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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

13 - Das erste Buch der Zeit - Die Zukunft ist jetzt

Rose Snow
Flexibler Einband: 260 Seiten
Erschienen bei Ulrike Mayrhofer, 16.06.2018
ISBN 9783947785001
Genre: Sonstiges

Rezension:

Inhalt:

Der Tod scheint Lizzy und ihre Schwester Alexa zu verfolgen, nachdem nämlich auch noch ihre Tante gestorben ist, bleibt den beiden nur noch ein unbekannter Patenonkel. Dieser wohnt in einem verschlafenen Ort namens Kirchbruch, wo Lizzy, ihr letztes Jahr vor der Uni verbringen soll.

Dort angekommen lernen sie auch gleich den geheimnisvollen Rouven und seinen Cousin Tristan kennen. Doch während Tristan charmant und gesellig ist, gerät Lizzy mit Rouven immer wieder aneinander.

Das ist jedoch nicht ihr einziges Problem: Denn seit das Mädchen in Kirchbruch angekommen ist, schießen ständig knisternde blaue Blitze aus ihren Fingern und Lizzy hat keine Ahnung, was das zu bedeuten hat … .

Meine Meinung:

Ein neues Buch vom Autorenduo Rose Snow ist für mich immer ein absolutes Muss, denn die beiden schreiben einfach wundervolle Geschichten und ich liebe ihre Bücher.

Ich war sehr gespannt, was sich Rose Snow für ihr neues Buch wieder haben einfallen lassen und so stürzte ich mich sofort in dieses neue Leseabenteuer. Anfangs lernt man Lizzy und Alexa kennen und ich war total geschockt, was den beiden in ihrem kurzen Leben schon alles passiert ist. Die zwei scheinen vom Tod regelrecht verfolgt zu werden und doch haben sie ihren Lebensmut nicht verloren, was ich große klasse fand. Sie machen das Beste aus ihrer Situation und sind trotzdem noch zwei sympathische und lebenslustige junge Mädchen. Ich mochte beide sofort und war gespannt, was sie in Kirchbruch alles erleben würden.

Ja und dann sind da noch die beiden Jungs, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Während Tristan der freundliche und offene Typ ist, bleibt Rouven eher verschlossen und unnahbar. Mir persönlich war Tristan ja etwas zu nett oder vielleicht hab ich auch einfach nur eine Schwäche für die „bösen Jungs“ *haha* Auf jeden Fall ist Rouven sehr geheimnisvoll und hat mich damit wirklich neugierig gemacht.

Doch auch die Story selbst ist richtig interessant. In diesem Auftakt-Band erfährt man noch kaum etwas, denn man erlebt die Geschichte aus Lizzys Sicht und weiß deshalb nur genau so viel, wie die Protagonistin selbst. Da das Mädchen jedoch keine Ahnung hat, woher die Blitze kommen und was sie bedeuten, bleibt man auch als Leser im Dunkeln und kann lediglich spekulieren. Geschickt flicht das Autorenduo immer wieder ein paar Informationen in die Geschichte ein, aber nur soweit, dass man weiter neugierig bleibt, ohne schon zu viel zu verraten. Ich bin fast verrückt geworden, so sehr wollte ich wissen, was wirklich hinter all den Geschehnissen steckt, denn eines ist klar: Diese Geschichte ist viel größer, als man es zu Beginn vielleicht vermutet.

Überhaupt finde ich es sehr erstaunlich, welchen Ideenreichtum die beiden Autorinnen besitzen. Sie bringen immer wieder neue Reihen heraus und immer steckt eine neue Geschichte dahinter. Und jedes Mal bin ich wieder absolut begeistert. Die Ideen sind immer sehr gut ausgearbeitet und auch, wenn ich bei diesem Buch noch nicht wirklich weiß, wohin die Reise gehen wird, bin ich mir sicher, dass hier jedes Detail passen wird und freu mich schon darauf, zu entdecken, wie die einzelnen Puzzleteile am Ende zusammenpassen.

Der Schreibstil ist auch dieses Mal wieder schön locker und leicht und man kann die Geschichte weglesen, wie nix.

Fazit:

Es macht jedes Mal wieder Spaß, eine neue Geschichte vom Autorenduo Rose Snow zu lesen, ihre Figuren kennenzulernen und auf ihren Abenteuern zu begleiten. In diesem Auftakt-Band lassen sie dieses Mal ihre Leser aber noch ganz schön im Dunkeln, so dass man richtig neugierig darauf wird, was es mit den ganzen Geschehnissen auf sich hat. Mich haben Rose Snow auf jeden Fall erneut in den Bann gezogen und ich muss ganz schnell weiterlesen.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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24 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

binder, familiengeheimnis, irland, nordirlankonflikt

Die Frauen von Ballycastle

Sandra Binder
E-Buch Text: 251 Seiten
Erschienen bei beHEARTBEAT by Bastei Entertainment, 01.03.2018
ISBN 9783732538072
Genre: Sonstiges

Rezension:

Inhalt:

Fina Ramsay hat sich einen kleinen Traum erfüllt, als sie die kleine Buchhandlung „The Reading Corner“ eröffnet hat. Dieser Traum droht jedoch zu platzen, als gegenüber eine Filiale der McClary’s-Books-Kette aufmacht. Seitdem versucht sie sich dagegen zu wehren, indem sie dem Besitzer Liam McClary böse Mails schreibt.

Während Fina mit ihrem Laden ums Überleben kämpft, muss sie auch noch feststellen, dass die McClarys plötzlich überall sind. So findet sie z.B. den Namen in einem Brief, den ihre an Alzheimer erkrankte Großmutter einst an ihre beste Freundin geschrieben hat. Doch woher kannte ihre Granny die McClarys und warum klingt der Brief so verzweifelt?

Um Antworten zu bekommen bleibt der jungen Frau nur eines übrig: Sie muss sich dem „Feind“ Liam McClary nähern. Dabei ahnt sie nicht, welch ungeahnte Folgen das haben wird … .

Meine Meinung:

Da ich ein Fan von Familiengeschichten bin und gerne Geheimnisse lüfte war dieses Buch ein absolutes Muss für mich.

Im Prolog findet man sich in Belfast im Jahr 1970 wieder und erlebt Finas Großmutter als junge Frau. Dieser kurze Einblick in das Leben von Bridget wirft natürlich mehr Fragen auf, als sie zu beantworten und macht damit schon einmal richtig neugierig auf die kommenden Ereignisse.

Danach trifft man auf Fina, die gerade erst ihre Granny in ein Pflegeheim bringen musste, da sie wegen ihres Buchladens nicht rund um die Uhr für die ältere, an Alzheimer erkrankte Frau sorgen kann. Sofort wird klar, dass Fina ihre Großmutter sehr am Herzen liegt und dass sie eine besondere Beziehung zu ihr hat. Damit war mir die junge Frau sofort sympathisch. Obwohl sie sehr für ihren kleinen Traum kämpft, vergisst sie trotzdem ihre Familie nicht. Sie scheint meist eher vernünftig an Situationen heranzugehen und diese erst einmal mit dem Kopf anzugehen und trotzdem ist sie auch voller Emotionen. Das merkt man nicht nur in ihrem Umgang mit ihren Familienangehörigen, sondern auch in ihren Emails an Liam. Die fand ich richtig klasse. Es macht Spaß, den kleinen Kleinkrieg zwischen den Protagonisten zu verfolgen und ich musste sogar mehrmals schmunzeln.

Schnell findet Fina auch den Brief ihrer Großmutter und das Familiengeheimnis rückt erneut in den Vordergrund. Natürlich lässt die Autorin ihre Leser auch weiterhin im Dunkeln, was die beiden Familien verbinden. So stellte ich die wildesten Spekulationen an und versuchte, die einzelnen Bruchstücke zu kombinieren, um hinter das Geheimnis zu kommen. Ich liebe es einfach, wenn nicht die gesamte Geschichte sofort vor dem Leser ausgebreitet, sondern erst nach und nach das Rätsel gelöst wird. Das gelingt Sandra Binder wirklich sehr gut. Gemeinsam mit Fina setzt man also das Puzzle Stück für Stück zusammen und auch, wenn ich ein paar Dinge schon vor der Lösung erraten hatte, verlor das Buch trotzdem nichts an Spannung für mich. Bis zum Ende klebte ich an den Seiten und wollte einfach schwarz auf weiß lesen, was damals 1970 geschehen ist. Eigentlich hatte ich nach dem Prolog damit gerechnet, dass wir während der Geschichte häufiger die Zeitebene wechseln würden, aber die restliche Story spielt komplett in der Gegenwart. Doch obwohl ich eigentlich so einen Wechsel liebe, störte es mich in diesem Buch überhaupt nicht, denn der Autorin gelingt es auch so, ihren Leser richtig zu fesseln.

Das liegt jedoch nicht allein an der Familiengeschichte, die es aufzudecken gilt, sondern auch an der wirklich bezaubernden Liebesgeschichte. Die Protagonisten „zicken“ sich ja erst einmal richtig an, was ich schon herrlich fand. Dann lernen sie sich aber nach und nach besser kennen und man merkt sofort, dass sich zwischen den beiden etwas zu entwickeln scheint. Nur leider ist es nicht immer so einfach, wie man denkt und manchmal steht zwei Menschen auch ihre Vergangenheit im Weg. Ich hab wirklich sehr mitgefiebert mit diesen beiden. Was für ein süßes Pärchen, da kommt man richtig ins Träumen und Schwärmen.

Als besonderes „Zuckerl“ vermittelt uns die Autorin neben dem spannenden Familiengeheimnis und der süßen Liebesgeschichte auch noch die Geschichte Nordirlands und bringt uns nicht nur die Landschaft mit detailreichen und liebevollen Beschreibungen näher, sondern plädiert auch dafür, hinter die Kulissen zu sehen und sich nicht von Vorurteilen leiten zu lassen. So vermittelt Sandra Binder mit ihrer Geschichte neben der Unterhaltung auch noch eine wichtige Botschaft, was mich sehr berührt hat.

Fazit:

„Die Frauen von Ballycastle“ ist ein zauberhaftes Buch, das alles hat, was man sich als Leser wünscht: Eine spannende Familiengeschichte, die erst nach und nach enträtselt wird, eine gefühlvolle und süße Liebesgeschichte und eine schöne Botschaft, nämlich, dass es sich lohnt, einmal alle seine Vorurteile über Board zu werfen und hinter die Kulissen zu sehen.
Sandra Binder hat mich mit ihrer Geschichte auf jeden Fall verzaubert und ich möchte euch dieses tolle Buch wirklich sehr ans Herz legen.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

 

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62 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 33 Rezensionen

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Unterweltpakt - König und Ritter

Sarah Lilian Waldherr
E-Buch Text
Erschienen bei Selfpublisher, 15.06.2018
ISBN B07D7HT84K
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt:

Als sie Arien Nox Umbria geheiratet hat, hätte Lianne wohl nicht damit gerechnet, dass sie sich von nun an der Jagd der Myraner widmen würde. Doch es ist die Aufgabe des Herzogs, Corona von diesen Ungeheuern sauber zu halten, so dass die Bewohner nichts von deren Existenz erfahren.

Das gestaltet sich jedoch als äußerst schwierig, als plötzlich ein Wesen auftaucht, das noch böser und mächtiger als jeder Myraner ist. Noch dazu scheint keine Waffe diese Kreatur töten zu können.

Doch als immer mehr junge Mädchen verschwinden, setzt Lianne alles daran, dieses Ungeheuer zur Strecke zu bringen und gerät dabei selbst ins Visier … .

Meine Meinung:

Als mir Sarah Lilian Waldherr von ihrem neuen Buch erzählte war ich sofort Feuer und Flamme. Nachdem ich Klappentext und Cover gesehen hatte, war klar, dass ich es unbedingt lesen muss.

Anfangs war ich etwas irritiert, da mich die Autorin ganz schön an der Nase herumgeführt hat, doch das führte nur dazu, dass ich noch gespannter auf die kommenden Ereignisse wurde. Schnell verstand ich auch, wer wer ist und wie die Welt von Lianne und Arien funktioniert. Zwar dachte ich, dass die Myraner eine neue Spezies sind, doch hier hat man es mit altbekannten Wesen zu tun, was mich jedoch nicht weiter gestört hat, da die Story an sich trotzdem erfrischend ist und Spaß macht.

Lianne gefiel mir auch sofort sehr gut. Sie erinnerte mich irgendwie ein bisschen an Buffy, von der ich auch immer ein kleiner Fan war. Einzig ihr Alter fand ich etwas seltsam. Mir erschien sie etwas älter, vor allem auch wegen ihren Lebensumständen und weil sie sich viel reifer verhält. Sie ist auf jeden Fall richtig taff und obwohl sie auch ihre kleinen Fehler hat (oder vielleicht gerade deswegen) mochte ich sie auf Anhieb und wollte unbedingt mehr von ihr erfahren.

Arien dagegen blieb mir ein Rätsel, was jedoch vielleicht sogar von der Autorin so gewollt ist, denn die Reihe soll ja acht Bände bekommen und da braucht man ja auch noch ein paar Geheimnisse, die man noch nicht sofort in der ersten Folge aufdeckt.

Die Welt, in der die Geschichte spielt war auch genau nach meinem Geschmack. Es ist eher ein historisches Setting mit Königen und Herzogen, Miedern und Degen und hat zusätzlich einen Fantasyanteil, der jedoch perfekt integriert ist.

Auch die Story selbst fand ich richtig super. Zwar habe ich einige Puzzleteile schon vor der Protagonistin zusammengesetzt, mit anderen Dingen hat mich dann die Autorin aber doch wieder überrascht. Ich war jedenfalls richtig gefesselt von den Ereignissen und blieb am Buch hängen, bis ich es fast in einem Rutsch durchgelesen hatte.

Am Ende löst Sarah Lilian Waldherr einiges auf, anderes lässt sie offen, so dass es auch für den Folgeband spannend bleibt. Ich bin auf jeden Fall angefixt und freu mich, dass noch viele Abenteuer von Lianne und Arien auf mich warten, denn ich bin der Reihe jetzt schon verfallen.

Fazit:

Mit dem ersten Band „Unterweltpakt – König & Ritter“ hat Sarah Lilian Waldherr mich richtig angefixt. Die Protagonistin erinnert an Buffy, ist taff und selbstbewusst, die Welt mit ihrem historischen Setting und dem Fantasyanteil, der sich perfekt einfügt, war genau nach meinem Geschmack und die Story selbst war richtig spannend und hat mich total gefesselt. Was soll ich sagen: Ich bin der Reihe schon jetzt restlos verfallen.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

 

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42 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

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Der fünfte Magier: Schneeweiß

Christine Weber
E-Buch Text: 303 Seiten
Erschienen bei Selfpublisher, 18.05.2018
ISBN B079W9N9QB
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt:

Sorak hasst Magier und vor allem ihre Drachen, denn diese sind schuld, dass er seinen Vater nie kennengelernt hat und sein Heimatdorf zerstört wurde. Seitdem lebt er in einer kleinen friedlichen Gemeinde und wartet darauf, mittels einer Zeremonie in den Kreis der Erwachsenen aufgenommen zu werden.

Bevor es jedoch so weit kommen kann, wird sein Dorf abermals von Drachen heimgesucht und er entführt. An einem geheimnisvollen Ort wird ihm die Geschichte des großen Krieges erzählt und was dieser für eine Bedeutung für ihn selbst hat. Denn ein neuer Krieg zieht herauf und Sorak soll dabei eine wichtige Rolle spielen.

Doch bald schon weiß er nicht mehr, wer Freund und wer Feind ist und findet sich in einem Netz aus Lügen wider, ohne wirklich zu wissen, was die Wahrheit ist und welch weitreichende Folgen seine Entscheidungen haben werden … .

Meine Meinung:

Zugegeben, bei diesem Buch habe ich mich als erstes in das Cover verliebt und wurde so auf die Geschichte aufmerksam. Als ich dann im Klappentext auch noch von Magiern und Drachen las war es um mich sofort geschehen und ich musste dieses Buch haben.

Das Buch beginnt mit einer kurzen Sequenz aus der Sicht eines unbekannten Erzählers. Dieser hadert mit seinem Schicksal und wartet darauf, dass seine Chance kommt. Sofort hatte ich das Gefühl, hier würde etwas abgrundtief Böses darauf lauern sich zu rächen und ich bekam richtig Gänsehaut.
Auch im Laufe der Geschichte kommt dieses „Etwas“ immer wieder zu Wort und gibt seine Meinung zu den Geschehnissen in der Geschichte und zum Protagonisten ab. Das macht die Autorin jedoch immer nur in sehr kurzen Sequenzen und so geschickt, dass man selbst am Ende der Geschichte noch nicht zu 100 % sagen kann, wer dahintersteckt. Ich liebe es ja, wenn Autoren mich an der Nase herumführen und mir Rätsel aufgeben.

Danach lernt man Sorak, seine Freunde und sein Dorf etwas kennen. Ich fand es ja richtig spannend mal einen männlichen Protagonisten zu haben. Eigentlich dachte ich immer, ich würde mich damit schwerer tun als mit Frauen (wegen meinem eigenen Geschlecht), doch ich fand sofort Zugang zu Sorak, obwohl die Geschichte noch dazu in der dritten Person erzählt wird. Doch der junge Mann ist sehr interessant und hat mich richtig neugierig gemacht. Im Laufe der Zeit wird er immer vielschichtiger, es gefiel mir sehr, wie er alles hinterfragt, versucht, sich ein eigenes Bild zu machen und dabei aber doch an seine Grenzen stößt. Ein wirklich gut ausgearbeiteter Charakter. Das kann man jedoch eigentlich von jeder Figur in diesem Buch sagen, sogar von den Drachen. Zumindest von denen, die eine wichtigere Rolle spielen. Ich fand es jedenfalls großartig, welche Rolle Christine Weber diesen magischen Geschöpfen zugeschrieben hat. Sie haben bekannte Eigenschaften, aber auch ganz neue und ihre Verbindung zu den Magiern ist richtig spannend. Ich denke, dass wir da im Folgeband auch noch einiges erleben werden und freue mich schon sehr darauf.

