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Nichts ist verziehen

Ninni Schulman , Susanne Dahmann
Flexibler Einband: 440 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 27.07.2018
ISBN 9783404176977
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ein Klassentreffen führt nach vielen Jahren alte Feinde und alte Freunde wieder zusammen. Die Stimmung ist ungewöhnlich, irgendwie angespannt. Dazu trägt auch bei, dass das Klassentreffen an dem Ort stattfindet, an dem man bereits zu Schulzeiten einmal groß gefeiert hat: eine Hütte im Wald, die einem ehemaligen Lehrer gehört. Schnell sind alle leicht angetrunken und dann kommt das böse Erwachen: Ein Toter. Und dabei soll es nicht bleiben.

„Nichts ist verziehen“ ist der dritte Band einer Reihe rund um die Journalistin Magdalena. Diese ist, wie soll es anders sein, ehemaliges Mitglied der Klasse, um die es in dieser Geschichte geht.

Zu Beginn des Buches werden viele Personen eingeführt, was zunächst etwas verwirrend ist. Doch nach und nach weiß man als Leser um wen es hier gerade geht und wie die Zusammenhänge sind. Durch Rückblicke und alte Tagebucheinträge erfährt man Details über die Schulzeit der Klasse und kann dabei munter darauf los rätseln wie die Vergangenheit wohl mit den Ereignissen in der Gegenwart zusammenhängt. Hier gibt es viele mögliche Ansatzpunkte, die auf einen Täter oder eine Täterin hindeuten.

Zwischendurch werden auch viele private Details einzelner Personen genauer betrachtet, so z.B. Magdalena und ihre Ängste. Die Journalistin leidet darunter, dass sie unterhalb der Woche stets von ihrem Partner getrennt ist. Hinzu kommt, dass sie aufgrund ihrer journalistischen Tätigkeit und ihrer Haltung und Berichterstattung über Flüchtlinge derzeit eine Menge an Hassmails bekommt und Anfeindungen ausgesetzt ist. Auch die Ermittler werden näher beleuchtet. Viele von ihnen haben ebenfalls Beziehungsprobleme.

Dieser Schwedenkrimi ist eine gelungene Mischung. Er kommt nicht super spannend daher, aber es lohnt sich ihn zu lesen. Die Auflösung ist dann etwas überraschend. In jedem Fall ist dieser Krimi sowohl etwas für diejenigen, die die Vorgänger der Reihe schon kennen, als auch für jene, die sie nicht kennen.

Copyright © 2018 by Iris Gasper

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48 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 33 Rezensionen

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Alicia verschwindet

Matthias Sachau
Flexibler Einband: 242 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 07.05.2018
ISBN 9783458363422
Genre: Romane

Rezension:

Alicia verschwindet und Robert sucht nach ihr. Als er nicht mehr weiter weiß zieht er seinen Bekannten, Dr. Heathcliff, ins Vertrauen. Die beiden kennen sich vom Golfplatz, aber eigentlich nicht so gut, dass sie bislang ausführliche Gespräche miteinander geführt haben. Robert Arlington-Stockwell, Sohn aus gutem Hause, hat aber einen guten Grund sich gerade jetzt ausführlich mit Dr. Heathcliff zu unterhalten.

Die Unterhaltung der Männer präsentiert uns der Autor aus der Erzählperspektive des Herrn Heathcliff, was die Erzählung schon einmal ganz besonders macht. Richard ist besorgt um seine gute und langjährige Freundin Alicia, die im Gegensatz zu ihm selbst eher der Mittelschicht entstammt. In ihrer Wohnung hat er auf dem Boden ihr Lieblingsbuch “Sturmhöhe“ gefunden und dann gibt es noch rätselhafte Fotos durch die Robert dazu gebracht wird etwas zu tun, was ihm sonst fern liegt. Er reist, er besucht Menschen aus seiner Vergangenheit, die er schon lange nicht mehr gesehen hat. Doch das Rätsel um Alicia vermag er nicht zu lösen, zumindest nicht alleine.

Mit einer ganz besonderen Prise Humor präsentiert der Autor Matthias Sachau diesen Roman, der in der oberen Gesellschaft Großbritanniens angesiedelt ist. Robert, der einen besonderen Bezug zu Deutschland hat, ist zwar reich, ihm fehlt aber etwas anderes und das bemerkt er erst jetzt, wo er kurz vor seiner Verlobung mit Rovena steht und seine beste Freundin Alicia verschwunden ist. Was eigentlich kann er, was will er und worin sieht er sein Glück?

Der Leser weiß schon vor Robert selbst was diesen eigentlich bei seiner Suche nach Alicia antreibt, aber er weiß eben nicht wie die Reise ausgehen wird. Wird Robert Alicia finden? Wie verhält er sich dann? Wird sich das Blatt noch einmal völlig wenden? Rätsel gibt es hier jedenfalls genug zu lösen und zwar mit oder ohne Kenntnis von „Sturmhöhe“.

Wer sich einfach gut unterhalten lassen möchte und dabei auch gerne etwas britische Steifheit auf sich wirken lassen möchte, dem sei diese Geschichte ans Herz gelegt. Der Roman geht zwar nicht in die Tiefe, hat aber eine klare Botschaft. Gute Unterhaltung!

Copyright © 2018 by Iris Gasper

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38 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

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Das Finkenmädchen

Nicole Trope , Carola Fischer
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 25.05.2018
ISBN 9783404176823
Genre: Romane

Rezension:

Birdy ist in einer gefängnisähnlichen Einrichtung untergebracht, nachdem sie ihrer Mutter gegenüber gewalttätig geworden ist. Sie selbst ist ebenfalls Mutter und ihre Tochter darf regelmäßig zu Besuch kommen. Birdy ist geistig nicht so fit wie andere Menschen, aber sie wirkt sympathisch. Allerdings schwelt in ihr eine Wut gegen Rose. Rose soll ihren eigenen Mann, einen prominenten Fernsehstar, getötet haben. Dafür kommt Rose nun ebenfalls in Haft und zwar in die gleiche Einrichtung, in der auch Birdy lebt. Birdy will sich nun an Rose rächen. Die Frauen begegnen sich schon bald, doch Rose erkennt Birdy nicht.

Die Handlung der Geschichte wechselt zwischen dem derzeitigen Leben in der Haft und dem vergangenen Leben von Rose und Birdy hin und her. Dabei werden dem Leser Einblicke in das Leben von Rose und auch von Birdy gegeben. Emotional und gedanklich kommt man den beiden Frauen auf diese Art und Weise sehr nah, kann ihr jeweiliges Handeln verstehen und ist gespannt auf das, was vielleicht kommen wird. Hierdurch baut sich leichte Spannung auf, die auch bis zum Ende des Romans erhalten bleibt.

Dieses Buch wird vom Verlag als Frauenroman bezeichnet. Das Cover passt zum Titel und weckt mit den abgebildeten Blüten und dem Vogel Erwartungen auf eine lockere, vielleicht sogar fröhliche Geschichte. Dabei ist „Das Finkenmädchen“ so ganz anders. Es ist vielmehr ein Spannungsroman und eine tragische Geschichte über eine Kindheit und ein Leben, die ganz anders hätten verlaufen können und auch sollen.

Auch nach dem Lesen des Buches bleibt noch genug Raum um die Geschichte rückblickend zu betrachten. Sie hallt nach und macht sprachlos. Der Roman zeigt wie leicht einige Menschen manipuliert und beeinflusst werden können und wie wenig manche Menschen Rücksicht auf andere nehmen und deren Schwächen eiskalt ausnutzen. Nicole Trope gelingt es den Leser zu berühren und auf nachhaltig zu schockieren. Perfekt!

