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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Der kleine Bär und die sechs weißen Mäuse

Chris Wormell , Stephanie Menge , Chris Wormell
Flexibler Einband
Erschienen bei Beltz, J, 17.07.2017
ISBN 9783407761910
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Das Kinderbuch ”Der kleine Bär und die sechs weißen kleinen Mäuse” des britischen Kinderbuchautors und Illustrators Chris Wormell (*1955) kann mit einer außergewöhnlichen Geschichte und sehr hübschen Bildern aufwarten.

Der kleine Bär trifft im Wald auf sechs kleine weiße Mäuse, die riesige Angst haben, von irgendeinem Waldbewohner verspeist zu werden. Der kleine Bär verspricht ihnen zu helfen und lässt sich gegenüber der Schlange, der Eule und dem Fuchs immer wieder neue kreative Ausreden einfallen lassen, um seine neuen kleinen Freunde zu beschützen.

Die Geschichte des Kinderbuchs, das ab vier Jahren empfohlen wird, könnte fast schon zu gruselig sein. Die Fressfeinde der Mäuse werden groß und gefährlich dargestellt, so dass man Angst um die kleine Mäuse hat. Bald erkennt man aber, dass der Bär mit seinen irrwitzigen Ausreden (“Es sind keine Mäuse, sondern Schneebälle”) Erfolg hat. Das macht Groß und Klein viel Freude und kann die Spannung halten. Dabei sind die moralischen Komponenten und didaktischen Hinweise zwar vorhanden, aber nie aufdringlich in den Vordergrund gestellt. Abgerundet wird es von den wunderschönen – halb stilisierten, halb realistischen – Zeichnungen, die immer wieder Freude bereiten. Im Gesamten ist Chris Wormells 2012 erschienenes Werk ein stimmiges Kinderbuch mit einer tollen Geschichte, Humor und wunderschönen Zeichnungen.

Doreen Matthei - testkammer.com

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

schlafen, tiere, bilderbuch, winter, jahreszeiten

Die Geschichte vom kleinen Siebenschläfer, der nicht einschlafen konnte

Sabine Bohlmann , Kerstin Schoene
Fester Einband: 32 Seiten
Erschienen bei Thienemann ein Imprint der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 12.02.2015
ISBN 9783522437868
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Das Kinderbuch “Die Geschichte vom kleinen Siebenschläfer, der nicht einschlafen konnte” stammt aus der Feder der ehemaligen Schauspielerin Sabine Bohlmann. Nachdem sie genug Abenteuer in TV-Filmen und der Serie “Marienhof” erlebt hatte, wurde sie Autorin und hat bisher schon eine größere Menge an Ratgeber- und Kinderbüchern geschrieben.

In diesem Kinderbuch erzählt sie die Geschichte des kleinen Siebenschläfers, der einfach nicht müde wurde. Doch als der große Winterschlaf anstand, musste er schnell eine Methode finden einzuschlafen, weil er sonst ja kein richtiger Siebenschläfer wäre. Alle seine tierischen Freunde verraten ihm ihre Tricks, doch irgendwie werden sie davon zwar alle selber schläfrig, nur nicht der kleine Siebenschläfer.

Sabine Bohlmann kam auf die Idee zu diesem Kinderbuch, als sie sich fragte, warum der Siebenschläfer diesen Namen trägt, obwohl sein Winterschlaf doch neun Monate andauert. So war der neue Charakter für ihr nächstes Kinderbuch gefunden und sie gab ihm die typische kindliche Eigenschaft, nicht schlafen gehen zu wollen oder zu können. So ist es für alle Kinder, die noch müde sind, prima als “Gute Nacht”-Buch geeignet und gibt gleichzeitig Anregungen, was man tun kann, wenn man nicht einschlafen kann. Untermalt wird die süße Geschichte von sehr niedlichen Zeichnungen der Illustratorin Kerstin Schöne, die auch schon entzückende Bücher wie “Ein Haufen Freunde hält zusammen” LINK illustriert hat. Sie erweckt den kleinen Siebenschläfer und alle anderen Tiere zum Leben und kann allein mit ihren gelungenen Zeichnungen die großen und kleinen Leser zum Schmunzeln bringen. Im Gesamten kann das Kinderbuch “Die Geschichte vom kleinen Siebenschläfer, der nicht einschlafen konnte” auf charmante Weise unterhalten und Groß und Klein entzücken.

Doreen Matthei - testkammer.com

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

tiercomic, familie, feste, freundschaft, comic

Echte Freunde

Liz Climo , Viola Krauß
Fester Einband: 140 Seiten
Erschienen bei Ehrenwirth, 15.08.2014
ISBN 9783431038897
Genre: Sonstiges

Rezension:


Die amerikanische Illustratorin und Kinderbuchautorin Liz Climo (*1981) hat vor einigen Jahren angefangen ihre Comics im Internet zu präsentieren. “Echte Freunde – Die wunderbare Welt von Liz Climo” ist eine Zusammenstellung vieler der über die Jahre entstandenen meist aus zwei Bildern bestehenden Comic Strips.


Aufgeteilt in vier Kapiteln erzählen die Comics vom Alltäglichen: Familie, Feiertage, Liebe und Freundschaft. Dabei sind über die Jahre bestimmte Figuren mit Menschen aus ihrem Umfeld verschmolzen. Der tollpatschige Bär ist Climo dabei selber und der freche Hase ist ihr Ehemann. Mit leisen Humor werden Begebenheiten geschildert und Sachen gut auf den Punkt gebracht. Dabei zündet nicht jeder Witz und manchmal hätte bereits das erste BIld oder ein Satz weniger genug transportiert. Doch beim Durchblättern des Buches muss der Betrachter das ein oder andere Mal schmunzeln und lernt nach und nach die Charaktere kennen. Besonders entzückend sind die Zeichnungen, die oft schon ausreichen, um den Leser zum Lächeln zu bringen. Die süße und vielfältige Tierwelt wird auf einfache Weise dargestellt. Dabei entfernt sie sich kaum von den realen Tieren und wandelt sie in einen entzückenden, einfachen Comicstil um. Die Illustrationen bereiten die größte Freude beim Betrachten und würden oft schon ausreichen, um den Witz zu transportieren.


Fazit: Das circa 160 Seiten lange Buch “Echte Freunde – Die wunderbare Welt von Liz Climo” ist ein Kompendium der gesammelten Comic-Strips der amerikanischen Illustratorin Liz Climo. Mit leichten Humor, der zwar nicht immer zündet, und entzückenden Zeichnungen fängt sie das Alltägliche ein und schafft ein tierisches Spiegelbild der Menschen.


