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2 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Mein Herz ist ein Garten

Katharina Teimer , Inka Vigh
Fester Einband: 112 Seiten
Erschienen bei Ars Edition, 12.02.2018
ISBN 9783845823362
Genre: Sonstiges

Rezension:

Mein Herz ist ein Garten ist eine wunderschön illustrierte Liebeserklärung an den Garten und die Natur. Es macht wirklich unglaublich viel Spaß, darin zu blättern und sich von schönen Sprüchen und Zitaten inspirieren zu lassen, den eigenen Garten mehr zu genießen, sowie (Bastel-)Aktivitäten und Rezepte auszuprobieren.

Leider bin ich mit der Erwartung an das Buch herangegangen, dass es auch etwas mehr ums Gärtnern an sich, d.h. Gartenpflege, Aussaat, Gestaltung usw. gehen würde, aber diesbezüglich wurde ich eher enttäuscht - was aber an mir liegt.

Als Geschenk für junge Menschen, die ein Herz für die Natur haben, oder für all diejenigen, die ein süßes, liebevoll illustriertes Buch über den Garten, gespickt mit Zitaten und allerlei kleinen Tipps und Tricks zum Finden von Seelenfrieden und Ruhe sucht, ist dieses Buch jedoch genau das Richtige.

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(34)

90 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 28 Rezensionen

hamburg, musical, liebe, lehrerin, schule

Wenn's einfach wär, würd's jeder machen

Petra Hülsmann
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 25.05.2018
ISBN 9783404176908
Genre: Liebesromane

Rezension:

Annika Paulsen ist Lehrerin am Werther-Gymnasium in Hamburg. Hier unterrichtet sie Musik und Geografie. Das ist zwar nicht gerade ihr Plan A im Leben gewesen, aber trotzdem ist sie zufrieden: ihre Kollegen und Kolleginnen sind nett und sie ist beliebt bei den Schülern und Schülerinnen. Doch ausgerechnet an ihrem 27. Geburtstag bekommt sie die Nachricht, dass sie zeitweise an eine andere Schule versetzt wird - eine Brennpunktschule im absoluten Problembezirk. Annika fällt aus allen Wolken, als sie es mit Mobbing und Schülerinnen und Schülern zu tun hat, die kein Interesse am Unterricht haben. Für Annika gibt es nur ein Ziel: möglichst schnell wieder zurück an ihre alte Schule zu kommen. Dafür hat sie sich einen Plan ausgedacht. Sie gründet eine Musical AG, mit der sie den Hamburger Schultheaterpreis gewinnen will. Aber das ist alles schwieriger als gedacht und alleine kaum zu stemmen. Deshalb sucht sich Annika Hilfe bei ihrem ehemaligen Schwarm Tristan, der heute Theaterregisseur ist. Fortan geht es nicht nur auf der Bühne drunter und drüber, sondern auch in Annikas Privatleben.

Wer Petra Hülsmanns andere Romane mag, der wird auch „Wenn’s einfach wär, würd’s jeder machen“ mögen - so viel ist klar. Annika Paulsen ist wieder eine Identifikationsfigur, mit der wir mitleiden, mitlachen und mitfiebern können - auch (oder gerade weil?) sie etwas verschroben ist. Dazu kommt das sympathische Ensemble an Nebenfiguren: manchmal recht schrullig, aber immer sehr liebenswert und teilweise mit gleichermaßen lockeren wie auch klugen Sprüchen auf der Zunge.

Mir hat das Schul-Setting in diesem Buch auch besonders gut gefallen. Immer wieder werden auch aktuelle Probleme angesprochen und Themen berührt, die wichtig sind - und trotzdem bleibt die Geschichte mitreißend und lustig, was einfach auch Petra Hülsmanns schlagfertiger, einfühlsam und authentischer Stimme zu verdanken ist.

Natürlich weiß man bei einem Roman wie diesem schnell, wie er ausgehen wird, aber als Leser oder Leserin wird man hier dennoch mit Charakterentwicklungen, einigen kleinen Lebensweisheiten, jeder Menge Witz und einer Liebesgeschichte zum Wohlfühlen belohnt - aber es fehlte auch nicht an Drama und kleinen Twists, die das Lesen immer spannend und stellenweise wirklich emotional machten. Eine Lektüre, die man nicht aus der Hand legen mag.

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(78)

122 Bibliotheken, 19 Leser, 1 Gruppe, 70 Rezensionen

bretagne, liebe, paris, frauen, frankreich

Die Schönheit der Nacht

Nina George
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Knaur, 02.05.2018
ISBN 9783426654064
Genre: Romane

Rezension:

Die Schönheit der Nacht ist eines dieser seltenen Bücher, die nach dem Zuklappen ein neues Buch in einem selbst aufschlagen. Nina George hat mich mit ihren poetischen und klugen Worten, ihrer Geschichte von der Pariser Verhaltensbiologin Claire und der jungen Julie, und dem Sommer in der Bretagne, der alles verändert, mitten ins Herz getroffen.

Nina George versteht es wie keine Zweite, weibliche Emotionen, Sehnsüchte, Stärken, Schwächen und Geheimnisse zu beschreiben - und das vor einer wunderschönen Kulisse, nämlich dem Meer. Immer wieder musste ich an das Buch „Das Erwachen“ von Kate Chopin denken, denn wie auch dort vereinen sich die Geheimnisse des Meers mit den geheimen Gedanken der Figuren, geben ihnen Kraft, symbolisieren alles was ist, was war und was sein könnte.

Es fällt mir außerordentlich schwer, meine Gedanken zu diesem Buch zusammenzufassen, weil die Worte mir immer noch nachhängen. Ich kann es nur jedem wirklich ans Herz legen. Ich möchte dieses Buch eigentlich jedem schenken, den ich kenne und ich hoffe, dass es viele werdende und gewordene Frauen so tief berührt und nachhaltig prägt wie mich.

