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97 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 56 Rezensionen

alter, liebe, einsamkeit, roman, kent haruf

Unsere Seelen bei Nacht

Kent Haruf , Pociao
Fester Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 22.03.2017
ISBN 9783257069860
Genre: Romane

Rezension:

Klappentext:
Holt, eine Kleinstadt in Colorado. Eines Tages klingelt Addie, eine Witwe von 70 Jahren, bei ihrem Nachbarn Louis, der seit dem Tod seiner Frau ebenfalls allein lebt. Sie macht ihm einen ungewöhnlichen Vorschlag: Ob er nicht ab und zu bei ihr übernachten möchte? Louis lässt sich darauf ein. Und so liegen sie Nacht für Nacht nebeneinander und erzählen sich ihre Leben. Doch ihre Beziehung weckt in dem Städtchen Argwohn und Missgunst.

Meinung:
Wenn man älter wird, kommen einige Veränderungen auf einen zu. So versterben die Ehepartner, die Kinder ziehen weg und zurück bleibt man alleine im Haus, alleine mit sich und seinen Gedanken.
Einsam sind auch die Witwe Addie und ihr Nachbar Louis. Um die Nächte etwas weniger einsam zu gestaltet, macht Addie Louis daher eines Tages den Vorschlag, doch bei ihr zu übernachten. Louis nimmt das Angebot an und aus einem freundschaftlichen Miteinander entsteht nach und nach eine immer tiefere Vertrautheit. Doch das Verhalten wird von den Bewohnern der Stadt argwöhnisch betrachtet. Und auch die Kinder von Addie und Louis sind alles andere als begeistert von der Übereinkunft. Und so steht das Glück der beiden unter keinem guten Stern...
Kent Haruf hat seine Protagonisten mit viel Gefühl und Einfühlungsvermögen geschaffen. Addies und Louis Werdegang, ihre Hintergründe und persönliche Geschichten sind nah erzählt. Die Charaktere greifen gut ineinander und gerade das Zusammenspiel mit den Nebencharakteren, wie z. B. Addies Enkel Jamie sorgen für einen ganz besonderen Zauber im Roman. Mit genügend Tiefe ausgestattet, sind die Figurenentwicklungen hier ansprechend und lebensnah umgesetzt.
Addies und Louis Geschichte berührt und zeigt, dass man auch im Alter auch ein Recht auf Glück und persönliche Entfaltung hat und es nicht einfach ist, sich von Zwängen, eingefahrenen Vorstellungen und Vorurteilen zu lösen oder akzeptiert zu werden, wenn man aus Mustern ausbricht. Die kurze, aber intensive Geschichte ist eindringlich erzählt, regt zum Nachdenken an und kann mit seiner schönen Erzählweise, hier übersetzt von Pociao, überzeugen. Die kurzen Kapitel machen den Roman umso unterhaltsamer und viel zu schnell ist man am Ende des Romans angekommen, dessen Ende mich auch lange nach Beenden des Romans sehr beschäftigt hat.

Fazit:
Unsere Seelen bei Nacht ist ein ruhiger, aber intensiver Roman, der mich auch lange nach dem Beenden des Buchs beschäftigt hat und dafür sorgte, dass ich sehr lange über mein Urteil dazu nachdenken musste. Sehr einfühlsam und lebensnah erzählt.
Von mir gibt es 4,5 von 5 Punkten.
Vielen Dank an den Diogenes Verlag für das Rezensionsexemplar.

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(33)

51 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 30 Rezensionen

familie, bretagne, tod, frankreich, trauer

Ein geschenkter Anfang

Lorraine Fouchet , Sina de Malafosse
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Atlantik Verlag, 17.03.2017
ISBN 9783455600568
Genre: Romane

Rezension:

Klappentext:
»Wer auf meiner Beerdigung weint, mit dem rede ich kein Wort mehr«, hat Lou oft gewitzelt. Lou, die auf der kleinen bretonischen Insel ein echter Paradiesvogel war und von allen geliebt wurde. Lou mit ihren Spleens – Champagner, bitte, aber nur von Mercier! – und Macken – sie kochte miserabel, aber mit Liebe –, einem Lachen, das lauter war als das Kreischen der Möwen, und einem Herzen so weit wie das Meer. Nun ist Lou tot – und die Familie droht auseinanderzubrechen. Im Testament bittet sie ihren Mann Jo, ihr einen letzten Wunsch zu erfüllen: Er soll das zerrüttete Verhältnis zu ihren erwachsenen Kindern Cyrian und Sarah wieder kitten und beide glücklich machen. Erst dann darf er Lous letzten Brief lesen – der versiegelt, natürlich in einer Champagnerflasche, auf ihn wartet. Eine Flaschenpost, die das Leben einer ganzen Familie verändert.

Meinung:
Viel zu früh ist die lebenslustige Lou aus dem Leben geschieden. Zurück lässt sie ihren verzweifelten Ehemann Jo, ihre Kinder Cyrian und Sarah, sowie die beiden Enkeltöchter Pomme und Charlotte. Denn Lous Tod hinterlässt eine große Lücke und jedes Familienmitglied trägt eine Last und Kummer mit sich herum, scheinbar unfähig, die sich in ihrer Trauer zu unterstützen und zu helfen. Doch Lou hat vorgesorgt und verfügt in ihrem Testament, dass Jo dafür sorgen muss, die Kinder wieder glücklich zu machen. Jo aber hat den Zugang zu ihnen verloren und leidet enorm unter dem Verlust seiner Frau. Aber er sieht sich gezwungen, sich der ihm gestellten Aufgabe zu stellen.
Der Roman beginnt sehr traurig. Jeder Protagonist erzählt hier selber in der Ich-Perspektive, und so steht die Trauer um Lou zuerst im Vordergrund. Nach und nach aber stellt sich der Alltag mit all seinen Problemen wieder ein, und die Figuren müssen sich miteinander auseinandersetzen. Dabei stellt man als Leser fest, dass hier einiges im Argen liegt und Jo vor einer Mammut-Aufgabe steht. Loraine Fouchet zeichnet ihre Figuren dabei sehr fein, mit Ecken und Kanten und macht diese dadurch sehr lebendig und authentisch.
Der Roman wurde von Sina de Malafosse übersetzt. Dabei hat sie den Charme des Buchs sehr gut eingefangen. Die Szenen sind lebendig und lassen leichtes Fernweh nach dem Meer und der Bretagne aufkommen. Auch handlungsmäßig konnte die Geschichte mich über weite Strecken überzeugen. Die Ereignisse greifen gut ineinander über, halten so manche Überraschung bereit und sind insgesamt gut geplottet. Leider kam ich bei den Dialogen ab und an ins Trudeln, hatte das Gefühl, die Protagonisten reden aneinander vorbei oder unterhalten sich zwischen den Zeilen. Auch der Einstieg viel mir nicht ganz so leicht, wie gehofft, war er doch sehr schwermütig. Dafür entwickelt sich aber nach und nach immer mehr Leichtigkeit, und zum Ende hin konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen. Auch wenn einige Ereignisse hier ein wenig aus der Luft gegriffen wirken, so hat es doch dem Zauber dieser Geschichte kaum Abbruch getan und mich das Buch mit einem guten Gefühl beenden lassen.

Fazit:
Lorraine Fouchet erzählt gefühlvoll und berührend eine Geschichte über Familie, Verlust, Trauer und Glück. Die Reise in die Bretagne hat Fernweh aufkommen lassen und ihre Bewohner haben einen Platz in meinem Herzen bekommen.
Von mir gibt es 4 von 5 Punkten.
Vielen Dank an den Atlantik Verlag für das Rezensionsexemplar.

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33 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

humor, computerexperte, rabbit, freundschaft, buch

Ein Einhorn für alle Fälle: Ein Dirks-Diary-Roman

Caroline Brinkmann
E-Buch Text
Erschienen bei Forever, 06.03.2017
ISBN 9783958181687
Genre: Sonstiges

Rezension:

Klappentext:
Es ist aus. Aus und vorbei. Das teilt Freund Paul, jetzt Ex-Freund, Studentin Rabbit nach zwei Jahren Beziehung über Facebook mit. 48 Freunden gefällt das. Um diesen Schock zu verkraften und Paul eifersüchtig zu machen, zieht Rabbit in eine WG mit dem Computerexperten Dirk. Der neue Mitbewohner entpuppt sich jedoch als übergewichtiger Nerd, der echte Menschen ebenso sehr fürchtet wie Keime. Kurz gesagt, kein Mann, der Selfie-tauglich ist. Andere Pläne müssen her. Wozu gibt es Facebook, Twitter und YouTube? Es kann doch wirklich nicht so schwer sein, den Exfreund auf sich aufmerksam zu machen, oder? Zur Not kann man immer noch Katzenbilder posten. Die liebt nun wirklich jeder!

Meinung:
Rabbit wird quasi der Boden unter ihren Füßen weggezogen, als ihr Freund Paul mit ihr Schluss macht. Vor allem, da er das öffentlich auf Facebook macht und nicht persönlich von Angesicht zu Angesicht. Plötzlich ist Rabbit allein, trotz über 400 Freunden bei Facebook, vorerst obdachlos und sozial auf dem gefühlten Nullpunkt. Bei dem „nicht-Selfie-tauglichen“ Gamer Dirk findet sie eine neue Unterkunft, auch wenn Dirk einige merkwürdige Eigenheiten mit sich bringt. So verbringt er den Tag fast ausschließlich am PC, hat eine Keim-Phobie und ein paar Kilos zu viel auf den Hüften. Rabbit ist verzweifelt und möchte am liebsten nur eins: Paul zurück haben. Doch der hat über Tinder schon eine neue große Liebe gefunden, mit der Rabbit überhaupt nicht mithalten kann. Also lautet die Devise für alle öffentlichen Kanäle: „Ich bin über Paul hinweg und habe jede Menge Spaß im Leben“. Leider gestaltet sich das nicht so einfach und so stolpert Rabbit von einem Fettnäpfchen ins nächste.
Ganz ernst nehmen sollte man dieses Buch nicht, denn die Autorin nimmt sich hier sehr stark dem Thema „Socialmedia“ an und überzeichnet und überspitzt das heutige Verhalten bei Facebook, Snapchat, Instagram und Co. Sie nimmt die schöne heile Welt dieser Medien auseinander und zeigt, dass nicht alles Gold ist, was auf tollen Fotos und Postings so glänzt. Auch typische Verhaltensweisen und –muster bekommen hier ihr Fett weg, und man selber als Nutzer der Medien einen Spiegel vorgehalten. Denn ist man mal ehrlich, man steigert sich ja viel zu sehr in die Sachen hinein. Wer hat sich nicht schon einmal gedacht, warum schreibt der jetzt bei Whatsapp nicht zurück? Er hat die Nachricht doch bekommen und gelesen? Ich habe dem doch vor 10 Sekunden die Info geschickt… Auch wir Blogger bekommen unser Fett in diesem Roman weg und oft habe ich mit einem Grinsen im Gesicht dagesessen, habe ich mich doch selber wieder erkannt, oder bereits ähnliche Situationen erlebt. Allerdings gibt es sehr viele Fremdschäm-Momente im Buch, die für mich hart an der Grenze des persönlichen Geschmacks waren.
Rabbit selber mochte ich als Figur ganz gerne, auch wenn die Frau zuweilen sehr stressig war und ich mir oft für sie gewünscht habe, dass sie einen Gang runter schaltet. Dafür mochte ich Dirk umso mehr, da er hier die wirklich einzige vernünftige Person im Roman ist. Die Charaktere sind insgesamt sehr unterhaltsam, aber auch stark überzeichnet und greifen so gängige Klischees auf, die den Roman die nötige Würze verleihen.
Die Kapitel sind moderat lang und werden mit einer witzigen Einleitung zur Orientierung im Online-Dschungel eingeleitet. So erfährt man neben der eigentlichen Geschichte auch viele, humorvolle, Details aus dem Social-Media Bereich und lernt verschiedene Typen kennen und unterscheiden. Rabbit erzählt ihre kurzweilige Geschichte in der Ich-Perspektive und gibt uns somit einen sehr genauen Einblick in ihre Gedanken- und Gefühlswelt.

Fazit:
Ein Einhorn für alle Fälle macht richtig viel Spaß, hat aber auch einige Fremdschäm-Momente und war mir teilweise zu nah an der Grenze. Trotzdem fand ich die Idee hinter dem Roman toll und finde es bewundernswert, wie geschickt Caroline Brinkmann uns einen Spiegel bzgl. unseres Online-Verhaltens vor die Nase hält.
Von mir gibt es 4 von 5 Punkten.
Vielen Dank an die Ullstein Buchverlage für das Rezensionsexemplar.

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

My Yoga Essentials

Kerstin Linnartz
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei ZS Verlag GmbH, 24.10.2016
ISBN 9783898836012
Genre: Sachbücher

Rezension:

Klappentext:
Zwei Quadratmeter, eine Matte, atmen, dehnen, Schulterstand, glücklich sein. Ganz so einfach geht es zwar nicht, aber: „Sie können Ihr Leben jederzeit mit Yoga positiv verändern. Jetzt und überall“, verspricht Yoga-Queen Kerstin Linnartz, nimmt den Leser an die Hand und erzählt. Ganz ohne Räucherstäbchen-Muff und ornamentalen Kitsch. Stattdessen cool und lebensnah, live aus ihrer Wahlheimatstadt Berlin. Für Einsteiger und Fortgeschrittene, die durch Yoga gesund und schön bleiben wollen. Die innerlich wachsen wollen, wie die charmante und charismatische Yogini selbst. Ihre persönliche Yoga-Geschichte muss man einfach lesen! Beinahe so faszinierend wie die Geschichte des Yoga an sich. Dann all die spannenden Seiten über die wichtigsten Yoga-Schulen und –Meister. Wie von selbst landet man mittendrin und ohne viel Dogma bei den Basics: atmen, sitzen, üben, sein. Mini-Übungen, die man unkompliziert in den Alltag integrieren kann. Die zum Weitermachen inspirieren: die besten Yoga-Flows für Gesundheit, Ruhe und Gelassenheit, Energie und Power, Schönheit und Spiritualität. Ein Prachtbildband, dieses Yoga- Buch. Eigentlich sollte es jeder haben.

