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moritzburg, dresden, kommune1, atemnot, freudsche lehre

Die Badende von Moritzburg

Ralf Günther
Fester Einband: 112 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Kindler, 19.05.2017
ISBN 9783463406862
Genre: Romane

Rezension:

Ich dachte immer, die 68er Generation sei die erste gewesen, die sich freier Liebe, Enthemmung und der Findung freier, unkonventioneller Lebensformen gewidmet habe. Nachdem ich Ralf Günther's "Die Badende von Moritzburg - eine Sommernovelle", erschienen bei Kindler / Rowohlt, gelesen habe, weiss ich: Alles schon da gewesen und nicht neu. Nacktheit und offener Umgang mit Kunst, Künstlern und deren Musen war also keine Erfindung von Komune1, sondern die der "Lebensreformer" und Künstlerkolonie "die Brücke" um 1900. Ralf Günther führt die junge, wohlerzogene Clara im Jahre 1910 von einem militaristisch, konservativ geprägten Elternhaus auf einen Weg der Neuerkundung des eigenen Weltbildes. "Die Badende von Moritzburg" lässt sich, zunächst zögerlich und geplagt von Selbstzweifeln ein, auf den offenen Umgang mit den Künstlern der Kolonie am See und Grenzerfahrungen durch und mit dem eigenen Körper. Die Sommernovelle von Ralf Günther liesst sich "fluffig" weg, wie es sich für einen leichten Sommertag sein muss und zeigt trotzdem die Verkopftheit der Generation 1900, die wir auch heute wieder vorfinden. Mit der Lebensveränderung der Menschen des 21. Jahrhunderts hin zu gesunder, vegetarischer bis veganer Ernährung, erfahren die "Lebensreformer" ihre dritte Renaissance.

In diesem Sinne... alles kommt wieder.


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Tags: 68er generation, kommune1, lebensreformer   (3)
 

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historischer roman, würzburg, die brücke über den main, brücke, unterfranken

Die Brücke über den Main

Roman Rausch
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 24.03.2017
ISBN 9783499272837
Genre: Historische Romane

Rezension:

Zugegeben, besonders fasziniert hat mich der Titel "Die Brücke über den Main" von Roman Rausch, erschienen bei Rowohlt, erst einmal nicht.
Als ich angefangen habe zu lesen, hat mich die Mainbrücke bei Würzburg dann doch in ihren Bann gezogen. Roman Rausch beginnt seine "Brückengeschichte" in der keltischen Zeit und endet, wie so viele, in der Zeit des zweiten Weltkrieges. Schade eigentlich, dass immer alles beim zweiten Weltkrieg endet. Danach gab es noch das Thema der Wiedervereinigung 1989. Ist da nichts erzählenswertes passiert an der Würzburger Brücke? Vermutlich nicht.
Sei es drum. Was hat mir besonders gut gefallen?

Roman Rausch versteht es vortrefflich historische Fakten mit fiktiven Geschichten zu verbinden. Besonders gut sind die Einschübe nach jeder wichtigen Epoche der Würzburger Brücke, die einen Blick auf die damalige Weltlage geben und dem Leser sehr deutlich veranschaulichen, wie das Verhältnis von Klerus, Adel und Volk insbesondere im Mittelalter war. Roman Rausch beschreibt anschaulich, wie erste Versuche eine Brücke zu bauen scheitern und Jahre später doch von Erfolg gekrönt werden. Gleichzeitig spiegelt er auch wunderbar einen Zeitgeist wieder, der auch heute oft seine Relevanz hat. Zunächst wird jede Form der Neuerung als "Teufelswerk" verdammt, um dann nach Etablierung gefeiert zu werden.
Insgesamt ist es Roman Rausch gelungen, mit der "Brücke über den Main" eine Brücke (nicht nur über den Main) zwischen Historie und Neuzeit zu schlagen, deren Ergebnisse gerade heute von unabdingbarer Relevanz sind


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wandertouren, oberjoc, allgä, kindertauglich, bildban

Auf dem Jakobsweg

Michael Raschke
Flexibler Einband: 52 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 19.04.2017
ISBN 9783744812856
Genre: Sonstiges

Rezension:

Zeit mal wieder ein eigenes Buch zu produzieren. Bereits bei der Buchung des Osterurlaubs 2017 war für uns klar, dass mit Schnee auf den Pisten von Oberjoch (im schönen Allgäu) Mitte April nicht mehr zu rechnen sein würde. So schloss die letzte Piste pünktlich eine Woche vor unserer Anreise. Also stellt sich für die Erzeuger der bald neunjährigen Tochter, durch die Abwesenheit von Schnee, die Frage nach einem zehntägigen Beschäftigungsprogramm. Diese wollte es nach eigenem Bekunden einmal mit dem Wandern, auch als Vorbereitung für den Sommerurlaub in Südtirol, versuchen. Gesagt, getan. Ausgestattet mit neuen Wanderschuhen, einem Tourenrucksack und professionellen Wanderstöcken machten sich die fast Neunjährige und ihre Eltern auf, Oberjoch und Umgebung zu Fuss zu erkunden und schreckten dabei auch vor dem „beschwerlichen“ Jakobsweg nicht zurück – was mich zum Titel führte. Am Abend war dann Zeit zur Bilder-Auswertung und Komposition dieses Buches.

Basisstation war wie immer unsere Ferienwohnung im „Haus Petra“ in Oberjoch, mit ihren sehr netten Eigentümern. Alle Wanderungen und sonstigen Aktivitäten sind nach eigenen, rein subjektiven Maßstäben beurteilt und für Kinder, die sich im lauffähigen Alter befinden, geeignet. Für kleinere Kinder oder Senioren sind auch reduzierte Touren oder ungefährlichere Wege möglich.

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Tags: allgä, bad hindelan, bildban, kindertauglich, oberjoc, reiseführe, wandertouren   (7)
 

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rügen, krimi, mor, rache, serie

Rabenaas

Klara Holm
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 24.03.2017
ISBN 9783499272721
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Mit "{...} Luka wollte nicht, dass die beiden sich anfreunden, das war die Sache.{...}" und "{...} Würdet ihr Judy vorbeibringen?{...}", endet Klara Holms Rügen-Krimi "Rabenaas", erschienen bei Rowohlt. 

Zwei Sätze, die die Zwickmühle herausheben, aus der sich Hauptkommissar Luka Kroczek, nach 317 Seiten rätselhafter Morde und Intrigen sowie Gefährdung der eigenen Familie zu befreien versucht. 

