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59 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

provence, sommer, migranten, côte d’azur, grasse

Mirabellensommer

Marie Matisek
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.06.2017
ISBN 9783426517406
Genre: Romane

Rezension:

Babette Babajou und ihr Mann Aristide leben nun seit vielen Jahren in Nizza. Von der Côte d'Ivoire / Elfenbeinküste kommend, haben sie in Frankreich ihren Lebensmittelpunkt gefunden und dort ihre Kinder zur Welt gebracht und großgezogen. Aristide führt einen kleinen Obst- und Gemüseladen und die Familie ist in der Nachbarschaft sehr beliebt.

Im Hinterland von Nizza lebt die Familie Lafleur, die dort Jasmin und Rosen anbaut. Mit Marita und Lucien Lafleur sind die Babajous ebenso befreundet wie mit der dort lebenden Familie Verbier. Babette kümmert sich um den alten Herrn Lafleur, George, und sie genießt die Zeit, die sie draußen in der Domaine Lafleur verbringen kann. Irgendwie ist sie ein wenig unzufrieden mit ihrem Leben, nachdem die Kinder nach und nach das Haus verlassen und Aristides Lebensinhalt sich nur um seinen Laden dreht. Da ist ihr jede Abwechslung willkommen. Und so kommt es, dass Babette auch Alternativen sucht als der alte Herr Lafleur stirbt. Und davon gibt es reichlich. Wird das die Ehe der Babajous belasten oder bringt es sie wieder näher zusammen?

„Mirabellensommer“ ist ein sommerlicher Roman, der unterhaltsam daher kommt, aber auch ernsthaft ist. Hier werden Alltagsprobleme geschildert, die Schwierigkeiten Heranwachsender und ihre Probleme beleuchtet, kulturelle Unterschiede betrachtet und vieles mehr. Es gibt Streitigkeiten und Meinungsverschiedenheiten und die dazu gehörenden Versöhnungen.

Mich hat diese Geschichte fasziniert. Sie ist so locker und leicht und doch auch alles andere als das. Das liegt an der Mischung. Besonders der Handlungsort Nizza und die Umgebung kommen hier zum Tragen. Die schöne Gegend weckt Glücksgefühle und die Stimmung auf der Domaine Lafleur ist größtenteils positiv. Die Autorin hat hier allen Charakteren ein sehr individuelles aber auch ausdrucksstarkes Gesicht gegeben und lässt den Leser mit ihnen mitfiebern. Man fühlt sich ganz nah dran an den doch so unterschiedlichen Familien und ihren Problemen.

„Mirabellensommer“ ist die Fortsetzung des Romans „Sonnensegeln“. Beide Romane können jedoch unproblematisch ohne den jeweils anderen gelesen werden.

Auf geht’s mit „Mirabellensommer“ nach Nizza. Hier pulsiert das Leben in all seinen Variationen. Bunt, duftend und köstlich.

Copyright © 2017 by Iris Gasper

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21 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

Der Duft von Liebe und Limonen

Gabriella Giacometti , Elisabetta Flumeri , Verena von Koskull
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Rütten & Loening Berlin, 11.04.2017
ISBN 9783352008955
Genre: Liebesromane

Rezension:

Mel kocht für ihr Leben gerne. Darüber schreibt sie auch in ihrem Blog. Genauso gerne aber kümmert sie sich um die Kinder im Heim ihrer Freunde. Dort backt sie mit den Kindern und entwickelt tolle Kreationen. Zum Geldverdienen aber reicht das alles nicht und so hofft Mel darauf, dass sie bald von einem Verlag die Zusage für ihr Buch bekommt. Doch es kommt anders. Ein Verleger meldet sich bei ihr und bietet an, dass sie als Ghostwriterin für die Biografie des bekannten Meisterkochs Fabrizio Greco tätig sein soll. Fabrizio will nur sie, weil er von ihrem Blog fasziniert ist. Mel ist verwundert, macht sich aber auf den Weg nach Capri, dorthin wo Fabrizio lebt und arbeitet.

Die Insel heißt Mel willkommen. Schnell findet sie eine tolle Unterkunft, lernt nette Menschen kennen und macht sich an die Arbeit. Diese jedoch gestaltet sich schwierig, denn Fabrizio ist ein Mann der Leidenschaften und er verlangt, dass sich Mel ganz in ihn hineinversetzt. Für Mel wird das ein steiniger Weg, denn in ihr und auch in ihm lauern Geheimnisse, die entdeckt aber nicht einfach so preisgegeben werden wollen.

Flumeri und Giacometti verzaubern mit dieser Geschichte. Es knistert, es wird erotisch, aber es geht nie zu weit. Vor allem aber geht es immer wieder durch den Magen. Schön sind auch die Nebenschauplätze und einige weitere Charaktere, die die Geschichte dank ihrer ganz persönlichen Note immer wieder auflockern. An dieser Stelle möchte ich nur zwei alte Damen erwähnen, die Mel verwöhnen.

Insgesamt ist „Der Duft von Liebe und Limonen“ eine gelungene Liebeskreation. Die Leserin wird mitgerissen von einer Welle aus Leidenschaft bezogen auf die Küche und die Liebe. Prickelnde Gaumen und prickelnde Körper in einer perfekten Symbiose.

Und wer davon  dann noch nicht genug bekommen hat, der darf sich an den Rezepten am Ende des Buches erfreuen und sie einfach einmal ausprobieren.

Copyright © 2017 by Iris Gasper

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195 Bibliotheken, 4 Leser, 2 Gruppen, 121 Rezensionen

paris, brief, hamburg, realität, parallelwelt

Der Brief

Carolin Hagebölling
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 09.06.2017
ISBN 9783423261463
Genre: Romane

Rezension:

Marie lebt in Hamburg. Sie ist gesund, lebensfroh und bereits seit einigen Jahren mit einer Frau, Johanna, liiert. Dann erreicht sie ein ominöser Brief, gerichtet an sie selbst mit einer fremden Anschrift in Paris. Geschrieben wurde er von ihrer Freundin Christine aus Schultagen. Gesendet wurde er aus Berlin, obwohl Christine doch noch in der alten Heimat lebt. Der Brief ist merkwürdig. Er erzählt von Maries Leben, einem anderen Leben, dem Leben, dass sie angeblich in Paris lebt. Ein Leben mit Victor und ein Leben mit einer schwerwiegenden Erkrankung, einem Aneurysma im Kopf.

Marie ist irritiert. Sie kontaktiert ihre alte Freundin Christine. Diese wirft der Brief völlig aus der Bahn. Noch schlimmer wird es, als auch sie selbst einen Brief von Marie erhält, einen Brief aus Paris.

Mit einer Reise nach Paris versucht Marie der Wahrheit näher zu kommen. Was sie jedoch in Paris erwartet ist einfach nur unglaublich und noch verwirrender als die Briefe selbst.

Dieser Roman von Carolin Hagebölling fesselt den Leser von der ersten Seite an. Er wirft viele Fragen auf. Hier kommt die große Frage „Was wäre wenn?“ ins Spiel. Wie verläuft denn ein Leben? Ist es vorher bestimmt oder könnte es ganz anders aussehen, wenn man an einer bestimmten Stelle einfach eine andere Entscheidung trifft? Diese Frage hat sich sicherlich jeder schon einmal gestellt. Dennoch erwartet man als Leser der Geschichte natürlich irgendwie eine realistische Antwort auf die Frage was tatsächlich hinter den Briefen steckt. Für mich war diese auch lange Zeit spürbar. Ich hätte mir hier vieles erklären können, doch leider ist das Ende dann nicht so rund und klar wie erwartet. Es lässt mich kopfschüttelnd zurück. Hier wäre ein Brief weniger einfach mehr gewesen und für mich wesentlich schlüssiger als das tatsächliche Ende, welches zu offen und zu unrealistisch erscheint.

