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18 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

berlin, deutschland, entführung, franziska pigulla, hörbuch, horror, mystery, mystery thriller, spree, thriller, verschwundene frauen

Spreeblut

Karsten Krepinsky
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Erschienen bei Die Typonauten GmbH, 31.01.2018
ISBN B0798SRB9M
Genre: Sonstiges

Rezension:

Inhalt:
Im Großraum Berlin verschwinden in regelmäßigen Abständen von einem Jahr etliche Frauen spurlos unter mysteriösen Umständen. Da es jedoch keine Anhaltspunkte über den Verbleib der Frauen gibt, und darüber ob sie einem Verbrechen zum Opfer gefallen sind, geschweige denn dass eine Leiche gefunden wird, legt die Polizei diese Fälle nach einiger Zeit zu den Akten, im Glauben, die Frauen sind freiwillig verschwunden.
Als Ana gerade eine der Vermisstenanzeigen einer der verschwundenen Frauen liest, wird sie von einem Unbekannten angesprochen, der sich als Jan vorstellt und sie in ein Gespräch über die Vermissten verwickelt. Obwohl Ana, die sich in einer lieblosen Ehe mit dem gewalttätigen Francois befindet, ihre Fassade der glücklichen Ehefrau aus gehobenen Kreisen aufrechterhalten will, beginnt sie sich mit Jan zu treffen und auf eigene Faust zu den Vermisstenfällen zu recherchieren. Als sich Hinweise darauf verdichten, dass sich die Serie von mysteriösen Vermisstenfällen nicht nur über Jahre sondern bereits über viele Jahrzehnte zurückverfolgen lässt, wird bald klar, dass es sich hierbei um einen sehr speziellen Täter handeln muss.

Schreibstil:
Das Hörbuch beginnt bereits sehr verstörend aus Sicht des Mörders mit den Worten: "Ich bin 163 Jahre alt. Zumindest ist das die Anzahl der Morde, an die ich mich erinnere. Für jedes Jahr ein Menschenleben.", wobei man nicht weiß, ob man es hier mit einem geistesgestörten Irren oder mit einem bis dato unbekannten Wesen zu tun hat. Im Verlauf der Geschichte ändert sich permanent der Blickwinkel, aus dem die Geschichte erzählt wird, einmal wird die Geschichte aus der Perspektive des Opfers geschildert, dann wieder aus Sicht des Mörders, dann wieder aus dem Blickwinkel der recherchierenden Ana, wobei man dabei auch sehr viel über deren Gefühlswelt erfährt. Dieses Vorgehen macht die Erzählung erst so richtig spannend, denn als Hörer weiß man lange Zeit nicht, worauf diese Geschichte hinausläuft: Ist es ein Krimi, ein Thriller im Stile einer verhängnisvollen Affäre, oder hat man es doch mit einem Mystery-Roman zu tun, der mit Horrorelementen gespickt ist? Eins schon vorweg: dieses Vorgehen bringt einige Überraschungen mit sich!
Darüber hinaus bekommt man häppchenweise Hinweise auf den Täter geliefert, man vermag diese Mosaikstücke jedoch nicht miteinander zu kombinieren, erst gegen Ende setzen sich die Fragmente zu einem schlüssigen Gesamtbild des Täters zusammen.

Charaktere:
Die Protagonistin Ana, gebürtige Ukrainerin aus ärmlicheren Verhältnissen, findet sich schon bald nach ihrer Hochzeit mit Francois in einer lieblosen Ehe wieder, in der sie nach Belieben von ihrem gewalttägigen Ehemann misshandelt und betrogen wird. Sie hält still, wahrt den glamourösen Schein nach außen und mimt die glückliche Ehefrau, aus Angst, ihre Eltern in der alten Heimat nicht mehr finanziell unterstützen zu können. Um der Realität zu entfliehen und ihren Alltag meistern zu können, sucht sie Trost im Alkohol, was sie nur noch tiefer in eine Spirale aus Sucht und Gewalt zieht. Auf mich wirkt sie in ihrem Tun sehr passiv und zaudernd, der Preis den sie für ein Leben im goldenen Käfig bezahlt, indem sie jahrelang schwerste Misshandlungen über sich ergehen lässt, erscheint mir viel zu hoch und ist für mich nicht nachzuvollziehen. Jan hingegen in seiner extrem zuvorkommenden Art wirkt auf mich so aufgesetzt, dass ich bei ihm permanent das Gefühl habe, dass er etwas im Schilde führt – nicht die besten Voraussetzungen, um ihn vorbehaltlos sympathisch zu finden.

