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92 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 42 Rezensionen

hamburg, familiensaga, erster weltkrieg, 1. weltkrieg, revolution

Sterne über der Alster

Micaela Jary
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Piper, 09.11.2015
ISBN 9783492306973
Genre: Romane

Rezension:

Mit "Sterne über der Alster" hat die Autorin Micaela Jary einen gelungenen Nachfolger von "Das Haus am Alsterufer" geschrieben. Die Handlung dieser Fortsetzung knüpft genau dort an, wo der Vorgänger endete.

Man begegnet vielen Figuren, die bereits aus dem 1. Band bekannt sind. Sehr schnell sind dem Leser die Charaktereigenschaften der jeweiligen Figuren wieder vertraut. Der Leser braucht keine Angst vor Erinnerungslücken an Band 1 zu haben. An den notwendigen Stellen gibt Micaela Jary eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Ereignisse, so dass die beschriebenen Ereignisse sehr schnell wieder präsent sind und man mitten im aktuellen Geschehen ist.

Micaela Jary schreibt wieder sehr flüssig, unterhaltsam und fesselnd. Wie bereits in ihren anderen Romanen, gelingt es ihr auch in "Sterne über der Alster" wieder sehr gut und detailliert das politische Geschehen in ihre Geschichte einzubetten. So ist Politik auch für mich sehr interessant und lebhaft dargestellt. Neben der Politik beschreibt Jary aber auch die tlw. schwierigen Lebensumstände aller Bevölkerungsschichten kurz nach dem Ende des 1. Weltkriegs sehr detailliert und anschaulich. Wieder fühlte ich mich teilweise direkt selbst am Ort der Handlung anwesend.

Die Figuren stellt die Autorin sehr authentisch und lebhaft, aber vor allem sehr liebevoll dar. Man kann sie sich sehr gut vorstellen und entwickelt auch Gefühle für einzelne Personen. So konnte ich selbst z.B. über Lavinias Art immer wieder genervt den Kopf schütteln. Mit anderen Figuren leidet man, oder fiebert mit.

Insgesamt hat mir der 1. Band etwas besser gefallen. Am Ende von "Sterne über der Alster" ging es mir doch etwas zu schnell bzw. fehlte mir etwas Handlung.

Das Ende lässt dem Leser noch sehr viel Raum für Spekulationen, da doch recht viele Fragen ungeklärt bleiben.

Da ich persönlich es nicht so gerne mag, mit offenen Fragen und Spekulationen ein Buch zu beenden, habe ich eine große Bitte: Es muss noch eine weitere Fortsetzung um die Reedersfamilie Dornhain geben :-)


Ich ziehe eine halben Stern ab, weil es mir wie bereits erwähnt am Ende alles etwas zu schnell ging und mir zu viele Fragen ungeklärt bleiben. Insgesamt vergebe ich also 4,5 von 5 Sternen und eine klare Leseempfehlung :-)


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Tags: sterne über der alster   (1)
 

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95 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 33 Rezensionen

swing, hamburg, musik, paris, liebe

Wie ein fernes Lied

Micaela Jary
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Piper, 10.08.2015
ISBN 9783492306133
Genre: Romane

Rezension:

"Wie ein fernes Lied" von Micaela Jary kann den Leser von Anfang bis wirklich zur letzten Seite fesseln. Sofort ist man mitten im Geschehen und hat das Gefühl tatsächlich alles mitzuerleben oder zu beobachten. Dabei ist es egal in welcher der beiden Zeitebenen man sich befindet. "Wie ein fernes Lied" spielt in zwei unterschiedlichen Zeitebenen. Ein Handlungsstrang verläuft zu Zeiten des 2.Weltkriegs und der zweite Handlungsstrang im Jahr 1999. Jeder Handlungsstrang für sich ist sehr informativ und vor allem sehr spannend. Mit der Zeit ergeben sich immer mehr Verknüpfungen dieser beiden Handlungsstränge. Geschickt baut Micaela Jary diese Verknüpfungen in das Geschehen ein. Die Spannung baut sich immer mehr auf, da viele Kapitel mit einem Cliffhanger enden. Man fiebert mit allen Charakteren beider Handlungsstränge mit. Das Buch hält den Leser bis zum Schluss gepackt. Der Leser wird so regelrecht zum Weiterlesen gezwungen. Außerdem fängt man an mitzurätseln. Und obwohl ich einige Zusammenhänge richtig vermutet habe, gab es für mich dennoch so manche Überraschung. Besonders die Auflösung, die wirklich erst ganz am Ende erfolgt, brachte noch einige sehr interessante Überraschungen mit sich. Das Ende ist wunderschön. Es blieb keine Frage offen.

Die Charaktere sind sehr gut und vor allem authentisch dargestellt. Ich habe nicht alle Hauptpersonen gemocht, war sogar teilweise von Marga etwas genervt. Aber gerade Margas Art mit ihren Ecken und Kanten, lässt sie authentisch wirken. Und vor allem sorgt sie in diesem Roman so für viel Spannung..

Micaelas Schreibstil ist mir bereits aus ihren anderen Romanen bekannt. Mir gefällt der flüssige und detaillierte Schreibstil sehr gut. Aber sie schreibt auch sehr informativ und atmosphärisch. Doch nicht indem sie Informationen aneinander reiht, sondern den Leser vieles selbst erleben lässt. Wie bereits erwähnt, taucht man richtig in ihre Geschichten ein. Man meint das Gelesene selbst zu erleben. Dabei ist es ganz egal ob es freudige Ereignisse oder traurige Ereignisse sind. Ganz besonders muss in diesem Roman noch die Musik erwähnt werden. So schön und detailliert beschrieben, dass man beim Lesen die Musik im Ohr hat und ein Kribbeln in den Füßen verspürt und lostanzen möchte. Ich habe wie schon bei "Das Bild der Erinnerung" viel im Internet nach den erwähnten Liedern gesucht und gelauscht.

Für mich bisher mein Buch des Jahres 2015 :-)

Vielen Dank für dieses tolle Leseerlebnis!!

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Tags: micaela jar   (1)
 

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(231)

408 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 43 Rezensionen

indien, england, liebe, lucinda riley, familiengeheimnis

Die Mitternachtsrose

Lucinda Riley , Sonja Hauser
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 22.06.2015
ISBN 9783442479702
Genre: Romane

Rezension:  
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(22)

46 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 5 Rezensionen

elberfeld, archäologie, historischer roman, neandertal, sittengemälde

Das Medaillon

Gina Mayer
Flexibler Einband: 495 Seiten
Erschienen bei edition oberkassel, 15.06.2015
ISBN 9783453351769
Genre: Historische Romane

Rezension:

