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66 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 38 Rezensionen

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Das Morpheus-Gen

Tibor Rode
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Ehrenwirth, 27.07.2018
ISBN 9783431040869
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Das Titelbild hat mich sofort angesprochen, zeigt es doch ein Bild eines nachtaktiven Vogels, einer Eule! Ob diese rote Augen hat, vom langen Wachbleiben, sei jetzt mal dahingestellt :-))
Der Titel "Morpheus-Gen" ist erstmal nichtssagend, die Zusammenfassung des Inhalts macht allerdings Appetit auf mehr!

Die Handlung: Der junge, aufstrebende Anwalt David Berger kann von seit Tagen nicht mehr schlafen, damit nicht genug, läuft ihm auch noch seine Freundin weg und diese und sein bester Freund werden ermodet. Als Täter für die Polizei kommt nur er in Frage! Ein Wettlauf mit der Zeit und gegen die Polizei beginnt, einen Wettlauf bei welchem er Unterstützung durch Nina erhält, eine zwielichtige Person, welche wohl nicht nur auf Hilfe für David aus ist. Bald wird deutlich das es um mehr als die 2 Morde geht, sondern eher darum, warum David nicht schlafen kann und das Geheimnis, welches dahinter steht und durch eine dunkle Bruderschaft bewahrt werden muss!

Das Thema ist jetzt, gerade vor den schlaflosen Hitzenächten, mehr als präsent - nur für den Schlaf, den wir bräuchten und nicht bekommen, weil es mehr als 26 Grad in der Wohnung hat, gibt es eine sehr rationale Erklärung - für die Schlaflosigkeit von David gibt es das nicht. Ein spannendes Thema, ist der Schlaf für den Menschen sehr wichtig, da die Körperfunktionen ohne Pausen, nicht in vollem Maße aufrecht erhalten werden können, oder aber, rational betrachtet, man hat mehr Zeit wichtige Angelegenheiten zu erledigen.
Die Charaktere im Roman sind teilweise gut gezeichnet, allerdings in der Regel eher oberflächlich. Allerdings ist das in meinen Augen für einen Thriller, der seine Spannung mehr aus der Handlung bezieht, eher unwichtig. Die Handlung strebt seinem Höhepunkt entgegen, der Spannungsbogen ist sehr fein konstruiert, man wird zum weiterlesen einfach "gezwungen". Der Schreibstil ist kurz und faktisch, genau richtig für einen Thriller. Mir hat "Das Morpheus-Gen" sehr viel Spaß gemacht, lediglich eines blieb meines Achtens ein wenig auf der Strecke - wie ist das Morpheus-Gen eigentlich entstanden?

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88 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 68 Rezensionen

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Das Jahrhundertversprechen

Richard Dübell
Flexibler Einband: 656 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 08.06.2018
ISBN 9783548289663
Genre: Historische Romane

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Flugangst 7A

Sebastian Fitzek
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Droemer, 25.10.2017
ISBN 9783426199213
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Sebastian Fitzek ist ein Vielschreiber, der zweite Thriller aus seiner Feder innerhalb eines Jahres und trotzdem ein völlig anderer Roman als zum Beispiel "Das Paket". Es geht um die Flugangst, welche u.a. den Psychiater Mats Krüger schon seit Kindheitstagen plagt und doch muss er schnell von seiner Wahlheimat zurück ins heimische Berlin, denn seine Tochter, welche den Kontakt seit dem Wahltod seiner Frau abgebrochen hatte, erwartet ein Kind und hat den Kontakt aus diesem Grund wieder aufgenommen. Also macht sich Mats Krüger per Flugzeug zurück auf den Weg nach Berlin und wird während des Fluges erpresst, denn seine Tochter wurde vor der Entbindung entführt....Die Forderung, er soll an Bord einen psychisch labilen Menschen dazu bringen, die Maschine zum Absturz zu bringen!
Es ist einfach unglaublich, wie es Sebastian Fitzek immer wieder schafft, in scheinbar alltägliche und friedliche Situationen für einzelne Menschen das schiere und nackte Grauen ausbrechen zu lassen und den Leser an dieser Entwicklung teilhaben zu lassen als würde man glatt daneben sitzen. Dabei schafft er es auch noch, interessante Aspekte, welche man vielleicht schon mal gehört hatte mit Hintergrundinformationen auszufüttern, das man glatt dabei auch noch zusätzlich was lernen kann. Erinnert mich so ein wenig an die früheren Romane von Stephen King, welcher in kleinen geschaulichen Städten und Straßen innerhalb weniger Seiten ganz schleichend das Grauen einkehren lässt. So auch dieser Thriller von Sebastian Fitzek, welcher von der ersten bis zur letzten Seite spannend bleibt und zu Recht 5 STerne verdient.

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167 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 34 Rezensionen

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Zerbrochen

Michael Tsokos , Andreas Gößling
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.03.2017
ISBN 9783426519707
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der dritte Teil der Fred Abel Reihe von Michael Tsokos als True Crime Thriller, also Teile des Thrillers sind aus tatsächlichen Begebenheiten zusammengetragen und in eine fiktive Handlung verarbeitet worden. Diesmal geht es um den Darkroom Killer, welcher in der Story dann tatsächlich eher eine Nebenrolle spielt. Aber Fread Abel ist Papa geworden und das quasi über Nacht. Gerade so von der hinterhältigen Attacke von Schlägern direkt vor dem Haus seiner Schwester in der Nähe von Hannover mühesam wieder genesen und nachdem er einen Urlaub in der Karibik verbracht hatte und nun seine 2 Kinder ihn in Berlin besuchen, kommt er gleich schon in das nächste Abenteuer. Seine Kinder wurden entführt und zusammen mit seiner Lebensgefährtin und seines Freundes aus Bundeswehrtagen, welcher sich als Privatdetektiv verdingt, Lars Moewig, begibt sich Fred Abel auf die Suche nach seinen Kindern und es wird klar, das noch jemand anderes hinter der Entführung steht...... "Zerbrochen" ist eigentlich der dritte Teil und Fortsetzung der Ereignisse, welche Monate nach dem feigen Angriff von 2 SChlägern auf Fred Abel passierten. Die Fäden aus den vorangegangenen 2 Thrillern werden immer wieder in die Handlung aufgenommen, ohne aber das man diese ROmane gelesen haben muss, um die Handlung zu verstehen. Die Charaktere sind sehr gut gezeichnet, die Dialoge einem Thriller kurz und angemessen, die Handlung folgt einem logischen Spannungsbogen. Sicherlich für zart besaitete Menschen kein Thriller, denn man merkt bei manchen Details schon welchen Beruf Michael Tsokos neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit nachgeht und die Beschreibung manches Toten oder dessen Verletzungen sind teilweise sehr anschaulich und drastisch. Ich fand den Thriller wirklich sehr lesenswert und spannend, genauso wie seine beiden Vorgänger auch.

