odenwaldcollies

odenwaldcolliess Bibliothek

571 Bücher, 393 Rezensionen

Zu odenwaldcolliess Profil
Filtern nach
571 Ergebnisse
Wähle einen Buchstaben, um nur die Titel anzuzeigen, die mit diesem beginnen.



LOVELYBOOKS-Statistik

(20)

35 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

stuttgart, stammheim, 201, drogenmilieu, silvia stolzenburg

Tödliche Verdächtigungen

Silvia Stolzenburg
Buch: 272 Seiten
Erschienen bei Bookspot Verlag, 19.10.2016
ISBN 9783956690693
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(2)

6 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Am Boden

Lucie Flebbe
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei GRAFIT, 25.10.2016
ISBN 9783894254759
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(49)

121 Bibliotheken, 5 Leser, 3 Gruppen, 6 Rezensionen

inspector lynley, mord, barbara havers, elizabeth george, unfall

Glaube der Lüge

Elizabeth George , Norbert Möllemann , Charlotte Breuer
Flexibler Einband: 704 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 21.04.2014
ISBN 9783442476169
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(23)

45 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 20 Rezensionen

80er, leserunde, kassette, kassetten, erinnerung

Wir Kassettenkinder

Stefan Bonner , Anne Weiss
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Knaur, 04.10.2016
ISBN 9783426655986
Genre: Sachbücher

Rezension:

Ich bin Jahrgang 1969, habe also meine komplette Teenager-Zeit in den Achtzigern verbracht, die mich in vielen Dingen geprägt haben. Es ist also nicht verwunderlich, dass ich gerne in Erinnerungen schwelge, wenn von diesem Jahrzehnt die Rede ist. Aber nicht nur auf uns Kassettenkinder üben die Achtziger einen besonderen Reiz aus, sondern auch auf diejenigen, die sie nicht persönlich miterlebt haben. Warum ist das so, wo liegt die Faszination der Achtziger?

Um dieser Frage nachzugehen, nehmen die beiden Autoren, selbst Kassettenkinder, die Leser mit auf eine unterhaltsame Zeitreise in die Vergangenheit. Schon bei der Widmung, die eine Vielzahl der Helden der Achtziger aufführt, kamen die ersten Erinnerungen. Für meine Verhältnisse habe ich das Buch ziemlich langsam gelesen, weil ich immer wieder unterbrochen habe, um den eigenen Erinnerungen nachzuhängen, die meistens den Erfahrungen der Autoren entsprachen.

Wir Kassettenkinder standen an der Schwelle vom analogen zum digitalen Zeitalter und können daher in nostalgischen Erinnerungen an Tastentelefone, Kassetten- und Videorekorder schwelgen. Ebenso erinnern wir uns noch an Fernsehen mit nur drei Programmen, welches mit so wichtigen Fragen wie „Wer schoss auf J.R.?“ die ganze Nation beschäftigte.

Musikalisch nehmen die Achtziger bis heute eine besondere Rolle ein, was man auch an der Beliebtheit der „Achtziger Tage“ in heutigen Radiosendungen erkennen kann. Einer der musikalischen Höhepunkte waren damals die Benefizkonzerte im Rahmen des Live Aid-Projekts.

Die Achtziger sind jedoch auch das Jahrzehnt von Tschernobyl und AIDS. Ebenso rückt die bis dahin sorg- und rücksichtslose Umweltverschmutzung immer mehr in das Bewusstsein der Menschen.

Unterlegt ist das Buch mit Illustrationen typischer Gegenstände aus den Achtzigern. Fotos aus der damaligen Zeit gibt es nicht im Buch, was mich persönlich nicht gestört hat, weil ich über meine eigenen Erinnerungen verfüge. Für jemand, der das Jahrzehnt jedoch nicht persönlich miterlebt hat, könnten Fotos vielleicht hilfreich sein.

Was mir besonders gut gefallen hat, dass das Buch schon längst eingestaubte Erinnerungen hervorgeholt hat, an die ich sonst nicht mehr gedacht hätte – ich war überrascht, wie viele das doch waren. Ich habe die gemeinsame Zeitreise mit den Autoren sehr genossen und bin schon gespannt auf das nächste Projekt der beiden.

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(9)

20 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

luftschiff, historischer roma, nielsen, zeppelin

Und unter uns die Welt

Maiken Nielsen
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Wunderlich, 21.09.2016
ISBN 9783805251082
Genre: Historische Romane

Rezension:

Der Sylter Christian Nielsen träumt bereits als kleiner Junge vom Fliegen, besonders die Zeppeline haben es ihm angetan. Aber dieser Traum muss aus finanziellen Gründen warten, wenigstens kann er auf der Yacht eines amerikanischen Millionärs anheuern und mit ihm auf Weltreise gehen. Die Amerikanerin Lil Kemming träumt von einer Karriere als Journalistin, auch sie ist von den Luftschiffen fasziniert. Als sie in New York auf der Straße stolpert und von Christian aufgefangen wird, ist es Liebe auf den ersten Blick. Die beiden verlieren sich zwar sofort wieder aus den Augen, aber können sich nicht vergessen. Bis das Schicksal sie wieder zusammenführt.

Mit diesem Buch erzählt Maiken Nielsen die faszinierende Geschichte der Zeppeline, aber auch die Lebensgeschichte ihres Großvaters Christian Nielsen, der das Unglück der „Hindenburg“ in Lakehurst überlebt hat.

Es ist mein erstes Buch der Autorin, aber nicht das Letzte, denn ihre mitreissende Art zu schreiben und damit den Leser in die damalige Zeit und verschiedenen Stimmungen zu versetzen, hat mich begeistert. So sind die Beschreibungen des Zusammenbruchs der Wall Street und dessen wirtschaftlichen Folgen für die Menschen sehr eindrücklich und bedrückend. Bei der Weltreise mit dem Zeppelin wurden die Eindrücke der Reisenden so gut beschrieben, dass ich das Gefühl hatte, selbst von oben auf die Welt zu schauen. Und dem Zusammensein von Christian und Lil wohnt ein ganz besonderer Zauber inne. Auch wenn hier das ein oder andere Mal ein glücklicher Zufall beteiligt ist, fand ich die Handlung zwischen den beiden nicht konstruiert, sondern machte eben den Reiz der Geschichte aus.