Nach Kapitel "Eins" habe ich Rabenaas erst einmal einen knappen Monat zur Seite gelegt, weil ich dachte, das wird nichts mit mir und dem Buch. Polizistin erschiesst versehentlich eine Unschuldige, Hetzjagd gegen die Polizistin, Lösung in letzter Sekunde, Buch fertig - so dachte ich.  

Allerdings weit gefehlt. Klara Holm hat es ab Kapitel "Zwei" geschafft, mich in den Bann der Insel Rügen und der vielfältigen Akteuere zu ziehen. Auf der einen Seite eine bildungsfremde Kleinkriminellen-Familie, geführt von einer patriarchisch agierenden Mutter, auf der anderen Seite eine, bigotte, sich dem Bildungsbürgertum zugehörig fühlende Nachbarschaft, mit absolutem Anspruch der Deutungshoheit. Beiden gemein ist eine undifferenzierte, Klischee geprägte Betrachtung der jeweils anderen Gruppierung. Sippenhaft als Standardprogramm - Ausnahmen undenkbar. Wenn Klara Holm solche Charaktere aufeinander los lässt, muss es zwangsläufig "knallen". Das tut es - gleich mehrfach. Starke und kluge Persönlichkeiten auf beiden Seiten treiben Luka Kroczek und sein Team sprichwörtlich in den Wahnsinn.

Auf der überschaubaren Ostsee Insel Rügen kann es dann auch nicht ausbleiben, dass die ermittelnden Beamten der Rügener Kriminalpolizei und ihre Familien zur Zielscheibe von Intrigen, Manipulation und Bedrohung werden, mit einem überraschendem Ende. 

Neben den Menschen, die in "Rabenaas" ihr Leben lassen müssen, verlieren drei Kinder durch uneinsichtige, verbohrte und Eigennutz orientierte Verwandte ihre Eltern und den Glauben an den "guten Menschen". Hauptkommissar Luka Kroczek behält nicht nur bei der Bedrohung seiner eigenen Familie die Nerven und den Glauben an das Rechtssystem, sondern überspringt am Ende auch seine Vorurteile gegen vermeintliche Straftäter kraft Familienzugehörigkeit.

Was bleibt zu sagen? Nach einem "lauen" ersten Kapitel hat es Klara Holm geschafft, mich die restlichen siebenundzwanzig Kapitel von Rabenaas an einem Nachmittag verschlingen zu lassen und damit muss es ein gutes und lesenswertes Buch sein.

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Tags: krimi   (1)
 

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thriller, cruelty, cia, scott bergstrom, agenten

Cruelty

Scott Bergstrom , Christiane Steen
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 17.02.2017
ISBN 9783499272660
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Atemlos habe ich  "Cruelty" nach 429 Seiten geballter Spannung zugeschlagen und bleibe zurück mit der Frage, wie es wohl weiter geht mit Gwen, der siebzehnjährigen Tochter eines CIA Agenten, die sich aufmacht ihren verschollenen Vater zu finden und zu befreien. Gekonnt und in bester Thriller Qualität lässt Scott Bergstrom in "Cruelty", erschienen bei Rowohlt, die Grenzen zwischen gut und böse verschwimmen. Cruelty oder auch Grausamkeit, dass muss Gwen durch eine harte Schule erlernen und führt diese am Ende mit gnadenloser Präzision aus, um härter und grausamer zu sein, als ihre vielfältigen Gegner. Gekonnt hat Scott Bergstrom mich mitgenommen auf Gewn's Reise, auf der einen Seite romantischer Teenager mit Schulproblemen, auf der anderen Seite gnadenlos gegen andere und vor allen Dingen sich selbst. Grausamkeit bis zur Aufgabe des eigenen Lebens, der Aufgabe von Familie und Freunden, das Verlassen der eigenen Komfortzone und der Erkenntnis, dass es keinen Weg zurück in das alte Leben gibt, um die Mission zu erfüllen.
Bleibt für mich die Frage offen, wann dieses Meisterwerk der Spannung verfilmt wird.

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Operation Zagreb

Philip Kerr , Axel Merz
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Wunderlich, 20.01.2017
ISBN 9783805251037
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Tief durchatmen musste ich nach rund 500 Seiten "Operation Zagreb" von Philip Kerr, erschienen bei Rowohlt/Wunderlich. 

Eine internationale Konferenz zur Verbrechensbekämpfung mitten im Deutschland des zweiten Weltkrieges und Chefzyniker Bernie Gunther mitten drin. Das erinnert an Realsatire, die offenbar die Zeiten überdauert hat, insbesondere, wenn ich mir heute polemisierende und bigotte Amtsträger auf allen Kontinenten vor Augen führe.


Bernie Gunther wird von Nazi-Propaganda Minister Goebbels auf eine, für ihn lebensgefährliche Reise durch das Kriegsdeutschland von 1942 geschickt, um den Vater einer Schauspielerin zu finden. Philip Kerr gelingt es, mich durch eine in ihrer Präzision erschreckenden Deutlichkeit, bei der Beschreibung der Kriegsverbrechen des zweiten Weltkrieges, in einen Zustand von Fassungslosigkeit und tiefer Trauer zu versetzen.
Bei all dem Irrsinn von Massentötungen und Verfolgung von Menschen bewahrt sich Bernie Gunther, auch im Angesicht des Todes, seinen zynisch / ironischen Humor, wenn er sich mit Nazis, Amerikanern und Schweizern anlegt und nebenbei noch eine Frau erobert. 
Philip Kerr deckt in "Operation Zagreb" die Bigotterie von vermeintlich neutralen Eidgenossen auf und hält uns allen den Spiegel vor. Heute wie damals sahen die Menschen einfach weg, wenn es darum ging, sich mit unangenehmen Wahrheiten beschäftigen zu müssen oder den eigenen Wohlstand zu sichern. Da kann man schon mal übersehen, welchen Verwendungszweck exportierte Holzbarracken beim Käufer haben. Heute nennt man das "dual use" -Güter.


Hervorragend kombiniert Kerr dabei die Fiktion des Kriminalfalles mit historisch belegten Fakten und Personen.
Mit "Operation Zagreb" legt Philip Kerr einen etwas lang geratenen, aber spannenden und nachdenklich machenden Kriminalroman aus der Bernie Gunther Reihe vor.

