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schweiz

Die Schweiz als Sonderfall

Paul Widmer
Buch
Erschienen bei Neue Zürcher Zeitung NZZ Libro, 01.10.2007
ISBN 9783038233688
Genre: Sachbücher

Rezension:

Wer als Trainer und Berater im deutschsprachigen Raum unterwegs ist, wird auch Österreich und die Schweiz als Tätigkeitsfeld sehen. Gerade die (deutschsprachige) Schweiz erweist sich dabei als weniger einfach, das fängt bereits bei der Sprache an: Schwüzerdüütsch ist deutlich eine andere Sprache als Hochdeutsch; Deutschen gegenüber bestehen durchaus Vorbehalte. Mehr über Mentalität und Entwicklung von Mensch und Land zu wissen, wird helfen, so oder so. „Die Schweiz als Sonderfall“ meint durchaus das Verhältnis nach draußen, siehe Neutralität, siehe Nichtmitgliedschaft EU, siehe Währung. Wie bei diesen Themen gibt es jedoch auch im Innenverhältnis durchaus Diskussion und Meinungsvielfalt, die sich in vielerlei Abstimmungen niederschlägt. Gerade bei der EURO 2008 mit Österreich und Schweiz als Gastgebern mag das neue Erlebnisse produzieren; Alex Capus (meist gelesener Schriftsteller der Schweiz) titelte in der SZ vom Silvester 2007 „Hilfe, Besuch kommt! Vor dem EM-Jahr 2008: Alle spotten über die Österreicher, dabei sind wir Schweizer mindestens genauso wunderlich“. Marktforscher entdecken „das Understatement der Milkies“ mit Schweiz-spezifischen Milieu-Definitionen, für die jedenfalls gilt: „Swissness ist Status!“: „Auch heute lesen die Schweizer, vor allem die Deutschschweizer, großen Wert darauf, nicht mit Deutschen verwechselt zu werden… Die Schweizer anerkennen somit problemlos, dass sie charakterlich den Deutschen am ähnlichsten sind. Fleiß, Zuverlässigkeit, Tüchtigkeit – das sind Tugenden, die wir an den Deutschen schätzen, aber auch uns selbst zugestehen. Schlägt diese Erkenntnis in Sympathie um? Weit gefehlt. Auf die Frage, welche Nachbarn man am sympathischsten finde, lagen die Italiener mit 32% an der Spitze, gefolgt von den Franzosen mit 26%, der Österreichern mit 22% und schließlich weit abgeschlagen den Deutschen mit 8%...“ (Seite 158). Hmm.
Von den vier Säulen des Sonderfalls, die der Autor definiert, entfällt die Mehrsprachigkeit weitest gehend, wenn Konzentration auf Deutschweiz angesagt ist; Neutralität, direkte Demokratie und Föderalismus spielen eine gewichtige Rolle. Sie wirken sich etwa in Aufenthaltsberechtigungen oder Wohnrechten aus; wer mit viel Geld kommt, scheint bevorteilt. Doch das ist „nur“ die eine Seite der Tätigkeit: Auch um Inhalte geht es, etwa bei Fragen der Kommunikation und Konfliktklärung: Das Schiedsgericht ist eine uralt eingeführte Instanz, nachgewiesen seit 1481: „Die Friedensschlichtung setzt Mehrheitsverfahren Schranken. Sie berücksichtigt auch andere Gesichtspunkte, verfährt oft nach dem Prinzip der Billigkeit, also nach einem, wie Kant es definierte, „Recht ohne Zwang“. Ein demokratisches Gemeinwesen muss auch den Anliegen der Schwächeren oder der Minderheiten entgegen kommen…“ (Seite 46).
Interessant auch der Blick auf das Thema Bildung (Seite 207ff.): „Unser Ausbildungssystem muss auf qualitative, nicht auf quantitative Ziele ausgerichtet sein… Den Erfolg der Schweizer Wirtschaft verdanken wir vornehmlich dem mittleren Kader, jenen Berufsleuten aus Industrie und Dienstleistungssektor, die über ein hohes Arbeitsethos verfügen, eine ausgeprägte Leistungsbereitschaft zeigen und ihr berufliches Können durch Weiterbildung aus eigenem Ansporn vervollkommnen.“ Dafür gibt es Kurse auch an Universitäten, doch sind auch die Unternehmen bereit, die Bereitschaft zur Weiterbildung der Angestellten zu stützen. Hier lohnt es sich zum Beispiel, die NZZ (Neue Züricher Zeitung) zu abonnieren, was auch tageweise möglich ist (Freitag, Samstag, siehe www.nzz.ch). Das hier besprochene Buch ist sozusagen ein „Ableger“ des Verlags.