"Das Medaillon" von Gina Mayer hat mir sehr gut gefallen.
Nach sehr kurzer Zeit ist man bereits mitten im Geschehen gefangen. Die Autorin hat einen sehr packenden und gleichzeitig sehr einfühlsamen Schreibstil, der mich persönlich regelrecht an das Buch gefesselt hat. Man möchte es gar nicht mehr aus der Hand legen, so spannend und interessant ist die Geschichte.
Die Geschichte besteht aus zwei Handlungssträngen unterschiedlicher Zeiten. Einen Handlung spielt in der Gegenwart und die andere Handlung in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Für mich war zuerst die Vergangenheit deutlich spannender und interessanter. Aber später war die Gegenwart genauso fesselnd wie die Vergangenheit. Die Szenenwechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit sind so geschickt gesetzt, dass sie zum Spannungsaufbau dienen. Denn oftmals enden die Szenen mit einem Cliffhanger, der zum Weiterlesen zwingt. Aber nicht nur das, man fängt auch an selbst zu spekulieren. Mir macht so etwas immer großen Spaß, da man so auch oft Überraschungen erleben kann.
Die Handlung spielte für mich in größtenteils bekannter Umgebung, da ich aus der Nähe komme. Sicherlich konnte ich mir dadurch Vieles gut vorstellen. Aber die Beschreibungen von Gina Mayer sind so detailliert, dass es mit Sicherheit auch ohne diese Ortskenntnisse möglich ist eine genaue Vorstellung der Umgebung zu bekommen. Gina Mayer beschreibt das Leben im 19. Jahrhundert sehr ausführlich. Gerade da die Handlung quasi "um die Ecke" von mir stattfand, war dieser historische Einblick für mich doppelt interessant, da man einen Bezug herstellen kann.
Sehr ausführlich wird das Leben der 2 jungen ungleichen Freundinnen Rosalie und Dorothea geschildert, die doch eins gemeinsam haben: Den Kampf darum sich ihren Traum verwirklichen zu können. Dabei wird besonders der große Gegensatz zwischen Wissenschaft (in diesem Fall Archäologie) und dem Glauben deutlich und wie wenig Frauen zu dieser Zeit erlaubt war. Sehr mutig kämpfen die beiden Freundinnen gegen diese Hürden an und zahlen einen hohen Preis. Sehr schockierend fand ich die Schilderungen über das Leben der Leute in Dorotheas Glaubensgemeinschaft.
In der Vergangenheit trifft man sogar auf echte historische Figuren. So z.B. Johann Carl Fuhlrott. Dadurch  bekommt die gesamte Geschichte viel authentischere Züge. Die Zeitungsausschnitte an den Kapitelanfängen unterstützen dies ebenfalls.
In der Handlung der Gegenwart haben mich zunächst die detailreichen Schilderungen der Ausgrabungen sehr interessiert. Alle Schilderungen und Beschreibungen von "Das Medaillon" zeugen auf Grund des Detailreichtums von einer sehr guten Recherche der Autorin.
Mit Nora, der Hauptfigur der Gegenwartshandlung konnte ich mich zunächst nicht recht anfreunden. Erst nachdem ich ihre ausführliche Geschichte gelesen hatte, konnte ich sie besser verstehen und fand sie am Ende sogar sympahtisch. Bei allen anderen Figuren kam sehr schnell Sympathie oder Antipathie auf. Am beeindruckensten fand ich Rosalie, weil sie für mich so mutig und scheinbar unerschütterlich für ihren Traum kämpft.

Für mich eine klare Leseempfehlung mit 5 von 5 möglichen Sternen :-)

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Tags: das medaillon   (1)
 

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(62)

93 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 41 Rezensionen

bodensee, meersburg, jahrhundertwind, petra durst-benning, berlin

Bella Clara

Petra Durst-Benning
Fester Einband: 560 Seiten
Erschienen bei List Verlag, 06.03.2015
ISBN 9783471350591
Genre: Historische Romane

Rezension:

Da ich von Petra Durst-Benning bereits die beiden ersten Romane der Jahrhundertwindtrilogie kannte, habe ich "Bella Clara" schon sehnsüchtig erwartet. Bisher war Clara eher eine Nebenfigur, daher wollte ich nun unbedingt mehr über sie erfahren. Sehr gefreut habe ich mich darübert alte Bekannte aus den Vorgängern wieder zu treffen. Dabei trifft man nicht nur auf Claras Freundinnen Josefine und Isabelle, sondern auch auf Lilo aus "Solang die Welt noch schläft".

Das Buch beginnt sher spannend mit der Gerichtsverhandlung zu Claras Scheidung. Sehr gut vermittelt die Autorin die Atmosphäre. Das gilt aber für den gesamten Roamn. Egal ob es sich um eine bedrückende oder fröhliche Stimmung handelt, sie vermittelt dies dem Leser gut, dass man sich teilweise selbst mitten im Geschehen wähnt. Auch ihre detaillierten Schilderungen lassen Figuren und Geschichte sehr authentisch erscheinen. Ihre Figuren wirken sehr lebendig. Außerdem kann man sich gut in sie hineinversetzen. Ich selbst habe mit Clara mitgefühlt. Die Figur von Clara hat mir gut gefallen und ganz besonders ihre Entwicklung. Je mehr ihr beruflicher Erfolg wuchs, desto mehr wuchs auch ihr eigenes Selbstvertrauen. Clara ist eine starke und mutige Frau.

Ging es in den ersten beiden Büchern der Trilogie um das Radfahren und die Champagnerherstellung, so geht es nun um Schönheitsprodukte. Die Herstellung und Präsentation von Claras Produkten sind so detailliert beschrieben, dass ich teilweise glaubte die verschiedenen Düfte riechen zu können. Auch der Ausflug in die tolle Kulisse von Grasse war für mich ein Dufterlebnis.Wie immer merkt man der Geschichte die gute Recherchearbeit der Autorin an. Geschickt und interessant wird der geschichtliche Hintergrund ins Geschehen eingeflochten. Sehr interessant fand ich es dabei auf einige neue technische Fortschritte wie z.B. Automobil, Telefon oder Frisierhaube zu treffen. Die Aufbruchsstimmung der Zeit ist für den Leser deutlich spürbar.

Außerdem konnte ich noch etwas bei der Lektüre lernen, denn über die Haarhändler hatte ich bisher absolut nichts gehört.

Insgesamt vergebe ich nur 4 von 5 Sternen, da mir die Geschichte teilweise etwas zu vorhersehbar war und sich ein paar Probleme meiner Meinung nach zu schnell auflösten.

Fazit: "Bella Clara" von Petra Durst-Benning schildert sehr detailliert und real den Kampf einer starken Frau Anfang des 20. Jahrhunderts. Geschichtliche Hintergründe sind gut recherchiert und detailliert sowie spannend in die Geschichte eingebaut. Auch ohne Kenntnis der beiden Vorgängerbände der Trilogie problemlos lesbar.

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Tags: bella clara, petra durst-benning   (2)
 

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144 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 21 Rezensionen

historischer roman, mittelalter, daniel wolf, historisch, krieg

Das Licht der Welt

Daniel Wolf
Flexibler Einband: 1.152 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 08.12.2014
ISBN 9783442480500
Genre: Historische Romane

Rezension:

In das "Licht der Welt" erzählt Daniel Wolf die Geschichte der Familie Fleury aus "Das Salz der Erde" und den Kampf des Bürgertums um seine Rechte weiter.

Wie schon beim Vorgänger "Das Salz der Erde" ist die Covergestaltung sehr ansprechend. Optisch passt diese Fortsetzung sehr gut zum Vorgänger. Bei der Betrachtung des Covers habe ich ein paar Mal überlegt, ob Remy Fleury die Buchstaben vielleicht genauso dargestellt hätte. Ein schöner Bezug zum Inhalt.

Auch dieser dicke Schmöker lässt sich innerhalb kürzester Zeit lesen, denn Daniel Wolf versteht es seine Leser direkt von der 1. Seite an in seine Geschichte eintauchen zu lassen. Einmal eingetaucht kann man nicht mehr so leicht mit dem Lesen aufhören. Sein Erzähltstil ist sehr anschaulich und vor allem packend.

Anhand der vielen detaillierten Beschreibungen merkt man die ausführliche Recherche des Autors. Wie schon bei "Das Salz der Erde" finde ich die Mischung historischer Fakten mit Fiktion sehr gut. Das Leben, Sozialwesen und die Politik im 13. Jahrhundert werden sehr interessant dargestellt. Und so kann man auf angenehme Weise noch viel dazu lernen. Zwischendurch begegnet man sogar echten historischen Figuren wie z.B. Albertus Magnus.

