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17 Bibliotheken, 10 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

krimi, krimi-reihe

Der Träume blauer Schlussakkord

Brigitte Pons
Flexibler Einband
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 14.10.2016
ISBN 9783736304918
Genre: Krimi und Thriller

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295 Bibliotheken, 29 Leser, 1 Gruppe, 38 Rezensionen

simon beckett, david hunter, thriller, totenfang, england

Totenfang

Simon Beckett , Sabine Längsfeld , Karen Witthuhn
Fester Einband: 560 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Wunderlich, 14.10.2016
ISBN 9783805250016
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Nach 5 Jahren Wartezeit hat Simon Beckett endlich seine erfolgreiche Thriller-Reihe um den forensischen Anthropologen David Hunter fortgesetzt. In diesem 5.Band mit dem Titel „Totenfang“ wird Hunter zu einer Leichenbergung hinzugezogen in den Backwaters, einem unwirtliches Mündungsgebiet in Essex. Die Polizei vermutet, dass die Leiche dem seit einem Monat als vermisst gemeldeten Leo Villiers gehört, dem 31-jährigen Sohn einer einflussreichen ortsansässigen Familie. Villiers wurde ein Verhältnis mit der verheirateten Emma Darby nachgesagt, die ebenfalls bereits seit einiger Zeit vermisst wird. Er stand im Verdacht, erst seine Geliebte und später sich selbst umgebracht zu haben. David Hunter soll zunächst nur die Bergung beaufsichtigen, durch einen unglücklichen Zwischenfall muss er jedoch länger in der Gegend verweilen, und nachdem er einen einen einzelnen Fuß im Wasser auffindet, der eindeutig nicht zu Leo Villiers gehört, kommen Hunter Zweifel an der Identität der Leiche. 

5 Jahre sind eine lange Lücke zwischen den Bänden, geht der Reihe die Luft aus? Zumindest braucht diese Geschichte eine Weile, bis sie in Fahrt kommt und Spannung aufbaut. Ich kenne alle vorangehenden Geschichten, musste nach dieser langen Zeit aber trotz einiger Andeutungen zu Hunters Vorgeschichte meine Gedächtnis erst wieder auffrischen, um ein klares Bild von seinem Charakter und den früheren Ereignissen zu bekommen. Man kann diese Geschichte problemlos auch ohne Vorkenntnisse lesen, da dies nicht unbedingt der stärkste Band ist, würde ich das als Einstieg jedoch nicht empfehlen.

Sprachlich ist die Geschichte auch dieses Mal wieder brillant, in den ersten Kapiteln steht jedoch David Hunter mit seinen persönlichen Problemen etwas sehr im Vordergrund, der Fall scheint zunächst eine Nebensache zu sein. Dabei passt das düstere und bedrohliche Szenario der Backwaters zu Hunters psychischer und physischer Verfassung. Die Hintergrundinformationen über Wasserleichen tragen ebenso zum Gruselfaktor bei, wobei die Hunters wissenschaftliche Betrachtung der Dinge dieses Thema eher interessant als eklig werden lässt. Und wenn die Geschichte im letzten Drittel Tempo aufnimmt und sich mehr und mehr Spannung aufbaut, wird klar, wieso die detaillierten Charakterisierungen notwendig waren. Ich habe schon Bücher von Beckett mit mehr psychologischem Thrill gelesen, aber auch hier hat mir die komplexe und überraschende Geschichte wieder gut gefallen.

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28 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

kiel, historischer krimi, mord, brunsbüttel, baustelle

Tod am Nord-Ostseekanal

Anja Marschall
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Emons Verlag, 22.09.2016
ISBN 9783954519781
Genre: Historische Romane

Rezension:

“Tod am Nord-Ostseekanal“ von Anja Marschall ist ein rundum gelungener Krimi vor historischer Kulisse in Schleswig-Holstein im Jahre 1894. Die Geschichte ist spannend aufgebaut und erzählt, die Charaktere wirken ebenso glaubhaft und authentisch wie das Szenario. Die Autorin lebt in der Nähe des Ortes, an dem sie ihren Kriminalroman angesiedelt hat, und man merkt in vielen kleinen Details, dass sie die Gelegenheit genutzt hat, gründlich zu den historischen Hintergründen zu recherchieren. Der Leser bekommt so ganz nebenbei einen Einblick in die Lebensumstände und die Probleme der Menschen in der damaligen Zeit.

Hauptfigur ist wie schon in „Fortunas Schatten“, einem weiteren historischen Kriminalroman der Autorin, der ehemalige Kapitän Hauke Sötje. Inzwischen ist Sötje als Anwärter bei der noch recht neuen Kriminalpolizei in Kiel angestellt. Er hofft auf eine feste Anstellung, um seinem Leben neue Stabilität zu geben und endlich seiner Sophie einen Heiratsantrag machen zu können.

Doch vorher muss er seinen Vorgesetzten von seiner Loyalität und Zuverlässigkeit überzeugen und wird  deshalb zur Aufnahme eines Unfallberichts nach Brunsbüttel geschickt. Dort ist bei den Bauarbeiten zum Nord-Ostseekanal der aus Österreich stammende leitende Ingenieur ums Leben gekommen. Kurz vor dem Besuch des deutschen Kaisers an den Bauarbeiten des Kanals kämen politische Komplikationen äußerst ungelegen, die Polizei hat schon mit zunehmenden Unruhen durch sozialistische Arbeitergruppierungen genügend Probleme.

Wenn Hauke etwas in Angriff nimmt, dann geht er jedoch gründlich vor, so dass er in diesem Fall schnell einige Ungereimtheiten entdeckt, die auf einen Mord an Ingenieur Strasser hindeuten. Auch die wenig versteckten Drohungen des Bauunternehmers Jennings halten ihn nicht von weiteren Untersuchungen ab. Nebenbei lässt Hauke auch das Geheimnis um den Mord an einem Arbeiterführer in Kiel keine Ruhe, nach weiteren Zwischenfällen in Brunsbüttel, die einen Unfall immer unwahrscheinlicher wirken lassen, bekommt er alle Hände voll zu tun.

Neben dem sich spannend entwickelnden Fall erhält der Leser Einblicke in die Lebens - und Arbeitsverhältnisse der damaligen Zeit. Mit den Rechten der Arbeiter und Meinungsfreiheit war es nicht weit her, Vorgesetzte und Unternehmer hatten weitgehend freie Hand, Ausbeutung war an der Tagesordnung. Auch Hauke kommt immer wieder in Gewissenskonflikte, denn wenn er nach seinem Grundsätzen handelt und den Anweisungen der Oberen zuwider handelt, setzt er seine persönliche Zukunft aufs Spiel. 

Zu einer stimmigen Atmosphäre  tragen auch die Kapitelanfänge bei, in denen jeweils kurze Zeitungsauszüge aus der Region abgedruckt sind, die einen ergänzenden Eindruck darüber vermitteln, was den Menschen im Jahr 1894 wichtig war.

Der Krimi hat mich mit seiner wendungsreichen Geschichte und seinem sympathischen Hauptprotagonisten sehr gut unterhalten und immer wieder überrascht. Den ersten Band kenne ich bislang nicht, werde das aber auf jeden Fall nachholen, um mehr über die Vorgeschichte von Hauke Sötje zu erfahren.

