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raumfahrt, vil, gentechnik, dd, karsten kruschel

Das Universum nach Landau

Karsten Kruschel
Flexibler Einband: 278 Seiten
Erschienen bei Wurdack Verlag, 01.06.2016
ISBN 9783955560935
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Schon auf dem Cover steht: Roman in Dokumenten und Novellen, was die Sache sehr genau trifft. Das Universum nach Landau ist ein Episodenroman. Wer sich mit dem Autor Kruschel schon beschäftigt hat, wird feststellen, dass einige der Stoffe bereits veröffentlicht worden waren. Aber die Texte sind mal mehr, mal wenige strak vom Autor überarbeitet worden und mit Auszügen aus fiktiven Mails und anderen Dokumenten zu einem neuen Bild zusammengefügt worden.

Es wird das Leben der Menschheit in einer Zukunft des schon bekannten Galdäa-Kosmos beschrieben. Und hier vor allem das Überleben auf für den Menschen eigentlich fast unbewohnbaren Welten. Der Mensch versucht dabei, immer ein Stück der Heimat, vor allem seiner Sitten und Gebräuche in die neuen Welten hinüberzuretten. Das gelingt bisweilen, aber meist wird festgestellt, dass man sich anpassen, ja bisweilen massiv verändern muss. Und dies nicht nur mental, sondern auch körperlich. Richtig. Technik spielt zumeist keine oder nur eine untergeordnete Rolle im neuesten Werk von Karten Kruschel. Der Mensch und das Menschsein sind ihm wichtiger. Die Technik sollte einfach funktionieren. Doch manchmal nutzt der Mensch eine Technologie, die er nicht begreift und deren Folgen er nicht abschätzen kann. Dies wird ihm schließlich auch zum Verhängnis. Ob die ganze Menschheit in der Milchstraße betroffen ist, lässt Kruschel offen.

Das Universum nach Landau, wobei Landau, wohl ein Wissenschaftler und Erfinder, überhaupt keine relevante Rolle im Roman spielt, ist sehr unterhaltsam und kurzweilig zu lesen. Stilistisch zeigt Karsten Kruschel wieder einmal, dass er mit der deutschen Sprache richtig gut umgehen kann. Er schweift dabei nicht aus, sondern formuliert präzise, genau passend zur Handlung. Seine Charaktere sind glaubhaft, auch wenn sie sich schon manchmal sehr weit vom heutigen Menschen aus gesehen weiterentwickelt haben. Aber der Roman ist nicht nur unterhaltsam, sondern wirft die Frage nach dem Weg des Menschen in eine uns unbekannte Zukunft auf. Kruschel ist aber nicht der Oberlehrer mit erhobenen Zeigefinger, sondern stellt diese Fragen einfach und der Leser kann sich dann seine eigenen Gedanken dazu machen.

Fazit: Beste Science-Fiction!

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Der Bahnhof von Plön

Christopher Ecker
Fester Einband
Erschienen bei Mitteldeutscher Verlag, 01.01.2016
ISBN 9783954625307
Genre: Romane

Rezension:

Phineas, der Protagonist des Romans- der Autor verrät uns den Namen sehr spät – übernimmt für den „Lotsen“ seltsame Aufgaben, die so genau beschrieben werden, dass der Leser mitleiden muss.
Unmengen an Alkohol und Zigaretten trösten ihn über die Tristes des Alltags hinweg. Er lebt unter kärglichen Bedingungen mit einem Brückentroll (sic!) in einer kleinen Wohnung. Einst scheint es glanzvollere Zeiten gegeben zu haben, lange her in einer scheinbar nicht in unsere Zeitlinie gehörigen Vergangenheit. An Orten, die nicht zu unserer Welt gehört zu haben.
Phineas schreibt davon, dass er Lehrer sei. Aber niemals unterrichtet er eine Klasse. Es scheinen aus seiner Zeit und seiner Herkunft noch weitere Wesen auf der heutigen Erde zu leben. Mal ihm gegenüber neutral, mal unterstützend oder auch feindlich gesonnen. In den ruhmreichen Zeiten scheint er der Sohn eines Herrschers gewesen zu sein. Eines Herrschers über eine uns fremde Welt.
Phineas scheint besondere Fähigkeiten zu haben oder gehabt zu haben. Er benutzt die U-Bahnlinien von Paris, New York und Amsterdam, um schließlich an der Ostsee zu landen. Sein Gefühl von Raum und Zeit ist nicht das unsere.
Die Gefolgschaft des Lotsen setzt Phineas immer wieder fest, um ihn zu operieren oder unter Medikamente zu setzen, wobei nicht ersichtlich ist, ob dies geschieht, um ihm zu helfen oder zu schaden. Die Rolle des Lotsen bleibt undurchsichtig.
Die Handlung des Romans scheint nicht linear zu sein. Verschiedenste Ebenen zeigen den Protogonisten zu unterschiedlichen Zeitpunkten seines Lebens. Es ist auch nicht ersichtlich, ob die Informationen immer der Wahrheit entsprechen oder auch nur real sind. Vielleicht bildet sich Phineas auch nur alles ein, ohne zu wissen, was seine Realität ist. Personen und Handlungen sind bisweilen zu bizarr, um real zu sein, doch vielleicht gibt es die Wirklichkeit, in der der Protagonist zu leben glaubt, wirklich neben der unseren. Seine Herkunft wird nicht geklärt. Ist er der Angehörige eines mächtigen Volkes, das einst die Erde bewohnt hat und dessen Existenz nicht mehr nachweisbar ist. Oder sind es für uns fremde Wesen, die auf der Erde von einer fernen Welt oder auch Zeit gelandet sind. Oder ist es wahr, dass Phineas in einer Zeitkapsel überwintert hat? Der Autor überlässt es dem Leser, die Wahrheit heraus zu finden.
Dabei birgt das Buch sprachlich und stilistisch viele Schätze, ohne völlig verkopft abzuheben. Schöne Metaphern und eine bildhafte Sprache wechseln sich mit der nüchternen Beschreibung grauenvoller Vorgänge ab.
Das Buch fesselt den Leser. Nein, es saugt den Leser auf und läßt ihn erst mit dem letzten Satz, der uns in die richtige unsere Realität bringt, los. Ist das wirklich so oder läßt uns das der Autor nur glauben? Wer weiß…

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medizin, kurzgeschichten, zukunft, sf, ralf boldt

Hauptsache gesund!: Science-Fiction-Geschichten zum MediKonOne 2016

Ralf Boldt
Flexibler Einband: 392 Seiten
Erschienen bei p.machinery Michael Haitel, 29.02.2016
ISBN 9783957650573
Genre: Sonstiges