Die Spannung entsteht auf den ersten Seiten und kann auf Grund der ständigen Schwankungen bis zum Ende beibehalten werden. Diese Schwankungen machen das Geschehen authentisch, geht doch im realen Leben auch nicht immer alles auf direktem Wege gut aus. Wie im echten Leben erlebt der Leser eine wendungsreiche Geschichte mit so manchen Überraschungen.

Die Charaktere sind sehr detailliert und glaubwürdig gezeichnet. Jeder erlebt Positives oder Negatives, zudem ist bei jedem Charakter im Handlungsverlauf eine Weiterentwicklung erkennbar, die sie lebendig erscheinen lässt.

Das Buch enthält außerdem noch ein hilfreiches Glossar und Karten, die mir die Orientierung erleichtert haben.

"Das Licht der Welt" kann auch eigenständig gelesen werden. Doch um die Hintergründe von Familie Fleury und des Bürgertums und seiner Rechte besser zu verstehen, sollte man zuerst "Das Salz der Erde" lesen.

Ich vergebe 5 von 5 Sternen

Fazit: "Das Licht der Welt" von Daniel Wolf bietet dem Leser eine spannende und glaubwürdige Fortsetzung von "Das Salz der Erde". Es bietet alles, was ein guter historischer Roman meiner Meinung nach haben sollte: historische Fakten, eine interessante und sehr spannende Handlung, tolle und lebendige Figuren aber natürlich auch eine Liebesgeschichte. Auch dieses Buch war mir mit über 1100 Seiten zu dünn! Unbedingte Leseempfehlung!

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Tags: das licht der welt   (1)
 

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75 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 30 Rezensionen

stralsund, sabine weiß, rügen, dreißigjähriger krieg, historischer roman

Das Geheimnis von Stralsund

Sabine Weiß , Markus Weber
Flexibler Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 14.11.2014
ISBN 9783404171460
Genre: Historische Romane

Rezension:

Mir hat schon das Cover von Sabine Weiß "Das Geheimnis von Stralsund" gut gefallen. Im Buchladen hätte ich es sofort in die Hand genommen, um den Klappentext zu lesen. Man erkennt sofort, dass es sich um einen historischen Roman handelt.
Direkt zu Anfang enthält das Buch Karten von Rügen und Stralsund, die ich mir oft angeschaut habe und die mir bei der Orientierung eine gute Hilfe waren. Außerdem gibt es noch ein Personenverzeichnis, dass evtl. hilfreich ist. Ich selbst fand die Personenzahl jedoch gut überschaubar und habe es nicht genutzt. Dafür aber das Glossar mit hilfreichen Erklärungen am Ende des Buches.

Der Einstieg in die Geschichte ist spannend und rasant. Man wird direkt ins Geschehen hinein katapultiert. Der spannende Start verleitet sofort zum Weiterlesen. Das Lesetempo war recht flott, das das gesamte Buch hindurch packend und spannend erzählt wird. Die Beschreibungen, egal ob Charaktere, Umgebung oder Geschehen, sind sehr detailliert und liebevoll. Ich hatte keine Schwierigkeiten mir alles vorzustellen. Die Figuren fand ich fast alle sympathisch. Mir hat vor allem der gut dosierte Einsatz des Dialekts gefallen, durch den sie nicht nur authentischer sondern auch viel lebendiger wirken. Aber auch die Atmosphäre wird dem Leser sehr gut übermittelt. Und so fühlt und leidet man mit den Personen mit, oder freut sich sich gemeinsam mit ihnen, kann die Angst deutlich spüren. Ich habe mich teilweise in Zeit und Ort versetzt gefühlt.
Beim Lesen erfährt man sehr viel über die Zeit während des 30jährigen Krieges. Sabine Weiß stellt dies sehr gut verständlich und in die Geschichte verpackt dar. Ein Zeichen für eine guten und ausgiebige Recherche im Vorfeld.
"Das Geheimnis von Stralsund" ist von Anfang bis Ende spannend. Die Szenenwechsel stören nicht,  sondern sorgen für einen guten Spannungsaufbau. Das Geheimnis dieser Geschichte wird erst ganz am Ende komplett gelüftet. Zwischendurch bekommt der Leser immer Hinweise, die zum wilden Mitspekulieren und Raten einladen.
Und auch die Liebesgeschichte dieses Romans fand ich sehr schön und romantisch, absolut nicht kitschig. Da es ständig wie im echten Leben Missverständnisse zu klären gab, war es auch hier spannend. Aber vor allem wird durch das Hin und Her der Verliebten die Beziehung authentischer.
Ich selbst würde mich sehr über eine Fortsetzung mit Sina und Leif freuen.
Ich vergebe 4,5 von 5 Sternchen 

Fazit: "Das Geheimnis von Stralsund" von Sabine Weiß erzählt eine schöne Liebesgeschichte und löst auf spannende Weise ein Familiengeheimnis. Sehr authentisch erzählt und sehr detailreich beschrieben, erfährt der Leser dabei sehr viel über die Zeit und das Leben während des 30jährigen Krieges. 

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Tags: sabine weiß   (1)
 

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139 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 39 Rezensionen

wales, familiengeheimnis, liebe, snowdonia, nationalpark

Der Duft der Wildrose

Constanze Wilken
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 13.05.2014
ISBN 9783442479610
Genre: Romane

Rezension:

"Der Duft der Wildrose" von Constanze Wilken bietet dem Leser eine interessante Mischung aus Spannung und Herzschmerz.

Der Einstieg in die Geschichte fällt leicht und man wird von Anfang an mitgerissen. Der Schreibstil der Autorin ist leicht und lässt sich flüssig lesen. Das Buch handelt in zwei Zeitebenen. Die Rückblenden in die Vergangenheit sind gut in die Geschichte eingebaut und interessant. Sehr gelungen sind die Landschaftsbeschreibungen. Sehr malerisch wird die tolle Umgebung beschrieben. Man fühlt sich direkt vor Ort. Auch bevor ich "Der Duft der Wildrose" kannte, wollte ich diese Gegend unbedingt kennenlernen. Der Wunsch ist nun noch viel größer geworden.

Die Figuren dieses Romans sind mir schnell sympathisch gewesen. Allerdings fand ich sie teilweise etwas zu oberflächlich dargestellt. Das Ende hat mich ehrlich gesagt enttäuscht. Es war mir persönlich zu offensichtlich und zu unspektakulär, da man es schon lange erahnt hat. Ich persönlich mag lieber überraschende Wendungen.

Fazit: "Der Duft der Wildrose" von Constanze Wilken begeistert nicht nur durch die interessante Mischung aus Spannung und Herzschmerz, sondern auch durch die malerischen Landschaftsbeschreibungen.

