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51 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 28 Rezensionen

backen, vermont, liebe, kuchen, glück

Die Zutaten zum Glück

Louise Miller , Katja Bendels
Flexibler Einband: 408 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 10.04.2017
ISBN 9783458362647
Genre: Romane

Rezension:  
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(35)

46 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 38 Rezensionen

fahrschule, humor, frau freitag, lustig, freitag

Man lernt nie aus, Frau Freitag!

Frau Freitag
Flexibler Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 07.04.2017
ISBN 9783548376998
Genre: Humor

Rezension:

Ich liebe die Bücher von Frau Freitag und habe fast alle gelesen. Dieses Mal habe ich mich drauf gestürzt, denn ich bin Lehrerin und habe meinen Führerschein mit 35 gemacht. Fast 2 Gemeinsamkeiten mit Frau Freitag! Aber dieses Buch wird mir keine bleibende Erinnerung lassen, muss ich leider sagen.

Frau Freitag hat ein Sabbatjahr und beschließt, Führerschein zu machen. Da hat das Buch angefangen, mich zu ärgern: Warum hat Frau Freitag ein Sabbatjahr? Das ist - glaube ich - nicht so leicht zu bekommen und bestimmt nicht für den Führerschein erfunde. OK, es ist nur ein Detail, aber es ist mir durch das ganze Buch im Kopf geblieben.

Frau Freitag lernt (wieder), wie es ist, ein Anfänger zu sein und etwas völlig Neues zu lernen. Sie erfährt persönlich, welche Wirkung und welchen Einfluss ein Lehrer haben kann. Es gab interessante Gedanken, die aber relativ flüchtig erzählt wurden. Es gab lustige Momente, die persönliche Erinnerungen hervorgerufen haben.

Leider waren es nur ein paar Momente, die mir gefallen haben. Das Buch wurde schnell gelesen - und ich befürchte, ich werde es vergessen. Schade, aber die anderen Bücher von Frau Freitag fand ich besser.

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Tags: fahrlehrer   (1)
 

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(146)

239 Bibliotheken, 11 Leser, 1 Gruppe, 105 Rezensionen

bienen, roman, bienensterben, zukunft, vergangenheit

Die Geschichte der Bienen

Maja Lunde , Ursel Allenstein
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei btb, 20.03.2017
ISBN 9783442756841
Genre: Romane

Rezension:

Ich wollte dieses Buch lesen, sobald ich davon gehört hatte, weil das Thema Bienen mich sehr interessiert. Ich wurde nicht enttäuscht, es ist einfach gut!

Ich fand das Cover passend zum Buch: Man sieht eine tote Biene, die auf der Seite liegt. Die Stimmung ist klar: Es ist keine niedliche Geschichte, sondern harte Fakten, es geht um das Bienensterben. man sollte aber trotzdem das Papiercover wegnehmen und das Hardcover drunter bewundern: eine Biene auf einem leuchtend gelben Untergrund, fast wie die Biologiebilder von früher.

Das Buch besteht aus drei Geschichten auf drei Kontinenten in drei verschiedenen Jahrhunderten. in England 1852 leidet William unter Depression, bis sein Interesse für die Bienen geweckt wird. In den USA 2007 versucht George seine traditionnelle Imkerei weiter zu führen und seinen Sohn dafür zu interessieren. In China 2098 arbeitet Tao als Bestäuberin, weil die Bienen auf der Erdfläche verschwunden sind. Sie möchte, dass ihr Sohn ein besseres Leben führen kann.

Es sind eben drei Familiengeschichten. Diese Menschen leben mit und durch die Bienen, oder eben mit ihrer Abwesenheit. Am meisten hat mich die Geschichte von George interessiert, wie er versucht, seinen traditionnellen Weg weiter zu gehen mit den handgebauten Bienenhäusern und den sorgfältig ausgesuchten Plätzchen, im Vergleich zu dem Bekannten / Konkurrent, der die Bienen überall transportiert, damit sie arbeiten. Beim Lesen hatte ich Bilder vor den Augen von Reportagen, die ich gesehen hatte.

Ich fand sehr interessant, wie sehr Maja Lunde sich dokumentiert hat. Ich habe einiges erfahren, vor allem die historischen Hintergründe. Es ist aber kein Sachbuch, sondern ein sehr gut geschriebenes, unterhaltsames und informatives Buch.

Einiges, was in Taos Leben stattfindet, existiert leider schon und "die Geschichte der Bienen" regt zum Nachdenken an. Die Menschen sollten alles tun, bevor unsere Welt Taos Welt ähnelt.

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Tags:  
 

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(54)

90 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 47 Rezensionen

selbstmord, liebe, freundschaft, erwachsen werden, island

Das Licht und die Geräusche

Jan Schomburg
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 10.03.2017
ISBN 9783423281089
Genre: Romane

Rezension:

Johanna liebt Boris, der leider eine Freundin in Portugal, Ana-Clara, hat. Mit ihrer Klasse fahren Johanna und Boris nach Spanien, wo relativ viel passiert. Nachdem sie wieder in Deutschland sind, verschwindet Boris und Ana-Clara kommt, um bei der Suche zu helfen.

Es ist die Geschichte eines Mädchens (vielleicht 16 oder 17) auf der Suche nach sich selbst. Sie versucht viel, geht aber selten zu Ende (was auch gut ist!). Beim Lesen dachte ich regelmäßig: "Wach auf und denk mal nach!" Johanna versucht, erwachsen zu sein, ist aber noch sehr naiv und unreif.