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(245)

552 Bibliotheken, 17 Leser, 2 Gruppen, 161 Rezensionen

fantasy, liebe, elly blake, eis, feuer

Fire & Frost - Vom Eis berührt

Elly Blake , Yvonne Hergane
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 14.02.2018
ISBN 9783473401574
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die Welt wird von einem Frostkönig regiert, der seine Krieger auf die Jagd nach Firebloods schickt. Seit ihrer Geburt muss sich die 17-jährige Ruby als eine der letzten Firebloods vor den Frostbloods verstecken. Aus diesem Grund hat sie nie gelernt, ihre Gabe richtig einzusetzen – wodurch sie auch zu einer Gefahr für sich selbst und alle Menschen um sie herum wird. Doch um die grausame Regentschaft des Königs zu beenden, muss sie sich der Macht in ihr stellen und die Kontrolle über sie gewinnen. Keine leichte Aufgabe für eine junge Frau mit so viel Feuer im Blut, der es sogar schwer fällt, ihr eigenes Temperament zu zügeln. Das muss auch Frostblood Arcus feststellen, der Rubys Fähigkeiten für seine Rebellion gegen den König braucht, und deshalb mit ihr trainiert. Ihre Gemüter – Feuer und Eis – lassen die beiden oft aneinandergeraten, sorgen aber in ihrer Gegensätzlichkeit auch für eine geheimnisvolle Anziehungskraft zwischen den beiden. Doch dann wird auch der König auf sie aufmerksam und Ruby bleibt nicht viel Zeit, um dem Herrscher auf dem Eisthron Einhalt zu gebieten.

Ich habe „Fire & Frost: Vom Eis berührt“ zwar durch und durch gern gelesen, aber ich würde auch nicht sagen, dass die Geschichte um Ruby besonders originell ist. Tatsächlich weist sie einige Parallelen zu anderen bekannten Young Adult- und Fantasy-Romanen auf wie z.B. Die Tribute von Panem oder Die rote Königin. Diese Ähnlichkeiten ziehen sich nicht nur durch die aufgebaute Welt, die Magie, die Legenden und Sagen oder die politischen Strukturen und Machtkämpfe zwischen unterschiedlichen Fraktionen, sondern auch durch die Figuren. Keine von ihnen wirkt besonders neu – weder die Protagonistin Ruby noch ihr Love Interest, ihre Verbündeten oder ihre Feinde – und allen kann man ihre typische Rolle in der Geschichte zuordnen. Nichtsdestotrotz empfand ich sie als eine interessante Variation bekannter (Stereo-)Typen, gut geschrieben, vielfältig und zum Teil ihren Handlungen und ihrer Umgebung gegenüber auch reflektierter als in vielen anderen Jugendromanen. Ruby ist zwar manchmal etwas anstrengend – gern würde man sie schütteln und ihr sagen, dass sie ihr Temperament in den Griff bekommen soll, weil es sie ansonsten von einem Fettnäpfchen ins nächste befördert (oder gar in Gefahr) – aber ihre Charakterentwicklung hat sie mir sympathisch gemacht. Arcus, der junge Mann mit einer geheimnisvollen Vergangenheit, kam mir in der Geschichte leider etwas zu kurz, um zu einer ausgereiften, komplett runden Figur heranzuwachsen, dennoch gefiel mir die Chemie zwischen ihm und Ruby. Auch hab ich mich immer gefreut, Nebenfiguren (besser) kennenzulernen. Elly Blakes Schreibstil hat mir ebenfalls gut gefallen, sowohl in seiner generellen temporeichen Dynamik als auch in den bildhaften Beschreibungen und in den Dialogen, die ich locker, lustig und authentisch fand.

Zusammengefasst lässt sich sagen: Wer etwas komplett Neues sucht oder ein Fantasyepos, in dessen detailliert beschriebener Welt man völlig versinken kann, der wird in diesem Buch eher nicht fündig. Denn vor allem die Welt hätte Elly Blake durchaus mit mehr Details füttern können. Wer aber Geschichten mag, die, auch wenn sie sich bekannt anfühlen, trotzdem spannend sind und quasi all die Dinge vereinen, die sich im Young Adult/Fantasy-Bereich bewährt haben, dabei noch nicht übersättigt von diesem Genre ist und eine schöne, junge, leichte Unterhaltung sucht, der ist mit Elly Blakes Fire & Frost-Reihe sicher gut bedient. Ich jedenfalls warte nun gespannt auf die Fortsetzung.

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(44)

65 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 41 Rezensionen

meerjungfrau, london, 18. jahrhundert, imogen hermes gowar, bordell

Die letzte Reise der Meerjungfrau

Imogen Hermes Gowar , Angela Koonen
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Ehrenwirth, 29.03.2018
ISBN 9783431040821
Genre: Romane

Rezension:

Der Kaufmann Jonah Hancock lebt eher zurückhaltend und bescheiden. Als sein Kapitän jedoch eines Tages eine ganz besondere Ware aus Übersee mitgebracht hat, ändert sich sein Leben von Grund auf. Plötzlich ist er der Besitzer einer Meerjungfrau - und die ist ganz anders als man erwartet, aber umso mehr Aufsehen erregt Mr. Hancock mit ihr, und die Meerjungfrau wird zu einer großen Attraktion. Auf der anderen Seite steht die schöne Edelkurtisane Angelica Neal, deren Leben so ganz anders ist als das von Jonah Hancock, jedoch aufgrund des ungewöhnlichen Fundes seinen Weg kreuzt. Doch die Faszination und die Wirkung, die von den Meerjungfrauen ausgeht, hat noch weitere Folgen.

Aus verschiedenen Perspektiven erzählt, gewährt Imogen Hermes Gowar einen Blick in das Leben unterschiedlichster Personen. In den 1780er Jahren befindet sich die Welt in einem komplett neuartigen Fluss kultureller Veränderungen. Das Buch, welches ein wenig Magie in diese ansonsten doch hauptsächlich realistische, historische Geschichte einwebt, spielt mit den Erwartungen der Leser und Leserinnen, um sie dann mit unerwarteten Wendungen und Handlungssträngen zu überraschen.

Imogen Hermes Gowar ist eine talentierte Autorin mit einer unglaublichen Art und Weise, mit Worten umzugehen. Insbesondere ihr Schreibstil und ihre Beschreibungen von Orten, Umgebungen, Häusern, Gassen, Kleidung und Personen, haben mich in das Geschehen eintauchen lassen, auch, wenn das manchmal etwas schwer war. Dies lag vor allem daran, dass die Geschichte um Jonah Hancock relativ undynamisch war und die Handlung trotz unterschiedlicher Perspektiven eher schleppend vorwärts ging. Auch die Figuren blieben mir insgesamt etwas zu blass und undefiniert, ihre Beweggründe manchmal sogar nicht wirklich nachvollziehbar, und manches Mal hätte ich mir einen besseren Abschluss für einige Handlungsstränge (sowohl die Haupt- als auch die Nebenfiguren betreffend) gewünscht.

Alles in allem war „Die letzte Reise der Meerjungfrau“ aber ein durchaus lesenswerter Debütroman, angesiedelt im England der 1780er Jahre, mit stimmungsvollen und vor allem stimmigen Schauplätzen und einem außergewöhnlichen Schreibstil, nur leider etwas langatmig und mit zu vielen losen Enden.

