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Die alte Frau Kühnemund

Wulf Nachtwey
Fester Einband
Erschienen bei Alcedo, 01.01.1997
ISBN 9783980577700
Genre: Sonstiges

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150 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 24 Rezensionen

geister, london, lockwood, jonathan stroud, fantasy

Lockwood & Co. - Das Flammende Phantom

Jonathan Stroud , Katharina Orgaß , Gerald Jung
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei cbj, 28.11.2016
ISBN 9783570159644
Genre: Jugendbuch

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Das geheime Leben der Bäume

Peter Wohlleben , Roman Roth
herunterladbare Audio-Datei
Erschienen bei Der Hörverlag, 14.12.2015
ISBN 9783844521924
Genre: Sachbücher

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

haustier, hund, comic, humor

Plumdog

Emma Chichester Clark , Ulrike Becker
Fester Einband: 160 Seiten
Erschienen bei Kunstmann, A, 11.02.2015
ISBN 9783956140334
Genre: Sonstiges

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Operation Höllenfahrt. Roman vom Heldentum und Todeskampf der "Bismarck"

Karl Hans Koizar
Fester Einband
Erschienen bei Prisma Verlag, 01.01.1979
ISBN B001HQLVIQ
Genre: Sonstiges

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251 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 42 Rezensionen

schweden, alter, trauer, freundschaft, selbstmord

Ein Mann namens Ove

Fredrik Backman , Stefanie Werner
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 22.03.2016
ISBN 9783596521111
Genre: Romane

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82 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 35 Rezensionen

thriller, entführung, london, familie, janet clark

Black Memory

Janet Clark
Flexibler Einband: 382 Seiten
Erschienen bei Heyne, 12.12.2016
ISBN 9783453418332
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Clare Brent erwacht mitten im Meer vor der Küste Indonesiens und weist einige Verletzungen auf. Nach ihrer Rettung wird sie verhaftet, da sie unter Verdacht steht, ihre eigene Tochter entführt zu haben. Aber wo befindet sich Bonnie? Clare kann sich an nichts persönliches mehr erinnern. Auch an ihren Mann kann sie sich nicht mehr erinnern, der ihr zwar helfen möchte, sich aber immer wieder in Widersprüche verstrickt. Als ihr noch von anderer Seite Hilfe angeboten wird, weiß sie nicht mehr, wem sie überhaupt trauen kann. Stimmt es, dass ihre Tochter über eine außergewöhnliche Inselbegabung verfügt? Liegt hier der Grund für ihr Verschwinden?

Das Buch wird zwar als Thriller angeboten, aber ich würde es eher im Bereich Psychothriller ansiedeln, denn mit ein Hauptthema ist Clares Suche nach ihrer Vergangenheit und der Wahrheit. Es ist schon furchtbar, wenn man sich an nichts mehr erinnern kann, aber besonders extrem ist es in Clares Fall, wenn man dann noch der Entführung der eigenen Tochter verdächtigt wird. Die Menschen in Clares Umgebung bieten ihr zwar Hilfe an, jedoch beschuldigen sie sich auch gegenseitig, so dass sich Clare nicht sicher sein kann, wer es mit ihr ehrlich meint und wer nicht – und Hilfe hätte Clare mehr als nötig.

Da das Buch aus Clares Perspektive und im Präsens geschrieben ist, hat man als Leser das Gefühl, noch näher an der Protagonistin zu sein und kann ihre Verzweiflung angesichts der Amnesie noch besser nachvollziehen. Natürlich habe ich mich gefragt, warum eine Mutter ihre eigene Tochter entführt und ihr Mann nichts davon weiß.

Clares Erinnerungen sind zwar komplett ausgelöscht, aber Fachbegriffe usw., die im Zusammenhang mit ihrer Arbeit als Ärztin stehen, sind nach wie vor präsent.

Wie ich es von Janet Clark gewöhnt bin, hält sie auch in diesem Buch die Spannung durchgehend hoch. Teilweise war es mir beinahe schon zu nervenaufreibend, wie Clares Gegner immer einen Schritt voraus zu sein scheinen. Ich spreche der Autorin ein dickes Lob aus, dass sie bei der verästelten Handlung immer den Durchblick behalten hat und somit die Handlung auch für mich logisch nachvollziehbar war.

Sehr spannend fand ich die Erklärungen rund um Bonnies Inselbegabung, die zwar in dem Sinne Fiktion, aber durchaus mit der Begründung im Buch vorstellbar ist – und bis zu einem gewissen Grad in der Wissenschaft diskutiert werden.

Das Buch endet in einem turbulenten Showdown und konnte mich überzeugen, da es absolut realistisch ist. Alle offenen Fragen werden behandelt und doch ist das Ende insofern offen, dass es auf eine Fortsetzung hoffen lässt. Ich würde mich darüber sehr freuen.