Cover:
Dies ist eines jener Coverbilder, die zwar recht geheimnisvoll und blutrünstig wirken, bei denen man anfangs aber nicht genau sagen kann, was man eigentlich sieht. Erst mit der Auflösung der Geschichte lichtet sich der Nebel und man erkennt deutlich das Bild. Eine tolle graphische Umsetzung, die in gewisser Weise den gesamten Verlauf der Geschichte widerspiegelt.

Autor:
Karsten Krepinsky stammt aus Berlin, wo er heute als promovierter Biologe in einem Start-Up-Unternehmen arbeitet. In seinen Büchern fließen jeweils Elemente verschiedenster Genres, wie etwa Horror, Science-Fiction, Mystery oder Thriller ein.

Sprecherin:
Mit Franziska Pigulla wurde die Sprecherrolle meiner Meinung nach optimal besetzt. Ihre beruhigend wirkende Stimme steht setzt einen Kontrapunkt zur spannenden Handlung. Darüber hinaus wurde phasenweise mit Hall gearbeitet, um das Geheimnisvolle rund um den Mörder hervorzuheben.

Meinung:
Aufgrund der Tatsache, dass sich das Buch so schwer in irgendeine Schublade einordnen ließ, war ich beim Zuhören auf alles gefasst und stellte viele Handlungsweisen der Protagonisten in Frage, weil ich hinter allem eine gefinkelt gelegte falsche Fährte des Autors vermutete. Sehr gut fand ich die Art und Weise, wie man es schaffte, wie die gruselige Atmosphäre einzufangen, die sich jedes Mal ausbreitet, kurz bevor der Täter zuschlägt. Diese Passagen wirken im Zuhörer auch Tage später noch nach, da kann es durchaus passieren, dass man ein mulmiges Gefühl bekommt, wenn man gezwungen ist, spätabends eine menschenleere U-Bahnstation zu betreten….

Persönliche Kritikpunkte:
Ich tat mir manchmal schwer, die Beweggründe der einzelnen Charaktere nachzuvollziehen, wodurch ich mich mit keinem der Hauptakteure identifizieren konnte. Ana war mir oftmals zu passiv in ihrem Tun, Jan wiederum wirkte auf mich zu glatt und übertrieben zuvorkommend.

Fazit:
Ein sehr spannendes und auch ungewöhnliches Werk, das ich jenem ans Herz legen würde, der Hörbücher mag, die sich schwer in ein spezielles Genre einordnen lassen! 

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14 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 2 Rezensionen

Liliane Susewind - Ein kleiner Esel kommt groß raus

Tanya Stewner ,
Fester Einband: 80 Seiten
Erschienen bei FISCHER KJB, 23.07.2015
ISBN 9783737352017
Genre: Kinderbuch

Rezension:  
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295 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 155 Rezensionen

berlin, berliner dom, ddr, krimi, marc raabe, mord, reihe, schlüssel, schlüssel 17, spannung, stasi, thriller, tom babylon, ullstein verlag, vergangenheit

Schlüssel 17

Marc Raabe
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 09.02.2018
ISBN 9783548289137
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt:
Im Berliner Dom wird die verstümmelte Leiche einer Dompfarrerin hängend aufgefunden. Für Ermittler des LKA Tom Babylon stellt dieser Leichenfund einen persönlichen Bezug zu seiner eigenen Vergangenheit her, zumal bei der Leiche einen ähnlichen Schlüssel mit eingravierter Zahl 17 gefunden wird, den er in Jugendjahren zusammen mit seinen Freunden bei einer Leiche gefunden hatte, kurz bevor seine kleine Schwester Viola spurlos verschwand –genauso wie damals auch jene Leiche.

