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mona kasten, begin again, liebe, vergangenheit, new adult

Begin Again

Mona Kasten
Flexibler Einband
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 14.10.2016
ISBN 9783736302471
Genre: Liebesromane

Rezension:

Inhalt:

„Noch einmal ganz von vorne beginnen – das ist Allie Harpers sehnlichster Wunsch, als sie für ihr Studium nach Woodshill zieht. Dass sie ausgerechnet in einer WG mit einem überheblichen
Bad Boy landet, passt ihr daher gar nicht in den Plan. Kaden White ist zwar unfassbar attraktiv – mit seinen Tattoos und seiner unverschämten Art aber so ziemlich der Letzte, mit dem Allie
sich eine Wohnung teilen möchte. Zumal er als allererstes eine Liste von Regeln aufstellt. Die wichtigste: Wir fangen niemals etwas miteinander an! Doch Allie merkt schnell, dass sich hinter
Kadens Fassade viel mehr verbirgt als zunächst angenommen. Und je besser sie ihn kennenlernt, desto unmöglicher wird es ihr, das heftige Prickeln zwischen ihnen zu ignorieren …“

(Quelle: https://www.luebbe.de/lyx/buecher/sonstiges/begin-again/id6110760?etccmed=B%C3%BChne&ver=LYX&etcccu=onsite&etcccmp=Begin%20Again%20&etccvar=Lyx%2FB%C3%BChne%2FStartseite%2FOktober2016&etccplc=Startseite&ir_name=Lyx%2FStartseite)

Ein Neubeginn, das ist es, was Allie Harper sich am meisten wünscht. Doch dafür braucht sie erst einmal eine Wohnmöglichkeit in Woodshill und das ist gar nicht so einfach so kurz vor dem Studiumsbeginn. Ihr einziger Ausweg ist schließlich, bei Kaden White einzuziehen, ein überheblicher und von sich total eingenommener junger Mann, der sofort ein paar Regeln aufstellt.

Eine davon: Wir fangen niemals etwas miteinander an. Was Allie anfangs wie ein schlechter Scherz vorkommt, erweist sich jedoch als echte Zerreißprobe, als sie anfängt, hinter Kadens Fassade zu blicken, denn plötzlich fühlt sie sich von dem unberechenbaren, jungen Mann richtig angezogen.

Doch auch Allie hat eine Vorgeschichte, die sie tief in sich begraben hat und die es ihr schwer macht, sich auf andere einzulassen, ihnen völlig zu vertrauen. Vor allem dann, als sie ihre Vergangenheit einholt und Kaden der Einzige zu sein scheint, der sie aus diesem Sumpf wieder herausholen kann … .

Meine Meinung:

Momentan hab ich richtig Lust auf New Adult Geschichten, deswegen hat mich auch der Klappentext von Mona Kastens Buch sofort angesprochen.

Der Einstieg fiel mir auch gleich richtig leicht. Ich machte mich gemeinsam mit Allie, aus deren Sicht in Ich-Form die Geschichte erzählt wird, auf zu einem Besichtigungstermin in Kadens Wohnung. Schon die erste Begegnung zwischen den beiden Protagonisten verspricht jede Menge Spannung zwischen ihnen. Mir gefiel es sehr gut, dass Allie sich nicht von Kaden einschüchtern lässt. Anders, als in anderen New Adult Bücher ist sie nicht die schüchterne, unerfahrene, graue Maus und das fand ich sehr positiv.

Auch Kaden mit seiner schroffen, von sich eingenommenen Art war mir alles andere als unsympathisch. Man merkt sofort, dass er doch einen weichen Kern hat und nicht so fies ist, wie er sich anfangs gegenüber Allie gibt.

Der Autorin Mona Kasten gelingt es auch wirklich gut, ein paar prickelnde, spannende Momente zwischen den beiden Protagonisten zu erschaffen. Es knistert ordentlich und das sorgte bei mir für einige Schmunzler.

Doch trotz dem ganzen Hin und Her zwischen Allie und Kaden vergisst die Autorin auch die übrige Handlung nicht. Man erfährt von Allies Studium, von Freunden, die sie findet und schließlich auch von ihrer Familiengeschichte, vor der sie flüchtet. Ich fand es wirklich gut, dass es eine Hintergrundstory gibt, denn diese verleiht der Geschichte etwas mehr Tiefgang, als es andere New Adult Bücher oft haben. Auch Kaden handelt nicht einfach blind, sondern hat sein Päckchen zu tragen, das sehr stimmig in die Gesamtgeschichte passt.

Obwohl dieses New Adult Buch doch mehr Tiefgang beweist, als es andere Bücher dieses Genres tun, hat mich irgendwann das ewige Hin und Her der Protagonisten genervt. Sobald es einmal etwas schwieriger wurde oder etwas Unvorhergesehenes geschah, wechselte die Stimmung der beiden so plötzlich, warfen sie alles über den Haufen, als wäre nie etwas geschehen. Ohne Reden, ohne Erklärungen, das war mir dann doch wieder etwas too much. Ich denke, man hätte die Geschichte gut etwas kürzen können, indem man etwas weniger Drama einbaut.

Der Schreibstil allerdings war jederzeit locker-leicht und flüssig, sowie der Zielgruppe angepasst, so dass man das Buch gut lesen konnte und die Seiten schnell verflogen.

Fazit:

Mona Kasten hat mit ihrem Buch „Begin Again“ eine New Adult Story geschaffen, die durchaus Tiefgang beweist. Trotz allem hätte ich mir etwas weniger Drama zwischen den Protagonisten gewünscht, um nicht doch irgendwann von dem ganzen Hin und Her genervt zu sein. Der flüssige, locker-leichte Schreibstil hat mich dieses Buch jedoch ganz schnell und entspannt lesen lassen.

Von mir bekommt das Buch 4 Punkte von 5.

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royal me, romance, tina köpke, serie, monarchie

Royal Me: The Masquerade (Episode 1)

Tina Köpke
E-Buch Text
Erschienen bei null, 04.12.2016
ISBN B01MRJWS0B
Genre: Sonstiges

Rezension:

Inhalt:

„In einer Welt, in der die Monarchie noch großen Einfluss hat, versuchen die Gegner der Kronen weltweit die Thronfolger zu töten. Zum Schutz ihres kostbaren Nachwuchses schickt man die zukünftigen Könige und Königinnen auf die Isle of Mull nach Schottland. Hier glaubt man sie sicher, eingeschlossen von Gewässern, Klippen, Schafen und alten Ruinen. Doch dass die jungen Erwachsenen selber zunehmend eine Gefahr durch ihre Gefühle und Abenteuer darstellen könnten, hatte man nicht auf dem Schirm …“

(Quelle: https://www.facebook.com/TinaKoepkeAutorin/?fref=ts)

Terroristen schicken Morddrohungen an die Adelshäuser auf der ganzen Welt. Um ihre Thronfolger besorgt schicken die Herrscher ihre Kinder in eine Burg auf der Isle of Mull in Schottland. Dort sollen sie abgeschottet vom Rest der Welt in Sicherheit sein.

Doch wer hätte gedacht, dass nicht nur die Terroristen eine Gefahr für den Nachwuchs darstellen, sondern dieser selbst für ordentlichen Wirbel sorgen, denn wo Männer und Frauen aufeinandertreffen kann es nur zu Gefühlschaos kommen … .

Meine Meinung:

Das Buch beginnt damit, dass sämtliche Adelskinder auf die Isle of Mull verfrachtet werden. Sehr gut gefiel mir, dass die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven erzählt wird. Da ist Val, der italienische Thronfolger; Lina, die französische Prinzessin; Priya aus Indien; Oliver, ein englischer Prinz; Callum, Stallwart auf dem Callahan Castle; Alicia, Thronfolgerin in Spanien; Anouk aus Island und Maya, die als Securitykraft arbeitet. Obwohl das sehr viele verschiedene Perspektiven sind und die Sichtwechsel sehr schnell folgen, hatte ich überhaupt keine Probleme damit. Im Gegenteil, ich fand es toll, all diese Protagonisten durch die Sichtwechsel noch besser kennenzulernen. So erhielt ich Einblick in das Leben, Denken und Fühlen all dieser Charaktere, denn jeder davon hat seine Eigenarten, seine kulturellen Hintergründe und ist damit auf seine Art besonders.

Durch all die verschiedenen Charaktere, die in dieser Geschichte aufeinandertreffen, wird es nie langweilig. Es gibt so viel zu entdecken und obwohl sich schon die ein oder anderen Begebenheiten abzeichnen und somit vorhersehbar sind, fand ich es doch spannend, herauszufinden, wohin das alles führen würde. Da sind so viele kleine Geschichten innerhalb der großen Story, dass man richtig mitgerissen wird.

Natürlich gibt es nebenbei auch immer die Bedrohung durch die Terroristen, die in diesem ersten Teil aber erst einmal nur eine etwas untergeordnete Rolle spielt. Vorerst geht es in erster Linie vor allem darum, die verschiedenen Protagonisten kennenzulernen. Doch ich denke, dass sich das im Laufe der Folgen noch weiter steigern wird, einige Ansatzpunkte dafür hat die Autorin jedenfalls schon gestreut.

Der Schreibstil von Tina Köpke ist einfach, leicht und locker und die Seiten verfliegen nur so. Da es sich hier um den 1. Teil eines Serials handelt, war das Lesevergnügen leider nur sehr kurz und ich hätte sehr gerne noch viel mehr über die Adelssprosse und über ihre Probleme gelesen. Doch da in Zukunft jeden Monat eine Episode erscheinen soll, gibt es ja etwas, auf das ich mich freuen kann.

Fazit:

Der Autorin Tina Köpke ist mit ihrem ersten Teil des Serials „Royal me – The Masquerade“ ein locker-leichtes Lesevergnügen gelungen. Durch die vielen Perspektivwechsel werden die einzelnen Charaktere und ihre Geschichten lebendig und man fiebert richtig mit den Protagonisten mit. Ich hab jetzt jedenfalls etwas, auf das ich mich jeden Monat freuen kann, denn ich kann gar nicht genug kriegen von den Thronfolgern im Callahan Castle und bin sehr gespannt drauf, wie sich die einzelnen Geschehnisse noch entwickeln werden. Dieses Serials macht auf jeden Fall Spaß!

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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53 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

magie, feuer, elesztrah, essenz, eis

Elesztrah - Feuer und Eis

Fanny Bechert
Flexibler Einband: 460 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 06.11.2016
ISBN 9783906829272
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt:

Als die Elfe Lysanna herausfindet, dass ihr Gefährte von dem gefürchteten Flammenden Lord gefangen gehalten wird, verspürt sie nur einen Wunsch: ihn zu befreien. Dabei zählt sie auf die Hilfe ihres Clans ›Angelus Mortis‹.

Mitten in den Vorbereitungen auf den bevorstehenden Kampf taucht jedoch der Elfenkrieger Aerthas in ihrem Dorf auf, mit dem sich Lysanna auf unerklärliche Weise verbunden fühlt. Liegt es daran, dass sie beide geheimnisvolle Kräfte in sich tragen, die sie gemeinsam lernen müssen, zu beherrschen? Denn ihre vereinte Macht könnte die einzige Möglichkeit sein, den Flammenden Lord endgültig zu vernichten.

Doch selbst wenn ihnen das gelingen sollte, steht die wachsende Zuneigung, die zwischen Aerthas und Lysanna entsteht, unter einem ungünstigen Stern.

(Quelle: http://www.sternensand-verlag.ch/elesztrah1-fannybechert.html)

 

 

Lysannas Gefährte Mitzum wurde vom Flammenden Lord entführt. Gemeinsam mit ihrem Clan „Angelus Mortis“ setzt die Elfe alles daran, den Aufenthaltsort von diesem herauszufinden und Mitzum zu retten.

 

Unerwartet bekommt sie Unterstützung von dem Elfenkrieger Aerthas. Dieser bringt Lysanna aber ganz schön durcheinander. Wieso fühlt sie sich mit ihm so verbunden? Liegt es daran, dass sie sich vor Jahren schon einmal getroffen haben oder dass sie beide geheimnisvolle Kräfte in sich tragen? Ziehen sich Feuer und Eis unwillkürlich an oder steckt doch mehr dahinter?

 

Gemeinsam ziehen sie in den Kampf gegen den Flammenden Lord. Doch dabei finden sie mehr heraus, als nur die Bedeutung ihrer geheimnisvollen Kräfte und plötzlich ist alles anders … .

 

 

Meine Meinung:

Der Prolog spielt 10 Jahre vor den eigentlichen Geschehnissen und man erlebt die erste Begegnung zwischen Lysanna und Aerthas mit. Sofort war mir klar, dass zwischen den beiden eine besondere Anziehung herrscht und ich freute mich auf ein Wiedersehen der beiden.

Als die Geschichte dann jedoch in die Gegenwart sprang, war ich etwas verwirrt: Lysanna hatte einen Gefährten, war zusätzlich verheiratet und hatte eine erwachsene Tochter. Doch keiner ihrer Männer war Aerthas … das brachte mich erstmal richtig durcheinander. Zum einen fragte ich mich, wie alt Lysanna wohl sein und zum anderen, wie Aerthas noch in diese Geschichte passen würde. Doch nach und nach erklärt die Autorin Fanny Bechert die besonderen Begebenheiten rund um ihre Protagonistin und nachdem ich die Ereignisse sortiert hatte, konnte ich mich voll und ganz in die Geschichte fallen lassen.

Das Setting gefiel mir ausgesprochen gut. Es ist eine Welt, in der es sowohl Elfen, als auch Orks, Gestaltwandler, Zwerge, Trolle, Seelenlose und Menschen gibt. All diese fantastischen Wesen finden einen Platz in der Geschichte, ohne dass es gezwungen oder stark konstruiert wirkt. Es ist alles so schön stimmig und passend, dass ich es richtig genoss in die Ereignisse einzutauchen. Ich fühlte mich geradezu wohl in der Welt, die Fanny Bechert sich ausgedacht hat und wäre gerne selbst Teil davon gewesen. In meinem Kopf lief ein richtiger Film ab, so lebendig beschrieb die Autorin die Umgebung, so viel Leben hauchte sie den Figuren ein.

Vor allem Lysanna und Aerthas gefielen mir ausgenommen gut. Beide haben ihre Stärken und Schwächen und obwohl ich mir schon ab der erste Seite ein genaues Bild von ihnen gemacht habe, blieb doch jede Menge Raum für Entwicklungen. Dabei genoss ich es besonders, dass die Geschichte teils aus Sicht von Lysanna und teils aus Sicht von Aerthas erzählt wurde. So lernte ich die beiden, ihre Gedanken und Gefühle noch besser kennen und konnte mich richtig in sie hineindenken.

Aber auch die Nebencharaktere haben einiges zu bieten: Da ist z.B. Fayori, die Tochter von Lysanna, Sedan, der Seelenlose oder Lysannas Mann Orano. Alle Personen haben einen speziellen Stellenwert und ihre eigene kleine Geschichte. Ich fand es richtig klasse, dass sie neben Lysanna und Aerthas, die doch sehr starke Persönlichkeiten sind, nicht so farblos blieben und untergingen. Fanny Bechert ist es gelungen, genau die richtige Mischung zu erzeugen, so dass es vieles zu entdecken gibt und nie langweilig wird.

Obwohl es sich hier um ein High Fantasy Werk handelt, ist der Schreibstil nicht schwer oder kompliziert, sondern locker und leicht. Die Charaktere werden so gut eingeführt, dass man sich schnell ein Bild machen kann, das Setting wird so liebevoll beschrieben, dass man sich sofort heimisch fühlt und die Spannung baut sich stetig auf, so dass man sofort mitfiebert.

Am Ende lässt uns die Autorin erst einmal ein wenig durchatmen, hält jedoch gleichzeitig noch einige unerwartete Überraschungen bereit, die mich jetzt schon sehnsüchtig auf Band 2 hinfiebern lassen.

 

Fazit:

„Elesztrah – Feuer und Eis“  von Fanny Bechert ist ein wahrer High Fantasy Schatz. Das Setting ist so liebevoll beschrieben, dass ich mich sofort heimisch fühlte und selbst eine Rolle in dieser faszinierenden Welt spielen wollte. Die Charaktere waren sehr gut eingeführt und ließen doch genug Raum für Entwicklungen und der Schreibstil war so locker und leicht, dass ich nur so durch die Seiten geflogen bin.

Spannend – mitreißend – faszinierend – einzigartig – unbedingt lesen.

Dieses Buch ist definitiv eines meiner Highlights 2016.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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66 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

schmetterlingsblau, sarah nisse, drachenmond, fantasy, schmetterling

Schmetterlingsblau

Sarah Nisse
Flexibler Einband: 312 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 01.10.2016
ISBN 9783959910590
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt:

„Und vergiss nicht, ihn zu küssen.“ Ihre Stimme war jetzt bloß noch ein Hauchen. „Schmetterlinge küssen nämlich nicht, Jade. Schmetterlinge lieben nicht. Sie fliegen bloß. Fliegen und fliegen…, bis sie irgendwann vergehen.“
Wie weiche Flügelteppiche legen sich die Schmetterlinge auf die Wiesen der Normandie. Alain kümmert es nicht, schließlich hat er soeben seine Eltern zu Grabe getragen. Doch dann trifft er Jade. Nur für einen Sekundenbruchteil streifen sich ihre Blicke durch das Hoftor einer alten Villa, dann verschwindet das blasse Mädchen mit den leuchtend blauen Augen wieder und Alain ist sicher, dass er sie nie wiedersehen wird. Denn niemand kennt die Mädchen der Villa Papillon. Niemand im Dorf wagt es, ihr Geheimnis zu lüften. Niemand, bis auf Alain. Doch wird es ihm gelingen, Jade vor ihrem traurigen Schicksal zu bewahren?

(Quelle: https://www.drachenmond.de/titel/schmetterlingsblau/)

Vor zwei Jahren hat Alain seinen Heimatort verlassen und dort allem und jedem den Rücken gekehrt. Doch als er erfährt, dass seine Eltern verunglückt sind, kehrt er zurück nach Fleury. Ein Ort voller schmerzhafter Erinnerungen, aber auch voller Geheimnisse.

Das wird ihm jedoch erst bewusst, als er am Hoftor der Villa Papillon auf ein Mädchen trifft, das ihn sofort fasziniert. Was hat es mit dieser Villa auf sich und wieso sieht man die Mädchen nie außerhalb dieses Gebäudes?

Alain ist bereit, das Geheimnis zu lüften, denn längst kann er Jade, das Mädchen mit der schmetterlingsblauen Aura nicht mehr vergessen … .

Meine Meinung:

Das Buch beginnt mit einem Prolog aus Alains Sicht. Er erzählt vom Tod seiner Eltern und davon, dass Jade ihm sagt, dass sie ebenfalls nicht mehr lange leben wird. Ich fand es sehr interessant in Alains Gedanken einzutauchen, sie sind so tiefgründig, so philosophisch, dass ich sofort eine Gänsehaut bekam. Der Protagonist hat eine ganz eigene Art über die Dinge nachzudenken, die mir sehr gut gefiel.

