parden

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

monster, krebs, baum, kranke mutter, umgang mit dem tod

Sieben Minuten nach Mitternacht

Patrick Ness , Siobhan Dowd , Bettina Abarbanell , Maria Furtwängler
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Erschienen bei Der Hörverlag, 16.08.2011
ISBN 9783844507799
Genre: Romane

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356 Bibliotheken, 24 Leser, 2 Gruppen, 166 Rezensionen

thriller, london, serienmörder, ragdoll, wolf

Ragdoll - Dein letzter Tag

Daniel Cole , Conny Lösch
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 27.03.2017
ISBN 9783548289199
Genre: Krimi und Thriller

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

cherringham

Cherringham - Die verfluchte Farm

Matthew Costello , Neil Richards
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Erschienen bei Lübbe Audio, 18.06.2015
ISBN B00Y37N1FW
Genre: Sonstiges

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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

familie, mädchen, schnee, sonne, eltern

Wörterbuch

Jenny Erpenbeck
Flexibler Einband: 109 Seiten
Erschienen bei btb, 02.01.2007
ISBN 9783442734610
Genre: Romane

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

cherringham

Cherringham - Letzter Zug nach London

Neil Richards , Neil Richards
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Erschienen bei Lübbe Audio, 15.05.2015
ISBN B00WR3MVNW
Genre: Sonstiges

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19 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

adoption, freunde, hamburg, freundschaft unter männern, midlife-crisi

Die heldenhaften Jahre der Kirschkernspuckerbande

Gernot Gricksch
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.07.2013
ISBN 9783426510650
Genre: Romane

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

cherringham, archäologie, krimi, silber, diebstahl

Cherringham - Die Nacht der Langfinger

Matthew Costello , Neil Richards
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Erschienen bei Lübbe Audio, 12.02.2015
ISBN B00SHRW6B4
Genre: Sonstiges

Rezension:

SCHATZSUCHE...

Zwei Dorfbewohner finden einen Schatz - eine wertvolle römische Platte aus reinem Silber. Zwar müssen sie sich die Belohnung mit dem Farmer und der Besitzerin des Landes, Lady Repton, teilen, aber es bleibt immer noch genug für alle. Der Archäologe Professor Cartwright bietet an, den Fund sicher in seinem Safe zu verstauen. Doch als am nächsten Tag der Experte des Britischen Museums eintrifft, um den Fund zu begutachten, ist dieser verschwunden! Die Polizei verdächtigt eine bekannte Gruppe von Kunstdieben. Aber Jack und Sarah haben eine andere Vermutung...

Dies ist der vierte Band der mittlerweile 24bändigen Reihe englischer Kurzkrimis, bei Audible als ungekürzte Hörbuchfassung (3 Stunden und 17 Minuten) erhältlich. Gelesen wird das Hörbuch von Sabina Godec, die den Vortrag ruhig und unaufgeregt gestaltet, die aber durch ihre charismatische Stimme zu fesseln weiß.

Die beiden Hilfsarbeiter trauen ihren Augen nicht, als auf dem Acker eines Farmers der Metalldetektor wild auszuschlagen beginnt und sie daraufhin eine große silberne Platte ausgraben. Das britische Gesetz schreibt jedoch vor, dass der Finder eines Schatzes diesen nicht für sich behalten darf, sondern ihn mit dem Besitzer des Grundstücks, auf dem der Schatz gefunden wurde, teilen muss. Alle sind aus dem Häuschen, als sie von dem hohen Wert des Fundes erfahren - für die Hilfsarbeiter wäre dies ein Weg aus dem Schuldenberg, der Farmer könnte den hohen Pachtzins auf Jahre hinaus zahlen, und die Besitzerin des Landes, Lady Repton, wäre endlich in der Lage, die längst fälligen Reparaturen an ihrem alten Landsitz vornehmen zu lassen.

Dummerweise posaunen die beiden Hilfsarbeiter die Nachricht von dem Fund abends bierselig im Pub herum. Als am Tag darauf ein Experte vom Britischen Museum erscheint, um den Fund zu begutachten, ist dieser jedenfalls verschwunden. Ausgerechnet aus dem sicheren Safe des im Ruhestand befindlichen Archäologen Professor Cartwright heraus. Eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit. Steckt dahinter aber tatsächlich die bekannte Diebesbande, vor der derzeit kein Kunstwerk sicher scheint? Dies scheint jedenfalls die Polizeit zu vermuten - doch Sarah und Jack haben da so ihre Zweifel...

Jack und Sarah gehen zunehmend vertrauter miteinander um. So hilft Sarah dem ehemaligen New Yorker Detective beispielsweise bei der Vorbereitung einer Hausbootparty, zu der Jack das halbe Dorf einzuladen gedenkt. Doch in die Vorbereitungen hinein platzt der Diebstahl der alten und wertvollen römsichen Silberplatte. Begeistert über die Möglichkeit, erneut ermitteln zu können, stürzen sich Sarah und Jack in den neuen Fall. Doch diesmal muss Sarah nicht nur ihre ausgesprochen große Begabung für alles Technische und Digitale in Anspruch nehmen, sondern die beiden Ermittler müssen zudem auch noch tief in die Trickkiste greifen. ..

Die Wiederbegegnung mit dem Ermittlerduo macht mir von Fall zu Fall mehr Spaß, weil die Charaktere immer vielschichtiger werden. Der Fall ist interessant und bietet ein paar Überraschungen, doch in erster Linie ist es erneut das Flair des englischen Krimis, das mich hier begeistern konnte. Ein bisschen wie die 'Fünf Freunde'-Reihe von Enid Blyton, nur für Erwachsene. Der Reihe bleibe ich jedenfalls weiterhin treu!


© Parden


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Bisher in der Cherringham-Reihe gehört sind:

Mord an der Themse Das Geheimnis von Mogdon Manor Mord im Mondschein Die Nacht der Langfinger

  (9)
Tags: archäologie, cherringham, diebstahl, krimi, kurzkrimi, römische antike, schatz, silber   (8)
 

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30 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

hochsensibilität, junge, hochsensibe, besondererjunge, gefühle

Enno Anders

Astrid Frank , Regina Kehn
Fester Einband: 160 Seiten
Erschienen bei Urachhaus, 08.03.2017
ISBN 9783825151225
Genre: Kinderbuch

Rezension:

WENN ALLES FALSCH LÄUFT...

Enno Anders ist genau dies: anders. Er bekommt alles mit und kann sich dann auf das Wesentliche nicht mehr konzentrieren, fällt in der Schule ständig auf und auch zu Hause passieren ihm laufend kleine Ungeschicklichkeiten. Enno hat mit seinen elf Jahren so gut wie keine Freunde - nur den hochbegabten Olsen, der bereits zweimal eine Klasse übersprungen hat und ebenso ein Außenseiter ist wie Enno. Aber Fantasie hat Enno, mehr als genug - und einfühlsam ist er wie kein zweiter. Er weiß genau, wann jemand die Wahrheit sagt und wann nicht, und er spürt, wie es anderen Menschen geht.


"Ich scheine irgendwie auf einem fremden Planeten gelandet zu sein. Die Lebewesen hier sehen zwar genauso aus wie ich, aber sie ticken alle anders. Ich kenne die Regeln nicht, nach denen das Zusammenleben hier funktioniert. Und egal, wie viel Mühe ich mir gebe, ich mache doch nur alles falsch."


Enno ist nicht dumm. Er merkt, dass er anders ist als die anderen. Er selbst könnte damit leben, doch seine Mama macht das traurig. Sie macht sich Sorgen darum, was aus Enno einmal werden soll und reagiert oft hilflos, manchmal auch verärgert auf seine Besonderheit. Mama versteht nicht, was mit ihm los ist - sie möchte, dass ihr Sohn einfach normal ist so wie andere Kinder. Und merkt dabei nicht, wie weh sie Enno damit tut. Enno flüchtet oft in seinen Briefwechsel mit seinem Opi, der allerdings vor drei Jahren gestorben ist. Aber auf Mamojusave, dem Planten, wo Enno sicherlich eigentlich herkommt, wartet Opi geduldig auf seinen Enkel, bis dessen Mission auf der Erde beendet sein wird.


