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49 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 26 Rezensionen

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Spätsommerliebe

Petra Durst-Benning
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 16.07.2018
ISBN 9783734106378
Genre: Liebesromane

Rezension:

Inhalt:
Enthält Spoiler zu den ersten Teilen der Maierhofen-Reihe.

Der Kochwettbewerb aus dem vergangenen Jahr hat viele schöne Dinge nach Maierhofen gebracht - unter anderem den Griechen Apostoles. Er und die Bäckerin Magdalena haben sich nicht gesucht, aber gefunden und verbringen nun ihr gemeinsames Leben in Maierhofen. Doch nach den ersten rosaroten Wochen und Monaten, schleicht sich nun der Alltag ein.
Während Magdalena in ihrer Bäckerei wirbelt, bringt Apostoles ihren gut strukturierten Alltag ins Wanken. Überall liegen seine Sachen herum, die gemeinsamen Abende rauben ihr Schlafenszeit und das zerrt sehr an ihren Kräften. Als es dann alles zu viel ist gibt es Streit, ein Wort gibt das nächste und kurzerhand wirft sie ihre zweite große Liebe aus dem Haus. Dabei hat sie es doch gar nicht so gemeint.

Und nicht nur bei den beiden schleicht sich Stress ein. Christine hat viel um die Ohren mit ihrem B&B und Reinhard sieht es nicht gern, dass sie sich immer mehr führ ihre Gäste aufopfert. Ganz so, wie sie es einst für ihren Ex-Mann und ihre Töchter gemacht habt. Dabei wollten sie doch ihre gemeinsame Zeit jetzt genießen.
Auch Greta, Theresa und Rosi sind mit ihren Kräften langsam am Ende.

In diese Stimmung kommt die ambitionierte Schriftstellerin Michelle auf der Suche nach Ruhe und Muse für ihren ersten Liebesroman. Ihre Beziehung zum ITler Jonas ist alles andere als romantisch, weshalb sie sich in der 'Casa Christine' eine Auszeit gönnt.
Aber so ganz will das schreiben nicht klappen und so schaut sie sich im Ort um auf der Suche nach der zündenden Idee.

Apostoles ist am Boden zerstört. Seine Liebe Magdalena hat ihn rausgeworfen. Liebt sie ihn denn etwa nicht mehr? Keiner ihrer Freunde glaubt daran, aber alle kennen Magdalenas Sturkopf.
Er erinnert sich an ihren gemeinsamen Urlaub in Griechenland. Wenn es doch nur wieder so schön wäre wie am Stand bei ihrem Picknick.
Und da kommt ihm die Idee! Ein Picknick. Nur für seine Magdalena und die Maierhofener, die sich für ihre Gäster immer so aufreiben. Nicht alle sind begeistert von seiner Idee, klingt es doch nach noch mehr Arbeit für die Bewohner des kleinen Örtchens. Aber Apostoles bleibt hartnäckig schließlich hat er nur eine Chance seine Magdalena zurück zu gewinnen.

Meinung:
'Spätsommerliebe' ist ein etwas kürzerer Roman und hat als Hauptaufgabe die Maierhofener wieder mit sich ins Reine zu bringen. Der Auslöser ist der Streit zwischen Magdalena und Apostoles der in meinen Augen zu sehr ausgedehnt wird. Sturheit ist natürlich ein Grund, aber in diesem Ausmaß grenzte es doch sehr an kindisches Verhalten. Mir ging es irgendwann sehr auf die Nerven und ich habe eher auf die Nebenhandlungen geschaut. Da haben wir die überarbeitete Christine mit ihrem B&B und Greta, die vor einem neuen Problem steht. Hier wollte ich unbedingt wissen, wie es endet und habe das Buch somit fix durchgelesen.

Wer ein Freund von Rezepten in Büchern ist, wird hier wieder fündig. Im Anhang gibt es viele verschiedene Rezepte für eine ganze Palette an Speisen und Getränken. Für die nächste Party ist also gesorgt.
Ob es in Maierhofen nach diesem Buch noch weiter geht? Wer weiß. Es gibt sicherlich noch viele Geschichten zu erzählen, aber jetzt brauche ich eine Pause =o)

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71 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 33 Rezensionen

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Sommerhaus zum Glück

Anne Sanders
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 14.05.2018
ISBN 9783764506308
Genre: Liebesromane

Rezension:

Inhalt:
Elodie steht zum ersten Mal vor ihrem neuen Zuhause. Leider lässt es sie nicht herein. Obwohl sie wie wild versucht mit dem Schlüssel das Schloss zu öffnen, gibt es keinen Mucks von sich und bei dem gemütlichen englischen Regen hat sie zudem wenig Ambitionen es noch viel länger zu versuchen. Also quartiert sie sich zunächst einmal im nächsten Pub ein um sich am nächsten Tag das ganze Ausmaß ihrer überstürzten Flucht aus Deutschland anzuschauen.
Sie kann die Stimme ihres Vaters schon hören, wie er sie für verrückt erklärt. Sie findet es inzwischen ja selbst unglaublich.
Da steht sie nun in St. Ives, an der Südwestspitze Englands und hat ein altes B&B gekauft. Dazu noch ungesehen. Es hieß zwar 'handwerkliches Geschick von Vorteil', aber diese Bruchbude kann man wohl kaum als 'bezugsfertig' ansehen. Sämtliche Versuche den Verkäufer ans Telefon zu kriegen scheitern jedoch und so bleibt ihr nichts anderes übrig als diese kleine Aufgabe anzunehmen und mit ihr zu wachsen. Entweder das, oder sie kehrt mit eingezogenem Schwanz zurück nach Hause. Diese Blöße will sie sich vor ihrem Vater jedoch nicht geben und versucht das Beste an der ganzen Sache zu sehen: das Wetter in Cornwall ist - bis auf ihre Begrüßung - ein Traum, sie hat bereits erste Kontakte geknüpft und der Handwerker Chase ist ebenfalls ein Glücksgriff.

Jeden Morgen trifft Elodie im Café 'Kennard's Kitchen' auf die stets gestresste Helen, ihres Zeichens Inhaberin des Cafés, und Brandy, eine alte Dame irgendwas um die 70, die mit Geistertouren ihren Lebensunterhalt verdient. Beide können es kaum glauben, dass sie das alte 'Peek-a-boo' gekauft hat - ungesehen!
Natürlich sind Hellen und Brandy neugierig, warum Elodie nach St. Ives gekommen ist und so erzählt sie ihnen von ihrem Traumjob, ihrem charmanten Chef Per und seiner leider doch so schwangeren Ehefrau. Nach 2 Jahren hat Elodie eingesehen, dass sie Per nicht für sich allein haben kann und ist ausgewandert. Seine Anrufe ignoriert sie, was ihn nicht hindert sie ständig zu kontaktieren.
Per weiß was er will - und das ist Elodie.

In einer kleinen Seitenstraße hat ein Pop-Up-Store eröffnet - ein Kaffee to go-Laden, der Helen durchaus Konkurrenz machen könnte, denn ihr Kaffee schmeckt grauenhaft. Wenn die Engländer eins können, dann Tee. Vom Kaffee sollten sie, Elodies Meinung nach, die Finger lassen. Der neue Laden soll ihrem Kaffeehunger nun endlich Nahrung bieten, wäre da nicht dieser unfassbar unfreundliche Inhaber. Schon vom ersten Treffen an ist er unfreundlich, abweisend und maßlos arrogant. Dabei hat Elodie ihm gar nichts getan, oder?
Trotzdem kommt sie stur jeden Morgen in den Shop, kauft einen Kaffee und geht wieder. Man muss halt Opfer bringen.
Als das kleine B&B endlich soweit abgedichtet ist, dass Elodie aus dem Pub aus und ins Häuschen einziehen kann, versetzen sie ihre Möbelpacker. Ihr gesamtes Hab und Gut steht im Vorgarten. Wie soll sie das allein ins Haus kriegen? Da steht plötzlich Tom vor der Gartentür.
Brandy hatte ihm wohl zu verstehen gegeben, als er wieder einmal bei Helen im Café Gebäck gekauft hat, dass er ruhig mal ein bisschen anpacken könnte um sich im Ort einzuleben. Das tut er nun. Gemeinsam mit ein paar weiteren Männern aus dem Ort sind Elodies Möbel und Kartons im Handumdrehen im Haus verstaut. Als Tom die letzten Sachen in Elodies zukünftiges Schlafzimmer bringt kann er es nicht lassen und kritisiert ihre stümperhaften Malerkenntnisse. Was bildet der sich eigentlich ein?
Natürlich ist sie dankbar für seine unfreiwillige Hilfe, aber was zu viel ist, ist zu viel. Sie weiß selbst, dass sie keine Koryphäe ist, was das Handwerken angeht.

Am nächsten Tag steht Tom mitsamt Farbeimern und Pinsel vor der Tür. Das meint der doch nicht ernst! Warum tut er das? Er kann sie doch eigentlich gar nicht leiden, oder? Auch Helen und Brandy ist Toms Antrieb ein Rätsel, allerdings hat vor allem Helen gerade genug mit sich selbst zu tun. Ihre Ehe steht auf der Kippe, ihre Tochter tanzt ihr auf der Nase herum und eigentlich hat sie gerade überhaupt keine Lust mehr auf den ganzen Stress.
Nur Brandy bleibt optimistisch, dabei hütet sie ebenfalls ein Geheimnis.

Meinung:
'Sommerhaus zum Glück' ist das zweite Buch von Anne Sanders, das ich gelesen habe. Dieses Buch konnte mich nicht so sehr fesseln wie 'Sommer in St. Ives'. Zum einen bin ich mit Elodie nicht so richtig warm geworden, was auch mit an ihrer Vergangenheit liegt - da bin ich nun mal stur. Zum anderen haben mich die Einstreuungen der Rückblicke jedes Mal aus dem Lesefluss gerissen.
Das Buch ist aus zwei verschiedenen Perspektiven geschrieben - Elodies und Helens, wobei Elodie den Hauptteil einnimmt. Die Kapitel sind mit dem jeweiligen Namen betitelt, so dass man sich darauf einstellen kann, aus welcher Perspektive man jetzt etwas liest. Am Ende dieser Kapitel ist oft eine Teilüberschrift, die dem Leser andeuten könnte, dass es jetzt einen Rückblick zu dieser Person gibt. Für mich war die Sache allerdings nicht ganz rund.
Auch habe ich mich schwer getan mit dem Perspektivwechsel. So lasen sich Elodies Kapitel viel flüssiger als Helens.

Schlussendlich handelt es sich aber auch bei diesem Buch um einen Sommer-Wohlfühl-Roman, der am Ende die losen Fäden zusammenzieht und einen guten Abschluss für alle Fragen findet.
Nach diesem Buch wünsche ich mich einmal mehr zurück nach Cornwall, werde mich aber mit dem dritten Roman der Autorin, der in Schottland spielt, etwas weiter nördlich bewegen. Perfekt für den Sommer, wenn es hier in der Großstadt mal wieder zu heiß wird.

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72 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 64 Rezensionen

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Paula kommt

Paula Lambert
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Gräfe und Unzer Autorenverlag ein Imprint von GRÄFE UND UNZER Verlag GmbH, 07.06.2018
ISBN 9783833863974
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Die Sendung 'Paula kommt' von Paula Lambert kennt beinahe jeder (oder zumindest jede ;o) ). Nun gibt es das Ganze auch ohne Bilder, dafür in Buchform.

'Paula kommt' ist in drei Abschnitte unterteilt: Die Basics - gut zu wissen!, Sextechniken - wie geht was? und Normal? Normal - Was ist schon normal?, wobei der erste Abschnitt eher zur Einstimmung gedacht ist und viel aus Paulas ersten Erfahrungen besteht. Quasi ein Herantasten an die kniffligeren Fragen. Denn dieses Buch besteht zu 98% aus eingeschickten Fragen an Paula, die wiederum jede davon artig und auf ihre ganz eigene humorvolle Art beantwortet.
Wenn sie kann, dann streut sie noch einige Insiderberichte aus ihren Sendungen oder auch ihrem Privatleben ein und sorgt so auch gern mal für einen Lacher.

Paula Lambert hat schon einiges in ihrem Leben ausprobiert und ist nach eigenen Angaben immer offen für Neues. Sie sieht sich hier als Wissenschaftlerin und will ihren LeserInnen natürlich in allen Bereichen zur Seite stehen können. Dabei hat sie nicht nur Ratschläge parat für ein abwechslungsreiches und erfülltes Sexualleben, nein sie hilft auch dem Seelenheil ein wenig auf die Sprünge.
Denn was viele leider noch nicht begriffen haben - man muss sich selbst kennen um dem Gegenüber mitteilen zu können, was man mag und was eben nicht.

Ich habe einige Fragen recht ungläubig gelesen und fand die Antworten von Paula dazu sehr charmant. Bei anderen Fragen habe ich dann die Antworten ungläubig gelesen. Ich sage nur: Grapefruit! Und ja, ich habe es mir im Internet angeschaut und kann mir nicht vorstellen, dass das wirklich angenehm ist. Aber man lernt nie aus und andere Dinge werden sicherlich auch mal ausprobiert.

In erster Linie werden sich dieses Buch mit Sicherheit Frauen kaufen, was schade ist. Denn gerade auch Männer könnten hier wirklich was lernen. Man sollte natürlich offen auf das Thema zugehen, sonst kommt man mit dem Buch und Paulas Art nicht zurecht. Sie ist direkt und scheut sich nicht davor die Dinge beim Namen zu nennen - warum auch?

Nachdem ich die Sendung 'Paula kommt' schon recht unterhaltsam fand (allerdings zu unglücklicher Stunde im TV), steht das Buch dieser in Nichts nach. Na gut, man sieht keinen nackten Mann dekorativ im Hintergrund stehen, aber den kann man sich ja einfach dazu denken ;o) Oder den eigenen Partner neben die Couch pflanzen und sich dem Buch widmen. Vielleicht mag man sich ja gleich ausprobieren?

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

attentat, beziehung, leben, liebe, neuanfang, partnerschaft, schweiz, sohn, trauer, trauerbewältigung, wales

Der Pub der guten Hoffnung

Alexandra Zöbeli
E-Buch Text: 592 Seiten
Erschienen bei Forever, 02.04.2018
ISBN 9783958182578
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt:Sam und seine Frau Hannah haben das Schlimmste erlebt, was Eltern passieren kann - sie haben ihren Sohn verloren. Während Sam sich danach sehnt seine Trauer und Gefühle zu teilen, schottet sich Hannah total ab.
Nach einem missglückten Selbstmordversuch lässt sie sich in eine Klinik einweisen. Hier kommt sie endlich etwas zur Ruhe, während Sam sich den Anfeindungen der Dorfbewohner alleine stellen muss.
Felix, sein Sohn, hat mit seinem gewaltsamen Tod nicht nur ihnen einen geliebten Menschen entrissen. Er hat zwei Frauen getötet und jeder gibt den Eltern die Schuld. Dabei haben beide nie auch nur die kleinsten Anzeichen bei Felix gesehen. Selbst Sam als Lehrer ahnte nicht, was in seinem Sohn vorging.

Als Hannah ihn abweist und ihn bittet ihr Frieden zu geben und sie allein zu lassen, rastet Sam in seiner Verzweiflung aus. Er demoliert erst ihr gemeinsames Wohnzimmer, bevor er sich blind vor Schuld beinahe besinnungslos säuft.
Daniel, Sams bester Freund und Kollege, findet den gebrochenen Mann und gibt ihm einen guten Rat: Fahr weg!
Im entfernten Wales gibt es ein kleines Örtchen in dem Daniel ein Cottage besitzt, dass er in den Ferien gerne nutzt. Es steht leer und wäre der ideale Ort für Sam um Abstand zu kriegen. Sams Widerstand hält nicht lange an und er macht sich auf die lange Reise auf seinem Motorrad. Endlich kann er die Verantwortung hinter sich lassen.