Handlung:
Der auf grausame Weise in Szene gesetzte Mord an der Dompfarrerin führt Tom Babylon geradewegs zurück in seine eigene Vergangenheit und zwingt ihn, sich ihr zu stellen. Wie schon damals taucht auch bei dieser Leiche ein Schlüssel mit Gravur auf, der offensichtlich eine zentrale Rolle zu spielen scheint.

Schreibstil:
Das Buch ist in unzählige kleine Kapitel unterteilt, wobei in rascher Abfolge zwischen der Gegenwart und der Vergangenheit gewechselt wird. Die Kürze der Kapitel, die oft nur wenige Seiten umfasst, animiert den Leser zum Weiterlesen, auch der flüssige, sehr angenehm zu lesende Stil des Autors trägt das Seine dazu bei, dass man dieses Buch, welches mehr als 500 Seiten umfasst, sehr zügig zu Ende liest.

Charaktere:
Hauptfigur ist Tom Babylon, seines Zeichens Ermittler des LKA, der an der Aufarbeitung seiner eigenen Vergangenheit schwer zu knabbern hat, denn das Verschwinden seiner kleinen Schwester, als er im Teenageralter war, macht ihm nach wie vor zu schaffen, ruhelos, fast schon besessen, klammert er sich an jeden noch so kleinen Strohhalm, etwas über den Verbleib seiner Schwester herauszufinden. Das geht sogar so weit, dass er sich oftmals in Zwiegesprächen mit dem Geist von Viola verliert. Er findet eine kongeniale Partnerin in der Polizeipsychologin Sita Johanns, die ebenso wie Tom etliche unverarbeitete Probleme aus ihrer Vergangenheit mit sich herumträgt. Vielleicht ist es gerade dieser Aspekt, der die beiden zu einem einzigartigen Team zusammenschweißt, es bedarf keiner Liebesbeziehung zwischen den beiden, dass sie bei der Arbeit so gut miteinander harmonieren.

Cover:
Das Cover mit seinem silbernen Schriftzug und der Feder wirkt einerseits sehr schlicht, aber vielleicht auch gerade deshalb sehr edel und geheimnisvoll.

Autor:
Marc Raabe wurde in Köln geboren, wo er auch heute noch mit seiner Familie lebt. Bereits als Schüler drehte er zusammen mit einem Freund Super-8-Filme und gründete mit 18 Jahren eine Produktionsfirma für Industriefilme, Musikvideos und Fernsehen. Zeitgleich begann er mit dem Studium von Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften bzw. Germanistik, was er jedoch zu Gunsten seiner Firma vorzeitig beendete. Seine beiden Romane „Schnitt“ und „Der Schock“ waren wochenlang in den Bestsellerlisten zu finden.

Meinung:
Das Buch zieht einen -nicht nur aufgrund des mystisch angehauchten Covers -sofort in seinen Bann, Stück für Stück wird man in die Geschichte hineingezogen, es verschwinden oftmals die Grenzen zwischen Jäger und Gejagtem, was das Ganze ungemein spannend macht.

Persönliche Kritikpunkte:
In diesem Buch wird man mit einer großen Anzahl von verschiedenen Personen konfrontiert, wodurch man phasenweise Gefahr läuft, ein wenig den Überblick zu verlieren.

Fazit:
Ein sehr packender und gut gemachter Thriller, der den Auftakt zu einer spannenden Reihe bildet.

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60 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 34 Rezensionen

16jährige, dressler verlag, freundschaft, jugendbuch, liebe, schottland, sonja kaiblinger, verlagsgruppe oetinger, verwandlung

Auf den ersten Blick verzaubert

Sonja Kaiblinger
Fester Einband
Erschienen bei Dressler, 19.02.2018
ISBN 9783791500713
Genre: Jugendbuch

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15 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

châteaus, erbe, frankreich, geld, gier, gift, giftmord, große lage, habgier, hälelkrimi, hörbuch, krimi, liebe, marathon, wein

