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Der Kleine Bär

Else H. Minarik , Maurice Sendak
Fester Einband: 60 Seiten
Erschienen bei Sauerländer Düsseldorf, 01.01.1990
ISBN 9783794103744
Genre: Kinderbuch

Rezension:

In den 50er Jahren entstanden mehrere Buchreihen für Erstleser. Dr. Seuss startete mit “The Cat in the Hat” 1957 seine beliebte Kinderbuchreihe, welche Bücher, wie “Yertle the Turtle and Other Stories” (1958) und “How the Grinch stole Christmas!” (1956) hervorbrachte. Im gleichen Jahr entstand auch das erste von sechs Büchern über den kleinen Bären der Autorin Else Holmelund Minarik. So berichten vier Geschichten in dem Buch “Der kleine Bär” (OT: “Little Bear”) von dessen Abenteuern.

Der kleine Bär hat immer was zu tun. Dabei passiert es schon mal, dass er mit einem Astronautenhelm zum Mond fliegt, friert, wenn er draußen spielt und eine Geburtstagssuppe für seine Gäste kocht. Glücklicherweise ist da auch noch Mutter Bär, die ihn bei allem unterstützt.

Mit diesem Kinderbuch von 1957 startete die amerikanische Autorin Else Holmelund Minarik (1920-2012) eine Erstlesereihe, die über den englischsprachigen Raum hinaus bekannt wurde und so auch ins Deutsche übersetzt wurde. Vor ein paar Jahren erschien die Reihe neu aufgelegt mit einer stimmigen Übersetzung von Erdmut Gross, welche mehr das Herz der Originalreihe einfängt. Die Reihe besteht aus sechs Büchern (darunter auch “Ein Kuss für den kleinen Bären” LINK (1968)), wobei das letzte Buch (“Der kleine Bär und Marco Polo”) erst 2010 und mit einer anderen Illustratorin erschienen ist. Bei den ersten fünf Büchern übernahm der Autor von “Wo die wilden Kerle wohnen” – Maurice Sendak (1928-2012) die Ausgestaltung der Illustrationen. Obwohl die Geschichte es nicht nahelegt, denn ihr Inhalt besitzt eine gewisse Zeitlosigkeit, versetzt der Zeichner die Bären in eine vergangene, antiquierte Zeit. Doch die Zeichnungen sind trotzdem entzückend. Vor allem die Mimik des kleinen Bären und die fantasievollen Details tragen viel zum Charme der Geschichten bei. Diese sind einfach gehalten, aber nie langweilig. Mit nur wenigen Worten und Wiederholungen laden sie Erstleser ein, erfreuen aber auch zuhörende Kinder. Denn die Geschichten sind voller Überraschungen und regen wunderbar die Vorstellungskraft der Kleinen an. Zudem kann man das Buch durch seine Geschichtenstruktur gut in einzelne Lese-Etappen unterteilen.

Fazit: Das bereits 1957 erschienene Kinderbuch “Der kleine Bär” der Autorin Else Holmelund Minarik besticht durch seine kreativen Geschichten, seinen einfachen Stil, der zum Selberlesen einlädt und den entzückenden Illustrationen von Maurice Sendak. Das macht das Buch zu einem Klassiker, das damals wie heute Kinder entzücken kann.

Doreen Matthei - testkammer.com

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

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Die verflixten sieben Geißlein

Sebastian Meschenmoser , Sebastian Meschenmoser
Fester Einband
Erschienen bei Thienemann in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 20.07.2017
ISBN 9783522458573
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Das neueste Werk “Die verflixten sieben Geißlein” von Sebastian Meschenmoser gehört zu den Nominierten in der Kategorie “Bilderbuch” des Deutschen Jugendliteraturpreis 2018, welcher am 12. Oktober 2018 verliehen werden wird.

Der Wolf hat einen perfekten Plan. Er gibt sich als Ziegenmutter in stimmiger Verkleidung aus und will alle sieben Geißlein einfach bei ihnen zu Hause fressen. Doch bei ihnen herrscht ein riesiges Chaos, so dass der Wolf erst einmal aufräumen muss, um die sieben Rabauken, die sich immer neue Verstecke suchen, zu finden.

Der Maler, Illustrator und Geschichtenerzähler Sebastian Meschenmoser, geboren 1980 in Frankfurt am Main, begeistert seit über zehn Jahren mit seinen Kinderbüchern Groß und Klein. Alles hat angefangen mit den Büchern “Fliegen lernen” (2005) und “Eichhorn und der Mond” (2006). Sein Geschichten sind stets kreativ, fantasievoll und mit wichtigen Botschaften versehen, welche nie durch einen moralischen Zeigefinger, sondern mit viel Spaß vermittelt werden. Hier nimmt er sich erneut ein Märchen der Brüder Grimm vor. Wie auch schon bei “Rotkäppchen hat keine Lust” (2016) verändert er auf amüsante Art und Weise ein bekanntes Märchen. Hinzu kommt für alle Kinder die erfreuliche Botschaft, dass Unordnung anscheinend Leben retten kann. So gibt es in dieser Geschichte auch keine unheimlichen Elemente, da man sich sicher ist, dass die schlauen Geißlein überleben werden. Auf mehreren Doppelseiten entfaltet der talentierte Zeichner Meschenmoser das Chaos im Haus. Dabei bestechen seine bunten Aquarelle mit vielen Details und einem Wimmelbildbuch-ähnlichen Aufbau. So fällt es nicht nur dem Wolf schwer die Geißlein zu entdecken, sondern auch die (Vor-)leser erleben einen großen Suchspaß. Zwischendrin zeigt er in gewohnter Manier in Einzelbildern, wie der Wolf der Hausarbeit nachgeht. Diese Mischung ist gut gelungen und erinnert ein wenig an die beiden sehr unterschiedlichen WG-Mitglieder aus “Gordon und Tapir” (2014) ebenfalls aus Meschenmosers Hand.

Fazit: Das Kinderbuch “Die verflixten sieben Geißlein”, ein Anwärter auf den Jugendliteraturpreis 2018, ist das zwölfte Buch des deutschen Künstlers und Kinderbuchautors Sebastian Meschenmoser. Es kombiniert, wie man es erwartet hat, eine fantasievolle Geschichte mit sehr gut gezeichneten und in diesem Fall überladenen, farbenfrohen Illustrationen. So besticht auch hier wieder die Mischung aus amüsanter Geschichte und großartigen Zeichnungen, die dazu einladen, das Buch immer wieder aus dem Bücherschrank zu holen und und damit Freude am Entdecken von Details zu haben.

Doreen Matthei - testkammer.com

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One Fish, Two Fish, Red Fish, Blue Fish

Dr. Seuss , Dr. Seuss
Flexibler Einband: 64 Seiten
Erschienen bei Harpercollins Publishers, 04.10.2011
ISBN 9780007158560
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Der Kinderbuchautor mit dem Namen Dr. Seuss schrieb viele Kinderbücher und ordnete sie dabei in unterschiedliche Lesestufen ein. Das Kinderbuch “One Fish, Two Fish, Red Fish, Blue Fish” gehört zu den Leseanfängerbüchern mit blauem Umschlag. Es eignet sich so nicht nur wunderbar zum Vorlesen, sondern auch zum Erstlesen und regt den kreativen Wortschatz an.

Zwei Geschwistern wird nie langweilig, denn viele Fantasietiere treiben ihr Unwesen und Späße bei ihnen. Das gemeinsame Leben mit all den Wumps, Mikes, Zans, Yings und Gox‘ hält sie auf Trab.

Dr. Seuss (1904-1991), eigentlich Theodor Seuss Geisel, schuf eine Reihe von Kinderbüchern, die mal mehr, mal weniger eine narrative Struktur besitzen. Bücher wie “Der Lorax” (2012) und “How the Grinch stole Chrsitmas” (2000) erzählen Geschichten, welche komplex sind und auch wunderbar verfilmt werden können. Doch das Buch “One Fish, Two Fish, Red Fish, Blue Fish”, in englisch verfasst, gehört zu den Büchern, welche vor allem kreativ mit Wörtern spielen und Kinder dazu einladen, Sprache für sich zu entdecken. Dabei wird in repetitiver Weise gereimt und Alltagswörter mit Fantasienamen bunt zusammengeworfen. Fast auf jeder Doppelseite werden neue Figuren, Wesen ganz typisch für Dr. Seuss, die aber nie einer Spezies zuzuordnen sind, eingeführt, welche durch verrückte Details die Leser amüsieren. Fast jeder Reim endet auf eine Pointe, welche die Leser und Zuhörer zum Schmunzeln bringt. Mit seinen über sechs Millionen verkauften Exemplaren hat es verständlicherweise auch dieses Kinderbuch auf mehrere Bestenlisten geschafft.