Wales begrüßt ihn mit Regen, was hervorragend zu seiner Stimmung passt. Als er das Cottage findet gestaltet sich der Bezug schwieriger als gedacht. In dem urgemütlichen Gemäuer hat sich eine Familie breit gemacht, die offenbar illegal Daniels Haus besetzen.
Schon die erste Begegnung mit dem Halbwüchsigen Finn, seiner kleinen Schwester Sian und deren chaotischer Tante Hope verheißt nichts Gutes.
Während Sam nur seine Ruhe will, ist Hope dieser freche Tourist ein Dorn im Auge. Wo soll sie jetzt mit den Kindern wohnen? Sie kann der Frau vom Jugendamt schlecht beichten, dass sie alle im Pub wohnen, in dem Hope arbeitet. Wohl oder übel muss sie sich mit Sam gut stellen.
Und der genießt sowohl die walisische Ruhe als auch den Trouble mit der kleinen Einsiedlerfamilie. Endlich kann Sam sich auf sein Leben konzentrieren ohne ständig an die schreckliche Tat seines Sohnes erinnert zu werden. Doch alles holt einen irgendwann ein und Sam muss sich die Frage stellen: Kann er sich dem Ganzen stellen oder wagt er einen Neuanfang?

Meinung:
'Der Pub der guten Hoffnung' ist das erste Buch der Autorin Alexandra Zöbeli und ich bin ganz begeistert. Die Leseprobe fand ich sehr tragisch und ich wollte unbedingt wissen wie Sam mit solch einem Schicksalsschlag umgehen wird.
Man selbst kann sich das gar nicht vorstellen und so war es für mich als Leser auch nicht so einfach nachzuvollziehen, wie Hannah reagiert hat. Auch ich würde mir vorstellen, dass man mit seinem Partner gemeinsam trauert und das Geschehene verarbeitet, aber Hannah ist so nicht. Eine Zeitlang konnte ich sie nicht verstehen und fand sie auch unmöglich Sam gegenüber. Aber jeder geht mit Trauer anders um.
Das Buch spielt ein wenig in der Schweiz und dann viel in Wales. Ich selbst war nur einmal kurz dort, aber nach dem Buch will ich unbedingt wieder hin.

Der Schreibstil der Autorin ist wirklich gut. Ich habe mich sehr schnell in die Geschichte eingefunden und auch sehr wohl dort gefühlt.
Alle Charaktere machen eine Weiterentwicklung durch und das durchweg positiv. Natürlich gibt es Rückschläge, aber ohne wäre das Buch auch einfach nur langweilig.

Ich kann an dem Buch und der Geschichte nichts Negatives finden - eine totale Wohlfühlgeschichte, wenn man vom tragischen Aufhänger mal absieht. Mit fast 600 Seiten lohnt es sich auch für die längeren Abende auf der Terrasse.

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Tags: leben   (1)
 

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13 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

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Pizza, Pasta & Amore

Elke Becker
E-Buch Text
Erschienen bei null, 19.03.2018
ISBN B07BL5VM55
Genre: Sonstiges

Rezension:

Inhalt:
Eigentlich läuft für Julia alles prima - sie hat einen guten Job, eine schöne Wohnung und einen sie liebenden Partner an ihrer Seite. Da sie und Gregor nun schon eine ganze Weile zusammen sind, wäre es mal Zeit für die eine besondere Frage.
Aber als Gregor ihr diese endlich stellt, kann sie gar nicht antworten. Nicht nur, weil sie plötzlich gar nicht weiß was sie sagen soll, nein sie hat zudem eine allergische Reaktion auf den Hummer, der zu diesem besonderen Anlass serviert wurde. Ob das ein Zeichen sein soll?

3 Jahre später: Für Julia beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Sie hat ihr altes Leben und ihre alten Gewohnheiten hinter sich gelassen und ist auf dem besten Weg ihre Freiheit in Rom zu genießen. Auch wenn die Begrüßung mit Regen nicht ganz ihren Vorstellungen entspricht.
Dafür ist ihre Mitbewohnerin Carlotta ein Goldstück und ihr Essen eine Legende. Carlotta lebt derzeitig von ihrem Ehemann getrennt und arbeitet in Rom als Touristenführerin. Das wird auch Julias Job für die nächsten 6 Monate. Sie will in Rom ihr italienisch festigen um sich danach einen guten Job in Deutschland suchen zu können.
Die dritte Frau im Bunde ist ihre Nachbarin Elena. Gleich am ersten Abend lernen Julia und Elena sich kennen und sind sich gleich sympathisch.

Ihr neuer Chef Mario hat mit der schönen Deutschen neben dem üblichen Tourenkram noch was ganz anderes vor - Julia soll das neue Werbegesicht für seine Firma werden. Dafür soll sie sich am nächsten Morgen in einem sommerlichen Kleid am berühmten Trevi-Brunnen einfinden.
Gar nicht so einfach bei knapp zweistelligen Temperaturen. Aber für Julia springt eine kleine Summe dabei heraus und so sagt sie zu. Wie es die Tradition verlangt, soll sie Münzen in den Brunnen werfen. Dummerweise landet dabei auch das Andenken ihres verstorbenen Vaters im Brunnen. Als sie die Münze nach dem Shooting wieder aus dem Brunnen holen will, wird sie festgenommen. Es ist in Rom verboten in einen Brunnen zu steigen.

Oscar Rinaldi, seines Zeichens Kommandant der hiesigen Polizei, staunt nicht schlecht über die Dame im feuerroten Kleid. Er kennt die Leute, die aus Spaß in den Brunnen steigen, und diese Frau sieht nicht danach aus, als hätte sie es nötig gehabt Geld zu stehlen. Und doch musste sie aus dem Brunnen geholt werden. Ihre Geschichte klingt glaubwürdig und ihre sture Art beeindruckt ihn. Das kennt er sonst nur von italienischen Frauen.
Ehe er weiß wie ihm geschieht, bietet er der Deutschen seine Hilfe an. Er ahnt ja nicht welchen Stein er damit ins Rollen bringt.

Julia ist dem Polizisten sehr dankbar. Als sie zwei Tage später im Brunnen steht und gemeinsam mit Oscar nach der Münze sucht, taucht ein Reporter auf. Schon beim unrühmlichen ersten aufeinander treffen der beiden war der Reporter Zeuge und versucht alles um Julia eine romantische Geschichte anzudichten. Mit dem Auftauchen des Comandante bekommt die nun neues Feuer. Das wirkt sich auch auf ihren Job aus.
Eigentlich wollte Julia in Italien ihr Leben in vollen Zügen genießen - warum dann nicht auch mit einem Mann? Aber so einfach wie sie sich das vorstellt, ist es dann auch wieder nicht.

Meinung:
Mit 'Pizza, Pasta & Amore' schickt uns Elke Becker ins sonnige Italien. Nachdem die letzten Bücher hauptsächlich auf Mallorca spielten, ist Rom mal ein anderer Schauplatz.
Alle drei Frauen sind sympathisch und jede hat ihr eigenes Päckchen zu tragen. Ich muss aber sagen, mir hat Carlotta am besten gefallen. Sie hat so richtig Feuer und zeigt das auch. Elena ist quasi eine kleine Heilige =o) Sie hilft in erster Linie anderen und vergisst sich darüber gern selbst. Durch ihre Energie kam sie mir viel jünger vor als sie eigentlich sein soll.
Julia hat gegen diese beiden Frauen ein wenig farblos gewirkt. Von allen dreien konnte ich mir sie am wenigsten bildlich vorstellen. Trotzdem hat mir ihre Geschichte auch gefallen. Das hin und her mit Oscar war schon filmreif.

Ihr wisst ja, ich liebe die Bücher von Elke und auch dieses hat mir wieder super gefallen. Es war im Ganzen schlüssig und lässt am Ende hoffen, dass es für den ein oder anderen Nebencharakter ein extra Buch geben wird. Einen Favoriten dafür habe ich schon ;o)

Wenn man die Bücher von Elke Becker beendet hat, will man am liebsten sofort die Koffer packen ^^ Allerdings ist mir Rom im Sommer zu heiß ;o)

Ich freue mich über jedes neue Buch der Autorin und hoffe natürlich, dass noch viel mehr Leser sie für sich entdecken.
Also: unbedingt kaufen und lesen!

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20 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

band 5, catherine bybee, fast mein traummann, fernbeziehung, freundschaft, geburt, gefühlvoll, liebe, pilot-in, psychologe-psychologin, reihe, reihe: not quite, roman, romantik, sehr tiefgründig

Fast mein Traummann

Catherine Bybee
E-Buch Text
Erschienen bei AmazonCrossing, 20.06.2017
ISBN 9781542096522
Genre: Liebesromane

Rezension:

Inhalt:
Es handelt sich hierbei um den fünften Teil der Not Quite-Reihe und enthält kleinere Spoiler zu den ersten Teilen.

Mary und Dakota sind nicht nur beste Freundinnen, sie wohnen auch in einer Straße. Nachdem Dakota in dem charmanten Arzt Walt den Mann fürs Leben gefunden hat, fühlt sie sich manchmal wie das dritte Rad am Wagen.
Zwar kann Mary auch sehr gut ohne Mann leben, aber die offensichtliche Liebe der beiden bringt sie doch zum Grübeln. Ob sie auch einmal jemanden findet, dem sie so vertrauen und den sie so lieben kann?

Dakota ist kugelrund und wünscht sich Junior würde sich nicht so viel Zeit lassen um ihren Bauch zu verlassen. Als dann endlich ihre Fruchtblase platzt rutscht sie auch noch aus und bricht sich das Bein. Na besser geht es ja wohl nicht. Gott sei Dank ist Mary gerade bei ihr und so geht es für die werdende Mama ins Krankenhaus. Ihr Mann Walt ist völlig aus dem Häuschen und kann kaum einen klaren Gedanken fassen. Mary informiert alle Familienmitglieder und es dauert nicht lange, bis die gesamte Familie der beiden ins Krankenhaus einfällt.
Es ist schon von Vorteil, wenn man Freunde hat die ein eigenes Charterunternehmen haben.

Im Krankenhaus trifft Mary auf Glen. Der smarte Pilot kennt seine Wirkung bei Frauen und nutzt diese schamlos aus. Nur bei Mary beißt er auf Granit. Dabei sind sie sich sogar einmal nähergekommen. Das war noch vor Dakotas Beziehung mit Walt und noch heute denkt er gern an Mary.
Ihre wilden Locken und ihre funkelnden Augen lassen so manches Männerherz schmelzen. Sie selbst bekommt das allerdings gar nicht mit, und selbst wenn es so wäre, würde sie die Gefühle der Männer wohl zu Tode analysieren - Mary ist Therapeutin und manchmal kann sie nicht aus ihrer Haut.

Die Begegnung mit Glen bringt Mary ins Wanken. Wie immer lässt er seinen Charm sprühen und während ihm sämtliche Krankenschwestern zu Füßen liegen, kann Mary nur mit den Augen rollen. Auf der anderen Seite registriert sie sehr wohl, wie gut Glen aussieht und wie nett er sein kann. Trotzdem fährt sie immer die Krallen aus, wenn sie in seiner Nähe ist. Warum nur?
Auch Dakota und Walt fällt auf, dass zwischen Glen und Mary die Funken sprühen. Während die beiden ihr Glück zu dritt genießen, wünschen sie sich, dass Mary mal aus ihrem Schneckenhaus herauskommt. Und so langsam merkt auch Mary, dass gegen eine kleine Liebelei mit Glen eigentlich nichts einzuwenden ist. Dass daraus nichts Ernstes werden kann, wissen sie beide. Dafür blockt Mary zu sehr andere aus ihrem Leben und Glen hat eh kein Interesse an Frau und Kindern. Oder?

Nachdem Glen Mary endlich dazu bekommen hat mit ihm auszugehen, fährt er schwere Geschütze auf. Ein einfaches Date in einem Restaurant um die Ecke ist nichts für ihn. Er entführt Mary mit einem Flug und zeigt ihr, was für Vorteile eine Bindung zu einem Fairchild zu bieten hat. Doch Mary kann sich nur schwer darauf einlassen. Sie ist keine von den Mietzen die sich aushalten lassen und das macht sie Glen auch gleich klar.
Während sie noch den ausklingenden Abend genießt erhält sie einen Anruft von Walt. Bei ihr ist eingebrochen worden - es sieht nicht gut aus.
Als Mary das ganze Ausmaß der Zerstörung sieht, ist sie den Tränen nahe. Wer tut so etwas? Sämtliche Möbel sind zerstört, ihr Geschirr zerschlagen und ihr Wagen zerkratzt. Auf dem Spiegel in ihrem Badezimmer steht große eine Beleidigung. Das waren keine Einbrecher die nach Wertsachen gesucht haben, das war gezielt gegen sie gerichtet.
Aber wer könnte das gewesen sein? Mary hat zu niemandem ein Verhältnis das solch eine Wut erklären könnte. Allerdings gab es letztens in ihrer Praxis einen Vorfall mit einem Klienten. Ob er dazu fähig wäre?
Mary kann es sich kaum vorstellen - doch Glen hat da ganz genaue Vorstellungen.
Sein Beschützerinstinkt ist geweckt, aber wie soll er Mary beschützen, wenn so viele Meilen zwischen ihnen liegen?

Meinung:
So langsam neigt sich die 'Not Quite'-Reihe dem Ende und mit 'Not Quite Perfect / Fast mein Traummann' wurde es mal wieder richtig spannend. Ich mag es ja, wenn in so einer Liebesgeschichte auch immer ein wenig Spannung drin ist und das hat Catherine Bybee wunderbar verbunden.
Mary hat keine einfache Kindheit gehabt und ist deshalb sehr sparsam mit ihren Gefühlen für andere. Einzig Dakota hat sie in ihr Herz gelassen, ein Mann hat das bisher noch nicht geschafft. Mary ist eine clevere und selbstbewusste Frau, mit kleinen Schwächen. Bislang mochte ich fast alle Hauptcharaktere in dieser Reihe und auch Mary habe ich schnell ins Herz geschlossen.
Glen ist der typische Frauenschwarm und -held. Natürlich hat er ein gutes Herz, sonst hätte er sich Mary gar nicht nähern dürfen. Da hätte Dakota schon aufgepasst.

Die beiden finden recht schnell zueinander, wichtig ist nur, dass sie es auch durchhalten. Jeder von ihnen merkt, dass er seine Komfortzone (ein tolles Wort, das irgendwie inzwischen überall benutzt wird) verlassen muss, damit das was wird. Aber so einfach ist das nicht.
Ich hatte recht bald eine Idee, wer hinter dem Einbruch stecken könnte - die Frage war nur: warum?

Ich gestehe - ich liebe die Bücher von Catherine Bybee und würde sie definitiv zu meinen Lieblingsautorinnen zählen. Vor kurzem habe ich nun erfahren, dass im Juni der letzte Band der Reihe erscheint. Ich kann es kaum erwarten! Auch wenn es dann wieder heißt sich von geliebten Charakteren zu verabschieden.

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Tags: romantik   (1)
 

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246 Bibliotheken, 14 Leser, 0 Gruppen, 71 Rezensionen

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Die Chroniken von Azuhr - Der Verfluchte

Bernhard Hennen
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei FISCHER Tor, 29.12.2017
ISBN 9783596297269
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt:
In Arbora tobt das blaue Feuer. Jeder, ob Mensch ob Tier, kommt in den Flammen um, die der Erzpriester Lucio Tormeno entfacht hat. Noch lange danach soll die Stadt verlassen liegen, bis 53 Jahre später ein Erbe Tormenos wieder einen Fuß auf die Ruinen der einst prachtvollen Stadt setzt und sich einem Feind gegenüber sieht, der Rache geschworen hat.

53 Jahre nach der Vernichtung Arbora: Milan Tormeno ist es Leid von seinem Vater behandelt zu werden wie ein kleines Kind. Mit seinen 16 Jahren hat er mehr Zeit damit verbracht sich auf seine Ausbildung im Roten Kloster vorzubereiten, als wirklich zu leben.
Sein Vater, Nandus Tormeno, sieht in seinem jüngsten Sohn die letzte Chance, dass ein Nachfahre seines Blutes die großen Geheimnisse des Klosters erfährt und ihm das Wissen bringt, das er selbst nicht erreichen konnte.
Gemäß einer alten Prophezeiung werden sich die Mären erheben um die Rückkehr der weißen Königin einzuleiten. Nandus weiß, dass die Zeit nun gekommen ist, denn wie vorhergesagt, verschwinden Sterne aus dem Firmament. Nandus weiß zu wenig um die Veränderungen einschätzen zu können. Mit Milans Hilfe will er die Geheimnisse lüften, doch dazu muss Milan seine Ausbildung ernst nehmen und mit harter Hand auf den richtigen Weg geführt werden.

