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An einem kalten Wintermorgen...

Feridun Oral , Bruno Hächler , Feridun Oral
Fester Einband: 32 Seiten
Erschienen bei Michael Neugebauer Edition, 27.07.2016
ISBN 9783865663047
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Der in Istanbul lebende Schriftsteller Feridun Oral fing nach seinem Kunststudium an Kinderbücher zu schreiben. Mit seinem 2016 erschienenen Werk “An einem kalten Wintermorgen” schafft er es Groß und Klein zu entzücken.

Das Buch erzählt die Geschichte einer winzigen Maus, die auf der Suche nach Feuerholz durch den Schnee stapft. Als sie eine große Menge Feuerholz gesammelt hat, braucht sie nur noch die Hilfe ihrer Freunde, um das auch zu transportieren. Aber als auf einmal ein Sturm aufzieht, müssen sie alle schnell Schutz suchen an diesem kalten Wintermorgen.

Das Kinderbuch des türkischen Schriftstellers Oral besitzt alle Qualitäten, die man von einem Kinderbuch erwartet. Es ist entzückend gezeichnet mit Tieren, die nicht zu vermenschlicht sind und mit einer wunderbaren, verträumten Schneelandschaft. Die Geschichte ist süß und vermittelt unaufdringlich die Bedeutung von Freundschaft. Das Buch ist rundum gelungen und hat definitiv einen Platz im heimischen Bücherregal verdient.

Doreen Matthei - testkammer.com

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hase, bilderbuch

Der kleine Hase und das Schneeflockengeflüster von Elizabeth Baguley (1. Juni 2007) Gebundene Ausgabe


Fester Einband
Erschienen bei null, 01.01.1600
ISBN B010IOXFMM
Genre: Sonstiges

Rezension:

Die britische Autorin Elizabeth Baguley, die bereits schon einige Kinderbücher geschrieben hat, erschuf zusammen mit der Illustratorin Jane Chapman ein entzückendes Kinderbuch mit einer süßen Geschichte, wunderschönen Bildern und der richtigen Botschaft.

Das Kinderbuch erzählt die Geschichte eines kleinen Hasen, dem es immer viel zu voll ist im Kaninchenbau und der sich deshalb in einer Winternacht davonschleicht. Anfänglich genießt er den vielen Platz und die Ruhe am Nordstern, doch schnell wird es kalt und ungemütlich und er sehnt sich nach seinem Zuhause.

Baguley erzählt eine freundliche Geschichte, die auch schon jüngere Kinder anspricht. Dabei wird der Entdeckerdrang und der Wunsch nach etwas mehr Platz nicht verteufelt, sondern nur didaktisch klug darauf hingewiesen, dass es Risiken birgt und dass man manches erst zu schätzen lernt, wenn man es von weiter weg betrachtet. Die Botschaften baut Baguley unaufdringlich ein und wird perfekt unterstützt von der Illustratorin Chapma. Sie schuf eine wunderschöne Schneelandschaft. Die gezeichneten Bilder werden mit den Sternen und Schnee aus Glitzerfolie bereichert. Jeder Leser (auch die Großen) kann sich an den schönen BIldern und dem flauschigen Hasen erfreuen. So macht das Buch “Der kleine Hase und das Schneeflockengeflüster” viel Spaß, es jüngeren Kindern vorzulesen und mit ihnen und den kleinen Hasen auf Entdeckungstour zu gehen.

Doreen Matthei - testkammer.com

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kinderbuch, träumen, phantasie, bilder, magie

Der Sammler der Augenblicke

Quint Buchholz
Fester Einband: 48 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 29.08.1997
ISBN 9783446190771
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Der erfolgreiche Illustrator und Autor Quint Buchholz wird jedem Literaturliebhaber, der sich auch für Illustrationen begeistern kann, ein Name sein. Seine künstlerischen Werke gibt es auch immer wieder in Ausstellungen zu sehen. Von seinen Illustrationen lebt auch sein Kinderbuch “Der Sammler der Augenblicke”.

Die Geschichte wird von einem erwachsenen Mann erzählt, der sich an einen Sommer erinnert, in dem er viel Zeit mit dem Maler Max verbracht hat. Jeden Tag hielt er sich in dessen Atelier auf, spielte für ihn Geige und Max erzählte ihm Geschichten. Als der Maler wieder einmal auf Reisen ging, durfte der Junge trotzdem seine Zeit im Atelier verbringen und entdeckte die besonderen Bilder des Malers.

Die Bilder stehen im Zentrum der Geschichte von Quint Buchholz und hier entfaltet er sein gesamtes Geschick. Die Bilder sind verträumt, magisch und schön. Die seltsamen Begebenheiten der Bilder erschließen sich jedem Betrachter unterschiedlich schnell und bringen ihn in eine andere Welt. Die Geschichte selbst ist ruhig erzählt und handelt von dem Erwachsenwerden und wie bestimmte Ereignisse das ganze Leben verändern können. Die Art der Erzählung und die melancholische Stimmung machen das Buch erst für ältere Kinder geeignet. Der Text und die Bilder besitzen eine gewisse Schwermütigkeit, wenn auch die Geschichte selbst positiv ist. Buchholz schafft es mit diesem reich illustrierten Kinderbuch eine besondere Art des Geschichtenerzählens zu erschaffen, die Menschen mit verträumten Herzen, Liebhaber von Illustrationen sowie Kinder und Erwachsene auf gleiche Weise ansprechen kann.

Fazit: Das reich illustrierte Kinderbuch “Der Sammler der Augenblicke” erzählt eine unaufgeregte Geschichte über den Sommer eines Jungen und wie dieser ihn formte. Die Illustrationen machen den Zauber des Buches aus und führen den Leser in eine fremde, verträumte Welt. Das Buch ist leicht von Melancholie durchzogen und richtet sich vor allem an ältere Kinder und Erwachsene, die hier ebenfalls auf ihre Kosten kommen.

Doreen Matthei - testkammer.com

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13 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

schlechte laune, bilderbuch, kinderbuch, launen, monster

Tschüss, kleines Muffelmonster!

Julia Boehme , Franziska Harvey , Franziska Harvey
Fester Einband: 32 Seiten
Erschienen bei Arena, 05.01.2011
ISBN 9783401096063
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Die 1966 in Bremen geborene Julia Boehme hatte als Kind den Traum Schriftstellerin zu werden. Erst später setzte sie den Plan in die Tat um und schreibt seitdem Kinderbücher. Zusammen mit der Illustratorin Franziska Harvey schuf sie insgesamt fünf Bücher über das Muffelmonster.