Fazit: Dr. Seuss’ Kinderbuch “One Fish, Two Fish, Red Fish, Blue Fish” ist ein großer Spaß. Zwar besitzt das Buch keine richtige Geschichte, dafür aber einen roten Faden. Mit fantastischen Illustrationen und wunderbaren Reimen lädt das Buch zum Selber- und Vorlesen ein und bereitet mit seiner Erzählstruktur und Fantasie viel Freude.

Doreen Matthei - testkammer.com

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Die kleine Hexe

Otfried Preußler
Fester Einband
Erschienen bei Thienemann in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 28.12.2017
ISBN 9783522184908
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Angefangen als Gute-Nacht-Geschichte hat sich “Die kleine Hexe” des Autors Otfried Preußler zu einem Kinderbuchklassiker gemausert. Es wurden nicht nur unzählige Male als Hörbuch aufgenommen, sondern auch in diversen Zeichentrickserien, Theaterstücken und jetzt auch dem Realspielfilm “Die kleine Hexe” (2018) zum Leben erweckt.

Die kleine Hexe wohnt mit ihrem Raben Abraxas in einem lauschigen kleinen Haus im Wald. Da sie erst 127 Jahre alt ist, wird ihr verboten auf dem Blocksberg mit den anderen Hexen zu tanzen. Als sie sich trotzdem hin schleicht, wird sie erwischt und ihr wird als Strafe auferlegt, alle Zaubersprüche aus dem großen Buch auswendig zu lernen und stets eine gute Hexe zu sein. Also macht sich die kleine Hexe an die Arbeit und hilft und lernt, wo sie nur kann.

Otfried Preußler (1923-2013) hat mit Büchern wie “Das kleine Gespenst” (1966) und “Krabat” (1971) Millionen von Leserherzen höher schlagen lassen. Sein zweites Kinderbuch nach “Der kleine Wassermann” (1956) ist “Die kleine Hexe”. Entstanden ist es als eine Gute-Nacht-Geschichte für seine drei Töchter, welche Angst vor bösen Hexen hatten und so nicht einschlafen konnten. Auf seine Beschwichtigung hin, dass es nur noch gute Hexen gebe, musste er sich eine Geschichte mit dem Warum ausdenken. Nach einer öffentlichen Vorstellung in der Schule seiner Töchter schrieb er die Geschichte nieder. Diese war für ihre Zeit sehr unkonventionell: Sie stiftete Kinder dazu an, sich über Verbote hinwegzusetzen und zeigte, dass Erwachsene durchaus falsch liegen können. Die kleine 127-jährige Hexe ist das Kindliche in Personifikation und versteht sich so natürlich vor allem wunderbar mit den Kindern im Dorf. In einzelnen kleinen Geschichten, in denen die kleine Hexe beweisen kann, dass sie eine gute Hexe ist, erzählt Preußler von den Irrtümern und Verfehlungen der Menschen insbesondere der Erwachsenen. Doch dies macht er immer leichtfüßig und ohne Zeigefinger und zeigt nur wie man die Welt etwas besser machen könne. So spricht er unverhohlen Themen wie soziale Ungerechtigkeiten und Mobbing an. Das Ende stieß mit seiner Radikalität damals bestimmt auf und erinnert an das konsequente Ende des Roahl Dahl Klassikers “Hexen Hexen” (“The Witches”, 1983). Beide Autoren scheuen nicht davor zurück, einen neuen Weg zu gehen. Otfried Preußlers Geschichte ist einfach, aber nicht langweilig geschrieben und wird von den entzückenden Illustrationen von Winnie Gebhardt-Gayler bebildert. Es ist ein Buch, welches immer wieder aufs Neue Generationen neuer Leser für sich gewinnen kann. Mit seiner Perspektive, der außergewöhnlichen Hexe-Rabe-Freundschaft, seiner Konsequenz und auch einem Hauch von Anarchie wird es wohl für immer ein Kinderbuchklassiker bleiben.

Fazit: Nicht zu Unrecht wurde das Kinderbuch “Die kleine Hexe” von Otfried Preußler in viele Sprache übersetzt, verkaufte sich millionenfach und hat sich über die Jahre zu einem zeitlosen Kinderbuchklassiker gemausert. Mit seiner rebellischen Geschichte aus stark kindlicher Perspektive und dem leichtfüßigen Ansprechen vieler wichtiger Themen ist das Buch nicht nur unterhaltsam, sondern auch moralisch wertvoll, warmherzig und regt die Kinder zum selbständigen Denken an.

Doreen Matthei - testkammer.com

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natur, wald, waldtiere

Ein Jahr im Wald

Emilia Dziubak , Emilia Dziubak
Fester Einband: 32 Seiten
Erschienen bei Ars Edition, 17.06.2016
ISBN 9783845813240
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Das Kinderbuch “Ein Jahr im Wald” der polnischen Autorin Emilia Dziubak übernimmt in groben Zügen das Wimmelbuch-Prinzip und ist somit ein Buch das spielerisch, lehrreich, informativ und spaßig zugleich ist.

Auf zwölf Doppelseiten breitet sich das Leben der Waldbewohner über die Monate aus. Man beobachtet dabei Vögel, Füchse, Eichhörnchen, Hasen sowie Bären und Kellerasseln dabei, wie sie leben, sich ernähren und vermehren.

Die polnische Illustratorin Emilia Dziubak (*1982), welche für ihre Arbeit auch schon Preise gewann, braucht keine Worte für ihr Kinderbuch. Nur auf den Einbandseiten stellt sie in kurzen Informationstexten die Waldbewohner vor. Auf den darauf folgenden zwölf Doppelseiten, welche alle einem Monat zugeordnet sind, erleben wir das Verhalten der Tiere über das Jahr hinweg. Dabei sind die geschilderten Verhaltensweisen authentisch und entsprechen dem realen Leben der Tiere. Auch die Ausgestaltung bleibt dicht an der Wahrheit. Nur die großen Comicaugen, welche sehr ansprechend für die kleinen Betrachter sind, verleihen den Tieren etwas leicht Humanoides. Auch der Comiclook, der sich bei der Umgebungsausgestaltung etwas abzeichnet, passt wunderbar ins Bild. Jede der Jahreszeiten bietet viel zu Entdecken und dabei konzentriert sich die Autorin wunderbarerweise nicht nur auf Säugetiere, sondern zeigt auch das Leben im Wasser, in der Luft und unter der Erde. Auch baut sie einige für unsere Wälder exotische Tiere mit ein, aber das erweitert nur das Informationsspektrum für die kleinen Betrachter. So lädt das Buch zum immer wieder anschauen und stundenlangen Entdecken ein. Auch kommen beim Betrachten immer wieder Fragen auf, so dass man als Eltern gleich seinen Erziehungsauftrag genießen kann. Im Gesamten ist das Kinderbuch “Ein Jahr im Wald” ein fantastisches und informatives Buch für große und kleine Leser ab drei Jahren, die hier viel entdecken können und das Kinderbuch dafür garantiert immer wieder aus dem heimischen Bücherschrank hervorkramen.

Doreen Matthei - testkammer.com

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Die Geschichte von Carl Mops, der verloren ging und wieder nach Hause fand

Fabiola Nonn , Lukas Weidenbach , Joëlle Tourlonias
Fester Einband: 32 Seiten
Erschienen bei Verlagshaus Jacoby & Stuart GmbH, 01.01.2015
ISBN 9783942787345
Genre: Humor

Rezension:

Das Kinderbuch “Die Geschichte von Carl Mops, der verloren ging und wieder nach Hause fand” von Fabiola Nonn und Lukas Weidenbach ist ein entzückendes Buch über einen kleinen Hund und seine Geschichte voller Abenteuer und mit viel Herz.

