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bootcamp, jugendbuch

Camp 21: Grenzenlos gefangen:

Rainer Wekwerth
E-Buch Text: 352 Seiten
Erschienen bei Arena Verlag, 05.01.2017
ISBN 9783401805597
Genre: Sonstiges

Rezension:

Ich gebe zu, dass mich der Titel und das Cover des Buches neugierig auf den Inhalt gemacht haben. Auf dem Cover dominiert der Titel Camp 21 (grau mit Zaunmuster), sowie der Untertitel des Buches (Grenzenlos gefangen), welcher in einem orange-weiß gehalten ist. Nur im Hintergrund sind die Handgelenke zweiter Teenager (um die es in diesem Buch geht) zu erkennen, die über zwei Armbänder aneinander gekettet sind. Auch wenn auf dem Cover die beiden Armbänder durch ein elektrisches, rotes Band verbunden sind, ist diese Art der Fessel im Buch nicht so deutlich beschrieben ;)



Um jedoch auch auf den Inhalt (ist ja nun nicht so ganz unwichtig XD) zu kommen (Ich finde der Klappentext trifft es nicht so ganz): Der Leser (oder die Leserin ;) ) wird gleich zu Beginn mit auf die Reise genommen, die zwei Jugendliche ins Camp 21 führen wird. Mike und sein Bruder Ricky haben vor kurzem ihre Mutter verloren und wie es scheint auch ihren Vater, der sich daraufhin in der Arbeit vergräbt und die beiden Jungen sich selbst überlässt. Eines Tages leihen sich die beiden Brüder den Wagen ihres Vaters aus und machen eine Spritztour, bei der sie schließlich erwischt und verhaftet werden. Die Verhaftung selbst läuft ein wenig aus dem Ruder, was nicht zuletzt daran liegt, das Ricky gerade einen Joint geraucht hat und nicht ganz bei Sinnen ist. Beiden wird, als Alternative zur Haftstrafe, ein 6monatiger Besuch eines Bootcamps auferlegt. Auf der Fahrt dorthin legt Ricky sich mit den Wachen an und wird, kaum im Bootcamp angekommen, ins Camp 21 verfrachtet und die Brüder getrennt. Mike hingegen versucht sich im Bootcamp zurecht zu finden und erfährt, dass das Camp 21 für die besonders schweren Fälle gilt und versucht einen Weg zu finden, zu seinem Bruder zu kommen, damit er ihn beschützen kann.

Kayla hingegen ist eine, eigentlich, aufmerksame Schülerin die von ihren Eltern geliebt wird. Als sie jedoch eine Freundschaft zu Tom beginnt, ändert sich das Verhalten ihrer Eltern Schlagartig. Immerhin flog Tom irgendwann von der Schule, nahm Drogen und war so definitiv nicht der richtige Umgang für ihre Tochter. Als Kayla eines Tages die Schule schwänzt, um einen Hilferuf von Tom nachzugehen, beschließen die Eltern, dass sie ihre Tochter nicht mehr unter Kontrolle haben. Das Mädchen ist gezwungen den Notarzt zu rufen, um das Leben ihres Freundes zu retten und als sie schließlich wieder nach Hause kommt, stehen ihre Taschen schon gepackt da und auch sie landetet im Bootcamp, wo sie schließlich Mike kennen lernt. Kayla fügt sich in das System ein und hätte die Zeit sicherlich besser überstanden, wäre da nicht Mike, der sie, im Versuch zu seinem Bruder zu kommen, aus Versehen mit in den Abgrund reißt, so das beide ins Camp 21 kommen.



Nur damit Mike dort erfährt, dass sein Bruder nicht mehr hier, sondern im Gefängnis gelandet ist. Kayla und Mike werden mit Hilfe zweier elektronischer Armbänder aneinander gekettet, die auf eine gewisse Entfernung (Anfangs sind es 200 Meter) eingestellt sind. Entfernen sich die beiden zu weit voneinander, sendet die Fessel Schmerzimpulse aus, die für die beiden, kommen sie nicht schnell genug wieder zueinander, bis zur Ohnmacht führen können.



Man merkt recht schnell, das etwas nicht rund läuft (und damit meine ich nicht das Buch ;) ) Im Camp 21 laufen Soldaten herum, Kinder werden zu Arbeiten verdonnert, die mit Sicherheit in den Staaten heute ebenfalls verboten sind (genau wissen tue ich es nicht) und man beginnt sehr schnell zu begreifen, das nichts so ist, wie es scheint. Spätestens als klar wird, das Kayla übermenschliche Kräfte entwickelt und einer der anderen Jungen ungewöhnlich aggressiv reagiert, muss man sich die Frage stellen: Was ist Camp 21 überhaupt? Nun, ich überlasse es euch, es heraus zu finden ;)



Bis dahin hatte ich fast den Verdacht, dass es sich, wie so viele andere Bücher auch, um eine einfache Bootcamp-Story handelt (nicht dass die Aufenthalte dort einfach sind, das möchte ich nun wirklich nicht verharmlosen!), die meistens nach dem selben Schema ablaufen: Hauptcharakter wird eingeliefert, beißt sich durch, beschließt abzuhauen, haut ab und deckt alles auf. Vielleicht noch mit einer Liebesgeschichte verbunden, vielleicht nur mit einem angedeuteten Happyend, aber fast immer gleich ablaufend. Die Geschichte jedoch hat mich gefesselt (den 1 Stern Abzug gabs, weil ich nicht sicher bin ob ich es noch mal lesen würde ^.^), sie ist flüssig und man will wissen, wie es weiter geht und drückt den beiden die Daumen, dass sie die Lösung finden. (Und ich muss zugeben, ich hab zum Schluss ganz schön gegrinst, auch wenn ich Kaylas Eltern immer noch durch schütteln möchte, weil sie so mit ihrer Tochter umgehen). Abgesehen davon mag ich (je nach Stimmung) solche Geschichten, aber das ist dann vielleicht auch die Rpglerin in mir, die ihren Charakteren auch so manches Leid nicht erspart *hust* Aber einfach wäre ja langweilig und kann jeder, oder? Wenn ihr jedoch Bootcamp-Geschichten mögt und auch mal etwas anderes in der Richtung lesen wollt (für mich war die Geschichte mit den unsichtbaren Fesseln zumindest neu), kann ich euch das Buch wärmstens empfehlen ^.^

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Tags: bootcamp   (1)
 

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fantasy, magie, liebe, alana falk, neuseeland

Das Herz der Quelle - Sternensturm

Alana Falk
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Arena, 03.01.2017
ISBN 9783401602905
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Magie existiert, verborgen vor der Welt. Die Gemeinschaft sorgt dafür, dass zukünftige Magier ausgebildet werden und ihrer Bestimmung nachgeben können. Doch jeder Magier braucht eine menschliche Energiequelle, um zaubern zu können. In einer aufwendigen Zeremonie werden Magier und Quelle aneinander gebunden und müssen miteinander zurecht kommen, ob sie wollen, oder nicht.



Die Geschichte spielt in Neuseeland, sowie in Rom. Ersteres war für mich eine gelungene Abwechslung, spielen solche Geschichten doch oft in den Vereinigten Staaten. Das Buch beginnt mit der Geschichte von Liliana, die bereits volljährig ist und noch nicht mit einer Quelle verbunden wurde, im Gegensatz zu ihrem großen Bruder, der in seiner Quelle einen Freund und Partner gefunden hat. Liliana hingegen bekommt jemanden als Quelle zugeordnet, der sich sträubt seiner Rolle gerecht zu werden, vor allem da er bereits einen Magier, den er geliebt hat, verloren hat. Liliana hingegen versucht ihn zu einer Zusammenarbeit zu zwingen und scheitert anfangs, bis der Hohe Rat der Gemeinschaft Chris die Alternative erklärt und ihn so zu einer verzweifelten Handlung zwingt.

Zeitgleich wird jedoch auch die Geschichte von Adara erzählt, einer Magierin die sich nach Rom aufgemacht hat, um eine Lösung für ein anderes Problem zu finden. Ihre Quelle wurde von einem Mitglied des Hohen Rates wegen Hochverrats hingerichtet und sie will ihn von den Toten zurück holen und hofft dort auf Hilfe, ohne zu ahnen welche Folgen ihr Handeln nicht nur für sich selber haben wird.



Beide Geschichten werden abwechselnd erzählt und auch wenn es anfangs nicht so scheint, haben beide Geschichten miteinander zu tun (mir wurde schon recht bald klar was, aber ich möchte hier nicht spoilern, also verzeiht, wenn ich es euch selbst heraus finden lasse). Und mir wurde klar, dass einige der Magier wirklich A..... sind. Manche nutzen die Quellen als Batterie (wie es eine der Quellen so treffend beschrieb) und laugen ihre Quellen aus, anstatt sie zu schützen, wie es eigentlich ihre Bestimmung ist. Auch Liliana muss erst erkennen, dass Quellen meistens genau das sind, ehe sie hofft in Chris einen Partner zu finden, der ihr etwas begreiflich macht, was ihr Weltbild in den Grundfesten erschüttert und im Grunde das Ende der Gemeinschaft bedeuten könnte. Ich gebe zu, mich hat das Buch nicht los gelassen. Ich wollte wissen wie es weiter geht und habe auch tagsüber oft darüber nachgedacht (gut dass der Reader eine Hintergrundbeleuchtung hat, auch wenn es fast etwas von dem früheren „Heimlich unter der Bettdecke lesen hat :D), was zeigt, dass es mich wirklich beschäftigt hat (auch vor allem was das moralische Dilemma im Buch angeht. Die Magier zaubern, die Quelle hat keine Wahl, sie muss ihrer Bestimmung nachgehen. Zwar hat eine Familie unter Umständen die Möglichkeit eine Quelle frei zu kaufen, aber wie sehr darf in die Grundrechte eines Menschen eingegriffen werden? Sie müssen in der Nähe ihres Magiers bleiben, ob sie ihn mögen, oder nicht. Ob sie eine eigene Familie haben wollten, oder nicht. Sie haben keine Wahl, wenn sie dazu auserkoren wurden). Ebenso wird dort (wenn auch eher indirekt) das Thema Umweltzerstörung aufgegriffen, worüber ich in der letzten Zeit sowieso schon öfters nachdenke.



Auch wenn im Buch selbst nicht viel zu passieren scheint, finde ich das Buch lesenswert. (Man sollte sich hier nicht von den Amazonbeschreibungen abschrecken lassen, wenn man solche Geschichten mag.). Abgesehen davon scheint Das Herz der Quelle scheint nur der Auftakt einer Reihe zu sein, zumindest hoffe ich dies, da das Ende doch sehr offen gehalten ist und die Gefahr noch nicht abgewandt wurde und natürlich hoffe ich auch noch auf eine glückliche Zukunft für Liliana und Adara ^.^ Wen der Klappentext und auch das Cover (weswegen mir das Buch überhaupt aufgefallen ist) zu faszinieren scheint, kann sicherlich nicht viel falsch machen, wenn er einen kurzen Blick riskiert, auch wenn so etwas immer Geschmackssache ist (aber das wisst ihr genauso gut wie ich ;) )



Ich schließe wie immer: Passt auf euch auf ^.^

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Tags: freundschaft, liebe, magie, neuseeland, rom   (5)
 

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navy seals

Navy SEAL im Einsatz

Marcus Luttrell , James D. Hornfischer
Fester Einband: 450 Seiten
Erschienen bei riva, 05.12.2016
ISBN 9783868839142
Genre: Sachbücher

Rezension:

Wie wir kämpfen.

