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32 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

thriller, mord, london, internet, finanzkrise

Sie zu strafen und zu richten

Luke Delaney , Ulrike Moreno
Flexibler Einband: 640 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 29.09.2017
ISBN 9783404175574
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ein Rächer der Armen treibt sein Unwesen in der Banken- und Finanzwelt von London. Scheinbar wahllos entführt der schwarzgekleidete Killer Personen aus der Londoner Finanzwelt, um diese in einem öffentlich per Internet inszinierten Schauprozess der Öffentlichkeit an den Pranger zu stellen und diese dann abzuurteilen. Die Finanzszene in London ist in Aufruhr und Sean Corrigan soll den Irren fangen. Leider keine so leichte Aufgabe, denn der Killer schient immer einen Schritt schneller und gewiefter als die Polizei zu sein......

Man kommt in die Handlung sehr schnell rein, eigentlich ist die Anfangssequenz ein Appetizer, welcher echt Lust darauf macht einfach weiter zu lesen. Anfangs gestaltet sich der Thriller auch spannend, der Killer entwischt der Polizei immer wieder, auch finde ich, ist der Streit zwischen Corrigan mit seinem Vorgesetzten, Addis, überzeugend rübergebracht. Man kann förmlich mitfiebern, wie Addis durch den Minister und dieser wiederrum durch die Finanzhaie"Dampf gemacht" bekommt, um die Polizei zu schnellerem Handeln aufzurufen, denn die Taten des "Your View" Killers kosten die Finanzwelt in London Unsummen, da die Mitarbeiter abends früher nach Hause gehen, da sie Angst haben durch den Killer erwischt zu werden. So weit so gut. Auch fand ich den Aufhänger, das Sean Corrigan sich in die Gedanken der Killer hineinversetzen kann, ebenfalls ein netter Schachzug, allerdings ziemlich oberflächlich umgesetzt. Die Charaktäre bleiben manches Mal in der Beschreibung Stückwerk, irgendwie hätte man sich da doch ein wenig mehr erhofft. Der gute STil der Anfangssequenz lässt leider nach den ersten 50-60 Seiten nach. Spätestens als  - Sean Corrigan sich wirklich in die Gedanken des Killers hineinversetzt - ist die Luft eigentlich raus, denn man kann den Täter fast als Leser selbst erahnen, die letzten Szenen lassen den Thriller, anstelle eines spannenden furiosen Endes, eher einfach plätschernd auslaufen.....Schade da war mehr drin!

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(37)

93 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

veit etzold, thriller, dark web, internet, darknet

Dark Web

Veit Etzold
Flexibler Einband: 592 Seiten
Erschienen bei Droemer Taschenbuch, 01.02.2017
ISBN 9783426305508
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ich konnte mir mit dem Titel "Dark Web" erstmal nichts wirkliches vorstellen. Auch der Klappentext ließ nicht wirklich viel auf den Inhalt zu. Ein Daytrader namens Oliver, welcher mit einem IT Spezi, Marc, einen "Laden" in einem Dark Web eröffnet, um Drogen zu verkaufen. Klingt erst mal nach einen entspannten Thriller. Allerdings hat es dieser Thriller echt ins sich. Man taucht wirklich in das Dunkelste ab, was sich Menschen eigentlich vorstellen können - einen absolut rechtsfreien Raum, in welchem man Killer bestellen, Drogen kaufen kann uns Sex in den perversesten Abstraktionen real kaufen kann und anonym bezahlt. Die Idee der beiden Protagonisten geht erstmal voll auf, Oliver kann seine Börsenzockerschulden ausgleichen und hat auch noch ordentlich Geld verdient. Aber.....wenn man in den dunkelsten Tiefen des World Wide Web riesig viel Geld verdienen kann, dann hat das in einem rechtsfreien Raum auch unangenehme Folgen und das Glück wendet sich schnell gegen die Beiden! Ein echt krasser Thriller, welcher einen in die dunkelnsten Ecken des menschlichen Bewusstseins mitnimmt. Sozusagen eine "Matrix" in Papierform. Das schlimme dabei ist nur, das es einem jederzeit real vorkommt, weil der Hintergrund der Handlung real ist, denn das Dark Web gibt es wirklich und man mag sich nicht vorstellen, wenn es das wirklich alles gibt, was in "Dark Web" in der Handlung eingewebt ist! Das gibt diesem Thriller nochmal eine Extranote. Ein echter Thrill mit Gänsehautcharakter.

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(726)

1.301 Bibliotheken, 26 Leser, 1 Gruppe, 199 Rezensionen

thriller, serienkiller, ethan cross, serienmörder, mord

Ich bin die Nacht

Ethan Cross
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 20.12.2013
ISBN 9783404169238
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Es ist schon irgendwie erschreckend, das man einen solchen Killer nur durch psychologische Tricks erschaffen kann! Aber alles schon der Reihe nach.....
Es geht in diesem Roman eigentlich um einen Serienkiller, welcher mit seinen Opfern makabere Spielchen mit tödlichem Ausgang spielt: Francis Ackerman junior!
Er hatte eine schwierige Kindheit trifft auf Francis durchaus zu, wurde er von einem Vater zu diesem unnachgiebigen Killer ausgebildet und geformt. Aber das eigentlich spannende an diesem Roman ist nicht der eigentliche Hauptprotagonist selbst, glaubt man dem Klappentext, sondern die eigentliche Handlung mit einem überraschenden Ende drumherum. Aber da darf ich nichts verraten, sonst wäre die Spannung doch dahin!
Aber alleine die Anfangssequenz des Thrillers ist schon schaurig genug, wo Francis es mit 2 Cops zu tun bekommt. Das ist der Einstieg in eine irre, manches Mal zwischen durch aber doch langatmige Verfolgungsstory zwischen einem Scherrif und seinem Team, dem zweiten Hauptprotagonist des Thrillers, Marcus Williams und eben, Francis Ackerman, bis zu einem irren Höhepunkt mit eben überraschendem Ende einerseits, aber auch ein bischen vorhersehbaren Ende andererseits. Trotzdem hat mir der Thriller sehr gut gefallen, er verdient das Prädikat "Thriller" durchaus, kurze Dialoge und knallharte, kurze Erzählstränge. Zwischendurch wurde es mal ein wenig zäh, deshalb gibt es von mir 4 Sterne dafür.

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(123)

215 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 103 Rezensionen

historischer roman, otto der große, rebecca gablé, ottonen, mittelalter

Die fremde Königin

Rebecca Gablé , Jürgen Speh
Fester Einband: 768 Seiten
Erschienen bei Ehrenwirth, 27.04.2017
ISBN 9783431039771
Genre: Historische Romane

Rezension:

Im vorliegenden Roman "Die fremde Königin" geht es nicht nur um Adelheid von Burgund, die zweite Frau von Otto dem Großen, der im Roman erst zu einem "Großen" wurde, sondern generell werden dem Leser die spannenden Jahre zur Mitte des 10. Jahrhunderts nahe gebracht, als die Ungarn den Frieden in dem damaligen Ostfränkischen Reich aus dem Süden und die Slawen aus dem Osten bedrohten. Aber ersteinmal der Reihe nach:
Der Panzerreiter Gaidemar wird durch Otto beauftragt, die gefangengehaltene Königin Italiens, Adelheid, aus ihrer Gefangenschaft am Gardasee zu befreien. Der "ehemaligen" Königin Italiens gelingt die Flucht dank eines ausgeklügelten Plans Gaidemars. In dem Roman werden die Jahre 951-962 behandelt, die wichtigsten Jahre Ottos des Großen auf dem Weg zu Kaiserwürden und der Etablierung des Ostfränkischen Reiches zu einem Heiligen romischen Reich Deutscher Nation. Doch bis dahin ist es ein weiter Weg, den nicht nur die Ungarn mehrfach kreuzen, bevor es auf dem Lechfeld 955 zur alles entscheidenden Schlacht kommt. Auch muß Otto Zank und Rebellion aus der eigenen Familie ertragen. Es ist schon echt sehr interessant zu lesen mit welcher Hinterlist Henning immer wieder versucht, sich Liudolf vom Leibe zu halten. Wenn man mal ein Sprung mehrere Jahrhunderte in die Zukunft macht, würde ich sagen - willkommen bei Dallas und Denverclan! Wirklich sehr gelungen finde ich ich, wie es Rebecca Gable gelingt, trotz historischer Vorgaben, welche man ja nun mal nicht einfach umschreiben kann, trotzdem noch Überraschendes zu Tage und zu Papier zu bringen. Für mich ein ausgezeichnetes Lesevergnügen, für alle welche das Mittelalter mit seiner ganzen Farbenpracht, Intriegen, Feste und Geisterglauben lieben, ein absolutes Muß. Einzig und alleine, schade, das es die sagenhafte Pfalz in Magdeburg nicht mehr gibt......Ich hoffe bald auf eine weitere Fortsetzung!

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(104)

223 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 85 Rezensionen

glühbirne, stromkrieg, erfinder, edison, westinghouse

Die letzten Tage der Nacht

Graham Moore , Kirsten Riesselmann
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 16.02.2017
ISBN 9783847906247
Genre: Historische Romane

Rezension:

New York in den ausgehenden 80iger Jahren des 19. Jahrhunderts. Der junge und aufstrebende Rechtsanwalt Paul Gravath bekommt das Mandat seines Lebens - Niemand geringeres als George Westinghouse, den berühmten Erfinder der Druckluftbremse bei Zügen soll er verteidigen, weil sich dieser einer Milliarden-Dollar-Klage von niemand geringerem als Thomas Edison gegenüber sieht. Dieser bezichtigt ihn, das Patent über die Erfindung der Glühbirne maßgeblich verletzt zu haben. Doch eigentlich steht hinter dieser Anlage noch vielmehr auf dem Spiel. Der, welcher das Spiel gewinnt, wird die USA zu mehr Licht führen und nicht nur das, ein riesiger Markt um das Strom-Monopol und die Frage, welcher Art von Strom die bessere ist, beginnt und Paul merkt, wie mächtig seine Gegner in Wahrheit sind. Man kommt beim Lesen des Buches nicht umhin, auch immer wieder mal in Wikipedia zu den Protagonisten des Romans wissenswertes nachzuschlagen. Sehr liebevoll und unheimlich klar und nachvollziehbar hat Graham Moore die Charaktere des Romans gezeichnet. Man kann die Schnodderigkeit eines Nikola Tesla hautnah mitempfinden, hat der Mann doch nur und auch wirklich nur Augen und Ohren für seine Erfindungen und ist ein sprudelnder Quell nie zu versiegender Ideen zu neuen Erfindungen. Er soll im Auftrag von Westinghouse eine Glühbirne erfinden, welche das Patent von Edison nicht verletzt und erfindet dabei den Wechselstrom, wie wir ihn heute kennen. Oder Paul Gravath, der versucht, sich den Mächtigen in diesem Kampf um die Vorherschaft der Erfinder und Erfindungen in den USA, entgegen zu stemmen und am Ende deren eigene Waffen anzuwenden, oder nehmen wir Agnes Huntingdon, welche so eigentlich gar nicht heißt, aber eine sehr angesehene Sängerin ist. Sie alle spielen ihre Rollen in diesem wunderbaren Roman über das ausgehende 19. Jahrhundert. Der Schreibstil Moores ist vielleicht nicht immer leicht verdaulich, versucht er doch den meisten Teil des Romans im Stile eines Erzählers dem Leser näher zu bringen. Mir persönlich hat der Schreibstil keinen Abbruch im Lesevergnügen getan, ich finde den Roman ein echtes Highlight, welches einem auf anschauliche, spannende und auch mal vergnügliche Art und Weise die Winkelzüge der Juristerei näher bringt!

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354 Bibliotheken, 4 Leser, 2 Gruppen, 28 Rezensionen

thriller, clara vidalis, exorzismus, veit etzold, berlin

Seelenangst

Veit Etzold
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 16.08.2013
ISBN 9783404168446
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Seelenangst ist nach "Final Cut" der zweite Thriller mit der Berliner Ermittlerin Clara Vidalis, welchen ich gelesen hatte. Von "Final Cut" war ich entsprechend "vor"infiziert.
Die Handlung ist auch nichts für weiche Nerven. Ein Mann, er nennt sich "Der Drache" mit schwarzer Sonnenbrille und schwarzem Mantel, ermordet bestialisch einen angesehenen Berliner Bürger, welcher mit der Sammlung von Spenden Gutes tut. Das allerdings auch nur vordergründig, denn der Drache mordet nicht einfach wahllos, denn auch bei dem Spendensammler kommen durch die Ermittlungen der Sinn und Zweck der Spendensammlungen heraus, und diese Zwecke hinterlassen auf der öffentlich reinen Weste des Ermordeten ziemlich hässliche Flecken. Clara mit den Kollegen "McDeath", von Weinstein und ihrem Vorgesetzten Winterfeld macht sich auf die Suche nach dem satanischen Mörder, eine Suche, welche auch nicht vor dem "Chef-Exorzisten" des Vatikan halt macht.
Wie immer bei Veit Etzolds Romane finde ich die Charaktere sehr gut gezeichnet, es kommt im Roman sehr gut heraus, warum sich Clara erst Recht auf die Psychos in der Kriminellenszene stürzt. Jeder im Team hat seine Eigenheiten. Die Kapitel sind kurz und prägnant gehalten, vorzugsweise enden Sie, wenn es am spannensten ist. Manches Mal ist der Thriller echt nervenzerreißend, die Mordszenen sind für meinen Geschmack manches Mal noch etwas zu detailiert beschrieben. Alles in Allem ein echt klasse Thriller, nichts für schwache Nerven!

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63 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

deutschland, ddr, bundesrepublik, peter prange, d-mark

Unsere wunderbaren Jahre

Peter Prange
Fester Einband: 976 Seiten
Erschienen bei FISCHER Scherz, 13.10.2016
ISBN 9783651025035
Genre: Historische Romane

Rezension:

Was für ein wunderbarer Roman "Unsere wunderbaren Jahre - Ein Deutsches Märchen" doch echt geworden ist. Es handelt sich um ein für den Autor sehr persönlichen Roman, spielt er doch in seiner Heimatstadt Altena und handelt von der Industriellenfamilie Wolf und Freunden und Bekannten der 3 Töchter, wie sie ihren Weg vom Juni 1948 bis in die heutige Zeit beschreiten. Alle bekommen im Juni 1948 40 DM "Kopfgeld", als die alte Reichsmark zu der uns bekannten Deutschen Mark wurde. Was wurde aus diesen Personen und was haben diese aus den 40 DM, welche alle bekammen, egal ob alt oder jung, dick oder dünn, reich oder arm, gemacht haben. Die Charaktere sind von Peter Prange sehr toll gezeichnet worden, ob es um die Mama Wolf, Christel, geht, welche liebevoll ihren Ficus pflegt und am liebsten Buttercremetorte "mit echt deutscher Markenbutter" isst, ob es um ihre älteste Tochter Ruth geht, welche sich durchs Leben müht und von ihrem reichen Papa keine Unterstützung haben will, den reichen und arroganten Walter Böcker, welche eine dunkle Vergangenheit vertuscht und am liebsten Geld verdient und sich einen Dreck um seine Mitmenschen schert. Alle spielen sie ihre Rollen in diesem Roman, so dass man auf jeder Seite mitfiebern, mitheulen, trauern, lachen oder was weiß ich auch immer machen kann. Das beste natürlich ist, das man - für mich die Jahre ab den Siebzigern - selbst nochmal miterleben kann und sich fragen kann, was habe ich eigentlich bei diesem und jenem Ereignis gemacht? Ein Roman, welcher einen unverblümt und doch unheimlich fesselnd mit auf eine Reise aus den Kinderschuhen der Bundesrepublik über die Teilung und die Deutsche Einheit bis zur Einführung des Euros mitnimmt. Ehrlich, grundsolide und immer realitätstreu, auch wenn es ein reeles Märchen ist. Und deshalb.....einfach Schade, das dieser Roman auch mit seinen 1000 Seiten nun zu Ende ist. Sehr zu empfehlen.