Die Form des Buches hat mich irritiert: Johanna erzählt in der Ich-Form das, was sie erlebt hat. Ist es ein Tagebuch oder eine Beichte oder spricht sie mit jemandem? Auf jedem Fall erzählt sie Ereignisse, die sie stark geprägt haben. Dabei versucht sie, sich gut zu stellen.

Es sind wichtige Themen (wie zum Beispiel Mobbing) in dem Buch vorhanden, die aber oberflächlich behandelt werden - am Ende ist alles gut und alle sind glücklich. Die Orte werden auch vollkommen ignoriert: Die Klasse kämpft, um nach Barcelona zu fahren; darüber wird kaum gesprochen. Island, das auf dem Klapptext erwähnt wird, wird dadurch beschrieben, dass es kalt ist und dass es Wälder und Seen gibt...

Es wird sprunghaft erzählt, von der Gegenwart in die Vergangenheit, von einer Person zur anderen. Die einzigen Personen, von denen der Leser mehr erzählt sind eben Johanna, Ana-Clara und Boris. Boris fand ich extrem unsympathisch und labil. Diese Sprunghaftigkeit ist gleichzeitig das, was ich an dem Stil von Jan Schomburg bewundere. Es ist sehr passend zu den Jugendlichen. Vielleicht bin ich eben zu alt für dieses Buch.

Fazit: Ich hatte mir viel von diesem Buch erhofft, wurde aber leider enttäuscht. Das ganze war mir zu oberflächlich.

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Tags: deutschland, klassenfahrt, mobbing, selbstmord   (4)
 

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78 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 57 Rezensionen

kunst, dominic smith, kunstfälschung, das letzte bild der sara de vos, malerei

Das letzte Bild der Sara de Vos

Dominic Smith , Sabine Roth
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 10.03.2017
ISBN 9783550081873
Genre: Romane

Rezension:

"Das letzte Bild der Sara de Vos" spielt über drei Zeitebenen und drei Kontinente / Orte: die Niederlande im 17. Jahrhundert, New York in den 50er Jahren und Australien im Jahr 2000.

Jeder Ort entspricht einer der Hauptfiguren: In den Niederlanden lebte Sara de Vos, eine sehr starke Frau, die ein sehr hartes Leben hatte. Sie verlor ihre Tochter an der Pest, ihr Mann verließ sie mit einem Haufen Schulden, die sie begleichen musste. Sie war Malerin, spezialisiert auf Blumen, malte aber in Ausnahmensituationen etwas anderes.

In New York wohnt Marty de Groot, der das Gemälde "Am Saum des Waldes" von Sara de Vos besitzt. Er führt kein unglückliches Leben, ist aber auch nicht unbedingt glücklich. Eines Tages bemerkt er, dass der Rahmen des Gemäldes, das er sein Leben lang kennt (es ist in Familienbesitz seit Generationen) nicht mehr der selbe ist, und er macht sich auf die Jagd nach dem Fälscher. Ellie Shipley, eine Kunststudentin, ist die Fälscherin, die er dann kennen lernt.

Ellie ist zurück nach Australien gezogen, wo eines Tages eine Ausstellung organisert wird.

Dieses Buch ist sehr interessant, was die Kunst, Kunstgeschichte und -Techniken betrifft. Der Leser kann hier sehr viel erfahren, aber die Erklärungen fließen in die Erzählung rein und werden nicht plakativ dargestellt. Das Buch ist auch sehr interessant auf die psychologiche Ebene. Der Leser folgt den drei Hauptfiguren Jahrzehnte lang und deren Entwicklung. Wie reagiert man, wenn man plötzlich allein mit unglaublich vielen Problemen ist? Wie wird man zum Fälscher? Wie lebt man mit dieser Entscheidung? Wo ist die Grenze zwischen Liebe und Hass, Rache und Reue?

Es ist ein ruhiges Buch. es gibt keine "Action" oder Eklat - sogar der Diebstahl wird ruhig durchgeführt. Es ist trotzdem sehr spannend und ich musste einfach weiter lesen, um zu erfahren, was für jede der drei Personen passiert.

Ein Pluspunkt für das Cover, das sich wie eine Leinwand anfühlt.

Fazit: Ein unglaubliches erstes Buch!

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Tags: australien, kunst, kunstfälschung, niederlande, rache, usa   (6)
 

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190 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 106 Rezensionen

marmelade, trauer, familiengeheimnis, freundschaft, boddenlandschaft

Das Brombeerzimmer

Anne Töpfer
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 10.03.2017
ISBN 9783548613178
Genre: Romane

Rezension:

Nora hat ihren Mann Julian vor genau einem Jahr verloren. Sie ist gefangen in ihrer Trauer. Sie kocht Marmeladen, weil ihr Mann sie so geliebt hat, und stellt die Gläser in seinem Arbeitszimmer auf. Glücklicherweise hat sie ihre Mutter und ihre beste Freundin Katharina, die sie besuchen und unterstützen. Als Nora Katharina ein paar Gläser Marmelade schenken will, entdeckt sie einen Brief von Julians Großtante Klara, von der in der Schwiegerfamilie fast niemand spricht. Nora beschließt, mehr über sie zu erfahren, was Julians Großvater in Rage versetzt. Deswegen entscheidet sich Nora, zu Klara zu fahren.

