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Ich hab’s auch nicht immer leicht mit mir

Anne Vogd
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 07.09.2018
ISBN 9783548377858
Genre: Humor

Rezension:

„Ich hab’s auch nicht immer leicht mit mir“ von Anne Vogd ist als Taschenbuch im Ullstein Verlag erschienen. Das knallig pinke Cover und die selbstironische Kabarettistin haben bei mir Lust auf das Buch gemacht. Doch bereits beim Untertitel „Prosecco zum Lesen“ hätte ich vorsichtig sein müssen.

 

Geschrieben ist das Buch in mehreren Kapiteln, die sich auch getrennt voneinander lesen lassen, so dass das Buch immer mal wieder zur Seite gelegt werden kann. Thematisch grast das Buch von Essen und Diäten über Beziehung und Erziehung alles ab. Der Schreibstil ist dabei locker zu lesen, die Gliederung der Kapitel angenehm und auch die eine oder andere Statistik, woher die Daten kommen, wird nirgendwo aufgeführt, bemüht, um darüber Witze zu reißen.

Raus war ich bei der seitenlangen Abhandlung über Wein, den ich erstens nicht mag und zweitens auch gar nicht vertrage. Da setzte bei mir erstmals das seitenweise Überblättern ein, und ich war überrascht, wie man so viel zu dem Thema schreiben kann.

Große Hoffnungen habe ich als Mutter und Lehrerin in das Kapitel Erziehung gesetzt und gehofft, was Neues herauszufinden. Die Tochter verhält sich absolut stereotyp, ich habe nicht das Gefühl, dass viel Persönliches über sie geschrieben wurde, von daher hätte man den Teil auch gleich weglassen können, was ich auch gut gefunden hätte – denn welcher Teenager findet sich schon gerne im Buch seiner Mutter wieder?

Auch mit dem Thema Karneval konnte ich mir nicht so viel anfangen, das Thema Ernährung hätte meiner Meinung nach mehr hergegeben, bei Mode war ich auch wieder thematisch raus und irgendwann dann glücklich, dass das Buch vorbei war. Wie bei einem Gläschen Prosecco eben: der erste Schluck schmeckt, der zweite geht bei mir noch und ab dann wird es richtig schlimm – so wie mit den abgedroschenen Witzen, die sich in jedem Kapitel dieses Buches mehrfach finden und mir beim Lesen nicht mal ein Schmunzeln auf die Lippen zaubern konnten.

 

Fazit: Dieses Buch trifft mein Verständnis von Humor und Unterhaltung gar nicht, ich habe jedoch tapfer bis zum letzen Tropfen … äh, der letzten Seite … durchgehalten.

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Man muss auch mal loslassen können

Monika Bittl
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 03.09.2018
ISBN 9783426523230
Genre: Romane

Rezension:

„Man muss auch mal loslassen können“ ist das erste Buch, das ich von dieser Autorin gelesen habe. Das Werk ist als Klappbroschur im Knaur Verlag erschienen. Die Verarbeitung ist hochwertig, das Papier ist angenehm dick und nach einmaligem Lesen sieht das Buch noch aus wie neu.

 

Worum geht es?

Charlotte, Wilma und Jessy sind drei komplett unterschiedliche Frauen, die sich das Leben nehmen und dazu eine Beratungsstelle aufsuchen wollen, denn dort lernen sie sich im Wartezimmer kennen. Die Gründe für den geplanten Freitod sind so unterschiedlich wie die drei Frauen – und gemeinsam geht es schließlich leichter! Trotzdem bleiben Rückschläge nicht aus, so „todsicher“ scheint also keine der gewählten Methoden zu sein. Bei einer Tankstelle geraten sie dann in einen stümperhaft durchgeführten Raubüberfall – die Chance, von den beiden Räubern aus dem Leben geballert zu werden!

 

Meine Meinung dazu:

Holy Shit, Jessy ist so eine Möchtegern-Bitch! Dabei kommt der O-Ton der Erzählung bei ihr wahnsinnig gut rüber, so dass ich sie mir lebhaft vorstellen konnte und ich sie von den Charakteren am witzigsten gefunden habe. In dem Alter vor den Scherben der eigenen Träume zu stehen und das Gefühl zu haben, sich selbst nicht mehr aus dem Sumpf herausziehen können.

Auch die bodenständige Wilma – so könnte ich in dem Alter auch sein – steht vor den Scherben ihrer Existenz. Ihr Beruf als Wirtin war ihre Berufung, jedoch geht es auch mit der geerbten Wirtschaft wegen des Rauchverbots und entsprechenden Anzeigen wegen Verstöße dagegen nicht mehr – und wenn einem nichts mehr bleibt, was bleibt dann noch?

Charlotte ist todkrank und hat, neben einer lebensbedrohlichen Erkrankung, auch noch Schwierigkeiten, weil sie es geschafft hat, ohne Krankenversicherung da zu stehen. Um ihrer Familie nicht noch finanziell zur Last zu fallen und ohne Prognose auf eine lebenswerte Zukunft hat sie für mich das stärkste Motiv, um aus dem Leben scheiden zu wollen.

 

Das Buch war vom Stil her nicht ganz so witzig geschrieben, weshalb ich es selbst in das Genre „Roman“ und nicht „Humor“ einordnen würde. Viele gesellschaftliche und politische Entwicklungen werden auf leichte Art in diesem Buch angesprochen, den Tabus gibt es hier nicht.

 

Fazit: Ich habe mich beim Lesen gut unterhalten gefühlt und werde sicher noch weitere Bücher von der Autorin lesen.

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207 Bibliotheken, 6 Leser, 2 Gruppen, 87 Rezensionen

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Silberschwingen - Rebellin der Nacht

Emily Bold , Carolin Liepins
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Planet! in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 17.07.2018
ISBN 9783522505789
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Silberschwingen – Rebellin der Nacht ist der zweite Band einer Dilogie. Die Handlung schließt an den ersten Band „Erbin des Lichts“ an, die Bücher sollten daher unbedingt in der richtigen Reihenfolge gelesen werden.

 

Worum geht es in Band 2?

Thorns Geburt als Halbwesen liegt bereits ein paar Tage zurück, die Handlung beginnt bei ihrer Flucht, bei der sie auch einen Freund und Rebellen gerettet und Lucian hintergangen hat.

Da Halbwesen mächtig und gefährlich sind, wird Jagd auf sie macht, und zwar von allen Seiten. Auch Thron steht nicht alleine da – sondern trifft im sagenumwobenen Glastonbury auf ihre Familie, die sie unterstützt.

 

Meine Meinung zum Buch:

Der Schreibstil im zweiten Band entspricht jenen aus dem ersten Band. Direkte Reden machen die Personen greifbar, auch die Umgebung hat sich sofort wieder vor meinem geistigen Auge aufgebaut, auch, wenn das Lesen von Band 1 schon ein paar Monate her war. Durchgehend spannend von der ersten bis zur letzten Seite – ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen.

Thorn macht im zweiten Band nicht so große Veränderungen durch, wie die anderen Figuren, was aber nach dem ersten Band normal ist. Sie hat sich mit ihrer neuen Rolle abgefunden und versucht, dein Einsatz ihrer Kräfte nach und Nach zu erlernen. Um ihren Freund zu retten, geht sie ein großes Risiko ein. Was sie jedoch nicht weiß: auf seiner Seite sind mehr als nur freundschaftliche Gefühle im Spiel, und auch Lucian ist besitzergreifend und rasend eifersüchtig.

In diesem Band macht vor allem Lucian eine große Entwicklung durch, weil er durch die Gefühle zu Thorn beginnt, seine eigene Welt und die Handlungsweisen in Frage zu stellen. Viele Elemente der Geschichte der Silberschwingen kommen ans Licht, und ich habe es sehr genossen, mit Lucian und Thorn zurück ins Mittelalter zu reisen, wo eine ganz besondere Legende aufgegriffen wird, um die aktuellen politischen Verstrickungen der Clans zu erklären.

Was mir sehr gut gefallen hat, war die herzliche Aufnahme von Thorn durch ihren Vater und ihre Halbbrüder, von denen ich gerne noch mehr gelesen hätte. Schade, dass die Reihe bereits beendet ist. Vielleicht erscheint ja noch ein Band 0 mit der Geschichte von Thorns Vater von damals bis heute, wo alles aus seiner Sicht erzählt wird.

Nyx war mir bis zum Ende nicht sympathisch, was aber für den ganzen Clan außer Lucian gilt. Hier sehe ich keine Grautöne, was das Gut-Böse Element noch verstärkt hat.

 

Fazit: Ein gelungener Teil 2, der keine Fragen offen lässt.

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88 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 78 Rezensionen

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Tiergeister AG - Achtung, gruselig!

Barbara Iland-Olschewski , Stefanie Jeschke
Fester Einband: 160 Seiten
Erschienen bei arsEdition, 16.08.2018
ISBN 9783845820422
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Arik ist der Rauhaardackel zweier Kinder, der plötzlich in einem Loch im Wald auf andere, irgendwie seltsame, Tiere trifft. Arik möchte, als guter Hund, selbstverständlich unbedingt zurück zu seiner Familie. Die anderen Tiere erklären ihm, dass das nicht geht, denn Arik ist gestorben und fristet jetzt sein Dasein als Tiergeist – und wird auf die Schule für Tiergeister aufgenommen. Die größte Gefahr für einen Tiergeist? Klebrige Kinderhände, denn die Berührung durch diese lässt einen Tiergeist für immer erstarren.

 

Bisher habe ich von der Autorin noch nichts gelesen und manchmal gefallen meinem 6-Jährigen auch Bücher für ältere Kinder ganz gut. Da er mit dem Tod eines Haustieres nicht gut umgehen kann und immer noch sehr traurig ist, wollte ich die Geschichte zuerst selbst lesen, um danach zu wissen, ob ich ihm das Buch zumuten kann und verzichte lieber darauf. Das Aussehen der verstorbenen Haustiergeister ändert sich mit der Todesursache und besonders empfindliche oder empathische Kinder können sich dadurch betroffen fühlen.

Die Illustrationen finde ich gelungen, da auf eine zu naturnahe Zeichnung der Defizite nach dem Tod verzichtet wird und die Tiere nach wie vor ein gelungenes Kindchenschema aufweisen und dadurch alle, auch im Tod, süß rüberkommen. Das Cover gibt da schon einen guten Einblick in den Zeichenstil, Bild und Text passt stets zusammen.

Die zentralen Themen des Buches sind Freundschaft und Zusammenhalt, weshalb das Buch für die Altersgruppe auch gut geeignet ist. Die geringe Länge des Textes wird großzügig durch Illustrationen aufgelockert, wodurch das Buch auch schon von gut lesenden 8-Jährigen selbstständig gelesen werden kann.

