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223 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 18 Rezensionen

thriller, jilliane hoffman, mord, mädchen, internet

Mädchenfänger

Jilliane Hoffman , Sophie Zeitz
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Rowohlt TB., 01.10.2013
ISBN 9783499266799
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Lainey fühlt sich, wie so ziemlich jeder Teenager, von aller Welt unverstanden. Ihre Mutter und ihr Stiefmutter sind umgezogn, ihr kleiner Bruder nervt und an der neuen Schule findet sie keinen Anschluss. Ihr einziger Lichtblick sind ihre Chats mit Zach. Zach ist 17, Footballspieler, sieht blendend aus und steht auf sie. Gut, dass sie erst 13 ist, erwähnt sie lieber nicht. Als Zach dann ein heimliches Treffen vorschlägt, ist Lainey begeistert - doch sie wird nicht mehr zurückkommen. Denn Zach ist ein Triebtäter, der seinen opfern in Chats eine falsche Identität vorgaukelt. An dieser Stelle tritt FBI-Agent Bobby Dees auf den Plan. Die Ermittlungen tappen im Dunkeln, bis Dees ein Gemälde zugespielt wird. Es zeigt eine gefesselte junge Frau – und den Tod, der ihr bevorsteht.Bobby macht sich also auf die Suche nach dem Täter und hat immer mehr Angst. Denn auch seine eigene Tochter ist vor einigen Monaten einfach abgehauen ...

Ich gestehe, ich habe das Buch gekauft, weil ich noch eins gebraucht habe, um beim Buchhändler rabatt auf Mängelexemplare zu bekommen. Dabei habe ich mit Jilliane Hoffman schon Erfahrungen gemacht und zwar keine guten. Ich hatte "Cupido" gelesen und fand es so richtig daneben - aber hey, jeder Autor hat eine zweite Chance verdient. Kurz vor Weihnachten schien die ideale Zeit, um den Roman kurz runterzulesen und diesmal war ich zumindest von der Handlung selbst nicht allzu sehr enttäuscht. Der Krimifall ist spannend, wendungsreich und das Ende durchaus überraschend - allerdings mir einen Tick zu sehr herbeigezogen, aber das ist Geschmackssache. gelegentliche Logiklöcher kann man stopfen, indem man das Buch schnell und am Stück liest ;-) Was mir aber wirklich auf den Senkel ging, waren zwei Dinge.

Erstens scheint Jilliane Hoffman technisch noch irgendwo in den Neunzigern zu hängen. Ich hab mehrfach nachgeschaut und musste mich überzeugen: das Buch ist tatsächlich 2010 erstmals erschienen. 2010, das war die Zeit, in der Handys bereits deutlich mehr konnten als nur zu telefonieren und facebook bereits einen ziemlichen Höhepunkt hatte. Gut, auch myspace ist eine Plattform für Teenager, aber irgendwie wirken diese ganzen Beschreibungen von Lainey und ihren Chats wie die ersten gehversuche damals auf selbstgebastelten Homepages, auf denen in pinker Schrift auf lila Hinterrgund das eigene Hobby und das Sternzeichen präsentiert wurden. Vor allem hat mich ein bisschen genervt, dass Hoffman für ihre "älteren" Leser jede Abkürzung erklärt und kommentiert - und das so ungeschickt, dass ich beim Lesen jedes Mal zusammengezuckt bin.

Der zweite Störfaktor: Jilliane Hoffman wusste offenbar selbst nicht so recht, wie sie ihren Mörder jetzt schließlich mti einem Motiv ausstatten soll. Sie deutet eine religiöse Motivation an, allerdings wird nie so ganz klar, was dann genau daran diese Morde erklären soll. Und auch so ist die gestalt des Mörders extrem schwer fassbar und macht ihn wenig nachvollziehbar. Aber hey, das macht nichts - schließlich wird in Zusammenhang mit dem Mörder sowieso immer nur davion gesprochen, dass er "so schlimm wie Cupido" ist oder sogar "ein neuer Cupido". Ja, einmal ist okay. Aber diese Dauerhaftigkeit, mit der dieser Mörder aus ihrem Erstling hier zu VErgleichszwecken genannt wird, das wirkt wie eine Fahne, die geschwenkt wird und auf der steht: "Ich habe ein Buch geschrieben. Es heißt "Cupido". Ihr könnt es kaufen!" Das hat mich beim Lesen extrem genervt, so dass ich nicht mehr wirklich bereit bin, ihr die Unlogik und Leerstellen in "Mädchenfänger" zu verziehen.

