Leserpreis 2018

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Die Macht der Clans 1 - 3: Sammelband

Gabi Büttner
E-Buch Text: 763 Seiten
Erschienen bei null, 18.10.2018
ISBN B07JK56N89
Genre: Liebesromane

Rezension:

Titel/Cover:

Das Cover zeigt Ausschnitte der jeweiligen Einzelbände. Die Farben und Inhalte sind eher düster gehalten, was sehr gut zum Inhalt der Bücher passt. Mich hat das Cover neugierig gemacht auf mehr. Auch den Titel finde ich vielversprechend.

Klappentext:

Vor dreihundert Jahren mussten alle Menschen die Erde verlassen. Auf Terra Zwei haben sie eine neue Heimat gefunden. Dort steht es jedoch nicht gerade zum Besten, denn profitgierige Clans regieren die Welt. In grausamster Manier unterdrücken sie vor allem die Unterschicht, was zu unerträglichen Qualen führt. Larissa, eine junge Frau aus der Oberschicht, ahnt davon nichts. Die Medizinstudentin mit dem Hang zur Eigensinnigkeit will sich nicht in eine Schablone pressen lassen, weswegen sie regen Kontakt zur Mittelschicht pflegt. An der Uni begegnet sie Chris, zu dem sie sich schon bald hingezogen fühlt. Auch er verliebt sich in sie, obwohl sie bedingt durch ihre Gesellschaftsschicht für alles steht, was er verachtet und bekämpfen will. Da sich Larissa nicht mit einem der Ihren zwangsverheiraten lassen will, flieht sie und findet sich in einem Rebellenlager wieder, in dem Chris eine nicht unbedeutende Rolle spielt. Fortan überschlagen sich die Ereignisse, denn es gibt einen Clanführer, der die Herrschaft über Terra Zwei an sich reißen will und dabei vor nichts zurückschreckt.

Charaktere:

Larissa war mir sofort sympathisch. Obwohl sie diversen Einschränkungen aufgrund ihres Standes unterworfen ist, gibt sie ihren Drang zu persönlicher Freiheit niemals auf. Die rebellische junge Frau zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass sie Dinge hinterfragt und nie grausam zu Untergebenen ist. Im Lauf der Geschichte beweist sie große persönliche Stärke, was bewirkt, dass sie trotz der schrecklichen Ereignisse, denen sie ausgesetzt ist, charakterlich reift.

Chris ist ein verschlossener Mensch, der bereits als Kind durch eine höchst traumatische Erfahrung lernen musste, dass man Leuten aus der Oberschicht besser nicht vertraut. Sein Ziel ist es, Terra Zwei zu einem besseren Ort zu machen, an dem Gerechtigkeit herrscht und es keinen Menschenhandel gibt. Im Lauf der Zeit gelingt es ihm, sich Larissa zu öffnen. Wie Larissa zeichnet er sich durch enorme innere Stärke aus, die ihm zunächst dabei hilft, zu überleben.

Auch die Nebencharaktere hat Gabi Büttner sorgfältig ausgearbeitet. Alle haben sie ihre Ecken und Kanten, die aufgrund ihrer jeweiligen Persönlichkeit und Erlebnisse sehr gut nachvollziehbar sind. Besonders gut gefallen hat mir dabei Daves Humor, dessen Sprüche mich mehr als einmal laut auflachen ließen. Die kleine Kaya habe ich direkt ins Herz geschlossen und mit ihr mitgelitten. Fast alle Gegenspieler sind nicht rein böse, sondern agieren in einem Rahmen, der durch ihre Sozialisation bedingt ist. Lord Batisté hingegen verkörpert das rein Böse, was seine schrecklichen Taten umso grausamer werden lässt.

Schreibstil:

Der Schreibstil ist locker und flüssig, was mich nur so durch die Geschichte gleiten ließ. Der Autorin ist es gelungen, einen Film in meinem Kopf entstehen zu lassen, sodass ich mich fast im Kino glaubte. Wie von selbst stiegen bewegte Bilder vor meinem inneren Auge auf, die mich in einem Fluss durch die Handlung getragen haben. Jeder Charakter hat seine eigene Stimme, was sich in den Dialogen widerspiegelt.

Story:

Das erste Buch beginnt rasant mit einer furchtbaren Begebenheit, die dauerhafte Auswirkungen auf das Leben von Chris hat. Kurzzeitig nimmt Gabi Büttner das Tempo heraus, um es dann wieder zu steigern. Beinahe atemlos fieberte ich mit den Charakteren mit und konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Zwischendurch hätte ich mir ein paar ruhigere Momente gewünscht, doch das tat meinem Lesefieber keinen Abbruch.

Fazit:

Die Autorin schuf eine berührende Liebesgeschichte zwischen zwei Menschen, die bereit sind, alles zu opfern, um eine grausame Welt zu einem besseren Ort zu machen. Seit langem habe ich keine derart spannenden Bücher gelesen. Von mir gibt es daher eine klare Leseempfehlung!