Ich weiß zwar, dass es noch weitere Bände in der Reihe geben wird, jedoch finde ich die Handlung im ersten Buch etwas zu unrund – wie genau Arik zu Tode gekommen ist, habe ich scheinbar nicht ganz verstanden. Es treten viele Tiere (ganz besonders Lehrer) einmal auf, die dann in der weiteren Geschichte keine Rolle mehr spielen. Gerade für jüngere Kinder glaube ich, dass die Vielzahl der Figuren, die bereits im ersten Band auftauchen, zu Verwirrung führen kann. Besser wäre es meiner Meinung gewesen, zu überlegen, ob man wirklich so viele verschiedene Tiere bereits im ersten Band braucht, wen man weglassen kann und über wen dafür lieber etwas mehr erzählt wird (zum Beispiel über Ariks Familie, über die man so gut wie nichts erfährt).

Der parallele Handlungsstrang um Lisa war gut gewählt – jedoch kann ich sie altersmäßig kaum einordnen. Für Grundschule (die Altersempfehlung des Buches) scheint es mir doch seltsam, dass Buben alleine in ein Bad gehen dürfen (würde ich einem unter 10-Jährigen nicht erlauben, so ganz ohne Erwachsenen, auch nicht in der Gruppe) – und ansonsten finde ich es schade, dass das Buch nicht über gleichaltrige geschrieben wurde, damit sie die Zielgruppe besser ansprechen (Grundschüler), die eben noch nicht so viel alleine machen dürfen.

 

Fazit:  Alles in allem eine interessante neue Idee, restlos überzeugt hat es  mich jedoch nicht.

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235 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 131 Rezensionen

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Vier.Zwei.Eins.

Erin Kelly , Susanne Goga-Klinkenberg
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei FISCHER Scherz, 22.08.2018
ISBN 9783651025714
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

„Vier. Zwei. Eins.“ ist das erste Buch, das ich von der Autorin Erin Kelly lese. Das Buch ist mit Klappbroschur im Fischer(Scherz) Verlag erschienen. Da ich mich sehr für Sonnenfinsternis und Astronomie allgemein interessiere und auch den einen oder anderen Thriller lese, dachte ich, das Buch wäre die perfekte Kombination.

 

Worum geht es?

„Kit behauptete, es sei Liebe auf den ersten Blick gewesen; ich glaube eher, es dauerte zwölf Stunden. Wir haben uns darauf geeinigt, uns nicht einig zu sein (S. 28)“.

Kit und Laura sind seit Studienzeiten ein Paar. Die Geschichte beginnt 1999 bzw. 2015 und verläuft in zwei parallelen Handlungssträngen auf zwei Zeitebenen, die jeweils abwechselnd von Laura und Kit, den beiden Protagonisten des Buches, erzählt werden.

Außerdem ist das Buch in verschiedene Abschnitte gegliedert, die den Phasen einer Sonnenfinsternis entsprechen. Bei den Kapitelüberschriften gibt es ein entsprechendes Symbol.

 Kit ist Astrophysiker und studierte in Oxford, hat einen Zwillingsbruder, Mac, in dessen Schatten er permanent steht und ist passionierter Sonnenfinsternisjäger. Laura möchte im sozialen Bereich arbeiten, kann sich schnell für eine Sache begeistern und hat das Bedürfnis, Menschen um sich herum zu helfen. Laura und Kit verbringen die Sonnenfinsternis 1999 zusammen, bei der nicht viel zu sehen ist, da Wolken durchziehen. Am Rückweg von der Sonnenfinsternis wird Laura Zeugin von der Vergewaltigung einer jungen Frau, Beth, und zwischen den beiden entsteht eine Verbindung.

 

Meine Meinung zu dem Buch:

Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar gelesen. Wäre ich anders zu dem Buch gekommen, hätte ich nach 100 Seiten sicher abgebrochen, da es das Buch nicht geschafft hat, mich bis dahin in seinen Bann zu ziehen. Das Lesen der ersten beiden Abschnitte empfand ich als zäh und habe dafür eine Woche gebraucht, in der ich das Buch immer wieder zur Seite gelegt habe.

Mir hätte die Geschichte besser gefallen, wenn sie chronologisch erzählt worden wäre. Laura und Kit als Erzählende plus zwei Zeitebenen waren mir zu viel – vor allem, wo beim Gerichtsverfahren um die Vergewaltigung nochmal ganz viele andere Personen Gehör gefunden haben und ich irgendwann nicht mehr wusste, aus wessen Sicht ich gerade lese. Hier wäre ein Weniger an Stilmitteln ein Mehr für mich gewesen, was die Lesbarkeit angeht.

Die wichtigen Nebenpersonen bleiben aus meiner Sicht sehr flach, die Geschichte konzentriert sich auf die Protagonisten und Beth. Sowohl von Mac und seiner Lebensgefährtin und besten Freundin von Laura, Ling, habe ich nur ein sehr flaches Bild. Richard bekommt etwas mehr Profil, daher bin ich davon ausgegangen, dass er etwas Entscheidendes zur Handlung wird beitragen. Durch die wenigen zur Auswahl stehenden Personen, die für mich irgendwie komisch waren, war es mir nicht möglich, eine Identifikationsfigur in der Geschichte zu finden.

Bei einem Thriller hätte ich mir mehr Spannung erwartet – das Cover weist auch auf mehr Spannung hin. Die Erzählweise der Verhandlung reicht nicht an Grisham heran und nimmt trotzdem einen guten Teil des Buches ein und ist für mich der spannendere Teil der ersten Hälfte, in der es sehr viele Längen gibt, auf die man aus meiner Sicht nach Lektüre des Buches hätte verzichten können, ohne dass die Geschichte etwas verloren hätte. Vom Umfang her hätten 100 Seiten weniger mit Nebensächlichkeiten trotzdem noch ausgereicht, da es das Buch auf über 460 Seiten bringt.

Was mich außerdem gestört hat, war, dass auf Seite 304 für einen Absatz von der „Ich-Perspektive“ in die allwissende Erzählform gewechselt wird „Vier Wochen, nachdem (… wegen Spoilergefahr ausgelassen), heirateten Laura Langrishe und Kit McCall, (…) im Standesamt von Lambeth. Als Christioper und Laura Smith verließen sie das Gebäude (…). Es gab kein Hochzeitsfrühstück, niemand trug die Braut über die Schwelle (…)“. Und danach geht es im Halbabsatz weiter mit „Wir waren erst zweiundzwanzig, und die stille Intensität dieser Woche war einfach zu viel für zwei halbe Kinder“.

Die Auflösung war für mich zwar logisch, aber fast schon enttäuschend und liefert meiner Meinung nach nicht genug Anlass für die Vorkommnisse. Ja, es waren viele Geheimnisse in diesem Buch, jedoch glaube ich nicht, dass es diese Geheimnisse wert werden, in Echt damit zu leben und so viele Strapazen für 16 Jahre auf sich zu nehmen. Irgendwann wäre der passende Zeitpunkt da, um dem Partner gegenüber geständig zu sein, ein ehrliches Fundament zu schaffen (was meiner Meinung nach bereits VOR der Eheschließung unbedingt her gehört) und dann darauf aufzubauen.

 

Fazit: Ein Thriller mit zu wenig Thrill und unrunden Figuren, zähe erste Hälfte, vollständige Aufklärung.

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73 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

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Das Ende ist erst der Anfang

Chandler Baker , Gerda Bean , Vivien Heinz
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Thienemann in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 17.07.2018
ISBN 9783522202480
Genre: Jugendbuch

Rezension:

„Das Ende ist erst der Anfang“ von Chandler Baker (englisches Original: This is not the End) ist 2018 im Thienemann Verlag in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH als gebundene Ausgabe erschienen. Die Zielgruppe sind Jugendliche im Alter von 13 bis 16 Jahren.

 

Bisher habe ich nichts von der Autorin gelesen und war gespannt auf die zukünftigen Technologien, die eine Erweckung von den Toten ermöglichen. Ganz besonders interessiert hat mich auch, wie die 17-jährige Lake ihre Entscheidung treffen wird. Ihre Eltern erwarten von ihr, dass sie durch die Möglichkeit der Wiederauferstehung den nach einem Unfall behinderten Bruder heilt, sie hätte gerne ihre beste Freundin oder ihren Freund zurück, die erst kürzlich bei einem Autounfall, bei dem Lake auch dabei war, ums Leben gekommen sind.

 

Das Cover mit der schwarz-weißen Farbgestaltung und der weiblichen Figur passt gut zur Thematik des Buches und hätte mich das Buch auf jeden Fall in die Hand nehmen lassen. Die Altersempfehlung habe ich als erwachsene Leserin, die beruflich mit der Zielgruppe zu tun hat, mal außen vor gelassen. Im Nachhinein muss ich aber sagen, dass ich dieses Buch eher von 16 aufwärts empfehlen würde, da ich der Meinung bin, dass die im Buch aufgegriffene Thematik in der Ausführung für junge Jugendliche in ihrer Vielschichtigkeit nicht erfassbar ist. Lake muss die wahrscheinlich schwerste Entscheidung ihres Lebens treffen und ist dabei alleine, bis sie auf einen alten Klassenkammeraden, Ringo, trifft, mit dem sie sich überraschend anfreundet. Außerdem bemerkt sie, dass ihr vieles verschwiegen wurde – sei es von der Familie oder von ihren Freunden und es wird ihr klar, wie schwer es ist, eine Entscheidung zu treffen, weil es immer Puzzleteile gibt, die einem fehlen und die eine Entscheidung im Nachhinein dann als falsch erscheinen lassen. Ich empfehle daher dieses Buch für 16 bis 20-Jährige, die sich mit den Themen Moral und Ethik beschäftigen. Über wissenschaftliche Theorien in diesem Werk findet man wenig, ich habe keinen Einblick von der technischen Seite bekommen können, die ich mir so sehr gewünscht habe.

 

Der Schreibstil ist locker und leicht, die futuristische Welt, in der das Buch spielt, ähnelt bis auf manche Technologien der heutigen Welt sehr und auch die Jugendlichen scheinen sich nicht verändert zu haben. Ich hätte in der Zukunft eine größere Überwachung erwartet, die anscheinend nicht eingetreten ist, sowie Probleme mit Wasser- oder Nahrungsversorgung oder Migrationsbewegungen. So es diese in dem Setting geben sollte, finden auch sie im Buch keinen Niederschlag und das Buch beschäftigt sich linear mit dem Thema der „Wiederbelebung“ in all seinen Facetten und klammert dabei andere gesellschaftliche und politische Entwicklungen vollkommen aus.