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48 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

fantasy, fliegen, irrlicht, magie, irrlichtfeuer

Irrlichtfeuer

Julia Lange
Flexibler Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.09.2016
ISBN 9783426519431
Genre: Fantasy

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(3.659)

4.796 Bibliotheken, 18 Leser, 9 Gruppen, 159 Rezensionen

liebe, analphabetismus, nationalsozialismus, kz, schuld

Der Vorleser

Bernhard Schlink
Fester Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 01.01.2009
ISBN 9783257060652
Genre: Klassiker

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23 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

Die Phileasson Saga - Die Wölfin

Bernhard Hennen , Robert Corvus
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Heyne, 12.12.2016
ISBN 9783453317536
Genre: Fantasy

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33 Bibliotheken, 10 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

silvia stolzenburg, brutal, historischer roman, mor, folter

Das Ende des Teufelsfürsten

Silvia Stolzenburg
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Bookspot Verlag, 30.11.2016
ISBN 9783956690655
Genre: Historische Romane

Rezension:

Ungarn 1463: Die Bojarentochter Floarea kommt als Gesellschafterin an den Hof der ungarischen Königin. Dort sieht sie sich plötzlich ihrem schlimmsten Alptraum gegenüber: der von ihr todgeglaubte Vlad Draculea, der für die brutale Ermordung ihrer Familie verantwortlich ist, befindet sich am königlichen Hofe unter Hausarrest und bei bester Gesundheit. Floarea fasst den kühnen Plan, Draculea zu töten. Auch Carol, der Sohn des entmachteten Woiwoden und Floareas Freund aus Kindertagen, ist auf der Suche nach seinem Vater, um den gewaltsamen Tod seiner Mutter zu rächen.

Mit diesem Buch beendet die Autorin die spannende Trilogie um den historischen, berühmt-berüchtigten Vlad Draculea. Wobei Draculea diesmal nicht im Mittelpunkt der Geschichte steht, vielmehr würde ich sagen, ist es die Geschichte von Carol und Floarea und ihrem Schicksal nach den Erlebnissen aus dem zweiten Band. Draculea befindet sich die ganze Zeit unter Hausarrest des ungarischen Königs Matthias Corvinus, dadurch ist sein Handlungsspielraum stark eingeschränkt. Worüber ich allerdings nicht böse war, denn seine Taten, die in den ersten beiden Büchern beschrieben wurden, sind doch ziemlich starker Tobak.

Carol hat sich auf die Suche nach Floarea gemacht, aber immer wieder nur Hinweise auf ein Massengrab gefunden, in dem sie sich befunden haben soll. Auch Floarea ist davon überzeugt, dass ihr ehemaliger Freund nicht mehr lebt. Carols Weg vom Osmanischen Reich nach Ungarn ist mehr als steinig: da er vom Hof des Sultans geflohen ist, wurde ein Kopfgeld auf ihn ausgesetzt. Auch weiß er nicht, wie Matthias Corvinus ihn als Sohn von Draculea empfangen wird.

Währenddessen arbeitet Floarea an ihren Plänen für die tödliche Rache an ihrem größten Feind, bei denen sie auf die Hilfe eines italienischen Arztes angewiesen ist.

Der Autorin gelingt mit dem Buch eine spannende Geschichte, die zum Ende hin noch an Dramatik zunimmt. Außerdem erfahren wir auf diese Weise von dem Schicksal von Floarea und Carol, welches im letzten Band relativ offen geblieben ist. Ein gelungener und spannender Abschluss einer großartigen Trilogie.

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41 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 10 Rezensionen

krimi, berlin, gereon rath, sa, geheime staatspolizei

Lunapark

Volker Kutscher
Fester Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 10.11.2016
ISBN 9783462049237
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Berlin, Ende Mai 1934: unter einer Eisenbahnbrücke findet die Polizei die Leiche eines SA-Mannes. Der Tote ist ziemlich übel zugerichtet, herausstechend ist jedoch das Glasauge, welches sich im Rachen des Mannes befindet. Gereon Rath von der Mordkommission wird angewiesen, mit der Geheimen Staatspolizei zusammenzuarbeiten und trifft dabei auf seinen früheren Kollegen Reinhold Gräf. Dieser geht davon aus, dass es sich bei dem Mord um einen kommunistischen Anschlag handelt, während Rath auch in andere Richtungen ermittelt. Bald führt eine Spur in die Berliner Unterwelt.

Der neueste Fall von Gereon Rath siedelt zeitlich ein Jahr nach der Machtergreifung Hitlers an: die Begeisterung für die Regierung schwindet in der Bevölkerung, was auch an den unberechenbaren und brutalen Übergriffen der SA liegt. Rath, der im Gegensatz zu seiner Frau Charly sehr blauäugig ist, was die politische Situation angeht, glaubt immer noch an ein baldiges Ende der Nazis.

Charly Rath sieht das dagegen deutlich realistischer: ihre Abneigung und ihr Widerstand gegenüber der Hitler-Regierung nimmt permanent zu, was nicht nur immer wieder zu Streit mit ihrem Mann führt, sondern auch zu gefährlichen Alleingängen. Die familiäre Situation spitzt sich aber noch weiter zu: Fritze, der Pflegesohn der Raths, gerät immer mehr unter den Einfluss der Hitlerjugend.

