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Mein Name ist Trump – Hinter den Kulissen von Amerikas First Family

Emily Jane Fox , Dietlind Falk , Hannes Meyer
Fester Einband: 544 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 01.10.2018
ISBN 9783959672672
Genre: Sachbücher

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Hemingway und ich

Paula McLain , Yasemin Dinçer
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Aufbau Verlag, 05.10.2018
ISBN 9783351037451
Genre: Liebesromane

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Herz aus Dornen (Historisch, Liebesroman): Das Geheimnis von Coal Manor

Anna Jane Greenville
E-Buch Text: 172 Seiten
Erschienen bei dp DIGITAL PUBLISHERS, 27.09.2018
ISBN 9783960874126
Genre: Sonstiges

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Mythos

Stephen Fry , Matthias Frings
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Aufbau Verlag, 05.10.2018
ISBN 9783351037314
Genre: Sachbücher

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Gschlamperte Verhältnisse

Felicitas Gruber , Robert Fischer
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Diana, 10.09.2018
ISBN 9783453359574
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

INHALT

Für Gerichtsmedizinerin Dr. Sofie Rosenhuth fängt der Sommer in München-Giesing sehr turbulent an. Erst schwimmt eine männliche Leiche in der Isar und dann stößt man auch noch auf seltsame Schädelreliquien. Das verspricht eine Menge Arbeit. Privat sieht es für Sofie auch nicht ruhiger aus, denn gleich zwei Herren buhlen um ihre Gunst...

MEINUNG
Der 5. Fall mit und für Dr. Sofie Rosenhuth bot abermals beste Unterhaltung. Wer auf heitere Kriminalfälle mit viel bayerischen Charme steht, der wird Felicitas Grubers Romanreihe lieben.
Denn nicht nur die humorig-bunten Cover sind eine Schau, sondern auch die skurrilen Provinzfälle samt schrulligen Charakteren. 
Besonders Hauptprotagonistin Sofie ist mir ans Leserherz gewachsen. Ihre Natürlichkeit, ihren Dialekt und ihre Hilfsbereitschaft finde ich seit dem ersten Band sehr sympathisch. Sie hat wie ihre altersweise Tante Vroni das Herz am rechten Fleck, muss aber aufpassen, dass sie dieses nicht an den falschen Mann verschenkt. Die On-off-Beziehung mit ihren Ex-Mann, den Kriminalhauptkommissar Joe Lederer, ist jedenfalls kein Dauerzustand, weil er es mit der Treue nicht so genau nimmt. Da passt der schöngeistige Gerichtsjournalist Charly schon eher zu ihr. Aber wer weiß? Rund um die verworrene Beziehungskiste spielen sich wie immer allerlei kriminelle Dramen ab. Hierbei fand ich es sehr spannend, dass dieses Mal Sofies eiskalte Chefin Dr. Falk in amouröse Gefahr geraten ist und dabei ein kranker Serienmörder überführt werden konnte. Der Plot bot damit allerhand Abwechslung. Sprachlich konnte mich der locker-leichte, humorige Grundton wieder vollkommen von sich überzeugen. Vor allem die dialektalen Einsprengsel mochte ich. 

FAZIT
Beste Unterhaltungsliteratur, der man nie überdrüssig wird. Wirklich a Mordsgaudi! Ich freue mich jetzt schon auf den Folgeband. 

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Coco Chanel

Nadine Sieger
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Verlag Herder, 17.09.2018
ISBN 9783451383137
Genre: Sonstiges

Rezension:

Hört man den Namen Coco Chanel, dann denkt man unweigerlich an stilvolle Mode und ein weltberühmtes Parfüm aus Paris. Aber über den Menschen Coco Chanel (1883-1971) weiß man abgesehen von ein paar Fotos erschreckend wenig. So ging es mir jedenfalls. Doch Nadine Siegers vorliegende Romanbiografie hat meine Wissenslücken auf sehr eindrückliche Weise schließen können. 


Siegers 272-seitiges Buch ist alles andere als ein nüchternes Sachbuch. Denn äußerst lebendig, emotional und mit Verve wird darin Coco Chanels Leben, die eigentlich Gabrielle Chanel hieß, nacherzählt. Hierfür fügte die Autorin dem Fließtext nicht nur interessante Originalfotos, sondern auch markige Sentenzen der Modeikone hinzu. 

Coco Chanel wuchs nach dem frühen Tod der Mutter in einem streng katholischen Waisenhaus des Klosters Aubazine auf. Doch sie wollte und konnte ihr Leben nicht hinter Klostermauern verbringen. Mit 18 nahm sie deshalb mehrere kleinere Jobs in Moulins an, u.a. als Sängerin. Dabei lernte sie ihren ersten Liebhaber und späteren Förderer Étienne Balsan kennen. Dieser führte sie in die gehobenen Kreise von Paris ein und ließ sie erste Hüte entwerfen. Auf Étienne folgten weitere Affären mit Lebemännern, die Cocos Talent förderten und zugleich finanziell davon profitierten. Kurzum, sie hatte ein Händchen für die falschen Männer, die zwar Momente der Leichtigkeit versprachen, aber sie letztendlich nicht heiraten oder gar eine Familie mit ihr gründeten. So viel Pech sie in privaten Dingen hatte, so viel Glück hatte sie beruflich. Sie dominierte die Modewelt der 1920er-Jahre. Ihre minimalistischen Tweedkostüme, das kleine Schwarze, ihre Jersey-Badeanzüge oder ihre legendären Matrosenhosen bilden nur einen Bruchteil ihrer modischen Meisterleistungen ab. Coco Chanel entwarf was ihr gefiel und brach dabei gern mit den gängigen Konventionen. So machte sie die Hosen für Frauen erst salonfähig und setzte zugunsten des einfachen Stils auf wenig Pomp. Große Blumenmotive und Rüschenapplikationen mochte sie so gar nicht. Knallige Farben erst recht nicht. Doch nicht nur modisch war sie der damaligen patriarchalisch geprägten Lebenswelt immer einen Schritt voraus. Sie rauchte Kette, hatte zahlreiche Affären, sprach mit scharfer Zunge und lebte individuell ihre Wünsche und Träume aus - damals noch ein Novum. Daher galt sie auch als bewundernswertes Enfant terrible in der damaligen Modewelt, das mit 70 Jahren ein grandioses Comeback feierte. Chapeau vor solch einer starken Macherin!