 

Das Buch hat bei mir lange nachgewirkt und bleibt im Gedächtnis. Ständig habe ich mich gefragt, wie ich entscheiden würde. Wer hatte es „verdient“? Welche Konsequenzen würden aus dieser Handlung erwachsen? Wie ginge es der Person dann dabei? Es ist also schwer, das Gelesene wieder aus dem Kopf zu bekommen.

 

Fazit: Definitiv ein Buch für ältere Leserinnen, die Altersempfehlung passt meiner Meinung nach nicht – eine 13-jährige wird sich damit noch nicht viel anfangen können.

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86 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 66 Rezensionen

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Dein. Für immer. (Liebesroman)

Emma Wagner
E-Buch Text: 452 Seiten
Erschienen bei Emma Wagner, 01.07.2018
ISBN 9781980942580
Genre: Sonstiges

Rezension:

„Dein. Für immer“ ist das vierte Buch, das ich von der Autorin Emma Wagner gelesen habe, weil mir ihr Schreibstil gefällt. „Eine Schildkröte allein macht noch keine Liebe“ hat mir so richtig gut gefallen. Große Handlungsdichte, lockerer Schreibstil und interessante Figuren. Auf so ein Buch habe ich wieder gehofft, und wurde leider enttäuscht.

Ich habe das Buch nach 150 Seiten abgebrochen, dazwischen nach 50 und 100 Seiten das Buch zur Seite gelegt, mit dem Vorsatz, das Rezensionsexemplar vor der Rezension noch fertig zu lesen. Stets habe ich gehofft, dass die Handlung Fahrt aufnimmt, wenn mich ein Buch jedoch nach etwa einem Drittel des Umfangs noch nicht gepackt hat, dann lese ich nicht weiter. Gewohnt locker ist der Schreibstil, was mich auch diesmal wieder überzeugt hat. Mein großer Kritikpunkt ist: nach 150 Seiten ist zwar immer etwas sehr dramatisches passiert in jedem Handlungsstrang – aber bis auf das Einzelevent hat sich nichts getan. Die Handlungsdichte ist gering und die Handlung plätschert für mich in beiden Strängen gefühlt nur so dahin.

Was mir am meisten in diesem Buch fehlt, ist eine interessante Figur. Die beiden weiblichen Hauptfiguren sind mir total unsympathisch, verwöhnte Mädels im Wohlstand, und auch die männlichen Protagonisten reizen mich nicht. Der eine ist ein Weiberheld, der andere hat für mich Tendenz zum Stalker – auch damit kann ich mir leider nicht wirklich viel anfangen. Was sich in der Leseprobe noch als vielversprechend angehört hat, war im Endeffekt für mich nicht mal im Ansatz unterhaltsam.

Für parallele Handlungsstränge habe ich generell nicht so viel übrig, außer, wenn es sehr gut geschrieben ist. Hier hätte die Geschichte aus der Vergangenheit durchgehend erzählt werden sollen, vielleicht hätte dann die Handlung etwas schneller Fahrt aufgenommen. Kaum war ich in einer Welt so richtig „drin“, wurde ich wieder in eine andere Zeit und auf einen anderen Kontinent gerissen und musste mich erneut in die Handlung hineindenken.

Fazit: Ich habe hier scheinbar was anderes erwartet, dieses Buch packt mich gar nicht. Schade!

       

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116 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 64 Rezensionen

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Aura 2: Aura – Der Verrat

Clara Benedict , Eva Schöffmann-Davidov
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Thienemann in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 19.06.2018
ISBN 9783522202428
Genre: Jugendbuch

Rezension:

"Aura – Der Verrat" ist der zweite Band einer Reihe von Clara Benedict und in Juni 2018 im Thienemann Verlag erschienen. Der Nachfolgeband, "Aura - Der Fluch" wird im Oktober 2018 erscheinen. Da die Handlung aufbauend ist, sollten die Bände unbedingt in der richtigen Reihenfolge gelesen werden. Der Auftaktband „Aura – Die Gabe“ ist bereits im Frühling 2018 erschienen. Den Auftaktband fand ich durchschnittlich und wollte der Reihe unbedingt noch eine Chance geben.

 

Die Handlung setzt genau dort fort, wo der erste Band geendet hat. Hannah ist auf der Flucht und bekommt unerwartet Hilfe. Genau an der Akademie der Feinde soll sie eingeschleust werden – das wäre die beste Tarnung für sie. Sie muss es jedoch um jeden Preis schaffen, unauffällig dort zu bleiben, da ihr ansonsten der sichere Tod droht. Dafür wird sie auch mit einer neuen Identität ausgestattet – Gwendolyn.

 

Über Gwen und ihre Freunde erfährt man in dem Buch durch die Handlung wesentlich mehr als im ersten Band, wodurch mir das Buch auch sehr gut gefallen hat. Nur Nebencharaktere bleiben flach, viele Schüler*innen bekommen ein deutliches Profil und ich konnte mir sowohl Gwens Freundeskreis wie auch ihren Hauptwiedersacher gut vorstellen. Die Lehrenden werden zwar optisch nicht beschrieben, durch die charakterliche Beschreibung ist jedoch ein deutliches Bild entstanden und auch die Akademie selbst konnte ich mir gut vorstellen.

Obwohl die Handlung am Ende einen Cliffhanger hat, ist die Geschichte des zweiten Bandes für mich in sich abgeschlossen und ich freue mich schon darauf, den dritten Band zu lesen.

 

Wie schon im ersten Band bin ich mit der Erzählweise sehr gut  zurechtgekommen. Der Schreibstil entspricht mit der Wortwahl und den einfachen Sätzen durch und durch dem Genre Jugendbuch. Die Handlung lässt sich flüssig lesen, die Kapitellänge passt sehr gut für die jugendlichen Leser*innen. Am Ende jedes Kapitels habe ich den Wunsch zum Weiterlesen gespürt und wollte stets wissen, wie die Geschichte ausgeht. In der Handlung war ich beim Lesen stets mittendrin und habe mich in Gwen und ihre Probleme und Gedanken sehr gut hineinversetzen können. Die Abfolge der Handlung war durchwegs logisch und nachvollziehbar, ein Handlungsstrang hat sich von Beginn bis Ende durch die Geschichte gezogen, alles war in sich schlüssig.


Fazit: Spannend von der ersten bis zur letzten Seite

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47 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 40 Rezensionen

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Die Kunst, einfache Lösungen zu finden

Christian Ankowitsch
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Rowohlt Berlin, 24.07.2018
ISBN 9783737100106
Genre: Sachbücher

Rezension:

Das Buch "Die Kunst einfache Lösungen zu finden" von Christian Ankowitsch ist das erste Buch, das ich von diesem Autor lese. Da ich beruflich ständig mit "Troubleshooting" zu tun habe, und auch das eine oder andere Problem habe, das sich scheinbar nicht lösen lassen möchte, war ich interessiert, welchen neuen Ansatz das Buch anbietet.

Vorneweg: Das Buch hätte von mir 5 Sterne bekommen, wenn es auf ständige Wiederholungen verzichtet hätte. Dadurch wäre eine Kürzung auf 180 bis 200 Seiten möglich gewesen, ohne etwas an Inhalt zu verlieren.


Der Schreibstil ist einfach gehalten, das Buch lässt sich ohne übermäßige Konzentration lesen, so dass man sich während des Lesens dem Verstehen widmen kann und diese Prozesse nicht hintereinander ablaufen müssen.

Die zentrale Aussage des Buches lässt sich in einem Satz zusammenfassen: einfachste Lösung = beste Lösung. Sollte die einfachste Lösung doch nicht sofort funktionieren, so lässt sich mein Leitsatz "Wenn du willst, was du noch nie gehabt hast, dann tue, was du noch nie getan hast" anwenden.

Außer diesen Zentralen Aussagen gibt es noch Praxisbeispiele und im dritten Abschnitt wird erörtert, dass das Lösen von Problemen nicht zwangsweise zur Verbesserung der Gesamtsituation beträgt, dass der Ansatz Problem = schlecht und Lösung = gut nicht generell gilt.


Was ich mir aus dem Buch mitnehme sind praktische Tools, die mir in meiner täglichen Arbeit helfen. Vieles davon setze ich bereits um (Körpersprache: wenn etwas spannend sein soll, muss auch Spannung in den Körper, lächeln um gute Laune zu genieren etc). Die Übung mit dem "gehe 5 Schritte nach vorne und lass dir von deinem älteren Ich einen Tipp geben" werde ich auf jeden Fall ausprobieren - sowohl selbst, wie auch mit anderen.


Dass Tipps von anderen nur begrenzt helfen, durfte ich in einem Seminar ausprobieren. Hierbei ging es darum, das eigene Verhalten zu reflektieren (Frühaufsteher vs. Nachteule) und sich gruppenweise Tipps zu geben, wie man früher aus den Federn kommt bzw. bis spät in die Nacht fit bleibt. Die Erfahrung zu machen, dass man sich aus den angebotenen Lösungen eine (oder keine) aussucht, weil nicht jede Lösung zu einem selbst passt, fand ich sehr aufschlussreich.


Uneingeschränkt empfehle ich das Buch Menschen, die gefühlt in einer unlösbaren Problemsituation sehen, um auf das Problem einen neuen Blickwinkel und neue Lösungsansätze zu bekommen.


Fazit: Sehr gute und praxistaugliche Ansätze, mir ist es zu redundant.
       

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19 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

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Doktorspiele

Jaromir Konecny
E-Buch Text: 120 Seiten
Erschienen bei dp DIGITAL PUBLISHERS, 18.06.2018
ISBN 9783960873549
Genre: Humor

Rezension:

Vom Roman (und der Verfilmung) von „Doktorspiele“ habe ich viel gehört und wollte es schon lange lesen. Jetzt ist das Buch auch als E-Book vom dp Verlag erhältlich. Da das Hardcoverbuch nur 160 Seiten aufweist, ist es ein kurzes und kurzweiliges Lesevergnügen, auch für unterwegs.

Von Jaromir Konecny habe ich mittlerweile schon einige Bücher gelesen, die mir alle sehr gut gefallen haben. Sein Schreibstil ist unverwechselbar und jedes Buch auf seine Weise einzigartig. „Herzslam“ konnte mich ebenso begeistern wie „Die unglaublichen Abenteuer des Migranten Nemec“ und bei der Krimiserie „Tote Tulpen“ und „Falsche Veilchen“ warte ich schon sehnsüchtig auf den bei der Erscheinung von „Falsche Veilchen“ angekündigten dritten Band.

 

Worum geht es jetzt aber im Buch „Doktorspiele“?