"Es ist merkwürdig, aber ich weiß, dass meine Mama mich lieb hat. Trotzdem hätte sie mich offenbar gerne anders, als ich bin. Und wenn ich wüsste, wie das geht, dann würde ich alles dafür tun, um ihr diesen Wunsch zu erfüllen. Aber leider weiß ich es nicht (...) Vielleicht wäre es für alle einfacher, wenn ich nicht mehr da wäre..."



Astrid Frank, die offenbar selbst ein hypersensibles Kind hat, schreibt mit einer schonungslosen Offenheit und gleichzeitig mit einer enormen Einfühlsamkeit sowohl über die Erlebnsiwelt von Enno als auch über die Reaktion der oft hilflosen Mutter. Dabei wächst beim Lesen das Verständnis für beide Seiten, wobei das Herz eindeutig für Enno schlägt. Von augenzwinkernd bis berührend bedient die Autorin dabei gekonnt die Klaviatur der Gefühle. Und schafft das Verständnis für die einfache Tatsache: anders zu sein ist nicht schlimm.

Illustriert wurde das Buch stimmungsvoll und passend von Regina Kehn.

Ein Buch, das ich gerne weiterempfehle - für Kinder, die den Wert der Toleranz erkennen sollen, für Eltern, die das größte Gut in der Normalität sehen und für alle, die mit Kindern zu tun haben und dabei den neugierigen und wohlwollenden Blick auf das Besondere in jedem von ihnen nicht verlieren wollen. Positiv, berührend, ermutigend.


© Parden

  (9)
Tags: anderssein, freundschaft, hypersensibilität, konzentrationsprobleme, normalität, toleranz   (6)
 

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

cherringham, krimi, mord, chor, hörbuch

Cherringham - Mord im Mondschein

Matthew Costello , Neil Richards
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Erschienen bei Lübbe Audio, 29.01.2015
ISBN B00R84EBME
Genre: Sonstiges

Rezension:

JAUCHZET, FROHLOCKET...

Die Proben für das jährliche Cherringham Charity Christmas Konzert laufen auf Hochtouren. Doch plötzlich stirbt Kirsty Kimball, eine der Sängerinnen. Todesursache: eine allergische Reaktion auf die selbstgebackenen Kekse des Chors. Jack, der für einen verhinderten Tenor im Chor als Sänger einspringt, glaubt nicht an einen Unfall. Gemeinsam mit Sarah beginnt er zu ermitteln. Schon bald müssen sie erkennen, dass sich hinter den freundlichen Gesichtern der Chormitglieder eine Welt aus Missgunst und Rivalität verbirgt...

Dies ist der dritte Band der mittlerweile 24bändigen Reihe englischer Kurzkrimis, bei Audible als ungekürzte Hörbuchfassung (3 Stunden und 22 Minuten) erhältlich. Gelesen wird das Hörbuch von Sabina Godec, die den Vortrag ruhig und unaufgeregt gestaltet, die aber durch ihre charismatische Stimme zu fesseln weiß.

Der ehemalige New Yorker Detective Jack findet allmählich zunehmend Anschluss an Sarahs Familie. Zwei Mordfälle haben die beiden in der Vergangenheit bereits aufgeklärt, doch als Jack gefragt wird, ob er vertretungsweise den Tenor für das Charity Christmas Konzert verstärken könnte, ahnen die beiden nicht, dass dies der Einstieg zu einem neuen Fall ist. Eine der Sopranistinnen starb vor kurzem auf dem Heimweg nach einer Chorprobe - versehentlich aß sie dort wohl einen Keks mit Erdnüssen, wogegen sie eine schwere Allergie hatte. Die Polizei geht davon aus, dass es der Toten in ihrer Panik nicht gelungen ist, ihren EpiPen rechtzeitig zu aktivieren, so dass sie schließlich elendig erstickte.

Eine Freundin der Verstorbenen bezweifelt jedoch, dass es sich hier um einen Unfall handelt. Und ihre Argumente wecken schließlich auch bei Jack und Sarah Zweifel. Als sie nachzuforschen beginnen, stechen sie bei den Chormitgliedern in einen Haufen Wespennester - und plötzlich gibt es etliche Verdächtige. Doch die Spur ist kalt, die Tote wurde bereits vor Wochen vergraben, und die Auskunftsfreudigkeit der Verdächtigen hält sich gewaltig in Grenzen. Und wirkliche Beweise lassen sich nicht finden. Aber Jack wirft seine ganze langjährige Berufserfahrung in die Waagschale, und Sarah hat das Jagdfieber gepackt - wieder einmal. Und so lassen sich die beiden nicht entmutigen und treiben den Täter in die Enge...

Diesmal arbeiten Sarah und Jack wieder häufiger Hand in Hand, was mir gut gefallen hat. Die Diskussionen der beiden machten mir hier wieder besonders viel Spaß. Die Charaktere werden von Folge zu Folge vielschichtiger, und auch hier ist wieder einiges Neues von den beiden zu erfahren. Es gefällt mir, dass Sarah und Jack nicht nur immer wieder gemeinsam ermitteln, sondern dass sich allmählich auch eine nette Freundschaft zwischen den beiden etabliert. Auch Sarahs Familie gewinnt zunehmend an Konturen, ohne dass die persönlichen Befindlichkeiten der Ermittler zu sehr in den Vordergrund gerückt werden. Eine angenehme Mischung, wie ich finde.

Der Fall selbst ist unterhaltsam, doch auch diesmal genoss ich den englischen Flair des Kurzkrimis, der diesmal zudem noch weihnachtlich geprägt ist. Ich bin jedenfalls sehr gespannt auf die weiteren Fälle der beiden!


© Parden


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Bisher in der Cherringham-Reihe gehört sind:

Mord an der Themse Das Geheimnis von Mogdon Manor Mord im Mondschein

  (12)
Tags: allergie, chor, england, epipen, hörbuch, krimireihe, kurzkrimi, mord, weihnachten   (9)
 

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10 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

zwilling, doppelgänger, köln, freundschaft, geheimnis

Bittersüße Wahrheiten

Jürgen Vogel
Flexibler Einband: 116 Seiten
Erschienen bei tredition, 19.04.2017
ISBN 9783743916395
Genre: Romane

Rezension:

EIN RUNDER ABSCHLUSS...

Seit David Adolphy von seiner Doppelgängerschaft mit dem verstorbenen Philippe erfahren hat, lässt ihn das Rätsel darum nicht mehr los. Doch auch die Familie Philippes kreist um die Frage, was es damit nur auf sich haben mag. Cassius, der Sohn des Verstorbenen, steht schließlich unangemeldet vor Davids Haustür in Köln. Überrascht bittet David ihn herein und erfährt dann, dass Cassius auf eigene Faust Nachforschungen betrieben hat, die nur einen Schluss zulassen: David und Philippe waren Zwillinge. Doch kann das sein? Gemeinsam machen sich David und Cassius auf den Weg, endlich die Wahrheit zu erfahren...

Auch der letzte Teil der Trilogie ist wieder ausgesprochen kurz gehalten, doch im Vergleich zu Band 2 empfand ich es diesmal als nicht ganz so störend. Es war ein Vergnügen, David und den anderen inzwischen bekannten Charakteren wiederzubegegnen und endlich der Auflösung des Geheimnisses entgegenzufiebern. Dabei lässt sich die Erzählung zu Beginn noch viel Zeit, die gemeinsamen Tage von David und Cassius zu schildern - ihre Ausflüge, ihre gemeinsamen Essen, ihre Gespräche - ohne dass das Rätsel um die Doppelgänger einen großen Raum einnimmt. Doch ab dem Punkt, als sie eine bestimmte Information erhalten, nimmt die Geschichte plötzlich an Fahrt auf und erhält eine ganz andere Dynamik. Auf unangenehme Fragen erfolgen überraschende Antworten - eine etwas schräge Geschichte, aber durchaus vorstellbar...