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Tags: der duft der wildrose   (1)
 

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16 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

ermitteln, forensik-professor, psychothriller, prominente, drogensüchtig

Schnittmuster

AD Garrett , Claudia Franz
Flexibler Einband: 530 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 19.05.2014
ISBN 9783442480395
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

"Schnittmuster" von A.D. Garrett (Pseudonym für die Thrillerautorin Margaret Murphy und den Forensik-Professor Dave Barclay) ist nichts für schwache Nerven. Von Anfang an herrscht eine düstere Grundstimmung, die vor allem durch die detailliert beschriebenen Kulissen wie Bordelle oder dunkle dreckige Hinterhöfe hervorgerufen wird. In diesem Buch gibt es einige Mordfälle bzw. Drogentote. Und auch hier sind die Beschreibungen detailliert, hart und schockierend. Immer wieder bekommt der Leser durch den Autor und Forensik-Professor Dave Barclay sehr detaillierte Beschreibungen und wissenschaftliche Details präsentiert. Zuerst fand ich dies noch recht interessant. Mit der Zeit hat es meinen Lesefluss zu sehr gestört und war mir doch zu ausführlich und somit zuviel. So kam es, dass mir die Spannung gemindert wurde und ich enttäuscht war. Erst nach gut 2/3 des Buches konnte die Geschichte mich fesseln und es war schwer das Buch zwischendurch weg zu legen. Dazu trugen besonders überraschende Wendungen, wie sie für mich einen guten Thriller ausmachen, bei.

Gut gefallen haben mir die kurzen Kapitel und Szenenwechsel. Auch die wechselnden Perspektiven, mal aus Sicht der Nebenfiguren und mal aus Sicht der Hauptfiguren machen das Buch spannender.

Schade, dass die Vorgeschichte um Kate Simms und Nick Fennimore nicht komplett erzählt wird. Allerdings könnte ich mir vorstellen, dass diese in der angedeuteten Fortsetzung erzählt wird.

Ich vergebe 3,5 von 5 Sternen.

Fazit: "Schnittmuster" von A.D. Garrett ist durch die detaillreichen teilweise schockierenden Beschreibungen nichts für schwache Nerven. Durch zu viele wissenschaftliche Details leidet der Spannungsaufbau etwas. Kurze Kapital, wechselnde Perspektiven und überraschende Wendungen retten am Ende jedoch die Spannung.

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Tags: schnittmuster   (1)
 

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186 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 45 Rezensionen

liebe, eis, sommer, italien, brighton

Viviens himmlisches Eiscafé

Abby Clements , Sina Hoffmann
Flexibler Einband: 380 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 21.04.2014
ISBN 9783442480432
Genre: Liebesromane

Rezension:

Als ich "Viviens himmlisches Eiscafe" von Abby Clements das 1. Mal sah, war ich sofort "verliebt" in das wunderschöne Cover. Die Gestaltung mit Pastellfarben in rosa und türkis in Kombination mit Zierelementen wie Schnörkel, lässt einen Retrolook entstehen. Es wirkt sommerlich und locker leicht. Nach dem Lesen kann ich zudem sagen, dass der Retrolook auch perfekt zur Geschichte passt.

Abby Clement erzählt liebevoll die Geschichte zweier unterschiedlicher Schwestern, die das Eiscafé ihrer Großmutter erben und wieder beleben. Die Hauptpersonen ihres Buches gestaltet die Autorin sehr liebevoll. Sie waren mir sehr schnell sehr sympathisch. Man muss sie einfach mögen, es geht gar nicht anders. Sie schreibt locker und flüssig. Ich war schnell mitten in der Geschichte gefangen. Ihre Beschreibungen sind gut. Man kann sich nicht nur alles gut vorstellen, sondern meint manchmal das beschriebene Eis gerade selbst zu schmecken. Mir haben besonders die vielen Infos über die Eisherstellung gefallen. Diese wird detailliert, interessant und gut verständlich erklärt. Daher freue ich bereits darauf, die am Buchende abgedruckten Eisrezepte demnächst selbst auszutesten. Sie klingen wirklich lecker.

Allerdings habe ich auch Kritikpunkte. So kam mir der Umgang mit der Trauer um die verstorbene Großmutter teilweise unrealistisch vor. Und die Beziehung von Anna und Matteo kam mir persönlich etwas zu kurz.

Ansonsten ist "Viviens himmlisches Eiscafé" die ideale Sommerlektüre. Dabei ist es völlig egal bei welchem Wetter das Buch gelesen wird, denn auch bei Regen verbreitet es gute Laune und weckt Urlaubsgefühle und Eishunger.

Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

Fazit: Abby Clements "Viviens himmlisches Eiscafé" bietet eine schöne Mischung aus Sommer, Familie und Gefühlschaos und nebenbei erfährt man viel über die Eisherstellung. Ein Gute-Laune-Buch, bei dem der Appetit auf Eis geweckt wird.

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Tags: viviens himmlisches eiscafé   (1)
 

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(108)

194 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 64 Rezensionen

hamburg, 1. weltkrieg, erster weltkrieg, familiensaga, liebe

Das Haus am Alsterufer

Micaela Jary
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 21.07.2014
ISBN 9783442480289
Genre: Historische Romane

Rezension:

"Das Haus am Alsterufer" von Micaela Jary versetzt die Leser in die Zeit um den 1. Weltkrieg zwischen 1911 und 1918.

Wie durch ihre vorherigen Bücher gewohnt, hat mich Micaela Jary bereits von Anfang an gefesselt und mitgerissen. Man taucht sehr schnell mitten in das Geschehen ein. Das liegt vor allem an den detaillreich und sehr liebevoll dargestellten Hauptfiguren. Alle Figuren werden tiefgründig dargestellt. Sie verändern sich im Verlauf der Geschichte und jede hat ihre eigenen Stärken und Schwächen. Das macht sie menschlich und authentischer. Dazu gehört auch die Verwendung von Dialekten z.B. Bei Gesprächen in Hamburg oder in München.

Auch wenn man nicht alle Figuren sympathisch findet, so fiebert und leidet man doch mit ihnen mit oder schüttelt ungläubig den Kopf. Mit Hilfe der 3 unterschiedlichen Schwestern gelingt es der Autorin ein abwechslungsreiches Bild der Handlungszeit zu schaffen, da durch deren unterschiedliche Interessen verschiedene Themen der damaligen Zeit wie Kunst, die Frauenbewegung, Architektur, Mode etc. berührt werden. Da ich bisher kaum Bücher, die in der Zeit um den 1. Weltkrieg spielen, gelesen habe, war es für mich sehr interessant hier mehr darüber zu erfahren. Man merkt, dass Micaela Jary gründlich recherchiert hat und auch die Handlungsorte teilweise selbstkennt. Ihre Beschreibungen sind sehr detailliert und eindrucksvoll. Sie kann die Atmosphäre der damaligen Zeit sehr gut einfangen und wiedergeben. Wie immer in ihren Büchern, fühlte ich mich auch dieses Mal in das Geschehen hinein versetzt. Eindrucksvoll stellt sie den Einfluss und die Auswirkungen des 1. Weltkriegs für die Bevölkerung dar, egal in welcher Bevölkerungsschicht. Ich habe auch diesmal viel Zeit damit verbracht, im Internet Bilder z.B. zum alten Elbtunnel etc. Anzusehen.

Außerdem ist der Schreibstil sehr angenehm und flüssig. Die Seiten fliegen nur so dahin und Unterbrechungen fallen sehr schwer. Das Ende lässt noch einige Fragen offen. Ich hoffe auf eine Fortsetzung, damit ich erfahre wie es den liebgewonnenen Figuren weiter ergeht.


Einen Stern Abzug gebe ich, da der Klappentext aus meiner Sicht unglücklich gewählt ist. Das Buch wäre noch viel spannender ohne Kenntnis des Klappentextes gewesen. Er nimmt zu viel vorweg. Ich persönlich hätte lieber selbständig beim Lesen mehr über Klara herausgefunden.


Fazit: Eine spannende und berührende Familiensaga, mit tiefgründigen Figuren, die zur Zeit um den 1. Weltkrieg spielt. Die Atmosphäre ist sehr gut eingefangen, man fühlt sich direkt vor Ort. Aber Achtung: Um sich die Spannung nicht zu nehmen, sollte man zuvor nicht den Klappentext lesen, da er schon sehr viel verrät.