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143 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

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Insomnia

Jilliane Hoffman , Sophie Zeitz , Stefanie Kremer
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 17.11.2017
ISBN 9783499268571
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Einstieg in den neuesten Thriller von Jilliane Hoffman ist ganz treffend, es geht um Schmerz und Schlaflosigkeit, welche den Serienkiller heimsucht. Immer dann wenn der Schmerz zu groß wird in seinem Kopf, muss er töten, damit der Druck nachlässt und er schlafen kann.
"Insomnia" beginnt mit den typischen Teenagerproblemen, welche Mallory Knight mit ihrem "Lover" hat, enttäuscht von ihrem Freund hat sie einen klaren Gedanken, wie sie sich rächen kann, leider einen, welcher ihr weiteres Leben sie begleiten wird. Denn er ruft einen Serienkiller auf den Plan, den "Hammermann" welcher sich an grünäugigen, dunkelhaarigen jungen Frauen vergreift und sie danach in seinem Horrorkabinet tötet.
Der Anfang mit Teenagerparty und der verschwundenen Mallory war irgendwie ziemlich zäh. Erst in der zweiten Hälfte des Thrillers wird "Insomnia" erst richtig spannend um dann dem Höhepunkt zuzustreben. Cupido oder Morpheus sind da andere Kaliber, deshalb gibt es nur 4 Punkte.

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165 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

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Im Wald

Nele Neuhaus
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 13.10.2017
ISBN 9783548289793
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

"Im Wald" ist der achte und wohl der persönlichste Fall für Oliver von Bodenstein, welcher zusammen mit seiner Kollegin Pia Sander in Ruppertshain, seinem Heimatort ermitteln muss. Bei einem Wohnwagenbrand wurde eine Leiche enteckt, leider nicht der letzte Tote in diesem Roman und der Beginn einer Jagd nach einem Mörder, welcher wohl ein Geheimnis aus der Kindheit von Oliver von Bodenstein endlich bewahren will und damit Mitwisser beseitigt, eine Tat aus dem August 1972. Oder ist es doch alles ganz anders......?
Erstmal hat mich der Kriminalroman deshalb so fasziniert, weil er eine permanente Grundspannung hat, welche einen die Seiten automatisch immer umblättern lässt, wohl etwas, was man einen Pageturner nennt. Aber nicht nur die Grundspannung ist es, was "Im Wald" spannend macht, sondern auch einfach die Tatsache, das man unbedingt wissen will, was am 17. August 1972 wirklich mit Artur, den Kindheitsfreund von Oliver von Bodenstein passiert ist und warum ein ganzes Dorf dann schwieg. Auch versteht es Nele Neuhaus geschickt immer wieder glaubhafte, aber doch falsche Fährten auszulegen, welche die Spannung noch weiter anheizen. Der Roman kommt, trotz der Leichen ohne viele blutrünstige Erzählungen der Morde aus, wovon manch andere Thriller ja zehren, um Spannung zu generieren. Das ist ein weiterer Pluspunkt an "Im Wald". Ein letzter Punkt, welcher mir persönlich Spaß gemacht hatte, ist, wenn man aus der Gegend kommt und manche Begebenheiten aus dem Roman kennt. Für mich ein absolut gelungener und spannungsgeladener Kriminalroman.

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128 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 69 Rezensionen

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Die Optimierer

Theresa Hannig
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 29.09.2017
ISBN 9783404208876
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Deutschland im Jahre 2052. Deutschland ist Teil der Bundesrepublik Europa, in dem die Wohlfühlökonomie herrscht. Damit das so bleibt, hat sich die Bundesrepublik von dem "Rest der Welt" abgeschottet. Die Grundidee der Wohlfühlökonomie ist, das jeder Mensch an seinem ihm vom Staat vorbestimmten Platz ist und diese Funktion auch entsprechend ausübt. Das dies auch umgesetzt wird, dafür gibt es Lebensberater - Samson Freitag, der Protagonist der Romans "Die Optimierer" ist ein solcher Lebensberater und mit Feuer und Flamme ein Verfechter des staatlich verordneten Wohlfühlkultes. Der Roman beginnt unspektakulär damit, das Samson auf dem Weg zu einer Lebensberatung einen Korrekturvermerk anfertigt, weil kreative Menschen Wahlplakate nach ihrem Geschmack ver"schönert" haben. Eigentlich, wenn man die letzte Bundestagswahl und die Schmierereien noch im Kopf hat, keine schlechte Idee, auch Wahlplakate zu überwachen ;-). Samson ist auf dem Weg zur Beratung von Martina Fischer, welche sich als schwieriger Fall erweißt. Ohne es zu wissen, fällt Samson's Leben, der selbst kurz vor einer Beförderung steht, auseinander und der Staat, dessen System er so vehement, auch gegenüber seinen Eltern, welche keine Anhänger sind, verteidigt, nimmt ihn selbst ins Visier.
Angesichts von Edward Snowden, geplanter Vorratsdatenspeicherungen und weiteren Unfugs mit welchem Staaten ihre Bürger zu überwachen versuchen, ein überaus treffender und schokierender Roman, der sehr an "1984" von George Orwell erinnert. Zukunftsvisionen und Romane darüber, gibt es genug,  aber "Die Optimierer" hat mich wirklich in seinen Bann gezogen. Wie eine Fliege in einem Spinnennetz verstrickt sich Samson Freitag in den Fängen der staatlich verortneten Überwachung bis zu seinem - überraschenden, aber eigentlich logischen Ergebnis als Teil der Gesellschaft - aber das müsst Ihr selbst lesen. Ich habe den Roman in 3 Tagen gelesen, weil mich einfach die Handlung wirklich gefesselt hat, auch fand ich selbstfahrende Autos, welche sich nach dem Geschmack des Nutzers verändern, echt schick ;-)). Flüssig erzählt, eine spannende Handlung, ein sehr aktuelles Thema erzählerisch sehr gut verpackt, das Cover soll wohl die Mosaiksteinchen eines "Lebensberatungsprofils" darstellen ist auffallend. Dafür gibt es bei mir 5 Punkte.

