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121 Bibliotheken, 15 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

zukunft, sachbuch, dataismus, geschichte, menschheit

Homo Deus

Yuval Noah Harari , Andreas Wirthensohn
Fester Einband: 576 Seiten
Erschienen bei C.H.Beck, 14.11.2017
ISBN 9783406704017
Genre: Sachbücher

Rezension:  
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50 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

thriller, missbrauch, inzest, bauernhof, island

Der Stier und das Mädchen

Stefán Máni , Karl-Ludwig Wetzig
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Edition M, 14.11.2017
ISBN 9781542049696
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Zum Island-Thriller von Stefán Máni: „Der Stier und das Mädchen“.

Frida aus Schweden und Melanie aus Australien machen eine Reise durch Island. Als ihr Leihwagen streikt, machen sie sich zu Fuß auf zur nächsten Ortschaft. Sie nehmen nur das Nötigste mit: Geld, Pässe und Getränke. Melanie hat noch eine Kamera dabei. Es ist furchtbar heiß und still. (Ich wusste gar nicht, dass es in Island so heiß sein kann!)

Anrufen können die beiden Touristinnen in ihrer Notlage niemanden, denn ihre Handys zeigen kein Netz. In einiger Entfernung entdecken sie ein Schild, darauf steht: „Uxavellier 1 km“. Was sie dort erwartet, wissen sie nicht. Und das ist auch besser so, sonst wären sie bestimmt in die entgegengesetzte Richtung gelaufen.

Okay, bis hierher dachte ich, jetzt kommt so etwas wie „Muttertag“. Junge Leute stranden irgendwo, landen in einem Gehöft und da geht dann die Post ab. Aber im „Stier und das Mädchen“ ist das keineswegs so, es gibt zwar auch ein Horrorszenario, aber vom Ablauf her ist alles ganz anders als in „Muttertag“.

Schon bei der Lesung in Berlin erklärte Stefán Máni, der ausgezeichnet Englisch spricht, sämtliche Männer in seinem Roman seien Arschlöcher, assholes. Und das sind sie auch: Rikki, Jónatan, Anton, Svenni, Kolbeinn & Egill. Und Sadisten sind sie noch dazu, falls das Wort „Arschloch“ das nicht schon beinhaltet.

Eine Ausnahme gibt es allerdings von dieser Regel, aber mehr sei hier nicht verraten.

Die Frauen, Rosa & Hanna, Mutter und Tochter, sind sehr speziell: Rosa ist verlogen, hinterhältig und intrigant; Hanna, ihre Tochter, im tiefsten Inneren heimatlos und zerrüttet. Eine empathische Tante, Stina, Schwester von Rosa, ist leider viel zu früh verunglückt.

Der Roman rollt sich in Zeitsprüngen von hinten auf. (Man verliert aber nie den Überblick!) Der Stil ist ungewöhnlich: Passagen von unglaublicher Brutalität wechseln sich ab mit zartester Poesie (Hannas Tagebuch).

Dann gibt es noch einen überaus wichtigen Protagonisten: Óskar, Hannas erheblich jüngeren Bruder, den sie das Lesen lehrt und für den sie eine Geheimsprache entwickelt.

Fazit: Der Autor Stefán Máni nimmt kein Blatt vor den Mund und wer das aushalten kann, der ist hier richtig. Mir hat der Island-Thriller super gefallen, weil ich das Ungewöhnliche mag, und dem wird hier Rechnung getragen. Und noch dies: Das Cover sieht klasse aus, der Titel passt perfekt zum Inhalt (ist ja nicht immer so!) und das Buch fühlt sich so weich an wie Samt.

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Tags: bauernhof, dealer, diebe, familientragödie, geplante flucht, harte kost, missbrauch, schlachten   (8)
 

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98 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 46 Rezensionen

stephan m. rother, die königschroniken, fantasy, esche, high fantasy

Ein Reif von Eisen

Stephan M. Rother
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 20.10.2017
ISBN 9783499273568
Genre: Fantasy

Rezension:  
Tags: blut, entführung, krieg, machtkampf, schlachten, schwerter, sklaven, spiele   (8)
 

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Die Chroniken der Klara Schulz. Teil 1

Nadia Szagdaj , Paulina Schulz
Flexibler Einband
Erschienen bei freiraum-verlag, 11.04.2016
ISBN 9783943672862
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
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104 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 34 Rezensionen

thriller, wulf dorn, horror, mystery, die kinder

Die Kinder

Wulf Dorn
Flexibler Einband
Erschienen bei Heyne, 04.09.2017
ISBN 9783453270947
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

rassismus, illegale einwanderer, illegal in deutschland, flüchtlinge, krimi

Illegal

Max Annas
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Rowohlt , 10.03.2017
ISBN 9783498001018
Genre: Romane

Rezension:  
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31 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

krimi, karpaten, deutscher, hotel, unheimlich

Die Tigerin

Silke Nowak
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 12.09.2016
ISBN 9781537330396
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die Tigerin von Silke Nowak – Erstellungsdatum 21.10.2017

Die Polizistin Anna hatte sich früher sehr in das Thema Menschenhandel und Zwangsprostitution vertieft. So hatte sie einen Dokumentarfilm in Bukarest gedreht, wo alle zu Wort kommen: die Behörden der Justitia, die Opfer, aber auch die Täter.

