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50 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

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In Kalabrien

Peter S. Beagle , Oliver Plaschka
Fester Einband: 164 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 10.02.2018
ISBN 9783608962178
Genre: Fantasy

Rezension:

Nachdem sein Meisterwerk Das letzte Einhorn mich so sehr bezauberte, musste ich auch sein neustes Buch lesen. Doch Peter S. Beagle hat natürlich nicht einfach eine Fortsetzung geschrieben, sondern ein ganz spezielles Buch geschaffen. Es spielt in einer abgelegenen Region in Italien: In Kalabrien.

Okay diese Geschichte ist etwas anders. Ich glaube so ein Buch habe ich noch nie gelesen. Ich kann es auch ganz schlecht irgendwo einordnen.

Es geht um einen in die Jahre gekommenen Mann, der einen Hof im abgelegenen Teil von Kalabrien bewirtet. Er hat ein paar Kühe, Ziegen und Katzen und lebt seit Jahren allein.

Plötzlich und ohne Vorwarnung erscheint ihm ein Einhorn. Und es ist nicht alleine unterwegs. Ab diesem Zeitpunkt ändert sich sein ganzes Leben. Er wird aktiver, sein Herz beginnt wieder für die Schönheit des Lebens zu schlagen. Aus dem Eigenbrötler wird ein stolzer, liebender Mann, der mit seiner Vergangenheit abschließen kann.

Und doch passiert noch so viel mehr. Ist es das Einhorn? Ist es verantwortlich für all die Veränderungen? Oder kommt das Einhorn zu den Menschen, die im Begriff sind sich zu verändern und das Potential dafür in sich tragen?

Der Leser sollte jedenfalls keine Fortsetzung erwarten, sondern eine einzigartige Geschichte über einen Mann, der ein Einhorn sah.

Originalbeitrag: In Kalabrien

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43 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 3 Rezensionen

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Tod vor der Morgenmesse

Peter Tremayne , Irmhild Brandstädter , Otto Brandstädter
Flexibler Einband: 461 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 08.02.2007
ISBN 9783746622989
Genre: Historische Romane

Rezension:

Fidelma wird einige Monate nach dem Überfall auf ihre Familie zu dem feindseligen Stamm der Uí Fidgenti gerufen – um Todesfälle aufzuklären. Mit Eadulf im Schlepptau (jedoch wieder ohne ihren Sohn) geht die toughe Ermittlerin routiniert ans Werk. Auch in diesem Band stößt sie auf Hinterlisten und Heimtücke.

Insgesamt erscheint mir dieser Teil als der bisher schwächste von allen. Der Ansatz mit den Gedanken und Gefühlen der Protagonisten entfällt wieder total. Auch das Thema des Falls ist nicht neu, sondern aus mehreren vorherigen Handlungssträngen zusammengeschoben und wieder aufgewärmt. Ohne Tiefe und ohne Gefühle.

Was mich am meisten enttäuscht hat, war Fidelmas Reglosigkeit. Darauf, dass Ihre Familie wieder bedroht wurde, dass so viele Menschen sterben mussten, dass so eine große Verschwörung vor sich ging….das tut sie alles mit einem Achselzucken ab. Ja was soll ich da noch weiter zu sagen?

Die einzige Gefühlsregung gab es, als Bücher verbrannt wurden. Das kann ich verstehen, aber es wirkt sich sehr übertrieben.

Naja, bei so einer langen Reihe bin ich nicht überrascht, dass nicht jeder Band die gleiche Qualität aufbringt. Ich lese trotzdem weiter!

Originalbeitrag: Tod vor der Morgenmesse

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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

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Legenden des Krieges: Der große Sturm

David Gilman , Michael Windgassen
Flexibler Einband: 608 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 24.01.2018
ISBN 9783499291005
Genre: Historische Romane

Rezension:

Nach dem etwas ruppigen und dramatischen Ende des vorherigen Teils ist ein Jahr vergangen. Thomas Blackstone hat sich aufgerappelt und sinnt auf Rache. Doch der englische König hat andere Pläne für ihn. Gut ist, dass er seine Rachepläne wohl dadurch in die Tat umsetzen kann. Und dann trifft er auf die Hexe.

Thomas Blackstone hat sich verändert. Nachdem seine Tochter und seine Frau abgeschlachtet wurden, fiel er in ein tiefes Loch. Doch das Leben geht weiter und der englische König benötigt einen seiner besten Männer im Krieg gegen die französische Krone. Doch Thomas ist ruhig geworden. Ruhig und wütend. Und noch erbarmungsloser, was seine Prinzipien angeht.

Nachdem er auf die Heilerin Aelis trifft, spürt er, dass sein Herz noch nicht ganz zu Stein erstarrt ist, doch sein Geist ist hart wie Granit. Die ungewöhnliche Frau bringt Unruhe in seine Truppe, lässt viele an sich zweifeln und scheint nicht nur für Thomas eine Prüfung zu sein. Und doch ist sie am Ende der Trumpf, ohne den alle Leben verbraucht gewesen wären.

Im Grunde geht die Geschichte genau so weiter, wie sie verlaufen musste. Thomas scheint mir ein immer mehr wie ein bretonischer Abklatsch von Bernard Cornwells Uthred zu sein: Ein wütender, einsamer Superkämpfer, immer am Rande des Todes, den Kampf suchend, mit unerhörtem Glück und mit einem Ohr vom König gehört. Das Intermezzo mit Aelis war spannend und hat eine Wendung in die Geschichte gebracht – aber genau das gleiche gab es auch in der Uthred-Saga.

Da ich die Saga von Bernard Cornwell sehr mag finde ich den Vergleich jetzt nicht allzu schlimm. Aber leider ist es auch nichts neues mehr. Spannender hätte ich es gefunden, wenn Thomas bei seinem Bogen geblieben wäre. Warum der Break am Anfang gemacht werden musste, ist mir noch nicht ersichtlich geworden. Schwertschwingende Superritter gibt es nun wirklich schon genug. Etwas Neues wäre wünschenswert gewesen. Aber mit dem Klassiker liegt wohl kein Autor daneben.

Im Ganzen ist die Geschichte von Thomas Blackstone traurig und düster. Der Abenteuersinn ist verschwunden, kein Heldentum ist geblieben. Es geht nur noch um Rache, Vergeltung und Mord. Es ist bis zum Schluss guter Schreibstil, hinterlässt aber keinen entspannten Eindruck, sondern eher Furcht vor dem, was noch kommen muss.

Originalbeitrag: Der große Sturm

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41 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 1 Rezension

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Der Tod soll auf euch kommen

Peter Tremayne , Susanne Olivia Zylla
Flexibler Einband: 407 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 20.06.2006
ISBN 9783746622422
Genre: Historische Romane

Rezension:

Der 12. Band endete mit einem fetten Cliffhanger und ich kam nicht umhin sofort den nächsten Teil zu lesen. Und diesmal wurde ich nicht enttäuscht. Peter Tremayne hat in diesem Band so einiges aufgeholt, was er bisher vernachlässgt hatte. Endlich bekam ich einen Einblick in Fidelmas Gefühlsleben und kann sie nun sehr viel besser verstehen.
Spannend war es außerdem.

Fidelmas und Eadulfs Sohn wurde entführt und die Amme, die auf ihn aufpassen sollte, wurde tot im Wald gefunden. Das Rästel scheint unlösbar, denn Fidelma ist kaum in der Lage einen klaren Gedanke zu fassen. Doch nach einer kurzen Trauerphase macht sie sich an die Arbeit.

