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320 Bibliotheken, 4 Leser, 2 Gruppen, 32 Rezensionen

provinzkrimi, krimi, mord, franz eberhofer, bayern

Dampfnudelblues

Rita Falk
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.06.2012
ISBN 9783423213738
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Mordermittlung auf Bayrisch

Franz Eberhofer aus Niederkaltenkirchen bei Landshut (man sage ihm bloß nicht, dass er aus Landhut kommt!) wurde nach seiner sehr diensteifrigen Zeit in München wieder in sein Heimatdorf zurückversetzt. Dabei hat er es noch gut. Seinem damaligen Kollegen Birkenberger hat man gleich sämtliche Befugnisse und Berufsbezeichnungen entzogen.

Bei einem offenbar harmlosen Lausbubenstreich wird dem Rektor Höpfl „Stirb, Du Sau!“ an die Hauswand gesprüht. Dann ist der Höpfl plötzlich tagelang spurlos verschwunden. Und kaum ist er wieder aufgetaucht, wird er vom Zug überrollt. Und vermissen tut ihn schon gar keiner. Am allerwenigsten in der Schule. Und noch nicht einmal seine eigene Schwester. Verdächtige gäbe es also genut.
Aber alle halten es für Zufall und Selbstmord. Nur nicht der Franz Eberhofer aus Niederkalten.....
Und obwohl sein zuständiger Richter ihm die Anweisung erteilt, den Fall ad acta zu legen, lässt der Franz nicht locker. Schützenhilfe bekommt er dabei von seinem schießwütigen Ex-Kollegen Birkenberger, der inzwischen als Privatdetektiv tätig ist, und dem Rechtsmediziner Karl Stopfer.

Und das, wo er doch auch privat genug Ärger hätte:
Seinen Bruder samt Anhang und Sushi (heißt eigentlich Uschi und ist seine Nichte, die komischerweise nur bei ihm nicht brüllt), seinen Papa (der baut nämlich im hinteren Garten heimlich Canabis an und benutzt es zur allgemeinen Entspannung. Ist ja schließlich sein Garten und da kann er anbauen, was er will...) und nicht zu vergessen: Susi, sein temporäres Gspusi, das ihn wegen einem Luca-Toni-Italiener sitzen lässt. (Was muss er sie auch bei ihrem letzten „Treffen“ so saudumm anreden....)
Sein einziger Zufluchtsort vor der bösen Welt ist sein zum Wohnen umgebauter Saustall. Aber nicht einmal mehr da hat er dauerhaft seine Ruh´.

„Dampfnudelblues“ ist der 2. Teil der Franz-Eberhofer-Reihe, den ich aber zuerst gelesen hab. Der 1. Teil „Winterkartoffelknödel“ wird aber natürlich sofort nachgeholt, genau wie Band 3 („Schweinskopf al dente“) und Band 4 („Grießnockelaffäre“).
Rita Falk besticht einfach durch den original-bayerischen Humor, ihre flüssige Schreibweise und die absolut trockenen Kommentare und Aussagen aller Beteiligten.
Ab der ersten Seite wird es nicht eine Sekunde langweilig. Ganz im Gegenteil! Man kommt aus dem Schmunzeln, Grinsen und Lachen gar nicht mehr heraus.
Warum? Weil es einfach liebenswert bayerisch zugeht.
Ich liebe diese Provinzkrimis!

P.S.: Für Nicht-Bayern sind so einige spezifische Ausdrücke im Anhang erklärt. Und im Anhang dürfen die im Buch relevanten Rezepte von Oma natürlich nicht fehlen!
So. Meine Dampfnudeln stehen gerade im Ofen :-) (Da kriegt man nämlich richtig Appetit drauf....)

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Tags: franz eberhofer, provinzkrimi   (2)
 

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31 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 13 Rezensionen

venedig, italien, opa, gondeln, zukunft

Mit Opa am Canal Grande

Susanne Fülscher
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 14.09.2012
ISBN 9783548611099
Genre: Romane

Rezension:

Casanovaundamore

Kurzer Inhaltsabriss:
Opa Johann ist verwitwet und lebt mit der Familie seines Sohnes unter einem Dach. Seine Enkelin Lucie hat ihn auf Facebook angemeldet und da erhält er auch glatt eine Freundschaftsanfrage von der jungen Emilia. Und ebendiese Emilia steht eines Tages unangemeldet vor der Familientür und behauptet, seine Enkelin zu sein. Angeblich hatte Opa in jungen Jahre bei einer Italienreise ein amouröses Abenteuer mit ihrer Großmutter. Doch an DIESE Italienerin kann sich Opa anfangs überhaupt nicht erinnern...
Und ihre Mutter – also seine bislang unbekannte Tochter Franca – will auch nichts von ihm wissen.

Mit diesen Behauptungen stellt Emilia das Familienleben natürlich ordentlich auf den Kopf. Allein ein Foto ihrer Mutter beweist die Vaterschaft: so ähnlich können sich nur Vater und Tochter sehen.

Opa beschließt daraufhin kurzerhand einen Venedigurlaub, um seine neue Tochter kennen zu lernen.
Natürlich ist er froh, als sich seine Schwiegertochter Astrid und Enkelin Lucie entscheiden, ihn als psychologische Unterstützung zu begleiten.

Durch einen geschickten Schachzug von Opa landen alle drei in einem Italienischkurs mit keiner geringeren als Franca als Lehrerin...so müsste man – laut Opa – sie überzeugen können, dass er eigentlich ein ganz netter Kerl ist.

Lucie verliebt sich nebenbei auch noch in Pawel, einen anderen Kursteilnehmer, den sie in ein paar Monaten – zu Astrid´s Entsetzen – auf eine monatelange Indienreise begleiten will. Dabei ist Astrid auch noch damit beschäftigt, den netten Theo auf Distanz zu halten. Was denkt der sich eigentlich? Wo sie doch mit Thomas verheiratet ist, der aber den eigenen Erotikladen hüten muss....

Eindrücke beim Lesen
Der Schreibstil ist locker und daher sehr angenehm zu lesen. Die Geschichte um die drei ist nett ausgedacht. Und irgendwie fiebert man schon mit allen Dreien mit, obwohl das Ende eigentlich klar ist.
Lucie, die sich mit ihren jungen Jahren so spontan verliebt und trotzdem genug Zeit für Opa´s Probleme aufbringt. Astrid, die ihren Mann vermisst, und sich immer um die ganze Familie Sorgen macht.
Und man hat auch immer wieder das Gefühl, dass das alles auch in der eigenen Familie passieren könnte.

Fazit
Der Roman lässt sich schön flüssig und angenehm lesen, enthält aber keine wirklichen Spannungsmomente oder besonderen Überraschungen. Alles ist sehr vorhersehbar und irgendwo schon einmal da gewesen.
Als Sommer-/Herbstlektüre mit genügend Schmunzlern versehen durchaus gut zum Entspannen lesbar, muss aber nicht unbedingt in jedem Bücherschrank stehen....
Eben ein nettes Buch zum Zeitvertreib.

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Tags: familie, venedig   (2)
 

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49 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 28 Rezensionen

liebe, trennung, agnes nelle, amt, single

Hier und jetzt und Himbeerkuchen

Agnes Nelle
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Schroeder, Marion von, in Ullstein Buchverlage GmbH, 10.08.2012
ISBN 9783547711882
Genre: Liebesromane

Rezension:

Wohl eher Pflaumenkuchen....

...denn der Himbeerkuchen kam irgendwie gar nicht vor. Und selbst der Pflaumenkuchen wurde lediglich einmal verspeist.

Aber von vorne:
Iris ist schon seit Jahren mit Jörg liiert und wartet eigentlich nur noch auf die Hochzeit und die Kinder. Mit Ende dreißig. Doch da beschließt Jörg eigenmächtig, dass ihm das aktuelle Leben mit Iris zu langweilig ist. Er braucht was junges, wildes. Und das hat er auch schon gefunden und Iris ist deswegen überflüssig und kann dann jetzt wohl auch aus seinem Haus ausziehen.
Iris kommt noch nicht einmal dazu richtig um die verlorene Beziehung und Zeit zu trauern, da ihre Freundin Emma sie wieder einmal mit Beschlag belegt. Ausgerechnet zu einem Kochkurs, bei dem sie dann auch Niklas kennenlernt, der ja so verständnisvoll und einfühlsam ist. Auch, wenn Emma sofort Bedenken anmeldet.
Und dann ist da ja auch noch ihr Chef Bruno mit seinem 25jährigen Sohn, denen sie bei ihrer Männer-WG auch immer wieder unter die Arme greift.
Langweilig ist also für Iris relativ.
Die Beziehung zu/mit Niklas entwickelt sich für ihren Geschmack auch viel zu schnell, obwohl er ihr alles bieten will, das sie sich eigentlich immer gewünscht hat. Doch irgendetwas an ihm ist seltsam. Und nicht nur seine Familie....
Und warum um alles in der Welt machen ihr Bruno und Felix auch noch Liebeserklärungen?