Der 16-Jährige Andi hat es nicht leicht bei den Mädchen, noch schwerer wird es, weil sich seine Gedanken ständig um seinen Intimbereich drehen. Mit dem ehemals besten Freund hat er sich zerkracht, Mädchen gegenüber ist er schüchtern und nur beim Fußballspielen blüht er richtig auf. Auch zu Hause ist es schwierig – Geldsorgen, Arbeitslosigkeit des Vaters und eine schwierige Beziehung der Eltern zueinander setzen Andi zu. Außerdem kommt bald seine gleichaltrige Cousine zu Besuch, die er das letzte Mal vor 10 Jahren bei gegenseitigen Doktorspielen gesehen hat.

 

Beim Lesen musste ich an mehreren Stellen laut loslachen, so witzig und treffend waren einige Szenen beschrieben. Die Handlung ist, für die Kürze, gut. Obwohl über manche Charaktere gar nicht so viel geschrieben ist, hauchen ihnen die Dialoge so viel Leben ein, dass ich eine gute Vorstellung der Personen und der Umgebung bekommen habe, das Kopfkino war sofort aktiv. Meine Identifikationsfigur in dem Buch war Lilli, die ich wegen ihres Fachwissens und ihrer direkten Art sofort in mein Herz geschlossen habe.

 

Fazit: Wer das Buch bisher noch nicht gelesen hat, sollte es dringend nachholen. Gute Unterhaltung für Junge, Junggebliebene und alle, die mit Jugendlichen zu tun haben.

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

Vegas, vidi, non vici (Humor): Das Leben ist kein Triathlon

Thomas Kowa , Christian Purwien
E-Buch Text: 219 Seiten
Erschienen bei dp DIGITAL PUBLISHERS, 02.05.2018
ISBN 9783960873686
Genre: Sonstiges

Rezension:

Der Roman"Vegas, vidi non vici: Das leben ist kein Triathlon" von Thomas Kowa und Christian Purwien ist das erste Buch, dass ich von diesen beiden Autoren gelesen habe. Es wird kräftig die Werbetrommel gerührt für den Vorgängerband, den ich jedoch nicht kenne - und daher dieses Buch ganz für sich bewerte.

Die Autoren sind gleichzeitig auch Protagonisten der Handlung - einer erzählt, der andere kommentiert. Ergänzt werden die Kommentare von Gott, Satan und Buddha.

Hier war ich an einigen Stellen verwirrt - was jedoch auch am Lektorat liegt (das normalerweise bei diesem Verlag besser ist - so massive Fehler fallen mir erstmals auf).
Im Kapitel 26: *OH DOCH,.... GOTT (hat die falsche Schriftart und ich dachte, der zwite Protagonist kommentiert).
Im Kapitel 42: *SO TOLL,... GOTT (wieder das gleiche - ich dachte zuerst, es wäre der zweite Protagonist).
Auf Seite 119/208 ist von Saudi-Arabien die Rede, auf Seite 187/208 von Saudi Arabien, ganz ohne Bindestrich. Auf Seite 11 wird von Holland geschrieben, auf Seite 119 der Begriff Niederlande benutzt (ohne, dass es einen für mich erkennbaren Bedeutungsunterschied gibt). Alles zusammen nicht schlimm, jedoch fand ich das beim Lesen nicht stimmig und die falsche Schriftart hat mich gestört. Da ich nicht auf Fehler lese (sondern zur Unterhaltung), habe ich sicher nicht alles gefunden.

Die positiven Aspekte der Geschichte: das Kopfkino ist bei mir sofort angesprungen und die Handlungsdichte ist hoch. Durch die Kommentare und die Zitate am Beginn jedes Kapitels wird die Geschicht eweiter aufgelockert. Die einzelnen Charaktere, die neben den Protagonisten auftauchen, sind sehr unterhaltsam, in jedem Kapitel passiert irgend etwas Neues, die Handlung plätschert nie einfach so vor sich dahin - und so war das Buch auch schnell gelesen, wobei mir das Ende jetzt nicht so gut gefallen hat, wie der Rest der Geschichte.

Ich werde von Kowa sicher noch "Mein Leben mit Anna von Ikea" lesen, das ich noch ungelesen am Reader habe. Sollte mir Band 1 dieser Reihe noch zufällig irgendwo in die Hände fallen, lese ich das Buch sicher auch. Kaufen werde ich es mir jedoch nicht, weil ich noch einige ungelesene Bücher dieses Genres habe und daher im Moment nur Bücher kaufe, die ich unbedingt lesen muss.

Fazit: Sehr witzige Romanidee, gut umgesetzt.

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114 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 74 Rezensionen

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Hades' Hangmen - Styx (Hades-Hangmen-Reihe 1)

Tillie Cole
E-Buch Text: 375 Seiten
Erschienen bei LYX.digital, 07.06.2018
ISBN 9783736308114
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Im Buch Hades‘ Hangmen – Styx geht es um den stummen Bandenanführer Styx, der zwar sprechen kann, es jedoch in der Gegenwart anderer nicht oder nur sehr stotternd schafft und daher in Gebärdensprache kommuniziert. Mit 26 Jahren übernimmt er den Motorradclub (MC) der Hades‘ Hangmen, eine bewusstlose Frau, die Styx sehr vertraut vorkommt, taucht plötzlich in der Nähe des Hauptquartiers auf – Zufall? Bestimmung? Weder Styx noch Mae, die sich plötzlich in einem Motorradclub wiederfindet, können sich anfangs ihre Anziehung erklären – und Styx findet bei ihr auch noch seine Sprache.

Dass es sich bei diesem Roman um einen erotischen Frauenroman handelt, ist von Beginn weg klar. Mit Styx und Mae hat die Autorin zwei außergewöhnliche Charaktere gewählt und diese in den Mittelpunkt der Handlung gesetzt.

Der Erzählstil ist flüssig, die Seiten fliegen beim Lesen nur so dahin und ich habe stets bei der Liebesgeschichte zwischen Mae und Styx mitgefiebert und lange nicht verstanden, warum sich der Freund bzw. Vertraute River immer so stark einbringt, im Laufe des Buches wurde dieses Engagement jedoch für mich verständlich.

 

Weiters finde ich die Bandenrivalitäten zusätzlich zu dem Orden zu viele Gegenspieler in der Handlung, hier hätte man Dramatik und Actionelemente zu Gunsten von mehr Erotik weglassen können.

 

Ich finde es auch komisch, dass Mae so schnell körperliche Nähe zu Styx zulässt (was in einem Erotikroman jetzt hoffentlich niemanden überrascht) – in meiner Vorstellung habe ich sie stärker traumatisiert erlebt und finde hier zu viele Dramaelemente in Maes Vergangenheit, die mit den aktuellen Handlungen im Wiederspruch stehen.

 

Die Charaktere, die nicht in den Mittelpunkt der Handlung gerückt werden, bleiben eher flach – trotzdem ist die Atmosphäre des Buches beim Lesen stets spürbar gewesen und ich bin richtig in die Handlung hinein gekippt.

 

Fazit: Ein guter Serienauftakt, der mir in Summe aber vom Gewalt – und Dramatikaspekt zu viel war. Die Figuren mag ich gerne, jedoch wäre weniger mehr gewesen. Es werden ja noch ein paar Bände folgen, hoffe ich.

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136 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 68 Rezensionen

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Weil es dir Glück bringt

Viola Shipman , Anita Nirschl
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei FISCHER Krüger, 23.05.2018
ISBN 9783810530486
Genre: Romane

Rezension:

Es kommt bei mir nicht oft vor, dass mir beim Lesen eines Buches immer und immer wieder Tränen in die Augen steigen, das Buch „Weil es dir Glück bringt“ schafft es mehrmals, so viele rührende Momente einzubauen, dass ich die Taschentücher in meiner Nähe gebraucht habe.

Bisher habe ich noch nichts von Viola Shipman gelesen, und war gespannt, was sich hinter der, im wahrsten Sinne des Wortes, süßen Familiengeschichte verbirgt. Im englischsprachigen Original heißt der Titel „The recipe box“ und ist im März 2018 erschienen. Bei der deutschsprachigen Ausgabe handelt es sich um ein broschiertes Taschenbuch, die Covergestaltung mit dem Schmetterling, der all die süßen Köstlichkeiten beinhaltet, ist für mich ein Blickfang und hat es geschafft, mich neugierig auf die Geschichte zumachen.

 

Die Handlung wird in mehreren Zeiten aus der Sicht verschiedener Frauen der Familie erzählt, der Haupthandlungsstrang ist jedoch im Jahr 2017 angesiedelt und stellt die junge Sam in den Mittelpunkt, die die elterliche Obstplantage verlassen hat, um in New York als Konditorin durchzustarten. Dabei ist sie an einen furchtbaren Pseudo-Promi-Chef geraten, der selbst nicht backen kann und seine Mitarbeiter*innen schlecht behandelt, ihnen alles abverlangt und die Lorbeeren für die Arbeit seiner Angestellten einheimst. Sam flüchtet vor der ganzen Situation in New York und es zieht sie heim auf die elterliche Plantage, wo man ihre Mutter Deana und ihre Großmutter Willo kennenlernt und Stück für Stück, sowie Rezept für Rezept, in die Familiengeschichte eintaucht.

Neben der Obstfarm wurde eine Backstube für Pies eingerichtet, samt Cafe und Hofladen und außerdem spielt die Rezeptsammlung der Familie, wie der Originaltitel vermuten lässt, eine große Rolle. Die Geschichte reicht von der Zeit des ersten Weltkrieges und der Ururgroßmutter der Protagonistin Sam bis in die Zukunft im Epilog – zu viel möchte ich an dieser Stelle nicht verraten.

 

Sehr gut gefallen haben mir die Rezepte, die in die Kapitel eingearbeitet war. Auch, wenn ich so gar keine Süße bin und nur wenige der Leckereien nachbacken werde (zum Beispiel, wenn mal wieder viel zu viele Kirschen und Marillen im Garten zur gleichen Zeit reif werden oder der Tiefkühler vom Obst der Vorsaison noch gut gefüllt ist), so bin ich trotzdem der Ansicht, dass die Rezepte der Geschichte mehr Tiefe verleihen.

Der Fokus liegt in diesem Buch eindeutig auf den Charakteren der Frauen in der Familie und den Beziehungen untereinander. Da ich selbst zu meiner Großmutter ein inniges Verhältnis habe, fand ich es rührend, die Geschichte der einzelnen Personen und die Beziehung zwischen Großmüttern und ihren Enkelinnen in den verschiedenen Generationen zu lesen. Dass sich bestimmte Elemente der Familiengeschichte immer wieder wiederholen kenne ich auch aus eigener Erfahrung, und ich finde es sehr beruhigend, dass es sich hier um keine Einzelerfahrung zu handeln scheint.