Den Schreibstil empfand ich wieder als sehr angenehm, manchmal noch etwas holperig verschachtelt, aber sehr bildhaft. Die über weite Strecken langsame Erzählweise sorgte für eine atmosphärische Dichte, die mir gut gefallen hat. Dabei fiel erneut die Sorgfalt ins Auge, mit der Jürgen Vogel seine Wörter gesetzt hat - inzwischen genieße ich dies durchaus.

Das Ende der Erzählung war mir persönlich ein wenig zu harmoniesüchtig, doch irgendwie passt das hier auch zu den Charakteren, die ich mittlerweile lieb gewonnen habe. Deshalb werte ich das nicht als Manko, wie ich es ansonsten sicher tun würde. Insgesamt jedenfalls bietet der dritte Teil der Trilogie einen runden Abschluss.

Alles in allem war es mir ein großes Vergnügen, der Trilogie und damit David Adolphy begegnet zu sein und ihn auf seinem Weg  zur bittersüßen Wahrheit begleitet zu haben. Ich könnte mir - nicht nur aufgrund der Kürze der einzelnen Bände - jedoch gut vorstellen, dass diese dreiteilige Geschichte auch in einem einzigen Roman versammelt würde. Das täte dem Fluss der Erzählung m.E. gut.


© Parden



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Die Teile der Trilogie um David Adolphy sind:

Der andere Ich Erinnerungen an Philippe Bittersüße Wahrheiten

  (14)
Tags: barcelona, david adolphy, doppelgänger, geheimnis, köln, paris, trilogie, zwillinge   (8)
 

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10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

cherringham, feuer, geheimnis, kurzkrimi, sarah und jack

Cherringham - Das Geheimnis von Mogdon Manor

Neil Richards , Neil Richards
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Erschienen bei Lübbe Audio, 15.01.2015
ISBN B00QWZLO3O
Genre: Sonstiges

Rezension:

UNFALL ODER MORD?

Der Eigentümer des herrschaftlichen Mogdon Manor stirbt bei einem mysteriösen Feuer. Ein tragischer Unfall? Jack und Sarah bezweifeln das. Als mögliche Erben kommen die drei erwachsenen Kinder des Opfers in Frage. Hat einer von ihnen das Feuer gelegt, um frühzeitig an sein Erbe zu kommen?

Dies ist der zweite Band der mittlerweile 24bändigen Reihe englischer Kurzkrimis, bei Audible als ungekürzte Hörbuchfassung (3 Stunden und 22 Minuten) erhältlich. Gelesen wird das Hörbuch von Sabina Godec, die den Vortrag ruhig und unaufgeregt gestaltet, die aber durch ihre charismatische Stimme zu fesseln weiß.

Sarah findet sich unerwartet auf einer Beerdigung wieder - dabei kannte sie den Verstorbenen gar nicht. Sie ist dort, um ihrer Freundin Hope beizustehen, die den nun toten alten Mann lange gepflegt hat. Viktor ist jedoch nicht einfach in seinem Bett gestorben, sondern bei einem Brand ums Leben gekommen - und Hope bezweifelt, dass das Feuer zufällig entstanden ist. Sie bittet Sarah, die schließlich bereits einen Mord aufgeklärt hat, um Unterstützung. Und so wendet sich Sarah erneut an Jack, den ehemaligen Detective aus New York, der sich sichtlich freut, in seinem Ruhestand auf dem Hausboot nicht allmählich einzurosten. So ein Detektivspiel kommt ihm da gerade recht.

Sarah und Jack begeben sich auf die Suche nach möglichen Zeugen und Spuren - und vor allem Jack nimmt es dabei mit den Gesetzen nicht immer so genau. Tatsächlich erscheint die Brandursache mysteriös, und so gehen auch die beiden heimlichen Ermittler nicht länger von einem Unfall aus. Die drei Kinder des Verstorbenen stehen ganz oben auf der Liste der Verdächtigen - alle drei hatten kein besonders gutes Verhältnis zu dem Verstorbenen und scheinen nur darauf zu lauern, endlich an das Erbe zu gelangen.

In diesem Fall ermitteln Jack und Sarah deutlich weniger gemeinsam als in ihrem ersten Fall. Sarah ist beruflich sehr eingebunden, nimmt sich zwischendurch jedoch immer die Zeit für eine Befragung oder eine Besprechung mit ihrem erfahrenen Kollegen. Jack macht hier oft sein eigenes Ding und informiert Sarah teilweise erst hinterher über seine Aktionen. Anfangs irritierte mich das etwas, später fand ich es nicht mehr schlimm - denn einerseits war es Jack und Sarah auf diese Weise möglich, Befragungen parallel durchzuführen und andererseits bot dies die Möglichkeit, den Fokus gelegentlich nur auf Jack zu lenken, so dass dieser Charakter nun etwas deutlicher skizziert ist.

Diesmal konnte der Kurzkrimi bei mir nicht nur durch seinen Flair punkten, sondern auch der Fall selbst bot einige Überraschungen, vor allem am Ende. Die Hauptcharaktere gewinnen langsam an Konturen und wirken lebendig - vor allem die Gespräche der beiden haben großen Unterhaltungscharakter.

Ich bin jedenfalls sehr gespannt auf die weiteren Fälle der beiden!


© Parden


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Bisher in der Cherringham-Reihe gehört sind:

Mord an der Themse Das Geheimnis von Mogdon Manor

  (13)
Tags: cherringham, feuer, geheimnis, kurzkrimi, sarah und jack   (5)
 

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51 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 37 Rezensionen

cyberworld, freundschaft, cyberworld 4.0, liebe, jamie

CyberWorld 4.0: The Secrets Of Yonderwood

Nadine Erdmann
E-Buch Text: 369 Seiten
Erschienen bei Greenlight Press, 20.04.2017
ISBN 9783958342583
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
Tags:  
 

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18 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 3 Rezensionen

glück, lebensweisheiten, hörbuch, glück des moments, glück der gemeinschaft

Glück kommt selten allein ...

Eckart von Hirschhausen , Eckart Hirschhausen , Eckart von Hirschhausen
Audio CD
Erschienen bei Der Hörverlag, 15.11.2011
ISBN 9783867178662
Genre: Sachbücher

Rezension:

GLÜCK IST MACHBAR...

Schon immer suchen die Menschen nach dem Glück, doch es ist unbeständig und flatterhaft. Hunderte von Ratgebern versuchen zu erklären, wie das Glück zu finden ist. Diese CD von Eckart von Hirschhausen ist aber kein typischer Ratgeber. Auf unterhaltsame Weise berichtet der promovierte Mediziner von Erkenntnissen, persönlichen Erlebnissen und Forschungsergebnissen, und wenn eines deutlich wird, dann dies: ein großes Stück weit hat man es selbst in der Hand, glücklich zu werden. Und Lachen ist ein probates Mittel auf dem Weg dazu...

Eines wird rasch klar: Je mehr wir über die Arbeitsweise unseres Hirns wissen, desto deutlicher wird: wir sind nicht dazu geschaffen, auf Dauer glücklich zu sein. Aber vieles ist eine Frage der Perspektive, und von Hirschhausen zeigt auf, was es ausmachen kann, diese Perspektive einmal zu wechseln und die Dinge aus einer ganz anderen Richtung zu betrachten.


"Wenn ich die Situation nicht ändern kann - ich kann mein Haltung ändern!"


Nun besteht das Hörbuch nicht nur aus solchen Allgemeinplätzen, sondern nähert sich dem Begriff des Glücks aus verschiedenen Richtungen. Gleich fünf Sorten des Glücks  präsentiert von Hirschhausen hier:

das Glück der Gemeinschat (Freunde, Familie, Liebe) das Glück des Zufalls (günstige Gelegenheiten, lustige Begegnungen, der Euro auf der Straße) das Glück des Momentes (Sinnliches wie Schokolade, Massage, Zärtlichkeit, der erste Schluck Bier - Zeit nehmen, spüren, genießen) das Glück der Selbstüberwindung (den Schweinehund schlagen, sich herausfordern, anstrengen, ins Kalte springen) das Glück der Fülle (Schönheit der Natur, der Schöpfung, Stille aushalten)

Das Hörbuch selbst ist die Aufzeichnung einer Live-Lesung des Autors aus dem Tivoli-Theater Hamburg (2 Stunden 28 Minuten). Auch wenn einige Sprechpausen und Publikumsreaktionen schwer verständlich sind (Gestik und Mimik des Kabarettisten fehlen hier), schafft es von Hirschhausen, seine Botschaft informativ und gleichzeitig amüsant zu vermitteln. Schon allein das doppelte Vorwort bricht das Eis: ein Vorwort für Optimisten und eines für Pessimisten - herrlich!


