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922 Bibliotheken, 29 Leser, 1 Gruppe, 79 Rezensionen

liebe, rosie, genetik, asperger-syndrom, australien

Das Rosie-Projekt

Graeme Simsion , Annette Hahn
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 22.01.2015
ISBN 9783596197002
Genre: Liebesromane

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69 Bibliotheken, 1 Leser, 6 Gruppen, 14 Rezensionen

angst, thriller, mo hayder, wolf, psychothriller

Wolf

Mo Hayder , Rainer Schmidt
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 23.02.2015
ISBN 9783442313075
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Immer, wenn ich ein Buch von Mo Hayder lese, denke ich zunächst, dass das Buch von einem Mann geschrieben sein muss. Ohne jetzt der weiblichen Bevölkerung nahe treten zu wollen, kann ich mir nur schwer vorstellen, dass ein solches Psychogerüst einem Frauenkopf entsprungen ist. Umso interessanter, dass es das dann doch zu sein scheint. Selten habe ich so ein Gefühl... Dass eine Frau sich solch grausige Dinge ausdenken kann, erscheint mir fast unmöglich.

Also wieder einmal ein sehr spannendes Buch - der 7. Fall für Jack Caffery. Auch er ist einer meiner Lieblings-Ermittler. Denn auch er ist eher untypisch für einen Polizisten. Ein interessanter Typ, wie ich finde, scheint er doch manchmal auch im privaten "Chaos" zu versinken. Zumindest, was die Suche nach der Wahrheit um seinen Bruder und sein Verschwinden angeht. Das wird übrigens in diesem Buch zum Ende hin ein wenig weiter aufgelöst. Ich verrate hier aber natürlich nicht, in welcher Weise. Schrecklich ist es....

"Wolf" ist in jedem Falle ein sehr spannendes Buch. Und wer die Bücher um Jack Caffery kennt und mag, wird auch hier nicht enttäuscht werden. Wobei man auch hier unbedingt wieder einmal gute Nerven braucht. Ich selber hatte zwischendurch mehrfach das Gefühl, das Buch am liebsten weglegen zu wollen, weil die "Hölle", in der sich Familie Anchor-Ferrers befindet, für mich kaum auszuhalten war.
Bis man dann verstanden hat, wie alles miteinander verstrickt ist, ist man so gut wie am Ende von "Wolf" angekommen. Aber das ist ja auch gut so, weil man so wirklich lange gut gefesselt ist - im wahrsten Sinne des Wortes ;-)

Obwohl das Buch Teil einer (bisher) 7-bändigen Reihe um den Ermittler, Jack Caffery, ist, von denen ich bis auf 2 Bände alle gelesen habe, glaube ich, dass man auch mit "Wolf" einsteigen kann, ohne die vorherigen Bücher zu kennen.
Wer allerdings bevorzugt viel Spannung und auch ein wenig Blutrünstigkeit vertragen kann, der sollte vielleicht doch mit dem ersten Fall "Der Vogelmann" beginnen. Denn dann hat man doch noch so einige Wiedersehen und wirklich spannende Fälle vor sich....

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Tags: mo hayder, psychothriller, thriller, wolf   (4)
 

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53 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 30 Rezensionen

london, theater, liebe, freundschaft, großbritannien

Jahre wie diese

Sadie Jones , Brigitte Walitzek
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei DVA, 16.03.2015
ISBN 9783421046291
Genre: Romane

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Die Cézanne Connection

Andreas Lukoschik
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Emons Verlag, 12.03.2015
ISBN 9783954513307
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Irgendwie hatte ich mal wieder Lust auf einen richtig guten Krimi. Und das ist dieses Buch "Die Cézanne Connection" von Andreas Lukoschik zweifelsohne. Sehr unterhaltsam mit guten Charakteren, die allesamt sehr gut entworfen sind.

Auch die Geschichte an sich ist spannend, aber auch mit wirklich witzigen Elementen versehen. Die ganze Zeit hatte ich das Gefühl, dass es wie gemacht für die Umsetzung zu einem TV-Krimi wäre. Wozu sicherlich die wunderschöne Landschaftsbeschreibung des Kleinwalsertals, als auch die sympathische Beschreibung des am Rande der Legalität arbeitenden "freiberuflichen Versicherungsagenten und Wiederbeschaffers für gestohlene Artefakte", Anatol Balthasar Trockau, und seines ganz besonderen Teams beiträgt.

Als ein Buch, so ganz ohne blutrünstige Morde, kommt dieser Krimi bestens durch seine Geschichte alleine aus. Manchmal hat man das Gefühl, dass es schon vor einer längeren Zeit erschienen sein muss, da es so untypisch für die heutigen Kriminalromane ist. Und das gefällt mir wirklich sehr.

Die Sprache ist gut zu lesen, schöne und zugleich simple Formulierungen findet man an unterschiedlichen Stellen, wie hier auch...:
"Das erfüllte ihn mit einer Aufregung, wie er sie seit langer Zeit nicht mehr gespürt hatte. Vielleicht bei dem einen oder anderen Flirt. Aber das hier war etwas anderes. Hier ging es richtig um was. Um gut oder böse. (Seite 55)"


Beim Durchblättern von Lukoschiks Krimi habe ich erst später bemerkt, dass es sich hier um den zweiten Fall des "Trockau-Agenten-Teams" handelt. Aber das spielte beim Lesen überhaupt keine Rolle, da - wie ich finde - keine Vorkenntnis nötig war und der vorherige Fall überhaupt keine Bedeutung für diese Geschichte hatte. Man kann also jederzeit auch mit diesem Buch der Reihe beginnen. Und das zeichnet für mich dieses Buch auch aus. Endlich muss ich mich also mal nicht darüber ärgern, mit dem 2. Band begonnen zu haben,wenn auch unwissentlich. Und es wird bestimmt nicht der letzte Fall des Teams sein, den ich mir zu Gemüte führen werde!

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253 Bibliotheken, 8 Leser, 2 Gruppen, 65 Rezensionen

krimi, rache, oslo, norwegen, nesbo

Der Sohn

Jo Nesbø , Günther Frauenlob
Fester Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 14.11.2014
ISBN 9783550080449
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
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39 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

tod, wunder, trauer, coldwater, leben nach dem tod

Das Wunder von Coldwater

Mitch Albom , Sibylle Schmidt
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 10.11.2014
ISBN 9783442313808
Genre: Romane

Rezension:

Ich mag Mitch Albom als Autor sehr - "Dienstags bei Morrie" wurde mir schon vor einiger Zeit mehrfach empfohlen. Nachdem ich es durchgelesen hatte, wusste ich warum... Und wenn man diesen Autor und seine Art zu schreiben mag, sollte man "Das Wunder von Coldwater" unbedingt lesen.

Zunächst war ich ein wenig verwirrt.. Das Buch schickte mir sozusagen der Himmel, denn meine Mutter ist vor einigen Wochen plötzlich und unerwartet verstorben und ich dachte, mh, das kann kaum mit rechten Dingen zugehen, wenn Alboms Buch sich um Anrufe von Verstorbenen aus dem Himmel dreht. Aber mein Interesse war natürlich da, obwohl ich nicht daran glaube, dass so etwas möglich ist ;-) Aber Träume sind bekanntlich erlaubt...

Irgendwie konnte ich die Vorstellung der Personen, die diese Anrufe erhielten, so gut nachvollziehen, möchte man doch nach einem Todesfall unbedingt - wenn auch nur noch einmal - mit dem Verstorbenen sprechen, um vielleicht doch das ein oder andere loszuwerden, was ungesagt blieb.

