesen und freute mich sehr darüber, da mich der Klappentext sofort begeistert hat.

Anfangs lernt man die drei Schwestern kennen. Man erlebt jeweils die Sicht einer jeden kennen, ihren Clan, ihren Wohnort, ihre Kräfte. Ich war sofort fasziniert von diesen drei sehr unterschiedlichen Schwestern und doch hatte jede etwas Besonderes an sich und obwohl ich im Rahmen der Bloggeraktion dem Clan der Naturbegabten und somit Arsinoe zugeteilt war, konnte ich nicht wirklich sagen, welche der Drillinge mir am liebsten war. Auch die Kräfte der verschiedenen Clanmitglieder konnten mich wirklich begeistern. Hier hat sich Kendare Blake sehr viel einfallen lassen.

Außerdem wird man von der Autorin nach und nach in ihre Welt und die damit verbunden Rituale eingeführt. Es war wirklich spannend, mehr darüber zu erfahren. Wie war es die Jahre vorher, was müssen die Schwestern beachten und wie entscheidet sich, welche Schwester Königin wird? Der Weltenentwurf ist meiner Meinung nach sehr gelungen und ich freute mich darauf, mehr darüber zu erfahren.

Leider muss ich gestehen, dass bei mir, nachdem ich sowohl die Schwestern, als auch die Welt und ihre Rituale kennengelernt hatte, etwas die Luft raus war. Ich wartete zwar gespannt darauf, dass endlich die Nacht der Nächte kommen würde, in der die Schwestern nach langer Zeit wieder aufeinandertreffen würden, doch dazwischen hatte ich das Gefühl etwas auf der Stelle zu treten. Zwar spannt sich die Situation immer mehr an und man merkt, wie sich die Spannung langsam steigert, aber mir ging das ehrlich gesagt etwas zu langsam und ich war froh, als das Buch im letzten Drittel endlich wieder etwas an Fahrt aufnahm.

Für das Finale hat sich Kendare Blake dann doch wieder einiges einfallen lassen und noch einmal tief in die Trickkiste der Autoren gegriffen. Ich konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen, weil ich einfach wissen musste, wer am Ende die besten Chancen auf den Thron haben würde. Der Showdown hat es wirklich in sich, denn die Autorin wirbelt alles noch einmal ordentlich durcheinander, zeigt die Schwestern noch einmal in einem anderen Licht, so dass wieder alles offen und der Kampf um den Thron noch lange nicht beendet ist. Doch nicht nur das: Ein Wahnsinnscliffhanger macht es mir ganz unmöglich geduldig auf die Fortsetzung zu warten.

Fazit:

„Der schwarze Thron – Die Schwestern“ wartet mit einer tollen Ideen und gleich drei gleichermaßen faszinierenden Protagonistinnen auf, die sich in einer spannenden Welt bewegen. Es machte mir großen Spaß alles kennenzulernen, doch nach diesem anfänglichen „Beschnuppern“ war für mich erst einmal die Luft raus und ich musste mich in der Mitte etwas zum Weiterlesen zwingen, nur um dann im letzten Drittel an den Seiten zu kleben. Zum Schluss greift Kendare Blake dann noch einmal ganz tief in die Trickkiste der Autoren und zaubert einen gigantischen Showdown, der es mir unmöglich macht, geduldig auf die Fortsetzung zu warten.

Von mir bekommt das Buch 4 Punkte von 5.

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(40)

74 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 34 Rezensionen

exordium, dämon, engel, sin, deadly

Exordium

Lana Rotaru
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 16.01.2017
ISBN 9783743163133
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

Ein Vertrag.
Zwei Seiten.
Drei Personen.
Sieben Todsünden.
Acht Prüfungen.

Himmel oder Hölle?
Leben oder Tod?

»Ich freue mich auf das Spiel, Avery ...«

(Quelle: https://www.lana-rotaru.de/startseite/meine-b%C3%BCcher/exordium-deadly-sin-1/)

Die siebzehnjährige Avery führt ein ganz normales Teenagerleben: Sie besucht die Highschool, surft gerne gemeinsam mit ihrem besten Freund Adam und freut sich auf ihren achtzehnten Geburtstag.

Einige Tage vor ihrer Volljährigkeit hat sie jedoch seltsame Visionen, in denen sie ein unheimlicher Typ verfolgt. Diese Halluzinationen lassen Avery an ihrer geistigen Gesundheit zweifeln und auch ihr bester Freund verhält sich plötzlich wirklich seltsam.

Das Mädchen hat das Gefühl ihr Leben würde außer Kontrolle geraten, dabei ahnt sie nicht, wie recht sie damit wirklich hat, denn nach ihrem Geburtstag muss sie sich ganz anderen Prüfungen stellen, als denen, die das Erwachsen werden in der Regel mit sich bringt … . 

Meine Meinung:

Nachdem ich das erste Mal von der Autorin Lana Rotaru von ihrem neuen Buch erfahren hatte, war für mich klar, dass ich es lesen muss. Eine Geschichte über die sieben Todsünden und damit verbundene Prüfungen klang einfach zu spannend.

Anfangs lernt man erst einmal Avery und ihren besten Freund Adam kennen. Da das Buch aus Sicht der Protagonistin erzählt wird, erhält man natürlich hautnah Einblick in ihre Gedanken und Gefühle. Das fand ich toll, da Avery ein echt interessanter Charakter ist. Ihre Eltern haben sich getrennt und trotzdem ist sie mit ihrem Leben wirklich zufrieden. Sie mag ihren besten Freund, scheint aber mit der Liebe nicht viel am Hut zu haben. Manchmal hatte ich sogar das Gefühl, dass sie überhaupt kein Interesse am männlichen Geschlecht hat J Das fand ich aber gar nicht schlimm, im Gegenteil, es ist meiner Meinung nach sehr erfrischend, dass mal nicht die große Liebe im Mittelpunkt steht. Was nicht heißt, dass sich das nicht im Folgeband noch ändert, Potenzial ist auf jeden Fall da, denn neben dem äußerst liebenswerten Adam lernt man noch den unverschämten und doch interessanten Nox kennen. Trotz dieser Dreierkonstellation sieht es nicht danach aus, als würde sich hier eine Dreiecksbeziehung anbahnen. Doch ehrlich gesagt weiß ich noch nicht recht, wohin uns die Autorin in Sachen Liebe führen wird. Es bleibt also auch in diesem Bereich wirklich spannend, was ich echt toll finde.

Während man gemeinsam mit der Protagonistin die einzelne Tage durchlebt, erfährt man immer wieder von ihren Visionen und fragt sich natürlich, was dahinter steckt. Allerdings lässt uns die Autorin Lana Rotaru doch ganz schön lange zappeln, bis sie schließlich das Geheimnis lüftet. Obwohl sie hier mit einem altbekannten Phänomen aufwartet, konnte sie mich doch auch damit überraschen, da sie das Bekannte auf neue Weise aufbereitet, die wirklich faszinierend ist.

Vom Klappentext weiß man ja auch schon, dass die Autorin die sieben Todsünden in ihre Geschichte eingewebt hat. Die Umsetzung hierzu wird jedoch erst einmal nur angeschnitten, was ich sehr schade fand. Da es sich jedoch um den Auftakt einer Reihe handelt, kann man hier auf jeden Fall noch einiges erwarten. Mich hat Lana Rotaru damit zweifellos schon einmal richtig neugierig gemacht, so dass ich sofort weiterlesen möchte.

Der Schreibstil der Autorin ist während des gesamten Buches locker-leicht und flüssig, so dass man das Buch viel zu schnell durchgelesen hat.

 

Fazit:

Mit „Exordium“ hat die Autorin Lana Rotaru einen tollen Grundstein für eine spannende und faszinierende Reihe gelegt. Hier wird ein altbekanntes Phänomen mit neuen Elementen bestückt und macht den Leser richtig neugierig auf alles, was da noch kommt. Ich bin jedenfalls mehr als gespannt darauf, was Avery, Adam und Nox noch für Abenteuer erwarten wird. Deshalb kann ich es kaum erwarten, weiterlesen zu können.

Von mir bekommt das Buch 4,5 Punkte von 5.

  (4)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(29)

33 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

liebe, contemporary, tättowierer, tanz, vergangenheit

Never before you - Jake & Carrie

Amy Baxter
Flexibler Einband: 392 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 01.04.2017
ISBN 9783741300325
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt:

Jake muss weg aus Brooklyn. Weg von der Gang, die ihn immer tiefer in die Kriminalität zieht. Weg von der Frau, die er nicht vergessen kann. Auf der anderen Seite des Kontinents, in San Francisco, will er das Tattoo Studio seines verstorbenen Vaters wiederaufbauen und ein neues Kapitel beginnen. Die kesse und gut organisierte Carrie kommt ihm da gerade recht. Sie hilft ihm mit dem Papierkram, doch pünktlich zum Feierabend verschwindet sie still und heimlich. Aber wohin? Und warum erzählt sie nichts von sich? Obwohl ihn Frauen außerhalb des Schlafzimmers nicht interessieren, geht ihm die kleine Tänzerin nicht mehr aus dem Kopf – und mächtig unter die Haut ...

(Quelle: https://www.luebbe.de/bastei-luebbe/buecher/liebesromane/never-before-you-jake-carrie/id_6457232)

Jake erbt das Tattoostudio seines Vaters, was ihm wie ein Zeichen erscheint: Das ist genau der richtige Zeitpunkt für den Neuanfang, den er so dringend braucht. Deshalb packt er seine Koffer und macht sich auf nach San Francisco, um das Studio neu aufzubauen.

Dabei soll ihm die kesse Carrie helfen, die super mit Zahlen jonglieren kann und ihm deshalb bei dem Papierkram hilft. Bald fasziniert Jake mehr als nur ihr Organisationstalent.

Doch wohin verschwindet Carrie immer und wieso weiß er so wenig über sie? Kann es einen Neuanfang geben oder steht den beiden ihre Vergangenheit im Weg? Eines ist auf jeden Fall klar: Carrie hat sich längst in Jakes Kopf geschlichen und auch in sein Herz … .

Meine Meinung:

Momentan brauche ich zwischen all den Fantasygeschichten immer wieder mal eine Portion New Adult und da kam das Buch von Amy Baxter genau richtig.

Das Buch beginnt mit Carries Sicht und man erhält einen kleinen Einblick in ihr Leben. Ich fand die Protagonistin auf Anhieb sympathisch und mochte sie sofort richtig gerne. Sie hatte es in ihrem Leben nie leicht, boxt sich aber durch und steht mittlerweile mit beiden Beinen im Leben. Sie lässt sich nicht unterkriegen und gefiel mir mit ihrer kessen und taffen Art sehr gut.

Im nächsten Kapitel wird die Geschichte dann aus Jakes Sicht erzählt. Im Gegensatz zu Carries Vergangenheit, bleibt seine ein Geheimnis, was ich sehr spannend fand. Ich wollte unbedingt wissen, warum er einen Neuanfang möchte und was in seinem Leben passiert ist, dass er sich auf keine ernsthafte Beziehung einlassen kann. Diesen Gegensatz fand ich wirklich sehr gelungen und ich war mehr als gespannt darauf, zu erfahren, was hinter all dem steckt.

Die beiden Protagonisten sind wirklich ganz außergewöhnlich: Sie sind selbstbewusst und haben doch eine verletzliche Seite, sie sind aufbrausend und doch sanft, manchmal möchte man sie schütteln und doch kann man sie einfach nur gernhaben. Ich habe sie jedenfalls sofort in mein Herz geschlossen. Doch es gibt auch einige interessante Nebendarsteller, wie z.B. Nolan, Carries schwulen Freund oder Olivia, Carries beste Freundin. Ich fand es richtig toll, wie es der Autorin gelungen ist, das Hauptaugenmerk auf die beiden Protagonisten zu lenken und doch eine Umgebung zu schaffen, die zwar im Hintergrund bleibt, trotzdem aber neben diesen beiden starken Charakteren nicht ganz unter geht.

Die Liebesgeschichte der beiden gefiel mir wirklich richtig gut. Amy Baxter hält hier die Waagschale zwischen Drama und großen Gefühlen, was gar nicht so einfach ist. In vielen New Adult Romanen bin ich genervt vom häufigen Hin und Her zwischen den Protagonisten, doch hier war das überhaupt nicht der Fall. Im Gegenteil, ich fand es sehr glaubhaft, wie sich die beiden anfangs gegen ihre Gefühle gewehrt haben, bis sie merkten, dass es längst um sie geschehen war.

Die erotischen Stellen haben es wirklich in sich. Hier nimmt die Autorin kein Blatt vor den Mund und doch sind die Szenen ästhetisch und prickelnd. Sie passen super in die Geschichte, sind weder zu häufig, noch zu selten. Auch hier hält Amy Baxter perfekt das Maß.

Sehr gut gefiel mir auch Carries Leidenschaft für das Tanzen und die Musik. Amy Baxter hat dabei einige bekannte Musikstücke in die Geschichte eingebaut und es gibt sogar eine Playlist zu dem Buch, was ich ein tolles Extra finde.

 

Fazit:

Jake und Carrie aus dem ersten Teil der „Never before you“-Reihe von Amy Baxter kann man einfach nur gernhaben. Sie sind gleichzeitig taff und selbstbewusst, aber auch sanft und verletzlich. Die Geschichte an sich lässt der Lovestory genug Raum, bietet ihr aber gleichzeitig einen guten Rahmen und Amy Baxter ist es wirklich super gelungen,  das perfekte Maß zwischen dem Hin und Her der Protagonisten und den großen Gefühlen zu halten. Ich hab die Zeit mit Jake und Carrie jedenfalls sehr genossen.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

  (3)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(304)

605 Bibliotheken, 18 Leser, 3 Gruppen, 197 Rezensionen

götter, götterfunke, griechische mythologie, marah woolf, liebe

GötterFunke. Liebe mich nicht

Marah Woolf
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Dressler, 20.02.2017
ISBN 9783791500294
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

Eigentlich wünscht Jess sich für diesen Sommer nur ein paar entspannte Wochen in den Rockys. Doch dann trifft sie Cayden, den Jungen mit den smaragdgrünen Augen, und er stiehlt ihr Herz. Aber Cayden verfolgt seine eigenen Ziele. Der Göttersohn hat eine Vereinbarung mit Zeus. Nur wenn er ein Mädchen findet, das ihm widersteht, gewährt Zeus ihm seinen sehnlichsten Wunsch: endlich sterblich zu sein. Wird Cayden im Spiel der Götter auf Sieg setzen, auch wenn es Jess das Herz kostet?

