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35 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

physik, humor, science busters, österreich, tierreich

Gedankenlesen durch Schneckenstreicheln

Werner Gruber , Heinz Oberhummer , Martin Puntigam
Fester Einband: 250 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 24.09.2012
ISBN 9783446432154
Genre: Sachbücher

Rezension:

Selten habe ich ein derart kurzweilig geschriebenes Buch und schon gar nicht ein Sachbuch gelesen. Ein Gag jagt den anderen, eine kuriose wissenschaftliche Tatsache die nächste. Es liest sich so, wie das Gerede einer Person, die stundenlang reden kann, ohne zwischen den Sätzen Luft zu holen. Das vermittelte Wissen ist nicht nützlich aber unterhaltsam und obwohl es thematisch gelegentlich wie Kraut und Rüben durcheinander geht, gelingt es den Autoren sogar einen gewissen Spannungsbogen aufzubauen und Neugierde zu entfachen. Obwohl meine wissenschaftliche Allgemeinbildung ziemlich gut ist, waren mir sehr viele der vorgestellten Fakten bislang unbekannt. Zum Beispiel wusste ich nicht, dass man stirbt, wenn man sich drei Wochen nur von Ananas ernährt. Die sogenannten Faktenboxen heben das Buch dann vom üblichen belanglosen "Welt der Wunder"-Niveau ab und vermitteln durchaus interessantes und weitergehendes Wissen zu speziellen Themenkreisen, sodass man sein Allgemeinwissen auf hohem Niveau ausbauen kann und auch jede Menge Gesprächsstoff sammeln kann, um eingeschlafene Konversationen wieder anzukurbeln. Ich gebe diesem Buch 5 Sterne, aber ich muss dennoch die Innere Haltung der Autoren ein wenig kritisieren, in der ich auch eine gewisse Respektlosigkeit gegenüber dem Leben von Tieren erkenne, die vielleicht daraus resultiert, dass sie sich nie mit den Tieren, über die sie hier schreiben, ernsthaft auseinandergesetzt haben. Meine eigene Erfahrung aus dem Umgang mit Kaninchen ist jene, dass Katzen und Hunde Mühe haben, mit der Intelligenz dieser Nager mitzuhalten. Und die Autoren haben nichts besseres im Sinn, als zum Abschluss des Themas "Kaninchen" ein leckeres Kaninchenrezept abzudrucken. Wenn man weiß, wie intelligent die kleinen, unscheinbaren Tiere sind, würde man sie wohl kaum mehr verzehren wollen, obwohl sie - zugegeben - sehr lecker schmecken.

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

kurzgeschichten, single, familie, missgeschick, weihnachtsstimmung

Lasst uns roh und garstig sein

Dietmar Bittrich
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Rowohlt Taschenbuch, 01.11.2012
ISBN 9783499630187
Genre: Comics

Rezension:

Ein Buch voller Kurzgeschichten zum Thema Weihnachten, wie man es lieber nicht erleben möchte. Diese Zweideutigkeit darf auch als solche verstanden werden. Positiv zu vermerken wäre, dass fast alle Geschichten stilistisch recht manierlich und humorvoll geschrieben sind. Getrübt wird diese Feststellung allerdings durch die Tatsache, dass den meisten Geschichten gegen Ende die Luft ausgeht und nur selten einen Abschluss durch eine hübsch inszenierte Pointe finden. Die Inhalte der 24 Geschichten unterschiedlicher Autoren kreisen allzu intensiv um die Themen "Studentenjob als Weihnachtsmann", "Knatsch mit der Verwandtschaft" und "Aufgabe liebgewonnener Rituale". Selten wird dem Leser etwas Abwechslung durch thematisch völlig abweichende Episoden gegönnt. Unter dem selbstgewählten Druck, Kreatives produzieren zu müssen, leidet dann auch die Glaubwürdigkeit so mancher Erzählung. Wer glaubt, dieses Buch an einem Stück durchlesen zu wollen wird bereits bei der zweiten Geschichte jäh gebremst. Zu stark unterscheiden sich die Schreibstile und eine Pause zur inneren Umstellung scheint mir zwischen den einzelnen Werken geboten. Auch um thematische Wiederholungen besser zu überstehen scheint eine Lesepause zwischen den Kurzgeschichten angebracht. Als literarischer Adventskalender bietet das Buch sowohl für Weihnachtsmuffel als auch für Weihnachtsfans ein wenig Kurzweil, es gibt aber sicher bessere Möglichkeiten im Buchladen 10 Euro zu investieren.