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95 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 91 Rezensionen

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»Nichtalltägliches aus dem Leben eines Beamten« und »Einladung zum Klassentreffen«

Martin Schörle
Flexibler Einband: 119 Seiten
Erschienen bei Engelsdorfer Verlag, 06.12.2016
ISBN 9783960084082
Genre: Romane

Rezension:

Titel/Cover:

Das Cover ist schlicht gehalten und besticht durch seine Einfachheit. Es zeigt die Zeichnung eines Beamten an seinem Schreibtisch, der einen unglücklichen und gefrusteten Eindruck macht. Hierbei handelt es sich um den Protagonisten Fredenbek aus "Nichtalltägliches aus dem Leben eines Beamten". Da das Buch aus zwei Theaterstücken besteht, empfand ich das Cover als durchaus passend. Beide Titel haben mich sofort neugierig gemacht, da ich zwei ungewöhnliche Theaterstücke erwartete und nicht enttäuscht wurde.

Klappentext:

"Nichtalltägliches aus dem Leben eines Beamten": In einem durchgehenden Monolog berichtet der Beamte Fredenbek von seinem täglichen Leben, das sich fast ausschließlich in seinem Büro abspielt. Im Laufe seiner Dienstjahre verliert er immer mehr den Bezug zur Realität, was sich in seinem Verhalten widerspiegelt.

"Einladung zum Klassentreffen": Anlässlich der Einladung zu einem Klassentreffen meldet sich Carsten nach zwanzig Jahren erstmalig bei seiner ehemaligen Klassenkameradin Marina. Das Schwelgen in Erinnerungen bleibt nicht aus, was immer mehr Vergangenes in den Köpfen der Hauptcharaktere wieder präsent werden lässt.

Charaktere:

"Nichtalltägliches aus dem Leben eines Beamten": Mit beinahe jedem Satz und jeder Handlung Herrn Fredenbeks wurde für mich deutlich spürbar, wie gefrustet er sein Dasein fristet. Sogar im Urlaub kann er nicht abschalten, sondern neigt dort zu völlig konträren Handlungen, die sein tägliches Unglück noch vertiefen. Leider war mir Herr Fredenbek durchgehend unsympathisch, was selbstverständlich nicht an seinen Lebensproblemen oder seinem Beamtentum lag. Was mir Probleme beim Lesen bereitete: dass er durchgehend alles schlecht findet und nicht einmal einem einzigen Mitmenschen längerfristig etwas Positives abgewinnen kann.

"Einladung zum Klassentreffen": Durchgehend liebenswert fand ich hingegen Carsten und Marina, die ebenfalls mit Problemen zu kämpfen, jedoch ihren Glauben an das Gute nicht komplett verloren haben. Das zweite Stück besteht größtenteils aus dem Telefonat zwischen den beiden, unterbrochen durch pointiert eingesetzte Rückblenden, die das Gesamtbild abrunden. In Verbindung mit dem tiefsinnigen, gefühlvollen Gespräch konnte ich mit den beiden mitfiebern. Besonders entzückend fand ich die Dame aus dem Nebenabteil, die viel zu neugierig ist, dies jedoch durch ihre Gutherzigkeit und Herzenswärme mehr als wettmacht.

Schreibstil:

Das erste Stück besteht aus einem reinen Monolog, was mir sehr gut gefallen hat. Auch bedingt durch den Ich-Erzähler konnte ich mich dadurch problemlos in die Situation hineinversetzen. In beiden Stücken ist die sprachliche Form eher gehoben, aber gut verständlich. Vermutlich aufgrund der Telefonsituation hat Martin Schörle eine etwas lockerer Sprache gewählt, driftet jedoch nie ins Vulgäre ab. Sowohl mit Carsten als auch mit Marina habe ich mitgefühlt, was mich das Stück in einem Rutsch durchlesen ließ.

Fazit:

Martin Schörle schuf zwei außergewöhnliche Theaterstücke, die sowohl sprachlich-pointiert als auch inhaltlich-tiefsinnig glänzen. Die Szenerien sind ebenso nicht alltäglich wie das Leben des Beamten. "Einladung zum Klassentreffen" würde ich sehr gerne einmal auf der Bühne sehen. Einzig der Charakter Herrn Fredenbeks hat mich durchgehend abgeschreckt, was das Lesevergnügen des ersten Stücks etwas geschmälert hat, weswegen ich dafür leider nur 3 Sterne vergeben kann. Das zweite Stück hingegen hat mich gänzlich überzeugt. Insgesamt 4 Sterne.

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Himmelfahrt mit Hyperspeed

Mikael Lundt , Mikael Lundt
Flexibler Einband: 268 Seiten
Erschienen bei Nova MD, 23.11.2018
ISBN 9783964432827
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Cover:

Die imposante Orgel finde ich überaus passend, da eine solche auch im Buch eine Rolle spielt. Auch die Farben passen zur Thematik. Der Titel hat es mir aufgrund seiner Doppeldeutigkeit besonders angetan.