Siegers Lebensbeschreibung lebt vom emotionalen Auf und Ab des Ausnahmetalents. Coco Chanel war eine nach außen hin starke und schlagfertige, aber innerlich zweifelnde Persönlichkeit, der trotz knabenhafter Figur Männer wie Frauen gleichermaßen zu Füßen lagen. Selbst bekannte Hollywoodgrößen kleidete sie ein. Und sie war bis zu ihrem Tod ein wirkliches Arbeitstier, das trotz aller Verpflichtungen stets um das Wohl seiner Freunde besorgt gewesen ist. Finanzielle Unterstützungen von Künstlern waren keine Seltenheit. 

FAZIT
Eine immens spannende Biografie, die sich flüssig und mit Gewinn lesen ließ. Coco Chanel hat als Autodidaktin Weltruhm erlangt und mit ihrer minimalistisch, zeitlosen Mode neue Maßstäbe gesetzt. Nun kann ich Karl Lagerfeld verstehen, der bis heute von ihr schwärmt. 

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Love Lessons - Nachhilfe fürs Herz

Karin Koenicke
E-Buch Text
Erschienen bei Selfpublisher, 05.09.2018
ISBN B07H4S72NT
Genre: Liebesromane

Rezension:

INHALT
Psychologiestudentin Marina, Ende zwanzig, beschließt gemeinsam mit ihrer Freundin von der Universität Köln nach Oxford zu wechseln. Dort unterrichtet nämlich der renommierte wie ungemein attraktive Psychologieprofessor Dr. Garrett Featherstone. Der superschlaue Enddreißiger ist zwar fachlich ein Ass, aber menschlich ein Totalausfall. Mit seiner Neustudentin Marina, einen überzeugten Bauchmenschen, hat Garrett daher bereits in der ersten Seminarveranstaltung Differenzen. Aber wie heißt es doch so schön, Gegensätze ziehen sich an...

MEINUNG
Die Geschichte von Marina und Garrett ist eine liebenswert romantische Liebeskomödie, die mich sofort gepackt hat. Der Antagonismus von Kopf- und Bauchmensch wird hier herrlich witzig dargeboten, wobei natürlich die üblichen Klischees nicht fehlen dürfen. Karin Koenicke hat ein gutes Händchen für solch unterhaltsam leichte Stoffe. Und mit Marina und Garrett sind ihr zudem zwei ausgesprochen interessante Charaktere gelungen, die einander ständig aufziehen. Wie diese beiden sich im Laufe der Handlung mehr und mehr zu schätzen lernen, macht beim Lesen einfach Spaß. Hinzu kommt Koenickes lebendige wie moderne Sprache, die Emotionen wunderbar transportiert. Thematisch hat mich neben der lockerleichten Lovestory vor allem der Einblick ins Psychologiestudium mitreißen können. Hierbei kann der Leser noch einiges dazulernen.

FAZIT
Eine charmant leichte Liebeskomödie, die sich nicht nur flüssig liest, sondern auch zum Schmunzeln einlädt. 

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Das Bauhaus

Winfried Nerdinger
Flexibler Einband: 128 Seiten
Erschienen bei C.H.Beck, 18.09.2018
ISBN 9783406727603
Genre: Sachbücher

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Halbfettzeit

Tetje Mierendorf
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Gütersloher Verlagshaus, 27.08.2018
ISBN 9783579087214
Genre: Biografien

Rezension:

Den sympathischen Hamburger Hünen Tetje Mierendorf (*1972) kennen sicherlich viele Fernsehzuschauer noch aus der Sat1-Doku-Soap "Mein großer, dicker, peinlicher Verlobter". Dort und in anderen Comedyformaten verkörperte er stets den lustigen Dicken - eine Rolle, die lange Zeit auch sein Privatleben bestimmte. 


Wie ihm die Metamorphose vom adipösen Teddybären zum athletischen Mittvierziger gelungen ist, erzählt er in seinem sehr persönlichen Buch "Halbfettzeit". Darin zieht er nicht nur erschreckend ehrlich Bilanz über sein bisheriges "dickes Leben", sondern liefert auch nützliche Tipps zur Gewichtsreduzierung wie -stabilisierung.