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(225)

410 Bibliotheken, 5 Leser, 4 Gruppen, 86 Rezensionen

amrum, thriller, flut, insel, mord

Die Flut

Arno Strobel
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 21.01.2016
ISBN 9783596198351
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die Flut ist der zweite Thriller, welchen ich nach "Das Dorf" von Arno Strobel gelesen habe. Nach "Das Dorf" hingen die Trauben echt hoch, mich noch einmal zu überzeugen und.....Arno Strobel hat es wieder geschafft! Ich sehe Amrum nun mit anderen Augen - nein, Scherz beiseite. Amrum bliebt für micht immer noch die liebenswerte und beschauliche Insel, welche Sie auch ist! Allerdings lässt einen der Roman schon grübeln über die Abgründe der menschlichen Seele. Der Serienkiller sucht sich mit Vorliebe Päärchen aus, welche alleine unterwegs sind und buddelt die Frau bis zum Hals in den Strand ein, während der Mann gefesselt an einem Steeg zugucken muss, wie die Flut immer höher steigt. Der Mann tut es, um festzustellen, wie Menschen aus Liebe reagieren und sucht sich dazu dieses "Ritual" aus. Ein Thriller, welcher dieses Prädikat verdient, wie auch in "Das Dorf" zieht hier solangsam die Angst der Protagonisten vor dem nächsten Schlag wie eine kalte Hand in die Handlung ein, am Ende ein echtes Versteckspiel, wer denn nun der Mörder ist, mit einem überraschenden Ende!

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74 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 42 Rezensionen

prag, rostock, fechten, sabine weiß, juden

Die Tochter des Fechtmeisters

Sabine Weiß
Flexibler Einband: 640 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 09.12.2016
ISBN 9783404174812
Genre: Historische Romane

Rezension:

Clarissa ist die Tochter des Fechtmeisters Frietjoff aus Rostock und selbst eine begabte Fechterin. Der Leser erlebt nicht nur die Lebensjahre in Rostock sondern, und damit beginnt der Roman eigentlich erst interessant zu werden, die Reise zur Messe nach Frankfurt, wo die Festschüler Marius und Alexander zu Meister des Schwertes gekürt werden sollen. Auf dem Rückweg muss Clarissa mit ansehen, wie ihr sehr geliebter Vater hinterrücks ermordet wird und flieht. Eine wilde Verfolgungsjagd auf die Mörder quer durch eine durch Religionsunfrieden zerissenes Deutsche Reich beginnt, mitten hinein in den Zwist zwischen Katholiken und Lutheraner, wie die Protestanten in der damaligen Zeit genannt werden, zwischen den Fechtgemeinschaften der Marxbrüder und der Federfechter und den Bruderzwist zwischen dem Kaiser Rudolf und Matthias und den damit verbunden Intriegen um Macht und Krone.
Der Roman bietet eine wunderbare Grundlage, sich in das Leben der Menschen im beginnenden 17ten Jahrhundert hineinzulesen. Es ist kein Geschichtsepos, welches den Lebensweg einer historisch bekannten Person verfolgt und deshalb umso schöner zu lesen. Sabine Weiß ist ein sehr lesenswerter Roman gelungen, welcher nicht nur den Zwist der Festschulen der Marxbrüder mit den neu emporgekommenen und vom Kaiser Rudolf protegierten Federfechtern zum Thema hat, vielmehr zeigt der Roman unterschwellig auf, warum im Jahre 1618 das Pulverfass in einem 30 Jahre währenden Krieg explodieren musste. Ein schwacher Kaiser, welcher sich mehr um seine Experimente in Prag mit seinen Magistern kümmert, als um sein durch Religionsfragen zerrüttetes Reich zu kümmern und die oberen 10.000 welche mehr mit sich selbst beschäftigt sind und nur eigene Interessen verfolgen. Vor diesem Hintergrund webt Sabine Weiß einen sehr gut zu lesenden, durch lockeren und kurz und prägnanten Schreibstil leicht zu verfolgenden Roman um die Wirren von Fritjoffs Fechtschule und dessen Verstrickungen um Macht und die Kaiserkrone. Der Roman lässt das Leben der Menschen in Rostock, Frankfurt und Prag sehr lebendig werden, was meines Erachtens zum Lesespaß sehr angenehm beiträgt. Für mich dafür 5 Sterne.

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(87)

200 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 32 Rezensionen

thriller, veit etzold, wasserleichen, mörder, unternehmensberatung

Skin

Veit Etzold
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 14.07.2016
ISBN 9783404173754
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Man muss ja bei Veit Etzold schon auf einiges gefasst sein, aber als ich den Titel "Skin" las, konnte ich mir so gar nichts darunter vorstellen. Nach "Todesdeal" war es außerdem der zweite Thriller, welcher ohne Clara Vidalis als Ermittlerin auskommen musste. Nun denn, der Anfang ist sehr vielversprechend - eine Leiche wird in einem Bad in einer Badewanne gefunden - Danach Cut! Völliger Ortswechsel, man bekommt einen Crachcurs in - wie benehme ich mich bei einer angesagten Beraterfirma am besten, um der "Superberater" zu werden. Da hat ja Veit Etzold beste Informationen aus seinem eigenen Lebenslauf. Übrigens wusste ich bis zu "Skin" nicht, das man bei American Express eine Karte - nicht käuflich - erwerben kann, bei welcher man sich um alles für einen kümmert, wirklich um alles.....So geht es eine Weile in dem Roman weiter, bis man etwas der Gerede um Übernahmen, Statusmeilen sammeln und wie geht das, überdrüssig wird. Dann kommt doch tatsächlich die erste Wasserleiche, der noch weitere folgen werden und das Buch wird neben einem Exkurs für angehende Berater tatsächlich spannend, ja mehr noch tatsächlich fesselnd und man möchte doch manches Mal dem Hauptprotagonisten Christian, welcher eben Emails auf sein Emailaccount von sich selbt geschickt bekommt - ja Emails von seinem eigenen Emailaccount an sich selbst, zuschreien, er möge sich doch auch mal um was anderes als Berater, Übernahmen und Bonusmeilen und halt die schwarte American Express Super ich kann alles Karte kümmern, denn es geht gerade sein Leben den Bach runter. Und genau das macht den Thriller dann wirklich zu einem Thriller. Man möchte zugern wissen, wie es mit Christian weitergeht, den Wasserleichen und vor allen Dingen, wer findet wen am Anfang des Thrillers. Die Auflösung folgt am Ende, gleichlautend mit dem Hinweis: Passe auf wem du am Ende traust! Für mich hatte der Thriller, auch wenn mir die Berater und Statuspassagen doch ein bisschen zu lange geraten waren, volle Punktzahl! ......aber irgendwan würde ich mir doch schon wieder mal einen Thriller mit Clara Vidalis wünschen!