 

Den Aufruf, eine Familienrezpetsammlung anzulegen, finde ich super. Genau das habe ich mit meiner Großmutter vor 15 Jahren gemacht, damit keines der Lieblingsrezepte verloren geht. Meine absolute Lieblingsstelle im Buch ist es, wo Angelo mit Willo über seine Großmutter spricht und anmerkt, dass die Rezepte seiner Großmutter ganz anders schmecken, wenn sie von einer anderen Person nach dem gleichen Rezept gekocht werden. Willos Erklärung, dass es die Großmutter ist, die fehlt, finde ich wunderschön und stimmig. Auch ich habe schon oft Rezepte meiner Oma (sogar in ihrem Beisein, in ihrer Küche mit ihren Zutaten) nachgekocht – und auch bei mir schmecken sie anders, als wenn sie meine Oma gleich zubereitet.

Fazit: Wer Familiengeschichten mit starken Frauenpersönlichkeiten, das Landleben und Rezepte mag, wird dieses Buch lieben.

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Children of Blood and Bone – Goldener Zorn

Tomi Adeyemi , Andrea Fischer
Fester Einband: 624 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 27.06.2018
ISBN 9783841440297
Genre: Jugendbuch

Rezension:

„Children of Blood and Bone. Goldener Zorn“ von Tomi Adeyemi ist die deutsche Übersetzung des ersten Bandes einer Trilogie. Die afrikanischen Wurzeln der Autorin sind in die spannende Fantasygeschichte um die 17- Jährige Zélie mit eingeflossen und runden die fantastische Welt ab.

Worum geht es?

Zélie trägt ein magisches Erbe in sich, wie viele andere Bewohner*innen des Landes Orisha auch. Ihre Mutter war eine mächtige Seelenfängerin, bis eines Tages die Magie von der Welt verschwand und die wehrlosen Magiebegabten schutzlos vor dem Militär des rachsüchtigen Königs zurückließ. Der König ließ im Rahmen der „Blutnacht“ alle Bewohner*innen, die bereits Magie beherrschten, töten und öffentlich zur Schau stellen. Der Nachwuchs wurde verschont, sollte jedoch für immer abgeschreckt werden, selbst nach magischen Fähigkeiten zu streben.

 

Da die Geschichte aus mehreren Perspektiven erzählt wird, sehen wir die Welt durch Zélie selbst, ihren Bruder, die Kronprinzessin und den Kronprinzen. Die Götter haben scheinbar die Leben dieser vier Jugendlichen miteinander verwoben, und es ist nicht klar, wer auf welcher Seite steht. Jede dieser vier Personen hat bereits schlimme Erfahrungen in Kindheit und Jugend machen müssen, Zélie und ihr Bruder kämpfen tagtäglich ums Überleben und als Wesen mit magischem Erbe werden die Steuern für Zélie ständig erhöht. Wer die Steuern nicht mehr aufbringen kann, wird in ein Arbeitslager oder, im besten Fall, zum Sklavendienst verschleppt, junge Frauen werden häufig vom Militär vergewaltigt. Daher lebt Zélie in ständiger Angst.

Zélie hat einen starken Charakter, ist jung, feurig und impulsiv. Sie lässt sich schnell zu Entscheidungen hinreißen, die sie später bereut und ihr Bruder hat stetig ein Wachsames Auge auf sie und versucht, sie so gut wie möglich zu beschützen. Zélie selbst lernt die Leserin bei einem Wettkampf kennen, wo junge magiebegabte Frauen mit Stöcken gegeneinander kämpfen und damit auf das harte Leben, das ihnen bevorsteht, vorbereitet werden sollen. Für mich ist sie zwar nur der zweitstärkste Charakter in diesem Auftaktband, jedoch habe ich in ihr meine Identifikationsfigur gefunden und möchte ihre Geschichte gerne weiterverfolgen.

Der Kronprinz ist mir in seiner Art zu unbeständig – als Charakter kann ich ihm nicht viel abgewinnen. Durch ihn wird die Geschichte sehr oberflächlich, wo immer er auftaucht oder seine Finger im Spiel hat, mangelt es der Handlung an Tiefe, was ich sehr schade finde. Ebenso gingen einige Entwicklungen schnell, oder Handlungsteile sind nicht logisch (hier möchte ich nicht spoilern), was für mich Einbußen beim Lesegenuss mit sich brachte, weil ich das WARUM so überhaupt nicht nachvollziehen kann.

Der Handlungsstrang um die Kronprinzessin ist für mich sehr gut geschrieben und ich finde es sehr spannend, die Welt durch ihre Augen zu sehen. Sie ist der stärkste Charakter des ersten Bandes und macht im Laufe der Handlung auch die größte persönliche Entwicklung durch.

Was mich auch überzeugt, ist der flüssige Schreibstil. Obwohl ich mir weder Reitlinge noch die anderen Tiere vorstellen konnte (hier hätte es noch mehr an Beschreibung gebraucht oder eine Illustration), habe ich sehr gut in die Geschichte hineingefunden. Manche Teile der Handlung jedoch sind für mich nicht logisch oder zu stark übertrieben, ohne, dass es einen Mehrwert für die Handlung bringt. Da die Geschichte bereits verfilmt wird, bin ich darauf gespannt, wie das dann im Film gelöst wird.

Was mich sehr stört ist, dass mich das Ende komplett ratlos zurücklässt. Ich habe keine Ahnung, was auf den letzten 10 Seiten passiert ist, und gerade der Epilog stiftet nur Verwirrung. Ein anderer Endpunkt der Handlung (fünf oder zwei Kapitel früher) oder noch 30 Seiten Erklärung hätten für mich einen runderen Abschluss bedeutet, der mir auch bei Bänden aus Reihen wichtig ist.


Fazit: ein guter Auftaktband der Trilogie, die jedoch im Handlungsverlauf einige Schwächen hat.

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307 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 171 Rezensionen

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Die Frauen vom Löwenhof - Agnetas Erbe

Corina Bomann
Flexibler Einband: 736 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 11.05.2018
ISBN 9783548289960
Genre: Historische Romane

Rezension:

„Die Frauen vom Löwenhof – Agnetas Erbe“ ist der erste Band einer Trilogie von Corina Bomann. Die beiden Folgebände erscheinen innerhalb des nächsten Jahres, die Titel lauten „Marthildas Geheimnis“ und „Solveigs Versprechen“. Es ist das zweite Buch, das ich von dieser Autorin gelesen habe, daher lag die Latte für dieses Buch sehr hoch.

 

Über 700 Seiten bzw. 900 Minuten beim Hörbuch sind ganz schön viel, daher rate ich, vor dem Kauf unbedingt in die Hör- oder Leseprobe reinzuschauen, ob Schreibstil bzw. Sprechweise auch über so weite Strecken gefallen können. Wer die Erzählweise der Autorin bereits kennt, kann sich das getrost sparen – das Buch ist wieder sehr gefühlvoll und plastisch geschrieben, das Kopfkino ist bei mir schon auf den ersten Seiten angesprungen.

 

Der Titel des Buches nimmt schon einen Teil der Handlung vorweg – denn bei „Agnetas Erbe“ ist klar, dass sich Agneta als Erbin des Löwenhofes wiederfindet. Ich habe sehr mit ihrem Vater und ganz besonders mit ihrem Bruder mitgefiebert und mitgelitten, der Bruder war meine Lieblingsfigur im Buch, denn seine Herzlichkeit war für mich spürbar.

 

Agneta ist Studentin der Kunst im Stockholm, verliebt in einen anderen Studenten und muss plötzlich in ihre Heimat zurückkehren. Die Rückkehr bedeutet für sie, dass sie ihren Traum, Künstlerin zu werden, zum Wohl des Löwenhofes aufgeben muss. Für sie ist es besonders schwer, da sie kein konventionelles Leben als Ehefrau und Mutter fristen möchte. Sie glaubt daran, dass auch Frauen einen Platz in der Gesellschaft haben sollten, der zu dieser Zeit nur Männern vorbehalten war. Es war der Beginn der Frauenbewegung, Frauen wurden erstmals zu Universitäten zugelassen und begannen, dort Karriere zu machen. Agneta möchte sich nicht angepasst verhalten, sondern für ihre Träume kämpfen, doch als ihr Traum zerplatzt sieht sie, wie wenig Rückendeckung einer Frau bleibt, wenn sie nicht mit den Konventionen der Gesellschaft geht und wie wenig die Lippenbekenntnisse von Menschen in guten Zeiten in der Not wert sein können. Diese Naivität passt zum geringen Lebensalter der Protagonistin, die auch mit dem goldenen Löffel im Mund groß wurde und nie körperlich arbeiten oder um ihr finanzielles Auskommen sorgen musste.

 

Das Leben am Hof ist mit Agnetas verhassten Mutter, der schönen und strengen Stella verbunden, die ständig ungebeten mit Ratschlägen auf der Matte steht, verbunden. Stella hat bestimmte Vorstellungen, wie sich eine Frau in der Gesellschaft zu verhalten hat und kritisiert Agnetas Verhalten permanent und fordert mehr Haltung und würdevolleres Auftreten von ihrer Tochter, Konflikte stehen auf der Tagesordnung.

 

Die Geschichte erlaubt tiefe Einblicke in die damalige Zeit, besonders, wie es vielen Frauen damals ergangen ist. Die Handlung beginnt 1913 und reicht bis etwa zur Mitte des ersten Weltkrieges. Obwohl sich die Handlung in Schweden abspielt, bekommt man schon viel vom Krieg mit, da sich die Auswirkungen teilweise auch bis nach Schweden ziehen.

Interessant ist für mich auch, welche unterschiedlichen soziale Schichten die Frauenbewegung damals  angezogen hat, und wie kollektiv die Probleme von Frauen zur damaligen Zeit waren und was sich seither alles getan hat.

 

Da ich von der Handlung nicht viel vorweg nehmen möchte, lobe ich an dieser Stelle den logischen und schlüssigen Aufbau. Ich konnte die Welt stets durch Agnetas Augen und mir ihren Gefühlen wahrnehmen und mich auch immer besser in andere Personen, wie zum Beispiel Agnetas Mutter, hineinversetzen. Ich bin schon gespannt darauf, wie die Geschichte in den weiteren Bänden fortgesetzt wird, denn im aktuellen Band sind für mich noch einige Fragen offen geblieben.