Château Mort

Alexander Oetker , Frank Arnold
Schallplatte: 1 Seiten
Erschienen bei Audiobuch, 20.03.2018
ISBN 9783958620452
Genre: Krimi und Thriller

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84 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 71 Rezensionen

blume, brettspiel, brummschädel, fantasy, kinderbuch, labyrinth, lunies, magie, magier, rabenhorst, reihe, schule, spannung, zauberer, zauberstäbe

Die drei Magier - Das magische Labyrinth

Matthias von Bornstädt , Rolf Vogt
Fester Einband: 160 Seiten
Erschienen bei Ars Edition, 18.09.2017
ISBN 9783845816739
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Inhalt:
Die drei Kinder Conrad, Mila und Vicky finden sich während eines Ausflugs am Badeteich plötzlich im Fantasieland Algravia wieder, das vom bösen Zauberer Rabenhorst unterdrückt wird. Seine Intention ist es, dort die mächtigen drei Zauberstäbe an sich zu reißen, um dadurch zum mächtigsten Zauber überhaupt zu werden. Kann es sein, dass es sich bei den Kindern um jene drei Magier handelt, die der Legende nach die Einzigen sind, die dies verhindern können? Dabei können die drei Kinder nicht mal zaubern, wie sollen sie es mit dem Zauberer aufnehmen können?

Handlung:
Die Kinder werden in Algravia mit großem Hallo empfangen, sollen sie es doch sein, die es mit dem mächtigen Zauberer Rabenhorst aufnehmen sollen, um seine Macht zu brechen. Das verzwickte an der Sache ist jedoch, dass sie von Zauberei nicht die geringste Ahnung haben. Was tun? Wie sollen sie es den Bewohnern von Algravia klar machen, dass sie nicht die drei Auserwählten sind?

Schreibstil:
Die Geschichte ist sehr einfach geschrieben, verzichtet auf schwierige Wörter und ist somit für Erstleser bestens geeignet. Die Kapitel sind recht kurz gehalten, dass sich ein Kind davon nicht überfordert fühlt.

Charaktere:
Über die Hauptfiguren, die Kinder Conrad, Mila und Vicky erfährt man in der Geschichte recht wenig, sodass sie ein bisschen farblos wirken. Die Umgebung von Algravia jedoch ist sehr eindrucksvoll beschrieben und wirkt im wahrsten Sinn des Wortes lebendig.

Cover:
Das Cover mit seinen comichaften Figuren ist sehr auffällig gestaltet, Kinder werden davon sicherlich sehr angesprochen, nicht zuletzt deshalb, da es in seiner Aufmachung sehr an das gleichnamige Spiel erinnert, das 2009 zum Kinderspiel des Jahres nominiert wurde.

Autor:
In Wernigerode geboren, lebt Matthias von Bornstädt heute in Berlin, wo er auch seine Ausbildung zum Arzt absolvierte. Nebenbei schreibt er zahlreiche Kinderbücher.

Illustrationen:
Die Geschichte ist mit zahlreichen recht peppigen Abbildungen von Rolf Vogt versehen, die den Text sehr schön untermalen!

Meinung:
Die Geschichte ist sehr kindgerecht formuliert, dazu umfasst das Buch zahlreiche großflächige Illustrationen, sodass ein rasches Vorankommen beim Lesen gewährleistet ist, und der kleine Leser am Ende doch das Gefühl hat, ein für ein Kind doch recht stattliches Pensum von 160Seiten „geschafft“ zu haben.

Persönliche Kritikpunkte:
Das vom Verlag vorgegebene Alter von 8-10 Jahren halte ich ein wenig übertrieben, da die im Buch verwendete Sprache doch sehr einfach gehalten ist, würde ich eher eine Empfehlung für Erstleser von sechs, maximal sieben Jahren aussprechen. Zumal auch der Inhalt der Geschichte sehr kindlich ist, werden ältere Kinder davon eher gelangweilt sein.
Was mich ein wenig gestört hat, war dass der Anfang der Geschichte zwar sehr ausführlich beschrieben wurde, der eigentliche Hauptteil, der eigentlich der Kern der Geschichte ist, wurde in wenigen Seiten irgendwie lieblos, fast schon gehetzt, abgehandelt. Man hatte fast schon das Gefühl, dass hier mit allen Mitteln eine gewisse maximale Seitenanzahl einzuhalten versucht wurde, wodurch die Qualität der Geschichte meiner Meinung nach sehr leidet!