Gleichzeitig ringt Eadulf mit sich und es passiert, dass das Paar getrennt von einander arbeitet und damit das ganze Buch in zwei Handlungsstränge spaltet. Fidelma ermittelt vor Ort und ihr angelsächsischer Verlobter nimmt die Spur seines Sohnes auf.  Doch damit nicht genug. Unterwegs geraten beide in Gefangenschaft, können sich daraus befreien und entgehen nur haarscharf dem eigenen Tod.

Es laufen so viele Handlungsstränge zusammen, wie schon lange nicht mehr. Und endlich kommen Fidelmas Gedanken deutlich zum Vorschein. Sie ist offenbar schwer damit beschäftigt eine Entscheidung zu treffen und versucht alle Parameter zu analysieren. Dabei stößt sie jedoch auf einen ihrer größten persönlichen Fehler: die Nichtbeachtung ihrer Gefühle.

Das Ende des Bandes fordert jedoch noch keine Entscheidung von ihr, so wie es üblich ist in Tremaynes Büchern. Und wieder ist es ein Klassiker, mit Wendungen, Spannungen und vielen lateinischen Zitaten.

Originalbeitrag: Der Tod soll auf euch kommen

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37 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 1 Rezension

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Tod bei Vollmond

Peter Tremayne , Susanne Olivia Zylla
Flexibler Einband: 392 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 22.06.2005
ISBN 9783746621289
Genre: Historische Romane

Rezension:

Der 12. Band der Fidelma und Eadulf Reihe birgt einige Überraschungen. Die beiden sind zurück in Irland und werden nach längerer Zeit zu einem Fall hinzugerufen. Zwischen dem vorherigen Band in dem jetzigen liegt etwa ein Jahr, indem Fidelma ein Kind gebar und nun mit Eadulf bei ihrem Bruder in Irland wohnt.
Eigentlich mag ich es nicht zu spoilern, aber ich bin langsam unsicher, welche Handlung in der Buchreihe nun die richtige/wichtige ist.

Schon kurz nach der Geburt ihres Kindes nimmt Fidelma einen Auftrag an, was Eadulf zu einigen Fragen veranlasst. Fidelma trägt deswegen einen inneren Konflikt aus, von dem der Leser nur am Rande etwas mitbekommt. Die Frage, ob eine Frau ihr Leben komplett umstellen MUSS, sobald sie ein Kind bekommen hat, beschäftigt das Paar sehr. Und mich persönlich auch. Jedoch, und das ist für den Autor typisch, erfahre ich keine Entscheidungen, sondern nur vage Andeutungen. Langsam nervt es mich ein bisschen. Peter Tremayne kommt immer wieder mit höchst gesellschaftskritischen Themen um die Ecke und lässt sie einfach im Raum stehen, ohne ein Statement zu setzen. Da frage ich mich, ob er will, dass seine Leser sich damit auseinandersetzen?

Der Auftrag an sich ist auch wieder ein typischer, verstrickter Fall mit mehreren Handlungssträngen, die sich erst am Ende auflösen. Viele verdächtige Personen und herrschsüchtige Charaktere sind wieder dabei. Doch ich hatte diesmal das Gefühl, dass die Haupthandlung auf Fidelmas und Eadulfs Beziehung liegt. Wie sie sich ständig gegenseitig das Leben retten und ihre Liebe beweisen, obwohl sie kein einziges Wort darüber mit dem Leser wechseln.

Ich bin gespannt wie es weitergeht, denn langsam wachsen die beiden mir wirklich ans Herz und die Frage, wie Fidelma nun ihre Lage löst oder ändert, will noch beantwortet werden. Typisch seriös löst sie die Fälle dieses Romans mit den unschlagbaren Argumenten des wundersam fortschrittlichen, frühmittelalterlichen irischen Rechtssystems.

Originalbeitrag: Tod bei Vollmond

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102 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

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Das dunkle Archiv

Genevieve Cogman , André Taggeselle
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 29.03.2018
ISBN 9783404209033
Genre: Fantasy

Rezension:

Nach den letzten Vorkommnissen des vorherigen Bandes hatte Irene eigentlich vor etwas durchzuatmen. Doch wieder ist es ihr nicht gegönnt, denn diesmal steht eine hochrangige Drachenfrau vor ihr. Was diese behauptet erfüllt die Bibliothekarin mit Schrecken und fordert eine sofortige Handlung.

Und wieder geht es in Das dunkle Archiv um das Bestehen der Bibliothek, doch in einer ganz anderen Art und Weise, als es bisher der Fall war. Als Neutrale Zone stellt die Bibliothek einen Bereich zwischen allen Welten dar, der sich in keine politische Angelegenheit einmischt – und auch keiner Partei hilft.

Als Irene erfährt, dass diese Neutralität der Bibliothek gefährdet ist, greift sie sofort ein und wird direkt zwischen die Fronten geschickt. Wie immer ist die Protagonisten mutig und tough und glänzt in Schauspielerei, Ideenreichtum und Scharfsinn. Aber so langsam ist sie mir zu perfekt. Sie kann ungeheuerliche Dinge tun, den ganzen Tag lang. Ich erinnere mich an den zweiten Teil, wo sie sehr schwache Momente hatte, auch geschlafen hat und ihre Macht, die ihr die Bibliothek gab, nicht ewig nutzen konnte.

In diesem Teil ist das anders. Gefühlt unerschöpflich arbeitet sich Irene durch die Geschichte. Es hat Spaß gemacht das Buch zu lesen, ich mag die Settings (das sie in jedem Buch andere sind) und es war bis zum Schluss sehr spannend. Aber ich fand es ab einem bestimmten Punkt sehr unrealistisch und geradezu albern. Es hat mich dann sehr gestört, dass ich immer darüber nachdachte, während die Geschichte weiter voran schritt.

Also bin ich im Endeffekt zwiegespalten. Ich finde es gut, dass sich zum Schluss einiges zwischen den Protagonisten ändert. Eine Veränderung in der Beziehung war eine gute Entscheidung der Autorin den Plot in eine bestimmte Richtung zu verschieben.

Ich freue mich auf den nächsten Teil!

Originalbeitrag: Das dunkle Archiv

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36 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 2 Rezensionen

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Verneig dich vor dem Tod

Peter Tremayne , Friedrich Baadke
Flexibler Einband: 419 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 15.12.2004
ISBN 9783746621050
Genre: Historische Romane

Rezension:

In dem 11. Teil der Fidelma-Reihe muss ihr treuer Begleiter Eadulf den aktiven Part übernehmen, denn Fidelma ist durch eine starke Erkältung ans Bett gefesselt. Da der angelsächsische Mönch und Gelehrte nicht immer die klügste Rolle zugewiesen bekam, war ich überrascht, dass er nun die Hauptrolle übernehmen sollte.

In diesem Band passieren einige Dinge, die wichtig sind für die übergreifende, persönliche Geschichte der beiden Ermittler. Ich will nicht spoilern, aber ich war so überrascht und verwirrt, dass ich über die Plötzlichkeit etwas traurig war. Ich hatte die ganze Zeit gehofft, dass ich, als die eifrige Leserin, mehr erfahren würde zu den Gedanken und Gefühlen der Protagonisten. Aber ab diesem Teil ist mir klar, dass der Autor ausschließlich über die Verbrechen berichten will und die Gefühlswelt einfach überspringt. Auf Fidelmas letzte, alles verändernde Aussage, kommt keine Erwiderung, denn das Buch ist zu Ende.