In dem Kinderbuch “Tschüss, kleines Muffelmonster oder Wie schlechte Laune ratzfatz verschwindet” entdeckt der kleine Moritz das Muffelmonster, das schrecklich schlechte Laune hat. So versucht er alles, um das Muffelmonster aufzuheitern, damit es wieder verschwindet.

Das Kinderbuch ist gut geeignet für kleinere Kinder. Es berichtet nicht übertrieben didaktisch davon, dass schlechte Laune zum Leben dazu gehört und was man dagegen tun kann. Dabei ist das Muffelmonster ohne Grund schlecht drauf und bekommt dann als Gegenmaßnahme alles präsentiert, was bei Kindern bestimmt schlechte Laune vertreiben würde. So gibt das Buch gleich Vorschläge, wie man als Kind selbst seine Grummligkeit vertreiben kann. Die Moral ist unauffällig verpackt und eignet sich so auch zum wiederholten Vorlesen. Die Illustrationen von Franziska Harvey stellen sich im Stil vor allem auf ein jüngeres Publikum ein und können vor allem mit der süßen Darstellung des Muffelmonsters überzeugen. Die beiden schufen zusammen ein freundliches Kinderbuch, das nicht aus der Masse heraussticht, aber mit dem Kinder ihre Freude haben werden.

Doreen Matthei - testkammer.com

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Schwarzhase

Philippa Leathers , Salah Naoura ,
Fester Einband: 40 Seiten
Erschienen bei Gabriel ein Imprint der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 08.02.2013
ISBN 9783522303392
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Die englische Autorin Philippa Leathers wurde von ihren eigenen zwei Karnickeln zu dem 2013 erschienen Kinderbuch “Schwarzhase” angeregt.

Es erzählt die Geschichte des kleinen, weißen Hasen, welcher auch an den schönsten Sommertagen von dem großen unbekannten Schwarzhasen verfolgt wird. Erst als er in den finsteren Wald flüchtet, erkennt er, dass Schwarzhase auf seiner Seite steht.

Leathers nimmt hier den typischen Angsthasen und macht ihn zum Helden ihrer Geschichte. Die Botschaft ist simpel und klar: Das Unbekannte ist nicht immer böse und Mut ist eine Tugend. Dies verpackt die Autorin aber unauffällig und höchst unterhaltsam. Die Bilder der studierten Grafikdesignern sind zwar sehr einfach gehalten, besitzen aber einen besonderen, ungeschliffenen Charme und dadurch sind sie sehr süß. Im Gesamten ist das Kinderbuch “Schwarzhase” stimmig, entzückend und eine Empfehlung an alle Eltern, die noch kurzweilige Vorlese-Lektüre benötigen.

Doreen Matthei - testkammer.com

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211 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 23 Rezensionen

australien, leuchtturm, liebe, kinderwunsch, schuld

Das Licht zwischen den Meeren

M. L. Stedman , Karin Dufner
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 17.11.2014
ISBN 9783442384006
Genre: Romane

Rezension:

Im Herbst 2016 lief der Spielfilm “Light between the Oceans” (2016) in den Kinos an. Dieser basiert auf den Roman “Das Licht zwischen den Meeren” (2013, Originaltitel: “The Light between Oceans”, 2012) von der in Australien geborenen Autorin M. L. Stedman. Das Buch war ihr Debütroman und sie konnte internationale Erfolge verbuchen und das Buch wurde in 35 Sprachen übersetzt.

Es erzählt die Geschichte des Veteranen Tom Sherbourne, der nach dem ersten Weltkrieg versucht sich in seiner Heimat Australien ein neues Leben aufzubauen. Dazu flüchtet er auf den äußersten Zipfel des Kontinents und wird Leuchtturmwärter auf der Insel Janus Rock. Dort verbringt er seine einsamen Tage mit harter Arbeit. Auf seinen Landgängen in die Stadt Partageuse trifft er immer wieder auf die junge und wunderschöne Isabel Graysmark. Die beiden werden ein Paar und es scheint, dass ihre Liebe Tom wiedererweckt. Nach einigen herben Rückschlägen schickt ihnen das Schicksal ein scheinbar mutterloses Baby, das Isabel sofort in ihr Herz schließt und Tom zu einer Entscheidung zwingt.

Der circa 450 Seiten lange Roman ist aus einer anfänglichen Kurzgeschichte heraus entstanden. Die Schriftstellerin hatte ein Bild im Kopf, von einem Mann und einer Frau an einem Leuchtturm, in dessen Nähe ein toter Mann mit einem Baby angespült wird. Daraus entstand die gesamte Geschichte. Die Liebesgeschichte und das moralische Dilemma, was sich aus diesem ersten Bild entspinnt, werden mit einem historischen Rahmen versehen. Diese Mischung ist recht gut gelungen. Die Geschichte der zwei Liebenden ist bewegend, man kann sich selber gut die Frage nach dem eigenen Handeln stellen und zudem erhält der Leser noch etwas historische Auffrischung. Doch leider reicht der Stoff nicht aus, um ihn auf diese Länge zu dehnen. So entstehen beim Lesen immer wieder Leerlaufphasen, in denen es scheinbar nicht weitergeht. Dies verleiht dem Buch eine unnötige Langatmigkeit. Glücklicherweise verliert sich diese im letzten Drittel des Buches und durch die häufigen Perspektivwechsel kommt zusätzlich Fahrt auf. So ist die erste Hälfte, die vor allem von der Entstehung der Liebesgeschichte handelt, der schwächste Teil, den man temporeicher hätte erzählen können. Der Schreibstil (übersetzt von Karin Dufner) ist angenehm, wenn auch in manchen Formulierungen zu sehr gewollt. Im Gesamten schafft es das Erstlingswerk einen interessanten moralischen und historischen Kosmos zu erschaffen, der förmlich dazu einlud, ihn auch zu verfilmen und dadurch die Möglichkeit zur Komprimierung genutzt werden konnte.

Fazit: “Das Licht zwischen den Meeren” ist der Debütroman der australischen Schriftstellerin M. L. Stedman. Er ist Liebesgeschichte, Historienroman und moralischer Diskurs in einem. Dies zu verbinden gelingt der Autorin vor allem im letzten Drittel gut. Davor aber braucht der Roman zu lange, um an Fahrt aufzunehmen und passt sich somit leider dem innewohnenden Tempo der Geschichte an, die auch auf 200 Seiten ausreichend hätte erzählt werden können.

