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33 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

Beim zweiten Kuss verwechselt

Sonja Kaiblinger , Daniela Kohl
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Dressler, 20.08.2018
ISBN 9783791500782
Genre: Jugendbuch

Rezension:

INHALT:
Du kannst sein, wer du willst! Aber weißt du auch, wer du bist?

Manchmal sind Ophelias Verwandlungskünste praktischer als gedacht. Immerhin kann sie (in Gestalt von Amalia) endlich ihren Schwarm Cliff küssen. Doch dann heißt es für die ganze Schule: Auf zum Wettkampf in die Highlands. Und weil nicht nur Cliff und die echte Amalia mitfahren, sondern auch Ophelias Zwillingsschwester, ihre drei verrückten Tanten und Adrian, der total in Ophelia verschossen ist, sind Herzschmerz und Chaos vorprogrammiert. Seltsame Dinge passieren, und Ophelia weiß: Im Zeltlager treibt sich inkognito ein weiterer Verwandter herum.

„Beim zweiten Kuss verwechselt“, der zweite Band der witzig-verzwickten Verwandlungsgeschichte von Sonja Kaiblinger, ist ungemein humorvoll und sprachgewitzt.

Quelle: Oetinger

BUCHINFOS:
Beim zweiten Kuss verwechselt* | Autor: Sonja Kaiblinger | Serie: Plötzlich verwandelt #2 | Seiten: 320 | Einband: gebunden | Erschienen am: 20.08.2018 | ISBN: 978-3-7915-0078-2 | Preis (D): 17,00€ | Verlag: Dressler

COVER:
Ich liebe die Cover dieser Buchreihe. Auch hier zeigen uns die kleine Figuren auf dem Schutzumschlag wieder, was uns für witzige Szenen und Verwandlungen erwarten. Einfach herrlich!

MEINE MEINUNG:
Ophelia hat nun die offizielle Freigabe. Sie darf sich verwandeln – in wen und was sie möchte. Nur warum beobachtet ihr komischer Großonkel sie dann noch immer? Und warum verfolgt er die Mädchen bis in die Highlands, wo sie zwei Wochen lang in verschiedenen Disziplinen für ihre Schule antreten sollen? Als wäre das nicht alles schon verwirrend genug, sind dieses Jahr auch noch Cliff, Adrian, Roger, Mae und Amalia mit von der Partie. Während Adrian voll in Ophelia verliebt ist, träumt diese allerdings von Cliff, der aber nach dem vermeintlichen Kuss auf Ophelias Feier wiederum wie eine Klette an Amalia hängt. Das Chaos ist also vorprogrammiert. Lora interessiert das alles eher weniger – Sie will gewinnen. Wäre da nur nicht diese komische Eleanor, die keiner zu kennen scheint und die sich so gar nicht um den Wettkampf schert…

Nach dem ersten Band war ich sehr gespannt, wie es mit Ophelia und Lora weitergehen würde und was eigentlich hinter den Machenschaften des ominösen Großonkels steckt. Ich fand es daher besonders erfrischend, dass die Story an einen anderen Handlungsort verlegt wurde. So finden wir uns recht schnell in den schottischen Highlands wieder, umgeben von Bäumen, frischer Luft und dem Kampf um den Sieg. Durch die neue Szenerie hat sich zudem direkt ein anderes Feeling ergeben. Fernab von zu Hause rücken anderen Dinge in den Fokus und obwohl Ophelia weiter von ihrem Großonkel beobachtet wird, stehen die Gefühle der Jugendlichen und die gemeinsamen Wettkämpfe eher im Mittelpunkt der Geschichte.

Ich fand den Handlungsverlauf wirklich gelungen und sehr abwechslungsreich. Die Verwandlungsthematik kommt definitiv nicht zu kurz und das Gefühlschaos bleibt in einem unterhaltsamen Rahmen. Und auch in diesem Band wartet die Autorin mit viel Kreativität auf. Die Wettkämpfe in den Highlights waren absolut toll durchdacht und stellenweise irre witzig. Matheaufgaben lösen und dabei Baumstämme durch die Gegend werfen – wer kommt denn auf so etwas? Neben dem tollen locker-flüssigen Schreibstill kann Sonja Kaiblinger hier auch wieder mit bissig-spritzigen Dialogen und lustigen (Teil-)Verwandlungen punkten, die nicht nur Lora und Ophelia ins Schwitzen gebracht haben.

Doch was wäre ein Buch aus dieser Reihe ohne die drei verrückten Tanten? Und so kommt es, wie es kommen muss und Tante Mildred und Tante Rose lassen sich auf einem nahegelegenen Campingplatz nieder. Das ist doch die Chance für Ophelia, um hinter das gut gehütete Familiengeheimnis zu kommen, oder? Zum Glück bekommt sie tatkräftige Unterstützung von Tante Helly, die sich, getarnt als Eichhörnchen, ebenfalls in den Highlands rumtreibt. Zusammen machen die beiden, gut getarnt, jede Menge neue Entdeckungen und Ophelias Verwandlungskünste erreichen ein neues Level.

Letztlich ist es für Ophelia gar nicht so einfach, alles unter einen Hut zu bringen. Das Familiengeheimnis interessiert sie sehr, aber natürlich möchte sie auch die Highland-Games gewinnen und nebenbei, natürlich in Gestalt von Amalia, mit Cliff rumknutschen. Wäre da noch Eleanor, die mit ihrem ständigen Verschwinden Ophelias Aufmerksamkeit erregt und Adrian, der um ihre Gunst kämpft. Ganz schön verwirrend oder? Auch wenn das alles nun nach einem heillosen Chaos klingt kann ich euch sagen: das war es absolut überhaupt nicht. Man kann dem Handlungsverlauf wirklich sehr gut folgen und die Geschichte wird an keiner Stelle langweilig.

Das Buch hat mich von der ersten Seite an gefesselt und ich hatte ziemlich viel Spaß mit dieser Reihenfortsetzung. Besonders gut hat mir die Verlegung des Settings gefallen und ich bin froh, dass die Autorin das angedeutete Beziehungsdreieck aus Band 1 nicht vollkommen ausgebaut hat. Es haben sich auch so jede Menge lustige Szenen ergeben und natürlich gab es auch einige unvorhergesehene Wendungen, die ihr Übriges getan haben. Ist ja schließlich auch nicht ganz so einfach, wenn man sich in alles und jeden verwandeln kann…

BEWERTUNG:
Was für eine tolle Fortsetzung! Da bekommt man doch gleich Lust auf eine neue herrlich-chaotische Verwandlungsgeschichte.

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17 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

Zipfelmaus und der wunderbare Weihnachtsplan

Uwe Becker , Ina Krabbe
Fester Einband: 80 Seiten
Erschienen bei Südpol Verlag, 29.08.2018
ISBN 9783943086751
Genre: Kinderbuch

Rezension:

INHALT:
Weihnachten? Was mag das nun wieder sein?
Igel ist ein Ast auf den Kopf gefallen und deshalb hat er vergessen, dass es höchste Zeit für seinen Winterschlaf ist. Da kann nur dieses Weihnachten helfen, von dem Igel geschwärmt hat. Das sei so schön, dass er danach bis zum Frühling durch­geschlafen hat. Aber was ist Weihnachten und wo findet man es? Um ihren Freund vor dem Erfrieren zu retten, machen sich Zipfelmaus und ihre Freunde auf die Suche …

Quelle: Südpol Verlag

BUCHINFOS:
Zipfelmaus und der wunderbare Weihnachtsplan* | Autor: Uwe Becker | Illustriert von: Ina Krabbe | Seiten: 80 | Einband: gebunden | Erschienen am: 29.08.2018 | ISBN: 978-3-943086-75-1 | Preis (D): 12,90€ | Verlag: Südpol Verlag

COVER:
Das Cover ist absolut süß illustriert und zeigt einige der Buchcharaktere im Garten von Frau Bienenstich bei der Umsetzung ihres wunderbaren Weihnachtsplans.

MEINE MEINUNG:
Was ist denn dieses Weihnachten – das Fest, das Igel so im Gedächtnis geblieben ist? Diese Frage stellen sich die Tiere in Frau Bienenstichs Garten. Denn langsam rückt der Winter näher und Igel sollte eigentlich in seinen wohlverdienten Winterschlaf gehen. Doch eines Morgens ist Igel plötzlich ganz komisch. Was ist nur los mit ihm? Ist er krank oder hat er sich vielleicht den Kopf gestoßen? Zumindest kann er sich an nichts mehr erinnern und vor allem nicht an Weihnachten. Dabei hilft ihm Weihnachten doch beim Durchschlafen bis in den Frühling. Für die Tiere des Gartens steht daher fest: sie müssen Igel helfen und sie haben auch schon eine Idee!

“Dann müssen wir ihm doch nur dieses Weihnachten holen.” S.28

Das schreit doch nach einem richtigen Abenteuer oder? Doch dafür müssen die Freunde erst einmal herausfinden, was denn dieses Weihnachten eigentlich ist.

“Weihnachten ist etwas, was die Menschen machen. Mit einem Baum im Haus, viel Licht und Sternen und Geschenken.” S.29

Auf gehts! Obwohl es schon einige Geschichten zur Zipfelmaus und ihren Freunden gibt, ist dieses Buch für mich das erste Buch aus der Feder von Uwe Becker. Da es sich bei diesem Band um ein Vorlesebuch bzw. um ein Buch für “Erstleser” handelt, bin ich aber schnell in die Thematik reingekommen. Ebenso schnell habe ich die Figuren des Buches kennen und lieben gelernt – sie sind absolut goldig.

Obwohl dieses Buch ein spezieller Weihnachtsband ist, konnte ich mich definitiv nicht bis Dezember gedulden. Ich habe das Buch nur einmal kurz aufgeschlagen und war daraufhin absolut in der Geschichte gefangen, sodass ich sie nicht mehr aus der Hand legen wollte.

Der Handlungsverlauf war übrigens erstaunlich spannend und die kurzen Kapitel sorgen für einen angenehmen Lesefluss. Demnach kann ich der Altersempfehlung des Verlags nur zustimmen. Die Idee der Geschichte ist übrigens richtig toll und gerade zum Winter hin dürfte man mit diesem Buch unheimlich viel Spaß haben. Mir, als erwachsenen Leser, haben natürlich besonders die Werte hinter diesem Buch gefallen. So geht es um Freundschaft, Zusammenhalt und Nächstenliebe. Aber auch Themen wie der Winterschlaf oder der Sinn von Weihnachten (und damit sind ganz sicher nicht die Geschenke gemeint) werden angesprochen und die Hintergründe dazu spielend leicht vermittelt. Das Buch ist durchgehend und farbig illustriert und ich bin ein absoluter Fan von diesen zuckersüßen Bildern, die jede Buchseite zu einem absoluten Highlight werden lassen.

Insgesamt hat mir die Umsetzung der Buchidee wirklich gut gefallen. Angefangen bei den absolut liebenswerten Figuren, über die feinen Details, die Weihnachten ausmachen, bis hin zu der tiefen Liebe für die Freunde, die man an allen Ecken und Enden dieses Buches spürt.

“Ist das ein Traum?” “Es ist kein Traum. Aber vielleicht wird es ja noch einer.” S.69

Ich muss sagen, dass ich dieses Buch absolut großartig und wirklich gelungen finde und total hin und weg bin von der Tiefe, die hinter der Geschichte steckt. Und wenn ich mir die Szenen über den Punsch und den Baumschmuck angucke, bekomme ich selber direkt Lust auf ein schönes und gemütliches Weihnachtsfest mit meinen Freunden und meiner Familie.

BEWERTUNG:
Zipfelmaus und der wunderbare Weihnachtsplan ist ein ganz tolles Weihnachtsbuch, das definitiv aber auch schon vor Weihnachten gelesen werden darf. Ich bin total hin und weg von der süßen Geschichte, den niedlichen Charakteren und der ungeahnten Tiefe, die hinter der ganzen Story steckt.

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22 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 9 Rezensionen

Amalia von Flatter - Vampire tanzen nicht mit Feen

Laura Ellen Anderson , Katrin Segerer
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Egmont Schneiderbuch, 01.02.2018
ISBN 9783505140860
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Willkommen in Nokturnia – wo du dich vor Glitzer gruselst und Vampire deine Freunde sind!

Amalia ist ein ganz normales Vampirmädchen, mit kleinen Fangzähnen und zwei monster-guten Freunden. Ihre Eltern wollen wie jedes Jahr ein großes Fest feiern und – Juhu! – dieses Mal ist sogar noch ein anderer Vampirjunge eingeladen! Doch Prinz Marillo stellt alles auf den Kopf und entführt Amalias kleinen Kürbis! Gemeinsam mit ihren Freunden macht Amalia sich auf den Weg, um ihr geliebtes Haustier zurückzuholen …

Monster-Spaß und Lacher garantiert – Nokturnia steckt voller Überraschungen!

Quelle: Schneiderbuch

BUCHINFOS:
Amalia von Flatter – Vampire tanzen nicht mit Feen* | Autor: Laura Ellen Anderson | Serie: Amalia von Flatter | Seiten: 224 | Einband: gebunden | Erschienen am: 01.02.2018 | ISBN: 978-3-505-14086-0 | Preis (D): 12,00€ | Verlag: Schneiderbuch Egmont

COVER:
Das Cover ist super süß und ein echter Hingucker. Ich bin großer Fan der Illustrationen, die sich übrigens auch überall im Buch wiederfinden. Farblich ist das Cover in lila und schwarz gehalten und vermittelt damit das perfekte Feeling für den Inhalt des Buches.

MEINE MEINUNG:
Amalia ist ein Vampir und wohnt mit ihren Eltern (Graf und Gräfin) in Nokturnia. Jedes Jahr richten Amalias Eltern den Barbarischen Ball aus und jedes Jahr ist Amalia dort das einzige “Kind”. Bis jetzt – denn der König von Nokturnia hat sich mit seinem Sohn für den Ball angemeldet. Amalia ist völlig aus dem Häuschen und hat das erste Mal wirklich Lust auf den grausigen Ball. Doch es kommt natürlich anders als gedacht. Marillo, der Sohn des Königs, ist nämlich so ganz und gar nicht nett. Er ist gemein zu Amalias besten Freunden Todd und Flora, er nimmt ihr Kürbinian, ihr Haustier, weg und tut alles, um es den anderen schwer zu machen. Natürlich steckt viel mehr hinter Marillos Verhalten und bis Amalia das rausgefunden hat, ist sie längst in ein grausig-monsterisches Abenteuer geschlittert.

Die Geschichte von Amalia von Flatter ist wirklich einzigartig. Auch wenn der Handlungsverlauf an das Leben eines ganz normalen Kindes erinnert, machen die Ideen und die Kreativität der Autorin etwas ganz Besonderes aus dem Buch. So sind die Dialoge zur schaurigen Thematik angepasst worden und der Graf und die Gräfin sprechen sich zum Beispiel mit “mein schauderhafter Stinke-Atem” (S. 18/19) an. Ebenso wird das Essen mit den kuriosesten Namen betitelt und es stehen Gerichte wie Achselschweiß-Shake, Eiter-Eclairs und Fingernagelkuchen auf dem Speiseplan. Man sieht also schon, das Buch ist durch und durch vampirisch-echt.

Doch hinter diesen ganzen monsterhaften Details verbirgt sich eine echt schöne Geschichte. So geht es vor allem um Freundschaft, Zusammenhalt, Toleranz und Akzeptanz. Die Autorin vermittelt diese Werte spielend leicht und vor allem unheimlich unterhaltsam und das Buch strahlt am Ende eine Tiefe aus, die ich anfangs so gar nicht erwartet hätte.

Der Schreibstil ist locker-leicht und einfach zu verfolgen, ohne dabei zu kindisch zu wirken. Der Handlungsverlauf schreitet rasch voran und die Story ist recht kurzweilig, sodass es Kindern in der entsprechenden Altersklasse einfach fallen sollte, der Geschichte zu folgen. Vor allem, weil das Buch auch noch so unglaublich toll und monsterisch illustriert ist. Die vielen Bilder machen echt was her und unterstreichen perfekt den Handlungsverlauf, ohne der Geschichte die Show zu stehlen.

Mir hat der Reihenauftakt von Amalia von Flatter gut gefallen. Es war toll zu sehen, dass hinter dieser verrückten Buchidee sogar etwas Tiefe und jede Menge Werte versteckt waren. Besonders überzeugt haben mich letztlich aber die Kreativität und die vielen kleinen, feinen Details – Das Setting, die witzigen Namensgebungen und einfach schon der Gedanken, dass die Wesen der Nacht Angst vor Einhörnern und Glitzer haben.

BEWERTUNG:
Ein durchaus gelungener (un-)gruseliger Vampirspaß für große und kleine Leser. Mir hat das toll illustrierte Buch wirklich gefallen und ich empfehle die Geschichte gerne weiter.

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1 Bibliothek, 0 Leser, 1 Gruppe, 1 Rezension

Der Polarbären-Entdeckerclub - Teil 1: Reise ins Eisland

Alex Bell , Sibylle Schmidt , Simon Jäger
Audio CD
Erschienen bei Der Audio Verlag, 21.09.2018
ISBN 9783742406682
Genre: Kinderbuch

Rezension:

INHALT:
Aus den Regeln des Polarbären-Entdeckerclubs: Alle Iglus auf dem Clubgelände müssen mit einem Flachmann voll heißem Kakao und einem beträchtlichen Vorrat an Marshmallows ausgestattet sein.

Ihre erste Expedition mit dem legendären Polarbären-Entdeckerclub beginnt mit einer Katastrophe: Die Juniorforscher Stella, Beanie, Shay und Ethan werden von der Gruppe getrennt und sind plötzlich mitten in Eis und Schnee auf sich gestellt – und sie können einander nicht ausstehen! Aber im Kampf gegen gruselige Frostelfen und fleischfressende Kohlköpfe wird ihnen bald klar, dass sie dieses Abenteuer nur bestehen können, wenn sie eines tun: ihre Rivalitäten überwinden und fest zusammenhalten.

Der Beginn eines großen phantastischen Abenteuers voller wundersamer Welten und magischer Entdeckungen!