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102 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 43 Rezensionen

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Die perfekte Gefährtin

Helen Fields , Frauke Meier
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 21.12.2017
ISBN 9783404176199
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Aus Frankreich kommt Luc Callanach zur Polizei nach Edinburgh. Lange bleibt der Grund, warum er  ins schottische Hochland wechselt, von einem gutbezahlten Job bei Interpol, im Dunkel. Auch ein Aspekt, welcher zwar mit der Handlung und dem Kriminalfall, welchen er untersucht, überhaupt nichts zu tun hat, aber sehr wohl auch für Spannung mitsorgt.
Der Thriller geht um 2 Frauen, welche augenscheinlich brutal von ihrem Killer ermordet wurden, vom Körper bleiben als verwertbare Spuren lediglich die Zähne oder Teile des Gebisses übrig. Es entsteht eine unglaublich spannende Handlung, in dem es eigentlich nicht darum geht, wer der Killer ist, denn das ist frühzeitig bekannt, sondern darum, ob der Killer es schafft, rechtzeitig eine der beiden entführten Frauen zu seiner Lieblingsdame und Gefährtin zu machen, oder ob Luc, der immer wieder mit den "Nachwirkungen" der Vorkommnisse in Frankreich kämpft, rechtzeitig dem Killer auf die Strecke kommt.
Die Charaktere des Thrillers sind sehr aufregend und sehr gut nachvollziehbar gezeichnet, die Umstände, warum Luc nach Schottland ging, sind sehr gut in die Handlung eingewoben. Spannend erzählt und interessant verpackt. Wer nun tatsächlich Opfer und wer Täter ist, wer tatsächlich die beiden Leichen sind, das müsst Ihr schon selbst lesen ;-)) Superspannend!

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41 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

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Sie zu strafen und zu richten

Luke Delaney , Ulrike Moreno
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 29.09.2017
ISBN 9783404175574
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ein Rächer der Armen treibt sein Unwesen in der Banken- und Finanzwelt von London. Scheinbar wahllos entführt der schwarzgekleidete Killer Personen aus der Londoner Finanzwelt, um diese in einem öffentlich per Internet inszinierten Schauprozess der Öffentlichkeit an den Pranger zu stellen und diese dann abzuurteilen. Die Finanzszene in London ist in Aufruhr und Sean Corrigan soll den Irren fangen. Leider keine so leichte Aufgabe, denn der Killer schient immer einen Schritt schneller und gewiefter als die Polizei zu sein......

Man kommt in die Handlung sehr schnell rein, eigentlich ist die Anfangssequenz ein Appetizer, welcher echt Lust darauf macht einfach weiter zu lesen. Anfangs gestaltet sich der Thriller auch spannend, der Killer entwischt der Polizei immer wieder, auch finde ich, ist der Streit zwischen Corrigan mit seinem Vorgesetzten, Addis, überzeugend rübergebracht. Man kann förmlich mitfiebern, wie Addis durch den Minister und dieser wiederrum durch die Finanzhaie"Dampf gemacht" bekommt, um die Polizei zu schnellerem Handeln aufzurufen, denn die Taten des "Your View" Killers kosten die Finanzwelt in London Unsummen, da die Mitarbeiter abends früher nach Hause gehen, da sie Angst haben durch den Killer erwischt zu werden. So weit so gut. Auch fand ich den Aufhänger, das Sean Corrigan sich in die Gedanken der Killer hineinversetzen kann, ebenfalls ein netter Schachzug, allerdings ziemlich oberflächlich umgesetzt. Die Charaktäre bleiben manches Mal in der Beschreibung Stückwerk, irgendwie hätte man sich da doch ein wenig mehr erhofft. Der gute STil der Anfangssequenz lässt leider nach den ersten 50-60 Seiten nach. Spätestens als  - Sean Corrigan sich wirklich in die Gedanken des Killers hineinversetzt - ist die Luft eigentlich raus, denn man kann den Täter fast als Leser selbst erahnen, die letzten Szenen lassen den Thriller, anstelle eines spannenden furiosen Endes, eher einfach plätschernd auslaufen.....Schade da war mehr drin!

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(50)

124 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

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Dark Web

Veit Etzold
Flexibler Einband: 592 Seiten
Erschienen bei Droemer Taschenbuch, 01.02.2017
ISBN 9783426305508
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ich konnte mir mit dem Titel "Dark Web" erstmal nichts wirkliches vorstellen. Auch der Klappentext ließ nicht wirklich viel auf den Inhalt zu. Ein Daytrader namens Oliver, welcher mit einem IT Spezi, Marc, einen "Laden" in einem Dark Web eröffnet, um Drogen zu verkaufen. Klingt erst mal nach einen entspannten Thriller. Allerdings hat es dieser Thriller echt ins sich. Man taucht wirklich in das Dunkelste ab, was sich Menschen eigentlich vorstellen können - einen absolut rechtsfreien Raum, in welchem man Killer bestellen, Drogen kaufen kann uns Sex in den perversesten Abstraktionen real kaufen kann und anonym bezahlt. Die Idee der beiden Protagonisten geht erstmal voll auf, Oliver kann seine Börsenzockerschulden ausgleichen und hat auch noch ordentlich Geld verdient. Aber.....wenn man in den dunkelsten Tiefen des World Wide Web riesig viel Geld verdienen kann, dann hat das in einem rechtsfreien Raum auch unangenehme Folgen und das Glück wendet sich schnell gegen die Beiden! Ein echt krasser Thriller, welcher einen in die dunkelnsten Ecken des menschlichen Bewusstseins mitnimmt. Sozusagen eine "Matrix" in Papierform. Das schlimme dabei ist nur, das es einem jederzeit real vorkommt, weil der Hintergrund der Handlung real ist, denn das Dark Web gibt es wirklich und man mag sich nicht vorstellen, wenn es das wirklich alles gibt, was in "Dark Web" in der Handlung eingewebt ist! Das gibt diesem Thriller nochmal eine Extranote. Ein echter Thrill mit Gänsehautcharakter.

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1.482 Bibliotheken, 32 Leser, 3 Gruppen, 222 Rezensionen

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Ich bin die Nacht

Ethan Cross
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 20.12.2013
ISBN 9783404169238
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Es ist schon irgendwie erschreckend, das man einen solchen Killer nur durch psychologische Tricks erschaffen kann! Aber alles schon der Reihe nach.....
Es geht in diesem Roman eigentlich um einen Serienkiller, welcher mit seinen Opfern makabere Spielchen mit tödlichem Ausgang spielt: Francis Ackerman junior!
Er hatte eine schwierige Kindheit trifft auf Francis durchaus zu, wurde er von einem Vater zu diesem unnachgiebigen Killer ausgebildet und geformt. Aber das eigentlich spannende an diesem Roman ist nicht der eigentliche Hauptprotagonist selbst, glaubt man dem Klappentext, sondern die eigentliche Handlung mit einem überraschenden Ende drumherum. Aber da darf ich nichts verraten, sonst wäre die Spannung doch dahin!
Aber alleine die Anfangssequenz des Thrillers ist schon schaurig genug, wo Francis es mit 2 Cops zu tun bekommt. Das ist der Einstieg in eine irre, manches Mal zwischen durch aber doch langatmige Verfolgungsstory zwischen einem Scherrif und seinem Team, dem zweiten Hauptprotagonist des Thrillers, Marcus Williams und eben, Francis Ackerman, bis zu einem irren Höhepunkt mit eben überraschendem Ende einerseits, aber auch ein bischen vorhersehbaren Ende andererseits. Trotzdem hat mir der Thriller sehr gut gefallen, er verdient das Prädikat "Thriller" durchaus, kurze Dialoge und knallharte, kurze Erzählstränge. Zwischendurch wurde es mal ein wenig zäh, deshalb gibt es von mir 4 Sterne dafür.