Doreen Matthei - testkammer.com

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

daniel napp, kinderbuch, geburtstag

Dr. Brumm: Dr. Brumm feiert Geburtstag

Daniel Napp , Daniel Napp
Fester Einband: 32 Seiten
Erschienen bei Thienemann ein Imprint der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 14.02.2014
ISBN 9783522437431
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Dieses Mal hat der alte Braunbär Dr. Brumm, welcher von Daniel Napp 2002 zum Leben erweckt wurde, doch glatt seinen eigenen Geburtstag vergessen. Wäre nicht so schlimm, wenn er nicht all seinen Freunden eine super Geburtstagsfeier versprochen hätte. Nun müssen Dr. Brumm und sein Freund Pottwal kreativ werden, um den Tag noch zu retten.

Auch in diesem Teil gibt es für Groß und Klein wieder viel zu schmunzeln und zu lachen. Der tapsige Braunbär schafft es nicht so recht die Party zu retten und seine ungeduldigen und mit Erwartungen behafteten Freunde sind auch nicht arm an Kritik deswegen, sodass der Bär einem fast leid tut. Die Geburtstagsbemühungen sind aber sehr heiter eingefangen und natürlich gibt es ein Happy End. So kann diese weitere Geschichte von Dr. Brumm wieder vortrefflich amüsieren und vor allem wieder mit den fantastischen Illustrationen glänzen. Die Zeichnungen mit all ihren Details, den witzigen Mimiken und süßen Protagonisten sorgen dafür, dass man als Leser das Buch immer wieder hervor holt und das Vorlesen vermutlich nicht so schnell langweilig werden wird. Also im Ganzen ist das Kinderbuch wieder ein typisches, unterhaltsames Dr. Brumm-Abenteuer.

Doreen Matthei - testkammer.com

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690 Bibliotheken, 16 Leser, 4 Gruppen, 44 Rezensionen

dystopie, james dashner, tod, die auserwählten, angst

Maze Runner: Die Auserwählten - In der Todeszone

James Dashner , Anke C. Burger , Katharina Hinderer
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 13.03.2015
ISBN 9783551313607
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die "Die Auserwählten”-Trilogie des amerikanischen Autors James Dashner ist Teil der zur Zeit beliebten Fantasy-Jugendbuchwelle. Er schafft es eine faszinierende Geschichte und neue Welt zu kreieren mit vielen Besonderheiten, aber leider bleibt bei seiner Geschichte die Tiefe der Figuren auf der Strecke.

Im ersten Teil der Reihe – “Die Auserwählten im Labyrinth” (2011) – wacht Thomas ohne Gedächtnis in einer Transportbox auf, die ihn auf eine Lichtung führt, auf der bereits viele Jungen zusammenleben. Umgeben ist die Lichtung von einem undurchdringlichen Labyrinth, welches von abscheulichen Kreaturen bewacht wird. Schnell wird klar, dass Thomas ein Läufer werden möchte. Diese Gruppe erkundet Tag für Tag das Labyrinth. Mit der Ankunft von Teresa, dem ersten Mädchen, ändert sich auf der Lichtung alles und ein Ultimatum scheint über der Gemeinschaft zu hängen. Auch wird es immer deutlicher, dass sich Thomas und Teresa von früher kennen und Teil von diesem grausamen Experiment sind.

“Die Auserwählten in der Todeszone” ist der dritte Teil der Reihe und startet im ANGST-Hauptquartier. Thomas und nur noch wenige Mitstreiter wollen sich nicht auf den angebotenen Deal einlassen, fliehen nach Dallas, eine, so heißt es, Brand-freie Stadt, und kommen dort den letzten Geheimnissen auf die Spur. Sie stoßen dabei auf die mysteriöse Widerstandsgruppe “Der rechte Arm”. Während die Stadt von Cranks überrannt wird, muss Thomas sich entscheiden, auf welcher Seite er steht und ob er den Kampf gegen ANGST antreten will.Das zweite Buch “Die Auserwählten in der Brandwüste” knüpft nahtlos an den ersten Teil an. Thomas und eine kleine Gruppe der ehemaligen Lichter sind dem Labyrinth entkommen und finden sich statt in Sicherheit schon bald im nächsten Experiment wieder. Sie sollen die Brandwüste lebend bis zum sicheren Hafen durchqueren. Dabei treffen sie auf viele Gefahren und auf Personen, die unter der Krankheit ‘Der Brand’ leiden und dadurch verrückt geworden sind. In Jorge und Brenda findet Thomas neue Verbündete und so wagen sie sich immer weiter vor, in einer Welt, die den Freunden nicht vertraut erscheint und scheinbar von ANGST, der übermächtigen Behörde, gesteuert wird.

Der Autor James Dashner, der bereits vorher zwei Buchreihen verfasst hat, entführt den Leser in eine andere Welt. Dabei verwendet er zwar bekannte Elemente von Dystopien und Endzeitgeschichten, schafft aber immer wieder neue Elemente und kann mit manchen Wendungen wirklich überraschen. Natürlich schafft er es dabei nicht, ein komplett neues Universum zu schaffen, aber eines, was den Leser an die Geschichte fesselt. Dies gilt vor allem für die ersten zwei Bücher, in denen der Leser immer wieder unerwartete Schilderungen vorgesetzt bekommt. Im letzten Teil dagegen verlieren sich diese spannenden Elemente, die Motive und Ziele aller Beteiligten werden offenbart und die Geschichte wirkt wie ein typische Geschichte einer Rebellion gegen ein unterdrückendes System. Scheinbar wohlgefällig werden alle Fäden zusammengeführt. Die größte Schwäche der Geschichte ist aber die schrecklich oberflächliche Charakterisierung der Figuren. Jede Person in dem Buch besitzt nur wenig Persönlichkeit. Sogar der Hauptcharakter Thomas ist vor allem durch zwei Gefühle charakterisiert: Wut auf alles und Zuneigung zu Teresa und Brenda. Dies reicht einfach nicht aus, um über drei Bücher hinweg Sympathien für den Helden zu erzeugen. Auch die Nebenfiguren schaffen es nicht über eine oberflächliche Zeichnung hinaus. Zudem bekommen auch nur wenige Figuren eine größere Rolle oder überhaupt einen Namen. Wenn eine neue Figur mit Namen eingeführt wird, kann man sich sicher sein (vor allem im zweiten Buch), dass diese nicht lange überleben wird. So schafft es Dashner zwar eine endzeitliche Welt zu kreieren mit vielen Überraschungen und sie mit Charakteren zu bevölkern, für die man aber wenig Mitgefühl aufbringen kann. In den ersten zwei Büchern fällt dies weniger ins Gewicht, da die Geschichte spannend und aufregend ist, aber im letzten Buch, wo es dann auch viel um die zwischenmenschlichen Beziehungen geht, merkt man, dass man sich über die lange Lesezeit immer noch nicht mit den Charakteren angefreundet hat. Dies hängt vermutlich auch mit dem schlechten Schreibstil zusammen. Dashners Kreativität scheint fast unbegrenzt, doch seine Ausdrucksweise ist dagegen sehr repetitiv. Immer wieder betont er bestimmte emotionale Zustände mit ähnlichen oder wiederholenden Worten, so ist beispielsweise Thomas’ Stimmung auf der Lichtung vor allem von Wut gekennzeichnet. Gefühlt auf jeder dritten Seite wird er wieder wütend oder spürt die Wut in sich aufsteigend. Das ist ungemein anstrengend und verweist nicht auf ein größeres Schreibtalent. Natürlich kann man das überlesen, wenn man sich ganz auf das Abenteuer einlässt. Vor allem bei der Zielgruppe der Jugendlichen wird das kaum ins Gewicht fallen, doch gerade dafür sollte schon aus didaktischen Gründen eine vielseitige Sprache verwendet werden.