Für Tetje war seine krankhafte Adipositas ein probates Mittel, um nicht länger mit seinem sportiven Bruder Thomas konkurrieren zu müssen. Den Sportunterricht hat er eh nicht gemocht, Süßigkeiten umso mehr. Letztere verschafften ihm im sonstigen Alltag Glücksmomente und bewahrten ihn vor Unterzuckerung. Da verwundert es nicht, dass er bereits mit 11 Jahren an Diabetes mellitus erkrankte. Kurzum, bereits in seiner Jugend leistete sein Körper Schwerstarbeit. Doch wegen seines deutlichen Übergewichts trat von außen nie jemand ernsthaft an ihn heran - und er selbst war sich dessen auch nicht voll umfänglich bewusst. Im Gegenteil, mit seinen Kilos ließ sich prima Fernseh-Karriere machen. Hier gab er natürlich den ewig lächelnden, ruhigen Dicken und konnte sein Gesangs-, Schauspiel- wie Comedytalent in vollen Zügen ausleben. Das war um Längen besser als der eintönige Job als Bankkaufmann. Erst durch die Geburt seiner Tochter und einen Internettest, der ihm eine geringe Lebenserwartung bescheinigte, begann er vermehrt über sein "gewichtiges Leben" und die damit verbundenen Einschränkungen nachzudenken. Was dann folgte, erstaunte selbst eingefleischte Mediziner und Sportler. In nicht einmal 3 Jahren nahm er mithilfe von Sport und bewusster Ernährung insgesamt 80 Kilo ab. Auf einmal wog er bei 1,97 m nur noch 97 Kilo. Welch eine Leistung! Chapeau! Seine heutige Disziplin und Energie wirkt ansteckend. Dies liegt vor allem an Tetjes unverstellter und humoriger Sprache. Ohne Rücksicht auf Verluste geht er im Laufe des Buches hart und gern auch ironisch mit seiner Vergangenheit ins Gericht und lebt nun als Normalgewichtiger ein komplett anderes Leben. Welche Steine er dabei aus dem Weg zu räumen hatte und wie er es schafft, allen Süßen zu widerstehen, beantwortet die vorliegende 256-seitige Lektüre. Somit ist dieses Buch mehr als eine Biografie, nämlich gleichermaßen ein Motivationsratgeber für Dicke wie Erschlankte. Ich habe dieses 100 Prozent authentische Buch mit viel Freude und Gewinn gelesen. 

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Mensch 4.0

Alexandra Borchardt
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Gütersloher Verlagshaus, 23.04.2018
ISBN 9783579086927
Genre: Sachbücher

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Ein deutsches Klassenzimmer

Jan Kammann
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei MALIK, 04.09.2018
ISBN 9783890295008
Genre: Sachbücher

Rezension:

Der Bremer Jan Kammann, Jahrgang 1979, ist mit Leib und Seele Lehrer. In Hamburg unterrichtet er an an der Europaschule Gymnasium Hamm die Fächer Englisch und Geographie. Um die Herkunftsländer seiner internationalen Schüler besser kennenzulernen, nahm er 2016 ein Sabbatjahr und reiste um die Welt. Insgesamt hat er dabei 14 Länder besucht, so u.a. Südkorea, Russland, Kolumbien, Ghana und Armenien.


Das vorliegende Buch fast Kammanns Erfahrungen in Form eines persönlichen Reiseberichts zusammen. Mich hat vor allem sein unvoreingenommener Blick auf Land und Leute imponiert. Einem Backpacker gleich reiste er mal allein, mal mit Freundin durch die Lande und hatte dabei stets die individuellen Reiseempfehlungen seiner Schüler samt kleinen Sprachführer zur Hand. Auf diese Weise lernte er vor allem die Menschen und deren Lebensgewohnheiten, Nöte usw. besser als jeder Pauschaltourist kennen. Dies ging sogar soweit, dass er mehr als einmal zum gemeinsamen Umtrunk von Einheimischen eingeladen wurde. Darüber hinaus zeigt diese Individualreise eindrücklich, dass trotz unterschiedlicher Religion, Herkunft und Kultur ein soziales, ja freundschaftliches Miteinander stets möglich ist. Mit seiner offenen wie unkonventionellen Ader fand Kammann fast immer Anschluss bzw. auskunftsfreudige Gesprächspartner. Besonders diese ehrlichen Gespräche/Begegnungen bereicherten das 304-seitige Buch, das zum einen das Reisefieber weckt und zum anderen nachdenklich stimmt, weil viel zu oft die Unterschiede zwischen Wohlstandländern und verarmten Drittländern zutage treten. Die angeführten Fotos ergänzen den flüssigen Text auf perfekte Weise. Wer mehr Bildmaterial sehen möchte, der sollte Kammanns Blog besuchen.
Schön fand ich zudem, dass er es sich als Lehrer nicht verkneifen konnte, ab und an passende Schulaufgaben mit einfließen zu lassen. So ist der Pauker nun mal :-)

FAZIT
Ein spannender Reisebericht, der eine Lektüre wert ist. Nicht nur Globetrotter werden Kammanns Ausführungen mögen. 

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Gebrauchsanweisung für das Internet

Dirk von Gehlen
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Piper, 04.09.2018
ISBN 9783492276993
Genre: Sachbücher

Rezension:

Wer schon immer wissen wollte, wie das Internet entstanden ist und woraus es besteht, der sollte zu Dirk von Gehlens gut lesbarer Gebrauchsanweisung greifen. 


Das 224-seitige Buch liefert einen prägnanten Überblick zum Thema und ist deshalb vor allem für Einsteiger und überzeugte Offliner geeignet. Gängige Begriffe (Cloud, Sprachsteuerung, IP-Adresse oder Emojis), Trends (Social Media & Co) sowie die Chronologie der einzelnen Entwicklungen (E-Mail, Web oder Hashtag) werden allgemeinverständlich dargeboten. Zudem verfügt jedes Kapitel über nützliche Tipps zum besseren Umgang mit dem Internet.  

