Leserpreis 2018

sheena01s Bibliothek

179 Bücher, 85 Rezensionen

Zu sheena01s Profil
Filtern nach
180 Ergebnisse
Wähle einen Buchstaben, um nur die Titel anzuzeigen, die mit diesem beginnen.



LOVELYBOOKS-Statistik

(26)

31 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 25 Rezensionen

"ella dälken":w=2,"krimi":w=1,"mord":w=1,"ermittlungen":w=1,"kriminalroman":w=1,"kater":w=1,"profiler":w=1,"verdächtige":w=1,"heyne-verlag":w=1,"moor":w=1,"buchserie":w=1,"verlag heyne":w=1,"wendungen":w=1,"hobbyermittler":w=1,"hobby-detektivin":w=1

Tot im Winkel

Ella Dälken
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Heyne, 09.07.2018
ISBN 9783453421653
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt:
Kriminalhauptkommissarin Paula Pongs hat mit ihrer Mutter Cosma Pong, ihres Zeichens Hobby-Autorin von Kriminalromanen ihre liebe Not, ständig versucht sich diese in ihre Arbeit bei der Düsseldorfer Kriminalpolizei einzumischen, um ihren kriminalistischen Spürsinn unter Beweis zu stellen. Als sich Cosma dann auch noch mit ihrer gesamten Senioren-WG just in jenem abgeschiedenen Landgasthof einmietet, in dem Paula mit Kollegen gerade an einem Profiling-Workshop teilnimmt, ist Ärger vorprogrammiert. Denn die alte Dame hat sich nicht nur vorgenommen, jenen Star-Profiler kennenzulernen, der den Workshop leitet, sondern sie ist auch wild entschlossen, dort allen vermeintlichen Verbrechen auf die Spur zu kommen. Als ihr auch tatsächlich eine Leiche in Form ausgerechnet jenes Profilers praktisch vor ihre Füße fällt, ist sie nicht mehr zu halten, diesen aus ihrer Sicht eindeutigen Mord auf eigene Faust lückenlos aufzuklären. Da alle anwesenden Hotelgäste durch ein Unwetter für die nächsten Tage im Hotel festsitzen, hat Paula Pongs alle Hände voll zu tun, um ihre Mutter von ihren Arbeitskollegen bzw. von deren eigenmächtigen Ermittlungstätigkeiten fernzuhalten.

Schreibstil:
Ella Dälken erzählt die Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven: zum einen aus der Sicht der Krimimalkommissarin Paula und zum anderen aus jener ihrer Mutter Cosma. Dadurch bekommt der Leser zusätzliche, zum Teil ungewöhnliche Einblicke, die durchaus zum Schmunzeln sind, da ein und dieselbe Situation aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet, plötzlich völlig anders wirken kann.

Charaktere:
Hauptkommissarin Paula Pongs macht einen sehr sympathischen Eindruck, sie ist reflektiert und trotz ihres beruflichen Erfolges nicht abgehoben. Sie leidet sehr unter der einnehmenden und exzentrischen Art ihrer Mutter Cosma, die mir beim Lesen in zunehmender Weise unsympathisch wurde, für meinen Geschmack war sie viel zu überzeichnet und plump dargestellt. Im Vergleich dazu ist der Charakter einer Miss Marple, an der sich die Figur der Cosma zu orientieren schien, stets zurückhaltend und trotz ihrer etwas schrulligen Art immer liebenswert.

Cover:
Dieses stimmungsvolle Bild eines drohenden Unwetter-Himmels gefällt mir persönlich sehr gut, die Bedeutung des roten Katers im Vordergrund gibt auf den ersten Blick Rätsel auf, sie wird dem Leser jedoch schon nach wenigen Seiten des Romans klar.

Autor:
Ella Dälken stammt aus einem Kurort am Rande des Teutoburger Waldes. Sie studierte Germanistik, Geschichte und Geografie in Osnabrück und in Nottingham. Sie lebt seit 2001 in Düsseldorf. Des Weiteren ist sie Mitglied der „Mörderischen Schwestern“, einem Netzwerk von Frauen, deren gemeinsames Ziel die Förderung der von Frauen geschriebenen, deutschsprachigen Kriminalliteratur ist.

Meinung:
Auch wenn man den Vorgängerband dieses Buches nicht kennt, kann man diesem Buch inhaltlich recht problemlos folgen. Viele der Passagen sind recht gelungen und humorvoll, manchmal erschien dieser Humor jedoch ein wenig zu gezwungen und wirkte gekünstelt.

Persönliche Kritikpunkte:
Die Querelen von Mutter und Tochter werden hier ein wenig zu sehr auf die Spitze getrieben und erscheinen zum Teil schon zu konstruiert und unglaubwürdig. Zudem waren das ständige Vorpreschen von Cosma und ihre vorschnellen Beschuldigungen auf Dauer sehr mühsam zu lesen. Das Ende des Buches enthielt für meinen Geschmack unnötige Längen, die das Lesen etwas mühsam machten.

Fazit:
Ein etwas anderer Kriminalroman, der sehr stark an den Fällen der legendären Miss Marple angelehnt ist, den feinen Humor jener Bücher bei weitem nicht das Wasser reichen kann. Wer hier von einem bierernsten Krimi ausgeht, ist hier fehl am Platz, denn es erwartet ihn sehr viel zwischenmenschlicher Hickhack und recht kuriose Aktionen recht schrulliger Senioren.

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(62)

88 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 59 Rezensionen

"mord":w=5,"true crime":w=3,"true-crime-thriller":w=3,"spannung":w=2,"thriller":w=2,"profiler":w=2,"claus cornelius fischer":w=2,"axel petermann":w=2,"ermittlung":w=1,"killer":w=1,"serienkiller":w=1,"psychopath":w=1,"manipulation":w=1,"psycho":w=1,"mordserie":w=1

Die Elemente des Todes

Axel Petermann , Claus Cornelius Fischer
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.10.2018
ISBN 9783426523131
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt und Handlung:
Der Autor Claus Cornelius Fischer schrieb diesen True-Crime-Thriller in Zusammenarbeit mit dem Profiler Axel Petermann über eien außergewöhnlich brutale Mordserie zwischen 1994 und 1996 im Norden Deutschlands. Das Vorgehen der Täter zeigte keinen roten Faden, mal wurde das Opfer erwürgt, mal fand es den Tod unter einer Hebebühne, mal durch eine Kugel im Nacken, ein wirkliches Muster ließ sich hier nicht erkennen. Um die Serie zu stoppen, musste der mit den Ermittlungen betraute Hauptkommissar Kiefer Larson in die Psyche der skrupellosen Täter eindringen und auf ihre Weise zu denken lernen.

Schreibstil:
Die Handlung wird auf unterschiedlichen Ebenen erzählt: mal werden die Geschehnisse zwei Monate zuvor geschildert, dann wieder in der Gegenwart, mal vier Tage später, danach vier Tage zuvor, was dem leichten Folgen des Handlungsstranges nicht gerade dienlich ist. Phasenweise ist das Buch wirklich spannend, dann jedoch verläuft es sich in Banalitäten. Zudem wird die Handlung teils aus der Sicht eines Täters, teils aus dem Blickwinkel des ermittelnden Hauptkommissars erzählt.

Charaktere:
Leider werden die Charaktere sehr farblos gezeichnet, sodass es einem schwer fällt, einen der Protagonisten auch nur ansatzweise sympathisch zu finden. Das geht sogar so weit, dass man bei dem einen oder anderen Opfer – etwa Nicole - keinerlei Mitleid verspürt, weil diese so nervend beschrieben werden. Ein Aspekt, der mir in anderen Thrillern bisher noch nicht untergekommen ist, denn normalerweise verhält es sich so, dass man mehr Empathie mit dem Opfer empfindet, je mehr man über sie erfährt, hier ist das genaue Gegenteil der Fall.

Cover:
Das Cover ist farblich schlicht gehalten und optisch auf alt getrimmt, was mir recht gut gefällt, weil es sich dadurch von anderen Büchern abhebt. Einen Bezug zur Handlung kann ich beim Cover allerdings leider nicht herstellen.

Autor:
Axel Petermann ist Tatortanalytiker (Profiler) und leitender Kriminalkommissar bei der Bremer Polizei. Er hat in über 1000 Fällen gewaltsamen Todes ermittelt und leitet die Dienststelle Operative Fallanalyse, die er auch begründete. Des Weiteren lehrt er als Hochschuldozent Kriminalistik und berät die TV-Redaktion Tatort bei ihren Produktionen.
Claus Cornelius Fischer hat bereits zahlreiche Romane und Drehbücher für Kino und Fernsehen („Tatort“) verfasst. Zudem gehörte er 1989 zu den Herausgebern der "Satanischen Verse" von Salman Rushdie in Deutschland.

Meinung:
Gleich vorweg, für den Schreibstil des Autors kann ich mich nicht besonders erwärmen, einerseits wird mir die Handlung etwas zu sprunghaft erzählt, was ein flüssiges Lesen erschwerte. Andererseits verlief sich die Geschichte für meinen Geschmack zum Teil in unnötigen Längen, wodurch ich das Buch (besonders am Anfang) etliche Male beiseitelegte, weil es mich zu langweilen begann. Von der im Klappentext angekündigten, packenden Spannung merkte ich leider recht wenig. Nicht immer macht ein detailreiches Beschreiben der grausamen Taten eine schleppende Handlung wett.

Persönliche Kritikpunkte:
Die Problematik bei einem True Crime Thriller liegt auf der Hand: Dadurch, dass die Ergebnisse bereits bekannt sind, wird dem Buch leider viel an Spannung genommen.

Fazit:
Man gewinnt bei diesem Buch mit Sicherheit einen guten Einblick in die kranke Denkweise eines sadistischen Mörders, diese Absurdität und Abartigkeit bzw. diese absolute Gefühlskälte seinen Mitmenschen gegenüber lassen den Leser nicht nur einmal fassungslos zurück. Man kann und wird auch am Ende des Buches diese grausamen und sinnlosen Taten nicht verstehen.

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(28)

32 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

"thriller":w=3,"krimi":w=1,"psycho":w=1,"serienmord":w=1,"ruhm":w=1,"ewiges leben":w=1,"rechtsmedizin":w=1,"ei":w=1,"skulpturen":w=1,"winte":w=1,"köl":w=1,"catherine shepherd":w=1,"verlag: kafel":w=1

Winterkalt

Catherine Shepherd , Svenja Pages
Schallplatte
Erschienen bei Audiobuch, 20.11.2018
ISBN 9783958620797
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(89)

118 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 85 Rezensionen

"thriller":w=7,"mord":w=6,"herz":w=5,"serienmörder":w=3,"frauenhaus":w=3,"reihe":w=2,"häusliche gewalt":w=2,"spannung":w=1,"frauen":w=1,"serie":w=1,"polizei":w=1,"hass":w=1,"trennung":w=1,"mörder":w=1,"opfer":w=1

Er will dein Herz

Tania Carver , Sybille Uplegger
Flexibler Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 07.09.2018
ISBN 9783548290454
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Handlung:
Als Gemma Adderley sich endlich dazu durchringt, gemeinsam mit ihrer siebenjährigen Tochter ihren gewalttätigen Ehemann zu verlassen, wird sie kurze Zeit später ermordet aufgefunden, wobei dem Opfer das Herz entnommen worden war. Das Kind wird von Studenten verstört auf der Straße aufgelesen, wo es vom Täter zuvor ausgesetzt worden war. Die Profilerin Marina Esposito wird von Seiten der Ermittler damit betraut, das schwer traumatisierte Kind zu betreuen, und dadurch auch an zweckdienliche Hinweise über den Täter zu gelangen. Durch diesen Fall ist Marina gezwungen, wieder eng mit ihrem Ex-Mann Phil Brennan zusammenzuarbeiten, der ebenfalls Ermittler bei der Polizei ist, und von dem sie sich seit ihrem letzten gemeinsamen Fall getrennt hatte.
Gemma Adderley bleibt nicht das einzige Opfer, nach und nach werden weitere Frauen tot aufgefunden, alle mit fehlendem Herz.

Schreibstil:
In unglaublich mitreißender Weise werden die Geschehnisse beschrieben, als Leser wird man ohne Vorwarnung gleich mitten ins Geschehen katapultiert und man fiebert sogleich mit dem ersten Opfer mit, deren Verzweiflung und Furcht man fast schon am eigenen Leib verspürt, so realistisch wird ihre Gefühlswelt beschrieben.
In gekonnten Schnitten wird das Buch aus verschiedenen Blickwinkeln heraus erzählt, mal aus der Sicht der Opfer, mal aus jener des Täters, dann wieder aus der der Ermittler. Dadurch gewinnt man auch immer recht eindrucksvoll Einblicke in die Gefühlswelt der jeweiligen Person.

Charaktere:
Durch die oben bereits erwähnten wechselnden Perspektivenwechsel, gewinnt man zusätzliche Einblicke in die Gefühlswelt der Einzelnen. Dadurch erscheinen etwa die Protagonisten Phil Brennan und Marina Esposito als Charaktere mit Ecken und Kanten, und wirken dadurch besonders authentisch und sympathisch.

Cover:
Ein sehr interessantes und ungewöhnliches Coverbild einer jungen Frau, die den Leser mit traurigen Augen anblickt, fast plastisch wirkt das Paketband, das wie ein Knebel über dieses Bild geklebt zu sein scheint, und auf dem mit großen Lettern der Titel des Buches prangt.