Anna hat sehr früh ihre Eltern verloren und ist schwer traumatisiert. Nun wird sie in ein einsames und schwer zugängliches Hotel in den Karpaten eingeladen, um den Dokumentarfilm zu zeigen. Zu den eingeladenen Teilnehmern dieser Aktion gehört auch Parker, Annas früherer Freund, und er ist ebenfalls bei der Polizei.

Bis zur Ankunft im Hotel fand ich den Krimi sehr spannend und den Plot hervorragend.

Im zweiten Teil geht es um die Vorfälle im Hotel Aurora: Die eingeladenen Gäste sterben wie die Fliegen, das Blut läuft in Strömen, nicht nur im Treppenhaus an der Wand entlang. Und das fand ich dann gar nicht mehr spannend, hat mich an Fitzeks „Seelenbrecher“ erinnert.

Der dritte Teil, also die Heimkehr, ist wieder sehr schön und vieles wird aufgeklärt. Leider wird Parkers wundersame Heilung nicht erklärt und dafür musste ich einen Stern abziehen. Also gibt es einen Stern für den super Anfang (oder auch zwei, wenn es sechs Sterne gäbe!!), einen Stern für den dritten Teil und noch einen Stern für die ungewöhnliche Idee, den Dank in den Roman einzuweben.

Fazit: Der Krimi ist sehr spannend, flüssig zu lesen, die Idee dazu hervorragend. Der Mittelteil dagegen ist überhaupt nicht mein Fall, da stapeln sich die Leichen – schade – und mir fehlt eine überaus wichtige Erklärung.

Trotzdem: Wer Ungewöhnliches mag, der kann sich daran wagen.

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Tags: raffinierter pageturner, super cool und spannend, unheimlich   (3)
 

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

mumie, niederlausitz, bundeswehrkrankenhaus, berlin, motorrad-banden

Pepe S. Fuchs - Mumienjäger

Steffen Schulze
Flexibler Einband
Erschienen bei Principal Verlag, 28.08.2017
ISBN 9783899692112
Genre: Romane

Rezension:  
Tags: berlin, bundeswehr, niederlausitz   (3)
 

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(25)

44 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 23 Rezensionen

paris, krimi, historisch, mord, historischer krimi

Commissaire Le Floch und das Geheimnis der Weißmäntel

Jean-François Parot , Michael Killisch-Horn
Flexibler Einband
Erschienen bei Blessing, 25.09.2017
ISBN 9783896675736
Genre: Historische Romane

Rezension:  
Tags: historisch, korruption, paris, 1761, polizei   (4)
 

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10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

denken, innere ruhe, gedankenflut, gedanken, meditation

Blow your mind!

Melanie Belling
Flexibler Einband: 244 Seiten
Erschienen bei Blow your mind!-Verlag, 23.05.2017
ISBN 9783981883602
Genre: Sachbücher

Rezension:

Ein sehr kluges Buch hat die Melanie Belling da geschrieben. Und sie hat lange an „Blow your mind!“ gearbeitet, das merkt man deutlich.

Wenn wir zunächst das Cover betrachten, dann wird schnell klar, worum es geht: um das, was sich in unserem Kopf abspielt und das tagtäglich, immer und immer und jederzeit. Melanie nennt das punktgenau: „IWAN: Inneres Wesen an“.

Sie meint dazu, dass IWAN unsere (von Haus aus positive) Werkseinstellung überlagert. Dieser Vergleich unseres Inneren mit dem Innenleben eines Computers macht die Aussagen für uns verständlicher.

Was ich schon kannte, aber immer wieder hochinteressant finde, ist das „Neun-Punkte-Problem“. Seite 14. (Eine der möglichen Auflösungen gibt es am Ende des Buches.)

Wir sind so konditioniert, dass wir eine (vermeintliche) Beschränkung aufrecht erhalten. Denn oft liegt die Lösung außerhalb der (vermeintlichen) Grenzen.

Was ich dagegen noch nicht kannte – und auch nicht die meisten der von mir Befragten – das ist das sog. Doppelspaltexperiment ab Seite 231. Heißt das Experiment schlussendlich, dass, wenn ich aus dem Raum gehe, sich dort draußen das formiert, was ich gewohnt bin zu sehen?

