Leserpreis 2018

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Alles über die Haut

Johannes Wimmer , Matthias Augustin , Robin Haring
Flexibler Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Ullstein extra, 15.04.2016
ISBN 9783864930447
Genre: Sachbücher

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Meine Hormone - Bin ich ferngesteuert?

Johannes Wimmer
Flexibler Einband: 128 Seiten
Erschienen bei GRÄFE UND UNZER Verlag GmbH, 10.10.2018
ISBN 9783833866876
Genre: Sachbücher

Rezension:

Bereits mit seinem Buch "Ein Schnupfen ist kein Beinbruch" konnte mich der sympathische norddeutsche Dermatologe und TV-Arzt Dr. Johannes Wimmer von sich überzeugen. Denn er schafft es wie kein Zweiter, komplizierte medizinische Zusammenhänge und Begriffe allgemeinverständlich und heiter, unter Verwendung vielfältiger Alltagsbeispiele, zu erklären. Kurzum, das übliche unverständliche Fachchinesisch findet der Leser hier nicht. Vielmehr wird er kurzweilig über die Bedeutung von Hormonen für den menschlichen Körper sowie die bekanntesten Hormonarten (Melatonin, Serotonin, Insulin, Testosteron, Cortisol usw.) aufgeklärt. So erfährt man beispielsweise, dass die Entdeckung der Hormone erst 100 Jahre zurückliegt und bisher nur 100 verschiedene Hormonarten bekannt sind. Diese kleinen geheimnisvollen Botenstoffe beeinflussen nicht nur unseren Stoffwechsel, sondern auch unsere Entwicklung. Das umfangreiche Wirkungsspektrum der Hormone ist einfach faszinierend. Mir hat es zudem gefallen, dass Wimmer in jedem Kapitel die normalen Hormonwerte im Blut beziffert und allerlei Ratschläge im Fall von Über- und Unterversorgung gegeben hat. Dementsprechend kam auch das Schlusskapitel, das als kleine "Hormonsprechstunde" angelegt wurde, gut an. Wer sich darüber hinaus noch mit der Thematik beschäftigen möchte, dem sei das ausführliche Literatur- und Adressverzeichnis empfohlen. 


FAZIT
Ein locker-leichtes Medizinbuch, das sich bestens als Einstiegslektüre zum Thema Hormone bzw. Endokrinologie eignet. So macht Medizin  Laune. Ich werde nun auf jeden Fall einmal einen Blick auf Dr. Wimmers Videoblog werfen. 

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10 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Die Wahrheit über Arthrose

Musa Citak
Fester Einband: 208 Seiten
Erschienen bei ZS Verlag GmbH, 08.11.2018
ISBN 9783898838467
Genre: Sachbücher

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Mein Kopf gehört mir

Miriam Meckel
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Piper, 04.06.2019
ISBN 9783492238175
Genre: Sachbücher

Rezension:

Die Journalistin und Professorin für Kommunikationsmanagement Miriam Meckel setzt sich schon lange mit dem Einfluss der zunehmenden Technisierung und Digitalisierung auf unser Leben auseinander. In ihrem neuesten Buch "Mein Kopf gehört mir" geht es um unser Gehirn und dessen Optimierung, auch Brainhacking genannt. Im Silicon Valley werden nahezu täglich neue Methoden und Verfahren ersonnen, um unsere Denkleistung zu steigern. Die Autorin ist deswegen extra in die USA gereist, um dort an wissenschaftlichen Experimenten, wie z. B. dem Neuro-Enhancement mittels Stromstößen bzw. Medikamenten (Ritalin, Modafinil usw.), teilzunehmen. Doch ihre persönlichen Erfahrungen waren ernüchternd. Die getesteten Hirndopingmethoden gingen mit Kopfschmerzen, Übelkeit und Überreizung statt mit Leistungssteigerung einher. Als Leser fragt man sich dabei nicht nur einmal, muss das denn alles sein? Wir sind doch keine Maschinen/Computer oder etwa doch? Die Crux an der ganzen Geschichte ist folgende Tatsache: Während PCs immer mehr vermenschlicht, gar emotionalisiert werden sollen, ist man dabei, das Hirn immer mehr auf Maschine, sprich auf effizientere Leistungen, zu trimmen. Und nichts anderes tun wir, indem wir uns Geräte bzw. Apps zum Selftracking zulegen und uns damit getreu dem unheilvollen Motto "Erscanne dich selbst!" (S. 105) immerfort selbst überwachen und zu höheren Leistungen treiben. Am gruseligsten empfand ich dabei den teilweise schon experimentell erprobten Versuch, Hirn und Computer durch Hirnimplantate, sog. Neuralinks, miteinander zu verschalten. Das hat mich sofort an Frankensteins Monster denken lassen. Und wo zieht man bei diesem Verfahren die Grenze zwischen Selbst- und Fremdbestimmung? Ich bin wie Meckel gespannt auf die Zukunft und hoffe auf eine harmonische Einheit zwischen menschlicher und künstlicher Intelligenz.


Mich hat Meckels ungemein aufschlussreiches wie offenes Sachbuch sehr nachdenklich gestimmt. Ihre scharfsinnigen Ausführungen sind Realität und gerade das macht diese teilweise so schwer verdaulich. Abermals fragt man sich doch: Quo vadis schöne neue Welt?

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27 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

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Zehn Gründe, warum du deine Social Media Accounts sofort löschen musst

Jaron Lanier , Karsten Petersen , Martin Bayer
Fester Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Hoffmann und Campe, 05.06.2018
ISBN 9783455004915
Genre: Sachbücher

Rezension:

Der versierte amerikanische Computerwissenschaftler Jaron Lanier (*1960) arbeitet seit den 80ern im Silicon Valley und ruft nun jeden User zum Löschen seiner Social-Media-Accounts auf. Da fragt man sich als Leser schon, warum tut er das? Gerade ein Chefstratege von Microsoft Research sollte doch das Gegenteil einfordern oder nicht?


