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(80)

175 Bibliotheken, 12 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

krimi, thriller, mississippi, tagebuch, entführung

Gone Girl - Das perfekte Opfer

Gillian Flynn , Christine Strüh
Fester Einband: 832 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 23.07.2015
ISBN 9783596520725
Genre: Krimi und Thriller

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(162)

307 Bibliotheken, 5 Leser, 3 Gruppen, 14 Rezensionen

dänemark, thriller, rache, jussi adler-olsen, mord

Verachtung

Jussi Adler-Olsen , Hannes Thiess
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.09.2014
ISBN 9783423215435
Genre: Krimi und Thriller

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(180)

328 Bibliotheken, 4 Leser, 2 Gruppen, 16 Rezensionen

thriller, krieg, krimi, freundschaft, 2. weltkrieg

Das Alphabethaus

Jussi Adler-Olsen , Hannes Thiess , Marieke Heimburger
Flexibler Einband: 592 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.08.2013
ISBN 9783423214605
Genre: Krimi und Thriller

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(173)

339 Bibliotheken, 8 Leser, 3 Gruppen, 16 Rezensionen

thriller, dänemark, entführung, krimi, sekten

Erlösung

Jussi Adler-Olsen , Hannes Thiess
Flexibler Einband: 592 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.02.2014
ISBN 9783423214933
Genre: Krimi und Thriller

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(550)

973 Bibliotheken, 12 Leser, 6 Gruppen, 33 Rezensionen

dänemark, thriller, sonderdezernat q, krimi, jagd

Schändung

Jussi Adler-Olsen , Hannes Thiess
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.03.2013
ISBN 9783423214278
Genre: Krimi und Thriller

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(2.800)

3.689 Bibliotheken, 24 Leser, 13 Gruppen, 159 Rezensionen

thriller, dänemark, entführung, krimi, sonderdezernat q

Erbarmen

Jussi Adler-Olsen , Hannes Thiess
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.02.2011
ISBN 9783423212625
Genre: Krimi und Thriller

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(4)

7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

The World of Tim Burton

Achim Sommer , Patrick Blümel , Tim Burton , Jenny He
Fester Einband: 112 Seiten
Erschienen bei Hatje Cantz Verlag, 21.08.2015
ISBN 9783775740296
Genre: Sachbücher

Rezension:

Der Ausstellungskatalog “The World of Tim Burton”, herausgegeben von Achim Sommer, ist der Begleitkatalog zur gleichnamigen Sonderausstellung im Max Ernst Museum in Brühl, welche vom 16. August 2015 bis 3. Januar 2016 gezeigt wurde. Das 120 Seiten lange, gebundene Buch mit Texten von Patrick Blümel, Tim Burton selbst und Jenny He ist eine gute Ergänzung und ein perfektes Souvenir zur gesehenen Ausstellung.

Auf den ersten Seiten werden mit kurzen Texten das Ausstellungsprojekt und dessen Entstehung erläutert. Den größten textuellen Teil des Katalogs nehmen die Biographie Tim Burtons und ein Interview mit dem Regisseur selbst ein. Während der Lebenslauf nicht viel Neues bietet, ist das Interview amüsant und informativ. Die meisten Seiten des Katalogs zeigen vor allem Abbildungen der ausgestellten Werke. Dabei wurde eine stimmige Auswahl getroffen, welche die Ausstellung und das Œuvre Tim Burtons sehr gut widerspiegeln.

Fazit: Den Kauf des Katalogs kann man vor allem Tim Burton-Fans und Besuchern der Ausstellung ans Herz legen. Für knappe 30 Euro bekommt man einen hübsch gebundenen Katalog, der den heimischen Bücherschrank bereichert. Zwar wäre eine genauere Auswertung des bildnerischen Œuvre Burtons wünschenswert gewesen, doch allein die Möglichkeit, die Werke noch einmal genauer zu studieren, rechtfertigt einen Kauf. So eignet sich der Katalog als gutes Souvenir für die gesehene Ausstellung.Als Kritikpunkt anzumerken ist vor allem die schmale textuelle Ausarbeitung. Man hätte sich als Leser mehr als nur den Titel als Information zu den Werken gewünscht. Interpretationen und biographische Einordnungen wären eine wichtige Bereicherung gewesen. Es wäre interessant gewesen zu lesen, wie die Entstehung der einzelnen Figuren verlief, warum Burton bestimmte Fokusse setzt und wie man es kunst- und zeithistorisch verorten kann. So bleibt letztendlich vor allem das Interview besonders in Erinnerung und von Zeit zu Zeit hat man Freude daran, den hochwertigen Katalog aus dem Regal zu nehmen, durchzublättern und sich an den Abbildungen zu erfreuen.

Doreen Matthei - testkammer.com

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(148)

251 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 41 Rezensionen

schweden, alter, trauer, freundschaft, selbstmord

Ein Mann namens Ove

Fredrik Backman , Stefanie Werner
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 22.03.2016
ISBN 9783596521111
Genre: Romane

Rezension:

Der schwedische Autor Frederik Backman (*1981) hat vor seiner erfolgreichen Schriftstellerkarriere vieles ausprobiert. Er war Restauranthilfskraft und Gabelstaplerfahrer und begann irgendwann seinen eigenen Blog zu schreiben. Als Blogger machte er sich in Schweden einen Namen und die Figur Oves entstand aus seinen Bloggeschichten heraus.

Der Roman “Ein Mann namens Ove” (Originaltitel: “En man som heter Ove”) war sein Debüt und verkaufte sich über 60.000 Mal. Er wurde in 25 Sprachen übersetzt und machte Backman international bekannt. Seitdem sind noch weitere Romane von ihm erschienen (“Alles, was mein kleiner Sohn über die Welt wissen muss” (2012), “Oma lässt grüßen und sagt, es tut ihr leid” (2013), “Britt-Marie war hier“ (2014)). Im Jahr 2016 erschien die Adaption des Buches auf den hiesigen Leinwänden (siehe Kinokritik “Ein Mann namens Ove”).

