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102 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

antike, poetik, tragödie, komödie, dramentheorie

Poetik

Aristoteles , Manfred Fuhrmann
Flexibler Einband
Erschienen bei Reclam, Philipp
ISBN 9783150078280
Genre: Klassiker

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

heyne, jens lubbadeh, teaser

Das Neanderthal-Projekt

Jens Lubbadeh
E-Buch Text: 42 Seiten
Erschienen bei Heyne Verlag, 16.10.2017
ISBN 9783641223571
Genre: Science-Fiction

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10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

jane eyre, creole, patois, bertha rochester, roman

Wide Sargasso Sea

Jean Rhys
Flexibler Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Penguin Books Ltd, 30.03.2000
ISBN 9780141182858
Genre: Sonstiges

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9 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

graphic novel, vater, kindheit, amerika, coming out

Fun Home

Alison Bechdel , Sabine Küchler , Dennis Scheck
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 25.11.2014
ISBN 9783551713766
Genre: Comics

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41 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

feminismus, must have, frauenfiguren, cartoon

Das Problem mit den Frauen

Jacky Fleming , Silke Pfeiffer
Fester Einband: 128 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 16.02.2017
ISBN 9783462050240
Genre: Sachbücher

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84 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 8 Rezensionen

musik, komponist, russland, stalin, diktatur

Der Lärm der Zeit

Julian Barnes , Gertraude Krueger
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 16.02.2017
ISBN 9783462048889
Genre: Romane

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32 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 1 Rezension

china, politik, familiengeschichte, kommunismus, kulturrevolution

Wilde Schwäne

Jung Chang , Andrea Galler , Karlheinz Dürr
Flexibler Einband: 752 Seiten
Erschienen bei Droemer Taschenbuch, 01.07.2015
ISBN 9783426300855
Genre: Biografien

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432 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 9 Rezensionen

klassiker, wissenschaft, galileo galilei, galilei, brecht

Leben des Galilei

Bertolt Brecht , Dieter Wöhrle , Dieter Wöhrle
Flexibler Einband: 191 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 30.03.2011
ISBN 9783518188019
Genre: Klassiker

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172 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 34 Rezensionen

cambridge, boxen, pitt club, gesellschaftskritik, der club

Der Club

Takis Würger
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Kein & Aber, 22.02.2017
ISBN 9783036957531
Genre: Romane

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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Olympia, Jubiläums-Edition

Anita Shreve , Mechtild Sandberg-Ciletti
Flexibler Einband: 477 Seiten
Erschienen bei Piper
ISBN 9783492241175
Genre: Historische Romane

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48 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

lena dunham, autorin, buch, not that kind of girl, kurzbewertung

Not That Kind of Girl

Lena Dunham , Sophie Zeitz , Tobias Schnettler , Joana Avillez
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 25.08.2016
ISBN 9783596198047
Genre: Romane

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(119)

200 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 80 Rezensionen

alter, liebe, tod, frankreich, liebe im alter

Und jetzt lass uns tanzen

Karine Lambert , Pauline Kurbasik
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Diana, 06.03.2017
ISBN 9783453291911
Genre: Liebesromane

Rezension:

Inhalt

Der Zufall wolle, dass sie sich trafen:

Marcel, ein Träumer, stets mit dem Blick zu den Sternen am Nachthimmel gewandt
und Marguerite, die ihr ganzes Leben in einem goldenen Käfig verbrachte und verlernt hat zu träumt.

Beide verlieren plötzlich ihre Ehepartner und nach langer Zeit sind sie wieder alleine.
Statt sich in der Trauer und modernen Welt zu verlieren finden sie zueinander und wollen von vorne beginnen. Sich alte Wünsche erfüllen, impulsiv sein und verliebt durch die Straßen Frankreichs tanzen.

Meine Meinung

Heute versuche ich mal flotter fertig zu sein und ausnahmsweise sollte das kein Problem sein, denn all zu viel habe ich nicht zu sagen. Und jetzt lass uns tanzen ist eine wirklich süße Geschichte, deren Aussage ich sehr mag:

Alter ist keine Grenze für neue Liebe und Wandel in deinem Leben, solange du nicht zulässt, dass die Angst vor dem Unbekannten dich fesselt und übermannt.

Ich lese nicht oft pure Liebesromane, schon gar nicht mit 70-jährigen Protagonisten und somit war es eine willkomene Abwechlung von all den schweren, pompösen Draman, sie sich sonst so in meinem Zimmer stapeln. Wie jedoch diese Botschaft an den Leser weitergegeben wird, ist nicht besonders großartig oder hervorstechend.

Wie bereits gesagt, es ist eine süße Geschichte, die sich schnell und locker flockig lesen lässt, wahrscheinlich auch wegen den nur knapp über 200 Seiten. Ich denke mir fehlt etwas der Charakter des Buches. Weder der Schreibstil noch die Handlung haben mich sonderlich inspiriert. Wenn mich doch etwas interesseiert hat, zum Beispiel die Kindheit von Marcel, so wurde das nur kurz angeschnitten und nie wieder aufgegriffen. Mein Leseerlebnis war also eher von flüchigem Geschmack und der Sorte, die man schnell vergisst. Dementsprechend nur schwer einzigartig.

Natürlich hat das auch viel mit dem persönlichen Geschmack jedes einzelnen Lesers zu tun, so etwas wie objektive Kritik gibt es in diesem Bereich der Literatur immerhin nicht.

Dass es jedoch nur daran liegt, dass dieses Genre zum Beispiel für eine 18-Jährige nicht sonderlich spannend ist, bezweifle ich. Der richtige Autor kann dir mit seiner Stimme alles verkaufen, Alter sollte da keine Rolle spielen und somit bin ich nicht all zu beeindruckt von Karine Lamberts Geschichte.