Besonders authentisch wurden bestimmte Erlebnisse, wenn sie gleichzeitig aus verschiedenen Perspektiven erzählt wurden oder historische Charaktere einen kurzen Auftritt hatten.

Christian Nielsen ist ein sympathischer junger Mann, der entgegen der wirtschaftlichen Widerstände an seinem Traum vom Fliegen festhält, ohne sich dabei zu sehr von politischen Ideologien einspannen zu lassen. Mir hat auch gefallen, dass er so zuverlässig ist.

Lil Kemming ist ebenfalls sehr ehrgeizig, was ihren Beruf als Journalistin angeht, jedoch wird schnell klar, dass sie als weibliche Journalistin zur damaligen Zeit ständig benachteiligt wurde. Außerdem möchte sie über die gleichen Themen wie ihre männlichen Kollegen berichten und nicht nur über Hochzeiten u.ä.

Ein weiterer interessanter Charakter ist Amy, eine lebenslustige Frau, für die das Leben in den 1920er Jahren bis zum Börsencrash eine reine Party und für Lil eine sehr gute Freundin ist.

Aber auch die Nebenfiguren konnten mich mit ihrer differenzierten Charakterisierung überzeugen.

Ein weiterer Höhepunkt des Buches ist natürlich die letzte Reise der „Hindenburg“, die 1937 bei ihrer Landung in Lakehurst in Flammen aufgegangen ist. Das Ende des Romans ist für meinen Geschmack perfekt gewählt. Ein wirklich wunderbares Buch, welches die Faszination der Zeppeline aufleben lässt.

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(0)

1 Bibliothek, 1 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

The Thursday Next Collection 1-3: The Eyre Affair, Lost in a Good Book, The Well of Lost Plots (Thursday Next Books)

Jasper Fforde
E-Buch Text: 1.152 Seiten
Erschienen bei Hodder & Stoughton, 06.06.2013
ISBN 9781444763195
Genre: Sonstiges

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(8)

16 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

hirstorischer roman, siebengebirge, jonas, drachenfels

Das Hotel am Drachenfels

Anna Jonas
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.09.2016
ISBN 9783492307901
Genre: Historische Romane

Rezension:

Das Jahr 1904 neigt sich dem Ende zu – auch dieses Jahr reisen wieder zahlreiche Stammgäste im exklusiven Hotel Hohenstein an, um gemeinsam in einem rauschenden Fest das alte Jahr ausklingen zu lassen. Da taucht plötzlich der Halbbruder des Familienoberhauptes Maximilian Hohenstein auf und macht den Anspruch auf sein Erbe geltend. Während Maximilian sich nicht mit der neuen Situation abfinden will, gehen seine drei Kinder offener mit Konrad und dessen Ideen für das Hotel um.

Anna Jonas nimmt den Leser mit auf eine Zeitreise in das mondäne Hotel Hohenstein, idyllisch im Siebengebirge gelegen. Ihr gelingt es spielend, das Flair und die exklusive Atmosphäre des Hotels zu Anfang des letzten Jahrhunderts zu übermitteln. Auch die Besonderheiten der Gäste werden angerissen.

Im Mittelpunkt steht jedoch die Hoteliers-Familie Hohenstein: das Familienoberhaupt Maximilian und dessen Frau Anne, der mit strenger Hand die Geschicke des Hotels lenkt, sich aber Neuerungen gegenüber unzugänglich zeigt. Dagegen plant Maximilians Halbbruder Konrad einige Modernisierungen für das Hotel und rennt mit seinen Ideen beim ältesten Sohn Karl offene Türen ein.

Karl nimmt es mit der ehelichen Treue ganz und gar nicht ernst und auch sein Bruder Alexander lässt sich vom Leben treiben und verführt gerne die Dienstmädchen. Ihre Schwester Johanna, gerade zu einer jungen Frau erblüht und umschwärmt, träumt dagegen von einem byronschen Helden, der sie in seine Arme schließt.

Die Untreue der Hohenstein-Männer und ihre Folgen sind somit auch eines der Kernthemen des Romans. Und wie bestimmte einschneidende Ereignisse vielleicht ein Um- und Überdenken ihres Handelns auslösen können. Dabei ist der Roman durchaus auch gesellschaftskritisch, denn bei den Frauen wurden damals deutlich strengere Maßstäbe wie bei den Männern angelegt.

Gut gefallen hat mir, dass die Figuren vielschichtig dargestellt werden und sich im Laufe des Romans weiterentwickeln. Eine besondere Rolle nimmt das neue Stubenmädchen Henrietta ein, von der bald klar wird, dass sie einen bestimmten Plan im Hause Hohenstein verfolgt. Ich lag zwar mit meiner frühen Vermutung richtig, um wen es sich bei ihr handeln könnte, aber trotzdem konnte mich die Autorin am Ende mit einem bestimmten Detail ziemlich überraschen.

Bei der einen oder anderen Figur bleibt am Ende des Buches die Frage nach ihrem weiteren Werdegang vage, das stört aber nicht, denn die Autorin plant noch zwei weitere Bücher rund um das Hotel Hohenstein. Wie sie verraten hat, wird der nächste Teil Mitte der 1920er Jahre spielen. Ich bin schon sehr gespannt und freue mich auf das Buch.

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(0)

1 Bibliothek, 1 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Die Schlacht um Stalingrad

William E. Craig
Sonstige Formate
Erschienen bei null, 01.11.1982
ISBN 9783420046926
Genre: Sonstiges

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(10)

14 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

familie, stuttgart, 2016, mord

Der achte Rabe

Marion Henneberg
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Der Kleine Buch Verlag, 30.09.2016
ISBN 9783765088148
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Vor fünf Jahren verschwand Falko Thalinger spurlos und hinterließ seinen Eltern lediglich die Nachricht, dass sie ihn nicht suchen sollen. Umso größer ist der Schock, als er nun erschlagen in der Nähe seines Elternhauses gefunden wird. Seine Mutter Alexandra will herausfinden, wie das Leben ihres Sohnes in den letzten fünf Jahren verlief und warum er sterben musste. Leider stößt sie mit ihren Nachforschungen bei ihrem Mann und Tochter auf zunehmendes Unverständnis.