Meinung:
Bücher über Yoga finden sich mittlerweile ein paar in meinem Regal. Da sollte man doch meinen, man weiß schon alles über das Thema? Natürlich wiederholen sich Themen, aber es ist immer spannend zu lesen, wie der jeweilige Autor diese anpackt und anspricht. Man wird dazu angeregt, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen oder bekommt diese wieder in Erinnerung gerufen. Und jede fremde Erfahrung bringt auch mir neue Erkenntnisse und Sichtweisen.
In Kerstin Linnartz Buch geht es nicht nur um die reinen Übungsfolgen, sprich Asanas, sondern auch um die Philosophie, die Yoga ausmacht. Denn Yoga ist halt kein Sport, auch wenn es die körperliche Fitness und das eigene Körpergefühl steigert. Kerstin Linnartz führt ihre Leser in Yoga ein, erklärt, was Yoga ausmacht und alles beinhaltet und zeigt in verschiedenen Kapiteln, wie man die Wege des Yoga in den Alltag und das Leben integrieren kann. Neben den Asanas gibt es Anleitungen zum Sitzen, zum Atmen und zum Meditieren.
Aber auch Themen wie Gesundheit, Ernährung und Schönheit verbindet die Autorin mit ihrer Yoga-Praxis. Sie zeigt verschiedene Asanas zu den jeweiligen Themen, die sich positiv auf die angesprochenen Bereiche auswirken. Jede Asana stellt sie ausführlich vor, erzählt Schritt für Schritt, wie man in die Haltung findet und man sieht auf einen Blick, wie die Asana wirkt. Die einzelnen Schritte sind mit ansprechenden Bildern unterlegt. Man sieht auf den Bilder direkt, dass Kerstin Linnartz über eine jahrelange Praxis verfügt. Das gibt auf der einen Seite sehr schöne Bilder, leider verleiten diese Bilder gerade ungeübte Einsteiger gerne dazu, sich zu überschätzen und mit zu viel Enthusiasmus und Gewalt in die Haltung zu kommen. Zwar wird immer darauf hingewiesen, Achtsam zu sein, auf seinen Körper zu hören und nicht zu überstürzen, aber man weiß ja manchmal selber, wie schnell man sich vertun kann.
Neben den großartigen Bildern haben mir aber auch die vielen persönlichen Geschichten der Autorin gefallen, die das Buch sehr auflockern und für Abwechslung sorgen. Bei manchen Themen habe ich gemerkt, dass ich mit meiner Yoga-Praxis und Lebenseinstellung noch nicht ganz so weit bin. Zur Yoga-Philosophie gehört z.B. Vegetarismus. Bei mir steht Fleisch immer noch auf dem Speiseplan. Zwar nicht jeden Tag, sondern in Maßen, aber ganz ohne kann ich mir zum jetzigen Zeitpunkt in meinem Leben nicht vorstellen. Die Autorin geht aber recht entspannt mit dem Thema um, regt aber natürlich auch zum Nachdenken an.
Das Buch lädt zum Blättern und Schmökern ein, die wunderschönen Bilder machen dieses Buch zu einem wunderschönen Blickfang und sorgen dafür, dass man es gerne immer wieder zur Hand nimmt.

Fazit:
Das Buch ist umfangreich und enthält neben den Asanas auch Ernährungstipps, Reinigungs- und Schönheitsrituale sowie ein Kapitel über Mudras und Meditation. Somit kann man sich hier sehr umfangreich über viele Bereiche informieren, um den Wohlfühlfaktor in seinem Leben zu verbessern. Allerdings sollte man sich, vor allem als Anfänger, von den schönen Bildern der Asanas nicht dazu verleiten lassen, über seine Grenzen hinaus zu gehen. Ich persönlich konnte viele Themen neu für mich entdecken und gerade das Thema Atmen und Meditieren konnte mir Kerstin Linnartz näher bringen.
Von mir gibt es 4 von 5 Punkten.

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139 Bibliotheken, 14 Leser, 1 Gruppe, 52 Rezensionen

bienen, roman, bienensterben, generationenroman, vergangenheit

Die Geschichte der Bienen

Maja Lunde , Ursel Allenstein
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei btb, 20.03.2017
ISBN 9783442756841
Genre: Romane

Rezension:

Klappentext:
England im Jahr 1852: Der Biologe und Samenhändler William kann seit Wochen das Bett nicht verlassen. Als Forscher sieht er sich gescheitert, sein Mentor Rahm hat sich abgewendet, und das Geschäft liegt brach. Doch dann kommt er auf eine Idee, die alles verändern könnte – die Idee für einen völlig neuartigen Bienenstock.
Ohio, USA im Jahr 2007: Der Imker George arbeitet hart für seinen Traum. Der Hof soll größer werden, sein Sohn Tom eines Tages übernehmen. Tom aber träumt vom Journalismus. Bis eines Tages das Unglaubliche geschieht: Die Bienen verschwinden.
China, im Jahr 2098: Die Arbeiterin Tao bestäubt von Hand Bäume, denn Bienen gibt es längst nicht mehr. Mehr als alles andere wünscht sie sich ein besseres Leben für ihren Sohn Wei-Wen. Als der jedoch einen mysteriösen Unfall hat, steht plötzlich alles auf dem Spiel: das Leben ihres Kindes und die Zukunft der Menschheit.
Wie alles mit allem zusammenhängt: Mitreißend und ergreifend erzählt Maja Lunde von Verlust und Hoffnung, vom Miteinander der Generationen und dem unsichtbaren Band zwischen der Geschichte der Menschen und der Geschichte der Bienen. Sie stellt einige der drängendsten Fragen unserer Zeit: Wie gehen wir um mit der Natur und ihren Geschöpfen? Welche Zukunft hinterlassen wir unseren Kindern? Wofür sind wir bereit zu kämpfen?

Meinung:
Ich liebe es Bücher zu lesen, die auf mehreren Zeitebenen spielen und die nach und nach ineinander übergreifen. Nicht umsonst zählt David Mitchell zu einem meiner Lieblingsautoren. Das Szenario in Die Geschichte der Bienen hat im Vergleich zu einem Mitchell Roman aber weniger Fantastik-Elemente, nichtsdestrotrotz aber eine sehr realistische Geschichte.
Denn im Jahre 2098 gibt es keine Bienen mehr auf der Welt. Auch andere bestäubende Insekten sind ausgestorben und so ist es an den Menschen, die Aufgaben der Bienen zu übernehmen. Eine der Bestäuberinnen ist Tao, die mit ihrem Mann und ihrem kleinen Sohn Wei-Wen in China lebt. Als Wei-Wen eines Tages bei einem Ausflug etwas zustößt, setzt dieser Unfall Ereignisse in Gang, die die ganze Welt ändern könnten. Im Jahre 2007 muss dagegen der Imker George miterleben, wie das große Bienensterben beginnt. Doch das ist nicht sein einziges Problem, denn auch eine schwierige Vater-Sohn-Beziehung belastet den Imker. Und im Jahre 1852 findet der Samenhändler William seinen Lebensmut wieder, als er sich mit den Bienen auseinander setzt. Doch egal was seine Forschungen zutage bringen, immer scheint ihm schon jemand damit zuvor gekommen zu sein und William fühlt, dass er die Menschen in seiner Umgebung immer wieder enttäuscht.
Tao, George und William sind drei sehr unterschiedliche Charaktere, die man jeder für sich entdecken sollte. So fühlte ich mich von Tao sehr stark angesprochen, da ich als Mutter mich sehr gut in sie hineinversetzen konnte. Aber auch George berührte mich sehr. William blieb dagegen der Charakter, zu dem ich am wenigsten Zugang fand, was aber weniger an der Tiefe und Ausarbeitung seiner Figur lag, als an seinem grundsätzlichen Charakter. Maja Lunde hat hier großartige Arbeit bei der Figurenentwicklung geleistet und sorgt bei den Hauptfiguren für genügend Tiefe und Spannung. Leider bleiben dafür einige Nebenfiguren im Roman eher blass.
Diese sind für die Haupthandlung allerdings auch eher nebensächlich, denn die Grundgeschichte ist berührend und ergreifend erzählt. Erschreckend real und fesselnd geplottet, entwickelt sich Die Geschichte der Bienen zu einem richtigen Pageturner. Mit Spannung verfolgt man die einzelnen Schicksale, stellt Vermutungen und erlebt, wie die Geschehnisse aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft nach und nach ineinander greifen. Zwar habe ich einige Handlungen schon relativ früh durchschaut, dem Lesefluss hat das aber keinen Abbruch getan. Am Ende des Buches muss man die Ereignisse erst mal ein wenig sacken lassen, denn Maja Lunde schildert hier sehr eindringlich, was für Auswirkungen ein Aussterben der Bienen für uns Menschen haben kann. Sie zeigt Missstände in der heutigen Zeit auf, ohne dabei aber als Moralapostel zu wirken, und schafft es, dieses so wichtige Thema anschaulich und eindringlich dem Leser näher zu bringen.

Fazit:
Die Geschichte der Bienen ist unheimlich berührend, fesselnd und erschreckend real. In einer wundervoll konstruierten Geschichte spricht Maja Lunde ein uns alle betreffendes Thema an, zeigt, welche Auswirkungen ein Aussterben der bestäubenden Insekten haben könnte und regt somit ihre Leser zum Nachdenken an, ohne anzuprangern.
Von mir gibt es 5 von 5 Punkten.
Vielen Dank an den btb Verlag für das Rezensionsexemplar.

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13 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

jeder kuss ein volltreffer, katie macalister

Jeder Kuss ein Volltreffer

Katie MacAlister , Theda Krohm-Linke
Flexibler Einband: 350 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 16.03.2017
ISBN 9783736303669
Genre: Liebesromane

Rezension:

Klappentext:
Allein, pleite und völlig planlos bleibt Mercy Sterling nichts anderes übrig, als sich einer mittelalterlichen Schwertschaukampftruppe anzuschließen. Und nach den ersten Tagen findet sie heraus, dass es tatsächlich Schlimmeres gibt, als Rüstungen zu tragen oder mit Pfeil und Bogen zu hantieren. Der beste Teil ihres Sommerjobs ist allerdings das Anwesen Bestwood Hall – beziehungsweise der neue Besitzer Alden Ainslie. Dieser ist von den Festspielen rund um seinen Sommersitz zunächst gar nicht begeistert … von der holden Mercy allerdings umso mehr!

Meinung:
Vor Jahren las ich damals sehr gerne die Vampir-Reihe der Autorin und hatte diese in ganz guter Erinnerung. Aber Katie MacAlister hat nicht nur im Fantasy-Romance-Bereich geschrieben, sondern auch im normalen Romance-Bereich Bücher veröffentlicht.
Bei Jeder Kuss ein Volltreffer handelt es sich um den dritten Teil der "The Importance of being Alice"-Reihe. Allerdings kann man den Roman auch problemlos ohne Vorkenntnisse der anderen beiden Bände lesen, denn dass es sich um einen Reihentitel handelte, wurde mir erst beim Lesen des Buchs bewusst. Deshalb kann ich recht wenig über vielleicht bekannte Charaktere sprechen, die Geschichte ist aber so eigenständig, dass ich nicht das Gefühl hatte, etwas zu vermissen.
Hier treffen wir nun auf die sehr lernbegierige Mercy, die einen so vielfältigen Wissensdurst hat, dass sie sich einfach nicht auf ein Studienfach festlegen kann. Eigentlich ist Mercy unterwegs, um als Lehrerin für zwei verzogene Kinder zu fungieren, doch ihr Dienst wird vorerst nicht benötigt, da die Kinder noch nicht da sind. Kurzentschlossen schließt sich Mercy daher einer Mittelaltergruppe an, die auf dem Anwesen Bestwood Hall Ritterspiele und -unterricht geben. Sehr zum Verdruss des neuen Eigentümers Alden, der dem ganzen zwar nicht zugestimmt hat, die Gruppe aber letztendlich duldet. Mercy quartiert sich, neben den Schaustellern, mit in dem baufälligen Anwesen ein und bald schon funkt es heftig zwischen Alden und Mercy. Im Anwesen selber geschehen merkwürdige Dinge und das Haus scheint sich gegen die Renovierung hartnäckig zu wehren.
Mercy ist sein sehr quirliger Charakter, der einfach sehr anstrengend war und der ich nicht immer folgen konnte, so schnell sprang sie von einem Gedankengang zum anderen. Das ist auch mit ein Grund, warum ich bis zuletzt keinen richtigen Bezug zu ihr aufbauen konnte. Da wirkt Alden auf den ersten Blick schon etwas ruhiger, auch wenn ich oft das Gefühl hatte, dass er von Mercys Art regelrecht überfahren wurde und es somit wirkt, als ob er nichts zu sagen hätte. Insgesamt sind die Figuren hier recht klischeebehaftet und wirken sehr austauschbar.
Die Handlung wirkt anfänglich auch sehr sprunghaft und ich hatte auch hier oft das Gefühl, nicht wirklich hinterher zu kommen. Wie Alden fühlte ich mich oft überrumpelt und gestresst. Auch die hohe Anzahl an erotischen Szenen hatte ich so in diesem Buch nicht erwartet. Der Humor, den Katie MacAlister hier versucht unterzubringen, zündete nicht immer bei mir und oft stellte ich fest, dass ich manchmal etwas genervt vom Roman war, was vor allem den Hauptfiguren geschuldet ist. Dafür hat die Autorin es aber geschafft, mich mit dem Handlungsverlauf ein wenig zu überraschen, so dass das Buch ab der Mitte tatsächlich eine unerwartete Wendung nahm, die ich so nicht erwartet hätte und die dafür sorgte, dass ich dann doch bis zum Schluss am Buch dranbleiben wollte.

