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33 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

iran, vergangenheit, migrationshintergrund, beerdigung, reise

Sechzehn Wörter

Nava Ebrahimi
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei btb, 27.03.2017
ISBN 9783442756797
Genre: Romane

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12 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

pfau, chefin, kommunikation, teambuilding, highlands

Der Pfau

Isabel Bogdan , Christoph Maria Herbst
Audio CD
Erschienen bei Argon, 24.05.2017
ISBN 9783839893319
Genre: Romane

Rezension:

‚Einer der Pfauen war verrückt geworden. Vielleicht sah er auch nur schlecht, jedenfalls hielt er mit einem Mal alles, was blau war und glänzte, für Konkurrenz auf dem Heiratsmarkt.‘

Lady und Lord McIntosh leben in einem etwas in die Jahre gekommenen Herrenhaus in den schottischen Highlands. Hier gibt es noch Stromanschlüsse von anno dazumal und prähistorische Wasserleitungen, die für einen kaum vorhandenen Wasserdruck sorgen.

Die McIntoshs vermieten ein paar rustikale Cottages an Touristen oder für Veranstaltungen, und es gibt auf dem Anwesen mehrere Pfauen, wobei einer der Vögel eines Tages ein sonderbares Verhalten gegenüber blauen Gegenständen entwickelt.

Eines Winters kommen mehrere Mitarbeiter einer Londoner Privatbank für ein verlängertes Wochenende zur Teambildung auf das Landgut der McIntoshs: die Leiterin der Abteilung, die (ausgerechnet!) mit einem blauen Sportwagen anreist, eine Psychologin, eine Köchin und vier Mitarbeiter.

Mir hat das Hörbuch zu Isabel Bogdans Roman ‚Der Pfau‘ viel Spaß gemacht, und es hat mich durchweg perfekt unterhalten. Zwar erscheinen die Ereignisse im Zusammenhang mit dem Pfau und den Bankern bisweilen sehr slapstickartig, aber da ich das Vereinigte Königreich selbst schon mehrmals bereist habe, kann ich sagen, dass z.B. die Schilderungen der Wohnsituation sehr realistisch sind und dadurch noch amüsanter wirken.

Die Beschreibungen des Herrenhauses und der gesamten Szenerie empfand ich als besonders gelungen, denn ich hatte beim Hören stets das Landgut und die Highlands vor Augen. Auch die Personen wurden - wenngleich mit einem Augenzwinkern, leicht karikaturesk und überspitzt - hervorragend charakterisiert und überzeugend gezeichnet.

Das Hörbuch wird exzellent von Christoph Maria Herbst gelesen, der der Geschichte die passende spöttische Färbung und Stimmlage verleiht.

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Waldwelten

Kilian Schönberger , Viktoria Urmersbach
Fester Einband
Erschienen bei Frederking & Thaler, 20.09.2017
ISBN 9783954162291
Genre: Sachbücher

Rezension:

‚Waldwelten‘ beinhaltet großformatige, oft doppelseitige Fotografien von verschiedenen Wäldern, wobei die meisten Fotos in deutschen Wäldern aufgenommen wurden, aber auch ein paar Wälder der Nachbarländer Deutschlands abgebildet sind.

Kilian Schönberger hat auf seinen Fotos spektakuläre Motive auf technisch exzellente Weise eingefangen, die zudem sehr hochwertig auf dickem Papier gedruckt wurden.

Das gesamte Buch ist von sehr hoher Qualität und zeigt wunderschöne Aufnahmen, die z.B. mit Neutraldichtefiltern fotografiert wurden, Spiegelungen in Gewässern zeigen, aus ungewöhnlichen Perspektiven geschossen wurden und durch Nebel und Reflexionen bisweilen abstrakt und unwirklich erscheinen.

Die Fotos werden von knappen Legenden begleitet und durch längere einführende Texte erweitert. Dabei erfährt der Leser mehr über die Geschichte des Waldes, den Wandel vom düsteren Ort voller Gefahren zu einem Sehnsuchtsort der Waldeinsamkeit und Entspannung, über Evolution, Geologie, Klimawandel, Flora und Fauna. Die Texte sind abwechslungsreich und sowohl informativ als auch stimmungsvoll.

Der Fokus liegt dabei eindeutig auf den unglaublich schönen, magischen, faszinierenden und ästhetischen Fotografien, die ‚Waldwelten‘ zu einem meiner Lieblingsbildbände 2017 machen.

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34 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 5 Rezensionen

Das Tagebuch der Anne Frank

Ari Folman , Anne Frank , David Polonsky , Mirjam Pressler
Fester Einband: 160 Seiten
Erschienen bei S. FISCHER, 05.10.2017
ISBN 9783103972535
Genre: Comics

Rezension:

‚Es ist mir nun mal unmöglich, alles auf der Basis von Tod, Elend und Verwirrung aufzubauen. Ich sehe, wie die Welt langsam immer mehr in eine Wüste verwandelt wird, ich höre den anrollenden Donner immer lauter, der auch uns töten wird, ich fühle das Leid von Millionen Menschen mit.‘

Ari Folman und David Polonsky haben - nach dem gemeinsamen Erfolg mit dem Animationsfilm und der Graphic Novel ‚Waltz with Bashir‘ - ‚Das Tagebuch der Anne Frank‘ als Graphic Diary umgesetzt. Ich habe das Tagebuch vor etwa 20 Jahren gelesen, konnte mich jedoch kaum noch an Details erinnern, so dass ich das Graphic Diary nicht nur als visuell spannende Variante des Tagebuchs, sondern auch als inhaltliche Auffrischung verstanden und erlebt habe.

Anne Frank erzählt in ihrem Tagebuch von der Bedeutung des Judentums in ihrer Familie, vom Erstarken des Nationalsozialismus, von der Flucht aus Deutschland, vom neuen Leben im vorerst sicheren Amsterdam und schließlich vom monatelangen Verstecken im Bürogebäude von Annes Vater.

Anhand ihrer Aufzeichnungen erfährt der Leser nicht nur von der politischen Situation, der Ausgrenzung, Angst und Sorge, sondern auch von ganz persönlichen Problemen der jugendlichen Anne, die das Gefühl hat, nicht geliebt zu werden, stets im Schatten ihrer Schwester zu stehen, für alle und alles der Sündenbock zu sein.

Folman und Polonsky haben das Tagebuch meiner Meinung nach exzellent umgesetzt und veranschaulichen Annes Gedanken und Gefühle sowie die Geschehnisse in Deutschland und den Niederlanden auf sehr gelungene Weise. Die Zeichnungen sind durchweg wunderbar und oft sehr lebensnah, weisen schöne, liebevolle Details auf und sind bisweilen sehr phantasievoll und kreativ. Obwohl die Geschichte für das Graphic Diary gekürzt wurde, kann man dem Verlauf dennoch problemlos folgen, und es ging keine wesentliche Information verloren.

Damit kann ich das Graphic Diary für alle empfehlen, die sich zum ersten Mal mit Anne Frank auseinandersetzen bzw. die Geschichte wieder auffrischen möchten, aber auch allen ans Herz legen, die ‚Das Tagebuch der Anne Frank‘ auf eine neue Art kennenlernen wollen und Gefallen an schönen Zeichnungen finden.

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19 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

schweden, hörbuch, random house audio, gefängnis, missbrauch

Verfolgung

David Lagercrantz , Ursel Allenstein , Dietmar Wunder
Sonstiges Audio-Format
Erschienen bei Random House Audio, 07.09.2017
ISBN 9783837138832
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ich habe die drei Stieg Larsson-Bücher mit großer Begeisterung gelesen und das vierte Buch der Reihe, das aufgrund des frühen Todes Larssons allerdings von David Lagercrantz geschrieben wurde, als Hörbuch gehört. Der vierte Band hat mir auch gefallen, hat mich jedoch nicht komplett mitreißen können. Das fünfte Buch ‚Verfolgung‘ fühlt sich meiner Meinung nach aber wieder wie ein ‚echter‘ Larsson an.

Nach den Ereignissen in Band 4 sitzt Lisbeth Salander eine kurze Haftstrafe im Frauengefängnis Flodberga ab. Hier hat sich die Inhaftierte Benito zur Anführerin aller Häftlinge gemacht und übernimmt jeden Abend die Herrschaft über das Gefängnis. Sie und ihre Schergen quälen, verprügeln, mobben und misshandelt andere Häftlinge - und die Wachen schauen weg, haben selbst Angst vor Vergeltungsaktionen.

Lisbeth hält sich aus den Rivalitäten größtenteils heraus, doch dann stellt sie sich auf die Seite von Faria, die gerade das allabendliche Opfer Benitos ist. Damit gerät Lisbeth ins Fadenkreuz Benitos und muss nun selbst um sich und ihre Sicherheit fürchten.