Quelle: S. Fischer Verlage

HÖRBUCHINFOS:
Der Polarbären-Entdeckerclub – Reise ins Eisland* | Autor: Alex Bell | gelesen von: Simon Jäger | Serie: Der Polarbären-Entdeckerclub #1 | Erschienen am: 21.09.2018 | Inhalt: 1mp3-CD | Laufzeit: 6h52 min | Altersempfehlung: ab 8 Jahren | ISBN: 978-3-7424-0668-2 | Preis (D): 16,99€ | Verlag: Der Audio Verlag

COVER:
Das Cover wurde von Iacopo Bruno illustriert und ich finde die Darstellung insgesamt sehr gelungen. Natürlich ist der Stil von Iacopo Bruno direkt zu erkennen, aber ich mag seine Liebe für Farben, Details und Besonderheiten wirklich sehr.

MEINE MEINUNG:
Stella möchte Entdeckerin werden. Genau wie ihr Ziehvater Felix. Und noch lieber möchte sie als Jungforscherin endlich auf ihre erste Expedition gehen. Doch leider ist dies für Mädchen und Frauen verboten und Stella soll wieder einmal Vorlieb mit ihrer langweiligen Tante nehmen. Als diese Stella aber auf ein Internat verfrachten will, greift Felix ein. Da er Hauptsponsor der anstehenden Expedition ist, schleust er Stella auf das Schiff ein und mit einer Sondergenehmigung darf sie, wie ihr bester Freund Beanie, teilnehmen. Mitten in Eis und Schnee werden die Kinder aber von den Erwachsenen getrennt und Stella und Beanie müssen zusammen mit Shay und Ethan ein riskantes Abenteuer überstehen.

Die Idee der Geschichte hat mir unheimlich gut gefallen und man konnte von Anfang an merken, dass sich die Autorin viele Gedanken über den Handlungsverlauf und das Setting gemacht hat. Die Welt, in der die Geschichte spielt, ist nämlich wirklich einzigartig und es erfordert definitiv eine Menge Kreativität, sich das alles auszudenken.

Die erste Hälfte des Hörbuchs war ich noch vollkommen fasziniert und gefesselt von der Handlung. Dann allerdings lies meine Konzentration nach, denn die Story kommt nur langsam in Fahrt. Es wird viel und ausschweifend erzählt und bis die Kinder im Eis “endlich” verschüttgehen und das Abenteuer beginnen kann, vergeht ein echt lange Zeit. Ich habe das Hörbuch im Auto auf einer langer Fahrt gehört und war dabei nicht alleine. Meinem Mitfahrer ging es leider ähnlich. Anfangs noch gefesselt und voll großer Erwartungen, hat zum Ende hin eher die Ungeduld an Überhand gewonnen. Das ist wirklich schade, denn die Geschichte ist grundsätzlich gut durchdacht und besticht vor allem durch die tollen Ideen der Autorin. Leider waren diesen Ideen stellenweise einfach zu viel des Guten. Anstatt eines Handlungsfortschritts fährt die Autorin ständig mit neuen Gedanken auf, sodass es mir als Hörer schwerfiel am Ball zu bleiben.

Mit den Charakteren bin ich leider auch nicht wirklich warm geworden. Stella und Felix mochte ich recht gerne, obwohl sie mir irgendwie fremd blieben. Die Nebencharaktere haben mich allerdings noch weniger überzeugt.

Simon Jäger, als Vorleser, hat mir dafür gut gefallen. Er hat toll und in passendem Tempo gelesen, sodass man dem Handlungsverlauf gut folgen konnte. Das Hörbuch ist geeignet für Leser ab 8 Jahren. Die Altersempfehlung finde ich passend, ich würde das Hörbuch allerdings in einzelnen Etappen anhören. Ansonsten wird es nämlich schnell zu viel und man bekommt eine Art Overload bei den ganzen Ideen und Sinneseindrücken.

BEWERTUNG:
Das Hörbuch zum Polarbären-Entdeckerclub konnte mich leider nicht vollkommen überzeugen. Das liegt aber weniger am Stil des Vorlesens oder am Vorleser selbst, sondern vielmehr am Inhalt der Geschichte, die für mich trotz toller Ideen einfach zu überfüllt und langatmig war.

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83 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 48 Rezensionen

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Emily Bones

Gesa Schwartz , Felicitas Horstschäfer
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Planet! in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 17.07.2018
ISBN 9783522505659
Genre: Kinderbuch

Rezension:

INHALT:
Ein Schmöker mit atmosphärischem Setting und eine Geschichte, die Tim Burton verfilmen würde

Emily glaubt zu träumen, als sie sich eines Nachts in einem Grab wiederfindet. Aber es ist kein Traum. Entsetzt stellt sie fest, dass sie gestorben ist und nun als Geist auf dem Friedhof Père Lachaise herumspuken muss. Aber sie denkt gar nicht daran, sich damit abzufinden. Denn sie ist keines natürlichen Todes gestorben, und fortan hat Emily nur noch ein Ziel: Sie will ihren Mörder finden und sich das Leben zurückholen, das er ihr gestohlen hat. Doch das ist selbst für einen Geist viel gefährlicher, als Emily es je für möglich gehalten hätte …

Quelle: Thienemann-Esslinger

BUCHINFOS:
Emily Bones – Die Stadt der Geister* | Autor: Gesa Schwartz | Seiten: 440 | Einband: gebunden | Erschienen am: 17.07.2018 | ISBN: 978-3-522-50565-9 | Preis (D): 14,99€ | Verlag: Planet!

COVER:
Das Buchcover ist der helle Wahnsinn. Es hat mich sofort an Halloween, Geister, Tote und Verkleidungen erinnert. Und um einige dieser Punkte geht es in dem Buch ja auch. Insgesamt ist das Cover toll aufgemacht. Durch die kleinen gold-glitzernden Elemente wirkt es nämlich nicht nur düster, sondern auch ein Stück weit edel. Mir gefällt es!

MEINE MEINUNG:
Emily ist großer Fan von Halloween und schaurigen Geschichten und als sie sich eines Nachts im Grab wiederfindet, glaubt sie erst an einen schlechten Scherz ihrer besten Freundin Lisa. Leider muss sie aber schnell feststellen, dass sie wirklich gestorben ist und nun als Geist ihr Unwesen treiben soll. Emily findet schnell heraus, dass sie nicht eines natürlichen Todes gestorben ist. Daher macht sie sich auf die Suche nach ihrem Mörder, um sich das Leben zurückzuholen, das er ihr geraubt hat. Die Suche gestaltet sich allerdings schwieriger als gedacht und Emily muss letztlich feststellen, dass ihre Jagd nach dem Mörder selbst für einen Geist nicht ganz ungefährlich ist.

Das Cover und die Thematik haben mich sofort angesprochen. Der Einstieg in das Buch ist mir daher auch erstaunlich leicht gefallen und ich war direkt gefesselt von den Geschehnissen um Emilys mysteriösen Tod. Die Geschichte schreitet rasch voran, der Schreibstil ist locker-leicht und fesselnd. Wie bereits bekannt, beschreibt die Autorin Landschaften und ähnliches auch hier wieder recht detailliert. Allerdings nicht zu detailliert, wie es in anderen Büchern von ihr der Fall war und wo ich dies als negativen Kritikpunkt anbringen musste. Stellenweise hätten die Erzählungen und Beschreibungen vielleicht ein wenig kürzer ausfallen können, aber da ich die Geschichte so gerne mochte, hat es mich letztlich nicht wirklich gestört. Diese Art des Schreibstils ermöglicht es einem auf jeden Fall, sich den Handlungsverlauf und die Szenerie bildlich vorzustellen.

Ehrlich gesagt mochte ich die Verknüpfungen der verschiedenen Welten aber am meisten. Emily tut sich nämlich echt schwer mit ihrem neuen Leben in der Welt der Untoten und mit ihrer Sehnsucht nach ihrem Menschenleben, wurde Emily immer mehr und mehr sympathisch. Ich habe nachher richtig mitgefiebert und mich natürlich gefragt, ob sie ihr Leben wirklich so einfach zurückbekommen kann. Neben der Spannung sticht aber vor allem die schaurig-schöne Atmosphäre heraus, die stellenweise dafür sorgt, dass sich einem beim Lesen die Nackenhaare aufstellen. Auf positive Art natürlich! Und auch das Setting, ein Friedhof in Paris, hat mich vollkommen umgehauen und fasziniert.

Aber auch die Charaktere waren einfach toll, denn die Figuren geben eine bunte Mischung aus ulkig-schrecklichen Untoten ab. Das Ganze ist aber nicht gruselig, sondern eher urkomisch, denn alleine die Tatsache, dass die Geister das tragen, was sie bei ihrem Tod anhatten, sorgt definitiv für den einen oder anderen Lacher. Natürlich gibt es aber auch ein paar böse Gegenspieler und die haben es in sich. Ihr dürft euch also auf interessante Ideen und überraschende Wendungen gefasst machen.

Auch wenn das Buch also ingesamt spannend, gänsehauterregend und mitreißend ist, ist es ebenso so lustig und unterhaltsam. Ich hatte mit Emily Bones – Die Stadt der Geister wirklich viel Spaß.

BEWERTUNG:
Ein tolles, schaurig-schönes Buch mit wundervoller Atmosphäre und ulkigen Charakteren.

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Emmi und Einschwein - Im Herzen ein Held!

Anna Böhm , Susanne Göhlich
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 20.08.2018
ISBN 9783789109515
Genre: Kinderbuch

Rezension:

INHALT:
Ein neues Abenteuer mit Emmi und Einschwein über Freundschaft und wahre Helden.

Seitdem die Fabelwesen von Antonia und Herrn Bockel auf magische Weise vertauscht wurden, ist nichts mehr, wie es war. Deshalb sollen Emmi und Einschwein den unglückseligen Tausch rückgängig machen. Leichter gesagt als getan! Denn damit Antonia ihre Flussjungfrau zurückbekommen kann und Herr Bockel seinen ungeliebten Spuckewurm wieder annimmt, muss viel passieren. So kommen Einschwein und Emmi dem lang gehüteten Geheimnis der Familie Bockel auf die Spur … und auch der Spuckewurm entfaltet ungeahnte Fähigkeiten!

Witzig, turbulent und mit wunderbarer Botschaft: Zeig, was in dir steckt!

Quelle: Oetinger

BUCHINFOS:
Emmi & Einschwein – Im Herzen ein Held* | Autor: Anna Böhm | Serie: Emmi & Einschwein #2 | Seiten: 224 | Einband: gebunden | Erschienen am: 20.08.2018 | ISBN: 978-3-7891-0951-5 | Preis (D): 13,00€ | Verlag: Oetinger

COVER:
Ebenso wie das Cover vom Vorgängerband ist auch dieses hier wieder mit schimmernden Punkten versehen worden. Es zeigt Emmi, Einschwein, den unerwünschten Spuckewurm und einen Troll. Dabei schweben Funken um den kleinen Spuckewurm, den alle bewundernd ansehen. Das Cover verrät schon, worum es in diesem Band der Buchreihe geht. Ich finde es sehr gelungen und mag vor allem die Farbauswahl sehr.

MEINE MEINUNG:
Am Ende des letztes Bandes ist Antonia, nach einem unglücklichen Tausch, mit dem Spuckewurm von Herrn Bockel zurückgeblieben. Das möchte sie natürlich nicht auf sich sitzen lassen und fordert deshalb Emmi dazu auf, die Sache in Ordnung zu bringen. Emmi & Einschwein haben großes Mitleid mit Antonia und so beschließen sie, ihr zu helfen. Aber nicht nur Antonia ist auf die Hilfe der beiden angewiesen. Auch der Spuckewurm braucht einiges an Zuspruch und Liebe. Und siehe da: der Wurm wächst über sich hinaus. Jetzt müssen Emmi und Antonia nur noch Herrn Bockel von einem Rücktausch überzeugen. Bei ihren Nachforschungen stoßen die Mädchen aber nicht nur auf weitere Hinweise zum Fabeltausch, sondern auch auf ein großes Geheimnis der Familie Bockel…

Dieser Teil der Buchreihe ist von Anfang bis Ende turbulent, aufregend und mitreißend. Emmi und Antonia tun alles, um einen Rücktausch der Fabelwesen in die Wege zu leiten. Und dabei kommen plötzlich die lang vermissten Fähigkeiten des Spuckewurms zum Vorschein. Während Emmi sich nicht nur Mühe mit Antonia, sondern auch mit dem Wurm gibt, ist Antonia wieder einmal nur nett, wenn sie etwas möchte. Emmi hat mir daher wieder sehr gut gefallen. Sie ist total lieb und sympathisch und hilft sogar ihren “Feinden” aus der Patsche. Unterstützt wird sie dabei von Einschwein, dem kleinen süßen Fabelwesen, das mit seinem Horn Essen zaubern kann. Einschwein lernt in diesem Band zudem mit seiner kulinarischen Magie besser umzugehen. Und wie immer läuft dabei nicht immer alles ganz rund. Ich habe mich natürlich wieder bestens über Einschwein und die ständigen Missgeschicke amüsiert und so manches Mal habe ich mir nun ebenfalls so ein lustiges und hilfsbereites Fabelwesen gewünscht.

Die Charaktere sind auch in diesem Band wieder liebevoll und toll beschrieben und der einfache und packende Schreibstil macht das Buch zu einem kleinen Abenteuer. Die Geschichte ist durchweg spannend und stellenweise wirklich lehrreich. Die Handlung gibt eine wichtige Botschaft mit auf den Weg: Zeig, was in dir steckt! Glaub an dich! – und es war ganz wundervoll mit anzusehen, wie nicht nur die Figuren, sondern auch die Fabelwesen reifen und über sich hinauswachsen.

Mir hat Im Herzen ein Held besonders wegen der Botschaft hinter dem Buch gut gefallen. Die Umsetzung war aber auch so wieder erste Sahne und die Illustrationen sind ein echter Augenschmaus. Hoffentlich muss ich nicht so lange auf eine Fortsetzung warten.

BEWERTUNG:
Spannende und packende Fortsetzung mit toller Botschaft – mich hat das Buch vollkommen verzaubert und ich freue mich schon jetzt auf die Fortsetzung.

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Reiterhof Glückstal (1). Heubodentage und Lagerfeuernächte

Marie Sonnleitner
Fester Einband: 184 Seiten
Erschienen bei Arena, 21.06.2018
ISBN 9783401604299
Genre: Kinderbuch

Rezension:

INHALT:
Hanna und Mia verbringen ihre gesamte Freizeit auf Hof Glückstal, wo sie der Besitzerin Vera bei der Pflege der Tiere, vor allem der Haflinger, zur Hand gehen. Dafür dürfen sie reiten, so oft sie wollen. Doch als Vera Geldsorgen hat und den Hof fortan als Ferienpension führen möchte, bekommen die Freundinnen Angst. Was, wenn sie jetzt nicht mehr reiten können, weil die Feriengäste Vorrang haben? Und als dann die ersten Gäste in ihrem Alter eintreffen, Jan und Leonie, ist Ärger erstmal vorprogrammiert… Doch der Sommer ist lang. Ob ein Wanderritt, Übernachtungen auf dem Heuboden und der Trubel um eine entflohene Stute die Kinder zusammenschweißen können?

Quelle: Arena

BUCHINFOS:
Reiterhof Glückstal – Heubodentage und Lagerfeuernächte* | Autor: Marie Sonnleitner | Serie: Reiterhof Glückstal #1 | Seiten: 184 | Einband: gebunden | Erschienen am: 21.06.2018 | ISBN: 978-3-401-60429-9 | Preis (D): 9,99€ | Verlag: Arena

MEINE MEINUNG:
Als Kind habe ich Pferdegeschichten geliebt und als ich den Klappentext von Reiterhof Glückstal gelesen habe, musste ich einfach zugreifen. In diesem Buch geht es um Hanna, die noch nicht lange im kleinen Dörfchen Gessenhausen wohnt. Die Eingewöhnung ist ihr aber erstaunlich leicht gefallen, was wohl hauptsächlich an den Pferden liegt, die auf der Wiese neben ihrem Haus grasen. Die Tiere gehören zum Hof Glückstal und mittlerweile geht Hanna dort ein und aus. Ihre Freundin Mia reitet dort ebenfalls und gemeinsam gehen die Mädchen Hofbesitzerin Vera und ihrem Sohn Philipp bei der Pflege der Pferde zur Hand. Als Dankeschön dürfen sie so oft reiten wie sie möchten. Doch leider steht es um den denkmalgeschützten Hof nicht so gut. Er muss dringend renoviert werden, aber Vera fehlt das Geld. So beschließt sie, eine Ferienpension zu eröffnen. Für Vera ist das der letzte Ausweg, aber Hanna und Mia sind absolut nicht begeistert. Letztlich müssen die Mädchen aber einsehen, dass zur Rettung des Hofes keine andere Möglichkeit bleibt und mit mürrischen Gesichtern blicken sie den ersten Feriengästen entgegen. Kann das wohl gut gehen?

Die Geschichte um den Reiterhof Glückstal ist empfohlen für Leser ab 10 Jahren. Demnach ist das Buch inhaltlich und sprachlich recht einfach gehalten. Hauptsächlich dreht es sich darum, dass die beiden Mädchen Mia und Hanna mit Veras Plan der Ferienpension nicht einverstanden sind. Im Verlauf des Buches kommen aber auch ein paar typische Zickereien dazu; ebenso wird die erste große Liebe thematisiert.
Ich bin ja ein großer Fan von Kinderbüchern und habe deshalb auch schon einiges aus den unterschiedlichsten Altersklassen gelesen. Reiterhof Glückstal kann im Vergleich zu anderen Büchern mit seiner Unbeschwertheit punkten. Mir persönlichen waren die Story und die Charaktere aber ein wenig zu oberflächlich. Zwar konnte ich die Sorgen von Mia und Hanna durchaus nachvollziehen, aber irgendwie bin ich mit den beiden nicht ganz warm geworden. Kinder in der entsprechenden Altersklasse werden ganz sicher anders darüber urteilen – sie nehmen das Buch aber auch ganz anders wahr als ich.

Hanna und Mia waren schon sympathisch, am Ende hatte ich aber das Gefühl, keine der beiden wirklich zu kennen. Dafür konnte ich ihre Einstellung und auch ihr Handeln gut nachvollziehen, denn vom Alter her sind Hanna und Mia nämlich gerade in der Pubertät und da gehören Zankereien, Streit und Gemecker auch einfach mal dazu.
Veras Sohn Philipp erschien mir dagegen wie der Ruhepol in der Geschichte und ich finde, dass er die Mädchen immer wieder auf die richtige Bahn gelenkt hat.
Positiv überrascht haben mich aber vor allem die beiden Feriengäste Leonie und Jan. Meiner Meinung nach haben sie die größte Entwicklung innerhalb der Geschichte hingelegt und zu ihnen konnte ich auch eine bessere Bindung aufbauen. Vielleicht liegt das daran, dass man als Leser einen ausführlicheren Einblick in die Vergangenheit und die Sorgen der beiden bekommen hat und sich somit besser mit ihnen identifizieren konnte.