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119 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 72 Rezensionen

liebe, affäre, alles begehren, begehren, ruth jones

Alles Begehren

Ruth Jones , Julia Walther
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 02.05.2018
ISBN 9783959672023
Genre: Romane

Rezension:

Im Jahr 1985 lernte der damals 39-jährige und glücklich verheiratete Lehrer Callum die wilde, betörend attraktive und 17 Jahre jüngere Kate kennen - und fast hätte die gewaltige Anziehungskraft und das leidenschaftliche Begehren der beiden sein Leben zerstört. Rückblickend ein unglaublich beschämender Egotrip, der tiefe Furchen in seine Ehe gegraben hat. Doch trotz mehrerer gebrochener Herzen hat sich Callum für seine Familie entschieden, hart daran gearbeitet, dass einstige Vertrauen wieder aufzubauen und 17 Jahre lang sein gemeinsames Leben mit seiner Frau Belinda und ihren drei gemeinsamen Kindern gelebt.

Kate, inzwischen eine berühmte Schauspielerin, und ebenfalls Ehefrau und Mutter, hat es nach der Affäre nicht so leicht geschafft, über Callum hinwegzukommen. Und als sie 17 Jahre später gebeten wird, ihre alte Schule in Edinburgh zu besuchen, trifft sie nach all der Zeit wieder auf ihn. Und auch nach all der Zeit ist die zerstörerische Anziehungskraft zwischen den beiden nicht verschwunden.

Mein erster Gedanke nach ein paar Seiten des Buches war: Eine Geschichte über zwei Menschen, die fremdgehen und damit eine Ehe und Familie zerstören? Wie soll ich diese Geschichte mögen, wenn mir die Hauptfiguren von Grund auf so unsympathisch sind? Aber ich habe mich getäuscht. Schon ein paar weitere Seiten später konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen. Nicht, weil ich Kate oder Callum sympathisch fand, sondern weil Ruth Jones sowohl mit den Haupt- als auch den Nebenfiguren fantastisch und bewundernswert runde, authentische Personen erschaffen hat, die zwar wirklich voller Fehler, aber dadurch auch sehr nahbar und menschlich sind. Vor allem aber beschönigt oder romantisiert Ruth Jones Fehlverhalten nicht, sondern beschreibt es in all seinen Konsequenzen - emotional, voller Witz und Weisheit, Leidenschaft, Traurigkeit, Liebe und Wärme.

„Alles Begehren“ von Ruth Jones ist ein Pageturner wie er im Buche steht, wunderbar und klug geschrieben, und mit großartigen, komplexen Figuren, die einen sogar in den Nebenhandlungssträngen die Seiten nur so verschlingen lassen.

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62 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 48 Rezensionen

russland, freundschaft, liebe, modeln, shanghai

Fliegende Hunde

Wlada Kolosowa
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Ullstein fünf, 09.03.2018
ISBN 9783961010066
Genre: Romane

Rezension:

„Fliegende Hunde“ ist eins dieser Bücher, das mich unentschlossen zurücklässt. Die Prämisse, der Schreibstil und der Einstieg in die Geschichte selbst haben mir eigentlich gut gefallen - sehr gut sogar. Zunächst bin ich regelrecht durch das Buch geflogen, die abwechselnden Perspektiven haben der Geschichte, die zusätzlich noch gespickt war mit Informationen über die Leningrader Blockade und Einblicken in eine entsetzliche Modelbranche, die passende Dynamik verliehen. Auch fand ich zuerst die Geschichte um die beiden Mädchen, Oksana und Lena, jeweils in Krylatowa und Shanghai, interessant. Aber leider konnte ich nie ganz mit den beiden Protagonistinnen sympathisieren, auch wenn ihre Gedanken, Probleme und Emotionen nahbar geschrieben wurden. Je weiter ich im Buch voranschritt, desto weniger wusste ich jedoch, was mir mitgeteilt werden soll. Und auch am Ende war mir nicht klar, was zwischen Oksana und Lena passiert ist, zu viel blieb für meinen Geschmack und meine Erwartungen am Ende offen. Die Konsequenz war jedoch trotz allem nicht, dass ich das Buch nicht mochte. Vielmehr bin ich neugierig, ob sich meine Meinung und meine Gefühle bei einem zweiten Lesedurchgang ändern werden.

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(128)

213 Bibliotheken, 4 Leser, 2 Gruppen, 96 Rezensionen

indien, frauen, schicksal, italien, kanada

Der Zopf

Laetitia Colombani , Claudia Marquardt
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei S. FISCHER, 21.03.2018
ISBN 9783103973518
Genre: Romane

Rezension:

Der Zopf von Laetitia Colombani ist einer kleiner Schatz. In diesem Roman geht es um das Leben dreier Frauen: Smita, Sarah und Giulia. Sie alle leben in unterschiedlichen Teilen der Welt (in Indien, Kanada und Italien), führen ein ganz unterschiedliches Leben und doch sind sie alle miteinander verbunden. Durch ihr Haar, aber auch durch ihre Stärke und die unbändige Willenskraft, ihr Schicksal zu meistern und ihren eigenen Weg zu gehen.

In diesen Roman sollte man sich einfach hineinwerfen, in den Bann ziehen und berühren lassen, ohne zuvor zu viel über den Inhalt zu wissen. Laetitia Colombani schreibt authentisch, bildhaft und spannend, und webt in einer wunderbaren, gleichzeitig bestürzenden und motivierenden Art und Weise die Geschichten der drei Frauen zusammen, legt die Erzählstränge vorsichtig übereinander wie Strähnen eines Zopfes. Ein tolles Debüt mit einer Geschichte, die noch lange nachhängt und zum Nachdenken anregt.

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85 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 60 Rezensionen

krieg, bauhau, bauhaus, historischer roman, kunst

Wenn Martha tanzt

Tom Saller
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei List Verlag, 09.03.2018
ISBN 9783471351673
Genre: Romane

Rezension:

Die Geschichte wird über zwei Zeitstränge hinweg erzählt. Auf der einen Seite, im Jahr 2001, geht es um Thomas, einen jungen Mann, der in New York das Tagebuch seiner Urgroßmutter versteigern lassen will. Wie sich herausstellen wird, ist dieses Tagebuch jedoch wertvoller als gedacht - nicht nur im Geldwert, sondern auch persönlich und emotional. Auf der anderen Seite, Anfang der 1900er Jahre, geht es um Martha - eine junge Frau, aufgewachsen in einem kleinen Dorf in Pommern, mit der besonderen Gabe, Musik nicht nur zu hören, sondern sie zu sehen und zu spüren, als Farben und Formen. Schon bald verlässt sie ihre Familie und geht ans Bauhaus in Weimar, einerseits, um ihr Talent zu fördern, aber andererseits auch, um endlich verstanden zu werden. In einem Tagebuch hält sie ihre Erlebnisse fest und auch andere berühmte Künstler im Bauhaus verewigen sich darin. Doch eines Tages wird die Kunstschule von den Nazis geschlossen und Martha muss zurückkehren. Aber wie geht die Geschichte weiter?