Dieses Buch ist ein Buch über Liebe, über Freundschaft und über Familie. Es zeigt, wie man über den Tod lieben kann und trotzdem weiter leben kann. Es zeigt, wie wichtig es im Leben ist, jemand zu haben, der da ist, wenn es einem schlecht geht und mit dem man alles teilen kann, wenn man glücklich ist. Es zeigt, dass Familie nicht nur aus Blutverwandschaft besteht. Es ist ein emotionales lustiges Buch, das man (eher frau) flüssig liest.

Ein Pluspunkt: Die Rezepte im Buch, passend zur Geschichte. Es gibt Lust, sie zu probieren!

Zwei kleine Minuspunkte: Das Cover finde ich sehr schön, es passt aber nicht zum Buch. Und das Ende finde ich zu schnell und zu offen, das Familiengeheimnis wurde zu schnell gelüftet. Da wäre noch viel zu erzählen..

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Tags: deutschland, familiengeheimnis, freundschaft, marmelade, trauer   (5)
 

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14 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

worms, medizin, medicus, 15. jahrhundert, mord

Die heimliche Heilerin und die Toten

Ellin Carsta
Flexibler Einband: 348 Seiten
Erschienen bei Tinte & Feder, 07.03.2017
ISBN 9781477824436
Genre: Sonstiges

Rezension:

Köln 1402: Madlen wird mit ihrem Mann Johannes, dem Advokatus des Kölners Bischofs,  zu einer gebärenden Frau gerufen, weil die Geburt schwierig ist. Sobald das Kind auf der Welt ist, kommt ein Diener des Bischofs und entreißt der jungen Mutter das Kind. Von nun an schweben alle in Gefahr und werden einen extrem hohen Preis zahlen.

Dieses Buch ist das dritte von der Reihe, man kann es trotzdem problemlos lesen und alles verstehen. Es gibt Anspielungen auf die früheren Bänder, aber klar genug, dass man alles versteht; anscheinend trifft der Leser hier alle wichtigen Figuren, die er in den anderen Bändern kennen gelernt hat.

Madlen ist eine sehr sympathische warmherzige Hauptfigur, die immer bereit ist, den anderen zu helfen, und der immer geholfen wird. Sie ist klug, was ihr erlaubt, in Italien zu studieren. Hier muss ich anmerken, dass ich dachte, die Frauen durften nirgendwo in Europa studieren; ich wusste nicht, dass Italien so fortschrittlich war.

Der Roman ist sehr gut recherchiert. Der Leser wird in diesen Kampf um Macht und Geld gezogen und kann nur Madlen bemitleiden, die grundlos darin verwickelt wird. Es ist gleichzeitig sehr schnell und spannend, und trotzdem ruhig. Man genießt die Stunden, in denen Madlen neue Freunde gewinnt oder ihre Familie besucht; und es gibt eine langjährige Pause. Aber die Flucht durch die Stadt zum Beispiel ist sehr rhythmisch und der Leser wird wie Madlen atemlos.

Mein Fazit: Ein ganz tolles Buch über Liebe, Familie, Zusammenhalt und Beistand und eine sehr gut geführte Krimihandlung. Jetzt möchte ich die früheren Bänder lesen, um zu erfahren, wie Madlen zu dieser wunderbaren Person wurde.

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Tags: 15. jahrhundert, medizin   (2)
 

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191 Bibliotheken, 5 Leser, 3 Gruppen, 123 Rezensionen

hamburg, sturmflut, liebe, usa, schlaganfall

Sturmherz

Corina Bomann
Flexibler Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 10.02.2017
ISBN 9783548288390
Genre: Romane

Rezension:

Alexa hat eine schwierige Beziehung zu ihrer Mutter Conny, seit Conny während Alexas Kindheit für ein paar Monate verschwunden war. Als Conny wieder kam, war sie wie ausgewechselt und seit ihrer Rückkehr hält sie ihre Tochter auf Distanz. Als Conny einen Schlaganfall hat, entscheidet sich Alexa, die sich immer noch nach der Liebe ihrer Mutter sehnt, nach Hamburg zurück zu gehen und sich um ihre Mutter zu kümmern. Dort trifft sie einen Amerikaner Rick, der ihre Mutter 1962 kannte und ihr ihr gemeinsames Leben erzählt. So lernt Alexa ihre Mutter besser kennen.

Das Buch besteht aus 2 Zeitebenen: 1962, die Geschichte zwischen Rick und Conny, und 2014, die Geschichte der Tochter mit den Folgen der damaligen Geschichte. Nebenbei ist auch die Geschichte von Rick und seiner Familie.

Eigentlich mag ich Corina Bomanns Bücher und ich hatte mich sehr auf dieses gefreut. Aber zwei der Hauptfiguren haben mich so geärgert, dass ich nur mit Mühe das Buch zu Ende lesen konnte. Oder es war geplant, dass sie so unsympathisch rauskommen, dass das Buch sein Ziel erreicht hat. Rick und Conny sind so egoistisch und ichbezogen! Einfach in das Leben des anderen zu erscheinen, ohne Vorwarnung und ohne an die möglichen Folgen zu denken, ist so egoistisch und naiv. Und die ganze Zeit habe ich mich gefragt, was Rick mit seiner Geschichte erreichen will.