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Tags: micaela jary   (1)
 

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

monster, robert paul westo, firma, die monsterabteilung, erfindungen

Die Monsterabteilung

Robert Paul Weston , Nicola T. Stuart , Bastian Pastewka
Audio CD
Erschienen bei Der Audio Verlag, 01.08.2014
ISBN 9783862314140
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Bereits das Cover des Hörbuchs zu Robert Paul Westons "Die Monsterabteilung" ist ein echter Hingucker. Mit der bunten und fantasievollen Gestaltung werden wie gewünscht Kinder neugierig gemacht, aber auch Erwachsene.

Die Geschichte ist ebenso fantasievoll und schräg wie das Cover. Dem Hörer begegnen jede Menge interessante und verrückte Monster sowie Erfindungen. Gut gefiel mir vor allem, dass es sich fast nur um liebe und nette Monster handelt. Vorstellen kann man sie sich ganz gut, da sie Mischungen aus bekannten Wesen z.B. Fledermaus sind. Interessant gemacht und auf guten Ideen aufbauend z.B. das Abstraktorium mit den Essenzen für die Erfindungen. Weston erzählt nur teilweise kindgerecht. Ich bin nicht richtig überzeugt.

Kurzzeitig kam immer mal wieder etwas Spannung auf, hielt jedoch nie lange an. Viel zu oft wirkte das Gehörte einfach wirr, planlos und sehr chaotisch. Mir waren es viel zu viele Namen. Bis zum Ende habe ich es nicht geschafft, den Überblick zu behalten und die Namen richtig zu zuordnen. Die beiden Hauptpersonen Elliot und Leslie blieben für mich bis zum Ende sehr blass und ohne konkretes Bild. Dafür erfährt man viel zu wenig über die beiden. Das Buch ist für Kinder im Alter von 10 bis 12 Jahren gedacht. Teilweise fand ich es jedoch nicht altersgerecht. Der Autor benutzt sehr viele Fremdwörter. Ob in dem gewünschten Alter das Periodensystem der Elemente heutzutage schon bekannt ist? Und auch mit Namen wie Clark Gable dürften Kinder ihre Probleme haben.

Am besten hat mir bei diesem Hörbuch Bastian Pastewka als Sprecher gefallen. Seine Stimmvielfalt ist enorm. Jeder Figur verleiht er eine eigene charakteristische Stimme. Er spricht deutlich und gut betont und somit wirklich kindgerecht. Seine Stimme bzw. Vortragsweise peppt die gesamte Geschichte ordentlich auf. Er sorgt für lustige Momente. Mit einem anderen Sprecher stelle ich mir die Geschichte weniger lebhaft und deutlich langweiliger vor.


Fazit: "Die Monsterabteilung" von Robert Paul Weston bietet eine fantasievolle und interessante Geschichte, die jedoch nicht immer kindgerecht wirkt und teilweise sehr wirr und chaotisch ist. Die tolle Covergestaltung und Bastian Pastewka als kindgerechter lebhafter Erzähler können am meisten überzeugen.

Ich vergebe 3 von 5 Sternen.

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Tags: die monsterabteilung, robert paul westo   (2)
 

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(18)

34 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 8 Rezensionen

argentinien, das lied des wasserfalls, neues leben, 1897, 19. jahrhundert

Das Lied des Wasserfalls

Sofia Caspari
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 16.05.2014
ISBN 9783404168903
Genre: Romane

Rezension:

"Das Lied des Wasserfalls" ist der 3. und abschließende Band von Sofia Casparis Auswanderersaga. Dieser Band knüpft direkt an die Vorgänger "Im Land des Korallenbaums" und "Die Lagune der Flamingos" an. Doch auch Neueinsteiger finden sehr schnell ohne Vorkenntnis dieser beiden Bände in die Geschichte hinein. Die Autorin gibt die dortigen Geschehnisse durch kurze Rückblicke an geeigneter Stelle wieder.

Wer die Vorgänger bereits kennt, wird wie gewohnt vielen Personen in vielen Handlungssträngen begegnen, auch viele bereits bekannte Personen. Aber keine Angst, die Übersicht behält der Leser trotzdem. Hilfreich dafür ist der am Buchanfang abgedruckte Stammbaum. Und auch die auf der Innenseite des Covers abgedruckte Karte erleichtert die Orientierung.

Für mich ist "Das Lied des Wasserfalls" der schlechteste Teil der Saga. Dies liegt daran, dass das Ende fast jeder Handlung sehr offensichtlich ist. Es gibt sehr viele spannende Szenen in diesem Buch. Doch fast immer löst sich die Spannung sehr schnell auf, weil man merkt, dass die Vermutungen tatsächlich eintreffen. Sehr gerne hätte ich auch einmal eine Überrasschung erlebt. Außerdem ging mir vieles einfach zu glatt. Probleme lösen sich fast von ganz allein, es gibt kaum Konfrontationen der Personen. So etwas hätte die Spannung jedoch gesteigert, aber vor allem dem Geschehen mehr Glaubwürdigkeit verliehen. Aber dennoch fiebert man mit den liebgewonnenen Figuren mit, man leidet mit und freut sich über das Unglück von Fieslingen.

Besonders gut haben mir wieder die Beschreibungen gefallen. Obwohl ich noch nie dort war, konnte ich mir Umgebung und Landschaft vorstellen. Manchmal fühlte ich mich sogar direkt vor Ort. Außerdem habe ich wieder einiges über Land und Leute gelernt, z.B. Die Geschichte des Tangos.


Fazit: "Das Lied des Wasserfalls" ist der Abschluss von Sofia Casparis Auswanderersaga. Mit einigen Schwächen kann das Buch nicht so begeistern wie die beiden Vorgänger. Dennoch bietet es eine gute Unterhaltung vor der tollen Kulisse Argentiniens.

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Tags: das lied des wasserfalls   (1)
 

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(138)

245 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 50 Rezensionen

schweden, lars kepler, entführung, joona linna, krimi

Der Sandmann

Lars Kepler , Paul Berf
Fester Einband: 574 Seiten
Erschienen bei Ehrenwirth, 14.02.2014
ISBN 9783431038873
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

"Der Sandmann" ist bereits der 4. Band des Autorenpaars Lars Kepler um den Ermittler Joona Linna. Dieses Buch schließt nahtlos an den Vorgänger "Flammenkinder" an. Das Autorenduo wiederholt zu Beginn des 4. Bands die letzten Kapitel des Vorgängers komplett. Endete damals der 3. Band mit einem Cliffhanger, so dienen die identischen Szenen diesmal als toller Spannungsaufbau.

Auch wenn ich selbst den Vorgänger kannte, verfolgte ich das Geschehen dieser Szenen völlig gespannt und atemlos. Der Spannungsbogen hält vom Anfang bis zur letzten Seite. Es wird nie langweilig. Immer wieder erlebt der Leser Spannungsspitzen und teilweise überraschende Wendungen. Die Atmosphäre, besonders bei den Szenen im Sicherheitstrakt, gefällt mir sehr gut. Unterschwellig habe ich die ganze Zeit Angst bzw. eine Bedrohung gespürt.