Milan hasst seinen Vater. Der ewig eisige Ton, die Disziplin, die ihm abverlangt wird und das ständige aufzeigen seiner Fehler hat ihn dazu gebracht sich an seinem Vater zu rächen. Nichts ist Nandus wichtiger als sein guter Ruf und genau den will Milan ihm nehmen.
Von klein auf hat er die Mären geliebt, die ihm seine Mutter erzählt hat und auch die vielen Bücher beflügeln seine Fantasie. Während sein Vater all dies mit einem strengen Blick abtut, macht sich Milan den Glauben an die Märengestalten zu Nutze. Als Krähenmann verkleidet stiehlt er, vor den Augen unzähliger Gläubiger das größte Heiligtum, die Silberscheibe, aus dem Oktagon seines Vaters.
Beim Kampf mit seinem Vater wird Milan verwundet, kann dennoch fliehen. Nandus ist außer sich und setzt alles daran den Dieb zu finden.
Aber Milan bekommt Hilfe von einer rothaarigen Schönheit, die ihn zusammenflickt und ihm dabei hilft seine Tat zu verschleiern.

Felicia, Schwertherzogin der Rose, treibt mit ihrem Begleiter Rainulf schon länger ihr Unwesen in der Stadt. Sie weiß, dass ein Angriff auf ihre Heimat, den Schwertwald, geplant ist und versucht an die Dokumente zu kommen um ihr Volk frühzeitig zu wappnen.
Als ihr unverhofft Milan vor die Füße stolpert, nimmt sie sich seiner an - nicht uneigennützig natürlich.
Während die Rebellen aus dem Schwertwald versuchen ihr Land zu schützen, versucht Nandus die Bevölkerung daran zu hindern, einer Mär auf den Leim zu gehen.
Den Krähenmann gibt es nicht! Aber als in der Stadt, gemäß der Geschichten, immer mehr Kinder verschwinden, kann Nandus die Gerüchte nicht mehr aufhalten.
Eine uralte Macht erhebt sich - und die Märengestalten sind nur die Vorhut. All das weiß Nandus und doch will er versuchen es zu verhindern. Er muss Milan dazu bringen ihm zu gehorchen, denn auch Nandus merkt, dass mehr in seinem Sohn steckt, als man auf den ersten Blick glauben mag.

Meinung:
'Der Verfluchte' ist der erste Teil einer Trilogie um Milan und das Land Azuhr. Im Prolog erfährt man, wie es dazu gekommen ist, dass Arbora eine Geisterstadt geworden ist. Im ersten Kapitel baut sich dann die gegenwärtige Geschichte auf und man lernt die verschiedenen Charaktere kennen. Das ist ganz nett gemacht mit den Kapitelüberschriften, die den jeweiligen Tag und die Tageszeit angeben. Allerdings war ich irgendwann so drin im Sog, dass mich die Überschriften Null interessiert haben. Hauptsache es ging weiter.

Obwohl ich Bernhard Hennen schon mehrfach begegnet bin und so einige Bücher im Schrank habe, ist dies mein erstes gelesenes Buch von ihm. Was soll ich sagen? Ich bin begeistert. Es ist wirklich richtig gut geschrieben. Jede Figur und jeder Ort erscheinen quasi plastisch vor dem inneren Auge und auch wenn am Anfang die Rollen noch leicht in Gut und Böse zu unterteilen sind, verschwimmen die Grenzen hier nach einer Weile und lassen einen manchmal grübelnd zurück.

Auch wenn es sich hierbei um den ersten Teil handelt, hat der Autor - schon aus persönlicher Antipathie - auf einen Cliffhanger verzichtet. Jey! Das Ende des ersten Buches ist rund und auch wenn es nicht lange dauert, bis der zweite Band erscheint (schon im Herbst wird es soweit sein), kann man vorerst mit der Geschichte abschließen.

Was dem Buch eindeutig fehlt ist ein Personenregister. Ich habe sowieso ein grusliges Namensgedächtnis und bei den vielen verschiedenen Figuren, bin ich dann doch ab und an ins Schwimmen gekommen. Dafür findet man im Umschlag eine Karte und die verschiedenen Wappen, die im Verlauf des Buches wichtig sind.

Ich freue mich schon sehr auf den nächsten Band und hoffe, dass die Geschichte weiterhin so spannend ist.

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irrsinn der servicewelt, leben, witzig

Ich bin ein Kunde, holt mich hier raus

Tom König , Christoph Maria Herbst
Audio CD
Erschienen bei Audio Media Verlag, 01.08.2012
ISBN 9783868042757
Genre: Humor

Rezension:

Tom König, Kolumnist bei Spiegel Online, beschäftigt sich liebend gern mit der Servicewüste Deutschland. Er berichtet von Erlebnissen im Bahnverkehr, der unausweichlichen Frage nach dem Flug 'Ist das wirklich mein Koffer?' und dem Elend mit der Deutschen Post.
Nun hat er einige seiner Erlebnisse und auch ihm zugesandte Vorkommnisse in einem Buch veröffentlicht: Ich bin ein Kunde, holt mich hier raus: Irrwitziges aus der Servicewelt.

Ich bin in der Bibliothek darüber gestolpert und dachte mir, das könnte ja unterhaltsam sein. Gelesen von Christoph Maria Herbst ist es das auch. Die Art und Weise mit der er die kleinen Episoden vertont hat ist einmalig. Er hat einfach die passende Stimme für solch eine Art von Buch. So ein bisschen arrogant und genervt mit einer guten Portion Sarkasmus.

Beinahe jeder Mensch muss sich in wenigstens einer Geschichte wiederfinden, die Frage ist nur, ob es einem wirklich so sehr an die Nieren ging wie dem Autor. Einiges fand ich dann doch etwas übertrieben, allerdings hat hier jeder Mensch ein unterschiedliches Empfinden.
Nicht jeder Verkäufer oder Mitarbeiter eines Unternehmens ist von Hause aus unfreundlichen - oftmals reicht es schon, wenn man selbst seinen Ton anpasst.

Das Buch hat mich eine gewisse Zeitlang unterhalten, ansonsten ist es eigentlich nichts, was man gelesen haben muss. Der Kontext aus diesem Werk lautet wohl lediglich: Ihr seid mit eurem Elend nicht allein.

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Tags: leben   (1)
 

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comic, ralf könig, weihnachten

Santa Claus Junior

Ralf König
Fester Einband: 112 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 20.10.2017
ISBN 9783499290824
Genre: Humor

Rezension:

Inhalt:
Schon wieder Weihnachten. Ute ist genervt. In diesem Jahr macht sie einfach mal nichts. Gar nichts. Nachdem beinahe jeder sprachlos ist, versucht ihr bester Freund sie ein wenig aufzumuntern. Ute ist immerhin gerade wieder Single und vielleicht braucht sie einfach nur mal wieder einen anständigen Mann und was zum Kuscheln für die Weihnachtszeit. Da Ute aber keine Anstalten macht sich nach einem Mann umzuschauen, entschließt ihr Freund sich dazu ihr einen (Schnee)Mann zu bauen. Der vorweihnachtliche Schnee auf dem Balkon wird kurzerhand in einen Minischneemann verwandelt und mit allerlei Dekoration versehen.

Während Ute nun an Heiligabend ganz alleine daheim sitzt und sich einen Film anschauen will, wundert sie sich. Den Schneemann hat sie völlig vergessen. Aber da steht er. Auf dem Balkon. Bei 8°C. Bevor ihr zu gruselig wird, macht sie sich eine Flasche Wein auf. Wer weiß wie der Schnee sich so halten kann.
Als es auf ihrem Balkon einen großen Knall gibt traut sie ihren Augen nicht. Da steht ein Kind. Mit blondgelocktem Haar, in einem Nachthemd und Sternenstaub. Überfordert lässt sie es ins Wohnzimmer und sieht sich dem Christkind gegenüber.
Der Wein muss schlecht gewesen sein! Als das Christkind ihr nun von Santa Claus Junior vorschwärmt als wäre er der letzte Mann auf Erden, wird Ute stutzig. Was sollte das alles? Will das Christkind jetzt ernsthaft Ute und Santa Claus Junior verkuppeln? An Weihnachten?
Dabei hat sie sich doch eigentlich keinen Mann gewünscht ... oder?
Kann es noch merkwürdiger werden? Ja, es kann!

Meinung:
Wie schon mehrfach erwähnt, liebe ich die Comics von Ralf König. Beim Stöbern fand ich dieses kleine Büchlein dann beim Rowohlt Verlag und habe es als Rezensionsexemplar bekommen. Wer die Comics von Ralf König mag, braucht definitiv dieses kleine Buch. Wenn man zudem noch ein Weihnachtsfreund ist, passt es noch besser.
Auch wenn Ute ein Weihnachtsmuffel ist - aus gutem Grunde, wie man erfährt - macht es einem das Christkind schwer, sich nicht darauf einzulassen. Spätestens wenn Santa Claus Junior auf der Bildfläche erscheint und so ganz und gar nicht weihnachtlich ist, fiebert man direkt dem Glöckchen Gebimmel entgegen.

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Tags: comic, weihnachten   (2)
 

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Weihnachtsküsse in White Cliff Bay

Holly Martin , Jeannette Bauroth
Flexibler Einband: 396 Seiten
Erschienen bei Montlake Romance, 14.11.2017
ISBN 9781503954014
Genre: Liebesromane

Rezension:

Inhalt:
Im kleinen Küstenort White Cliff Bay fristet die Eisschnitzerin Penny Meadows ein recht einsames Leben. In den letzten 8 Jahren leistete ihr lediglich ihr Hund Bernard Gesellschaft in dem alten Cottage und ab und an Josh, der ihr beim Verladen der schweren Eisblöcke hilft.
Ab heute sollen auch Henry und Daisy ihr Leben bereichern. Nachdem sie alleine vergeblich versucht hat Mieter für den Anbau zu finden, war es dem Maklerbüro tatsächlich innerhalb kürzester Zeit gelungen. Das Pärchen müsste eigentlich bald eintreffen.
Penny, durch die vielen einsamen Jahre etwas nervös, hofft, dass es nicht zu aufdringlich erscheint, wenn sie ihre neuen Mieter zum Abendessen bei sich einlädt. Die Lasagne steht bereits im Ofen und verbreitet einen verlockend Duft nach Tomate und Kräutern.

Henry ist genervt. Seit Ewigkeiten fährt er durch die Botanik um den kleinen Ort White Cliff Bay und das gesuchte Fliedercottage zu finden, in das er und Daisy ziehen. Sein Navigationsgerät hat ihn bereits mehrfach falsch geführt und auch der der Möbelwagen befindet sich an einem ganz anderen Ort als geplant. So hatte er sich den Neuanfang für sich und Daisy nicht vorgestellt.
Der gelernte Schreiner hofft in White Cliff Bay endlich einen Ruhepol für sie beide schaffen zu können. Sein neuer Job in der hiesigen Möbelfabrik scheint perfekt geeignet um sich einzuleben.
Er kann es kaum erwarten sein Ziel zu erreichen und endlich den Tag abzuschließen. Hoffentlich ist ihre neue Vermieterin nicht zu aufdringlich. Das kann er nun gerade gar nicht gebrauchen.

Als endlich ein Wagen vorfährt vibriert Penny beinahe vor Neugier und öffnet die Tür noch bevor es klopft. Vor ihr steht ein großer, muskulöser und verdammt gutaussehender Mann in etwa ihrem Alter. Damit hatte sie nun nicht gerechnet.
Verstört bekommt sie kaum ein Wort heraus. Der Gesichtsausdruck ihres Gegenübers verheißt allerdings nichts Gutes und wie sie erkennen kann, ist der Mann alleine. Wo ist denn seine Gattin?

Henry sieht sich einer etwas zerzausten, vor Erwartung glühenden Frau gegenüber. Das ist ihre Vermieterin? Wenn er nicht so unfassbar schlecht drauf wäre, könnte er sich einen Flirt mit ihr ganz gut vorstellen. Jetzt will er aber nur ins Bett und den Tag hinter sich bringen - und zwar alleine.

Penny muss sich mehrfach ins Gedächtnis rufen, dass Henry verheiratet ist und sie eigentlich die Schnauze voll hat von der Männerwelt. Als sie ihm sein neues Heim präsentiert fällt ihr auf wie unfassbar groß er ist. Auch ihm scheint es sehr schnell aufzufallen, denn wirklich glücklich schaut er nicht aus der Wäsche. Penny hat die Befürchtung, dass ihm und seiner Frau der Anbau zu schnell zu eng werden und sie wieder alleine da steht.
Nach nur wenigen Worten verabschiedet er sich von ihr und schließt die einzige Verbindung zwischen Haus und Anbau. Penny ist enttäuscht, so hatte sie sich den Abend nicht vorgestellt. Aber vielleicht wird der nächste Tag, wenn Henrys Frau Daisy kommt, besser.
Als der grummelige Henry dann jedoch kurze Zeit später mit Blumen und einem zerknirschten Gesichtsausdruck vor ihrer Tür steht, ist Penny wieder versöhnt. Die beiden verbringen einen lustigen Abend und merken schnell, dass sie ziemlich gut miteinander auskommen. Und nicht nur das, es knistert gewaltig zwischen ihnen. Warum flirtet Henry mit ihr, wenn doch seine Frau morgen nachkommt? Niemals würde sie sich auf einen verheirateten Mann einlassen. Aber ihr Herz ist verräterisch und ihre Gefühlswelt ist schon nach kurzem in purem Chaos untergegangen.

Meinung:
'Christmas at Lilac Cottage / Weihnachtsküsse in White Cliff Bay' ist ein wundervoller Weihnachtsroman zum Wohlfühlen. Um die Autorin schleiche ich schon eine Weile herum und nun habe ich die Chance genutzt und dieses Buch von Holly Martin als mein erstes auserkoren.
Henry mochte ich von Anfang an, auch wenn er ein kleiner Choleriker ist. Er hat das Herz am rechten Fleck und steht für seine Familie ein. Auch wenn er häufig über das Ziel hinausschießt, kann man ihm nie lange böse sein.
Penny hatte bei mir allerdings einen schweren Start. Sie erinnerte mich in so vielen Situationen an Bella aus der Twilight Saga / Biss-Reihe-Reihe. Gerade die Selbstzweifel sind etwas nervig. Ja, sie gehören irgendwie dazu, einfach weil Penny ein paar unschöne Dinge erlebt hat und sich selbst nicht so wahrnimmt wie andere, trotzdem habe ich häufiger über sie den Kopf geschüttelt.
Im Laufe der Geschichte entwickelt sie sich allerdings zu einer beeindruckenden Frau die immer mehr aus ihrem Schneckenhaus herauskommt.
Mein kleines Highlight ist Bernard ;o) Auch wenn der Hund immer wieder nur irgendwo in der Gegend rumliegt, ist er irgendwie das Tüpfelchen auf dem I.

Niemand kann das Rad neu erfinden und so ist der Verlauf der Geschichte vorgezeichnet. Allerdings hat die Autorin hier hin und wieder einige Stolpersteine eingebaut, die der Story die gewisse Würze geben. Ich habe mich in White Cliff Bay sehr wohl gefühlt und werde mir jetzt auch die anderen Bücher der Autorin anschauen. So kurz vor Weihnachten passt dieses Buch natürlich perfekt in die Hände von euch Leseratten, also schlagt zu =o)

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Glück schmeckt nach Popcorn

Marie Adams
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 20.11.2017
ISBN 9783734104947
Genre: Liebesromane

Rezension:

Inhalt:
Martha ist Inhaberin und Betreiberin eines der schnuckeligsten Kinos in Köln. 'Das Lichtspielhaus' hat sie vom vorherigen Besitzer geerbt, zusammen mit allem was dazu gehört. Die nicht zu verachtende Summe zur Reparatur und Instandhaltung hat sie inzwischen entsprechend eingesetzt und auch wenn sie das Kino über alles liebt, wirkt es doch immer ein wenig grau.
Viele Filmposter aus vergangenen Zeiten und auch der gemütliche Kinosaal strahlen nicht mehr im Glanz alter Tage. Auch wenn sie es versuchte, es waren doch immer dieselben Menschen, die zu Besuch kamen. In erster Linie Kritiker und Presseleute, sobald sie wieder einen besonderen Film herausholte und ins Wochenprogramm gab.