Fazit

Wirklich? Nach so wenigen Sätzchen noch ein Fazit? Na schön, für die ganz lesefaulen heute ;)

So ziemlich alle Stilmittel eines Romanes, die ihn als ein einprägsames und kreatives Werk auszeichen, sind bei Und jetzt lass und tanzen von eher unauffälliger Qualität. Die Handlung? Ganz nett. Schreibstil? Mau. Charaktere? Zu flüchtig beschrieben.
Was ich jedoch aus dem Roman mitgenommen habe ist die Hauptaussage hinter der Geschichte und das ist ja ein sehr wichtiger und nicht immer selbstverständlicher Punkt.

Somit erhält diese süße, leichte Geschichte für den kleinen Hunger 3 von fünf Sterne von mir.


  (75)
Tags: liebesromane   (1)
 

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778 Bibliotheken, 18 Leser, 2 Gruppen, 142 Rezensionen

veronica roth, rat der neun, fantasy, science fiction, jugendbuch

Rat der Neun - Gezeichnet

Veronica Roth , Petra Koob-Pawis , Michaela Link
Fester Einband: 600 Seiten
Erschienen bei cbt, 17.01.2017
ISBN 9783570164983
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt

Ein Plante. Zwei verfeindete Völker.
Akos und Cyra, von der jeweils anderen Seite, lernen von der ersten Stunde ihres Lebens an, die anderen zu hassen und zu fürchten. Dabei sind beide schicksalsgesegnet und scheinen ein vorgeschriebenes Ende zu haben. Ihre gemeinsame Geschichte beginnt, als Akos entführt und in den Dienst des verfeindeten Nachbarn gezwungen wird. Der Schutz der Schwester des tyrannischen Machthabers soll von nun an seine Pflicht werden, Cyra. Misstrauen und Gegensätze bestimmen zunächst ihre Beziehung, der eine nutzt den anderen aus. Doch schnell merken sie, dass sie das gleiche Ziel verfolgen:
Freiheit.
Nun bleibt bloß der Rest der Galaxie, gegen den sie gemeinsam ankommen müssen, angefangen bei Cyras grausamen Bruder, der vor keinen Mitteln zurück schreckt, die Macht des ganzen Planeten an sich zu reißen.

Meine Meinung

Ich weiß natürlich nicht, wie ihr die ersten Kapitel des Buches gelesen habt, aber ich ging mit gemischten Gefühlen an den Rat der Neun. Die Autorin hat sich ja mit der Divergent/Unbestimmt Serie in den letzten Jahren einen großen Namen erschrieben, jedoch fand ich ihre Romane nicht durchgehen positiv: Teil eins hat mich unvorbereitet von den Socken gehauen und jede Faser meines Teenie-Seins begeistert. Die Fortsetzung war dann so sterbenslangweilig, dass ich es kaum bis zum Ende gepackt habe und Band drei erst Jahre später gelesen habe. Den fand ich zunächst ähnlich schlecht wie seinen Vorgänger und erst die letzten 200 Seiten konnten wieder meine Leidenschaft für die Trilogie entfachen. Selbstverständlich hat sich vor allem der Ausgang sehr in mein Gedächtnis gebrannt, so schnell habe ich selten eine Taschentücherbox aufgebraucht (und das will schon was bei mir heißen).
Wie würde also die neue Serie werden? Bloß ein fahler Abklatsch der Dystopie Welt von Tris und Four? Oder doch etwas ganz anderes? Die Kritiken sind ja nun wirklich gespalten und damit nicht all zu "hilfreich". Ich musste mir also ein eigenes Bild verschaffen.

Was ich schon mal klar sagen kann, ist, dass es keine Kopie der Unbestimmt Serie ist, was ich großartig finde. Selbstverständlich ist das nämlich nicht. Ich ertappe öfters Autoren, die nach einer großen Erfolgsserie sich an eine neue heranwagen und im Grunde genommen genau das gleiche schreiben bloß mit anderen Namen (*hüstel* Derek Landy).
Aus meiner Sicht also ein erster, großer Pluspunkt, der mir wirklich wichtig war.
Die neu kreierte Welt des Romanes finde ich ebenfalls grandios. Veronica Roth geht weiter als in Die Bestimmung mit dem System der fünf Fraktionen, welches ja eine Dystopie unserer Erde sein könnte und schafft ein völlig fremdes, originelles und spannendes Universum, welches viel Raum für weitere, mitreißende Geschichten bietet. Die Idee mit den unterschiedlichen Begabungen, Schicksalen und neun Planeten, die einen Rat bilden, finde ich wirklich klasse. Ebenso gut ist die Handlung, bei der ich mal wieder das Gefühl hatte, dass die Autorin weiß, wohin sie ihre Story bringen möchte und was jeder Rolle bevorsteht. Diesen Stil schätze ich besonders an Veronica Roth. Alles ist bis ins kleinste Detail durchdacht und hat einen Sinn, damit das Drama am Ende on point die perfekte Wirkung hat. Dies hat interessanterweise auch eine dunkle Seite, in Die Bestimmung - Letzte Entscheidung wurde uns ja deutlich gezeigt, wozu sie fähig und bereit ist (keine Spoiler hier ;) ). Somit habe ich ein bisschen Angst vor dem großen Finale im letzem Band, was meiner Meinung nach aber bloß die Spannung steigert, denn sonst weiß man immer, dass den Protagonisten nichts passiert und sie am Ende des Tages mit ein paar Schrammen nach Hause gehen.

Wo wir schon mal bei den Protagonisten bin, so bin ich auch hier positiv überzeugt. Wir haben eine Katniss ähnliche Heldin, Cyra, die charmant willensstark, uneitel und stur ist. Ihr Gegenstück, Akos, ist dabei mehr bzw. öfters sensibel, sympatisch und überaus geheimnisvoll, was wahrscheinlich nicht zuletzt daran liegt, dass wir ihn in einigen Kapiteln aus der dritten Perspektive erleben und Cyra die Ich-Perspektive für sich beansprucht. Zusammen ergeben sie ein ausgeglichenes, starkes und sensationelles Paar, auf das ich mich schon in den Fortsetzungen freue.