Überhaupt gefiel mir die Idee hinter der Geschichte sehr gut. Ich bin ja ein absoluter Fantasy-Fan, aber dieses Buch hatte sofort zu Beginn eine ganz magische Atmosphäre, die mich gleich gefangen nahm. Es lag förmlich Magie in der Luft und das obwohl die Magier erst relativ spät auf den Plan treten. Doch trotz allem wird es nie langweilig, weil man so viel zu entdecken und kennenzulernen hat. Gerade als ich dachte, ich wisse, wie die Welt funktioniert, „schmeißt“ die Autorin mal eine ganz neue Spezies in den Raum. Es war einfach herrlich, sich auf die Reise zu machen und jedes Detail in sich aufzusaugen. Denn an Ideen mangelt es Christine Weber wahrlich nicht, aber sie baut nur gerade so viel in ihre Geschichte ein, dass der Leser noch gut folgen kann und nicht überfordert ist. Eine tolle Mischung.

Dieses Buch kann man jedoch nie ganz verstehen, was aber in keinem Fall negativ gemeint ist. Man weiß eben nur so viel, wie Sorak selbst und muss sich damit seine eigenen Gedanken machen, wer hier der Gute und wer der Böse ist, wer die Wahrheit sagt und wer Sorak nur für seine Zwecke einspannen möchte. Ja, die Autorin versteht es wirklich, nie die wahren Motive ihrer Protagonisten aufzudecken. Da hat man sich als Leser gerade auf eine Seite geschlagen, bekommt man plötzlich doch Zweifel an den Motiven der Charaktere und überdenkt seine Entscheidung nochmal.

Tja und am Ende? Am Ende hing ich dann wieder völlig in der Luft und war geradezu verzweifelt, dass ich nicht sofort weiterlesen und mich mit Sorak auf die Suche nach Antworten machen kann.

Fazit:

„Der fünfte Magier – Schneeweiß“ hat auf jeden Fall Suchtpotenzial. Die magische Atmosphäre nahm mich sofort gefangen und die Idee und der Weltenentwurf fesselten mich an dieses tolle Fantasywerk. Die Protagonisten sind vielschichtig und ihre wahren Motive oft nicht durchschaubar. Es gibt so viel zu entdecken und mitzuerleben, so viel nachzudenken und zu genießen. Einfach grandios! Ich liebe es!

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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15 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

dunkelheit, dystopie, flucht, genmanipulation, liebe, mauer, neue welt, perfektion, stadt

Deceptive City (Band 1): Aussortiert

Stefanie Scheurich
Flexibler Einband: 440 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 22.06.2018
ISBN 9783906829906
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt:

Thya wurde als absolutes Wunschkind ihrer Eltern kreiert und darf alle Privilegien genießen, die das Leben in der Stadt hinter der Mauer mit sich bringt. Ihr Tag ist von vorne bis hinten durchgeplant, ihr Leben verläuft genau nach Regeln, bis zu diesem einen verhängnisvollen Tag, der plötzlich alles ändert … .

Ganz anders sieht es im Leben von Mitchell aus. Dieser lebt außerhalb der Mauern und schuftet jeden Tag in einer Fabrik, um sich ein Dach über dem Kopf und Essen leisten zu können. Doch dann wird seine Mutter schwer krank und er weiß, sie wird nur überleben, wenn sie Antibiotikum bekommt. Medizin, die es nur innerhalb der Mauern gibt. Deshalb macht er sich auf den Weg und begegnet dort Thya. Eine Begegnung, die ihrer beider Leben für immer verändern wird … .

Meine Meinung:

Ach, was soll ich sagen: Bei Dystopien kann ich nie widerstehen, sie faszinieren mich einfach, deswegen verschlinge ich jede, die ich in die Finger bekomme und auch bei dieser konnte ich nicht widerstehen. Sie klang einfach zu spannend.

Im ersten Kapitel trifft man auf Thya und bekommt einen kleinen Einblick in ihr Leben. Es wirkte fast so, als wäre sie in einer ganz normalen Highschool und hätte die ganz normalen Probleme, die Teenager immer haben. Nur am Rande bekommt man mit, dass sie in einer völlig anderen Welt lebt.

Danach lernt man Mitchell, seine Mutter und seine Freunde kennen und erlebt, wie es ihm außerhalb der Mauern ergeht.

Die Figuren sind der Autorin Stefanie Scheurich wirklich sehr gut gelungen. Thya wirkt am Anfang noch etwas unnahbar, was jedoch sehr gut zu ihrem perfekten Leben passt. Mitchell war mir sofort sympathisch. Er liebt seine Mutter und würde alles für sie tun und versucht, gemeinsam mit seinen Freunden das Beste aus seiner Situation zu machen. Mir gefiel vor allem, dass er sich nicht in Selbstmitleid ergeht oder ständig herumjammert oder mit seinem Schicksal hadert. Natürlich wünscht er sich, dass einiges besser liefe, aber trotz allem scheint er nicht der Typ zu sein, der eine Rebellion anzettelt. Ich finde, dass die Protagonisten wirklich perfekt in diese Welt hineinpassen und sie sind genau so gestaltet, dass man als Leser sofort mit ihnen mitfiebert.

Allerdings muss ich gestehen, dass mir beim Weltenentwurf an sich viele Informationen gefehlt haben. Wie kam es dazu, dass eine Mauer um die Stadt gezogen wurde? Wie wurde entschieden, wer außerhalb und wer innerhalb leben darf? Wie sieht das Leben innerhalb und außerhalb der Mauer genau aus? Wer bestimmt und regiert innerhalb und außerhalb? Bis auf ein paar wenige Details erfährt man kaum etwas über die Welt, in der Thya und Mitchell leben, so dass mir die Grundproblematik etwas gefehlt hat. Bei Dystopien ist es mir vor allem wichtig, dass man die Ungerechtigkeiten greifen kann, dass man fasziniert wird von der Welt und das System hinterfragt. In „Deceptive City 1“ war mir das leider noch zu wenig greifbar. Ich hoffe aber darauf, dass man in den Folgebänden noch mehr erfährt.

Trotz allem gelingt es der Autorin mit ihrer Geschichte zu fesseln, was vor allem durch das Schicksal der Protagonisten und einiger Nebencharaktere erzeugt wird. Denn neben Thya und Mitchell gibt es noch mehr interessante Figuren in dieser Geschichte. Sehr schön finde ich, dass auch sie zu Wort kommen, das heißt, dass ein paar Kapitel aus ihrer Sicht erzählt werden. Dadurch taucht man auch in deren Leben tiefer ein und erhält so noch einmal einen anderen Blickwinkel auf die Geschehnisse. Gleichzeitig tauchen jedoch auch wieder neue Fragen auf und man möchte auch wissen, welches Schicksal die Autorin für ihre Nebencharaktere bereithält.

Obwohl die Geschichte eine gewisse Grundspannung enthält, gehört sie in meinen Augen doch eher zu den ruhigeren Dystopien, was wohl daran liegt, dass quasi der „Bösewicht“ in dieser Geschichte fehlt. Es gibt (bis jetzt noch) keine Regierung, gegen die gekämpft werden könnte, die Ungerechtigkeiten spitzen sich noch nicht zu und es scheint sich auch noch keine Rebellion zusammenzubrauen. In diesem ersten Band werden Thya erst einmal die Augen geöffnet. Sie muss erkennen, dass ihr Leben nicht annährend so perfekt ist, wie sie bis dahin immer dachte. Die Autorin verwendet viel Zeit darauf, dass der Protagonistin die Ungerechtigkeiten bewusst werden, was ich sehr authentisch fand, denn natürlich denkt ein Mädchen, das sechzehn Jahre lang im Glauben erzogen wurde, dass es nichts außerhalb der Stadt gibt und das Leben innerhalb der Stadt perfekt ist, nicht plötzlich, dass alles ganz anders ist. Trotzdem geht diese Überzeugungsarbeit etwas zu Lasten des großen Nervenkitzels. Diesen habe ich in dieser Dystopie leider etwas vermisst.

Doch Stefanie Scheurich gelingt es trotzdem, mich sehr neugierig auf den Folgeband zu machen und ich bin mir sicher, dass sie noch einiges bereithält und mich die Geschichte am Ende vielleicht doch noch vollkommen mitreißen wird.

 

Fazit:

„Deceptive City – Aussortiert“ ist ein sehr ruhiger Auftakt. Mir fehlten ein paar Informationen über die Welt, in der die Geschichte spielt, doch die Schicksale der Protagonisten und Nebencharaktere haben mich sofort mitgerissen. Allerdings gingen die fehlenden Informationen und die Entwicklung der Figuren etwas zu Lasten der Spannung und des Nervenkitzels, die Dystopien für mich immer besitzen. Trotz allem bin ich sehr neugierig auf die Fortsetzung und darauf, was die Autorin noch für uns Leser bereithält.

Von mir bekommt das Buch 4 Punkte von 5.

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15 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

Der Axolotlkönig

Sylvia Rieß
Flexibler Einband: 318 Seiten
Erschienen bei Rieß, Sylvia, 11.02.2017
ISBN 9783000559921
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

Leonie wird von ihren Mitschülern ständig als Brillenschlange verspottet und auch sonst haben sie kaum ein nettes Wort für sie übrig. Natürlich ist Fynn, der beliebteste Mitschüler  da auch sofort mit dabei.

Doch plötzlich findet er sich als Axolotl in Leonies Aquarium wieder. Wie konnte das nur passieren?

Anfangs suhlt er sich in Selbstmitleid und denkt nur daran, einen Ausweg aus seiner eigenen Misere zu finden, doch dann merkt er plötzlich, dass Leonie dringend Hilfe gebrauchen könnte. Seit dem Tod ihrer geliebten Großmutter zieht sich das Mädchen nämlich immer mehr in sich selbst zurück.

Und nicht nur Leonies Spiegel, den sie von ihrer Oma geerbt hat, ist zerbrochen, auch Leonies Seele bekommt immer mehr Risse. Risse, die bald vielleicht nicht mehr zu reparieren sind … .



Meine Meinung:

Anfangs begegnet man Fynn, wie er in der Schule mit Leonie zusammenstößt und diese sogleich als Brillenschlange verhöhnt. Man bekommt sofort mit, dass er sich selbst ziemlich wichtig nimmt und dabei auf Leuten wie Leonie herumtrampelt. Das machte ihn mir auf Anhieb unsympathisch. Ich gönnte es ihm richtig, dass er in einen Axolotl verwandelt wird :)

Leonie ist noch sehr jung und sehr intelligent. Sie hat ein paar Klassen übersprungen  und scheint auch etwas exzentrisch zu sein. Deswegen hat sie auch nie so wirklich einen Platz in ihrer Klasse und auch keine Freunde gefunden. Im Gegenteil: Sie wird täglich verspottet und gemobbt. Das und ihr Familienleben hinterlassen bei Leonie Spuren. Spuren in ihrer Psyche, mit denen sie nicht umgehen kann..

Meiner Meinung nach nimmt Mobbing heutzutage wirklich Überhand und in Zeiten von Facebook und Co ist es auch leider sehr einfach geworden. So wie Leonie geht es sicher mehreren jungen Mädchen und ich finde, da muss dringend etwas passieren. Deshalb gefiel es mir sehr gut, dass Sylvia Rieß dieses Thema in ihrem Märchen aufgegriffen hat. Es zeigt, wie weit solche Spötteleien gehen können, was diese für die Opfer bedeuten und dass Eltern davon oft nichts mitbekommen. Einfühlsam führt die Autorin ihre Leser in Leonies Gefühlswelt ein und lässt diese hautnah am Schicksal des Mädchens teilnehmen. Oft wünschte ich mir Teil des Märchens zu sein und Leonie helfen zu können, so sehr berührte mich die Geschichte.

Als Fynn ein Axolotl wird und schließlich bei Leonie im Aquarium landet, bekommt er auch mit, was er und seine Freunde dem Mädchen antun. Erst da kommt er ins Grübeln und denkt über sein eigenes Verhalten nach. Dabei erfährt man auch mehr über Fynns eigene Geschichte, was ich wirklich super fand. Überhaupt machen die Charaktere in diesem Buch eine tolle Entwicklung durch, die jedoch nicht so schnell vonstatten geht, dass sie unglaubwürdig wird.

Doch neben all den ernsten Themen, die dieses Buch behandelt, ist es immer noch ein Märchen und enthält ein paar spannende Fantasy-Elemente, die der Geschichte noch einmal eine andere Richtung geben und versuchen, die Situation etwas aufzulockern. Man darf also nicht ganz so ernst nehmen, wenn ein Krebs z.B. am Computer eine Nachricht tippt. Doch ich denke, genau das macht auch ein bisschen den Charme dieser Geschichte aus. Hier werden ernste Themen in ein Märchen gepackt und sollen so die Leser auf unterhaltsame Weise etwas sensibilisieren, was meiner Meinung nach sehr gut gelingt.

Auch der Schreibstil der Autorin gefiel mir. Die Geschichte wird abwechselnd aus Leonies und Fynns Sicht erzählt und die Sprache passt super zu den beiden Jugendlichen. Sie ist flüssig und locker und das Buch lässt sich schön entspannt lesen.

 

Fazit:

„Der Axolotlkönig“ ist eine originelle Märchenadaption, die ernste Themen behandelt und mit ein paar fantastischen Elementen und einem lockeren Schreibstil den Leser dafür sensibilisieren soll. Mich hat die Geschichte von Leonie und Fynn wirklich berührt und ich finde, das hier ist definitiv ein Buch, das sehr gut in meine Kategorie „Hidden Treasure“ passt.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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81 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 30 Rezensionen

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Das geheime Lächeln

Bettina Storks
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Diana, 12.03.2018
ISBN 9783453359741
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt:

Zufällig entdeckt die Journalistin Emilia in einem Auktionskatalog das Porträt einer jungen Frau, die ihr zum Verwechseln ähnlich sieht. Bei der Porträtierten kann es sich eigentlich nur um ihre Großmutter Sophie handeln, die in den 1930er-Jahren in Frankreich gelebt hat.

Von ihrer Mutter Pauline erfährt Emilia jedoch leider nichts, denn diese leidet an Gedächtnislücken und möchte auch nicht über ihre Familiengeschichte sprechen. Deshalb macht sich die Frau auf den Weg in die Provence, um dort mehr über ihre Großmutter herauszufinden.

Dort taucht sie jedoch nicht nur tiefer in die Vergangenheit ein, sondern erfährt gleichzeitig auch mehr über sich selbst … .

Meine Meinung:

Ich liebe Familiengeschichte und als mich die Autorin Bettina Storks fragte, ob ich ihr Buch lesen wolle, konnte ich nicht „nein“ sagen, da es einfach perfekt in mein Leseschema passt.

Anfangs begegnet man Sophie und erhält einen kleinen Einblick in ihr Leben, ohne jedoch wirklich etwas über sie zu erfahrend.

Schon auf den ersten Seiten merkt man, dass die Autorin Bettina Storks einen wirklich einzigartigen Schreibstil besitzt. Sie bedient sich vieler Metaphern, nutzt kurze unvollständige Sätze und spielt mit verschiedenen Sprichworten und Ausdrücken. Die Sprache in „Das geheime Lächeln“ ist keines Wegs als einfach zu bezeichnen, im Gegenteil, ich würde sie fast schon poetisch nennen. Trotz allem liest sich das Buch sehr flüssig, aber gerade wegen diesem wundervollen Schreibstil, genießt man die Geschichte noch mehr. Dieses Buch zeigt eindeutig, dass die Autorin ihr Handwerk versteht. Ich liebe es jedenfalls, wenn ein Schriftsteller so gut mit Sprache umgehen kann.

Nach dem Prolog, bei dem man Sophie begleitet, taucht man in Emilias Leben in die Gegenwart ein und erfährt, dass auch diese Frau es gerade nicht einfach hat. Ihr Leben ist momentan gehörig durcheinander und dann sieht sie auch noch das Porträt ihrer Großmutter und ihre Neugierde ist geweckt. Doch Emilia ist kein Mensch, der sofort impulsive reagiert und trotzdem lässt ihr das alles keine Ruhe und sie beschließt, sich auf die Suche nach Antworten zu machen. Die Protagonistin gefiel mir wirklich sehr gut. Sie ist eine Frau mittleren Alters, hat zwei erwachsene Söhne und ist selbstständig als Journalistin tätig. Mir gefiel ihre Art die Dinge anzugehen, ich konnte ihre Gedanken und Gefühle nachvollziehen und ihren Drang, nach ihren Wurzeln zu fahnden verstehen. Und obwohl die Geschichte in der dritten Person erzählt wird, fühlte ich mich Emilia sehr nahe und tauchte so noch tiefer in die Geschichte ein.

Sehr gut gefiel mir auch, dass man nicht nur Sophie und Emilia begleitet, sondern auch noch eine weitere Sichtweise miterleben darf. Dadurch wird die Story noch runder und trotzdem gelingt es Bettina Storks sehr gut, all ihre Geheimnisse bis zum Schluss zu bewahren. Das ist meiner Meinung nach auch eine große Kunst. Denn die Autorin streut immer nur Hinweise, verrät immer nur einen Teil der Ereignisse und mit jeder Frage, die sie beantwortet, werden neue aufgeworfen. So rätselte ich bis zum Schluss mit, was Sophie wirklich passiert sein könnte und wie die Geschichte von Emilia und ihrer Mutter Pauline ausgehen würde. Dadurch ist das Buch wirklich vom Anfang bis zum Ende spannend und ich konnte gar nicht aufhören zu lesen, da ich so gerne wissen wollte, welches Schicksal sich die Autorin für ihre Protagonisten ausgedacht hat.