Mein Eindruck war, dass die Story an sich ja nun wirklich nichts Neues war. Und es hat auch keiner der Charaktere so richtig geschafft, mich auf seine Seite zu ziehen. (Nur auf Niklas´ Seite wollte ich überhaupt nicht sein)
Bei 330 Seiten hatte ich auch nicht ein einziges Mal das Gefühl, dass ich das Buch jetzt NICHT weglegen könnte, um irgendetwas zu erledigen. Agnes Nelle hat es leider nicht geschafft, die Spannung ordentlich aufzubauen und dann auch bis zum Schluss zu halten. Für mich war alles viel zu leicht durchschaubar und vorhersehbar.
Die Leseprobe hat in diesem Fall also leider nicht gehalten, was sie versprochen hat. Und bei spätestens 200 Seiten hätte gut und gerne auch Schluss sein können. Manchmal werden Geschichten einfach unnötig in die Länge gezogen, was oft auf Kosten des Lesevergnügens geht.

Mein Fazit:
Ein Werk, das man nicht unbedingt gelesen haben muss. Und schon gar nicht für den Preis von 14,99 €.

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35 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

fitnessstudio, fitnessclub, humor, dackel, humorvoll

Mein Gott, Wanda

Ulrike Herwig
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Schroeder, Marion von, in Ullstein Buchverlage GmbH, 13.07.2012
ISBN 9783547711844
Genre: Romane

Rezension:

Triple Power Sensation

Wanda ist 63 Jahre alt, geschieden und hat vor Kurzem ihren Teeladen verkauft, um endlich Rentnerin zu werden. Doch der Eintritt in den Seniorenalltag fällt ihr sehr schwer. Was soll sie nur mit so viel Zeit anfangen? Wie gut, dass sie sich immer auf ihre Freundinnen Biggi und Marianne verlassen kann.
Als sie dann von Bertram, einem alten Stammkunden aus ihrem Teeladen, zu einer Australienreise eingeladen, kehren alle Lebensgeister zurück und sie beginnt umgehend mit den Reisevorbereitungen.
Doch da macht ihr ihr lieber Sohn Stefan einen Strich durch die Rechnung: er hat sich beim Snowboarden einen Trümmerbruch zugezogen und ist für die nächsten 2 Monate in Kempten außer Gefecht gesetzt. Doch irgend jemand muss sich schließlich um sein Fitness-Studio Hercules in Köln kümmern. Und wer hätte wohl mehr Geschäftserfahrung als seine Mutter....
Wand kann ihm diesen Wunsch natürlich nicht abschlagen. Schon am ersten Tag aber stellt sie fest, dass das Studio kurz vor dem Konkurs steht, und auch sonst – im Vergleich zu anderen Studios – nicht viel zu bieten hat.
Mit vereinten Kräften und neuen Ideen versuchen die drei Frauen das Studio und – mit der Hilfe ihrer Tochter Franziska – die Buchhaltung und Konten auf Vordermann zu bringen. Und dabei kommen den Dreien immer wieder neue Hindernisse und Herausforderungen unter. Doch unterkriegen läßt sich hier niemand.
Und dabei ist geballte Rentnerpower in Verbindung mit jugendlichem Knowhow und entsprechender Unterstützung gefragt, was es so in einem Studio wohl noch nie gegeben hat.
Doch das Beste: Stefan ahnt von all dem nichts. Was er wohl zu „seinem“ neuen Studio sagen wird?

Ulrike Herwig ist ein äußerst humorvoller und turbulenter Roman gelungen, den man einfach nicht mehr aus der Hand legen kann. Wanda und ihre Mädels pimpen das Hercules mit derart viel Power, Esprit und Hingabe auf, dass man am liebsten selbst Mitglied werden möchte. Und ganz ehrlich: ich hätte nichts dagegen, wenn ich in dem Alter genauso lebhaft und zupackend wäre wie Wanda.
Daumen hoch für dieses kurzweilige Lesevergnügen, bei dem man sich das Schmunzeln spätestens ab Seite 23 bis zum Schluß nicht mehr verkneifen kann!
Einfach prima für den Strand- und Balkonurlaub.

Lesezeit: 1 Tag....

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76 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 36 Rezensionen

familie, pubertät, england, oscar wilde, humor

Irgendwas geht immer

Dawn French , Andrea Brandl
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 08.06.2012
ISBN 9783548283777
Genre: Romane

Rezension:

Eine ganz normale Familie

So. Wo soll ich anfangen? Irgendwie handelt es sich bei Mo, Peter/Oscar, Dora und Dad schon um eine normale Familie. Nur: irgendwas IST immer....

Mo
ist ihres Zeichens Mama und Kinder- und Jugendpsychologin. Von ihrem Mann meist mit gefühlter Abwesenheit beehrt und einer renitenten Teenietocher, die ihre Mutter einfach nur hasst. Und der Sohn nimmt sie eben meistens so hin oder bringt ihr noch entsprechende familiäre Gefühle entgegen. Eine Psychologin, die bei der Erziehung ihrer eigenen versagt und anderen genau an den Stellen tolle Ratschläge erteilt.
Ihre Unzufriedenheit steigert sich noch, als sie ihre Ehe und selbst ihre gesamte Familie in der aktuellen Konstellation in Frage stellt.

Peter/Oscar
findet, dass er einfach in der falschen Zeit mit dem falschen Vornamen versehen wurde. Also orientiert er sich lieber an Oscar Wilde und benimmt sich auch dessen Zeit entsprechend. Sein Tagebuch erinnert vom Stil, der Wortwahl und der Selbstüberschätzung eines Heranwachsenden sehr an Sue Townsend´s „Adrian Mole“. Man könnte fast meinen, sie seien verwandt.

Dora
fühlt sich von der Welt und insbesondere ihrer Mutter einfach nur unverstanden, alleine gelassen und hasst sie daher ohne Ende. Oscar geht ja noch. Und die einzigen, die einen Funken Verständnis für sie aufbringen können sind ihr Dad und ihre beste Freundin Lottie. Aber auf keinen Fall ihr Ekelpaket von Exfreund.
Ihr Tagebuch ist das einzige, das einem hin und wieder ein Lachen entlockt, da sie einfach jung, spritzig und teeniemäßig ist.

Als einzige Bezugsperson für alle dient Mo´s Mutter. Und die hat – trotz ihres Alters – wirklich für alles und jeden Verständnis und einen guten Rat parat.

Dawn French hat „Irgendwas geht immer“ in Tagebuchform gestaltet. Mo, Oscar und Dora schildern abwechselnd jeweils ihre Sicht der Erlebnisse und Katastrophen.
Dawn French ist der jeweilige Wechsel von einen zum nächsten Protagonisten sehr gut gelungen, was bei den verschiedenen Charakteren bestimmt nicht so einfach ist.
Doch auch das hat meine Leselust leider nicht steigern können.
Laut Klappentext sollte die Familie sich gegen einen fiesen Betrüger gemeinsam zur Wehr setzen. Der erste Hinweis auf eine Art Katastrophenanfang zeigt sich „immerhin“ schon auf Seite 128.
Doch auf die eigentliche Katastrophe wartet der Leser leider sehr, sehr lange. Und genau das war auch der Grund, warum ich das Buch überhaupt zu Ende gelesen habe. Ich wollte wissen, um welches Chaos es sich eigentlich handelt. Auf Seite 310 (hier meldet sich Dad endlich einmal persönlich zu Wort!) von 349 weiß man dann auch endlich, um welche Betrügerei es sich geht.

Mein Fazit:
Ein Buch, das man auf keinen Fall gelesen haben muss. Schöne Idee, die sich aber für den Leser als sehr zäh, großflächig langweilig und erst kurz vor Ende auf den Punkt gebracht darstellt. Ich war – zugegebenermaßen – das eine oder andere Mal versucht, aufzugeben. Aber den Betrüger wollte ich dann doch noch kennenlernen...

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86 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 45 Rezensionen

liebe, telenovela, berlin, ron markus, pinguine

Romantik für Anfänger

Ron Markus
Flexibler Einband: 317 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 18.04.2011
ISBN 9783462042917
Genre: Romane

Rezension:

Das Leben ist eine Telenovela

und manchmal sogar noch schlimmer. So zumindest ergeht es Charlotte. Ihres Zeichens Chefautorin und Erfinderin von „Renata“. Einst der aufgehende Stern am Himmel der Telenovela-Drehbuchautoren sinken ihre Einschaltquoten seit der Trennung von Marius stetig. Dies entgeht natürlich auch ihrem Chef nicht. Und so stellt er ihr den größten Renata-Fan zur Seite: die Huber Sabine aus Rottach in Bayern. Und das mitten in Berlin. Denn die Huber Sabine weiß nämlich, was die Fans wünschen.
Und damit beginnt Charlottes Bergab erst richtig. Nichts ist mehr wie es mal war oder sein sollte.
Sabine wird – statt im Hotel – bei ihr zu Hause einquartiert. Gleichzeitig zieht auch noch ihre viel jüngere Bettgeschichte bei ihr ein, weil er zu Hause rausgeflogen ist. Als ob das noch nicht genug wäre, kann sie auch ihrem Ex-Freund und Ex-Renata-Liebling Marius nicht aus dem Weg gehen. Der hatte damals nämlich mit 99% ihrer Kolleginnen flüchtigen Sex. Aber darüber ist sie ja schon lange hinweg.
Sogar ihr Stellvertreter fällt ihr neuerdings in den Rücken und sägt an ihrem Stuhl.
Auf wen kann sie sich denn jetzt noch verlassen?

Charlotte erzählt ihre schlimmsten Wochen aus ihrer Sicht und läßt ihre Gedanken oftmals in Drehbuchform einfließen. So leidet der Leser mit ihr bis zum bitteren Ende und möchte auch so manchem ihrer Zeitgenossen den Hals umdrehen oder einen Tritt in den Allerwertesten verpassen.