Marion Henneberg, die ich bisher durch ihre spannenden historischen Romanen kannte, legt mit diesem Buch ihren ersten Kriminalroman vor, der in Stuttgart und Umgebung spielt. Wobei das Buch nicht nur ein Krimi ist, sondern auch ein Familiendrama. So stehen nicht die beiden Ermittler im Vordergrund, sondern vielmehr Alexandra Thalinger, die Mutter des ermordeten jungen Mannes.

Neben dem Mord geht es um Wahrheit und Verschweigen, Freundschaft und Liebe, Schuld und Verantwortung.

Als Falko vor fünf Jahren verschwand, hat Alexandra die Suche nach ihm in die Hand ihres Mannes gegeben. Nun überkommen sie Schuldgefühle, ob ihr Sohn noch leben könnte, wenn sie sich damals selbst aktiver darum gekümmert hätte. Daher will sie diesmal nicht locker lassen und auf eigene Faust herausfinden, was in den letzten fünf Jahren geschehen und wie Falkos Leben verlaufen ist. Dabei deckt sie einige Geheimnisse auf, die ihr ganzes bisheriges Leben auf den Kopf stellen. Man kann darüber diskutieren, ob es besser gewesen wäre, wenn sie sie nicht erfahren hätte, aber ich denke, lieber die Wahrheit erfahren, auch wenn es wehtut, als weiterhin einer Illusion aufzusitzen.

Lange Zeit konnte ich mich nicht auf Motiv und möglichen Täter festlegen, bis dann immer mehr Puzzleteile aufgedeckt wurden - das Ende des Buches hat mich nachdenklich zurückgelassen. Zum Schluss waren es mir beinahe ein paar Verwicklungen zu viel, aber dennoch wirkte es nicht übertrieben oder unlogisch.

Alexandra Thalinger hat mir in ihrer Entwicklung gut gefallen, wie sie sich von der passiven Ehefrau zu einer Frau mausert, die sich gegen ihre Familie durchsetzt und den Tod ihres Sohnes nicht ohne Nachfragen akzeptieren will. Auch wenn die beiden Ermittler Beate Friesing und Gerhard Körschner nicht im Vordergrund stehen, bekommt der Leser dennoch immer wieder einen tieferen Einblick in das Handeln und Denken der beiden. Mir hat dieses Team gut gefallen und ich würde mich freuen, wenn es ein Wiedersehen mit ihnen geben würde.

Ich finde den Ausflug der Autorin in das Krimi-Genre gelungen und hoffe, dass es in dieser Richtung noch mehr von Marion Henneberg zu lesen geben wird.

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(11)

25 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

philosophie, freiheit, anders sehen, literaturwissenschaft, sachbuch

Das Böse oder Das Drama der Freiheit

Rüdiger Safranski
Flexibler Einband: 334 Seiten
Erschienen bei Fischer Taschenbuch, 01.02.1999
ISBN 9783596142989
Genre: Sachbücher

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(6)

11 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 6 Rezensionen

rezension, omni, science fiction, andreas brandhorst

Omni

Andreas Brandhorst
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Piper, 04.10.2016
ISBN 9783492703598
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Der zehntausendjährige Mensch Aurelius ist einer der sechs Reisenden, die im Auftrag von Omni handeln und mit ihnen in Verbindung stehen. Omni ist ein Zusammenschluss von vierzehn Superzivilisationen, die die Macht über die Milchstraße innehaben. Als das Wrack der vor zweihundert Jahren verschollenen Kuritania gefunden wird, befindet sich an Bord eine geheimnisvolle Maschine. Die Agentur, eine Organisation der Menschen, will diese Maschine in ihren Besitz bekommen und Aurelius entführen lassen, da er der Schlüssel ist, um die Maschine in Betrieb nehmen zu können. Mit der Entführung wird ein ehemaliger Mitarbeiter der Agentur, Vinzent Forrester, beauftragt, der mit seiner Tochter Zinnober auf einem vergessenen Planeten untergetaucht ist.

Mit diesem Roman schickt der Autor den Leser auf eine Reise in das Gesellschaftssystem der Milchstraße in vielen tausend Jahren: vierzehn Superzivilisationen bilden Omni und haben das Sagen – die Menschen gehören nicht dazu, was bei diesen zu Unmut führt, da sie teilweise nach mehr Macht und Einfluss streben.

Sechs Reisende, Menschen von der legendären Erde, sind im Auftrag von Omni unterwegs. Nicht nur verfügen sie über eine sehr lange Lebensspanne, auch organisch unterscheiden sie sich von den Menschen.

Sehr gespannt war ich darauf, mehr über Omni zu erfahren, wie sie ihre Macht gegenüber den anderen Zivilisationen ausüben. In diesem Buch bleibt Omni etwas vage, da im nächsten Jahr ein weiteres Abenteuer im Omniversum erscheinen wird. Aber das, was wir erfahren, macht mich sehr neugierig auf den zweiten Teil – und ich bin nicht überrascht, dass die Menschen nicht zu den Superzivilisationen gehören.

Vinzent Forrester und seine Tochter Zinnober sind zwei sehr interessante Charaktere: da nach ihnen gesucht wird, tauchen sie auf einem namenlosen Planeten unter. Für Vinzent steht die Sicherheit seiner Tochter an oberster Stelle, da er sich für den Tod ihrer Mutter verantwortlich fühlt. Allerdings trifft er dabei Entscheidungen, dich mich fassungslos machten, zumal sie fatale Folgen haben. Dadurch hatte es Vinzent bei mir deutlich schwerer als Zinnober, was meine Sympathie für ihn angeht. Eine weitere spannende Figur ist Cassandra, die künstliche Intelligenz an Bord von Vinz' Raumschiff, die sehr menschlich anmutet.

Absolut faszinierend und geheimnisvoll sind die sogenannten Engel: bei ihnen handelt es sich um Wesen, die im Sprawl leben, einem übergeordneten Medium, in welchem sehr hohe Geschwindigkeiten erreicht werden können. Unter normalen Umständen kann ein Mensch mit den Engeln nicht kommunizieren, jedoch üben sie auf Vinzent eine besondere Anziehungskraft aus.

Ebenso geheimnisvoll ist die Maschine an Bord der verunglückten Kuritania: woher kommt sie, welchen Zweck hat sie und wie kann man sie einsetzen? Oder sollten ihre Geheimnisse lieber weiterhin verborgen bleiben?