Inhalt:

Provinzpfarrer Gregor Dümpel kämpft sich durch einen öden Alltag aus Beerdigungen und Sodbrennen bis ein mysteriöses Piepsen aus der Kirchenorgel alles verändert. Was Dümpel noch nicht weiß: Es stammt aus Millionen Lichtjahren Entfernung und ist das erste Puzzleteil eines Jahrtausende alten spirituellen Rätsels. Ein unbedachter Moment der Neugier katapultiert ihn zusammen mit Konfirmand Ronny in ein wildes Abenteuer zwischen den Sternen. Schnell muss Dümpel erkennen, dass er nicht der Einzige ist, der versucht, die Geheimnisse einer uralten Zivilisation zu lüften und dass seine Gegenspieler vom Volk der Andur skrupellos und arglistig agieren. Der Pfarrer ist gezwungen, in die ungeliebte Heldenrolle zu schlüpfen, um zusammen mit der Archäologin Chloé und dem Außerirdischen Kheel die Machtübernahme der Andur zu vereiteln. Andernfalls bliebe ihnen der Weg nach Hause für immer versperrt. Während der intergalaktischen Schnitzeljagd wird auch Dümpels Glaube hart auf die Probe gestellt. Denn immer stärker kristallisiert sich heraus, dass Gott womöglich etwas ganz anderes ist, als er immer dachte.

Meinung:

Unfreiwillig nehmen Pfarrer Dümpel, sein Konfirmand Ronny und Archäologin Chloé an einem – im wahrsten Sinne des Wortes – Himmelfahrtskommando teil. Auf ihre ureigene Art sind sie schrullig, aber liebenswert und verständlicherweise zunächst mit der Situation völlig überfordert. Chamäloid Kheel und Schwabbelwesen Schlogg verfolgen ganz eigene Interessen, die lange im Dunkeln bleiben. Alle Charaktere, auch Antagonist Rogol N'Ansan, machen eine Entwicklung durch. Einige davon reifen an ihrer Situation und bilden ihre Persönlichkeit aus.

Besonders gut gefallen haben mir die ungewöhnlichen Raumschiffe, die mir mehr als einmal ein Schmunzeln entlockten. Auch der Umgang der Erdbewohner mit den Extremsituationen führt des Öfteren zu humorvollen Szenen. Dennoch fehlt es der Geschichte nicht an Tiefe. Feinsinnig behandelt der Autor ernste Themen wie Weltenentstehung und deren, durch denkende Wesen bedingten, Untergang. Er macht deutlich, dass Intelligenz durchaus fragwürdig bewertet werden kann, wenn sie fehlgeleitet ist, auch wenn die Absicht dahinter durchaus gut gemeint war.

Beinahe beiläufig versetzte mich der Autor an fantastische Orte, die ich mir aufgrund seiner pointierten Beschreibungen problemlos vorstellen konnte. Mit den Charakteren reiste ich durchs All, besuchte außergewöhnliche Welten. Dabei kommt Mikael Lundt fast ohne Fachbegriffe aus, sodass ich das Buch in einem Rutsch durchlesen konnte, ohne, dass meine dürftigen astronomischen Kenntnisse dabei ein Hindernis gewesen wären. Die Handlung ist durchgehend spannend, weswegen ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte.

Fazit: Der Autor schuf eine turbulente Weltraumkomödie, der es an Tiefgang nicht fehlt. Es hat mir viel Spaß gemacht, "Himmelfahrt" zu lesen, und ich hoffe auf weitere Werke von Mikael Lundt.

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Hans Peter und das Monster unter seinem Bett

Marie-Christin Spitznagel
E-Buch Text: 24 Seiten
Erschienen bei neobooks, 03.07.2017
ISBN 9783742782274
Genre: Sonstiges

Rezension:

Cover:
Das Cover ist schlicht gehalten und zog mich nicht direkt in den Bann. Dem Titel ist dies dafür umso mehr gelungen.

Inhalt:

Können der Schutzengel eines Kindes und das Monster unter dem Bett zusammenarbeiten, um Hans Peter zu beschützen? Als das Kind und Sarah der Schutzengel eines Nachts entführt werden, muss sich Asrael, ein Dämon aus der Hölle und Monster unter dem Bett, auf die Suche nach ihnen machen. Dabei erhält er unerwartete Hilfe und stößt auf ein erschreckendes Geheimnis.

Meinung:

Der Autorin ist es gelungen, innerhalb weniger Seiten den Charakteren Tiefe zu verleihen und mich somit zum Mitfiebern zu bringen. Trotz der Kürze der Geschichte erwarteten mich überraschende Wendungen und eine erfrischend neue Sicht auf Gut und Böse. Ich bin sehr froh, dass die Autorin mit "Die Apokalypse ist nicht das Ende" eine Romanfortsetzung geschrieben hat. Ansonsten hätte mich die Neugier, wie es mit den Charakteren weitergeht, um meinen Nachtschlaf gebracht.

Fazit:

Dämonenengelhafte Kurzgeschichte mit Sogwirkung. 5 Sterne.