Autor:
Hinter dem Namen Tania Carver verbirgt sich das Ehepaar Martyn und Linda Waites, die zusammen mit ihren beiden Kindern in Südengland leben. Bereits ihr Debütwerk „Entrissen“, mit dem die erfolgreiche Thriller-Serie rund um die Profilerin Marina Esposito begann, landete auf der Bestsellerliste.

Meinung und persönliche Kritikpunkte:
Das Buch beginnt unglaublich packend, doch leider kann die Spannung nicht immer aufrecht erhalten werden, da sich die Handlung phasenweise unnötige Längen aufweist. Leider kristallisiert sich der Täter verhältnismäßig früh heraus, was der Handlung ein wenig die Spannung nimmt. Das Buch befasst sich nicht nur mit dem Fall an sich, sondern auch mit den Gefühlsleben seiner Ermittler, was in meinen Augen weit über einen herkömmlichen „Thriller“ hinausgeht.

Fazit:
Ein an sich sehr spannender, brutaler Thriller, der sich manchmal leider in Längen verliert!

  (3)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(78)

97 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 70 Rezensionen

"eltern":w=2,"helikopter eltern":w=2,"kinder":w=1,"unterhaltung":w=1,"lustig":w=1,"skurril":w=1,"rezensionsexemplar":w=1,"stress":w=1,"anekdoten":w=1,"dt autor":w=1,"helikopter":w=1,"helikoptereltern":w=1,"nervige eltern":w=1,"wahre gegebenheiten":w=1

Ich muss mit auf Klassenfahrt - meine Tochter kann sonst nicht schlafen!

Lena Greiner , Carola Padtberg
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 07.09.2018
ISBN 9783548377940
Genre: Humor

Rezension:

Inhalt:
Ein Sammelsurium von Anekdoten rund um das Zusammentreffen mit „Helikopter-Eltern“, die leidgeplagte Berufsgruppen wie Hebammen, Lehrern, Ärzten, Erziehern aus unterschiedlichen Perspektiven zum Besten geben.

Meinung:
Von der Leseprobe zu diesem Buch war ich noch recht angetan, ich erwartete mir daher von der bunt zusammengewürfelten Sammlung an Anekdoten aus dem Alltagsleben verschiedener Berufsgruppen amüsante Lesestunden. Gut, hie und da musste ich zugegebenermaßen schmunzeln, mit der Zeit begann ich mich eher zu langweilen bzw. zu ärgern. Man versucht hier auf Kosten anderer zwanghaft lustig zu sein, so etwas kann nur schiefgehen.


Was hier als „Helikopter-Eltern“ bezeichnet wird, sind zum Teil oft nur in ihrem Elternsein verunsicherte Menschen, die sich in ihrer Rolle erst zurechtfinden müssen, und die einfach nur möglichst alles richtig machen wollen. Gerade beim ersten Kind beginnen sie eben möglichst breitbandig so viele Informationen zu sammeln, wie sie nur können. Ihnen daraus einen Strick zu drehen, und sich auch noch darüber zu echauffieren, dass sich die Leute auch anderweitig Informationen suchen, finde ich ein wenig armselig! Oft können unterschiedliche Zugängen neuen Input liefern! Klar, der Erfahrungsschatz einer Hebamme sollte nicht außer Acht gelassen werden, aber diesen als einzig legitime Informationsquelle hinzustellen, finde ich doch ein wenig vermessen!

Zudem scheinen hier der Begriff „Helikopter-Eltern“ sehr inflationär gebraucht zu werden. Wenn ein Kind zuhause im Vorfeld keine Erziehung genossen hat, und sich dementsprechend in der Öffentlichkeit nicht zu benehmen weiß, hat dies selten etwas mit „Überfürsorglichkeit“ zu tun. Hier wird dennoch alles in einen Topf geworfen und als „Helikoptertum“ angeprangert.

Was mich an diesem Buch extrem stört, ist, dass hier alles recht einseitig dargestellt wird, teilweise wird über echte Banalitäten berichtet, die noch dazu zum Teil völlig aus dem Zusammenhang gerissen, präsentiert werden. 

Letztlich ist dieses Buch nichts anderes als eine Aneinanderreihung wahllos zusammengewürfelter Zitate und Erfahrungsberichte, was einen schon nach kurzer Zeit ermüden lässt, weil dem Ganzen der vielzitierte rote Faden fehlt. So plätschert das Buch vor sich hin, ohne jeglichen Pfeffer oder irgendwelcher Highlights. Gelegenheiten, wirklich herzlich zu lachen, wird man hier allerdings vergeblich suchen!

Fazit:
Wenn man es als „Humor“ ansieht, andere Leute bloßzustellen und sich über sie lustig zu machen, ist man bei diesem Buch vermutlich an der richtigen Adresse. Meine Auffassung von Humor ist allerdings eine andere!

  (5)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(252)

408 Bibliotheken, 12 Leser, 1 Gruppe, 164 Rezensionen

"thriller":w=18,"robert hunter":w=11,"chris carter":w=9,"mord":w=8,"fbi":w=7,"lapd":w=7,"serienmörder":w=5,"usa":w=4,"serienkiller":w=4,"los angeles":w=4,"blutrausch":w=4,"carter":w=4,"carlos garcia":w=4,"krimi":w=3,"ermittlung":w=3

Blutrausch - Er muss töten

Chris Carter , Sybille Uplegger
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 24.08.2018
ISBN 9783548289533
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt und Handlung:
Das Duo Hunter/Garcia LA Police Department wird mit einem besonders brutalen Mord konfrontiert: Eine junge Frau wird gehäutet und mit sonderbaren Schriftzeichen am Rücken in ihrer blutverschmierten Wohnung aufgefunden. Bald schaltet sich das FBI ein und bittet um Zusammenarbeit, da es sich hierbei offenbar um das dritte Opfer eines Mörders handelt, der beim FBI bereits mit dem Spitznamen „der Chirurg“ tituliert wird…Gemeinsam versuchen sie den Serienkiller zur Strecke zu bringen, der seine Spuren über ganz Amerika verteilt...

Cover:
Nicht nur mit seiner Farbgebung sondern auch in der gesamten Gestaltung fällt dieses Cover angenehm auf. Beim Betrachten bekommt man schon eine leise Vorahnung darauf, was einen erwarten wird…

Autor:
Der brasilianische Schriftsteller Chris Carter für ein Studium der forensischen Psychologie in die Vereinigten Staaten nach Michigan. Nach seinem Studienabschluss, war er einige Zeit lang als Kriminalpsychologe für die Staatsanwaltschaft tätig, die Eindrücke aus dieser Zeit lässt er heute in seine Bücher einfließen. Mittlerweile widmet er sich seiner schriftstellerischen Karriere bzw. seiner Kariere als Musiker.

Meinung:
Dies war mein erster Roman, den ich von Chris Carter gelesen habe, da ich bisher nur Lobeshymnen über ihn zu hören bekommen hatte, war meine Erwartungshaltung an dieser Werk recht hoch. Und gleich vorweg: Ich wurde nicht enttäuscht!
Eine lange Eingewöhnungsphase, bis man in die Geschichte „hineingewachsen“ ist und man mit dem Stil des Autors klarkommt? – Beides Fehlanzeige!!! Das Buch ist so packend geschrieben, und beginnt bereits auf Seite eins so spannend, dass man sofort „in der Geschichte drinnen“ ist und mit dem potentiellen Opfer(n) mitfiebert. Auch den Schreibstil des Autors finde ich unheimlich gut: Durch seine bildhafte Erzählweise schafft er es, dass Geschehnisse wie ein Film vor dem geistigen Auge des Lesers ablaufen, dabei bedient er sich einer schonungslosen, fast schon brutalen Wortwahl, die einen an manchen Stellen richtiggehend erschaudern lässt. Die Tatsache, dass Chris Carter „vom Fach“ ist, lässt sich an vielen Details in der Geschichte erkennen, dies verleiht dem Buch eine besondere Glaubwürdigkeit und Authentizität. Die Handlung selbst ist toll aufgebaut, durch ständige Perspektivenwechsel wird die Spannung noch mehr erhöht

Persönliche Kritikpunkte:
Leider kommt es immer wieder zu kleineren Übersetzungsfehlern. Diese liegen jedoch ausserhalb des Einflussbereichs des Autors.

Fazit:
Ein phänomenaler Thriller und sicherlich nicht der einzige Band, den ich aus der Hunter-Serie des Autors lesen werde!

  (6)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(42)

46 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 41 Rezensionen

"hubert wiest":w=5,"kinderbuch":w=4,"zauberer":w=4,"zauberei":w=3,"dennis und guntram":w=3,"freundschaft":w=2,"humor":w=2,"komödie":w=2,"vorlesen":w=2,"zauberstab":w=2,"dennis":w=2,"guntram":w=2,"dennis und guntram - zaubern für anfänger":w=2,"abenteuer":w=1,"schule":w=1

Dennis und Guntram - Zaubern für Anfänger

Hubert Wiest
Flexibler Einband: 210 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 01.11.2014
ISBN 9781502982735
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Inhalt:
Eine Geschichte über Freundschaft, Loyalität und der Erkenntnis, dass manche Dinge und Personen oft nicht so sind, wie sie anfangs scheinen!

Handlung:
Dennis Blauberg hat es nicht leicht: Er wird von der „Haibande“ – das sind drei Jungen aus seiner Schule - gehänselt und gemobbt, er wünscht sich aber nichts sehnlicher, als dazuzugehören und von ihnen akzeptiert zu werden. Da kommt es ihm mehr als ungelegen, dass sich gerade der uncoole Nachbarsjunge Guntram Mempelsino von Falkenschlag, der neu in die Gegend gezogen ist, ausgerechnet ihn als besten Freund auserkoren hat. Anfangs ist ihm dieser schrullige Junge mit seinem Umhang und seiner vehementen Beteuerung, ein Zauberer zu sein, einfach nur peinlich. Doch er lernt seine aufrichtige Art, seinen Mut und Loyalität immer mehr zu schätzen und freundet sich mit ihm an. Gemeinsam versuchen sie, der „Haibande“ Paroli zu bieten.

Schreibstil:
Das Buch ist sehr angenehm und flüssig zu lesen. Durch seine Gliederung in 15 Einzelgeschichten ist es auch für Erstleser geeignet, da die Kapitel in überschaubarer Größe gehalten sind. Zudem wird eine große Schrift verwendet, was Kindern in diesem Alter entgegenkommt.

Charaktere:
Der zehnjährige Dennis Blauberg fühlt sich einsam und sucht Anschluss bei der „Haibande“, welche ihn jedoch eher als willkommenes Opfer ansieht als ein potentielles Mitglied. Dennis versucht es - mehr schlecht als recht – mit Coolness, ein Unterfangen, das Guntram Mempelsino von Falkenschlag ungewollt sabotiert. Guntram, seines Zeichens Zauberer, ist es einerlei, was andere von ihm halten. Seiner Meinung nach sind sein grüner Samtanzug und seine grünen Hose ein absolutes „Must-Have“ für einen Magier.

Cover und Illustrationen:
Das Cover ist kindgerecht und recht poppig gestaltet, man kann sämtliche Figuren sofort den Charakteren in der Geschichte zuordnen. Zudem findet man auch innerhalb des Buches recht ansprechende Schwarz-Weiss-Illustrationen zu der Geschichte.

Autor:
Nach der Ausbildung zum Werbekaufmann, dem Besuch der Bayerischen Akademie der Werbung und einigen Semestern BWL-Studium gründete Hubert Wiest in den neunziger Jahren die Internetagentur FREIRAUM Multimedia. Danach arbeitete er als Marketing- und Vertriebsleiter für internationale Unternehmen. Nach mehrjährigem Aufenthalt in Hong Kong, lebt er heute mit seiner Familie in Sydney, schreibt Geschichten für Kinder und Jugendliche, produziert Hörbücher und den Podcast Radio Lomoco.

Meinung:
Ein sehr turbulentes und vor allem lustiges Buch, zumal man über so manchen missglückten Zauberversuch und einigen witzigen Beschreibungen (wer kommt schon auf die Idee ein Blumengesteck aus welken Gänseblümchen und vertrockneten, braunen Tannenzweigen zu basteln…!) herzlich lachen kann! Was mir darüber hinaus auch sehr gut gefällt, ist die positiven Aussagen des Buches, etwa dass man den Mut haben sollte, seinen Weg zu gehen, und dabei man selbst bleiben sollte, auch wenn es andere vielleicht anders machen sollten, oder dass man auch in einem scheinbar „uncoolen“ Außenseiter einen Freund fürs Leben finden kann!

Persönliche Kritikpunkte:
Was schon nach kürzester Zeit ein wenig zu nerven beginnt, ist die fortwährende Nennung des vollständigen Namens „Guntram Mempelsino von Falkenschlag“, der Name an sich mag ja lustig sein, wenn man ihn jedoch in dieser Form mehrmals auf jeder Seite zu lesen bekommt, wird es irgendwann ein wenig mühsam!

Fazit:
Ein turbulentes Buch mit einem Schuss Magie und wirklich witzigen Szenen!