Fazit:
Jeder Kuss ein Volltreffer hat meinen Nerv leider nicht getroffen. Zu hektisch war mir der Handlungsverlauf, zu quirlig und nervig seine Hauptfigur. Einzig die etwas überraschende Wendung im Roman hat mich am Buch dranbleiben lassen und ein klein wenig ausgesöhnt.
Von mir gibt es 2,5 von 5 Punkten.
Vielen Dank an den Lyx Verlag für das Rezensionsexemplar.

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 5 Rezensionen

kinderbuch, familie, jakob martin strid, anderssein, liebe

Ein kleiner Frosch macht Ärger

Jakob Martin Strid , Sigrid C. Engeler
Fester Einband: 32 Seiten
Erschienen bei Boje ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 16.03.2017
ISBN 9783414824738
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Klappentext:
Der kleine Frosch hat allerlei Unsinn im Kopf: Er malt Vater Frosch an, der friedlich im Bett schlummert, schmort das Telefon im Backofen und wäscht alle Bücher einmal gründlich durch. Seine Eltern haben ihre liebe Not mit ihm. Als sie mal wieder schimpfen, hat der kleine Frosch die Nase voll und büxt aus. Aber ob Familie Frosch ohne ihn wirklich besser dran ist?

Meinung:
Manchmal kann man einfach nicht aus seiner Haut. Besonders, wenn es ums Unartig sein geht. So ergeht es hier dem kleinen Frosch, der furchtbar gerne unartig ist und allerhand Blödsinn anstellen möchte. Doch irgendwann platzt Mutter Frosch und Vater Frosch der Kragen. Mit dem kleinen Frosch ist es ja nicht auszuhalten, woraufhin der kleine Frosch beschließt, wegzugehen, wenn es keiner mit ihm aushalten kann. Doch was kann er dagegen machen?
Was hatten wir für einen Spaß beim Vorlesen des Buchs. Die Streiche des kleinen Froschs haben für so manche Begeisterungsstürme bei meinen Kindern gesorgt, es wurde herzhaft gelacht, aber auch gebannt gelauscht. Denn die Geschichte zieht die Kinder in ihren Bann. Wie gut können sie sich doch in den kleinen Frosch hineinversetzen. Denn zum Kind sein gehört nun mal, dass man auch mal unartig ist und die Eltern mit einem Schimpfen. Und dass die Eltern auch mal ungewollte Sätze äußern, die sie so nicht meinen.
Neben den lustigen Texten, hier übersetzt von Sigrid C. Engeler, machen auch die Zeichnungen unheimlich viel Spaß. Die etwas groben Bilder sind farbenfroh und sprechen Kinder direkt an. Außerdem unterlegen sie die kurzen Texte sehr gut und laden zum Entdecken und Anschauen an. Der Stil mutet an einen Comic an, und so finden sich hier leicht mehrere Szenen auf einer Seite.
Die Botschaft des Buchs ist kindgerecht und spricht jüngere wie auch ältere Kinder an. Sie schafft Verständnis für Kinder und Eltern, ohne mit dem mahnenden Finger Vorhaltungen zu machen.

Fazit:
Ein kleiner Frosch macht Ärger hat sich in kurzer Zeit zum neuen Lieblingsbuch meiner Söhne avanciert. Die lustigen Streiche, die liebevolle Umsetzung der Thematik und der spritzige Erzählstil machen das Buch zu einer idealen Vorleselektüre.
Von uns gibt es 5 von 5 Punkten.
Vielen Dank an Bastei Lübbe für das Rezensionsexemplar.

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

Das Kleiderschrank-Projekt

Anuschka Rees , Rasha Kayat
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag , 16.02.2017
ISBN 9783832199265
Genre: Sachbücher

Rezension:

Klappentext:
Der Kleiderschrank ist voll bis oben hin und trotzdem beschleicht einen immer wieder das Gefühl, nichts zum Anziehen zu haben. Preisaktionen verleiten uns zu unüberlegten Fehlkäufen und bis das passende Outfit steht, vergeht Morgen für Morgen viel mehr Zeit, als uns lieb ist.
In Zeiten von Fast Fashion und ständig wechselnder Modetrends fällt es schwer, Kleidungsstücke auszuwählen, die perfekt zu einem passen und die man lange und selbstbewusst trägt. Genau an diesem Punkt setzt Anuschka Rees an: Sie gibt nicht vor, welche Teile jede Frau unbedingt in ihrem Schrank hängen haben sollte, sondern leitet dazu an, ganz individuell herauszufinden, was man wirklich braucht – und was nicht. Sie präsentiert einfache und überzeugende Strategien, um den eigenen Stil zu entwickeln, und zeigt, wie man mithilfe der richtigen Technik lernt, erfolgreich auszumisten, bewusster zu konsumieren, gute Qualität zu erkennen und das Beste aus seinem Budget herauszuholen.
Ganz egal, ob Sie sich schon immer leidenschaftlich für Mode interessiert haben oder noch ganz am Anfang stehen – ›Das Kleiderschrank-Projekt‹ wird Ihnen dabei helfen, Schritt für Schritt eine Garderobe zusammenzustellen, die genau auf Ihr Leben zugeschnitten und so vielfältig ist, dass unendlich viele Kombinationsmöglichkeiten für jeden Anlass entstehen.

Meinung:
Wer kennt dieses Phänomen nicht? Der Kleiderschrank ist voller Klamotten, trotzdem hat man das Gefühl, nichts zum Anziehen zu haben. Rabatte und Schnäppchen lassen uns bergeweise Klamotten kaufen, die nur halbherzig passen um dann im Schrank ihr Dasein zu fristen. Auch in meinem Kleiderschrank befinden sich solche "Leichen".
Anuschka Rees spricht in diesem Buch aus eigener Erfahrung und gibt uns nun einen Ratgeber an die Hand, mit dem wir die Chance haben, unseren eigenen Stil zu entwickeln und immer gut angezogen sind, auch ohne tonnenweise Kleidung horten zu müssen. Schritt für Schritt führt die Autorin uns daran herauszufinden, was einem gefällt, wie man selbstkritischer in Bezug zu seiner Kleidung wird und nach und nach ein Gespür für den persönlichen Stil und Qualität findet.
Ich muss direkt vorwegnehmen: Das Kleiderschrank-Projekt ist kein Buch und erst recht kein Projekt, dass man schnell mal nebenbei ausführt. Wer sich intensiv mit dem Buch auseinander setzt wird feststellen, dass auch einiges an Arbeit auf einen zukommt. Über das Erstellen und Dokumentieren von Collagen und Pinnwänden ist dabei nur eines der Werkzeuge, die man hier näher gebracht bekommt. Anouschka Rees gibt uns keinen Stil vor, sondern ermutigt den Leser, sich mit dem Thema Mode intensiv auseinanderzusetzen. Sie gibt Tipps & Tricks rund um das Thema Qualität, bewusstes Einkaufen oder was zu welcher Jahreszeit in den Schrank gehört. Man kann das Buch konsequent von vorne nach hinten durchlesen, oder sich einzelne Kapitel raussuchen, die einen ansprechen. Den Faden verliert man dabei nicht.
Egal ob man bereits seinen Stil hat oder auf der Suche danach ist, das Buch ist für jeden Modeinteressierten eine Bereicherung. Mit den klaren Anweisungen und Hilfestellungen, den wunderbar verständlichen Grafiken und Tabellen und der liebevollen Aufmachung lädt dieser Ratgeber einfach dazu ein, immer wieder in die Hand genommen zu werden. Auch sprachlich konnte das Buch bei mir punkten. Die Anweisungen sind klar definiert, verständlich und somit auch gut umsetzbar.
Das Buch hat mir persönlich geholfen, mich mehr mit meinem persönlichen Stil zu beschäftigen, der zwar bereits eine Richtung eingeschlagen hat, aber noch ausbaufähig ist. Und besonders das Thema mit dem bewussten Einkaufen hat mir, seit ich dieses Buch begonnen habe zu lesen, sehr weiter geholfen, auch in anderen Bereichen meines Lebens. Somit hat dieses Buch mittlerweile einen festen Platz auf meinem Nachttisch, immer in Greifweite und bereit, mit zu inspirieren.

Fazit:
Das Kleiderschrank-Projekt ist nicht nur ein Ratgeber für mich geworden, sondern eine richtige Hilfe. Mit vielen nützlichen Tools, Tipps, Ratschlägen und Informationen findet man hier mit Hilfe des Buchs seinen eigenen Stil. Allerdings sollte man sich bewusst sein, dass man auch ein wenig Arbeit darin investieren muss ;) Aber auch wer seinen Stil schon gefunden hat findet in dem Buch einen wundervollen Ratgeber rund um das Thema Mode und Minimalismus im Kleiderschrank.
Von mir gibt es 5 von 5 Punkten.
Vielen Dank an die DuMont Buchverlage für das Rezensionsexemplar.

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21 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

Hier sind Drachen

Husch Josten
Fester Einband: 160 Seiten
Erschienen bei Berlin Verlag, 01.03.2017
ISBN 9783827013484
Genre: Romane

Rezension:

Klappentext:
14. November 2015: Am Morgen nach den verheerenden Terroranschlägen von Paris macht sich die Reporterin Caren auf den Weg in die französische Hauptstadt. Doch ihr Flug verzögert sich, die Lage ist angespannt, am Heathrow Airport herrscht nach einem anonymen Anruf Alarmbereitschaft. Die bedrohliche Situation und wachsende Nervosität der Sicherheitsbeamten bringen Carens älteren Sitznachbarn allerdings nicht aus der Ruhe, stoisch liest er weiter in Wittgensteins »Tractatus«. Der gleichermaßen unbefangene wie charismatische Philosoph und Zufallsforscher verwickelt Caren, mit deren Gelassenheit es seit Monaten nicht zum Besten steht, in ein faszinierendes Gespräch. Und offeriert ihr dabei – zufällig oder absichtsvoll? – die unmögliche Geschichte, nach der die Journalistin ihr Leben lang gesucht hat.

Meinung:
Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, einen Terroranschlag unmittelbar mitzuerleben? Und wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass dies einem mehrmals passiert? Was löst das bei einem Menschen aus?
Dieses eigentlich sehr unwahrscheinliche Szenario passiert in Hier sind Drachen der Protagonisten Caren. Bereits bei den Anschlägen von New York auf das World Trade Center 2001 hielt sie sich in der Stadt auf, ebenso bei den Anschlägen in Boston und auf das Satire Magazin Charlie Hebdo. Doch all diese eigentlich traumatischen Ereignisse konnte Caren bisher gut verarbeiten. Nun nach Charlie Hebdo setzen bei ihr Panikattacken ein. Doch was hat sich seitdem für sie geändert? Liegt es daran, dass sie selber Journalistin ist? Am Tag nach den Anschlägen im November 2015 in Paris sitzt Caren in London auf dem Flughafen, um nach Paris zu reisen. Eine Verzögerung des Flugs und eine unerwartete Begegnung sorgen dafür, dass sie sich mit sich und ihrem Leben auseinander setzen muss.
Husch Josten hat hier ein interessantes Gedankenspiel gestartet und sich stark mit dem Thema Terrorismus und seine Auswirkungen auf den Menschen beschäftigt. Sie blickt in die Menschen hinein, zeigt Gedanken, Ängste, Sehnsüchte und Wünsche betroffener Menschen auf und folgt interessanten Ansätzen, die den Leser zum Nachdenken anregen.
Aber nicht nur das Thema Terror steht hier im Fokus, auch ihre Hauptfigur Caren wird einer genauen Analyse unterzogen. Denn in Carens Leben ist nicht alles so einfach. Ihr Freund hat eine feste Partnerin, deren Existenz Caren ohne Probleme duldet, muss sie sich doch nicht allzu sehr auf ihn festlegen und in ihrer Freiheit einschränken lassen. Denn Carens Beruf geht ihr scheinbar über alles und gerade das Thema Terrorismus setzt einen ihrer Recherche-Schwerpunkte in ihrer Karriere. Carens Figur ist komplex und vielschichtig aufgebaut, interessant, aber auch manchmal schwer greifbar und nicht immer sympathisch. Aber gerade das hat diesen Charakter so spannend gemacht und für Kurzweile im Roman gesorgt.
Denn kurzweilig ist dieses Büchlein alle mal. Flüssig geschrieben und mit überraschenden Wendungen, hat das Buch für einige spannende und unterhaltsame Lesestunden gesorgt. Die zum Teil recht langen Kapitel fielen bei der fesselnden und aktuellen Thematik kaum auf.

Fazit:
Husch Josten spielt in ihrem Roman viele Gedankengänge rund um das Thema Terrorismus nach, regt ihre Leser zum Nachdenken an und kann mit einer überraschenden Geschichte richtig fesseln. Denn nicht nur das Thema Terror steht hier im Vordergrund, sondern auch die Entwicklung einer Frau und das Verlassen von eingefahrenen Wegen.
Von mir gibt es 4,5 von 5 Punkten.
Vielen Dank an den Berlin Verlag für das Rezensionsexemplar.

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46 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

liebe, jugendbuch, 18. jahrhundert, königskinder verlag, homosexualität

Cavaliersreise. Die Bekenntnisse eines Gentlemans

Mackenzi Lee
E-Buch Text: 496 Seiten
Erschienen bei Königskinder, 24.03.2017
ISBN 9783646929591
Genre: Sonstiges

Rezension:

Klappentext:
Gab es je ein abschreckenderes Beispiel für junge Bildungsreisende als Sir Henry Montague? Nach Montys Cavaliersreise wird der englische Adel seine Sprösslinge bestimmt nie wieder auf den Kontinent schicken! Irgendwie ist Monty immer in eine Tändelei verwickelt oder betrunken oder zur falschen Zeit am falschen Ort nackt (in Versailles! Am Hof des Königs!). Zwischen Paris und Marseille verlieren Monty, Percy und Felicity auch noch ihren Hofmeister, kämpfen gegen Wegelagerer und Piraten, gegeneinander (Monty und Felicity) oder gegen ihre Gefühle füreinander (Monty und Percy). Aber am Ende dieser abenteuerlichen Reise finden sie alle drei nicht nur zueinander, sondern auch zu sich selbst.