Dirk von Gehlen ist als Journalist bei der Süddeutschen Zeitung für das Ressort Social Media/Innovation zuständig und kennt sich dementsprechend bestens mit der Materie aus. Dies merkt man der Lektüre auch an. Mir hat es besonders gefallen, wie er den für den Laien recht trockenen und nicht immer leicht zu erfassenden Stoff auf ein Normalmaß heruntergebrochen und sich dabei regelmäßig passender bildhafter Vergleiche bedient hat. 

FAZIT
Ein gutes Sachbuch, das mit spannenden Kapiteln und weiterführender Lektüre aufwartet. 

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21 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

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Bullshit Jobs

David Graeber , Sebastian Vogel
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 09.09.2018
ISBN 9783608981087
Genre: Sachbücher

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Männerspagat

Hajo Schumacher
Fester Einband: 280 Seiten
Erschienen bei Eichborn , 31.08.2018
ISBN 9783847906490
Genre: Sachbücher

Rezension:

Der bekannte deutsche Journalist und TV-Moderator Hajo Schumacher (*1964) ist immer für eine Überraschung gut. Nachdem er sich in seinem letzten Buch ausgiebig mit der Vaterrolle auseinandergesetzt hat, geht es in "Männerspagat" um die Rolle es Mannes in heutiger Zeit. Schon das witzige Cover spielt auf simple Weise auf die Vermischung der gängigen Geschlechterrollen an. 


Noch nie war Mannsein schwieriger als heute, so Schumacher. Nach eigenen Recherchen und Erlebnissen steht für ihn fest, dass die gängigen männlichen Rollenbilder ausgedient haben. Der harte wie unbesiegbare Kerl ist weniger gefragt. Vielmehr müsse der "neue Mann" anderen und sich selbst zuhören können. Schwächen zu zulassen, über Emotionen und Ängste zu reden und auch einmal die Rolle zu tauschen, bringe neue Einsichten. Zudem ist der Autor die ständigen Kämpfe mit dem weiblichen Geschlecht leid. Um Stereotypen und Missverständnisse abzubauen, verlangt er nach einem ehrlichen wie respektvollen Verhältnis von Mann und Frau. 

Schumachers "Männerbuch" ist nicht nur für ein männliches Publikum bestimmt, sondern liefert offene Einblicke in die männliche Seele dieser Tage, die auch für die weibliche Leserschaft interessant sein können. Mich hat vor allem die Ehrlichkeit der Ausführungen überrascht. Schumachers Seelenstriptease ist ein Wagnis, aber das hat sich m. E. nicht nur für den Autor selbst gelohnt. Ob nun Paartherapie, Tantra, Gespräche mit Freunden, Homosexuellen sowie Feministinnen, der Autor hat sich vielfältig ausprobiert und ausgetauscht. Herausgekommen ist dabei ein spannendes wie zeitgemäßes Buch, das zeigt, dass sich die bisherigen Geschlechterrollen immer mehr aufweichen, es gar zu Überlappungen bzw. Vermischungen kommt. Sicherlich ist diese Diskussion in Zeiten von Genderisierung nicht neu - aber in Hinblick auf die männlichen Rollenbilder schon. Denn während es für die Frauen in den letzten Jahrzehnten Emanzipations- wie Feminismusbewegungen gab, blieb der Mann meistens außen vor. Oder kennen Sie beispielsweise Zeitschriften, die sich unverstellt mit der männlichen Gefühls- und Arbeitswelt jenseits der gängigen Klischees auseinandersetzen?

FAZIT
Eine lohnenswerte Lektüre, die authentisch übers Mannsein und -werden reflektiert und dabei Wege aus der Klischee- wie Rollenfalle aufzeigt. 

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Wen liebte Goethes "Faust"?

Martin Doerry , Volker Hage
Flexibler Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 07.09.2018
ISBN 9783462051315
Genre: Sachbücher

Rezension:

Martin Doerrys neuester SPIEGEL-Wissenstest zum Thema "Literatur" wartet mit einem bunten Fragenpotpourri auf. Darunter findet man u.a. die Kategorien Bestseller, Klassiker, verfilmte Literatur oder Science Fiction. Und die Fragen haben es derart in sich, dass selbst der belesenste Quizzer an der ein oder anderen Stelle kapitulieren muss. Kurzum, für die insgesamt 150 Fragen ist oftmals literarisches Spezial- statt Allgemeinwissen gefragt. Hinzu kommt, dass der Lösungsteil nicht leserfreundlich konzipiert wurde. Denn statt der standardisierten Lösung, wie z. B. 1c oder 2b, wird lediglich die richtige Lösung in Worten ausgeschrieben, so dass man immer wieder zur jeweiligen Frage zurückblättern muss. Das ist mühsam. Vielleicht wäre es hier sinnvoller gewesen, man hätte nach jedem Fragenkapitel sofort die richtigen Lösungen angeschlossen. 


Mein Highlight waren die Interviews im Anschluss ans Quiz. Hier kamen namenhafte Literaturkritiker (Volker Hage und Volker Weidermann) und Autoren (Eva und Robert Menasse) zu Wort und fachsimpelten über deren Tätigkeit und Wirkmacht. 

FAZIT
Ein solides Quizbuch, das aber nicht an Doerrys Quiz-Erstling heranreicht.

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Adrian oder: Die unzählbaren Dinge

Angelika Stallhofer
Fester Einband: 176 Seiten
Erschienen bei Kremayr & Scheriau, 01.09.2018
ISBN 9783218011242
Genre: Romane

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Latein - da geht noch was!

