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Die Chroniken der drei Kriege Band 1

S. A. Lee
Flexibler Einband: 375 Seiten
Erschienen bei AAVAA Verlag, 01.09.2017
ISBN 9783845924380
Genre: Science-Fiction

Rezension:


Das ehemalige Großkönigreich Paradon ist
in viele einzelne Fürstentümer zerfallen. Das mächtigste dieser Reiche ist
Aracanon, welches  von Fürst Galihl regiert wird. Dieser machthungrige
Mensch, dem man nachsagt, den Schatten nahe zu stehen, streckt die Hände gierig
nach den benachbarten Fürstentümern aus. Zwei davon hat er schon erobert und
nun ist sein Heer auf dem Weg nach Westen.

Es geht das Gerücht, dass er es
geschafft hat, die einstmals legendären Truppen der Windreiter neu
aufzustellen, gut ausgebildete Krieger, denen kaum ein normaler Soldat
gewachsen ist. Da die anderen Fürstentümer die Warnung einiger weniger, die
diese Entwicklung haben kommen sehen, ignoriert haben, stehen die westlichen
Länder der Invasion von Aracanons Truppen machtlos gegenüber.

Die bedrohten Völker haben nur eine
Möglichkeit, die Eroberungswelle aufzuhalten. Angeblich zeugte Fürst Galihl
einen Sohn mit einer Sklavin. Dieses Bastardkind hätte legitimen Anspruch auf
den Thron Aracanons und könnte den jetzigen Herrscher entmachten und ersetzen.
Die Suche nach dem Kind beginnt. Es ist
ein Wettlauf gegen die Zeit, denn auch Galihl begibt sich ebenfalls auf die Suche,
nachdem er von der Existenz des Kindes erfährt. Sollte er den Jungen finden,
ist dieser des Todes, denn der Tyrann duldet keine Anwärter auf den Thron neben
sich, nicht einmal den eigenen Sohn.

Kommentar:

Die Autorin hat bei diesem Buch von A-Z
alles richtig gemacht und ein gelungenes und sehr spannendes Werk abgeliefert.
Das Cover ist in einem kräftigen rot gehalten, die Schrift ist golden mit leichten
Schlieren von schwarz, was einen sehr schönen Kontrast ergibt und auf der
Abbildung sieht der Leser lediglich ein Schwert. Dieser Minimalismus zieht sich
durch das ganze Buch. Es gibt keine Wiederholungen und keine überflüssigen
Ausschmückungen. Dafür sind die verwendeten Metaphern sehr treffend und man hat
stets das passende Bild vor Augen, Ich habe oft gestaunt, wie perfekt die
Autorin eine Situation in wenigen Worten umschreiben kann. S.A Lee hat das
Cover selber gestaltet, das erklärt, warum es einfach perfekt passt.

Im
Inneren findet sich eine Karte von Paradon, aufgeteilt in die einzelnen
Fürstentümer. So kann der Leser sehen, wie groß das Reich einst war und wie
zersplittert es heute ist. 

Der Prolog beginnt mit der Entstehungsgeschichte
der Welt. Sehr gelungen finde ich die innovative  Idee, dass es nicht nur gut und böse oder hell
und dunkel gibt, sondern dass die dritte Einheit, die Waage, für ein
Gleichgewicht sorgt. Bei den meisten Fantasygeschichten fehlt dieses
Gleichgewicht, die Autoren beschränken sich häufig  auf Licht und Schatten.

Die eigentliche Vorgeschichte, die
Flucht der Sklavin vor ihren Häschern, ist absolut mitreißend und dramatisch
geschildert, man leidet mit Szarell und weiß doch, dass sie nicht entkommen
kann.

Der Roman spielt sechzehn Jahre später.
Obwohl klar ist, worauf die Autorin hinaus will, bleibt der Spannungsbogen von
der ersten bis zur letzten Zeile erhalten.

Der junge Kirin gewinnt sofort das Herz
des Lesers. Er ist ein Kind zwischen den Welten. Er wächst als Dienstbote am
Hofe des Fürsten Oedyn auf, der hoch im
Norden das Reich Yorenin verwaltet. Seit zwanzig Jahren wählt das Volk Oedyn zum
Regenten, denn er ist weise und gerecht und auch Kirin bewundert und respektiert
seinen Herrn. Kirins rasche Auffassungsgabe und seine Neugier erleichtern es
ihm, Dinge zu erlernen und zu verstehen.

Als der dickliche Heilerlehrling Ory
nach Yorenin kommt, verscherzt er es sich sehr schnell mit den anderen Jungen,
da er sich ihnen gegenüber sehr arrogant verhält und sie spüren lässt, dass er
sich für etwas besseres hält. Doch als die Jungen über Ory herfallen und ihn fast zu Tode
prügeln, stellt sich Kirin auf die Seite des Hilflosen und die beiden sehr
unterschiedlichen Jungen werden Freunde. Der Zwiespalt, in dem Kirin steckt,
wird sehr deutlich geschildert und gibt einen Hinweis, zu was für einem Mann
dieser Jüngling heranreifen wird.  

Eine weitere Freundin Kirins wird die
junge Heilerin Megan. Zögerlich und tastend nähern sich diese zwei Menschen an
und das ist wirklich wunderbar beschrieben. S.A. Lee findet hier genau die
passenden Worte, um die Situation zweiter Einzelgänger  zu schildern, die letztendlich ihre Vorurteile
überwinden und Freunde werden.

Mehr möchte ich vom Inhalt nicht wiedergeben,
das Buch ist 370 Seiten relativ dünn und die Geschichte ist sehr konzentriert
und auf den Punkt gebracht.

Im Anhang befindet sich ein ausführliches
Glossar aufgeteilt in Personen, Länder und Begriffe, das wirklich lesenswert
ist und das man nicht links liegen lassen sollte.

Das Drohen der silbernen Sichel ist der
erste von sechs Bänden. Die Autorin hatte sich gewünscht, dass die Geschichte
in drei Bänden erscheint, doch leider hat sich der Verlag dagegen entschieden,
sehr zum Ärger des Lesers, der nun Monate auf Band 2 warten muss.

Aber es wird sich lohnen. Wenn dieses
hohe Niveau beibehalten wird, erwarten uns noch reichlich Abenteuer von Kirin,
die ich auf keinen Fall verpassen will.

Obwohl es sich hier um ein Debüt
handelt, braucht sich S.A. Lee hinter den großen deutschen Fantasyautoren wie
Heitz oder Hennen nicht zu verstecken. Die kleinen sprachlichen Eigenheiten des
Nachbarlandes geben dem Buch einen gewissen Charme. So heißt es dort wohl
innert statt innerhalb.

Von mir eine absolute Lesempfehlung

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urban fantasy, fantasy, kelten, zürich, weissdorn

Der schwarze Garten

Dorothe Zürcher
Buch: 200 Seiten
Erschienen bei KaMeRu Verlag, 31.12.2015
ISBN 9783906082455
Genre: Fantasy

Rezension:

Ich habe das Buch " Der schwarze Garten" von Dorothe Zürcher schon vor vier Wochen beendet, fühlte mich aber nicht in der Lage, eine Rezension zu schreiben. Nicht, weil es schlecht oder langweilig war, eher das Gegenteil. Aber der Inhalt lässt sich einfach nicht in kurzen Worten zusammen fassen. Jedes Wort verrät zu viel oder weist auf Ereignisse hin, die man sich erlesen sollte. Wie die Autorin am Ende ihres Buches selbst schreibt: In diesem Roman kommen sechzehn Legenden und Sagen vor, die zumeist in Zürich und der näheren Umgebung spielen. Ich war noch nie in Zürich aber nach dem lesen dieser Lektüre möchte man sofort in den Zug steigen und die Stadt erkunden. Am besten auf den Spuren Carina Degiessers, der Protagonistin. Carina ist eine junge Frau, die das Erbe ihrer Familie und ihre eigene Macht ablehnt. Ihr Vater der Meister über den schwarzen Garten, der schon seit Jahrhunderten existiert. Wie das Attribut "schwarz" schon erkennen lässt, ist es keine lichte Magie, über die man verfügt, wenn man den Garten verwaltet.   Eigentlich ist die junge Frau als Erbin, möglicherweise aber auch als nächstes Opfer des Gartens vorgesehen. Um die Macht ihres Vaters und die des Gartens zu brechen unternimmt einen waghalsigen Schritt, was zu dem Tod ihres Vaters führt. Die Polizei verdächtigt sie und ihren Bruder, etwas mit dem Tod des Vaters zu tun zu haben aber es liegen keinerlei Beweise vor. Sie überlässt die väterliche Villa ihrem Bruder Elio , der eine Familie gegründet hat und dessen dunkle Kräfte bei weitem nicht so stark sind, wie die seiner Schwester. Sie vermisst nichts und niemanden, außer Eranz, der als Butler fungiert, der aber über eine Tiefe verfügt, die der Geschichte eine besondere Note verleiht. Wie gesagt, mir fehlten einfach die Worte, um diese Geschichte und ihre Besonderheiten zu würdigen. Ich habe im Urlaub einige Romane aus dem 18. und 19. Jahrhundert gelesen, in denen oft das Wort *schaurig* fiel. Vieles an diesem Roman erinnert an diese leicht schaurig gruseligen Romane der damaligen Zeit, obwohl er hochmodern ist und sich auch einer modernen Sprache bedient. Der Autorin ist hier der Kniff gelungen, diese damals sehr beliebte Art der Unterhaltung in eine neue und moderne Fassung zu bringen. Die Geschichte hat mich genauso angerührt und leicht gegruselt, wie diese alten Romane wie z.B. die von Wilkie Collins, auch wenn hier wirklich alles im 21 Jahrhundert spielt. Der Einfluss der alten Sagen und Legenden, welche die Autorin heranzieht, lässt sich nicht leugnen. Die Geschichte wird in der ICH-Firm erzählt, dadurch ist uns die junge Protagonistin sehr nahe. Sie ist alleine, eine Rückkehr in die Villa wäre eine Rückkehr in den Garten und unter seinen Einfluss. Ihre Gabe, ihre ganze Wesenheit unterscheidet sie aber deutlich von den anderen Menschen und isoliert sie von ihnen. Mit jeder Zeile des Buches merkt man, dass die junge Frau ihre Stadt Zürich liebt. Sie ist der Nabel der Welt, Heimat und Leben. Als die Stadt in Gefahr gerät, unternimmt Carina alles, um Zürich vor dem Untergang zu bewahren. Kann sie, die ihr Erbe abgelehnt und verleugnet hat, nun die Hilfe von Menschen und anderen Wesen einfordern, um die Stadt zu retten? Sprachlich ist das Buch ebenfalls sehr gelungen. Da die Autorin aus der Schweiz stammt, gibt es einige Begriffe und Wendungen, die wir in Deutschland nicht kennen. Dies gibt dem Buch aber eine besondere Note und einen gewissen Charme. Diesmal steht das Glossar zu Beginn des Buches und ich habe es mir vor der Lektüre durchgelesen, was sehr hilfreich war. Eine gute Idee ist auch der kleine Stadtplan hinten im Buch auf dem Cover. Einzig das Cover gefällt mir nicht so gut, dass es keinerlei Hinweis auf die Art der Geschichte gibt. Ich wäre nie auf die Idee gekommen, dass es sich um eine moderne Schauergeschichte bzw. Fantasygeschichte handelt, hätte ich lediglich das Cover gehabt, um etwas über das Buch erraten. Mit 222 Seiten ist dieses Buch genau richtig, es gibt keine Ausschweifungen oder Ausschmückungen, alles folgt einer klaren Erzähllinie. Für mich ein kleiner Geheimtipp einer jungen Autorin aus unserem Nachbarland Schweiz. Man sollte öfters mal über die Grenzen schauen. Und Zürich werde ich nach dieser Geschichte auf jeden Fall einmal besuchen, zumal  es ja nicht weit von mir ist. Danke an die Autorin für das Rezensionsexemplar und die Geduld. Nachtrag: Mittlerweile gibt es eine zweite Auflage mit einem neuen Cover, ich stelle es ebenfalls ein.