Meinung:
Henry Montague hat es faustdick hinter den Ohren. Gibt es einen Skandal, ist er bestimmt darin verwickelt. Als Monty auf Cavaliersreise gehen soll, stellt sein Vater ihm ein Ultimatum: Benimm dich standesgemäß, oder du wirst enterbt! Doch Monty kann nun mal nicht aus seiner Haut und so passiert es, dass er auf seiner ersten Station der Reise splitterfasernackt vom französischen Königshof spaziert. Ihr Protegee Lockwood will die Reise abbrechen, doch zuerst gilt es noch, Montys Schwester Felicity auf die Mädchenschule in Marseille zu bringen. Doch Monty, sein Freund Percy und Felicity werden auf den Weg dorthin überfallen und von Lockwood getrennt. Ein Abenteuer bahnt sich an, in dessen Verlauf sie nicht nur auf Wegelagerer und Piraten, sondern auch auf so manch zwielichtige Gestalt und falschen Freund treffen werden.
Mittlerweile kommt es eher selten vor, dass ich zu einem historischen Roman greife. Umso erfreulicher ist es dann, wenn man eine kleine Überraschung in den Händen hält. So ging es mir auch mit Cavaliersreise (Von diesem Begriff hatte ich bis Dato so noch nicht gehört und musste erst mal nachschlagen, worum es sich dabei handelt). Montys Geschichte zog mich von der ersten Seite an in ihren Bann. Seine Figur fesselt und erinnert anfangs an einen jungen Casanova, leicht rebellisch, den schönen Dingen im Leben zugewandt, auf der Suche nach Liebe und Spaß, ohne Zwänge und Standesregeln. Doch Monty muss feststellen, dass ein Ausbruch aus den elitären Kreisen nicht so einfach ist und auch Konsequenzen für andere Personen nach sich zieht, die ihm nahe stehen. Mackenzie Lee hat sehr einfühlsam und geschickt ihre Charaktere ausgebaut, bringt diese lebensnah rüber und spricht damit auch jüngere Leser als mich an. Auch die Nebenfiguren überzeugen und runden die Geschichte ab.
Inhaltlich ist der Roman gut recherchiert, sprachlich an die moderne Zeit angepasst und sehr schön übersetzt von Gesine Schröder. Es macht unheimlich viel Spaß, Montys Abenteuer zu verfolgen und ich war beeindruckt, wie gekonnt die Autorin wichtige Themen unterhaltsam in diesen Roman unterbringt. Somit bietet das Buch nicht nur eine fesselnde Geschichte, sondern auch sehr viel Stoff zum Nachdenken und Diskutieren. Die Kapitel haben eine angenehme Länge und das Buch ist in mehrere Abschnitte unterteilt. Monty erzählt seine Geschichte in der Ich-Perspektive, so dass man einen sehr guten Einblick in seine Gedanken- und Gefühlswelt erhält.

Fazit:
Cavaliersreise ist ein richtig schönes Jugendbuch, abenteuerlich, witzig, spannend und unterhaltsam. Aber es stimmt auch nachdenklich, bietet viel Stoff zum Diskutieren und ist historisch gut recherchiert. Die Reise mit Monty, Percy und Felicity sollte man unter keinen Umständen entgehen lassen ;)
Von mir gibt es 5 von 5 Punkten.
Vielen Dank an den Königskinder Verlag für das Rezensionsexemplar.

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68 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

bretagne, bibliothek, literatur, paris, lektorin

Das geheime Leben des Monsieur Pick

David Foenkinos , Christian Kolb
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei DVA, 13.03.2017
ISBN 9783421047601
Genre: Romane

Rezension:

Klappentext:
Im bretonischen Finistère, am wind- und wellenumtosten »Ende der Welt«, gibt es eine ganz besondere Bibliothek. Sie sammelt Bücher, die nie erscheinen durften. Eines Tages entdeckt dort eine junge Pariser Lektorin ein Meisterwerk, und der Roman wird zum Bestseller. Der Autor, Henri Pick, war der Pizzabäcker des Ortes. Seine Witwe beteuert, er habe zeit seines Lebens kein einziges Buch gelesen und nie etwas anderes zu Papier gebracht als die Einkaufslisten – ob er ein geheimes Zweitleben führte? Diese verrückte Geschichte spornt viele Menschen an, selbst Neues zu wagen: Paare trennen sich, Liebende finden unerwartet zueinander, und so manche Gewissheit wird auf den Kopf gestellt.

Meinung:
In der Bretagne findet sich eine Bibliothek, die sich den Werken von Verlagen abgelehnter Manuskripte widmet, ganz nach dem Vorbild eines Romans von Richard Brautigan. In eben dieser Bibliothek findet die junge Lektorin Delphine ein Manuskript, das sie umhaut und der Meinung ist, dass man dieses Werk der Öffentlichkeit nicht vorenthalten darf. Als Autor macht sie den bereits verstorbenen Monsieur Pick ausfindig. Doch ausgerechnet der ehemalige Pizzabäcker hat sich nie wirklich für Literatur interessiert, ganz zu schweigen davon, dass seine Frau ihn jemals dabei gesehen hätte, dass er mehr als eine Einkaufsliste geschrieben habe. Doch das Buch wird ein voller Erfolg in dessen Verlauf so manche Leben von beeinflusst werden.
Bücher über Bücher sind für mich als Büchernarr immer eine ganz besondere Freude. Und besonders bei diesem wirklich einnehmend erzählten Werk, konnte ich wieder in meiner Liebe zum gedruckten Wort schwelgen, denn David Foenkinos hat hier nicht nur eine unheimlich originelle, sondern auch sehr fesselnde Geschichte geschrieben. Er gewährt einen Blick hinter die Kulissen des Verlagswesens, verknüpft mit vielen liebenswerten, zum Teil skurrilen Figuren und einem typisch französischen Erzählstil.
Eine Vielzahl an unterschiedlichen Charakteren bevölkern die Geschichte rund um Monsieur Pick und sein literarisches Meisterwerk. Und trotz der Fülle an Figuren verliert man als Leser nicht den Überblick über das Geschehen oder die Protagonisten. Seite um Seite versucht man hier, dem Geheimnis von Monsieur Pick auf die Schliche zu kommen, und auch wenn ich letztendlich mit der Auflösung gerechnet habe, so hat das meiner Lesefreude an diesem Buch keinen Abbruch getan. Ich mochte die zum Teil sehr skurrilen Figuren unheimlich gerne und empfand die Protagonistenausarbeitung als durchaus gelungen.
Das Buch ist in mehrere Teile gegliedert, durchsetzt mit z. T. kurzen Kapiteln und unterschiedlichsten Blickwinkel, die alle in der dritten Person erzählt werden. So erhält man als Leser einen guten Überblick über alle Ereignisse, die Monsieur Picks Roman hervorrufen. Der Roman entwickelte sich zu einem richtigen Pageturner, den ich nur ungern aus der Hand legte und dessen Inhalt lange nachwirkte.

Fazit:
Französisch charmant, warmherzig und originell - ein wundervolles Buch über die Liebe zum Buch, die Liebe zum geschriebenen Wort und ein interessanter Einblick in das Verlagswesen.
Von mir gibt es 5 von 5 Punkten.
Vielen Dank an die DVA für das Rezensionsexemplar.

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111 Bibliotheken, 12 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

lara adrian, for 100 days, sex, täuschung, erotik

For 100 Days - Täuschung

Lara Adrian , Firouzeh Akhavan-Zandjani
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 24.04.2017
ISBN 9783802598210
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Klappentext:
Jede Täuschung hat ihren Preis ...
Drei Monate Housesitting in einem Luxus-Apartment in Manhattan – die Künstlerin Avery Ross kann ihr Glück kaum fassen, schlägt sie sich doch gerade so mit ihrem Kellnerjob durch. Avery betritt eine Welt der Dekadenz, die ihr den Atem raubt – die Welt von Dominic Baine: reich, arrogant und absolut unwiderstehlich. Der Milliardär, der das Penthouse im selben Gebäude bewohnt, erweckt ungeahnte geheime Sehnsüchte in ihr. Doch die Schatten ihrer Vergangenheit drohen Avery schon bald einzuholen und jegliche Hoffnung auf eine Zukunft mit Nick zu zerstören ...

Meinung:
Lara Adrian zählt schon seit Jahren zu den Autorinnen, zu denen ich immer gerne greife, wenn ich gut und spannend unterhalten werden möchte. Bisher kannte ich aber nur ihre Midgnight-Breed Reihe. Mit For 100 Days verlässt sie nun die Pfade der Fantasy und führt ihre Leser nach New York.
Dort lebt die junge Kellnerin Avery, die versucht, mit ihrer Kunst den Durchbruch zu erreichen. Leider nimmt die Galerie ihre Bilder aus dem Programm und ihre Wohnung wird zwangsgeräumt, da der Eigentümer Eigentumswohnungen daraus machen möchte. Da kommt das Angebot zum Houssitting eines Luxus-Apartments Avery genau gelegen, gewährt es ihr doch einen Aufschub vor der Obdachlosigkeit. In dem Hochhaus, in dem das Apartment liegt, trifft sie auf den Milliardär Nick Baine. Schnell kommen die beiden sich näher, doch sowohl Avery als auch Nick haben Geheimnisse, die sie dem anderen nicht anvertrauen möchten. Doch kann ihre Zusammenkunft bestand haben, wenn die Vergangenheit sie einholt?
Ich mag Lara Adrian Charaktere eigentlich immer sehr gerne und auch Avery und Nick konnten mich für sich einnehmen. Vor allem über Avery bekommt man hier einen sehr guten Eindruck, denn sie erzählt ihre Geschichte in der Ich-Perspektive, so dass man genauen Einblick in ihre Gefühls- und Gedankenwelt bekommt. So merkt man schnell, dass Avery recht realistisch an die Sache mit Nick heran geht, denn sie weiß, wie groß die gesellschaftlichen Unterschiede zwischen Ihnen sind. Nick selber bleibt etwas undurchsichtiger im Buch und es fällt mir schwer, ihn genau einzuschätzen. Aber das macht seine Figur auch sehr spannend. Allerdings ging mir sein manchmal doch sehr dominantes Auftreten ein wenig auf den Wecker. Im Gesamtbild fällt dies aber nicht so stark ins Gewicht. Denn auch die Nebencharaktere sind entsprechend gut ausgearbeitet und geben dem Roman die nötige Tiefe.
Erzählerisch konnte mich For 100 Days direkt einnehmen und hat sich zu einem Pageturner entwickelt. Zwar ist das Schema, das Lara Adrian hier wählt, schon in vielfältiger Form dagewesen, doch die Art und Weise der Umsetzung macht das Buch lesenswert. Die Autorin hält sich nicht zu sehr mit unnötigen Nebensächlichkeiten auf, weiß, wie man Spannung erzeugt und lüftet geschickt häppchenweise Averys Geheimnisse, ohne direkt zu viel zu verraten. Die erotischen Szenen sind stilvoll und vielfältig, aber abwechlungsreich. Sie geben den Buch den entsprechenden Rahmen, überlagern die Geschichte aber nicht zu sehr. Mir hat der Mix sehr gut gefallen und das echt gemeine Ende lässt mich jetzt schon sehnsüchtig auf den zweiten Band warten, denn es bleibt noch viel zu erzählen.

Fazit:
Lara Adrian kann auch abseits der Fantasy gut unterhalten und hat hier einen wirklich prickelnden und spannenden Roman geschaffen. Wer Bücher von J. Kenner mag, dem wird bestimmt auch For 100 Days - Täuschung mögen.
Von mir gibt es 4,5 von 5 Punkten.
Vielen Dank an den Lyx Verlag für das Rezensionsexemplar.

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gut, backen, zitronen, die zitronenschwestern

Die Zitronenschwestern

Valentina Cebeni , Sylvia Spatz , Brigitte Lindecke , Simone Kabst
Sonstiges Audio-Format
Erschienen bei Der Hörverlag, 13.03.2017
ISBN 9783844523232
Genre: Romane

Rezension:

Klappentext:
Elettras früheste Kindheitserinnerung ist der Duft nach frisch gebackenen Anisbrötchen. Denn ihre Mutter Edda war eine begnadete Bäckerin, deren Köstlichkeiten direkt den Weg zum Herzen der Menschen fanden. Doch Edda ist schwer erkrankt, und die Bäckerei steuert auf den sicheren Bankrott zu. Als die junge Frau von einer kleinen Insel im Mittelmeer erfährt, auf der ihre Mutter einst die glücklichste Zeit ihres Lebens verbracht haben soll, reist Elettra kurzentschlossen zur Isola del Titano. Und ahnt nicht, dass ihre Suche nach den Geheimnissen der Vergangenheit zur Suche nach ihr selbst werden könnte – und dem großen Glück.