“Der Brief” ist eine fantastische Idee, in einem sehr schönen Schreibstil umgesetzt, fesselnd bis zum Ende, doch dann leider enttäuschend offen. Das Cover passt perfekt zu den Handlungsorten und dem Inhalt des Buches: Marie in Hamburg und Marie in Paris. Das sind zwei mögliche Varianten eines Lebens.

Copyright © 2017 by Iris Gasper

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33 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

ostsee, weißberg, sommer, neuanfang, liebe

Meerhimmelblau

Clara Weißberg
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 12.05.2017
ISBN 9783548289205
Genre: Romane

Rezension:

Liane ist Bibliothekarin. Seit fast 21 Jahren ist sie mit ihrem Mann Jochen, Oberstudienrat, verheiratet und nun will dieser alleine nach Venedig und dort eine Auszeit nehmen. Er hat sich dafür beurlauben lassen und möchte sich von der Muse küssen lassen. Liane ist verwirrt. Wie gerne würde sie mit ihm nach Venedig reisen, dorthin wo sie auch ihre Hochzeitsreise gemeinsam verbrachten. Aber Jochen möchte Distanz. Schließlich kommt ihn dort eine junge Referendarin besuchen. Als Jochen dann noch seinen langjährigen Freund Klaus in der gemeinsamen Wohnung einquartiert um Kosten zu sparen wird es Liane zu bunt. Sie entflieht der WG und nutzt das Angebot ihrer Freundin Nele für einige Wochen den Hof ihres Großvaters an der Schlei zu bewohnen und sich um die Tiere zu kümmern. Dort angekommen fühlt Liane sich schnell heimisch und verliebt sich in das Leben dort und die Tiere, auch wenn es einige mehr sind als erwartet. Und auch die Liebe schleicht sich vorsichtig heran. Nur ob Liane das überhaupt wahrnimmt ist die Frage.

„Meerhimmelblau“ ist eine Geschichte über eine erwachsene, aber doch sehr naive Frau, die ihre Augen mehr als lange genug vor der Realität verschließt und ihren Mann Jochen, der ihr eigentlich schon seit vielen Jahren auf der Nase herum tanzt, zu einer Art „Superman“ macht. Immer wieder ist Jochen präsent und stört das, was Liane doch eigentlich genießen sollte: Ein neues Leben, eine eigene Auszeit, die ersten Schritte ihrer möglichen Selbstständigkeit.

Lianes Art hat mich beim Lesen dieses Romans oft fast zur Weißglut gebracht. Sie ist eben eine Protagonistin, die nicht jeder lieben wird, die aber wohl den einen und anderen Anstupser  braucht um ihr Leben endlich selbst zu gestalten.

Zum Glück gibt es in der Geschichte auch noch die kleine Marie, ein herzerfrischend junges Mädchen, das genau weiß was es will und die Herzen seiner Mitmenschen im Sturm erobert. Sie ist das, was dieses Buch lesenswert macht. 

Alles in allem ist „Meerhimmelblau“ eine nette Geschichte mit Urlaubsfeeling, die zu unterhalten versteht. Ein idealer Roman für die Ferien. Mit diesem Buch kann man auch einfach kurz dem Alltag für ein paar Lesestunden entfliehen und sich von der Landschaft an der Schlei und an der Ostsee verzaubern lassen.

Copyright © 2017 by Iris Gasper

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19 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

debüt, darcey bell, geheimnisse, mord, blog

Nur ein kleiner Gefallen - A Simple Favor

Darcey Bell , Tanja Geke
herunterladbare Audio-Datei
Erschienen bei Lübbe Audio ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 10.04.2017
ISBN 9783961090273
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Stephanie ist Witwe, liebt ihren Sohn Miles über alles und schreibt in ihrer Freizeit regelmäßig für ihren Blog. Sie ist mit Emily, der Mutter eines Freundes ihres Sohnes befreundet. Die Frauen sehen sich häufiger, meist aber dann, wenn Emilys Mann Sean nicht zu Hause ist. Eines Tages bittet Emily ihre Freundin Stephanie darum Nicky von der Schule mit zu sich nach Hause zu nehmen. Stephanie denkt sich nichts dabei, denn die Kinder verstehen sich gut und Nicky war schon öfter zu Besuch bei Stephanie und Miles. Doch dann holt Emily ihren Sohn nicht ab. Zunächst erreicht Stephanie auch deren Mann Sean nicht. Was nur ist geschehen? Über die Ereignisse berichtet Stephanie auf ihrem Blog.

Der Hörer erfährt zunächst lange Zeit nur aus Stephanies Sicht (persönlich und über Blogeinträge) was geschehen ist und geschieht. Nach geraumer Zeit treten dann andere Perspektiven hinzu und auch Emily und Sean berichten aus ihrer Sicht. Dieser Wechsel des jeweiligen Blickwinkels bringt unglaubliche Dinge ans Licht mit denen man nicht unbedingt rechnen konnte. So lernt man die Charaktere immer wieder einmal von einer anderen Seite kennen und dabei auch ihre Geheimnisse.

Das Hörbuch ist durchweg spannend angelegt. Man will als Hörer wissen was hier wirklich geschehen ist. Ein Manko ist allerdings, dass man sich nur schwer in die Charaktere hineinversetzen kann. Als Hörer baut man keine Nähe zu ihnen auf. Auch Sympathien entstehen nicht, zumindest nicht dauerhaft. Irgendwie sind die handelnden Personen nicht greifbar, was vielleicht daran liegt, dass sie alle auf ihre ganz spezielle Art und Weise sehr extrem sind. Das ist wohl absichtlich so gewollt, aber es hemmt die Lesebegeisterung etwas.

„Nur ein kleiner Gefallen“ basiert auf einer tollen Idee. Die Umsetzung gelingt dabei nicht ganz und gerade gegen Ende enttäuscht die Geschichte etwas.   

Tanja Geke als Sprecherin ist eine perfekte Wahl. Sie versteht es sich in die jeweiligen Charaktere hineinzuversetzen und den Zuhörer immer wieder zu begeistern. Ihre Stimmlage passt zu jeder der hier handelnden Charaktere und so verdeutliche Tanja Geke genau das bei den einzelnen Personen, was sie auch sind bzw. wohl sein sollen: naiv, dominant, rücksichtslos, beeinflussbar und vieles mehr.

Eine gelungene Hörbuchversion eines eher durchwachsenen Thrillers.

Copyright © 2017 by Iris Gasper

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123 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 55 Rezensionen

thriller, mannheim, julia corbin, die bestimmung des bösen, biologie

Die Bestimmung des Bösen

Julia Corbin
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Diana, 09.05.2017
ISBN 9783453359345
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Alexis verliert bereits als kleines Mädchen ihre Eltern. Sie wächst in einer anderen Familie auf und ergreift den Beruf der Polizistin. Als zwei Frauen tot in einem Waldstück gefunden werden, übernimmt Alexis Hall die Ermittlungen. An ihrer Seite stehen ihr Kollege Oliver sowie die Kriminalbiologin Karen Hellstern, die gleichzeitig auch mit Alexis befreundet ist. Für Alexis Hall wird diese Ermittlung zu einer großen persönlichen Herausforderung, denn es bleibt nicht bei zwei Leichen und an den Fundorten der toten Frauen werden Entdeckungen gemacht, die Alexis an ihre eigene Vergangenheit erinnern und sie mit Ereignissen konfrontieren, die sie tief in ihrem Innern verborgen hält. Aber sie kann sich niemandem anvertrauen und dann beginnen auch noch Albträume ihr das Leben schwer zu machen. Und der Täter kommt ihr bzw. ihrem Umfeld immer näher…

„Die Bestimmung des Bösen“ ist das Thrillerdebüt der Autorin Julia Corbin (Pseudonym), besser bekannt als Kerstin Pflieger. Sie mischt in diesem spannungsgeladenen Buch Thrill  und Kriminalbiologie und schafft so eine ganz besondere Atmosphäre. Hier darf der Leser auch viele Informationen mitnehmen, wenn er sich auf die detaillierten Beschreibungen rund um DNA, Maden und Larven einlässt. Mir persönlich hat das sehr gefallen, auch wenn in diesem Fall nicht nur die Taten eines Verrückten sondern auch die Ermittlungsarbeit selbst einen gewissen Ekelfaktor auslösen.