Ich bin von diesem Vorgehen etwas enttäuscht, muss ich gestehen. Ich bin immer wieder gefesselt  von den spannenden Romanen, und würde gerne mehr von den Menschen erfahren, die mich nun schon so lange begleiten. Natürlich kann ich jetzt vieles aus dem Zwischenraum herauslesen, denn sonst hätte einiges nicht geschehen können, aber das ist nicht das Gleiche, wie die Worte durch den Autor transportiert zu bekommen. Um nicht noch verwirrender zu werden: Zu Beginn des Romans erfahre ich, dass Fidelma und Eadulf ganz öffentlich eine Beziehung angeben! Und zum Schluss lässt sie dann die Bombe platzen: Sie ist schwanger! !!! Und ich als Leser darf von dem Ganzen sonst nichts mitbekommen. Es gibt keine Küsse, keine Zärtlichkeiten, keine lieben Worte, keine Heimlichkeiten. Wieso dann überhaupt diese Beziehung so aufbauen? Um künstlich weitere Komplikationen zu erzeugen? ??

Und trotzdem verschlang ich wieder die Geschichte. Ich litt mit den ungerechten Vorwürfen und Anschuldigungen und zitterte mit den Protagonisten an den entsprechenden Stellen. Wieder konnte ich viel über die frühmittelalterliche Rechtsgrundlage und Geschichte der angelsächsischen Gebiete erfahren. Oftmals stelle ich mir Fidelma und Eadulf mit erhobenem Finger erzählend wie ein Oberlehrer vor, wenn es die Vorträge über Geschichte gibt. Es wirkt leider immer noch konstruiert und nicht sehr glaubhaft innerhalb eines Gesprächs eingebunden. Aber offenbar ist das auch so gewollt. Peter Tremaynes Geschichten haben eher etwas von einem Fachbuch über frühmittelalterliches, irisches Recht in Prosaform, als von einem vollwertigen Roman. Aber ich mag es sehr!

Originalbeitrag: Verneig dich vor dem Tod

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15 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 4 Rezensionen

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Der Wald - ein Nachruf

Peter Wohlleben
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Ludwig, 04.03.2013
ISBN 9783453280410
Genre: Sachbücher

Rezension:

Peter Wohlleben liebt seinen Wald. Das spürt man in jeder Zeile dieses Buchs. Ich wollte schon immer mehr über den Wald wissen und wurde bei dem Buch „Der Wald. Eine Entdeckungsreise“ nicht enttäuscht.

Also eines muss ich deutlich sagen: Peter Wohlleben hat wirklich Ahnung von dem was er tut. Die Leidenschaft für den Wald, die er, nach seinem Bericht, schon in der Kindheit verspürte, griff auf mich über. Das Gefühl, einem lebenden, atmenden, pulsierenden Geschöpf gegenüberzustehen, wurde für mich bei Spaziergängen im Wald immer deutlicher.

Toll finde ich auch den geschichtlichen Abriss, den er gleich zu Anfang gestellt hat. Dabei meine ich nicht seinen Biografie, sondern die Erklärung darüber, wie der Wald in Deutschland überhaupt entstanden ist. Warum kein Stückchen Wald mehr natürlich gewachsen ist, warum es keine Urwälder mehr in Deutschland gibt. Das erschafft eine ganz neue Perspektive.

Die Meinung des Autos ist im ganzen Buch wirklich stark vertreten. Aber sie hat mich aufgerüttelt. Sie veranlasste mich über das Wesen eines Waldes, über Bäume und seine Lebewesen nachzudenken und sie wahrzunehmen. Es geht sogar so weit, dass ich über aktuellen Maßnahmen des allgemeinen Naturschutzes nachdachte, was eh seit einiger Zeit ein großes Thema für mich ist. Zu erfahren was eigentlich wirklich hinter den Kulissen ablief, was früher (vor meiner Geburt) alles geschah und wie mit Naturschutz umgegangen wird, macht mich ein wenig traurig. Und wütend.

Aber Wut bringt mir nichts, wenn ich die Energie nicht umwandeln kann. Umdenken, neue Wege schaffen, mit anpacken, Hilfestellungen leisten. Und das nicht auf Zuruf, sondern durch Eigeninitiative. Das sind die Ergebnisse, die ich aus Peter Wohllebens Buch gezogen habe. Und damit, finde ich, hat er total recht!

Originalbeitrag: Der Wald

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46 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 4 Rezensionen

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Das Kloster der toten Seelen

Peter Tremayne , Susanne Olivia Zylla
Flexibler Einband: 394 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 01.06.2004
ISBN 9783746620350
Genre: Historische Romane

Rezension:

Nachdem Fidelma und Eadulf gemeinsam in seine Heimat segeln wollten, ging alles schief. Nach einem starken Sturm läuft das Schiff einen geschützten Hafen in Wales an und bleibt dort für einige Nächte. Als es wieder ausläuft sind die beiden Protagonisten nicht an Bord, denn Fidelma wurde vom König des Gebiets darum gebeten eine mysteriöse Sache zu untersuchen.

Das Kloster der toten Seelen ist ein wichtiges Kloster der Gegend und wird oft von Pilgern aufgesucht. Doch eines morgens entdeckt ein junger Mönch, dass das Kloster komplett leer ist. Das halb aufgegessene Abendbrot liegt noch auf den Tischen, nichts ist verwüstet, es gibt keine Anzeichen für Leben. Nicht mal die Tiere sind noch vorhanden. Wie bei einem Geisterkloster ruht eine unheimliche Stille über dem Ort. Doch als Fidelma und Eadulf dort angelangen, entdecken sie die wenigen Geheimnisse, die dieser Ort birgt.

Die Gefahren, in die sie dieses Mal geraten, scheinen viel bedrohlicher, als in Irland. Denn hier, auf der britischen Insel, existiert ein großer Konflikt zwischen, Angelsachsen und Briten. Neben den politischen Verworrenheiten und den Vorurteilen, muss Eadulf erneut um sein Leben fürchten. Und diesmal viel realer als noch vor Monaten in dem irischen Kloster. Doch dank der Unterstützung der walisischen Königsfamilie konnte sie erneut mehrere Morde und eine Verschwörung aufdecken.

Ein neuer Aspekt erschwert die Beziehung zwischen den beiden Hauptdarstellern: Eadulfs angst vor den Briten. Als angelsächsischer Mönch hätte er sich in einem britischen Landesteil auch fürchten müssen, denn die über Jahrhunderte verfeindeten Völker und die damit eingesessene Furcht voreinander, kann nicht durch eine einzige irische Frau geschlichtet werden.

Der Autor hat über die Protagonisten versucht die englische Geschichte zu erzählen, was manchmal zu überlangen Monologen geführt hat. Ja, die Geschichte ist etwas verworren, das weiß ich aus eigener Erfahrung. Und die Angelsachsen haben die britischen Gebiete wohl gewaltsam erobert. Aber ich bin der Meinung, dass man das anders hätte beschreiben können. Verwunderlich ist, das die sonst so kluge Fidelma von der Geschichte des Landes GAR KEINE Ahnung hatte.

Schön finde ich aber wieder die kleinen Fortschritte in deren Beziehung, die immer deutlicher auf ein Ziel hinaus laufen. Und wieder einen fetten Dämpfer am Ende bekommen. Wieso???? Wieso nur? Um das ganze Geplänkel noch weiter in die Länge zu ziehen? Um diese unrealistisch platonische Beziehung auf eine neue Stufe zu heben?? Es ist mir unerklärlich!

Originalbeitrag: Das Kloster der toten Seelen

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 4 Rezensionen

Durch die Nacht

Ernst Peter Fischer
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Pantheon, 09.05.2017
ISBN 9783570553213
Genre: Sachbücher

Rezension:

Und wieder hat der Wissenschaftshistoriker Ernst Peter Fischer ein Buch über ein spannendes Thema veröffentlicht. „Durch die Nacht“ soll eine Einführung und ein Überblick über die Wahrnehmung der Nacht sein.