Wie wir leben.

Wie wir sterben.



Ich gebe zu, ich habe 2, fast 3 Anläufe gebraucht, um das Buch zu lesen (was nun aber eher an mir, als am Buch lag). Der Schreibstil ist ein anderer, als bei Lone Survior, was mich ein wenig aus dem Konzept gebracht hat (ich vermute da lag auch das Problem, man merkt hier jedoch Stellenweise, das ein anderer Co-Autor zu Gange ist). Am Ende des Vorgängerbuches (Lone Survior) kündigt sich bereits an, das Lutrell wieder in den Einsatz ging (ich vermute Seals können nicht anders), so dass es auch keine große Überraschung ist, dass das Buch genau davon handelt: Von seiner Zeit nach der Operation Red Wings. Das nach Hause kommen wird hier jedoch nicht beschrieben, sondern die Zeit, wie er sich auf den nächsten Einsatz vorbereitet und wie er erneut in den Krieg zieht und letztendlich seinen letzten Auslandseinsatz beschreibt.

Auch wenn es fast normal ist, dass die Seals sich für die Größten und Besten halten (und es vielleicht auch sind, ich kann das nicht beurteilen), ging mir das ein wenig auf den Keks. Mir ist durchaus klar dass die Reihenfolge der Soldaten Gott, Vaterland, Familie ist, was ihre Wichtigkeit angeht, aber manchmal wollte ich die Jungs doch ein wenig durch schütteln. Leider hat mich das Buch nicht so sehr gepackt, wie es bei Lone Survior der Fall war, aber wie ihr sicherlich bemerkt hab, hab ich eine Menge Bücher zu dem Thema gelesen, aber ich denke für den Augenblick bin ich mit dem Thema durch (was definitiv nichts mit dem Buch zu tun hat, ich hab gestern die letzten 100 Seiten in einem Rutsch durchgelesen, ohne das mir langweilig war, ich vermute ich war einfach nicht in der richtigen Stimmung. Was hat eine meiner besten Freundinnen einmal zu mir gesagt: Das richtige Buch zur richtigen Zeit. Ich denke wirklich: Richtiges Buch, falsche Zeit ;) ).



Aber um zurück zum Thema zu kommen ;) Luttrell beschreibt den Einsatz, wie und warum er sich entscheidet die Seals zu verlassen und wie es danach für ihn weiter geht. Kurz kommen sogar die Frauen einiger (im Kampf getöteter) Seals zu Wort, die der Welt so auch endlich mal mitteilen können, wie anstrengend es ist, den Rückhalt zu Hause zu geben. Dennoch hat es mich auch ein wenig berührt, zu lesen, wie diese Frauen zusammen halten und eine große Familie bilden. Luttrell hat hier auch noch einmal auf eine Situation mit Chris Kyle angesprochen (ich vermute das Buch ist vor dessen Tode erschienen, ich habe das nicht genau überprüft), die mich doch ein wenig zum Grinsen brachte. Ich meine wie viel Pech muss man haben, ausgerechnet Chris Kyle an einer Tankstelle überfallen zu wollen? Tja, die beiden werden sich diese Frage sicherlich nicht mehr stellen.



Das Buch endet nicht nur mit einer Danksagung, sondern auch mit einer Liste aller im Dienst getöteten Seals (inkl. Datum & Ort). Natürlich finden sich auch die Seals der Operation Red Wings darunter, ebenso Seals, die im Vietnam-Krieg starben. Und mir drängte sich (mal wieder) eine einfache Frage auf: In den Staaten ist es normal, das hin und wieder Namen von Soldaten genannt werden (ob man das jetzt gut heißt oder nicht, muss jeder für sich selbst entscheiden), es kommt in den Nachrichten (Es wird ein Telefonat von einem Seal und einer Frau erwähnt, die ihn fragt, ob es sehr schlimm ist, oder ob sie in den Nachrichten erfährt, was los ist. Er antwortet darauf nur „Du wirst es wissen, wenn du es siehst.“), die Toten werden betrauert, es wird offen mit dem umgegangen, was die Truppen im Ausland leisten und warum. Ich denke das Verständnis vom Patriotismus ist ein anderer als bei uns, dennoch stelle ich mir die Frage: Warum? Warum können wir nicht auch offen damit umgehen? Wieso muss das, was unsere Berufsarmee (und nichts anderes ist die Bundeswehr mittlerweile), unter den Teppich gekehrt werden? Wieso kann man nicht auch wenigstens ein bisschen Stolz sein, was sie leisten, ohne gleich mit der berühmten N.-Keule aufzutauchen? Manchmal verwirrt mich das, wenn ich sehe wie andere Länder mit ihrer Vergangenheit und der Gegenwart umgehen, weil zu viel unter den Teppich gekehrt wird, weil die Schande der Vergangenheit einfach zu groß ist. Aber wie können wir die Zukunft besser gestalten, wenn wir nicht aus der Vergangenheit lernen und sie aufarbeiten? Ich bin mal wieder verwirrt (nicht dass das was neues ist) und ich will nicht alles gut heißen, was die Amerikaner tun (das tue ich definitiv nicht), aber in einigen Dingen denke ich, ihre Offenheit und ihre Art, würde den Menschen hier gut tun. Aber wie gesagt, das ist nur meine Meinung ;)



Wie gehabt: Passt auf euch auf!



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krieg, afganistan, red wings, überleben, biografie

Lone Survivor

Marcus Luttrell , Patrick Robinson
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Heyne, 17.03.2014
ISBN 9783453200708
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ihr merkt, ich habe gerade einen Hang dazu Berichte von (ehm.) Navy-Seals zu lesen, allerdings, das muss ich zugeben, ist Lone Survivor ein Buch, das ich mittlerweile ein zweites Mal in die Hand genommen und gelesen habe. Ursprünglich habe ich das Buch in einer Ramschkiste bei uns in einem der Kaufhäuser entdeckt, wo das Cover & der Titel mich angesprochen haben (vom Klappentext ganz zu schweigen). Ich habe das Buch bereits in anderen Rezensionen erwähnt, da es das erste Buch dieser Art war, welches ich gelesen habe (American Sniper etc. kamen erst sehr viel später).

Auch wenn ich, dank des Klappentextes, auf den Inhalt vorbereitet war, bin ich recht ruhelos und teilweise recht geschockt gewesen, immerhin darf man nicht vergessen, dass es sich um einen Tatsachenbericht handelt. Die Geschichte ist sicherlich schnell erzählt, die Emotionen beschäftigen einen noch viel länger, Marcus Luttrell beschreibt, wie auch schon Chris Kyle, seine Kindheit und wie in ihm der Wunsch wuchs, eines Tages zu den Seals zu gehören, ebenso wie sein Weg ihn an sein Ziel führte. Wie auch Kyle beschreibt er die BUD/S und die Höllenwoche sehr ausführlich, ehe er die restliche Ausbildung nur zu streifen scheint. Was die Ausbildung angeht, erfährt man hier jedoch nichts neues (im Grunde werden in den meisten Büchern immer wieder die selben Dinge erzählt, auch wenn sie anders heißen und aus anderer Sicht beschrieben werden, sind dies vermutlich die Dinge, die an die Öffentlichkeit gelangen dürfen), ehe er wieder zum Einsatz schwenkt, der der Operation Red Wings vorausgeht. Luttrell nimmt sich Zeit die Gegebenheiten zu erläutern und die Männer vorzustellen, die an seiner Seite versuchten sich dem Wahnsinn zu stellen, der da auf sie warten sollte...und die diesen Versuch mit dem Leben bezahlten. Er erzählt, hin und wieder sehr patriotisch, von den Seals, von seinen eigenen Idealen und seinen Zielen, die USA und insbesondere den Staat Texas zu schützen. Er erzählt wie das 4-Mann-Team zu einer Erkundungsmission aufbricht, die schließlich entsetzlich schief läuft, als ihnen ein paar Ziegenhirten über den Weg laufen, die sie schließlich an die Taliban verraten sollen. Luttrell erzählt von seinen eigenen Strapazen, von dem Tod seiner Freunde und wie er durch ein Wunder gerettet wird. Und er erzählt, wie er es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Familien seiner Freunde aufzusuchen. Ich vermute, er wird diesen Kampf bis zu seinem Tod ausfechten müssen, immerhin hat er überlebt, während seine Kameraden starben und noch mehr den Tod fanden, bei dem Versuch ihn zu retten.



Wie bereits erwähnt war dies das erste Buch, welches ich in der Richtung gelesen habe. Man kann von dem Patriotismus der Seals und der Amerikaner halten was man mag, aber wenn ich Soldaten in den Kampf schicke, muss ich auch dafür Sorgen, dass sie Handlungsfähig bleiben (das habe ich bereits in anderen Rezensionen erwähnt). Die Katastrophe nimmt ihren Lauf, weil die vier Soldaten eine Entscheidung nach dem Gesetz treffen müssen, nicht nach militärischen Standpunkten, hätten sie dies getan, wären sie vielleicht mit dem Leben davon gekommen, ehrlich gesagt bin ich froh, dass ich diese Entscheidung nie werde treffen müssen.



Sollte jemand von euch den Film gesehen haben, kann ich das Buch nur wärmstens empfehlen (der Film wird dem Buch meiner Meinung nach nicht gerecht und ist ein Abklatsch des ganzen, was dort geschehen ist), wenn er die ganze Geschichte wissen möchte. (Solltet ihr das Buch gelesen haben und den Film sehen wollen, sagt nicht ich hab euch nicht gewarnt, American Sniper wird dem Buch deutlich besser gerecht, als es bei Lone Survivor der Fall ist, was ich schade finde, diese Männer hätten es imo besser verdient, auch wenn die Rollen gut besetzt worden sind).



Ich schließe wieder mal mit den Worten: Passt auf euch auf!