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Alimaja

Marisa Abiher
Flexibler Einband: 228 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 23.10.2018
ISBN 9783748112020
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Cover: Das Cover ist zumeist in Brauntönen gehalten und besticht durch seine verschlungenen Formen. Teils bedeckt wird es durch eine Art Spinnweben, was die Gefangenschaft der Menschen in Alimaja symbolisiert. Mich hat das Cover neugierig gemacht auf mehr.

Inhalt: In Alimaja gelten strikte Regeln. Die sechzehnjährige Emily musste sich diesen Gesetzen ihr Leben lang fügen. Doch als ihre Schwester bei deren Berufseinteilung spurlos verschwindet, verändert sich alles. Emily beginnt Fragen zu stellen – Fragen, die nicht erlaubt sind, da sie die Wahrheit ans Licht bringen könnten. Auf der Suche nach Antworten stößt sie auf Widersprüche, die ihre Welt ins Wanken bringen. Ihr bester Freund Nick begleitet sie auf ihrem Weg, doch auch ihn umgeben ungeahnte Geheimnisse.

Meinung: Die Gesellschaft in Alimaja beruht auf einem Kastensystem, das die Autorin eingangs im Rahmen der Handlung kurz vorstellt, sodass ich mich schnell in die Welt einfinden konnte. Die Geschichte beginnt ruhig, was es mir leicht machte, mich in die Charaktere einzufühlen. Protagonistin Emily war mir direkt durch ihre einfühlsame, menschenzugewandte Art sympathisch. Aus ihrer Ersatzmama Anna wurde ich zuerst nicht so recht schlau, was später zu einigen Spannungsmomenten führte. Alle Figuren machen eine Entwicklung durch, wodurch sie die Handlung in eine andere, unerwartete Richtung treiben.

Mehrmals ist es Marisa Abiher gelungen, mich zum Nachdenken anzuregen, da ihre Dystopie durchaus im Bereich des Möglichen liegt und so manch Verachtenswertes bereits in unserem Alltag zu finden ist. Dennoch erhebt die Autorin nie mahnend den Zeigefinger, sondern erzählt einzig ihre Geschichte, der es an Spannung nicht mangelt. Auch auf zwischenmenschliche Beziehungen legt sie großen Wert, was mir als Leserin tiefe Einblicke in die Psyche der Charaktere beschert hat. Dennoch gibt es überraschende Wendungen, die es in sich haben. Mehr kann ich an dieser Stelle nicht verraten, ohne zu viel zu spoilern. Der Erzählstil ist eher ruhig gehalten, was mich an den actionreichen Stellen atemlos mitfiebern ließ.

Fazit: Marisa Abiher hat eine berührende und realitätsnahe Dystopie erschaffen, der es an Tiefgründigkeit nicht mangelt. Ich freue mich sehr auf den zweiten Teil. 5 Sterne.

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Gefühle verboten

Tia Liebl
Flexibler Einband: 486 Seiten
Erschienen bei Gegenstromschwimmer Verlag, 10.09.2018
ISBN 9783947865000
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Cover: Das Cover ist schlicht gehalten. Im Vordergrund steht das Profil der Protagonistin Samia. Der Hintergrund besteht aus einem Binärcode, was für mich perfekt das Unmenschliche/Maschinelle an Gefühlslosigkeit verdeutlicht. Die rote Schrift des Titels passt für mich nicht so gut dazu. Weiß wie der Autorenname hätte mir besser gefallen.

Inhalt: 2050: Die Menschen leben friedlich zusammen. Es gibt keinen Krieg, keine Verbrechen, nicht einmal einen harmlosen Streit. Alles ist sicher. Alles ist perfekt. Doch ALLES hat seinen Preis. Samia dachte, ihr exzentrischer Bruder Ramon und sie wären die Einzigen, die noch zu fühlen in der Lage wären, doch dann begegnet sie Darren und dessen Familie, die es sich zum Ziel gemacht haben, die skrupellose Regierung zu stürzen und die Menschen zu befreien. Ein heroisches Ziel - doch alles hat seinen Preis ...

Meinung: Die Geschichte beginnt rasant, doch Tia Liebl nimmt recht schnell das Tempo heraus, was mir sehr gut gefallen hat. Somit konnte ich mich in Ruhe in die Welt einfühlen, welche durch ihre Gefühllosigkeit etwas Beängstigendes an sich hat. Es ist durchaus vorstellbar, dass unsere Gesellschaft eines Tages ebenfalls an diesem Punkt landet, was mir mehr als einmal einen Schauder über den Rücken gejagt hat. An die Orte konnte ich mich problemlos gedanklich versetzen, da die Autorin es geschafft hat, in mir mit der genau richtigen Dosis an Beschreibungen entsprechende Stimmungen zu erzeugen.

Samia habe ich direkt ins Herz geschlossen, wohingegen ich ihren Bruder anfänglich recht unsympathisch fand. Dies hat sich im Lauf der Geschichte geändert. Er verliert immer mehr das Oberlehrerhafte und zeigt einfühlsame Züge. Bei Darrens Vater Howard hingegen war es genau andersherum. Er ist nicht die Art Mensch, die er andere glauben machen möchte. Alle Charaktere sind hervorragend ausgearbeitet und bestechen durch ihre Vielschichtigkeit. Erzählt wird die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Samia und Darrens Bruder Jasper.

