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2 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Talisman und die blauen Rätsel

Miriam Rademacher , Marina Köller
Fester Einband: 136 Seiten
Erschienen bei Fuchs, Monika, 07.12.2016
ISBN 9783940078162
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Warum kann man nicht dick und fett 1 schreiben, wenn es sich bei einem Buch um den ersten Teil einer Reihe handelt. Ich finde es immer nervig und hatte mich schon gewundert, warum erst zum Schluss die Rätsel wirklich auftauchen. Nun gut, es ist zumindest ein guter Schluss, der nicht hätte besser gewählt werden können als Cliffhanger.
Aber fangen wir doch lieber von vorne an und da am Besten mit den Charakteren. Sie sind unterschiedlich im Aussehen, werden sogar vorne mit Vorlieben, Eigenschaften und einem Bild vorgestellt. Gefällt mir sehr gut und erinnert mich an die guten alten Kinderbücher aus meiner Kindheit. Im Buch entwickeln sich die Charaktere sehr gut und vor allen Dingen glaubhaft, was bei diesem Thema sehr wichtig ist.
Wo wir schon beim Thema sind und zwar geht es um Ängste und was passieren kann, wenn man sich seinen Ängsten nicht stellt. Jeder hat mal vor etwas Angst, aber es ist eben wichtig, sich der Angst zu stellen. Die Autorin geht auf verschiedene Arten von Ängsten ein. Panikattacken vor den verschiedensten Dingen. Angst vor bestimmten Dingen oder Tieren. Es ist wirklich schön. Lehrreich und in meinen Augen sehr gut umgesetzt, sodass eben auch Kinder sich mit dem Thema Angst und Panikattacken oder Depressionen auseinandersetzen.
Erzählt wird die Geschichte abwechselnd aus Cordulas Sicht und der von Talisman. Warum ein Reiterhof mit nur einem Pferd betrieben wird, kann ich nicht ganz nachvollziehen, aber ich war auch noch nie auf einem Mut-Mach-Ferienhof.
Daher richtet sich das Buch nicht, wie ich erst vermutet habe an Fans von Detektivgeschichten oder Pferdefans, sondern vor allen Dingen an Kinder, die vor etwas große Angst haben. Sei es vor der Dunkelheit, vor Spinnen, Höhen, einem anderen Kind oder ähnliches. Das Buch macht auf jeden Fall Mut und hilft in meinen Augen. Daher auch ideal für die Grundschule zum Vorlesen oder gemeinsamen Lesen in der 4 oder 5. Klasse.
FAZIT: Ich für meinen Teil bin neugierig, wie es weiter geht und welche anderen Abenteuer die Kinder bestehen müssen. Schade, dass es hier nicht ein zusammenhängendes Buch mit von mir aus 300 Seiten geworden ist, sondern eben mehrere Teile sind, aber ich möchte unbedingt bei der Suche nach dem Geld dabei sein. Außerdem möchte ich auch wissen, wie es mit den Ängsten weitergeht. 

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934 Bibliotheken, 30 Leser, 1 Gruppe, 73 Rezensionen

jojo moyes, kriegsbräute, liebe, australien, england

Über uns der Himmel, unter uns das Meer

Jojo Moyes , Katharina Naumann , any.way , Cathrin Günther
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 26.02.2016
ISBN 9783499267338
Genre: Romane

Rezension:

Vorab möchte ich sagen, dass ich wirklich kein Fan der Autorin war und es gibt auch eine Menge, das mich hier gestört hat, aber ich habe am Ende Pipi in den Augen gehabt und alleine diese Tatsache macht das Buch für mich zu einem Highlight, weswegen ich automatisch fünf Sterne gebe.


Nun aber zu dem, was das Buch im Allgemeinen ausmacht. Die Autorin ist bekannt für ihre emotionalen Werke und das trifft es hier nur bedingt. Ich muss ehrlich sagen, dass ich es weniger emotional fand, als ich erwartet habe. Unterschiedliche Charaktere, unterschiedliche Schicksale. Ihre Gefühle sind greifbar, aber durch die verschiedenen Schicksale eben nicht ganz so intensiv, wie bei einem Buch, das auf eine Figur fixiert ist.


Deutlich merkt man beim Lesen, dass sich die Autorin sehr für das Schicksal ihrer Großmutter und der anderen 600 Damen an Bord der Victoria interessiert hat. Sie hat ausführlich recherchiert und lässt uns an kleinen Ausschnitten mit jedem Kapitel teilhaben. Sie sind interessant, aber nicht so wichtig wie das Buch, sodass ich mich oft ertappt habe, dass ich am Seitenende ankam und oben noch gar nicht gelesen hatte.


Vielleicht gelingt es ihr deswegen so gut, das Leben auf dem Flugzeugträger so überzeugend zu präsentieren. Die Enge, Hitze, Wasserknappheit, das Feuer, die verschiedenen Charaktere, die teilweise notgeilen Männer. Es macht einfach Spaß den Schicksalen zu folgen.


Hinzu kommt die Tatsache, dass die Einleitung in der Gegenwart spielt und man versucht zu erfahren, wer denn nun die Großmutter war.


Was mich jedoch störte war der Stil. Er wirkte streckenweise so belanglos, so einfach, so laienhaft. Es fließen Details ein, die mich teilweise an Sätze erinnern, die ich bei meinen ersten Versuchen auch genutzt habe, die aber nach einigen Tagen eher doof klangen. Mir fehlte ganz ehrlich die Wortmagie, hat mir aber gezeigt, dass auch einfache Texte das Herz berühren können. Es kommt eben auf den Stil und den Inhalt drauf an.


FAZIT: Ihr seht, es sind nur Kleinigkeiten, die mich gestört haben. Ich habe das Buch regelrecht verschlungen und war am Ende mit Pipi in den Augen echt traurig, dass es schon zu Ende war. Vielleicht nicht so emotional wie ihr Debüt, aber dafür hat es mich überzeugen können. 

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Das gefallene Imperium 3: Teuflisches Vermächtnis

Stefan Burban , Allan J. Stark
Flexibler Einband: 340 Seiten
Erschienen bei Atlantis Verlag, 15.07.2016
ISBN 9783864023132
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Große Schlachten, wieder ein paar Logikschwächen und nicht so brillante Erklärungsversuche, aber im Großen und Ganzen ein gelungener Burban, der beim nächsten Band auf eine kleine Steigerung hoffen lässt, denn diesmal ist es nur noch knapp vier Sterne geworden.  

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Das gefallene Imperium 2: Die Schlacht um Vector Prime

Stefan Burban , Allan J. Stark
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Atlantis Verlag, 30.06.2015
ISBN 9783864022340
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Spannend, eigentlich eine gelungene Fortsetzung, die mit einigen kleineren Schwächen daherkommt, die aber das Lesevergnügen eines Nicht-Sci-Fi-Fans nicht vollends trüben können.  Komplette REzension auf www.sarahs-buecherwelt.de

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724 Bibliotheken, 16 Leser, 0 Gruppen, 180 Rezensionen

liebe, hamburg, petra hülsmann, restaurant, sommer

Glück ist, wenn man trotzdem liebt

Petra Hülsmann
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 10.06.2016
ISBN 9783404173648
Genre: Liebesromane

Rezension:

Die Geschichte ist vorhersehbar, aber ein Gaumenschmaus fürs Herz. Leider wieder viel zu schnell zu Ende, und leider kommt die liebe Petra nie meinem Wunsch nach einer Fortsetzung nach. Bei jedem ihrer Werke bin ich am Ende so traurig, und liebgewonnene Freunde verlassen einen, wo man gerne auch einen zweiten Band lesen würde, und es sicherlich auch viele tolle Ideen / Möglichkeiten gäbe. Nun gut, nächstes Jahr gibt es ja wieder was neues. Komplette Rezension gibt es auf sarahs-buecherwelt.de

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26 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

liebesroman, liebesbeziehungen, hochzeit, weddingplaner

Sie dürfen die Braut jetzt verlassen

Cindi Madsen ,
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Heyne, 12.10.2015
ISBN 9783453418851
Genre: Romane

Rezension:

„Sie dürfen die Braut jetzt verlassen“ ist eigentlich genau das, was man von diesem Buch erwartet. Vorhersehbar, denn der Klappentext verrät schon 90% des Buches und lässt nur einige, dafür wichtige Fragen zum Lesen offen. Trivial, denn man muss nicht nachdenken und die Seiten fliegen nur so an einem vorbei, und vor allen Dingen. Und irgendwie kitschig, denn mal ehrlich, so läuft es in der Realität so was von selten ab. Trotzdem wollte ich das Buch lesen, weil ich genau diese Eigenschaften ab und an einfach liebe, sofern sie gut umgesetzt wurden.


Dakota ist eine witzige Persönlichkeit, die man eigentlich sofort ins Herz schließt. Leicht chaotisch, liebenswert und eine Freundin, die man sich an seiner Seite eigentlich wünscht. Sie ist loyal, aber eben verletzlich. Durch die Ich-Perspektive hatte ich sofort einen Draht zu ihr und konnte die umgesetzten Emotionen gut nachvollziehen. Gleiches gilt auch für die anderen Charaktere. Sie sind individuell, erfüllen gewisse Klischees, aber sie passen herrlich in die Geschichte, sodass man mit Dakota mitfiebert und hofft, dass sie die gleiche Entscheidung trifft, wie man selbst sie gefällt hat.


Klar ist das Buch vorhersehbar und ich wusste von Anfang an, für wen sich Dakota entscheiden wird. Genauso wie ich wusste, wie das Buch enden wird. Zwischendurch gibt es kleinere Überraschungen, wie eben den Grund für die verpatzte Hochzeit, aber hauptsächlich ist die Geschichte ohne wirklich viele Missverständnisse und Hürden. Man könnte schon sagen, dass sich das Buch auf die Planung von Hochzeiten beschränkt, denn diese gibt es wie Sand am Meer. Und manchmal nervt es schon, wenn Dakota angeblich einen ach so vollen Terminplan hat, aber dann plötzlich den ganzen Tag frei hat. Aber ich muss sagen, dass ich mich zu keiner Zeit davon genervt gefühlt habe. Einfach weil die Einblicke echt lustig und so typisch amerikanisch sind.


Die Liebesgeschichte selbst ist natürlich etwas arg konstruiert, weil solche Zufälle, eben kaum passieren, aber es ist schön fürs Herz und lässt in der Tat auf die große Liebe inklusive Glück hoffen. Manchmal haben mir die eine oder andere Panne oder Komplikation dann doch gefehlt. Sie sind erst am Ende und dann eher künstlich eingefügt, was ich eben doch etwas schade fand.


Nichtsdestotrotz habe ich das Buch nicht aus der Hand legen können, habe an einigen Stellen gelacht, mich gefreut und sogar leicht Pipi in den Augen, was aber an der eh immer emotionaleren Weihnachtszeit liegt. Und genau weil mir das Buch trotz seiner Schwächen so gut gefallen hat, dass ich gerne mehr von der Autorin lesen möchte, bekommt das Buch sogar mal wieder volle fünf Sterne.


FAZIT: Cindi Madsen ist mit ihrem Werk auf jeden Fall eine gute Umsetzung gelungen. Zwar habe ich bis zum Schluss nicht ganz verstanden, warum Brendan damals weggegangen ist, und die Frage stört mich doch etwas, aber abgesehen davon, hat das Buch meine Erwartungen definitiv erfüllt. Vorhersehbar, romantisch und echt trivial, aber genau das muss ein solches Buch haben. Wer schon immer mal einen Blick in den Alltag einer chaotischen Hochzeitsplanerin werfen wollte, sollte das Buch lesen.

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157 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 42 Rezensionen

liebe, freundschaft, schwul, berlin, emmy

Kissing

Katrin Bongard
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Oetinger Taschenbuch, 01.07.2015
ISBN 9783841503633
Genre: Liebesromane

Rezension:

'''ooo INHALT IN EIGENEN WORTEN ooo'''
Emmy studiert Psychologie, ist eine leidenschaftliche Kupplerin und mit ihren 21 Jahren noch oder wieder Single. Seit der Trennung ihrer Eltern hat sie aber auch andere Dinge im Kopf, und so nimmt sie ihren besten Freund Julian als Alibi-Freund. Er ist mit seinen 22 Jahren eigentlich schwul, traut sich aber nicht sich zu outen und ist über Emmy einfach nur froh. Irgendwann lernen beide jedoch Noah auf einer Party kennen, und Emmy findet ihn nicht nur unglaublich heiß, sondern ist der Auffassung den perfekten Freund für Julian gefunden zu haben. Zum Glück ist Noah ebenfalls schwul, was die Verkupplung vereinfachen sollte. Zumindest geht Emmy davon aus, denn einige Indizien sprechen einfach dafür, auch wenn Julian sich da nicht ganz so sicher ist. Eigentlich könnte alles super sein, doch mit der Zeit merkt Emmy, dass sie sich selbst zu Noah hingezogen fühlt und das ist ein großes Problem, denn sie will nicht, dass Julian sich vor den Kopf gestoßen fühlt oder gar die Freundschaft dadurch gefährdet wird.

'''ooo MEINE LESEEINDRÜCKE ooo'''
„Kissing“ ist die zweite Reihe aus der Feder von Katrin Bongard, die ich beginne. Nach Loving war ich so begeistert, dass ich mich für eine Leserunde angemeldet habe, bei der ich Kissing lesen durfte. Ich habe das Buch, wie auch schon Loving und Loving more verschlungen, aber ich habe fast einen Monat gebraucht, um mir zu überlegen, wie ich das Buch bewerte. So lange habe ich mir noch für kein Buch Zeit gelassen. Warum ich so geteilter Meinung war, hat einige Gründe.