Karl-Wilhelm Weeber
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei wbg Theiss in Wissenschaftliche Buchgesellschaft (WBG), 01.09.2016
ISBN 9783806233414
Genre: Sachbücher

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Das Teemännchen

Heinz Strunk
Fester Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Rowohlt , 21.08.2018
ISBN 9783498064495
Genre: Romane

Rezension:

Diese kleine, aber feine Sammlung von Kurzgeschichten ist einfach nur genial. Wer auf rabenschwarzen Humor gepaart mit pragmatischer Pointiertheit und zuweilen skurriler Fantastik steht, der kommt an Heinz Strunks neuestem Werk wohl nicht vorbei. Mich haben vor allem die bildhaften, meist demaskierenden Physiognomiebeschreibungen der einzelnen Figuren beeindruckt. So fördert der Autor in seinem Erzählband Schicht für Schicht allerhand menschliche Schwächen, Fehlbildungen und Abgründe des sog. Prekariats zutage. Strunk hat einfach ein Faible für die sozial Abgehängten und deren Nöte. Damit bildet der Hanseat in der heutigen Heile-Welt-Belletristik eine interessante Ausnahme. Denn er beschönigt nicht, sondern schildert offen und unverstellt die meist prekäre Lebens- und Arbeitswelt der Unterschicht. Ob nun Axl Rose nach einem Konzert eine Hamburger Kneipe entert und dabei versackt, am Usedomer Strand ästhetische Welten aufeinanderprallen oder ein Mann an ein Windrad gefesselt wurde und sich nun unaufhörlich mitdreht, Strunks Szenarien sind einerseits alltäglich, andererseits auch traumatisch grotesk. Ich konnte mich für beides begeistern und trotz des recht bitterbösen Plots herzlich lachen. 

FAZIT
Ein Meisterstück Strunk'scher Erzählkunst. Aber nichts für schwache Gemüter. 

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Mein Herz in allen Einzelteilen

Julie Buxbaum , Anja Malich
Fester Einband
Erschienen bei Boje, 23.02.2018
ISBN 9783414825087
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Julie Buxbaums Jugendbuch "Mein Herz in Einzelteilen" erzählt die ergreifende Geschichte von Kit und David. Die sechzehnjährigen Teenager besuchen dieselbe Schulklasse, doch nehmen einander nicht wirklich wahr. Bis eines Tages Kits Vater bei einem Autounfall ums Leben kommt und nichts mehr wie vorher ist. Das Zusammensein und die Plänkeleien mit ihren Freunden erscheinen der Halbinderin auf einmal in weite Ferne gerückt. Mit ihrer Mutter kann sie über ihre Trauer nicht reden. Da kommt überraschender Weise David ins Spiel. Der Einzelgänger mit Asperger gilt gemeinhin als Freak und stellt anfangs auch keine Fragen. Zudem ist er stets ehrlich zu Kit. Wird es David gelingen, Kit aufzumuntern und sich selbst aus der sozialen Isolation zu befreien?


MEINUNG
Ich habe Buxbaums klugen Jugendroman wirklich mit Freude gelesen, weil darin zwei gebrochene junge Seelen zueinander finden, die auf normalen Wege nie ein Wort miteinander gewechselt hätten. Obschon beide blitzgescheit sind, ist das Erwachsenwerden für beide eine große Herausforderung. Kit vermisst den Vater und David fehlen Freunde. Ihre langsame Annäherung aneinander und Kits zunehmendes Verständnis für Davids "Anderssein" stellen starke Momente dieser Geschichte dar. Denn diese zarte Teenagerliebe ist unverstellt und rein. Am meisten hat mich die wechselnde Erzählperspektive zwischen den beiden Hauptprotagonisten begeistern können. Mehr noch, ihren intelligenten Reflexionen und Dialogen fehlte es niemals an feinsinnigem Humor. Ob Quantenphysik, die Zahl Pi oder Davids sog. Unfallprojekt, der junge Teenager ist einfach nur ein liebenswertes Genie. Dass gerade er Kit aus ihrem seelischen Tief befreit, ist umso beachtenswerter, wenn man Davids Vorgeschichte bzw. seine Krankheit kennt.

FAZIT
Mein diesjähriges Lesehighlight aus dem Genre Jugendbuch. Dieses Buch muss man einfach gelesen haben. 

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Die Kreuzfahrer

Wladimir Kaminer
Fester Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Wunderraum, 20.08.2018
ISBN 9783336547982
Genre: Romane

Rezension:

Wladimir Kaminer gehört seit einigen Jahren zu meinen Lieblingsautoren. Seine feinsinnige Beobachtungsgabe und seine Ironie sind unübertroffen. 


Für sein aktuelles Buch ging der Autor unter die Kreuzfahrer. Gemeinsam mit seiner Frau Olga bereiste er die Ostsee, den Atlantik, das Mittelmeer und die Karibik. Für das Ehepaar war es immer wieder ein Abenteuer, die großen Meereskreuzer (Queen of the Seas bzw. AIDA) zu besteigen, weil dort nicht nur Tausende von Passagieren Platz fanden, sondern auch unterschiedlichste Unterhaltungsmöglichkeiten geboten wurden. Kurzum, der Mikrokosmos "Kreuzfahrtschiff" hielt für den Autoren eine Menge Material bzw. Stoff für das vorliegende Buch bereit. Noch dazu musste er für diese Recherchereisen nicht einmal tief in die eigene Tasche greifen, denn meistens durfte er für zwei bis drei Schiffslesungen kostenlos an der Reise teilnehmen - wirklich eine Win-Win-Situation. 