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Hauptsache gesund!: Science-Fiction-Geschichten zum MediKonOne 2016

Ralf Boldt
E-Buch Text
Erschienen bei BookRix, 01.03.2016
ISBN 9783739640617
Genre: Sonstiges

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religion, dystopie, roboter, science fiction, paradies

Messias-Maschine

Chris Beckett , Jakob Schmidt
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.07.2012
ISBN 9783426511190
Genre: Science-Fiction

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Zu spät: Zehn phantastische Kurzgeschichten

Ralf Boldt
E-Buch Text: 160 Seiten
Erschienen bei null, 25.10.2015
ISBN B0176ECS6G
Genre: Sonstiges

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Zu spät: Zehn phantastische Kurzgeschichten

Ralf Boldt
Flexibler Einband: 160 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 26.10.2015
ISBN 9781518761836
Genre: Sonstiges

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Was kostet eine Raumstation?: Ökonomische Themen in der Science Fiction

Ralf Boldt
E-Buch Text: 238 Seiten
Erschienen bei null, 25.10.2015
ISBN B0176G0C26
Genre: Sonstiges

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Was kostet eine Raumstation?: Ökonomische Themen in der Science Fiction

Ralf Boldt
Flexibler Einband: 238 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 25.10.2015
ISBN 9781518745928
Genre: Sonstiges

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social media, big data, debütroman, score, science fiction

Score

Martin Burckhardt
Flexibler Einband: 350 Seiten
Erschienen bei Knaus, 09.03.2015
ISBN 9783813506433
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Deutschland im Jahr 2039. Die Gesellschaft ist nicht die, die wie heute kennen. Die Firma Nollet hat die Aufgaben der Staatsmacht übernommen. Nollet war eine Spielefirma und ist nun für das soziale Zusammenleben und die Volkswirtschaft zuständig. Für den täglichen Umgang mit Menschen ist ein Punktesystem eingeführt worden: Der Score. Interaktionen werden belohnt oder bestraft. Ein Lächeln bringt Punkte, eine negative Anmache führt zu Verlusten. Nollet entwickelt die Parameter des Lebens in dieser sorgenfreien Welt, die sich selbst organisiert. Eine komplette Vernetzung sorgt für die Verfügbarkeit von Informationen zu jeder Zeit, an jedem Ort. Diese heile Welt ist von der Zone umgeben, in der die Menschen leben, die nicht in der digitalen vernetzten Welt leben worden. Gewalt, Haß und Terror herrschen hier. Der große Krieg zeigt hier noch sein grausames Gesicht.
Der Protagonist Damien ist glücklicher Bestandteil der heilen Welt. Dich aus dieser wird er durch den Selbstmord eines Kollegen herausgeworfen. Er betritt die Zone und sieht die Schattenseiten des Lebens.
Die Welt, die der Autor in diesem Roman entwirft, ist in sich schlüssig, wenn auch die Idee, dass eine Spielefirma die Regierungsgewalt übernimmt und mehr noch das gesamte soziale Leben bestimmen soll, eine auf dem ersten Blick schräg wirken mag. Lässt sich der Leser darauf ein, so wird er von vielen Ideen, die auch heute schon denkbar sind, fasziniert. Die beschriebene Technologie ist nachvollziehbar und in sich stimmig. Vieles gibt es heute schon oder ist für die nahe Zukunft vorstellbar. In dieser von Nollet durchkonstruierte Welt geschieht das unvorstellbare: Ein Selbstmord. Das haben die System nicht vorhergesehen und dadurch nicht verhindern können. Damien wird mit dem „echten“ Leben konfrontiert, was ihn zunächst aus der Bahn wirft. Dann akzeptiert er aber die neue Situation und versucht, den Fall aufzuklären. Er erfährt Dinge, die an den Grundfesten seines Daseins rütteln.
Das Setting ist gut beschrieben und glaubhaft. Die Story wird aber leider nach zu kurzer Zeit zu vorhersehbar, was der Spannung abträglich ist. Die Charaktere wirken zu blass und der Autor verspielt viel Potential, das in der Handlung stecken würde. Das enttäuscht ein wenig.
Der Roman ist dennoch sehr unterhaltsam und bereitet Vergnügen beim Lesen.
Der Autor (Informationen der Verlagsseite):
Martin Burckhardt, geboren 1957, lebt in Berlin. Er war Verleger, ist Audio-Künstler, Essayist, Kulturtheoretiker und Programmierer. Als solcher gestaltete er das viel beachtete interaktive »Mystery Game« TwinKomplex. Zuletzt erschienen: "Eine kleine Geschichte der großen Gedanken. Wie die Philosophie die Welt erfand" und "Digitale Renaissance. Manifest für eine neue Welt". "Score" ist Burckhardts erster Roman.

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zukunft, zeitreise, krankheit, krankheiten, geomanten