Während des Lesen schält sich immer mehr die Frage heraus, ob man bestimmte Ereignisse eigentlich ändern kann oder das Ergebnis immer im Voraus feststeht. Welche Auswirkungen hat der berühmte Flügelschlag eines Schmetterlings auf die Milchstraße?

Auch wenn ein paar Ahnungen von mir in die richtige Richtung wiesen, hat mich das Ende dennoch überrascht. Mir hat auch dieses Buch von Andreas Brandhorst wieder sehr gut gefallen, die ausgewogene Mischung zwischen einzelnen Kampfszenen und den ruhigen Momenten sowie den intelligenten Überlegungen machen immer den besonderen Reiz seiner Bücher aus.

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(5)

12 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

Wolfsträume

Bernhard Hennen
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Piper, 04.10.2016
ISBN 9783492703895
Genre: Fantasy

Rezension:

Ich gebe zu, dass ich bisher von Bernhard Hennen nur die Phileasson-Romane kenne, die er zusammen mit seinem Autorenkollegen Robert Corvus verfasst. Aber mir ist auch bekannt, dass der Autor hauptsächlich durch seine Elfenromane breite Bekanntheit erlangt hat. Elfen jedoch wird man in dieser Sammlung abwechslungsreicher Geschichten vergeblich suchen. Und genau das hat mir gut gefallen, da ich dadurch einen guten Einblick auf das breite Können des Autors bekommen habe.

Das Buch umfasst elf Erzählungen aus den letzten beiden Jahrzehnten, wobei zwei Geschichten brandneu sind. Nicht alle Geschichten sind so phantastisch, wie man denken könnte. Aber auch wenn teilweise rational-nüchterne Gründe (scheinbar) vorliegen, spürt man den Hauch Mystik und Magie, der zwischen den Zeilen steckt.

Besonders beeindruckt hat mich, wie der Autor es schafft, bei den Erzählungen so eine dichte Erzählatmosphäre heraufzubeschwören, dass man ihnen die charakteristische Kürze überhaupt nicht anmerkt. Selbst bei der kürzesten Geschichte „Verwunschenes China“, welche nicht mal drei Seiten umfasst.

Ein weiterer Pluspunkt sind die wechselnden Settings: ein paar der Erzählungen spielen in der Gegenwart, einmal nimmt der Autor den Leser mit in die Zukunft, dann wieder geht die Reise zurück in die Zeit der Kreuzzüge oder nach Kreta zur Zeit der minoischen Kultur. Und eine Geschichte spielt in einer komplett fantastischen Welt.

Zu Beginn des Buches geht der Autor auf die Entstehung der einzelnen Geschichten ein – das finde ich immer sehr spannend, etwas über die Hintergründe der Erzählungen zu erfahren.

Mir haben die Geschichten spannende und teilweise gruselige Lesestunden beschert und ich hoffe, dass der Autor in den nächsten Jahren noch weitere Erzählungen veröffentlichen wird.

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(10)

23 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

südtirol, dolomiten, erster weltkrieg, gadertal, liebe

Ein Tal in Licht und Schatten

Marie Buchinger
Flexibler Einband: 656 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.08.2016
ISBN 9783426517550
Genre: Historische Romane

Rezension:

Die junge Elisa Kastlunger wächst behütet innerhalb ihrer Familie im Val Badia, dem Gadertal im heutigen Südtirol auf. Die große Welt außerhalb ihres Tals scheint fern, bis die Front des Ersten Weltkrieges auch Elisas Heimat erreicht und sie nicht nur um ihre Familie, sondern auch um ihre Liebe fürchten muss.

Mit diesem Buch nimmt Marie Buchinger die Leser auf eine Zeitreise in das ladinische Herz, dem Val Badia bzw. Gadertal, in dem die ladinische Lebensweise und Sprache bis in die Gegenwart lebendig geblieben sind. Der Leser bekommt einen Einblick in die familiären und gesellschaftlichen Strukturen der Bewohner des Tals in den Dolomiten. Was mir gut gefallen hat, dass das Buch nicht am Vorabend des Großen Krieges beginnt, sondern schon einige Jahre zuvor, so dass wir die Familie Kastlunger und ihre Nachbarn, die Costas, über die Jahre besser kennenlernen und ihr Schicksal während des Krieges umso ergreifender wird.

Josef Kastlunger führt ein strenges Regiment als Familienoberhaupt der relativ wohlhabenden Familie, lediglich bei Elisa, seiner einzigen Tochter, ist er weicher und nachgiebiger. Während Josef mit seinem zweitältesten Sohn Anton ständig im Streit liegt, ist der Zusammenhalt unter den fünf Kastlunger-Geschwistern umso besser. Die Charaktere fand ich sehr treffend und vielschichtig dargestellt.

Der Einzug der Familie Costa, den neuen Nachbarn, mit ihren drei Kindern bringt frischen Wind in die Vila Kastlunger. Der Vater der Costas ist Österreicher, während seine Frau Lucia Italienerin ist – was ihren Sohn Vito während des Krieges in einen schweren Gewissenskonflikt stürzt, für welche Seite er sich einsetzen soll. Vitos Schwester Chiara mit ihrer zickigen und kratzbürstigen Art mauserte sich während der Lektüre zu einer meiner Lieblingsfiguren.

Elisa wird durch den Krieg gezwungen, schnell erwachsen zu werden. Sie, die sich bisher überhaupt nicht für das Geschehen außerhalb des Gadertals interessiert hat, wächst an ihren Aufgaben und übernimmt zunehmend die Verantwortung für die auseinandergerissene Familie und den Hof. Der Leser gewinnt hier einen guten Einblick, wie sich die Frauen, deren Männer in den Krieg zogen, im Alltag behaupten mussten, um über die Runden zu kommen.

Das Buch zeigt auf, welchen gravierenden und nachhaltigen Einfluss der Krieg auf die familiären und gesellschaftlichen Strukturen des Val Badia nahm, welche Gräuel er für die Menschen bereithielt und wie sie mehr oder weniger lernen mussten, damit umzugehen. Aber es gibt auch immer wieder Momente der Hoffnung und des Glücks sowie berührende und besondere Freundschaften, die im Krieg geschlossen wurden. Sehr schön finde ich dabei, dass die Autorin zahlreiche reale Fakten in die Handlung einfließen lässt.