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team four, seal, team six, operator

Zum Krieger geboren

Chuck Pfarrer
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei riva, 11.01.2013
ISBN 9783868832853
Genre: Biografien

Rezension:

Ich denke jeder weiß, das Krieg weder sauber, noch gerecht ist. Meistens (nicht immer) ist er auch nur ein politisches Druckmittel, um ein Ziel zu erreichen, oder einen langen Konflikt endgültig zu beenden. Wir wissen heute, dass dies in den seltensten Fällen wirklich der Fall ist. Meistens wird ein Problem gegen ein noch größeres eingetauscht und man beginnt sich zu fragen, ob man sich überhaupt hätte einmischen sollen. Wie man jedoch einem Team von ausgebildeten Marines und Seals verbieten kann zurück zu schießen, wenn sie beschossen werden, möchte ich nicht so ganz verstehen. Selbst auf einer Friedensmission müsste es doch möglich sein, sich zu verteidigen, oder? Muss ich dann mit Platzpatronen auf den Feind feuern, der mich mit echten Patronen umbringen will, weil ich ihm nichts tun darf? Das Problem ist, das Politik und Krieg nicht zusammen passen. In der Theorie und in diplomatischen Gefilden werden Entscheidungen getroffen, die Menschenleben fordern, wie auch im Buch, in dem unter anderem eine Situation im Libanon beschrieben wird, wo ein einziger Anschlag über 240 Marines unvorbereitet in den Tod reißt, weil sie eben nicht angreifen durften.



Aber zurück zum Buch. Das Buch handelt, wie der Titel schon sagt, von einem Operator der im Team Four angefangen und es schließlich ins Team Six geschafft hat. Pfarrer beginnt bei seinem Werdegang, umreißt seine Kindheit an / auf verschiedenen Stützpunkten, da er in eine Militärfamilie hinein geboren wurde. Er beschreibt wie er auf einer Militärschule landet und doch beschließt genau diesem Militär den Rücken zu zukehren, bevor er sich Jahre später doch für die Navy entscheidet. Die BUD/S werden angerissen, ehe es zu den einzelnen Missionen geht.

Ich muss zugeben, das ich mit dem Schreibstil von Pfarrer deutlich besser zurecht gekommen bin als mit dem von Chris Kyle (American Sniper). Pfarrer streut auch hin und wieder Fachwörter ein, erklärt sie jedoch meistens nur kurz, ohne sich in langen Erklärungen zu verlieren (Für alle die dennoch etwas nachschlagen wollen, findet sich am Ende des Buches ein Glossar), so dass der Lesefluss nicht unterbrochen wird. Pfarrer schreibt flüssig und ehrlich (soweit ich das sagen kann) und beschreibt auch Fehler, die er gemacht hat. Anders als bei Chris Kyle erwähnt er jedoch seine Familie & Beziehungen häufig nur am Rande und legt den Focus mehr auf die Einsätze, die er als Seal hinter sich gebracht hat, ebenso die Frustration, wenn die Politik ihn doch daran hindert, seinen Job ordentlich zu erledigen. Pfarrer hat am Anfang des Buches ein Zitat von George Orwell eingefügt: "Wer der Gewalt abschwört, kann dies nur tun, weil andere Gewalt für ihn ausüben." Ich habe öfters im Buch, wie oben bereits erwähnt, gedacht, dass sie die Jungs dann auch verdammt noch mal ihren Job machen lassen sollen, aber wie bereits ebenfalls erwähnt, Krieg und Politik passen nicht sonderlich gut zusammen. Was mich überrascht hat war ein Geständnis des Autors, nachdem er erwähnt hat dass er bereits mehrere Drehbücher geschrieben hat, die auch verfilmt wurden, dass er Legastheniker ist. Ich weiß, dass solche Bücher Korrektur gelesen werden (auch wenn sich in der deutschen Übersetzung einige Schreibfehler eingeschlichen haben), dennoch gehört sicherlich auch Mut dazu, sich dann an solch ein Projekt zu setzen und es auch durch zu ziehen. Allerdings denke ich auch, dass noch mehr Mut dazu gehört, in einen bewaffneten Konflikt zu ziehen und nicht zu wissen, ob man den morgigen Tag, oder die nächste Stunde noch erleben darf.



In diesem Sinne: Passt auf euch auf!

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albert einstein

Lieber Herr Einstein...

Alice Calaprice , Evelyn Einstein , Erdmute Klein
Fester Einband: 171 Seiten
Erschienen bei Campus, 05.02.2007
ISBN 9783593379098
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Wieso nur 2 von 5 Sternen? Es liegt daran, dass ich etwas anderes von dem Buch erwartet habe. Laut Inhaltsangabe geht es um Briefe, die Albert Einstein von Kindern bekommen hat und die meist von Fragen zu seiner Arbeit handeln, oder davon ob er nicht einem Wissenschaftsclub beitreten möchte, ebenso von Gute Besserungs- und Glückwünschen zu seinem Geburtstag. Die ersten beiden (für mich ziemlich lang gehaltenen) Kapitel handeln vom Leben Albert Einsteins, welches nach einem Vorwort seiner Enkelin behandelt wird. Im ersten wird der Lebenslauf behandelt (Kindheit, Schulzeit etc.), was im zweiten Kapitel teilweise erneut aufgegriffen wird, als es um seinen beruflichen Werdegang geht. Ich fand das Thema (mit Jahreszahlen etc.) für mich schon ziemlich trocken, wie mag es da der eigentlichen Zielgruppe (Kinder & Jugendliche) gehen, die damit sicherlich noch weniger anfangen können? Ich bin der Meinung das eine Zeittabelle, oder ein zusammenfassendes, kurzes, Kapitel gereicht hätte, um den Werdegang des Wissenschaftlers interessanter dar zustellen.



Natürlich kommen hier auch die besagten Briefe, um die es geht, nicht zu kurz (wenn auch kürzer als von mir erwartet). Leider handelt es sich hier nur um kurze Abrisse (oder kurze Briefe), von denen auch nur eine Seite der Korrespondenz erhalten ist (sprich die Briefe der Kinder). Bei manchen ist klar, das Einstein geantwortet hat, aber die Autorin (die einzelne Briefe hin und wieder erklärt) bezweifelt selbst, dass er alle gelesen, geschweige denn beantwortet hat, dafür waren es vermutlich einfach zu viele.



Wie gesagt, ich war ziemlich enttäuscht von dem Buch, was sicherlich auch an den anderen Erwartungen lag, die ich an das Buch gerichtet hatte. Wer sich von dem doch trockenen Thema nicht abschrecken lässt, ist von mir herzlichst eingeladen einen Blick hinein zu werfen, wer jedoch einen Blick hinter die Kulissen (oder auf Einsteins wahre Persönlichkeit) werfe möchte, dem würde ich ein anderes Buch empfehlen (auch wenn ich gerade keines zur Hand habe :) ).

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krieg, seals, us militär, sniper, biografie

Sniper: 160 tödliche Treffer - Der beste Scharfschütze des US-Militärs packt aus

Chris Kyle , Jim Jim DeFelice , Scott Scott McEwen
E-Buch Text: 401 Seiten
Erschienen bei Riva, 05.10.2012
ISBN 9783864132254
Genre: Sachbücher

Rezension:

Ich kann hier nicht sagen: Das Buch zum Film, da die Ausgabe, die ich in die Finger bekommen habe, noch nicht dem Cover entspricht,welches nach dem Film heraus gegeben wurde. [Mit Bradley Cooper auf dem Cover]. Die Geschichte ist, für die die sie nicht kennen, schnell umrissen. Der Navy-Seal Chris Kyle erzählt hier seine eigene Lebensgeschichte (weswegen das Buch auch in der Ich-Form geschrieben ist, unterbrochen von gelegentlichen kleineren Episoden seiner Frau Taya). Er umreißt grob seine Kindheit und Jugend, erzählt warum er zu den Seals gegangen ist, wie er seine Frau kennen gelernt hat und was der Krieg mit einem macht, wenn man ihn erlebt. Einen halben Stern Abzug gibt es (aber das ist eher ein persönliches Problem), das mir zu viel mit militärischen Begriffen gearbeitet wurde, nicht weil das Buch schlecht geschrieben wurde, ich habe schlichtweg irgendwann zwischen seinen ganzen Waffen die er genutzt hat den Überblick verloren.



Wer den Film gesehen hat, kennt auch die Geschichte des Buches. Ich weiß gerade leider nicht, ob die neue Ausgabe auch Bezug auf das Ende der Geschichte nimmt, diese Ausgabe tut es aus den oben genannten Gründen nicht, weswegen ich hierzu nichts sagen kann. Das Buch selbst macht es einem leicht in die Geschichte einzutauchen und ich bin froh, das ich wusste dass er den Krieg überlebt, sonst hätte ich mir an der einen, oder anderen Stelle sicherlich Sorgen um ihn gemacht. Ich kann sicherlich nicht sagen, ob ich all seine Ansichten teile (wäre ich Amerikaner, würde ich das vermutlich), aber er hat gut und fundiert dargestellt, warum er so handelt, wie er handelt, aber auch welche Konsequenzen das für ihn persönlich hatte. Kyle gibt mehrfach im Buch zu, dass ihm die ganze Nummer Spaß gemacht hat, dass er bereit ist sich für jeden einzelnen Schuss zu verantworten, den er abgegeben hat. Einige Szenen aus dem Film kommen im Buch selbst nicht vor (Bsp. die Szene wo er Taya anruft, als sie beschossen werden und er nicht mehr damit rechnet nach Hause zu kommen. Die Szene kommt in veränderter Form vor, als er sie anruft und sie beschossen werden. Kyle denkt er hat aufgelegt, Taya bekommt aber das anschließende Feuergefecht mit, bis der Akku des Telefons aufgibt, weswegen er sie nicht zurück rufen kann und sie denkt, er wäre erschossen worden), ebenso auch andere Szenen, die mit seiner Familie spielen. Andersherum wird jedoch nicht erwähnt, dass er eine Firma mit aufgebaut hat, auch wenn Ansatzweise erwähnt wird, was er für die Veteranen getan hat. Das Buch ist, auf jeden Fall, eine gute Erweiterung / Ergänzung zum Film, wenn man sich weiter in die Lebensgeschichte von Chris Kyle herein lesen will und sich nicht so leicht von Gewehrabkürzungen durcheinander bringen lässt wie ich ;)

Für mich war jedoch auch interessant zu erfahren, was für ein Mensch er war, dass er auch seine Probleme hatte (und das nicht nur, weil er bei Kneipenschlägereien nicht nur einmal verhaftet wurde), oder wie problematisch es im Kriegsalltag sein kann (auch wenn ich vermute, dass im Buch eine harmlosere Version erzählt wurde). Wer solche Bücher mag, kommt an (American) Sniper zumindest nicht vorbei, nicht nur weil es den Heldenstatus erklärt, den Chris Kyle als Seal mit den meisten bestätigten tödlichen Schüssen hat. Ich konnte das Ende des Buches (wo er erzählt dass er es geschafft hat, dass er mit seiner Vergangenheit und dem schlechten Gewissen, weil er die Seals verlassen und sich seiner Familie zugewandt hat, abgeschlossen hat) auf Grund des bekannten Endes nicht so recht genießen. Ich gebe zu, ein anderes Ende wäre mir lieber gewesen, aber wie ich bereits in einer andere Rezi schrieb, das Leben hält nun mal kein Happy End bereit, alles endet (früher oder später) mit dem Tod...