Alexa und Ethan, Ricks Sohn, müssen auch darunter leiden, was den Eltern passiert ist. Ich musste an den Satz denken, die Kinder müssen für die Sünden der Eltern büßen.

Dabei waren es Themen, die mich interessierten: die Flut 1962, die im Buch sehr gut geschildert ist, die Pflege eines Familienmitglieders (das fand ich auch sehr gut erklärt) und vor allem die Mutter-Tochter-Beziehung. Die fand ich zu einfach gelöst mit einem Brief, der alles erklärt und Mutter und Tochter wieder zueinander bringt. Es war für mich  nicht glaubhaft.

Deswegen gibt es von mit ganz traurige 3 Sterne.

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Tags: flut, hamburg, liebe, mutter-tochter-beziehung, pflege;, sturm   (6)
 

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18 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

schweiz, krimi, solothurn, rache gedanken, bestseller

Solothurn streut Asche

Christof Gasser
E-Buch Text: 352 Seiten
Erschienen bei Emons Verlag, 23.02.2017
ISBN 9783960411857
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags: flüchtlinge, kirche, schweiz   (3)
 

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92 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 40 Rezensionen

geister, friedhof, grusel, edinburgh, janine wilk

Seelenlos - Fluch der Rauhnächte

Janine Wilk
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Planet! ein Imprint der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 20.09.2016
ISBN 9783522504676
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
Tags:  
 

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122 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 30 Rezensionen

als, hoffnung, familie, erinnerungen, liebe

So groß wie deine Träume

Viola Shipman , Anita Nirschl
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei FISCHER Krüger, 23.02.2017
ISBN 9783810530394
Genre: Romane

Rezension:

Mattie und Don führen seit Jahrzehnten eine glückliche Ehe. Sie haben zwar keine Kinder bekommen können, sind dennoch glücklich, bis sie erfahren, dass Mattie krank ist. Sie müssen ihr schönes Haus für eine rollstuhlgerechte Wohnung verlassen. Bei dem Umzug findet Don Matties Truhe wieder, die ihre Mutter und dann sie mit Erinnerungen gefüllt haben.

Rose hat ihre Eltern verloren und lebt mit ihrer Tochter Jeri. Sie hat Schulden und sie muss befürchten, das Familienhaus zu verlieren. Sie wird die Pflegerin von Mattie, damit Don ein paar Stunden "frei" haben kann und mit der Situation zurecht kommen kann. Die 3 Generationen werden einander näher kommen und einander helfen, sich auf das Unvermeidliche vorzubereiten.

Zuerst muss ich sagen, ich hatte Angst, dieses Buch wäre das selbe wie "Für Immer in deinem Herzen": 3 Generationen von Frauen und die Vergangenheit wird mit Hilfe von Gegenständen erzählt. Meine Angst war jedoch unbegründet, es sind zwei total unterschiedliche Bücher.

Es war für mich eine sehr emotionale Lektüre, weil das Buch mich sehr stark an meine Tante erinnert hat. Im Buch wird genau dargestellt, wie schwierig es ist, akzeptieren zu müssen, dass der Körper nicht mehr kann, was der Kopf will, dass man genau weiß, was man sagen will und niemand versteht es, die Seitenblicke auf der Straße, die Leute, die nicht wissen, was sie sagen sollen... Es wird auch sehr schön die Lage des Mannes dargestellt: wie er durch die Pflege kaputt geht, wie er sich auf "danach" vorbereiten soll... Wie gesagt, eine sehr reale Darstellung, die jeder, der einen kranken geliebten Menschen in seinem Umfeld hat, gut nachvollziehen kann.

Dennoch ist es ein sehr positives glückliches Buch. Don ist ein Mann, von dem jede Frau nur träumen kann. Wir sehen hier ein Paar, das die Sprüche bei der Hochzeit "in guten und in schlechten Zeiten, in Gesundheit und Krankheit, bis der Tod (sie) scheidet" durchzieht. Bei der ganzen Geschichte spürt man ihre Liebe und Innigkeit zueinander. Sollte ich eines Tages krank werden, hoffe ich sehr, eine Pflegerin wie Rose zu haben, die sehr menschlich und gefühlvoll handelt (wobei mir klar ist, dass die Pflegerinnen sich auch schützen sollen). Und Jeri ist süß und liebevoll, hat keine Angst vor der Krankheit und ist einfach ein kleiner Sonnenschein.

"So groß wie deine Träume" ist der Beweis, dass man sein Leben genießen und immer bereit für das Unvorhersehbare sein soll, sein Herz immer öffnen soll und dass man nie aufhören soll zu träumen und zu hoffen.

Ganz klar 5 Sterne!

