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20 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

thrille, tilly, koblenz, rezension, spannend

Unmensch

Sönke Hansen
Geklebt: 198 Seiten
Erschienen bei Amrun Verlag, 30.09.2014
ISBN 9783944729572
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
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39 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 20 Rezensionen

wien, recht, frankfurt, gerechtigkeit, thriller

Recht

David G. L. Weiss
Fester Einband: 450 Seiten
Erschienen bei Langen-Müller, 18.03.2015
ISBN 9783784433745
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
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29 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

schottland, schuldzuweisung, krimi, unterhaltungsliteratur, spannend

Talisker Blues

Mara Laue
Flexibler Einband: 358 Seiten
Erschienen bei Dryas Verlag, 25.01.2013
ISBN 9783940258168
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Tha mi neo-chiontach ist Gälisch und heißt "Ich bin unschuldig!". Doch unschuldig ist Kieran MacKinnon sicherlich nicht, denn er saß 20 Jahre wegen des Mordes an seiner damaligen Freundin hinter Gittern. An den Mord selbst konnte und kann er sich nicht erinnern, denn er war so sturztrunken wie nie zuvor. Jetzt ist er wieder frei und er kehrt zurück in seine Heimat, auf die Insel Skye, und hofft auf eine zweite Chance im Leben. Seine Eltern wollen von ihm nichts mehr wissen, sein Bruder Paddy ist hin- und hergerissen, ein alter Mann bekommt vor lauter Schreck gar einen Herzinfarkt, als er ihn erkennt. Das Leben in Freiheit ist also alles andere als angenehm, doch dann scheint er endlich wieder einmal Glück zu haben. Paddy besorgt ihm einen Job bei Talisker, der Whisky-Destillerie, und er begegnet Catriona, einer offenen, herzlichen Frau, die nicht auf Gerüchte hören will, sondern Kieran als den Mann kennenlernen, der er jetzt ist.

Doch dann scheint ihn die Vergangenheit wieder einzuholen. Es spricht sich herum, wer Kieran ist, er wird von Arbeitskollegen angegriffen, verliert seinen Arbeitsplatz und dann findet man am Strand eine Leiche. Sie wurde genauso ermordet wie das Mädchen vor 20 Jahren und alle Spuren deuten wieder auf Kieran, der kein Alibi und kaum eine Chance hat, sich zu verteidigen, zumal der Polizist, der ihn damals festgenommen und ins Gefängnis gebracht hat, fest entschlossen ist, ihn ein für alle Male wegzusperren.

Das ist mein zweites Buch von Mara Laue, und wie schon bei Singleton Soul gelingt es ihr gut, die Athmosphäre in Schottland festzuhalten. Die Schreibweise ist gut und routiniert und der Einstieg ins Buch gelingt gut. Es wird auf zwei Ebenen erzählt, einmal in der Jetztzeit, einmal von 1991, als der erste Mord stattfand. Bis zur Hälfte gefiel mir das Buch auch sehr gut, aber spätestens, als es mit Catriona losging, nahm die Spannung ab und der extreme Edelmut des geläuterten Häftlings begann zu langweilen. Auch wurde es zu klischeemäßig mit der Bosheit der Leute auf der einen Seite und dem Gutmenschentum Catrionas und einiger anderer auf der anderen. Was ich richtig schlimm finde, ist der Schluss, wo sich die wichtigsten Leute alles verzeihen und geradezu einander in die Arme fallen. Ich finde es nicht authentisch, dass ein Mann, dem Jahrzehnte seines Lebens gestohlen wurden, so mild und gut ist, dass er alles auf sich beruhen lässt oder gar ein für alle Male seinen Hass begräbt. Das hat mir die zweite Hälfte des Buches tatsächlich recht verleidet.

Fazit: Ein Buch, das interessant mit der Aufarbeitung eines Mordes beginnt, aber leider die Spannung nicht halten kann, zumal der wahre Tathergang recht vorhersehbar war.

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Tags: morde, schottland, schuldzuweisung   (3)
 

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61 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

sklavin, intrigen, magie, aralon, magier

Rialla - Die Sklavin

Patricia Briggs , Christina Neuhaus
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 16.09.2014
ISBN 9783404207701
Genre: Fantasy

Rezension:

Lasst mich euch Folgendes sagen: Ich finde die Mercy-Thompson-Reihe von Patricia Briggs hervorragend. Also landete dieses Buch hier natürlich auf meinem Sub, wo es eine Weile vor sich hindümpelte. Leider muss ich noch etwas sagen: Hindümpeln ist ein gutes Wort, um dieses Buch zu beschreiben. Ich bin nicht gerade enttäuscht - oder doch. Eigentlich schon. Ich bin enttäuscht, weil ich von der Autorin einfach Besseres gewohnt war. Das hier kommt mir vor, als hätte sie es mal in ihrer Teenagerzeit als Fanfiction zu irgendwas geschrieben und sich nach ihrem Erfolg gedacht "Warum nicht? Hat doch bei E. L. James auch funktioniert".

Wir befinden uns in einer eher mittelalterlichen Welt, in der Magie in einigen Staaten erlaubt und in anderen verboten ist. Als der Meisterspion von Sianim davon erfährt, dass in den Nachbarstaaten Kräfte am Werk sind, die einen neuen Krieg entfachen wollen, indem sie dafür sorgen, dass ein wichtiger Adliger umgebracht wird, schickt er nicht nur den Bruder des möglichen Opfers zurück in seine Heimat, sondern auch Rialla. Rialla ist entgegen des Klappentexts keine ausgebildete Spionin, aber sie beherrscht die Sprache des Nachbars, weil sie dort jahrelang als Sklavin gehalten wurde, bevor ihr die Flucht gelang. Der Meisterspion überredet sie, seinen Auftrag anzunehmen mit dem Versprechen, dass durch ihre Hilfe die Sklaverei drüben abgeschafft wird. So vage, wie ich es hier beschreibe, so vage bleibt übrigens auch diese ganze politische Angelegenheit.
Bei einem Anschlag auf den Adligen, den sie beschützen sollen, lernt sie den Heiler Tris kennen (mit dem Namen hatte ich übrigens die ganze Zeit Probleme, weil Tris für mich ein Frauenname ist). Tris verfügt über besondere Heilkräfte und Magie, doch Rialla entdeckt, dass sie ebenso über besondere Kräfte verfügt. Sie ist eine Empathin und kann von fast allen Menschen nicht nur Gefühle wahrnehmen, sondern diese Gefühle auch gegen diese Menschen wenden.

Trotz all ihrer Maßnahmen werden ihre Bemühungen boykottiert und sie findet sich wieder in der Gewalt des Mannes, der sie einst versklavt hat. Er ist intrigant und grausam und außerdem ein sehr, sehr mächtiger Zauberer. Als er Rialla auf seine Burg verschleppt, bleibt ihr nicht mehr viel Zeit, um herauszufinden, was eigentlich passiert ist - doch sie hat noch immer Hilfe von Tris.

Eigentlich gibt der Plot jede Menge Handlung und Action her. Doch leider ist das Ganze meistens so spannend wie der Abspann eines Rosamunde-Pilcher-Filmes. Jegliche Gefahr, die bestehen könnte, wird durch die Superkräfte von Tris und Rialla schnell gebannt. Nicht einmal die Szenen im Kerker waren besonders bewegend, weil Tris auch mal eben durch Wände gehen kann, um Rialla zur Seite zu stehen. Die sich zwischen ihnen entwickelnde Liebe war alles andere als glaubwürdig und überhaupt war die Geschichte so lieblos heruntergeschrieben, dass es eher zum Gähnen war. Im Übrigen war ich auch von der Übersetzung nicht sonderlich angetan. Sätze wie "Sie machte ihn lachen" mögen vielleicht im Englischen ok sein, in unserer Sprache klingen sie grausam nach Babbelfish.

Fazit: Um der alten Mercy-Thompson-Bücher-Zeiten noch 2 Punkte. Aber seien wir ehrlich - das war eher nichts.  

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Tags: intrigen, magier, sklavin   (3)
 

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536 Bibliotheken, 10 Leser, 2 Gruppen, 110 Rezensionen

dystopie, aliens, rick yancey, das unendliche meer, außerirdische

Das unendliche Meer

Rick Yancey , Thomas Bauer
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 30.03.2015
ISBN 9783442313358
Genre: Science-Fiction

Rezension:  
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51 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

krimi, rache, susanne mischke, vertuschung, vergangenheit

Kalte Fährte

Susanne Mischke
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Berlin Verlag, 09.03.2015
ISBN 9783827012487
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Alles beginnt mit einer Gespenstergeschichte: Die Kinder eines kleines Ortes erzählen sich etwas über einen Geist, der gruselige Laute aus einem verlassenen Brunnen ausstößt. Als Erwachsene der Sache auf den Grund gehen, finden sie zwar keinen Geist, aber etwas, das wirklich gruselig ist. Einen Toten, der von Ratten so zerfressen ist, dass man ihn kaum noch sehen kann. Und damit wird es zu einem Fall für Francesca Dante, die italienische Wurzeln und eine teilweise nervige Großfamilie hat, und Carolus Jessen, den nordisch kühlen Kommissar, der gleichzeitig ihr Chef ist. Es stellt sich heraus, dass der Mann im Brunnen ermordet wurde - auf grausame Art und Weise. Und dass er außerdem in einen ungelösten Mordfall verwickelt ist. Doch damit nicht genug. Alle Mitglieder seiner ehemaligen Clique scheinen zumindest verdächtigen Todesfällen zum Opfer gefallen zu sein. Ist es möglich, dass ein Serienkiller am Werk ist?