Typisch für Gereon waren und sind schon immer seine Alleingänge, was die Ermittlungen angeht – während ich mich in den letzten Bänden immer wieder darüber aufgeregt habe, war ich diesmal froh, dass er entgegen aller Anweisungen seiner Spürnase folgt, da sich die offiziellen Ermittlungen hauptsächlich nur noch an politischen Belangen orientieren. Allerdings wird es immer enger für Rath, vor allem, als ein alter Bekannter eine gefährliche Gefälligkeit einfordert. Ich muss gestehen, dass ich diese Szene ziemlich unterschätzt habe.

Durch den zunehmenden Druck, der auf Gereon Rath lastet, baut der Autor zunehmend Spannung in dem Buch auf und ich muss gestehen, dass ich im letzten Teil des Buches beinahe Angst vor dem Weiterlesen hatte.

Ich finde den sechsten Teil der Krimiserie wieder sehr gelungen und das Ende des Buches macht neugierig, wie es in Zukunft weitergehen wird, auch wenn die Aussichten nicht besonders rosig sind.

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46 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 28 Rezensionen

stuttgart, krimi, mord, 201, gefängnis

Tödliche Verdächtigungen

Silvia Stolzenburg
Buch: 272 Seiten
Erschienen bei Bookspot Verlag, 19.10.2016
ISBN 9783956690693
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Im Atelier von Anna Benz' leiblichen Vater, dem berühmten Maler Roland Kirchberger, wird dessen Assistentin seltsam verdreht und blutdurchtränkt aufgefunden. Über ihr prangt das neueste Werk des Künstlers, welches mit dem Blut der Toten vollendet wurde. Alle Spuren weisen auf Kirchberger als Täter. Als Anna wegen der familiären Beziehung zu dem Hauptverdächtigen der Fall entzogen wird, ermittelt sie auf eigene Faust weiter und sticht dabei in ein Wespennest.

Nachdem mir die ersten beiden Bände um das sympathische Ermittlerteam aus Stuttgart sehr gut gefallen haben, war ich gespannt auf den dritten Band. Und ich muss sagen, ich habe das Gefühl, dass die Bücher immer besser werden.

Diesmal bekommen Anna, Markus und ihre Kollegen es mit einem ganz besonderen Fall zu tun und das hängt nicht nur damit zusammen, dass es sich bei dem Hauptverdächtigen um Annas leiblichen Vater handelt, den sie erst vor wenigen Monaten kennengelernt hat. Vielmehr führen die Hintergründe der Tat in eine Richtung, mit der ich niemals gerechnet habe.

Wie schon in den vorigen Bänden sticht der Krimi durch seine präzisen und detaillierten Beschreibungen der Polizeiarbeit heraus, ohne jedoch langatmig zu wirken oder sich zu wiederholen. Besonders spannend fand ich diesmal, wie die Aufnahme von Häftlingen in der JVA Stammheim abläuft bzw. wie ein SEK-Einsatz konkret koordiniert wird.

Alle Indizien sprechen gegen Annas Vater Roland, aber Anna kann und will nicht glauben, dass er zu solch einer Tat imstande ist. Jedoch steht sie damit auf ziemlich verlorenem Posten. Aber Anna wäre keine so gute Ermittlerin, wenn sie sich einfach von dem Fall abziehen lassen und das Feld ihren Kollegen überlassen würde. Dafür überschreitet sie aktuell auch schon mal ihre Kompetenzen oder geht den Kollegen gehörig auf die Nerven.

Roland Kirchberger agierte in den vorigen Büchern eher im Hintergrund, erst am Ende des zweiten Bandes lernen er und seine Tochter sich kennen. Bisher war nur bekannt, dass er unter einer psychischen Erkrankung leidet – kann diese ihn zu der blutigen Tat getrieben haben, da er immer wieder seine Medikamente absetzt, weil sie seine Kreativität hemmen?

Die Ermittlungen sind spannend und geben gute Einblicke in das eine oder andere Milieu, im letzten Drittel nimmt die Spannung nochmal dramatisch zu.

Mich konnte der dritte Fall von Anna und Markus wieder voll überzeugen und ich freue mich sehr auf das nächste Buch mit den beiden.

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

roofing

Am Boden

Lucie Flebbe
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei GRAFIT, 25.10.2016
ISBN 9783894254759
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ein Student kommt beim 'Roofing' durch einen Absturz ums Leben. Da es bei dieser zweifelhaften Trendsportart darum geht, sich bei den waghalsigen Klettermanöver filmen zu lassen, gerät einer der Freunde des Toten aufgrund des Films in Verdacht, dem Opfer einen tödlichen Stoß versetzt zu haben. Wie sich herausstellt, kennt Ben Danner den Hauptverdächtigen persönlich. Währenddessen stellt sich Lila Ziegler endlich ihrer Vergangenheit und zeigt ihren gewalttätigen Vater an.

Mit diesem spannenden achten Band um die Bochumer Privatdetektive Lila und Ben geht es hoch hinaus – und das nicht nur beim Roofing, bei dem die Leser zusammen mit den Protagonisten zum Beispiel die Dächer von stillgelegten Opelwerken erkunden. Die Autorin hat dieses Buch als möglichen Abschlussband der Serie angekündigt, was ich persönlich sehr bedaure, da die Reihe meiner Meinung nach noch genügend Entwicklungspotenzial bietet. Umso gespannter war ich darauf, was Lucie Flebbe mit Lila Ziegler und Ben Danner geplant hat.