Fazit: Die Buchreihe “Die Auserwählten im Labyrinth”, “Die Auserwählten in der Brandwüste” und “Die Auserwählten in der Todeszone” von James Dashner ist spannende Jugendliteratur, die den Leser in eine dystopische Welt entführt und dort mit vielen Überraschungen aufwarten kann. Leider vernachlässigt der Autor die Figuren in seiner Geschichte, so dass sie vor allem eindimensional wirken und nicht als Sympathieträger taugen. Hinzu kommt ein schlechter Schreibstil, der viel mit Wiederholungen, gleichen Formulierungen und Mustern arbeitet. Dies ist stellenweise, nämlich in den Passagen, welche eher ruhigerer Natur sind und die für die Charakterisierung der Figuren dienlich sein sollten, enervierend und ermüdend für den Leser. Doch zur guten Unterhaltung taugt die Reihe allemal und sie schafft neue Bilder einer unbekannten Welt im Kopf der Leser.

Doreen Matthei - testkammer.com

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874 Bibliotheken, 15 Leser, 7 Gruppen, 56 Rezensionen

dystopie, labyrinth, james dashner, die auserwählten, jugendbuch

Die Auserwählten - Im Labyrinth

James Dashner , Anke Caroline Burger
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 25.04.2013
ISBN 9783551312310
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die "Die Auserwählten”-Trilogie des amerikanischen Autors James Dashner ist Teil der zur Zeit beliebten Fantasy-Jugendbuchwelle. Er schafft es eine faszinierende Geschichte und neue Welt zu kreieren mit vielen Besonderheiten, aber leider bleibt bei seiner Geschichte die Tiefe der Figuren auf der Strecke.

Im ersten Teil der Reihe – “Die Auserwählten im Labyrinth” (2011) – wacht Thomas ohne Gedächtnis in einer Transportbox auf, die ihn auf eine Lichtung führt, auf der bereits viele Jungen zusammenleben. Umgeben ist die Lichtung von einem undurchdringlichen Labyrinth, welches von abscheulichen Kreaturen bewacht wird. Schnell wird klar, dass Thomas ein Läufer werden möchte. Diese Gruppe erkundet Tag für Tag das Labyrinth. Mit der Ankunft von Teresa, dem ersten Mädchen, ändert sich auf der Lichtung alles und ein Ultimatum scheint über der Gemeinschaft zu hängen. Auch wird es immer deutlicher, dass sich Thomas und Teresa von früher kennen und Teil von diesem grausamen Experiment sind.

“Die Auserwählten in der Todeszone” ist der dritte Teil der Reihe und startet im ANGST-Hauptquartier. Thomas und nur noch wenige Mitstreiter wollen sich nicht auf den angebotenen Deal einlassen, fliehen nach Dallas, eine, so heißt es, Brand-freie Stadt, und kommen dort den letzten Geheimnissen auf die Spur. Sie stoßen dabei auf die mysteriöse Widerstandsgruppe “Der rechte Arm”. Während die Stadt von Cranks überrannt wird, muss Thomas sich entscheiden, auf welcher Seite er steht und ob er den Kampf gegen ANGST antreten will.Das zweite Buch “Die Auserwählten in der Brandwüste” knüpft nahtlos an den ersten Teil an. Thomas und eine kleine Gruppe der ehemaligen Lichter sind dem Labyrinth entkommen und finden sich statt in Sicherheit schon bald im nächsten Experiment wieder. Sie sollen die Brandwüste lebend bis zum sicheren Hafen durchqueren. Dabei treffen sie auf viele Gefahren und auf Personen, die unter der Krankheit ‘Der Brand’ leiden und dadurch verrückt geworden sind. In Jorge und Brenda findet Thomas neue Verbündete und so wagen sie sich immer weiter vor, in einer Welt, die den Freunden nicht vertraut erscheint und scheinbar von ANGST, der übermächtigen Behörde, gesteuert wird.

Der Autor James Dashner, der bereits vorher zwei Buchreihen verfasst hat, entführt den Leser in eine andere Welt. Dabei verwendet er zwar bekannte Elemente von Dystopien und Endzeitgeschichten, schafft aber immer wieder neue Elemente und kann mit manchen Wendungen wirklich überraschen. Natürlich schafft er es dabei nicht, ein komplett neues Universum zu schaffen, aber eines, was den Leser an die Geschichte fesselt. Dies gilt vor allem für die ersten zwei Bücher, in denen der Leser immer wieder unerwartete Schilderungen vorgesetzt bekommt. Im letzten Teil dagegen verlieren sich diese spannenden Elemente, die Motive und Ziele aller Beteiligten werden offenbart und die Geschichte wirkt wie ein typische Geschichte einer Rebellion gegen ein unterdrückendes System. Scheinbar wohlgefällig werden alle Fäden zusammengeführt. Die größte Schwäche der Geschichte ist aber die schrecklich oberflächliche Charakterisierung der Figuren. Jede Person in dem Buch besitzt nur wenig Persönlichkeit. Sogar der Hauptcharakter Thomas ist vor allem durch zwei Gefühle charakterisiert: Wut auf alles und Zuneigung zu Teresa und Brenda. Dies reicht einfach nicht aus, um über drei Bücher hinweg Sympathien für den Helden zu erzeugen. Auch die Nebenfiguren schaffen es nicht über eine oberflächliche Zeichnung hinaus. Zudem bekommen auch nur wenige Figuren eine größere Rolle oder überhaupt einen Namen. Wenn eine neue Figur mit Namen eingeführt wird, kann man sich sicher sein (vor allem im zweiten Buch), dass diese nicht lange überleben wird. So schafft es Dashner zwar eine endzeitliche Welt zu kreieren mit vielen Überraschungen und sie mit Charakteren zu bevölkern, für die man aber wenig Mitgefühl aufbringen kann. In den ersten zwei Büchern fällt dies weniger ins Gewicht, da die Geschichte spannend und aufregend ist, aber im letzten Buch, wo es dann auch viel um die zwischenmenschlichen Beziehungen geht, merkt man, dass man sich über die lange Lesezeit immer noch nicht mit den Charakteren angefreundet hat. Dies hängt vermutlich auch mit dem schlechten Schreibstil zusammen. Dashners Kreativität scheint fast unbegrenzt, doch seine Ausdrucksweise ist dagegen sehr repetitiv. Immer wieder betont er bestimmte emotionale Zustände mit ähnlichen oder wiederholenden Worten, so ist beispielsweise Thomas’ Stimmung auf der Lichtung vor allem von Wut gekennzeichnet. Gefühlt auf jeder dritten Seite wird er wieder wütend oder spürt die Wut in sich aufsteigend. Das ist ungemein anstrengend und verweist nicht auf ein größeres Schreibtalent. Natürlich kann man das überlesen, wenn man sich ganz auf das Abenteuer einlässt. Vor allem bei der Zielgruppe der Jugendlichen wird das kaum ins Gewicht fallen, doch gerade dafür sollte schon aus didaktischen Gründen eine vielseitige Sprache verwendet werden.