Francesca und Jessen müssen den alten Mordfall neu aufrollen, um hinter das Motiv zu kommen. Doch ist Jessen wirklich interessiert daran, diese Morde aufzuklären? Je tiefer Francesca gräbt, desto mehr Leichen im Keller verschiedener Leute finden sich, und auch die Polizei hat sich nicht mit Ruhm bekleckert. Als Francesca nicht mehr weiß, wem sie überhaupt noch trauen kann, lässt sie sich beurlauben und ermittelt auf eigene Faust weiter, ohne zu ahnen, dass sie einer gefährlichen Person geradewegs in die Arme läuft ...

Dieser Krimi hat Spaß gemacht mit seinen so verschiedenartigen Protagonisten, die man recht gut kennenlernen durfte, da die Perspektiven der einzelnen Ermittler immer mal gewechselt wurden. Der Schreibstil der Autorin nimmt gefangen, und auch, wenn man anfangs darüber stolpert, dass es keine Kapitel gibt, sondern die Handlungsstränge nur durch Leerzeilen abgetrennt werden, gewöhnt man sich schnell daran und es stellt kein Problem dar. Der Fall nimmt verschiedene Wendungen, so dass ein geradliniges Ermitteln nicht möglich ist, zumal immer mal wieder verschiedene Leute ihre eigene Agenda verfolgen. Manchmal hat mich gestört, dass Jessen oder auch Dante das ein oder andere Mal begriffsstutzig wirkten. Das kann allerdings auch der Tatsache geschuldet sein, dass sie im Gegensatz zum Leser nicht das ganze Bild präsentiert bekommen haben. Interessant fand ich das Verwenden von indirekter Redeweise und die Auflösung des Falles, die darin gipfelte, dass nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen war.

Fazit: Ein spannender erster Fall von Dante und Jessen, der Lust auf weitere Ermittlungen des Teams macht.

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Tags: alter fall, rache, vertuschung   (3)
 

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457 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 119 Rezensionen

changers, identität, drew, jugendbuch, liebe

Changers - Drew

T Cooper und Allison Glock-Cooper , Allison Glock ,
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Kosmos, 05.02.2015
ISBN 9783440143629
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Stell dir vor, du erwachst eines Morgens und bist nicht mehr du selbst.
Stell dir vor, du schläfst als Junge ein und erwachst als Mädchen.
Stell dir vor, du musstest deshalb die Schule wechseln und ein gänzlich neues Leben anfangen.
Stell dir vor, plötzlich wird dir mitgeteilt, dass du zu einer uralten Menschenrasse - den Changers - gehörst.
Und stell dir vor, der Rat der Changer schreibt dir alles vor und du musst sogar aufpassen, mit wem du dich anfreundest.

All dies ist Ethan passiert. Nur dass Ethan jetzt nicht mehr Ethan ist, sondern Drew. Klingt komisch? Ist aber so.

Als der vierzehnjährige Ethan an dem Tag, an dem er in seine neue Schule in einer neuen Stadt kommt, die Augen aufschlägt, fällt er aus allen Wolken. Er ist plötzlich ein blondes Mädchen. Seine Eltern sind aus dem Häuschen und erklären ihm, dass er wie sein Vater ein Changer ist, jemand, der im Alter zwischen 14 und 18 viermal seine Identität wechselt. Angeblich gehören sie einer uralten Rasse an, die dazu bestimmt ist, die Menschheit zu retten. Mindestens. Deshalb gibt's für die frischgebackene Drew jetzt ganz viele neue Regeln - unter anderem die der Mädchen, die Menstruation. Das ergibt jede Menge Komplikationen, denn wie soll sich jemand, der sein ganzes Leben als Junge verbracht hat, plötzlich als Mädchen verhalten? Dann ist da der Rat der Changer, der ihr ständig Vorschriften macht, sogar über Freunde bestimmen will. Natürlich spielen gerade jetzt auch die Hormone verrückt, so dass Ethan/Drew kaum noch geradeaus denken kann. Verliebt er sich gerade als Drew in Chase, diesen netten, sexy Jungen, oder als Ethan in Audrey, dem einzigen Mädchen, das sich nicht wie eine Zicke aufführt?

All das erzählt uns Drew in lässiger, manchmal schnoddriger Jugendsprache, die sehr gut zu dem Alter passt. Da Changer mit einer Art Nanotechnik gezwungen werden, in ihrem Kopf Tagebuch zu führen, sind wir immer sehr nah dran am Geschehen - oder auch nicht. Denn zwischendurch wird auch gern mal ein Sprung von Monaten gemacht: zwischen Tag 27 und 84 ist Sendepause. Was ist passiert? Wie ist es Drew gerade in dieser komplizierten Zeit ergangen? Keine Ahnung. Die Autoren wahrscheinlich auch nicht, denn das passiert später noch einmal. Immer dann, wenn sich gerade eine Situation extrem zuspitzt und man wissen möchte, was passiert ist, ist Schluss. Auch ohne irgendwelchen Erklärungen. Jetzt könnte man argumentieren, dass eben in der Zeit nichts Spannendes passiert ist und nur das Wichtigste erzählt wird, aber dazu ist das, was ansonsten mitgeteilt wird, oft zu banal, um wirklich wichtig zu sein. Das frustriert, das nimmt Fahrt aus der Handlung und Spaß am Lesen. Hinzu kommen Logiklücken, die einfach mit "Ist eben so" abgetan werden und so viele unbeantwortete Fragen, dass man allein mit ihnen ein neues Buch schreiben könnte. Natürlich soll in einer Tetralogie nicht alles im ersten Buch aufgedeckt werden, aber die Leser einfach so im Regen stehen zu lassen, ist auch nicht die feine englische Art.

Fazit: Starker Anfang, tolle Idee, aber erscheint nicht bis zum Ende durchdacht und lässt zu viele Fragen offen.

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Tags: erste liebe, identitätswechsel, pubertäre probleme   (3)
 

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273 Bibliotheken, 11 Leser, 2 Gruppen, 51 Rezensionen

dystopie, liebe, usa, ruby, liam

Die Überlebenden - Furchtlose Liebe

Alexandra Bracken , Marie-Luise Bezzenberger
Flexibler Einband: 580 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 16.02.2015
ISBN 9783442479092
Genre: Science-Fiction

Rezension:  
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30 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

steampunk, fantasy, western, r. s. belcher, revolver tarot

Revolver Tarot

R. S. Belcher , Dennis Frey
Buch: 550 Seiten
Erschienen bei Papierverzierer Verlag, 01.03.2015
ISBN 9783944544304
Genre: Fantasy

Rezension:  
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27 Bibliotheken, 4 Leser, 2 Gruppen, 10 Rezensionen

krieg, fantasy, kobrin, sirene, alania

Alania - Das Lied der Geister

Caroline G. Brinkmann ,
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Papierverzierer Verlag, 02.03.2015
ISBN 9783944544571
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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29 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 23 Rezensionen

kinderbuch, tafelrunde, merlin, monste, artussage

Ritter reloaded: Die Tafelrunde kehrt zurück

K. T. Milner , Timo Grubing ,
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei KeRLE, 01.02.2015
ISBN 9783451712951
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Michael hat's echt nicht einfach. Sein Vater ist vor anderthalb Jahren ums Leben gekommen und jetzt heiratet seine Mutter dessen besten Freund, einen Ölmulti. Statt in einem netten kleinen Haus wohnt er jetzt in einem halben Palast und als wäre das nicht schlimm genug, hat er noch einen Stiefbruder bekommen, der einfach unerträglich ist. Wenn man 14 ist und somit mitten in der Pubertät steckt, ist das ganz schön harter Tobak, aber auch da hört es noch immer nicht auf. Denn am Tag der Hochzeit seiner Mutter geschieht etwas Seltsames: Nicht nur, dass sich ein Penner plötzlich in einen Falken (und zurück) verwandeln kann und sich ihm als Merlin vorstellt (ja, genau DER Merlin!), nicht nur, dass ihn übelriechende Schleimwesen angreifen und beinahe töten, nein, der sich verwandelnde Penner namens Merlin erzählt ihm, dass er, Michael, nicht irgendwer ist, sondern ein Ritter der Tafelrunde. Und dass er seine Mitstreiter suchen muuss, um zu verhindern, dass ausgerechnet der Ölmulti, den Michaels Mutter geheiratet hat, mit seinen Bohrungen dafür sorgt, dass das Böse zurück in die Welt kommt.