Doch was es mit Jade wirklich auf sich hat, erfährt man erst einmal nicht, denn die Geschichte springt danach gleich zwei Wochen in die Vergangenheit und trifft auf einen Mann namens Guy Masson, der in Fleury als „sonderlich“ gilt. Er scheint sehr viel über die Schmetterlinge und die Geschichte der Villa zu wissen, aber die Autorin Sarah Nisse lässt uns vorerst weiterhin im Dunkeln. Ich war wirklich gespannt, was hinter all den Geschehnissen stecken würde.

Fortan begleitet man Alain und Jade durch ihre Geschichte, erfährt von ihrem Leben, ihrem Alltag und ihren Gedanken. Es gefiel mir richtig gut, dass das Buch immer abwechselnd aus Sicht beider Protagonisten erzählt wird, denn beide Charaktere haben ihre eigene Geschichte und ihre eigene Art, die Dinge zu erleben und darüber nachzudenken. Ich liebte es, in die Gedanken von Jade und Alain einzutauchen, doch muss ich auch gestehen, dass ich durch die ganzen Andeutungen und die Geheimniskrämerei nicht so recht wusste, wohin die Geschichte führen würde. Damit konnte ich die Geschehnisse nicht so recht einordnen und tat mich anfangs etwas schwer, richtig in die Story einzutauchen.

Auch als Jade und Alain schließlich aufeinander treffen, kommt noch kein Licht in das Geheimnis der Villa und obwohl ich schon wusste, welches Schicksal Jade erwartet, konnte ich doch noch nicht wirklich begreifen, was wirklich dahinter steckt. Erst als Alain anfing Nachforschungen anzustellen hat mich die Geschichte schließlich doch noch gepackt und ich machte mich gemeinsam mit dem Protagonisten auf die Suche nach Antworten, die man schließlich nach und nach auch endlich bekommt. Ab diesem Zeitpunkt konnte ich das Buch nicht mehr weglegen, da ich einfach wissen musste, was es wirklich mit den Schmetterlingsmädchen auf sich hat.

Doch obwohl natürlich die Geschichte der Schmetterlingsmädchen im Vordergrund dieser Geschichte steht und Alains Suche nach Antworten, gibt es doch noch ein Thema, das sich immer wieder durch dieses Buch zieht: Der Tod. Ganz nebenbei beschäftigt man sich unweigerlich mit diesem Thema: Was würde man tun, wenn man nur noch wenig Zeit zu leben hätte? Wenn das Leben jetzt vorbei wäre, würde man etwas bereuen oder hat man so gelebt, wie man es wollte? Hat man seine Träume erfüllt oder die Zeit vergeudet? All diese Fragen kamen mir während dem Lesen in den Sinn und ich habe mich gemeinsam mit den Protagonisten damit auseinandergesetzt. So erhält das Buch eine sehr ernste Seite, die mich wirklich tief berührt und nachdenklich gemacht hat.

Außerdem hat mich der zauberhafte, bildgewaltige und detailreiche Schreibstil von Sarah Nisse erneut fasziniert. Schon in „Dunkelherz“ war ich begeistert davon, wie sie mit ihren Worten Bilder in meinen Kopf gezaubert, einen richtigen Film entstehen ließ und auch in „Schmetterlingsblau“ gelang ihr das wieder sehr gut, auch wenn sie hier keine ganz neue Welt erschaffen hat.

 

Fazit:

Anfangs tat ich mich wirklich schwer, mich auf das Buch einzulassen, da ich nicht wirklich erkennen konnte, wohin es mich führen würde. Als man jedoch mehr über das Schicksal der Schmetterlingsmädchen erfuhr und Alain versuchte das Geheimnis der Villa Papillon zu lüften, konnte ich mich kaum noch vom Geschehen lösen. Doch nicht nur Jades Geschichte spielt in dem Buch eine Rolle, sondern auch das Thema „Tod und Vergänglichkeit“, das mich tief berührt und nachdenklich gemacht hat.

Wer also ein Buch mit einer ernsten und tiefgründigen Seite sucht, sollte auf jeden Fall zu diesem Buch greifen.

Von mir bekommt das Buch 4 Punkte von 5.

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83 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 46 Rezensionen

liebe, katie jay adams, sommer ins glück, geld, familie

Sommer ins Glück

Katie Jay Adams
E-Buch Text: 224 Seiten
Erschienen bei null, 07.06.2016
ISBN B01GSHV10G
Genre: Liebesromane

Rezension:

Inhalt:

An das Glück glaubt Annie Clark nicht. Schließlich hat sie gerade ihren Job verloren. Außerdem muss sie dringend 49.904 Dollar und 12 Cent auftreiben, um zu verhindern, dass ihre exzentrische Mutter und ihr autistischer Bruder auf der Straße landen.
Für so etwas wie die Liebe hat sie wirklich keine Zeit. Doch dann trifft sie den smarten Jonathan Holden mit den unwiderstehlichen lichtblauen Augen. Er unterbreitet ihr ein unverschämtes Angebot, das sie direkt in die Welt der Reichen und Schönen bringt – für genau 504 Stunden. Ehe Annie sichs versieht, steht sie vor der größten Herausforderung ihres Lebens.

(Quelle: http://www.katiejayadams.de/b%C3%BCcher/)

Annies Leben ist alles andere als so, wie sie es sich vorgestellt hat. Doch ihren Tiefpunkt erreicht sie, als sie auch noch ihren Job in der Bar verliert. Jetzt muss sie sich nicht nur Sorgen um die Miete machen, sondern auch darum, wie sie fast 50.000 Dollar auftreiben kann. Denn nur, wenn sie den Kredit sofort bezahlen, können ihre Mutter und ihr autistischer Bruder ihr Haus behalten.

Ausgerechnet da trifft sie auf Jonathan Holden, Millionär und verdammt gutaussehend. Er macht ihr ein Angebot, das sie nur wenig begeistert, aber ihre einzige Lösung zu sein scheint. Doch was sich anfangs so einfach anhört, wird bald zur Zerreißprobe für Annie Clark, aber auch für Jonathan Holden.

Meine Meinung:

Das Buch beginnt mit einem Prolog, in dem Annie ihre Koffer packt, weil sie zu Jonathan ziehen will. So recht weiß man als Leser noch nicht, was es damit auf sich hat und wie es dazu kam. Doch auf jeden Fall wird man richtig neugierig auf die Ereignisse zwischen den beiden Protagonisten gemacht.

Danach springt man genau 12 Tage zurück und erfährt erst einmal, wie Annie ihren Job verliert und wie sie den Millionär kennenlernt. Ich fand die erste Begegnung der beiden wirklich gut gelungen, denn hier wird ganz deutlich, dass es sich nicht, wie vielleicht durch den Klappentext vermutet, um einen dieser typischen armes, scheues Mädchen trifft selbstsicheren, gutaussehenden Millionär Romane handelt. Denn die Protagonistin passt so gar nicht in dieses Bild. Sie mag in finanziellen Schwierigkeiten stecken, doch sie ist alles andere als scheu. Sie weiß genau, was sie will und lässt sich von Jonathan und seinen Launen auch nicht einschüchtern. Das fand ich richtig klasse, denn wieso sollte eine Frau nicht auch selbstsicher, aber nicht arrogant sein können?! Meiner Meinung nach ist es der Autorin sehr gut gelungen mit diesem Klischee zu brechen und eine taffe und doch sympathische Protagonistin zu erschaffen.

Bei  Jonathan hatte ich anfangs schon etwas Angst, dass er in das Mr Grey Bild hineinrutschen würde, doch schnell wuchs er für mich darüber hinaus und war mir wesentlich sympathischer. Er hat seine eigene Geschichte und kämpft gegen seine Dämonen, doch im Grunde sieht man sofort auch das Gute in ihm.

Was mir besonders gut gefallen hat, war die Darstellung von Annies autistischem Bruder Marc. Da ich selber mit Kindern mit Autismus arbeite, war ich dabei natürlich besonders kritisch. Doch die Autorin Katie Jay Adams hat die speziellen Verhaltensweisen sehr authentisch beschrieben und auch die damit verbundenen Schwierigkeiten. Dabei hat sie weder übertrieben, noch etwas beschönigt, was sicher nicht leicht ist, aber ich sehr gelungen fand.

Die Liebesgeschichte ist natürlich keine Überraschung, aber soll sie bei diesem Buch sicher auch nicht sein. Manchmal machen sich die beiden Protagonisten das Leben ziemlich schwer, aber mich störte das bei diesem Buch überhaupt nicht, denn es ist locker-leicht geschrieben und man liest es einfach so weg. Gefangen von dem Hin und Her zwischen den beiden Darstellern will man natürlich einfach wissen, wie es am Ende für sie ausgeht und ob es ein Happy End gibt.

Fazit:

„Sommer ins Glück“ ist ein schöner, kleiner Liebesroman mit sympathischen Protagonisten und einem locker-leichten Schreibstil, den man einfach mal so weglesen kann. Dieses Buch verbreitet einfach gute Laune und Glücksgefühle und ist deshalb nicht nur für einen Sommer im Glück empfehlenswert.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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84 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 40 Rezensionen

harry potter, liebe, freundschaft, ebook, challenge

Fangirl auf Umwegen

Amelie Murmann
E-Buch Text: 236 Seiten
Erschienen bei Impress, 06.10.2016
ISBN 9783646928877
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

„Als sicherlich größter Booknerd auf Erden gehen für die 18-jährige Luna quasi alle Träume auf einmal in Erfüllung, als sie eine Reise zu den Universal Studios in Orlando gewinnt, um die »Wizarding World of Harry Potter« zu besuchen. Dort erwartet sie und die anderen Gewinner die ultimative Challenge zu ihrer Lieblingsbuchwelt und Luna ist mehr als nur bereit, alles daran zu setzen, den ersten Platz zu ergattern. Leider macht ihr dabei ein gewisser Leo immer wieder einen Strich durch die Rechnung und das, obwohl er nicht mal annähernd ihr Fanwissen besitzt. Nach erbitterten Kämpfen um Zauberstäbe und Schulschals platzt Luna schließlich der Kragen – und sie lernt Leo plötzlich von einer ganz anderen Seite kennen…“

(Quelle: https://www.carlsen.de/epub/fangirl-auf-umwegen/81184)

Luna ist einer der größten Harry Potter Fans, die es gibt. Da ist natürlich klar, dass sie unbedingt ein Ticket für die Chocolate Challenge in der Wizarding World of Harry Potter gewinnen möchte.

Dort soll sie Rätsel rund um Harry Potter lösen. Doch das wäre wesentlich einfacher, käme ihr nicht ständig dieser Leo in die Quere. Leo, der sie so an Draco Malfoy erinnert und der ihr den Gewinn von 100.000 Dollar streitig machen will.

Aber als sie Leo von einer anderen Seite kennenlernt, lernt sie auch eine Menge über sich und ihr Leben und plötzlich scheint gewinnen nicht mehr das zu sein, was sie von allem am meisten möchte … .

Meine Meinung:

Ein Buch über eine Harry Potter Challenge musste ich unbedingt lesen. Ich bin zwar nicht, das Fangirl schlechthin, hab aber alle Bücher gelesen und Filme gesehen und war deswegen sehr gespannt auf diese Story.

Der Einstieg, als Luna vor dem Schokoladenregal stand, fiel mir sehr leicht und gefiel mir sofort richtig gut. Die Begegnung mit Leo war auch echt witzig und ich ahnte schon, was daraus werden würde.

Als man sich schließlich gemeinsam mit Luna auf den Weg nach Orlando machte, bekam ich richtig Fernweh. So gerne würde ich auch einmal die Wizarding World of Harry Potter selbst live und in Farbe sehen. Ich sog jede Beschreibung ein und man spürt aus jeder Zeile, dass die Autorin Amelie Murmann selbst ein kleiner Fan ist und mit Begeisterung vor Ort war. Allerdings hätte ich erwartet, dass man als Leser auch ein bisschen an den Rätseln mitarbeiten könnte, doch das geht wirklich nur, wenn man sich selbst in Orlando befindet und dort alles sieht. So war man eben einfach nur Zuschauer, anstatt selbst mitten im Geschehen zu sein, was ich etwas schade fand. Trotzdem machte es mir Spaß, Luna bei der Challenge zu begleiten und ihr dabei zuzusehen, wie sie die einzelnen Aufgaben löste.

Der Schreibstil der Autorin ist dabei immer locker-leicht, so dass man das Buch sehr schnell durchlesen und einfach genießen kann.

Die Liebesgeschichte dagegen fand ich arg konstruiert. Natürlich ist sie in so einem Buch vorhersehbar, was mich generell auch nicht stört, aber hier kam es mir so vor, als wären die Protagonisten „hingebogen“ worden, um in die Lovestory hineinzupassen. Als sie sich die Gefühle gestanden, konnte ich nicht mal richtig mitfiebern oder aufseufzen, weil ich es als zu gezwungen empfand.

Auch die Lebensumstände von Luna und Leo konnten mich nicht überzeugen. Natürlich lag darauf nicht das Hauptaugenmerk, aber meiner Meinung nach kamen diese zu kurz. Sie wurden nur angerissen, hätten aber für die Story meiner Meinung nach doch mehr Gewicht gebraucht, wenn sie schon erwähnt wurden. Auch wenn es sich hier um ein leichtes Jugendbuch handelt, löste sich alles viel zu sehr in Wohlgefallen auf oder war irgendwann einfach nicht mehr wichtig. Das war mir ehrlich gesagt einfach zu wenig Substanz. Dann lieber von Anfang an heile Welt ohne diese ganzen Probleme, dann hätte ich es einfach als nettes, kleines Leseabenteuer abhandeln können, doch so fehlte für mich einfach ein bisschen Tiefgang.

Das Ende rundete die Geschichte zwar ab, für mich blieben aber tausend Fragen offen und die Art, wie die Challenge aufgelöst wurde gefiel mir persönlich auch überhaupt nicht. Das hätte ich mir auf jeden Fall anders gewünscht und in meinen Augen hat Amelie Murmann hier auch einiges an Potenzial verschenkt.

Fazit:

Dieses Buch ist sicher für Harry Potter Fans eine nette Idee, auch wenn man selbst nicht wirklich miträtseln kann. Die Story rund um die Wizarding World of Harry Potter fand ich auch richtig schön und weckte in mir das Fernweh. Leider konnten mich weder die Liebesgeschichte noch die Lebenshintergründe der Protagonisten richtig überzeugen und auch das Ende ließ mich nicht wirklich befriedigt zurück.

Für alle, die einfach nur ein paar schöne, entspannte Lesestunden erwarten, kann dieses Buch jedoch genau das richtige sein.

Von mir bekommt das Buch 3 Punkte von 5.

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58 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 43 Rezensionen

emma wagner, liebe, vergangenheit, familie, gefühle

Du. Für immer. (dramatischer Liebesroman)

Emma Wagner
E-Buch Text: 412 Seiten
Erschienen bei null, 30.10.2016
ISBN B01M9I9F5C
Genre: Liebesromane

Rezension:

Inhalt:

Annas Ehe mit Oliver steckt in der Krise. Olivers Familie ist der Überzeugung, sie sei nicht die richtige Partie für den einzigen Sohn, und überdies bleibt ihr gemeinsamer Kinderwunsch seit Jahren unerfüllt.

Der Tod einer alten Freundin bringt Anna zurück an den Ort, an dem sie ihre Kindheit verbracht hat. Dort taucht ihre Jugendliebe Marc auf. Marc mit den feurigen braunen Augen und der großen Sehnsucht nach Abenteuern. Marc mit den süßen Worten und großen Versprechungen.

Marc, mit dem Anna ein dunkles Geheimnis verbindet. Anna muss sich ihrer Vergangenheit stellen. Hat sie damals die richtige Entscheidung getroffen? Für wen schlägt ihr Herz heute?

 

Anna ist sehr unglücklich: Ihre Schwiegereltern zeigen offen ihre Abneigung gegen sie und hetzen bei ihrem Mann Oliver wann immer sie können. Ihr Kinderwunsch bleibt auch nach Jahren unerfüllt und ihre Kreativität hat sich auch schon ewig nicht mehr gezeigt, weswegen sie in einem wenig befriedigenden Job festhängt.

Da stirbt ihre alte Freundin und hinterlässt ihr ein Haus in ihrem Heimatort. Der Ort, an dem alles angefangen hat. Der Ort, an dem sie ihren Mann Oliver und ihre Jugendliebe Marc kennengelernt hat.

Anna braucht eine Auszeit und flieht deshalb in das Haus ihrer Freundin. Doch dort begegnet ihr Marc wieder und bringt sie gehörig durcheinander. Kann sie ihm verzeihen, was vor so vielen Jahren passiert ist oder setzt sich Oliver endlich gegen seine Familie durch und steht zu seiner Frau?

Die junge Frau muss zurück zu ihren Wurzeln um sich endlich ihrer Vergangenheit zu stellen und herauszufinden, wer sie wirklich ist und was sie sich für die Zukunft wünscht … .

Meine Meinung:

„Du.Für immer“ ist mein erstes Buch von Emma Wagner. Eigentlich hatte ich eine witzig-spritzige und leichte Liebesgeschichte, eher im Genre des ChickLit erwartet, doch was ich bekommen habe, war so viel mehr … .

Das Buch beginnt in der Gegenwart und ist aus Sicht von Anna in Ich-Form geschrieben. Gemeinsam mit ihr und ihrem Mann findet man sich auf der Beerdigung ihrer Freundin wieder und erfährt sofort, dass Anna in ihrem Heimatort alles andere als beliebt war. Auch die Konflikte mit ihren Schwiegereltern bekommt man hautnah mit und bekommt gleich Mitleid mit der Protagonistin. Ich habe mich wirklich gefragt, was denn dazu geführt hat, dass ihre Schwiegereltern sie so hassen.

Genau auf diese Frage bekommt man nach und nach Antworten, denn immer wieder springt die Geschichte in die Vergangenheit und man erlebt Annas und Olivers Kindheit und Jugend mit. Ich fand es großartig, wie die Autorin Emma Wagner immer den Bogen zwischen Gegenwart und Vergangenheit spannte. Während die Szenen der Gegenwart in Ich-Form aus Annas Sicht geschrieben sind, liest man die Geschehnisse der Vergangenheit in 3. Person. So erfährt man mehr darüber, was Anna bereits in ihrer Kindheit mitmachen musste. Sie hatte es alles andere als leicht, fand aber immer ihren Weg. Dabei standen ihr ihre Freunde Oliver und Marc zur Seite. Diese Idee fand ich wirklich süß. Oliver und Anna verbindet also so viel mehr, als nur eine schöne Liebesgeschichte. Ich freute mich wirklich sehr darauf, mehr darüber zu erfahren.