Holger Palmgren, der lange Jahre Lisbeths Mentor war, hat in der Zwischenzeit neue Unterlagen aufgetan, die Lisbeths Kindheit ausführlicher beleuchten. Da Lisbeth im Gefängnis kaum Zugang zu Computern und Internet hat, bittet sie Mikael Blomqvist um Hilfe, damit er sie bei der Recherche in diesem Sachverhalt unterstützt.

Die Spur führt zu dem Finanzanalysten Leo Mannheimer, der aus wohlhabenden Kreisen stammt. Doch was hat er mit Lisbeths Vergangenheit zu tun?

Ich habe das Hörbuch fast am Stück gehört und war durchweg sehr gefesselt. Hier gibt es wirklich keine Stelle, die langatmig ist, die für die Geschichte irrelevant erscheint, die den Hörer nicht zum Weiterhören animiert.

Dies liegt zum Einen sicher an Lagercrantz‘ Fähigkeit, die Geschichte um Lisbeth und Mikael auf gelungene Weise weiterzuspinnen. Er nimmt viele Fäden auf, beschreibt seine Protagonisten detailliert und auf sehr anschauliche Weise, führt die Fäden im Laufe seines Buches alle wieder zusammen und bleibt dabei glaubwürdig.

Zum Anderen wird das Hörbuch sehr ansprechend von Dietmar Wunder gelesen. Obwohl ich sehr viele Hörbücher höre, kann ich mich nicht erinnern, seine Stimme schon einmal gehört zu haben. Wunders tiefe Stimme passt meiner Meinung perfekt zum Buch und sorgt für die richtige Stimmung in dieser eher düsteren Geschichte. Wunders Stimme hat mich - neben dem packenden Plot - bei der Stange gehalten, und ich hatte das Gefühl, ich könnte ihm ewig zuhören.

Ich finde, Lagercrantz hat seine Sache sehr gut gemacht und die Reihe würdig weitergeführt, so dass ich ‚Verfolgung‘ für Einsteiger, aber auch für Liebhaber Larssons empfehlen kann.

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zauberei, potter, bücherreihe, kinder- und jugend, fantasy

Harry Potter und der Gefangene von Askaban

Joanne K. Rowling , Klaus Fritz , Jim Kay
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 04.10.2017
ISBN 9783551559036
Genre: Fantasy

Rezension:

Ich habe die Harry Potter-Bände x-mal gelesen und als Hörbuch gehört, besitze die gesamte Reihe auf Deutsch und auf Englisch. Eigentlich sollte man meinen, dass dies genug Harry Potter für einen Haushalt ist, aber dann habe ich vor zwei Jahren den ersten Band der illustrierten Ausgabe entdeckt und beschlossen, dass ich diese nun auch noch unbedingt haben muss.

Die illustrierte Ausgabe von ‚Harry Potter and the Prisoner of Azkaban‘ ist genauso schön, wie ich das nach den wundervollen ersten zwei Bänden erwartet habe. Das Anschauen des Buches macht schlichtweg Spaß, und die Detailverliebtheit des Illustrators Jim Kay ist schier unglaublich.

Englischsprachige Rezensenten auf anderen Plattformen haben teilweise bemängelt, dass es nur wenige Zeichnungen im Buch gibt, und ich habe, ehrlich gesagt, keine Ahnung, wie sie darauf kommen, denn das Buch ist wunderbar und üppig bebildert, und die Zeichnungen sind so detailliert, so lebendig und so liebevoll, dass ich das Buch stundenlang anschauen könnte, weil ich immer wieder etwas Neues entdecke. Dabei haben mich einige der Zeichnungen besonders beeindruckt, z.B. die der Dementoren, die tatsächlich schwebend und nicht greifbar erscheinen, die von Harrys Patronus, der regelrecht schimmert und strahlt, so wie man das von einem Patronus erwartet, die vom Gewächshaus, das so magisch und so wundervoll ist, wie ich es mir nie hätte vorstellen können, die von Severus Snape, der aussieht wie ein altes Gemälde, die des Werwolfs, der gefährlich aussieht und so genau gemalt wurde, dass man meint, es gäbe ihn wirklich.

Das Buch ist von vorn bis hinten hochwertig: wunderschön illustrierter Schutzumschlag mit reliefartigen Buchstaben, robuster Pappeinband in Lila, großartige Zeichnungen auf Vor- und Nachsatz, hochwertiges, dickes, glänzendes Papier mit beeindruckenden Illustrationen. Die Geschichte selbst ist ungekürzt, so dass man sich problemlos die illustrierte Ausgabe kaufen und die nicht-illustrierte weggeben kann, falls man nicht unbegrenzt Platz im Bücherregal hat.

Ich finde, dass Kay der ohnehin großartigen Harry Potter-Welt noch etwas mehr Magie und Zauber einhaucht, obwohl ich das aufgrund von J.K. Rowlings Perfektion, Detailliertheit und sagenhafter Vorstellungskraft nicht für möglich gehalten habe.

Ich freue mich schon darauf, das Buch wieder und wieder anzuschauen (und zum x-ten Mal zu lesen), und darauf, nächstes Jahr 'Harry Potter and the Goblet of Fire' in den Händen zu halten.

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amisch, thriller, linda castillo, painters mill, new york

Böse Seelen

Linda Castillo , Helga Augustin
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 27.07.2017
ISBN 9783596298013
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

‚Freundlich und offen gegenüber Neuankömmlingen. [...] Aber es liegt auch eine seltsame Anspannung in der Luft.‘

In Roaring Springs wird die Leiche einer 15-Jährigen gefunden, die nur wenige Meilen von ihrem Zuhause entfernt erfroren ist. Bei der Obduktion wird festgestellt, dass das Mädchen ein starkes Schmerzmittel genommen hatte und dass bei ihr kürzlich eine Abtreibung vorgenommen wurde.

Neben der Frage, was das Mädchen bei klirrender Kälte im Wald gesucht hat, ist zudem auffällig, dass sie einer Nachbarin wenige Wochen vor ihrem Tod erzählt hatte, dass ‚schlimme Dinge‘ in der amischen Gemeinde passieren.

Alles deutet auf ein Problem mit dem neuen Prediger Eli Schrock hin, denn er treibt einen Keil zwischen Amische und Englische, d.h. Nicht-Amische, und gilt zudem als extrem strenger Mann, der auch vor schweren Bestrafungen nicht zurückschreckt.

Die New York State Police bittet Kate in diesem Fall um Hilfe, da sie als ehemalige Amische das nötige Wissen über das Leben in der Gemeinde hat und die Polizei glaubt, dass die amischen Kinder und Jugendlichen in Roaring Springs in Gefahr sind. Kate soll undercover in der amischen Gemeinde leben und so versuchen, an Informationen zu gelangen.

Ich bin eigentlich keine Thriller-Leserin, aber Linda Castillos Kate-Burkholder-Reihe habe ich komplett gelesen und werde auch in Zukunft zu ihren Büchern greifen, da die Fälle stets spannend sind, mir die Einblicke in die Welt der Amischen gefällt und ich die Entwicklungen im Privatleben der Protagonisten gerne verfolge.

Auch der achte Fall ist sehr spannend, meiner Meinung nach sogar der spannendste der bisher erschienenen Bände. Die Stimmung in Roaring Springs ist sehr düster, und die Szenerie gespenstisch. Allein die Tatsache, dass sich Kate in einem Trailer ‚in the middle of nowhere‘ niederlässt und fernab der Zivilisation lebt, empfand ich als so spannend und unheimlich, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Die letzten 200 Seiten habe ich deshalb bis spät in die Nacht hinein fertig gelesen und habe mich dabei häufig gegruselt.

Die Auflösung des Falls empfand ich als nicht allzu überraschend, und insgesamt hat Castillo durchaus etwas zu dick aufgetragen. Dennoch fand ich das gesamte Buch so fesselnd, dass ich es ohne Bedenken empfehlen kann, wenn man ein Buch sucht, das man bis in die späte Nacht liest und das einen nicht loslässt.

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Leg dich nicht mit Krähen an!

Jörg Zittlau
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 14.07.2017
ISBN 9783746632933
Genre: Sachbücher

Rezension:

‚So sind in Großstädten wie Berlin, Dresden, Bremen und Koblenz bereits ganze Stadtteile unter der Kontrolle von zivilisationstauglichen Raben und Krähen. Sie zwacken den Hunden in die Schwänze, greifen sich die Bretzel aus der Babyhand, reißen gelbe Säcke auf und picken für den Nestbau Dichtungen aus den Fenstern.‘

Anders als Tiere und Pflanzen, die sich an sich verändernde Umweltbedingungen anpassen müssen und nur dann überleben, wenn sie dies erfolgreich bewältigen, modifiziert der Mensch seine Umwelt so, dass sie für ihn und seine Bedürfnisse passt.

