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365 Bibliotheken, 25 Leser, 0 Gruppen, 54 Rezensionen

pferde, liebe, familie, frankreich, scheidung

Im Schatten das Licht

Jojo Moyes , Silke Jellinghaus
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 27.01.2017
ISBN 9783499267352
Genre: Romane

Rezension:

Schon lange springen mich Jojo Mojes Bücher von allen möglichen Regalen an. Ob Buchladen, Bibliothek, Kiosk oder Supermarkt, sie scheint inzwischen die ganze Bücherwelt erobert zu haben. Ich bin ganz schön neugierig zu wissen, womit sie die Massen so begeistern kann.

„Im Schatten das Licht“, der Deutsche Titel fasziniert mich, verspricht, eine Geschichte über Schmerz zu erzählen und doch auch über Liebe, die die Dunkelheit besiegt. Das Cover mit den Pastellfarben erscheint mir hingegen irgendwie flach, lässt mich eine eher leichte Lektüre vermuten. Tatsächlich liege ich mit meinen Vermutungen gar nicht so falsch.

Unsere Protagonisten sind Sarah und Boo. Sarah ist ein 14jähriges Mädchen ohne Eltern, die bei ihrem Großvater wohnt. Boo ist ihr Pferd. Sarah und Boo haben einen Traum: Wie der Großvater in seinen jungen Jahren, wollen beide es schaffen, ins Cadre Noir aufgenommen zu werden, eine exklusive französische Akademie für Reitkunst. Als ihr Großvater einen Schlaganfall erleidet und ins Krankenhaus landet, gilt Sarahs große Sorge Boo: Wie kann sie es schaffen, alleine für das Pferd zu sorgen? Durch einige Zufälle wird Sarah von einem getrennt lebenden Ehepaar aufgenommen. Natasha und Mac sind schon seit einem Jahr nicht mehr zusammen, doch Sarah zuliebe versuchen sie wieder, eine gemeinsame Normalität zu erschaffen. Wird die Liebe über den Schmerz siegen?

Als ich das Buch gekauft habe, war es mir nicht bewusst, dass das Hauptthema die Liebe zum Pferd ist. Ich kann mit diesem Thema leider nicht viel anfangen. Trotzdem habe ich das Buch in zwei Tagen gelesen, was meine Vermutung bestätigte, dass es sich um eine leichte Lektüre handelt. Jojo Moyes weiß dabei genau, welche Tasten sie berühren soll, um das Herz der Leserinnen zu erreichen. Sie spricht Gefühle an, die jede von uns kennt. Die Trauer, jemanden zu verlieren. Der Schmerz, sich von einer geliebten Person zu trennen. Die Einsamkeit, wenn man sich alleine durchschlagen muss. Sie spricht jedoch auch schöne Gefühle an, vieles dreht sich am Ende, wie vermutet, um die Macht der Liebe. Die Liebe zum Pferd, die Liebe zur Familie, die Liebe zum eigenen Ehemann. Ich muss zugeben, dass sie mich an manchen Punkten zu Tränen gerührt hat.

Ich muss jedoch sagen, dass das Buch trotz seiner Emotionalität nicht ganz überzeugen konnte. Insbesondere fand ich, dass die Handlung in vielen Punkten sehr klischeehaft verläuft. Das Mythos einer heilen Familie, in der alle von Liebe magisch wieder zueinander finden, kam mit wenig glaubwürdig und ziemlich süßsauer vor. Ein vorhersehbares Happy-End. Am Ende des Buchs habe ich das Gefühl, ein nettes Pop-Song gehört zu haben – ganz angenehm, jedoch nichts Neues, etwas banal und bestimmt auch ziemlich bald vergessen. Mit einem kleinen Zugeständnis: Vielleicht kann das Buch Pferdeliebhaber mehr begeistern als eine „Fremde“ wie mich.

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Tags: ehe, englan, familie, frankreich, liebe, londo, pferde, sex mit dem ex, trennun   (9)
 

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1.031 Bibliotheken, 27 Leser, 4 Gruppen, 31 Rezensionen

historischer roman, mittelalter, medizin, persien, liebe

Der Medicus

Noah Gordon , Ulrike Wasel , Klaus Timmermann
Flexibler Einband: 640 Seiten
Erschienen bei Heyne, 11.04.2011
ISBN 9783453471092
Genre: Historische Romane

Rezension:

Selten habe ich von einem Roman so viel Spannendes gelernt wie durch dieses Buch. Das Leben im Mittelalter, Medizingeschichte, Religionen, Geschichte und Erkunde, ich sauge alles in mich auf, während ich gebannt Robs Leben vom Kindesalter bis zur Gründung einer eigenen Familie verfolge.