Das Autorenduo bleibt auch bei "Der Sandmann" seinem Schreibstil treu. Dieser zeichnet sich durch kurze Kapitel und viele Szenen- sowie Perspektivwechsel aus. Oftmals enden die Kapitel mit einem Cliffhanger und zwingen den Leser so quasi zum ständigen Weiterlesen. Das Buch aus der Hand zu legen fällt gerade wegen der kurzen Kapitel sehr schwer. Man will immer noch mal eben ein weiteres Kapitel lesen. Der Schreibstil ist zudem sehr lebhaft und flüssig und sorgt für ein temporeiches Lesevergnügen. Die detaillierten Beschreibungen lassen ein sehr genaues Bild entstehen und lassen teilweise auch das Kopfkino spielen. Wie immer erinnert der Schreibstil an ein Drehbuch für einen spannenden Actionfilm. Dem Leser wird die Lösung nur langsam und häppchenweise präsentiert, und fesselt ihn so zusätzlich an das Buch. Auch dieses Buch endet mit einem Cliffhanger, beantwortet viele der aufgeworfenen Fragen, jedoch nicht alle.

Ich kenne alle Bücher von Lars Kepler. Bisher untypisch für die Bücher war das Auftreten von einigen Ungereimtheiten und Unglaubwürdigkeiten. So erschienen mir besonders einige Beschreibungen und Handlungen im Sicherheitstrakt sehr unglaubwürdig und nicht authentisch. Auch Mikaels Gesundheitszustand nach der langen Gefangenschaft zählt für mich dazu. Der Spannung tun diese Unglaubwürdigkeiten dagegen keinen Abbruch.

Trotzdem ziehe ich hierfür 1 Stern ab und vergebe 4 von 5 Sternen.

Fazit: Mit gewohnt spannendem und fesselndem Erzählstil knüpft Lars Kepler mit "Der Sandmann" an den Vorgänger "Flammenkinder" an. Auch die für Lars Kepler untypischen Unglaubwürdigkeiten können die Spannung bis zum Schluss kaum beeinträchtigen.

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58 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

das korallenhaus, anna levin, korallen, kanaren, koralle

Das Korallenhaus

Anna Levin
Flexibler Einband: 450 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 16.12.2013
ISBN 9783442380961
Genre: Romane

Rezension:

"Das Korallenhaus" von Anna Levin bietet den Lesern eine tolle Mischung aus Liebesroman und Krimi vor der beeindruckenden Kulisse der Kanareninsel La Palma.
Bereits das Buchcover passt optisch sehr gut zu der Geschichte und stimmt den Leser sehr gut ein. Außerdem weckt die tolle Gestaltung direkt Urlaubsgefühle.
Anna Levin beschreibt die interessante Landschaft La Palmas sehr gut und real. Da ich selbst bereits zum wiederholten Male dort meinen Urlaub (sogar nahe des Ortes Tazacorte) verbracht habe, konnte ich mir alles sehr gut vorstellen und schwelgte beim Lesen oft in meinen eigenen Urlaubserinneru ngen. Die Beschreibungen geben die Landschaft so wieder wie ich sie in Erinnerung habe. Anna Levins Beschreibungen der Unterwasserwelt vor La Palma haben mich besonders fasziniert. Ich habe mich selbst wie in einer Tauchausrüstung vor Ort gefühlt und ganz nebenbei noch viel über diese Unterwasserwelt gelernt.
Der Schreibstil Anna Levins ist sehr flüssig und angenehm. Nach kurzer Zeit gelingt es ihr, den Leser zu fesseln und ins Geschehen eintauchen zu lassen. Die Seiten flogen nur so dahin, ich konnte das Buch nicht mehr an die Seite legen. Aber die Autorin schreibt gleichzeitig auch sehr emotional. Die Passagen aus Serenas Tagebuch sind spannend und mit großem Einfühlungsverm ögen geschrieben. Daher war ich auch etwas traurig, als Serenas Tagebuch endete. Sehr gerne hätte ich erfahren, wie es ihr weiter ergangen ist und es nicht meiner eigenen Fantasie überlassen.
Alle Figuren sind authentisch und lebendig dargestellt. Sie werden ausführlich und nicht nur oberflächlich dargestellt. Vor allem Nina und Fabio waren mir schnell sympathisch.
Die Geschichte war wie erwähnt sehr spannend. Der Leser fängt irgendwann an zu rätseln und mitzufiebern, wer hinter den Drohbriefen und Anschlägen steckt. Schnell hatte ich einen Verdacht. Doch auch wenn er sich am Ende bestätigte, habe ich es auf Grund der spannenden Verpackung nicht als störend empfunden.

Fazit: Anna Levins "Das Korallenhaus" ist eine spannende und emotionale Geschichte, die Urlaubsgefühle weckt. Tolle Beschreibungen der Landschaft und besonders unter Wasser zeugen von einer guten Recherche und versorgen den Leser mit vielen interessanten Informationen. Unbedingte Leseempfehlung!

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london, spannung, mord, england, korruption

Brixton Hill

Zoë Beck
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Heyne, 09.12.2013
ISBN 9783453410428
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

„Brixton Hill“ war mein erstes Buch der Autorin Zoe Beck, und weitere werden bestimmt noch folgen. Das Buch hat mir insgesamt ganz gut gefallen. Der Einstieg in die Geschichte erfolgt sehr rasant und ist sehr spannend geschrieben. Ich war sofort mittendrin im Geschehen und meine Neugier war auch sofort geweckt. Leider lässt die Spannung nach diesem rasanten Einstieg nach, das Geschehen bleibt jedoch weiterhin sehr interessant. Durch das gesamte Buch hindurch gab es immer wieder mal kleinere Längen. Doch genauso oft stellt man als Leser überrascht fest, dass nichts wirklich so ist wie es scheint. Dadurch fängt man ganz automatisch an selbst mitzurätseln. Da wie gesagt etwas die Grundspannung fehlt würde ich „Brixton Hill“ eher als Krimi als einen Thriller ansehen. Interessant machen das Buch auch besonders die aktuellen Themen. Zoe Beck vermittelt ihren Lesern auf interessante Weise die neuere Geschichte Londons. Sie greift aktuelle Themen wie den Tod Thatchers, aber auch Twitter und Hacker auf. Ich selbst konnte mir alles gut vorstellen und auch gut verfolgen. Das Ende von „Brixton Hill“ war wieder sehr spannend und für mich sehr überraschend. Es ist eben nichts wie es scheint.

Fazit: „Brixton Hill“ von Zoe Beck bietet dem Leser Spannung (teilweise mit kleineren Längen) und viele interessante Infos zu aktuellen Themen und der neuen Geschichte Londons.

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40 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 29 Rezensionen

krimi, mord, bayern, wallner, kreuthner

Totensonntag

Andreas Föhr , Michael Schwarzmaier
Audio CD
Erschienen bei Argon, 21.11.2013
ISBN 9783839812624
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

"Totensonntag" war mein erstes Buch bzw. Hörbuch von Andreas Föhr. Doch da diese Geschichte zeitlich vor den andren Büchern spielte, hatte ich keine Probleme mich zurecht zufinden.

Erzählt wird in 2 Handlungssträngen, einmal im Jahr 1945 und einmal im Jahr 1992. Beide Handlungen wechseln sich immer wieder ab und fügen sich am Ende gut zusammen. Für mich gab es dabei einige überraschende Wendungen. Am Ende blieben keine offenen Fragen zurück. Der Handlungsstrang von 1945 hat mir gut gefallen. Die Erzählung war sowohl spannend als auch sehr emotional. Die Erzählungen von 1992 habe ich jedoch nur teilweise als spannend empfunden. In diesem Strang erschienen mir einige Personen, ganz besonders die Staatsanwältin, völlig unglaubwürdig und somit nicht authentisch. Insgesamt gab es in diesem Buch aus meiner Sicht zu wenig Dramatik, dafür aber sehr viele Geschichten rund um die einzelnen Personen herum.

