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362 Bibliotheken, 12 Leser, 2 Gruppen, 129 Rezensionen

sekte, 1969, mord, kalifornien, drogen

The Girls

Emma Cline , Nikolaus Stingl
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 25.07.2016
ISBN 9783446252684
Genre: Romane

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517 Bibliotheken, 32 Leser, 2 Gruppen, 117 Rezensionen

neapel, freundschaft, italien, armut, bildung

Meine geniale Freundin

Elena Ferrante , Karin Krieger
Fester Einband: 422 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 29.08.2016
ISBN 9783518425534
Genre: Romane

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14 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 4 Rezensionen

berlin, deutsch-jüdisch, identitätssuche, entwicklung, holocaust

Winternähe

Mirna Funk
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 24.05.2017
ISBN 9783596033485
Genre: Romane

Rezension:

Winternähe ist der 2015 erschienene Debutroman der Autorin Mirna Funk und hat mich nachhaltig beeindruckt. Durch Zufall bin ich auf den Roman „Winternähe“ gestoßen. Ich habe irgendwann ein Interview mit der Autorin gelesen und den Roman danach auf meine Wunschliste gesetzt.

Handlung
Die Protagonistin Lola ist Fotografin und lebt in Ost-Berlin. Sie ist das Kind einer nicht-jüdischen Mutter und eines jüdischen Vaters. Lola selbst fühlt sich als Jüdin, da sie von ihren Großeltern väterlicherseits aufgezogen wurde. Nach dem orthodoxen Judentum jedoch gilt sie nicht als solche, denn die jüdische Religionszugehörigkeit wird über die mütterliche Linie weitergegeben. Dieser Umstand wird im Buch an einigen Stellen näher thematisiert und von verschiedenen Sichtweisen beleuchtet. Lola fühlt sich innerlich zerrissen und identitätslos. Nicht nur, dass sie Schwierigkeiten hat, durch ihren Glauben ein Zugehörigkeitsgefühl zu entwickeln. Gleichzeitig belastet sie die schwierige Beziehung zu ihren Eltern. Lolas Vater ist aus der ehemaligen DDR nach Australien geflüchtet und die Mutter hat sie früh verlassen, um sich ein Leben in Hamburg aufzubauen, in dem für Lola kein Platz ist.
Schließlich entscheidet Lola sich, ihrem israelischen Freund Shlomo nach Tel Aviv zu folgen. Dort spielt der zweite Teil des Romans. Es ist Juli 2014 und Ausbruch des Gaza Kriegs. Der Konflikt, der in Deutschland so weit weg schien, ist plötzlich direkt vor ihrer Haustür. Tagsüber wirft Lola sich in die Euphorie ihrer Verliebtheit zu Shlomo und nachts hört sie Bomben fallen.
In Tel Aviv beginnt Lola damit, Antworten auf die Frage zu finden, wer sie wirklich ist und versucht, den Kontakt zu ihrem Vater wieder aufleben zu lassen. Im Laufe der Geschichte entfernt sich Lola somit immer mehr von ihrem eigentlichen Lebensmittelpunkt Berlin und arbeitet sich zu ihren Wurzeln vor.