Ein paar Kleinigkeiten erschienen mir unlogisch, weswegen ich einen halben Stern abziehe. Ohne zu spoilern, kann ich leider nicht genauer werden. Es beeinträchtigte mein Lesevergnügen allerdings nicht und ich hoffe, dass sie im zweiten Teil (der hoffentlich kommen wird) aufgeklärt werden.

Fazit: Tia Liebl hat eine gefühlvolle Dystopie erschaffen, der es an Spannung und Überraschungsmomenten nicht mangelt. 4,5 Sterne.

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22 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

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Wasserliebe (Magic Berlin 0)

Julia Heller
E-Buch Text: 145 Seiten
Erschienen bei Selfpublisher, 01.10.2018
ISBN 9781719884273
Genre: Fantasy

Rezension:

Cover:
Das Cover ist in sanften Tönen gehalten und spiegelt das Märchenhafte wider. Vodyanoi hält die zerbrechlich wirkende Rosalia in seinen starken Armen. Ihre Liebe zueinander ist fast greifbar. Besonders gut getroffen finde ich den Übergang vom Wasser zum Land. Auf dem Taschenbucheinband ist zudem auf der Rückseite die Flosse des Wassermanns zu sehen.

Inhalt:

Rosalia wird an ihrem achtzehnten Geburtstag in einen Strudel von Ereignissen gerissen, die ihr Leben auf den Kopf stellen. Ein nächtlicher Ausflug an den Teufelssee bei den Berliner Müggelbergen sollte nur ihren spirituellen Übergang ins Erwachsenenleben symbolisieren. Rosalias Leben nimmt jedoch märchenhafte Züge an, als ihr der Wassermann Vodyanoi erscheint und sie in eine magische Zwischenwelt lockt. Bedrohliche Ereignisse im Hier und Jetzt stellen sich ihrer aufkeimenden Liebe unbarmherzig in den Weg. Ihr einziger Trost scheint Johannes zu sein, ein strenger Theologiestudent, der eine dunkle Faszination auf Rosalia ausübt.

Meinung:

Rosalia ist eine schüchterne, zarte Person, die kaum Freunde hat, was nicht zuletzt an ihrer Mutter liegt, die ihr Hexensein offen auslebt. Einzig mit Wesen aus der Anderswelt hat die junge Frau Kontakt. Als sie Wassermann Vodyanoi begegnet, ist sie sofort gefangen von seiner kraftvollen Präsenz. Dies ist der Beginn ihrer persönlichen Entwicklung.

Anfangs erschien mir die Protagonistin ein wenig antriebslos, was in mir große Erwartungen weckte, da mir klar war, dass es so nicht weitergehen würde. Ich wurde nicht enttäuscht: Rosalia mausert sich von einem Mauerblümchen zu einer mutigen Person, die vorher für sie undenkbare Dinge tut. Die sich anbahnende Liebesgeschichte zwischen ihr und Vodyanoi war für mich nachvollziehbar; es gab keine hau-ruck-Momente. Erotische Momente kommen nicht zu kurz. Sie haben es in sich in positivem Sinne.

Durch bildliche Umgebungsbeschreibungen schafft Julia Heller eine magisch-geheimnisvolle Atmosphäre, was die märchenhafte Liebesgeschichte noch unterstützt und mich inständig hoffen ließ, dass die beiden zusammenbleiben. Bis zum Ende bleibt es spannend, denn es gibt noch einen Gegenspieler, der ganz eigene Interessen verfolgt.

"Wasserliebe" ist die Vorgeschichte zu "Magic Berlin: Der Weg des Sterns". Sie zeigt eindrucksvoll an Rosalias Beispiel, dass der Schein eben nicht alles ist.

Fazit:

Julia Heller schuf eine berührende Liebesgeschichte zwischen Menschenfrau und Wassermann, die füreinander bestimmt sind. Deren Gefühlstiefe ist beeindruckend und lässt den Leser mitfiebern, da auch die Spannung nicht zu kurz kommt. 5 Sterne.

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528 Bibliotheken, 10 Leser, 2 Gruppen, 226 Rezensionen

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Das Erbe der Macht - Aurafeuer

Andreas Suchanek
E-Buch Text
Erschienen bei Greenlight Press, 30.09.2016
ISBN 9783958342170
Genre: Fantasy

Rezension:

Cover:

Das Cover besticht durch seine Schlichtheit. Allein aufgrund des Covers hätte ich mir das Buch nicht näher angeschaut, doch der Titel und der Klappentext haben mich neugierig gemacht.