Der Handlungsverlauf ist wenig spannend, dafür habe ich aber die Momente mit den Pferden sehr genossen. Die Liebe und der Respekt zum Tier kommt schon unheimlich gut rüber. Insgesamt hätte ich mir aber ein wenig mehr Tiefe und die eine oder andere unvorhergesehene Wendung gewünscht. Das hätte dem Buch etwas mehr Pepp und Spannung verliehen. Besonders enttäuscht bin ich aber eigentlich vom Ende des Buches. Gefühlt verläuft dieses einfach im Sande, mitten in der Geschichte und ohne Aussicht auf das, was im nächsten Teil wohl passieren wird.

BEWERTUNG:
Der erste Band vom Reiterhof Glückstal hat mich leider nicht überzeugen können. Die Story und die Charaktere sind mir zu oberflächlich gewesen und das abrupte Ende lässt mich mit einigen offenen Fragen zurück.

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73 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 56 Rezensionen

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Arlo Finch (1). Im Tal des Feuers

John August , Wieland Freund , Andrea Wandel , Helge Vogt
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Arena, 24.08.2018
ISBN 9783401604152
Genre: Kinderbuch

Rezension:

INHALT:
„Wenn ich dich sehen kann, können sie dich auch sehen … Sei vorsichtig, Arlo Finch!“

Irgendwas stimmt nicht in Pine Mountain. Das merkt Arlo Finch sofort, als er mit seiner Familie in das abgeschiedene Bergdorf zieht. Was hat es mit den merkwürdigen Tieren auf sich, die ihm immer wieder am Waldrand auflauern, und was mit dem Mädchen, das niemand außer ihm sieht? Zum Glück findet Arlo in Indra, Henry Wu und den ortsansässigen Rangern schnell Freunde, die sich bestens auskennen mit den Geheimnissen der Langen Wälder, mit Schutzzaubern und den Gefahren der Wildnis. Doch auch sie hätten nie geahnt, in welch unglaubliches Abenteuer sie geraten, als sie die Wälder gemeinsam mit Arlo betreten.

Quelle: Arena

BUCHINFOS:
Arlo Finch – Im Tal des Feuers* | Autor: John August | Serie: Arlo Finch #1 | Seiten: 320 | Einband: gebunden | Erschienen am: 24.08.18 | ISBN:978-3-401-60415-2 | Preis (D): 16,00€ | Verlag: Arena

COVER:
Das Cover ist recht dunkel gehalten und versprüht quasi die mysteriöse Stimmung, die man beim Lesen des Buches wahrnimmt. Gelungen finde ich die vielen kleinen Details, die Hinweise auf die Handlung geben, ohne dabei zu viel zu verraten. Und auch die Darstellung der Protagonisten mag ich sehr. Das Innere des Buches ist stellenweise ebenfalls illustriert, was das Buch zu einer echten Augenweide macht.

MEINE MEINUNG:
Das mysteriöse Cover des Buches ist mir direkt ins Auge gesprungen und hat somit mein Interesse für diese Geschichte geweckt. Aber auch inhaltlich klang die Geschichte einfach toll. Es geht um den 12 jährigen Arlo Finch, der mit seiner Mutter und seiner Schwester in das abgeschiedene Bergdorf Pine Mountain zieht. Dort sollen sie zusammen mit ihrem Onkel Wade in einem alten klapprigen Haus leben, fernab von der Zivilisation. Während Arlo sich mit diesen Umständen recht schnell abgefunden hat, weiß er allerdings nicht, was er von dem Geisterhund halten soll, der ihm an seinem ersten Abend im neuen Heim begegnet. Und dann ist da noch dieses komische Mädchen, das anscheinend niemand außer Arlo sehen kann. Recht schnell findet Arlo unter den örtlichen Rangern ein paar gute Freunde, die ihn in die Geheimnisse der Long Woods einweihen und ihm zur Seite stehen. Denn Arlo und seine Freunde geraten in ein Abenteuer ungeahnten Ausmaßes.

Mit dem Setting hat mich Autor John August von der ersten Seite an gepackt. Das abgeschiedene Dörfchen Pine Mountain und die umliegenden Wälder haben mich in ihren Bann gezogen und mir eine Gänsehaut verpasst. Alles wirkt düster, mysteriös und verwunschen und an jeder Ecke könnte ein Geheimnis oder auch eine Gefahr lauern. So ist mir auch der Einstieg in die Geschichte leicht gefallen, denn es geht mit Beginn des Buches gleich richtig los. Schon am ersten Abend stolpert Arlo über komische Kreaturen und Geisterhunde und mit seinem Beitritt bei den Rangern werden die Begegnungen nicht weniger. Irgendjemand hat es auf Arlo abgesehen und sein Onkel Wade scheint mehr zu wissen, als er zugeben mag. Das Ganze ist irre spannend und mitreißend und ich habe mir deshalb beim Lesen Fragen über Fragen gestellt, von denen manche bis zum Schluss leider ungeklärt blieben.

Ich mochte die Idee der Geschichte und den Handlungsverlauf wirklich gerne. Nur hatte ich stellenweise das Gefühl etwas verpasst zu haben. Irgendwie fehlte es mir hin und wieder an Informationen, aber vielleicht war ich auch einfach zu ungeduldig – Schließlich geht die Geschichte nach diesem Buch ja noch weiter! Insgesamt ist die Story aber gut durchdacht und ziemlich spannend. Besonders haben mir kleinen Fantasyelemente und die Stimmung, die beim Lesen verspürt wird, gefallen. Gruselige Momente wechseln sich mit lustigen Szenen ab und immer hat man das Gefühl, dass hinter der nächsten Ecke etwas Wichtiges lauert. Ungeahnte Wendungen haben mir die Sprache verschlagen und mich richtig mitfiebern lassen und ich bin schon jetzt ganz gespannt darauf, wie es wohl weitergeht.

Geschrieben ist das Buch aus Sicht von Protagonist Arlo. Dieser war mir von der ersten Seite an sympathisch. Arlo ist liebenswert, nett und verlässlich. An manchen Stellen wirkt er aber ein wenig dumm und unerfahren, denn die anderen Kinder in seinem Alter können mit manchen Begriffen und Situationen einfach wesentlich besser umgehen als er. Dafür hat Arlo aber ein ganz großes Talent: Er ist unglaublich mutig und ein absoluter Teamplayer.

Auch die Nebencharaktere haben mir gut gefallen. Allen voran Arlos geheimnisvoller Onkel Wade. Ich bin ja so gespannt, was er zu verbergen hat. Wu und Indra, Arlos Freunde, sind mir direkt ans Herz gewachsen und ich glaube, dass man sich als Leser super mit den drei Charakteren identifizieren kann.

Der erste Band um Arlo Finch hat mir gut gefallen, auch wenn für meinen Geschmack vielleicht ein paar Fragen zu viel offen geblieben sind. Der bildhaft-flüssige Schreibstil, das Setting und die Buchidee haben mich von der ersten Seite an gepackt und mir ein paar gruslig-spannende Lesestunden beschert.

BEWERTUNG:
Arlo Finch – Im Tal des Feuers ist ein gelungener, spannender und stellenweise auch leicht gruseliger Reihenauftakt, der mich weitestgehend überzeugen konnte. Ich bin schon jetzt sehr gespannt, welche Kreaturen und Geheimnisse mich im zweiten Band erwarten werden.

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19 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Instagirl

Annette Mierswa
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Loewe, 17.09.2018
ISBN 9783743201217
Genre: Jugendbuch

Rezension:

INHALT:

Kaum postet Isi auf Instagram das erste Selfie, flattern die Herzen nur so herein.
Ohne Photoshop und Filter ist Isis Alltag bald viel zu langweilig und sie beginnt, immer mehr Zeit in ihren Kanal zu stecken – und in ihr Äußeres. Plötzlich interessiert sich sogar Kim, das It-Girl der Klasse, für Isi und lädt sie zu den viel cooleren Partys ein! Jetzt müssen natürlich richtig außergewöhnliche Selfies her – selbst, wenn sich Kim und Isi dadurch in Lebensgefahr bringen ...

Quelle: Loewe

BUCHINFOS:

Instagirl* | Autor: Annette Mierswa | Seiten: 224 | Einband: Taschenbuch | Erschienen am: 17.09.2018 | ISBN: 978-3-7432-0121-7 | Preis (D): 6,95€ | Verlag: Loewe 

COVER:

Mir gefällt das Buchcover richtig gut. Es wirkt wie ein Instagrambild und passt damit perfekt zum Inhalt des Buches.

MEINE MEINUNG:

Social-Media ist aus der heutigen Zeit gar nicht mehr wegzudenken. Auch für uns Blogger nicht. Ohne ein passendes Aushängeschild ist man uninteressant. Dieses Buch trifft absolut den Nerv der Zeit und spricht die Problematiken im Bereich Internet und Social-Media an, ohne dabei etwas zu beschönigen. Verpackt wird diese spannende Thematik in der Geschichte von Isi, die sich nach der Trennung ihrer Eltern einen Neuanfang herbeisehnt. Gewappnet mit neuer Kleidung und neuem Make-up möchte sie ihre Vergangenheit hinter sich lassen. Aber was nützt einem ein komplett anderes Aussehen, wenn man damit nicht die Aufmerksamkeit erzielt, die man gerne hätte? Klassenkameradin Kim greift Isi mit den verrücktesten Tipps unter die Arme und setzt ihr Flausen in den Kopf. Isi ist schon nach kurzer Zeit Like-süchtig und tut alles, um ihrem neuen Image auf die Sprünge zu helfen. Dass die ganze Sache nicht ganz ungefährlich ist, merkt sie leider zu spät...

Und um von der Welt gesehen zu werden, musst du Aufmerksamkeit bekommen, Likes. Sonst existierst du praktisch nicht und niemand wird sich je an dich erinnern. S. 51/52

Ich muss sagen, dass mich das Buch von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen hat. Auch ich bin viel auf Instagram unterwegs und durch dieses Buch zum Nachdenken gekommen. Im Gegensatz zu Isi bin ich mir wohl treu geblieben. Aber ich finde es erschreckend, welche Auswirkungen die sozialen Medien haben können. Häufig trifft es dabei die jungen Leute oder Menschen, die mit sich und der Welt nicht im Einklang sind. Wie schnell man sich von anderen beeinflussen lassen kann wird durch die Geschichte von Isi rasch klar. Auch Isi ist plötzlich mit ihrem Körper nicht mehr zufrieden, hungert sich fast zu Tode und bearbeitet ihre Selfies so, dass sie eine vollkommen andere Person darstellen. Eine Person, die Isi eigentlich gar nicht sein möchte. Aber die Aufmerksamkeit, die Likes und die Kommentare tuen ihrem Selbstwertgefühl gut. Nach und nach kapselt sich Isi auch von ihren Freunden ab und gerät in eine Art Blase, in der nur noch Kim mit ihren schlechten Ideen zu ihr durchdringen kann.

Die Geschichte ist sehr schnelllebig, absolut realistisch und stellenweise einfach nur erschreckend. Die Gefahren des Internets werden authentisch verdeutlicht und Isis Geschichte hat mich in eine Art Sog gezogen, aus dem ich so schnell nicht mehr herausgekommen bin. Auch wenn ich die Protagonistin gut verstehen konnte, hätte ich sie doch so manches Mal gerne einfach kräftig geschüttelt und laut "Mädchen - wach doch endlich auf!" gerufen. Doch neben der Internetthematik bietet die Autorin auch Lösungsverschläge an. So gibt es viele nette Nebencharaktere, die sich um Isis Wohl sorgen und eine verzweifelte Mutter, die die schreckliche Entwicklung ihrer Tochter mit ansehen muss. Kim erscheint dagegen krank und irgendwie war es traurig mit anzusehen, dass keiner versucht zu ihr durchzudringen und sie auf die richtige Bahn zu lenken. Vielleicht steckt sie aber auch einfach schon viel zu lange in ihrer glitzernden Scheinwelt, um (wie Isi) den Absprung zu schaffen.

Letztlich wird aber klar, dass man sich nicht für irgendwelche Likes verändern oder gar in Lebensgefahr begeben sollte. Dass es immer Freunde gibt, die zu einem halten und das eine liebende Familie viel ausrichten kann. Zu dieser Erkenntnis haben die tollen Nebencharaktere beigetragen. Isi hat nämlich ganz wunderbare Freunde und kann sich über den Rückhalt wirklich glücklich schätzen. So ergibt es sich auch, dass man innerhalb des Buches eine kleine Liebesgeschichte finden kann, die meiner Meinung nach dem Ganzen noch einmal mehr Realität verliehen hat.

Ich finde dieses Buch sollte jeder einmal gelesen haben, der sich viel im Internet oder im Bereich Social-Media aufhält. Ebenso spreche ich eine absolute Leseempfehlung für alle Jugendlichen aus, die noch nicht wissen, wohin die Reise gehen soll. Instagirl hat mich wirklich bewegt und getroffen, mich aber auch unterhalten und mein Herz berührt.

BEWERTUNG:

Ein schönes, authentisch-erschreckendes Buch über die Gefahren des Internets, das jeder mal gelesen haben sollte.

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743 Bibliotheken, 44 Leser, 0 Gruppen, 154 Rezensionen

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Save Us

Mona Kasten
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei LYX, 31.08.2018
ISBN 9783736306714
Genre: Liebesromane

Rezension:

INHALT:

Können sie sich retten? Oder werden sie sich gegenseitig zerstören?

Ruby steht unter Schock: Sie wurde vom Maxton-Hall-College suspendiert. Und das Schlimmste: Alles deutet darauf hin, dass niemand anders als James dafür verantwortlich ist. Ruby kann es nicht glauben – nicht nach allem, was sie gemeinsam durchgestanden haben. Sie dachte, dass sie den wahren James kennengelernt hat: den, der Träume hat, den, der sie zum Lachen bringt und ihr Herz mit einem einzigen Blick schneller schlagen lässt. Doch während Ruby dafür kämpft, trotz allem ihren Abschluss machen zu können, droht James einmal mehr unter den Verpflichtungen gegenüber seiner Familie zu zerbrechen. Und die beiden müssen sich fragen, ob die Welten, in denen sie leben, nicht vielleicht doch zu verschieden sind …
Quelle: Bastei Lübbe

BUCHINFOS:

Save us* | Autor: Mona Kasten | Serie: Maxton-Hall #3 | Seiten: 374 | Einband: Paperback | Erschienen am: 31.08.2018 | ISBN: 978-3-7363-0671-4 | Preis (D): 12,90€ | Verlag: LYX

MEINE MEINUNG:


Cliffhanger sind bei der Maiton-Hall-Reihe scheinbar vorprogrammiert. Und so war ich nach dem tragischen Ende von Band 2 natürlich sehr gespannt, wie es mit Ruby und James weitergehen würde. Ruby wurde der Schule verwiesen und kann gar nicht glauben, dass James dahinterstecken soll. Schließlich hatten sich die beiden doch gerade angenähert. Während Ruby um ihren Abschluss und den Platz in Oxford bangt, muss James sich einmal mehr mit seinem Vater und den Verpflichtungen im Familienunternehmen auseinandersetzten. Emotionen und Chaos sind also vorprogrammiert. Wenn Ruby doch wenigstens auf Ember zählen könnte. Doch diese ist kaum zu Hause und verhält sich plötzlich ganz komisch...

Mit der Maxton-Hall-Reihe bin ich ja bis jetzt nicht so richtig warm geworden. Nichtsdestotrotz wollte ich aber unbedingt diesen finalen Teil lesen, um mit der Reihe abschließen zu können. Der Einstieg in das Buch ist mir recht leicht gefallen, aber dann ging es los. Die Story konnte mich einfach nicht so wirklich mitreißen und das einzige, was mich wirklich gefesselt hat waren die verschiedenen Erzählperspektiven. Im Gegensatz zu den Vorgängerbüchern wird "Save us" nämlich auch aus Sicht von Graham, Alistair und Lydia erzählt. Mir hat das super gefallen, da mich die Geschichten und Hintergründe dieser Charaktere wirklich interessiert haben und ich das Gefühl hatte, diese unbedingt noch kennen zu müssen. Leider mussten dadurch Ruby und James an Platz einbüßen, was dem Buch meiner Meinung nach ein wenig geschadet hat. Vielleicht hätte man einen längeren Epilog arbeiten oder aber eine Art Spin-off zu den anderen Charakteren verfassen sollen, denn ihre Geschichten sind definitiv lesenswert und sollten "angehört" werden. Ich hatte mir ja erhofft, dass sich durch die ständigen Perspektivwechsel ein richtiger Spannungsbogen entwickeln würde - Aber Fehlanzeige. Die Story plätschert so vor sich hin und wirkt stellenweise sogar etwas langatmig.

Generell hatte ich das Gefühl, als würde inhaltlich eigentlich nix passieren. Zwar stellt sich James dem Problem mit seinem Vater, Lydia und Graham haben mit der Schwangerschaft zu tun und Alistair trauert Kesh hinterher, aber ich habe diese Informationen eher als Lückenfüller empfunden. Versteht mich nicht falsch, aber in "Save us" ging es viel mehr um andere kleine Dinge, als um James und Ruby. Und auch wenn der Schreibstil locker und flüssig zu lesen war, haben mir hier wieder einmal die Emotionen gefehlt. James und Ruby haben so viel zusammen erlebt und ihre Beziehung steht einmal mehr auf der Kippe - warum kann ich dies als Leser dann nicht fühlen? Ich habe schon so viele Bücher gelesen, in denen ich mit den Protagonisten gelitten und mir die Augen aus dem Kopf geheult habe. Monas Again-Reihe ist ein super Beispiel dafür. Aber hier wollte der Funke einfach nicht überspringen.

Der finale Teil der Maxton-Hall-Reihe ist nett zu lesen und es ist schön, damit einen Abschluss für die Geschichten der Charaktere in der Hand zu haben. Doch leider hat auch dieser Band mich nicht überzeugen können. Die Buchidee ist toll, aber mir ist die gesamte Umsetzung einfach zu emotionslos verlaufen. Ein bisschen mehr Tiefgang hätte nicht geschadet und mir vor allem die Charaktere näher gebracht. Ruby und James erscheinen weiterhin oberflächlich und unnahbar und ich konnte mich eher mit den Nebencharakteren wie Graham und Alistair identifizieren.