Copyright © 2018 by Iris Gasper

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64 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 31 Rezensionen

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Strandrosensommer

Tanja Janz
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 02.05.2018
ISBN 9783956498305
Genre: Liebesromane

Rezension:

Inga steht alleine da, nachdem sich ihr Freund von ihr getrennt hat. Und weil sie leider ihr geliebtes Café schließen musste, weil der Eigentümer die Geschäftsräume anderweitig vermietet hat, kommt Inga der Hilferuf ihrer Tante Ditte aus St. Peter-Ording gerade recht. Tante Ditte braucht auf ihrem alten Pferdehof noch Hilfe bei der Betreuung der Feriengäste. So beschließt Inga kurzerhand für eine begrenzte Zeit an die nordfriesische Küste zurückzukehren. Dort hat sie schon früher wunderschöne Zeiten erlebt. Leider stellt sich schon bald heraus, dass auf dem alten Hof so einiges im Argen liegt. Tante Ditte hat offensichtlich nach dem Tod ihres geliebten Mannes viele Dinge nicht mehr so genau genommen und auch finanzielle Angelegenheiten nicht ordnungsgemäß geregelt. Nun ist es kurz vor zwölf und der Pferdehof scheinbar nur durch eine zündende Geschäftsidee zu retten. Dabei ist Inga der Zufall behilflich und eine besondere Begegnung macht den Weg frei für die ersten Einnahmen.

„Strandrosensommer“ biete genau das, was Titel und Cover versprechen: Eine schöne, unterhaltsame und auch ein wenig romantische Sommergeschichte, in die man einfach ohne viel nachzudenken abtauchen kann. Manche Szenen sind etwas übertrieben und vielleicht auch weit hergeholt, aber Liebhaber dieses Genres werden darüber sicherlich hinwegsehen und sich an dieser Geschichte einfach nur erfreuen.

Sonne, Sommer, gute Laune und echtes Lebensglück, das ist der „Strandrosensommer“ den Inga in St. Peter-Ording verbringt. Wer sie dabei begleiten möchte, der sollte das einfach tun. Viel Vergnügen!

Copyright © 2018 by Iris Gasper

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114 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 83 Rezensionen

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Sommernachtstod

Anders de la Motte , Marie-Sophie Kasten
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Droemer Taschenbuch, 02.05.2018
ISBN 9783426306246
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

In einem kleinen Ort in Südschweden verschwindet der kleine Billy. Das ganze Dorf sucht nach ihm, doch die Suche bleibt erfolglos. Die Familie des kleinen Jungen versinkt im Kummer. Die Mutter nimmt sich nach einer schweren depressiven Phase das Leben. 20 Jahre später lernt die Therapeutin Vera in einer ihrer Therapiegruppen den Patienten Isak kennen. Er erzählt von dem Verschwinden eines kleinen Jungen und Vera erkennt in seinen Erzählungen Parallelen zu dem Verschwinden ihres Bruders Billy vor vielen Jahren. Vera kehrt in ihre Heimat zurück und greift die alte Suche nach dem Bruder wieder auf. Sie stellt Fragen, doch nicht alle Dorfbewohner empfangen Vera mit offenen Armen. Auch in ihrer eigenen Familie ist man nicht bereit alle Fragen zu beantworten. Die Situation verschlimmert sich noch, als Vera Isak mit nach Hause nimmt.

„Sommernachtstod“ ist ein spannender Roman, in dem der Leser die Protagonistin Vera auf der Suche nach der Wahrheit begleitet. Eine bedrückende Grundstimmung liegt sowohl über dem Leben im Heimatdorf von Vera als auch über ihrer aktuellen Lebenssituation. Das einstige Verschwinden des Bruders hat sie nachhaltig beeinflusst und ihr Leben geprägt.

Der Autor versteht es den Leser zu fesseln und ihn auf zwei Zeitebenen stets mitfiebern zu lassen. Die damalige Suche nach dem kleinen Billy ist dabei genauso spannend wie die Personen, die an der Suche beteiligt waren und das, was heute aus ihnen geworden ist. Neben der eigentlichen Tat spielen auch die Besonderheiten einer kleinen, eingeschworenen Dorfgemeinschaft eine große Rolle in diesem Buch.

Besonders überraschend kommt dann die Auflösung der Geschichte daher und dennoch ist sie einfach schlüssig und rundet das Buch perfekt ab. So ist „Sommernachtstod“ ein Spannungsroman, den man gelesen haben sollte.

Copyright © 2018 by Iris Gasper

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44 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

erpressung, kinderarzt, krimi, lockvogel, medikamententests, medikamentenversuche, mord, ostsee, pensionierter kollege, reihe, romy beccare, rotlichtmilieu, rügen, stralsund, vergewaltigung

Strandmord

Katharina Peters
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 09.03.2018
ISBN 9783746633947
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Auf der Insel Rügen wird am Strand zwischen Glowe und Juliusruh eine Frauenleiche entdeckt. Sie ist nackt, gefesselt, die Lippen wurden mit scharfen Drähten verschlossen, die Augen mit der gleichen Methode offen gehalten.  Die ermittelnde Kommissarin Romy Beccare erinnert sich an einen Fall vor einigen Jahren in München an deren Aufklärung sie maßgeblich als Lockvogel beteiligt war. Der Täter von damals wurde gefasst, ist jedoch wieder auf freiem Fuß. Für die aktuelle Tat scheint er aber wohl ein Alibi zu haben.

Während der Ermittlungen tauchen weitere Anhaltspunkte auf, die einen Zusammenhang der Tat mit der Tätigkeit des Opfers vermuten lassen. Die Tote arbeitete für einen Pharmakonzern und es deutet vieles darauf hin, dass sie anderer Personen mit ihrem teilweise brisanten Wissen erpresst hat. Aber liegt hierin das Tatmotiv für diesen brutalen Mord?

Romy Beccare und ihre Kollegen sind hin- und hergerissen. Immer mehr Spuren tun sich auf und mögliche Täter werden ins Visier genommen.

Zur Spannung trägt in diesem Kriminalroman auch ein weiterer Handlungsstrang bei, der sich mit einer jungen Frau beschäftigt, die mit schweren Verletzungen von Ruth, einer ehemaligen Polizistin, gefunden wird.

Das Ermittlerteam rund um Romy ist klasse. Hier stimmen die Zusammenarbeit und das Miteinander. Auch ohne die vorangegangenen Bücher der Reihe zu kennen, ist ein Einstieg in die Reihe mit diesem Band ohne jegliche Vorkenntnisse möglich. Man hat gar nicht den Eindruck etwas verpasst zu haben.

Die Insel Rügen fließt natürlich in die Handlung ein, aber das geschieht sehr dezent und nur hintergründig, so dass Ortskenntnisse nicht erforderlich sind, Ortskundige sich aber dennoch über kleine Details freuen können.

Katharina Peters hat mich mit diesem spannenden Rügen-Krimi auf ganzer Linie überzeugen können.