Tom Sallers Debütroman hat mir außerordentlich gut gefallen - der größte Makel liegt vermutlich darin, dass er einfach zu kurz ist. Nicht nur die historischen und politischen Details und das Setting haben mir gefallen, sondern auch der Schreibstil, die authentischen Dialoge und die detaillierten, bildhaften Beschreibungen. Wie auch schon auf dem Cover des Buches vermerkt: Dieses Buch bereitet ein echtes Kopfkino. Einzig mit den Figuren wurde ich persönlich nur langsam warm, obwohl ich sie nichtsdestotrotz faszinierend und interessant fand. Ihre Geschichte hat mich dennoch bewegt. Eine klare Leseempfehlung!
       

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113 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 51 Rezensionen

fantasy, intrigen, krieg, götter, highfantasy

Der Mond des Vergessens

Brian Lee Durfee , Andreas Heckmann
Fester Einband: 880 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 10.03.2018
ISBN 9783608961416
Genre: Fantasy

Rezension:

Der Mond des Vergessens ist so unglaublich sorgfältig ausgearbeitet, dass es in seinem Umfang (immerhin knapp 900 Seiten) und den detaillierten geschichtlichen und religiösen Aspekten und Überlieferungen, von denen man erfährt, schlichtweg überwältigend ist. Ich bin sehr gespannt, wie groß diese Welt noch in den kommenden Fortsetzungen wird. Man erkennt ziemlich gut Durfees Inspiration, die er aus der epischen Fantasy-Reihe Game of Thrones von George R. R. Martin sowie den Werken Stephen Kings zieht. Die Geschichte wird aus vielen verschiedenen Perspektiven und auch von verschiedenen Seiten erzählt.

In vielerlei Hinsicht erinnert Der Mond des Vergessens an klassische Fantasy-Geschichten, mit seinen vielen sehr typischen Elementen und Handlungssträngen, aber trotzdem geht es auch um politische Verstrickungen, wie wir sie heute häufig in epischer Fantasy finden. Leider gab es jedoch für mich auch einige Längen, langweilige Passagen und unnötige Szenen. Der größte Kritikpunkt ist für mich aber die Ausarbeitung der Figuren, die sich doch sehr an bekannten Klischees und Rollen orientiert und auch nie wirklich davon abweicht. Das ist zwar nicht immer schlimm, aber dann doch stellenweise recht repititiv und vorhersehbar. Insgesamt gab es hier einfach ein paar Unstimmigkeiten und Frustrationen mit den Figuren, so dass ich einige Punkte in der Wertung abziehen muss. Die vielen Passagen, die jedoch so reich an Details und gut, spannend und mitreißend geschrieben sind, lassen mich aber trotzdem gespannt auf die Fortsetzung warten.

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51 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

familie, mafia, erwachsenwerden, exzentrische charaktere, chicago

Die erstaunliche Familie Telemachus

Daryl Gregory , Tobias Schnettler
Fester Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Eichborn , 23.02.2018
ISBN 9783847906384
Genre: Romane

Rezension:

Dieses Buch ist so eine große, bunte Überraschungstüte, dass es mir etwas schwer fällt, die richtigen Worte dafür zu finden. Die Familie Telemachus, deren Mitglieder übersinnliche Fähigkeiten besitzen, war eins berühmt - bis sie bei einer Show als Bande von Betrügern entlarvt wurde. Einige Jahre später - der Traum von Ruhm und Erfolg im Showgeschäft ist jetzt längst ausgeträumt - leben die Kinder der ehemals erstaunlichen Familie Telemachus ihr eigenes Leben. Die Vergangenheit hat jedoch bei allen von ihnen deutliche Spuren hinterlassen.

In diesem Roman, der sowohl Krimi als auch Familiendrama, Komödie und Coming-of-Age Story ist, tauchen die LeserInnen in das Leben jedes Familienmitglieds ein. Es geht um den Familienpatriarch Teddy, seine Söhne Frankie und Buddy, und seine Tochter, die alleinerziehende Irene sowie ihren Sohn Matty - alle mit ihren exzentrischen Persönlichkeiten, ihren Fehlern, aber auch ihren sympathischen Seiten (wobei die einen davon mehr, die anderen weniger besitzen). Normalerweise bin ich kein Fan von zu vielen Perspektiven, die dann womöglich noch in verschiedenen Zeitebenen umherspringen. Doch Daryl Gregory ist hier etwas gelungen, von dem ich nicht dachte, dass es so elegant und mitreißend möglich gewesen wäre. Und schließlich schafft er es sogar, dass all die verschiedenen Puzzleteile, die nach und nach ins Spiel gebracht wurden, ein großes Bild ergeben.

Die erstaunliche Familie Telemachus ist ein ungewöhnliches Buch, das sich nirgends so recht einordnen lässt. Es ist nostalgisch, es ist lustig, es ist spannend (es gibt deutlich mehr Action und Drama als man annimmt), es ist traurig, es ist berührend. Die Geschichte beleuchtet, wie wichtig die Familie ist, und auch Ehrlichkeit gegenüber denen, die man liebt. Sie zeigt, wie Gaben manchmal mehr Fluch als Segen sein können und beschreibt das Leben einer ungewöhnlichen Familie, das zugleich normal und erstaunlich abgedreht ist.

Am Anfang braucht die Geschichte ein wenig Zeit, um in die Gänge zu kommen. Man lernt nach und nach die einzelnen Figuren in ihrer jeweiligen Erzählperspektive kennen. Mir fiel es jedoch nicht schwer, trotzdem weiterzulesen. Schwer fiel es mir eher, das Buch ab einem bestimmten Zeitpunkt überhaupt noch aus der Hand zu legen. Ich mochte die Figuren, die jede auf ihre Art und Weise liebenswert und interessant waren. Sie alle waren meiner Meinung nach rund und authentisch geschrieben. Alles in allem handelt es sich hier um ein lustiges und fantasievolles Buch, das sich selbst zum Glück nicht ganz so ernst nimmt. Eine (meistens) leichte und lustige Unterhaltung, die wohl eher nicht viel zum Nachdenken anregt, sondern einfach mit seiner Wundertüte an Ideen und den ungewöhnlichen Figuren Spaß macht.