"Save us" hat mich, wie die ganze Buchreihe an sich, nicht wirklich überzeugen können. Das Buch ist schön zu lesen, keine Frage, mir aber einfach zu emotionslos und stellenweise viel zu oberflächlich. Der Funke wollte einfach nicht ganz überspringen und ich habe die Bindung zu den Protagonisten, die ich aus den anderen Büchern der Autorin kenne, schmerzlichst vermisst.

BEWERTUNG:


Die Maxton-Hall-Reihe und ich sind einfach nicht ganz warm miteinander geworden. "Save us" bringt die Reihe zu einem würdigen Abschluss, auch wenn mir in diesem Buch wieder einmal die Emotionen und der Tiefgang gefehlt haben.

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21 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

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Perfect Match

Beth Ellyn Summer , Henriette Zeltner
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei FISCHER Kinder- und Jugendtaschenbuch, 25.07.2018
ISBN 9783733504441
Genre: Jugendbuch

Rezension:

INHALT:
Das nächste »Outfit of the Day« auf Instagram posten, schnell das neue »Sunset Summer Eyes Beauty Tutorial« auf YouTube hochladen, dabei noch Twitter, Snapchat und Insta-Story abchecken und nicht vergessen, den »Too Faced Chocolate Bronzer« auf Sephora zu bestellen!

Laceys Alltag ist alles andere als stressfrei! Die Siebzehnjährige ist so gar nicht wie andere Mädchen: Sie ist YouTuberin und postet täglich Beauty-Tutorials auf ihren Social-Media-Kanälen. Beauty und Make-up ist ihre absolute Leidenschaft. Als sie das Angebot bekommt, bei dem exklusiven Lifestyle-Magazin On Trend ein Praktikum zu absolvieren, überlegt Lacey nicht zweimal. Das ist ihre ganz große Chance, endlich die 1-Millionen-Follower-Marke zu knacken. Aber dann kommt alles anders: Sie soll den unglaublich gutaussehenden, aber total arroganten Popstar Tyler Lance mit ihrer Vlog-Cam begleiten. Obwohl Lacey so ganz und gar nicht von Tylers Image begeistert ist, kommen sich die beiden näher. Und während Lacey ganz unauffällig versucht, Tylers Karriere zu retten, geht ihr Ansehen auf YouTube dadurch immer mehr den Bach runter. Am Ende muss sie sich entscheiden: Liebe oder Karrie

Quelle: Fischer Verlage

BUCHINFOS:
Perfect Match – Wie ich aus Versehen einen Popstar küsste* | Autor: Beth Ellyn Summer | Seiten: 416 | Einband: Klapperbroschur | Erschienen am: 25.07.2018 | ISBN: 978-3-7335-0444-1 | Preis (D): 14,00€ | Verlag: Fischer

COVER:
Das Cover passt super zum Inhalt des Buches und zeigt Details, die die Geschichte ausmachen. So geht es um Musik und einen Popstar, um Liebe, Make-up und mehr. Mir gefällt das Cover wirklich gut und besonders dieses kleine Detail, dass sich der Titel in einem “YouTube-Video” versteckt, finde ich sehr gelungen.

MEINE MEINUNG:
Lacey ist YouTuberin und völlig aus dem Häuschen, als sie einen Praktikumsplatz beim Lifestyle-Magazin One Trend bekommt. Sie ist sich sicher, damit ihren großen Durchbruch voran zu bringen – doch natürlich kommt alles anders als gedacht. Zusammen mit zwei anderen YouTubern soll sie dem Popstar Tyler Lance bei seiner Promo fürs neue Album unter die Arme greifen und zusätzlich sein Image verbessern. Doch Lacey kann Tyler gar nicht leiden und während sie nun hilft seine Karriere zu retten, leidet ausgerechnet ihr YouTube-Kanal. Lacey wäre gerne sauer auf Tyler. Nur leider ist der gar nicht so schrecklich, wie sie anfangs gedacht hat…

Inhaltlich hält dieses Buch absolut nichts Neues parat. Wer aber gerne mal eine schöne, zeitgemäße Teenie-Liebesgeschichte lesen möchte, der sollte unbedingt zu diesem Titel greifen. Ich muss sagen, dass mir die YouTube-Thematik gut gefallen hat. Im Gegensatz zu anderen Büchern mit dieser Grundidee waren Tyler und Lacey dadurch nämlich mehr auf einem Level. Tyler ist weltweit bekannt durch sein Mitwirken in einer Boyband. Und auch Lacey wird von ihren fast 1 Millionen Abonnenten immer wieder mal erkannt. Dadurch hat sich ein ganz anderer Ausgangspunkt ergeben als sonst in den Büchern, in denen das Mädchen von Nebenan dem Popstar hinterher jagt.

Lacey war mir von Anfang an sympathisch und ich konnte mich sehr gut mit ihr identifizieren. Vielleicht lag das aber auch daran, dass wir die Make-up-Leidenschaft miteinander teilen. Zwar bin ich da längst nicht so hinterher wie Lacey selbst, aber auch ich kann mich stundenlang mit neuen Techniken und Lidschattenfarben beschäftigen. Die Autorin hat Laceys Begeisterung für dieses Thema toll rübergebracht und ich mochte besonders die Szenen, in denen mit Produkten und Make-up gearbeitet wurde.

Aber auch Tyler hat mir gut gefallen und mir war ziemlich schnell klar, dass die Presse ihm (zu Unrecht) einen falschen Ruf verpasst hat. Deshalb war es umso schöner mit anzusehen, wie Tyler mich als Leser vom Gegenteil überzeugen konnte. Er ist einfach ein toller und vor allem witziger Kerl und im Zusammenspiel mit Lacey habe ich mich stellenweise wirklich köstlich über die beiden amüsiert.

Der Handlungsverlauf war recht vorhersehbar und hat wenig überraschende Wendungen parat gehalten. Da ich das Buch aber als leichte und unterhaltsame Kost ansehe, ist mir dies eigentlich ziemlich egal. Insgesamt hat mir die Geschichte nämlich gut gefallen und ich hatte wirklich ein paar schöne und lustige Lesestunden. Die YouTube-Thematik hat mich sehr interessiert und ich fand diese gut umgesetzt. Es wird nämlich nicht nur vermittelt, dass man mit YouTube Geld verdienen kann, sondern auch, was dafür von einem verlangt wird. So rutscht Lacey innerhalb der Geschichte in eine kleine Identitätskrise und auch ihre Eltern, die sie unterstützen, müssen lernen ihre Forderungen und Erwartungen herunterzufahren.

Lacey lebt für ihren Kanal LaceyBlushes. Nichtsdestotrotz stehen auch die Geschichte von Tyler und die Liebesgeschichte der beiden stark im Fokus. Für mich hat das alles zusammen eine gut durchdachte und ausgewogene Mischung ergeben, die ich gerne verfolgt habe.

Letztlich hält die Geschichte kaum Neues parat, kann aber mit den sympathischen Charakteren punkten. Mich hat das Buch gut unterhalten und ich würde es als schönes Buch für Zwischendurch definitiv weiterempfehlen.

BEWERTUNG:
Ein schönes Buch für Zwischendurch, das mich insgesamt gut unterhalten hat. Von der Story her ist es nichts Neues, aber die YouTube und Schminkthematik, gepaart mit einem attraktiven Popstar hat bei mir einen Nerv getroffen. Wer Lust auf eine schöne und unkomplizierte Geschichte hat, der sollte sich dieses Buch genauer ansehen.

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Redwood Love – Es beginnt mit einem Kuss

Kelly Moran , Vanessa Lamatsch
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 19.09.2018
ISBN 9783499275395
Genre: Liebesromane

Rezension:

INHALT:
Alte Freunde, neue Liebe?
Redwood, Oregon. Eine kleine Stadt zwischen Bergen und Meer. Hier betreibt Flynn O’Grady gemeinsam mit seinen beiden Brüdern eine Tierarztpraxis. Da er von Geburt an taub ist, muss Flynn sich bei der Arbeit mit den Tieren auf seine anderen Sinne verlassen. Und auf Gabby, seine Assistentin. Die beiden sind ein perfekt eingespieltes Team und auch privat beste Freunde. Deshalb ignoriert Flynn sein Herzklopfen, wann immer er sie zu lange ansieht. Nur lassen sich manche Dinge nicht für immer ignorieren. Vor allem, wenn man in einer Kleinstadt voller schamloser Kuppler wohnt …
Ein Ort zum Wohlfühlen, drei Tierärzte zum Verlieben.
Der zweite Band der Redwood-Love-Trilogie

Quelle: rowohlt

BUCHINFOS:
Redwood Love – Es beginnt mit einem Kuss* | Autor: Kelly Moran | Serie: Redwood Love #2 | Seiten: 368 | Einband: Paperback | Erschienen am: 19.09.2018 | ISBN: 978-3-499-27539-5 | Preis (D): 12,99€ | Verlag: rororo

COVER:
Das Cover sieht fast genauso aus, wie das Buchcover von Band 1. Lediglich das Holz im Hintergrund ist dunkler gehalten und natürlich sind andere Szenen und Landschaften auf den Polaroidbildern zu sehen. Ich mag auch dieses Cover wieder sehr und finde es schön, dass die beiden Bücher vom Aussehen her so identisch sind.

MEINE MEINUNG:
Kann es nach Band 1 noch besser werden? Ja kann es! Definitiv. Denn wenn man, so wie ich, im ersten Band auch mal einen Blick nach links und rechts geworfen hat, dann dürfte einem Flynn aufgefallen sein. Cades tauber Bruder, der mit seinem Charme, seinem Humor und seiner lieben Art besticht und sich nun endgültig in mein Herz geschlichen hat.

In Redwood Love – Es beginnt mit einem Kuss geht es um Flynn und seine beste Freundin Gabby. Beide kennen sich schon von Kindesbeinen an und haben alles zusammen erlebt. So ist Gabby nun auch Flynns rechte Hand und sein Gehör, wenn es um die Untersuchungen der Tiere geht, die er aufgrund seines fehlenden Gehörs nicht selber durchführen kann. Und genau deshalb versucht Flynn seine Gefühle für Gabby zu unterdrücken. Eine Beziehung würde doch alles zerstören, oder nicht? Leider hat Flynn die Rechnung ohne das “Drachentrio” gemacht, die sich mal wieder als selbsternannte Kuppler sehen und nichts Besseres zu tun haben, als Gabby in Flynns Arme zu treiben.

Ich hatte mich ja ganz besonders auf diese Fortsetzung gefreut, da mir Flynn und Gabby in Band 1 schon so sympathisch waren. Deshalb hat es mich umso mehr mitgenommen, wie sehr die beiden unter ihrem Single-Dasein leiden. Gabby wird von allen nur als das nette Mädchen von Nebenan gesehen, während Flynn auf seine Taubheit reduziert wird. Kaum einer macht sich die Mühe Gebärdensprache zu lernen oder auch nur irgendwie anderweitig mit Flynn in Kontakt zu treten. Es ist den Leuten einfach zu anstrengend. Dabei ist Flynn charakterlich ein super Typ, der Köpfchen hat und auch noch unheimlich gut aussieht. Insgeheim ist Flynn schon länger in Gabby verliebt und versucht diese Gefühle zu unterdrücken, um die besondere Freundschaft der beiden nicht zu gefährden. Dennoch stellen beide nach und nach fest, dass da doch mehr zu sein scheint und ich fand es einfach nur herzerweichend schön, wie sich Flynn und Gabby langsam auf anderer, nicht freundschaftlicher Ebene annähern. Natürlich gibt es auch den einen oder anderen Rückschlag, denn sowohl Flynn als auch Gabby haben an der für sie neuen Situation zu knabbern.

Mir hat es gut gefallen, dass auch dieser 2. Teil wieder so ruhig und reif verlaufen ist. Zwar stehen die Protagonistin immer wieder vor neuen Problemen, das Ganze läuft aber eher unkompliziert und ohne großes Drama ab. Es wirkt eben einfach realistisch.

Vom Setting und den Nebencharakteren bin ich nach wie vor begeistert und es war schön zu lesen, wie es Avery und Cade weitergegangen ist. Auch wenn das Buch sich also hauptsächlich um die Belange der Protagonisten dreht, haben die anderen Figuren kleinere und größere Rollen. Ich mag das sehr, denn es gibt doch nichts schlimmeres, als wenn sich ein Buch nur noch mit den Hauptfiguren beschäftigt und das alltägliche Leben, Freunde und Familie verdrängt.

Der Schreibstil ist genauso locker und flüssig wie im Reihenauftakt. Ich hätte mir allerdings im Sprachgebrauch etwas mehr Persönlichkeit und vor allem Unterschiede gewünscht. Flynn ist ein ganz anderer Typ als Cade, drückt sich aber fast identisch aus. Ebenso wurden Phrasen, Handlungsverläufe und Ideen aus Band 1 in einigen Szenen nahezu identisch übernommen. Ganz besonders ist mir dies am Schluss aufgefallen, denn das Buch endet mit fast genau dem selben Satz/ Szenario wie sein Vorgänger. Ich fand das leider ein wenig einfallslos und auch wenn ich von den Emotionen und Gefühlen benebelt war, hat dies doch etwas die Stimmung getrübt.

Letztlich hat mir das Buch wirklich gut gefallen und ich bin immer noch erstaunt darüber, wie toll die Autorin die Handicap-Thematik verarbeitet. Nun bin ich ganz gespannt auf die Geschichte von Drake und Zoe und hoffe, dass auch das nächste Buch mich wieder begeistern kann.

BEWERTUNG:
Schöne und gelungene Fortsetzung, die mich besonders aufgrund der Charaktere und Emotionen begeistern konnte.

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118 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 73 Rezensionen

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Der Welten-Express 1

Anca Sturm , Bente Schlick
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 31.08.2018
ISBN 9783551654113
Genre: Kinderbuch

Rezension:

INHALT:
*** Eine atemlose Reise, angetrieben von Kohle, Dampf … und Magie! Willkommen im WELTEN-EXPRESS! ***

BAND 1: Nacht für Nacht sitzt die schüchterne Flinn Nachtigall am stillgelegten Bahnhof von Weidenborstel, dem Ort, wo zwei Jahre zuvor ihr Bruder verschwand. Bis eines Abends ein Zug herbeirollt, mit einer gewaltigen, rauchspuckenden Lokomotive. Und Flinn … … stürzt als blinde Passagierin in das Abenteuer ihres Lebens! Denn der Zug ist der Welten-Express, ein fahrendes Internat voller außergewöhnlicher Kinder, angetrieben mit magischer Technologie. Ein Ort, in dem Flinn Freunde findet – und Feinde. Denn der Welten-Express birgt mehr Geheimnisse, als sie sich je hätte träumen lassen … ***

Quelle: Carlsen

BUCHINFOS:

Der Welten-Express | Autor: Anca Sturm | Serie: Der Welten-Express #1 | Seiten: 384 | Einband: Hardcover | Erschienen am: 31.08.2018 | ISBN: 978-3-551-65411-3 | Preis (D): 14,99€ | Verlag: Carlsen | Hier kaufen**

COVER:
Das Cover lädt zum Träumen ein. Es ist in verschiedenen Blaunuancen gehalten und deutet einen Sternenhimmel an. Über eine Brücke fährt der Welten-Express davon und man bekommt gleich Lust, selbst dort an Bord zu gehen. Im Vordergrund stehen die wichtigsten Charaktere des Buches, während überall auf dem Cover verteilt Symbole und Gegenstände zu finden sind, die eine wichtige Rolle innerhalb der Geschichte spielen. Mir gefällt das Cover richtig gut und ich besonders von der gold-schimmernden Schrift angetan.

MEINE MEINUNG:
Vor 2 Jahren ist Flinns Bruder plötzlich verschwunden und seitdem sitzt sie Abend für Abend am verlassenen Bahnhof von Weidenborstel, in der Hoffnung eine Spur von Jonte zu finden. Eines Abends rollt ein Zug vorbei und ehe Flinn es sich anders überlegen kann, geht sie als blinder Passagier an Bord. Wenn sie nur wüsste, wo sie da gelandet ist… Der Zug ist nämlich keine einfache Lokomotive, sondern der Welten-Express. Ein fahrendes Internat, angetrieben von magischer Technologie. Flinn ist sich sicher, dass Jonte vor zwei Jahren auch in den Zug gestiegen sein muss. Aber wo ist er nun? Sie begibt sich auf die Suche und stößt dabei auf das eine oder andere Geheimnis, findet Freunde und auch Feinde. Wird Flinn Jontes Verschwinden auf die Schliche kommen?

Auf den Welten-Express habe ich mich schon seit der Leipziger Buchmesse gefreut. Ich konnte es kaum erwarten einzusteigen und mich den Geheimnissen des Zuges zu stellen. Gerade für Potterfans wurde das Buch als ein Must-Have angepriesen, wobei ich mir natürlich gleich sicher war, dass es Harry und der Hogwarts-Welt nicht den Rang ablaufen würde. Mit Internatsbüchern konnte man mich allerdings schon immer packen und da ich bereits ein Buch gelesen habe, in dem ebenfalls ein fahrendes Internat eine Rolle spielt, war ich nun sehr gespannt auf den Welten-Express.

Zu Beginn ist mir gleich aufgefallen, dass dieses Buch wirklich eine magische und fantastische Aura versprüht. Man konnte die Geheimnisse und das Flirren der Magie nahezu spüren. Da war ich natürlich gleich angefixt. Und auch das seltsame Verschwinden von Flinns Bruder Jonte hatte meine Neugier geweckt. Weidenborstel, Flinns Heimat, erschien mir recht trostlos und öde. Dafür konnte mich das Leben im Welten-Express umso mehr begeistern. Die Autorin hatte viele wunderschöne, kleine Ideen, die das Setting ganz zauberhaft gemacht haben. Immer wieder gab es etwas Neues zu entdecken, nie wurde es langweilig.