  (7)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(32)

40 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 31 Rezensionen

"liebe":w=1,"schottland":w=1,"zwilling":w=1,"verwandeln":w=1

Beim zweiten Kuss verwechselt

Sonja Kaiblinger , Daniela Kohl
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Dressler, 20.08.2018
ISBN 9783791500782
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:
Ophelia, Lora und ihre Freunde nehmen an den diesjährigen Junior Highland Games teil, um den Pokal endlich einmal für ihre Schule zu gewinnen. Leider ist auch ein Mädchen namens Eleanor in ihrem Team, die ganz offensichtlich alles daransetzt, um ihr Team zu sabotieren. Zudem sieht sich Ophelia ständiger Beobachtung durch ihren Großonkel ausgesetzt, der sie in Form eines Geiers zu überwachen scheint.

Handlung:
Die 16jährige Ophelia steckt in einem ziemlichen Dilemma: Eigentlich ist sie mit Adrian zusammen, aber sie schwärmt trotzdem für Cliff, obwohl dieser Amalia als Freundin hat, so versucht sie ihre Gefühle für Cliff einfach zu verdrängen, was nicht so recht gelingen will. Zumal alle an den Junior Highland Games teilnehmen, und sie zwangsläufig permanent mit Cliff konfrontiert wird. Aber nicht nur ihr Liebeskummer macht ihr zu schaffen, auch Eleanor, ein Mitglied ihres Teams, scheint alles dranzusetzen, um den Sieg zu verhindern. Keine leichte Aufgabe für Ophelia und Lora, zumal die beiden unter ständiger Überwachung ihres Großonkels in Form eines Geiers stehen.

Schreibstil:
Sonja Kaiblinger geht in diesem Teil besonders auf die emotionalen Probleme Heranwachsender ein, und schildert recht authentisch die damit verbundenen Achterbahnfahrten in der Gefühlswelt Jugendlicher. Wie immer besticht Kaiblinger durch eine ungemein spannende Erzählweise. Als Leser tut man sich schwer, die Geschehnisse vorherzusehen , da das Buch stets mit neuen überraschenden Wendungen aufwartet! Zudem kommt hier der Humor nicht zu kurz: Szenen mit brillanter Situationskomik geben sich mit aberwizigen Dialogen ein Stelldichein. Der Band ist in sich abgeschlossen, endet aber doch in einem ziemlichen Cliffhanger, der die Erwartungen auf den dritten und letzten Teil der Serie schürt.

Charaktere:
Hauptcharakter Ophelia wirkt wie schon im ersten Band sehr sympathisch, da sie nach wie vor nicht vor typischen Problemen Jugendlicher gefeit ist. Obwohl sie ihren Verwandlungsgrad zur Freude aller Verwandten rigoros steigern konnte, bleibt sie bescheiden, und versucht diese Fähigkeit nach Möglichkeit nicht zu missbrauchen. Im Gegensatz zu ihrer Zwillingsschwester Lora ist Ophelia sehr empathisch, sie versucht auch dann noch jenen Menschen zu helfen, die sie augenscheinlich hintergangen haben.
Einige der Charaktere, denen man bereits im ersten Band begegnet ist, machen in diesem Teil eine ziemliche Wesensänderung durch, so tritt Lora sehr bestimmt auf, wen es darum geht, ihre Ziele zu verfolgen. Noch extremer fällt der Wandel bei Adrian aus, war er im ersten Band noch sehr zurückhaltend und nett, wird er zunehmend fordernder, wodurch er sehr viele Sympathiepunkte einbüßt. Der Mädchenschwarm Cliff gewinnt in zunehmendem Maße: er ist nicht nur intelligent und belesen, er geht einfühlsam auf seine Mitmenschen ein und ist zudem auch recht selbstreflektiert, was man einem Jungen seines Alters gar nicht zutraut.

Cover:
Wie schon beim ersten Band ist das Cover sehr lebhaft und mit der Liebe zum Detail gestaltet: in vielen kleinen Karikaturen wird die Geschichte bildlich wiedergegeben, nur ist diesmal der Hintergrund nicht türkis sondern rosa.

Autorin:
Sonja Kaiblinger wurde in Krems in Österreich geboren. Nach ihrem Wirtschaftsstudium und diversen Jobs begann sie mit dem Schreiben von Geschichten für Kinder und Jugendliche. Heute lebt sie mit ihrem Freund in Wien und Traismauer.

Illustrationen:
Wie schon in Band eins werden auch hier die einzelnen Kapitel mit unzähligen kleinen Bildchen aufgelockert.

Meinung:
Das Buch umfasst alles, was ein Jugendherz begehrt: viel Spannung, Humor, eine gehörige Portion Liebesdramen ohne dabei jedoch zu tief in den „Schmalztopf“ zu greifen, ein bisschen Grusel, zwielichtige Gestalten und vielerlei Skurriles. Ich wurde von dieser Geschichte bestens unterhalten, und war begeistert von der Fähigkeit der Autorin, den Geschehnissen immer neue Wendungen zu geben, die Geschichte ist sehr gut durchdacht, und so wirkt nichts „an den Haaren herbeigezogen“. Zudem brachte mich so manche Situationskomik herzhaft zum Lachen, man lebt einfach mit der Geschichte mit und kann so manchen Herzschmerz der Protagonisten durchaus nachempfinden.

Persönliche Kritikpunkte:
Dadurch, dass diese Serie aus drei Teilen besteht, liegt ein gewisser Zeitraum zwischen den Erscheinungsterminen der einzelnen Bände. Dadurch geraten Einzelheiten der Vorgängerbände leicht in Vergessenheit, und man ist fast gezwungen, den Vorgängerband erneut durchzublättern, um seinen Wissensstand aufzufrischen. Dies ist aber ein normaler Effekt bei einer Serie und kein konkreter Vorwurf im Speziellen!

Fazit:
Ein Buch, bei dem das Gesamtpaket passt! Nicht nur für Jugendliche und Kinder eine klare Leseempfehlung!

  (7)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(152)

193 Bibliotheken, 2 Leser, 3 Gruppen, 130 Rezensionen

"thriller":w=7,"spannung":w=4,"rache":w=4,"mord":w=3,"berlin":w=3,"skorpione":w=3,"geheimnis":w=2,"feuer":w=2,"explosion":w=2,"sand":w=2,"sahara":w=2,"gewalt":w=1,"unfall":w=1,"hilfe":w=1,"opfer":w=1

Der Flüstermann: Thriller

Catherine Shepherd
Buch: 336 Seiten
Erschienen bei Kafel Verlag, 01.07.2018
ISBN 9783944676203
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(97)

119 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 90 Rezensionen

"spreewald":w=16,"krimi":w=8,"erntehelfer":w=7,"mord":w=4,"gurkenbauern":w=4,"klaudia wagner":w=3,"fließ":w=3,"intrigen":w=2,"krimi-reihe":w=2,"regionalkrimi":w=2,"trauma":w=2,"rumänien":w=2,"rumäne":w=2,"christiane dieckerhoff":w=2,"roman":w=1

Spreewaldtod

Christiane Dieckerhoff
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 10.02.2017
ISBN 9783548287614
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt:
Im zweiten Teil der Spreewald-Serie muss sich die ermittelnde Kommissarin Klaudia Wagner mit dem Mord an einem rumänischen Erntehelfer beim Gurkenanbau befassen.

Handlung:
Ein rumänischer Erntehelfer wird im Fließ bei Lübbenau ermordet aufgefunden, mögliche Motive dafür gibt es viele: Ausländerfeindlichkeit, eine Fehde unter Erntehelfern, Eifersucht, Verschleierung der Machenschaften eines korrupten Gurkenbauers, oder war das Opfer am Ende selbst in irgendwelche kriminellen Handlungen verwickelt? Die Kommissarin Klaudia Wagner und ihr Team müssen breitbandig ermitteln. Erschwerend kommt hinzu, dass es innerhalb des Teams Querelen gibt, und Klaudia selbst gegen ihren eigenen Dämonen aus der Vergangenheit anzukämpfen hat.

Schreibstil:
Mit ihren wirklich brillanten Beschreibungen vermag es Christiane Dieckerhoff von Beginn an eine eigene Atmosphäre herzustellen. Man kann beim Lesen die beschriebene drückende Schwüle des Sommers und die schweißtreibende Arbeit der Erntehelfer förmlich am eigenen Leib spüren, so präzise wird alles geschildert! Nicht zuletzt daran merkt man, wie gut Dieckerhoff diese Region kennt, bzw. wie gut sie recherchiert hat! Der Stil ist sehr flüssig, sodass man die Geschichte sehr zügig lesen kann.

Charaktere:
Die ermittelnde Kommissarin Klaudia Wagner wirkt sehr sympathisch und kompetent. Dass sie sehr an ihrer eigenen Vergangenheit zu knabbern hat, hemmt sie in ihrer Arbeitsweise. Andeutungsweise wird in der Geschichte auf den genaueren Grund dafür hingewiesen, wenn man den Vorgängerband noch nicht gelesen hat, bleibt jedoch vieles im Dunkeln.

Cover:
Ein sehr schönes Coverbild, mit einer für den Spreewald typischen Landschaft, die in geheimnisvoller Weise in sanftes Licht getaucht ist, was schon fast magisch wirkt. Das macht dieses Cover zu einem richtigen Eye-Catcher!

Autorin:
Nach ihrer Berufsausbildung zur Kinderkrankenschwester lebt Christiane Dieckerhoff heute mit ihren erwachsenen Kindern in Datteln im nördlichen Ruhrgebiet. Sie schreibt aktuelle und historische Krimis und ist Mitglied bei den „Mörderischen Schwestern“, einem Verein, der sich mit der Förderung der von Frauen in der deutschsprachigen Krimiliteratur befasst.

Meinung:
Die Schreibweise der Autorin ist sehr schön, die Beschreibungen sind so genau, dass die Geschehnisse quasi wie in einem Film vor dem geistigen Auge ablaufen. Man kann die drückende Schwüle förmlich spüren bzw hat das Gefühl, den in der Luft liegenden Essiggeruch wahrnehmen zu können. Besonders gut gefallen mir die plötzlichen Wendungen, die diese Geschichte nimmt, denn man legt sich sehr bald auf einen möglichen Täter fest, muss seine Theorie dann aber doch verwerfen, weil die Geschichte anders weitergeht, als gedacht!

Persönliche Kritikpunkte:
Die Beschreibungen in der Erzählung sind wirklich einzigartig, sodass man sich beim Lesen beinahe selbst vor Ort wähnt. Was ich ein wenig schade finde, ist, dass dieses Buch zu sehr an den Vorgängerband angelehnt ist: Es wird zu viel Wissen vorausgesetzt, das man einfach nicht hat, wenn man den ersten Band nicht gelesen hat. So kann man in vielen Passagen nur Mutmaßungen darüber anstellen, was der genaue Grund sein könnte, was ich sehr schade finde, denn es nimmt dem Leser die Chance, die Protagonistin in ihrem Verhalten vollständig verstehen zu können

Fazit:
Ein sehr toll geschriebener Krimi, bei dem man allerdings für das bessere Verständnis den Vorgängerband gelesen haben sollte!

  (10)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(186)

304 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 29 Rezensionen

"krimi":w=5,"mord":w=5,"humor":w=4,"bayern":w=4,"franz eberhofer":w=4,"regionalkrimi":w=3,"rita falk":w=3,"lustig":w=2,"oma":w=2,"provinzkrimi":w=2,"eberhofer":w=2,"niederkaltenkirchen":w=2,"hörbuch":w=1,"polizei":w=1,"krimi-reihe":w=1

Dampfnudelblues

Rita Falk
Flexibler Einband: 360 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.10.2014
ISBN 9783423219112
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt:
Kommissar Eberhofer sieht sich mit zwei Todesfällen konfrontiert, die auf den ersten Blick nach tragischen Unfällen aussehen: so wird zuerst ein junger Drogentoter mit einer Überdosis, und danach auch noch Realschulretor Höpfl tot auf den Gleisen gefunden. Zwei Todesfälle, die scheinbar nichts miteinander zu tun haben, oder doch?

Handlung:
Recht rasch ist eine Verbindung zwischen einem jungen Drgentoten und dem Realschulrektor Höpfl hergestellt. Dazu kommt, dass der Höpfl knapp vor seinem Tod bedroht worden ist, da er als Schulrektor nicht allzu beliebt war, kommen mehrere Personen als Verdächtige infrage. Wird es Eberhofer gelingen, die Wahrheit ans Licht zu bringen? Zusätzlich läuft es bei Eberhofer im Privatleben nicht ganz rund: sein Augenstern Susi verliebt sich bei einem Italien-Urlaub in einen Italiener und Franz Eberhofer muss sich zudem von seiner Oma schwere Vorwürfe machen lassen, weil er Susi gehen ließ.

Schreibstil:
Wie jeder Eberhofer-Krimi ist auch dieser sehr bayrisch „angehaucht“. Das zeigt sich nicht nur im sprachlichen Lokalkolorit sondern auch in der Vorliebe Eberhofers für die bayrische Hausmannskost. Daher darf man bei diesem Buch auch keine literarischen Feinheiten erwarten – das bringt die Verwendung der Dialektsprache so mit sich und zum Teil begegnet man wahrhaft sprachlichen Grausamkeiten, aber ohne Dialekt geht es hier einfach nicht – das Buch würde einfach seinen Charme verlieren!