Schon als ich den Titel las, fragte ich mich, wie der Autor es schaffen wollte, dieses komplexe Thema zu erfassen und in ein dann doch recht schmales Buch zu fassen. Da ich von Der Verzauberung der Welt recht begeistert war, hatte ich schon große Erwartungen. Doch es stellte sich wirklich als recht schwierig heraus den roten Faden unter aller Prämisse beizubehalten. Manche Argumente wirkten konstruiert und wahllos zusammengestellt.

Dies ist jedoch kein Hindernis für dieses Buch. Denn solch ein komplexes Thema kann womöglich nur durch Hinzuziehung von außergewöhnlichen Maßnahmen begriffen werden. Denn was ist die Nacht? Außer dem Offensichtlichen (Sie ist nicht der Tag!) ist sie der Raum für Geheimnisse, für Gewalt und geheime Liebe und für so viel mehr. Große Dichter wie Goethe schrieben über sie und es gibt viele Sagen und Legenden über nächtliche Himmelskörper.

Die Nacht ist auch ein viel genutztes Synonym für ‚eine schwere Zeit durchmachen‘, denn der ‚hoffnungsvolle Morgen‘ wird bald Licht spenden. Die Nacht kann somit beides sein: eine Zeit voller Hoffnungslosigkeit oder eine Zeit voller Erwartungen. Das ‚dunkle‘ Mittelalter wurden überwunden und das ‚Licht‘ der Vernunft strahlt über die Zeit der Aufklärung. Die Nacht wird immer mit Dunkelheit verglichen, sie sind unzertrennliche Partner. Die Zeit und Farbe, mit der Verbrechen begangen werden, in der Menschen von Angst stärker beherrscht werden, in der Geheimnisse weiter gereicht werden.

Und doch birgt diese dunkle Nacht etwas unvorstellbar Schönes, wenn der Blick in den Himmel gehoben wird. Unzählige Sterne und Galaxien sind dann dort zu sehen, ferne Planeten scheinen greifbar. Im Schutz der Nacht nutzen auch verschiedene Tiere die Gelegenheit ungesehen auf Nahrungssuche zu gehen und viele Pflanzen sammeln ihre Kräfte und gehen in sich.

Wie schon erwähnt ist dieses Thema ‚Nacht‘ so komplex, dass eine rein stringente Beweisführung fast unmöglich erscheint. Es ist sicherlich sinnvoll, es in Bezug zu einzelnen Quellen zu setzen, doch das würde die allgemeine Sicht darauf schmälern. Somit empfinde ich die Vielfalt der Quellen, die Ernst Peter Fischer nutzte, als kleines kreatives Chaos, was evtl. auch einer Eigenschaft der Nacht entspringt.

Originalbeitrag: Durch die Nacht

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43 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 2 Rezensionen

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Vor dem Tod sind alle gleich

Peter Tremayne , Friedrich Baadke
Flexibler Einband: 411 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 01.11.2003
ISBN 9783746620183
Genre: Historische Romane

Rezension:

Schwester Fidelma unterbricht ihre Pilgerreise und eilt zurück nach Irland, denn ein Hilferuf hatte sie erreicht. Eadulf, der Mönch mit dem sie schon so einige Abenteuer erlebt hatte, steht unter Mordverdacht und soll gehängt werden.

Als Fidelma in dem Kloster ankommt, in dem Buder Eadulf eingesperrt ist und auf seine Hinrichtung wartet, scheint die Lage aussichtslos. Ohne auf die Gesetze zu achten, wurde ihr Gefährte zum Tode verurteilt. Mit aller Kraft versucht die kluge Irin das Gesetz zu ihren Gunsten zu nutzen, doch die Zeit rennt ihr davon. Durch das mutige Eingreifen anderer gesetzestreuer Menschen kann Eadulf entkommen und dabei den unglaublichen Machenschaften auf die Spur kommen.

Denn der Tod des ahnungslosen und unschuldigen Eadulfs dient nur zu Tarnzwecken, um andere Verbrechen zu vertuschen. Durch die Eile und der Missachtung des Gesetztes kommt Fidelma langsam aber sicher auf die Spur der Täter und deckt nicht nur Morde auf. Diesmal geht es auch um ein anderes Verbrechen.

In diesem Band wird die Beziehung zwischen Fidelma und Eadulf auf eine harte Probe gestellt. Doch wieder habe ich nicht das Gefühl, dass die junge Anwältin ehrlich besorgt um ihren Gefährten ist. Sie kann zwar die Tränen kaum zurück halten, doch schlafen tut sie ausgezeichnet.

Das Ende überraschte mich dann doch. Fidelma schafft es endlich einmal nach ihren Gefühlen zu handeln und geht mit Eadulf mit in sein Land, nach England (das noch nicht England heißt). Damit bestätigt sie ihm, dass sie lieber in seiner Nähe bleiben will, als in ihrem Land, bei ihrem Bruder oder irgendwo anders. Das ist hoffentlich der Startschuss für die zarte Liebesgeschichte, die schon so lange zwischen ihnen brodelt!!!! Ich kann das nicht mehr ertragen, dass die beiden Sturköpfe einfach keinen Schritt voran kommen.

Originalbeitrag: Vor dem Tod sind alle gleich

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Histrioniker

Rainer Sachse
Flexibler Einband: 106 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 29.07.2018
ISBN 9783608961713
Genre: Sachbücher

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57 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 4 Rezensionen

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Tod auf dem Pilgerschiff

Peter Tremayne , Friedrich Baadke
Flexibler Einband: 411 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 01.07.2002
ISBN 9783746615295
Genre: Historische Romane

Rezension:

Wie im Band vorher angekündigt fährt Fidelma auf eine Pilgerfahrt. Und diese Fahrt ist nicht nur eine des Glaubens, sondern der Findung und das auf so viele Ebenen. Tod auf dem Pilgerschiff lässt endlich Einblick in Fidelmas Innenleben, in ihre Gedanken und ihr Herz. Hier lernen wir eine verletzte und enttäuschte junge Frau kennen, die eine Bestimmung in ihrem Leben sucht.

Schon bevor das Schiff seine Segel setzt, gibt es schon das erste Todesopfer. Doch dies wird durch eine schnelle Abreise verschleiert. Und doch scheint weiterhin der Tod den Pilgern auf den Fersen zu sein, denn ein weiterer Mord geschieht und Fidelma nimmt, durch Bitten des Kapitäns, die Ermittlungen auf.

Unter den Pilgern findet sich, zum Entsetzen der sonst so starken Irin, ein ganz besonderer Mensch. Es ist ihre erste große Liebe, für den sie beinahe ihre Karriere geopfert hatte. Nicht nur das, er hatte sie zudem entsetzlich betrogen und seitdem trägt Fidelma eine innere Wut und Kälte mit sich herum. Als dieser Mann nun auch noch ihre Hilfe benötigt, ist sie fast entschlossen sich gegen das Gesetz zu lehnen. Doch glücklicher Weise besinnt sie sich und findet zu ihrer inneren Stärke zurück, zu der auch Eadulf, wenn auch aus der Ferne und nur in Gedanken, beiträgt.

Auch wenn ihr ehemalige große Liebe Mitschuld an den Taten trägt, so setzt sie doch alles daran ihn zu beschützen – weil es das Gesetz so vorschreibt. Doch nicht nur die Morde erschweren die Pilgerreise, auch schlimme Unwetter und Verfolgungsjagden wühlen die Gefühle von Fidelma auf. Als dann ein Schiffbrüchiger an Bord kommt, scheint alles zu Eskalieren. Glücklicher Weise kann Fidelma wieder helfen die Wahrheit zu ergründen.