Doch Internetpionier Lanier sieht das große Ganze und weiß besser als jeder andere um die Gefahren von Social-Media-Plattformen wie Facebook, Twitter, WhatsApp oder Instagram. Wer hier blindlings seine Daten einspeist, der wird nicht nur umfassend überwacht, sondern vor allem manipuliert. Ob personalisierte Werbung, Fake News oder getürkte Kundenrezensionen wie Facebookkommentare, wir werden auf Schritt und Tritt getäuscht. Wohl dem, der da noch den Überblick wahrt. Wenn Algorithmen mehr und mehr unser Leben bzw. Verhalten bestimmen, dann ist laut Lanier unser freier Wille und unsere eigene Meinungsbildung in Gefahr. Wer will das schon? Ich sehe diese manipulative Tendenz der sozialen Medien genau wie Lanier sehr kritisch und verzichte daher größtenteils auf die genannten Dienste. Die von Lanier skizzierten, meist perfiden Techniken der Social-Media-Konzerne, mit denen diese Abhängigkeiten sowie sozialen Druck ankurbeln, sind schon erschreckend. Auch das Einfluss von Twitter & Co auf die Politik ist nicht zu unterschätzen. 

Laniers allgemeinverständlicher und damit flüssiger Schreibstil machte die Lektüre leicht, was auch an seinen gelungenen Vergleichen lag. So stellt er beispielsweise den Leser vor die Wahl, ob er in Bezug auf die sozialen Medien Katze oder Hund sein möchte. Darüber hinaus duzt er den Leser ab der ersten Seite, was Vertrauen schafft. Mich haben seine offenen, ungemein erhellenden Erklärungen beeindruckt - gerade auch, weil sie alles andere als anbiedernd bzw. oberlehrerhaft daherkommen.

FAZIT
Ein überzeugender Essay, der zum bewussteren Umgang mit Social Media und damit zu mehr Selbstbestimmung aufruft. Sapere aude!

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Unterwegs

Achill Moser
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 20.04.2018
ISBN 9783423261821
Genre: Sachbücher

Rezension:

In unserer schnelllebigen und hoch technisierten Zeit verliert man schnell den Blick fürs Wesentliche und die Schönheit der Natur. Der freie Journalist und Fotograf Achill Moser, Jahrgang 1954, praktiziert den bewussten Gegenentwurf dazu, indem er sich seit Jahrzehnten auf Reisen neu entdeckt und herausfordert. Ob Wüsten, Gebirge, Meere oder Wälder, Moser erschließt sich die Welt auf eigenen Pfaden und im eigenen Tempo und gewinnt dabei stets neue Einblicke ins Sein fernab von Smartphone und Social Media. Seine Eindrücke und Erfahrungen hält er dabei in Zeitungsreportagen oder Büchern, wie dem vorliegenden Werk, fest. Mir hat vor allem gefallen, dass er im Gegensatz zu vielen Zeitgenossen noch über Landschaften, Tiere etc. staunen kann und sich ehrfürchtig als Teil eines großen Ganzen begreift. Auch spricht aus seinen z. T. recht philosophischen Zeilen (vgl. "Der Alchimist" von Paulo Coelho) eine tiefe Verbundenheit mit der Natur. Hier kommt er zur Ruhe und kann der täglichen Dauerbeanspruchung und -berieselung bestens entfliehen. Mehr noch, Stille und Alleinsein - Ängste der Gegenwart - sind für ihn zu Kostbarkeiten gereift. Zudem kommt er auf seinen Wander- oder Boottouren nicht nur mit der indigenen Bevölkerung, sondern auch mit vom Menschen verursachten Umweltschäden in Kontakt.


Lieblingszitate
"Vielleicht muss der moderne Mensch erst wieder lernen, die Einsamkeit und das Alleinsein auszuhalten, ohne das Gefühl zu haben, etwas zu versäumen." (S. 118)

"Dieser bewusstseinsverändernde Prozess ist es, der das Reisen für mich zu etwas ganz Besonderem macht." (S. 167)

"Unser Leben sollte sich nicht nur nach vernunftorientierten Plänen oder Zweckerfüllung irgendwelcher Art ausrichten." (S. 168)

FAZIT
Achill Mosers Begeisterung für die (Um-)Welt wirkt ansteckend. Uns umgibt solch ein reicher Naturkosmos, den wir wieder schätzen lernen sollten. Mein Tipp: Einfach mal den Ausschaltknopf drücken und ins Grüne gehen. Nichts wirkt inspirierender und erfüllender. 

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Jahre aus Seide

Ulrike Renk
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 07.12.2018
ISBN 9783746634418
Genre: Historische Romane

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Nunc est ridendum

Melanie Kattanek
Flexibler Einband: 160 Seiten
Erschienen bei Reclam, Philipp, 09.11.2018
ISBN 9783150195338
Genre: Humor

Rezension:

Melanie Kattaneks bunte Zusammenstellung aus lateinischen Sentenzen, Kochrezepten, Liedern sowie Fußballerlatein bot nicht nur beste Unterhaltung, sondern vermittelte auch amüsantes Detailwissen. Damit kann das 160-seitige Büchlein formidabel als kurzweiliger Sprachverführer angesehen werden. Denn Latein ist allen Pessimisten und Unkenrufen zum Trotz durchaus eine lebendige Sprache mit Geschichte, philosophischen Weisheiten und allerhand Alltagstipps. Als Lateinliebhaberin habe ich die spaßige Lektüre genossen und mich dabei an alte Schul- und Studienzeiten erinnert. 


FAZIT
Ein Buch, das freudige Lesestunden bereitet und dabei die Leichtigkeit der lateinischen Sprache abbildet. Denn ohne Humor wäre das Leben nur halb so schön. Hier hält der Titel, was er verspricht. 

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Verschlusssache Karlsruhe

Thomas Darnstädt
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.11.2018
ISBN 9783492058759
Genre: Sachbücher

Rezension:

Einmal einen Blick hinter die Kulissen des Bundesverfassungsgerichts in Karlsruhe werfen zu dürfen, das hat sich wohl schon so jeder interessierte Mitbürger einmal gewünscht. Der Jurist und Journalist Thomas Darnstädt macht dies möglich. Für den Spiegel hat er jahrelang von den Karlsruher Urteilen berichtet und dabei allerhand Aktenmaterial studiert. Was ihm dabei in die Hände fiel, war z. T. recht aufschlussreiche richterliche wie bundespolitische Korrespondenz. Von den Anfängen nach 1945 bis hin zum Streit um den § 218 erzählt Darnstädt die Geschichte des obersten deutschen Gerichts nach. Hierbei greift er auf bekannte Urteile (u.a. KPD-Verbot oder die Spiegel-Affäre) zurück, um den kleinteiligen Wahrheitsfindungsprozess der damaligen Richter nachvollziehen zu können, der trotz des Unabhängigkeitsanspruchs in den frühen Jahren noch oftmals staatspolitisch beeinflusst wurde. 