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terroranschläge, daniel silva, israel, gabriel allon, spion

Der Hintermann

Daniel Silva , Wulf Bergner
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Piper, 12.05.2014
ISBN 9783492304788
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

"Es hätte ein entspanntes Wochenende in London werden sollen für den Restaurator und Spion Gabriel Allon und seine Frau. Doch ein Bombenanschlag in Covent Garden zerstört die friedliche Stimmung jäh. Allon wird nach Washington gerufen: Er soll der CIA helfen, die Hintermänner der Terroristen zu finden, die Europa seit Wochen in Atem halten." (Inhaltsangabe des Buches)



Ich habe, nach Beendigung des Buches, mit Erschrecken deutlich mehr Parallelen zur heutigen Zeit entdeckt, als der Autor es vermutlich beabsichtigt hatte, als er das Buch geschrieben hat (es ist in Deutschland 2011 erschienen). Europa wird von einer lang anhaltenden Serie von Selbstmordattentaten in Atem gehalten, gefühlt geht jeden zweiten Tag eine Bombe hoch und doch hätte der Anschlag in London verhindert werden können. Der israelische Spion Allon geht mit seiner Frau gerade durch Covend Garden, sie wollen eigentlich etwas Essen gehen, und beobachtet die Leute, als ihn ein Toter Mann auffällt, der zu dem Zeitpunkt nicht Tot ist, sondern noch ruhig durch die Gegend läuft. Er informiert seine Frau und folgt ihm und bittet sie, den MI5 zu informieren, was sie auch tut. Als der Selbstmörder kurz davor ist die Bombe zu zünden, setzt er zu einem rettenden Schuss an, wird jedoch von englischen Agenten zu Boden gerungen und die Bombe detoniert und kostet 18 Menschen das Leben.

Allon wird daraufhin, kurzzeitig, verhaftet, ehe er nach DC gerufen wird, um ein Team zusammen zu stellen, dass sich auf die Jagd nach dem Mann begeben soll, der nicht nur die Fäden zieht, sondern als scheinbar bekehrter Iman für die CIA gearbeitet hat und mit deren Geld ein Terror-Netzwerk errichten konnte. Dem Team gelingt es eine Geldgeberin zu finden und dem Strom des Geldes zu folgen, auch wenn es immer wieder zu Problemen im Zuständigkeitsbereich kommt, der sogar daran endet, dass die CIA sich alles unter den Nagel reißt und einen groben Fehler begeht, der nicht nur ein Menschenleben kosten könnte...



Mir wurde erst im Laufe des Buches klar (soweit hatte ich nicht vorne rein geguckt, sonst hätte ich es eher bemerkt), dass dies ein Teil in einer ganzen Buchreihe um den Spion Gabriel Allon ist. Hin und wieder werden Erklärungen aus anderen Büchern eingestreut, so dass es für mich auch kein Problem war, der Geschichte zu folgen und die notwendigen Hintergrundinformationen zu haben, um zu verstehen, warum Allon so handelt wie er eben handelt. (Sollte es doch für jemanden problematisch sein, so ist am Ende des Buches eine Zusammenfassung der voran gegangenen Bücher & Ereignisse). Der Auto schreibt im Nachwort, dass er seine Figuren teilweise an real existierende Angelehnt hat, weißt aber auch darauf hin, dass es eigentlich reine Fiktion ist, was gewisse geschichtliche Belange angeht. Wie gesagt, das Buch ist 2011 geschrieben worden, wo manche Dinge noch Fiktion gewesen wären, leider hat uns die Zeit, was das angeht, eines besseren belehrt.

Wer es jedoch schafft die Wirklichkeit ein wenig auszublenden, wird in dem Thriller gut unterhalten. Es hat mir zumindest Spaß gemacht, den Intrigen und auch den Gewissensbissen mancher Charaktere zu folgen (auch wenn ich zugeben muss, den einen oder anderen wollte ich gerne erschießen oder liebevoll vom Hochhaus schubsen), aber es zeigt auch wie schwer es für manche Geheimdienste ist, zusammen zu arbeiten, wenn die Zuständigkeiten nicht ganz geklärt sind und man manche Dinge einfach den Leuten überlassen sollte, die Ahnung haben und in ihrem Job verdammt gut sind. Theorie und Praxis liegen auch in der Welt von Spionen weit auseinander und machen nun mal auch vor Landesgrenzen nicht halt. Und dennoch stellt sich die Frage, die jeder sich stellen sollte, wie weit kann man gehen, um sein Ziel zu erreichen? Ermordet man seine Zielperson vor den Augen seiner Tochter? Wie geht man damit um, wenn man genau diese Frau um Hilfe bitten muss, um einen gefährlichen Terroristen auszuschalten? Riskiere ich 18 Menschenleben, nur weil die Folgen geringer sind, als erklären zu müssen, wie ein feindlicher Spion das ganze aufhalten konnte? Die Welt ist auch in solchen Fragen nicht immer schwarz, oder weiß, aber die Welt ist genau der Ort, zu dem wir sie gemacht haben, nicht mehr und nicht weniger. Dennoch sollten wir daran denken, dass wir nur diese eine Welt haben, eine Welt in der wir versuchen unseren Fußabdruck (oder Fingerabdruck, je nachdem) zu hinterlassen. Vielleicht sollten wir darüber nachdenken, dass wir denen, die nach uns kommen werden, unser Chaos hinterlassen. Krieg. Umweltverschmutzung. Die Ausbeutung der natürlichen Ressourcen. Wenn wir nicht langsam eine Veränderung schaffen, werden unsere Kinder und Kindeskinder mit den Folgen leben müssen.



Aber das nur als kleiner Ansatz zum nachdenken.

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terroranschlag, scharfschütze, us marines

Dead Shot

Jack Coughlin , Dr. Holger Hanowell, M.A , Dr. Holger Hanowell, M.A
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 18.05.2012
ISBN 9783404166671
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ich habe in den letzten Jahren gelernt, Bücher wie Dead Shot zu schätzen (auch wenn es natürlich auch hier Bücher gibt, die ich sicherlich kein zweites Mal lesen würde, Dead Shot gehört jedoch nicht dazu). Das Buch habe ich während eines Reha-Aufenthaltes in die Finger bekommen, weil der Buchrücken (schwarz, orange-rote Schrift) dafür gesorgt hat, das ich darauf aufmerksam wurde. Laut der Inhaltsangabe auf der Rückseite geht es um einen Terroranschlag, der die Feierlichkeiten zur Hochzeit von Prinz William durcheinander wirbelt und London erschüttert, woraufhin sich einer der ehemals beste Scharfschütze der US Marines aufmacht um die Drahtzieher zu finden.

Das Buch beginnt im Irak, wo ein weiterer Scharfschütze sich aufmacht, um einen Verräter auszuschalten. Ich vermute dass Dead Shot nicht das erste Buch der Reihe ist, dennoch tut dies dem Lesevergnügen keinen Abbruch. Wie auf der Rückseite ebenfalls angegeben, war Coughlin selbst Scharfschütze im Einsatz, was seine Liebe zum Detail erklärt. Dennoch kommen hier nur hin und wieder militärische Begriffe & Beschreibungen zum Einsatz, was es auch dem ungeübten Leser leicht macht, der Situation zu folgen, ohne erst mal im Internet nach gucken zu müssen, mit welchem Flugzeug, oder welcher Waffe die Protagonisten unterwegs sind. Schnell wird, um noch einmal kurz zum Inhalt des Buches zu kommen, klar, dass der oben erwähnte Anschlag nur ein Testlauf für etwas viel verheerenderes war, einen weiteren Anschlag, der noch unweigerlich folgen muss. Ich bin mit den einzelnen Protagonisten schnell warm geworden, auch wenn ich meine Parallelen zu realen Personen entdeckt zu haben, was sicherlich aber auch der momentanen Weltlage geschuldet ist.



Der zweite Scharfschütze wuchs in der Umgebung um London auf, ehe er von El Kaida angeworben wird und sich auf ihren Wunsch in der englische Armee ausbilden lässt und einer ihrer besten Scharfschützen wird, ehe er desertiert. Zeitgleich wird auch der Scharfschütze der US-Marines, Kyle Swanson, ins Geschehen eingeführt. Seine Vergangenheit wird kurz umrissen, seine Aufgaben und sogar seine Probleme, die dafür sorgen dass der Kerl auch etwas menschliches an sich hat, wenn er sonst so perfekt zu agieren scheint. Leider gerät gerade das zum Schluss hin ein wenig in den Hintergrund, allerdings (das kann ich nur vermuten) würde ich es den Marines zutrauen wirklich so zu agieren, wenn es darauf ankommt.

Alles in allem ist es jedoch ein Buch, das ich jedem empfehlen würde, der Geschichten von Scharfschützen / Soldaten mag. Das Buch ist kein Tatsachenbericht (wie Bsp. American Sniper & Lone Survivor), sondern reine Fiktion (auch wenn sicherlich nicht alles in dem Buch Fiktion ist) und hat mich auch nicht los gelassen, wenn ich es mal weg legen musste. Ich wollte wissen wie es weiter geht, hatte die passenden Bilder vor Augen und hin und wieder sogar vergessen, das ich am Lesen war und mir keinen Film anguckte (ich habe hin und wieder eine sehr ausgeprägte Fantasie, wie man merkt). Ich werde noch einmal nach sehen, wie es mit weiteren Büchern der Reihe aussieht. Leider war im Buch selbst nichts dazu zu finden, ebenso wenig über den Autor (das habe ich ein wenig vermisst), so dass ich hier nur Mutmaßungen anstellen kann, dennoch, es ist, wie bereits erwähnt, ein Autor, den ich sicherlich im Auge behalten werde und das nicht nur, weil er seinen Protagonisten ebenfalls in Schwierigkeiten bringt (Swanson wird sogar von den Amerikanern verhaftet und einem Verhör unterzogen, dass u.a. Waterboarding enthält), sondern weil die Welt nun mal auch kein Happy End bereit hält...

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408 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 65 Rezensionen

mord, gefängnis, thriller, mobbing, liebe

That Night - Schuldig für immer

Chevy Stevens , Maria Poets
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 25.06.2015
ISBN 9783596030330
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

That Night war das erste Buch nach einigen Wochen, das ich wieder anpacken und wirklich lesen konnte, ohne das meine Konzentration nach den ersten Sätzen wieder ins Nirvana verschwand. Der Buchrücken ist, leider, ein wenig unscheinbar, That Night ist als Schrift zwar zu erkennen, aber scheint unter Wasser zu verschwimmen, eine Anspielung auf den Mord, um den sich das Buch dreht. Das Cover hingegen hat nicht nur den verwaschenen Schriftzug, sowie den deutschen Untertitel, zu bieten, sondern auch ein Blatt, das im Wasser unter zugehen droht und dessen Kreise bis an den Buchrand reichen. Das Blatt selbst ist ein wenig erhöht aufgedruckt und lädt dazu ein, es zur Seite zu schieben, wenn man es nicht besser weiß.