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(64)

116 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 46 Rezensionen

thriller, london, psychothriller, stalking, verfolgung

Alleine bist du nie

Clare Mackintosh , Sabine Schilasky
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 13.01.2017
ISBN 9783404174706
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Thriller ist für Personen, welche gerne das Beständige und Kontuinität lieben, nicht wirklich etwas, denn genau darum geht es - eben nicht ausrechenbar zu sein und nicht immer das gleiche zu tun!
Zoe Walker, eine Mama von 2 erwachsenen Kindern fährt jeden Tag mit der U-Bahn zur Arbeit, jeden Tag zur selben Zeit, jeden Tag auf dem selben Platz, jeden Tag Umstieg an derselben Station und Ausstieg jeden Arbeitstag zur gleichen Zeit am gleichen Platz. Bis Sie Ihr Gesicht in einer Reklame der Datingagentur findtheone.com in der Gazette findet - nur Sie hatte gar keinen Auftrag dazu gegeben. Der Wettlauf mit dem unbekannten Gegner beginnt und liebgewonnene Verhaltensmuster auf dem Arbeitsweg werden für Zoe zu einer Belastung - denn Alleine ist Sie nie!

Der Thriller hat mir echt sehr gut gefallen, auch wenn die Handlung nur schwer in Tritt kam, am Anfang war mir einfach zu viel Tam Tam um die Annonce, welche Zoe in der Gazette nicht aufgegeben hatte. Erst als mit Isaac ein weiterer Protagonist in der Handlung auftaucht, wird es spannender. Die Charaktere sind auf alle Fälle sehr gut gezeichnet, man wird mit jedem Charakter schnell bekannt und kann sich in die Handlung der Personen sehr gut reinempfinden. Graham, der Chef von Zoe bleibt lange Zeit suspekt, genauso wie Simon, der Lebensgefährte, ebenso Isaac, welcher sich in die Tochter, Katie, verliebt. Auch bleibt lange im Dunkeln, ob es zwischen der Vergewaltigung der Schwester von Kelly Swift einen Zusammenhang gibt. Kelly ist eine der ermittelnden Beamtin in dem Fall. Liebevoll von der Autorin gezeichnet will Kelly von ihrer Vergangenheit loskommen. Die Spannung baut sich eigentlich nur recht langsam auf, viel gibt es zu der Theatervorstellung von Zoes Tochter Katie und der Probe davor zu lesen, bevor die letzten 50 Seiten des Romans beginnen. Fast auf jeder Seite wird der Leser mit einem neuen möglichen Täter konfrontiert und das Versteckspiel, wer nun der Kopf hinter den Zeitungsannoncen ist, treibt seinem Höhepunkt entgegen, bis zum äußerst spannenden Ende. Die letzten 50 Seiten verdienen durchaus das Prädikat Psychothriller und entschädigen vollständig für den etwas lahmen Beginn. Ich habe am Ende, trotzdem es einem wirklich logisch erscheint, mit dem wahren Täter daneben gelegen. Fortsetzung könnte folgen......

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(71)

92 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 68 Rezensionen

rom, thriller, serienmörder, mord, krebs

Schattenkiller

Mirko Zilahy , Katharina Schmidt , Barbara Neeb
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 09.12.2016
ISBN 9783404174201
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

wenn es nicht schon so wäre, das man ungefähr 100 Seiten vor dem Ende eine Ahnung auf den Serienkiller hat, welche sich am Ende leider auch bestätigt. Das heißt, der Überraschungseffekt bleibt dann doch aus, auch wenn trotzdem das Ende spannend bleibt.
Aber der Reihe nach.....
In einem im Regen absaufendenden Rom - ich wusste gar nicht, das es in Rom soviel Regnen kann, während des ganzen Romans durch regnet es in Rom - werden nacheinander Personen an exponierten Stellen bestialisch ermordet aufgefunden. Eine Leiche an einem stillgelegten Gasometer, eine Leiche an einer Ausgrabungsstätte, eine Leiche in einem stillgelegten Schlachthof. Es sieht so aus, als wären diese Personen wahllos ermordet worden, doch der Profiler der Römischen Polizei, Mancini, welcher eigentlich selbst mit seinem privaten Schicksal durch den Krebstod seiner Frau mehr beschäftigt ist, als mit seiner Arbeit, entdeckt ein entsprechendes Muster, welches die Toten miteinander zu seiner in der Vergangenheit liegenden Geschichte zusammenbringt. Intriegen dürfen natürlich in einer guten Story nicht fehlen, dafür ist der Polizeitpräsdent selbst zuständig, welcher Mancini das eine oder andere Mal in die Parade fährt. Seinen Höhepunkt findet der Roman außerhalb von Rom. Ich fand die CHaraktäre leider nicht immer interessant gezeichnet, hätte mir für gerade für Mancini noch das eine oder andere Detail über seine Psyche mehr erfahren. Man hat manches Mal den Eindruck das die Räumlichkeiten dem Autor interessanter waren - also die Begebenheiten vor Ort - als die handelnden Charaktere. Trotzdem hat mich der Thriller doch einigermaßen gefesselt, so dass ich bis zum SChluß dran geblieben bin. Leider war das Ende dann doch ein wenig vorhersehbar, wenngleich das der Spannung, komischerweise, keinen Abbruch getan hat. Alles in Allem ein sehr solider Unterhaltungsthriller.

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(47)

77 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

ostsee, krimi, pia korittki, ballett, kindesentführung

Ostseetod

Eva Almstädt
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 11.03.2016
ISBN 9783404173419
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ich hatte schon mehrmals von den "Pia Korittki" Krimis gelesen und gehört, allerdings selbst noch keinen gelesen, somit war es eine Premiere. Die Krimi-Serien mit verschrobenen oder auch auf "eigene Faust" handelnden Kommisaren und Kommisarinnen schießen ja wie Pilze aus dem Boden. Da gibt es auch einige, welche nur auf Klamauck aus sind und andere Romane, welche nahe an einem Thriller sind und man - a la Til Schweiger und seiner Tartortreihe als Nick Tschiller durch literweise Blut watet. Gott sei Dank hat der 11te Fall von Pia Korittki von Nick Tschiller gar nichts, was ich gut finde, sie hat die gleichen Probleme, welche jeder von uns kennt, wenn er mit Vorgesetzten angeckt, was Pia in meinen Augen nur um so menschlicher macht, sie geht auch mal mit Ihrem Rad im Fluß baden, wenn auch unfreiwillig, sie versucht Ihren Sohn im Kindergarten einzugewöhnen, eine Tortur die manche Eltern nur zu gut kennen! Alles in Allem hat mir die Hauptfigur Pia Korittki in dem Roman Ostseetod, am besten gefallen - eigenwillig und durchsetzungsstark, aber trotzdem auf mit beiden Beinen auf der Erde geblieben. Der Roman lässt seine Hauptakteure sich entfalten und zwängt sie nicht in ein vorgegebenes Korsett. So hat ist der Leser immer "mit in der Handlung" anstatt nur ein Zuschauer zu sein. Man kann sich richtig in die Handlung, in die Denkensmuster der Ermittler, aber auch der Dorfbewohnen hineinversetzen. Interessant fand ich auch,wie Eva Almstädt die Dorfbewohner jeden einzelnen nicht nur mit einem Namen versah, sondern eben auch mit einem menschlichen Zug, man konnte, wie gesagt, nachvollziehen, was die Dorfbewohner dachten. Aktuellen Hintergrund hat dieser Roman dann auch noch zu bieten: die sogenannte Nachbarschaftshilfe und das Versagen der Polizei. Ein Kritikpunkt, welcher durch Deutschland geistert und das nicht erst seit der Silvesternacht von Köln. Nun noch eio wenig zur Handlung: Ein Mädchen wird in einem Dorf an der Nordsee, könnte man fast Kaff sagen, denn in dem Dorf ist ansonsten nicht viel los, entführt und ruft die Polizei aus Lübeck auf den Plan. Somit beginnt Pia mit ihrem Team und einem Vorgesetzten, welcher mehr darauf aus ist, ihr "Knüppel zwischen die Beine" zu werfen, mit den Ermittlungen. Der Roman ist spannend erzählt, ohne jeweils düster zu wirken, manches Mal, vor allen Dingen zum Ende hin, hatte er teilweise schon den Zug zum Thriller. Gott sei Danke ohne viel Blutvergiesen und viel Haudrauf. Er beschreibt ganz anschaulich die Zwänge in einem kleinen Ort und teilweise auch die "Ödniss" - es passiert in dem kleinen Ort nicht viel. Interessant auch wie die Dorfbewohner natürlich selbst Nachforschungen anstellen und eine "Nachbarschaftshilfe" bilden. Aber mehr wird nicht verraten. Für mich hat der Krimi volle 5 Sterne!