 

Fazit: Ein gut konstruierter historischer Roman zum Beginn der Frauenbewegung

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56 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 48 Rezensionen

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Homebase fürs Herz

Saskia Louis
E-Buch Text
Erschienen bei dp DIGITAL PUBLISHERS, 23.04.2018
ISBN 9783960874010
Genre: Liebesromane

Rezension:

In diesem Buch geht es um die Geschichte von Cole und seiner PR-Managerin Samantha – diese Geschichte zeichnet sich schon länger ab und wird jetzt aufgegriffen. Cole wird bald 35 – und möchte, wie es sich für seinen Stand gehört, bis dahin seine zukünftige Ehefrau kennen lernen. Da das aber sehr zeit- und nervenaufreibend ist, delegiert er diese Aufgabe. Schließlich hat er mir seiner Familie und dem Team bereits ausreichend Arbeit. Auch Savannah hat ihr Päckchen zu tragen und ist nicht besonders begeistert davon, das Privatleben ihres Vorgesetzten zu managen.

 

Der Schreibstil ist gewohnt flüssig, wie in allen Büchern von Saskia Louis, das Kopfkino springt gleich an und es dauert nur ein paar Seiten, um mitten drin in der Geschichte zu sein. Damit die Handlung nicht verwirrend ist, sollten allerdings die Bände in der richtigen Reihenfolge gelesen werden, dann hat die Leserin Verständnis für die Eigenheiten mancher Charaktere, die in allen Bändern wieder auftauchen, nachdem sie ihr persönliches Glück gefunden haben.

 

Im Gegensatz zu den beiden Vorgängerbänden finde ich die weibliche Hauptperson stärker, rebellischer und authentischer und habe endlich mal wieder jemanden gehabt, deren  Seelenleben ich nachvollziehen und mit der ich mitfiebern konnte. Samantha ist ein toller weiblicher Charakter und Cole passt zu ihr wie die Faust aufs Auge, auch, wenn das die beiden am Beginn nicht sehen wollen. Bei mir ist es der zweitliebste Band der Serie (nach Band 1) und ich freue mich wieder auf Nachfolgerbände. Nach dem Cliffhanger am Ende ist es ganz klar, mit wem es im nächsten Band weitergehen wird.

 

Fazit: Einer meiner Lieblingsbände aus der Serie.

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349 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 148 Rezensionen

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Cat & Cole: Die letzte Generation

Emily Suvada , Vanessa Lamatsch , punchdesign Johannes Wiebel
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Planet! in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 19.06.2018
ISBN 9783522505598
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Das Buch „Cat & Cole: Die letzte Generation“ von Emily Suvada erscheint im Juni 2018 im Planet! Verlag. Der englischsprachige Originaltitel heißt „This Mortal Coil“ und ist der Auftaktband einer Serie, die mit dem zweiten Teil „This Cruel Design“ im Oktober 2018 fortgesetzt wird.

Bei diesem Buch handelt es sich um ein SciFi Jugendbuch, die Altersempfehlung liegt bei 14 – 17 Jahren, diese Einschätzung teile ich auch, da es brutale und erotische Szenen in diesem Buch gibt, die für jüngere Leser*innen nicht uneingeschränkt geeignet sind.

Wie für ein Jugendbuch zu erwarten ist der Schreibstil leicht lesbar und die Seiten fliegen nur so dahin. Bei mir ist das Kopfkino beim Lesen sofort angesprungen. Ich konnte mir sowohl Cat wie auch die dystopische Welt vorstellen, die unter dem Ausbruch einer schlimmen Krankheit leidet. Viele Menschen leben in Bunkern, die von einer Firma kontrolliert werden und überhaupt hat die Welt nicht mehr viel mit unserer gemeinsam. Jeder Mensch ist bionisch durch ein Paneel mit seinen Vitalfunktionen verbunden. Medizinprodukte werden nicht mehr erforscht und eingenommen, stattdessen werden Programme für verschiedene Körperfunktionen geschrieben und als Apps im eigenen Körper programmiert. Wundheilung funktioniert dadurch schneller und problemlos, allerdings unter immensem Kalorienaufwand.

Die ausgebrochene Erkrankung ist ein schnell mutierender Virus, der in der ersten Phase zu Hautausschlägen führt und im Endstadium eine Explosion des Körpers und dadurch einen maximalen Verbreitungsradius der Viren bewirkt. Nur in diesem letzten Stadium ist die Erkrankung ansteckend und verläuft immer tödlich.

Die Hackerin Cat ist die Hauptfigur des Romans. Sie ist gerade erst 18 geworden und lebt seit drei Jahren an der Oberfläche und weigert sich standhaft, auf Wunsch ihres entführten Vaters, in einem der sicheren Bunker zu leben. Als sie von Cole, einem Mitarbeiter des von ihr verhassten Unternehmens, das scheinbar die Weltherrschaft an sich gerissen hat, über das Ableben ihres vor Jahren entführten Vaters informiert wird, will sie der Information nicht so recht trauen – denn Cole ist ein kaltblütiger und gut ausgebildeter Soldat. Trotzdem beschließt sie, den letzten Willen ihres Vaters – die Verbreitung einer Impfung gegen die Erkrankung, mit Coles Hilfe zu verwirklichen zu versuchen. Ein Unterfangen, das sich als sehr schwierig herausstellt.

Cat ist für mich eine großartige Projektionsfigur. Ich verstehe ausreichend von Programmieren und von Naturwissenschaften, um die Handlung gut nachvollziehen zu können und empfinde die Erklärungen der „schönen neuen Welt“ logisch und nachvollziehbar. Ich kann mir gut vorstellen, dass unsere fernere Zukunft tatsächlich so aussieht und sich die Menschen immer weiter von ihrer Natur und der realen Welt, so wie wir sie kennen, entfernen.

Die Handlung ist spannend konstruiert und ich konnte während des Lesens das Buch kaum zur Seite legen. Einige Wendungen habe ich überrascht, auf manche gehofft und mit einigen gerechnet, was jedoch der Handlung keinen Abbruch tut.

Ich konnte mich sehr gut in die einzelnen Charaktere hineinversetzen und finde deren Handlungen zum jeweiligen Charakter passend und in sich schlüssig.

 

Fazit: Ein sehr spannder Auftaktroman einer Jugend-SciFi-Reihe, von der ich den restlichen Bände auch noch lesen möchte und Band 2 schon jetzt sehnsüchtig erwarte.

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58 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 46 Rezensionen

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Der Pub der guten Hoffnung

Alexandra Zöbeli
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Forever , 08.06.2018
ISBN 9783958189591
Genre: Romane

Rezension:

„Der Pub der guten Hoffnung“ von Alexandra Zöbeli erschien im April 2018 im forever Verlag als E-Book. Andere Formate sind derzeit nicht erhältlich. Von der Autorin habe ich bereits „die Rosen von Abbotswood Castle“ gelesen, was mir sehr gut gefallen hat und daher von Romantik und Spannung als Richtlinie für die Bewertung des aktuellen Buches herangezogen wird.

 

Das Cover hat, wie auch die anderen Bücher der Autorin, Wiedererkennungswert. Auf allen sind Gebäude vor blauem Himmel mit Schönwetterwolken abgebildet, der Buchtitel ist stets in Weiß gehalten. Auch bei diesem Cover ist klar, was dahinter steckt: eine schöne Liebesgeschichte in Großbritannien.

 

Lehrer Sam und Hausfrau Hannah ist das Schlimmste passiert, was Eltern passieren kann: der Sohn läuft Amok und tötet sich danach selbst. Außer der eigenen Trauer müssen sie noch mit der Berichterstattung in den Medien fertig werden – der Pädagoge steht außerdem vor großen beruflichen Schwierigkeiten. Während Hannah nach einer Einlieferung ins Krankenhaus versucht, ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen, verschlägt es Sam in das Ferienhaus eines Freundes. Im Cottage angekommen ist er verwundert darüber, dass das Haus bereits illegal bewohnt wird – und zwar von der schlagfertigen Hope, die ihre Nichte und ihren Neffen nach dem Tod deren Mutter groß zieht.

Über die Geschichte möchte ich nicht mehr verraten, da ich die Handlung ohnehin sehr vorhersehbar gefunden habe, und nur einmal kurz von der Reaktion einer Person überrascht wurde. Anders als in meinem vorigen Buch der Autorin kam also keine Spannung auf und ich habe auch mit keiner der Personen mitgefiebert. Sam ist mir sehr sympathisch und ich finde es toll, die Geschichte aus der Sicht eines Mannes zu lesen. Meine Identifikationsfigur in der Geschichte ist Hope, denn in sie kann ich mich am besten hineinvorsetzen und kenne auch das Arbeiten zwischen mehreren Jobs und das Übernehmen von Verantwortung. Wir scheinen auch die gleichen Schwierigkeiten miteinander zu teilen, nämlich zu schnell Verantwortung zu übernehmen und uns damit so viel aufzuhalsen, dass für die eigenen Wünsche immer weniger Zeit bleibt.

Hopes Familie finde ich schön konstruiert, auch, wenn sich Sian für ein Kind ihres Alters viel zu angepasst verhält, was trotz der traumatisierenden Situation nicht zu passen scheint – überhaupt kommt es zwischen Hope und den Kindern zu nur wenigen Zusammensetzungen.

Auch zwischen Mary und Pat kommt es nach anfänglichem Streit zu keinen Auseinandersetzungen mehr, beide scheinen das Schicksal gut hingenommen und zu haben und hadern damit überhaupt nicht.

Die weiteren Personen verhalten sich ebenso stereotyp bzw. halten sich sehr im Hintergrund und sind für die Handlung nicht weiter wichtig.

 

Der Schreibstil ist wieder mitreißend und die Liebesgeschichte ist schön konstruiert und plätschert über hunderte Seiten gleichmäßig vor sich dahin. Es tun sich keine größeren oder unerwarteten Schwierigkeiten auf, die Geschichte ist trotzdem nett zu lesen.

 

Fazit: Ein schön konstruierter Liebesroman, der keine für mich überraschenden Wendungen hatte und in dem die Handlung vor sich hinplätschert.

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63 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 51 Rezensionen

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Bullenbrüder - Tote haben kalte Füße

Hans Rath , Edgar Rai
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Wunderlich, 24.04.2018
ISBN 9783805251051
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Von Hans Rath habe ich „Und Gott sprach: Du musst mir helfen“ gelesen und war daher sehr neugierig darauf, wie sich der Autor als Krimiautor macht. Von Edgar Rai habe ich bisher noch nichts gehört oder gelesen, der war für mich ein unbeschriebenes Blatt. Letzen Herbst war ich in Berlin – dort hat es mir gut gefallen – bereits das Cover der Bullenbrüder ist eindeutig in Berlin verortet, daher war ich gleich doppelt neugierig auf dieses gebundene Buch, das im April 2018 im Wunderlich Verlag erschienen ist. Dieses Buch ist das zweite einer Reihe, den ersten Band habe ich nicht gelesen und im zweiten Band auch keine Anspielungen auf den ersten Fall gefunden. Da ich Band eins auf jeden Fall noch lesen möchte, finde ich das sehr gut.