Quelle: http://www.dressler-verlag.de/nc/schnellsuche/titelsuche/details/titel/1300294/23236/37163/Autor/Marah/Woolf/G%F6tterFunke._Liebe_mich_nicht.html

Jess konnte ihre beste Freundin Robyn dazu überreden, den Sommer in einem Camp zu verbringen. Dort freut sie sich auf ein paar entspannte Wochen mit interessanten Kursen. Doch Cayden, der Junge mit den smaragdgrünen Augen durchkreuzt diese Pläne, denn Jess verliebt sich sofort in ihn.

Cayden jedoch wünscht sich genau das Gegenteil: Er muss ein Mädchen finden, das ihm widerstehen kann. Nur so erfüllt ihm Zeus seinen sehnlichsten Wunsch: Er macht den Göttersohn sterblich. Da scheidet Jess natürlich aus, aber dennoch kann er sich nicht von ihr fernhalten.

Wie wird Cayden sich entscheiden: Für die Sterblichkeit oder die Liebe?

Meine Meinung:

Zu Beginn des Buches erfährt man die Regeln des Wettstreites zwischen Zeus und Prometheus und liest ein paar Aufzeichnungen von Hermes, dem Götterboten, der den neuen Versuch von Prometheus mitverfolgt und aufschreibt. Diese Aufzeichnungen findet man von da ab vor jedem Kapitel und man bekommt dadurch noch ein paar weitere Informationen und eine neue Sichtweise auf die Ereignisse, die teilweise sehr humorvoll ist, was ich richtig toll fand. Wer wünscht sich nicht einen Einblick in die Götterwelt? J

Danach trifft man auf Jess und ihre beste Freundin Robyn, die sich auf den Weg ins Camp machen. Aus Sicht von Jess wird die Geschichte in Ich-Form erzählt und dadurch lernt man die Protagonistin gleich etwas besser kennen. Sie ist der Typ „Mädchen von nebenan“, nett, aber nichts Besonderes. Trotz allem mochte ich sie von Anfang an, was ich von Robyn nicht behaupten kann. Sie meint, die ganze Welt müsse sich um sie drehen, was sie mir eher unsympathisch machte.

Spätestens als die beiden schließlich im Camp ankommen, war ich total begeistert von diesem Buch. Ich mochte die Camp-Atmosphäre und auch die Idee mit den Göttern ist richtig klasse. Denn Marah Woolf hat die Götter kurzerhand einfach in die Welt der Menschen verfrachtet und sie teilweise in die Körper von Jugendlichen gepackt. Dabei werden sie natürlich auch mit den Problemen konfrontiert, die es mit sich bringt, wenn man männliche und weibliche Teenager gemeinsam in ein Camp steckt. Da ist natürlich auch einiges an Chaos vorherbestimmt, denn es fliegen ordentlich die Fetzen, aber auch die Schmetterlinge ;)

Natürlich geht es in dem Buch hauptsächlich um den Pakt zwischen Cayden und Zeus und somit auch um Liebe. Wer also mit dem Teenager-Liebesdrama und einem ständigen Hin und Her zwischen den Protagonisten nichts anfangen kann, ist bei diesem Buch nicht richtig. Ich hatte jedoch meinen Spaß dabei, Jess und Cayden bei ihren aufkeimenden Gefühlen zu begleiten und zu verfolgen, wie es ihnen der Pakt schwer machte. Dabei mochte ich vor allem Cayden total gerne, obwohl er doch teilweise sehr egoistisch handelt und einige Aktionen durchführt, die ich so gar nicht gutheißen konnte. Aber wer kann schon einem Gott widerstehen? Also ich nicht.

Neben dieser Lovestory, die natürlich den Hauptteil der Geschichte einnimmt, findet in der Götterwelt eine Verschwörung statt, die das Ende der göttlichen Ordnung bewirken könnte. Dadurch kommt einiges an Spannung in die Geschichte und man lernt auch die griechische Mythologie, oder das was Marah Woolf daraus macht, etwas besser kennen und ich liebe sie. Die Autorin hat hier wirklich eine tolle, faszinierende und göttliche Welt geschaffen, die mich sofort begeistert hat. Es hat mir total Spaß gemacht, alles darüber zu erfahren und ich bin sehr gespannt, was Marah Woolf in den Fortsetzungen noch für uns bereithält.

Fazit:

Marah Woolf hat mich mit „Götterfunke“ richtig begeistert. Sie verfrachtet die Götter kurzerhand in die Welt der Menschen und konfrontiert sie mit den Liebesproblemen von Teenagern. Wer also keine Lust auf ein Hin und Her zwischen den Protagonisten hat, sollte vielleicht nicht zu diesem Buch greifen. Ich hatte jedoch großen Spaß im Camp und freue mich mehr von Cayden, Jess und den Göttern zu lesen.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

 

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(20)

42 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

elesztrah, fanny bechert, elfen, pöni, asche und schnee

Elesztrah - Asche und Schnee

Fanny Bechert
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 02.04.2017
ISBN 9783906829364
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt:
"Während sich die Bewohner Elesztrahs in Frieden wähnen, bleibt die Beziehung zwischen Lysanna und Aerthas angespannt. Die Pläne des Elfenkriegers stehen wie eine Mauer zwischen ihnen und gleichgültig, wie sehr sie sich bemühen – eine gemeinsame Zukunft scheint unmöglich zu sein.
Lysanna sieht schließlich nur noch einen Ausweg: Sie will ihr Schicksal selbst bestimmen, auch wenn sie sich dem Hüter der Zeit entgegenstellen muss.
Doch in den Lauf der Dinge einzugreifen, ist nicht so leicht, wie es sich die Jägerin vorstellt. Denn die Schicksalsweberin lässt sich die Fäden nur ungern aus der Hand nehmen. Zudem bahnt sich in Elesztrah eine weitere Bedrohung an, die nicht nur Aerthas’ Leben in Gefahr bringt …"
(Quelle: http://www.sternensand-verlag.ch/elesztrah-2-fannybechert.html)

Der flammende Lord ist besiegt und Lysanna und Aerthas könnten in Frieden leben, wäre da nicht die Verlobung mit der Prinzessin. Diese scheint eine gemeinsame Zukunft für die Waldläuferin und den Elfenkrieger unmöglich zu machen.

Da bleibt nur eines: Die Zeit zurückdrehen und das Leben von vorne beginnen. Dafür braucht Lysanna jedoch die Hilfe der Schicksalsweberin, denn nur sie kann die Fäden neu knüpfen. Doch was so einfach klingt, ist doch schwieriger als gedacht und Lysanna muss bald erkennen, dass das Schicksal ganz eigene Pläne für sie, Aerthas und die Bewohner von Elesztrah hat… .

Meine Meinung:
Nachdem Band 1 mein Jahreshighlight 2016 war und nach dem fiesen Cliffhanger am Ende war ich total gespannt auf die Fortsetzung und musste sie sofort lesen.

Im Prolog findet man sich gemeinsam mit Orano bei der Fürstin Lawinia wieder und bekommt einen kleinen Einblick in die Pläne der Fürstin, ohne dass jedoch zu viel verraten wird. Das erzeugte sofort einiges an Spannung und ich war sehr neugierig darauf zu erfahren, was die Fürstin plant und was diese Pläne für Lysanna und Aerthas bedeuten würden.

Danach springt die Geschichte zu Lysanna, die nach der Offenbarung von der Verlobung Aerthas mit gebrochenem Herzen zurück zu den Angelus Mortis geht. Sehr emotional und authentisch beschreibt die Autorin Fanny Bechert Lysannas Gefühle und wer selbst schon einmal richtig Liebeskummer hatte, kann sehr gut nachvollziehen, wie es der Waldläuferin geht und dass sie eigentlich nur noch den Wunsch hegt, sich von diesem Schmerz zu befreien und von vorne zu beginnen. Wer hat sich nicht schon einmal gewünscht, die Zeit zurückdrehen zu können? Und genau das ist Lysannas Plan: Sie will die Begegnung mit Aerthas verhindern und hofft, dadurch wieder glücklich zu sein. Ich fand es wirklich toll, was die Autorin aus dieser Idee gemacht hat und obwohl es dabei hauptsächlich um die Gefühle von Lysanna und Aerthas ging, war es doch auf keiner Seite langweilig. Im Gegenteil, es war toll sich gemeinsam mit der Protagonistin zu überlegen, was „Schicksal“ bedeutet und ob das Leben wirklich vorherbestimmt ist oder man immer auch eine Wahl hat. So macht man sich beim Lesen gleich seine eigenen Gedanken zu diesen Themen.

Dabei fiebert man natürlich auch richtig mit Lysanna und Aerthas mit. Diese beiden Protagonisten sind so einzigartig und liebevoll, so charakterstark und großartig, dass ich mich richtig in die beiden verliebt und jede Minute mit ihnen genossen habe. Das sind einfach Charaktere, die im Kopf und im Herzen bleiben, egal, wie viele Bücher man gelesen hat, man kann diese beiden einfach nicht vergessen.

Doch natürlich geht es in der Fortsetzung nicht nur um die Liebe zwischen Lysanna und Aerthas, sondern auch um die Geschehnisse in Elesztrah selbst. Es braut sich nämlich eine neue dunkle Bedrohung zusammen, die alle Bewohner in Gefahr bringt, was ordentlich Spannung in der Geschichte erzeugt und mich von Seite zu Seite mehr bangen ließ. Ich konnte mich gar nicht mehr von den Ereignissen losreißen und habe jede freie Minute genutzt, um weiterzulesen.

Neben all den Gefühlen und der Spannung, tauchte ich wieder tief ein in die Welt von Elesztrah, die ich schon im ersten Band zu lieben gelernt habe. Es macht mir einfach wahnsinnig Spaß all die Wesen und Bewohner von Elesztrah mit all ihren Eigenschaften immer besser kennenzulernen und ihre Wege zu verfolgen. Neben den Elfen Lysanna und Aerthas, liegt in diesem Band noch ein besonderes Augenmerk auf Lysannas Tochter Fayori und dem Seelenlosen Sedan und das hat einen Grund: Im dritten Band werden diese beiden Charaktere nämlich die Hauptrollen einnehmen. Ich finde es zwar etwas schade, dass Lysanna und Aerthas wohl nur noch eine untergeordnete Rolle spielen werden, denn ich liebe diese beiden einfach und würde sie gerne noch weiter begleiten und mehr von ihnen lesen, doch Fayori und Sedan finde ich auch toll und bin gespannt, was sie uns zu bieten haben werden.

Am Ende von „Asche und Schnee“ bekommt man schon einen kleinen Einblick in die Geschehnisse und ich freu mich schon darauf, zu entdecken, was sich Fanny Bechert da wieder für uns einfallen lassen wird. Ich bin einfach nur glücklich, dass ich Elesztrah noch nicht verlassen muss, denn diese Welt ist so einzigartig und fantastisch, so bildgewaltig und liebevoll entworfen, dass ich mich jedes Mal völlig darin verliere und alles um mich herum vergesse.

Fazit:
„Elesztrah – Asche und Schnee“ steht seinem Vorgänger in nichts nach. Wieder konnte ich mich total in der bildgewaltigen und fantastischen Welt von Elesztrah verlieren und gemeinsam mit den liebevollen und einzigartigen Charakteren mitfiebern. Ich habe mich total in Lysanna, Aerthas und Elesztrah selbst verliebt und kann gar nicht genug davon bekommen.

„Elesztrah“ ist auf jeden Fall eine Reise wert, aber Achtung, diese Reihe könnte zu eurer Lieblingsreihe werden, absolute Sucht-Gefahr!

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(86)

307 Bibliotheken, 10 Leser, 1 Gruppe, 64 Rezensionen

schattendiebin, fantasy, hexen, jugendbuch, catherine egan

Schattendiebin – Die verborgene Gabe

Catherine Egan , Katharina Diestelmeier
Fester Einband: 414 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 24.01.2017
ISBN 9783473401475
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

Julia ist die beste Diebin von Spira, denn sie hat eine besondere Gabe: Sie kann sich unsichtbar machen. Für ihren neuesten Job soll sie sich als Dienstmädchen in ein Herrenhaus einschleichen und die Bewohner ausspionieren. Schnell wird ihr klar, dass die alte Hausherrin und ihre Gäste noch dunklere Geheimnisse hüten als sie selbst. Noch ahnt Julia nicht, wie eng ihr eigenes Schicksal mit ihnen verknüpft ist ...

(Quelle: https://www.ravensburger.de/shop/neuheiten/buecher/schattendiebin-band-1-die-verborgene-gabe-40147/index.html)

Julias Mutter wurde der Hexerei bezichtigt und getötet. Seitdem verdient sich das Mädchen ihren Lebensunterhalt als Diebin und Spionin. Dabei hilft ihr die Gabe, sich unsichtbar machen zu können.

Ihr neuester Auftrag führt sie in das Haus von Frau Och. Dort soll sie etwas über die Bewohner herausfinden, die alle irgendwie seltsam sind und ihre Geheimnisse zu haben scheinen. Ohne zu ahnen, worauf sie sich da eingelassen hat,  dringt sie immer tiefer in die Geschichte der Hausherrin und ihrer Gäste ein und wird dabei von ihrer eigenen Vergangenheit eingeholt… .