Dabei hat mich das Buch so mitgerissen, dass ich teilweise wirklich die Luft anhielt, dass mir der Atem stockte, dass ich gelacht und sogar geweint habe. Auch, wenn es nicht DEN großen Skandal gab, hat mich die Geschichte doch sehr berührt. Dabei geht es nicht nur um Liebe und Freundschaft, sondern auch um Vertrauensverrat, wieviel eine Liebe aushält, was man bereit ist, für das Wohl seiner Kinder zu tun, ob es nur eine große Liebe gibt, wie viel Schmerz ein Mensch erdulden kann und wie anders das eigene Leben verläuft, wenn man seine Wurzeln nicht kennt. In dieser Geschichte steckt so vieles, das man anfangs gar nicht erahnen kann, das mich aber immer wieder zum Grübeln gebracht hat.

Fazit:

Bei „Das geheime Lächeln“ handelt es sich um ein Buch, dass man nicht einfach nur wegliest, sondern das in einem arbeitet und einen sehr bewegen kann, wenn man sich darauf einlässt. Dabei haben mich nicht nur die Schicksale der Protagonisten berührt, sondern auch der poetische Schreibstil von Bettina Storks, die ihr Handwerk wirklich mehr als versteht. Eine einzigartige Familiengeschichte, die ich auf jeder Seite genossen habe.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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159 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 65 Rezensionen

amalfiküste, amrum, familiengeheimnis, geheimnisvolle vergangenheit, geschwiste, italien, katharina herzog, lena, liebe, sommer, sommerroman, tod, trauer, vergangenheit, zitronen

Zwischen dir und mir das Meer

Katharina Herzog
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 24.04.2018
ISBN 9783499274206
Genre: Liebesromane

Rezension:

Inhalt:

Lena führt ein bescheidenes Leben auf Amrum. Sie arbeitet in einem Hospiz, bastelt Schmuck aus Meerglas und lebt bei ihrem Vater und ihrer Großmutter.

Als Matteo in ihr Leben tritt, wird dieses aber gehörig durcheinandergewirbelt. Nicht nur, dass Lena sich sofort in seinen meergrünen Augen verliert, nein, er hat auch noch Fotos von ihrer italienischen Mutter dabei.

Diese ging eines Tages schwimmen und kehrte nie zurück. Niemand weiß, wieso sie als junge Frau aus Italien verschwand und nie zurückgekehrt ist.

Lena macht sich gemeinsam mit ihrer Schwester auf die Reise an die Amalfiküste, um der Vergangenheit ihrer Mutter nachzuspüren und um den jungen Mann wiederzusehen, der ihr einfach nicht mehr aus dem Kopf geht … .

Meine Meinung:

Ich liebe die Bücher von Katharina Herzog / Katrin Koppold und musste natürlich auch ihr neuestes sofort lesen.

Zu Beginn findet man sich im Jahr 1972 wieder und lernt Mariella, Lenas Mutter, als Kind kennen und erlebt, wie sie ihre beste Freundin kennenlernt. Ich liebe Geschichte, die direkt in die Vergangenheit eintauchen, so dass man beide Protagonisten hautnah kennenlernen kann. Mariella gefiel mir auch sofort sehr gut. Sie ist ein quirliges kleines Mädchen, das noch nichts von den Sorgen der Erwachsenen weiß und unbeschwert in den Tag hineinlebt. So beginnt das Buch mit einer Leichtigkeit, die mir sofort sehr gut gefallen hat.

Danach lernt man Lena kennen, die ein sehr bescheidenes Leben führt. Sie hatte meinen größten Respekt für ihren Job im Hospiz, den sie mit sehr viel Leidenschaft macht. Trotzdem fragte ich mich, wieso sie so wenig von ihrem eigenen Leben erwartet. Was steckt dahinter, dass sie nicht „mehr“ möchte? Ich war wirklich gespannt, ihre Geschichte zu hören, denn wenn man Katharina Herzogs Bücher kennt, weiß man, dass immer mehr dahinter steckt.

Auch die Beziehung zwischen den Schwestern und die Gegensätze dieser fand ich sehr interessant. Darin steckt wirklich einiges an Potenzial und ich weiß aus eigener Erfahrung, dass Schwestern wirklich sehr unterschiedlich sein und trotzdem eine sehr innige Beziehung haben können.
Etwas enttäuscht war ich jedoch, als Matteo in Lenas Leben auftaucht. Mir ging es viel zu schnell, dass Lena sich in den Protagonisten verliebt hat. Klar gibt es Liebe auf den ersten Blick und man findet den anderen vielleicht sofort anziehend, aber mir war es etwas too much und ging mir einfach zu schnell. Ich bin absolut kein Fan von solchen Liebesgeschichten, die viel zu schnell viel zu tief gehen.

Als Lena und Zoe schließlich nach Italien reisen, war ich total begeistert von dem Buch. Ich liebe die Landschaftsbeschreibungen von Katharina Herzog. Man merkt in jedem Satz, dass sie selbst an all diesen Orten war und diese Sehenswürdigkeiten selbst besichtigt hat. Es macht so Spaß gemeinsam mit den Protagonisten all diese Momente zu erleben und diese wundervollen Orte zu besuchen. Da kommt bei mir jedes Mal richtiges Urlaubsfeeling auf und ich würde am liebsten sofort meine Koffer packen. Hach, ich hätte so gerne auch in der Sonne am Strand relaxt oder Fisch und Limoncello genossen. Einfach zauberhaft.

Abwechselnd taucht man in Mariellas Vergangenheit ein oder besucht Lena und Zoe auf ihrer Reise. Dabei erfährt man immer mehr von dem großen Ganzen, von Mariellas Beweggründen, ohne dabei zu ahnen, was wirklich hinter allem steckt. Katharina Herzog gelingt es wirklich sehr gut, ihre Leser bis zum Ende im Dunkeln zu lassen und ihn schließlich richtig zu überraschen. Ich hätte jedenfalls nie geahnt, was Mariella dazu bewogen hat, Italien zu verlassen und nie wieder zurückzukehren. Die Autorin hat mich wirklich sehr gerührt mit ihrer Geschichte. Es hat mich ehrlich gesagt sehr traurig, aber auch wütend gemacht, was damals passiert ist und ich habe sogar ein paar Tränen vergossen, so sehr berührten mich Mariellas Schicksal und auch ihre Entscheidungen.

Fazit:

Ich weiß schon, wieso Katharina Herzogs Bücher für mich ein absolutes Muss sind. Mit viel Liebe und Leidenschaft beschreibt sie Orte und ihre besondere Magie, so dass ich jedes Mal richtig Fernweh bekomme, weil ich diese so gerne mit eigenen Augen sehen würde. Die Geschichte von Mariella hat mich tief berührt. Ihr Schicksal machte mich sowohl wütend, als auch traurig und ihre Entscheidungen haben mich zum Weinen gebracht.

Dieses Buch ist nicht nur ein wunderschönes Sommerbuch mit Urlaubsfeeling pur, sondern auch eine Geschichte, die ans Herz geht und mich tief berührt hat.

Von mir bekommt das Buch 4,5 Punkte von 5.

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360 Bibliotheken, 10 Leser, 0 Gruppen, 48 Rezensionen

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Vertrauen und Verrat

Erin Beaty , Birgit Schmitz
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 21.03.2018
ISBN 9783551583833
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

Sage soll nach dem Willen ihres Onkels und Vormunds durch die Kupplerin einen Ehemann finden und verheiratet werden. Doch das Mädchen möchte ihr Leben selbst bestimmen und denkt gar nicht daran, sich einem Mann unterzuordnen.

Stattdessen beginnt sie eine Lehre bei der Kupplerin und begleitet die Bräute zu ihrem Concordium, dem Ball auf dem die Ehen geschlossen werden. Zu ihrem Schutz reist zusätzlich eine Gruppe Soldaten mit.

Unfreiwillig gerät Sage dabei zwischen die Fronten, denn im Hintergrund werden fleißig die Fäden gezogen und ein Krieg vorbereitet. Wer hätte gedacht, dass ausgerechnet die junge Frau dabei eine entscheidende Rolle spielen wird und zudem erkennen muss, dass nicht alle Männer gleich sind und man gegen Gefühle nie gefeit ist.

Meine Meinung:

Schon als ich das Cover und den Klappentext zum ersten Mal sah, war ich neugierig auf dieses Buch. Die durchaus positiven Meldungen von anderen Bloggern haben mich schließlich vollkommen überzeugt dieses Buch zu lesen.

Etwas erstaunt war ich über das Setting dieses Buches. Es spielt in einer fiktiven Welt, mutet aber eher einem historischen Roman an. Deshalb fand ich die Einteilung in das Genre Fantasy etwas verwirrend. Da ich jedoch gerne historische Romane lese, fand ich das Setting richtig großartig. Ich liebe es in Welten einzutauchen, in denen Frauen ein Korsett und Reifröcke tragen, in denen Könige und Herzöge die Herrschaft über das Reich führen und Soldaten ihre Befehle entgegennehmen. All das findet man in diesem Buch.

Sage, die Protagonistin scheint jedoch nicht so recht in dieses Setting zu passen. Sie trägt lieber Hosen, klettert gerne auf Bäume und hat auf keinen Fall vor, sich dem Willen eines Mannes zu beugen. Vielleicht war sie mir deshalb sofort sympathisch. Die junge Frau ist ihrer Zeit einfach voraus und lässt sich nicht in eine Schiene oder in ein Korsett zwängen. Und doch bleibt ihr schließlich nichts anderes übrig, selbst, wenn sie sich nicht verkuppeln lässt, sondern stattdessen eine Ausbildung bei der Kupplerin beginnt. Dadurch erhält sie einen Einblick in die Arbeit der Frau. Denn Mistress Rodelle achtet nicht nur darauf, dass die Verbindung politisch vorteilhaft ist oder das Reich gesichert wird, sondern hat auch ein Herz für ihre Schützlinge und möchte nur das Beste für diese. So muss Sage erkennen, dass nicht alles so schlimm ist, wie sie immer gedacht hat.

Überraschender Weise bleibt die Geschichte nicht allein bei Sage und ihrem Job als Kupplerin. Denn Erin Beaty hat einen weiteren Handlungsstrang in ihre Geschichte mit aufgenommen: So findet man sich plötzlich in einer Gruppe von Soldaten wieder, erfährt etwas über ihre Aufgaben und ihre Leben. Ehrlich gesagt fand ich diesen Handlungsstrang anfangs nicht sehr aufregend. Ich brauchte auch ziemlich lange, bis ich die einzelnen Herren sortiert hatte und mir merken konnte, wer welchen Rang innerhalb der Armee hat.

Das ändert sich dann aber zum Glück, als die Bräute schließlich auf die Soldaten treffen. Ab da hatte ich richtig Spaß mit dem Buch. Ich freute mich auf die Treffen zwischen den Mädchen und den jungen Männern, war gespannt, was Sage alles herausfinden und für wen ihr Herz schließlich schlagen würde.

Ich tauchte regelrecht ein in eine Welt voller Lügen und Intrigen, voller Geheimnisse und Verwirrungen. Gerade, wenn ich dachte, jetzt hätte ich den Durchblick, hat mich die Autorin wieder an der Nase herumgeführt. Es ist nämlich nicht alles so, wie man zu Anfang denkt und meine Spionagefähigkeiten sind wohl nicht so ausgeprägt, wie die von Sage *haha* Jedenfalls hatte ich richtig Spaß dabei die Geheimnisse zu lüften und mit den Protagonisten mitzufiebern. Es war nämlich wirklich spannend und bei einer Szene musste ich sogar richtig heulen. Ja, dieses Buch birgt mehr, als man zu Beginn denkt. Mich konnte es jedenfalls von der ersten bis zur letzten Seite fesseln. Allerdings hätte ich mir gewünscht, dass es ein Einzelband wäre, denn mit diesem Ende hätte ich durchaus leben können und so muss ich jetzt wieder auf eine Fortsetzung warten, was nicht heißt, dass ich nicht gerne mehr von Sage lesen möchte.

Fazit:

„Vertrauen und Verrat“ birgt wirklich mehr, als man zu Beginn denkt. Trotz der Einteilung in das Genre „Fantasy“ ist es eher ein historischer Roman, was meinem Lesevergnügen jedoch keinen Abbruch erteilte. Im Gegenteil, ich liebte das Setting und freute mich über die Protagonistin, die sich gegen die altertümlichen Bräuche auflehnt. Außerdem hatte ich totalen Spaß, all die Geheimnisse und Intrigen aufzudecken und trotzdem geriet ich in die Falle der Autorin. Wer hätte gedacht, dass mich dieses Buch so fesseln und so viele Emotionen durchleben lassen würde. Einfach genial.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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Das Herz der Quelle - Sternenfinsternis

Alana Falk
Fester Einband: 440 Seiten
Erschienen bei Arena, 02.03.2018
ISBN 9783401603827
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

Als mächtigste Magierin der Gemeinschaft mit einer Quelle als Ratsmitglied könnte Adara ein privilegiertes Leben führen, doch Dank Chris hat sie einen Blick hinter die Kulissen bekommen und seitdem ist sie eine andere. Sie hat es sich zum Ziel gesetzt, den korrupten Rat zu entmachten und die Gemeinschaft zu befreien.

Dafür braucht sie jedoch die Hilfe ihrer Quelle Seth. Seit Jahren arbeitet er schon an einem Plan, um die Machenschaften des Rates zu beenden. Obwohl Adara sich immer mehr auf ihn einlässt und ihre Gefühle für ihn immer tiefer werden, kann sie ihm doch nie ganz vertrauen, denn plötzlich scheint er seine eigenen Ziele zu verfolgen … .

Meine Meinung:

Da ich von „Sternensturm“ mehr als begeistert war, musste ich natürlich den zweiten Teil unbedingt lesen und freute mich sehr auf dieses Buch.
Als ich anfing zu lesen, hatte ich ehrlich gesagt ein paar Einstiegsschwierigkeiten. Der erste Teil war schon viel zu lange her und ich hatte nicht mehr alle Personen und Ereignisse ganz genau vor Augen, deshalb dauerte es etwas, bis ich wieder in die Welt und die Geschichte hineingefunden hatte.

Danach fing mich der Zauber dieser faszinierenden Welt jedoch sofort wieder ein. Alana Falk hat mit ihrer Reihe wirklich etwas Einzigartiges geschaffen. Ich liebe die Idee mit den Magiern und ihren Quellen, doch in diesem Band geht die Geschichte noch tiefer. Man erfährt etwas von den Anfängen dieser Welt, über die Zusammenhänge und über die Vergangenheit einzelner Protagonisten. Ich fand es toll, mehr über diese Welt zu erfahren und war begeistert, wie komplex das ganze Geschehen war.

Anfangs begleitet man Adara und Seth bei ihrer Arbeit als Magier und Quelle und erfährt von ihren Verpflichtungen gegenüber dem Rat. Dabei werden ihre Aufträge immer grausamer und Adara ist am Ende ihrer Kräfte. Die Pläne von Seth gehen ihr zu langsam, vor allem, da der Rat immer korrupter wird und Adara endlich etwas verändern möchte. Es geht soweit, dass die Magierin bald schon nicht mehr weiß, ob sie Seth wirklich noch vertrauen kann und obwohl man als Leser teilweise einen kleinen Wissensvorsprung hat, lässt einen die Autorin doch auch selbst im Dunkeln, was Seth‘ Motive betrifft. Das fand ich richtig großartig. Ich bewundere es, wenn es Autoren gelingt, ihre Leser an der Nase herumzuführen, so dass diese selbst spekulieren müssen, was hinter dem Ganzen stecken könnte. Alana Falk ist das ja bereits in „Sternensturm“ gelungen, aber auch in „Sternenfinsternis“ hält sie so einige Überraschungen für ihre Leser bereit. Ganz ehrlich gesagt hätte ich nicht damit gerechnet, dass die Geschichte so tief geht und auch nicht in welche Richtung sie am Ende führen wird. Doch genau das hat mich richtig begeistert.

Genauso wie die Protagonisten. Während man im ersten Band vor allem Adara kennengelernt hat und tiefer in ihre Gedankenwelt eindringen durfte, ist es in der Fortsetzung in meinen Augen eher Seth, auf dem der Fokus liegt. Anfangs fand ich ihn noch sehr unnahbar, doch je mehr ich las und je mehr ich über ihn erfuhr, desto vielschichtiger wurde er. Trotz allem war ich mir über seine wahren Motive nie im Klaren, doch das ist wohl Absicht ;) Mir gefiel Seth auf jeden Fall, denn ich mag Charaktere, die sich nicht so einfach in Schubladen stecken lassen, die man kennenlernen muss, um sie einschätzen zu können und die immer etwas Geheimnisvolles behalten.

Es gibt jedoch auch einige spannende Nebendarsteller und zwar auf beiden Seiten. Von einigen erfährt man mehr, sie nehmen mehr Raum in der Geschichte ein, aber eben nur so viel, dass noch genug Platz für die Story an sich ist. Auch hier beweist Alana Falk besonderes Fingerspitzengefühl, damit sich die Geschehnisse und die Charakterentwicklungen die Waagschale halten. So wird das Buch nie langweilig und ich klebte wirklich an den Seiten, um zu erfahren, wie alles zusammenhängen würde.

Alles läuft auf einen großen Showdown hinaus, der dann noch einmal einige Überraschungen bereithält und mich richtig begeistert hat. Am Ende ziehen sich dann alle Fäden zusammen, die wichtigsten Fragen werden geklärt und die Geschichte schön abgerundet, so dass ich das Buch zufrieden zuschlagen konnte.

Fazit:

Auch mit „Sternenfinsternis“, dem zweiten Band hat mich Alana Falk wieder restlos begeistert. Ihre Charaktere sind vielschichtig und teilweise undurchsichtig, die Story durchweg spannend und die Welt einfach faszinierend. Außerdem gibt es wieder einige unvorhersehbare Überraschungen und einen großartigen Showdown. Am Ende laufen alle Fäden zusammen und ich konnte das Buch glücklich zuschlagen.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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32 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

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Elesztrah - Blut und Federn

Fanny Bechert
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 27.04.2018
ISBN 9783906829838
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt:

Lysanna und Aerthas könnten nicht glücklicher sein: Haben sie doch ein gesundes kleines Mädchen zur Welt gebracht und leben seit ihrem Kampf gegen den Flammenden Lord gemeinsam mit ihrem Clan ein friedliches Leben.