Während mich der Aufbau des Welten-Expresses wirklich fasziniert hat, hatte ich mit den Charakteren leider so meine Probleme. Erstaunlicherweise haben mich nämlich die Nebencharaktere mehr gefesselt, als die Protagonistin selbst. Flinn war irgendwie nichts Besonderes. Ich hatte hinter ihrer Figur ein wenig mehr erwartet und mir fiel es schwer, mich mit ihr zu identifizieren. Sympathischer waren mir dagegen ihre Freunde Fedor, Kasim und Pegs, die zumindest ein wenig mehr Tiefgang, mehr Ecken und Kanten und mehr Charakter hatten. Flinn war leider, wie ihr Name schon andeutet, nichts Halbes und nichts Ganzes und ich konnte sie als Person nicht auf eine Seite zuordnen. Das betrifft jetzt gar nicht das Geschlecht, sondern vielmehr ihre Denkweise, ihre Einstellung und ihr Handeln. Manches erschien mir einfach suspekt und unlogisch. Ebenso war es mit den Lehrern. Einige haben mir gut gefallen, wie zum Beispiel Schulleiter Daniel, den ich trotz seines jugendlichen Benehmens einfach sympathisch fand. Andere, wie Madame Florett, konnte ich einfach nicht ernst nehmen. Insgesamt wirkte die ganze Lehrerschaft vollkommen mysteriös und unreif und ich hätte mir zumindest eine wirklich erwachsen-agierende Figur gewünscht.

Die Idee des fahrenden Internates war für mich jetzt nichts Neues. Ich fand sie in diesem Buch aber toll umgesetzt und liebevoll durchdacht. Ich hatte wirklich Spaß mit der Geschichte und habe mich an den kleinen magischen Entdeckungen erfreut. Auch der Punkt mit der magischen Technologie hat es mir wirklich angetan und ich bin schon ganz gespannt darauf, mehr darüber zu erfahren. Doch auch wenn diese Dinge ganz toll waren, hat mir leider so einiges im Hintergrund gefehlt. Vieles wird nur oberflächlich angekratzt und besonders über Flinns familiäre Situation erfährt man überhaupt nichts. Das war ganz besonders schade, denn ich hätte gerne verstanden, warum Flinn wenige Liebe erfahren hat, in Weidenborstel immer alleine war und warum ihre Mutter sich nicht um ihre Kinder kümmert.

Letztlich hat mich das Buch nicht ganz überzeugen können, dabei fand ich die Idee einfach nur zauberhaft. Ich konnte mir die Waggons des Zuges bildlich vorstellen und irgendwie war es beim Lesen schon so, als säße man mittendrin. Und auch das Reisen durch die verschiedenen Länder und das Anlegen an den verschiedensten Bahnhöfen hat mich wirklich gefesselt. Nichtsdestotrotz ist der Funke nicht ganz übergesprungen. Die Geschichte war in gewisser Weise schon spannend, plätschert aber häufig vor sich hin. Vielleicht hatte ich aber auch einfach nur dieses Gefühl, weil man als Leser eben verdammt wenig erfahren hat und viele Dinge einfach nicht aufgeklärt wurden.

Am Ende weiß ich nun nicht, ob ich einfach zu viel nachgedacht habe und zu viel auf einmal wissen wollte… Oder ob ich mich zu sehr von der Empfehlung für Harry-Potter-Fans habe leiten lassen, denn ich habe einfach mehr erwartet. Doch vielleicht war dieser langsame Einstieg in die Trilogie ja auch so gewollt. Das Buch ist nämlich keineswegs schlecht, hat definitiv Potential und ist einfach nur anders als erwartet. Ich stehe nun richtig zwischen den Stühlen, denn einerseits mochte ich diese heimelige Stimmung im Inneren des Zuges, während mich anderseits manches gestört hat.

Insgesamt haben mich Atmosphäre, Buchidee und der Wunsch nach weiteren Informationen aber so angestachelt, dass ich den nächsten Band auf jeden Fall lesen möchte. Nun weiß ich ja auch, was mich erwartet und kann mit anderen Erwartungen an das Buch herangehen.

BEWERTUNG:
Die Geschichte um den Welten-Express konnte mich leider nicht vollends überzeugen, obwohl ich großer Fan der Buchidee bin, das Setting wundervoll und die magischen Elemente wirklich klasse fand. Es steckt auf jeden Fall viel Potential in der Idee und das Manko waren meiner Meinung nach die Charaktere und die fehlenden Informationen, die ich mir so sehnlichst gewünscht hätte. Der Welten-Express ist auf jeden Fall einen Blick wert und wird all diejenigen begeistern können, die ohne Vergleich und hohe Erwartungen an das Buch herangehen – Denn eigentlich steckt hinter dem Buch eine wunderschöne, magische Geschichte, die vielleicht im Zusammenspiel einfach nur noch nicht ganz ausgereift ist.

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20 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Die Schule der magischen Tiere 8: Voll verknallt!

Margit Auer , Nina Dulleck
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 25.11.2016
ISBN 9783551652782
Genre: Kinderbuch

Rezension:

INHALT:
Wer in der Klasse wird heute ein magisches, sprechendes Tier erhalten? *** Alles rosarot in der Wintersteinschule! Der große Schulball wirbelt Miss Cornfields Klasse durcheinander: Sibel will mit Jo tanzen, Jo will mit Luna tanzen und was will eigentlich Ida? Die magischen Tiere kommen aus dem Staunen gar nicht mehr heraus.
Schildkröte Henrietta weiß: „Verknallt ist, wenn man einen Knall hat.“ Inmitten des ganzen Trubels aber warten zwei Schüler sehnsüchtig auf ihr magisches Tier … ***

Quelle: Carlsen

BUCHINFOS:
Die Schule der magischen Tiere – Voll verknallt! | Autor: Margit Auer | Serie: Die Schule der magischen Tiere #8 | Seiten: 224 | Einband: Hardcover | Erschienen am: 25.11.2016 | ISBN: 978-3-551-65278-2 | Preis (D): 9,99€ | Verlag: Carlsen | Hier kaufen**

COVER:
Passend zum Thema ist das Cover dieses Mal sehr mädchenhaft gehalten. Schließlich geht es in diesem Band um den Schulball und ganz viel Liebe. Zu sehen sind außerdem wie immer ein paar Schüler und ihre magischen Tiere. Ich persönlich mag das Cover sehr. Ich bin aber auch ein Fan von pink und rosa und demnach vielleicht etwas voreingenommen.

MEINE MEINUNG:


„Verknallt ist, wenn man einen Knall hat.“

Wie recht Henrietta damit hat. In der Wintersteinschule geht es drunter und drüber. Der Schulball steht bevor! Und während Helene und Luna vollauf begeistert sind und sich die besten Jungs der Klasse schnappen möchten, ist Ida eher weniger begeistert. Und auch Zack scheint von dem ganzen Liebeskram nicht so angetan zu sein. Was ist nur los mit ihm?

Der tolle, flüssige, kindgerechte und zugleich spannende Schreibstil hat mich auch bei Band 8 wieder von Anfang an fesseln können. Während die Kinder wegen des Schulballs vollkommen aufgeregt sind, muss Miss Cornfield einem gemeinen Gemüsedieb auf die Schliche kommen. Es passiert also wieder allerhand und obwohl das Cover farblich dieses Mal vermutlich eher die Mädchen anspricht, ist der Inhalt aber für beide Lesergruppen geeignet. Ich hatte unheimlich viel Spaß und habe zusammen mit Miss Cornfield über das ominöse Gemüse- und Obstverschwinden gegrübelt. Die Auflösung und das Rätselraten drumherum waren natürlich wieder ziemlich unterhaltsam. Aber auch die persönlichen Hintergründe der Kinder, die in diesem Buch ihr magisches Tier bekommen, waren sehr interessant.

Ich mag es ja besonders, dass die Problematiken immer so authentisch und realitätsnah sind. So haben nicht nur Luna und Zack mit etwas zu kämpfen, auch Ida ist todunglücklich, weil sie keinen Tanzpartner für den Ball findet. Ich finde es schön, dass die Autorin Dinge aufgreift, die jedem Kind passieren können. Ob es nun familiäre Dinge sind oder Dinge, die zum Erwachsenwerden einfach dazugehören. Und immer ist auch eine Lösung parat. Manchmal müssen die Kinder dafür über ihren Schatten springen und manchmal ruckelt sich das Ganze auch von alleine zurecht. Unterstützt von den magischen Tieren wendet sich aber immer alles zum Guten und ich bin nach wie vor fasziniert von der Idee der magischen Tiere, die Freunde fürs Leben verkörpern und somit zeigen, wie wichtig ein verlässlicher ehrlicher Freund ist.

Auch Band 8 ist schön illustriert, sodass die Geschichte durch die kleinen witzigen Bildchen bereichert wird. Es geht in diesem Band um Zusammenhalt, Vergebung, Annäherung, Liebe, Neid und Freundschaft. Das Buch hat mir gut gefallen und ich bin schon ganz gespannt, wer wohl als nächstes sein magisches Tier bekommen wird.

BEWERTUNG:
Was soll man dazu groß sagen? Die Buchreihe ist einfach hinreißend süß und gehört meiner Meinung nach in jedes Kinderzimmer. So konnte mich auch Band 8 wieder verzaubern und begeistern und ich freue mich schon jetzt auf die nächste Geschichte.

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442 Bibliotheken, 19 Leser, 0 Gruppen, 192 Rezensionen

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Redwood Love – Es beginnt mit einem Blick

Kelly Moran , Vanessa Lamatsch
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 19.09.2018
ISBN 9783499275388
Genre: Liebesromane

Rezension:

INHALT:
Kleine Stadt, große Gefühle
Redwood, ein malerisches kleines Städtchen in Oregon. Genau der richtige Ort für einen Neuanfang. Und den braucht Avery Stowe nach einer desaströsen Ehe dringend, ebenso für sich wie für ihre autistische Tochter Hailey. Da gibt es nur ein Problem: den attraktiven Tierarzt Cade O‘Grady. Eine neue Beziehung ist das Letzte, was Avery will. Sie ist sich nur nicht sicher, wie lange sie Cade widerstehen kann. Vor allem, da sich anscheinend der ganz Ort gegen sie verschworen hat und Amor spielt …
Ein Ort zum Wohlfühlen, drei Tierärzte zum Verlieben – der erste Band der Redwood-Love-Trilogie

Quelle: Rowohlt

BUCHINFOS:
Redwood Love – Es beginnt mit einem Blick* | Autor: Kelly Moran | Serie: Redwood Love #1 | Seiten: 384 | Einband: Paperback | Erscheinungsdatum: 19.09.2018 | ISBN: 978-3-499-27538-8 | Preis (D): 12,99€ | Verlag: rororo

COVER:
Das Cover ist mit dem holzigen Hintergrund recht rustikal gehalten und passt damit perfekt zur Kleinstadt-Thematik. Ich persönlich finde das Cover echt schön und bin ganz angetan von den Polaroid-Bildern.

MEINE MEINUNG:
Redwood – ein kleines Örtchen, in dem sich jeder kennt. Wo jeder jedem hilft und wo Tratsch sich schneller verbreitet, als man gucken kann. Nach ihrer Scheidung zieht Avery mit ihrer autistischen Tochter Hailey nach Redwood und somit in die Nähe ihrer Mutter. Es soll ein Neuanfang werden, fernab von den alten Erinnerungen und am besten vollkommen ohne Männer. Was Avery aber nicht ahnt ist, dass sie ausgerechnet an ihrem ersten Abend in Redwood dem attraktiven Tierarzt Cade O’Grady in Arme läuft. Und obwohl dieser nicht mal besonders nett zu ihr ist, sprühen sofort die Funken…

Vorab muss ich sagen: Redwood hat mich verzaubert. Ich bin selbst in einem kleinen Ort aufgewachsen, weshalb die Unterstützung, der Tratsch und Hilfsbereitschaft die sich in Redwood bietet nichts Neues für mich ist. Allerdings ist meine Heimat längst nicht so idyllisch wie Redwood. Wenn ich könnte, würde ich mich direkt dort hinbeamen und mich in einer der Ferienhütten einmieten. Ich fand es unheimlich schön, wie die Autorin Landschaft und Szenerie beschreibt, ohne dabei zu detailliert und überladen vorzugehen. Und genauso toll macht sie mit den Charakteren weiter.

Protagonistin Avery hat ihr Päckchen zu tragen: eine schreckliche Ehe, die etwas von ihrem Selbstbewusstsein gekostet hat, eine süße autistische Tochter, die neben viel Liebe aber auch viel Fürsorge benötigt und ein fehlender Job sind ihr Hauptproblem. Nichtsdestotrotz sind wirklich alle Figuren einfach nur toll ausgearbeitet. Angefangen bei Hailey, über die O’Grady-Brüder bis hin zum “Drachentrio” der Stadt. Es ist selten, dass ich jede Figur ausnahmslos in mein Herz geschlossen habe. Neben Avery und Hailey hat sich aber besonders Cade in mein Herz geschlichen. Er wirkt so beschützend, so behutsam und so unendlich liebevoll, dass es mir schwergefallen ist, ihn mit dem typischen Bad-Boy-Image in Verbindung zu bringen. Man kann es aber auch als Pluspunkt für dieses Buch sehen: es geht also auch anders!

Insgesamt wirkt die Geschichte einfach reifer. Die explosiven Szenen erscheinen erwachsener, dafür aber nicht weniger Funken sprühend und Emotionen und Gefühl kommen gut zur Geltung. Auch die Autismus-Thematik ist wunderbar und einfühlsam verarbeitet worden und letztlich hat mich das Zusammenspiel aus Setting, Figuren und Thematik vollkommen umgehauen. Ich bin nun auf jeden Fall sehr gespannt auf die Fortsetzung und freue mich sehr auf die Geschichte von O’Grady-Bruder Flynn, der es mir in diesem Buch ja auch ein wenig angetan hat.

BEWERTUNG:
Es beginnt mit einem Blick ist ein wunderschöner, ruhiger und vollkommen fesselnder Reihenauftakt. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und freue mich sehr auf die Fortsetzung.

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 2 Rezensionen

Billionen-Boy

David Walliams , Dorothee Haentjes , Kostja Ullmann
Audio CD
Erschienen bei Argon Sauerländer Audio ein Imprint von Argon Verlag, 25.07.2018
ISBN 9783839841662
Genre: Kinderbuch

Rezension:

INHALT:
Joe Spud hätte eigentlich allen Grund, glücklich zu sein. Genauer gesagt Billionen Gründe, denn er ist der reichste Zwölfjährige der Welt. Sein Vater hat das Hintern-Abwischen revolutioniert und mit ausgeklügeltem Klopapier viel Geld gemacht. Joe bekommt alles, was man sich nur vorstellen kann: einen Formel-1-Wagen, 500 Paar Turnschuhe, einen Orang-Utan als Butler. Aber etwas ganz Entscheidendes fehlt ihm: ein Freund. Daher bittet er seinen Vater um das Unvorstellbare – auf eine ganz normale Schule gehen zu dürfen, inkognito. Damit beginnen natürlich jede Menge urkomische Verwicklungen, die am Ende zeigen, dass Geld und Reichtum allein nicht glücklich machen.

Quelle: Argon Hörbuch

INFOS:
Billionen-Boy* | Autor: David Walliams | gelesen von: Kostja Ullmann | Erschienen am: 25.07.2018 | Inhalt: 3 CDs | Laufzeit: 3h 25Min. | Altersempfehlung: ab 10 Jahren | ISBN: 978-3-8398-4166-2 | Preis (D): 16,95€ | Verlag: Argon Hörbuch

COVER:
Das Cover zeigt den Protagonisten Joe Spud, wie er mit Geld um sich wirft und dem Titel Billionen-Boy alle Ehre macht. Die Illustrationen und die Farbwahl dürften besonders Kinder in der empfohlenen Altersgruppe ansprechen.

MEINE MEINUNG:
Billionen-Boy ist für mich das erste “Buch” aus der Feder von David Walliams und aufgrund des Sprechers habe ich mich dann für die Hörbuch-Ausgabe entschieden. Das Hörbuch wird nämlich von Kostja Ullmann gelesen, den man bereits aus Film und Fernsehen kennt und den ich in seinen Rollen bis jetzt immer witzig und sympathisch fand. Kostja Ullmann hat eine ganz wundervolle, tiefe Stimme, der man gerne zuhört und er weiß, wie er die teilweise echt verrückten Situationen perfekt in Szenen setzen muss. Ich fand es super, wie gut und vor allem unterschiedlich er jede einzelne Figur gesprochen und sie somit zum Leben erweckt hat. Das Lesetempo ist genau passend und man kann der Geschichte gut und mit Spaß folgen.

In Billionen-Boy geht es um den 12-jährigen Joe Spud, dessen Vater mit seiner Firma Saupo einen Haufen Geld verdient hat. Joe hat alles. Eine Formel-Eins-Rennstrecke, 500 Paar Nike Schuhe, einen Golfcaddy, jedes Computerspiel der Welt und noch vieles mehr… Doch genau eines fehlt Joe noch – ein echter Freund. Und einen Freund kann man nunmal nicht einfach kaufen, wie ein Spielzeugauto. Joe bittet daher seinen Vater, ihn auf eine normale öffentliche Schule zu schicken. Dort angekommen versucht Joe seinen Reichtum zu verheimlich und sich wie ein normaler Schüler zu benehmen. Nur leider klappt das nicht so wirklich. Schnell kriegen die anderen Kinder Wind von Joes Geheimnis und die Suche nach einem echten Freund gestaltet sich schwieriger als gedacht.

Wie ist es wohl einen Vater zu haben, der das Hintern-Abwischen revolutioniert hat? Wenn ich mir Joe so angucke, dann es ist ganz und gar nicht schön. Joe und sein Vater leben in Saus und Braus und schnell merkt Joe, dass Geld nicht alles ist. An der Privatschule wird er gemobbt – Arschfuzzi nennen ihn die anderen Kinder und alle sind mindestens genauso reich wie Joe. Eine Freundschaft ist also ausgeschlossen. Daher ist es toll, dass Joe sich an der staatlichen Schule schnell mit dem mindestens genauso dicken Bob anfreundet. Lange kann er sein Geheimnis allerdings nicht für sich behalten und Joes und Bobs Freundschaft wird auf eine harte Probe gestellt. Dennoch fand ich es unheimlich toll, wie gut die zentralen Botschaften der Geschichte vermittelt wurden. Geld ist nicht alles und man kann sich auch nicht alles dafür kaufen. Ebenso ist Freundschaft unheimlich wichtig und echte Liebe und eine starke Umarmung tun manchmal einfach gut.

Doch neben diesen schönen Botschaften hat der Autor eine irrsinnig witzige und urkomische Geschichte aufs Papier gebracht. Ich habe mich beim Hören so köstlich amüsiert, wie schon lange nicht mehr. Manches Mal wird man als Leser sogar direkt angesprochen, was ich total super fand, da es mich irgendwie noch mehr in die Geschichte mit einbezogen hat. Doch am meisten habe ich die Kreativität des Autors bewundert! Wie kommt man auf so etwas? Die Geschichte strotzt nur so vor verrückten Ideen, komischen Übertreibungen und schrägen Charakteren. Ich meine, welcher Schulleiter wird mit 100 Jahren noch Motorsport-Profi? Aber gerade diese Sachen machen die Story zu etwas ganz Besonderem.