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309 Bibliotheken, 12 Leser, 0 Gruppen, 111 Rezensionen

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Die fremde Königin

Rebecca Gablé , Jürgen Speh
Fester Einband: 768 Seiten
Erschienen bei Ehrenwirth, 27.04.2017
ISBN 9783431039771
Genre: Historische Romane

Rezension:

Im vorliegenden Roman "Die fremde Königin" geht es nicht nur um Adelheid von Burgund, die zweite Frau von Otto dem Großen, der im Roman erst zu einem "Großen" wurde, sondern generell werden dem Leser die spannenden Jahre zur Mitte des 10. Jahrhunderts nahe gebracht, als die Ungarn den Frieden in dem damaligen Ostfränkischen Reich aus dem Süden und die Slawen aus dem Osten bedrohten. Aber ersteinmal der Reihe nach:
Der Panzerreiter Gaidemar wird durch Otto beauftragt, die gefangengehaltene Königin Italiens, Adelheid, aus ihrer Gefangenschaft am Gardasee zu befreien. Der "ehemaligen" Königin Italiens gelingt die Flucht dank eines ausgeklügelten Plans Gaidemars. In dem Roman werden die Jahre 951-962 behandelt, die wichtigsten Jahre Ottos des Großen auf dem Weg zu Kaiserwürden und der Etablierung des Ostfränkischen Reiches zu einem Heiligen romischen Reich Deutscher Nation. Doch bis dahin ist es ein weiter Weg, den nicht nur die Ungarn mehrfach kreuzen, bevor es auf dem Lechfeld 955 zur alles entscheidenden Schlacht kommt. Auch muß Otto Zank und Rebellion aus der eigenen Familie ertragen. Es ist schon echt sehr interessant zu lesen mit welcher Hinterlist Henning immer wieder versucht, sich Liudolf vom Leibe zu halten. Wenn man mal ein Sprung mehrere Jahrhunderte in die Zukunft macht, würde ich sagen - willkommen bei Dallas und Denverclan! Wirklich sehr gelungen finde ich ich, wie es Rebecca Gable gelingt, trotz historischer Vorgaben, welche man ja nun mal nicht einfach umschreiben kann, trotzdem noch Überraschendes zu Tage und zu Papier zu bringen. Für mich ein ausgezeichnetes Lesevergnügen, für alle welche das Mittelalter mit seiner ganzen Farbenpracht, Intriegen, Feste und Geisterglauben lieben, ein absolutes Muß. Einzig und alleine, schade, das es die sagenhafte Pfalz in Magdeburg nicht mehr gibt......Ich hoffe bald auf eine weitere Fortsetzung!

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(116)

241 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 95 Rezensionen

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Die letzten Tage der Nacht

Graham Moore , Kirsten Riesselmann
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Eichborn , 16.02.2017
ISBN 9783847906247
Genre: Historische Romane

Rezension:

New York in den ausgehenden 80iger Jahren des 19. Jahrhunderts. Der junge und aufstrebende Rechtsanwalt Paul Gravath bekommt das Mandat seines Lebens - Niemand geringeres als George Westinghouse, den berühmten Erfinder der Druckluftbremse bei Zügen soll er verteidigen, weil sich dieser einer Milliarden-Dollar-Klage von niemand geringerem als Thomas Edison gegenüber sieht. Dieser bezichtigt ihn, das Patent über die Erfindung der Glühbirne maßgeblich verletzt zu haben. Doch eigentlich steht hinter dieser Anlage noch vielmehr auf dem Spiel. Der, welcher das Spiel gewinnt, wird die USA zu mehr Licht führen und nicht nur das, ein riesiger Markt um das Strom-Monopol und die Frage, welcher Art von Strom die bessere ist, beginnt und Paul merkt, wie mächtig seine Gegner in Wahrheit sind. Man kommt beim Lesen des Buches nicht umhin, auch immer wieder mal in Wikipedia zu den Protagonisten des Romans wissenswertes nachzuschlagen. Sehr liebevoll und unheimlich klar und nachvollziehbar hat Graham Moore die Charaktere des Romans gezeichnet. Man kann die Schnodderigkeit eines Nikola Tesla hautnah mitempfinden, hat der Mann doch nur und auch wirklich nur Augen und Ohren für seine Erfindungen und ist ein sprudelnder Quell nie zu versiegender Ideen zu neuen Erfindungen. Er soll im Auftrag von Westinghouse eine Glühbirne erfinden, welche das Patent von Edison nicht verletzt und erfindet dabei den Wechselstrom, wie wir ihn heute kennen. Oder Paul Gravath, der versucht, sich den Mächtigen in diesem Kampf um die Vorherschaft der Erfinder und Erfindungen in den USA, entgegen zu stemmen und am Ende deren eigene Waffen anzuwenden, oder nehmen wir Agnes Huntingdon, welche so eigentlich gar nicht heißt, aber eine sehr angesehene Sängerin ist. Sie alle spielen ihre Rollen in diesem wunderbaren Roman über das ausgehende 19. Jahrhundert. Der Schreibstil Moores ist vielleicht nicht immer leicht verdaulich, versucht er doch den meisten Teil des Romans im Stile eines Erzählers dem Leser näher zu bringen. Mir persönlich hat der Schreibstil keinen Abbruch im Lesevergnügen getan, ich finde den Roman ein echtes Highlight, welches einem auf anschauliche, spannende und auch mal vergnügliche Art und Weise die Winkelzüge der Juristerei näher bringt!

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379 Bibliotheken, 4 Leser, 2 Gruppen, 31 Rezensionen

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Seelenangst

Veit Etzold
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 16.08.2013
ISBN 9783404168446
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Seelenangst ist nach "Final Cut" der zweite Thriller mit der Berliner Ermittlerin Clara Vidalis, welchen ich gelesen hatte. Von "Final Cut" war ich entsprechend "vor"infiziert.
Die Handlung ist auch nichts für weiche Nerven. Ein Mann, er nennt sich "Der Drache" mit schwarzer Sonnenbrille und schwarzem Mantel, ermordet bestialisch einen angesehenen Berliner Bürger, welcher mit der Sammlung von Spenden Gutes tut. Das allerdings auch nur vordergründig, denn der Drache mordet nicht einfach wahllos, denn auch bei dem Spendensammler kommen durch die Ermittlungen der Sinn und Zweck der Spendensammlungen heraus, und diese Zwecke hinterlassen auf der öffentlich reinen Weste des Ermordeten ziemlich hässliche Flecken. Clara mit den Kollegen "McDeath", von Weinstein und ihrem Vorgesetzten Winterfeld macht sich auf die Suche nach dem satanischen Mörder, eine Suche, welche auch nicht vor dem "Chef-Exorzisten" des Vatikan halt macht.
Wie immer bei Veit Etzolds Romane finde ich die Charaktere sehr gut gezeichnet, es kommt im Roman sehr gut heraus, warum sich Clara erst Recht auf die Psychos in der Kriminellenszene stürzt. Jeder im Team hat seine Eigenheiten. Die Kapitel sind kurz und prägnant gehalten, vorzugsweise enden Sie, wenn es am spannensten ist. Manches Mal ist der Thriller echt nervenzerreißend, die Mordszenen sind für meinen Geschmack manches Mal noch etwas zu detailiert beschrieben. Alles in Allem ein echt klasse Thriller, nichts für schwache Nerven!