Alexis ist eine interessante Ermittlerin, der ich noch viele weitere Fälle wünsche. Ihre familiären Probleme dürften dabei wohl langfristig aufgearbeitet werden und die Forschungsarbeit des Ziehvaters vielleicht in eine andere Richtung geführt werden. Hier gibt es sicher noch genügend Potential für weitere Bücher. Dieses erste hier überzeugt auf ganzer Linie.

Copyright © 2017 by Iris Gasper

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67 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 37 Rezensionen

florenz, liebe, düfte, duft, münchen

Die Galerie der Düfte

Julia Fischer
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Knaur, 02.05.2017
ISBN 9783426653845
Genre: Liebesromane

Rezension:

Die junge Johanna Stern-Reiter führt in München ihren kleinen Laden “Sternwarte – Naturkosmetik und Seelenheil”. Als Tochter eines Apothekers hat sie von klein auf entsprechendes Wissen gesammelt. Gerne aber würde sie in ihrem Geschäft auch Produkte der Officina Profumo di Santa Maria Novella aus Florenz führen, doch schon mehrfach hat sie eine schriftliche Absage erhalten. Diese traditionsreiche Firma lässt ihr Produkte eben nur in ausgewählten Geschäften vertreiben. Johanna aber gibt nicht auf. Sie reist nach Florenz und spricht bei den Inhabern, der Familie Fortini vor. Auch wenn sie damit nicht ihr gewünschtes Ziel erreicht, ist das der Beginn einer großen Veränderung in ihrem Leben. Diese Reise bringt Johanna auf die Spur der Düfte, der Liebe und der Lebensfreude. Und ganz nebenbei deckt sie auch noch Geheimnisse auf, die ihre Familie betreffen.

„Die Galerie der Düfte“ ist eine Geschichte für alle Sinne, besonders aber für die Nase. Mit wundervollen poetischen Worten und vielen wirklich gelungenen Umschreibungen verzaubert die Autorin Julia Fischer ihre Leser/innen und macht Florenz und seine Schönheit beim Lesen lebendig. Man fühlt sich als wäre man dort, geht durch die Stadt als würde man sie kennen, auch wenn man noch niemals dort war.

Ungewöhnliche und normale aber vor allen Dingen sehr detailliert dargestellte Charaktere machen diese Geschichte zu etwas Besonderem. Verschroben, kindlich, egoistisch, leichtsinnig, geradlinig, hilfsbereit, hier ist von allem etwas dabei. Und doch passen diese Menschen zusammen bzw. finden zueinander.

Auch wenn man kein Freund von großen Um- und Beschreibungen ist, so sollte man sich in diesem Buch darauf einlassen, denn hier wird erst durch diese Detailliertheit alles so passend. 

Diese Geschichte ist wie eine Huldigung an das Leben, die Liebe und die Welt der Düfte. Und manchmal bedarf es hierfür auch des einen oder anderen Umweges.

Copyright © 2017 by Iris Gasper

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53 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 33 Rezensionen

amalfiküste, brighton, italien, heimweh, leichte unterhaltung

Das Glück schmeckt nach Zitroneneis

Abby Clements , Sabine Schilasky , Susanne Zeyse
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 10.04.2017
ISBN 9783956496783
Genre: Romane

Rezension:

Matteo ist aus Liebe nach Brighton gezogen, wo er gemeinsam mit seiner Anna einen Eisladen führt. Dieser Laden hat zuvor einmal Annas Großmutter gehört, dann haben ihn Anna und ihre Schwester Imogen übernommen, zwischenzeitlich hat sich Imogen aus dem Geschäft zurückgezogen. Als Matteo von Heimweh überrollt wird, beschließt die kleine Familie das nasskalte Brighton zu verlassen und für einen Sommer nach Sorrent zu gehen um dort ein Eiscafé zu übernehmen. Vielleicht soll auch ein längerer Aufenthalt daraus werden.  Vor Ort angekommen scheint alles perfekt bis die Schwiegermutter Elisa anreist und sich in alles einmischt. Anna ist verzweifelt und fühlt sich unwohl und Matteo scheint nicht mehr er selbst zu sein.

Das Cover des Buches macht den Eindruck als erwarte den Leser hier eine fröhliche Geschichte unter der Sonne Italiens. Allerdings spielt dieses Buch nur zum Teil in Italien, denn immer wieder wechselt die Handlung auch zu Annas Familie nach Brighton und schildert wie es dort Imogen und auch den Eltern der Schwestern ergeht. Dort gibt es nämlich ebenfalls so manche Probleme zu bewältigen. Und ganz so fröhlich und locker wie das Cover es vermittelt, sind auch die Geschehnisse in Italien eben nicht.

Übrigens ist dieses Buch die Fortsetzung von „Viviens himmlisches Eiscafé“, erschienen im Goldmann Verlag. Man benötigt aber keine Vorkenntnisse um nun diesen zweiten Band zu verstehen.

Ein Happy End wird beim Lesen sicher erwartet und natürlich kommt es auch dazu. Vieles läuft hier etwas zu glatt und vorhersehbar ab. Dennoch ist „Das Glück schmeckt nach Zitroneneis“ alles in allem eine nette Sommerlektüre. Keine tiefgreifende Geschichte, aber gelungene Unterhaltung.

Copyright © 2017 by Iris Gasper

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

frau freitag, fahrschule, führerschein, hörbuch, fahrschulfolter

Man lernt nie aus, Frau Freitag!

Frau Freitag , Cathlen Gawlich
Audio CD
Erschienen bei Hörbuch Hamburg, 07.04.2017
ISBN 9783957130693
Genre: Humor

Rezension:

Frau Freitag überlegt sich selbst noch einmal in die Schule zu gehen und zwar in die Fahrschule. Bisher hat sie eigentlich in Berlin stets öffentliche Verkehrsmittel genutzt, aber mit dem Führerschein und einem eigenen Auto erhofft sich die Lehrerin Frau Freitag einfach neue Möglichkeiten.

In der Fahrschule ist sie die älteste Schülerin und findet sich, entgegen ihrem Berufsalltag, nun selbst als Schülerin wieder. Das fällt ihr nicht leicht und die Tatsache, dass ihr der bzw. die Fahrlehrer auch stets vor Augen halten, dass man im Alter schwieriger lernt, erbost Frau Freitag ungemein. Sie selbst fühlt sich toll, an den Dialogen wird jedoch klar erkennbar welche Schwierigkeiten Frau Freitag beim Fahren tatsächlich hat.

Besonders aufschlussreich sind die häufigen Einwürfe über die bisher angelaufenen Kosten und die Dauer des theoretischen bzw. praktischen Fahrunterrichtes. Dabei wird deutlich wie stark die Realität von der Vorstellung der Frau Freitag abweicht.

Die Sprecherin ist einfach toll. Wie sie sich in die Situation und die Eigenart des jeweiligen Fahrlehrers hineinversetzt, ist einfach beeindruckend. Der Satz: „Mensch Mädel…“ geht mir nun einfach nicht mehr aus dem Kopf. So herrlich!

Insgesamt gesehen kommt dieses Hörbuch nicht an die Geschichten der Frau Freitag im Schulalltag heran. Dafür ist die Thematik hier einfach zu eng gefasst und dieser Tatsache ist es wohl geschuldet, dass sich viele Dinge einfach immer wiederholen. Dennoch ist „Man lernt nie aus, Frau Freitag“ eine unterhaltsame Geschichte, die ich wirklich gerne gehört habe.