Thematik
Gleich zu Beginn des Romans wird Antisemitismus thematisiert. Dieser tritt in einer latenten Form auf und scheint gesellschaftlich akzeptiert zu sein.
Lola wähnt sich in einem fortschrittlichen Milieu, fühlt sich jedoch immer mehr von antisemitischen Angriffen betroffen. Nicht nur Bekannte, auch Kollegen und sogar Freunde äußern zweifelhafte Kommentare in ihrer Gegenwart und relativieren den Holocaust. So sind beispielsweise die „geldgierigen Juden“ Schuld daran, dass die Mieten in Berlin steigen. Oder es wird der Holocaust mit der Palästina-Politik verglichen. Gleichzeitig empfinden die Menschen um Lola herum das ständige Erinnern an die deutsche Vergangenheit als anstrengend und überholt.
Für Lola ist diese Weigerung der Auseinandersetzung mit der eigenen Vergangenheit fast unbegreiflich.
Für euch ist das alles gefühlte dreihundert Jahre her. Warum aber ist das alles für mich gerade erst passiert? […] Warum bin ich mein ganzes Leben mit diesen Geschichten groß geworden, von Menschen, die überlebt haben, von Menschen, die ihre gesamte Familie verloren haben, und ihr nicht? […] Ich kann dir sagen, warum. Weil eure Großeltern nicht reden! Weil sie euch nichts erzählt haben. Zum Beispiel, wie es so war als SS-Offizier oder warum sie Hitler gewählt haben. Wie sie dabei zuschauten, als ihre Nachbarn abgeholt wurden, oder wie sie die verdammten Leichen aufeinandergestapelt haben. Ihr seid alle mit Großeltern aufgewachsen, die geschwiegen haben, und deshalb glaubt ihr, dass das alles Schnee von gestern ist.
Auch wenn meine Generation nicht am Holocaust beteiligt war und es vielen jungen Menschen schwerfällt, einen Bezug zu den damaligen Ereignissen herzustellen, sollte man nicht aufhören, sich mit diesem Teil der deutschen Vergangenheit auseinander zu setzen.
Es ist wahr, dass inzwischen außerhalb des Klassenraums wenig über den Holocaust gesprochen wird. Kaum jemand hat noch lebende Verwandte, die während des zweiten Weltkriegs gelebt haben. Vieles wird zudem in deutschen Familien totgeschwiegen. Und trotzdem ist da bei so vielen ein unbewusstes Gefühl von Schuld. Ein Gefühl, sich rechtfertigen zu müssen und das unangenehme Eingeständnis, dass wir nicht wissen wollen, welche Rolle unsere Großeltern oder Urgroßeltern zu dieser Zeit gespielt haben. Wir differenzieren ganz klar zwischen heute und damals und sehen keinen Bezug zu den Ereignissen.
Ich war letztes Jahr im Herbst mit einer Freundin in Krakau und habe dort auch das KZ Ausschwitz, sowie Birkenau besucht. Das, was wir dort gesehen haben, können Worte kaum beschreiben. Erst, wenn man wirklich dort steht, wird einem bewusst, was für ein Ausmaß diese Gräueltaten hatten.
Man liest Zahlen getöteter, vergaster, verhungerter, gefolterter Menschen. Man hört eine Zahl erfrorener Kinder, aber erst dort bekommen diese Zahlen eine Größe. Man kann sie ins Verhältnis setzen und das lässt den Atem stocken. Besonders Birkenau, mit seiner riesigen, weiten Fläche und dem Zaun, den man aus Filmen kennt lässt einen ganz still werden. Es sind Ausmaße eines Schreckens, die man sich sonst nicht vorstellen kann. In dieser Hinsicht kann ich verstehen, warum Lola, beziehungsweise die Autorin der Meinung sind, dass wir nicht vergessen sollten. Nicht relativieren und es als Vergangenheit abhaken. Man sollte nie vergessen und nie aufhören, sich vor Augen zu führen, wie schnell sich Dinge verselbstständigen können und zu was für Taten Menschen fähig sind.

Fazit
Obwohl die Protagonistin Lola vor ihrem Leben in Berlin flüchtet, beschreibt die Autorin keine schwache Persönlichkeit. Im Gegenteil. Lola wirkt stark, in ihrer Meinung gefestigt und teilweise auch sehr exzentrisch und egoistisch. Das alles macht es sehr interessant, ihrer Geschichte zu folgen. Gleichzeitig war es an einigen Stellen aber sehr anstrengend Lolas Gedanken oder Handlungen nachzuvollziehen. Teilweise ging sie mir sogar ein Bisschen auf die Nerven und sie ist definitiv keine Buchfigur, die ich in mein Herz geschlossen habe. Hervorzuheben ist ganz klar der Anstoß, sich als Leser Gedanken über Antisemitismus in Deutschland und das Leben in Tel Aviv zu machen. Für mich ist das Buch ganz klar eine Leseempfehlung.