Das war doch nun einiges an Lobenswertem, was mir zu Rat der Neun - Gezeichnet eingefallen ist. Jedoch ist der Auftakt zu der neune Trilogie/Serie (?) keinesfalls fehlerfrei.
Ich hatte zum Beispiel in den ersten Kapitel extreme Schwierigkeiten, mich mit der Geschichte anzufreunden oder mir die Welt überhaupt vorzustellen. Letzteres will mir noch immer nicht so recht gelingen. Die Autorin versteht es (wahrscheinlich unfreiwillig), ab und zu ihre Leser so gelungen zu verwirren, besonders am Anfang, dass man öfters zurück blätter oder nachschlagen muss, um zu verstehen, wo und wann man sich in der Geschichte gerade befindet. Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft? Sind gerade etwa zwei Jahre vergangen?

(Kleiner Tipp dazu: Ja!
Ich habe noch immer keine wirkliche Ahnung, wo genau der Zeitsprung war oder ob zu Beginn einfach nur die Vergangenheit wiederholt wurde, aber Kapitel 8 ist bis jetzt mein Hauptverdächtiger. Wenn du also gerade mit dem Buch anfängst, Achtung! 8. Kapitel, die ersten Worte "Ich erwachte mit einem Stöhnen. Jemand klopfte" bedeuten nicht, dass sie am nächsten Tag aufwacht, auch wenn sie in Kapitel 7 gerade zu Bett ging, sondern f***ing zwei Jahre später!!! Hoffe, das ersparte dir ein bisschen meinen Ärger, rauszufinden, was du gerade überhaupt liest.)
Ich hatte, bevor ich den Jahressprung verstand, wirklich Angst, dass die zwei Hauptpersonen die gesamte Geschichte über 14 Jahre alt bleiben, was ich nicht so witzig gefunden hätte. 16 finde ich da schon etwas akzeptabler. Neben solchen Missverständnissen hatte bzw. habe ich noch immer, wie bereits erwähnt, kleine Schwierigkeiten, mir die Welt und die vielen, unterschiedlichen Kulturen im Roman bildlich vorzustellen. Sei es die verschneite Landschaft Hessas, ihr Gegenstück Voa oder den Wasserplanet Pitha. Mittelalterliche Beschreibungen treffen auf alle erdenklichen Ausführungen von High Tech und lassen mich äußerst ratlos zurück.

Des weiteren... gibt es ein "Des weiteren"? Ich muss jetzt mal angestrengt nachdenken. Ach ja! Eine Kleinigkeit, wenn auch nervig. Namen! Soo viele Namen! Natürlich ist es verständlich, dass in dem ersten Band einer neuen Serie viele, neue Namen auf den Leser einprasseln, jedoch kann man dessen Leben auch extra schwer machen, indem man sich einer Klingonisch-ähnlichen Sprache bedient und sich alles gleich anhört. Ein Glossar hätte an dieser Stelle Wunder gewirkt. Lustigerweise gibt es sogar ein Glossar, aber nur für Fachbegriffe, die zum Beispiel besondere Blumen oder Planeten erklären und das ich erst entdeckt habe, als ich mit dem Buch schon fertig war.
Hier also ein zweiter Tipp: Schau dir die letzten Seiten an! Dort findest du ein semi-hilfreiches Glossar und eine wahrlich hübsche Karte des Planetensystems.

Fazit

Wo ist der Rat der Neun nun einzuordnen? Neben seinem Bruder, also dem ersten Band der Bestimmung Serie? Oder doch völlig unabhängig von jeglichen Vergleichen?
Ich entscheide mich eher für letzteres, obwohl es natürlich schwer fällt, unterschiedliche Werke des gleichen Autoren nicht doch ein bisschen nebeneinander zu stellen. Hier kam mir der Gedanke jedoch recht selten, die Bücher sind einfach wirklich unterschiedlich.
Die zahlreichen brillanten Gedanken Veronica Roths zu der Geschichte von Akos und Cyra faszinieren mich schlichtweg und ich bin mir sicher, dass uns noch viele, spannende Seiten erwarten und ein atemberaubendes Abenteuer. Nun ist der Auftakt aber nicht ohne Fehler, sondern weist gleich mehrere Störfaktoren auf (Beispiele ***), von denen ich mir verspreche, sie in den den kommenden Bänden nicht wieder anzutreffen.
Somit hege ich große Hoffnungen auf Verbesserung und freue mich gleichzeitig enorm auf Band zwei.

  (18)
Tags: drama, jugendbücher, romantasy   (3)
 

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149 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

liebe, eleanor & park, rainbow rowell, liebesgeschichte, jugendbuch

Eleanor & Park

Rainbow Rowell
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Orion Publishing Group, 27.03.2012
ISBN 9781409116325
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt

Original Klappentext

eleanor... Red hair, wrong clothes. Standing behind him until he turns his head. Lying besides him until he wakes up. Making everyone else seem drabber and flatter and never good enough... Eleanor

park... He knows she'll love a song before he plays it for her. He laughs at her jokes before she gets to the punch line. There's a place on his chest, just below his throat, that makes her want to keep promises... Park

Set over the course of one school year, this is the story of two star-crossed sixteen-year-olds - smart enough to know that first love almost never lasts, but brave and desperate enough to try.