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fledermaus, kinderbuch, dorothea flechsig, freundschaft, schule

Sandor - Fledermaus mit Köpfchen

Dorothea Flechsig , Christian Puille
Flexibler Einband: 112 Seiten
Erschienen bei Glückschuh-Verlag, 15.08.2014
ISBN 9783943030303
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Jendrik lebt mit seiner Mutter und seinem kleinen Bruder Tom in sehr bescheidenen Verhältnissen. Seine Mutter fährt ein kleines, mittlerweile sehr schrottreifes Auto und die beiden Jungens haben nicht viele Sachen und viel Taschengeld.  Jendrik mag seine Mitschülerin Lilli aber da er eher schüchtern ist, traut er sich nicht, ihr das zu zeigen.

Sein Leben und das seiner Familie wird auf den Kopf gestellt, als Jendrik die Bekanntschaft von Sandor macht. Eine Fledermaus der Gattung Abendsegler aus Transsilvanien. Die beiden werden Freunde und Sandor hilft nicht nur bei den Hausaufgaben, sondern ändert das Leben des Jungen von Grund auf.

Kommentar:

Die Bücher vom Glücksschuh Verlag ist qualitativ stets sehr hochwertig. Auch dieses Buch ist keine Ausnahme. Es handelt sich um ein sehr stoßfestes und hartes Hardcover Buch, dass auch kleine, tollpatschige und manchmal klebrige Kinderhände aushält. Aber natürlich ist es auch wieder eine wunderbare Geschichte zum vorlesen. Auf dem Cover sehen wir den frechen Sandor, die Hintergrundfarben sind etwas dunkler gehalten, denn immerhin sind Abendsegler nachtaktiv, daher scheint der Mond.

Jendrik und Sandor sind verwandte Seelen. Sandor lebt alleine in einem Rollokasten, der sich im Klassenzimmer des Jungen befindet. Auch Jendrik fühlt sich manchmal alleine und die beiden werden schnell Freunde. Jendrik erfährt viel über Fledermäuse und kann mit diesem Wissen im Unterricht punkten, was ihm endlich den ersehnten Blick von Lilli beschert. Durch die Freundschaft mit Sandor wird das Leben des Jungen bunter und abwechslungsreicher. Ja sogar abenteuerlich.

Dorothea Flechisg schafft es, mit wunderbaren und klaren Worten, eine schöne und spannende Geschichte zu erzählen. Man lernt dabei auch einiges, ohne erhobenen Zeigefinger der Autorin, sondern mit einem schmunzeln.

Die 105 Seiten sind gerade richtig für Kinder, deren Aufmerksamkeitsspanne ja teilweise noch nicht so groß ist. Aber wenn man einmal die Bekanntschaft von Sandor gemacht hat, möchte man mehr von ihm und seinen Artgenossen erfahren und natürlich, was für Abenteuer die beiden Freunde noch erleben.

Die wunderschönen Illustrationen stammen dieses Mal von Christian Puille und ich muss ehrlich zugeben, dass sie mir sogar ein kleines bisschen besser gefallen, als die Zeichnungen von Ritter Kabutz. Im Anhang findet sich noch Wissenswertes über Fledermäuse, das man unbedingt auch lesen sollte.

Alles in allem ein sehr schönes Buch, sowohl optisch als auch inhaltlich, dass Lust auf mehr macht. Und das bekommt der Leser auch, denn das Abenteuer von Jendrik und Sandor ist noch nicht zu Ende.

Die Geschichte ist aber in sich abgeschlossen. Geeignet ist sie für Kinder ab sechs Jahren und natürlich für junggebliebene Erwachsene, die sich etwas Kindliches bewahrt haben. ich bin Ü50 und habe das Buch sehr gerne gelesen.

Vielen Dank für die Zusendung des Rezensionsexemplars, das Buch wird in gute Hände weiter gereicht.

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174 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 61 Rezensionen

magie, wölfe, fantasy, farina de waard, sina

Das Vermächtnis der Wölfe - Zähmung

Farina de Waard
Flexibler Einband: 792 Seiten
Erschienen bei Fanowa Verlag, 18.03.2014
ISBN 9783945073001
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Siebzehn Jahre verbrachte Mazuk auf der Suche nach dem Mädchen Sina. Er erwartete, eine starke Magierin zu finden, eine kaum zu überwältigende Feindin. Doch alles, was er findet. ist eine verängstigte junge Frau, die eine behütete Jungend hatte und nicht verstehen kann, was da so plötzlich in ihr Leben tritt. Sie wird in ihrem Elternhaus überwältigt.Als sie wieder zu sich kommt, befindet sie sich in einem Verlies und kann sich an ihr vorheriges Leben kaum noch erinnern. Nur das Bild ihrer Eltern, blutüberströmt, steht ihr vor Augen. Sie wird gefoltert und befragt aber sie versteht nicht, was ihre Peiniger von ihr wollen. Königin Zayda glaubt, dass Sina die Magierin ist, von der die Prophezeiungen berichten. Die einzige Frau, die mächtig genug werden kann, die unterdrückten Völker zu einen und die Ratkenkönigin zu vernichten. Als Zayda  Sina sieht, kann sie es kaum glauben. Dieses  armselige, verängstige, wimmernde und schwache Wesen soll ihr Untergang sein? Lachhaft, denkt sie. Aber sie ist nicht die einzige Person, welche an die Prophezeiung glaubt. Sina wird aus den Verliesen befreit und kann entkommen.  Als ihr Befreier bei einem Überfall stirbt und sie scheinbar tot zurückgelassen wird, findet man sie und bringt sie in das Dorf Ornanung zu jemandem, der sich um die Toten kümmert.   Shetan, der Bestatter ist ein alter Mann, der mit seinem Enkel Tarek etwas abseits des Dorfes lebt. Er heilt das junge Mädchen und  erkennt schon bald das Potenzial von Sina. Er beginnt, sie als Magierin auszubilden, während Tarek sie in den Kampfkünsten unterrichtet. Das Leben von Sina verändert sich von Grund auf, doch wird sie je die Stärke und den Mut haben, gegen die Ratkenkönigin anzutreten? Kommentar: Sina ist eine junge Frau, die bisher in unserer Welt gelebt hat, zur Schule ging, Freunde hatte und ein alltägliches Leben lebte. Nichts wies darauf hin, dass sie aus einer anderen Welt stammte. Diese Welt nennen die Bewohner Tyarul. Die Welt, in der Sina aufwächst, wird Lyrra genannt. Früher gab es Portale zwischen den Welten, doch als die Ratken ihren Eroberungs-und Vernichtungsfeldzug begannen, wurden immer mehr Tore zerstört oder gelangten in die Herrschaft Zaydas.  Ein Wechsel zwischen den Welten ist seither nicht mehr ohne Weiteres möglich. Sina erfährt nach und nach mehr über die Welt, in der sie gestrandet ist. Ihre Erinnerungen an Lyrra verblassen bald und wirken wie ein Traum. In Tarek und Shetan findet sie einen Anker, der sie in der neuen Welt hält. Die beiden Männer geben ihr Schutz und Freundschaft. Allerdings muss sie vor den übrigen Dorfbewohner verheimlichen, dass sie eine Magierin ist. Magier werden von den Ratken verfolgt und eliminiert, wer einen Magier beherbergt, wird zum Tode verurteilt und als Abschreckung wird gleich das ganze Dorf vernichtet. Zayda ist eine unbarmherzige Tyrannin, die schon viele Völker vernichtet hat und keine Konkurrenz duldet. Sina wird von Unsichert, Zweifeln und Ängsten geplagt und will ihre Rolle in der Geschichte Tyaruls nicht anerkennen. Kämpfen und Töten ist für sie unvorstellbar. Nur sehr zögerlich lässt sie sich von Tarek im Schwertkampf unterweisen. Als seine Freunde hinter das Geheimnis von Sina kommen, helfen sie Tarek bei ihrer Ausbildung. Und gegen ihren Willen ist die junge Frau bald fasziniert von ihren neuen Kräften. Da sie über eine rasche Auffassungsgabe verfügt, lernt sie schnell und bald kann Shetan ihr kaum noch etwas beibringen. Während Sina also in Ornanung ein neues Leben beginnt und langsam zu einer starken Magierin heranreift, geben die Ratken die Suche nach ihr nicht auf. Wie ein Damoklesschwert hängt der Befehl Zaydas über Sinas Haupt: Sie finden und töten. Mir hat diese, von Farina de Waard geschaffene Welt, sehr gut gefallen. Das Ratten als Vorbild für die Ratken stehen, ist leicht erkennbar. Sie verfügen über rasiermesserscharfe Krallen und gelbglühende Augen und wenn sie reden, ähnelt es mehr einem Zischen. Die Autorin hat dies sehr gut beschrieben. Tarek und Shetan gehören dem Volk der Miakoda an, welches stark mit dem Wolf verbunden ist. Vieles erinnert an alten Legenden der Indianer, etwas mystisch und geheimnisvoll. Es gibt weitere Völker, die mit anderen Tieren verbunden sind, doch die meisten wurden fast vollständig ausgerottet. Die Autorin verfügt über eine sehr schöne Sprache. Die Welt, ihre Geschichte, die Legenden, alles wird sehr detailliert beschrieben, so dass man sich als Leser eine gutes Bild über Tyarul und die Bewohner machen kann. Man erlebt fast körperlich die Verwirrung und die Angst der jungen Frau mit, die in einer ihr völlig fremden Welt strandet, ohne jegliche Technik, fast wie im finstersten Mittelalter. Der Kontrast zwischen Lyrra und Tyarul könnte nicht größer sein. Obwohl mir die Geschichte sehr gut gefallen hat und ich auch schon Band zwei gekauft habe, ist mir das Buch mit 790 Seiten definitiv zu lang gewesen. Nicht, dass ich keine dicken Bücher mag, im Gegenteil, ich liebe sie. Aber die Ausbildung Sinas wird wirklich sehr umfangreich beschrieben und das zieht sich etwas hin. Ich habe zum Schluss häufiger einige Seiten überblättert, wenn wieder einmal alle in den Wald gingen, um zu trainieren. Natürlich bekommt man so den Fortschritt Sinas mit und ihre Entwicklung von einer schüchternen jungen Frau zu einer Kämpferin und Magierin wird glaubhaft aber es war doch etwas zu viel. ich denke jedoch, andere Leser werden dies lieben, denn es verleiht den Personen eine gewisse Tiefe und Charakter. Natürlich darf auch die Romantik in so einer schönen Geschichte nicht fehlen, es ist herzerwärmend zu lesen, wie sich Tarek und seine Freunde um die hilflose Sina kümmern, sie unterstützen und ihr Mut machen. Trotz der drohenden Gefahr einer Entdeckung. Immer wieder wechselt die Autorin in ihrer Erzählung zwischen Ornanung und der dunklen  Festung Mazmorra. So bekommt man als Leser mit, inwieweit die Bemühungen Zaydas voranschreiten, ihren Flüchtling zu finden. Das erhöht die Spannung ungemein, denn wir Leser erfahren stets, wo die Agenten der Königin sind, während Sina unwissend ist. Ein guter Kniff der Autorin. Das Cover besticht mit seinen warmen Brauntönen und die Skizze des Wolfs sieht wunderschön aus. Im Inneren findet wir eine kleine Karte der Welt, die es dem Leser erleichtert, sich in Tyarul zurecht zu finden. Alles in allem eine sehr spannende Geschichte, in wunderbaren Worten erzählt, mit tollen Ideen, die zu fesseln vermögen, nur ein winziges bisschen zu lang. ( Das ist aber rein subjektiv!)