Also sitzt doch im Wald hinter jedem Baum ein Zwerg mit roter Mütze? Aber, da ich nicht gewohnt bin, ihn zu sehen, sehe ich ihn nicht?

Seit ca. vier Tagen singt mein IWAN den Refrain „Engel 07“ von Hubert Kah. Na ja, besser, er singt, als dass er mir meine Unzulänglichkeiten vorbetet!

Also: Wie schafft man das, dem Hier & Jetzt die nötige Aufmerksamkeit zu schenken?

Ein paar Zitate aus dem Buch möchte ich noch erwähnen.

Seite 75 oben: „Das Gesehene wird immer über das Gesagte siegen. Daher ist eine Vorbildhaltung so wichtig. Wieso sollten Kinder, die uns nie Kopfrechnen sehen, das Verlangen haben, dieses zu üben?“

Seite 88: „IWAN erzeugt natürlich ein unangenehmes Gefühl in Dir, denn wie sollte etwas, das gerade geschieht, nicht geschehen? Hast Du darüber schon mal nachgedacht?“

Seite 89: „Wenn wir das gewünschte Ding in diesem Moment nicht in unserem Leben haben, dann brauchen wir es anscheinend gerade auch nicht. Wir existieren ja trotzdem in diesem Moment.“

Seite 220: „ Es klingt ein wenig verrückt in unseren Augen, aber wir können gar nichts werden, was wir in diesem Moment nicht sind. Meditiere ein wenig über dieser Aussage und erkenne den wahren Kern. Ohne IWAN gibt es nur den jetzigen Moment. Dieser Moment ist der einzige, der wirklich existiert.“

Mein Fazit: Los Leute, lest das Buch, verschenkt es, es lohnt sich!!! Es ist einfacher zu verstehen*, als die Bücher der Weisen (z. B. Eckhart Tolle) und ich freue mich riesig über Esoterik aus deutschen Landen! Und der Autorin gebührt unsere Aufmerksamkeit, denn sie hat sich unendlich viel Mühe gegeben. Also von mir alle Sterne, die verfügbar sind – aus vollster Überzeugung!

* Und gerade in der Schlichtheit liegt die große Kunst(!).  

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Tags: gedankenflut, innere ruhe, meditation   (3)
 

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237 Bibliotheken, 23 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

schattenjäger, lady midnight, dämonen, cassandra clare, carstairs

Lady Midnight - Die Dunklen Mächte

Cassandra Clare , Franca Fritz , Heinrich Koop
Flexibler Einband: 832 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 18.09.2017
ISBN 9783442487042
Genre: Fantasy

Rezension:  
Tags: fantasievoll   (1)
 

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18 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 1 Rezension

Hannas Wahrheit

Kerstin Rachfahl
Flexibler Einband: 328 Seiten
Erschienen bei Kerstin Rachfahl, 29.04.2014
ISBN 9783000454813
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags:  
 

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15 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

la palma, militärputsch 1973 chile, chile, #spannend, garrotte

Der Trost der Rache

Wilfried Steiner
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Haymon Verlag, 27.07.2017
ISBN 9783709972762
Genre: Romane

Rezension:

Der Trost der Rache von Wilfried Steiner – Erstellungsdatum 19.09.2017

Was kann man über ein Buch sagen, das einfach unvergleichlich ist? Es ist poetisch, lehrreich, spannend, die Geschichte brennt sich ins Herz.

Der Protagonist Adrian erzählt in der Ich-Form von seinem Herzenswunsch, das größte Spiegelteleskop der Welt zu besichtigen. Mit seiner Frau Karin, einer Psychologin, macht er sich auf zur Insel La Palma (Kanaren). Für seine diversen Allergien und Marotten müssen aber zunächst zahlreiche Anforderungen erfüllt sein. So mietet man sich ein eingerichtetes Apartment für mehrere Wochen.

Adrians Freund Roland organisiert einen Besichtigungstermin für das GranTeCan, das für normal Sterbliche nicht so ohne Weiteres zugänglich ist. Das Ehepaar Rauch (Adrian & Karin) lernt auf der Insel die geheimnisvolle Sara kennen, eine Chilenin. Karin nimmt Surfunterricht bei Ricardo, einem Einheimischen. Kurz vor der Abreise des Ehepaars Rauch ist Adrians Vater gestorben und auch Sara, die Geheimnisvolle, hat ihren Mann verloren. Was sich so banal und alltäglich anhört, entpuppt sich als geführte schriftstellerische Dramaturgie in höchster Perfektion. Die einzelnen Charaktere sind so einfühlsam beschrieben, wie man es nur ganz selten antrifft. Man taucht tief ein in Chiles Geschichte von 1973 bis 1990, alles akribisch recherchiert.