Die Charaktere waren total super. Joe und Bob mochte ich ganz besonders gern, denn Joe scheint trotz des ganzen Geldes nur ein klein wenig verwöhnt zu sein. Im Gegensatz zu seinem Vater sieht er der Realität ins Auge und hat schnell kapiert, worauf es im Leben ankommt. Und über Raj, einen Kioskbesitzer, habe ich mich am meisten amüsiert, was sicher dem tollen indischen Akzent von Kostja Ullmann geschuldet war.

Alles in allem hat mir das Hörbuch super gefallen. Die einzelnen Figuren waren toll und abwechslungsreich gesprochen, die Story hatte Charme und Witz und die zentrale Botschaft wurde trotz urkomischer Geschichte bestens transportiert.

BEWERTUNG:
Billionen-Boy hält eine schräge und urkomische Story parat, die man sich, dank des tollen Sprechers, definitiv als Hörbuch zulegen sollte. Ich habe mich köstlich amüsiert und freue mich schon drauf, alles noch einmal anzuhören.

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166 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 48 Rezensionen

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Twisted Love

L. J. Shen , Patricia Woitynek ,
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei LYX, 27.07.2018
ISBN 9783736307032
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

INHALT:
Vor elf Jahren brach Dean Rosie das Herz. Doch für eine zweite Chance ist es jetzt vielleicht zu spät …
Rosie LeBlanc war ein Teenager, als sie Dean Cole zum ersten Mal begegnete. Es war Liebe auf den ersten Blick. Doch Dean brach ihr Herz, als er sich nicht für sie, sondern für eine andere entschied. Nach elf Jahren stehen sich die beiden nun erneut gegenüber. So viel hat sich verändert zwischen ihnen, so viel ist geschehen. Doch ein Blick in Deans Augen genügt, und die Sehnsucht und das Verlangen sind wieder da, viel stärker noch als damals. Dean ist fest entschlossen, Rosie davon zu überzeugen, dass er seinen Fehler bereut und dass sie zu ihm gehört – für immer. Was er nicht weiß: Rosie ist krank. Sehr krank. Und für eine zweite Chance könnte es schon zu spät sein …
Quelle: Bastei Lübbe


BUCHINFOS:
Twisted Love* | Autor: L.J. Shen | Serie: Sinners of Saint #2 | Seiten: 470 | Einband: Paperback | Erschienen am: 27.07.2018 | ISBN: 978-3-7363-0703-2 | Preis (D): 12,90€ | Verlag: LYX

COVER:
Bei der Covergestaltung bleibt der Verlag seiner Idee treu und kommt hier lediglich mit einer anderen Farbwahl daher. Ich finde das Buchcover toll! Edel, verrucht, mysteriös – genauso wie die männlichen Hauptfiguren der Buchreihe.
MEINE MEINUNG:
Wenn man Band 1 schon so sehr geliebt hat und Band 2 noch um einiges besser ist, wie fasst man das dann am besten in verständliche Worte? Genau diese Frage habe ich mir gestellt…
Twisted Love ist Band 2 der Sinners of Saint-Reihe und der Auftakt Vicious Love hat mich damals schon total umgehauen. Deshalb war ich natürlich immens gespannt auf die Fortsetzung, in der es um die Geschichte von Dean und Rosie geht. Dean hat sich in typischer Bad-Boy-Manier schon im Vorgängerband so langsam in mein Herz geschlichen. Richtig bewusst geworden ist mir das aber erst, als ich Twisted Love gelesen habe.
Vor elf Jahren hat Dean Rosie das Herz gebrochen, indem er etwas mit ihrer Schwester angefangen hat. Nach ihrem Schulabschluss ist Rosie dann von zu Hause ausgezogen und beide hatten keinen Kontakt mehr zueinander. Was Rosie allerdings nicht weiß, ist, dass Dean immer nur sie wollte und in den letzten elf Jahren versucht hat, über Rosie hinwegzukommen. Vergeblich! Als die beiden dann aufeinander treffen ist alles wie früher. Es knistert, die Funken sprühen und auch jetzt kann Rosie sich noch immer nicht Deans Charme entziehen. Zwar hält sie ihn für einen eingebildeten, arroganten, attraktiven Weiberhelden, aber sobald die beiden sich begegnen scheint die Welt stillzustehen. Dieses Mal will Dean nichts anbrennen lassen und er setzt Himmel und Hölle in Bewegung, um Rosie für sich zu gewinnen. Doch Rosie ist nicht an einer festen Beziehung interessiert. Sie ist der Ansicht, dass ihre Krankheit ihr im Wege steht…


Twisted Love ist auf andere Art und Weise emotional, als der Vorgängerband. Auch hier haben die beiden Protagonisten wieder mit Altlasten aus der Vergangenheit zu kämpfen, wobei Rosies Päckchen, ihre Krankheit, nach wie vor präsent ist und ihr Leben und ihre Zukunft bestimmt. Doch davon lässt sich Rosie nicht unterkriegen. Sie ist glücklich mit dem, was sie hat. Bis Dean in ihr Leben stolpert und ihr einfach keine Wahl lassen will. Ich mochte Rosie als Buchfigur echt gerne, da sie so anders als Emilia war. Obwohl die beiden Schwestern sind, ist Rosie irgendwie zäher, frecher, bissiger und vielleicht auch etwas stärker. Damit hat sie mich total überrascht, denn bei einer kranken Protagonistin hätte ich z.B. mit Momenten des Selbstmitleids gerechnet. Aber nicht bei Rosie. Sie macht etwas aus ihrem Leben und ich finde das ist ein Statement, von dem wir uns alle eine Scheibe abschneiden sollten.
Kommen wir aber nun zu Dean. Dean ist ein Arschloch, ein Weiberheld, ein Aufreißer. Er lässt absolut nichts anbrennen und hat immer einen Spruch auf Lager, während er alle glauben lässt, dass er ein lässiger Typ ohne Probleme ist. Schaut man hinter die Fassade sieht es ganz anders aus. Im Gegensatz zu Vicious ist Dean nicht gemein oder böse. Er hat andere Laster – Alkohol, Drogen, Sex. Damit fertig zu werden ist gar nicht so einfach und Dean versucht mit diesen “Rauschmitteln” seine Vergangenheit und die Auswirkungen auf sein jetziges Leben zu kompensieren. Nichtsdestotrotz ist es er ein emotionaler Typ und irgendwie einfach süß. Ich bin schockverliebt!

Der Handlungsverlauf hat mir gut gefallen. Die Kapitel sind wieder abwechselnd aus der Sicht der Protagonisten geschrieben und in Anbetracht von Rosies Krankheit fängt jedes ihrer Kapitel mit der Frage Was gibt dir das Gefühl, lebendig zu sein? an. Diese Frage macht alles irgendwie noch viel tiefgründiger und greifbarer, denn Rosies Krankheit ist, neben dem Hin und Her zwischen ihr und Dean, das zentrale Thema des Buches. Und obwohl es Rückschläge gibt, stellt die Autorin Rosie Leben absolut lebhaft und farbenfroh vor. Ich fand es super, dass Rosies Alltag so authentisch dargelegt wurde – Medikamente, Therapien, Ärzte, Krankenhäuser. Es wurde nichts ausgelassen und ich habe so manches Mal beim Lesen echt mitgelitten. Vielmehr interessieren sich die meisten von euch aber vermutlich für die Liebesgeschichte. Und diese ist der Wahnsinn! Es knistert an allen Ecken und Ende, ein Schlagabtausch folgt dem nächsten und schließlich wird es doch sehr gefühlvoll und emotional. Rosie und Dean sind füreinander geschaffen und es ist überwältigend mit anzusehen, wie die beiden letztlich für eine gemeinsame Zukunft kämpfen. Am Ende musste ich mich wirklich zusammenreißen, um nicht loszuheulen wie ein kleines Baby. Es sind Tränen geflossen, mein Herz ist in tausend Teile zersprungen und nach einem kurzen Moment der Trauer, hat die Autorin die Tränen getrocknet und mein Herz langsam wieder zusammengesetzt. Hut ab!

BEWERTUNG:
Emotional ist dieses Buch auf einer ganz anderen Schiene als der Vorgängerband. Twisted Love hat mir noch besser gefallen, mir mein Herz zertrümmert und es am Ende Stück für Stück wieder zusammengeklebt.

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16 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

Jonna, Oma und die Welt im Schuhkarton

Nikola Huppertz , Elli Bruder
Fester Einband: 160 Seiten
Erschienen bei Magellan, 17.07.2018
ISBN 9783734841163
Genre: Kinderbuch

Rezension:

INHALT:
Seit Tagen regnet es und Jonna kennt wenig, das blöder ist als dieses Regengrau. Höchstens, dass sie sich mit Tilmann verkracht hat, weil der vor den Jungs mal wieder mit Skateboardtricks angibt, die er gar nicht kann. Da passt es Jonna überhaupt nicht, dass sie das
Wochenende mit ihrer Oma verbringen soll. Mit der alten Hexe, wie ihre Eltern sie heimlich nennen, die einen komischen, raschelnden Schuhkarton mit sich herumträgt und überhaupt ziemlich seltsam ist. Und mindestens so mürrisch wie Jonna selbst. Na, das kann ja lustig werden. Wird es auch, aber ganz anders, als Jonna es sich vorgestellt hat, und viel bunter dazu!

Quelle: Magellan

BUCHINFOS:
Jonna, Oma und die Welt im Schuhkarton* | Autor: Nikola Huppertz | Seiten: 160 | Einband: Hardcover | Erschienen am: 17.07.2018 | ISBN: 978-3-7348-4116-3 | Preis (D): 13,00€ | Verlag: Magellan

COVER:
Das Cover zeigt Jonna und ihre Oma im Skatepark. Mit dabei: der heißgeliebte Schuhkarton von Oma Bärbel, gefüllt mit den wichtigsten Erinnerungen aus ihrem Leben. Das Cover ist farbenfroh gehalten, beschränkt sich bei der Farbwahl aber nicht auf eine Zielgruppe, sodass sowohl Jungs als auch Mädchen den Titel interessant finden dürften. Ich mag die Illustrationen und fand es schön, einige davon auch im Buch wiederzufinden.

MEINE MEINUNG:
Jonna hat sich mit ihrem besten Freund Tilmann verkracht. Dieser gibt nämlich liebend gerne mit irgendwelchen verrückten Skateboardtricks vor den anderen Jungs an. Da er die Tricks aber mehr schlecht als recht beherrscht, läuft er eher Gefahr sich zu verletzen, als cool dabei auszusehen. Ohne ihren besten Freund steht Jonna nun ein trostloses und verregnetes Wochenende bevor, das sie ausgerechnet mit ihrer Oma Bärbel verbringen soll, die von Jonnas Eltern heimlich immer nur “alte Hexe” genannt wird. Nicht nur Jonna weiß nicht, was sie von diesem Wochenende halten soll. Auch Oma Bärbel ist von ihrer mürrischen Enkelin nicht ganz so begeistert. Schnell merken die beiden allerdings, dass sie irgendwie doch auf einer Wellenlänge sind. Und so begeben sie sich in ein turbulentes Wochenende…

Jonnas Eltern sind ja echte Schlitzohren. Sie lassen Jonna denken, dass diese das Wochenende auf Oma Bärbel aufpassen soll und umgekehrt. Doch Jonna und ihre Oma kommen den beiden auf die Schliche. Oma Bärbel ist keine alte Hexe. Zwar steht sie ein bisschen auf Hokuspokus, Kräuter, Räucherstäbchen und ähnliches, aber ansonsten ist sie schwer in Ordnung. Sie hilft Jonna bei ihrem Problem mit Tilmann, macht trotz ihrer Hüftprobleme im Skatepark eine gute Figur und schleicht sich so mehr und mehr in Jonnas Herz. Jonna ist Einzelkind und wenn sie Tilmann nicht hat, fühlt sie sich schnell alleine. Ich mochte Jonna aber wirklich gerne, denn die Freundschaft zwischen ihr und Tilmann zeigt wunderbar, worauf es bei echten Freunden ankommt.

Mir hat die Idee des Buches sehr gefallen, da sie so authentisch war. Krach mit den besten Freunden, ein Umzug ins Seniorenheim und das Verarbeiten der Kindheit sind zentrale Themen, die unterschiedliche Figuren in dem Buch betreffen und damit eine ganze Bandbreite an Möglichkeiten liefern. Dabei ist die Geschichte aber total lustig und unterhaltsam und es macht wirklich Spaß, dem Geschehen zu folgen. Besonders interessant war auch die Entwicklung der Beziehung zwischen Jonna und ihrer Oma, die sich eigentlich kaum kennen, sich dennoch aber ähnlicher sind als gedacht. Letztlich ist mir das Herz aufgegangen, als Jonna und ihre Oma am Ende des Wochenendes ein Herz und eine Seele sind.

BEWERTUNG:
Tolles Buch, schöne Message und gelungene Entwicklung der Figuren. Dabei unterhaltsam, witzig, spaßig und erfrischend.

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25 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 8 Rezensionen

Das Mädchen, das im Buchladen gefunden wurde

Sylvia Bishop , Sigrid Ruschmeier , Mila Marquis
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei FISCHER KJB, 22.08.2018
ISBN 9783737341318
Genre: Kinderbuch

Rezension:

INHALT:
Ein warmherziges Familienabenteuer in der magischen Welt der Bücher

Property ist ein ganz besonderes Mädchen: Sie lebt in einem Buchladen. Als Kind wurde sie dort bei den Fundsachen entdeckt, und so wächst sie mitten unter Büchern bei Ladenbesitzerin Netty und deren Sohn Michael auf.

Eines Tages gewinnt die Familie den tollsten Buchladen der Welt, Montgomerys Bücherparadies. Doch der Laden birgt ein Geheimnis, und nur Property kann der Sache auf die Spur kommen – denn niemand kennt sich so gut mit Büchern aus wie sie. Mit dem grummeligen Kater Gunther auf der Schulter (und manchmal auf dem Kopf) stürzt sie sich in ein turbulentes Abenteuer …

Phantasievoll, liebenswert, lustig, spannend – ein Buchabenteuer für alle, die am liebsten im Lesesessel versinken oder heimlich unter der Bettdecke schmökern.

Quelle: Fischer Verlage

BUCHINFOS:
Das Mädchen, das im Buchladen gefunden wurde* | Autor: Sylvia Bishop | Seiten: 192 | Einband: gebunden | Erschienen am: 22.08.2018 | ISBN: 978-3-7373-4131-8 | Preis (D): 13,00€ | Verlag: KJB

COVER:
Dieses Buchcover spricht mich als Bücherfuchs natürlich direkt an. Ich mag die Art der Illustration sehr, aber auch das Motiv ist natürlich einfach klasse. Ein gemütlicher Lesesessel, eine süße Katze und jede Menge Bücher! Innen im Buch setzt sich die Gestaltung fort und ich finde, man sieht hier echt die Liebe zum Detail.

MEINE MEINUNG:
Mit fünf Jahren wird Property einfach im Buchladen von Michael Miller und seiner Mutter Netty vergessen. Wie er es gelernt hat, packt Michael sie daraufhin in den Schrank mit den Fundsachen, wo Netty sie wenig später findet. Da niemand Property zu vermissen scheint, bleibt sie bei Netty, Michael und den Büchern. Sie wächst im Buchladen auf und hütet nebenbei ein großes Geheimnis. Eines Tages sieht es finanziell nicht ganz so gut für Nettys Buchladen aus. Deshalb beschließen die drei an einem Gewinnspiel teilzunehmen. Zu gewinnen gibt es die größte Buchhandlung Londons – mit allem Drum und Dran. Als Netty, Michael und Property dann wirklich gewinnen, sind alle völlig aus dem Häuschen. Doch Property merkt schnell: irgendetwas stimmt hier nicht. Nicht nur sie selbst, auch der tollste Buchladen Londons birgt ein großes Geheimnis und nur sie scheint dieses Lüften zu können. Gemeinsam mit dem eigensinnigen Buchhandlungskater Gunther macht Property sich auf die Suche und gerät in ein turbulentes Abenteuer der Extraklasse.

Zuerst einmal hatte mich die Inhaltsbeschreibung auf das Buch aufmerksam gemacht. Wie kann man denn bitte ein Kind vergessen und es dann nicht vermissen? Aber dann dachte ich mir: Hey! In einem Buchladen aufwachsen, dort leben und schlafen – wie cool ist das denn? Und so war ich von der ersten Seite an von Propertys Geschichte gefangen. Der kleine Buchladen der Millers ist absolut urig und gemütlich, aber das Bücherparadies in London lockt natürlich jedes Bücherherz an. So auch die Millers.

Ich habe die Autorin für die Kreativität ihres Settings geliebt, denn das Bücherparadies ist nicht einfach nur ein gigantischer Laden. Vielmehr gibt es für jedes Genre einen eigenen Raum, der entsprechend der Thematik eingerichtet ist. Wahnsinn, oder? Da würde man doch gerne mal schmökern gehen. Die Kreativität der Autorin geht aber noch weit über das tolle Setting hinaus. So ist auch die Geschichte an sich von Anfang an spannend. Nachdem man sich mit Propertys Vergangenheit abgefunden hat, gilt es, ihr Geheimnis zu lüften. Und dann taucht plötzlich dieser mysteriöse Mann im Bücherparadies auf und verlangt einen ganzen Batzen Geld. Die Geschichte springt von einem spannenden Punkt zum nächsten und hat mich als Leser somit unheimlich toll gefesselt. Der Schreibstil hat dazu sein übriges beigetragen, denn als Leser wird man mehrfach direkt angesprochen und hat demnach noch mehr das Gefühl, Teil der Geschichte zu sein.

Anfangs wirkt alles noch etwas komisch und leicht verrückt. Man muss sich aber einfach auf das Buch, die Figuren, die Idee und den Schreibstil einlassen, denn dahinter verbirgt sich eine ganz tolle und vor allem fantasievolle Geschichte. Das Buch ist für Leser ab 8 Jahren geeignet und stellenweise wirklich schön illustriert. Ich hatte viel Spaß mit dem Mädchen, das ich Buchladen vergessen wurde und durfte mir mal wieder in Erinnerung rufen, wie toll doch die Welt der Bücher ist.