Wie oft hatte ich selber in der letzten Zeit das Gefühl, dass ich "mal eben schnell meine Mutter anrufen muss, um ihr zu sagen, dass etwas Schreckliches passiert ist". Nur, dass das leider nicht mehr ging, da "sie" ja selber Teil dieses Schrecklichen war.

Das Buch wirkt auf mich jedoch - so mag man zunächst denken oder erwarten - keinesfalls deprimierend, eher im Gegenteil. Alle schöpften wieder Mut und waren glücklicher, als noch vor den Anrufen.

"Wenn die Liebe in einer Ehe austrocknet, werden die Kinder Mörtel für die Ziegel. Wenn die Kinder weggehen, sitzen die Ziegel zu dicht aufeinander. Und wenn Kinder sterben, stürzt die Mauer ein." (Seite 208)
"Unsere Wünsche richten den Kompass aus, aber das wahre Leben lenkt den Kurs". (Seite 311)
Diese Zitate sind nur ein kleiner Spiegel der schönen Worte, mit denen Mitch Albom mich wieder einmal sehr berührt hat. Ein wunderschönes Buch...

Mein Fazit
Auch ich würde gerne solch einen Anruf aus dem Himmel bekommen....ein Buch für Träumer und solche, die es werden möchten!

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12 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

oppen porter, adult, antoine wilson, fiction

Ein Mann von Welt

Antoine Wilson , Wilhelm Werthern
Fester Einband: 324 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 15.04.2013
ISBN 9783458175643
Genre: Romane

Rezension:

Der erste Satz des Buches ist sicherlich ziemlich lang....und es kommen noch längere Sätze in diesem Buch von Antoine Wilson vor. Was auf mich keinesfalls störend wirkt. Eher im Gegenteil.
Denn dieses Buch, "Ein Mann von Welt", hat ebenfalls durch seine Sprache dazu beigetragen, dass ich es am liebsten kaum mehr aus der Hand legen wollte, nachdem ich einmal meine Nase hinein vertieft hatte.


"Das ist das Ding mit dem Exitus, Juan-George, man kann ihm nicht entgehen, er kann nur verschoben werden, es gibt keinen absurderen Ausdruck als Leben retten, Pauls Renfros Worte, weil jedes Leben irgendwann seinen Exitus erreicht." (S. 321)

Über manche Formulierungen musste ich erst einmal gründlich nachdenken - es ist kein Buch, das man nur mal schnell "so weglesen kann". An vielen Stellen war Nachdenklichkeit angesagt. Gleichzeitig ist es aber auch so humorvoll und witzig geschrieben, dass auch das Lachen nicht zu kurz kommt.
Oppen, der Protagonist des Buches, wird als einfacheres Gemüt geschildert - das man an vielen Stellen schnell ins Herz schließt und daraus einfach nicht mehr entkommen lässt. Und wenn Oppen dann über die Liebe sinniert, ist das einfach nur wunderschön.

Schon der Beginn von Antoine Wilsons Buch, wo Oppen seinen Vater, der soeben in seinem Haus verstorben ist, im Garten neben seinen dahingeschiedenen Hunden bestatten möchte, ist von so viel schwarzem Humor geprägt, dass ich mich königlich amüsiert habe. Ein wenig naiv, wie Oppen ist, hat er das Herz jedoch vollkommen am richtigen Fleck sitzen, ist gleichzeitig ein absolut ehrlicher Typ, der viele wichtige Charakterzüge in sich vereint. Und uns so auf seine besondere Reise mitnimmt, um endlich "Ein Mann von Welt" zu werden

Alles in allem, ein wirklich herrliches Buch...man muss sich jedoch einige Zeit einlesen, um mit den langen, verschachtelten Sätzen klarzukommen. Das ist sicherlich nicht jedermanns Sache. Meine allerdings schon!

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

diy, zeitungen

Neues aus alten Zeitungen

Barbara Baumann , Qsi Gisler
Flexibler Einband: 176 Seiten
Erschienen bei Haupt Verlag, 01.01.2014
ISBN 9783258600963
Genre: Sachbücher

Rezension:

...der ist hier ganz richtig!

Viele kennen das von sich selbst - manche Dinge, besser gesagt Bücher werden völlig zufällig entdeckt, die man dann unbedingt einfach haben muss!

So ging es mir mit dem Buch "Neues aus alten Zeitungen", über das ich beim Stöbern in einem Magazin gestolpert bin - und ich dachte, na klar, alte Zeitungen haben wir doch wirklich genug.... Und wenn ich die dann noch sinnvoll weiterverarbeiten kann, umso besser.

Klasse für das Arbeiten mit Zeitungen finde ich oftmals diese wöchentlichen kleinen "Käseblättchen", die sich hervorragend für einige Projekte eignen - und die dann noch durch die vielen kleinen Bilder herrlich bunt herüberkommen, was mir persönlich sehr gut gefällt.

Besonders angetan haben es mir diese kleinen Tütchen, die man falten kann....und die man übrigens nicht ausschließlich - wie im Buch dargestellt - für Obst, sondern auch für viele andere Kleinigkeiten verwenden kann.

Große Klasse sind aber auch die Postkarten à la Warhol auf Seite 14/15 - und sie sind vor allem super individuell und auch noch gaaanz schnell gemacht.

Insgesamt rund 60 Projekte, was man alles aus alten Zeitungen herstellen kann, findet man in diesem Buch vor - herrlich fotografiert und mit guten Anleitungen versehen kann man ganz unterschiedliche Dinge "nachbauen" ;-) Was dann auch noch viel Spaß macht und auch noch ein wenig Ordnung in das Zeitungschaos bringt - welch angenehme Kombination....

So und weil das Buch so schön ist, sage ich Euch noch, dass ich ein weiteres Buch aus der Reihe von Barbara Baumann, "Papierschmuck - 55 Projekte aus verschiedenen Papiersorten", hier liegen habe - und ich verspreche Euch, dass ich das ebenfalls bald vorstellen werde. Denn auch das Buch ist einfach soooo schön!!!

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Tags: diy, zeitungen   (2)
 

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52 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

new york, neubeginn, familie, den horizont erweitern, neuanfang

Ein Jahr auf dem Land

Anna Quindlen , Tanja Handels
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei DVA, 02.03.2015
ISBN 9783421046666
Genre: Romane

Rezension:

Ganz klar, zunächst hat mich das Buch über sein äußeres Erscheinungsbild gepackt! Das gebe ich gerne zu....obwohl ich weiß, dass man Dinge nicht nach ihrem Äußeres beurteilen soll, mache ich da doch bei Büchern immer einmal wieder eine Ausnahme. Und dieses Buch machte mir mit seinem Einband wirklich große Lust darauf, es zu lesen. Selten hat ein Titelbild so stimmig auf mich gewirkt - in Einklang mit dem Inhalt des Buches.

Eine zauberhafte Geschichte wird in "Ein Jahr auf dem Land" geschildert - mit Alltagsproblemen und Geldsorgen auf der einen Seite, aber auch Schmetterlingen im Bauch und ein Neuanfang auf der anderen Seite der nun über sechzigjährigen Rebecca. Endlich mal keine zwanzigjährige Protagonistin, so hab ich mehrfach gedacht. Endlich mal eine Frau, die schon etwas länger im Leben steht, die sich aber trotzdem mit uns allen gut bekannten Sorgen auseinandersetzen muss und die die Dinge auch wirklich anpackt...und die ebenfalls an diesem Wendepunkt ihres Lebens auf ein völlig unerwartetes Glück in männlicher Form trifft. Das ist sicherlich nicht so oft der Fall ab einem gewissen Alter oder? Umso schöner und auch Mut machender ist diese Erzählung anzusehen....