Doreen Matthei - testkammer.com

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laub, geschichte, tiere, bär, winterschlaf

Als Bär erzählen wollte

Philip Stead , Uwe-Michael Gutzschhahn , Erin E. Stead
Fester Einband: 32 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 22.10.2015
ISBN 9783737352475
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Das Kinderbuch “Als der Bär erzählen wollte” des amerikanischen Autoren- und Illustratoren-Ehepaars Stead überzeugt mit einer süßen Geschichte und fantastischen Illustrationen.

Der Bär möchte seinen Freunden unbedingt noch vor dem Winterschlaf eine Geschichte erzählen. Doch Maus, Frosch und die anderen Freunde sind leider zu sehr in Eile, da sie noch viel für den Winter vorbereiten müssen. Als es dann anfängt zu schneien, wird auch der Bär sehr müde.

Der Autor Philip Stead und die Illustratorin Erin E. Stead (*1982) haben schon einige Bücher gemeinsam realisiert. Bei ihrem neuesten Werk erkennt man wie gut das Zusammenspiel funktioniert. Die Geschichte, auch für kleine Leser geeignet, ist putzig, informativ über das Verhalten der Tiere im Winter und predigt zudem keine aufdringlichen Moralitäten. Wunderbar wird das alles untermalt mit wie getuschten Zeichnungen. Erin E. Stead siedelt die Figuren in der Realität an und überzeugt mit einer schlichten Stilisierung. Sie bedient dabei keine oft für Kinder verwendete Elemente wie sehr bunte, sehr übertrieben und arg stilisierte Bilder, sondern zeichnet mit viel Zartheit. Die Bilder besitzen eine gewisse Art von Melancholie, die sich aber nur den erwachsenen Vorlesern erschließen wird. Die Illustrationen machen eine große Freude und ergeben zusammen mit der niedlichen Geschichte ein stimmiges und sehr empfehlenswertes Kinderbuch.

Doreen Matthei - testkammer.com

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pinguin, ab 3, fliegen, bilderbuch, vorlesen

Flugschule

Lita Jugde , Lisa Heilig , Lita Judge
Fester Einband: 40 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 19.06.2016
ISBN 9783473446797
Genre: Kinderbuch

Rezension:


Pinguine sind zur Zeit in vielen Kinderbüchern anzutreffen. Sie sind niedlich, flugunfähig, irgendwie tapsig und fast jedes Kind mag sie gern. So erzählt auch die amerikanische Autorin und Illustratorin Lita Judges in ihrem Buch “Flugschule” eine Geschichte von so einem knuddeligen Vogel.

Der kleine Pinguin Theo ist felsenfest davon überzeugt, dass er fliegen kann, weil er doch das Herz eines Adlers besitzt. Doch auch das tagelange Üben in der Flugschule des Herrn Flamingo und des Herrn Reiher helfen nichts. Aber um den Traum des kleinen Pinguins zu erfüllen, lassen sich die anderen Vögel einen tollen Plan einfallen.

Das Kinderbuch “Flugschule” ist das erste Buch der Autorin Lita Judges, welches auch in Deutschland veröffentlicht wurde. Sie erzählt darin eine bekannte, lehrreiche Geschichte über die Themen Selbstvertrauen, eigene Grenzen, Freundschaft und den Glauben, etwas erreichen zu können. Das macht sie aber recht unaufdringlich und unterhaltsam und lässt das Buch mit einer schönen Schlusspointe enden. Entzückend sind die Zeichnungen, welche ebenfalls von Judges stammen. Die Vogelarten wurden gut eingefangen und mit lustigen Mimiken versehen. Die Bilder machen Spaß und unterstützen die Geschichte wunderbar. Im Gesamten ist das Kinderbuch “Flugschule” kurzweilige Unterhaltung, die die Kleinen erfreuen kann, auch wenn es nicht aus der Masse von Pinguinbüchern heraus zu stechen vermag.

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An einem kalten Wintermorgen...

Feridun Oral , Bruno Hächler , Feridun Oral
Fester Einband: 32 Seiten
Erschienen bei Michael Neugebauer Edition, 27.07.2016
ISBN 9783865663047
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Der in Istanbul lebende Schriftsteller Feridun Oral fing nach seinem Kunststudium an Kinderbücher zu schreiben. Mit seinem 2016 erschienenen Werk “An einem kalten Wintermorgen” schafft er es Groß und Klein zu entzücken.

Das Buch erzählt die Geschichte einer winzigen Maus, die auf der Suche nach Feuerholz durch den Schnee stapft. Als sie eine große Menge Feuerholz gesammelt hat, braucht sie nur noch die Hilfe ihrer Freunde, um das auch zu transportieren. Aber als auf einmal ein Sturm aufzieht, müssen sie alle schnell Schutz suchen an diesem kalten Wintermorgen.

Das Kinderbuch des türkischen Schriftstellers Oral besitzt alle Qualitäten, die man von einem Kinderbuch erwartet. Es ist entzückend gezeichnet mit Tieren, die nicht zu vermenschlicht sind und mit einer wunderbaren, verträumten Schneelandschaft. Die Geschichte ist süß und vermittelt unaufdringlich die Bedeutung von Freundschaft. Das Buch ist rundum gelungen und hat definitiv einen Platz im heimischen Bücherregal verdient.

Doreen Matthei - testkammer.com

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hase, bilderbuch

Der kleine Hase und das Schneeflockengeflüster von Elizabeth Baguley (1. Juni 2007) Gebundene Ausgabe


Fester Einband
Erschienen bei null, 01.01.1600
ISBN B010IOXFMM
Genre: Sonstiges

Rezension:

Die britische Autorin Elizabeth Baguley, die bereits schon einige Kinderbücher geschrieben hat, erschuf zusammen mit der Illustratorin Jane Chapman ein entzückendes Kinderbuch mit einer süßen Geschichte, wunderschönen Bildern und der richtigen Botschaft.

Das Kinderbuch erzählt die Geschichte eines kleinen Hasen, dem es immer viel zu voll ist im Kaninchenbau und der sich deshalb in einer Winternacht davonschleicht. Anfänglich genießt er den vielen Platz und die Ruhe am Nordstern, doch schnell wird es kalt und ungemütlich und er sehnt sich nach seinem Zuhause.