Doch während ich in anderen Geschichten oft eine „Lieblingszeit“ habe, wusste ich bei Emma Wagners neuem Buch gar nicht, ob ich lieber in der Gegenwart oder der Vergangenheit schwelgte. Zum einen wollte ich natürlich erfahren, wie sich Anna entscheidet, ob sie ihrer Ehe noch eine Chance geben oder neue Wege gehen würde. Zum anderen wollte ich aber auch mehr über Annas, Olivers und Marcs Vergangenheit und vor allem das Geheimnis zwischen Anna und Marc erfahren. Deshalb konnte ich das Buch auch kaum aus der Hand legen. Die Ereignisse waren durchweg spannend und ich konnte Annas inneren Konflikt sehr gut nachvollziehen, geradezu spüren, so lebensnah, so authentisch hat Emma Wagner ihre Figuren erschaffen.

Außerdem fand ich es toll, dass neben der Liebesgeschichte noch so viele andere Themen eine wichtige Rolle spielten. Da geht es um Alkoholismus in der Familie, um Vernachlässigung und Konflikte mit den Schwiegereltern. Es geht um unerfüllte Kinderwünsche, um Betrug und Lügen, um Geheimnisse und Freundschaften, um Schmerz und unerwiderte Gefühle und um den Kampf der Liebe. Denn eines macht Emma Wagner sehr deutlich: Eine Ehe/Beziehung bedeutet immer Arbeit, denn wenn man sie als alltäglich ansieht, kann sie viel zu leicht kaputt gehen. Die Autorin setzt sich wirklich sehr gut mit all diesen ernsten Themen auseinander und hat mich damit sehr berührt und mitgenommen.

Damit es aber nicht zu deprimierend wird, packt sie auch immer wieder ein wenig Humor in die Geschichte und spielt mit einigen Nebencharakteren ein paar vergnügliche Szenen ein, die die Hauptstory wieder etwas auflockern. So entsteht ein guter Wechsel, der einen dieses Buch einfach genießen lässt.

Der Schreibstil der Autorin ist dabei immer schön locker und leicht, so dass man während dem Lesen gar nicht merkt, wie die Seiten verfliegen.

 

Fazit:

Die Autorin Emma Wagner hat hier so viel mehr erschaffen als nur eine schöne locker-leichte Liebesgeschichte. In einem Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit erfährt man von Annas Leben mit all ihren Höhen und Tiefen. Ich war richtig begeistert von dem Zeitenwechsel, von den authentischen Protagonisten und all den ernsten Themen, die Emma Wagner in eine schöne Story verpackte, die mich mitgenommen hat, die ich aber auch bedingungslos genießen konnte.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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12 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

BE WITH US: Wer sich verliebt, fliegt! (Band 1)

Jasmin Romana Welsch
E-Buch Text: 195 Seiten
Erschienen bei null, 13.10.2016
ISBN B01M7PS41H
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Inhalt:

Lena ist eine ganz durchschnittliche Studentin: Von Prüfungen gestresst und besorgt, dass sie trotz Diplom irgendwann hinter dem Tresen einer Fast-Food-Kette landet. Außerdem hat sie sich gerade von ihrem Freund getrennt, der nicht nur ständig an der Playstation herumgedrückt hat, sondern auch an seiner Dozentin.
Zum Glück läuft Lena Simon in die Arme, der nicht weiß, wie gutaussehend er geworden ist, seit sie als Kinder Tür an Tür gewohnt haben. Der charismatische, nie fluchende Architekturstudent benimmt sich aber plötzlich seltsam. Lena soll nicht auf die Party seines besten Freundes kommen, weil ... ja, warum eigentlich? Kein Zweifel, der hübsche Unschuldsengel hat etwas zu verheimlichen. Was das ist, kann Lena nur herausfinden, wenn sie sich auf ein Spiel mit einer mehr oder weniger einfachen Regel einlässt: „Wer sich verliebt, fliegt!“

(Quelle: https://www.facebook.com/JRWelsch/?fref=ts)

Lenas Leben ist mehr als durchschnittlich: Ihre Noten sind im Durchschnittsbereich, ihre langweilige Beziehung wurde durch einen Seitensprung von ihrem Freund beendet und wenn sie nicht bald einen Job findet, um ihre Miete zu bezahlen, wird sie wohl bei einer Fast-Food-Kette landen.

Doch dann läuft ihr Simon in der Uni über den Weg. Simon war vor Jahren ihr Nachbar, bevor sie sich  aus den Augen verloren haben. Wer hätte auch gedacht, dass aus dem kleinen Jungen, so ein gutaussehender und charismatischer junger Mann werden würde?

Simon jedoch verhält sich komisch. Er will unbedingt verhindert, dass Lena zur Party seines besten Freundes kommt. Irgendetwas scheint er zu verbergen. Doch welches Geheimnis hat der junge Mann und was hat dieses mit der Regel „Wer sich verliebt, fliegt“ zu tun?

Meine Meinung:

Eigentlich ist dieses Genre ja nicht so mein Ding muss ich gestehen, aber da ich den Klappentext so spannend fand und den Schreibstil der Autorin von anderen Büchern kenne und begeistert war, dachte ich mir, ich versuch es mal wieder mit einem New Adult Buch.

Das Buch ist aus Sicht von Lena geschrieben und das ist richtig klasse, denn die Protagonistin hat einen ganz eigenen Humor, den ich richtig grandios finde. Es hat mir großen Spaß gemacht, in ihre Gedankenwelt einzutauchen und ich musste nicht nur schmunzeln, sondern oftmals sogar laut auflachen, so viel Humor steckt in dieser Geschichte. Lena ist eine Protagonistin, wie man sie überall finden kann. Sie ist einfach Durchschnitt, was jedoch nicht negativ gemeint ist, sondern eher so, dass man sich einfach mit ihr identifizieren kann. Ich fand sie richtig gut gelungen. Sie hat Charme und auch Selbstbewusstsein, aber trotzdem weiß sie nicht wirklich um ihre Wirkung auf andere. Das ist jedoch nicht so extrem, wie man es aus anderen Büchern dieses Genres kennt und nervt deswegen kein bisschen. Im Gegenteil, ich fand es toll zu lesen, wie Lena nach und nach entdeckt, was sie wirklich will und sich das dann auch „nimmt“. Diese Geschichte ist also auf jeden Fall keine von der Sorte, hässliches, unerfahrenes Mädchen trifft auf Bad Boy, der plötzlich nur noch sie will und damit aus ihren einen Schwan macht. Nein, Lena ist durchaus stark, unabhängig und absolut witzig. Ich mochte sie auf Anhieb total gerne.

Doch auch die Geschichte selbst hat einiges zu bieten. Neben all dem Humor, darf man natürlich die prickelnden Stellen nicht vergessen. Dieses Buch ist auf jeden Fall nichts für sehr junge Leser/innen, denn es geht richtig zur Sache. Die Autorin Jasmin Romana Welsch lässt hier nichts der Fantasie übrig und doch sind die erotischen Szenen nicht schmutzig oder zu derb. Sie sind anregend, erregend und einfach prickelnd. Ich habe selten ein Buch in diesem Genre gelesen, das mit so wenig derben Wörtern auskommt und trotzdem die erotischen Szenen so bildhaft und ungeschönt beschreibt. Hier ist Jasmin Romana Welsch in meinen Augen wirklich ein Kunststück geglückt, denn ich bin in diesem Bereich sehr skeptisch. Deshalb ein großes Kompliment an dieser Stelle von mir.

Neben den gut geschriebenen Erotikszenen ist auch der übrige Schreibstil sehr flüssig und mitreißend, so dass ich das Buch in einem Rutsch durchgelesen hatte.

Leider war es viel zu schnell zu Ende. Ich hätte gerne noch viel mehr von Lena, Simon und all den anderen gelesen und freu mich deshalb schon sehr auf die Fortsetzung, bei der ich denke, dass sie noch einiges an Überraschungen für uns als Leser bereithalten wird.

Fazit:

„Be with us“ ist eines der wenigen New Adult Bücher, die mich voll und ganz überzeugen konnten. Obwohl ich sonst kein großer Fan dieses Genres bin, hat mich Jasmin Romana Welsch doch mit ihrem Buch vollauf begeistert. Die Protagonistin ist so authentisch, sympathisch und hat so einen genialen Humor, dass ich sie einfach nur klasse fand. Die Erotikszenen sind nicht zu schmutzig oder derb, sondern einfach nur erregend und prickelnd. Der Schreibstil ist dabei so flüssig und mitreißend, dass ich das Buch in einem Rutsch durchgelesen habe.

Also Vorsicht: Diese Reihe hat wirklich Suchtpotenzial! Ich will unbedingt ganz schnell mehr davon!

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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120 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 37 Rezensionen

mafia, mode, girl in black, berlin, liebe

Girl in Black

Mara Lang
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Ueberreuter Verlag , 15.08.2016
ISBN 9783764170639
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

„Die 19-jährige Lia hat ein dunkles Geheimnis: Sie ist ein Seelenauge und kann die Gefühle anderer Menschen lesen, sie sogar beeinflussen. Eine machtvolle Gabe, wegen der sie in die Fänge der italienischen Mafia gerät. Der einzige Ausweg scheint die Flucht. Tausende Kilometer von ihrer Heimat entfernt versucht sie, ein neues Leben zu beginnen, ohne die Familie, ohne ihre Gabe und ohne jegliche Emotionen. Für sie zählt nur eins: Endlich ihren Traum zu verwirklichen und Modedesignerin zu werden. Doch die Schatten ihrer Vergangenheit holen Lia ein und bringen nicht nur sie in Gefahr, sondern auch ihre neuen Freunde – insbesondere Nevio, der sie stärker berührt, als sie erwartet hätte …“
(Quelle: http://www.ueberreuter.de/shop/girl-in-black/)

 

Lia hat eine besondere Gabe: Sie kann die Gefühle anderer lesen und sogar manipulieren. Deswegen ist sie für die italienische Mafia von besonderem Wert. Durch eine Zwangsheirat wollen sie Lia an sich binden, doch diese flieht und versucht sich in Berlin ein neues Leben aufzubauen.

Dafür muss sie jedoch verbergen, wer sie ist und was sie kann. Das gelingt ihr aber nur, wenn sie jegliche Emotion ganz von sich fernhält. Deswegen verkriecht sie sich hinter einem selbsterschaffenen Panzer aus Gefühlskälte und konzentriert sich ganz auf ihren Traum Modedesignerin zu werden.

Doch dann lernt sie Mavie und Pierre kennen, die sich auf Anhieb in ihr Herz schleichen und dann ist da auch noch Nevio, der versucht ihren Panzer zu durchdringen. Und so muss Lia erkennen, dass ein neues Leben ohne jegliches Gefühl nicht lebenswert ist. Aber gerade als sie dabei ist, sich selbst und ihre Gabe zu akzeptieren, ihr Leben wieder lieben zu lernen, stöbert sie „ihre Familie“ in Deutschland auf und die ist nicht bereit, das junge Mädchen einfach so gehen zu lassen … .

Meine Meinung:

Ich muss sagen, ich war etwas überrascht, als das Buch mit Lias Hochzeit begann. Damit hatte ich so gar nicht gerechnet, erfuhr aber schnell, was es damit auf sich hat und erhielt eine kleine Einführung in Lias Leben und ihre Gabe. Die junge Frau hat es wirklich alles andere als leicht und ich freute mich mit ihr, als ihr schließlich die Flucht gelingt und war gespannt darauf, mehr über sie und ihre Fähigkeiten zu erfahren. Dabei fand ich es besonders schön, dass das Buch zum größten Teil aus Lias Sicht in Ich-Form erzählt wird. So erlebt man hautnah, wie sie ihre Gabe einsetzt und kann sich ein besseres Bild von der Protagonistin machen. Ich fand sie jedenfalls von Anfang an sehr sympathisch und hoffte, dass es das Schicksal auch einmal gut mit ihr meinen würde.

Ein paar Kapitel sind jedoch auch aus Nevios Sicht geschrieben. Das gibt den Lesern zusätzlich Einblicke in die Geschehnisse, so dass man sofort weiß, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis die Mafia wieder auf Lia aufmerksam wird. Ich muss gestehen, dass meine Nerven immer angespannt waren, weil ich wusste, dass die Leute, die hinter Lia her sind, nicht einfach aufgeben würden. Das Damoklesschwert schwebte ständig über Lia und erzeugte so einiges an Spannung. Zudem gibt es einige unerwartete Entwicklungen, mit denen mich Mara Lang richtig überrascht und auch begeistert hat. Wer hätte gedacht, dass dieses Buch zum Ende hin noch einmal solche Wendungen nimmt.

Doch neben Lia und Nevio, die wirklich sympathische Protagonisten sind, mit denen man gerne mitfiebert und mitfühlt, gibt es jede Menge einzigartige Nebendarsteller, die einem im Kopf bleiben. Da ist Mavie, die mit ihrer ganz eigenen Geschichte zu kämpfen hat und sich trotzdem sofort in Lias Herz schleicht. Dann gibt es noch Pierre, der immer gute Laune verbreitet und der exzentrische Modedesigner Gabriel, den man auf Anhieb nicht wirklich sympathisch findet. Ach, ich könnte noch viel mehr Charaktere aufzählen, denn dieses Buch ist voll davon ohne dass es überfrachtet wirken würde. Jeder einzelne bleibt einem im Gedächtnis und hinterlässt seine Spuren. Mara Lang gelingt es wirklich außerordentlich gut ihren Darstellern Leben einzuhauchen und jeden einzelnen zu etwas Besonderem zu machen.

Neben der ganzen Spannung und den liebevollen Charakteren bietet dieses Buch jedoch auch noch einen tollen Ausflug in die Welt der Mode. Die Autorin beschreibt die Kreationen der Designer so bildhaft, dass ich mir wünschte, ich könnte an einer der Modeschauen oder Fotoshootings teilnehmen und all die schönen Kleider selbst in Augenschein nehmen oder dürfte sogar eines davon selbst probieren.

Der Schreibstil der Autorin ist dabei sehr passend zur Geschichte und zu den Protagonisten. Wenn Mara Lang eines der Kleider beschreibt, ist das detailreich und sie beschreibt die Kreationen so genau und bildlich, dass man sie sich wirklich sehr gut vorstellen kann. Bei Gesprächen der Protagonisten wechselt sie in die Jugendsprache und wenn der Designer das Wort ergreift, spricht aus ihm die pure exzentrische Eitelkeit. Hach, es ist so schön, wie die Autorin mit ihrem Schreibstil spielt und ihn immer der jeweiligen Situation anpasst. So rauscht man geradezu durch dieses tolle Buch. Und ganz nebenbei versteckt sie in ihrem Werk auch noch eine schöne unterschwellige Botschaft: Ein Leben ohne Gefühle ist einfach kein richtiges Leben. Herrlich!

Fazit:

Mara Lang hat mich mit „Girl in Black“ absolut begeistert. Die Story ist von Anfang bis zum Ende absolut spannend und mitreißend und ich spürte das Damoklesschwert geradezu in meinem Nacken. Neben den beiden sympathischen Protagonisten, mit denen ich jede Minute mitgefiebert habe, gibt es außerdem so viele Nebencharaktere, denen die Autorin Leben eingehaucht und sie zu etwas ganz Besonderem gemacht hat. Doch auch der Ausflug in die Modewelt gefiel mir richtig gut und ganz besonders blieb mir der mitreißende Schreibstil und die unterschwellige Botschaft im Gedächtnis: Ein Leben ohne Gefühle ist einfach kein richtiges Leben.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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319 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 26 Rezensionen

fantasy, rebell, drachenmond, spiegel, drachenmondverlag

Rebell

Mirjam H. Hüberli
Flexibler Einband: 260 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 18.10.2016
ISBN 9783959917155
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt:

„Manche Träume entführen uns in eine Welt,  die wir noch nie zuvor betreten haben.
Und obwohl sie uns fremd ist, kennt sie unsere Seele seit Hunderten von Jahren.

Mein Name ist Willow Parker. Eigentlich dachte ich immer, ich sei ein ganz normales Mädchen. Okay, nicht ganz normal, denn wer sieht schon in den Augen der andern deren eigenes Spiegelbild? Aber seit heute weiß ich nicht einmal mehr, was es bedeutet, normal zu sein…“

(Quelle: https://www.drachenmond.de/titel/rebell-glaeserner-zorn-teil-1/)

 

Willow lebt seit dem Tod ihrer Eltern bei ihrer Großmutter. Gemeinsam mit ihrer besten Freundin Sam versucht sie das Leben als Teenager zu meistern. Doch das ist gar nicht so einfach, wenn man die Spiegelbilder jedes Menschen in dessen Augen sieht und außerdem noch auf einen Jungen steht, der unter Bindungsängsten leidet.

Richtig kompliziert wird es aber erst, als Bo in ihrem Leben auftaucht. Der unheimliche junge Mann, den nur sie sehen kann und der sie entführen will. Was hat das alles nur zu bedeuten und wieso muss ausgerechnet Willow in diese Sache hineingezogen werden? Hat das etwa damit zu tun, dass sie die Einzige ist, in dessen Augen sie kein Spiegelbild entdecken kann?

 

Meine Meinung:

Der Klappentext und das Cover haben mich so neugierig auf dieses Buch gemacht, dass ich es unbedingt lesen wollte. Ich fragte mich ständig, was es mit den Spiegelbildern wohl auf sich haben könnte und war gespannt, wohin uns die Autorin Mirjam H. Hüberli mit ihrer Geschichte entführen würde.

Im Prolog erlebt man Willow als kleines Mädchen gemeinsam mit ihrer Mutter. Doch man erhält nur einen kurzen Einblick, der bei mir mehr Fragen aufgeworfen, als beantwortet hat. Natürlich wird einem schnell klar, dass Willow kein normales Mädchen ist, aber was dahinter steckt, erfährt man erst einmal nicht, denn schnell wird man vierzehn Jahre nach vorne gezogen und weiß nur, dass Willows Eltern gestorben sind und sie seither bei ihrer Großmutter aufwächst.

Willow selbst gefiel mir sehr gut. Sie hat ihren eigenen Stil, ihr Leben und ihre Freunde. Etwas naiv kam sie mir im Umgang mit ihrem Beinahe-Freund Noah vor, aber wenn man verliebt ist, denkt man ja selten rational, so dass mich dieser Umstand nicht weiter gestört hat. Sonst hatte die Protagonistin eine wirklich nette Art mit ihrem Leben umzugehen und ihre Gedanken, die man hautnah miterlebt, da das Buch aus ihrer Sicht in Ich-Form geschrieben ist, brachten mich das ein oder andere Mal richtig zum Schmunzeln. Auch Willows beste Freundin Sam war mir sofort sympathisch. Sie ist so quirlig und sagt Willow gerade auf den Kopf zu, was sie denkt und zieht sie dabei auch öfter mal auf, was ich sehr schön fand. Die männlichen Protagonisten Noah und Bo kann ich dagegen noch nicht so recht einschätzen, freu mich aber drauf, mehr über sie in den Folgebänden zu erfahren.