Ich habe die launigen 224 Buchseiten mit viel Freude gelesen. Kaminers Beschreibungen von Touristen und Landesnatur waren treffend, wenngleich immer ein wenig überspitzt. Doch das gehört bei ihm einfach dazu. Gern nimmt er auch sich und die Eigenheiten seiner Frau aufs Korn. Dass er dabei stets die Grenzen des guten Geschmacks wahrt, spricht auch für ihn. Mit seiner Meinung über aktuelle politische Entwicklungen hält er ebenso nicht hinter dem Berg, sondern äußert Kritik gern etwas versteckt bzw. metaphorisch verspielt. Ich fand in diesem Zusammenhang vor allem die Gegenüberstellung von Touristen und Flüchtlingen interessant. Denn beide Gruppen flüchten vor etwas. Zudem war es spannend, mit Kaminer hinter die ach so tollen Kulissen der Ozeanriesen und ihrer Urlauber schauen zu dürfen. Geht es doch häufig, so Kaminer, nur ums Essen und um Bespaßung und weniger ums Kennenlernen neuer Kulturen und Nationen. Der Autor hält uns auch hier den Spiegel vor, das aber auf eine charmant freundschaftliche Weise. 
Und noch etwas stellte sich bei der Lektüre heraus, der Autor ist auch nur ein "normaler" Reisender, der stets auf der Suche nach einer Bar und guten Gesprächen ist und zu Bettlern nur schwer nein sagen kann. Abgesehen vom Inhalt konnte das "Kreuzfahrerbuch" auch mit seiner großen Schrift und dem bunten maritimen Cover punkten. 

Hier noch zwei Lieblingszitate:
"Auch die Engländer wurden schnell rot, doch bei ihnen stach es nicht so ins Auge, weil sie in der Regel viele Tattoos hatten. [...] Andere hatten lange Texte auf dem Rücken, damit ihre Frauen und Kinder unterwegs immer etwas zu lesen hatten." (S. 9)

"Von unseren früheren Reisen wussten wir, dass ein Schlagerprogramm für eine Kreuzfahrt so unverzichtbar war wie die Kotztüte für ein Flugzeug. Beides wird nicht von jedem gebraucht, darf aber trotzdem nicht fehlen." (S. 113)

FAZIT
Kaminers Kreuzfahrtbeobachtungen sind eine lohnenswerte Lektüre, nicht nur für eingeschworene Fans. Lachmuskeltraining inklusive.

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12 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Die Dame in Gold

Valérie Trierweiler , Barbara Reitz , Eliane Hagedorn
Flexibler Einband: 366 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 14.09.2018
ISBN 9783746634494
Genre: Romane

Rezension:

INHALT

Adele ist gerade einmal 18, als sie den 17 Jahre älteren Zuckerfabrikanten Ferdinand Bloch heiratet. Ihr Wohnsitz in der Wiener Innenstadt wird bald zum Treffpunkt der künstlerischen Avantgarde-Szene. Dort sieht man häufig auch den Maler Gustav Klimt ein und aus gehen. Letzterer soll nämlich Ferdinands geliebte Gattin porträtieren. Doch Adele ist nicht wohl dabei, weil die Gerüchte um Klimts ausschweifendes Privatleben nicht abreißen wollen. Nichtsdestotrotz wagt sie sich in sein Atelier vor und entdeckt dort etwas, was sie vorher nicht für möglich gehalten hätte...

MEINUNG
Valérie Trierweilers Roman erzählt die Lebensgeschichte von Adele Bloch-Bauer (1881-1925) in emotionalen Worten nach. Hierfür hat sie allerhand Originalquellen wie Fachbücher zu Rate gezogen und Fehlstellen fiktional aufpoliert. Herausgekommen ist dabei ein interessantes  Porträt einer Dame, die viele bisher nur durch Klimts Meisterwerk "Goldene Adele" kannten. Trierweilers Blick hinter die prachtvolle Fassade offenbart eine brüchige Seele. Denn weder der materielle Besitz noch der ihr hündisch ergebene Ehemann konnten sie glücklich machen. Vielmehr wollte sie ausbrechen, gebildeter sein und ein freies Leben führen. Doch das großbürgerliche Wiener Korsett ließ solche Extravaganzen und feministischen Bestrebungen nicht zu. Hinzu kamen Adeles Fehlgeburten, die sie beinahe in eine Depression stürzten. Zu diesem Zeitpunkt größter seelischer Ausweglosigkeit trat der berühmt berüchtigte Wiener Künstler Gustav Klimt (1862-1918) in ihr Leben. Er scherte sich wenig um Konventionen und hatte Verständnis für ihre Freiheitsliebe. Mit ihm konnte sie nicht nur herrlich über Kunst und Kultur diskutieren. Fortan wurde sie zu seiner Muse und Geliebten. Die künstlerischen Ergebnisse dieser Amour fou lassen sich heute in der Neuen Galerie in New York bestaunen. Doch die Weltkriege und die brodelnde Gerüchteküche ließen beide einander entzweien. 

Das Besondere an Trierweilers Roman ist der leidenschaftliche, gefühlsbetonte Erzählstil, der auf eindrückliche Weise Adeles wechselhafte Seelenzustände nachzeichnet. Darüber hinaus wird ausführlich auf Gustav Klimts Malstil wie Obsession eingegangen. Der Vorzeigekünstler der Wiener Secession besaß eine elektrisierende Aura, die vor allem seine Modelle beeindruckte.