Charaktere:
Der Protagonist Eberhofer , dessen Fälle sich oft nur durch glückliche Fügungen des Schicksals bzw der tatkräftigen Unterstützung durch seinen Ex-Kollegen Rudi Birkenberger, gelöst werden. Der bauernschlaue Franz Eberhofer versteht es dabei immer, die Lorbeeren für den jeweiligen Ermittlungserfolg selbst einzustreifen.
Oma Eberhofer, die eigentlich nur eine Randfigur in der Geschichte darstellt, ist mitunter der eigentliche Star, sie hat das Herz am rechten Fleck. Mit ihrer oft dickköpfigen Art und ihrem Hang die besten Schnäppchen ausfindig zu machen, sorgt sie oftmals für Heiterkeit. So kann es schon mal passieren, dass man beim Lesen durch die so entstandene Situationskomik plötzlich laut auflachen muss!

Cover:
Das Cover ist passend zu den anderen Bänden dieser Serie wieder sehr rustikal gestaltet. Als witziges Detail der Babyschnuller neben dem blutbefleckten Beil. Wenn man die Eberhofer-Reihe kennt, und weiss, was einem in diesen Büchern erwartet, wirklich sehr gelungen!

Autorin:
Rita Falk wurde in Oberammergau geboren, und war als Bürokauffrau tätig bevor sie sich dem Schreiben widmete. Heute lebt die Mutter dreier erwachsener Kinder zusammen mit ihrem Mann, einem Polizisten in München.

Meinung:
Wenn man hier knisternde Spannung erwartet, ist man an der falschen Adresse, dieses Buch - oder vielmehr diese Serie - lebt primär von seinen schrulligen Figuren, die allesamt irgendeine Macke vorweisen können. Alle Bände sind über das Leben der Protagonisten miteinander verknüpft, jedes Buch endet mit einem Cliffhanger, der meist im Privatleben Eberhofers zu finden ist. Man wächst sozusagen mit der Familie des Franz Eberhofer mit, hie und da taucht eine neue Figur auf, aber im Grunde begegnet man immer wieder den gleichen Figuren, ein Wiedersehen mit alten Bekannten sozusagen! Das macht den Charme der Eberhofer-Serie aus – nicht zu vergessen, dem etwas unorthodox arbeitenden Dorfgendarmen Eberhofer.

Persönliche Kritikpunkte:
Klar, die Dialektsprache muss man mögen, viele werden vielleicht gerade deswegen von der Eberhofer-Serie die Finger lassen, ich finde sie sogar unumgänglich für einen Provinzkrimi. Was ich mir trotzdem wünschen würde, ist, dass das Augenmerk mehr auf den eigentlichen Kriminalfall gelenkt wird. Manchmal hat man nämlich das Gefühl, dass dieser nur ein unwesentliches Detail am Rande ist und der Meisterung des bayrischen Alltags wesentlich mehr Beachtung geschenkt wird!

Fazit:
Ein gewohnt lustiger Provinzkrimi aus der Eberhofer-Serie, als besonders empfehlenswert sei hier die Hörbuchfassung mit Christian Tramitz als Sprecher hervorgehoben!

  (9)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(54)

103 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

"krimi":w=2,"lustig":w=1,"bayern":w=1,"einbruch":w=1,"niederbayern":w=1,"dtv-verlag":w=1,"provinzkrimi":w=1,"franz eberhofer":w=1,"niederkaltenkirchen":w=1,"winterkartoffelknödel":w=1,"leseflop":w=1,"dreifachmord oder nicht":w=1,"bayerischer roman":w=1,"dorfpolizist goes mörderjagd":w=1

Winterkartoffelknödel

Rita Falk
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 08.12.2017
ISBN 9783423253918
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt: 
Dorfpolizist Eberhofer wird mit einem Vierfachmord im beschaulichen Niederkaltenkirchen konfrontiert, den es zu lösen gilt!
 
Handlung:
Der Polizist Franz Eberhofer aus dem fiktiven Ort Niederkaltenkirchen bei Landshut wird wegen „einer blöden Geschichte“ von München in die Provinz strafversetzt. Hier wird der Dorfgendarm mit seinem ersten Vierfachmord konfrontiert: jener an der Familie Neuhofer. Zusammen mit seinem ehemaligen Kollegen und Freund Rudi Birkenberger macht er sich an die Lösung des kniffligen Falles.

Schreibstil:
Rita Falk beschreibt in einer erfrischend lustigen Art das Leben und Wirken Franz Eberhofers aus der Sicht des Protagonisten. Die von ihr zum Teil beschriebene Situationskomik ist dermaßen witzig, dass man des Öfteren beim Lesen laut auflachen muss. Zudem bedient sich die Autorin dem bayrischen Dialekt, was dem Ganzen noch mehr Authentizität verleiht.

Charaktere:
Franz Eberhofer, ein Dorfgendarm wie er im Buche steht. Auch wenn Niederkaltenkirchen nicht wirklich geografisch existiert, so steht es doch für jede x-beliebige bayrische Dorfgemeinde, so symbolisiert auch Eberhofer das typisch Bayrische. Er geht sein Leben und seine Arbeit recht gemütliche an, hat eine zum Teil recht eigenwillige Rechtsauslegung, wenn es darum geht, sich persönliche Vorteile zu verschaffen. Er tut dies aber immer mit einem gewissen Charme, sodass man ihm nie wirklich böse sein kann. Er ist und beliebt eben „der Eberhofer“ mit seinen Ecken und Kanten, dem seine bayrische Kost über alles geht. Und der alles für seine Oma machen würde, die ihn nach wie vor mit den urbayrischen Köstlichkeiten wie die von ihm heißgeliebten Fleischpflanzerln versorgt. Zudem liegt er in ständigem Clinch mit seinem verhassten Bruder Leopold.
Stichwort Oma Eberhofer, auch sie ist ein echtes Original, sie hört zwar schlecht, aber immer genau das, was sie hören will, und wenn es darum geht, die preisgünstigsten Schnäppchen ausfindig zu machen, ist man bei ihr an der richtigen Adresse.
Auch Rudi Birkenberger sei hier erwähnt, vermutlich Eberhofers einziger Freund, der ihm auch in den brenzligsten Situationen loyal zur Seite steht, auch wenn er von Franz Eberhofer meist nicht ganz so charmant behandelt wird.

Cover:
Das Cover ist betont bayrisch gehalten, mit seiner typischen Kuckucksuhr und der karierten Tischdecke und den Kaffeehäferln, die frisch aus Omas Küche stammen könnten – ein kleiner Vorgeschmack darauf, was einem auch im Buch erwartet!

Autorin:
In Oberammergau geboren lebt Rita Falk als Mutter dreier erwachsener Kinder heute in München, ihre wirklich lustigen Bücher finden sich regelmäßig in den Bestsellerlisten wieder.

Meinung:
Ein wirklich urkomisch geschriebenes Buch, wenn man allerdings einen spannenden Krimi erwartet, ist man hier fehl am Platz, der Mordfall mitsamt seiner Lösung passiert hier fast schon als kleines Detail am Rande, viel mehr wird auf das Leben Eberhofers und dem Zwischenmenschlichen Wert gelegt. Ein wirklich gelungener Auftakt der Eberhofer-Reihe! Als besonderer Tipp sei hier die brillante Hörbuchfassung gelesen von Christian Tramitz ans Herz gelegt!

Fazit:
Ein sensationell komischer Provinzkrimi, dem ich jedem nur wärmstens empfehlen kann!



  (5)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(87)

141 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 33 Rezensionen

"thriller":w=5,"island":w=5,"dna":w=4,"mord":w=2,"spannend":w=2,"adoption":w=2,"yrsa sigurdardottir":w=2,"freyja":w=2,"krimi":w=1,"spannung":w=1,"vergangenheit":w=1,"rezension":w=1,"düster":w=1,"inzest":w=1,"genial":w=1

DNA

Yrsa Sigurdardottir , Anika Wolff
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei btb, 09.10.2017
ISBN 9783442715756
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt:
Die Mordserie eines offensichtlich geistesgestörten Psychopathen hält die Polizei, im Speziellen Kommissar Huldar in Atem.

Handlung:
Eine Frau wird vor den Augen ihrer kleinen Tochter auf bestialische Weise ermordet. Als die Polizei das schwer traumatisierte Kind zu befragen versucht, geschieht auf ähnlich brutale Weise ein weiterer Mord. Kommissar Huldar steht unter Zugzwang, gemeinsam mit der Kinderpsychologin Freya versucht er, den Mörder zu entlarven. Zudem versucht der passionierte Amateurfunker Karl, der via Äther kryptische Botschaften erhält, auf eigene Faust zu ermitteln und gerät dabei selbst ungeahnt in Todesgefahr.

Schreibstil:
Die Geschichte wird auf mehreren Ebenen geschildert. In Rückblenden wird die schwere, unbarmherzige Kindheit des Mörders beschrieben, in der Gegenwart wird das Geschehen aus unterschiedlichen Perspektiven geschildert. Die einzelnen Handlungsstränge führen aber im Laufe der Zeit zusammen.

Charaktere:
Die Kinderpsychologin Freya wirkt sympathisch und kompetent, während der mit dem Fall betraute Kommissar Huldar eher stümperhaft und unbedarft an die Dinge herangeht, was er des Öfteren zu einem späteren Zeitpunkt bereut. Er wirkt permanent überarbeitet und müde bzw. hat oft mehr mit der Verschleierung seiner privaten Fehltritte zu kämpfen, als dass er produktive Arbeit leistet. In seinen Verhaltensweisen erinnert er mich mehr an einen heranwachsenden Teenager, der seine Emotionen noch nicht im Griff hat als an einen erwachsenen Mann.
Auch der Mobilfunker Karl, welcher auf eigene Faust Recherchen anstellt, wirkt nicht besonders vertrauenserweckend. Mag sein, dass seine minutenlangen Monologe bewusst gesetzt wurden, um den Eindruck eines Nerds zu vermitteln.

Cover:
Farblich schlicht gehalten ist dieses Cover durch seine auffällige, plastische Gestaltung des Einbandes mit Sicherheit ein Eye-Catcher. Die Bedeutung des Klebebandes wird einem erst im Laufe der Geschichte klar.

Autorin:
Yrsa Sigurdardóttir wurde 1963 in Island geboren und schloss im Jahre 1988 ihr Bauingenieur-Studium als „Master of Science“ in Montreal ab und arbeitet seither als Ingenieurin am Kárahnjúka-Staudamm im Osten Islands.Sie wohnt mit ihrem Mann und zwei Kindern in Seltjarnarnes bei Reykjavík.

Meinung:
Nach der wirklich spannenden Leseprobe ging ich mit einer recht großen Erwartungshaltung an den restlichen Teil des Buches heran. Doch leider ebbte die Spannung im Laufe der Geschichte immer mehr ab und verlor sich ein wenig in Langatmigkeit. Schade, denn inhaltlich ist dieses Buch sicherlich top, ein unschuldiges, kleines Kind in die Mitte des Geschehens zu rücken, ist sicherlich ein brillianter Schachzug, die restliche Ausführung ist aus besagten Gründen leider weniger gelungen.
Was Brutalität betrifft, verlangt Yrsa Sigurdardóttir hier vom Leser einiges ab. Bis ins Detail werden die scheußlichsten Abartigkeiten der menschlichen Natur geschildert. Besonders schlimm finde ich jene Sequenz zu lesen, bei der ein kleines Kind den Mord an seiner Mutter hautnah miterleben und zudem auch noch Angst um sein eigenes junges Leben haben muss.
Nichtsdestotrotz mag ich die sprachliche Ausführung Sigurdardóttirs. Zudem brachte für mich die Auflösung dieses Thrillers letztlich eine erstaunliche Wendung in das Geschehen.

Persönliche Kritikpunkte:
Lange Monologe (besonders jene des Mobilfunkers) mögen ein schriftstellerisches Mittel sein, um seine Eigenschaft als Nerd zu unterstreichen. Auf Dauer wird dieses Vorgehen allerdings ein wenig mühsam. Generell ist anzumerken, dass sich die Geschichte sehr oft in der Beschreibung unwesentlicher Details und Belanglosigkeiten verliert, worunter die Spannung leider auf der Strecke bleibt.

Fazit:
Hier zeigt es sich einmal mehr, dass schonungslose, brutale Beschreibung nicht alles ist, 100%ig überzeugen konnte mich das Buch letztlich nicht!

  (5)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(93)

104 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 88 Rezensionen

"kinderbuch":w=4,"fantasy":w=2,"träume":w=2,"arsedition":w=2,"traumfänger":w=2,"jugendbuch":w=1,"magie":w=1,"reihe":w=1,"geheimnis":w=1,"rezension":w=1,"buchreihe":w=1,"hotel":w=1,"kinder- und jugendbuch":w=1,"ferien":w=1,"magisch":w=1

Das Hotel der verzauberten Träume - Fräulein Apfels Geheimnis

Gina Mayer , Gloria Jasionowski
Fester Einband: 144 Seiten
Erschienen bei arsEdition, 18.06.2018
ISBN 9783845825755
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Inhalt:
Ein öder Strandurlaub in einem biederen Hotel an der Ostsee, ist plötzlich gar nicht mehr so langweilig und wird zu einem besonderen Abenteuer für zwei Kinder, als sie einem magischen Geheimnis auf die Spur kommen.