Doch dann wird Frostwall angegriffen und Lysanna entführt. Jetzt liegt es an Fayori ihre Mutter und die restlichen Clanmitglieder zu befreien und ihre Schwester zu beschützen.

Allein hat sie jedoch keine Chance gegen die Angreifer. Unerwartet kommt ihr der Seelenlose Sedan zu Hilfe. Doch dieser hat den Clan verraten und ist zum Feind übergelaufen. Wie soll Fayori ihm also jemals wieder vertrauen?

Für ihre Mutter und ihren Clan würde sie jedoch alles tun, deswegen macht sie sich gemeinsam mit Sedan auf die Suche nach ihrer Mutter und findet dabei nicht nur neue Verbündete und alte Feinde, sondern erfährt auch mehr über sich selbst und kommt einem Geheimnis auf die Spur, das die Geschehnisse noch einmal in einem ganz anderen Licht erscheinen lässt… .

Doch auch Sedan muss erkennen, dass die Vergangenheit eng mit der Gegenwart und der Zukunft verknüpft ist und bald schon muss er wählen, auf welcher Seite er wirklich steht und wohin ihn sein weiterer Weg führen soll … .

Meine Meinung:

„Elesztrah“ gehört wirklich zu meinen Lieblingsreihen und umso sehnsüchtiger wartete ich auf eine Fortsetzung und musste sie natürlich sofort lesen.

Anfangs war ich etwas skeptisch, da ich ja schon vom Klappentext her wusste, dass es dieses Mal weniger um Lysanna und Aerthas, als vielmehr um Fayori und Sedan gehen würde. Da ich Lysanna und Aerthas wirklich ins Herz geschlossen hatte und gerne noch mehr von ihnen lesen wollte, machte mich dieser Umstand erst einmal etwas traurig. Umso glücklicher war ich, als das Buch mit Lysanna und der Geburt ihrer Tochter anfing. Es hat mich wirklich gefreut, dass ich auch noch an deren Leben teilhaben durfte und sie nicht gänzlich von der Bildfläche verschwand.

Nach Lysannas Entführung spielt jedoch ganz klar Fayori die Hauptrolle, was ich dann aber gar nicht mehr schlimm fand, da die junge Elfe Lysanna in nichts nachsteht. Sie ist eine starke und taffe Persönlichkeit, sie liebt ihre Familie über alles und ist ihrem Clan treu ergeben. Ich fand sie ja schon in den beiden vorherigen Bänden sympathisch, aber in diesem Buch lernte ich sie genauso zu lieben, wie ihre Mutter. Besonders gut gefiel mir an ihr, dass sie nicht so naiv ist, wie man das von anderen Protagonisten kennt. Obwohl sie auf Sedans Hilfe angewiesen ist, vertraut sie ihm nicht sofort zu 100 %, sondern behält immer einen Restzweifel im Hinterkopf.

Obwohl dieses Buch natürlich sehr viel Potenzial für eine Liebesgeschichte birgt, liegt das Hauptthema doch zum Glück nicht darauf. Dafür ist die Welt von Elesztrah auch viel zu faszinierend. Nachdem Königin Lawinia die Herrschaft übernommen hat, geht es mit Hohenfels bergab und niemand scheint ihre wirklichen Ziele zu kennen. Auch die Entführung von Lysanna gibt große Rätsel auf und obwohl der Anfang des Buches schon einiges verrät, hatte ich doch keine Ahnung, worauf es am Ende hinauslaufen würde. Die Autorin hat nämlich einige interessante Wendungen in petto. Natürlich hat sie bereits in Band 1 und 2 darauf hingearbeitet, doch ich war trotzdem sehr überrascht, wohin die Fäden letzten Endes führten und war richtig begeistert von den Entwicklungen. Fanny Bechert schafft es einfach immer wieder, aus ihren Geschichten etwas Besonderes zu zaubern.

Dabei trifft man auf alte Bekannte, als auch auf neue Charaktere, die alle sehr interessant sind. Manche sind sehr undurchsichtig, andere kann man einfach zuordnen. Doch jeder hat auf seine Weise etwas Einzigartiges und bleibt damit im Kopf und so mancher natürlich auch im Herzen.

Ich fand es wirklich großartig, wie die Autorin Lysannas Geschichte noch einmal neu mit der von Fayori verbindet, wie sie die unterschiedlichen Charaktere darin einwebt und trotz dem Bekannten noch einmal etwas ganz Neues erschuf. Auch dieses Mal hat mich dieser Zauber von Elesztrah gefangen genommen und mit in die Geschichte hineingezogen. Ich bin tief in der Welt versunken und erst am Ende wieder aufgetaucht. Viel zu schnell war ich mit dem Buch durch und obwohl am Schluss nicht der große Cliffhanger wartet, bleibt doch alles offen und ich warte noch ungeduldiger als vorher auf ein neues Abenteuer in Elesztrah.

Fazit:

Auch dieses Mal hat mich Fanny Bechert wieder mit ihrem ganz besonderen Zauber eingewoben und nach Elesztrah entführt. Ich liebe diese Welt einfach und obwohl ich anfangs wegen dem Protagonistenwechsel skeptisch war, waren diese Zweifel wirklich unbegründet. Fayori ist genauso einzigartig und großartig wie Lysanna und ihre Geschichte steht den Vorgängern weder in Spannung, noch in überraschenden Wendungen nach. Wie schön, dass ich noch weitere Abenteuer in Elesztrah verbringen darf, denn diese Reihe gehört wirklich zu meinen Lieblingen.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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Bitterfrost

Jennifer Estep , Michaela Link
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.10.2017
ISBN 9783492703833
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

Loki ist hinter Schloss und Riegeln und das Leben an der Mythos Academy in Colorado könnte wieder seinen gewohnten Gang gehen. Nicht jedoch für Rory Forseti, denn ihre Mitschüler haben nicht vergessen, dass ihre Eltern Schnitter waren und in Lokis Auftrag unzählige Menschen ermordet haben. Genau das lassen sie die Spartanerin jeden Tag aufs Neue spüren.

Noch schlimmer wird es jedoch, als die Schnitter erneut auftauchen. Einige von ihnen konnten fliehen und verfolgen jetzt ihre ganz eigenen Pläne. Und ausgerechnet Rory wird Zeugin, als die Schnitter an der Mythos Academy in Colorado ihr Unwesen treiben.

Mutig stürzt sie sich in den Kampf. Vielleicht ist das ja ihre Chance, die Fehler ihrer Eltern auszubessern. Doch was haben die Schnitter genau vor? Und wer steckt wirklich hinter den Angriffen?

Meine Meinung:

Da ich die Mythos Academy Reihe rund um Gwen Frost geliebt habe, musste ich auch diese Spin Off-Reihe unbedingt haben. Ich freute mich sehr auf ein Abenteuer mit Rory und war gespannt, was die Schnitter dieses Mal für Pläne haben würden.

Rory hat es wirklich nicht leicht. Durch die Vergangenheit ihrer Eltern wird sie von allen Seiten gehasst. Sie tat mir sofort sehr leid, ich fand es aber auch schade, dass sie so gar keine Freunde hat. Wie kann es sein, dass eine ganze Schule ein Mädchen nur nach den Taten ihrer Eltern beurteilt und kein einziger Schüler sich für sie einsetzt? Das konnte ich ehrlich gesagt nicht so ganz nachvollziehen und es drückte anfangs meiner Meinung nach ganz schön auf die Stimmung des Buches. Mich machte es jedenfalls traurig und ich hatte nicht so wirklich große Lust weiterzulesen.

Auch als dann die Schnitter auftauchen war ich etwas enttäuscht. Es war fast genauso wie bei Gwen. Da gab es einfach zu viele Parallelen, es war nichts Neues. Teilweise kam es mir so vor, als würde ich das selbe Buch noch einmal lesen, nur mit anderer Protagonistin. Das hat mich ehrlich gesagt ziemlich gelangweilt. Ich hatte so auf etwas Neues gehofft, schließlich ist Rory doch ein anderer Mensch, als Gwen und man hätte viel mehr aus ihr herausholen können.

Anfangs wusste ich auch nicht so recht, was ich von Rory halten sollte. Das lag vielleicht auch daran, dass ich ein großer Fan von Gwen war und nicht sofort mit dem Wechsel der Protagonistin warm wurde. Trotzdem hat Rory ihre ganz eigene Art, ihren eigenen Charme und ihre Stärken. Ich mochte sie, aber vielleicht haben es mir die vielen Gemeinsamkeiten in der Geschichte schwer gemacht, mich mit Rory anzufreunden.

Als man allmählich mehr über die Schnitter und ihre Pläne erfuhr und Rory in die Spezialeinheit aufgenommen wird, bekommt das Buch endlich den typischen Mythos-Academy-Charme und ich hatte auch wieder Spaß am lesen. Die Geschichte nimmt an Fahrt auf und bekommt auch eine eigene Richtung, wobei natürlich weiterhin viele Parallelen zu Gwen Frosts Geschichte bleiben. Doch es gibt auch hier spannende Kämpfe, Opfer und Täter, Rätsel und Geheimnisse.

Am Ende bleiben wieder einige Fragen übrig und die Jagd auf die Schnitter ist gerade erst eröffnet. Ob ich jedoch weiterlesen werde, weiß ich noch nicht. Zwar würde es mich interessieren, was die Anhänger von Loki noch planen, aber irgendwie ist es doch nichts Neues.

Fazit:

Da ich die Reihe rund um Gwen Frost geliebt habe, wollte ich natürlich auch das Spin Off lesen. Leider drückt Rorys Situation auf die Stimmung und viele Ereignisse sind absolut identisch mit denen aus der ersten Mythos Academy Reihe. Obwohl ab der Mitte des Buches dann doch der übliche Charme der Geschichte auftaucht, konnte mich das nicht über die vielen Parallelen hinwegtrösten. Deshalb bin ich mir noch nicht sicher, ob ich die Reihe weiter verfolgen werde.

Von mir bekommt das Buch 3 Punkte von 5.

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33 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 23 Rezensionen

dublin, ink rebels, lovestory, new-adult, romance, tanz, tanzen

Tanz, meine Seele

Kira Minttu
Flexibler Einband: 350 Seiten
Erschienen bei ink rebels, 02.02.2018
ISBN 9783958693234
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt:

Seit Harper als kleines Mädchen das Musical „Cats“ gesehen hat, träumt sie davon Tänzerin zu werden. Für diesen Traum arbeitet sie hart, doch bis jetzt kamen immer nur Absagen von den renommierten Tanzschulen.

Nach dem erneuten Scheitern bei einem Casting, lässt sich Harper von Luke in seine Künstlerkartei aufnehmen. Dieser ist es auch, der ihr knallhart ins Gesicht sagt, dass sie zwar technisch gesehen gut tanzt, es ihr aber an Emotionen fehlt.

Doch wie soll Harper Emotionen auf die Bühne bringen, wenn sie sich doch ihr Leben lang davor abschottet und nur lockere Beziehungen eingeht?

Jetzt kann ihr nur noch einer helfen … .

Meine Meinung:

Obwohl ich selber kein Fünkchen Rhythmusgefühl besitze, liebe ich Bücher und Filme, in denen es ums Tanzen geht. Deshalb freute ich mich sehr, als Kira Minttu mich fragte, ob ich „Tanz, meine Seele“ lesen wolle.

Natürlich stürzte ich mich sofort in diese Geschichte und lernte Harper, aus deren Sicht das Buch geschrieben ist, kennen und habe mich sofort in sie verliebt. Ich finde es so toll, wenn Protagonisten fließend „sarkastisch“ sprechen und Harper hat das wirklich perfekt drauf. Bei ihr wirkt es weder aufgesetzt noch übertrieben, diese bissige Art ist einfach ein Teil ihrer Persönlichkeit und passt super zu ihr. Trotzdem merkt man, vor allem in ihrem Umgang mit ihrer besten Freundin Andra und ihrem Kollegen Sandro auch, dass sie neben der harten Schale auch einen weichen Kern hat. Ja, ich mochte sie auf Anhieb und freute mich deshalb sehr, dass ich in ihr Leben eintauchen durfte.

Dabei spielt vor allem auch ihr Traum vom Tanzen eine große Rolle und man erfährt, wie hart sie an diesem Traum arbeitet. Kira Minttu gelang es wirklich sehr gut, die Tanzschritte, die Atmosphäre und die Bewegungen so genau, aber gleichzeitig auch emotional zu schildern, dass ich die Choreographie richtig vor Augen hatte. Ich denke, das ist eine richtige Kunst, denn im Gegensatz zu einem Film hat man hier ja wirklich nur Wörter und keine Bilder zur Verfügung. Deshalb bin ich sehr beeindruckt, dass es der Autorin trotzdem gelungen ist, ihre Tanzszenen lebendig werden zu lassen.

Doch obwohl das Tanzen eine wichtige Rolle in Harpers Leben einnimmt und auch in der Geschichte sehr präsent ist, nimmt es doch nicht überhand und lässt noch genug Raum für andere Themen z.B. Liebe, Beziehungen, Freundschaft, Entwicklung und was es bedeutet, für seinen Traum zu kämpfen.

Vor allem das Thema Freundschaft hat mich sehr begeistert. Andra und Harper sind wirklich sehr verschieden und trotzdem halten sie zueinander. Sie sagen sich aber auch knallhart die Wahrheit ins Gesicht, beschönigen nichts und ihre Freundschaft ist alles andere als perfekt und musste auch schon den einen oder anderen Tiefschlag einstecken. Trotzdem merkt man, dass die beiden sich wirklich viel bedeuten und gemeinsam durch dick und dünn gehen.

Gerade bei New Adult Büchern bin ich in der Regel sehr kritisch, vor allem, was die Liebesgeschichte betrifft, doch hier konnte mich Kira Minttu auch völlig überzeugen. Harper findet ihren Loveinterest natürlich von Anfang an heiß und könnte sich auch mehr vorstellen, wobei das bei ihr in der Regel heißt, dass es eine reine Bettgeschichte wird. Doch daraus wird erst einmal nichts. Dafür treffen die beiden sich häufiger und man merkt, wie die Gefühle nach und nach wachsen. Und was soll ich sagen, der Typ ist einfach auch wirklich zum Verlieben. Es gab so manche Situation in der ich einfach nur verzückt geseufzt habe, weil es einfach so schön war.

Im Gegensatz zu anderen New Adult Büchern, bei denen einfach nur die Liebesgeschichte im Vordergrund steht, habe ich es bei „Tanz, meine Seele“ wirklich genossen, dass es neben den ganzen Gefühlen auch eine schöne Botschaft gibt, nämlich: Es lohnt sich, für seinen Traum zu kämpfen. Auch bei Harpers Traum gibt es einige Rückschläge, es gibt Zeiten, in denen sie nicht daran glaubt, ihr Ziel wirklich erreichen zu können, sie sucht einen Alternativplan und merkt doch, dass ihr Herz eigentlich nicht für Alternativen offen ist. Deshalb kämpft sie weiter und bekommt schließlich die Chance ihres Lebens und zwar genau dann, als sie nicht mehr damit gerechnet und eigentlich auch keinen Platz mehr dafür hat.

Fazit:

„Tanz, meine Seele“ ist eines der wenigen New Adult Bücher, die mich wirklich überzeugen konnten. Ich liebe es, wie Kira Minttu die Tanzszenen mit so viel Liebe und Leidenschaft beschrieben hat, dass wirklich Bilder in meinem Kopf entstanden sind. Doch obwohl das Tanzen einen wichtigen Teil von Harpers Leben einnimmt, übertreibt die Autorin es nicht damit, sondern lässt noch genug Raum für Emotionen und eine wichtige Botschaft: Es lohnt sich, für seinen Traum zu kämpfen.

Eine zauberhafte Geschichte über Liebe und Freundschaft, über das Leben und was man daraus macht. Unbedingt lesen!  

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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berührung, c. e. bernard, ce bernard, die wächterin, fantasy, haut, hautkontakt, kampf, königshaus, london, magdalena, magdalenen, palace of glass, penhaligon, rea

Palace of Glass - Die Wächterin

C. E. Bernard , Charlotte Lungstrass-Kapfer
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Penhaligon, 19.03.2018
ISBN 9783764531959
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt:

Unter den Menschen gibt es einige, die besondere Kräfte haben. Mithilfe von Berührungen können sie in die Gedanken anderer eintauchen und diese manipulieren.

Aus Angst werden deshalb diese Menschen, Magdalenen genannt gejagt und außerdem ein Gesetz erlassen, das Berührungen zwischen Menschen verbietet. Deshalb gehören Handschuhe zur Grundausstattung eines jeden Menschen.

Auch Rea trägt diese ganz brav, um sich nicht als Magdalena zu entlarven. Trotzdem sehnt sie sich nach Berührungen, die sie sich in illegalen Faustkämpfen holt.

Dabei wird jedoch der britische Geheimdienst auf sie aufmerksam und möchte sie in Zukunft als Bodyguard für den Kronprinzen. Doch wie soll sie sich frei am Königshof bewegen ohne enttarnt zu werden? Und was passiert wohl mit ihr, wenn der König erfährt, was sie wirklich und wozu sie fähig ist? Doch Rea ist nicht die Einzige, die in Gefahr ist … .


Meine Meinung:

Als ich das Buch überraschend vom Verlag zugesandt bekam habe ich mich sehr darüber gefreut, denn ich hatte es schon auf der Homepage entdeckt und als absolutes Must-Have eingestuft. Es klang einfach zu mitreißend und die Idee gefiel mir von Anfang an richtig gut.