‚Mittlerweile haben die Anpassungsleistungen des Menschen jedoch Dimensionen erreicht, die deutliche Spuren in der Umwelt hinterlassen und dadurch den Anpassungsdruck auf deren Bewohner extrem erhöhen. [...] Der Mensch verändert die Umwelt in einem Eiltempo, das normalerweise in der Evolution nicht vorkommt; es sei denn, dass ein Meteor einschlägt oder gleich mehrere Vulkane ausbrechen.‘

Der Wissenschaftsjournalist Jörg Zittlau erzählt in seinem Buch ‚Leg dich nicht mit Krähen an!‘ auf ebenso unterhaltsame wie lehrreiche Weise von orakelnden Cephalopoden, AKW-verstopfenden Mondquallen, Emu-Kriegen, U-bahn-fahrenden Straßenhunden, zählenden Krähenvögeln, übergriffigen Elefanten, lügenden Schimpansen, empathischen Ratten, eingeschleppten Aga-Kröten und radioaktiven Staren.

Mir hat die Lektüre von ‚Leg dich nicht mit Krähen an!‘ viel Freude bereitet, und obwohl ich mich schon recht intensiv mit Tieren beschäftigt habe, bin ich hier auf erstaunliche Geschichten gestoßen, von denen ich bisher noch nie gehört oder gelesen hatte. Diese Geschichten sind häufig so skurril, absonderlich und faszinierend, dass ich beim Lesen oft ein Lächeln im Gesicht hatte, weil sie Tiere von einer ungewöhnlichen Seite zeigen, immer wieder deutlich machen, wie gerissen Tiere sind, und veranschaulichen, wie hilflos der Mensch Tieren oft gegenübersteht, obwohl er sich selbst gern als ‚Krone der Schöpfung‘ betrachtet.

Damit finde ich das Buch nicht nur besonders spannend und informativ, sondern auch wichtig, so dass ich es allen empfehle, die sich intensiver mit Tieren sowie mit den Konsequenzen menschlichen Verhaltens auseinandersetzen möchten. Ich lege interessierten Lesern zudem ‚Das sechste Sterben‘ von Elizabeth Kolbert sehr ans Herz.

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sachbuch reise & abenteuer

Gebrauchsanweisung für Sylt

Silke von Bremen
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.03.2017
ISBN 9783492276931
Genre: Sonstiges

Rezension:

Silke von Bremen lebt seit 1989 auf Sylt und erzählt in ihrer ‚Gebrauchsanweisung für Sylt‘ von Insulanern und Tagestouris, Sylter Wohnklo und Zweitwohnungsbesitzern, Nudismus und Nebensaison, Friesentorte und Friesentee, Möwen und Austern, Westerland und Eidum, Wenningstedt und Buddhismus, Kampen und Peter Suhrkamp, List und Wanderdünen, Nationalsozialismus und Bundeswehr, Tinnum und Bauboom, Keitum und St. Severin, Morsum und Archsum, Rantum und Sagen, Hörnum und Arche Wattenmeer, Biike und Friesenhaus, Friesenwall und Reetdach.

Ich war noch nie auf Sylt und hatte bis dato auch keine Reise geplant. Ich lerne aber sehr gerne neue Orte virtuell (und natürlich auch vor Ort) kennen, und vor allem die Gebrauchsanweisungen von Piper eignen sich hierfür perfekt, so dass ich sehr gerne mehr über Sylt gelesen habe. Nach dem Lesen kann ich sagen, dass ich viel über die Insel erfahren habe und dass ich neugierig auf Sylt geworden bin.

Bei der Lektüre spürt man auf jeder Seite, welchen Zauber und welche Faszination die Insel auf die Autorin ausübt, obwohl von Bremen durchaus negative Aspekte Sylts beleuchtet und die Insel und ihre Bewohner nicht verklärt.

Besonders spannend fand ich persönlich die vielen Erwähnungen des Friesischen, so dass man die Herkunft der Wörter besser verstehen und viele Ähnlichkeiten zum Englischen sehen kann.

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Moabit

Volker Kutscher , Kat Menschik , Karoline Herfurth , Marc Hosemann
Audio CD
Erschienen bei Argon, 05.10.2017
ISBN 9783839815960
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Berlin, 1927: Adolf Winkler, Vorsitzender des Ringvereins Berolina und bekannt als ‚der Schränker‘, sitzt in Moabit ein und steht kurz vor der Haftentlassung.

Eines Abends wird er von einem Wärter kurz in der Wachstube allein gelassen und dabei von dem neuen Häftling Bruck mit einem Messer angegriffen und gewürgt.

Der Oberaufseher Christian Ritter, der zusammen mit seiner Frau und seiner Tochter gleich neben dem Gefängnis wohnt und der nach Feierabend zurück ins Gefängnis gekommen ist, um die Schreibmaschine zu holen, die er zuvor vergessen hat und auf der seine Tochter Charlotte jeden Abend übt, schlägt den Häftling Bruck nieder und rettet so Winklers Leben. Doch dieser Vorfall verändert Ritters Leben und das Leben seiner Tochter nachhaltig und sorgt dafür, dass aus der noch jugendlichen Lotte die erwachsene Charly wird.

Volker Kutschers Geschichte entblättert sich durch die drei Erzählstränge (‚der Schränker‘, ‚der Wärter‘, ‚die Tochter‘) langsam und auf sehr fesselnde Weise und wird aus drei ganz unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet und weitererzählt.

Ich habe das Hörbuch zwei Mal nacheinander gehört und war versucht, es sogar ein drittes Mal in drei Tagen zu hören, weil ich so begeistert von der Geschichte und den Stimmen war.

Interessanterweise empfand ich gerade die Stimme Winklers ganz am Anfang sehr gewöhnungsbedürftig. Vor allem beim zweiten Hören war ich aber schlichtweg begeistert von der Auswahl dieses Sprechers, denn Marc Hosemann überzeugt wirklich auf ganzer Linie: Hier spricht ein Mitglied des Ringvereins Berolina, ein gefährlicher und zielstrebiger Mann, der sich nichts vormachen lässt und der schon viel erlebt hat.

Die Stimme des Wärters Ritter, gelesen von David Nathan, hat etwas Weiches und passt zu dem Mann, der loyal und fair ist, der als einer der wenigen Wärter nicht auf der Schmiergeldliste der Berolina steht.

Die Tochter, großartig gelesen von Karoline Herfurth, spricht wie ein junges Mädchen, das gerade erwachsen wird.

Alle drei Sprecher wurden in der Tat perfekt ausgewählt. Zusammen mit Kutschers Geschichte, die ich beim ersten Hören schon spannend fand, beim zweiten Hören jedoch als noch packender erlebt habe, weil ich den Ausgang der Geschichte schon kannte und mich so auf Details und Zusammenhänge konzentrieren konnte, sorgt die passende und sorgfältige Auswahl der Sprecher dafür, dass ‚Moabit‘ ein wahrer Hörbuchschatz und mein Lieblingshörbuch 2017 ist.

Wer die Gereon Rath-Reihe von Kutscher noch nicht kennt, dem lege ich ‚Moabit‘ sehr ans Herz, da man hier einen guten Einblick in Kutschers stimmungsvolle Berlin-Krimis erhält und neugierig auf die sechs bisher erschienenen Bände der Reihe gemacht wird.

Auch diejenigen, die die Gereon Rath-Bücher bereits kennen, sollten ‚Moabit‘ meiner Meinung nach lesen oder (noch besser!) hören, da die Geschichte die anderen Bände inhaltlich ergänzt und sehr atmosphärisch ist. Ich selbst habe nach dem Hören von ‚Moabit‘ große Lust, die Gereon Rath-Reihe erneut zu lesen bzw. zu hören.

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City Lights

Vincent Laforet
Fester Einband
Erschienen bei National Geographic Deutschland, 20.09.2017
ISBN 9783866906457
Genre: Sonstiges

Rezension:

‚Man spürt das in den Städten pulsierende Leben, die ungeheure positive Energie und das immense Potenzial, das die Millionen von Menschen in sich tragen, die gemeinsam in dieser Stadt leben, arbeiten und atmen.‘

Der Fotograf und Pulitzer-Preisträger Vincent Laforet hat Großstädte aus meist 1500 bis 3000 m Höhe nachts oder in den frühen Morgen- und Abendstunden fotografiert. Das Ergebnis ist der Bildband ‚City Lights‘, der faszinierende Fotos aus New York, Chicago, Los Angeles, Las Vegas, Miami, San Francisco, Berlin, London, Barcelona und Sydney vorstellt.

Die Bilder zeigen Landmarks inmitten von Lichtern, Skylines, Detailaufnahmen von Gebäuden sowie Muster, die durch beleuchtete Straßen entstehen. Dabei setzt Laforet auch Tilt-Shift-Objektive ein, die für ein interessantes Spiel mit Schärfe und Unschärfe sorgen.