Handlung:
Eigentlich hat Familie Fröhlich einen tollen Cluburlaub an der Nordsee gebucht, durch ein falsch programmiertes Nawi landen sie allerdings in einem schrulligen kleinen Strandhotel an der Ostsee, das von Rosaline Apfel geführt wird. Da es auch Probleme mit dem Auto gibt, sind sie gezwungen, ihren Urlaub dort zu verbringen. Was anfangs nach totalem Reinfall aussieht, entpuppt sich bald als spannendes Abenteuer für die Kinder: da läutet plötzlich ein Telefon, das gar nicht angeschlossen ist, ein ausgestopfter Adler erwacht zum Leben, und auch die Hotelbesitzerin scheint ein Geheimnis zu haben: wieso hängen auf ihrem Dachboden, den keiner betreten darf, tausende von Traumfängern?

Schreibstil:
Das Buch ist in 13 Leseabschnitten in übersichtlicher Länge unterteilt, es gibt keine überlangen Kapitel, die ein Kind verzweifeln lassen. Auch der Schreibstil ist angenehm zu lesen, es werden keine unnötigen Fremdworte verwendet, aber trotzdem ist das Buch nicht zu einfach geschrieben, sodass es ein Kind von acht, neun Jahren in niveauvoller Weise toll unterhält!

Charaktere:
Die Kinder Joelle, Lancelot und Benny sind keine Über-Drüber-Superhelden sondern Kinder von Nebenan, mit denen sich der kleine Leser gut identifizieren kann. Anfangs ist man etwas skeptisch, was die Hotelbesitzerin Fräulein Apfel betrifft, man vermutet hinter ihrer netten Fassade eine Art Hexe, die vielleicht Böses im Schilde führt, zumal sie die Eigenschaft hat, plötzlich sehr unvermutet aufzutauchen. Was allerdings dahintersteckt, klärt sich jedoch sehr bald auf und man lernt sie von einer sehr sympathischen Seite kennen.

Cover:
Ein sehr bunt Cover, das durch seine kindliche Art der Gestaltung, die junge Leserschaft sicherlich anzieht und bei dem sich bei genauerem Hinsehen viele Details entdecken lassen, die auf den Inhalt der Geschichte hinweisen.

Autorin:
Gina Mayer stammt gebürtig aus Ellwangen, und arbeitete als Werbetexterin, bevor sie ihre schriftstellerische Karriere einschlug. Heute lebt sie mit ihrer Familie in Düsseldorf.

Illustrationen:
Die Geschichte wird durch zahlreiche bunte Abbildungen aufgelockert, zusätzlich ist ein ganzes Kapitel in welchem eine Traumsequenz erzählt wird, in dunkler Farbe gehalten, was dem Ganzen noch eine zusätzliche sehr geheimnisvolle und spektakuläre Note verleiht.

Meinung:
Die Geschichte beginnt eigentlich unspektakulär mit einem vermeintlich missglückten Urlaubsstart, doch bald findet man sich in einer zauberhaften Geschichte wieder, die noch dazu richtig spannend wird. Was mir auch gut gefällt, ist die subtile Aussage in diesem Buch, dass man etwas nicht gleich von vornherein als „langweilig“ oder „blöd“ abtun sollte, weil man dadurch womöglich etwas wirklich „Cooles“ und Einzigartiges verpassen könnte und es oft wert ist, hinter eine vielleicht langweilig wirkende Fassade zu blicken! Die Geschichte endet offen und macht somit Gusto auf den zweiten Band "Das Hotel der verzauberten Träume - Annabells Tagebuch".

Persönliche Kritikpunkte:
Was mich persönlich ein wenig irritiert hat, war, dass Kinder sich hier ohne Konsequenzen nicht an die ihnen gesetzten Grenzen halten müssen (z.B. die Privatsphäre der Hotelbesitzerin zu respektieren) bzw. sie sich am Eigentum anderer vergreifen und es zerstören (Beschädigung des Autos, um zu verhindern, dass die Spielkameraden vorzeitig abreisen). Ich hätte mir gewünscht, dass dies hier etwas anders gehandhabt wird und die Kinder dafür vielleicht in einem Nebensatz eine kleine Strafe erhalten hätten, um zu zeigen, dass so ein Verhalten in der Realität inakzeptabel ist.

Fazit:
Alles in allem ein sehr schönes Kinderbuch, das letztlich durch seine magische Ader viele Jungleser begeistern wird!

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(19)

24 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

"kluftinger":w=4,"krimi":w=1,"mord":w=1,"vergangenheit":w=1,"hörbuch":w=1,"bayern":w=1,"ermitteln":w=1,"allgäu":w=1,"band 10":w=1,"altusried":w=1,"volker klüpfel":w=1,"michael kobr":w=1,"klüpfel":w=1,"kobr":w=1,"christian berkel":w=1

Kluftinger

Volker Klüpfel , Michael Kobr , Michael Kobr , Volker Klüpfel
Audio CD
Erschienen bei Hörbuch Hamburg, 27.04.2018
ISBN 9783957131126
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt:
Im Band 10 der ultigen Krimi-Reihe rund um den Allgäuer Kommissar Kluftinger wird sein persönliches Umfeld näher beleuchtet und in Rückblicken seine bisherige Lebensgeschichte erzählt, da die Lösung des aktuellen Falles des Kommissars augenscheinlich dort zu finden ist.

Handlung:
Offenbar hat jemand noch eine offene Rechnung mit Kluftinger zu begleichen. Hinweise darauf gibt es etliche: ein frisch ausgehobenes Grab auf dem örtlichen Friedhof, auf dem ein Holzkreuz mit Kluftigers Namen prangt und eine auf seinen Namen lautende Todesanzeige lassen keinen Zweifel daran, dass jemand es geradezu darauf anlegt, den Kommissar in Angst und Schrecken zu versetzen. Ist es jemand, den Kluftinger schon vor Jahren – vielleicht auch zu Unrecht - hinter Schloss und Riegel gebracht hat, und dafür Rache nehmen will, oder doch jemand aus dem ehemaligen Freundeskreis Kluftingers, der ihm seine steile berufliche Karriere neidet?

Schreibstil:
In gewohnter Klüpfel/Kobr- Manier ist auch dieser Band recht bayrisch angehaucht, es wird sehr viel Wert darauf gelegt, das Privatleben Kluftingers in die Geschichte mit einzubinden, um der Geschichte mehr Leben einzuhauchen. Wie schon in den Bänden davor wird auf die Animositäten Kluftingers mit seinem Hausarzt Langhammer, seinem erklärten Intimfeind, eingegangen, zusätzlich erfährt man auch viel über seine Situation als frischgebackener Opa. Der eigentliche Kriminalfall in der Geschichte tritt dabei fast ein wenig in den Hintergrund, zusätzlich werden auch Ermittlungen zu einem Kunstraub geführt.

Charaktere:
Protagonist Kluftinger bekommt in diesem Band erstmals eine Vita, in Rückblicken erfährt man sehr viel aus seinen Jugendjahren, deren Ereignisse ihn zu tiefst prägten, und die ihn zu dem werden ließen, der er heute ist. Auch mit einer kleinen Überraschung kann dieser Jubiläumsband aufwarten. Nach neun Bänden wird hier nun endlich das Geheimnis um die beiden Vornamen des legendären „Kluftis“ gelüftet. Kuftingers Hang zur Sturheit kommt einmal mehr zum Tragen, nicht zuletzt dieser ist der tragische Ausgang einer Falle geschuldet. Nicht immer erscheint die Figur des Kommissars im positiven Licht, er wirkt aber vielleicht gerade deswegen äußerst menschlich.
Auch in diesem Band begegnen einem alte Bekannte, , etwa seine stets liebevolle Frau Erika, der bereits erwähnte Dr. Langhammer ist wieder mit dabei, ebenso wie das langerprobte Ermittlerteam Roland Hefele, Richard Maier, Sandy Henske, sowie Eugen Strobel sind wieder mit von der Partie, wobei letzterer diesmal eine nicht uninteressante Wesensänderung durchmacht. Es werden aber auch geschickt neue Charaktere eingebaut, etwa der geschlechts- und namenlose Enkel „Buzele“ und der Hund des Hausarztes Langhammer, der Magyar Vizsla namens Wittgenstein, der in kürzester Zeit das Herz des Allgäuer Kommissars gewinnt, und in dem dieser sogar eine Art Seelenverwandten findet.

Cover:
Beim Anblick des Holzkreuzes mit dem Namensschild des kultigen Kommissars schwant dem eingefleischten Kluftinger-Fan bereits Böses, nicht zuletzt deswegen lässt einen diese Cover in einer Buchhandlung fast schon magisch zu diesem Band greifen!

Autor:
Volker Klüpel stammt wie Kluftinger aus gebürtig Altusried, er studierte Politikwissenschaft und Geschichte in Bamberg. Nach seinen Tätigkeiten für eine amerikanischen Zeitung, beim bayrischen Rundfunk und der Augsburger Allgemeinen verschrieb er sich vollständig der Schriftstellerei.
Michael Kobr stammt aus Kempten im Allgäu, studierte in Erlangen unter anderem Germanistik und Romanistik und arbeitete danach als Realschullehrer, bevor er sich ebenfalls dem Schreiben zuwandte.

Sprecher:
Ein wie immer exzellent lesender Christian Berkel drückt der Geschichte seinen Stempel auf, zusammen mit Volker Klüpfel und Michael Kobr ein unvergleichlicher Hörgenuss! Daher würde ich unbedingt das Hörbuch der Printversion vorziehen!

Meinung:
Auch dieser Band trägt eindeutig die Handschrift des Autorenteams Klüpfel und Kobrs, dh wenn man die vorherigen Bände kennt, weiss man bereits im Vorfeld, dass es hier nicht um die reine Polizeiermittlung geht sondern das auch gründlich das Drumherum des Kommissars beleuchtet wird. Dies führt zu etlichen wirklich köstlichen Slapstickszenen, die einem mitunter sehr schmunzeln lassen. Manchmal verzettelt man sich allerdings auch ein wenig in Belanglosigkeiten (siehe etwa die recht lange Szene mit dem Autokauf), der die ohnehin schon sehr lange Geschichte, welche 11 Audio-CDs umfasst, unnötig in die Länge zieht.

Persönliche Kritikpunkte:
Bereits angesprochenes Verlieren in Belanglosigkeiten macht das Ganze phasenweise leider unnötig ein wenig langatmig.

Fazit:
Ein typischer, amüsanter Kluftinger Krimi, wenn vielleicht auch nicht der beste der Serie!

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(35)

36 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 33 Rezensionen

"ratgeber":w=3,"sachbuch":w=2,"beziehung":w=2,"liebe":w=1,"hilfe":w=1,"tipps":w=1,"stress":w=1,"partner":w=1,"goodbye":w=1

Goodbye Beziehungsstress

Elena-Katharina Sohn
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 06.04.2018
ISBN 9783548377148
Genre: Sachbücher

Rezension:

Inhalt:

Dieser Ratgeber hat es sich zum Ziel gesetzt, jedermanns Beziehungsleben zu verbessern und so zu einem glücklicheren Sein zu verhelfen. Er ist in drei Teilbereiche gegliedert, im ersten werden die zehn Irrtümer eines vermeintlichen Beziehungsglücks genauer beleuchtet, im zweiten Teil wird beschrieben, was eine glückliche Beziehung tatsächlich ausmacht und im dritten, wie man diese dann auch realisiert. Grundgedanke des Buches ist, nicht der Partner ist für das eigene Glück verantwortlich sondern man selbst, daher wäre die Forderung, dass der Partner einen glücklich zu machen hat, von vornherein zum Scheitern verurteilt.

Schreibstil:
In recht lockerer und auch amüsanter Weise bringt einem Elena-Katharina Sohn ihre Erkenntnisse im Rahmen ihrer Tätigkeit als Beraterin und Coach in Liebesdingen näher. Sie tut dies jedoch nicht in oberlehrerhafter Weise sondern vielmehr wie eine Freundin, die einem in Krisenzeiten beisteht. So liest sich das Buch recht schnell und flüssig ohne mit ermüdenden theoretischen Abhandlungen zu langweilen.

Cover:
Das Cover mit seinem geschwungenen Schriftzug wirkt sehr edel und schön. Er sticht dadurch aus der Vielfalt an Ratgebern in sehr angenehmer Weise hervor.

Autor:
Elena-Katharina Sohn stammt gebürtig aus München, nach einem Wirtschaftsstudium in Frankreich und Amerika wandte sie sich nach Aus- und Weiterbildung der Paartherapie zu ,

Meinung:
Ein sehr toll geschriebener Ratgeber, besonders im ersten Teil, in dem die 10 Beziehungsirrtümer genauer unter die Lupe genommen werden, wird mit unzähligen Beziehungsbeispielen recht lebensnahe Szenarien beschrieben, in denen sich mit Sicherheit die meisten der Leser amüsiert wiedererkennen und sich vielleicht auch ein wenig ertappt fühlen werden. Auch ich hatte an gewissen Stellen beim Lesen einige Aha-Erlebnisse, einfach weil man in seiner Denkweise manchmal recht einseitig ist und verlernt, die Dinge aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten. Auf diese Weise wird man zumindest ein wenig zum Nachdenken angeregt, im Optimalfall führt dies zu einer Kehrtwende in festgefahrenen Beziehungen, da man plötzlich mehr Verständnis für den Partner aufbringt.