Copyright © 2018 by Iris Gasper

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32 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 29 Rezensionen

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Ein halbes Jahr zum Glück

Julie Lawson Timmer , Sonja Rebernik-Heidegger
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Ehrenwirth, 27.04.2018
ISBN 9783431040876
Genre: Liebesromane

Rezension:

Markie steht vor einem Scherbenhaufen. Ihre Ehe mit Kyle ist gescheitert. Es gibt einen Haufen Schulden und das Leben in Reichtum mit Privatschule für den Sohn Jesse ist vorbei. Zunächst sucht Markie Hilfe bei ihren Eltern, die jedoch nicht besonders begeistert sind und sich in alle Facetten von Markies Leben einmischen. So ist Markie gezwungen ihr neues Leben selbst in die Hand zu nehmen. Sie mietet in einer wesentlich schlechteren Wohngegend ein Haus und zieht dort mit ihrem Sohn alleine hin. Den Lebensunterhalt verdient sie fortan in Heimarbeit. Bereits der Umzug gestaltet sich anstrengend, doch Markie und Jesse erhalten unverhofft Hilfe von den neuen Nachbarn. Mrs. Saint und ihre Mitbewohner sind fortan ein fester Bestandteil von Markies und Jesses Leben, auch wenn Markie sich damit nur schwer abfinden kann. Das ist kein Wunder, denn Mrs Saint hat nichts anderes zu tun als Markie zu belehren und zu beeinflussen.

Dennoch erfahren Markie und Jesse in dieser Nachbarschaft wohl mehr Unterstützung, Zusammenhalt und auch Liebe, als sie es bisher gewohnt waren. Das zu begreifen ist jedoch nicht so leicht und nimmt etwas Zeit in Anspruch. Erst nach und nach stellt sich nämlich heraus warum Mrs. Saint so ist wie sie eben ist und was sie mit ihrem Verhalten eigentlich bezweckt. Die Auflösung ist schlüssig aber auch höchst verwunderlich.

Insgesamt gesehen ist „Ein halbes Jahr zum Glück“ eine ganz nette Unterhaltung. Stellenweise ist die Geschichte aber wirklich anstrengend und ein wenig zu abgedreht, um sie wirklich zu mögen und genießen zu können. Das Ende stimmt dann zum Glück und die Botschaft gefällt, denn irgendwie und irgendwo hat wohl jeder Mensch so seine Mängel.

Copyright © 2018 by Iris Gasper

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87 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 80 Rezensionen

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Eine Liebe in Apulien

Sabrina Grementieri , Katharina Schmidt , Barbara Neeb
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 03.04.2018
ISBN 9783956497971
Genre: Liebesromane

Rezension:

Viola ist vom Leben enttäuscht. Ihr Freund hat sie betrogen, ihren Job hat sie verloren und nun erreicht sie auch noch der Anruf, dass ihre geliebte Großmutter Adele verstoben ist. Gemeinsam mit ihren Eltern macht sich Viola auf den Weg nach Apulien, zum alten Gutshof der Großmutter. Dort hat Viola in ihrer Kindheit unbeschwerte Zeiten verbracht an die sie sich gerne erinnert. Auch jetzt fühlt sie sich sofort wieder wohl und angekommen, doch leider überschatten die anstehende Beerdigung und der gesamte Zustand des alten Gutshofes dieses Gefühl. Als Viola dann erfährt, dass ihre Großmutter ihr das Gut vermacht hat, steht zunächst die Frage im Raum, ob die junge Frau dieses Erbe überhaupt antreten wird. Doch sie ist überzeugt dem Gut wieder zu neuem Glanz verhelfen zu können. Dafür muss sie allerdings einige Hürden überwinden und diese sind nicht nur bürokratischer Natur.

Schon bald lernt Viola Aris kennen, einen geheimnisvollen und verschwiegenen Süditaliener, der ihr Herz berührt. Allerdings verschweigt Aris ihr etwas und nur nach und nach erfährt Viola die ganze Wahrheit und damit das Geheimnis, das diesen Mann umgibt.

„Eine Liebe in Apulien“ ist ein wahrhaft romantischer Roman, der zum Träumen einlädt. Sabrina Grementieri fängt die Landschaft Apuliens mit ihren Beschreibungen wunderbar ein und versteht es die Gefühle der handelnden Charaktere sehr detailliert zu beschreiben. Hier entsteht für den Leser das perfekte Urlaubsgefühl. Zwischendurch geht es aber auch spannend zu. Ein Hauch von Kriminalroman rundet die Geschichte nämlich ab und lässt den Leser auch einen Blick werfen auf die Welt des Tourismus und die Raffgier und den Egoismus von Menschen. So wird dieser Roman zu einer perfekten Mischung, egal ob als Urlaubslektüre oder daheim.

Copyright © 2018 by Iris Gasper

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202 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 124 Rezensionen

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Zu nah

Olivia Kiernan , Klaus Timmermann , Ulrike Wasel , Carla Felgentreff
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 03.04.2018
ISBN 9783959671835
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Detective Frankie Sheehan ermittelt wieder, obwohl sie noch von schlimmen Erinnerungen an ihren letzten Fall verfolgt wird. Fast wäre sie selbst gestorben. Der Ermittlerjob bedeutet ihr jedoch alles und so ist sie froh, dass sie den Dienst beim Dubliner Police Department wieder aufnehmen darf.

Beim neuen Fall deutet zunächst alles auf einen Selbstmord hin. Die bekannte Wissenschaftlerin Eleanor Costello wird erhängt in ihrem Schlafzimmer aufgefunden. Doch was zunächst wie ein Selbstmord aussieht, stellt sich als etwas ganz anderes heraus. Auch die scheinbar weiße Weste der Eleanor Costello verändert sich im Laufe der Ermittlungen. Ihre Ehe war nicht perfekt. Es werden Verbindungen ins Darknet und Anhaltspunkte für sadomasochistische Vorlieben aufgedeckt und Sheehan ist sich bald nicht mehr sicher was sie von der ganzen Sache halten soll.

Auch eine weitere Frauenleiche sorgt für Rätsel. Und dann scheint es plötzlich noch eine weitere Verbindung zu geben. Mit ihr wird es für Detective Frankie Sheehan selbst gefährlich, aber die Ermittlerin gibt alles um den Fall zu lösen und das auch noch, als gar nicht mehr mit einer Aufklärung zu rechnen ist.

„Zu nah“ ist in der Ich-Form geschrieben. Der Einstieg in die Geschichte ist etwas gewöhnungsbedürftig. Erst nach einiger Zeit fühlt man sich als Leser angekommen und findet sich unter den handelnden Personen und in Frankie Sheehans Gedankenwelt zurecht. Doch dann steigt die Spannung stetig und lässt den Leser bis zum Ende nicht mehr los. Die Auflösung ist überraschend aber nicht abwegig und rundet den Thriller insgesamt ab. 

Die Autorin Olivia Kiernan hat hier einen bodenständigen Thriller vorgelegt, der einen Blick auf die dunkle Seite der Menschheit freigibt. Starker Tobak, der erst einmal verdaut werden muss und eine Ermittlerin, die mit ihren menschlichen Schwächen leben muss und an ihnen zu wachsen versteht.

 Copyright © 2018 by Iris Gasper

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74 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 51 Rezensionen

1905, 20. jahrhundert, christine kabus, familiengeheimnis, flucht, frauenbewegung, heirat, historisch, historischer roman, jahrhundertwende, missionare, norwegen, reise, schlesien, unabhängigkeit

Das Lied des Nordwinds

Christine Kabus
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 29.03.2018
ISBN 9783404176434
Genre: Historische Romane

Rezension:

Karoline ist unglücklich verheiratet. Ihr Mann Moritz ist fast nur unterwegs und die wenigen Tage, die er zu Hause ist, ignoriert er seine Frau fast nur. Die Ehe ist kinderlos und diesen Makel hält Gräfin Alwina, Karolines Schwiegermutter, der jungen Frau regelmäßig vor. Als Moritz schwer erkrankt und Karoline erfährt, dass er offensichtlich mit einer anderen Frau ein Kind gezeugt hat, sieht sie darin ihre Rettung und begibt sich auf eine Reise.