Der Epilog rundet mit seinem Ausblick auf die Zukunft die Geschichte perfekt ab und regt zum Nachdenken an. Ein sehr gelungener Roman und ich hoffe, dass wir von der Autorin noch mehr in dieser Richtung lesen werden.

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(1)

2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Deserteur Alexej - Sammelband

Selma J. Spieweg
E-Buch Text: 225 Seiten
Erschienen bei Qindie, 31.10.2014
ISBN B00OPE4U80
Genre: Sonstiges

Rezension:

Diese Rezension bezieht sich auf den Sammelband, der die beiden Kurzgeschichten „Am falschen Ende der Hoffnung“ und „Der Besucher“ sowie den längeren Plot „Die Erben des Deserteurs“ umfasst.

Da ich begeisterte Leserin der Boris & Olga-Serie der Autorin sowie ihres Romanes „Rattenauge“ bin, war es natürlich keine Frage, auch den Serienauftakt um den russischen Deserteur Alexej zu lesen. Und ich wurde wieder nicht enttäuscht: die Autorin hat einfach ein Händchen dafür, wenn es darum geht, interessante Figuren mit ihren hellen und dunklen Seiten zu erschaffen.

In „Am falschen Ende der Hoffnung“ lernen wir Alexej von seiner dunklen Seite kennen, er ist getrieben von Rache, Wut und Verzweiflung. Da er Polizist einer Eliteeinheit war, fällt es ihm nicht schwer, eine raffinierte Falle für sein Opfer aufzustellen. Aber darf sich sein Opfer überhaupt „Opfer“ nennen, nachdem dieser selbst große Schuld auf sich geladen hat? Wie weit darf man gehen, um begangenes Unrecht wiedergutzumachen oder weitere Gefahr abzuwenden, wenn der juristische Weg nahezu unmöglich ist? Es geht in diesem Sammelband nicht nur um die Frage der Selbstjustiz, sondern auch um deren Konsequenzen, mit denen Alexej leben muss, was ihm als mitfühlender Mensch sehr schwer fällt.

Und genau darum geht es auch in „Die Erben des Deserteurs“: Alexej muss untertauchen und mit seiner Tat und seinem Gewissen leben. Er, der ein sehr geselliger Mensch ist, leidet unter der zunehmenden Einsamkeit und dem Misstrauen, das ihm entgegengebracht wird. Er kommt in einem Fischerort unter und gerät in einen perfide geplanten Komplott, dessen Hintergründe bis in die Zeit des Zweiten Weltkriegs reichen. Um Schlimmeres zu verhindern, versucht er, der Wahrheit auf den Grund zu gehen.

Die Figur Alexej hat mir sehr gut gefallen und ich kann seine Motivation durchaus verstehen, die ihn zu seiner Tat antreibt. Unrecht ist ihm zuwider und sein Mitgefühl und Hilfsbereitschaft mit den Menschen, mit denen es das Schicksal nicht so gut meint, ist sehr groß. Gleichzeitig kann er aber auch aufbrausend und jähzornig sein. Aber er verfügt auch über Humor, der immer mal wieder durchblitzt. Auch die übrigen Figuren sind abwechslungsreich gezeichnet und für manche Überraschung gut.

Wie schon oben geschrieben, handelt sich bei dem Sammelband um einen Serienauftakt, es wird also mit Alexej weitergehen, was mich persönlich sehr freut. Ich bin schon sehr gespannt auf das Wiedersehen mit ihm.

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(14)

30 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

goldene zwanziger, münchen, historischer roman, berlin, jetse

Spiel der Hoffnung

Heidi Rehn
Flexibler Einband
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.09.2016
ISBN 9783426515921
Genre: Historische Romane

Rezension:

1927: Die Berlinerin Ella Wittkamp findet nach dem Tod ihrer Mutter die Adresse eines Münchner Professors in deren Unterlagen. Als sie den Professor in München aufsucht, stellt dieser Ella seinen Freunden als seine Nichte vor. Dabei begegnet sie Jobst, dem Sohn des besten Freundes des Professors und verliebt sich in ihn. Bald heiraten die beiden und verbringen ihre Flitterwochen an der italienischen und französischen Riviera. Einziger Wermutstropfen: Jobst verschwindet immer wieder tagelang zu rätselhaften Geschäftsterminen. Verheimlicht er ihr was oder ist Ella umsonst misstrauisch?

Mit diesem Roman entführt die Autorin den Leser mitten in die Weimarer Republik: der Wirtschaft geht es sehr gut, die Menschen sind mit der Regierung relativ zufrieden, die NSDAP hat noch kaum Bedeutung. Die Romanhandlung spielt in München und Berlin und es wird schnell deutlich, dass zwischen den beiden Großstädten immense Unterschiede bestehen, die bayerische Stadt ist deutlich konservativer als das quirlige Berlin. Während die Berliner nichts von Hitler wissen wollen, wird er in München von der Oberschicht hofiert.

Das alles ist jedoch der Protagonistin Ella ziemlich egal, sie geniesst einfach die Zeit mit ihrem frischgebackenen Ehemann. Viel Zeit bleibt für die traute Zweisamkeit sowieso nicht, wohnt das Paar doch bei den Schwiegereltern im Haus und wird daher für allerlei geschäftliche und gesellschaftlichen Verpflichtungen eingespannt. Ihre Vergangenheit lässt sie gerne hinter sich und hinterfragt nicht, warum der Professor sie als seine Nichte ausgegeben hat. Erst als ihre intrigante Schwägerin beginnt, in Ellas Vergangenheit zu wühlen, muss sie sich ihr stellen.

Sehr geschickt verknüpft Heidi Rehn wieder fiktive Erzählung mit historischen Fakten, so dass der Leser ein umfassendes Bild der damaligen gesellschaftlichen und politischen Lage erhält. Was mich besonders gefreut hat, dass wir liebgewonnenen Figuren aus ihren beiden vorherigen Romanen begegnen, wobei es keine Voraussetzung ist, die Bücher zuvor gelesen zu haben.

Neben der gut recherchierten Handlung haben mich wieder die Charaktere überzeugt, die sehr vielschichtig dargestellt werden und damit nicht vorhersehbar und für manche Überraschung gut sind. So haben auch unsympathische Figuren durchaus positive Seiten und die Sympathieträger ihre Schwächen.