Natürlich glaubt Michael im ersten Moment erst mal gar nichts, doch es trudeln immer mehr Beweise für die Richtigkeit all der Behauptungen auf. Seine Freunde Gavin und Safi besitzen plötzlich übernatürliche Fähigkeiten, gefährliche Kreaturen dringen in die Schule ein, in die sie gehen und bedrohen nicht nur ihr Leben und dann taucht auch immer wieder dieses seltsame Mädchen auf, das Michaels Herz ein bisschen schneller schlagen lässt. Er muss sich seiner Bestimmung stellen, zusammen mit seinen Freunden muss er verhindern, dass Mordred wieder in die Welt zurückkehrt und sie erobert. Doch sie sind alle erst 14 und haben noch nie in ihrem Leben Waffen in der Hand gehabt oder gekämpft - oder doch?

Der Anfang beginnt spannend und humorvoll und hat mich auch sofort in die Geschichte gezogen. Michael ist ein sympathischer Kerl mit netten Freunden, der es gar nicht cool findet, plötzlich in eine superreiche Familie einzuheiraten. Leider hatte ich ziemlich bald das Gefühl, dass irgendwann eine Stelle kam, an der sich der Autor/die Autorin gedacht hat: Oh, vielleicht sollte ich nicht ganz so hart sein. Die Geschichte wurde ... nun ja. Kindlicher. Nicht mehr so spannend wie zu Beginn, dabei bin ich durchaus der Meinung, dass die Zielgruppe wohl meist im selben Alter wie Michael sein dürfte und damit ziemlich abgebrüht. Ich fand die Kämpfe immer zu einfach gelöst und zu simpel beschrieben, kaum einmal hatte ich das Gefühl "Oh, jetzt wird's aber so eng, das schaffen die nie!". Aber gerade das Bedürfnis, an den Fingernägeln knabbern zu wollen, macht doch so ein Abenteuer aus, und dafür war es mir zu gezügelt. Einerseits starben auch mal jede Menge Leute, andererseits bloß kein Blut vergießen bitte, wir sind doch hier im Disney-Land und wollen niemanden erschrecken. Schnell fort mit unangenehmen Gedanken! Von daher fand ich die Geschichte zwar interessant, aber wirklich mitreißen konnte sie mich ab der Hälfte nicht mehr.

Fazit: Nettes Kinderabenteuer ohne viel Feuer. Müsste sich im Nachfolger definitiv steigern und auch mal Mut zu Niederlagen zeigen, um zu fesseln.

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221 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 64 Rezensionen

freundschaft, familie, flucht, england, bücher

Die Reise mit der gestohlenen Bibliothek

David Whitehouse , Dorothee Merkel
Fester Einband: 314 Seiten
Erschienen bei Tropen, 21.02.2015
ISBN 9783608501483
Genre: Romane

Rezension:

Ich sehe schon jetzt, dass diese Rezension einen empörten Aufschrei auslösen wird, weil es ja so ein "wunderbares" und "bezauberndes" Buch ist, aber ich sehe mich trotzdem nicht in der Lage, anders zu beurteilen, denn das ist es, was ich empfunden habe. Und ich sag's gleich vorneweg: Ich bin froh, dass ich durch bin.

Worum geht's? Erst einmal: Es geht nicht um eine "Reise". Eine Reise suggeriert normalerweise etwas, das man freiwillig, vielleicht sogar gern tut. Das ist hier nicht der Fall. Besser wäre der Titel "Die Flucht mit der gestohlenen Bibliothek", denn nichts anderes haben wir hier. Alle in diesem Buch sind auf der Flucht.

Bobby Nusku, der 12jährige Junge, vor seinem brutalem Vater.
Val Reed, die Frau, samt ihrer Tochter vor den bösartigen Nachbarn und deren noch bösartigeren Gerüchten.
Joe Wiles, der Exsoldat,  vor dem Schicksal und dem Gefängnis.
Doch sie sind nicht die Einzigen, die ihr Päckchen zu tragen haben. In dieser Lektüre gibt es keinen einzigen Menschen, dem es nicht irgendwie schlecht geht. Glücklich sind hier nur der Hund und vielleicht der Papagei.

Bobby Nusku ist ein seltsamer Junge. Seit seine Mutter verschwunden ist, lebt er bei seinem Vater und dessen wasserstoffblonder Freundin. Sein Vater ist extrem brutal, der schlägt ihn auch schon mal mit dem Gürtel so grün und blau, dass er Bobby eine Woche lang nicht zur Schule gehen lässt, damit niemand die Spuren sieht. Bobby hat einen besten Freund, Sunny, der ihn beschützen und sich deshalb zum Cyborg umbauen will. Um das zu erreichen, lässt er Bobby auf sein ausgestrecktes Bein springen und es brechen, er lässt ihn mit dem Vorschlaghammer seinen Arm zerschmettern, er lässt sich von Bobby ein Gerüst runterstürzen und den Schädel zermalmen. Ist das krank oder ist das krank? Ich meine, mit 12 ist man kein Baby mehr und glaubt garantiert nicht daran, dass man zum Cyborg umgebaut werden kann. Mir haben diese Stellen mehr als nur Unbehagen bereitet, mir ist regelrecht schlecht geworden. Genauso, als Bobby flüchtet und dafür sorgt, dass sein Vater sich eine Schere in den Oberschenkel rammt oder sich mit Spiritus an drei Mobbern rächt. Das ganze Buch trieft nur so vor (nicht sonderlich unterschwelliger) Brutalität und Grausamkeit. Vielleicht bin ich ja zu sensibel für diese Art von Lektüre.

Bobby hat sich mit Rosa, einem autistischem Mädchen, und deren Mutter Val angefreundet. Als das Gerücht aufkommt, dass Val ihn missbraucht (zur selben Zeit, als Bobby mal wieder halb totgeschlagen wird), beschließen sie, mit dem Bücherbus abzuhauen, in dem Val als Putzfrau arbeitet. Sie machen sich also auf einen Roadtrip quer durch England und bis nach Schottland, immer auf der Flucht vor der Polizei, die Val als Kidnapperin sucht. Sie treffen auf einen weiteren Flüchtling, Joe, und machen einen auf Familie. Wie es endet, ist kein Geheimnis, denn das Ende ist zugleich auch der Beginn des Buches.

Die erste Hälfte des Buches war für mich fast unerträglich zu lesen. Da werden Knochen gebrochen und Schädel zerschmettert, da werden Kinder geprügelt, da wird mit Spiritus einem Jungen fast das Augenlicht geraubt, Scheren in Oberschenkel gerammt, Unfälle sorgen für blutdurchtränkte Kleidung, eine einzige Aneinanderreihung von Gewalt. Die zweite Hälfte wurde in der Hinsicht besser. Allerdings fragte ich mich ständig, wie blöd die Polizei war, dass sie den Bus nicht finden konnte. Mal davon abgesehen, dass er erst später übermalt wurde, musste Val ja regelmäßig tanken (und wie bitte konnte sie sich das überhaupt leisten mit ihrem Putzfrauenlohn?). Die haben genügend Geld zum Tanken des riesigen Busses, die gehen regelmäßig essen, kaufen Essen, besorgen sich Sachen ... in England müssen Putzfrauen, die einmal pro Woche einen Bus reinigen, echt unermesslich gut verdienen.

Der Schreibstil selbst war hervorragend. Der Autor ist in der Lage, mit Worten zu spielen, ihnen Bedeutung zu verleihen, sie zu benutzen, ohne in Phrasen zu fallen. Das ändert allerdings nichts daran, dass der Inhalt der Geschichte keineswegs Hoffnung vermittelt, denn jeder kann sich denken, wie es ausgeht, ganz egal, was suggeriert wird.

Fazit: Eine Geschichte, deren außergewöhnliche Sprache nicht über den deprimierenden und teilweise absurden Inhalt hinwegtäuschen kann.


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Tags: brutalität, flucht, mobbing   (3)
 

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

earl, natalie, ratten, schnee , dämonen

Rachel Rising 3

Terry Moore , Terry Moore
Fester Einband: 128 Seiten
Erschienen bei Schreiber & Leser, 01.02.2015
ISBN 9783943808643
Genre: Sonstiges

Rezension:  
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24 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

kochbuch, vegan, rezepte, katharina seiser, exotisch

Immer schon vegan

Katharina Seiser , Vanessa Maas
Fester Einband: 176 Seiten
Erschienen bei Brandstätter Verlag, 12.01.2015
ISBN 9783850338561
Genre: Sachbücher

Rezension:  
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21 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

rache, mord, bayern, afrika, politik im bayerischen hinterland

Waidwund

Max Stadler
Fester Einband: 392 Seiten
Erschienen bei ars vivendi, 30.09.2014
ISBN 9783869134741
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ein Mädchen fällt auf einen Mädchenjäger im Internet herein. Ein Mann in Afrika liebt Elefanten und lange Läufe. Eine Großbauerndynastie in Bayern wird gnadenlos durch einen Serienkiller ausgerottet. Und Kommissar Leitner kämpft lieber gegen Windmühlen ... Verzeihung: gegen Windräder als nach dem Mörder zu suchen. Und drei Jugendliche begeben sich auf einen Feldzug gegen Umweltzerstörer und korrupte Politiker. Wie kann das alles zusammenpassen? Gibt es einen roten Faden?