Carl Mops wird von seinem Frauchen verwöhnt und immer wenn sie in die Stadt gehen, wird er in ihrer Handtasche durch die Gegend getragen. Als er vor der Metzgerei auf sie wartet, muss sie durch einen Notfall dringend los und vergisst dabei ihren kleinen Hund. So macht sich Carl alleine auf sein zu Hause zu finden. Aber er verirrt sich immer mehr, doch dann trifft er glücklicherweise auf die Hündin Paula.

Das Kinderbuch mit dem sehr langen Titel der beiden deutschen Autoren Fabiola Nonn (*1989) und Lukas Weidenbach (*1983) erzählt eine Abenteuergeschichte, die sich auch schon für junge Zuhörer ab fünf Jahre eignet. Dabei ist die Story spannend und wartet mit einem wunderbaren Happy End auf. Eingeflochten in die Geschichte wurden viele kinderrelevante Themen wie die Erfahrung von Neuem und die Angst vor dem Unbekannten. So eignet sich das Kinderbuch als perfekte Lektüre für schüchterne Kinder, überfürsorgliche Eltern und zum Neubeginn von Kindergarten oder Schule. Die Illustratorin Joёlle Tourlonias (*1985) hat dies alles in ein wunderbares Gewand gepackt. Sie schuf eine Version des derzeitigen Modehunds Mops und versüßte ihn noch etwas mehr. Als Gegenüber zeichnete sie einen ebenfalls entzückenden Straßenhund und das Zusammenspiel der beiden ist einfach zauberhaft. Auch sind alle Buchseiten mit Details bereichert, welche Groß und Klein beim Vorlesen und Entdecken erfreuen. Kein Wunder also, dass nach dem wunderbaren “Die Geschichte von Carl Mops, der verloren ging und wieder nach Hause fand” noch zwei Nachfolger entstanden sind. Im Gesamten ist es ein wunderbares Kinderbuch mit einer spannenden Geschichte und wunderschönen Illustrationen, das wohl nicht nur jeden Hundefreund erfreuen wird.

Doreen Matthei - testkammer.com

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Der Eisbär

Jenni Desmond , Sophie Birkenstädt
Fester Einband: 48 Seiten
Erschienen bei Aladin Verlag, 31.08.2017
ISBN 9783848901098
Genre: Kinderbuch

Rezension:

“Der Eisbär” (OT: “The Polar Bear”) der Autorin Jenni Desmond ist anders als man es erwartet. Geht man davon aus ein Kinderbuch in den Händen zu halten, wie das im gleichen Jahr erschienene “Albert und der Baum” der Autorin, könnte man enttäuscht werden, denn sie versteckt hinter dem Kinderbuchcover ein Sachbuch.

Das kleine Mädchen hat ein Lieblingsbuch. In diesem Buch erfährt sie alles über eines der größten Raubtiere der Erde – den Eisbären. Das Buch erzählt, wie der Eisbär lebt, isst und wie er seine Kinder aufzieht.

Die britische Autorin Jenni Desmond, welche schon viele klassische Kinderbücher verfasst, schrieb mit “Der Eisbär” ein getarntes Sachbuch. Auf diese Art kann sie auch schon jungen Lesern, besser gesagt Zuhörern, Wissenswertes über diese bedrohte Tierart vermitteln. Doch auch wenn sie versucht hat, eine kleine Rahmengeschichte zu schaffen, ist es nicht geeignet für eine komplette Lektüre an einem Abend. Zu viel Wissen wird vermittelt, so dass man das Buch am besten in kleinen Stücken und nicht als Gute-Nacht-Geschichte konsumieren sollte. Denn als Sachbuch für die Kleinsten funktioniert es tadellos. Die Autorin wählt dafür eine sachliche, aber nie zu schwierige Sprache. Die größte Leistung liegt auch hier wieder in den Zeichnungen. Die Bilder sind naturnah, authentisch, aber trotzdem meist entzückend eingefangen. Dabei stellt sie alle Themen realistisch dar, so beispielsweise auch die blutige Nahrungsaufnahme. Aber die schönen Bilder mit dem wunderbaren Geschöpf überwiegen natürlich und entzücken nicht nur die Kleinsten. Im Gesamten ist “Der Eisbär” von Jenni Desmond ein stimmiges Sachbuch und eignet sich wunderbar dafür, Kindern das Thema näherzubringen und sie gleichzeitig für die Natur und die darin wohnenden Lebewesen zu sensibilisieren.

Doreen Matthei - testkammer.com

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eier, familie, geschwisterzusammenhalt und liebe, kinder

Klara Gluck und ihre Kinder

Emma Levey
Buch
Erschienen bei Orell Füssli Verlag, 01.08.2016
ISBN 9783280035238
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Die sympathische Henne Klara Gluck konnten die Leser bereits im Vorgängerbuch der britischen Kinderbuchautorin Levey kennenlernen. Jetzt wird ihre Geschichte mit dem Buch “Klara Gluck und ihre Kinder” (OT: “Hattie Peck – The Journey Home”) fortgesetzt.

Nachdem sie auf der Suche nach Eiern durch die ganze Welt gestreift ist, wurde sie endlich Mutter, wenn auch von ganz vielen unterschiedlichen Tiere. Von nun an ist ihr Alltag turbulent und voller Liebe. Eines Tages sind alle erwachsen und müssen ihre eigenen Wege gehen, doch sie vergessen nicht wo ihr Zuhause und wer ihre Mutter ist.

Im Jahr 2015 erschien das Kinderbuch “Klara Gluck” und begeisterte Groß und Klein mit seiner verwegenen Henne, seinen bunten Bildern und mit der süßen Geschichte. Ein Jahr später erschien nun die Fortsetzung der Autorin und Illustratorin Emma Levey und bleibt sich und ihrer Vorgänger-Erzählung treu. Dabei schildert sie das Leben einer glücklichen Mutter und ihrer vielen so unterschiedlichen, tierischen Kindern, die alle ihre Mutter-Henne lieben. Sie zeigt treffsicher das Abenteuer Mutterschaft und wie schmerzhaft das Flügge-werden der Kleinen sein kann. Das ist für alle Leser jeglichen Alters verständlich. Dabei findet sie stets die passenden Bilder und gibt dem Glück und auch dem Abschiedsschmerz das richtige, wenn auch stets kunterbunte und kindgerechte Gewand. Im Gesamten ist “Klara Gluck und ihre Kinder” ein schönes Kinderbuch und eignet sich so schon wunderbar als Vorlese-Lektüre für Kinder ab drei Jahre.

Doreen Matthei - testkammer.com

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Mach mal Pause, Biber!

Nicholas Oldland , Nicola T Stuart
Fester Einband: 32 Seiten
Erschienen bei Verlagshaus Jacoby & Stuart GmbH, 01.07.2016
ISBN 9783941787469
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Der kanadische Autor Nicholas Oldland schuf mit seiner Kinderbuchreihe um die drei Freunde Bär, Elch und Biber Geschichten, welche schwierige und unterschiedlichste Themen mit viel Humor und kindgerecht angehen. In dem Buch “Mach mal Pause, Biber” verarbeitet er mühelos den Schwerpunkt Burnout.

Der Biber hat immer schrecklich viel zu tun. Dabei arbeitet er den ganzen Tag und schadet nicht nur anderen, sondern irgendwann auch sich selbst. Als er sich verletzt hat, wird er zur Ruhe genötigt und erkennt auf einmal wie gestresst er war.

Nicholas Oldland schuf mit dem Kinderbuch eine wunderbar stimmige, tierische Parabel auf den heutigen Workaholic. Dabei erklärt es kindgerecht, wie es soweit kommen kann, und welche Folgen das für den Betroffenen und seine Umgebung hat. Doch das wird alles leichtfüßig, amüsant und immer gut verständlich auf die Tierwelt übertragen. Seine drei Hauptcharaktere sind dabei überzeichnet, aber sehr goldig. Oldland, der auch die Illustrationen schuf, wählt dafür einen Look, der fast an den Stil von Comics erinnert. Er entfremdet die Tiere, indem er ihnen der Details beraubt, gestaltet sie aber sehr ansprechend, so dass man schon bei der Coverbetrachtung schmunzeln muss. Zusammen genommen ist “Mach mal Pause, Biber” von Nicholas Oldland ein stimmiges Kinderbuch mit goldigen Zeichnungen, einer amüsanten Geschichte mit tieferer Bedeutung und jeder Menge Spaß für Groß und Klein.