Meine Meinung:

Das Buch beginnt sehr geheimnisvoll mit der Geschichte einer jungen Frau, die gerade eine Stelle als Gouvernante antreten will, kurz vorher aber ermordet wird. Da mir die Namen vom Klappentext her nichts sagten, war ich sehr gespannt, was diese kurze Szene mit der Gesamtgeschichte zu tun haben würde und wieso und von wem das Mädchen ermordet worden ist.

Danach lernt man Julia kennen, die bereits im Haus von Frau Och als Dienstmädchen eingeschleust wurde und dort arbeitet. Das Buch ist dabei aus Julias Sicht in Ich-Form geschrieben, so dass man einen direkten Einblick in die Gedanken und Gefühle des Mädchens bekommt. Sie war mir auch von Anfang an sofort sympathisch und ich genoss es, mehr über sie zu erfahren. Im Laufe der Geschichte erinnert sie sich auch an ihre Mutter, so dass man darüber informiert wird, was damals geschehen ist. Sofort hatte die Protagonistin mein volles Mitleid. Sie hatte es wirklich nicht leicht, mit einer Hexe als Mutter in einer Zeit, in der Hexen gejagt und getötet werden.

Überhaupt fand ich den Weltenentwurf sehr interessant. Vor allem das Thema der Hexerei fand ich sehr originell umgesetzt. Doch diese magischen Wesen sind nicht die einzigen, die man im Buch kennenlernen darf und denen die Autorin ein paar neue Eigenschaften zugeschrieben hat. Ich fand es richtig toll, wie Catherine Egan hier Bekanntes mit Neuem kombiniert und es machte mir großen Spaß alles zu entdecken und kennenzulernen. Dabei konnte ich mich völlig in der Welt verlieren und tief darin eintauchen.

Durch den Beginn des Buches wird natürlich sofort Spannung aufgebaut, indem man erfährt, dass es einen Mörder im Buch gibt, jedoch nicht weiß, wer es ist und welche Beweggründe dieser hat. Als man dann in Julias Leben eintaucht, flaut die Spannung erst einmal etwas ab, was ich jedoch nicht schlimm fand, da ich gerne mehr über die Protagonistin und ihr Leben in dieser interessanten Welt erfahren wollte. Außerdem streut die Autorin immer wieder Szenen aus anderen Perspektiven ein, die die Geschichte des Mörders weiter verfolgen, so dass die Spannung nie ganz verfliegt. Mir gefiel es jedenfalls sehr gut, nicht sofort zu wissen, wohin die Story wirklich geht und was die Morde mit Julias Leben zu tun haben. Doch ganz ehrlich gesagt, hätte ich nie erahnen können, wohin die ganze Geschichte schließlich führt. Hier hat die Autorin jedenfalls eine sehr komplexe Handlung erschaffen, die auch für Folgebände einiges bereithält und mich richtig begeistert hat.

Auch die Liebesgeschichte war in meinen Augen sehr erfrischend, da sie eher im Hintergrund bleibt und es in diesem Fantasy-Band einmal nicht um die große, alles überstehende Liebe geht (zumindest in Band 1 nicht). Zwar gibt es am Rande noch ein paar zarte Gefühle, die sich in der Fortsetzung ausbauen lassen, die aber genau so gut im Sande verlaufen können. Ich bin auf jeden Fall sehr neugierig darauf, was Catherine Egan hier noch für uns bereithält.

Am Ende schließt die Autorin diesen Band erst einmal ab und lässt den Leser nicht mit einem fiesen Cliffhanger zurück, worüber ich sehr froh bin. Trotzdem ist noch genug Luft für eine spannende Fortsetzung, über die ich mich wirklich sehr freuen würde, da ich gerne noch tiefer in Julias Welt eintauchen möchte.

Fazit:

Dieses Buch ist sehr erfrischend, da es bei den Fantasy-Elementen Bekanntes mit Neuem verbindet, die Liebesgeschichte einmal nicht im Mittelpunkt steht und man nicht sofort weiß, worauf es hinauslaufen wird. Ich war jedenfalls total in der Welt von Catherine Egan gefangen und habe die Protagonistin sehr gerne bei ihrem spannenden Abenteuer begleitet. Ich will auf jeden Fall mehr von der Schattendiebin lesen.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(26)

51 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

liebe, affäre, contemporary, freundschaft, amerika

Liebe ist wie Drachensteigen

Ashley Herring Blake , Birgit Salzmann
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Magellan, 18.01.2017
ISBN 9783734850240
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

Die große Liebe? An so einen Unsinn glaubt Hadley längst nicht mehr. Nicht, seit ihr Vater eine Affäre hatte. Doch dann trifft sie Sam …

Sam kennt sich aus mit Geheimnissen. Er hat selbst einige davon. Als er sich in Hadley verliebt, könnte alles so schön sein. Wenn da nicht die Sache mit der Wahrheit wäre, die manchmal einfach verdammt unschön ist.

(Quelle: https://www.magellanverlag.de/feine-b%C3%BCcher/jugendbuch/)

Seit der Affäre ihres Vaters ist in Hadleys Leben nichts mehr, wie es war. Nicht nur, dass sich ihr Zuhause nicht mehr wie ein Zuhause anfühlt, sie hat auch den Glauben an die Liebe verloren.

Dann tritt Sam in ihr Leben und sie fängt an, wieder Vertrauen zu anderen, zu ihm aufzubauen. Doch auch Sams Familienleben ist alles andere als unkompliziert und eine Beziehung zu Hadley scheint unmöglich, denn niemals könnte er sein größtes Geheimnis offenbaren… .

Meine Meinung:

Die Bücher aus dem Magellan Verlag sind immer etwas ganz Besonderes und auch dieses wollte ich unbedingt lesen. Schon allein Cover und Klappentext haben mich total angesprochen und ich wurde auch hier nicht enttäuscht.

Die Kapitel sind abwechselnd aus Hadleys und Sams Sicht in Ich-Perspektive geschrieben. So bekommt man ganz nah mit, was in den beiden Protagonisten vorgeht und wie sie unter ihrer jeweiligen Familiensituation leiden. Dabei gelingt es der Autorin Ashley Herring Blake besonders gut, die Gefühle ihrer Charaktere authentisch und mitfühlend darzustellen. Ehrlich gesagt hatte ich nie drüber nachgedacht, was so eine Affäre für die Kinder bedeuten könnte. Klar weiß man, dass eine Trennung der Eltern nicht spurlos an den Kindern vorübergeht, aber hier geht die ganze Geschichte tiefer und man erhält einen schonungslosen Einblick in das Familienleben aus Sicht der Kinder. Das hat mich wirklich tief berührt und zum Nachdenken gebracht.

Besonders toll an dem Perspektivwechsel ist die Tatsache, dass man dadurch auch einen Einblick in Sams Geheimnis bekommt und somit einen Wissensvorsprung gegenüber Hadley hat. Das lässt den Leser natürlich zusätzlich mitfiebern, da man sich fragt, wann die Protagonistin wohl hinter das große Geheimnis kommen und wie sie darauf reagieren wird. Mich hat diese Tatsache jedenfalls dazu gebracht, geradezu an den Seiten zu kleben und meine Nerven waren fasst zum Zerreißen gespannt, da ich ahnte, wohin alles führen würde.

Sehr gut gefiel mir auch die Liebesgeschichte. Natürlich weiß man, nachdem man den Klappentext gelesen hat, dass sich die beiden Protagonisten ineinander verlieben. Doch auch hier beweist die Autorin ein besonderes Geschick, Gefühle zu beschreiben, sie authentisch darzustellen und lebendig werden zu lassen. Obwohl die beiden sich auf Anhieb sofort sympathisch sind und die Schmetterlinge relativ schnell fliegen, bleibt trotzdem genügend Raum, damit sich die Gefühle entwickeln können. Es war so schön, mitzuerleben, wie die beiden sich gefunden haben. Es scheint fast so, als würden sie sich anziehen, wie zwei Magnete, als könnten sie gar nicht anders, als sich ineinander zu verlieben. Hach, die Liebesgeschichte ist wirklich einfach nur bezaubernd schön.

Doch natürlich ist es nicht so einfach, wie es scheint, vor allem für Sam nicht, der nicht weiß, wie er Hadley in sein Geheimnis einweihen soll. Auch diese Zerrissenheit hat Ashley Herring Blake sehr einfühlsam und authentisch in ihr Buch eingearbeitet. Sams Handlungen waren für mich immer nachvollziehbar, wodurch die Geschichte glaubhaft blieb und mich richtig mitreißen konnte.

Der Schreibstil der Autorin ist dabei immer locker-leicht und flüssig. Er passt super zu den Protagonisten und der Zielgruppe und hat, obwohl er sich einfach weglesen lässt, doch sehr viel Tiefgang, was vor allem der tollen Mischung aus witzigen Dialogen, liebevollen Details und der authentischen Beschreibung der Gefühle geschuldet ist.

Auch wenn dieses Buch eher durch seine sanfte und stille Art überzeugt, hält die Autorin doch noch eine Überraschung bereit, mit der ich nicht gerechnet hatte. Diese lässt den Leser die Geschichte noch einmal aus einer anderen Perspektive betrachten und hat mich noch mehr für dieses Buch und das ernste Thema darin eingenommen.

Am Ende gibt es dann sogar noch eine zusätzliche Botschaft, die mich sehr berührt hat: Bestimmt wer wir sind, was in unserem Leben bisher passiert ist auch unsere Zukunft oder können wir selber wählen, wer wir sein wollen, wie unser Leben aussehen soll? Eine Frage, die mich sehr nachdenklich und dieses Buch wieder einmal ganz besonders gemacht hat.

Fazit:

Der Magellan Verlag hat wirklich ein Händchen für ganz besondere Jugendbücher. „Liebe ist wie Drachensteigen“ ist auf jeden Fall eines davon. Der Autorin Ashley Herring Blake gelingt es in einem besonderen Maß, die Gefühle ihrer Charaktere authentisch und tiefgreifend darzustellen, so dass man gar nicht anders kann, als mitzufühlen und sich seine eigenen Gedanken zum Thema „Familie“ zu machen. Die Liebesgeschichte ist dabei besonders schön und liebevoll und die Botschaft, die das Buch vermittelt, macht es am Ende noch einmal zu etwas ganz Besonderem.

Ruhig, gefühlvoll, tiefgreifend, einfach schön.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(75)

96 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 61 Rezensionen

erotik, sarah saxx, liebe, king of chicago, gefühle

King of Chicago

Sarah Saxx
Flexibler Einband: 436 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 16.01.2017
ISBN 9783743116221
Genre: Liebesromane

Rezension:

Inhalt:

Er ist einer der reichsten Junggesellen Chicagos: Travis King. Dem Immobilienmogul liegen die Frauen scharenweise zu Füßen. Als ihm eines Tages die toughe Fotografin Ashley Crown begegnet, steht für ihn von Anfang an fest, dass er sie haben muss – zumindest für eine Nacht. Doch Ashley ist da anderer Ansicht. Immerhin hat sie eine herbe Enttäuschung mit ihrem Ex hinter sich und will sich nicht noch einmal in den Falschen verlieben. Ohne es zu wissen, bringt sie Travis dazu, gegen sämtliche seiner selbst auferlegten Regeln zu verstoßen, und gefährdet dadurch auch ihr Herz. Denn Travis King ist bekannt dafür, dass er nie lange ein und dieselbe Frau an seiner Seite hat …

(Quelle: http://www.sarahsaxx.com/king-of-chicago-verliebt-in-einen-millionaer/)

Travis King gilt als begehrtester Junggeselle in Chicago, doch leider hat er auch den Ruf, sich auf keine feste Bindung einzulassen. Doch Ashley ist das egal. Immerhin ist sie nur seine Fotografin und ihre Beziehung damit rein geschäftlich.

Travis ist jedoch sofort begeistert von der toughen jungen Frau, die sich nicht in seinen Fanclub einzureihen scheint. Das weckt den Jagdinstinkt in ihm und er bitte Ashley um ein Date.
Lange kann diese ihm nicht widerstehen, doch sie sehnt sich nach mehr als nur einem sexuellen Abenteuer.

Bald steht beider Leben gehörig auf dem Kopf und sie müssen sich entscheiden, ob sie der Liebe eine Chance geben oder weiter ihren Regeln treu bleiben wollen.

Meine Meinung:

Neben all der Fantasy, die ich so gerne lese, brauchte ich mal wieder etwas ganz anderes und da schien mir Sarah Saxx‘ Millionär genau der richtige Lesestoff zu sein.

Natürlich klingt die Story erst einmal wie so viele, die in letzter Zeit (vor allem nach Shades of Grey) auf dem Markt gelandet sind, doch ich liebe die Geschichten von Sarah Saxx und finde, sie bringt immer ihren eigenen Zauber in die Lovestories. Und so ist es auch in diesem Fall. Zuerst bedient die Autorin zwar auch die übliche Klischees, vom reichen Playboy und der toughen Protagonistin, die nie etwas mit ihm anfangen würde, nur um sich dann doch Hals über Kopf zu verlieben, aber ganz ehrlich, das habe ich auch erwartet, als ich den Klappentext gelesen habe und wäre arg enttäuscht gewesen, wenn ich diese Klischees nicht bekommen hätte. Klar hätte sich Ashley noch länger gegen Travis „wehren“ können, aber ich finde, Sarah Saxx hat hier schon das richtige Timing, damit es kein ewiges Hin und Her zwischen den Protagonisten gibt, das mich viel mehr genervt hätte, als dass Ashley Travis doch nicht wiederstehen kann.