Den gibt es. Natürlich geht es uns genauso wie Kommissar Leitner. Wir tappen im Dunkeln. Durch kurze, interessante Kapitel hält uns der Autor bei der Stange, er switcht zwischen den verschiedenen Handlungssträngen hin und her, gibt uns jeweils einen Bruchteil Informationen, die zu weiteren Fragen führen, führt uns auch gern mal wie einen Ochsen am Nasenring im Kreis und in die Irre. Man taucht in das Leben im bayerischen Hinterland zur tschechischen Grenze ein, dort, wo alle schwarz wählen, die Politiker noch korrupter sind als in anderen Teilen der Welt und in der Großbauern noch immer alle anderen für ihre Leibeigenen halten. Wo sich mehr Gedanken darum gemacht wird, wer einen Elch abschießt als darum, warum jemand ermordet wird (na gut, das warum ist klar, nur nicht wer). Wir begleiten ein paar Jugendliche, die noch Ideale haben und Träume, wir schauen dem grantigen Kommissar über die Schulter, der weder seine Chefin, die Politik noch Nichtbayern mag, aber irgendwo, ganz bestimmt, das Herz auf dem richtigen Fleck trägt. Wir lassen uns mitnehmen nach Kenia, nach Tansania, hinein in den Dreck der Armut und Gefahr, wir sind live dabei, wenn ein Killer geradezu ritualmäßig Leute umbringt und sogar einen guten Grund dafür hat (glaubt er).

Der Weg in die Hölle ist gepflastert mit guten Vorsätzen - aber heißt das, dass die ermordete Großbauernfamilie in den Himmel kommt? Denn die hatten alle nicht einen guten Vorsatz, scheint es. Der Schluss bleibt nicht offen, ist aber auch nicht gelöst - für den Leser schon, für unseren Kommissar nicht zwingend.
Manchmal wird es übertrieben mit der Politisierung (nicht, dass ich nicht öfter mal zustimmend genickt hätte), manchmal wird es übertrieben mit den Handlungen der Teenager (nicht, dass sie nicht immer einen guten Grund gehabt hätten), manchmal hätte ich einige Protagonisten erwürgen mögen. Andererseits sind diese Protagonisten gut ausgearbeitet, haben ihre eigenen Ansprüche, Aussprüche und Ausbrüche.

Fazit: Durchgehend spannender, manchmal ein wenig übertriebener Krimi mit Protagonisten, von denen ich durchaus gern noch mehr lesen würde.

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Tags: großbauern, morde, politik im bayerischen hinterland, rache   (4)
 

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12 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

hexe, zombie, graphic novel, rachel rising, earl

Rachel Rising 2

Terry Moore , Terry Moore
Flexibler Einband: 128 Seiten
Erschienen bei Schreiber & Leser, 01.09.2014
ISBN 9783943808476
Genre: Sonstiges

Rezension:

Vielleicht erinnert sich der ein oder andere noch daran, dass ich vor kurzem erst Rachel Rising 1 rezensiert habe. Ja, das war meine erste Graphic Novel und ja, sie hat mich begeistert. Umso mehr habe ich mich gefreut, dass ich den 2. Band auch lesen durfte, an dieser Stelle noch mal herzlichen Dank, denn ...

Ich sag's euch gleich: Dieser Teil ist sogar noch besser. Hat mich der erste noch einige Male irritiert, so als Neuling im GN-Genre, so war ich in diesem Teil gleich nach den gewohnten Einstiegsschwierigkeiten drin - und wie. Es geht nämlich ohne viel Palaver gleich weiter mit Rachel und der skurrilen Stadt Manson, in der sie lebt. Vorsicht, möglicherweise Spoiler zu Band 1, also wer den noch nicht gelesen hat, sollte sich jetzt höflichst schleichen, falls er vorhat, in die Serie einzusteigen!

Als Abschluss zu Band 1 gab es ja diesen fiesen Cliffhanger mit dem Unfall. Jetzt erleben wir also Tante Johnny (!!! Ich liebe diesen Namen für eine Frau, die ich fast noch mehr liebe!) im Krankenhaus und Jet in der Leichenhalle, wo Earl, der tapsige, plumpe, unauffällige Gehilfe von Tante Johnny, um sie trauert. Allerdings nicht lange, denn Jet macht einen auf Rising Jet. Und so müssen Rachel und Jet langsam mal herausfinden, was es auf sich hat mit ihrem Nicht-Tod/Nicht-Leben, und während sie sich langsam vortasten, erfahren sie mehr, als sie möglicherweise wissen wollten. Vor 300 Jahren waren 100 Frauen umgebracht worden in Manson, 100 Frauen, weil die Leute Angst vor Hexen hatten. Jemand will sich rächen dafür, jemand, der so lange gewartet hat bzw. warten musste, jemand, der auch die Kindeskinder nicht verschonen will. Und hier kommt auch wieder die kleine Zoe ins Spiel und ein Dämon namens Malus ... Malus, der das personifizierte Böse ist.

Wieder einmal tolle Zeichnungen, eine tolle Geschichte, die wirklich gefangennimmt, die festhalt mit all dem, was sich eröffnet und neue Fragen aufwirft. Der Autor/Zeichner versteht es wirklich blendend, den Leser/Betrachter die ganze Zeit auf den Zehenspitzen vor Erwartung zu halten und natürlich endet das Ganze wieder mit einem fiesen Cliffhanger. Nicht, dass ich mittlerweile was anderes erwartet hätte, denn jetzt bin ich kein Novize mehr, sondern fast schon Geselle im GN-Bereich. ;)

Fazit: Eine spannende, absolut fesselnde Graphic-Novelle-Serie, die das Zombie-Genre einmal von einer anderen Seite aufrollt und durch tolle Zeichnungen und wunderbar ausgearbeitete Charaktere besticht.

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Tags: dämon malus, liliths rache, rachel rising, zombie   (4)
 

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(4)

11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

sich verändernde bücher, jugendbuch, lector princeps

Das wilde Buch

Juan Villoro , Birgitt Kollmann
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 29.09.2014
ISBN 9783446246393
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Dreizehn ist Juan, als sich seine Eltern trennen. Seine Mutter ist völlig durch den Wind, sein Vater gerade in Paris, um eine Brücke zu bauen, denn er ist ein berühmter Ingenieur. Damit seine Mutter die nötige Ruhe hat, um alles Notwendige für die Scheidung zu klären, beschließt sie, Juan in den Ferien zu seinem - sagen wir es mal vorsichtig - etwas durchgeknallten Onkel Tito zu schicken. Dieser Onkel hat irgendwo in Mexiko-Stadt ein scheinbar riesiges Haus, das aus einem Labyrinth der Bücher zu bestehen scheint. Es ist so undurchsichtig für jemanden, der sich nicht auskennt, dass Onkel Tito Juan ein Glöckchen mitgibt für den Fall, dass er sich verirrt, damit er gehört und gefunden wird. Onkel Tito ist nicht nur (vollkommen, aber harmlos) irre, sondern auch überzeugt davon, dass Bücher ein Eigenleben führen. Sie suchen sich ihren Leser, ihren perfekten Leser, wie er Juan erklärt, was der Grund dafür ist, warum manche Bücher sich nicht an den Stellen wiederfinden lassen, wo sie hingestellt wurden. Mehrere Ereignisse bestätigen Onkel Titos Behauptungen (was ihn nicht weniger verrückt sein lässt) und dann ist da auch noch dieses - das eine - Buch, welches nur von einem wahren Lector Princeps gefunden und gelesen werden kann: das wilde Buch. Juan, der mit Lesen und Büchern eigentlich so gar nichts am Hut hat, ist ein solcher Lector Princeps, ein Fürst unter den Lesern. Behauptet Onkel Tito. Und er bittet ihn, das wilde Buch für ihn zu finden ...