Doreen Matthei - testkammer.com

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Ein Kuss für den Kleinen Bären

Else H. Minarik , Maurice Sendak
Fester Einband: 32 Seiten
Erschienen bei Sauerländer Düsseldorf, 01.01.1990
ISBN 9783794102648
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Das bereits 1968 erschienene Kinderbuch “Ein Kuss für den kleinen Bären” gehört zu einer Kinderbuch-Reihe über den kleinen Bären der Autorin Else Homelund Minarik. Diese wurde nun wieder neu aufgelegt, um es der nächste Generation von Erstlesern näherzubringen.

Der kleine Bär hat ein Bild gemalt. Dieses schenkt er seiner Großmutter. Diese freut sich sehr und gibt dem Boten, der Henne, einen Kuss dafür. Dieser Kuss wandert von Tier zu Tier um schlussendlich beim kleinen Bären anzukommen.

Die 1920 in Dänemark geborene und schon mit vier Jahr nach Amerika emigrierte Kinderbuchautorin Else Homelund Minarik (gest. 2012) schuf die Reihe, rund um den kleinen Bären als explizite Erstlesebuchreihe in den Jahren 1957 bis 1968. In diesem Buch erzählt sie auf amüsante Weise und ohne wirklich wichtige Botschaft, wie ein Präsent seinen Besitzer erreicht. Mit vielen sprachlichen Wiederholungen lädt das Buch zum selber lesen ein und eignet sich wunderbar als Anfangslektüre. Abgerundet wird das Ganze von den entzückenden Illustrationen des bekannten Kinderbuchautors Maurice Sendak (1928-2012), welcher u.a. den Klassiker “Wo die wilden Kerle wohnen” schrieb. Er schuf naturgetreue Tieraufnahmen, welche, mit menschlichen Attributen versehen, die Leser begeistern können. Die handwerklich gut gezeichneten Bilder sind stimmig zur Geschichte gemalt und runden das Buch ab. Zusammen ergeben Geschichte und Illustrationen eine stimmige Symbiose und laden zum Selberlesen ein. Aber auch als Vorlesebuch für jüngere Leser, die schon Freude beim Entdecken von nicht allzu kindlichen Zeichnungen haben, ist das Kinderbuch “Ein Kuss für den kleinen Bären” allemal geeignet. So bereitet die neu aufgelegte Buchreihe Freude und bietet wiederholten Lesespaß.

Doreen Matthei - testkammer.com

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

bilderbuch, tiere

Herr Eichhorn und der König des Waldes

Sebastian Meschenmoser , Sebastian Meschenmoser
Fester Einband
Erschienen bei Thienemann in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 13.07.2015
ISBN 9783522438001
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Der deutsche Autor und Illustrator Sebastian Meschenmoser schuf mit der “Herr Eichhorn”-Reihe eine fantastische Kinderbuchserie, welche immer wieder mit neuen Geschichten erweitert wird. Freunde der großartigen Bücher wie “Herr Eichhorn und der Mond” und “Herr Eichhorn und die Besucher vom blauen Planeten” werden nun mit einem fünften Buch der Reihe beglückt: “Herr Eichhorn und der König des Waldes”.

Die Waldbewohner sprechen oft über den König des Waldes, der sie alle beschützt und sehr weise ist. Als Herr Eichhorn eines Morgens aufwacht, steht doch wahrhaftig der König des Waldes vor ihm. Schnell lässt er sich alles Wichtige beibringen, um es an die Bewohner des Waldes weiterzugeben. Doch irgendwie sind die Weisheiten nicht nur vorteilhaft, so dass auf einmal Chaos im Wald entsteht.

Der Kinderbuchautor und Künstler Sebastian Meschenmoser (*1980) schuf bisher viele Figuren wie den Pinguin Gordon (“Gordon und Tapir”) und den Mopsmann (“Mopsmanns magische Wunderwolle”), welche einzigartig und wunderbar sind. Doch keine Figur ist so großartig wie Herr Eichhorn samt seiner Freunde, allen voran Igel und Bock. Mit seiner Lebensfreude, Naivität und falschen Interpretationen bietet Herr Eichhorn viel Freude und kann zugleich ein menschliches Spiegelbild sein. In diesem Buch kritisiert Meschenmoser ganz unterschwellig falsch verstandenen Glauben und welche Handlungen daraus ungünstigerweise abgeleitet werden könnten. Doch dies rückt vermutlich nur für interpretationsfreudige Leser in den Vordergrund. Vor allem bereitet das Buch viel Spaß, so dass man viel lachen muss, bis man Tränchen in den Augenwinkeln hat. Das liegt nicht nur an dem Humor, der viel auf die putzige Naivität seiner Waldbewohner aufbaut, sondern auch an den fantastischen Zeichnungen. Diese sind mit Blei-und Buntstiften gezeichnete, authentische Tierdarstellungen, doch mit sehr vielen Details, Mimik und mit Späßen bereichert, dass man diese Figuren einfach lieben muss. In diesem Sinne ist das Kinderbuch “Herr Eichhorn und der König des Waldes” nicht nur für Fans der Reihe sondern auch für Neueinsteiger zu empfehlen und wird definitiv Groß und Klein erfreuen.

Doreen Matthei - testkammer.com

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58 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 19 Rezensionen

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Armstrong

Torben Kuhlmann , Torben Kuhlmann
Fester Einband: 127 Seiten
Erschienen bei NordSüd Verlag, 25.07.2016
ISBN 9783314103483
Genre: Kinderbuch

Rezension:

 “Armstrong – Die abenteuerliche Reise einer Maus zum Mond” ist das dritte Buch nach “Maulwurfstadt” (2015) und “Lindbergh – Die abenteuerliche Geschichte einer fliegenden Maus” (2014) des talentierten Autors und Illustrators Torben Kuhlmann. So waren die Vorfreude und die Erwartungen groß, doch das Buch erfüllt sie mit Leichtigkeit und führt das Œuvre des Künstlers wunderbar weiter.

Eine kluge Maus lebt in einer Großstadt der 60er Jahre und liebt die Wissenschaft. Mit ihrem Teleskop geht sie dem Mythos des Mondes auf die Spur. Da alle anderen Mäusen glauben, dass der Mond ein riesiger Käse sei und nicht auf die Wissenschafts-Maus hören wollen, beschließt diese einen Weg zu finden, um auf den Mond zu fliegen und den anderen Mäusen zu beweisen, dass dieser aus Stein ist.

Torben Kuhlmann (*1982) schafft es auch in diesem Kinderbuch Geschichtsbezüge mit Fiktion wunderbar zu vermischen. So verbindet er eine amüsante Abenteuergeschichte mit wissenswerten Informationen und macht die Kleinen neugierig auf eine vergangene Zeit und weltbewegende Ereignisse. Diese Mischung funktioniert über die ganze Länge des Buches wunderbar und macht dem Vorlesenden und jedem Erwachsenen mindestens genauso viel Spaß wie jedem Kind.

Das Buch fängt zudem die Zeit der 60er Jahre wunderbar ein. Das schafft es vor allem durch seine wunderschönen Illustrationen. Diese sind optisch nie weit entfernt von der Realität und zeigen die Welt aus der Perspektive der Maus. Alltägliche Dinge werden so in einem anderen Licht gezeigt. Zudem weicht Kuhlmann kaum von der Realität ab und schafft trotzdem Fantastisches. Auch die Zeichnungen der Tiere können auf voller Länge überzeugen. Diese sind stets niedlich, doch trotzdem immer naturgetreu. Zudem verwendet er stimmungsvoll Fern- und Nahsichten, wechselt die Perspektiven und bringt die Zuschauer so zum Staunen. Auf diese Art und Weise bekommt das selten ein Illustrator hin.