"Wer es liest, muss nicht glücklicher werden. Wer will, kann auch anschließend unglücklicher sein - aber auf höherem Niveau. Pessimisten behalten öfter Recht - aber will man Recht behalten oder glücklich sein? Beides geht nicht."


Glück kommt selten allein ist ein kurzweiliges Hörbuch mit vielen "Aha-Momenten" und Überraschungen. Es lädt zum Mehrmals-Hören ein und lässt einen in jedem Fall mit einem Lachen zurück...


© Parden


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In einem Interview zu seinem Buch meinte von Hirschhausen:

Die unliebsame Wahrheit ist: Wir sind gut darin, das Glück zu suchen. Aber immanent schlecht darin, es zu behalten. Mit einfachen Glücksrezepten ist es wie mit Diäten oder Erkältungsmitteln: Gäbe es ein gutes Rezept für alle - es hätte sich schon herumgesprochen. Meine zentrale Idee lautet: Glück ist paradox. Viele Glücks-Gurus, Philosophen und Ratschlag-Austeiler versuchen Glück auf EINE Formel zu bringen. Ich mache das genaue Gegenteil: Für mich ist das Widersprüchliche interessant. Glück ist nicht ein Gefühl, sondern mindestens fünf verschiedene, deshalb gibt es auch 5 Kapitel: Zum Zufall, der Gemeinschaft, dem Genuss, dem Tun und dem Lassen.
Der Hauptunterschied zu vielen Gurus ist, dass mein Buch nicht einfach etwas behauptet, sondern über fünf Jahre Recherchearbeit darin stecken. Und dabei bin ich auf kuriose Dinge gestoßen: Schönheit macht traurig, Sex wird überschätzt, und lange Ladenöffnungszeiten lähmen die Kauflust. Dafür macht Geld glücklich, beim Ausgeben, nicht beim Verdienen. Der größte Unterschied zu anderen Glückbüchern ist: Es gibt viel zu lachen. Über unsere Macken, unsere Suche nach dem Glück an den falschen Orten und über mich.

  (16)
Tags: glück, glück der fülle, glück der gemeinschaft, glück der selbstüberwindung, glück des moments, glück des zufalls, glückskompass, hörbuch, humor, liveauftritt, optimisten und pessimisten   (11)
 

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52 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

vermont, backen, liebe, kuchen, glück

Die Zutaten zum Glück

Louise Miller , Katja Bendels
Flexibler Einband: 408 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 10.04.2017
ISBN 9783458362647
Genre: Romane

Rezension:

DAS GLÜCK DER PATISSIÈRE...

Olivia hat es als Patissière mit Anfang dreißig schon weit gebracht in der Welt der Kuchen und Desserts. Als sie jedoch mit einer flambierten, zwanzig Kilo schweren Eistorte einen Bostoner Privatclub in Brand setzt und sich ihre weiteren Karriereaussichten damit buchstäblich in Rauch auflösen, flüchtet sie sich kurzerhand zu ihrer besten Freundin ins ländliche Vermont. Dort findet Olivia nicht nur einen Unterschlupf, sondern unversehens auch eine Anstellung in einem kleinen Landgsthof. Die Gepflogenheiten des Kleinstadtlebens erscheinen Livvy zunächst befremdlich, doch dann bahnen ihre Backkünste und ihr Banjospiel ihr einen Weg in die Herzen der Einwohner. Nur die reservierte und eigensinnige alte Besitzerin des Landgasthofs scheint unnahbar. Doch unter deren rauer Schale liegt mehr verborgen, als Livvy ahnen kann. Und schließlich spürt die junge Patissière, was es bedeuten kann, 'Zuhause' zu sein...

In Louise Millers Debütroman dreht sich alles um die dreißigjährige Patissière Olivia, und vermutlich sind die biografischen Parallelen zwischen der Protagonistin und der Autorin nicht zufällig. Wo 'Wohlfühlatmosphäre' versprochen wird, ist Liebe nicht weit - und tatsächlich spielt diese in dem Roman keine unbedeutende Rolle. Doch in erster Linie geht es darum, dass Olivia endlich irgendwo ankommt, nicht ständig bei Schwierigkeiten davonläuft und ihr bisheriges Leben grußlos hinter sich lässt. Natürlich geschieht dies nicht reibungslos und ebenso natürlich darf eine Portion Kitsch nicht fehlen, aber bis auf das arg weichgespülte Ende hält sich das alles angenehm die Waage.

Tatsächlich konnte der Roman bei mir v.a. durch die Atmosphäre punkten. Schnell tauchte ich ein in die Beschreibungen des ländlichen und meist friedlichen Vermont, genoss die Schilderungen der diversen Köstlichkeiten, die da von Olivia und ihrem Küchenschef Alfred kreiert wurden und vermeinte oft genug, etwas von dem köstlichen Duft zu erhaschen, der da dem Ofen entströmte. Das prasselnde Feuer im Kamin, die kuschelige Decke auf dem Sofa, die mitreißende Musik an den Abenden, die langen Spaziergänge durch den unberührten Wald - all diese Beschreibungen ließen mich daran teilhaben und tief in Olivias neue Welt eintauchen.

Olivia selbst kam mir dagegen nur zögerlich nahe. Ihre Desserts und Backwerke beeindruckten mich, ihr Charakter allerdings erschloss sich erst allmählich. Witzig waren ihre ständigen Haarfärbe-Aktionen mit überaus originellen Farbprodukten wie beispielsweise 'Manic Panic Electric Tiger Lily' oder 'Manic Panic Atomic Turquoise'. Ansonsten wirkte Olivia in ihren Handlungen trotz ihrer 32 Jahre oft noch recht unreif - allerdings voller Sehnsüchte. Auch im Verlauf des Romans entwickelte sich die Patissière für mein Empfinden nicht wesentlich weiter, so dass ich hier Abstriche in der B-Note machen muss. Allerdings gab es andere Charaktere in dem Roman, die mich mehr für sich einnehmen konnten - wie z.B. Olivias schrullige Chefin Margaret oder auch Henry, ein alter Mann, der sich gleich in mein Herz schleichen konnte.

Das Ende war dann - too much. Friede, Freude, Eierkuchen - eine ganze Ladung Weichspüler ergoss sich über den im übrigen viel zu kurzen Schluss, so dass ich am Ende zwiespältig zurückblieb. Mein märchenbegeistertes Ich konnte mit dem natürlich erwarteten Happy End zufrieden sein, und doch konnte ich das Ende nicht wirklich genießen. Alles wurde unter einer dicken Puderzuckerschicht begraben, was den Bereich des Vorstellbaren für mich überstieg. Schade, dass hier das Potential nicht voll ausgeschöpft wurde.

Doch weil das Buch ansonsten ein wirklicher Wohlfühlroman zum Abschalten war und dementsprechend meine Erwartungen erfüllte, runde ich die 3,5 Sterne, die ich hier gerne vergeben würde, auf 4 Sterne auf. Eine angenehme Lektüre z.B. für dunkle Herbsttage oder auch für die kühle Winterzeit.


© Parden




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Tags: apple pie, backen, banjo, boston, familie, freundschaft, glück, guthrie, kuchen, liebe, musik, patissière, sehnsucht, vermont, wohlfühlroman, zuhause   (16)
 

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13 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

cherringham, krimi, themse, england

Cherringham - Mord an der Themse

Matthew Costello , Neil Richards
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Erschienen bei Lübbe Audio, 08.01.2015
ISBN B00R84F6IC
Genre: Sonstiges

Rezension:

NETTE UNTERHALTUNG...