Fazit: Die Buchreihe “Die Auserwählten im Labyrinth”, “Die Auserwählten in der Brandwüste” und “Die Auserwählten in der Todeszone” von James Dashner ist spannende Jugendliteratur, die den Leser in eine dystopische Welt entführt und dort mit vielen Überraschungen aufwarten kann. Leider vernachlässigt der Autor die Figuren in seiner Geschichte, so dass sie vor allem eindimensional wirken und nicht als Sympathieträger taugen. Hinzu kommt ein schlechter Schreibstil, der viel mit Wiederholungen, gleichen Formulierungen und Mustern arbeitet. Dies ist stellenweise, nämlich in den Passagen, welche eher ruhigerer Natur sind und die für die Charakterisierung der Figuren dienlich sein sollten, enervierend und ermüdend für den Leser. Doch zur guten Unterhaltung taugt die Reihe allemal und sie schafft neue Bilder einer unbekannten Welt im Kopf der Leser.

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Ein Haufen Freunde hält zusammen

Kerstin Schoene , Kerstin Schoene
Fester Einband
Erschienen bei Thienemann ein Imprint der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 18.04.2016
ISBN 9783522458177
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Das Kinderbuch “Ein Haufen Freunde hält zusammen” ist das zweite von Kerstin Schöne geschriebene und illustrierte Kinderbuch, das sich mit dem Haufen Freunde beschäftigt (Vorgänger: “Ein Haufen Freunde” (2013)).

Diesmal ist die kleine Schildkröte sehr traurig darüber, dass sie so viel langsamer ist als alle anderen. Aber ihre guten Freunde haben schon die perfekte Idee, um sie aufzuheitern. Auch dieses Kinderbuch von der talentierten Illustratorin Kerstin Schöne ist wunderbar anzusehen. Die Figuren sind alle entzückend und Kinder werden sie unglaublich niedlich finden und ins Herz schließen. Die Geschichte ist einfach gehalten und besitzt eine schöne Botschaft. Im Gesamten kommt das Buch nicht an den Vorgänger heran, der mit seinem witzigen Höhepunkt und dem Formatwechsel, den Leser verblüffen konnte. Doch wird es kleinen Kindern sehr gut gefallen und kann hervorragend als kurze Gute-Nacht-Geschichte dienen.

Doreen Matthei - testkammer.com

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(123)

255 Bibliotheken, 11 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

thriller, krimi, mississippi, tagebuch, mord

Gone Girl - Das perfekte Opfer

Gillian Flynn , Christine Strüh
Fester Einband: 832 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 23.07.2015
ISBN 9783596520725
Genre: Krimi und Thriller

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325 Bibliotheken, 5 Leser, 3 Gruppen, 14 Rezensionen

dänemark, thriller, rache, jussi adler-olsen, mord

Verachtung

Jussi Adler-Olsen , Hannes Thiess
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.09.2014
ISBN 9783423215435
Genre: Krimi und Thriller

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332 Bibliotheken, 4 Leser, 2 Gruppen, 18 Rezensionen

krieg, thriller, roman, krimi, jussi adler-olsen

Das Alphabethaus

Jussi Adler-Olsen , Hannes Thiess , Marieke Heimburger
Flexibler Einband: 592 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.08.2013
ISBN 9783423214605
Genre: Krimi und Thriller

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(185)

368 Bibliotheken, 7 Leser, 3 Gruppen, 17 Rezensionen

thriller, dänemark, entführung, flaschenpost, sekten

Erlösung

Jussi Adler-Olsen , Hannes Thiess
Flexibler Einband: 592 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.02.2014
ISBN 9783423214933
Genre: Krimi und Thriller

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1.006 Bibliotheken, 13 Leser, 6 Gruppen, 34 Rezensionen

dänemark, thriller, sonderdezernat q, krimi, jagd

Schändung

Jussi Adler-Olsen , Hannes Thiess
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.03.2013
ISBN 9783423214278
Genre: Krimi und Thriller

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3.749 Bibliotheken, 27 Leser, 13 Gruppen, 166 Rezensionen

thriller, dänemark, entführung, krimi, sonderdezernat q

Erbarmen

Jussi Adler-Olsen , Hannes Thiess
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.02.2011
ISBN 9783423212625
Genre: Krimi und Thriller

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

The World of Tim Burton

Achim Sommer , Patrick Blümel , Tim Burton , Jenny He
Fester Einband: 112 Seiten
Erschienen bei Hatje Cantz Verlag, 21.08.2015
ISBN 9783775740296
Genre: Sachbücher

Rezension:

Der Ausstellungskatalog “The World of Tim Burton”, herausgegeben von Achim Sommer, ist der Begleitkatalog zur gleichnamigen Sonderausstellung im Max Ernst Museum in Brühl, welche vom 16. August 2015 bis 3. Januar 2016 gezeigt wurde. Das 120 Seiten lange, gebundene Buch mit Texten von Patrick Blümel, Tim Burton selbst und Jenny He ist eine gute Ergänzung und ein perfektes Souvenir zur gesehenen Ausstellung.

Auf den ersten Seiten werden mit kurzen Texten das Ausstellungsprojekt und dessen Entstehung erläutert. Den größten textuellen Teil des Katalogs nehmen die Biographie Tim Burtons und ein Interview mit dem Regisseur selbst ein. Während der Lebenslauf nicht viel Neues bietet, ist das Interview amüsant und informativ. Die meisten Seiten des Katalogs zeigen vor allem Abbildungen der ausgestellten Werke. Dabei wurde eine stimmige Auswahl getroffen, welche die Ausstellung und das Œuvre Tim Burtons sehr gut widerspiegeln.