All das zusammen ergibt einen spannenden und schillernden Roman, bei dem auch die Liebe nicht zu kurz kommt. Jetzt heißt es warten auf das nächste Buch von Heidi Rehn, auf das ich mich sehr freue.

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(39)

104 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 30 Rezensionen

antwerpen, susanne gerdom, hexen, liebe, magie

Haus der tausend Spiegel

Susanne Gerdom
Flexibler Einband: 450 Seiten
Erschienen bei cbt, 12.09.2016
ISBN 9783570310748
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die junge Hexe Annik bewirbt sich als Kindermädchen bei der Familie van Leuven. Jedoch ist der Job nur eine Tarnung, denn sie soll das Geheimnis der Familie ergründen, erst dann darf sie Magie studieren. In dem düsteren Herrenhaus soll sie sich um Elias, den Sohn des arroganten Hausherrn Gabriel van Leuven, kümmern – keine leichte Aufgabe, da sich das Kind völlig von seiner Umwelt zurückgezogen hat. Je mehr Annik versucht, hinter das Geheimnis zu kommen, umso unheimlicher werden ihre Erlebnisse auf dem Anwesen der Familie.

Auf dem Klappentext des Buches steht: „Magisch, düster und ganz und gar romantisch.“ Diese Beschreibung trifft es meiner Meinung nach sehr genau: der Leser findet eine Menge Magie zwischen den beiden Buchdeckel sowie sehr viele Gruselmomente und es knistert gewaltig zwischen Annik und Gabriel sowie seinem Bruder Daniel.

Der Schreibstil ist gewohnt spannend und sehr bildlich, die Charaktere gut gelungen und nicht vorhersehbar. Und der Schauplatz ist wie geschaffen für eine gruselige Geschichte: ein totenstilles Herrenhaus, umgeben von betörend riechenden Rosen sowie ein Mausoleum, in dem die Ahnen der Familie van Leuven liegen. Und nicht zu vergessen die grandiose Bibliothek des Hauses, die ich gerne mal besuchen würde.

Annik war mir auf Anhieb sympathisch, sie hat ein freundliches und offenes Wesen und sie ist sehr mutig. Gabriel van Leuven, ihr Arbeitgeber, führt sich ziemlich unsympathisch ein, arrogant und von oben herab begegnet er dem neuen Kindermädchen. Sein Bruder Daniel dagegen ist warmherzig, möchte aber verhindern, dass Annik sein entstelltes Äußeres sieht. Elias hat sich in einen Schrankkoffer zurückgezogen und spricht nicht. Und dann gibt es noch den liebenswerten Jugendlichen Rafael mit dem Verstand eines Kindes. Alle Vier scheinen von dem Geheimnis um die Familie zu wissen, aber keiner verrät Annik etwas darüber. Hat es etwas mit den vielen Spiegel zu tun, die sich im Ostflügel des Hauses befinden?

Mir hat das Buch fantastisch gut gefallen, auch wenn am Ende einige Fragen offen bleiben bzw. ich die Geschehnisse anders interpretiert habe, als von der Autorin beabsichtigt. Aber da auch im Buch nicht immer alles so ist, wie es scheint, denke ich, gibt es auch Raum für eigene Interpretationsmöglichkeiten – mich hat es überhaupt nicht gestört.

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(9)

14 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 1 Rezension

familie, okt.09, holländische nordseeküste, ferienlektüre, holland

Nie wieder Ferienhaus

Bernd Stelter
Flexibler Einband: 191 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 17.01.2006
ISBN 9783404154456
Genre: Humor

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(1)

2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Das geheimnisvolle Haus: oder Wo ich meine Wurzeln fand

Marianne Deinert
E-Buch Text: 320 Seiten
Erschienen bei MarWin Verlag UG (haftungsbeschränkt), 06.12.2015
ISBN B0191Y4AK6
Genre: Sonstiges

Rezension:

Die Innenarchitektin Victoria Schumann träumt vom eigenen Haus – zumal sie und ihr Mann Clemens die Kündigung des Mietvertrages für ihr aktuelles Domizil erhalten haben. Als Clemens beruflich ein altes Haus begutachten soll, begleitet ihn seine Frau. Schon beim Anblick des Hauses spürt Victoria eine faszinierende Anziehungskraft und als sie im Haus noch ein Gemälde von ihrer verstorbenen Mutter und deren Schwester entdeckt, ist ihre Neugier endgültig geweckt. Welche Verbindung besteht zwischen ihr und diesem Haus bzw. der kürzlich verstorbenen Besitzerin?

Die Autorin nimmt den Leser mit auf die Suche nach Victorias familiären Wurzeln – und nach ihren eigenen Wurzeln. Denn Martha, die das Haus bis zu ihrem Tod bewohnt hat, gab es wirklich. Über Marthas Tagebuch bekommen wir einen Einblick in das Leben von Martha, welches durch frühen Verlust, Demütigung und harte Arbeit gekennzeichnet ist. Nur das zarte Pflänzchen der Liebe zaubert etwas Farbe in ihren tristen Alltag. Aber genau diese Liebe wird ihr zum Verhängnis.

Die Geschichte von Martha und Johann ist sehr traurig und macht immer wieder fassungslos, wie übel vor allem Martha mitgespielt wurde. Man braucht sehr viel Kraft, um so ein Leben durchzustehen.

Da geht es Victoria und Clemens in der heutigen Zeit deutlich besser, auch wenn Clemens die erste Begeisterung seiner Frau für das Haus eher unheimlich ist. Wie in jeder Beziehung gibt es auch bei den beiden Konflikte, die sie aber gemeinsam meistern. Mir waren sie sehr sympathisch: sie sind sensibel, mitfühlend und herzlich-offen.

Während in Marthas Leben ein Unglück dem anderen folgt, läuft es für die Schumanns relativ glatt – manchmal sogar etwas zu glatt. Aber wenn man Marthas Geschichte vor Augen hat, tut ein umfassendes Happy End gut. Zumal das Ende des Buches mich nochmal überrascht hat.

Es werden nicht alle Fragen abschließend beantwortet, einige Dinge konnte trotz intensiver Recherche nicht herausgefunden werden. Auch wenn mir anfangs manche Beschreibungen fast zu detailliert waren, las sich das Buch sehr flüssig.