Ron Markus hat die Stimmungen und Probleme einer Großstadt-Karrierefrau prima eingefangen und transportiert. Der Roman läßt sich zügig lesen und man will auch unbedingt wissen, wie es am Ende ausgeht. Allerdings finde ich trotzdem, dass die Thematik und die Umsetzung nicht unbedingt neu ist und somit auch irgendwie nicht besonders. Daher leider nur dreieinhalb Sterne....

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48 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 27 Rezensionen

schweden, krimi, thomas andreasson, sandhamn, schärengarten

Die Toten von Sandhamn

Viveca Sten , Dagmar Lendt
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 14.05.2012
ISBN 9783462043884
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Familienbande im Schärengarten

Endlich ist der 3. Fall mit Thomas Andreasson da!
Geprägt ist er durch seine drei Handlungsstränge:

Nora
ist die beste Freundin von Thomas.
Als sie bei einer Party zufällig erfährt, dass ihr Mann Henrik sie mit einer jüngeren Krankenschwester betrügt, schnappt sie sich ihre beiden Söhne und fährt in den Ferien in ihr Ferienhaus nach Sandhamn. Zum einen um Abstand zu gewinnen, zum anderen, um nicht mit Henrik in einem Haus wohnen und ihm ständig über den Weg laufen zu müssen. Sie versucht sich über ihre Zukunft als alleinerziehende Mutter klar zu werden. Wenig hilfreich ist hier ihre verbohrte Schwiegermutter, die versucht, sie zur Vernunft zu bringen.
Doch auch dieses Mal lassen sie die Vorkommnisse auf Sandhamn, die Thomas zu untersuchen hat, nicht in Ruhe und sie mischt natürlich wieder ein bißchen mit...

Gottfrid und Thorwald
Ihre Geschichte beginnt 1899 mit Gottfrid´s schwerer Kindheit und wie er sich in Vendela, seine zukünftige Frau und Thorwalds Mutter verliebt. Gottfrid wollte nie wie sein herrischer Vater werden. Doch genau das passiert. Wenn nicht sogar noch schlimmer. Thorwald und seine Mutter haben seelisch wie körperlich unter dem fanatisch religiösem Gottfrid zu leiden, während seine Schwester Kristina der Sonnenschein seines Vaters ist. Sie weiß genau, wie sie ihren Willen durchsetzen kann.
Seinen ersten Lichtblick hat Thorwald als er Karolina kennen und lieben lernt. Auch sie liebt ihn. Aber diese Liebe steht unter keinem guten Stern...

Thomas Andreasson und sein Ermittler-Team
Im November 2006 verschwand Lina, eine 20jährige Studentin, die auf Sandhamn aufgewachsen ist, abends auf dem Nachhauseweg von ihrer Freundin spurlos. Selbst tagelanges Suchen mit Polizeitruppen, Spürhunden und Freiwilligen konnten keine Ergebnisse bringen. Linas Familie ist verzweifelt.
Als dann im Februar 2007 Noras Söhne beim Spielen im Schnee einen vergrabenen Arm entdecken ist schnell klar, dass es Lina´s Arm sein muss.
Somit werden die Ermittlungen wieder aufgenommen und alte „Zeugen“ neu befragt. Und wie es meist so ist, tun sich neue Verdachtsmomente und schaurige Zusammenhänge auf.

Viveca Sten hat ein neues Meisterwerk geschaffen. So durchdacht und verzwickt sie die einzelnen Handlungsstränge auch gestaltet hat, so gelingt es ihr meisterlich am Schluss alle zusammenzuführen.
Jeder einzelne Handlungsstrang hätte einen eigenen Roman ergeben, den man nicht mehr weglegen wollte.
Man leidet mit Nora, die sich Sorgen um ihre Söhne und die Zukunft macht.
Man leidet mit Thorwald, freut sich mit ihm und Karolina und leidet wieder mit ihm.
Man ermittelt mit Thomas und seinem Team.
Man fühlt mit Thomas, als er seine Ex-Frau wieder trifft und feststellt, dass er nie aufgehört hat zu lieben.

„Die Toten von Sandhamn“ muss mit viel Enthusiasmus und Liebe zum Detail entstanden sein, um den Leser derart fesseln zu können. Und ohne ihn mit seinen verschiedenen Handlungssträngen zu verwirren. Denn verwirrt war man nie. Nur neugierig, wo das alles enden mag.

Mein Fazit:
Absolut kurzweilig, spannen und lesenswert. Am liebsten würde ich sofort den 4. Fall von Thomas in die Hand nehmen.

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Tags: schärengarten, schweden, thomas andreasson   (3)
 

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29 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

münchen, mader, krimi, organhandel, dosi

Die Schöne Münchnerin

Harry Kämmerer
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Graf Verlag, 09.03.2012
ISBN 9783862200214
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Als ein Münchner Modelsternchen ermordet aufgefunden wird, werden Chefinspektor Mader und sein Team Dosi, Hummel und Zankl auf den Fall angesetzt.

Das größte Rätsel gibt die Nase der Toten auf. Die hat nämlich eine andere DNA als der Rest...
Und wer, bitte schön, läßt sich ein schönes Naserl transplantieren? Welcher Beauty-Doc macht so etwas? Und wo kriegt man die „Ersatzteile“ her?

Und so fragen sich Mader und Konsorten in der Beauty- und Verlagsbranche durch. Könnte ja sein, dass jemand hinter den „Organhandel“ gekommen ist und das publizieren wollte. Was natürlich die Organmafia gar nicht gerne sehen würde.

Ein weiteres Model wird ermordet, ein Münchner Pathologe hunderte von Kilometern weit entfernt tot im Straßengraben aufgefunden, zwei Kleinganoven und ein Journalist müssen ebenfalls dran glauben. Es wird also immer komplizierter und undurchsichtiger für das Team, das natürlich nicht aufgibt und teilweise zu unkonventionellen Ermittlungsmethoden greift.

Auch das Privatleben der Teammitglieder mit ihren alltäglichen Sorgen, um die sie sich nebenbei noch kümmern müssen, kommt nicht zu kurz. Und natürlich die Akteure und Handlungen der „Gegenseite“. Aber nur die der Helferlein. Sonst wüßte man ja gleich, wer es war.

Und für den Leser? Ja...für den ist es auch in weiten Teilen etwas undurchsichtig. Dies kommt hauptsächlich daher, dass kaum ein Handlungsstrang länger als eine Seite ist und für meinen Geschmack viel zu viel hin und her gesprungen wird. Und das nicht nur zwischen zwei Strängen, sondern zwischen allen Personen.
Liebenswert sind jedoch die bayerischen Gepflogenheiten und Aussprüche.

Das mag dem Ganzen ja ein gewisses Maß an Tempo geben, nimmt mir aber etwas die Spannung und vor allem die Lust am Lesen. Halbseitige Kapitel sind leider nicht für mich gemacht.
Es wird zwar als Chefinspektor Mader-Krimi angeprießen, ist es meiner Meinung aber nicht. Die größte Rolle spielt Ermittler Hummel, Mader kommt meist nur am Rande und in lenkender Funktion vor.
Alle Teammitglieder haben zwar ihre Eigenheiten und Charakterzüge. Aber ich habe den EINEN, leitenden Charakter vermißt.

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117 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 37 Rezensionen

england, shakespeare, krimi, mord, pippa bolle

Dinner for one, Murder for two

Auerbach & Keller
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 17.02.2012
ISBN 9783548610382
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Meine Zusammenfassung
Pippa Bolles englische Oma Hetty will in Berlin für ihre Altersruhe testwohnen. Und in dieser Zeit soll Pippa das Haus, den Hund Rowdy, den Kater Peter Paw und den Hahn Bastard samt seinen Hennen sitten.
Allerdings weiß Pippa da noch nicht, dass Oma ihr auch gleichzeitig einen Job als Ensemblesitter für die Hamlet-Aufführung beim Shakespeare-Festival beschafft hat. Und genau da liegt für sie der Haken. Denn Schauspieler sind immer und überall unberechenbare Selbstdarsteller. Zudem muss sie sich mit dem äußerst exzentrischen Regisseur Hasso von Kestring herumschlagen, der nicht nur sie, sondern auch das restliche Ensemble samt seiner eigenen Ehefrau und Dauerberichterstatter Carlos Kwiatkowski mit seinen Allüren in den Wahnsinn treibt.
Als bei einer seiner Gruppenproben zur Selbstvertrauensbildung Omas Hund Rowdy erschossen wird, macht er sich damit auf jeden Fall keine neuen Freunde. Dann hat Carlos auch noch einen Autounfall und das Ensemble ist in hellem Gefühlsaufruhr.
Wen wundert es dann noch, dass auch Hasso vor aller Augen seinen endgültigen Bühnenabgang hinlegt.
Pippa ermittelt wieder einmal unfreiwillig zusammen mit dem restlichen Dorf und seiner unkonventionellen Inspektorin.
Und weil auch jeder – ausser natürlich Pippa – für die Totesfälle verantwortlich sein könnte, wird auch jeder Stein umgedreht und in der Vergangenheit der einzelnen Ensemblemitglieder gewühlt. Wer hatte hier wohl die größte Leiche im Keller? Und wem nutzen die Totesfälle?