"Hoffnung ist ein seltsames Ding. Ganz anders als Liebe, Angst oder Hass. Hoffnung ist ein Gefühl, von dem man erst merkt, dass es da war, nachdem man es verloren hat." (Seite 215)

Sehr ruhig und sprachlich wirklich sehr angenehm und gut zu lesen ist diese Geschichte von Anna Quindlen. Der Roman zielt darauf ab uns zu zeigen, worauf es im Leben wirklich ankommt und dass man die Zügel selber in der Hand nehmen sollte - zumindest meistens!!!

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40 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 37 Rezensionen

fee, jugendbuch, fantasie, fantasy, magie

Die Abenteuer von Francis, dem Fee

Claudia M. Frank
Flexibler Einband: 296 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 01.12.2014
ISBN 9783738606263
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Widmung des Buches…
Für alle Träumer...

Cover/Gestaltung
Das äußere des Buches hat mich direkt angesprochen - tolle Farbe und dieser kleine Fee sieht einfach zuckersüß aus - auch wenn er auf den zweiten Blick sehr traurig aussieht.

Meine Meinung über das Buch
Das Buch, das eigentlich ein Märchen für Kinder ab 10 Jahren sein soll, hat auch mich als Erwachsene so schnell eingefangen, dass ich es wirklich in einem Rutsch durchlesen musste. Die Widmung des Buches, die sich an alle Träumer richtet, erscheint von daher in meinen Augen als sehr zutreffend!

Francis, dieser kleine etwas übergewichtige Fee, hat mir mit seinen Abenteuern eine wirklich spannende Zeitspanne beschert. Ihn habe ich wirklich schnell ins Herz geschlossen, ebenso seine "Folf-Freundin", Fabila, mit der er diese Abenteuerreise gemeinsam unternimmt. Hauptgrund für diese Reise ist, dass Francis sich und auch allen anderen beweisen möchte, dass er mehr ist, als "nur ein kleiner dicklicher Fee". Und das gelingt schon auf den ersten Seiten - zumindest bei mir.

Das Buch ist von so viel Fantasie geprägt, spannende Begebenheiten und einige Überraschungen haben mich immer wieder schnell aus der Realität abtauchen lassen, so dass ich nach Beendigung des Buches schon ein wenig traurig zurückblieb, dass nun die abenteuerlichen gemeinsamen Erlebnisse ein Ende gefunden haben... 
Die Autorin, Claudia M. Frank, hat so viele verschiedene tolle Figuren geschaffen, dass ich nun darauf hoffe, dass sie bald noch ein weiteres Buch über Francis und seine Freunde herausbringt.

Also, wer gerne auch mal etwas fantastischere Geschichten liest, ist hier goldrichtig! Weiter so, Claudia!

Mein Fazit
Ein tolles Märchen für Jugendliche und Erwachsene, das von einem niedlichen kleinen, sehr phantasievollen Kerlchen geprägt wird...

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Tags: fee, märchen   (2)
 

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92 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

amokläufer, suizidgedanken, freunde, familie, selbstmord

Happy Birthday, Leonard Peacock

Matthew Quick , Knut Krüger
Flexibler Einband: 280 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.06.2014
ISBN 9783423740067
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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171 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 28 Rezensionen

liebe, glück, lucy dillon, scheidung, freundschaft

Das kleine große Glück

Lucy Dillon ,
Flexibler Einband: 500 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 15.12.2014
ISBN 9783442482177
Genre: Romane

Rezension:

Also wenn das nicht mal ein schönes Cover ist?! Farblich toll, super schönes Motiv - mich hat es sofort angesprochen!

Meine Meinung über das Buch
Dieses Buch schneidet so viele Themen an, ich weiß gar nicht genau, wo ich beginnen soll. Am besten am Anfang. Der ist mir jedoch relativ schwer gefallen, da ich nicht sofort Zugang zum Buch gefunden habe.
Und das dauerte auch einige Zeit, und jedes Mal, wenn ich es aus der Hand legte, brauchte ich zum Einstieg immer wieder ein paar Minuten. Das war irgendwie seltsam. Vielleicht lag es daran, dass die Gefühlswelt von Gina so ausführlich geschildert war, dass ich mich immer erst einmal wieder darin zurechtfinden musste?!

Die Idee, nach einer völligen Veränderung im Leben eine 100-Punkte-Liste zu erstellen, nämlich der 100 Dinge, die man behalten möchte und alles andere zu entrümpeln, hat mir sehr zugesagt. Noch mehr, denn es hat mich dazu inspiriert, mich ebenfalls mit dem Aufräumen einiger Schubladen zu beschäftigen und vieles wegzuwerfen, was ich definitiv nicht mehr brauche! Das war ein toller Begleiteffekt des Buches.

Gina, die Hauptperson, ist sehr emotional und man bekommt einen guten Einblick in ihre Gedanken und ihre Gefühlswelt. Aber auch zwischen ihr und mir dauerte es einige Zeit, bis wir miteinander warm wurden ;-) Doch dann hatte sie irgendwann mein Herz berührt, spätestens als der Hund Buzz in ihr Leben trat... Diese beginnende Beziehung Gina - Buzz ist so schön beschrieben, dass man sich einfach nicht mehr entziehen kann. Spätestens als Buzz - der bisher schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht hat - beginnt, seine Zuneigung zu Gina zu äußern, schloss auch ich Gina ebenfalls ins Herz.

Ohne hier viel spoilern zu wollen...besteht für mich das einzige und wirklich große Manko im Ende der Geschichte.... Das sagte mir leider überhaupt nicht zu!!! Schade, ich hoffe, ich kann es bei der Erinnerung an dieses Buch ausblenden... Einzige Erklärung für mich bestünde darin, dass die Autorin so etwas vielleicht selbst erlebt hat? Aber das weiß ich leider nicht...werde mich mal ein wenig darüber informieren. Dann wäre das für mich eine Erklärung.

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Tags: krebs, liebesgeschicht   (2)
 

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213 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 43 Rezensionen

liebe, london, freundschaft, familie, liebesroman

Das Beste, das mir nie passiert ist

Jimmy Rice , Laura Tait , Marion Herbert
Flexibler Einband: 350 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag , 02.01.2015
ISBN 9783832162801
Genre: Liebesromane

Rezension:

Bekanntlich soll man nicht nach dem Äußeren urteilen - was jedoch bei diesem Buch, das ich im Rahmen einer Leserunde lesen durfte, wirklich schwerfällt. Denn von der Optik des liebevoll gestalteten Einbandes her hatte ich sofort Feuer gefangen.

Die (Liebes-) Geschichte "Das Beste, das mir nie passiert ist", die sich um die Hauptpersonen Holly und Alex herumschlänget, ist zwar von der Grundidee her nichts komplett Neues, aber sie ist wirklich wunderschön und mit viel Humor von den beiden Autoren, Laura Tait und Jimmy Rice, geschrieben. Und als hätten die beiden in meinem Kopf die ewige Frage gelesen, wie man zu zweit gemeinsam ein Buch verfassen kann...eine kleine Antwort findet man hier im Anhang genau zu diesem Thema vor, "Wie Laura und Jimmy es hingekriegt haben, zusammen ein Buch zu schreiben". Das ist doch mal etwas oder? Endlich mal nähere Infos zu meiner Frage...