FAZIT
Ein spannendes Frauenporträt mit viel Melodramatik, das auf einer wahren Geschichte basiert. 

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46 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 43 Rezensionen

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Ich muss mit auf Klassenfahrt - meine Tochter kann sonst nicht schlafen!

Lena Greiner , Carola Padtberg
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 07.09.2018
ISBN 9783548377940
Genre: Humor

Rezension:

Lena Greiners und Carola Padtbergs zweite Anekdotensammlung zum Thema "Helikoptereltern" steht der ersten in punkto Unterhaltswert und Fremdschämpotenzial in nichts nach. Wieder einmal greift sich der "normal" aufgewachsene Leser bei den beschriebenen Alltagssituationen von Lehrern, Erziehern, Polizisten, Ärzten usw. vor Unverständnis an den Kopf und er fragt sich: Wie konnten die Erziehungsmethoden nur derart aus dem Ruder laufen? Wer seinem Nachwuchs alles abnimmt und vor jeglicher vermeintlicher Gefahr schützt, der macht ihn damit unselbstständig und nicht kritikfähig. Ich halte diese Tendenz zum Überbehüten der Kinder für höchst bedenklich, kann aber nichtsdestotrotz über die angeführten Erfahrungsberichte herzhaft lachen. 

Von der Geburt bis hin zur Ausbildung oder zum Studium regeln diese "Übereltern" alles für ihre Söhne und Töchter und stellen dies auch nie infrage? Echt? Ich bin trotz der humorigen Herangehensweise der Autorinnen doch etwas über die vielfältigen Ausmaße des "Helikoptersyndroms" geschockt.

Ob nun die Jungmutter die Kitamitarbeiterin bittet, die Tochter nur auf eine angewärmte Toilette zu setzen, oder Eltern von der Klassenlehrerin über jede Ausfallstunde ihres Kindes informiert werden wollen, am liebsten per WhatsApp, dann hört doch der Spaß auf oder? Ganz zu schweigen von den zunehmenden "Elterntaxis" vor den Schulen und den unnötigen Gängen zur Notfallambulanz bei kleineren Verletzungen. Wenn dann auch noch den Lehrern, Professoren etc. Geld geboten wird, damit das eigene Kind bessere Noten bekommt und damit einen besseren Abschluss macht, dann läuft doch etwas verkehrt. Und diese geschilderten Fälle sind nur ein Bruchteil der Anekdotensammlung. Kurzum, als Leser weiß man oft nicht, ob man ob des geschilderten Sachverhalts lachen oder weinen soll. 

Hier ein Beispiel zum Thema skurrile Entschuldigungen:
"Mein Kind konnte die Deutsch-Hausaufgabe nicht machen, da wir den ganzen Nachmittag im Freibad waren." (S. 64)

FAZIT
Eine zugleich lustige wie schockierende Lektüre, die in Sachen überambitionierte Erziehungsmethoden nachdenklich stimmen sollte. Auch in Zeiten des "Helikopterwahnsinns" gilt weniger ist oft mehr. 

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Hildegards Schatzkiste

Hildegard von Bingen , Maria Regina Kaiser
Flexibler Einband: 144 Seiten
Erschienen bei Verlag Herder, 20.08.2018
ISBN 9783451031717
Genre: Sonstiges

Rezension:

Dieses kleine, handliche Büchlein gibt einen kurzweiligen Überblick über Hildegard von Bingens Wirken. Die bekannte Nonne, Theologin und Heilkundlerin hat sich zeit ihres Lebens neben göttlichen auch weltlichen Dingen gewidmet. Darüber gibt das 144-seitige Taschenbuch kurz und prägnant Auskunft. Ob es nun um Themen wie Lebensführung, Gebete oder gesunde Ernährung geht, Hildegard kommt stets in Originalzitaten selbst zu Wort, so dass sich der Leser ein gutes Bild von ihr und ihrem Denken machen kann. Zudem liefert die Autorin vor jeder Zitatsammlung eine pointierte Einstimmung bzw. Erklärung, die Lust macht, sich eingehender mit der vielseitig interessierten Nonne zu beschäftigen. Dementsprechend ist der kleine Schmöker die perfekte Ergänzung zu Kaisers kürzlich erschienener Romanbiografie über Hildegard von Bingen.

FAZIT

Die perfekte Einstimmungs- und Einführungslektüre zu Hildegard von Bingen. Auch Kochfans finden hier einige Rezepte zum Nachkochen.

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Hildegard von Bingen

Maria Regina Kaiser
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Verlag Herder, 16.07.2018
ISBN 9783451382390
Genre: Sonstiges

Rezension:

Ich kannte die Nonne und Heilkundlerin Hildegard von Bingen (1098-1179) bisher nur sporadisch. Dies sollte sich mit der vorliegenden Romanbiografie der Historikerin und Autorin Maria Regina Kaiser allerdings ändern. Denn auf insgesamt 256 Buchseiten liefert die versierte Schriftstellerin einen umfassenden wie spannenden Einblick in Hildegards Vita. Dabei hat mich vor allem Hildegards Macht innerhalb der damals Männer dominierten Kirchenwelt überrascht. Energisch, intelligent und mit viel Gottvertrauen hat die einstige Adelstochter stets ihre Interessen und die ihrer Mitschwestern durchsetzen können. Davon hielt sie auch ihre schwache Gesundheit, man mutmaßt, dass sie an MS litt, und die damit verbundenen häufigen Ruhephasen nicht ab. Schon früh erkannte sie ihr Schicksal und sprach mit Gott. Ihre sog. Schauungen, gemeint sind Prophezeiungen, machten sie legendär und einzigartig. Sie war dadurch anders als ihre Mitmenschen und konnte Entwicklungen und Menschenschicksale genau voraussehen. Zudem schätze sie den freundschaftlichen und weniger strengen Klosteralltag und fand damit viele neue Novizinnen. Obschon die sog. Benediktsregel auch für sie und die ihr unterstehenden Nonnen galt, so verabscheute sie Selbstkasteiung und -geißelung im Namen Gottes. Als Äbtissin in Disiboden oder Klostergründerin auf dem Rupertsberg in Bingen, stets wusste sie Unterstützer um sich und konnte sogar international als Kirchengelehrte mit Werken, wie z. B. Scivias, überzeugen. Kurzum, sie stand ihren männlichen Kollegen in nichts nach. 


An Kaisers Buch hat mir nicht nur die liebevolle Illustration (s. Cover und Innenseiten), sondern auch die inhaltliche Umsetzung gefallen. Abwechslungsreich, chronologisch und quellenbasiert erzählt die Autorin Hildegards Werdegang nach. Dass sie dabei noch die Sprache der damaligen Zeit in Form von Originalzitaten bzw. Ausdrücken nutzt, war mein persönliches Highlight. Auf diese Weise kann sich der geneigte Leser nämlich bestens in diese historisch umtriebige Epoche (u. a. mit Investiturstreit, Friedrich Barbarossa usw.) einfühlen. Zudem ist die Lebenswelt der Nonnen und Mönche schon eine andere. Mit großer Kennerschaft führt Kaiser den Leser durch Klosterhallen wie -gärten. Beeindruckend waren die Ausführungen über die hauseigenen Skriptorien. Hier hatte das geschriebene Wort noch einen Wert...

FAZIT
Eine in sich stimmige Romanbiografie, die vor allem den Menschen sowie die Theologin im Blick hat und weniger auf ihr heilkundliches Vermächtnis abfährt. 


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Kaisersturz

Lothar Machtan
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei wbg Theiss in Wissenschaftliche Buchgesellschaft (WBG), 01.10.2018
ISBN 9783806237603
Genre: Sachbücher

Rezension:

Lothar Machtan, Professor emeritus für Neuere Geschichte, hat sich an ein interessantes Kapitel deutscher Zeitgeschichte, nämlich den Herbst 1918, gewagt. 


Jeder kennt wohl noch den Fakt, dass mit dem 9. November 1918 in Deutschland eine neue Staatsform eingeführt wurde und der bis dato herrschende Kaiser Wilhelm II. abdankte. So die offizielle und faktische Gemengelage. Doch was sich innerhalb weniger Monate 1918 wirklich zutrug, versucht Machtan unter Zuhilfenahme diverser Quellen zu ergründen. Er geht dabei sehr gründlich vor und versucht, alle politischen Kräfte (MSPD, USPD, OHL etc.) und Ereignisse (Erster Weltkrieg, Oktoberrevolution in Russland) mit einzubinden. Sein Fokus liegt dabei vor allem auf den drei wichtigsten Entscheidungsträgern dieser Tage. Da wäre zum einen der pragmatische Sozialist Friedrich Ebert und zum anderen die beiden überzeugten Royalisten, Kaiser Wilhelm II. und dessen Vetter Max von Baden. Allen dreien ist gemein, dass sie den Ernst der damaligen Lage nicht erkannten bzw. bis zuletzt apathisch am Weiterso festhielten. Der Hoffnungsträger und spätere Präsident Ebert wollte aus Angst vor dem Bolschewismus Wilhelm II. nicht stürzen und Reichskanzler Max von Baden steuerte eine probate Lösung für beide Gruppen - Royalisten und Sozialisten - an. Währenddessen Wilhelm II. bis zum Schluss an das Kaisertum von Gottes Gnaden glaubte. Auch die mächtige OHL, die die Kriegsniederlage kommen sah, schritt nicht ein, verlangte gar danach, den Kampf mit allen Mitteln weiterzuführen. Kurzum, die drei genannten Entscheidungsträger taumelten ohnmächtig den Ereignissen entgegen und handelten erst, als es fast schon zu spät gewesen ist. Dass damit die noch junge Demokratie im November 1918 auf noch sehr wackeligen Beinen stand, ist nicht zu übersehen. Der Kaisersturz verlief nicht blutig, sondern war ein langes Hängen und Würgen um Macht und Verantwortung.

An Machtans Darstellung hat mir vor allem gefallen, dass er den Leser einmal hinter die Kulissen der damaligen Macht blicken ließ. Detailliert und nahezu tagebuchartig gibt er Auskunft über den sog. Tanz auf dem Vulkan. Diese gedehnte, kleinteilige Darstellungsweise machte die Lektüre nicht immer leicht. Sprich, wer sich nicht 100 Prozent für die Materie interessiert, konnte leicht abschweifen. Ein konziserer Aufbau hätte dem grundgelehrten Werk gut getan und inhaltliche Wiederholungen hätten damit vermieden werden können. Auch die Verwendung von Vor- und Rückblenden hätte sparsamer ausfallen können - ein unnötiges dramaturgisches Mittel. Nichtsdestotrotz liefert Machtans Werk eine spannende Gesamtschau der Ereignisse des Herbsts von 1918 und macht diese dadurch für den Leser nachvollziehbarer und verständlicher. 

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