Rob, alias Robert Jeremy Cole, ist der älteste Sohn eines Zimmermanns im London des 11. Jahrhunderts. Als Rob noch ein Kind ist, sterben seine beiden Eltern kurz nacheinander. Unter diesen traurigen Umständen spürt Rob zum ersten Mal seine Gabe: Er kann durch eine Berührung vorhersehen, ob ein Kranker bald sterben wird. Von dieser Gabe wird von nun an der Bader profitieren, ein Heiler, bei dem Rob als Lehrling angestellt wird. Zusammen bereisen die beiden ganz England, von Dorf zu Dorf. Vom Bader lernt Rob als Erstes das Jonglieren und Unterhalten von Menschenmengen, dann das Richten von Knochen, das Nähen von Wunden und alles, was ihm der Bader über das Heilen von Krankheiten beibringen kann. Nur reicht dies Rob nicht: Möglich, dass man für kranke Menschen nur so wenig machen kann? Die Begegnung mit einem jüdischen Medikus, der über hervorragende medizinische Fähigkeiten zu verfügen scheint, wird Robs Schicksal besiegeln. Rob verlässt England und begingt sich auf die Reise nach Isfahan, in Persien, wo der berühmteste lebende Medikus eine medizinische Universität leitet: Avicenna, Abū Alī al-Husain ibn Abd Allāh ibn Sīnā. Für eine Ausbildung bei ihm ist Rob bereit, seine Identität aufzugeben und die Frau, die er liebt, zu verlassen. Wird Rob das Wissen, wonach er strebt, in Isfahan finden?

Noah Gordon erweist sich als talentierter und gewissenhafter Autor mit einem Auge für Detail, der bei der Recherchearbeit scheinbar nicht sparsam vorgegangen ist. Dank Robs Reise durch die halbe damals bekannte Welt kann er dem Leser viel über christliche, jüdische und muslimische Bräuche vermitteln. Auch erfährt man einiges über die Entwicklung der Medizin. Robs Charakter ist extrem stark und zeigt eine beträchtliche Entwicklung im Laufe der Geschichte. Auch andere Charaktere sind sehr glaubwürdig und tiefgründig gezeichnet. Die erste Hälfte war für mich so interessant und unterhaltsam zugleich, keine Szene kam mir überflüssig vor. Emotional hat mich am meisten eine eher nebensächliche Episode erreicht, die in der Robs Freund Karim im Isfahan ein Wettrennen in Rekordzeit gewinnt und somit sein Traum von Reichtum und Erfolg nach einer traumatischen Kindheit erreicht. Die zweite Hälfte des Buchs ist etwas langsamer, die Handlung weniger spannend, jedoch nie langweilig. Das Ende war für mich überraschend bescheiden und bodenständig, was das Buch weniger heroisch und realistischer in meinen Augen macht.

Insgesamt gehört dieses Buch für mich zu den besten historischen Romanen der letzten Jahre. Ich möchte eine klare Leseempfelung aussprechen und werde das Buch zum festen Bestandteil meiner Bibliothek machen.

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Tags: historischer roman, medizin, mittlealter, religion   (4)
 

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94 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 40 Rezensionen

istanbul, historischer roman, architektur, elefant, türkei

Der Architekt des Sultans

Elif Shafak , Michaela Grabinger
Fester Einband: 656 Seiten
Erschienen bei Kein & Aber, 01.03.2015
ISBN 9783036957159
Genre: Historische Romane

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3 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Das Diplomgeschäft

Felipe Pena , Wiebke Augustin
Flexibler Einband: 386 Seiten
Erschienen bei Arara Verlag, 01.09.2013
ISBN 9783981586312
Genre: Krimi und Thriller

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44 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 4 Rezensionen

kalifornien, milieustudie, geschichte, ölsardinen

Die Straße der Ölsardinen

John Steinbeck , Rudolf Frank
Flexibler Einband: 205 Seiten
Erschienen bei dtv, 19.01.2010
ISBN 9783423191357
Genre: Klassiker

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88 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

sekte, colonia dignidad, freundschaft, chile, missbrauch

Rabenfrauen

Anja Jonuleit
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 27.05.2016
ISBN 9783423261043
Genre: Romane

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423 Bibliotheken, 13 Leser, 2 Gruppen, 72 Rezensionen

england, jeffrey archer, historischer roman, bristol, familiensaga

Spiel der Zeit

Jeffrey Archer , Martin Ruf
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Heyne, 13.07.2015
ISBN 9783453471344
Genre: Historische Romane

Rezension:

Die Aufgabe, eine Rezension über das Buch „Spiel der Zeit“ zu verfassen, hat mir den Anlass zu einer Recherche über die Biographie des Autors gegeben, die sich als überaus interessant erwiesen hat. Jeffrey Howard Archer, alias Baron Archer of Weston-super-Mare wurde 1940 in England geboren. Hinter sich hat er eine lange Karriere als Politiker der konservativen Partei. Mehrere finanziellen Skandalen und zuletzt eine Inhaftierung wegen Meineid setzten doch seiner politischen Karriere ein Ende. Dasselbe kann man jedoch nicht von seiner literarischen Laufbahn behaupten: Archer hat Hunderte Millionen von Kopien seiner Bücher weltweit verkauft.

Ein englischer Lord mit konservativer Gesinnung, einem Hang zum verschwenderischen Leben und einem befleckten Strafregister. Was können wir von seiner Feder erwarten?