 

Kriminalkommissar Holger Brinks ist der Bruder von Charlie, der bei Holger im Gartenhaus wohnt und als Privatdetektiv jobbt. Zwischen den Brüdern herrscht eine Hassliebe – die jedoch zu Liebe umschlägt, als Mutter Anita bei ihnen aufschlägt – und verlangt, dass ihre fünfte Hochzeit bei Holger im Garten ausgerichtet wird – eine Riesenfeier mit der gesamten Familie des Bräutigams.

Ermittlerisch treffen sich Holger, der inoffiziell nach einer Vermissten suchen soll und Charlie, der für eine vergangene Affäre den Ehebruch des aktuellen Mannes nachweislich dokumentieren soll.

 

Den Schreibstil mag ich gerne, da erkenne ich Hans Raths humoristische Art drin wieder – jedoch auch einen anderen Autor, der es schafft, die Krimielemente in den Fall hineinzubringen und Spannung aufzubauen. Die Geschichte der Smooth Sisters, dreier Society-Ladies, die ein Startup gegründet haben, finde ich witzig zu lesen. Jede der drei Schwestern ist auf ihre Art eine eigene größenwahnsinnige Persönlichkeit, die die Vorzüge des gesellschaftlichen Status für ihre Zwecke ausnutzt. Hier sind viele Irrungen und Wirrungen eingebaut – besonders Charlies Bauchgefühl hat es mir jedoch angetan. Auf eine Weise ist Charlie genial, auf der anderen Seite fehlt es ihm jedoch an eben der Lebenskompetenz, die ihm seit einem Jahr bei seinem Bruder leben lässt.

Die Aufklärung des Falles hat Spaß gemacht, besonders unterhalten habe ich mich jedoch bei den Nebenschauplätzen – der früheren Affäre von Charlie und der Organisation der Hochzeit – gefühlt.

 

Fazit: Mir gefallen die Personen, der Spannungsbogen und ganz besonders auch der Humor im Buch. Da will ich mehr davon lesen.

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37 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 27 Rezensionen

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Win my Heart: Spiel um die Liebe

Anne Lay
E-Buch Text: 190 Seiten
Erschienen bei dp DIGITAL PUBLISHERS, 22.02.2018
ISBN 9783960873334
Genre: Liebesromane

Rezension:

Normalerweise bevorzuge ich längere Romane, wegen der Thematik jedoch wollte ich „Win my Heart“ von Anna Lay eine Chance geben. Ich interessiere mich, seit ich als Kind in Las Vegas war, für Glücksspiel und war auch als junge Erwachsene gerne und oft im Casino. Eine Ausbildung in diesem Bereich habe ich auch überlegt, es ging dann jedoch in eine andere Richtung.

 

Zum Inhalt:

Die Protagonistin Sonja hat eine schlimme Trennung mit einer noch schlimmeren Beziehung, die ihr einen Berg Schulden eingebracht hat, hinter sich. Bei einem Blackjack-Turnier möchte sie, wenn möglich, ein schönes Wochenende verbringen und liebäugelt auch mit dem Hauptgewinn, der ihr die Rückzahlung ihrer Schulden und das Geld für einen Neustart liefern würde, weiß aber, dass dieser Gewinn sehr unwahrscheinlich ist. Währen des Turniers trifft sie auf Hassan Djamali, der ihr auf Anhieb gefällt – und die Anziehung scheint auf Gegenseitigkeit zu beruhen.

 

Meine Meinung:

Da ich Glücksspiel liebe und mich freue, dass endlich mal die Protagonistin erfolgreich darin ist, und nicht nur als nettes Anhängsel dabei steht, war ich vom Fleck weg von der Handlung begeistert. Ohne viel Erklärung ist man mit Sonja beim Turnier und ich habe sofort begonnen, mit ihr mitzufiebern. Hassan ist zwar nicht mein Typ, trotzdem konnte ich Sonjas Begeisterung für ihn gut nachvollziehen. Überhaupt hatte ich einen guten Draht zu ihr, denn ihr Denken und Handeln ist mir nicht fremd, sie wurde in diesem Buch zu meiner Identifikationsfigur.

Die Handlung selbst verläuft linear, was in der Kürze des Werkes ein großer Vorteil ist, und zu einem guten Lesefluss beigetragen hat. Der Schreibstil ist mitreißend, ich konnte den Reader beim Lesen nicht aus der Hand legen und habe in einem Rutsch durchgelesen. Am Ende des Buches bleiben nur kleinere Fragen offen, die Hoffnung auf einen zweiten Band mit dem Geschäftsführer als Protagonisten machen.

 

Fazit: Ein mitreißender Kurzroman mit smarter Protagonistin, der mir sehr gut gefallen hat.

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abenteuer, fantasy, reihe

Geheimnis der Götter - Asche des Krieges

Saskia Louis
E-Buch Text: 440 Seiten
Erschienen bei dp DIGITAL PUBLISHERS, 12.04.2018
ISBN 9783960872443
Genre: Fantasy

Rezension:

„Geheimnis der Götter – Asche des Krieges“ von Saskia Louis ist der vierte und letzte Band der „Geheimnis der Götter“ – Reihe der Autorin. Da die Handlung aufbauend ist, und Aktionen der einzelnen Figuren sonst teilweise nur schwer nachvollziehbar sind, sollten die Bücher unbedingt in der richtigen Reihenfolge gelesen werden. Der vierte Band liefert die Aufklärung aller in den Vorbänden aufgekommenen Fragen – und könnte dadurch die Spannung der Vorbände ruinieren.

 

Damit auch schon genug der Warnung – wer die ersten drei Bände noch lesen möchte, bitte nicht weiterlesen! Diese Rezension bezieht sich auf die Handlung des vierten Bandes und greift daher auf Vorwissen aus den ersten drei Bänden zurück.

Nym/Salia ist mit ihrer Gruppe, die unter anderem aus Levi und Jeki besteht, unterwegs in den Kreisbergen um das Kreisvolk um Hilfe zu bitten. Angeblich besitzt das Kreisfolk geheimes Wissen, mit dem die Götter besiegt werden können – jedoch ist noch niemand aus den Kreisbergen jemals zurückgekehrt. Sowohl Jeki wie auch Levi buhlen weiterhin um die Gunst von Nym und Salia – und auch die Götter kommen, wie gewohnt, am Beginn jedes neuen Kapitels zu Wort. Langsam aber sicher vermischen sich die Haupthandlung und die Zitate der Götterkommunikation am Anfang und führen zu einem gemeinsamen Handlugnsstrang.

 

Was mir besonders gut gefällt ist, dass alle liebgewonnenen Charaktere aus den Vorbänden wieder mit dabei sind. Bis zuletzt habe ich mit Nym/Salia mitgefiebert, für wen sie sich entscheiden wird. Das Kreisvolk hat es mir angetan und ich würde mir unbedingt noch einen eigenen Band über das Kreisvolk wünschen – bis zum Beginn des ersten „Geheimnis der Götter“- Bandes. Dieses Volk hat es mir angetan und sicher lässt sich in den Kreisbergen noch das eine oder andere Geheimnis erkunden – ebenso würde ich noch gerne erfahren, was jenseits der Wüste ist – die Welt lässt also noch Spielraum für viele weitere Geschichten, auch wenn dieser Handlungsstrang abgeschlossen ist.

 

Wie bereits in den ersten Bänden habe ich mitgeraten, mitgerätselt und mit der Hauptfigur Nym/Salia mitgefühlt und es genossen, die Welt durch ihre Augen zu sehen. Ich freue mich, dass alles so gekommen ist, wie es in der Geschichte steht. Einiges war absehbar, andere Ereignisse haben mich überrascht.

Einmal mehr hat mich die Autorin in eine ihrer Fantasiewelten entführen können – und ich bedanke mich an dieser Stelle für die wunderbaren Lesestunden, die mir diese Reihe beschert hat.

 

Fazit: Wer diese Reihe von Saskia Louis noch nicht kennt, sollte sie unbedingt lesen. Von dieser Autorin gibt es noch viele verschiedene Bücher von Chicklit über Krimi zu entdecken – da ist für fast alle Genrevorlieben etwas dabei.  

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Steirerquell

Claudia Rossbacher
Flexibler Einband: 279 Seiten
Erschienen bei Gmeiner-Verlag, 07.02.2018
ISBN 9783839222652
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

„Steirerquell“ von Claudia Rossbacher ist der achte Band um das steirische Ermittlerduo Sandra Mohr und Sascha Bergmann. Ich habe die Vorgängerbände noch nicht gelesen, und konnte in die Geschichte ohne Schwierigkeiten einsteigen- es gab weder zu viele Personen noch persönliche Verstrickungen. Allerdings ist klar, dass die Geschichte aufbauend ist, und durch Informationen aus dem achten Band die persönliche Geschichte von Sandra und Sascha bis zu diesem Zeitpunkt gespoilert wird. Wer das nicht möchte, fängt besser mit dem ersten Band der Serie an.

 

Die Handlung beginnt auf der Hochzeit eines Polizeikollegen, als Sandra eine Nachricht von ihrer besten Freundin Andrea auf der Mailbox hat, die sich als verzweifelter Hilferuf herausstellt. Ein Rückruf ist nicht möglich, die beste Freundin scheint vom Erdboden verschluckt zu sein. Auch das Liebeswochende mit der Affäre hat Andrea nicht angetreten, also macht sich Sandra auf die Suche, die im Thermenhotel in Loipersdorf beginnt. Daher auch der Name, da „Quell“ ein häufig gewählter Namensbestandteil in Thermenhotels oder Thermalbädern in der Region und daher auch passend für den Titel.

Die Stroyline finde ich spannend, da immer wieder kapitelweise das Entführungsopfer zu Wort kommt – und dadurch von beiden Seiten mitgefiebert werden kann. Als Nativespeakerin finde ich den Dialekt authentisch, auch, wenn ich mich anfangs gewundert habe, warum die beiden miteinander nicht im Dialekt kommunizieren, bis ich draufgekommen bin, dass der Chef ein Wiener ist – da war mir dann alles klar. Auch die Abneigung gegen Wiener und die Überheblichkeit des Chefermittlers gegen die Provinz (immerhin ist Graz die zweitgrößte Stadt Österreichs) kommen klar durch und haben bei mir zur Erheiterung beigetragen.

Sofort ist bei mir das Kopfkino angesprungen, da ich die Gegend sehr gut kenne und auch das Hotel in Loipersdorf gleich vor Augen hatte, auch, wenn es im Buch einen andere Namen trägt als in der Realität – so viele gibt es dort dann auch wieder nicht, dass man großartig daneben liegen kann. Daher habe ich mich kapitelweise wie im Urlaub gefühlt – die steirische Thermenlinie ist wunderschön und bietet auch kulinarisch viel Abwechslung.