Cherringham - eine beschauliche Kleinstadt in den englischen Cotswolds. Ein Ort, an dem das Verbrechen unbekannt ist. Bis eines Tages die Leiche einer jungen Frau in der Themse gefunden wird. Ein schrecklicher Unfall - zumindest laut der Polizei. Sarah glaubt jedoch nicht daran. Zusammen mit Jack, einem ehemaligen Detective der New Yorker Mordkommission, beginnt sie zu ermitteln. Dabei müssen sie feststellen, dass die Dinge nicht so klar sind, wie die Polizei das gerne hätte.

Dies ist der erste Band einer mittlerweile 24bändigen Reihe englischer Kurzkrimis, bei Audible als ungekürzte Hörbuchfassung (3 Stunden und 36 Minuten) erhältlich. Gelesen wird das Hörbuch von Sabina Godec, die den Vortrag ruhig und unaufgeregt gestaltet.

Die in den frühen Morgenstunden an einem Wehr an der Themse aufgefundene Leiche wird rasch identifiziert. Zu Sarahs großem Schrecken erfährt sie, dass es sich dabei um ihre ehemalige Freundin Sammie handelt, die sie jedoch schon länger nicht gesehen hat. Sarah glaubt nicht an einen Unfalltod, sondern hält eher einen Mord für möglich. Immerhin hatte Sammie immer schon ein Talent dafür, sich in Schwierigkeiten zu bringen. Bei ihrer Suche nach möglichen Zeugen gerät Sarah auch an einen älteren Bewohner eines Hausbootes. Dieser erweist sich schließlich als ehemaliger Detective aus New York und bietet Sarah nach anfänglichen Bedenken seine Unterstützung an - denn auch er kann die Spuren nicht mit einem Unfall vereinbaren. Doch wer könnte ein Interesse am Tod der jungen Frau gehabt haben?

Da es sich hier um einen Kurzkrimi handelt und noch dazu um den ersten einer ganzen Reihe von Bänden, darf es nicht verwundern, dass die Charaktere noch recht oberflächlich skizziert erscheinen. Jack ist ein zurückgezogen lebender Mann, der mit seinem ehemaligen Beruf als Cop abgeschlossen zu haben glaubt. Nach dem Tod seiner Frau vor einiger Zeit kaufte er sich ein Hausboot an der Themse und kümmert sich seither nicht um die schrägen Blicke der Einheimischen, wenn sie einem 'Yankee' begegnen. Doch irgendetwas an der Hartnäckigkeit der jungen Frau, die ihn als Zeuge in dem Todesfall befragen will, bewegt Jack, so dass er beschließt, sie bei der Suche nach der Wahrheit zu unterstützen.

Sarah ist eine junge, alleinerziehende Frau, der neben Arbeit, Haushalt und Kindern im Grunde wenig Zeit für andere Aktivitäten bleibt. Als Einheimische weiß sie, wie in Cherringham die Menschen ticken, und so lotst sie Jack durch die ein oder andere Untiefe zwischenmenschlicher Begegnungen. Der Tod ihrer ehemaligen Freundin bedrückt Sarah zwar, doch merkt man ihr die Betroffenheit im Laufe der Ermittlungen meist nicht wirklich an. Dies störte mich ehrlich gesagt ein wenig - hier schien mir der Charakter wenig authentisch. Doch insgesamt wirkten sowohl Jack als auch Sarah auf mich recht sympathisch, auch wenn sie sich hier verständlicherweise erst einmal aneinander herantatsten müssen.

Der Fall selbst ist nur mäßig spannend und die Lösung am Ende kaum noch überraschend. Aber das Flair eines englischen Krimis vermittelt der Band dann doch, auch wenn er nicht an die Klasse eines Fall von Miss Marple & Co. heranreicht. Insofern freue ich mich, dass ich künftig mehr von Jack und Sarah erfahren werde, denn hier warten noch einige Folgen der Reihe auf mich.


© Parden

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mirja boes, kurzgeschichten, hörbuch, urlaub, urlaubsgeschichten

Ach, wär ich nur zu Hause geblieben

Kerstin Gier , Mirja Boes
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Erschienen bei Bastei Lübbe, 29.11.2008
ISBN 9783785741184
Genre: Romane

Rezension:

URLAUBSGESCHICHTEN...

Wie man Postkartentexte richtig deutet, warum es sinnvoll ist, die Sprache des Urlaubslandes zu sprechen, was man unter "authentischem Ambiente" versteht und wer einem in der schönste Zeit des Jahres den letzten Nerv rauben kann... Kerstin Gier kennt auch die Antwort auf die Frage, warum sie eigentlich jedes Jahr wieder auf Reisen geht: Damit Sie mal wieder so richtig was zum Lachen haben!

Im Gegensatz zu den Büchern rund um die Mütter-Mafia gibt es in diesem Buch keine zusammenhängende Erzählung, sondern einzelne Episoden rund um das Thema 'Urlaub'. Wovor man alles so Angst haben kann, lernt man zu Beginn in den kurzen Geschichten, von besonderen Urlaubserlebnissen berichtet Kerstin Gier im Anschluss, von Andenken, von Postkarten, von der Urlaubsliebe, von Urlauben in der Kindheit und als Erwachsene - und so findet hier nahezu jeder mögliche Aspekt eines Urlaubs Beachtung.

Kerstin Gier schreibt gewohnt locker flockig, und insgesamt ist dieses Hörbuch eine recht anspruchslose Unterhaltung für zwischendurch. Die Geschichten erfordern keine hohe Konzentration, man kann sie tatsächlich gut nebenher hören - und bekommt man mal ein oder zwei Sätze nicht so richtig mit, ist es auch nicht schlim: man kommt gleich wieder rein in die Erzählung. Mirja Boes liest die 249 Minuten angenehm und passend locker zum Schreibstil. Die Stimme der Schauspielerin passt wirklich gut zu den Büchern von Kerstin Gier.

Da ich morgen für ein paar Tage in den Urlaub fahre, schien mir dieses Hörbuch die passende Einstimmung hierzu. Und tatsächlich habe ich dabei vergnügt meine Reisetasche gepackt. Ich habe bekommen, was ich erwartet habe - und somit bin ich zufrieden...


© Parden

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Tags: hörbuch, humor, kurzgeschichten, mirja boes, urlaub, urlaubsgeschichten   (6)
 

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fantasy, hörbuch, seelen, besondere kinder, wights

Die Bibliothek der besonderen Kinder

Ransom Riggs
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Erschienen bei Audible GmbH, 02.11.2016
ISBN B01M3VFRJC
Genre: Sonstiges

Rezension:

INSGESAMT EIN GELUNGENER ABSCHLUSS DER TRILOGIE...

Nachdem ihre Freunde von den feindlichen Wights entführt wurden, machen Jacob und Emma sich auf eine gefährliche Suche, um sie und die gefangenen Ymbrynen - so nennen sich die Schutzpatroninnen besonderer Kinder - zu befreien. Die Spurt führt sie in die Zeitschleife Devil's Acre, wo der Abschaum der Gesellschaft der Besonderen lebt, und schließlich zur geheimen Festung der Wights. Dort decken sie ein noch größeres Geheimnis auf: Caul, Miss Peregrines böser Bruder, will die sagenumwobene "Seelenbibliothek" Abaton finden und sich mithilfe der dort verborgenen Kräfte zum Herrscher der Besonderenwelt aufzuschwingen. Und Jacob ist der Schlüssel dazu.

Entführt von Wights, eingeschlossen in einer Telefonzelle einer Londoner U-Bahn-Station der Gegenwart, noch dazu bedroht von einem Hollow, sind Jacob, Emma und der Hund Addison in einer ausweglos scheinenden Sackgasse gelandet. Caul, der böse Bruder von Miss Peregrine, hat sein Ziel nahezu erreicht: sämtliche Ymbrynen sowie fast alle Besonderen konnte er in seine Festung verschleppen und sich in einer Zeitschleife namens Devil’s Acre verschanzen. Hierhin also führt der letzte Gang der rebellischen Kinder – an einen trostlosen Ort voller Hoffnungs- und Morallosigkeit.  Jacob und seine Freunde treffen dort auf eine eindrucksvolle Kulisse aus Armut und Lasterhaftigkeit, eine bedrückende Stimmung des Misstrauens sowie die sonderbarsten Gestalten. Schließlich erfahren sie von der Bibliothek der Seelen - dem Ziel des machthungrigen Caul.