Zeitfuge

Michael J. Sullivan , Oliver Plaschka
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Heyne, 08.09.2015
ISBN 9783453316782
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Der Protagonist Ellis Roger bekommt eine Krebsdiagnose. Dies verheimlicht er jedoch seiner Frau Peggy, da ihre Beziehung einen Status der Nicht-Kommunikation erreicht hat. Aus der Schmuckschatulle seiner Frau nimmt er sich ein Paar Diamantohrringe und trifft sich mit seinem alten freund Warren in deren Stammlokal. Sie reden wie immer über Gott und die Welt, wobei die beiden Freunde sehr unterschiedlich sind. Ellis Roger ist ein MIT-Absolvent und relativ erfolgreich, während Warren es nicht so weit gebracht hat. Ellis gibt Warren ein paar Papiere „für den Fall, dass es funktioniert“, geht nach Hause, steigt in seine selbstgebaute Zeitmaschine und will sich zweihundert Jahre in die Zukunft versetzen, damit dort seine Krankheit geheilt werden kann. Die Zeitreise funktioniert auch, doch kommt Ellis nicht zwei Jahrhunderte später an und die Welt ist auch nicht so, wie er es sich vorgestellt hat. Gleich nach seiner Ankunft wird er Zeuge eines Mordes. Der kurze Zeit später eintreffende „Ermittler“ hält Ellis, der sofort als nicht in die Gegenwart passend identifiziert wird, zunächst für den Mörder, da es in dieser Gesellschaft der Zukunft seit langer Zeit kein Verbrechen mehr gegeben hat. Ellis hat seine Unschuld beweisen und macht sich mit dem Menschen der Zukunft auf die Suche nach dem Mörder. Er lernt dabei eine Welt kennen, die sich gesellschaftlich sehr weit von der seinen (und damit auch des Lesers) entwickelt hat. Hunger, Elend, Krankheiten und Kriege gibt es nicht mehr. Und auch keine unterschiedlichen Geschlechter. Doch die Struktur dieser Welt ist nicht so stabil wie sie sein sollte. Spätestens als ein alter Bekannter in diesem System erscheint, droht das Ende der Zivilisation.
In Zeitfuge ist die Zeitreise an sich ebenso wie bei H.G. Wells Zeitmaschine nicht das zentrale Thema. Das Teil funktioniert einfach und gut ist. Darauf weist der Autor bereits in seinem Vorwort hin. Dies wirkt ein wenig befremdlich und dozentenhaft. Als ob der geneigte SF-Leser das nicht von alleine bemerkt hätte. Der Roman beginnt sehr vielversprechend und mit einer guten Dynamik in der Handlung. Die Welt der Zukunft ist spannend formuliert. Die Technik ist entsprechend fortgeschritten und wird als selbstverständlich beschrieben. Die Menschen nutzen sie einfach. Die Zivilisation ist sehr fortgeschritten und das ist ebenfalls sehr einfallsreich erzählt. Der Autor berichtet über eine mögliche Zukunft, die durch das Erscheinen des Zeitreisenden beeinflusst, ja gefährdet wird. Das Ganze ist fundiert und funktioniert sehr gut. Die Beziehung des religiösen Ellis zu seinem neuen Freund in der Zukunft wird sehr schön beschrieben. Die verbotene Anziehungskraft und der Wunsch nach Liebe und Geborgenheit gibt dem Roman einige wirklich lebenswerte und wohl so noch nicht beschriebene Momente. An einigen Stellen vergibt der Autor dennoch Chancen, denkt nicht konsequent zu Ende. Wobei das Ende offen gestaltet ist und im Nachwort wird die Option einer Fortsetzung offen ausgesprochen.
Der Roman ist schnell und unterhaltsam, macht an den richtigen Stellen nachdenklich und bietet viel Stoff zur Diskussion. An einigen Stellen ist das Thema Religion anfangs zwar etwas zu präsent, doch der Autor besinnt sich dann auf eine nicht theologisch ausgerichtete Betrachtung der Gesellschaft. Der Roman hat einige sehr starke Momente. Hier ist das Gespräch von Ellis mit Sol zu nennen. Sol ist die älteste einzige Frau auf der Erde und hat ganz eigene Vorstellungen von Gott.
Zeitfuge lebt von der Konfrontation der nach außen heilen Welt der Zukunft und der verwerflichen Moral der uns bekannten Gegenwart. Das Ganze ist spannend verpackt und erzählt. Was will der geneigte Leser mehr?

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Schott

Axel Brandt
Flexibler Einband: 350 Seiten
Erschienen bei A. Fritz Verlag, 10.03.2014
ISBN 9783944771045
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Schott ist Lehrer an einem Oldenburger Elitegymnasium. Natürlich hat er noch einen Vornamen (Johan), doch er wird nur Schott genannt. Oldenburg ist auch nicht das Oldenburg, das wir heute kennen. Die Welt ist auch nicht die, in der wir heute leben. Die Welt ist anders, Oldenburg ist anders und Schott auch. Denn er wacht eines morgens auf und hat Hörner auf dem Schädel.
Fünfzehn Jahre vor der aktuellen Handlung haben zwei Studentinnen eine Möglichkeit gefunden, Sonnenenergie verlustfrei und beliebig lange in einfachen Feuersteinen zu speichern und hatten damit unendlich viel Geld verdient, das sie in die Verbesserung der Gesellschaft investiert hatten. Die beiden Frauen waren Feministinnen und so bekam die Frauen die absolute Macht. Die Bewegung wurde gegründet und Männer hatten nicht mehr zu sagen. In diese Welt dringt das Böse ein, tötet, verletzt und läßt eben Hörner wachsen. Schott, der Antiheld per se, sieht sich genötigt bzw. wird getrieben, die Welt vor dem Bösen zu retten. Er ist dabei auch persönlich betroffen: Sein Zwillingsbruder löst sich auf.
Schott wird von der computergenerierten Frau seines Bruders und von einem aus Dinkel bestehenden Zwergin mehr oder weniger gut unterstützt…
Die eigentliche Handlung ist auch nicht das Wichtigste in diesem Roman, sondern die Ideen, die wortgewandt und mit einer eigenen Art von Humor vorgebracht werden. Der Autor bietet dem Leser eine Menge übernatürlicher, phantastischer Situationen und Figuren. Durch die Fülle und Geschwindigkeit bleibt nicht viel zum Nachdenken, denn die nächste skurrile Szene hat sich schon aufgebaut. Was den Personen geschieht ist unglaublich. Im wahrsten Sinne des Wortes. Doch der Autor vermag alles glaubhaft zu schildern. Seine klassische Bildung und die Kenntnis der griechischen und römischen Philosophie kann der Autor nicht verbergen, doch er integriert dies in die Handlung und wirkt nicht aufgesetzt oberlehrerhaft.
Schott taumelt durch die Handlung und geht nicht zielgerichtet vor, sondern ist ein Getriebener, dem alles eher zufällig geschieht. Das große Finale findet … Doch das soll nicht verraten werden. Der Roman vereint viele Facetten. Er versucht, das Zwischenmenschliche zu ergründen. Er beschäftigt sich mit dem Bösen an sich. Er ist eine Dystopie und hat doch einen heiteren Grundton. Er hat einen Antihelden, der zum Held wird. Er beschreibt eine Gesellschaftsform, die funktioniert, obwohl keiner der Personen wirklich dahintersteht. Der Roman beschreibt eine zukünftige Welt und hat seine Wurzeln in der Antike bei den alten Griechen und Römern. Er ist moderne Literatur und nährt sich von den großen Klassikern.
Wer Spaß an seltsamen Situationen hat, Wortwitz mag und keine Angst vor lateinischen Zitaten hat, sollte zu diesem Buch greifen. Es bietet eine Menge Lesespaß und viele Überraschungen. Der Roman ist wie eine Art Gehirnjogging. Man kann nicht aufhören und fühlt sich hinterher besser.