Wer sich dieser Lektüre annimmt, braucht einen langen Atem. Denn die Stellungnahmen, Handaktennotizen wie Urteile sind alles andere als leicht verständlich. Obschon Darnstädt alles Wichtige zusammenkürzt, muss man als Leser stets aufmerksam sein, wird dafür aber mit direkten Einblicken in die Wirkmechanismen und Arbeitsabläufe des Bundesverfassungsgerichts im Wandel der Zeit entlohnt. Als Leser merkt man schnell, wie viel kleinteilige Arbeit in diesem Sachbuch steckt. Chapeau, wer da als Autor den Überblick zu wahren weiß.

FAZIT
Keine leichte Lesekost, die sich aber wegen der gerichtlichen wie zeithistorischen Aspekte zu lesen lohnt. 

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Inside AFD

Franziska Schreiber
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Europa Verlag, 03.08.2018
ISBN 9783958902039
Genre: Biografien

Rezension:

Franziska Schreiber (*1990) war von 2013 bis 2017 Mitglied der AfD und seit 2014 gar Vorsitzende der Jungen Alternative Dresden. Sie kennt sich also bestens mit der noch jungen wie bundespolitisch geschmähten Partei aus. In ihrem Buch "Inside AfD" erzählt sie ihre ganz persönliche Geschichte. Wie kam es zur Mitgliedschaft und letztendlich zum Ausstieg? Ihr subjektiver Blick auf die Partei bzw. Partei-Persönlichkeiten macht die Lektüre so spannend. Denn in ihrem Buch berichtet sie offen und ehrlich wie keine vor ihr von persönlichen Erlebnissen wie innerparteilichen Grabenkämpfen. Sie zeigt, wie sich die einst liberale Hoffnungspartei mit der Zeit radikalisierte und immer mehr nach rechts abdriftete. Auch der Austritt ihrer Mentorin - Frauke Petry - brachte sie zum Nachdenken. Kurzum, die von Schreiber geliebten offenen Gesprächsrunden innerhalb der Partei waren schnell passé und verkehrten sich in rassistische Hetze wie Angstmacherei - ein Zustand, den sie nicht mehr ertragen konnte und der letztendlich zum Bruch führte.


Mit ihrem ungeschönten Blick auf die Dinge hat sie sich innerhalb ihrer Ex-Partei sicherlich mehr Feinde als Freunde gemacht, doch damit gleichwohl die innere Zerrissenheit der "rechtspopulistischen Partei" porträtiert. 

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Sitzstreik

Michael Leitzmann , Carmen Jochem , Stefanie Traidl
Flexibler Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Verlag Herder, 16.07.2018
ISBN 9783451600586
Genre: Sachbücher

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Deutschland hat ausgelernt

Anna Kröning
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Piper, 15.10.2018
ISBN 9783492059220
Genre: Sachbücher

Rezension:

Die Journalistin Anna Kröning schlägt in ihrem 320-seitigen Statusbericht zum Thema Integration an deutschen Schulen ungewohnt offene wie kritische Töne an. Was andere gern verschweigen bzw. schönreden, bringt sie kurz und prägnant auf den Punkt. Im Kern geht es um die Beschulung und Ausbildung von Flüchtlingen von 2015 bis heute. Und was die Autorin dabei offenlegt, gleicht einem einzigen Dilemma. Der ganze Schulbetrieb sei marode, so Kröning, weil Gelder fehlten. Das sieht man nicht nur an den sanierungsbedürftigen Gebäuden, sondern auch an der mehr als knapp bemessenen Personaldecke. Sprich, es mangelt an Lehrern und dabei vor allem an gut ausgebildeten DaF/DaZ-Lehrern. Zudem gibt es bis heute kein einheitliches Programm für Schüler mit Migrationshintergrund. Hier entscheiden die jeweiligen Bundesländer über Schulpflicht, zusätzlichen Sprachunterricht und Regelunterricht. Während in den südlichen Bundesländern gemischte Schulklassen dominieren, gibt es in Problembezirken wie Neukölln, Essen usw. sog. Brennpunktschulen mit eigenen Ausländerklassen. Doch nicht nur in diesen "Spezialklassen" geraten Lehrer an ihre Grenzen, weil sie neben sprachlichen Defiziten auch soziale aufarbeiten müssen. Kurzum, das Bildungssystem ist mit den Flüchtlingen, die häufig ohne Zeugnisse und Vorbildung nach Deutschland gelangen, überfordert. Dies beklagen unzählige Lehrer, Sozialarbeiter usw., die Kröning im Rahmen ihrer Studie befragt hat. Diese prekären Verhältnisse im Bildungssektor sind nicht nur aus der Länderstruktur erwachsen, sondern vor allem aus der politischen Ohnmacht bzw. Unkenntnis der Situation und Lage. Denn nicht nur die staatlichen Schulen sind mit Integration, Inklusion sowie den zurückgehenden schulischen Leistungen der deutschen Schüler mehr und mehr überfordert, sondern auch die weiterführenden Berufsschulen. Hier scheitern viele motivierte junge Flüchtlinge an der Fachsprache ihres Ausbildungsgangs und brechen trotz sehr guter praktischer Leistungen ihre Lehre bzw. Ausbildung ab.

Alles in allem hat mir Krönings Lektüre die Augen für das unermessliche Ausmaß dieser "Bildungsmisere" geöffnet. Ich kannte bisher nur Versatzstücke der schulischen Integrationsproblematik und weiß nun, wie gravierend die Problemlage doch ist. Dementsprechend sollte Krönings Abschluss, ein 12-Punkte-Plan für ein besseres Schulsystem, vor allem von deutschen Bildungspolitikern gelesen und verstanden werden. 

FAZIT
Eine wachrüttelnde Lektüre, die nachdenklich stimmt und eindeutig zum aktiven Handeln aufruft. Denn die Bildung ist ein hohes Gut und sollte in Zukunft nicht aufs politische Abstellgleis geraten. 