Neben der privaten Entwicklung der beiden Hauptfiguren freue ich mich immer wieder auf das Kernthema, um das es in den Büchern geht: diesmal geht es um die riskante und verbotene Trendsportart Roofing. Und der Fall des toten Studenten wird sehr schnell zu einem ganz persönlichen Fall für das Ermittlerduo.

Ben und Lila: die beiden bilden einfach eine herrlich explosive Mischung, wie sie sich immer ruckzuck in die Haare kriegen, aber auch genauso schnell wieder versöhnen; ich finde, die beiden passen einfach perfekt zusammen. Toll fand ich auch, wie Ben seiner Lila zur Seite steht, als sie endlich Nägel mit Köpfen macht und ihren Vater, den erfolgreichen Staatsanwalt, wegen häuslicher Gewalt anzeigt.

Das Ende des Romans ist ein ziemlicher Knaller, das mich zwar schockiert hat, aber andererseits der Autorin sehr gut gelungen ist. Ich hoffe aber dennoch, dass die Autorin ein Einsehen mit ihren LeserInnen hat und doch noch einen Band schreiben wird.

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123 Bibliotheken, 5 Leser, 3 Gruppen, 6 Rezensionen

inspector lynley, mord, barbara havers, elizabeth george, unfall

Glaube der Lüge

Elizabeth George , Norbert Möllemann , Charlotte Breuer
Flexibler Einband: 704 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 21.04.2014
ISBN 9783442476169
Genre: Krimi und Thriller

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52 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 21 Rezensionen

80er, leserunde, kassette, kassetten, erinnerung

Wir Kassettenkinder

Stefan Bonner , Anne Weiss
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Knaur, 04.10.2016
ISBN 9783426655986
Genre: Sachbücher

Rezension:

Ich bin Jahrgang 1969, habe also meine komplette Teenager-Zeit in den Achtzigern verbracht, die mich in vielen Dingen geprägt haben. Es ist also nicht verwunderlich, dass ich gerne in Erinnerungen schwelge, wenn von diesem Jahrzehnt die Rede ist. Aber nicht nur auf uns Kassettenkinder üben die Achtziger einen besonderen Reiz aus, sondern auch auf diejenigen, die sie nicht persönlich miterlebt haben. Warum ist das so, wo liegt die Faszination der Achtziger?

Um dieser Frage nachzugehen, nehmen die beiden Autoren, selbst Kassettenkinder, die Leser mit auf eine unterhaltsame Zeitreise in die Vergangenheit. Schon bei der Widmung, die eine Vielzahl der Helden der Achtziger aufführt, kamen die ersten Erinnerungen. Für meine Verhältnisse habe ich das Buch ziemlich langsam gelesen, weil ich immer wieder unterbrochen habe, um den eigenen Erinnerungen nachzuhängen, die meistens den Erfahrungen der Autoren entsprachen.

Wir Kassettenkinder standen an der Schwelle vom analogen zum digitalen Zeitalter und können daher in nostalgischen Erinnerungen an Tastentelefone, Kassetten- und Videorekorder schwelgen. Ebenso erinnern wir uns noch an Fernsehen mit nur drei Programmen, welches mit so wichtigen Fragen wie „Wer schoss auf J.R.?“ die ganze Nation beschäftigte.

Musikalisch nehmen die Achtziger bis heute eine besondere Rolle ein, was man auch an der Beliebtheit der „Achtziger Tage“ in heutigen Radiosendungen erkennen kann. Einer der musikalischen Höhepunkte waren damals die Benefizkonzerte im Rahmen des Live Aid-Projekts.

Die Achtziger sind jedoch auch das Jahrzehnt von Tschernobyl und AIDS. Ebenso rückt die bis dahin sorg- und rücksichtslose Umweltverschmutzung immer mehr in das Bewusstsein der Menschen.

Unterlegt ist das Buch mit Illustrationen typischer Gegenstände aus den Achtzigern. Fotos aus der damaligen Zeit gibt es nicht im Buch, was mich persönlich nicht gestört hat, weil ich über meine eigenen Erinnerungen verfüge. Für jemand, der das Jahrzehnt jedoch nicht persönlich miterlebt hat, könnten Fotos vielleicht hilfreich sein.

Was mir besonders gut gefallen hat, dass das Buch schon längst eingestaubte Erinnerungen hervorgeholt hat, an die ich sonst nicht mehr gedacht hätte – ich war überrascht, wie viele das doch waren. Ich habe die gemeinsame Zeitreise mit den Autoren sehr genossen und bin schon gespannt auf das nächste Projekt der beiden.

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32 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

zeppelin, sylt, liebesgeschichte;, zeppeline, hawaii

Und unter uns die Welt

Maiken Nielsen
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Wunderlich, 21.09.2016
ISBN 9783805251082
Genre: Historische Romane

Rezension:

Der Sylter Christian Nielsen träumt bereits als kleiner Junge vom Fliegen, besonders die Zeppeline haben es ihm angetan. Aber dieser Traum muss aus finanziellen Gründen warten, wenigstens kann er auf der Yacht eines amerikanischen Millionärs anheuern und mit ihm auf Weltreise gehen. Die Amerikanerin Lil Kemming träumt von einer Karriere als Journalistin, auch sie ist von den Luftschiffen fasziniert. Als sie in New York auf der Straße stolpert und von Christian aufgefangen wird, ist es Liebe auf den ersten Blick. Die beiden verlieren sich zwar sofort wieder aus den Augen, aber können sich nicht vergessen. Bis das Schicksal sie wieder zusammenführt.