In Marthas Liebesleben ist es beinahe ähnlich grau. Seit sie von ihrer großen Liebe Tom verletzt und verlassen wurde, hatte kein Mann mehr Platz in ihrem Herzen gefunden. Den Glauben an die große Liebe hat sie eh nicht und Happy Ends gibt es sowieso nur auf der Leinwand oder im Kitschroman.
Susanna, Marthas Freundin und einzige Angestellte, hingegen hat den Mann fürs Leben gefunden und ist auf dem besten Wege eine wundervolle Mama zu werden. Leider kann sie nun nicht mehr für Martha arbeiten und ganz alleine kann diese den Betrieb auch nicht stemmen. Nach einem nächtlichen Überfall ist sie zudem ängstlich, gerade in den Abendstunden allein im Kino zu sein. Was sie braucht ist ein Mitarbeiter mit Türsteherqualitäten.
Aus einer Laune heraus hängen die beiden einen Zettel im Café aus mit Telefonnummern. Als Martha zur Einsicht gelangt, dass man so keine qualifizierten Mitarbeiter finden kann, ist es allerdings zu spät.

Erik, unverbesserlicher Optimist und Nachwuchsdrehbuchschreiber, hat sich bereits die Nummer notiert. Bis zur Fertigstellung seines ersten Filmes ist es noch ein langer Weg und er braucht dringend einen Job für den Übergang. Was wäre da besser als eine Anstellung in einem Kino?
Erik wählt die Nummer und landet wenig später bei Martha. Er versucht sich Best möglichst zu verkaufen und nach einem kurzen Vorstellungsgespräch ist er auch schon eingestellt. Das hierbei auch seine Statur eine gewisse Rolle spielt lässt seine neue Chefin unter den Tisch fallen. Es ist ja nur für den Übergang, bis sich jemand geeigneteres finden lässt.
Dass bei Martha und Erik grundverschiedene Welten aufeinander prallen ist vor allem Susanna klar, aber sie glaubt das Eriks unerschütterliche gute Laune genau das ist was sowohl Martha als auch ihr Kino brauchen.

Nach nur wenigen Tagen ist Martha von Erik genervt und fragt sich, wie man so naiv durchs Leben gehen kann. Und doch fühlt sie sich in seiner Nähe sicher. Als sie bei einem gemeinsamen Einkauf der Vorräte geradewegs Marthas Ex Tom und seiner ziemlich schwangeren Neuen in die Arme laufen kommt Martha eine blöde Idee, die sie schon bald in Teufels Küche bringt. Aber ist es nicht genau das, was Martha braucht? Ein wenig mehr Leben in ihrem tristen Alltag? Dafür ist Erik in jedem Fall die richtige Person.
Aber auch Stefan, ihr Stammkritiker, versucht Martha für sich zu begeistern.

Ein Kino, zwei Männer und eine Frau - kann es hier ein Happy End geben?

Meinung:
Ich habe Marie Adams im letzten Jahr auf der lit.Love kennengelernt. Da ich bislang nicht dazu gekommen bin mir ein Buch von ihr vor die Nase zu halten, habe ich mich für die Leserunde angemeldet und war gespannt. Ich persönlich liebe ja Filme - sofern sie gut gemacht sind. Der Plot versprach spannend zu werden und das Cover animierte zum nächsten Kinobesuch doch mal eine Portion Popcorn zu kaufen.
Allerdings ist Martha alles andere als begeistert von Popcorn und das hat einen guten Grund. In ihrem Kino gibt es weder eine Popcornmaschine noch Popcornkino. Dafür sucht sie sich altbewährte Klassiker raus und lockt damit vor allem ältere Generationen ins Kino.
In meiner Stadt gibt es vor allem natürlich die großen Kinos mit Blockbuster-Programm, aber auch ein paar Nischenkinos. So laufe ich jedem Tag an einem vorbei und seit ich dieses Buch gelesen habe, schaue ich intensiver auf die Programmankündigung. Ob es dort auch kein Popcorn gibt? ;o)

Marie Adams beschreibt das Kino ziemlich gut und man meint beinahe den leicht staubigen Geruch in der Nase zu haben. Allerdings konnte mich die Autorin überhaupt nicht mit ihren Charakteren begeistern. Susanna ist eine glückliche junge Frau mit Träumen und ausgerechnet sie verlässt Martha, die in ihrer negativen Einstellung allem und jeden gegenüber einfach nur unsympathisch ist. Sie sucht beinahe ständig nach dem Haar in der Suppe und wenn sie keines findet, dann fügt sie es eben selbst ein. Obwohl Martha gerade 30 Jahre alte ist, macht sie den Anschein einer alten, verbitterten Frau die vom Leben gezeichnet ist.
Natürlich spielt hier auch ihre Vergangenheit mit Tom eine große Rolle, aber man könnte meinen, sie ist in der Zeit hängen geblieben.

Und dann ist da Erik. Ein Luftikus, Sonnenschein und beinahe übertriebener Optimist. Erik glaubt fest an die Liebe, an das Leben und an seinen Erfolg als Drehbuchautor. Seine gute Laune tut beinahe weh und fast konnte ich Martha verstehen, dass sie ihn als kindlich und naiv abstempelt. Aber mit der Zeit lernt man Erik besser kennen und fiebert mit, wie es bei ihm weitergeht. Das aus den beiden ein Paar wird ist so ausgeschlossen wie eine Hochzeit im Vatikan.
Die meisten Charaktere machen während der Geschichte eine gewisse Entwicklung durch - Martha nicht. Das nimmt leider sehr die Freude am Buch.

Da die Autorin während der Leserunde dabei war und bereits erwähnte, dass sie das erste Mal eine eher knifflige Hauptprotagonistin in einem Roman verwurstelt hat, werde ich mich an einem anderen Buch aus ihrer Feder versuchen. Eines weiß ich nach diesem Buch - ich brauch einen Hauptcharakter den ich leiden kann. Und wenn es nicht am Anfang ist, dann doch wenigstens nach dem ersten Drittel.

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Tags: kino, leben, liebe   (3)
 

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familie, freundschaft, haus, hörbuch, katie fforde, kind, liebe, sommer, sommer der liebe

Sommer der Liebe

Katie Fforde , Katharina Kramp , Carina Sandhaus
Audio CD
Erschienen bei Lübbe Audio , 21.06.2013
ISBN 9783785746806
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt:
Sian und ihr kleiner Sohn Rory sind aus London in den kleinen Vorort gezogen und richten sich gerade häuslich ein, als eine ältere Dame vor dem Gartentor steht. Fiona wohnt am Ende der Straße und wollte die neuen Nachbarn willkommen heißen und sich vorstellen. Sian ist gerührt und Fiona ist ihr sofort sympathisch. Selbst Rory, der eher schüchtern ist, fasst gleich Vertrauen und so ziehen die beiden gemeinsam durch den Garten während Sian sich um den Tee zum Kuchen kümmert.
Das kleine verwinkelte Haus gleicht einem Schlachtfeld, aber solange es draußen so schön ist, kümmert sich Sian lieber um den wundervollen Garten. Sie plant Obst und Gemüse anzubauen, damit Rory und sie viel selbst nutzen können und sie die alltäglichen Kosten gering halten kann. Sie hofft auch hier Fuß fassen zu können und für Kunden Möbel verschiedenster Art bemalen zu dürfen.

Fiona bewohnt ein großes Haus mit weitläufigem Garten und fühlt sich ziemlich einsam. Nachdem ihre erste große Liebe gestorben war, hat sie sich - auch wegen der Kinder - in eine neue Ehe gestürzt, die sie nicht nur Nerven gekostet hat. Nun ist sie jedoch schon lange allein, die Kinder sind ausgezogen und das große Haus ziemlich leer.
Auf einer Internetplattform versucht sie nun eine neue Bekanntschaft zu machen - das darf aber niemand wissen! So vertraut sich Fiona der neuen Nachbarin an und bittet sie um Rückendeckung, falls beim ersten Date etwas schief geht. Sian hilft natürlich gern und ist schon gespannt darauf, was Fiona von ihrem Date mit Robert berichten wird.
Der Tag ist gekommen, Fiona auf dem Weg zum Café und schon nach kurzem enttäuscht. Robert ist gut aussehend, charmant und freundlich, aber irgendwie reizt er Fiona gar nicht. Auch findet sie manche seiner Fragen etwas unangebracht. Trotzdem kommt es dazu, dass sie ihn zu ihrer Dinnerparty einlädt.

Sian hilft Fiona bei den Vorbereitungen zur Party, bevor sie sich umziehen geht. Das Essen ist fertig, die Dekoration auch und als die Gäste eintreffen, merkt sie schnell, dass sie hier in anderen Kreisen verkehrt als normal. Trotz allem fühlt sie sich wohl, bis von draußen Motorengeheul zu hören ist und kurz darauf ein Mann den Wintergarten betritt. Sian ist wie vor den Kopf geschlagen, als dieser Mann Fiona mit dem Wort 'Mutter' anspricht. Ihr entgleisen alle Gesichtszüge als Angus sie erblickt. Sie kennen sich, viel zu gut.
Vor ihr steht der Vater ihres Sohnes Rory, von dessen Existenz er überhaupt nichts weiß. Wie schon damals übt er eine ungeheure Anziehungskraft auf sie aus und auch seine Augen funkeln. Wie kommt sie da nur wieder raus?

Fiona merkt sofort das etwas nicht stimmt, aber ihr Instinkt sagt ihr, dass jetzt dafür nicht die richtige Zeit ist. Sie muss viel mehr sehen, dass sie Robert wieder los wird, der scheinbar Besitzansprüche auf sie erhebt. Während James, der reizende Inhaber eines kleinen Buchladens, ganz Gentleman die Weinauswahl des Dinners übernimmt. Vielleicht war die Sache mit dem Online-Dating doch keine so gute Idee. Ihr Bauchgefühl sagt ihr, dass Robert nicht zwingend an ihr als Person interessiert ist.
Manchmal liegt das Gute so nah, dass man es leicht übersehen könnte.

Meinung:
'Summer of Love / Sommer der Liebe' habe ich mir vor Jahren aus einer Kramkiste gefischt und dann durch Zufall noch mal als Hörbuch in der Bibliothek eingefangen. Kurzerhand habe ich es lieber gehört als gelesen und bin ganz begeistert. Die Sprecherin macht ihren Job wirklich gut und die Geschichte ist so richtig nett. Ich mochte die wichtigen Personen und die doofen Leute fand ich auch gleich entsprechend unsympathisch ;o) Man merkt ziemlich schnell worauf es am Ende hinausläuft, aber ich glaube es geht in diesen Büchern auch nicht um nervenzerfetzende Wendungen. Somit konnte ich mit Sian und Fiona mit fiebern und hatte am Ende ein Wohlfühlbuch.
Fiona mochte ich besonders gern. Sie hat eine wundervolle Art an sich und ein großes Herz. Dass sie auch im fortgeschrittenen Alter noch mal nach der Liebe des Lebens sucht finde ich großartig und auch die Art ist charmant.
Mein zweitliebster Charakter war James. Der ruhige Mann macht es einem leicht ihn zu mögen und wer will nicht auch eine Buchhandlung sein Eigen nennen?

Was mich beim Hörbuch etwas irritiert hat, war die Melodie am Ende einer CD. Der letzte Track wurde mit Musikuntermalung abgeblendet und es war teilweise schwer noch die Sprecherin zu verstehen. Da es keine weiteren Bücher von ihr vertont gibt, kann ich nun gar nicht herausfinden ob es bei anderen auch so wäre.

Dies war nun also mein erstes Buch von Katie Fforde, vielleicht läuft mir ja mal wieder eins über den Weg.

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Tags: familie, freundschaft, liebe   (3)
 

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Weihnachten in Cinnamon Falls

Manuela Inusa
Flexibler Einband: 102 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 27.10.2014
ISBN 9781501026690
Genre: Liebesromane

Rezension:

Inhalt:
Cloe Jenkins und ihre Schwester Julie haben immer zusammengehalten, doch vor 4 Jahren hat Julie sie einfach verlassen. Cloe blieb allein mit ihrer krebskranken Mutter in New York zurück, während Julie dem Mann ihrer Träume in ein kleines Nest namens 'Cinnamon Falls' folgte. Cloe kann es ihr nicht verzeihen. Sie hätte so sehr jemanden gebraucht der ihr zur Seite steht und sie auch mal in den Arm nimmt, wenn es ihr alles zu viel wird. Seit sechs Jahren kämpfte ihre Mutter gegen den Krebs - erfolglos. Nun ist sie tot und Cloe ganz allein.
Der letzte Wunsch ihrer Mutter: sie soll Julie verzeihen. Aber kann sie das nach so langer Zeit?

Nachdem sie sich bereits um alles für die Beerdigung gekümmert hat, bleibt nur eins zu tun - Julie anrufen. Es ist komisch ihre Stimme zu hören und doch irgendwie schön. Vielleicht kann sie Julie verzeihen, aber Michael nicht. Dieser Mann hatte ihr ihre Schwester genommen, deshalb verbittet sie Julie ihren Mann mit nach New York zu bringen zur Beerdigung. Sie weiß im Grunde, dass es falsch und grausam ist, aber Cloe kann nicht mehr klar denken. Sie trauert und hat alles im Leben verloren. Was für einen Sinn hat ihr Leben jetzt noch?
Zu allem Überfluss stand Weihnachten kurz bevor und Cloe würde allein daheimsitzen. Sie hatte schon lange keine Freunde mehr und durch die Vollzeitpflege ihrer Mutter auch keinen Job, durch den sie Menschen hätte kennenlernen können.

Als Julie und Cloe gemeinsam die Asche ihrer Mutter in den Hudson River streuen, fühlt es sich fast an wie früher. Aber eben nur fast. Um das Andenken ihrer Mutter zu feiern, besuchen sie ihren Lieblingsitaliener und reden nach langer Zeit mal wieder Klartext. Natürlich hatte Julie nichts falsch gemacht - wie auch? Sie war ihrem Herzen gefolgt und Cloe hätte es vielleicht auch getan, wenn sie die Chance gehabt hätte.
Bevor Julie sich wieder auf den Heimweg macht, lädt sie ihre Schwester nach Cinnamon Falls ein, um gemeinsam Weihnachten zu verbringen. Natürlich hatte sie nicht vor die Einladung anzunehmen. Was sollte sie zwischen all den Menschen?

Aber einen Tag vor Heiligabend steht sie in tiefer Trauer und Verzweiflung mit einem Baumkuchen vor der Tür ihrer Nachbarin. Dass es nicht üblich ist Muslimen ein Weihnachtsgeschenk zu machen fällt ihr zu spät ein. Ihr Kreislauf versagt, sie kann sich kaum daran erinnern, wann sie das letzte Mal etwas gegessen hatte, und findet sich auf ihrer Couch wieder. Ihre Nachbarin hatte ihr einen Tee gekocht und kümmert sich liebevoll um sie. Da brechen alle Dämme und sie schüttet der armen Frau ihr Herz aus. Diese hat jedoch nur einen Rat und eigentlich kennt Cloe die Antwort auf ihr dringendstes Problem schon.
Bevor sie es sich anders überlegen kann macht sie sich auf den Weg - zu Julie.

Cloe hat ein wenig Angst wie die Familie reagieren wird. Schließlich hat sie sich in den letzten 4 Jahren gegen jeden Kontakt gewehrt. Was müssen die Leute nur von ihr denken? Aber nun war es zu spät. Je näher sie Cinnamon Falls kam, desto nervöser wurde sie. Mit dem was sie dort erwartet, hätte sie jedoch im Leben nicht gerechnet.