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F ö h r - I m p r e s s i o n e n

Michael Raschke
Flexibler Einband: 52 Seiten
Erschienen bei epubli, 28.07.2015
ISBN 9783737559171
Genre: Sonstiges

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N i e b l u m (F ö h r)

Michael Raschke
Flexibler Einband: 44 Seiten
Erschienen bei epubli, 30.07.2015
ISBN 9783737559478
Genre: Sonstiges

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L a n z a r o t e - I m p r e s s i o n e n

Michael Raschke
Fester Einband: 108 Seiten
Erschienen bei epubli, 29.01.2015
ISBN 9783737529884
Genre: Sachbücher

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Baltrum-Impressionen

Michael Raschke
Flexibler Einband: 52 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 28.07.2016
ISBN 9783741256073
Genre: Sonstiges

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meer, schottland, edinburgh, sea, menschenhandel

Sea Detective - Ein Grab in den Wellen

Mark Douglas-Home , Stefan Lux
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 20.01.2017
ISBN 9783499272462
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Das Meer entscheidet, was es zu welchem Zeitpunkt preisgeben will. Dies erfährt der „Sea Detective“ Cal McGill in Mark Douglas-Home’s „Ein Grab in den Wellen„, erschienen bei Rowohlt, am eigenen Leibe. Füsse in Turnschuhen, die angespült werden. Ein ertrunkenes, indisches Mädchen und ein verschollener Großvater, der am Ende gar nicht so verschollen ist.
Genial verwobene Handlungsstränge halten den Leser auf jeder der insgesamt 396 Seiten gefesselt.
Zum Einen ist da der Ozeanologe und Umweltaktivist Cal McGill, der durch eigenwillige Aktionen in das Fadenkreuz der Polizei gerät. Zum Anderen die Vergangenheit der eigenen Familie und der diskreditierte Großvater, deren Aufklärung McGill überhaupt erst zur Ozeanologie gebracht hat und über deren Zeitpunkt der Aufklärung am Ende das Meer und die Schatten der Vergangenheit entscheiden. Dann ist da Helen Jamieson, eine engagierte Polizistin, die die Notwendigkeit erkennt, Cal McGill in Ermittlungen zur Aufklärung eines Falls von angeschwemmten Füssen ohne Körper einzubinden sowie das indische Mädchen Basanti, verkauft, benutzt und weggeworfen wie so viele vor ihr, dass ohne die Hilfe von Cal McGill keine Chance auf ein Überleben hat. Ob Cal McGill das alles gelingt, muss der Leser selbst herausfinden. Soviel sei gesagt: Am Ende hängt vieles von den Launen des Meeres ab, wie die Fälle ausgehen und welche Abgründe orkanartig an die Oberfläche gespült werden. „Sea Detective – Ein Grab in den Wellen“ ein fesselndes Buch von Mark Douglas-Home, dem hoffentlich noch einige folgen. Mehr auf schreibwasueberPUNKTde

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krimi, krimi-reihe, südtirol

Mord in bester Lage

Michael Böckler , ,
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 01.10.2014
ISBN 9783499267727
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Erstes Fazit von Michael Böcklers zweitem Band der Emilio Ritzfeld-Hechenstein Wein-Krim-Reihe „Mord in bester Lage„, erschienen bei Rowohlt: Die Reihe lässt sich auch unabhängig voneinander lesen. Ich habe mit dem dritten Band „Mörderischer Jahrgang“ begonnen, mich weitergearbeitet zum ersten Teil „Tod oder Reben“ und nun mit „Mord in bester Lage“ finalisiert. Ob es final ist kann man natürlich nicht sagen. Es bleibt zu hoffen, dass Michael Böckler noch genug Ideen hat, wie Baron Emilio auch einen vierten Fall in der ihm eigenen laissez faire lösen kann.

Die drei existierenden Fälle bauen nicht aufeinander auf und sind jeweils in sich abgeschlossen, nicht aber die Geschichte der Protagonisten Emilio und Phina. Der Leser erhält aber in jedem Band genug Informationen, dieser Entwicklung Band unabhängig, mühelos folgen zu können. Dabei nervt Michael Böckler wohltuend nicht mit epischen Wiederholungen der vorgelagerten Bände.

In „Mord in bester Lage“ bekommt es Baron Emilio mit einem vermeintlichen Satanisten zu tun, der unter dem Deckmantel der teuflischen Besessenheit einen Rachefeldzug gegen die Dämonen seiner Vergangenheit führt. Spannend und unterhaltsam erzählt Michael Böckler, wie Baron Emilio bei aller Brutalität der satanistischen Morde die Nerven und seinen Sinn für gute Weine, die dazugehörigen edlen Speisen der Region und nebenbei auch noch die Weitsicht, einen Jungen auf den richtigen Lebenspfad zu bringen, bewahrt.

Der Leser wird in „Mord in bester Lage“ von der ersten bis zur letzten Seite, wie die Opfer des Satanisten, gefesselt. Wie immer filmreifer Stoff, den Michael Böckler da produziert hat.

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603 Bibliotheken, 18 Leser, 1 Gruppe, 208 Rezensionen

krimi, nele neuhaus, mord, taunus, wald

Im Wald

Nele Neuhaus
Fester Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 14.10.2016
ISBN 9783550080555
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Wie so oft im Leben trügt der Schein, so auch in Nele Neuhaus, neuestem Taunuskrimi, „Im Wald“, erschienen bei Ullstein.
Für Oliver Bodenstein wird schnell klar, dass der aktuelle Fall, der ihn zu nachtschlafender Zeit aus dem Bett holt, etwas mit seiner eigenen Vergangenheit, die er 42 Jahre erfolgreich verdrängt hat und der er sich nun stellen muss, zu tun hat.
Eindrucksvoll beschreibt Nele Neuhaus, dass es auch schon vor 42 Jahren sogenannte „Shitstorms“ gab, zwar ohne soziale Medien der Neuzeit, gleichwohl aber dem mindestens genauso effizientem Dorf-Tratsch und -Klüngel.
„Im Wald“ macht nachdenklich. Es überwältigt den Leser in sehr klaren Schlussfolgerungen, wie schnell grundsätzlich friedfertige Menschen an die Abgründe ihrer Seele gelangen, wenn sie sich und ihre Lebens-/Familien-Fassade vor dem Einsturz bedroht sehen – dies mitunter aus vermeintlichen Nichtigkeiten. Nele Neuhaus zeigt, wie ein ganzes Dorf wegschaut, weil jemand nicht richtig dazugehört, wie das Offensichtliche übersehen wird, weil unser Auge den Blick für die Details (des Lebens) verloren hat.
Diesen Blick für die Details des Lebens erarbeitet sich Oliver von Bodenstein mühsam zurück und gewinnt am Ende eine lange verloren vermutete Zukunftsperspektive.
Mindestens ebenso spannend ist die Entwicklung von Pia Sander in „Im Wald“. Geplagt von Selbstzweifeln, für eine potentielle Nachfolge von Oliver ungeeignet zu sein und einer kontroversen Ermittlungsführung zu ihrem Chef, kommen beide dem wirklichen Täter auf unterschiedlichen Wegen auf die Spur.
Was bleibt, ist die Frage, ob es weitere Fälle des erfolgreichen Ermittler-Duos aus dem Taunus gibt. Da „… ein Täterprofil nur das Treppengeländer und nicht der Haustürschlüssel ist …“ bleibt, für uns Leser zu hoffen, dass weitere spannende Ermittlungen aus dem Taunus folgen.