Liv ist in ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen und froh im Haushalt der Eheleute Treske eine Arbeit gefunden zu haben, mit der sie ihre Familie unterstützen kann und auch selbst ihr eigenes Leben besser erleben kann als zuvor. Auch wenn die Treskes ihr wohl gesonnen sind, so ist Liv dort nicht ganz glücklich. Insbesondere bedauert sie den Sohn Elias Treske, der von seinem Vater nur mit harter Hand geführt wird. Doch schon bald entdeckt Liv den Grund dafür und wagt es, die Retterin für den Jungen zu spielen.

Die Autorin Christine Kabus schildert in zwei Handlungssträngen die Geschichten der beiden jungen Fauen Karoline und Liv. Beide Erzählungen sind für sich betrachtet spannend, interessant und bergen eine Menge an Informationen über die politische und gesellschaftliche Lage in Norwegen, Dänemark und Deutschland um 1900 herum. Hier werden die Unterschiede zwischen arm und reich, Frau und Mann und vieles mehr dargelegt und vertieft.

Beide Frauen durchleben eine große Entwicklung und gehen auch durch Unterstützung anderer Personen gestärkt und sehr selbstständig durchs Leben. Ihre Wege kreuzen sich nur indirekt und doch sehr intensiv.

Wer die Vorgängerbücher der Autorin kennt, wird feststellen, dass in dieser Geschichte Personen vorkommen, die man von vorher kennt. Wer die Vorgängerbücher nicht kennt, wird aber nichts vermissen.

„Das Lied des Nordwinds“ ist intensiv und spannend und romantisch zugleich. Der Roman geht ans Herz und macht Geschichte lebendig, über die man sich sonst wohl kaum Gedanken gemacht hätte.

Copyright © 2018 by Iris Gasper

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39 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

Inselleuchten

Marie Merburg
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 23.02.2018
ISBN 9783404176380
Genre: Liebesromane

Rezension:

Jule hat sozusagen ihren Job verloren und dazu noch ihren langjährigen Lebensgefährten. Aus der gemeinsamen Zeit ist ihr fast nur die Dogge geblieben, die ihr Freund eines Tages mit nach Hause gebracht hat und die ihn nun scheinbar nicht mehr interessiert. Jule macht sich auf den Weg nach Rügen, mit allen ihren verbliebenen Habseligkeiten. Dort will sie für eine Weile Unterschlupf bei ihrer Schwester finden, obwohl sie mit dieser in den letzten Jahren nicht den engsten Kontakt hatte. Jules Schwester Sophie und deren neuer Partner sind jedoch sehr erfreut über Jules Besuch und nehmen sie mit offenen Armen auf.  Überhaupt scheint die Insel Rügen Jule willkommen zu heißen. Sie findet Freunde und schon bald auch einen Job und vielleicht noch mehr, denn Jules möglicher Arbeitgeber ist wirklich attraktiv.

 

Marie Merburg entführt den Leser in ihrem Roman auf die Insel Rügen. Ein toller Handlungsort bildet also schon einmal die Grundlage dieser schönen, teilweise witzigen, immer unterhaltsame und auch romantischen Geschichte. Für kleinere Verwicklungen wird auch gesorgt und so darf sich der Leser auf wirklich unterhaltsame Lesestunden freuen.

 

„Inselleuchten“ ist leichte Lektüre, die einfach nur das Herz erfreut und Lust auf Sommer, Sonne und Meer macht.

 

Copyright © 2018 by Iris Gasper

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16 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

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Aufruhr in mittleren Jahren

Nina Lykke , Ina Kronenberger , Sylvia Kall
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Nagel & Kimche, 19.02.2018
ISBN 9783312010608
Genre: Romane

Rezension:

25 Jahre gemeinsames Leben liegen hinter Ingrid und Jan. Und irgendwie macht sich Unzufriedenheit breit. Ingrid ist mir ihrer festgefahrenen Beziehung nicht wirklich glücklich. Die beiden erwachsenen Söhne lassen sich nach wie vor wie die Paschas von vorne bis hinten bedienen und scheinen wenig Interesse am Gespräch mit der Mutter oder sonstigen gemeinsamen Aktivitäten zu haben. Der Job stellt auch keinen Ausgleich für Ingrid dar, vielmehr fühlt sie sich dort immer weniger wohl und auch nicht richtig gefordert.

Jan  durchlebt ebenfalls eine schwierige Phase und lernt in dieser Zeit die wesentlich jüngere Kollegin Hanne kennen und lieben. Eine heftige Affäre beginnt und obwohl Jan seine Ehe nicht aufs Spiel setzen möchte, kommt es wie es kommen muss: eine Trennung steht ins Haus, zumindest vorläufig.

„Aufruhr in mittleren Jahren“ ist kein klassischer Beziehungsroman. Die Geschichte zeigt vielmehr auf was geschieht, wenn die Kommunikation nicht mehr da ist und jeder in seine eigene Welt flüchtet. Die Autorin schildert ziemlich direkt und unverblümt wie sich die Leben der beteiligten Personen verändern und was der Bruch der langjährigen Beziehung aus Ingrid, Jan, den beiden Söhnen, aber auch aus Hanne macht.

Für alle gibt es hier etwas Neues zu gewinnen, aber eben auch etwas Altes zu verlieren und das ist, von unterschiedlichen Seiten beleuchtet, mal leicht und mal schwer.

Ein erfrischend anderer und erfrischend offener Roman über das, was kommen könnte, wenn die Beziehung im Alltagstrott stecken bleibt.

Copyright © 2018 by Iris Gasper

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70 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 34 Rezensionen

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So dunkel der Wald

Michaela Kastel
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Emons Verlag, 15.03.2018
ISBN 9783740802936
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Titel “So dunkel der Wald” trifft es perfekt. In diesem Thriller geht es um einen Wald, einen dunklen Wald. Es geht um die Ereignisse in diesem Wald, dunkle Ereignisse. Und es geht um Seelen von Menschen, die in diesem Wald leben, dunkle Seelen oder Seelen, die dunkel geworden sind, dunkel und hoffnungslos.

Ronja und Jannik sind junge Erwachsene. Gemeinsam mit dem Mann, den sie Paps nennen, leben sie in einem Haus im Wald. Zum Haushalt gehören weitere Kinder, jüngere Kinder, immer mal wieder andere Kinder. Sie alle wurden entführt und keines von ihnen hat je den Weg nach Hause geschafft.

Die Entführungen konnten nie aufgeklärt werden. Doch immer wieder verschwindet ein Kind. Sarah will den Täter nun endlich finden und die Kinder nach Hause zurück bringen, zurück in ihr Leben. Sie ermittelt und nähert sich der Dunkelheit des Waldes und der Gefahr.

Dennoch geht es in diesem Buch nicht in erster Linie um die Ermittlungen, sondern vielmehr um die Ereignisse im Wald und um das Schicksal der Kinder und welche Wirkungen ihre Erlebnisse auf die Kinder selbst haben und wie stark und intensiv sie ihr Leben dauerhaft beeinflussen. Das wird besonders am Verhalten und Leben von Ronja und Jannik deutlich.

„So dunkel der Wald“ ist ein intensives Leseerlebnis, das den Leser von der ersten Seite an fesseln und nicht mehr loslassen wird. Hier werden schlimme Befürchtungen zur Realität und das, obwohl die Autorin Dinge gar nicht so direkt und unmittelbar, sondern eher indirekt beschreibt. Spannung ist hier garantiert und ein Wechselbad der Gefühle zwischen Hoffnung und Hoffnungslosigkeit ebenso.