Die Fotografien sind großformatig und oft doppelseitig, wodurch bisweilen (durch die Falz) leider auch Information verlorengeht. Nichtsdestotrotz wurden die Bilder exzellent aufgenommen und hervorragend gedruckt, so dass man als Betrachter ungeahnte Details erkennen kann. Gefallen haben mir vor allem die Muster, die durch die Straßenverläufe gebildet werden und die sich so stark zwischen US-amerikanischen und europäischen Städten unterscheiden, die Landmarks, die man oft auch aus großer Höhe erkennt und die eine bessere Orientierung auf dem Foto ermöglichen (vor allem, wenn man die Stadt selbst bereist hat), sowie die Informationen, die man durch den knappen einführenden und den abschließenden Text erhält, z.B. über die unterschiedliche Straßenbeleuchtung in Ost- und West-Berlin und über die sozioökonomischen Unterschiede in Chicago, die man anhand der Lichtsituation erkennen kann.

Gefallen haben mir auch die Städteporträts, die sich am Ende des Bildbandes befinden, das Vorwort des Nasa-Astronauten Donald R. Pettit, der von seinen Eindrücken beim Aufenthalt in der Internationalen Raumstation ISS berichtet, sowie die Einleitung Laforets, der es ermöglicht, dass man als Leser mit vor Ort ist und die Adrenalinschübe spürt, wenn Laforet auf waghalsige Weise seine Fotos aufnimmt.

Das Buch ist mit seinen spektakulären Fotos zudem nicht nur ein optischer Leckerbissen, sondern überzeugt mit dem geprägten Deckel und den dicken, hochwertigen Seiten auch haptisch.

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Lonely Planets Wann am besten wohin?

Lonely Planet
Fester Einband
Erschienen bei MAIRDUMONT, 05.09.2017
ISBN 9783829726641
Genre: Sonstiges

Rezension:

‚Dieses Buch liefert Rat und Inspiration, zeigt Optionen auf, informiert und trägt vielleicht dazu bei, Reiseziele in Erwägung zu ziehen, die einem bis dato noch nie in den Sinn gekommen sind.‘

Die zwölf Kapitel des Buches (entsprechend den zwölf Monaten) beginnen jeweils mit einer Grafik zur Entscheidungshilfe, wohin man wann am besten reisen könnte. Vorgestellt werden auf diese Weise 360 Reiseziele, wobei die Orte sowohl bekannt als auch weniger bekannt, teils für Familien und teils für Abenteurer geeignet sind.

Wenn man mittels Grafik sein Traumziel, von dem man bis dahin vielleicht noch nicht einmal wusste, gefunden hat, dann laden die folgenden Seiten dazu ein, den Ort etwas besser kennenzulernen. In aller Kürze erfährt man z.B., was einen am besagten Ort erwartet und worauf man achten sollte.

Obwohl das Buch voller Informationen steckt, finde ich es überraschend übersichtlich, was sicherlich an der klaren Struktur, am durchdachten Layout und an den zahlreichen Symbolen liegt, die auf einen Blick zeigen, was der Ort zu bieten hat (z.B. durch die abgebildeten Koffer mit unterschiedlichen prozentualen Anteilen von Abenteuer, Herausforderung, Kultur, Entspannung etc.).

Ich kann mir überhaupt nicht vorstellen, wie exzessiv die Autoren für ‚Wann am besten wohin?‘ recherchieren mussten, wie viel Arbeit und Logistik in diesem unglaublichen Reiseplaner steckt. Die Autoren haben scheinbar an alles gedacht und diese Informationen dann auf wirklich geniale Weise aufbereitet, um dem Leser eine tatsächliche Entscheidungshilfe zu bieten.

Die Fotografien im Buch sind gelungen, machen Lust auf Reisen und neugierig auf die Reiseziele. Auch die generelle Aufmachung des Buches ist mit dem geprägten Deckel und dem hervorragenden Druck hochwertig und sehr ansprechend.

Meiner Meinung nach eignet sich das Buch nicht nur zum Planen einer Reise, sondern ist auch eine schöne Möglichkeit zu träumen, in Gedanken zu reisen, die Welt und potenzielle Reiseziele vom heimischen Sofa aus zu entdecken.

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The Atlas of Beauty - Frauen der Welt

Mihaela Noroc
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei riva, 11.09.2017
ISBN 9783742303745
Genre: Biografien

Rezension:

‚Wir sollten keine Mauern zwischen uns bauen, die auf Unterschieden in Geschlecht, Ethnie, Hautfarbe, sexueller Orientierung oder Religionszugehörigkeit beruhen. Wir sollten stattdessen Wege finden, die uns verbinden, und zusammenarbeiten - Männer und Frauen -, um diese Welt zu einem besseren Ort zu machen.‘

Mihaela Noroc hat 500 Frauen aus mehr als 50 Ländern fotografiert und präsentiert ihr Projekt, das nicht nur sehr ästhetisch ist, sondern auch für Toleranz und Offenheit wirbt, in ihrem Bildband ‚The Atlas of Beauty‘.

Bei vielen Porträts erfährt der Leser und Betrachter, wo das Bild aufgenommen wurde sowie den Vornamen und die Lebensumstände der Porträtierten. Manche Bilder werden ohne Verbindung zum Aufnahmeort oder ohne weiterführende Informationen präsentiert. In jedem Fall zeigen die Fotografien Norocs jedoch stolze, anmutige, schüchterne, heitere, ernste und hoffnungsvolle Frauen, die in ihrer privaten oder beruflichen Umgebung bzw. bei für sie typischen Aktivitäten aufgenommen wurden.

Die Bilder und Texte machen dabei deutlich, dass die Frauen unglaublich verschieden voneinander sind, einen unterschiedlichen Alltag, jeweils andere Wünsche, Träume, Hoffnungen und Aufgaben haben, aber sich doch trotzdem ähneln.

Sehr gut gefallen hat mir auch die Tatsache, dass Noroc für ihr Projekt wirklich weltweit unterwegs war, so dass man z.B. auch Frauenporträts aus Nordkorea, Tschetschenien oder dem Flüchtlingslager Idomeni im Buch findet.

Noroc hat für ihr Projekt unglaublich schöne Frauen fotografiert, aber beim Betrachten der Bilder merkt man zudem, dass sie durch ihre Offenheit, aber auch durch ihr fotografisches Können das Beste aus den jeweiligen Menschen herausgeholt und sie perfekt in Szene gesetzt hat.

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Atlas unserer Zeit

Alastair Bonnett , Theresia Übelhör
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag , 12.10.2017
ISBN 9783832199302
Genre: Sachbücher

Rezension:

Alastair Bonnett, der mich vor zwei Jahren bereits mit seinem Buch ‚Die seltsamsten Orte der Welt‘ beeindrucken konnte, hat für seinen ‚Atlas unserer Zeit‘ 50 Karten zusammengestellt, die unseren Planeten auf faszinierende Weise zeigen:

‚Fünfzig neue Ansichten, die uns überraschen und provozieren, uns aber auch veranlassen werden, das Leben auf der Erde aus neuen Blickwinkeln zu betrachten.‘

Das Buch ist in drei Kapitel unterteilt, die unterschiedliche Aspekte des Lebens auf unserer Erde zeigen. In ‚Land, Luft und Meer‘ erfährt der Leser z.B. von Asteroiden-Einschlägen, Flugverkehr und Unterwasserkabeln, ‚Mensch und Tier‘ zeigt, wo die friedfertigsten Menschen leben, wo es die meisten giftigen Tiere gibt, wo am häufigsten Fettleibigkeit auftritt etc., und ‚Globalisierung‘ beschäftigte sich unter anderem mit Menschenströmen, Migration, Nusshandel und Waffenbesitz.

Jedes Thema wird auf einer doppelseitigen Weltkarte veranschaulicht. Die Legende und die Färbungen sind übersichtlich und auf Anhieb nachvollziehbar, so dass das Buch komplexe Information sehr kompakt und sehr klar vermittelt.

Nach der doppelseitigen Karte folgt ein ein- bis zweiseitiger Text mit weiterführenden Erklärungen zum jeweiligen Thema. Mir hat diese Reihenfolge sehr gut gefallen, denn so kann man zuerst die Karte auf sich wirken lassen, sich eigene Gedanken machen und dann in die Tiefe gehen und weitere Informationen zum Thema in Erfahrung bringen.

Die Karten sind schlichtweg beeindruckend, und die Fülle an Wissen, das hinter den Karten steht, ist immens, so dass ich auch die Ausführungen spannend fand, wie die Karten zustande kamen und wie die Informationen gesammelt wurden.

Spannend fand ich auch den Vergleich verschiedener Karten, wodurch man Zusammenhänge zwischen unterschiedlichen Themen gut erkennen kann. Viele der Karten machen nachdenklich und sind teilweise erschreckend, z.B. die Karte vom Verlust und Zuwachs von Wäldern oder die Karte des ökologischen Fußabdrucks. Alle Karten haben mir neues Wissen vermittelt oder vorhandenes Wissen durch die gelungene Visualisierung und die lehrreichen Texte fundiert.