Mit diesem Buch erzählt Maiken Nielsen die faszinierende Geschichte der Zeppeline, aber auch die Lebensgeschichte ihres Großvaters Christian Nielsen, der das Unglück der „Hindenburg“ in Lakehurst überlebt hat.

Es ist mein erstes Buch der Autorin, aber nicht das Letzte, denn ihre mitreissende Art zu schreiben und damit den Leser in die damalige Zeit und verschiedenen Stimmungen zu versetzen, hat mich begeistert. So sind die Beschreibungen des Zusammenbruchs der Wall Street und dessen wirtschaftlichen Folgen für die Menschen sehr eindrücklich und bedrückend. Bei der Weltreise mit dem Zeppelin wurden die Eindrücke der Reisenden so gut beschrieben, dass ich das Gefühl hatte, selbst von oben auf die Welt zu schauen. Und dem Zusammensein von Christian und Lil wohnt ein ganz besonderer Zauber inne. Auch wenn hier das ein oder andere Mal ein glücklicher Zufall beteiligt ist, fand ich die Handlung zwischen den beiden nicht konstruiert, sondern machte eben den Reiz der Geschichte aus.

Besonders authentisch wurden bestimmte Erlebnisse, wenn sie gleichzeitig aus verschiedenen Perspektiven erzählt wurden oder historische Charaktere einen kurzen Auftritt hatten.

Christian Nielsen ist ein sympathischer junger Mann, der entgegen der wirtschaftlichen Widerstände an seinem Traum vom Fliegen festhält, ohne sich dabei zu sehr von politischen Ideologien einspannen zu lassen. Mir hat auch gefallen, dass er so zuverlässig ist.

Lil Kemming ist ebenfalls sehr ehrgeizig, was ihren Beruf als Journalistin angeht, jedoch wird schnell klar, dass sie als weibliche Journalistin zur damaligen Zeit ständig benachteiligt wurde. Außerdem möchte sie über die gleichen Themen wie ihre männlichen Kollegen berichten und nicht nur über Hochzeiten u.ä.

Ein weiterer interessanter Charakter ist Amy, eine lebenslustige Frau, für die das Leben in den 1920er Jahren bis zum Börsencrash eine reine Party und für Lil eine sehr gute Freundin ist.

Aber auch die Nebenfiguren konnten mich mit ihrer differenzierten Charakterisierung überzeugen.

Ein weiterer Höhepunkt des Buches ist natürlich die letzte Reise der „Hindenburg“, die 1937 bei ihrer Landung in Lakehurst in Flammen aufgegangen ist. Das Ende des Romans ist für meinen Geschmack perfekt gewählt. Ein wirklich wunderbares Buch, welches die Faszination der Zeppeline aufleben lässt.

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The Thursday Next Collection 1-3: The Eyre Affair, Lost in a Good Book, The Well of Lost Plots (Thursday Next Books)

Jasper Fforde
E-Buch Text: 1.152 Seiten
Erschienen bei Hodder & Stoughton, 06.06.2013
ISBN 9781444763195
Genre: Sonstiges

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hirstorischer roman, siebengebirge, jonas, drachenfels

Das Hotel am Drachenfels

Anna Jonas
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.09.2016
ISBN 9783492307901
Genre: Historische Romane

Rezension:

Das Jahr 1904 neigt sich dem Ende zu – auch dieses Jahr reisen wieder zahlreiche Stammgäste im exklusiven Hotel Hohenstein an, um gemeinsam in einem rauschenden Fest das alte Jahr ausklingen zu lassen. Da taucht plötzlich der Halbbruder des Familienoberhauptes Maximilian Hohenstein auf und macht den Anspruch auf sein Erbe geltend. Während Maximilian sich nicht mit der neuen Situation abfinden will, gehen seine drei Kinder offener mit Konrad und dessen Ideen für das Hotel um.

Anna Jonas nimmt den Leser mit auf eine Zeitreise in das mondäne Hotel Hohenstein, idyllisch im Siebengebirge gelegen. Ihr gelingt es spielend, das Flair und die exklusive Atmosphäre des Hotels zu Anfang des letzten Jahrhunderts zu übermitteln. Auch die Besonderheiten der Gäste werden angerissen.

Im Mittelpunkt steht jedoch die Hoteliers-Familie Hohenstein: das Familienoberhaupt Maximilian und dessen Frau Anne, der mit strenger Hand die Geschicke des Hotels lenkt, sich aber Neuerungen gegenüber unzugänglich zeigt. Dagegen plant Maximilians Halbbruder Konrad einige Modernisierungen für das Hotel und rennt mit seinen Ideen beim ältesten Sohn Karl offene Türen ein.