Der Roman ist in drei Teile gegliedert: Das Verschwinden, Die Verschwundenen (los desaparecidos) & Die Vergeltung. Man erfährt viel über Politik, Astronomie, Psychologie, alles wunderbar eingebettet in die unaufhaltsame Achterbahnfahrt der agierenden vier Hauptpersonen: Adrian, Karin, Sara, Ricardo. Dazu kommt die im Roman der Gegenwart inaktive Zielperson fünf.

Es gibt immer wieder Andeutungen, dass Adrian eingesperrt wird. In welche Art von Anstalt ist zunächst unklar. Das kommende Unheil liegt also schon in der Luft.

Ich las zum ersten Mal richtig bewusst von den desaparecidos (politisch missliebige Personen, die zur Zeit der Militärdiktatur aus dem Weg geräumt wurden, verschwanden und nie wieder auftauchten) in Carolina de Robertis‘ Roman „Perla“, auch wenn es dort um Argentinien geht und nicht um Chile. Doch das Grauen zu der Zeit schien sehr ähnlich zu sein. Zumal die Militärdiktaturen in Südamerika sich ab 1976 zusammenschlossen, außer den Ländern Mexiko, Venezuela, Kolumbien und Costa Rica, die anders regiert wurden, betraf das also praktisch alle anderen.

Mein Fazit: Wer sich für Lektüre abseits des Mainstreams interessiert, sich spannend unterhalten lassen will, mit Haut & Haar in einem Roman versinken möchte und dabei auch noch etwas lernen will, wer sich an poetischer Sprache ergötzen kann, dem sei dieser Roman wärmstens ans Herz gelegt. Von mir ganze fünf Sterne mit vollster Überzeugung. Gäbe es sechs – auch die!

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Tags: akribisch recherchiert, cia unterstützt putsch, deutsche beteiligung?, franz josef strauß, henry kissinge, militärputsch 1973 chile, #spannend, unidad popula, verhörtechniken   (9)
 

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72 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 39 Rezensionen

neuseeland, flucht, neuanfang, suche, verschwinden

Niemand verschwindet einfach so

Catherine Lacey , Bettina Abarbanell
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Aufbau Verlag, 18.08.2017
ISBN 9783351036805
Genre: Romane

Rezension:

Niemand verschwindet einfach so von Catherine Lacey – Erstellungsdatum 08.11.17


Elyria kauft sich ein One-Way-Ticket nach Neuseeland. Niemandem erzählt sie davon, auch ihrem Mann und ihrer Mutter nicht. Sie hat nur einen Zettel mit der Adresse eines flüchtigen Bekannten in der Tasche. In Neuseeland angekommen trampt sie zu Werner, dem Mann auf dem Zettel.

Ich las das Buch mit sehr gemischten Gefühlen dennoch zu Ende.

Es ist zwar großartig geschrieben, also hat auch die Übersetzerin literarisch perfekte Arbeit geleistet, aber es gibt wenig Handlung und Struktur.

Die Protagonistin Elyria ist schwer depressiv, setzt sich beim Trampen großer Gefahren aus, obwohl gerade die Frauen, also die Autofahrerinnen, ihr immer sehr davon abraten. Elyria kann sich nicht in Gemeinschaft integrieren, weder bei Männern, noch bei Frauen oder Paaren. Und jedes Mal, wenn seitens der Gastgeber versucht wird, ihre freiwillige Ausgrenzung aufzuheben, flüchtet sie ins nächste Abenteuer. Der Freitod ihrer Adoptivschwester beschäftigt sie gedanklich und es gibt einige Telefonate mit ihrem Ehemann.

Die letztendlich vom System erzwungene Heimkehr nach Unfall und Visaüberschreitung gestaltet sich genauso hoffnungslos wie die Flucht zuvor. Eine erlösende Hoffnung bleibt aus.

Fazit: Wer Wert auf großartige Literatur legt, auf neue und bisher möglicherweise ungedachte Gedanken, der ist hier richtig. Und dafür vergebe ich drei Sterne.

Wer aber den klassischen roten Faden sucht, einen Pageturner erwartet, am Ende Erleichterung erhofft und / oder Humor und Fröhlichkeit, der ist hier ganz falsch.