Fazit:
Sicherlich ein sehr nettes Kinderbuch für Erstleser, das viele bunte Bilder beinhaltet!

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74 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 53 Rezensionen

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Das Jesus-Experiment

Bernd Roßbach
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei FeuerWerke Verlag, 16.01.2018
ISBN 9783945362334
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt:
Der Hirnforscher Tom Jennings hat in seiner jahrelangen Arbeit ein Verfahren entwickelt, bei der er unterschiedlichen Aktivitätsmustern im Gehirn Bildern zuordnet und auf diese Weise (sogar vererbte) Erinnerungen für Außenstehende sichtbar machen kann. Ein ehemaliger Studienkollege beansprucht den Erfolg jedoch ebenfalls für sich, woraus ein erbitterter Streit um das Patent für dieses Verfahren entbrennt, was dazu führt, dass man Jennings die für ihn vorgesehenen Forschungsgelder streicht.
Durch Kontakte seiner Exfrau bekommt Jennings jedoch auch Gelegenheit, seine Forschungsarbeit in einer Fernsehshow der breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Handlung:
Als eine direkte Nachfahrin von Pontius Pilatus ausfindig gemacht wird, stellt sich die Frage, inwieweit sich vererbte Erinnerungen über so viele Generationen reproduzieren lassen, und ob es durch sie tatsächlich gelingt, die Existenz von Jesus Christus nachweisen zu können.

Schreibstil:
Bernd Roßbach schreibt sehr flüssig, durch die Vielzahl an unterschiedlichen Personen, verliert man aber ein wenig den Überblick. Die Geschichte selbst wird bis zur Hälfte ein wenig langatmig erzählt, gewinnt allerdings danach sehr rasch an Tempo und wird zunehmend fesselnder.

Charaktere:
Protagonist Tom Jennings, seines Zeichens genialer Forscher auf dem Gebiet der Hirnforschung, wirkt im alltäglichen Leben zum Teil ein wenig zu naiv und gutgläubig, wodurch ich wirklich Probleme habe, mich mit diesem Charakter zu identifizieren.

Cover:
Das Cover ist in schlichten Grautönen gehalten, von dem sich der rote Schriftzug des Titels markant abhebt. Sehr gelungen finde ich auch die Dornenkrone, die sich um diese Lettern herumdrapiert. Das macht das Cover sehr einzigartig und zudem sehr auffallend.

Autor:
Bernd Roßbach wuchs in Sankt Augustin im Rheinland auf. Er ist seit über 25 Jahren in der Sicherheitsindustrie tätig und hat diverse Fachliteratur veröffentlicht. Inspiriert durch zahlreiche USA-Aufenthalte widmet er sich halbdokumentarischen Plots mit gut recherchiertem Hintergrund. (Quelle: http://www.feuerwerkeverlag.de)

Meinung:
Der Klappentext verspricht „eine Treibjagd durch Rom“, in welcher die „älteste Macht der Welt“ mitmischt, mag sein, dass ich aufgrund dessen eher einen Thriller wie Dan Browns „Sakrileg“ erwartet hatte, und von völlig falschen Voraussetzungen ausgegangen bin, da besagte „Treibjagd“ eher als Handlungsstrang am Rande anzusehen war. Vielmehr wurde im Buch eher auf die geschichtliche Aufarbeitung der Materie Wert gelegt bzw. auf wissenschaftliche Erkenntnisse. Dies belegen auch unzählige Quellenangaben im Anhang des Buches, welche zwar mit Sicherheit die akribische Recherche-Arbeit des Autors belegen. Letztendlich wurde für mich das Buch phasenweise auch ein wenig langatmig, auch wenn ich die Thematik an sich als ungemein spannend und interessant ansehe.