Was diese Geschichte etwas von den übrigen in diesem Genre abhebt, ist die Tatsache, dass Travis sehr schnell merkt, dass er sich in Ashley verliebt und damit aber dann auch nicht wirklich ein Problem zu haben scheint. Er gehört nicht zu den Millionären, die sich dann ständig umentscheiden, weil sie ja doch eigentlich keine Beziehung wollen. Nein, Travis scheint gar nicht so viel darüber nachzudenken. Für ihn steht einfach fest, dass er Ashley will und das mit allen nötigen Konsequenzen, was ich wirklich schön und erfrischend fand.

Natürlich gibt es trotzdem Drama und man bräuchte keine 436 Seiten, wenn alles super laufen würde, doch in diesem Fall kommt das Drama von außen und zwar in einer Form, die mal etwas anderes ist und mir sehr gut gefallen hat. Eifersucht, Intrigen, Erpressung  …. Hier bietet Sarah Saxx uns wirklich eine bunte Mischung an, die mich sehr gut unterhalten hat und gar nicht so weit hergeholt ist. Die Zweifel, die in den Protagonisten bzw. hier vor allem in der weiblichen Protagonistin stecken, sind also durchaus berechtigt und gingen mir deshalb nicht auf die Nerven, wie es sonst in solchen Geschichten schnell bei mir der Fall ist.

Außerdem fand ich es großartig, dass die Kapitel aus beiden Sichten erzählt werden. Einmal liest man, wie es Ashley ergeht, dann wiederum erfährt man, was in Travis vorgeht. Ich mag es wirklich sehr, wenn man in Liebesgeschichten beide Parts hautnah miterleben kann.

Das Ende ist natürlich vorhersehbar, aber das weiß man schon, wenn man den Klappentext gelesen hat und kann sich damit schon darauf freuen. Ich fand jedenfalls, dass es die Geschichte schön abrundete und war richtig glücklich über diese süße Lovestory.

Fazit:

Sarah Saxx erfindet mit ihrem „King of Chicago“ das Rad sicher nicht neu, sondern bedient die gängigen Klischees, die mit einem solchen Buch einhergehen. Und doch hat sie es geschafft, das nervige Hin und Her, das es sonst gibt, abzumildern und das Drama aus einer anderen Richtung heraufzubeschwören. Ich konnte mich dabei richtig in die Liebesgeschichte fallenlassen und das Gefühlschaos von Ashley und Travis, inklusive Ende, genießen.

Wenn eine „Millionärs-Lovestory“, dann auf jeden Fall diese hier von Sarah Saxx, eine klare Leseempfehlung.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(24)

32 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

rezension, freundschaft, highschool, magellan, strei

Überlieben in 10 Schritten

Rachel McIntyre , Jessika Komina , Sandra Knuffinke
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Magellan, 18.01.2017
ISBN 9783734850141
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

Daisy hat die Nase voll! Von Jungs im Allgemeinen und von ihrem Ex im Speziellen. Zeit für einen Neuanfang! Am College ist sowieso alles besser und man hat viel Wichtigeres als Jungs im Kopf. Davon ist Daisy fest überzeugt – zumindest bis sie Toby begegnet. Mr Charming hat es ihr angetan. Alles scheint perfekt, sodass sie die ersten Wolken am Liebeshimmel komplett übersieht. Doch so langsam braut sich ein richtiger Sturm zusammen, dem niemand entkommen kann! Jetzt ist es an Daisy, das Ruder wieder in die Hand zu nehmen …

Daisys Freund hat sich dazu entschieden nach Spanien auszuwandern … ohne sie. Da ist es nur logisch, dass sie mit ihm Schluss gemacht hat, was aber nicht heißt, dass es ihr nicht das Herz gebrochen und sie seitdem von Jungs die Nase voll hat.

Ein kompletter Neuanfang ist da wohl die beste Lösung, deshalb fängt sie an einem neuen College an und lernt dort prompt einen jungen Mann kennen. Einen verdammt gutaussehenden Mann, der sofort eine Charmeoffensive startet, der Daisy nicht lange widerstehen kann.

Doch nichts ist so perfekt, wie es anfangs scheint und Daisy muss bald erkennen, dass ein kompletter Neuanfang auch oft nicht die Lösung ist … .

Meine Meinung:

Nachdem ich von meinem ersten magellan-Buch so begeistert war, wollte ich unbedingt noch mehr Bücher dieses Verlages entdecken und freute mich sehr, als „Überlieben in 10 Schritten“ bei mir ankam. Wer kennt schließlich die Situation nicht, dass man von der Liebe erst einmal so richtig die Nase voll hat?!

Das Buch ist aus Sicht der Protagonistin Daisy geschrieben und gleich zu Beginn findet man sich gemeinsam mit ihr im Garten wieder, wo sie dabei ist, ihre alte Schuluniform zu verbrennen. Da war mir sofort klar, dass Daisy wieder eine ganz besondere Protagonistin ist. Ich fand ihre Art wirklich super: sarkastisch, etwas verrückt, aber doch liebenswert. Sie liebt ihre Familie und steht ihren Freundinnen bei, was sie mir sehr sympathisch machte. Dieses Buch lebt auf jeden Fall davon, dass Daisy eine ganz eigene Art hat die Dinge zu sehen und anzugehen.

Doch auch die Story an sich hat einiges zu bieten. Aufgrund des Klappentextes dachte ich einfach, es geht um eine nette Lovestory, doch wie so oft bei Büchern aus dem magellan Verlag steckt so viel mehr hinter der Geschichte. Was ist man bereit für die Liebe zu tun bzw. zu akzeptieren? Macht Liebe wirklich blind? Wie weit darf man in der Liebe gehen? Und was ist, wenn die Freundinnen gegen den Freund sind? Ich fand es sehr interessant, mich mit diesen Fragen zu beschäftigen und denke, dass sie vor allem auch für jüngere Leser, für die dieses Buch geschrieben wurde, sehr interessant und wichtig sind. Ohne belehrend zu wirken zeigt die Autorin Rachel McIntyre auf, was bei einer gesunden Beziehung wichtig ist und ab wann man besser einen Schlussstrich ziehen sollte. Ich fand es sehr gelungen, wie die Autorin diese wichtigen Themen in ihre Story eingeflochten hat. So bekommt dieses witzige Jugendbuch auch eine ernste Seite, die mir sehr gut gefallen hat und diese Geschichte zu etwas Besonderem macht.

Durch die witzige Art der Protagonistin und ihre einzigartigen Gedanken, denen man während der Geschichte folgt, verfliegen die Seiten nur so und man liest sich locker-leicht und flüssig durch das Buch. Ich habe gar nicht gemerkt, wie schnell ich am Ende angelangt war und hätte ehrlich gesagt noch ewig weiterlesen können, so sehr hab ich das Buch und die Sichtweise der Protagonistin genossen.

Fazit:

Mit „Überlieben in 10 Schritten“ ist der Autorin Rachel McIntyre wirklich ein einzigartiges Jugendbuch gelungen. Die Protagonistin hat mich mit ihrer sarkastischen, leicht verrückten, aber liebenswerten Art total begeistert und obwohl sich das Buch locker-leicht und flüssig liest, hat es doch eine ernste und sehr bewegende Botschaft an seine jungen Leser. Einfach top!

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(125)

308 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 87 Rezensionen

chosen, bestimmte, fantasy, rena fischer, gaben

Chosen - Die Bestimmte

Rena Fischer
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Planet! ein Imprint der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 17.01.2017
ISBN 9783522505109
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

Zwei verfeindete Clans, die sie auf ihre Seite ziehen wollen.
Ein Internat für Schüler mit außergewöhnlichen Fähigkeiten, das ihr vorkommt wie ein Gefängnis.
Und ein Junge, den sie mehr liebt, als es gut für sie ist.
Zwischen Liebe und Verrat, Lüge und Verschwörung muss Emma die Wahrheit finden.
So schnell wie möglich, sonst werden sie sie kriegen. Und töten.

Quelle: http://www.thienemann-esslinger.de/planet/buecher/buchdetailseite/chosen-die-bestimmte-isbn-978-3-522-50510-9/

 

Schon von klein auf wurde Emma von ihrer Mutter eingetrichtert, ihre besondere Gabe zu verbergen und jedem Fremden zu misstrauen, ohne, dass Emma wusste, was dahinter steckt.

In Sensus Corvi, einem Internat mit Schüler mit außergewöhnlichen Fähigkeiten macht Emma sich auf die Suche nach Antworten. Wieso ist Emmas Mutter mit ihr untergetaucht und was führt der Schulleiter von Sensus Corvi wirklich im Sinn? Was hat Emmas Vater damit zu tun und wieso bringt jede Berührung von Aidan ihre Haut zum brennen? Und was hat es mit der Untergrundorganisation zu tun, die Emma für sich gewinnen will?

Bald schon weiß die junge Frau nicht mehr, was sie glauben und wem sie vertrauen soll. Ist sie wirklich nur ein Spielball der mächtigen Clans, die sich gegenseitig vernichten wollen oder hat sie die Macht etwas zu verändern? Und wieviel ist sie bereit dafür aufzugeben? Ihre Familie, ihre Freunde, die Liebe oder sogar ihr eigenes Leben?

 

Meine Meinung:

Bereits auf der Frankfurter Buchmesse, als mir das Buch zum ersten Mal vorgestellt wurde, war ich total begeistert. Eine Internatsgeschichte mit Jugendlichen mit besonderen Fähigkeiten? Das klang genau nach meinem Lesegeschmack, deshalb musste das Buch unbedingt bei mir einziehen.

Der Einstieg in das Buch fiel mir sehr leicht. Man lernt Emma, ihre beste und quirlige Freundin Liz und ihr Leben etwas kennen. Schnell wird klar, dass Emmas Mutter sie vor irgendjemandem versteckt hat, denn es gibt viele Regeln und das Mädchen musste schon sehr früh lernen, sich in gefährlichen Situationen richtig zu verhalten. Nur hat Emma nie erfahren, welche Gefahr es wirklich ist, die ihr droht. Deshalb ist sie auch völlig unvorbereitet, als sie schließlich in Sensus Corvi landet. Ich fand es auf jeden Fall toll, dass die Geschichte schnell an Fahrt aufnimmt. Es gibt kein langes Vorgeplänkel. Emma weiß um ihre Fähigkeit, hat jedoch nie gelernt, sie richtig einzusetzen. Das ist sicher keine neue Idee, aber mir gefiel es sehr gut, wie Rena Fischer diesen Umstand in die Geschichte einwob.

Im Internat erfährt man dann auch als Leser mehr über die verschiedenen und speziellen Fähigkeiten, erhält aber nur so viele Informationen wie Emma selbst und muss gemeinsam mit ihr die Welt von Sensus Corvi erst kennenlernen. Manchmal hatte ich zwar das Gefühl, es wären zu viele Informationen auf einmal und ich würde nie die Strukturen durchblicken, doch je länger ich las, desto tiefer wurde ich in die Geschichte hineingezogen und desto klarer wurde der Aufbau für mich. Ich war richtig fasziniert von der Welt von Rena Fischer und saugte jedes noch so kleine Detail neugierig in mich auf. Es hat mir total Spaß gemacht, die verschiedenen Fähigkeiten zu entdecken und überlegte, welche ich am coolsten fand und selber gerne hätte J

Was mir besonders gut an diesem Buch gefiel: Es hat keinerlei Längen. Da gibt es keine Situation, die nicht irgendwie bedeutend wäre, keine Pausen oder langweiliges Geplänkel. Jede Szene ist wichtig, um bewerten zu können, wem Emma vertrauen kann, wer es ehrlich mit ihr meint oder wer versucht sie zu manipulieren. Ständig wurde der Spielball hin- und hergeworfen. Neue Geheimnisse wurden aufgedeckt, die wieder ein ganz anderes Licht auf die Ereignisse geworfen haben und doch hält sich die Autorin so bedeckt, dass man sich wirklich bis zum Ende nicht sicher sein kann, wer die Guten und wer die Bösen sind. Das steigert die Spannung immer mehr und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, weil ich einfach wissen musste, ob Emma heil aus der Geschichte rauskommen würde. 

Ob ich das Buch allerdings wirklich ab 13 Jahren empfehlen würde, da bin ich mir nicht so sicher, da die Autorin doch sehr schonungslos mit ihren Protagonisten umgeht und auch das Thema Gewalt eine große Rolle darin spielt. Es ist sicher nichts für schwache Nerven, aber ich fand es (für mich) sehr passend und bin froh, dass die Ereignisse nicht so verniedlicht und abgemildert werden. Das hätte wahrscheinlich einfach nicht zur Geschichte gepasst und ich bin auch kein Fan davon, dass alle immer heil aus der Sache rauskommen. Von dem her hat die Autorin bei mir genau den Nagel auf den Kopf getroffen, doch ich bin auch schon deutlich jenseits der Zielgruppe.

Am Ende deckt die Autorin dann zwar einige Geheimnisse auf, schlägt jedoch nochmal eine ganz andere Richtung ein, die für den zweiten und letzten Teil noch einmal die Karten neu mischt. Das fand ich sehr gelungen, da jetzt alles wieder offen und somit alles passieren kann. Ich kann es kaum erwarten weiterzulesen, muss mich jedoch leider noch bis Herbst gedulden.

