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lebensmittel, ernährung, essen, sachbuch, bio

Die Essensfälscher

Thilo Bode
Flexibler Einband: 222 Seiten
Erschienen bei Fischer, S, 01.09.2010
ISBN 9783100043085
Genre: Sachbücher

Rezension:

Wenn man was von dem Bereich versteht, dann kann man an manchen Stellen nur den Kopf schütteln!Populistisch geschrieben und immer wieder die ewig gleichen Beispiele. Dafür, dass es soviel Missstand gibt doch etwas karg die Bilanz der "schlimmen" Lebensmittel.
Der mündige Verbraucher ist ein oft benutztes Wort, dass die Industrie fordert und Thilo Bode für eine Illusion hält. Stimmt, denn wie soll ein Verbraucher mündig werden, wenn doch nur abgedroschene Floskeln immer und immer wieder kommen? Etwas mehr Hintergrundwissen UND Vegleiche mit anderen Lebensmitteln hätten diesem Buch nicht geschadet. So wird doch nur von bösen Zusatzstoffen, wie die verteufelte Zitronensäure und hochgradig verarbeiteten Lebensmitteln gesprochen ohne das warum und wieso zu erklären oder zu hinterfragen.
Jeder mündige Verbraucher sollte nicht nur die Lebensmittelproduzenten hinterfragen, sondern auch die eigene Kochkunst. Ist in dem Angebranntem an meinem Fleisch nicht die jährliche Ration an krebserregenden Stoffen enthalten? Warum brate ich Fleisch an, genau ich erzeuge die verteufelten Aromen, die vorher nicht in meinem Fleisch waren, weil es besser schmeckt.
Thilo Bode ist einer der Menschen, die das Feuer, wenn es neu erfunden werden würde wohl mit am heftigsten ablehnen würde, denn bei der Verwendung wird die natürliche Struktur der Lebensmittel zerstört, es können Aromen und sogar krebserregende Stoffe entstehen.
Ach diese Ansicht ist populistisch und soll den Verfechtern und Anhängern dieses Buches zeigen, dass man alles verteufeln kann, wenn man nur richtig und lückenhaft argumentiert.
Fazit dieses Buches:
Auch Thilo Bode und Foodwatch argumentieren nicht sachlich und um als normaler Verbraucher ein wirklich differenziertes Bild der Lebensmittel zu erhalten sollte man nicht alles für bare Münze aus diesem Buch nehmen und selbst mal schauen ob Ascorbinsäure nicht vielleicht Vitamin C ist oder wieviel Salz man selbst an sein Essen macht.
Worin ich Ihm zustimme sind die teilweise erschreckenden Kinderkampagnen in denen Süßigkeiten als "gesund" und Fitmacher deklariert werden. Gegen diese Praxis sollte es tatsächlich ein Vorgehen geben, aber für den Rest der Bevölkerung gilt: Lebensmittel und Essen sind komplex, wer sie verstehen möchte MUSS einiges an Zeit opfern um sie zu verstehen. Denn leider kann auch eine Ampelkennzeichnung die Welt nicht retten, denn was würde thilo Bode wohl zu Cola light sagen, drei grüne Punkte tatsächlich so gesund?

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