Baguley erzählt eine freundliche Geschichte, die auch schon jüngere Kinder anspricht. Dabei wird der Entdeckerdrang und der Wunsch nach etwas mehr Platz nicht verteufelt, sondern nur didaktisch klug darauf hingewiesen, dass es Risiken birgt und dass man manches erst zu schätzen lernt, wenn man es von weiter weg betrachtet. Die Botschaften baut Baguley unaufdringlich ein und wird perfekt unterstützt von der Illustratorin Chapma. Sie schuf eine wunderschöne Schneelandschaft. Die gezeichneten Bilder werden mit den Sternen und Schnee aus Glitzerfolie bereichert. Jeder Leser (auch die Großen) kann sich an den schönen BIldern und dem flauschigen Hasen erfreuen. So macht das Buch “Der kleine Hase und das Schneeflockengeflüster” viel Spaß, es jüngeren Kindern vorzulesen und mit ihnen und den kleinen Hasen auf Entdeckungstour zu gehen.

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kinderbuch, träumen, phantasie, bilder, magie

Der Sammler der Augenblicke

Quint Buchholz
Fester Einband: 48 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 29.08.1997
ISBN 9783446190771
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Der erfolgreiche Illustrator und Autor Quint Buchholz wird jedem Literaturliebhaber, der sich auch für Illustrationen begeistern kann, ein Name sein. Seine künstlerischen Werke gibt es auch immer wieder in Ausstellungen zu sehen. Von seinen Illustrationen lebt auch sein Kinderbuch “Der Sammler der Augenblicke”.

Die Geschichte wird von einem erwachsenen Mann erzählt, der sich an einen Sommer erinnert, in dem er viel Zeit mit dem Maler Max verbracht hat. Jeden Tag hielt er sich in dessen Atelier auf, spielte für ihn Geige und Max erzählte ihm Geschichten. Als der Maler wieder einmal auf Reisen ging, durfte der Junge trotzdem seine Zeit im Atelier verbringen und entdeckte die besonderen Bilder des Malers.

Die Bilder stehen im Zentrum der Geschichte von Quint Buchholz und hier entfaltet er sein gesamtes Geschick. Die Bilder sind verträumt, magisch und schön. Die seltsamen Begebenheiten der Bilder erschließen sich jedem Betrachter unterschiedlich schnell und bringen ihn in eine andere Welt. Die Geschichte selbst ist ruhig erzählt und handelt von dem Erwachsenwerden und wie bestimmte Ereignisse das ganze Leben verändern können. Die Art der Erzählung und die melancholische Stimmung machen das Buch erst für ältere Kinder geeignet. Der Text und die Bilder besitzen eine gewisse Schwermütigkeit, wenn auch die Geschichte selbst positiv ist. Buchholz schafft es mit diesem reich illustrierten Kinderbuch eine besondere Art des Geschichtenerzählens zu erschaffen, die Menschen mit verträumten Herzen, Liebhaber von Illustrationen sowie Kinder und Erwachsene auf gleiche Weise ansprechen kann.

Fazit: Das reich illustrierte Kinderbuch “Der Sammler der Augenblicke” erzählt eine unaufgeregte Geschichte über den Sommer eines Jungen und wie dieser ihn formte. Die Illustrationen machen den Zauber des Buches aus und führen den Leser in eine fremde, verträumte Welt. Das Buch ist leicht von Melancholie durchzogen und richtet sich vor allem an ältere Kinder und Erwachsene, die hier ebenfalls auf ihre Kosten kommen.

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13 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

schlechte laune, bilderbuch, kinderbuch, launen, monster

Tschüss, kleines Muffelmonster!

Julia Boehme , Franziska Harvey , Franziska Harvey
Fester Einband: 32 Seiten
Erschienen bei Arena, 05.01.2011
ISBN 9783401096063
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Die 1966 in Bremen geborene Julia Boehme hatte als Kind den Traum Schriftstellerin zu werden. Erst später setzte sie den Plan in die Tat um und schreibt seitdem Kinderbücher. Zusammen mit der Illustratorin Franziska Harvey schuf sie insgesamt fünf Bücher über das Muffelmonster.

In dem Kinderbuch “Tschüss, kleines Muffelmonster oder Wie schlechte Laune ratzfatz verschwindet” entdeckt der kleine Moritz das Muffelmonster, das schrecklich schlechte Laune hat. So versucht er alles, um das Muffelmonster aufzuheitern, damit es wieder verschwindet.

Das Kinderbuch ist gut geeignet für kleinere Kinder. Es berichtet nicht übertrieben didaktisch davon, dass schlechte Laune zum Leben dazu gehört und was man dagegen tun kann. Dabei ist das Muffelmonster ohne Grund schlecht drauf und bekommt dann als Gegenmaßnahme alles präsentiert, was bei Kindern bestimmt schlechte Laune vertreiben würde. So gibt das Buch gleich Vorschläge, wie man als Kind selbst seine Grummligkeit vertreiben kann. Die Moral ist unauffällig verpackt und eignet sich so auch zum wiederholten Vorlesen. Die Illustrationen von Franziska Harvey stellen sich im Stil vor allem auf ein jüngeres Publikum ein und können vor allem mit der süßen Darstellung des Muffelmonsters überzeugen. Die beiden schufen zusammen ein freundliches Kinderbuch, das nicht aus der Masse heraussticht, aber mit dem Kinder ihre Freude haben werden.

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Schwarzhase

Philippa Leathers , Salah Naoura ,
Fester Einband: 40 Seiten
Erschienen bei Gabriel ein Imprint der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 08.02.2013
ISBN 9783522303392
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Die englische Autorin Philippa Leathers wurde von ihren eigenen zwei Karnickeln zu dem 2013 erschienen Kinderbuch “Schwarzhase” angeregt.

Es erzählt die Geschichte des kleinen, weißen Hasen, welcher auch an den schönsten Sommertagen von dem großen unbekannten Schwarzhasen verfolgt wird. Erst als er in den finsteren Wald flüchtet, erkennt er, dass Schwarzhase auf seiner Seite steht.

Leathers nimmt hier den typischen Angsthasen und macht ihn zum Helden ihrer Geschichte. Die Botschaft ist simpel und klar: Das Unbekannte ist nicht immer böse und Mut ist eine Tugend. Dies verpackt die Autorin aber unauffällig und höchst unterhaltsam. Die Bilder der studierten Grafikdesignern sind zwar sehr einfach gehalten, besitzen aber einen besonderen, ungeschliffenen Charme und dadurch sind sie sehr süß. Im Gesamten ist das Kinderbuch “Schwarzhase” stimmig, entzückend und eine Empfehlung an alle Eltern, die noch kurzweilige Vorlese-Lektüre benötigen.