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68 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

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Unsere wunderbaren Jahre

Peter Prange
Fester Einband: 976 Seiten
Erschienen bei FISCHER Scherz, 13.10.2016
ISBN 9783651025035
Genre: Historische Romane

Rezension:

Was für ein wunderbarer Roman "Unsere wunderbaren Jahre - Ein Deutsches Märchen" doch echt geworden ist. Es handelt sich um ein für den Autor sehr persönlichen Roman, spielt er doch in seiner Heimatstadt Altena und handelt von der Industriellenfamilie Wolf und Freunden und Bekannten der 3 Töchter, wie sie ihren Weg vom Juni 1948 bis in die heutige Zeit beschreiten. Alle bekommen im Juni 1948 40 DM "Kopfgeld", als die alte Reichsmark zu der uns bekannten Deutschen Mark wurde. Was wurde aus diesen Personen und was haben diese aus den 40 DM, welche alle bekammen, egal ob alt oder jung, dick oder dünn, reich oder arm, gemacht haben. Die Charaktere sind von Peter Prange sehr toll gezeichnet worden, ob es um die Mama Wolf, Christel, geht, welche liebevoll ihren Ficus pflegt und am liebsten Buttercremetorte "mit echt deutscher Markenbutter" isst, ob es um ihre älteste Tochter Ruth geht, welche sich durchs Leben müht und von ihrem reichen Papa keine Unterstützung haben will, den reichen und arroganten Walter Böcker, welche eine dunkle Vergangenheit vertuscht und am liebsten Geld verdient und sich einen Dreck um seine Mitmenschen schert. Alle spielen sie ihre Rollen in diesem Roman, so dass man auf jeder Seite mitfiebern, mitheulen, trauern, lachen oder was weiß ich auch immer machen kann. Das beste natürlich ist, das man - für mich die Jahre ab den Siebzigern - selbst nochmal miterleben kann und sich fragen kann, was habe ich eigentlich bei diesem und jenem Ereignis gemacht? Ein Roman, welcher einen unverblümt und doch unheimlich fesselnd mit auf eine Reise aus den Kinderschuhen der Bundesrepublik über die Teilung und die Deutsche Einheit bis zur Einführung des Euros mitnimmt. Ehrlich, grundsolide und immer realitätstreu, auch wenn es ein reeles Märchen ist. Und deshalb.....einfach Schade, das dieser Roman auch mit seinen 1000 Seiten nun zu Ende ist. Sehr zu empfehlen.

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465 Bibliotheken, 6 Leser, 4 Gruppen, 90 Rezensionen

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Die Flut

Arno Strobel
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 21.01.2016
ISBN 9783596198351
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die Flut ist der zweite Thriller, welchen ich nach "Das Dorf" von Arno Strobel gelesen habe. Nach "Das Dorf" hingen die Trauben echt hoch, mich noch einmal zu überzeugen und.....Arno Strobel hat es wieder geschafft! Ich sehe Amrum nun mit anderen Augen - nein, Scherz beiseite. Amrum bliebt für micht immer noch die liebenswerte und beschauliche Insel, welche Sie auch ist! Allerdings lässt einen der Roman schon grübeln über die Abgründe der menschlichen Seele. Der Serienkiller sucht sich mit Vorliebe Päärchen aus, welche alleine unterwegs sind und buddelt die Frau bis zum Hals in den Strand ein, während der Mann gefesselt an einem Steeg zugucken muss, wie die Flut immer höher steigt. Der Mann tut es, um festzustellen, wie Menschen aus Liebe reagieren und sucht sich dazu dieses "Ritual" aus. Ein Thriller, welcher dieses Prädikat verdient, wie auch in "Das Dorf" zieht hier solangsam die Angst der Protagonisten vor dem nächsten Schlag wie eine kalte Hand in die Handlung ein, am Ende ein echtes Versteckspiel, wer denn nun der Mörder ist, mit einem überraschenden Ende!

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74 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 42 Rezensionen

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Die Tochter des Fechtmeisters

Sabine Weiß
Flexibler Einband: 704 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 09.12.2016
ISBN 9783404174812
Genre: Historische Romane

Rezension:

Clarissa ist die Tochter des Fechtmeisters Frietjoff aus Rostock und selbst eine begabte Fechterin. Der Leser erlebt nicht nur die Lebensjahre in Rostock sondern, und damit beginnt der Roman eigentlich erst interessant zu werden, die Reise zur Messe nach Frankfurt, wo die Festschüler Marius und Alexander zu Meister des Schwertes gekürt werden sollen. Auf dem Rückweg muss Clarissa mit ansehen, wie ihr sehr geliebter Vater hinterrücks ermordet wird und flieht. Eine wilde Verfolgungsjagd auf die Mörder quer durch eine durch Religionsunfrieden zerissenes Deutsche Reich beginnt, mitten hinein in den Zwist zwischen Katholiken und Lutheraner, wie die Protestanten in der damaligen Zeit genannt werden, zwischen den Fechtgemeinschaften der Marxbrüder und der Federfechter und den Bruderzwist zwischen dem Kaiser Rudolf und Matthias und den damit verbunden Intriegen um Macht und Krone.
Der Roman bietet eine wunderbare Grundlage, sich in das Leben der Menschen im beginnenden 17ten Jahrhundert hineinzulesen. Es ist kein Geschichtsepos, welches den Lebensweg einer historisch bekannten Person verfolgt und deshalb umso schöner zu lesen. Sabine Weiß ist ein sehr lesenswerter Roman gelungen, welcher nicht nur den Zwist der Festschulen der Marxbrüder mit den neu emporgekommenen und vom Kaiser Rudolf protegierten Federfechtern zum Thema hat, vielmehr zeigt der Roman unterschwellig auf, warum im Jahre 1618 das Pulverfass in einem 30 Jahre währenden Krieg explodieren musste. Ein schwacher Kaiser, welcher sich mehr um seine Experimente in Prag mit seinen Magistern kümmert, als um sein durch Religionsfragen zerrüttetes Reich zu kümmern und die oberen 10.000 welche mehr mit sich selbst beschäftigt sind und nur eigene Interessen verfolgen. Vor diesem Hintergrund webt Sabine Weiß einen sehr gut zu lesenden, durch lockeren und kurz und prägnanten Schreibstil leicht zu verfolgenden Roman um die Wirren von Fritjoffs Fechtschule und dessen Verstrickungen um Macht und die Kaiserkrone. Der Roman lässt das Leben der Menschen in Rostock, Frankfurt und Prag sehr lebendig werden, was meines Erachtens zum Lesespaß sehr angenehm beiträgt. Für mich dafür 5 Sterne.