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(100)

165 Bibliotheken, 6 Leser, 3 Gruppen, 64 Rezensionen

neapel, italien, freundschaft, neapolitanische saga, elena ferrante

Die Geschichte des verlorenen Kindes

Elena Ferrante , Karin Krieger
Fester Einband: 614 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 02.02.2018
ISBN 9783518425763
Genre: Romane

Rezension:


Mit ihrer neapolitanischen Saga hat Elena Ferrante etwas erschaffen, was einzigartig ist. Nun hat diese Saga ihr Ende gefunden. "Die Geschichte des verlorenen Kindes" ist der Höhepunkt und der Abschluss der Geschichte zweier Freundinnen.

Über den Inhalt möchte ich gar nicht allzu viele Worte verlieren, schließlich gehört das direkte Miterleben der Ereignisse mit Elena und Lila wesentlich zum Lesevergnügen. Mittlerweile befinden wir uns aber in einer Zeit, in der Lila und Elena erwachsene Frauen sind. „Die Geschichte des verlorenen Kindes“ setzt Mitte der 70er Jahre ein, Elena und Lila gehen getrennte Wege. Jeder, der die ersten drei Bände kennt, wird mit Sicherheit das Verlangen verspüren, auch diesen letzten Band zu lesen. Allen denjenigen, die nicht vom "Ferrante Fieber" ergriffen wurden, ist der Reiz der Geschichte um Lila und Elena vermutlich nur schwer nahezubringen. Aber nicht, weil ihre Geschichte so fernab der Realität oder gar langweilig wäre - ganz im Gegenteil. Ihr Leben, ihre Emotionen, ihre Erfahrungen, ihre Freundschaft... all das ist so real, detailliert und authentisch beschrieben, dass die Geschichte mich als Leserin einfach vollkommen einnehmen konnte. Aber nicht nur in der Darstellung zwischenmenschlicher Beziehungen und komplexer Biografien zeigt Ferrante auch in diesem vierten Teil wieder was sie kann, sondern auch in ihrer Erzählung von den politischen Verstrickungen der Figuren in Neapel. 

Mich konnte die neapolitanische Saga von Elena Ferrante vollends überzeugen, auch wenn sie ob ihrer Erzählweise manchmal vielleicht langatmigere Passagen aufwies. Dieser vierte Band bildet da hin und wieder keine Ausnahme, reiht sich perfekt in die Reihe ein, bildet meines Erachtens aber auch einen würdigen Abschluss. Und ich glaube, von allen Ausgaben, die weltweit erschienen sind, gehören die Cover vom Suhrkamp Verlag zu den schönsten. 

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(15)

36 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

italien, einhorn, einhörner, fantasy, kalabrien

In Kalabrien

Peter S. Beagle , Oliver Plaschka
Fester Einband: 160 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 10.02.2018
ISBN 9783608962178
Genre: Fantasy

Rezension:

Claudio Bianchi lebt seit vielen Jahren allein auf einem Hügel in den Bergen Süditaliens, in Kalabrien. Er teilt sein Leben lediglich mit seinen vielen Tieren, seinen Kühen, Katzen und Ziegen, auf die Gesellschaft des gelegentlich vorbeischauenden Postbotens oder anderen Nachbarn, die sich anschicken, ihn zu besuchen, scheint er getrost verzichten zu können - ebenso auf das moderne Leben, dem er sich durch seine Zurückgezogenheit verweigert. Er hat sich der Landwirtschaft und der Dichtkunst verschrieben und erwartet nicht, dass sich in seinem Leben noch viel verändert. Doch dann taucht ein Einhorn auf seinem Land auf. Mit seinem plötzlichen Erscheinen verändert er Bianchis Leben auf ungeahnte Weise, und er muss weite Wege gehen, um diese mystische und wunderschöne Gestalt zu beschützen.

Ich hätte "In Kalabrien“ sehr gern mehr gemocht, als ich es letztendlich tat. Die Geschichte hatte eine sehr schöne, ruhige und magische Atmosphäre, und konnte mich durch Beagles wunderschöne Art zu schreiben und vor allem zu beschreiben, wirklich begeistern. So habe ich das Buch sogar in einem Rutsch durchgelesen. Ich bin kein großer Fan von Einhörnern (auch wenn ich natürlich Beagles „Das letzte Einhorn“ schon kannte und mochte), aber dennoch fand ich die Geschichte um das Einhorn, das Claudio Bianchi liebevoll La Signora nennt, und Bianchi selbst, seine Fürsorge für das magische Geschöpf und die Art und Weise, wie so eine Erscheinung das Leben des Mannes, der so zurückgezogen lebt und versteift auf das ist, was er kennt, sehr einnehmend. Auch das Setting gefiel mir wirklich sehr, in den Bergen Süditaliens, in Kalabrien, am großen Zeh des italienischen Stiefels. Einsam, zurückgezogen, ländlich.

Sobald sich aber herausstellte, dass sich eine Romanze zwischen Claudio Bianchi (eigentlich Ende 40, aber oft wie Ende 60 wirkend) und der ein paar Jahrzehnte jüngeren Schwester des Postboten, Giovanna, entwickeln würde, wurde mir etwas schwer ums Herz und ich fing an, mich mit dieser forcierten und falsch anfühlenden "romantischen Entwicklung" unwohl zu fühlen. Leider hat das meinen persönlichen Lesegenuss doch beeinträchtigt, auch wenn dieser Aspekt der Geschichte eher selten im Vordergrund stand. Als etwas störend empfand ich jedoch auch die häufig in Dialoge eingeworfenen italienischen Wörter und Phrasen. Auch wenn ich die meisten davon auch ohne Nachschlagen verstehen konnte, so trugen sie für mich auch nicht zur Authentizität bei, sondern wirkten ebenfalls eher erzwungen oder etwas fehl am Platz. Schließlich sprechen die Figuren zu jeder Zeit Italienisch, nicht immer nur bruchstückhaft. Und auch das Ende konnte mich leider nicht wirklich überzeugen, war sogar für mich etwas verwirrend und hatte nicht mehr so viel von dem Charme des stillen, magischen Realismus, den die Geschichte zuvor sorgsam entwickelt hatte.

Insgesamt mochte ich „In Kalabrien“, auf wenigen Seiten schaffte es Beagle, viel Inhalt in eine schöne, lyrische Sprache zu packen und eine moderne Geschichte mit Einhörnern zu schreiben. Leider waren mir dafür jedoch die Figuren zu wenig entwickelt und nicht vielschichtig genug, als dass mich ihre persönliche Geschichte wirklich interessierte und bewegte. Hinzu kamen die befremdliche Mai-Dezember-Romanze und ein etwas zu actiongeladenes Ende für die zuvor so stille Erzählung. Kleine Makel, durch welche die eine ansonsten sehr schöne und empfehlenswerte Erzählung leider etwas an Magie verliert.