"Ich glaube, Mord wird mit Vorbehalt toleriert."
"Ist hier überhaupt irgendetwas illegal?", fragt Addison.
"Die Säumnisgebühren in der Bücherei sind ziemlich hoch. Zehn Peitschenhiebe pro Tag und das ist nur für die Paperback-Ausgaben."



Zwei Jahre ist es nun schon her, dass ich Band 1 und 2 der Trilogie gelesen habe - und entsprechend schwer fiel mir der Einstieg in den letzten Band der Trilogie. Ransom Riggs scheint jedenfalls kein Freund von Rückschauen zu sein. Ohne Erläuterungen zum bisherigen Geschehen steigt der Autor exakt dort in die Handlung ein, wo "Die Stadt der besonderen Kinder" endet. Und tatsächlich musste ich den Vorgängerband zu Hilfe nehmen, um mir die letzten rasanten Ereignisse in Erinnerung rufen zu können. Trotzdem fielen mir Bezüge nicht immer leicht. Das erste Drittel der Erzählung habe ich zudem als recht langatmig erlebt, so dass sich das Hörfieber nicht wirklich einstellen wollte. Doch schließlich begann es spannender zu werden, und die Geschichte konnte mich schließlich doch wieder packen.

In diesem Abschlussband konzentriert sich Ransom Riggs wieder auf wenige Charaktere, was der Erzählung sichtlich gut tut. So verschafft dies dem Leser / Hörer beispielsweise ausreichend Gelegenheit, Gefühle und Entwicklungen von Jacob nachzuvollziehen, was nicht unwesentlich erscheint, da dieser sich kurz vor dem großen Showdown wichtige Fragen stellen muss. Besitzt Jacob die Kraft, diesen letzten Kampf zu bestehen? Kann er seine besondere Fähigkeit nutzen und ausbauen? Wird es für ihn eine Zukunft an der Seite von Emma geben? Oder wird er schließlich in sein altes Leben, in den Schoß seiner Familie zurückkehren?

Punkten konnte Ransom Riggs für mich einmal mehr mit seinem Ideenreichtum und dem Schaffen düsterer Atmosphären. Das Finale allerdings erschien mir ein wenig einfallslos und flach - Gut gegen Böse, ein wenig Auf und Ab und schließlich die Begegnung mit dem Oberbösewicht, die für mich allerdings recht trivial anmutete. Da hätte ich mit mehr Überraschungen gerechnet.

Doch insgesamt ist dies für mich ein gelungener Abschluss der Trilogie, da die Geschichte abgerundet erscheint und keine Fragen offen bleiben. Ransom Riggs hat hier wahrhaftig eine düstere, fantastische, besondere Welt erschaffen mit einzigartigen Charakteren. Simon Jäger liest die ungekürzte Ausgabe des Hörbuchs (13 Stunden und 6 Minuten) zudem gewohnt souverän und unterhaltsam. Alles in allem also empfehlenswert...


© Parden





Die Trilogie um die 'besonderen Kinder' umfasst folgende Bände:

1. Die Insel der besonderen Kinder
2. Die Stadt der besonderen Kinder
3. Die Bibliothek der besonderen Kinder

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Tags: besondere kinder, fantasy, hollows, hörbuch, miss peregrine, seelen, wights   (7)
 

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provence, 2016, krimi, regionalkrimi, frankreich

Der Lavendel-Coup

Carine Bernard
Flexibler Einband: 222 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 03.12.2015
ISBN 9783426215302
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

kurzgeschichten, unheimliches, schaurig, dunkle atmosphäre, subtiler grusel

Das siamesische Klavier

Christiane Neudecker
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei btb, 12.03.2012
ISBN 9783442743315
Genre: Romane

Rezension:

UNHEIMLICHE GESCHICHTEN...

Christiane Neudeckers Geschichten versetzen das Genre der unheimlichen Erzählung von E.T.A. Hoffmann bis Daphne du Maurier in unser hoch technisiertes Dasein, in unsere vermeintlich entzauberte Welt. Abgründig, verstörend intensiv und auf heimtückisch unaufdringliche Weise beunruhigend. Diese Geschichten wirken lange nach...

Sieben Geschichten mit vollkommen unterschiedlichen Grundthemen erwarten den Leser hier, doch Christiane Neudecker hat sich in die jeweilige Thematik intensiv hineingearbeitet. So ist es ihr gelungen, den einzelnen Erzählungen eine glaubwürdige Authentizität zu verleihen und sie gleichzeitig von einer beunruhigenden Atmosphäre durchdringen zu lassen.

In 'Das siamesische Klavier', das diesem Buch seinen Titel verlieh, wird im tiefsten Urwald ein seltsames Doppelklavier gefunden. Da alle Versuche, es zu transportieren, scheitern, wird an Ort und Stelle ein Konzerthaus gebaut. Mit Liszts Bearbeitung von Beethovens 9. Symphonie soll es glorios eröffnet werden - dass man aber an Klavier und Musik besser nicht gerührt hätte, zeigt sich erst, als es längst zu spät ist.

'Gerufene Geister oder: Der Carpenter-Effekt' beschäftigt sich mit einer Gruppe junger Mädchen, die sich mit Gläserrücken die Zeit vertreiben und eine Katastrophe herauf beschwören. "Wann sie damit anfingen, die Toten zu rufen, weiß im Nachhinein niemand so genau. Es bgann doch als harmlose Feizeit auf dem Hof, aber dann wurden die Spiele der Kinder immer beängstigender. Bis zu jener Nacht, von der sich die, die sie überlebten, bis heute noch nicht erholt haben."

Ein Boxer kämpft in 'Ein Geräusch, so hässlich, so ein hässliches Geräusch' gegen einen teuflisch guten Gegner. Als dem Gegner mit dem engelhaften Gesicht Maden aus dem Mund zu quellen beginnen, weiß der Freefighter nicht mehr, was er glauben soll. Ist seine Siegesgewissheit gerechtfertigt?

'Dunkelkeime' weist nahezu kafkaeske Züge auf. Hier wird ein Mann zunächst von seiner Freundin verlassen und zieht anschließend in deren Landwohnung. Dort schlüpft er - ohne es selbst zu merken - zuerst in deren Leben und dann ganz unmerklich und immer mehr in deren Körper. Am Ende zweifelt der Leser ernsthaft, was wahr ist und was nicht.

'J'adoube' - Ich berichtige. Ein Ausdruck aus der Welt des Schachs, und hierum dreht es sich in dieser Geschichte. Um eine Partie, die nicht real sein kann. Weil eine junge Frau online von ihrem vor einigen Monaten verstorbenen Freund zu einer Schachpartie herausgefordert wird. Einbildung? Oder was?

Frostig wird es in 'Der Erlkönigjäger'. Nahe dem Polarkreis testen viele Autokonzerne ihre streng geheimen Erlkönige - und ein Fotograf kommt ihnen seit Jahren immer wieder auf die Schliche. Doch plötzlich wird er in Eis und Schnee selbst zum Gejagten...

'Wo viel Licht ist' gleitet schließlich wieder sehr ins Surreale ab. Ein Softwarekünstler gerät in seinem Spiel um Licht und Schatten an die Grenzen der Realität. Sein Schatten stockt, bewegt sich nicht mehr kongruent zu ihm - und schließlich beginnt eine verstörende Verwandlung.

Nicht jede der außergewöhnlichen Geschichten konnte mich gleichermaßen begeistern, aber in allen zeigt sich das sprachliche und stilistische Feingefühl der Autorin. Die Erzählungen sind keine Gruselschocker, keine Horrorstorys - und doch verstören sie durch die dunkle Atmospähre und die Verzerrung der Realität.

Nach dieser Lektüre möchte ich jedenfalls noch weitere Bücher der Autorin lesen.