Die Umsetzung als Hörbuch hat mir sehr gut gefallen. Ein großes Lob geht dafür an den Sprecher Michael Schwarzmaier. Er verleiht jeder Figut eine eigene Stimme, teilweise sogar mit dem entsprechenden Dialekt, und sorgt so für eine sehr lebhafte Erzählung. Die Dialekte sind dabei auch von einem Nichtbayern wie mir sehr gut zu verstehen. Schwarzmaier hat ein ruhiges und angenehmes Erzähltempo, dem man gut folgen kann. Die Emotionen und unterschiedlichen Stimmungen kann er mit seiner Vortragsweise dem Hörer sehr gut vermitteln.

Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob ich selbst noch zu den anderen Büchern von Andreas Föhr greifen werde.

Ich vergebe 3,5 Sterne.

Fazit: Das Hörbuch "Totensonntag" von Andreas Föhr ist teilweise spannend und emotional. Leider erscheinen einige Figuren völlig unglaubwürdig. Dank der tollen und lebhaften Vortragsweise von Sprecher Michael Schwarzmaier ist die Umsetzung von "Totensonntag" als Hörbuch dennoch gelungen.

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112 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 31 Rezensionen

die dienstagsfrauen, monika peetz, mecklenburg-vorpommern, freundschaft, frauen

Die Dienstagsfrauen zwischen Kraut und Rüben

Monika Peetz
Flexibler Einband
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 07.11.2013
ISBN 9783462045659
Genre: Romane

Rezension:

Ich kannte bereits Monika Peetz Vorgängerbücher "Die Dienstagsfrauen" und "Sieben Tage ohne". Direkt auf den ersten Seiten war es daher für mich wie ein "Nachhausekommen". Alle Dienstagsfrauen waren mir noch gut bekannt und vor allem durchweg sympathisch. Der Einstieg in "Die Dienstagsfrauen zwischen Kraut und Rüben" fiel mir daher sehr leicht. Direkt von der ersten Seite an war ich mitten im Geschehen. Hier ging es gleich herrlich chaotisch zu, wie man es bereits aus den vorherigen Büchern über die Dienstagsfrauen kennt. Von Anfang an gab es für mich viel zu lachen. Der Witz und Humor bleibt durch das gesamte Buch erhalten. Schnell kommt noch eine Portion Spannung dazu. Und so lies sich das Buch innerhalb kürzester Zeit lesen.

Monika Peetz Schreibstil ist gewohnt locker, flüssig und leicht verständlih. Gut fand ich auch die Beschreibungen Mecklenburg-Vorpommerns. Obwohl ich selbst noch nicht dort war, konnte ich mir vieles gut vorstellen. Gut gefallen hat mir auch die Covergestaltung. Sie ist zwar relativ schlicht, dafür aber sehr passend. Ständig sah ich die Dienstagsfrauen in den bunten abgebildeten Gummistiefeln vor meinen Augen.

Insgesamt schwächelt dieses 3. Buch der Dienstagsfrauen für mich etwas gegenüber den Vorgängern. Dennoch habe ich mich sehr gut unterhalten gefühlt.


Fazit: Gewohnt witzig erzählt Monika Peetz in "Die Dienstagsfrauen zwischen Kraut und Rüben". Auch in diesem 3. Band geht es so chaotisch zu, dass die Lachmuskeln nicht verschont werden.

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thriller, berlin, martin krist, entführung, mord

Drecksspiel

Martin Krist
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 11.10.2013
ISBN 9783548285375
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Mit meiner Meinung zu "Drecksspiel" von Martin Krist fühle ich mich etwas hin- und hergerissen. Das Buch war nicht schlecht, aber irgendwie hatte ich nach dem klasse Thriller "Mädchenwiese" etwas größere Erwartungen.

Der Einstieg ins Buch beginnt sehr spannend. Der Leser wird sofort mitgerissen. Typisch für den Schreibstil von Martin Krist sind kurze ständig wechselnde Szenen. Auch in "Drecksspiel" dienen sie ihm als Mittel zum schnellen und durchgängigen Spannungsaufbau. Durch die große Personenfülle in diesem Buch gibt es mehrere parallele Handlungsstränge. Aber keine Angst, man findet beim Lesen recht schnell den Überblick. Jede Szene ist nur ca. 2 Seiten lang und endet meist sehr spannend. Durch die ständigen Szenenwechsel wird die Spannung gesteigert und das Lesetempo angehoben. Man möchte natürlich so schnell wie möglich wissen, wie die gerade beendete Szene weitergeht. Manchmal hätte ich vor lauter Spannung sehr gerne mehrere Seiten weiter geblättert, um am Stück weiterlesen zu können :-) Die Zusammenhänge der einzelnen Handlungen löst Martin Krist nur häppchenweise auf, so dass die Spannung wirklich bis zum Schluss bleibt. "Drecksspiel" ist ein rasanter, fesselnder, brutalter und düsterer Thriller und somit eigentlich ganz nach meinem Geschmack. Aber wie gesagt tue ich mich schwer.

Völlig neu war für mich bei diesem Thriller, dass es trotz der Personenfülle keine einzige Person gab, die ich annähernd sympathisch fand. Das hat mir beim Lesen eine ungewohnte Distanz verschafft. Ich fand alle Personen nur oberflächlich beschrieben, so dass ich keine Bindung aufbauen konnte. Zudem war es mir zu viel, dass jede Person einen gestörten Eindruck machte und viele Klischees z.B. Korrupter Polizist und Ermittler mit dramatischer Vergangenheit bedient werden. Im Laufe des Buches war ich von Tonis ständigem Gefluche "Verfickte Scheisse" und von Davids Klingelton "Flieg, flieg, fahr aus der Haut"einfach nur noch genervt. Auch die extrem häufig beschriebene Musikuntermalung in den Szenen war zwar gut gemeint, mir persönlich jedoch irgendwann zu viel.

Das Ende lässt mich unzufrieden zurück. Von den vielen Handlungssträngen werden nur einige zu Ende geführt. Der große Cliffhanger am Ende deutet nicht nur auf eine Fortsetzung hin, sondern hinterlässt bei mir persönlich den Eindruck, als wäre der Thriller mittendrin zu Ende.

Ob ich die Fortsetzung auch lesen werde? Ich bin mir momentan ehrlich gesagt nicht sicher. Ich vergebe 3,5 von 5 Sternen.

Fazit: "Drecksspiel" von Martin Krist ist ein spannender und düsterer Thriller, der den Leser packt. Ich selbst bin nach "Mädchenwiese" mit Erwartungen in das Buch eingestiegen, die nicht erfüllt wurden.

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185 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 60 Rezensionen

samoa, südsee, liebe, historischer roman, regina gärtner

Unter dem Südseemond

Regina Gärtner
Flexibler Einband: 592 Seiten
Erschienen bei Heyne, 11.11.2013
ISBN 9783453411531
Genre: Historische Romane

Rezension:

Schon das wunderschön gestaltete Buchcover von Regina Gärtners "Unter dem Südseemond" weckt sofort die Neugier des Lesers und gleichzeitig Urlaubsgefühle oder den Wunsch einer Reise in exotische Länder.

Im Innenteil gibt es zu Beginn und am Ende Karten zu Samoa, die die Orientierung erleichtern. Während des Lesens habe ich sehr oft einen Blick darauf geworfen, um mir ein noch besseres Bild der Umgebung machen zu können.