Fazit: Den Kauf des Katalogs kann man vor allem Tim Burton-Fans und Besuchern der Ausstellung ans Herz legen. Für knappe 30 Euro bekommt man einen hübsch gebundenen Katalog, der den heimischen Bücherschrank bereichert. Zwar wäre eine genauere Auswertung des bildnerischen Œuvre Burtons wünschenswert gewesen, doch allein die Möglichkeit, die Werke noch einmal genauer zu studieren, rechtfertigt einen Kauf. So eignet sich der Katalog als gutes Souvenir für die gesehene Ausstellung.Als Kritikpunkt anzumerken ist vor allem die schmale textuelle Ausarbeitung. Man hätte sich als Leser mehr als nur den Titel als Information zu den Werken gewünscht. Interpretationen und biographische Einordnungen wären eine wichtige Bereicherung gewesen. Es wäre interessant gewesen zu lesen, wie die Entstehung der einzelnen Figuren verlief, warum Burton bestimmte Fokusse setzt und wie man es kunst- und zeithistorisch verorten kann. So bleibt letztendlich vor allem das Interview besonders in Erinnerung und von Zeit zu Zeit hat man Freude daran, den hochwertigen Katalog aus dem Regal zu nehmen, durchzublättern und sich an den Abbildungen zu erfreuen.

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schweden, alter, trauer, freundschaft, selbstmord

Ein Mann namens Ove

Fredrik Backman , Stefanie Werner
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 22.03.2016
ISBN 9783596521111
Genre: Romane

Rezension:

Der schwedische Autor Frederik Backman (*1981) hat vor seiner erfolgreichen Schriftstellerkarriere vieles ausprobiert. Er war Restauranthilfskraft und Gabelstaplerfahrer und begann irgendwann seinen eigenen Blog zu schreiben. Als Blogger machte er sich in Schweden einen Namen und die Figur Oves entstand aus seinen Bloggeschichten heraus.

Der Roman “Ein Mann namens Ove” (Originaltitel: “En man som heter Ove”) war sein Debüt und verkaufte sich über 60.000 Mal. Er wurde in 25 Sprachen übersetzt und machte Backman international bekannt. Seitdem sind noch weitere Romane von ihm erschienen (“Alles, was mein kleiner Sohn über die Welt wissen muss” (2012), “Oma lässt grüßen und sagt, es tut ihr leid” (2013), “Britt-Marie war hier“ (2014)). Im Jahr 2016 erschien die Adaption des Buches auf den hiesigen Leinwänden (siehe Kinokritik “Ein Mann namens Ove”).

Das Buch erzählt die Geschichte des Pedanten Ove, der keinen Sinn mehr darin sieht weiterzuleben, nachdem seine geliebte Frau Sonja gestorben ist und er auch noch seine Arbeit verloren hat. Doch die neuen Nachbarn, eine Katze und sein ehemals bester Freund verhindern regelmäßig seine Suizidversuche und es scheint, als ob Ove noch nicht gehen darf, da es noch viel zu erledigen und zu helfen gibt.

Mit seinem lockeren und stilsicheren Schreibstil entführt Backman seine Leser in eine schwedische Vorstadtsiedlung, die von einem griesgrämigen Pedanten kontrolliert wird. Vieles erscheint einem dabei vertraut und bekannt von alten Menschen, die gerne mal die Nachbarschaft tyrannisieren. Doch durch zahlreiche Rückblenden lässt der Autor die Zuschauer hinter die Fassade Oves blicken und erkennen, dass er ein wahrlich großes Herz hat. Dabei sind die Liebesgeschichte und die Schicksalsschläge sehr berührend. Die in der Gegenwart stattfindenden Ereignisse bergen dafür sehr viel humoristisches Potential und gewähren Einblick in Oves Kopf und seine Weltsichten. Zusammen ergibt es eine fantastische Mischung, welche Gefühl und wunderbare Unterhaltung bieten kann. “Ein Mann namens Ove” ist ein gelungenes Debüt und kann ohne Einschränkung empfohlen werden.

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kinderbuch, quint buchholz, schlafen, bär

Schlaf gut, kleiner Bär

Quint Buchholz
Fester Einband: 40 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 26.09.2011
ISBN 9783446238077
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Quint Buchholz gehört zu den renommiertesten Kinder- und Jugendbuchautoren. Der 1957 in Stolberg geborene Illustrator bebilderte beispielsweise einige Werke von Elke Heidenreich und “Das Kartengeheimnis” (1995) von Jostein Gaarder. Zudem verfasste er eigene Texte, die er ebenfalls mit Illustrationen versah, wie das 1997 erschienene Buch “Der Sammler der Augenblicke”.

In “Schlaf gut, kleiner Bär” erzählt Buchholz von dem kleinen Teddybären, der aufgrund der zurückliegenden und der kommenden Ereignisse erstmal nicht einschlafen kann. Der Autor legt damit einen Kinderbuchklassiker von 1993 neu auf. Der Text soll Kinder zum Einschlafen animieren. So besitzt dieser keine richtige Geschichte oder einen Spannungsbogen, sondern erzählt in einzelnen Tableaus von den Erlebnissen des Bären. Als Mittel zum Zweck kann das Buch hier wohl funktionieren, doch als interessante und spannende Geschichte, welche die Kinder immer wieder hören wollen und die sie vielleicht in eine neue Welt entführt oder eine Botschaft vermittelt, ist es gänzlich ungeeignet. Die Geschichte ist langweilig und dient den Eltern als reine Hilfe. Die Illustrationen sind ebenfalls in diesem Sinne gestaltet. Sie sind wunderschön anzusehen und bestechen mit Details. Doch erfreuen die Bilder vor allem die Augen der Erwachsenen. Die unaufdringliche, realitätsnahe Darstellung verzichtet auf bunte Farben und Übertreibungen – all das, was Kinder schätzen. Im Gesamten schuf Quint Buchholz ein wunderschön anzusehendes Kinderbuch, das nicht unterhalten will, sondern die Kleinen zum Einschlafen bewegen und die Großen mit den Bildern erfreuen möchte. So trifft das Buch vermutlich nicht den Geschmack von jedem und wird wohl nicht der große Hit im Kinderzimmer.