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Zu geil für diese Welt

Joachim Hentschel
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.11.2018
ISBN 9783492061193
Genre: Sachbücher

Rezension:

Ich war sehr gespannt auf Joachim Hentschels Rückschau auf die 90er, weil ich dieses Jahrzehnt sehr bewusst erlebt habe. Doch die zentriert subjektive Ausrichtung des Textes hat mir leider so gar nicht gefallen. Zu häufig hat der Autor persönliche Erlebnisse und Erfahrungen einfließen lassen, die auf Dauer bei mir Langeweile erzeugten. Sicherlich enthält das Buch auch interessante Passagen, doch die sind allesamt recht kurz ausgefallen. Typische Dinge aus den 90ern, wie MTV, Tamagotchis, Grunge, Baywatch oder die Loveparade, fehlten hingegen nicht. Doch Hentschels nostalgische Ader sagte mir einfach nicht zu. Noch dazu hat er sich anfangs für meine Begriffe zu ausführlich mit der Wende bzw. Wiedervereinigung in Deutschland befasst. Kurzum, mehr Kultiges und weniger Privates wäre für eine gelungene Zeitreise besser gewesen.


FAZIT
Eine sehr persönliche Rückschau auf ein buntes Jahrzehnt, die mich leider nicht mitreißen konnte. 

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Warum Deutsch die wundervollste Sprache der Welt ist

Marlena Fischer
Flexibler Einband: 160 Seiten
Erschienen bei riva, 05.11.2018
ISBN 9783742306500
Genre: Humor

Rezension:

Für die Germanistin Dr. Marlena Fischer ist Deutsch die wundervollste und zugleich komplizierteste Sprache der Welt. 


Auf insgesamt 160 Buchseiten versucht sie den geneigten Leser mit ihrer Sprachbegeisterung anzustecken. Hierfür nutzt sie eine kurzweilige Darstellungsweise, die weniger auf seitenlangen Text mit Erklärungen denn auf kurze skurrile Fakten und Eigenheiten der deutschen Sprache aus ist. Obschon ich Fischers humorige Herangehensweise als ausgesprochen modern erachte, fehlte es mir manches Mal an inhaltlicher Tiefgründigkeit. Man merkt einfach, dass es eine reine Unterhaltungslektüre ist. Zudem habe ich einige Zahlen und Kuriositäten aus dem im Dudenverlag erschienenen Werk "Sprache in Bildern" wiederentdecken können. 
Für Kenner der Materie bietet Fischers Buch nichts wirklich Neues. Laien und Menschen hingegen, die sich bisher abgesehen vom Schulunterricht und dem allgemeinen Schriftverkehr nicht groß mit Deutsch beschäftigt haben, werden ihren Spaß an diesem häppchenweise dargebotenen Skurrilitätenkabinett (z. B. Wort und Unwort des Jahres, Januswörter, kleine Fremdwörterkunde, Wörter in Zahlen) haben. 

FAZIT
Eine bunte Kuriositätensammlung der deutschen Sprache, die mir etwas zu oberflächlich und zu kurzweilig geraten ist. Die perfekte Lektüre für jugendliche Deutschmuffel.

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Claus Schenk Graf von Stauffenberg

Ulrich Schlie
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Verlag Herder, 19.11.2018
ISBN 9783451031472
Genre: Biografien

Rezension:

Dem Historiker und Professor Ulrich Schlie ist mit seinem Essay über Claus Schenk Graf von Stauffenberg (1907-1944) ein wahrlich großer Wurf gelungen. Obschon dieses Buch bereits vor 10 Jahren erstmals erschienen ist, hat der Herder Verlag nun eine erweiterte Neuausgabe herausgebracht. Das mag zum einen am grundgelehrten Inhalt und zum anderen an Schlies ungemein lesbarer Umsetzung des durchaus diffizilen Themas liegen. Auf insgesamt 224 Buchseiten bekommt der geneigte Leser einen vielschichtigen Überblick über die damalige historisch-politische Gemengelage. Wie das Attentat vom 20. Juli 1944 im Hauptquartier "Wolfsschanze" ablief und warum Stauffenberg vom verdienten Wehrmachtsoffizier zum Widerstandskämpfer wurde, schildert Schlie ungemein kenntnisreich und kriminalistisch fesselnd. Fachkundig entlarvt er dabei Mythen und verweist auf die Rezeptionsgeschichte Stauffenbergs im Wandel der Zeit. Hierbei lässt er nicht nur Zeitzeugen und Zeitgenossen zu Wort kommen, sondern bindet auch aufschlussreiche Fotografien sowie Erkenntnisse aus der Sekundärliteratur mit ein. Kenner der Materie wie Laien werden gleichermaßen von dieser Biografie, die vor allem auf Stauffenbergs 18-jährige Offizierslaufbahn abzielt, begeistert sein. Denn Schlie wird darin sowohl dem Privatmann Stauffenberg als auch der mythischen Figur gerecht. So erfährt der Leser von den Anfängen des wissbegierigen wie disziplinierten fränkischen Adelssprosses, der den Philosophen Stefan George verehrte und enge familiäre Bande pflegte, und von dessen steiler Armeekarriere. Er besaß das  Charisma einer Führungspersönlichkeit, so Schlie, um stets einflussreiche Leute um sich zu scharen und verhielt sich dabei aber stets korrekt. Auch seine hohe Bildung wird nicht verschwiegen, die ihm neben dem Offiziersalltag noch einen Dolmetscherlehrgang und andere Seminare besuchen ließ. Während andere Kameraden in Kneipen und Kasinos versackten, bildete er sich weiter bzw. mobilisierte Kräfte zum Widerstand gegen das nationalsozialistische Unrechtsregime. Am erstaunlichsten ist aber sein unbedingter Mut, das Attentat trotz vielfältiger körperlicher Einschränkungen, fünf Kindern und strenger polizeilicher Überwachung durchzuführen. Er träumte von nationaler Erneuerung und schloss sich deshalb dem Hitler Regime an, doch merkte bald, dass dieser neue Staat nur wahnhafte Interessen weniger berücksichtigte. Wie Stauffenberg seit 1942 im Geheimen agierte, um Widerstandsmaßnahmen wie -personal zu organisieren, ist für die damalige Zeit beeindruckend und las sich ausgesprochen spannend. Auch seine Verbindung zu anderen Gruppierungen des sog. deutschen Widerstands werden dabei nicht verschwiegen. Darüber hinaus werden moderne filmische Umsetzungen, wie Operation Walküre, kritisch bewertet.