Doreen Matthei - testkammer.com

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218 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 23 Rezensionen

australien, leuchtturm, liebe, kinderwunsch, schuld

Das Licht zwischen den Meeren

M. L. Stedman , Karin Dufner
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 17.11.2014
ISBN 9783442384006
Genre: Romane

Rezension:

Im Herbst 2016 lief der Spielfilm “Light between the Oceans” (2016) in den Kinos an. Dieser basiert auf den Roman “Das Licht zwischen den Meeren” (2013, Originaltitel: “The Light between Oceans”, 2012) von der in Australien geborenen Autorin M. L. Stedman. Das Buch war ihr Debütroman und sie konnte internationale Erfolge verbuchen und das Buch wurde in 35 Sprachen übersetzt.

Es erzählt die Geschichte des Veteranen Tom Sherbourne, der nach dem ersten Weltkrieg versucht sich in seiner Heimat Australien ein neues Leben aufzubauen. Dazu flüchtet er auf den äußersten Zipfel des Kontinents und wird Leuchtturmwärter auf der Insel Janus Rock. Dort verbringt er seine einsamen Tage mit harter Arbeit. Auf seinen Landgängen in die Stadt Partageuse trifft er immer wieder auf die junge und wunderschöne Isabel Graysmark. Die beiden werden ein Paar und es scheint, dass ihre Liebe Tom wiedererweckt. Nach einigen herben Rückschlägen schickt ihnen das Schicksal ein scheinbar mutterloses Baby, das Isabel sofort in ihr Herz schließt und Tom zu einer Entscheidung zwingt.

Der circa 450 Seiten lange Roman ist aus einer anfänglichen Kurzgeschichte heraus entstanden. Die Schriftstellerin hatte ein Bild im Kopf, von einem Mann und einer Frau an einem Leuchtturm, in dessen Nähe ein toter Mann mit einem Baby angespült wird. Daraus entstand die gesamte Geschichte. Die Liebesgeschichte und das moralische Dilemma, was sich aus diesem ersten Bild entspinnt, werden mit einem historischen Rahmen versehen. Diese Mischung ist recht gut gelungen. Die Geschichte der zwei Liebenden ist bewegend, man kann sich selber gut die Frage nach dem eigenen Handeln stellen und zudem erhält der Leser noch etwas historische Auffrischung. Doch leider reicht der Stoff nicht aus, um ihn auf diese Länge zu dehnen. So entstehen beim Lesen immer wieder Leerlaufphasen, in denen es scheinbar nicht weitergeht. Dies verleiht dem Buch eine unnötige Langatmigkeit. Glücklicherweise verliert sich diese im letzten Drittel des Buches und durch die häufigen Perspektivwechsel kommt zusätzlich Fahrt auf. So ist die erste Hälfte, die vor allem von der Entstehung der Liebesgeschichte handelt, der schwächste Teil, den man temporeicher hätte erzählen können. Der Schreibstil (übersetzt von Karin Dufner) ist angenehm, wenn auch in manchen Formulierungen zu sehr gewollt. Im Gesamten schafft es das Erstlingswerk einen interessanten moralischen und historischen Kosmos zu erschaffen, der förmlich dazu einlud, ihn auch zu verfilmen und dadurch die Möglichkeit zur Komprimierung genutzt werden konnte.

Fazit: “Das Licht zwischen den Meeren” ist der Debütroman der australischen Schriftstellerin M. L. Stedman. Er ist Liebesgeschichte, Historienroman und moralischer Diskurs in einem. Dies zu verbinden gelingt der Autorin vor allem im letzten Drittel gut. Davor aber braucht der Roman zu lange, um an Fahrt aufzunehmen und passt sich somit leider dem innewohnenden Tempo der Geschichte an, die auch auf 200 Seiten ausreichend hätte erzählt werden können.

Doreen Matthei - testkammer.com

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

daniel napp, kinderbuch, geburtstag

Dr. Brumm: Dr. Brumm feiert Geburtstag

Daniel Napp , Daniel Napp
Fester Einband: 32 Seiten
Erschienen bei Thienemann ein Imprint der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 14.02.2014
ISBN 9783522437431
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Dieses Mal hat der alte Braunbär Dr. Brumm, welcher von Daniel Napp 2002 zum Leben erweckt wurde, doch glatt seinen eigenen Geburtstag vergessen. Wäre nicht so schlimm, wenn er nicht all seinen Freunden eine super Geburtstagsfeier versprochen hätte. Nun müssen Dr. Brumm und sein Freund Pottwal kreativ werden, um den Tag noch zu retten.

Auch in diesem Teil gibt es für Groß und Klein wieder viel zu schmunzeln und zu lachen. Der tapsige Braunbär schafft es nicht so recht die Party zu retten und seine ungeduldigen und mit Erwartungen behafteten Freunde sind auch nicht arm an Kritik deswegen, sodass der Bär einem fast leid tut. Die Geburtstagsbemühungen sind aber sehr heiter eingefangen und natürlich gibt es ein Happy End. So kann diese weitere Geschichte von Dr. Brumm wieder vortrefflich amüsieren und vor allem wieder mit den fantastischen Illustrationen glänzen. Die Zeichnungen mit all ihren Details, den witzigen Mimiken und süßen Protagonisten sorgen dafür, dass man als Leser das Buch immer wieder hervor holt und das Vorlesen vermutlich nicht so schnell langweilig werden wird. Also im Ganzen ist das Kinderbuch wieder ein typisches, unterhaltsames Dr. Brumm-Abenteuer.

Doreen Matthei - testkammer.com

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730 Bibliotheken, 17 Leser, 4 Gruppen, 46 Rezensionen

dystopie, tod, james dashner, die auserwählten, angst

Maze Runner: Die Auserwählten - In der Todeszone

James Dashner , Anke C. Burger , Katharina Hinderer
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 13.03.2015
ISBN 9783551313607
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die "Die Auserwählten”-Trilogie des amerikanischen Autors James Dashner ist Teil der zur Zeit beliebten Fantasy-Jugendbuchwelle. Er schafft es eine faszinierende Geschichte und neue Welt zu kreieren mit vielen Besonderheiten, aber leider bleibt bei seiner Geschichte die Tiefe der Figuren auf der Strecke.