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175 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 85 Rezensionen

thriller, island, yrsa sigurdardóttir, mord, krimi

DNA

Yrsa Sigurdardóttir , Anika Wolff
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei btb, 26.09.2016
ISBN 9783442756568
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Island besitzt nach internationalen Studien eine der niedrigsten Kriminalitätsraten der Welt, Morde sind auf der Insel nicht gerade an der Tagesordnung, aber gerade das scheint die Fantasie der Krimiautoren anzufachen. Zumindest in dem neuen Thriller von Yrsa Sigurðardóttir geht es um einen ausgesprochen perfiden Mörder.

Schon der Prolog ist düster und beklemmend. Er erzählt von drei kleinen Kindern, die durch ein schreckliches Ereignis ihre Eltern verloren haben und nun zur Adoption stehen. Obwohl sich die Geschwister teils sehr nahe stehen, müssen sie getrennt vermittelt werden auch in der Hoffnung, dass sie ihre Vergangenheit so schneller hinter sich lassen und vergessen können.

Die eigentliche Handlung setzt 28 Jahre später ein. Elísa ist mit ihren drei Kindern allein zu Hause, da ihr Mann geschäftlich nach Amerika gereist ist. Als ihre siebenjährige Tochter Margrét nachts zu ihr ins Bett kriecht und berichtet, sie hätte einen Mann im Wohnzimmer gesehen, schreibt Elísa dies zuerst der Fantasie ihrer Tochter zu. Doch kurz darauf ist Elísa tot, auf grausame Weise ermordet, während ihre Tochter sich nur knapp vor dem Mörder verstecken kann. Die Polizei findet am nächsten Tag das völlig verstörte Mädchen, da sie die einzige Zeugin ist, soll sie trotz ihres Traumas mithilfe der Psychologin Freyja befragt werden. Und tatsächlich erfährt der leitende Kommissar Huldar durch Margrét, dass der Täter einen weiteren Mord angekündigt hat. 

Nicht nur aufgrund fehlender Indizien und Spuren stehen Huldar schwierige Ermittlungen bevor. Es ist für ihn der erste Fall als Ermittlungsleiter, und dann erkennt er in Freyja auch noch einen On-Night-Stand wieder, bei dem er sich als Tischler statt als Polizist ausgegeben hatte. 

Während Huldar nach Verdächtigen sucht, taucht in der Geschichte ein junger Mann auf, der mit seinem Funksender rätselhafte Zahlencodes empfängt, in denen er unter anderem seine Personen-ID erkennt, aber auch die einer gewissen Elísa Bjarnadóttir. Auch eine pensionierte Lehrerin bekommt per SMS ähnliche Zahlenreihen und glaubt zunächst an einen technischen Fehler.

Der Thriller ist düster, die Sprache so gewählt, dass eine eindringliche Atmosphäre geschaffen wird. Auch ohne die Schilderung allzu vieler Details ist in einigen Szenen die Angst der Personen oder das Grauen der Opfer fast greifbar und wirkt beängstigend real.

Leider verliert sich der Thriller insbesondere im Mittelteil zu sehr in Einzelheiten aus dem Leben der Charaktere. Noch dazu wirken diese oft sehr steif und hölzern ebenso wie viele der Dialoge. Die meisten der Personen des Buches leiden derart unter ihren Selbstzweifeln, dass sie dadurch in ihrem Auftreten und ihren Entscheidungen stark gehemmt sind. Das war mir insgesamt zu viel und zu deprimierend.  

Abgesehen vom schwachen Mittelteil mit einigen Längen ist der Spannungsbogen jedoch hoch, die Geschichte ist logisch aufgebaut und lässt den Leser mitfiebern. Ich habe die ganze Zeit versucht einen Zusammenhang zwischen dem Prolog und der Haupthandlung zu finden, und die Geschichte konnte mich bis zum Ende hin immer wieder überraschen.

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69 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 28 Rezensionen

entführung, thriller, berlin, kindesentführung, lka

Krähenmutter

Catherine Shepherd
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Piper, 04.10.2016
ISBN 9783492309653
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Bei diesem Buch habe ich mich leider von den zahlreichen 5-Sterne Rezensionen täuschen lassen. "Krähenmutter" war der erste Thriller, den ich von Catherine Sheperd gelesen habe, und es wird ganz sicher auch der letzte sein. Dabei klangen das Thema und der Klappentext vielversprechend, Kindesentführung ist ein emotionales Thema, das für mich als Mutter Horrorszenarien birgt. "Krähenmutter" verschenkt viel an Potential, da der Leser bereits sehr früh die Auflösung des Falls erfährt. Dadurch kommt so gut wie keine Spannung auf, lediglich die Passagen, in denen "Baby" von sich und seinen Erlebnissen erzählt, bieten ein wenig Thrill und haben mich beim Lesen schaudern lassen.
Der Rest der Geschichte ist mehr schlecht als recht zusammen konstruiert, die Charaktere sind flach und klischeehaft, insbesondere die Hauptfigur Laura wirkt in sich unglaubwürdig und unstimmig inklusive ihres Lebenslaufs. Der hübschen und aufgrund eines Kindheitstraumas sensiblen blonden Ermittlerin stehen zwei starke, große Kollegen zur Seite, die um sie buhlen und stets zu ihrer Rettung bei Fuß stehen. Einige der Szenen könnten glatt aus einem Groschenroman stammen. Der skrupellose Geschäftsmann schmückt sich mit einer hübschen Ehefrau, die beim Make-Up Kauf ihr Kind aus den Augen verliert. 
 Die Ermittler agieren hilflos und planlos, statt logischer Kombination von Erkenntnissen führen unglaubwürdige Zufälle zu Ermittlungserfolgen. Das ganze Konstrukt um den Täter, seine Geschichte und Motivation ist komplett unglaubwürdig und fast eine Beleidigung an die Polizeiarbeit. Die rund 280 Seiten sind aufgrund der einfachen Sprache schnell gelesen, beiden vielen Wiederholungen war ich manchmal versucht quer zu lesen. Die Einstufung Thriller passt in meinen Augen gar nicht, weil dem Buch jegliche Thrillermerkmale fehlen, ein trivialer Krimi trifft es besser.

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450 Bibliotheken, 14 Leser, 0 Gruppen, 123 Rezensionen

drohne, jugendbuch, thriller, elanus, ursula poznanski

Elanus

Ursula Poznanski
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Loewe, 22.08.2016
ISBN 9783785582312
Genre: Jugendbuch

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35 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

thriller, mord, serie, stiefmutter, kindermädchen

Glücksmädchen

Mikaela Bley , Katrin Frey
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 10.02.2017
ISBN 9783548288444
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die Journalistin Ellen Tamm hat im Alter von 8Jahren bei einem tragischen Unfall ihre Zwillingsschwester Elsa verloren und dieses Trauma nie überwunden. Das Thema Tod lässt sie nicht los auch während ihrer Arbeit als Kriminalreporterin beim schwedischen Fernsehen. Als die 8-jährige Lycke von ihren Eltern als vermisst gemeldet wird, brechen Ellens Erinnerungen wieder durch und sie ist quasi besessen von dem Gedanken, Lycke zu retten. Je mehr sie in die Geschichte eintaucht, umso deutlicher wird jedoch, dass Lyckes Leben ihrem Namen nicht gerecht wird. Aufgerieben zwischen dem Rosenkrieg der Eltern und der Stiefmutter, der sie im Weg ist, hat Lycke sich immer mehr zurück gezogen und findet selbst in der Schule keine Freunde.
Der Thriller berührt, denn bei Lyckes Verschwinden geht es kaum jemanden um sie selbst, die Familie und auch Ellen sind mehr mit sich selbst beschäftigt, die Medien suchen nach einer best möglichen Vermarktung.
Der Thriller spricht brisante Themen an, allerdings fehlt es etwas an Spannung und der Fokus liegt zu oft auf Ellen. Bei ihren Ängste und Beklemmungen gibt es zu viele Wiederholungen, das Motiv des Täters bleibt dabei leider etwas auf der Strecke. Abgesehen von Ellen bleiben die Charaktere etwas blass, da hätte man mehr heraus holen können. Insgesamt ist dieses Buch jedoch ein vielversprechendes Debüt.