Copyright © 2017 by Iris Gasper

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21 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

eisenhut, gift, krimi, darmstadt, 2017

Nimmergrün

Elinor Bicks
Flexibler Einband: 346 Seiten
Erschienen bei Gmeiner-Verlag, 08.02.2017
ISBN 9783839220108
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

In „Nimmergrün“, dem dritten Band rund um den Kommissar Roland Otto, seinem Kollegen Brenneisen und die Museumsangestellte und Pflanzenkennerin Lore Kukuk, geht es um die geplante Eröffnung des Hugenotten- und Waldenserpfades. Durch ihn sollen künftig viele Touristen in die umliegende Region gelockt werden. Doch eine merkwürdige Baum- und Pflanzenkrankheit droht alle Pläne zunichte zu machen. Als dann auch noch Weidetiere und schließlich Menschen sterben, ist es an Roland Otto zu ermitteln. Dabei muss er tief in die Vergangenheit des Landkreises und seiner Bewohner eintauchen.

Lore Kukuk ist auch mit von der Partie. Da aber die Chemie zwischen ihr und dem Kommissar derzeit nicht so ganz stimmt, ermitteln sowohl Otto als auch Lore zunächst einmal für sich. Dabei darf der Leser Puzzlestückchen für Puzzlestückchen zusammensetzen und wird doch nicht auf Anhieb erfassen, was hier eigentlich gerade geschieht.

Es stellt übrigens kein Problem dar mit diesem dritten Band in die Reihe einzusteigen. Allerdings wird man wohl die einzelnen Charaktere etwas besser verstehen, wenn man zuvor auch „Lavendelbitter“ und „Silberregen“  gelesen hat. Lore Kukuk und auch Otto sind schon sehr speziell und weisen in dieser Geschichte beide Charaktereigenschaften auf, die sie nicht unbedingt zu Sympathieträgern machen. Das muss man mögen oder es als Nebensache einstufen.

Die Geschichte an sich ist unterhaltsam und verschafft Wissen im Bereich der Pflanzenwelt und rund um die Region Darmstadt-Dieburg und deren Geschichte.

Erwähnen möchte ich noch, dass diese Reihe der Gartenkrimis aus dem Gmeiner Verlag besonders schön gestaltet ist. Durch die Größe der Bücher und ihre Aufmachung als Flexcover mit Lesebändchen liegen sie besonders gut in der Hand.

Elinor Bicks Gartenkrimis sind jedenfalls einen Ausflug in das Reich der Pflanzen wert.

Copyright © 2017 by Iris Gasper

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170 Bibliotheken, 9 Leser, 2 Gruppen, 80 Rezensionen

thriller, rainer löffler, martin abel, brutal, spannend

Der Näher

Rainer Löffler
Flexibler Einband
Erschienen bei Bastei Lübbe, 24.04.2017
ISBN 9783404174546
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

In „Der Näher“ ermittelt der Fallanalytiker Martin Abel in seinem dritten Fall. Diesmal wird er von seinem Chef nach Gummersbach geschickt um sich dort um Fälle vermisster Frauen zu kümmern. Abel selbst hat zuvor einiges mitgemacht und dieser Einsatz soll ihn nun schonend zurück in den harten Job bringen. Doch es kommt anders als erwartet. Bei den Ermittlungen stößt Abel auf die einbetonierte Leiche einer Frau und ihres Babys. Schnell liegt die Befürchtung nahe, dass dieser Fund auch in Zusammenhang mit den verschwundenen Frauen stehen könnte. Aber was verbindet die Frauen? Und kann es wirklich einen Zusammenhang geben, denn die vermissten Frauen haben alle einen Abschiedsbrief hinterlassen, der auf ein freiwilliges Verschwinden hindeutet.

Abel ist ein sympathischer Kerl. Auch ohne die beiden vorangegangen Bücher „Blutsommer“ und „Blutdämmerung“ gelesen zu haben, lernt man Abel hier ganz gut kennen. So ist das Buch sowohl für Kenner der Reihe als auch für Neueinsteiger sehr gut lesbar. Der Ermittler hat gerade einige private Probleme, denn seine Freundin wünscht sich mehr Nähe und Enge in der Beziehung als Abel gerade bereit ist zu geben. Die zwangsweise vorübergehend neuen Kollegen in der Gummersbacher Dienststelle, allen voran der Dienststellenleiter Borchert, sind auch nicht gerade kooperativ, so dass Abel hier schon etwas unter Druck geraten könnte. Aber er lässt sich nicht beeinflussen und geht geradlinig und verbissen seinen Weg. Nichts ist ihm wichtiger als diesen Fall zu klären und den Täter, der natürlich als „Der Näher“ bei seinen Opfern immer auf eine ähnliche Weise vorgeht, zu überführen. Martin Abel versucht das Handeln des Täters zu verstehen und seine plötzlichen Eingebungen und Entdeckungen sind dabei sehr hilfreich.

In die kranke Seele des Täters darf der Leser im Verlauf des Buches immer wieder einmal Einblick nehmen. Dabei wird deutlich wie der Täter aufwuchs und was in ihm vorgeht. Hierbei darf sich der Leser auf nicht immer angenehme Ereignisse und Schilderungen gefasst machen. Hinsichtlich der Frage wer hinter dem Täter stecken könnte wird der Leser hin und wieder gekonnt auf eine falsche Fährte geführt und dürfte am Ende einigermaßen überrascht sein.

Wer dieses Buch zur Hand nimmt sollte in puncto Gewalt nicht unbedingt zart besaitet sein. Die Geschichte ist wirklich harter Tobak und sicher in erster Linie etwas für eingefleischte Krimi und Thriller Leser, die auch vor detailgenauen Beschreibungen von Tathandlungen nicht zurückschrecken.

Copyright © 2017 by Iris Gasper

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18 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

provence, krimi, kräuter der provence, französische lebensart, feinschmecker

Tod à la Provence

Andreas Heineke
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Emons Verlag, 23.03.2017
ISBN 9783740800598
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Pascal Chevrier will nicht länger als Polizist in der Großstadt Verbrecher jagen und so zieht es ihn hinaus aufs Land, in einen beschaulichen Ort in der Provence, im Luberon. Dort wird er als Polizeichef eines kleinen Ortes arbeiten und die Landluft und die gute Küche genießen. Eine Unterkunft findet er bei der Familie Perieux, einer alteingesessenen Familie, die Wein anbaut und überall hoch angesehen ist. Bei einem Abendessen im Hause Perieux macht Pascal die Bekanntschaft von Elaine, die er sehr anziehend und attraktiv findet.  

Aus der gedachten Beschaulichkeit wird jedoch für Pascal dann zunächst nichts. Nach größeren Unruhen und Disputen unter den Dorfbewohnern bezüglich eines geplanten größeren Bauvorhabens, eines Golf-Resorts, wird der Bauherr dieses Projektes tot aufgefunden. Pascal ermittelt. Dabei stößt er auf diverse Machenschaften und Geldgeschäfte und taucht auch in die dunklen Seiten der gehobenen französischen Küche, der Immobilienbranche und der Politik ein.

„Tod à la Provence“ ist ein schöner Krimi, der nicht nur spannend, sondern auch mit kulinarischen Genüssen daher kommt. Pascal ist ein sympathischer Kerl mit leichten Schwächen, dem man aber seine kleinen Fehler schnell wieder verzeihen kann.

Der Autor hat ein Buch für Frankreich Fans und solche die es werden soll geschrieben. Schöne Landschaft, Wein und Genuss stehen im Mittelpunkt und werden begleitet von einigen interessanten und spannenden Details, die ganz typisch eben für diese Region Südfrankreichs sind. Es bleibt zu hoffen, dass Pascal Chevrier in seiner neuen Wahlheimat schon ganz bald wieder ermitteln darf.