  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(23)

42 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

horror, grusel, spannung, 2015, andreas gruber

Northern Gothic - Unheimliche Geschichten

Andreas Gruber
Flexibler Einband: 344 Seiten
Erschienen bei Luzifer-Verlag, 31.07.2015
ISBN 9783958350779
Genre: Fantasy

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(14)

24 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

dsa, phileasso, elfen, trolle, beor

Die Phileasson Saga - Himmelsturm

Bernhard Hennen , Robert Corvus
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Heyne, 08.08.2016
ISBN 9783453317529
Genre: Fantasy

Rezension:

Asleif Phileasson und Beorn der Blender befinden sich auf einer Wettfahrt rund um den Kontinent Aventurien: es geht um den Titel „König der Meere“. Die zweite Aufgabe besteht darin, die Geheimnisse des Himmelsturm zu ergründen, der weit im Norden im ewigen Eis steht. Als die Ottajaskos am Turm ankommen, entdecken sie eine Vielzahl an toten Elfen, die auf eine zurückliegende Schlacht deuten. Ist der Turm unbewohnt? Und was verbirgt sich auf den vielen Ebenen des Turms?

Mit Spannung habe ich den zweiten Band der Phileasson-Saga erwartet, nachdem mir „Nordwärts“ bereits sehr gut gefallen hat. Und ich wurde nicht enttäuscht: der Himmelsturm war ganz anders, als ich ihn mir vorgestellt habe, seine Geheimnis sind mysteriös, faszinierend und düster. Fast das komplette Buch spielt im Himmelsturm, ohne dabei langatmig zu werden. Im Gegenteil, es gibt dort so viel zu entdecken, dass man locker noch einige Seiten damit füllen könnte.

Während die erste Aufgabe klar umrissen war, bleibt die zweite Aufgabe eher etwas schwammig, dadurch weiß keiner, was die Wettfahrer in dem Turm erwartet. Vieles dort ist fremd und voller Magie, teilweise schaurig, teilweise betörend schön. Und auf manches Mitglied der Ottajasko hat der Turm eine unvorhergesehene Wirkung. Die Autoren lassen den beiden Mannschaften und dem Leser kaum Zeit zum Luftholen, die Spannung wird immer hoch gehalten.

Es wird auch das eine oder andere Geheimnis aus dem ersten Band gelüftet, außerdem wird im Prolog eine neue Figur eingeführt, die neugierig macht und von der ich hoffe, dass wir noch von ihr lesen werden.

Auch die beiden Kapitäne und Anführer der jeweiligen Ottajasko zeigen neue Facetten in ihrem Handeln und Denken. Gerade Beorn bekommt in diesem Band mehr Tiefe. Aber auch Charaktere, die bisher eher oberflächlich angeschnitten wurden, bekommen ihren Auftritt. Besonders gut hat mir wieder Shaya gefallen. Mir gefällt es, dass wir nach und nach die Mitglieder der Ottajaskos immer besser kennenlernen.

Es werden nicht alle Fragen rund um den Himmelsturm beantwortet, ja, man kann sagen, dass das Buch teilweise mit einem Cliffhanger endet, umso mehr bin ich nun auf den dritten Band gespannt.

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(70)

125 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 7 Rezensionen

thriller, eschbach, 4 sterne, ölkrise, new york

Ausgebrannt

Andreas Eschbach
Flexibler Einband: 750 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 09.11.2009
ISBN 9783404269990
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(6)

15 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

krimi, pellworm, insel pellworm, skelettraub, dna-abgleich

Mordstrand

Thomas Finn
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 12.08.2016
ISBN 9783736301320
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Vier Jugendliche entdecken zufällig in einem ehemaligen Internat die Leiche einer Frau. Die Identität der Toten kann durch die Tante der Inselpolizistin Gesa Harms schnell geklärt werden, da es sich um eine alte Freundin von ihr handelt. Da die nordfriesische Insel Pellworm wegen eines Sturms von der Außenwelt abgeschnitten ist, beginnt Gesa Harms auf eigene Faust zu ermitteln, zumal ihr Sohn einer der vier Jugendlichen war, die die Tote gefunden haben und sich am Tatort die Knochen eines weiteren Opfers finden, die schon viele Jahre dort liegen.

Eine Insel, ein Sturm, der die Insel von der Außenwelt trennt und eine Leiche, die erst wenige Stunden tot ist: für Gesa Harms ist klar, dass sich der Mörder noch auf der Insel befinden muss. In so einer Situation zeigt sich, dass man als Bewohner einer Insel im Notfall auch mal improvisieren muss, vor allem, da die Pellwormer Polizei nur aus einer Person besteht. Ich war zwar noch nie auf Pellworm, finde aber, dass der Autor dieses beschauliche Inselflair sehr gut getroffen hat.

Gesa Harms ist die einzige Polizistin der Insel und noch nicht lange auf ihrem neuen Posten. Sie hat mir gut gefallen, da sie immer einen kühlen Kopf behält, umgänglich ist und in alle Richtungen denkt. Außerdem lässt sie sich von ihrem Kollegen der Mordkommission, der vom Festland geschickt wird, nicht einschüchtern. Unerwartete Hilfe bekommt Gesa von dem Journalisten und Fotografen Arne Lorenzen. Die beiden entdecken ziemlich schnell eine Spur, die in die Vergangenheit zeigt.

Für mich als Leser war es spannend, den Ermittlungen von Gesa zu folgen und obwohl wir immer mehr Antworten bekommen, konnte ich mich bis fast zum Schluss weder auf einen Verdächtigen noch auf ein mögliches Motiv festlegen, obwohl die Zahl der Verdächtigen relativ überschaubar war. Ein paar meiner Vermutungen haben sich als richtig erwiesen, bei einigen anderen war ich jedoch auf dem Holzweg.

Die Charaktere fand ich ebenfalls wieder sehr gelungen, da sind die unterschiedlichsten Typen dabei. Besonders interessant fand ich dabei die Freunde der Toten, die sich bereits in ihren Jugendjahren im Internat kennengelernt haben.

Ein spannender und solider Krimi für kurzweilige Lesestunden. Ich würde mich freuen, wenn es mit Gesa Harms noch weitere Fälle geben würde.