© Parden

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Tags: dunkle atmosphäre, kurzgeschichten, subtiler grusel   (3)
 

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kafka, paranoia, tristesse, alkoholismus, wahn

SUPERBUHEI

Sven Amtsberg
Fester Einband: 360 Seiten
Erschienen bei Frankfurter Verlagsanstalt, 07.03.2017
ISBN 9783627002343
Genre: Romane

Rezension:

TRISTESSE IN LANGENHAGEN...

Als Sohn eines Elvis-Imitators wächst Jesse, benannt nach dem totgeboren Bruder des King, im Schatten seines Zwilligsbruders Aaron in Hamburg-Rahlstedt auf. Jesse flieht nach Langenhagen, betreibt dort die trostloseste aller Kneipen, das 'Klaus Meine', und wähnt sich in Sicherheit - bis ihn die furchtbare Ahnung beschleicht: Aaron ist in sein Leben zurückgekehrt, mit dem teuflischen Plan, ihn zu ersetzen.

Jesse und Mona. Jesse und Klaus Meine und seine Scorpions. Jesse und seine Kneipe und der Alkohol. Jesse und Kafka. Das fasst das Buch im Wesentlichen zusammen, auch wenn deswegen sicher noch niemand versteht, worum es hier eigentlich geht. Aber es deutet meine Unlust an bei dem Gedanken, zu diesem Buch noch allzu viele Worte zu verschwenden.

Selten habe ich mich nämlich derart durch ein Buch gequält. Beschreibe den Roman in drei Worten? Tristesse, Paranoia, Kafka. Und Jesse? Mittelmäßigkeit, Selbstmitleid, Alkoholsucht. Eine Mischung, die mir jedenfalls nicht sonderlich zusagte und in der ich nicht wie manch anderer Leser etwas Erfrischendes entdecken konnte. Aber nun gut. Ein paar Worte mehr sollen es noch sein...

Erzählt wird aus der Ich-Perspektive Jesses, wodurch der Leser 1:1 an den Gedanken des Hauptcharakters teilhaben und dadurch knietief die beklagenswerte Gewöhnlichkeit seines Lebens durchwaten kann.

Jesse lebt mit Mona zusammen, einer Verkäuferin im Superbuhei, in einem kleinen schmuddeligen Haus am Rande eines Maisfeldes. Jesse betreibt außerdem eine kleine schmierige Kneipe, die an das Superbuhei nachträglich rangeklatscht wurde und trinkt dort mit seinen Stammkunden um die Wette, immer auf der Suche nach dem hilfreichen Pegel, der das Leben irgendwie erträglicher macht - bis zum nächsten Morgen. Jesse ist zudem ein großer Fan der Scorpions, vor allem von Klaus Meine. Und so führt er mit dem Frontman der Hardrock-Band nicht nur einen regen Briefwechsel, sondern sorgt auch dafür, dass in seiner Kneipe ausschließlich Lieder der Scorpions laufen.

Jesse ist das Kind zweier gewöhnlicher Eltern, die immer etwas Besonderes sein wollten - vor allem sein Vater. Der lief schließlich in Hamburg-Rahlstedt in seinem glitzernden Elviskostüm herum, die spärlichen Haare mit Haarspray zu einer gewagten Tolle betoniert. Die Mutter ertrug die Gewöhnlichkeit irgendwann nicht länger und verließ die Familie - genau am 16. Geburtstag der Zwillinge. Nach dem Tod des Vaters flüchtete Jesse schließlich aus dem Ort seiner Kindheit, zumal sein Bruder Aaron ihm unheimlich zu werden begann.

Doch nun scheint es, dass die Vergangenheit Jesse wieder einzuholen beginnt. Er glaubt, Aaron gesehen und Spuren seines Daseins entdeckt zu haben. Doch Alkohol und Paranoia lassen ihn und den Leser zweifeln: was ist hier eigentlich wahr? Kafkaeske Sequenzen am Rande des Maisfeldes, in dem sich so viel verstecken kann...

Es mag Leser geben, die das Verwirrspiel in trüber, alkohollastiger Stimmung mögen, wo Tristesse groß geschrieben wird und der Blick auf das Leben ein resignierter ist. Ich gehöre leider nicht dazu, und auch nicht zu denjenigen, die es reizvoll finden, wenn ausschließlich negative Aspekte präsentiert werden, egal wer oder was da gerade geschildert wird. Das offene Ende passt hervorragend, doch dieser Aspekt sowie einige Ansätze von Humor reichten letztlich nicht aus, um mich von dem Buch überzeugen zu können.

Mich konnte das Buch letztlich weder begeistern noch in den Bann ziehen, so dass ich schließlich froh war, als ich es endlich zuklappen konnte... Schade.


© Parden

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Tags: alkoholismus, gewöhnlichkeit, kafka, normalität, paranoia, tristesse, wahn   (7)
 

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china, verbotene stadt, automatenbauer, uhrmacher, historisch

Cox

Christoph Ransmayr
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei S. FISCHER, 27.10.2016
ISBN 9783100829511
Genre: Romane

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

kalender-thriller, kurzthriller

Mai - Der weiße Clown

Sven I. Hüsken
E-Buch Text: 110 Seiten
Erschienen bei Knaur eBook, 02.05.2014
ISBN 9783426432761
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

SPANNUNG AUF WENIGEN SEITEN...

David ist ein junger Student, der zum Stressabbau gerne einmal von psychoaktiven Pilzen nascht. Mit seinen Freunden lässt er sich im Rahmen des Weltspieltags auf ein 'Live Alternate Reality Game' ein, das viel Spannung verspricht. Ein simulierter Kriminalfall soll die Teilnehmer in Atem halten - wird der Fall gelöst, winkt ein großer Gewinn. An den verschiedensten Orten der Stadt sind QR-Codes versteckt, die verraten, wo der jeweils nächste Hinweis zu finden ist. Gruselig ist nur der Clown, der dabei immer wieder auftaucht. Doch je weiter die Freunde in der Jagd nach dem Mörder kommen, desto realistischer und gefährlicher wirken die Szenen. Der Gedanke, aus dem Spiel auszusteigen, beschäftigt David mehr als einmal. Doch plötzlich verschwindet einer der Freunde - und ein abgeschnittener Daumen taucht auf. Ein Spiel? Wohl kaum...

Sven I. Hüsken zeigt auf, dass ein Kurzthriller tatsächlich funktionieren kann. Verwirrung, Spannung, Überraschung: alles da. Davids Konsum der psychoaktiven Pilze bringt den Aspekt möglicher Halluzinationen ins Spiel, doch bald schon wird klar, dass viele der Szenen blutige Realität sind. Die Perspektivwechsel zwischen dem Geschehen um David und seine Freunde einerseits und den polizeilichen Ermittlungen andererseits bauen zusätzliche Spannung auf und sorgen dafür, dass der Leser Informationsschnipsel aus verschiedensten Richtungen erhält, die zumindest anfangs zusätzlich für Verwirrung sorgen. Am Ende erwartet  den Leser schließlich noch eine Überraschung, mit der ich jedenfalls so nicht gerechnet habe.

Mein Unbehagen gegenüber Clowns ist durch diesen Kurzthriller jedenfalls eher noch geschürt worden. Und insgesamt ist dieser Band einer der stärkeren Fälle aus der Reihe der Kalender-Thriller. Ich freue mich jedenfalls auf die weiteren Folgen!


© Parden 

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Tags: kalender-thriller, kurzthriller   (2)
 

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thriller, mord, nephilim, gefallene engel, schweden

Nephilim

Åsa Schwarz , Sabine Thiele
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 07.02.2011
ISBN 9783426507667
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

ÖKOTHRILLER? LEIDER NICHT...