„Spiel der Zeit“ ist das erste Buch der Clifton-Saga, einer Familiensaga, die insgesamt 7 Bände erfassen soll. Unbestrittener Protagonist des ersten Romans ist Harry Clifton. Harry ist ein kleiner Junge, der in Bristol in ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen ist. An seinen Vater hat er kaum Erinnerung – er soll im Krieg gestorben sein. Dies zumindest erzählen ihm seine Mutter, die als Kellnerin ihren Lebensunterhalt verdient, sein Onkel Stan, wie Harrys Vater zuvor Hafenarbeiter, und seine Großeltern. Harry träumt selbst von einer Stelle als Hafenarbeiter. Jedoch hat Harry ein Talent: Seine engelsgleiche Stimme ermöglicht ihm, ein Chor-Stipendium an einer renommierten Schule zu erlangen. Dabei helfen ihm nicht nur seine Mutter und seine Lehrer, sondern auch Old Jack, ein gebildeter Obdachloser, der an den Docks einen ausrangierten Bahnwaggon bewohnt. In der Schule lernt Harry u. a. Giles Barrington kennen, der junge Sprössling der Schiffarts-Gesellschaft, für die Harrys Vater und Onkel gearbeitet haben. Und nicht nur das: Herry wird auch Giles Schwester Emma kennen, die sein Herz unwiderruflich erobern wird... Doch die junge Liebe wird von mächtigen und unerträglichen Geheimnissen auseinandergerissen: Wie ist Harrys Vater wirklich gestorben? Was er überhaupt sein leiblicher Vater?

„Spiel der Zeit“ verspricht, spannender Auftakt einer kolossalen Familiensaga zu werden. Kolossal vor allem im Hinblick auf die Anzahl der darauffolgenden Volumen. Die inhaltliche Umsetzung ist anfänglich angenehm, was auch daran liegt, dass das Buch alle Erwartungen an eine Familiensaga erfüllt. Nichts Originelles, jedoch auch keine Quellen für Unzufriedenheit oder Unmut. Dass der Leser dank des Einstiegskapitels und der zu ausführlichen Klappentextes das verehrende Geheimnis bereits erahnt, raubt der Geschichte leider etwas Spannung. Ungewöhnlich ist lediglich der Aufbau des Buches. Dies ist in mehreren Abschnitten gegliedert, in denen jeweils eine andere Person die Ereignisse aus ihrer Perspektive darstellt, was dazu führt, dass man das Geschehene aus allen Blickwinkeln erfassen kann, jedoch auch, dass es sich einiges wiederholt und das Erzähltempo gebremst wird. So weit, so gut. Was mich jedoch enttäuscht hat, war das Ende. Das Buch endet mit im Geschehen nach einer negativen Wendung. Die Geschichte wird auf keiner Ebene abgeschlossen oder aufgerundet. Als Leser brauche ich Bücher, um in Geschichten einzutauchen. Diesmal habe ich nicht das Gefühl, eine Geschichte vorgelegt bekommen zu haben, sondern höchstens den Anfang einer Geschichte. Dies lässt mich unbefriedigt zurück. Die Vorstellung, weitere sechs Bänder kaufen und lesen zu müssen, um das Ende dieser Geschichte zu erfahren, kommt mir mehr wie ein finanzieller Trick vor, um mir Geld aus der Tasche zu ziehen, als wie ein Unterhaltungsangebot. Ob meine Fantasie mir diese Interpretation nur suggeriert, nachdem ich von den früheren Machenschaften des Autors gelesen habe? So oder so denke ich , dass ich mich dem entziehen und die Reihe demnächst nicht fortsetzen werde.

Mein Fazit: Angenehmer Auftakt einer typischen Familiensaga mit einem viel zu offenen Ende, das mich stark irritiert hat.


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Tags: england, familiensaga, historischer roman   (3)
 

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fantasy, ransom riggs, die insel der besonderen kinder, kinder, besondere fähigkeiten

Die Insel der besonderen Kinder

Ransom Riggs , Silvia Kinkel
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.09.2016
ISBN 9783426520260
Genre: Fantasy

Rezension:

Jacob ist ein ganz gewöhnlicher Teen-Ager. Moment, doch nicht! Oh je, ich bringe alles durcheinander. Fangen wir doch mit dem eigentlichen Anfang an.

Zweiter Weltkrieg. Jüdische Kinder werden von ihren Eltern von von Deutschen besetzten Gebieten ins Ausland geschickt, in der Hoffnung zu überleben. So ergeht es auch Jacobs Vater. Zumindest ist das das, was seine Familie über ihn weiß... Jedoch wird Jacobs Opa nicht nur von den Nazis verfolgt. Denn er ist nicht wie alle anderen Kinder: Wie andere seiner Art verfügt er über eine besondere Fähigkeit. Von den Nazis verfolgt, von den „normalen“ Menschen abgestoßen, findet er endlich Zuflucht in einem magischen Ort: Mrs. Peregrin Haus für besondere Kinder. Dort bekommt man als besonderes Kind Zuflucht, Sicherheit, Zuneigung... Das Ganze hat jedoch einen Haken. Das Haus lebt in einer Zeitschleife. Derselbe Tag wiederholt sich unendlich oft, immer und immer wieder...

Jacob wächst mit Opas Geschichten über die besonderen Kinder auf. Bis er eines Tages nicht mehr daran glauben kann. Erst der Tod seines Opas wird ihn auf eine Entdeckungsreise bringen, in der er die Geschichte seiner Familie sowie seine eigene endlich verstehen wird...