FAZIT
Wer sich ein vollumfängliches Bild über Claus Schenk Graf von Stauffenberg und den 20. Juli 1944 machen will, der sollte unbedingt zu diesem Buch greifen. Denn Ulrich Schlie vermittelt mehr als graues Schulwissen, indem er Zeitgeschichte auf wenigen Buchseiten für den Leser erlebbar macht. 

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Was das Gehirn essen will

Aileen Burford-Mason , Maren Klostermann
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 27.10.2018
ISBN 9783608962697
Genre: Sachbücher

Rezension:

Ich bin ehrlich gesagt etwas skeptisch, was den übermäßigen Gebrauch von Nahrungsergänzungsmitteln bzw. Vitaminsupplementen im Alltag angeht. Für die Wissenschaftlerin und Autorin Aileen Burford-Mason hingegen, die ein onkologisches Forschungslabor in Toronto betreibt, enthalten diese "Mittelchen" wahre Wunderkräfte im Kampf gegen die neuronale Degeneration bzw. damit verbundener Krankheiten, wie z. B. Demenz, Alzheimer und Depression. Sicherlich ist eine bewusste Ernährung jenseits des gängigen Junkfood-Mainstreams die beste Lösung, um sich nicht nur geistig dauerhaft fit zu halten. Und klar ist auch, dass das Gehirn von allen menschlichen Organen am meisten Energie benötigt. Aber deshalb gleich täglich Pillen zu schlucken, nur um mental nicht krank zu werden, ist schon anstrengend und geht zudem noch ins Geld. Dann sollte man sich doch lieber durch die Nahrung mit wichtigen Omega-3-Fettsäuren, Eiweiß, Vitamin B etc. versorgen. Denn letztere führe laut mehrerer medizinischer Studien zudem zu empathischerem sowie intelligenterem Handeln. Geradezu minutiös deckt Burford-Mason in diesem Buch Ernährungsfehler aller Altersgruppen auf, die unserm Hirn schaden. Dabei kann sie aus ihrem Praxisalltag schöpfen, was mit allerhand interessanten (Erfolgs-)Geschichten einhergeht. Doch bei aller schöner Theorie kommt es auf den einzelnen Menschen an, der für Veränderung in Sachen "Hirnfood" bereit sein muss, sonst klappt es nicht. 


Insgesamt besaß das vorliegende Sachbuch durchaus spannende Passagen, die allerdings zu häufig durch unzählige inhaltliche Wiederholungen wie weitschweifige Fallberichte unterbrochen wurden. Darüber hinaus gab es in Bezug auf die "Brainfood-Thematik" nicht viel Neues bzw. Überraschendes zu entdecken. Das Meiste kannte ich bereits aus anderen Ratgebern mit gleicher Thematik.

FAZIT
Eine solide ernährungswissenschaftliche Studie, von der ich mir im Vorhinein mehr versprochen hatte. 

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Ein Arschvoll Ratschläge

Kai Twilfer
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 26.10.2018
ISBN 9783404610082
Genre: Humor

Rezension:

Kai Twilfers humoriger Antiratgeber konnte mich leider nicht von sich überzeugen. Das lag vor allem am flachen bzw. ordinären Niveau seiner "komischen Ratschläge". Kurzum, ich fand seine Witze einfach nicht zum Lachen, weil sie wie bei einer Comedysendung derart gewollt daherkamen. Zudem nervte es mich, dass er sich gefühlt ständig über sein Alter - 42 - und die damit verbundenen ersten Einschränkungen beklagte. Midlife-Crisis, ick hör dir trapsen. Obschon kein "männliches" Alltagsthema (Fitness, Süchte, Ernährung, Partnerschaft usw.) unausgesprochen blieb, so fehlte mir doch dabei oftmals der Realitätsbezug.


FAZIT
Eine bewusst auf witzig getrimmte Lektüre, von der ich mir im Vorhinein mehr versprochen hatte. 

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Das Geheimnis der Zuckerbäckerin

Birgit Jasmund
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 05.10.2018
ISBN 9783746634616
Genre: Historische Romane

Rezension:

"Das Geheimnis der Zuckerbäckerin" ist der zweite Roman aus der Feder von Birgit Jasmund, den ich bisher gelesen habe. Und wieder einmal wurde ich nicht enttäuscht.


INHALT
Die 22-jährige Magd Christiane Johanni wird von einen auf den anderen Tag mittellos. Und das nur weil sie lieber in der Backstube als im Haushalt der Radebeuler Familie Mingel mitgearbeitet hat. In ihrer Not trifft Waise Christiane auf den nichtsnutzigen Edelmann Emilius von Kobsdorff. Dieser bietet ihr an, an einem Experiment teilzunehmen, das widerlegen soll, dass Adel angeboren bzw. vererbbar ist. Die junge Frau lässt sich auf das spannende Abenteuer ein und wird nun offiziell als Cousine von Emilius geführt. Das Große Campagement (= militärisches Manöver um 1730 in Dresden) gerät zu ihrer Feuertaufe. Wird der Schwindel auffliegen oder Emilius' Plan glücken?

MEINUNG
Birgit Jasmund ist eine versierte Romanautorin. Die Geschichte um die tüchtige wie bauernschlaue Magd Christiana, die von einer Bäckerkarriere träumt, las sich ausgesprochen leicht und unterhaltsam. Spielerisch vermischt Jasmund darin Fiktion und Wirklichkeit miteinander. Die Hauptprotagonistin Christiana ist einen von Anfang an sympatisch, weil sie es nicht leicht im Leben hat und trotzdem nicht verzweifelt, sondern lebensfroh agiert. Innerhalb des Plots erfährt sie am eigenen Leib die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Stände des 18. Jh.s. Und trotz allem kann sie auf beiden Seiten Freundschaften knüpfen; peinliche Momente, gerade als Adlige, inklusive. Doch letztendlich steht sie ihre Frau, obgleich höfische Intrigen und eine Entführung ihr zusetzen. Das vollmundige Happyend hat die abenteuerliche wie spannende Lektüre stimmig abgerundet.

Sprachlich bediente sich die Autorin den Strömungen bzw. Dialekten der damaligen Zeit und hat damit genau den richtigen Ton getroffen. Infolge flog man als Leser regelrecht über die Seiten.

Die geschichtliche Komponente hat die Autorin bei aller Sympathie für ihren Hauptcharakter allerdings nie vernachlässigt. Im Gegenteil. Wer einmal einen ersten Einblick in die damaligen absolutistischen Verhältnisse in Preußen und Sachsen gewinnen möchte, der sollte zu diesem Buch greifen. Vor allem das sog. Große Campagement wird hierbei eingehend betrachtet. 