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215 Bibliotheken, 4 Leser, 2 Gruppen, 35 Rezensionen

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Skin

Veit Etzold
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 14.07.2016
ISBN 9783404173754
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Man muss ja bei Veit Etzold schon auf einiges gefasst sein, aber als ich den Titel "Skin" las, konnte ich mir so gar nichts darunter vorstellen. Nach "Todesdeal" war es außerdem der zweite Thriller, welcher ohne Clara Vidalis als Ermittlerin auskommen musste. Nun denn, der Anfang ist sehr vielversprechend - eine Leiche wird in einem Bad in einer Badewanne gefunden - Danach Cut! Völliger Ortswechsel, man bekommt einen Crachcurs in - wie benehme ich mich bei einer angesagten Beraterfirma am besten, um der "Superberater" zu werden. Da hat ja Veit Etzold beste Informationen aus seinem eigenen Lebenslauf. Übrigens wusste ich bis zu "Skin" nicht, das man bei American Express eine Karte - nicht käuflich - erwerben kann, bei welcher man sich um alles für einen kümmert, wirklich um alles.....So geht es eine Weile in dem Roman weiter, bis man etwas der Gerede um Übernahmen, Statusmeilen sammeln und wie geht das, überdrüssig wird. Dann kommt doch tatsächlich die erste Wasserleiche, der noch weitere folgen werden und das Buch wird neben einem Exkurs für angehende Berater tatsächlich spannend, ja mehr noch tatsächlich fesselnd und man möchte doch manches Mal dem Hauptprotagonisten Christian, welcher eben Emails auf sein Emailaccount von sich selbt geschickt bekommt - ja Emails von seinem eigenen Emailaccount an sich selbst, zuschreien, er möge sich doch auch mal um was anderes als Berater, Übernahmen und Bonusmeilen und halt die schwarte American Express Super ich kann alles Karte kümmern, denn es geht gerade sein Leben den Bach runter. Und genau das macht den Thriller dann wirklich zu einem Thriller. Man möchte zugern wissen, wie es mit Christian weitergeht, den Wasserleichen und vor allen Dingen, wer findet wen am Anfang des Thrillers. Die Auflösung folgt am Ende, gleichlautend mit dem Hinweis: Passe auf wem du am Ende traust! Für mich hatte der Thriller, auch wenn mir die Berater und Statuspassagen doch ein bisschen zu lange geraten waren, volle Punktzahl! ......aber irgendwan würde ich mir doch schon wieder mal einen Thriller mit Clara Vidalis wünschen!

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140 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 50 Rezensionen

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Alleine bist du nie

Clare Mackintosh , Sabine Schilasky
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 13.01.2017
ISBN 9783404174706
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Thriller ist für Personen, welche gerne das Beständige und Kontuinität lieben, nicht wirklich etwas, denn genau darum geht es - eben nicht ausrechenbar zu sein und nicht immer das gleiche zu tun!
Zoe Walker, eine Mama von 2 erwachsenen Kindern fährt jeden Tag mit der U-Bahn zur Arbeit, jeden Tag zur selben Zeit, jeden Tag auf dem selben Platz, jeden Tag Umstieg an derselben Station und Ausstieg jeden Arbeitstag zur gleichen Zeit am gleichen Platz. Bis Sie Ihr Gesicht in einer Reklame der Datingagentur findtheone.com in der Gazette findet - nur Sie hatte gar keinen Auftrag dazu gegeben. Der Wettlauf mit dem unbekannten Gegner beginnt und liebgewonnene Verhaltensmuster auf dem Arbeitsweg werden für Zoe zu einer Belastung - denn Alleine ist Sie nie!

Der Thriller hat mir echt sehr gut gefallen, auch wenn die Handlung nur schwer in Tritt kam, am Anfang war mir einfach zu viel Tam Tam um die Annonce, welche Zoe in der Gazette nicht aufgegeben hatte. Erst als mit Isaac ein weiterer Protagonist in der Handlung auftaucht, wird es spannender. Die Charaktere sind auf alle Fälle sehr gut gezeichnet, man wird mit jedem Charakter schnell bekannt und kann sich in die Handlung der Personen sehr gut reinempfinden. Graham, der Chef von Zoe bleibt lange Zeit suspekt, genauso wie Simon, der Lebensgefährte, ebenso Isaac, welcher sich in die Tochter, Katie, verliebt. Auch bleibt lange im Dunkeln, ob es zwischen der Vergewaltigung der Schwester von Kelly Swift einen Zusammenhang gibt. Kelly ist eine der ermittelnden Beamtin in dem Fall. Liebevoll von der Autorin gezeichnet will Kelly von ihrer Vergangenheit loskommen. Die Spannung baut sich eigentlich nur recht langsam auf, viel gibt es zu der Theatervorstellung von Zoes Tochter Katie und der Probe davor zu lesen, bevor die letzten 50 Seiten des Romans beginnen. Fast auf jeder Seite wird der Leser mit einem neuen möglichen Täter konfrontiert und das Versteckspiel, wer nun der Kopf hinter den Zeitungsannoncen ist, treibt seinem Höhepunkt entgegen, bis zum äußerst spannenden Ende. Die letzten 50 Seiten verdienen durchaus das Prädikat Psychothriller und entschädigen vollständig für den etwas lahmen Beginn. Ich habe am Ende, trotzdem es einem wirklich logisch erscheint, mit dem wahren Täter daneben gelegen. Fortsetzung könnte folgen......

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93 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 68 Rezensionen

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Schattenkiller

Mirko Zilahy , Katharina Schmidt , Barbara Neeb
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 09.12.2016
ISBN 9783404174201
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