Meinung:
'Weihnachten in Cinnamon Falls' ist mein erster Weihnachtsroman in diesem Jahr und ich kann das Zimtaroma förmlich riechen. Nachdem es draußen langsam kalt wird, war dieser Kurzroman der richtige Einstieg und ich habe den kurzen Ausflug sehr genossen. Ein wenig musste ich mich an den Schreibstil gewöhnen, aber das ging recht schnell. Mit seinen knapp 120 Seiten ist das Buch etwas für zwischendurch.
Cloe ist kein Charakter den man sofort liebt, was auch mit an ihrer Einstellung ihrer Schwester gegenüber liegt. Julie hingegen mochte ich sofort und auch ihre Mutter Liz.
Eigentlich konnte ich mich mit allen Figuren anfreunden, bei Cloe hat es nur etwas gedauert.

Das Buch beginnt sehr traurig und wer sensibel ist, sollte es vielleicht nicht in der Öffentlichkeit lesen. Ich musste doch sehr mit mir kämpfen. Aber es geht bergauf und immer weiter in die richtige Richtung. Durch die Seitenzahl sind der Geschichte natürlich Grenzen gesetzt und so entwickelt sich einiges sehr schnell. Vielleicht zu schnell.
Am Ende wollte ich gerne wissen wie es denn nun eigentlich weitergeht, aber die Reihe besteht aus 6 Bänden und ich hoffe. dass man in den anderen Büchern noch etwas über die Figuren aus den vorherigen erfährt.

Mein erstes Buch der Autorin, aber sicher nicht mein letztes.

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Tags: reihe, weihnachten   (2)
 

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agentur, erotik, erotikhotline, hotline, liebe

Hotline of Love

Mia Brown
Flexibler Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Elysion-Books, 31.08.2017
ISBN 9783960000587
Genre: Liebesromane

Rezension:

Inhalt:

Louisa Silverman hat es endlich geschafft: sie ist geschieden. Nach nur wenigen Jahren Ehe mit dem erfolgreichen Unternehmer Bob Silverman steht sie vor dem Nichts. Bob hat um alles gefeilscht und Louisa am Ende kaum etwas gelassen. Was sie nun als erstes braucht ist eine eigene Wohnung. Aber wie soll sie die finanzieren? Ihren Model-Job hat sie nach der Hochzeit aufgegeben und ob ihr Körper noch für den Laufsteg oder wenigstens für Fotos taugt? Ja, sie hatte ein Kind bekommen und Taylor ist ihr ganzer Stolz, aber eigentlich hat sich ihre Figur kaum verändert.

Ein Anruf bei ihrem ehemaligen Agenten Kurt Logan sollte ihr Klarheit verschaffen. Nach ihrem Ausstieg damals hat er Gift und Galle gespuckt, sie war schließlich sein bestes Pferd im Stall. Ob er ihr verziehen hat nach so vielen Jahren?

Nach dem Telefonat war sie sich sicher - er hatte ihr verziehen. Wenn er es sie auch nie vergessen lassen würde, wie sehr sie ihn enttäuscht hatte. Trotzdem bekam sie beinahe umgehend eine Einladung von ihm zu einer neuen Show und wenn sie alles richtig machte, sollte das ihr Wiedereinstieg ins Geschäft werden.

 

Nur wenige Stunden später wusste sie eins - Männer verziehen nie! Kurt hatte sie nicht nur beschimpft, nein er wollte sie zu etwas zwingen, was sie nie tun würde.

Völlig aufgelöst strandet sie in ihrer neuen Wohnung - ihre beste Freundin Hanna McCourt hatte sie beinahe bekniet bei ihr einzuziehen und Louisa musste zugeben, etwas Besseres hätte ihr nicht passieren können. Hanna ist ihr Netz, denn immer wenn es ihr schlecht geht, weiß sie genau, ihre Freundin ist immer für sie da.

Die rothaarige und quirlige Hanna tröstet ihr Freundin und versucht ihr einen Schubs in die richtige Richtung zu geben. Seit 2 Wochen hat sie den perfekten Job, der auch für Louisa ein Klacks sein sollte. Was es genau ist rückt sie nicht heraus, macht Louisa aber so neugierig, dass sie schon am nächsten Tag mit Hannas altersschwachem Wagen durch die Gluthitze fährt und sich in der Agentur 'Love to go' vorstellen möchte. Hätte sie nur geahnt worum es sich dabei handelt!

 

Mrs. Sunshine, eine sympathische Afroamerikanerin nimmt Louisa als erstes die Scheu und direkt danach den Glauben an ihre Freundin Hanna. Eine Telefonsexagentur? Wirklich? Louisa ist empört. Mrs. Sunshine kann es ihr kaum verübeln, hofft aber, dass Louisa sich doch für die Agentur entscheidet. Sie wäre definitiv gut in ihrem Job.

Den Heimweg verbrachte Louisa brodelnd bis daheim dann die Bombe platzt und sie den ersten richtigen Streit mit Hanna hat. Diese hatte es nur gut gemeint, doch Louisa fühlt sich betrogen. Wie konnte ihr Hanna das nur antun? Erst Bob, dann Kurt und nun auch noch sie?

 

Einen Tag und viele Stunden des Nachdenkens später hat Louisa eingesehen wie falsch sie reagiert hat. Hanna wollte ihr nur helfen. Und was ist schon dabei? Es ist ja nur am Telefon. Aber ob sie das könnte?

2 Wochen später unterschreibt Louisa tatsächlich einen Vertrag bei Mrs. Sunshine und ist schon total aufgeregt - wie ihr erster Tag wohl sein wird?

Und dann ist es soweit. Ihr erster Kunde ist Brad und obwohl Lou alles andere als erfahren ist in Liebesdingen lügt sie dem einsamen Mann am anderen Ende der Leitung das Blaue vom Himmel herunter. Aber nicht nur er kommt auf seine Kosten, Louisa vibriert vor sexueller Lust und das liegt sicher nicht nur an ihrer eigenen Fantasie. Brad hat eine unglaubliche Stimme und ihr 'erstes Mal' wird so zu etwas ganz Besonderem. Dumm nur, dass nicht alle so sind wie er.

In den kommenden Wochen hat sie allerhand verschiedene Typen in der Leitung, aber sie merkt, dass sie immer mehr Kribbeln im Bauch verspürt, sobald sie seine Stimme hört. Was soll sie nur machen? Sie kriegt ihn einfach nicht aus dem Kopf - sehr zur Besorgnis ihrer Freundin Hanna. Sie und die anderen Frauen der 'Love to go'-Agentur wissen sehr genau, dass es dort draußen genug irre Menschen gibt. Aber Brad ist anders, oder?

 

Meinung:

'Hotline of Love' ist das zweite Buch von Mia Brown und es verspricht sowohl spannende als auch erotische Unterhaltung. Louisa ist unbedarft, naiv und ein wenig weltfremd. Sie geht immer vom Guten im Menschen aus - was an sich nichts Schlechtes ist, ihr aber so manches Mal eine böse Überraschung beschert. Im Laufe des Buches lernt sie dazu, aber so richtig gepackt hat sie mich nicht.

Dafür hat es mir Hanna angetan. Die quirlige Rothaarige ist einfach nur süß und steht mit beiden Beinen voll im Leben. Sie lässt sich nicht einschüchtern und geht ihren Weg. Davon sollte Louisa dringend lernen.

 

Am Anfang des Buches lernt man viel aus Louisas Leben, bevor es dann richtig mit der Geschichte losgeht. Sie sträubt sich erst ziemlich gegen die Hotline of Love, dabei ist das für sie die perfekte Lösung: Zeit für ihren Sohn und ein gutes Einkommen.

Die anderen Frauen der Agentur haben ebenfalls eine Geschichte zu erzählen und so bekommt der Roman eine gewisse Tiefe.

 

Mich konnte 'Hotline of Love' begeistern und ich habe mich immer wieder auf meine Busfahrt gefreut, während der ich weiterlesen konnte =o) Der Schluss hat mich ein wenig überrascht, aber irgendwie passte es trotzdem.

Ich würde mir fast wünschen von den anderen Frauen noch mehr zu lesen. Na, Mia, wie wäre es? =o)

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Novemberschokolade

Ulrike Sosnitza
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Heyne, 11.10.2016
ISBN 9783453359062
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt:

Lea Winter steht kurz vor dem Aus. Ihre geliebte Chocolaterie wirft nicht genug Gewinn ab um die Miete für den Laden, ihre Wohnung darüber und ihre beiden Angestellten zu bezahlen. Langsam gehen ihr die Vorräte aus und von der Bank bekommt sie ebenfalls keinen Cent mehr.
Sie liebt es Pralinen zu kreieren, in der Schokolade zu rühren und mit geschickter Hand Trüffel zu verzieren. Die Buchhaltung und Planung für einen eigenen Laden allerdings nicht.
So kurz vor Weihnachten hofft sie, dass ihre Vermieterin Frau Obermüller noch einmal nachgibt und ihr Aufschub gewährt, aber diese bleibt hart. Lea hat eine Woche Zeit um aus der Wohnung auszuziehen und sollte sie die Miete für den Laden nicht bald bezahlen, wird es schon bald einen weiteren Lieferdienst in Würzburg geben. Ihr Nachbar, der Italiener Fiurelli, wollte schon lange sein Angebot erweitern und wittert seine Chance.

Abgekämpft und fertig mit der Welt trifft sie auf Alessandro. Sie ahnt nicht, wer er wirklich ist und verliebt sich beinahe augenblicklich in seinen Duft: Orange, Basilikum und ein Hauch Rauch. Sie würde ihn am liebsten sofort in eine Praline verpacken, aber dazu fehlt ihr im Moment der Kopf.
Beim Entsorgen des Altpapieres fällt ein Flyer auf den Boden: Die Schwanenhotels suchen eine Praline für ihre Gäste. Etwas ganz besonders soll es sein und in einem Wettbewerb entschieden werden.
Lea war dieser Flyer gar nicht aufgefallen, aber Alessandro hielt ihr ihn wie eine Trophäe unter die Nase. Als Preis erhält der Gewinner 5.000 Euro. Damit könnte sie gut einen Teil ihrer Schulden bezahlen!
Vielleicht muss sie ihren Traum von der eigenen Chocolaterie doch noch nicht begraben.

Lea, die bei ihren Großeltern aufgewachsen ist, nachdem ihr Vater ums Leben kam, sehnt sich seit frühester Kindheit nach ihrer Mutter. Inzwischen ist es mehr ein leichtes Ziehen im Herzen, doch nach so vielen Jahren hat sie die Hoffnung beinahe aufgegeben. Sie würde zu gerne wissen, warum sie damals einfach abgehauen ist und sie nie besucht hat.
Bei der Suche nach Inspirationen für die Schwanenpraline landet sie auf der Seite einer TV-Show mit einem Spezial zu Hochzeitstorten mit Schwänen. Bingo!
Als sie jedoch das Bild des Teams hinter der TV-Show sieht, stockt ihr der Atem. Neben dem weltberühmten Chocolatier Sébastian Malineau steht die Frau nach der sie schon so lange sucht: ihre Mutter. Sie hatte sie wirklich gefunden.
Ob sie jetzt endlich Antworten auf ihre vielen Fragen finden würde? Lea will sie unbedingt treffen und ausgerechnet Alessandro kann ihr dabei helfen, denn er ist mehr als nur der Sohn des Italieners von nebenan.

Meinung:
'Novemberschokolade' ist der Debütroman von Ulrike Sosnitza und macht allein optisch schon einiges her. Ich liebe ja diese Haptik bei den gerillten Buchcovern.
Also Schokoladenjunkie musste ich natürlich zu diesem Buch greifen und ich war sehr gespannt wie es wohl sein würde.

Lea ist eine Person, die sich schlecht einschätzen lässt. Sie ist eine spezielle Frau, die ich kaum beschreiben kann. Auf der einen Seite ist sie kämpferisch und lebensbejahend, auf der anderen Seite nicht standhaft genug und schnell verschreckt. Die Liebe zur Schokolade hat sie von ihrem Vater geerbt, den sie bereits im Kleinkindalter verloren hat. Ihre Pralinen sind echte Handwerkskunst und ihr bisheriger Fixpunkt im Leben.
Die Sehnsucht nach ihrer Mutter scheint sie jedoch auszubremsen, was sehr schade ist.

Alessandro will ihr dabei helfen ihr Potenzial zu erkennen und auch einzusetzen, stößt dabei aber immer wieder an seine Grenzen. Bis auf seinen Duft, bleibt er charmant, aber etwas farblos.
Ich mochte am meisten Herlind. Vom Charakter her ist sie bodenständig und eine echte Bereicherung für Lea. Sie packt mit an, wenn es nötig ist, bedrängt aber niemanden.

Über das gesamte Buch ziehen sich immer wieder verführerische Pralinenbeschreibungen die es einem wirklich schwer machen nicht in den nächsten Laden zu rennen und einmal das gesamte Sortiment zu kaufen.
Wer ein kleines bisschen Spaß an Ofen und Herd hat, wird sich hier von ganz alleine Gedanken machen, wie man bestimmte Pralinen herstellen könnte. Die Beschreibungen der einzelnen Schritte sind detailliert genug um Lust darauf zu bekommen und ich renne seither mit einem Zettel durch die Gegend, auf dem ich mir verschiedene Variationen notiere.
Die Geschichte entwickelt sich über verschiedene Stadien und, Gott sei Dank, auch Lea. Sie bleibt sympathisch, findet aber immer mehr zu sich selbst. Das hat mir gut gefallen.

Die Thematik des Buches - Mutter verlässt ihr Kind - ist sehr schwierig. Und auch wenn ich am Ende ungefähr weiß warum Leas Mutter so reagiert hat, kann ich es doch aus menschlicher Sicht überhaupt nicht nachvollziehen. Das Buch regt in jedem Fall das Gedankenkarussell an.

Ich durfte Ulrike Sosnitza auf der lit.Love kennenlernen und finde sie sehr sympathisch. Eine Frau die Schokolade liebt - besser geht es wohl kaum! Ich bin schon sehr gespannt auf ihr nächstes Buch, das im neuen Jahr erscheint.

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Tags: familie, leben, liebe, schokolade   (4)
 

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171 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 90 Rezensionen

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Marlenes Geheimnis

Brigitte Riebe
Fester Einband
Erschienen bei Diana, 11.09.2017
ISBN 9783453292055
Genre: Historische Romane

Rezension:

Inhalt:
Nach dem Tod von Eva Auberlin machen sich ihre jüngste Tochter Viktoria und ihre Enkelin Christiane auf den Weg zum Bodensee. Der kleine Ort am Bodensee weckt viele Erinnerungen in Nane, die sich immer wieder Vorwürfe macht zu selten ihre Großmutter besucht zu haben. Nun ist es zu spät. Alles was ihr noch bleibt ist die Erinnerung und ihr Vermächtnis.
Eva hat ihrer Enkeltochter ihre Geschichte hinterlassen. In einem kleinen roten Büchlein hat sie fein säuberlich notiert, wie sie einst in Reichenbach aufgewachsen ist, wie ihr Vater, eigentlich Apotheker, nebenbei das Brennen beherrschte und wie ihre Mutter, einst die große Sängerin, ihre Trauer um das Karriereende im Alkohol ertrank.
Doch nicht nur das Leben von Eva breitet sich vor Nane aus. Sie erfährt viel über die Menschen von damals und muss einmal mehr erkennen, dass ihre Großmutter ein ganz besonders wunderbarer Mensch war. Nicht nur für ihre Familie, auch für andere.

Im Ort begegnet Nane ihrem Jugendfreund Simon. Sein Großvater, ein verschlossener und furchteinflößender Mann, ist nur kurz vor Eva verstorben und auch seine Kinder sind dabei sein Erbe zu sichten und zu ordnen.
Mit den Dokumenten und der endlosen Masse an Erinnerungen überfordert, bittet er schließlich Nane ihm zu helfen. Widerwillig lässt sich Nane für die Arbeit einspannen, doch Simon hat einen Köder. Denn im Nachlass von Hermann Bentele finden sich Ohrringe, die dieser einst für eine Frau angefertigt hat - für Eva Auberlin.