Das Buch erzählt die Geschichte des Pedanten Ove, der keinen Sinn mehr darin sieht weiterzuleben, nachdem seine geliebte Frau Sonja gestorben ist und er auch noch seine Arbeit verloren hat. Doch die neuen Nachbarn, eine Katze und sein ehemals bester Freund verhindern regelmäßig seine Suizidversuche und es scheint, als ob Ove noch nicht gehen darf, da es noch viel zu erledigen und zu helfen gibt.

Mit seinem lockeren und stilsicheren Schreibstil entführt Backman seine Leser in eine schwedische Vorstadtsiedlung, die von einem griesgrämigen Pedanten kontrolliert wird. Vieles erscheint einem dabei vertraut und bekannt von alten Menschen, die gerne mal die Nachbarschaft tyrannisieren. Doch durch zahlreiche Rückblenden lässt der Autor die Zuschauer hinter die Fassade Oves blicken und erkennen, dass er ein wahrlich großes Herz hat. Dabei sind die Liebesgeschichte und die Schicksalsschläge sehr berührend. Die in der Gegenwart stattfindenden Ereignisse bergen dafür sehr viel humoristisches Potential und gewähren Einblick in Oves Kopf und seine Weltsichten. Zusammen ergibt es eine fantastische Mischung, welche Gefühl und wunderbare Unterhaltung bieten kann. “Ein Mann namens Ove” ist ein gelungenes Debüt und kann ohne Einschränkung empfohlen werden.

Doreen Matthei - testkammer.com

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7 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

kinderbuch, quint buchholz, schlafen, bär

Schlaf gut, kleiner Bär

Quint Buchholz
Fester Einband: 40 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 26.09.2011
ISBN 9783446238077
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Quint Buchholz gehört zu den renommiertesten Kinder- und Jugendbuchautoren. Der 1957 in Stolberg geborene Illustrator bebilderte beispielsweise einige Werke von Elke Heidenreich und “Das Kartengeheimnis” (1995) von Jostein Gaarder. Zudem verfasste er eigene Texte, die er ebenfalls mit Illustrationen versah, wie das 1997 erschienene Buch “Der Sammler der Augenblicke”.

In “Schlaf gut, kleiner Bär” erzählt Buchholz von dem kleinen Teddybären, der aufgrund der zurückliegenden und der kommenden Ereignisse erstmal nicht einschlafen kann. Der Autor legt damit einen Kinderbuchklassiker von 1993 neu auf. Der Text soll Kinder zum Einschlafen animieren. So besitzt dieser keine richtige Geschichte oder einen Spannungsbogen, sondern erzählt in einzelnen Tableaus von den Erlebnissen des Bären. Als Mittel zum Zweck kann das Buch hier wohl funktionieren, doch als interessante und spannende Geschichte, welche die Kinder immer wieder hören wollen und die sie vielleicht in eine neue Welt entführt oder eine Botschaft vermittelt, ist es gänzlich ungeeignet. Die Geschichte ist langweilig und dient den Eltern als reine Hilfe. Die Illustrationen sind ebenfalls in diesem Sinne gestaltet. Sie sind wunderschön anzusehen und bestechen mit Details. Doch erfreuen die Bilder vor allem die Augen der Erwachsenen. Die unaufdringliche, realitätsnahe Darstellung verzichtet auf bunte Farben und Übertreibungen – all das, was Kinder schätzen. Im Gesamten schuf Quint Buchholz ein wunderschön anzusehendes Kinderbuch, das nicht unterhalten will, sondern die Kleinen zum Einschlafen bewegen und die Großen mit den Bildern erfreuen möchte. So trifft das Buch vermutlich nicht den Geschmack von jedem und wird wohl nicht der große Hit im Kinderzimmer.

Doreen Matthei - testkammer.com

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

Dr. Brumm: Dr. Brumm gibt Gas

Daniel Napp , Daniel Napp
Fester Einband: 59 Seiten
Erschienen bei Thienemann-Esslinger, 14.07.2009
ISBN 9783522181686
Genre: Kinderbuch

Rezension:

 Der sechste Teil – ”Dr. Brumm gibt Gas” – der Dr. Brumm-Reihe von Daniel Napp unterscheidet sich von anderen Vor- und Nachgängern. Es erzählt in einzelnen kurzen Tableaus von Alltagssituationen, in denen der sonst so gemütliche Dr. Brumm Vollgas gibt. Ob nun auf der Flucht vor Wildschweinen oder beim Lesen eines Buches. Die kurzen zwei bis vierseitigen Geschichten verstehen sich auf den pointierten Witz und zeigen den kreativen Einfallsreichtum des Autors. Man merkt, dass der Autor nicht aus der pädagogischen Ecke kommt und einfach nur Sinn für kindlichen Humor besitzt. Manche Geschichten scheinen auch der Ideenlieferant für spätere Werke zu sein, wie der Abschnitt zu “Dr. Brumm geht wandern”.

Im Gesamten bietet das Buch kurzweilige Unterhaltung, welche die Kleinen wieder sehr entzücken wird und die auch einzeln gut vorgelesen werden können. Für Kinder, die bereits mit dem Lesen anfangen, ist die Kürze der einzelnen Geschichten bestimmt auch von Vorteil. So liefert “Dr. Brumm gibt Gas” die erhoffte Unterhaltung und bleibt sich seinem Witz und dem trotteligen Wesen des Braunbären treu.