Fazit: Das Kinderbuch “Armstrong – Die abenteuerliche Reise einer Maus zum Mond” ist wunderbare Handwerkskunst. Eine spannende, entzückende Geschichte mit vielen Zeitbezügen erzählt der Autor und Illustrator Torben Kuhlmann mit fantastischen, handwerklich perfekten Bildern. Das recht dicke Kinderbuch bringt jedem Kind und jedem Erwachsenen Freunde und lädt dazu ein dieses immer wieder aufs Neue entdecken.

Doreen Matthei - testkammer.com

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angst, freunde, kinderbuch, wald

Albert und der Baum

Jenni Desmond , Anne Brauer
Fester Einband: 32 Seiten
Erschienen bei Magellan, 25.07.2016
ISBN 9783734820274
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Die britische Kinderbuchautorin und -illustratorin Jenni Desmond schuf im gleichen Jahr wie ihr preisgekröntes Kinderbuch “Der Eisbär” ein weiteres Buch mit einem Bären in der Hauptrolle: “Albert und der Baum” (OT: “Albert’s Tree”).

Der Bär Albert wacht aus seinem Winterschlaf auf und freut sich schon sehr auf die Monate mit seinem Lieblingsbaum. Doch obwohl sich scheinbar sich nichts verändert hat, ist sein Baum traurig. Albert versucht nun alles und holt sich dabei auch Unterstützung, um seinen geliebten, aber sehr traurigen Baum aufzuheitern.

Mit dem Kinderbuch “Albert und der Baum” schuf Jenni Desmond eine süße Geschichte mit goldigen Illustrationen. Die Geschichte selbst ist dabei spannend und lehrt die richtigen moralischen Tugenden. Aber dies tut das Buch auf eine leichte, beschwingte Art und bringt so Kindern nicht nur etwas von der Natur bei, sondern auch, wie unterschiedlichste Tiere (sozusagen Menschen) aufeinander zugehen können. Unterstützt wird das von den stimmigen Zeichnungen. Diese sind meist nicht besonders detailreich, aber fangen die Tiere süß und ansprechend ein, ohne dabei die wirkliche Physiognomie zu vernachlässigen. Im Gesamten ist “Albert und der Baum” ein wunderbares Buch, das Groß und Klein mit seiner Geschichte und Ausgestaltung viel Freude bereitet.

Doreen Mathei - testkammer.com

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26 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 11 Rezensionen

ab 5 jahren, bilderbuch, entwicklung, großartige illustrationen, illustration, kinderbuch, kinderbücher, kritisches spiegelbild, maulwurf, maulwurfshügel, maulwurfstadt, nachhaltigkeit, natur, umwelt, umweltschutz

Maulwurfstadt

Torben Kuhlmann , Torben Kuhlmann
Fester Einband: 32 Seiten
Erschienen bei NordSüd Verlag, 20.01.2015
ISBN 9783314102745
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Nach seinem fulminanten Debüt-Kinderbuch “Lindbergh – Die abenteuerliche Geschichte einer fliegenden Maus” bleibt der Autor und Illustrator Torben Kuhlmann in seinem zweiten Buch “Maulwurfstadt” seinem Stil und seiner Liebe zum Detail treu.

Die Maulwürfe haben sich einen Bau auf einer wunderschönen Wiese gegraben. Dort ist es so schön, dass immer mehr Maulwürfe dort leben wollen. So wächst der Ort langsam zu einer Stadt heran und auch der technische Fortschritt lässt sich nicht aufhalten. Denn mehr Maulwürfe brauchen auch viel mehr Platz.Die Geschichte wird mit wenigen Worten eingeleitet und wird dann von den Illustrationen weitererzählt. Der Verlauf der Geschichte kommt jedem Erwachsenen Leser vertraut vor, erinnert er doch an die Industrialisierung des 20. Jahrhunderts. Dafür dienten dem Autor Torben Kuhlmann (*1982) scheinbar Fotografien aus dieser Zeit und Filme wie “Metropolis” als Vorlage. Mit starken Bildern wird erklärt, wie sich eine Gesellschaft und ihre technischen Hilfsmittel entwickeln. Dass dabei die Natur zu schaden kommt, ist die eigentliche Botschaft des Kinderbuches. Sie wird kleinen Lesern und Erwachsenen und Betrachtern unaufdringlich näher gebracht und es wird hier ein wichtiges Umweltbewusstsein vermittelt. Diese klare Botschaft wird nicht verschönt oder versteckt, sondern offensichtlich ins Zentrum gesetzt. Durch die Transformierung von einer menschlichen Geschichte in das Reich der Maulwürfe wirkt die Geschichte nie zu ernst, sondern kann auch noch entzücken und unterhalten. Das liegt vor allem an den herausragenden Illustrationen des talentierten Zeichners Kuhlmann. Mit Fineliner, Bleistift und Aquarellfarben schuf er auf jeder Seite kleine Meisterwerke, die durch interessante Perspektiven, fantasievolle Ausgestaltung und Detailliebe begeistern.

Fazit: Im Gesamten ist Torben Kuhlmanns zweites Buch “Maulwurfstadt” eine erfolgreiche Fortsetzung seines erprobten erzählerischen und ästhetischen Stils. Dabei erzählt das Buch eine einfache, leichtfüßige Geschichte mit einer wichtigen, moralischen Botschaft. Belebt wird diese durch die wundervollen Illustrationen, welche die Leser, groß und klein, sofort in den Bann ziehen. Kein Wunder, dass Kuhlmann von Preisen überhäuft wird. So kann man sich schon auf das nächste Buch – “Armstrong: Die abenteuerliche Reise einer Maus zum Mond” – freuen.

Doreen Matthei - testkammer.com

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30 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 8 Rezensionen

abenteuer, action, christoph zachariae, collin m. winkler, deutsche literatur, dystopie, karin ostertag, kunst, ödlands, pentalogie, postapokalyptisch, reihen-bände, robert hoffmann, terry winkler

ÖDLAND - Der Keller

Christoph Zachariae
Buch: 240 Seiten
Erschienen bei LUCID DREAMS, 17.07.2015
ISBN 9783000501104
Genre: Fantasy

Rezension:

Dystopien erfreuen sich als Roman- und Filmstoff schon seit längerem großer Beliebtheit, vor allem weil sie bestens als Spiegel der Gesellschaft funktionieren. Zu diesem Genre gehören in der Filmlandschaft u.a. der deutsche Film “Jugend ohne Gott” (2017), der atmosphärisch dichte “The Road” (2009) und der sogar mit einem Oscar ausgezeichnete „Blade Runner 2049” (2017). Auch in der Romanwelt gibt es viele Variationen des Themas. Dazu gehören die Jugendbuchreihe “Maze Runner” (2009-2011) von James Dashner und die fünf Bücher der “Ödland”-Reihe des deutschen Autors Christoph Zachariae. Im Jahr 2015 erschien im Selbstverlag der erste Band “Ödland – Der Keller” und entwickelte ein düsteres und spannendes Zukunftspanoptikum.

Mega, eine ungewöhnliche junge Frau, wächst wohlbehütet in einem gut geschützten Keller auf. Dieser wurde von einer Gruppe von Wissenschaftlern bewohnbar gemacht und bietet Obhut für Kinder. Die Welt, wie wir sie kannten, ist schon vor langer Zeit untergegangen und so werden nach und nach alle Rohstoffe knapp. Dadurch könnte sich für Mega der lang gehegte Wunsch endlich erfüllen, die Welt an der Oberfläche, das sogenannte Ödland, zu erkunden. Doch das ist ein grausamer und brutaler Ort, wo Banditengruppen, wie die unter der Führung von Hagen, ganze Dörfer plündern und dort morden und vergewaltigen.