Doch als sie am Zielhafen ankommt erwartet sie eine Hiobsbotschaft. Eadulf wurde wegen Mordes verurteilt. Kann sie es noch schaffen ihn zu retten?

Durch das Zusammentreffen mit dem Menschen, der sie so tief verletzte, begibt sich Fidelma auf eine Reise zu ihrer eigenen Vergangenheit. Die Geschehnisse von damals werden als eigene Kapitel erzählt und zum ersten Mal hatte ich das Gefühl sie ein wenig besser zu verstehen, ihr verbunden zu sein. Die Tat des jungen Mannes verhärteten ihr Herz, weswegen es ihr so schwer fiel Eadulf aufrichtig entgegen zu treten.

Nun endlich erhalte ich gewünschte Informationen über die Protagonistin. Auch ihre Wutanfälle (na gut, das ist vielleicht etwas schroff ausgedrückt) sind neu. Die sonst so abgeklärte Anwältin ließ sich nur selten zu einer Regung bewegen. Mich erfreut, dass der Autor endlich entschied mehr Tiefe in die Geschichte zu bringen.

Originalbeitrag: Tod auf dem Pilgerschiff

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

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Legenden des Krieges: Der einsame Reiter

David Gilman , Anja Schünemann
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 17.11.2017
ISBN 9783499290992
Genre: Historische Romane

Rezension:

Die Geschichte des einsamen Reiters setzt etwa ein Jahr nach dem Ende des zweiten Bandes ein. Thomas Blackstone wurde von seinem König als vogelfrei erklärt und verdient sich seitdem mit seinen treuen Gefährten den Unterhalt als Söldner. Doch seine Feinde haben ihn nicht vergessen und planen längst seinen Untergang.

Als eine Botschaft des lange verstorbenen englischen Königs bis zu Blackstone durchdringt, sorgt diese für Turbulenzen, denn warum sollte ein toter König eine Nachricht schicken? Wer bemächtigte sich des Siegels? Oder ist eine Botschaft darin versteckt, die niemand zu entschlüsseln vermag? Trotz dieser ganzen Fragen bricht Thomas mit seinen Männern auf um dem Ruf des Königs zu folgen.

Doch der Weg ist steinig, denn viele Drahtzieher würden den ehemaligen Bogenschützen lieber Tod sehen. Am Ende des Weges, den Thomas wieder einmal meistert, wartet nicht nur der Tod auf ihn, sondern Möglichkeiten. Nur um dann von dem französischen Mob verschlungen zu werden. Und ganz nebenbei holt er sich selbst die giftigste Schlange ins Nest.

Ich muss zugeben, dass ich nicht so viel Freude bei diesem Teil hatte. Er ist nicht nur gefüllt voller Gewalt und Tod, sondern auch voller Hoffnungslosigkeit. Ein paar gute Momente gab es, die aber jedesmal wieder zunichte gemacht wurden. Passagen, in denen wenig passierte, wurden in die Länge gezogen. Und der ständige Sichtwechsel der Protagonisten in einem Abschnitt ist für mich ein absolutes Tabu. In einem Absatz wechselte die Perspektive zwischen Thomas und seinem Feind, ohne dass es eine Pause dazwischen gab.

Wenn ich diesen Band mit dem ersten vergleiche, verstehe ich die Entwicklung nicht. Ich hatte so viel Spaß mit dem ‚Blutigen Schwert‘, es war herausragend! Der neue Band hat damit nichts mehr gemeinsam. Ich bin sogar ziemlich enttäuscht von dem Ergebnis. Ich hoffe einfach, dass es wieder besser wird.

Originalbeitrag: Der einsame Reiter

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Anation - Wodans Lebenshauch. Von keltischer Götterdämmerung 1

Astrid Rauner
Flexibler Einband: 302 Seiten
Erschienen bei Acabus Verlag, 30.09.2011
ISBN 9783862820191
Genre: Historische Romane

Rezension:

Eigentlich bin ich, glaube ich, recht schwer zu begeistern, was Romane angeht. Dieser Plot jedoch von Anation, erschienen beim Acabus Verlag, schien für mich alles zu haben, was mich begeistern könnte. Es spielt im 2. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung im Süden Deutschlands. Damals besiedelten keltische Stämme die Gegend und in einem dieser Stämme wächst Aigonn auf. Er ist anders, als die anderen Jungen, denn er kann mit der Nebelfrau sprechen und nimmt mehr von der Welt wahr, als die meisten. Doch dann geschehen Dinge und plötzlich ist Aigonn nicht mehr nur ein Junge, sondern ein Seher, gesegnet von den Göttern.

Der junge Krieger Aigonn muss sich auf dem Schlachtfeld beweisen und sieht mit an, wie die geopferte junge Frau wieder zum Leben erwacht. Dies bringt ihn in größere Schwierigkeiten, als es zuerst den Anschein macht. Gemeinsam mit der jungen Frau und dem Schamanen des Dorfes, sowie viel Hilfe von der anderen Welt, gelingt es Aigonn Wissen zu erlangen.

Die ganze Geschichte soll offenbar eine Art Ursprungslegende der späteren Göttergestalten sein. Es ist recht gut geschrieben, die Autorin hat sich wohl ein wenig mit dem Thema der paganen Spiritualität beschäftigt. Jedoch konnte ich feststellen, dass sie noch nicht so viel Erfahrung im Romanschreiben hat, da viele Stellen noch sehr umgangssprachlich sind. Nun ja, jeder muss mal starten.

Die Geschichte ist spannend, schnell erzählt und gut durchdacht. Ich bin sogar wirklich gespannt, wie es weiter geht.

Jedoch bin ich von dem Titel sehr irritiert. Anation. Dies soll ein Kosename für eine keltische Frau sein. Ich habe mich von Anfang an gefragt, was an diesem Wort keltisch sein soll. Für mich klingt es wie ein modernes, englisches Wort, aus einer Sprache, die erst seit ein paar Jahrhunderten besteht. Leider zieht sich dieser ‚Name‘ durch das ganze Buch und ließ mich jedes Mal gedanklich stolpern. Es mindert das historische Setting für mich enorm. Auch die Gedanken zu der Götterwelt ergeben sich mir nicht. Ich habe schon einiges über die Kelten gelesen und auch studiert, jedoch sind mir die Annahmen und Ausführungen von Astrid Rauner vorher noch nicht begegnet. Der Aufbau der Götterwelt, die Verehrung der Toten oder auch die Idee, dass Erinnerungen bestimmten Körperteilen anhaften, oder das der Kopf der Sitz der Seele war, sind mir unbekannte Überlegungen.

Deswegen bin ich etwas zwiegespalten, was die Meinung über den Roman betrifft. Als historischer Roman nicht brauchbar, aber als Fantasy-Roman super!  Und deswegen will ich ihn auch weiter so betrachten und freue mich auf die nächsten Teile.

Originalbeitrag: Anation - Wodans Lebenshauch

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96 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 9 Rezensionen

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Die Keltennadel

Patrick Dunne
Flexibler Einband: 430 Seiten
Erschienen bei Limes, 01.12.2001
ISBN 9783809024521
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
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67 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 2 Rezensionen

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Der Tote am Steinkreuz

Peter Tremayne , Friedrich Baadke
Flexibler Einband: 389 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 01.05.2001
ISBN 9783746615271
Genre: Historische Romane

Rezension:

Nicht nur wegen der drolligen Cover bin ich gerade im Fidelma-Rausch. Es hat sich schleichend ergeben, dass ich die kurzen historischen Krimis von Peter Tremayne kaum aus der Hand legen kann. Der Tode am Steinkreuz ist ein weiterer Roman, in dem die frühmittelalterliche irische Geistliche und Anwältin Fidelma und ihr Freund Eadulf mehrere Morde aufklären.