 

Fazit:

„Chosen – Die Bestimmte“ von Rena Fischer gehört jetzt schon zu meinen Jahreshighlights. Das Buch erfindet das Rad sicher nicht neu, doch die verschiedenen Fähigkeiten und der ganze Weltenentwurf mit all den Geheimnissen und Verschwörungen haben mich von Anfang an total fasziniert. Die Geschichte ist so spannend, dass ich mich kaum von ihr losreißen konnte und obwohl ich die Altersgrenze, wegen der vielen Gewalt, etwas höher ansetzen würde, bin ich doch begeistert, dass die Geschehnisse nicht so verharmlost werden. Am Ende mischt Rena Fischer die Karten noch einmal ganz neu, so dass es auch für den zweiten und letzten Teil spannend bleibt. Ich kann es jedenfalls kaum erwarten, mehr zu lesen.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

 

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(30)

67 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

tränenglut, dämonen, midnight, magie, lovestory

Midnight Eyes - Tränenglut

Juliane Maibach
Flexibler Einband: 344 Seiten
Erschienen bei Münch, Michaela, 01.11.2015
ISBN 9783000507021
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

Emilys schlimmste Befürchtungen bewahrheiten sich – ihre Liebe zu Ray ist nicht mehr länger geheim. Ausgerechnet seine Schwester erfährt von der Beziehung und versucht mit allen Mitteln die beiden auseinanderzureißen. Diese sieht nur einen Weg und kommt ihrer Widersacherin gefährlich nahe …
Emily kann nicht ahnen, dass sich im Hintergrund noch weitaus schrecklichere Dinge abspielen: Jemand, dem sie blind vertraut, übt Verrat an ihr und bringt damit nicht nur ihr Leben, sondern ganz Neffarell in Gefahr. Etwas Grauenhaftes wird befreit, dem sie sich nun entgegenstellen muss. Wem kann sie noch trauen und wie soll sie sich gegen ein Schicksal zur Wehr setzen, wenn alles verloren scheint?

(Quelle: http://www.juliane-maibach.com/?page_id=2411)

Emily und Ray können sich nur selten treffen, denn niemand in der Dämonenwelt soll wissen, dass die beiden ein Paar sind. Das könnte nämlich schlimme Folgen für Ray haben. Doch seine Schwester ahnt bereits, dass er ihr etwas verheimlicht und heftet sich an seine Fersen. Als sie schließlich Rays Geheimnis erfährt, kocht sie vor Wut. Wieso ist ihr Bruder bereit alles aufs Spiel zu setzen und das ausgerechnet für ein Menschenmädchen?

Doch während sich Emily und Ray Sorgen um Nayrel machen, zieht im Hintergrund jemand anderes die Fäden. Ausgerechnet jemand, der Emily nahesteht, verrät sie und öffnet so das Tor zur Hölle. Daraus kann ein gefährlicher Dämon fliehen, der ganz Neffarell zerstören könnte. Was ist Emily bereit zu opfern, um Rays Welt zu retten?

Meine Meinung:

Nachdem ich von Band 1 total begeistert war und auch Band 2 mir gut gefallen hat, freute ich darauf, zu erfahren, was der Abschluss der Midnight Eyes Reihe für mich bereithält. Der Epilog aus Band 2 gewährte mir ja schon einen kleinen Einblick und ich war sehr gespannt auf ein neues Abenteuer von Emily und Ray.

Anfangs findet man sich in der Menschenwelt wieder und erlebt den Alltag von Emily und ihrer besten Freundin Nell mit. So kann man sich erneut langsam an die Geschichte herantasten und ich mag die quirlige und etwas verrückte Nell auch total gerne, so dass es mir richtig Spaß machte, wieder in die Story einzutauchen.

Sehr gut gefällt mir auch, die Liebesgeschichte zwischen Emily und Ray. Obwohl sie es nicht leicht haben, steht für beide fest, dass sie auf jeden Fall zusammenbleiben wollen, komme was wolle. So gibt es kein nerviges Hin und Her zwischen den beiden. Das war eine wirklich schöne Abwechslung und ich hab es sehr genossen eine Liebesgeschichte ohne dieses Drama zwischen den Protagonisten lesen zu können. Das heißt aber nicht, dass es kein Drama gibt, das für Spannung sorgt. Doch dieses kommt von außen.

Da ist zum einen Nayel, Rays Schwester, die alles andere als begeistert von der Beziehung zwischen Emily und ihrem Bruder ist und versucht diese auf jeden Fall zu verhindern. Und natürlich auch die Bedrohung durch den Dämon und den Verrat an Emily. Dieser führt den Leser schließlich auch in die Welt der Dämonen, was ich richtig großartig fand. Endlich erfährt man mehr über Ray, seine Aufgaben als Wächter und wie das Leben in Neffarell abläuft. Ich war total begeistert davon, was sich die Autorin Juliane Maibach dazu alles ausgedacht hat und genoss jede Seite, die ich in der Dämonenwelt verbringen durfte.

Doch auch für reichlich Spannung ist gesorgt. Durch die Bedrohung von außen spitzt sich die Situation immer weiter zu und irgendwann sind die Nerven des Lesers zum Zerreißen gespannt. Ich konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie die Geschichte für Emily und Ray ausgeht. Bevor ich das jedoch erfuhr, hielt die Autorin noch einige Überraschungen für mich bereit, die mich noch mehr begeisterten.

Viel zu schnell war ich am Ende des Buches angelangt und konnte nach einem schönen, runden Abschluss diese Reihe mehr als zufrieden beenden.

Fazit:

Mit „Midnight Eyes – Tränenglut“ ist der Autorin Juliane Maibach ein wirklich fantastischer Abschluss gelungen. Die Spannung spitzt sich immer weiter zu, die Liebesgeschichte ist bezaubernd und die Dämonenwelt hat mich fasziniert und begeistert. Ich konnte das Buch erst wieder aus der Hand legen, als ich diese tolle Trilogie mehr als zufrieden beendet hatte.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(12)

32 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

fantasy, zukunft, mittelalterlich, drachen, science-fictio

Das Geheimnis der Sternentränen

Anke Höhl-Kayser
Buch: 350 Seiten
Erschienen bei Bookspot Verlag, 03.01.2017
ISBN 9783956690730
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Inhalt:

Im Jahr 2162 ist die Erde hoffnungslos verseucht. Um die Umweltbedingungen vergangener Tage erforschen zu können, richtet die Wissenschaftlerin Jade einen Zeitkorridor ein.
Da steht plötzlich Ranon vor ihr – der junge Mann, der vom mittelalterlichen Planeten Ägeon stammt, ist über den Korridor auf die Erde gelangt! Das Potenzial des Portals zwischen den Welten bleibt nicht unbemerkt: Die beiden Despoten, die über die Erde und Ägeon herrschen, wollen es jeweils für sich nutzen, um den anderen Planeten zu erobern …

Als Jade und Ranon entdecken, dass ihnen dabei eine ganz besondere Rolle zugedacht ist, fliehen sie gemeinsam vor den Häschern der Regenten. Zusammen mit Keiare, einem humanoiden Echsenwesen, versuchen sie, die Pläne der Herrscher zu durchkreuzen und stoßen dabei auf eine geheimnisvolle Legende um die Tränen der Königin Risa. Ist sie der Schlüssel, der es Jade und Ranon erlaubt, das Schicksal ihrer Welten noch zu wenden?

(Quelle: http://www.hoehl-kayser.de/index.php)

Im Jahr 2162 ist die Erde so verseucht, dass die Menschen nur in Schutzanzügen hinausgehen können. Ansonsten verschanzen sie sich in speziell errichteten Türmen. Um die Lebensbedingungen zu verbessern, will die Regentin der Erde in die Vergangenheit reisen. Doch anstatt ein Portal ins Mittelalter zu öffnen, schafft die Wissenschaftlerin Jade einen Korridor auf den Planeten Ägeon, der der Erde sehr ähnlich ist.

Doch auch dort ist die Umwelt verseucht, die wenigsten Kinder überleben die ersten Jahre. Deshalb sucht auch der Herrscher von Ägeon nach einer Lösung. Diese scheint zum Greifen nahe, als Ranon aus Ägeon durch Jades Portal auf der Erde landet.

Während die Despoten erste Kriegspläne schmieden, erkennen Jade und Ranon jedoch, was wirklich vor sich geht und versuchen eine friedliche Lösung für alle Bewohner zu finden. Kann ihnen das Schwarzfeuer, ein humanoides Echsenwesen Keiare dabei helfen? Und was hat die Legende um die Sternentränen mit all dem zu tun?

Meine Meinung:

Als ich den Klappentext dieses SciFi-Abenteuers gesehen habe, war für mich klar, dass ich dieses Buch lesen muss.

Anfangs begleitet man Jade und erfährt so, wie es inzwischen auf der Erde aussieht und unter welchen Bedingungen die Menschen leben müssen. Sehr interessant war für mich die Idee, dass die Welt von Frauen regiert wird und Männer eher als „minderwertig“ gelten. Diesen Umstand fand ich ehrlich gesagt etwas witzig, weiß aber nicht, ob männliche Leser mit ähnlichem Humor darauf reagieren. Auf jeden Fall ist es der Autorin Anke Höhl-Kayser sehr gut gelungen, ihren Weltenentwurf dem Leser näherzubringen und schlüssig darzustellen, so dass ich mir ein gutes Bild von den Geschehnissen und Begebenheiten machen konnte.

Relativ schnell wird dem Leser auch klar, dass Jade etwas Besonderes ist. Zwar werden die Arbeiterinnen extra gezüchtet, so dass sie nie etwas in Frage stellen und zu absolutem Gehorsam neigen, doch Jade fällt etwas aus dem Rahmen. Sie sehnt sich einfach nach mehr, rebelliert aber auf ihre Weise. Damit war sie mir total sympathisch und ich freute mich darauf, mehr über sie zu erfahren.

Doch neben Jades Sicht, wird die Geschichte auch schnell aus Sicht von Ranon erzählt und man wird in die Welt von Ägeon eingeführt. Dort herrschen eher noch mittelalterliche Strukturen und ich liebte den Gegensatz, der sich zur Erde bildet.

Auch Ranon mochte ich sofort. Er hat ein schweres Schicksal, das ihn ein wenig verzweifeln lässt und trotzdem ist er voller Hoffnung. Ich mochte es sehr, dass er nicht der typische, perfekte Held war, sondern seine kleinen Schwächen hatte.

Im ersten Teil des Buches geht es ausschließlich um Jade und Ranon, um ihre Welten und ihre erste Begegnung. Sehr überrascht war ich dann, als im zweiten Teil weitere Personen eingeführt werden und die Geschichte plötzlich aus deren Sicht erzählt wird. Zuerst war ich etwas enttäuscht, weil ich ja eigentlich wissen wollte, wie es mit Jade und Ranon weitergeht, wurde aber schnell getröstet, da die neuen Sichtweisen auch noch einmal einen ganz anderen Blick auf die beiden Welten und die Geschehnisse darin mit sich brachten. Das fand ich richtig toll und sehr gelungen. So bekommt man immer mehr Informationen, versteht die Zusammenhänge besser und kann sich ein genaueres Bild von allem machen, denn es steckt so viel mehr hinter den Ereignissen, als man zu Beginn dachte. Hier wird sehr deutlich, dass die Welt, die Anke Höhl-Kayser geschaffen hat, sehr komplex und gut durchdacht ist.

Anders als in den meisten Jugendbüchern, die ich sonst lese, musste ich bei „Das Geheimnis der Sternentränen“ wirklich mitdenken und am Ball bleiben, um alle Zusammenhänge zu verstehen und trotzdem war der Schreibstil so schön flüssig, dass ich am Buch kleben blieb, komplett in der Welt von Jade und Ranon versankt und es richtig genossen habe.

Zudem schaukeln sich die Ereignisse immer weiter hoch, so dass jede Menge Spannung entsteht. Die Charaktere sind dabei so vielschichtig, dass man sowohl bei den Protagonisten, als auch den Antagonisten und Nebencharakteren nie sicher sein kann, auf welcher Seite sie wirklich stehen oder was ihre wahren Beweggründe sind. Das bringt zusätzlich Spannung in die Geschichte, so dass ich richtig mitgefiebert habe.

Total begeistert war ich, dass dieses Buch ein Einzelband ist und statt einem fiesen Cliffhanger, ein schönes, rundes Ende auf mich wartete.

 

Fazit:

Mit „Das Geheimnis der Sternentränen“ ist der Autorin Anke Höhl-Kayser ein komplexes und spannendes SciFi-Abenteuer gelungen. Die Charaktere sind sympathisch und vielschichtig und der Schreibstil flüssig und gut zu lesen. Ich bin richtig abgetaucht in die Geschichte und habe jede Seite genossen.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(73)

253 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 40 Rezensionen

fantasy, alana falk, magie, arena verlag, liebe

Das Herz der Quelle - Sternensturm

Alana Falk
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Arena, 03.01.2017
ISBN 9783401602905
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

Es ist der größte Moment in Lilianas Leben und sie fürchtet ihn genauso sehr, wie sie ihn herbeisehnt. Endlich soll sie in die Gemeinschaft des Hohen Rates aufgenommen und mit ihrer Quelle verbunden werden. Denn jeder Magier braucht eine menschliche Energiequelle, um zaubern zu können. Doch es ist ausgerechnet Chris, der Liliana zugeordnet wird. Chris, der sich der Gemeinschaft verweigert und dessen früherer Magier auf ungeklärte Weise ums Leben kam. In seinen Augen sieht Liliana nichts als Hass. Es bleibt nicht viel Zeit, um sein Vertrauen zu gewinnen, denn in den Tiefen unter Neuseeland braut sich eine schreckliche Katastrophe zusammen und nur Liliana und Chris können sie aufhalten. 

(Quelle: http://www.arena-verlag.de/artikel/das-herz-der-quelle-sternensturm-978-3-401-60290-5)

Liliana ist eine Magierin, doch um ihre Kräfte nutzen zu können, braucht sie einen Menschen als Quelle. Genau diese soll ihr jetzt zugeteilt werden. Doch Liliana fürchtet sich etwas vor diesem Moment: Was, wenn sie es nicht schafft, die Quelle zu nutzen oder wenn sie sich nicht mit ihrer Quelle versteht?

Und genau das trifft schließlich auch ein: Denn ihr wird ausgerechnet Chris zugeteilt, der es gar nicht einsieht, sich als Quelle unterzuordnen. Im Gegenteil, er scheint die Magier und alles, was mit ihnen zu tun hat, geradezu zu hassen.