Es begann schon mit der Tatsache, dass Emmy älter war, als ich gedacht habe. Nach Loving und dem Klappentext hatte ich eine Figur im Kopf, die zwischen 16-18 Jahre alt ist. Plötzlich vor einer Studentin zu stehen, hat irgendwie nicht ganz gepasst. Es ist schwer ein gedachtes Bild aus den Kopf zu bekommen, ohne das ein kleiner Beigeschmack zurückbleibt. Emmy ist auch kein Charakter, den man sofort ins Herz schließt. Sie ist intelligent, sehr eigensinnig und noch nicht ganz erwachsen, wie ich finde. Ihre Handlungen sind manchmal nicht unbedingt logisch oder konsequent. Sie springen und machen sie für mich nie vollständig sympathisch. Dabei beschreibt die Autorin sie wirklich sehr lebendig und detailliert. Ihre Gedanken und Emotionen sind nachvollziehbar, aber oft habe ich sie eher wie 15 eingeschätzt. Die anderen Figuren wirken dagegen reifer und heben sich dadurch klar von Emmy ab. Mir fehlte die Bindung, wie ich es bei „Loving“ sofort hatte.

Inhaltlich greift die Autorin ein interessantes Thema auf. Freundschaft, Liebe, Homosexualität, Outing. Die Basis ist gut, und während des Lesens fesselt einen das Buch ungemein, weil man einfach erfahren möchte, was als nächstes passiert. Zumindest war ich neugierig, ob Noah nun schwul ist, Julian sich outet und wann Emmy zu ihren Gefühlen steht. Ein perfektes Gefühlschaos und doch habe ich mich immer wieder über mehrere Seiten vollkommen gelangweilt. Das Problem ist, dass die Autorin zu viele Nebenstränge integriert, wie eben die Trennung der Eltern und die Einsamkeit der Mutter. Die Idee soll mehr Verständnis für Emmy oder andere Personen aufkommen lassen, aber ganz ehrlich, sie lenkt von den wichtigen Figuren ab und lässt die Handlung oftmals stocken.

Und genau diese Längen waren es, die mich immer wieder enttäuscht haben und mich so lange haben grübeln lassen. Wenn man jedoch von der Autorin ganz andere Meisterleistungen gewohnt ist und das Herz nicht berührt wird, dann gehört es nicht zu den Highlights des Monats.

Schlimmer empfand ich aber auch die Entwicklung der Liebesgeschichte. Ich konnte die plötzlichen Gefühle, abgesehen von „Er ist heiß“ nicht nachvollziehen. Im Grunde sind sie plötzlich zusammen, und Emmy weiß noch nicht mal seine Telefonnummer oder andere grundlegende Dinge. Sie hatten noch nicht mal ein Date, wo man hätte sagen können, das Knistern war überdeutlich. Auf der anderen Seite ist da Julian, der schwer verliebt ist, und wo die Gefühle nachvollziehbar sind. Was es für mich eben schwer macht, Emmys Egoismus nachzuvollziehen.

Von mir gibt es faire 3 Sterne, denn es ließ sich gut lesen, war aber bei weiten nicht ihre Stärke.

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835 Bibliotheken, 17 Leser, 1 Gruppe, 155 Rezensionen

dystopie, erde, die 100, kass morgan, liebe

Die 100

Kass Morgan ,
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Heyne, 27.07.2015
ISBN 9783453269491
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Auf der Erde gab es einen vernichtenden Atomkrieg, der einige Menschen auf Raumschiffe gezwungen hat, um überhaupt eine Chance zum Überleben zu haben. Inzwischen sind 300 Jahre vergangen und die Mittel auf den Raumschiffen gehen zur Neige. 100 jugendliche Straftäter sollen nun auf die Erde reisen und gucken ob ein Überleben schon möglich ist.

Clarke steht kurz vor ihrem 18. Geburtstag. Ihre Eltern wurden auf Grund von Experimenten verhaftet und getötet. Sie wurde erst einmal zu einer Haftstrafe verurteilt und mit 18 wäre ihr der Tod eigentlich sicher. Für sie ist es die Chance zu leben, und somit freut sie sich sogar etwas auf die unbekannte Reise. Das Wells, ihr Ex-Freund, der Verräter ihrer Eltern und Sohn des Kanzlers mit von der Partie ist, gefällt ihr gar nicht. Er hat sich wegen eines öffentlichen Gesetzesbruchs strafbar gemacht und muss deswegen ebenfalls zur Erde. Dies hat er gemacht, um bei Clarke zu sein, die er noch immer liebt.

Ebenfalls mit von der Partie ist Bellamy. Er ist Waise, sehr hitzig und Gesetze sind ihm fremd. Schon immer war ihm seine kleine Schwester Octavia deutlich wichtiger. Obwohl er einiges auf dem Kerbholz hat, wurde er nicht verhaftet und gehört offiziell nicht zum Erden-Team. Doch da Octavia an Bord geht, greift er bei der Einschiffung ein, verursacht Chaos, schießt auf den Kanzler und versucht alles, um ebenfalls an Bord zu kommen.

Glass, eine gute Freundin von Wells, nutzt diese Chance vom Chaos und flieht vom Transporter. Sie möchte zu ihrer großen Liebe Luke, die sie seit Jahren nicht gesehen hat und der nicht mal weiß, warum sie sich nicht melden konnte.

Diese vier Schicksale werden in verschiedenen Episoden beschrieben.

== MEINE MEINUNG ZUM BUCH ==
„Die 100“ ist definitiv nicht mit der Serie „The 100“ zu vergleichen. Warum die Szenen so arg für eine TV-Sendung umgeschrieben wurden, kann ich persönlich nicht nachvollziehen, und bin sogar am Anfang arg ins Straucheln gekommen. So lebt zum Beispiel in der Serie die Mutter von Clarke, und im Buch ist sie Waise. Ich glaube die ersten 40 Seiten habe ich mich arg aufgeregt, überlegt abzubrechen oder das Buch im Urlaub sogar im Kamin zu verbrennen. Man sieht eine Serie, verliebt sich, und geht eigentlich davon aus, dass das Buch ergänzt, mehr Fakten liefert und ausführlicher ist. Vielleicht sogar besser, aber doch nicht so gänzlich anders. Ich musste mir dementsprechend erst einmal sagen, lass dich auf etwas neues ein. Die Figuren haben nur ähnliche Namen, aber es ist eine andere Umsetzung.

Mit diesem Hintergrundgedanken konnte ich mich auf das Buch einlassen und war echt begeistert. Die Autorin schafft ein Szenario, dass wirklich spannend ist und untermalt die Situation auf der Erde, den Atomkrieg und die Nöte auf den Raumschiff mit wunderbaren Charakteren. Sie sind unterschiedlich, einzigartig und das schöne ist, dass sie durch die verschiedenen Perspektiven sehr schön ins rechte Licht gerückt werden. Und genau diese einzelnen Perspektiven und Geschichten haben es eigentlich in sich. Man erlebt verschiedene Szenen und bekommt die Emotionen hautnah mit. Zeitgleich sorgen gewisse Rückblenden bei diesen Figuren, dass der Leser zudem ein gutes Hintergrundwissen über die Situation auf dem Schiff, der Hauptfiguren oder dem Geschehen auf der Erde damals. Komplette Rezension

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37 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

liebe, new york, chaos, freunde, schildkröte

Liebe zum Nachtisch

Victoria Seifried
E-Buch Text: 400 Seiten
Erschienen bei Heyne Verlag, 10.08.2015
ISBN 9783641154288
Genre: Liebesromane

Rezension:

„Liebe zum Nachtisch“ ist ein klassischer Liebesroman. Also schön kitschig, trivial vorhersehbar, Happy End und natürlich viele Irrwege und Stolperfallen. Wer so etwas sucht, und nichts gegen diese Dinge hat, der sollte weiterlesen oder auch nicht, denn ein Paar Spoiler gibt es schon, was zwischendurch passiert. Komplette Rezension hier

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226 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 39 Rezensionen

showdown im zombieland, gena showalter, zombies, alice, jugendbuch

Showdown im Zombieland

Gena Showalter , Constanze Suhr
Fester Einband: 427 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 10.07.2015
ISBN 9783956492037
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die Clique der Zombie-Jäger ist zusammengewachsen und besonders die Mädchen verstehen sich unglaublich gut. Zur Zeit ist es recht ruhig in Bezug auf die Zombies, doch ihre wahren Feinde haben etwas vor. Sie wissen nur noch nicht was und so warten sie ab, kämpfen gegen die Zombies und sich stets wachsam. Doch mit dem unerwartete Großangriff haben sie nicht gerechnet. Mitten in der Nacht als Ali endlich Cole verführen will, wird das Anwesen angegriffen und Cole sogar angeschossen. Die Angreifer können getötet werden und mit Hilfe ihres inneren Feuers kann Ali Cole auch retten, aber sie müssen von seine Vater erfahren, dass alle Zombie-Jäger und auch die Trainingshalle angegriffen wurden. Einige Jäger haben den Angriff nicht überlebt, andere sind noch verschwunden. Zum Glück hat Alis Oma und auch ihre beste Freundin Kat überlebt. Ali macht sich auf die Suche nach den restlichen Jägern und kann den einen oder anderen finden. Gemeinsam kehren sie zurück und beschließen, dass es an der Zeit ist zu kämpfen. Von einem Zombie im Kampf getötet werden ist eine Sache, jedoch von Menschen, die Zombies unterstützen und erforschen mitten in der Nach heimtückisch angegriffen zu werden, ist eine andere Sache. Es beginnt ein Kampf um Leben und Tod.


== MEINE MEINUNG ZUM BUCH ==

„Showdown im Zombieland“ ist der dritte Band der Reihe von Gena Showalters. Diesmal besticht das Cover durch pinke Akzente und das finde ich als Pink-Fan klasse, aber die ausSeit dem ersten Band habe ich mich in dieses ungewöhnliche Abenteuer verliebt. Ich muss zugeben, dass ich Zombie-Filme mag und endlich mal einen Roman zu lesen, wo es nicht um Vampire oder Werwölfe geht, ist gerade in der letzten Zeit sehr angenehm gewesen. Schon von Anfang an störten mich immer Kleinigkeiten, aber ich trotzdem habe ich die Reihe geliebt. Ihr könnt also nachvollziehen, warum mich auch dieser Band reizte.


Mit ihrem Prolog und einem kleinen Blick in die aktuelle Situation, weckt die Autorin sofort die Neugierde und man muss sich sofort ins Lesevergnügen stürzen. Den ersten Dämpfer hatte ich jedoch gleich beim Einstieg. Ich tat mich unglaublich schwer in die Fortsetzung zu finden, was aber nach einem Jahr auch verständlich ist. Ein paar mehr Rückblenden oder Infos hätten in meinen Augen nicht geschadet. Trotzdem habe ich nach einiger Zeit wieder ein rundes Bild gehabt und den Anschluss gefunden. Ich glaube für die anfängliche Verwirrung in Bezug auf den Vorgänger wurde durch den Mädelsabend hervorgerufen, denn zu Beginn dachte ich, dass alle Mädels doch glatt wild herum flirten möchten.


Trotzdem muss ich zugeben, dass die Nähe zu der Reihe gerade am Anfang eher schwach ausgeprägt war. Gesteuert wird der Anfang von vielen Hormonschüben und das nervt gewaltig. Ich meine, die Jugend ist heute freizügiger und offener für solche Situationen, als noch meine Generation, und an sich finde ich dies nicht schlimm. Nur wird sogar der Überfall und die spätere Suche nach den Mitgliedern von Liebeshormonen überlagert und nimmt den Buch die anfängliche Spannungskurve.


Nach rund 100 Seiten habe ich gemerkt, dass die anfängliche Euphorie oder der Funke, der mir in den ersten beiden Bänden so gefallen hat, irgendwie nicht wieder aufkommen wollte, und das lag definitiv nicht nur an diesem Hormonrausch. An manchen Stellen war das Buch für mich ein kleiner Kampf, der sich zwar immer wieder durch kleine Überraschungen, Wendungen oder Enthüllungen gelohnt hat, aber dadurch zeigt, dass es sich in meinen Augen um den schwächsten Band der eigentlichen Trilogie handelt. Eigentlich, weil dies so geplant war, aber die Autorin sich nach dem Erfolg für einen weiteren Band entschieden hat. An sich eine gute Idee, denn der Schluss bietet genügend Material für eine Fortsetzung, obwohl er abgeschlossen ist, und lässt eine gewisse Hoffnung aufkeimen.


Was stört mich so an diesem Band? Eigentlich sollte das Buch durch Anima, die Zombies und weitere Gefahren nur so vor Spannung strotzen und das tut es zumindest immer wieder und zum Schluss hin sogar sehr häufig. Nur wirken diese Kämpfe irgendwie abgegriffen und alltäglich. Gerade wenn sich Kämpfe über viele Bücher häufen, dann entwickle ich mit der Zeit dieses Gefühl. Was aber hier positiv auffällt, ist die Tatsache, dass die Autorin niemanden schont und es auch einige Opfer auf Seiten der Zombie-Jäger zu betrauern gibt, die sicherlich hart sind. Es ist also nicht so, dass das Buch nicht spannend ist oder die Autorin sich nichts neues einfallen lässt. Sondern einfach nur dieses Bauchgefühl, dass ich mich persönlich nicht mehr so glänzend unterhalten habe wie vorher. Gleiches gilt für die Lovestory. Ich weiß nicht, warum hier immer auf dieses leichte Drama gesetzt wird. Ich habe nichts gegen ein gewisses Hin und Her, sowie Hindernisse in Beziehungen, aber nun sind die beiden schon zusammen, die grundlegenden Dinge sind geklärt, und hier hätte sich die Autorin von der Masse abheben können, indem sie eben nicht wie die meisten neue, leicht künstliche Hindernisse einfließen lässt.