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Tags: flucht, gedanken, gefahren, neuseeland, one-way-ticket, rucksack, trampen   (7)
 

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(93)

159 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 73 Rezensionen

ukraine, prostitution, gewalt, kukolka, straßenkind

Kukolka

Lana Lux
Fester Einband: 375 Seiten
Erschienen bei Aufbau Verlag, 18.08.2017
ISBN 9783351036935
Genre: Romane

Rezension:

Lana Lux schreibt "Kukolka". Das Wort "Kukolka" bedeutet Püppchen und dieses Püppchen heißt in Wirklichkeit Samira. Die Geschichte beginnt, als Samira ungefähr fünf Jahre alt ist. Ungefähr heißt hier, es gibt offensichtlich keinen Pass und auch kein genaues Geburtsdatum. Denn Kukolka-Samiras Eltern sind unbekannt und so ist sie in einem Kinderheim in der Ukraine gelandet. Sie hält sich immer abseits von den anderen Kindern, das ändert sich erst, als Marina ankommt. Marina, die solche Schwierigkeiten hat, sich anzupassen, dafür oft von den Heimerzieherinnen grausam bestraft wird und am Ende doch das Glück hat, nach Deutschland adoptiert zu werden. Von Deutschland aus sendet sie ein Paket für Samira ins Kinderheim, ihr erstes und einziges. Darin ist u. a. eine Barbie. Diese Barbie ist in gewisser Weise heilig für Samira, träumt sie doch davon, dass die neuen Eltern von Marina auch sie – Samira – adoptieren und sie dann endlich nach Deutschland kommt, wo alles besser zu sein scheint. Und in Kukolkas Vorstellung ist unter Marinas Bett ein anderes Bett zum Ausziehen, in dem sie – Kukolka – dann schlafen wird, wenn erst Marinas Adoptiveltern sie – quasi als Marinas Schwester – auch adoptiert haben.

 Der Roman geht etwa über zehn Jahre, am Ende ist Kukolka, die Schöne mit den faszinierenden Augen und der wunderbaren Singstimme, fünfzehn Jahre alt. Ihr großes, riesengroßes Ziel war immer Deutschland und dort kommt sie auch am Ende an. Aber in Deutschlands Hauptstadt Berlin ist alles anders, als sie es sich vorgestellt hat.

Dort ist alles in Scheiben geschnitten und in Plastikfolie eingewickelt. Aber es gibt auch Hochhäuser, wie in der Ukraine, mit mindestens zehn Stockwerken.

Und wird Kukolka Marina, die geliebte und ersehnte Kinderheimfreundin, in Deutschland endlich wiedersehen? Marinas Deutschland- Adresse hat sie samt Umschlag aufgehoben und auswendig gelernt. Das Papier gehört ebenso zu ihren Schätzen, wie die viel bespielte Barbie, deren Vorbesitzerin ja einst Marina war.

 Die junge Autorin fühlt sich sehr tief ein in ihre Ich-Protagonistin. So erzählt sie federleicht von den schlimmsten Dingen, die Kukolka widerfahren. Die Schauplätze wechseln, das Land wechselt auch, Kukolkas Freundinnen und Freunde wechseln und Kukolka wird zwei Mal „gefunden“, zunächst von Rocky und später von Dima. Aber am Ende „findet“ auch sie, nicht nur zu ihrem „richtigen“ Namen Samira.

Zitat Seite 367: „Alles, was du willst, Samira“, wiederholte ich leise für mich. Ich mochte meinen Namen. Er war das Einzige, was immer meins war: Mein Name. Auch wenn mich vor Olga selten einer so genannt hat. Jetzt war ich froh, dass er so selten benutzt wurde. Denn dadurch ist er so sauber und schön geblieben. Vertraut, aber so gut wie neu. Samira wiederholte ich, und es klang, als würde ich den Namen aus einer Plastikfolie auswickeln.“

 Lana Lux‘ Schreibweise ist sehr ungewöhnlich und doch so eingängig, so leicht und doch gleichzeitig so grausam in ihren schonungslosen Details.

 Es gibt drei Teile: Teil eins spielt im Kinderheim und bei Rocky. In zweiten Teil zeichnen sich die Veränderungen ab und der dritte Teil spielt dann in Deutschland.

Fazit: Kukolka ist sehr leicht zu lesen und dennoch so gehaltvoll, das es manchmal weh tut. Man möchte immer wissen, wie es weitergeht und ob Kukolka es schließlich schafft, ihrem großen Traum näher zu kommen. Und man wünscht es ihr so sehr!

 

 

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Tags: berlin, betteln, freundinnen, kinderheim, menschenhande, prostitution, ukraine   (7)
 

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4.938 Bibliotheken, 152 Leser, 18 Gruppen, 165 Rezensionen

fantasy, game of thrones, winterfell, das lied von eis und feuer, intrigen

Die Herren von Winterfell

George R. R. Martin , Jörn Ingwersen , Sigrun Zühlke
Flexibler Einband: 571 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 14.12.2010
ISBN 9783442267743
Genre: Fantasy

Rezension:  
Tags: fantasievoll, fantasy, kreativ, super spannend, vom feinsten, wahnsinn   (6)
 