Darüber hinaus steht das Bäckerhandwerk im Fokus der Erzählung. Christiana hat zwar nie eine Lehre absolviert, sich aber durchs Zuschauen und heimliche Nachbacken allerhand angeeignet. Besonders die Herstellung des Dresdner Striezels hat es ihr angetan. Durch ihre Leidenschaft lernt sie zudem den jungen Bäckermeister Adrian kennen und eine zarte Romanze entspinnt sich.

FAZIT
Ein durchweg mitreißender Historienroman mit einer weiblichen Heldin, die Standesunterschiede überwindet. 

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14 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

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Kerls!: Eine Safari durch die männliche Psyche

Angelika Hager
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Kremayr & Scheriau, 01.11.2018
ISBN 9783218011266
Genre: Sachbücher

Rezension:

Angelika Hager ist seit 30 Jahren Journalistin in Österreich und leitet dort das Gesellschaftsressort des Nachrichtenmagazins profil. 

In ihrem neuesten Werk namens "Kerls!" befasst sich eingehend mit der männlichen Psyche der Gegenwart. Dabei argumentiert sie vornehmlich provokativ und ironisch, womit sie sich wohltuend von den sonstigen staubtrockenen Literaturen zum Thema abhebt. Auch will sie keinesfalls missionieren bzw. den heutigen Mann an den Pranger stellen, sondern vielmehr Verständnis für ihn und seine unsichere Lage erzeugen. Denn der Mann hat es in der heutigen Zeit von #MeToo und zunehmender Selbstbestimmtheit der Frau nicht leicht. Alte Rollenbilder (z. B. Macho und Softie) sind immer weniger gefragt und die Identitätskrise befindet sich auf dem Vormarsch. Die schnelllebige und karrieristische Zeit determiniert alle Lebensbereiche. Kurzum, Mannsein 2.0 ist eine Herausforderung.

Hagers Studie fasst das männliche Dilemma, überall bestehen zu müssen und sich dabei nicht verweiblichen zu lassen, sehr anschaulich zusammen, indem statistische Erhebungen, Pressebeispiele sowie private Erlebnisse zur Argumentation herangezogen werden. Diese bunte Safari durch die männliche Psyche (vgl. Cover) eignet sich damit gleichermaßen für die männliche und weibliche Leserschaft. Die psychologischen Exkurse wurden allgemeinverständlich gehalten. Hierbei fand ich vor allem die Ausführungen über oftmals als diffizil betrachtete Themenbereiche (wie z. B. Ängste, Süchte, Liebe und Emotionalität) sehr spannend und aufschlussreich. Darüber hinaus hat mir Hagers Konzept des #HeyYou als bewusster Gegenentwurf zur medial ausgeschlachteten #MeToo-Debatte sehr gefallen. Ergänzend ließe sich hierzu Hajo Schumachers Mut machende Lektüre "Männerspagat" lesen.

FAZIT
Modernes Psychogramm, das mit Humor und Sachverstand daherkommt und das Verständnis für die verwirrte Männerseele einfordert. 

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8 Bibliotheken, 1 Leser, 3 Gruppen, 3 Rezensionen

Die seltsamsten Orte der Antike

Martin Zimmermann , Lukas Wossagk
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei C.H.Beck, 19.11.2018
ISBN 9783406727047
Genre: Sachbücher

Rezension:

Der Münchener Althistoriker Martin Zimmermann liebt sein Fach und kennt sich bestens damit aus. Daher verwundert es nicht, dass er nun eine Sammlung der "seltsamsten antiken Orte" herausgebracht hat. Gemeinsam mit dem historisch interessierten Leser geht er dabei auf eine eigenwillige Rundreise durch die antike Welt. Die ausgewählten Lokalitäten sind einerseits bekannt (z. B. die Hängenden Gärten von Babylon oder das Serapeion in Alexandria) und andererseits völlige Neuentdeckungen (z. B. Städte wie Helike und Olympos). 


Als studierte Altertumswissenschaftlerin zog mich die Materie schnell in ihren Bann. Mit Neugier und Freude ging ich an die Lektüre und habe sogar noch einige neue, zumeist überraschende Aspekte dazulernen können. Zimmermanns ausgesprochene althistorische Expertise verbunden mit seinem kurzweiligen Schreibstil hat mir sehr imponiert. Nahezu spielerisch vermag er beim interessierten Leser Interesse für längst vergangene Zeiten und Orte zu entfachen. Die Kapitel über römische Latrinen und Antinoopolis konnten mich am meisten überzeugen. Darüber hinaus will Zimmermann den Leser nicht belehren, sondern einfach gut unterhalten und zum Staunen bringen. Mit seinem Buch zeigt er, dass es immer schon Kurioses bzw. Seltsames auf der Welt gegeben hat, was man sich nicht erklären konnte. Auch die z. T. recht übersichtliche Quellenlage lässt er nicht unerwähnt. So wissen wir zwar, dass es in Rom beispielsweise die Porta Triumphalis gegeben hat, aber wo sich diese genau befunden hat, kann bis heute nicht wirklich eruiert werden. Zudem sind die Berichte der antiken Dichter und Schriftsteller oft tendenziös und damit nur bedingt von Nutzen. Nichtsdestotrotz hat mir Zimmermanns antikes Panoptikum spannende Lesestunden beschert. Das einzige Manko stellte die fehlende Liste mit weiterführender Sekundärliteratur dar. Die antiken Schriftquellen wurden hingegen umfassend aufgeführt. Abschließend soll noch der liebevoll illustrierte Glanzeinband gewürdigt werden, welcher das Buch zu einer wahren Preziose macht. 

FAZIT
Eine spannende Reise quer durch die damals bekannte Welt, bei der eine Kuriosität die nächste abwechselt. Auf diese Weise weckt man auch bei der jungen Generation das Interesse für die Antike. Weiter so!

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21 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

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Überleben unter Kollegen

Mathias Fischedick , Martin Reinl
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.10.2018
ISBN 9783492313254
Genre: Sachbücher

Rezension:

Der Autor Mathias Fischedick arbeitet seit zehn Jahren als Jobcoach für Angestellte und Führungskräfte. Vorher war er TV-Producer. Kurzum, er kennt sich bestens mit den unterschiedlichen Kollegentypen, die einen im Arbeitsalltag begegnen können, aus. Der Buchtitel "Überleben unter Kollegen" geht auf die gleichnamige, im Februar 2018 gestartete Radioserie auf MDR Jump und Antenne Bayern zurück.