Es war die Inhaltsangabe, die mich das Buch zur Hand nehmen ließ:



Sie haben dich verurteilt.

Wegen Mordes an deiner Schwester.

Du weißt nicht, was in jener Nacht geschehen ist.

Aber du weißt, dass der wahre Mörder irgendwo dort draußen sein muss.

Und jetzt kommst du frei.



Vielleicht liegt es daran, dass ich solche Bücher mag, die auch die Welt der Gefängnisse ein wenig mit einfangen, immerhin beginnt das Buch dort. Toni, die ältere Schwester von Nicole, die im Laufe des Buches ermordet wird, verlässt das Gefängnis, um in den offenen Vollzug zu wechseln. Schnell wird klar, dass sie Unschuldig ist, das jemand anderes ihre Schwester ermordet hat. Toni versucht die Regeln des Vollzuges einzuhalten und ein neues Leben zu beginnen, nachdem sie die Hälfte davon hinter Gittern verbracht hat, doch Ryan, ihr damaliger Freund und angeblicher Komplize, macht sich auf die Jagd nach den wahren Mördern, während diese erneut versuchen die beiden wieder ins Gefängnis zu befördern und ihr Leben zu zerstören, was auch kurzzeitig zu gelingen scheint und den Willen der beiden nur noch stärker macht.



Das Buch ist in der Ich-Form, aus der Sicht von Toni, geschrieben (wer damit nicht klar kommt, sollte die Finger von dem Buch lassen), so dass man sich sehr gut in sie hinein versetzen kann. Irgendwann spürte ich die Verzweiflung, ebenso wie die Wut, die Toni hin und wieder packte und den Wunsch, das alles doch hinter sich lassen zu können. Die Autorin bewegt sich einen Großteil des Buches auf verschiedenen Zeitschienen. Einerseits beginnt sie die Geschichte zu erzählen, die mit der Verlegung beginnt, aber sie beginnt auch die Vergangenheit aufzurollen und nicht nur Toni vorzustellen, sondern auch ebenso Nicole und Ryan, wie auch den Rest von Tonis Familie. Der Wechsel geschieht jedoch Kapitel weise und sorgt nicht für eine Unterbrechung des Leseflusses, selbst wenn man als Leser bald zu begreifen beginnt, wer der wahre Mörder ist, so haben mich einige Beteiligten doch ein wenig überrascht, vor allem als ich den Grund für den Mord erfahren habe (den hatte ich nun wirklich nicht auf dem Schirm ^.^). Alles in Allem stimmt die Mischung jedoch und ich habe Toni und Ryan schnell die Daumen gedrückt, dass sie den Mord aufklären können. Leider, das fand ich ein wenig bedauerlich, erfährt man kaum etwas von Ryan und seiner Zeit im Gefängnis, außer dem was er Toni erzählt, bzw. was ihr erzählt wird und sie somit anderweitig heraus findet. Es werden ein paar Dinge angedeutet, die ich gerne näher erfahren hätte, aber das liegt an meiner persönlichen Neugierde und nicht, weil diese Information im Buch gefehlt hätte. Ich wage sogar zu behaupten, dass sich die Geschichte anders entwickelt hätte, hätte Toni davon Wind bekommen ;)

Die Kommentare auf der Rückseite des Buches ("Mitreißend von der ersten Seite an" und "Vorsicht, dieser Thriller wird Sie in den Bann schlagen"), kann ich ebenfalls nur unterzeichnen. Es ist definitiv ein Buch das ich, mit etwas zeitlichem Abstand, sicherlich noch einmal lesen würde, selbst wenn ich das Ende nun bereits kenne ;)

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18 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

geiste, fantasy, geister, internat

Tote Lehrer gehen nicht shoppen

Catherine MacPhail , Ivana Marinovic
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei cbj, 08.09.2015
ISBN 9783570402870
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Mitten im weihnachtlichen Einkaufstrubel, sieht die junge Schülerin Tyler ihre Lehrerin und ihre Lehrerin sieht sie.

Es gibt nur ein Problem.

Ihre Lehrerin ist tot. Sie starb vor einem halben Jahr bei einem mysteriösen Autounfall.


Tyler Lawless, um die es in diesem Buch geht, hat ihre erste Begegnung mit dem Übernatürlichen. Sie erzählt es in der Schule, ihrer Familie, ihren Freunden, die sie durchweg für übergeschnappt halten, so das ihre Eltern beschließen sie von der Schule zu nehmen und ihr in einer anderen einen Neustart zu ermöglichen. Doch die Geister der Schule lassen sie auch hier nicht in Ruhe, in mehrfacher Hinsicht. Die Schule selbst, ein ehemaliges von Mönchen geführtes Jungeninternat, wirkt aus der Beschreibung so, wie ich mir die alten, englischen Internate vorstelle und ich verstehe Tyler vollkommen, wenn sie anmerkt, dass die ganze Plastikbestuhlung einfach nicht dorthin passt. Schon am ersten Schultag, fällt der neuen Schülerin, neben den neuen Mitschülern von denen sie bereitwillig und freundlich aufgenommen wird, ein blasser Schüler ins Auge, von dem ihm erst später klar wird, dass es sich dabei um keinen gewöhnlichen Schüler handelt. Am ersten Schultag schon erzählt ihr ihre neue Clique bereitwillig, und sicherlich auch um ihr ein bisschen Angst zu machen, um den Mord, der sich hier zugetragen haben soll und schon ist der Strudel der nachfolgenden Ereignisse nicht mehr aufzuhalten, auch wenn Tyler Anfangs nicht wirklich versteht, was und warum es eigentlich geschieht.


Das Buch ist flüssig geschrieben, man findet sich schnell in der Geschichte zurecht und lernt auch die einzelnen Charaktere soweit kennen, dass man (glaubt) sie einschätzen kann (zu können). Ein wenig ist ein Gruseleffekt dabei, irgendwo im Hintergrund läuft eine Liebesgeschichte ab, aber es ist nichts, was ich einem zwölfjährigen Kind nicht in die Hand geben würde (ich würde sogar soweit gehen zu sagen, dass es auch für jüngere Kinder geeignet ist, ich will mich hier aber nicht zu sehr aus dem Fenster lehnen, immerhin ist jedes Kind anders ;) ). Das Buch ist, aus meiner Sicht, spannend gehalten, auch wenn ich sicherlich keine großen Überraschungen erwartet habe, mit dem Ende hab ich an sich nicht gerechnet (in mehrfacher Hinsicht), auch wenn mir das eine, oder andere zwischendurch klar wurde (Ich denke das liegt aber auch daran, das ich zu viele Bücher in der Richtung gelesen habe und weiß, das nicht immer alles so ist, wie es scheint). Die Geschichte ist in sich abgeschlossen, deutet aber in den letzten Sätzen bereits an, dass die Geschichte weiter gehen könnte. Im englischen ist mittlerweile das vierte Buch erschienen (soweit ich das sehen konnte), jedoch ist die deutsche Reihe nicht fortgesetzt worden, so dass dies das einzige Buch ist, welches auf deutsch erschienen ist.


Einen halben Punkt Abzug gibt es von mir, wegen des Titels (im englischen „Out of the depths“), der mich, ebenso wie das Cover, in die Irre geführt hat. Ich denke ein anderer Titel, sowie ein anderes Cover, hätten dem Buch sicherlich gut getan, nicht nur wegen der Verkaufszahlen. Der Titel bezieht sich ausschließlich auf die Anfangsszene, wo Tyler ihre tote Lehrerin in der Schlange im Einkaufscenter sieht, danach hat der Titel nichts mehr mit dem Buch gemein. Ebenso weiß ich nicht, was das Titelbild (ein offenes Grab in das eine Leiter führt, sowie ein Hund & und die beiden Fußpaare auf beiden Seiten des Grabes) mit der Geschichte zu tun haben. Tyler ist in kein Grab geklettert und einen Hund habe ich im ganzen Buch nicht zu sehen bekommen, das ganze ist für mich ein riesiges WTF? Ich fürchte das der Titel und die deutsche Umschlaggestaltung nicht ganz unschuldig daran sind, dass die Verkaufszahlen nicht so gewesen sind, wie man es gerne gehabt hätte (sonst wäre die Reihe ja fortgesetzt worden, oder?). Nicht nur das ich denke, dass hier wieder ein wenig Potential bei einer tollen Reihe verloren gegangen ist (das Glück habe ich öfters, wenn es um die Veröffentlichung im deutschsprachigen Raum geht), ich frage mich hin und wieder, warum man nicht die englische Umschlaggestaltung (mit einem sinnigen Titel) übernehmen kann. Sicher, mir ist auch klar, dass manche Sachen in anderen Ländern besser flutschen als hier, aber mir ist wirklich nicht klar, wie man alleine bei der Umschlaggestaltung & dem Titel so dermaßen daneben liegen kann. Jemand hat das Buch übersetzt und damit auch gelesen, bzw. es Korrektur gelesen (auch wenn ich bei einigen Büchern hin und wieder daran Zweifel, immerhin durfte ich mir von Yoda bereits ein „...es gibt noch einen anderen Himmel“ anhören, weil er nicht mehr dazu kam Skywalker auszusprechen, oder plötzlich der Anfang eines Buches keinen Sinn ergab, wo eine Frau weinend aus dem Laden rannte, weil sie jemand als „Du bist ein Traum“ beschimpft hatte. Wenn im Englischen allerdings von Nightmare anstatt Dream die Rede ist und die Frau als Alptraum beschimpft wird, machte auch die nachfolgende Szene des Buches eher Sinn), so das man sicherlich eine kurze Zusammenfassung an die Zuständigen hätte geben können, immerhin hat auch jemand den Klappentext geschrieben, oder? Andererseits, mit dem Zusammen ergibt der Name des Buches sind und doch, wie gesagt, Thema verfehlt, Setzen, Sechs...das geht eindeutig besser, liebe Verlage, dann klappt es vielleicht (sagen kann man das schließlich nie mit Bestimmtheit) auch mit der zukünftigen Leserschaft ;)


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149 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 36 Rezensionen

zeugenschutzprogramm, liebe, jugendbuch, thriller, fbi

Spurlos

Ashley Elston
Fester Einband: 300 Seiten
Erschienen bei mixtvision, 26.02.2014
ISBN 9783944572062
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Wenn ihr euch immer wieder neu erfinden müsstet, was würdet ihr tun? Wenn ihr euch einen neuen Namen aussuchen könntet, welchen würdet ihr nehmen? Anna Boyd muss sich dieser Frage seit sieben Monaten immer wieder und wieder stellen. Anders als Cover und Titel vermuten lassen, geht es hierbei nicht um eine Entführung, sondern darum, was passiert, wenn man im Zeugenschutzprogramm des FBIs landet. Vor sieben Monaten war das Leben der damals 16jährige von einem Moment auf dem anderen schlagartig vorbei. Eben noch musste sie sich damit herum schlagen, das ihre besten Freundinnen sie hintergangen hatten, im nächsten Augenblick muss sie um ihr Leben fürchten und versteht nicht warum. Ihre Mutter beginnt zu trinken, ihre kleine Schwester fürchtet jeden Augenblick in ein leeres Haus zurück zu kommen und ihr Vater? Er hat Geheimnisse, wie sie nach und nach begreift, nicht nur weil sie seinetwegen von der Bildfläche verschwinden müssen.