Auch die Gesamtaufmachung des Buches ist mit dem geprägten Deckel, den dicken Seiten und der exzellenten Druckqualität hochwertig, so dass ich das Buch uneingeschränkt empfehlen kann.

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Desorientale

Négar Djavadi , Michaela Meßner
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei C.H.Beck, 19.09.2017
ISBN 9783406714535
Genre: Romane

Rezension:

‚Ich gehe. Es ist möglich, dass eine so schreckliche Sache geschieht, so wie es möglich ist zu sterben, obwohl man noch eine Sekunde zuvor gelacht hat. Genauso einfach ist das, und genauso unbegreiflich.‘

Kimiâ Sadr, die Ich-Erzählerin des Romans und Alter Ego der Autorin Négar Djavadi, nimmt den Leser mit auf die Reise in die Vergangenheit ihrer Familie.

Djavadi erzählt von der Herrschaft des Schahs und der Geheimpolizei SAVAK, von Verhaftung und Eliminierung, von der kommunistischen Partei Tudeh und dem Leben im Untergrund, von der Rückkehr Chomeinis aus dem Exil und der Gründung der Islamischen Republik, von Hoffnung und Enttäuschung, von Flucht und Migration, vom Leben im Exil und den Schwierigkeiten, an einem anderen Ort anzukommen und weiterzuleben.

Mir hat der Einstieg ins Buch sehr gut gefallen, und die Art und Weise, wie Djavadi bzw. ihr Alter Ego Kimiâ sich direkt an den Leser wendet, wie sie vertraut mit diesem spricht und dass sie ein sehr mysteriöses erstes Kapitel gewählt hat, das viele Fragen aufwirft, hat mich neugierig auf den Roman gemacht.

Die nachfolgenden Kapitel haben mich durch die vielen Verschachtelungen, die beinahe an ‚1001 Nacht‘ erinnern, da die Autorin immer weiter abschweift und immer neue Aspekte anspricht, jedoch eher verwirrt statt begeistert, auch wenn mir die vielen geschichtlichen Informationen, die man durch die Autorin und ihre Familiengeschichte erhält, gut gefallen haben. Die ausführlichen Geschehnisse in der Familie Sadr werden immer wieder unterbrochen von den Ereignissen in der Kinderwunsch-Abteilung eines Krankenhauses, in denen man Kimiâs Insemination im Detail verfolgen kann.

Auch wenn ich viele Episoden im Roman sehr gelungen fand, mich die vielen Momente, in denen man als Leser sehr eindrücklich von historischen Ereignissen erfährt, begeistert haben und mich ‚Desorientale‘ durch seine anspruchsvolle Sprache mit kreativen Wortneuschöpfungen (z.B. ‚ajatollisiert‘) überzeugen konnte, habe ich erst ab der Hälfte wirklich in den Roman gefunden. Bis dahin hat ‚Desorientale‘ als Gesamtwerk für mich nicht recht funktioniert, da ich die Ausführungen als allzu inkohärent empfunden habe. Auf der sogenannten ‚B-Seite‘ des Romans, die sich - wie bei einer Schallplatte - ganz grundlegend von der ‚A-Seite‘ unterscheidet, habe ich all das gefunden, was ich im ersten Teil des Romans vermisst habe, wurde mitgerissen, konnte das Buch kaum weglegen, war bewegt und berührt.

‚Desorientale‘ ist ein Debütroman, der dem Leser den Iran sehr nahe bringen kann, da hier die Geschichte, die Politik, die Traditionen und der Alltag sehr ausführlich vorgestellt werden, der jedoch auch zeigt, welche Wunden durch das Weggehen aus der Heimat entstehen können, wie man sich verloren und nirgends zugehörig fühlen kann. Letztendlich ist es ein Buch, das ich sicherlich noch einmal lesen muss und möchte, da ich beim ersten Lesen oft keinen Zugang gefunden habe, ich nach Beendigung des Romans jedoch das deutliche Verlangen habe, nochmals im Detail den Ausführungen Djavadis zu folgen.

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Die rothaarige Frau

Orhan Pamuk , Gerhard Meier , Thomas Loibl , Eva Mattes
herunterladbare Audio-Datei
Erschienen bei Der Hörverlag, 25.09.2017
ISBN 9783844527452
Genre: Romane

Rezension:

‚Wenn du deinem Lehrling nicht vertrauen kannst, kannst du auch kein Brunnenbauer werden. Man muss absolut sicher sein, dass der Junge da droben alles richtig und zur rechten Zeit macht. Nur dann kann man ihn vergessen und sich auf seine Arbeit konzentrieren. Als Brunnenbauer kann nur bestehen, wer seinem Lehrling vertraut wie einem Sohn.‘

Der Vater des Ich-Erzählers Cem verschwindet eines Tages spurlos und lässt seine Frau und seinen Sohn allein zurück. Obwohl Cem gerne studieren möchte, was auch dem Wunsch seines Vaters entsprochen hatte, der in dem Sohn einen späteren Wissenschaftler gesehen hat, nimmt er vorerst eine Stelle bei einem Brunnenbauer an.

Die Arbeit mit Meister Mahmut, der im Istanbuler Vorort Öngören nach Wasser sucht, ist hart und anstrengend, doch Meister Mahmut wird bald zu einer Art Ersatzvater, der für Cem eine stabilere Vaterfigur darstellt, als es sein leiblicher Vater vermochte.

Doch Cems eigentlicher Höhepunkt bei der Arbeit in Öngören ist seine Begegnung mit ‚der rothaarigen Frau‘, in die er sich verliebt, deren Nähe er sucht, die deutlich älter als er und zudem verheiratet ist, mit der er aber schließlich eine Nacht verbringt.

Doch dann kommt es zur Katastrophe: Während Cem am Brunnenrand steht und auf Meister Mahmuts Anweisungen wartet, inspiziert der Meister den Boden des ausgehobenen Brunnens, in dem noch immer kein Wasser fließt, und wird von einem heruntergefallenen Eimer erschlagen.

Cem flieht aus Öngören und versucht, ein neues Leben ohne die zermürbenden Gedanken an den Meister zu beginnen, doch die Schuld und auch die Gedanken an die rothaarige Frau holen ihn immer wieder ein.

Ich habe vor vielen Jahren ‚Rot ist mein Name‘ des Literatur-Nobelpreisträgers Orhan Pamuk gelesen, und obwohl ich damals begeistert von seinem Roman war, hat es mehr als zehn Jahre bis zu meiner zweiten Begegnung mit dem türkischen Autor gedauert.

‚Die rothaarige Frau‘ wird sehr geradlinig und klar erzählt und unterscheidet sich damit stark von der häufig opulenten Erzählweise der orientalischen Tradition. Trotz des Fehlens von sprachlicher Ausschweifung zeichnet sich der Roman jedoch durch ein sehr komplexes Spiel mit Sagen und Epen aus und wirkt dadurch bisweilen märchenhaft.

Pamuk bindet zwei berühmte Epen/Sagen in seine Geschichte um Cem ein: Zum Einen erwähnt er das persische Nationalepos Schāhnāme des Dichters Firdausi, in dem im Versformat vom Helden Rostam und seinen Taten sowie von seinem Sohn Sohrab erzählt wird, wobei Sohrab aus Unkenntnis über seine wahre Identität von seinem eigenen Vater getötet wird. Zum Anderen verwebt Pamuk die Geschichte des Ödipus aus der griechischen Mythologie, der unwissentlich seinen Vater tötet und aus Unkenntnis seine Mutter heiratet, mit den Ereignissen in seinem Roman. Pamuk entwirft so nicht nur ein komplexes Werk, sondern verbindet auch Orient und Okzident.

Mich hat Pamuks aktueller Roman von Anfang bis Ende überzeugt, denn die Verwebung von Mythos und Realität, von Vergangenheit und Gegenwart, von Morgenland und Abendland ist ihm durchweg gelungen. Zudem ist Pamuk meiner Meinung nach ein sehr gutes Beispiel für einen Autor, dessen Romane sowohl unterhaltsam als auch anspruchsvoll geschrieben sind.

Das (nicht gekürzte) Hörbuch wird sehr ansprechend und fesselnd von Thomas Loibl und Eva Mattes gelesen. Die beiden Sprecher liefern dem Roman die passende Interpretation und hauchen den Figuren Leben ein.

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burger, krimi, vierzehn, literatur, band 14

Die linke Hand des Bösen

Wolfgang Burger
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.10.2017
ISBN 9783492060318
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Im Heidelberger Vorort Ziegelhausen wird die Leiche eines Kollegen von Alexander Gerlach gefunden. Es handelt sich um Arne Heldt, der fast 40 Jahre lang am Konstanzer Polizeipräsidium gearbeitet, kürzlich aber nach Heidelberg gewechselt hat, obwohl er nur ein Jahr vor der Pensionierung stand.