"Es fühlte sich schon komisch an, als meine Mum mir erzählte, er sei Lehrer geworden, aber jetzt fühlt es sich noch komischer an, ihn darüber reden zu hören. Ich sehe immer noch unsere Lehrer vor mir. Das waren RICHTIGE Erwachsene." S. 93
Auch ein Gedanke, den ich immer wieder einmal habe - denn ich fühle mich noch genauso wie vor 20 Jahren, bin aber auch der festen Meinung, dass damals alle anderen Erwachsenen sich völlig anders gefühlt haben müssen, als ich es heute tue.. Verständlich? (Habt Ihr solche Gedanken auch?)


"Vielleicht war ich bisher zu hart mit ihm. Ich schätze, er ist wie ein Paar Schuhe, die sich ausgelatscht haben, weil ich sie jeden Tag getragen habe. Ich musste sie eine Weile weglegen, um zu merken, dass sie eigentlich ziemlich bequem sind." 
S. 333
Und, finden wir uns auch darin wieder?

Weil die Schreibweise in diesem Buch so schön ist, jetzt noch ein letztes, klitzekleines Zitat...
"..seufze ich ins Telefon, während ich mich nach hinten auf mein Bett fallen lasse, damit mein Herz meine neuen Schuhe nicht mit Blut beschmiert." S. 227
Auch wieder sehr bildlich gesprochen, tolle Wortwahl.

Die Charaktere, Holly und Alex, wirken so sympathisch, dass man sie einfach gern haben muss. Liebenswert, völlig unterschiedlich, leben sie in ihrem persönlichen, leichten Chaos vor sich hin, in dem sie sich immer wieder umkreisen, voneinander entfernen, wiederfinden und versuchen, ihr Glück zu finden.

Gut gefällt mir, dass das Buch - mit Zeitsprüngen heute/vor 11 Jahren - jeweils abwechselnd aus der Perspektive von Holly und Alex geschildert ist. Immer aneinander anschließend, so weiß man gut, was der andere denkt und wie die Geschichte weitergeht.

Die Nebencharaktere sind ebenfalls einfach zum gernhaben; Kev ist ein herzensguter, offener, absolut direkter und sehr witziger Typ, genauso sympathisch ist auch Jemma, Kollegin und Freundin von Holly, die gerne sehr freizügig und schlagfertig aus ihrem (Liebes-) Leben plaudert.

Sprachlich ist "Das Beste, das mir nie passiert ist" (lässt dieser Titel übrigens auf die Beziehung der beiden Autoren zueinander schließen?) flüssig und sehr humorvoll geschrieben, so dass es (leider!) sehr schnell durchgelesen ist und man Holly und Alex wieder sich selbst überlassen muss.

Für alle London-Liebhaber ist dieses Buch natürlich von vornherein ein Muss, man hat an vielen Stellen diese tolle Metropole direkt wieder vor Augen. Mir hat es sehr viel Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen. Es hätte nur ruhig noch ein wenig länger sein dürfen..;-)

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Tags: liebegeschichte, london   (2)
 

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33 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

gott, philosophie, london, gedicht, fantasie

»Hallo, Mister Gott, hier spricht Anna«

Fynn , Helga Heller-Neumann
Flexibler Einband: 176 Seiten
Erschienen bei FISCHER KJB, 19.02.2015
ISBN 9783596812752
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Als mir eine gute "Bücher-Bekannte" neulich ihr absolutes Lieblingsbuch, "Hallo, Mister Gott, hier spricht Anna", ans Herz legte, war ich sehr gespannt darauf, wie ich es denn finden würde.

Mittlerweile weiß ich nun, dass es so eine schöne kleine philosophische Geschichte ist, die ich sehr ins Herz geschlossen habe. Anna ist so ein liebes Kind, das durch seine aufgeweckte Art genau die richtigen Fragen zu stellen scheint. Hauptsächlich setzt sie sich mit der Anwesenheit/Bedeutung von Gott auseinander - und in dieser Verbindung stellen sich ihr immer wieder neue Fragen, die Fynn mit einer Engelsgeduld zu beantworten versucht. Die Beziehung der beiden zueinander ist von solch einer Herzlichkeit und Offenheit geprägt, die ganz besonders außergewöhnlich ist. Vor allem, wenn man bedenkt, dass Fynn und Anna wirklich gelebt haben. Nun gut, das ist schon einige Zeit her, denn diese Geschichte ist bereits vor 35 Jahren erstmals veröffentlicht worden.....

"Das meiste von ein Engel ist innen, und das meiste von ein Mensch ist außen..." - einer der Hauptsätze von Anna, die immer mal wieder im Buch aufgegriffen werden.

"Ich war ihr um einige Stufen voraus auf jener Klettertour, genannt Leben, bei der man Verständnis für andere nur langsam lernt, sich aber auch manche Beule und Schramme holt. Und je höher man erfolgreich geklettert war, desto leichter fielen einem Großzügigkeit und Wohlwollen. Auch Wohlwollen denen gegenüber, die sich auf der gleichen halsbrecherischen Tour befanden, aber noch tiefer unten krabbelten."

Anna wirkt an vielen Stellen reifer und erwachsener als Fynn, sie stellt viele Fragen, sucht sehr klug nach Antworten - und dann wiederum ist sie plötzlich der Inbegriff des achtjährigen Mädchens, was bevorzugt nachts von Ängsten heimgesucht wird und sich dann in Fynns Bett flüchtet, um hier die Einsamkeit und Angst zu vertreiben.

Ein nachdenklich stimmendes, zeitloses Buch, das durch einige philosophische Ansätze wieder einmal zum Nachdenken anregt. Und das alles aus der Sicht eines kleinen Mädchens geschildert, was mir die Gedanken auf diese Weise schnell nahebringen konnte und mein Herz umgehend erobert hat! 

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Tags: philosophie, religio   (2)
 

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132 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 33 Rezensionen

nordkorea, liebe, folter, gegenwart, waisenkind

Das geraubte Leben des Waisen Jun Do

Adam Johnson , Anke Burger
Fester Einband: 687 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 11.03.2013
ISBN 9783518464250
Genre: Romane

Rezension:  
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45 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

amoklauf, schule, mobbing, amok, usa

19 Minuten

Jodi Picoult , Katharina Wackernagel , Tom Schilling , Rosalie Thomass
Audio CD
Erschienen bei Der Hörverlag, 28.05.2009
ISBN 9783867174084
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Schon vor einiger Zeit habe ich meine ersten Bücher zum Thema "Amoklauf in einer Schule" gelesen - "Wir müssen über Kevin reden" und "Es wird keine Helden geben" haben mich seinerzeit so tief berührt, dass ich mich unbedingt weiter (wohldosiert..) mit dem Thema beschäftigen musste.

Das Buch "Neunzehn Minuten" gehört für mich wieder in diese Kategorie von Büchern, die einen innerlich erschauern lassen und dann aber gleichzeitig auch das Interesse permanent wachrütteln. Eine Geschichte um einen Amoklauf in einer Schule.... Schrecklich, aber leider doch immer wieder einmal Realität. Ein Thema, das ich versuche weitestgehend von mir zu weisen und das ich verdränge, wenn meine Kinder morgens das Haus verlassen, um in die Schule zu gehen.

"Wenn jemand starb, dem du dein Herz geschenkt hattest, nahm er es dann mit?"

"Dieser Junge war nichts als das, was von einem Menschen übrig blieb, wenn man die primitivsten Emotionen zusammenmischte und jeden sozialen Bezug aus ihnen herausfilterte." 


"Schadenfreude ist das Vergnügen am Leiden anderer, aber die eigentliche Frage ist doch, warum bereitet uns das Freude?"