Doreen Matthei - testkammer.com

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(133)

216 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

beziehung, sarah kuttner, erwachsen werden, liebe, trennung

Wachstumsschmerz

Sarah Kuttner
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 25.04.2013
ISBN 9783596194179
Genre: Romane

Rezension:

Der zweite Roman – “Wachstumsschmerz” (2011) – der deutschen Fernsehmoderatorin und Kolumnistin Sarah Kuttner (*1979) beschäftigt sich wieder sehr intensiv mit dem Innenleben ihrer Protagonistin. Während es sich bei “Mängelexemplar” (2009) um das spezielle Thema Depression drehte, geht es in ihrem zweiten Roman um den Prozess des vollständigen Erwachsenwerdens mit all seinen Hürden in Beruf und Privatem.

Luise, welche Schneiderin von Herrenanzügen und Teilzeitmodell ist, ist seit vier Jahren mit ihrem Freund Flo zusammen. So beschließen die Beiden den nächsten Schritt zu wagen und zusammenzuziehen. Dabei ist nicht nur die Wohnungssuche schwierig, sondern auch das schlussendliche Zusammenleben stellt sie vor viele Herausforderungen. Hinzu kommt, dass Luise das Gefühl hat nicht richtig zu wissen, was sie will und das führt zu noch mehr Spannungen mit dem konfliktscheuen Flo. Von Tag zu Tag werden ihre Probleme größer und es scheint nur noch einen Ausweg zu geben.

Sarah Kuttner trifft mit “Wachstumsschmerz” mitten ins Schwarze. Es fängt die Probleme und Sorgen einer Generation ein, die zu viele Möglichkeiten hat, um sich schnell festzulegen. Wenn man heutzutage in den 30ern ist, sieht man um sich herum die Menschen, die schon alles geplant und aufgebaut haben und diejenigen, die sich seit ihrem Studium kaum verändert haben. Luise, die alles Potential hat ein solides Leben zu führen, ist unsicher, ob dieser gewählte Weg der richtige und vor allem der finale Weg ist. Dieses Gefühl des Festgelegt-werdens fängt Kuttner brilliant ein. Oft reagiert Luise über, sodass man sich als Leser schämt, aber trotzdem erscheint einem dieses Gefühl vertraut. Hinzu kommt eine schöne, zärtliche Liebesgeschichte, die berühren kann. Gerade die Alltagsmomente der beiden sind herzerfrischend. Geschrieben ist das Ganze frech von der Leber weg mit einem leichten und lockeren Schreibstil, der aber sehr angenehm zu lesen ist. Durchsetzt ist alles mit gutem Humor und vortrefflichen Beschreibungen. Kuttner bleibt sich ihrem Stil und ihrer Sprache treu, so dass man auf ihren 2016 erschienen Roman “180° Meer” gespannt sein darf.

Fazit: Der Roman “Wachstumsscherz” kann, wie ihr Debüt, mit einer trefflichen Gesellschaftsdarstellung und zutiefst menschlichen Charakteren überzeugen. Dabei schafft es das Buch, den Leser zum Lachen und vielleicht auch zum Weinen zu bringen. Der Roman ist empfehlenswerte und leicht zugängliche Unterhaltungskost.

Doreen Matthei - testkammer.com

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

angst, überwindung, monster, ab 3 jahren, pappbilderbuch

Rosi in der Geisterbahn

Philip Waechter
Flexibler Einband: 32 Seiten
Erschienen bei Beltz, J, 24.03.2015
ISBN 9783407760616
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Der in Frankfurt am Main geborene Kinderbuchautor Philip Waechter arbeitet seit den 90er Jahren erfolgreich als Autor und Illustrator. Für sein 2005 erschienenes Bilderbuch “Rosi in der Geisterbahn” erhielt er 2006 den Eulenspiegelpreis der Stadt Schöppenstedt. Die Geschichte handelt von der kleinen Häsin Rosi, die jede Nacht von Monsteralbträumen geplagt wird. Daraufhin beschließt sie sich ihren Ängsten zu stellen, trainiert dafür und geht dann an ihrem großen Tag auf den Rummelplatz zur Geisterbahn. Waechter erzählt die Geschichte von Ängsten und Mut sehr liebevoll. Die Geschichte kann groß und klein in den Bann ziehen und richtige Tugenden vermitteln.

Die Illustrationen, die der studierte Kommunikationsdesigner verwendet, sind detailreich gestaltet und packen den Hasen in eine komplett menschliche Welt, in der alle andere Tiere nur als Tiere leben. Rosi ist da anders und soll die kleinen Leser mit Niedlichkeit, ihrer Rolle als Angsthase und mit ihrer Größe ansprechen. Die Illustrationen sind durch und durch gelungen und bringen den Leser zum Schmunzeln. Einziges Manko: Für unsere heutigen Sehgewohnheiten könnte der Stil, der sehr an Comics der 90er Jahre erinnert, etwas zu altbacken sein. Im Gesamten ist “Rosi in der Geisterbahn” eine herzerwärmende Geschichte, die didaktisch die richtigen Tugenden vermittelt und mit ihren detaillierten und liebenswerten Zeichnungen die Leser begeistern kann.

Doreen Matthei - testkammer.com

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einschulung, wombat, tagebuch, freundschaft, bilderbuch

Wombats erster Schultag

Bruce Whatley , Jackie French , Leena Flegler
Fester Einband
Erschienen bei Gerstenberg Verlag, 22.06.2015
ISBN 9783836958295
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Die australische Schriftstellerin Jackie French lebt mit ihrem Mann auf einem autarken Grundstück im Araluen Valley mit vielen Tieren zusammen, darunter auch einigen Wombats. Die erfahrene Schriftstellerin – bisher hat sie 132 Bücher verfasst – ist vor allem für ihre Kinderbücher bekannt. Ihr berühmtestes Buch ist “Das Tagebuch eines Wombats” (2007). Auf die Idee zu dem Buch kam sie, als sie die Hintergrundgeräusche, welche der Wombat Mothball verursachte, einmal am Telefon erklären musste. “Wombats erster Schultag” ist das fünfte Bilderbuch, was sich mit dem liebenswerten und süßen Tier beschäftigt.