 

Besonders gut gefällt mir auch das Ermittlerduo: Die Spannung zwischen den beiden ist greifbar, trotzdem kommen sie gut (vielleicht zu gut) miteinander aus, was auch sexuelle Spannung in den Folgebüchern aufkommen lassen kann. Sandra ist ein Landei, das ihren Weg gemacht hat, und mit beiden Beinen im Leben steht. Dass auch ihr als Polizistin viele Seiten ihrer besten Freundin verborgen geblieben sind, war für mich sehr unterhaltsam zu lesen – denn wie gut kennt man die Vergangenheit, Gedanken und Gefühle seiner besten Freunde wirklich?

 

Fazit: Ein sehr spannender Kriminalfall in schöner Umgebung. Ich möchte die anderen Bände auf jeden Fall auch noch lesen.

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Silberschwingen - Erbin des Lichts

Emily Bold , Carolin Liepins
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Planet! in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 13.02.2018
ISBN 9783522505772
Genre: Jugendbuch

Rezension:

„Silberschwingen – Erbin des Lichts“ ist der erste Romantasy Band von Emiliy Bold in der Silberschwingen-Reihe und ist im Februar 2018 als Hardcover und als eBook erschienen. Leider konnte ich nirgendwo eine Information darüber finden, wie viele Bände in dieser Reihe geplant sind.

 

Die 15-Jährige Thron wird in wenigen Wochen ihren 16. Geburtstag feiern. Sie ist dabei, mit Freundinnen ihre Geburtstagsfeier zu planen und plötzlich wird ein interessanter Junge, Riley, auf sie aufmerksam, der sich sonst als bewusster Außenseiter mit seiner „Gang“ sonst nicht viel aus dem Schulalltag macht. Schon bald erfährt Thron, dass die Welt, die sie bisher kannte, nur ein Ausschnitt ihrer Welt bleiben wird. Thorn ist kein normales Mädchen, sondern halb Mensch und halb Silberschwinge, was sie in Gefahr bringt. Denn als „Halbwesen“ hätte sie bereits kurz nach ihrer Geburt getötet werden sollen und schwebt daher in großer Gefahr.

 

Thorn mag ich als Protagonistin gerne, da sie eine gute Projektionsfigur abgibt. Sie hatte bisher keinen Freund, ist passionierte Sportlerin und hält ihre Freundschaft mit ihrer Teamkollegin hoch. Es wird ein spannender Einblick in ihr Familien- und Schulleben gewährt, so dass ich mir schnell ein Bild der Protagonistin, des Schulsystems, der Umgebung und der Lebensumstände der Protagonistin machen konnte.

Riley als „attraktiven Outsider“ mag ich ebenfalls sehr gerne, auch, wenn er zur Selbstüberschätzung neigt, ist er ein ehrlicher Typ mit guten Absichten, steht aber eher am Rand des Geschehens, denn „Bad Boy“ Lucian, der Sohn des Clanführers, übernimmt schnell die Rolle im Vordergrund und drängt sich so richtig in die Handlung hinein. Mit ihm bin ich bis zum Schluss nicht ganz warm geworden, denn sein Charakter ist mir zu zerrissen, um anziehend zu sein, ich verstehe jedoch, welchen Reiz er auf die Protagonistin ausübt.

 

Der Schreibstil ist locker und mitreißend, ich bin über keinem Satz hängen geblieben. Ebenso sind die Handlungen der einzelnen Charaktere passend und schlüssig, so dass es innerhalb der Handlung keine offenen Handlungsmotive oder ungeklärte Fragen mehr gibt. Die Geschichte nimmt schnell Fahr auf und bleibt dann bis zum Ende des Bandes spannend, so dass ich es kaum erwarten kann, dass endlich der zweite Band erscheint.

 

Fazit: Entführt in die Welt der Silberschwingen, in der ich mich schnell und gut zurecht gefunden habe. Spannende und romantische Jugendgeschichte.

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Izara - Das ewige Feuer

Julia Dippel
Flexibler Einband: 540 Seiten
Erschienen bei Planet! in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 25.10.2017
ISBN 9783522506038
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Das Buch „Izara: Das ewige Feuer“ von Julia Dippel erschien im Oktober 2017 und ist der Auftaktroman einer Jugend-Romantasy-Reihe. Jugendliche sollten meiner Meinung nach mindestens 13 Jahre alt sein, wenn sie zu diesem Buch greifen, da es hier viele Szenen mit Körperkontakt gibt, die für jüngere Leser_innen eventuell nicht nachvollziehbar sind.

 

Bisher hatte ich noch nichts von der Autorin gelesen und wurde durch das wunderschöne Cover und den spannend klingenden Klappentext auf das Buch aufmerksam. Ari ist Schülerin in einem Eliteinternat, ihre Eltern sind getrennt, der Kontakt mit dem Vater kaum vorhanden und die Mutter ist psychisch labil. Eine Mädchenfreundschaft, Schwärmerei für Jungs und der Nebenjob für den fahrbaren Untersatz prägen den Alltag der Schülerin, bis plötzlich übernatürliche Wesen Jagd auf Ari machen, und ihre Welt von heute auf morgen nicht mehr so ist, wie Ari dachte. Sie schlittert in einem Geheimbund, verliebt sich in Lucian, der ursprünglich Jagd auf sie gemacht hat, und weiß bald nicht mehr, wem sie ihr Vertrauen schenken kann und wem nicht.

 

Der Schreibstil ist, typisch für ein Jugendbuch, leicht gehalten und daher auch sehr mitreißend, da es keine komplexen Satzkonstruktionen gibt, über deren Bedeutung man sich den Kopf zerbrechen muss. Zahlreiche Dialoge lockern den Text auf und geben dadurch einen guten Einblick in Anschauung und Sprache der einzelnen Charaktere. Die einzelnen handlungstragenden Personen werden nach und nach mit ausreichend Beschreibung und Hintergrundinformationen in den Text eingeführt und ich konnte von Beginn an die Welt vor meinem geistigen Auge entstehen lassen, das Kopfkino ist also direkt angesprungen und während der ganzen Handlung gelaufen.

 

Die Geschichte selbst nimmt häufiger von mir unerwartete Wendungen, die Spannung ist schon nach fünfzig Seiten aufgebaut und der Spannungsbogen bleibt bis zum Ende des Bandes gespannt. Trotzdem sehe ich die Geschichte des ersten Bandes in sich abgeschlossen, es bleiben keine wesentlichen Fragen des ersten Bandes offen und trotzdem möchte ich nach dem Lesen unbedingt erfahren, wie es mit Ari und ihren Freunden in den nächsten Bänden weitergeht – der Folgeband erscheint bereits im Mai.

 

Die Emotionen der Jugendlichen, aber auch der unsterblichen Wesen, sind hervorragend herausgearbeitet, so dass sich das Profil der einzelnen Figuren immer weiter formt und jedem Charakter seine Einzigartigkeit gibt. Dadurch entstehen individuelle Charaktere, auf Stereotype wird kaum zurückgegriffen. Auch die übernatürlichen Wesen werden mit ihrer Herkunft, Abstammung und Ausformung erklärt. Insgesamt kommen gängige Theorien auf den Tisch, die jedoch trotzdem spannend und gut nachvollziehbar zu lesen sind.

 

Mein Fazit: Ich habe über den ganzen Band hinweg mit Ari mit gefiebert und mich wunderbar unterhalten gefühlt.

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Aura - Die Gabe

Clara Benedict , Eva Schöffmann-Davidov
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Thienemann in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 12.03.2018
ISBN 9783522202411
Genre: Jugendbuch

Rezension:

"Aura - Die Gabe" ist der Auftaktband einer Reihe von Clara Benedict um in März 2018 im Thienemann Verlag erschienen. Der Nachfolgeband, "Aura - Der Verrat" wird im Juni 2018 erscheinen.


 In diesem Buch geht es um die 16-Jährige Hannah, die den zwei Jahre älteren Jan anschwärmt, seit er vor ein paar Monaten die Schule besucht. Jan wird im Pub auf sie aufmerksam, jedoch hat Hannah nicht das Gefühl, das Jan etwas für sie empfindet. Trotzdem kreuzen sich ihre Wege immer wieder. Zusätzlich scheint eine Geisterbeschwörung mit ihren Freundinnen funktioniert zu haben, und auch andere seltsame Dinge passieren Hannah.


 Der Schreibstil entspricht mit der klaren Schrift und den einfachen Sätzen durch und durch einem Jugendbuch. Die Handlung lässt sich flüssig lesen, die Kapitellänge passt sehr gut für die jugendlichen Leser*innen. Am Ende jedes Kapitels habe ich den Wunsch zum Weiterlesen gespürt und wollte stets wissen, wie die Geschichte ausgeht. In der Handlung war ich beim Lesen stets mittendrin und habe mich in Hannah und ihre Probleme und Gedanken sehr gut hineinversetzen können. Die Abfolge der Handlung war durchwegs logisch und nachvollziehbar, ein Handlungsstrang hat sich von Beginn bis Ende durch die Geschichte gezogen, alles war in sich schlüssig.

 

Die Charaktere neben Hannah und Jan bleiben jedoch in der Geschichte bisher sehr flach. Von Hannahs Freundinnen konnte ich beim Lesen nur ein sehr oberflächliches Bild gewinnen, von anderen Nebencharakteren konnte ich mir nur ein sehr stereotypes Bild machen.

Zu Beginn der Geschichte werden viele mysteriöse Momente zum Spannungsaufbau eingesetzt, teilweise tut sich über Seiten hinweg nichts, was für die spätere Handlung dieses Bandes relevant wäre. Auf den letzten 30 Seiten überschlagen sich jedoch die Ereignisse, und ich hatte nicht das Gefühl, dass die Handlung des Buches in sich abgeschlossen ist. Gefühlt fehlen hier noch etwa 100 Seiten, um die Handlung des ersten Bandes gut abzuschließen. Ich hätte mir gewünscht, dass die wichtigen Ereignisse der letzten beiden Kapitel detaillierter geschildert werden und dass die Handlung im ersten Band wie eine komplett abgeschlossene Handlung auf mich wirkt.

Meiner Meinung nach ein schlechter Schlusspunkt für die Handlung, die natürlich neugierig darauf macht, wie es weitergeht, mich jedoch nach dem Lesen ratlos zurücklässt.

 

Fazit: Dieses Buch ist für mich in der Gesamtheit ein durchschnittliches Lesevergnügen und ein typischer Vertreter von jugendlicher Romantasy.

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