Ogham in Stein, Dunloe, County Kerry, Ireland. Quelle.

Fidelma und Eadulf werden zu einem abgelegenen Tal gerufen, weil das Oberhaupt der Gemeinde ermordet wurde. Alles deutet auf den Jungen als Täter, der neben der Leiche gefunden wurde. Doch als Fidelma eintrifft, zweifelt sie sofort an dieser Schlussfolgerung, denn der Junge ist taubstumm und blind. Natürlich macht sich die begabte Irin auf die Spuren des Täters, die unweigerlich hinterlassen wurden.

Im Laufe der Ermittlungen trifft sie sogar auf einen Druiden, der unweit des Dorfes lebt. Dieser erklärt ihr, wie sie mit dem Jungen kommunizieren kann, denn entgegen der Meinungen der Dorfbewohner, ist der Junge nicht dumm, sondern überaus klug. Er verständigt sich mit in die Handfläche gemalten Ogham, frühmittelalterlichen irischen Schriftsymbolen.

Als Sie und Eadulf beinahe vergiftet werden, wird ihr klar, dass sie sich beeilen muss. Mit meisterlichen Schlussfolgerungen kann sie den/die Täter am Ende bezwingen.

Im Großen und Ganzen ist es ein typischer Fidelma Roman. Es gibt einen Mordfall, sie wird gerufen, stellt Fragen, weitere Morde geschehen, sie findet den/ die Schuldigen. Leider ist neben der kriminalistischen Handlung  kaum Platz für die Beziehung zwischen Fidelma und Eadulf, die langsam in Wallung kommen sollte. Immerhin merkt der Leser schon, wie sehr die beiden sich zugetan sind. Aber nichts davon wird diskutiert, nichts wird angedeutet, alles bleibt platonisch und distanziert.

Die Begegnung mit dem Druiden empfand ich persönlich als sehr spannend, aber da Fidelma das Christentum als eine Religion der Liebe lebt und wahrnimmt, entstand von Beginn an kein Konflikt. Anders, als bei den meisten Tätern in Peter Tremaynes Romanen, ist die junge Irin keine fanatische Gläubige. Und obwohl Eadulf zu Beginn etwas Bedenken hatte, trottet er Fidelma, wie immer, treudoof bei allem Hinterher. Auch bei ihrer Meinung über die vormals Gelehrten des Landes.

Ihre Dialoge bestehen größtenteils aus Fachsimpeleien über die irischen Gesetze. Gesetzestexte und Bibelzitate sind fast die einzigen Worte neben den Verhören. Es gibt keine persönlichen Gespräche, keine persönlichen Informationen über die Protagonisten und kaum Gefühlsregungen. Ich muss sagen, dass mich das in diesem Band gestört hat. Am Schluss stirbt Eadulf fast, doch Fidelma ermittelt einfach weiter und fragt nur ab und zu nach seinem Zustand. Sie wäre um ein Haar auch vergiftet worden, zeigt aber keine Spur von Panik oder Angst.

Aber ich las weiter und geriet immer mehr in den Strudel und musste immer einen Band weiter lesen. Denn so langsam wird man durch die ganzen herunter gebeteten Gesetzestexte, die wirklich gut recherchiert sind, zu einem kleinen Fachmenschen zum Thema frühmittelalterliche, irische Gesetzestexte. Und das mag ich!

Originalbeitrag: Der Tote am Steinkreuz

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9 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

achtsamkeit, dänemark, gemütlichkeit, hygge, hyggeli, louisathomsenbrit, ratgeber

Hygge

Louisa Thomsen Brits , Leena Flegler
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Mosaik, 06.03.2017
ISBN 9783442393176
Genre: Sachbücher

Rezension:

Das Buch von Louisa Thomsen Brits HYGGE – Die dänische Art glücklich zu leben ist ein toller Gefährte gewesen. Der Aufbau ist sehr ähnlich wie bei Marie Tourell Søderbergs hygge – Das große Glück liegt in den kleinen Dingen, die Bilder erzeugen jedoch eine ganz andere Atmosphäre wodurch nur noch deutlicher wird, dass hygge für jeden etwas anderes bedeutet. Es gibt kein einheitliches Rezept, das für jeden funktioniert. Der eigene Weg zu einem liebevollen und glücklichen Leben muss selbst erkundet werden.

Hier feiert die Autorin ein hoch auf das Leben, das so wundervoll ist und jeden Tag gefeiert werden sollte. Und ich stimme ihr da voll zu. Das Geheimnis ist, glaube ich, gerade in gestressten Momenten nicht zu verzweifeln, aus den ruhigen Momenten Kraft zu schöpfen und aktiv für glückliche Momente zu sorgen. Dazu gehört weniger am Handy, Fernseher oder PC zu hängen, mehr Gespräche zu führen und gerne auch etwas Leckeres mit viel Kalorien zu naschen.

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hygg, lebensfreude, lebensführung, ratgebe

Hygge

Marie Tourell Søderberg
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei mvg, 20.03.2017
ISBN 9783868828207
Genre: Sachbücher

Rezension:

Das Buch von Marie Tourell Søderberg hygge – Das große Glück liegt in den kleinen Dingen zog durch den wunderschönen Einband meinen Blick auf sich. Zu meinem neu gekauften Tolino Vision 4 HD kaufte ich das erste Mal regulär ein eBook. Gleich begann ich zu lesen und war von Anfang an begeistert. Die Autorin erschuf durch ausgewählte Bilder und Texte gleiche eine kuschelige Athmosphäre.

Sie berichtet davon, was hygge ist, warum jeder es leben sollte und wie es in der Praxis umzusetzen ist.

Besonders schön finde ich die vielen Interviews mit Dänen aus jedem Alter und jeder Geschichte. Sie berichten davon, wie hygge helfen kann, intensiver zu leben, zu lieben und zu geben. Auch die Rezepte und Bastelanleitungen sind kreativ und liebevoll ausgesucht. Ein wirklicher Glücksgriff!

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41 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 3 Rezensionen

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Tod im Tal der Heiden

Peter Tremayne , Friedrich Baadke
Flexibler Einband: 419 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 20.01.2006
ISBN 9783746622118
Genre: Historische Romane

Rezension:

Und wieder wird Fidelma zusammen mit Eadulf in eine entlegene Ecke der irischen Insel geschickt. Jedoch steht zuerst nicht ein Mord im Vordergrund, sondern die Verhandlung eines noch heidnischen Ortes über den Bau einer kleiner Kirche vor Ort. Der König von Cashel, Fidelmas Bruder, schickt seine beste Unterhändlerin um eine Lösung zu finden, die alle Seiten zufrieden stellt. Doch schon bald kommt alles anders….

Schon als Eadulf und Fidelma eintreffen scheint die geplante Verhandlung zum Scheitern verurteilt zu sein. Eigentlich sollten sie wegen eines Neubaus einer kleinen katholischen Schule und einer Kirche im heidnisch geprägten Ort verhandeln. Doch vor den Toren wurden 33 Leichen junger Männer so angeordnet, dass ein Ritualmord kaum ausgeschlossen werden kann. Doch Fidelma ist diese Schlussfolgerung zu offensichtlich. Auch die Verhandlungen laufen in komplett falsche Bahnen, so dass sie diese frühzeitig abbricht. Und dann geschieht auch noch das Unfassbare: Sie selbst wird eines Mordes verdächtigt.