Anfangs geht es vor allem darum Willow, ihre Freunde und ihr Leben etwas kennenzulernen. Spätestens mit Bos Auftauchen hätte ich dann damit gerechnet, dass man endlich erfahren würde, was es mit Willows „Gabe“ wirklich auf sich hat, aber hier hüllt sich die Autorin in Geheimniskrämerei. Es wird nur in Rätseln gesprochen und man hat quasi gemeinsam mit der Protagonistin überhaupt keine Ahnung, was es mit allem auf sich hat und wohin die Geschichte führen würde. Hier hatte ich mir ehrlich gesagt, schneller ein paar Erkenntnisse gewünscht, die mich ein bisschen hinter die Kulissen sehen lassen.

Der zweite Teil des Buches hält zwar dann eine neue und faszinierende Welt bereit, doch leider erfährt man darüber kaum etwas, so dass ich mir nicht so wirklich ein Bild von dem Ganzen machen konnte. Ich saugte jedes noch so kleine Detail in mich auf, doch diese sind sehr spärlich gesät, so dass ich, genau wie Willow, ein paar Schwierigkeiten hatte, mich in dieser Welt zurechtzufinden. Das fand ich etwas schade, da ich die Geschehnisse dort sehr spannend fand und unbedingt mehr darüber erfahren wollte. Die Geschichte hat also durchaus ihren Reiz und ich bin auf jeden Fall gespannt, was die Autorin hier noch bereithält.

Trotz allem gelang es Mirjam H. Hüberli, mich an das Buch zu fesseln. Ihr Schreibstil ist bildhaft, dem Genre entsprechend und schön flüssig, so dass ich entspannt lesen und die Geschichte doch genießen konnte. Die Sticheleien zwischen Bo und Willow haben mir dabei besonders Spaß gemacht. Ich finde es ja immer toll, wenn auch ein wenig Humor in solchen Geschichten steckt und das ist der Autorin auf jeden Fall sehr gut gelungen.

Zum Ende hin wird es dann richtig spannend und der Epilog, der plötzlich aus Sicht von Bo geschrieben ist, der so viel mehr über Willow zu wissen scheint, als sie selbst und wir als Leser hat mich dann restlos überzeugt, dass ich diese Reihe auf jeden Fall noch weiter verfolgen möchte, denn hier ist noch lange nicht das volle Potenzial ausgeschöpft.

Fazit:

Die Idee des Buches hat mich sofort fasziniert und obwohl man leider vorerst nicht wirklich viel darüber erfährt, hat mich die Autorin doch an ihre Geschichte gefesselt. Ich bin sehr gespannt, was Mirjam H. Hüberli in der Fortsetzung noch bereithält, denn eines ist sicher: Ich muss unbedingt erfahren, was hinter all dem steckt.

Von mir bekommt das Buch 4 Punkte von 5.

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103 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 54 Rezensionen

krimi, london, litersum, malou, anti-muse

Malou - Diebin von Geschichten

Lisa Rosenbecker
E-Buch Text: 247 Seiten
Erschienen bei Impress, 04.08.2016
ISBN 9783646602630
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

Jeder weiß, dass der Kuss einer Muse auch aus dem gewöhnlichsten Menschen einen gefeierten Autor machen kann. Doch die wenigsten wissen um die Anti-Musen, wie Malou Winters eine ist. Als Tochter einer Normalsterblichen und einer Romanfigur hat sie von der versteckten Zwischenweltbibliothek aus Zugang zu sämtlichen Londoner Buchwelten, die jemals erdacht und aufgeschrieben wurden. Statt jedoch zu inspirieren, ist es ihre Bestimmung, nicht zu Papier gebrachte Ideen zu finden und zu löschen. Eine Lebensaufgabe, die sie nicht selten frustriert, vor allem da in letzter Zeit etwas mit den Personen, zu denen ihre Aufträge sie führen, nicht zu stimmen scheint. Und dann gerät sie auch noch ins Visier eines nicht unattraktiven jungen Mannes, der gefährlich nah dran ist, ihre wahre Identität zu erraten…

(Quelle: https://www.carlsen.de/epub/malou-diebin-von-geschichten/80866)

Malou hat an ihrem 18. Geburtstag erfahren, dass sie eine Anti-Muse ist. Ihre Mutter ist bei Scotland Yard und damit eine Normalsterbliche, ihr Vater jedoch ist eine Romanfigur.

Wäre er ein Held in seiner Geschichte, wäre Malou eine ganz normale Muse und würde den Autoren zu einer erfolgreichen Idee verhelfen. Ihr Erzeuger ist jedoch ein Antagonist und deshalb ist die junge Frau eine Anti-Muse und ein Kuss von ihr führt dazu, dass ein Autor seine Romanidee wieder vergisst.

Keine leichte Aufgabe, fühlt sich Malou doch als Diebin und das, wo ihr Herz für gute Bücher schlägt. Doch richtig knifflig wird ihre Aufgabe erst, als etwas mit ihren neuen Aufträgen nicht in Ordnung zu sein scheint.

 Was hat es mit all den Geheimnissen der Agentur für Musen auf sich? Und wieso scheint sich der attraktive junge Polizist plötzlich so für sie zu interessieren?

Meine Meinung:

Schon allein der Klappentext hat mich richtig begeistert. Eine Anti-Muse, die Ideen stiehlt? Das war mal etwas ganz Neues und klang herrlich erfrischend.

Sofort als ich anfing zu lesen und Malou bei einem ihrer Aufträge begleitete, entfaltete sich der Zauber dieses Buches. Nicht nur die Idee der Anti-Musen ist witzig-spritzig, sondern auch die Protagonistin selbst. Sie hat eine ganz eigene Art mit ihrer Begabung umzugehen. Zuweilen hat sie einen schön bissigen Humor, was ich besonders toll fand. Natürlich lässt sie sich auch von dem mürrischen Polizisten Lansbury nicht unterkriegen, sondern lockt ihn mit ihrem Sarkasmus und ihrer offenen Art aus dem Schneckenhaus. Hach, ich mochte Malou von Anfang an total gerne.

Die Idee mit den Musen und Anit-Musen war auch sehr schön ausgearbeitet. Die Autorin Lisa Rosenbecker hat ihre Welt genau durchdacht, da passt ein Puzzleteil zum anderen und alles ist schlüssig, auch, wenn man nicht sofort alles auf dem Silbertablett präsentiert bekommt, denn selbst Malou kennt ihre Welt nicht ganz und gemeinsam mit ihr taucht man immer tiefer ein das Leben der Buchcharaktere und was soll ich sagen: Dieses lässt das Herz eines jeden Bücherjunkies hören schlagen. Wer würde nicht gerne in sein Lieblingsbuch eintauchen und dort live die Protagonisten kennenlernen? Ich hätte auf jeden Fall gerne einen Ausflug mit Malou in die Zwischenbibliothek gemacht und mir dort alles angesehen. Lisa Rosenbecker beschreibt ihre Welt sehr detailreich und mit so viel Hingabe, dass man aus jeder Zeile ihre eigene Liebe zu Büchern herauslesen kann.

Doch dieses Buch bietet noch so viel mehr. Natürlich könnte man aufgrund des Klappentextes denken, es wäre ein typisches Fantasybuch: Protagonistin erfährt, dass so viel mehr hinter ihren Kräften steckt und verliebt sich in einen jungen Mann, den sie nicht lieben darf, aber weit gefehlt. Zwar gibt es in Malous Lebensgeschichte noch sehr viel mehr zu entdecken als ihre Kräfte als Anti-Muse, aber im Grunde kennt sie ihre Fähigkeiten schon und es gibt hier auch keine verbotene Liebe oder eine Dreiecksgeschichte. Vielmehr muss der Leser gemeinsam mit Malou und ihren Freunden, die Rätsel um ihre verpatzten Aufträge lösen und das bringt jede Menge Spannung in die Geschichte. Ständig versuchte ich dem Geheimnis auf die Spur zu kommen, stellte wilde Spekulationen und Verdächtigungen an und kam doch nicht wirklich dahinter, um was es wirklich geht. Ich muss sagen, ich liebe solche Rätsel in Büchern und habe großen Spaß daran, die Hinweise zu sammeln und gemeinsam mit den Protagonisten an einer Lösung zu arbeiten. Damit hatte die Autorin zu 100 % meinen Geschmack getroffen.

Und natürlich darf ich nicht vergessen Sheldon zu erwähnen, denn dieser Kater ist wirklich etwas Besonderes. Er hat nicht, wie von mir erwartet, besondere Kräfte (z.B. dass er sprechen kann oder so), nein, er ist eine ganz normale Katze und dann doch wieder nicht normal mit all seinen Eigenheiten. Er ist wirklich einzigartig und dürfte sofort bei mir einziehen. Aber macht euch selbst ein Bild von den Charakteren, die Lisa Rosenbecker mit so viel Liebe erschaffen hat und die sich ganz schnell in das Herz der Leser schleichen.

Fazit:

Die Autorin Lisa Rosenbecker hat mit ihrem Buch „Malou – Diebin von Geschichten“ genau meinen Geschmack getroffen. Ihre Idee ist neu und genauso witzig-spritzig wie ihre Protagonisten, die sie mit viel Mühe ausgearbeitet hat. Doch auch die Liebe zu Büchern spürt man in jeder Zeile ihres Buches, so dass dieses ein besonderer Genuss für jeden anderen Bücherjunkie ist. Wer jetzt noch Spaß daran hat, gemeinsam mit den Protagonisten Hinweisen nachzugehen und Rätsel zu lösen, der sollte sich diese Geschichte auf keinen Fall entgehen lassen.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

träume

Der Weg zwischen den Sternen (Himmlische Geschichten zum Träumen 2)

Michelle Schrenk
E-Buch Text: 322 Seiten
Erschienen bei Canim Verlag, 06.09.2016
ISBN 9783942790222
Genre: Liebesromane

Rezension:

Inhalt:

Zehn Jahre sind vergangen, als Josy und Tim sich zufällig wiedertreffen.
Josy ist inzwischen Angestellte in einer Werbeagentur, obwohl sie immer Fotografin werden wollte. Tim hingegen hat seinen Traum wahr gemacht, reist durch die Welt, schreibt darüber Berichte und betreibt erfolgreich sein eigenes Blog.
Das unverhoffte Wiedersehen bringt Josys Gefühlswelt gehörig durcheinander,
denn sie ist nicht mehr dieselbe wie einst mit siebzehn.
Zusammen begeben sich die beiden auf eine Reise, die sie damals nicht beenden konnten. Und plötzlich ist da diese eine Frage:
Ist die große Liebe vielleicht doch mehr als nur ein Märchen? Und ist das Ende mancher Geschichte in Wahrheit erst ihr Anfang?

(Quelle: http://michelleschrenk.de/startseite/buecher/)

Tim war Josys große Liebe, doch dann kam der Tag, der alles verändert und der Josys Herz gebrochen hat. Seit dieser Zeit hat sich die junge Frau vorgenommen, ganz auf ihren Kopf zu hören und nicht mehr auf ihr Herz zu vertrauen. Alle Entscheidungen trifft sie rein aus Vernunft: Ihre Arbeit in der Werbeagentur, ihre geplante Hochzeit mit Marc usw.

Doch dann begegnet sie nach zehn Jahren Tim erneut und der bricht nicht nur alte Wunden auf, sondern erinnert Josy auch an all ihre Wünsche und Träume, die sie als Jugendliche hatte. Und plötzlich weiß die junge Frau nicht mehr, was sie wirklich will.

Können Märchen vielleicht doch wahr werden? Oder ist man selbst dafür verantwortlich, seine Geschichte zu schreiben? Herz oder Kopf – welchen Weg soll Josy gehen? Vielleicht doch den Weg zwischen den Sternen?

Meine Meinung:

Schon lange wollte ich einmal eines von den Büchern von Michelle Schrenk lesen. Zum einen, weil ich die Cover so schön finde und zum anderen, weil die Liebesgeschichten zu bezaubernd klingen. Und der Klappentext zu „Der Weg zwischen den Sternen“ sprach mich sofort an, da ich ja auch eher ein Kopfmensch bin und da wollte ich wissen, wofür sich Josy am Ende entscheiden würde.

Das Buch beginnt mit einem schönen Märchen. Damit hat mich die Autorin auf jeden Fall schon begeistert, denn auch wenn ich ein Kopfmensch bin, liebe ich Märchen von Prinzen und Prinzessinnen und war gespannt, wie dieses in die Geschichte passen würde.

Im Prolog erlebt man dann Josy und Tim als Teenager und merkt sofort, wie verliebt die beiden ineinander sind. Hach, die erste große Liebe … Michelle Schrenk beschreibt sie so schön und emotional, dass ich sofort an meinen ersten Freund gedacht habe. Ich war ungefähr im selben Alter wie die Protagonistin und konnte deshalb auch sehr gut nachvollziehen, dass die beiden meinen, sie würden für immer zusammenbleiben und es wäre wie im Märchen.

Doch dann springt die Geschichte zehn Jahre vor und man erfährt nicht sofort, was zwischen Josy und Tim passiert ist, dass sie sich getrennt haben, wieso die Protagonistin plötzlich nur noch Entscheidungen aus Vernunft heraus trifft. Ich war wirklich sehr gespannt zu erfahren, was damals passiert war und gleichzeitig freute ich mich auch, zu erleben, wie Tim und Josy sich nach all den Jahren wiedertreffen. Der Autorin ist es sehr gut gelungen, mich sowohl neugierig auf die Vergangenheit, als auch auf die Gegenwart ihrer Geschichte zu machen. Geschickt flickt sie immer wieder Erinnerungen ein, so dass man sich nach und nach ein Bild von den Geschehnissen damals machen konnte und es ein schönes Gleichgewicht zwischen den beiden Zeiten gab.

Josy selbst ist keine einfache Protagonistin, da sie sich teilweise wirklich selbst das Leben schwer macht und man manchmal das Bedürfnis hat, sie einfach nur schütteln zu wollen. Doch ich persönlich konnte gut nachvollziehen, dass es nach all den Erlebnissen für sie sehr schwer ist, einfach einmal etwas aus dem Bauch heraus zu entscheiden. Trotzdem erlebt sie immer wieder, dass es sich lohnt, um ihre Träume zu kämpfen und das fand ich richtig schön und vor allem authentisch. Josy wäre in meinen Augen völlig unglaubwürdig geworden, wenn sie nach zehn Jahren plötzlich ganz anders agiert. So ein Prozess braucht einfach Zeit und die gibt die Autorin Michelle Schrenk ihrer Protagonistin.

Während in diesem Buch natürlich die Gefühle und vor allem die Liebesgeschichte die größte Rolle spielt, hat mich die Autorin doch auch sehr überrascht mit einer für mich wirklich unvorhersehbaren Wendung, die mich emotional total durchgerüttelt hat. Da saß ich mitten im Café und musste wirklich mit den Tränen kämpfen, was ich bei diesem Buch ja eigentlich nicht erwartet hatte. Doch das zeugt bei mir immer von einer guten Geschichte, wenn sie mich emotional so mitnimmt, dass ich mit den Protagonisten mitfühle und genau das ist Michelle Schrenk sehr gut gelungen. Dabei sieht man, dass dieses Buch mehr zu bieten hat, als nur eine süße, kleine Lovestory.

Und dann kam das Ende viel zu früh für mich, denn ich hätte noch ewig über Tim und Josy lesen können, aber trotz allem war es absolut stimmig und gefiel mir so gut, dass ich das Buch gerne zugeschlagen und gleich nach mehr Lesestoff von Michelle Schrenk gegoogelt habe.

Fazit:

Michelle Schrenks Buch „Der Weg zwischen den Sternen“ ist so viel mehr als nur eine süße, kleine Liebesgeschichte. Es ist ein Buch über Märchen, über Träume, über das Herz, die Liebe, über Missverständnisse, über Geheimnisse, über Vergebung und das Leben selbst. Die Geschichte hat mich mitgenommen auf eine Reise auf dem Weg zwischen den Sternen.

Ich will unbedingt mehr von Michelle Schrenks zauberhaften Geschichten, die mich träumen lassen und tief im Herzen berühren. Danke für diese traumhaften Lesestunden.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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38 Bibliotheken, 10 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

finnland, liebe, kurzurlaub, trennung, freundschaft

Finnischer Schnee von gestern

Mina Teichert
E-Buch Text: 398 Seiten
Erschienen bei Amazon Publishing, 20.09.2016
ISBN 9781503995451
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt:

„Nach einem erneuten Fehltritt ihres Verlobten wird Vivien von ihren drei besten Freundinnen über Silvester nach Finnland entführt. Nur die vier Frauen, genau wie vor zehn Jahren und diesmal wirklich ohne Männer. Denn damals waren aus einer Silvesternacht zwei Ehen, ein One-Night-Stand und Viviens verhängnisvolle On-off-Beziehung entstanden. Jetzt wollen Vivien, Solja, die scheinbar perfekte Politikergattin, die Vorzeigepädagogin Meike und die sanfte Esoterikerin und Vierfach-Mama Esther ihre Probleme erst einmal auf Eis legen. Doch dank des finnischen Schnees, einer Menge Sekt und alten Geheimnissen, die ans Tageslicht drängen, avanciert der Urlaub schnell zu einem Selbstfindungstrip der besonderen Art.“

(Quelle: http://minateichert.jimdo.com/romane/)

Vivien hat ihren Freund gerade bei einem Seitensprung erwischt und ist am Boden zerstört. Um sie auf andere Gedanken zu bringen, entführen ihre drei besten Freundinnen sie nach Finnland.

Doch damit fangen die Probleme erst an, denn jede der vier Frauen bringt ihr eigenes Päckchen mit und in der Einöde Finnlands kommt so manches Geheimnis ans Tageslicht, das ihre Freundschaft und ihr bisheriges Leben gewaltig auf die Probe stellt.

Meine Meinung:

Ich muss gestehen, ich liebe ja diese Art von Buch: Ein paar Frauen, die ganz unterschiedliche Leben führen, wo keines wirklich perfekt ist. Diese Geschichten sind für mich immer so schön authentisch und haben doch eine kleine Prise heile Welt, so dass ich sie so richtig genießen kann. Deswegen wollte ich auch unbedingt dieses Buch von Mina Teichert lesen.

Gleich im ersten Kapitel erfährt man von Vivien, aus deren Sicht in Ich-Form das Buch geschrieben ist, wie sie ihren Freund inflagranti erwischt und danach auch noch einen Autounfall gebaut hat. Sofort hatte die Protagonistin mein volles Mitleid und ich freute mich darauf, dass sich ihre Freundinnen um sie kümmern würden. Schnell lernt man auch die übrigen drei Frauen kennen und ich muss sagen, sie können wirklich nicht unterschiedlicher sein. Aber ich denke, genau das macht einen Teil des Charmes dieses Buches aus, denn so findet jede Leserin einen Charakter, mit dem sie sich am besten identifizieren kann. Ich hatte jedenfalls meinen Spaß damit Vivien, Esther, Meike und Solja besser kennenzulernen und all ihre Eigenheiten zu entdecken.

Auch die Kulisse, ein verschneites Haus in der Einöde Finnlands, ist wirklich traumhaft. Ich sah alles genau vor mir und obwohl ich eigentlich wärmere Gegenden bevorzuge, hätte ich mich doch gerne nach Finnland gewünscht, um dort all die schönen Fleckchen und Eckchen zu entdecken. Und natürlich passte das Setting perfekt zur Geschichte. Denn viel rum kommen die vier Frauen nicht. So sitzen sie die meiste Zeit aufeinander, wodurch natürlich die Streitereien nicht ausbleiben.