Als ich mit dem Buch anfing war ich auch wirklich neugierig auf die Welt und wollte sehr gerne mehr über die Magdalenen erfahren. Die Autorin C.E. Bernard lässt auch gleich einige Informationen zu Beginn einfließen, stellt ihre Welt, ihre Protagonisten und deren besondere Gaben etwas genauer vor. Ich fand es toll, dass man sofort einen kleinen „Einführungskurs“ bekam, um sich so ein genaueres Bild zu machen. Allerdings muss ich gestehen, dass ich anfangs etwas Schwierigkeiten hatte, ins Buch zu finden. Die Geschichte spielt einerseits in der Zukunft, mutet aber andererseits sehr altmodisch an, was vor allem beim Kleidungsstil deutlich wird. So hatte ich etwas Probleme damit, die Welt für mich einzuordnen und mich darin zurechtzufinden.

Das wurde zum Glück besser, als Rea im Palast einzieht. Von da ab tritt die Welt fast schon ein bisschen in den Hintergrund und andere Dinge werden wichtiger. Außerdem stieg ab da die Spannung stetig an, so dass ich gar nicht groß dazu kam, mir Gedanken zu machen, weil ich so gefangen war von den ganzen Ereignissen.

Rea gefiel mir von Anfang an sehr gut. Sie ist eine starke Persönlichkeit, sucht sich ihren Weg und kämpft tapfer für ihre Lieben. Dabei geht sie manchmal jedoch auch ein Risiko ein, was sie jedoch in meinen Augen menschlich macht, da sie so nicht zu perfekt rüberkommt.

Doch das Buch ist auch noch voller interessanter Nebencharaktere. Die Autorin führt diese auch sehr geschickt ein und spielt geradezu mit ihnen, denn man kann sich nie sicher sein, was wirklich in ihnen steckt, welche Hintergedanken sie haben. Überall wittert man Gefahr für Rea und hat Angst, dass jemand ihr Geheimnis erfährt und sie verrät. Wer ist Freund, wer ist Feind, man kann die Charaktere bis zum Ende einfach nicht einordnen und genau das macht in meinen Augen den Reiz dieses Buches aus, denn das steigert die Spannung ins Unermessliche und meine Nerven waren wirklich zum Zerreißen gespannt.

Die Entwicklung der Geschichte konnte ich jedoch nicht wirklich voraussehen. Die Autorin baut nämlich einen genialen Twist in ihren Plot ein und hat mich damit wirklich total überrascht und begeistert. Ich war geradezu sprachlos, denn DAS hatte ich nicht erwartet und daran hätte ich bei allem gar nicht gedacht. C.E. Bernard hat das richtig genial gemacht.

Das Ende lässt dem Leser dann zum Glück erst einmal ein wenig Luft, um zu verschnaufen, was nach dieser spannenden, rasanten und überraschenden Story wirklich nötig ist. Doch ich bin jetzt schon aufgeregt und gespannt, was die Autorin sich nach diesem großartigen Coup noch einfallen lässt. Eigentlich ist das in meinen Augen gar nicht mehr zu toppen ;)

Fazit:

Zu Beginn hatte ich kleine Einstiegsschwierigkeiten, da ich die Welt, in der das Buch spielt nicht so recht einordnen konnte und mich deshalb nicht sofort darin zurechtfand. Doch die interessanten Charaktere, die man bis zum Ende nicht wirklich einordnen kann, die stetig steigende Spannung und der geniale Twist im Plot rissen mich dann jedoch richtig mit und begeisterten mich schließlich noch komplett für dieses Buch.

Von mir bekommt das Buch 4 Punkte von 5.

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Die fünf Gaben

Rebecca Ross , Susann Friedrich , Anne Brauner
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 28.02.2018
ISBN 9783551583635
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

Wie jedes Mädchen im Haus Magnalia fiebert Brienna der Sommersonnenwende entgegen. Denn dann wird sie zur Berufenen erklärt und kann ein neues Leben bei einem Gönner beginnen. Sie lässt sich auf das Angebot eines Lords aus dem Norden ein, auch wenn sie dafür schweren Herzens von ihrem Lehrer, Master Cartier, Abschied nehmen muss. Kaum ist sie jedoch im Reich Maevana angekommen, steht mehr als ihr Glück auf dem Spiel: Mit ihrer besonderen Gabe soll sie den König stürzen und somit ihre Vorfahren verraten. Als sie Cartier schließlich wiederbegegnet, muss sie sich entscheiden, ob sie ihrer Familie oder ihrem Herzen die Treue hält.

(Quelle: https://www.carlsen.de/hardcover/die-fuenf-gaben-valenias-toechter-1/76401)

Brienna wurde als Kind von ihrem Großvater ins Haus Magnalia gebracht, um dort einer der fünf Gaben nachzugehen und eine Berufene zu werden. Da ihr weder Musik, als auch Kunst, Schauspiel oder Esprit liegen, entscheidet sie sich letzten Endes für das Wissen und wird Master Cartier zugeteilt, der ihr dieses vermitteln soll.

Am Tag der Sommersonnenwende sollen die Arden schließlich einen Gönner für sich gewinnen, bei dem sie dann ihrer Berufung nachgehen können. Doch Briennas Gönner ist ganz anders als gedacht und führt sie schließlich nach Maevana, dem Land aus dem ihr leiblicher, aber unbekannter Vater stammt. Das Reich, in dem ein grausamer König unrechtmäßig auf dem Thron sitzt.

Ausgerechnet Brienna besitzt die Fähigkeit, diesen zu stürzen. Dafür muss sie in die Vergangenheit reisen und ihrer Familiengeschichte auf den Grund gehen. Was sie dabei  erfährt stellt jedoch ihre gesamte Mission in Frage … .

Meine Meinung:

Der Klappentext hat mich sofort angesprochen und die Aufmachung des Buches ist wirklich wunderschön, deshalb stürzte ich mich sofort in diese Geschichte.

Im Prolog erlebt man Brienna als Kind. Ihr Großvater versucht gerade, sie in Magnalia unterzubringen. Ihre Mutter ist gestorben, als sie noch sehr klein war und ihren Vater kennt sie nicht. Sie weiß jedoch, dass sie halb Valenianerin und halb Maevanerin ist. Der Name ihres Vaters wird ihr stets verschwiegen, was damit zu tun hat, dass ihr Großvater keine sehr hohe Meinung von ihm hat.

Danach macht man einen großen Zeitsprung und findet sich gemeinsam mit Brienna am Ende ihrer siebenjährigen Ausbildung wieder. Nach einigen Fehlversuchen hat die junge Frau sich schließlich für den Wissenszweig entschieden und arbeitet seitdem an ihren Studien. Ich fand es sehr interessant, mehr von den fünf Gaben zu erfahren. Die Idee ist sehr originell und die Strukturen innerhalb von Magnalia fand ich ebenfalls richtig interessant.

Obwohl mich die Idee begeistern konnte, fand ich doch, dass fast etwas zu viel Zeit darauf verwendet wurde. Sehr detailreich wird über die Studien, die Sommersonnenwende und den Vorgang der Gönnerschaft erzählt. Dadurch dauerte es in meinen Augen sehr lange, bis die Geschichte endlich an Fahrt aufnahm.

Erst ab der Hälfte des Buches beginnen die Ereignisse ins Rollen zu kommen und die Geschichte nimmt noch einmal eine ganz andere Wendung. Die fünf Gaben geraten fast völlig in den Hintergrund, dafür kam endlich richtig Spannung auf und ich konnte mich nicht mehr von dem Buch abwenden. Es gibt ein paar tolle Entwicklungen und die Story schreitet rasant voran. Von da ab hatte ich das Gefühl, jedes Detail wäre wichtig und die anfänglichen Längen waren wie verflogen.

Brienna macht in dieser Zeit eine richtig tolle Entwicklung durch. Anfangs kam sie mir irgendwie verloren vor, so, als wüsste sie nicht wirklich, wo sie hingehört. Doch im Laufe der Geschichte wächst sie richtig an ihren Aufgaben und findet durch ihre Reise schließlich zu sich selbst. Ich fand es wirklich sehr gelungen, wie die Autorin diese Entwicklung in ihre Geschichte einbaut.

Auch die Liebesgeschichte hat mich richtig begeistert. Sie kommt langsam, schleichend und wächst stetig an, ohne dass es sofort den großen Knall gibt. Endlich einmal keine „Liebe auf den ersten Blick“ oder ein ständiges Hin und Her. Diese Lovestory zieht sich durch das gesamte Buch, nimmt einmal mehr, einmal wenig Raum ein, entwickelt sich dabei aber stetig weiter, so dass ich wirklich mitfiebern und mitfühlen konnte. Einfach schön.

Zum Ende hin befürchtete ich schon, dass die Geschichte mit einem fiesen Cliffhanger aufhören würde. Doch zum Glück schließt das Ende das Buch erst einmal ab, ohne jedoch den Platz für eine Fortsetzung zu nehmen. Für mich hätte „Die fünf Gaben“ auch gut ein „Stand alone“ bleiben können, doch da der Untertitel „Valenias Töchter 1“ lautet, werden wir wohl noch mehr von Brienna und den fünf Gaben hören.

Fazit:

Die Idee der fünf Gaben gefiel mir sehr gut, wurde in meinen Augen jedoch zu detailreich ausgeschöpft, so dass es fast bis zur Hälfte dauert, bis das Buch richtig an Fahrt aufnimmt und endlich Bewegung und Spannung in die Geschichte kommt. Ab diesem Zeitpunkt konnte ich das Buch jedoch nicht mehr aus der Hand legen. Sowohl die Story selbst mit spannenden Wendungen, als auch Briennas sehr schöne Entwicklung und eine zauberhafte Liebesgeschichte konnten mich am Ende doch noch für dieses Buch begeistern.

Von mir bekommt das Buch 4 Punkte von 5.

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37 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

apokalypse, dystopie, endzeit, liebe, zombies

Wasteland 1: Tag des Neubeginns

Emily Bähr
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 05.04.2018
ISBN 9783646604245
Genre: Sonstiges

Rezension:

Inhalt:

Umgeben von Schrott und nuklearem Ödland kämpft die 17-jährige Lys gemeinsam mit ihrem Vater ums tägliche Überleben. Wesen, die nicht mehr menschlich sind, durchstreifen das Land und nur die Mauer der Siedlung schützt die beiden vor ihrem sicheren Tod. Als ihr Vater spurlos verschwindet, ist Lys plötzlich auf sich allein gestellt und die Situation scheint für sie ausweglos. Bis sie einem Kopfgeldjäger begegnet, der sich selbst nur »Z« nennt und ihr anbietet sie in die nächste Stadt zu führen. Damit muss sich Lys allerdings nicht nur dem grausamen Alltag außerhalb ihrer Siedlung stellen, sondern auch den Gefühlen, die der verschwiegene Z in ihr hervorruft…

Lys ist, genau wie ihr Vater Mechaniker. Doch als solche brauchen sie auch Teile, die sie verarbeiten können. Da ihr Vater jedoch nicht mehr so fit ist, muss Lys nach draußen und dort nach Schrott sammeln. Das fällt ihr besonders schwer, seit ihre Mutter bei einer solchen Tour durch Zombies ums Leben gekommen ist. Doch es geht ums Überleben, deshalb wagt Lys den Schritt ins Ödland.

Als sie zurückkommt, ist ihr Vater spurlos verschwunden und Lys muss sich erneut ins gefährliche Ödland begeben, um Antworten zu bekommen. Dabei läuft ihr der schweigsame Kopfgeldjäger „Z“ über den Weg und bietet ihr seine Hilfe an. Lys weiß, dass sie eigentlich niemandem trauen sollte, doch sie hat keine Wahl, wenn sie ihren Vater finden möchte. Gemeinsam machen sie sich auf in die nächste Stadt, doch was sie dort finden, stellt alles, was sie bisher über ihre Welt zu wissen glaubten, in Frage … .

Meine Meinung:

Als Emily Bähr mir anbot, ihre Dystopie zu lesen, war ich sofort Feuer und Flamme, da ich (seltsamerweise) ein echter Fan von Zombie-Geschichten bin. (Wer hätte das gedacht :-p)

Schon als ich anfing zu lesen, gefiel mir die Atmosphäre total gut. Man wird direkt in die Welt hineingeworfen. Die Zombies sind allgegenwärtig und die Überlebenden haben sich in Städten zusammengeschlossen und verschanzen sich hinter Mauern. Auch Lys hat Angst vor dem Ödland, vor allem, seit ihre Mutter beim Schrott sammeln von Zombies getötet wurde. Deshalb hat sie sich darauf konzentriert, Mechanikerin zu werden. So kann sie für ihren Lebensunterhalt sorgen ohne nach draußen gehen zu müssen. Ich fand es klasse, dass die Zombies quasi schon zum Alltag gehörten und die Menschen versuchen das Beste aus der Situation zu machen. Die Gefahr war allgegenwärtig und ließ mir einen kleinen Schauer über den Rücken laufen. Es kribbelte richtig in meinem Nacken, weil ich von Anfang an wusste, dass da noch einiges kommen würde und war gespannt, was während des Lesens alles auf mich zukommen würde.

Lys gefiel mir dabei auch sofort sehr gut. Sie liebt ihren Vater von ganzem Herzen und würde wirklich alles für ihn tun … auch zum Schrott sammeln nach draußen gehen. Ihren Job als Mechanikerin macht sie wirklich gut und lässt sich dabei auch von den harten Jungs nicht über den Tisch ziehen. Sie wirkt taff, aber nur innerhalb ihrer kleinen Welt, denn vor dem Ödland hat sie wahnsinnige Angst. Das machte sie trotz aller Cleverness für mich greifbarer.

Doch viel Zeit bleibt dem Leser nicht, um die Protagonistin kennenzulernen, da überschlagen sich die Ereignisse und Lys Dad verschwindet spurlos und sie lernt Z kennen. Der Kopfgeldjäger war mir anfangs ja überhaupt nicht sympathisch. Er ist nicht nur wortkarg, sondern ein echter Miesepeter, der ständig nur schlechte Stimmung verbreitet. Ganz ehrlich, ich hätte nie gedacht, dass ausgerechnet er der Loveinterest sein würde (obwohl das ja schon der Klappentext verrät). Emily Bährs Charaktere sind wirklich einzigartig. Ich möchte fast behaupten, dass mir außer Lys keiner davon von Anfang an sympathisch war :D Da hätten wir neben dem Miesepeter Z, noch den Suffkopf J.S., die Barbie, die auf Sprengstoff steht und den Klugscheißer. Was für eine Truppe! Da gibt es einfach keinen perfekten Publikumsliebling und genau deswegen liebe ich diese Charaktere so sehr. Sie sind einzigartig, skurril und haben Wiedererkennungswert. Sie bleiben vielleicht nicht sofort im Herzen, aber auf jeden Fall im Kopf und schleichen sich dann ganz langsam von den Gedanken des Lesers doch noch in sein Herz. Wirklich ungewöhnlich!

Ich konnte gar nicht genug von den Protagonisten bekommen und war richtig gefesselt und entwickelte einen regelrechten Lesezwang. Für jede noch so kleine freie Minute zog ich meinen Reader heraus, um weiterzulesen und zu erfahren, was wohl hinter dem Verschwinden von Lys‘ Vater steckt. Denn nicht nur die Charaktere sind durchweg spannend, sondern auch die Story selbst. Natürlich decken Lys und ihre Truppe viel mehr auf, als sie sich auf die Suche nach Antworten machen und einiges davon ist nicht so, wie es zu Anfang aussieht. Ich mag es ja sehr, wenn sich Geschichten plötzlich in eine andere Richtung entwickeln, es unvorhersehbare Überraschungen und Wendungen gibt. Doch die Autorin geht noch einen Schritt weiter: Mit mancher Handlung hat sie mich regelrecht schockiert, ich hielt die Luft an und klebte ungläubig an den Seiten. Ja, dieses Buch ist wirklich ganz anders, als ich gedacht habe und passt in keine Schublade.

Und dann das Ende … je weiter ich las, desto mehr habe ich geahnt, dass mich das Ende fertig machen würde. Was bitte ist das für ein gemeiner und absolut fieser Cliffhanger?! Aaaah, ich will einfach nicht warten müssen, um zu erfahren, wie es mit Lys und den anderen weitergeht. Ich muss SOFORT wissen, was als nächstes passiert! Ich will einfach nur weiterlesen und mich mit den Protagonisten auf Zombiejagd ins Ödland begeben.

Fazit:

Mit „Wasteland –Tag des Neubeginns“ ist Autorin Emily Bähr ein besonderer Coup gelungen. Diese Dystopie passt definitiv in keine Schublade, was schon allein den außergewöhnlichen Protagonisten geschuldet ist. Hier sind nicht die perfekten Helden am Werk, niemand ist hier everybodys Darling, sondern jeder hat sich super den Umständen der Umgebung angepasst. Doch auch die Story selbst ist durchweg spannend und mitreißend. Sie besticht mit unerwarteten Wendungen und schockierenden Überraschungen. Ich war so gefesselt, dass ich wirklich jede freie Minute zum Lesen nutzte. Dieses Buch ist ungewöhnlich, außergewöhnlich, einzigartig, großartig. Ich will unbedingt mehr.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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Everless - Zeit der Liebe

Sara Holland , Sandra Knuffinke , Jessika Komina , Kerstin Schürmann
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 19.02.2018
ISBN 9783789108648
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

Stell dir vor, du lebst in einer Welt, in der Zeit das kostbarste Gut ist. In der die Reichen von der Zeit der Armen leben und dein eigener Vater seine Lebenszeit opfert, um dich zu retten.
Stell dir vor, du musst der Familie dienen, die dein Leben zerstört hat.
Stell dir vor, dass dein eigenes Herz dich belügt – und im Geheimen den Mann liebt, den du am allermeisten fürchtest.
Stell dir vor, du bist der Schlüssel, denn die Zeit gehorcht dir.
Und dein Schicksal entscheidet sich genau jetzt!