Natürlich sind viele Sachen, die in dieser Geschichte angeschnitten werden, nur Metaphern für das Heranwachsen eines Kindes zu einem Teenager oder jungem Erwachsenen. Dass sich im Haus verirren, die Scheidung der Eltern, der verrückte Onkel, der alle drei Sätze, die er spricht, aufs Klo muss, das sich Wiederfinden Juans in völliger Dunkelheit mit dem Ausbruch ins Helle, die erste Liebe, das Verändern von Büchern durch verschiedene Wahrnehmungen, all das sind Probleme und Erfahrungen, die Jugendliche auf der ganzen Welt hatten und immer haben werden. Verpackt in eine phantastische Geschichte hätte dieses Jugendbuch eigentlich wirklich zauberhaft sein müssen, und doch konnte ich es nicht so empfinden. Vielleicht ist mir einfach die Mentalität der Mexikaner zu befremdlich, möglicherweise war mir Juan auch manchmal zu kindlich. Dass ausgerechnet er mit Catalina die erste, große Liebe erlebt, war für mich nicht nachvollziehbar. Allgemein bekam ich keinen ernsthaften Zugang zu den Protagonisten, sie blieben für mich alle zu distanziert und auf gewisse Art waren sie mir gleichgültig. Dabei ist das Buch trotzdem gut zu lesen, wenn auch viele Sachen sich wiederholten (die immer währenden Verrücktheiten des Onkels) und dabei nur deshalb haarscharf an Langeweile vorbeischrammten, weil das Buch so kurz war.

Fazit: Nette Idee, die mich jedoch nicht mitreißen oder gänzlich überzeugen konnte.

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Tags: jugendbuch, lector princeps, sich verändernde bücher   (3)
 

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58 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

spuk, oliversusami, bibliothek, universität, bibliothekspuk

S3, Spuk in der Bibliothek: Eine Annäherung an das Unheimliche

Oliver Susami
E-Buch Text: 170 Seiten
Erschienen bei null, 16.10.2012
ISBN B009S7NLSY
Genre: Sonstiges

Rezension:

Oliver Susami erzählt uns hier eine nette, kleine Geschichte, von der er behauptet, dass sie wahr wäre. Es geht um die Bibliothek der Uni, an der er studierte, und da speziell um eine Abteilung, die S3 genannt wird. Denn dort, so teilt er uns gleich zu Beginn mit, spukt es. Er hat es von mehreren Bekannten gehört und dieses Thema interessiert ihn so brennend, dass er beschließt, Nachforschungen über diesen Spuk anzustellen. Dazu hängt er Zettelchen an den Aushang der Uni mit der Bitte, dass sich Leute bei ihm melden, die tatsächlich selbst etwas erlebt haben.

Wider Erwarten melden sich einige Leute, und so trifft er sich jeweils mit ihnen, bewaffnet mit einem Aufnahmegerät und der Hoffnung, mehr zu erfahren. Diese Gespräche werden in dem Buch in Form der Interviews widergegeben, einschließlich aller "äh" und Pausen und grammatikalischen Fehlern, um die Authenzität hervorzuheben. Insgesamt handelt es sich um acht Leute, die bereit waren, von ihren Erlebnissen zu berichten, darunter Studenten, (ehemalige) Mitarbeiter der Bibliothek und einen arbeitslosen Flaschensammler, eine bunte Mischung aus alt und jung, männlich und weiblich. Ende April beschließt Susami schließlich, sich ein paar Nächte in der Bibliothek, speziell in der betroffenen Abteilung, um die Ohren zu hauen - und seitdem, so sagt er, hat er diesen Ort nicht wieder betreten: Zu schlimm war das Erlebnis, das er in der 3. Nacht hatte.

Das Buch wirkt durch die Interviews und die Behauptung, alles beruhe auf wahren Begebenheiten, eher wie ein Sachbuch als ein Roman. Tatsächlich sind einige der Berichte ernsthaft gruselig, gerade die Erzählung von Mara und dem Computerspezialisten wirkten direkt auf das Angstzentrum. Leider zerstört der Autor die aufkommende Spannung durch seine teilweise ernsthaft nervigen Fragen. Er wiederholt sich regelmäßig, fragt wirklich sinnloses Zeug und das Ende ist eher antiklimaktisch. Da, so gebe ich zu, hatte ich viel mehr erwartet. Ich bezweifle auch den Wahrheitsgehalt der Aussage, alles sei echt, aber falls ich mal nach Konstanz komme, werde ich zusehen, ob ich einen Weg in die Unibibliothek finde ... ;)

Fazit: Das Buch ließ sich durch seine Kürze und manche der Berichte sehr schnell lesen, war auch teilweise unterhaltsam, gar gruselig, störend wirken sich jedoch viele Wiederholungen und diverse Rechtschreib- und Zeichensetzfehler (außerhalb der Interviews!) aus.

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london, mörder, ermittlungen, lektüre zum abgewöhnen, verstümmelungen

Böses mit Bösem vergelten: Thriller

Patrizia Prudenzi
E-Buch Text: 369 Seiten
Erschienen bei null, 24.12.2014
ISBN B00R9YY44S
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ähm ... ja. Ich bin ein wenig sprachlos, muss ich sagen. Und wie man an meiner Sternebewertung sehen kann, liegt das nicht an dem beeindruckenden Thriller, dass mir die Worte fehlen. Eher umgekehrt. Aber von vorn. Ich habe mir jetzt endlich einen E-Reader angeschafft und "feiere" das ein wenig, in dem ich mich dem bis jetzt von mir vernachlässigten Feld der Selfpublisher zuwende. Dieses Buch hier kostet nur 99 Cent, aber ich habe trotzdem das Gefühl, das war zu teuer - oder eher umsonst. ^^

Es geht dabei um Julia, die ein tragisches Schicksal hinter sich hat. Als sie sechs Jahre alt war, wurden ihre Eltern grausam ermordet und sie kam zu ihrer Tante, die alles andere als liebevoll war. Mittlerweile ist sie fast 23 und studiert irgendwas, wobei sie versucht, sich als Kindermädchen das Studium zu finanzieren. Ab und zu leidet sie unter Gedächtnisverlust - und genau das passiert ihr an dem Tag, als ihre Gasteltern ebenso grausam wie ihre Eltern ermordet werden. Natürlich ist sie die Hauptverdächtige, ein Ermittlerteam aus einem superheißen Inspektor und seinem ihm treu ergebenen, vernünftigen und trampeligen weiblichen Sergeant übernehmen die Ermittlungen. Es stellt sich heraus, dass ihre Familie eine uralte, sehr geldige ist - obwohl niemand so richtig weiß, wie sie ihr Finanzimperium aufbauen konnten. Weil bekannt ist, dass Julia unter Blackouts leidet und sie ihre von ihr abgelehnte Anwältin angegriffen und schwer verletzt hat, kommt sie in die Klapse. Von dort aus flieht sie und schlägt sich zu ihrem alten Elternhaus durch, in der Hoffnung, dass ihre Erinnerungen dort wiederkommen ...

Klingt erst mal gar nicht so verkehrt. Aber es fängt schon damit an, dass der Schreibstil oft holpert und poltert, als wäre die Geschichte ein Wagen, der über unebenes Gelände fährt. Dazu wimmelt es von Rechtschreib-, Grammatik- und Satzzeichenfehlern, dass es der Sau graust. (Obwohl deutlich zu lesen ist, dass ein Lektorat stattgefunden haben soll - keine Ahnung, was der Lektor getan hat außer Däumchendrehen.) Leider ist damit nicht Schluss, auch die Logik durfte sich zu großen Teilen ausruhen. Julia wird als superintelligent beschrieben, immer die Beste in der Schule etc. Den Beweis für ihre Intelligenz blieb sie mir schuldig. Außer Rumheulen und den Inspektor anzuschmachten hatte sie nicht viel drauf. Apropos Inspektor. Zuerst macht er ihr Vorwürfe, dass sie einen One-Night-Stand hatte (hallo, geht's noch?!), dann auf einmal ist er schrecklich in sie verliebt. Und sie in ihn. Keine Ahnung, wie das auf einmal gehen konnte, denn außer dass er eine männliche Kinnspalte und schönere Wimpern als alle Frauen hatte, die Julia kannte, hatte er nicht viel zu bieten. So war dem Leser schon etwa hundert Seiten vor ihm klar, wer zur Gegenseite gehörte, denn das sprang ja regelrecht ins Gesicht, genauso wie die Tatsache, wer derjenige ist, der die männliche DNS hinterlassen hatte. Der Träger derselben wurde mal in einem Nebensatz erwähnt mit der Behauptung, man könne nichts über ihn herausfinden - noch mal hallo? Was für eine miese Polizei ist das denn? Davon abgesehen, dass scheinbar auch niemandem aufgefallen ist, dass die DNS gewisse Merkmale besitzt, die sie ja gewissen Leuten zuordnet. Und das wird dann auch einfach so abgehakt.