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5 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 1 Rezension

Das Reihenhaus vom Nikolaus

Frank Schwellinger ,
Flexibler Einband: 192 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 01.11.2012
ISBN 9783499630095
Genre: Sachbücher

Rezension:

Mathematische Knobeleien vom Feinsten verspricht der Buchrücken und der Buchrücken behält Recht. Schön abwechslungsreiche Rätsel in schöne weihnachtliche Texte und einen schönen Umschlag verpackt. Frau Schlaudrauf soll nur mit einer Schere bewaffnet einen perfekten sechszackigen Stern ausschneiden, während Archäologe Dschungelschreck kurz vor Weihnachten mit Hilfe logischer Überlegungen einem wilden Eingeborenenstamm entkommen muss und Mathelehrer Winkler als Vertretung die letzte Kunststunde vor den Weihnachtsferien übernommen hat. Obwohl es einige superknifflige Aufgaben gibt, auf die engagierte Tüftler auch keinesfalls verzichten möchten, enthält das Buch viele nette Rätsel, die einen nicht gleich zur Verzweiflung bringen. Die Rätsel, die im Anspruch zwischen Grundschule und Abiturswissen variieren, sind insgesamt humaner als diejenigen des Vorgängerbuches "Das neue Haus vom Nikolaus" desselben Autors. Das entscheidende Kaufkriterium ist aber das Versprechen, dass dieses Buch wieder ausschließlich neue Rätsel enthält, die noch nirgendwo sonst veröffentlicht wurden, ganz im Gegensatz zu den Werken vieler anderer Autoren, die sich darauf beschränken, bereits lange bekannte Rätsel und vielfach anderswo veröffentlichte Aufgaben zu sammeln und in Buchform herauszugeben. Der Wert eines Sachbuches bemisst sich vor Allem auch an der Menge, die es an neuen Inhalten zu bieten hat. Wer Mathematik nicht mag, für den ist dies nicht das richtige Buch. Wer keine Berührungsängste zur Mathematik verspürt und gerne knobelt, dem kann ich das Buch nur empfehlen. Originalität des Inhalts sowie der Präsentation und die gut ausbalancierte Schwierigkeit der Rätsel können auf ganzer Linie überzeugen.

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Sammeln Sie Punkte?

Nicola Holzapfel
Flexibler Einband: 207 Seiten
Erschienen bei dtv, 17.11.2011
ISBN 9783423346863
Genre: Sachbücher

Rezension:

Da ich mit einer gewissen Leidenschaft versuche, günstig einzukaufen, bekam ich dieses Buch, das sich im weitesten Sinne dieser Thematik widmet, letzte Weihnachten als Geschenk. Die Autorin schildert einen langwierigen Weg vom anfänglichen Enthusiasmus bis zur endgültigen Desillusionierung durch die Welt der Treuepunkte, Gewinnspiele und Kundenkarten als moderne Marketinginstrumente. Persönliche Erlebnisse werden immer wieder durch wissenschaftliche Studien erklärend kommentiert. Positiv fällt auf, dass die Autorin all diese wissenschaftlichen Ergebnisse noch einmal am Ende des Buches gesammelt aufführt, so dass man sich rasch über die harten Fakten informieren kann. Ich persönlich hätte es vorgezogen, wenn die Quintessenzen etwas detaillierter und umfangreicher geschildert worden wären. Der Fortschritt Ihrer Selbsterkenntnisse ist schön in einzelne Kapitel gegliedert. Für Menschen, die bislang arglos Treueprogrammen und ähnlichem auf den Leim gingen ist diese langsame und behutsame Hinführung zur Thematik sicher kein verkehrter Ansatz. Für kritsche Verbraucher mit entsprechendem Vorwissen bietet das Buch hingegen keine neuen Einsichten. Während die Autorin sich bemüht, Ihre Erlebnisse humorvoll zu schildern, ist dieses Bemühen teilweise auch gelungen. Als männlicher Leser wird man sich aber möglicherweise sehr schwer tun, das geschilderte weibliche Konsumverhalten zwischen Schuhgeschäften, Friseuren und Kosmetikläden nachzuvollziehen.