Inhalt:

Seit über einem Jahrhundert verbirgt der Wall die magische Gesellschaft vor Menschenaugen, garantiert Friede und Gleichheit zwischen Menschen und Magiern. Doch in den Schatten tobt ein Krieg um die Vorherrschaft. Jennifer Danvers ist eine Lichtkämpferin. Als ihr Freund und Kampfgefährte stirbt, erwacht mit Alexander Kent ein neuer Erbe der Macht, der von ihr in die Welt der Magie eingeführt werden muss. Keiner von beiden ahnt, dass das Gleichgewicht der Kräfte außer Kontrolle geraten ist. Das Böse holt zum großen Schlag aus, um den Wall endgültig zu zerschmettern.

Meinung:

Bereits nach wenigen Seiten nimmt die Handlung an Fahrt auf, wodurch nicht nur die Hauptcharaktere in turbulente und gefährliche Ereignisse verwickelt werden. Zwischendurch nimmt Andreas Suchanek das Tempo heraus, sodass ich als Leserin kleine Verschnaufpausen bekam. Gelangweilt habe ich mich jedoch keine Sekunde, da der Autor stets die Spannung aufrechterhält.

Über die Charaktere erfährt der Leser im Verlauf der Geschichte immer mehr; ihre Handlungen waren für mich ihren Eigenschaften gemäß nachvollziehbar. Alex fand ich in seiner arroganten Machohaftigkeit ein wenig überzeichnet. Vielleicht klärt sich das in den Folgebänden. Besonders gut gefallen haben mir die Ratsmitglieder, über die ich nicht mehr verraten kann, ohne zu spoilern.

Die Schauplätze beschreibt der Autor bildlich und die Sinne einbeziehend, weswegen ich mich gut dorthin versetzen konnte. Als Rechtschreib-Nerd möchte ich noch lobend erwähnen, dass ich nur einen Zeichenfehler entdeckt habe, was auch in Verlagsbüchern eine Seltenheit ist (ich suche nicht explizit danach, aber es fällt mir beim Lesen auf).

Band 1 endet mit einem mir verhassten Cliffhanger. Dies kommuniziert der Autor jedoch im Vorfeld deutlich, sodass es mich in diesem Fall nicht gestört hat.

Fazit:

Der Autor schuf eine actionreiche Urban Fantasy mit Suchtpotenzial. Ich freue mich auf die Folgebände. 5 Sterne.

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13 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 9 Rezensionen

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Die Apokalypse ist nicht das Ende der Welt

Marie-Christin Spitznagel
Flexibler Einband: 260 Seiten
Erschienen bei epubli, 11.06.2018
ISBN 9783746731971
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Cover:

Das Cover ist schlicht gehalten und zeigt die vier potenziellen apokalyptischen Reiter. Sie sehen harmloser aus, als sie sind. Allein des Covers wegen hätte ich mir das Buch wohl nicht näher angeschaut, doch der Klappentext hat mich mehr als überzeugt.

Inhalt:

Die Apokalypse, das Ende der Welt und der endgültige Kampf „Gut gegen Böse“. Ausgerechnet das beschauliche Kassel in Nordhessen haben sich zwei Erzengel und eine Dämonin in außergewöhnlicher Kooperationsgemeinschaft dafür ausgesucht. Von hier entführen sie den Propheten Jürgen und vier wirklich ungewöhnliche Frauen in den Himmel, um ihnen die Offenbarung zu verkünden und als apokalyptische Reiter einzusetzen. Dass diese dabei dummerweise ihr Leben verlieren sollen, findet das Quartett überhaupt nicht prickelnd. Zusammen mit einer wahrsagenden Drag Queen und einem in diese verliebten Dämon schmieden sie einen Plan, um das drohende Ende der Welt aufzuhalten …

Meinung:

Allein die Idee, die Apokalypse im beschaulichen Kassel stattfinden zu lassen, fand ich großartig. Es muss nicht immer New York oder eine andere Weltstadt sein, um mit deren Hilfe Spannung und Weltuntergangsstimmung zu erzeugen. Marie Spitznagel ist dies auch in Kassel gelungen. Die vier Hauptakteurinnen könnten unterschiedlich nicht sein, was für abwechslungsreiche Einblicke in deren (Innen-)leben sorgt.

Erzählt wird die Geschichte abwechselnd aus Sicht der vier jungen Frauen sowie der der beiden Erzengel, Dämonin und Drag Queen. Normalerweise mag ich so viele Perspektivwechsel nicht, doch bei diesem Buch haben sie mich überhaupt nicht gestört. Ganz im Gegenteil bekam ich so Einblick in die Köpfe interessanter Charaktere. Zudem trieb es die Handlung voran, weil ich immer wissen wollte, wie es bei den jeweils anderen weitergeht.

Marie Spitznagel hat zwei, drei Schockmomente eingebaut, die mich atemlos fiebernd weiterlesen haben lassen. Das Buch hat trotz aller apokalyptischen Tendenzen einige humorvolle Stellen, an denen ich herzhaft lachen musste. Mein absolutes Highlight ist die zärtliche Liebesbeziehung zwischen Drag Queen Hans Peter und Dämon Azrael, die beide sehr authentisch wirken. Auch die mal ganz andere Sichtweise auf Himmel und Hölle hat mich begeistert.