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mittelalter, england, pest, historischer roman, kingsbridge

Die Tore der Welt

Ken Follett , , ,
Fester Einband: 1.295 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 29.02.2008
ISBN 9783785723166
Genre: Historische Romane

Rezension:

Ken Follett, Die Tore der Welt, Lübbe, ISBN 978-3-7857-2316-6, rez HPR
Bestens geeignet für mehrtägige Einsätze zur Entspannung, allerdings weniger als Bettlektüre: Fast 1.300 Seiten in der deutschen Übersetzung sind gut lesbar, weil ½ Jahrhundert beleuchtet werden. Schauplatz sind das spätmittelalterliche England mit Ausflügen nach Italien und Frankreich, verbunden durch kriegerische Auseinandersetzungen, Architektur und – die Pest… Doch geht der Lese-Gewinn dieses „Follett-Schinkens“ deutlich über das Belletristische hinaus: Wer Interesse an Geschichtlichem wie Kunstgeschichtlichem hat, wird unterhaltsam durch Themen wie Verhältnis Kirche-Staat, Untertanen-Adelshierarchie, Sakral- und Alltagsbauten, Medizin und Sexualität geleitet – das zweite „Pro“ der Fortsetzung von „Die Säulen der Erde“, das zwei Jahrhunderte früher spielte. Für Trainer, Berater und Personaler sicher am interessantesten der dritte Aspekt, der mich motiviert hat, diesen Titel für GABAListen zu rezensieren: Intensive Dialoge führen in Denken und Handeln von Einwohnern Westeuropas im 14. Jahrhundert ein. Dies sind Gesprächsführungen und Lösungsvorgehen die häufig wiederkehren:
• Verhandlung
• Konfliktbewältigung
• Kommunikation Generationen wie Stände übergreifend
… konkret als Verkauf/Kauf, Gerichtsentscheide, Wahlen kirchlicher wie weltlicher Häupter, Gender-Kommunikation...
Ein Teilzitat als Beispiel mag genügen:
Gwenda, eine der Hauptpersonen, erreicht durch geschicktes Verhandeln als Teilziel, dass die Entscheidung in einem Erbschaftsfall verschoben wird – und somit das Hauptziel erhalten bleibt: Dass ihr künftiger Ehemann Wulfric als potenzieller Erbe im Spiel bleibt. Dazu geht sie in mehreren Schritten vor wie folgt:
1. Sie erwähnt nebenbei diese Möglichkeit bei einem ihr wohl gesonnenen Einwohner des Dorfes, damit auf diese Weise zu starker Einfluss des Lehnsherrn auch in anderen Fällen vermieden werde; ein Appell ans Allgemeinwohl – der dann
2. … in ihrem Sinne einen Geschworenen beeinflusst – was sie selbst nicht tun kann: als Frau hat sie kaum Einfluss geschweige denn Stimmrecht
3. pflanzt sie dann Wulfric diese Chance ein, der eigentlich schon hatte aufgeben wollen – er kann den „Hauptfall“ nicht aufbringen, eine Art Erbschaftssteuer, und droht deshalb gegenüber einem finanziell potenten Bauern zu verlieren