Ein atmosphärisch dunkles Buch, das vermutlich sehr nah an die Realität heran kommt. Ein Spiel mit der Angst der Menschen und ihrem Unwissen. Und ein Ende, das viele Möglichkeiten birgt. Unbedingte Leseempfehlung!

Copyright © 2018 by Iris Gasper

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29 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

alter, bretagne, familiengeschichte, fouchet, frankreich, freundschaft, groix, hochstapler, insel, kindheit, krankheit, leben, lebensalter, liebe, tod

Die Farben des Lebens

Lorraine Fouchet , Katrin Segerer
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Atlantik Verlag, 14.03.2018
ISBN 9783455003086
Genre: Romane

Rezension:

Kim hat nach dem Tod der geliebten Großmutter keine Verwandten mehr. Nur ihr Verlobter Clovis ist stets an ihrer Seite. Dennoch wird Kim mit dem unerwarteten Tod der Katze (Spitzname der Großmutter) nicht fertig. In gewisser Weise stellt sich ihr die Frage nach dem Sinn des Lebens und das speziell bezogen auf das Älterwerden und das Alter an sich. So entschließt sich Kim dem Leben auf der kleinen bretonischen Insel Groix für einige Zeit zu entfliehen. An der Cote D’Azur wird sie Gilonne betreuen, eine ältere, vermögende Dame. Gilonne leidet an beginnender Demenz. Kim schafft es sehr schnell das Herz von Gilonne zu erobern, obwohl diese nicht gerade einfach ist. Aber Kim passt perfekt in ihre Liga der lustigen Rothaarigen. An der Cote D’ Azur verlebt Kim trotz der zu erledigenden Arbeit eine schöne Zeit und darf dabei noch das Rätsel um Gilonnes Sohn Come lösen, der nicht der zu sein scheint, für den er sich ausgibt.

„Die Farben des Lebens“ ist eine wundervolle Geschichte über das Leben, die Liebe und alles was sonst noch zum Leben dazugehört. Leben ist vielfältig. Es wird von Menschen unterschiedlich wahrgenommen und damit auch unterschiedlich gelebt. Hier ist es wichtig den anderen Menschen zu verstehen und ihn sein Leben leben zu lassen, wie er es mag.  Die Autorin Lorraine Fouchet versteht es uns dies näherzubringen. Ihre Geschichte wird uns in großen Teilen aus der Sicht von Kim präsentiert, aber auch Gegenstände kommen zu Wort, denn auch sie sind Teil eines Menschenlebens. Die Schilderungen aus der Sicht einer Sache sind teilweise höchst originell, aber auf ihre skurrile Art auch absolut treffend. „Die Farben des Lebens“ machen Lust auf das Leben, denn es ist lebenswert, auch wenn es uns manchmal an unsere Grenzen führt.

Danke für diesen farbenfrohen und lebensbejahenden Roman. Die Farben des Lebens warten…

Copyright © 2018 by Iris Gasper

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46 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 23 Rezensionen

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Der Duft von Rosmarin und Schokolade

Tania Schlie
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 05.03.2018
ISBN 9783956497810
Genre: Liebesromane

Rezension:

Maylis arbeitet im alteingesessenen Feinkostladen Radke in Hamburg. Sie liebt ihre Arbeit über alles. Ihre Leidenschaft für gutes Essen und hochwertige Lebensmittel spornt sie immer wieder an. Auch etwas nervige und ausgefallene Kunden und/oder Lieferanten können Maylis da nicht die Laune verderben. Allerdings hat sie selbst tief in ihrem Inneren noch immer einen großen Verlust nicht wirklich verarbeitet. Das wird ihr erst bewusst als sich ganz vorsichtig ein Mann in ihr Leben schleicht.

 

„Der Duft von Rosmarin und Schokolade“ ist ein Wohlfühlroman für die Seele. Hier kommt der Genießer voll auf seine Kosten, sei es in Bezug auf den Geschmack oder die Liebe. Maylis versteht es ganz sicher das Herz des Lesers zu erobern. Sie ist so offen, frisch, fröhlich und lebenslustig und beweist wie schön es ist füreinander und miteinander zu leben und zu lieben, egal wie unterschiedlich man auch sein mag.

 

Tania Schlie überzeugt mir ihrer Geschichte auf ganzer Linie. Ein Roman, der dazu einlädt das Leben in all seinen Facetten zu leben, zu lieben und vor allen Dingen auszukosten. Dieser Roman ist Genuss auf ganzer Linie. Im Anschluss darf ein wohliges Glücksgefühl verbleiben.

 

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24 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

flucht, gegenwartsliteratur, kindheit, kommunismus, psychische erkrankung, rassismus, rechtsextremismus, roman, schicksal, skinheads, slowakei, verzweiflung. rassismus, zdenka becker

Samy

Zdenka Becker
Fester Einband
Erschienen bei Gmeiner-Verlag, 07.02.2018
ISBN 9783839222546
Genre: Romane

Rezension:

Olga wächst vor der Wende in Bratislava auf. Der Kommunismus ist ihr bis dahin in Fleisch und Blut übergegangen. Nach Beendigung ihres Studiums lernt sie bei einer Reise nach Westberlin einen indischen Psychiater aus Wien kennen und lieben. Die Leidenschaft der Liebenden bleibt nicht ohne Folgen und so bringt Olga einige Zeit später in ihre Heimat den Jungen Samy zur Welt. Ihre Eltern sind über die dunkle Hautfarbe des Jungen entsetzt. Der Kontakt zu ihnen bricht ab. Olga schlägt sich mit dem Kind alleine durch, findet Unterkunft und Arbeit und immer wieder auch Unterstützung bei ihrer Freundin Hana. Diese ist auch für Samy stets da. Leider aber scheint Hana die einzige Person zu sein, die merkt wie schwer es Samy hat. Schon im Kindergarten wird er ausgegrenzt, in der Schule gemobbt und verprügelt. Sein ganzes Leben wird durch die Tatsache geprägt, dass er anders ist. Auch zum Vater, der zunächst überhaupt nichts davon weiß, dass er einen Sohn hat, kann Samy keine Nähe aufbauen. Auch wenn dies zunächst seinem eigenen Verhalten geschuldet ist, so gibt sich auch der Vater als Psychiater nicht gerade große Mühe für seinen Sohn da zu sein.

 

„Samy“ ist eine Geschichte aus dem Leben. Laut der Autorin Zdenka Becker ist die Tragödie rund um Samy eine wahre Begebenheit. Dies erschüttert den Leser umso mehr, denn Samy ist zunächst ein sympathisches Kind und er entwickelt sich zu einem netten jungen Mann. Allerdings tut er sich schwer mit seinen Lebenserfahrungen. Sie erschweren ihm den Umgang mit anderen Menschen, auch wenn diese ihm wohl gesonnen sind. Zu seiner Orientierungslosigkeit tragen neben der Hautfarbe auch die sich mit der Wende verändernden Lebensumstände bei. So steuert sein Leben mehr und mehr in die Ausweglosigkeit und der Leser begleitet ihn dabei.

 

Die Autorin präsentiert ihre Geschichte in Rückblicken. Dabei springt sie in der Zeit gerne hin und her, aber es fällt nicht schwer ihr dabei zu folgen.

 

„Samy“ ist eine Geschichte die aufwühlt und dem Leser vor Augen führt wie leichtfertig der Mensch oft mit anderen Personen umgeht und wie schwer er es ihnen damit macht.