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25 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

familie, adoption, freiheit, roman, liebe

Was alles war

Annette Mingels
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Knaus, 06.03.2017
ISBN 9783813507553
Genre: Romane

Rezension:

Susa ist eine erwachsene junge Frau. Sie ist Wissenschaftlerin. Meeresbiologin um genau zu sein. Ihre Forschungen betreibt sie sehr engagiert. Susa ist in geordneten Verhältnissen aufgewachsen. Sie liebt ihre Eltern, doch sie weiß, dass sie als Baby adoptiert wurde. Dann tritt eine weitere Person in Susas Leben, ihre leibliche Mutter Viola. Bereits beim ersten Kennenlernen stellt Susa fest, dass ihre leibliche Mutter eine sehr auf sich selbst bezogene und freiheitsliebende Person ist. Sie hat insgesamt vier Kinder zur Welt gebracht und das einfach nur, weil sie es so schön fand schwanger zu sein. Die Kinder großgezogen hat sie allesamt nicht. Man merkt Susa an, dass sie zu dieser Frau emotional keine wirklich gute Verbindung aufbauen kann und doch löst die Begegnung mit der leiblichen Mutter in ihr etwas aus. Susa macht natürlich auch noch die Bekanntschaft ihrer Halbgeschwister und beginnt später nach ihrem leiblichen Vater zu suchen. Zwischendurch ist sie mit ihrem eigenen Leben ausreichend beschäftigt, denn sie verliebt sich in einen verwitweten Mann mit zwei kleinen Töchtern. Für diese ist Susa Mutterersatz und dann stellt sich auch noch eigener Nachwuchs ein.

„Was alles war“ ist ein Blick auf das Leben und die Familie. Hier wird gezeigt wie alles sein kann, was alles geschehen kann und welche Möglichkeiten es gibt mit bestimmten Ereignissen umzugehen. Leben, Liebe, Krankheit, Tod, die Suche nach Geborgenheit und den eigenen Wurzeln, der Wunsch nach Glück und Erfolg und vieles mehr werden hier in erster Linie aus Susas Perspektive und mit Blick auf deren Leben verdeutlicht.

Für Susa steht immer wieder die Frage im Raum was ihr wichtig ist und was Familie eigentlich für sie bedeutet. Ihre Vergangenheit zeigt hier wie vielfältig und unterschiedlich Familie und das individuelle Bild von Familie sein kann.

Die Autorin Annette Mingels verpackt eine Problematik der heutigen Zeit geschickt in ihren Roman. Patchworkfamilien sind heute an der Tagesordnung. Die klassische Familie stirbt aus. Wie gehen die Menschen damit um? Gibt es den perfekten Weg? Das ist wohl eher nicht der Fall, sondern jeder muss sich hier seinen Weg suchen, den für ihn besten Weg.

„Was alles war“ lässt den Leser ganz nah an Susa und ihre Probleme heran und schafft es doch Distanz zu dieser Protagonistin zu halten. Das ist der ganz besonderen Erzählart der Autorin geschuldet, an die sich mancher Leser sicher erst gewöhnen muss um dann Susa durch die Höhen und Tiefen des Lebens zu begleiten.

Copyright © 2017 by Iris Gasper

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136 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 58 Rezensionen

alter, liebe, tod, frankreich, roman

Und jetzt lass uns tanzen

Karine Lambert , Pauline Kurbasik
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Diana, 06.03.2017
ISBN 9783453291911
Genre: Liebesromane

Rezension:

Marguerite ist 78 Jahre alt als sie ihren Mann Henri verliert. Nie hat es für sie einen anderen Mann gegeben. Henri hat ihr Leben und ihren Tagesablauf bestimmt und einfach alles geregelt. Marguerite hat sich seinen Wünschen und Vorstellungen stets untergeordnet und ein Schattendasein geführt. Nun ist sie auf sich alleine gestellt und auch etwas verunsichert. Andersherum verspürt sie tief in sich den Drang Dinge jetzt vielleicht anders machen zu wollen, einmal über die Stränge zu schlagen. Doch daran hindert sie ihr Sohn, der wie sein Vater als Notar tätig ist und einfach alles regeln möchte. Er hält seine Mutter alleine für nicht lebensfähig und behandelt sie auch so.

Marcel ist 73 und hat seine Frau Nora bei einem schrecklichen Unfall verloren. Er stammt aus Algerien, hat jedoch fast sein ganzes Leben gemeinsam mit Nora in Frankreich verbracht. Dieses Paar hat das Leben gemeinsam gelebt, Entscheidungen stets gemeinsam getroffen und das Leben geliebt. Umso einsamer fühlt sich nun Marcel.

Durch einen Zufall verschlägt es sowohl Marguerite als auch Marcel zu einer Kur in ein Thermalbad. Dort nähern sie sich einander an. Zarte Bande entstehen zwischen ihnen. Marguerite genießt an der Seite von Marcel die Leichtigkeit des Lebens und entdeckt immer mehr ihre eigenen Wünsche und Vorstellungen, die Zeit ihres Lebens immer im Hintergrund standen. Marcel ist glücklich über seine neu entdeckte Zuneigung und sieht mit dieser Frau an seiner Seite wieder einen Sinn in seinem Leben.

Zwei vollkommen unterschiedliche Menschen entdecken hier im Alter mit wie wenig man im Leben eigentlich glücklich und zufrieden sein kann. Dabei werden auch unterschiedliche Lebensverhältnisse und gesellschaftliche Zwänge vollkommen belanglos.

Karin Lambert hat mit „Und jetzt lass uns tanzen“ eine zauberhafte Geschichte geschrieben bei der Emotionen wie Traurigkeit und Heiterkeit ganz nah beieinander liegen. Das Leben ist immer lebenswert, egal wie alt du bist ist die Essenz dieses Buches. Es gibt immer etwas Neues zu entdecken. Liebe ist zeitlos und Freude steckt in vielen kleinen Dingen des Alltags. Marguerite und Marcel weisen dem Leser hier den Weg. 

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78 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 32 Rezensionen

usedom, rosen, neuanfang, ostsee, liebe

Ein Sommer im Rosenhaus

Nele Jacobsen
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 17.02.2017
ISBN 9783746632629
Genre: Liebesromane

Rezension:

Sandra hat schon früh ihren Mann verloren. Nun sind beide Kinder, Tine und Tom, aus dem Haus und Sandra möchte etwas für sich selbst tun und sich verändern. Es zieht sie raus aus Hamburg und hinaus aufs Land. Ein altes Haus mit einem fantastischen Rosengarten, das sie noch aus ihren Urlauben mit Mann Tobias, kennt, hat es Sandra angetan. Das alte Rosenhaus mit seinen wundervollen und außergewöhnlichen Rosen zieht Sandra magisch an und als es zum Verkauf steht, gibt sie ein Angebot ab und erhält den Zuschlag. So zieht sie nach Usedom und für die erste Zeit wird sie von ihrer treuen Freundin Ulrike begleitet.

In England hofft der Rosenexperte Julian darauf, den Zuschlag für das Rosenhaus zu erhalten. Er teilt Sandras Faszination für Rosen, aber sein Interesse an dem alten Häuschen geht auch auf seine familiären Wurzeln zurück. Denn einst lebte Julians Familie auf Usedom. Ihr gehörte das Rosenhaus aber auch das zugehörige Gut. Als Julian den Zuschlag nicht erhält, ist er zunächst enttäuscht. Dann aber sucht Sandra nach einem Rosenexperten, der ihr im verwilderten Garten des Häuschens helfen soll und  Julian ergreift seine Chance.

„Ein Sommer im Rosenhaus“ ist nicht nur die Geschichte von Sandra und Julian, sondern auch die Entdeckung einer gemeinsamen großen Leidenschaft und eines bis dahin wohl gut gehüteten Familiengeheimnisses.

Dieses Buch ist eine wunderbare Geschichte über die Liebe zu Rosen und damit auch zur Natur. Mit wachsender Begeisterung darf der Leser teilhaben an Sandras Liebe zu den Rosen, die ihr in die Wiege gelegt wurde. Sie kümmert sich so liebevoll um die verschiedenen Sorten der Königin der Blumen, dass man als Leser einfach Freude mit ihr empfinden muss über jede positive Entwicklung des Gartens, über jedes gerettete Pflänzchen und über den fantastischen Duft dieser Blumen.

Hier darf eine Wohlfühlgeschichte inhaliert werden, bei der man über Rosen sicherlich vieles erfahren wird, was man vorher noch nicht wusste. Eine perfekte Geschickte für unterhaltsame Lesestunden.  