Das Kinderbuch ist wie seine Vorgänger einfach wahnsinnig entzückend. Die Zeichnungen, welche auch aus der Hand von French stammen, machen den Reiz aus. Jede Seite kann aufs Neue entzücken. Zudem ist die Geschichte witzig, überraschend und im lakonischen Stil geschrieben. Das Buch macht auch beim häufigen Lesen immer wieder Spaß und ich denke, jedes Kind möchte danach auch gern einen Wombat haben. Das Bilderbuch bietet reinen Unterhaltungswert. French möchte keine didaktische Botschaft vermitteln und das ist auch mal ganz angenehm. Im Gesamten ein sehr süßes und empfehlenswertes Buch.Durch Zufall entdeckt der Wombat ein Loch, welches ihn in die Schule führt. Dort erlebt er einige Abenteuer auf der Suche nach Karotten und findet am Ende vielleicht sogar einen neuen Freund.

Doreen Matthei - testkammer.com

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

kinderbuch, hass, liebe, sinn von weihnachten, weihnachten

How the Grinch Stole Christmas!

Dr. Seuss
Fester Einband: 64 Seiten
Erschienen bei HarperCollinsChildren'sBooks, 07.10.2002
ISBN 9780007103256
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Der amerikanische Kinderbuchautor Dr. Seuss (eigentlich: Theodor Seuss Geisel, 1904-1991) veröffentlichte über 60 Kinderbücher und gehört zu den Größen der amerikanischen Kinderbuchwelt. In Deutschland ist er vor allem durch die vier Verfilmungen, die auf seinen Büchern basieren, bekannt. Die berühmteste Verfilmung ist wohl “Der Grinch” aus dem Jahr 2000 mit Jim Carey in der Hauptrolle. Dieser läuft alljährlich zu Weihnachten im Fernsehen und der Grinch wurde zum Weihnachtsmuffel par excellence.

Das englischsprachige Kinderbuch “How the Grinch stole Christmas”, zum ersten Mal zu Weihnachten 1956 erschienen, erzählt die Geschichte des Wesens namens Der Grinch. Dieser hasst Weihnachten über alles und möchte in diesem Jahr allen Bewohnern von Whoville, die Weihnachten anbeten, das Weihnachtsfest vermiesen. Dazu heckt er einen Plan aus, zieht sich ein Weihnachtsmannkostüm über und macht sich an die Arbeit. Doch die Bewohner Whovilles reagieren anders als erwartet.

Das schmale Heft mit circa 70 Seiten kann durch Vielerlei begeistern. Zum einen mit der Geschichte selbst, die viel Humor und Herz besitzt, zum anderen durch die Art der Erzählung. Dr. Seuss reimt kreativ und mit viel Spaß und erfundenen Wörter die Geschichte zusammen, sodass eine englische Lektüre wärmstens empfohlen wird. Dies kann zwar auch im Deutschen funktionieren, aber seine Einzigartigkeit liegt in den Originalversen. Abgerundet wird das Ganze von den fantastischen Zeichnungen, deren Stil in allen seinen Werken unverkennbar ist und meistens auch in die Filme gut übernommen wurde. In diesem Buch sind die Illustrationen schwarz-weiß und hin und wieder mit Rot unterlegt. Die fantastischen Ausformungen der Charaktere und Orte wird durch den gezielten Einsatz der Farbe noch verstärkt.

Fazit: Das Kinderbuch “How the Grinch stole Christmas” ist aufgrund seiner englischen Sprache für deutsche Kinder erst ab einem gewissen Alter verständlich, wird aber im englischsprachigen Raum für Kinder, die flüssig lesen können, empfohlen (die gelbe Rückseite des Buches der Reihe macht das deutlich). Die amüsante Geschichte kann mit der Böswilligkeit des Grinch und der Herzenswärme der Whos, ihren Reimen und ihrer Ausgestaltung begeistern. Es ist ein Buch, was man immer wieder aus dem Schrank holen kann und man mit Spaß (besonders zur Weihnachtszeit) nochmal lesen kann.

Doreen Matthei - testkammer.com

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freundschaft, bilderbuch, identität

Lullemu, wer bist DU?

Nina Gunetsreiner , Kerstin Schoene , Kerstin Schoene
Fester Einband: 38 Seiten
Erschienen bei Coppenrath, 01.06.2012
ISBN 9783649612476
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Das Bilderbuch “Lullemu, wer bist DU?” mit dem Untertitel “Eine Geschichte vom Freundefinden” erzählt von dem Hund Lullemu, der zwar viele Spielsachen besitzt, aber keinen Freund. Also macht er sich eines Tages auf den Weg, um einen Freund zu finden. Er begegnet dabei vielen Tieren, die stets seine Freundschaft ablehnen, weil er nicht die richtigen Qualitäten besitzt, bis er auf Mullewu trifft.

Das Kinderbuch der beiden Illustratorinnen Kerstin Schöne und Nina Gunetsreiner ist ein Fest für die Augen. Die Zeichnungen sind wahrlich entzückend und jeder Leser wird Lullemu sofort ins Herz schließen. Auch die Geschichte und ihre kreativen Ideen können begeistern und den Leser zum Lachen bringen. Dabei erzählt das Buch von der Wichtigkeit von Freunden und dass ähnliche Interessen oder in dem Fall die gleiche Tierart (=Gesinnungen, gesellschaftlicher Stand) zuträglich zum Finden eines Freundes sind. Das ist natürlich richtig, besitzt aber dadurch einen bitteren Beigeschmack. Die anderen Tiere lehnen Lullemu ab, weil er nicht so ist wie sie. Ist das eine Botschaft, die man Kindern vermitteln sollte? Dies mindert den Genuss des Buches erheblich. Dies wird vermutlich keinem Kind, aber dem einen oder anderen Erwachsenen aufstoßen.