In diesem Buch von Jodi Picoult werden für mich - soweit beurteilbar, ohne es je erlebt zu haben - sehr realistisch Erlebnisse und Hintergründe eines Amoklaufes in einer Schule geschildert. Hier werden auch die Beweggründe von Peter Houghton, dem Amokläufer, beleuchtet - und, obwohl ich seine Handlungsweise in keiner Weise nachvollziehen kann und möchte, bedauere ich doch irgendwie seinen schrecklichen Lebensweg bis zu seiner Handlung. Denn auch Peters Leben wirkt absolut unglücklich, er wird drangsaliert, oftmals ist er Opfer, das keinen Rückhalt in der Familie findet und dazu noch immer im Schatten seines Bruders steht.... Natürlich keine Entschuldigung für einen Amoklauf, von außen betrachtet, bedauert man ihn jedoch in gewisser Weise schon...!

Für mich war dieses Buch so spannend, dass ich es kaum mehr aus der Hand legen konnte, bis ich es endlich zu Ende gelesen hatte. Obwohl das Ende ja eigentlich von vornherein feststeht.... Und dazu trägt Jodi Picoults flüssiger Schreibstil unbedingt bei! 

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Tags: amoklauf, schule   (2)
 

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63 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 10 Rezensionen

roman, dorf, kindheit, großer zeitsprung, belletristik

Elsa ungeheuer

Astrid Rosenfeld
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 30.04.2014
ISBN 9783257242942
Genre: Romane

Rezension:

Das Buch wurde mir vor einiger Zeit mehrfach empfohlen...und ich war mir irgendwie gar nicht so sicher, ob es mich wirklich interessiert. Zu Weihnachten 2014 war es dann aber soweit und ich bekam diese Geschichte geschenkt. Und als ich dann damit begonnen hatte, ließ sie mich nicht mehr los.

Schon vom Schreibstil Rosenfelds - klar, leicht poetisch, und voller Leben - war ich sofort überzeugt.
"Ich bemerkte, dass Angst wasserscheu war und Badewannen mied. Die aufziehenden Morgenstunden, in denen man die Rechnung für genossene Leichtigkeit begleichen musste, schienen in dem kühlen Wasser wesentlich erträglicher als in weichen Betten." (S. 212)

"Ich konnte ihm verzeihen, dass er sich genommen hatte, was mir das Liebste war. Ich konnte ihm nicht verzeihen, wie unachtsam er es behandelt hatte." (S. 268) 


Interessanterweise sind wiederum einige Passagen in "Elsa ungeheuer" von den vermittelten Gefühlen her so ganz anders geschildert, als ich selber sie ausdrücken würde. Beim Tod der Mutter z. B. geht die Autorin kaum näher auf die Gefühle der beiden zurückbleibenden Jungs ein - es wird eher neutral und sachlich über bestimmte Dinge berichtet.
Auch als der Vater wieder eine verstärkte Rolle im Leben der Jungen einnimmt, werden kaum Gefühle vermittelt. Was sicherlich auch so gewollt ist. Dadurch entsteht ein gutes Bild einiger Charaktere dieses Buches. Andere Personen wiederum - wie Elsa selber, die ein absoluter Wirbelwind ist - und Karl beispielsweise, der von Liebe bis zum Überlaufen erfüllt zu sein scheint, dass er nahezu krank vor Gefühl ist, scheinen vor ungebändigten Gefühlen fast zu platzen. Eine wirklich interessante Mischung....

Die Nebenrollen in Rosenfelds Buch gefallen mir sehr, allen voran ganz klar, das Murmeltier. Dieser Mann kümmert sich in ganz eigener Art rührend um die beiden Jungen und Elsa und vermittelt ihnen wirklich viele sehr witzige Geschichten - jeden Abend vor dem Schlafengehen erzählt das Murmeltier den Kindern Gute-Nachtgeschichten der ganz anderen Art - nämlich von seinen vielfachen Frauengeschichten (mit ziemlich vielen deftigen Details, die nicht unbedingt für Kinderohren bestimmt sind....). Wirklich sehr spaßig....

Der Roman ist wunderbar geprägt von einer Eigenwilligkeit, die sich auch in Elsas extremem Charakter widerspiegelt. Voller Lebensenergie, angefüllt mit viel Kraft und klaren realistischen, wenn auch schmerzlichen, düsteren Passagen. Wie das Leben manchmal einfach so ist....

Einziges Manko besteht für mich im Ende der Geschichte, das mich leider ein wenig ratlos und so gar nicht zufrieden gestellt zurückließ ;-)

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Tags: kunst, lebensfreude   (2)
 

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bob, katze, weihnachten, london, biografie

Ein Geschenk von Bob

James Bowen , Ursula Mensah
Flexibler Einband: 184 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 08.10.2014
ISBN 9783404608461
Genre: Romane

Rezension:

Wenn ich im Buchladen ein Buch über den Kater Bob (den Streuer) und sein "Herrchen" James entdecke, MUSS ich es einfach sofort mitnehmen. So ging es mir auch bei diesem (3.) Buch über Bob. Das wird mein Weihnachtsbuch, so dachte ich, als ich "Ein Geschenk von Bob" schon im Oktober auf einem meiner Streifzüge durch die Buchhandlung erblickte. Dann schlummerte es hier in meinem Bücherregal vor sich hin, bis endlich die Weihnachtszeit gekommen war und ich nun meine Nase in dieses Buch vertiefen konnte....ein leider nicht lange währendes Vergnügen, da man dieses Buch mit 180 Seiten wirklich extrem schnell durchgelesen hat.

Nach "Bob der Streuner" und "Bob und wie er die Welt sieht" gibt es in "Ein Geschenk von Bob" wieder einiges an Neuigkeiten rund um James, den ehemaligen Londoner Straßenmusikanten und Bob, seinen hübschen, aufgeweckten Kater. Auch wenn man manchmal ein wenig das Gefühl verspürt, dass hier nicht ausschließlich neue Geschichten erzählt werden, erscheinen die geschilderten Szenen in jedem Falle trotz allem sehr lesens- und liebenswert.

Ich kann nur sagen, für jeden, der diesen Kater Bob (und natürlich auch James) bereits ins Herz geschlossen hat, ist auch dieses autobiografische Buch wieder ein absolutes Muss, ich persönlich freue mich jedes Mal riesig, etwas Neues zu erfahren oder auch einfach nur ein wenig des gemeinsamen Weges von Bob und James mit verfolgen zu können. Als "Erstbuch" würde ich jedoch mit "Bob dem Streuer" starten, obwohl diese Bücher nicht unbedingt in der richtigen Reihenfolge gelesen werden müssen!

Also, auch wenn man sich nach Weihnachten noch ein wenig der zauberhaften Winter-Weihnachtsstimmung erhalten möchte, eignet sich "Ein Geschenk von Bob" bestens dazu!!! Ein berührendes Buch, dass die Weihnachtsbotschaft mal wieder gut in Worte packt....!

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Tags: bob, katzenbuch, weihnachten, wintermärchen   (4)
 

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england, london, nick hornby, fernsehen, blackpool

Miss Blackpool

Nick Hornby , Ingo Herzke ,
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 13.11.2014
ISBN 9783462046908
Genre: Romane

Rezension:

Lange Zeit hatte ich nun nichts mehr von Nick Hornby gelesen, obwohl mich seine Bücher, wie "About a boy" und "High fidelity" mit seinem typischen britischen Humor immer absolut begeistert hatten. Nun hatte ich das Glück, im Rahmen einer Leserunde von loveleybooks das Buch "Miss Blackpool" lesen zu dürfen. Riesige Freude.... 