4. argumentiert dieser im gewollten Sinn – und übertrumpft damit den bestechlichen Vogt, der als Richter vom Entscheid der Geworenen abhängig ist.
„David Johns meldete sich zu Wort. „Das Land eines Mannes sollte an seinen Sohn übergehen“, rief er. „Wir wollen bei unserem neuen Herrn… nicht den Eindruck erwecken, er könnte sich aussuchen, wer erben darf und wer nicht!“ Zustimmendes Raunen ging durch die Menge. Wulfric trat vor. „Ich weiß, dass du heute keine endgültige Entscheidung treffen kannst, Nate. Deshalb will ich warten, bis ein neuer Lehnsherr ernannt ist. Ich bitte nur darum, dass man mir gestattet, weiter das Land zu bestellen. Ich werde alles tun, um die Ernte einzubringen. Sollte ich scheitern, verlierst du nichts. Sollte ich Erfolg haben, stehst du bei mir nicht im Wort…“ Auf dem Gesicht des Vogts spiegelte sich Besorgnis. Er sah seine Felle davonschwimmen… „Also gut“, sagte er und spielte den Gnädigen…“. (Seite 282/283)
Weitere willkürlich ausgewählte interessante und des Zitierens werte Passagen finden sich zum Beispiel auf den Seiten 330ff., 564ff., 952f. – hier etwa zum Thema „situativ führen: hier direktiv“. Dass schließlich das Thema „Interkulturelles“ vielschichtig aufleuchtet, sei ergänzend erwähnt: Kirche-Adel-Abhängige genauso wie Insel-Festland… Ein vierter Aspekt als Lese-Anregung: Organisiert Innovationen entwickeln – mittelalterliche Kreativitäts-Strategien sozusagen. Beobachten, skizzieren, im Kleinen testen – im Großen anwenden, dafür steht zum Beispiel der Modernisierer Merthin als Baumeister. -
Natürlich wird dieses Buch „demnächst“ auch als Buchclub-Ausgabe und als Taschenbuch verfügbar sein; wer sein Englisch updaten möchte, kann selbstverständlich zum Original greifen (World without End). Meine Empfehlung ist: Jetzt rangehen – wer zuerst etwas aus den interessanten „Fall-Beispielen“ macht, hat in Seminaren, Workshops und Coachings die Nase vorn… - Wer übrigens bezogen auf den „reinen Lesegenuss“ vor knapp 1.300 Seiten eher Schau verspürt, weil das Erinnern über einen längeren Zeitraum hinweg erfordert, dem helfe dieser Hinweis: Follett versteht es exzellent, verwirrende Nebenstränge bestens zu erhalten. Führt er nämlich Personen und deren Umfeld nach längerem Zwischenspiel ins Geschehen zurück (etwa den Baumeister Merthin Bridger), fasst er in einigen Sätzen Erinnerungen an Vorheriges zusammen – und schon ist Leser voll im Bild…