wenn es nicht schon so wäre, das man ungefähr 100 Seiten vor dem Ende eine Ahnung auf den Serienkiller hat, welche sich am Ende leider auch bestätigt. Das heißt, der Überraschungseffekt bleibt dann doch aus, auch wenn trotzdem das Ende spannend bleibt.
Aber der Reihe nach.....
In einem im Regen absaufendenden Rom - ich wusste gar nicht, das es in Rom soviel Regnen kann, während des ganzen Romans durch regnet es in Rom - werden nacheinander Personen an exponierten Stellen bestialisch ermordet aufgefunden. Eine Leiche an einem stillgelegten Gasometer, eine Leiche an einer Ausgrabungsstätte, eine Leiche in einem stillgelegten Schlachthof. Es sieht so aus, als wären diese Personen wahllos ermordet worden, doch der Profiler der Römischen Polizei, Mancini, welcher eigentlich selbst mit seinem privaten Schicksal durch den Krebstod seiner Frau mehr beschäftigt ist, als mit seiner Arbeit, entdeckt ein entsprechendes Muster, welches die Toten miteinander zu seiner in der Vergangenheit liegenden Geschichte zusammenbringt. Intriegen dürfen natürlich in einer guten Story nicht fehlen, dafür ist der Polizeitpräsdent selbst zuständig, welcher Mancini das eine oder andere Mal in die Parade fährt. Seinen Höhepunkt findet der Roman außerhalb von Rom. Ich fand die CHaraktäre leider nicht immer interessant gezeichnet, hätte mir für gerade für Mancini noch das eine oder andere Detail über seine Psyche mehr erfahren. Man hat manches Mal den Eindruck das die Räumlichkeiten dem Autor interessanter waren - also die Begebenheiten vor Ort - als die handelnden Charaktere. Trotzdem hat mich der Thriller doch einigermaßen gefesselt, so dass ich bis zum SChluß dran geblieben bin. Leider war das Ende dann doch ein wenig vorhersehbar, wenngleich das der Spannung, komischerweise, keinen Abbruch getan hat. Alles in Allem ein sehr solider Unterhaltungsthriller.

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89 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 25 Rezensionen

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Ostseetod

Eva Almstädt
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 11.03.2016
ISBN 9783404173419
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ich hatte schon mehrmals von den "Pia Korittki" Krimis gelesen und gehört, allerdings selbst noch keinen gelesen, somit war es eine Premiere. Die Krimi-Serien mit verschrobenen oder auch auf "eigene Faust" handelnden Kommisaren und Kommisarinnen schießen ja wie Pilze aus dem Boden. Da gibt es auch einige, welche nur auf Klamauck aus sind und andere Romane, welche nahe an einem Thriller sind und man - a la Til Schweiger und seiner Tartortreihe als Nick Tschiller durch literweise Blut watet. Gott sei Dank hat der 11te Fall von Pia Korittki von Nick Tschiller gar nichts, was ich gut finde, sie hat die gleichen Probleme, welche jeder von uns kennt, wenn er mit Vorgesetzten angeckt, was Pia in meinen Augen nur um so menschlicher macht, sie geht auch mal mit Ihrem Rad im Fluß baden, wenn auch unfreiwillig, sie versucht Ihren Sohn im Kindergarten einzugewöhnen, eine Tortur die manche Eltern nur zu gut kennen! Alles in Allem hat mir die Hauptfigur Pia Korittki in dem Roman Ostseetod, am besten gefallen - eigenwillig und durchsetzungsstark, aber trotzdem auf mit beiden Beinen auf der Erde geblieben. Der Roman lässt seine Hauptakteure sich entfalten und zwängt sie nicht in ein vorgegebenes Korsett. So hat ist der Leser immer "mit in der Handlung" anstatt nur ein Zuschauer zu sein. Man kann sich richtig in die Handlung, in die Denkensmuster der Ermittler, aber auch der Dorfbewohnen hineinversetzen. Interessant fand ich auch,wie Eva Almstädt die Dorfbewohner jeden einzelnen nicht nur mit einem Namen versah, sondern eben auch mit einem menschlichen Zug, man konnte, wie gesagt, nachvollziehen, was die Dorfbewohner dachten. Aktuellen Hintergrund hat dieser Roman dann auch noch zu bieten: die sogenannte Nachbarschaftshilfe und das Versagen der Polizei. Ein Kritikpunkt, welcher durch Deutschland geistert und das nicht erst seit der Silvesternacht von Köln. Nun noch eio wenig zur Handlung: Ein Mädchen wird in einem Dorf an der Nordsee, könnte man fast Kaff sagen, denn in dem Dorf ist ansonsten nicht viel los, entführt und ruft die Polizei aus Lübeck auf den Plan. Somit beginnt Pia mit ihrem Team und einem Vorgesetzten, welcher mehr darauf aus ist, ihr "Knüppel zwischen die Beine" zu werfen, mit den Ermittlungen. Der Roman ist spannend erzählt, ohne jeweils düster zu wirken, manches Mal, vor allen Dingen zum Ende hin, hatte er teilweise schon den Zug zum Thriller. Gott sei Danke ohne viel Blutvergiesen und viel Haudrauf. Er beschreibt ganz anschaulich die Zwänge in einem kleinen Ort und teilweise auch die "Ödniss" - es passiert in dem kleinen Ort nicht viel. Interessant auch wie die Dorfbewohner natürlich selbst Nachforschungen anstellen und eine "Nachbarschaftshilfe" bilden. Aber mehr wird nicht verraten. Für mich hat der Krimi volle 5 Sterne!

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Tags: krimi   (1)
 

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104 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 28 Rezensionen

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Mit Zorn sie zu strafen

Tony Parsons ,
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 10.12.2015
ISBN 9783404172825
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ich wollte schon bei der ersten Leserunde zu Tony Parsons dabei sein, leider hat es bei "Dein finsteres Herz" nicht ganz geklappt. Macht nichts, mit "Mit Zorn Sie zu strafen" wurde ich voll und ganz dafür entschädigt. Interessant finde ich schon die Anfangssequenz des Romans, den Mord an der Familie Wood, denn man bekommt den eigentlichen Mord ja, wie bei den meisten Thrillern üblich, ja gar nicht direkt mit, sondern nur aus der Betrachtung oder dem Hören der Kinder und trotzdem nimmt einen das Geschehen vollkommen mit.
Der Roman besitzt 2 wesentliche Dinge, welche so gut in die heutige Zeit leider nur allzugut reinpassen - das eine sind die Pädophilen und das andere ist der Rufmord. Ich kann mir durchaus vorstellen, das es mit der Kinderpornographie, wie im Roman beschrieben, wirklich so ist. Das entsetzt einen und das nicht nur als Familienvater, wie Menschen grausam sein können und 4-5 jährigen das antun können, um sich selbst aufzugeilen! Das andere ist der Rufmord an dem "Schlachterburschen"! - wobei da hätte es doch vielleicht eine andere Übersetzung getan - Schlachterbursche klingt so furchtbar vulgär, obwohl die Bezeichnung "Schlachterbursche" ist genauso zurückgeblieben, wie der Kerl, welcher die Morde begangen hat - allerdings Morde, welche Jahrzehnte zurückliegen und trotzdem kommt der gleiche Mann wieder ins Fadenkreuz der Polizei, nur weil die Mordwaffe, die gleiche ist, wie damals. Ich fand den Roman unheimlich spannend, der Erzählstil flüssig und lebendig, auch wenn ein bisschen der Abkürzungsfimmel der angelsächsischen Polizei ein ums andere Mal zu oft durchkam. Aber für mich ein sehr gut gelungener Thriller mit einem klassischen Ende, aber da müsst ihr selbst lesen!