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Tags: krimi   (1)
 

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(62)

100 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 28 Rezensionen

london, entführung, mord, thriller, max wolfe

Mit Zorn sie zu strafen

Tony Parsons ,
Flexibler Einband: 334 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 10.12.2015
ISBN 9783404172825
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ich wollte schon bei der ersten Leserunde zu Tony Parsons dabei sein, leider hat es bei "Dein finsteres Herz" nicht ganz geklappt. Macht nichts, mit "Mit Zorn Sie zu strafen" wurde ich voll und ganz dafür entschädigt. Interessant finde ich schon die Anfangssequenz des Romans, den Mord an der Familie Wood, denn man bekommt den eigentlichen Mord ja, wie bei den meisten Thrillern üblich, ja gar nicht direkt mit, sondern nur aus der Betrachtung oder dem Hören der Kinder und trotzdem nimmt einen das Geschehen vollkommen mit.
Der Roman besitzt 2 wesentliche Dinge, welche so gut in die heutige Zeit leider nur allzugut reinpassen - das eine sind die Pädophilen und das andere ist der Rufmord. Ich kann mir durchaus vorstellen, das es mit der Kinderpornographie, wie im Roman beschrieben, wirklich so ist. Das entsetzt einen und das nicht nur als Familienvater, wie Menschen grausam sein können und 4-5 jährigen das antun können, um sich selbst aufzugeilen! Das andere ist der Rufmord an dem "Schlachterburschen"! - wobei da hätte es doch vielleicht eine andere Übersetzung getan - Schlachterbursche klingt so furchtbar vulgär, obwohl die Bezeichnung "Schlachterbursche" ist genauso zurückgeblieben, wie der Kerl, welcher die Morde begangen hat - allerdings Morde, welche Jahrzehnte zurückliegen und trotzdem kommt der gleiche Mann wieder ins Fadenkreuz der Polizei, nur weil die Mordwaffe, die gleiche ist, wie damals. Ich fand den Roman unheimlich spannend, der Erzählstil flüssig und lebendig, auch wenn ein bisschen der Abkürzungsfimmel der angelsächsischen Polizei ein ums andere Mal zu oft durchkam. Aber für mich ein sehr gut gelungener Thriller mit einem klassischen Ende, aber da müsst ihr selbst lesen!

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Tags: familienmord, pädophile   (2)
 

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(132)

321 Bibliotheken, 11 Leser, 0 Gruppen, 55 Rezensionen

historischer roman, waringham, england, freibeuter, rebecca gablé

Der Palast der Meere

Rebecca Gablé ,
Fester Einband: 960 Seiten
Erschienen bei Ehrenwirth, 10.09.2015
ISBN 9783431039269
Genre: Historische Romane

Rezension:

Bei Rebecca Gables neuem Roman, welcher endlich wieder eine Fortsetzung der Waringham Saga ist, ist alles 7 Sterne! Das Cover des Buches ist wunderschön, wobei mich echt mal interessieren würde, woher eigentlich das Medaillon kommt? Die Handlung spielt im 16. Jahrhundert in England, ei wo sonst! Zur Zeit Elisabeth I., welche nach Mary, welche die meisten noch aus dem letzten Waringham Roman "Der Dunkle Thron" wohl kennen dürften, auf den englischen Thron folgt. Es ist die Zeit der Entdecker und Seefahren, so ist es kaum verwunderlich, das Isaac, welcher nach der Erblindung seines Neffen Lappidot (Irgendwie kann ich mich nicht an diesen Namen gewöhnen) eigentlich das Erbe von Waringham antreten sollte, lieber erstmal als blinder Passagier auf einem englischen Schiff "anheuert" und eigentlich bis Frankreich will, aber letzten Endes auf den Kanarischen Inseln landet. Interessant auch das "Auge der Königin" - interessant wie Rebecca Gable es schafft, erfundene Charaktere so aussehen zu lassen, als wäre es ja völlig logisch, das dies genau dort an diesem Platz genau das tun, was im Roman geschrieben steht und sich die Geschichtsbücher irren, das es diese Personen gar nicht gegeben hat. Oder umgekehrt historische Persönlichkeiten so menschlich und nah beschreibt, als wären diese nicht vor hunderten von Jahren bereits gestorben. So macht das lesen dieses Romans einfach wieder sehr viel Spaß und den Geschichtsunterricht bekommt man dabei noch inklusive. Trotz seiner fast 1000 Seiten ein Roman, welchen man (als Liebhaber von historischen Romanen sowieso) einfach lesen muss. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung der Saga!

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Tags: elisabeth , historische romane, seefahrt/piraten   (3)
 

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26 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

kloster, katharer, zisterzienser, rudolf von habsburg, nonnen

Die Pforten der Ewigkeit

Richard Dübell
Flexibler Einband: 864 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 16.11.2012
ISBN 9783404167333
Genre: Historische Romane

Rezension:

Ich finde Mittelalterromane, welche eher seicht daherkommen und deren Handlung eigentlich nur in Liebe, Herzschmerz und Alltagsgewitter ertrinkt, echt öde. Wie gut, das es Richard Dübell gibt! So hat er auch mit diesem Roman, den ich seit 3 Jahren im Schrank stehen hatte, bewiesen, das er unheimlich gut Misteriöses, Historisches, auch Herzschmerz, Alltag, Schlachtengetümmel, die dunklen Seiten des Mittelalters in eine Handlung reinpacken kann, ohne das diese schwülstig, gekünstelt oder gar langweilig wirkt!
Aber nun zur Handlung - es gibt wohl kaum einen Kaiser des Mittelalters, über den soviele Romane geschrieben wurden, wie Friedrich II. So steht auch er, auch wenn er eigentlich nach nichtmal mehr 100 Seiten des Romans nicht mehr lebt, im Mittelpunkt der Handlung. Oder ich sage mal besser, sein Geheimnis. Weitere Zutaten sind die Albingenser, welche im 13ten Jahrhundert von der Römischen Kirche gnadenlos verfolgt werden, Yrmengard oder Elisabeth mit ihrer kleinen Nonnenschar der Zistensienserinnen, der kleine Ort Weißenstein oder Wizinsten, wo Elisabeth ein Kloster gründen möchte und ins Wespennest eines Geheimnises sticht. Ein Geheimnis, nach dem auch Rudolf von Habsburg mit seinen Meuchelmärdern hinterher ist. Soviel zur Geschichte, welche spannend beschrieben ist, ohne lange Lamentierereien und Erzählsträngen auskommt, und es somit dem Leser leicht macht, sich schnell in der Handlung zurecht zufinden und auch ins Mittelalter sofort einzutauchen.
Mir hat das Buch zu lesen, sehr viel Spaß gemacht, es wurde nie langweilig, sondern immer gab es neue Wendungen, welche die Handlung weiterhin in einem sehr schönen Spannungsbogen hielten und dabei trotzdem noch viel über die Menschen und die Hindergründe des ganzen "Trubels" preigab. Deshalb gab und gibt es von mir für das Buch 5 Sterne!