Fazit: Das Buch kann man sicherlich an einem langweiligen, grauen Tag als Zeitvertreib lesen, aber in Begeisterung konnte es mich nicht versetzen. Wer allerdings wirklich glaubt, Kundenkarten oder Gewinnspiele verhelfen irgend jemand anderem als dem Händler zu einem Vorteil, dem sei es als interessanter Eye-opener zu empfehlen.

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30 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

science fiction, kult, science-fiction, sf, odyssee

Odyssee 2010

Arthur C. Clarke
Flexibler Einband
Erschienen bei Heyne
ISBN 9783453022843
Genre: Science-Fiction

Rezension:

2010 ist zwar schon Vergangenheit, aber doch noch nicht so lange, dass jetzt nicht ein guter Zeitpunkt wäre, dieses Buch, die Fortsetzung zu "2001 - Odysee im Weltraum" zu lesen. Arthur C. Clarke distanziert sich auch in diesem Werk wieder angenehm von althergebrachten Klisches über die Beschaffenheit und die Absichten möglicher außerirdischer Besucher. Da ich bereits vor Jahren die Verfilmung gesehen habe, hat mich das Buch doch sehr überrascht, da hier auch den Chinesen, die im Film überhaupt nicht vorkommen, eine bedeutsame Rolle beim Wettrennen zum Jupiter zufällt. Arthur C. Clarke beherrscht die Kunst, unsere menschlichen Möglichkeiten technisch wie auch gesellschaftlich in rationalen Bahnen zu halten und kennt sich mit atmosphärischen Bremsmanövern genauso gut aus, wie er auch die Entwicklung Chinas zu einer ernstzunehmenden Weltraummacht als reale Möglichkeit prognostizierte. Und völlig ohne Verrenkungen gelingt es ihm, extraterrestrisches Leben in höchst exotischer Erscheinungsform mit uns völlig andersartigen Menschen zu konfrontieren. Die geschilderte Art der Begenung mit Außerirdischen wird auch in 1000 Jahren nicht lächerlich wirken und dem Autor ist wieder ein Werk von zeitloser Relevanz gelungen. Obwohl ein Sequel, so ist zumindest das Buch ein Meisterwerk welches 5 Sterne wirklich ohne Einschränkung verdient hat.

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17 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

freundschaft, streiche, jungs, uli, nichtraucher

Das fliegende Klassenzimmer

Erich Kästner , Walter Trier
Flexibler Einband: 176 Seiten
Erschienen bei Dressler, 24.06.2009
ISBN 9783791530482
Genre: Klassiker

Rezension:

Eigentlich 4,5 Eselsohren die dann aber zu 5 aufgerundet werden. Die kindliche Empfindungswelt wird sehr gut eingefangen und auch ausgedrückt. Traurige Ereignisse kommen vor, werden aber nicht mit unangebrachter erwachsener Sentimentalität sondern der Kindern eigenen seelischen Kraft und Flexibiltät dargestellt. Einige Vorgänge finde ich von ihrer Struktur her ziemlich komplex für ein Jugendbuch, besonders die Rivalitäten zwischen den "Realisten" und den "Gymnastikern". Gezeichnet wird eine Welt, in der die Jugendlichen viele Freiheiten besitzen und dennoch Werte vermittelt bekommen, eine Welt, die nur noch wenig mit unserer normgefluteten Gesellschaft gemein hat und die Erwachsene zum Nachdenken darüber anregt, ob früher, wenn schon nicht Alles, so doch wenigstens Einiges besser gewesen war als heute. In diesem Punkt muss ich dem Erzähler allerdings widersprechen: Für mich war die Kindheit definitiv ein prima Kuchenteig, obwohl es einige Wehwehchen und gefährliche Situationen zu bestehen galt.

Fazit, ein Buch, welches ich heutigen Kindern (und auch Erwachsenen) durchaus zum Lesen empfehlen würde.

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