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(13)

16 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

john darnielle, vhs, schmerz, iowa, videothek

Rekorder

John Darnielle , Tobias Schnettler
Fester Einband: 280 Seiten
Erschienen bei Eichborn , 21.12.2017
ISBN 9783847900290
Genre: Romane

Rezension:

Auf VHS-Kassetten einer Videothek in einer Kleinstadt in Iowa tauchen verstörende Filmschnipsel auf. Eine Prämisse, die klingt, wie aus einem Horrorfilm. Aber je tiefer man in die Geschichte eintaucht, desto weiter führt einen der Roman von dem Geheimnis um das, was auf den Kassetten zu sehen ist, weg, und hin zu den Figuren und ihr Innenleben - dem Videotheksmitarbeiter Jeremy, seinem Vater, seiner Chefin, einer Kundin... Sie alle sind zugleich abgestoßen und angezogen von den schrecklichen Szenen und irgendwas scheint dieses Erlebnis mit ihnen zu machen.

Ich war beim Lesen oft verwirrt. Darnielle experimentiert mit Erzählung, Genre, Sprache und Figuren und macht es einem nicht leicht, einem etwaigen roten Faden zu folgen. Er verlässt die Haupthandlung und kehrt wieder zu ihr zurück, ohne viele Erklärungen zu liefern - überlässt den LeserInnen, Lücken mit der eigenen Vorstellungskraft zu füllen und schließlich ein Gesamtbild zusammenzusetzen. Der Roman war mir insgesamt ein großes Rätsel, über das sich schwer schreiben lässt, aber ein Rätsel, das mir in seiner Verschwiegenheit und seinem gleichzeitigen Experimentalismus, in Verbindung mit Darnielles sehr, sehr fesselndem Schreibstil, seinen lebhaften Bildern und der düsteren Atmosphäre, dann doch gut gefallen hat. Dieser Roman kann vielschichtig sein, aber auch einfach nur verwirrend. Er frustriert, aber er fasziniert auch. Auf jeden Fall aber wird er polarisieren.

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(95)

133 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 90 Rezensionen

irland, familiengeschichte, adoption, amerika, kloster

All die Jahre

J. Courtney Sullivan , Henriette Heise
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Zsolnay, Paul, 29.01.2018
ISBN 9783552063662
Genre: Romane

Rezension:

Die beiden Schwestern Nora und Theresa wandern Ende der 50er Jahre von Irland nach Amerika aus. Nora möchte hier ihren Verlobten Charlie heiraten und Theresa soll eine Ausbildung machen. Das Buch beginnt im Jahr 2009, also quasi ein halbes Leben später. Und entsprechend viel hat sich auch verändert, sowohl in Noras als auch Theresas Leben. Auch die beiden haben sich über schwere Entscheidungen hinweg voneinander entfremdet, doch kann die Bindung zur Familie einfach so abbrechen oder finden die beiden wieder zusammen?

Die Autorin J. Courtney Sullivan hat hier einen wunderschönen, gefühlvollen und nie ins klischeehaft Dramatische abdriftenden Roman geschrieben. In einem Zusammenspiel von Gegenwart und Rückblende lernen die LeserInnen die Figuren kennen und lieben - ihre Vergangenheit, ihre Persönlichkeit, ihre Fehler, ihre Gefühle. Real und authentisch.

Der Roman berührt so viele Themen, die einen nachdenklich stimmen - wie die Rolle der Familie und die Rolle, die man selbst in einer Familie einnimmt, aber auch wie jedes Ereignis Teil der Persönlichkeit wird und wie man damit umgeht.

Fazit: Ein sehr schöner, berührender Roman mit multidimensionaler Charakterzeichnung und -entwicklung, angesetzt im Boston beginnend der 50er/60er Jahre und mit Berührungspunkten zu Politik und Religion, aber einem Fokus auf der Familie, auf Geheimnissen und Lebensgeschichten.

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(97)

151 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 87 Rezensionen

mobbing, selbstmord, roman, lindsey lee johnson, schule

Der gefährlichste Ort der Welt

Lindsey Lee Johnson , Kathrin Razum
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 13.10.2017
ISBN 9783423281331
Genre: Romane

Rezension:

Gruppenzwang, Angst, die Highschool, Druck von Familie und Freunden, Privilegien und dieser schwer erträgliche Zustand zwischen Kindheit und Erwachsensein, Social Media, Drogen, Mobbing, folgenschwere Entscheidungen sowie die Bemühungen einer Lehrerin, das Leben der Schüler zu bereichern und zu verbessern. Um diese Dinge geht es in Der gefährlichste Ort der Welt von Lindsey Lee Johnson.

Der Klappentext klingt nach einem typischen Young Adult Drama im Stil von z.B. 13 Reasons Why oder Riverdale, war aber jedoch ganz anders als erwartet. Lindsey Lee Johnson schafft es durch ihre Erzählweise, den Leser bzw. die Leserin trotz eines Ensembles größtenteils unsympathischer Charaktere in das grausame Geschehen zu ziehen. Man geht gleichzeitig gern und ungern mit ihnen auf die Reise durch ihr Leben.

Nichtsdestotrotz gab es leider viele Punkte, die meinen Lesegenuss geschmälert haben. Die verschiedenen Perspektiven waren mir irgendwann einfach zu viel - auf viel zu wenig Platz. Dadurch blieben die Figuren für meinen Geschmack zu flach und nicht komplex genug, um glaubwürdig zu sein. Trotzdem: sie sind nicht perfekt, was wiederum gut ist. Aber es gibt so einige Stereotype, die sich gegenseitig durch die Geschichte jagen, genau so wie Ereignisse und Tragödien.

Auch wenn mich das Buch also manchmal in seinen verschiedenen Perspektiven verloren hat, so hat mich die Handlung doch immer wieder eingeholt und zum Weiterlesen gebracht. Obwohl ich ein paar Probleme mit den Figuren habe, finde ich dennoch, dass es eine wichtige Geschichte ist, die gerade heute noch an Bedeutung zunimmt. Daher spreche ich trotz den 3 von 5 Sternen, die ich gebe, eine Empfehlung aus. Ich mag Lindsey Lee Johnsons Erzählweise und ihren Schreibstil und hätte einfach gehofft, dass sie mehr Raum zur Entfaltung der Geschichte gehabt hätte.