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Tags: berlin, holocaust, identitätssuche, judentum, tel aviv   (5)
 

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16 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

fremd, flüchtlinge, toleranz, flüchtling

Lauter Fremde!: Wie der gesellschaftliche Zusammenhalt zerbricht

Livia Klingl
E-Buch Text: 208 Seiten
Erschienen bei Verlag Kremayr & Scheriau, 27.01.2017
ISBN 9783218010740
Genre: Sonstiges

Rezension:

Klappentext:
Ein Riss geht durch das Land. Auf der einen Seite stehen jene, die für mehr Miteinander, mehr Solidarität, mehr Offenheit eintreten. Auf der anderen jene, die zurück möchten in die „gute, alte Zeit", als es noch keine Globalisierung gab, keine Flüchtlinge und keine Angst vor sozialem Abstieg. Die Bruchlinien gehen quer durch die Familien, sogar Freundschaften zerbrechen daran. Warum ist heute eine aggressionslose Kommunikation darüber kaum mehr möglich? Warum werden Flüchtlinge zum Sündenbock gestempelt für alles, was schiefläuft in diesem Land? In ihrer Analyse greift Livia Klingl die Vorurteile auf, sortiert sie und zeigt: Die Flüchtlingsfrage ist oft nur eine Ausrede, um sich mit den wirklichen Problemen nicht beschäftigen zu müssen. Mit 21 Menschen hat Livia Klingl Interviews zum Thema Fremdheit und Fremdsein geführt. Entstanden sind 21 Porträts, die zeigen, welch vielfältiges Mosaik unsere Gesellschaft ist.

Die Autorin geht in diesem Buch dem Gefühl des „Fremd sein“ nach und analysiert auf nüchterne Weise, woher die Angst vor dem Unbekannten kommt und wie unterschiedlich Menschen mit diesem Thema umgehen.
Im ersten Teil des Buches beschreibt die Autorin die Gegenwart und wie die Flüchtlingskrise unsere Gesellschaft prägt. Sie bringt Beispiele von Hass Postings aus den sozialen Netzwerken, die wir alle in ähnlicher Form schon einmal gelesen haben und die mir persönlich wirklich Angst machen.
Livia Klingl erklärt in klaren und nüchternen Worten, dass uns Dinge nur als bedrohlich erscheinen, weil sie uns nicht vertraut sind. Was der Mensch nicht kennt, ist meistens erst mal negativ. Das kennen wir alle, auch aus dem Alltag.
Gleichzeitig verdeutlicht sie, welch sicheres und wohlhabendes Leben wir führen und dass Menschen fliehen, weil sie sich dieses Leben wünschen. Sie wünschen sich Freiheit, Demokratie und Sicherheit. Sie sind Menschen, wie wir, mit dem Unterschied, dass uns ihre Sitten, ihre Sprachen und vielleicht ihr Aussehen und Verhalten (noch) nicht vertraut sind.

Der zweite Teil des Buches besteht aus 21 Portraits von in Österreich lebenden Personen, die ihre Geschichte erzählen. Der Begriff „Fremd“ wird somit ganz unterschiedlich definiert und bringt den Leser dazu, die eigenen Gedanken zu diesem Thema zu reflektieren. Die persönlichen Berichte sind unheimlich interessant und an manchen Stellen auch schwer zu fassen. Ich konnte sie nicht in einem Rutsch durchlesen, sondern musste zwischendurch immer wieder innehalten, um über das Gelesene nachzudenken. Die Portraits sind in einem journalistischen Stil geschrieben.