Auch der Umstand, dass sein vorheriger Magier auf unerklärliche Weise gestorben ist, trägt nicht gerade dazu bei, dass er und Liliana sich vertrauen. Und Vertrauen ist doch die wichtigste Basis für eine Quelle und ihren Magier. Denn nur, wenn sie sich gegenseitig vertrauen, können sie die Magie nutzen, um unschuldige Menschen zu beschützen und genau das ist ihre Aufgabe … .

Meine Meinung:

Ein neues Buch von Alana Falk, noch dazu mit so interessantem Klappentext und bezauberndem Cover musste natürlich unbedingt bei mir einziehen.

Etwas überrascht war ich über den Beginn der Geschichte, der aus Sicht einer Magierin namens Adara erzählt wird. Eigentlich dachte ich, es würde um Liliana gehen, doch nachdem ich die Magierin dabei begleitet habe, wie ihre Quelle wegen Verrat hingerichtet wurde, war ich sofort in der Geschichte und den Ereignissen gefangen und freute mich darauf, einfach mehr über die Welt der Magier und ihrer Quellen zu erfahren.

Im nächsten Kapitel springt man dann in Lilianas Leben und erfährt einiges über den Weltenentwurf von „Sternensturm“. Ich fand es sehr interessant, wie die Autorin Alana Falk ihre Welt aufgebaut hat. Die Magier können ohne Quelle nicht zaubern und doch haben Quellen keinerlei Rechte, sondern unterstehen dem Magier und müssen quasi alles tun, was dieser sagt und ihnen immer zur Verfügung stehen. Für mich war das total spannend, denn eigentlich wollte ich die Magier ja „mögen“, da sie mit Hilfe ihrer Kräfte Gutes tun, indem sie z.B. Naturkatastrophen verhindern, aber der Umgang mit den menschlichen Quellen warf doch seine Schattenseiten auf diese Gemeinschaft. Dieser Umstand schreit geradezu danach, explosiver Zündstoff für eine Rebellion zu werden und ich freute mich sehr darauf, zu sehen, wie sich das Ganze entwickeln würde. Wie ein Damoklesschwert schwebte dieser Konflikt ständig über der Geschichte, was bei mir ein gewisses Kribbeln im Nacken verursachte, so sehr fieberte ich mit.

Fortan begleitet man abwechselnd Liliana und Adara durch ihr Leben und während Liliana sehr mit den Problemen mit Chris beschäftigt ist und man in ihren Kapitel mehr über die Verbindung von Quelle und Magier erfährt, bekommt man durch Adara einen tieferen Einblick in die Ungerechtigkeiten und wie einzelne Personen darauf reagieren. Das fand ich sehr gelungen, da man so einen guten Einblick in das Gesamtkonstrukt bekommt und sowohl etwas Persönlicheres über die Protagonisten erfährt, als auch etwas Abstand bekommt, um das Ganze etwas von außen zu betrachten und sich eigene Gedanken zu machen. Diese beiden Sichten fand ich zusätzlich gut, da Liliana doch sehr naiv an das Ganze herangeht und teilweise Dinge tut, die ich nicht guthieß und sie weniger sympathisch machten. Adara war zwar für mich auf den ersten Blick auch nicht die große Sympathieträgerin, ich konnte ihre Motive aber besser nachvollziehen. Doch auch Chris ist eine wirklich interessante Persönlichkeit und obwohl er etwas hinter Liliana zurückbleibt, erfuhr ich doch auch gerne mehr über ihn. So hat man immer jemanden, mit dem man mitfiebern konnte.

Und während ich die Ereignisse verfolgte, Liliana und Adara begleitete und an ihrem persönlichen Schicksal teilnahm, ließ die Autorin Alana Falk plötzlich eine Bombe platzen, die ich so gar nicht erwartet hatte. Ich musste richtig innehalten beim Lesen und war einfach nur total geflasht. Was für eine geniale Wendung! Plötzlich sah ich noch einmal alles in einem anderen Licht und konnte gar nicht glauben, was die Autorin quasi vor meiner Nase konstruiert hat, ohne dass ich die leiseste Ahnung davon hatte. Es begeistert mich ja immer total, wenn mich Autoren so dermaßen überraschen können (was inzwischen gar nicht mehr so leicht ist) und genau das ist Alana Falk gelungen. Ein großes Kompliment für diese Entwicklung.

Am Ende gibt uns die Autorin dann etwas Zeit, uns wieder etwas zu entspannen, was nach dieser Überraschung auch zwingend nötig war, was jedoch nicht heißt, dass es nicht genug Spannung für die Fortsetzung gibt, auf die ich mich schon jetzt sehr freue. Ich hoffe, ich muss nicht allzu lange darauf warten, denn ich muss unbedingt wissen, wie es mit den Magiern und ihren Quellen weitergeht.

 

Fazit:

Alana Falk ist mit ihrem „Sternensturm“ ein wahrer Geniestreich gelungen. Der Weltenentwurf hat mich sehr fasziniert und durch die Protagonisten schafft sie es, sowohl eine persönliche Ebene, als auch einen Blick von außen auf die Ereignisse zu gewähren. Doch am meisten hat mich eine Wendung überrascht, die vor meiner Nase konstruiert wurde und die ich doch niemals auch nur erahnt hätte. Damit hat mich die Autorin total geflasht und ich bin einfach nur begeistert von diesem genialen Buch.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(156)

417 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 61 Rezensionen

hexen, fantasy, magie, liebe, scheiterhaufen

Everflame - Verräterliebe

Josephine Angelini
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Dressler, 24.10.2016
ISBN 9783791526324
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

Lily hat ihre Macht angenommen und macht weit im Westen eine bedeutsame Entdeckung. Doch kann sie Außenländer, Hexenzirkel und Stadtrat gegen die Armee des Westens vereinen und gleichzeitig einen Bürgerkrieg mit den 13 Städten verhindern? Ein fast aussichtsloser Kampf. Welche ihrer Freunde werden ihr dabei treu zur Seite stehen und wer wird überleben? Lily muss lernen, ihren Verbündeten zu trauen und am Ende ihrem Herzen zu folgen.

(Quelle: http://www.oetinger.de/nc/schnellsuche/titelsuche/details/titel/1326324/18898/26779/Autor/Josephine/Angelini/Everflame___Verr%E4terliebe.html)

Lily und ihr Zirkel wurden nach einem verlustreichen Kampf von einem Schwarm Bienenwirker entführt und vor das Stadttor von Bower City im Westen gebracht. Dort werden sie freundlich empfangen und auf den ersten Blick sieht es so aus, als wäre die Stadt perfekt: Es gibt weder Krankheit noch Verbrechen. Doch irgendetwas Seltsames scheint in Bower City vorzugehen.

Als Lily und ihre Gefährten schließlich hinter das Geheimnis kommen, gibt es nur noch einen Weg für sie. Dafür brauchen sie jedoch Verbündete. Welcher ihrer Freunde steht wirklich hinter Lily und wie weit ist sie selbst bereit für einen Sieg zu gehen?

Meine Meinung:

Nach dem Ende von Band 2 brannte ich darauf, endlich zu erfahren, wie es mit Lily und ihrem Zirkel ausgehen würde. Allerdings muss ich sagen, dass mir, ähnlich wie bei Band 2, der Einstieg schwer fiel. Die Autorin spart auch hier sehr mit Rückblenden und ich hatte nicht mehr alle Geschehnisse, Charaktere und ihre Verbindungen im Kopf, so dass ich mich erst wieder sortieren musste.

Das Setting des Buches ist auch völlig neu, so dass ich fast das Gefühl hatte, in einer neuen Geschichte zu stecken. Die Idee mit der Stadt und dem Bienenschwarm, der alles kontrolliert fand ich jedoch sehr interessant und war gespannt darauf, hinter das Geheimnis zu kommen. Durch die neue Umgebung und neue Charaktere kommt auch wieder neuer Schwung in die Geschichte, was mir sehr gut gefiel.

Währenddessen beobachtet man, wie Lily sich entwickelt, wie sie mit sich und dem Hexendasein ein  bisschen kämpft und wie sie und Rowan sich langsam wieder annähern. Diese Entwicklungen fand ich toll, doch in der Geschichte selbst führen sie teilweise dazu, dass zu wenig passiert, so dass es in meinen Augen etwas dauert, bis die Geschichte an Fahrt aufnimmt und der große Showdown eingeleitet wird. Dadurch leidet die Spannung etwas, die sich nur sehr langsam aufbaut.

Trotzdem hält Josephine Angelini auch in diesem Band einige Überraschungen für uns bereit und glänzt mit Wendungen, die ich so sicher nicht erwartet hätte. Damit konnte sie mich wieder richtig begeistern und fesselte mich trotz allem an das Buch.

Den großen Showdown hätte ich mir dann jedoch etwas spektakulärer vorgestellt. Natürlich weiß man bei dieser Art von Büchern meist schon, wie sie enden, aber obwohl es eine spannende Entwicklung gab, hat mir das gewisse Extra gefehlt, das dieses Buch von anderen abgehoben und zu etwas Besonderem gemacht hätte. Am Ende schlug ich es zufrieden, aber nicht begeistert zu.

Fazit:

Josephine Angelini hat mir auch in diesem Band den Einstieg durch fehlende Rückblenden erschwert, wartet dann aber mit einem neuen, interessanten Setting und einer tollen Entwicklung ihrer Charaktere auf. Trotz spannender Wendungen und einiger Überraschungen hatte das Buch ein paar Längen und auch beim großen Showdown hat mir das gewisse Extra gefehlt, deswegen gibt es für diesen soliden, aber nicht herausragenden Abschluss Punktabzug.

Von mir bekommt das Buch 3,5 Punkte von 5.

 

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(14)

21 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

Törtchen zum Verlieben

Silvia Konnerth
E-Buch Text: 293 Seiten
Erschienen bei null, 09.01.2017
ISBN B01N5O57OW
Genre: Liebesromane

Rezension:

Inhalt:

Die erfolgreiche Boulevardjournalistin Victoria liebt ihren Job über
alles. Für die Skandalreportage über eine geheimnisvolle Schriftstellerwitwe erschleicht sie sich sogar einen Posten als Köchin, obwohl Victoria überhaupt nicht kochen kann.
Als der Schwindel auffliegt, lässt sie sich auf einen ungeheuerlichen Deal mit ihrer neuen Arbeitgeberin ein und reist notgedrungen mit der Millionärin und deren übellaunigen Sohn nach Spanien.
Doch dann steht die gewiefte Journalistin plötzlich vor einer Entscheidung, die mehr mit ihren Gefühlen als mit dem Verstand zu tun hat. Kopf oder Herz – welche Schicksalskarte wird Victoria wählen?

(Quelle: https://www.silviakonnerth.de/b%C3%BCcher/t%C3%B6rtchen-zum-verlieben/)

Victoria arbeitet als Journalistin und würde für einen guten Artikel alles tun. Als sie von ihrem Chef auf die Schriftstellerwitwe Leonore von Himmelsthal, die seit dem Tod ihres Mannes sehr zurückgezogen lebt, angesetzt wird, muss sie sich etwas einfallen lassen, um an die Millionärin ranzukommen.

Was ist da besser, als ihre Köchin zu bestechen, krankzumachen und sie als Vertretung einzusetzen. Blöd nur, dass Victoria überhaupt nicht kochen kann und der Schwindel nach Dosenravioli schnell auffliegt. Doch anders als erwartet, wirft Leonore sie nicht sofort hochkant raus, sondern schlägt ihr einen Deal vor, den Victoria nicht ablehnen kann. Selbst, wenn sie dafür mit der Millionärswitwe und ihrem immer schlecht gelaunten Sohn Alexander nach Spanien fliegen muss.

Doch bald schon muss die junge Frau sich eingestehen, dass es im Leben um mehr geht, als nur um einen guten Artikel und ihre Karriere als Journalistin … .

Meine Meinung:

Ich durfte Silvia Konnerth auf der Frankfurter Buchmesse kennenlernen und da ich sie sofort sympathisch fand, musste ich natürlich auch eines ihrer Bücher lesen. Der Klappentext und das Cover von „Törtchen zum Verlieben“ haben mich dabei sofort angesprochen, so dass ich mich sehr freute, dass ich es lesen durfte.

Im Prolog lernt man zunächst Leonore kennen und man merkt gleich, dass sie ein gutes Herz hat, so dass ich sie sofort gernhatte. Und auch im weiteren Verlauf der Geschichte fand ich Leonore einfach nur großartig. Sie ist so einzigartig, irgendwie kommt sie einem ein wenig verrückt vor, aber eigentlich hat sie den totalen Durchblick und alles im Griff und zieht im Hintergrund die Fäden. Einfach nur herrlich diese Frau.

Danach springt man zu Victoria und begleitet sie zu einem Interviewtermin, der so gar nicht so läuft, wie sie sich das wünscht. Ich fand auch Victoria sofort richtig klasse. Sie ist eine unabhängige, junge Frau, die genau weiß, was sie will und mit beiden Beinen fest im Leben steht. Für eine gute Story würde sie allerdings auch über Leichen gehen. Doch wer seinen Job liebt, versteht das natürlich. Dabei gefiel es mir besonders, welch verrückte Ideen die Protagonistin an den Tag legt. Diese  bringen nämlich einiges an Humor in die Geschichte. Wenn ich da an ihre Kochversuche denken … ich schmeiß mich immer noch weg vor lachen. Da ich selbst sehr gerne koche und experimentiere, fand ich diese Szenen besonders gelungen und überlegte mir, wie wohl die Gerichte von Victoria schmecken würden.