Und ich kann nur sagen, das Buch hielt, was es mir versprochen hatte. Wobei sich der Aufbau und die Art dieser Geschichte, im Vergleich zu den anderen Romanen Hornbys, die ich kannte, doch irgendwie von diesen unterschied. Natürlich kam auch hier wieder der wunderbare, typisch englische Humor zum Einsatz, aber in gewisser Weise habe ich das Buch auch als sehr ernsthaft und tiefer gehend empfunden, da erstaunlich viele Probleme und Alltagssituationen aufgegriffen wurden...

Die dargestellten Personen sind sehr gut und treffend beschrieben, ebenso haben mich die Beziehungen der Menschen untereinander immer wieder fasziniert und bis zum Ende war ich sehr gespannt, wer denn nun mit wem letztendlich zusammen gehört.....Aber das wird hier nicht näher verraten!!!


"Sie war kein Fang, den man nach Hause schleppen und stolz herumzeigen konnte; sie war eher so ein Fisch, der den Angler von der Pier aufs offene Meer hinauszerrt, ehe er den Ertrinkenden in Stücke reißt!" (s. S. 91)

"Früher waren Tony und Bill zwei verschiedene Apfelsorten gewesen. Jetzt verwandelte Tony sich in eine Birne." (s. S. 227)

Durchgehend findet man im Buch auch immer wieder kleine Fotografien und Abbildungen, die dem ganzen Roman einen authentischen Touch verleihen (sollen), ich weiß gar nicht, ob einiges an eigenen Erlebnissen Hornbys hier eingeflossen ist?! Das muss eindeutig noch geklärt werden...!

Der Geist der 60er Jahre wird in dieser Geschichte sehr gut vermittelt, ein wenig fühlt man sich selber wie in einer völlig anderen Zeit angekommen. Auch werden immer noch aktuelle Themen wie beispielsweise die Einstellung zur Homosexualität näher beleuchtet - der Vergleich früher zu heute liegt nahe und regt wieder einmal zum eigenen Nachdenken an! Wie unterschiedlich Menschen damals mit diesem Thema umgingen, wird in diesem Buch anhand der Geschichte von zwei Drehbuchautoren aufgezeigt, von denen der eine Gefühle dem gleichen Geschlecht gegenüber relativ frei auslebt, während der andere sich zwar eher durch die Konventionen begrenzt fühlt, aber in gewisser Weise so auch sein Glück (?) findet... Ich glaube, richtig zufrieden sind beide letztendlich nicht. Für mich ist das ein sehr interessantes Kern-Thema des Buches...

Und nun freue ich mich erst einmal darauf, im kommenden Jahr im Rahmen der lit.cologne eine Lesung von Nick Hornby zu "Miss Blackpool" zu besuchen, denn Karten hierfür habe ich mir schon gesichert....

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Tags: nick hornby   (1)
 

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liebe, tod, familie, layken, krebs

Weil ich Layken liebe

Colleen Hoover , Katarina Ganslandt
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.11.2013
ISBN 9783423715621
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Eine Zeitlang tauchte dieses Buch einfach überall auf. Natürlich interessierte auch ich mich in gewisser Weise dafür, aber ob der Wirbel wirklich gerechtfertigt war.....bis vor kurzem hatte ich nicht unbedingt das Verlangen danach, das selber überprüfen zu müssen.

Jetzt, nachdem ich es VERSCHLUNGEN habe, stimme ich dem voll und ganz zu - obwohl die eigentliche Zielgruppe des Buches Jugendliche (Mädchen) ab ungefähr 14 Jahren sind.... Das macht mir aber gar nichts, denn zu meiner Schulzeit, die bekanntlich ein wenig zurückliegt, gab es auch eine Romanze zwischen einem Lehrer und einer Schülerin...

"Was ist, wenn ein Typ mit einem Gedicht über eine superharte Trennung bei einem Poetry-Slam auftritt und dann kommt er irgendwann darüber hinweg und verliebt sich in eine andere? Das Gedicht existiert dann immer noch und bei YouTube ist das Video dazu womöglich für alle Zeiten zu sehen, obwohl das Gefühl schon längst Vergangenheit ist? Was bringt das? Wenn der Typ es sieht, wird er nur an seinen Schmerz erinnert, und sonst interessiert es niemanden, weil es Schnee von gestern ist."

Wahre Worte oder? Ein sehr interessanter Aspekt des Buches - neben dieser wunderschönen Liebesgeschichte zwischen Layken und Will - sind diese Poetry-Slam Veranstaltungen. Gibt es so etwas hier bei uns auch? Oder nur in den USA? Eine schöne und sinnvolle Beschäftigung..!

Traurige und dramatische Verwicklungen in diesem Buch haben mich teilweise echt erschüttert - welche, werde ich hier natürlich nicht verraten, ihr sollt das Buch unbedingt noch selber lesen. Nur soviel, dass man mit der Hauptperson, Layken, wirklich sehr mitfühlt!!!!

Eine Frage jedoch, die ich bis zum Ende des Buches nicht beantworten und verstehen konnte, war, warum es "Weil ich Layken liebe" heißt, wo es doch aus der Sicht von Layken geschrieben ist. Müsste es nicht vielmehr "Weil ich Will liebe" heißen? So wie nun das zweite Buch dieser Reihe... - das dann wahrscheinlich aus der Sicht von Will geschildert ist...;-)

Colleen Hovers Buch hat mich so sehr berührt und begeistert, dass ich es sofort umgehend für den Geburtstag meines Patenkindes (die nun 16 wird), gekauft habe und mich jetzt schon sehr darauf freue zu hören, wie es ihr denn gefällt. Denn als Schülerin wird sie es sicherlich nochmals mit anderen Augen sehen, als ich....

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ehe, familie, ehedrama, trennung, gedanken

Amt für Mutmaßungen

Jenny Offill , Melanie Walz
Fester Einband: 176 Seiten
Erschienen bei DVA, 29.09.2014
ISBN 9783421046222
Genre: Romane

Rezension:

Das ist ein erfrischend anderes Buch, so dachte ich mehrfach beim Lesen dieses Ehedramas. Wobei ich gestehen muss, dass ich anfangs ein paar Schwierigkeiten hatte, in die Geschichte hinein zu kommen.

Man hat das Gefühl, in einem Tagebuch zu lesen, welches immer wieder gespickt ist mit Zitaten von verschiedenen bekannten Persönlichkeiten. So findet man beispielsweise unterschiedliche Hinweise auf Äußerungen Einsteins, Sokrates oder auch Kafkas. Teilweise wirken diese "Tagebuchaufzeichnungen" auf mich leicht ungeordnet, wie Geistesblitze oder auch kurze Gedankensprünge der Hauptperson, denen ich nicht immer direkt vollständig folgen kann. Ein Buch, auf das man sich schon etwas intensiver konzentrieren muss, um die Gesamtheit zu verstehen. Denn auch der Perspektivwechsel der Protagonistin, die von sich selber teilweise als "die Frau" spricht, dann jedoch auch die Ich-Erzählweise wählt, trägt in meinen Augen durchaus zur Verwirrung bei...

Trotz allem oder gerade, weil dieser Roman so anders ist, ein herrlich ungewöhnliches Buch Und von daher sehr erfrischend und poetisch - einfach mal wieder ein völlig anderer Schreibstil. 

Wunderbar finde ich die Beschreibung von "Zu Hause":
"Ein Zuhause hat man, damit man bestimmte Leute drinnen und alle anderen draußen halten kann. Ein Zuhause hat eine Begrenzung. Aber hin und wieder wurde unsere Begrenzung überschritten, von Nachbarn, von Pfadfinderinnen, von Zeugen Jehovas. Es passte mir nie, wenn es an der Tür klingelte. Niemand, den ich mochte, meldete sich auf diese Weise."