Nane, mit ihrem eigenen Leben völlig überfordert hat nun gleich mehrere Probleme: da wäre die kleine Hündin, die sie auf dem Weg am Straßenrand aufgelesen hat und der ihr Herz nun gehört; dann der ewige Streit zwischen ihrer Mutter Viktoria und deren Schwester Marlene; Evas Aufzeichnungen über ihr Leben und nun auch noch die Notizen von Hermann Bentele, die in Sütterlin geschrieben und somit für sie kaum lesbar sind. Der einzige Lichtblick ist Dr. Rossi. Der charmante Tierarzt hat Nanes Herz im Sturm erobert, auch wenn dies weder die richtige Zeit noch der richtige Ort war um sich über Männer in ihrem Leben Gedanken zu machen. Und eigentlich ist Dr. Rossi doch schwul, oder?

Während sie immer weiter in der Vergangenheit abtaucht und Evas Leben begleitet, scheint ihr eigenes Leben endlich ruhiger zu werden. Die Zeit bei Marlene tut gut und auch die kleine Hündin scheint alles daran zu setzen, dass Nane für einen Augenblick ihren Stress und ihre Sorgen vergisst.
Ob sie sich eines Tages trauen wird über ihr Versagen zu sprechen? Wann wäre der Zeitpunkt besser als jetzt? Doch Nane hat Angst. Angst vor Marlenes Reaktion und ihrer eigenen Courage. Was sie dann in Evas Aufzeichnungen entdeckt macht es ihr beinahe unmöglich ihrer Tante gegenüber normal zu bleiben. Darf sie Marlene auf ihre Vergangenheit ansprechen?

Meinung:
Der neue Roman von Brigitte Riebe fesselt den Leser auf zwei Zeitschienen. Wir beginnen im Hier und Jetzt mit Nane, die auf dem Weg zur Beerdigung ihrer Großmutter Eva auch zum Teil vor sich selbst wegläuft.
Die zweite Zeitschiene beginnt 1938, kurz vor Beginn des zweiten Weltkrieges und erzählt Evas Leben. Beide Erzählstränge wechseln sich ab, was trotz des häufigen Wechsels nie verwirrend ist.

Eva ist ein starker Charakter, der schon früh lernen muss auf sich selbst und ihre Familie aufzupassen. Natürlich hatten wir alle Geschichtsunterricht und kennen zu einem Teil die Vergangenheit, aber durch Evas Geschichte wird es erst lebendig. Viele, die damals schon gelebt haben, wollen darüber heute nicht mehr sprechen. Zu grausam waren Krieg und Elend. So hat auch Eva erst nach ihrem Tod ihre Vergangenheit preis gegeben.
Christiane erfährt von den Strapazen der Nachkriegszeit, von Verlust und Trauer nur durch Evas Aufzeichnungen und lernt so auch ein Stück von sich selbst. Das hilft ihr, auf ihr eigenes Leben zu blicken und könnte ihr so helfen wieder Fuß zu fassen.

Auch und gerade über Marlene lernt der Leser viel. So einfach wie es am Anfang schien ist es nicht und das große Geheimnis um Marlene liegt in Evas Aufzeichnungen. Was sie mir am Anfang übrigens nicht sympathischer machte. Die ewige Anzickerei mit ihrer Schwester habe ich bis zum Schluss nicht verstanden
Christiane ist sympathisch, ein wenig grau, aber mit großem Potenzial. Ihre Entwicklung im Laufe der Geschichte ist gut und nachvollziehbar. So macht es Spaß sich auf beide Hauptcharaktere einzulassen.

Das Buch fesselt und ziemlich schnell sind eine ganze Handvoll Seiten weggelesen, während man wissen will wie der nächste Abschnitt enden wird.
Sicherlich ist 'Marlenes Geheimnis' ein Buch das zum Nachdenken anregt und vielleicht so manchen dazu bringt in sich zu gehen und zu entscheiden, was wirklich wichtig ist im Leben.

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Tags: deutschland, familie, nachkriegszei, roman   (4)
 

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

erotik

Sugar Love

Anya Omah
Flexibler Einband: 220 Seiten
Erschienen bei Latos Verlag, 31.08.2016
ISBN 9783945766323
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Inhalt:
Ethan Anderson hat kaum eine Wahl, er braucht diesen Job. Viele Frauen verkaufen ihren Körper für Geld, nun muss er es auch irgendwie hinkriegen. Seit er sein Studium geschmissen hat, hält er sich mit einem Job als Barkeeper über Wasser. Er lebt bei seiner demenzkranken Granny Rose, die es im Leben immer schwerer hat. Ohne seine Nachbarin Norma wäre er aufgeschmissen. Für Rose gäbe es eine wunderbare Chance auf ein behütetes und schöneres Leben in einer teuren Einrichtung die sich auf Demenzkranke spezialisiert hat. Das Geld dafür kriegt er jedoch mit seinem Job in der Bar definitiv nicht zusammen. So bleibt ihm nur dieser Weg - als Callboy bei der Agentur Sugar Love.

Miranda Underwood hat die Schnauze voll. In einer Tour wird sie von ihrem Mann betrogen und nun auch noch öffentlich gedemütigt. Nur mit Mühe und Not kann sie die Fassade aufrecht erhalten und findet sich schon bald in einer Bar wieder vor einem Martiniglas. Sie trinkt nicht, sie starrt es nur an. Es wäre eine Erlösung und auch ihr Verderben. Seit nun schon 9 Monaten ist sie trocken. Die Treffen bei den Anonymen Alkoholikern haben ihr geholfen, vor allem aber auch ihre beste Freundin Sam.
Was soll sie nur machen? Sie hält es in dieser Ehe schon lange nicht mehr aus, aber eine Scheidung würde sie vor dem Nichts stehen lassen.
Da hat Sam eine Idee.

Als Ethan am Abend in der Bar ankommt, fällt ihm die Frau an der Theke sofort auf. Sein Kollege erklärt ihm, dass sie schon ewig vor dem einen Glas sitzt, es aber nicht anrührt.
Etwas an ihr bringt Ethan Inneres zum Beben und da er weiß wie schwer es ist, beschließt er ihr zu helfen. Wie kann eine so bildhübsche Frau allein in einer Bar sitzen und so traurig aussehen? Sie scheint mit seiner Rettungsaktion nicht ganz glücklich zu sein, wiedersteht am Ende aber doch der Verlockung und verschwindet aus der Bar. Nur aus Ethans Gedanken nicht.

Sam nutzt schon länger die Dienste der Agentur Sugar Love - warum sollte Miranda es nicht einmal ausprobieren? Ein wenig ängstlich ist sie ja schon, was ist, wenn sie jemand verpfeift und sie am Ende in der Zeitung landet? Das wäre ein gefundenes Fressen für ihren Ehemann um sie abzuschießen. Aber Sam wischt ihre Bedenken fort und so findet sich Miranda auf dem großen Anwesen wieder, gestylt bis in die Haarspitzen und konfrontiert mit einer Reihe heißer Männer. Darunter befindet sich auch der Mann aus der Bar. Ob das gut ist?
Wie schon beim letzten Mal strahlt er Sicherheit aus und so lässt sie sich darauf ein. Was am Ende dabei raus kommt, hätten beide nicht erwartet.

Meinung:
Ich habe Anya Omah auf der Website der RARE gefunden und hatte mir ihre Bücher mal angeschaut. Dieses schien mir am wenigsten sexlastig - was auf Grund des Themas schon lustig ist ;o)
Natürlich habe ich mir dieses und auch den Folgeband 'Sugar Love: Hingabe' von der Autorin auf der RARE signieren lassen. Wäre ja auch schön blöd wenn nicht ;o) Nun war ich natürlich auch neugierig wie es wohl ist und habe es gelesen. Obwohl es nur 212 Seiten hat, habe ich daran eine ganze Weile gelesen. Was wohl der Zeit geschuldet ist. So allerdings, fühlt es sich nicht so kurz an und die Zeit zog die Geschichte etwas in die Länge.

Ich mochte beide Charaktere sehr gerne. Sowohl Ethan, der sich liebevoll um seine Granny kümmert, als auch Miranda, die nach außen zwar viel hat, im Herzen aber allein ist. Sam ist natürlich eine Bombe und der heimliche Star. Die würde ich gern mal kennenlernen ;o)
Die Geschichte startet schon prickelnd und bleibt so die Zeit über. Allerdings kommt zu den Schmetterlingen im Bauch schnell noch ein Gefühl der Gefahr und so bringt Anya Omah eine gute Prise Spannung mit ein. Ich erwarte nun im zweiten Teil noch eine gute Portion Rache und Genugtuung um die Geschichte abzurunden und zu einem Abschluss zu bringen.

Ich werde also auf alle Fälle noch ein weiteres Buch von Anya Omah lesen und darüber hinaus mir mal ihre anderen Werke genauer anschauen.

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Tags: erotik   (1)
 

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29 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 16 Rezensionen

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Ein unmöglicher Mord

Rob Reef
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Dryas Verlag, 25.04.2017
ISBN 9783940258694
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Es handelt sich hierbei um den dritten Band der Reihe.

Inhalt:
John Stableford und seine Frau Harriet verbringen ein paar Tage im beschaulichen Upper Biggins um den Geburtstag ihres Vaters gemeinsam zu feiern. Es hätte so geruhsam und auch so entspannend sein können, wäre da nicht ein Fremder im Garten des Vikars, der laut fluchend seinen Golfball suchen würde. Sarah, die jüngere Schwester Harriets berichtet aufgeregt von ihrer Beobachtung und stößt auf Unglauben. Wo soll denn der Mann hergekommen sein? Und wieso sucht er einen Golfball in ihrem Garten? Hier in der Nähe wird kein Golf gespielt - soweit Harriet weiß.
Um den Vikar nicht weiter zu stören, begeben sich Sarah, Harriet und John auf die Suche nach diesem mysteriösen Fremden.
Zwar finden sie keinen Mann in den Rosenbeeten des Anwesens, dafür aber wohl den gesuchten Golfball. Der einzige Haken an der Sache - und das im wahrsten Sinne des Wortes - ist das Hakenkreuz auf dem Golfball. Das beunruhigt nicht nur Harriet.

Noch am selben Abend erhält John einen Anruf von seinem Freund Dr Holmes, der sich nicht weit von ihm entfernt im Herrenhaus 'Annandale Grange' befindet und ihn nun doch früher zu seiner neuen Tätigkeit rufen muss. Leider hatte John bisher versäumt seiner Frau von seinem neuen Posten im Dienst für die Krone zu erzählen. Für eine behutsame Heranbringung ist es jetzt zu spät.
Dr Holmes benötigt John und auch Harriet zur Unterstützung im Herrenhaus. Sie sollen sich am nächsten Abend unter die Leute bei einer Gala mischen um die Gäste im Auge zu behalten. Das versprach interessant zu werden, da selbst Dr Holmes den genauen Grund für das Bankett nicht wusste.

Fein herausgeputzt sind die beiden am nächsten Tag auf dem Weg nach Annandale Grange und sind beide mehr als gespannt was der Abend so bringen wird. Für Harriet ist es wie eine Rückführung in ihre Kindheit. Früher war sie häufig hier, selbst als das Anwesen vom Militär genutzt wurde, hat sie hier die Tochter des Hauses, Bella, besucht. Heute wird sie das erste Mal wieder auf Bella stoßen - wie sie wohl reagiert?
John ist viel gespannter auf die Gäste, die an diesem Abend beim Bankett anwesend sein werden und den Herren des Hauses, Sir Edmund. Man merkt schnell, dass es unter den Hausbewohnern Spannungen gibt. So scheint der Sohn von Nita Nye, Nero, wenig beliebt zu sein. Auch bei Sir Edmund selbst nicht. Während der Abend voranschreitet wird enthüllt worum es in den nächsten Tagen gehen soll - ein Golfturnier. Zwei Jahre zuvor gab es ein großes Turnier bei dem die Deutschen knapp gegen England verloren und brennt auf eine neue Chance warten. Diese wird ihnen nun gegeben. Statt der vier ursprünglichen Teilnehmer - Frankreich, Italien, England und Deutschland - waren es nun nur noch zwei: England und Deutschland. Das Turnier sollte am folgenden Tag starten, doch als Sir Edmund beim Bankett nach einem Becher Maraschino zusammenbricht, steht das Turnier auf der Kippe.
Schnell steht fest, er ist vergiftet worden. Die Frage ist nur - womit? Und warum überhaupt? Während Sir Edmund ums Überleben kämpft entschließt man sich das Turnier stattfinden zu lassen. Doch schon am Nachmittag kommt es zu einem erneuten Vorfall. Nero wird erschossen, mitten auf dem Grün und in unmittelbarer Nähe von John Stableford. Das Gelände ist weithin einsehbar, niemand sieht jemanden flüchten. Wer also soll ihn erschossen haben?
Für John Stableford und Dr Holmes beginnen die Ermittlungen - die zu allem Überfluss auch noch geheim bleiben müssen.

Meinung:
Der dritte Band der Detektiv John Stableford-Reihe ist ein wenig golflastig, was natürlich am Setting liegt. Obwohl ich mit Golf wenig bis gar nichts am Hut habe, hat sich das Thema nicht in den Vordergrund gedrängt. Eigentlich war es in diesem Fall nur Mittel zum Zweck.
In diesem Buch sucht man nach zwei Motiven und zwei Tätern - vielleicht? Zuerst will man herausfinden wer Sir Edmund vergiftet hat und warum. Als dann der Mord dazu kommt, überlegt man natürlich ob es einen Zusammenhang gibt und dann wird es erst richtig spannend. Anders als sonst mangelt es nicht an Motiven, allerdings an Verdächtigen. Das macht es John nicht gerade leicht.

Ich habe es sehr genossen mit dem kleinen Ermittlerteam mit zu fiebern und schlussendlich die Lösung des Falles zu finden. Die Geschichte hat eine Prise Humor, die ich sehr gerne mochte und so hätte das Buch gern auch doppelt so lang sein dürfen. Das Ende gibt einen kleinen Ausblick auf den nächsten Band und ich werde wohl endlich mal noch den ersten Fall lesen, damit sich die Lücken schließen.
Wer Krimis im klassischen Stil mag, ist mit Ein unmöglicher Mord gut bedient und kann sich auf ein paar Stunden Lesegenuss freuen.

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Tags: enland, golf, krimi   (3)
 

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hörbuch

Ich habe mich gewarnt

Hugo E. Balder , Bernd Philipp
Fester Einband: 271 Seiten
Erschienen bei Rütten & Loening, 01.01.2004
ISBN 9783352006500
Genre: Biografien

Rezension:

In Ich habe mich gewarnt erzählt Hugo Egon Balder von seinem Leben als Schauspieler. Es beginnt kurz damit wie es in der Familie früher zuging, wie seine Eltern waren und wie er seine Laufbahn begonnen hat.

Ich habe mir das Hörbuch aus der Bibliothek mitgenommen, weil ich Hugo Egon Balder eigentlich ziemlich gerne mag. So habe ich eine unterhaltsame Biografie erwartet und wurde auch nicht enttäuscht. Mit gewohntem Wortwitz liest der Schauspieler und Moderator seine Geschichte selbst und kann die Stimmung entsprechend rüber bringen. Natürlich gibt es auch ernstere Töne, aber ganz ohne wäre es wohl auch unglaubhaft.
Interessant sind vor allem seine Anekdoten mit anderen bekannten Größen wie beispielsweise Harald Juhnke.

Er berichtet, einmal im Job angekommen, recht wenig von seinem Privatleben. Nur nebenbei fallen Sätze zu seinen gescheiterten Ehen und dem späten Nachwuchs.
Alles in allem ist Ich habe mich gewarnt eine kurze Abhandlung über die vielen Lebensjahre des Hugo Egon Balder.

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Tags: hörbuch   (1)
 

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Über Topflappen freut sich ja jeder

Renate Bergmann , Marie Gruber
Audio CD
Erschienen bei Der Audio Verlag, 23.10.2015
ISBN 9783862316489
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt:
Renate Bergmann, rüstige Mitachzigerin, sieht sich kurz vor dem Weihnachtsfest mit einem neuen Problem konfrontiert. Ihre Tocher Kirsten hat sich in den Kopf gesetzt, das Fest der Familie mit ihrer Mutter zu verbingen. Dafür soll diese sich nur fix in den Flieger setzen und von Berlin nach Köln fliegen. An sich ja kein Problem, schließlich ist Renate noch ganz beisammen und recht fit und somit auch durchaus in der Lage ihre Tochter zu besuchen.