Inhaltlich ist die Entwicklung also wirklich eine Frage des persönlichen Geschmacks und ich kann definitiv nachvollziehen, warum viele noch immer begeistert sind. Nur stören einen vorab schon Kleinigkeiten, fällt es dem Leser später noch mehr auf. Und das die Autorin sich viel Mühe gegeben hat, erkennt man klar an der Entwicklung der Charaktere, die sehr gut gelungen ist, sowie an den offenen Gedankengängen, Dialogen und Schilderungen vieler Szenen, die einfach Kopfkino entstehen lassen und verständlich sind.


Nichtsdestotrotz ist es für mich der schwächste Teil, obwohl die Autorin sich wirklich viel Mühe gibt und besonders auf einen klasse, empfehlenswerten Schluss hin gearbeitet hat. Von mir gibt es faire vier Sterne.

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303 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 64 Rezensionen

liebe, hamburg, fußball, bochum, liebesroman

Wenn Schmetterlinge Loopings fliegen

Petra Hülsmann
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 18.06.2015
ISBN 9783404172726
Genre: Liebesromane

Rezension:

Karo hat endlich ihr Fernstudium mit 1,3 abgeschlossen und freut sich auf den neuen Job in Hamburg. Dafür zieht sie extra von Bochum in die WG ihrer besten Freundin Saskia. Also alles perfekt und traumhaft. Doch schon am ersten Arbeitstag wird sie in die kalte Realität zurück geworfen. Ihr neuer Chef wurde verhaftet und sie steht ohne Job in einer fremden Stadt. Trotz zahlreicher Bewerbungen sieht es nicht gut aus so ganz ohne Erfahrung in diesem Beruf. Ihre letzte Chance ist das Gespräch beim Eintracht Hamburg, obwohl sie keine Ahnung vom Fußball hat, hängt sie sich rein, denn ein solcher Job, würde sich gut im Lebenslauf machen. Und nach einigen Fragen bekommt sie tatsächlich den Job. Erst nach der Zusage fragt sie überhaupt, worum es geht, und erfährt, dass sie als heimlicher Babysitter für den Fußball Star Patrick Weidinger eingestellt wurde. Offiziell ist sie nur eine Praktikantin, die Weidinger immer fährt, weil er zur Zeit keinen Führersein hat, aber auch nachts einspringt, wenn dieser mal wieder auf Sauftour geht, denn Patrick ist ihr Star, der sich zur Zeit übel gehen lässt und lieber Party macht, als auch nur ein Tor zu schießen. Von Anfang hat weder Karo Lust auf Patrick noch umgekehrt. Die beiden zicken sich an, wo es nur geht. Als sie Patrick mal wieder von einer Party abholen muss und das obwohl sie schon geschlafen hatte, redet sie Klartext mit ihm und nach einem weiteren Vorfall wird das Verhältnis in der Tat besser. Karo bekommt sogar Schmetterlinge, wenn sie mit ihm mal wieder mehrere Stunden im Auto sitzt und über Gott und die Welt redet. Sie küssen sich sogar und Karo überlegt, ob sie überhaupt mit ihm eine Beziehung haben könnte, als sie aus der Presse erfährt, dass er mit seiner Ex, die wieder bei ihm ein und ausgeht, ihn sogar bei Spielen besucht, zusammen ist. Als Karo für eine Feier ihren Freund mitbringen muss, den sie beim Einstellungsgespräch erfunden hat, nimmt sie Pekka mit und erfindet kurzer Hand eine Beziehung zu ihm, um so auch Abstand zu Patrick und ihren Gefühlen zu bekommen. Doch Patrick geht ihr nicht aus den Kopf und aus dem Herzen.


== MEINE MEINUNG ZUM BUCH ==

„Wenn Schmetterlinge Loopings fliegen“ ist ein wundervoller, trivialer Liebesroman, bei dem ich schon nach fünf Sätzen wusste, dass ich das Buch lieben werde. Und genau das ist auch eingetroffen. Obwohl es erst der zweite Roman von Petra Hülsmann ist, habe ich sie zu meiner neuen Lieblingsautorin erkoren, denn ihre Romane spielen nicht nur in meiner Heimatstadt Hamburg, sondern sind so locker leicht, vorhersehbar und doch überraschend, dass ich sich mir Unmengen davon wünsche.


Mit ihrem vorliegenden Roman hat die Autorin einen Gedanken aufgegriffen, den ich vor Jahren schon als Idee für einen eigenen Roman mal im Kopf hatte. Nur das ich so was nie umsetzen könnte und ich statt Fußball Eishockey im Kopf hatte. Kein Wunder, dass ich sofort Feuer und Flamme war.


Doch kommen wir nun zum Buch selbst. Hier merkt man, sofern das Debüt gelesen wurde, dass die Autorin ein ähnliches Grundkonzept aufweist. Damit meine ich, dass es neben der eigentlichen und hauptsächlichen Liebesgeschichte noch eine weitere gibt, die ebenfalls mit einigem Chaos daher kommt. In diesem Werk geht es somit nicht nur um Karo und ihren Fußballspieler, sondern auch um die Mitbewohner Nils und Saskia. Von mir aus könnte auf diese zusätzliche Komponente verzichtet werden, denn das bietet immer wieder so herrlich Ideen für einen eigenständigen Roman.


Trotzdem sind Haupt- und Nebenstrang wunderbar erzählt, und das hat viele Gründe. Es beginnt schon mit dem Stil der Autorin. Er ist herzlich, detailliert und spritzig, ohne jemals in die Länge gezogen zu wirken. Der Stil ist genauso herrlich wie ich ihn beim Debüt in Erinnerung hatte. Einmal angefangen ist es schwer aufzuhören.


Weiter geht es mit den Figuren. Klar erfüllen sie gewisse Klischees, so wird Patrick am Anfang als arroganter Mensch dargestellt, der jedoch, wenn man ihn besser kennt ein ganz liebenswerter Charakter ist. Auch Karo ist herzlich, zickig und intelligent, sodass ich mich sofort mit ihr identifizieren konnte. Selbst ihr kurzzeitiger Höhenflug im Betrieb konnte meine Sympathie nicht mindern.


Inhaltlich hatte mich die Autorin, wie oben gesagt alleine schon, weil ich die Idee selbst einmal im Kopf hatte. Ihr Gedankenspiel rund um einen Prominenten finde ich sehr gelungen. Zum Beispiel versucht sie gekonnt aufzuzeigen, was in manchen Situationen in einem Star vorgehen kann oder wie viel Wahrheit hinter Pressemeldungen steckt. Gleichzeitig zeigt sie, was man alles erreichen kann, wenn man etwas Zeit investiert, wie zum Beispiel Karo mit ihrem Studium, dass Karriere nicht alles ist, und manchmal unkonventionelle Ideen die besseren sind.


Die Liebesgeschichte selbst ist gewohnt trivial und bedarf nicht der Aufmerksamkeit, wie es zum Beispiel ein Sachbuch oder ein Thriller benötigt. Man weiß sofort wie die Geschichte ausgehen wird und möchte im Grunde nur den Weg erfahren. Einen Weg, den die Autorin in meinen Augen sehr schön und interessant gelöst hat. Es gibt wie ihr euch denken könnt viele Hindernisse, die manchmal lustig, manchmal traurig sind, manchmal nerven können, wenn man sich denkt, können sie nicht endlich mal Klartext reden um dann wieder zu wissen, dass man selbst gar nicht viel unkomplizierter an die Sache herangehen würde.


Manchmal übertrieben, aber irgendwo immer halbwegs realistisch schafft die Autorin eine witzige, spannende und richtig schöne Liebesgeschichte entstehen zu lassen. Bis zum Schluss war ich in das Buch verliebt, und auch der Schluss gefällt mir sehr gut, denn es gibt so manchen Liebespaaren einen Denkanstoß, wenn es das Thema Liebe geht.


Bei dem Buch hatte ich nach langer Zeit endlich wieder diesen Wow-Effekt, den ich so liebe beim Lesen. Wenn ich denke, bitte könnte das Buch nicht 1000 Seiten oder mehr haben, dann hat es mich wirklich vollkommen überzeugt, obwohl es nicht unbedingt eine tiefgründige Lektüre ist, sondern sich eben ideal für einen Tag im Freibad oder am Strand anbietet. Petra Hülsmann hat es geschafft mich erneut zu überzeugen, und ich freue mich schon sehr auf die nächsten Werke aus ihrer Feder.

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10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

fett kohle, niklas, schlechtes gewissen, gangster, dorit linke

Fett Kohle

Dorit Linke
Fester Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Magellan, 17.07.2015
ISBN 9783734847066
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Niklas hasst sein aktuelles Leben, und möchte am Liebsten zu seinem Vater, der auf Mallorca lebt. Sein Stiefvater säuft und ist Hartz IV Empfänger, der außer Bier nichts richtig schreiben kann. Seine Mutter lässt sich von Kaminski unterdrücken und ist nur für die Zwillinge da. In der Schule ist er abgerutscht und seit er versucht hat in Murats Gang zu kommen, ist auch noch das Jugendamt auf sie aufmerksam geworden. Beschissener kann es nicht kommen. Doch dann beobachtet Niklas, wie ein Lieferwagen bei ihm vorm Fenster vorbeifährt, die Polizei im Nacken und etwas in den Mülleimer vor seinem Haus wirft. Die Neugierde ist geweckt und als die Luft rein ist, schleicht er sich hin. Er findet eine Ledertasche, die er mitnimmt. Zwar wird er dabei beobachtet, aber denkt sich noch nichts bei. Erst als er zu Hause entdeckt, dass gut 50.000€ in der Tasche sind, ahnt er etwas. Von seinem besten Freund Felix, den er einweiht, erfährt er, dass die Bank einige Straßen weiter überfallen wurde und so verstecken sie das Geld. Schon am nächsten Tag stehen jedoch die Bankräuber vor der Tür, denn einer von ihnen hat Felix tatsächlich mit der Tasche gesehen. Sie verfolgen ihn und bedrängen ihn regelmäßig. Doch damit nicht genug. Auch Murats Gang, die ihn und Felix im Park gesehen haben, wollen wissen, warum er von diesen Typen bedroht wird. Niklas ist klar, dass etwas passieren muss und so heckt er mir Felix einen total verrückten Plan aus, der schon damit schief geht, dass Niklas zusammen mit Murat von den Bankräubern entführt wird.


== MEINE MEINUNG ZUM BUCH ==

„Fett Kohle“ ist das neueste Werk von Dorit Linke und spielt im Brennpunkt Neukölln. Damit ist schon klar, dass sich das Buch von der Masse abhebt.


Es fängt schon bei den Figuren an. Ist normalerweise die Hauptfigur eher der intelligente Part, der gemobbt wird, ist Niklas zwar ein Opfertyp, aber authentisch aus dem Leben gegriffen. Getrennte Eltern, der Stiefvater ein Bilderbuch Hartz IV Empfänger, die Klasse besteht zum größten Teil aus Namen, die nicht im Deutschen vorkommen und wo man sich fragt, wie sie ausgesprochen werden. Das Niklas ebenfalls kein Musterschüler ist, viel Mist baut um anerkannt zu werden, könnte nicht authentischer sein. Wer selbst Kinder in dem Alter hat, der weiß, dass die heutige Generation der Beschreibung zumindest in vielen Brennpunkten sehr nahe kommt. Vom Opfertyp, Schulschwänzer bis zur beliebten Gang ist alles vertreten, womit sich die heutige Generation zum größten Teil identifizieren kann. Auch wenn es hart klingt.


Inhaltlich möchte die Autorin dies jedoch nur am Rande einfließen lassen, denn sonst würde das Buch ja kaum einer lesen. Wer möchte seinen Alltag lesen? Um es spannender und nicht nur alltäglich rüberkommen zu lassen, setzt sie auf Bankräuber und das Thema Fundsachen. Wie verhält man sich richtig, wenn man etwas findet, das einem nicht gehört. In diesem Fall viel Geld, aber auch im Allgemeinen, also eine Geldbörse oder ein Handy. Hier lässt sich die Autorin viel einfallen, damit das Buch wirklich spannend ist. Manchmal fand ich es etwas zu übertrieben, aber die jüngeren Leser wird dies wohl kaum stören.


Die wichtigste Frage, was ist das richtige und werden sich diese Kinder dafür entscheiden, wird auf jeden Fall gut gelöst. Bis dahin passiert aber eine Menge, wie zum Beispiel eine Entführung. Es kommen dementsprechend viele spannende Momente hinzu, die durch Weisheiten aus dem Leben untermalt wurden. Zum Beispiel „Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte“. Solche Dinge, lässt die Autorin sehr gut einfließen. Es zeigt aber auch, dass Kinder und Jugendliche manche Tragweite gar nicht einschätzen können, und es so schnell vorkommen kann, dass sie ungewollt in Gefahr geraten.