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wirtschaft trainer hr pe

Humanomics

Uwe Jean Heuser
Fester Einband: 276 Seiten
Erschienen bei Campus, 08.02.2008
ISBN 9783593381176
Genre: Sachbücher

Rezension:

Was erwarten Sie von einem Buch dieses Titels und Untertitels? Offen gesagt, ich dachte an eine Erweiterung des häufig diskutierten „Humankapitals“ – und fand einen viel weiteren Bogen gespannt: Gemeint ist so etwas wie Verhaltens-Ökonomie. Weg vom homo oeconomicus, hin zu homo reciprocans. Ein Mensch nämlich, der weit weniger berechenbar scheint als dies Hirnforschung (Neuro-Marketing) und andere Wissenschaften beschreiben. Glücksforschung und Spieltheorie werden heran gezogen; es geht also weniger um Weiterbildung. Trotzdem lesen Weiterbildner dieses Buch mit Gewinn, denn es geht um „Verhalten“… und das ist manchmal absolut seltsam, klassische Maßstäbe angelegt, wie Beobachtung und Experimente zeigen. Beispiele gefällig?
„Es sollte uns eine Warnung sein, wenn wir in ein zweifelhaftes Projekt schon viel Geld versenkt haben, richtig? Ja, jedenfalls sollte es kein Grund sein,… schlechtem noch gutes Geld hinterher zu werfen. Trotzdem geschieht genau das oft… Dahinter stecken Heuristiken, diese Abkürzungen im Gehirn, mit denen sich so vieles bewältigen lässt.“ So verhält sich etwa auch der Spieler, der durch immer neue Einsätze verzweifelt versucht, Verluste wieder auszugleichen. Der auch dann weiter spielt, wenn ihm dies tatsächlich einmal gelingt. Das erinnert auch an das „Entlernen“, um Neues lernen zu können.
„Zufrieden ist der Mensch vor allem, wenn er mehr erreicht als andere.“ Etwa ein Jahreseinkommen von 100.000 € gegenüber einem von 80.000 € einer anderen Person, das eher genommen wird als 120.000 gegenüber 150.000 des Anderen: Themen für Team- und Kommunikations-Trainings, Themen für Personalentwickler? Glücksforschung kommt auch hier ins Spiel…
Besonders interessant die ausführliche Darstellung von Sach- und Geldkonto im Kopf, als unterschiedlicher Einstellung mit Gewinnen und Verlusten umzugehen, als Grundsatz-Ausrichtung etwa beim Kauf- und Verkaufs-Vorgang – wichtig für alle Vertriebs-Themen wie auch für die Interpretation von Ergebnissen der Hirnforschung: Auch dies scheint ein extremer Einfluss des limbischen Systems zu sein (siehe etwa www.limbic-personality.com – oder beim starken Promoter des Neuro-Marketing Dr. Häusel; mehrere Bücher von mir bereits rezensiert, siehe Archiv): Dieser Pamplona-Effekt (vom Autor so genannt in Anlehnung an Herden-Verhalten etwa beim jährlichen Stierkampf-Auftakt in Spanien, konkret: in Pamplona, mit immer wieder vielen Verletzten und durchaus auch Toten…) wirkt sich im Alltag konkret so aus, dass je nach „Eichung“ ein €uro (oder 10.000 €uro) einmal viel Geld zu sein scheint – dann plötzlich wieder sehr wenig: Der Krimskrams im „1 €-Laden“ ist kaum ein paar ct wert, dennoch scheint er günstig, weil alles „nur“ 1 € kostet. Zitat: „Hat man gerade im Glücksspiel gewonnen, kommt man in Konsumlaune. Hat man etwas verloren, scheint jeder Euro fürs Essen zu viel, obwohl sich doch die allgemeine finanzielle Lage kaum verändert hat. Oder so: Da hat man sich zwei Karten zu je 50 Euro für ein Fußballspiel besorgt, geht mit einem Freund zum Stadion und stellt fest, dass man die Tickets verloren hat. Es sind zwar noch welche zu haben, aber das würde ja weitere 100 Euro kosten. Also geht man wieder nach Hause. Gut und schön. Doch was geschieht, wenn man die Karten überhaupt erst am Stadion kaufen will und dort feststellt, dass 100 Euro in der Tasche fehlen – verloren oder geklaut. In einem solchen Fall würden die meisten Menschen die Tickets trotzdem kaufen. Menschen teilen wirtschaftliche Ereignisse nicht bloß in Gewinne und Verluste ein, sondern auch auf mentale Konten auf. Einmal geht der Verlust direkt aufs Konto „Stadionbesuch“, einmal aufs allgemeine Geldkonto.“ Finden Sie die Überlegung interessant? Dann wäre das ein Ansatz, über Konsequenzen auch in Training und Beratung nachzudenken. Sehr platt ist das allerdings vor allem ein weiteres Beispiel dafür, was andernorts im Marketing unter „Verpackung“ läuft; Hirnforschung spricht von „Bahnung“ – das Entstehen von Trampelpfaden im Gehirn mit dem Effekt verstärkten wie beschleunigten Neutronen-Wachstums in genau diese Region. Ergo: Doch wieder Hirnforschung? – Ziehen Sie Ihre eigenen Schlüsse – nach der Lektüre. Denn lesenswert ist Humanomics jedenfalls, wegen veränderter Sichtweisen, zusätzlicher Erkenntnisse, die einfließen – und der Weiterführung in Themen rund um Politik und gesellschaftliches Engagement; hier sind wir dann (wieder) bei Egoismus vs. Altruismus – wirklich „versus“?