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12 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

unehrenhaftigkeit nimmt zu, gänsehautzitat

Möbelhaus

Robert Kisch
Flexibler Einband: 351 Seiten
Erschienen bei Droemer Taschenbuch, 02.02.2015
ISBN 9783426304044
Genre: Romane

Rezension:


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Tags: gänsehautzitat, unehrenhaftigkeit nimmt zu   (2)
 

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17 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

gender, feminismus, wirtschaft, politik, mutter

Muttertier

Birgit Kelle
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Fontis – Brunnen Basel, 15.07.2017
ISBN 9783038481249
Genre: Sachbücher

Rezension:

Muttertier von Birgit Kelle: Ansage oder Streitschrift? – Erstellungsdatum 09.10.2017

Das Sachbuch von Birgit Kelle zum Thema Muttersein geht andere Wege und fordert zum selbstständigen Denken auf. Viele Ansätze wurden schon gedacht, vieles ist neu und regt zum Nachdenken an.

Dieses Buch war und ist ja heiß umstritten und wurde teilweise schon mit "Finis Germania" in einem Zug genannt.

Fangen wir mal mit dem Cover an: Das Cover, soll heißen der Schutzumschlag, gefällt mir nicht besonders. Auch der Titel „Muttertier“ hätte mich eher abgestoßen. (Genau wie später im Text die oft zitierte „Brut“.) Echt edel ist allerdings das Hardcover, Ganzleinen mit Silberprägung, das sieht wirklich super aus und fühlt sich hervorragend an. Eine Qualität, die man heutzutage nur noch selten findet. Also am besten Schutzumschlag weglassen? Das Foto von der Autorin gehört für mich in den Schutzumschlag innen und hinten.

Nun zum Inhalt: Die Sichtweise der Autorin gefällt mir sehr, sie hat alles selbst erlebt, es gibt viele persönliche Beispiele, das find ich richtig, richtig gut. Vor Jahren habe ich mal im Hinblick auf die Olympiaeinstufungen (weiblich, männlich) gelesen, dass erst dann festgestellt werden kann, ob eine Frau wirklich eine Frau ist, wenn sie ein Kind geboren hat.
Meine beiden besten Freundinnen haben leider keine Kinder - ich hab eins, eine Tochter - und da wir nun älter werden, geht mir immer durch den Kopf, wie einsam die Leben der Freundinnen sind, trotz Partner oder Ehemann. Denn was bleibt dann noch, wenn das Leben in die letzte Runde geht?

Besonders tragisch ist die Geschichte einer Freundin der Autorin, S.213-214, die zu ihr sagt: „Stell dir vor, ich könnte heute einen volljährigen Sohn haben.“ Daraus wurde nichts, weil die Freundin in jungen Jahren das Kind nicht annehmen konnte und später hat es nicht mehr funktioniert, trotz aller Bemühungen nicht. Die Ehe ist darüber zerbrochen. Nun gibt es nur noch ein „Eisbärchen“, eine befruchtete Eizelle in einem Tiefkühlfach.

Tief berührt hat mich auch der Text im Umschlag und auch im Buch: „Man wollte uns nie befreien, man wollte uns einfach nur in ein neues Leben führen. Von verheiratet zu unabhängig. Sagen wir besser: Allein. Von Familie zu berufstätig. Sagen wir besser: Beziehungslos. Von Mutter zu kinderlos. Sagen wir besser: Spurenlos. Von weiblich zu geschlechtslos. Sagen wir besser: Seelenlos.“

Birgit Kelle bringt es immer wieder voll auf den Punkt. In Kapitel 4, S. 65, schreibt sie: "Denn selbst als eine unter Millionen sind meine Vorstellungen vom Leben, meine Träume und Wünsche nicht weniger relevant, nur weil sie möglicherweise niemand teilt." JA!!! Weiter zu Kapitel 4 "Wie viel Kind braucht die Mutter?" Diese Sichtweise ist ENDLICH mal ganz anders als das, was man sonst so hört. Dazu fiel mir ein: Von Kätzinnen sagt man immer, sie sollten mindestens 1 x in ihrem Leben Junge gehabt haben, bevor man sie sterilisieren lässt. (Ob diese Praxis nicht sowieso fragwürdig ist, wollen wir hier mal außer Acht lassen.)
Wie sieht es dagegen mit Frauen aus? Besteht nicht der Sinn des Lebens darin, sich zu vermehren? Bei Tieren ist das doch offensichtlich so. Auch sie geben alles für ihre Kinder. Würden sie das auch tun, wenn es nicht erstrebenswert wäre?
Dann möchte ich noch ein Zitat bringen, S. 90: "Um den Menschen neu zu formen, um ihn in deine Gewalt zu bringen, musst du ihn entkernen, bloßstellen, von anderen isolieren. Auch und gerade von seiner Familie. Erst wenn du alleine, frierend und wurzellos dastehst, kann Väterchen Staat seine vermeintlich wärmenden Arme um dich legen." Die Scheidungen in unserem Land nehmen ja drastisch zu, ich denke, die Medien und die unerkannte Manipulation haben auch starke Anteile daran. Gerade aktuell ist im Freundeskreis wieder eine langjährige Partnerschaft auseinandergegangen und der gemeinsame Sohn ist mal gerade 2 Jahre alt.
Meine Schwiegermutter dagegen hat acht Kinder großgezogen, sieben eigene und dazu noch eine Enkelin. Man kann sie immer fragen, sie weiß auf alles eine Antwort. Bewundernswert!
Wobei ich natürlich zugeben muss: Früher habe ich auch anders gedacht.