Persönliche Kritikpunkte:
Abgesehen von obig bereits angesprochenen sehr exzessiv betriebenen Ausführungen, finde ich, dass das Buch in zu vielen Handlungssträngen verläuft, welche für mich ein wenig übertrieben und unglaubwürdig erscheinen. Auf der anderen Seite werden einige Handlungsstränge zwar aufgenommen, sie verlaufen in weiterer Folge allerdings im Nichts, und lassen den Leser ein wenig ratlos und unbefriedigt zurück.

Fazit:
Ein sehr gut recherchierter Mystery-Thriller, der ein unglaublich interessantes Thema aufgreift und auch zum Nachdenken darüber anregt, was in der Forschung ethisch noch erlaubt sein sollte und was nicht.

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232 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 134 Rezensionen

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Hangman - Das Spiel des Mörders

Daniel Cole , Conny Lösch
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 02.01.2018
ISBN 9783548289212
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt:
Aufgrund von Parallelen einiger Mordfälle in New York zum Londoner „Ragdoll“-Fall, wird Chief Inspector Emily Baxter, welche an der Aufklärung des Ragdoll-Falles maßgeblich beteiligt war, zu Rate gezogen. Man vermutet einen Trittbrett-Fahrer, der den spektakulären Fall aus London kopiert, der Druck von Seiten der Medien auf die ermittelnden New Yorker Beamten wächst, zumal man sich mit einer äußerst brutalen und perfiden Mordserie –abwechselnd in London und in New York - konfrontiert sieht. Wer steckt als Drahtzieher hinter diesen Morden? Wird es dem Ermittlerteam gelingen, ihn rechtzeitig zur Strecke zu bringen?

Handlung:
In einem kurzen Prolog, wird das Ende in groben Zügen vorweggenommen, auch wird dabei auf den ersten Fall Bezug genommen, und ein wenig gespoilert, wenn man diesen noch nicht gelesen hat. Danach macht die Geschichte einen Zeitsprung von fünf Wochen in die Vergangenheit, zum eigentlichen Beginn der aktuellen Mordserie: hier wird bei jedem Mord auch eine zweite Leiche gefunden, nämlich die des jeweiligen Täters. Es stellt sich die Frage, wie man diese Fälle lösen soll, wenn der Killer jeweils frei Haus „mitgeliefert“ wird? Wo setzt man an, wie lässt sich diese mysteriöse Serie stoppen?

Schreibstil:
Eins vorweg: dieses Buch ist keine leichte Kost, was Brutalität und Grausamkeiten anbelangt! Der Autor versucht auch jene Leser zu berücksichtigen, welchen den Vorgängerband noch nicht kennen, und versorgt diese mit wichtigen Details dazu, damit zum Verständnis der aktuellen Geschichte dieser nicht unbedingt gelesen werden muss. Auf diese Weise wird man immer wieder mit kleinen Häppchen zum Ragdoll-Fall „gefüttert“, welcher untrennbar mit diesem Fall zusammenhängt. Dabei bedient sich der Autor eines relativ einfachen Satzbaus, wodurch das Ganze sehr leicht und flüssig gelesen werden kann.

Charaktere:
Hauptfigur ist die bereits im Vorgängerband in Erscheinung tretende Emily Baxter, Ihres Zeichens Detective Chief Inspector bei der Londoner Behörde. Obwohl sie durch den Ragdoll-Fall zu Ruhm und Ehre bei den Ermittlern gelangt ist, ist sie dadurch zwar abgebrüht und hart im Nehmen, weist jedoch im sozialen Gefüge Defizite auf. Die Brutalität des Ragdoll-Falles, in dem sie auch persönlich involviert war, hat bei ihr nicht nur optisch Spuren hinterlassen, auch seelisch hat sie daran nach wir vor, schwer zu knabbern, da sie erst wieder Vertrauen zu ihrer Umgebung finden muss. Nicht zuletzt leidet darunter auch ihre Beziehung zu ihrem Lebensgefährten Thomas, der für Baxter eine Engelsgeduld aufbringt. Der einzige, dem sie blind vertraut, ist ihr alter Freund Edmunds, der immer loyal zu ihr steht, und auf dessen Rat sie immer wieder gerne zurückgreift. Dem neu zusammengestellten Ermittlungsteam gehören auch der durchaus sympathisch dargestellte Special Agent Damien Rouche von der CIA und die zum Teil recht zickige Special Agent Elliot Curtis vom FBI an. Dieses recht ungleiche Trio wächst aber mit der Zeit zu einem recht kompakten Team zusammen, wobei jeder von ihnen im Laufe des Hangman-Falls mit den Dämonen seiner eigenen Vergangenheit konfrontiert wird.