Meine Zusammenfassung

Wilde, rote Locken, von oben bis unten mit Sommersprossen bedeckt und ein herausforderndes Grinsen im Gesicht. Vom ersten Moment an kann Park nicht seinen Blick von der neune Schülerin abwenden, die eines Tages plötzlich im Bus steht und sein Leben auf den Kopf stellt.
Zuerst schweigen oder starren sie sich nur an, doch merken bald dass sie aneinander brauchen und keinen Tag mehr getrennt sein wollen. Ohne den anderen ist der Rest der Welt grau und fad und obwohl es "nur" die erste Liebe ist, trauen sich sich, ihr eine Chance zu geben und verlieren sich ineinander.

Erster Satz

He'd stopped trying to bring her back.

Meine Meinung

Wie konnte es bloß geschehen, dass ich erst jetzt, im Jahre 2017, auf die Idee gekommen bin, das Buch mit den zwei Teenies und einem Walkman (okay, Kopfhörern) auf dem Cover zu lesen?!
Ersthaft! Wo war ich, dass ich diesen Roman verpasst habe?
Naja, jetzt kann ich hoffentlich meine Gedanken kurz sortieren und euch meine Meinung zu diesem (Achtung, Spoiler!) spektakulären Roman präsentieren.

Die Geschichte von Eleanor und Park spielt in den 80ern, weshalb die zwei gegenseitig Kassetten und Comics austauschen und über ihre aktuellen Lieblingsbands diskutieren, wie zum Beispiel die Beatles oder Smiths. Von da an wusste ich bereits, dass ich jedes kommende Kapitel mögen würde und ich wurde nicht enttäuscht.

Die genau Geschichte ist nichts das, was das Buch so besonders macht, auch wenn sie natürlich spannend, abwechslungsreich und mitreißend ist (waren das gerade drei Synonyme? O_o ).
Was Eleanor & Park unterscheidet, ist der Autor bzw. die Autorin. Fragt mich nicht warum, aber bei dem Namen Rainbow dachte ich zuerst, ich hätte einen Mann "vor" mir, ähnlich wie bei Harper Lee (bitte sagt mir, dass euch das auch manchmal passiert).
Jedenfalls gelingt es Rainbow Rowell mit ihrem sensationellem Schreibstil die normale 08/15 Liebesgeschichte zum Leben zu erwecken. Sie wechselt oft zwischen den Gedanken und Perspektiven unserer beiden Protagonisten, leiert aber nicht mit gleichem Prinzip einfach weiter, sondern verpasst ihnen Individualität. Sie sagt uns also nicht nur mit Worten, wie unterschiedlich Eleanor und Park sind, sondern in den Worten selbst liegt der Unterschied.
Auch ohne die Überschriften Park oder Eleanor könntest du mühelos feststellen, wem du gerade zuhörst.
Park hat einen klasse trockenen Humor und ist trotzdem der Romantiker in der Beziehung.
Eleanor auf der anderen Seite hat gelernt, immer pragmatisch zu denken und lebt durch ihr instabiles Elternhaus in einer völlig anderen Welt.

Dieses Meisterwerk an Schreibkunst lässt jede einzelne Szene, die du gerade lies, haargenau in deinem Kopf entstehen, sodass du gar nicht mehr in ein Kino zu gehen bräuchtest, sollte der Roman mal verfilmt werden. Alles hast du nämlich bereits vertont und in strahlender Farbe vor dir gesehen.

Eine weitere Gabe der Autorin scheint zu sein, erschlagend echte Emotionen beim Leser hervorzurufen. Nicht umsonst hat John Green geschrieben:

Eleanor & Park reminded me not just what it's like to be young and in love with a girl, but also what it's like to be young and in love with a book.

Ich persönlich bin erst 18 Jahre alt und war noch nie verliebt, aber Himmel!!! Für einen Augenblick war ich mir beim Lesen da nicht mehr so sicher. Die Gefühle zwischen den zwei Hauptfiguren sind so emotional und stark, dass sie glatt auf dich übergehen und dir einen Schauer nach dem nächsten über den Rücken jagen!

Zum Weinen hat es mich jedoch nicht gebracht, wie anscheinend im Gegensatz zu vielen anderen (eventuell auch jüngeren?) Lesern. Vielleicht bin ich einfach nur ein sehr unromantischer Mensch, was ich bezweifle, aber mir hat das Ende des Romanes durchaus gefallen. Ich will euch an dieser Stelle nicht den Schluss vorwegnehmen und zu viel verraten, doch er scheint unter vielen, anderen Rezensionen der einzige negative Kritikpunkt zu sein. Das ist bei mir definitiv nicht der Fall und bin ich mit dem Buch so wie es ist rundum, von vorne bis hinten, glücklich.

Fazit

Habe ich noch finale Worte zum Buch? Ich denke alles ist gesagt.
Die Geschichte ist spannend und fesselnd, die Highlights waren für mich der faszinierende Schreibstil und die übermittelten Emotionen an den Leser. Das etwas kontroverse Ende ist meiner Meinung nach passend und aufregend und somit werde ich mich kurz halten und Eleanor & Park einfach volle Punktzahl geben.

  (74)
Tags: englische literatur, jugendbücher, romane   (3)
 

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422 Bibliotheken, 24 Leser, 0 Gruppen, 131 Rezensionen

experiment, wissenschaft, terranauten, roman, usa

Die Terranauten

T. C. Boyle , Dirk van Gunsteren
Fester Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 09.01.2017
ISBN 9783446253865
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt

Vier Frauen und vier Männer, eingesperrt für zwei Jahre in einer künstlichen Welt unter Glas.
Nichts rein, nichts raus.
Das haben sie sich geschworen.
Mit Jubel und Pressewirbel lassen sich die acht Terranauten in der Ecosphere einschließen, um herauszufinden, ob es möglich ist, eine neue Welt zu erschaffen, sollte es eines Tages die Erde nicht mehr geben.
Basierend auf einer wahren Geschichte erweckt T.C. Boyle das Experiment wieder zum Leben und reißt seine Leser mit hinein in die Natur der Ecosphere 2 und die Abgründe der menschlichen Emotionen.