BEWERTUNG:
Ein packendes Abenteuer in einem Bücherparadies, das jedes Bücherherz höher schlagen lässt, tolle Figuren und ein atemberaubendes Setting. Was will man mehr? Das Mädchen, das im Buchladen gefunden wurde ist ein schönes, fantasievolles Buch, das mich sehr unterhalten hat.

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Käferkrawall

M.G. Leonard , Britt Somann-Jung
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 30.04.2018
ISBN 9783551521040
Genre: Kinderbuch

Rezension:

INHALT:
Dass Lucretia Cutter gemein und gefährlich ist, war Darkus eigentlich von Anfang an klar. Sonst hätte sie ja weder seinen Vater entführt noch Käfer genmanipuliert. Aber dass sie wirklich so durchgeknallt ist, konnte niemand ahnen. In ihrem Geheimlabor inmitten des Amazonas züchtet sie Killerinsekten und experimentiert mit ihrer eigenen Tochter als Versuchsobjekt! Das können Darkus und seine Freunde auf keinen Fall zulassen. Denn wenn diese Horde von Frankensteinkäfern jemals freigelassen wird, ist die Welt verloren.

Quelle: Carlsen

BUCHINFOS:
Käferkrawall* | Autor: M.G: Leonard | Serie: Die Käfer-Saga #3 | Seiten: 320 | Einband: Hardcover | Erschienen am: 30.04.2018 | ISBN: 978-3-551-52104-0 | Preis (D): 14,99€ | Verlag: Chicken House | Hier erhältlich**

COVER:
Das Buchcover des finalen Teils der Käfer-Sage zeigt die drei Protagonisten Bertolt, Darkus und Virginia. Kampflustig blicken sie dem Leser entgegen und zeigen damit gleich, worum es in diesem Buch geht: Lucretia Cutter das Handwerk legen.

MEINE MEINUNG:
Das große Krabbeln geht weiter! Können Bertolt, Virginia und Darkus die fiese Lucretia aufhalten?

Nach dem fiesen Cliffhanger aus Band 2 geht es in Käferkrawall erst einmal recht ruhig daher. Die drei Kinder und Onkel Max planen nämlich in allen Einzelheiten, wie sie Darkus’ Dad retten und Lucretia das Handwerk legen können. Doch das ist gar nicht so einfach. Erst einmal muss das geheime Versteck der Käfer-Queen aufgespürt und beobachtet werden und dann sind da ja noch die ganzen Käfer, die kurz davor sind die Weltherrschaft an sich zu reißen… Doch das wohl größte Problem ist, dass ihnen keiner glaubt. Lucretia hat es erfolgreich geschafft, sich als Bösewicht aus der Affäre zu ziehen und die Kinder müssen nun mehr denn je auf die Hilfe der Basislagerkäfer bauen.

Käferkrawall ist leider schon der letzte Band dieser unheimlich gelungenen Buchreihe. Die Käferchen sind mir sehr ans Herz gewachsen und ich habe dieses letzte Buch in vollen Zügen genossen. Nach dem eher ruhigen Start in die Geschichte geht es doch action- und vor allem temporeich daher. Lucretia das Handwerk zu legen ist gar nicht so leicht und so scheint der finale Teil sogar ein wenig brutaler als seine Vorgänger. Nicht nur Lucretia, auch die drei Retter und Onkel Max müssen sich darüber im Klaren sein, gegebenenfalls auch handgreiflich zu werden. Schließlich schrecken die manipulierten Käfer der Käfer-Queen auch vor nichts zurück. Das spannende Szenario spielt sich vor einem wunderschönen Setting ab. Tief im Dschungel verborgen befindet sich nämlich das Geheimquartier und das ist eine echte Wucht. Lucretia hat echt alles gegeben und fährt mit Laboren und Zuchtstationen auf, wie sie noch niemand gesehen hat. Mir hat der Ideenreichtum der Autorin wieder unheimlich gut gefallen. Ich liebe ihre Kreativität und wenn ich mir das Geheimquartier bildlich vorstelle, dann wäre ich gerne selbst einmal dort gewesen. Die detaillierten Beschreibungen haben auch dazu geführt, dass ich mich vollkommen in die Geschichte integriert gefühlt habe. Und ich kann euch sagen: man war das spannend!

Nicht nur die Story an sich hat mich wieder vollkommen mitgerissen. Auch die Charaktere haben mich erneut fasziniert – und damit meine ich nicht nur die Käfer. Bertolt, Virginia und Darkus sind absolut klasse und lernen auch in diesem Buch wieder über sich hinauszuwachsen. Aber auch die Freundschaft, der Zusammenhalt und besonders das Vertrauen in seine Freunde steht sehr im Vordergrund und wird von der Autorin spielend leicht vermittelt. Die Geschichte an sich schreitet rasch voran und man kann das Buch eigentlich kaum aus der Hand legen, weil man so mittendrin und dabei ist, dass man Angst hat, etwas zu verpassen. Etwas düster und unheimlich ist es natürlich auch an der einen oder anderen Stelle und wäre das nicht so, dann hätte ich definitiv etwas vermisst. Der große Showdown konnte mich übrigens voll überzeugen und das ist etwas, was ich auch schon anders erlebt habe. Hier aber hat das große Finale vollends meinen Vorstellungen entsprochen und mich nahezu umgehauen. Ich möchte auch eigentlich gar nicht verraten was passiert oder wie die Geschichte ausgegangen ist, denn das solltet ihr schon selber lesen. Aber ich kann euch so viel verraten: ihr werdet definitiv nicht enttäuscht werden!

BEWERTUNG:
Käferkrawall hat alle meine Erwartungen erfüllt und die Buchreihe mit Action und Krawall zu einem würdigen Abschluss gebracht.

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92 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 66 Rezensionen

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Scarlett

Laurel Remington , Britt Somann-Jung
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 25.07.2018
ISBN 9783551520968
Genre: Kinderbuch

Rezension:

INHALT:
Scarlett ist der unfreiwillige Star auf dem erfolgreichen Blog ihrer Mutter und sie hasst es. Jetzt kennt jeder ihre peinlichsten Erlebnisse und sie fühlt sich einsamer als je zuvor. Doch dann entdeckt sie in der Küche der alten Rosemary ein handgeschriebenes Kochbuch. Scarlett muss einfach ein Rezept ausprobieren. Und während sie heimlich kocht und backt, Zutaten mischt und Köstlichkeiten kreiert, wird alles ein bisschen besser. Scarlett findet Freundinnen, sie gründet einen geheimen Kochklub und sogar ihre Mum ist nicht mehr ganz so schlimm. Als würde das gemeinsame Essen etwas Unglaubliches bewirken: das Beste und Schönste in den Menschen hervorzubringen. Ob das an der geheimen Zutat liegt?

Ein Buch, das einfach glücklich macht!

Quelle: Carlsen

BUCHINFOS:
Scarlett – Ein Löffelchen Geheimnis und der Duft von Magie* | Autor: Laurel Remington | Seiten: 256 | Einband: Hardcover | Erschienen am: 25.07.2018 | ISBN: 978-3-551-52096-8 | Preis (D): 15,00€ | Verlag: Chicken House | Hier kaufen**

COVER:
Das Buchcover ist komplett in rot gehalten und sprüht nur so vor Details. Der Kessel auf dem Cover scheint zu explodieren und damit einige Hinweise auf den Inhalt der Geschichte zu liefern. Ich finde die Idee mit dem Kessel wunderbar gelungen und weiß gar nicht, wo ich bei dem Buch als erstes hinsehen soll. Für meinen Geschmack ist mir aber die rote Farbgebung etwas zu viel und ich hätte mir ein paar mehr Kontraste gewünscht.

MEINE MEINUNG:
Scarlett hasst das Bloggerdasein ihrer Mutter. Diese postet nämlich munter aus dem Alltag ihrer Tochter und erzählt lauter peinliche und private Dinge, die Scarlett so nie preisgegeben hätte. Schlimm ist nur, dass ihre Mum gar nicht merkt, wie sehr sie Scarlett damit in Schwierigkeiten bringt. Während ihre Mutter glaubt, dass niemand weiß wer hinter dem Blog und den Geschichten steckt, hat Scarlett mittlerweile keine Freunde und keine Hobbys mehr. Sie schämt sich in Grund und Boden und sieht jeder neuen Beitragsveröffentlichung mit Bauchschmerzen entgegen. Den Followern ihrer Mutter gefällt der Content, doch Scarlett traut sich schon fast nicht mehr in die Schule. Scarletts Mutter rennt mit Scheuklappen vor den Augen durch die Welt und so bekommt sie natürlich auch nicht mit, dass ihre alte Nachbarin Mrs Simpson mit dem Krankenwagen abgeholt wird. Scarlett macht es sich zur Aufgabe die Katze der Nachbarin zu füttern und stößt dabei auf die wunderschöne und toll ausgestattete Küche von Mrs Simpson. Besonders ein altes handgeschriebenes Rezeptbuch zieht Scarlett in seinen Bann und sie beginnt heimlich in Mrs Simpsons Küche das Kochen und Backen zu üben. In ihrer neuen Aufgabe geht sie völlig auf, findet plötzlich Freundinnen und gründet sogar einen geheimen Kochklub.

Dieses Buch war so völlig anders, als ich es erwartet habe. Ich hatte mit Magie und verzauberten Zutaten gerechnet, dabei geht es in dieser Geschichte um so viel mehr und um eine geheime Zutat, die wohl jeder von uns irgendwo tief in sich drin trägt.

Ein Buch, das einfach glücklich macht! heißt es auf der Verlagsseite. Und das kann ich so definitiv unterschreiben. Zwar ist es für Scarlett ein langer und steiniger Weg, aber letztlich sind alle, und ganz besonders Scarlett, glücklich und zufrieden.

Scarlett war eine wunderbare Protagonistin und ich habe so mit ihr gelitten. Ihre Mutter fand ich dagegen ganz fürchterlich und ich konnte ihre eingeschränkte Sicht absolut nicht verstehen. Sie sorgt sich nur mäßig um ihre Töchter, der Blog steht um Vordergrund und sie merkt überhaupt nicht, was sie Scarlett mit ihren Beiträgen antut. Am schlimmsten ist allerdings, dass sie sich bei Scarlett beschwert und ihr unterstellt nicht tolerant genug zu sein. Scarlett zieht sich daher von allen sozialen Kontakten zurück, um sich für ihre Mutter so uninteressant wie möglich zu machen. Dabei ist Scarlett absolut liebenswert, witzig und setzt sich für andere ein. Sie hat ein gutes Herz, kann ganz wunderbar backen und hätte eigentlich alles Glück der Welt verdient. Umso schöner ist es, das Scarlett und Violet zueinander finden. Violet ist neu an der Schule und freundet sich früher oder später mit Scarlett an. Zusammen bilden sie die Gründungsmitglieder des geheimen Kochklubs, denn auch Violet hat mit persönlichen Belangen zu kämpfen. Meine liebste Figur ist und bleibt aber die alte, klapprige Mrs Simpson. Sie hat sich vom ersten Moment an in mein Herz geschlichen und ist einfach nicht mehr gegangen. Warum ich Mrs Simpson so sehr mochte, solltet ihr aber selber nachlesen.

Auf der ersten Blick wirkt es jetzt ein wenig so, als wäre das Buch traurig und von privaten Schicksalsschlägen durchzogen. Doch dies ist absolut nicht der Fall. Die Story ist lustig, liebevoll und herzerweichend. Es ist so schön zu sehen, wie nicht nur die Mädchen, sondern auch Mrs Simpson durch das Backen und Kochen aufblühen. Die Kapitel sind recht kurz gehalten und der Schreibstil ist flüssig und locker-leicht, sodass die Seiten nur so dahinfliegen. Es ist mir unheimlich schwer gefallen das Buch aus der Hand zu legen, dabei ist die Geschichte nicht einmal wirklich spannend. Es war eher die Tiefe und die “geheime Zutat” die mich gefesselt haben, ebenso wie die Sache mit dem geheimen Kochklub, der mir zumindest große Lust aufs Kochen und Backen gemacht hat. Ich fand es übrigens super, dass zumindest das begehrteste Rezept zum Nachbacken im Buch zu finden war. Das werde ich auf jeden Fall mal ausprobieren, denn mir ist schon beim Lesen das Wasser im Mund zusammengelaufen.

Für dieses Buch kann und möchte ich eine absolute Leseempfehlung aussprechen. Und auch wenn ich aus Spoilergründen nicht so sehr auf den Inhalt eingehen konnte, kann ich euch sagen, dass das Buch noch viel mehr als einen Kochklub und eine “geheime Zutat” beinhaltet. Es geht natürlich auch um Freundschaft, Verständnis und Selbstbewusstsein. Alles verpackt die Autorin spielend leicht mit so viel Tiefe, dass ich zugleich viel Freude an dem Buch hatte, aber auch sehr berührt von der Geschichte und den Charakteren war.

BEWERTUNG:
Geheime Zutaten, ein Kochklub und eine Küche die stets gefüllt ist, obwohl niemand da ist – Klingt ziemlich spannend, oder? Ist es auch. Anders als erwartet kann das Buch zugleich mit Witz, Charme und Tiefe punkten. Ein absolutes Herzensbuch. Lest es!

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Die wilden Hühner

Cornelia Funke , Florentine Prechtel
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Dressler, 23.07.2018
ISBN 9783791500805
Genre: Kinderbuch

Rezension:

INHALT:
Deutschlands beliebteste Mädchen-Bande jetzt neu illustriert.

„Abenteuer kann man doch nicht planen wie Ballett oder so was. Die warten um die Ecke und zack!, plötzlich sind sie da!“, erklärt Sprotte ihren Freundinnen. Stimmt! Denn kaum haben die Mädchen ihre Bande gegründet, können sie sich vor Abenteuern kaum noch retten. Bis heute sind die Wilden Hühner die beliebteste Mädchenbande Deutschlands, mit Erkennungsmerkmal, Bandenschwur und natürlich: der feindlichen Jungsbande, den „Pygmäen“. Über 3 Millionen verkaufte Exemplare der Reihe.

Quelle: Oetinger

BUCHINFOS:
Die wilden Hühner* | Autor: Cornelia Funke | Serie: Die wilden Hühner #1 | Seiten: 192 | Einband: gebunden | Erschienen am: 23.07.2018 | ISBN: 978-3-7915-0080-5 | Preis (D): 15,00€ | Verlag: Dressler



MEINE MEINUNG:
Die wilden Hühner von Cornelia Funke ist mittlerweile wohl ein absoluter Klassiker und zeichnet die Buchreihe mit über 3 Millionen verkauften Exemplaren als beliebteste Mädchenbande aller Zeiten aus. Zum 25 jährigen Jubiläum erscheinen alle Bücher der Reihe noch einmal mit neuen Illustrationen auf dem Buchmarkt. Band 1 ist erstmals 1993 erschienen und nun als Neuauflage mit Illustrationen von Florentine Prechtel erhältlich.

Inhaltlich geht es bei den wilden Hühnern um ganz normale, alltägliche Dinge, die jedem Mädchen passierten könnten. Daher wirken die Geschichten auch sehr ansprechend und realistisch. Protagonistin Sprotte und ihre Freundin Frieda gründen in Band 1 zusammen mit Melanie und Trude die Mädchenbande Die wilden Hühner, die trotz ausdrücklichen Verbotes ihr Hauptquartier auf dem Hof von Sprottes Oma hat. Gemeinsam wollen sie Abenteuer erleben und sich der Jungsbande Die Pygmäen stellen. Während Melanie am Anfang noch nicht so genau weiß, was sie von dieser ganzen Bandensache halten soll, ist sich Sprotte sicher, dass es doch nichts besseres und spannenderes gibt. Und ehe sich die Mädchen versehen wartet das erste Abenteuer auf die vier. Sprottes griesgrämige Großmutter, Oma Slättberg, ist vereist und hinterlässt ihr außer einer endlosen Liste an Aufgabe auch einen Schlüssel, der das Interesse der Mädchen weckt. Hat Oma Slättberg etwa einen geheimen Schatz versteckt? Doch nicht nur die Mädchen machen sich auf die Suche. Auch Die Pygmäen haben Wind von der Sache bekommen und setzen alle Hebel in Bewegung, um das Geheimnis vor den Mädchen zu lüften.

Ich denke, dass ich zu so einem bekannten Buch eigentlich gar nicht viel zu sagen brauche, oder? Nicht ohne Grund sind Die wilden Hühner so bekannt und sogar verfilmt worden. Cornelia Funkes Schreibstil ist altersentsprechend und mitreißend. Mir hat die Geschichte natürlich gut gefallen und ich mochte das Zusammenspiel der Figuren sehr. Alles wirkte sehr alltäglich, natürlich und authentisch und selbst als Erwachsener konnte ich mich super in die Handlung hinversetzen. Die neuen Illustrationen gefallen mir persönlich sehr gut. Auch wenn gleich auffällt, dass das Buch doch mädchenhafter wirkt als früher. So ist das Cover hier in milden Pink- und Lilatönen gehalten und daher gleich auf die Zielgruppe Mädchen gepolt. Dabei finde ich, dass die Bücher sicher auch witzig und unterhaltsam für Jungs sein könnten. Besonders toll ist auch, dass zu Beginn erst einmal alle Charaktere (inkl. Bild) vorgestellt werden und man sich so einen guten Überblick über die Figuren schaffen kann.

Ich bin mir sicher, dass diese Neuauflage mit ihren schönen Illustrationen den Geist der heutigen Zeit trifft und das eine Überholung des Erscheinungsbildes dazu beiträgt, das Buch auch einer neuen Generation schmackhaft zu machen. Von mir bekommt das Buch selbstverständlich eine absolute Leseempfehlung und ich hoffe, dass das Buch im neuen Kleid viele neue junge Leser begeistern wird.

BEWERTUNG:
Ein Klassiker im neuen Kleid – Dieses Buch ist definitiv eine Leseempfehlung für junge Leser. Die neuen Illustrationen treffen den Geist der Zeit und werden sicher dafür sorgen, auch eine weitere Generation für die Geschichten der wilden Hühner zu begeistern.

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79 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 64 Rezensionen

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Mein Leben im Hotel Royal - Warum mein Dackel mehr Follower hat als ich

Katy Birchall , Bettina Spangler
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Egmont Schneiderbuch, 02.08.2018
ISBN 9783505141102
Genre: Jugendbuch

Rezension:

INHALT:
DER neue Feel-Good-Roman für junge Mädchen ab 12 Jahren!