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Tags: nele neuhaus, oliver bodenstein, pia sander, taunuskrimi   (4)
 

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wien, buchhandlung, kindermädchen, arthur schnitzler, liebe

Ein Winter in Wien

Petra Hartlieb
Fester Einband: 176 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Kindler, 21.09.2016
ISBN 9783463400860
Genre: Romane

Rezension:

Junge trifft Mädchen. Junge verliebt sich in Mädchen. Mädchen verliebt sich in Junge.

War da noch was?
Ja, da war noch was.

Petra Hartliebs „Ein Winter in Wien“, erschienen bei Kindler/Rowohlt, auf dieses Klischee zu reduzieren, ist provokant und wird dem intellektuellen Anspruch des Werkes keinesfalls gerecht.

Der Winter in Wien (um 1910) spiegelt das bisherige Leben von Marie, dem Kindermädchen und Oskar dem Buchhändler wieder – es ist kalt und trist bis eine Dachlawine beider Leben fundamental verändert. Petra Hartlieb zeigt, dass es oft kleine Gesten sind, die unser Leben verändern. Da ist die alte Frau, die einem verstoßenen Mädchen eine Unterkunft und eine Arbeit besorgt, der väterliche Freund der eine Ausbildung gewährleistet, zwei Theaterkarten an denen ein ganzes Leben hängt und ein kleiner Junge, der so besonnen handelt, dass sich manch Politiker daran messen lassen sollte.

War da noch was?
Ja, da war noch was.

Ein Winter in Wien“ zeigt was die Liebe zum Buch bewirken kann. Da lädt ein Rilke Gedicht zum Nachdenken über eine andere Person ein, die Buchhandlung dient als Marktplatz für einen direkten Meinungsaustausch und zeigt der sorgfältige Umgang eines Buchbinders mit seinen Kunstwerken wie wichtig ein respektvoller Umgang ist. Ein Hardcover, ein eingebundenes Lesezeichen und eine gute Papierhaptik unterstreichen die Liebe zum Buch in Petra Hartliebs neuestem Werk.

War da noch was?
Ja, da war noch was.

Gut gemacht.

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Tags: buchhande, hartlie, schnitzle, wien   (4)
 

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südtirol-krimi, krimi, krimi-reihe

Mörderischer Jahrgang

Michael Böckler
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 26.08.2016
ISBN 9783499271779
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Das im Wein nicht nur die Wahrheit, sondern bisweilen auch der Tod schlummert, erfährt Baron Emilio von Ritzfeld-Hechenstein, verarmter Adliger und Privatdetektiv bei seinen neuesten Ermittlungen.

Privatdetektiv Emilio bekommt es, in Michael Böcklers „Mörderischer Jahrgang“, erschienen bei Rowohlt, mit einer Erpressung der besonders perfiden Art zu tun. Ein Erpresser behauptet, einige Flaschen des besten Weines eines lokalen Winzers vergiftet zu haben und diese erst gegen ein entsprechendes Lösegeld zu benennen.

Während Misanthrop Emilio versucht, Licht in diesen spannenden Hauptstrang des Wein-Krimis aus Südtirol zu bringen, begleitet der Leser den Privatdetektiv darüber hinaus bei einer Reise in die eigene Vergangenheit, Erkenntnissen über eine vergangene und eine gegenwärtige Frau sowie der Akzeptanz und Unabänderlichkeit von Schuld durch Ereignisse der Vergangenheit.

Michael Böckler gelingt es in „Mörderischer Jahrgang“ den Hauptstrang des Wein-Krimis mit der privaten Vita von Privatdetektiv Emilio gekonnt zu verweben und zu einem unerwarteten Finale zu führen. Gleichzeitig erhält man einen schönen Überblick über die Südtiroler Landschaft, die lokale Gastronomie und natürlich deren hervorragende Weinlandschaft. Ein wirklicher Mehrwert an „Mörderischer Jahrgang“ ist dann auch noch einmal der Anhang. Der Leser erhält eine gelungene Südtiroler Weinkunde, lokale Restaurant Tipps und lokale Rezepte (auch auf der Homepage des Autors) zum Nachkochen sowie die Erkenntnis, dass Yoga sportlich ist. „Mörderischer Jahrgang“ von Michael Böckler ist ein auf rund 430 Seiten exzellent recherchierter Lokal-Krimi. Mehr von meinen Rezensionen auf schreibwasueberPUNKT.de

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thriller, vergangenheit, kindheit, afrika, kinder

Was wir getan haben

Karen Perry , Ulrike Wasel , Klaus Timmermann
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei FISCHER Scherz, 22.03.2016
ISBN 9783651024687
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Das war, jedenfalls für mich, ein völlig neuer Ansatz von Romangestaltung. Gleich im ersten Kapitel meiner Urlaubslektüre von „Was wir getan haben“ wird der Leser mitgenommen in die Tiefen menschlicher Selbstverleugnung. Karen Perry (Karen Gillesce und Paul Perry) zeigen, wie sich ein dramatisches Ereignis der Kindheit auf das gesamte Leben der Protagonisten Katie, Luke und Nick sowie deren Umfeld auswirkt und es zu einem nicht erwartbarem Ende führt.

Karen Perry erzählen „Was wir getan haben“ aus den Blickwinkeln von Katie und Nick. Dabei brillieren sie in der Art und Weise der Darstellung der Selbstverleugnung zwischen den Akteuren bis zur Erkenntnis durch ein ebenso dramatisches Ereignis dreißig Jahre später.

Der Leser bleibt auf jeder der rund 380 Seiten fasziniert von der emotional tief gehenden Geschichte und legt das Buch erst nach Beendigung, nachdenklich, aus der Hand.