Meine Meinung


Spotlight auf T.C. Boyle!

Der Roman ist mir mal wieder durch sein Cover ins Auge gefallen, denn mal ehrlich, wie genial ist die Idee mit dem Astronauten im Wald?!
Der Name T.C. Boyle sagte mir zu dem Zeitpunkt noch nicht viel, das muss ich leider gestehen, doch jetzt ist diese Wissenslücke ja gefüllt und ich bin sicher, dass noch weitere Romane dieses brillanten Autoren hier im Kreuzfeuer landen werden.

Kreuzfeuer? Eigentlich eine unpassende Formulierung, denn es gibt nicht viel negatives zu dem Buch zu sagen.
Wir erleben die zwei Jahre des Einschlusses in voller Länge durch drei Erzählern, die immer sehr ehrlich und persönlich aus der Ich-Perspektive berichten.
Der Schreibstil ist akkurat und fesselnd, die einzelnen Handlungen gerissen verknüpft und die Charaktere tiefgründig und vielseitig.
Niemand ist ein allzu großer Sympathieträger, an manchen Stellen klatscht man sich triumphierend mit einem Protagonisten ab und ein paar Seiten später will man ihn in den Boden trampeln.
Für Abwechslung sorgt der Autor also reichlich.

Auch der wissenschaftliche Aspekt kommt nicht zu kurz. Natürlich bin ich keine Biologin und musste ein paar Fachbegriffe unergründet vor sich hin existieren lassen, doch konnte ich den meisten Beschreibungen fließend und vor allem neugierig folgen.
Denn das ist, was ich an meisten aus Die Terranauten mitgenommen habe: Neugierde.
Nur zu gerne hätte ich in den 90er Jahren die Nachrichten über das wirklich Experiment Biosphäre-2 verfolgt und während dem Lesen konnte ich nicht widerstehen mit vorzustellen, selber unter der Glaskuppel im künstlichen Wald zu stehen oder den elektrisch erzeugten Wellen zu lauschen.
Denn T.C. Boyle besitzt wahrlich ein Talent, seinen Leser zu faszinieren und in andere Welten zu versetzten.
Ich war schon fast überrascht, in meinem eigenen Zimmer oder in der U-Bahn zu sitzen, wann immer ich vom Buch aufschaute. So manche Bahn Stationen wurden wegen dem kleinen Übeltäter verpasst.

Zu Beginn habe ich von wenigen negativen Kritikpunkten gesprochen. Es gibt eigentlich nur einen, und das sind ein paar Längen, die in der Mitte des Romanes entstehen. Jedoch sind sie geringfügig und nicht weiter der Rede wert.

Fazit

Meine Meinung zu Die Terranauten ist durch und durch positiv: Die Handlung und Charaktere sind kreativ gestaltet, das Experiment spannend vom Autor umgesetzt und der Roman neben all seinen Artgenossen eine wahrliche Abwechslung.
Wer sich einen Horror-/Psycho-Thriller hinter dem Klappentext vorstellt (wie menschliche Experiment so oft dargestellt werden), wird enttäuscht sein, denn T.C. Boyle legt mehr Wert auf das Künstlerische und die Philosophie, als auf blutiges Drama.
Für mich war das äußerst interessant und fesselnd und das Ende hält so einige Überraschungen bereit, selbst für die, die die pessimistische Einstellung des Autors zur Menschheit kennen ;)
Solltest du also gerade drüber nachdenken, das Buch zu lesen oder nicht, so gönn's dir!
Die Frage, was eines Tages für eine Form menschlichen Lebens möglich sein könnte, wird dich, ebenso wie die Geschichte selbst, nicht so schnell wieder loslassen.

  (26)
Tags: philosophie, romane, true story   (3)
 

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283 Bibliotheken, 14 Leser, 1 Gruppe, 68 Rezensionen

demon road, derek landy, dämonen, fantasy, vampire

Demon Road - Hölle und Highway

Derek Landy , Ursula Höfker
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Loewe, 19.09.2016
ISBN 9783785585085
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt

Was tust du, wenn du eines Nachts aufwachst und entdecken musst, dass deine Eltern Dämonen sind und dich aufessen wollen?
Richtig, du springst aus dem Fenster und rennst um dein Leben.
In genau dieser Situation befindet sich die 16-jährige Amber und gemeinsam mit dem mysteriösen Milo, der eine überaus seltsame Beziehung zu seinem überaus seltsamen Auto pflegt, flieht sie quer durch die USA auf der sogenannten Demon Road.
Die Straße führt sie von einem skurrilen Abenteuer zum nächsten und mit der Zeit erfährt Amber immer mehr über die gefährliche Welt der Vampire, Serienkiller und Teufel.
Eine Welt, zu der sie jetzt auch gehört.
Lust auf einen makaberen und blutigen Roadtrip? Dann steig ein!

Erster Satz

Zwölf Stunden, bevor ihre Eltern sie umzubringen versuchten, saß Amber Lamont zwischen ihnen im Büro der Rektorin.

Meine Meinung

Allein im ersten Satz steckt soviel Derek Landy, dass ich jedes Mal wie blöde vor mich hin grinsen muss.
Überhaupt, während dem gesamten Buch sind mal wieder solche Knaller dabei, dass ich vor Lachen kaum noch Luft bekommen habe.
Und das beschreibt meine Meinung zu dem ersten Band der Serie Demon Road schon recht gut.
Es sind viele, wertvolle Highlights dabei, doch der Rest ist etwas kritisch.