Etwas überrascht war ich, dass ich im nächsten Kapitel in Alexanders Welt eintauchen durfte. Die Geschichten werden nämlich abwechselnd aus Sicht von Victoria und Alexander erzählt, was mich total freute. Ich hätte eher damit gerechnet, nur in die weibliche Gedankenwelt eintauchen zu dürfen, aber ich liebe es ja, wenn Geschichten aus verschiedenen Perspektiven erzählt werden und vor allem auch, wenn man einmal die männliche Sichtweise präsentiert bekommt.

Natürlich ist die Liebesgeschichte vorhersehbar, aber das ist dem Leser bei dieser Art Genre ja von Anfang an klar und auch gar nicht wirklich wichtig, denn wichtig ist nur der Weg dorthin und wie sich die Geschehnisse entwickeln und ich fand die Geschichte einfach nur süß und bezaubernd. Man reist gemeinsam mit den Protagonisten und einer eher ungewöhnlichen Truppe nach Spanien und verbringt dort einige schöne Tage, durch die ich mich selbst auch nach Sonne, spanischem Gebäck und gutem Wein sehnte und muss über so manche Situation einfach nur schmunzeln. Mir hat es auf jeden Fall total viel Spaß gemacht, zu lesen, wie sich die Dinge entwickelten, wie Leonore es geschickt eingefädelt hat, dass am Ende alles so kommt, wie sie es wollte und wie sie doch noch selbst überrascht wurde.

Ich konnte das Buch, vor allem auch durch den locker-leichten und fröhlich-flüssigen Schreibstil einfach nur genießen und mir bei dem kalten Wetter ein paar schöne und sonnige Gedanken machen.

 

Fazit:

Mein erstes Buch von Silvia Konnerth hat mir total viel Spaß gemacht. Die Autorin überzeugte mich mit ihren sympathischen, liebeswerten und einmaligen Charakteren, begeisterte mich mit vielen humorvollen Szenen und ließ mich durch ihren locker-leichten, fröhlich-flüssigen Schreibstil einfach durch die Seiten und die Geschichte fliegen. Das war sicher nicht mein letztes Buch dieser Autorin, denn mit „Törtchen zum Verlieben“ hat sie in mir einen neuen Fan gefunden.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(261)

697 Bibliotheken, 19 Leser, 1 Gruppe, 142 Rezensionen

fantasy, young elites, marie lu, jugendbuch, die gemeinschaft der dolche

Young Elites - Die Gemeinschaft der Dolche

Marie Lu , Sandra Knuffinke , Jessika Komina
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Loewe, 16.01.2017
ISBN 9783785583531
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

Über Nacht verfärbten sich Adelinas wunderschöne schwarze Haare plötzlich silbern. Seit sie das mysteriöse Blutfieber überlebte, ist die Tochter eines reichen Kaufmanns gezeichnet und von der Gesellschaft verstoßen. Aber die Krankheit hat ihr nicht nur eine strahlende Zukunft genommen, sondern auch übernatürliche Kräfte verliehen. Und Adelina ist nicht die Einzige. Die Gemeinschaft der Dolche wird vom König gejagt und gefürchtet, denn mit ihren unerklärlichen Fähigkeiten sind sie imstande, ihn vom Thron zu stürzen. Doch dazu benötigen sie Adelinas Hilfe ...

(Quelle: http://www.loewe-verlag.de/titel-0-0/young_elites_die_gemeinschaft_der_dolche-7836/)

Adelina, Tochter eines reichen Kaufmanns, litt als Kind am Blutfieber und ist seither körperlich gezeichnet. Dadurch wird sie in der Gesellschaft zu einer Malfetto, einer Ausgestoßenen. Selbst ihr eigener Vater ist seitdem grausam zu ihr.  

Nach jahrelangem Martyrium will die junge Frau endlich ihr Leben selbst in die Hand nehmen. Doch da erwachen die Fähigkeiten, die ihr das Blutfieber verliehen hat. Eine Kraft wird entfesselt, die Adelina noch tiefer in Schwierigkeiten bringt.

Zum Glück gibt es aber „Die Gemeinschaft der Dolche“, eine Gruppe von Leuten, die ebenfalls verschiedene Fähigkeiten besitzen und es sich zum Ziel gemacht hat, Menschen wie Adelina aufzuspüren und zu retten. Sie wollen den König stürzen und die junge Frau soll ihnen dabei helfen. Dafür muss sie jedoch lernen ihre Kraft zu beherrschen, sonst ist sie für alle eine Gefahr und auch für sich selbst … .

Meine Meinung:

Nach der Legend-Trilogie von Marie Lu war klar, dass ich jedes weitere Buch der Autorin lesen würde, deshalb fieberte ich dem Erscheinen von „Young Elites“ schon sehr entgegen und fing auch sofort mit dem Lesen an.

Das Setting hat mich dabei von Anfang an sehr fasziniert. Es erinnert an das Venedig der Renaissance. Es gibt Könige und Kaufmänner, Freudenhäuser und schicke, ausladende Kleider. Ich liebte es, in diese Umgebung einzutauchen und mehr über die Umstände des Blutfiebers und ihrer Auswirkungen zu erfahren. Viele Leute sind daran erkrankt und auch daran gestorben. Andere dagegen, so wie Adelinas Schwester Violetta gesunden und wieder andere, wie Adelina selbst kennzeichnet seitdem ein körperlicher Makel und macht sie damit zu einer Malfetto. Diese werden in der Gesellschaft verachtet. Die Leute fürchten sich teilweise vor ihnen, weil einige von den Malfettos seit der Krankheit geheimnisvolle Kräfte haben. Und wie es häufig so ist, werden Menschen, die anders sind nicht nur ausgestoßen, sondern auch verfolgt. Es erinnert beinahe ein bisschen an die Hexenjagd, denn auch hier gibt es eine Inquisition, die sich der Verfolgung der Malfettos verschrieben hat. Ich war total fasziniert und tauchte richtig in die Geschichte ein. Es gibt so vieles zu entdecken, aber die Autorin Marie Lu macht es dem Leser leicht, indem sie alle Ereignisse und Begebenheit beschreibt und für ihre Leser einsortierbar macht. So fand ich mich schnell in Adelinas Welt zurecht und konnte mich auf die Geschehnisse rund um die Protagonistin einlassen.

Diese ist auch wirklich sehr interessant, denn anders als andere Hauptdarsteller hat sie einen körperlichen Makel, der sie von anderen abhebt. Sie ist nicht das typische hässliche Entlein, das erst später erkennt, dass es eigentlich ein Schwan ist. Zwar wird sie von Anfang an als „schön“ beschrieben, doch ein fehlendes Augen und ein vernarbtes Gesicht passen einfach nicht so recht in dieses Bild. Und auch ihr Charakter ist nicht so rein und gut, wie man es von anderen Charakteren in Büchern kennt. Ich fand es sehr spannend zu erleben, dass Adelina auch eine dunkle Seite hat. Das hebt sie von anderen ab und erzeugte auch eine etwas düstere Stimmung im Buch, die mir sehr gut gefiel.

Neben Adelina gibt es einige weitere interessante Charaktere, die sich nicht so einfach in eine Schublade stecken lassen. Der Autorin Marie Lu ist es wirklich sehr gut gelungen, mich mit ihren Figuren zu überraschen. Ich versuchte mir ein Bild von ihnen zu machen, musste aber immer wieder feststellen, dass es nicht so einfach ist, sie einzusortieren. Das machte das Buch zusätzlich spannend.

Doch auch die Geschichte an sich bietet einiges, das mich mitfiebern ließ. Die Story rund um die Malfettos und ihrer Unterdrückung strotzt geradezu vor Zündstoff und die Spannung schaukelt sich von Seite zu Seite hoch, steigert sich ins Unermessliche und gipfelt schließlich in einem atemberaubenden Showdown. Ich konnte mich kaum von den Seiten lösen, so gierte ich danach, zu erfahren, wie sich die Malfettos gegen die Krone auflehnen und welche Rolle Adelina in dem Plan spielen würde. Dabei hält Marie Lu auch einige Überraschungen für ihre Leser bereit, die ich sicher nicht erwartet hätte und mich total begeistert haben.

Auch das Ende war ganz anders, als ich gedacht hätte und wirft noch einmal die gesamte Geschichte um, was ich richtig großartig finde. Ein Epilog aus einer ganz neuen Sichtweise bringt dann einen Cliffhanger der besonderen Art, der mich jetzt schon auf die Fortsetzung hinfiebern lässt, auf die ich leider noch bis Herbst warten muss. Es bleibt auf jeden Fall sehr spannend.

 

Fazit:

„Young Elites – Die Gemeinschaft der Dolche“ war für mich eine mehr als positive Überraschung. Das Setting ist bezaubernd und bietet einen spannenden Rahmen für die Geschichte, die auch jede Menge Zündstoff mit sich bringt. Die Protagonistin ist nicht die typische Heldin, sondern hat eine geheimnisvolle, düstere Seite und auch die übrigen Charaktere lassen sich nicht so einfach in eine Schublade stecken. In der Story selbst hält die Autorin einige Überraschungen für ihre Leser bereit und steigert die Spannung von Seite zu Seite, so dass sie schließlich in einem atemberaubenden Showdown endet. Am Schluss bekommt man dann noch eine ganz neue Erzählperspektive geboten, die einen Cliffhanger der besonderen Art bietet. Jetzt möchte ich einfach nur weiterlesen, um zu erfahren, was die Geschichte rund um die Malfettos noch für mich bereithält.

Ich bin einfach nur begeistert von diesem tollen, spannenden, etwas düsteren, aber doch atemberaubenden Buch.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(25)

72 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

romance, herzblut, debüt, elfenwächte, schön

Elfenwächter - Weg des Ordens

Carolin Emrich
Flexibler Einband: 308 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 15.01.2017
ISBN 9783906829302
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt:

Die siebzehnjährige Tris wächst abgeschottet von der Außenwelt in einem Kloster auf – so wie alle Magier des Königreichs Alvid. Ihr Leben ist eintönig, daher wünscht sich die junge Frau nichts sehnlicher, als dem Wächter-Orden anzugehören, um ihre Gabe zum Schutze der Menschen einzusetzen.

Als ihr Traum plötzlich in Erfüllung geht, erhält sie von den Wächtern die Aufgabe, die Elfen auszukundschaften. Dieses Volk will sich trotz verlorenem Krieg nicht dem König unterwerfen und überfällt immer wieder die Dörfer in der Nähe seiner Landesgrenze.

Selbst überzeugt von den Missetaten dieser Wesen, trifft Tris auf einem Erkundungsritt den Elfen Avathandal, der jedoch gänzlich anders ist, als sie erwartet hat.

Als sie sich schließlich in ihn verliebt, ist sie hin- und hergerissen.

Mit einem Mal hegt die junge Magierin Zweifel an den Motiven der Wächter. Hat sie sich für die falsche Seite entschieden? Oder ist es Avathandal, der sie täuscht?

(Quelle: http://www.sternensand-verlag.ch/elfenwaechter-1-carolin-emrich.html)

 

 

Tris ist eine Magierin und wächst deswegen abgeschottet in einem Kloster auf, wo sie lernt, ihre Kräfte einzusetzen. Doch das Leben hinter dicken Mauern langweilt sie, deswegen träumt sie davon, bei den Wächtern aufgenommen zu werden.

 

Eines Tages erfüllt sich ihr Traum und sie darf ins Lager der Wächter ziehen. Eine ihrer Aufgaben besteht darin, die Elfen, die dem König Widerstand leisten, auszukundschaften. Als sie dabei auf Avathandal, den Elfen trifft, verändert sich alles, denn er ist so anders, als ihr immer eingetrichtert wurde.

 

Was steckt wirklich hinter der Feindschaft zwischen Elfen und dem König? Und was haben die Wächter damit zu tun? Tris muss sich entscheiden, wem sie vertrauen kann und sich für eine Seite entscheiden … .

 

 

Meine Meinung:

Der Klappentext hat mich sehr neugierig gemacht, da ich ein großer Fan von Fantasy bin, deswegen wollte ich das Buch unbedingt lesen.

Anfangs lernt man Tris und ihr Leben im Kloster kennen. Schon ab der ersten Seite wurde ich komplett in die Geschichte hineingezogen. Ich war fasziniert von der Welt der Magier und wollte herausfinden, wie die Magie funktioniert und was hinter dem Weltentwurf von Carolin Emrich noch steckt.

Tris war mir sofort sympathisch. Sie langweilt das eintönige Leben im Kloster und möchte endlich mehr mit ihrer Magie leisten. Dabei fand ich es sehr schön, dass Tris nicht die Überkräfte hatte. Sie scheint erst einmal eher durchschnittlich zu sein und doch merkt man sofort, dass mehr in ihr steckt. Ich fand sie sofort total liebenswürdig, aber gleichzeitig auch interessant und freute mich darauf, zu sehen, wie sie sich noch entwickeln würde.

Als die Protagonistin bei den Wächtern landet, beginnt ihre Ausbildung und sie lernt relativ schnell Avathandal kennen. Ich rechnete damit, dass es sofort zu Spannungen kommen würde, doch vorerst wird der Elf vom Wächter Troy akzeptiert und die drei verbringen immer wieder Zeit miteinander. Das hat mich total überrascht, aber ich freute mich darauf, mehr über die Elfen zu erfahren, was in den Gesprächen zwischen Tris und Avathandal auch der Fall ist.

Allerdings muss ich auch sagen, dass mir während dieser Zeit etwas die Spannung gefehlt hat. Die Geschichte scheint einfach vor sich hinzuplätschern und obwohl man merkt, wie in Tris langsam Zweifel gesät werden, hätte ich mir doch gewünscht, dass sich die Situation sichtbarer zuspitzt.

Der Schreibstil von Carolin Emrich ist jedoch immer schön flüssig und leicht zu lesen, so dass die Seiten auch so gut verfliegen und man das Buch schnell durchhat, auch, wenn die Spannung nicht so greifbar ist.