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35 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

ritter, lebensweisheiten, ethan, lebensregeln, ratschlag

Regeln für einen Ritter

Ethan Hawke , Kristian Lutze
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 11.08.2016
ISBN 9783462049336
Genre: Romane

Rezension:

Das Büchlein „Regeln für Ritter“ des Schauspielers und Autors Ethan Hawke ist nicht nur durch seine äußere Erscheinung ungewöhnlich. Mit seinen 10 x 15 cm und 186 Seiten ist das Buch klein, fällt durch seinen grünen Leineneinband und die geprägte goldenen Schrift sofort ins Auge. Aufmachung, Titel und Inhalt wirken auf den ersten Blick altertümlich, Thematik und Aussage sind jedoch zeitlos und aktuell. 

Das Buch widmet sich der Frage, was im Leben wirklich wichtig ist und erläutert anhand kleiner Geschichten die wichtigsten ethischen Grundregeln unserer Gesellschaft. Insgesamt 20 Stichworten wie Dankbarkeit, Freundschaft, Großzügigkeit, Glaube oder auch Hingabe und Liebe ist jeweils ein Kapitel gewidmet, in denen der Begriff mit knappen Worten erläutert und mit kleinen Anekdoten veranschaulicht wird. Als Rahmenhandlung dient der Brief eines Ritters, der Ende des 15.Jahrhunderts am Vorabend einer Schlacht in einem Brief seinen 4 Kindern die Lebensgrundsätze weiter geben möchte, die er selbst als junger Mann von seinem Großvater vermittelt bekommen hat. 

Diese Rahmenhandlung, die noch dazu von einem Vorfahren des Autors verfasst wurden, geben dem Buch eine sehr persönliche Note. Die aufgeführten Grundwerte haben auch in der heutigen Zeit nicht an Aktualität und Bedeutung verloren. Die Geschichten regen zum Nachdenken an und lassen das eigene Handeln überdenken. Es ist nicht unbedingt ein Buch, das man in einem Rutsch durchliest, sondern das man gerne immer mal wieder in die Hand nimmt, um darin zu stöbern.  Bei uns wird es einen festen Platz im Bücherregal bekommen, und ich werde es auch meinen Kindern zum Lesen empfehlen. Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen und mich neugierig auf weitere Veröffentlichungen des Autors gemacht.

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50 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 28 Rezensionen

berlin, ddr, krimi, mord, schule

Wintertod

Thomas Nommensen
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 21.09.2016
ISBN 9783499271984
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

„Wintertod“ ist der 2. Band mit dem Ermittler Arne Larsen, der mir mit seiner besonnenen Art schon in „Ein dunkler Sommer“ gut gefallen hat. Inzwischen hat Larsen von Kiel ans LKA in Berlin gewechselt, er hat kaum seine Stelle angetreten, als er und seine neue Kollegin Mayla Aslan mit einem mysteriösen Fall betraut werden. Auf einem bereits vor Jahren stillgelegten Friedhof im Stadtteil Buch wird die verscharrte Leiche einer Frau gefunden. Alle Spuren deuten auf eine Selbsttötung hin, doch wer hat die Frau dann dort vergraben? Hinweise auf ihre Identität finden sich nicht. Wenig später wird neben dem provisorischen Grab eine Kinderleiche entdeckt, so dass die Polizei doch von einem Verbrechen ausgehen muss.

Ein 2.Handlungsstrang dreht sich um die Grundschullehrerin Lea Zeisberg, die nach einem traumatisierenden Vorfall an ihrer Schule ein halbes Jahr pausiert hat und nach ihrer Rückkehr dort einige beunruhigende Vorfälle beobachtet. Ihre Schülerin Merle, die in der letzten Zeit auffällig oft gefehlt hat, sendet einen versteckten Hilferuf, eine Kollegin verschweigt einen brutalen Angriff in ihrer Klasse. Da die Schule Leas Beunruhigungen nicht ernst nimmt, versucht diese auf eigene Faust heraus zu finden, was hinter den Geschehnissen um Merle und ihren Bruder steckt.

Später kommt noch ein dritter Handlungsstrang dazu, der in kurzen Abschnitten von den verstörenden Erinnerungen eines kleines Jungen gegen Ende der 70er Jahre in der „Waldsiedlung“  erzählt. 

Alle Erzählstränge weisen auf unterschiedliche Art und Weise beklemmende Stimmungen auf. Die Geschichte ist rätselhaft und komplex, beim Lesen habe ich ständig mitgegrübelt, wie die Ereignisse zusammen hängen könnten und wer hinter den Morden steckt. Auch bei den Ermittlungen tauchen trotz erster Erfolge mehr neue Fragen auf als geklärt werden. Der Spannungsbogen ist durchgehend hoch, die Geschichte erreicht gegen Ende mit ihrem Höhepunkt eine schlüssige und überraschende Auflösung. 

Wie schon beim ersten Band hat mir auch hier wieder neben dem Aufbau der Geschichte die ausgefeilte Sprache begeistert. Der Stil ist auf das Wesentliche reduziert, der Autor schafft auch ohne blutige oder grausame Details eindringliche und beklemmende Szenen, die mir so manche Gänsehaut verschafft haben. Die Geschichte mich hat berührt und schaudern lassen. Larsen als Ermittler ist eine sympathische  Figur mit Ecken und Kanten aber ohne allzu große Marotten. Der Fall steht im Vordergrund, das Privatleben Larsens und seiner neuen Kollegin spielt nur eine Nebenrolle, trotzdem bekommt man einen guten Eindruck von ihren Figuren.

Von mir gibt es für diese Thrillerreihe eine absolute Leseempfehlung.  

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149 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 80 Rezensionen

wiedergeburt, reinkarnation, sharon guskin, familie, noah

Noah will nach Hause

Sharon Guskin , Carina Tessari
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Allegria, 22.09.2016
ISBN 9783793423065
Genre: Romane

Rezension:

Der Roman „Noah will nach Hause“ erzählt eine außergewöhnliche Geschichte. Er beschäftigt sich mit dem Phänomen der Reinkarnation, ein schwieriges Thema, da es rational nicht erklärbar ist und schnell auf Ablehnung stößt.

Sharon Guskin geht sehr sensibel mit dem Thema um und verpackt es in eine berührende und zugleich spannende Geschichte.