Im ersten Teil der Reihe – “Die Auserwählten im Labyrinth” (2011) – wacht Thomas ohne Gedächtnis in einer Transportbox auf, die ihn auf eine Lichtung führt, auf der bereits viele Jungen zusammenleben. Umgeben ist die Lichtung von einem undurchdringlichen Labyrinth, welches von abscheulichen Kreaturen bewacht wird. Schnell wird klar, dass Thomas ein Läufer werden möchte. Diese Gruppe erkundet Tag für Tag das Labyrinth. Mit der Ankunft von Teresa, dem ersten Mädchen, ändert sich auf der Lichtung alles und ein Ultimatum scheint über der Gemeinschaft zu hängen. Auch wird es immer deutlicher, dass sich Thomas und Teresa von früher kennen und Teil von diesem grausamen Experiment sind.

“Die Auserwählten in der Todeszone” ist der dritte Teil der Reihe und startet im ANGST-Hauptquartier. Thomas und nur noch wenige Mitstreiter wollen sich nicht auf den angebotenen Deal einlassen, fliehen nach Dallas, eine, so heißt es, Brand-freie Stadt, und kommen dort den letzten Geheimnissen auf die Spur. Sie stoßen dabei auf die mysteriöse Widerstandsgruppe “Der rechte Arm”. Während die Stadt von Cranks überrannt wird, muss Thomas sich entscheiden, auf welcher Seite er steht und ob er den Kampf gegen ANGST antreten will.Das zweite Buch “Die Auserwählten in der Brandwüste” knüpft nahtlos an den ersten Teil an. Thomas und eine kleine Gruppe der ehemaligen Lichter sind dem Labyrinth entkommen und finden sich statt in Sicherheit schon bald im nächsten Experiment wieder. Sie sollen die Brandwüste lebend bis zum sicheren Hafen durchqueren. Dabei treffen sie auf viele Gefahren und auf Personen, die unter der Krankheit ‘Der Brand’ leiden und dadurch verrückt geworden sind. In Jorge und Brenda findet Thomas neue Verbündete und so wagen sie sich immer weiter vor, in einer Welt, die den Freunden nicht vertraut erscheint und scheinbar von ANGST, der übermächtigen Behörde, gesteuert wird.

Der Autor James Dashner, der bereits vorher zwei Buchreihen verfasst hat, entführt den Leser in eine andere Welt. Dabei verwendet er zwar bekannte Elemente von Dystopien und Endzeitgeschichten, schafft aber immer wieder neue Elemente und kann mit manchen Wendungen wirklich überraschen. Natürlich schafft er es dabei nicht, ein komplett neues Universum zu schaffen, aber eines, was den Leser an die Geschichte fesselt. Dies gilt vor allem für die ersten zwei Bücher, in denen der Leser immer wieder unerwartete Schilderungen vorgesetzt bekommt. Im letzten Teil dagegen verlieren sich diese spannenden Elemente, die Motive und Ziele aller Beteiligten werden offenbart und die Geschichte wirkt wie ein typische Geschichte einer Rebellion gegen ein unterdrückendes System. Scheinbar wohlgefällig werden alle Fäden zusammengeführt. Die größte Schwäche der Geschichte ist aber die schrecklich oberflächliche Charakterisierung der Figuren. Jede Person in dem Buch besitzt nur wenig Persönlichkeit. Sogar der Hauptcharakter Thomas ist vor allem durch zwei Gefühle charakterisiert: Wut auf alles und Zuneigung zu Teresa und Brenda. Dies reicht einfach nicht aus, um über drei Bücher hinweg Sympathien für den Helden zu erzeugen. Auch die Nebenfiguren schaffen es nicht über eine oberflächliche Zeichnung hinaus. Zudem bekommen auch nur wenige Figuren eine größere Rolle oder überhaupt einen Namen. Wenn eine neue Figur mit Namen eingeführt wird, kann man sich sicher sein (vor allem im zweiten Buch), dass diese nicht lange überleben wird. So schafft es Dashner zwar eine endzeitliche Welt zu kreieren mit vielen Überraschungen und sie mit Charakteren zu bevölkern, für die man aber wenig Mitgefühl aufbringen kann. In den ersten zwei Büchern fällt dies weniger ins Gewicht, da die Geschichte spannend und aufregend ist, aber im letzten Buch, wo es dann auch viel um die zwischenmenschlichen Beziehungen geht, merkt man, dass man sich über die lange Lesezeit immer noch nicht mit den Charakteren angefreundet hat. Dies hängt vermutlich auch mit dem schlechten Schreibstil zusammen. Dashners Kreativität scheint fast unbegrenzt, doch seine Ausdrucksweise ist dagegen sehr repetitiv. Immer wieder betont er bestimmte emotionale Zustände mit ähnlichen oder wiederholenden Worten, so ist beispielsweise Thomas’ Stimmung auf der Lichtung vor allem von Wut gekennzeichnet. Gefühlt auf jeder dritten Seite wird er wieder wütend oder spürt die Wut in sich aufsteigend. Das ist ungemein anstrengend und verweist nicht auf ein größeres Schreibtalent. Natürlich kann man das überlesen, wenn man sich ganz auf das Abenteuer einlässt. Vor allem bei der Zielgruppe der Jugendlichen wird das kaum ins Gewicht fallen, doch gerade dafür sollte schon aus didaktischen Gründen eine vielseitige Sprache verwendet werden.

Fazit: Die Buchreihe “Die Auserwählten im Labyrinth”, “Die Auserwählten in der Brandwüste” und “Die Auserwählten in der Todeszone” von James Dashner ist spannende Jugendliteratur, die den Leser in eine dystopische Welt entführt und dort mit vielen Überraschungen aufwarten kann. Leider vernachlässigt der Autor die Figuren in seiner Geschichte, so dass sie vor allem eindimensional wirken und nicht als Sympathieträger taugen. Hinzu kommt ein schlechter Schreibstil, der viel mit Wiederholungen, gleichen Formulierungen und Mustern arbeitet. Dies ist stellenweise, nämlich in den Passagen, welche eher ruhigerer Natur sind und die für die Charakterisierung der Figuren dienlich sein sollten, enervierend und ermüdend für den Leser. Doch zur guten Unterhaltung taugt die Reihe allemal und sie schafft neue Bilder einer unbekannten Welt im Kopf der Leser.