Mein Fazit
Herrlich unkompliziert, humorvoll, skurril und fesselnd erzählen Auerbach und Keller Pippas Erlebnisse mit dem bunt gemischten Schauspielerhaufen. Natürlich nie, ohne den großen Shakespeare komplett aus den Augen zu verlieren.
Mit viel Witz und Kombinationsgabe – und dem einen oder anderen Zufall – wird aber auch dieser Fall gelöst...
Den ersten Pippa Bolle-Band „Unter allen Beeten ist Ruh´“ habe ich bislang noch nicht gelesen, muss nach diesem Band aber unbedingt und sofort nachgeholt werden.
Daumen hoch – für jede Jahreslesezeit!

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Tags: england, krimi, mord, pippa bolle, shakespeare   (5)
 

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86 Bibliotheken, 1 Leser, 3 Gruppen, 34 Rezensionen

serienmörder, atlanta, fbi, thriller, profilerin

Cut

Amanda Kyle Williams , Andree Hesse
Fester Einband: 427 Seiten
Erschienen bei Wunderlich, 16.09.2011
ISBN 9783805250061
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Wunschknochen

Keye Street ist eigentlich Profilerin, wurde aber vom FBI wegen ihres Alkoholismus verstoßen. Also hat sie sich nach dem Entzug mit einer Privatdetektei in Atlanta selbständig gemacht. Kautionsflüchtlinge, Zustellung von Vorladungen und kleinere Schnüffeleien sind nun ihr tägliches Brot.
Ihre Freundin aus Kindertagen, Diane, und ihr bester Freund, Polizist Rauser, sowie ihre Familie und ihr Angestellter Neil sind ihre Stütze und helfen ihr auch weiterhin im Kampf gegen den Alkohol. Weniger hilfreich ist dagegen ihr Exmann Dan, ein egoistischer Schauspieler.
Als ein grausamer Serienmörder, der bei seinen Opfern nur Stichwunden und Bisse zurückläßt, in Atlanta sein Unwesen treibt, holt Rauser Keye als externe Beraterin mit an Bord. Der „Wunschknochen“, wie ihn die Presse bald nennt, nimmt mit den beiden Kontakt über Brief und E-Mail auf und ein Katz-und-Maus-Spiel beginnt. Auch die Presse erhält davon Kopien, deren Veröffentlichung den Ermittlungen nicht unbedingt zuträglich ist. Während Keye gleichzeitig noch ihre „normalen“ Fälle bearbeitet konzentriert sich Wunschknochen auch immer mehr auf sie und das obwohl sie bei der Polizei „gefeuert“ wurde und ihren Part ein ehemaliger FBI-Kollege übernommen hat. Und genau dieser wird auch Opfer des Killers. Rauser bekommt immer mehr Angst um sie.

„CUT“ ist von Anfang bis Schluss mit Spannung geladen, ohne dabei aber überladen zu wirken. Daher lässt es sich auch kaum aus der Hand legen, wenn Keye über die Wunschknochen-Morde aus ihrer Sicht erzählt.
Was Keye so liebenswert macht? Sie ist einfach Mensch. Mit Ecken, Kanten und Fehlern. Aber durchaus liebenswert. Auch die anderen Charaktere ihres täglichen Lebens wissen das zu schätzen.
Man leidet mit Keye, wenn sie sich eigentlich gerne einen Drink genehmigen würde. Man ermittelt mit Keye, wenn sie hinter Kautionsflüchtlingen oder einer Kuh her ist. Man begleitet sie, wenn sie Vorladungen zustellt. Und man nimmt an ihrem Privatleben teil...und hofft inständig, dass Keye und Rauser den Killer schnell entlarven werden. Gesteigert wird das ganze noch dadurch, dass der Killer offenbar aus dem Umfeld der beiden kommt und Zugang zu den FBI-Akten über Keye zu haben scheint.
Noch spannender – und grausamer – wird CUT dadurch, dass ein Strang mit Blogeinträgen des Killers bei einer Messerfetischseite eingearbeitet wurde. Und an diesen Stellen wird es dem Leser echt anders, da diese „Phantasien“ derart abartig sind, dass man es sich eigentlich gar nicht vorstellen kann. Genau wie die bis ins kleinste Detail geplanten und grausam ausgeführten Morde selbst.
Amanda Kyle Williams hat es geschafft, einen Thriller zu schreiben, der einen richtig mitfiebern und mitleiden lässt. Denn: auch als der Killer bereits geschnappt ist, dreht sich das Rad noch weiter....
Mein Fazit: für Thrillerfreunde ein Muß. Für alle anderen: mit diesem Thriller könnten sie ein neues Genre für sich entdecken.
Ich warte hiermit sehnsüchtigst auf den zweiten Teil!

Autorin
Amanda Kyle Williams lebt in Atlanta, im tiefsten Süden der USA und hat für die Buchrecherchen sogar selbst als Privatdetektivin und Gerichtsbotin gearbeitet. Zudem hat sie Profilerkurse besucht. Der nächste Keye Street-Fall ist bereits in Arbeit.

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Tags: kyle street, thriller   (2)
 

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83 Bibliotheken, 0 Leser, 3 Gruppen, 30 Rezensionen

köln, krimi, kirche, mord, priester

Farben der Schuld

Gisa Klönne
Fester Einband: 362 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 12.08.2009
ISBN 9783550087769
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Keiner ist frei von Schuld

Eines vorab:
Ich habe dieses Buch von vorablesen bekommen und kenne die 3 Vorgänger-Teile der Krieger/Korzilius-Reihe nicht. Dies ist allerdings nur ein kleines Handicap und man liest sich trotzdem schnell ein.

Inhalt
An Faschingsdienstag wird vor einer Kölner Kirche nachts ein Priester von einem Ritter mit einem Schwert erstochen. Doch der Priester war eigentlich Arzt. Neben ihm schreibt der Täter „Mörder“. Brauchbare Zeugen gibt es nicht.
Kurz darauf wird vor dem Priesterseminar ein echter Priester nach dem selben Muster ermordet. Hat es der Serientäter auf die katholische Kirche abgesehen? War der Arzt nur ein Versehen? Nur eines haben die beiden Opfer gemeinsam: eine Vasektomie. Doch warum sollte sich ein Priester sterilisieren lassen?
Judith muss wohl im vorhergehenden Teil durch eigenmächtiges Handeln den Täter erschossen haben, der vorher die Zeugin, die sie schützen und vernehmen wollte, erschoss und sie ermorden wollte. Nun fängt sie langsam wieder mit der Arbeit an und bekämpft nebenbei noch ihr Trauma. Zudem ist sie sehr eigenwillig und kann sich den Anweisungen ihres Vorgesetzten nur sehr schwer fügen.
Auch die katholische Kirche ist – zum steigenden Ärger von Manni – überhaupt keine Hilfe. Freunde, Vorgesetzte und die Kollegen der Telefonseelsorge des echten Priesters wissen offenbar etwas und schweigen. Aber Manni und Judith wären nicht sie selbst, wenn sie bei den Ermittlungen nicht ihre eigenen Ideen statt die ihres Vorgesetzten verfolgen würden. Selbst als die Tochter einer Seelsorgerin verschwunden ist und in Lebensgefahr schwebt schweigen alle. Doch da haben sie die Rechnung ohne Judith und Manni gemacht, die einfach nicht locker lassen....

Aufbaueindrücke
Es gibt mehrere Handlungsstränge, die nach und nach mehr und mehr ineinander verschmelzen.
Die beiden Priestermorde und ihre Ermittlungen, die von Judith und Manni bestritten werden.
Das Gruftimädchen Bea, die den Mörder ihrer Freundin Jana sucht und immer mehr selbst ins Visier des Mörders gerät.
Damit treibt sie ihre Mutter, die in der Telefonseelsorge arbeitet, immer mehr zur Verzweiflung, weil sie ihr zusehends entgleitet.
Judith versucht nach der Entlassung aus der Reha ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen, steigt stundenweise wieder im Kommissariat ein und lernt zudem noch ihren neuen Nachbarn Karl kennen und lieben. Gleichzeitig laufen noch die internen Ermittlungen gegen sie zum vorherigen Fall. Und sie will nicht noch einmal den selben Fehler machen wie damals.
Manni kann sich mit der Ideologie der katholischen Kirche, ihrer Doppelmoral und den Vertuschungsversuchen überhaupt nicht anfreunden. Im Gegenteil: fast scheint er bei den Ermittlungen einen persönlichen Feldzug gegen die Kirche zu führen. Auch er steckt privat in den Anfängen einer neuen Beziehung, die er sich irgendwie auch anders vorgestellt hat.

Mein Eindruck
Gisa Klönne erzählt „Farben der Schuld“ als Beobachter. Jeder einzelne Akteur hat sein eigenes Schuld-Päckchen zu tragen. Als Leser fiebert man mit jedem einzelnen mit. Die Autorin schreibt äußerst anschaulich, mitfühlend, real und packend und schafft es so auch die Spannung bis zur letzten Seite zu halten.
Auf jeden Fall werde ich die drei Vorgänger und den Nachfolgeteil mir demnächst noch zu Gemüte führen.
Der Punktabzug ist leider dafür, dass man anfangs ein wenig braucht, um ohne die Vorgänger alle Zusammenhänge zu verstehen.

Autorin
Gisa Klönne ist Journalistin und Dozentin und lebt in Köln. Ihre Bücher um Judith Krieger werden in mehreren Sprachen vertrieben.