Spannungsliteratur „Made in Irland“ scheint auf dem Vormarsch zu sein. Nachdem ich mich im letzten Jahr mit den „Schweden“ beschäftigt habe, stieß ich in diesem Jahr in meiner Urlaubsbuchhandlung auf „Was wir getan haben“ von Karen Perry erschienen bei Fischer Scherz. Neben Tana French sind mit Karen Gillesce und Paul Perry zwei weitere lesenswerte irische Spannungsliteraten auf dem Markt, deren Werk von der ersten bis zur letzten Seite lesenswert ist.

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250 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 163 Rezensionen

thriller, familie, jenny milchman, night falls, mord

Night Falls. Du kannst dich nicht verstecken

Jenny Milchman , Marie Rahn
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 15.07.2016
ISBN 9783548287553
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Auf 476 spannungsgeladenen Seiten, mit Verfilmungspotential, erzählt Jenny Milchman mit „Night Falls – Du kannst dich nicht verstecken“, die Geschichte von einem Gefängnisausbruch, der allein dazu dient, eine „vermeintlich“ alte Rechnung zu begleichen. Schon das Cover des bei Ullstein erschienen Thrillers lässt Rückschlüsse auf den Inhalt zu. Familienidyll auf dem Land unterbrochen durch eine brutale Rückkehr der, von Protagonistin Sandra verdrängten, Vergangenheit.

Verdrängung spielt in „Night Falls“ eine große Rolle. Zum einen eine Verdrängung in der Vergangenheit durch Sandras Mutter, deren Fokussierung auf die vermeintliche Hochbegabung des vergötterten Sohnes, zu tödlichen Ergebnissen führt.

Sandras Verdrängung der Vergangenheit und mangelnde Akzeptanz der Gegenwart führt wiederum zu tödlichen Ereignissen sowohl tatsächlich als auch metaphorisch.

Jenny Milchman schafft es jeden der Charaktere von „Night Falls“ einzigartig zu gestallten. Nick, der Sozio-/Psychopath, der eigentlich ein netter Kerl hätte werden können. Harlan, der ein netter Kerl mit väterlich dominierter Vergangenheit ist. Sandras Tochter Ivy, die eine pubertierende Tochter mit Durchblick darstellt. Mutter Barbara, die am Ende ihres Lebens dankbar ist, den Schleier des Selbstbetruges gelüftet zu haben, wenn auch nicht ganz freiwillig. Sandra selbst natürlich, die erkennen muss, dass die Verdrängung der Vergangenheit den Verlust der Gegenwart bedeuten kann –„Du kannst Dich nicht verstecken“.

Mit „Night Falls – Du kannst Dich nicht verstecken“ hat Jenny Milchman einen turbulenten und spannungsgeladenen Thriller veröffentlicht, der allemal das Zeug für eine Verfilmung hat.

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kreuzzug, astrid fritz, kinderkreuzzug, mittelalter, unter dem banner des kreuzes

Unter dem Banner des Kreuzes

Astrid Fritz , any.way , Barbara Hanke , Cordula Schmidt
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Wunderlich, 22.07.2016
ISBN 9783805251006
Genre: Historische Romane

Rezension:

Menschen bestellen sich im Jahr 2009 ein Mobiltelefon, das sie noch nie wirklich in den Händen gehalten haben. Die gleichen Menschen bestellen sich im Jahr 2016 ein Auto mit Elektroantrieb und der Möglichkeit sich von diesem Fahrzeug autonom durch die Lande fahren zu lassen, ohne jemals eine Probefahrt gemacht zu haben. Nebenbei stimmen Teile dieser Menschen dann auch für den Brexit, ohne genau zu wissen welche Konsequenzen dies hat. Warum machen die Menschen das? Sie glauben. Sie glauben den Versprechungen einer ausgeklügelten Marketingstrategie oder eines redegewandten Populisten um das Leben einfacher, unkomplizierter und komfortabler zu gestalten. Der historische Roman „Unter dem Banner des Kreuzes“ von Astrid Fritz, erschienen beiRowohlt/Wunderlich zeigt, dass sich die Mechanismen eines ausgeklügelten Marketings in den letzten 800 Jahren kaum verändert haben und das Fragestellungen, mit denen wir uns immer noch beschäftigen, schon im Jahre 1212 ein Thema waren. Anna, Tochter eines Schusters aus Freiburg, siebzehn Jahre jung, schlecht behandelt vom Vater, hat die Nase gestrichen voll von ihrem Leben. Sie erliegt den Versprechungen des Wappenknechts von Nikolaus, einem vermeintlich erleuchteten Hirten und begibt sich zusammen mit anderen Jugendlichen und Kindern auf eine Pilgerreise, um Jerusalem zu befreien, ohne eine Ahnung zu haben, welche Konsequenzen dies für ihr zukünftiges Leben hat. Zu Fuß, ohne Waffen, allein durch den Glauben soll das Unterfangen gelingen. Historisch betrachtet ist die Geschichte von Anna und ihren Glaubensgenossen in das Zeitalter der sogenannten „Kinderkreuzzüge“ um 1212 einzuordnen. In frei zugänglichen Quellen finden sich nur wenige Informationen darüber, wie diese Kinderkreuzzüge stattgefunden haben. Gesichert scheint zu sein, dass sich einige tausend Kinder und Jugendliche auf den Weg in das „gelobte Land“ gemacht haben, um dieses kampf- und waffenlos von den Sarazenen zu befreien. Weiterhin gilt es als gesichert, dass dieser Kinderkreuzzug bereits in Genua endete, da entgegen des Versprechens des Hirten, sich das Meer nicht teilte. Viele Pilger sind dann in Genua geblieben, einige sind unter Hohn und Spott in die Heimat zurückgereist und einige Wenige, die sich doch auf den Weg in das „gelobte Land“ gemacht haben, wurden versklavt. Astrid Fritz schafft es mit „Unter dem Banner des Kreuzes“ mühelos und spannend Fragestellungen der heutigen Zeit mit denen vergangener Tage zu verknüpfen. Schustertochter Anna sieht sich neben den Herausforderungen der Pilgerreise auch den Herausforderungen einer erwachsen werdenden Frau gegenüber. Avancen von Männern, plötzlicher Tod von Freunden und Familie sowie nichtvorhersehbare Wendungen ihrer Lebenslinie fordern einiges von der Protagonistin und ihren Weggefährten. Jetzt kann man sich fragen: „Na und? Auf so einen Firlefanz fällt doch heute keiner mehr rein.“ Weit gefehlt, auch heute greifen die Mechanismen des menschlichen Schwarmverhaltens, das sich Marketingabteilungen und extreme Populisten zu Nutze machen. Heute werden Mobiltelefone und Autos alleine auf Basis von gut gestreuten Informationen gekauft. An Partys oder Demonstrationen nimmt man auf Basis ungefilterter Facebook Einladungen teil. Shitstorms und Sexting sind eher die Regel, als die Ausnahme. 1212 begab man sich aus den gleichen Gründen auf eine Pilgerreise oder Kreuzzug.Shitstorms wurden mündlich ausgetauscht und Sexting wurde mit dem Schwert und der Faust, anstelle von Gerichtsverfahren beendet. Genau deshalb wenden sich insbesondere in unserer aktuellen Zeit Menschen extremen Richtungen zu, ohne den Informationsgehalt von Nachrichten geprüft zu haben. Der Grund ist der Gleiche geblieben: Angst vor der Zukunft, Angst vor dem Ungewissen. Astrid Fritz schafft es mit „Unter dem Banner des Kreuzes“ vortrefflich dem Leser aufzuzeigen, das Mechanismen und Probleme aus dem Jahr 1212 sich bis heute – leider – nicht geändert haben. Ein „LeseGenussMuss“. Meine anderen Rezensionen bei schreibwasueberPUNKT.de