Fazit: Im Gesamten ist “Lullemu, wo bist DU” ein entzückend gezeichnetes, an der Oberfläche amüsantes Buch über das Finden von Freunden, stößt aber tiefergehend moralisch auf und sollte nicht ohne weitere Erklärungen von Kindern konsumiert werden, da es ein falsches BIld (wenn auch natürlich ein realitätsnahes) vermittelt.

Doreen Matthei - testkammer.com

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Dr. Brumm geht baden

Daniel Napp , Daniel Napp
Fester Einband: 32 Seiten
Erschienen bei Thienemann, 18.02.2010
ISBN 9783522436519
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Im zweiten Teil der Kinderbuchreihe über den tapsigen Braunbären Dr. Brumm mit seinem besten Freund Pottwal geht es gefährlich zu. Es ist ein heißer Tag und Dr. Brumm und Pottwal wollen nur eine Runde in ihrem Stammsee schwimmen gehen, doch am heutigen Tag ist ein Fremder vor Ort. Der Herr Otter möchte hier in Ruhe angeln und erzählt den beiden von dem gefährlichen Zornickel, der in den Tiefen des Sees lebt. Durch ein Missgeschick ist es nun die Aufgabe von Dr. Brumm seinen Goldfisch vorm Ertrinken und dem Zornickel zu retten.

Der Kinderbuchautor und Illustrator Daniel Napp spielt in diesem Teil geschickt mit Genreanklängen und bietet viel zu Lachen. Die Zeichnungen sind abermals sehr gelungen und bestechen mit vielen Details und großartiger Mimik der Figuren. Die Geschichte und der Clou sind sogar viel spannender als in anderen Teilen der Reihe und bieten Kindern Mitfieberpotential. Insgesamt ist es wieder ein gutes und unterhaltsames Buch, das von Kindern geliebt werden wird.

Doreen Matthei - testkammer.com

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kinderkrimi, carlsen, oskar, geheimnis, kinderbuch

Rico und Oskar 2: Rico, Oskar und das Herzgebreche

Andreas Steinhöfel , Peter Schössow
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 24.05.2013
ISBN 9783551312334
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Der zweite Teil – “Rico, Oskar und das Herzgebreche” – der Trilogie um Rico und Oskar kam 2009 auf den Markt. Also ein Jahr nachdem der erste Roman – “Rico, Oskar und die Tieferschatten” – erschienen war und der Autor Andreas Steinhöfel dafür mehrere Preise erhalten hatte.

Das zweite Buch führt die Geschichte der beiden Freunde Rico Doretti, der alles etwas langsamer erfasst und sich dadurch als tiefbegabt bezeichnet, und dem kleinen, hochbegabten Oskar fort. Nachdem Mister 2000 mit der Hilfe der beiden geschnappt worden ist, verzog sich der Medienrummel auch bald, doch Ruhe wollte nicht so recht einkehren. Oskar wird kurzerhand von seinem Vater bei den Dorettis abgestellt, Ricos Mutter wirkt schon seit längerem sehr traurig, der Bühl hat sich auch schon lange nicht mehr blicken lassen und irgendwelche mysteriösen Dinge gehen beim Bingo-Abend im Altersheim vor. Um gegen all die Probleme und Sorgen anzugehen, machen die beiden sich wieder einmal auf, um die Wahrheit herauszufinden.

Die Fortsetzung führt die Trilogie stilistisch wie auch unterhaltsam fort. Das Buch ist ebenfalls als Tagebuch aufgebaut und zeigt die Welt aus Ricos Augen. Wie Rico erkennt der Leser manche Dinge zu spät oder kann sie nicht zuordnen. Alles wird aus einem kindlichen, freundlichen Blickwinkel erzählt, welcher auch die schrulligen Erwachsenen (die Bösen natürlich nicht) in ein besseres Licht rückt. Die Geschichte selbst ist nicht so spannend wie der erste Teil und schafft es erst in der zweiten Hälfte an Fahrt zu gewinnen. Aber wie es der Titel schon sagt, wird hier mehr Wert auf emotionale Aspekte gelegt. Dies gelingt Steinhöfel genauso treffsicher, wie die spannenden Stellen des Vorgängerbandes. Vor allem ist auch das emotionale Schicksal der Hauptfiguren interessant, da man sie im ersten Teil schon lieb gewonnen hat. Schön, dass alle Figuren sowie die Nebenfiguren eine Entwicklung durchlaufen oder ihre Persönlichkeiten ausgeformt werden. So erwachen nicht nur die beiden Freunde zum Leben, sondern die Ganze Dieffe 93, in der Rico lebt. Die Botschaften sind klar, aber nicht übertreiben didaktisch eingebaut und das notwendige Happy-End ist passend und angenehm.

Fazit: Im Gesamten ist dem Autor Andreas Steinhöfel ein überzeugender zweiter Teil gelungen, der die Geschichte der Freunde nahtlos weitererzählt. Der Fokus verschiebt sich hierbei aber auf emotionale Aspekte ohne die detektivischen, spannenden Elemente zu vernachlässigen. Rundum ist “Rico, Oskar und das Herzgebreche” eine unterhaltsame und empfehlenswerte Fortsetzung.

Doreen Matthei - testkammer.com

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

kinderbuch, gegensätze, wendebuch

Das laute Buch. Das leise Buch.

Deborah Underwood , Renata Liwska ,
Fester Einband: 64 Seiten
Erschienen bei Gerstenberg Verlag, 28.01.2013
ISBN 9783836954143
Genre: Kinderbuch

Rezension:


Die amerikanische Kinderbuchautorin Deborah Underwood, welche bereits um die 20 Kinderbücher verfasst hat, brachte im Jahr 2010 “The Loud Book” und “The Quiet Book” auf den Markt. Im deutschen Gerstenberg Verlag erschien 2013 die kombinierte und übersetzte Variante beider Bücher als Wendebuch mit dem Titel “Das laute / leise Buch”.