Heldt wurde in seiner eigenen Wohnung regelrecht niedergemetzelt, und aufgrund des Zustands der Leiche ist sich die Kripo sicher, dass es sich um einen Racheakt handeln muss.

Heldt hat sowohl in Konstanz als auch in Heidelberg an Cold Cases gearbeitet, also an alten, noch nicht aufgeklärten Fällen, die wieder aufgerollt werden, um mit Hilfe modernerer Methoden einen Täter überführen zu können.

Ist Heldt möglicherweise einem Täter auf die Spur gekommen, der bisher noch nicht gefasst werden konnte, und musste deshalb sterben?

Ich habe alle Alexander Gerlach-Bände gelesen und selbst sehr lange im Rhein-Neckar-Kreis gelebt, kenne somit die Schauplätze der Bücher aus dem echten Leben, was mir immer sehr gut gefallen hat. Vor mehr als einem Jahr habe ich nun die Region verlassen, und ‚Die linke Hand des Bösen‘ war für mich wie eine kleine virtuelle Reise in meine alte Heimat.

Wie immer schreibt Wolfgang Burger flüssig und unterhaltsam, und wie immer entwickelt er einen völlig neuen Fall, so dass sich keine Langeweile beim Leser einstellt. Wie gewohnt läuft und fährt man zudem mit Gerlach durch Heidelberg und den Rhein-Neckar-Kreis, begleitet ihn zu Bäckern und in Kneipen, die man möglicherweise selbst kennt, kommt durch bekannte Ortschaften, betritt vertrautes Terrain oder lernt Heidelberg und die Umgebung auf sehr lebendige Weise kennen.

Den Fall selbst empfand ich als sehr spannend, und auch die Nebenschauplätze mit Gerlachs Töchtern, Kollegen, seiner Partnerin und Freunden sind spannend, so dass sich das Buch perfekt für ein gemütliches Wochenende auf dem Sofa eignet.

Ich empfehle die Reihe um Alexander Gerlach sowohl für Leute, die Heidelberg und Umgebung kennen, als auch für solche, die die Region gerne kennenlernen möchten. Allerdings empfehle ich keinesfalls einen Einstieg mit dem 14. Band, auch wenn man der Geschichte zweifelsohne trotzdem folgen könnte, sondern ein chronologisches Lesen aller Bände, da sich vor allem die privaten Nebenschauplätze auf unterhaltsame und spannende Weise entwickeln, was einen großen Reiz der Reihe ausmacht.

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Nichts als die Nacht

John Williams , Bernhard Robben , Alexander Fehling
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Erschienen bei Der Hörverlag, 11.09.2017
ISBN 9783844527964
Genre: Romane

Rezension:

‚Die Angst, die dir die Kehle schnürt,
soll haben keine Macht;
wohin der längste Weg auch führt,
da ist nichts als die Nacht.‘
(A.E. Housman)

‚Er spürte heftige Enttäuschung, als er den Hörer zurück auf die Gabel legte. Er hatte sich vor der Stimme seines Vaters gefürchtet. Als er sie dann aber nicht hörte, war er enttäuscht. Und mit der Enttäuschung kam die Angst.‘

Die Novelle ‚Nichts als die Nacht‘ erschien bereits 1948 im englischsprachigen Original, wurde aber erst jetzt - nach den großen Erfolgen von John Williams Romanen ‚Stoner‘, ‚Butcher‘s Crossing‘ und ‚Augustus‘ - ins Deutsche übersetzt. Es handelt sich bei ‚Nichts als die Nacht‘ um Williams‘ Debüt, das er mit Anfang 20 geschrieben hatte und das initial von mehreren Verlagen abgelehnt wurde.

Im Mittelpunkt der Novelle steht Arthur Maxley, der ein schwermütiger Mensch ist und noch immer von einem Trauma aus seiner Kindheit geplagt wird. Maxley scheint weder zu arbeiten noch zu studieren und versucht, sein Leben durch tägliche Spaziergänge zu strukturieren. Dann reißt ihn ein Brief seines verhassten Vaters aus der Lethargie und aus seinem lähmenden Alltag, und nach einem anfänglichen Widerstreben, den Vater zu treffen, durchströmt Maxley eine seltsame Wärme beim Gedanken an seinen Vater, mit dem er lange keinen Kontakt hatte, und er greift zum Telefon.

Am selben Abend treffen sich Vater und Sohn im Speisesaal des Regency-Hotels, und was als unterkühlte und bedrückende Verabredung begann, wird im Verlauf zu einer Zusammenkunft, die der Vater nutzt, um sich Arthur gegenüber zu offenbaren, um ihm zu zeigen, wer er wirklich ist, wie er wirklich fühlt und wirklich denkt, und endet schließlich erneut in schmerzvollen Erinnerungen und Hass.

Ich empfand die Geschichte um Arthur Maxley anfangs als sehr sperrig und habe nur schwer in das Hörbuch hinein gefunden. Im Verlauf hat mich Williams‘ Novelle aber ebenso packen können wie seine Romane, auch wenn man ‚Nichts als die Nacht‘ durchaus anmerkt, dass Williams seine Novelle in sehr jungen Jahren geschrieben hat. Auch wenn man Williams‘ Schreibtalent auch in ‚Nichts als die Nacht‘ auf jeder Seite spürt, bemerkt man beim Lesen einige holprige Stellen, die sich in den späteren Romanen des Autors nicht finden, der seinen Schreibstil im Laufe der folgenden Jahre somit noch stark ausfeilen konnte.

Trotz kleinerer Minuspunkte empfand ich ‚Nichts als die Nacht‘ als sehr intensiv erzählt und psychologisch überzeugend. Vor allem die Vater-Sohn-Geschichte wurde detailliert beobachtet und eindrucksvoll erzählt, doch auch die Geschehnisse nach dem Treffen mit dem Vater haben mich fesseln und begeistern können.

Das Hörbuch wird von Alexander Fehling sehr ansprechend gelesen. Er gibt der Geschichte die passende Intonation und hat mich durch seine angenehme Lesung dazu gebracht, das Hörbuch gleich zwei Mal hintereinander anzuhören. Es handelt sich übrigens um eine vollständige Lesung der Novelle, allerdings fehlt beim Hörbuch das Nachwort von Simon Strauß.

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Savoir-vivre

Murielle Rousseau , Isabel Pin
Fester Einband: 211 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 11.09.2017
ISBN 9783458362982
Genre: Sonstiges

Rezension:

Murielle Rousseau erzählt in ‚Savoir-vivre‘ alles Wissenswerte über das Leben in Frankreich. Zwischen ‚Académie française‘ und ‚Zut‘ findet der Leser Informationen zur Kunst des Lebens, zu Sprache, Essen, Getränken, Landschaften, Literatur, Kunst, Geschichte, Politik, Wirtschaft, Mentalität, Humor, Lebensfreude, Traditionen und verschiedenen Persönlichkeiten.

Rousseau berichtet mit einem Augenzwinkern von ihrem Heimatland, bedient dabei durchaus Klischees, räumt aber auch mit Vorurteilen auf. Das Resultat ist ein unterhaltsames Buch, das dem Leser Frankreich nahebringt und die Franzosen entmystifiziert.

Ich kenne und liebe Frankreich, und nach der Lektüre wollte ich mich direkt wieder auf den Weg in dieses schöne Land machen. Mich hat das Buch noch neugieriger auf Frankreich und die Franzosen gemacht, und es zeigt, wie vielfältig das Land ist, dass es viel zu entdecken gibt, und dass so manches Stereotyp durchaus der Realität entspricht, während andere Aspekte reine Fiktion sind.

Rousseau bietet im Buch zahlreiche Fakten, lässt aber auch immer wieder persönliche Anekdoten einfließen, so dass das Buch sehr abwechslungsreich ist.

Gefallen hat mir zudem, dass die Autorin auch negative Aspekte wie Terror, Arbeitslosigkeit und soziale Probleme anspricht, obwohl der Fokus klar auf der französischen Lebensfreude liegt. Auch haptisch und optisch ist das Buch ein Genuss: auf hochwertigem Papier gedruckt und mit schönen Zeichnungen versehen.

Personen, die kein oder kaum Französisch sprechen, könnten ob der vielen französischen Phrasen, die nicht übersetzt werden, beim Lesen allerdings etwas frustriert werden.

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Gebrauchsanweisung für Dänemark

Thomas Borchert
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.03.2017
ISBN 9783492276856
Genre: Sonstiges

Rezension:

Thomas Borchert erzählt in seiner ‚Gebrauchsanweisung für Dänemark‘ von Marielyst und Corselitze, Øresund-Brücke und middelalderby, Copenhagenization und Christianania, Søren Kierkegaard und Hans Christian Andersen, Monarchie und Königin Margarethe II, Roskilde und Liminalität, Singen und hygge, kampdruk und skål, Kindergarten und Højskoler, Eigentumswohnung und Altersversorgung, Ayslbewerbern und Rechtspopulisten, Jussi Adler-Olsen und Selbstjustiz, Online-Scheidung und CPR-Nummer, Særimmer und Massentierhaltung, Bornholm und Jütland.