Buchdaten
Taschenbuch: 384 Seiten
Verlag: Ullstein Taschenbuch (1. März 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3548282725
ISBN-13: 978-3548282725

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Tags: köln, krieger/korzilius, krimi   (3)
 

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850 Bibliotheken, 14 Leser, 10 Gruppen, 133 Rezensionen

thriller, robert hunter, serienmörder, mord, los angeles

Der Vollstrecker

Chris Carter , Sybille Uplegger
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 15.07.2011
ISBN 9783548281100
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Und wovor hast Du Angst?

Detective Robert Hunter und sein Kollege Garcia werden zu einem Mord in einer Kirche gerufen. Das Opfer: der Priester. Erst wurde er geköpft, dann wurde ihm ein Hundekopf aufgesetzt und er liegt in einem Blutkreis. Alles deutet auf einen Ritualmord hin. Auf seiner Brust wurde mit fremden Blut die Zahl „3“ geschrieben. Gab es etwa auch schon Nummer 1 und 2? Die Antwort ist einfach: ja.
Kurz darauf wird in einem zum Verkauf stehendem Haus eine Frauenleiche gefunden, die am hauseigenen Kamin nackt gegrillt und durchgegart wurde. Und auf ihrem Rücken steht die 4.
Spätestens jetzt ist allen klar, dass ein äußerst grausamer Serienmörder sein Unwesen treibt. Hunter und Garcia bekommen noch einen jungen Kollegen für die Recherchen beiseitegestellt. Zudem müssen sie sich noch mit der Reporterin Claire herumärgern, die ihnen mit ihren Artikeln die Ermittlungen noch mehr erschwert.
Als dann auch noch die 17jährige Mollie, die schon vor Jahren zu Hause weggelaufen ist, auftaucht und Hunter von ihren Visionen bezüglich der Morde erzählt, muß er auf sie auch noch aufpassen.
Hunter und Garcia versuchen herauszufinden, was diese vier Opfer gemeinsam hatten und ob sie sich überhaupt kannten. Schon bald ist klar, dass sie alle auf die gleiche Weise starben: jeder mit seiner größten Angst: Wasser, Wespen, geköpfter Hund, Feuer. Und sie haben sich alle aus der Schulzeit gekannt. Wer aus der alten Clique könnte der nächste sein und warum? Woher kennt der Mörder ihre Ängest so genau?

Mein Fazit
Für zarte Seelchen ist dieser Thriller mit Sicherheit nicht bestimmt. Chris Carter beschreibt die grausamen Szenen äußerst anschaulich und lebendig. Als Leser ist man ab der ersten Zeile im Bann der Geschichte und kann das Buch kaum mehr aus der Hand legen. Es ist schwer vorstellbar, dass ein einziger Mensch aufgrund seines lebenslangen Hasses derart grausam und langwierig seine Opfer zu Tode quälen kann.
Für mich ist das Resultat eindeutig: ein Werk für jeden Thrillerliebhaber. Leider kenne ich den Vorgänger „Der Kruzifixkiller“ bislang noch nicht, was aber umgehend nachgeholt wird.

Autor
Chris Carter wurde in Brasilien geboren, studierte in den USA. Er hat selbst als Kriminalpsychologe gearbeitet, woher auch sein fundiertes Wissen für seine durchaus als grausam zu bezeichnenden Thriller stammen dürfte. Danach wurde er Rockmusiker und lebte in London, bevor er sich für das Schreiben entschied.

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Tags: angst, robert hunter, serienmörder, thriller   (4)
 

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116 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 52 Rezensionen

traummann, liebe, engel, himmel, wette

Für immer und eh nicht

Heike Wanner
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 10.06.2011
ISBN 9783548283166
Genre: Romane

Rezension:

Projekt „Engel für Single“

Jesus hat mit Maria, Adam, Eva, Gabriel und Petrus sein wöchentliches Meeting. Doch die Kollegen kommen – wie jede Woche und mit den selben Entschuldigungen wie immer – schon wieder zu spät. Bei Adam und Eva kriselt es auch mächtig in der Ehe. Aufgrund eines Ehedisputes während des Meetings entsteht eine Art Wette. Dabei will Eva beweisen, dass Frauen eben nur dann glücklich sind, wenn sie einen Mann treffen, der all ihre Träume Wirklichkeit werden läßt.

Als irdische Versuchsperson muss Theresa herhalten, die gerade auf dem Weg zu ihrer Freundin Hanna in Südafrika ist. Als Traumengel wird ihr Raphael geschickt. Und wie es kommen muß: genau so hatte sie sich immer ihren Traummann vorgestellt.

Wieder zurück in Deutschland – wie gut, dass er nicht weit von ihr entfernt wohnt – ist es auch nicht anders. Auch ihre Familie und die Freunde sind sehr von ihm angetan.

Die einzige, die langsam Zweifel hat, ist sie selbst. Will sie wirklich den Rest ihres Leben mit einem Mann verbringen, er derart perfekt ist in Auftreten, Verhalten und Wünsche von den Augen ablesen? Oder wäre sie mit einem „normalen“ Mann mit Ecken und Kanten doch besser dran? Einem wie Harald, dem Kollegen ihres Bruders?

Und da sind dann auch immer noch diese nervigen SMSen von seinem Opa Gabriel und der Familiensekretärin Eva. Wie kann man die nur abstellen....

Mein Fazit
Zugegeben: amüsant und turbulent ist das Buch schon. Es läßt sich auch prima „so nebenbei“ lesen. Trotzdem reicht es leider nur für drei Sterne, weil es auch viel spannendere Liebesgeschichten gibt, die nicht so absehbar sind. Denn den Schluss ahnt man doch sehr zeitig. Und damit werden immer mehr Passagen dann auch einfach langatmig.

Theresa kann frau auch gut verstehen: wer will schon einen Mann der alles macht und alles hat, was man sich wünscht. Auf Dauer wird es einfach langweilig, wenn es zu glatt läuft.

Allerdings fand ich das „himmlische Meeting“ eine richtig witzige Idee. Wenn man sich vorstellt, dass es da oben in Wirklichkeit so läuft...schon erheiternd. Auch die immer wieder eingestreuten Protokolle der himmlischen Projektmeetings sind gut gedacht und humorvoll gestaltet.

Ein Buch das Mann lesen kann, das aber nicht unbedingt gelesen werden muss. Also eigentlich genau das Richtige für den Strand zum Entspannen.

Autorin
Heike Wanner, geboren 1967, arbeitet hauptberuflich bei einer Fluggesellschaft und wohnt in Frankfurt.
„Für immer und eh nicht“ ist nach „Der Tod es Traumprinzen“ und „Frauenzimmer frei“ ihr dritter Roman.

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Tags: engel, himmel, humor, traummann   (4)
 

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46 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 23 Rezensionen

yoga, new york, freundschaft, frauen, liebe

Sonnengruß für Regentage

Zoe Fishman , Hedda Pänke
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 10.06.2011
ISBN 9783548610399
Genre: Romane

Rezension:

City-Träume
Charaktere
Charlie, ehemalige Wallstreetbrokerin, ist jetzt zusammen mit Julian und Felicity stolze Besitzerin eines Yogastudios. Privat trauert sie seit vier Jahren ihrer großen Liebe Neil hinterher und ist für neue Beziehungen total verschlossen.

Bess wollte eigentlich ernsthafte Journalistin werden, ist jetzt aber bei einem Klatschblatt für die Titelunterschriften zuständig, bis auf ein paar freiberufliche Artikel. Ihr Freund Dan ist aus Studiengründen nach L.A. gezogen und versucht Bess dazu zu überreden zu ihm zu ziehen.

Sabine ist Lektorin in einem Verlag, doch am liebsten wäre sie selbst Autorin. Sie ist Single und schwärmt für einen Mann aus der U-Bahn, den sie dann tatsächlich auch kennen lernt.

Naomi, ehemalige Fotografin und Model, lebt mit ihrem 8jährigen Sohn Noah als alleinerziehende Mutter und verdient sich den Lebensunterhalt als Grafikerin und Webdesignerin. Ihren Ex Gene, der auch der Vater von Noah ist, sieht sie am liebsten von hinten. Und dann erkrankt sie auch noch schwer.

Meine Zusammenfassung
Nach 10 Jahren treffen sich die vier Frauen, die sich zu Collegezeiten mehr oder weniger gut gekannt haben, beim Collegetreffen wieder und Charlie kann sie für einen sechswöchigen Yoga-Probekurs gewinnen. Dabei hat jede ihre eigene Intention.
So will z.B. Bess heimlich einen Artikel über die zerplatzten Träume von New Yorker Frauen schreiben, der ihren Freundinnen mit Sicherheit weh tun würde.
Während der sechs Wochen ändern sich bei allen die Einstellung zum Leben, die Offenheit, ihr Respekt vor den Freundinnen und noch vieles mehr. Auch ihre beruflichen und privaten Ziele und Wünsche.
Der Roman besteht aus fünf Handlungssträngen. Einer pro Frau und ein gemeinsamer. Dennoch ist alles sehr durchsichtig und übersichtlich geschrieben.

Mein Fazit
Ich finde den Roman toll. Er regt dazu an über seine eigenen Träume, Wünsche und ihre Verwirklichung nachzudenken. Zoe Fishman beschreibt die Übungen und Zusammenhänge von Yoga derart anschaulich, dass man richtiggehend Lust auf Yoga bekommt. (Ob ich es doch einmal probiere?)
Sehr irreführend finde ich allerdings den Klappentext, der einen gänzlich falschen Eindruck über den Roman hinterläßt. Dieser läßt vermuten, dass es hauptsächlich um Naomi´s Diagnose und deren Bewältigung zusammen mit den Freundinnen geht, was definitiv nicht der Fall ist. Tatsächlich geht es eher darum, ob sich Träume von früher verwirklicht haben oder im Laufe der Zeit sogar radikal ändern sowie um das Wachsen von Freundschaft und das Vertrauen in sich selbst.
Ich kann den Roman nur empfehlen, und zwar nicht nur an Regentagen...