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horror, nuareth, dämonen, high fantasy, beschwören

Dämonengrab (Fantasy-Roman)

Jörg Benne
Flexibler Einband: 330 Seiten
Erschienen bei Mantikore-Verlag, 17.01.2018
ISBN 9783961880386
Genre: Fantasy

Rezension:

Ordo und Varjan sind zwei Jungen oder fast schon junge Männer, die in dem kleinen und sehr abgelegenen Dorf Brensacker aufwachsen. Ein ödes und eintöniges Leben steht ihnen bevor, denn es mangelt ihnen an Geld und Möglichkeiten um das Dorf zu verlassen. Zudem ist Ordos Mutter auf seine Hilfe und Unterstützung angewiesen, da sie sich, im wahrsten Sinne des Wortes, krumm gearbeitet hat. Nur in seinen Träumen erlebt Ordo die unglaublichsten Abenteuer und verbringt große Heldentaten. Als eines Tages ein heftiger Sturm den Eingang zu einer legendären, unterirdischen Tempelanlage freilegt, scheinen Reichtum, Ruhm und Abenteuer plötzlich in greifbarer Nähe. Die Jungen überhören die warnenden Predigten des Priors, dass der Tempel verflucht sei. Seine Erbauer, die Jekari, hätten dort blasphemische Rituale abgehalten und gotteslästerliche Praktiken durchgeführt, von denen das Beschwören von Dämonen noch das Harmloseste war.  Bald treffen immer mehr Abenteurer und Schatzsucher  in Brensacker ein, die den Gerüchten folgen, dass in der unterirdischen Tempelanlage riesige Schätze verborgen wären.
Wie es weiter geht lest ihr hier:
https://phantastische-fluchten.blogspot.de/2017/11/damonengrab-von-jorg-benne.html

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high fantasy;, blanvalet verlag, epochale fantasy

Bosheit - Die Getreuen und die Gefallenen 2

John Gwynne , Wolfgang Thon
Flexibler Einband: 832 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 18.09.2017
ISBN 9783734161209
Genre: Fantasy

Rezension:

Verwandtenmörder Verwandtenrächer Gigantenfreunde Drachenreiter Welches dieser Wörter der Prophezeiung von Halvor sich auf den Lichtbringer und welches sich auf die dunkle Macht bezieht, ist ungewiss. Prophezeiungen sind wage, man kann sie auf vielerlei Art interpretieren. Oft kommen dabei gegensätzliche, sich widersprechende Ergebnisse zustande. Nathair als auch Corban können sowohl der Retter als auch Untergang sein des Reiches sein. Wer ist der Streiter Eloyns und wer der Paldin des dunklen Gottes Asroth? Wie kann etwas über das Schicksal eines Menschen entscheiden, an das man nicht glaubt?  Corban glaubt nicht an die Götter. Er kennt die Geschichten über Eloyn, den verschwundenen Gott, der sich von seinen Geschöpfen abgewendet hat. Für ihn sind es nur Legenden oder Märchen, nicht etwas, das tatsächlich passiert ist. "Wo hört die Wahrheit auf und Legenden beginnen?", fragt er. Welchen Nutzen hat denn ein solcher Gott, der für die Menschen unerreichbar ist?  Corban glaubt an die Liebe seiner Mutter und seiner Schwester, er glaubt an die Freundschaft von Ghar und Brina. Und er glaubt an seine Waffengefährten Dath und Farell. Sie alle fliehen gemeinsam aus Dun Carreg, nachdem Nathair es erobert hat. Noch wissen die beiden jungen Männer nichts wichtiges voneinander. 
Wie es weiter geht lesen Sie hier:https://phantastische-fluchten.blogspot.de/2017/10/bosheit-die-gtreuen-und-die-gefallenen.html#more

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paladine, jugendfantasy, urban fanstay, nekromanten, weltentor

Das Schicksal der Paladine - Gestrandet

Jörg Benne
E-Buch Text: 320 Seiten
Erschienen bei Koios Verlag, 01.06.2014
ISBN 9783902837233
Genre: Fantasy

Rezension:

Nachdem Darius seine Tochter Svenja geheilt hat, möchte er zurück nach Nuareth, um seinem Sohn Tristan im Kampf gegen Mardra beizustehen. Zu seinem Entsetzen muss Darius feststellen, dass das Amulett nicht reagiert und sich kein Portal in die andere Welt öffnet. Er forscht in den Unterlagen Johanns nach Hinweisen zu dem Amulett der Nekromanten, wohl wissend, dass dessen Nutzung große Gefahren birgt. Doch Darius ist bereit, die Risiken einzugehen, um nach Nuareth zu wechseln,  seinen Sohn zu finden und Mardra zu vernichten. Währenddessen begeben sich die Gefährten von der Insel Nasgareth aus auf den Kontinent ,um die legendären Auristen zu finden, welche Kenntnisse über den Aufenthaltsort des zweiten Amuletts haben könnten. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, denn Mardra hat einen großen Vorsprung. Martin, Tiana, Shurma, Katmar und Lissann begleiten den jungen Paladin auf seiner Suche. Unterwegs müssen sie großen Gefahren ins Auge schauen und nach einem Piratenüberfall wird die Gruppe getrennt. Werden sie noch rechtzeitig das Versteck des Amuletts finden und Mardras aufhalten können, bevor er zu mächtig wird? 
Kommentar: Die ist wirklich ein krönender und absolut spannender Abschluss der Trilogie. Wie immer bei Jörg Benne, ist hier nichts schwarz oder weiß, die Protagonisten müssen immer wieder abwägen, ob ihre Handlungen gerechtfertigt sind. Vor allem Darius hat es diesmal sehr schwer.  Das Tragen des Amulett der Paladine hatte damals schon einen gewissen Zwang auf Tristan ausgeübt. Es beeinflusste seine Taten und Emotionen. Dass ein Amulett der Nekromanten einen wesentlich bösartigen Einfluss ausüben wird, ist Darius bewusst aber  er ist sich sicher, diesem Sog widerstehen zu können. Immer wieder wird dem Leser vor Augen geführt, wie der Paladin innere Kämpfe austrägt und dem Einflüsterungen des Bösen mehr und mehr unterliegt. Auf der anderen Seite haben wir Tristan, der seiner Kräfte beraubt ist  und dessen Weg in unsere Welt versperrt scheint. Er ist in den Wochen seines Aufenthaltes auf Nasgareth über sich selbst hinaus gewachsen. In Martin hat er einen väterlichen Freund, der ihm zur Seite steht, der seine Sehnsucht nach der Erde und seinen Zwiespalt versteht. Sie geben den Kampf gegen Mardra nicht auf und suchen einen Weg, den Nekromanten zu vernichten. Neben den altbekannten Figuren lernen wir die Dalachur, auch genannt die Gläsernen kennen. Sie verfügen über wenig Substanz und nutzen den Nebel, um sich eine Form zu geben. Die Gorman sind 2,5 Meter große, Echsen ähnliche Wesen, die mit den Menschen interagieren und oft als Wächter eingesetzt werden. Tristan und seine Freunde begegnen ihnen in Uruzed. Erwähnung finden auch die Nirtak, eine Rasse von Gestaltwandlern. Erstmals gibt es einen Handlungsstrang  mit den  Dashiri, stets übelgelaunten Wesen, Abkömmlinge einer Verbindung zwischen Mensch und Gnom. Der Autor hat seiner Fantasie  bei der Gestaltung seiner Welt keine Grenzen gesetzt und versetzt den Leser immer wieder in Erstaunen. Es gibt in diesem Band vier Handlungsstränge. Darius, der einen Weg nach Nuareth sucht und der Versuchung erliegt, das Amulett zu nutzen. Tristan und Lissann, die auf der Suche nach dem Aufenthaltsort der Auristen sind, sowie Martin und Katmar, welche die beiden jungen Frauen Shurma und Tiana suchen. Und natürlich Mardra, der seine alte Macht zurück erlangen möchte und neue Verbündete requiriert.  Jörg Benne führt die einzelnen Erzählstränge sehr spannend zusammen, das wechselnde Szenario erhöht die Spannung beinahe ins Unerträgliche. Dieses Buch ist ein Portal nach Nuareth, der Leser braucht kein Amulett oder Blut, um diese Welt zu besuchen. Wir sind vom ersten Moment an gefangen und der Autor schafft es über drei Bände hinweg, die Spannung kontinuierlich hoch zu halten. Er verzichtet dabei bei den Bänden "verschollen" und "gestandet" auf langatmige Wiederholungen. Kann er auch, denn jeder, der den ersten Band gelesen hat, wird unweigerlich wissen wollen, wie es mit Tristan und Darius weiter geht. Da ich keine Ebooks lese, habe ich wieder zu der Ausgabe von Kolos gegriffen und stelle das dementsprechende Cover ein. Mittlerweile gibt es ja eine Neuauflage als Ebook  vom Prometheus Verlag, der die Bücher auch neu lektoriert hat. Obwohl es sich um ein Jugendbuch handelt, finde ich den dritten Band doch sehr düster und teilweise beängstigend. So passt auch das Cover des Kolos Verlages besser zu diesem Teil der Trilogie, das in dunklen Farben gehalten ist. Die Karte im Inneren zeigt den Teil Nuareths, in dem die Handlung spielt. Dadurch ändern sich die begleitenden Karten in den drei Bänden jeweils. Wer mehr über Nuarteh erfahren möchte, kann auch die Website zu dieser Welt besuchen. Wenn die Jugendbücher dieses Autors schon so fesselnd sind, wie mögen dann erst seine Bücher für die Erwachsenen Leser sein? Ich bin gespannt auf weitere Bücher und neue Abenteuer in Nuareth.