Dieses Buch schafft eine ganz besondere Atmosphäre. Ein Großteil davon entsteht durch alte, sehr seltsame Bilder, die Kinder in befremdlichen Posen zeigen. Genau diese Bilder zeigt Jacobs Opa dem kleinen Jacob. Genau diese Bilder sind – wie der Autor am Ende verrät – echt. So bekommt der Leser auch ein beklommenes Gefühl: Was ist echt, was ist Fiktion? Ich finde die Idee großartig, den Kindern aus den Bildern eine Geschichte zu geben, vor allem eine so faszinierende... Auch das alte Haus von Mrs. Peregrine, das das Erste darstellt, was Jacob über die Vergangenheit herausfindet, schafft eine ganz besondere, befremdliche und bedrohliche Atmosphäre.

Ab dem Zeitpunkt, in dem die Handlung Schwung nimmt und der eigentliche Kampf beginnt, verliert das Buch für mich jedoch seine besondere Kraft. Der altbewährte Kampf zwischen Gut und Böse ist meiner Meinung nach in diesem Fall eher vorhersehbar und banal. Die an sich absolut interessante Kinder werden eher oberflächlich dargestellt, die Möglichkeit, uns viele spannende Geschichten zu den Nebencharakteren zu erzählen nicht ausgereizt. Die Liebesgeschichte kommt mir etwas fehl am Platz vor (da wird eine alte Liebe einfach so mit einer neuen ersetzt?). Das Buch endet mit einem zum Teil gewonnenen Kampf am Anfang eines größeren Krieges. Ich möchte nun schon wissen, wie es weiter geht, erwarte jedoch nicht mehr, dass die Reihe für mich zu etwas Besonderes wird.

Schade, aus der Idee und den schönen Bildern hätte man etwas viel Magischeres erschaffen können. Vielleicht hing das mit meinen überhöhten Erwartungen zusammen. Die Bilder werden mir trotzdem im Kopf herumspuken.



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Tags: besondere fähigkeiten, fantasy, zweiter weltkrieg   (3)
 

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172 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 69 Rezensionen

glühbirne, erfinder, edison, stromkrieg, westinghouse

Die letzten Tage der Nacht

Graham Moore , Kirsten Riesselmann
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 16.02.2017
ISBN 9783847906247
Genre: Romane

Rezension:

Dieses Buch verspricht, besonders zu sein. Angefangen mit dem Cover, auffällig elegant. Vom ultramarin blauen Hintergrund hebt sich die Protagonistin des Buches ab, die Glühbirne, die den Einband hell in Silber erleuchtet. Statt eines Glühfadens ragt die Freiheitsstatue empor, deren Erleuchtung das auffälligste Symbol des amerikanischen Fortschritts darstellt. Wenn wir dann das Buch öffnen, überrascht uns das Bild eines Mannes, der in einer Lektüre vertieft zu sein scheint und den kugelförmigen Blitz ignoriert, der den Raum erfüllt. Gut gemacht, ich bin neugierig. Auch wenn es im Portemonnaie schmerzt, werde ich die 22 Euro für dieses Buch ausgeben.

Wer hat die Glühbirne erfunden? Mit dieser Frage beschäftigt sich die auf wahren Ereignissen beruhende Geschichte dieses Buches. Hätte mich jemand vor dieser Lektüre gefragt, hätte ich vermutlich auf Edison getippt. Nun erfahre ich durch den für das Drehbuch von „Imitation Games“ berühmten Autor Graham Moore, dass die Beantwortung dieser Frage gar nicht so einfach ist.

Einstieg: Der junge, aufstrebende Anwalt Paul Cravath beobachtet zufällig, wie ein Arbeiter bei der Reparatur von Stromkabeln durch einen Stromschock auf erschreckend spektakulärer Art und Weise ums Leben kommt. Auch wenn ziemlich makaber, kommt ihm das gelegen: Vielleicht lässt sich dieses Vorkommnis im Prozess nutzen, dass er gegen den erfolgreichsten und gefürchtetsten Erfinder seiner Zeit führt, Thomas Edison. Cravath wurde von Mr George Westinghouse engagiert, um ihn gegen Edison im vielleicht wichtigsten Patentfall der Geschichte zu vertreten: Wer darf nun die Glühbirne produzieren und das Land elektrifizieren? Westinghouse scheint gegen den mächtigen Edison keine Chance zu haben, jedoch ist das letzte Wort noch nicht gesprochen...

Während wir Cravaths Bemühungen in einem juristischen David gegen Goliath Kampf verfolgen, lernen wir nicht nur Edison und Westinghouse, sondern auch weitere herausragende Persönlichkeiten, wie Tesla, Bell, Röntgen Harold P. Brown kennen. Während sich der Hauptstrang der Geschichte um den Weg zur Erfindung der Glühbirne sowie der zunehmenden Verbreitung von Elektrizität in Amerika dreht, erfahren wir nebenbei mehr über die Erfindung des Telefons, des Röntgengeräts und des elektrischen Stuhls. Physikalische Vorgänge werden nicht nur verständlich, sondern auch spannend vermittelt, verschiedene Ansätze des Erfindens von ihren Vertretern in packenden Dialogen dargelegt. Als Abwechselung lernen wir nebenbei, wie die Struktur der modernen Kanzleien entstanden sein könnte und kommen mit der glamourösen High Class Gesellschaft der Künstler und Neu-Reichen der New York des Ende des IX Jahrhunderts in Berührung. Auch die Romantiker unter uns werden nicht enttäuscht und mit einem Happy End belohnt.