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64 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 43 Rezensionen

thriller, berlin, david gross, brandstiftung, martin krist

Brandstifter

Martin Krist
Flexibler Einband: 473 Seiten
Erschienen bei Independently published, 19.02.2017
ISBN 9781520648682
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Valentina findet ihren Mann brutal ermordet in seinem Arbeitszimmer. Sie kann sich das nicht erklären. Ihre heile Welt bricht zusammen und das von Tag und Tag ein Stück mehr. Jetzt gilt es für die beiden Kinder da zu sein und wieder ins Leben zurück zu finden.

Luka hat finanzielle Sorgen und lässt sich viel zu schnell dazu verleiten eine Straftat zu begehen. Dabei müsste er sich um seine kleine Familie kümmern und hat seiner Frau fest versprochen, dass alles besser werden wird. Er will eine Arbeit suchen und der Familie ein neues Heim suchen. Aber er kann nicht aus seiner Haut…

David Gross, Privatdetektiv, hat es selbst nicht leicht, denn seine Frau ist verschwunden, sein Sohn sitzt im Rollstuhl und macht Probleme. Aber er muss Geld verdienen und sich um seinen Auftrag kümmern. Ein junger Wissenschaftler wird von seiner Familie als vermisst gemeldet und Gross soll ihn finden.

Hier gibt es viele Handlungsstränge, von denen der Leser nicht weiß, wie sie zusammenhängen und ob sie zeitgleich spielen oder zeitversetzt. Das ist genau das, was ich als Leserin von Büchern des Autors Marcel Krist erwarte. Er versteht es perfekt hier durch häufige, schnelle Szenenwechsel und scheinbar nicht zusammen passende Handlungen, Spannung zu erzeugen, die mich fasziniert und dazu führt, dass das Buch nicht aus der Hand gelegt werden kann.

Schön ist, dass dieses Buch für Leser von Martin Krist Verbindungen zu vorangegangenen Büchern liefert, die aber für Neueinsteiger kein Problem bedeuten, da sie gar nicht unbedingt auffallen oder zumindest nicht relevant sind für die aktuellen Ereignisse. Dennoch ist es sicher interessant David Gross als Ermittler von Anfang an zu begleiten.

„Brandstifter“ ist ein intensiver Thriller, der keinen Raum für andere Dinge nebenher lässt und ein Ende bietet, das genügend Raum für Spekulationen bietet.

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16 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

provence, lesestoff, rezension, buch, friseurin

Rosalie und der Duft der Provence

Julie Lescault
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 20.02.2017
ISBN 9783442485321
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die Friseurin Rosalie kehrt notgedrungen in ihre Heimat, das kleine Städtchen Vassols in der Provence, zurück. Eigentlich hatte sie sich geschworen dorthin nicht mehr zurück zu kommen, doch eine Erbschaft und ihre finanzielle Lage zwingen sie dazu und so muss sie sich vor Ort notgedrungen ein neues Leben einrichten und sich ihrer Vergangenheit und dem alten Familienstreit mit Vater und Brüdern stellen.

Zum Glück trifft Rosalie vor Ort auf Vincent, einen zurückhaltenden Apotheker, den sie noch aus Kindertagen kennt. Auch er ist erst vor kurzem in die alte Heimat zurück gekommen und richtet sich dort seine Apotheke und seinen neuen Lebensmittelpunkt ein.

Beide machen auch Bekanntschaft mit dem neu im Ort lebenden Gemüsehändler Rachid und seiner Familie. Rachid ist ein netter Kerl, als Ausländer aber immer auch Anfeindungen aus der Bevölkerung ausgesetzt.

So beginnt die Geschichte rund um Rosalie erst recht beschaulich, gemütlich und einladend als perfekte Wohlfühlgeschichte. Doch dann geschieht ein Mord, Rechtsradikale machen den Ort unsicher und das beschauliche Vassols wird zum Schauplatz unangenehmer Ereignisse.

Rosalie kann nicht anders: Sie muss hier ermitteln und das erst recht, als ihr Bruder auftaucht, der als Commissaire zwar große Reden schwingt, aber scheinbar kein allzu großes Interesse an der Aufklärung der Ereignisse zu haben scheint.

Julie Lescaut hat mich mit diesem ersten Band rund um die Friseurin Rosalie überzeugt. Ihre Protagonistin ist eigenwillig, aber überaus sympathisch und passt perfekt in die so schön beschriebene Landschaft der Provence, in die man sich beim Genuss der Geschichte gleich aufmachen möchte.

Dieses Buch ist nicht in erster Linie ein Krimi, sondern auch Familiengeschichte, Liebesgeschichte, Wohlfühlgeschichte und schöne Unterhaltung. Und die Mischung ist hier einfach perfekt gelungen. Ein Genuss in jeder Hinsicht.

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93 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 68 Rezensionen

tod, roman, krankheit, verlust, liebe

In jedem Augenblick unseres Lebens

Tom Malmquist , Gisela Kosubek
Fester Einband: 301 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 11.03.2017
ISBN 9783608983128
Genre: Romane

Rezension:

Karin, die hochschwangere Freundin von Tom, landet mit grippeähnlichen Symptomen im Krankenhaus. Die Grippe entpuppt sich jedoch als akute Leukämie, der Zustand von Karin als äußerst kritisch. Schließlich entschließen sich die Ärzte das Kind zu holen. Livia, die gemeinsame Tochter von Tom und Karin, kommt auf die Frühchen Station, für Karin geht der Kampf ums Überleben weiter. Tagelang pendelt Tom in der Klinik zwischen Frau und Kind hin und her. Am Ende verlässt er die Klinik nur mit seiner Tochter. Nun beginnen für ihn neue Probleme. Der Alltag hat ihn wieder, aber auch Steine werden ihm in den Weg gelegt, denn ohne Trauschein ist er offiziell noch lange nicht der Vater des Kindes.

Diese Geschichte des Autors Tom Malmquist trifft den Leser mit enormer Wucht. Das ist wohl vor allem dem Schreibstil des Autors zuzuschreiben, denn hier wird nichts ausgeschmückt und verschönert, sondern einfach unverblümt so geschildert, wie der Protagonist die jeweilige Situation erlebt. Hier merkt man sehr deutlich wie ein Mensch sich in einer solch schrecklichen Lebenssituation fühlt. Es ist als wäre man in einer dunklen Wolke unterwegs und würde einfach nur noch funktionieren, weil es weitergehen muss, obwohl man nicht weiß wie es weitergehen soll und überhaupt weitergehen kann. Tom macht deutlich, dass man in einer solchen Ausnahmesituation eben mehr einer Maschine als einem menschlichen Wesen gleicht. Vermutlich kann man das als Leser nur dann richtig interpretieren, wenn man selbst einmal eine ähnliche Situation erlebt hat. Ansonsten kann es leicht geschehen, dass man hier denkt was soll das? Oder wie wenig Gefühl hat dieser Mann eigentlich?

Dieses Buch ist sehr authentisch. Es ist keine leichte Kost und es macht auch etwas schwermütig. Dennoch zeigt es, dass es Menschen gelingen kann auch nach dem Tod eines geliebten Menschen ins Leben zurückzufinden.

Der Autor lässt den Leser in Rückblicken auch teilhaben an Karins und Toms Vergangenheit und ihren Beziehungen zu Eltern und Familie. Auch hier bleibt der Blick gleich. Aus heutiger Sicht wird alles, jeder Augenblick des Lebens, ohne große Emotion betrachtet und beschrieben. Das wirkt abgeklärt, hat aber seinen Ursprung wohl in der eigenen Gefühlswelt des frischgebackenen Vaters, der gerade den Tod seiner langjährigen Freundin verarbeiten muss.

„In jedem Augenblick unseres Lebens“ ist ein Roman über ein schlimmes Erlebnis und eine Lektüre, die den Leser bewegt, auch dann, wenn er vielleicht nicht nachvollziehen kann wie sich Tom gerade wirklich fühlt.