Cover:
Dieses Cover mit dem auffälligen, roten Kreuzknoten, der sich je nach Lichteinfall vor die silberne Schrift des Titels und des Autors schiebt und sich fast schon plastisch von dieser abhebt, ist sehr gelungen und ein echter Blickfang!

Autor:
Daniel Cole wurde 1983 geboren. Bevor er mit dem Schreiben begann, hat er als Sanitäter, Tierschützer und Seeretter gearbeitet. Cole lebt in Bournemouth in Südengland. Seine Romane sind mittlerweile in 35 Ländern erschienen.

Meinung:
Ich kenne den ersten Band bisher nur teilweise, daher hatte ich anfangs einige Probleme damit, in die Geschichte hineinzufinden, da mir einfach das nötige Hintergrundwissen fehlte. Danach ging es allerdings Schlag auf Schlag, die Ereignisse überstürzten sich geradezu, sodass die Spannung stetig aufrecht gehalten wurde, bis es letztendlich zu einem fulminanten Showdown kam, wobei der Leser teilweise sehr geschickt in die Irre geführt wurde und es am Schluss zu einem wirklich unerwartetem Ende kam.

Persönliche Kritikpunkte:
In einem Prolog das Ende eines Romans vorwegzunehmen, und teilweise bereits die Lösung zu verraten, finde ich persönlich eine sehr unglücklich gewählte Art, einen Thriller zu beginnen, zumal sie den Buch einiges an Spannung stielt. Ob es wirklich so eine gute Idee ist, den Leser mit Details aus dem ersten Buch zu versorgen, mag dahingestellt bleiben. Auf der einen Seite sind diese als Hintergrundwissen essentiell, jedoch fehlt denjenigen, welchen den ersten Band noch nicht gelesen hatten dadurch vielleicht die Motivation, diesen nachträglich zu lesen. Denn dieser wird hier gehörig gespoilert! Nach dem eigentlichen Roman richtet sich der Autor in einigen Zeilen direkt an seine Leser, und erklärt darin, dass der erste Band für das Verständnis davor nicht zwingend gelesen werden muss, da er in „Hangman“ darauf Bezug nimmt. Warum diese Zeilen erst nachträglich angefügt werden und nicht als einleitende Worte zu Beginn, entzieht sich jedoch meinem Verständnis. Ich persönlich fände es zielführender, als Einleitung darauf hinzuweisen, den ersten Band zu lesen, als die Lösung des ersten Falls im zweiten Band preiszugeben!
Zudem fand ich einige Textpassagen ein wenig verwirrend, was allerdings auf eine mangelhafte bzw. fehlerhafte Übersetzung zurückzuführen ist.

Fazit:
Ein durchaus lesenswerter und spannender Thriller, der jedoch leider sehr viel über den ersten Band verrät, falls man diesen davor noch nicht gelesen haben sollte!

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55 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 53 Rezensionen

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Totengrab

Keith Nixon
E-Buch Text
Erschienen bei beTHRILLED by Bastei Entertainment, 01.12.2017
ISBN 9783732541812
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt: Der sechsjährige Sohn Tom von Detective Sergeant Solomon Gray verschwindet spurlos im Zuge eines Jahrmarktbesuches mit seinem Vater. Die Ehe Grays zerbricht daran, seine Frau nimmt sich das Leben, die ältere Tochter Grays bricht den Kontakt zum Vater ab. Verbissen versucht dieser, etwas über den Verbleib seines Sohnes herauszufinden. Als er 10 Jahre nach dem Verschwinden Toms zu einem angeblichen Selbstmord eines 16jährigen gerufen wird, glaubt Gray daher anfangs, dass es sich dabei um seinen vermissten Sohn handeln könnte. Je mehr er über diesen Fall herausfindet, desto tiefer wird er in einen Sumpf von Lügen, Pädophilie und kriminelle Machenschaften hineingezogen. Wem kann er noch trauen?