Persönliche Kritikpunkte:
Im Buch wird auf die Homepage der Autorin verwiesen, hier findet man jedoch kaum Informationen, sondern es werden hier die einzelnen Paartherapie-Stunden vermarktet, interessant dabei ist, dass hier bereits die bloße Kontaktaufnahme kostenpflichtig ist, was ein wenig befremdet, da genau diese Einzelschicksale als Hintergrundwissen für dieses Buch herangezogen werden..

Fazit:
Ein sehr kurzweilig zu lesender Beziehungsratgeber!

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(52)

62 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 50 Rezensionen

"hollywood":w=4,"mutig":w=4,"frauen":w=3,"leben":w=2,"gewalt":w=2,"biografie":w=2,"macht":w=2,"intrigen":w=2,"lügen":w=2,"missbrauch":w=2,"manipulation":w=2,"autobiografie":w=2,"grausam":w=2,"belästigung":w=2,"wegsehen":w=2

MUTIG

Rose McGowan , Regina Schneider
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 03.04.2018
ISBN 9783959672535
Genre: Biografien

Rezension:

Inhalt:
„Mutig“ ist die Abrechnung McGowans mit ihrer Vergangenheit, angefangen von ihrer Kindheit, die sie in der Sekte „Kinder Gottes“ in Italien verbrachte, ihrem Leben auf der Straße bis hin zu ihrer Karriere als spätberufene Schauspielerin. Sie zeigt dabei auf, wie Männer, die in ihrem Leben eine Rolle spielten, diese Funktion oftmals missbrauchten, um auf sie einzuwirken.

Handlung:
In dieser Biographie rechnet Rose McGowan schonungslos mit jenen Männern ab, die sie zu dem gemacht haben, was sie heute ist: der Sektenführer in Italien, der von seinen Mitgliedern bedingungslosen Gehorsam verlangte, und dabei auch vor Misshandlungen kleiner Kinder nicht zurückschreckte, ihr manisch-depressiver Vater, zu dem sie ein sehr zweigespaltenes Verhältnis pflegte oder jener bekannte Filmmogul, der sie sexuell missbrauchte. In diesem Umfeld war McGowan zum ständigen Kampf ums Überleben gezwungen, und lernte dadurch schon früh, einen emotionalen Panzer um sich aufzubauen, um sich vor Anfeindungen und Missbrauch zu schützen.

Schreibstil:
Das Buch ist in sehr einfachen Worten verfasst, oftmals erinnert es an einen Schüleraufsatz, in dem sich die Betroffene ihre Wut von der Seele redet. Offensichtlich von ihren Emotionen übermannt, sind ihre Gedankengänge manchmal ein wenig wirr und unkoordiniert, was jedoch bei der Fülle an Negativerfahrungen durchaus nachzuvollziehen ist.

Cover:
Das Cover ziert eine kahlgeschorene Rose Mc Gowan, mit den abgeschnittenen Haaren als Sinnbild für die ihr von der Männerwelt aufoktroyierten Weiblichkeit. Auf der Rückseite des Buches blickt sie den Betrachter kampfeslustig entgegen.

Autor:
Als zweitältestes von sechs Kindern eines Ehepaares geboren, das in Certaldo in der Sekte „Kinder Gottes“ lebte, die Familie verließ Italien jedoch und wanderte in die USA aus. Rose überwarf sich jedoch im Teenageralter mit ihrer Familie, verließ diese und hielt sich nach einer Zeit der Obdachlosigkeit mit diversen Gelegenheitsjobs über Wasser. Recht spät entdeckte sie die Schauspielerei für sich. Im Oktober 2017 gehörte sie zu den ersten Schauspielerinnen, die Vorwürfe wegen sexueller Belästigung gegen den Produzenten Harvey Weinsteinerhoben und den so genannten „Weinstein-Skandal“ ins Rollen brachten.

Meinung:
Die Geschichte der Rose McGowan ist – ihrer Biographie zufolge – an Dramatik kaum zu überbieten, da schon als Kind war sie gezwungen war, um ihr Überleben zu kämpfen. Beim Lesen konnte ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Schilderungen nicht ein klein wenig medienwirksam aufbereitet worden und aufgebauscht worden sind, so irreal und unglaubwürdig muten diese an. Mag sein, dass ich der Autorin unrecht tue, aber diese Vermutung drängte sich mir beim Lesen einfach auf. Mag sein, dass ich mir unter diesem Werk nach Bekanntwerden des Weinstein-Skandals etwas anderes erwartet hatte, nämlich eher eine Art Enthüllungsbuch zu den Hintergründen in Hollywood denn eine persönliche Aufarbeitung Lebens der Autorin von Kindesbeinen an. Die Biographie ist jedoch nicht uninteressant zu lesen, phasenweise ist sie sehr beklemmend und krass erzählt.

Persönliche Kritikpunkte:
Wenn man sich die persönlichen Seiten der Autorin im Internet ansieht, passen diese nicht ganz zu der hier so kämpferisch zur Schau gestellten Attitüde, mit der sie das instrumentalisierte Frauenbild der heutigen Zeit anprangert. Wenn man sich jedoch die Bilder jener Seiten ansieht, wird dort gerade damit kokettiert. Für mich ist das ein wenig so wie das berühmte „Wasser predigen und Wein trinken“.

Fazit:
Eine Biographie, die sehr spannend zu lesen ist, und die durchaus zum Nachdenken anregt. Wenn man sich dahinter allerdings ein Enthüllungsbuch erwartet, ist man hier definitiv an der falschen Adresse.

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(18)

20 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

"thriller":w=1,"deutschland":w=1,"hörbuch":w=1,"berlin":w=1,"horror":w=1,"entführung":w=1,"mystery":w=1,"mystery thriller":w=1,"verschwundene frauen":w=1,"spree":w=1,"franziska pigulla":w=1,"außergewöhnlicher serienmörder":w=1

Spreeblut

Karsten Krepinsky
herunterladbare Audio-Datei
Erschienen bei Die Typonauten GmbH, 31.01.2018
ISBN B0798SRB9M
Genre: Sonstiges

Rezension:

Inhalt:
Im Großraum Berlin verschwinden in regelmäßigen Abständen von einem Jahr etliche Frauen spurlos unter mysteriösen Umständen. Da es jedoch keine Anhaltspunkte über den Verbleib der Frauen gibt, und darüber ob sie einem Verbrechen zum Opfer gefallen sind, geschweige denn dass eine Leiche gefunden wird, legt die Polizei diese Fälle nach einiger Zeit zu den Akten, im Glauben, die Frauen sind freiwillig verschwunden.
Als Ana gerade eine der Vermisstenanzeigen einer der verschwundenen Frauen liest, wird sie von einem Unbekannten angesprochen, der sich als Jan vorstellt und sie in ein Gespräch über die Vermissten verwickelt. Obwohl Ana, die sich in einer lieblosen Ehe mit dem gewalttätigen Francois befindet, ihre Fassade der glücklichen Ehefrau aus gehobenen Kreisen aufrechterhalten will, beginnt sie sich mit Jan zu treffen und auf eigene Faust zu den Vermisstenfällen zu recherchieren. Als sich Hinweise darauf verdichten, dass sich die Serie von mysteriösen Vermisstenfällen nicht nur über Jahre sondern bereits über viele Jahrzehnte zurückverfolgen lässt, wird bald klar, dass es sich hierbei um einen sehr speziellen Täter handeln muss.

Schreibstil:
Das Hörbuch beginnt bereits sehr verstörend aus Sicht des Mörders mit den Worten: "Ich bin 163 Jahre alt. Zumindest ist das die Anzahl der Morde, an die ich mich erinnere. Für jedes Jahr ein Menschenleben.", wobei man nicht weiß, ob man es hier mit einem geistesgestörten Irren oder mit einem bis dato unbekannten Wesen zu tun hat. Im Verlauf der Geschichte ändert sich permanent der Blickwinkel, aus dem die Geschichte erzählt wird, einmal wird die Geschichte aus der Perspektive des Opfers geschildert, dann wieder aus Sicht des Mörders, dann wieder aus dem Blickwinkel der recherchierenden Ana, wobei man dabei auch sehr viel über deren Gefühlswelt erfährt. Dieses Vorgehen macht die Erzählung erst so richtig spannend, denn als Hörer weiß man lange Zeit nicht, worauf diese Geschichte hinausläuft: Ist es ein Krimi, ein Thriller im Stile einer verhängnisvollen Affäre, oder hat man es doch mit einem Mystery-Roman zu tun, der mit Horrorelementen gespickt ist? Eins schon vorweg: dieses Vorgehen bringt einige Überraschungen mit sich!
Darüber hinaus bekommt man häppchenweise Hinweise auf den Täter geliefert, man vermag diese Mosaikstücke jedoch nicht miteinander zu kombinieren, erst gegen Ende setzen sich die Fragmente zu einem schlüssigen Gesamtbild des Täters zusammen.

Charaktere:
Die Protagonistin Ana, gebürtige Ukrainerin aus ärmlicheren Verhältnissen, findet sich schon bald nach ihrer Hochzeit mit Francois in einer lieblosen Ehe wieder, in der sie nach Belieben von ihrem gewalttägigen Ehemann misshandelt und betrogen wird. Sie hält still, wahrt den glamourösen Schein nach außen und mimt die glückliche Ehefrau, aus Angst, ihre Eltern in der alten Heimat nicht mehr finanziell unterstützen zu können. Um der Realität zu entfliehen und ihren Alltag meistern zu können, sucht sie Trost im Alkohol, was sie nur noch tiefer in eine Spirale aus Sucht und Gewalt zieht. Auf mich wirkt sie in ihrem Tun sehr passiv und zaudernd, der Preis den sie für ein Leben im goldenen Käfig bezahlt, indem sie jahrelang schwerste Misshandlungen über sich ergehen lässt, erscheint mir viel zu hoch und ist für mich nicht nachzuvollziehen. Jan hingegen in seiner extrem zuvorkommenden Art wirkt auf mich so aufgesetzt, dass ich bei ihm permanent das Gefühl habe, dass er etwas im Schilde führt – nicht die besten Voraussetzungen, um ihn vorbehaltlos sympathisch zu finden.

Cover:
Dies ist eines jener Coverbilder, die zwar recht geheimnisvoll und blutrünstig wirken, bei denen man anfangs aber nicht genau sagen kann, was man eigentlich sieht. Erst mit der Auflösung der Geschichte lichtet sich der Nebel und man erkennt deutlich das Bild. Eine tolle graphische Umsetzung, die in gewisser Weise den gesamten Verlauf der Geschichte widerspiegelt.

Autor:
Karsten Krepinsky stammt aus Berlin, wo er heute als promovierter Biologe in einem Start-Up-Unternehmen arbeitet. In seinen Büchern fließen jeweils Elemente verschiedenster Genres, wie etwa Horror, Science-Fiction, Mystery oder Thriller ein.

Sprecherin:
Mit Franziska Pigulla wurde die Sprecherrolle meiner Meinung nach optimal besetzt. Ihre beruhigend wirkende Stimme steht setzt einen Kontrapunkt zur spannenden Handlung. Darüber hinaus wurde phasenweise mit Hall gearbeitet, um das Geheimnisvolle rund um den Mörder hervorzuheben.

Meinung:
Aufgrund der Tatsache, dass sich das Buch so schwer in irgendeine Schublade einordnen ließ, war ich beim Zuhören auf alles gefasst und stellte viele Handlungsweisen der Protagonisten in Frage, weil ich hinter allem eine gefinkelt gelegte falsche Fährte des Autors vermutete. Sehr gut fand ich die Art und Weise, wie man es schaffte, wie die gruselige Atmosphäre einzufangen, die sich jedes Mal ausbreitet, kurz bevor der Täter zuschlägt. Diese Passagen wirken im Zuhörer auch Tage später noch nach, da kann es durchaus passieren, dass man ein mulmiges Gefühl bekommt, wenn man gezwungen ist, spätabends eine menschenleere U-Bahnstation zu betreten….

Persönliche Kritikpunkte:
Ich tat mir manchmal schwer, die Beweggründe der einzelnen Charaktere nachzuvollziehen, wodurch ich mich mit keinem der Hauptakteure identifizieren konnte. Ana war mir oftmals zu passiv in ihrem Tun, Jan wiederum wirkte auf mich zu glatt und übertrieben zuvorkommend.

Fazit:
Ein sehr spannendes und auch ungewöhnliches Werk, das ich jenem ans Herz legen würde, der Hörbücher mag, die sich schwer in ein spezielles Genre einordnen lassen! 