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Die Mathematik der Liebe - Von der Berechenbarkeit eines großen Gefühls (TED Books)

Hannah Fry
E-Buch Text: 144 Seiten
Erschienen bei Fischer E-Books, 24.09.2015
ISBN 9783104035475
Genre: Sachbücher

Rezension:

Der Titel des Buches mag schon für viele befremdlich klingen. Was hat die Liebe mit Mathematik zu tun? Ist nicht gerade das Zwischenmenschliche – und dazu gehört eben auch die Liebe – gerade nicht mit mathematischen Werkzeugen beschreibbar?
Bereits im Vorwort bekennt die Autorin, dass sie keine Spezialistin in Sachen Liebe ist. Aber wer ist das schon? Sie ist Mathematikerin und möchte dieser aus ihrer Sicht zu Unrecht als langweilig verurteilten Wissenschaft neuen Schwung geben. Die Liebe zeige genügend Muster, dass mathematische Modelle durchaus anwendbar seien.
Die Autorin führt uns mit einigen kleinen Gedankenspielen wie der Gleichung von Frank Drake, behutsam in die Welt der Mathematik ein und auch der letzte Skeptiker, der das Fach in der Schule gehasst hat, wird bemerken, dass Mathematik spannend und auch unterhaltsam sein kann, wenn man den richtigen Lehrer mit der richtigen Herangehensweise hat.
Das Buch bringt dem Leser in einfacher Sprache und mit einer gut dosierten Prise Humor Mathematik für den Alltag näher. Die Liebe (und alles, was dazu gehört) ist dabei nur ein ausgewähltes Thema von vielen im Alltag: Herangehensweise und Formeln sind für viele andere Bereiche umsetzbar.
Doch zurück zur Liebe, den Beziehungen und dem ganzen Rest. Klassische Fragen, wie oder wen man auf Partys ansprechen soll, wie die Fragen bei Dating-Portalen funktionieren, werden anschaulich mit den dahinter stehenden Algorithmen erklärt. Der Einsatz von Optimierungsalgorithmen sorgt in einem Beispiel für die Platzierung von Gästen einer Hochzeitsfeier.
Wer immer schon mal wissen wollte, wie die Kompatibilität zwischen Singles funktionieren könnte, ist mit diesem Buch gut beraten. Wenn man denn nicht alles bierernst nimmt und enttäuscht ist, wenn die Traumfrau oder der Traummann mathematisch die beste Wahl ist, man aber mit ihr oder ihm nun so gar nicht klar kommt.
Ob die Beispiele, die zeigen sollen, dass Mathematik im täglichen Leben eine große Rolle spielt, glücklich ausgewählt sind, mag jeder für sich selbst entscheiden.
Die Art und Weise, mit der die Mathematik vom Problem zur Formel beschrieben wird, ist einfach und nachvollziehbar. Einige Grafiken lockern den Text auf.
Das Buch ist in einer verständlichen und gut lesbaren Sprache verfasst und motiviert sicher den einen oder anderen, sich mehr mit der „alltäglichen“ Mathematik zu befassen und vielleicht noch andere Bücher zur Hand zu nehmen.

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science fiction, geschlechtsneutralität, scifi, zombie, weltraum

Die Maschinen

Ann Leckie , Bernhard Kempen
Flexibler Einband: 510 Seiten
Erschienen bei Heyne, 09.02.2015
ISBN 9783453316362
Genre: Science-Fiction

Rezension:

In einer nicht näher definierten Zukunft wird das Schicksal von Breq geschildert. Sie ist kein normaler Mensch, sondern die letzten Hilfseinheit eines Truppentransporters. Diese Raumschiffe sind eine Künstliche Intelligenz und können beliebig viele Inkarnationen steuern oder autonom handeln lassen. Nicht nur die Technik hat sich weiter entwickelt und interstellare Raumfahrt mittels Stasiseinlagerung der Menschen ermöglicht, sondern auch die Gesellschaft und damit die Sprache. Die Menschen unterscheiden nicht mehr nach Geschlechtern, sondern nutzen nur die weibliche Form in der Ansprache. In der Kommunikation mit anderen Spezies, die dies nicht tun, ergeben sich bisweilen dadurch Missverständnisse. Breq ist auf der Suche nach einer letzten ultimativen Waffe, um einen Auftrag, den sie nicht zu verstehen vermag, zu erfüllen. Sie rettet einer ehemalige Raumfahrerin, die seit tausend Jahren als verschollen galt, das Leben und nimmt sie mit auf der Suche nach der Waffe und dem Kampf gegen die Herrscherin der Menschheit.
Der Roman wirft den Leser mitten ins Geschehen und erst nach und nach bekommt er die notwendigen Informationen und kann sich dadurch orientieren. Das Zusammenleben der Menschen hat sich geändert. Das Militär und seine Karrieremöglichkeiten sind wichtig für die großen Familien, die Häuser, die die Macht innehaben. Es sind wieder feudalistische Strukturen mit Adoptionen und Gönnerhaftigkeit. Abgrenzung ist ein wichtiger Faktor. Die Abgrenzung der Menschen von anderen Spezies, aber auch die Abgrenzung der Herrschenden zu den Bürgern innerhalb der Menschheit. Dies wird durch Kleidung und auch das Tragen von Handschuhen gezeigt. Zeremonielle Einladungen zum Tee sind ein Aspekt dieser Gesellschaft. Man wird anderen Menschen vorgestellt, wichtige Kontakte gilt es zu knüpfen, um Macht zu erlangen und zu erhalten.
Diese Beschreibung der Kultur ist eine Stärke des Romans. Ann Leckie nimmt sich dafür sehr viel Zeit und Raum. Ihr gelingt es, die Gesellschaft realistisch und in sich schlüssig zu schildern. Die Charaktere bleiben dabei immer etwas blass und die Handlungsweisen hölzern. Dies gilt nicht nur für die Protagonisten, sondern auch für die Nebenfiguren, die nie wirklich zum Leben erwachen.
Nach einem furiosen und geheimnisvollen, spannenden Start des Romans, fällt der Mittelteil stark ab. Es wird viel geredet und diskutiert, ohne dass die Handlung vorankommt. Der Schluss ist dann wieder straffer. Kürzungen hätten dem Buch an einigen Stellen sicher gutgetan. Die Autorin hat hinsichtlich neuer Technologien einige nette Ideen, kann diese aber nicht wirklich bildlich, plausibel und begreifbar schildern. Da „Die Maschinen“ als erster Band einer Trilogie geplant ist, bleiben die körperlichen Modifikationen von Breq (absichtlich?) verschwommen und unklar.
Positiv ist das Vorwort des Übersetzers und überhaupt die Übersetzung an sich zu erwähnen. Es war sicher nicht einfach, die Genderisierung aus dem Original ins Deutsche zu übertragen.
Der Klappentext ist hingegen ziemlicher Nonsens und hat wenig mit dem Buch zu tun. Breq ist keine Kämpferin, sie sinnt nicht auf Rache, sie ist in dem Sinn keine Maschine und die Herrscherin des Imperiums ist nicht ihr Schöpfer. Sie sucht keine Freiheit…
Schaut man sich dann an, welche Preise der Roman bekommen hat, wird man beim Lesen doch etwas enttäuscht. Der ganz große Wurf ist er nicht, dafür gibt es zu viele Kritikpunkte. Mehr als nette Unterhaltung vermag er nicht zu bieten.