Es erzählt keine direkte Geschichte, sondern berichtet von Dingen die laut und die leise sind. Dabei ersinnt die Autorin viele Situationen, welche von offensichtlichen (“Das laut, wenn der Wecker klingelt”)  bis zu sehr einfallsreichen Begebenheiten (“Das Laut, wenn ohrenbetäubende Stille herrscht”) berichten. Die stetigen Satzanfangswiederholungen zeigen an, dass das Buch nicht zum Vorlesen als Gute-Nacht-Geschichte gedacht ist, sondern als Mitmachbuch. Es soll Kindern helfen die Geräusche in Kategorien einzuordnen und sie zum Ausprobieren dieser anregen. Untermalt wird das ganze von den wunderschönen Illustrationen von Renata Liwska. Alle Figuren sind kindliche Tierwesen, die mit viel Liebe und Details gezeichnet sind. Auf vielen Bildern kann man Besonderheiten oder kreative Ausgestaltungen entdecken. So kann das Buch auch die Erwachsenen ansprechen und die Kleinen zum ständigen Mitmachen animieren. Durch diesen Unterhaltungsfaktor wird es vermutlich öfters aus dem heimischen Bücherregal geholt werden, auch wenn die Kleinen davon wohl nicht müde werden.

Doreen Matthei - testkammer.com

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Dr. Brumm: Dr. Brumm geht wandern

Daniel Napp , Daniel Napp
Fester Einband
Erschienen bei Thienemann ein Imprint der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 15.02.2016
ISBN 9783522458146
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Im Jahr 2002 entwickelte der damalige Designstudent Daniel Napp die Figur des trotteligen Bären Dr. Brumm. “Dr. Brumm geht wandern” ist das achte Bilderbuch der neun bisher bereits erschienenen Bücher über den Braunbären.

Immer mittwochs geht Dr. Brumm mit seinen Freunden Dachs und dem Goldfisch Pottwal wandern. Doch diesmal bekommen sie eine kleine Mission vom Bauer Hackepiep, der eines seiner Schafe vermisst. Auf der Suche nach ihm verlaufen sich die Freunde, ein Gewitter zieht auf und zu allem Unglück hat Dr. Brumm auch noch die falschen Dinge in den Rucksack gepackt.

Die Geschichte ist unterhaltsam für Kinder, die über den tollpatschigen Bären viel zu schmunzeln haben. Für die erwachsenen Vorleser ist die Geschichte etwas zu einfach gestrickt und der dusselige Bär bekommt ein paar verdiente Kopfschüttler. Doch didaktisch sinnvoll und unterhaltsam ist die Geschichte allemal. Besonders hervorzuheben ist die Ausgestaltung der Bilder. Der Bär und seine Freunde bewegen sich in einer fantastischen Welt, in der vor allem in den Details viel zu entdecken ist. Napp verwendet die tierischen Eigenschaften der Charaktere wunderbar zur Ausgestaltung. Die Bilder, welche mit Tusche gezeichnet sind, sind definitiv das Highlight des Buches und laden zum Wiederentdecken ein. Im Gesamten bietet der achte Teil kindgerechte Unterhaltung mit einer etwas langweiligen Geschichte, aber mit fantastischen Bildern.

Doreen Matthei - testkammer.com

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Norman Rockwell

Karal A Marling , Jim Heimann , Thomas Rockwell
Flexibler Einband: 96 Seiten
Erschienen bei TASCHEN, 15.02.2005
ISBN 9783822822852
Genre: Sachbücher

Rezension:

Der Verlag Taschen hat eine umfangreiche Reihe über Künstler veröffentlicht. Dabei sind die einzelnen Bücher meistens nur um die 100 Seiten lang und besitzen viele Bilder. Sie dienen wunderbar als Einstieg in das Œuvre eines Künstlers.

So auch in diesem Fall. “Rockwell” fasst das Leben und die berufliche Entwicklung des amerikanischen, heute fast unbekannten Künstlers Norman Rockwell (1894-1978) informativ zusammen. Die Texte, die sich nach den verschiedenen Lebensabschnitten (persönlich wie beruflich) gliedern, werden mit vielen Bildern in Groß und Klein sowie mit Zitaten untermalt. Nach der Lektüre des Buches bekommt man auf der einen Seite Lust, mehr von seinen Werken zu sehen und andererseits ist man in der Lage ein Bild Rockwells, der als Illustrator für die Post gearbeitet hat, in eine bestimmte Lebensphase einzuordnen. Die amerikanische Autorin Karal Ann Marling (*1943) beschäftigte sich in ihrer bisherigen Laufbahn vor allem mit amerikanischer Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts. Sie schildert Norman Rockwells Karriere und Leben klar und objektiv, aber der Leser kann erkennen, dass sie seine Kunst schätzt und sie sich wünschen würde, dass er einen größeren Bekanntheitsgrad genießen würde. Dies hätte er wahrlich verdient. Um das selbst herauszufinden, bietet das Buch einen guten Einstieg.

Doreen Matthei - testkammer.com

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2.317 Bibliotheken, 20 Leser, 2 Gruppen, 52 Rezensionen

satire, humor, hitler, timur vermes, politik

Er ist wieder da

Timur Vermes
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 08.10.2014
ISBN 9783404171781
Genre: Humor

Rezension:

Der deutsche Journalist und Autor Timur Vermes (*1967) sorgte mit seinem Debütroman “Er ist wieder da” 2012 für weltweites Aufsehen. Das Buch war in aller Munde und hielt sich zwei Wochen lang auf Platz 1 der Spiegel-Beststellerliste und wurde zudem noch in 41 Sprachen übersetzt.