Doreen Matthei - testkammer.com

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913 Bibliotheken, 14 Leser, 7 Gruppen, 57 Rezensionen

dystopie, labyrinth, james dashner, die auserwählten, jugendbuch

Die Auserwählten - Im Labyrinth

James Dashner , Anke Caroline Burger
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 25.04.2013
ISBN 9783551312310
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die "Die Auserwählten”-Trilogie des amerikanischen Autors James Dashner ist Teil der zur Zeit beliebten Fantasy-Jugendbuchwelle. Er schafft es eine faszinierende Geschichte und neue Welt zu kreieren mit vielen Besonderheiten, aber leider bleibt bei seiner Geschichte die Tiefe der Figuren auf der Strecke.

Im ersten Teil der Reihe – “Die Auserwählten im Labyrinth” (2011) – wacht Thomas ohne Gedächtnis in einer Transportbox auf, die ihn auf eine Lichtung führt, auf der bereits viele Jungen zusammenleben. Umgeben ist die Lichtung von einem undurchdringlichen Labyrinth, welches von abscheulichen Kreaturen bewacht wird. Schnell wird klar, dass Thomas ein Läufer werden möchte. Diese Gruppe erkundet Tag für Tag das Labyrinth. Mit der Ankunft von Teresa, dem ersten Mädchen, ändert sich auf der Lichtung alles und ein Ultimatum scheint über der Gemeinschaft zu hängen. Auch wird es immer deutlicher, dass sich Thomas und Teresa von früher kennen und Teil von diesem grausamen Experiment sind.

“Die Auserwählten in der Todeszone” ist der dritte Teil der Reihe und startet im ANGST-Hauptquartier. Thomas und nur noch wenige Mitstreiter wollen sich nicht auf den angebotenen Deal einlassen, fliehen nach Dallas, eine, so heißt es, Brand-freie Stadt, und kommen dort den letzten Geheimnissen auf die Spur. Sie stoßen dabei auf die mysteriöse Widerstandsgruppe “Der rechte Arm”. Während die Stadt von Cranks überrannt wird, muss Thomas sich entscheiden, auf welcher Seite er steht und ob er den Kampf gegen ANGST antreten will.Das zweite Buch “Die Auserwählten in der Brandwüste” knüpft nahtlos an den ersten Teil an. Thomas und eine kleine Gruppe der ehemaligen Lichter sind dem Labyrinth entkommen und finden sich statt in Sicherheit schon bald im nächsten Experiment wieder. Sie sollen die Brandwüste lebend bis zum sicheren Hafen durchqueren. Dabei treffen sie auf viele Gefahren und auf Personen, die unter der Krankheit ‘Der Brand’ leiden und dadurch verrückt geworden sind. In Jorge und Brenda findet Thomas neue Verbündete und so wagen sie sich immer weiter vor, in einer Welt, die den Freunden nicht vertraut erscheint und scheinbar von ANGST, der übermächtigen Behörde, gesteuert wird.

Der Autor James Dashner, der bereits vorher zwei Buchreihen verfasst hat, entführt den Leser in eine andere Welt. Dabei verwendet er zwar bekannte Elemente von Dystopien und Endzeitgeschichten, schafft aber immer wieder neue Elemente und kann mit manchen Wendungen wirklich überraschen. Natürlich schafft er es dabei nicht, ein komplett neues Universum zu schaffen, aber eines, was den Leser an die Geschichte fesselt. Dies gilt vor allem für die ersten zwei Bücher, in denen der Leser immer wieder unerwartete Schilderungen vorgesetzt bekommt. Im letzten Teil dagegen verlieren sich diese spannenden Elemente, die Motive und Ziele aller Beteiligten werden offenbart und die Geschichte wirkt wie ein typische Geschichte einer Rebellion gegen ein unterdrückendes System. Scheinbar wohlgefällig werden alle Fäden zusammengeführt. Die größte Schwäche der Geschichte ist aber die schrecklich oberflächliche Charakterisierung der Figuren. Jede Person in dem Buch besitzt nur wenig Persönlichkeit. Sogar der Hauptcharakter Thomas ist vor allem durch zwei Gefühle charakterisiert: Wut auf alles und Zuneigung zu Teresa und Brenda. Dies reicht einfach nicht aus, um über drei Bücher hinweg Sympathien für den Helden zu erzeugen. Auch die Nebenfiguren schaffen es nicht über eine oberflächliche Zeichnung hinaus. Zudem bekommen auch nur wenige Figuren eine größere Rolle oder überhaupt einen Namen. Wenn eine neue Figur mit Namen eingeführt wird, kann man sich sicher sein (vor allem im zweiten Buch), dass diese nicht lange überleben wird. So schafft es Dashner zwar eine endzeitliche Welt zu kreieren mit vielen Überraschungen und sie mit Charakteren zu bevölkern, für die man aber wenig Mitgefühl aufbringen kann. In den ersten zwei Büchern fällt dies weniger ins Gewicht, da die Geschichte spannend und aufregend ist, aber im letzten Buch, wo es dann auch viel um die zwischenmenschlichen Beziehungen geht, merkt man, dass man sich über die lange Lesezeit immer noch nicht mit den Charakteren angefreundet hat. Dies hängt vermutlich auch mit dem schlechten Schreibstil zusammen. Dashners Kreativität scheint fast unbegrenzt, doch seine Ausdrucksweise ist dagegen sehr repetitiv. Immer wieder betont er bestimmte emotionale Zustände mit ähnlichen oder wiederholenden Worten, so ist beispielsweise Thomas’ Stimmung auf der Lichtung vor allem von Wut gekennzeichnet. Gefühlt auf jeder dritten Seite wird er wieder wütend oder spürt die Wut in sich aufsteigend. Das ist ungemein anstrengend und verweist nicht auf ein größeres Schreibtalent. Natürlich kann man das überlesen, wenn man sich ganz auf das Abenteuer einlässt. Vor allem bei der Zielgruppe der Jugendlichen wird das kaum ins Gewicht fallen, doch gerade dafür sollte schon aus didaktischen Gründen eine vielseitige Sprache verwendet werden.