Janie ist mit Ende dreißig unerwartet und ungeplant schwanger geworden. Der Vater war eine flüchtige Zufallsbekanntschaft, sie erzieht ihren Sohn Noah allein und gerät durch seine sehr spezielle Persönlichkeit an den Rand ihrer Kräfte und Existenz. Noah ist inzwischen vier Jahre alt, wird was jede Nacht von Albträumen geplagt, in denen er zu ertrinken glaubt und sich nach seiner richtigen Mom sehnt. Im Kindergarten eckt er an mit den grausigen Geschichten die er erzählt, und deren Ursprung sich Janie nicht erklären kann. Nach zahlreichen vergeblichen Ärztebesuchen stößt Janie zufällig auf eine Veröffentlichung des Psychologen Jerome Anderson, der sich mit dem Thema Wiedergeburt beschäftigt, und findet in dessen Fallbeschreibungen Parallelen zu Noahs Erzählungen. 

Mit Andersons Hilfe machen sie sich auf die Suche nach dem Ursprung von Noahs Erinnerungen und treffen dabei auf eine in Trauer gefangene Familie.

Der Tod ist etwas, das alle Menschen auf die eine oder andere Weise beschäftigt, jeder wird irgendwann damit konfrontiert und muss seinen eigenen Weg finden, mit Trauer und Verlust umzugehen. Dieses Buch beleuchtet auf fesselnde und berührende Art und Weise, was der Gedanke an den Tod und die Trauer aus den Menschen machen kann. Er stellt die Frage, ob es vielleicht eine versteckte Ebene gibt, die uns Menschen mehr miteinander verbindet, als wir rational erklären können. An eingestreuten Fallbeispielen werden faszinierende Biographien beschrieben, deren Geschichten nachdenklich machen.

Mir haben die Geschichte und der Erzählstil sehr gut gefallen, weil sie die Gefühle der Charaktere eindringlich und authentisch wieder geben, ohne kitschig zu sein oder zu urteilen. Das Buch macht nachdenklich und erzählt gleichzeitig einen spannenden Kriminalfall, so dass mich das Buch sowohl inhaltlich als auch sprachlich sehr ansprechen.

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16 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

freundschaft, schule, musik, song, eifersucht

Lesegören - Cooler Auftritt, Girls!

Bianka Minte-König , Carolin Liepins
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Planet! ein Imprint der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 15.07.2016
ISBN 9783522505154
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Auch der 4.Band aus der Lesegören-Reihe um den GIRLS-Club hat uns wieder genauso gut gefallen wie die anderen Bände.

Inzwischen neigt sich das 6.Schuljahr dem Ende entgegen und vor den Ferien soll in der Schule ein großes Sommerfest stattfinden, für das die Schüler sich Aktionen ausdenken sollen. Das ist ganz nach dem Geschmack der GIRLS, und bei Lottes spontaner Idee eine Band zu gründen sind Hanna und Stine gleich begeistert. Lotte spielt Klavier, Hanna hat zumindest eine Zeitlang Gitarre gespielt, und Stine entdeckt unerwartet ihr Talent fürs Schlagzeug. Wie gut, dass Lottes Papa früher mal mit einer Band aufgetreten ist und in der alten Villa sein Schlagzeug aufgebaut hat. Außerdem hat sein alter Bandkumpel Ekki in der Stadt ein Tonstudio und eine Musikschule, diese Beziehungen können die GIRLS gut gebrauchen. Ob sie es sogar wuppen können, mit einem eigenen Song beim Schuljubiläum aufzutreten? 

Lotte ist leider zwischendurch von anderen Problemen abgelenkt, denn die Versöhnung ihrer Eltern verläuft nicht so glatt wie gehofft. Die alte Villa mit ihrer Baufälligkeit stellen Lottes Mutter ebenso auf die Probe wie die Haustiere, und selbst Lottes friedliebender Papa verliert irgendwann die Geduld.

Meine Kinder und ich hatten viel Spaß beim Lesen des Buches, Lottes offene und herzerfrischende Art, aus ihrem Leben zu erzählen ist wieder sehr mitreißend. Insbesondere bei dem Bandprojekt haben wir mit den GIRLS mitgelitten und mitgefiebert. Die Charaktere und Themen wirken sehr realistisch und sind nah an den Themen dran, die die Zielgruppe der Leser beschäftigt. Es ist schön mitzuerleben, wie Lotte, Stine und Hanna sich im Laufe der Geschichten entwickelt haben, gerade das Bandprojekt hat sie vor einige Herausforderungen gestellt, sie aber auch an Erfahrung und Selbstbewusstsein gewinnen lassen. 

Bianca Minte-König hat mit den GIRLS tolle Charaktere entwickelt, mit denen sich die LeserInnen identifizieren können, und von denen sie sich inspirieren lassen können. Wir freuen uns schon auf neue Abenteuer und Projekte.

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117 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 70 Rezensionen

berlin, jugendbuch, is, attentat, anschlag

Die Attentäter

Antonia Michaelis , Kathrin Schüler
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 22.08.2016
ISBN 9783789104565
Genre: Jugendbuch

Rezension:

“Die Attentäter“ von Antonia Michaelis zählt leider zu den wenigen Büchern die ich nicht zu Ende gelesen habe, weil ich es irgendwann leid war, mich durch die Seiten zu quälen.

Die ersten Seiten, die ich Probe gelesen habe, sowie der Klappentext ließen eine spannende Geschichte erwarten, doch das Buch entpuppt sich für mich als Enttäuschung.

Auf den ersten Seiten klingt das Buch noch nach einer realistischen Geschichte um die Beziehung dreier grundverschiedener Jugendlicher, doch nach und nach verliert sich das Buch immer mehr in  Absurditäten und Oberflächlichkeiten. Die Charaktere sind sehr klischeehaft angelegt, das beginnt schon bei den Hauptfiguren. Cliff ist nicht nur äußerlich dunkel, er besitzt auch ein düstereres und aggressionsgeladenes Naturell. Der blonde Alain ist sein heller Gegenpol, der sensiblere und „Gute“. Dazu kommt noch die bodenständige Margarete, die die beiden Jungen erdet und als eine Art Vermittlerin agiert. 

Aufgrund der ständigen Sprünge in der Zeitlinie und Wechsel der Erzählperspektiven ist das Lesen des Buchs anstrengend. Cliff und Alain erzählen teilweise aus der Ich-Perspektive, dann wieder ist der Erzähler ein Beobachter von außen, Margarete kommuniziert meist im Briefstil mit Cliff oder Alain. Die Wechsel erfolgen teilweise in kurzen Abschnitten, der Leser kann nur aus dem Text erschließen, um wen es sich gerade dreht. Offenbar hat auch die Autorin ab und an den Überblick verloren und die falschen Namen eingesetzt. Das hilft nicht gerade beim Verständnis der Geschichte.

Die Sprache der Autorin ist zudem gewöhnungsbedürftig, mir war es nach einer Weile zu viel an Bildhaftigkeit, die Autorin schwelgt in wortgewaltigen Umschreibungen, ohne wirklich konkretes auszusagen. Die Charaktere sprechen stets ausweichend und in vielen Andeutungen miteinander, klare Dialoge sucht man vergeblich. Den größten Teil des Buches wirken die Personen wie unter Drogeneinfluss, nehmen die Realität kaum war und leben wie in einer Art Wolke.

Die Gefahren des IS und seinen Strukturen gehen unter in der abwesenden Art, in der Cliff diese wahr nimmt. Auch hier verliert sich das Buch in Klischees und gibt liefert keine greifbaren Erklärungen für die Faszination, der die Anhänger erliegen, sondern eher eine Verklärung der Gewaltherrschaft.