Und bevor man sich zu sehr den Kopf darüber zerbricht, woher die Formulierung "Amt für Mutmaßungen" stammt - ...die Liebesbriefe der Protagonisten waren früher mit dem Absender Amt für Mutmaßungen versehen.

Ich kann nur sagen, obwohl das "Amt für Mutmaßungen" mich optisch niemals direkt angesprochen hätte, ist es ein ganz außergewöhnliches Buch!

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alzheimer, bestseller, cecilie enger, familienroman, weihnachtsliste

Die Geschenke meiner Mutter

Cecilie Enger , Gabriele Haefs
Fester Einband: 250 Seiten
Erschienen bei DVA, 01.09.2014
ISBN 9783421046529
Genre: Romane

Rezension:

Alzheimer.... Eine Krankheit, vor der man sich wirklich fürchten muss. Das kommt auch in dieser Geschichte wieder einmal ganz klar zum Ausdruck! 

Schon vor längerem hatte ich irgendwo gelesen, dass die an Alzheimer Erkrankten oft das Gefühl haben, etwas oder jemanden zu kennen, ohne ihn erkennen zu können. Das muss oft eine sehr schwierige und sehr anstrengende Angelegenheit sein, wenn man das Gefühl hat, sich an etwas erinnern zu wollen, ohne es zu können. Und genau das geht auch aus der Geschichte Cecilie Engers hervor. Denn die Mutter Cecilies hat teils lichte Momente, meistens jedoch erkennt sie ihre Tochter nicht wirklich. Was für eine schreckliche Krankheit! 

"Eine Ärztin hat uns bei einem Angehörigengespräch gesagt, dass Mutter aller Wahrscheinlichkeit nach bei Begegnungen mit Menschen, die sie gut gekannt hat, traurig wird, weil sie dabei auf eine vage und verwirrende Weise daran erinnert wird, was sie verloren hat."

Ich muss zugeben, dass es bei mir einige Zeit dauerte, bis ich völlig realisiert hatte, dass die Lebensgeschichte autobiographisch ist. Zuerst dachte ich, würde es sich hier ausschließlich um diese Listen handeln, die die Mutter jedes Jahr zu Weihnachten erstellte. Und auf denen akribisch genau festgehalten wurde, wer welches Geschenk erhielt. Dass man anhand dieser Geschenkübersichten auf viele (Lebens-)Geschichten kam, die im direkten Zusammenhang mit dem Beschenkten standen, war ein wirklich guter Einfall. Oder auch einfach nur Realität, denn so wird es sicherlich eher gewesen sein. Dass nämlich Cecilie beim Durchblättern dieser Übersichten, die übrigens auf den Innenseiten des Buches abgedruckt sind, auf viele kleine Begebenheiten stieß, die ihr so wieder ins Bewusstsein kamen.

Eine kleine Beeinträchtigung des Buches besteht für mich darin, dass nicht alles in chronologischer Reihenfolge aufgeführt ist; kleine zeitliche Sprünge erfolgen, die mich immer mal wieder ein wenig verwirrten. Ebenso die große Menge an Personen, die in Spiel gebracht und über die einige Situationen geschildert werden, bewirkten, dass ich manchmal leicht den Überblick verlor, um wen es denn nun gerade ging und in welcher Relation diese Person denn nun eigentlich zur Autorin steht. Aber das kann selbstverständlich auch nur bei mir so gewirkt haben, ich bin gespannt, wie andere das in ihren Rezensionen schildern werden.

In Engers Buch "Die Geschichte meiner Mutter" wird meiner Meinung nach auch Sinn und Zweck des Schenkens erneut ins rechte Licht gerückt. Und dass es sich hier eben nicht immer ausschließlich um neue, ultramoderne Sachen handeln muss, sondern - sicherlich auch aus Geldmangel heraus - durchaus schon einmal um "gebrauchte" Dinge, die aber gerne und mit viel Freude weitergereicht werden! Und so sollte ein Geschenk ja schließlich auch sein oder?

Alles in allem aber eine wunderschöne Familiengeschichte - die anhand von Listen wunderbar aufgebaut ist. Und nicht jeder hat das Glück, so viele Informationen aus seinem direkten Umfeld erhalten zu können, wie es bei Cecilie Enger der Fall war!

Mein Fazit
Eine berührende Lebens- und Familiengeschichte, die sicherlich vielen Menschen, die sich in einer ähnlichen Situation befinden, sehr viel Mut macht. Vor allem dadurch, dass man sich nicht völlig alleine mit seinem Problem fühlt....

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barbara kingsolver, monarchfalter, roman, umwelt, schmetterlinge

Das Flugverhalten der Schmetterlinge

Barbara Kingsolver , Sylvia Spatz
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei C. Bertelsmann, 20.10.2014
ISBN 9783570102152
Genre: Romane

Rezension:

Als allererstes stachen mir bei diesem wunderschönen, farbenfrohen Buchcover die leuchtenden Schmetterlinge ins Auge, die mir sehr gefielen. Also schlug ich es auf und wollte umgehend mit dieser Geschichte starten....was sich dann allerdings für mich als sehr schwierig gestaltete, da ich das Schriftbild hier als extrem klein und sehr schlecht lesbar - trotz Brille ! - empfand. Ich muss gestehen, dass ich sogar eine Zeitlang darüber nachdachte, das Buch völlig beiseite zu legen, da es mir doch sehr mühsam zu lesen erschien. Das habe ich dann zwar nicht getan. Irgendwann kam ich dann doch soweit mit dem Schriftbild klar, wobei es mich doch bis zum Ende sehr störte! Doch das nur am Rande...

"In der stillen Abendstunde konnte sie wiederholt das dumpfe Geräusch von aufeinanderprallenden Hörnern und Schädeln hören. Sie mussten einen guten Grund dafür haben. Anders als Menschen hatten Tiere für ihr Verhalten immer ein Motiv."

Die Hauptperson, Dellarobia, wächst einem mit zunehmendem Kennenlernen immer mehr ans Herz - sie ist wirklich ein äußerst herzerfrischender und ehrlicher Charakter, der sich auf der Suche nach dem eigenen Glück auf die Flucht vor dem Alltag begibt. Und die dann vom Auftauchen der Schmetterlinge, die ihr wie ein Zeichen erscheinen, gestoppt wird. Durchaus verständlich, dass Dellarobia zunächst an ein Wunder glaubt und erst im Laufe der Geschichte vom Biologen über die wirkliche Bedeutung dieses Naturphänomens aufgeklärt wird. Und nun wächst auch ihr Interesse an dieser Naturerscheinung, so dass sie umgehend alles über diese Tiere und ihr Verhalten erforschen möchte. Eine kleine Forscherin ist geboren, die nun versucht, ihr persönliches Leben umzukrempeln.

Natürlich taucht auch bei diesem Buch der "erhobene Zeigefinger" im Hinblick auf Naturschutz auf - aber das kann eigentlich nie schaden. Denn unser Bewusstsein für die Erde und das fragile Gleichgewicht unseres Ökosystems sollte möglichst jedem am Herzen liegen und erfordert doch jeglichen Schutz, den wir bieten können.

Gespickt mit einigen humorvollen Szenen, habe ich dieses Buch - auch trotz der etwas unangenehmen Schrift - letztendlich schnell zu Ende gelesen. Und mache mir seit Beendigung vermehrt so meine eigenen Gedanken zum Schutze unseres Planeten.... Aber das schadet bekanntlich überhaupt nicht.