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Tags: friedrich ii, katharer, kloster, nonnen, rudolf von habsburg   (5)
 

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14 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

krimi, norwegen, oslo, genforschung, torkil damhaug

Schusslinie

Torkil Damhaug , Knut Krüger
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 03.08.2015
ISBN 9783426516157
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

"In der Schusslinie" heißt das neueste Werk des norwegischen Autors Torkil Damhaug und dieser Titel ist extrem passend. Der Medizinstudent und sehr erfolgreiche Vertreiber von Newlife Produkten, Sigurd, lernt die attraktive, aber auch undurchschaubare Katja kennen und gerät durch sie voll "in die Schusslinie", in dem auch der genauso undurchschaubare Ibro Hakanovic eine Rolle spielt. Dieser wird dann später im Roman im Krankenhaus ermordet durch den aus dem Iran geflohenen Krankenpfleger Arash aufgefunden. Erst ab diesem Moment eigentlich fängt der Roman wirklich an, spannend zu werden. Davor fand ich den Roman fast 90 Seiten lang, quälend langweilig, da sich alles wirklich nur um die Romanze oder sollte man sagen Beziehung zwischen Sigurd und Katja, dessen Mutter Jenny und deren in die Brüche gegangenen Ehe zu Sigurds Vater, dreht. Diese 90 Seiten hätte man, meines Erachtens durchaus, kürzer und lebhafter gestalten können. Ab der Ermordung von Ibro wird der Roman dann doch rasanter, spannender, wenngleich er nicht das Zeug zu einem Thriller hat, wahrschenlich will der Roman auch nicht wirklich ein Thriller sein. Aber zu einem Thriller fehlt eigentlich die Spannung, welche dann letztendlich erst in den letzten 80-100 Seiten des Romans aufkommt, wenn es um die Aufklärung geht, warum Ibro hatte sterben müssen. Alles in allem ein netter Unterhaltungsroman mit Spannungsbögen, einem etwas schleppenden Anfang, aber dafür dann doch mit einem rasanten Finish. Wer nicht auf krachende und nervenzerfetzende Thriller steht, aber dennoch etwas Spannung möchte, kommt mit "In der Schusslinie" sicherlich auf seine Kosten.

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257 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 56 Rezensionen

thriller, berlin, veit etzold, serienkiller, kannibalismus

Der Totenzeichner

Veit Etzold
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 16.07.2015
ISBN 9783404172290
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Bevor ich bei dieser Leserunde mit machte, habe ich von Veit Etzold bereits Final Cut und der Toteswächter gelesen, und war von diesen beiden Romanen schon richtig begeistert von der irrsinnigen Spannung. Davon hat der "Totenzeichner" eine Menge zu bieten! Aber alles der Reihe nach:
Der Todesengel scheint von Los Angeles nach 10 Jahren nun nach Berlin gekommen zu sein, und das Team um Clara Vidalis hat alle Hände voll zu tun, um diesen Irren, welcher seinen Opfern fein säuberlich das Herz herausschneidet, dingfest zu machen. Dies auch mit Unterstützung der damaligen Ermittler aus den USA. So weit, so gut, das Motto eines jeden Thrillers. Aber bei dem Totenzeichner ist es im Hintergrund der Handlung noch viel mehr. Denn das entscheidende bei diesem Roman ist nicht der Totenzeichner alleine, sondern der Hintergrund, warum der Totenzeichner überhaupt zu diesem wurde und warum er immer noch weiter morden darf, ja richtig, morden darf! Aber mehr wird hier nicht verraten.
Mir hat das Buch irrsinnig viel Spaß gemacht, die Handlungen sind schlüssig aufgebaut, von der ersten Sequenz des letzten Mordes des Totenzeichners in Los Angeles bis zum Finale. Na ja, man soll ja nicht wirklich "spoilern", aber beim Finale bleibt letztendlich etwas "offen" und das muß wohl so sein, um letztendlich die Hintergrundgeschichte des Totenzeichners zu einem logischen Ende zu führen. Wer Thriller a la Fitzek, Bolton etc. heiß und innig liebt, und wer keine Angst vor viel Blut und anderen "Ekeleien" hat, wer abartige Vorlieben, welche in diesem Roman ausgiebig diskutiert werden, nicht scheut, der kommt in diesem neuen Werk von Veit Etzold voll auf seine Kosten.
Da die Morde ziemlich deteilgetreu beschrieben werden und die Handlungen der Personen, hat man immer das Gefühl den Ermittlern über die Schulter zu schauen, man ist sofort in der Handlung. Es gibt keine langatmigen Ausführungen oder Erklärungen - es geht sozusagen sofort "zur Sache"!
Ich bin auf alle Fälle voll auf meine Kosten gekommen und hatte irrsinnig viel Spaß das Buch zu lesen.

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Tags: thriller   (1)
 

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liebe, hamburg, fußball, bochum, liebesroman

Wenn Schmetterlinge Loopings fliegen

Petra Hülsmann
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 18.06.2015
ISBN 9783404172726
Genre: Liebesromane

Rezension:

Nun bewerte ich doch glatt zum zweiten Mal einen typischen Frauenroman - von einer Frau eigentlich für Frauen geschrieben! Was? Ein Frauenroman, in dem es um Fußball geht - ja geht denn das? ES GEHT!
Und zwar richtig gut - Gut es wird nicht in typischer und epischer Breite die Abseitsfalle analysiert (ich glaube, dann wäre es nicht wirklich mehr ein Roman für Frauen ;-)) - ich weiß, böse ;-(() aber es geht wirklich auch in besonderer Weise um Fußball.
Mir hat der Roman richtig Spaß gemacht, auch wenn, wie in dem Erstlingsroman "Hummeln im Herzen" eigentlich so ziemlich über Männer "hergezogen" wird - aber nur, um dem Roman eine witzige und spritzige Note zu verpassen. Man denkt auch bei manchen Passagen schon - okay das könnte nun wirklich tatsächlich auch so sein.
Nun zur Handlung, die ist eigentlich schnell erzählt, weil so ein bisschen mich der Ablauf an "Hummeln im Herzen" erinnerte. Graue Maus - ja das ist auch noch der Nachname von Karoline, der Hauptakteurin in dem Roman, beendet ihr Studium und will in Hamburg groß rauskommen. Dafür verlässt Sie sogar ihre gewohnte Umgebung (vom Freund hatte sie sich getrennt, so ähnlich läuft das auch bei den Hummeln) in Bochum, um iin Hamburg Kariere zu machen. Leider macht Ihr das Leben oder der Staatsanwalt einen Strich durch die Rechnung, da es die Consultingfirma, wo sie anheuerte, leider nicht mehr gibt. Nur soviel sei gesagt, der Inhaber hat, wie so oft, leider den Rachen nicht voll genug bekommen und landet dafür im Knast. Sie nimmt einen Job bei Eintracht Hamburg (sehr witzig - ich musste als Eintracht Frankfurt Fan immer Frankfurt lesen und stolperte dann meist über Hamburg - sorry das musste ich als Mann auch mal los werden, war halt ungewohnt) als Nanny eines Spielers an. Ja richtig, als Kindermädchen und weiter dann als Mädchen für alles!
Nun wie es weitergeht und wie es ausgeht, müsst Ihr selbst lesen! Ich sage nur soviel - der Roman hat mir auch - und vielleicht auch wegen der vielen Klischees zu Männern, bei Männern und Beziehungen, welche hier liebevoll bemüht werden - supergut gefallen. Der Roman wirkt nie fade oder gar langweilig. Einfach lustig, spritzig, aber an manchen Ecken auch vorhersehbar. Solide und gut gemachter Roman eben für die Sommerabende, wo man sich bestimmt nicht mit "schwerer Buchkost" rumschlagen will. Den Nobelpreis für Literatur gibt es für den Roman bestimmt nicht, aber weil er mich richtig viel Spaß gemacht hat und auch ein "Männerthema" wie Fußball richtig gut und witzig auf die Schippe nimmt, gibt es von mir dafür 5 Punkte!!