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Tags: jugendfantasy, urban fanstay   (2)
 

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ritter kahlbutz, kinderbuch, glückschuh verlag, dorothea flechsig, ritter

Ritter Kahlbutz

Dorothea Flechsig , Jörg Kreutziger
Fester Einband: 176 Seiten
Erschienen bei Glückschuh-Verlag, 03.10.2015
ISBN 9783943030402
Genre: Kinderbuch

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urban science fiction, blanvalet

Wild Cards - Der Sieg der Verlierer

George R.R. Martin , Simon Weinert
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 18.09.2017
ISBN 9783734161292
Genre: Fantasy

Rezension:

Mit " der Sieg der Verlierer" liegt nun der zweite Band über die American Heroes vor. Wieder sind es diverse Autoren, die ihre Geschichten zu einem großen Ganzen zusammen fügen. Dabei ist ein Autor für mehrere Charaktere verantwortlich.
Die außergewöhnlichen Talente wie Earth Witch, Curveball oder Drummer Boy haben sich zu einem Komitee zusammen geschlossen. Leiter dieses Komitees ist John Fortune. Ziel der Gruppe ist es, in den Krisenherden der Welt einzugreifen und die Bevölkerung in der Not zu unterstützen. Seien es ein angehender Krieg mit den Ölstaaten, ein politischer Konflikt in Afrika oder eine Naturkatastrophe in New Orleans. Die jungen Asse gehen dabei bis an den Rand der Erschöpfung. Sie sind zu wenige, um wirklich etwas zu bewirken und langsam schleicht sich bei ihnen der Verdacht ein, dass sie von der Regierung lediglich als Machtinstrument ausgenutzt werden.  Gerade Curveball macht diese Erfahrung, als sie in eine Falle tappt und unabsichtlich ihre Freundin Niobe an die Regierung verrät. Niobe ist zusammen mit einem kleinen Jungen Namens Drake aus einer medizinischen Einrichtung geflohen, in der Joker und Wild Cards untersucht werden. Nicht freiwillig und unter teilweise grausamen Bedingungen. Als die junge Frau erfährt, dass man Drake ermorden möchte, weil sein Talent die Welt bedrohen könnte, flieht sie mit ihm. Zumal sie auch noch erfahren hat, dass man sie in der Anstalt jahrelang belogen und missbraucht hat.
Nun müssen sich die Asse entscheiden. Helfen sie Curveball, Niobe und Drake oder schlagen sie sich auf die Seite der Regierung die von Billy Ray und Midnight Angel vertreten werden.
Nicht nur interne Konflikte machend en Assen das Leben schwer. Neal, der britische Agent, der über mehrere Persönlichkeiten verfügt, versucht, die Gruppe auseinander zu sprengen, indem er eine Intrige nach der anderen spinnt. So lange, bis er Niobe begegnet. Und Tom Weathers, das durchgeknallte Ass zettelt in Afrika einen kleinen privaten Krieg an.
Kann das Team all diese Probleme lösen, ohne zerrissen zu werden?
Kommentar:
Ein Jahr waren Earth Witch, Curveball, Rusty, Bugsy, Drummer Boy und die anderen Asse im Auftrag des Komitees unterwegs. Bugsy ist der erste, der sich nicht an die Anweisungen des Komitees hält und die Bevölkerung über die Gefahren einer nuklearen Katastrophe hinweist. Gegen ihn wird ein Haftbefehl ausgestellt aber wie soll man einen Mann fesseln, der sich in einen Schwarm Bienen auflösen kann?
Auslöser dieser Katastrophe ist Drake, ein kleiner Junge, der als einziger Überlebender gilt. Drake weiß nicht, was mit ihm los ist. Er erinnert sich an nichts, als er im Krankenhaus erwacht. Niemand verrät ihm, wo er hingebracht wird, was mit seiner Familie passiert ist und warum man so viele Untersuchungen an ihm vornimmt. Als er kein Vertrauen zu den Ärzten und Leitern der Forschungsanstalt fasst, wird Niobe beauftragt, den Jungen als Freund zu gewinnen. Niobe ist eine der wenigen Personen, die freiwillig als Patient in der medizinischen Einrichtung lebt. Sie ist voller Selbstzweifel, besitzt kein Selbstvertrauen und hat  Angst vor der Welt. Doch sie kann wunderbar mit Kinder umgehen und bald hat sie auch Drakes Herz gewonnen. Als sie jedoch erfährt, dass sie mittlerweile eine Gefangene ist, die unter Vortäuschung falscher Tatsachen in der Klinik festgehalten wird, überdenkt sie ihre Situation. Zusammen mit Drake flieht sie und bittet Curveball um Hilfe. Doch Hilfe kommt von völlig unerwarteter Weise.
Niobe ist das Herz dieses Buches. Ihr Schicksal kann einen nicht unberührt lassen. Sie öffnet ihr Herz für jeden Joker und jeden Patienten in der Klinik und versucht allen zu helfen und ihnen das Leben zu erleichtern.
Es ist aber auch der einzige Handlungsstrang, der zu fesseln vermag. Das Team wird an drei Krisenherde der Welt verschickt und der ständige Wechsel zwischen den Orten verwirrt sehr. Dazu kommt der Handlungsstrang mit Niobe und noch zusätzlich einer mit Neal. Dieser tritt als Neal, Lilith und Bashir auf, was das Ganze noch verwirrender macht. Die einzelnen Asse und ihre Talente kommen viel zu kurz, wirken oberflächlich. Auch dem anbahnenden Konflikt in der Gruppe wird nicht genug Aufmerksamkeit gewidmet, lediglich der Eifersucht John Fortunes und Drummer Boys um Kate. Diese Szenen habe ich stellenweise überblättert. Obwohl ich die Protagonisten in American Heroes wirklich mochte und Band eins verschlungen habe, konnte mich Band zwei nicht mehr überzeugen. Da wurde eine wunderbare Idee verschenkt.
Die Asse erinnern stark an The Avengers, auch diese stehen vor einem Konflikt und müssen sich entscheiden, ob sie ihre Freiheit behalten wollen, um unabhängig zu agieren. Doch während dem Gewissenskonflikt bei den Avengers viel Spielraum gegeben wird, kommt er bei den Assen zu kurz und ist teilweise nicht nachvollziehbar.
Simon Weinert hat das Buch sehr gut übersetzt, das Cover ist so gestaltet, dass der Leser sofort erkennt, zu welcher Serie das Buch gehört.  Allerdings schmerzen Sätze wie: "Hier war einmal ein Dorf gestanden". Im Dialekt mag das gehen aber im Hochdeutschen liest sich das sehr merkwürdig.
Die Veröffentlichungspolitik des Verlages hat sich mir nicht ganz erschlossen. Mir wäre es lieber gewesen, erst die Bänder der erste Generation zu lesen und dass gewonnene Wissen um die Hintergründe der damaligen Ereignisse hätte den Lesern sehr geholfen, sich auf die neue Generation einzulassen. Aber vielleicht ist das vom Autor gewollt, ich weiß es nicht. Ich habe die nachfolgenden Bände schon gelesen und ich kann versichern, dass sie sich wieder steigern und es spannend weiter geht. Vielen Dank an Randomhouse für die zur Verfügung Stellung des Rezensionsexemplars
Fazit:
Bei weitem nicht so stark wie Band eins, zu viele Erzählstränge und zu viele Nebensächlichkeiten, in denen sich die Autoren verzetteln. Ich hoffe, in Band drei wird wieder mehr Wert auf die Talente der Asse gesetzt statt auf politische Konflikte und Eifersüchteleien. Schade.