Ich fange am Besten von vorne an:
Der Einstieg in die Geschichte geht überaus schnell. Die Spannung ist sofort da und mit ihr natürlich, immerhin ist es ein Derek Landy Roman, die Action.
Falls ihr also ein Problem mit ein paar abgebissenen Finger hier und da habt, lasst am besten die... naja, ihr wisst schon, davon. Die fliegenden Gliedmaßen werden nämlich mit der Seitenanzahl des Romans größer.
Was den Schreibstil sonst angeht, so könnten wir es nicht besser haben.
Derek Landy ist meiner Meinung nach einer der besten Autoren unsere Zeit und ich schwärme noch heute von dem einen Tag, an dem ich diesen brillanten Mann treffen durfte.
Herrlich makaber, blutig, chaotisch, liebenswürdig, spannend, gruselig und dazu ein knochentrockener (alle Skulduggery Fans an dieser Stelle bitte meinen äußerst einfallsreichen Wortwitz würdigen) Humor, das ist Landy wie er leibt und lebt.
Falls ihr noch keine Werke von ihm gelesen habt, geht JETZT, ja wirklich, JETZT in die nächste Buchhandlung und kauft Skulduggery Pleasant - Der Gentleman mit der Feuerhand!
Die Serie wird euer Leben verändern!

Doch nun zurück zu Demon Road.
Alles, was ich vorhin geschrieben habe, könnt ihr auch in diesem Band finden. Den Humor, die Spannung, ...
Und doch ist meine Begeisterung nach den ersten Kapitel wieder verflogen. Nicht vollständig. Ab und zu sind mal wieder köstliche Szenen und Dialoge dabei, die man einfach lieben muss und der Schluss haut nochmal so einiges raus.
Aber der Mittelteil war für mich recht anstrengend zu lesen.
Und das hat fast einen einzigen Grund:
Glen.
Glen ist ein Nebencharakter, der, wie ich finde, viel zu viel Papier bekommen hat.
Skulduggery Fans werden verstehen, wenn ich sage, dass er etwas ähnliches wie eine schlechte Fletcher Renn Kopie ist, nur viel, viel nerviger und teilweise so peinlich, dass ich das Buch beiseite legen musste um eine Pause von seinem Geschwafel zu haben.
Überhaupt, die gesamte Konstellation der Haupt- und Nebencharaktere erinnert an die der Skulduggery-Reihe.

Ein junges, taffes Mädchen, das magische Kräfte entdeckt und gegen das Böse kämpft - Check.
Ein mysteriöser Mentor, über den man nicht viel weiß, der aber einen tollem Wagen fährt und alles zu wissen scheint - Check.
Ein gut aussehender, junger Ire, der viel zu viel redet und sehr arrogant ist - Check.

Abgesehen von Glen hat mich das nicht großartig gestört, doch hinzu kam dann noch eine außerordentlich chaotisch Storyline.
Hier ein Serienmörder, da eine Hexe und dann Vampire, die vom Himmel fallen.
Worum geht es gleich nochmal?
Ich habe einfach den Eindruck, dass das Buch zu viel auf einmal sein möchte.
Ein seichterer Einstieg hätte der neuen Serie vielleicht ganz gut getan, ebenso wie mehr Zeit, um die Charaktere voll und ganz kennen zu lernen. Deswegen ist es ja überhaupt eine Serie, damit jedes Werk einzeln UND zusammen funktioniert.
Potenzial ist also massig vorhanden, die Umsetzung muss bloß stimmen.

Bevor ich zum Fazit komme - hier noch ein kleiner Punkt, der aber weniger ein Kritik ist, als ein Wunsch:
Die Welt aus Skulduggery und Demon Road sind nicht die selben, Vampir also nicht gleich Vampir (es sei denn, es gibt auf einmal zwei komplett gegensätzliche Spezies), was ich ein bisschen schade finde. Ein paar Andeutungen hier und da zu einem Skelettdetektiv in Irland hätten mir sehr gefallen - sowie die Möglichkeit eines Crossovers. Was meint ihr?

Fazit

Was ist also meine finale Meinung zu Demon Road - Hölle und Highway?
Eine wirklich schwierige Frage.

Eben habe ich in die Probe des Audiobooks hineingehört, welches zum Glück wieder von Rainer Strecker gelesen wird! Der Mann und seine Stimme sind einfach genial und mich hat die Spannung gleich gepackt ♥
Das werde ich mir also auch noch unbedingt zulegen, denn vielleicht ist das Hörbuch besser als das Buch...

Harte Worte für einen Derek Landy Roman, ich weiß, doch die verwirrende und völlig chaotische Storyline lenkt leider sehr von der Haupthandlung ab, so, dass ich mich in manchen Kapiteln sehr verloren gefühlt habe.
Zu diesem Minus kommt noch ein wirklich nerviger Nebencharakter und die unübersehbaren Kopien von der Skulduggery Pleasant Reihe.
Was den Rest angeht, Schreibstil, Hauptcharaktere, Humor usw. ist Demon Road natürlich vom Feinsten!

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science fiction, virtuelle realität, avatare, unsterblich, digitale welt

Unsterblich

Jens Lubbadeh
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Heyne, 11.07.2016
ISBN 9783453317314
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Inhalt

Welchen Wert hat das Leben noch, wenn der Tod überwunden wird?
Genau das hat die Firma Immortal geschafft, nach dem Tod kann jeder als virtueller Klon, genannt Ewiger, weiterleben.
Auch vergangene Berühmtheiten wandeln wieder über die Erde. J.F. Kennedy ist erneut Präsidenten der Vereinigten Staaten, Queen bricht alle Rekorde mit ihrem neuen Album und Steve Jobs kündigt das iCar 6 an.
2044 scheint eine Zeit voller Möglichkeiten und Grenzenlosigkeit zu sein.
Und dann passiert das Unmögliche:
Die wiederbelebte Marlene Dietrich verschwindet spurlos und scheint wie vom Erdboden verschluckt. Die beunruhigende Nachricht droht an die Öffentlichkeit zu geraten und
Zertifizierungs-Spezialist Benjamin Kari wird auf die Suche nach ihr geschickt.
Während seinen Ermittlungen in Berlin stößt er auf unfassbare Beweise und bald gerät nicht nur seine, sondern die gesamte Welt aus den Fugen.