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(138)

302 Bibliotheken, 12 Leser, 2 Gruppen, 59 Rezensionen

thriller, märchen, profiler, maarten s. sneijder, mord

Todesmärchen

Andreas Gruber
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 15.08.2016
ISBN 9783442483129
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

In Bern wird die Leiche einer Frau gefunden, kunstvoll drapiert und mit einem eingeritzten Symbol auf dem Bauch. Für den Schweizer Profiler ist schnell klar, dass das ein Fall für den Fallanalytiker Maarten S. Sneijder ist, da der Fall frappierende Ähnlichkeiten mit Mordfällen vor fünf Jahren hat. Damals wurde der Täter von Sneijder gefasst und hinter Gitter gebracht. Zusammen mit seiner Kollegin Sabine Nemez macht sich Sneijder auf die Jagd nach dem aktuellen Mörder, der ihnen immer einen Schritt voraus zu sein scheint.

Gleichzeitig tritt die junge Psychologin Hannah Norland ein Praktikum auf der Gefängnisinsel Ostheversand an. Schnell wird klar, dass sie ein besonderes Interesse an dem Häftling Piet van Loon zeigt, der damals von Sneijder verhaftet wurde.

Auch in dem dritten Buch um den Profiler Maarten S. Sneijder und seiner Kollegin Sabine Nemez geht es wieder mörderisch zu: der Autor spart nicht mit Toten und die Art, wie die Opfer sterben, ist ziemlich abnorm. Fallanalytiker werden eben nicht bei Taschendiebstählen hinzugezogen.

Der Thriller bekommt durch die immer wieder wechselnden Tatorte ein rasantes Tempo, außerdem wird der Leser nicht nur Zeuge der aktuellen Geschehnisse, sondern erlebt in Rückblicken auch die Mörderjagd von vor fünf Jahren mit. Bald wird klar, dass Sneijders Verbindung mit dem Mörder persönlicher Natur sein muss. Die Auflösung hat mich jedoch ziemlich verblüfft.

Die Handlung von „Todesmärchen“ spielt ungefähr zwei Jahre nach dem vorigen Band, Sabine Nemez ist inzwischen mit ihrer Ausbildung an der BKA-Akademie fertig. Und es ist gut, dass sie Sneijder bei dem aktuellen Fall an die Seite gestellt wird, denn dieser bringt ihn an seine Grenzen.

Der Mörder spielt mit seinen Verfolgern ein perfides, aber leider auch sehr intelligentes Katz-und-Maus-Spiel. Und man kann als Leser nie sicher sein, welche Figuren das Ende des Buches erleben werden.

Das Ende des Thrillers ist ein richtiger Knaller und ich bin froh, dass der Autor bereits verraten hat, dass es mit Maarten S. Sneijder und Sabine Nemez weitergehen wird.

„Todesmärchen“ ist ein ungemein spannender Thriller, der seinen Vorgängern in nichts nachsteht.

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(4)

6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Pferde stehlen: Roman

Per Petterson
E-Buch Text: 248 Seiten
Erschienen bei Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG, 17.03.2014
ISBN 9783446246669
Genre: Romane

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(6)

12 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

wikinger, pikten, schottland, kämpfe, prophezeiung

Das Blut der Pikten

Bastian Zach , Matthias Bauer
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Heyne, 08.08.2016
ISBN 9783453419391
Genre: Historische Romane

Rezension:

Grönland, 937 A.D.: Die letzten Überlebenden der Pikten fristen unter harten Bedingungen auf Grönland ihr Dasein. Als sie eines Tages in den Besitz eines Schiffes der Nordmänner gelangen, machen sich einige kampferprobte Pikten auf den Weg in die alte Heimat, um eine alte Prophezeiung zu erfüllen: sie müssen das Grab des letzten Königs finden, um ihr Volk zu retten. Da sie das erste Mal Grönland verlassen, müssen die Krieger bald erkennen, dass es nicht einfach ist, Freund und Feind zu unterscheiden.

Da über das Volk der Pikten („Die Bemalten“) nicht sehr viel bekannt ist, war ich auf dieses Buch sehr gespannt. Meiner Meinung nach ist den Autoren die Darstellung der möglichen Lebensweise und Gesellschaftsstruktur der Pikten gut gelungen. So herrscht zum Beispiel Gleichberechtigung zwischen den Geschlechter, unter den erfahrenen Kriegern finden sich auch Frauen. Außerdem erhält der Leser Einblick in die politischen Ereignisse, die zum Untergang des Volkes führte.

Nach dem Klappentext hatte ich mehr Schlachten und Kämpfe in dem Buch erwartet, aber das hält sich im Rahmen. Natürlich fließt auch Blut und es sterben Menschen, aber für meinen Geschmack wird das nicht überbetont. Wobei die Autoren ihre Charaktere nicht unbedingt schonen und man sich als Leser nicht sicher sein kann, welche Figur das Ende des Buches erleben wird. Die Suche nach dem Grab des letzten Königs entwickelt sich zu einer spannenden Schnitzeljagd und es fiel mir zunehmend schwerer, das Buch zur Seite zu legen.

Sehr gut fand ich, dass wir parallel zur Suche nach dem Grab auch noch Zeuge der Ereignisse bei den Menschen werden, die auf Grönland zurückbleiben. Gut beschrieben fand ich, wie der christliche Glaube zunehmend den alten Glauben an die Götter verdrängt.

Vor allem die Jüngeren unter den Pikten drängen darauf, in See zu stechen und nach der alten Heimat zu suchen. Jedoch müssen sie bald erkennen, dass sie zwar gut kämpfen können, aber durch die bisher fehlenden Kontakte mit der Außenwelt Schwierigkeiten haben, die Absichten der Menschen zu durchschauen, denen sie auf ihrer Reise begegnen. Dadurch machen sie Fehler, die sie teuer zu stehen kommen, aber finden auch neue und unerwartete Verbündete.

Die Charaktere sind gut gelungen und haben mich neugierig gemacht, wie die Herausforderungen der Reise sie prägen werden. Positiv möchte ich auch die verschiedenen piktischen Symbole erwähnen, die die einzelnen Kapitel verzieren sowie die Karte und das Glossar am Ende des Buches. Was ich mir noch gewünscht hätte, wäre ein Nachwort der Autoren zu den Pikten gewesen, da ich das bei historischen Romanen immer sehr gerne lese.

Der Roman ist zwar in sich abgeschlossen, jedoch bleiben noch ein paar Fragen offen, die Raum für eine Fortsetzung lassen – ich würde mich jedenfalls darüber freuen.

  (4)
Tags:  
 
571 Ergebnisse