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Terra Utopia 30 - Männer gegen Raum und Zeit

Jürgen vom Scheidt
E-Buch Text: 287 Seiten
Erschienen bei vss-verlag, 06.04.2015
ISBN B00VRULR4A
Genre: Sonstiges

Rezension:

Dieses eBook ist eine Besonderheit. Es enthält einen Roman aus dem Jahre 1957, die Jürgen vom Scheidt als 17jähriger geschrieben hat und „damals“ als TERRA Band 56 und ein Jahr später als Leihbuch bei Sirius veröffentlicht worden ist. Das ist schon hochgradig interessant und ziemlich retro oder vintage (wie man möchte). Dieser Roman spielte im Jahr 7218 und beschreibt die Abenteuer des Forschungsraumschiffes Magellan. Die Besatzung besteht aus Terranern (sic) und Fremdwesen verschiedener Planeten. „Männer gegen Raum und Zeit“ ist ein Stück SF aus der Zeit, als dieses Genre langsam auch Deutschland erreichte. Der Aufbruch ins All, Action und Abenteuer bestimmen die Handlung und reiht sich in den Reigen der damals gängigen Heftromanreihen und Leihbüchern ein. Der schreibt so, wie er es dort in vielen Bänden gelesen hat und das macht er als Teenager sehr gut. Doch nicht der Roman an sich ist das wichtige an diesem eBook, sondern das Nachwort. Das besteht nicht aus ein paar wenigen Seiten und hat nicht den Tenor „Ich war jung und kann nichts dafür“, sondern ist eine überaus ausführliche Bewertung der SF damals und heute. Der heutige Jürgen vom Scheidt steht noch immer voll hinter diesem Roman (sonst würde er ja auch nicht noch einmal erscheinen…). Der Roman ist eine positive Utopie, technikbegeistert und weltoffen. Nicht nur die Technik, auch die Gesellschaft hat sich weiterentwickelt. Vom Scheidt ordnet ihn in den zeitlichen Kontext der 50er Jahre ein und macht sich Gedanken zur Entwicklung von Technik und Gesellschaft vom Gestern zum Heute. Gerade diese Gedanken und Betrachtungen machen den Reiz des eBooks aus, denn Jürgen vom Scheidt hat viel zu erzählen und das überaus eloquent und fundiert. Gerade der Text des Nachwortes macht Spaß zu lesen. Es ist eine kleine Entwicklungsgeschichte der SF und damit spannend für alle Interessierte.
Kurz: das eBook ist eine lohnenswerte Anschaffung. Für kleines Geld bekommt der Leser einen Einblick in die SF der Anfangszeit in Deutschland und eine launige Betrachtung, wie der Weg bis heute sich darstellt.

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Millenium, eine Jahrtausendliebe

John Varley
Flexibler Einband
Erschienen bei Bastei Lübbe, 01.06.1986
ISBN 9783404240654
Genre: Sonstiges

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Die Hugo Awards 1953 – 1984

Hardy Kettlitz
Buch: 315 Seiten
Erschienen bei Golkonda Verlag, 10.03.2015
ISBN 9783944720715
Genre: Sachbücher

Rezension:

Der rührige Golkonda Verlag hat nun ein neues Imprint: Memoranda. Hier erschien nun von Hardy Kettlitz das Buch „Die Hugo Awards 1953-1984“. Die „Hugo Awards“ eigentlich „Science Fiction Achievement Award“ oder auch kurz der „Hugo“ ist ein Publikumspreis und benannt nach Hugo Gernsback, dem Erfinder(?) der modernen (technischen) Science-Fiction. Er wird von den Teilnehmern des alljährlichen WorldCon in verschiedenen Kategorien gewählt. Der Worldcon=World Science Fiction Convention ist die jährlich veranstaltete Versammlung der World Science Fiction Society (WSFS) und findet an wechselnden Orten statt. Die wichtigsten Kategorien sind der Roman, der Kurzroman und die beste Kurzgeschichte. Im Gegensatz zum deutschen Sprachraum gibt es nicht nur den Begriff der Kurzgeschichte, sondern es wird noch zwischen Novella (17.500 bis 40.000 Wörter) und Novellette (7.500 bis 17.500 Wörter) unterschieden. Der Hugo ist im deutschsprachigen Raum damit mit dem Deutschen Phantastik Preis (DPP) verwandt. Es gab auch einen deutschen Hugo. Gernsback hat dem Autoren Walter Ernsting 1957 die Erlaubnis für die Nutzung des Namens gegeben. Dieser wurde von Ernsting von 1957 bis 1959 verliehen. Der SFCD bekam 1966 und 1967 die Rechte übertragen und ließ seine Mitglieder wählen. Das Recht wurde wieder zurückgenommen und 1978 gab es den Hugo noch einmal und letztmalig wieder vom SFCD für Herbert W. Franke.
Der „Original“-Hugo ist also ein Leserpreis und unterscheidet sich damit vom Nebula-Award, der von den Profis der „Science Fiction and Fantasy Writers of America Inc.“ (SFWA) vergeben wird.
Die Preisträger können damit schon einmal sehr verschieden sein, aber es gibt auch Jahre, da ein Werk sowohl die Leser als auch die Profis überzeugt. Welcher Preis „wertvoller“ ist, bleibt damit dahingestellt.
Neben den genannten Kategorien gibt es von Fall zu Fall noch weitere Kategorien, in den Abgestimmt werden kann. Filme, Fan-Autoren, Profi-Grafiker, Fan-Grafiker sind einige davon.
Hardy Kettlitz hat in diesem Buch die Jahr ersten gut dreißig Jahre aufgearbeitet und eine schöne Arbeit abgeliefert. Die einzelnen Werke werden mit den Covern aufgelistet und jeweils kurz besprochen. Aber das Buch geht noch einen Schritt weiter und bewertet die Texte auch und ordnet sie in den jeweiligen zeitlichen Kontext ein. Manchmal gewinnt ja auch nicht der beste Roman, wie man den auch immer zu bewerten vermag, sondern einer, der das Publikum begeistert. Dennoch sind die Preisträger des Hugo ein who-is-who der (angloamerikanischen) SF-Szene und die meisten Werke sind auch ins deutsche übersetzt worden.
Die Lektüre des Buches bringt für jeden SF-Interessierten wirklich eine Menge Spaß und ist damit absolut empfehlenswert.