Obwohl sich der größte Teil der Geschichte in diesem einsamen Haus abspielt, wird es doch nie langweilig, denn es passieren so viele Kleinigkeiten. Es gibt nicht nur Geheimnisse und Streitereien, sondern auch witzige Missgeschicke, rätselhafte Briefe, Familiengeheimnisse und natürlich Beziehungsdramen. In dieser Geschichte passieren so viele Dinge und doch wird es nie zu viel, da die Autorin Mina Teichert sehr gut die Waage zwischen wichtigen Ereignissen und kleinen Zusatzdetails hält. Mir war es wirklich auf keiner Seite langweilig, ich hab es einfach nur genossen, mich in die Geschichte fallenzulassen und mich eingekuschelt in eine Decke gedanklich nach Finnland versetzen zu lassen. Dort habe ich gemeinsam mit den Protagonisten gelacht und gelitten, mich gestritten und durchgebissen und am Ende ein kleines bisschen mehr über mich selbst erfahren.

Während man nämlich die Leben der Protagonisten durchleuchtet, beginnt man ganz wie von selbst, sich ein paar Gedanken über sein eigenes Leben zu machen und genau das ist es, was diese Art von Büchern für mich so besonders macht und was der Autorin wirklich sehr gut gelungen ist. Ohne belehrend zu wirken, überlegt man sich, quasi neben dem Lesen, was man vom Leben erwartet, was man sich wünscht und was man davon selbst herbeiführen kann. Und so begibt man sich gemeinsam mit den vier Frauen auf einen kleinen Selbstfindungstrip, sehr schön!

Fazit:

Mina Teichert ist hier wirklich eine sehr schöne und süße kleine Geschichte gelungen. Eingewickelt in eine Decke begab ich mich mit den vier sehr unterschiedlichen und doch liebenswerten Protagonistinnen in eine einsame Hütte ins malerische Finnland und entdeckte dort nicht nur die Geheimnisse der Frauen, sondern lernte ganz nebenbei auch ein bisschen über mich selbst.

Ein Selbstfindungstrip, der mit viel Humor, aber auch Gefühl und einer zauberhaften Kulisse aufwartet. Wirklich lesenswert!

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

 

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123 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 49 Rezensionen

hexen, impress, liebe, teresa sporrer, chaos

Chaoskuss

Teresa Sporrer
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 05.05.2016
ISBN 9783646602531
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

„Das Leben der 17-jährigen May wäre so viel einfacher, wenn sie sich nur mit den typischen Teenie-Problemen herumschlagen müsste. Doch May ist nicht wie die anderen – sie ist eine Hexe. Und trotzdem muss sie an ihrer Schule das normale Mädchen spielen. Immerhin ist sie nicht das einzige übernatürliche Wesen dort, weshalb es neben dem alltäglichen Highschoolwahnsinn auch Stress mit nervigen Vampiren, streitlustigen Walküren oder unzufriedenen Dämonen gibt. Aber dann lädt Noah – ein Mensch! – sie auf eine Halloweenparty ein und plötzlich scheint doch ein bisschen Normalität in Mays Leben einzukehren. Aber nicht für lange…“

(Quelle: https://www.carlsen.de/epub/chaoskuss-die-chaos-reihe-1/78563)

Die siebzehnjährige May muss sich nicht nur mit den üblichen Teenagerproblemen rumschlagen, nein, sie ist auch noch eine Hexe. Und obwohl sie damit aufgewachsen ist und es an ihrer Highschool von übernatürlichen Wesen nur so wimmelt, macht das ihr Leben trotzdem nicht einfacher.

Doch richtig schlimm wird es, als Noah, ein Mensch, sie zu einer Halloweenparty einlädt. Denn damit fängt das Chaos erst richtig an… .

Meine Meinung:

Dieses Buch beginnt so ganz anders, als erwartet, denn May weiß einmal von Anfang an, dass sie eine Hexe ist und es ist richtig erfrischend, dass sie und ihre Freundin Viv sofort ihre Kräfte einsetzen und damit für einige Lacher auf meiner Seite gesorgt haben. Wie schön, die Autorin nicht von dem typischen „das Mädchen weiß nicht, was alles in ihr steckt“ Gebrauch macht und dann doch wieder schon, denn im Leben von May gibt es noch genug Geheimnisse, die es zu entdecken gibt, so dass auf jeden Fall noch eine Menge Raum für neue Entwicklungen blieb.

Auch die Welt, die Teresa Sporrer mit „Chaoskuss“ geschaffen hat, gefiel mir total gut. Da gibt es Hexen, Dämonen, Walküren, Vampire, Banshees, Geister und und und. Jede Menge magische Wesen tummeln sich in dieser Geschichte. Und obwohl die Autorin diesen keine neuen Fähigkeiten zuschreibt, hat die Story doch etwas Neues, Erfrischendes. Es machte total Spaß in die Welt von May und ihren Freunden einzutauchen und all die Geheimnisse aufzudecken.

Doch das größte Highlight war die Protagonistin selbst. Ich liebe Mays freche, sarkastische, ironische Art. Sie hat schwarzen Humor und denkt gar nicht daran, sich unterkriegen zu lassen. Im Gegenteil, sie teilt kräftig aus und ihre Wortwechsel mit Noah sind einmalig. Das brachte so viel Humor in die Geschichte, dass ich teilweise aus dem Grinsen gar nicht mehr herauskam. Doch auch die Nebendarsteller waren richtig schön ausgearbeitet, wie z.B. Larissa, die Schulzicke, Viv, die beste Freundin und ebenfalls Hexe oder Ephraim, der Dämon und Ex-Freund. Ich fand es richtig klasse, wie die Autorin die Figuren in die Geschichte eingearbeitet hat, so als wäre es selbstverständlich, dass die beste Freundin einen z.B. von einer Voodoo-Puppe aufwecken lässt. Diese kleinen Details fand ich so süß und gelungen, dass ich gar nicht genug davon bekommen konnte.

Neben all dem Alltagsleben von May beginnt mit der Halloweenparty jedoch noch die „eigentliche“ Story. Auch hier hat sich die Autorin einiges einfallen lassen: Ein geheimnisvoller Mord, den es aufzuklären gibt. Charaktere, die plötzlich ihre magischen Fähigkeiten entdecken und Familiengeheimnisse, die aufgedeckt werden. In diesem Buch wird es sicher nie langweilig. Und obwohl so vieles passiert, wird es doch nicht unübersichtlich, da sich Teresa Sporrer immer am roten Faden ihrer Story entlangarbeitet.

Der Schreibstil ist dabei flüssig und jugendlich, so dass er perfekt zu den Protagonisten und der Story an sich passt. Die Seiten verflogen nur so, ohne, dass ich mitbekam, wie ich mich dem Ende näherte.

Etwas schnell ging mir am Ende die Auflösung der ganzen Ereignisse. Die hätte ich mir irgendwie aufregender, spektakulärer gewünscht, aber es wird ja noch weitere Abenteuer von May und ihren Freunden geben, so dass ich das Ende verschmerzen kann und mich schon jetzt total auf das nächste Buch dieser Reihe freue.

Fazit:

„Chaoskuss“ hat wirklich einiges zu bieten: Hier tummeln sich jede Menge magische Wesen, die für viele liebevolle Details sorgen. Die Protagonistin ist einmalig mit ihrer sarkastischen, ironischen Art und sorgt so für einiges an Humor in der Geschichte. Die Story selbst ist spannend und voller Geheimnisse, die es zu entdecken gibt. Ich freu mich schon riesig auf weitere Abenteuer von May und ihren Freunden.

Von mir bekommt das Buch 4,5 Punkte von 5.

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33 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

granada, großmutter, liebe, eliza, sehnsucht

Die Farben des Verzeihens

Alexandra Mazar
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 16.03.2016
ISBN 9783741215469
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt:

„Nach dem tragischen Selbstmord ihres Bruders nimmt Eliza ein verlockendes Jobangebot in Spanien an, um ihrer verhassten Großmutter zu entfliehen und ihre Trauer hinter sich zu lassen.
Sie soll das Buch des in Granada lebenden russischen Schriftstellers Sergei Tartakovsky übersetzen. Die beiden unterschiedlichen Persönlichkeiten kommen sich schnell näher, doch dann ruft ein erneuter Schicksalsschlag Eliza nach Deutschland zurück, wo sie sich mit ihrer unbewältigten Vergangenheit auseinandersetzen muss und dabei einem großen Familiengeheimnis auf die Spur kommt.“

 

Elizas Bruder Conny war manisch depressiv und hat sich schließlich das Leben genommen. Doch das ist nur die Spitze des Eisberges. Eliza hat nämlich schon Jahre vorher den Kontakt zu ihm und ihrer Großmutter Nana, bei der sie aufgewachsen sind, abgebrochen. Seit diesem Zeitpunkt versucht sie ihr Leben in den Griff zu bekommen und ihre Vergangenheit hinter sich zu lassen.

Dabei soll ihr auch ihr neues Jobangebot helfen. Sie soll das Buch eines russischen Schriftstellers, der auf Granada lebt, übersetzen. Kurzentschlossen reist sie nach Spanien, um Sergei Tartakovsky persönlich kennenzulernen.

Die Begegnung fällt jedoch anders aus als erwartet, denn anstatt ihre Vergangenheit vergessen zu können, fängt sie an, sich Sergei zu öffnen und so ihre Geschichte aufzuarbeiten.

Doch dann schlägt das Schicksal erneut zu und führt Eliza zurück nach Deutschland, wo sie endlich die ganze Wahrheit über ihr Leben erfährt … .

Meine Meinung:

Dieses Buch ist wirklich keine leichte Kost, doch das soll es auch sicher nicht sein. Bereits durch den Klappentext weiß man, dass es sich bei dieser Geschichte um ein sehr ernstes Thema handelt. Doch anders als von mir erwartet, beginnt das Buch sofort mit Connys Selbstmord. Das hat mich sehr überrascht und ich brauchte einige Seiten, um mich daran zu gewöhnen, dass es in diesem Buch vor allem um Elizas Gedanken, Gefühle und Erinnerungen geht.

Als ich mich an diesen Schreibstil jedoch gewöhnt hatte, fühlte ich mich immer mehr in die Protagonistin hinein und versuchte zu verstehen, was in ihr vorging. Eliza hat es wirklich nicht leicht und ich war sehr gespannt darauf zu erfahren, was dazu geführt hatte, dass sie den Kontakt zu Conny abgebrochen hat, immerhin wird sofort klar, dass sie ihn über alles liebt. Auch die Beziehung zu ihrer Großmutter Nana, konnte ich anfangs noch nicht recht einordnen. Das hat die Autorin Alexandra Mazar jedoch bewusst so gewählt, wie man am Ende des Buches erfährt. Gemeinsam mit Eliza macht man sich also auf die Suche nach Antworten und auf die Suche nach ihrer Geschichte.

Als die Protagonistin schließlich auf Sergei trifft, kommt noch einmal ein ganz anderer Aspekt in die Story. Fortan beschäftigt man sich nicht nur mit Eliza, sondern auch mit dem, was zwischen den beiden ist oder nicht ist. Ich fand es sehr spannend, wie die beiden miteinander umgingen. Sergei war mir sofort sympathisch und ich fragte mich, ob es ihm gelingen würde, Eliza aus ihrem Schneckenhaus zu locken. Hierbei zeigt er sehr viel Einfühlungsvermögen, bleibt aber nach wie vor eine starke Persönlichkeit. Alexandra Mazar ist es in meinen Augen sehr gut gelungen, hier eine komplexe Liebesgeschichte zu erschaffen. Authentisch, tiefgehend, aber auch schwierig und doch außergewöhnlich. Es gefiel mir wirklich ausgesprochen gut, wie die Autorin hier die Fäden zog.

Neben all den Geschehnissen darf man jedoch nicht vergessen, die einzigartige Kulisse Spaniens zu erwähnen. Zwar liegt das Augenmerk dieses Buches ganz klar auf Elizas Leben, doch trotzdem schaffte es die Autorin, mit nur wenigen Erwähnungen das Fernweh in mir zu wecken. Ich sehnte mich nach der Sonne Spaniens, nach dem Essen, nach gutem Wein und Spaziergängen durch die Gassen Granadas. Einfach schön.

Doch nach den Erlebnissen in Spanien kehrt man mit Eliza zurück nach Deutschland, wo endlich die Auflösung von Elizas Geschichte auf die Protagonistin und auch uns Leser wartet. Tja und was soll ich sagen: Nach dem Klappentext hatte ich schon geahnt, dass mich das Buch berühren, aufwühlen und mitreißen würde. Doch ich hätte nie mit dem Zeitpunkt gerechnet, an dem es mich richtig gepackt hat. Ich habe Tränen vergossen, habe um Eliza und ihre Familie geweint, wegen vertaner Chancen und Missverständnissen, wegen unerkannter Liebe und Opfer, die gebracht wurden. Es hat mich vollkommen mitgenommen und emotional geschüttelt und doch war das Ende für mich absolut passend und das Buch hat wirklich tiefen Eindruck bei mir hinterlassen.

Fazit:

„Die Farben des Verzeihens“ ist ein Buch, das tiefen Eindruck bei mir hinterlassen hat. Es hat mich vollkommen mitgenommen und emotional geschüttelt. Ich wurde berührt, aufgewühlt und mitgerissen. Sicher ist es keine leichte Kost, doch wer dieses Buch zur Hand nimmt, wird es sicher nie mehr vergessen.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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52 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 34 Rezensionen

liebe, kampf, romantasy, seelenband, leilani

Das Nimbusmädchen - Seelenliebe 1

Emily Thomsen
E-Buch Text: 285 Seiten
Erschienen bei null, 28.07.2015
ISBN B012E9KQQ2
Genre: Sonstiges

Rezension:

Inhalt:

Die siebzehnjährige Naemi wünscht sich nichts mehr, als einmal die Wärme der Sonne zu spüren. Auch sechzig Jahre nach dem Ausbruch des Yellowstone Supervulkans beherrscht eine Eiszeit die Erde. Für den Scionkrieger Galad zählt dagegen nur eines – das Leben seiner Familie. Um sie zu schützen wird er zum Auftragsmörder des Despoten Tyrzon. Seine neueste Mission: Naemi, die Hüterin der Erde, töten. Sie ist jedoch seine Zwillingsseele, mit der er vor Jahrhunderten einen Liebesbund geschlossen hat. Niemals darf er Gefühle für Naemi zulassen, denn ihre Mutter ist eines seiner Opfer. Die Begegnung mit Galad zieht Naemi in einen Krieg, den nur sie allein mit ihrer Hüterinnen-Gabe entscheiden kann. Das Mädchen sieht sich mit einem Schicksal und Fähigkeiten konfrontiert, von denen sie vorher keine Ahnung hatte und die sie am Ende alles kosten werden.

(Quelle: http://emilythomsen.de/veroeffentlichungen-2/das-nimbusmaedchen-seelenliebe-1/)

Naemi ist die Hüterin der Erde, hat davon jedoch keine Ahnung, da ihre Mutter starb, bevor sie ihr das Familiengeheimnis offenbaren konnte.

Galad ist für den Tod von Naemis Mutter verantwortlich. Er muss für den Herrscher Tyrzon Morde verüben, im Gegenzug zum Schutz seiner Familie.

Doch als seiner neuer Auftrag Naemi ist, stellt er sich zum ersten Mal offen gegen Tyrzon, denn Naemi ist seine Zwillingsseele, niemals könnte er sie töten. Das bedeutet jedoch, dass er gemeinsam mit dem Mädchen die Erde vor Tyrzon schützen muss, denn dieser will die Herrschaft über alle Welten übernehmen.

Naemi hat jedoch keine Ahnung, wie sie sich gegen den Tyrannen behaupten soll, hat sie ihre Kräfte doch gerade erst entdeckt und ist damit noch völlig überfordert. Aber wenn sie nicht bald Kontrolle über ihre Fähigkeiten bekommt, ist es für die Erde vielleicht schon zu spät … .

Meine Meinung:

Der Prolog ist aus Sicht von Galad, aber in der 3. Person erzählt und man erlebt die Begegnung von ihm und Naemis Mutter mit und erfährt, wieso Galad das alles macht. Ich fand den Prolog echt superspannend und mitreißend und war sehr gespannt, was hinter dem Ganzen noch stecken würde.

Danach nimmt die Spannung erst einmal ab und man erfährt ein bisschen über Naemi und Galad. Leider muss ich jedoch sagen, dass ich zu wenig Hintergründe bekam. Ich verstand den Weltentwurf nicht, wusste nicht, worum es wirklich geht und hatte damit echt Schwierigkeiten, mich in die Geschichte hineinzufinden. Natürlich ist klar, dass man aus Naemis Sicht nicht viele Informationen bekommen kann, da sie ja selber nicht wirklich etwas weiß, doch aus Galads Sicht hätte ich gerne mehr erfahren, um die Zusammenhänge besser zu verstehen.

Sehr schön fand ich, dass die Sicht der Geschichte wechselt. Man erlebt die Ereignisse zum größten Teil aus Naemis Sicht in Ich-Form, bekommt jedoch auch die Gelegenheit, die Story aus Galads Perspektive zu erfahren. Diese Abschnitte sind dann aber in der 3. Person geschrieben, was ich sehr gut fand, da man so besser erkennen konnte, durch welche Augen man gerade die Welt sah.

Als schließlich Naemis Kräfte erwachen und sie und Galad zusammentreffen wurde es etwas besser, denn jetzt endlich wird die Protagonistin in die Geheimnisse eingeweiht. Andererseits überschlagen sich die Ereignisse parallel dazu und man hat kaum noch Zeit, in Ruhe alles zu sortieren und die Infos, die man bekommt zu ordnen. Trotzdem hatte mich Emily Thomsen ab da mit ihrer Geschichte gefesselt. Ich wollte unbedingt wissen, was es mit den Hüterinnen und den Scions auf sich hat und ob es den Protagonisten gelingen würde, die Erde zu retten. Ab diesem Zeitpunkt konnte ich mich kaum noch von dem Buch lösen so gefangen war ich von all den Ereignissen.

Sehr gut gefiel mir auch die Idee mit den Zwillingsseelen. Eine wirklich nette Idee für eine Liebesgeschichte, die von der Autorin sehr gut ausgearbeitet wurde und mehr Substanz hat, als eine bloße Seelenverwandtschaft. Trotz allem wird es den Protagonisten nicht zu einfach gemacht. Man spürt zwar als Leser die Gefühle, die sich langsam entwickeln, aber es steht einfach zu viel zwischen den beiden. Ich finde, Emily Thomsen hat hier genau die richtige Mischung geschaffen. Die Liebesgeschichte ist nicht zu flach, aber das Hin und Her ist auch nicht zu nervig. Meiner Meinung nach ist es echt schwierig, hier die Waagschale zu halten, deshalb hat die Autorin wirklich meinen Respekt, dass sie das so gut hingekriegt hat.