Nun frage ich mich: Wie bündelt man das alles zu einem Buch ohne pedantisch, langweilig oder verwirrend zu werden? Dieses Buch ist die Antwort und ich bin davon beeindruckt. Nach Beendigung der Lektüre fühle ich mich unterhalten und durch neues Wissen bereichert zugleich. Meine Erwartung wurde nicht enttäuscht, vielleicht sogar übertroffen. Im Nachhinein kommt mir die Lektüre wie ein Blockbuster auf hohem Niveau vor, der durch Hintergrundinformationen und Reflexionen bereichert wird, die durch das schriftliche Medium ermöglicht werden.

Mein Fazit: Facettenreich, sehr interessant und absolut unterhaltsam! Physik und Geschichte für Belletristikfans!

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Tags: erfinder, historisches roman, usa, verfilmung, wissenschaft   (5)
 

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9 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

globalization, relationships, change, liebesgeschichte, refugee

Exit West

Mohsin Hamid
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Hamish Hamilton, 02.03.2017
ISBN 9780241290088
Genre: Sonstiges

Rezension:

It is easy to grow up in a Western country in the XXI century. Thousands of people in Africa, in the Middle-East and even in South and Middle-America cannot claim the same. Migration has always been a natural phenomenon. Nowadays, although, maybe for the first time in history, people are migrating in masses from regions of war and poverty to richer countries, so that newspapers and politicians use daily paroles such as “refugee crisis”. How is this new massive migration wave going to change our world?

It is not easy to understand in depth what is going on, it is even more difficult to talk about refugees without a tendentious political interpretation. Let’s try to approach this complex theme with Exit West, a novel by Mohsin Hamid. Hamid was born in Pakistan, spent, however, part of his life in the USA and in England. As a reader, I hope and believe that this biographical background could give Hamid the cultural knowledge necessary to understand both (potential) migrants and people in the states where they are seeking for protection.

Nadia and Saeed, the protagonists of Exit West, are two young adults falling in love while they witness the decay of their country. We don’t know exactly where they live, but this information is not that important after all. We see through their eyes how rebels and the military get more and more involved in fights and destroy bit by bit the normality of every-day-life. Assailed by fear, people start leaving the country. As it becomes harder to leave through more common routes, mysterious doors become the one last hope of many desperate souls. These doors are surging in the most disparate points of the city and, as long as they are not controlled by soldiers, allow to flee to other countries just by stepping  through them. Nadia and Saeed will let everything behind to save their own life. The first door will lead them to a refugee camp in Myconos, the second to an occupied house in London. Finally, both can a new life in the USA, contributing to the construction of a new city and to the birth of a new society order. Their love will not survive their personal differences and their lives go on following different paths. They only will rejoin many years later, in their home-country, with many stories to be told.

Talking about a previous novel, The reluctant fundamentalist, Hamid commented the its brevity stating “I’d rather people read my book twice than only half-way through”. Probably Hamid would say the same about Exit west. The book is rather short but almost every sentence is so loaded with meaning and powerful images that it is worth to pause, read it twice and let it work its magic. Hamid’s sentences are maybe irritating for lovers of a more concise style, to me they appear as a river flowing constantly with ineluctable strength. With this work Hamid managed to distill the destiny of thousands to one prototypical story. He allows us to see through the eyes of normal people in desperate times, avoiding to become pathetic or didactic. The touch of magic as well as the brief portraits of other people walking through the doors give the novel an extra dreamy touch which helps us to look at the vicissitudes from a more outdistanced, less political point of view. Hamid does not only describe what is happening, he has the courage to imagine a possible future in which refugees are integrated in Western societies. It is a positive and comforting prospective. I hope his vision could become true one day.

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Tags: novel, refugee   (2)
 

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48 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 37 Rezensionen

märchen, alice im wunderland, untote, zombies, zombie

Alice - Follow the White

Stephanie Kempin
E-Buch Text: 369 Seiten
Erschienen bei Papierverzierer Verlag, 02.03.2017
ISBN 9783959620512
Genre: Sonstiges

Rezension:

Erinnert ihr euch an Alice im Wunderland? Das kleine Mädchen, das für ihre verrückten Träume mit einem Kaninchen, das immer in Eile ist, einer verrückten Teegesellschaft, und einer Königin, die gerne Köpfe rollen sieht? Ihr denkt, Alices Geschichte könnte nicht verrückter werden? Willkommen bei Alice – Follow the White.