Und weil mich die Schmetterlinge so sehr fasziniert haben, musste ich mich schon beim Lesen des Buches davon überzeugen, ob und wo denn diese Monarchfalter wirklich existieren...denn sie sehen einfach wunderschön aus - auch wenn sie hier auf dem Cover des Buches (wie) tot auf dem Schnee zu liegen scheinen....

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lebenskunst, oliver bantle, wolfs letzter ta, philosopisch

Wolfs letzter Tag

Oliver Bantle
Fester Einband: 116 Seiten
Erschienen bei Tigerbaum, 01.08.2015
ISBN 9783981517286
Genre: Sonstiges

Rezension:

Ein Lebenskunst-Roman, als solcher wird dieser hier tituliert. Und da kann ich nur zustimmen. Eine wunderschöne Geschichte des Leitwolfes, Wolf, der den letzten Tag seines Lebens erlebt und der sich - nach Verabschiedung von seinem Rudel - ins Moor zum Sterben zurückzieht.

Auf seiner Wanderung dorthin trifft Wolf viele Tiere, die ihm Fragen stellen, wozu sie im Normalfall - denn bei einem sonstigen Zusammentreffen hätte er sie naturgemäß gejagt - nicht in der Lage gewesen wären. Zu diesen Tieren zählen u. a. ein kleines Mäuschen, ein Artgenosse und eine Eule.

"Die Vögel zwitschern. Der Wind pfeift. Der Bach blubbert. Die Bienen summen. Die Mäuse piepsen. Das ganze Getöse eben, das die Welt erfüllt."

"Respektiere ich mich, begegnet man mir mit Respekt. Bin ich ehrlich zu mir, sind es die anderen auch - so gut sie das eben können."


Viele kleine Lebensweisheiten findet man in dieser Fabel, in der Wolf sein Lebensende auf sich zukommen fühlt - wovon man einiges auf die menschliche Realität gut übertragen kann. Die Vorstellung, sein Lebensende einen Tag lang bewusst vorherzusehen und sich von allem/allen verabschieden zu können, ist auf ihre Weise sehr schön und auch gleichzeitig erschreckend. Hier besteht die Möglichkeit, die sich fast alle Menschen wünschen, nämlich genau die Gedanken und Gefühle noch einmal ausdrücken zu können, bevor es zu spät ist und sie somit für die Hinterbliebenen ungesagt bleiben würden. Was aber gleichzeitig auch Angst einflössend wirkt, da man sich auf etwas vorbereitet, von dem man einfach nicht genau weiß, wie es sein wird....

Schön finde ich auch die Begebenheit, dass Wolf beim Übergang vom Leben zum Tod von einer Schlange begrüßt wird, die ihm trostspendende Worte seiner Eltern, Großeltern übermittelt, die seine Angst ein wenig nehmen. Denn trotz seines Leitwolfdaseins ist er selber in Anbetracht des Todes ehrfürchtig und etwas beängstigt.

Der Roman "Wolfs letzter Tag" ist ein kleines, tiefgründiges Büchlein, dass uns bewusst macht, wirklich wichtige Dinge des Herzens immer in den Vordergrund zu stellen - und zu handeln, ehe es dafür zu spät ist! Denn das ist sicherlich ein wichtiges Lebensziel....

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Tags: lebenskunst, oliver bantle, philosopisch, wolfs letzter ta   (4)
 

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krebs, liebe, krankheit, freundschaft, jugendbuch

Die Unwahrscheinlichkeit von Liebe

A. J. Betts , Katharina Diestelmeier , Anja Malich
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei FISCHER KJB, 25.09.2014
ISBN 9783596856619
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Lange Zeit fand ich zu dieser Art von Büchern keinen richtigen Zugang. Doch das hat sich mittlerweile gründlich geändert.

Schon "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" (in dem es auch um die Krebsthematik bei Kindern/Jungendlichen geht), das ich als Buch gelesen und auch als Film angesehen habe, hat mich zutiefst berührt.

So erging es mir auch mit "Die Unwahrscheinlichkeit von Liebe" - ein Buch, was so ähnlich wie "Das Schicksal..." und doch so völlig anders ist! Obwohl beide Bücher von Krebserkrankungen bei Jugendlichen handeln.... Ich wage zu bezweifeln, dass man sich als Außenstehender wirklich in solch eine Lage hinein versetzen kann, ich zumindest merke immer, dass bei mir ab einer bestimmten Grenze einfach nichts mehr geht und bei mir eine Schranke fällt.

"Wie unfair ist es eigentlich, Leukämie und Akne zu haben?"

Ein Ausspruch, der mich zum Lachen veranlasste, mir aber auch zeigte, dass diese Jugendlichen mit einer Krebserkrankung zusätzlich dazu auch noch ihre ganz normalen Alltagssorgen, wie eben auch Akne haben....!

"Drei Uhr nachts ist richtig übel. Es ist zu dunkel, zu hell, zu spät, zu früh. Das ist die Zeit, in der du anfängst, dir Fragen zu stellen, die dir dann wie Fliegen im Kopf umherschwirren, bis er voll davon ist."

In dieser Geschichte wird immer wieder die Erzählperspektive gewechselt: Mal werden die Dinge aus Zacs Sicht, mal aus Zoes Perspektive heraus geschildert. Was mir jedoch sehr dabei half, ein wenig die Betroffenheit, Hilflosigkeit und auch die extreme Belastung nachzufühlen, die man bei solch einer Erkrankung verspüren muss. Wie gesagt, jedoch alles nur am Rande...

Zac ist ein sehr sympathischer Charakter, zu dem ich sehr schnell Zugang gefunden habe. Eher als zu Mia. Was sicherlich auch daran liegen mag, dass Mia mit ihrer Erkrankung nicht klarkommt und diese permanent zu verdrängen versucht. Verständlicherweise... Sie definiert sich sehr über Äußerlichkeiten, was bei einem Mädchen in diesem Alter, das auch sehr von ihren Mitmenschen/Freunden in diese Rolle gedrängt wird, natürlich nachvollziehbar ist. Nach und nach kann sie sich jedoch etwas davon lösen, was auch sicherlich gut und sinnvoll für sie ist!
Den Charakter von Zacs Mutter (und auch den Rest seiner Familie) finde ich wirklich sehr angenehm und vor allem bewundernswert, denn dass sie in solch einer schweren Lage noch positive Gedanken verbreiten kann, gefällt mir sehr. Und ich würde mir wünschen - obwohl ich hoffe, niemals in diese Situation zu gelangen - dann ähnlich wie sie reagieren zu können.

Sprachlich gesehen, kann man diesen wundervollen Schicksalsroman schnell und flüssig durchlesen, für meine Begriffe, hätte er ruhig noch ein wenig länger sein können, denn ich konnte mich kaum von den Personen trennen, die mir doch sehr ans Herz gewachsen sind.

Immer wieder merkt man, das die Autorin, A. J. Betts, bei ihrer Arbeit im Krankenhaus in sehr engen Kontakt mit dieser Form von Erkrankung gerät. Genauestens schildert sie die Gefühle der Jugendlichen: Die Ängste, die Wut und auch die Hoffnung, die immer wieder geschöpft wird....

"Rotzig, aber nicht trotzig..." so urteilt GEOlino über den Roman und das trifft für mich den Nagel genau auf den Kopf. Emotional und sehr berührend, aber auch sehr lustig und unterhaltsam mit einem sehr ernsten Kern...wer solch ein Buch sucht, der ist bei diesem genau richtig gelandet.

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