Als es wieder soweit ist, hier setzt die Geschichte an, beschließt Anna dieses Mal keinen Clubs in der Schule beizutreten, keine Freundschaften zu knüpfen. Sicherlich wäre alles so einfach, wenn da nicht eben dieser eine Junge wäre, der sie unbedingt kennen lernen will. Es könnte eine typische Teenager-Liebesgeschichte sein, wären da nicht eben die Anzüge, wie die Mädchen die FBI-Agenten nennen, die im Hintergrund auf etwas zu warten scheinen und schon bald weiß Anna nicht einmal, ob sie sich selbst überhaupt noch trauen kann.


Ich möchte nicht Spoilern, aber der eine, oder andere Verdacht hat sich bei mir doch schnell aufgedrängt und wurde hinterher auch bestätigt :D Es ist dennoch ein schönes Jugendbuch, flüssig geschrieben, auch wenn ein Teil der Hintergrundgeschichte erst nach und nach offenbart wird, tut das dem Lesefluss keinen Abbruch. Die Geschichte ist, wie gesagt, fast ein wenig typisch für eine Liebesgeschichte. Das Mädchen kommt neu auf die Highschool und gerät mit den beliebten Mädchen aneinander und verliebt sich in einen Jungen, der versucht ihr Geheimnis zu ergründen (wobei ich seine Vorgehensweise wirklich niedlich fand und das ist nicht abwertend gemeint). Als Anna seine Hilfe braucht, stürzt er sich mit ihr ins Abenteuer, ohne zu wissen, worauf er sich da eigentlich einlässt.


Die Geschichte ist in sich abgeschlossen, hätte nicht auf der letzten Seite des E-Books eine Werbung für das nächste (Atemlos) Buch gestanden, hätte ich nicht einmal gewusst, dass noch ein weiteres Buch dazu verfügbar ist. (Leider ist es nicht in unserer Online-Ausleihe zu finden, ich muss wohl mal in unserer Bibliothek gucken, ob ich es da finde und es ganz altmodisch lesen, vor allem da ich doch neugierig bin, wie sich die Sache um den einen Agent noch entwickelt :D) Das Buch hat, meiner Meinung nach, eine gute Mischung aus Liebe, Action und Drama (ich bin sonst nicht so der Liebesbuchfan) und ich würde es sicherlich auch noch ein zweites Mal lesen (so fern ich das zweite Buch irgendwann mal in die Finger bekomme XD)

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76 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

kinderbuch, drache, fantasy, drachen, george r. r. martin

Das Lied des Eisdrachen

George R. R. Martin ,
Fester Einband: 128 Seiten
Erschienen bei cbj, 02.11.2015
ISBN 9783570172605
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Ich bin wegen des Covers am Buch hängen geblieben, erst dann wegen des Namens und dann wegen des Autors. Da ich bereits das Lied von Eis und Feuer gelesen habe, wusste ich worauf ich mich eventuell beim Schreibstil einstellen muss. (Hierbei sei gesagt und vor gewarnt: Der Schreibstil unterscheidet sich von GoT, nicht nur weil es sich hier um eine in sich geschlossene Geschichte handelt.) Das Lied des Eisdrachen ist vor der bekannten Buchreihe geschrieben worden, auch wenn ich dennoch das eine, oder andere wieder zu erkennen glaubte, sowie als Kurz-Geschichte für Kinder konzipiert worden. Das Buch ist liebevoll mit Zeichnungen verziert, die einen Teil der Geschichte wieder geben und die, meiner Meinung nach, wirklich gelungen sind. Ich mag es, wenn die Geschichte von solchen kleinen (oder wie hier größeren) Zeichnungen begleitet wird, auch wenn es weder der Geschichte, noch der eigenen Fantasie, Abbruch tut.


Es geht in dem Buch um das kleine Winterkind Adara, welches, wie der Name schon sagt, im Winter geboren wurde und das jedes Jahr auf die Rückkehr des Eisdrachens wartet, der den Winter bringt. Ihre Familie beschreibt das Kind immer als (Gefühls-)kalt, während sie hin und wieder das Gefühl hat, nicht geliebt zu werden. Sie verbringt jeden Winter damit, eine Schneeburg für die kleinen Eisechsen zu bauen und sich darin zu verstecken, bis der Krieg schließlich immer näher kommt und auch ihr Schicksal grundlegend verändert. Die im vorhandenen (Bleistift-)Zeichnungen begleiteten Adaras Geschichte dabei. (Der Drache, das Mädchen beim Spielen mit den Echsen und noch einige mehr.)


Der Schreibstil ist, wie bereits erwähnt, nicht mit dem Lied von Eis und Feuer zu vergleichen. Die Geschichte ist in einem Rutsch und flüssig geschrieben, sie erklärt liebevoll ihre Figuren, so das man schnell einen Zugang findet. Ich habe in anderen Rezensionen gelesen, dass manche einen Teil der Geschichte zu brutal für Kinder finden, ich denke es kommt auf die Kinder an, was diese bereits lesen und was sie verstehen. Ich selbst hätte in dem empfohlenen Alter, ich meine etwas ab sieben Jahren gelesen zu haben, durchaus Spaß an dieser Geschichte gehabt und denke, das jeder, der die Buchreihe gelesen hat, auch Freude an dieser Geschichte haben wird, selbst wenn sie nichts mit Westeros zu tun hat (zumindest nicht namentlich ;) ) Hier geht es um eine ganz besondere Freundschaft, die auch ihren Tribut fordert und doch auf ein Happy End hinarbeitet, etwas, was ich bei Game of Thrones nicht wirklich erwarte (jeder der die Bücher & die Serie kennt, wird wissen was ich meine), denn in den Büchern muss man ja nun mit allem rechnen (vor allem damit, dass die Lieblingscharaktere einer nach dem anderen drauf gehen XD), hier ist dies allerdings nur bedingt der Fall ;)

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41 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

liebe, tod, liebesgeschichten, vertreten, sex

Schräg verliebt

Cynthia Ceilan , Petra Trinkaus
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 22.11.2013
ISBN 9783404607662
Genre: Humor

Rezension:

Schräg verliebt ist bereits das dritte Buch, welches ich von Cynthia Ceilán gelesen habe und...ich bin leider enttäuscht worden. Was sicherlich auch daran lag, dass ich einfach etwas anderes erwartet hatte. Die anderen beiden Bücher (Dumm gelaufen; Feierabend), waren kurzweilig und unterhaltsam. Ich hatte hier einige kurze Geschichten erwartet, eben im Stil der beiden anderen Bücher, hatte aber hin und wieder das Gefühl, Ceilán wollte ihre Ehe, bzw. ihr Ende verarbeiten. Hin und wieder wurden ein paar nette Informationen, die mich zum schmunzeln brachten, eingestreut (Wie bitte kann man auf die Idee kommen einen Stellvertreter für das Ja-Wort zu erlauben? Was ist wenn derjenige es sich anders überlegt?), aber es gibt Bücher, die sich mit den Gesetzen befassen und weitaus lustiger sind. Während ich die beiden anderen, wenn man den Humor mag, sofort weiter empfehlen würde (und auch bereits habe) würde ich von diesem hier Abstand nehmen. Es ist gut und flüssig geschrieben, keine Frage, aber inhaltlich leider nicht das, was ich erwartet habe, oder woraufhin die Inhaltsangabe, meiner Meinung nach, hindeutet.


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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

jüdische kinder, anne frank, jugendbuch, geschichte & religion & völker, zweiter weltkrieg

Versteckt wie Anne Frank: Überlebensgeschichten jüdischer Kinder

Marcel Prins , Peter Henk Steenhuis
E-Buch Text: 225 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 12.02.2013
ISBN 9783473472697
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Scheiße.

Immer wieder und wieder schoss mir beim Lesen dieser Gedanke durch den Kopf. Der Titel sagt, dass die Kinder, von denen in diesem Buch erzählt wird, überlebt haben und doch will ich nicht sagen: „Sie hatten Glück.“ Ich denke Glück hatte keine Seite im zweiten Weltkrieg und ich denke daher, dass es auch in der Verantwortung heutiger Generationen liegt, dass es nicht noch einmal soweit kommt (selbst wenn ich die Befürchtung habe, dass es sich nicht verhindern lassen wird).


Der Name des Buches verrät schon, worum es geht: Jüdische Kinder die in den Wirren und Vorläufern des zweiten Weltkrieges untergetaucht sind. Was auf dem ersten Blick für mich nicht ersichtlich war, hier geht es um holländische Kinder (dies nur am Rande), was mich hin und wieder bei den Städtenamen ein wenig verwirrt hat, was allerdings nichts an den Hintergründen der Geschichten ändert. Die Autoren haben die Überlebenden selbst zu Wort kommen lassen, ihre Geschichte erzählen lassen. Da die holländischen Juden, so scheint es mir, immer wieder an einem Ort versammelt wurden, kehrt irgendwann, zumindest was einige Orte angeht, ein gewisser Wiedererkennungseffekt ein. Die Kinder, auch wenn sie längst erwachsen sind, erzählen wie sie untergetaucht sind und bei wem. Bei fast allen war Geld im Spiel, bei einigen sicherlich auch das Unverständnis, was dort geschah und einige wurden schlichtweg verraten. Eine Geschichte nimmt sogar kurz Bezug auf Anne Frank, die am Rande bei einem Sammeltransport erwähnt wird.


Ich gebe zu, ich bin hin und wieder recht nah am Wasser gebaut, weswegen ich mich nicht nur fragen musste, wozu Menschen fähig sind (auch wenn ich die Antwort eigentlich nicht wissen will), sondern auch die eine, oder andere Träne vergossen habe. Wie gesagt, ich will nicht sagen, dass diese Kinder Glück hatten, sie haben das Grauen erlebt, überlebt und bei manchen gab es hinterher schlichtweg kaum jemanden, zu dem sie zurück kehren konnten. Ganze Generationen sind ausgelöscht worden, weil man einen Schuldigen brauchte. Keine Weltreligion kann sich frei von der Schuld sprechen, keine andere Religion verfolgt zu haben (Die Geschichte hat dies mehr als einmal gezeigt und zeigt es heute noch), dennoch gibt es Orte auf der Welt, wo die einzelnen Religionen es schaffen nebeneinander zu leben, zu agieren, etwas was mir Hoffnung auf eine Zukunft macht, wo es friedlich sein könnte. Ich denke noch heute, das wir aus der Geschichte lernen sollten, auch wenn wir nicht Schuld sind an dem, was damals geschehen ist. Menschen machen Fehler, sie irren sich, das ist menschlich, wir sind immerhin keine Roboter und doch gab es auch damals Menschen, die menschlich geblieben sind. Deswegen haben diese Kinder überlebt und können ihre Geschichte erzählen, vielleicht als Erinnerung und Warnung an die nächsten Generationen.