Erster Satz

Der Regen sah aus, als würde er niemals aufhören.

Meine Meinung

Das erste, was mir ins Auge fiel, war natürlich das Cover: Schlicht, elegant und doch außergewöhnlich. Es ist einfach ein Eyecatcher und eine Bereicherung für jedes Bücherregal.
Auch der Klappentext konnte meiner Neugier weiter schüren und so dauerte es nicht lange, bis ich den Roman in Händen hielt, mich mit einer Decke in eine stille Ecke verzog und das erste Kapitel las...
Und zweite und das dritte. Die Seiten flogen nur so dahin, ich wollte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen.
Der Autor erschafft mit einem feinen (an manchen Ecken noch etwas holprigen) Schreibstil eine so faszinierende, fremdartige, beängstigende und doch realistische Welt, dass man glatt von ihrem Sog erfasst wird und gar nicht anders kann, als mit Kari (der Hauptperson) auf jeder Seite mitzufiebern.
Und wo wir gerade von Charakteren sprechen:
Hut ab, Lubbadeh.
Mir fällt es normalerweise recht schwer, mich in eine Hauptperson hineinzuversetzen. Oft sind sie mir einfach unsympathisch oder handeln meines Erachtens total schwachsinnig.
Doch mit Ben Kari hat der Autor einen so faszinierenden Protagonisten ins Leben gerufen, dass ich nicht genug haben konnte.
Er ist nicht so perfekt, markellos und berechenbar, wie es heutzutage häufig in moderner Literatur zu lesen ist. Nein, Kari ist kurz gesagt ein Langweiler, der zwar einen recht interessanten Job hat, aber an besonderer Persönlichkeit nicht viel vorzuweisen hat. Und genau DAS ist das Brillante.
Viele seiner Entscheidungen fallen sehr instinktiv und mal auch falsch aus, Gedankengänge lesen wir ungefiltert und etwas chaotisch und doch ist er aufregender und sympatischer, als so viele andere 08/15 Protagonisten.
Die ganze Geschichte profitiert von diesem Schachzug! Lubbadeh zeigt, dass es nicht immer ein teuflisch gut aussehender Prinz sein muss, der die Welt rettet oder ein Mädchen, das sich schon immer anders gefühlt hat und plötzlich die letzte Überlebende eines was-weiß-ich-untergegangen-Volkes ist.
Kari ist der Durchschnittsmensch von nebenan und gleichzeitig auch wieder nicht. Denn was heißt schon Durchschnitt? Je mehr man ihn kennen lernt, desto interessanter und einzigartiger wird er,
letztendlich gibt es uns alle nur einmal.
Analog verhält es sich auch mit den Nebenpersonen des Romans.
Wer am Anfang der Feind war, kann zuletzt ein Verbündeter sein und gleichzeitig denkt doch jeder, dass er das einzig Richtige tut.Jetzt habe ich soviel über meine Eigeninterpretation der Charaktere geschrieben, obwohl das noch nicht einmal die Hauptaussage der Geschichte, sondern lediglich meine Lobrede an den Autoren und ein großes Dankeschön für so viel Vielfalt auf so wenig Papier ist.

Tatsächlich geht es viel mehr um Fragen zu Datenschutz, Macht, Manipulation und natürlich ein Leben nach dem Tod, die Unsterblichkeit. Man wird automatisch dazu verleitet sich selber zu fragen, wie man in dieser Zeit handeln und ob man auch das unsterblich Leben wählen würde.
Virtuelle Realität und ihre Grenzen stehen auch sehr im Vordergrund ich könnte jetzt noch seitenweise weiter auflisten, was das Buch alles anspricht. Kurz gesagt, es ist sehr abwechslungsreich und doch wirkt es nie zu philosophisch, politisch oder sachlich.
Unsterblich ist nämlich neben all diesen Denkanstößen auch ein Meisterwerk der Science Fiction Literatur.
Spannung, Action, Krimi-Atmosphäre und ein Hauch (aber wirklich nur ein sehr, sehr zartes Lüftchen) an Romanze schaffen es, sich ihr Plätzchen in den 450 Seiten zu suchen und machen aus dem ersten (!!!!!) Roman von Jens Lubbadeh ein grandioses Gesamtpaket an Emotionen, Philosophie und Science Fiction.


Fazit

Es wird wohl kaum überraschen, dass ich Unsterblich als erstes Science Fiction Fans an Herz legen kann, jedoch mit der Warnung, dass es sich hier nicht um einen Action Epos wie Star Wars handelt. Zwar ist Spannung durchaus allgegenwärtig, jedoch eher die eines Krimis.
Außerdem endet meine Empfehlung nicht bei Sci-Fi Nerds. Auch philosophisch und politisch ist es sehr anregend und lässt einen Virtual Reality von einem anderen Blickwinkel betrachten.
Wenn du also Lust auf Kontroverse, Dramatik und Unterhaltung hast, schnapp dir Unsterblich und verbringe ein paar phantastische Stunden/Tage mit diesem äußerst gelungenen und modernen Werk der Science Fiction Literatur.