So richtig Lust dazu hat sie allerdings nicht. Ihre Tochter ist nämlich Vegetarierin und somit muss sich Renate selbst um die Gans zu Weihnachten kümmern.
Viel lieber würde sie mit ihren Freunden feiern, bei denen es neben gutem Essen auch immer ein angemessenes Schlückchen Verdauungsschnaps gibt.
Aber es nützt alles nichts. Kirsten hat das Flugticket gekauft und so macht sich Renate am frühen Morgen des 24. Dezember auf zum Flughafen. Damit sie auch wirklich richtig landet und nicht etwa Probleme im Flieger bekommt, wird sie sogar in einen Rollstuhl verfrachtet, der ihr dann ein priorisiertes Einsteigen ermöglicht. Nun gut. Sie braucht es eigentlich nicht, aber so ganz geheuer ist ihr der große Stahlvogel dann auch nicht.
Als es an der Zeit ist, setzt sie sich in besagten Rollstuhl und wird auch fix zu einem Flieger gebracht. Der Flug dauert länger als gedacht und irgendwie reden auch alle so komisch.

Der Flieger setzt zur Landung an, aber was sie da aus dem Fenster sieht ist definitiv nicht Köln. Renate ist im falschen Flieger gelandet und befindet sich nun in London Heathrow. Ihr Koffer allerdings nicht und ihr Smartphone hat zudem auch keinen Strom mehr. Was macht sie jetzt? Gott sei Dank hatte sie sich schon im Flieger mit einer Stewardess bekannt gemacht, die sich nun um sie kümmerte. Das Problem war nur - es ging kein Flieger zurück. Sie müsste jetzt wenigstens eine Nacht in London bleiben. Ja aber wo denn?
Um das Chaos perfekt zu machen, gibt es in näherer Umgebung auch kein Hotelzimmer. Das hatte sie nun von der tollen Idee ihrer Tochter. Da stand sie, einsam und verlassen in London am Flughafen und weit und breit kein Mensch den sie kannte. Oder?

Meinung:
Ebenfalls aus der Bibliothek habe ich mir mal 'Über Topflappen freut sich ja jeder' mitgenommen. Der Text klang ganz nett und da ich ein großer Englandfreund bin, hoffte ich auf einen lustigen Roman. Wie sehr wurde ich doch enttäuscht. Die Vorleserin, Marie Gruber, macht ihre Sache wirklich klasse. Man nimmt ihr die rüstige Dame ab und sie legt sich richtig ins Zeug. Leider macht es den Text nicht besser.
Ständig werden Wörter verdreht, damit sie lustig klingen, immer wieder wird darauf hingewiesen, wie super sie doch klar kommt und dass man dies 'mit einer Renate Bergmann nicht machen kann'. Oh man! Wie mir das auf die Nerven ging!
Auch glaube ich nicht, dass es tatsächlich irgendjemanden gibt, der immer mit mehreren Sätzen Topflapen durch die Gegend reist. Also wirklich.

Als sie dann in London landet, fangen auch die vielen Fehler an. Wer selbst schon einmal dort war, wird sich die Haare raufen! Sie wirft mit einem Klischee nach dem nächsten um sich und landet dabei sehr selten einen wirklichen Treffer. Seit wann bitte schön, gibt es traditionell zu 'Fish & Chips' Bratkartoffeln? Natürlich wird in der Tube nicht kontrolliert, man kommt ja ohne Fahrkarte gar nicht rein!
Da es bereits eine Weile her ist, seit ich das Hörbuch beendet habe, kann ich mich - Gott sei Dank - nicht an viel mehr erinnern. Vielleicht habe ich es auch einfach nur gut verdrängt. Das ist ja auch möglich.

Ich weiß eins, das war das erste und letzte Buch von und über Renate Bergmann. Die Figur ist mir nur sehr selten sympathisch geworden und wenn man keine Ahnung von einem Ort hat, sollte man einfach nicht darüber schreiben.
Die zwei Sterne vergebe ich für die Leserin, die ihre Sache wirklich gut gemacht hat und die paar Sachen, die zwischendurch dann doch mal lustig waren.

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Tags: hörbuch   (1)
 

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178 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 44 Rezensionen

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Das Leuchten einer Sommernacht

Ella Simon
Flexibler Einband: 450 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 17.07.2017
ISBN 9783442485918
Genre: Liebesromane

Rezension:

Inhalt:
Lynne Padrig arbeitet bei der Agentur 'Gute Fee' und erfüllt schwerkranken Kindern Wünsche. So auch heute. Die kleine Winnie ist schwer Lungenkrank und kann ohne ihr Sauerstoffgerät nicht richtig atmen.
Anders als man vielleicht meinen könnte, will die 9-Jährige nicht etwa eine berühmte Schauspielerin treffen oder auf einem Pferd reiten - nein, sie will unbedingt ihre Lieblingsrugby-Mannschaft treffen: Die Cardiff Greens. Die bevorstehende Meisterschaft spielt Lynne in die Hände, denn gerade sind alle Spieler in Cardiff um sich auf die Spiele vorzubereiten.

Lynne und Rugby sind zwei Sachen die sich wie verdrehte Magneten abstoßen, doch für Winnie muss sie die Zähne zusammenbeißen. Sie hätte sich allerdings nie vorstellen können, dass dieser Wunsch so schwer für sie wird.

Reed Rivers, der Star der Cardiff Greens, ist gerade frisch aus Neuseeland wieder zurück gekommen und wird gleich mit seiner Vergangenheit konfrontiert.
Nicht nur, dass er vor 12 Jahren Hals über Kopf seine Heimat verlassen hat, nein, er hat auch seine große Liebe verloren: Lynne. Dass diese nun wie ein erschrockenes Reh vor ihm steht, macht die Sache nicht leichter. Offenbar war es für sie ein Schock, ihn wieder zu sehen, während er sich darauf vorbereiten konnte. So vieles ist passiert seit damals und trotzdem kann er immer nur an sie denken.
Was Reed nicht ahnt - Lynne hütet ein Geheimnis. Eines, das auch sein Leben verändern wird, wenn er es herausbekommt.

Lynne kann es nicht fassen - ausgerechnet Reed steht nun vor ihr. All die Erinnerungen der vergangenen Jahre und ihrer vorherigen gemeinsamen Zeit prasseln auf sie ein. Nie hätte sie gedacht, dass sie Reed wieder sehen würde und nun stand er vor ihr. Aus dem schlaksigen Jungen war ein ansehnlicher Mann geworden. So gern sie würde, kann sie sich nicht irgendwo verstecken, denn diese Wunscherfüllung war ihr erster großer Auftritt und dank der prominenten Ehrengäste standen um sie herum verschiedene Vertreter der Presse. Also: Augen zu und durch. Irgendwie würde sie es schon schaffen und danach bräuchte sie ihn nicht noch einmal zu sehen.
Aber das Schicksal hat ganz andere Wünsche und so bleibt es nicht bei dem einen Treffen. Immer wieder fliegen Funken zwischen den beiden und nicht alle rühren von Wut und Zorn.

Meinung:
Mit 'Das Leuchten einer Sommernacht' entführt Ella Simon die Leser wieder einmal zurück ins stürmische Wales. Nach 'Ein Gefühl wie warmer Sommerregen' knüpft sie sich hier eine andere Person vor, die im vorherigen Band immerhin schon eine wichtige Rolle spielte: Reed. Es bietet sich also an, erst 'Ein Gefühl wie warmer Sommerregen' zu lesen, bevor man zu diesem Buch greift.
Mit Reed bin ich recht schnell warm geworden. Der arme Kerl hatte keine leichte Kindheit und durch seine Erkrankung auch kaum Möglichkeiten zu dem zu werden, was seine Eltern sich wünschten. Sein Weggang nach Neuseeland war also seine Rettung.
Warum er gegangen ist, erfahren wir eigentlich recht schnell, nur wie genau es von statten ging, nicht. Erst nach und nach erfährt der Leser was genau zwischen Lynne und Reed 12 Jahre zuvor vorgefallen ist und diese Rückführungen streut Ella Simon geschickt.

Mit Lynne bin ich leider nicht so ganz warm geworden. Ich kann gar nicht mal so genau sagen warum, irgendwie war sie für mich unnahbar. Einen weit besseren Draht hatte ich zu Winnie und ihrer Mutter Jen. Die beiden sind ein zauberhaftes Gespann und erhalten viel Raum in diesem Roman. So kam es mir zeitweilig vor wie ein Roman über Jen und nicht über Lynne. Was mir persönlich nicht weh tat ;o)

Wie auch schon 'Ein Gefühl wie warmer Sommerregen' ist 'Das Leuchten einer Sommernacht' ein Roman fürs Herz, der aber auch ein schwieriges Thema anschneidet. In diesem Fall sind es die Familien mit schwerkranken Kindern und nicht nur einmal musste ich das Wasser aus den Augen wegblinzeln, weil das Leben halt einfach sehr ungerecht sein kann.
Ich habe mich sehr wohl gefühlt mit dem Buch und war am Ende doch recht glücklich mit den verschiedenen Ausgängen, auch wenn mir Lynnes Verhalten nicht immer schlüssig erschien.

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Tags: liebe, romantik, wales   (3)
 

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55 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 42 Rezensionen

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Meeresblau & Mandelblüte

Elke Becker
E-Buch Text: 236 Seiten
Erschienen bei beHEARTBEAT by Bastei Entertainment, 01.07.2017
ISBN 9783732539376
Genre: Liebesromane

Rezension:

Inhalt:
Leonie Maler ist eine erfolgreiche und selbständige Unternehmensberaterin. Dass sie sich in ihrem Job nicht nur Freunde macht, merkt sie auch nach diesem Auftrag wieder.
Nach einem erfolgreichen Abschluss macht sie sich auf den Weg in ihre Wohnung und wird vor der Tür des Gebäudes mit Eiern und Schimpfwörtern beworfen. Das ist die Kehrseite der Medaille.
Wieder zu Hause angekommen ist ihre bisherig gute Laune merklich getrübt. Da hilft nur noch ein Glas Rotwein und ein entspannendes Bad. Aber nicht einmal das wird ihr gegönnt. Kaum versucht sie die Gedanken schweifen zu lassen, klingelt ihr Handy. Eine gewisse Rike Fallada aus Mallorca teilte ihr mit, dass ihre Großtante Elisabeth gestorben sei. Auch wenn sich Leonie nicht an Rike erinnern kann, an ihr Großtante kann sie sich erinnern. Dennoch bleibt ihr Gefühlsleben relativ kühl. Wie lange war es wohl her, dass sie Lisbeth gesehen hatte? 20 Jahre? Bestimmt. Und nun war sie tot.
Rike wollte ihr die Möglichkeit geben an der Beerdigung teil zu nehmen und obwohl Leonie wenig Lust hatte extra nach Mallorca zu fliegen, sagte sie zu. Im Moment hatte sie ein abgeschlossenes Projekt und noch keinem neuen Auftraggeber zugesagt. Da könnte sie genauso gut ein paar Tage freimachen und ihrer Großtante die letzte Ehre erweisen. Bis auf ihre Eltern hatte Lisbeth ja niemanden gehabt und diese werden sich wohl kaum auf der Beerdigung blicken lassen. Soweit sie sich erinnern konnte, gab es einen Streit und seither wurde Lisbeth totgeschwiegen.

Als Leonie in Mallorca ankommt wird sie, wie verabredet, von einem Bekannten von Rike und Elisabeth abgeholt. Die Fahrt verläuft recht schweigsam, das ist Leonie ganz recht. Sie will die Beerdigung und auch die Testamentseröffnung hinter sich bringen und sich dann auf dem nächsten Job stürzen.
Im Haus ihrer Großtante angekommen stellt Leonie mit Erschrecken fest, dass es von innen ähnlich rustikal ist wie von außen. Es gibt weder eine anständige Heizung, noch eine Warmwasserleitung oder gar einen W-LAN-Empfang. Zu allem Überfluss schienen die Bewohner des Hauses - Lisbeths Freunde Rike, Hannes, Greta und Friedrich. Schon auf den ersten Blick war klar, sie trennten Welten. Die Frage war nur, wer von ihnen stand besser da?

Leonie muss schnell lernen, dass es sie nur weiterbringt, wenn sie sich in die Gruppe integriert. Aber nicht alle sind ihr wohlgesonnen. Greta begegnet ihr generell mit Ablehnung und auch Hannes ist ihr gegenüber eher reserviert.
Nach einer merkwürdig erscheinenden Seebestattung wird das Testament eröffnet. Leonie rechnet nicht damit, dass ihre Tante großartig viel zu vererben hätte und ist erstaunt, als sie ihr das Hotel vermacht. Allerdings unter einer Bedingung und die bringt Leonie ziemlich aus dem Konzept. Sie soll das Hotel nach ihrem Gutdünken verkaufen dürfen - sofern sie 1 Jahr dort lebt. Im Anschluss haben ihre vier Freunde ein Vorkaufsrecht, das Leonie nicht außer Acht lassen darf.
Das sitzt. Ihre Mutter rümpft natürlich die Nase und rät ihr ab. Aber irgendwie ist Leonies Ehrgeiz gepackt und ehe sie Zweifel aufbauen kann, gibt sie sich 1 Jahr frei um das Hotel zu führen und die Umbauten zu überwachen. Dass ihre Zeit auf Mallorca eigentlich einen ganz anderen Hintergrund hat ahnt sie nicht.

Meinung:
Endlich gibt es wieder einen neuen Roman von Elke Becker und ich konnte es kaum erwarten ihn zu lesen =o) Wie auch ihre vielen anderen tollen Romane, startet dieser in einer deutschen Stadt und endet erst einmal auf Mallorca.
Leonie hat nicht viel Spaß im Leben und offenbar scheint sie sich die Freude selbst zu verbieten. Traurig. Dass sie da mit dem lustigen Rentnerclub auf Mallorca aneinander gerät ist quasi vorprogrammiert. Diese machen es Leonie aber auch alles andere als leicht. Was vermutlich gerecht ist, da sie diese erst einmal von oben herab behandelt.

Mit der Zeit erkennt Leonie was ihre Großtante alles auf Mallorca aufgebaut hat und wie schön es doch ist, auch mal ein wenig abzuschalten. Ab da wird sich menschlicher. Dazu trägt natürlich auch ein Mann bei - Niklas. Er spielt eine ganz eigene Rolle in dieser Geschichte, die mir zu Beginn nicht ganz klar war. Aber sobald er mit der Sprache heraus rückt, sieht man das ganze in einem anderen Licht und wartet quasi darauf, dass etwas passiert.

Das Buch hat mir wieder sehr gut gefallen und der Verlauf war sehr schlüssig. Ich habe mich gern mit Leonie auf Entdeckungsreise begeben und auf die Blüte der Mandelbäume gewartet. Dieser Anblick muss wunderschön sein.

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Tags: empfehlung, freundschaft, leben, liebe, mallorca   (5)
 

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Vom Umtausch ausgeschlossen - Mann im Kilt

Pia Guttenson
Flexibler Einband: 232 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 06.06.2016
ISBN 9783739244112
Genre: Liebesromane

Rezension:

Enthält Spoiler zum ersten Teil der Reihe Tausche Ehegatten gegen Mann in Kilt.

Inhalt:
Louise ist hingerissen von ihrem Schotten in traditionellem Kilt. Auch wenn er hier auf der Vernissage irgendwie fehl am Platz wirkte. Alasdair gab sich betont lässig, doch in im drin brodelt es. Nicht nur, dass er wahnsinnig nervös war - schließlich stand er sonst nie so im Mittelpunkt des Geschehens -, nein auch Alexander, Louises Noch-Ehemann, macht keinen Hehl aus seinem Hass ihm gegenüber.
Als ein Reporter Louise mit der Frage nach einer Hochzeit mit ihrem Schotten überrumpelt, springt dieser ein. Natürlich wird es eine Hochzeit geben - da ist Louise sprachlos. Hat er sie noch alle? Sie ist noch nicht mal geschieden und er spricht schon von Heirat.
Lange kann sie ihm allerdings nicht böse sein, schließlich hat er ihr Herz im Sturm erobert und endlich fühlt sie sich wieder begehrenswert und geliebt.