Ich war - von einem extrem kurzen Aufenthalt in Rødbyhavn abgesehen - noch nie in Dänemark, und das Land steht (ohne expliziten Grund) auch nicht ganz weit oben auf meiner Reise-To-do-Liste. Auch die ‚Gebrauchsanweisung für Dänemark‘ hat dies in den ersten Kapiteln nicht ändern können, obwohl der Autor seine Wahlheimat oft anpreist und dem Leser eigentlich schmackhaft macht.

Anscheinend musste ich mich erst einmal auf Borchert und Dänemark einlassen, denn nach einem Viertel des Buches hatte mich der Autor soweit, dass ich neugierig auf das Land und seine Bewohner geworden bin, dass ich mir das Gelesene gerne selbst vor Ort anschauen möchte.

Borchert erzählt auf sehr humorvolle Weise von Dänemark und den Dänen, beleuchtet sowohl positive als auch negative Aspekte des Landes und beschreibt ein sehr vielfältiges Bild des Landes. Dass er das Land und die Bewohner schätzt und liebt, merkt man auf jeder Seite des Buches, doch trotzdem verliert Borchert nicht eine gewisse Distanz, wodurch er Informationen bietet, die nicht nur verklärt sind, sondern das Land mit seinen Vor- und Nachteilen zeigen.

Ich freue mich, dass ich Dänemark durch Borcherts Augen besser kennenlernen konnte und das Land auf meiner Reise-To-do-Liste nun etwas weiter nach oben gerutscht ist. Damit ist der Zweck einer Gebrauchsanweisung meiner Meinung nach voll und ganz erfüllt, so dass ich das Buch sehr empfehlen kann.

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19 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

Wir müssen über Kevin reden

Lionel Shriver , Christine Frick-Gerke , Gesine Strempel
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.05.2017
ISBN 9783492310512
Genre: Romane

Rezension:

‚Heute halte ich Leute, die kaum eine oder gar keine Geschichte zu erzählen haben, für schrecklich glücklich.‘

Eva Khatchadourian schreibt Briefe an ihren Mann Franklin, in denen sie die gemeinsamen Jahre mit allen Höhen und Tiefen Revue passieren lässt. Sie spricht von ihrem Leben vor Franklin und vor der Geburt ihres Sohnes Kevin, von ihrer Karriere und von ihren vielen Reisen. Und sie erzählt von ihren Zweifeln, ob sie ein eigenes Kind möchte, und von den Gefühlen, die sie nach Kevins Geburt hatte.

Evas Verhältnis zu ihrem Sohn Kevin ist von Anfang an distanziert und unterkühlt. Eva bemerkt, dass er gerne andere tyrannisiert und quält, und sie ahnt schon früh, dass er gefährlich ist. Und doch traut sie ihm nicht zu, was im April 1999 passiert, als Kevin kurz vor seinem 16. Geburtstag in seiner Schule ein Blutbad anrichtet, mehrere Kinder und eine Lehrerin tötet.

In ihren Briefen berichtet sie ihrem Mann minuziös, was passiert und was in ihr vorgegangen ist, welchen Anfeindungen und Schmähungen sie nach Kevins Amoklauf ausgesetzt war, wie sie durch hohe Gerichtskosten und Ausgrenzung sozial abgestiegen ist.

Beim Lesen von Lionel Shrivers Roman ‚Wir müssen über Kevin reden‘ weiß man von Anfang an, wohin die Geschichte um Kevin führt, und deshalb habe ich mich in den ersten Kapiteln oft gefragt, ob daraus trotzdem ein spannendes Buch resultieren kann, das den Leser über so viele Seiten hinweg fesselt und fasziniert. Doch Shriver gelingt dies mit Bravour, und das Buch ist so packend, dass man die 559 Seiten meist atemlos liest und immer mehr über Kevin und seine Familie erfahren möchte.

Zwischen den Zeilen kann man zudem viel über die USA und das Leben im Land erfahren. Shriver erzählt von den Tagen der USA als Weltmacht, von einem Land im Wandel und von einem Land am Abgrund.

Die Protagonisten sind allesamt unsympathisch, und man versteht die gegenseitige Ablehnung und den Hass, der zwischen ihnen schwelt. Charakterisiert wurden die Figuren durchweg detailgenau und überzeugend, man sieht den blauäugigen, geradezu naiven Vater, die distanzierte Mutter und den kaltschnäuzigen, sadistischen Kevin regelrecht vor sich und lässt sich so mit den Ereignissen treiben, die ebenso faszinierende wie erschreckende Einblicke in den Alltag einer zerrütteten Familie bieten.

Sprachlich ist das Buch anspruchsvoll, lässt sich aber flüssig lesen, so dass ich es auch in dieser Hinsicht voll und ganz empfehlen kann.

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136 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 94 Rezensionen

krimi, mord, gina, münchen, dühnfort

Sieh nichts Böses

Inge Löhnig
E-Buch Text: 368 Seiten
Erschienen bei Ullstein eBooks, 16.06.2017
ISBN 9783843715362
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Im Forstenrieder Park wird die halbverweste Leiche einer jungen Frau gefunden. Konstantin Dühnfort, der gerade mit seiner schwangeren Frau Gina von der Hochzeitsreise zurückgekehrt ist, wird zum Fundort gerufen und findet in der Nähe des Körpers einen kleinen Messingaffen, der mit seinen Pfoten seinen Unterleib bedeckt.

In der Galerie für asiatische Kunst erfährt Dühnfort, was es mit dem Affen auf sich hat: Er ist Teil eines Sets, das in China oder Thailand als Massenware hergestellt und verkauft wird und das auch in der westlichen Welt als die drei Affen, die nichts Böses sehen, sagen und hören, bekannt ist. Der gefundene Affe ist im Westen jedoch weniger bekannt und steht für ‚Tu nichts Böses‘.

Was dies zu bedeuten hat, ist Dühnfort und seinen Kollegen lange Zeit vollkommen schleierhaft, und auch was die Identität der Leiche angeht, tappen sie im Dunkeln, denn die DNA passt zu keiner Vermissten in ihrer Datenbank.

Erst als ein Phantombild angefertigt wird, gibt es eine Spur, und diese führt zur wohlhabenden Familie Lindental.

‚Sieh nichts Böses‘ ist der achte Band der Dühnfort-Reihe von Inge Löhnig, und ich habe die gesamte Reihe gelesen. Am besten gefallen mir an der Reihe die lebensnahen Protagonisten und die spannenden Kriminalfälle, die immer ein anderes Thema aufgreifen und im Buch vertiefen.

Auch ‚Sieh nichts Böses‘ ist ein spannender Roman, der sehr unterhaltsam ist und in dem man die Hauptprotagonisten noch ein bisschen besser kennenlernt. Wie von Löhnig gewöhnt, stößt man auch hier auf menschliche Abgründe, die detailliert herausgearbeitet und von mehreren Seiten beleuchtet werden.

Ich habe den Krimi bis spät in die Nacht hinein gelesen und konnte ihn kaum aus der Hand legen, auch wenn die Figuren sich bisweilen wenig glaubwürdig verhalten und die Auflösung nicht allzu überraschend war. Wie immer bei Löhnig wusste ich schon länger, wer der Täter ist, und wie immer hat mir das recht wenig ausgemacht, weil das Buch dennoch sehr fesselnd war.

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Das geheime Netzwerk der Natur

Peter Wohlleben , Peter Kaempfe
Audio CD
Erschienen bei Der Hörverlag, 11.09.2017
ISBN 9783844527278
Genre: Sachbücher

Rezension:

‚Die Natur ist wie ein großes Uhrwerk. Alles ist übersichtlich geordnet und greift ineinander, jedes Wesen hat seinen Platz und seine Funktion.‘

In ‚Das geheime Netzwerk der Natur‘ erzählt der Förster Peter Wohlleben von Wölfen und Uferneugestaltung, Kranichen und spanischer Schinkenproduktion, Amerikanischen Seeforellen und Hirschpopulationen, Rehen und Photosynthese, Speichel und Salicylsäure, Vergissmeinnicht und Ameisen, Borkenkäfern und Klimawandel, Wachsmotten und Fledermäusen, Linsenfliegen und Verwesung, Windpocken und Afrikanischer Schweinepest, Zecken und Ginster, Terpenen und Klima, Sichelzellanämie und Malaria.