Das Prequel "Hans Peter und das Monster unter seinem Bett" muss man nicht gelesen haben, um die Handlung zu verstehen. Bei mir hat es das Lesevergnügen jedoch um ein paar Stunden ergänzt.

Zu bemängeln habe ich die mitunter doch recht häufig auftretenden Schreib- und Zeichenfehler, weswegen ich einen halben Stern abziehen muss. Meinem Lesevergnügen hat es jedoch keinen Abbruch getan.

Fazit:

Die Autorin schuf eine spannende und humorvolle Geschichte rund um die Apokalypse. Wer interessante Charaktere und eine ungewöhnliche Interpretation der himmlisch-höllischen Mächte mag, ist hier genau richtig. 4,5 Sterne.

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

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Magic Berlin

Julia Heller
Flexibler Einband: 356 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 27.12.2017
ISBN 9783744864718
Genre: Fantasy

Rezension:

Cover:

Das Cover gefällt mir sehr gut, da es Magie und Realismus vereint. Einzig die Lichtkugel in den Händen der Protagonistin sticht für mein Empfinden zu sehr hervor. Auf meinem schwarz-weiß-Kindle trifft sie allerdings genau den richtigen Ton.

Inhalt:

Als die Psychologiestudentin Lucia vor ihrem gewalttätigen Freund nach Berlin flieht, ahnt sie nicht, dass sie bald mit ihrer neuen Freundin Brigid ein Familiengeheimnis ergründen wird. Hexe Brigid und ein magischer Zirkel helfen ihr, die zugrunde liegende Prophezeiung zu entschlüsseln. Kann Lucia deren Gegner besiegen und ihre innere Kraft befreien?

Meinung:

Julia Heller ist es gelungen, ihre Figuren lebendig und tiefgründig zu zeichnen. Dabei geht sie ins Detail, sodass ich mich auch in die Nebenfiguren problemlos hineinversetzen konnte. Die Spannung baut sich dabei langsam auf; für meinen Geschmack an ein paar Stellen zu langsam, weswegen ich ein Viertelsternchen abziehe. Nach gut einem Drittel nimmt die Handlung an Fahrt auf, was mich mitfiebern ließ. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht. Besonders gut gefallen hat mir die subtile Informationsvermittlung der Autorin. Ich mag es sehr, wenn ich beim Lesen intuitiv mein Wissen erweitern kann. Dabei hebt Julia Heller nie den belehrenden Zeigefinger, sondern erzählt einzig ihre Geschichte. Auch die ungewöhnliche Liebesgeschichte trifft genau meinen Geschmack. Ohne zu spoilern, kann ich hier leider nicht mehr verraten. Beim Showdown gibt es einige überraschende Wendungen, weswegen ich mit Spannung den zweiten Teil erwarte. Die Autorin verzichtet dabei glücklicherweise auf einen der mir verhassten Cliffhanger.

Fazit:

Wer eine ungewöhnliche Geschichte voller Magie, befreiender Persönlichkeitsentwicklung und tabubrechenden Beziehungen lesen will, ist hier genau richtig. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung, und ich freue mich sehr auf den zweiten Teil. Fünf Sterne!

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18 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

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Sein Gelübde: Ein Eifel-Thriller (Krimi 45)

Sabine Giesen
E-Buch Text: 296 Seiten
Erschienen bei edition oberkassel, 17.11.2017
ISBN 9783958131385
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt:

In der Eifelregion versetzt seit den 1970er Jahren eine Mordserie die Menschen in Angst. Die Opfer sind alte und junge Frauen und Männer. Die Polizei steht vor einem Rätsel. Was haben die Toten gemeinsam?

Vier junge Menschen lernten sich damals kennen. Aus ihnen wurden zwei Familien. Doch jemand hat sich geschworen, leidenden Menschen zu helfen. Dieses Gelübde gilt bis heute …

Cover:

Die Düsternis, welche das Cover widerspiegelt, passt hervorragend zur Dunkelheit der Seele, die in einem der Charaktere vorherrscht. Die rote Schrift hebt sich markant ab und weist auf blutiges Grauen hin. Mir persönlich hätte eine schärfere Abgrenzung des Hintergrunds besser gefallen, was an meinem schwarz-weiß Kindle liegt.

Meinung:

Der Krimi kommt fast völlig ohne Polizeiarbeit aus, was ich als sehr erfrischend empfinde. Von abgehalfterten, alkoholsüchtigen, geschiedenen Kommissaren mit psychischen Problemen habe ich genug gelesen. Statt des Einheitsbreis schuf die Autorin eine Mischung aus Krimi und Gesellschaftsroman. Die Morde werden nicht bis ins grausamste Detail beschrieben, was mir sehr gut gefällt. Dennoch war ich als Leserin mittendrin im Geschehen und konnte mich sowohl in das Opfer, als auch in den Mörder hineinversetzen. Da ich als Leserin die Hauptcharaktere über mehrere Jahrzehnte begleitete, verspürte ich an manchen Stellen sogar Mitgefühl für den Mörder.