Nova Barakel engagiert sich intensiv in der Umweltorganisation Greenpeace. Doch auch wenn die Umweltaktivisten fast schon berüchtigt sind für ihre spektakulären Aktionen, hat sich die junge Frau nicht träumen lassen, jemals derart in den Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit zu geraten. Bei dem Versuch, die Wohnung des Vorstandsvorsitzenden von Vattenfall zu verwüsten, um einen der größten schwedischen Klimasünder an den Pranger zu stellen, macht Nova eine fürchterliche Entdeckung: der Geschäftsmann und seine Frau wurden brutal ermordert und anschließend auf obszöne Art und Weise auf ihrem Bett präsentiert, hinter ihnen an der Wand prangt ein Bibelzitat:


Zu der Zeit und auch später noch, als die Gottessöhne zu den Töchtern der Menschen eingingen und sie ihnen Kinder gebaren, wurden daraus die Riesen auf Erden. Das sind die Helden der Vorzeit, die Hochberühmten. (Genesis, 6,4)


Zu Tode erschreckt flieht Nova aus der Wohnung - doch die in der Eile zurückgelassenen Spuren machen sie zur Hauptverdächtigen. Und als ein weiterer einflussreicher Geschäftsmann ermordet wird und wiederum Hinweise am Tatort zu Nova führen, setzt die Stockholmer Polizei alles daran, sie festzunehmen. Doch die junge Frau flieht und versucht auf eigene Faust zu ermitteln, was hinter den Taten steckt. Sie kommt schließlich einem unglaublichen Geheimnis auf die Spur - einem Geheimnis, das sie an ihrem Verstand zweifeln lässt...

Himmel, was war das denn? Der Klappentext und auch der Beginn des Thrillers lasen sich vielversprechend, ein Katz-und-Maus-Spiel zwischen Nova und der Polizei begann, es gab Morde und eine ermittlende Polizei, und ein Geheimnis wollte außerdem noch gelüftet werden. Doch dann: Luft raus. Der Perspektivwechsel zwischen den wichtigen Charakteren dieses Thrillers (allen voran Nova und die ermittelnde Polizistin Amanda) sorgte noch einige Zeit lang für den Erhalt kleiner Spannungsmomente, aber auch das reichte nicht aus, um mein Interesse an der Auflösung durchgehend wachzuhalten.

Ja, tatsächlich, ich habe mich zwischendurch regelrecht gelangweilt. Im Nachhinein mache ich dafür verschiedene Faktoren verantwortlich, doch der Hauptgrund liegt für mich darin, dass es sich hier gar nicht, wie von mir erwartet, um einen reinen Thriller handelt. Hier sind Genres und Themen zu einem wilden (oder eher verwässernden) Mix verwurstet worden, die in dieser Ansammlung für mich nicht kompatibel sind. Brutale Morde, Umweltschutz, ständige Hinweise auf historische Hintergründe Stockholms, Mode, Kunst, göttliche Wesen, Bibelgeschichte u.a.m. Der für mich unerartete Genremix aus Thrillerelementen einerseits sowie Anleihen bei Fantasy, Mystery und Horror andererseits hat mich ziemlich unangenehm überrascht, zumal die dargelegten Zusammenhänge hier nur halbwegs plausibel erscheinen.

Darüber hinaus präsentiert Åsa Schwarz in diesem 'Thriller' recht farblose, blasse Charaktere, die mich nicht in die Geschichte eintauchen ließen und deren Schicksal mir bis zum Schluss relativ gleichgültig blieb. Die Polizei ermittelt zudem noch derart dilettantisch, dass im Grunde die gesamte Abteilung suspendiert gehört.  Die Umweltprobleme sind nicht neu, und wenn ich zum xten Mal lese, welches Fahrzeug bei welcher Tätigkeit wieviel an Kohlendioxid ausstößt, weckt das nicht die Umweltaktivistin in mir, sondern beginnt mich anzöden. Dasselbe gilt für die zahllosen eingestreuten Hinweise darauf, was an dieser oder jener Stelle in Stockholm in den vergangenen Jahrhunderten stattdessen gestanden hat oder auch für die detaillierten Wegbeschreibungen, wenn sich eine der handelnden Personen von 'a' nach 'b' bewegt.

Hätte die Autorin sich auf einen reinen Ökothriller beschränkt, hätte dies der Spannung und Glaubwürdigkeit sicher gut getan. Nach der Einführung göttlicher Wesen jedenfalls war für mich der Drops gelutscht. Mein Fazit kann daher nur lauten: enttäuschend...


© Parden

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Tags: enttäuschend, götter, greenpeace, nephilim, schweden, stockholm, thriller   (7)
 

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15 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

thriller, melanie raabe, der hörverlag, die falle, krimi

Die Falle

Melanie Raabe , Birgit Minichmayr , Devid Striesow
Sonstiges Audio-Format
Erschienen bei Der Hörverlag, 11.04.2016
ISBN 9783844521276
Genre: Romane

Rezension:

ÜBER WEITE PHASEN EIN LANGATMIGES KAMMERSPIEL...

Linda Conrads schottet sich bereits seit mehr als elf Jahren von der Außenwelt ab.  Die erfolgreiche Autorin veröffentlicht zwar Jahr für Jahr Bücher, die zu Bestsellern werden, lebt aber völlig zurückgezogen und verlässt ihre Villa nie. Die Medien spekulieren über eine mysteriöse Krankheit, doch den wahren Grund kennt nur sie selbst: Linda wird von Ängsten und einer schrecklichen Erinnerung gequält, denn vor vielen Jahren hat sie ihre jüngere Schwester Anna ermordet aufgefunden – und den Mörder flüchten sehen. Eines Tages flimmert genau dieses Gesicht über ihren Fernseher - es gehört Victor Lenzen, dem neuen Reporter einer Nachrichtensendung. Und Linda fasst einen mutigen Entschluss...

Die Autorin beginnt zu recherchieren, schreibt statt ihrer üblichen Romane schließlich einen Thriller, in dem sie genau die Tatumstände schildert, die in der Vergangenheit den Mord an ihrer Schwester betrafen. Kurz vor der Veröffentlichung des Thrillers gewährt Linda nach Jahren des Schweigens einem Reporter ein Interview - in ihrer Villa. Victor Lenzen ist der Auserwählte, das Buch bekam er vor dem Interview zu lesen, und Linda ist gerüstet. Das Duell kann beginnen...

Nachdem ich doch etliche begeisterte Rezensionen zu diesem Thrillerdebüt von Melanie Raabe gelesen hatte, bin ich mit hohen Erwartungen an das Hörbuch herangegangen. Sehr überrascht hat mich sofort die Langsamkeit der Erzählung, was durch die Lesung durch Birgit Minichmayr noch verstärkt wurde - bedingt durch den Tonfall erhielt die Geschichte dazu noch einen deutlich depressiven Touch. Die Spannung dagegen ließ auf sich warten und wurde durch die Langatmigkeit der Szenen oftmals überlagert.

Für mich ist dieser als Debütthriller bezeichnete Roman eher ein langatmiges Kammerspiel, das zuweilen subtile Spannungselemente aufweist. Vor allem lebt die Inszenierung von der Frage, wer vor vielen Jahren Lindas Schwester tatsächlich umgebracht hat und was nun der Realität entspricht bzw. was dagegen den möglichen Wahnvorstellungen der angstgestörten Autorin. Kleine Psychospiele, Zweifel und Rätsel - dies reicht leider nicht aus für eine spannenden Thriller.

Unlogische Elemente, die über weite Strecken fehlende Spannung, unsympathische Charaktere, eine unglaubwürdige und für mich unnötige Liebesgeschichte, ein ziemlich lahmes Ende und dazu noch ein einfacher Schreibstil mit zahlreichen Wiederholungen in der Ich-Perspektive - hier gab es für mich einfach zu viele Schwachpunkte. Gelungen fand ich dagegen die Idee, die eigentliche Thrillerhandlung mit Szenen aus Lindas neuem Buch abwechseln zu lassen (angenehm gelesen von Devid Striesow), da so die Ereignisse der Vergangenheit rund um den Mord an Lindas Schwester gut in die Geschichte integriert werden konnten.

Alles in allem war dieses Thrillerdebüt ebenso wie die Lesung der vollständigen Fassung (10 h 24 min) für mich eher eine Enttäuschung. Schade.


© Parden

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nürnberg, mütter, frauenrechte im wandel, 2. weltkrieg, paris

Von Notburga, Maria, Cäcilie, Malin und Pia

Sybille A. Schmadalla
Flexibler Einband: 488 Seiten
Erschienen bei epubli, 30.01.2017
ISBN 9783741888021
Genre: Historische Romane

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