Ich bezeichne mich selbst als einen weltoffenen und sehr toleranten Menschen. Dieses Buch hat mir aber auch einen anderen Blickwinkel aufgezeigt und dazu geführt, dass ich bei negativen Kommentaren über „die Fremden in unserem Land“ nicht einfach wütend werde, sondern versuche die Gründe für dieses Verhalten und die Angst zu verstehen. Wie die Autorin auf S. 17 ganz treffend schreibt: „Eine indifferente Stellung zu den Fragen der Flüchtlingskrise ist fast nicht mehr möglich, Grautöne fehlen vollkommen im Diskurs, ebenso wie Fachwissen (...)“.
Die Diskussion wird auf beiden Seiten sehr einseitig geführt, weshalb die Kluft größer wird und das Verständnis auf beiden Seiten immer mehr schrumpft. Toleranz ist in jeglicher Form wichtig. Ich glaube, dass wir alle nur noch in unserer eigenen Blase leben. Wir hören die Meinung, die wir haben, verfolgen Medien mit dieser Meinung und haben Freunde, die so denken wie wir. Wir wundern uns, warum Trump gewählt wurde, denn wir kennen niemanden, der das getan hätte. Wir glauben nicht, dass es in Deutschland starken Rassismus gibt und dann bin ich schockiert, wenn mir eine schwarze Bekannte erzählt, dass sie als Kind im Bus von älteren Jugendlichen auf den Boden getreten wurde.
Unser Miteinander, egal in welcher Form, leidet in der heutigen Zeit enorm und der Fremdenhass wird dadurch nur verstärkt. Es kann nicht nur schwarz und weiß geben. Jeder Mensch ist anders. Verallgemeinerungen und Vorurteile bringen uns in keiner Weise nach vorn. Das muss uns allen klarwerden und dort müssen wir ansetzen. Wir müssen uns verstehen. Nicht nur das Unbekannte aus anderen Ländern, sondern auch das Fremde im eigenen Land. Wir müssen lernen, die Angst zu verstehen, denn nur so können wir sie bekämpfen. Ich denke dafür liefert das Buch einen sehr guten Beitrag.

Ich kann es sehr empfehlen, dass Buch zu lesen. Mir haben die analytische Herangehensweise und das Beleuchten der Thematik aus verschiedenen Perspektiven sehr gefallen. Die Autorin schafft es, nüchtern und doch fesselnd Erklärungen für das Gefühl der Fremdheit zu geben. Der Schreibstil war flüssig zu lesen. Die Portraits zeigten ganz unterschiedliche Menschen mit verschiedenen Erlebnissen und Meinungen. Dadurch hat sich ein sehr differenziertes Gesamtbild ergeben. Ich persönlich hätte mir aber einen anderen Stil bei den Portraits gewünscht. Die journalistische Beschreibung war für mich an einigen Stellen etwas zu distanziert.

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Tags: flüchtlinge, fremd, toleranz   (3)
 

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Warum hasst ihr uns so?

Mona Eltahawy , Ursula Held
Flexibler Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.07.2016
ISBN 9783492308854
Genre: Sachbücher

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(5.131)

6.616 Bibliotheken, 124 Leser, 14 Gruppen, 366 Rezensionen

schweden, humor, freundschaft, lebensgeschichte, elefant

Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand

Jonas Jonasson , Wibke Kuhn
Fester Einband: 412 Seiten
Erschienen bei carl's books, 29.08.2011
ISBN 9783570585016
Genre: Romane

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(1.161)

1.275 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 19 Rezensionen

klassiker, familie, thomas mann, deutschland, verfall

Buddenbrooks

Thomas Mann
Flexibler Einband: 848 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 05.04.2012
ISBN 9783596904006
Genre: Klassiker

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(4.633)

5.085 Bibliotheken, 19 Leser, 1 Gruppe, 53 Rezensionen

klassiker, freundschaft, märchen, philosophie, kinderbuch

Der Kleine Prinz

Antoine de Saint-Exupéry , Grete und Josef Leitgeb
Buch: 96 Seiten
Erschienen bei Karl Rauch Verlag GmbH & Co. KG, 01.01.2016
ISBN 9783792000496
Genre: Klassiker

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296 Bibliotheken, 19 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

fantasy, dämonen, arlen, peter v. brett, reihe

Der Thron der Finsternis

Peter V. Brett , Ingrid Herrmann-Nytko
Flexibler Einband: 1.024 Seiten
Erschienen bei Heyne, 08.09.2015
ISBN 9783453315730
Genre: Fantasy

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(5.561)

6.510 Bibliotheken, 28 Leser, 10 Gruppen, 86 Rezensionen

mord, klassiker, parfum, frankreich, paris

Das Parfum

Patrick Süskind
Flexibler Einband: 319 Seiten
Erschienen bei Diogenes Verlag AG, 01.01.2006
ISBN 9783257016789
Genre: Klassiker

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

banden, soziologie, chicago, drogen, korruption

Underground Economy

Sudhir Venkatesh , Christoph Bausum
Flexibler Einband: 331 Seiten
Erschienen bei Econ, 10.10.2008
ISBN 9783430200196
Genre: Sachbücher

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Drogen, Prostitution, Unterdrückung, Korruption und Herrschaft durch Gewalt.

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