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82 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 35 Rezensionen

italien, roman, backen, sommer, geheimnisse

Die Zitronenschwestern

Valentina Cebeni , Sylvia Spatz , Brigitte Lindecke
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Penguin, 13.03.2017
ISBN 9783328100409
Genre: Romane

Rezension:

Ellettras Mutter Edda liegt im Koma und es sieht nicht gut aus. Elletra selbst steht vor der Pleite der Bäckerei, die sie von der Mutter übernommen hat. Nun muss sich in ihrem Leben etwas ändern. Da läuft ihr in der Klinik eine blinde ältere Dame namens Eva im Rollstuhl über den Weg. Sie erklärt eine Freundin von Edda zu sein und rät Ellettra zu einer Reise zum Kloster Santa Elisabetta auf der Isola del Titano. Selbstgebackene Anisbrötchen sollen Elettra dorthin begleiten. Gesagt, getan. Elettra begibt sich frohen Mutes auf diese Reise, wohl auch in der Hoffnung dort vielleicht etwas über ihren Vater herauszufinden, von dem sie nie etwas in Erfahrung gebracht hat.

Auf der Insel angekommen darf Elettra schon bald im ehemaligen Kloster wohnen. Das hat die ungefähr gleichaltrige Lea vor einigen Jahren käuflich erworben und es bietet ihr und auch den Mitbewohnerinnen Nicole und Dominique Schutz vor den Anfeindungen der übrigen Inselbewohner. Lea wird für Elletra so etwas wie eine Freundin.

Das Leben und die Menschen auf der Isola del Titano sind sonderbar und Elettra fällt es schwer mit den Menschen tatsächlich warm zu werden. Doch die Suche nach ihren eigenen Wurzeln hält sie dort. Selbst bei Lea hat sie manchmal das Gefühl, dass diese etwas vor ihr verheimlicht.

In dieser Geschichte spürt der Leser die Schönheit dieser Insel, der Isola del Titano, lernt aber auch schnell ihre rauen Seiten kennen. Der Duft von Kräutern, Anis und Zitronen dringt durch und lässt Sommergefühle aufkommen, Und dennoch baut sich da eine gewisse Distanz auf. Zu geheimnisvoll sind die Menschen und auch Elettra und ihr Handeln sind nicht immer ganz nachvollziehbar. Oft verliert sie sich in nicht nachvollziehbaren Empfindungen und Gedanken. So fällt es manchmal schwer sie zu verstehen.

 „Die Zitronenschwestern“ ist eine unterhaltsame Sommerlektüre über eine Frau, die an einem Wendepunkt ihres Lebens steht und auf der Suche nach Geheimnissen ihrer Mutter und ihrer Familie ihre eigenen Wünsche und Träume wieder entdeckt.  

Übrigens fließen in das Buch diverse Rezepte ein, die Eddas Backkunst unterstreichen und den Leser sicherlich dazu animieren so manches Rezept einmal selbst auszuprobieren. Delizioso!

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32 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

fürchte die nacht, klassenfahr, mord, jugendthriller, claudie puhlfürst

Fürchte die Nacht

Claudia Puhlfürst
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Coppenrath, 16.02.2017
ISBN 9783649671275
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Lena und Anne sind Freundinnen. Gemeinsam mit ihrer Klasse geht es für die zwei Mädchen auf eine Klassenfahrt. Diese führt sie in ein Landschulheim wo es praktisch außer Wald in der umliegenden Gegend nichts gibt. Was liegt da näher als ein gemeinsamer Ausflug bei Nacht in den Wald? Eine Art Mutprobe für die jungen Leute. Leider nur wird in der ersten Nacht Anne von einem vermummten Täter angegriffen und gewürgt. Zum Glück geschieht ihr nichts Schlimmeres. Doch ohne aus diesem Ereignis Konsequenzen zu ziehen, begeben sich die jungen Leute auch in der zweiten Nacht in den Wald und dabei gibt es ein Opfer. Ein junges Mädchen wird erdrosselt aufgefunden. Die Klassenfahrt wird abgebrochen.
Sowohl Anna als auch Lena versuchen die Ereignisse zu verarbeiten. So unterschiedlich wie die Mädchen jedoch sind, geschieht dies auch auf sehr unterschiedliche Weise. Dabei spielen auch Ereignisse aus dem Leben der Mädchen eine große Rolle. So wirbelt dieser Fall für Lena das Verschwinden ihrer Mutter, welches einige Jahre zurückliegt, wieder auf.

„Fürchte die Nacht“ ist ein spannender Thriller für jugendliche Leser, der neben der eigentlichen kriminellen Handlung auch einen Blick auf die Probleme junger Menschen generell wirft. So wird die erste Liebe beleuchtet und auch ein Blick auf das Leben einer Clique mit sehr unterschiedlichen Persönlichkeiten geworfen.

Anna und Lena kommen nicht zur Ruhe. Sie ermitteln auf eigene Faust. Es kommt zu weiteren Vorfällen und dann zur für mich wirklich sehr überraschenden Aufklärung des Falles. Damit war nicht zu rechnen und das Ende lässt mich auch irgendwie etwas unbefriedigt zurück. Aber mehr kann dazu nicht verraten werden.

„Fürchte die Nacht“ birgt Spannung und liest sich wirklich gut. Die Auflösung jedoch ist im Gegensatz zur eigentlichen Geschichte viel zu krass und kann deshalb nicht überzeugen.

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emma der kaktus und ich, kaktus, leserunde, wunschvorstellung, lustig

Emma, der Kaktus und ich

Christopher Lück
Flexibler Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 16.01.2017
ISBN 9783442484997
Genre: Liebesromane

Rezension:

Gerd Gerthner ist die Hauptperson in „Emma, der Kaktus und ich“. Mit ihm hat der Autor Christopher Lück einen Charakter geschaffen, der nichts auf die Reihe bekommt und eigentlich nur im eigenen Selbstmitleid versinkt. Er hat sein Leben nicht im Griff und sucht nach der Frau seines Lebens. Als er diese scheinbar gefunden hat, scheitert er in seinem Leben erneut und steht nun kurz davor Selbstmord zu begehen. Das sind der Beginn dieses Romans und auch „fast“ sein Ende. Dazwischen stehen einige Seiten und Anekdoten über diesen verrückten Gerd und seine Versuche mit dem Leben klar zu kommen.

Mich konnte dieser Roman nicht wirklich fesseln. Er ist für mich einfach zu abgedreht und unrealistisch. Das Handeln Gerd Gerthners ist fast nie nachvollziehbar und kann so auch nicht unterhaltsam sein. Die Geschichte ist zu schräg um noch komisch zu wirken.

Den Kaktus könnte man hier vielleicht als symbolisch bezeichnen. Er ist irgendwie ein wenig Gerd, kommt allerdings besser im Leben klar als sein Besitzer.

Cover und Klappentext sind nicht gerade passend für die Geschichte gewählt. Unter einer turbulenten Beziehungskomödie würde ich mir etwas völlig anderes vorstellen als dieses andauernde Gejammer eines Mannes. Und die Beziehung zwischen Emma und Gerd bildet zwar den Rahmen dieses Romans, in seiner Mitte aber geht es um viele andere Dinge in Gerds Leben, vor allem um seine Erfahrungen mit Frauen und das erste Mal.

Dieses Buch ist wohl etwas für Menschen mit schrägem Humor.

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128 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 23 Rezensionen

thriller, norwegen, oslo, mord, samuel bjørk

Federgrab

Samuel Bjørk , Gabriele Haefs
Flexibler Einband: 540 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 17.10.2016
ISBN 9783442205257
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ein junges Mädchen wird tot im Wald aufgefunden. Sie ist auf Vogelfedern gebettet, Kerzen umgeben sie und sie trägt eine weiße Blume im Mund. Es stellt sich heraus, dass sie zuletzt in einem Heim für Jugendliche in der Nähe von Oslo gelebt hat, dort schon als vermisst galt, die Vermisstenanzeige jedoch zurückgezogen wurde. Das Mädchen ist sehr abgemagert und in ihrem Magen findet man Reste von Nahrung, die normalerweise nicht dazu geeignet ist von Menschen verzehrt zu werden.