Ich weiß gar nicht mehr alles, über das ich mich hier geärgert habe. Julia schlägt mit einem schweren Metallgegenstand jemandem mit voller Kraft über den Schädel, und der hat danach nur ein bisschen Kopfschmerzen. Später noch mal ähnliches, als sie mit einem Schürhaken auf einen Typen einkloppt - der steht immer noch mal wieder auf und verfolgt sie. Also, entweder ist Julia eine Frau mit der Kraft eines neugeborenen Babys oder die Autorin hat keine Ahnung von menschlicher Konstitution. Absolut genervt haben mich übrigens das ständige Mom und Dad. Nach dem 200. Mal wirkte es nur noch lächerlich. Zumal eigentlich in England Mum geläufiger ist, Mom wird eher in den Staaten verwendet. Aber hier gibt es ja auch eine Frau namens Hellen (bestimmt aus Griechenland) und obwohl ständig betont wird, wie britisch alles ist, wird ein Verdächtiger mit "Herr Preston" angeredet. Später gab es tatsächlich auch mal ein "Mister", aber das wurde dann wohl auch mal wieder vergessen. Dass sich ein Psychiater übrigens ständig in die Ermittlungen einmischte oder der Inspektor mit der Tante der Verdächtigen über seine Herkunft plauderte ... geschenkt. Das machte den Kohl auch nicht mehr fett.

Fazit: Ich hoffe, dieses "Buch" ist nicht repräsentabel für alle Selfpublisher.

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317 Bibliotheken, 5 Leser, 2 Gruppen, 78 Rezensionen

dystopie, die auslese, joelle charbonneau, trilogie, zukunft

Die Auslese - Nichts vergessen und nie vergeben

Joelle Charbonneau , Marianne Schmidt
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Penhaligon, 12.01.2015
ISBN 9783764531188
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Auf geht's mit dem zweiten Band der Auslese-Trilogie. Wir befinden uns jetzt in Tosa-Stadt und zum Glück ist es nicht mehr ein müder Abklatsch der Hunger Games. Cia, Tomas, Will und die anderen, die es geschafft haben, sind jetzt Studenten, was allerdings nicht bedeutet, dass sie bis in die Puppen feiern, 16.00 Uhr aufstehen und die Hälfte der Vorlesungen schwänzen können. Stattdessen gibt es einen weiteren Test (und noch einen und noch einen und noch einen und ... you get the message). Danach wird Cia zu den Regierungsstudenten eingeteilt, während Tomas sich seiner Leidenschaft Biologie widmen darf. Doch noch bevor das Semester überhaupt losgeht, gibt es ... ja, ihr ahnt es schon. Einen Test. Wieder mal im freien Feld quasi, dieses Mal designed von den Studenten des Abschlussjahres. Vier Teams zu jeweils vier Mann (und die Frauen!) müssen sich doch teilweise lebensgefährliche Aufgaben kämpfen. Ok. Streicht das "teilweise". Alle Aufgaben sind hochgefährlich und Cia hat als Kapitänin ihres Teams alle Hände voll zu tun. Doch das ist natürlich nur der Anfang - später bekommt sie nicht nur ihre Aufgaben fürs Studium, sondern fällt ausgerechnet der Präsidentin des Commonwealth auf und hat sich außerdem vorgenommen, die Auslese zu beenden.

Ziemlich happig, oder? Ist aber alles gar kein Problem für unsere Superwoman. Wie schon im ersten Band kann und weiß Cia sowieso alles. Wenn sich eine scheinbar unlösbare Aufgabe ergibt, fällt ihr plötzlich wieder ein Ereignis ein, bei dem ihr Vater oder ihre Brüder gerade dieses oder jenes getan haben, um in ähnlichen Situationen akzeptable Lösungen zu finden. Es ist immer Cia, welche die entscheidende Idee hat, Cia, die sich irgendwas traut, Cia, die den genauen Wortlaut einer Anfrage wiedergeben kann, die sie vor Jahren mal gehört/gelernt hat, Cia, die anstatt der popligen fünf oder sechs Kurse, welche die anderen belegt haben, neun aufgebrummt bekommt, Cia, die trotzdem noch ein zeitraubendes Praktikum belegt, Cia, die mit zwei Stunden alptraumgeplagten Schlaf auskommt, denn nachts muss sie ja zusätzlich noch die Welt retten.

Klingt irgendwie ermüdend und langweilig? Ist es auch. Irgendwann war es mir völlig egal, welche Aufgaben oder Probleme sich vor ihr oder ihren Mitstudenten auftürmten, denn ich wusste ja, dass Cia Wonderwoman die Sache klären würde. Wozu die anderen Statisten überhaupt anwesend waren, wurde mir nur selten klar. Oder nein, denn die waren dazu da, ihren Sonderstatus noch zu unterstreichen mit Sätzen wie: "Ich wusste, dass du stark bist. Ich wusste, du würdest es schaffen." Ja, ja. Wir wissen's mittlerweile auch.

Fazit: Eigentlich müsste Cia mit einem wallenden Cape samt leuchtend glänzendem "S" durch die Gegend fliegen. Up, up, and away, Cia!

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Angel Island - Die Halloween-Anthologie

Oliver Schütte , Uwe Voehl
Flexibler Einband: 350 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 08.10.2014
ISBN 9783404170753
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Jemand reif für die Insel? Hat jemand Interesse an einem beschaulichen Urlaub in ruhiger Lage, umgeben von Meer und inmitten netter Leute? Dann willkommen auf Angel Island, diesem wunderbaren Fleck irgendwo im Nirgendwo. Nirgends ist die Welt freundlicher, schöner und angenehmer, nirgends ... außer zu Halloween. An Halloween geht die Sonne unter und nicht für alle wieder auf. Oh. Ich fürchte, nach der Lektüre dieses Buches könnte man fast zweifeln, ob es jetzt überhaupt noch Leute auf der Insel gibt. Denn zu Halloween ist der Schleier, der die Lebenden von den Toten trennt, dünner als sonst und nirgendswo so dünn wie hier. In dieser Nacht erwacht das unsäglich Böse ... und acht Autoren haben sich daran gemacht uns zu erzählen, WIE böse das Böse ist. Wollen wir doch mal sehen, wie ihnen das gelungen ist.

Die Geschichten in der Einzelkritik:

Die Mission des Titus Brown - Michael Marcus Thurner: Ein Fremder kommt auf die Insel, ausgerechnet zu Halloween, und er bringt Referenzen von Justines Mentor mit sowie die Botschaft, dass nur er und Justine das Böse aufhalten können, das in dem Höhlensystem existiert, welches Justine so gut erforscht hat. Um es mal unanständig zu sagen: Das Höhlensystem hat Titus Brown auch ganz gut bei Justine erforscht, weshalb sich das Ganze teilweise las wie der feuchte Traum eines frustrierten Autors. Mich störten altmodische Ausdrücke in einem modernen Setting und die Vorhersehbarkeit des Ganzen. 2,5/5 Punkten.

Prayer's Rock - Malte S. Sembten: Ein Autor, der einen schrecklichen Schicksalsschlag erlitten hat, möchte auf Angel Island einen Bestseller schreiben und kommt stattdessen mysteriösen Ereignissen auf die Spur. Bei seinem Versuch, ihnen auf den Grund zu gehen, muss er aufpassen, nicht draufzugehen. Oder? Einfallsloser und zu langatmiger Einstieg, aber spannendes Ende bis ... ja, bis zum Epilog. Wer braucht bei einer Kurzgeschichte einen Epilog? Ich möchte diesen Epilog nehmen und dem Autor um die Finger wickeln, auf dass er nie wieder einen nach dem guten Ende einer Kurzgeschichte schreibt. 3/5 Punkten.

Tommyboy - Hendrik Schmitz: Tommy war endlich mal ein Protagonist, mit dem ich mitleiden konnte. Nicht, dass ich ein 90 kg schwerer, gemobbter Junge wäre, aber der Autor hat es geschafft, mir seine Nöte nahe zu bringen. So viel Tod um Tommyboy, aber irgendwie ... na, fast tat er mir leid. Wobei ich auf die Verbeugung vor King hätte verzichten können, Stichwort Shining. 4/5 Punkten.

Masken des Hasses - Jörg Kleudgen: Harold Webster betreibt den Tante-Emma-Laden auf Angel Island. Eigentlich ein Fremder, wurde er mit offenen Armen aufgenommen. Umso unbegreiflicher ist, was plötzlich in seiner Umgebung passiert. Kinder sehen hasserfüllt aus, böse Streiche in der Schule verlangen mehr Verbandszeug und dann explodiert geradezu Mord und Totschlag um ihn herum. Sympathischer Protagonist, fast durchweg spannend. 4/5 Punkten.

Katharsis - Sunny Meury: Die kürzeste Geschichte, aber in der Kürze liegt ... na, ihr wisst schon. Ein junges Mädchen, ein alter, lüsterner Pastor - wenn das kein Horror ist, weiß ich auch nicht weiter. Mit einem Epilog, der keiner war (kriegt man Epiloge irgendwie kostenlos bei der Bastei-Lübbe-Masterclass hinterhergeworfen oder was?) und einem coolen letzten Satz. 4,5/5 Punkten.