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Tags: fußball und frauen   (1)
 

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46 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

französische revolution, französische revolutio, belletristik, deutsch, geschichtlich

Taschenbücher / Brüder

Hilary Mantel , Sabine Roth , Kathrin Razum
Flexibler Einband: 1.100 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag , 01.03.2016
ISBN 9783832162269
Genre: Historische Romane

Rezension:

Ehrlich gesagt, hat mich der Roman über die Entstehung der Französischen Revolution und den Werdegang der Hauptcharaktere der Revolution schon immer gereizt, denn es waren sehr blutige aber auch spannende Jahre der Französischen Geschichte. Allerdings sind die 1100 Seiten einfach zu lange - warum? Es ist auch unglaublich komplex geschrieben - teilweise in Rückblenden. Ich hatte echt meine liebe Müh und Not in einigen Passagen des Buches noch der Handlung folgen zu können. Gerade die Rückblenden zu einzelnen Prozessakten und Gesprächsakten (so sollte es wohl unter anderem von der Autorin gewollt sein) fand ich persönlich der Handlung und dem Erzählfluss richtig abträglich. Es machte das Buch stellenweise auch einfach zu langatmig. Ich habe durchaus verstanden, das man die Revolution nicht einfach an "ein paar Dingen so richtig aus- und festmachen kann", aber die Erklärungen dafür hatten für mich manches Mal einen zimelich langen Bart. Die Charaktere - gerade die Gegenspieler Danton und Robespierre - fand ich überragend und ausdrucksstark gezeichnet und dargestellt. Leider aber von mir nur 3 Sterne für den Roman.

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Tags: französische revolution   (1)
 

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457 Bibliotheken, 9 Leser, 7 Gruppen, 75 Rezensionen

thriller, dorf, arno strobel, sekte, psychothriller

Das Dorf

Arno Strobel
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 18.12.2014
ISBN 9783596198344
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ich hatte mir, bevor ich mir "Das Dorf" kaufte, ein paar der Rezesionen zu dem Buch durchgelesen. Eine davon war, die Sprache des Autors sei so kurz angebunden und abgehackt und deshalb kaum zu lesen. Nun Kettensätze sind es wirklich keine, aber wer braucht diese schon bei einem Thriller, in dem es Schlag auf Schlag geht? Ich nicht, und somit fand ich den Schreibstil von Arno Strobel einem Thriller genau angemessen.
Aber immer mal der Reihe nach - Bastian bekommt einen Anruf aus einem Dorf in der Nähe der Müritz - hätte auch wo anders in Deutschland sein können - aber auf alle Fälle ein Ort mitten im Nichts mit noch mehr Nichts drumherum. Wie gesagt, Bastian bekommt einen Anruf von seiner Ex, von der er immer noch schwärmt. Sie schwebe in Lebensgefahr und sei in einem Dorf mitten im Nichts gefangen. Bastian schnappt sich seinen Busenfreund Safi, einen jungen Mann mit einem ausgeprägten Zahlenspleen. Sie fahren zu diesem Ort um nach Bastians Exfreundin zu suchen.
Ehrlich gesagt, der Roman fängt spannend an, harmlos - nettes Dorf mit sonderbaren Menschen und einer "Sekte". Aber mit jeder Seite welche man liest, wird die Handlung immer sonderbarer, die Dinge manchmal vorhersehbar, aber auch, und das fand ich spannend, wieder völlig verrückt, surreal fast, aber immer noch im Rahmen einer glaubhaften Handlung. Bis zu einem fast schon unglaublichen Ende, aber eigentlich doch wiederrum logisch - denn ansonsten wäre das Ende eher nichts für einen Thriller, sondern eher für eine Fortsetzung eines "Harry Potter" Zauberlerlingsroman. Faktum - Mir hat der Roman außerordentlich gut gefallen, gut geschrieben, wunderbaren Spannungsmomenten. Man konnte am Ende das Buch nicht mehr weglegen. Also genau das, was einen sehr guten Psychothriller halt ausmacht. Deshalb auch 5 Sterne.

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Tags: thrille   (1)
 

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

syrien, flüchtlinge, geheimdienstthriller, politthriller

Tochter der Angst

Alex Berg
herunterladbare Audio-Datei
Erschienen bei Audible GmbH, 01.04.2015
ISBN B00UX47F10
Genre: Sonstiges

Rezension:

Zu Beginn des Buches hat es mich echt sehr gefesselt. Ich fand es ausgezeichnet, wie Alex Berg die verschiedenenCharaktere zeichnet. Besonders Marion Sanders und ihre Gründe, warum Sie Ehemann und Kinder in Hamburg lässt um bei
den Ärzten ohne Grenzen in Afrika anzuheuern. Ich finde auch, wie sie die Familie Bonnier, Jean und auch Claude
Baptiste beschreibt, ausgezeichnet. Man verliebt sich auch richtig in Paris, wenn man die Beschreibung der Plätze
sieht. Interessant wird die Handlung, wenn Marion das Bild der Frau in der Ausstellung entdeckt, ab da hat mich das Buch
eigentlich so richtig gefesselt, gepart mit einem sehr flüssigen Schreibstil ohne lange aneinander gereihten Sätze,
welche das lesen des Buches unheimlich "erleichtert". Die Spannung im Buch baut sich so nach und nach auf, ohne sich in
irgendwelche Situationen schlagartig zu entladen. Auch die Sorge um das kleine Mädchen Zahra und warum sie nicht reden
will, heizt die Spannung ungemein an.
Ehrlich gesagt, umso enttäuschender ist das Ende des Buches eigentlich. Man hat das Gefühl, JETZT müsste unbedingt
etwas passieren. Und.....es passiert eigentlich nicht mehr viel. Wobei ich denke, das es von der Autorin gewollt ist,
das Marion in Jordanien entschwindet. Das heißt wohl soviel, wie "Fortsetzung folgt"...Das Buch als Gesamtpaket hätte
von mir wenigstens 4 von 5 Punkte erhalten, allerdings das Ende des Buches drückt das Gesamtergebnis um einen Punkt auf
3 Punkte runter!

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67 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 26 Rezensionen

liebe, kaiser, maximilian i, maximilian, burgund

Ich, Maximilian, Kaiser der Welt

Peter Prange
Fester Einband: 672 Seiten
Erschienen bei FISCHER Scherz, 07.10.2014
ISBN 9783651000698
Genre: Historische Romane

Rezension:

Ich war im letzten Jahr in der Ausstellung zu Maximilian in den Reiss-Engelhorn-Museen in Mannheim, als ich von diesem Roman hörte. 2 Monate später war ich außerdem auf einer Lesung von Peter Prange zu diesem Buch bei Osiander in Speyer. Danach war mir klar, dass ich dieses Buch schnellstens lesen musste.