Neben Naemi und Galad gibt es aber auch eine Menge interessanter Nebencharaktere. Besonders gefallen mir hier Naemis Großmutter und Galads bester Freund Rome, um nur zwei zu nennen. Es macht richtig Spaß, die einzelnen Personen in der Geschichte kennenzulernen und zu spekulieren, was ihre wahren Gedanken und Beweggründe sind, denn nicht immer ist es eindeutig zu erkennen. Auch das gefällt mir in dieser Geschichte wirklich gut. Zwar gibt es den Antagonisten und die Helden, aber dazwischen ist noch reichlich Platz und manch Charakter sorgt wirklich für eine Überraschung.

Zum Ende hin nimmt die Geschichte noch einmal richtig an Fahrt auf und die Karten werden noch einmal gehörig durchgemischt, so dass die Fortsetzung verspricht äußerst spannend zu werden. Ich freu mich auf jeden Fall schon auf ein weiteres Abenteuer von Naemi, Galad und all ihren Freunden und Widersachern.

 

Fazit:

Anfangs hatte ich ein paar Schwierigkeiten, mich in der Welt von Naemi und Galad zurechtzufinden, da meiner Meinung nach die Informationen etwas spät beim Leser landen. Doch sobald ich den Weltentwurf verstand, war es um mich geschehen und ich konnte mich kaum noch vom Buch und von den spannenden Ereignissen lösen. Ich brauch unbedingt sofort die Fortsetzung.

Von mir bekommt das Buch 4 Punkte von 5.

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96 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 50 Rezensionen

wünsche, liebe, freundschaft, marie adams, café

Das Café der guten Wünsche

Marie Adams
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 19.09.2016
ISBN 9783734102783
Genre: Liebesromane

Rezension:

Inhalt:

Julia führt mit ihren Freundinnen Laura und Bernadette ein kleines Café mit einem ganz besonders charmanten Konzept: Jedem Gast wird heimlich ein guter Wunsch hinterhergeschickt. Julia wundert sich nicht, dass alle Gäste das Café glücklicher verlassen, schließlich glaubt sie an die Macht der guten Gedanken – die auch ihre große Liebe Jean zurückbringen soll. Alle anderen Männer hält sie deshalb auf Abstand – bis Robert sich mit (anfangs) unlauteren Mitteln in ihr Herz schleicht. Ist es seine Schuld, dass auf einmal manches schiefläuft? Oder braucht sie nicht nur Glück, sondern auch eine große Portion Mut, um sich wirklich auf die Liebe einzulassen?

(Quelle: https://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Das-Cafe-der-guten-Wuensche/Marie-Adams/Blanvalet-Taschenbuch/e481867.rhd)

Julia betreibt mit ihren Freundinnen Laura und Bernadette das Café Juliette, das nach ihrer Großmutter benannt ist. Doch heimlich nennen die drei es „Das Café der guten Wünsche“, da sie jedem Gast am Ende seines Besuches noch einen guten Wunsch mit auf den Weg geben.

Die junge Frau glaubt fest an die Macht der guten Gedanken und dass diese in Erfüllung gehen, wenn man nur fest daran glaubt. Fehlt nur noch ihr eigener Wunsch: Sie will Jean wiedersehen, in den sie sich vor drei Jahren verliebt hat.

Doch das Schicksal schickt ihr vorerst Robert vorbei. Robert, der nicht an das Gute im Leben und in der Welt glaubt. Ein eingefleischter Pessimist, der das Pech wirklich anzuziehen scheint.

Kann Julia ihn durch ihre positiven Gedanken verändern oder ist es eher Robert, der Julia und ihr Leben auf den Kopf stellt?

Meine Meinung:

Das Buch beginnt mit einem Prolog, der mich anfangs total verwirrt wird, dachte ich doch, er würde alles verraten, was in der Geschichte passiert. Doch als ich merkte, dass es um Juliettes Leben, also das Leben von Julias Großmutter geht, war ich beruhigt und konnte entspannt mit dem Buch beginnen.

Die erste Begegnung mit Julia in ihrem Café fand ich wirklich schön. Ich konnte mir das Café Juliette richtig gut vorstellen und wusste sofort, dass ich es auch besuchen würde, wenn es denn wirklich existieren würde. Es klang, wie einer dieser besonderen Wohlfühlorte, wie ein Geheimtipp, den man von guten Freunden bekommt, wie ein Platz, an dem man wirklich die Seelen baumeln lassen kann, weil man sich sofort heimelig fühlt. Hach, was gäbe ich dafür, so ein besonderes, kleines Café hier in der Nähe so haben.

Doch auch Julia selbst gefiel mir sofort sehr gut, obwohl sie auf manchen Leser doch sehr naiv wirken könnte. Ich dagegen fand es eher erfrischend, dass ich einmal wieder ein Buch las, mit einer Protagonistin, die nicht durch ihre taffe, sondern eher durch ihre ruhige Art überzeugte. Julia nimmt das Leben einfach wie es ist, sie sieht immer das Gute in jedem Menschen und jeder Situation und das fand ich sogar eher beneidenswert, da ich mich eigentlich mehr mit Robert, dem Pessimisten identifizieren kann.

Da fand ich es natürlich toll, dass das Buch abwechselnd auch aus Sicht beider Protagonisten, jedoch in der 3. Person, erzählt wird. Die Perspektivwechsel sind zwar im Lesefluss teilweise schwer erkennbar, wenn man sich jedoch einmal daran gewohnt hat, weiß man von selbst, wann man Julias und wann Roberts Sichtweise liest. Dabei hat es mich auch gar nicht gestört, dass die jeweiligen „Kapitel“ immer sehr kurz sind. So hat man einfach das Gefühl, wirklich in beide Leben voll einzutauchen und hautnah dabei zu sein.

Neben den beiden Protagonisten sind auch die Nebencharaktere wirklich interessant. Allen voran natürlich Julias Freundinnen, wobei diese nur so weit eine Rolle spielen, wie sie für die Geschichte wichtig sind, ansonsten bleiben sie eher etwas blass, was ich jedoch nicht als störend empfand, da ich sowieso viel zu sehr mit Julia, Robert und den Wünschen beschäftigt war. Hach und die Liebesgeschichte ist wirklich soo schön. Es ist einfach bezaubernd zu sehen, wie sich Julias und Roberts Leben verändern und ich wünschte mir von Herzen ein Happy End für die beiden.

Die Idee mit den Wünschen fand ich dabei eine wirklich sehr süße und einzigartige Idee. Sie brachte mich dazu, einmal selber darüber nachzudenken, was ich mir bzw. was ich mir für die Leute in meinem Umfeld wünschen würde und so bin ich einfach der Idee gefolgt und habe stumm ein paar Wünsche ins Universum geschickt, in der Hoffnung, dass die Macht der Gedanken, sie wahr werden lassen würde.

Fazit:

„Das Café der guten Wünsche“ ist eine kleine, süße und bezaubernde Geschichte über zwei liebenswerte Protagonisten und ein einzigartiges Café mit einer ganz besonderen Atmosphäre. Ich habe dieses Buch in einem Rutsch gelesen und hinterher sogar selbst die Idee übernommen, ein paar Wünsche für andere ins Universum zu schicken.

Eine wirklich wundervolle und zauberhafte Geschichte, die mir nicht nur schöne Lesestunden, sondern auch viele positive Gedanken beschert hat. Unbedingt lesen!

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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312 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 159 Rezensionen

organspende, transplantation, liebe, depression, münchen

Die Tage, die ich dir verspreche

Lily Oliver
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.09.2016
ISBN 9783426516768
Genre: Liebesromane

Rezension:

Inhalt:


»Du hast Glück, Gwen, alles wird gut, Gwen.« Seit ihrer Herztransplantation hört Gwen nichts anderes mehr. Doch statt überschäumender Lebensfreude fühlt sie nur Schuld gegenüber dem Menschen, der für sie gestorben ist. Und so fasst sie in einer besonders verzweifelten Nacht einen ungeheuerlichen Plan: Sie will ihr neues Herz verschenken und sterben. Ihr entsprechendes Angebot in einem Internetforum liest dessen Moderator Noah, ein junger Student, der keinen großen Sinn in seinem Leben sieht. Er hält ihr Angebot für einen üblen Scherz, geht aber zum Schein darauf ein. Erst als Gwen am nächsten Tag vor ihm steht, um ihn beim Wort zu nehmen, erkennt er, wie schrecklich ernst es ihr ist. Nur mit einem gewagten Handel und einer furchtbaren Lüge kann er ihr das Versprechen abringen, ein paar weitere Tage durchzuhalten. Tage, in denen Noah alles daran setzen muss, Gwen von etwas zu überzeugen, woran er selbst kaum noch glaubt: Dass das Leben lebenswert ist.

(Quelle: http://www.droemer-knaur.de/buch/8078787/die-tage-die-ich-dir-verspreche)

Gwen hat es geschafft: Sie ist eine der Glücklichen, die ein neues Herz und damit ein neues Leben bekommen hat. Doch dieses Glück fühlt sie selber nicht. Stattdessen kämpft sie ständig mit Schuldgefühlen: Ihren Eltern gegenüber, weil sie nicht mit so viel Tatendrang ins neue Leben startet, wie sie erwarten. Den anderen Herzkranken gegenüber, weil nicht sie die Auserwählten waren und dem Spender gegenüber, weil dieser für sie gestorben ist.

Diese Schuldgefühle drohen sie zu ersticken, deswegen beschließt sie, ihr Herz erneut zu spenden, an jemanden, der es mehr zu schätzen weiß, der es in ihren Augen mehr verdient hat.

Als sie ihr Angebot in einem Internetforum postet, zieht sie sich damit den Zorn des Moderators zu, der das alles für einen Fake hält. Aus Wut geht er darauf ein und behauptet, das Herz für sich zu wollen.

Doch als Gwen wirklich vor seiner Tür steht, merkt Noah schnell, wie erst es dem Mädchen ist.

Wie kann er verhindern, dass Gwen diese Chance, ihr neues Leben wegwirft? Wie kann er sie davon überzeugen, dass das Leben schön und lebenswert ist, wenn er doch selbst schon lange nicht mehr daran glaubt?

Meine Meinung:

Als ich den Klappentext zum ersten Mal gelesen habe, wollte ich dieses Buch unbedingt lesen. Es klang so berührend, dass ich gar nicht anders konnte.

Die Kapitel beginnen immer mit einem kleinen Auszug aus einem Selbsthilfeforum für Herzkranke, in dem entweder Gwen oder Noah schreiben, so dass man sich gleich ein Bild von den beiden Protagonisten bzw. über ihre Denkweise zu diesem Thema machen kann.

Anfangs lernt man Gwen kennen, die nach ihrer Transplantation aus der Reha entlassen wird. Sofort ist klar, dass das junge Mädchen nicht so glücklich ist, wie sie glaubt, sein zu müssen. Natürlich muss ich zugeben, dass ich selbst, als Nichtbetroffene, das ein oder andere Mal gedacht habe, wieso kann sie ihre neue Chance nicht einfach ergreifen und glücklich sein. Doch der Autorin Lily Oliver gelingt es sehr gut, dem Leser Gwens Sichtweise, ihre Gefühle und Gedanken näher zu bringen. Sehr einfühlsam beschreibt sie, wie das Mädchen mit der Situation umzugehen versucht und wieso sie so anders denkt, als man erwartet. So konnte ich mich mit jedem Kapitel mehr in die Protagonistin hineindenken und ihre Schuldgefühle besser nachvollziehen. Ich fand es richtig klasse, wie mir Lily Oliver diese Sichtweise nahebrachte, so dass ich die Situation einmal aus einem anderen Blickwinkel betrachten konnte.

Doch auch Noah gefiel mir richtig gut. So dass ich mich besonders freute, dass die Kapitel abwechselnd aus Gwens und seiner Sicht erzählt werden. Neben Gwen hätte es leicht passieren können, dass der männliche Protagonist untergeht, farblos wirkt, doch nicht Noah. Er hat seine eigene Geschichte, seine Vergangenheit und seine eigenen Probleme.  Ich fand ihn von Anfang an total sympathisch und war gespannt darauf, mehr von ihm zu erfahren.

Und dann verbinden sich Gwens und Noahs Leben und das in so perfekter Art und Weise, dass sofort klar wird, dass die beiden füreinander bestimmt sind. Hier hat die Autorin Lily Oliver wirklich eine einzigartige Begegnung geschaffen. Sie ist so ungewöhnlich und doch so berührend. Denn Noah wird sofort klar, dass er etwas unternehmen muss, um Gwen davon zu überzeugen, dass das Leben lebenswert ist.

Eigentlich hatte ich damit gerechnet, dass er sich ganz außergewöhnliche Dinge einfallen lässt, aber seine Ideen sind irgendwie alltäglicher, kleiner und doch passen sie einfach sehr gut in die Leben der beiden Protagonisten. Ich fand es wirklich toll, dass nicht plötzlich z.B. ein Heißluftballonflug oder ein  Bungee-Sprung ins Spiel kamen, denn so war es viel authentischer und passte meiner Meinung nach besser in die Geschichte. Doch auch, wenn dadurch die Story ruhiger ist und es nicht DIE Spannung gibt, reißt einen das Buch doch mit, da man einfach wissen möchte, ob es Noah gelingt Gwens Schuldgefühle zu zerstreuen und ob die beiden gemeinsam lernen, das Leben wieder zu lieben. Ich war so fasziniert und gefangen von der Geschichte, dass ich sie fast in einem Rutsch gelesen habe, weil ich das Buch nicht weglegen wollte, bevor ich wusste, wie es enden würde.

Fazit:

Dieses Buch ist wirklich etwas ganz Besonderes. Es ist sehr berührend und obwohl es ruhiger ist, als ich anfangs gedacht habe, hat es mich doch völlig mitgerissen und gefangen. Der Autorin Lily Oliver gelang es im Laufe ihrer Geschichte mich für die Sichtweise von Gwen zu öffnen, mir ihre Gedanken und Gefühle näherzubringen und hat mich so ein Stück weit verändert. Vielen Dank für diese einzigartige Erfahrung.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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194 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 47 Rezensionen

fluch, june, geister, orakel, tante phoebe

Rabenherz

Anja Ukpai
Fester Einband
Erschienen bei Planet! ein Imprint der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 18.04.2016
ISBN 9783522504928
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

„Als June ein Stipendium für die St. Gilberts High School erhält, geht ihr sehnlichster Wunsch in Erfüllung. Nur ihre Tante ist nicht begeistert. Sie warnt vor einem uralten Fluch und sieht eine dunkle Gefahr über St. Gilberts aufsteigen. Doch June hat andere Sorgen: Sie hat sich Hals über Kopf in Jacob verliebt, was alles andere als unkompliziert ist. Außerdem taucht immer wieder ein unheimlicher Rabe in ihrer Nähe auf und verfolgt sie sogar bis in ihre Träume. Und plötzlich geschehen tatsächlich merkwürdige Dinge in dem alten Schulgemäuer. Hatte Tante Phoebe etwa recht damit, dass ausgerechnet June die Bestimmte ist, die den Fluch auf St. Gilberts aufheben wird? Und zwar im Tausch gegen ihre große Liebe ...“

(Quelle: http://www.thienemann-esslinger.de/planet/buecher/buchdetailseite/rabenherz-isbn-978-3-522-50492-8/)

June freut sich sehr, als ihr Stipendium für die St. Gilberts High School verlängert wird. Es ist ihr größter Wunsch, ihren Abschluss an dieser Elite-Schule zu machen.

Doch auf der Schule scheint ein uralter Fluch zu liegen. Immer wieder verschwinden Schüler spurlos und es gibt Prophezeiungen, die von einem Ungeheuer erzählen und einer Auserwählten, die den Fluch brechen soll.

Junes Tante Phoebe, die immer wieder Visionen hat, ist fest davon überzeugt, dass ihre Nichte in Gefahr ist und möchte sie am liebsten von St. Gilberts fernhalten.

Das Mädchen fühlt sich aber wohl, vor allem, seit Jacob ebenfalls an diese High School gewechselt hat. Er lässt ihr Herz höher schlagen und bringt sie völlig durcheinander.

Dann geschehen merkwürdige Dinge auf St. Gilberts und June muss sich eingestehen, dass sie doch irgendwie in diese Vorfälle verwickelt ist. Ist sie wirklich die Bestimmte und kann den Fluch für immer brechen? Und was muss sie dafür opfern?

Meine Meinung:

Der Prolog spielt im Jahr 1911 und man ist live dabei, als einer der Schüler von St. Gilberts spurlos verschwindet. Zurück bleiben nur ein paar Rabenfedern und schnell fragt man sich, was es damit wohl auf sich hat. Ich war sofort fasziniert von den Ereignissen und wollte unbedingt hinter das Geheimnis von St. Gilbert kommen.

Danach springt die Geschichte zu June und man erfährt etwas über ihre ungewöhnliche Familiengeschichte. Ich muss sagen, ich war sofort begeistert von der schrulligen Tante Phoebe. Sie ist so einzigartig, ein bisschen verrückt, aber auch absolut liebenswert. Aber auch June fand ich sofort sympathisch. Sie kann Dinge sehen, die andere nicht sehen, glaubt aber trotzdem nicht einfach alles und nimmt auch nicht alle Visionen von Tante Phoebe bitterernst. Die Protagonistin versucht einfach das Beste aus ihrer Situation zu machen und dabei hilft ihr ihre beste und äußerst quirlige Freundin Emma. Die beiden sind wirklich ein tolles Gespann und ich fand es super, dass sie gemeinsam durch dick und dünn gehen. Doch auch sonst ist das Buch voller einzigartiger Charaktere, die einem schnell im Gedächtnis bleiben und doch wusste ich bei einigen noch nicht so richtig, wo ich sie einordnen muss. Ich finde es super, wenn die Darsteller ein bisschen geheimnisvoll sind und so noch genug Raum für Überraschungen bleibt.

Doch auch die Geschichte selbst hält einiges bereit: Der Autorin ist es sehr gut gelungen, die Geheimnisse und Rätsel in ihrem Buch so zu streuen, dass die Spannung stetig zunimmt. Schon von Beginn an, habe ich versucht, mir ein Bild über die Ereignisse zu machen, sie einzuordnen und zu interpretieren, aber Anja Ukpai gelang es immer wieder, mich auf andere Fährten zu locken, so dass ich mir bis zum Schluss nicht sicher bin, was wirklich hinter der ganzen Geschichte steckt. Ich fand es jedoch wahnsinnig spannend, mitzurätseln und hoffte, dass zumindest am Ende einige Geheimnisse aufgedeckt werden würden oder sich ein Verdacht von mir erhärten würde. Doch leider bin ich am Anfang genauso weit, wie zum Schluss J Es bleibt also für Band 2 weiter spannend und ich bin sehr froh, dass er schon in ein paar Tage erscheinen wird, denn ich muss unbedingt wissen, was es mit June und den Geheimnissen von St. Gilberts auf sich hat.