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Tags: brexit, kinderkreuzzug, kreuzzug   (3)
 

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zeitreise, zeitreisen, agenten, reihe, amerika

Die Zeitenspringer-Saga: Die achte Wächterin

Meredith McCardle , Diana Bürgel
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Piper, 11.05.2015
ISBN 9783492703529
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Marty McFly (das war der aus „Zurück in die Zukunft“) würde vor Neid erblassen. Benötigt Amanda Obermann für eine Zeitreise doch keinen mit einem Fluxkompensator bestückten DeLorean, sondern lediglich ein kleines Kettchen mit einer „Zeitsprung-Uhr“.

„Die Achte Wächterin“ aus Meredith McCradle’s Zeitsprung – Saga, erschienen im Piper Verlag ist eine rasante Young Adult (YA) Geschichte durch die Welt von Geheimdiensten, Familientragödien und Korruption, die in den derzeit vorherrschenden Optimierungs-Zeitgeist passt.

Amanda, „Erstsemester“ an der Peel Academy (einer Ausbildungsstätte für spätere CIA, NSA und FBI Mitarbeiter), staunt nicht schlecht, als sie gleich nach ihrem ersten Ausbildungsjahr, entgegen aller Erwartungen, rekrutiert wird. Allerdings nicht zum CIA oder sonstigen Geheimdiensten, sondern zu Annum Guard – von der sie noch nie vorher gehört hat. Annum Guard ist eine Geheimorganisation von der nur die höchsten Regierungsstellen (in den USA der Präsident) Kenntnis haben und die ihre sieben, mit Amanda acht, Mitarbeiter in die Vergangenheit schicken, um diese zu verbessern – nicht zu verändern – um die Zukunft zu optimieren (so jedenfalls das Mantra der Organisation). Amanda gerät schon bei ihrem ersten Auftrag in einen Sumpf aus Intrigen, Tragödien und Korruption.

Auch wenn ich am Anfang von Amandas Einsatz für Annum Guard dachte: „Mein Gott, was für eine Stümperin hat man denn da auf die Menschheit losgelassen“, hat Meredith McCradle mit „Die Achte Wächterin“ ein spannungsgeladenes Buch geschaffen, das den Leser von der ersten bis zur letzten der rund 400 Seiten in seinen Bann zieht. Ich selbst habe das Buch an zwei Abenden „verschlungen“ und das ist mir lange nicht passiert. Die Geschichte macht deutlich, einmal abgesehen von der Nichtexistenz von Zeitreisen (oder?), dass man nicht jeden Wikipedia Eintrag kritiklos glauben sollte, dass Freunde nicht immer Freunde sind, dass vermeintliche Gegner sich in der Not als verlässliche Kampfgenossen entpuppen und nicht immer alles so ist, wie es zunächst scheint.

Die Achte Wächterin“ von Meredith McCardle ein „LeseGenussMuss“. Mehr von mir bei schreibwasueberPUNKTde.

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selbstfindung, jobsuche, roman, beruf, reflektion

Abwesenheitsnotiz

Lisa Owens , Brigitte Jakobeit , Karen Witthuhn
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.04.2016
ISBN 9783492057479
Genre: Romane

Rezension:

Wer hätte nicht schon einmal daran gedacht, noch einmal von vorne anzufangen. Den etablierten Job an den Nagel zu hängen und dem eigenen Leben eine neue Richtung zu geben? Das was sich die meisten nicht trauen setzt die Protagonistin, Claire Flannery, gnadenlos … sagen wir einmal planlos … um. Bereits das Buchcover des witzigen und frechen Erstlingswerkes von Lisa Owens, erschienen im Piper Verlag, unterstreicht die Verwirrung in Claires Gemütszustand, die ihren Job in dem Bewusstsein gekündigt hat, dass eine neue Lebensperspektive, bei vollständiger Ahnungslosigkeit im Hinblick auf die Perspektive, her muß. „Abwesenheitsnotiz“ stellt hervorragend die Beobachtungsgabe von Claire für ihre Umwelt heraus und beschreibt dabei wundervoll, wie wenig von dieser Beobachtungsgabe sie auf sich selbst anwenden kann. Die mangelhafte Selbstreflexion von Claire ist ein exzellenter Spiegel für die meisten von uns. Lisa Owens beschreibt vortrefflich die verschiedenen Konfliktpunkte in Claires Leben. Da ist zum einen die Beziehung zu ihrem Freund, von dem sie sich nicht ernst genommen und teilweise schulmeisterlich, von oben herab, behandelt fühlt. Eine Beziehung, die größtenteils daraus besteht, das wesentliche Themen antizipiert, aber nicht besprochen werden. Auf der anderen Seite steht die Familie von Claire, die mit dem Freiheitsdrang von Enkelin und Tochter nichts anzufangen weiß. Später im Buch wird deutlich, dass Claire hier ebenfalls als Spiegel „verpasster Chancen“ für die Oldie Fraktion fungiert, denn auch Eltern und Großeltern hatten irgendwann in ihrem Leben die Chance auf einen Wendepunkt oder Neuanfang, der dann nicht genutzt oder umgesetzt wurde. Und dann gibt es ja noch Claires naserümpfenden Freundes- und Bekanntenkreis, der sich nahezu vollständig rekrutiert aus Menschen, die sich ausschließlich über ihre Arbeit und ihren Wohlstand definieren. Insgesamt schafft es Lisa Owens mit „Abwesenheitsnotiz“ und der „korpulenten und arbeitslosen“ (Zitat) Protagonistin Claire, ein Spiegelbild unserer Gesellschaft zu schaffen, die geprägt durch die Geschwindigkeit von (sozialen) Netzwerken, Postings, SMS und angepasster Selbstoptimierung dabei ist wesentliches aufzugeben: Die eigene Meinung und Mut zu Entscheidungen. Mehr auf schreibwasueberPUNKTde.