Im Buch selbst werden weiterführende Links im Netz erwähnt, ich muss allerdings zugeben, dass ich nicht darauf geschaut habe :) Der Autor erwähnt in der Beschreibung allerdings Karten und kurze Videos zu den Menschen, von denen das Buch handelt, und davon, wie sie heute Leben. Ich kann allerdings nicht sagen, ob die Webseite noch online ist, oder nicht. Das Buch jedoch kann ich jedem empfehlen, der sich mit dem Thema beschäftigt. Die Geschichten sind deutlich kürzer gehalten, als das Tagebuch der Anne Frank, und sind eher als kurze Zusammenfassung des Untertauchens zu verstehen, die auch nur an der Oberfläche kratzen, anders wäre es jedoch sicherlich nicht zu meistern, vor allem wenn man bedenkt, das einige Kinder über 20 Untertauchadressen im Laufe des Krieges hatten, immer mit der Angst entdeckt, oder verraten zu werden.


Aber sie haben überlebt. Das sind ihre Geschichten...

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thriller, fbi, jugendbuch, profiling, the gifted

The Gifted - Vergiss mein nicht

Jennifer Lynn Barnes , Tanja Ohlsen
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei cbt, 12.05.2014
ISBN 9783570309131
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ich gebe zu, ich wusste nicht so ganz was mich erwartet, bin allerdings eher wegen des Titels „The Giftet“ und des Covers (welches eine Verbrechensszene andeutet) an der Reihe hängen geblieben. Bei dem Titel hatte ich etwas Übernatürliches erwartet, was sicherlich meiner Begeisterung für Fantasy-Literatur geschuldet ist. Auch wenn ich, in der Hinsicht, falsch lag, habe ich das Buch mit Begeisterung in einem Rutsch durch gelesen. Es ist flüssig geschrieben und ich hatte die Situation im Buch gut vor Augen, so dass ich hin und wieder vergessen habe, das ich eigentlich am Lesen bin und mir keinen Film anschaue (ich neige dazu in Büchern ab zutauchen und meine Umgebung nicht mehr wahr zu nehmen, sollte ich hin und wieder etwas in der Art erwähnen, bitte nicht wundern).


Auch wenn The Giftet ganz eindeutig an eine jüngere Zielgruppe gerichtet ist, wollte ich ebenso wissen, wie es weiter geht. Das Buch beginnt, fast ein wenig unschuldig, mit einer kurzen Einführung zu der Hauptprotagonistin Cassie, deren Mutter vor einigen Jahren ermordet wurde, ohne das man ihre Leiche je gefunden hat. Die Jugendliche hat von ihrer Mutter gelernt, andere Menschen zu lesen und sich in sie hinein zu versetzen, eine Fähigkeit die mich ein wenig an die Fernsehserie Pretender (falls sich noch jemand erinnert) erinnert hat. Auch Jared konnte sich, mit wenigen Fakten, in einen anderen Menschen hinein denken, sich in ihn verwandeln und denken wie er selbst. Cassie besitzt eine ähnliche Gabe, doch sie ist nicht die einzige, wie sie bereits am Anfang des Buches feststellt, als das FBI Kontakt zu ihr aufnimmt und sie einlädt, Teil eines geheimen Projekts zu werden. Sie willigt ein und trifft dabei auf vier weitere Jugendliche, die wie sie besondere Fähigkeiten besitzen. Ein Mädchen das jede Art von Lügen aufdecken kann, ein weiteres das mit Zahlen und der Technik spielt, als wäre es nichts, einen Jungen der die emotionalen Gedanken aufgrund der Körpersprache wahrnimmt und eines weiteren Jungen, der wie Cassie ein geschickter und begnadeter Profiler ist und doch ein düsteres Geheimnis hütet.


Ich habe bereits mehrere Serien (Alex Rider; Top Secret u.a.) um geheime Projekte gelesen, deren Agenten Kinder und Jugendliche sind, diese Buchreihe fügt sich fast nahtlos ein. Während es bei anderen Filmen, Büchern etc. jedoch meistens um technischen Schnickschnack und Aufgaben a la James Bond geht, versuchen diese Kinder, im ersten Buch zumindest, einen Serienmörder dingfest zu machen, auch wenn ihre Ausbilder sie bitten die Finger von dem Fall zu lassen. Es ist sicherlich keine Überraschung, dass sie genau dies nicht tun, als es der Mörder auf einen von ihnen abgesehen hat.


Die Serie verspricht, gerade auf Grund der unterschiedlichen Charaktere, spannend zu bleiben und auch wenn ich meistens doch recht schnell eine Ahnung habe, worauf manche Dinge hinaus laufen, so bin ich hier doch überrascht worden. Was ich positiv fand, waren die Gedankenfetzen des Täters, die hin und wieder im Buch auftauchen. Cassie und Dean, dem zweiten Profiler, wird von ihrer Ausbilderin beigebracht, von „Du“ oder „Ich“ zu sprechen, wenn sie versuchen einen Verdächtigen, oder eine Tat zu analysieren. Die kurzen Gedankenfetzen sind dadurch immer mit einem dicken „Du“ gekennzeichnet, auch wenn mir erst am Ende des Buches, und damit auch der Wahrheit, klar wurde, was einzelne Aussagen bedeuteten, finde ich es einen interessanten Aspekt, den ich so in Jugendbüchern noch nicht gefunden habe.


Im deutschen ist bisher erst das zweite Buch (im englischen das vierte, soweit ich sehen konnte) heraus gekommen und ich hoffe, dass es nicht wieder eine Serie mit Potential ist, die irgendwann auf Grund von mangelnden Interesse eingestampft wird (das Glück habe ich leider häufiger), denn ich würde, auch nach einem Buch, den einzelnen Charakteren wünschen, dass sie ihren Frieden finden und sie gerne ein Stück des Weges begleiten.

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32 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

villa, angie, psychothriller, überfall, jason

Die Lilienvilla

Karen McQuestion , Sabine Bhose
Fester Einband: 189 Seiten
Erschienen bei Boje, 14.09.2011
ISBN 9783414822970
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ehrlich gesagt ließ mich meine Buchauswahl in dem Augenblick ein wenig an meinem Verstand zweifeln. Ich habe kurz bevor ich dieses Buch gelesen habe, „Die unterirdische Sonne“ gelesen und wollte mich erst einmal von ähnlichen Büchern fernhalten, oder zumindest von Büchern, wo ich etwas ähnliches vermutete (um es gleich vorweg zu sagen, die Geschichte ähnelt sich in keinster Weise, das Thema ist ein anderes).


Es geht anfangs um zwei Geschwister, die bei ihrer Oma leben. Die Mutter verschwand vor fünf Jahren, ausgerechnet am Geburtstag ihrer Tochter, der Vater hofft auf seinen großen Durchbruch im Musikbusiness und ist kaum zu Hause. Die Kinder, beide im Jugendalter, haben sich mittlerweile mit der Situation arrangiert, auch wenn gerade auf der Schwester die Ungewissheit lastet. Als sie eines Abends von einem Unbekannten Mann angegriffen und mit sich gezogen wird, geraten sie und ihr Bruder in einen Strudel von Ereignissen, dessen Ende nicht abzusehen ist. Sie wird gerettet, der Angreifer beginnt später im Gefängnis Selbstmord und seine Mutter bittet die Kinder zu sich in die Villa, um sich zu entschuldigen. Dass nur ein paar Nächte ihr Leben für immer verändern werden, ist zu dem Zeitpunkt keinen der beiden Jugendlichen bewusst, ebenso wenig, dass die Lösung eines weiteren Rätsels, direkt vor ihrer Nase liegt.


McQuestion beschreibt die Situationen flüssig, ich hatte immer die (für mich) passenden Bilder vor Augen, leider hat es mich nicht ganz gefesselt, was eventuell auch an dem Nachhall des anderen Buches lag. Die Lilienvilla ist für mich jedoch in den Jugendbuchbereich einzuordnen und ist von ihrer Geschichte her auch spannend, es war eben einfach nicht meins, aber immerhin ist so eine Beurteilung immer recht subjektiv, wie wir alle wissen. Zumindest ist dies ein Buch, das ich jemanden, der solche Geschichten mag, guten Gewissens weiter empfehlen würde, denn „Hoffnung gibt es immer.“ ;)

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9 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Die Hüter des Lichts: Buch zum Film

Stacia Deutsch , William Joyce
E-Buch Text: 161 Seiten
Erschienen bei cbj, 26.11.2012
ISBN 9783641098476
Genre: Sonstiges

Rezension:

Ich habe im laufe der Jahre viele Filmbücher gelesen und bei einigen kann man darüber streiten, ob sie gut waren, oder nicht. Ich habe Bücher gelesen, die später verfilmt wurden, ebenso Bücher die nur geschrieben wurden, weil es einen Film gab und man, vielleicht, auf den Zug aufspringen und etwas Merchandising heraus bringen wollte. Das Buch zu den Hütern des Lichts, gehört für mich zur letzten Kategorie. Wie bei solchen Büchern üblich, wurde das Buch nach Drehbuch geschrieben und nicht nachdem, was es letztendlich in den Film geschafft hat. (Sehr gut zu beobachten bei „Vertrauter Feind“ wo laut Drehbuch & Buchende der Polizist den Terroristen eiskalt erschießt. Nachdem dieses Ende jedoch beim Testpublikum durchgefallen ist, entschloss man sich ein sanfteres Ende zu drehen, wo die beiden sich fast wieder versöhnen. Das Buch hingegen wurde nicht geändert und kam mit dem ursprünglichen Ende daher.)


Ich selbst mag den Film wirklich gerne, ich mag die Figuren, die Hintergründe, die Geschichte und die Aussage, die hinter dem ganzen steckt. Ein kleines Licht kann alles zum Guten verändern und jeder Mensch ist wichtig. Leider hat es die Faszination des Films nicht ins Buch geschafft. Ich habe ein wenig das Gefühl gehabt, als wenn sich die Autoren einfach am Drehbuch entlang gehangelt und einen Satz aus einzelnen Regieanweisungen gebastelt hätten. Kleines Beispiel vielleicht: Im Film erscheint eine Säule aus Licht, um Jack Frost als neuen Hüter bekannt zu geben. Hier ist selbst eine kleine Projektion zu sehen, die von einer weiteren Säule ausgeht. Im Buch selbst wird nur von einer Säule und einem Bild geschrieben, ohne eine Farbe, oder eine weitere Aussage der Umgebung ins Spiel zu bringen. Für mich, als Erwachsene, ist dieses Buch lieblos geschrieben und wirkt fast ein wenig dahin geklatscht, es musste halt gemacht und fertig werden. Was ich positiv anmerken möchte, ist jedoch die große Schrift, die das Buch für Leseanfänger sicherlich gut zu lesen macht und ich habe bei anderen Bewertungen gelesen, das Kinder dieses Buch verschlungen hätten. Sicherlich stelle ich andere Anforderungen an ein Buch, vor allem als Filmbuch, wo ich mir ein wenig mehr Erklärungen und Ausschmückungen erwarte, was die Umgebung angeht, wo sich die Protagonisten gerade befinden. Nicht dass mir die die Umgebung nicht vor Augen schwebte, immerhin kenne ich den Film, dem Buch ist das leider, wie sonst, nicht zu verdanken. Auch hänge ich mich ein wenig an der Beschreibung Bunny auf, die vermutlich aus dem englischen übernommen wurde. Es kommt für mich ein wenig hart daher, vor allem da ich mich an das liebevolle Osterhase des Films gewöhnt hatte.