  (4)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(12)

14 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 2 Rezensionen

Liliane Susewind - Ein kleiner Esel kommt groß raus

Tanya Stewner
Fester Einband: 80 Seiten
Erschienen bei FISCHER KJB, 23.07.2015
ISBN 9783737352017
Genre: Kinderbuch

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(240)

380 Bibliotheken, 7 Leser, 2 Gruppen, 164 Rezensionen

"thriller":w=14,"berlin":w=10,"marc raabe":w=9,"tom babylon":w=7,"schlüssel":w=6,"mord":w=5,"schlüssel 17":w=5,"ddr":w=4,"stasi":w=4,"krimi":w=3,"vergangenheit":w=3,"sita johanns":w=3,"spannung":w=2,"spannend":w=2,"reihe":w=2

Schlüssel 17

Marc Raabe
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 09.02.2018
ISBN 9783548289137
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt:
Im Berliner Dom wird die verstümmelte Leiche einer Dompfarrerin hängend aufgefunden. Für Ermittler des LKA Tom Babylon stellt dieser Leichenfund einen persönlichen Bezug zu seiner eigenen Vergangenheit her, zumal bei der Leiche einen ähnlichen Schlüssel mit eingravierter Zahl 17 gefunden wird, den er in Jugendjahren zusammen mit seinen Freunden bei einer Leiche gefunden hatte, kurz bevor seine kleine Schwester Viola spurlos verschwand –genauso wie damals auch jene Leiche.

Handlung:
Der auf grausame Weise in Szene gesetzte Mord an der Dompfarrerin führt Tom Babylon geradewegs zurück in seine eigene Vergangenheit und zwingt ihn, sich ihr zu stellen. Wie schon damals taucht auch bei dieser Leiche ein Schlüssel mit Gravur auf, der offensichtlich eine zentrale Rolle zu spielen scheint.

Schreibstil:
Das Buch ist in unzählige kleine Kapitel unterteilt, wobei in rascher Abfolge zwischen der Gegenwart und der Vergangenheit gewechselt wird. Die Kürze der Kapitel, die oft nur wenige Seiten umfasst, animiert den Leser zum Weiterlesen, auch der flüssige, sehr angenehm zu lesende Stil des Autors trägt das Seine dazu bei, dass man dieses Buch, welches mehr als 500 Seiten umfasst, sehr zügig zu Ende liest.

Charaktere:
Hauptfigur ist Tom Babylon, seines Zeichens Ermittler des LKA, der an der Aufarbeitung seiner eigenen Vergangenheit schwer zu knabbern hat, denn das Verschwinden seiner kleinen Schwester, als er im Teenageralter war, macht ihm nach wie vor zu schaffen, ruhelos, fast schon besessen, klammert er sich an jeden noch so kleinen Strohhalm, etwas über den Verbleib seiner Schwester herauszufinden. Das geht sogar so weit, dass er sich oftmals in Zwiegesprächen mit dem Geist von Viola verliert. Er findet eine kongeniale Partnerin in der Polizeipsychologin Sita Johanns, die ebenso wie Tom etliche unverarbeitete Probleme aus ihrer Vergangenheit mit sich herumträgt. Vielleicht ist es gerade dieser Aspekt, der die beiden zu einem einzigartigen Team zusammenschweißt, es bedarf keiner Liebesbeziehung zwischen den beiden, dass sie bei der Arbeit so gut miteinander harmonieren.

Cover:
Das Cover mit seinem silbernen Schriftzug und der Feder wirkt einerseits sehr schlicht, aber vielleicht auch gerade deshalb sehr edel und geheimnisvoll.

Autor:
Marc Raabe wurde in Köln geboren, wo er auch heute noch mit seiner Familie lebt. Bereits als Schüler drehte er zusammen mit einem Freund Super-8-Filme und gründete mit 18 Jahren eine Produktionsfirma für Industriefilme, Musikvideos und Fernsehen. Zeitgleich begann er mit dem Studium von Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften bzw. Germanistik, was er jedoch zu Gunsten seiner Firma vorzeitig beendete. Seine beiden Romane „Schnitt“ und „Der Schock“ waren wochenlang in den Bestsellerlisten zu finden.

Meinung:
Das Buch zieht einen -nicht nur aufgrund des mystisch angehauchten Covers -sofort in seinen Bann, Stück für Stück wird man in die Geschichte hineingezogen, es verschwinden oftmals die Grenzen zwischen Jäger und Gejagtem, was das Ganze ungemein spannend macht.

Persönliche Kritikpunkte:
In diesem Buch wird man mit einer großen Anzahl von verschiedenen Personen konfrontiert, wodurch man phasenweise Gefahr läuft, ein wenig den Überblick zu verlieren.

Fazit:
Ein sehr packender und gut gemachter Thriller, der den Auftakt zu einer spannenden Reihe bildet.

  (4)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(47)

76 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 41 Rezensionen

"liebe":w=1,"freundschaft":w=1,"jugendbuch":w=1,"schottland":w=1,"verwandlung":w=1,"dressler verlag":w=1,"sonja kaiblinger":w=1,"16jährige":w=1,"auf den ersten blick verzaubert":w=1,"verlagsgruppe oetinger":w=1

Auf den ersten Blick verzaubert

Sonja Kaiblinger
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Dressler, 19.02.2018
ISBN 9783791500713
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:
Ophelias Tanten und ihre Zwillingsschwester können sich in ein Tier oder eine Person verwandeln, Ophelia war von dieser Gabe bisher allerdings verschont geblieben. Bis zu jenem Tag, als ihr plötzlich aus heiterem Himmel der gleiche Bart wie ihrem Turnlehrer zu wachsen beginnt.. Als ob es im Leben einer ganz normalen 15 Jährigen nicht so schon genug Probleme gäbe, muss sie ab diesem Zeitpunkt immer wieder mit ungewollten Teil-Spontanverwandlungen rechnen, was ihr Teenager-Leben nicht unbedingt erleichtert.

Handlung:
Die 15 jährige Ophelia, die schwer in ihren Schulfreund und Theaterpartner Adrian verliebt ist, möchte diesem eine Einladung zu ihrer Geburtstagsparty zukommen lassen, ihre Versuche scheitern meist daran, dass sie im letzten Moment der Mut dazu verlässt. Dazu kommt, dass sie plötzlich beginnt, sich in andere Leute zu verwandeln, wenn sie emotional aufgewühlt ist. Diese Verwandlungsgabe haben in ihrer Familie sämtliche Zwillings- bzw,. Drillinge mit Ausnahme der jeweils Letztgeborenen. Wieso kann sich Ophelia verwandeln, obwohl sie nach ihrer Zwillingsschwester Lora geboren wurde?

Schreibstil:
Sonja Kaiblinger schreibt flüssig und durchaus kindgerecht und schafft es schon nach wenigen Seiten eine so tolle Atmosphäre aufzubauen, dass man direkt in die Geschichte „hineinfällt“, weil ihre Erzählungweise wie immer sehr fesselt.

Charaktere:
Hauptcharakter Ophelia mit ihrem Hang von einem Fettnäpfchen ins andere zu treten, hat man sofort ins Herz geschlossen. Mit ihren für Teenager typischen Selbstzweifeln wirkt sie sehr sympathisch und authentisch. Aber auch die Nebencharaktere werden von der Autorin mit der Liebe zum Detail sehr vielschichtig herausgearbeitet, haben ihre Ecken und Kanten, und selbst der sonst so perfekte Cliff, weist insgeheim Makel auf, die er mit seiner netten und umgänglichen Art nicht nur wettmacht, sodass er damit beim Leser so sehr punktet, dass man letztendlich auf ein Happy End zwischen ihm und Ophelia hofft. Auch der Charakter seiner Freundin Amalia, die anfangs noch als ziemliche Zicke in Erscheinung tritt, durchläuft im Zuge der Geschichte eine ziemliche Wandlung, auch sie wirkt immer sympathischer, je mehr man über sie erfährt. Das scheint überhaupt die Hauptaussage in diesem Buch zu sein: niemanden von vornherein abzustempeln, sondern ihn erst genauer kennenzulernen, bevor man sich ein Urteil über ihn erlaubt; denn vieles ist für einen Außenstehenden oft nicht so einfach erkennbar!

Cover:
Ein sehr witzig und lebhaft gestaltetes Cover, das im Grunde die gesamte Geschichte erzählt - zu dieser Erkenntnis kommt man allerdings erst, wenn man das Buch bereits gelesen hat. Wenn man den Papiereinband herunternimmt, entdeckt man ein lustiges Detail am Rande, da der Hardcovereinband zusätzlich bedruckt ist: Auf beiden Einbänden ist Ophelia zu finden, jedoch jedesmal mit einem anderen jungen Mann an ihrer Seite! Auf dem inneren Einband handelt es sich offenbar um ihren „offiziellen“ Schwarm Adrian, während auf dem äußeren Einband Cliff zu sehen ist - was in gewisser Weise die gesamte Geschichte widerspiegelt, ein sehr toller Einfall!

Autorin:
Sonja Kaiblinger wurde in Krems in Österreich geboren. Nach ihrem Wirtschaftsstudium und diversen Jobs begann sie mit dem Schreiben von Geschichten für Kinder und Jugendliche. Heute lebt sie mit ihrem Freund in Wien und Traismauer.

Illustrationen:
Die kleinen Bilder zwischen den einzelnen Kapiteln sind sehr gelungen und geben kleine Hinweise darauf, wie sich die Geschichte entwickeln wird.

Meinung:
Dieses Buch ist wieder einmal ein Gustostückerl aus der mittlerweile doch recht großen Anzahl an Bücher von Sonja Kaiblinger. Trotzdem muss möchte ich an dieser Stelle anmerken, dass ich bei diesem Buch länger gebraucht hatte, in die Geschichte „hineinzufinden“, als dies bei den anderen Kaiblinger-Büchern der Fall war. Woran das genau lag, ist mir aber nicht bewusst!

Persönliche Kritikpunkte:
Wirklich Negatives konnte ich bei diesem Buch beim besten Willen nicht entdecken, für mich eines der besten Bücher für junge Leser im heurigen Jahr!!!

Fazit:
Ein tolles Jugendbuch, das alles beinhaltet, was man sich wünschen kann: eine kleine Liebesgeschichte, typische Teenagerprobleme und witzige Wendungen, und viel, viel Humor! Eine echte Leseempfehlung!

  (7)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(16)

16 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

"marathon":w=3,"liebe":w=2,"krimi":w=2,"wein":w=2,"mord":w=1,"frankreich":w=1,"kampf":w=1,"hörbuch":w=1,"verlust":w=1,"macht":w=1,"geld":w=1,"erbe":w=1,"gier":w=1,"gift":w=1,"2018":w=1

Château Mort

Alexander Oetker , Frank Arnold
Schallplatte: 1 Seiten
Erschienen bei Audiobuch, 20.03.2018
ISBN 9783958620452
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(78)

87 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 74 Rezensionen

"magie":w=10,"kinderbuch":w=8,"fantasy":w=3,"zauberer":w=3,"magier":w=3,"spannung":w=2,"reihe":w=2,"schule":w=2,"labyrinth":w=2,"brettspiel":w=2,"zauberstäbe":w=2,"algravia":w=2,"lunies":w=2,"rabenhorst":w=2,"die drei magier - das magische labyrinth":w=2

Die drei Magier - Das magische Labyrinth

Matthias von Bornstädt , Rolf Vogt
Fester Einband: 160 Seiten
Erschienen bei arsEdition, 18.09.2017
ISBN 9783845816739
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Inhalt:
Die drei Kinder Conrad, Mila und Vicky finden sich während eines Ausflugs am Badeteich plötzlich im Fantasieland Algravia wieder, das vom bösen Zauberer Rabenhorst unterdrückt wird. Seine Intention ist es, dort die mächtigen drei Zauberstäbe an sich zu reißen, um dadurch zum mächtigsten Zauber überhaupt zu werden. Kann es sein, dass es sich bei den Kindern um jene drei Magier handelt, die der Legende nach die Einzigen sind, die dies verhindern können? Dabei können die drei Kinder nicht mal zaubern, wie sollen sie es mit dem Zauberer aufnehmen können?

Handlung:
Die Kinder werden in Algravia mit großem Hallo empfangen, sollen sie es doch sein, die es mit dem mächtigen Zauberer Rabenhorst aufnehmen sollen, um seine Macht zu brechen. Das verzwickte an der Sache ist jedoch, dass sie von Zauberei nicht die geringste Ahnung haben. Was tun? Wie sollen sie es den Bewohnern von Algravia klar machen, dass sie nicht die drei Auserwählten sind?

Schreibstil:
Die Geschichte ist sehr einfach geschrieben, verzichtet auf schwierige Wörter und ist somit für Erstleser bestens geeignet. Die Kapitel sind recht kurz gehalten, dass sich ein Kind davon nicht überfordert fühlt.

Charaktere:
Über die Hauptfiguren, die Kinder Conrad, Mila und Vicky erfährt man in der Geschichte recht wenig, sodass sie ein bisschen farblos wirken. Die Umgebung von Algravia jedoch ist sehr eindrucksvoll beschrieben und wirkt im wahrsten Sinn des Wortes lebendig.

Cover:
Das Cover mit seinen comichaften Figuren ist sehr auffällig gestaltet, Kinder werden davon sicherlich sehr angesprochen, nicht zuletzt deshalb, da es in seiner Aufmachung sehr an das gleichnamige Spiel erinnert, das 2009 zum Kinderspiel des Jahres nominiert wurde.

Autor:
In Wernigerode geboren, lebt Matthias von Bornstädt heute in Berlin, wo er auch seine Ausbildung zum Arzt absolvierte. Nebenbei schreibt er zahlreiche Kinderbücher.

Illustrationen:
Die Geschichte ist mit zahlreichen recht peppigen Abbildungen von Rolf Vogt versehen, die den Text sehr schön untermalen!