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Tags: abwesenheitsnotitz, lisa owens, selbstfindung   (3)
 

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führung, sachbuch

Der neue Chef

Niklas Luhmann , Jürgen Kaube
Fester Einband: 120 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 07.03.2016
ISBN 9783518586822
Genre: Sachbücher

Rezension:

„Hilfreich ist die Vorstellung, der Vorgesetzte habe keine Kleider an.“, so der Text auf dem Cover von „Der neue Chef“ von Niklas Luhmann (1927 bis 1998) und Jürgen Kaube (Hrsg.), das soeben im Suhrkamp Verlag erschienen ist. Naja, dachte ich mir, als ich das Buch in den Händen hielt, die Oma hat es schon in meiner Kindheit so ähnlich formuliert („Junge, stell dir die „Wichtigen dieser Welt“ in langen Unterhosen vor. Die sehen genauso bescheuert aus wie alle anderen.“).   Insofern war ich gespannt, was mir hier inhaltlich geboten werden würde. Die Bedeutung dessen, was Luhmann, der ja bereits 1998 verstarb, hier auf etwas über einhundert Seiten abgeliefert hat, ist gerade heute von immanenter Bedeutung.    Zunächst versteht es Niklas Luhmann vortrefflich darzustellen, auf welche Weise die klassische Organisationswirtschaft die emotionale Komponente in der Beziehung zwischen Vorgesetztem und Untergebenen verkennt und ignoriert. Als grundsätzliches Versagen der Organisationswirt- und Wissenschaft würde ich das jetzt nicht bezeichnen, gleichwohl schafft es Luhmann, die heute immer wichtigere informale Ordnung von Unternehmen und deren Bedeutung für „den neuen Chef“ herauszuarbeiten. Man könnte auch von Management by Emotion sprechen. Er unterscheidet hier noch den internen und den externen „neuen Chef“. Dabei sieht sich der externe „neue Chef“ vor eine deutlich größere Herausforderung gestellt. Durch die in jedem Unternehmen vorhandenen informalen Strukturen (kurz Cliquen und Gruppen, die das Ziel haben gemeinsame Interessen innerhalb einer Unternehmung durchzusetzen, unter Umgehung formaler Regeln und Kontrollinstanzen – die sogenannten „Spin-Doktoren“ einer Unternehmung), kann es zu seiner kommunikativen Isolierung kommen, insbesondere, wenn der Vorgänger unter Umständen an anderer Position noch im Unternehmen ist. Sofern es dem „neuen Chef“ hier nicht durch geeignete Maßnahmen, monetärer oder emotionaler Art, gelingt auch akzeptierter Chef der informellen Organisation zu werden (was nach Luhmann nicht zwangsläufig mit dem Einnehmen der Position einhergeht), kann dieses zu einem grandiosen Scheitern führen.    Für mich gibt es dazu herausragende Beispiele: Zum Einen scheiterte der ehemalige Bundespräsident Horst Köhler („der neue Chef“ als Kontrastprogramm, in diesem Fall ein „Nicht-Politiker“ gegen Politiker), nicht etwa an seiner mangelnden Qualifikation, sondern an den informellen internen und externen Netzwerken der Bundeshauptstadt. Gleiches gilt für die Kurie im Vatikan. Erst Papst Franziskus scheint es, zumindest in Teilen, zu gelingen, das Netzwerk der Kurie aufzubrechen, während seine Vorgänger mehr oder weniger Marionetten gleichzusetzen waren.  Insofern liefert gerade der Vatikan ein gutes Beispiel dafür, wie Untergebene in der von Luhmann geschilderten Art und Weise ihre Vorgesetzten zu lenken vermögen, da ihnen die Komplexität der jeweiligen Entscheidungslage deutlich bekannter ist, als dem „neuen Chef“ und trifft hier den Kern, wenn er die Auffassung vertritt, dass der, der seine Vorgesetzten zu lenken vermag später Vorgesetzter wird.   Fazit: Niklas Luhmann’s „Der neue Chef“ ist weit mehr, als die Vorstellungskraft „vom Vorgesetzten ohne Kleider“. Die Lektüre sei insbesondere den mehrheitlich juristisch besetzten Personalabteilungen empfohlen, die auch heute noch Stellen allein auf Basis klassischer Annahmen der Organisationswirtschaft treffen und informale Komponenten ausser Acht lassen. Dies kann, wie Luhmann richtig feststellt, bei mittelständischen Unternehmen bis zur Unternehmensgefährdung führen. Lest auch meinen Blog schreibwasueberPUNKTde.

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krimi, nele neuhaus, organspende, taunus, pia kirchhoff

Die Lebenden und die Toten

Nele Neuhaus
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 25.09.2015
ISBN 9783548287768
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

„Die ganze Aktion in der Küche geriet zu einer Riesensauerei. Wie eine Fontäne schoss die heiße Flüssigkeit hoch, und Spritzer trafen ihr Gesicht, ihre Hände und Arme.“ (zitiert aus Nele NeuhausDie Lebenden und die Toten).  Wer jetzt glaubt, dass der aktuelle Taunus Krimi von Nele Neuhaus (erschienen bei Ullstein) mit der Zubereitung einer Kürbissuppe durch die Protagonisten schon seinen Höhepunkt erreicht hat, der irrt. Ich habe bisher um Nele Neuhaus und die Taunus Krimis immer einen Bogen gemacht, weil ich mir dachte, dass da wieder einmal jemand darauf setzt allein durch die Nennung bekannter Orte sein Buch an den Mann bzw. die Frau zu bringen. Mein Sinneswandel setzte ein, nachdem ich „Unter Haien“ in einem Tag und einer Nacht geradezu verschlungen habe. Und auch was die Taunus Krimis angeht muss ich mich korrigieren. Nele Neuhaus schafft es der Geschichte durch immer neue Wendungen den notwendigen „Drive“ zu geben. Auch die Darstellung, der immer etwas hinter dem Mörder her hinkenden Polizistentruppe mit internen Querelen, Sticheleien und anteiligem Größenwahn gelingt ihr eindrucksvoll und spannend. Nele Neuhaus schafft es beim Leser sogar Verständnis für den Täter zu erzeugen. Dieser verfolgt einen perfiden Plan. Als selbsternannter „Richter“ verfolgt er die sogenannte „Organmafia„, die für Ruhm, Ehre und Reichtum Menschen opfern, um deren Organe anderen einzupflanzen. Dabei bestraft und tötet der „Richter“ allerdings nicht die Mitglieder dieser mafiös organisierten Gruppe, sondern deren dichteste Angehörige. Neben dieser wirklich spannenden Geschichte regt Nele Neuhaus massiv dazu an, über die Organspende nachzudenken. Nicht jedem, der einen Organspenderausweis bei sich trägt wird bewusst sein, wie er unter Umständen als Ersatzteillager geradezu ausgeweidet wird. Lest auch meinen Blog schreibwasueberPunktde.