Die Autorin baut auf jeden Fall eine Menge ein und macht sich viele Gedanken zum Inhalt. Deswegen eignet sich das Buch in meinen Augen für den Unterricht in Schulen. Sei es in Brennpunkten, weil den Kindern die Augen minimal geöffnet werden können, oder in anderen Schulen, um zu zeigen, wie es anderen Kindern geht, und wie man vielleicht helfen kann.


Sprachlich ist das Buch nicht unbedingt gut für den Lehrplan. Es ist sehr jugendlich und umgangssprachlich gehalten. Aber verschließen wir nicht die Augen, setzt euch einmal in Hamburg oder auch Berlin in eine U-Bahn, wo viele Schüler sind, und ihr werdet genau diese Sprache vorfinden. In meinen Augen hätte die Autorin daher gar keinen anderen Stil für ihr Buch verwenden dürfen. Er ist manchmal unter der Gürtellinie, aber eben Realität.


Was mir nur bedingt gefällt ist der Schluss. Nachdem alles sehr realistisch umgesetzt wurde, passiert im Zeitraffer einer Menge. Das ist an sich sehr gut, denn wer kennt es nicht. Nach einer Geschichte fragt man sich oft, was passiert mit den Figuren im Anschluss. Die Fragen werden sehr gut beantwortet und sind gut überlegt. Allerdings wirkt es in meinen Augen sehr künstlich. Zum Beispiel die Art wie Georges Problem gelöst wird oder warum Niklas Vater nicht schon vorher in den Popo getreten wurde. Das hätte die Autorin, nach der Vorgeschichte besser gekonnt.


Mein Fazit: Spannendes Kinder / Jugendbuch, das ich zwar nicht unbedingt noch einmal lesen muss, aber jedem empfehlen kann.

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17 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

Hundeherz

Christiane Sadlo
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 22.06.2015
ISBN 9783734100666
Genre: Liebesromane

Rezension:

Dora ist wunschlos glücklich. Leo ist der beste Hund der Welt und Jochen ist ihr absoluter Traummann. Nur leider sieht Jochen es anders und stellt sie vor die Wahl. Sagt sie erneut den lange geplanten Urlaub nach Florenz ab, dann trennt er sich von ihr. Für Dora bricht eine Welt zusammen, denn bis jetzt dachte sie, Jochen sei glücklich und verständnisvoll. Immerhin hat ihre Mutter einen Bandscheibenvorfall und benötigt eben Hilfe. Okay, es stimmt, sie hat den Urlaub schon oft wegen ihrer Mutter abgesagt, aber wenn diese nun einmal Hilfe benötigt. Aus Angst Jochen zu verlieren, will sich Dora jedoch dieses mal durchsetzen und plant trotzdem zu fliegen. Am Anfang ist ihre Mutter begeistert, springt wie ein Jungbrunnen auf, will sogar selbst mitfliegen, bis ihr einfällt, dass es nicht um den Verkauf ihres neuesten Buches geht, sondern die Reise für Dora und Jochen ist. Schon fällt sie wieder in sich zusammen und bekommt sogar einen Zusammenbruch, als Dora wirklich fahren will. Was Dora nicht wahrhaben will, ihre Mutter manipuliert sie gekonnt, denn in ihren Augen ist Jochen, ein einfacherer Blumenhändler, nicht gut genug. Viel besser gefällt da schon ihr Hausarzt, der schon seit einiger Zeit ein Auge auf Dora geworfen zu haben scheint. Und so spielt die Mutter Kupplerin. Nur hat sie die Rechnung ohne den verhassten Flohträger Leo gemacht, denn der kleine Hund liebt Jochen genauso, wie Dora ihn liebt, und so muss er sich was einfallen lassen. Ob es ihm gelingt, müsst ihr selbst lesen.

== MEINE MEINUNG ZUM BUCH ==
„Hundeherz – Ein Held auf vier Pfoten“ ist ein heiterer Unterhaltungsroman, der auf Romantik, Liebe, Hindernisse und vier Pfoten setzt. Also genau das Richtige für den Sommerurlaub. Zumindest trifft dies im Ansatz auf das Buch zu, denn vollends konnte mich die triviale Lektüre nicht überzeugen.

Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven geschrieben. Ab und an kommen Gedanken und Situationen aus der Sichtweise zum Beispiel von Jochen oder Doras Mutter, in der Regel begleitet der Leser jedoch Dora und Leo. Es ist witzig, wie die Autorin versucht den Alltag mit einem Hund in Gedanken zu fasst. Zum Beispiel bedeutet hochspringen nicht gleich Freude, sondern ist manchmal auch der Wunsch den gegenüber einfach dreckig zu machen, weil man ihn zum Beispiel nicht mag. Klar sind solche Gedanken lustig und für Hundeliebhaber sicherlich auch schön. In meinen Augen, obwohl ich Hunde mag, war es eine nette, humorvolle Ergänzung, auf die ich aber auch hätte verzichten können. Doras Blickwinkel hingegen ist wirklich interessant und gut beschrieben.

Den Rest gibt es hier :)

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52 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

katrin bongard, liebe, leserunde, ya, paperback

Loving more

Katrin Bongard
E-Buch Text: 324 Seiten
Erschienen bei Red Bug Books, 06.05.2015
ISBN 9783943799767
Genre: Jugendbuch

Rezension:

„Loving More“ ist die Fortsetzung von „Loving“. Der zweite Band beschäftigt sich diesmal mit wichtige Themen, die in einer Beziehung aufkommen können, wie zum Beispiel Vertrauen.

Die Autorin setzt mit ihrem zweiten Band genau dort an, wo der andere aufgehört hat. Wie schon der Klappentext verrät sind Luca und Ella inzwischen ein Paar und somit reiht sich das Buch nahtlos an den ersten Teil an. Das passiert nicht nur inhaltlich und zeitlich, sondern auch durch den lockeren Stil, der viele jugendliche Elemente einfließen lässt, leicht zu lesen ist, aber nicht umgangssprachlich klingt.

Wie auch schon im ersten Band möchte die Autorin zeitnah sein und sich mit den Lesern bzw. der Zielgruppe auseinandersetzen. Dadurch greift sie realistische Themen und Interessen auf. Ging es im ersten Buch noch darum, dass Ella liest und einen Buchblog betreibt, versucht sie es in diesem Band noch aktueller zu gestalten und lässt Ella einen Wandel durchleben, sodass sie am Ende einen Buch-Vlog betreibt. Ob dies ein Hinweis an uns Blogger sein soll, dass Rezensionen out sind? Ich habe mich auch schon daran gewagt und mit Sicherheit schauen sich die jüngeren Generationen lieber eine Buchbesprechung als Video an, aber ich bin sicher, dass wir Leseratten nichts gegen ein bisschen Text habe. Außerdem ist es doch so leichter dem Lehrer seine Arbeit zu übergeben, wenn man Copy / Paste benutzen kann. Ich glaube mit diesem Sprung hat sich Ella etwas von mir entfernt, aber auch durch die Tatsache, dass sie wegen einer neuen Beziehung weniger liest.

Neben den Büchern und Youtube im Allgemeinen, denn diesmal wird Youtube als Schulaufgabe integriert, beschreibt die Autorin sehr zeitnah, wie intensiv, einnehmend und veränderbar eine Beziehung macht. Sie zeigt aber auch, dass eine gute Beziehung auf geben und nehmen basiert, sowie den Wunsch für seine Liebe und seinen Partner Hindernisse aus den Weg zu räumen. Ebenfalls sehr schön lässt Katrin Bongard das Thema Vertrauen einfließen. Nicht nur über bewusste, notwendige Lügen, sondern auch durch Dinge die andere machen. Eine Beziehung, aber auch eine Freundschaft basiert auf Vertrauen, das regelmäßig durch Kleinigkeiten, Fremdeinwirkung oder unbedachte Sätze auf die Probe gestellt wird. Durch die Aktualität und Umsetzung schafft es die Autorin in meinen Augen die Liebe und eine Beziehung im guten, aufklärenden Licht darzustellen.

Dann wiederum geht Katrin Bongard auf das Kennenlernen der Eltern ein. Hier hätte die Autorin das Buch gerne früher rausbringen können, denn für mich waren diese ersten Treffen immer der absolute Horror, da ich selbst aus einer sehr einfachen, chaotischen Familie komme und ein gewisser Standard für mich zwar umsetzbar und normal war, aber ich eben immer Angst hatte zu einfach zu wirken oder gar etwas falsch zu machen. In dieser Umsetzung zeigt Katrin Bongard wunderbar, wie menschlich auch Eltern sind und die Angst in der Regel unbegründet ist.

Was mir allerdings nicht so gut gefallen hat, hier bin ich aber auch schon Mama und sehe es etwas reifer, ist der Punkt Verhütung. Diese wird ausführlich behandelt. Wie zum Beispiel sollte ich eine Pille nehmen, wie denken manche Eltern darüber, sind Kondome sicher, wessen Aufgabe ist es. Ihr seht, alles gut integriert, aber ohne das es langweilig wird. Was mich störte, war die Tatsache, dass Ella sich trotz ihrer Intelligenz und einem guten Grundwissen zu einem „Ich pass schon auf“ hinreißen lässt. Es zeigt, dass bei solchen Dingen der Verstand ausgeschaltet ist, aber die Angst im Anschluss schwanger zu sein, hätte gerne deutlicher sein dürfen, um zu zeigen, dass eben auch etwas schief gehen kann.

Gleichzeitig greift die Autorin das Thema Teenager-Mutter auf. Während die Mehrheit der Jugendlichen lieber eine Ausbildung oder Studium nach der Schule ins Auge fasst, gibt es auch Jugendliche, die lieber ein Kind möchten und das aus verschiedenen Gründen. Hier bin ich echt gespannt, wie die Autorin dies im nächsten Band umsetzt, denn schwanger werden geht schnell und ist schön, aber so jung Mutter werden ist eine andere Sache. Es ist eine Entscheidung fürs Leben, die jeder gut durchdenken sollte.

Neben der Verhütung gibt es noch einen anderen Punkt, der mich etwas gestört hat, und zwar der Mittelpunkt der beiden Hauptfiguren. Luca war schon im ersten Band ein Frauenschwarm, und nach Ellas Laseroperation an den Augen wurde sie ja schon im ersten Band etwas anders gesehen von den Mitschülern. Diesmal geht es noch eine Spur weiter. Sicherlich sehr realistisch, aber leider in meinen Augen nicht unbedingt grandios umgesetzt. Warum? Das die beiden Hauptfiguren begehrt sind, ist eine Sache, aber  mir fehlte die Ausführlichkeit und die Fixierung auf eine Person. Zum Beispiel schwärmt Fritz für Ella, die dies aber in ihrer Verliebtheit gar nicht wahrnimmt. Also sehr realistisch, denn wie häufig erkennt man die Gefühle eines anderen nicht. An Kleinigkeiten wird es ausgemacht, dann durch eine Szene stark verdeutlicht, aber leider in meinen Augen zu schwach beschrieben und dann auch jäh beendet.

Alles in allem war das Buch wirklich wieder schön, und einmal angefangen kann man einfach nicht aufhören. Ich habe die letzten 200 Seiten zum Beispiel an einem Abend in der Badewanne gelesen, weil ich wissen wollte, wie es ausgeht. Trotzdem war das Gesamtbild diesmal nicht so 100% rund. Es sind jedoch nur kleine subjektive Empfindungen, die das gesamte Lesebild nicht trüben. Ich freue mich schon wahnsinnig auf den letzten Band. 

 

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1.164 Bibliotheken, 28 Leser, 2 Gruppen, 193 Rezensionen

zug, thriller, alkohol, london, mord

Girl on the Train

Paula Hawkins , Christoph Göhler
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 15.06.2015
ISBN 9783764505226
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Rachel ist Alkoholikerin und das schon seit langer Zeit. Nachdem sie nicht schwanger werden konnte, fing sie damit an, und als ihr Mann sie wegen Anna verlässt, kommt sie gar nicht mehr aus dem Loch heraus. Sie zieht zu einer alten Freundin, stalked ihren Ex-Mann und als sie wegen Alkohol ihren Job verliert, pendelt sie aus Scham trotzdem jeden mit den gleichen Zügen, damit niemand Verdacht schöpft. Auf ihrer Fahrt kommt sie immer an ihrem alten Haus vorbei und wird schmerzlich an Toms neues Leben erinnert. Highlight ist jedoch das glückliche Paar ein paar Minuten vorher, wo der Zug regelmäßig hält. Hier erfindet Rachel Namen, freut sich sie zu sehen und ist vielleicht ein Stück neidisch. Doch dann entdeckt sie bei einem solchen Halt, dass Jess, wie sie die Frau genannt hat mit einem anderen Mann knutschend im Garten  steht. Sie kann nicht fassen, dass sie ihren Mann betrügt. Als Rachel kurz darauf erfährt, dass Megan, wie die Frau wirklich heißt, verschwunden ist, ahnt sie, dass dies mit ihrer Beobachtung zusammen hängt. Doch als Zeugin ist sie nicht brauchbar. Dafür trinkt sie einfach zu viel, hat Blackouts und wird von Anna sogar als Kindesentführerin dargestellt. Sie ist labil und die Polizei geht davon aus, das sie sich einfach nur wichtig machen will. Deswegen erfindet Rachel eine Freundschaft zu Megan, um mit ihrem Mann Scott Kontakt aufzunehmen. Sie freunden sich an und die Polizei nimmt seinen Hinweis nach einem Geliebten sogar ernster. Doch dann kommt heraus, dass sie eine labile Lügnerin ist und sie ahnt, dass sie herausfinden muss, was damals passiert ist. Sie spürt, dass ihr Blackout in jener Nacht von Megans verschwinden, der in ihrer Straße passiert ist, die Wahrheit ans Licht bringen wird. Sie beginnt mit ihren Nachforschungen und stößt dabei auf eine tödliche Wahrheit.