Für Kinder, die den Film mögen, ist es sicherlich ein schönes Buch, an dessen Ende es noch einige Filmbilder gibt, für Erwachsene kann ich es nicht empfehlen, da der Schreibstil, auf mich, nicht wirklich flüssig wirkt. Wer sich dem Zauber der Geschichte hingeben möchte, sollte hier auf den Film zurück greifen, denn hier zwischen liegen Welten, auch wenn ich sonst ein Verfechter davon bin, Buch und Film zu trennen und als zwei unterschiedliche Geschichten zu handhaben, so konnte ich es hier beim besten Willen nicht, dafür ist es einfach zu holprig geschrieben.

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keller, entführung, gefangenschaft, kindesentführung, kinder

Die unterirdische Sonne

Friedrich Ani
Flexibler Einband: 350 Seiten
Erschienen bei cbt, 14.12.2015
ISBN 9783570310168
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ein Keller. Fünf Jugendliche. Eine Warnung „Sag kein Wort, oder du stirbst.“


Eigentlich hätte mir hier der Klappentext Warnung genug sein müssen. Ich habe im Laufe der letzten Jahre nicht nur schöne Bücher mit Happy End gelesen, sondern auch einige, in denen es auch um Serienmorde ging, doch dieses Buch hat mich wirklich nachdenklich, und auch ein wenig verstört, zurück gelassen. (Ehrlich gesagt habe ich danach erst einmal ein absolutes Kinderbuch gelesen, um wieder runter zu kommen. Ich habe es öfters das Bücher nachwirken, aber das war...einfach nur heavy!) Immer noch kann ich nicht verstehen, warum dieses Buch ab 16 empfohlen ist, geschweige denn warum ich es in unserer Online-Ausleihe in der Jugendabteilung gefunden habe. Ich weiß dass Mangas teilweise erst ab 16 / 18 Jahren verkauft werden und eine weitere FSK bei den Büchern, im Gegensatz zu Filmen, nicht greift, hier wäre sie jedoch, meiner Meinung nach, durchaus angebracht gewesen.


Ich selbst konnte das Buch nicht weg lesen, der Schreibstil hat mich gefesselt, ich wollte wissen wie es weiter geht, auch wenn mir klar war, das, egal wie das Ende aussieht, es kein wirkliches Happy End geben würde. Das Buch selbst ist in drei Akte unterteilt, etwas was mich Anfangs ein wenig verwirrte, am Ende verstand ich jedoch den Sinn dahinter, auch wenn ich nicht so oft im Theater gewesen bin, von Schulveranstaltungen mal abgesehen. Im ersten drittel des Buches erklärt der Autor, wie die Jugendlichen in den Keller gelangt sind, führt geschickt durch einen Teil der Vorgeschichte, während er den Tagesablauf der Kinder und Jugendlichen beschreibt. So erfährt der Leser schnell, dass die Kinder, Jungen sowie Mädchen, entführt wurden und beginnt langsam zu begreifen, zu welchem Zweck. Nur eines der Mädchen lässt hin und wieder einen Gedankenfetzen zu, dass das Grauen und die Gewalt andeutet, ausgeschrieben wird hier nichts, woraufhin der Leser sich sein eigenes Bild machen kann und macht. Wer sich leicht triggern lässt, wenn es um den Begriff der Kinderp*** geht, sollte einen weiten Bogen um dieses Buch machen (nur als kleine, aber ernst gemeinte Warnung). Der Mittelteil hingegen geht auf das Leben im Keller ein, tatsächlich wird nichts beschrieben / gesagt, was außerhalb des Kellers geschieht. Als erneut ein Junge in den Keller gebracht wird, sorgt dieser dafür, dass in den Kindern langsam die Kampfesslust erwacht und sie bereit sind gegen das Unrecht anzugehen und doch wieder resignieren, als einer der ihren vor ihren Augen ermordet wird, woraufhin es im dritten und letzten Teil zum äußersten kommt.


Das Cover mutet ein wenig unschuldig an, doch der blutige Schmetterling, als das ich es identifizieren würde, zeigt nicht nur einen Teil der Unschuld, die genommen wurde, sondern bezieht sich auch auf eine Geschichte, die einer der Jungen den anderen Kindern erzählt, um ihnen und sich ein wenig Hoffnung zu geben. Der Schmetterling flog davon, setzte sich durch und sorgte für Hoffnung, dieses Grauen doch noch irgendwie zu überstehen.


Mehr mag ich gar nicht dazu sagen. Unsere Gesellschaft, deren Spiegelbild manche Bücher zu sein scheinen, zeigt, das mittlerweile nichts mehr unmöglich ist. Gewaltverbrechen sind an der Tagesordnung und ich selbst habe das Gefühl, abgestumpft zu sein, was diese Meldungen angeht, obwohl ich eigentlich sonst ein sehr mitfühlender Mensch bin. Ich bin entsetzt, wenn ich manche Meldungen höre / lese, gehe aber, wie die meisten anderen auch, schnell wieder zur Tagesordnung über, nicht nur, weil es mich (zum Glück) nicht selbst betrifft. Dieses Buch hingegen hat noch Tagelang, trotz der Ablenkung, dumpf nach gehallt und ich habe mich unwillkürlich gefragt, ob es eine Warnung sein soll, oder ein Tatsachenbericht, der irgendwo seinen Ursprung hat (immerhin hat die Vergangenheit gezeigt, unmöglich wäre so etwas nicht) und ich will manchmal einfach nur schreien, dass es so nicht richtig ist. Die Welt ist ungerecht, daran könnten wir Stück weit etwas ändern und doch ist es immer nicht so einfach. Dieses Buch hat mich wieder zum nachdenken gebracht. Wie weit können Menschen sich verstellen? Wozu sind Menschen eigentlich fähig? Die Antwort darauf bekommen wir jeden Tag in den Nachrichten und doch werde ich auch hier das dumpfe Gefühl nicht los, dass die nächste Meldung dieser Art nicht mehr lange auf sich warten lassen wird...

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afghanistan, frauen, sachbuch, bacha poshs

Afghanistans verborgene Töchter

Jenny Nordberg , ,
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Hoffmann und Campe, 11.03.2015
ISBN 9783455503494
Genre: Sachbücher

Rezension:

Bereits der Titel des Buches macht deutlich, worum es geht. Die Schwedin Jenny Nordberg hört, zuerst nur Gerüchte, über Jungen, sogenannte Bacha Poshs, die doch keine Jungen sind. Mit Hilfe mehrerer Dolmetscher macht sie sich auf, ein paar dieser Mädchen zu finden, deren einzige Aufgabe es zu sein scheint, den, oftmals fehlenden, Sohn zu ersetzen. Nach und nach findet sie ein paar dieser Mädchen und erhält so Einblick in ihr Leben, die Gründe warum sie als Jungen aufwuchsen und in einigen Fällen ebenso, wie ihr Leben verlief, als sie sich wieder in eine Frau zurück verwandeln mussten.


Schon der Anfang des Buches verheißt hierbei nichts gutes. Die Autorin steigt in die Geschichte ein, als sie Afghanistan wieder verlässt. Ein letztes Telefonat am Flughafen, durchzogen von ihren Gedanken mit der amerikanischen Armee eine dieser Frauen zu befreien, ein Gedanke der letztendlich wieder verworfen wird und von dem ich mir, am Ende des Buches wünsche, er wäre doch Wirklichkeit geworden.

Ich hatte in einer Dokumentation das erste Mal von diesen Bacha Poshs gehört und gehofft, ein wenig Einblick in das Leben dieser Mädchen zu bekommen. Wenn man das Wort Afghanistan und Frau in einem Atemzug hört, weiß man schon, auf Grund von Vorurteilen und aus Dokumentationen & Nachrichtensendungen, was diese Menschen dort erwartet. Unter dem Taliban-Regime durften sie das Haus nicht verlassen, mussten sich verschleiern und wurden früh verheiratet, etwas, was sich auch heute nicht alles zum besseren zugewandt zu haben scheint. Noch heute gelten Frauen als Besitz ihrer Ehemänner, für alles was sie tun, tun wollen, benötigen sie seine Erlaubnis. Wer keinen Sohn und Erben zur Welt bringt, ist nichts und hat in seiner Aufgabe versagt, die Familienlinie zu erhalten. Einige scheinen sich ihrem Schicksal zu fügen, andere, wie in dem Buch beschrieben, tun es nicht und begehren auf, zum Teil mit schrecklichen Folgen.


Das Buch lässt mich ein wenig Sprachlos zurück, auch wenn ich inhaltlich etwas anderes erwartet hatte. Nordberg pickt ein paar Einzelschicksale heraus, erklärt auf Grund von Traditionen Gegebenheiten und Gründe für das Vortäuschen des wahren Geschlechts. Auch wenn es mir, mitten in Europa, seltsam vorkommt, dass es wichtig ist einen Sohn zu haben, um als Familie und Ehemann angesehen zu sein, ist dies immer noch in manchen Ländern der Welt gang und gäbe. Ich habe, was sicherlich auch an meiner mangelnden Konzentrationsfähigkeit liegt, hin und wieder ein wenig den Faden verloren, wenn es um die Gründe und Erklärungen für das Verhalten der im Buch vorkommenden Familien ging. Dennoch bietet das Buch einen, wie ich finde guten, Einblick in das Leben Afghanischer Frauen und Mädchen und ihrer Familien, ebenso des Zwanges „Einen Sohn haben zu müssen“, was nicht selten darin endet, dass sich der Mann eine Zweitfrau nimmt, sehr zum Ärger der ersten Frau. Das Buch selbst ist gespickt mit Hinweisen (zum Leben der Mädchen), die am Ende des Buches erklärt werden, ebenso mit einigen kurzen Absätzen, wie die Geschichten der einzelnen Frauen weiter ging (Soweit zur Veröffentlichung bekannt). Wie bereits am Anfang des Buches erwähnt, gab und gibt es kein Happy End.


Und ich bin immer noch sprachlos.

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