 

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21 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

2018, außenseiter, basketball, hamburg, jugendbuch, krimi, sport, turnier

Absolute Gewinner

Christoph Scheuring
Fester Einband
Erschienen bei Magellan, 18.01.2018
ISBN 9783734850080
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Luca hat ein Problem mit seiner Stimme. Er findet sie viel zu schrill und quakig und wird damit viel zu oft für ein Mädchen gehalten. Das stört ihn gewaltig und so redet er nicht mehr als unbedingt nötig, meist gar nicht. Mit großer Leidenschaft aber spielt er Basketball. Und so kommt es, dass er plötzlich zu einem Team gehören soll. Der Hausmeister seiner Schule erwählt ihn Teil seines Teams zu werden um an einem Turnier, dem „Night Move“ teilzunehmen. Das findet Luca richtig toll und das umso mehr, als er erfährt, dass auch Jana Teil der Mannschaft wird. Dieses Mädchen findet Luca wirklich nett, aber mit seiner Stimme wird er wohl bei ihr nicht landen, oder doch?

 

Gemeinsam stürzen sich Luca, Jana und die übrigen Teammitglieder ins Training und haben das große Ziel vor Augen: Gewinnen. Doch dann verschwindet plötzlich ihr Trainer, der Hausmeister. Er ist vom Erdboden verschluckt und scheint unauffindbar. Doch das Team gibt nicht auf, weder beim Basketball spielen noch bei der Suche nach dem verschwundenen Coach.

„Absolute Gewinner“ ist ein tolles Jugendbuch. Hier geht es um Freundschaft, Pubertät, Zusammenhalt und viel mehr. Hier wird nicht nur ein Sportevent beschrieben, sondern hier geht es auch noch spannend zu. Eine gelungene Mischung für jugendliche Fans mit Vorlieben im Bereich Sport, speziell Basketball und Krimi.

 

Hier darf von Anfang bis Ende wirklich mitgefiebert werden.

 

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53 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 36 Rezensionen

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Aisha

Jesper Stein , Patrick Zöller
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 26.01.2018
ISBN 9783462050783
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Axel Steen ermittelt wieder. Nachdem er selbst in einem Sumpf aus Alkohol und Drogen versackt war, ist der Ermittler Axel Steen nun wieder so weit hergestellt, dass er in einem neuen Fall ermitteln kann.

 

Im Kopenhagener Stadtteil Amager wird die Leiche eines ehemaligen PET (dänischer Inlandsnachrichten- und Sicherheitsdienst) Mitarbeiters aufgefunden. Der Tote, Sten Høeck, wurde auf brutale Weise ermordet. Es drängt sich schnell der Verdacht auf, dass der Mord mit einem alten Fall des PET, einer Geheimoperation, in Zusammenhang steht. Allerdings darf man sich dann fragen warum dieser Mord erst jetzt, vier Jahre nach der damaligen Operation, erfolgt. Für Axel ist das ein Rätsel. Durch den PET selbst hat Axel wenig Unterstützung zu erwarten. Der PET will selbst die Ermittlungen in der Hand halten und setzt auf Axel auch einen eigenen Mitarbeiter an.

 

Axel ist ein Eigenbrötler und sein oberstes Ziel ist die Gerechtigkeit. Er will die Hintergründe des Mordes in jedem Fall aufklären und dafür ist ihm jedes Mittel recht. Allerdings muss er die schwierigen Ermittlungen auch mit seiner familiären Situation in Einklang bringen. Zwar ist er geschieden, aber er kümmert sich regelmäßig um seine kleine Tochter Emma. Diese hat aufgrund der Ereignisse in der Vergangenheit große Angst um ihren Vater und befürchtet regelmäßig, dass ihm etwas geschehen könnte. So ist es extrem wichtig, dass Axel die Treffen mit seiner Tochter ernst nimmt und sich Zeit für sie nimmt. Ein weiteres Problem im aktuellen Fall ist die Tatsache, dass Axel seit kurzer Zeit eine Affäre mit einer Frau hat, die selbst beim PET tätig ist und auch an der Geheimoperation vor vier Jahren beteiligt war. Da wird es für alle Beteiligten schwer Privates und Dienstliches zu trennen.

 

Der Autor Jesper Stein präsentiert mit „Aisha“ hier den vierten Fall seines Ermittlers Axel Steen. Dieser Fall lässt dem Leser kaum Zeit zur Ruhe zu kommen. Die Spannung ist permanent präsent und man darf gespannt sein, ob Axels Ermittlungen sich tatsächlich in die richtige Richtung bewegen. In jedem Fall wird irgendwann klar, warum der Titel dieses Thrillers Aisha lautet.

 

Am Ende der Geschichte ist vieles geklärt, aber manches auch noch offen. Man darf sich dann sicher fragen wo die Grenzen staatlichen Handelns liegen dürfen. Ist es richtig einzelne Menschen zu opfern um einer großen Sache zu dienen und viele andere zu retten oder nicht? Was darf ein Staat seinen Bürgern zumuten? Was darf er ihnen sagen und was verschweigen?

„Aisha“ ist ein politischer Thriller, einer der den Leser beschäftigt. Man kann in dieses Buch ohne Reihenvorwissen einsteigen und wird danach sicher Lust auf die Vorgängerbände haben. Aber auch eine Fortsetzung ist bereits in Vorbereitung.

 

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173 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 93 Rezensionen

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Totenweg

Romy Fölck
Fester Einband: 380 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 23.02.2018
ISBN 9783785726228
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Vor über achtzehn Jahren hat Frida ihre beste Freundin Marit verloren. Die junge Marit wurde ermordet in einer Scheune aufgefunden. Heute studiert Frida im vierten Semester an der Polizeiakademie um vielleicht bald den Streifendienst der Polizei hinter sich zu lassen und bei der Kriminalpolizei zu arbeiten. Doch zunächst einmal muss Frida nach Hause zurück, an den Ort des damaligen Verbrechens. Ihr Vater wurde niedergeschlagen und liegt schwer verletzt im Krankenhaus. Die Ermittlungen übernimmt Bjarne Haverkorn, den Frida schon von früher kennt, weil dieser auch die Ermittlungen im Fall ihrer toten Freundin geleitet hat. Das Verbrechen an Marit konnte nie aufgeklärt werden und Haverkorn vermutet damals wie heute, dass Frida ihm wichtige Details verschwiegen hat. Doch heute stehen die beiden sich als Kollegen gegenüber. Wird das etwas an ihren gegenseitigen negativen Empfindungen verändern? Und kann es sein, dass das Verbrechen an Marit mit den neuerlichen Ereignissen im Ort zu tun hat und vielleicht noch aufgeklärt werden kann?

 

Fridas Rückkehr in die alte Heimat und auf den Hof der Eltern ist für sie persönlich ein schwerer Schritt. Zu viele alte Erinnerungen brechen sich Bahn. Außerdem ist der alte Apfelhof der Eltern in den Elbmarschen in einem schlechten optischen und einem nicht soliden wirtschaftlichen Zustand. Frida muss sich nun hierum kümmern. Das ist nicht leicht.

 

Die Handlung dieses Romans spielt zwar im hier und jetzt, aber durch Rückblicke und Erinnerungen von Frida und Bjarne und anderen Personen wird auch die Vergangenheit immer wieder beleuchtet. Das ist spannend und bringt dem Leser auch näher warum manche der handelnden Personen heute eben so sind wie sie sind. Der Autorin gelingt es ihre handelnden Charaktere so dem Leser sehr detailliert zu präsentieren. Alle Stärken und Schwächen werden hier offengelegt.