Mir fehlt letztendlich auch Erklärungen für die Motivation der Hauptpersonen, die in meinen Augen nicht in sich schlüssig wirken. Alain beispielsweise wird von Cliff immer wieder vor den Kopf gestossen sowie psychisch und physisch verletzt. Trotzdem ist er von Cliff quasi besessen und abhängig. 

Ich kann die Euphorie der anderen Leser leider nicht nachvollziehen, für mich hat dieses Buch nichts zu bieten, was das Lesen interessant machen könnte, so dass ich es nach gut 2/3 dann doch entnervt beiseite gelegt habe.

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90 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 40 Rezensionen

thriller, gold, stein der weisen, alchemie, andreas eschbach

Teufelsgold

Andreas Eschbach
Fester Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 09.09.2016
ISBN 9783785725689
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

“Teufelsgold“ ist kein reißerischer oder blutiger Thriller wie es die Kennzeichnung auf dem Cover suggerieren könnte, sondern eher eine Mischung aus Wissenschafts- und Fantasy-Roman. Er ist weniger actionreich als die bekannteren Bücher Eschbachs wie „Das Jesus-Video“ oder „Der Jesus-Deal“, aber wie vom Autor gewohnt sehr gut recherchiert und in seiner Aussage durchaus provokant.

In vielen Romanen Andreas Eschbachs werden auf die eine oder andere Art wissenschaftliche Utopien thematisiert, in diesem Fall geht es unter anderem um die Überwindung der Alterungsprozesse des menschlichen Körpers und die Erreichung ewigen Lebens. Aber daneben greift Eschbach auch ethische und gesellschaftliche Themen auf wie die Frage nach dem Sinn des Lebens und den Zielen, die wir uns in unserem Leben  setzen. Aufhänger ist der Mythos um den „Stein der Weisen“, ein in der Literatur vielfältig erwähntes Phänomen, dessen Vielschichtigkeit auch in „Teufelsgold“ mit allen Facetten zum Tragen kommt. So wird ihm zum einen nachgesagt, man könne mit seiner Hilfe unedle Metalle zu Gold umwandeln und so zu unendlichem Reichtum gelangen. Zum anderen soll der Stein ein heilende und verjüngende Wirkung besitzen und wird so zum Sinnbild für das ewige Leben, noch weiter gehend soll er den Menschen dazu verhelfen können ein vollkommenes Selbst zu erreichen. 

In Teufelsgold stehen verschiedene Charaktere für diese verschiedenen Ausrichtungen des Steins. Im Mittelpunkt der Geschichte steht Hendrik Busske, dem durch Zufall während einer Seminarreise nach Zürich ein antiquares Buch in die Hände fällt, in dem eine im 14. Jahrhundert angesiedelte Anekdote um den „Stein der Weisen“ geschildert ist. Für Hendrik stellt die Begegnung mit dem Buch eine Art Meilenstein dar, da die Geschichte in ihm zum einen Begeisterung für das Thema Alchemie weckt, ihn zum anderen dazu antreibt die Ziele seines Lebens neu auszurichten, um zu mehr beruflichem und finanziellen Erfolg zu gelangen. Beim Verständnis der alchemistischen Hintergründe ist zunächst sein älterer Bruder Adalbert Ansprechpartner, der als Physiker im Genfer CERN arbeitet. Die Brüder haben kein besonders gutes Verhältnis, im Verlauf der Geschichte und der Suche nach dem Geheimnis des „Stein der Weisen“ ergibt sich jedoch ein engerer Austausch. Adalbert gibt sich zunächst skeptisch, anders als Hendrik liegt ihm nichts an materiellem Reichtum, jedoch ist er an der Verlängerung des Lebens interessiert und lässt sich schließlich ebenfalls von der Magie des Steins in den Bann ziehen, steht somit für diese Seite von dessen Wirkung.

Für das Streben nach Vollkommenheit steht eine Figur aus dem mittelalterlichen Teil der Geschichte, der Alchemist John Scoro. Im Laufe der Zeit wird Hendrik Busske mit verschiedenen Büchern um die Geschichte des Steins der Weisen und John Scoro konfrontiert. Diese Kapitel mit Ausschnitten aus der mittelalterlichen Erzählung ziehen sich durch den Roman und vermitteln gemeinsam mit geschickt eingebauten historischen Erläuterungen auch dem Leser nach und nach die Hintergründe um den „Stein der Weisen“ und dessen geschichtliche Bedeutung.

Ich habe beim Lesen viel gelernt und an einigen Stellen Anregungen gefunden, auch meine Lebenseinstellung zu hinterfragen. Insbesondere die geschichtlichen und philosophischen Exkurse haben mir sehr gefallen. Der Roman beginnt eher ruhig und mit einem langen Einführungsteil, wird dann jedoch zunehmend spannender und interessanter. Die Charaktere sind glaubhaft wenn auch nicht unbedingt sympathisch, die Geschichte ist rätselhaft und lässt viel Raum für Spekulationen. Ich habe schon viele Romane von Eschbach gelesen und weiß somit, dass er in seinen Geschichten ab und an die Grenzen der Naturgesetzte überschreitet. In diesem Fall ist er für meinen Geschmack am Ende etwas zu weit gegangen, als eher rationalem Menschen fällt es mir schwer, die Schilderungen im Schlussteil hinzunehmen, auch wenn sie für den Abschluss der Geschichte wichtig sind.

Insgesamt hat mich beim Lesen jedoch wieder einmal die Vielschichtigkeit des Romans begeistert, „Teufelsgold“ ist eine Geschichte, die mich noch länger in Gedanken beschäftigen wird. 

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37 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

drogen, undercover, thriller, berlin, adoptivbruder

Puppenruhe

Ben Bauhaus
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 14.07.2016
ISBN 9783736301740
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Krimi „Puppenruhe“ ist bereits der dritte Band aus einer Reihe um den Berliner Kommissar Johannes Thiebeck und stellt in meinen Augen eine gelungene Fortsetzung dar.

Bis vor einigen Jahren war Thiebeck bei der Berliner Mordkommission als Ermittler tätig, wurde jedoch unter anderem aufgrund seiner unorthodoxen Methoden und Alleingänge vor einiger Zeit vom Dienst suspendiert.  Gerade diese Eigenheiten machen ihn jedoch auch immer wieder als Unterstützung für die Kripo interessant. Diesmal wird Thiebeck undercover als V-Mann in die Drogenszene eingeschleust, um Informationen über die Vertriebswege einer neu aufgetauchten synthetischen Droge zu beschaffen. In dieser Rolle berichtet er diesmal nicht an seine frühere Kollegin Jana, sondern an die Tulay Tassin von der Drogenfahndung, ein toller neuer Charakter und Gegenpol in der Reihe. Doch als in der Szene, in der Thiebeck, alias Jonny Ticker, gerade Fuß zu fassen versucht, zwei grausame Morde bekannt werden,  wird er doch wieder in die Ermittlungen der Mordkommission verwickelt.

Schon in den ersten beiden Bänden hat Thiebeck seinen besonderen Riecher und seine Kombinationsgabe bewiesen, noch dazu verfügt er über einige hilfreiche Beziehungen, so dass er auch diesmal wieder der Mordkommission schnell einen Schritt voraus ist. Doch gerade bei solch skrupellosen Gegnern bergen seine Alleingänge auch einige Risiken, so dass Thiebeck nicht nur einmal in sehr brenzlige Situationen gerät.