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Tags: philosophie, science fiction   (2)
 

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Kochen für Faule

Cornelia Trischberger , Michael Wissing
Flexibler Einband: 144 Seiten
Erschienen bei GRÄFE UND UNZER Verlag GmbH, 09.02.2009
ISBN 9783833815799
Genre: Sachbücher

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Jane Eyre (Signet Classics)

Charlotte Bronte
Fester Einband
Erschienen bei Perfection Learning, 01.04.2008
ISBN 9780756990558
Genre: Sonstiges

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asperger-syndrom, liebe, wissenschaftler, humor, australien

Das Rosie-Projekt

Graeme Simsion , Annette Hahn , Robert Stadlober
Audio CD
Erschienen bei Argon, 20.12.2013
ISBN 9783839813041
Genre: Romane

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suche, zugvögel, earl, vogel, kinderbuch

Freunde wie wir

Patrick McDonnell , Patrick McDonnell
Buch: 48 Seiten
Erschienen bei Hoffmann und Campe, 01.09.2009
ISBN 9783455380644
Genre: Sonstiges

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Das schönste Geschenk

Patrick McDonnell
Flexibler Einband: 64 Seiten
Erschienen bei Hoffmann und Campe, 17.08.2011
ISBN 9783455380989
Genre: Sonstiges

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216 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 93 Rezensionen

phoenix, fantasy, hamburg, dystopie, saiwalo

Phoenix - Tochter der Asche

Ann-Kathrin Karschnick
Buch: 400 Seiten
Erschienen bei Papierverzierer Verlag, 02.10.2013
ISBN 9783944544052
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt

Als im Jahr 1913 ein Experiment scheitert, sind die Folgen katastrophal. Europa liegt in Schutt und Asche und eine überirdische Macht, genannt die Saiwalo, erscheint plötzlich auf der Bildfläche. Gemeinsam mit den führenden Wissenschaftlern der Zeit bauen sie Europa wieder auf, die Regierung stellen sie.
120 Jahre später geht der Saiwalo-Anhänger und Ermittler Leon einer mysteriösen Mordserie in Hamburg auf den Grund und stößt dabei auf die Phoenix Tavi. Zusammen mit Hexen und Dämonen werden Phoenixe von der Gesellschaft gejagt und gelten als seelenlos. Wie groß das Lügennetz um die Saiwalo und ihr System ist, versucht Tavi nun Leon begreiflich zu machen, doch ob er ihr glauben wird, ist mehr als zweifelhaft und ihnen läuft die Zeit davon. Immerhin läuft ein Mörder frei durch Hamburg und hinterlässt eine Spur des Todes.


Meine Meinung

Ich war vor ein paar Wochen (als die Welt noch warm, trocken und sommerlich war☹) auf einem Mittelaltermarkt und was ist natürlich das Beste ... oder eines der besten Dinge auf einem Mittelaltermarkt? Der Buchstand. Da ich Lust auf eine komplett neue Serie hatte und mir diese wärmstens ans Herz gelegt wurde, landete der erste Band kurzerhand bei mir Zuhause und jetzt hier.

Starten wir doch mal zur Abwechslung mit dem Negativen, da es mir zuerst nicht leicht fiel, in die Geschichte einzusteigen. Der Schreibstil der Autorin ist ein bisschen unsicher und holprig und das führte dazu, dass ich manche Passagen mehrmals lesen musste und der Sinn sich mir beim vierten Mal noch immer nicht ganz erschloss. Ausgerechnet zu Beginn ist das etwas schade, da die Welt und Atmosphäre sich vor allem in den ersten Kapiteln manifestieren und sich so eine Vorstellung des dystopischen Hamburgs in meinem Kopf nur schwer und langsam bilden konnte. Bei dem Klappentext hatte ich Steampunk oder Hightech erwartet, was beides nicht wirklich der Fall ist und selbst jetzt habe ich Probleme, die wenigen Beschreibungen zu einem Bild zusammenzufügen, dass ich jemand anderem erklären könnte.
Es dauert also ein bisschen, bis ihr die Welt des Romans und der Autorin versteht.

Auch die Existenz der Saiwalo und die genauen Umstände des Experiments sind mir noch relativ fremd und ein Rätsel. Ich hoffe sehr, dass dies in den zwei weiteren Bänden besser und ausführlicher erläutert wird.
Doch nun Schluss mit dem Genörgel; der brillante Spannungsbogen und die vielfältigen und interessanten Charaktere machen nämlich so einiges wett. Wir lesen abwechseln aus der Perspektive von Leon und Tavi und obwohl sie die meiste Zeit Kontrahenten sind und wir Einblicke in ihrer beiden Pläne erhalten, war es für mich schwer vorherzusagen, was als nächstes passiert (was nicht oft der Fall ist und ich umso mehr liebe^^).

Weitere Pluspunkte sind die drei Arten der "Seelenlosen", Hexen, Phoenixe und Dämonen, und Tavis Vergangenheit. Es wird immer nur Stück für Stück über sie verraten und sie in Aktion zu erleben ist ziemlich mitreißend. Der Hauptplot, den Serienmörder zu fangen, tritt ab und zu etwas in den Hintergrund, was nicht weiter schlimm ist und gibt der Geschichte den leichten Touch eines Krimis, was ich definitiv nicht kritisieren werde und sehr fesselnd fand.

Fazit

Als Fazit zum Buch kann ich sagen, dass es ein paar Ecken und Kanten hat, die das Begreifen der dystopischen Welt und das Eintauchen in die Atmosphäre des Romans etwas erschweren. Nichts desto trotz sind die Handlung und Charaktere wieder so gelungen, dass man darüber ein bisschen hinweg sehen kann und ich mich auf den zweiten Band Erbe des Feuers sehr freue.

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Tags: action, fantasy, glanzvoller auftakt, science fiction   (4)
 

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170 Bibliotheken, 4 Leser, 8 Gruppen, 12 Rezensionen

vampire, liebe, lydia, nachtgeschöpfe, jack

Dark Heart

Claire Knightley
Fester Einband: 346 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 13.09.2011
ISBN 9783473400683
Genre: Fantasy

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

"Was ist ein Einbruch in eine Bank gegen die Gründung einer Bank?"

Bertolt Brecht ,
Flexibler Einband: 123 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 13.06.2016
ISBN 9783518466537
Genre: Klassiker

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