Zu Kapitel 6 (Wir Retro-Weibchen) möchte ich ein Zitat von Seite 98 wiedergeben: "Das kommt auch den Herren Muslimen im Land entgegen, die schon immer darauf hinweisen, dass es besser sei, die Schönheit der Frau zu verhüllen."

Kapitel 7 (Der Staat, dein Feind und Ausbeuter), auch hier habe ich ein Zitat gefunden, auf Seite 112, welches mir so absolut aus der Seele spricht: Die deutschsprachige Mutter mit Uniabschluss in Deutschland ist nach drei Jahren raus aus dem Spiel. Der zugewanderte Migrant ohne Deutschkenntnis und Berufsausbildung wird aber dringend gebraucht." Danke, danke, danke, Birgit Kelle, dass Sie dies so auf den Punkt bringen, es wurde doch Zeit, dass sich jemand mal so unerschrocken dazu äußert.
Und noch eine Tatsache wird hier angesprochen, über die wir schon oft diskutiert haben, auf Seite 121: [...] ein Urteil des Bundesverfassungsgerichtes aus dem Jahr 1992 [...] es sei ungerecht, wenn Eltern durch die Erziehung der späteren Rentenzahler Einbußen in der eigenen Rente hinnehmen müssten." (Frei zitiert) Frau Kelle, Sie wurden mir mit jeder Zeile sympathischer!

Fazit: Ich würde dieses mutige Buch jedem empfehlen, der sich heutzutage fragt, wo die alten Werte geblieben sind, wo die hohen Scheidungsraten herkommen, was die Regierung /Politik so bezweckt, was von dieser Seite erreicht werden soll und wem was nützt.

Möchten wir nicht alle ein Zuhause haben, eine Familie, in die wir gehören, einen Verbund, in dem wir so angenommen werden, wie wir sind? Ich würde dieses Buch sogar als Pflicht-Schullektüre auf den Tisch bringen, das erschiene mir viel sinnvoller, als der Schwachsinn, der hierzulande gerade aktuell in 2017 herumgeistert.

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Tags: andere sichtweise, neue ansichten, neue gedanken, provokant, viel hinterfragt   (5)
 

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(3)

11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

ein schelmenroman

Albert muss nach Hause

Homer Hickam , Wibke Kuhn
Flexibler Einband: 528 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 09.10.2017
ISBN 9783959671262
Genre: Romane

Rezension:  
Tags: ein schelmenroman   (1)
 

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10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

alle glücklichen familien, liebe, glück, freude, dantse

Die 4 Glückssäulen der Primitiven - So einfach wirst du glücklich und bleibst es, egal was passiert

Dantse Dantse
Flexibler Einband: 232 Seiten
Erschienen bei indayi Edition, 17.03.2016
ISBN 9783946551454
Genre: Sachbücher

Rezension:

Zugegeben: Das ganze Buch wirkt auf mich seltsam leblos, so, als seien nicht nur die unzähligen, überaus raumfüllenden Bibel-, Wikipedia- und sonstigen Zitate abgeschrieben, sondern irgendwo auch der übrige Rest. Und alles in sehr, sehr großer Schrift, damit es nach mehr aussieht.

Leider kann dann auch das Leben des Autors am Ende nicht mehr viel retten und erst recht nicht die elf Seiten Werbekatalog für andere Bücher aus dem Verlag oder vom Autor zum Schluss.

Und die beiden Rituale kannte ich schon, in etwas anderer Form, aber am Abend oder am Morgen aufschreiben, wofür man dankbar ist: wirkungsvoll, aber wahrlich nichts Neues. Und ob da die Zahl Sieben der Bringer ist: ich weiß es nicht.

Was mir vor allem gefehlt hat im Buch, das waren die persönlichen Beispiele und / oder Erlebnisse, die die Thesen untermauern.