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fantasy, paladine, koios praesens verlag, verschollen, portal

Das Schicksal der Paladine - Verschollen

Jörg Benne
Flexibler Einband
Erschienen bei Koios Verlag in Praesens , 03.09.2012
ISBN 9783902837011
Genre: Fantasy

Rezension:

Tristan ist absolut sauer auf seinen Vater, der grundsätzlich nie da ist, wenn man ihn braucht. Zu viele wichtige Termine hat er schon vergessen, als Ausrede gilt immer sein Job auf einer Bohrinsel, der ihm anscheinend wichtiger ist als seine Frau und seine beiden Kinder. Als Tristans Schwester Svenja nach einem Unfall schwer verletzt im Koma liegt und sein Vater nicht erreichbar ist, platzt dem Jungen der Kragen und er macht seiner Mutter schwere Vorwürfe, da sie die Abwesenheit ihres Mannes scheinbar gelassen hinnimmt. Sie gesteht Tristan, dass sie schon mehrmals versucht hat, ihren Mann Darius zu erreichen, dass aber über alle vorhandenen Kontaktdaten niemand erreichbar ist. Schließlich fasst sie sich ein Herz und gesteht ihrem Sohn, dass Darius keinesfalls auf einer abgelegenen Bohrinsel arbeitet. Ihr Mann ist ein Paladin. Einer der ausgewählten Menschen, die durch ein Portal eine fremde Welt betreten können. Einst fanden die Vorfahren der Paladine ein Amulett, dass in der Lage ist, ein Portal in diese Welt zu schaffen. In dieser fremden Welt sind die Paladine mächtige Magier und Kämpfer.  Um seine Schwester zu retten und seinen Vater zu finden, begibt sich Tristan durch das Portal in die Welt Nuareth und trifft auf der Insel Nasgareth ein. Als Nachkomme eines Paladin hat er dabei keinerlei Probleme. Dumm nur, dass beim seinem Eintreffen dort ein zweiköpfiger Drache auf ihn wartet und ihn seiner ersten Prüfung unterzieht. Tristan, der keinerlei Ausbildung zum Paladin genossen hat und nichts über die fremde Welt weiß, wird vor eine fast unmögliche Aufgabe gestellt. Zum Glück weist ihm Smurk, der Drache, den Weg zu Martin, einem Wirt, der so ziemlich alles über die fremde Welt weiß. Da auch Martin wissen möchte, was mit den Paladinen passiert ist, begibt er sich  mit Tristan auf die Reise und wird für den Jungen ein treuer Freund und Helfer. Kommentar: Hier handelt es sich um ein Jugendbuch, somit  gehöre ich nicht zur Zielgruppe. Aber mich hat das Buch sehr gut unterhalten. Die Geschichte ist sehr flüssig und fesselnd erzählt und bietet dem jungen Leser alles, was das Herz begehrt. Ich persönlich mag es nicht, wenn junge Helden, die ein normales und alltägliches Leben geführt haben, plötzlich, fast über Nacht, zu starken und fast unbesiegbaren Helden mutieren. Hier ist die Wandlung allerdings sehr glaubhaft. Durch den Wechsel in die fremde Welt wird Tristan automatisch zu einem Paladin. Es erscheinen Male auf seiner Haut, die es ihm ermöglichen Magie zu wirken. Durch verschiedene Kombination kann man Heilzauber, Defensivzauber oder auch Angriffszauber wirken. Natürlich hat Tristan zu Beginn keine Ahnung, was die Male bedeuten und wie sie zu benutzen sind. Das muss er leider oft schmerzhaft erfahren. Erst als sie in Nephara ankommen und das Haus der Paladine aufsuchen, bekommt Tristan einen Einblick in das Leben und die Aufgaben eines Paladins. Und die Magie macht die Paladine nicht unbesiegbar. Da die Kraft zur Nutzung der Magie aus ihrem Inneren kommt, zehrt sie an ihren Kräften. Nur jahrelange Übung macht einen Paladin stärker und fast unbesiegbar. Niemand hat den jungen Mann auf die grausame Welt des Krieges vorbereitet. In Nasgareth gibt es nichts, was das Leben angenehmer macht. Keine ordentlichen Toiletten, keine Kühlschränke, kein fließendes, warmes Wasser. Es ist eine mittelalterliche Welt mit Bauern, Handwerkern, Fürsten und Kriegern. Jörg Benne schildert hier sehr glaubhaft und überzeugend die Angst und das Entsetzen Tristans, als dieser seinen ersten Kampf erlebt. Kämpfe, die er nur aus dem Fernsehen kennt und deren Bilder nicht im entferntesten an die grausame Brutalität der Realität herankommen. Er erstarrt regelrecht vor Angst und ist seinen Gefährten im ersten Kampf keine große Hilfe. Er lernt in der fremden Welt Verlust und Trauer aber auch tiefe Freundschaft und erste Liebe kennen. Das pralle, deftige und ursprüngliche Leben dort hat schon seinen Vater Darius fasziniert, jetzt zieht es ihn in seinen Bann. Und diese Entwicklung wird sehr langsam und glaubhaft erzählt. Jörg Benne ist inhaltlich und stilistisch sehr routiniert, Sprache ist für ihn ein Werkzeug, dass er meisterhaft beherrscht.  Er bringt die  Freude, Trauer, Angst und Wut sehr überzeugend zum Ausdruck und die Spannung ist fast mit den Händen greifbar. Neben Tristan und Martin gib es noch weitere Figuren, die den Leser sofort in ihren Bann ziehen. Angefangen von Johann, einem alternden Paladin, der seine Führerschaft an Darius abgeben hat bis hin zu den Paladjur, Nachkommen der Paladine, welche diese auf Nasgareth gezeugt haben. Der Zwiespalt der Menschen, die zwischen den Welten wandern und zwei Leben führen, berührt den Leser. Da die Zeit in beiden Welten sehr unterschiedlich verläuft, können in Nuareth Jahre vergehen, während in unserer Welt lediglich ein paar Monate vergangen sind. Letztendlich findet Tristan seinen Vater und muss sich einigen bitteren Wahrheiten stellen. Ich kann dieses Buch auch älteren Lesern empfehlen, die ihre Kindlichkeit noch nicht verloren haben. Die Stunde des Helden ist erwachsener geschrieben und wirkt auch düsterer aber die Paladin Bände brauchen sich dahinter nicht zu verstecken. Da sie für jüngere Leser geschrieben sind, wirken sie nicht ganz so drastisch aber unbequeme Wahrheiten werden hier ebenso sehr direkt angesprochen. Krieg und Verrat sind niemals harmlos und der Autor verharmlost hier auch nichts. Langatmigkeit ist hier ein Fremdwort, die Handlung schreitet kontinuierlich voran und hält den Leser in Atem. Das Cover vermittel einen ersten Eindruck, was den Leser erwartet. Eine Karte der Welt und der Insel ergänzen diese spannende Geschichte.

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urban fantasy, fantasy, das erbe der macht, greenlight press, lichtkämpfer

Das Erbe der Macht - Schattenchronik: Ascheatem

Andreas Suchanek
Fester Einband: 334 Seiten
Erschienen bei Greenlight Press, 17.07.2017
ISBN 9783958342408
Genre: Fantasy

Rezension:


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high fantasy, teil einer serie, blanvalet. fantasy, epochale fantasy, fantasy

Macht

John Gwynne , Wolfgang Thon
Flexibler Einband: 832 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 19.06.2017
ISBN 9783734161193
Genre: Fantasy

Rezension:

Der Götterkrieg hat die Welt verändert. Wo einst Giganten und Menschen friedlich nebeneinander gelebt haben, herrscht nun Krieg unter den Rassen. Auslöser für diesen Krieg waren Asroths Ränke, der seinem Bruder Elyon seine Macht neidete. Asroth wurde besiegt und die Anderwelt verbannt und Elyon schuf die Menschen und Giganten, die damals in Harmonie lebten und über Erdmagie herrschten. Aber irgendwie gelang es Asroth, eine Verbindung zwischen der Anderwelt und der Erde herzustellen und er verführte Menschen und Giganten zum Bösen, weckte ihren Ehrgeiz und ihre Machtgier. Das erzürnte Elyon, der die Menschen und Giganten bestrafte, sie fast auslöschte. Zu spät erkannte er, dass Asroth heimtückischer Plan fast zur Vernichtung der Erde geführt hätte. Doch die Saat war gesät, die Clans der Giganten spalteten sich und jeder kämpfte gegen jeden. Die schiere Anzahl der Menschen trieb die Giganten immer mehr in abgelegene Gebiete, Wälder und Berger zurück, neue Königreiche der Menschen entstanden und die Zeit der Einigkeit wurde vergessen.  Tausend und mehr Jahre sind nach diesen Ereignissen  vergangen. Nur eine alte Prophezeiung warnt vor einem neuen Krieg, wenn ein Streiter des Lichts und ein Streiter der Dunkelheit in Erscheinung treten werden, um den letzten, ultimativen Kampf zu führen. Und nun scheint diese Zeit angebrochen zu sein. Die Giganten regen sich und überfallen immer dreister menschliche Siedlungen, die Gigantensteine weinen Blut und längst vergessene Wesen aus alten Legenden werden gesichtet. In dieser Zeit wachsen mehrere junge Menschen auf, deren Schicksal es sein wird, in dem kommenden Krieg eine große Rolle zu spielen, auch wenn zu Beginn nicht klar ist, auf welcher Seite sie stehen werden. Kommentar: Natürlich sind Klappentext und Cover der erste Auslöser und verführen dazu, das man ein Buch lesen möchte. Als ich gesehen habe, dass Wolfgang Thon dieses Buch übersetzt hat, wollte ich es unbedingt lesen, denn ich mag seine Ausdrucksweise und seinen Stil und kenne auch seine eigenen Bücher. Bis auf ein kleines Ärgernis wurde ich auch nicht enttäuscht. Die Nutzung der Bezeichnung Mum und Pa zieht sich durch das ganze Buch und fängt mit der Zeit an zu nerven. Im amerikanischen ist es durchaus üblich Mum und Dad zu sagen aber etwas Flexibilität in der Übersetzung der  Bezeichnungen hätte der Geschichte gut getan. Das war aber der einzige kleine Wermutstropfen und sprachlich und inhaltlich hat mich das Buch begeistert.
Wie es weitergeht erfahren Sie hier:
https://phantastische-fluchten.blogspot.de/2017/09/macht-die-getreuen-und-die-gefallenen.html

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urban science fiction, asse, wild cards, ausserirdische, virus

Wild Cards. Die erste Generation 02 - Der Schwarm

George R.R. Martin , Christian Jentzsch
Flexibler Einband
Erschienen bei Penhaligon, 22.05.2017
ISBN 9783764531713
Genre: Fantasy

Rezension:

Es ist einige Zeit vergangen, seit das Wild Card Virus die Erde befallen hat und Menschen zu Assen oder Joker mutiert sind. Die McCarthy Ära ist vorbei und jeder Betroffene versucht, einen Platz in der Welt zu finden. Dr. Tachyon ist auf der Erde gestrandet, hat eine Klinik in Jokertown gegründet und versucht, ein Heilmittel gegen das Virus zu finden. Was er nicht ahnt ist, dass es außer ihm noch einen anderen Außerirdischen auf der Erde gibt, der den Auftrag hat, die Entwicklung der Menschheit zu beobachten. Jube, genannt das Walross, lebt in Jokertown, wo er mit seinem befremdlichen Aussehen nicht weiter auffällt. In den 34 Jahren, die er nun schon unter den Menschen lebt, hat er sie ins Herz geschlossen. Somit versucht er alles, der Erdbevölkerung zu helfen, als eine Bedrohung aus dem All auftaucht. Die Schwarmmutter hat Kurs auf die Erde genommen um diese für sich und ihre Schwarmlinge zu erobern. Die Bewohner des Planeten sind für sie nichts, bisher hat sie auf ihrem Weg durch das All jede Spezies vernichten können. Doch sie hat weder mit Dr. Tachyon und Jube, noch mit dem Kampfes- und Überlebenswillen der Menschen gerechnet.
Kommentar: Die Philosophie der Veröffentlichung dieser Serie erschließt sich mir nicht. Hier handelt es sich, in meinen Augen, um den zweiten Band der Reihe, welche die Ereignisse aus Wild Cards-Vier Asse-fortführt. Dr. Tachyon hat sich mittlerweile gefangen, wird von der Gesellschaft respektiert und anerkannt und er unternimmt alles, um das Leiden der Joker zu lindern. Er ist mehr als bereit, die Generäle in ihrem Kampf gegen den Schwarm zu beraten, während sich die Asse zusammen schließen und ebenfalls in den Kampf eingreifen. Zu den Assen gesellt sich Modular Man, ein Android, der von einem verrückten Wissenschaftler gebaut wurde. Modular Man ist kaum von den Assen zu unterscheiden, muss sich aber den Befehlen seines Erbauers beugen.
Die komplette Rezension gibt es hier:
https://phantastische-fluchten.blogspot.de/2017/05/wild-cards-die-erste-generation-der.html

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fantasy, dabüt, totenbeschwörer, high fantasy, selfpublisher

Schattengedicht: Dämmerung

Caroline J. Hunt
Flexibler Einband: 532 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 03.08.2017
ISBN 9781540429773
Genre: Fantasy

Rezension:

Die Kaufmannstochter Silvie erhofft sich durch eine Romanze mit einem Adeligen einen Aufstieg in den Adelstand,  Reichtum und ein schönes, bequemes Leben. Doch ihre Erwartungen werden enttäuscht. Von der leidenschaftlichen Liebesnacht bleibt ihr nichts als eine Erinnerung, ein Amulett und ein Sohn. Zu spät erkennt sie, dass sie nur dazu benutzt wurde, um ihren Vater zu verraten, was zu seiner Vernichtung beitrug. Somit führt ihr Traum von einem Aufstieg in die Gesellschaft nur zu ihrem Abstieg in die Elendsviertel der Stadt. Aus der ehemaligen wohlbehüteten Bürgerlichen wird eine Prostituierte, von Hass getrieben. Als sie nach  Jahren erfährt, wer der Vater ihre Sohnes Sammael ist, steigert das ihren Hass auf diesen Mann noch mehr. König Lacerus Höchstselbst ist es, der die junge Frau verführt und hintergangen hat. In ihrem Zorn beschuldigt sie den König öffentlich, der Vater ihres Sohnes zu sein. Das zieht nicht nur die Aufmerksamkeit des Königs auf den Jungen, sondern auch die der Totenbeschwörer. Eine Zunft vom Magiern, die vom König verboten wurde und seither dessen Untergang plant. Denn eine Prophezeiung besagt, dass nur der Sohn des Königs ein seit Jahrhunderten verschollenen Amulett finden kann, welches den Totenbeschwörern unendliche Macht verleiht.  Kommentar: Das Äußere des Buches verfügt schon über alle Details, die das Auge des Lesers in den Bann ziehen.  Ein beeindruckendes Cover gehaltenen in düsteren Farben,  das schon ahnen lässt, das es nicht um ein Buch über Liebe und Romantik handelt. Der Titel ist gut gesetzt und die Schrift passt hervorragend zum Cover und zum Inhalt (letzteres weiß man natürlich erst nach dem lesen) Beeindruckend finde ich die Rückseite des Buches, denn dort hat die Autorin eine Karte der Welt platziert und auf eine Inhaltszusammenfassung (fast) verzichtet. Und die Karte sagt mehr als tausend Worte. Umrahmt von Totenköpfen sehen wir eine beeindruckende Welt mit Wüsten, Tälern und tiefen Wäldern. So unterschiedlich wie die Provinzen, so unterschiedlich sind auch ihre Bewohner . Die Menianer leben abgeschieden von der Welt und fühlen sich unabhängig. Auch wenn sie dem König unterstehen, regieren sie sich doch selbst, in dem sie ihren Führer durch eine  Kampf und einer Prüfung auswählen. Sie pflegen keinen Kontakt zu anderen Provinzen oder zum Königshof, nachdem sie vor vielen Hundert Jahren verraten wurden. Doch als sich die Totenbeschwörer wieder zusammen finden und das Land mit ihren dämonischen Horden überfallen, kann sich auch Menia nicht mehr aus den politischen Angelegenheiten heraushalten. Kesh und sein Seelengefährte Sikh verlassen ihren Pfad der Prüfung und begeben sich nach Caelon, um das Königshaus vor der drohenden Gefahr zu warnen. Dort trifft auf den Magier Farlas und die beiden Kinder des Königs. Seine Tochter Lana, die den Mut, das Herz und den Verstand besitzt, einmal die Nachfolge des Königs anzutreten aber auf Grund ihres Geschlechts von der Thronfolge ausgeschlossen ist. Und sein Sohn Caelian, ein Heißsporn, Nichtsnutz und Dummkopf, der jedem Weiberrock hinterher läuft. Niemand nimmt die Warnungen  Keshs ernst, glauben doch alle, dass  die Totenbeschwörer besiegt oder zumindest so geschwächt sind, dass sie keine Bedrohung für das Land und die mächtigen Ritter des Königs darstellen. Die Kinder des Königs kennen die Prophezeiung nicht und ahnen nicht, dass sie einen Halbruder haben.  Sammael ist den Verlockungen der dunklen Magie erlegen, die Konsequenzen daraus für die Welt sind furchtbar. Da die Autorin aus Österreich kommt, hatte ich mit einigen Satzstellungen etwas Probleme. Und wer sehr viel Wert auf korrekte Kommasetzung legt, wird hier sicher einiges zu kritisieren haben. Doch davon abgesehen ist die Geschichte sehr spannend.  Ein Novum für mich war es, dass ich keinen der Protagonisten leiden konnte. Es ist nicht ein Sympathieträger dabei, außer vielleicht die Dunkelwaldkatze Sikh. Das Szenario ist sehr düster, es gibt kaum Lichtblicke oder freundliche Momente. Für Silvie mag man noch etwas Mitleid empfinden. Lana bleibt blass und farblos und Caelian ist mir zu unreif, arrogant und launisch. Farlas, angeblich der mächtigste Magier im Land, hört auf den König, auch wenn dessen Entscheidungen alle in den Untergang führen. Sammael, anfangs noch ein unwissendes Kind, wird süchtig nach der Macht. Nur Kesh lässt sich von seinem Gewissen leiten, gibt seine Pläne auf, um das Land zu retten. Er ist derjenige, den ich am ehesten mag, doch sein Auftreten bei Hof lässt ihn überheblich erscheinen. Das Buch hat leider keinen Verlag gefunden, wurde somit nicht lektoriert oder professionell Korrektur gelesen, was man auch merkt. Doch es ist bewundernswert, das die Autorin an ihre Geschichte geglaubt und sie veröffentlich hat. So kam ich in den Genuss eines spannenden Debuts mit kleinen Fehlern. Hier handelt es sich um den Auftakt einer Serie und ich bin schon gespannt, wie es mit Lana, Kesh, Sihk Caelian, Farlas und Sammael weiter geht.

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magie, schattenfrau, fantasy, urban fantasy, feuerblut

Das Erbe der Macht - Schattenchronik: Feuerblut

Andreas Suchanek
Fester Einband: 334 Seiten
Erschienen bei Greenlight Press, 27.03.2017
ISBN 9783958342392
Genre: Fantasy

Rezension:

Die Welt besteht aus Magiern und Nimags. Nimags sind nicht magische Wesen, normale Menschen wie Du und ich. Um diese normalen Sterblichen vor der Kraft der Magie und deren Missbrauch zu schützen, wurde vor 166 Jahren  ein Wall errichtet, der verhindert, dass ein einfacher Mensch Magie, die Nutzung von Magie und Magier erkennen kann. Doch dieser Wall entzieht den Magiern einen Teil ihrer Kräfte, so dass einige von ihnen dem Wall sehr ambivalent gegenüber stehen, ja ihn sogar wieder vernichten möchten. Die Gemeinschaft der Magier zerfiel in Schattenkrieger und Lichtkämpfer, deren Anführer die Unsterblichen sind. 
Alex, Jen, Clara, Chloe, Chris und Kevin sind weiter auf der Suche nach der Schattenfrau. Sie scheint allerdings jeden ihrer Schritte voraus zu sehen und immer zum gleichen Zeitpunkt an Orten einzutreffen, an denen sich Mitglieder des Teams befinden. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt und alle müssen ihr Äußerstes geben, um der mächtigen Gegnerin zuvor zu kommen. Dabei hilft es natürlich, dass Jen den Folianten lesen kann und die Lichtkämpfer endlich etwas über Joshuas Prophezeiungen erfahren. Kommentar: Was mir schon an Band eins sehr gut gefallen hat, sind die Hintergrundinformationen zu den einzelnen Teammitgliedern, die nach und nach in die Geschichte einfließen. Waren es in Band eins Alex und Jen, über deren vorheriges Leben wir etwas erfahren haben, richtet sich das Augenmerk hier nun auf die Zwillinge Kevin und Chris, sowie auf Clara Ashwell. Nur Max und Chloe bleiben weiterhin im Hintergrund, obwohl ich Chloe am liebsten mag. Ihre unangepasste Art und ihr lockeres Mundwerk bringen etwas Stimmung in die Bude, ich vermute aber, dass ihr ganzes Auftreten eher ein Schutz ist. Daher bin ich gespannt auf den dritten Band, wo hoffentlich noch einige Geheimnisse gelüftet werden.
Die vollständige Rezension plus Fazit findet ihr hier:
https://phantastische-fluchten.blogspot.de/2017/08/normal-0-21-false-false-false-de-x-none.html#more

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Tags: greenlight press, jugendfantasy, tipp, urban fantasy   (4)
 

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fantasy, abenteuer, dämonenblut, high fantasy, knappe

Dämonenblut

Uschi Zietsch
Flexibler Einband: 414 Seiten
Erschienen bei Lübbe, 15.04.2008
ISBN 9783404285174
Genre: Fantasy

Rezension:

Rowarn war schon immer ein Außenseiter und ihm wurde stets mit Misstrauen begegnet. Nicht zu wissen, wer er ist, nagt an ihm. Seine Andersartigkeit und seine Wutausbrüche lassen ihn oft an seiner Menschlichkeit zweifeln.