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(27)

33 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

fantasy, magie, feuer, kampf, mark de jager

Der Fluch des Feuers

Mark de Jager , Michael Krug
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 24.11.2017
ISBN 9783404208913
Genre: Fantasy

Rezension:

Mark de Jagers Debütroman “Der Fluch des Feuers” ist ein Fantasy-Roman, der mich leider nicht so richtig überzeugen konnte. Das Gesamtpaket - Titel, Cover, Inhaltsbeschreibung - haben mich zunächst etwas komplett anderes erwarten lassen, als ich dann bekam. Und das ist schon einer der Hauptgründe meiner gemischten Gefühle bezüglich dieser Geschichte. Ich habe mit einem Antihelden gerechnet, aber der Protagonist mit dem ungewöhnlichen Namen Stratus entpuppte sich als ziemlich leere Hülle. Zu Beginn der Geschichte wissen wir quasi genau so wenig über ihn wie er selbst. Nackt und ohne Erinnerungen wacht er auf; seine Suche nach sich selbst beginnt - aber natürlich nicht ohne Komplikationen. Immer und immer wieder wird er bedroht und gefangen genommen. Und außerdem spürt er, dass tief in ihm etwas darauf lauert, endlich befreit zu werden.

Der größte Schwachpunkt des Romans ist für mich sein Protagonist, der als Antiheld beschrieben wird, aber bei mir keinerlei Sympathien wecken kann. Ich wusste nicht so richtig, warum es mich eigentlich interessieren soll, wer oder was Stratus eigentlich ist. Er besitzt zwar einige interessante Fähigkeiten, aber diese wurden ihm gefühlt immer zum passenden Zeitpunkt “angedichtet”, sodass er sich aus brenzligen Lagen gerade noch so befreien kann. Immer und immer wieder. Er trainiert sein neues Können ein wenig und schon hat er es perfektioniert. Deus Ex Machina. Diese Tatsache macht den Plot, der ein beständiges Auf und Ab von Gefangenwerden und Ausbrechen ist, nicht interessanter, sondern stellenweise leider sogar sehr langatmig. Stratus’ Monologe mögen zu Beginn noch interessant zu lesen sein, wirken aber bald gestelzt, konstruiert und zäh. Man liest und vergisst direkt wieder, was er gesagt hat. Auch die Nebenfiguren sind nicht besonders einprägsam. Einzig und allein die zweite Hauptfigur, Tatyana, war meines Erachtens wirklich interessant, mehrdimensional und die treibende Kraft des Romans. Ihre Interaktion mit Stratus hat mir wirklich sehr gut gefallen.

Das Ende bzw. die Auflösung des Mysteriums um Stratus’ Dasein war weder besonders überraschend noch fand ich sie besonders elegant oder spannend, und hier wurde ich vielleicht am meisten enttäuscht. Da möchte ich allerdings nicht sagen, dass es sich hier generell um eine schlechte Idee handelt, sondern sie einfach nicht “meiner Art von Fantasy-Roman” entspricht und ich mir etwas anderes erhofft hatte. Dazu kommt, dass es viele, viele brutale Passagen gibt, die sehr, sehr ausführlich und bildhaft beschrieben werden. Mark de Jager bringt außerdem für mich einfach zu viele Fantasy-Elemente zusammen. All das führt demnach zu meiner Bewertung mit 2 Sternen. Ja, es ist ein Debütroman und Spielraum nach oben muss man ihm zugestehen. Manche Ideen waren interessant, der Beginn war vielversprechend, aber leider verlor sich die Geschichte dann recht zügig, wirkte inhaltsleer mit einem Protagonisten, der leider nicht so vielschichtig war wie erhofft und einer Menge langatmiger Beschreibungen von Gewalt. Nichtsdestotrotz kann ich mir vorstellen, dass Leute, die sowieso jede Fantasy verschlingen, mit diesem Buch ihren Spaß haben könnten. Und für all diejenigen hoffe ich, dass de Jager das Potenzial, das diese Geschichte durchaus hat, in der Fortsetzung nicht verschenkt.

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(57)

72 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 54 Rezensionen

verona, liebe, shakespeare, italien, romeo und julia

Wie ich dank Shakespeare in Verona die große Liebe fand

Glenn Dixon , Lars Bauer
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 08.03.2018
ISBN 9783462051148
Genre: Liebesromane

Rezension:

"Wie ich dank Shakespeare in Verona die große Liebe fand" von Glenn Dixon ist die fesselnde Geschichte eines Highschool-Lehrers, der der Liebe aufgrund von herber Enttäuschungen, kritisch gegenübersteht. Um sich über das Wesen der Liebe klarer zu werden, begibt er sich auf eine Reise nach Italien, genauer gesagt nach Verona (der Stadt der Verliebten), um dort den Sommer lang Briefe zu beantworten, die von den unterschiedlichsten Menschen an Julia, der Figur aus der Tragödie "Romeo und Julia" von William Shakespeare, geschickt werden und sich Rat von ihr erhoffen.

Die Geschichte wird in Form einer Memoir erzählt und erinnert wirklich sehr an den Film bzw. das Buch "Briefe an Julia" von Lise und Ceil Friedmann. Denn auch in diesem Roman geht es um "Julias Sekretärinnen", einer Reihe von Frauen, die sich der Aufgabe verschrieben haben, diese Briefe zu beantworten.

So will nun auch Glenn, in der Hoffnung, eigene Antworten zu finden, Antworten an andere Menschen verfassen, die in diesen Briefe teils all ihre Verwundbarkeit, Einsamkeit, Freude oder Verzweiflung offenbaren, von gebrochenen Herzen, Ungewissheit ob der Art ihrer Gefühle und der großen Liebe sprechen. Zuerst fällt es Glenn schwer, aber schon bald legt er sein ganzes Herz in die Antworten.

Mir hat "Wie ich dank Shakespeare in Verona die große Liebe fand" nicht nur aufgrund der Thematik gefallen, der gefühlvollen, ergreifenden Perspektiven auf die Liebe und dem Versuch, ihr mysteriöses Wesen zu erkunden. Auch die Erzählweise fand ich sehr ansprechend, mit einem Wechsel aus Rückblenden zum Lehrer Glenn, der im Unterricht mit seinen SchülerInnen "Romeo und Julia" bespricht und der Zeit in Verona, einer wunderschönen Kulisse, die der Geschichte den letzten Schliff verleiht.

Allen in allem hat Glenn Dixon hier eine wunderschöne, herzerwärmende Geschichte zu Papier gebracht, die einen teilweise vielleicht etwas traurig oder zumindest nachdenklich stimmt, zuletzt aber auch inspirierend schön ist und Hoffnung schenkt.