Der Unterteilung in Glücksarchitekten, Glückstechniker, Glücksarbeiter und Glückshelfer konnte ich nicht folgen. Was haben z. B. Gelassenheit und Geduld mit Glücksarbeitern zu tun? Da fehlt mir jegliche Erklärung, Überleitung oder Anweisung, warum diese Eigenschaften so bezeichnet werden.

Einen Stern bekommt von mir das Kapitel B4, bzw. die ersten vier Seiten, 194 – 197, mal endlich ohne Bibelzitate, bis es dann auf Seite 198 wieder mit den Bibelzitaten losgeht.

Sorry, aber ohne den Gewinn hier hätte ich das Buch gar nicht zu Ende gelesen. Dennoch bedanke ich mich für diese Leserunde und den Austausch mit den Mitlesern. Und natürlich einen lieben Dank an die Initiatorin der Runde.

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Tags: die rituale, glück ist entscheidung, keine perfektion, kein urteilen, kein vergleichen   (5)
 

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thriller, london, ragdoll, serienmörder, mord

Ragdoll - Dein letzter Tag

Daniel Cole , Conny Lösch
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 27.03.2017
ISBN 9783548289199
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags: menschliche körperteile, sechs opfer, unsichtbare fäden   (3)
 

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verwirrend, england, selbstmord, englisch, tochter

Into the Water

Paula Hawkins
Audio CD
Erschienen bei Audiobooks, 02.05.2017
ISBN 9781786140906
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Das englische Hörbuch war natürlich schon eine große Herausforderung. Die beiden Sterne gibt es von mir für die fünf hervorragenden Sprecher – Hut ab! Es war also ein großer Genuss, diesen Sprechern zuzuhören!

Aber dann die ganzen Personen und die Sprünge in die verschiedenen Zeiten. Das machte das Ganze so furchtbar unübersichtlich und schwierig zu verstehen.

Es mag allerdings sein, dass es einerseits in der deutschen Übersetzung und andererseits auch im Buch, wo man Manches auch nochmal nachschlagen kann, etwas einfacher gewesen wäre. Vielleicht hätte man auch von Anfang an besser ein Personen-Nachschlageverzeichnis geführt.

Kommen wir zu den zahlreichen Personen, da gibt es natürlich Nel und ihre Schwester Julia, genannt Jules. Nel hat eine Tochter: Lena. Eine andere Familie: Patrick, die aktuelle Frau Helen und der Sohn Sean, aus der früheren Ehe mit Lauren. Noch eine andere Familie: Louise mit den Kindern Katie und Josh. Nicki, eine Frau am Rande der Erzählung. Erin, eine Ermittlerin. Mark, ein Lehrer. Robbie, ein Kindsvater und Vergewaltiger.  Ach ja, und dann ist da ja auch noch Libby. Alles klar so weit?

Ich hatte mehrfach den Eindruck, dass zugunsten der vermeintlichen Spannung, die Verhältnisse der vielen Personen zueinander bewusst unklar bleiben sollten. Was ich nicht spannend, sondern nur nervig fand. Ein Tagebuch existiert auch noch, genannt der Drowning Pool. Dieses Tagebuch schreibt Nel, bzw. schrieb, sie lebt ja nicht mehr.

Ich will dem Roman sicher nicht absprechen, dass einzelne Passagen interessant und spannend sein könnten, wenn man denn nun genau wüsste, wer wer ist und wie die Personen zueinander stehen, bzw. zusammenhängen. Und wer lügt und wer die Wahrheit sagt. Im Netz las ich an einer Stelle, dass dieses Buch mit einem Labyrinth verglichen wurde, dem kann ich leider nur zustimmen.

Dennoch ein großes Dankeschön an den Initiator dieser Hörrunde, dass ich dabei sein durfte.

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Tags: schwierige aufgabe, spannend, verwirrend, wer gehört zu wem?   (4)
 

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paul auster, amerika, new york, vietnamkrieg, bürgerrechtsbewegung

4 3 2 1

Paul Auster , Thomas Gunkel , Werner Schmitz , Karsten Singelmann
Fester Einband: 1.264 Seiten
Erschienen bei Rowohlt , 31.01.2017
ISBN 9783498000974
Genre: Romane

Rezension:  
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experiment, wissenschaft, terranauten, roman, usa

Die Terranauten

T. C. Boyle , Dirk van Gunsteren
Fester Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 09.01.2017
ISBN 9783446253865
Genre: Romane

Rezension:  
Tags: 2 jahre, biosphäre, experiment, glaskuppel, ökosystem, wissenschaftler   (6)
 

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krimi, amsterdam, london, niederlande, kyra slagter

Taschenbücher / Schwarzes Wasser

Isa Maron , Stefanie Schäfer
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag , 19.06.2017
ISBN 9783832164188
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags: autorin aus holland, grausige funde, nordseemorde, schwester verschwunden, ungleiches duo   (5)
 
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