In zwei Handlungssträngen entführt uns der Autor Christoph Zachariae (*1972), der während seines Filmstudiums angefangen hat Drehbücher zu schreiben, in eine dystopische Zukunft, in der die heutige Welt bereits vor 40 Jahren untergegangen ist. Um eine größere Bandbreite abzudecken, wählt er zwei Erzählstränge, welche scheinbar nur wenige Überschneidungen aufweisen. So erzählt er die Geschichte nicht nur aus der Sicht der Hauptheldin Mega, sondern auch aus den Augen des brutalen Söldnertypen Hagen. Diese beiden Erzählungen sind qualitativ sehr unterschiedlich und bedingen so eine differenzierte Sogwirkung. Während die Geschichte von Hagen auf größtmöglichste Schockeffekte mit expliziten Gewaltbeschreibungen aus ist, lebt die Geschichte von Mega von den interessanteren Charakteren und der permanenten Spannung. Trotzdem wäre es schön gewesen, wenn die Figuren noch mehr Tiefe bekommen hätten, um Megas Zeit im Keller besser erfassen zu können. In diesem Sinne war auch die allwissende Erzählperspektive, die aber stets die Sicht des Hauptprotagonisten einnahm, etwas schwierig und stellenweise sogar irritierend. Eine Fokussierung auf einen allgemeinen oder persönlichen Blickpunkt wäre ratsam gewesen. Das beeinträchtigt genauso den Fortgang der Geschichte, wie die zu ausschweifenden, irrelevanten Beschreibungen. Der Autor Zachariae wiederholt sich dabei inhaltlich und sprachlich sehr oft. Auch hätte das Buch, was im Self-Publishing erschienen ist, einen besseren Lektor vertragen. Doch all dies tut der Spannung keinen Abbruch. Mit großem Interesse verfolgt man als Leser Megas Weg durch die dystopische Zukunft und möchte sie auch gern mit ihr erkunden. So schafft es der Autor bis zum Ende die Spannung zu halten und lässt es in einem offenen Ende münden, das es fast zwingend notwendig macht, die nachfolgenden vier Bände zu lesen.

Fazit: Der dystopische Roman “Ödland – Band 1: Der Keller” des deutschen Schriftstellers Christoph Zachariae entführt uns in eine kaputte, unbekannte Zukunft. Mit zwei Perspektiven umreißt er die Welt und hält trotz einiger sprachlichen Mängel die Spannung bis zum offenen Ende hin aufrecht und macht neugierig wie die Geschichte weitergehen mag, da man als Leser bisher nur einen Bruchteil von dem Ödland erkunden und erfassen konnte.

Doreen Matthei - testkammer.com

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alleinsein, bär, bilderbuc, entschleunigung, eule, freundschaft, kinderbuch, leopard, nashorn, vollmondeule, zwickzwackaffen

Keine Zeit für Murmelbär?

Gina Ruck-Pauquèt , Birgit Antoni
Fester Einband: 32 Seiten
Erschienen bei Annette Betz ein Imprint von Ueberreuter Verlag, 17.03.2017
ISBN 9783219116793
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Nachdem sich der Murmelbär, eigentlich ein ganz normaler Braunbär, vor den Anfragen seiner Freunden im ersten Buch (“Alle wollen was von Murmelbär” (2013)) kaum retten konnte, stellt er im neuen Kinderbuch “Keine Zeit für Murmelbär” der deutschen Autorin Gina Ruck-Pauquèt (*1931) fest, dass diese alle eine neue Beschäftigung gefunden haben.

Nachdem Murmelbär seine Ruhe genossen hat, macht er sich auf den Weg zu seinen Freunden. Doch die Brausemaus telefoniert die ganze Zeit und auch die Zwickzwackaffen und die anderen Bewohner des Waldes haben mehr Interesse an ihren Telefonen als an einer guten Unterhaltung. Doch als ein Unwetter über die Gemeinde einbricht, treffen sie sich alle in einer Höhle wieder.

Die Geschichte ist ein Plädoyer für ein handyfreieres Leben und vor allem dafür, dass man dieses auch mal einfach abschalten oder liegen lassen kann. Die Botschaft, welche die 87-jährige Autorin dem Leser ohne Verschleierung transportiert, wirkt dabei sehr rückwärtsgewandt und plakativ anklagend. Dies tut sie in einer leichten und deutlichen Sprache, so dass dies auch den kleinen Lesern zugänglich wird. Das vermittelt ein undifferenziertes und unkritisches Bild. Hinzu kommt eine seltsam konstruierte Sprache, so dass man als (erwachsener) Leser über die Tiernamen einfach stolpern muss. Was macht den Bären zu einem Murmelbären und die Maus zu einer Brausemaus? Illustriert wurde das Ganze von der österreichischen Illustratorin Birgit Anton (*1969)i. Sie schuf für das Buch kindgerechte Bilder mit vielen Farben und einem einfachen, gefälligen Look. Durch die Weiterführung des Stils des ersten Buches, welches bereits vor vier Jahren veröffentlicht wurde, wirkt aber die Gestaltung, vor allem mit den (technischen) Details ebenfalls etwas angestaubt. Im Ganzen ist das Kinderbuch “Keine Zeit für Murmelbär” (2017) kindgerechte Unterhaltung mit bunten Bildern und einer einfachen Geschichte. Nur muss man sich als vorlesende Eltern fragen, ob man diese Botschaft auf diese recht undifferenzierte Art vermittelt möchte.

Doreen Matthei - testkammer.com

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Wir mit dir sind vier

Lilli L'Arronge
Fester Einband: 40 Seiten
Erschienen bei Verlagshaus Jacoby & Stuart GmbH, 01.01.2017
ISBN 9783946593164
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Die deutsche Autorin Lili L’Arronge, geboren als Christine Goppel 1979 in Weimar, erzählt in ihrem Buch “Wir mit dir sind vier” die Geschichte der Wieselfamilie fort, die sie in den Büchern “Ich groß – Du klein” (2014) und “Du und ich, wir beide” (2016) begonnen hat.

Nachdem der erste Nachwuchs der beiden Wieseleltern bereits größer ist, kommt noch ein Geschwisterchen ins Haus. So geht es turbulent weiter und gemeinsam erleben sie alle Abenteuer des Alltags.

Die Autorin Lili L’Arronge, welche in Weimar am Bauhaus studierte hatte und jetzt mit zwei Kindern und Ehemann in Münster lebt, erzählt die Geschichte einer normalen (Wiesel-)Familie. Dabei greift sie vermutlich auf Erfahrungswerte zurück und schafft bekannte und alltägliche Situationen, welche die schönen und teilweise anstrengenden Seiten des Familienlebens deutlich machen. Eingefangen wird das alles in wunderschönen Illustrationen mit sehr süßen Wieseln, welche man aber vielleicht nicht unbedingt als solche erkennt. Abgerundet werden die liebevollen Illustrationen durch die richtig ausgewählten und eingesetzten Worten, welche sich reimen, wenn man sie in einem richtigen Rhythmus vorliest. Das macht das Kinderbuch “Wir mit Dir sind vier” schon für jüngere Zuhörer zu einem wunderbaren Vorlesebuch und bringt auch beim wiederholten Lesen Freude.

Doreen Matthei - testkammer.com

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Bauer Ente

Martin Waddell , Helen Oxenbury
Buch
Erschienen bei Atlantis Verlag , 10.02.2017
ISBN 9783715207216
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Der versierte Kinderbuchautor Martin Waddell (*1941 in Belfast) bringt den Kindern mit seinem in den 90er Jahren erschienenen Kinderbuch “Bauer Ente” eine kindgerechte Version der Orwellschen “Animal Farm”.
Tagein tagaus übernimmt die Ente die Arbeit des Bauern auf dem Bauernhof. Dieser liegt nur auf dem Bett, isst Schokolade und fragt die Ente ständig, wie denn die Arbeit laufe. Irgendwann ist die Ente so erschöpft, dass die Tiere des Bauernhofs beschließen ihr zu helfen.
Das Kinderbuch erzählt von großen Themen auf sehr angenehme und kindgerechte Weise. Das Buch spricht sofort das Gerechtigkeitsempfinden an und lässt Kinder die richtigen Fragen stellen. So gibt es in dem Buch auch eins zwei Ungereimtheiten, die aber wunderbar zu einer Diskussion einladen.
Die Botschaft wird klar vermittelt, so dass die richtigen Werte wie Gemeinschaftsgefühl und gerechte Arbeitsverteilung deutlich werden. Dies sind zwar alles keine neuen Themen, lassen sich aber gerade für Kinder in jungen Jahren mit diesem Buch gut vermitteln. Unterstrichen wird das Ganze von den passenden und hübschen Zeichnungen der britischen Illustratorin Helen Oxenbury (*1938), welche nicht davor scheut einen Funken Realismus in die sonst süßen bis herzzerreißenden Zeichnungen einzubauen. Im Gesamten ist “Bauer Ente” ein stimmiges Kinderbuch, welches nicht nur Freude bereitet, sondern auch die richtige Botschaft auf gute Weise überträgt.
Doreen Matthei - testkammer.com