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(117)

167 Bibliotheken, 4 Leser, 3 Gruppen, 80 Rezensionen

liebe, deutschland, arktis, bernhard schlink, briefe

Olga

Bernhard Schlink
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 12.01.2018
ISBN 9783257070156
Genre: Romane

Rezension:

Nach “Der Vorleser” war “Olga” erst der zweite Roman, den ich aus Bernhard Schlinks Feder gelesen habe - begeistert hat er mich aber ebenso. Es handelt sich bei diesem Roman um eine ungewöhnliche Lebensgeschichte, die in ihrem schnörkellosen Stil und ihrer Traurigkeit, aber auch in ihren Hoffnungsschimmern so zart berührt, dass man sie nicht aus der Hand legen mag.

Die titelgebende Olga ist eine faszinierende und starke Frau, die so einigen Widrigkeiten trotzdem muss; die Erzählung ihres Lebens in den verschiedenen Abschnitten ist nicht nur in ihrer Sprache und ihrer Geschichte, sondern auch in ihrer unterschiedlichen Ausgestaltung in drei Teile (Erzählungen und Briefe) unglaublich fesselnd und emotional mitreißend. Auch Herbert, zu dem Olga eine besondere Verbindung hat, obwohl sie sich zu Anfang des Romans, in ihrer frühen Kindheit, doch so sehr zu unterscheiden scheinen, ist eine interessante Figur - ein Abenteurer, während Olga eine Beobachterin ist. Dies wird vor allem im dritten und persönlichsten Teil der Geschichte deutlich.

Bernhard Schlink geleitet den Leser bzw. die Leserin über große Zeiträume hinweg, lässt sie am Leben von Olga teilhaben und schlussendlich auch geschickt an ihren tiefsten Gedanken und Gefühlen, so dass man hinterher zwar ein wenig traurig, aber vor allem berührt ist. Berührt von einer ungewöhnlichen Liebesgeschichte, berührt von Olga, ihrem Leben und von den unterschiedlichen Wegen, die jeder Mensch bestreitet. Eine klare Leseempfehlung.

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(75)

104 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 70 Rezensionen

liebe, schottland, wale, isabel morland, hebriden

Die Rückkehr der Wale

Isabel Morland
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.11.2017
ISBN 9783426521809
Genre: Liebesromane

Rezension:

Kayla und ihr Ehemann Dalziel streiten immer öfter. Kayla ist unglücklich, einsam und sogar ängstlich. Schließlich taucht ein geheimnisvoller und attraktiver Fremder auf der Insel auf. Es kursieren seltsame Gerüchte über diesen Mann mit seiner besonderen Verbindung zum Meer, der nicht nur Kaylas Gefühle durcheinanderbringt, sondern ihr ganzes Leben.

Besonders gut gefallen hat mir Isabel Morlands Schreibstil. Feinfühlig und bildreich beschreibt Morland Landschaft und Charaktere. Immer wieder finden gälische Wörter und Phrasen ihren Weg in die Dialoge der Inselbewohner, was anfangs etwas gewöhnungsbedürftig ist, aber letztlich alles ein bisschen authentischer macht und sich gleichzeitig wunderbar in das mystische, sagenumwobene Setting einfügt. Ich wurde fast sofort in das Geschehen hineingezogen und war, trotz einigen wenigen Längen, bis zum Ende gefesselt, vor allem von der wunderschönen Kulisse und den vielen liebenswerten, detailliert beschriebenen Figuren.

Auch das Cover ist meiner Meinung nach sehr gelungen und fängt die Stimmung des Romans gut ein. Ein echter Augen- und auch Leseschmaus. Eine gefühlvolle, magische Geschichte, die nicht zu kitschig wird und trotzdem romantisch ist.

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(105)

158 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 95 Rezensionen

paris, die lichter von paris, eleanor brown, liebe, künstler

Die Lichter von Paris

Eleanor Brown , Christel Dormagen , Brigitte Heinrich
Flexibler Einband: 387 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 23.10.2017
ISBN 9783458363040
Genre: Romane

Rezension:

Eleanor Browns Die Lichter von Paris erzählt die Geschichte von Madeleine und Margie, zwei Frauen aus zwei Generationen, gefangen zwischen den Erwartungen, die an sie gestellt werden, und auf der Suche nach Selbstbestimmung, nach Liebe und nach Glück.

Der Plot ist so simpel wie sofort einnehmend: Wir schreiben das Jahr 1999, die junge Madeleine ist unglücklich verheiratet und ihr Traum vom Malen ist mittlerweile wirklich nur noch ein Traum. Sie verbringt ihr Leben zwischen gesellschaftlichen Verpflichtungen und für sie unerfüllbaren Erwartungen - bis sie eines Tages die Tagebücher ihrer Großmutter Margie findet, die trotz 70 Jahren Zeitunterschied genau dieselben Probleme und dasselbe Schicksal zu haben scheint. Auch Margie hatte einst Träume und fühlte sich gefangen in den gesellschaftlichen Umständen, doch dann floh sie in die Pariser Boheme. Inspiriert durch ihre Geschichte entschließt sich schließlich auch Madeleine, ihr Leben in die Hand zu nehmen.

Das Besondere an diesem Roman ist also vor allem die Erzählung in abwechselnder Perspektive. Insbesondere die Kapitel, in denen Margies Leben in den 1920er Jahren beschrieben wird, wecken die Sehnsucht nach Paris, nach Abenteuern und Freiheit. Nicht nur Margies Entwicklung, sondern auch die Menschen, denen sie auf ihrer Reise begegnet, sind wundervoll, authentisch und detailliert beschrieben. Hier schafft es Eleanor Brown, mich wirklich zu überzeugen. Ganz im Gegensatz zu den Kapiteln, in denen es um Madeleine geht - und das, obwohl doch die Geschichten beider Frauen so viele Ähnlichkeiten aufweisen. Aber die Figur Madeleine als moderne Frau hat mich durch ihr oft fehlendes Rückgrat und all die Rechtfertigungen zu oft frustriert.

Nichtsdestotrotz hat mir Die Lichter von Paris sehr gut gefallen, einfach weil es eine Achterbahn der Gefühle war, mal lebensbejahend, mal traurig und herzbrechend, oft sehr nachvollziehbar. Aber am Ende steht vor allem eine wichtige Lektion: Um wirklich frei zu sein und uns selbst zu verwirklichen, müssen wir uns all den unrealistischen und ungewollten Erwartungen entledigen, und einfach nur für uns selbst leben. All das verpackt in dieser Familiengeschichte, die ja auch zum Teil historischer Roman ist, macht das Buch für mich sehr empfehlenswert. Kleine Abstriche bei den Charakteren, die teilweise sehr klischeebelastet waren und eine manchmal vorhersehbare Geschichte, führen insgesamt zu einem Punkt Abzug, schmälern jedoch den Lesegenuss nur unwesentlich.

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