Sehr schön fand ich auch, dass am Ende jedes Kapitels etwas Besonderes auf den Leser wartet: z.B. Auszüge aus einem Tagebuch, die Deutung von Tarot-Karten und und und. Diese kleinen Hinweise heizen die Rätsellust weiter an, verraten aber doch nichts, so dass sie nur dazu dienen, die Spannung weiter hochzutreiben.

Fazit:

Dieses Buch ist wirklich voller toller Protagonisten, die einem sofort im Kopf bleiben, weil sie so einzigartig und teilweise undurchschaubar sind. Doch auch die Story selbst hat einiges zu bieten: Man versucht ständig, dem Geheimnis von St. Gilberts auf die Spur zu kommen, sammelt die Hinweise und lässt sich von der Spannung mittreiben. Ich fand es großartig mich gemeinsam mit June, ihrer Familie und ihren Freunden auf die Suche nach Antworten zu machen und freu mich sehr darauf, sie in Band 2 endlich zu finden.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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400 Bibliotheken, 13 Leser, 2 Gruppen, 174 Rezensionen

fluch, fantasy, liebe, magie, jugendbuch

Secret Fire - Die Entflammten

C. J. Daugherty , Peter Klöss , Jutta Wurm
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 22.08.2016
ISBN 9783789133398
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

Wird die Liebe das Schicksal besiegen? Der 17-jährige Sacha setzt sein Leben mit spektakulären Aktionen aufs Spiel – weiß er doch, dass er nicht sterben kann (jedenfalls nicht vor seinem 18. Geburtstag). Grund ist ein uralter Fluch, der seit Generationen auf seiner Familie lastet. Ein Fluch, von dem ihn nur die 17-jährige Taylor erlösen kann. Doch der Preis dafür ist hoch. Ist sie bereit, sich und ihre Zukunft für Sacha zu opfern?

(Quelle: http://www.oetinger.de/nc/schnellsuche/titelsuche/details/titel/1233398/21684/29560/Agentur/Madeleine/Milburn/SecretFire-DieEntflammten.html)

An seinem sechzehnten Geburtstag erfährt Sacha, dass er an seinem 18. Geburtstag sterben wird, vorher jedoch unsterblich ist. Fortan testet er diese Theorie in spektakulären und meist tödlichen Aktionen, muss jedoch feststellen, dass dieser Fluch wirklich auf ihm lastet. Sein 18. Geburtstag rückt immer näher und er wird immer verzweifelter, will er doch nicht so jung und sinnlos sterben.

Erst als er Taylor begegnet, erfährt er, dass es vielleicht doch einen Ausweg für ihn gibt. Doch auch die Siebzehnjährige hat ein Geheimnis, das ihr erst nach und nach offenbart wird und das ihre Welt gehörig durcheinander bringt.

Was steckt wirklich hinter dem Fluch und was hat dieser mit Taylor zu tun? Die beiden machen sich auf die Suche nach Antworten und stoßen auf Ereignisse, die ihrer beider Leben für immer verändern werden … .

Meine Meinung:

Das Buch beginnt damit, dass Sacha sich von einem Hochhaus fünf Stockwerke in die Tiefe stürzt, anschließend jedoch lebendig wieder aufsteht. Natürlich weiß man schon aufgrund des Klappentextes, dass Sacha bis zu seinem 18. Geburtstag unsterblich ist, aber trotzdem war ich sofort fasziniert von dem jungen Mann und wie er mit diesem Schicksal umgeht. Allerdings wird man erst einmal über den Fluch im Dunklen gelassen und ich brannte darauf, zu erfahren, was es damit wirklich auf sich hat.

Doch vorerst lernt man einmal die beiden Protagonisten kennen. Neben dem draufgängerischen, aber auch etwas in sich gekehrten jungen Sacha, ist da noch Taylor, deren ganzes Leben nur aus lernen und guten Noten zu bestehen scheint.

In den folgenden Kapiteln taucht man in die Lebenswelt der beiden Protagonisten ein und erlebt abwechselnd in der dritten Person mit, was die beiden erleben, lernt ihre Familien und Freunde kennen und wie die beiden schließlich aufeinander treffen. Ich fand es schön, etwas mehr über die beiden Charaktere zu erfahren, gleichzeitig wurde ich jedoch auch immer ungeduldiger, da ich endlich wissen wollte, was es mit dem Fluch auf sich hat und welche Rolle Taylor in der ganze Geschichte spielen würde. Mir dauerte es zu lange, bis die Jugendlichen endlich ihre Recherchen aufnehmen und versuchen die Rätsel ihrer Schicksale zu entschlüsseln.

Ab diesem Zeitpunkt hatte mich das Buch dann völlig gefangen. Es steckt so viel mehr hinter allem, als man aufgrund des Klappentextes vermutet und ich war total begeistert von der Welt, die sich die Autoren C.J. Daugherty und Carina Rozenfeld hier erschaffen haben. Es gibt einfach so viel zu entdecken, so viele Rätsel zu lösen und so viele Geheimnisse aufzudecken. Mit jeder Seite steigert sich die Spannung und man bekommt immer nur so viele Häppchen serviert, dass man weiterhin an der Geschichte dranbleibt, aber trotzdem noch nicht wirklich das große Ganze begreifen kann. Hier ist es den Autorinnen wirklich gelungen, die Spannung immer weiter aufzubauen und den Leser so an das Buch und die Geschichte zu fesseln.

Am Ende kann man erst einmal durchatmen, aber trotz allem wollte ich einfach sofort weiterlesen, um zu erfahren, wie es mit Sacha und Taylor weitergeht.

Fazit:

Anfangs dauerte es mir etwas zu lange, bis das Buch an Fahrt aufnimmt und man endlich richtig in die faszinierende Welt eintauchen kann, die C.J. Daugherty und Carina Rozenfeld hier erschaffen haben. Doch als man den Geheimnissen immer näher kommt, steigert sich die Spannung mit jeder Seite und man kann sich kaum noch von dem Buch lösen. Mich hat die Geschichte auf jeden Fall in seinen Bann gezogen und ich will unbedingt mehr davon.

Von mir bekommt das Buch 4,5 Punkte von 5.

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453 Bibliotheken, 13 Leser, 0 Gruppen, 123 Rezensionen

drohne, jugendbuch, thriller, elanus, ursula poznanski

Elanus

Ursula Poznanski
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Loewe, 22.08.2016
ISBN 9783785582312
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

„Jona ist siebzehn und seinen Altersgenossen ein ganzes Stück voraus, was Intelligenz und Auffassungsgabe betrifft. Allerdings ist er auch sehr talentiert darin, sich bei anderen unbeliebt zu machen und anzuecken. Auf die hervorgerufene Ablehnung reagiert Jonas auf ganz eigene Weise: Er lässt sein privates Forschungsobjekt auf seine Neider los: eine Drohne. Klein, leise, mit einer hervorragenden Kamera ausgestattet und imstande, jede Person aufzuspüren, über deren Handynummer Jona verfügt. Mit dem, was er auf diese Weise zu sehen bekommt, kann er sich zur Wehr setzen gegen Spott und Häme.
Doch dann erfährt er etwas, das besser unentdeckt geblieben wäre, und plötzlich schwebt er in tödlicher Gefahr.“

(Quelle: http://www.loewe-verlag.de/titel-1-1/elanus-7822/)


Der siebzehnjährige Jona bekommt ein Stipendium an einer renommierten Elite-Universität und zieht dafür zu einer Gastfamilie.

Jona ist sehr intelligent, hat aber Probleme mit dem Umgang anderer Menschen. Da ist es kein Wunder, dass er bereits am ersten Tag an der Uni durch einen besonderen Auftritt negativ auffällt und sich damit keine Freunde macht.

Doch zum Glück ist da Linda, die ihn vom ersten Augenblick an fasziniert. Er macht es sich zum Ziel, sie zu seiner Freundin zu machen. Dafür braucht er jedoch die Hilfe von Elanus, seiner Drohne. Sie soll ihm helfen möglichst viel über Linda und die anderen Studenten herauszufinden.

Als er Elanus auf einen Spionageflug losschickt, macht er eine seltsame Entdeckung, die er nach einer Zurückweisung für seine Rache nutzt. Doch damit setzt er ungeahnte Ereignisse in Gang, Ereignisse, die er plötzlich nicht mehr aufhalten kann und die ihn in den Mittelpunkt von Menschen rückt, die vor nichts zurückschrecken. Plötzlich geht es um mehr als die kleinen, schmutzigen Geheimnisse seiner Kommilitonen, es geht um sein Leben … .

Meine Meinung:

Bereits auf der Leipziger Buchmesse habe ich dieses Buch kennengelernt und Ursula Poznanski las uns exklusiv einen Teil daraus vor. Damals wusste ich sofort, ich will dieses Buch lesen.

Der Protagonist Jona ist anfangs nicht gerade ein Sympathieträger und zeigt sich mehr als einmal als echter „Klugscheißer“ und trotzdem fand ich ihn irgendwie klasse. Vielleicht gerade weil er so anders ist. Er sagt frei heraus, was er denkt, auch, wenn ihm das nicht immer zum Vorteil gereicht. Dabei sind seine Aussagen oft mit Sarkasmus und Ironie gespickt, wovon ich ein echter Fan bin. Doch im Laufe der Geschichte, verliert Jona ein bisschen von seiner bissigen Art, so dass er dem Leser nicht allzu unsympathisch wird. Ich mochte jedenfalls seine Art und fand es sehr erfrischend mal einen anderen Protagonisten kennenlernen zu dürfen. Doch auch die übrigen Charaktere haben alle Wiedererkennungswert. Ursula Poznanski beschreibt sie sehr lebendig und gibt jedem von ihnen seine eigenen Eigenschaften und seine Rolle in dieser Geschichte. Doch nicht jede davon konnte ich von Anfang an durchschauen, was die Story zusätzlich spannend machte.

Anfangs dreht sich die Geschichte vor allem um Jona, seinen Anfang an der Uni, seine Gastfamilie und natürlich Elanus, die Drohne. Damit hat sich die Autorin ein sehr aktuelles Thema ausgesucht, denn heutzutage dreht sich ja vieles darum, dass man ausspioniert und überwacht wird und da passt die Geschichte um Jona und Elanus perfekt dazu. Ursula Poznanski lässt es sich jedoch nicht nehmen, auch diese Situation kritisch zu hinterfragen. Was bedeutet es, wenn man Informationen bekommt, die man so vielleicht nicht hätte? Wie sieht es mit Infos aus, die man nicht richtig deutet kann oder nur unvollständig erhält und ist es gerechtfertigt, andere auszuspionieren, wenn man einen Verdacht auf eine Straftat hat? Sie beleuchtet dieses Thema äußerst kritisch, lässt dem Leser jedoch noch genug Platz, um sich eigene Gedanken dazu zu machen. Ich fand es sehr gelungen, wie sich die Autorin an dieses Thema herangewagt hat.

Nach einer kurzen Kennenlernphase mit Jona und Elanus, erhält man plötzlich gemeinsam mit dem Protagonisten eine prekäre Information und ab da nimmt das Buch ordentlich an Fahrt auf. Es wird immer spannender, man erhält kleine Hinweise, die einen rätseln lassen und gemeinsam mit Jona macht man sich auf die Suche nach Antworten. Mit jeder Seite wurde ich mehr in die Geschichte hineingezogen, die Situation spitzt sich dermaßen zu, dass sie nur in einem atemberaubenden Showdown enden konnte.

Fazit:

Ich bin wirklich begeistert von meinem ersten Ursula Poznanski-Roman. Der Protagonist ist erfrischend anders und auch die restlichen Charaktere haben Wiedererkennungswert und verleihen der Geschichte eine gewisse Spannung. Das Thema ist brandaktuell und die Entwicklung der Story hat mich dermaßen mitgerissen, dass ich mich gar nicht mehr von dem Buch lösen konnte. Ein atemberaubender Showdown hat diesen Jugend-Thriller perfekt abgerundet.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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1.077 Bibliotheken, 11 Leser, 3 Gruppen, 234 Rezensionen

magie, jennifer estep, black blade, fantasy, liebe

Black Blade - Das eisige Feuer der Magie

Jennifer Estep ,
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Piper, 05.10.2015
ISBN 9783492703284
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

„Die 17-jährige Lila Merriweather verfügt über außergewöhnliche Talente. Sobald sie einem Menschen in die Augen blickt, kann sie in dessen Seele lesen. Zudem beherrscht die Waise sogenannte Übertragungsmagie - jede auf sie gerichtete Magie macht sie stärker. Doch Lila hält ihre magischen Fähigkeiten geheim, denn sie hat einen nicht ganz ungefährlichen Nebenjob: Sie ist eine begnadete Auftragsdiebin. Das Leben der freiheitsliebenden jungen Frau gerät allerdings aus den Fugen, als sie eines Tages den Sohn eines mächtigen magischen Familienclans vor einem Anschlag rettet und prompt als dessen neue Leibwächterin engagiert wird. Plötzlich muss sich Lila in der magischen Schickeria der Stadt zurechtfinden, wo Geheimnisse und Gefahren an jeder Ecke auf sie warten – ebenso wie ihre große Liebe.“

(Quelle: https://www.piper.de/buecher/black-blade-isbn-978-3-492-70328-4)

Seit dem Tod ihrer Mutter schlägt sich Lila als Diebin durch. Mo, der Pfandleiher und Freund ihrer Mutter, besorgt ihr die Jobs, verkauft die Ware und zahlt sie aus. Ihre besonderen Fähigkeiten erleichtern ihr diese Aufträge und Lila ist ganz zufrieden mit ihrem Leben.

Doch als Devon, der Sohn einer der reichsten und einflussreichsten Familien in der Pfandleihe angegriffen wird, kann Lila gar nicht anders als einzuschreiten und ihm das Leben zu retten. Damit setzt sie jedoch eine Kette ungeahnter Ereignisse in Gang, denn von da an soll sie die Leibwächterin von Devon werden und das ist nicht nur gefährlich, weil ihm jemand nach dem Leben trachtet, sondern auch, weil er in Lila Gefühle weckt, die sie sich nie wieder erlauben wollte … .

Meine Meinung:

Da ich von Jennifer Esteps erster Reihe, der Mythos Academy, schon so begeistert war, musste ich natürlich auch „Black Blade“ lesen.

Auch diese Reihe ist wieder aus der Sicht der Protagonistin, Lila Merriweather, geschrieben, was ich immer sehr gut finde, da man hautnah mitbekommt, was in dem jungen Mädchen vorgeht, was sie denkt und fühlt. Außerdem finde ich Lila wieder absolut klasse als Hauptdarstellerin. Die Charaktere von Jennifer Estep sind immer irgendwie außergewöhnlich. So auch Lila, die sich seit Jahren selbst durchs Leben schlägt und mit Diebstählen über Wasser hält. Sie ist stark und taff und hat doch eine weiche Seite. Damit ist sie eine Protagonistin ganz nach meinem Geschmack und ich mochte sie von Anfang an.

Doch auch die Story an sich fand ich richtig klasse. Es ist eine Art Mafia-Geschichte, verfeindete Familien, die um Geld und Macht in einer Stadt kämpfen. Einer Stadt voller Monster und Magie. Das brachte eine besondere Würze in die Geschichte und riss mich von Anfang an mit. Besonders gut gefiel mir, dass Lila zu keiner dieser Familien gehört, so dass es nicht nach einer typischen Romeo-und-Julia-Story aussah. Auch sonst hält sich die Autorin erst einmal mit einer Liebesgeschichte zurück, sondern legt das Hauptaugenmerk erst einmal auf die Geschehnisse in der Stadt und darauf, dass jemand Devon nach dem Leben trachtet.

Ich fand es sehr interessant in die Geschehnisse innerhalb der Familie einzutauchen, die Stadt mit all ihrer Magie und ihrer Monster kennenzulernen. Es gab so viel zu entdecken und ich sog alles in mich auf, so sehr faszinierte mich diese Welt. Jennifer Estep gelang es, mit ihren Beschreibungen ein richtiges Kino in meinem Kopf entstehen zu lassen, so bildlich konnte ich mir Cloudburst Falls vorstellen.

Der Schreibstil ist dabei wie von der Autorin gewohnt, einfach und mitreißend. Obwohl es viele unbekannte Begriffe gibt, ist es kein Problem, sich diese sofort einzuprägen und das Buch flüssig und in einem Rutsch durchzulesen.

Am Ende löst die Autorin diesen „ersten Fall“ von Lila auf und man kann sich als Leser erst einmal entspannen. Doch sie streut schon einmal kräftig neue Hinweise, damit man sofort weiterlesen möchte, um zu erfahren, wie sich die Geschichte rund um Cloudburst Falls noch entwickelt. Ich bin jedenfalls angesteckt und werde mir sicher auch die Fortsetzungen dieser tollen Reihe gönnen.

Fazit:

Auch mit ihrer „Black Blade“-Reihe konnte mich die Autorin Jennifer Estep wieder voll begeistern. Die Protagonistin ist wieder eine taffe, starke Jugendliche, mit einer weichen, gefühlvollen Seite, die Welt ist so faszinierend und bildhaft gestaltet, dass sich sofort ein Kopfkino bei mir eingeschaltet hat und der Schreibstil ist flüssig und mitreißend, so dass ich dieses Lesevergnügen viel zu schnell wieder vorbei war. Ich bleib auf jeden Fall an dieser tollen Reihe dran.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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126 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

magie, zeitlos-trilogie, elemente, druiden, liebe

Die Flammen der Zeit

Sandra Regnier
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 01.09.2016
ISBN 9783551314413
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

„Schlimm genug, dass Meredith mit ihrer Rolle als Retterin der Welt noch nicht warm geworden ist. Doch auch sonst läuft nichts so, wie es soll. Weil sie die Hinweise falsch gedeutet haben, sind Colin und Elizabeth unterwegs nach Spanien. Dabei werden die beiden dringend an Merediths Seite gebraucht, um das Ritual zu vollziehen, das die Elementträger ins richtige Jahrhundert zurückkatapultiert. Zu allem Überfluss fahren Merediths Gefühle Achterbahn. Wem gehört ihr Herz, Colin oder Brandon? Und wie soll sie dieses Chaos je in den Griff bekommen?“

(Quelle: https://www.carlsen.de/softcover/die-zeitlos-trilogie-band-3-die-flammen-der-zeit/60911)

Meredith und ihre Freunde sind auf der Suche nach den richtigen Orten, um das Ritual durchzuführen, das die Platoniden zurück in ihre Zeit bringen soll. Doch Cromwell ist ihnen auf den Fersen, denn ihm gefällt sein derzeitiges Leben und er denkt gar nicht daran, freiwillig zurück ins Mittelalter zu gehen.

Doch nicht nur diese Verfolgung macht Meredith Sorgen: Sie hat ihre Kräfte immer noch nicht richtig im Griff und dabei benötigen sie doch genau diese, um das Ritual durchführen zu können. Liegt es vielleicht daran, dass sie sich nicht konzentrieren kann, da Brandon und Colin sie völlig durcheinander bringen? Für wen schlägt denn ihr Herz wirklich und wird es ihr gelingen, die Platoniden zurückzuschicken und damit die ganze Welt zu retten?