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1.102 Bibliotheken, 5 Leser, 13 Gruppen, 62 Rezensionen

thriller, jane rizzoli, krimi, boston, mord

Schwesternmord

Tess Gerritsen ,
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 11.12.2006
ISBN 9783442366156
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Als Maura Isles von einem Kongress zurück nach Boston kommt, ist vor ihrer Wohnung die Hölle los. Die Polizei von ganz Boston scheint sich hier versammelt zu haben - kein Wunder, wurden sie doch von Mauras nachbarn verständigt, der gerade ihre Leiche gefunden hat. tatsächlich sitzt in einem Auto vor Mauras Wohnhaus eine erschossene Frau, die der Pathologin aufs Haar gleicht. ist es tatsächlich eine Zwillingsschwester, von der die adoptierte Maura nie erfahren hat? Während sich Maura auf die Spur macht, das Rätsel ihrer Doppelgängerin zu lösen, stolpert sie mitten über einen neuen Fall für Jane Rizzoli. Denn auf einem Brachgelände, auf dem Mauras leibliche Mutter lebte, werden die Leichen eines Ehepaares gefunden. Die Frau war zum Zeitpunkt ihres Verschwindens schwanger - doch von dem Kind fehlt jede Spur ...

Dieser Fall des Gespanns Rizzoli und Isles ist auf jeden Fall einer, den man nicht so schnell vergisst. Das liegt vor allem an dem extrem verschachtelten Plot, der bis zum Ende noch mit Überraschungen aufwartet. Gerade die Frage, was der Anfang des Romans mit dem rest zu tun haben könnte und wer dahintersteckt, hält einen bei der Stange. Was mir allerdings nicht so gut gefallen hat, war die unglaubliche Fokussierung auf das stille Leiden der Maura I. Maura ist mir so oder so eine Figur, mit der ich nie so richtig warm werde bei den Büchern, aber dieses Mal ist sie mir einfach zu viel. Dieses ständige Gewimmer wegen ihres Pfarrers, das leidende "ich gehe dann jetzt besser ... nein, es ist in Ordnung, du musst dich um deine Familie kümmern" gegenüber eines anderen Interessierten, und dann noch das bei Adoptivkindern in Krimis so übliche "bin ich Opfer meiner Gene oder nicht"-Überlegen war mir streckenweise wirklich zu viel. Ein wenig weniger wäre da vielleicht besser gewesen, Frau Gerritsen!

Alles in allem ein ganz guter Teil in der Serie, wenn man Maura ausblendet und sich auf den Fall konzentriert.

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(102)

176 Bibliotheken, 2 Leser, 4 Gruppen, 15 Rezensionen

schweden, krimi, mord, leichen, sebastian bergmann

Die Toten, die niemand vermisst

Michael Hjorth , Hans Rosenfeldt , Ursel Allenstein ,
Flexibler Einband: 624 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 01.07.2013
ISBN 9783499267017
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Bei einer Wandertour in Järmland stolpert eine Dame im besten Alter über eine skelettierte Hand. Die herbeigerufene Polizei beginnt zu graben und finde die Leichen von vier Erwachsenen und zwei Kindern, alle per Kopfschuss ermordet. Doch wer sind diese Toten? Niemand scheint sie zu vermissen und das herbeigerufene Reichskommissariat rund um Torkel und sein Team stochert eher im Dunkeln. Und dann mischt sich auch noch der schwedische Geheimdienst ein!