== MEINE MEINUNG ZUM BUCH ==
„Girl on the Train“ ist eins der Bücher, um die wieder ganz großer Wirbel betrieben wurde. Obwohl ich kein Fan von solchen Hype-Werken bin, hat mich die Idee von dem Buch so fasziniert, dass ich es lesen wollte. Als Pendler habe ich mir auch oft genug vorgestellt, was sich in bestimmten Häusern abspielt, wer dort wohl lebt und beobachtet, sofern ich kein Buch zur Hand hatte.

Erzählt wird die Geschichte aus drei Perspektiven. Gewechselt wird in größeren Abständen zwischen Rachel und Megan, sowie später Anna. Jeweils aus der Ich-Perspektive ist es gut möglich die Figuren näher kennenzulernen. Dies ist bei den etwas schwierigen Persönlichkeiten auch nötig. Rachel zum Beispiel ist mit ihrer Alkoholsucht eher abschreckend. Die Hintergründe, die im Laufe des Buches aufgedeckt werden, schaffen jedoch eindeutig eine gewisse Sympathie für diese arme Seele. Megan erzählt die Zeit vor ihrem verschwinden und auch sie ist nicht so sympathisch, dass man sie lieben muss. Ebenfalls wird auf eine dramatische Vergangenheit gesetzt, die zumindest nichts für werdende Mütter ist. Annas Perspektive soll Einblicke gewähren, wie es ist, wenn die Ex-Frau sich immer wieder ins Leben drängt und auch hier gibt es viele Einblicke in die Persönlichkeit, die nicht unbedingt sympathisch sind. Im Laufe des Buches merkt man im Grunde, dass die gesamten Persönlichkeiten mehr Ecken und Kanten, sowie eine schwere Bürde aufweisen, die sie unsympathisch, aber doch wieder sympathisch wirken lassen.

Am Anfang fühlt man sich leicht in das Buch geworfen, was aber nicht weiter tragisch ist. Man lernt Rachel näher kennen, erkennt ihre Alkoholsucht, die augenscheinlichen Hintergründe und begleitet sie auf ihren täglichen Touren, wo sie die beiden Hausbewohner gerne beobachtet. Die Geschichte dümpelt so vor sich hin und ist teilweise sehr anstrengend durch den Alkohol und das Klammern an den Ex. Erst mit Megans verschwinden wird es spannender, um dann die Spannung sofort wieder zu verlieren. Klar, wollte ich als Leser wissen, was mit Megan passiert ist und es gibt viele ausbaubare Möglichkeiten, die  Spielraum für eigene Vermutungen lassen. Nur nützt es nicht, wenn sie leider im alltäglichen Geschehen untergehen. Die Geschichte entwickelt sich, aber durch Rachels Alkohol-Exzesse habe ich manchmal ehrlich gesagt, genervt mit den Augen gerollt. Entweder versackt Rachel, Anna bekommt wieder einen Wutausbruch, wo sie Rachel aus den Weg räumen will. Ich weiß, wie schwer es für eine alkoholkranke Person ist und die Autorin setzt dies super um, aber auch ohne Alkohol und Stalking hätte die Geschichte gut konstruiert werden können. Ein Schlag kann auch Blackouts verursachen. Nur eine kleine Idee meinerseits.

Ab der Hälfte des Buches wird es dann aber spannender, und man versucht selbst für sich zu ermitteln, was genau passiert ist, und was Rachels Blackout ans Tagelicht bringen könnte. Ich muss zugeben, dass ich im Gegensatz zu anderen Lesern, zwar eine gute Vorahnung hatte und zumindest mit einem Teil richtig lag, aber eben nicht ganz. Deswegen finde ich den Schluss eigentlich auch gut. Nur die Auflösung hätte gerne etwas anders sein können. Ich fand den Schluss ein bisschen naiv oder unausgegoren. An sich völlig spannend, logisch und gut. Was mich eben störte, ist die Tatsache ist die Umsetzung des Täters am Schluss. Es wird ein gewisses Lügengerüst aufgedeckt, der eine ideale Basis für das Geschehen bietet, aber mit fehlte ganz ehrlich der Background. Schließlich wird einiges angedeutet und man fragt sich eben noch lange nach dem Buch, ob da vielleicht mehr gewesen ist. Ich mag jedoch keine Fragen, die mich am Ende beschäftigen. Hier ein bisschen mehr, und das Buch wäre echt klasse gewesen, abgesehen vom Einstieg.

Alles in allem hat die Autorin wirklich gute Ansätze, einen leichten Stil und einen an sich guten Schluss. Mir fehlen jedoch Kleinigkeiten, die das Buch noch besser gemacht hätten. Den Hype kann ich nicht nachvollziehen, aber zumindest kann ich für mich behaupten, das Buch hat sich gelohnt und sollte es verfilmt werden, dürfte dies sicher sehenswert sein.

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32 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

fluch, moor, gruse, streit, dartmoor

Draußen im Moor

Sandra Greaves , Ilse Rothfuss
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 02.07.2015
ISBN 9783551520692
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Matt hat die Schnauze voll. Sein Vater ist irgendwo mit dem Schiff unterwegs, der neue seiner Mutter ist einfach nur ein Idiot und all seine Freunde sind verreist. Zu Hause hält er es jedenfalls nicht aus und reist einfach zu seinem Onkel auf dessen Bauernhof auf dem er schon seit Jahren nicht gewesen ist. Das die Begrüßung von Jack und den beiden Cousinen Tilda und Kitty nicht herzlich ist, kann er gar nicht verstehen. Erst nach und nach erfährt Matt, warum ihn und insbesondere seine Mutter alle aus dem Haus hassen. Wegen ihrer Gier musste schon so viel gutes Weideland verkauft werden und sie war nicht mal bei der Beerdigung ihrer eigenen Schwester. Klar, dass alle davon ausgehen, dass Matt genauso ist. Trotzdem macht Matt das Beste aus der Situation. Obwohl Tilda keine Lust hat, muss sie ihm die Gegend zeigen und so kommen sie in den alten Wald ganz in der Nähe. Nach einem kleinen Streich und Zank, bei dem sich Tilda den Fuß verletzt, finden beide eine Kiste mit einem Vogelschädel drin. Das der alte Helfer Gabe sie vor den Vögeln und dem Anfang von etwas Bösem, einem Fluch und dem Teufel gewarnt hat, vergessen beide. Sie streiten sich und erst als sie merken, dass wirklich etwas im Busch ist, beginnen beide an einem Strang zu ziehen.

== MEINE MEINUNG ZUM BUCH ==
„Draußen im Moor“ ist ein Buch über Wut, Freundschaft, Hass und Trennung. Es ist ein außergewöhnliches Buch, welches leider nicht vollends überzeugen kann. Weder mich als „älteren Leser“ noch meine Nicht, als Zielgruppe. Warum das der Fall ist, versuche ich euch einfach mal zu erklären.

Erzählt wird das Buch aus den verschiedenen Perspektiven und zwar aus den Sichtweisen von Tilda, Matt und Kitty. Diese Perspektiv-Wechsel sollen veranschaulichen, was die verschiedenen Figuren denken und in den Situationen empfinden. Leider kommt in meinen Augen dadurch eine gewisse Unruhe ins Lesen. Zwar ist deutlich, wer gerade erzählt, aber während des Lesens kommen immer wieder Momente, wo man doch denkt, eine andere beteiligte Figur erzählt dies. Nun gut, das ist immer eine Frage des Geschmacks. Was mir vielleicht die Sache etwas erschwerte, war die Tatsache, dass die Figuren etwas blass geschildert wurden. Zwar werden am Rande Fakten, wie Tod, Trennung oder der neue Partner erwähnt, aber ganz ehrlich es ist schwer eine Bindung zu den Figuren aufzubauen. Ich hatte das Gefühl reingeworfen zu werden und bis zum Ende bin ich nicht mit den Figuren warm geworden. Zwar konnte ich manche Ansätze verstehen, aber die Hauptfiguren wirkten so, kindlich, stur und bockig, während die jüngste, also Kitty hingegen schon so reif wirkte. Manchmal sehr realistisch, aber mir hat es nicht geholfen. Zumal die Geschichte eben sehr verworren ist.

Die Geschichte selbst befasst sich mit einer alten Legende und einer Art Fluch, der schon vor Jahren einmal den Hof der Familie heimgesucht hat. Am Anfang glaubt niemand daran, aber mit der Zeit passiert eben so viel, dass die beiden großen Kinder, um die es diesmal geht, eben erkennen, dass der Fluch erneut hervorgerufen wurde. Hervorgerufen durch Wut und Streit. An sich eine schöne Lektion zu zeigen, dass Wut und Streitigkeiten nicht sein müssen, wenn man einfach mal innerlich loslässt, oder mit der anderen Person sachlich redet. Die Autorin zeigt deutlich, wie leicht Streit durch Handlungen, äußere Einflüsse und eigene Gedanken beeinflusst wird. Von dem Aspekt super interessant umgesetzt und gerade für die jüngere Generation, aber auch uns Großen eine kleine gedankliche Anregung.

Neben Streitigkeiten wird auch die Thematik Freundschaft, Familie in Kombination mit Trennung und Tod behandelt. Authentisch wird gezeigt, wie manche Kinder nach dem Tod des Elternteils weiterleben und kämpfen, während andere, deren Eltern sich nur Trennen völlig hängen lassen und in Selbstmitleid aufgehen. Das Drumherum hat die Autorin also im Grunde schön, verständlich und greifbar geschildert.

Was mir, aber auch meiner Nichte nicht sonderlich gefallen hat, ist die Tatsache, dass die Autorin nur sehr wage an die Sache herangeht. Immer nur kleine Bruchstücke, der Fluch selbst ist ein Geheimnis und erst ganz zum Schluss wird darüber überhaupt wirklich offen geredet. Ob damit versucht wird die Spannung bis zum Schluss aufzubauen, kann ich nicht sagen, denn von uns empfand es keiner als spannend. Das Hauptproblem war jedoch einfach der Punkt, dass weder meine Nichte noch ich, wirklich nachvollziehen konnten, war der Fluch selbst. Ich will nicht zu viel verraten, aber für mich klang das alles zum Ende des Buches sehr künstlich und an den Haaren herbeigezogen. Die Entstehung selbst, aber auch den Verlauf, wobei ich ehrlich sagen muss, dass dies noch der glaubwürdigste Teil war. Die Neuauflage oder Rückkehr vom Fluch und dem Teufel gehen jedoch in meinen Augen so gar nicht.

Ich habe das Buch aus der Hand gelegt und dachte mir nur „Ah ja, war das alles und vor allen Dingen was zur Hölle war es?“. Sicherlich keine gute Grundvoraussetzung, weswegen ich das Buch eben meiner Nichte gegeben habe. Auch sie war am Ende eher verwirrt und hatte einige Fragen, die sich beim Lesen nie aufgeklärt haben. Im Ansatz gut, aber es mangelt in unseren Augen an der Umsetzung.

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65 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 36 Rezensionen

nordsee, campingplatz, 2015, st. peter-ording, liebe

Strandperlen

Tanja Janz
Flexibler Einband
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 11.05.2015
ISBN 9783956491818
Genre: Romane

Rezension:

Lilo ist ein Alt-Hippie und lebt seit Jahren in St. Peter-Ording. Dort betreibt sie einen kleinen, aber feinen Campingplatz. Doch das Alter macht sich so langsam bemerkbar, und obwohl sie es nicht will, muss sie zum Arzt. Dieser rät ihr wärmere Gefilde und so zieht sie kurzer Hand nach Ibiza. Ihren Campingplatz samt Pachtvertrag verschenkt sie an ihre Nichten.

Insa ist praktisch veranlagt und trotzdem hat sie Archäologie studiert und ist über jede neue Absage traurig. Welcher Vegetarier möchte schon im Schnellimbiss der Eltern versauern. Außerdem hat sie erfahren, dass ihr Ex-Freund schwul geworden ist. Als sie den Brief von Lilos Anwalt erhält, fährt sie sofort hin, und ergreift die Chance für den Neuanfang.

Unterstützt wird sie von ihrer Cousine Stephanie, die ebenfalls einen Neuanfang benötigt. Während sie am Herd steht und das Familienunternehmen unter einen Hut bringt, sieht sie ihren Mann fast gar nicht. Ihr Sohn ist hochbegabt und mehr als anstrengend und dann muss sie ihren Mann auch noch durch Zufall im Flagranti mit seiner Sekretärin erwischen, obwohl er am Telefon gesagt hat, dass er keine Zeit fürs Mittagessen hat, wegen geschäftlicher Termine. Kurzer Hand nimmt auch sie die Einladung vom Anwalt an und flieht in die Strandperle.

Gemeinsam müssen die Cousinen nun alles tun, damit der Campingplatz im neuen Glanze erstrahlt und sie ihren Lebensunterhalt in der Tat damit verdienen können. Doch so manches steinige Hindernis liegt ihnen im Weg. Ob sie es schaffen?