Als die schöne Anini sich für ihn interessiert, kann er daher sein Glück kaum fassen. Doch als er nach der gemeinsam verbrachten Nacht aufwacht, liegt die junge Frau blutüberströmt neben ihm, bestialisch ermordet. Es ist klar, dass der Verdacht sofort auf den Außenseiter fällt, niemand anderem traut man so einen Mord zu.

Zu Rowarns Glück, kommt ein Trupp Ritter in das abgelegene Tal, um seine Zieheltern zu besuchen. Die Kämpfer untersuchen den Tatort, folgen den vorhanden Spuren und finden schon bald ist den wahren Täter Eine Horde Dämonen hat sich im Tal niedergelassen. Ein erstes Anzeichen dafür, dass der ewige Krieg auch langsam Einzug in diesen abgelegenen Teil von Valia  hält. Fürst Noirun Ohneland und Kriegskönig Olrig von den Zwergen sind gekommen, um die Zieheltern Rowarns um Hilfe und Unterstützung zu bitten. Schattenläufer und Schneemond gehören zu dem Volk der Velerii, eine der Ältesten Rassen auf Waldsee . Mit der Ankunft der Ritter gerät das Leben Rowarns völlig aus den Fugen. Er erfährt, wer seine Mutter ist und welches Schicksal ihm bevorsteht. Nun muss er das abgeschiedene Tal und alles, was er kennt, verlassen, um seiner Bestimmung zu folgen und Waldsee vor den Schatten zu bewahren.

Die vollständige Rezension gibt es hier:

https://phantastische-fluchten.blogspot.de/2017/08/die-chroniken-von-waldsee-band-1-3-von.html


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Tags: deutsche autoren, epische fantasy, high fantasy   (3)
 

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fantasy, high fantasy, deutsche autoren, vater, ritter

Die Chroniken von Waldsee / Nachtfeuer

Uschi Zietsch
Flexibler Einband: 428 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 15.07.2008
ISBN 9783404285204
Genre: Fantasy

Rezension:  
Tags: deutsche autoren, epische fantasy, high fantasy   (3)
 

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krimi, fantasy, agatha christie, garralf taschler, familie

Gestatten, Erkül Bwaroo, Elfendetektiv

Ruth M. Fuchs , Christine Schlicht
Flexibler Einband: 296 Seiten
Erschienen bei Raposa Verlag, 29.03.2016
ISBN 9783981802900
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Eines Tages klingelt der Zwerg Bilmo Taschler an der der Tür des Elfendetektivs Erkül Bwaroo.  Er stört den Ermittler gerade bei dem Verzehr und Genuss einiger Pollentörtchen. Aber da Erkül Bwaroo einen neuen Fall wittert, unterbricht er natürlich seine Lieblingstätigkeit, um den Zwerg zu empfangen. Und richtig, Bilmo bittet den Detektiv um Hilfe, denn eine junge Frau wurde ermordet und die Leiche  liegt nun im Haus der sieben Zwerge. Weder die Polizei der Zwerge, noch die der Menschen nimmt die Meldung der kleinen Männer ernst. Schon zwei Mal meldeten sie einen Mordversuch an ihrem weiblichen Gast, doch jedes Mal wurde es als Versehen oder Unfall deklariert. So auch dieses Mal, denn Schneewittchen verschluckte sich an einem Stück Apfel und erstickte. Die Zwerge sind felsenfest davon überzeugt, dass die Königin ihre Stieftochter aus Neid und Hass ermordet hat bzw. ermorden ließ und bitten Erkül Bwaroo, in diesem Fall zu ermitteln. Dieser lässt sich nicht lange bitten und stößt schon bald auf etliche Ungereimtheiten.
Die vollständige Rezension finden Sie hier:
https://phantastische-fluchten.blogspot.de/2017/07/getatten-erkul-bwaroo-elfendetektiv-von.html

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Tags: detektivstory, elfen, märchenhafte fantasy   (3)
 

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aliens, widerling, ramon espejos, prospektor, gefangener

Planetenjäger

George R.R. Martin , Gardner Dozois , Daniel Abraham , Andreas Helweg
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Penhaligon, 26.06.2017
ISBN 9783764531720
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Ramon Espejos wird es nie müde zu betonen, wer er ist. Mit Stolz nennt er seinen Namen, egal, ob er jemanden zusammen schlägt, ob er betrunken in einer Kneipe sitzt oder ob er mit Aliens konfrontiert wird. Er ist ein harter Hund, ein Einzelgänger, ein Überlebenskünstler, der sich nichts sagen lässt, sich von niemandem bevormunden lässt und für den Gefühle lediglich eine Ablenkung sind. Seine Beziehung zu Elena sieht er pragmatisch, bei ihr bekommt er ein Bett zum schlafen und Sex, Freunde hat er keine, er hat sie schon lange durch seine ruppige Art vertrieben.
Als er in der Stadt wieder einmal über das Ziel hinausschießt und im Streit einen Menschen ersticht, macht er sich in seinem Transporter auf in die Wildnis. Als Prospektor erschließt er unbekannte Territorien und sucht nach Bodenschätzen, somit ist er die Einsamkeit der Wildnis gewohnt. Immerzu hofft er auf einen super Fund, eine Entdeckung, die ihn reich machen wird. Und er entdeckt etwas. Allerdings nicht das, was erwartet hat. Eine Alienrasse hat sich in der Wildnis vor allen Menschen und anderen Spezies verborgen und möchte auch weiterhin unentdeckt bleiben. Sie nehmen Ramon Espejos gefangen und zusammen mit dem Alien Maneck soll er einen entlaufenen Flüchtling aufspüren, damit das Geheimnis dieser fremdartigen Wesen bewahrt bleibt.
Weiter geht es hier:
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fantasy, magie, andreas suchanek, lichtkämpfer, wechselbalg

Das Erbe der Macht - Schattenchronik: Das Erwachen

Andreas Suchanek
Fester Einband: 334 Seiten
Erschienen bei Greenlight Press, 16.11.2016
ISBN 9783958342262
Genre: Fantasy

Rezension:

Alexander Kent wächst in einem Viertel Londons auf, das als sozialer Brennpunkt gilt. Dort geboren und aufgewachsen, entkommt man kaum der Spirale aus Drogen, Alkohol, Verbrechen und Gewalt. Der junge Mann versucht alles, um seinen jüngeren Bruder und seine Mutter zu versorgen und einen Job zu finden, der ihnen ein besseres Leben ermöglicht. Doch seine Herkunft ist wie ein Stigma, niemand gibt ihm eine Chance. Als er nach einem Bewerbungsgespräch frustriert und Zorn erfüllt durch die Straßen rennt, umhüllt ihn plötzlich ein grüner Ball aus purer Energie. Ohne zu wissen woher, materialisiert sich das Wort Aura in seinem Geist. Dieses grüne Leuchten umhüllt ihn nicht nur, es dringt in ihn ein und verändert sein ganzes Wesen. Alexander Kent wird zu einem Erben der Macht und nichts wird mehr so sein wie es einmal war. Kommentar: Die sagenhaft gestalteten Cover haben mich schon lange auf die Serie neugierig gemacht und nachdem ich den Autor auf der ComicCon kennen lernen durfte, habe ich mich endlich dazu überwunden, den ersten Band der Serie zu lesen. Beim zweiten Band muss ich mich nicht mehr überwinden, denn da greift das bekannte Phänomen der Buch- und Seriensucht um sich, der ich mich nach diesem furiosen Auftakt nicht mehr entziehen kann. Nicole Böhm, die bei Greenlight Press ebenfalls einige Bücher veröffentlicht hat, ist für das beeindruckende Cover zuständig, dass bereits einen ersten Eindruck vermittelt, um was es bei diesem Buch geht: Um Magie.
Wie es weitergeht erfahren Sie hier:
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Talmon