Zugegeben, der Kriminalfall gerät in diesem Buch gelegentlich in den Hintergrund vor lauter Nebenhandlungen. Allerdings - und ich bin hier echt geschädigt von anderen Krimireihen - sind diese Geschichten nicht nervig, sondern vielmehr aus einem Guss und trotz ihrer Vielzahl unglaublich eng gestrickt und übersichtlich. Da wäre die Beziehung von Torkel und Ursula, die nicht mehr wissen, wie es weitergehen soll, da wäre Vanja, die einen herben Schicksalsschlag verkraften muss und sich gleichzeitig mit einem immer seltsameren Sebastian arrangieren lernt, da ist Billy mit seiner Freundin, der immer mehr versucht, seinen Platz im Team zu definieren, da ist Ellinor, die unglaubliche Stalkerin, die bei Sebastian mit Sack und Pack eingezogen ist - und da ist Sebastian, noch unsympathischer, noch arroganter und gleichzeitig noch hilfloser und verletztlicher als jemals zuvor. Er steht eindeutig im Mittelpuntk des Buches, obwohl er seinem eigentlichen Job als Psychologe gar nicht großartig nachgeht - und das finde ich toll. Dieses Buch lebt einfach von der Figurenzeichnung und den sich entwickelnden und immer wieder neu definierenden Beziehungen zwischen den Figuren. Und das Ganze endet mit einem so verfluchten, verdammten Cliffhanger, dass ich laut geflucht und geschrien habe! Oh verdammt, das macht man einfach nicht, den Leser mit sowas zurücklassen! Deshalb freue ich mich richtig auf die Fortsetzung, wann auch immer sie kommt.

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37 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 4 Rezensionen

schwarzer humor, kurzgeschichten, roald dahl, witttzzzig, küsschen küsschen! ... und noch ein küsschen

Küsschen, Küsschen! ... und noch ein Küsschen!

Roald Dahl , Wolfheinrich von der Mülbe , Hans-Heinrich Wellmann
Flexibler Einband: 271 Seiten
Erschienen bei Rowohlt Taschenbuch, 20.01.2010
ISBN 9783499253416
Genre: Romane

Rezension:

Roald Dahl kennt man meistens als Autor von putzigen und ein wenig gemeinen Kinderbüchern wie "Hexen hexen", "Sophiechen und der Riese" oder "Charlie und die Schokoladenfabrik". Alle diese Kinderbücher werfen den Leser in absurde Situationen, skurrile Geschehnisse und ein so bonbonbunte Welt werfen, dass man sich fragt, welche Abgründe wohl dahinter stecken mögen. Spätestens dann, wenn man sich Dahls Kurzgeschichten zuwendet, lernt man diese Abgründe kennen. In "Küsschen, Küsschen" sind elf davon versammelt, so rabenschwarz, so hundsgemein und so komisch, wie sie nur Dahl schreiben konnte.

Da ist die Geschichte des armen Tropfs, der auf der Suche nach einem Hotelzimmer ausgerechnet im Bed&breakfast einer alten Dame landet, die gerne Tiere ausstopft. Oder die des Antiqitätenhändlers, der versucht, mit einem Trick eine echte Chippendale-Kommode billig zu kaufen. Oder die von Mrs. Brixby, die ein Geschenk ihres Geliebten möglichst gescickt tarnen muss. Spätestens hier zeigt sich: in Dahls Universum betrügt jeder jeden und kann damit ganz gehörig auf die Schnauze fallen. Da hilft dann nur, sich aufrappeln, den Staub abklopfen und es beim nächsten Mal cleverer machen als der andere - wenn man dazu noch Gelegenheit hat. Das Lachen bleibt einem gelegentlich im Hals stecken, dennoch kann man es nicht unterdrücken - es wird vielleicht eher ein hexisches Kichern werden, aber was schadet das schon? Wer dieses Buch noch nicht kennt: lies es unbedingt. Und wer es kennt: lies es nochmal!

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276 Bibliotheken, 4 Leser, 4 Gruppen, 19 Rezensionen

krimi, england, inspektor jury, mord, scotland yard

Inspektor Jury schläft außer Haus

Martha Grimes , Uta Goridis
Flexibler Einband: 281 Seiten
Erschienen bei Rowohlt Taschenbuch, 01.01.1987
ISBN 9783499159473
Genre: Krimi und Thriller

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