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Dr. Brumm: Dr. Brumm gibt Gas

Daniel Napp , Daniel Napp
Fester Einband: 59 Seiten
Erschienen bei Thienemann-Esslinger, 14.07.2009
ISBN 9783522181686
Genre: Kinderbuch

Rezension:

 Der sechste Teil – ”Dr. Brumm gibt Gas” – der Dr. Brumm-Reihe von Daniel Napp unterscheidet sich von anderen Vor- und Nachgängern. Es erzählt in einzelnen kurzen Tableaus von Alltagssituationen, in denen der sonst so gemütliche Dr. Brumm Vollgas gibt. Ob nun auf der Flucht vor Wildschweinen oder beim Lesen eines Buches. Die kurzen zwei bis vierseitigen Geschichten verstehen sich auf den pointierten Witz und zeigen den kreativen Einfallsreichtum des Autors. Man merkt, dass der Autor nicht aus der pädagogischen Ecke kommt und einfach nur Sinn für kindlichen Humor besitzt. Manche Geschichten scheinen auch der Ideenlieferant für spätere Werke zu sein, wie der Abschnitt zu “Dr. Brumm geht wandern”.

Im Gesamten bietet das Buch kurzweilige Unterhaltung, welche die Kleinen wieder sehr entzücken wird und die auch einzeln gut vorgelesen werden können. Für Kinder, die bereits mit dem Lesen anfangen, ist die Kürze der einzelnen Geschichten bestimmt auch von Vorteil. So liefert “Dr. Brumm gibt Gas” die erhoffte Unterhaltung und bleibt sich seinem Witz und dem trotteligen Wesen des Braunbären treu.

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sarah kuttner, beziehung, erwachsen werden, zukunftsangst, trennung

Wachstumsschmerz

Sarah Kuttner
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 25.04.2013
ISBN 9783596194179
Genre: Romane

Rezension:

Der zweite Roman – “Wachstumsschmerz” (2011) – der deutschen Fernsehmoderatorin und Kolumnistin Sarah Kuttner (*1979) beschäftigt sich wieder sehr intensiv mit dem Innenleben ihrer Protagonistin. Während es sich bei “Mängelexemplar” (2009) um das spezielle Thema Depression drehte, geht es in ihrem zweiten Roman um den Prozess des vollständigen Erwachsenwerdens mit all seinen Hürden in Beruf und Privatem.

Luise, welche Schneiderin von Herrenanzügen und Teilzeitmodell ist, ist seit vier Jahren mit ihrem Freund Flo zusammen. So beschließen die Beiden den nächsten Schritt zu wagen und zusammenzuziehen. Dabei ist nicht nur die Wohnungssuche schwierig, sondern auch das schlussendliche Zusammenleben stellt sie vor viele Herausforderungen. Hinzu kommt, dass Luise das Gefühl hat nicht richtig zu wissen, was sie will und das führt zu noch mehr Spannungen mit dem konfliktscheuen Flo. Von Tag zu Tag werden ihre Probleme größer und es scheint nur noch einen Ausweg zu geben.

Sarah Kuttner trifft mit “Wachstumsschmerz” mitten ins Schwarze. Es fängt die Probleme und Sorgen einer Generation ein, die zu viele Möglichkeiten hat, um sich schnell festzulegen. Wenn man heutzutage in den 30ern ist, sieht man um sich herum die Menschen, die schon alles geplant und aufgebaut haben und diejenigen, die sich seit ihrem Studium kaum verändert haben. Luise, die alles Potential hat ein solides Leben zu führen, ist unsicher, ob dieser gewählte Weg der richtige und vor allem der finale Weg ist. Dieses Gefühl des Festgelegt-werdens fängt Kuttner brilliant ein. Oft reagiert Luise über, sodass man sich als Leser schämt, aber trotzdem erscheint einem dieses Gefühl vertraut. Hinzu kommt eine schöne, zärtliche Liebesgeschichte, die berühren kann. Gerade die Alltagsmomente der beiden sind herzerfrischend. Geschrieben ist das Ganze frech von der Leber weg mit einem leichten und lockeren Schreibstil, der aber sehr angenehm zu lesen ist. Durchsetzt ist alles mit gutem Humor und vortrefflichen Beschreibungen. Kuttner bleibt sich ihrem Stil und ihrer Sprache treu, so dass man auf ihren 2016 erschienen Roman “180° Meer” gespannt sein darf.

Fazit: Der Roman “Wachstumsscherz” kann, wie ihr Debüt, mit einer trefflichen Gesellschaftsdarstellung und zutiefst menschlichen Charakteren überzeugen. Dabei schafft es das Buch, den Leser zum Lachen und vielleicht auch zum Weinen zu bringen. Der Roman ist empfehlenswerte und leicht zugängliche Unterhaltungskost.

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angst, überwindung, monster, ab 3 jahren, pappbilderbuch

Rosi in der Geisterbahn

Philip Waechter
Flexibler Einband: 32 Seiten
Erschienen bei Beltz, J, 24.03.2015
ISBN 9783407760616
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Der in Frankfurt am Main geborene Kinderbuchautor Philip Waechter arbeitet seit den 90er Jahren erfolgreich als Autor und Illustrator. Für sein 2005 erschienenes Bilderbuch “Rosi in der Geisterbahn” erhielt er 2006 den Eulenspiegelpreis der Stadt Schöppenstedt. Die Geschichte handelt von der kleinen Häsin Rosi, die jede Nacht von Monsteralbträumen geplagt wird. Daraufhin beschließt sie sich ihren Ängsten zu stellen, trainiert dafür und geht dann an ihrem großen Tag auf den Rummelplatz zur Geisterbahn. Waechter erzählt die Geschichte von Ängsten und Mut sehr liebevoll. Die Geschichte kann groß und klein in den Bann ziehen und richtige Tugenden vermitteln.

Die Illustrationen, die der studierte Kommunikationsdesigner verwendet, sind detailreich gestaltet und packen den Hasen in eine komplett menschliche Welt, in der alle andere Tiere nur als Tiere leben. Rosi ist da anders und soll die kleinen Leser mit Niedlichkeit, ihrer Rolle als Angsthase und mit ihrer Größe ansprechen. Die Illustrationen sind durch und durch gelungen und bringen den Leser zum Schmunzeln. Einziges Manko: Für unsere heutigen Sehgewohnheiten könnte der Stil, der sehr an Comics der 90er Jahre erinnert, etwas zu altbacken sein. Im Gesamten ist “Rosi in der Geisterbahn” eine herzerwärmende Geschichte, die didaktisch die richtigen Tugenden vermittelt und mit ihren detaillierten und liebenswerten Zeichnungen die Leser begeistern kann.