Die Liebesgeschichte konnte ich nicht so ganz nachvollziehen, für mich waren die Begegnungen der beiden Protagonisten eher sehr oberflächlich und sachlich. Doch andererseits entwickeln sich so die Gefühle langsam und sanft und nicht zu überstürzt. Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt, wie sich die Geschichte zwischen Tris und Avathandal noch entwickeln wird.

Zum Ende hin nimmt das Buch doch noch etwas an Fahrt auf und lässt auf eine spannende Fortsetzung blicken. Ich werde die Reihe auf jeden Fall weiter verfolgen.

Fazit:

„Elfenwächter – Der Weg des Ordens“ ist ein Auftakt, der eher langsam und ruhig in die Welt der Elfen und Magier einführt. Man erfährt mehr über die Protagonisten und ihre Leben und wird sachte an die Ereignisse herangeführt. Ich hätte mir ein wenig mehr Spannung gewünscht, bin mir aber sicher, dass das im Folgeband noch kommen wird. Ich freue mich auf jeden Fall darauf.

Von mir bekommt das Buch 4 Punkte von 5.

 

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(195)

369 Bibliotheken, 14 Leser, 2 Gruppen, 104 Rezensionen

cornwall, kate morton, familie, liebe, vergangenheit

Das Seehaus

Kate Morton , Charlotte Breuer , Norbert Möllemann
Fester Einband
Erschienen bei Diana, 29.02.2016
ISBN 9783453291379
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt:

„Cornwall 1933: Die sechzehnjährige Alice Edevane fiebert dem Höhepunkt des Jahres entgegen, dem prachtvollen Mittsommernachtsfest auf dem herrschaftlichen Landgut ihrer Familie. Noch ahnt niemand, dass sich in dieser Nacht etwas Schreckliches ereignen wird. Ein Unglück, das so groß ist, dass die Familie das Anwesen für immer verlässt.

Siebzig Jahre später stößt Sadie auf das verfallene Haus an einem See. Sie geht den Spuren des Jungen nach, der in jener Nacht verschwunden sein soll. Die Suche nach Antworten führt Sadie tief in die Vergangenheit der Familie Edevane, zu einer verbotenen Liebe und tiefer Schuld …“

(Quelle: https://www.randomhouse.de/Buch/Das-Seehaus/Kate-Morton/Diana/e394452.rhd)

Mittsommernacht 1933: Die Familie Edevane freut sich auf ein prachtvolles Fest. Doch am nächsten Tag wird dieses von einem schrecklichen Ereignis überschattet: Der kleine Theo ist spurlos verschwunden. Eine Tragödie, von der sich die Familienmitglieder nie erholen und das Haus am See für immer verlassen.

Siebzig Jahre später stößt die suspendierte Polizistin Sadie beim Joggen durch Zufall auf das verlassene Anwesen. Was ist in dem Haus am See geschehen? Sadie, von Neugier getrieben, nimmt die  Ermittlungen auf und kommt schließlich dem Familiengeheimnis auf die Spur. Ein Geheimnis, das nicht nur die überlebenden Mitglieder der Familie Edevane für immer verändert… .

Meine Meinung:

Das Buch beginnt 1933 und man begleitet die sechzehnjährige Alice Edevane in der Nacht der Mittsommerparty. Doch was man da erfährt, lässt einen höchstens die wildesten Spekulationen anstellen, denn von der Lösung, was wirklich in jener Nacht passiert ist, ist man noch weit entfernt. Die Neugierde war bei mir jedoch ab da noch mehr geweckt.

Danach springt man ins Jahr 2003 und lernt Sadie und ihr eigenes, berufliches und privates Dilemma ein bisschen kennen. Schnell wird klar, dass auch hier eine eigene Geschichte auf den Leser wartet, die der Protagonistin etwas mehr Tiefgang verleiht. Doch auch hier hält sich die Autorin Kate Morton erst einmal noch bedeckt, was genau hinter den ganzen Ereignissen steckt.

Fortan springt man zwischen den Zeiten hin und her und lernt mehrere Mitglieder der Familie Edevane kennen. Ich war etwas überrascht, da ich eigentlich damit gerechnet hatte, die Geschichte würde sich hauptsächlich um Alice drehen, die zum Zeitpunkt des Geschehens sechzehn Jahre alt war und auch 2003 noch lebt. Doch Kate Morton beschränkt sich nicht nur auf eine Person, sondern gibt Einblicke in die gesamte Familie und ihre Denkweise. So erfährt man aus verschiedenen Perspektiven, was in jener Nacht passiert ist, ohne jedoch wirklich die Lösung präsentiert zu bekommen. Ich finde es großartig, wie es dieser Autorin immer wieder gelingt, mich auf falsche Fährten zu locken, so dass ich die wildesten Spekulationen anstelle und gerade, wenn ich meine, der Lösung des Geheimnisses nahe zu sein, alles noch einmal umschmeißt. So bin ich auch dieses Mal wieder an den Seiten geklebt, um jeden noch so kleinen Hinweis aufzusaugen und in das Gesamtbild einzufügen. Es macht einfach sehr viel Spaß, gemeinsam mit der Protagonistin Sadie Detektiv zu spielen.

Sehr schön ist dabei auch die Darstellung der Familie Edevane. Jeder Charakter bekommt seine Eigenschaften, seinen Platz innerhalb der Familie, seine zugeschriebene Rolle, an die er sich dann jedoch nicht immer hält. Ich fand es toll, mich in die Familie hineinzudenken, zu überlegen, wie ich in manch einer Situation gehandelt hätte und zu überlegen, was wohl hinter den Taten der einzelnen Mitglieder steckt. Die einzelnen Personen waren so liebevoll dargestellt und jede auf ihre Weise beschrieben, so dass sie vor meinen Augen richtig lebendig wurden. Dabei hat die Autorin immer auch darauf geachtet, die Begebenheiten der jeweiligen Zeit, wie z.B. die Rolle der Frau, authentisch in die Geschichte einzuarbeiten, was ich sehr spannend fand.

Trotz all dieser Geheimniskrämerei und der verschiedenen Rollenbilder, die es zu erfüllen gibt, vergisst Kate Morton jedoch auch die Emotionen nicht. Ich war richtig erstaunt, wie ich mit den einzelnen Familienmitgliedern mitgefiebert, gelitten und gelacht habe. Es war fast so, als wäre ich mit der Familie Edevane verbunden gewesen, so sehr zog sie mich in ihren Bann.

Dazu gibt es eine bezaubernde Kulisse: Das Haus am See. Die einzelnen Orte wurden so malerisch beschrieben, dass ich sie mir bildlich vorstellen konnte, gerne aber auch wirklich einen Ausflug dorthin unternommen und die Orte selbst erkundet hätte.

Und dann das Ende … ich kann nur sagen: WOW. Ich hab mit vielem gerechnet, aber nicht damit und ganz sicher auch nicht, dass sich der Kreis so perfekt schließen würde. Einfach nur total gut gelungen und absolut stimmig.

Fazit:

Kate Morton konnte mich mit „Das Seehaus“ wieder total begeistern. Obwohl das Buch 600 Seiten hat, ist es an keiner Stelle langweilig, so sehr wird man von der Familie Edevane und dem Haus am See in den Bann gezogen. Ich liebte es, die Motive der einzelnen Mitglieder zu erforschen, den Ereignissen nachzuspüren und Hinweise zu sammeln. Es machte mir riesig Spaß gemeinsam mit Sadie die Ermittlungen aufzunehmen und in der Familiengeschichte zu versinken. Trotz aller Detektivarbeit gelang es mir jedoch nicht, die wirklich Geschichte aufzudecken, so dass ich am Ende richtig überrascht und begeistert war.

Wer Familiengeschichten und –geheimnisse mag, darf nicht an Kate Morton vorbeigehen, sie ist eine Meisterin auf diesem Gebiet und ich liebe ihre Bücher.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

  (3)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(50)

108 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 39 Rezensionen

geister, liebe, dark diamonds, annie j. dean, carlsen

Seelenhauch

Annie J. Dean
E-Buch Text: 439 Seiten
Erschienen bei Dark Diamonds, 28.10.2016
ISBN 9783646300109
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt:

Die 20-jährige Helen glaubt nicht an Geister. Als fertig ausgebildete Krankenschwester hat sie bereits einige Menschen sterben sehen, aber nie wurde sie von einer rastlosen Seele heimgesucht. Das ändert sich schlagartig, als sie sich nach einer scheinbar harmlosen Partie Gläserrücken plötzlich nicht mehr allein fühlt und von einem sterbenden Patienten um einen letzten Gefallen gebeten wird: Sie soll das Zuhause eines gewissen Kilian aufsuchen. Ihre Recherche führt sie in ein steinreiches Villenviertel und direkt in die Arme des attraktiven Jungdesigners Elias. Zusammen versuchen sie der Geschichte des verstorbenen Erben auf die Spur zu kommen – und werden dabei direkt in die Vergangenheit katapultiert…

(Quelle: https://www.carlsen.de/epub/seelenhauch/84791)

Helen hat bis jetzt nie an Geister geglaubt, was sich jedoch nach einer Partie Gläserrücken mit ihren Freundinnen ändert. Plötzlich scheint sie von einer rastlosen Seele geradezu verfolgt zu werden und diese scheint ihr etwas Wichtiges mitteilen zu wollen.

Bei ihrer Recherche landet sie schließlich bei der Villa des attraktiven Elias. Was hat dieser mit dem Geist zu tun und wieso hat auch er sonderbare Visionen aus der Vergangenheit. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach Antworten und kommen dabei einem unglaublichen Familiengeheimnis auf die Spur … .

Meine Meinung:

Der Prolog ist aus Sicht des Geistes geschrieben, ohne dass man erfährt, wer es ist und was hinter den ganzen Ereignissen steckt. Trotzdem hinterließ er bei mir eine Gänsehaut und ließ mich richtig neugierig auf das Buch werden.

Danach springt man zu Helen, lernt sie und ihre Freundinnen kennen und erlebt die Séance hautnah mit. Obwohl ich vom Klappentext her ja schon wusste, dass ein Geist auftauchen würde, schaffte es die Autorin Annie J. Dean doch, eine spannungsgeladene Atmosphäre aufzubauen, die mir einen kalten Schauer über den Rücken laufen ließ. Gemeinsam mit der Protagonistin versuchte ich Antworten darauf zu finden, was der Geist von ihr will und was hinter all dem wohl stecken würde. Doch die Autorin füttert uns immer nur mit kleinen Häppchen, die die Spannung bis ins Unermessliche steigerten.

Gemeinsam mit Helen beginnt man also mit den Recherchen und lernt dabei auch Elias kennen. Ich fand es wirklich sehr schön, dass die Geschichte nicht nur aus Sicht von Helen, sondern auch aus der Perspektive des männlichen Protagonisten erzählt wird. Es war toll auch mehr über Elias zu erfahren und seine Sichtweise der Dinge hautnah miterleben zu können. Ich konnte mich gar nicht entscheiden, welche Sicht ich lieber las, denn beide Protagonisten waren mir sofort sympathisch und ich konnte ihre Gedanken und Gefühle gut nachvollziehen und wollte gleichzeitig auch mehr über sie erfahren.

Doch das Hauptaugenmerk liegt ganz klar auf der Geschichte des Geistes. Dabei weiß man jedoch nie, welche wahren Beweggründe hinter seinem Handeln stecken. Immer wieder taucht die Seele bei Helen und Elias auf und zieht diese in die Vergangenheit. Annie J. Dean ist es dabei sehr gut gelungen eine Gänsehaut-Atmosphäre aufzubauen. Gemeinsam mit den Protagonisten spürte ich schon bald die einsetzende Kälte und hatte sogar das Gefühl nicht allein zu sein. Ich habe mich wirklich ein bisschen gegruselt muss ich sagen. Das ist jedoch nicht negativ gemeint, sondern eher dem Talent der Autorin geschuldet, der es gelungen ist, mich so sehr in ihre Geschichte zu ziehen, dass es für mich geradezu real wurde.

Natürlich fing ich auch an, meine eigenen Spekulationen anzustellen und mir ein Bild über die Ereignisse zu machen. Obwohl ich ein paar Dinge durchaus geahnt habe, hat mich Annie J. Dean mit ihrer Geschichte doch noch überrascht, denn mit dieser Entwicklung hätte ich am Ende sicher nicht gerechnet.

Wie man aufgrund des Klappentextes schon ahnen kann, gibt es natürlich auch eine Liebesgeschichte in „Seelenhauch“. Doch auch hier hat mich die Autorin etwas überrascht, da diese nicht den Stellenwert einnimmt, mit dem ich gerechnet hatte. Sie ist schön, authentisch und einfach süß, aber bleibt dennoch etwas im Hintergrund, was ich sehr genossen habe, da das mal etwas anderes ist im Vergleich zu anderen Büchern, in denen die Lovestory meist den Hauptteil der Geschichte einnimmt.

Und einen weiteren Pluspunkt bekommt das Buch, da es abgeschlossen ist. Endlich mal keine Reihe, sondern ein Einzelband, den man mit einem guten Gefühl abschließen und genießen kann.

 

Fazit:

Annie J. Deans „Seelenhauch“ hebt sich von anderen Büchern ab. Die Geschichte mit dem Geist fand ich erfrischend und zwar nicht neu, aber auch nicht schon hundert Mal aufgewärmt. Die Autorin schafft eine Atmosphäre, die mir eine Gänsehaut bescherte und mich so tief in die Geschichte hineinzog, dass ich das Gefühl hatte, selbst dabei zu sein. Ich stellte Spekulationen an und machte mir Gedanken und hätte doch nicht sagen können, was wirklich hinter dem Ganzen steckt. Ein rundum gelungenes Buch, das mich von der ersten bis zur letzten Seite mit gerissen und begeistert hat.

 

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

  (4)
Tags:  
 
335 Ergebnisse