Meinung:
Elettras Leben ist völlig aus den Fugen geraten. Ihre schwerkranke Mutter liegt im Koma und ist nicht mehr ansprechbar, die Bäckerei, die Elettra für sie weitergeführt hat, steht kurz vor dem Bankrott. Und mittendrin befindet sich Elettra in einer Lebenskrise, weiß sie doch nicht, wo sie eigentlich herkommt. Als sie erfährt, dass ihre Mutter einst auf einer kleinen Mittelmeerinsel lebte, beschließt sie, diese zu besuchen und dort mehr über das Leben ihrer Mutter herauszufinden. Insgeheim hofft sie, dort auch auf Spuren ihres eigenen Vaters zu stoßen, denn ihre Mutter hat ihr nie auch nur ein Wort über ihn verraten. Auf der Insel angekommen, findet Elettra schnell Anschluss bei einer kleinen Gruppe von Frauen, die in einem ehemaligen Kloster leben. Doch das Kloster und die Inselbewohner umgeben viele Geheimnisse, und keiner ist gewillt, diese einfach so preiszugeben.
Valentina Cebenin hat mit viel Liebe ihre Charaktere geschaffen, und so viel es mir während dem Hören nicht schwer, Sympathien mit Elettra aufzubauen. Allerdings zehrte sie auch öfters mal an meinen Nerven, denn ihre Unentschlossenheit in manchen Lebenslagen ging mir schon manchmal ein wenig auf den Senkel. Aber neben Elettra sind es auch die vielen Nebenfiguren, die diesen Roman sehr lebendig machen.
Auch sprachlich hat mir dieses Hörbuch gefallen. Simone Kabst findet genau die richtige Stimmung in ihrer Erzählweise, um dieses Buch zu einem kurzweiligen Hörvergnügen zu machen. Die Kapitel haben eine angenehme Länge und die Handlung ist spannend durchgeplottet. Zwar war die Handlung stellenweise etwas vorhersehbar, trotzdem hat mich die Geschichte für sich eingenommen. Auch das die Liebesgeschichte, die sich im Buch entspinnt, nicht im Vordergrund steht, sondern Elettras Figurenentwicklung, habe ich sehr gemocht. Viel zu schnell verging die Zeit und das Ende der Geschichte kam schon fast viel zu schnell. Weitere Werke der Autorin werde ich auf jeden Fall mal im Auge behalten.

Fazit:
Die Zitronenschwestern ist eine eingängig erzählte Familiengeschichte, die nicht nur eine schöne Kulisse, sondern auch eine unterhaltsame Handlung bietet und für sehr angenehme Hörstunden sorgt.
Von mir gibt es 4 von 5 Punkten.
Vielen Dank an den Hörverlag für das Rezensionsexemplar.

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59 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

bücher, paris, liebe, buchladen, rebecca raisin

Mein zauberhafter Buchladen am Ufer der Seine

Rebecca Raisin , Annette Hahn
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Rütten & Loening Berlin, 11.04.2017
ISBN 9783352008979
Genre: Liebesromane

Rezension:

Klappentext:
Wo liegt das Glück, wenn nicht in Paris?
Buchhandlungen sind magische Orte, an denen manch einer ganz neue Wege für sein Leben zu entdecken vermag. Das zumindest findet die junge Buchhändlerin Sarah. Doch ihr kleiner, aber feiner Laden in der amerikanischen Provinz ist alles andere als eine Goldgrube. Und eine Lösung für ihre komplizierte Beziehung zu ihrem Freund Ridge findet sie hier auch nicht. Als eine Freundin aus Frankreich sie bittet, für eine Weile ihren Buchladen am Ufer der Seine zu übernehmen, zögert Sarah nicht lange. Doch dort erwartet sie alles andere als la vie en rose, und Sarah muss erst die Geheimnisse der französischen Bücherfreunde verstehen, um den unvergleichlichen Zauber von Paris entdecken zu können.
Eine junge Buchhändlerin sucht ihr Glück in einem kleinen Buchladen in Paris – und findet die Liebe ...

Meinung:
Was gibt es schöneres für einen Bücherwurm, als Bücher zu lesen, die von der Liebe zum Buch erzählen? Auch Mein zauberhafter Buchladen am Ufer der Seine ist eines dieser Bücher, denn die Amerikanerin Sarah tauscht für ein paar Monate ihren kleinen, beschaulichen Buchladen mit einer sehr bekannten französischen Buchhandlung. Dort angekommen merkt Sarah schnell, dass hier ganz andere Regeln gelten, als bei ihr daheim und Sarah kommt oft an ihre Grenzen. Denn nicht nur der Buchladen erfordert alles von ihr, auch ihr privates Leben muss Sarah überdenken.
Wieder einmal führt der Klappentext den Leser ein wenig in die Irre, denn bei der Buchhandlung in Paris handelt es sich nicht um einen kleinen Laden, sondern eine altehrwürdige Institution in Paris, die mich stark an Shakespeare and Company erinnert hat ;) Aber Rebecca Raisin hat viel Charme in dieses Buch gepackt und lässt ihre Liebe zum Buch und zu den Buchhandlungen hier sehr deutlich hervorschimmern. Sie zeigt Unterschiede zwischen Amerika und Europa auf, die alltäglichen Arbeiten des Buchhändlers und die Sorgen, die diese plagen.
Im Vordergrund dieses Romans aber steht nicht so sehr Sarahs Liebesleben, als vielmehr Sarahs Entwicklung als Person selber. So wächst sie in diesem Buch an den ihr gestellten Aufgaben, lernt Selbstbewusstsein und Selbstliebe. Ich mochte sie sehr gerne, auch wenn ich mir im Buch öfters mal gewünscht habe, dass sie schon früher durchgegriffen und nicht immer so viel eingesteckt hätte. Die Nebenfiguren im Roman sind ebenfalls weitestgehend gut ausgearbeitet, auch wenn es ein paar Charaktere gab, die ich nicht ganz greifen konnte oder deren Beweggründe und Verhaltensweisen sich mir nicht ganz erschlossen oder befremdeten.
Erzählerisch fühlt man sich im Buch einfach wohl. Die Geschichte ist solide aufgebaut, zeichnet ein sehr schönes Bildvon Paris, ist aber insgesamt sehr vorhersehbar im Verlauf und konnte mich kaum überraschen. Trotzdem hatte ich schöne und kurzweilige Lesestunden mit dem Buch und kann es jedem Liebhaber von Büchern über Bücher gerne empfehlen.

Fazit:
Mein zauberhafter Buchladen am Ufer der Seine ist ein kurzweiliger, etwas vorhersehbarer, aber sehr charmanter Roman über Bücher und Buchhandlungen, der sehr viel Pariser Flair verströmt.
Von mir gibt es 4 von 5 Punkten.
Vielen Dank an den Aufbau Verlag für das Rezensionsexemplar.

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Strong & Beautiful

Pamela Reif
Fester Einband
Erschienen bei Community Editions, 16.03.2017
ISBN 9783960960072
Genre: Sachbücher

Rezension:

Klappentext:
In ihrem ersten Buch beschreibt Pamela ihren Weg zu einem definierten Körper und einem gesunden Lifestyle. Die 20-Jährige hat ihre liebsten und effektivsten Workouts für dich zusammengestellt, mit denen du ganz einfach zu Hause trainieren kannst. Neben Fitness ist für Pamela auch eine gesunde und ausgewogene Ernährung sehr wichtig: Probiere ihre leckeren Rezepte und teste ihre besten Ernährungstipps.
Pamela setzt – wie bei ihrer Ernährung – auch bei Pflege und Beauty auf Natürlichkeit. Du wirst sehen, wie leicht du natürliche Inhaltsstoffe in deine Pflege- und Beauty-Routine integrieren kannst. Ihre Tutorials werden dir gefallen!
Fashion ist eine ihrer großen Leidenschaften. Pamela zeigt dir ihre schönsten Basics und Must-haves für ihre Lieblings-Looks!


Meinung:
Zugegeben, Pamela Reif kannte ich vorher nicht. Erst als ich über ihr Buch im Internet stolperte wurde ich auf sie aufmerksam.
Pamela erzählt in ihrem Buch Strong & Beautiful, wie sie zum Internetstar wurde. Neben ihrer persönlichen Story gibt sie Tipps, Tricks und ganz viel Motivation rund um das Thema Fitness, Ernährung, Style, Beauty und Lifestyle. So finden sich hier nicht nur leckeren Rezepte im Buch, sondern auch Workouts, Schminktipps und Ratschläge für den eigenen Internetauftritt im Buch.
Die Aufmachung des Buchs ist wirklich schön. Pamela Reif ist natürlich sehr fotogen und so durchziehen unzählige schöne Bilder von Pamela dieses Werk, das mit seinen zarten Pastellfarben gerade Frauen und Teenager ansprechen wird. Auch einige Zeichnungen finden sich im Buch.
Richtig gut gefallen haben mir im Buch immer wieder die Motivationstipps von Pamela, die aber meiner Meinung nach gerne farblich etwas stärker hätten hervorgehoben werden können, um so beim Durchblättern schneller wiedergefunden zu werden. Auch die Rezepte sind lecker, einfach im Nachkochen und sprechen auch Kochlaien an. Das Thema Ernährung spricht Pamela Reif natürlich ebenfalls an, gibt ein paar Hintergrundinfos, behandelt das Thema aber eher oberflächlich und dringt nicht zu tief in die Materie ein. Leider trifft das auch auf andere Bereiche im Buch zu. Ich weiß nicht, ob Pamela Reif ihre Leser nicht überfordern wollte mit zu viel Hintergrundinformationen oder ob ihr manchmal die Quellen gefehlt haben. Bei mir entstand oft der Eindruck, dass da noch mehr kommen müsste, und die Autorin schnell zum nächsten Thema kommen wollte, da sie hier viel zu erzählen hat.
Als Leser bekommt man hier nämlich einen recht guten Eindruck von Pamelas Leben und so liest sich das Buch oft mehr wie ein persönliches Tagebuch. Das hat dann aber auch leider zur Folge, dass Pamela Reif hier eine sehr einseitige Sichtweise aufs Leben präsentiert. Besonders im letzten Kapitel ist mir das eher negativ aufgefallen. Es ist toll, dass Pamela es geschafft hat, so erfolgreich zu werden und ich möchte ihr ihren Erfolg nicht absprechen. Leider kommen ihr Leben und ihre persönlichen Erfahrungen hier sehr rosarot rüber. Klar spricht das gerade die jungen Follower an, erzeugt aber auch den Eindruck, dass man nur Pamelas Weg folgen muss, um ein Medienstar zu werden. Zwar weist die Autorin immer wieder auf ihre eigenen Erfahrungen hin, aber nicht jeder kann auf einen gleichen starken familiären Background zurückgreifen. Ein Beispiel? Pamela hatte die Chance, nach der Schule eine Auszeit zu nehmen. Das ist prima, erweckt aber auch den Eindruck, dass sie sich nie früh genug dazu gezwungen sah, über ihre Zukunft nachzudenken, was sie genau machen möchte und in welche Richtung (abgesehen von ihrem Sport und der Internetgeschichte) sie sich entwickeln will. Es gibt genügend junge Menschen, denen es nicht möglich ist, sich nach der Schule/Abi eine Auszeit zu gönnen, die sich früher überlegen müssen, was sie machen sollen. Deshalb fand ich es sehr schade, dass Pamela hier wirklich nur aus ihrem persönlichen Erfolg die Überlegungen gezogen hat. Vielleicht hätte gerade dieser Abschnitt im Buch anders formuliert werden müssen, so wirkt er auf mich eher ärgerlich.
Die Styling-Tipps beziehen sich hier auch eher auf die Autorin selber, denn sie zeigt, was ihr persönlich gefällt und wie es in ihrer Handtasche aussieht. Dieses Kapitel spricht daher eher richtige Fans der Autorin an, ich persönlich konnte aus diesem kurzen Kapitel nicht viel für mich selber finden, vor allem da ich auch einen anderen Stil bevorzuge. Aber es ist interessant zu sehen, wie es andere machen.
Man muss sich hier auch vor Augen halten, dass Pamela Reiffs Buch viele sehr zeitaufwändige Routinen enthält. Für jemanden, der sein Leben so ausgerichtet hat, wie Pamela Reif, sind diese Routinen natürlich wie Arbeitszeit zu betrachten. Für jemanden, der einer (mehr oder weniger) geregelten Arbeit nachgeht, und/oder Kinder hat, wird es schon schwieriger, alle Tipps und Ratschläge so unter einen Hut zu bekommen, und dabei noch Zeit für sich selber zu finden.
Auch sprachlich hat mir das Buch nicht ganz so gut gefallen, wie erhofft. Es fehlt ein wenig der Feinschliff, oft wirkten die Absätze hakelig und es kommt zu unzähligen Wiederholungen im Buch.
Aber trotz der Kritik, die ich hier üben musste, habe ich für mich auch einige interessante Tipps & Tricks aus dem Buch entnehmen können. Und trotz der teilweise recht zeitaufwendigen Ratschläge, lässt sich bestimmt das eine oder andere ins eigene Leben mit integrieren. Man sollte dieses Buch also als Pamelas persönlicher Ratgeber/Tagebuch und Denkanstoß sehen und sich mit den Punkten beschäftigen, die sich auch wirklich im eigenen Alltag unterbringen lassen. Und weniger als Nachahmungsbuch, um ein Leben wie Pamela Reif zu führen. Dies ist übrigens ein Punkt, den die Autorin auch anspricht und dem Leser vermitteln will, individuell zu sein, und keine Kopie. Das hat mich dann doch wieder mit meinen Kritikpunkten versöhnt.

Fazit:
Strong & Beautiful ist darauf ausgelegt, ein junges Publikum anzusprechen. Die schöne Aufmachung und die tollen Fotos machen aber einige Schwächen im Buch nicht wett. Manche Themen hätte genauer erläutert werden können und insgesamt war mir die Sichtweise des Buchs zu einseitig. Viele Ratschläge sind sehr zeitaufwändig und man muss hier abwägen, was man wie übernehmen kann. Aber es gibt auch etliche kleine Tipps & Tricks im Buch, die mir gefallen und mich motiviert haben.
Von mir gibt es 3 von 5 Punkten.
Vielen Dank an Bastei Lübbe für das Rezensionsexemplar.