Der Krimi beginnt ruhig gewinnt dann aber enorm an Tempo und ist druchweg spannend erzählt, zum Luftholen gibt es aber ebenso Szenen zum Schmunzeln wie zum Nachdenken. Thiebeck ist ein interessanter Charakter mit Ecken und Kanten, der aber auch seine sensible und nachdenkliche Seite zeigen darf, was unter anderem den Charme dieser Reihe ausmacht. Die anderen Charaktere sind etwas klischeehafter geraten, der eine oder andere ist aber durchaus für eine Überraschung gut. 

Auch diesmal gibt es eine persönliche Verbindung der Fälle zu Thiebeck, sein Adoptivbruder Jan taucht zwischen den Fronten auf und bringt Jonny in moralische Bedrängnis. Auch das gefällt mir an dieser Krimireihe; es gibt nicht nur Schwarz und Weiß, nicht nur Gut oder Böse, sondern es wird gezeigt, wie schwierig es manchmal sein kann, einen Menschen für sein Handeln zu verurteilen.

Das Ende ist abgerundet lässt aber auch ein paar Fragen offen und auf eine baldige Fortsetzung hoffen.

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147 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 101 Rezensionen

schweiz, freundschaft, homosexualität, liebe, juden

Und damit fing es an

Rose Tremain , Christel Dormagen
Fester Einband: 333 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 08.08.2016
ISBN 9783458176848
Genre: Romane

Rezension:

„Und damit fing es an“ von Rose Tremain ist ein bewegender und anrührender Roman, der gerade aufgrund seiner schlichten aber pointierten Sprache ans Herz geht.
Der Roman erzählt aus dem Leben von Gustav Perle, der kurz nach dem 2.Weltkireg in dem kleinen Ort Matzlingen in der Schweiz aufgewachsen ist. Er wächst allein mit seiner Mutter in ärmlichen Verhältnissen auf, sein Vater ist nur wenige Monate nach Gustavs Geburt gestorben. Gustavs Mutter ist mit den Umständen ihres Lebens überfordert, so dass Gustav früh auf sich selbst gestellt ist und erkennen muss, dass er in seinem Leben nicht viele Ansprüche stellen darf. Nur mit seinem Freund Anton und dessen wohlhabenden Familie, erlebt er Freude und Fürsorglichkeit. Die gemeinsamen Sonntage beim Eislaufen und Antons Vorspielen am Klavier gehören zu Gustavs besonderen Glcksmomenten. Seine Mutter steht dieser Freundschaft mit einer jüdischen Familie ablehnend gegenüber, da sie in dem Engagement Gustavs Vater für jüdische Flüchtlinge den Grund für dessen Tod und ihren sozialen Abstieg sieht.
Als Anton Matzlingen verlässt um Karriere zu machen, bricht für Gustav eine Welt zusammen. Erst spät bringen beide den Mut auf, sich aus den Zwängen der Konventionen zu lösen und zu ihrem eigenen Glück zu finden.
Der Roman ist in drei Abschnitte unterteilt. Der erste erzählt von Gustavs Kindheit und dem Beginn der Freundschaft mit Anton, es folgt eine Rückblende zu Jahren kurz vor seiner Geburt und dem Kennenlernen seiner Eltern. Der dritte Abschnitt spielt einige Jahre später, als Gustav und Anton sich mit Anfang fünfzig in ihren Leben bereits etabliert haben.
Die Schicksale Gustavs, seiner Eltern und auch Antons sind mir beim Lesen sehr nahe gegangen. Es ist nicht leicht zu ertragen, von Emilies Verbitterung zu lesen und von Gustavs verzweifelten Versuchen geliebt zu werden. Es ist teils deprimierend mitzuerleben, wie sie in den Zwängen die an sie gestellten Erwartungen zu erfüllen gefangen sind.
Man muss sich auf das Buch einlassen, um alle Nuancen aufnehmen zu können. Die Sprache wirkt an seine Protagonisten angepasst oft einfach, und dennoch steckt zwischen den Zeilen einiges an Kritik der Zwänge der Gesellschaft sowie der politischen Neutralität der Schweiz nach dem 2.Weltkrieg. Gustavs Geschichte regt zum Nachdenken an und geht dabei ans Herz.

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80 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 20 Rezensionen

jack the ripper, london, heilsarmee, east end, armut

Vor dem Abgrund

Tom Finnek
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 16.04.2015
ISBN 9783404171927
Genre: Historische Romane

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98 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 59 Rezensionen

thriller, mia winter, rache, ermittlungen, düsseldorf

18 - Zahlen des Todes

Mia Winter
Flexibler Einband: 350 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 07.04.2016
ISBN 9783802599378
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

„18: Zahlen des Todes“ ist ein sehr spannend verfasster und temporeicher Thriller, der mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat.

Mia Winter ist das Pseudonym von Stefanie Koch, die unter diesem Namen schon erfolgreich einige Krimis veröffentlicht hat. Dieser Thriller bildet den Auftakt zu einer vielversprechenden Reihe um die Ermittlerin Leana Meister und das Spezialistenteam vom LKA Düsseldorf.

Leana Meistert kehrt nach 18 Jahren aus Südafrika nach Deutschland zurück. Die berufliche Belastung hatte ihr psychische Probleme und Schlafstörungen verschafft, ihre Ehe ist gescheitet, ihre Töchter bleiben beim Vater zurück, als Leana ihre neue Stelle bei einer Spezialeinheit des LKA in Düsseldorf antritt. Sie ist kaum angekommen, als eine Mordserie die Truppe in Atem hält. Vieles deutet schnell auf eine Frau als Serienmörderin hin, was eine ungewöhnliche Konstellation ist. Die Täterin geht planvoll, intelligent und skrupellos vor und bringt selbst die exquisit ausgestattete Spezialeinheit an ihre Grenzen.

Mir hat die Mischung des Thrillers gut gefallen, hochtechnisierte Ermittlungsmethoden treffen auf Intuition und Bauchgefühl. Ein Täter ist nicht nur Täter, es wird auch beleuchtet, welche Umstände zu diesen extremen Handlungen führen. Auch der zwiespältige Einfluss der sozialen Medien bildet ein Thema des Thrillers, interne Spannungen innerhalb des Teams lockern die Geschichte auf.

Allerdings bleibt vieles an der Oberfläche und die Charaktere wirken auf mich in einigen Punkten nicht wirklich glaubwürdig. Insbesondere Leana Meister wird zwar als labile Persönlichkeit dar gestellt, tritt hier aber eher als knallharte Ermittlerin auf, so dass man ihr ihre Vorgeschichte nicht wirklich abnimmt. Die Methoden und Mittel der Spezialeinheit sind beeindruckend, einige Szenarien und Aktionen wirken aber überzogen und unglaubwürdig, der Showdown etwas zu effektvoll.

Cover und Titel sind zwar interessante Blickfänger, die Zahl 18 hat aber für die Geschichte eine viel geringere Bedeutung, als es Titel und Klappentext erwarten lassen. Insgesamt präsentiert sich der Auftakt zu dieser Reihe aber sehr vielversprechend, die Charaktere sind noch ausbaufähig. Ich werde mir den 2. Band „21: Zahlen des Todes“, der im Oktober erscheinen soll, auf jeden Fall vormerken.