Karl nimmt es mit der ehelichen Treue ganz und gar nicht ernst und auch sein Bruder Alexander lässt sich vom Leben treiben und verführt gerne die Dienstmädchen. Ihre Schwester Johanna, gerade zu einer jungen Frau erblüht und umschwärmt, träumt dagegen von einem byronschen Helden, der sie in seine Arme schließt.

Die Untreue der Hohenstein-Männer und ihre Folgen sind somit auch eines der Kernthemen des Romans. Und wie bestimmte einschneidende Ereignisse vielleicht ein Um- und Überdenken ihres Handelns auslösen können. Dabei ist der Roman durchaus auch gesellschaftskritisch, denn bei den Frauen wurden damals deutlich strengere Maßstäbe wie bei den Männern angelegt.

Gut gefallen hat mir, dass die Figuren vielschichtig dargestellt werden und sich im Laufe des Romans weiterentwickeln. Eine besondere Rolle nimmt das neue Stubenmädchen Henrietta ein, von der bald klar wird, dass sie einen bestimmten Plan im Hause Hohenstein verfolgt. Ich lag zwar mit meiner frühen Vermutung richtig, um wen es sich bei ihr handeln könnte, aber trotzdem konnte mich die Autorin am Ende mit einem bestimmten Detail ziemlich überraschen.

Bei der einen oder anderen Figur bleibt am Ende des Buches die Frage nach ihrem weiteren Werdegang vage, das stört aber nicht, denn die Autorin plant noch zwei weitere Bücher rund um das Hotel Hohenstein. Wie sie verraten hat, wird der nächste Teil Mitte der 1920er Jahre spielen. Ich bin schon sehr gespannt und freue mich auf das Buch.

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Die Schlacht um Stalingrad

William E. Craig
Sonstige Formate
Erschienen bei null, 01.11.1982
ISBN 9783420046926
Genre: Sonstiges

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14 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

familie, stuttgart, 2016, mord

Der achte Rabe

Marion Henneberg
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Der Kleine Buch Verlag, 30.09.2016
ISBN 9783765088148
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Vor fünf Jahren verschwand Falko Thalinger spurlos und hinterließ seinen Eltern lediglich die Nachricht, dass sie ihn nicht suchen sollen. Umso größer ist der Schock, als er nun erschlagen in der Nähe seines Elternhauses gefunden wird. Seine Mutter Alexandra will herausfinden, wie das Leben ihres Sohnes in den letzten fünf Jahren verlief und warum er sterben musste. Leider stößt sie mit ihren Nachforschungen bei ihrem Mann und Tochter auf zunehmendes Unverständnis.

Marion Henneberg, die ich bisher durch ihre spannenden historischen Romanen kannte, legt mit diesem Buch ihren ersten Kriminalroman vor, der in Stuttgart und Umgebung spielt. Wobei das Buch nicht nur ein Krimi ist, sondern auch ein Familiendrama. So stehen nicht die beiden Ermittler im Vordergrund, sondern vielmehr Alexandra Thalinger, die Mutter des ermordeten jungen Mannes.

Neben dem Mord geht es um Wahrheit und Verschweigen, Freundschaft und Liebe, Schuld und Verantwortung.

Als Falko vor fünf Jahren verschwand, hat Alexandra die Suche nach ihm in die Hand ihres Mannes gegeben. Nun überkommen sie Schuldgefühle, ob ihr Sohn noch leben könnte, wenn sie sich damals selbst aktiver darum gekümmert hätte. Daher will sie diesmal nicht locker lassen und auf eigene Faust herausfinden, was in den letzten fünf Jahren geschehen und wie Falkos Leben verlaufen ist. Dabei deckt sie einige Geheimnisse auf, die ihr ganzes bisheriges Leben auf den Kopf stellen. Man kann darüber diskutieren, ob es besser gewesen wäre, wenn sie sie nicht erfahren hätte, aber ich denke, lieber die Wahrheit erfahren, auch wenn es wehtut, als weiterhin einer Illusion aufzusitzen.

Lange Zeit konnte ich mich nicht auf Motiv und möglichen Täter festlegen, bis dann immer mehr Puzzleteile aufgedeckt wurden - das Ende des Buches hat mich nachdenklich zurückgelassen. Zum Schluss waren es mir beinahe ein paar Verwicklungen zu viel, aber dennoch wirkte es nicht übertrieben oder unlogisch.

Alexandra Thalinger hat mir in ihrer Entwicklung gut gefallen, wie sie sich von der passiven Ehefrau zu einer Frau mausert, die sich gegen ihre Familie durchsetzt und den Tod ihres Sohnes nicht ohne Nachfragen akzeptieren will. Auch wenn die beiden Ermittler Beate Friesing und Gerhard Körschner nicht im Vordergrund stehen, bekommt der Leser dennoch immer wieder einen tieferen Einblick in das Handeln und Denken der beiden. Mir hat dieses Team gut gefallen und ich würde mich freuen, wenn es ein Wiedersehen mit ihnen geben würde.

Ich finde den Ausflug der Autorin in das Krimi-Genre gelungen und hoffe, dass es in dieser Richtung noch mehr von Marion Henneberg zu lesen geben wird.