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Tags: als, erinnerungen, familie, liebe, usa   (5)
 

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(94)

240 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 39 Rezensionen

island, elfen, fantasy, magie, nina blazon

Silfur - Die Nacht der silbernen Augen

Nina Blazon , Felicitas Horstschäfer
Fester Einband: 420 Seiten
Erschienen bei cbt, 21.03.2016
ISBN 9783570163665
Genre: Kinderbuch

Rezension:  
Tags: deutsche literatur, elfen, familie, freundschaft, island   (5)
 

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1 Bibliothek, 1 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

malerei, frida kahlo

Frida

Benjamin Lacombe
Fester Einband: 75 Seiten
Erschienen bei ALBIN MICHEL, 23.11.2016
ISBN 9782226392367
Genre: Sonstiges

Rezension:  
Tags: frida kahlo, malerei   (2)
 

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49 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

drogen, freundschaft, agoraphobie, einsamkeit, kosmetikerin;

Ich bleibe hier

Catherine Ryan Hyde
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 02.12.2016
ISBN 9783548288932
Genre: Romane

Rezension:

Billy hat viele Probleme: Er war ein erfolgreicher Tänzer, tanzt aber nicht mehr, trägt seit Jahren seinen uralten Pyjama, war seit genau so vielen Jahren nicht mehr beim Friseur, hat keine Freunde, kaum Kontakte zur "Außenwelt", weil er seit Jahren unter Agoraphobie leidet und nicht mehr aus seiner Wohnung raus gegangen ist. Aber von seinem Fenster aus hat er Tage lang gesehen, dass ein junges Mädchen, Grace, vor dem Haus sitzt und wartet. Die Nachbarn haben sie schon angesprochen, aber nur Billy vertraut sie an, dass ihre Mutter Eillen ein riesiges Problem hat.

Die Nachbarn haben eigentlich auch Probleme. Jeder ist allein in seiner Wohnung, auf sich konzentriert, misstrauisch oder unangenehm... Aber alle zusammen beschliessen, sich zusammen zu tun und Grace zu helfen. Alle werden  dadurch über sich hinaus wachsen. - Ein kleines Wort über Grace und das Cover: Am Anfang vom Buch steht, Grace sei pummelig. Wenn das kleine Mädchen auf dem Cover pummelig ist, dann bin ich ein Wal! OK, es ist süß und sieht total traurig aus, aber Grace habe ich mir total anders vorgestellt.

Die Kapitel sind abwechselnd Grace und Billy gewidmet. Es gibt kein Ich-Erzähler, jedes Kapitel erzählt, was die Figur erlebt. Catherine Ryan Hyde hat einen sehr flüssigen Schreibstil, der den Leser in ihren Bann zieht. Man kann das Buch einfach nicht aus der Hand lassen. Er ist ergreifend, aber nicht rührselig, und ich habe mit den Figuren gehofft, gefürchtet, geweint, gelächelt, gespürt und geliebt. Vor allem kann Catherine Ryan Hyde Bilder im Kopf entstehen lassen. Ich habe wirklich gesehen, wie Billy und Grace getanzt haben, die Wärme beim Reiki gespürt...

"Ich bleibe hier" ist ein Buch über die Liebe: zwischen einer Mutter und ihrer Tochter, zwischen einem Mann und einer Frau, einfach zwischen zwei Menschen. Es ist einfach der Beweis, dass alles möglich ist, wenn die richtige Person in deinem Leben auftritt: Du wirst nicht gleich der beste Mensch auf Erde und du wirst nicht gleich alle deine Probleme lösen können, aber du weißt, dass du mit Hilfe dieser Person (und mit Wille und Mühe) es irgendwann schaffen wirst, und das ist das Wichtigste.

Eine wunderschöne Geschichte, die einfach warm ums Herz macht. Zu empfehlen!

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Tags: agoraphobie, drogen, freundschaft, liebe, nachbarschaft, tanz   (6)
 

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(22)

51 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

familie, trennung, mobbing, ehe, ehebruch

Der Sommer ohne Männer

Siri Hustvedt , Uli Aumüller , ,
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 01.06.2012
ISBN 9783499255861
Genre: Romane

Rezension:

Ich hatte mal eine Reportage über Siri Hustvedt gesehen und hatte sie unglaublich sympathisch gefunden. Als ich das Buch vor ein paar Tagen gesehen habe, habe ich gleich danach gegriffen, der Klappentext hat mir gefallen und ich habe das Buch gleich gekauft. Ich wollte es so gern mögen!

Die Dichterin Mia ist verheiratet, aber ihr Mann Boris hat eine Affäre und will eine "Pause". Mia erleidet einen Zusammenbruch, beschließt, dem Sommer in der Nähre ihrer Mutter zu verbringen und jungen Mädchen Lyrik beizubringen.

Das Buch ähnelt einem Tagebuch: Es ist in der Ich-Form geschrieben, es gibt keine richtigen Kapitel, sondern "Kapitel" ohne Titel, die einem Gedanken oder einem Ereignis gewidmet sind und unterschiedliche Längen haben, von einer Zeile bis 5 oder 6 Seiten.

Der Leser sieht, wie Mia aus der Depression raus kommt, sich neue Freundinnen sucht und findet, unterrichtet, in einem Wort lebt. Es waren dabei sehr schöne Seiten. Die Beziehung zu ihrer Mutter oder zu den älteren Damen ist wunderschön oder der Eifer, mit dem sie unterrichtet. Da baut sich eine Spannung, ich habe auf das nächste Ereignis gewartet oder auf die Entwicklung... und dann kommt ein Exkurs über Sex oder Onanismus oder Dichtung oder... und die ganze Spannung fällt runter, genau in dem Moment, wo ich gedacht habe: Jetzt mag ich das Buch! Siri Hustvedt verfügt über enorme literarische, neurologische oder philosophische Kenntnisse, aber irgendwie fand ich, dieses Buch war nicht der Ort, um sie in dem Maß zu zeigen.

Mein Fazit: Ich wollte das Buch mögen, ich habe vieles an ihm wirklich gemocht, aber der Gesamteindruck ist trotzdem eher negativ. Schade!