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204 Bibliotheken, 5 Leser, 5 Gruppen, 47 Rezensionen

norderney, pension, humor, liebe, familie

Kein Wort zu Papa

Dora Heldt
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.12.2010
ISBN 9783423248143
Genre: Liebesromane

Rezension:

Christine, inzwischen 47 und kurz davor mit Johann zusammenzuziehen (falls er denn mal von seinem Auslandseinsatz in Schweden zurückkommen sollte) ist mit ihrer derzeitigen Gesamtsituation einfach unzufrieden. Job, Wohnung und Johann. Nichts will so recht passen. Auch, wenn sie das ihrer Familie und sich selbst gegenüber nie zugeben würde. Deshalb hat Papa Heinz ihre jüngere Schwester Ines angestiftet sie mit in den Urlaub zu nehmen.
Als sie dann jedoch ein mysteriöser Hilferuf ihrer Freundin Marleen aus Dubai ereilt, fährt sie zusammen mit Ines sofort nach Norderney und übernimmt die Führung von Marleen´s Pension. Allerdings ist nicht so ganz klar für wie lange. Und keiner soll erfahren, warum Marleen ihren Urlaub verlängert hat. Nur ihre große Hilfe
Gesa wird noch eingeweiht. Doch Christine wäre nicht Christine, wenn das Chaos nicht schon vorprogrammiert wäre.
Die größten Katastrophen lassen sich leicht benennen: Küche, Kalli, Gisbert....Papa
Kochen können beide nicht. Was sollen sie also den Pensionsgästen mit Halbpension vorsetzen?
Kalli ist Papa´s ältester Freund und durchaus fähig Papa auf die Insel zu holen. Das allerletzte was die beiden jetzt brauchen können.
Gisbert ist der Inselreporter und ständig auf der Suche nach einer sensationellen Geschicht. Auch er läßt natürlich nicht locker.
Die griesgrämige Adelheid hilft Marleen immer vormittags, Pierre (eigentlich Peter) schmeißt die Bar. Und der Hausmeister Jurek ist in Gesa verliebt.
Dann ist da noch Tom, der mit seiner Mutter in der Pension Urlaub macht und Christine´s erste große Liebe.
Als dann auch noch Mama unerwartet auftaucht und mit Kalli´s Frau das Regiment in der Küche übernimmt kann es eigentlich nicht mehr schlimmer kommen.
Oder doch???? Natürlich: Kalli läßt Papa einfahren....

Mein Fazit
Auch im 5. Teil der Christine-Reihe ist die Hauptperson liebenswert chaotisch und macht sich selbst die meisten Probleme. Viele liebgewonnene Bekannt sind wieder mit von der Partie und alles ist lebendig und realistisch erzählt – auch wie gewohnt.
Der Sterneabzug ist leider damit zu begründen, dass der 4. Teil durch Tante Inge einfach viel lustiger war.
Ansonsten läßt Dora Heldt allerdings nichts vermissen. Humorvoll wie immer. Das Gefühl, dass sich die Mitglieder der eigenen Familie gut bei Familie Schmidt einfügen würden, wird man auch nie richtig los.Ich liebe diese Reihe!

Autorin
Dora Heldt ist gebürtige Sylterin und arbeitet als Verlagsvertreterin in Hamburg.

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140 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 34 Rezensionen

arzt, genf, flugangst, witzig, liebe

Die Nächste, bitte

Mia Morgowski , yellowfarm gmbh , Stefanie Freischem
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 02.05.2011
ISBN 9783499256370
Genre: Romane

Rezension:

Flugangst mit Nebenwirkungen

Charaktere
Dr. Paul Rosen will eigentlich nur eines: als Schönheitschirurg arbeiten und die entsprechende Kohle dafür absahnen. Doch da sein Vater einen Herzinfarkt hatte, muss er erst einmal dessen Praxis übernehmen...
Außerdem steht er nur auf verheiratete Frauen. Die sind nämlich nicht so anstrengen. Aber das ist seine Arzthelferin Birte, mit der er eine Affäre hat, eigentlich auch...

Nella hat zusammen mit zwei Freundinnen einen Secondhandladen mit angrenzendem Café.
Ihr Freund Leo ist vor kurzem auf eigene Faust nach Genf gezogen.

Meine Zusammenfassung
Paul hat sich in der Privatklinik von Dr. Schümli als Partner beworben; natürlich weiß sein Vater nichts davon.
Nella fliegt übers Wochenende zu Leo nach Genf. Um ihre Flugangst zu bekämpfen holt sie sich bei dem unmöglichen, gut aussehenden, arroganten Dr. Paul Rosen (offenbar hat Rosen senior derzeit frei) ein Mittel gegen Flugangst. Doch das wirkt leider überhaupt nicht. Eine Unverschämtheit, dass die Stewardess ihr ausgerechnet Paul zur Seite stellt, um ihre Flugangst in den Griff zu bekommen.
Und damit nimmt das Chaos seinen Lauf.
Bei der Ankunft wird sie von Dr. Schümli irrtümlicherweise als Pauls Frau eingestuft.
Zudem hat Leo sie auch noch aufgrund eines wichtigen Termines für den ersten Abend versetzt. Den Grund dafür lernt sie später leider zufällig im Restaurant kennen.
Und damit sitzt sie das ganze Wochenende als Pauls Ehefrau in Genf fest. Und davon sind beide nicht sonderlich begeistert.
Verstrickungen in Lügen und Ausreden sind damit vorprogrammiert. Und das gemeinsame Bettabenteuer natürlich auch....
Doch wie soll das Leben zurück in Hamburg weiter gehen?

Mein Fazit
Die Kapitel werden abwechselnd von Paul (erzählt in der Ich-Form) und Nella (Tagebuchform, minutiös aufgegliedert) erzählt.
Das Buch läßt sich gut und flüssig lesen, ist humorvoll und sarkastisch.
Punktabzüge gibt es für, dass die Handlung sehr flach und das Ganze ziemlich anspruchsvoll ist (für den Strand oder einen faulen Tag aber durchaus geeignet) und dafür, dass ein uraltes Thema mal wieder aufgegriffen wurde.

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Tags: arzt, flugangst, genf   (3)
 

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212 Bibliotheken, 2 Leser, 4 Gruppen, 46 Rezensionen

humor, liebe, montag, berlin, lustig

Linksaufsteher

Matthias Sachau
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 15.04.2011
ISBN 9783548283197
Genre: Romane

Rezension:

Krach läßt´s wieder krachen...

Endlich ist die Fortsetzung von „Kaltduscher“ da, in der Krach nun den WG-Zeiten entwachsen ist, aber deswegen nicht weniger chaotisch und unberechenbar.

Charaktere
Da isser wieder: Oliver Krachowitzer, genannt Krach. Ex-WG-Bewohner aus „Kaltduscher“, natürlich auch von Matthias Sachau. Wie soll man ihn beschreiben? Chaotisch, leicht verschroben und doch irgendwie mitten im Leben und immer noch auf der Suche nach der Liebe seines Lebens. Gleichzeitig vermiss er seine alten WG-Zeiten, denen er Dank seines Sprecherjobs inzwischen entwachsen ist.

Tobi, einer seiner ältesten Freunde und ehemaliger WG-Mitbewohner. Er trifft sich mit Krach jeden Montag in ihrem Stammcafe „Valentin“, wo die beiden – trotz ihres „fortgeschrittenen“ Alters immer „Heiße Öfen“-Quartett spielen.

Anton, 7 Jahre alt. Trifft sich jeden Dienstag mit Krach in eben diesem Cafe während er auf seine Mama wartet und gibt ihm kluge Ratschläge für dessen Liebesleben.

Lena, von den Techniknerds aus dem „Coffee&Bytes“ als Trulla bezeichnet. Allerdings auch eine alte Bekannte aus Krach´s Schultagen, was er jedoch nicht sofort merkt.

...und Franziska und Kurt und die Leute aus dem „Coffee&Bytes“....

Meine Zusammenfassung
Jede Sonntag Nacht hat Krach Alpträume, weil es ihn so sehr vor der kommenden Woche graut, die er als Stimme für diverse Radio-Werbeeinspieler bei Adrian und Elvin einspricht. Und entsprechend ist auch seine Laune Montag morgens. Jeder, der ihm in den Weg läuft wird mit entsprechend deutlichen Worten darauf aufmerksam gemacht.
So auch Lena, die ihm erst auf den Fuß steigt und dann aus Überraschung über seinen montäglichen Wutausbruches auch noch ihre schwere Handtasche in den Schritt schwingt.
Damit wäre das Thema normalerweise erledigt. Doch sie will ihm nicht aus dem Kopf gehen. Bis ihm klar ist, dass er sich wohl in sie verliebt hat. Doch wie soll er sie in dem Dorf Berlin nur finden? Und dann auch noch von sich überzeugen?
Hierbei können natürlich nur Anton und Tobi helfen. Und die halbe Internetwelt.