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25 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

philosophie, freiheit, anders sehen, literaturwissenschaft, sachbuch

Das Böse oder Das Drama der Freiheit

Rüdiger Safranski
Flexibler Einband: 334 Seiten
Erschienen bei Fischer Taschenbuch, 01.02.1999
ISBN 9783596142989
Genre: Sachbücher

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13 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 6 Rezensionen

rezension, omni, science fiction, andreas brandhorst

Omni

Andreas Brandhorst
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Piper, 04.10.2016
ISBN 9783492703598
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Der zehntausendjährige Mensch Aurelius ist einer der sechs Reisenden, die im Auftrag von Omni handeln und mit ihnen in Verbindung stehen. Omni ist ein Zusammenschluss von vierzehn Superzivilisationen, die die Macht über die Milchstraße innehaben. Als das Wrack der vor zweihundert Jahren verschollenen Kuritania gefunden wird, befindet sich an Bord eine geheimnisvolle Maschine. Die Agentur, eine Organisation der Menschen, will diese Maschine in ihren Besitz bekommen und Aurelius entführen lassen, da er der Schlüssel ist, um die Maschine in Betrieb nehmen zu können. Mit der Entführung wird ein ehemaliger Mitarbeiter der Agentur, Vinzent Forrester, beauftragt, der mit seiner Tochter Zinnober auf einem vergessenen Planeten untergetaucht ist.

Mit diesem Roman schickt der Autor den Leser auf eine Reise in das Gesellschaftssystem der Milchstraße in vielen tausend Jahren: vierzehn Superzivilisationen bilden Omni und haben das Sagen – die Menschen gehören nicht dazu, was bei diesen zu Unmut führt, da sie teilweise nach mehr Macht und Einfluss streben.

Sechs Reisende, Menschen von der legendären Erde, sind im Auftrag von Omni unterwegs. Nicht nur verfügen sie über eine sehr lange Lebensspanne, auch organisch unterscheiden sie sich von den Menschen.

Sehr gespannt war ich darauf, mehr über Omni zu erfahren, wie sie ihre Macht gegenüber den anderen Zivilisationen ausüben. In diesem Buch bleibt Omni etwas vage, da im nächsten Jahr ein weiteres Abenteuer im Omniversum erscheinen wird. Aber das, was wir erfahren, macht mich sehr neugierig auf den zweiten Teil – und ich bin nicht überrascht, dass die Menschen nicht zu den Superzivilisationen gehören.

Vinzent Forrester und seine Tochter Zinnober sind zwei sehr interessante Charaktere: da nach ihnen gesucht wird, tauchen sie auf einem namenlosen Planeten unter. Für Vinzent steht die Sicherheit seiner Tochter an oberster Stelle, da er sich für den Tod ihrer Mutter verantwortlich fühlt. Allerdings trifft er dabei Entscheidungen, dich mich fassungslos machten, zumal sie fatale Folgen haben. Dadurch hatte es Vinzent bei mir deutlich schwerer als Zinnober, was meine Sympathie für ihn angeht. Eine weitere spannende Figur ist Cassandra, die künstliche Intelligenz an Bord von Vinz' Raumschiff, die sehr menschlich anmutet.

Absolut faszinierend und geheimnisvoll sind die sogenannten Engel: bei ihnen handelt es sich um Wesen, die im Sprawl leben, einem übergeordneten Medium, in welchem sehr hohe Geschwindigkeiten erreicht werden können. Unter normalen Umständen kann ein Mensch mit den Engeln nicht kommunizieren, jedoch üben sie auf Vinzent eine besondere Anziehungskraft aus.

Ebenso geheimnisvoll ist die Maschine an Bord der verunglückten Kuritania: woher kommt sie, welchen Zweck hat sie und wie kann man sie einsetzen? Oder sollten ihre Geheimnisse lieber weiterhin verborgen bleiben?

Während des Lesen schält sich immer mehr die Frage heraus, ob man bestimmte Ereignisse eigentlich ändern kann oder das Ergebnis immer im Voraus feststeht. Welche Auswirkungen hat der berühmte Flügelschlag eines Schmetterlings auf die Milchstraße?

Auch wenn ein paar Ahnungen von mir in die richtige Richtung wiesen, hat mich das Ende dennoch überrascht. Mir hat auch dieses Buch von Andreas Brandhorst wieder sehr gut gefallen, die ausgewogene Mischung zwischen einzelnen Kampfszenen und den ruhigen Momenten sowie den intelligenten Überlegungen machen immer den besonderen Reiz seiner Bücher aus.

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Wolfsträume

Bernhard Hennen
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Piper, 04.10.2016
ISBN 9783492703895
Genre: Fantasy

Rezension:

Ich gebe zu, dass ich bisher von Bernhard Hennen nur die Phileasson-Romane kenne, die er zusammen mit seinem Autorenkollegen Robert Corvus verfasst. Aber mir ist auch bekannt, dass der Autor hauptsächlich durch seine Elfenromane breite Bekanntheit erlangt hat. Elfen jedoch wird man in dieser Sammlung abwechslungsreicher Geschichten vergeblich suchen. Und genau das hat mir gut gefallen, da ich dadurch einen guten Einblick auf das breite Können des Autors bekommen habe.