== MEINE MEINUNG ZUM BUCH ==
Wie ihr schon an meiner Inhaltsangabe erkennen könnt, handelt es sich um eine wirklich triviale Lektüre, die sich am Strand, in der Bahn oder einfach im Garten beim Entspannen anbietet.

Viel nachdenken oder gar eine spannende Lektüre bekommt man nicht geliefert. Die Geschichte ist mehr als vorhersehbar, basiert auf vielen Klischees, alten Ideen und ist trotzdem locker zu lesen, sodass es zumindest mir viel Spaß gemacht hat. Angefangen konnte ich nur schwerlich aufhören. Das hat mehrere Gründe, die im kleinen Detail liegen.

Der Stil der Autorin ist zwar sehr Adjektiv belastet, aber er schafft es mich nach St. Peter-Ording zu versetzen, Schauplätze wiederzuerkennen und er lässt sich vor allen Dingen flüssig lesen. Kein wortgewandtes und brillantes Highlight, aber immerhin auch keine verschachtelten Sätze, unnötige Wiederholungen oder gar Fremdworte, die man nachschlagen müsste.

Die Figuren ist in Ordnung und passen zu der Geschichte. Sehr voller Klischees, aber bei einem solchen Roman erwarte ich nichts anderes. Insa ist zum Beispiel die starke Persönlichkeit, die nur eine Herausforderung benötigt, und Stephanie ist wiederum total ängstlich und lernt sich neu kennen. Sie sind klar verständlich, bleiben ihrer Linie treu, aber ehrlich gesagt nerven sie manchmal schon, zumindest Stephanie mit ihrer etwas wehleidigen Art.

Inhaltlich ist alles so trivial wie möglich und am Anfang stört es weniger, dass die Autorin recht lieblos agiert. Kreativität muss nicht vorhanden sein und manche Zufälle dürfen gerne passieren. Es ist aber schon sehr recht grenzwertig und Kopfschüttler sind vorprogrammiert. Zum Beispiel überlegen weder Insa noch Stephanie auch nur eine Sekunde oder schauen sich die Strandperle an, sondern greifen sofort innerhalb weniger Sekunden zu. Sie reisen eigentlich nur für einen oder zwei Tage hin, und statt noch einmal von zu Hause alles nötige zu holen, bleiben sie dort. Woher habe sie so viele Klamotten, alle nötigen Unterlagen, wer kündigt zum Beispiel Insas alte Wohnung und übernimmt die Miete. Ihr seht, genaues lesen oder hinterfragen ist nicht erwünscht oder wirft nur Kopfschüttler auf. Neben den Campingplatz, dem neuen Job, einer Trennung, geht es um das Zusammenfinden einer getrennten Familiensituation, das meistern von Herausforderungen, aber auch um die Liebe.

Ab und an mag ich solche Umsetzungen und somit habe ich das Buch sehr fix gelesen, obwohl sofort klar war, wie das Buch enden wird. Die Frage war nur, wer mit wem und vor allen Dingen wie. Und hier hat die Autorin leider Gottes den Vogel abgeschossen. War das Buch bis zu einem gewissen Grad amüsant, unterhaltsam und mir sogar fast 5 Sterne wert, schafft sie es von einer Minute auf die andere mein Lächeln vom Gesicht verschwinden zu lassen, und das Buch fast zu hassen. Wie man so einen Ausgang abliefern kann, werde ich wohl nie verstehen.

Warum, möchte ich euch näher erklären. Oft verrennen sich Autoren in Ideen, und es wirkt dann sehr konstruiert oder Autoren merken, dass die Seiten plötzlich zu Ende sind. Hier trifft beides wohl zu. Statt einer spannenden und lustigen Auflösung der Probleme, im Ansatz sogar vorhanden, bricht die Autorin ihr Werk einfach ab. Abbrechen im Sinne von drei Monate später. Genauer gesagt drei Monate später treffen wir alle auf der Hochzeit von Insas Ex. Alle Probleme haben sich wohlwollend ohne viele Erklärungen in Luft aufgelöst. Paare haben sich gefunden und Insa ist von ihrem Traummann sogar schon im 3. Monat schwanger. Sicherlich nicht verkehrt, aber der Weg dahin oder zumindest ein Teil, hätte mich als Leser doch stark interessiert. Mich hat schon lange kein Schluss mehr so enttäuscht, wie hier. Zumindest nicht, wenn das Buch vorher gefallen hat.

Ohne diesen Schluss oder sagen wir eine bessere Umsetzung, hätte ich die vorher erwähnten Kopfschüttler einfach übersehen, aber dadurch fallen sie einfach noch viel mehr auf. Das enttäuscht und ist für mich nur liebe drei Sterne wert.

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3.021 Bibliotheken, 102 Leser, 8 Gruppen, 219 Rezensionen

opal, liebe, lux, fantasy, katy

Opal - Schattenglanz

Jennifer L. Armentrout , Anja Malich
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 24.04.2015
ISBN 9783551583338
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Dawson ist zu Hause, aber ihm geht es gar nicht gut, denn er weiß das Beth noch in den Fängen der VM ist. Sein größter Wunsch ist es sie dort zu befreien. Als Blake auftaucht und sich mehr oder weniger anbietet allen zu helfen, weil er seinen Freund Chris befreien möchte, ist es eher unfreiwillig, dass die Gruppe seine Hilfe akzeptiert. Würden sie es nicht machen oder ihn für den Tod von Adam sogar selbst töten, würde seine Absicherung dafür sorgen, dass die VM erfährt, dass Katy erfolgreich mutiert ist. So brechen sie gemeinsam bei der VM ein, kommen jedoch nicht weit, denn alles ist mit Onyx abgeschirmt. Nur Blake scheint darauf nicht zu reagieren, weil er damit viel in Kontakt war. Kurzer Hand trainiert die Gruppe täglich mit Onyx, um dagegen genauso unempfindlich zu werden. Gleichzeitig geschehen weitere merkwürdige Dinge. Eine Freundin von Katy wird ebenfalls mutiert und greift sie an, Will taucht wieder auf und hat den Wunsch sie und Daemon zu töten, und ihre Liebe zu Daemon erlebt Höhen und auch einige Tiefen. Nach dem Abschlussball kommt es zum zweiten Rettungsversuch. Sie kommen sogar zu den Zellen, doch dann muss Katy erkennen, dass Blake ihnen eine Falle gestellt hat.

== MEINE MEINUNG ZUM BUCH ==
Endlich geht es weiter und wer meine Rezensionen zu den vorherigen Bänden gelesen hat, weiß, dass ich die Serie liebe. Ich habe mich total auf die Fortsetzung gefreut und wollte endlich wissen, wie es um Dawson und Beth weitergeht, denn wie sich die Liebe zwischen Katy und Daemon entwickelt, war ja eigentlich klar. Die ersten Seiten werden wie gewohnt dafür genutzt, um die Erinnerungen von Fans aufzufrischen, ohne dabei zu tief in die alte Materie zu gehen. Eine gelungene Auffrischung, denn bei mir ist Band zwei doch etwas länger her gewesen

Doch der Funke, der bisher immer nach wenigen Seiten übergesprungen ist, wollte bei diesem Band nicht vollends aufkommen. Erst schob ich es auf die privaten Sorgen, die ich während des Lesens im Hinterkopf hatte, aber der Funke wollte auch nach der Auflösung dieser Sorgen nicht überspringen. Das Warum konnte ich am Ende nur an Kleinigkeiten ausmachen. Fangen wir erst einmal mit den positiven Aspekten an.

Der Stil ist wie gewohnt leicht, detailliert und jugendlich gehalten, sodass ein flüssiges Lesen bis zur letzten Seite gewährleistet ist. In meinen Augen hat die Autorin einen angenehmen Ton, der anschauliches Kopfkino entstehen lässt. Es dürfen keine anspruchsvollen Wortphrasen gesucht werden, aber das erwartet bei einer solchen Umsetzung wohl auch niemand.
 manchmal froh war, dass das Buch endlich dem Ende entgegen kommt. Das hat diverse Gründe, die eben diesen Wunsch aufkeimen lassen. Obwohl es um die Rettung von Beth geht und die Tatsache, dass Katy geschützt werden muss, kommt ehrlich gesagt auf den ersten 400 Seiten keine Spannung auf. Zwar gibt es einige Momente, wo die Autorin über 1-2 Seiten kurz etwas aufkeimen lässt, aber danach verpufft die Spannung wieder gen null. Dafür gibt es ein paar Leichen mehr, die wie bei einigen Profi Killern in Luft auflösen. Statt Spannung wird auf eine monotone Wiederholbarkeit gesetzt, die ich leider ernüchternd fand. Ständig wird die Eifersucht, Blake als Feind und Mörder, Daemons Wunsch Katy herauszuhalten, Katys Wunsch zu helfen hervorgekramt und über einige Seiten diskutiert, bevor es endlich wieder ein Stück weiter geht. Ansonsten wiederholen sich ebenfalls die Trainings mit dem Onyx. Was ein weiterer Kritikpunkt ist, denn die Art, wie sie die Substanz plötzlich ertragen lernen, ist einfach nur enttäuschend gelöst. Hat man so was nicht schon vor vielen Jahren herausbekommen können, aber gerade in dem Moment, wo es relevant und passend erscheint, ist es einleuchtend. Da hätte definitiv etwas mehr an Kreativität kommen können.

Wie gesagt es mangelt dem Buch generell daran. Vorbereitung auf den nächsten Band ist mir immer wieder in den Kopf geschossen. Sicherlich nicht verkehrt, aber dann bitte doch mit Spannung, die im rechten Moment abbricht und nicht mit Wiederholungen, unwichtigen Füllungen und nur wenigen Highlights, wo die Relevanz noch nicht erkennbar ist. So wirklich spannend und in dem Tempo, wie ich es von der Autorin gewohnt bin,  wird es in der Tat erst ab Seite 400. Das davor ist nicht schlecht, aber eben kein Highlight, wie ich es gewohnt war, und daher haben mich die Kleinigkeiten eben mehr gestört. Die letzten Seiten hingegen sind spannend, beängstigend, fesseln einen an das Buch und brechen im spannendsten Moment gekonnt ab. Klar macht die Autorin so Lust auf den nächsten Band, aber hätte man dies nicht schon ab der Hälfte des Buches haben können, diese spannend und gekonnte Umsetzung? Das lässt eben leider Gottes für mich einen leicht schalen Beigeschmack, der aber ahnt, dass der nächste Band wieder einfach grandios werden wird. Zumindest hoffe ich, dass die Autorin in diesem Band zu ihrer alten Schreibkunst zurückfindet.

Alles in allem hat die Geschichte zwar einen roten Faden, die Befreiung von Chris und Beth, aber statt auf Spannung wird auf andere Bereiche am Rand gesetzt, die eben nicht den gewünschten Effekt ausgelöst haben. Die Figuren finde ich nach wie vor klasse, auch wenn sie nie mehr den anfänglichen bissigen Zickenkrieg führen und reifer geworden sind, ja sogar über die Zukunft nachdenken. Aber es entsteht der Eindruck, dass es nur ein vorbereitendes Buch war, und das ist für meinen Geschmack leider nicht ausreichend. Daher bekommt es bei mir diesmal nur ganz knapp vier Sterne.

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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Gertrudas Versprechen

Ram Oren
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag , 20.05.2015
ISBN 9783832163334
Genre: Biografien

Rezension:

Deutschland: Karl ist glücklich. Er hat einen Job, seine Traumfrau geheiratet und eine bezaubernde Tochter. Doch das Glück endet jäh mit der wirtschaftlichen Krise in Deutschland. Er zählt zu den vielen Arbeitslosen und schließt sich frustriert Hitler und dessen Partei an, die ihm Aussicht auf einen Job stellen. Die Ideale der Partei, sprich den Judenhass, sieht er als kleine Lüge an, um Mitglieder zu werben. Das ihn die Partei später zwingt sich von seiner Frau scheiden zu lassen, da Mischehen nicht erlaubt sind, kann er nicht fassen und versucht noch so aus der Situation herauszukommen. Lediglich seine Frau erkennt die Zukunft von Deutschland, aber für sie ist es zu spät, weil Karl keine Farbe bekennt. Er schafft es lediglich seine Tochter aus dem Land zu bringen, bevor es zu spät. Kurz darauf muss er nach Polen und wird für verschiedene Ghettos eingeteilt.


Polen: Gertruda hat gerade den größten Dämpfer ihres Lebens bekommen. Ihre große Liebe hat sie vor dem Traualtar stehen lassen und mit dieser Schmach kann sie kaum leben. Sie geht nach Warschau, um dort ihr Glück zu suchen, und nicht immer an diesen verdammten Tag erinnert zu werden.


Polen: Das jüdische Ehepaar Stolowitzky hat inzwischen alles, was sie sich wünschen. Geld, Häuser, eine gutlaufende Firma und endlich einen bezaubernden Sohn, den sie nicht mehr zu hoffen gewagt haben. Für ihn stellen sie die freundliche Gertruda an, die für Michael alles macht. Während dieser Zeit braut sich in Deutschland der Anfang des Krieges zusammen, und als in der deutschen Firma fast alle Leute entlassen oder wichtiges Personal verhaftet wird, muss auch Jacob Stolowitzky erkennen, dass etwas vor sich geht. Noch hofft er auf eine kurzzeitige Sache und fährt ruhigen Gewissens nach Paris zu Verhandlungen vor Ort. Während seines Aufenthaltes greift Hitler die Polen an und ist innerhalb von kurzer Zeit in Warschau. Gertruda, Lydia und Michael fliehen nach Wilna, dem Ort ihrer Hoffnung. Unterwegs werden sie vom Chauffeur ausgeraubt und das Elend ohne Geld macht Lydia krank. Sie stirbt kurze Zeit später und nimmt Gertruda das Versprechen ab, auf Michael aufzupassen und ihn ins geheiligte Land zu führen, wenn der Krieg vorbei ist. Gertruda nimmt sich Michael an und gibt ihn als ihren Sohn aus. Kann sie ihn aber ohne Unterlagen retten, zumal er beschnitten ist und man ihn jeder Zeit als Juden identifizieren kann?