Alice, Betty und Chloe sind beste Freundinnen und besuchen gemeinsam die Schule. Jedoch handelt es sich um keine normale Schule: Alle Schüler dort, unsere Heldinnen inklusive, sind Mutare, also Lebewesen mit übernatürlichen Fähigkeiten. Alice, zum Beispiel, sieht seltsame Gestalten in Spiegeln, Betty kann Eis schaffen und kontrollieren und Chloe kann auf Kommando sterben und wieder zum Leben erwachen. Verrückt, oder? Nun, es wird noch verrückter, als Betty von der sich verbreitenden Seuche infiziert wird und zur ersten untoten Mutarin wird. Nun, das ist echt abgedreht genug! Aber was, wenn ich sagen würde, dass unsere drei Freundinnen ein sprechendes Kaninchen treffen, das für eine Königin in einem Paralleluniversum spioniert, und ihm in sein fernes Land durch eine magische Tür folgen? Gemeinsam mit dem spionierenden Kaninchen und mit anderen magischen Freunden müssen die Mädchen nicht nur gegen die Untoten kämpfen, sondern auch gegen eine cholerische Königin und gegen die ARO – eine Organisation, die das Ziel hat, sowohl Untote als auch Mutare zu bekämpfen. Ob die untote Mutarin Betty sich das so gefallen lässt?

Stephanie Kempin hat mit „Alice – Follow the white“ ein Buch geschrieben, das Fans des Absurden und Phantastischen angenehme Lesestunden verschaffen kann. Auch Märchenfans und Fans von Zombie-Geschichten werden hier nicht enttäuscht. Die Autorin hat mit viel Liebe zum Detail eine gekonnte Mischung zwischen Anspielungen an Alice im Wunderland sowie an andere bekannte Märchen und eigenen phantastischen Erfindungen erschaffen, bei der eine Vorliebe für das Ungewöhnliche im Vordergrund steht. Die Dialoge zwischen den Protagonisten sind sehr unterhaltsam, oft an der Kippe zwischen lustig und vollkommen absurd. Manchmal ist die Geschichte ein bisschen zu absurd und schwer zu folgen, manche Wendungen erscheinen nicht ganz logisch durchdacht. Jedoch ist die Handlung im Großen und Ganzen spannungsreich und amüsant zugleich.

Dieses Buch hat Potenzial: zu verwirren, zu überraschen, zu entzücken. Es ist sicherlich kein Buch für Fans des logischen Denkens, wer es jedoch bunt und verrückt mag, wird auf jeden Fall auf seine Kosten kommen!

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Tags: alice im wunderlan, fantasy, märchen   (3)
 

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17 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

krimi, wahnsinn, paris, frankreich, herz

Die Herzen des Monsieur Lefort

Mara Ferr
Flexibler Einband: 308 Seiten
Erschienen bei tredition, 07.09.2016
ISBN 9783734549588
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Paris, Montmartre, irgendwann, vor nicht allzu langer Zeit. Nehmen wir einen Commandant in Ruhestand, der seine Langeweile mit peniblen Routinen front und genießt. Seine Ehefrau, die sich Sorgen macht, da er immer seniler zu werden scheint. Einen mysteriösen Dritten in dieser Dreiecksbeziehung. Eine unbeteiligte Kellnerin, die in den Sog der Ereignisse gezogen wird. Würzen wir mit viel Wahnsinn, etwas Intrige, ein wenig Berechnung, mit allem, was das Leserherz begehrt. Schütteln wir diese Mischung durch: explosiv! Ein Buch, das einem mit jeder Seite ans Herz wächst.

Commandant Lefort ist ein ganz geordneter (und langweiliger?) Typ, seitdem er nicht mehr arbeiten kann. Bis eines Tages ein Satz, ein Zitat, um genauer zu sein, sein Leben verändert:

„Über alles hat der Mensch Gewalt, nur nicht über sein Herz“.

Ganz unmerklich, Schritt für Schritt, fängt Leforts Herz schneller zu schlagen, neue Begierden zu entdecken, die Gewalt zu übernehmen... Um den Schein zu wahren, geht er trotzdem Tag für Tag in das gewohnte Café. Dort lernt er die Kellnerin, Elaine, kennen. Beide hassen sich vom ganzen Herzen ganz ohne Grund. Jedoch wird Elaine ihn um Hilfe bitten, als ihre Mutter plötzlich ums Leben kommt...

Wie weit wird Lefort nun gehen? Wird seine Ehefrau ihm helfen können? Wird Elaine das Mysterium um ihre Mutter aufklären können? Wer ist Mathis?

Dies und viel mehr aus Lara Ferrs Feder, in einer ungewöhnlich interessanten Sprache, mit viel Spannung, schwarzer Situationskomik und viel(en) Herz(en) - in allen möglichen Formen. Die Herzen des Monsieur Lefort – mein Fazit: kurzweilig, unterhaltsam, lohnenswert.

P. S. Das Ende wird euch das Herz brechen...

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Tags: frankreich, herz, krimi, mörder, paris, wahnsinn   (6)
 

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24 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

indien, kashmir, konflikt, waisenhaus, liebe

Das Haus des Friedens

Simone Dorra
Flexibler Einband: 296 Seiten
Erschienen bei tredition, 06.02.2017
ISBN 9783734597183
Genre: Romane

Rezension:

Wie kann man dieses Buch beschreiben? Der Versuch, es in eine Schublade zu packen muss kläglich scheitern. Was es jedoch zweifellos ist: ehrlich, schonungslos, rührend.