Alle Figuren machen eine Entwicklung durch, die bei einer davon eine positive Kehrtwende hervorruft, was das überraschende Ende erst möglich macht. Das Finale ließ mich nachdenklich zurück, da die Auswirkungen der charakterlichen Veränderung für mich durchaus nachvollziehbar sind. Ohne zu spoilern, kann ich an dieser Stelle leider nicht mehr verraten.

Fazit:

Sabine Giesen hat einen spannenden Krimi mit Tiefgang erschaffen, der mich jede Lesesekunde bei der Stange hielt. Ich konnte kaum aufhören zu lesen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht und wie sich die Charaktere entwickeln. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.

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Die Weltengang-Maschine

Mikael Lundt
Fester Einband: 220 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 08.10.2018
ISBN 9783752822175
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Das E-Book habe ich als Rezensionsexemplar erhalten, was meine persönliche Meinung keinesfalls beeinflusst.

Cover und Inhalt: Das Cover spiegelt das Chaos wider, in welches Gott den arbeitslosen Bernd Bratzke stürzt, indem er ihm mithilfe eines Faxes und einer Weltengangmaschine die Belange der Welt anvertraut, während er mit Satan in Kur ist. Die Schrift unterstützt den chaotischen Eindruck, was mir ein wenig zu viel des Guten ist. Zudem finde ich die Schriftgröße des Autorennamens etwas zu klein.

Meinung: Bereits am Anfang riss mich Seniorin Irmgard mit ihrer schrulligen, geradlinigen Art mitten in die Geschichte. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund, was mir ausnehmend gut gefällt. Kroate Primodan sorgt wenige Seiten später für die erste skurrile Szene, die mich zum Lachen brachte. Der Autor hat alle Charaktere sehr gut ausgearbeitet und mit individuellen Ecken und Kanten versehen. Auch den "Bösen" mangelt es nicht an Tiefe. Einzig die Sprache ist mir persönlich mitunter zu jugendlich, sodass ich zwischendurch beim Lesen bei den Senioren weitaus jüngere Charaktere vor Augen hatte. Der Autor legt den Senioren etwa Ausdrücke wie "Spaten" in den Mund, was ich nicht mit der 68-er Generation assoziiere; auch nicht mit einer fortschrittlichen, mit der Zeit gehenden. Dies hätte mich fast dazu gebracht, einen Stern abzuziehen, doch der herrlich schräge Humor und die ausgefallene Handlung hielten mich davon ab. Beim Lesen fühlte ich mich ein wenig wie in einer Buchmischung aus Terry Pratchett und Douglas Adams, was mir sehr gut gefallen hat. Der Schluss kam mir ein wenig zu plötzlich, doch der Autor löst alles befriedigend auf.

Zusammenfassung: Der Autor schuf eine köstliche Mischung aus skurrilen Szenen und schrägem Humor. Das Buch lässt sich in einem Rutsch durchlesen und sorgt für unkonventionelle Unterhaltung.

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Sternschnuppenwünsche

Jennifer Wellen
E-Buch Text
Erschienen bei dotbooks Verlag, 23.10.2017
ISBN 9783958249745
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt:

Um ihre beste Freundin davon zu überzeugen, dass Wünsche ans Universum keinesfalls funktionieren können, erstellt Ria eine Liste mit 10 Bestellungen. Das hätte sie besser nicht getan, denn das Universum geht recht eigenwillig an die Abarbeitung der Wünsche heran.

Charaktere:

Die Protagonistin Ria war mir von Anfang an sympathisch. Ihre leicht schusslige Art und ihre Angewohnheit, in Fettnäpfchen zu treten, machte sie mir liebenswert. Im letzten Drittel des Buches hätte ich sie gerne geschüttelt, um sie auf den "rechten Weg" zu bringen. Dennoch war ihre Herangehensweise authentisch, da es zu ihrem Charakter passt. Sie macht eine Entwicklung durch, die sie zu einer stärkeren Frau werden lässt.

Ihre beste Freundin Padme ist eine flippige Person, die ans Übersinnliche glaubt. Auch sie hatte direkt meine Sympathie, wohingegen ich Daniel direkt nicht leiden konnte. Chris mochte ich anfangs, doch er verlor im Verlauf der Handlung einige Pluspunkte. Bei Matthias war es umgekehrt. Die übrigen Nebencharaktere hat die Autorin gut ausgearbeitet.

Meine Meinung:

Die Geschichte fand ich amüsant und musste an mehreren Stellen herzhaft lachen. Dennoch spielen ernste Themen zwischen den Zeilen eine Rolle, tun der Unterhaltung aber keinen Abbruch. Was mir besonders gut gefällt: Jennifer Wellen schafft es, durch wenig Beschreibungen Atmosphäre zu schaffen. Ellenlange Umgebungsbeschreibungen entlocken mir nur ein Gähnen.

Fazit:

Eine humorvolle Geschichte, der es nicht an Tiefgang fehlt. Dies war nicht das erste Buch der Autorin, das ich gelesen habe und wird auch sicher nicht das letzte sein.

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