Fazit: Die Buchreihe “Die Auserwählten im Labyrinth”, “Die Auserwählten in der Brandwüste” und “Die Auserwählten in der Todeszone” von James Dashner ist spannende Jugendliteratur, die den Leser in eine dystopische Welt entführt und dort mit vielen Überraschungen aufwarten kann. Leider vernachlässigt der Autor die Figuren in seiner Geschichte, so dass sie vor allem eindimensional wirken und nicht als Sympathieträger taugen. Hinzu kommt ein schlechter Schreibstil, der viel mit Wiederholungen, gleichen Formulierungen und Mustern arbeitet. Dies ist stellenweise, nämlich in den Passagen, welche eher ruhigerer Natur sind und die für die Charakterisierung der Figuren dienlich sein sollten, enervierend und ermüdend für den Leser. Doch zur guten Unterhaltung taugt die Reihe allemal und sie schafft neue Bilder einer unbekannten Welt im Kopf der Leser.

Doreen Matthei - testkammer.com

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Ein Haufen Freunde hält zusammen

Kerstin Schoene , Kerstin Schoene
Fester Einband
Erschienen bei Thienemann ein Imprint der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 18.04.2016
ISBN 9783522458177
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Das Kinderbuch “Ein Haufen Freunde hält zusammen” ist das zweite von Kerstin Schöne geschriebene und illustrierte Kinderbuch, das sich mit dem Haufen Freunde beschäftigt (Vorgänger: “Ein Haufen Freunde” (2013)).

Diesmal ist die kleine Schildkröte sehr traurig darüber, dass sie so viel langsamer ist als alle anderen. Aber ihre guten Freunde haben schon die perfekte Idee, um sie aufzuheitern. Auch dieses Kinderbuch von der talentierten Illustratorin Kerstin Schöne ist wunderbar anzusehen. Die Figuren sind alle entzückend und Kinder werden sie unglaublich niedlich finden und ins Herz schließen. Die Geschichte ist einfach gehalten und besitzt eine schöne Botschaft. Im Gesamten kommt das Buch nicht an den Vorgänger heran, der mit seinem witzigen Höhepunkt und dem Formatwechsel, den Leser verblüffen konnte. Doch wird es kleinen Kindern sehr gut gefallen und kann hervorragend als kurze Gute-Nacht-Geschichte dienen.

Doreen Matthei - testkammer.com

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299 Bibliotheken, 18 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

thriller, krimi, mord, ehe, gone girl

Gone Girl - Das perfekte Opfer

Gillian Flynn , Christine Strüh
Fester Einband: 832 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 23.07.2015
ISBN 9783596520725
Genre: Krimi und Thriller

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345 Bibliotheken, 5 Leser, 3 Gruppen, 14 Rezensionen

dänemark, thriller, rache, jussi adler-olsen, mord

Verachtung - Akte 64

Jussi Adler-Olsen , Hannes Thiess
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.09.2014
ISBN 9783423215435
Genre: Krimi und Thriller

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krieg, roman, 2. weltkrieg, jussi adler-olsen, krimi

Das Alphabethaus

Jussi Adler-Olsen , Hannes Thiess , Marieke Heimburger
Flexibler Einband: 592 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.08.2013
ISBN 9783423214605
Genre: Krimi und Thriller

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dänemark, thriller, entführung, flaschenpost, sonderdezernat q

Erlösung

Jussi Adler-Olsen , Hannes Thiess
Flexibler Einband: 592 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.02.2014
ISBN 9783423214933
Genre: Krimi und Thriller

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dänemark, thriller, sonderdezernat q, krimi, jagd

Schändung

Jussi Adler-Olsen , Hannes Thiess
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.03.2013
ISBN 9783423214278
Genre: Krimi und Thriller

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thriller, dänemark, entführung, krimi, sonderdezernat q

Erbarmen

Jussi Adler-Olsen , Hannes Thiess
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.02.2011
ISBN 9783423212625
Genre: Krimi und Thriller

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The World of Tim Burton

Achim Sommer , Patrick Blümel , Tim Burton , Jenny He
Fester Einband: 112 Seiten
Erschienen bei Hatje Cantz Verlag, 21.08.2015
ISBN 9783775740296
Genre: Sachbücher

Rezension:

Der Ausstellungskatalog “The World of Tim Burton”, herausgegeben von Achim Sommer, ist der Begleitkatalog zur gleichnamigen Sonderausstellung im Max Ernst Museum in Brühl, welche vom 16. August 2015 bis 3. Januar 2016 gezeigt wurde. Das 120 Seiten lange, gebundene Buch mit Texten von Patrick Blümel, Tim Burton selbst und Jenny He ist eine gute Ergänzung und ein perfektes Souvenir zur gesehenen Ausstellung.

Auf den ersten Seiten werden mit kurzen Texten das Ausstellungsprojekt und dessen Entstehung erläutert. Den größten textuellen Teil des Katalogs nehmen die Biographie Tim Burtons und ein Interview mit dem Regisseur selbst ein. Während der Lebenslauf nicht viel Neues bietet, ist das Interview amüsant und informativ. Die meisten Seiten des Katalogs zeigen vor allem Abbildungen der ausgestellten Werke. Dabei wurde eine stimmige Auswahl getroffen, welche die Ausstellung und das Œuvre Tim Burtons sehr gut widerspiegeln.

Fazit: Den Kauf des Katalogs kann man vor allem Tim Burton-Fans und Besuchern der Ausstellung ans Herz legen. Für knappe 30 Euro bekommt man einen hübsch gebundenen Katalog, der den heimischen Bücherschrank bereichert. Zwar wäre eine genauere Auswertung des bildnerischen Œuvre Burtons wünschenswert gewesen, doch allein die Möglichkeit, die Werke noch einmal genauer zu studieren, rechtfertigt einen Kauf. So eignet sich der Katalog als gutes Souvenir für die gesehene Ausstellung.Als Kritikpunkt anzumerken ist vor allem die schmale textuelle Ausarbeitung. Man hätte sich als Leser mehr als nur den Titel als Information zu den Werken gewünscht. Interpretationen und biographische Einordnungen wären eine wichtige Bereicherung gewesen. Es wäre interessant gewesen zu lesen, wie die Entstehung der einzelnen Figuren verlief, warum Burton bestimmte Fokusse setzt und wie man es kunst- und zeithistorisch verorten kann. So bleibt letztendlich vor allem das Interview besonders in Erinnerung und von Zeit zu Zeit hat man Freude daran, den hochwertigen Katalog aus dem Regal zu nehmen, durchzublättern und sich an den Abbildungen zu erfreuen.