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online werbung

Die Währung für Online-Werbung

Sandra Gärtner
Flexibler Einband: 244 Seiten
Erschienen bei Eul, J, 01.06.2007
ISBN 9783899366037
Genre: Sachbücher

Rezension:

Die Dissertation der heute bei AOL tätigen Online-Spezialistin ist naturgemäß vor allem für alle weiter führend, die damit befasst sind, Messinstrumente für Werbewirkung von Online-Medien zu optimieren. Besondere Herausforderungen liegen in der rasanten Entwicklung von Plattformen (Web 2.0) und Techniken, Inhalte darzustellen und Werbung einzublenden – im Verhalten der Nutzer, die selbst Content entwickeln und teils erhebliche Reaktanz gegenüber Werbung haben, über die sehr viele Inhalte-Anbieter sich nun mal finanzieren – weil die User möglichst nichts für wertvolle Content zahlen möchten. Daneben geht es darum, in einem rasant wachsenden Markt Vergleichs-Instrumente nicht nur innerhalb der Online-Medien zu haben, vielmehr mit Aussagen zur Werbewirkung klassischer Medien gleich zu ziehen, siehe Print (Tageszeitung, Zeitschrift…) oder FFF (Film Funk Fernsehen). Zweifelsfrei leistet die Autorin wertvolle Beiträge für die betreffenden Verbände (AGOF etc.); was bietet sie darüber hinaus dem Leser, der eher der Käufer von Online-Werbung ist – etwa Trainer, Berater, Personaler (im Recruitment zum Beispiel)? Nun, das beginnt damit, dass die detailreiche Herleitung von Kriterien und deren Diskussion (wie es einer Doktorarbeit gebührt) das Verständnis für viele Fachbegriffe deutlich erleichtert – und zwar weitest gehend neutral, aus wissenschaftlicher Sicht, dafür übrigens „trotzdem „erfreulich verständlich geschrieben, Kompliment! Auf der Höhe der Zeit ist man noch heute mit Begriffen wie „unique client“ oder „permanent cookie“; welche Schwierigkeiten bringt die Außer-Haus-Nutzung von Internet für den, der seine Zielpersonen möglichst „immer“ erreichen will, oder diese nun zuhause am eigenen PC sitzen, im Büro ins Internet gehen, im Hotel via WLAN, übers Handy oder bei Freunden… Die Autorin befasst sich mit bestehenden Online-Mediastudien und diskutiert diese nach einem von ihr entwickelten Kriterien-System, dessen Hauptüberschriften diese sind:
• Qualitätsanforderungen aus methodischer Perspektive
• Anforderungen seitens der Mediaplanung
• Rahmenbedingungen.
Ihr Fazit ist, „dass keiner der drei Ansätze alle Anforderungen erfüllt“, was sie zusammen fassend begründet. Entsprechend mündet die Arbeit in die „Entwicklung und Diskussion eines Alternativansatzes“, der aus Sicht der Autorin entscheidende Vorteile bietet: Sie hat einen„auf methodischen und marktorientierten Anforderungen basierten Ansatz zur Messung der Kommunikationsleistung von Online-Werbeträgern unter Berücksichtigung der Besonderheiten des Mediums“ entwickelt. Naturgemäß steht das Buch auf der Literaturliste der neuen AGOF-Akademie in Frankfurt, die Seminare zur Online-Mediaplanung für Agenturen bietet: Wer sich mit Online-Werbung befasst, sollte sich diese knapp 200 Seiten gönnen!

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