Mein Fazit
Sachau ist einfach herrlich. Die Leute in der U-Bahn müssen mich für total durchgeknallt gehalten haben. (Leiser konnte ich einfach nicht lachen als Krach sich eine neue Hose kaufen wollte und sich ausgerechnet Tobi als Berater auserkoren hat. Und nachdem der auch nicht weiter wußte hat sich Tobi die komplette 12b eines Pariser Gymnasiums zu Hilfe geholt. Da hat Krach die Anprobe-Show seines Lebens mitten im Laden hingelegt, mit der er es dann sogar bis zu youtube und facebook geschafft hat.)
„Linksaufsteher“ ist einfach amüsant bis äußerst erheiternd von der ersten bis zur letzten Seite. So, wie man Sachau kennt und gewohnt ist. Oder wer schafft es eindrücklicher und humorvoller eine Jagd hinter einem iKoffer-Dieb durch halb Berlin zu beschreiben? Oder Krach´s unbeholfene Versuche Lena wieder zu finden (was logischerweise gelingt) und dann mit ihr in Gespräch und Kontakt zu kommen?
Alles in allem kann „Linksaufsteher“ durchaus mit „Kaltduscher“ mithalten. Einfach nur lustig zu lesen.
Ich bin mir auch immer nicht so ganz sicher, wie viel Sachau in Krach steckt...

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Tags: berlin, krach, wg   (3)
 

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57 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

vatikan, thriller, opus dei, bibel, moses

Curia

Oscar Caplan , Annette Kopetzki
Flexibler Einband: 704 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.04.2011
ISBN 9783492259446
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Au weia...

Eines vorab:
Bei Seite 209 habe ich kapituliert. Ich hätte ab hier noch 469 (!) Seiten zu lesen gehabt. Und das wollte ich mir beim besten Willen nicht antun!

Kurzzusammenfassung (so weit ich eben gelesen habe)
Der Bruder des französischen Archäologen Théo stirbt bei einem Unfall. Er war Kardinal im Vatikan und hat in den Bibliotheken offenbar einen Hinweis darauf gefunden, daß Moses so, wie er in der Bibel beschrieben wurde, nie gelebt hat bzw. überhaupt nicht existiert hat. Könnte dies bewiesen werden, würden Christentum, Islam und Judentum in ihren Grundfesten erschüttert werden.
Théo glaubt natürlich – ebensowenig wie der römische Komissar – an einen Unfall und beginnt auf eigene Faust zu ermitteln, wobei ihm hier sein Beruf zu zufällig zu Hilfe kommt.
Er bittet einige Freunde und Nich-Freunde bei den Ermittlungen zu helfen.

Mein Fazit
Als ich Titel, Cover, Aufmachung und Leseprobe sah dachte ich: prima. Ein neuer Vatikanthriller. (ich mag die Dinger nun mal...)
Und dann kam das „Werk“. Es fing ja noch ganz gut an. Erzählt von einem außenstehenden Beobachter. Doch seit ca. 185 Seiten werde ich mit geschichtlichen Daten und eventuellen Begebenheiten und Forschungsarbeiten gequält. Nur, daß die Ereignisse nicht einfach erklärt werden, sondern in Gesprächsform unter den Protagonisten aufgearbeitet werden.
Zudem ist es während der ersten 100 Seiten noch derart undurchsichtig, da viel zu schnell zwischen zu vielen Handlungssträngen gewechselt wird. Da kommt kein Mensch mehr hinterher.
Alles in allem ist es ein schlecht geschriebenes Geschichtsbuch mit dem kläglichen Versuch einen Thriller daraus zu stricken.
Aufgrund der Leseprobe eine abgrundtiefe Enttäuschung.
Letztendlich: eines der ganz wenigen Bücher, die ich mir beim besten Willen nicht bis zum Ende antun möchte. Dafür gibt es viel zu viele gute Bücher mit denen man seine Zeit besser verbringen kann.

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Tags: ägypten, mord, opus dei, vatikan   (4)
 

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210 Bibliotheken, 3 Leser, 11 Gruppen, 54 Rezensionen

allgäu, kluftinger, krimi, mord, hotel

Rauhnacht

Volker Klüpfel , Michael Kobr
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.09.2009
ISBN 9783492052047
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Dinner für eine Leiche

Kommisar Kluftinger wird mit seiner Frau und dem Ehepaar Langhammer zu einem Kriminalspielwochenende in ein allgäuer Berghotel eingeladen. Als der Hotelgast Carlo, der auch an diesem Spiel teilnehmen sollte, tot in seinem von innen verschlossenen Zimmer aufgefunden wird, gibt es nur noch für Kluftinger und Doktor Langhammer einen Mord aufzuklären. Hilfe von außen ist nicht zu erwarten, da das Hotel eingeschneit ist und höchste Lawinenwarnstufe gilt.
Auf die Bitte der Hoteldirektorin, einer ehemaligen Super-G-Olympiasiegerin, hin nimmt Kluftinger mit Hilfe von Hobbyermittler Langhammer und dessen Kinderspurensicherungskoffer die Ermittlungen auf. Er stößt dabei auf seltsame Zufälle und scheinbar unmögliche Kombinationen.
Wie kann es sein, dass jeder der zum Spiel geladenen Gäste das Mordopfer kannte? Und auch jeder ein mögliches Motiv hatte?
Oder sind es wirklich die Rauhnächt, von denen die Legenden um böse Mächte umgehen?

Mein Fazit:
Dieser Krimi hat alles, was ein Krimi braucht – und ein bißchen mehr.
Spannung von Anfang bis Ende, und – dank Kluftinger – eine ordentliche Portion bayerischen Humor und Charme.
„Rauhnacht“ war mein erster Fall aus der Klüftinger-Reihe – leider. Die vier alten und zwei neuen Fälle müssen aber schnellstmöglich nachgeholt werden.

http://buchfamily.jimdo.com/

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Tags: allgäu, bayern, kluftinger, krimi   (4)
 

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74 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 39 Rezensionen

zwillinge, hotel, nordsee, erbe, liebe

Ausgebucht

Steffi von Wolff
Flexibler Einband: 206 Seiten
Erschienen bei Rowohlt Taschenbuch, 03.01.2011
ISBN 9783499215735
Genre: Romane

Rezension:

Friesenchaos im Doppelpack

Was hat sich ihre Urgroßmutter nur dabei gedacht! Vererbt den 18jährigen, sich ständig streitenden, eineiigen Zwillingen Dine und Katinka eine Ruine, die sie beide gemeinsam wieder aufbauen und als erfolgreiches Hotel eröffnen sollen. Sollte dies jedoch scheitern, wird keine der beiden je 1 Million Euro erben. Und als wäre dies nicht schon genug, liegt diese Ruine auch noch in einer friesischen Einöde. Da hilft es auch nicht, daß dieses Etwas „Friesenzauber“ heißt....

Als zusätzlichen Schocker hat sich Oma Fanny, die sich einen nicht ganz standesgemäßen Sterbeort ausgesucht hat, doch glatt auch noch einen nervigen Mann namens Klausili adoptiert und in ihrem Testament bedacht.

Nachdem sich die ersten Schockwellen gelegt haben brechen Dine und Katinka streitenderweise in den hohen Norden auf, um sich die Katastrophe vor Ort anzusehen.
Und sie ahnen noch nicht einmal im Entferntesten, welche zusätzlichen Überraschungen Oma Fanny ihnen noch hinterlassen hat....

Es bleibt also abzuwarten, ob die beiden sich zusammenraufen und das Hotel wuppen.

Mein Fazit:
„Ausgebucht“ ist allemal gut für ein entspannendes und amüsantes Lesevergnügen. Von Anfang an geht es hektisch, chaotisch und temporeich zu, was sich auch bis zum Schluß hält, und hat durchaus viele Überraschungsmomente, was sich auch im neuen, friesischen Umfeld niederschlägt.
Stilistisch ist es amüsant, rasant und angenehm zu lesen.

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Tags: chaos, erbschaft, friesland, zwillinge   (4)
 

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291 Bibliotheken, 1 Leser, 6 Gruppen, 79 Rezensionen

freundschaft, jakobsweg, pilgern, frauen, lourdes

Die Dienstagsfrauen

Monika Peetz
Flexibler Einband: 318 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 18.11.2010
ISBN 9783462042559
Genre: Liebesromane

Rezension:

Arne´s Pilgerweg

Seit 15 Jahren treffen sich die „Dienstagsfrauen“, die nicht unterschiedlicher sein könnten, jeden ersten Dienstag im Monat in ihrem Stammlokal und fahren einmal im Jahr zusammen in den Urlaub.
Judith, deren Mann Arne nach schwerer Krankheit gestorben ist und damit ihr Leben aus dem Gleichgewicht gebracht hat
Die Wortführerin Carolin, eine kluge Anwältin und durch und durch ein Kopfmensch, die denkt, dass ihr Leben und ihre Ehe in Ordnung sind
Eva mit ihrem Muttertrauma, die sich für Mann und vier Kinder eigentlich schon selbst aufgegeben hat und nur für die Familie lebt
Kiki, eine erfolglose und unterbezahlte Designerin, die sich auf Motivsuche für ihren letzten Erfolgsversuch begibt und – mal wieder – vor einer ihrer zahlreichen Affären davonrennt
Die extravagante, reiche Estelle will noch nicht einmal beim Pilgern auf einen gewissen Luxus verzichten und nimmt das Pilgern nicht wirklich ernst.