Doreen Matthei - testkammer.com

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schweden, liebe, alter, selbstmord, freundschaft

Ein Mann namens Ove

Fredrik Backman , Stefanie Werner
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 22.03.2016
ISBN 9783596521111
Genre: Romane

Rezension:

Der schwedische Autor Frederik Backman (*1981) hat vor seiner erfolgreichen Schriftstellerkarriere vieles ausprobiert. Er war Restauranthilfskraft und Gabelstaplerfahrer und begann irgendwann seinen eigenen Blog zu schreiben. Als Blogger machte er sich in Schweden einen Namen und die Figur Oves entstand aus seinen Bloggeschichten heraus.

Der Roman “Ein Mann namens Ove” (Originaltitel: “En man som heter Ove”) war sein Debüt und verkaufte sich über 60.000 Mal. Er wurde in 25 Sprachen übersetzt und machte Backman international bekannt. Seitdem sind noch weitere Romane von ihm erschienen (“Alles, was mein kleiner Sohn über die Welt wissen muss” (2012), “Oma lässt grüßen und sagt, es tut ihr leid” (2013), “Britt-Marie war hier“ (2014)). Im Jahr 2016 erschien die Adaption des Buches auf den hiesigen Leinwänden (siehe Kinokritik “Ein Mann namens Ove”).

Das Buch erzählt die Geschichte des Pedanten Ove, der keinen Sinn mehr darin sieht weiterzuleben, nachdem seine geliebte Frau Sonja gestorben ist und er auch noch seine Arbeit verloren hat. Doch die neuen Nachbarn, eine Katze und sein ehemals bester Freund verhindern regelmäßig seine Suizidversuche und es scheint, als ob Ove noch nicht gehen darf, da es noch viel zu erledigen und zu helfen gibt.

Mit seinem lockeren und stilsicheren Schreibstil entführt Backman seine Leser in eine schwedische Vorstadtsiedlung, die von einem griesgrämigen Pedanten kontrolliert wird. Vieles erscheint einem dabei vertraut und bekannt von alten Menschen, die gerne mal die Nachbarschaft tyrannisieren. Doch durch zahlreiche Rückblenden lässt der Autor die Zuschauer hinter die Fassade Oves blicken und erkennen, dass er ein wahrlich großes Herz hat. Dabei sind die Liebesgeschichte und die Schicksalsschläge sehr berührend. Die in der Gegenwart stattfindenden Ereignisse bergen dafür sehr viel humoristisches Potential und gewähren Einblick in Oves Kopf und seine Weltsichten. Zusammen ergibt es eine fantastische Mischung, welche Gefühl und wunderbare Unterhaltung bieten kann. “Ein Mann namens Ove” ist ein gelungenes Debüt und kann ohne Einschränkung empfohlen werden.

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kinderbuch, quint buchholz, schlafen, bär

Schlaf gut, kleiner Bär

Quint Buchholz
Fester Einband: 40 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 26.09.2011
ISBN 9783446238077
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Quint Buchholz gehört zu den renommiertesten Kinder- und Jugendbuchautoren. Der 1957 in Stolberg geborene Illustrator bebilderte beispielsweise einige Werke von Elke Heidenreich und “Das Kartengeheimnis” (1995) von Jostein Gaarder. Zudem verfasste er eigene Texte, die er ebenfalls mit Illustrationen versah, wie das 1997 erschienene Buch “Der Sammler der Augenblicke”.

In “Schlaf gut, kleiner Bär” erzählt Buchholz von dem kleinen Teddybären, der aufgrund der zurückliegenden und der kommenden Ereignisse erstmal nicht einschlafen kann. Der Autor legt damit einen Kinderbuchklassiker von 1993 neu auf. Der Text soll Kinder zum Einschlafen animieren. So besitzt dieser keine richtige Geschichte oder einen Spannungsbogen, sondern erzählt in einzelnen Tableaus von den Erlebnissen des Bären. Als Mittel zum Zweck kann das Buch hier wohl funktionieren, doch als interessante und spannende Geschichte, welche die Kinder immer wieder hören wollen und die sie vielleicht in eine neue Welt entführt oder eine Botschaft vermittelt, ist es gänzlich ungeeignet. Die Geschichte ist langweilig und dient den Eltern als reine Hilfe. Die Illustrationen sind ebenfalls in diesem Sinne gestaltet. Sie sind wunderschön anzusehen und bestechen mit Details. Doch erfreuen die Bilder vor allem die Augen der Erwachsenen. Die unaufdringliche, realitätsnahe Darstellung verzichtet auf bunte Farben und Übertreibungen – all das, was Kinder schätzen. Im Gesamten schuf Quint Buchholz ein wunderschön anzusehendes Kinderbuch, das nicht unterhalten will, sondern die Kleinen zum Einschlafen bewegen und die Großen mit den Bildern erfreuen möchte. So trifft das Buch vermutlich nicht den Geschmack von jedem und wird wohl nicht der große Hit im Kinderzimmer.

Doreen Matthei - testkammer.com

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Dr. Brumm: Dr. Brumm gibt Gas

Daniel Napp , Daniel Napp
Fester Einband: 59 Seiten
Erschienen bei Thienemann-Esslinger, 14.07.2009
ISBN 9783522181686
Genre: Kinderbuch

Rezension:

 Der sechste Teil – ”Dr. Brumm gibt Gas” – der Dr. Brumm-Reihe von Daniel Napp unterscheidet sich von anderen Vor- und Nachgängern. Es erzählt in einzelnen kurzen Tableaus von Alltagssituationen, in denen der sonst so gemütliche Dr. Brumm Vollgas gibt. Ob nun auf der Flucht vor Wildschweinen oder beim Lesen eines Buches. Die kurzen zwei bis vierseitigen Geschichten verstehen sich auf den pointierten Witz und zeigen den kreativen Einfallsreichtum des Autors. Man merkt, dass der Autor nicht aus der pädagogischen Ecke kommt und einfach nur Sinn für kindlichen Humor besitzt. Manche Geschichten scheinen auch der Ideenlieferant für spätere Werke zu sein, wie der Abschnitt zu “Dr. Brumm geht wandern”.

Im Gesamten bietet das Buch kurzweilige Unterhaltung, welche die Kleinen wieder sehr entzücken wird und die auch einzeln gut vorgelesen werden können. Für Kinder, die bereits mit dem Lesen anfangen, ist die Kürze der einzelnen Geschichten bestimmt auch von Vorteil. So liefert “Dr. Brumm gibt Gas” die erhoffte Unterhaltung und bleibt sich seinem Witz und dem trotteligen Wesen des Braunbären treu.

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