Das provokante Buch verkauft sich allein in Deutschland zwei Millionen Mal und handelt von Adolf Hitler, der einfach so im Jahre 2011 im heutigen Berlin aufwacht. Der Leser folgt Hitler dabei, wie er die neue Welt kennenlernt und wie er plant die Macht zurückzuerobern.

Die Idee zum Buch bekam der Autor Vermes, als er vom zweiten Buch Hitlers erfuhr, welches erst 1961 veröffentlicht wurde. Dieses mit dem Namen “Hitlers zweites Buch” wurde zu Hitlers Lebzeiten nie veröffentlicht und erst von einem amerikanischen Offizier im Luftschutzbunker entdeckt. Im Jahr 1961 wurde die Echtheit des Buches bestätigt. Als Vermes das Buch entdeckte, beschloss er, dass er auch das dritte Buch schreiben könne. Dieses legte er als Komödie mit sowohl bitteren als auch wahren Untertönen an. Das Besondere an dem Roman ist die Erzählperspektive. Der Roman ist aus Hitlers Sicht geschrieben und gibt ständigen Einblick in dessen Gedanken. Gerade dies ist das Spannende und Witzige an dem Buch. Treffsicher wird von der heutigen Gesellschaft berichtet und was darin alles schief läuft. So dass sich der Leser häufig dabei ertappt, dass er Hitler zustimmt. Doch anderseits lässt Vermes immer wieder braunes Gedankengut einfließen und trifft damit den Original-Ton von Hitler und Goebbels. Diese Passagen sind dagegen schockierend und lassen einem das Lachen im Hals stecken bleiben. Dabei kann man hoffen, dass es der Roman schafft, Menschen zum Denken und Reflektieren anzuregen und es trotz aller Missstände nicht wünschenswert ist, einen machtsüchtigen Faschisten die Zügel in die Hand zu geben. Die Mischung aus Komödie und ernsten Hintergründen und die ungewöhnliche Idee, das Buch aus Hitlers Sicht zu schreiben, machen den Erfolg dieses Romans aus und er ist als kurzweilige (trotz über 300 Seiten hat man es kurzer Zeit durchgelesen) Lektüre jedem zu empfehlen. Für Lesemuffel seien das Hörbuch, welches von Christoph Maria Herbst eingelesen wurde, oder die Verfilmung von 2015 zu empfehlen.

Bewertung: 4/5

geschrieben von Doreen Matthei / Testkammer.com

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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

koma, vorhersehung, stephen king, horror, thriller

Dead Zone. Das Attentat.

Stephen King
Fester Einband
Erschienen bei München : Deutscher Bücherbund, 01.01.1987
ISBN B004PGE6IC
Genre: Sonstiges

Rezension:

Die Verfilmung “Dead Zone” von 1983 mit
Christopher Walken (Regie: David Cronenberg) und die Serie “Dead Zone”,
welche 2002 bis 2007 ausgestrahlt wurde, wecken das Interesse von
Cineasten, die sich fragen, wie ein einzelner Film oder gar eine ganze
Serie aus einem Roman entstehen können.


Das 1979 von Stephen King veröffentlichte
über 500 Seiten lange Buch (deutsche Ausgabe 1979) erzählt die
Geschichte von John Smith, der nach


einem Autounfall fünf Jahre im Koma
liegt. Als er daraus erwacht, kann er in die Zukunft von Menschen
blicken, die er berührt. Wie er mit dieser Fähigkeit umgehen soll, ist
von nun an die zentrale Frage seines Lebens. Er selbst wünscht sich vor
allem sein altes Leben mit Sarah zurück, doch fünf Jahre sind eine sehr
lange Zeit. So verbringt er die Tage damit, Hilfe zu leisten oder sich
zu verstecken. Als er den machtbesessenen Politiker Greg Stilson
kennenlernt, ändert sich schlagartig sein Leben und Johnny muss sich
entscheiden.

Der 1972 geborene amerikanische
Schriftsteller Stephen King ist bekannt für umfangreichere, leicht
geschriebene und unterhaltsame Thriller wie “Es” (1986) und “The Green
Mile” (1996). Oft besitzen die Geschichten mystische Komponenten und
erschaffen damit eine eigene Welt. “Dead Zone – Das Attentat” ist zwar
fest in der Realität verhaftet und besitzt viele zeitgeschichtliche
Bezüge, jedoch fügt der Autor King durch die Visionen Johnnys der
Geschichte eine fantastische Ebene hinzu. Dabei schafft er es, die
Spannung über die ganze Länge des Romans zu halten. Dies gelingt ihm vor
allem durch die vielen Nebenstränge und losen Fäden, die er nach und
nach verknüpft. Dabei ist vor allem der Wechsel der Erzählerperspektive
reizvoll, der stets Einblick in die Gedanken und Gefühle der
Hauptpersonen gibt. Zudem wird die Geschichte über einen langen Zeitraum
erzählt, so dass man auch das Gefühl von Bekanntheit für die Figuren
entwickelt und ihr Schicksal fast bis zum Ende mitverfolgen kann. Die
Komplexität der Story schafft die Möglichkeit, daraus eine ganze Serie
zu kreieren und erklärt gleichzeitig, warum der Film etwas unausgegoren
erscheint. Geschrieben ist das Buch zwar nicht sprachlich raffiniert,
aber stets unterhaltsam und eignet sich so gut als Bettlektüre.


Fazit: Der bereits 1979
erschienene Roman “Dead Zone – Das Attentat” besitzt eine umfangreiche
Länge, die sich aus der Komplexität der Geschichte ergibt. Stephen King
lässt den Charakteren und der Geschichte Zeit, sich zu entwickeln und
kann so den Leser fesseln. Freunde von unterhaltsamem, leicht
geschriebenem und spannendem Lesestoff kommen auf ihre Kosten.