Das vorliegende Buch ist keine staubtrockene Ratgeberlektüre, sondern eine "humorvolle Bestandsaufnahme" (S.16). Letztere gliedert sich in drei Teile. Zuerst werden überblicksartig die häufigsten Kollegentypen beschrieben, wobei der Autor auf eine fiktive Firma mit ebensolchen Mitarbeitern zurückgreift. Der zweite Teil befasst sich mit den sog. Spielregeln und Werten eines jeden Kollegen und deren Umsetzung im Alltag. Sprich, inwiefern uns unsere Erziehung und Umgebung prägt. Hier lernt jeder, warum sich ein Kollege sich so verhält, wie er es nun einmal tut. Zum Abschluss geht es um das richtige Miteinander. D.h., um eine friedliche wie produktive Zusammenarbeit. Hierfür hat sich Fischedick das sog. WOW-Prinzip ausgedacht. Das Akronym steht für Wahrnehmung, Offenheit und Wertschätzung - allesamt unerlässliche Grundpfeiler. 

Mich konnte Fischedick mit seinem unterhaltsamen Werk vollends überzeugen. Der allgemeinverständliche und ironische Sprachstil gepaart mit den lustigen Zeichnungen/Kollegen-Karikaturen machten die Lektüre leicht. Besonders das WOW-Prinzip hat mir imponiert. Und ich erachte es als nachahmenswert, weil es in pointierter Form Tipps für ein besseres kollegiales Miteinander liefert und sich ganz einfach umsetzen lässt; natürlich muss man auch dazu bereit sein. Ich bin es auf jeden Fall. Denn wer etwas verändern will, der fängt erst einmal bei sich selbst an und schaut danach auf andere sowie unterstützt den offenen Austausch untereinander. Das bedeutet auch, dass niemand trotz seiner Schrulligkeit etc. ausgeschlossen werden sollte. Denn ein buntes Kollegenteam, das Spaß an der Arbeit hat und glücklich ist, wirkt sich erfahrungsgemäß positiv auf Produktivität, Kreativität und Qualität aus. 

FAZIT
Fischedick zeigt, dass "Überleben unter Kollegen" ganz einfach sein kann und die gemeinsame Zeit auf Arbeit einfach zu kurz und zu kostbar ist, um sich gegenseitig zu bekämpfen bzw. kleinzumachen. 


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Ich zuerst!

Heike Leitschuh
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Westend, 02.10.2018
ISBN 9783864892288
Genre: Sachbücher

Rezension:

Die Frankfurter Autorin und Journalistin Heike Leitschuh bestätigt mit ihrem Sachbuch einen mehr als nachdenklich stimmenden Trend innerhalb unserer Gesellschaft. Die Rede ist von der allerorts um sich greifenden Egomanie. Infolge wird nicht mehr nach links oder rechts geschaut und man ist einzig und allein auf sich selbst fixiert. Getreu dem Titel "Ich zuerst!" müssen sich alle Mitmenschen hinten anstellen. Denn Empathie, Respekt und Solidarität werden immer mehr zu Fremdwörtern. Ob Zugbegleiter, Polizisten, Rettungssanitäter oder Lehrer, noch nie war das rüpelhafte Verhalten gegenüber diesen Berufsgruppen so salonfähig und die Hemmschwelle dementsprechend niedrig. Auch das Thema Anstand scheint über keinen außerordentlich hohen Stellenwert innerhalb der Gesellschaft zu verfügen. Einfach mal den Nachkommenden die Tür aufzuhalten oder älteren Personen zu helfen, ist in der narzisstischen Selfie-Gesellschaft wenig en vouge. Letzteres empörte nicht nur Axel Hacke, sondern auch Heike Leitschuh. Sie will dieses Drama nicht mehr mit ansehen müssen und führt dafür sowohl schockierende Beispiele aus dem Alltag an als auch Lösungsvorschläge.

Die Lektüre des Buches lohnt sich, weil schonungslos offen Fehlentwicklungen im sozialen Miteinander aufgezeigt werden. Hierbei nimmt sich die Autorin nicht nur das Alltagsgeschehen vor, sondern auch die aktuelle Politik, die Medienwelt usw. Es ist schon traurig, wie wenig Ottonormalverbraucher auf seine Umwelt Acht gibt. Sicherlich hat die schnelllebige Zeit mitsamt den prekären Beschäftigungsverhältnissen und ständiger medialer Beeinflussung seinen Anteil an dieser Entwicklung hin zur Ichbezogenheit. Doch ich hoffe wie Leitschuh, dass sich der Wir-Gedanke wieder stärker innerhalb der Gesellschaft durchsetzen wird; wenngleich die zunehmende Vereinzelung der Menschen dagegen spricht.

Sprachlich konnte mich Leitschuh mit ihrer stichhaltigen Argumentation vollkommen von sich überzeugen. Einzig die Orthografie wurde nicht hinreichend überprüft, so dass ich einen Bewertungsstern abziehen musste.

FAZIT
Ein erhellendes Sachbuch, das von allen Bevölkerungsschichten einmal gelesen und verstanden werden sollte. 

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14 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

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Geboren als Frau - Glücklich als Mann

Niklaus Flütsch , Ursula Eichenberger
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Wörterseh, 31.10.2018
ISBN 9783037633137
Genre: Biografien

Rezension:

Nichts lässt darauf schließen, dass der Schweizer Gynäkologe Dr. Niklaus Flütsch (*1964) einmal eine Frau gewesen ist.
Doch diese Zeit liegt gar nicht so lang zurück. Erst spät, mit 46 Jahren, entschied sich Bettina Flütsch für die Transition zum Mann. Davor hatte sie einfach nicht den Mut und kämpfte unentwegt gegen die inneren Zweifel und Komplexe an. Bereits mit 4 Jahren war Bettina bewusst, dass sie lieber ein Junge geworden wäre, was ihre Eltern aber nicht ernst nahmen. Und Bettina, die seit klein auf als Wildfang galt und gern mit Jungs auf Bäume kletterte, fügte sich trotz ihrer Transidentität in ihr Leben als Mädchen. Bis zur Pubertät schaffte sie es auch, sich mittels Sport und Schule abzulenken. Doch dann wurde sie zunehmend depressiv und magersüchtig, wollte die neuen weiblichen Formen einfach nicht annehmen. Infolge fühlte sie sich zu Frauen hingezogen und nahm ehrgeizig ein Medizinstudium auf. Doch die Zweifel und das Wissen, anders zu sein, fraß sie zunehmend innerlich auf. Immer mehr kam ihr ihr Leben als ein Theaterspiel, in dem sie nur noch regierte statt agierte, vor. So kam es, dass sie in der Mitte ihres Lebens für sich feststellte, nicht mehr länger im falschen Körper leben zu können und infolge eine Hormontherapie auf sich nahm. Die schrittweise Umwandlung zum Mann mit all seinen Begleiterscheinungen (Stimme, Körperbehaarung etc.) wurde für Bettina, die sich nun Niklaus nennt, zum Triumph. Endlich kann sie sich frei entfalten und fühlt sich wohl.