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54 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 38 Rezensionen

krimi, aquitaine, frankreich, bordeaux, aquitanien

Retour

Alexander Oetker
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Hoffmann und Campe, 17.03.2017
ISBN 9783455000092
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Klappentext:
Luc Verlain liebt gutes Essen, Frauen und sein sorgenloses Leben in Paris. Doch als sein Vater schwer erkrankt, lässt Luc sich versetzen. Ausgerechnet nach Bordeaux in die Region Aquitaine, von wo er als junger Polizist geflohen war. Zurück in seiner Heimat muss Luc sich seinen Erinnerungen stellen. Und schon kurz nach seiner Ankunft erschüttert ein Mord die Gegend: Ein Mädchen liegt erschlagen am Strand von Lacanau-Océan. In dem kleinen Dorf kochen schnell die Spekulationen hoch. Das Opfer hat erst vor kurzem die Beziehung zu dem algerischen Nachbarsjungen beendet, der als dringend tatverdächtig gilt. Der Stiefvater des Mädchens will die Sache selbst in die Hand nehmen. Lucs Ermittlungen führen ihn an die Strände und in die Weinberge der Region und zurück nach Paris, immer an seiner Seite seine Kollegin Anouk, deren Charme er nur schwer widerstehen kann.

Meinung:
Mit Retour legt Alexander Oetker den Start für eine neue Krimi-Reihe hin. Schauplatz ist die schöne Region Aquitaine rund um Bordeaux an der französischen Atlantik-Küste. Als Kind hatte ich einmal das Glück, dort Urlaub zu machen und weiß um die Schönheit dieser Region.
Frisch versetzt lernen wir hier den Mordkommisar Luc Verlain kennen, der Aufgrund der Krebserkrankung seines Vaters von Paris in die Heimat zurückgekehrt ist. Eine dauerhafte Versetzung hat Verlain allerdings nicht im Plan, liebt er doch sein Leben in Paris sehr. Nun hofft er, in Bordeaux erst mal ein wenig Ruhe zu finden. Doch kaum vor Ort angekommen, muss er sich schon mit seinem ersten Mordfall auseinandersetzen. Am Strand wird ein Mädchen tot aufgefunden. Und die Ermittlungen gestalten sich als alles andere als leicht, denn nicht nur sein ihm gleichgestellter Kollege Etxeberria hat seine ganz eigenen Methoden und Vorstellungen vom Fall und kommen Verlain immer wieder in die Quere bei seinen Ermittlungen.
Ich hatte leider ein wenig Schwierigkeiten mit den Protagonisten. Zwar mochte ich die Idee hinter Verlain, hatte aber oft das Gefühl, nur an der Oberfläche der Figur zu kratzen. Auch waren mir seine Handlungen oft zu sprunghaft. War er in einem Moment ruhig, explodierte er im nächsten Moment. So hatte ich oft das Gefühl, etwas verpasst oder überlesen zu haben und kam mir dadurch überrumpelt vor. Gleiches gilt für die Nebenfiguren, die ich nicht immer als greifbar empfand.
Dieser Umstand resultiert aber auch ein wenig aus dem Erzählstil. Alexander Oetker nutzt klare, einfache Worte und Sätze, um seine Geschichte zu erzählen. Das ist über weite Strecken im Buch auch in Ordnung und lässt sich gut lesen, leider kommt dabei aber auch die Tiefe ein wenig zu kurz. Dafür zeichnet der Autor aber wundervolle Szenen, die einen direkt nach Frankreich versetzen und die Landschaft vor dem inneren Auge auferstehen lassen. Hier spürt man die Liebe des Autors zu diesem Land und seinen kulinarischen Genüssen. Der Mordfall ist klassisch aufgebaut und lädt den Leser dazu ein, mitzuraten und zu spekulieren. Die Kapitel habe eine angenehme Länge und Luc Verlains Geschichte wird in der dritten Person erzählt. Der Spannungsbogen wird gut gehalten und trotz der kleinen Schwächen bei den Protagonisten wird man insgesamt gut unterhalten.

Fazit:
Retour ist ein solides Debüt-Werk, das zwar noch etwas ausbaufähig ist, aber durchaus seine Qualitäten aufweist. Ich denke, dass Alexander Oetker noch einiges über Luc Verlain zu erzählen weiß. Der Auftakt seiner Krimi-Reihe ist unterhaltsam und charmant.
Von mir gibt es 3,5 von 5 Punkten.
Vielen Dank an den Hoffmann und Campe Verlag für das Rezensionsexemplar.

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Ein Lächeln für Fröschlein

Przemyslaw Wechterowicz , Emilia Dziubak
Fester Einband: 36 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 23.02.2017
ISBN 9783737354226
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Klappentext:
Fröschlein ist das traurigste Fröschlein auf der ganzen Welt. Nicht einmal das zarte Kitzeln der Sonnenstrahlen kann es wieder fröhlich machen. Mama muss arbeiten und ist nicht da. Doch zur selben Zeit spürt Mama einen Stich in ihrem Herzen.»Wie mag es meinem Fröschlein gehen?«. Biber soll Fröschlein ein liebevolles Lächeln von Mama bringen. Aber der findet unterwegs tolle Zweige für seinen Bau und fragt die Otter-Mama, ob sie das Lächeln zu Fröschlein bringen kann. Aber die muss schnell nach Hause, weil die Milch sonst überkocht … Und so wird das Lächeln von einem zum anderen weitergereicht. Wird es das Fröschlein erreichen?

Meinung:
Für Kinder sind Trennungen, und sind diese auch nur zeitlich begrenzt, nicht einfach. Mama muss arbeiten und das Kind muss warten, bis Mama wieder daheim ist. Wie schön wenn man dann weiß, dass jemand an einen denkt. Da fühlt man sich gleich viel besser.
So ergeht es hier dem kleinen Fröschlein, das traurig auf seinem Seerosenblatt sitzt, denn Mama ist am Arbeiten und kann nicht bei ihrem Fröschlein sein. Doch Mama Frosch merkt, dass es dem kleinen Fröschlein nicht gut geht und beauftrag daher den Biber, ihrem Fröschlein ein Lächeln zu bringen. Aber dem Biber kommt etwas dazwischen und er fragt Frau Otter, ob sie das Lächeln überbringen kann. Aber auch Frau Otter hat etwas vergessen. Und so wandert das Lächeln über viele Tiere. Ob es doch noch beim Fröschlein ankommen wird?
Die Geschichte ist einfach zauberhaft. Gerade weil wir die Problematik mit dem Vermissen bei uns daheim sehr gut kennen. Der Autor Przemystaw Wechterowicz hat das Thema sehr liebe- und verständnisvoll aufgegriffen und aufgearbeitet. Und die wunderschönen Illustrationen von Emilia Dziubak machen nicht nur den Erwachsen, sondern auch den Kindern Spaß. Ganz besonders schön finde ich, dass man hier ausschließlich auf heimische und bekannte Tierarten trifft. Das macht vor allem den Kindern Spaß, denn es gibt für sie hier viel zu entdecken und zu erzählen.
Die kurzweilige Geschichte, übersetzt von Esther Kinsky , macht dieses Buch zur schönen Einschlaflektüre oder zum zwischendurch lesen. Auch für Kindergärten kann ich mir dieses Buch gut vorstellen, denn es vermittelt einen schönen pädagogischen Ansatz für die kleinen, mit der Trennung von Mama und Papa umzugehen. Denn sie merken dadurch, Mama (und Papa) denken an mich und kommen wieder.

Fazit:
Ein Lächeln für Fröschlein ist ein Buch, das Mut macht und Kindern zeigt, dass auch wenn Mama und Papa nicht da sind, diese an sie denken. Ein Buch, das Kindern zeigt, dass sie aufgehoben und geliebt werden. Zauberhaft und wunderschön illustriert.
Von uns gibt es 5 von 5 Punkten.
Vielen Dank an die S. Fischer Verlage für das Rezensionsexemplar.

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65 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 31 Rezensionen

italien, mailand, kinderemigration, familie, gefängnis

Das Leben wartet nicht

Marco Balzano , Maja Pflug
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 22.02.2017
ISBN 9783257069839
Genre: Romane

Rezension:

Klappentext:
Ninetto war noch ein Kind, als er allein von Sizilien nach Mailand kam, um Arbeit zu suchen. Ein furchtloser Junge mit der Sonne des Südens im Herzen. Obwohl er noch zu klein war für das Fahrrad, fand er sogleich eine Anstellung als Bote. Heute, über fünfzig Jahre später, erkennt sich Ninetto in den Neuankömmlingen aus China und Nordafrika wieder. Sie haben dieselben Träume wie er damals. Und setzen alles daran, sie zu verwirklichen.

Meinung:
Der sizilianische Arbeiter Ninetto hat ein im Verhältnis gesehen einfaches Leben geführt, auf das er in diesem Buch zurück blickt. Geboren und aufgewachsen in ärmlichen Verhältnissen in Sizilien, führt in das Leben schon früh nach Mailand, wo er sich als Lieferjunge und später als Fabrikarbeiter durchschlägt. Nun, über 40 Jahre später, hält das Leben immer noch so manche Prüfung für ihn bereit und Nino ist wie einst auf der Suche nach einem Platz in seinem Leben, in dem er nie wirklich erfolgreich war.
Der Autor Marco Balzano erzählt hier in eher leisen, ruhigen Tönen eine Emigrationsgeschichte, die zwar nicht mit großen Effekten besticht, aber einnehmend schön erzählt ist. Und so ist es nicht verwunderlich, dass man sich Nino nah fühlt, sich in ihn hineinversetzen kann und einfach gerne seinen Weg begleitet. Neben Nino überzeugen aber auch die Nebenfiguren im Roman, geben die nötige Tiefe und werden ihren Rollen gerecht. Das Zusammenspiel der Protagonisten greift wundervoll und zart ineinander.
Auch sprachlich weiß dieses Buch zu überzeugen, Übersetzt wurde der Roman von Maja Pflug. Die Erzählweise ist einfach aber kurzweilig gehalten, die moderate Kapitellänge tut ihr Übriges und so ist man recht schnell durch dieses berührende Buch, das den Leser von der ersten Seite an fesseln kann, trotz des ruhigen Grundtenors. Nino erzählt seine Geschichte in der Ich-Perspektive und gewährt so tiefen Einblick in all das, was ihn bewegt und umtreibt. Viel zu schnell war ich durch den Roman und meine Reise mit Ninetto zu Ende.

Fazit:
Das Leben wartet nicht ist ein ruhiges, aber berührendes Buch, das mit seiner schönen Erzählweise wirklich schöne Lesestunden bereitet. Der Autor greift hier ein Thema auf, das zu jeder Zeit aktuell ist und regt seine Leser somit zum Nachdenken an. Ein wunderbares Buch, um an einem Lesetag das Leben eines Menschen zu verfolgen, dem nicht alles im Leben zugeflogen ist und doch in einem optimistischen Ton erzählt wird.
Von mir gibt es 4 von 5 Punkten.
Vielen Dank an den Diogenes Verlag für das Rezensionsexemplar.

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342 Bibliotheken, 29 Leser, 0 Gruppen, 108 Rezensionen

caraval, spiel, magie, fantasy, stephanie garber

Caraval

Stephanie Garber , Diana Bürgel
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Piper, 20.03.2017
ISBN 9783492704168
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext:
Scarlett Dragna fürchtet sich vor ihrem Vater, dem grausamen Governor der Insel Trisda. Sie träumt davon, ihrem Dasein zu entfliehen und Caraval zu besuchen, wo ein verzaubertes Spiel stattfindet. Doch ihr Wunsch erscheint unerreichbar – bis Scarlett von ihrer Schwester Donatella und dem geheimnisvollen Julian entführt wird, die ihr den Eintritt zu Caraval ermöglichen. Aber ist Caraval wirklich das, was Scarlett sich erhofft hat? Sobald das Spiel beginnt, kommen Scarlett Zweifel. Räume verändern auf magische Weise ihre Größe, Brücken führen plötzlich an andere Orte und verborgene Falltüren zeigen Scarlett den Weg in finstere Tunnel, in denen Realität und Zauber nicht mehr voneinander zu unterscheiden sind. Und als ihre Schwester verschwindet, muss Scarlett feststellen, dass sich ein furchtbares Geheimnis hinter Caraval verbirgt ...

Meinung:
Um ihre Schwester Donatella vor ihrem Vater zu beschützen, würde die junge Scarlett alles tun. Auch eine arrangierte Hochzeit scheint ihr eine größere Perspektive auf Hoffnung für die beiden zu geben, als den Terror des Vaters länger zu ertragen. Doch dann erhält Scarlett eine Einladung zum Spektakel "Caraval", von dem sie und ihre Schwester schon seit Jahren träumen. Scarlett zögert, doch Donatella trickst sie aus und entführt sie gemeinsam mit dem geheimnisvollen Julian auf die Insel, wo Caraval veranstaltet wird. Dort angekommen muss Scarlett das Spiel wagen, um ihre Schwester zur retten. Aber bei Caraval ist nichts, was es auf den ersten Blick zu sein scheint. Ob es ihr gelingen wird, das Spiel erfolgreich zu beenden und ihre Schwester zu retten?
Schon auf den ersten Seiten zog Caraval mich in seinen Bann und ich fühlte mich wie Alice, die durch den Tunnel im Kaninchenbau fällt, um dann in einer pastelligen Steampunk-Version vom Zauberer von Oz zu landen, mit viel venezianischem Flair und dem Gefühl, in einem Kuriositätenkabinett gelandet zu sein. Klingt abgedreht? Ist es auch, aber Stephanie Garbers Weltenentwurf ist so umfang- und abwechslungsreich, dass es einfach eine richtig viel Spaß gemacht hat, die Welt von Caraval zu entdecken. Am liebsten wäre ich selber in die Seiten eingetaucht, nur um die Magie dieses Ortes mit eigenen Augen sehen zu können. Aber nicht nur die Welt begeistert, auch die Geschichte selber strotzt nur so vor Einfallsreichtum, ist voller Wendungen und nichts ist so, wie es auf den ersten Blick scheint. Ständig ist mal als Leser gefragt, was Schein ist, und was nicht. Stephanie Garber spielt geschickt mit den Lesern, verwirrt, trickst, zaubert.
Und so verwundert es nicht, dass natürlich auch die Charaktere einen großen Teil zum Zauber dieses Buchs beitragen. Ist Scarlett zu Beginn des Romans sehr zaghaft und ängstlich, merkt man, wie sie mit jeder Seite mehr an Mut und Rückgrat gewinnt. Und man nimmt ihr die Entwicklung auch gerne ab, denn die Autor hat mit viel Geschick ihre Protagonisten ausgearbeitet. Das gilt nicht nur für Scarlett, sondern auch für Julian und die anderen Figuren, denen man im Roman begegnet.
Caraval ist ein Pageturner, was nicht zuletzt auch der Übersetzerin Diana Bürgel zu verdanken ist. Die zumeist recht kurzen Kapitel erzählen Scarletts Geschichte in der dritten Person. Der Blickwinkel bleibt dabei auf Scarlett gerichtet. Viel zu schnell ist man durch dieses magische Buch durch und hofft, dass der zweite Teil möglichst schnell erscheinen wird. Denn auch wenn die Hauptgeschichte hier erst einmal auserzählt wird, so bleibt noch einiges über Caraval offen.