Jules musste als Kind mit ihrem Vater aus Schloss Everless fliehen. Seitdem versteckt sie sich vor Liam, dem Sohn der Gerlings, der Familie, die den armen Bürgern ihrer Stadt den letzten Bluttaler aus dem Leib presst, um selbst im Luxus zu leben.

Als ihrem Vater jedoch nur noch wenig Zeit bleibt und die Pacht bezahlt werden muss, beschließt die junge Frau, nach Everless zurückzukehren, um dort zu arbeiten und neue Lebenszeit für ihren Vater zu verdienen.

Doch Jules ahnt nicht, in welche Gefahr sie sich begeben hat. Selbst als ihr Vater sie erneut warnt, möchte sie das Schloss nicht verlassen, denn nur dort findet sie Antworten. Antworten darauf, was ihre Vergangenheit mit ihrer Zukunft zu tun hat … ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.

Meine Meinung:

Der Klappentext hat mich sehr neugierig auf dieses Buch gemacht und man steigt auch sofort in die Geschichte ein und erlebt mit, wie Jules gemeinsam mit ihrem Vater quasi am Existenzminimum lebt. Dadurch erfährt man auch ein bisschen mehr über den Weltenentwurf und die Idee mit den Bluttalern. Ich fand das wahnsinnig faszinierend und obwohl ich das so ähnlich schon aus Filmen kannte, war ich doch richtig begeistert davon. Zeit ist immerhin ein kostbares Gut und wir gehen oftmals viel zu  verschwenderisch damit um. Da war es schön zu erleben, wie die Menschen auf Everless und den Städten und Dörfern rundherum mit ihrer Zeit umgehen.

Jules ist gerade erst siebzehn geworden und durfte bis dahin noch kein Blut und damit keine Lebenszeit opfern. Doch jetzt, wo ihr Vater immer schwächer wird, ist es für die junge Frau gar keine Frage, dass sie für ihn „einspringt“ und obwohl sie doch auch ein bisschen Angst hat, stellt sie sich dieser Herausforderung. Sie kämpft für ihre Familie und Freunde und das machte sie mir unglaublich sympathisch. Außerdem ist sie keine, die vor Problemen und Schwierigkeiten davon läuft. Das zeigt, dass sie eine starke Persönlichkeit ist und als solche habe ich sie auch die ganze Geschichte über wahrgenommen.

Dabei ist es sehr hilfreich, dass das Buch aus Jules‘ Sicht in der Ich-Form geschrieben ist. So tauchte ich noch tiefer in ihre Gedanken und Gefühle ein, war ihr aber auch nie einen Schritt voraus, so dass ich mich gemeinsam mit ihr auf die Suche nach Antworten machen musste.
Besonders toll fand ich es, dass die Liebesgeschichte nur am Rande abläuft. Wie schön, dass diese (trotz Klappentext) einmal nicht im Vordergrund steht. Dafür ist die Geschichte um Jules‘ Vergangenheit viel zu präsent. Es gibt viele Fragen zu klären und der Plot hielt den ein oder anderen Twist für mich bereit, so dass ich manchmal völlig überrascht von den Wendungen war, die die Geschichte plötzlich nahm. Ich liebe es, wenn Bücher so überhaupt nicht vorhersehbar sind und auch, wenn es immer wieder Hinweise gibt und mir auch klar war, dass mehr hinter all den Geschehnissen stecken würde, konnte ich doch das große Ganze nicht wirklich greifen, bis es am Ende dann aufgelöst wurde.
Das führte dazu, dass ich wirklich an den Seiten klebte und das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Ich habe es fast in einem Rutsch durchgelesen, so eine Sogwirkung erzeugten die Geschehnisse bei mir.

Am Ende überschlagen sich die Ereignisse und auch, wenn das ein oder andere Geheimnis gelüftet wird, ist die Geschichte um Jules und Everless noch lange nicht zu Ende erzählt. Trotzdem kann man zum Schluss einmal durchatmen, ohne dass jedoch die Spannung auf die Fortsetzung verfliegt. Ich bin jedenfalls sehr gespannt, was Sara Holland noch alles für uns bereithält.

Fazit:

„Everless – Zeit der Liebe“ war für mich ein wirkliches Highlight. Der Weltenentwurf hat mich ab der ersten Seite fasziniert und ich konnte super mit der starken Protagonistin Jules mitfiebern. Doch am meisten begeistern konnten mich die überraschenden Wendungen, die ich teilweise überhaupt nicht sehen konnte. Anfangs ist es wirklich völlig unvorhersehbar, wie sich die Geschichte entwickeln würde und ich bin schon jetzt wahnsinnig gespannt, was die Autorin Sara Holland im Folgeband noch für uns Leser bereithält. Dieses Buch ist auf jeden Fall ein wahrer Pageturner! Kaum angefangen hat man es schon durch, so eine Sogwirkung erzeugt die Geschichte.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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Die Legende von Enyador

Mira Valentin
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 19.09.2017
ISBN 9783743117600
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt:

„Seit Jahrhunderten kämpfen in Enyador Elben, Drachen und Dämonen um die Macht. Die Menschen wurden von den Elben unterworfen, ihre Erstgeborenen als Sklaven in den Krieg gegen die Drachen geschickt. Doch Tristan, ein Waisenjunge, widersetzt sich seinen Unterdrückern, anstatt an deren Grausamkeit zu verzweifeln. Dadurch löst er eine Reihe von Ereignissen aus – und eine uralte Prophezeiung erwacht zu neuem Leben.“

Jedes Jahr findet in den Menschendörfern eine Auslese statt. Die Elben suchen nach den stärksten jungen Männern für ihre Armee. Dort müssen sie als Sklaven gegen die Dämonen kämpfen. Diese haben sich die Drachen zum Untertan gemacht und möchten, genau wie die Elben, Herrscher über Enyador werden.

Doch eines Tages nehmen die Elben den Waisenjungen Tristan mit. Dieser hat nicht vor, sich von den Elben versklaven zu lassen und begehrt gegen diese auf. Das setzt eine ungeahnte Kettenreaktion in Gang, die alle Völker in ganz Enyador betrifft und die Würfel des Schicksals noch einmal neu mischt … .

Meine Meinung:

Eigentlich hatte ich ja nur vor, kurz in das Buch hineinzulesen, einfach nur aus Lust und Laune. Doch schon der Prolog, der die Vorgeschichte von Enyador in Form einer Legende erzählt, hat mich sofort fasziniert. Ich wollte unbedingt wissen, was es mit den Völkern Enyadors auf sich hat. Deshalb las ich noch etwas weiter und lernte Tristan und seine Ziehfamilie kennen, darunter auch seinen Bruder, den Magier Kay und seine Schwester Agnes. Das Schicksal dieser jungen Menschen hat mich sofort mitgerissen und so konnte ich einfach nicht aufhören zu lesen. Die Protagonisten sind wirklich alle sehr unterschiedlich und haben doch etwas Besonderes an sich, sei es spezielle Fähigkeiten oder einfach liebenswerte Charaktereigenschaften. Nicht jeder davon war mir sofort sympathisch, aber jeder hatte genug Potenzial, um sich zu entwickeln und dieses wird durchaus genutzt, was ich immer besonders toll finde. Dabei gefiel es mir besonders gut, dass die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven erzählt wird, aber immer in der 3. Person. Trotz allem kamen die Gefühle immer bei mir an und ich konnte mich in die verschiedenen Personen hineindenken und mit ihnen fühlen. Diese Protagonisten bleiben definitiv im Kopf und das, obwohl es einige sind.

So lernt man auch die verschiedenen Spezien in Enyador kennen. Mira Valentin erfindet hier keine neuen Fantasygestalten, schreibt diesen aber durchaus neue Eigenschaften zu und verbindet alle zu einer gemeinsamen Geschichte. Ich fand es grandios, wie die Autorin alle Fäden miteinander verband und die Schicksale aller Wesen verknüpfte. Ich liebe es, wenn alles zusammengehört und –passt und bei dieser Geschichte ist wirklich alles schön rund und ein roter Faden zieht sich durch die gesamte Story. Hier ist wirklich alles genau durchdacht, vom Anfang, bis zum (vorläufigen) Ende.

Dabei ist die Geschichte durchweg spannend. Man weiß nie genau, was den Charakteren als nächstes passiert oder welcher Darsteller als nächstes in die Story verwickelt wird. Vom Anfang bis zum Ende klebte ich an den Seiten, weil ich einfach so gefangen war von den ganzen Ereignissen, weil ich wissen wollte, was als nächstes kam oder wie sich die Protagonisten weiterentwickeln würden. In Enyador gibt es wirklich so viel zu entdecken, dass es keine Seite langweilig wird und man einfach so dahinliest, ohne mitzubekommen, wie schnell die Seiten verfliegen. Es war fast so, als wäre ich wirklich nach Enyador gereist, denn ich habe kaum noch etwas um mich herum wahrgenommen, so tief steckte ich in der Geschichte und wollte auch nicht mehr daraus auftauchen.

Dazu trägt auch der Schreibstil seinen Teil bei, denn er ist schön flüssig und locker, aber trotzdem fantasievoll und einige Orte werden wirklich detailreich erzählt, so dass ich wirklich alles vor mir sah. Dieses Buch ist definitiv eine super Vorlage für einen Film, der sicher (unter anderem) sehr bildgewaltig werden würde. Doch auch eine gute Prise Humor steckt in dieser Fantasystory, denn wo sonst gibt es eine weiße Ziege, die einen Magier rettet und ihm meckernd den richtigen Weg zeigt?!

Leider kam das Ende viel zu schnell, denn ich möchte einfach nur weiterlesen und mich mit den Protagonisten auf die Suche nach ihrem Schicksal machen. Es bleibt nämlich weiterhin spannend und ich freu mich unglaublich auf den 2. Band.

Fazit:

Mit „Die Legende von Enyador“ hat Mira Valentin wirklich ein grandioses Fantasywerk geschaffen. Die Welt ist richtig gut durchdacht und hat mich gleich mit dem Prolog richtig fasziniert. Mit ihrem Schreibstil lässt die Autorin ihr bildgewaltiges Enyador direkt vor mir erscheinen, so dass ich vollständig darin versunken bin und kaum noch etwas um mich herum wahrgenommen habe. Auch die Protagonisten und die verschiedenen Spezies haben mich total fasziniert. Jede hat etwas Besonderes, Einzigartiges und Ungewöhnliches und bleibt im Kopf. Ich liebe die Charaktere, den Schreibstil, das Worldbuilding … einfach alles! Ein absolutes Muss in jedem Fantasy-Bücherregal!

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5

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2018, ein herz aus eis und schnee, märchen, rezension, rezensionsexemplar

Ein Herz aus Eis und Schnee

Karolyn Ciseau
E-Buch Text: 201 Seiten
Erschienen bei Selbstverlag, 27.02.2018
ISBN B07B1MJMD2
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt:

Auf Prinz Eirik lastet ein Fluch. An seinem siebzehnten Geburtstag wird er zu ewigem Eis erstarren und mit ihm das gesamte Königreich Nascimur. Nur ein Kuss der wahren Liebe kann das Land aus den unbarmherzigen, kalten Klauen von Eis und Schnee befreien. Dreißig Mädchen werden auserwählt, um das Herz des Thronfolgers zu erobern. Auch Farina aus der Wüstenprovinz Terra Sitienti reist in den Norden und taucht ein in die prunkvolle, faszinierende Welt des Palastes. Doch sie will sich auf keinen Fall verlieben. Denn was für den Palast ein Fluch ist, ist für Terra Sitienti ein Segen: Die Menschen müssen dank der Eiszeit endlich nicht mehr Hunger und Durst leiden. Als Farina dennoch Gefühle für den Prinzen entwickelt, setzt sie nicht nur ihr eigenes Leben aufs Spiel …

(Quelle: http://karolynciseau.de/ein-herz-aus-eis-und-schnee/)

Der Prinz von Nasicmur soll aufgrund eines Fluches an seinem siebzehnten Geburtstag gemeinsam mit seinem Königreich zu ewigem Eis erstarren. Einzig ein Kuss aus wahrer Liebe kann ihn retten.

Deshalb werden dreißig Mädchen aus allen Provinzen des Königreiches in den Palast eingeladen, um das Herz von Eirik zu gewinnen. Auch Farina ist unter den Auserwählten, doch gar nicht so glücklich darüber, denn für ihre Provinz sind der Schnee und das Eis ein Segen. Sie denkt also gar nicht daran, das Herz des Prinzen zu gewinnen.

Doch je länger sie im Palast verweilt und je näher sie den Prinzen kennenlernt, desto mehr schmilzt das Eis zwischen ihnen und bald schon muss Farina eine harte Entscheidung treffen … .

Meine Meinung:

Hach, bei Märchen kann ich ja nie widerstehen und in dieses Buch habe ich mich auf den ersten Blick verliebt, als ich Cover und Klappentext das erste Mal gesehen habe. Natürlich musste es sofort bei mir einziehen und ich stürzte mich ins Abenteuer.

Im Prolog erfährt man die Legende vom Fluch, der auf dem Königreich Nascimur lastet und wie es dazu kam. Ich fand es sehr schön, dass es so geschrieben ist, als würde eine Mutter ihrer Tochter ein Märchen erzählen. Das verbreitete sofort diese besondere Atmosphäre, die Märchen innewohnt.

Im Anschluss lernt man Farina und ihre Familie kennen. Das Mädchen war mir sofort sympathisch. Sie liebt ihre Familie und ihre Heimat und hängt keinen Kleinmädchenfantasien von einem Prinzen auf einem weißen Pferd hinterher. Im Gegenteil: Sie sieht die Vorteile, die das Eis ihrer Provinz und damit all deren Bewohnern bringt und denkt deshalb auch gar nicht daran, diese Eiszeit zu beenden, auch, wenn sie es könnte.

Relativ schnell wird Farina dann auch ausgewählt und zieht in den Palast ein. Ich hätte mir gewünscht, dass man vorher doch noch mehr über Terra Sitienti und die anderen Provinzen erfährt. Hier hätte ich einfach gerne noch ein paar mehr Infos gehabt, um noch etwas tiefer in die Geschichte einzutauchen.

Als ich mich schließlich mit den Mädchen im Palast wiederfand, wurde ich sehr an die Bücher „Selection“ und „Royal“ erinnert, fand das aber nicht weiter schlimm, da ich beide Reihen sehr gerne gelesen habe. Irgendwie steckt wohl doch ein kleines Mädchen in mir, das Märchen über Prinzessinnen, über Mädchen in schönen Kleidern, Bälle und Prinzen liebt *haha* Jedenfalls freute ich mich sehr über das Kennenlernen mit Prinz Eirik und die verschiedenen Dates und Aufgaben, die die Mädchen erwarteten.

Dabei habe ich Prinz Eirik sofort ins Herz geschlossen. Ich fand es sehr ungerecht, dass er für die Fehler seines Vaters büßen muss. Er hat wirklich Besseres verdient. Doch so richtig lässt er sich nicht auf die Mädchen ein, da im Hintergrund immer auch ein bisschen die Angst vor Enttäuschung mitschwingt. Das fand ich richtig authentisch und gefiel mir sehr gut.

Eigentlich hatte ich mit viel mehr Zickenterror gerechnet, aber das Buch wechselt auf einmal seinen Schwerpunkt und andere Punkte rücken in den Mittelpunkt. Dadurch hebt sich das Buch dann doch von „Selection“ und „Royal“ ab und entwickelt sich ganz anders, als ich gedacht hatte. Das hat mich total begeistert und ich konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen, da ich einfach wissen wollte, was die Autorin Karolyn Ciseau noch für mich bereithalten würde.

Manche Situationen gingen mir dann zwar etwas zu schnell, aber ich fand, dass die Geschichte insgesamt doch sehr rund war und auch das Ende hat richtig  gut gepasst.

Fazit:

„Ein Herz aus Eis und Schnee“ ist ein wundervolles kleines Märchen, das den Leser in eine faszinierende Welt aus Eis und Schnee entführt. Teilweise erinnerte es an die „Selection“ und die „Royal“-Reihe, schlägt dann aber doch eine andere Richtung ein und überzeugt durch Individualität. Obwohl ich mir ab und zu doch noch etwas mehr Informationen und Tiefgang gewünscht hätte, habe ich jede Seite genossen und konnte dieses bezaubernde Buch nicht mehr aus der Hand legen.

Wer Märchen liebt, sollte unbedingt zu diesem schönen Buch von Karolyn Ciseau greifen.

Von mir bekommt das Buch 4,5 Punkte von 5.

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22 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

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Nebelsphäre - Der Zauber des Phönix

Johanna Benden
E-Buch Text
Erschienen bei null, 09.02.2016
ISBN B01BMVK7Q2
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt:

Margareta ist die einzige Erbin des Handelskontors Fredenhagen in Lübeck. Nach ihrem Studium scheint sie ihren Platz im Familiengeschäft gefunden zu haben. Endlich bekommt sie die Anerkennung, um die sie lange Zeit gekämpft hat. Doch rätselhafte Ereignisse und ungewöhnliche Stimmungsschwankungen lassen die junge Frau plötzlich an ihrem eigenen Verstand zweifeln. Emotionen und Erinnerungen aus der Vergangenheit überkommen sie. Sie fühlt sich zudem von angsteinflößenden Schuppenwesen bedroht und wird immer wieder bewusstlos. Doch was ist Realität, was Illusion? Als sie in einem psychiatrischen Krankenhaus aufwacht, lernt sie Jan kennen. Was will er von ihr? Was hat es mit seinen abstrusen Geschichten über Drachen und Magie auf sich?

(Quelle: http://www.johanna-benden.de/die-nebelsphaere/luebeck-reihe/)

Margareta ist nach dem Tod ihrer Eltern bei ihrer Großmutter aufgewachsen. Diese führt ein Handelskontor, das die junge Frau übernehmen soll. Um schon einmal Einblicke in die Arbeit zu bekommen, arbeitet Maggie fleißig im Familiengeschäft mit.