Bewertung: 3/5


geschrieben von Doreen Matthei / Testkammer.com

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12 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

2015, gemeinsam lesen, dezember

Taxi

Karen Duve
Flexibler Einband
Erschienen bei Goldmann, 20.07.2015
ISBN 9783442483501
Genre: Romane

Rezension:

2008 erschien der Roman “Taxi” der deutschen Schriftstellerin Karen Duve (*1961). Er erzählt von der jungen Taxifahrerin Alexandra Herwig, die aus einer Laune heraus 1984 in Hamburg anfängt Taxi zu fahren. Anfänglich berauscht von der Nacht, dem Geld und der Freiheit entwickelt die Figur immer mehr Depressionen und Widerstand gegen diese Arbeit. Man verfolgt das Schicksal der Heldin über sechs Jahre lang und erfährt, wie sie dabei Höhen und Tiefen erlebt und Schwierigkeiten in der Liebe hat. Duve, die selbst 13 Jahre lang Taxifahrerin in Hamburg war, hat bereits vor ihrem Debütroman “Regenroman” (1999), ein 800-seitiges Manuskript verfasst, das vom Taxifahren handelt. Der nun schlussendlich verlegte ca. 300-seitige Roman “Taxi” bietet vieles, was man von einem guten Roman erwartet: Eine außergewöhnliche Heldin, interessante Nebenfiguren, eine unorthodoxe Liebesgeschichte und einen Einblick in eine eher unbekannte Welt. Gespickt wird das alles mit gutem Humor und  ansprechenden (Lebens-)Weisheiten. Auch die Entwicklung, welche die Geschichte nimmt, lässt nicht an Spannung missen. Diese verändert Stück für Stück die Tonlage und entwickelt sich so zu einem treffsicheren Gesellschaftsportrait, was die Gefühle vieler Platzsuchender der damaligen und der heutigen Zeit trifft. Die veränderte Stimmung ist aber auch das Manko des Buches: Nicht jeder mag sich mit dem Wechsel vom beschwingten zum gedrückten Ton anfreunden. Doch im Gesamten ist dieses Buch eine definitve Empfehlung wert.

by Doreen Matthei / www.testkammer.com

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25 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

freundschaft, berlin, kinderbuch, entführung, detektiv

Rico, Oskar und die Tieferschatten

Andreas Steinhöfel , Peter Schössow
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 01.09.2016
ISBN 9783551316035
Genre: Kinderbuch

Rezension:


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551 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 32 Rezensionen

depression, liebe, therapie, angst, sarah kuttner

Mängelexemplar

Sarah Kuttner
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 19.01.2012
ISBN 9783596511891
Genre: Romane

Rezension:

Die 1979 in Ostdeutschland geborene Sarah Kuttner machte als Viva-Moderation auf sich aufmerksam. Viele Jahre lang war sie nebenbei als Kolumnistin für die Süddeutsche Zeitung und den Musikexpress tätig. Das Buch “Das oblatendünne Eis des halben Zweidrittelwissens” (2006) stellt eine Sammlung dieser geschriebenenen Texte dar. Ihr erster Roman “Mängelexemplar” erschien drei Jahre später. Seitdem wurden noch zwei weitere Romane veröffentlicht: “Wachstumsschmerz” (2011) und “180° Meer” (2016).
 
In ihrem Debütroman erzählt Kuttner von Karo. Diese ist Ende 20, hat gerade ihren Job verloren und führt eine unglückliche Beziehung. Um sich selbst zu helfen, begibt sie sich freiwillig in Therapie und versucht so schnell wie möglich wieder normal zu werden. Doch als die Angstzustände und Panikanfälle immer schlimmer werden, braucht sie die Hilfe von ihrem besten Freund Nelson, ihrer Mutter und Medikamenten. Mit dem Stigma Depression versucht Karo nun wieder ihr Leben aufzubauen.

Kuttner gibt den Themen Depressionen und medikamentöser Behandlung eine aktuelle Stimme und kann diese so stückweise von ihrem negativen Stigma befreien. Durch Karos Augen kann man die Krankheit kennen- und fühlen lernen und wie sie einen Menschen verändert. Zudem zeigt das Buch gut, dass seelische Krankheiten immer noch Scham bei den Betroffenen auslösen, da sie es nicht schaffen, sich alleine aus ihrer Lage zu befreien. Auch die Behandlung mit Medikamenten wird nicht an den Pranger gestellt, sondern als Teil der Lösung präsentiert. Kuttner hebt die seelischen Qualen auf eine Stufe mit körperlichen Schmerzen und nimmt ihr so die negativen Assoziationen. So eignet sich das Buch als Einblick in ein komplexes Thema und sensibilisiert die Leser für eine schwierige Thematik, die jeden treffen kann. Die Autorin bedient sich dabei einer einfachen Umgangssprache, was vielleicht dem einen oder anderen Literaturgourmet aufstoßen könnte. Sie bleibt ihrer Sprache, die sie als Kolumnistin und Autorin gepflegt hat treu, und schafft es durch ihre popkulturelle Ausrichtung, das Thema einem jüngeren Zielpublikum nahezubringen. Da ist es hilfreich, dass die Sprache echt und wie aus dem Nähkästchen geplaudert klingt. Kuttner betont aber, dass das Thema nicht autobiographisch ist, sondern ihr durch Freunde und Bekannte vertraut ist.

Fazit: Im Gesamten kann “Mängelexemplar” mit der Leidensgeschichte Karos und seinen Themen überzeugen. Die recht einfache und moderne Sprache macht das Lesen leicht. Das Buch schafft es seine Leser zu sensibilisieren und ein Stück weit die Stigmatisierung von seelischen Problemen zu nehmen. Sarah Kuttners Roman ist ein lesenswertes und gelungenes Debüt.

Bewertung: 4/5

geschrieben von Doreen Matthei / Testkammer.com

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