Das vorliegende Buch beschreibt diese intensive Zeit, d.h. den Wandel von Bettina zu Niklaus, tagebuchartig, wobei sich die Einträge in Länge, Zeit und Verfasser stark unterscheiden. Einmal spricht Bettina, dann wieder Niklaus bzw. Familienmitglieder, Freunde und Partner über den Identitätswandel. Zudem ist der Text nicht chronologisch geordnet, sondern eher sprunghafter Natur; was auch Bettinas bzw. Niklaus' innere Zerrissenheit zwischen den Geschlechterrollen/-identitäten widerspiegelt.
Mir hat besonders Niklaus Flütsches Mut imponiert, über diese doch immer noch tabuisierte Thematik zu sprechen und dabei kein Blatt vor den Mund zu nehmen. Offen und ehrlich werden Erfolgserlebnisse wie Rückschläge in der Zeit von 2009 bis 2013 geschildert. Das Persönliche gepaart mit der medizinischen Expertise macht dieses Buch so wertvoll. Darüber hinaus empfand ich Niklaus' privates wie berufliches Happyend als großartiges Buchende. Und wer mehr über die Thematik Transition erfahren möchte, dem sei das prägnante, aber informative Glossar ans Herz gelegt.

FAZIT
Ein wirklich mutiges Tagebuch zum Thema Transgender bzw. Transidentität. 

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31 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 11 Rezensionen

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Qualle vor Malle

Elena Uhlig
Flexibler Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 03.04.2018
ISBN 9783426789582
Genre: Humor

Rezension:

Das deutsch-österreichische Schauspielerehepaar Elena Uhlig und Fritz Karl beschließt nach langer Zeit mal wieder einen Familienurlaub zu machen. Doch der Terminplan von Ehemann Fritz ist voll und dementsprechend eng gestrickt. Aber neun Tage auf der beliebten Urlaubsinsel Mallorca dürften doch wohl drin sein? Einige Diskussionen später ist es dann amtlich, es geht auf die Baleareninsel. Wer denkt, dass damit der Stress vorbei ist, der liegt falsch, denn der fängt nun erst richtig an. Besonders die quirlig-chaotische Ich-Erzählerin Elena Uhlig packt das Reisefieber. Schon das Kofferpacken wird zur Marathonaufgabe, denn Elena will auf alle Eventualitäten vorbereitet sein, was eine Menge Gepäck bedeutet. Und so anstrengend geht es weiter. Erst muss vor Ort ein wenig ansprechendes Mietauto gebucht werden, dann behagt Fritz das Essen nicht, Elena meidet aus figurtechnischen Gründen den Pool und die beiden Söhne wollen unbedingt das übergroße aufblasbare Krokodil haben. Kurzum, Elena kommt mächtig ins Schwitzen, während ihr Ehegatte die Ruhe selbst zu sein scheint. 


Ich habe mich köstlich über Elena Uhligs authentischen Urlaubsbericht amüsiert. Das lag zum einen an ihrem großen Hang zur Selbstironie und zum anderen an ihrem tiefenentspannten Gegenpart Fritz Karl. Mit letzterem liefert sie sich herrliche Rededuelle. Von Anfang an mochte ich ihre Angewohnheit, sich gegenseitig zu siezen. Einzig die Rückblenden auf vergangene Urlaube in Irland und in Thailand wirkten etwas deplatziert, da es doch hauptsächlich um Mallorca ging; obgleich diese Exkurse mich recht erheiterten.

FAZIT
Eine spaßige Unterhaltungslektüre, die wunderbar offen vom Urlaub des bekannten Schauspielerpaars erzählt. Schön, wie normal die beiden Schauspieler geblieben sind.

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Gastrologik

Charles Spence , Frank Sievers
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei C.H.Beck, 20.07.2018
ISBN 9783406720369
Genre: Sachbücher

Rezension:

"Gastrologik" ist ein außerordentlich innovatives Buch, das meinen Blick aufs Thema Essen und Kochen um bisher ungeahnte Sphären erweitert hat. 08/15-Küche war gestern, es lebe das Geschmacksexperiment. 

Der Autor Charles Spence ist Professor für Experimentalpsychologie in Oxford und als solcher offen für allerlei Novitäten. Daher verwundert es keinesfalls, dass er mit der sog. Gastrophysik - der Wissenschaft vom Essen - ganz neue wissenschaftliche Pfade einschlägt. Denn Essen und Trinken sollen nunmehr "multisensorische Erlebnisse" bereiten. Dafür geht er in internationalen Spitzenrestaurants auf die Suche nach dem ultimativen Geschmack, der besten musikalischen Begleitung, der passendsten Inszenierung usw. Als Laie kann man über seine kulinarischen Entdeckungen nur staunen und manches Mal verwundert die Augen reiben. Es ist schon interessant, was sich mit der Zugabe von Aromen, der Verwendung neuer Besteckarten bzw. der digitalen Technik so alles aus einem Gericht zaubern lässt. Themendinner vs. personalisiertes Essen - wer kann sich das leisten? Und wie werden solche Innovationen unser aller Essverhalten samt Gewohnheiten verändern? Man darf gespannt sein. Ich plädiere allerdings dafür, dass der Koch niemals gegen einen Roboter bzw. PCs eingetauscht werden sollte.

FAZIT
Eine wirklich spannende kulinarische Reise, die nicht nur offenbart, wie manipulierbar der Mensch doch ist, sondern auch die unbegrenzten Möglichkeiten im Kochmetier aufzeigt. 

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