Doch plötzlich scheint Maggie sich zu verändern. Immer häufiger wechselt ihre Stimmung sprunghaft und sie bildet sich ein von seltsamen Schuppenwesen umgegeben zu sein. Als schließlich eine Reihe unglaublicher Dinge passieren, denkt Margareta, dass sie den Verstand verliert und wird schließlich nach einem erneuten Anfall in die Psychiatrie eingeliefert.

Dort lernt sie Jan kennen. Jan, der ihr erzählen will, dass Drachen und Magie tatsächlich existieren und Margareta keineswegs verrückt ist. Doch kann sie das wirklich glauben?

Meine Meinung:

Zu Beginn des Buches lernt man Margareta kennen. Sie ist eine 22jährige junge Frau, die sich mit Computern auskennt, also ein kleiner Nerd ist. Nach dem Tod ihrer Eltern ist sie bei ihrer Großmutter Henriette und deren Haushälterin Ursula aufgewachsen. Henriette leitet das Kontor und ich fand sie anfangs sehr harsch und unnahbar. Das schien sich auf Margareta übertragen zu haben. Auch sie wirkt zu Beginn sehr beherrscht und tut nichts, ohne genau darüber nachzudenken. Nur an ihrem Umgang mit Ursula merkt man, dass Maggie doch ein ganz herzlicher Mensch ist. Sehr schön fand ich, dass es sich bei der Protagonistin bereits um eine erwachsene Frau handelt, die schon einen Platz in ihrem Leben gefunden zu haben scheint. Das war mal eine schöne Abwechslung zu den ganzen Teenie-Protagonisten :)

Auch die Tatsache, dass Maggie sich nicht sofort davon überzeugen lässt, dass es Drachen wirklich gibt, fand ich sehr gut. Das stört mich häufig an anderen Fantasyromanen: Die Protagonisten glauben viel zu schnell daran, dass es Magie in ihrer normalen Welt wirklich gibt. Nicht so bei Margareta. Im Gegenteil: Am Ende landet sie dadurch sogar in der Psychiatrie, was ich wirklich glaubhaft und authentisch fand. Ich denke, das wäre der normale Weg, wenn jemand plötzlich Drachen sieht.

Johanna Benden lässt ihrer Protagonistin auch wirklich Zeit, um sich an die Tatsache zu gewöhnen, dass sie kein normaler Mensch ist und dass es Magie wirklich gibt. Obwohl mir das anfangs sehr gut gefiel, dauerte es mir irgendwann einfach zu lange, da ich viel zu neugierig darauf war, was es denn mit den Schuppenwesen auf sich haben würde. Zwar erfährt man durch Jans Geschichten immer mehr von dieser fantastischen Welt, doch ich gierte geradezu nach Informationen und irgendwie war es mir nie genug.

Als ich schließlich in diese magische Welt eintauchen durfte, war ich richtig begeistert. Der Weltenentwurf ist sehr gut durchdacht, es ist alles schlüssig und wird super erklärt. Johanna Benden hatte einige sehr schöne und ungewöhnliche Ideen und es machte so viel Spaß, diese zu entdecken.

Trotz allem stehen Magaretas Entwicklung und die Liebesgeschichte in diesem Teil im Vordergrund. Das verstärkt sich dadurch, dass das Buch zwar in der 3. Person geschrieben ist, man jedoch trotzdem Maggies Gedanken lesen kann. Sie führt sehr viele innere Monologe, in denen ihr Verstand und ihr Herz wortwörtlich miteinander streiten. Daran musste ich mich erst einmal gewöhnen. Ich liebe es ja, in die Gedankenwelt der Protagonisten einzutauchen, aber manchmal war mir das etwas zu viel. Doch Margareta macht eine tolle Entwicklung durch und ich fand, dass sie am Ende der Geschichte an sich und ihren Aufgaben gewachsen war.

Die Liebesgeschichte fand ich wirklich richtig gelungen. Zwar merkt man, dass die Protagonisten sich sofort anziehend finden, aber sie lernen sich erst richtig kennen, treffen sich häufig und so wachsen ihre Gefühle zueinander. Genau so, wie es im richtigen Leben eben auch ist, also alles sehr authentisch und deshalb hat mich die Lovestory so richtig berührt und ich wünsche mir wirklich ein Happy End für die beiden.

Leider kommt durch den Schwerpunkt der Protagonistenentwicklung und der Liebesgeschichte die Spannung in meinen Augen etwas zu kurz. Man könnte sagen, dass dieser Band eher zur Einführung in die Welt und zum Kennenlernen der Protagonisten gedacht ist. Zwar erfährt man auch, dass sich eine Bedrohung zusammenbraut, diese scheint jedoch noch ziemlich weit weg zu sein und hat meine Nerven deswegen auch noch nicht angespannt.

Dafür hat die Geschichte einen wirklich schönen Humor, der die Situationen oft etwas auflockert. Das hat man nicht zuletzt auch einem der Nebencharaktere zu verdanken: Bill. Oh Gott, was hab ich mit dem gelacht und geschmunzelt. Er ist wirklich einzigartig! Jeder sollte einen Bill und einen Albert haben :) Aber wieso, das müsst ihr selbst herausfinden.

Fazit:

Diesen ersten Band muss man wirklich als Auftakt sehen, denn er dient vor allem dazu, die Protagonisten kennenzulernen und in die Welt einzuführen. Der Schwerpunkt liegt ganz klar auf der sehr gelungenen Entwicklung der Protagonistin und der Liebesgeschichte. Johanna Benden lässt ihren Charakteren auf jeden Fall genug Zeit, sich in ihrer Welt zurechtzufinden, was manchmal zu Lasten der Spannung ging. Dafür ist das Worldbuildung wirklich gut durchdacht, die Handlungen der Protagonisten sind authentisch und es gibt einiges an Humor.

Ein richtig gelungenes Fantasywerk für Erwachsene.

Von mir bekommt das Buch 4 Punkte von 5.

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Sirenengesang

Isabelle Wallat
Flexibler Einband: 232 Seiten
Erschienen bei Tagträumer Verlag, 26.02.2018
ISBN 9783946843214
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

Epican, die Heimat der Sirene Leyla und der Anderländer, wird mehr und mehr von einer Seuche zerstört.
Auf der Suche nach einem Heilmittel begibt sich Leylas Schwester Brina in die Menschenwelt.
Als die Lage schlimmer wird, macht sich Leyla auf, um ihre Schwester zu suchen.
Als Popstar getarnt, schickt sie in ihren Songs versteckte Botschaften an Brina.
Doch statt ihre Schwester findet sie den Reporter Janick und zieht ihn mitten hinein in den Kampf ums Überleben.

Schnell kommen die beiden sich näher, doch für Gefühle ist in diesem Krieg kein Platz.
Denn wenn Epican fällt, ist auch die Erde verloren.

(Quelle: http://www.tagträumerverlag.de/shop/)

Leyla ist eine Sirene und hat deshalb eine magische Stimme. Das kommt ihr zugute, als sie dringend ihre Schwester in der Menschenwelt finden muss. Getarnt als Popstar schickt sie immer wieder Botschaften, um Brina zu erreichen.

Diese muss dringend zurück nach Epican kommen, denn dort hat ein dunkler Magier die Macht an sich gerissen und verseucht das Land Stück für Stück mit seiner schwarzen Seuche. Nur Brina kann ihn aufhalten.

Doch ihr Feind kennt den Plan von Leyla und schickt seine Häscher ebenfalls in die Menschenwelt, um sie aufzuhalten. Durch einen Zufall trifft der Reporter Janick auf die Sirene und rettet sie vor einem tödlichen Angriff. Fortan machen sie sich gemeinsam auf den Weg … doch Leyla muss ihre Welt und damit auch die Erde retten. Wie soll da noch Platz für Gefühle sein?


Meine Meinung:

Schon lange wollte ich einmal ein Buch von Isabelle Wallat lesen und „Sirenengesang“ hat mich vom Klappentext her sofort angesprochen, deshalb war es klar, dass ich es einfach lesen muss.

Als ich anfing war ich total überrascht, da das Buch in Epican beginnt. Das fand ich jedoch richtig klasse, denn so konnte ich diese fantastische Welt gleich mal ein bisschen kennenlernen. Sofort spürte ich die Bedrohung und das Unheil, das über dem Land liegt. Auch die Protagonistin und ihre Begleiter lernte man etwas kennen, ohne jedoch auf Anhieb alles zu erfahren.


Leyla ist eine wirklich starke Protagonistin. Das wird sofort klar. Sie lässt sich auch von ihren Feinden nicht unterkriegen und das, obwohl diese nicht gerade zimperlich mit ihr umgehen. Ja, Isabelle Wallat verschont ihre Charaktere nicht, aber ich finde es doch sehr passend, dass es auch Gewalt in dieser Geschichte gibt, denn in einem Krieg geht es nunmal nicht immer „nett“ zu. Dennoch hält sich natürlich alles in Grenzen, so dass das Buch nicht voller unnötiger Grausamkeiten ist.

Janick gefiel mir im Grunde auch, doch irgendwie hatte ich ein paar Probleme damit, dass er in Leyla „verliebt“ ist, ohne sie je getroffen zu haben. Er ist ein erwachsener Mann und solche Schwärmereien für Sänger hat man doch eigentlich nur im Teeniealter und findet man meist auch nur bei Mädels und weniger bei jungen Männern. Das fand ich deshalb etwas übertrieben und konnte mich so auch nicht wirklich mit der Liebesgeschichte anfreunden.

Wirklich toll fand ich dagegen die Nebencharaktere. Da gibt es Gestaltwandler, die sich in Bernadiner verwandeln, Hexen, die ihre Tränke nicht unter Kontrolle haben und grimmige Palastwachen, die doch ein weiches Herz haben. Hach, diese Geschichte ist wirklich voller magischer Wesen, die alle etwas Besonderes, was sie wirklich liebenswert macht. Ich hatte so viel Spaß mit ihnen.

Die Story selbst ist durchweg spannend. Ständig hängt die dunkle Bedrohung über den Protagonisten und die Zeit scheint ihnen davonzulaufen. Dadurch klebt man an den Seiten, da man unbedingt wissen möchte, ob Leyla ihre Schwester findet und ob sie Epican retten können. Die Welt selbst ist gut durchdacht und detailreich gestaltet. Ich hätte wirklich gerne einen Ausflug nach Epican gemacht, natürlich bevor der schwarze Magier kam ;)

Eigentlich dachte ich ja, dass es sich hier um einen Einzelband handelt und die Geschichte ist am Ende auch erst einmal abgeschlossen und schön rund, doch im Epilog kommt dann ein neuer Gesichtspunkt auf, der genug Platz für eine Fortsetzung lässt. Ich würde jedenfalls sehr gerne noch ein weiteres Abenteuer in Epican erleben.

Fazit:

„Sirenengesang“ ist ein tolles Fantasy-Buch, das durch liebevolle Charaktere, eine spannende Handlung und eine faszinierende neue Welt besticht. Einzig die Liebesgeschichte konnte mich nicht wirklich überzeugen, ansonsten ist es eine Geschichte, die sich locker-leicht lesen lässt und durchaus Spaß macht.

Von mir bekommt das Buch 4,5 Punkte von 5.

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Krieger der Lüfte

Marion Hübinger
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Papierverzierer Verlag, 15.03.2018
ISBN 9783959629201
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt:

Leylas Freund wünscht sich nichts sehnlicher, als endlich mit ihr zusammenzuziehen. Doch statt mit ihm gemeinsam Pläne zu schmieden, bucht die junge Verlagsangestellte spontan eine längere Pilgertour von München nach Lindau, um der endgültigen Entscheidung aus dem Weg zu gehen. Ob da das Schicksal seine Finger im Spiel hat, da sie am vierten Tag bei einem harmlosen Spaziergang im Klosterpark in eine völlig fremde Welt katapultiert wird? Eine Welt, in der sie von dem gut aussehenden Akim, einem der letzten Angehörigen seines Volkes, gefunden wird. Für ihn ist gleich klar, dass sie gerufen worden ist, um den Krieger der Lüfte, einen riesigen mörderischen Adler, zu vernichten. Ihre folgenschweren Entscheidungen beeinflussen allerdings nicht nur das Leben von Akims Volk – sie betreffen auch ihr Leben, zumal sie mehr als nur einem Feind gegenübersteht.

(Quelle: http://papierverzierer.de/)

Leyla liebt ihren Job in einem Verlag und ihren Freund Steffen und doch bekommt sie Panik, als er sie fragt, ob sie zusammenziehen wollen. Kurzerhand packt sie ihre Koffer und schließt sich einer Pilgertour von München nach Lindau an.

Als sie dort gerade unter einer geschichtsträchtigen Linde steht, findet sie sich plötzlich in einer anderen Welt wieder. Dort trifft sie auf den Krieger Akim, der sie mit zu ihrem Volk nimmt. Es sind nur noch wenige davon übrig, denn ein mörderischer Adler vernichtet alles, was ihm in den Weg kommt.

Eine Prophezeiung verspricht jedoch das Ende dieses Feindes. Ist Leyla die Auserwählte, die Akims Volk retten wird oder muss sie selbst erst gerettet werden?

Meine Meinung:

Der Prolog ist aus Akims Sicht geschrieben und man erfährt, dass er Leyla zu diesem Zeitpunkt bereits kennt. Doch wann genau dieser stattfindet konnte ich noch nicht zuordnen und war deshalb mehr als gespannt, was alles passieren würde.

Im Anschluss springt man in Leylas Leben und erfährt aus ihrer Perspektive, wie es dazu kam, dass sie sich der Pilgertour angeschlossen hat. Man taucht ein in ihre Gedankenwelt und bekommt alle ihre Zweifel mit. Sie liebt Steffen und doch kann sie sich nicht dazu durchringen, einfach mit ihm zusammenzuziehen. Anfangs verstand ich ehrlich gesagt nicht so ganz, was ihr Problem war, doch je tiefer ich in ihre Gedankenwelt eintauchte und je mehr Zeit ich mit ihr verbrachte, umso deutlicher wurde es auch für mich. Ihre Zweifel, ihr eigener innerer Konflikt … ihr ganzes Leben scheint total festgefahren, keine Spontanität, keine Abenteuer, alles ist wie immer, fast schon langweilig. Plötzlich konnte ich sie richtig gut verstehen, da ich selbst auch schon einmal an diesem Punkt war. Da fand ich es fast schon mutig, dass sie nicht einfach „ja“ sagte, als Steffen sie gefragt hat. Stattdessen möchte sie erst einmal in Ruhe darüber nachdenken und sich über einige Dinge klar werden.

Dann stürzt sie jedoch ganz plötzlich in eine fremde Welt und trifft dort auf Akim. Ich fand es richtig klasse, dass Akim eine ganz andere Sprache spricht und sich nicht wirklich mit Leyla verständigen kann. Das ist etwas, das mich häufig an solchen Romanen gestört hat: Dass automatisch alle die selbe Sprache sprechen. Endlich einmal ein Buch, in der man sich in einer anderen Welt auch anders artikuliert. Darüber habe ich mich richtig gefreut und auch darüber, dass Leyla nur nach und nach ein paar Fetzen von Akims Sprache lernt und sie sich eigentlich bis zum Schluss nur mit Hilfe von Dolmetschern richtig unterhalten konnten.

Leider muss ich gestehen, dass mir die Beziehung zwischen Leyla und Akim viel zu schnell viel zu tief wurde. Gerade weil sie sich nicht verständigen und dadurch in meinen Augen auch nicht wirklich kennenlernen können, finde ich es etwas übertrieben, so bald schon von Liebe zu sprechen. Ich bin immer der Meinung Liebe muss wachsen und auch wenn die Autorin diese wachsenden Gefühle damit erklärt, dass die Gesten zwischen den beiden einfach so liebevoll sind, konnte sie mich davon nicht überzeugen.

Auch der Feind selbst ist eher ungewöhnlich. Er ist ein riesiger und mörderischer Raubvogel. Dieser kann weder sprechen, noch hat er menschliche Züge. Er ist und bleibt ein Vogel und doch rottet er fast ein ganzes Volk aus und verbreitet Angst und Schrecken in Akims Welt. Da das Buch ein Fantasybuch ist, muss ich ehrlich gestehen, dass ich hier mit mehr gerechnet hatte. Ständig wartete ich darauf, dass hinter dem Adler doch noch mehr stecken würde, doch er bleibt ein „gewöhnliches“ Tier.

Obwohl ständig die Bedrohung von Redla, dem Adler über ihnen schwebt, ist das Buch meiner Meinung nach doch eher ruhig und besticht mehr durch die Botschaften zwischen den Zeilen. Leyla unternimmt nämlich nicht nur eine Reise in eine andere Welt, sondern auch zu sich selbst. Sie lernt sehr viel über sich und ihr Leben und findet dadurch auch Antworten auf ihre eigene Fragen. Diese unterschwelligen Botschaften gefielen mir richtig gut. Ich mag Bücher, die nicht nur unterhalten und an der Oberfläche kratzen, sondern tiefer gehen, so dass man auch für sich selbst und sein Leben etwas mitnehmen kann.

Leider kommt dadurch in meinen Augen die Spannung etwas zu kurz. Natürlich müssen Akim und Leyla gegen den Adler kämpfen, aber das scheint dann doch irgendwo nur am Rande zu geschehen. Das Hauptaugenmerk liegt meiner Meinung nach ganz klar auf Leylas Suche nach sich selbst.

Das Ende hat mich dann noch einmal richtig begeistert. Das hatte ich mir ja ganz anders vorgestellt. Ich dachte, es wäre so wie bei anderen Fantasyromanen, aber das Buch so zu beenden ist fast schon etwas mutig. Einige Fragen bleiben offen und so manchen Leser wird es wohl nicht zufriedenstellen. Ich fand es jedoch toll. Es ist originell und passt wunderbar zur Botschaft des Buches.