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Tags: älter werden, ehe, familie, mobbing, trauer, trennung   (6)
 

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(60)

74 Bibliotheken, 0 Leser, 3 Gruppen, 54 Rezensionen

schottland, 1869, 19. jahrhundert, thriller, historischer krimi

Sein blutiges Projekt

Graeme Macrae Burnet , Claudia Feldmann
Fester Einband: 344 Seiten
Erschienen bei Europa Verlag , 08.02.2017
ISBN 9783958900554
Genre: Historische Romane

Rezension:

In einem kleinen Dorf geschieht ein furchtbares Vergehen: Ein Mann wird brutal ermordert, sowie seine Tochter und sein kleiner Sohn. Der Leser weiß von Anfang an, wer der Täter ist: Roderick Macrae, ein 17jähriger Junge aus armen Verhältnissen, der dann von seinem Anwalt gebeten wird, die ganze Geschichte niederzuschreiben. Das Buch besteht aus dieser Erzählung, Zeugenaussagen, dem Bericht des Artzes und dem Prozess.

Die Geschichte war hart zu lesen, aber gleichzeitig spannend. Roderick kann einem nur leid tun. Seine Familie war einigermaßen glücklich, bis seine Mutter im Kindesbett starb. Seine Schwester muss dann ihre Rolle übernehmen, was keinen im Dorf zu stören scheint, und ist nur zu bemitleiden. Der Vater kennt nur eine Erziehungsmethode - schlagen - und ist irgendwie der ganzen Welt sauer. Er ist vor allem stolz, was ihn und seine Familie zu Grunde richtet. Roderick ist ein kluger Junge, der es nicht wagt, seine Träume zu verwirklichen, der sehr sensibel und auch naiv ist. Er gibt viele Indizien, zieht aber die Schlußfolgerungen nicht.

Das Buch stellt ein trauriges Dorfleben vor: Die Mädchen haben nicht viel zu sagen oder zu erzählen, jeder soll an seinem Platz bleiben, ohne Hoffnung auf eine Verbesserung ihrer Lage. Der Stärkere bekommt, was er will; die anderen sollen machen, was er will. Am Schlimmsten fand ich den Arzt mit seiner Theorie der "Verbrecherrasse", die man schon vom Sehen her erkennen kann. Das lässt einige Theorien aus den 30er und 40er Jahren ahnen.

Faszit: Ein sehr interessantes Buch zwischen Krimi und Geschichtsroman.

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Tags: schottland   (1)
 

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(64)

84 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 55 Rezensionen

krimi, münchen, brauerei, mord, dialekt

Zapfig

Felicitas Gruber
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Diana, 13.02.2017
ISBN 9783453358515
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

"Zapfig" ist der 4. Fall für die Kalte Sofie (deren Chefin Dr. Iglu ist...), aber man muss nicht die drei ersten Bänder gelesen haben, um in das Buch schnell rein zu kommen.

Eine junge Frau, Nathalie, stirbt am Abend ihrer Junggesellinnenabschiedsparty. Sie war mit ihrem Chef Tobias verlobt, dem Sohn der Rößlbrauerei - Besitzerin. Uschi, seine Mutter, ist zwar traurig, sie will sich aber vor allem um ihre Lebenswerke kümmern: ihre Brauerei und ihren Sohn. Vor kurzem gab es eine Fusion, von der sie sich sehr viel hoffte. Leider wird sie kurz danach auch ermordet.

Sofie Rosenhuth, Gerichtsmedizinerin, will diese Fälle lösen. Deswegen unterstützt sie ihre alte / neue Liebe, den Kommissar Joe Lederer, bei seiner Untersuchung. Gleichzeitig müssen sie eine neue Wohnung suchen und sich über ihre Gefühle klar werden. Sofie vermisst dabei sehr ihre Tante Vroni, die auf Reha ist.

Die Figuren sind sehr sympathisch, sprechen bayerisch (es bleibt aber verständlich...), sind liebenswert, verliebt, verlobt oder eifersüchtig, streiten sich, in einem Wort leben. Das Buch besteht aus kurzen Kapiteln, so dass man sehr schnell lesen kann, und es geht zügig voran. Den Humor darf man auch nicht vergessen.

Fazit: Ein toller Krimi, viel Action, viele Gefühle, viele Leichen, ein paar treffende Anspielungen auf aktuelle Themen und eine riesige Lust, die drei ersten und den fünften Fall zu lesen!

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Tags: bräuerei, deutschland, krimi, liebe   (4)
 

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(64)

80 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 65 Rezensionen

abenteuer, fantasy, freundschaft, akademie, jugendbuch

Saint Lupin´s Academy 1: Zutritt nur für echte Abenteurer!

Wade Albert White , Ulrike Köbele , Timo Grubing
Fester Einband
Erschienen bei Planet! ein Imprint der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 16.02.2017
ISBN 9783522505437
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Anne ist Waise. Sie weiß nichts über ihre Herkunft und sie ist die einzige im Waisenhaus, die keinen Nachnamen hat. Das Waisenhaus ist kein angenehmer Ort, da müssen die Kinder arbeiten unter der Aufsicht der höchst befehlshaberischen Oberin und der eisernen Ritter. Es gibt nur eine Möglichkeit, diesen Ort zu verlassen: Wenn man 13 wird und eine Fahrkarte bekommt. Anne wird leider 13, nachdem das Schiff die Insel verlassen hat. Wie durch ein Wunder trifft sie eine Lehrerin aus einer magischen Akademie, bekommt einen magischen Handschuh, nimmt ihre beste Freundin Penelope mit und trifft Hiro, den Zauberer. Zusammen müssen sie einen Rätsel lösen und treffen alle möglichen Geschöpfe in verschiedenen Welten.