== MEINE MEINUNG ZUM BUCH ==

In dem Buch „Gertrudas Versprechen“ wird die unglaubliche Geschichte von Gertruda erzählt, die ihr Leben riskiert, um den kleinen Juden Michael zu retten. Einige werden sicherlich denken – Nicht schon wieder eine Kriegsgeschichte. Für mich sind diese Bücher jedoch immer etwas Besonders, weil meine Mutter ihre Kindheit im Zweiten Weltkrieg hatte und ich somit eben eine gewisse Bindung zu diesem Krieg habe. Viele Bücher sind einfach so gestaltet, dass ich mich ehrlich frage, warum die Leute sich die Mühe machen, ihre Geschichte festzuhalten. Manches wirkt sogar einfach nur erfunden, um damit noch Geld und Anerkennung zu verdienen. Es gibt aber Ausnahmen und dieses Buch stellt eine solche dar.


Erzählt wird die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven. Am Anfang ist das etwas verwirrend, denn eigentlich möchte man Gertruda kennenlernen und ihren Weg nachvollziehen können. Die anderen Perspektiven, wie zum Beispiel die von Michaels Opa oder die von Karl wirkt am Anfang einfach nur störend.Außerdem fragte ich mich zu Beginn immer, wie alt ist Gertruda eigentlich, denn das Buch beginnt zwar recht früh, aber eben irgendwo mittig. Nach gut 50 Seiten legt sich aber dieses Gefühl und man fühlt sich mit allen Charakteren verbunden. Man zittert mit Jacob in Paris, obwohl man schon vom Innenklappentext weiß, dass seine Frau stirbt und er dies wohl nie erfährt. Man fragt sich, wann Karl endlich aufwacht und zittert mit Gertruda und Michael, obwohl man weiß, dass sie überleben werden.


Damit der Leser erkennt, dass nicht alles glückliche Zufälle sind, und das es andere Schicksale im Dritten Reich gab, die unnötig und so was von traurig sind, werden auch weitere Figuren eingeführt, wie zum Beispiel der Lungenspezialist, der Michael zwei Mal das Leben rettet oder ähnliche Figuren. Ich möchte nicht zu viel vorwegnehmen, obwohl dies bei einer solchen Geschichte nicht so wichtig ist, aber viele dieser liebgewonnenen Charaktere überleben nicht unbedingt. Das dürfte von Anfang an klar sein, aber Ram Oren schreibt es so neutral und in einem kurzen Satz, dass man an diesen Stellen schlucken muss. Im Grunde schafft er es in solchen Moment mit einem Satz das auszudrücken, was Hitler verursacht hat, einen leeren Platz, einen unnötigen Tod zu dem nicht viel zu sagen ist. Mir hat der Autor mehrfach den die Sprache verschlagen durch sein Ausdrucksweise. Mehrfach war ich kurz davor eine Träne zu vergießen. Emotional ist es eins der bewegendsten Kriegs-Bücher, die ich je gelesen habe.


Zwischendurch gibt es immer wieder ein kleines Bild zum Beispiel von Karl oder von Gertruda. Hier hätte ich mir etwas mehr Bilder gewünscht, weil die Menschen dadurch noch plastischer geworden wären. Allerdings habe ich mich auch so verbunden gefühlt. Obwohl Gertruda im Grunde nichts anderes gemacht hat, als viele andere Personen in dieser Zeit, die Juden geholfen haben, ist diese Geschichte trotzdem etwas außergewöhnliches, weil sie einfach so interessant geschrieben wurde.


Wenn ihr wissen möchtet, was aus Gertruda, Michael und Karl geworden ist, der sollte auf jeden Fall das Buch lesen. Meine Mutter hat das Buch in einem Atemzug verschlungen und als Zeitzeuge liest sie definitiv einiges. Für sie eins der besten Bücher, die sie in den letzten Jahren über ihre Kindheit gelesen hat. Diese Tatsache spricht ebenfalls für das Buch. Für mich oder besser gesagt uns ist das Buch eine klare Leseempfehlung.

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85 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 29 Rezensionen

hanse, lübeck, intrige, sabine weiß, kaufmann

Hansetochter

Sabine Weiß ,
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 17.01.2014
ISBN 9783404168873
Genre: Historische Romane

Rezension:

Lübeck im Jahre 1375. Die junge Henrike lebt zusammen mit ihrem 13jährigen, jüngeren Bruder Simon und ihrem Vater zusammen. Ihre Mutter ist verstorben und so ist die Köchin Margarethe, die einzige erwachsene Frau im Hause. Eigentlich sind alle glücklich und erwarten sehnlichst die Ankunft von Adrian, einen jungen Kaufmann aus Brügge. Politisch sieht die Lage etwas verzwickter aus. Der dänische König liegt im Sterben und der Kaiser möchte Lübeck besuchen. Außerdem stört Hartwig, der Bruder ihres Vaters ungemein. Und in dieser Situation überschlagen sich die Dinge. Konrad, der Vater von Henrike stirbt unter mehr als mysteriösen Umständen und Hartwig ergreift nicht nur die Vormundschaft, sondern auch das Geschäft seines verstorbenen Bruders. Henrike erträgt diese Situation nicht und versucht mit Adrians Hilfe, in den sie sich langsam verliebt, die Wahrheit über den Tod ihres geliebten Vaters aufzudecken. Doch es gibt jede Menge Feinde und Steine, die Henrike immer wieder in den Weg gelegt werden.

== MEINE MEINUNG ZUM BUCH ==
„Die Hansetochter“ ist ein klassischer, historischer Roman, der in meinen Augen definitiv nur etwas für absolute Fans dieses Genres ist. Wer nur gelegentlich und bevorzugt etwas leichtere Kost aus diesem Sektor mag.

Der Einstieg beginnt mit einem Prolog, in dem sich Henrike als Junge verkleide in ein Hurenhaus begibt. Warum? Das verrät die Autorin natürlich nicht sofort, sondern erst 500 Seiten später. Dadurch möchte sie die Spannung aufbauen und den Leser ans Buch fesseln. Leider ist es mir völlig egal, warum die arme Henrike das machen musste, schließlich gibt der Klappentext schon die nötigen Gründe. Lediglich Details fehlen eben. Auf den folgenden 500 Seiten wird ausführlich erklärt, wie die Handelsbereiche in der damaligen Zeit ausgesehen haben und es wird alles sehr authentisch und voller Fakten beschrieben. Aber ich empfinde den teilweise sehr detaillierten Stil frei von jedweder Spannung. Man merkt, dass die Autorin hier wirklich ihr Augenmerk drauf ausgelegt hat. Nämlich die historischen Kaufmänner wieder zum Leben zu erwecken. Den Mord, die Intrige und die Liebesgeschichte sind so nebensächlich.

Hätte das Buch nicht in Lübeck gespielt, einer Stadt, in der ich schon oft war, dann hätte ich ganz ehrlich abgebrochen. Ich empfand es aber interessant zu sehen, wie sich die Stadt seit damaligen Zeit entwickelt hat.

Henrike ist zudem eine Persönlichkeit mit der man zwar schnell warm wird, die aber leider nichts besonderes an sich hat. Im Grunde habe ich mich beim Lesen zwar nicht gelangweilt, aber es hat auch keinen Spaß gemacht.

Da es eine persönliche Meinung ist und es eben wirklich daran liegt, dass es mir zu historisch angelegt war, gibt es faire 3 Sterne, denn eigentlich macht die Autorin alles richtig.

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69 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

die zeitengängerin, außerirdische, kelten, geister, zeitreise

Die Zeitengängerin

P.C. Cast , Michaela Grünberg
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 10.02.2015
ISBN 9783956491078
Genre: Fantasy

Rezension:

Alexandra ist eine außergewöhnliche Frau, die schon seit ihrer Kindheit tote Menschen sehen kann, die nicht ins Jenseits gehen wollen. Sie hat sich zurückgezogen auf eine Ranch und will nur ihre Ruhe haben. Doch das Militär lässt sie nicht in Ruhe. Sie soll einen Auftrag erledigen, aber sie hat für sich selbst mit ihrem ehemaligen Arbeitgeber abgeschlossen. Erst als ihr ein komischer Mann im Traum erscheint, und das etwas mit ihrem Auftrag zu tun haben soll, willigt sie zu einem Gespräch ein.

Sie soll ins Jahr 60 vor Christis Geburt reisen und das Amulette der Kriegskönigin Boudica finden. Dort wartet auch ein Krieger namens Caradoc auf sie, und er ist der Mann aus ihrem Traum. Das alles muss sie jedoch nicht aus Spaß machen, sondern um zu verhindern, dass eine außerirdische Lebensform alle weiblichen Wesen auf der Erde vernichtet.

== MEINE MEINUNG ZUM BUCH ==
„Die Zeitengängerin“ ist anders als ich erwartet habe und das hat leider zu einer großen Enttäuschung geführt. Aber am Besten von vorne, damit ihr selbst entscheiden könnt, ob das Buch nicht vielleicht etwas für euch ist. Geschmäcker sind bekanntlich verschieden.

Es beginnt schon damit, dass ich völlig überrascht war, dass die Hauptfigur mit Toten sprechen kann. Das erinnerte mich völlig an Ghost Whisperer, was ich eigentlich mag. Der militärische Hintergrund in Kombination mit Außerirdischen war jedoch einfach zu viel. Außerdem merkt man sofort, dass irgendetwas fehlt. Was ich nämlich nicht wusste, es ist der Dritte Band einer Reihe, die von verschiedenen Autoren verfasst wird, einzeln gelesen werden kann, aber minimal zusammenhängend ist. Übersetzt wurde bis dato nur dieser Band. Ich persönlich fühlte mich in die Welt, das Militär und die Situation sehr reingeworfen, und hatte immer das Gefühl Zusammenhänge nicht zu kennen, obwohl ich wusste, dass es einzeln lesbar ist und nicht zusammenhängt. So wie zum Beispiel bei Tess, die einfach eingeworfen wird, und sicherlich in einen der anderen Bände eine Hauptrolle hatte. Ich denke oder hoffe, dass die Situation mit den Außerirdischen im ersten Band besser erklärt wird, denn so ist es einfach nicht wirklich verständlich und eine schlechte, gegebene Tatsache.
..... Weiter auf meinem Blog

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14 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

flüchtlinge, augenklappe, anschlag, krimi, flüchtlingspolitik

Der dunkle See

Conny Schwarz
Flexibler Einband: 318 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag , 20.05.2015
ISBN 9783832163099
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

„Der dunkle See“ ist der zweite Band der Reihe um Thea Dombrowski. Hinter ihr versteckt sich eine durchaus sympathische Reporterin, die vor allen durch ihr loses Mundwerk sehr liebenswert wirkt. Sie tritt gerne in ein Fettnäpfchen und wird gerne vom Chef ausgenutzt. Obwohl ich den ersten Band nicht gelesen habe, hatte ich keine Schwierigkeiten mich in die Situation von Thea und vor allen Dingen mit ihrer Persönlichkeit hineinzuversetzen. Schwieriger war es für mich bei den restlichen Figuren, da mir die Verbindungen einfach nicht bekannt waren. Es empfiehlt sich also den ersten Band gelesen zu haben.

Inhaltlich greift das Buch ein wichtiges Thema auf. Immer mehr Flüchtlinge kommen nach Deutschland  und die Stimmung ist ehrlich gesagt in diesem Punkt sehr geteilt. Es geht von „Die armen Menschen, wir müssen ihnen helfen“, über „Warum fühlt sich Deutschland noch fast 100 Jahre nach Hitler für alles schuldig“ bis hin zu „Sollen die Schmarotzer bleiben wo sie sind, denn nicht jeder ist ein verfolgter Flüchtling“. Jedem seine Meinung. Um diese geht es jedoch nicht, sondern um das Buch, was sich mit dieser Thematik befasst.

Auf jeden Fall setzt das Autorenduo diese Thematik interessant um, und sorgt mit Mord, Verschwinden und anderen Dingen dafür, dass es eigentlich nicht langweilig wird. Im Gegenteil es ist nicht nur recht spannend, sondern setzt auch auf eine Art satirischen Humor, der mir trotz des Themas ab und an ein Schmunzeln aufs Gesicht gezaubert hat. Diesen Humor findet ihr vollen Dingen bei der Hauptfigur und ihrem Charakter. Nicht das ihr das falsch versteht.

Trotzdem gab es immer wieder die eine oder andere Passage, wo ich das Buch nur zu gerne aus der Hand gelegt habe. Das waren Momente, wo es einfach nur langatmig wurde. Zum Glück sind diese selten.

Möchte ich mehr davon lesen.Ehrlich gesagt nein. Mir hat das Buch zwar gefallen und ich habe mich gut unterhalten gefühlt, aber es hat mich nicht so vom Hocker gehauen, dass es auch nur drei Sterne bekommt. Zum Beispiel fand ich die Emails oder den Schriftverkehr gerade am Anfang aus der Luft gerissen und daher total unnötig.