Meine Meinung:

Wie sehr hab ich mich auf dieses Finale gefreut. Nach Band 2 wollte ich unbedingt wissen, wie die Autorin Sandra Regnier ihre Geschichte auflösen würde.

Ich war auch sofort wieder in der Geschichte drin. Alle wichtigen Details waren seltsamerweise noch in meinem Kopf. Das liegt sicher daran, dass diese sehr einprägsam und klar strukturiert waren. Außerdem wiederholte die Autorin die wichtigsten Dinge noch einmal kurz und knapp und so schön fließend, dass es dem Leser nicht wie eine endlose Wiederholung vorkam. So konnte ich mich sofort wieder in die Geschichte fallen lassen und mich gemeinsam mit den Protagonisten auf die Suche machen und hatte wirklich meinen Spaß dabei.

Dieser Teil war von Anfang an spannend. Dadurch, dass Meredith und ihre Freunde von Stuart Cromwell verfolgt werden, rechnet man ständig damit, dass dieser ihnen auflauert, sie erwischt und ihren Plan vereitelt. Meine Nerven waren wirklich total angespannt.

Doch zur Entspannung und Auflockerung hat Sandra Regnier eine schöne Portion Humor in die Geschichte eingebaut. Das gelingt vor allem durch Theodor, der sich an die Protagonistin dranhängt und diese bis aufs Blut reizt und nervt. Ich muss sagen, ich war auch total genervt von ihm, aber nicht so, dass es mein Lesevergnügen gestört hätte, sondern einfach so, dass ich mit Meredith mitfühlen, es aber trotzdem noch lustig finden konnte. Das fand ich richtig genial, denn es ist sicher nicht einfach, einen Charakter so zu gestalten. Überhaupt gibt sich die Autorin sehr viel Mühe mit ihren Protagonisten und haucht ihnen richtig Leben ein. Sie haben alle ihre Eigenarten, sind einmalig und bleiben im Gedächtnis. 

Auch die Dreiecksgeschichte, die man aufgrund des Klappentextes vermuten könnte, war bei weitem nicht so ausgeprägt, wie man hätte meinen können. Mittlerweile ist es ja fast in jedem Buch so, dass die Protagonistin sich nicht zwischen zwei Männern entscheiden kann, doch auch, wenn Meredith ebenfalls im Gefühlschaos ist, so ist es doch nicht so prägnant, dass man davon genervt wäre. Die Protagonistin macht es im Grunde mit sich selber aus, die Männer machen ihren Standpunkt klar und gut ist es. Das fand ich richtig gut, da ich zwar Liebesgeschichten mag, hier aber der Fokus ganz klar auf den Ritualen und den Platoniden liegt. So kann man die Lovestory und das Gefühlschaos von Meredith genießen, ohne davon genervt zu sein.

Sehr schön fand ich es auch, dass Sandra Regnier immer wieder die Vergangenheit mit in die Geschichte einfließen lässt. Man erfährt mehr über die Herkunft der Platoniden, wie die Prophezeiung zustande kam und taucht mit Meredith in die Erinnerungen von Willmaer und seiner Schwester ein. So schloss sich der Kreis, die Geschichte wurde schön rund und man konnte gut dem roten Faden folgen. Alles war stimmig und nachvollziehbar. Und am Ende konnte ich das Buch dann begeistert und zufrieden zuschlagen.

Fazit:

Der Abschluss der Zeitlos-Trilogie ist wirklich sehr gut gelungen. Der letzte Teil ist spannend, aber auch humor- und gefühlvoll. Die Autorin Sandra Regnier verbindet die Vergangenheit mit der Gegenwart und schließt so den Kreis der Ereignisse. Ich war erneut total begeistert von den Protagonisten und der Geschichte von den Platoniden. Ein wenig Wehmut schleicht sich jedoch ein, weil dieses aufregende und tolle Leseereignis jetzt leider beendet ist.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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162 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

zero, dystopie, gehorsam, kinder, völker

Conversion

C.M. Spoerri , Jasmin Romana Welsch
Flexibler Einband: 422 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 28.08.2016
ISBN 9783906829234
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt:

Skya: »Ich bin Skya und lebe auf der Insel Diés. Mein Volk ist äußerst intelligent und wir beten die Göttin Solaris an, die uns tagsüber ihre Gabe leiht. Dann gibt es noch diese gehirnlosen Muskelpakete, die auf der Nachbarsinsel Nox leben und deren Kräfte nachts von ihrem Gott Lunos verstärkt werden ...«

Zero: »Was willst du damit sagen, Prinzessin?«

Skya: »Unterbrich mich nicht. Ich versuche gerade, den Lesern zu erklären, wie unsere Welt funktioniert.«

Zero: »Du meinst wohl eher: unsere beiden Inseln.«

Skya: »Dieser Besserwisser hier ist übrigens Zero, der selbstverliebte Anführer der Nox. Aber immerhin hilft er mir, meine Freundin Mona vor den Diés zu verstecken.«

Zero: »Mhm. Aber nur, weil mein dämlicher Bruder sich mit deiner Freundin eingelassen und sie geschwängert hat!«

Skya: »Wir müssen jetzt zusammenarbeiten und versuchen, die Schwangerschaft vor den Ältesten geheim zu halten. Ansonsten droht uns allen die Todesstrafe – wir dürfen untereinander keinen Kontakt haben. Und schon gar keine Kinder zeugen, weil Mona ... sie wird bei der Geburt wahrscheinlich sterben ...«


(Quelle: http://www.sternensand-verlag.ch/conversion1-cmspoerri-jrwelsch.html)

 

Skya ist eine Diés und als solche ist ihr der Umgang mit den Nox strengstens verboten. Umso weniger kann sie glauben, dass ihre beste Freundin Mona ausgerechnet von einem Nox schwanger sein soll. Diese Nachricht trifft das junge Mädchen wie ein Blitz, denn eine Schwangerschaft bedeutet den Tod für eine Diés. Entweder sie wird für den Verrat hingerichtet oder sie stirbt bei der Geburt.

Damit die beiden etwas Zeit haben, um sich eine Lösung zu überlegen, hilft Skya ihrer Freundin zur Flucht. Sie wollen beim Vater des Kindes Unterschlupf suchen. Doch auch bei den Nox ist der Kontakt unter Todesstrafe verboten.

Umso erstaunter sind die beiden Mädchen, dass sie ausgerechnet von Zero, einem Ratsmitglied der Nox Hilfe bekommen. Doch auch er steckt in einem Zwiespalt, denn sein Bruder ist der Vater des Kindes und trotzdem gilt seine Verpflichtung eigentlich seinem Volk.

Die vier arbeiten intensiv an einer Lösung für ihr Problem, aber nie hätten sie sich träumen lassen, dass diese Schwangerschaft ihr ganzes Leben, ihre ganze Welt zum Einsturz bringen würde, denn das Geheimnis der Inseln ist so viel größer, als sie sich je hätten vorstellen können … .

 

Meine Meinung:

Schon als ich das Wortgefecht im Klappentext gelesen habe, war für mich klar, dass ich dieses Buch lesen muss. Außerdem bin ich ein riesiger Fan von Dystopien. Damit hatten mich die Autoren also schon für ihr Buch gewonnen.

Der Prolog ist aus Sicht von Teias, einem Diés geschrieben und nimmt schon ein bisschen vorweg, was passieren würde, wobei die Autorinnen hier nicht wirklich spoilern, da man sich als Leser schon von Anfang an denken kann, was zwischen Zero und Skya passieren wird. Ich freute mich jedenfalls sehr darauf, zu erfahren, wie die Entwicklung zustande gekommen ist.

Danach springt man drei Tage in die Vergangenheit und erfährt von Skya, wie sie von Mona in ihr Geheimnis eingeweiht wird und dieses aufnimmt. Ich fand es super, dass sich C.M. Spoerri und Jasmin Romana Welsch nicht mit langem Vorgeplänkel aufhielten, sondern gleich die prekäre Situation in die Waagschale warfen. Das sorgte meiner Meinung nach von Anfang an für eine gewisse Spannung, da das Damoklesschwert ständig über den Protagonisten schwebte.

Abwechselnd aus Skyas und Zeros Sicht erfährt man nun, wie die beiden die Situation wahrnehmen, was sie denken, fühlen und wie sie damit umgehen. Dabei wusste ich gar nicht, welche Perspektive ich lieber las, denn es passte einfach perfekt, dass man Einblick in beide Protagonisten bekam und live mit ihnen miterleben konnte, was Monas Schwangerschaft für sie bedeutete.

Während es im Größteil des Buches um die ausweglose Situation der vier Jugendlichen ging, erfuhr man nur immer am Rande etwas über die Welt der Diés und der Nox und auch nur das, was die Protagonisten selbst wusste. Doch das war meiner Meinung nach nicht weiter schlimm, da man mit der Schwangerschaft und einer Lösung des Problems und den Gefühlen der Protagonisten so beschäftigt ist, dass man gar keine Zeit hat, sich groß Gedanken um die Welt zu machen, in der die Geschichte spielt. Außerdem liebte ich die Wortgefechte zwischen Skya und Zero und konnte gar nicht genug davon kriegen. Ich klebte an den Seiten, um mitzuerleben, wie die beiden sich wieder angifteten. Das brachte richtig Feuer, aber auch Humor in die Geschichte und somit auch in die doch sehr deprimierende Situation und Stimmung. Den Autorinnen ist es wirklich sehr gut gelungen, die düstere Atmosphäre und Ausweglosigkeit mit den Sticheleien etwas aufzuheitern, so dass das Buch nicht zu bedrückend wurde.

Trotzdem freute ich mich auch darüber, als im letzten Drittel immer mehr Rätsel auftauchten, als die Protagonisten immer mehr erfuhren und doch nie wirklich wussten, was es wirklich mit ihren Inseln auf sich hat. Die Situation wurde immer bedrohlicher, die Stimmung immer aufgeladener. Diese Spannung hat sich zum Ende hin so stark gesteigert, dass ich mich überhaupt nicht mehr von den Seiten lösen konnte und dann endete das Buch mit einem sehr fiesen Cliffhanger und ich blieb mit so vielen Fragen zurück, dass ich jetzt verzweifelt und ganz sehnsüchtig auf die Fortsetzung warte.

Fazit:

Was für eine tolle und gelungene Dystopie. Zu Beginn ist man vor allem mit der Gefühlswelt der Protagonisten und der ausweglosen Situationen derer beschäftigt. Doch die Wortgefechte zwischen Skya und Zero heitern die düstere Stimmung super auf, so dass das Buch richtig Spaß gemacht hat. Im letzten Drittel wird man dann geradezu mit den Geheimnissen der Inseln überschüttet und hat genau wie die Charaktere doch keine Ahnung, worum es wirklich geht, so dass ich jetzt mehr als gespannt auf die Fortsetzung warte. Ich hoffe, ich werde nicht zu lange auf die Folter gespannt, denn ich brauch dringend mehr von den Diés und den Nox, von Skya, Zero, Mona und Calem.

Wer Dystopien liebt, sollte sich diese auf keinen Fall entgehen lassen. Dringend lesen!

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

 

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14 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

roman, liebe, gefühl

Wolkenkuss (Liebesroman) (Mondscheinreihe 2)

Luisa Sturm
E-Buch Text: 406 Seiten
Erschienen bei Dezemberkindverlag, 30.07.2016
ISBN B01JF8VP42
Genre: Sonstiges

Rezension:

Inhalt:

„Wenn du willst, was du nicht haben darfst ...

Freia könnte schreien! Nicht nur, dass ihre Mutter Hals über Kopf nach München zieht, um mit Falk Berg ein neues Leben zu beginnen. Nein, sie und Schwester Mila sind gezwungen mitzukommen. Nik Berg, ihr neuer Stiefbruder, ist ein einziges Ärgernis! Verwegen, cool und absolut selbstbewusst - ein Bad Boy und Star der Motocross-Szene. Mila ist sofort hin und weg. Seine unbeirrte Art bringt Freia total aus der Spur, doch je mehr sie versucht, ihm aus dem Weg zu gehen, desto unmöglicher werden ihre Gedanken. Sie spürt das heftige Knistern zwischen ihnen und als Mila die Stadt für ein paar Wochen verlässt, steht Freias Welt plötzlich Kopf ...“
(Quelle: http://www.luisasturm.de/b%C3%BCcher/wolkenkuss/)

 

Freias Welt wird gehörig durcheinander gewirbelt, als sich ihre Eltern scheiden lassen und ihre Mutter plötzlich mit ihr und ihrer Schwester bei ihrem neuen Freund einzieht. Doch damit nicht genug, bekommen die beiden Mädchen jetzt auch noch einen großen Stiefbruder.

Und der ist so ganz anders, als Freia sich vorgestellt hat: Er sieht verdammt gut aus, liebt Motocross-Rennen und wirkt wild und verwegen. Jedes Mädchen wird in seiner Nähe zu Wachs, aber nicht so Freia, denn die wir sicher nicht in seinen Fanclub eintreten und geigt ihm deshalb, wann immer sie kann, ordentlich die Meinung.

Je mehr Zeit sie jedoch mit Nik verbringt, desto mehr muss sie sich eingestehen, dass er doch ganz anders ist, als sie dachte und eine ungeahnte Anziehung zwischen ihnen herrscht. Aber der gutaussehende Bad Boy ist aus mehr als nur einem Grund tabu für Freia. Nur ist das leichter gesagt, als getan, denn man will ja immer das, was man eigentlich nicht haben kann … .

 

Meine Meinung:

Ein neues Buch von Luisa Sturm – ein absolutes Must-Read für mich, denn ihre Liebesgeschichten sind einfach zauberhaft.

Der Klappentext hat mich auch sofort begeistert, da er so klang, als würde es zwischen den Protagonisten ordentlich rund gehen. Aber gleichzeitig hoffte ich auch, dass es nicht so eine typische Bad Boy Geschichte werden würde, von denen man in letzter Zeit so viele findet und deren Bad Boys ich meist eher zum Psychologen schicken würde :D

Als ich jedoch Nik Berg im Prolog kennenlernte, aus dessen Sicht die ersten Seiten erzählt werden, war mir klar, dass der Protagonist keiner von diesen Bad Boys war, die mich so sehr nerven. Im Gegenteil, er ist diese Sorte Bad Boys, die ich so gerne mag, die einfach einen schlechten Ruf haben, jedes Mädchen haben können und so sexy-arrogant wirken, in Wirklichkeit aber ein großes Herz haben und eigentlich gar nicht so bad sind, wie man meint. Hach ja, hier hat die Autorin wieder mal einen Charakter geschaffen, der die Frauenwelt tatsächlich zum Seufzen bringt. Bei mir hat das jedenfalls geklappt. Nik Berg ist so … hach, ich mochte ihn einfach von der ersten Seite an.

Doch auch mit Freia hat mich Luisa Sturm wieder total begeistert. Sie ist eine taffe Protagonistin, die genau weiß, was sie will und was nicht, für die die Familie aber das Wichtigste ist und die dafür auch auf das eigene Glück verzichten würde. Das konnte ich wirklich gut verstehen und es wirkte für mich äußerst authentisch, auch wenn ich Freia doch gerne mal etwas geschüttelt hätte, da sie sich teilweise selbst sehr im Weg steht. Doch das artete zum Glück nicht so aus, dass es nervig geworden wäre. Hier beweist die Autorin wirklich ein außergewöhnliches Fingerspitzengefühl, um die Waagschale zu halten.

Für mich ist es immer total wichtig, dass mir die Protagonisten sympathisch sind, dass sie etwas haben, das mich mit ihnen mitfühlen lässt, das mich mitreißt und in ihre Geschichte hineinzieht und genau das gelingt Luisa Sturm immer außerordentlich gut. Ihre Charaktere sind mit so viel Liebe entwickelt und jedes Detail ist super auf die gesamte Geschichte abgestimmt, so dass es für mich ist, als würde es sich um Personen aus meinem Freundeskreis handeln. Ich liebe das an ihren Liebesgeschichten.

Sehr gut gefiel mir jedoch auch, dass die Autorin in „Wolkenkuss“ zwischen den Zeiten hin- und herspringt. Da findet man sich zum einen im Jahr 2005 wieder und erlebt mit, wie Freia, ihre Mutter und ihre Schwester Mia umziehen und ihren Stiefbruder Nik kennenlernen, wie dieser auf die Neuigkeiten reagiert, dass er jetzt drei Frauen im Haus hat und zwischen Freia und Nik die Fetzen fliegen. Dann findet man sich plötzlich im Jahr 2016 wieder und fragt sich, was wohl in den 11 Jahren alles passiert sein könnte. Damit ist es der Autorin wirklich gelungen, mich so richtig neugierig zu machen und ich freute mich sehr darauf, die ganze Geschichte kennenzulernen.

Abgesehen vom Prolog, ist das übrige Buch aus Freias Sicht geschrieben, was ich toll finde, da man so hautnah miterlebt, in welchem Zwiespalt sich die Protagonistin befindet. Man erfährt ihre Gedanken, Gefühle und kann sich richtig in sie hineinversetzen. Und natürlich wünscht man sich auch ein Happy End für sie.

Doch so einfach macht es uns die Autorin dieses Mal nicht, denn zwischen Freia und Nik fliegen anfangs erst einmal so richtig die Fetzen. Diese Geschichte ist, wohl auch aufgrund des männlichen Darstellers, wilder als die beiden anderen Bücher von Luisa Sturm. Das fand ich aber richtig großartig, denn die Wortgefechte der beiden Charaktere sind sehr unterhaltsam und humorvoll. Gleichzeitig merkt man jedoch sofort, dass es zwischen den Protagonisten so richtig knistert. Ich liebe es, wie Luisa Sturm die Gefühle in ihren Büchern beschreibt. Da entstehen beim Leser selbst sogar Schmetterlinge im Bauch und man schwebt wie auf Wolken. Ich kann mich in den Büchern der Autorin so richtig verlieren und hör dann gar nicht mehr auf zu lesen, bis ich schließlich weiß, ob es ein Happy End für die Protagonisten gibt oder nicht. Aber auch hier hat mich die Autorin dieses Mal ordentlich überrascht, denn irgendwie scheint es zwischen Freia und Nik nie wirklich zu passen. Ja, manchmal ist es mit der Liebe eben nicht so einfach, wie man es gerne hätte und genau das zeigt Luisa Sturm einmal wieder sehr einfühlsam und gefühlvoll.

 

Fazit:

Wär ich nicht schon ein absoluter Fan der Bücher von Luisa Sturm, hätte sie mich spätestens mit „Wolkenkuss“ für sich gewonnen. Das Buch ist wild, verrückt, spritzig und humorvoll, hat aber gleichzeitig eine ernste, einfühlsame und sehr gefühlvolle Seite. Die Protagonisten sind einzigartig und so sympathisch, dass ich sie sofort ins Herz schloss und richtig traurig war, als das Buch viel zu schnell zu Ende ging. Ich brauch auf jeden Fall mehr davon!!!

Was soll ich sagen, ich bin total verliebt in Nik und in dessen Geschichte. Unbedingt lesen – eine absolute Leseempfehlung.

 

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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