Nun muss der englische Mönch Eadulf sein Können unter Beweis stellen, denn er ist der Einzige, der Fidelma aus der aussichtslosen Lage helfen kann. Und dann ist da auch noch dieser verdächtige Pferdehändler, der gar keine Pferde bei sich hat und viel zu viele Fragen stellt.

In diesem besonderen Fall steckt zum ersten Mal wirklich um einiges mehr dahinter, als es auf den ersten Blick erscheint. Die Morde und Verwirrungen werden immer verzwickter und Eadulf folgt Fidelma trotzdem noch wie ein lieber Hund, jedoch scheint er immer im richtigen Moment die richtige Frage zu stellen, oder durch ein Ungeschick auf einen Hinweis aufmerksam zu machen.

Durch die wirklich verwirrenden Abläufe und unzureichenden Informationen für den Leser, der wirklich ausschließlich Fidelmas und Eadulfs Erfahrungen teilt, ist die Auflösung wirklich überraschend. Ein spannender Teil, indem leider immer noch die persönliche Komponente der Protagonisten fehlt. Doch irgendwie zogen mich die Fälle der toughen Irin immer weiter in den Bann und ich musste sofort zum nächsten Teil übergehen. Gut, dass es die schmalen Bände schon günstig im Onlineantiquariat zu finden sind!

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7 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

historischer roman, irland krimi

Tod in der Königsburg

Peter Tremayne , Friedrich Baadke
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Rütten & Loening Berlin, 17.10.2016
ISBN 9783352008900
Genre: Historische Romane

Rezension:

Leider lag mir nicht diese wundervolle illustrierte Ausgabe von Der Tod auf der Königsburg vor, jedoch war ich im Buchladen beim Durchblättern sehr begeistert von der Aufmachung. Wieso jedoch ausgerechnet der siebente Teil als illustrierte Ausgabe erschien, verstehe ich nicht so recht.
Fidelma begeistert auch in diesem Band wieder mit Scharfsinn und Können und deckt die verwirrten Vorkommnisse souverän auf.

Seit ein paar Wochen sind Fidelma und Eadulf auf dem Königshof in Cashel, ihrer Heimat, und genießen ein wenig Ruhe. Doch es scheint nur die Ruhe vor dem Sturm zu sein, denn die Verhandlungen ihres Bruders und die friedliche Einladung des kriegerischen Fürsten der Ui Fidgente enden in einem Chaos: Beide Fürsten werden angeschossen und bezichtigen sich gegenseitig der Tat.

Natürlich muss Fidelma handeln und wird von ihrem Freund dabei unterstützt. Ihre Untersuchungen führen Sie zu einem nicht fern gelegenen Kloster, dem vor Kurzem die heiligen Reliquien gestohlen wurden. Da Sie gerade eh vor Ort ist, hilft sie auch diesen Fall zu lösen und stößt plötzlich auf Gemeinsamkeiten. Und plötzlich erwachen die Totgeglaubten wieder zum Leben und das Kloster und die umliegende Stadt sowie die große Eiche des Volkes von Cashel werden angegriffen. Der jahrhundertealte Baum wird von den Angreifern gefällt und der Verdacht wird auf die Ui Fidgente gelenkt.

Doch wer Fidelma kennt, weiß, dass sie diese plumpen und zu offensichtlichen Hinweise immer stark hinterfragt und schlussendlich dadurch zum Ziel und zur Wahrheit findet. Eine große Verschwörung brodelt im Hintergrund und droht sie und Eadulf zu verschlingen. Doch durch viel Glück kann der Drahtzieher am Ende entlarvt und die wichtigen Verhandlungen über Frieden können aufgenommen werden.

Überraschender Weise wird erwähnt, dass Fidelma aus dem Kloster, welches Sie als ihre offizielle Herkunft betitelte, ausgetreten war. Hier ist ein erster Hinweis darauf zu sehen, dass sich Fidelma in ihrem Inneren langsam nicht mehr sicher ist, ob sie eher eine Gläubige, oder eine Gelehrte ist. In dieser Episode scheint die junge Irin ständig sauer auf Eadulf zu sein. Sie hat plötzlich keine gute Meinung mehr von ihm und empfindet ihn eher wie eine Last. Doch offenbar scheint dahinter mehr zu stecken.

Zum Schluss des Romans trennen sich die Wege der beiden, denn sie sind wohl zu stolz oder zu ängstlich den ersten Schritt aufeinander zu zu machen. Es war der erste Moment, indem es hätte möglich sein können, dass sie ein wenig offener über ihre Gefühle sprechen, doch der Moment vergeht und ich will fast in mein Buch beißen, so enttäuscht bin ich darüber.

Nun geht sie auf eine Pilgerreise und er zurück nach England. Ich bin wirklich gespannt, wie es weitergeht.

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56 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

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Die Phileasson-Saga - Himmelsturm

Bernhard Hennen , Robert Corvus
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Heyne, 08.08.2016
ISBN 9783453317529
Genre: Fantasy

Rezension:

Die aufregende Jagd um die Titel ‚König der Meere‘ geht in die zweite Runde. Nachdem Asleif Phileasson und sein Gegner Beorn in einem rasanten Auftakt Nordwärts segelten, fanden sie nun den sagenumwobenen Himmelsturm. Die Aufgabe bestand darin dessen Geheimnis zu ergründen.

Die beiden Mannschaften, die in das Rennen gingen, treffen im Turm aufeinander. Doch es stellt sich schnell heraus, dass dieses Monument mehr als ein Rätsel enthält. Mit dem Versuch sich einerseits gegenseitig zu behindern, andererseits aus dem Wege zu gehen, durchstreifen die Abenteurer die Räume des Turms. Die Größe überwältigt sie, offenbar wurde hier eine vertikale Stadt gebaut, die mehrere Paläste beinhaltet.

Doch neben der Gefahr, die die Mannschaften für einander darstellen, schreckt die Suche nach den Geheimnissen andere Kreaturen auf. Obwohl der Turm seit Jahrtausenden als Legende angesehen wurde, ist er weiterhin bewohnt und dies auf eine grausame und fast schon unwirkliche Art. Phileasson und seine Mannschaft können Schlussendlich entkommen, jedoch trifft das nicht auf alle Mitglieder der Gemeinschaft zu. Auch Beorn, der schrecken der Südmeere scheint verschollen.

Erst fand ich nicht in die Geschichte, da er ausführliche Prolog erst nichts mit der Geschichte der Mannschaften zu tun hatte. Ich verfolgte plötzlich eine Geschichte, die ich nicht so recht verstand und war sehr irritiert. Doch als dann das Buch richtig begann, war ich sofort wieder mit dem Foggwolf auf Abenteuerfahrt.

Die Geschichte, wie die Gemeinschaft durch den Turm streift und auf immer wüstere Geheimnisse stößt, ist absolut fesseln und spannend erzählt. Die Charaktere sind vielschichtig, schillernd und beherbergen mehr geistige Tiefe, als so manchen realen Menschen, den ich kenne.

Durch die verschiedenen Ebenen des Turms kommt zwischendurch das Feeling des Pen-&-Paper Games auf. Es passt hervorragend zu dem Erzählstil und erinnerte mich daran, was eigentlich hinter der ganzen Geschichte steckte. Dafür, dass ich das Gefühl habe, dass Geschichten mit dieser speziellen Grundlage als minderwertig abgetan werden, bin ich absolut begeistert von dem Ergebnis.

Ich wurde grandios unterhalten und kann mit gutem Gewissen dieses Buch weiterempfehlen. Es lädt zu einem wunderbaren, gefährlichen und mitreißenden Abenteuer ein.