Sie sind zusammen durch dick und dünn gegangen. Doch jetzt kommt es richtig dick: Nach Arne´s Tod ist Judith´s Leben vollends aus den Fugen geraten. Und sie ist der Meinung, daß gegen ihre Trauer nur eines hilft: Arnes Weg nach Lourdes zu Ende gehen, den er in seinem Reisetagebuch beschrieben hat.

Für die anderen ist klar, daß sie Judith auf dieser Reise begleiten und unterstützen. Und so begeben sie sich alle auf die Pilgerreise. Für Judith. Für sich selbst. Gegen sich selbst. Pilgern bringt ungeahnte Seiten – ob positiv oder negativ - in einem zum Vorschein. Und so beginnt jede auch die eigenen Dämonen zu bekämpfen und nach Alternativen für nach der Pilgerreise zu suchen.

Mein Fazit:
Leider hat die Leseprobe nicht so ganz gehalten, was sie versprochen hat. Stellenweise wurde es richtig langatmig und man wollte die fünf Damen schon fast ein wenig anschieben, damit die Reisenden schneller an ihr Ziel kommen. Dennoch mußte man stellenweise mit jeder einzelnen und ihren Erkenntnissen mitfühlen und mitschmunzeln. Da sie so völlig unterschiedlich sind, wird sich jeder Leser in einer der fünf Damen stückchenweise selbst wiedererkennen.
Stilistisch ist das Buch angenehm und flüssig zu lesen, aber leider nicht ganz so toll wie erwartet...

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Tags: freundschaft, lourdes, pilgern   (3)
 

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140 Bibliotheken, 3 Leser, 9 Gruppen, 37 Rezensionen

thriller, serienmörder, serienkiller, new york, mord

American Devil

Oliver Stark , Gabriele Weber-Jarić , Bettina Zeller , Gabriele Weber-Jarić
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.11.2010
ISBN 9783492259231
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ein teuflischer Psychopath

Die Protagonisten:
Harper, der aufgrund unkontrollierter Wutausbrüche suspendierte Serienmordspezialist.

Denise, die Psychologin, die sich eigentlich um Harper kümmern soll, aber durchaus Interesse an dem Fall hat und hier mit Täterprofilen Harper zur Seite steht.

Sebastian, der von der Presse als "American Devil" betitelt wird. Sebastian mordet sich durch sein Leben. Und immer sind es hübsche, reiche, blonde Frauen. Sein Ziel ist ein einmaliges Kunstwerk.

Mo, ein enfältiger, verkuschelter Lagerarbeiter.

Der Inhalt:
Ein graumsamer - und offensichtlich wahnsinniger - Serienmörder erschüttert New Yorks Bevölkerung, dem die New Yorker Polizei kaum gewachsen scheint. Bei jedem Mord nimmt der Täter ein graumsames Erinnerungsstück mit - ein Körperteil der Ermordeten. Darum holt das NYPD Harper mit der Auflage, dass er sich psychologisch betreuen lassen muß, zurück in den Polizeidienst. Noch währen seiner Einarbeitung in den Fall geschieht bereits der nächste graumsame Mord.

Harper bespricht diese Morde auch mit Denise, die auf diese Weise immer tiefer in den Fall mit einsteigt. Gemeinsam erarbeiten sie ein Täterprofil und versuchen den nächsten Schritt des American Devil zu erahnen.

Doch kaum glauben sie seine Vorgehensweise begriffen zu haben, wird eine Prosituierte getötet, bei der Abweichungen im Muster entstehen und eine weitere junge Frau ist wie vom Erdboden verschwunden.

Bei ihren Ermittlungen stoßen sie dann auf den einfältigen Mo, der auch wie vom Erdboden verschluckt ist. Als sie ihn endlich finden, tötet er sich selbst.

Nach kurzem Aufatmen folgt die Ernüchterung. Denn es gibt eine neue Tote nach dem alten Muster und auch Denise wird entführt.

Der American Devil hinterläßt Harper eine Nachricht, in der er ihn persönlich herausfordert und ihm unmißverständlich klar macht, daß nur er es mit ihm aufnehmen kann.

Mein Fazit:
Oliver Stark schafft es die Spannung von der ersten bis zur letzten Seite (Seite 446) zu halten und immer wieder neue Überraschungsakzente zu setzen, sowohl in den Zusammenhängen als auch in den Einzelheiten. Man kann die Hetzjagd und den Adrenalinstoß der Protagonisten regelrecht miterleben. Aber auch die Grausamkeiten, die der Devil den armen Mädchen zufügt. Auch versucht Stark die Gedankengänge und Beweggründe von Sebastian anschaulich darzustellen, was ihm auch hervorragend gelingt. Sodass man des öfteren das Gesicht ob der Grausamkeiten beim Lesen verzieht bzw. mit den Opfern und Harper stückweise mit leidet.

Ich konnte das Buch kaum zur Seite legen, weil ich unbedingt wissen wollte, was als nächstes passiert und wie es ausgeht.

Zum Autor:
Oliver Stark lebt mit seiner Familie in London. Er studierte und unterrichte Literaut. Mit seinem Erstlingswerk "American Devil" legt er den Grundstein zu einer Serie mit Tom Harper und Denise Levene. Ob er schon an dem 2. Teil arbeitet?

http://buchfamily.jimdo.com/

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Tags: denise levene, nypd, serienmord, tom harper   (4)
 

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80 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 34 Rezensionen

segeln, liebe, unfall, humor, chaos

Hart aber Hilde

Bettina Haskamp
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Schroeder, Marion von, in Ullstein Buchverlage GmbH, 12.08.2010
ISBN 9783547711714
Genre: Romane

Rezension:

Das Chaos hat einen Namen - PIA

Pia, alleinerziehend, verschuldet, chaotisch und ungestüm, hält sich und ihren Teeniesohn mit 3 Jobs über Wasser. Mit ihrem Temperament überfährt sie am Steuer des Autos ihres Chefs Felix die Seniorin Hilde. Damit verliert sie natürlich ihren Aushilfsjob und der Hauptjob stinkt ihr auch schon lange. Also kündigt sie. Und damit ist ihr Leben mal wieder gehörig aus den Fugen.
Hilde, die nicht ohne ist und noch immer voller Tatendrang steckt, und Pia werden dicke Freunde und meistern so alle Lebenslagen und verwirklichen ihre tiefsten Träume. Wären da nicht noch Hildes Sohn Paul, Felix und Hildes Heimleiter Sebastian.
Als Pia schon glaubt, daß sie alles langsam wieder im Griff hat, erscheint wie aus dem Nichts nach 13 Jahren der Vater ihres Sohnes auf der Bildfläche. Und damit scheint sich um sie herum wieder alles aufzulösen....
Herrlich kurzweilig, erfrischend und turbulent.

http://buchfamily.jimdo.com/

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kochen, liebe, köln, kontaktanzeige, freundschaft

Birne sucht Helene

Carsten S Henn
Flexibler Einband: 290 Seiten
Erschienen bei List, Paul, 12.08.2010
ISBN 9783471350362
Genre: Liebesromane

Rezension:

"Haben Sie Birne Helene?"

Auch Männer bekommen Torschlußpanik, wenn sie kurz vor ihrem 30. Geburtstag stehen. So auch Paul. Denn auch auf seine wöchentliche Abo-Annonce findet er nicht seine Traumfrau. (Muß er dann bald seinen Kumpel Andy heiraten?) Allerdings ist das sowieso Eli. Elisabeth. Doch mit ihr traut er sich nur "geschäftlich" zu sprechen. Doch als er das Kochen lernt, liegen ihm plötzlich die Frauen zu Füßen. Doch bei denen fühlt sich das alles nicht richtig richtig an.
Was Paul nicht ahnt: Eli findet ihn auch richtig gut. Und so kocht er für sie Speisen aus ihrem Traumland Neuseeland. Lamm. Und damit beginnt erst die eigentliche Katastrophe: Eli ist Vegetarierin und er hat dieses wichtige Detail einfach überhört.....und die üblichen Verwicklungen können beginnen.
Eine herrliche Liebeskomödie wie aus dem richtigen Leben und genau das richtige für den Strand, Balkonien und überall.

http://buchfamily.jimdo.com/

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126 Bibliotheken, 0 Leser, 4 Gruppen, 43 Rezensionen

mallorca, liebe, urlaub, innenarchitektin, frauen

Rückflug zu verschenken

Gaby Hauptmann
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.04.2009
ISBN 9783492262958
Genre: Romane

Rezension:

Die Folgen von "inflagranti"...

Carla erwischt Ihren Lebensgefährten und Vater ihrer 4jährigen Tochter Katie mit einer anderen in ihrem eigenen Ehebett, als sie zufällig mal früher nach Hause kommt. Nachdem sie sich von ihrem ersten Schock erholt hat und bei Ihrer Mutter Asyl gefunden hat, schenkt Mama ihr eine Woche Mallorca, um über zur Ruhe zu kommen und über ihre Zukunft nachzudenken.
Dort lernt sie auch gleich am Anfang vier Frauen kennen, die sie ins eigentliche Leben (nämlich das des Normalsterblichen und nicht der Möchtegern-HighSociety) und den Boden der Tatsachen zurückholen. Auch Andrés tut sein übriges dazu. Sie lebt und atmet endlich wieder einmal auf.
Und so fällt ihr dort praktisch ein Job als Innenarchitektin in den Schoß. Doch wie und wo soll ihr Leben und das von Katie in Zukunft weitergehen? Und eventuell mit wem?
Gaby Hauptmann muß man einfach lieben. Einmal angefangen kann man ihre Bücher nur schwer zur Seite legen....

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