Fazit:

Mit „Krieger der Lüfte“ hält man einmal einen ganz anderen Fantasyroman in den Händen. Obwohl Leyla in eine andere Welt katapultiert wird, ist es doch eher eine Reise zu sich selbst. Sie findet dort nicht nur einen tierischen Feind und einen attraktiven Krieger, sondern auch Antworten auf die Fragen ihres Lebens. Ich liebe es, wenn Bücher nicht nur unterhalten, sondern auch etwas tiefer gehen. Deshalb passt auch das Ende so perfekt zu diesem Buch, obwohl oder gerade weil es total ungewöhnlich ist und auch die ein oder andere Frage offen bleibt.

Leider fehlte mir etwas an Spannung und auch die Liebesgeschichte konnte mich nicht wirklich überzeugen, deshalb gibt es einen Punkt Abzug.

Von mir bekommt das Buch 4 Punkte von 5.

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wünsche

Wünsch dir was, Lola!

Pea Jung
Flexibler Einband: 340 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 19.02.2018
ISBN 9783746068459
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt:

„Wünsch dir was“ steht auf der kleinen Ampulle mit der türkisfarbenen Flüssigkeit, die Carola Appelbaum spontan in sich hineinschüttet.

Vom Leben enttäuscht, hat sie nichts zu verlieren, schließlich steht die Hochzeit ihres Exmannes bevor und nun ist auch ihr Untermieter Edgar gestorben. Dementsprechend sorglos formuliert sie ihre Wünsche, ohne mit deren Erfüllung zu rechnen. Sie staunt nicht schlecht, als sie mit drei Romanhelden aus ihren Lieblingsgeschichten konfrontiert wird.

Plötzlich steht auch noch Edgars Sohn Gregor vor ihrer Tür. Edgar hat Carola weit mehr hinterlassen, als ihr lieb ist, und nicht nur Gregor sucht danach. Kann sie ihm vertrauen?

(Quelle: http://www.peajung.de/buecher/wuensch-dir-was-lola/)

Als ihr Untermieter Edgar plötzlich stirbt, wirbelt das Carolas sonst so langweiliges Leben gehörig durcheinander. Unter den Hinterlassenschaften von Edgar befinden sich nämlich kleine Fläschchen mit seltsamen Aufschriften. Da Lola neugierig ist, schüttet sie die Ampulle mit der Aufschrift „Wünsch dir was“ in sich hinein.

Am nächsten Tag stehen plötzlich ein Fürst, ein Highlander und ein Footballspieler auf Lolas Hof. Diese stammen eigentlich aus ihren Romanheftchen, wie kann es also sein, dass sie jetzt in Fleisch und Blut vor ihr stehen?

Doch diese drei Helden sind nicht der einzige Besuch, den die junge Frau bekommt. Auch Edgars Sohn Gregor taucht auf und dieser ist noch viel verwirrender, als der Rest der Truppe.

Lola hat keine Ahnung, wie sie ihr Leben wieder in Ordnung bringen und wem sie wirklich vertrauen kann.

Meine Meinung:

Schon als ich das Cover und den Klappentext zum ersten Mal sah, war mir klar, dass ich dieses Buch lesen muss. Es klang einfach zu witzig und ich konnte mal etwas Humorvolles gebrauchen.

Besonders gut gefiel mir, dass die Protagonisten einmal keine Teenager waren. Im Gegenteil: Carola war sogar schon einmal verheiratet. Sie hat einen eigenen Hof und auch sonst ist sie kein naiver Teenie mehr, sondern hat stets Gründe für ihr Verhalten, die in ihrer Vergangenheit liegen. Es war richtig erfrischend, einmal eine Darstellerin in meinem Alter in einem Buch zu finden.

Die Story beginnt auch sofort mit Edgars Tod. Man hat also gar nicht wirklich Zeit, alles in Ruhe zu erkunden. Doch obwohl man gleich in die Geschichte geschmissen wird, schafft es die Autorin trotzdem, auch einige Informationen über Carola einzubauen. So lernt man die Protagonistin kennen, ohne langes Vorgeplänkel. Der Leser kann also sofort in die Geschichte abtauchen und ich fand es auch gleich spannend, da man anfangs nicht erfährt, was es mit Edgar wirklich auf sich hat bzw. hatte.

Mit den Romanhelden kommt dann auch eine große Portion Humor in die Geschichte. Es ist aber auch zu witzig, wenn plötzlich ein Highlander, ein Fürst und ein Footballspieler auf einem kleinen Hof auftauchen und weder in diese Zeit, noch in dieses kleine Dorf passen. Ich hab jedenfalls richtig häufig geschmunzelt und war immer gespannt darauf, was wohl als nächstes passieren würde.

Auch der Fantasy-Anteil gefiel mir richtig gut. Es gibt ein paar tolle neue Ideen und doch ist alles auch nicht ganz so ernst, sondern hat immer auch eine witzige Seite.

Der Schreibstil ist locker-leicht und flüssig und die 300 Seiten sind viel zu schnell verflogen. Doch es war auch einmal schön, einen Einzelband zu haben, der ein rundes und schönes Ende hat, so dass man nicht auf eine Fortsetzung warten muss, um zu erfahren, wie die Story endet.

Fazit:

Endlich einmal ein Romantasy-Buch für Erwachsene. Es ist witzig, unterhaltsam, locker und leicht und macht einfach nur Spaß. Die 300 Seiten sind viel zu schnell verflogen, so sehr habe ich die Geschichte genossen und obwohl ich gerne noch mehr von Carola gelesen hätte, war ich doch froh, hier einmal einen Einzelband in der Hand zu haben.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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Königreich der Träume - Sequenz 1: Die schlafende Prinzessin

I. Reen Bow
E-Buch Text: 95 Seiten
Erschienen bei null, 25.02.2018
ISBN B079SDSY4J
Genre: Sonstiges

Rezension:

Inhalt:

Die Stadt, in der Träume Realität werden
Jessica Blair wacht in einem muffigen Motel auf. Bis auf ein paar Habseligkeiten besitzt sie nichts; nicht einmal mehr ihre Erinnerungen. Die einzigen Hinweise auf ihre Identität sind ein Busticket in das »Königreich der Träume« und ein Name, den jemand mit Lippenstift auf ihren Badezimmerspiegel geschrieben hat. Während der Busfahrt stößt sie auf hysterische Fans der Träumerin, eine weltberühmte Attraktion, die ihre Träume in die Realität zu holen vermag. Jessicas Sitznachbar Dave, der Gardist im Königreich der Träume, spricht von wundersamen Traumgestalten und Magie, die Jessi in der Stadt erwarten, doch statt Einhörnern und Prinzessinnenkleidern begegnet sie wahrgewordenen Alpträumen, die sie zu jagen beginnen. Dave ist der Einzige, der sie durch die vorapokalyptische Stadt in ihr vergessenes Leben geleitet.

(Quelle: http://ireenbow.de/)


Jessica erwacht ohne jegliche Erinnerung an ihren Namen, ihr Leben oder sonst etwas. Ein Name mit Lippenstift auf den Badezimmerspiegel geschrieben und ein Busticket ins „Königreich der Träume“ sind ihre einzigen Hinweise.

Um ihr Gedächtnis aufzufrischen, macht sie sich auf den Weg zur weltberühmten Attraktion, ohne zu wissen, was es damit auf sich hat.

Im Bus klärt sie ihr Sitznachbar Dave auf. Er ist Gardist im Königreich der Träume und erzählt ihr von der schlafenden Prinzessin, die ihre Träume wahr werden lassen kann. Doch während alle anderen Besucher total verzückt von dem Königreich und seinen magischen Wesen sind, erlebt Jessi einen wahren Albtraum.

Zum Glück ist Dave zur Stelle und begleitet das Mädchen ohne Gedächtnis durch die Stadt.


Meine Meinung:

Ich wollte ja schon lange mal etwas von I. Reen Bow lesen und diese Fantasy-Dystopie hat es mir besonders angetan, deswegen stürzte ich mich sofort in dieses Leseabenteuer.

Gleich zu Beginn erlebt man, wie Jessica ohne Gedächtnis im Motel aufwacht. Sie weiß weder ihren Namen noch sonst etwas von ihrem Leben. Einzig ein Name steht auf dem Badezimmerspiegel und ein Busticket ist in ihrem Rucksack. Deshalb macht sie sich auf die Suche nach ihren Erinnerungen.

Im Bus lernt Jessi dann Dave kennen, aber ehrlich gesagt kam es mir nicht wie die erste Begegnung vor. Der junge Mann geht viel zu vertraut mit dem Mädchen um, nimmt ihre Beine auf seinen Schoß, streichelt sie und nennt sie bei einem Kosenamen. Das fand ich ehrlich gesagt sehr seltsam und Jessi scheint sich auch gar nicht daran zu stören und das obwohl, sie ihn doch zum ersten Mal sieht. Das passte meiner Meinung nach einfach nicht.

Sehr schön fand ich dann aber, dass man im Bus endlich etwas mehr über das Königreich und die Prinzessin erfährt. Die Idee ist richtig klasse: Wahrgewordene Träume, die in eine Touristenattraktion verwandelt werden. Welches kleine Mädchen hat nicht schon einmal davon geträumt, eine Prinzessin zu sein und in einem Schlossgarten auf Einhörner zu treffen? :)

Doch als das Mädchen im Königreich ankommt, erwartet es da alles andere als flauschige Kuschelhäschen und Prinzessinnenkekse. Immer tiefer taucht man in die Welt ein und bekommt nach und nach auch immer mehr Informationen. Je mehr ich jedoch erfuhr, desto weniger verstand ich die Zusammenhänge. Wie kann ein Mädchen, das mit 10 Jahren in ein Schlaflabor eingesperrt wurde und seitdem immer nur dort lebt und träumt, solche Albträume haben? Woher hat es die Fantasie für so grausame Dinge? Und auch die Sache mit den Sequenzen habe ich nicht so ganz verstanden muss ich gestehen. Ich hoffe, dass ich in den weiteren Teilen des Serials noch mehr Informationen bekomme und dann irgendwann durchblicke.

Die Story an sich ist jedenfalls von Anfang bis Ende spannend und auch voller überraschender Wendungen, die mich richtig begeistern konnten. Leider sind die ca. 100 Seiten viel zu schnell vorbei und ich bleibe voller Fragen zurück und möchte unbedingt wissen, was hinter Jessicas Identität steckt und wie es mit dem Königreich weitergeht.  

Fazit:

Diese erste Sequenz des neuen Serials von I. Reen Bow macht auf jeden Fall sehr neugierig auf die folgenden Teile. Es gibt spannende Wendungen, jede Menge Action und auch ein paar interessante Charaktere. Leider habe ich noch nicht ganz verstanden, wie das Königreich der Träume wirklich funktioniert, hoffe aber, dass ich im Laufe der Geschichte noch einen Durchblick bekomme.

Von mir bekommt das Buch 4 Punkte von 5.

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Perfection - Das Ranking

Katharina Groth
E-Buch Text: 388 Seiten
Erschienen bei GedankenReich Verlag, 31.01.2018
ISBN 9783947147243
Genre: Sonstiges

Rezension:

Inhalt:

Was geschieht, wenn der Wert deines Lebens von Schönheit, Sympathie und Fitnesslevel abhängig ist? Das Ranking entscheidet. 

Crystals Leben ist perfekt. Trotz der zerstörten Außenwelt lebt sie in einem Apartment der Hochrangigen und fügt sich in das System, das ein weltweites Videovoting vorgibt. Die optimale Dosis Sport, Pflege, Gesundheit, Schlaf – all das entscheidet der Computer für sie. 

Bis zu dem Zeitpunkt, als sie im Ranking aufsteigen und in die Zentralstadt ziehen soll.  

Ks Leben ist ein tägliches Ringen mit dem Tod. Er und sein Bruder B gehören zu den Namenlosen und bewohnen die niedrigsten Etagen von Neutropolis. Sein einziges Ziel ist es, seinen schwer kranken Bruder mit ausreichend Medikamenten zu versorgen. Er hat es bereits vor langer Zeit aufgegeben, im Ranking aufzusteigen und kämpft nur noch um ihr Überleben. Doch all das wird unwichtig, als Crystal in sein Leben tritt.

Eine schicksalhafte Begegnung, eine Liebe, die nicht sein darf und eine Rebellion, die das System stürzen will. Wie weit kann man von Perfektion entfernt sein, wenn sie doch so nah ist?

(Quelle: https://www.gedankenreich-verlag.de/programm/b%C3%BCcher/perfection/#cc-m-product-15512488796)

 

Um nach einem verherrenden Krieg, bei dem ein lebensbedrohlicher Nebel freigesetzt wurde, das Überleben der Menschheit zu sichern, wurde ein Ranking-System eingeführt.

Für „richtiges Verhalten“ und Videos können die Bewohner B-Coints und Follower sammeln und so im Ranking aufsteigen. Und wer dann in den Top 10 landet, darf in die Zentralstadt ziehen und dort den richtigen Luxus leben. Crystal gehört zu diesen Menschen. Gerade hat sie ihr Ticket für die Zentralstadt bekommen und freut sich als treue Bürgerin riesig über diesen Aufstieg.

Doch dann begegnet sie K. und ihr Leben ändert sich drastisch.

K. ist ein Namenloser und lebt in der Unterschicht. Als dieser hat er keine Möglichkeit soweit im Ranking aufzusteigen, dass er in die Zentralstadt ziehen könnte. Doch für ihn ist das Nebensache, denn für K. zählt einzig und allein sein kranker Bruder B. Um für ihn Medikamente zu bekommen, würde er fast alles tun. Wie weit er dafür wirklich gehen würde, erfährt er aber erst, als er auf Crystal trifft … . Denn diese Begegnung verändert nicht nur ihr Leben für immer … .

Meine Meinung:

Als großer Fan von Dystopien musste ich natürlich auch die neueste aus der Feder von Katharina Groth lesen.

Die Idee mit dem Ranking und den Videos fand ich ja sofort sehr spannend. Es ist gar nicht so weit hergeholt, wenn man an die Youtube-Videos unserer Zeit denkt und dass es da sowohl Likes dafür, als auch Hasskommentare gibt. Dadurch hat mir die Autorin Katharina Groth schon ein bisschen Gänsehautfeeling verpasst, da diese Zukunftsversion gar nicht allzu fern ist. Sehr spannend fand ich auch, dass man für „erwünschtes“ Verhalten z.B. Sport, genügend Schlaf und wenn man auf seine Gesundheit achtet, Extrapunkte bekommt. Das klingt beim ersten Mal lesen ja eigentlich gar nicht so schlecht. Aber natürlich hat jedes System seine Vor- und Nachteile und das wird im Laufe der Geschichte nur allzu deutlich. Trotzdem lässt die Autorin ihren Lesern genug Raum, um sich eigene Gedanken darüber zu machen, was ich besonders toll finde.

Das gelingt ihr vor allem auch durch ihre beiden unterschiedlichen Protagonisten: Crystal ist anfangs ehrlich gesagt nicht die große Sympathieträgerin, jedenfalls in meinen Augen. Doch ich hab allgemein ein Problem mit Leuten, die sich für allzu wichtig halten und genau so kommt mir die Protagonistin vor. Das wird durch das System natürlich gefördert und passt deswegen auch super zur Geschichte. Deshalb hat mich das auch gar nicht weiter gestört. K. der Gegenpart zu Crystal gefiel mir dagegen von Anfang an total gut, wobei er gerade zu Beginn der Geschichte auch nicht als der große Held auftritt. Er möchte einzig seinem Bruder helfen und den nächsten Tag überleben. Der junge Mann hält sich ansonsten lieber im Hintergrund und hat auch nicht wirklich die Ambition, sich den Rebellen anzuschließen. Ich fand es richtig klasse, wie sich die Protagonisten im Laufe der Geschichte entwickeln, wie sie ihr Denken verändern, ihr Verhalten hinterfragen. Sie bleiben nicht starr auf einer Stelle, verändern sich aber auch nicht von jetzt auf gleich. Das machte sie in meinen Augen glaubwürdig und ich konnte ihre Handlungen super nachvollziehen.

Anders als bei anderen Dystopien hatte ich ein paar Schwierigkeiten mit dem „Gegner“. Normalerweise gibt es in den oberen Reihen die Entwickler des Systems, die Systemtreuen, die es immer verteidigen und gegen die dann gekämpft wird. Das war in „Perfection – Das Ranking“ nicht der Fall. Zwar geht es darum, das System zu stürzen, aber es gibt keinen Gegner, der wirklich „greifbar“ gewesen wäre. So hat mir irgendwie der Angriffspunkt gefehlt. Die Geschichte nimmt dann aber auch nochmal eine schöne Wendung, die ich so auch nicht erwartet hätte, mir aber richtig gut gefallen hat und die Story um das System noch einmal in einem anderen Licht erscheinen lässt. Damit hat mich Katharina Groth richtig überrascht und begeistert.

Doch einen großen Pluspunkt bekommt diese Dystopie dafür, dass sie ein Einzelband ist. Endlich muss man einmal nicht darauf warten, wie es weitergeht oder nach einem fiesen Cliffhanger der Fortsetzung entgegenfiebern. Das Ende ist schön rund und passt super zur Geschichte. So konnte ich das Buch zufrieden zuschlagen.

 

Fazit:

„Perfection – Das Ranking“ ist eine Dystopie, die mit ihrer Idee gar nicht so fern von unserer jetzigen Realität ist und mir damit Gänsehaut beschert hat. Die Protagonisten sind authentisch und es ist genug Platz für Entwicklung, die diese auch durchlaufen, was mich richtig begeistert hat. Einzig der „Gegner“ hat mir ein wenig gefehlt, so dass ich irgendwie keinen Angriffspunkt hatte. Doch da es sich hier um einen Einzelband handelt, wurden alle meine Fragen am Ende zufriedenstellend beantwortet und ich bin mir sicher, das war nicht das letzte Buch von Katharina Groth, das ich gelesen habe.

Von mir bekommt das Buch 4  Punkte von 5.

 

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