Das Cover finde ich sehr schön, aber verwirrend. Zum Beispiel steht die Hauptfigur Anne nicht in der Mitte des Bilds, als ob Penelope wichtiger wäre. Der Drache auf dem Cover sieht richtig böse aus, entspricht aber nicht ganz dem Text. Während ich gelesen habe, musste ich immer wieder das Cover anschauen, weil es mich auf falsche Fährten gebracht hatte und ich es mit dem Text vergleichen musste.

Was mir in dem Buch besonders gefallen hat, sind die Seiten aus dem „Ultimativen Handbuch für Abenteurer“ und ihre Gestaltung. Es ist sehr ereignisreich und fantasievoll, es hat einen sehr schnellen Rhythmus und die 3 Hauptfiguren sind sehr sympathisch. Was mir weniger gefallen hat, ist, dass es vielleicht doch irgendwann zu viele Ereignisse waren und die vielen offenen Fragen, die am Ende des Buches geblieben sind. Es kommt anscheinend (wenigstens) ein zweites Band, aber es hätten ein paar Antworten mehr geben können.

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Tags: abenteurer, freundschaft, magie, waisen   (4)
 

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neuseeland, maori, witi ihimaer, maor, familie

The Whale Rider

Witi Ihimaera
Fester Einband: 144 Seiten
Erschienen bei Pearson Education, Oxford, 22.02.2005
ISBN 9780435131081
Genre: Romane

Rezension:

Zuerst vielen Dank Lovelybooks, dass ich dieses Buch mitlesen durfte. Es war mein erstes neuseeländisches Buch.

Es ist die Geschichte von Kahu und von ihrem Urgroßvater, den sie liebevoll Paka (=Narr, Idiot) nennt, weil seine Frau ihn ständig so nennt. Paka hat siene Urenkelin schon bei der Geburt abgelehnt, weil das erstgeborene Kind ein Junge hätte sein sollen, der die Tradition hätte weiter führen sollen. Es gibt noch zwei Hauptfiguren: Nani Flowers, eine sehr sympathische, warmherzige und intelligente Frau, die ihre Liebe durch Meckereien und Schläge beweist, und Rawiri, Kahus Onkel, den Ich-Erzähler, der den Leser in eine Maori-Gemeinde mitnimmt und ihm ein Tauchen in diese Kultur ermöglicht.

Kahu lechzt ihr ganzes Leben lang nach der Liebe und der Anerkennung ihres Urgroßvaters, der so geblendet ist von der Tradition, dass er sie immer wieder wegstößt. Es ist ein trauriges und schmerzvolles Hin-und-Her, bei dem Kahu ihre Stärke und ihre Größe zeigt - und Paka, dass er seinen Spitznamen ganz stark verdient! Vor allem die Szene in der Schule hat mich zu Tränen gerührt (ich habe gerade den Trailer vom Film geschaut, auch da ist die Szene heftig!) Kahu versucht immer wieder, Pakas Forderungen gerecht zu werden, und begibt sich damit sogar in Gefahr.

Die Erzählung wird immer wieder von einer Art Legende unterbrochen - kursiv geschrieben, damit der Leser versteht, dass es nicht direkt mit der Geschichte zu tun hat. Diese Legende hat mit Walen zu tun und diese zwei Erzählstränge verbinden sich am Ende. Walen und Menschen gehören zusammen und der Leser kann schon viele Parallele zwischen beiden Völkern ziehen: der Mann / der Bulle, der besser weiß, und die Frau, die beobachtet, überlegt und den Mann zur Vernunft bringt.

Mein Faszit: Ein sehr schönes emotionales Buch, ein Eintauchen in eine mir total unbekannte Kultur und ihren Kampf zwischen Tradition und Modernität, zwischen Bleiben und Weggehen, eine Mythologie, in der Menschen und Tiere zusammen gehören. In einem Wort empfehlenswert!

Ich frage mich bloß, ob ich es wage, den gekrönten Film zu sehen, oder ob ich lieber mit den Bildern in meinem Kopf bleiben sollte.

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Tags: familie, maori, neuseeland, walen   (4)
 

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pest, luther, reformation, lucas cranach, martin luther

Die Mutter des Satans

Claudia Beinert , Nadja Beinert
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Knaur, 01.02.2017
ISBN 9783426653838
Genre: Historische Romane

Rezension:  
Tags: 15. jahrhundert, ehe, glaube, mutter, pest, reformation   (6)
 

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niederlande, familiengeheimnisse, 1943

Das Buch der 1269 Wünsche

Fedor de Beer , Bettina Bach
Fester Einband: 184 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 23.09.2016
ISBN 9783423761543
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Das Cover finde ich sehr schön und etwas nostalgisch durch seine Farben. Es hat die Form einer Postkarte, und gleichzeitig sehen wir ein Mädchen, das sehr ernst schaut, und ein Dorf in der Ferne, das alles mit verblassten Farben: Ein Mädchen sucht in der Vergangenheit. Es passt gut zur Geschichte.