Kaum mit dem Lesen begonnen, konnte ich sofort in die Geschichte eintauchen und um mich herum alles vergessen. Regina Gärtners Erzählweise ist sehr angenehm und flüssig. Sie schreibt sehr lebhaft und gefühlvoll. Mir fiel es immer sehr schwer das Buch zwischendurch zu unterbrechen. Das Lesetempo ist sehr schnell gewesen. Trotz ca. 600 Seiten Umfang, hatte ich es in für mich sehr kurzer Zeit beendet. Man fliegt durch die Seiten, denn die Autorin erzählt von Anfang an spannend und fesselnd. Die Hauptperson Alma ist mir selbst von Beginn an sympathisch gewesen. Ihr Schicksal ging mir sehr nah. Und so habe ich Almas Gefühle richtig miterlebt. Ich habe mit ihr gehofft, gelitten, mich gefreut und mit ihr mitgefiebert wie bei keiner anderen Person des Buches. Es war ein ständiges emotionales Auf und Ab. Alma gefiel mir so gut, weil sie offen und recht locker allen Personen gegenüber ist. Und weil trotz der ständig neuen Probleme und Herausforderungen nicht aufgibt und ihr Leben meistert. Ihre Entwicklung vom Mädchen zu einer selbstbewussten, selbständigen und sehr starken jungen Frau verfolgt man in diesem Roman und sie hat mich beeindruckt. Aber auch alle anderen Personen dieses Romans sind sehr gut dargestellt. Man erlebt sie als vielschichtige Figuren, die sich ebenfalls während des Romans ständig weiterentwicklen. Alle wirken auf diese Weise sehr authentisch und lebendig. Aber auch die Landschaftsbeschreibungen sind wunderschön und detailliert. Ich konnte mir alles so gut vorstellen, dass ich mich selbst in der exotischen Kulisse Samoas fühlte. Regina Gärtner hat außerdem sehr viele interessante Infos über das Leben auf Samoa und den deutschen Kolonien, Geschichtshintergünde und das Leben einer Frau zur Jahrhundertwende in ihre Erzählung einfliessen lassen. So konnte man ganz nebenbei noch Vieles lernen. Ein Zeichen für eine wirklich gut Recherche im Vorfeld.

Schon jetzt freue ich mich auf die angekündigte Fortsetzung und kann den Erscheinungstermin kaum erwarten :-)


Fazit: "Unter dem Südseemond" von Regina Gärtner ist eine komplizierte und bewegende Liebesgeschichte vor der tollen exotischen Kulisse Samoas. Sehr spannend und gefühlvoll erzählt, so dass man direkt auf der 1. Seite im Buch versinkt und es nicht mehr aus der Hand legen möchte. Eine unbedingte Leseempfehlung!

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299 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 46 Rezensionen

selbstmord, thriller, stalker, höllentalklamm, psychothriller

Höllental

Andreas Winkelmann
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag, 18.02.2013
ISBN 9783442475612
Genre: Krimi und Thriller

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929 Bibliotheken, 17 Leser, 3 Gruppen, 134 Rezensionen

geister, geisterjäger, london, jonathan stroud, fantasy

Lockwood & Co. - Die Seufzende Wendeltreppe

Jonathan Stroud , Katharina Orgaß , Gerald Jung
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei cbj, 11.09.2013
ISBN 9783570156179
Genre: Jugendbuch

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466 Bibliotheken, 4 Leser, 4 Gruppen, 114 Rezensionen

thriller, serienmörder, mord, psychologin, mörder

Schwesterlein, komm stirb mit mir

Karen Sander , ,
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 01.08.2013
ISBN 9783499242175
Genre: Krimi und Thriller

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19 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

im café der möglichen träume

Im Café der möglichen Träume

Paola Calvetti , Claudia Franz
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag, 19.08.2013
ISBN 9783442479238
Genre: Romane

Rezension:

Von Paola Calvettis "Im Café der möglchen Träume" hatte ich mir viel mehr versprochen. Auf Grund des Klappentextes hatte ich etwas anderes erwartet. Eine gefühlvolle und schöne Geschichte.
Ich konnte mit dem Buch bis zum Ende hin nicht warm werden. Paola Calvettis Schreibstil konnte mich absolut nicht erreichen. Inhaltlich war die Geschichte eigentlich sehr schön. Aber der Schreibstil hat mich gelangweilt. Ich habe mich ständig dabei ertappt, wie meine Gedanken nicht mehr bei dem Buch waren sondern auf Wanderschaft gingen. Das passiert mir nur sehr selten.

Fazit: "Im Café der möglichen Träume" von Paola Calvetti hat mich enttäuscht. Eine nette Geschichte. Leider ist mir persönlich der Schreibstil zu langatmig und langweilig, so dass mich das Buch überhaupt nicht überzeugen konnte.

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180 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 57 Rezensionen

champagner, champagne, berlin, frankreich, winzer

Die Champagnerkönigin

Petra Durst-Benning
Fester Einband: 528 Seiten
Erschienen bei List Verlag, 13.09.2013
ISBN 9783471350584
Genre: Historische Romane

Rezension:

Erst vor kurzer Zeit hatte ich "Solang dei Welt noch schläft", den 1. Teil der Jahrhundertwind-Trilogie gelesen. So konnte ich fast nahtlos mit dem 2. Teil "Die Champagnerkönigin" weiterlesen.

Ich bin aber trotzdem der Meinung, dass man auch ohne diese Vorkenntnis leicht in das Buch hineinfindet. Petra Durst-Benning gibt an den verschiedensten Stellen kurze Rückblicke oder Erläuterungen zur Vorgeschichte aus Band 1.

Kaum mit dem Lesen begonnen, war ich selbst schon mitten drin im Geschehen. Der flüssige und sehr anschauliche Schreibstil von Petra Durst-Benning ermöglicht es, richtig in die Geschichte einzutauchen und um sich herum alles auszublenden. Man fühlt sich direkt vor Ort in dieser faszinierenden Landschaft der Champagne.

Isabelle, die Hauptperson dieses Romans, ist mir noch sehr gut aus Band 1 bekannt. Hier war sie mir nicht sympathisch, zu reich und zu verwöhnt. Doch in "Die Champagnerkönigin" gefällt mir ihre Entwicklung zur selbstbewussten und selbständigen Frau sehr gut und sie wurde mir mit jeder Seite sympathischer. Auch alle weiteren Personen sind detailliert und vor allem authentisch dargestellt. So wurde mir nie langweilig. Denn man leidet regelrecht mit den Personen mit. Man hofft, bangt, freut sich und jubelt mit ihnen mit. Aber auch die Geschichte an sich ist durchweg spannend. Durch die ständigen Wechsel von Erfolg und schlechten Nachrichten, Höhen und Tiefen kann Spannung aufgebaut werden, die bis zum Ende hin erhalten bleibt. Durch das gut recherchierte und wiedergegebene Wissen zum Weinanbau und zur Champagnerherstellung konnte ich während des Lesens viel zum Thema lernen. Interessant und hilfreich waren dabei die immer wieder in den Text eingefügten Illustrationen aus der Handlungszeit.

Teil 2 der Trilogie weckt die Vorfreude auf den 3. Teil. Schade, dass es bis zum Frühjahr 2015 noch so lange hin ist.


Fazit: "Die Champagnerkönigin" von Petra Durst-Benning ist die gelungene Fortführung der Jahrhundertwind-Trilogie. Ein wunderschönes Buch zum Eintauchen und Genießen vor einer tollen Kulisse. Noch dazu spannend bis zum Ende. Ich kann den Abschluss der Trilogie kaum erwarten. Unbedingte Leseempfehlung :-)

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