Seit Generationen ist das “Royal” – eines der angesehensten Hotels in London – im Besitz von Flick Royals Familie. Nicht, dass sich Flick besonders dafür interessieren würde. Was sie WIRKLICH interessiert, ist die Followerzahl ihres Dackels Fritz. Doch dann ändert sich Flicks Leben schlagartig: Sie freundet sich mit der Sängerin Skylar Chase an und gleichzeitig steht ihre Teilnahme am berühmten Weihnachtsball auf dem Spiel – wegen Hausarrest! Flick muss ihrer Mutter schleunigst beweisen, dass sie Verantwortung übernehmen kann … doch gleichzeitig lockt sie das Promileben an Skylars Seite. Und dann sind da auch noch die Jungs! Denn es gibt gleich drei, die ihr den Kopf verdrehen!

Flick Royal erobert die Herzen der Leser im Sturm – und tritt dabei in einige Fettnäpfchen!

Quelle: Schneiderbuch

BUCHINFOS:
Mein Leben im Hotel Royal – Warum mein Dackel mehr Follower hat als ich* | Autor: Katy Birchall | Serie: Mein Leben im Hotel Royal #1 | Seiten: 320 | Einband: Klappenbroschur | Erschienen am: 02.08.2018 | ISBN: 978-3-505-14110-2 | Preis (D): 14,00€ | Verlag: Egmont Schneiderbuch

COVER:
Das Cover verspricht eine absolute Mädchen-Teenie-Story und passt perfekt zum Inhalt. Die Bilder von Dackel Fritz greifen die Follower-Thematik auf und die goldenen Highlights lassen die Gestaltung edel und royal wirken. Mir gefällt das Cover gut. Es ist modern und altersentsprechend.

MEINE MEINUNG:
Durch eine Verlagsanfrage hat das Buch seinen Weg zu mir gefunden – bei diesem Klappentext und dem schönen Cover konnte ich auch einfach nicht widerstehen. Wer liest denn nicht auch gerne mal eine schöne, vielleicht schon klischeebehaftete Teenie-Geschichte?

In diesem Buch geht es um die 14-jährige Flick, die im wohl besten Hotel ganz Londons wohnt. Ja richtig! Sie wohnt dort. Das Hotel gehört ihrer Mutter, hat einen super Ruf und die Promis gehen dort ein und aus. Nur leider ist Flick das alles eigentlich so ziemlich egal und aufgrund ihrer Gleichgültigkeit gerät sie ständig in Schwierigkeiten. Für sie ist es nur wichtig jeden Tag um Punkt 17:30 Uhr ein Foto von ihrem Dackel Fritz auf Instagram zu posten, um seine tausenden Fans auf dem Laufenden zu halten. Als dann plötzlich Flicks Selfie-Stick weg ist, katapultiert sie sich mal wieder so sehr ins Aus, dass ihre Mutter ihr Hausarrest verpasst. Das wäre nicht so schlimm, wenn Flick nicht zufällig im Hotel über das Popsternchen Skylar gestolpert wäre, mit der sie sich anfreundet. Skylars Luxusleben, Fritz’ Starpotential und gleich drei Jungs auf einmal bringen Flicks Alltag ganz schön ins schwanken. Nach einer erneuten Eskalation ist Flick nun auch der Besuch des spektakulären Winterballs verboten und sie sieht ein, dass sie ihrer Mutter beweisen muss, wie verlässlich sie ist.

Flick ist mit ihren 14 Jahren ein typischer Teenager. Launisch, unbeholfen und tollpatschig. Manches Mal habe ich gedacht: das macht sie doch jetzt nicht wirklich, oder? Bis mir wieder einfiel, wie alt Flick eigentlich ist und das es in dem Alter total üblich ist, das Gegenteil von dem zu tun, was die Mutter einem eben auftragen hat. So entstehen natürlich die ulkigsten und teilweise blödesten Situationen und bis zu einem gewissen Grad war das auch absolut unterhaltsam. Ich denke mal, dass genau das in der entsprechenden Altersklasse super ankommt. Mir persönlich war es auf Dauer ein klein wenig zu viel. Da hätte ich doch lieber mehr über den Dackel Fritz erfahren, denn durch die Inhaltsangabe und den Titel vermutet man hinter dieser Buchfigur nämlich einen echten Star. Umso enttäuschter war ich, dass Fritz eigentlich nur eine winzige Nebenrolle spielt und das der Untertitel Warum mein Dackel mehr Follower hat als ich im Buch überhaupt aufgegriffen und angesprochen wird. Natürlich wird auf Fritz und seine bunten Pullover eingegangen, aber ich hatte mir definitiv mehr davon versprochen.

Dafür tun sich recht schnell einige Nebencharaktere auf, die mich in ihren Bann gezogen haben. So mochte ich Flicks Schulfreundinnen leider nicht so gerne, dafür das Popsternchen Skylar aber umso mehr. Auch Cal, der Sohn eines Hotelangestellten, war mir sehr sympathisch und ich fand es echt toll, dass gerade er später mehr in den Vordergrund rückt. Doch es sind noch zwei weitere Jungs im Spiel. Ethan, ein Youtube-Star und Olly, der Bruder von Flicks Freundin Grace. Die ganzen Jungs haben mich ehrlich gesagt etwas verwirrt. Denn auch wenn es keine wirkliche Liebesgeschichte in diesem Buch gibt, sprühen doch irgendwie kleine Funken und ich war mich nicht sicher, wie ich das alles einordnen soll.

Mein Leben im Hotel Royal hat mich gut unterhalten. Die Story ist schön locker-leicht, der Schreibstil modern und für die Zielgruppe geeignet. Dass es keine richtige Liebesgeschichte gab, hat überhaupt nicht gestört. Im Gegenteil! Ich finde sogar, dass dies nicht wirklich zur witzigen und unbeholfenen Handlung gepasst hätte. Toll war auch die Moral von der Geschichte, denn obwohl das Buch super unterhaltsam und witzig ist, gibt es den jungen Lesern doch etwas mit auf den Weg.

BEWERTUNG:
Dieses Buch ist einer schöner und locker-leichter Teenie-Roman – perfekt zum einfach weglesen.

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27 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

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Die Pferde von Eldenau - Mähnen im Wind

Theresa Czerny
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Magellan, 17.07.2018
ISBN 9783734850387
Genre: Jugendbuch

Rezension:

INHALT:
Reiten – das ist für Frida Vertrauen, Freude und Freiheit. Deshalb hält sie Jannis für einen eingebildeten Turnierreiter, bemerkt allerdings auch, wie sehr er seine Stute Dari liebt. Jannis sieht in Frida vor allem das unbedarfte Ponymädchen, das aber irgendwie einen echten Draht zu Pferden hat. Vielleicht könnte Frida ihm sogar bei Dari helfen, die zwar ein talentiertes Springpferd ist, aber immer wieder nervös wird. Das muss an Jannis’ Ehrgeiz liegen, glaubt Frida, und will Dari und ihn mit einem Gelassenheitstraining unterstützen. Zunächst scheint das auch zu funktionieren, doch dann wird Dari immer unberechenbarer. Jannis ist verunsichert. Sind Fridas Methoden etwa schuld? Doch Frida ist davon überzeugt, dass das Ganze nicht mit rechten Dingen zugeht. Können sie Dari helfen?

Quelle: Magellan

BUCHINFOS:
Die Pferde von Eldenau – Mähnen im Wind* | Autor: Theresa Cherny | Serie: Die Pferde von Eldenau #1| Seiten: 304 | Einband: Hardcover | Erschienen am: 17.07.2018 | ISBN: 978-3-7348-5038-7 | Preis (D): 15,00€ | Verlag: Magellan

COVER:
Das Cover gefällt mir unheimlich gut. Ich finde es super, dass es nicht in diesen typischen Mädchenfarben gehalten ist, sondern mit dem Beige und Blau recht ruhig daher kommt. Weiterhin gefällt mir die Schriftart und das kleine Pferdesymbol neben dem Buchtitel ebenso gut, wie das Motiv an sich. Zwei Pferde am Strand, spritzendes Wasser – perfekt!

MEINE MEINUNG:
Als Kind habe ich Pferdebücher geliebt. Ich bin nicht nur selbst geritten, sondern habe Bücher und Zeitungen über und um Pferde rauf- und runtergelesen. Daher war ich sofort Feuer und Flamme, als mir dieses Buch auf der Leipziger Buchmesse vorgestellt wurde.

Frida lebt mit ihrer Familie auf einem Gut und mag nichts lieber, als mit ihrem Pferd Liv am Strand durch die Wellen zu preschen. Flatternde Mähnen im Wind und spritzendes Meerwasser- was gibt es schöneres? Daher kann Frida auch absolut nicht verstehen, warum ihr neuer Nachbar Jannis nur trainiert und mit seinem Pferd ständig auf Turniere geht. Schon als Jannis mit seiner Mutter auf dem Carlshof einzieht, rasseln er und Frida ordentlich aneinander. Frida findet Jannis einfach nur eingebildet und überheblich, während Jannis nicht verstehen kann, dass Frida nichts aus ihren “Reitkünsten” macht. Als sich dann aber ausgerechnet Jannis Top-Springpferd Dari komisch verhält, muss er über seinen Schatten springen und Frida um Hilfe bitten. Diese kennt sich doch besser aus, als Jannis zugeben mag und scheint ein Gespür für die Probleme der Tiere zu haben. Doch kann Frida etwas ausrichten und die plötzlich scheue Dari wieder auf die richtige Bahn lenken?

Anfangs dachte ich, es würde sich bei diesem Buch um eine 0815-Pferde-Liebesgeschichte handeln. Doch ich wurde schnell eines Besseren belehrt, als Jannis nicht Frida, sondern einem anderen Mädchen schöne Augen macht. Weiterhin haben sich die beiden Streithähne ständig in den Haaren gehabt und mich damit bestens unterhalten. Doch richtig spannend wird es erst, als Dari trotz Fridas Gelassenheitstraining immer scheuer wird. Im ersten Moment dachte ich noch, dass Frida vielleicht etwas falsch gemacht hat. Schnell nimmt die Geschichte aber eine andere Wendung, sodass sich das letzte Drittel schon fast wie ein kleiner Krimi lesen lies. Mir hat das wirklich gut gefallen, da sich das Buch damit eben von den typischen 0815-Geschichten abgrenzt. Die Zankereien zwischen Frida und Jannis sind sehr unterhaltsam, aber auch total realistisch und ich fand es echt super, dass es keine Liebesgeschichte gab, die zum zentralen Thema geworden ist.

Das Setting des Buches hat mir unwahrscheinlich gut gefallen. Ich liebe das Meer! Doch nicht nur das Meer hat mich hier gereizt. Ich mochte auch die tollen detaillierten Beschreibungen zum Gut, zum Carlshof und der Umgebung, die es mir möglich gemacht haben, mir ein idyllisches kleines Dorf an der Ostsee vorzustellen. Das Sahnehäubchen ist aber definitiv der tolle, lockere Schreibstil. Die Geschichte, abwechselnd geschrieben aus der Sicht von Frida und Jannis, hat eine Stimmung verströmt, als wäre man selbst mittendrin – auf dem Rücken der Pferde.

Die Charaktere waren schön ausgearbeitet, ich konnte mich gut in sie hineinversetzen und hatte Spaß daran, ihre Geschichte zu verfolgen. Insgesamt wirkten alle Figuren für ihr Alter recht reif und mir ist es manchmal schwer gefallen zu glauben, dass Frida und Jannis gerade einmal 13 Jahre alt sind. Während Jannis sehr von sich und seinem Talent als Springreiter überzeugt ist, ist Frida eher ein kleiner Sturkopf. Doch tief im Inneren, hat Frida ein absolut feines Gespür für das Wohl der Pferde. Ich muss sagen, dass mir die Bindung zwischen Frida und den Pferden eine Gänsehaut verpasst hat. Die Autorin hat diese Momente und Emotionen so toll beschrieben, dass es absolut greifbar für mich als Leser war. Letztlich hat nicht nur Frida hat mich bewegt, auch Jannis hat mich mit seiner Entwicklung umgehauen.

Nichtsdestotrotz gab es gerade zum Ende hin einige Szenen, die mich tief getroffen haben und über die ich auch noch Tage später nachgedacht habe. Ich finde es immer gut wenn ein Buch unterhaltsam ist, aber dennoch genug Tiefgang hat, dass man sich mit den Geschehnissen beschäftigen möchten. In Die Pferde von Eldenau geht es um Mut, Vertrauen, Respekt, Freundschaft und Liebe. Letztlich endet das Buch aber doch mit einem schönen und hoffnungsvollen Finale und macht gleich Lust auf mehr. Da es eine Fortsetzung geben wird, freue ich mich schon jetzt tierisch darauf.

BEWERTUNG:
Die Pferde von Eldenau hat mich schlicht umgehauen. Tolles Setting, super Atmosphäre und total viel Gefühl. Ein rundum gelungenes Buch über Freundschaft und Vertrauen, das jeder Pferde-Fan gelesen haben sollte.

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443 Bibliotheken, 13 Leser, 1 Gruppe, 53 Rezensionen

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Sturmtochter - Für immer verboten

Bianca Iosivoni
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 12.06.2018
ISBN 9783473585311
Genre: Jugendbuch

Rezension:

INHALT:
Seit jeher herrschen fünf mächtige Clans, die die Elemente beeinflussen können, über Schottland. Von alledem ahnt die 17-jährige Ava nichts, obwohl sie Nacht für Nacht Jagd auf Elementare macht – die Kreaturen, die ihre Mutter getötet haben. An ihrer Seite kämpft der geheimnisvolle, aber unwiderstehliche Lance. Doch dann entdeckt Ava, dass sie die Gabe besitzt, das Wasser zu beherrschen. Und plötzlich werden die Naturgesetze außer Kraft gesetzt, sobald sie und Lance sich näherkommen …

Quelle: Ravensburger

BUCHINFOS:
Sturmtochter – Für immer verboten* | Autor: Bianca Iosivoni | Serie: Sturmtochter #1 | Seiten: 480 | Einband: Klapperbroschur | Erschienen am: 12.06.18 | ISBN: 978-3-473-58531-1 | Preis (D): 14,99€ | Verlag: Ravensburger

COVER:
Das Cover zeigt die Protagonistin Ava vor tosendem Meer. Sie trägt ein wunderschönes Kleid und schaut den Betrachter kampflustig an. Ich finde den farblichen Kontrast zwischen Kleid und Hintergrund sehr gelungen und die kleinen funkelnden Elemente werten das ganze Cover noch einmal auf. Auch die verschnörkelte Schrift gefällt mir gut und ich finde, dass das Cover in sich stimmig wirkt.

MEINE MEINUNG:
Auf dieses Buch hatte ich mich ganz besonders gefreut, denn ich liebe Fantasybücher für junge Erwachsene. Die Thematik von Sturmtochter hat mich von der ersten Seite an gereizt und bei Stange gehalten, denn ich muss leider zugeben, dass ich trotz dessen nur müßig voran gekommen bin. Obwohl ich Feuer und Flamme für die Buchidee war, hat mich die Umsetzung nicht ganz packen können. Mir fehlte die Spannung und das Tempo, denn dies beides war nur in den Actionszenen gegeben und irgendwie ist der Funke nicht ganz übergesprungen.

Doch die Idee an sich verdient auf jeden Fall einen großen Pluspunkt. Ava jagt Nacht für Nacht Elementare – böse Wesen, die ihre Mutter auf dem Gewissen haben. Immer mit dabei ist der attraktive Lance. Doch dann erfährt Ava, dass auch sie Magie in sich trägt und die Gabe besitzt, das Wasser zu steuern. Plötzlich steht ihre Welt Kopf und Ava erfährt Dinge, von denen sie nie geglaubt hätten, dass es sie gibt. 5 mächtige Clans herrschen über Schottland und ausgerechnet sie gehört zur Familie des Wassers. Doch warum hat ihr niemand je davon erzählt und wieso spielt neuerdings alles verrückt, sobald sie und Lance sich näherkommen?

Nach und nach erfährt nicht nur Ava, was es mit all dem auf sich hat. Bröckchenweise verteilt die Autorin Informationen, an denen man sich durch das Buch entlanghangeln kann. Dabei wird aber nicht nur Avas Geschichte in den Fokus gerückt. Wir erfahren auch, was es mit den Charakteren Reid, Lance und Juliana auf sich hat, die jeder einem anderen Clan angehören. Mir hat dieser Aufbau des Buches gut gefallen, denn obwohl die Story um Ava im Vordergrund steht, spielt sich im Hintergrund noch genug anderes ab, das für “Gesprächsstoff” sorgt.

Schon zu Anfang deutet sich eine kleine Liebesgeschichte an und mir persönlich hat es leider gar nicht gefallen, dass diese im Handlungsverlauf so verdrängt wird. Erst recht spät wir das Ganze wieder aufgegriffen und ich finde ja, es hätte der Story sicher noch mal etwas Feuer verpasst, wenn dies vorher mehr thematisiert worden wäre. Gefühlt fehlte es mir daher auch an Gefühlen und emotionalem Tiefgang – zwei Dinge, die schmerzlichst vermisst, wenn man Biancas andere Bücher kennt.

Die Charaktere haben mir gut gefallen, obwohl sie alle nur recht oberflächlich dargestellt wurden. Dort fehlte mir etwas die Tiefe und obwohl ich Ava und Lance wirklich gerne mochte, konnte ich keine direkt Bindung zu ihnen aufbauen. Bei den Nebencharakteren war dies nicht anders, obwohl sie eine tolle und gut durchmischte Gruppe bildeten, die den Handlungsverlauf positiv beeinflusst hat.

Letztlich kann ich gar nicht genau sagen woran es gelegen hat. Aber ich habe für das Buch echt lange gebraucht, es zwischendrin sogar weggelegt und etwas anderes gelesen. Vielleicht fehlten mir auch einfach die Emotionen, denn diese waren meiner Meinung nach gänzlich Mangelware. Die Sache mit den Clans lässt mich aber nichtsdestotrotz nicht kalt. Gerade nach dem actiongeladenen Ende bin ich sehr gespannt darauf, ob die Fortsetzung mich mehr überzeugen kann.

BEWERTUNG:
Nach den anderen Büchern von Bianca Iosivoni hat mich Sturmtochter leider eher enttäuscht. Die gut bekannten Emotionen und der Tiefgang fehlten an allen Ecken und Enden, der Handlungsverlauf war müßig, die Beschreibungen zu detailliert und die Charaktere recht oberflächlich. Nichtsdestotrotz bin ich absoluter Fan dieser Buchidee, weshalb ich Band 2 definitiv lesen werde.

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