Alexander ist sauer. Erst kreuzt dieser schottische Bauer hier auf und dann spricht er auch noch von Hochzeit. Da kann er lange warten. Von Konstanze hat er schon lange die Nase voll und so steckt er seine Energie in die Rückgewinnung seiner Louise. Schließlich kann sie 22 Ehejahre und zwei gemeinsame Kinder nicht einfach so ignorieren.
Ihr Ältester, Richard, schlägt ganz nach seinem Vater. Seine Steife Haltung beweist, dass der Apfel selten weit vom Stamm fällt. Ihr Jüngster, Philipp, hingegen hat das Herz am richtigen Fleck und gönnt seiner Ma ihr neues Glück. Wenn es nach ihm ginge, wäre er schneller von daheim weg als sein Vater es sich vorstellen könnte.
Bevor Alexander mit seinen Plänen richtig beginnen kann, erhält er eine E-Mail von einer gewissen Felicitas - Alasdairs Ex-Frau. Auch ihr ist die Liaison zwischen Alasdair und Louise ein Dorn im Auge und so schließen sie einen Pakt.

Während Louise ihre Siebensachen packt und zu Alasdair nach Schottland zieht, brodelt es in Deutschland. Alexander merkt, dass er es schwer haben wird seine Frau wieder für sich zu gewinnen. Was findet sie bloß an diesem Landei?
Auch Felicitas lässt nichts unversucht. Schließlich ist sie noch immer die Mutter der kleinen Grace und somit die richtige Frau für Alasdair. Auch wenn sie mit Grace wenig anfangen kann - was soll sie auch mit einem gehörlosen Kind?
Lousie und Alasdair ahnen von der ganzen Intrige nichts, bis es anfängt brenzlig für sie werden. Schließlich geht es inzwischen um viel mehr als nur sie beide und Grace.

Meinung:
Der zweite Band der 'Louise & Alasdair'-Reihe knüpft direkt an den Geschehnissen des Vorgängers an. So macht es Sinn, beide Bücher zeitnah zu lesen.
Wie auch schon im ersten Band spart Pia Guttenson weder mit schottischen Begriffen noch mit Humor. Louise springt von einem Fettnäpfchen ins nächste und so manches Mal dachte ich mir 'Oh man, echt jetzt?'. Vor allem ihr beeindruckender Flug samt Festnahme zeigte auf, die Dame sollte lieber nicht mehr alleine reisen. Mit ihrem Schotten wäre ihr das sicherlich nicht passiert ;o)

Ein Highlight im Buch ist Grace. Ich mag sie wirklich sehr gerne. Sie ist so ein liebes Mädchen und ganz offen der neuen Frau an Papas Seite gegenüber. Aber auch Louises Sohn Philipp ist ein Goldstück.
Durch Alexander und Felicitas kommt eine gute Portion Spannung in die Geschichte, die sich bis zum Ende hält. Alles in allem hat mir die Entwicklung der beiden gefallen und eben auch die Intrige im Hintergrund. Was mir nicht so sehr gefallen hat, waren die Fehler, die ich im Buch gefunden habe. Hier muss dringend nachgebessert werden und ich hoffe wirklich, dass Pia Guttenson die Chance hat da nach zu bessern.

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Das eherne Buch - Eine Geschichte vom Ende allen Krieges

Christian von Aster
Flexibler Einband: 347 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 22.08.2015
ISBN 9783608939347
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt:
Der Eiserne Rabe lagert mit seiner Armee vor der Stadt Khabrach. Eigentlich sollte man die Schwerter singen und die Pfeile surren hören; die Stiefel voller Blut und der Boden mit Leichen übersät sein. Doch es gibt keine Schlacht. Seine Männer vertreiben sich die Zeit mit Spielen und Alkohol, während er darauf warten muss, dass der Fürst von Navrodt ihm das Zepter der Stadt überreichte. Erst dann würden sie die Stadt übernehmen und ein weiteres Mal das Banner des Hauses von Stahl über den Zinnen einer Stadt entrollen.
Als ein Spion im Lager gefangen genommen wird, lässt Hirrach nach Thorden Baut schicken. Nur er, als treuer Berater seines Vaters, kann ihm sagen was es mit diesem Burschen und seiner Nachricht auf sich hat.
Als Thorden dann auch endlich auftaucht bringt er ihm nicht die gewünschte Hilfe. Im Gegenteil, Thorden bringt ihm den Tod.

Jaarn kennt in seinem Leben nichts anderes als den Turm von Ghidt-Lhorr und darin beheimateten Bücher. In der großen Bibliothek lebt er, solange er denken kann und wenn er weiter fleißig lernt, wird er vielleicht einmal ein Gelehrter. An sich fühlt er sich hier wohl und liebt seine Aufgaben, aber schon so manches Mal verspürte er den unwiderstehlichen Drang nach Draußen zu gehen.
Als er durch ein Geräusch geweckt wird, steht der Bücherbruder Khronhs vor ihm. Er soll sich beeilen, nach ihm wurde geschickt. Mit einem Schlag wach, machen sich Jaarn und Khronhs auf den Weg. Während Khronhs ihn wild durch die Gänge führt, verliert Jaarn nach kurzer Zeit die Orientierung. Er hatte so gehofft endlich einmal vor die Tür zu dürfen, stattdessen landen sie in einem kleinen Raum im Keller. Was er hier nun erfahren muss bringt sein gesamtes bisheriges Weltbild ins Wanken.

Jaarn, ein einfacher Schüler im Turm von Ghidt-Lhorr, der Sohn Eonhs von Stahl, dem Fürsten über die Dritte von Fünf. Das kann unmöglich wahr sein! Und doch, genau dies hatte er so eben erfahren. Und als wenn das für ein ganzes Leben nicht reichen würde, erhielt er zudem eine wichtige Aufgabe.
Die beiden Söhne des Fürsten sind im Krieg oder durch Heimtücke zu Tode gekommen. Nun liegt es an Jaarn das Eherne Buch an sich zu nehmen und eine gefährliche Reise zu wagen. Das Schwert soll er dem Kriegbringer zu Füßen legen, auf dass der ewig währende Krieg endlich ein Ende hätte und das Reich wieder Frieden finden würde. Jaarn traut weder seinen Ohren noch seinen Augen. Ein reich verziertes Schwert soll fortan seine Bürde sein, dabei kann er es kaum halten. Wie soll er es da schaffen, das Schwert durchs halbe Reich zu tragen um es dem Kriegbringer zu überreichen?
Aber er muss diese Aufgabe nicht alleine meistern. Schon bald soll ihm sein Reisebegleiter vorgestellt werden - Thorden Baut.

Meinung:
Nachdem ich in der letzten Zeit hauptsächlich Liebesromane gelesen hatte, wurde es mal wieder Zeit für einen richtig guten Fantasy-Roman. Natürlich weiß man vorher nie, ob das Buch auch wirklich gut ist, aber schon nach dem Prolog war ich mir sicher, dieses Buch würde mich nicht enttäuschen.
Gut, es hat mich ein klitzekleines bisschen enttäuscht. Was mich eigentlich bei vielen Fantasy-Büchern enttäuscht: die fehlende Karte und das fehlende Personenregister. Na klar kann ich mir in einem Liebesroman den Ort vorstellen in dem das Ganze spielt. Da brauche ich keine Karte. Aber wenn sich ein Autor eine ganze Welt ausdenkt, dann wäre es schon arg hilfreich zu wissen, wie er sich diese vorstellt. Und ganz ehrlich? Namen sind für mich Schall und Rauch. Wenn ich da nicht mal nachlesen kann, bin ich hoffnungslos verloren.

Bitte, bitte liebe Fantasy-Autoren - erweitert eure Bücher um ein paar Seiten und lasst uns Leser an euren kreativen Charakteren und der Landschaft teilhaben!

Nun aber dazu, warum das Buch für mich grandios ist. Es hat alles, was eine gute Geschichte braucht. Einen Helden, der keinen Plan hat, ein paar Bösewichte die auf Rache aus sind, ein paar Helfer die sich alle Mühe geben, damit das Küken nicht untergeht und auch ein kleines bissl Romantik. Aber nur einen Hauch.
Und während die Geschichte erst in eine Richtung geht, fängt sie dann auch noch an sich zu wenden und mich am Ende sehr zu überraschen.
Ich weiß gar nicht ob ich davon begeistert sein soll oder enttäuscht. Aber die Aussage, die ich aus dem Ende interpretiert habe, fand ich super!

Die Charaktere sind gut gezeichnet und es lässt sich so richtig prima mit fiebern. Natürlich ist der Schreibstil von Christian von Aster grandios und ich hätte so manches Mal meine Bushaltestelle verpasst, wenn ich nicht durch Zufall gerade aus dem Fenster geschaut hätte ;o)

Von mir gibt es eine glasklare Lesempfehlung.

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Erdbeeren im Sommer

Anja Saskia Beyer
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei Tinte & Feder, 16.05.2017
ISBN 9781542045582
Genre: Liebesromane

Rezension:

Inhalt:
Luisa Rossi ist auf der Flucht. Sie hat weder ein Verbrechen begangen noch einer anderen Frau den Mann ausgespannt. Nein, sie flüchtet in erster Linie vor sich selbst. Vor ihrem Leben in München, ihrem misslungenen Heiratsantrag und vor ihrem - noch? - Freund Tom.
Immerhin ist sie nicht alleine, ihre Freundin Mona schläft auf dem Beifahrersitz, während Luisa die letzten Meter nimmt auf dem Weg zum Erdbeerhof ihrer Tante Giulia im sonnigen Italien. Sie weiß selbst nicht so genau was sie geritten hat einfach Reißaus zu nehmen, Fakt ist aber, dass sie jetzt dringend Abstand braucht.

Keine 24h zuvor hatte sie sich in ihrem wunderschönen Kleid und den sündhaft teuren Schuhen im Park vor ihrem Freund Tom zum Klops gemacht. Sie hatte ihn gefragt ob er sie heiraten wollen würde. Eine berechtigte Frage, wie sie findet, nach immerhin 4 gemeinsamen Jahren. Tom sah das wohl nicht so - sein Gesicht sprach Bände. Völlig außer sich ist sie geflüchtet, zu ihrer Freundin Mona. Diese hatte nicht lange gefackelt, nachdem sie Luisa aufgewühlt in Empfang genommen hatte und kurzerhand beschlossen sie mit dem Dienstwagen ihres Mannes Norbert zu begleiten. Das hatte sie dringend nötig - und ihre Ehe im Moment auch.
Für Luisa waren Mona und Norbert zusammen mit ihren beiden Jungs das Traumpaar schlechthin, doch hinter der Fassade scheint es zu brodeln. So sehr Luisa auch bohrte, aus Mona war nichts heraus zu bekommen.
Was freute sie sich jetzt auf ihre geliebte Tante Giulia und deren einmalige Erdbeertörtchen. Nach einem davon sähe die Welt sicherlich schon wieder viel besser aus - zumindest weit weg von daheim.

Tante Giulia besaß, seit Luisa denken konnte, einen wundervollen Hof mit einem riesigen Erdbeerfeld. Jeden Sommer verbrachte sie als Kind hier die Ferien und liebte es die süßen Früchte direkt von den Pflanzen in den Mund wandern zu lassen.
Mit Luisas Rückkehr nach Cilento kamen jedoch nicht nur Erinnerungen an ihre Tante und die wundervollen Erdbeeren zurück. Auch das Kribbeln im Bauch, wenn sie an ihre große Liebe Matteo dachte. Der junge Mann war der Sohn von Tante Giulias Nachbarin Rigoletta, und ebenso charmant wie er temperamentvoll war. Viele Jahre zuvor hatte Luisa ihn Hals über Kopf verlassen. Offenbar flüchtet sie gern vor den Männern in ihrem Leben- ob das ein Omen ist?
Dabei wünscht sie sich mit Ende Dreißig nichts sehnlicher als einen liebenden Mann an ihrer Seite und eine kleine Familie. Ist das zu viel verlangt?

Giulia freut sich sehr über den Besuch ihrer Nichte und deren Freundin. Inzwischen macht ihr das Alter zu schaffen und da freut sie sich besonders, dass sie mal wieder frischen Wind im Haus hat.
Sie hat Luisa bisher nur vergessen zu erzählen, dass Matteo ihr inzwischen im Ristorante in der Küche half. Somit würden sich die beiden ziemlich schnell über den Weg laufen. Ob das gut ging?
Kaum waren die beiden Freundinnen in Italien gelandet, ergab sich ein unvorhergesehenes Problem: Tante Giulia verschwand spurlos. Alles was sie Luisa sagte, war, dass sie ebenfalls eine Auszeit bräuchte und jetzt ja sie und ihre Freundin da wären, hätte sie die Zeit dafür. Sie hätte ihnen einen Zettel dagelassen und schon war sie verschwunden. Das war mehr als merkwürdig. Zumal Luisa und Mona in Italien entspannen wollten - wer sollte sich denn um Heim, Hof und Ristorante kümmern, solange Giulia weg war?
Der Zettel in der Küche ernüchterte beide dann besser als eine eiskalte Dusche es je könnte. Die beiden sollen sich bitte um das Ristorante kümmern, zudem die Erdbeerernte einholen und sich um den Gast von Tante Giulia kümmern. Zu allem Überfluss stünde auch noch eine Feierlichkeit an, zu der 70 Erdbeertörtchen gebacken werden müssten.

Luisa war platt. Was war nur in ihre Tante gefahren? Als sie diese versuchte auf dem Telefon zu erreichen, ging niemand ran. Immerhin war ihre Tante bereits stolze Besitzerin eines Smartphones. Hoffentlich würde sie sich bald melden.
Kurz darauf lernten Mona und Luisa dann auch den Gast von Giulia kennen - Nick. Der Amerikaner war alles andere als erfreut, dass Giulia einfach so verschwunden war und wollte wissen wohin sie gegangen sei. Wenn sie das nur wüssten!
In den folgenden Tagen ließ er nicht locker und fragte immer wieder nach ihrer Tante. So langsam wollte sie schon wissen, was er von ihr wollte und so erzählte er ihr eine Geschichte, die sich viele Jahre zuvor hier in Italien ereignet hatte. Doch Luisa und auch Mona spürten, da war noch mehr. Was wollte er wirklich von ihrer Tante? Und wieso fragte er nach ihrem Rezeptbuch, das - oh Wunder - ebenfalls verschwunden war. Luisa beschloss der Sache auf den Grund zu gehen, konnte jedoch nicht ahnen, zu welchem Familiengeheimnis sie das führen würde.

Meinung:
'Erdbeeren im Sommer' ist das erste Buch, das ich von der Autorin Anja Saskia Beyer gelesen habe. Ich habe mich sehr schwer getan in die Geschichte zu finden, was nicht an der Story an sich lag, sondern am Schreibstil. Damit bin ich leider auch das ganze Buch über nicht warm geworden.
Ebenso mit den Charakteren. Luisa ist Halbitalienerin, was wohl ihr Temperament beweist. Das Buch über wird sie immer wieder schnell wütend und fährt aus der Haut, selbst in Situationen, die es überhaupt nicht rechtfertigen. Das hat es mir sehr schwer gemacht, mich mit ihr gedanklich anzufreunden. Mona hingegen fand ich sehr sympathisch - ebenso Tante Giulia. Die Männer sind mir alle recht fremd geblieben. Nick lernt man durch die Abschnitte in der Vergangenheit nicht wirklich kennen - nur seinen Vater.
Matteo passt mit seinen Stimmungsschwankungen ganz gut zu Luisa. Wenn man beide in einen Raum sperren würde, wäre der nach kurzer Zeit vermutlich zerlegt ;o)

Ich fand es schön, dass man immer wieder durch die Abschnitte aus der Vergangenheit, ein wenig mehr über Giulia und ihre Nachbarin Rigoletta erfuhr. Das gefiel mir beinahe besser als die Gegenwart.
Die verschiedenen Fäden laufen am Ende alle zusammen, jeder trägt sein Stück dazu bei und im Endeffekt ist am Ende auch (fast) alles so wie es sein sollte. Luisas Entscheidung am Ende hat mich allerdings sehr verwundert und wirkt irgendwie nicht echt.
Im Großen und Ganzen war die Geschichte gut, leider konnte sie mich nicht packen, was auch an den Hauptcharakteren lag.

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