Meinung:
Die Geschichte ist sehr kindgerecht formuliert, dazu umfasst das Buch zahlreiche großflächige Illustrationen, sodass ein rasches Vorankommen beim Lesen gewährleistet ist, und der kleine Leser am Ende doch das Gefühl hat, ein für ein Kind doch recht stattliches Pensum von 160Seiten „geschafft“ zu haben.

Persönliche Kritikpunkte:
Das vom Verlag vorgegebene Alter von 8-10 Jahren halte ich ein wenig übertrieben, da die im Buch verwendete Sprache doch sehr einfach gehalten ist, würde ich eher eine Empfehlung für Erstleser von sechs, maximal sieben Jahren aussprechen. Zumal auch der Inhalt der Geschichte sehr kindlich ist, werden ältere Kinder davon eher gelangweilt sein.
Was mich ein wenig gestört hat, war dass der Anfang der Geschichte zwar sehr ausführlich beschrieben wurde, der eigentliche Hauptteil, der eigentlich der Kern der Geschichte ist, wurde in wenigen Seiten irgendwie lieblos, fast schon gehetzt, abgehandelt. Man hatte fast schon das Gefühl, dass hier mit allen Mitteln eine gewisse maximale Seitenanzahl einzuhalten versucht wurde, wodurch die Qualität der Geschichte meiner Meinung nach sehr leidet!

Fazit:
Sicherlich ein sehr nettes Kinderbuch für Erstleser, das viele bunte Bilder beinhaltet!

  (5)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(60)

76 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 55 Rezensionen

"thriller":w=3,"bernd rossbach":w=3,"wissenschaft":w=2,"jesus":w=2,"hirnforschung":w=2,"das jesus-experiment":w=2,"mord":w=1,"religion":w=1,"erinnerungen":w=1,"träume":w=1,"verfolgung":w=1,"erpressung":w=1,"bibel":w=1,"geheimdienst":w=1,"kloster":w=1

Das Jesus-Experiment

Bernd Roßbach
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei FeuerWerke Verlag, 16.01.2018
ISBN 9783945362334
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt:
Der Hirnforscher Tom Jennings hat in seiner jahrelangen Arbeit ein Verfahren entwickelt, bei der er unterschiedlichen Aktivitätsmustern im Gehirn Bildern zuordnet und auf diese Weise (sogar vererbte) Erinnerungen für Außenstehende sichtbar machen kann. Ein ehemaliger Studienkollege beansprucht den Erfolg jedoch ebenfalls für sich, woraus ein erbitterter Streit um das Patent für dieses Verfahren entbrennt, was dazu führt, dass man Jennings die für ihn vorgesehenen Forschungsgelder streicht.
Durch Kontakte seiner Exfrau bekommt Jennings jedoch auch Gelegenheit, seine Forschungsarbeit in einer Fernsehshow der breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Handlung:
Als eine direkte Nachfahrin von Pontius Pilatus ausfindig gemacht wird, stellt sich die Frage, inwieweit sich vererbte Erinnerungen über so viele Generationen reproduzieren lassen, und ob es durch sie tatsächlich gelingt, die Existenz von Jesus Christus nachweisen zu können.

Schreibstil:
Bernd Roßbach schreibt sehr flüssig, durch die Vielzahl an unterschiedlichen Personen, verliert man aber ein wenig den Überblick. Die Geschichte selbst wird bis zur Hälfte ein wenig langatmig erzählt, gewinnt allerdings danach sehr rasch an Tempo und wird zunehmend fesselnder.

Charaktere:
Protagonist Tom Jennings, seines Zeichens genialer Forscher auf dem Gebiet der Hirnforschung, wirkt im alltäglichen Leben zum Teil ein wenig zu naiv und gutgläubig, wodurch ich wirklich Probleme habe, mich mit diesem Charakter zu identifizieren.

Cover:
Das Cover ist in schlichten Grautönen gehalten, von dem sich der rote Schriftzug des Titels markant abhebt. Sehr gelungen finde ich auch die Dornenkrone, die sich um diese Lettern herumdrapiert. Das macht das Cover sehr einzigartig und zudem sehr auffallend.

Autor:
Bernd Roßbach wuchs in Sankt Augustin im Rheinland auf. Er ist seit über 25 Jahren in der Sicherheitsindustrie tätig und hat diverse Fachliteratur veröffentlicht. Inspiriert durch zahlreiche USA-Aufenthalte widmet er sich halbdokumentarischen Plots mit gut recherchiertem Hintergrund. (Quelle: http://www.feuerwerkeverlag.de)

Meinung:
Der Klappentext verspricht „eine Treibjagd durch Rom“, in welcher die „älteste Macht der Welt“ mitmischt, mag sein, dass ich aufgrund dessen eher einen Thriller wie Dan Browns „Sakrileg“ erwartet hatte, und von völlig falschen Voraussetzungen ausgegangen bin, da besagte „Treibjagd“ eher als Handlungsstrang am Rande anzusehen war. Vielmehr wurde im Buch eher auf die geschichtliche Aufarbeitung der Materie Wert gelegt bzw. auf wissenschaftliche Erkenntnisse. Dies belegen auch unzählige Quellenangaben im Anhang des Buches, welche zwar mit Sicherheit die akribische Recherche-Arbeit des Autors belegen. Letztendlich wurde für mich das Buch phasenweise auch ein wenig langatmig, auch wenn ich die Thematik an sich als ungemein spannend und interessant ansehe.

Persönliche Kritikpunkte:
Abgesehen von obig bereits angesprochenen sehr exzessiv betriebenen Ausführungen, finde ich, dass das Buch in zu vielen Handlungssträngen verläuft, welche für mich ein wenig übertrieben und unglaubwürdig erscheinen. Auf der anderen Seite werden einige Handlungsstränge zwar aufgenommen, sie verlaufen in weiterer Folge allerdings im Nichts, und lassen den Leser ein wenig ratlos und unbefriedigt zurück.

Fazit:
Ein sehr gut recherchierter Mystery-Thriller, der ein unglaublich interessantes Thema aufgreift und auch zum Nachdenken darüber anregt, was in der Forschung ethisch noch erlaubt sein sollte und was nicht.

  (3)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(177)

254 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 139 Rezensionen

"thriller":w=12,"london":w=5,"daniel cole":w=5,"hangman":w=5,"mord":w=3,"new york":w=3,"sekte":w=3,"köder":w=3,"spannung":w=2,"serienmörder":w=2,"fbi":w=2,"ullstein":w=2,"gehirnwäsche":w=2,"freundschaft":w=1,"usa":w=1

Hangman - Das Spiel des Mörders

Daniel Cole , Conny Lösch
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 02.01.2018
ISBN 9783548289212
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt:
Aufgrund von Parallelen einiger Mordfälle in New York zum Londoner „Ragdoll“-Fall, wird Chief Inspector Emily Baxter, welche an der Aufklärung des Ragdoll-Falles maßgeblich beteiligt war, zu Rate gezogen. Man vermutet einen Trittbrett-Fahrer, der den spektakulären Fall aus London kopiert, der Druck von Seiten der Medien auf die ermittelnden New Yorker Beamten wächst, zumal man sich mit einer äußerst brutalen und perfiden Mordserie –abwechselnd in London und in New York - konfrontiert sieht. Wer steckt als Drahtzieher hinter diesen Morden? Wird es dem Ermittlerteam gelingen, ihn rechtzeitig zur Strecke zu bringen?

Handlung:
In einem kurzen Prolog, wird das Ende in groben Zügen vorweggenommen, auch wird dabei auf den ersten Fall Bezug genommen, und ein wenig gespoilert, wenn man diesen noch nicht gelesen hat. Danach macht die Geschichte einen Zeitsprung von fünf Wochen in die Vergangenheit, zum eigentlichen Beginn der aktuellen Mordserie: hier wird bei jedem Mord auch eine zweite Leiche gefunden, nämlich die des jeweiligen Täters. Es stellt sich die Frage, wie man diese Fälle lösen soll, wenn der Killer jeweils frei Haus „mitgeliefert“ wird? Wo setzt man an, wie lässt sich diese mysteriöse Serie stoppen?

Schreibstil:
Eins vorweg: dieses Buch ist keine leichte Kost, was Brutalität und Grausamkeiten anbelangt! Der Autor versucht auch jene Leser zu berücksichtigen, welchen den Vorgängerband noch nicht kennen, und versorgt diese mit wichtigen Details dazu, damit zum Verständnis der aktuellen Geschichte dieser nicht unbedingt gelesen werden muss. Auf diese Weise wird man immer wieder mit kleinen Häppchen zum Ragdoll-Fall „gefüttert“, welcher untrennbar mit diesem Fall zusammenhängt. Dabei bedient sich der Autor eines relativ einfachen Satzbaus, wodurch das Ganze sehr leicht und flüssig gelesen werden kann.

Charaktere:
Hauptfigur ist die bereits im Vorgängerband in Erscheinung tretende Emily Baxter, Ihres Zeichens Detective Chief Inspector bei der Londoner Behörde. Obwohl sie durch den Ragdoll-Fall zu Ruhm und Ehre bei den Ermittlern gelangt ist, ist sie dadurch zwar abgebrüht und hart im Nehmen, weist jedoch im sozialen Gefüge Defizite auf. Die Brutalität des Ragdoll-Falles, in dem sie auch persönlich involviert war, hat bei ihr nicht nur optisch Spuren hinterlassen, auch seelisch hat sie daran nach wir vor, schwer zu knabbern, da sie erst wieder Vertrauen zu ihrer Umgebung finden muss. Nicht zuletzt leidet darunter auch ihre Beziehung zu ihrem Lebensgefährten Thomas, der für Baxter eine Engelsgeduld aufbringt. Der einzige, dem sie blind vertraut, ist ihr alter Freund Edmunds, der immer loyal zu ihr steht, und auf dessen Rat sie immer wieder gerne zurückgreift. Dem neu zusammengestellten Ermittlungsteam gehören auch der durchaus sympathisch dargestellte Special Agent Damien Rouche von der CIA und die zum Teil recht zickige Special Agent Elliot Curtis vom FBI an. Dieses recht ungleiche Trio wächst aber mit der Zeit zu einem recht kompakten Team zusammen, wobei jeder von ihnen im Laufe des Hangman-Falls mit den Dämonen seiner eigenen Vergangenheit konfrontiert wird.

Cover:
Dieses Cover mit dem auffälligen, roten Kreuzknoten, der sich je nach Lichteinfall vor die silberne Schrift des Titels und des Autors schiebt und sich fast schon plastisch von dieser abhebt, ist sehr gelungen und ein echter Blickfang!

Autor:
Daniel Cole wurde 1983 geboren. Bevor er mit dem Schreiben begann, hat er als Sanitäter, Tierschützer und Seeretter gearbeitet. Cole lebt in Bournemouth in Südengland. Seine Romane sind mittlerweile in 35 Ländern erschienen.

Meinung:
Ich kenne den ersten Band bisher nur teilweise, daher hatte ich anfangs einige Probleme damit, in die Geschichte hineinzufinden, da mir einfach das nötige Hintergrundwissen fehlte. Danach ging es allerdings Schlag auf Schlag, die Ereignisse überstürzten sich geradezu, sodass die Spannung stetig aufrecht gehalten wurde, bis es letztendlich zu einem fulminanten Showdown kam, wobei der Leser teilweise sehr geschickt in die Irre geführt wurde und es am Schluss zu einem wirklich unerwartetem Ende kam.

Persönliche Kritikpunkte:
In einem Prolog das Ende eines Romans vorwegzunehmen, und teilweise bereits die Lösung zu verraten, finde ich persönlich eine sehr unglücklich gewählte Art, einen Thriller zu beginnen, zumal sie den Buch einiges an Spannung stielt. Ob es wirklich so eine gute Idee ist, den Leser mit Details aus dem ersten Buch zu versorgen, mag dahingestellt bleiben. Auf der einen Seite sind diese als Hintergrundwissen essentiell, jedoch fehlt denjenigen, welchen den ersten Band noch nicht gelesen hatten dadurch vielleicht die Motivation, diesen nachträglich zu lesen. Denn dieser wird hier gehörig gespoilert! Nach dem eigentlichen Roman richtet sich der Autor in einigen Zeilen direkt an seine Leser, und erklärt darin, dass der erste Band für das Verständnis davor nicht zwingend gelesen werden muss, da er in „Hangman“ darauf Bezug nimmt. Warum diese Zeilen erst nachträglich angefügt werden und nicht als einleitende Worte zu Beginn, entzieht sich jedoch meinem Verständnis. Ich persönlich fände es zielführender, als Einleitung darauf hinzuweisen, den ersten Band zu lesen, als die Lösung des ersten Falls im zweiten Band preiszugeben!
Zudem fand ich einige Textpassagen ein wenig verwirrend, was allerdings auf eine mangelhafte bzw. fehlerhafte Übersetzung zurückzuführen ist.

Fazit:
Ein durchaus lesenswerter und spannender Thriller, der jedoch leider sehr viel über den ersten Band verrät, falls man diesen davor noch nicht gelesen haben sollte!

  (7)
Tags:  
 
180 Ergebnisse

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach!

Hol dir mehr von LovelyBooks

Mit der Verwendung von LovelyBooks erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir und unsere Partner Cookies zu Zwecken wie der Personalisierung von Inhalten und für Werbung einsetzen.