Es ist natürlich eigentlich schwer einem historischen Roman über eine historisch so herausragend belegte Person, wie Kaiser Maximilian zu schreiben, welcher nicht einfach die historischen Daten wie in einem Geschichtsbuch herunterbeten will. 

Aber genau das  ist Peter Prange mit diesem Roman echt sehr gut gelungen. Man hat dabei nie das Gefühl, das einem das Buch nur die geschichtlichen Eckdaten vermitteln will, sondern vielmehr den harten und steinigen Weg von Maximilian vom "Bettelprinzen" zum ruhmreichen "Kaiser" des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. Und steinig war dieser wirklich, wenn man den Berater von Frankreichs König Ludwig bedenkt, der vor keiner Intriege zurückschreckt, um dem aufstrebenden Habsburger die größten Brocken in den Weg zu legen. Inklusive persönlicher Schicksäle. Es zeigt aber auch, mit welchem Nachdruck und teilweise schon despotischen Zügen Maximilian seinen Weg zum Thron einschlägt und dabei auch Freundschaften in den Wind schlägt.

Erst fand ich es komisch, dass das Buch mit dem Tod Kaiser Maximilians anfängt, aber nach dem Ende des Buches war es einfach nur logisch, zeigt das Buch doch einen extremen Kampf mit großer Abnutzung an Leib und Seele des Kaisers, um seine Macht zu erreichen und sie auch zu erhalten.  Ich habe beim Lesen immer mal in Wikipedia geschaut, was denn da zu den weiteren Protagonisten des Romans geschrieben steht. Alles fast korrekt im Roman verarbeitet. Änderungen, um die Handlung zu gestalten, gibt Peter Prange am Ende des Romans ja auch zu. Nennen wir es dichterische Freiheit.

Das Buch hat mir sehr gut gefallen, war sehr gut recherchiert und hat anschaulich verdeutlicht, das die Kaiser und Könige es nicht immer so leicht hatten, wie es gerne gedeutet wird. Fakt ist aber, das Maximilian es auch den nachkommenden Generationen leicht gemacht hat, gibt es doch von keinem Herrscher dieser Zeit soviel Unterlagen, wie über ihn.

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392 Bibliotheken, 18 Leser, 4 Gruppen, 21 Rezensionen

usa, kalter krieg, berlin, ddr, berliner mauer

Kinder der Freiheit

Ken Follett , Dietmar Schmidt , Rainer Schumacher ,
Fester Einband: 1.216 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 16.09.2014
ISBN 9783785725108
Genre: Historische Romane

Rezension:

Der letzte Teil von Ken Folletts großer Triologie über das letzte Jahrhundert mit seinen beiden Weltkriegen und der Teilung der Welt in Kommunismus und Kapitalismus. Ich hatte vorher schon den 1. Teil "Fall der Giganten" mit dem 1. Weltkrieg als Hauptthema und 2. Teil "Winter der Welt" mit dem 2. Weltkrieg und dem Beginn der Aufteilung Europas in Kapitalismus und Kommunismus gelesen. Der 3. und letzte Teil dieser großartigen Triologie beschäftigt sich nun mit der Aufteilung Europas zwischen der NATO und USA und dem Warschauer Pakt und der UdSSR, ein weiteres sehr großes und spannend beschriebenes Thema ist der Kampf der in den USA unterdrückten Nicht-Weisen Rassen gegen die Apartheid (jawoll anders kann man es nicht nennen, wie die Südstaaten der USA mit den Farbigen und Latinos umgesprungen sind und es heute sogar noch tun). Wie immer hangelt sich Ken Follett gekonnt an den aus den anderen beiden Büchern bekannten Familien als Rückgrad für die Erzählung entlang. So wird man sehr schnell mit dem Buch vertraut. Sein Erzählstil ist sowieso ziemlich einprägsam, ja man kann fast sagen so melodisch, das man keine Probleme hat, der Handlung schnell zu folgen und mit dem Buch warm zu werden. Die Begebenheiten in dem Buch, welche der Realität entsprechen, sind unglaublich detailiert recherchiert, so dass man immer das Gefühl hat, gerade als es passiert, live und in Farbe dabei gewesen zu sein. Das macht dieses Buch so unglaublich spannend, obwohl man manche Begebenheiten in dem Buch durch die Nachrichten oder Geschichtsunterricht mit erlebt hat. Es fällt auch gar nicht auf, das die Hauptprotagonisten in dem Roman gar nicht existiert haben, so sehr realistisch werden diese Personen in die Handlung des Romans eingeflechtet - man merkt, das Ken Folletts Anspruch ist, nur das zu schreiben, was entweder tatsächlich so passiert ist, oder so und nicht anders hätte passiert sein können. Ken Follett hat mich auch mit diesem Roman wieder vollends überzeugt, das er historische Begebenheiten wunderbar in einen modernen Erzählstil näher bringen kann.

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92 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 47 Rezensionen

sizilien, mord, krimi, münchen, familie

Tante Poldi und die sizilianischen Löwen

Mario Giordano
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Ehrenwirth, 12.03.2015
ISBN 9783431039146
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Tja mit solch einer Tante wie Tante Poldi macht man eine Menge mit und es wird einem sicherlich nie langweilig. Eine rüstige Sechzigerin sagt dem Leben in München Adieu, um in Sizilien in einem heruntergekommenen Haus (dem Karma wegen) mit Blick aufs Meer und von der Dachterasse auf den Ätna sich dem Lebensabend oder besser noch dem Lebensende entgegenzusaufen. Leider kommt dabei ein Mordfall in die Quere und Tante Poldi ermittelt mit der ihr eigenen Art aus Italienischem Temperament und Bayuwarischen Schimm- und Kraftausdrücken, sicherlich auch mit einer gehörigen Portion Charme, Ausstrahlung und Karma, denn da versteht Sie was davon!
Ich hatte so meine Probleme in das Buch reinzukommen und brauchte ein bisschen, um mit dem Schreibstil und der Handlung warm zu werden. Das Springen zwischen der erzählten Handlung und immer wieder zu den Protagonisten in der Gegenwart zurück war nicht immer einfach, um "dabei zu bleiben". Auch fand ich den Anfang ein bisschen zuviel über Sizilien und die sizilianische Lebensart, es las sich teilweise eher wie eine Reiseempfehlung. Erst eigentlich mit dem Mord, dem Auftreten von Commissario Montana wurde die Handlung gradliniger und man wusste als Leser auch so langsam, wo die Reise lang ging. Das Buch ist sehr humoresk geschrieben und sicherlich ist auch das Auftreten von Ringo Starr als ein "alter Bekannter" von Tante Poldi genauso nicht ersnst zu nehmen, wie das der Ätna genau in dem Moment ausbricht, als Tante Poldi in Schwierigkeiten ist. Alle in allem dennoch ein ganz netter Schmöcker, der bestimmt nicht "ernst genommen" werden will. Wer eher Thriller liest und auf Spannungsmomente mit Nägelkauen steht, ist mit dem Buch nicht beraten. Wer eher einen Kluftinger mag und dann auch nichts dagegen hat, wenn die, tja wie soll man Sie nenne, die Tante Poldi - "Sizilianerin mit bajuwarischem Migratiionshintergrund" eben nicht in Bayern unterwegs ist, bis auf einen kurzen Abstecher mit dem Commissario nach München, sondern sich um die Ermittlungen in Sizilien kümmert und dabei auch den Alkoholkonsum nicht aus den Augen lässt, der ist hier sicherlich richtig.

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