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89 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 58 Rezensionen

kanada, sport, laufen, olympische spiele, familie

Die Frau, die allen davonrannte

Carrie Snyder , Cornelia Holfelder-von der Tann
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei btb, 13.06.2016
ISBN 9783442754649
Genre: Romane

Rezension:

Aganetha Smart ist stolze 104 Jahre alt, als sie in dem Altersheim, in dem sie seit einigen Jahren lebt, unerwarteten Besuch von zwei jungen Leuten bekommt, die sie zu einem Film über weibliche Athleten interviewen wollen. Im Alter von 20 Jahren hatte Agantha, eine kurzen Berühmtheit erreicht, als  sie 1928 bei der Olympiade in Amsterdam für Kanada eine Goldmedaille in dem Lauf über 800m errungen hatte. Die jungen Leute entpuppen sich als entfernte Verwandte, und der gemeinsame Ausflug zu der Farm, auf der Aganetha aufgewachsen ist, lässt vielschichtige Erinnerungen an ihr Leben aufkommen.
Die Autorin lässt Aganetha die Ereignisse in der Ich-Perspektive erzählen, so dass die Schilderungen sehr intensiv und persönlich erscheinen, der Leser aber auch nur ihre Sicht der Dinge kennen lernt. Es passt zu der Rahmenhandlung, das kleine Stichworte und Schlüsselreize sehr unterschiedliche Episoden in ihr Gedächtnis zurück rufen, für den Leser ist es nicht immer einfach, den Zeitsprüngen zu folgen. Vieles gerät in Aganethas Erinnerungen durcheinander, und sie gibt selbst zu, dass sie nicht immer sicher ist, ob sich die Ereignisse genau so zugetragen haben oder sie sich einfach nur an dieser Version der Geschichte erinnern will.
Das Buch konnte nicht ganz meine Erwartungen wecken, vor einiger Zeit habe ich  „ Als der Himmel uns gehörte“ von Charlotte Roth gelesen, der sich ebenfalls um die schwierigen Bedingungen einer Olympionikin zu Beginn des 20. Jahrhunderts dreht, und in dem mich die Geschichte der Hauptprotagonistin deutlich mehr berührt und gefesselt hat.
Das mag mit an Aganethas Verbitterung liegen, die in dem gesamten Roman deutlich zu spüren ist. Ich habe die Schilderungen zeitweise als ermüdend und langatmig empfunden und war mehrfach versucht, das Buch zur Seite zu legen. Wie weit die Tragik Aganethas Geschichte geht, erfährt der Leser erst ganz am Ende des Romans, hier schließt sich der Kreis und erst im Nachhinein versteht man als Leser ein Stückweit ihre Beweggründe.
Der Roman zeigt am Beispiel Aganethas auf, mit welchen Unbillen und Konventionen Frauen zu der damaligen zeit zu kämpfen hatten. Aufgrund der Schroffheit ihres Charakters konnte ich mit der Hauptfigur jedoch nicht wirklich warm werden.

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101 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 59 Rezensionen

friedhof, krimi, georgien, gesine cordes, findelkind

Fuchskind

Annette Wieners
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 17.06.2016
ISBN 9783548612515
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

„Fuchskind“ ist bereits der zweite Krimi um die Friedhofsgärtnerin Gesine Cordes, leider konnte mich die Fortsetzung nicht ganz so begeistern wie der erste Band „Kaninchenherz“.

Die Reihe ist dadurch interessant, dass hier neben der Polizeiarbeit die Friedhofsgärtnerin und ehemalige Kripomitarbeiterin Gesine Cordes im Mittelpunkt steht. Während der erste Band seine Spannung in großen Teilen aus einem Fall ziehen konnte, der Gesine persönlich sehr emotional betrifft und ihre aktuelle Situation erklärt, bleiben diesmal die Figuren eher ein wenig blass. Der Novembernebel scheint auf die Figuren abzufärben, nicht nur Gesine sondern auch die Ermittlerin Marina Olbert wirkt streckenweise verzagt und zögerlich.

Der Krimi kommt eher ruhig daher, dennoch ist er spannend aufgebaut, führt den Leser im Verlauf auf falsche Fährten, die Auflösung zeichnet sich erst gegen Ende der Geschichte ab.

Wie schon im ersten Band gibt es zwei Fälle zu lösen, bei denen anfangs nicht wirklich klar ist, wie sie zusammen hängen. Gesine Cordes findet auf dem Friedhofsgelände ein ausgesetztes Baby und wird dadurch an den Tod ihres eigenen Sohnes vor 10 Jahren erinnert. Zeitgleich wird an der Bushaltestelle vor dem Friedhof eine nackte Frauenleiche entdeckt und der Pförtner wurde überfallen. Als dann auch noch Gesines Ex-Mann Klaus auftaucht, den sie seit mehreren Jahren nicht gesehen oder gesprochen hat, kommt Gesine emotional an ihre Grenzen.

Dieser Krimi wird sicher nicht jedermanns Sache sein, aus meiner Sicht sollte man den ersten Band kennen, um Gesines Schicksal, ihre Probleme im Umgang mit Hannes und Marina Olbert sowie ihre Passion zu den Giftpflanzen richtig verstehen zu können. Die privaten Belange der Hauptpersonen nehmen einen großen Raum ein, die Auflösung der Fälle gerät dabei zeitweise ins Hintertreffen. Insbesondere die Polizeiarbeit gerät für meinen Geschmack etwas zu kurz, Marina Olbert tritt als Einzelkämpferin auf, die Mitarbeiter agieren derart im Hintergrund, dass ihre Ergebnisse zu oft wie Zufall wirken. Auch aus dem Motiv hinter den Taten hätte man etwas mehr machen können.

Als Fortsetzung dieser ungewöhnlichen Reihe passt dieser Band jedoch und hat mich nicht zuletzt mit seinen spannenden Entwicklungen zum Ende der Geschichte durchaus gut unterhalten.  

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92 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 43 Rezensionen

alligator, roadtrip, usa, reise, florida

Albert muss nach Hause

Homer Hickam , Wibke Kuhn
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 07.06.2016
ISBN 9783959670227
Genre: Romane

Rezension:

Homer Hickham hat viel Geduld mit seiner Frau Elsie, als ihr Alligator Albert ihn jedoch im Bad attackiert, stellt er sie vor ein Ultimatum: „Ich oder der Alligator.“

Da muss Elsie eine Weile überlegen, denn sie hat sich in dem kleinen Bergwerksstädchen Coalwood nie so richtig wohl gefühlt. Doch schließlich entschließt sie sich, dass Albert in seiner Heimat in Orlando besser aufgehoben ist und sie ihn dorthin zurück bringen will. Eine solche Reise von West Virginia nach Florida ist in Amerika im Jahr 1935 keine Kleinigkeit. So lässt Homer sich von seinem Posten im Bergwerk beurlauben und macht sich mit Elsie und Albert in seinem Buick auf eine Art verspätete Hochzeitsreise, ein zugeflogener Hahn komplettiert die bunte Runde. Es beginnt ein Roadtrip der besonderen Art, auf dem Elsie und Homer einige abenteuerliche Erlebnisse widerfahren. 