 

Die Auflösung des Falles oder besser gesagt der Gesamtereignisse ist spannend. Immer neue Ereignisse führen zu neuen Spuren und werfen immer wieder ein anderes Licht auf die aktuellen Ermittlungen aber auch auf den alten Fall. Auch mit falschen Fährten spart die Autorin Romy Fölck nicht, so dass der Leser durchaus kräftig rätseln darf wer hier Schuld auf sich geladen hat.  

 

So ist „Totenweg“ ein rundum gelungener Auftakt einer Serie. Schon bald wird es weitere Fälle rund um die Ermittler Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn geben und darauf darf man ganz sicher gespannt sein. Dieser erste Fall ist auf alle Fälle einen Ausflug in die Elbmarschen wert.

 

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45 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

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Das Leben ist manchmal woanders

Ulrike Herwig
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 09.02.2018
ISBN 9783423261616
Genre: Romane

Rezension:

Marlene besucht gemeinsam mit ihrem Sohn Gregor ihre Schwester Judith und deren Mann Achim. Judith ist froh ihre Schwester einmal wiederzusehen, auch wenn die Lebensumstände der Schwestern sehr unterschiedlich sind und Marlenes Sohn Gregor schon irgendwie anders ist als andere Kinder.

 

Gregor ist ein munterer Kerl. Er ist alles andere als kontaktscheu und geht auf andere Menschen immer offen zu. Er schätzt Menschen ein und entlockt ihnen regelmäßig auch ein Lächeln oder zumindest ein überraschtes Gesicht. Wen wundert es da, dass es Gregor gelingt die Menschen um ihn herum zu verändern? Dabei ist das auch wirklich leicht. Ein kleines Lächeln, ein nettes Wort und/oder etwas Aufmerksamkeit und schon ist die Welt etwas freundlicher geworden. Das beweist dieser Roman hier am Beispiel von Gregor.

 

Die Autorin Ulrike Herwig hat mit „Das Leben ist manchmal woanders“ eine wundervolle Geschichte zu Papier gebracht, die jedem Leser die Augen öffnen kann und hoffentlich auch wird. Es ist so einfach mit seinen Mitmenschen umzugehen, auch wenn diese anders sind. Schließlich gibt es überall Probleme.

 

Auch Gregor hat so seine Probleme mit denen er klar kommen muss. Von diesen berichtet er auch jedem, der es hören will oder auch nicht hören will. So zieht Gregor durch die Nachbarschaft, stellt sich vor, hört sich die Probleme der anderen an und bringt die Nachbarn Stück für Stück miteinander in Kontakt.

 

„Das Leben ist manchmal woanders“ und mit Gregor ist es einfach ein Stück weit freundlicher geworden.

 

Diese Geschichte verspricht nicht nur einige schöne unterhaltsame Stunden Lesezeit sondern regt hoffentlich auch ein wenig zum Nachdenken an, z. B. darüber wie man wohl selbst im Alltagstrott so mit seinen Mitmenschen umgeht und ob man daran nicht vielleicht etwas ändern sollte.

 

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48 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

amrum, beigabe im bauchnabel, eisleiche, eisleichen, eisskulptur, eisskulpturen, flensburg, föhr, kinderheim, krimi, mobbing, morde, nina ohlandt, nordsee, tommy fitzen

Eisige Flut

Nina Ohlandt
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 26.01.2018
ISBN 9783404176373
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Bereits einige Wochen ist Anja Derling verschwunden, als sie eines Morgens vor ihrem Elternhaus tot aufgefunden wird. Als Eisstatue steht sie vor dem Haus, die Hand zur Klingel ausgestreckt. Hauptkommissar John Benthien und seine Kollegen stehen vor einem Rätsel. Warum wurde das Opfer so zur Schau gestellt? Schon bald gibt es eine weitere Leiche und auch, wenn eine Verbindung zwischen den Opfern nicht auf Anhieb ersichtlich ist, so scheint es sich doch um eine Mordserie zu handeln, denn bei den Toten wird jeweils im Bauchnabel eine Beigabe gefunden. Den Ermittlern fällt es schwer einen Zusammenhang herzustellen.

 

In „Eisige Flut“ ermittelt John Benthien bereits zum fünften Mal. Das aber fällt gar nicht auf und so kommen hier auch Neueinsteiger voll auf ihre Kosten. Der Autorin ist es gut gelungen die privaten Details der handelnden Charaktere so in die Handlung einzuflechten, dass jeder damit gut klarkommen kann. Im Vordergrund steht zwar die Ermittlung, aber auch die privaten Befindlichkeiten der Ermittler bekommen hier genügend Raum. Dies ist interessant, weil viele von ihnen sich schon lange kennen und auch eine enge Beziehung zueinander pflegen.

 

Als schön herausgearbeitet habe ich persönlich auch die Gegend in der der Roman angesiedelt ist, empfunden. Hier wird deutlich wie man im hohen Norden lebt und wie die Menschen miteinander umgehen.

 

Es wird nie langweilig in diesem Kriminalroman, der auch einige falsche Fährten aufzuweisen hat und den Leser damit mehr als einmal in die Irre führt. Der Täter ist jedenfalls nicht auf Anhieb zu durchschauen.

 

„Eisige Flut“ ist ein spannender Roman mit wechselnden Handlungssträngen und überraschender Auflösung. Wer die Vorgänger der Reihe noch nicht kennt, bekommt hier bestimmt Lust darauf auch diese zu lesen.

 

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19 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 8 Rezensionen

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Mann am Boden

Roger Smith , Ulrike Wasel , Klaus Timmermann
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Tropen, 13.01.2018
ISBN 9783608502176
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

John Turner lebt mit seiner Frau Tanya und der gemeinsamen Tochter Lucy in Tucson Arizona. Er hat sich dort ein neues Leben aufgebaut nachdem er vor vielen Jahren die alte Heimat Südafrika Hals über Kopf verlassen hat. Doch der Schein trügt, denn weder er selbst noch seine Frau haben mit der Vergangenheit wirklich abgeschlossen. Die damaligen Ereignisse belasten die Ehe. Als nun John eine Affäre mit seiner engsten Mitarbeiterin eingeht, überschlagen sich die Ereignisse.

Der Autor Roger Smith ist für seine harten Thriller bekannt. Diese spielen meist in Südafrika und auch dieses Buch spielt zu großen Teilen dort, da der Autor zwischen der Gegenwart in Arizona und der Vergangenheit in Südafrika immer hin und her springt. So erfährt der Leser viele Details über das alte und das neue Leben des John Turner. Dieser Mann hat nach einer schweren Kindheit sein Leben mit Alkohol, Drogen und Gewalt verbracht und sich dann mit Mühe davon lösen können. Aber die Vergangenheit hat ihn nie ganz losgelassen und als er endlich ganz mit ihr abschließen will, kehrt die Gewalt mit Macht an die Oberfläche zurück.

Die Perspektivwechsel in diesem Roman erfolgen schnell und ohne jegliche Vorwarnung. Gerade noch in der Gegenwart, geht es in die Vergangenheit zurück und andersherum. Daran muss man sich erst einmal gewöhnen, aber nach kurzer Zeit hat man hier den Dreh als Leser raus.

„Mann am Boden“ ist wirklich harter Tobak. Schonungslos beschreibt Roger Smith das Leben eines Mannes, der von einer scheinbar ausweglosen Situation in die nächste gerät und dabei die Gewalt immer an seiner Seite hat. Ob als Täter oder Opfer, John Turner ist eine bemitleidenswerte Person.

Dieses Buch ist nichts für schwache Nerven, eben ein typischer Roger Smith.