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26 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

science fiction, space opera, aliens, 2014, zukunft

Das Kosmotop

Andreas Brandhorst
Flexibler Einband: 500 Seiten
Erschienen bei Heyne, 09.06.2014
ISBN 9783453315440
Genre: Science-Fiction

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117 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 39 Rezensionen

dystopie, münchen, virus, muc, deutschland

MUC

Anna Mocikat
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.12.2014
ISBN 9783426515402
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Im Jahr 2120, einhundert Jahre nach einer ungeheuren Epidemie, die 98% der Weltbevölkerung dahin gerafft hat, macht sich Pia auf, um ihren Bruder in er legendären Stadt MUC zu suchen. Sie stammt aus einem Dorf in den Alpen. Dort ist sie eine Außenseiterin gewesen, denn sie hat kein rotes Haar. Nur die Rothaarigen haben die Seuche überlebt.
Die Natur hat sich ihren Platz in den Städten zurückerobert. Von den Annehmlichkeiten der Zivilisation ist nur wenig geblieben. Die Menschheit ist in einen Zustand wie zu Zeiten des Mittelalters zurückgefallen. Doch in MUC, dem alten München soll das Leben noch wie vor hundert Jahren möglich sein.
Pia erreicht nach vielen Abenteuern dank der Unterstützung eines Schleusertrupps die ersehnte Stadt. Doch sie ist erschüttert. Das Leben an der Oberfläche sieht nicht anders aus als zuhause. Die Gesellschaft der Unterstadt ernährt sich von den Überresten der einstigen Kultur. Nur in der Oberstadt scheint es besser zu sein, doch diese wird von einem Prediger und seinen erbarmungslosen Untergebenen beherrscht. So zieht Pia mit den Schleusern in den Hades, einer Welt unter der Stadt. Von dort gehen die Menschen auf Beutezug an die Oberfläche. Pia wird in den Künsten des lautlosen Diebstahls ausgebildet. Auf einem Raubzug in die Oberstadt findet sie ihren Bruder und verliebt sich in dessen Herren, seinem Sohn des Predigers.
Anna Mocikat beschreibt in einer erfrischend einfachen, aber nicht simplen Sprache die Abenteuer von Pia. Von einem verhuschten Mädchen vom Lande wird sie zu einer selbstbewussten jungen Frau. Sie lernt schnell, dass das Leben nicht immer das bietet, was man erwartet. Doch sie wird mit allen Schicksalsschlägen immer stärker. Die Idee einer postapokalyptischen Welt ist sicher schon vielfach erzählt worden, doch es gelingt der Autorin, neue spannende Facetten zu finden. Mit großen Augen geht Pia durch diese Welt, die dadurch einen Teil des Schreckens verliert. Anna Mocikat schickt ihre Protagonistin in bisweilen aussichtslose Situationen, doch der Leser muss keine Angst um sie haben. Der Roman ist aber keine Heile-Welt-Story. Pia versucht immer das Gute in den Situationen und den Menschen zu finden und hat einen sehr positiven Charakterzug: Sie gibt nie auf.
Die Geschichte ist sehr gut durchdacht ohne dabei konstruiert zu wirken. MUC ist damit eine Leseempfehlung. 

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Kernschatten

Nils Westerboer
Flexibler Einband: 413 Seiten
Erschienen bei Leander Wissenschaft, 07.03.2014
ISBN 9783981536850
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

In der Kälte und der Einsamkeit von Murmansk wird eine Leiche gefunden, die Rätsel aufgibt. Sie ist gekleidet wie ein Penner, ist aber keiner. Und dieser Mensch ist mit einem Lächeln gestorben. Kolja Blok soll diesen Fall lösen.
Im CERN gelingt/misslingt ein Experiment mit globalen Folgen. Doch was hat das mit der Leiche zu tun?
Kolja Blok tappt zunächst im Dunkeln, doch es gelingt ihm, Spuren und Indizien zu finden, die ihn den Fall lösen lassen können.
Der Kriminalbeamte geht recht hemdsärmelig vor und schliddert mehr durch die Untersuchung, als er gezielt etwas verfolgt. Er ahnt erst spät, was bzw. wem er auf der Spur ist und das Ende des Falls ist nicht das wirkliche Ende, sondern eher einen Anfang.
Sprachlich und stilistisch vermag der Roman auf seine Weise zu überzeugen. Das Set ist recht düster und wenig hoffnungsvoll angelegt. Dem Leser wird aber bald klar, welchen Weg das Buch gehen wird. Das Werk ist unterhaltsam, bisweilen kurzweilig und bleibt im Gedächtnis. Die Idee ist letztlich nicht wirklich neu, aber in ihrer Ausführung sehr gut umgesetzt.

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369 Bibliotheken, 14 Leser, 2 Gruppen, 56 Rezensionen

überwachung, internet, dystopie, soziale netzwerke, google

Der Circle

Dave Eggers , Ulrike Wasel , Klaus Timmermann
Fester Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 14.08.2014
ISBN 9783462046755
Genre: Romane

Rezension:

Mae Holland arbeitet nach ihrem Studium in einer Verwaltung. Doch dieser Job füllt sie nicht wirklich aus. Über eine Freundin bekommt sie das Angebot, bei Circle zu arbeiten, einem Konzern mit innovativen Produkten im Umwelt von Internet, Social Media und weiteren Bereichen. Dort beginnt sie ihre Karriere in der Customer Experience (CE). Dies ist ein Call-Center für Beschwerden und Kundenanfragen. Die Mitarbeiter dort beantworten Fragen und versuchen die Probleme der Kunden zu lösen. Wichtig ist dabei die Bewertung auf einer bis 100 angelegten Skala, mit der die Kunden die Interaktion mit dem CE bewerten. Die Callcenter-Agenten sollen möglichst immer bei 95 oder besser stehen. Schlechtere Bewertungen der Kunden können durch ein Rückfragesystem verbessert werden. Sie kniet sich in ihre Arbeit rein und wird bald eine der Besten. Die Agenten stehen dabei über einen zweiten Monitor in Kontakt mit ihren Vorgesetzten, die auch ein Auge auf schlechte Bewertungen haben. Zum zweiten Monitor gesellt sich bald ein dritter, der die soziale Interaktion im „Inner Circle“, dem Firmeneigenen Intranet anzeigt. Von den Angestellten des Circles wird erwartet, sich hier einzubringen und mit anderen zu kommunizieren. Mae steigt auf der Karriereleiter auf und übernimmt die Supervision von neuen Kollegen (und bekommt dafür einen eigenen Bildschirm…).
Das Ranking der sozialen Interaktion ist wichtig im Unternehmen und unterliegt der Überwachung von Vorgesetzten und Kollegen. Doch neben den sozialen Aspekten wird auch die physische Gesundheit ständig kontrolliert. Eine vierzehntägliche Untersuchung beim Arzt ist Pflicht.  Der Circle übernimmt sogar die Krankenversicherung für Maes an MS erkrankten Vater.
Mae hat zunächst einige Probleme mit der Transparenz und der Verpflichtung  der Partizipation. Auf dem großen Campus des Circle gibt es ständig Veranstaltungen, Konzerte und Partys, die von allen besucht werden sollen. Es werden auch immer mehr Wohnungen gebaut, damit die Circler das Gelände gar nicht mehr verlassen müssen. Nachdem Mae einige Male wegen des Verstoßes an die Konventionen angeeckt ist, beginnt sie sich anzupassen und das Leben im Circle zu genießen.
Der Circle wird von drei Männern geleitet, die sehr unterschiedliche Interessen haben. Doch immer gilt das Prinzip der Offenheit und Ehrlichkeit. Der Circle strebt eine Vereinheitlichung und Zusammenfassung aller Account aller Netzwerke an. Mit einem verifizierten Zugang soll gesurft, bezahlt, kommuniziert und schließ auch gewählt werden dürfen. Mae stellt sich als transparente Persönlichkeit zur Verfügung und lässt alle per Kamera und Mikrofon an ihrem Leben teilnehmen. Immer mehr Menschen folgen ihr digital. Doch ihr privates Umfeld aus Familie und ihrem Jugendfreund heißen dies nicht gut und sie entfremdet sich immer mehr mit ihrem alten sozialen Umfeld…
Das Unternehmen scheint eine Mischung aus apple und facebook zu sein. Viele der im Roman beschriebenen Technologien gibt es heute bereits. Armbänder, die die Gesundheit überwachen, Kameras, die über das Internet erreichbar sind, soziale Netzwerke, Bezahlsysteme. Doch der Roman vereinigt alles zu einer völligen Transparenz der Persönlichkeit und das Miterleben fremder Leben. Die von Eggers beschriebene Welt scheint aber nicht mehr weit entfernt zu sein, denn immer mehr Menschen haben eben keine Probleme mit diesen Medien und bewegen sich selbstverständlich im digitalen Raum. Dies geht solange gut, solange nicht staatliche und unternehmensökonomische Interessen dahinterstehen. Die Lenker vom Circle mögen die besten Absichten haben, doch sie erkennen nicht, was sie damit angestoßen haben oder wollen dies auch nicht sehen. Sie wollen mittels der Technik den Menschen zu seinem sozialeren Wesen machen und damit die Gesellschaft auf ein neues Niveau heben. Doch kann der Mensch der heutigen Zeit diesen Weg wirklich beschreiten? Ist er schon so weit?
Dave Eggers Roman ist ein wahrer Pageturner, wenn man sich auf die Geschichte einlässt. Ob die heutigen Entwicklungen wirklich in der totalen Überwachung enden werden, vermag er nicht vorherzusagen und auch nicht, ob die Menschen diesen Weg gehen wollen. Transparenz soll Verbrechen verhindern und Korruption bei Staatsdienern unmöglich machen. Da jeder jedem immer über die Schulter schauen kann, soll die Angst weniger werden und das Gefühl einer allumfassenden Sicherheit erzeugen.
Der Roman möchte sicher keine exakte Vorhersage der nahen Zukunft sein. Das Buch wird sicher polarisieren, aber zu mindestens nachdenklich machen. Ob Dave Eggers Werk ein Klassiker wie „1984“ oder „Schöne neue Welt“ werden kann, bleibt abzuwarten. Auf alle Fälle ist es gute Unterhaltung mit einem gehörigen Maß an Stoff zum Überdenken.

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kindheit, neil gaiman, magie, fantasy, freundschaft

Der Ozean am Ende der Straße

Neil Gaiman , Hannes Riffel
Fester Einband: 238 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 08.10.2014
ISBN 9783847905790
Genre: Fantasy

Rezension:

Der Protagonist nutzt die Zeit nach einer Beerdigung in der alten Heimat, um die Plätze seiner Kindheit noch einmal zu besuchen. Die Hempstock-Farm in der Nachbarschaft seines Elternhauses gibt es noch und auch den Teich, den die junge Lettie Hempstock damals als Ozean bezeichnet hat, obwohl es doch nur ein kleines Gewässer ist. In dieser Umgebung kehren die verschütteten Erinnerungen an die damalige Zeit zurück. Die Erlebnisse in dieser Kindheit scheinen alle normal zu sein und in eben diese Zeit des Erwachens der eigenen Persönlichkeit und der Wahrnehmung als Junge zu passen. Doch mit einem Untermieter, der das elterliche Auto stiehlt und sich damit umbringt, scheint sie bekannte Realität zur Seite zu springen und es geschehen Dinge, die ein rationaler Mensch so nicht glauben würde. Die Hempstock-Frauen aus drei Generationen werden zu Freunden des jungen Ich-Erzählers und diese haben so eine ganz andere Sicht auf die Welt als der Junge selbst oder dessen Eltern. Der Junge gerät in einen Strudel von fantastischen Ereignissen, die jenseits der uns bekannten Welt angesiedelt sind. Aber ist das alles wirklich real oder nur seine Phantasie? Neil Gaiman löst dies nicht endgültig auf, sondern entlässt den Protagonisten nach all den Kindheitserinnerungen wieder in die reale Welt.
Dem Autor gelingt es, den Leser mit auf die Reise in die Vergangenheit zu nehmen und dies ohne Brüche oder große Erläuterungen. Der Leser akzeptiert die geheimnisvollen und bisweilen unheimlichen Erlebnisse und hat den gleichen Wissens- und Erlebnisstand wie der Protagonist. Dies ist das Besondere am Roman: Es wird nicht viel erklärt und erläutert, sondern es wird erzählt und zwar mit einer ungeheuren Eindringlichkeit. Leser und Protagonist werden und sind eins und dies ist eine besondere Gabe von nur wenigen Schriftstellern.
„Der Ozean am Ende der Straße“ ist damit ein wirklich lesenswertes Buch, das mit seinen verschiedenen Facetten alle Leser in den Bann ziehen wird. Neil Gaiman gelingt es aber, dass diese Erzählung beim Zuklappen des Buches keine Leere hinterlässt, sondern das Gefühl, beteiligt gewesen zu sein. Das macht den Roman noch einmal wertvoller.