Es ist kein Zufall, dass einer der Hauptcharaktere den selben Namen trägt wie der Autor. Allerdings 

handelt es sich in der Geschichte um seine Eltern, die diese Reise zu Beginn ihrer Ehe unternommen haben, noch bevor Homer Junior und sein Bruder auf der Welt waren. Im Laufe der Jahre hat der Autor stückweise in Form kleiner Anekdoten erfahren, was seine Eltern auf der Reise erlebt, wen sie kennengelernt und was sie empfunden haben. Es bleibt offen, wieviel Wahrheit in der Geschichte steckt, und was die beiden an Ausschmückungen hinzu erdacht haben. Die Schilderungen sind spannend bis skurril, sie geben einen Einblick in die Geschichte Amerikas in den 30er Jahren, die damaligen Probleme der Menschen allgemein sowie Homers und Elsies im Besonderen. Die Reise ist viel mehr als sie zu Anfang scheint, sie dient nur am Rande dazu, Albert nach Hause zu bringen, sondern ist vielmehr auch ein Reise Homers und Elsies zu sich selbst.

Die Mischung aus Fiktion und Einstreuung historischer Ereignisse sowie bekannter Persönlichkeiten erinnert an die Bücher von Jonas Jonasson, erreicht aber nicht dessen selbstironischen Witz, vielleicht weil es sich aufgrund seines biografischen Anspruchs oftmals zu ernst nimmt.

Es ist schade, dass in dieser deutschen Ausgabe die im Anhang erwähnten Fotos nicht mit abgedruckt sind, da sie eine schöne Ergänzung bilden, um die Stimmung der Reise zu verdeutlichen. 

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222 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 91 Rezensionen

familie, tod, selbstmord, roman, tragödie

Was ich euch nicht erzählte

Celeste Ng , Brigitte Jakobeit
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 27.05.2016
ISBN 9783423280754
Genre: Romane

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(71)

112 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 64 Rezensionen

kaffee, historischer roman, abenteuer, diebstahl, türkei

Der Kaffeedieb

Tom Hillenbrand
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 10.03.2016
ISBN 9783462048513
Genre: Historische Romane

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39 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

doping, ddr, krimi, sport, odenwald

Nachtblau stirbt die Erinnerung

Brigitte Pons
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 03.03.2016
ISBN 9783802599316
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

„Nachtblau stirbt die Erinnerung“ ist bereits der dritte Band um den Ermittler Frank Liebknecht. Das Cover fügt sich gut in die Reihe ein, und auch bei der Geschichte ist die Autorin Brigitte Pons ihrem Stil treu geblieben. Neben einem komplexen Fall mit einem interessanten und offensichtlich gut recherchierten Thema lockern kleine Geschichten um die Ermittlergruppe die Sache auf. Neben der Hauptfigur Frank Liebknecht wird diesmal auch seinem Kollegen Marcel Neidhardt eine größere Rolle eingeräumt.

Im Mittelpunkt des Buches steht aber natürlich wieder ein spannender Kriminalfall. Diesmal beginnt die Geschichte nicht mit einem Mordfall, sondern mit einem rätselhaften Fund auf dem Vielbrunner Friedhof. In einem fingierten Grab steckt ein Holzkreuz kopfüber im Boden, und darunter verbirgt sich ein Beutel mit 30 Münzen Ostmark. Während Frank Liebknecht rätselt, welche Symbolik dahinter stecken könnte, wird René Hübner nervös, als er von dem Fund erfährt. In der Sportgruppe, die er leitet, trainiert auch Pia Brenner, Tochter des Leiters der Kripo Erbach. Hübner bittet Peter Brenner um Hilfe, doch bevor sich die beiden treffen können, wird Brenner brutal niedergeschlagen. 

Diese Tat erschüttert insbesondere die Kripo, die jedoch umso entschlossener der Sache auf den Grund gehen will. Ein Todesfall bringt weitere Unruhe und Verwirrung. Die Geschichte ist sehr vielschichtig aufgebaut, aus Rückblenden erfährt der Leser, dass es hier unter anderem um die Folgen des Dopingmissbrauchs in der ehemaligen DDR geht und die menschlichen Tragödien, die daraus entstanden sind. Wer ist Täter, wer ist Opfer, stellt sich im Verlauf die Frage. 

Mir gefällt es, dass der Krimi so komplex aufgebaut ist und die Figuren sehr authentisch wirken. Die Personen sind nicht perfekt, sondern dürfen auch Fehler machen und sich entwickeln, wie beispielsweise David und Pia. Aber auch Frank und Marcel erleben einige Veränderungen und schein daran ein Stückweit zu wachsen.

Auch wenn ich dieses Buch gerade erst aus der Hand gelegt habe, freue ich mich schon auf ein Wiedersehen mit den Hauptpersonen. 

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44 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

pandemie, thriller, schweden, folter, sinon

Sinon

Dan Sehlberg , Dagmar Lendt
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 10.03.2016
ISBN 9783462047783
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Thriller „S.I.N.O.N“ von Dan T. Sehlberg ist ein dramaturgisch gut gemachter Thriller, der mich allerdings durch seine unglaubwürdige Story und durch seine Häufung glücklicher Zufälle enttäuscht hat.

Man sollte wissen, dass S.I.N.O.N die Fortsetzung von Sehlbergs Debütroman M.O.N.A darstellt. Mir war beim Lesen leider zunächst nicht klar, dass diese beiden Bücher aufeinander aufbauen. Zwar gibt es ein paar Erklärungen zur Geschichte von M.O.N.A, dennoch war die Vielzahl an Charakteren, deren Zusammenspiel und Motivation für mich anfangs schwer einzusortieren, weil mir die Vorgeschichte nicht bekannt ist.

Die Grundzüge des Thrillers bieten die Basis für eine spannende Geschichte. In Schweden hat die Frau des IT-Spezialisten Eric Söderquist als einzige die Infektion mit einem neuartigen Virus überlebt. Als es weitere Erkrankte gibt, ist Hannas Blut die einzige Hoffnung für einen Impfstoff.

Skrupellose Geschäftemacher wittern hinter dieser Entwicklung die Chance für ein großes Geschäft und gehen mit zweifelhaften Methoden vor. Können Eric und Hanna der Firma Cryonordic wirklich trauen?

Und dann ist da noch Akim Katz, Deckname Sinon, ein ehemaliger Hisbollah-Spion mit Kontakten zum israelischen Ministerpräsidenten. Aufgrund einiger Verwicklungen in dem Fall M.O.N.A sinnt er auf Rache und sieht in dem Projekt um den Virus seine Chance gekommen.

Soweit, so gut und spannend. Leider gibt es in diesem ganzen Verwirrspiel zu viele Zufälle, die den Personen auf die Sprünge helfen. Die Geschichte weist immer wieder Ungereimtheiten auf unter anderem in zeitlichen Abläufen und Zusammenhängen, aber auch die Motivation einiger wichtiger Charaktere bleibt unklar.

Zudem ist die Grundidee hinter dem Virus in meinen Augen absolut nicht nachvollziehbar, im Verlauf wird aber zu viel Wert auf die Verknüpfung zwischen Computer- und biologischem Virus gelegt, als dass ich das beim Lesen einfach übergehen konnte.

Für mich war das Buch dadurch unglaubwürdig und letztendlich eine Enttäuschung. Das liegt vermutlich auch darin begründet, dass ich den ersten Band nicht kenne. Nachdem, was ich hier über die Geschichte von M.O.N.A heraus gelesen habe, hätte ich nach dem ersten Band vermutlich aber an einer Fortsetzung auch kein Interesse mehr habt.

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27 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

btb verlag, serie, indien, mikael bergstrand, band 1

Der Fünfzigjährige, der nach Indien fuhr und über den Sinn des Lebens stolperte

Mikael Bergstrand , Sabine Thiele
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei btb, 08.03.2016
ISBN 9783442713578
Genre: Romane

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