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199 Bibliotheken, 5 Leser, 3 Gruppen, 121 Rezensionen

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Die Herzen der Männer

Nickolas Butler , Dorothee Merkel
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 11.02.2018
ISBN 9783608983135
Genre: Romane

Rezension:

Dreh- und Angelpunkt dieses Romans ist das Pfadfinderlager Camp Chippewa in Wisconsin zu dem jährlich eine Vielzahl von Jungen mit ihren Vätern fahren.

 

Im Sommer 1962 sind das u. a. auch Nelson Doughty und sein Vater. Nelson ist ein verantwortungsbewusster und fleißiger junger Mann, der es sich im Pfadfinderlager zur Aufgabe gemacht hat die Signaltrompete zu blasen und auch viele weitere Pflichten zu erledigen. Für die anderen Jungs aber ist er einer, den sie nicht dabei haben wollen, ein Opfer, einer mit dem sie ihren Schabernack treiben können. Nur Jonathan Quick scheint ein wenig wie ein Freund für Nelson zu sein.

 

Jahre später ist es dann Jonathan, der mit seinem Sohn Trevor das Pfadfinderlager besucht. Auf dem Weg dorthin steht auch ein Treffen mit Jonathans altem Freund Nelson auf dem Programm. Doch das gemeinsame Essen wird nicht so harmonisch wie geplant, denn Trevor kann sich mit dem was er an diesem Abend von und über seinen Vater erfährt nicht anfreunden. 

 

Wiederum einige Jahre später, im Jahr 2019, fahren Trevors Sohn Thomas und seine Mutter Rachel in das Pfadfinderlager, das zu diesem Zeitpunkt von Nelson bereits seit vielen Jahren geleitet wird.

 

Der Leser begleitet somit die jungen Männer zweier Familien über mehrere Generationen und darf erfahren wie unterschiedlich die Herzen der Männer sind. Die einen erscheinen verantwortungsvoll und moralisch korrekt, die anderen sind unmoralisch und egoistisch in jeder Hinsicht. Die Geschichte an sich ist stellenweise schön, stellenweise traurig. Sie erschüttert und schont den Leser nicht.

 

Als Leserin haben mich “Die Herzen der Männer“ nicht wirklich erreichen können. Butler schildert diese Männer so egoistisch und selbstverliebt und in einer Art und Weise, die jede Frau wohl als abstoßend empfinden wird. Sollten alle Männerherzen so sein, dann wäre ein Leben ohne Männer sicher die bessere Wahl. Butlers Schreibstil ist dabei aber ein absoluter Pluspunkt. Er beschreibt so detailliert, so ausdrucksstark. Ob das Thema an sich dann gefällt ist eben eine andere Frage.

 

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Gemeinsam sind wir einzig

Anna Grue , Marieke Heimburger
Flexibler Einband: 624 Seiten
Erschienen bei Piper, 12.01.2018
ISBN 9783492311656
Genre: Romane

Rezension:

Mit ihrem Fiat 500, einer Madonna-Figur und einer Menge Bargeld verlässt Vittoria im Februar 1958 ihre Heimatstadt Rom und macht sich mit dem kleinen Massimo auf in Richtung Kopenhagen. Sie fährt einer ungewissen Zukunft entgegen. Stets fürchtet sie verfolgt zu werden und hält Ausschau, ob ihr jemand folgt oder sie ausfindig macht. Auch in Kopenhagen bleibt ihre Angst.

 

Die geradlinige und ordentliche Vittoria freundet sich in Kopenhagen mit der unorganisierten und unkonventionellen Conny an. Die beiden Frauen durchleben alle Höhen und Tiefen einer Freundschaft und bleiben sich trotz ihrer Unterschiede stets nah.

 

Während Conny ihre Männer so häufig wechselt wie ihre Unterwäsche ist Vittoria in dieser Hinsicht sehr vorsichtig. Sie hat sich geschworen sich nicht auf einen Mann einzulassen bevor Massimo erwachsen ist, aber das scheint ihr nicht zu gelingen. Durch ihre Stelle als Haushälterin im Haus des verwitweten Arztes Ejnar, kommt sie diesem Mann immer näher und entwickelt zarte Emotionen für ihn und seine beiden Kinder Helle und Jan. Allerdings ist und bleibt Vittorias Leben von einem Geheimnis überschattet in dem auch der Grund ihrer Furcht vor Entdeckung verborgen liegt. So verstrickt sie sich ungewollt in ein kleines Lügengebilde.

 

Anna Grue hat hier einen schönen Freundschafts- und Liebesroman geschrieben, der zeigt wie unterschiedlich Menschen sein können und wie stark sie durch ihre Herkunft und ihren Charakter geprägt sein können. Freundschaftsbeziehungen und auch Liebesbeziehungen sind dadurch ebenso unterschiedlich, wie die Menschen, die sie leben. Und dennoch ist jede Freundschaft und jede Liebe auf ihre ganz eigene Art etwas Besonderes. Das beweist Anna Grue hier in dieser schönen Geschichte über eine junge Frau, die einen Neuanfang in einem ihr völlig fremden Land wagt.

 

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71 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 39 Rezensionen

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Unsere Tage am Ende des Sees

Linda Winterberg
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 06.11.2017
ISBN 9783746633541
Genre: Liebesromane

Rezension:

Hanna hat ihren Mann bei einem tragischen Unfall verloren. Die fast erwachsene Tochter zieht es außer Landes und nun steht Hanna vor den Trümmern ihres bisherigen Lebens. Das kleine Reihenhaus in Hamburg möchte sie verkaufen. Und dann erhält sie nach 25 Jahren einen Anruf ihrer Mutter, die nach wie vor in einem kleinen Ort in Süddeutschland lebt und mit der Hanna seit damals überhaupt keinen Kontakt mehr hatte. Hanna entschließt sich ihre Mutter zu besuchen und in die alte Heimat zurückzukehren. Doch dort trifft sie die Vergangenheit mit voller Wucht.

 

„Unsere Tage am Ende des Sees“ erzählt die Geschichte von Hanna und deren Leben. Der Leser erfährt etwas über Hannas Leben in der Gegenwart aber eben auch über deren Leben in der Vergangenheit. Dabei spielt insbesondere die Beziehung zwischen Hanna und ihrer Mutter eine große Rolle. Hannas jugendliches Leben ist vom Alkoholismus der Mutter geprägt. Die größte Stütze des jungen Mädchens ist ihre erste Liebe Alex. Mit dem jungen Mann verbringt sie viel Zeit auf einem Steg am Ende des Sees. Eine schöne Zeit, die durch Hannas Fortgehen damals ein jähes Ende gefunden hat.

 

Linda Winterberg schildert in ihrem Roman die Probleme in einer Familie mit einem alkoholkranken Angehörigen. Diese Problematik bindet sie aber sehr gelungen in eine schöne Familien- und Liebesgeschichte ein. Die Mischung ist hier einfach ideal. Die Zeitwechsel gelingen perfekt und der Leser kann ganz tief in Hannas Gefühle eintauchen.

 

Hier wird deutlich wie schwer das Leben mit einem alkoholkranken Angehörigen ist und wie grausam es für einen jungen Menschen ist so etwas erleben zu müssen. Da muss das eigene Leben automatisch zurückstecken und das ist schwer.

 

Das Ende des Buches ist offen gehalten und passt damit zur Gesamtgeschichte, die von traurigen und glücklichen Momenten geprägt ist. So darf der Leser sich selbst die Geschichte weiterdenken. Insgesamt ist „Unsere Tage am Ende des Sees“ ein Roman, der zu begeistern versteht und den man kaum beiseite legen möchte. Angenehme Unterhaltung!

 

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