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einschulung, wombat, tagebuch, freundschaft, bilderbuch

Wombats erster Schultag

Bruce Whatley , Jackie French , Leena Flegler
Fester Einband
Erschienen bei Gerstenberg Verlag, 22.06.2015
ISBN 9783836958295
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Die australische Schriftstellerin Jackie French lebt mit ihrem Mann auf einem autarken Grundstück im Araluen Valley mit vielen Tieren zusammen, darunter auch einigen Wombats. Die erfahrene Schriftstellerin – bisher hat sie 132 Bücher verfasst – ist vor allem für ihre Kinderbücher bekannt. Ihr berühmtestes Buch ist “Das Tagebuch eines Wombats” (2007). Auf die Idee zu dem Buch kam sie, als sie die Hintergrundgeräusche, welche der Wombat Mothball verursachte, einmal am Telefon erklären musste. “Wombats erster Schultag” ist das fünfte Bilderbuch, was sich mit dem liebenswerten und süßen Tier beschäftigt.

Das Kinderbuch ist wie seine Vorgänger einfach wahnsinnig entzückend. Die Zeichnungen, welche auch aus der Hand von French stammen, machen den Reiz aus. Jede Seite kann aufs Neue entzücken. Zudem ist die Geschichte witzig, überraschend und im lakonischen Stil geschrieben. Das Buch macht auch beim häufigen Lesen immer wieder Spaß und ich denke, jedes Kind möchte danach auch gern einen Wombat haben. Das Bilderbuch bietet reinen Unterhaltungswert. French möchte keine didaktische Botschaft vermitteln und das ist auch mal ganz angenehm. Im Gesamten ein sehr süßes und empfehlenswertes Buch.Durch Zufall entdeckt der Wombat ein Loch, welches ihn in die Schule führt. Dort erlebt er einige Abenteuer auf der Suche nach Karotten und findet am Ende vielleicht sogar einen neuen Freund.

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kinderbuch, hass, liebe, sinn von weihnachten, weihnachten

How the Grinch Stole Christmas!

Dr. Seuss
Fester Einband: 64 Seiten
Erschienen bei HarperCollinsChildren'sBooks, 07.10.2002
ISBN 9780007103256
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Der amerikanische Kinderbuchautor Dr. Seuss (eigentlich: Theodor Seuss Geisel, 1904-1991) veröffentlichte über 60 Kinderbücher und gehört zu den Größen der amerikanischen Kinderbuchwelt. In Deutschland ist er vor allem durch die vier Verfilmungen, die auf seinen Büchern basieren, bekannt. Die berühmteste Verfilmung ist wohl “Der Grinch” aus dem Jahr 2000 mit Jim Carey in der Hauptrolle. Dieser läuft alljährlich zu Weihnachten im Fernsehen und der Grinch wurde zum Weihnachtsmuffel par excellence.

Das englischsprachige Kinderbuch “How the Grinch stole Christmas”, zum ersten Mal zu Weihnachten 1956 erschienen, erzählt die Geschichte des Wesens namens Der Grinch. Dieser hasst Weihnachten über alles und möchte in diesem Jahr allen Bewohnern von Whoville, die Weihnachten anbeten, das Weihnachtsfest vermiesen. Dazu heckt er einen Plan aus, zieht sich ein Weihnachtsmannkostüm über und macht sich an die Arbeit. Doch die Bewohner Whovilles reagieren anders als erwartet.

Das schmale Heft mit circa 70 Seiten kann durch Vielerlei begeistern. Zum einen mit der Geschichte selbst, die viel Humor und Herz besitzt, zum anderen durch die Art der Erzählung. Dr. Seuss reimt kreativ und mit viel Spaß und erfundenen Wörter die Geschichte zusammen, sodass eine englische Lektüre wärmstens empfohlen wird. Dies kann zwar auch im Deutschen funktionieren, aber seine Einzigartigkeit liegt in den Originalversen. Abgerundet wird das Ganze von den fantastischen Zeichnungen, deren Stil in allen seinen Werken unverkennbar ist und meistens auch in die Filme gut übernommen wurde. In diesem Buch sind die Illustrationen schwarz-weiß und hin und wieder mit Rot unterlegt. Die fantastischen Ausformungen der Charaktere und Orte wird durch den gezielten Einsatz der Farbe noch verstärkt.

Fazit: Das Kinderbuch “How the Grinch stole Christmas” ist aufgrund seiner englischen Sprache für deutsche Kinder erst ab einem gewissen Alter verständlich, wird aber im englischsprachigen Raum für Kinder, die flüssig lesen können, empfohlen (die gelbe Rückseite des Buches der Reihe macht das deutlich). Die amüsante Geschichte kann mit der Böswilligkeit des Grinch und der Herzenswärme der Whos, ihren Reimen und ihrer Ausgestaltung begeistern. Es ist ein Buch, was man immer wieder aus dem Schrank holen kann und man mit Spaß (besonders zur Weihnachtszeit) nochmal lesen kann.

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freundschaft, bilderbuch, identität

Lullemu, wer bist DU?

Nina Gunetsreiner , Kerstin Schoene , Kerstin Schoene
Fester Einband: 38 Seiten
Erschienen bei Coppenrath, 01.06.2012
ISBN 9783649612476
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Das Bilderbuch “Lullemu, wer bist DU?” mit dem Untertitel “Eine Geschichte vom Freundefinden” erzählt von dem Hund Lullemu, der zwar viele Spielsachen besitzt, aber keinen Freund. Also macht er sich eines Tages auf den Weg, um einen Freund zu finden. Er begegnet dabei vielen Tieren, die stets seine Freundschaft ablehnen, weil er nicht die richtigen Qualitäten besitzt, bis er auf Mullewu trifft.

Das Kinderbuch der beiden Illustratorinnen Kerstin Schöne und Nina Gunetsreiner ist ein Fest für die Augen. Die Zeichnungen sind wahrlich entzückend und jeder Leser wird Lullemu sofort ins Herz schließen. Auch die Geschichte und ihre kreativen Ideen können begeistern und den Leser zum Lachen bringen. Dabei erzählt das Buch von der Wichtigkeit von Freunden und dass ähnliche Interessen oder in dem Fall die gleiche Tierart (=Gesinnungen, gesellschaftlicher Stand) zuträglich zum Finden eines Freundes sind. Das ist natürlich richtig, besitzt aber dadurch einen bitteren Beigeschmack. Die anderen Tiere lehnen Lullemu ab, weil er nicht so ist wie sie. Ist das eine Botschaft, die man Kindern vermitteln sollte? Dies mindert den Genuss des Buches erheblich. Dies wird vermutlich keinem Kind, aber dem einen oder anderen Erwachsenen aufstoßen.

Fazit: Im Gesamten ist “Lullemu, wo bist DU” ein entzückend gezeichnetes, an der Oberfläche amüsantes Buch über das Finden von Freunden, stößt aber tiefergehend moralisch auf und sollte nicht ohne weitere Erklärungen von Kindern konsumiert werden, da es ein falsches BIld (wenn auch natürlich ein realitätsnahes) vermittelt.

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