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comic, humor, saukomisch

Nichtlustig 6

Joscha Sauer , Joscha Sauer
Fester Einband: 64 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 26.09.2014
ISBN 9783551684066
Genre: Humor

Rezension:

Schon seit vierzehn Jahren erfreut der deutsche Comiczeichner Joscha Sauer (*1978) seine stetig wachsende Fangemeinde mit seinen Comics der ‘Nichtlustig’-Reihe. Anfänglich nur online veröffentlicht, verbreiteten sich die Comics schnell und haben seitdem nicht nur mehrere Gesellschaftsspiele nach sich gezogen, sondern seit 2003 wurden diese Werke auch im Carlsen-Verlag als handliche Hardcover verlegt. 2016 erschien der sechste Band: “Nichtlustig 6”.
Ohne roten Faden, aber mit immer wiederkehrenden Figuren werden 100 einzelne Comics in dem Band zusammengefasst. Dabei baut der in Frankfurt lebende Cartoonist Joscha Sauer (*1978) selbstverständlich die liebgewonnenen Lemminge und Yetis, Herr Riebmann und die Professoren Wilson und Picket wieder ein. Hinzu gesellen sich noch der Tod, die Ninjas, Außerirdische, die auf dem Cover abgelichten Tintenfische und natürlich der Mensch an sich. Der Humor bewegt sich auch hier wieder in gewohnten Bahnen. Mit wiederkehrenden Motiven und Charaktereigenschaften lässt Sauer Witze zwischen um-mehrere-Ecken-denkend und recht platt los. So zündet auch nicht jeder Cartoon oder es erschließt sich erst gar nicht der Witz an dem einen oder anderen Bild. Seiner Optik bleibt sich der Zeichner ebenfalls treu und schafft so, vor allem für seine Fangemeinde, mit “Nichtlustig 6” einen weiteren Band vollgepackt mit Comics, welche konsequent erheitern können.
Doreen Matthei - testkammer.com

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Der Bär und das Wörterglitzern

Agnès de Lestrade , Anna Taube , Valeria Docampo
Fester Einband: 40 Seiten
Erschienen bei mixtvision, 18.09.2017
ISBN 9783958541047
Genre: Sonstiges

Rezension:

Das traumwandlerische Kinderbuch “Der Bär und das Wörterglitzern” der belgischen Autorin Agnès de Lestrade erzählt weniger eine Geschichte an sich, sondern beschreibt vielmehr Gefühle und will Kinder zu Kreativität animieren.

Der blaue Bär will für all das, was er empfindet, eine neue Sprache finden. So beobachtet er seine Umgebung, schwimmt in seinen Gefühlen und erfindet dabei neue Wörter.

Die belgische Autorin Agnès de Lestrade (*1964), welche auch mit dem Buch “Die große Wörterfabrik” schon die Kritiker begeistern konnte, schuf mit diesem Kinderbuch ungewöhnlicherweise ein Werk ohne Geschichte. Wie in Träumen bewegt sich der Bär durch surreale Landschaften und beschäftigt sich mit vielen Arten von Gefühlen wie Trauer und Liebe. Dafür kreiert er neue Wortschöpfungen und lädt die Leser ebenfalls dazu ein. Doch an vielen Stellen wirkt es zu unkonkret und leider vor allem etwas zu gewollt. So erscheinen die Sätze ohne roten Faden und dadurch wie ein absichtlich arg poetisches Konstrukt, das vermutlich erst Kinder in einem höheren Alter ansprechen wird. Die Stärke liegt in den Illustrationen der Zeichnerin Valeria Docampo (*1976). Diese sind mit dem ästhetischen Empfinden Erwachsener gezeichnet und sind zwar süß, aber ungewöhnlich minimalistisch. Die Mischung aus einfachen Strichelementen und einem hübschen blauen Bären, wird bestimmt nicht jedes Kind glücklich machen, sondern ist eher etwas für erwachsene Augen. So ist “Der Bär und das Wörterglitzern” im Gesamten eher ein Buch für große Leser und nicht jeder freundet sich mit der fehlenden Erzählstruktur an. Doch wer es etwas experimenteller und verträumter mag, wird mit diesem Kinderbuch trotzdem seine Freude haben.

Doreen Matthei - testkammer.com

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39 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

bilderbuch, fantasie, kinderbuch, klassiker, lieblingsbücher, maurice sendak, monster, phantasie, wild, wilde kerle

Wo die wilden Kerle wohnen

Maurice Sendak , Claudia Schmölders
Fester Einband: 40 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 23.10.2013
ISBN 9783257011616
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Das Kinderbuch “Wo die wilden Kerle wohnen” (OT: “Where the Wild Things Are”) des amerikanischen Autors Maurice Sendak (1928-2012) hat sich über die Zeit zu einem Klassiker gemausert und bleibt auch durch Verfilmungen und andere Arten der Inszenierung für viele Generationen im Gedächtnis.
Max hat ein Wolfskostüm und tobt damit gern durchs Haus. Die Mutter ist gar nicht begeistert darüber und schickt ihn ohne Abendessen ins Bett. Daraufhin reist Max zur Insel der wilden Kerle, wo er bald deren König wird. Doch irgendwie fühlt er sich einsam, obwohl er so wild sein kann, wie er es immer sein wollte.
Das Kinderbuch vermittelt eine zeitlose Botschaft und konnte die Kinder über Jahrzehnte hinweg ansprechen. Denn fast jedes Kind will mal lieber toben, als brav zu sein. Die Botschaft ist dabei klar und unaufdringlich. Die Geschichte besticht vor allem durch ihre große Portion Fantasie, welche durch die Bilder des Autors und Illustrators Sendak wunderbar anschaulich eingefangen wurden. Kein Wunder also, dass dieser Stoff mehrmals auf andere Medien übertragen wurde, besonders sticht dabei die Verfilmung von Spike Jonze aus dem Jahr 2009 ins Auge. Das Buch erhielt 1964 aufgrund seiner Zeichnungen den ‘Caldecott Medal’-Preis, welcher seit 1938 jährlich an ein Kinderbuch vergeben wird und einer der wichtigsten Buchpreisen der USA ist. Im Gesamten liefert der 2012 verstorbene Autor mit “Wo die wilden Kerle wohnen” ein Kinderbuch ab, das durch seine fantasievolle Geschichte und Illustrationen zu einem zeitlosen Kinderbuchklassiker geworden ist.

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amüsan, angs, angst, bilderbuch, dunkelheit, einfühlsa, kinderbuch, nacht, originelle ide, tiere, vorturteil

Psst! War da was?