Ein Bild eines Boots auf einem Fluss, im Hintergrund die Berge. Die Sonne geht gerade auf (oder unter?) und taucht die Landschaft in einem hellen, gelben Licht. Ein Blick auf dem Klappentext verrät mir sofort, wo dieses Cover-Bild aufgenommen wurde: Kaschmir.

Das zwischen Pakistan und Indien umstrittene Gebiet ist nicht nur die besondere Kulisse sondern gleichzeitig auch das Herz dieser Geschichte. Durch die Augen der Protagonisten lernen wir dieses Land lieben: ihre Landschaft, Menschen, Küche und Kultur. Aber wir lernen auch über das immense Leid, was viele Menschen durch Krieg und Terror in Kaschmir widerfährt.

Die Protagonisten: eine Psychologin (Samira Sullivan) und ein Soldat (Vikram Sandeep). Sie arbeitet als Trauma-Therapeutin für eine internationale Hilfsorganisation, er hat aus unklaren Gründen mit dem Kämpfen aufgehört und ein neues Leben als selbstständiger Leiter eines Kinderheimes angefangen. Als Samira das Projekt kennenlernt, verliebt sie sich sofort. In Kaschmir, in die Kinder, und nicht nur...

Dieses Buch ist ein Liebesroman. Nein, kein Liebesroman, ein Thriller. Nein, kein Thriller, exotischer Roman mit aktuellen politischen Hintergründen. Nein, ein Drama mit extrem rührenden persönlichen Schicksalen. Moment, dieses Buch ist alles und nichts davon.

Die tiefe der Charaktere, die interessanten politischen und kulturellen Hintergründe, die Nähe an den Menschen mit ihren Lebensgeschichten, die verschiedene Themen und Töne, die getroffen werden, haben mich vollkommen überzeugt. Ich kann nicht anders, als diesem Buch 5 Sterne zu vergeben und warte gespannt auf die Fortsetzungen. Auch ich habe mich in Kaschmir verliebt.

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Tags: indie   (1)
 

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15 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

familie, indianer, historischer roman, freundschaft, liebe

Die Seelen der Indianer

Nina Hutzfeldt
E-Buch Text
Erschienen bei neobooks, 01.12.2016
ISBN 9783738086799
Genre: Sonstiges

Rezension:

Wer bin ich? Woher komme ich? Zu welcher Familie gehöre ich?

Diese Frage hat einen bitteren Beigeschmack, wenn jemand sie stellt, der adoptiert worden ist. So ist es auch bei Jordan. Sie gehört eindeutig zu ihrer Adoptivfamilie aus Lübeck. Aber wer ist ihre leibliche Mutter? Diese Identitätssuche fängt bei Jordan an, als ein Brief sie darüber in Kenntnis setzt, dass ihre leibliche Großeltern ihr ein Haus in den USA vererbt haben... Die Familiengeschichte, die sich dahinter verbirgt, ist alles andere als banal! Sie führt uns zu den Cheyenne-Indianern und zu dem tragischen Kontakt mit dem weißen Mann, von Liebe, Freundschaft, Krieg und Annäherung zwischen Kulturen.

Dieses Buch erzählt uns eine Geschichte in zwei Zeitsträngen. Die Leser pendeln zwischen Jordans Entdeckungstour in der Gegenwart und die Geschichte Sadies, einer jungen Frau aus der Vergangenheit. Der Zusammenhang zwischen beiden Mädchen wird im Laufe der Geschichte immer klarer.

„Die Seele der Indianer“ erzählt uns die erstaunliche Geschichte einer sehr mutigen Frau, die sich über Konventionen hinwegsetzt und das ihr bekannte verlässt, um ihr Herz zu folgen. Es ist eine rührende Geschichte, die eins der schwärzesten Momente der Geschichte des „weißen Mannes“ aus einer ungewöhnlichen Perspektive erzählt. Auch die Themen „Familie“, mit ihren verschiedenen Möglichkeiten und Bedeutungen, und „erste Liebe“ sind im Buch sehr präsent. Durch die Erzählerperspektive zweier Teenager ist das Buch v. a. für Mädchen in einem ähnlichen Alter interessant.

Der Geschichtenstrang aus der Vergangenheit hat mich gepackt. Besonders der Mut der Frauen aus der Geschichte hat mich begeistert. Die Erzählungen aus der Gegenwart haben mich leider weniger gepackt. Insbesondere fand ich sie, verglichen zu Vergangenem weniger ereignisreich, das Tempo war mir etwas zu langsam. Dass der „Bösewicht“ schon gegen Anfang der Geschichte gefasst wird, hat für mich auch die Spannung deutlich reduziert. Auch kam mir die Charakterisierung mancher Personen (z. B. Des Bösewichts) zu kurz. Die Liebesgeschichte aus der Gegenwart hat mich teilweise wenig überzeugt, obwohl dies bei jüngeren Leserinnen durchaus anders sein kann.

Mein Fazit: Eine Indianer-Geschichte voller Mut, Liebe und Freundschaft, die junge Leserinnen (14 bis 18) besonders begeistern kann!