Ich habe schon sehr viele Bücher von Wohlleben gelesen bzw. als Hörbuch gehört (‚Der Wald. Eine Entdeckungsreise‘, ‚Gebrauchsanweisung für den Wald‘, ‚Das Seelenleben der Tiere‘, ‚Das geheime Leben der Bäume‘, ‚Wohllebens Waldführer‘), und mit ‚Das geheime Netzwerk der Natur‘ schafft es der Bestsellerautor erneut, zwar über sein Metier, den Wald, zu sprechen, aber das Thema neu zu beleuchten und einen anderen Fokus als in seinen bisher veröffentlichten Büchern zu setzen.

Mich begeistert diese Fähigkeit Wohllebens, immer wieder vom Wald zu erzählen, aber immer wieder neue Aspekte anzusprechen, so dass sich die Inhalte nicht stetig aufs Neue wiederholen, obwohl es nach dem Lesen so vieler Bücher des Autors natürlich vorkommt, dass ein bereits bekanntes Thema angeschnitten wird.

‚Das geheime Netzwerk der Natur‘ lässt einen staunen, und Wohlleben schafft es, seine Faszination für den Wald, seine Flora und Fauna auf den Leser/Hörer zu übertragen und sein umfassendes Wissen auf sehr verständliche und spannende Weise zu teilen.

In ‚Das geheime Netzwerk der Natur‘ zeigt Wohlleben vor allem die Komplexität des Biotops Wald, macht deutlich, wie verästelt das Ökosystem ist und dass kleine Eingriffe große Folgen haben können. Dabei nimmt er den Leser/Hörer mit zu einer Reise, die erstaunliche Zusammenhänge veranschaulicht und ungeahnte Einblicke in die Natur bietet.

Ich kann Wohllebens Ausführungen stundenlang lauschen, ohne dass ich abschweife oder seine Erklärungen langatmig finde, was einerseits an seinem Erzähltalent, aber sicherlich auch an der hervorragenden Lesung Peter Kaempfes liegt, der das (gekürzte) Hörbuch lebendig und fesselnd interpretiert.

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Gespräche mit Lebenden und Toten

Swetlana Alexijewitsch , Konstantin Graudus , Ulrich Gerhardt , Viola Morlinghaus
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Erschienen bei Der Hörverlag, 12.05.2011
ISBN 9783844507263
Genre: Romane

Rezension:

‚Nach Beobachtungen wurde am 29. April 1986 eine hohe Strahlenbelastung in Polen, Deutschland, Österreich und Rumänien registriert, am 30. April in der Schweiz und in Norditalien, am 1. und 2. Mai in Frankreich, Belgien, den Niederlanden, Großbritannien, Nordgriechenland, am 3. Mai in Israel, Kuweit und der Türkei. In große Höhe geschleuderte gasförmige und flüchtige Substanzen breiteten sich global aus. Am 2. Mai wurden sie in Japan registriert, am 4. Mai in China, am 5. Mai in Indien, am 5. und 6. Mai in den USA und in Kanada. Weniger als eine Woche brauchte es, um Tschernobyl zum Problem der ganzen Welt werden zu lassen.‘

‚Manchmal mach ich einfach die Augen zu und wandere ich Gedanken durchs Dorf. Na, sage ich dann, wo soll denn hier die Radioaktivität sein, wo doch Schmetterlinge umherflattern und Hummeln brummen.‘

Ich habe ‚Gespräche mit Lebenden und Toten‘ zwei Mal im Abstand von zwei Tagen angehört. Beim und nach dem ersten Mal war ich von den einzelnen Geschichten, die Swetlana Alexijewitsch aus Gesprächen mit Zeugen, Opfern und Helfern des Reaktorunglücks wiedergibt, stellenweise wie paralysiert und wusste, dass ich das Ganze noch einmal anhören, mir das ganze Grauen ihrer Porträts noch einmal vor Augen führen muss. Auch beim zweiten Mal hat mich das Hörspiel emotional sehr aufgewühlt und mich so gefesselt wie kaum ein anderes Hörbuch zuvor. Und auch nach dem zweiten Hören sind die Geschehnisse, das Leid und die fatalen Folgen kaum greifbar und begreifbar.

Alexijewitsch, der 2015 der Nobelpreis für Literatur zugesprochen wurde und von der ich bis dato noch nichts gelesen hatte, hat für ‚Gespräche mit Lebenden und Toten‘ über Jahre hinweg Überlebende der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl befragt, die sich am 26. April 1986 in Block 4 des Kernkraftwerks Tschernobyl nahe der ukrainischen Stadt Prypjat zugetragen hat. Ich selbst kann mich noch gut an die Tage und Wochen nach dem Unglück erinnern - und an die Versuche der sowjetischen und der ostdeutschen Regierung, das Ganze zu verharmlosen und zu vertuschen. Die gespenstische Stimmung und das Bemühen, die Tragik und die Dramatik der Katastrophe abzumildern, spürt man auch in jedem Moment des Hörspiels, in dem z.B. von Menschen erzählt wird, die ohne Schutzmaßnahmen zu den Bränden gerufen wurden, um diese zu löschen, von Personen, die um ihre Lieben bangen und lange nicht erfahren, wie es um ihre betroffenen Partner, Kollegen, Freunde steht, und von Menschen in der Sperrzone, die nicht darüber aufgeklärt werden, was Radioaktivität ist, worin die Gefahr liegt, wie sie ihr Risiko minimieren können.

Die von Alexijewitsch erwähnten Schicksale unterscheiden sich dabei stark voneinander, doch der gemeinsame Nenner ist stets die Zäsur, die der Reaktorunfall für die Menschen dargestellt hat: Nichts ist für die Betroffenen wie zuvor, es gibt ein Leben vor und (obgleich nicht für alle) eines nach dem Reaktorunglück.

Das Hörspiel besticht zudem durch seine exzellenten Sprecher sowie durch die eingespielten Geräusche und die Stille zwischen den Gesprächen, in der der Hörer einen kurzen Moment innehalten kann, um über das Gehörte nachzudenken und um das Gehörte nachzuspüren.

Alexijewitsch ist mit ‚Gespräche mit Lebenden und Toten‘ ein dichtes und intensives Zeugnis gelungen, das von Zerstörung und der Rückkehr von Flora und Fauna, von Liebe und Verlust, von Überlebenden und Toten erzählt und dabei auf bedrückende Weise zeigt, welche Gefahr in der Nutzung der Kernenergie liegen kann.

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Ort der Engel

Erika Fatland , Ina Kronenberger , Stephanie Elisabeth Baur
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei btb, 12.12.2016
ISBN 9783442745364
Genre: Sachbücher

Rezension:

‚Er [Vladimir Putin] hätte mit den Terroristen verhandeln können. [...] Die Forderungen der Terroristen waren ganz einfach und verständlich. Zieht eure Truppen aus Tschetschenien ab. Warum konnte er das nicht tun? Es ist sinnlos, im eigenen Land Krieg zu führen. Welche normale Regierung tut so etwas?‘

Ich kenne bereits ‚Sowjetistan‘ von Erika Fatland und war restlos begeistert von ihren Beschreibungen Turkmenistans, Kasachstans, Tadschikistans, Kirgisistans und Usbekistans. Nun habe ich ‚Ort der Engel‘ gelesen, in dem Fatland die Geiselnahme in der Schule Nr. 1 im ossetischen Beslan thematisiert.

Für ihre Recherche hat Fatland Beslan zwei Mal für längere Zeit besucht - im Herbst 2007 und im Frühjahr 2010 - sowie Interviews in Moskau und St. Petersburg geführt. Niedergeschrieben hat sie ihr Buch fast sieben Jahre nach dem Geiseldrama im September 2004, bei dem 333 Menschen, darunter 186 Kinder, ums Leben gekommen sind und mehr als 800 Menschen verletzt wurden.

Durch ihre minuziösen Beschreibungen der Abläufe der Geiselnahme und der Folgen dieser drei Septembertage im Jahre 2004 gibt Fatland den tragischen Ereignissen ein Gesicht bzw. viele verschiedenen Gesichter. Sie erklärt in ‚Ort der Engel‘, bei dem es sich im Übrigen um den Friedhof handelt, der eigens für die Opfer des Terroranschlags angelegt wurde, wie sich der Anschlag zugetragen hat, wie die Geiselnahme beendet wurde und was Überlebende darüber erzählen. Dabei lässt sie Eltern zu Wort kommen, die ihre Kinder verloren haben, spricht mit Eltern, deren Kinder überlebt haben, und stellt Personen vor, deren ganze Familie beim Anschlag getötet wurde und die nicht wieder in ihr altes Leben zurückfinden.

Fatland berichtet stets eindringlich, beobachtet genau und erklärt umfassend, so dass sie die Ereignisse im September 2004, die politische Situation und das alltägliche Leben im Kaukasus besser verstehbar und greifbar macht.

Ein Lageplan der Schule und eine Karte von Region, die auf den ersten Seiten des Buches abgedruckt sind, helfen zusätzlich dabei, sich die Septembertage 2004 in der Schule Nr. 1 vorstellen und das Gelesene besser einordnen zu können.

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