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12 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

chroniken, karteikarten, notizen, papier, sachbuch, schreiben, schreiben lernen, schreibtisch, tagebuch, texte, zettel

Mit dem Schreiben anfangen

Hanns-Josef Ortheil
Fester Einband: 160 Seiten
Erschienen bei Bibliographisches Institut, 09.10.2017
ISBN 9783411749041
Genre: Sachbücher

Rezension:

Was macht ein Blogger/eine Bloggerin außer recherchieren und Ideen ausformen? Genau: schreiben. Deswegen landen auf meinem Tisch auch immer wieder Bücher, die sich damit beschäftigen. Kreatives Schreiben gehört zu meinem Leben, wie Wasser oder Essen, doch es ist manchmal nicht so einfach sich zu motivieren oder die Inspiration zu greifen. Jeder Schriftsteller hat da so seine eigenen Tipps und Tricks, es schadet jedoch nicht diese zu kennen, denn vielleicht funktionieren sie bei mir auch.
Die Reihe „Kreatives Schreiben“ von Duden hilft Autoren, Journalisten oder Bloggern ihre Finger zu trainieren, den Kopf frisch zu halten und durch neue Übungen evtl. auch neue Ideen zu fördern.

Im Vorwort wird klar, dass dieses schmale Büchlein nicht nur für Profis geeignet ist. Und auch nicht nur für Anfänger. Das Vorwort erzählt eine kleine Geschichte von Nora. Die junge Frau schreibt gerne in ihrer Freizeit, sammelt alles, manchmal dürfen Freunde und Familie etwas lesen. Doch eigentlich ist das Schreiben für Nora gar kein Hobby, sondern so wichtig wie es für mich ist, denn es geht kaum ohne. Doch Nora hat das gleiche Problem wie ich: wir betreiben das Schreiben wie ein Hobby und stehen uns somit selbst im Weg.

Der Autor, Hanns-Josef Ortheil, fordert den ambitionierten Nachwuchsautor dazu auf über seinen Schatten zu springen und gibt in fünf Kapiteln strukturierte Anleitung, wie aus einem Hobby Ernst wird. Jedes Kapitel enthält kleine verschiedenste Aufgaben, die jeweils mit ‚Schreibaufgaben‘ abgeschlossen werden. Sozusagen kleine Hausaufgaben, die dabei helfen sich zu konzentrieren, sich zu fokussieren und evtl. auch zu entdecken, welche Fähigkeiten in einem Stecken.

Orhteil erklärt auch, und das finde ich auch immer wieder spannend, wie wichtig es ist die richtige Schreibumgebung zu schaffen. Und wenn ich mich auf meinem Schreibtisch so umsehe, habe ich diese Aufgabe auf jeden Fall nicht gemeistert (wieso ist mein Schreibtisch eher eine Ablage, als alles andere??). Ich weiß immer gar nicht welche Aufgaben ich zuerst bearbeiten soll, alles stapelt sich und ich bin sehr oft überfordert. Und dabei sollte der Schreibtisch, an dem ich kreativ arbeite, meine Inspiration fördern. Das sollte ich auf jeden Fall ändern….

Ich denke dieses Buch ist eine tolle Hilfe zur Selbsthilfe, aber auch ein gutes Geschenk für Menschen, die sich selbst nicht trauen den Schritt zu gehen. Diese Gabe, Gedanken in geschriebene Worte zu formen, ist selten und sollte auf jeden Fall genutzt und ausgebaut werden. Traut euch! Mit diesem Buch könnt ihr einen wirklich guten Anfang finden.

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285 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 86 Rezensionen

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Tochter des dunklen Waldes

Katharina Seck
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 24.11.2017
ISBN 9783404208807
Genre: Fantasy

Rezension:

Ein bisschen fehlen mir die Worte um diesen unglaublich gute Buch zu beschreiben, und irgendwie habe ich zu viele, denn ich bin durchweg begeistert! Ich hatte zuvor noch nie von der Autorin gehört und fand einfach den Titel sehr spannend, mit einem atmosphärischen Titelbild und die Geschichte ein bisschen Kitschig. Da ich jedoch gerade eine Liebe für den Wald entwickelt habe, dachte ich mir, dass ich ruhig mal reinlesen könnte – und war schon nach den ersten zwei Seiten total begeistert!

Lilah, eine junge Frau, lebt am Rande eines dunklen Waldes in einem Dorf. Schon immer spürte sie, dass sie nicht so richtig dazu gehört. Sie liebt die Natur und hat ein besonderes Gespür für Heilmittel. Sie lernt Dorean kennen, der im Sommer immer ins Dorf kommt um dort bei der Ernte zu helfen. Sie verlieben sich, doch Dorean scheint krank zu sein und flieht in den großen dunklen Wald, über den im Dorf schaurige Märchen kusieren.

Kurzerhand packt Lilah ihre Sachen und macht sich auf die Suche nach dem jungen Mann. Doch in dem dunklen Wald fand sie plötzlich etwas ganz anderes: Ihre Gefährtenbaum. Eine tiefe und innige Verbindung entsteht und bestimmt ab dem Zeitpunkt ihr Leben, denn nun ist sie eine Dryade. Sie findet auch Dorean, doch alles scheint plötzlich anders zu sein.

Und dann kommt das Sterben dazu. Und Lilah scheint die Einzige zu sein, die hinter den Vorhang der Vorurteile blicken kann. Sie lehrt die beiden Völker, dass Hass nicht die Lösung der Probleme ist. Doch ist es immer so einfach?

Obwohl der Plot recht klassisch wirkt, hat er doch einige Änderungen erfahren. Er funktioniert jedoch trotzdem einwandfrei, finde ich. Doch dies ist es nicht, was mich bis zum Schluss so an diesem Roman begeisterte. Ich verneige mich vor dieser unglaublichen Erzählkraft! Schon recht poetisch klingen die Zeilen, die mich von Anfang an an ein Märchen erinnern. Dieser Klang bleibt bis zum Schluss und rundet die Geschichte nicht nur ab, sie hebt sie auf eine andere Stufe. Märchen bestehen eben nicht aus komplexen Plots, sondern erzählen Geschichten, die von Liebe und Hass handeln. Katharina Seck hat dies vorzüglich umgesetzt.

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LYKKE

Meik Wiking
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Ehrenwirth, 26.10.2017
ISBN 9783431039955
Genre: Sachbücher

Rezension:

Generell ist dieses Buch ein schöner Ratgeber, wie durch Freundlichkeit Glück entstehen kann. Meik Wiking beleuchtet die großen Themen unserer Gesellschaft und stellt sie in den Zusammenhang mit dem Glücksgefühl. Partnerschaft (damit ist auch Freundschaft und Familiengemeinschaft gemeint), Geld, Gesundheit, Freiheit und Vertrauen sind die Eckpfeiler für viele Dinge, doch nach dem Autor sind sie die ausschlaggebenden und bestimmenden Eigenschaften und Dinge, bei denen jeder selbst dafür sorgen kann, dass eine Verbesserung eintreten kann.

Ein weiterer Pfeiler für das Glück, und ich finde auch der wichtigste, ist die Freundlichkeit. Und das geht über das alltägliche Verhalten weit hinaus. Jedes Lebewesen hat das Recht Freundlichkeit zu erfahren und ich persönlich wurde daran erinnert, das zwar jeder auch mal einen schlechten Tag haben kann, ein Lächeln oder ein freundliches Wort jedoch dazu beitragen könnten, sich besser zu fühlen. Dabei kommt der druidische und wicca Gedanken ganz klar heraus: „Was Du säst, das erntest Du“ oder „Du bekommst das, was Du der Welt gibst“. Und das ist etwas, das ich auch immer wieder erfahre. Die Welt ist nur ein Spiegel meines eigenen Verhaltens.

Originalbeitrag: Shinrin-yoku

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