Banshees weinen nicht - Grita Graus: Ok, was bitte hat diese Geschichte in dieser Anthologie zu suchen? Mir ist nicht mal die Verbindung zu Angel Island klargeworden. Es ist eine gut geschriebene, süße, kleine Fantasygeschichte, aber sie eignet sich nicht mal als Kindergrusel. Als normale Kurzgeschichte in einem Jugendbuch durchaus 4 Punkte wert, unter diesen Voraussetzungen jedoch wacklige 2,5 Punkte.

Der Preis - Stephan Reinbacher: Sehr gut gefallen haben mir hier gewisse Überschneidungen zu Kleudgens Masken des Hasses. Eine Lehrerin an der hiesigen Schule soll einen Preis für vorbildliches Lehren bekommen - ausgerechnet zu Halloween. Und plötzlich hört sie nicht nur Stimmen, sondern die Kinder in ihrer Obhut werden mörderisch. Doch nicht nur die Kinder, und plötzlich muss diese Lehrerin, die weiß, wie sich der Tod anfühlt, um ihr eigenes Leben fürchten. Horror pur, wenn die lieben Kleinen durchdrehen. Wobei ich mich frage, wie so eine Insel auf über 400 Kinder in der Grundschule kommt. Haben die Leute dort noch andere Hobbys? 4/5 Punkten.

Die Mauern von Ronwick Abbey - Jürgen Scheiven: Und wieder mal ein Priester, dieses Mal ein wahrer Mann Gottes, den wir auf seinem nicht nur schweren, sondern auch zweifelnden und fürchterlich schmerzhaften Weg begleiten, das Böse zu bekämpfen. Durchaus gut geschrieben, doch irgendwas fehlte mir, ich kann nicht mal genau den Finger drauf legen. Außerdem war der letzte Satz mehr als überflüssig. 3,5/5 Punkten.


Fazit: Eine - wie es halt meistens ist - durchwachsene Anthologie, in der von super bis na jaaaaaa alles vertreten ist. Nett für zwischendurch, aber nichts, was für längere Zeit nachhallen wird. Gesamtwertung 3,5 Punkte.

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471 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 73 Rezensionen

liebe, fantasy, jennifer benkau, jugendbuch, himmelsfern

Himmelsfern

Jennifer Benkau
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei script5, 16.09.2013
ISBN 9783839001431
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Magpie nennt sie Marlon, Magpie, die Elster. Denn Noa hat ihm was gestohlen, ihm, dem seltsamen Jungen, der alles Mögliche ist. Ausgerechnet sein Herz verliert er an sie. Und Noa wird aus ihm nicht schlau: Wer ist er? Entführer, Terrorist, ein Wichtigtuer? Auf jeden Fall mysteriös und wie es scheint, kann sie sich genauso wenig von ihm fernhalten wie er sich von ihr.

Was erst einmal wie der unheimlich kitschige Klappentext eines unheimlich kitschigen Liebesromans klingt, entpuppt sich in Wahrheit als viel, viel komplexer. (Und unter uns: als bedeutend besser als der Blödsinn, den der Verlag als Klappentext herausgibt, denn damit wird man extrem gespoilert. Ich fordere eine fürchterliche Strafe für den Verfasser desselben, die nicht unter ununterbrochenen DSDS-Gucken von zwei Jahren besteht. Mindestens!)

Doch zurück zur Geschichte. Da geht es rasant zur Sache. Noa, eine Siebzehnjährige aus einer nicht näher benannten, grauen Stadt, hat es echt nicht einfach. Zuerst gerät sie in eine U-Bahnentgleisung, und als wäre das nicht genug, hat sie kurz vorher eine Stimme in ihrem Kopf gehört. Sie überlebt nur, weil ein junger Mann sich auf sie geworfen und sie vor scharfkantigen Splittern bewahrt hat. Eben dieser junge Mann verschwindet wenig später aus dem Krankenhaus und auf der Suche nach ihm gerät Noa in eine undurchsichtige Geschichte aus unglaublichen Begebenheiten, in deren Verlauf sie nicht nur entführt wird, sich öfter auf der Flucht vor sogenannten Huntsmen, sondern auch in Beschuss und Lebensgefahr gerät. Sie erfährt von Dingen jenseits ihrer Vorstellungskraft und muss doch daran glauben, denn die Beweise liegen klar vor ihr. Im Endeffekt muss sie sich entscheiden - für eine Liebe ohne Chance auf Happy End oder Ignoranz. Doch Noa ist kein Opfer und das Spiel mit dem Feuer beherrscht sie, auch wenn die Angst davor ihr wohlvertraut ist.

Ein weiterer typischer Teenieroman, dachte ich, als mir dieses Buch in die Hände fiel. Bisschen aufgesetzte Rahmenhandlung, um irgendeine an den Haaren herbeigezogene Liebesstory zu rechtfertigen, samt ein bisschen Fantasy und Magie. Ach, wie schön, dass ich mich auch mal irren durfte! Welch eine willkommene Abwechslung im ewiglichen Einheitsbrei der Vampire, Werwölfe und millionenfach gelesenen Plots mit eben diesen erwähnten Voraussetzungen. Denn die Autorin (möge sie bitte weiterhin dieser Linie treu bleiben!) entwickelt einen selbst für mich neuartigen Plot mit einer gewissermaßen alt-neuen Spezies und dabei lässt sie kein Klischee aus, ABER (und möge man ihr doch bitte dafür den roten Teppich ausrollen) weist sie selbst darauf hin, dass es Klischee ist und verkehrt es ins genaue Gegenteil. Der Beginn der Lovestory zwischen Marlon und Noa war mir persönlich ein bisschen zu abstrakt - aber ich spiele auch nie mit dem Feuer, ganz im Gegenteil zur Hauptprotagonistin. Aber der Verlauf ebenjener, die Mischung aus realem Leben und dezent eingesetzter Fantasy, das Vorhandensein von Schwächen bei sowohl dem tollen Jungen als auch des Mädchens, all das hebt dieses Buch wohltuend von anderen Jugendbüchern ab.

Dazu kommt, dass man sich einer gewissen Sympathie für die (den) Antagonisten und der Gegenseite nicht erwehren konnte, denn tatsächlich gab es vor langer Zeit mal einen Grund für all die Feindschaft und den Hass zwischen den befeindeten Parteien. Die Autorin verfügt über einen Schreibstil, der es leicht macht, in das Buch einzutauchen, denn auch Nebenfiguren sind durchaus glaubwürdig und aus Antipathie konnte so im Laufe der Geschichte so viel Zuneigung entstehen, dass man auch mit ihnen mitleiden konnte. (Stichwort Corbin: Hab lange nicht mehr so geschluckt wie bei ihm.)

Was mir am besten gefallen hat, war, dass bei allen phantastischen Anteilen, die dieser Roman innehielt, immer realistische Varianten des Verlaufs gewählt wurden. Gerade in ausweglosen Situationen wurde keine Deus ex machina eingeführt, sondern nur eine von zwei realen Möglichkeiten gewählt: Entweder es funktioniert oder eben nicht, wie halt im wahren Leben. Im Endeffekt ist natürlich klar, dass es eine Möglichkeit war, die das Buch voranbrachte.

Fazit: Also, falls es irgendwer noch nicht bemerkt haben sollte - ich fand das Buch im wahrsten Sinne des Wortes phantastisch und ich schätze, sollte die Autorin vorhaben, aus dem Telefonbuch einen Fließtext zu machen, werde ich das wohl auch noch lesen müssen.

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Tags: entscheidungen, feuer, fliegen   (3)
 

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19 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

horror, luzifer verlag, hölle, der höllenexpress, bestseller

Der Höllenexpress

Christopher Fowler
E-Buch Text: 280 Seiten
Erschienen bei Luzifer-Verlag, 15.09.2014
ISBN 9783958350274
Genre: Sonstiges

Rezension:

Oh, was für ein geniales Cover! Und der Klappentext machte mehr als neugierig, also konnte ich nicht widerstehen: Ich bestieg den Höllenexpress, klaute einem schlafenden Bauern das Ticket und zeigte dieses dem Zugführer vor. Ein seltsamer Bursche war das, stand immer in derselben Nische, sprach - wenn überhaupt - nur seltsames Zeug und machte sich gut im Unheimlichwirken. Allzu oft bekam ich ihn aber nicht zu sehen, dafür mehrere andere komische Leute. Ein junges Liebespärchen zum Beispiel, ein gestandenes, englisches Ehepaar, Soldaten, einen verkrüppelten Handelsreisenden, einen fast tauben Schausteller, viele ungewaschene stinkende Landbewohner - doch alle waren seltsam befremdlich. Manchmal schienen mich meine Sinne trügerisch, war ich doch sicher, einen General Blut aus einem jungen Soldaten saugen zu sehen oder einen Ghul, der die Ehefrau des Pastors jagte. Der Zug selbst entwickelte ein Eigenleben, schlossen sich doch plötzlich Türen, die vorher offen waren, oder öffneten sich Eingänge, die vorher verschlossen waren. Leute rannten umher, wurden gefangenen genommen, entkamen, wurden mit Handschellen gefesselt und entkamen wiederum. Und während der Wahnsinn seinen Lauf nahm, ratterte der Zug einem unbekannten Ziel entgegen, hinein ... ja, wohin? Verrate ich natürlich nicht.