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Neues aus Neuschwabenland

Alex Jahnke
Flexibler Einband: 160 Seiten
Erschienen bei Edition Roter Drache, 20.04.2014
ISBN 9783939459774
Genre: Comics

Rezension:

Im Untertitel „Aus den Tagebüchern des Führers(Adjutanten) wird deutlich, dass dieses Buch wirklich im legendären Rückzugsgebiet der Nazis spielt. Man schreibt das Jahr 80 n.d.ZW (Nach dem Zweiten Weltkrieg). Die Nazis haben sich vor dem Ende ihres Reiches in die Antarktis zurückgezogen. Dort waren schon Aliens vom Aldebaran gelandet, die sich aber in der Hohlwelt verbarrikadiert haben, weil sie mit den Nazis nichts zu schaffen haben wollten. Hitler war durch ein kommunikatives Mißverständnis an die Macht gekommen, in Wirklichkeit hatten die Aldebaraner vor ihm gewarnt.
Die Nazis nutzen dort zur Energiegewinnung, zur Kommunikation und zur Fortbewegung die geheimnisvolle Vril-Kraft. Das Buch ist in Form von Tagebuchaufzeichnungen des Führeradjutanten verfasst. Dieser muss sich um einen mysteriösen Todesfall in der Nazi-Kolonie kümmern, bei der Vril eine Rolle spielen könnte. Doch das ist nicht die Hauptsache. Das tägliche Leben in der Kolonie ist schon schlimm genug. Schlechtes Essen, Pinguine, Nachschubprobleme und Langeweile bestimmen den Alltag. Der Führer und auch seine SS-Schergen sind senil, werden geduldet, aber von keinem mehr richtig Ernst genommen. Die Ziele des dritten Reiches sind schon längst vergessen oder verwässert und man macht sich einen Spaß daraus, mit den Reichsflugscheiben für UFO-Sichtungen zu sorgen. Das entführte Menschenmaterial entspricht nicht mehr den Voraussetzungen und die Neo-Nazis wissen auch nicht mehr, was überhaupt Sache ist.
Das Buch hat außer dem aufzuklärenden Tod nur den roten Faden der Satire über die Nazis. Die Tagebucheintragungen sind kurze Anekdoten und Weisheiten, wie wir sie von Alex Jahnke kennen und schätzen. Bisweilen gerinnt dem Leser das Schmunzeln im Gesicht und das Lachen bleibt im Hals stecken, denn was hier so lockerflockig erzählt wird, ist satirisch und manchmal reiner Sarkasmus. Die Nazis könnten normale Menschen in der Nachbarschaft sein, denn sie Probleme dort in der Antarktis haben andere überall auf der Welt.
Es bleibt die immer gestellte Frage, ob diese Art von Humor über solche Themen legitim ist. Dies gilt für „Er ist wieder da“ wie für „Neues aus Neuschwabenland“, wobei das Buch von Alex Jahnke besser ist. „Lustiger“ sollte man nicht schreiben. Aber es ist so.

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Tiefraumphasen

Frank Hebben , André Skora , Armin Rößler , Michael K Iwoleit
Flexibler Einband: 264 Seiten
Erschienen bei Begedia Verlag, 24.10.2014
ISBN 9783957770066
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Michael Iwoleit schreibt im Vorwort übe den „Cyberpunk“, jene Stilrichtung der SF, die seit Gibsons „Neuromancer“ die Leser polarisiert und heute als eigene Spielart immer noch aktuell ist. Bekannt ist die Ästhetik aus Filmen wie „Blade Runner“ oder „Matrix“. Doch nicht alle der Stories sind dem „reinen“ Cyperpunk“ zugehörig, wenn es denn eine reine Lehre geben würde. Die Geschichten in diesem Band sind schlicht Science Fiction und das in einer durchweg hohen Qualität. Viele bekannte Namen haben etwas zu diesem Werk beigetragen und nicht nur Autoren, sondern auch Grafiker. Im Buch gibt es zu jeder Story ein Bild. Stanislaw Rozin, Robert Porazik, Carsten Dörr, Christoph Jaszczuk, Tim Eckhorst, Jessica May Dean, Gloria H. Manderfeld, Santana Raus, Jan Neidigk, Sarah Schwerda, Jannes Nowak, Si-yü Steuber und Sascha Bieber waren hier kreativ. Das Coverbild stammt von Alexander Preuss.
Besonders gefallen haben folgende Geschichten: Karla Schmidts „Dämmerzone“ bezieht sich nicht nur auf die Dämmerzone eines Planeten, sondern beschreibt den Zustand einer Astronautin, die nicht mehr schlafen kann und dies einer lebensfeindlichen Umgebung. Realität und Wahnvorstellungen vermengen sich.
Eva Strasser beschreibt in „Knox“ das Leben eines Protagonisten, der mit einer Behinderung in eine nicht mehr menschenwürdige Umgebung hineingeboren wird. Er möchte nützlich sein und produktiv, aber man läßt ihn nicht. Nur die Reichen haben wirklich Chancen zu überleben. Der Mensch wird von der Gesellschaft rein nach seinem Nutzen bewertet. Hilfe gibt es nur, wenn sie von nützlich sein könnte. Doch er nimmt Rache an allen, die ihm übel mitgespielt haben.
Jacob Schmidts Story „Extremophile Morphologie“ beschreibt eine zukünftige Gesellschaft, in der es den Tod nicht mehr wirklich gibt, da mein seinen Körper rechtzeitig tauschen kann. Ist kein Geld für diesen vorhanden, wird das Bewusstsein auf Servern zwischengelagert. Diese neue Gesellschaft gibt sich andere Regeln und muss neue Situationen bewältigen, die es heute so noch nicht gibt.
Um kein Mißverständnis aufkommen zu lassen: Die anderen Geschichten sind natürlich auch gut, doch diese Ideen und deren Umsetzung haben Eindruck hinterlassen.
Die gesamt Anthologie hat ein hohes Niveau an Ideenreichtum und der sprachlichen bzw. stilistischen Ausarbeitung. Die Ideen sind echte SF, die beschriebenen Welten der nahen und fernen Zukunft immer sehr gut ausgearbeitet. Die Geschichten sind immer Alltagsgeschichten der Protagonisten und damit glaubwürdig. Es gibt keine strahlenden Helden oder ein Leben wie in den heutigen Soap Operas. Damit ist „Tiefraumphasen“ ein lesenswerter Querschnitt der heute aktuellen Science Fiction außerhalb der immer gleichen Nacherzählungen der allseits bekannten Franchise-Projekte. „Tiefraumphasen“ ist damit absolut lesenswert. Wenn auch nicht jeder Leser alles gleich gut finden wird.

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Nicht von dieser Welt?

Erika Behrens
Flexibler Einband: 188 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 11.11.2014
ISBN 9783735766311
Genre: Science-Fiction

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