Fazit:
Was für ein magischer Trip! Caraval entführt den Leser in ein verzaubertes Spiel, bei dem nichts so ist, wie es auf den ersten Blick wirkt. Wer sich einmal wie Alice im Wunderland fühlen möchte, sollte sich Caraval auf keinen Fall entgehen lassen. Für mich eines der Lesehighlights des Jahres!
Von mir gibt es 5 von 5 Punkten.
Vielen Dank an den Piper Verlag für das Rezensionsexemplar.

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94 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 41 Rezensionen

alter, liebe, tod, frankreich, liebe im alter

Und jetzt lass uns tanzen

Karine Lambert , Pauline Kurbasik
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Diana, 06.03.2017
ISBN 9783453291911
Genre: Liebesromane

Rezension:

Klappentext:
Beinahe wären sie einander nie begegnet: Marcel, der den Sternenhimmel liebt, und Marguerite, die nur dem Tag Schönheit abgewinnen kann. Er, für den nur die Freiheit zählt, und sie, die ausnahmslos allen Regeln folgt. Doch dann verlieren beide ihre langjährigen Ehepartner. An diesem Wendepunkt in ihrem Leben treffen Marguerite und Marcel aufeinander und stellen überrascht fest, dass sie über die gleichen Dinge lachen. Wagen sie es auch, noch einmal zu lieben?

Meinung:
Die 78-jährige Marguerite hat gerade ihren Mann, einen erfolgreichen Notar, zu Grabe getragen und befindet sich nun in einer für sie sehr verstörenden Situation. Denn zum ersten Mal ist sie auf sich selber angewiesen und keiner gibt ihr mehr Vorschriften, wie sie was zu machen hat. Marguerite fühlt sich überfordert und ist einsam, ihr Sohn keine große Hilfe, denn dieser reagiert übervorsichtig und bevormundend. Marguerite reist zur Erholung in eine Thermal-Kur, wo sie den 72-jährigen Witwer Marcel kennen lernt. Dieser trauert um seine geliebte Frau und hadert mit dem Verlust. Trotzdem fühlt er sich direkt zu Marguerite hingezogen. Auch sie kann sich seinem Wesen nicht entziehen und beide lernen sich besser kennen. Doch im Leben verläuft nicht immer alles nach Plan und so stellt sich die Frage, ob man sich in ihrem Alter wirklich noch verlieben kann und wie die Kinder reagieren werden.
Dieser Roman hat nicht lange gebraucht, um sich in mein Herz zu schleichen. Marguerites Leben hat mich bewegt, ihre Figur tief berührt und ich habe mir so gewünscht, dass sie im Buch ihren Mut finden wird, für sich und ihr Leben einzustehen. Auch Marcel mochte ich unheimlich gerne und sein Verlust und seine Geschichte haben mich sehr bewegt. Karine Lambert hat hier wundervolle Protagonisten geschaffen.
Auch der Handlungsverlauf sagte mir sehr zu, war zwar etwas vorhersehbar, aber dafür wunderschön erzählt. Die Übersetzung stammt von Pauline Kurbasik. Leicht melancholisch, fast schon poetisch, erzählt hier Karine Lambert eine Geschichte über Verlust, Tod, Lebensmut und Neufindung. Gerade die alltäglichen Hürden, vor denen die Protagonisten stehen, machen den Roman so authentisch und berührend. Die Geschichte regt zum Nachdenken an, denn irgendwann werden wir selber mal in dieser Situation stehen.

Fazit:
Und jetzt lass uns tanzen hat mich gepackt und nicht mehr losgelassen. Zwar ließ sich der Handlungsverlauf ein wenig vorhersehen, trotzdem hat das dem Erzählsog keinen Abbruch getan. Klug und berührend konstruiert, regt Karine Lambert ihre Leser zum Nachdenken an und erzählt hier eine bittersüße Liebesgeschichte.
Von mir gibt es 5 von 5 Punkt.
Vielen Dank an den Diana Verlag für das Rezensionsexemplar.

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Home made basics

Kate Walsh
Fester Einband: 216 Seiten
Erschienen bei Dorling Kindersley, 20.02.2017
ISBN 9783831031849
Genre: Sachbücher

Rezension:

Klappentext:
Sie haben genug von ungesunden Fertigprodukten aus dem Supermarkt? Diese 30 einfachen Küchenbasics bilden die Grundlage für eine Vielzahl an Lebensmitteln, die sie sonst nur im Supermarkt kaufen. Ob Joghurt, Fruchtaufstrich, Senf, Sauerkraut, Würste oder Sirup - mit den grundlegenden Techniken wie Einlegen, Einmachen, Brotbacken oder Fermentieren bereiten Sie all diese Produkte ganz einfach selbst zu.
Selbst gemacht ist nicht nur gesünder, sondern schmeckt bekanntlich auch am besten! Lassen Sie sich von den vielen Variationen der Grundrezepte inspirieren und sorgen Sie für Abwechslung auf dem Teller. Verfeinern Sie Ihren Burger mit würzigem Chutney oder das koreanische Gericht Bibimbap mit fermentiertem Kimchi! Die anschaulich und einfach erklärten Schritt-für-Schritt-Anleitungen sorgen dabei für gutes Gelingen und unterstützen Sie optimal auf Ihrem Weg zu einer bewussten Ernährung.

Meinung:
Wer meinen Blog verfolgt, hat bestimmt schon mitbekommen, dass ich mich im Moment weitestgehend Zuckerfrei ernähre. Dabei steht man im Supermarkt vor einigen Herausforderungen, denn in wahnsinnig vielen Lebensmitteln wird Zucker zugesetzt. Da liegt der Gedanke nicht weit, Basics einfach selber herzustellen.
Home Made Basics bietet mir genau das, was ich suche: Rezepte zur Herstellung von Lebensmittelgrundlagen. Seien es Sachen wie Granola und Müsli, Aufstriche, Joghurt, Brot oder Essig, um hier nur ein paar Beispiele zu nennen, hier findet man viele Anleitungen und Inspirationen.
Die Rezepte sind ausführlich erklärt, teilweise sind die Arbeitsschritte auch Schritt für Schritt bebildert erklärt. Die Zutatenliste ist meist übersichtlich, einzig manche Sachen muss man im Reformhaus besorge, wie z. B. Essigmuttern. Die Rezepte bedürfen manchmal ein wenig Einlesezeit, da Kate Walsh die Zutaten auf einer Seite zusammenfasst, die Arbeitsschritte aber auf der anderen Seite stehen, so dass ich öfters nachblättern musste, um keinen Arbeitsschritt zu verpassen. Man sollte sich also die Rezepte auf jeden Fall einmal komplett durchlesen, um eine Vorstellung von den einzelnen Schritten zu erhalten.
Die Umsetzung der Rezepte ist dann aber wirklich simpel und gelingt nahezu problemlos. In der Testphase habe ich mich direkt an das Rezept für die Mandelbutter gemacht, die mühelos gelang und sehr lecker schmeckte. Auch das Topfbrot gelang, ohne großen Aufwand, einwandfrei, auch wenn ich künftig wohl etwas weniger Flüssigkeit als angegeben verwenden werde, da der Teig schon sehr weich und klebrig wurde ;)
Sehr schön sind auch die Anregungen zu Rezeptabwandlungen, die die Autorin am Rezeptende mit anregt. Das macht Lust aufs Experimentieren und Nachkochen. Auch die Bilder im Buch sind ansprechend und machen Lust auf mehr. Außerdem gibt die Autorin Hinweise und Tipps rund um das Thema Einmachen, Einkochen und Vorratshaltung. So erklärt sie z. B. wie man Gläser richtig sterilisiert oder wie man fermentiert.

Fazit:
Home Made Basics bietet eine tolle Grundlage für alltagstaugliche Rezepte und Basics in der eigenen Küche. Bei Selbstgemacht weiß man, was drin ist und das schmeckt man auch. Zwar sind nicht alle Rezepte ganz einfach in der Beschaffung und, wie im Fall der selbstgemachten Wurst, nicht ganz so schnell im Alltag umzusetzen, trotzdem ist dieses Buch ein schönes Standardwerk für das Rezeptbuch-Regal, das ich nun regelmäßig frequentieren werde.
Von mir gibt es 4,5 von 5 Punkten.
Vielen Dank an Dorling Kindersley für das Rezensionsexemplar.

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Durstig

Martina Rutschmann
Fester Einband
Erschienen bei Zytglogge, 16.02.2017
ISBN 9783729609501
Genre: Romane

Rezension:

Klappentext:
Alixe kann dem Sterben nicht mehr zusehen. Sie kündigt ihren Job auf der Krebsstation und beginnt mit dem Ausverkauf ihres bisherigen Lebens, um über die Runden zu kommen. Über Fabian, mit dem sie eine lose Liebschaft beginnt, macht sie Bekanntschaft mit dem bald 94-jährigen Forscher Carl. Die Mittdreissigerin fühlt sich wohl in der Gegenwart des charismatischen alten Mannes, aus dessen bewegtem Leben sie viel erfährt. Alixe beginnt versöhnlicher auf ihr eigenes Leben zu blicken. Sie lässt sich auf eine Beziehung mit Fabian ein, eine unbeschwerte Zeit beginnt. Doch diese dauert nicht lange. Alixe erfährt, dass Carl sie zur Sterbebegleiterin machen möchte und Fabian sie dazu überreden soll. Die Vergangenheit holt sie ein, plötzlich geht es wieder um den Tod.

Meinung:
Jahrelang hat Alixe in der Onkologie als Krankenschwester gearbeitet, nun hat sie genug davon, den Menschen beim Sterben zuzusehen. Sie kündigt, zum Entsetzen ihrer Mutter. Über die Facebook-App Tinder lernt sie Fabian kennen, der sie mit dem fast 94-jährigen Carl bekannt macht. Carl selber ist des Lebens müde und erkennt in Alixe die Frau, die seiner geliebten Rosa damals in den letzten Tagen beigestanden hat. Deshalb beschließt er, dass Alixe ihm beim Sterben zur Seite stehen soll. Alixe selber weiß nichts von ihrem "Glück", denn Fabian wird mit der schweren Aufgabe betraut, Alixe davon in Kenntnis zu setzen.
Ich muss sagen, ich war ein wenig überrumpelt, als ich mit dem Lesen begann. Der auf der Rückseite des Buchs aufgedruckten Inhaltsbeschreibung hätte ich niemals so eine schwermütige Thematik zugetraut. Aber obwohl das zentrale Thema des Buchs sehr bedrückend wirkt, denn wer setzt sich schon gerne mit dem Tod auseinander, ist dieses Buch alles andere als melancholisch. Mit einem beschwingten Ton erzählt Martina Rutschmann hier eine sehr eindringliche und doch sehr lebensbejahende Geschichte über Menschen, die sich angesichts schwerer und ernster Themen einander zuwenden, sich helfen und unterstützen. Und so geht es im Buch nicht nur um das Thema Sterben und Sterbehilfe, sondern auch darum, wie wichtig es ist, seine Träume zu verwirklichen und sich von eingefahrenen Routinen und Wegen zu lösen, und einfach mal über seinen eigenen Schatten zu springen und die Dinge etwas weitsichtiger zu betrachten.
Die Charaktere sind sehr interessant gestaltet. Sie sind vielschichtig, kompliziert und menschlich. Alixe z. B. hat sich in ihrem Leben festgefahren und ist äußerst unglücklich damit. Zum Vater hat sie den Kontakt verloren, mit der Mutter lässt sich kaum über Persönliches sprechen, denn schließlich hat Alixe doch einen guten Job und ein geregeltes Einkommen. Was will man da mehr? Aber auch Carl ist eine faszinierende Persönlichkeit, die zu entdecken ich hier viel Spaß hatte. Die Charaktere greifen sehr gut ineinander und sorgen mit dafür, dass dieser Roman so reibungslos funktioniert.
Denn neben den Figuren und dem Inhalt der Geschichte konnte mich das Buch auch sprachlich packen. Martina Rutschmann hat eine sehr schöne, manchmal etwas ungewöhnliche Erzählweise, die mich ein paar neue Wörter gelehrt hat und dafür sorgte, dass ich das Buch quasi in einem Rutsch las. Der Roman ist in mehrere Zeitebenen gegliedert, wechselt von der Gegenwart in die nahe oder weite Vergangenheit, bleibt aber übersichtlich. Der Plot ist so gut ausgearbeitet, das keine Längen im Roman auftauchen.