Es ist eine 4-Generationen-Geschichte: Marit, ihre Mutter die Violistin Eva, ihre Oma die Archäologin Johanna und die Uroma Hendrikje. Johann stirbt bei einem Unfall und Marit bekommt als Erinnerung das Medaillon, das ihre Oma nie abgelegt hat. In der folgenden Nacht passiert etwas Seltsames, was Marit dazu veranlasst, sich auf die Suche nach der Familiengeschichte zu machen.

Das Buch war nicht ganz das, woran ich dachte, nachdem ich die Zusammenfassung gelesen hatte. Es geht in Richtung Fantastisch, aber mit geschichtlichen Elementen. Es ist eine sehr schöne Familiengeschichte und erklärt gleichzeitig den jungen Jugendlichen die historischen Fakten, aber auf eine sanfte und trotzdem deutliche Art. Ein oder zwei Punkte sind vielleicht unglaubhaft, passen aber zu der Geschichte. Es ist flüssig und packend und ich empfehle jedem, dieses Buch zu lesen.

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Tags: 1943, familiengeheimnisse, niederlande   (3)
 

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21 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

hotel, blue mountains, australien, evergreen spa, drogensucht

Das Haus der geheimen Versprechen

Kimberley Wilkins
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 10.01.2017
ISBN 9783426517994
Genre: Romane

Rezension:  
Tags:  
 

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jugendbuch, anna pfeffer, tod, humor, schwarzer humor

Für dich soll's tausend Tode regnen

Anna Pfeffer
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei cbj, 12.09.2016
ISBN 9783570171554
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die Optik des Buches hat mich zuerst angezogen: Dieses schwarze Cover mit dem Schädel, den ausgestreckten dürren Armen und die kahlen Äste, die anscheinend nach irgendetwas greifen, und die schwarz umrandeten Seiten wie Todesanzeigen... Auf dem ersten Blick könnte man meinen, dieses Buch ist makaber. Gleichzeitig sind warme rote Töne und die Herzen. Also komplett verzweifelt kann die Geschichte nicht sein!

Emi hat ihre Mutter früh verloren und ist gerade umgezogen, weil ihr Vater sich neu verliebt hat. Sie hat also ihr Heim und ihre einzige Freundin verloren. Man kann schon verstehen, dass sie alles schwarz sieht. Seltsam ist aber schon, dass sie Todesanzeigen sammelt und sich den Tod derjenigen vorstellt , die sie ärgert. Da muss man schon ihre Fantasie bewundern!

In ihrer neuen Schule streitet sie gleich am ersten Tag mit  Erik, den alle Mädchen mit verträumten Augen anschauen. Der Streit eskaliert und die beiden müssen dann zusammen Strafarbeit erledigen.

Die Handlung ist relativ schwach, obwohl sehr fantasievoll, und der Leser versteht relativ schnell, wie es enden wird. Aber trotzdem habe ich dieses Buch geliebt! Es ist flüssig zu lesen, fantasie- und humorvoll geschrieben; es werden aber ernste Themen wie Mobbing, Patchworkfamilie, erste Liebe.

Zu empfehlen, wenn man gut gelaunt und wenn man miese Laune hat: Man muss einfach lächeln und denken, das Leben ist doch schön!

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Tags: familie, freundschaft, liebe, tod   (4)
 

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otfried preußler, wassermann, kinderbuch, familie, fantasie

Der kleine Wassermann

Otfried Preußler , ,
Fester Einband: 112 Seiten
Erschienen bei Thienemann ein Imprint der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 15.07.2013
ISBN 9783522183635
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Der Wassermann und die Wasserfrau sind glücklich: Ein Sohn ist geboren, mit dem der Leser ein Jahr lang die Welt unter und über dem Wasser entdeckt. Der Junge ist aufgeweckt und frech, aber trotzdem süß. Er findet Freunde überall. Die Zeichnungen sind sehr schön und entsprechen genau dem Text. Eine tolle Geschichte, die meiner Meinung nach den Kindern jeder Generation gefällt.
Ich stelle mir bloß die ganze Zeit eine Frage: Wie kann die Mutter unter Wasser braten und backen??

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Tags: deutschland, freundschaft, wassermann   (3)
 

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reichtum, deutschland

Das kalte Herz

Wilhelm Hauff
Flexibler Einband: 77 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 11.09.2016
ISBN 9783458361749
Genre: Klassiker

Rezension:

Peter Munk ist mit seinem Leben und seiner Zukunft unglücklich. Deswegen macht er einen Handel mit dem Glasmännlein, der ihm seine Dummheit vorwirft, ihm aber ein anscheinend besseres Leben schafft. Durch eigene Schuld verliert Peter alles und geht dann zum Michel, der sein Herz gegen einen Stein tauscht.

Ein typisches Märchen aus dem 19. Jahrhundert: Man soll mit seinen Wünschen vorsichtig sein, Fleiß und Arbeit sind besser ans alles, der Schein trügt... Viele sollten diese Geschichte lesen und darüber denken.

Es gibt schöne Bilder in diesem Buch, es ist ja das Buch zum Film. Was ich aber schade finde, ist, dass die Bilder "nackt" sind. Ich hätte gern einen Zitat aus dem Text, passend zum Bild, gehabt, und vor allem den Namen der Schauspieler, die ich überhaupt nicht kenne. Deswegen einen Punkt Abzug.

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Tags: deutschland, reichtum   (2)
 
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