Gianna Marino
Fester Einband
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 25.01.2016
ISBN 9783473446766
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Die amerikanische Autorin Gianna Marino schuf mit ihrem Kinderbuch “Psst! War da was?” (Originaltitel: “Night Animals”) ein spannendes, wunderschönes und lehrreiches Buch.
Das Stinktier besucht eines Nachts das Opossum. Dieses hat schreckliche Angst und möchte sich zusammen mit dem Stinktier vor den Nachttieren verstecken. Auch anderen Tieren scheint es ähnlich zu gehen, wenn unheimliche Geräusche im Wald ertönen.
Das Kinderbuch erzählt gekonnt von der Angst im Dunkeln. Dafür braucht die Autorin nicht viele Worte, sondern benutzt starke, wunderbar gezeichnete Illustrationen, um die Ängste zu verdeutlichen. Die Darstellungen der Tiere sind dabei nicht realitätsfern, aber gleichzeitig vor allem mit ihren großen, ängstlichen Augen kindgerecht überhöht. Als kleine Zugabe zur Geschichte gibt es am Anfang des Buches Informationen zu den vorkommenden Tieren, so dass die Kinder auch noch etwas über die Fauna lernen können. Das alles macht “Psst, war das was?” der Autorin Gianna Marino zu einem wunderbaren Vorlesebuch ab 3 Jahren, welches Groß und vor allem Klein entzücken kann.
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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Mopsmanns magische Wunderwolle

Sebastian Meschenmoser , Sebastian Meschenmoser
Fester Einband: 56 Seiten
Erschienen bei Esslinger in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 12.07.2011
ISBN 9783480228577
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Bereits 2008 wurde die Figur des Herrn Mopsmanns durch “3 Wünsche für Herr Mopsmann” in der Kinderbuchwelt eingeführt. Mit der Fortsetzung “Mopsmanns magische Wunderwolle” beweist der Kinderbuchautor, Illustrator und Künstler Sebastian Meschenmoser (*1980) wieder sein handwerkliches Geschick und entführt uns in eine magische Welt.
Die Schweineprinzessin nimmt heute an einem Schönheitswettbewerb teil und lässt Herr Mopsmann allein zurück. Ihre Wünsche hat sie heute für vollautomatische Nadeln und ein Knäuel immerlange Wolle, das nie endet, verbraucht. Ihm ist langweilig und so probiert er die Wunderwolle einfach mal aus und kann irgendwie nicht wieder damit aufhören.
Sebastian Meschenmoser, der mit seinen “Herr Eichhorn”-Büchern immer wieder die Leser beglücken kann, schuf mit dem kleinformatigen Kinderbuch “Mopsmanns magische Wunderwolle” eine fantasiereiche, spaßige Geschichte rund um einen mürrischen Hund. Dabei arbeitet er wieder weniger mit Text, als mit starken und einzigartigen Illustrationen. Mit dem richtigen Einsatz von Farbe und Schwarz-Weiß-Zeichnungen fängt er die Geschichte wunderbar ein, verziert alle Seiten mit Details und ist durch und durch liebevoll gestaltet. Hinzu kommt eine fantastische Geschichte, welche man so noch nicht gelesen hat und welche auch keine irgendwie auffällige moralische Botschaft parat hält. Im Gesamten ist “Mopsmanns magische Wunderwolle” ein entzückendes Kinderbuch voller Fantasie, wunderbaren Zeichnungen und natürlich mit viel Humor, welcher aber eher größere oder gar erwachsene Leser richtig ansprechen kann.
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oma

Oma Wombat

Jackie French , Leena Flegler , Bruce Whatley
Fester Einband
Erschienen bei Gerstenberg Verlag, 30.01.2017
ISBN 9783836959636
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Mit dem Kinderbuch “Oma Wombat” erscheint der neueste Teil der Wombat-Reihe der fleissigen, australischen Autorin Jackie French (*1953). Auch dieser Teil kann wieder wunderbar entzücken und mit den Illustrationen von Bruce Whatley alle Leser begeistern.
Oma Wombat ist so stolz auf ihren braven Enkel, der einen ähnlich gemütlichen Lebensstil zu pflegen scheint. Doch als die Oma einmal schläft, geht der kleine Wombat auf eine abenteuerliche Reise ausgelöst durch Neugierde und die fröhliche Känguru-Oma und ihrem Enkel.
An dieser Reihe kann man sich einfach nicht satt sehen. Mit wenig Worten und wiederkehrenden Mustern entführt Jackie French die Leser in die Welt der Wombats. Dabei können die kleinen und die großen Wombats durch ihre gemütliche Art, ihr stets sonniges Gemüt und ihre Neugierde alle Leser begeistern. Eingefangen wird das Ganze in wunderschönen Illustrationen mit viel Humor aus der Hand von Bruce Whatley. Die Zeichnungen ergeben zusammen mit dem Text ein rundum gelungenes Gesamtwerk, was oft an der ein oder anderen Stelle noch überraschen kann. Das sechste Buch der Reihe bezieht nun auch die Großeltern-Generation mit ein und fügt sie wunderbar der Wombat-Welt hinzu. Spiegelt gleichzeitig aber auf angenehme unaufdringliche Art das menschliche Verhältnis zwischen Großeltern und Enkelkindern wieder. Im Gesamten ist das Kinderbuch “Oma Wombat” ein gelungenes Wohlfühl-Vorlesebuch, das viel Freude bereitet und immer wieder lohnt, aus dem Bücherregal hervorgeholt zu werden.
Doreen Matthei - testkammer.com

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47 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

abschiebung, alkohol, coming of age, freundschaf, jugendbuch, leben, mord

Tigermilch

Stefanie de Velasco
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 09.02.2015
ISBN 9783462047530
Genre: Romane

Rezension:


Vor vier Jahren erregte der Debütroman “Tigermilch” der Autorin Stefanie de Velasco (geb. 1978 in Oberhausen) Aufmerksamkeit und wurde vor Kurzem auch fürs Kino adaptiert (siehe “Tigermilch” von Ute Wieland). Das Buch erzählt von zwei Mädchen und ihrer Pubertät in der heutigen Zeit und in einer schwierigen Umgebung.


Nini und Jameelah sind schon von kleinauf beste Freundinnen. Diesen Sommer wollen sie sich unbedingt entjungfern lassen, aber natürlich von den richtigen Jungs. Solange üben sie auf der Kurfürsten. Ansonsten hängen sie mit ihren Freunden am Planet oder im Schwimmbad ab und treffen sich mit Amir, dessen Schwester Jasna gerade einen Familienzwist durch eine unpassende Beziehung provoziert. Während sich Nini auf ihre Zahn-OP in der Kinderklinik freut, macht sich Jameelah Sorgen um ihren Aufenthaltsstatus und mit den beiden auserwählten Jungs geht es auch nicht richtig voran. So beschließen sie einen Liebeszauber auf dem Spielplatz auszuführen, doch in dieser Nacht werden sie Zeugen einer unvorstellbaren Tat, die alles durcheinander bringt.


Angesiedelt ist Stefanie de Velascos Geschichte im heutigen Berlin. Mit einem ehrlichen Blick erforscht die Autorin die Sozialbausiedlung mit all ihren sehr unterschiedlichen, aber irgendwie stereotypischen Figuren. Alle Probleme und Verhältnisse sind dem Leser nicht unvertraut, doch selten kam die Schilderung aus so einer Perspektive. Der Blick der beiden Mädchen ist ungetrübt ehrlich, aber stets auf eine gewisse Weise naiv. Nie aus ihrem Stadtviertel herausgekommen, erscheint ihnen Vieles als normal und gegeben, so dass der Leser immer wieder fassungslos ist, gerade wenn er eben nicht aus diesem Milieu kommt. So verwundern nicht nur der stetige Konsum von Alkohol, der Umgang mit Sexualität, sondern auch, wie leicht Straftaten und Verfehlungen begangen werden. Das alles erzählt de Velasco mit Jugendslang und einer Sprache, welche weit weg ist von der Alltagswelt der meisten Erwachsenen. Dies macht das Buch leider auch etwas anstrengend und lässt den Leser öfters mal stocken oder gar pausieren. Auch schafft es de Velasco nicht, das einem die beiden Hauptheldinnen wirklich sympathisch werden. Handeln diese doch oft nicht nachvollziehbar und zudem häufig moralisch verwerflich. Auch das Ende erscheint etwas zu konstruiert und verleiht der Geschichte mehr Drama-Elemente, als es notwendig gewesen wäre. Besonders reizvoll ist jedoch der Blick auf das Milieu und auf eine Jugend, welche viele Leser so nicht hatten.


Fazit: Der Roman “Tigermilch” der deutschen Autorin Stefanie de Velasco erlaubt einen Blick in eine für viele Leser unbekannte Welt. Dabei entwirft sie nicht nur eine interessante Coming-of-Age-Geschichte zweier pubertierender Mädchen in Berlin, sondern nebenbei auch eine Milieustudie. Im Schreibstil passt sich die Autorin der Geschichte an, was an manchen Stellen vor allem mit dem eingenommenen naiven Blick anstrengend sein kann. So lässt sich de Velascos Buch stellenweise schwer konsumieren und trübt den interessanten Einblick, den das Buch ansonsten gewährt.


Doreen Matthei - testkammer.com

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