Fazit:
Durstig hat sich zu einer richtig kleinen Leseperle entwickelt. Eine klug konstruierte, fesselnde Geschichte mit einer immer wieder aktuellen Thematik, die sehr unterhaltsam, aber auch nachdenklich machend umgesetzt wurde. Ein Roman, der definitiv mehr Aufmerksamkeit bedarf und von mir eine klare Leseempfehlung erhält.
Von mir gibt es 5 von 5 Punkten.
Vielen Dank an den Zytglogge Verlag für das Rezensionsexemplar.

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

frauen, familie, eifersucht, schule, neid

Tausend kleine Lügen

Liane Moriarty , Sylvia Strasser , Luise Helm
Audio CD
Erschienen bei Bastei Lübbe, 16.02.2017
ISBN 9783785753675
Genre: Romane

Rezension:

Klappentext:
Jane flieht vor ihrer Vergangenheit. Sie hat es seit der Geburt ihres Sohnes vor fünf Jahren nirgendwo länger ausgehalten. Nun ist sie im idyllischen australischen Küstenstädtchen Pirriwee gestrandet und hat das Gefühl, endlich angekommen zu sein. Schnell schließt sie Freundschaft mit der lebhaften Madeline und der wunderschönen Celeste. Doch plötzlich geraten die drei Frauen in den Strudel von dunklen Geheimnissen, Lügen und Intrigen. Als dann bei einem Elternschulfest ein Mann tödlich verunglückt, stellt sich die Frage: War es ein Unfall oder Mord?

Meinung:
Alles beginnt so harmlos in dieser Geschichte. Die junge Jane zieht mit ihrem 5-jährigen Sohn Ziggy in den beschaulichen Küstenort Piriwee in Australien. Beim Schnuppertag für die kommenden Vorschüler kommt es zu einem Vorfall, bei dem ihr Sohn beschuldigt wird. Doch Jane glaubt nicht, dass Ziggy der Täter ist. Auch die forsche Madeleine, die sie gerade erst kennen gelernt hat, schlägt sich auf Janes Seite, ebenso wie die schöne Celeste. 6 Monate später passiert ein Unglück an der Schule, in deren Verlauf ein Mann stirbt. Schnell stellt sich die Frage: War es ein Unfall oder Mord? Und was haben die Ereignisse, die sich seit dem Schnuppertag ereignet haben, mit der Sache zu tun?
Liane Moriarty erzählt diese Geschichte rückblickend. Zu Anfang wissen wir, dass auf einer abendlichen Schulveranstaltung etwas so gehörig aus dem Ruder gelaufen ist, dass dabei jemand gestorben ist. Nun ermittelt die Polizei und vernimmt die Zeugen. Und diese kommen auf vergangene Ereignisse zu sprechen. Und so erfährt man als Leser, bzw. in diesem Fall als Hörer, wie Jane in Piriwee ankommt, sich einlebt und wie sich aufgrund des Vorschulzwischenfalls immer mehr Missverständnisse und Misstrauen aufbauen. Es entspinnt sich hier ein Kleinkrieg zwischen den Müttern und auch die privaten Probleme von Jane, Madeline und Celeste ziehen immer weitere Kreise.
Die Autorin hat hier eine wirklich spannende Geschichte ganz geschickt verknüpft und lässt die Situationen großartig zusammen laufen, so dass man als Hörer gebannt den Ereignissen folgt. Gerade die so treffend gezeichneten Charaktere sorgen für Spannung und Abwechslung im Roman. Egal ob es sich hier um die Hauptfiguren oder die Nebenfiguren handelt, jedes Schicksal fesselt. Und wie vertraut einem diese doch zuweilen sind, besonders wenn man eigene Kinder hat und den Wahnsinn an Kindergärten und Schulen bereits selber erlebt hat. Da wird gewetteifert, wessen Kind gescheiter, schneller, besser oder begabter ist. Fehler machen da doch nur die anderen. Und es scheint egal zu sein, ob es sich um Einrichtungen bei uns oder in Australien handelt, die Probleme sind überall die gleichen. Liane Moriarty ist ganz nah dran an ihren Figuren und macht diese dadurch so menschlich und authentisch.
Das Hörbuch selber ist in übersichtliche Kapitel gegliedert, die beim Pausieren für einen schnellen Einstieg in die Handlung helfen. Luise Helm hat eine großartige Stimme, die für dieses spannende Werk genau den richtigen Ton trifft. Auch sprachlich weiß das Hörbuch zu gefallen. Übersetzt wurde es von Sylvia Strasser. Das Hörbuch liegt als ungekürzte Version vor, ist von der ersten bis zur letzten Minute spannend und kommt inhaltlich ohne Längen aus.

Fazit:
Tausend kleine Lügen ist verdammt spannend und erschreckend nah am Leben. Die Stunden des Hörens vergingen wie im Flug und man fiebert mit den Charakteren mit. Auch die eine oder andere Überraschung im Handlungsverlauf sorgt für Abwechslung. Und am Ende des Hörbuchs empfindet man leichtes Bedauern, dass dieses Werk schon aus ist, dessen Ende man aber regelrecht entgegen gefiebert hat. Für mich war es eines der packensten Hörbücher, denen ich bisher gelauscht habe.
Von mir gibt es 5 von 5 Punkten.
Vielen Dank an Bastei Lübbe für das Rezensionsexemplar.

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Besser Esser

Tanja Dusy
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Gräfe u. Unzer, 12.12.2016
ISBN 9783833853418
Genre: Sachbücher

Rezension:

Klappentext:
Vegetarisch oder vegan allein genügt nicht mehr. Trendbewusste Genießer möchten sich gesund ernähren und insgesamt: einfach smarter essen. Keine Industrieprodukte mehr, sondern lieber DIY: Aufstriche, Nussmilch, Frischkäse, cleane Basics zum Selbermachen, die sich gut kombinieren lassen. Überhaupt soll Kochen unkompliziert sein: No-need-to-cook-Rezepte für coole Suppen oder Bowls, Raw Food und Quick-and-easy-Rezepte sind angesagt. Doch zum gesund Essen gehört noch mehr: Tipps, Infos, fundierter Rat - Brain Food eben, das hilft, die richtigen Entscheidungen zu treffen: Was ist gesund, was nicht, was tut mir gut, was nicht? Besser Esser von GU hat auf all das eine Antwort und noch viel mehr: Einfache, kreative Rezepte für Snacks, Salate, Suppen, Frühstück, warme Gerichte und Süßes. Dazu Infos über alles Wissenswerte zu aktuellen Food-Trends: von Raw Food bis Zucker, von Gluten bis Low Carb. Bei Quinoa-Bowl, Zimt-Tomaten oder Speedy Wok wird besser Essen zum Vergnügen. Easy und gesund!
Meinung:
Besser Esser - Allein der Titel ist doch eine Ansage. Wer möchte das nicht? Genussvoll besser essen? Tanja Dusy hält in diesem Kochbuch viele leckere Rezepte parat, räumt mit Ernährungsmythen auf und zeigt, wie man lecker und schnell gesund kocht.
Die Rezeptauswahl empfand ich als sehr ausgewogen. Über Smoothies, Müsli und Sandwiches, zu Bowls, Salaten und Suppen, Hauptgerichten, Zwischengängen, Snacks und Nachspeisen, findet sich hier eine bunte Auswahl an vegetarischen und veganen Gerichten, die mit ansprechenden Bildern direkt Lust zum Nachkochen machen.
Neben den Rezepten vermittelt Tanja Dusy aber auch viel Wissen rund um das Thema Ernährung. In einem heiteren Ton klärt die Autorin jede Menge Fragen rund um Themen wie z. B. Kohlenhydrate oder Ernährungsintoleranzen und räumt mit Vorurteilen und Mythen auf. Mir haben diese Zwischenkapitel richtig gut gefallen und so manches Thema nochmal aufgefrischt, was mir nicht mehr ganz so geläufig war.
Die Rezepte sind übersichtlich gehalten. Eine Zutatenliste gibt einen ersten Überblick, was benötigt wird, in der Regel sind die Gerichte hier auf 2 Personen ausgelegt, meine Nachkocherfahrung hat aber sehr reichhaltige Portionen für 2 Personen ergeben, daher kann hier auch noch ein spontaner Gast gut mit satt werden :) Die Arbeitsschritte sind verständlich beschrieben, auch wenn ich manchmal ein wenig in den Zeilen verrutschte und den Faden verlor, wenn die Zutatenliste sehr lang war. Man sollte sich daher das Rezept vor dem Nachkochen sorgfältig durchlesen. Unter den einzelnen Rezepten gibt die Autorin auch immer wieder Hinweise, warum das Rezept ein "Besser-Esser-Rezept" ist, oder wie man dieses abwandeln kann, um es z. B. Vegan oder Low Carb zu machen. Somit entpuppt sich Besser-Esser als ein Kochbuch für alle Bereiche, egal ob am Low Carb, Zuckerfrei oder Vegan lebt.
Und zuletzt konnte mich das Buch auch mit den DIY-Seiten überzeugen. Hier erklärt Tanja Dusy, wie man Basics für die Küche selber herstellt und zeigt in einer Bildergalerie, wie man Schritt für Schritt vorgeht. Die Gemüsebrühe aus dem Buch ist ein Hit und wird künftig einen festen Bestandteil meiner Küche ausmachen.

Fazit:
Besser Esser ist ein Kochbuch für alle Lebenslagen. Egal ob man sich mit Themen wie Clean Eating, Low Carb oder Zuckerfrei beschäftigt, oder man nur auf der Suche nach leckeren, alltagstauglichen Rezepten ist, hier wird man fündig. Neben den vielen ansprechenden Rezepten gibt es auch noch viel Wissen rund um das Thema Ernährung mit dazu. Für mich hat sich dieses Buch zu einem Kochbuch mit Grundausstattungswert entwickelt.
Von mir gibt es 5 von 5 Punkten.
Vielen Dank an den GU Verlag für das Rezensionsexemplar.

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30 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

rezension, freundschaft, highschool, magellan, strei

Überlieben in 10 Schritten

Rachel McIntyre , Jessika Komina , Sandra Knuffinke
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Magellan, 18.01.2017
ISBN 9783734850141
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext:
Daisy könnte nicht glücklicher sein! Toby, der begehrteste Typ am College hat sich ausgerechnet sie ausgesucht – Wolke sieben lässt grüßen! Und er ist ja auch zu süß: Ständig fragt er nach Selfies (sogar mit Oma), schickt ihr Blumen (riesige) und taucht aus dem Nichts auf, um sie zu überraschen. Wobei, irgendwie übertreibt er vielleicht doch ein bisschen …

Meinung:
Rachel McIntyre ist für mich keine Unbekannte. Ihr erster Roman Sternschnuppenstunden hatte mir damals richtig gut gefallen, umso größer war meine Freude, als mich dieses Buch überraschend erreichte.
Heldin dieses Romans ist Daisy (nicht nur ein schöner Name, sondern auch der englische Begriff für Gänseblümchen, aber das nur so am Rande :D ). Für Sie beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Von ihrem Freund hat sie sich getrennt, als dieser nach Spanien zog, um seine Mutter dort zu helfen, und ein Schulwechsel steht ihr bevor, denn sie geht nun aufs College, während ihre beiden besten Freundinnen auf der alten Schule bleiben. Doch Daisy ist sich sicher, alles wird nun besser. Das scheint sich auch erst einmal zu bestätigen, denn ausgerechnet der heißeste Typ des Colleges interessiert sich für sie. Aber ein wenig scheint er es doch mit seiner Umwerbung zu übertreiben...
Daisy ist anstrengend. Richtig anstrengend, vor allem da sie ihre Geschichte selber in der ersten Person erzählt. Sie ist verbal nicht auf den Mund gefallen und sprachlich äußerst kreativ, was ihre Person, wenn man ihre Worte liest, noch anstrengender macht. Daisy ist zwar auch witzig, leider zündete ihr Humor bei mir nicht immer und wirkte manchmal zu gewollt und bemüht. Vielleicht bin ich schon zu alt für Daisy? Ich weiß es nicht, aber trotz ihrer anstrengenden Seite hat sie auch eine nette und liebenswerte, die immer wieder mal zwischen all ihren Ergüssen durchschimmert. Dann mochte ich sie ganz gern und konnte mich in ihren Kummer gut hineinversetzen. Ein wenig blass blieben dafür einige Nebenfiguren, die Daisy durch diesen Roman begleiten und über die ich gerne mehr erfahren hätte.
Aber dieses Buch dreht sich um Daisy und wieder einmal hat Rachel McIntyre ein interessantes Thema gewählt, das nicht nur junge Menschen betrifft. Diesmal geht es um das Thema Kontrolle und wie schnell man in aufgezwungene Muster fallen kann. Sprachlich schön von Jessika Kamina und Sandra Knuffinke übersetzt, entpuppt sich dieser Roman als recht kurzweilig, trotz seiner sehr eigenwilligen Protagonistin. Die Geschichte ist abwechslungsreich und gut geplottet. Längen kommen im Buch eigentlich keine auf und die Kapitel haben eine angenehme Länge. Das Ende des Buchs hat mich dann doch aber nochmal ein wenig mit Daisy versöhnt, auch wenn ich anfangs den Eindruck hatte, dass die Autorin es hier zu schnell zu Ende bringt. Aber nachdem ich die Geschichte ein wenig sacken gelassen habe, hat es sich doch richtig angefühlt.

Fazit:
Überlieben in 10 Schritten erreicht leider nicht ganz die Stärke von Sternschnuppenstunden, was auch mit an der sehr anstrengenden Hauptfigur liegt. Trotzdem hat mir die Thematik und die Botschaft des Buchs gefallen und sollte ruhig öfters mal an- und ausgesprochen werden.
Von mir gibt es 3,5 von 5 Punkten.
Vielen Dank an den Magellan Verlag für das Rezensionsexemplar.

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