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Tags: familie, freundschaft, historischer roman, indianer, liebe, usa   (6)
 

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36 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 4 Rezensionen

tschernobyl, akw, sowjetunion, reportage, berichte

Tschernobyl

Swetlana Alexijewitsch , Ingeborg Kolinko
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Piper, 09.03.2015
ISBN 9783492306256
Genre: Sachbücher

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Tags: berichte, tschernobyl   (2)
 

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vampire, hexen, werwölfe, magie, urban fantasy

Blutlied

Kim Harrison , Vanessa Lamatsch
Flexibler Einband: 768 Seiten
Erschienen bei Heyne, W, 01.07.2012
ISBN 9783453529502
Genre: Fantasy

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vampire, werwölfe, fantasy, hexen, mystery

Blutpakt

Kim Harrison , Vanessa Lamatsch
Flexibler Einband: 749 Seiten
Erschienen bei Heyne, W, 12.12.2011
ISBN 9783453528840
Genre: Fantasy

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39 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

tod, persönliche weiterentwicklung, alter, erfahrungsbericht, pflege

5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen

Bronnie Ware , Wibke Kuhn
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 20.04.2015
ISBN 9783442157525
Genre: Sachbücher

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Tags: alter, lebenserfahrung, pflege, sterben, tod   (5)
 

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thriller, liebe, mord, geheimlabor, tödliche spritzen

Akte Weiss

Tess Gerritsen , M. R. Henze , Margret Krätzig
Flexibler Einband: 412 Seiten
Erschienen bei Mira Taschenbuch im Cora Verlag
ISBN 9783899411423
Genre: Krimi und Thriller

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9 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

bookcrossing, roman

Germinal

Émile Zola , Armin Schwarz
Flexibler Einband: 552 Seiten
Erschienen bei Tredition, 07.09.2011
ISBN 9783842421530
Genre: Romane

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zukunft, dystopie, gegenwart, roman, korea

Der Wolkenatlas

David Mitchell , Volker Oldenburg , ,
Flexibler Einband: 672 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 01.11.2007
ISBN 9783499240362
Genre: Romane

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14 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 1 Rezension

rom, nordafrika, historischer roman, spanien, reconquista

Leo Africanus

Amin Maalouf , Bettina Klingler , Nicola Volland
Flexibler Einband: 471 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 24.05.2004
ISBN 9783518396216
Genre: Historische Romane

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13 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

erziehung, utopie, neuanfang, waisenkind, postapokalyptisch

Die Kindheit Jesu: Roman

J.M. Coetzee
E-Buch Text
Erschienen bei Fischer E-Books, 23.10.2013
ISBN 9783104028446
Genre: Sonstiges

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30jähriger krieg, gruppe 47, nobelpreisträger, westfälischer frieden

Das Treffen in Telgte : eine Erzählung und dreiundvierzig Gedichte aus dem Barock.


Sonstige Formate
Erschienen bei null, 01.01.1997
ISBN B0020HA2Z4
Genre: Sonstiges

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erzählungen, brasilien

Microcontos Minigeschichten aus Brasilien

Luisa Costa Hölzl , Wanda Jakob , Luísa Costa Hölzl
Flexibler Einband: 144 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.10.2013
ISBN 9783423095181
Genre: Romane

Rezension:

Microcontos - Minigeschichten aus Brasilien. Was mag das wohl sein?

Als Halbbrasilianerin musste ich zugreifen, als ich dieses Buch in einem Regal einer Reisebücherei gesehen habe. Ein kleines Buch mit schlichtem Cover. Gut für zwischendurch, dachte ich.

Das, was sich mir beim Lesen eröffnet hat, ist ziemlich genau das, was im Titel stand: Minigeschichten aus Brasilien, nicht mehr und nicht weniger. Eine Minigeschichte hat kein Genre. Sie kann traurig sein, lustig, skurril, verzweifelt, böse. Um eine Minigeschichte zu sein, muss man nur eins erfüllen: das Mini. All in dieser Sammlung enthaltene Geschichten sind zwei Zeilen bis zwei Seiten lang. Die Geschichten wurden von brasilianischen Schriftstellern geschrieben worden. Brasilien, die brasilianische Seele, schwingt in diesen Seiten mit. Links kann man die originale Geschichte auf Portugiesisch lesen, rechts die deutsche Übersetzung.

Wie kann man eine Geschichte in wenigen Zeilen verpacken? Meine erste Assoziation beim Lesen war: Gedichte. Einige dieser Geschichten sind Gedichte in Prosaform. Andere, hingegen, schaffen es, innerhalb einer Seite den Kern einer Person, eines Erlebnisses, eines Charakters einzufangen, das ist dann mehr als ein Gedicht, das ist eine Erzählung in ihrer komprimiertesten Form.

Manche Geschichten habe ich nicht verstanden. Bei anderen habe ich den Sinn nur erahnt. Viele haben mit ihrer Schonungslosigkeit und/oder Erlebnisnähe sehr starke Emotionen bei mir ausgelöst. Welche Macht das Wort hat, erstaunt mich jedes Mal aufs neue.

Beim Lesen dieses Buches ist vorteilhaft, wenn man etwas über die brasilianische Kultur versteht und vielleicht sogar das brasilianische Original lesen kann. So können die wenigen Worte noch stärkere Vorstellungen auslösen (und weniger Verwirrung stiften).

Ich habe das Buch in einer Stunde gelesen. Es hat sich gelohnt.

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Tags: brasilien, erzählungen   (2)
 
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