Das Buch umfasst elf Erzählungen aus den letzten beiden Jahrzehnten, wobei zwei Geschichten brandneu sind. Nicht alle Geschichten sind so phantastisch, wie man denken könnte. Aber auch wenn teilweise rational-nüchterne Gründe (scheinbar) vorliegen, spürt man den Hauch Mystik und Magie, der zwischen den Zeilen steckt.

Besonders beeindruckt hat mich, wie der Autor es schafft, bei den Erzählungen so eine dichte Erzählatmosphäre heraufzubeschwören, dass man ihnen die charakteristische Kürze überhaupt nicht anmerkt. Selbst bei der kürzesten Geschichte „Verwunschenes China“, welche nicht mal drei Seiten umfasst.

Ein weiterer Pluspunkt sind die wechselnden Settings: ein paar der Erzählungen spielen in der Gegenwart, einmal nimmt der Autor den Leser mit in die Zukunft, dann wieder geht die Reise zurück in die Zeit der Kreuzzüge oder nach Kreta zur Zeit der minoischen Kultur. Und eine Geschichte spielt in einer komplett fantastischen Welt.

Zu Beginn des Buches geht der Autor auf die Entstehung der einzelnen Geschichten ein – das finde ich immer sehr spannend, etwas über die Hintergründe der Erzählungen zu erfahren.

Mir haben die Geschichten spannende und teilweise gruselige Lesestunden beschert und ich hoffe, dass der Autor in den nächsten Jahren noch weitere Erzählungen veröffentlichen wird.

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südtirol, dolomiten, erster weltkrieg, gadertal, liebe

Ein Tal in Licht und Schatten

Marie Buchinger
Flexibler Einband: 656 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.08.2016
ISBN 9783426517550
Genre: Historische Romane

Rezension:

Die junge Elisa Kastlunger wächst behütet innerhalb ihrer Familie im Val Badia, dem Gadertal im heutigen Südtirol auf. Die große Welt außerhalb ihres Tals scheint fern, bis die Front des Ersten Weltkrieges auch Elisas Heimat erreicht und sie nicht nur um ihre Familie, sondern auch um ihre Liebe fürchten muss.

Mit diesem Buch nimmt Marie Buchinger die Leser auf eine Zeitreise in das ladinische Herz, dem Val Badia bzw. Gadertal, in dem die ladinische Lebensweise und Sprache bis in die Gegenwart lebendig geblieben sind. Der Leser bekommt einen Einblick in die familiären und gesellschaftlichen Strukturen der Bewohner des Tals in den Dolomiten. Was mir gut gefallen hat, dass das Buch nicht am Vorabend des Großen Krieges beginnt, sondern schon einige Jahre zuvor, so dass wir die Familie Kastlunger und ihre Nachbarn, die Costas, über die Jahre besser kennenlernen und ihr Schicksal während des Krieges umso ergreifender wird.

Josef Kastlunger führt ein strenges Regiment als Familienoberhaupt der relativ wohlhabenden Familie, lediglich bei Elisa, seiner einzigen Tochter, ist er weicher und nachgiebiger. Während Josef mit seinem zweitältesten Sohn Anton ständig im Streit liegt, ist der Zusammenhalt unter den fünf Kastlunger-Geschwistern umso besser. Die Charaktere fand ich sehr treffend und vielschichtig dargestellt.

Der Einzug der Familie Costa, den neuen Nachbarn, mit ihren drei Kindern bringt frischen Wind in die Vila Kastlunger. Der Vater der Costas ist Österreicher, während seine Frau Lucia Italienerin ist – was ihren Sohn Vito während des Krieges in einen schweren Gewissenskonflikt stürzt, für welche Seite er sich einsetzen soll. Vitos Schwester Chiara mit ihrer zickigen und kratzbürstigen Art mauserte sich während der Lektüre zu einer meiner Lieblingsfiguren.

Elisa wird durch den Krieg gezwungen, schnell erwachsen zu werden. Sie, die sich bisher überhaupt nicht für das Geschehen außerhalb des Gadertals interessiert hat, wächst an ihren Aufgaben und übernimmt zunehmend die Verantwortung für die auseinandergerissene Familie und den Hof. Der Leser gewinnt hier einen guten Einblick, wie sich die Frauen, deren Männer in den Krieg zogen, im Alltag behaupten mussten, um über die Runden zu kommen.

Das Buch zeigt auf, welchen gravierenden und nachhaltigen Einfluss der Krieg auf die familiären und gesellschaftlichen Strukturen des Val Badia nahm, welche Gräuel er für die Menschen bereithielt und wie sie mehr oder weniger lernen mussten, damit umzugehen. Aber es gibt auch immer wieder Momente der Hoffnung und des Glücks sowie berührende und besondere Freundschaften, die im Krieg geschlossen wurden. Sehr schön finde ich dabei, dass die Autorin zahlreiche reale Fakten in die Handlung einfließen lässt.

Der Epilog rundet mit seinem Ausblick auf die Zukunft die Geschichte perfekt ab und regt zum Nachdenken an. Ein sehr gelungener Roman und ich hoffe, dass wir von der Autorin noch mehr in dieser Richtung lesen werden.

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