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Tags: familienmord, pädophile   (2)
 

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374 Bibliotheken, 10 Leser, 0 Gruppen, 58 Rezensionen

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Der Palast der Meere

Rebecca Gablé ,
Fester Einband: 960 Seiten
Erschienen bei Ehrenwirth, 10.09.2015
ISBN 9783431039269
Genre: Historische Romane

Rezension:

Bei Rebecca Gables neuem Roman, welcher endlich wieder eine Fortsetzung der Waringham Saga ist, ist alles 7 Sterne! Das Cover des Buches ist wunderschön, wobei mich echt mal interessieren würde, woher eigentlich das Medaillon kommt? Die Handlung spielt im 16. Jahrhundert in England, ei wo sonst! Zur Zeit Elisabeth I., welche nach Mary, welche die meisten noch aus dem letzten Waringham Roman "Der Dunkle Thron" wohl kennen dürften, auf den englischen Thron folgt. Es ist die Zeit der Entdecker und Seefahren, so ist es kaum verwunderlich, das Isaac, welcher nach der Erblindung seines Neffen Lappidot (Irgendwie kann ich mich nicht an diesen Namen gewöhnen) eigentlich das Erbe von Waringham antreten sollte, lieber erstmal als blinder Passagier auf einem englischen Schiff "anheuert" und eigentlich bis Frankreich will, aber letzten Endes auf den Kanarischen Inseln landet. Interessant auch das "Auge der Königin" - interessant wie Rebecca Gable es schafft, erfundene Charaktere so aussehen zu lassen, als wäre es ja völlig logisch, das dies genau dort an diesem Platz genau das tun, was im Roman geschrieben steht und sich die Geschichtsbücher irren, das es diese Personen gar nicht gegeben hat. Oder umgekehrt historische Persönlichkeiten so menschlich und nah beschreibt, als wären diese nicht vor hunderten von Jahren bereits gestorben. So macht das lesen dieses Romans einfach wieder sehr viel Spaß und den Geschichtsunterricht bekommt man dabei noch inklusive. Trotz seiner fast 1000 Seiten ein Roman, welchen man (als Liebhaber von historischen Romanen sowieso) einfach lesen muss. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung der Saga!

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Tags: elisabeth , historische romane, seefahrt/piraten   (3)
 

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27 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

13.jahrhundert, friedrich ii, katharer, ketzer, kloster, kreuzzüge, liebe, nonnen, rache, rudolf von habsburg, stauferzeit, thriller, zisterzienser

Die Pforten der Ewigkeit

Richard Dübell
Flexibler Einband: 864 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 16.11.2012
ISBN 9783404167333
Genre: Historische Romane

Rezension:

Ich finde Mittelalterromane, welche eher seicht daherkommen und deren Handlung eigentlich nur in Liebe, Herzschmerz und Alltagsgewitter ertrinkt, echt öde. Wie gut, das es Richard Dübell gibt! So hat er auch mit diesem Roman, den ich seit 3 Jahren im Schrank stehen hatte, bewiesen, das er unheimlich gut Misteriöses, Historisches, auch Herzschmerz, Alltag, Schlachtengetümmel, die dunklen Seiten des Mittelalters in eine Handlung reinpacken kann, ohne das diese schwülstig, gekünstelt oder gar langweilig wirkt!
Aber nun zur Handlung - es gibt wohl kaum einen Kaiser des Mittelalters, über den soviele Romane geschrieben wurden, wie Friedrich II. So steht auch er, auch wenn er eigentlich nach nichtmal mehr 100 Seiten des Romans nicht mehr lebt, im Mittelpunkt der Handlung. Oder ich sage mal besser, sein Geheimnis. Weitere Zutaten sind die Albingenser, welche im 13ten Jahrhundert von der Römischen Kirche gnadenlos verfolgt werden, Yrmengard oder Elisabeth mit ihrer kleinen Nonnenschar der Zistensienserinnen, der kleine Ort Weißenstein oder Wizinsten, wo Elisabeth ein Kloster gründen möchte und ins Wespennest eines Geheimnises sticht. Ein Geheimnis, nach dem auch Rudolf von Habsburg mit seinen Meuchelmärdern hinterher ist. Soviel zur Geschichte, welche spannend beschrieben ist, ohne lange Lamentierereien und Erzählsträngen auskommt, und es somit dem Leser leicht macht, sich schnell in der Handlung zurecht zufinden und auch ins Mittelalter sofort einzutauchen.
Mir hat das Buch zu lesen, sehr viel Spaß gemacht, es wurde nie langweilig, sondern immer gab es neue Wendungen, welche die Handlung weiterhin in einem sehr schönen Spannungsbogen hielten und dabei trotzdem noch viel über die Menschen und die Hindergründe des ganzen "Trubels" preigab. Deshalb gab und gibt es von mir für das Buch 5 Sterne!

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Tags: friedrich ii, katharer, kloster, nonnen, rudolf von habsburg   (5)
 

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16 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

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Schusslinie

Torkil Damhaug , Knut Krüger
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 03.08.2015
ISBN 9783426516157
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

"In der Schusslinie" heißt das neueste Werk des norwegischen Autors Torkil Damhaug und dieser Titel ist extrem passend. Der Medizinstudent und sehr erfolgreiche Vertreiber von Newlife Produkten, Sigurd, lernt die attraktive, aber auch undurchschaubare Katja kennen und gerät durch sie voll "in die Schusslinie", in dem auch der genauso undurchschaubare Ibro Hakanovic eine Rolle spielt. Dieser wird dann später im Roman im Krankenhaus ermordet durch den aus dem Iran geflohenen Krankenpfleger Arash aufgefunden. Erst ab diesem Moment eigentlich fängt der Roman wirklich an, spannend zu werden. Davor fand ich den Roman fast 90 Seiten lang, quälend langweilig, da sich alles wirklich nur um die Romanze oder sollte man sagen Beziehung zwischen Sigurd und Katja, dessen Mutter Jenny und deren in die Brüche gegangenen Ehe zu Sigurds Vater, dreht. Diese 90 Seiten hätte man, meines Erachtens durchaus, kürzer und lebhafter gestalten können. Ab der Ermordung von Ibro wird der Roman dann doch rasanter, spannender, wenngleich er nicht das Zeug zu einem Thriller hat, wahrschenlich will der Roman auch nicht wirklich ein Thriller sein. Aber zu einem Thriller fehlt eigentlich die Spannung, welche dann letztendlich erst in den letzten 80-100 Seiten des Romans aufkommt, wenn es um die Aufklärung geht, warum Ibro hatte sterben müssen. Alles in allem ein netter Unterhaltungsroman mit Spannungsbögen, einem etwas schleppenden Anfang, aber dafür dann doch mit einem rasanten Finish. Wer nicht auf krachende und nervenzerfetzende Thriller steht, aber dennoch etwas Spannung möchte, kommt mit "In der Schusslinie" sicherlich auf seine Kosten.

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