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Tags: krimi, nele neuhau, thriller   (3)
 

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neal carey, don winslow, professor, san francisco, chinesin

China Girl

Don Winslow , Conny Lösch
Flexibler Einband: 440 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 06.04.2015
ISBN 9783518465813
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Nachdem ich London Undercover verschlungen habe, war ich gespannt, wie Neal Carey seinen zweiten Fall löst. Es endet, wie es beginnt, Neal Carey geht in die Einsamkeit, um sich selbst zu finden. Carey ist ein typischer Antiheld, das wurde schon in London Undercover deutlich. Er will sich seinem Literaturstudium widmen und eine Universitätskarriere anstreben. Doch auch in China Girl machen ihm die „Friends of the Family“ einen Strich durch die Rechnung.  Carey soll dieses Mal einen Professor, der aus Überzeugung und Liebe sein Land verlässt, zurück in die USA holen. Das gestaltet sich im China der siebziger Jahre nicht ganz einfach. Don Winslow lässt seinen Protagonisten rasant in einem Netz internationaler Komplotterie umherirren und gibt der Geschichte kurz vor einem spannungsgeladenen Ende eine dramatische, unvorhersehbare und (selbst)zerstörerische Wendung. China Girl ist ein von Suhrkamp neu verlegtes Buch, das von der ersten bis zur letzten Seite fesselt. Alles dazu auf meinem Blog schreibwasuerberPUNKTde.

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Tags: don winslow, krim, neal carey, thrille   (4)
 

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krimi, drohnen, science fiction, überwachung, mord

Drohnenland

Tom Hillenbrand
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 15.05.2014
ISBN 9783462046625
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Was soll ich sagen, recht hat er der Sascha Lobo. Auf 423 Seiten skizziert Tom Hillenbrand eine Welt in der vermutlich sehr nahen Zukunft, die wir uns auch heute schon hervorragend vorstellen können. Autonome Autos, dauerhafte Übertragung der Vitalfunktionen des eigenen Körpers, Tatortanalyse im Cyberspace und eine allgegenwärtige Regierung. Wie überall, wo die totale Überwachung herrscht bilden sich auch gegenläufige Tendenzen in Form von Mirrorspaces und rechtsfreien Räumen. Zu guter letzt ein Täter, den der Leser und auch der Hauptkommissar nicht bis (zu) spät ins Kalkül zieht und ein Spieler im Feld, von dem wir nicht hoffen wollen, dass er jemals zur Realität wird (oder ist er schon da?).

Kurzum: Tom Hillenbrand hat mit „Drohnenland“  ein Meisterwerk der Krimi Literatur geschaffen, das einen von der ersten bis zur letzten Sekunde in den Bann zieht und gleichzeitig, wie George Orwell in 1984, einen Blick in unsere unmittelbare Zukunft gezeigt, die unausweichlich erscheint sowie den Blick des Lesers dafür geschärft, dass nicht jedes Suchmaschinen Ergebnis auch den Tatsachen entspricht. Der komplette Artikel auf meinem Blog schreibwasueberPUNKTde.

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obsidian, liebe, fantasy, lux, aliens

Obsidian - Schattendunkel

Jennifer L. Armentrout , Anja Malich
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 29.04.2016
ISBN 9783551315199
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Als „Epizentrum des Sonderbaren“ bezeichnet Katy die 500 Seelengemeinde West Virginias, in die sie mit ihrer Mutter nach dem Tod des Vaters gezogen ist.

Bei „Obsidian – Schattendunkel“, erschienen im Carlsen Verlag, handelt es sich um den ersten Teil einer „Young Adult Fantasy“ Reihe von Jennifer L. Armentrout. Die Story rangt sich um drei Hauptprotagonisten: Katy, Dee und Daemon.

Erfrischend an dieser YA-Fantasy Story ist die Abwesenheit von Vampiren und sonstigem untoten Gesindel. Vielmehr handelt es sich um den Kampf der „Lux“, einem Volk aus einer zerstörten Galaxie, gegen einen finsteren Gegner, der die „Lux“ auslöschen will. Teil dieses Kampfes wird die erfrischende Bloggerin Katy, die auf den vor Arroganz nur so strotzenden Daemon und seine quirlige Schwester Dee trifft. Katy, von Daemons Arroganz eher angezogen, als abgestossen, fragt sich im ersten Drittel von Obsidian, warum Daemon auf der einen Seite offenischtlich ihre Nähe sucht und auf der anderen Seite herablassend und zurückweisend reagiert. Das diese Haltung nur zu Katys Schutz dient, wird dann in der zweiten Buchhälfte deutlich, als dunkle Mächte sich Katy bemächtigen wollen.

Warum hebt sich Obsidian nun von der Vielzahl anderer YA-Fantasy Bücher ab?Jennifer Armentrout hat es, von der ersten Zeile an, vortrefflich verstanden den Leser durch witzige und spannende Dialoge der Protagonisten zu fesseln. Das ganze gepaart mit „Ansatzerotik“ und typischen schulischen Scharmützeln von pubertierenden Teenagern. So wird Katy bspw. in der Schulmensa aus Eifersucht zum „Spaghetti-Ninja“ und fragt sich, nachdem Daemon und Dee sich ihr als „Aliens“ offenbart haben, ob die Zahnfee dann nicht auch existieren muss.

Der spannende Schreibstil von Jennifer Armentrout gepaart mit einem wirklich gut gestalteten Buchcover, lädt subjektiv betrachtet dazu ein, die Obsidian Reihe weiter zu verfolgen. Mehr auf meinem Blog schreibwasueberPUNKTde.

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