Eigentlich waren alle Zutaten für eine tolle Geschichte vorhanden. Es gab jede Menge Konflikte, Aufgaben, die gestellt und gelöst werden mussten, das Erkennen eigener Schwächen und das Suchen und möglicherweise Finden von in sich vorhandener Stärke, selbst die Moral kam nicht zu kurz. Spielte die Handlung doch im mittlerweile vom 1. Weltkrieg zerrütteten Osteuropa, in einer kargen Gegend, die wohl weder vorher noch hinterher jemals jemand freiwillig betreten hatte. Trotzdem fehlte etwas Entscheidendes, und nach längerem Überlegen bin ich zu der Überzeugung gekommen, dass ich mich nicht auf die Story einlassen konnte, weil von vornherein feststand, dass es sich nur um eine Geschichte innerhalb einer Geschichte handelt. Ich kam nicht heran, denn derselbe Kunstkniff, der es dem Autor erlaubte, zwei oder gar drei Handlungsstränge zu beschreiben und in das Filmmilieu einzuführen, verhinderte in meinem Fall, dass ich irgendetwas, das den Protagonisten zustieß, fühlen konnte. Für mich läuft kein Film, wenn man mir einen Film beschreibt. Ich möchte Gefühle, Emotionen der Protagonisten in meinem Inneren spüren, nicht erzählt bekommen. Ich will mittendrin sein, statt nur dabei. Und genau das fehlte mir hier extrem. Alles war künstlich in Spotlight getaucht und nahm mir - gerade auch wegen der mehrmaligen Unterbrechungen für den ersten Handlungsstrang - jedes Mal den Wind aus den Segeln. Oder den Dampf aus der Lok. Oder wie auch immer. Das ist echt schade, denn vom Plot her hat es mir echt gefallen - ein klassisches Schauermärchen in einem Zug habe ich vorher noch nie gelesen.

Fazit: Für mich funktionierte der Hintergrund der Idee leider nicht so gut, obwohl die Geschichte tolles Potenzial und einen guten Schreibstil hatte.

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Tags: hölle, horror-film, wiedergutmachen von fehlern   (3)
 

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20 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

graphic novel, zombie, zombies, horror, mord

Rachel Rising 1

Terry Moore , Terry Moore
Flexibler Einband: 128 Seiten
Erschienen bei Schreiber & Leser, 01.04.2014
ISBN 9783943808353
Genre: Comics

Rezension:

Meine erste Graphic Novel! Und gleich vorneweg: Sie ist ziemlich cool, aber das ist bei dem Thema auch irgendwie klar.

Rachel heißt die Hauptperson der Geschichte (und ja, ich weiß, auch davon kann man ausgehen, wenn man den Titel liest - ich wollte es nur noch einmal erwähnt haben, sicherheitshalber! ;D). Diese Rachel ist ziemlich verwirrt, erwacht sie doch tief in der Erde und kann sich nur mühselig befreien. Ihr fehlen zwei Tage Erinnerung - was ist geschehen? Als sie nach Hause kommt, bemerkt sie einige Veränderungen an sich: Würgemale am Hals, seltsame Augen, allgemein eine gewisse Umwandlung, die es anderen Leuten schwer macht zu erkennen, dass sie wirklich Rachel ist. Zum Glück gibt es da Tante (!) Johnny, die in einem Leichenschauhaus (!!) arbeitet und sich nichts dabei denkt, gelegentlich mit eingebildeten oder toten (!!!) Menschen zu reden. Eine sehr coole Frau, die Tante Johnny, die ich sofort ins Herz geschlossen habe. Und auch Rachels beste Freundin Jet war mir sofort sympathisch, denn sie ist wirklich eine Freundin zu Pferdestehlen. Diese beiden stehen Rachel sofort zur Seite, selbst als noch seltsamere Ereignisse ihren Lauf nehmen ...

Es gibt einen zweiten Handlungsstrang mit einem kleinem Mädchen, Zoe, das auf eine geheimnisvolle blonde Frau trifft, die sie irgendwie zu beeinflussen scheint. Mit dieser blonden Frau ist nicht gut Kirschen zu essen, denn wo sie auftaucht, stapeln sich plötzlich rechts und links von ihr die Leichen. Doch wer ist sie und was hat sie im Sinn? Um das herauszufinden, müssen wir wohl Rachel, ihre Freundin und die kleine Zoe noch längere Zeit begleiten - und ich sag's gleich: Das werde ich gern tun.

Tja, wie erwähnt: meine erste Graphic Novel. Von daher wird es wohl nicht verwundern, dass ich gewisse Einstiegsprobleme hatte - gezeichnete Bücher sind erst einmal eine große Umstellung. Ab und zu musste ich zurückblättern und manche Szenen neu betrachten, aber ich denke, auch das macht einen gewissen Reiz aus, denn das bringt dazu, mehr und intensiver über diese verzwickte Geschichte nachzudenken, als man das bei lediglich dem geschriebenen Wort täte. Auch der Ansatz, den Terry Moore hier mit seiner Zombiegeschichte wählt, ist ungewöhnlich und originell. Obwohl ich schon wirklich viele Zombiebücher kenne, habe ich Ähnliches bis jetzt noch nicht gesehen/gelesen.

Fazit: Mein Einstieg in die Welt der Graphic Novels war ein voller Erfolg, der Spaß macht und Lust auf mehr.

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320 Bibliotheken, 4 Leser, 2 Gruppen, 32 Rezensionen

provinzkrimi, krimi, mord, franz eberhofer, bayern

Dampfnudelblues

Rita Falk
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.06.2012
ISBN 9783423213738
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

"Stirb, du Sau!", steht beim Rektor Höfl auf der Hausmauer. Rektor Höfl, der unbeliebte Chef der Schule, ist sauer und ruft den Eberhofer-Franz, den Freund und Helfer in Niederkaltenkirchen. Wie üblich ist der Eberhofer-Franz weder Freund noch hilfreich und so muss Rektor Höfl sich halt über das Geschmiere ärgern. Zum Glück nicht lange. Oder eher zum Pech, des Rektors Pech nämlich. Der ist bald darauf ein wenig kopflos. Zum erneuten Glück findet sich der Kopf bald wieder, nämlich auf den Gleisen - und der Nichtfreund und -helfer Eberhofer-Franz hat wieder einen Fall. Denn bestimmt ist der Rektor umgebracht worden, weil er mit seinem Rektum so freigiebig war. Unter anderem.

Der Fall ist nicht so einfach zu lösen. Zum einen gibt es offiziell gar keinen Fall, denn so ein einzelner Kopf und ein zermatschter, vom Zug überrollter Körper geben schlechtes Beweismaterial ab. Und dann ist auch noch die Hochzeit in Landshut - na, nicht die Hochzeit von irgendwem, DIE Hochzeit. Ihr wisst schon, die, wo so viele Touristen nach Niederbayern kommen und sich aufführen. Und da muss der Eberhofer-Franz halt aushelfen. Und zuhause an den Wochenenden noch einen erstklassigen, schwarzafrikanischen Stürmerstar für seinen Hinterhofverein bewachen. Und sich mit der Susi überwerfen. Und mit dem Ludwig seine Runden gehen. Die Oma herumkutschieren, die Sushi zum Lachen bringen, Essen essen. Das vor allem. Da hat man dann auch als Nichtfreund und -helfer so sein Päckchen zu tragen.

Ja, so ist das also mit dem Eberhofer-Franz und seinem stressigen Leben. Im zweiten Fall ist der Fall selbst nicht gar so sinnlos wie der erste, aber das ewige Drumherum ist genauso schlimm. Und der Hauptprotagonist ist nicht gerade sympathischer geworden. Er ist wirklich eine ekelhafte Type und ich finde nur wenig von ihm wirklich lustig. Ein mieser Bursche, der alle nach Strich und Faden ausnutzt und sich dann wundert, wenn er von seiner Freundin verlassen wird. Trotzdem finden sich immer wieder Dumme, die ihm helfen oder gar den A... Hintern retten.

Ja, ich denke, das war's jetzt mit mir und Niederkaltenkirchen und der Gang dort. Die Oma ist ja lieb und süß und der Papa meistens ganz nett und auch die Sushi gefällt mir. Aber damit hat sich's eigentlich auch und wegen ein paar lahmen Witzen und der Hoffnung auf Besserung werde ich wohl nicht mehr in diesen Teil des Regiokrimis zurückkehren. Mal wieder 2,5/5 Punkten.

Fazit: Basst scho. Mea oba a net. 

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Tags: eberhofer-franz, mord, sushi   (3)
 
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