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187 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 87 Rezensionen

liebe, jugendbuch, katrin bongard, erste liebe, stolz und vorurteil

Loving

Katrin Bongard
Buch: 296 Seiten
Erschienen bei Oetinger Taschenbuch, 01.04.2015
ISBN 9783841503480
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ella ist eine typische Buchbloggerin. Dicke Brille, liest super viel, geht nicht auf Partys und einen Freund hat sie auch nicht. Dafür spioniert sie für Zoe immer wieder Jungs aus, in die ihre beste Freundin verliebt ist. Diesmal ist es der Schulschönling Luca, der eigentlich mit Zoes Zweitbester Freundin Melanie zusammen ist. Obwohl es Ella nicht richtig findet, will sie ihrer Freundin helfen, und bekommt im gemeinsamen Deutsch-Kurs die Möglichkeit. Immer ein Junge und ein Mädchen sollen zusammen eine berühmte Liebesgeschichte analysieren und auf einer Website präsentieren. Ella bekommt ihr Lieblingsbuch „Stolz und Vorurteil“ zugeteilt und als Partner leider Gottes Luca. Am Anfang ist sie wenig begeistert, doch zum Glück sind erst einmal Ferien, und die haben es in sich. Ella bekommt nämlich eine Lasic-OP zum 17. Geburtstag und als die Schule beginnt, braucht sie keine Brille mehr. Im Gegenteil, sie ist wie ein neuer Mensch, feiert plötzlich ihren Geburtstag und fängt an zu Joggen. Nur das Lesen will sie nie aufgeben. Das Projekt mit Luca läuft langsam an, und schon beim ersten Treffen muss Ella erkennen, dass er nicht umsonst so begehrt ist. Er ist nicht nur sportlich, sondern auch unheimlich klug und ehe sich Ella versieht ist sie in ihn verliebt. Und auch Luca scheint in sie verliebt zu sein, doch dann wäre da Melanie, seine Freundin, und die Tatsache, dass sie eigentlich keinen Freund möchte, der alle Mädchen wegen einer anderen abserviert. Doch gegen Gefühle kommt sie nicht an, und so bahnt sich eine zarte Liebesgeschichte an, die nach ihrem Besuch auf der Leipziger Buchmesse ein jähes Ende findet, denn als sie zurück kommt, extra früher für Luca, hat er kein Interesse mehr an ihr und hängt wieder mit Melanie zusammen. Ob er sie nur verarscht hat, oder ob es an Alex liegt, den sie in Leipzig besucht hat? Ella versteht die Welt nicht mehr und befindet sich plötzlich im gleichen Chaos wie ihre Roman-Figuren.

== MEINE MEINUNG ZUM BUCH ==
Kennt ihr den Moment, wenn ihr ein Buch aufschlagt, anfangt zu lesen und denkt „Oh nein, schon wieder 50 Seiten näher am Ende“? Es gibt manchmal Bücher, die sind so locker und schön geschrieben, obwohl sie eigentlich vorhersehbar und voller Klischees sind, dass man anfängt sie zu lesen und die Vorstellung aufzuhören einen traurig stimmt, bevor das Ende überhaupt greifbar ist. So ist es mir mit diesem Buch ergangen, und deswegen ist es mein persönliches Highlight des Monats.

Der Einstieg in das Buch, aber auch der Verlauf sind eigentlich wirklich nur voller Vorhersehbarkeit und Klischees. Nehmen wir zum Beispiel die Figuren. Ella ist das typische Mauerblümchen, das nur wegen ihrer Brille eins geworden ist. Sie ist Buchbloggerin mit dicken Brillengläsern, mag keine Partys und dann kommt eine simple Laser-OP, auf die ich später noch eingehen möchte, und plötzlich nimmt jeder sie wahr. Völliger Blödsinn in meinen Augen, ich habe auch eine Brille, aber deswegen nehmen mich die Leute trotzdem genauso wahr, aber obwohl ich es total doof finde, stört es nicht. Auf der anderen Seite ist da Luca, der Schönling, der begehrte Junge den alle Mädchen toll finden. Auch er erfüllt alle Klischees, sportlich, attraktiv und intelligent. Aber es passt eben zu dem Buch und dem leichten Stil, sodass es völlig beim Lesen untergeht und mal ehrlich, trotz der Klischees, schließt man beide in ihr Herz.

Was mich ehrlich gesagt mehr störte, war die Umsetzung der Lasic. Sie wird so kinderleicht dargestellt und ist es in Wirklichkeit gar nicht. Ich selbst bin stark Kurzsichtig und würde es so gerne machen lassen, aber meine Augen verändern sich immer. Die Autorin geht auf Probleme oder ähnliches gar nicht ein, alles geht innerhalb von wenigen Tagen. Bei meiner Freundin wurden einige Untersuchungen gemacht, bevor der Termin gemacht wurde, und soweit ich informiert bin, werden erst Personen ab 18 Jahren operiert, weil sich vorher noch alles am Auge ändern kann.

Das ist aber auch einer der wenigen Kritikpunkte, die ich finden konnte. Die Geschichte selbst ist durch einen leichten Beigeschmack von Jane Austen einfach nur schön zu lesen und es ist eine moderne Jugendliebesgeschichte, die Spaß macht. Und ganz ehrlich gesagt, als Jugendliche hätte ich mich noch viel besser unterhalten gefühlt, da ich mich an der Laser OP und andere Kleinigkeiten nicht gestört hätte. Es ist einfach, wie soll ich sagen, eine Geschichte, die ablenkt und an einem seitentechnisch vorbeifliegt. Ich finde, dass die Autorin die erste Liebe und auch das Thema Buchblogger sehr schön vorstellt und in einigen Punkten motiviert.

Zum Beispiel fange ich auch gerade mit Joggen an, und habe schon nach 300m keine Puste mehr. Es stimmt aber, wenn man am Ball bleibt und täglich trainiert, es irgendwann besser wird. Bei mir in langsamen Schritten, aber zu sehen, wie fit Ella nach einem Monat ist, motiviert mich bei jedem Schritt.

Zudem empfinde ich es klasse, dass sie dieses alberne Sternsystem bei uns Bloggern kritisiert. Mir fällt es jedes Mal so schwer ein Buch mit Sternen zu bewerten. Auch ich möchte lieber darüber diskutieren und erfahren, wie anderen das Buch gefallen hat, denn eine Bewertung passt nicht immer.

Schön finde ich vor allen Dingen die Gedanken und Emotionen von Ella. Sie sind manchmal rational und manchmal so vollkommen bauchgesteuert und von Gefühlen gelenkt, dass es einfach nur völlig realistisch ist. Zumindest, dürften einige Leser sich wiedererkennen. Hier ist aber dann auch wieder ein Kritikpunkt. Katrin Bongard setzt einige Zeit lang auf das Thema Lucas Ex-Freundinnen. Hier finde ich, dass sie den Abschnitt nicht so glücklich auflöst.

Fazit: Alles in allem ist es aber eines der schönes Liebesgeschichten im Jugendbuchformat, die ich in den letzte Monaten gelesen habe. Zwar werden nur Klischees aufgegriffen und nicht alles ist wirklich perfekt umgesetzt, aber das Leben ist auch nicht perfekt, und in diesem Fall siegt der Wunsch, dass das Buch bitte nie aufhören soll. Und weil ich dieses Gefühl hatte bekommt von mir die Geschichte eine klare Kaufempfehlung und ist mein Mailight.

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307 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 70 Rezensionen

geister, liebe, liv forever, internat, amy talkington

Liv, Forever

Amy Talkington , Sophie Zeitz Ventura
Fester Einband: 316 Seiten
Erschienen bei Beltz, J, 24.03.2015
ISBN 9783407744876
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Liv möchte nur eins, und das ist zeichnen. Als sie von der Elite-Schule Wickham ein Stipendium angeboten bekommt, ist sie mehr als glücklich und ihre Pflegeeltern sind sehr stolz auf sie. Wickham ist die Schule, auf der Präsidenten und viele andere reiche Männer der Welt waren. Für Liv ist es eine Chance, doch vor Ort wird schnell klar, dass sie eher eine Außenseiterin sein wird. Ihre Pflegeeltern gehören nicht zur Elite und sie selbst interessiert sich eben nur fürs zeichnen. Bei der Einführungsrunde sieht sie zum ersten Mal Malcom, der Traumtyp der Schule, und er ist es, der das Schuljahr mit einem Eröffnungstanz einläutet. Dazu wählt er überraschenderweise sie aus. Davon ist Gabe so gar nicht begeistert, der von den Reichen der Schule wenig hält und ebenfalls wie Liv ein Außenseiter ist. Bei ihm liegt es aber daran, dass er seit dem Tod seines Bruders angeblich Geister sieht. Auch Liv glaubt ihm nicht. Bis zu einem heimlichen Date mit Malcom bei dem sie sich fluchtartig trennen müssen und Liv wenige Minuten später in einen Brunnen geschubst wird. Der Sturz hat tödliche Folgen. Nach ihrem Tod geht sie jedoch nicht in den Himmel, sondern bleibt auf Wickham Hall, wo sie nur von Gabe gesehen werden kann. Sie erkennt, dass auch viele andere Geister dort verweilen und das ihr Mord als Selbstmord dargestellt wird. Irgendetwas stimmt nicht auf Wickham Hall. Sie und Gabe fangen an zu ermitteln, und auch Malcom, der sie wirklich zu lieben schien, beteiligt sich an den Ermittlungen, die immer engere Kreise um seinen elitären Club ziehen. Hat Malcom vielleicht doch damit was zu tun?

== MEINE MEINUNG ZUM BUCH ==
„Liv, Forever“ ist ein Jugendbuch mit einem thematischen Mix aus Thriller, Tod und erster Liebe. Also genau das, was die heutigen Jugendlichen gerne lesen, und genau mein Genre um einfach zu entspannen.

Der Einstieg in das Buch ist der Autorin durch eine tödliche, packende Beschreibung sehr gut gelungen und man möchte wissen, was das andere Mädchen mit der aktuellen Geschichte zu tun hat. Generell muss ich sagen, dass die Autorin ein gutes Gespür für Figuren hat. Sie wirken lebendig, obwohl sie manchmal schon verstorben sind. Sie haben ihren eigenen Charakter, der sehr ähnlich und doch unterschiedlich ist. Zwar werden hier die Klischees zwischen Arm und Reich etwas in den Vordergrund geschoben, aber das gehört eben zum Inhalt.

Die Komplette Rezension auf Sarahs Bücherwelt

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24 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

sylt, zwerge, fantasy, scheidung, neuanfang

Magische Novembertage

Anke Höhl-Kayser
Flexibler Einband: 176 Seiten
Erschienen bei p.machinery Michael Haitel, 15.02.2015
ISBN 9783957650245
Genre: Sonstiges

Rezension:

Marie Gerber ist 11 Jahre alt, als ihre Welt zusammenbricht. Ihre Eltern trennen sich nach einem Streit und die Mutter zieht zur Mamaoma, einer 72-jährigen Tierärztin, nach Sylt. Marie ist das gar nicht recht. Sie vermisst Bochum, ihren Vater und ihre Freunde. Auf Sylt mag sie niemand und der November ist außerdem kein schöner Monat für eine solche Insel. An einem besonders schlimmen Tag, schreit sie ihren Frust am Strand aufs Meer hinaus. Beobachtet wird sie zu dem Zeitpunkt von Nis, einem Jungen von rund 13 Jahren. Dieser spricht sie an, bringt sie nach Hause und hört ihr zu. Eigentlich könnte sie froh sein, einen so netten Jungen kennengelernt zu haben, wäre da nicht die Tatsache, dass er stolze 235 Jahre alt und ein Puk ist. Genauer gesagt ist er der Hausgeist der Familie. Doch damit nicht genug. Durch ihn erfährt Marie auch, dass auf Sylt ein Streit zwischen den Puken und den Zwergen ausgebrochen ist. Der Grund sind die Bewohner von Sylt, die die Naturgeister immer mehr verdrängen und das können und wollen sich die Zwerge nicht gefallen lassen. Und so nehmen sie den Menschen Dinge oder auch Tiere weg. So auch Imken, einer Klassenkameradin von Marie. Ihr wurde ihr treuer Hund gestohlen. Zusammen mit Nis wollen sie den Hund wiederholen und sorgen dafür, dass ein Krieg ausbricht.

== MEINE MEINUNG ZUM BUCH ==
„Magische Novembertage“ ist ein schönes Fantasy-Abenteuer für Kinder. Dabei hat die Autorin sich der Legenden, die sich auf Sylt hartnäckig halten aufgegriffen und zu einem modernen Märchen verarbeitet. Eigentlich genau ein Buch nach meinem Geschmack, aber so 100% konnte mich Anke leider diesmal nicht überzeugen.

.....

Und abgesehen von diesen Punkten ist das Buch wirklich schön. Es steckt voller Magie, Abenteuer und vor allen Dingen wird es eigentlich nicht langweilig. Der leichte, kindliche Stil, den Anke Höhl-Kayser verwendet ist illustrativ und lässt die Seiten vorbeifliegen. Also genau das, was ich mir eigentlich von einem guten Kinder-Fantasy-Buch erwarte.

Wenn euch also meine anfänglichen Kritikpunkte nicht stören, dann solltet ihr euch das Buch einfach mal anschauen.

Komplette Rezension gibts auf

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