An die Ermittlungen begeben sich, wie schon im ersten Roman des Autors, Holger Munch und sein Team. Mit dabei auch Mia Krüger und der junge Softwarespezialist Gabriel Mørk, den Munch für den letzten Fall erst ins Team geholt hat. Mia gelingt es wieder einmal Dinge zu erahnen an die die Anderen noch gar nicht denken. Doch diesmal liefert auch Gabriel einige Ermittlungsansätze, denn er wird von einem ehemaligen Hackerkollegen kontaktiert, der im Darknet über seltsames Videomaterial gestoßen ist.

Die Ermittlungen verlaufen etwas schleppend, was auch damit zu tun hat, dass in dieser Geschichte die Ermittler selbst noch weiter in den Mittelpunkt rücken als schon im ersten Teil der Reihe. So werden Munchs private Probleme aufgezeigt und ein Blick in sein innerstes Seelenleben geworfen. Auch Mia wird näher beleuchtet. Sie ist nach wie vor mit vielen Problemen behaftet und kommt ohne Tabletten und Alkohol nicht über die Runden. Man muss sich fragen, ob sie je wieder ins Leben zurückfinden wird.

Doch dann nimmt die Handlung mehr und mehr Fahrt auf und die Spannung wird größer. Ich möchte an dieser Stelle nicht zu viel verraten, aber auch hier spielt Munchs Familie wieder eine Rolle.

Mit „Federgrab“ legt der Autor Samuel Bjørk eine spannende Geschichte vor, die nicht so spannungsgeladen ist, wie der erste Band der Reihe, aber dennoch zu überzeugen versteht. Und das Ende der Geschichte dürfte dazu beitragen, dass die Ermittler sich noch einmal mehr mit ihrem Leben und sich selbst auseinandersetzen müssen und werden. Wie sie das verändern wird, hoffe ich in einem dritten Band des Autors lesen zu dürfen. Das dürfte dann gerne aber weitaus weniger Raum in der Geschichte einnehmen, damit der eigentliche Fall wieder etwas mehr Raum bekommt.

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36 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

meer, italien, rom, sehenswürdigkeiten, donrosario

Signora Pia und das Lächeln des Meeres

Roberta Gregorio
Flexibler Einband: 360 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 14.07.2016
ISBN 9783404173785
Genre: Romane

Rezension:

Mit dem Auszug der jüngsten Tochter könnte Pia endlich Zeit für sich selbst haben und die Zweisamkeit mit ihrem Mann Pasquale genießen. Doch als der Schwiegervater plötzlich und unverhofft stirbt zieht Mamma Sandrina, die Schwiegermutter, bei Pia und Pasquale ein. Pia ist entsetzt und am Ende, denn auch wenn ihr Familie wichtig ist, so geht das doch nun wirklich zu weit. Und so kommt es, dass sie die Gelegenheit nutzt einmal fort von zu Hause und aus dem beschaulichen Örtchen Camerota heraus zu kommen.

Pia landet eher zufällig in Rom, doch dort bieten sich ihr einmalige Möglichkeiten und sie erlebt diese Stadt mit einer neuen Bekanntschaft auf eine ganz besondere Weise. Man merkt deutlich wie Pia in dieser Zeit über viele Dinge nachdenkt, von Unsicherheiten geplagt wird und doch auch zu sich selbst zurückfindet.

Der Autorin Roberta Gregorio ist es gelungen eine schöne italienische Familiengeschichte zu schreiben. In ihrem Roman beschreibt sie sowohl das Leben auf dem Lande, den dortigen Bezug der Menschen zur Kirche, das Leben in der Stadt und die italienischen Familienbande und präsentiert damit einen perfekten unterhaltsamen Roman.

Manche Passagen mögen vielleicht etwas überzogen dargestellt sein, aber das tut dem gesamten Lesevergnügen keinen Abbruch. Signora Pia und das Lächeln des Meeres ist ein Buch für jeden Italienliebhaber und den, der es vielleicht noch werden möchte.

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44 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

usa, maine, krimi, winter, mord

Das Kind im Wald

Sarah Graves , Christiane Winkler
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Diana, 11.10.2016
ISBN 9783453358720
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Lizzie Snow hat nur noch eine einzige Verwandte und zwar ihre vor Jahren verschwundene Nichte Nicolette. Da wundert es nicht, dass sie sich bei passender Gelegenheit von Boston nach Bearkill in die Provinz versetzen lässt, nachdem man dort angeblich Nicolette gesehen hat. Aber die Suche nach ihrer Nichte ist schließlich eine Privatsache und Lizzie hat vor Ort noch ganz andere Ermittlungen vor sich. In der Gegend wurden mehrere Polizisten tot aufgefunden und auch, wenn man denken könnte diese hätten Selbstmord begangen, so scheint das nicht der Fall zu sein.

„Das Kind im Wald“ ist der erste Fall für Lizzie Snow und damit der Beginn einer Reihe. Die Geschichte braucht etwas ehe sie in Fahrt kommt, denn die Autorin Sarah Graves bringt dem Leser auf den ersten Seiten des Buches erst einmal ihre Charaktere näher und schildert langsam die Ereignisse, die in der Vergangenheit liegen. Dann erst baut sich größere Spannung auf und es geht dann Schlag auf Schlag. Hier hängt vieles zusammen, was vorher gar nicht zu erwarten war und das gefällt, auch wenn es insgesamt etwas zu viel des Guten war, was die Autorin hier in ihre Geschichte hineinpacken wollte.

Dennoch werde ich die Reihe weiterverfolgen und bin gespannt auf Lizzie Snow und ihre Entwicklung und Ermittlung im zweiten Fall. Hier gibt es noch genügend Luft nach oben.

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91 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 49 Rezensionen

schokolade, würzburg, chocolaterie, geheimnis, roman

Novemberschokolade

Ulrike Sosnitza
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Heyne, 11.10.2016
ISBN 9783453359062
Genre: Romane

Rezension:

Lea Winter führt in Würzburg eine kleine Chocolaterie. Sie hat einen ausgeprägten Geruchssinn und liebt Schokolade über alles. Das ist kein Wunder, denn auch ihr schon früh verstorbener Vater war ein Fan dieser braunen Köstlichkeit und selbst ein bekannter Chocolatier. Leider aber ist Lea in Geschäftsdingen lange nicht so gut wie bei der Kreation ihrer Trüffel und Pralinen und so steht ihr kleines Geschäft kurz vor dem aus. Ihre Vermieterin kündigt ihr Wohnung und Ladenlokal und sie gerät immer mehr in die Krise. Trotz schlechtem Gewissen ihren Mitarbeiterinnen gegenüber, entschließt sich Lea dann zunächst für eine Schließung des Geschäfts. Dies tut sie aber auch nur, weil sie überraschend ihre Mutter wiederfindet und auch noch eine neue Beschäftigung in ihrem Metier. Doch das neue Familienglück währt nicht lange, denn ein Schatten liegt über der Vergangenheit von Leas Familie.

Diese Geschichte ist dank der schokoladigen Köstlichkeiten und der im Roman enthaltenen Liebesgeschichte sehr genussvoll. Dennoch konnte sie mich nicht vollständig überzeugen, denn Lea Winter blieb mir zu wechselhaft in ihren Entscheidungen und auch zu schnell entschlossen bei Dingen, über die man gerne etwas länger nachdenken sollte. Dabei bleibt vieles auf der Strecke. In der Handlung gibt es auch einige Sprünge, die mich etwas in meinem Lesefluss gestört haben.

So ist „Novemberschokolade“ ein kurzweiliger Lesegenuss über köstliche Pralinen und den Duft der Liebe, der mit Lea und ihrer Mutter Anne von zwei Personen geprägt wird, die in ihrem Handeln nicht überzeugen können.

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