Nicole Kohlstock
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 24.03.2017
ISBN 9783743174474
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Robert ist fünf Jahre alt, als er seine Mutter durch einen schrecklichen Unfall verliert. Vorausgegangen war diesem Unfall ein Streit zwischen seinen Eltern. Wie jeder Fünfjährige, flieht auch Robert vor den Konflikten seiner Eltern in eine Phantasiewelt und unterhält sich mit seinem imaginären Freund Talmon. Nachdem Tod seiner Mutter bricht sein Vater jeglichen Kontakt zu deren Familie ab. Der despotische, unnahbare und herrische Mann erzieht den Jungen alleine, es entstehen keine Bande der Liebe zwischen ihnen. Robert vergisst die Umstände des Unfalls und auch Talmon. Er wird erwachsen, gründet selber eine Familie, die aus seiner Frau Lin und den Kinder Conny und Dennis besteht.
Obwohl er die Erinnerungen an die Ereignisse seiner Kindheit vergessen oder tief verdrängt hat, tauchen Fragmente dieser Begebenheiten in seinen Alpträumen auf. Zu diesen Alpträumen, seinen beruflichen Problemen und den Erwartungen seiner Frau Lin, gesellen sich unüberbrückbare Differenzen mit seinem Sohn Dennis.  Als es scheint, dass ihm die Probleme über den Kopf wachsen, macht sein Großvater, zu dem er wieder Kontakt aufgenommen hat, ihm ein verlockendes Angebot: Raus aus der Stadt und auf dem Landsitz seiner Ahnen als Hausmeister tätig sein. Abstand gewinnen, inne halten und versuchen, das Leben wieder in geordnete Bahnen zu lenken. Robert nimmt das Angebot an doch statt Ruhe und Frieden erlebt die Familie Trenkmann das pure Grauen. Kommentar: Das Buch wird als Fantasy Thriller bezeichnet, allerdings sind die Fantasy Elemente sehr rar, ich würde es eher Softhorror nennen. Es ist ein gelungener Mix aus den drei Genre und absolut spannend. Für mich war der Schreibstil etwas gewohnheitsbedürftig, da die Autorin sehr kurze Sätze benutzt und manche Abschnitte etwas wie eine Aufzählung wirken. Das ist sicher ein Generationskonflikt, da die heutige deutsche Sprache mit SMS und Whats App eine Umgestaltung durchmacht, die wir Älteren nicht nachvollziehen können. Die Geschichte hat mich aber trotzdem gepackt, sie ist gut durchdacht und der Brückenschlag zu den Ereignissen vor 30 Jahren sowie ihre Konsequenzen sind sehr glaubhaft. Genau wie Conny, hat auch mich das Grauen beschlichen, wenn im Anwesen unheimliche Dinge vor sich gingen und die Angst sich auf leisen Sohlen anschlich. Robert ist sicher nicht der strahlende Held, er kommt mit seinem siebzehnjährigen Sohn Dennis nicht klar, es besteht eine tiefe Kluft zwischen ihnen. Genauso eine Kluft wie zwischen Robert und seinem Vater Patrick. Auch wenn man sich als Vater vornimmt, es besser zu machen, als der eigene Vater,  scheitert man am Alltag und den alltäglichen Missverständnissen. Die Trenkmans sind somit eine normale Durchschnittsfamilie und das macht es so leicht, sich auf ihre Seite zu stellen. Tote Mäuse vor Tür, Türen, die sich unerwartet öffnen, Bewegungsmelder, die nicht reagieren Lichter, die plötzlich ausgehen, Schritte auf dem Dachboden, dies alles sind kleine Schrecken, die sich zu einem großen Ganzen addieren und sowohl die Trenkmanns als auch den Leser in Atem halten. Obwohl es sich um einen Debütroman handelt, schafft es Nicole Kohlstock, das beklemmende Szenario sehr anschaulich und beeindruckend zu beschreiben. Hat man erst einmal die ersten 50 Seiten gelesen, mag man das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Schicht um Schicht wird die Vergangenheit von Roberts Familie offenbart und versetzt ihn und uns in Erstaunen. Das Cover bezieht sich nicht unbedingt auf die Geschichte, passt aber zu dem beklemmenden Szenario. Leider hat dieser spannende Mix aus Thriller, Horror und Fantasy keinen Verlag gefunden, was wieder einmal beweist, dass man manche Schätze selber entdecken muss. Ich werde dieses Buch an eine befreundete Bloggerin weitergeben, damit Nicole Kohlstock eine weitere Rezension erhält und das Buch die verdiente Aufmerksamkeit bekommt.

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Tags: horror fantasy, selfpublisher, urban fantasy   (3)
 

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königskrone, könig, brand, königsschwur, dorn

Königskrone

Joe Abercrombie , Kirsten Borchardt
Flexibler Einband: 460 Seiten
Erschienen bei Heyne, 11.04.2016
ISBN 9783453316010
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
Tags: high fantasy, historische fantasy   (2)
 

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märchen, fantasy, eifersucht, ritter, abenteuer

Das Buch der verlorenen Dinge

John Connolly , Claudia Feldmann
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 03.12.2009
ISBN 9783548609225
Genre: Fantasy

Rezension:

London im zweiten Weltkrieg. Die Mutter des 12 jährigen David ist todkrank. Als sie stirbt und der Vater eine neue Beziehung eingeht, fühlt sich der Junge einsam und verlassen. Zumal er sich die Schuld an dem Tod seiner Mutter gibt. Um den Bombenangriffen über London zu entgehen, zieht die Familie in ein altes Haus auf dem Land. Dort erhält David ein eigenes Zimmer, voll mit alten Büchern seines Vorbesitzers. Ein Paradies für einen einsamen Jungen, der seine Stiefmutter nicht leiden kann und neidisch auf die Aufmerksamkeiten ist, die sein kleiner Bruder erhält. Obwohl  Rose, die neue Frau seines Vaters, alles unternimmt, um David in die Familie mit einzubeziehen, hasst David sie und weigert sich, sie zu akzeptieren. Er flüchtet sich in eine Welt aus Büchern. Dies geht so weit, dass er die Bücher flüstern hört und teilweise den Bezug zur Realität verliert und bewusstlos wird. Ärzte finden keine Ursache für diese Ohnmachtsanfälle und sehen die Ursache in dem Verlust der Mutter und seiner Trauer.
Bald sieht er auch Personen, die niemand anders wahrnimmt und hört überall ein wispern und flüstern, bald fühlt er sich in seinem eigenen Zimmer bedroht. Nach einem Streit mit seiner Stiefmutter Rose, bei dem sich sein Vater auf ihre Seite stellt, bekommt David Hausarrest und Bücherverbot.  Diese Ungerechtigkeit treibt ihn zu einer unbedachten Handlung und er findet sich plötzlich in der Welt seiner Ängste und Träume wieder, in die ihn der krumme Mann gelockt hat. Jener Mann, den er schon mehrmals gesehen hat, den außer ihm aber niemand wahrgenommen hat.  In diesem Land  existiert nur ein immerwährendes Zwielicht, es ist eine kalte, trübe und düstere Welt ohne Hoffnung, bevölkert von den merkwürdigsten Kreaturen.  Um den Weg zurück nach Hause zu finden, muss David zum König des Landes. Der Weg dorthin ist ein Weg zu sich selbst.
Kommentar: Noch nie hat es mich beim Lesen eines Kinder- oder Jugendbuches so gegruselt. Man bekommt als Leser nicht das, was man erwartet. Doch das besondere an der Geschichte und ihre  Andersartigkeit machen dies als mehr als Wett. David durchlebt alle Gefühle, die einen nach dem Verlust eines geliebten Menschen überfallen können: Neid, dass andere Menschen den Verlust überwinden, Eifersucht auf die neue Bezugsperson des Vaters und den neuen Bruder, Einsamkeit, Wut und Trauer und Rachgefühle. Er ist ein verstörter Junge, der sich in einer verstörenden Welt widerfindet. Dies bezieht sich sowohl auf die reale Welt, die sich mitten in einem grausamen Krieg befindet als auch auf die  Traumwelt, die keinen Trost spendet sondern an Grausamkeit nicht zu wünschen übrig lässt. Ein Spiegel seiner negativen Gefühle. Je mehr er in dieser Welt voranschreitet desto mehr wandelt sich David von einem trotzigen und verängstigten Kind zu einem jungen Mann, der über seine Handlungen nachdenkt und sie zu hinterfragen beginnt.  
Der Weg dorthin ist schwierig und voller Gefahren. Er lernt, Verantwortung für sein Handeln zu übernehmen. Er sieht viele Grausamkeiten und erlebt auch in der Traumwelt Verluste. Die Märchen, wie er sie kennt, wandeln sich in beängstigende Erlebnisse. Der Leser leidet mit dem kleinen Jungen,  man lacht und weint mit ihm, man ist wie er schockiert und entsetzt über Ereignisse in Andersland. Es ist bewundernswert, dass sich der Autor traut, den uns bekannten Märchen eine neue Wendung zu gegeben. Man sollte meinen, es sei ein Sakrileg Schneewittchen als böse Tyrannin zu zeigen. Doch haben wir und nicht alle schon immer gefragt, ob dieses "und sie lebten glücklich bis zum Ende" nicht nur Lug und Trug ist? Egal ob Dornröschen, Hänsel und Gretel oder Rotkäppchen, alle gehen hier andere Wege. Wenn die reale Welt so grausam und ungerecht ist, wieso sollte es da in einer Märchenwelt nicht auch so zugehen? Der Autor zeigt auf, dass eine Flucht vor der Realität keine Lösung ist und man sich seinen Problemen stellen muss, statt sie zu ignorieren.  Die erwartete Dankbarkeit über die Rettung eines Dorfes bleibt aus, ein Ritter kann nicht nur ritterlich handeln oder alle Bedürftigen retten, eine zu rettende Prinzessin entpuppt sich als Blutsaugerin. Auch die Erzählungen innerhalb der Geschichte zeigen auf, dass nicht alles immer gut endet.  Die Märchen, die der Förster und Roland erzählen sind bizarr und erschreckend, es ist wird nichts beschönigt, ihre Sprache ist prägnant und direkt.
David erkennt letztendlich, dass ein Handel mit dem krummen Mann zwar seine Wünsche erfüllen würde, dass der Preis aber zu hoch ist und er nicht willens ist, diesen zu bezahlen.  Das böse Wesen hat ein Kabinett des Grauens geschaffen und zieht überall in der Anderswelt im Hintergrund die Fäden. Wie eine Spinne in Netz hockt er da und lauert darauf, dass Kinder in seine Falle tappen. Die Verlockung ist groß, seinen Versprechungen zu erliegen. Kinder sind willkommene Opfer, da ihre Gefühle sehr stark sind und sie sich der Konsequenzen ihrer Taten noch nicht bewusst sind. Sie handeln impulsiv  und emotional und sind somit leichte Opfer.  Ich kannte von John Connelly bisher nur seine Charlie Parker Romane, in denen der Leser immer wieder mit der allgegenwärtigen Kraft des Bösen konfrontiert wird. Diese Thriller sind düster, mystisch  und beklemmend aber auch intensiv spannend.  Für dieses Kinderbuch geht der Autor keine Kompromisse ein, er bleibt seiner Linie treu.
Das Cover ist wirklich schon gestaltet. Es zeigt einen Schattenriss des krummen Mannes und David, der in ein Buch vertieft ist,  blau und weiß ergeben einen schönen Kontrast. Fazit:
beklemmend, fesselnd, magisch, bezaubernd. Trotz aller Düsterkeit ein wunderbares Buch über das Erwachsen werden. Es beschönigt nichts und verspricht doch viel

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Tags: jugendfantasy, urban fantasy   (2)
 

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high fantasy

Ritter dunklen Rufs: Roman

David A. Gemmell
E-Buch Text: 513 Seiten
Erschienen bei Blanvalet Taschenbuch Verlag, 16.12.2013
ISBN 9783641111205
Genre: Sonstiges

Rezension:  
Tags: high fantasy   (1)
 

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drenai saga, klassiker, high fantasy, fantasy-zyklus

Im Reich des Wolfes - Die Rückkehr des Waylander! Die Drenai-Saga

David Gemmell
Fester Einband: 334 Seiten
Erschienen bei Bechtermünz, 01.01.1998
ISBN B002RFNGKW
Genre: Fantasy

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Tags: drenai saga, high fantasy, klassiker   (3)
 
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