Handlung:
Das glückliche Familienleben Detective Sergeant Solomon Grays scheint den Bach hinunter zu gehen, als er am sechsten Geburtstag seines Sohnes Tom mit diesem den Jahrmarkt besucht und dieser während einer Geisterbahnfahrt verschwindet und trotz jahrelanger Suche nicht mehr auftaucht. Die Mutter Toms verkraftet den Verlust nicht und nimmt sich nach fünf Jahren das Leben. Für das zweite Kind, die ältere Schwester Toms übernehmen die Großeltern die Obsorge. Solomon bleibt allein zurück und arbeitet verbissen an der Suche nach Tom. Als 10 Jahre später ein 16 jähriger Bursche Selbstmord begeht, denkt der zum Tatort gerufene Solomon Gray dabei gleich an seinen Sohn, was sich jedoch als Trugschluss erweist. Die Umstände des Todes sind so mysteriös, dass Solomon Nachforschungen stellt und dabei immer tiefer in ein Netz von Lügen, und dubiosen Machenschaften gerät.

Schreibstil:
Die Geschichte wird in zwei Ebenen erzählt: auf der einen Seite werden die aktuellen Geschehnisse berichtet, und auf der anderen in Rückblicken die Ereignisse rund um Toms sechsten Geburtstag geschildert. Das Ganze wird dem Leser in Bruchstücken häppchenweise hingeworfen, was in gewisser Weise auch Solomon Grays Zerrissenheit widerspiegelt.

Charaktere:
Dabei wird besonderes Augenmerk auf die Gefühlslage des Vaters Solomon gelegt, der einen Verlust nach dem anderen erlebt und dabei jegliche Hilfe von außen verweigert. So ist auch sein beruflicher Absturz nur eine Frage der Zeit, da sein Privatleben untrennbar mit seinen beruflichen Ermittlungen verbunden ist. Seine Gedanken kreisen fast ausschließlich um das Schicksal seines Kindes und um einen etwaigen Zusammenhang mit dem Tod des anderen Jungen. Wenn der Schmerz über sein zerstörtes Familienglück zu groß wird, versucht Gray diesen im Alkohol zu ertränken.
Die anderen Charaktere rund um Gray sind eher Randfiguren, die sich ihm mehr oder wenige in den Weg stellen, oder ihn bei seiner Suche unterstützen wollen. Nur wer dabei Freund oder Feind ist, das ist für Solomon oft nicht einfach zu durchblicken.

Cover:
Das Coverbild mit dem sich rasant drehenden Karussel spiegelt das Leben des ermittelnden Detectives wider, der in seinem eigenen Leben oft nichts anderes ist als ein Passagier in einem Ringelspiel. Es wirkt irgendwie sehr düster und drohend.

Autor:
Keith Nixon ist gelernter Apotheker, der jedoch mittlerweile in den Vertrieb einer High-Tech-Firma gewechselt hat. Heute lebt er zusammen mit seiner Familie im Nortwesten Englands, wo er Romane und Kurzgeschichten schreibt.

Meinung:
Die Geschichte wird in Bruchstücken erzählt, sodass man anfangs Mühe hat, in die Geschichte hineinzufinden. Man kann die verzweifelte Zerrissenheit des Vaters förmlich spüren, die Geschichte wirkt phasenweise etwas holprig. Der Verbleib Toms bleibt bis zum Schluss offen, was auf weitere Ermittlungsfälle Solomon Grays hindeutet, bei denen die Suche nach Tom im Hintergrund weiterläuft. Man darf also gespannt sein, ob Solomon Gray je etwas über das Schicksal seines Kindes herausfinden wird, zu wünschen ist es ihm auf alle Fälle!

Fazit:
Ein Buch mit sehr tristem Inhalt, das aber auch über weite Strecken sehr spannend geschrieben ist.

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28 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

bayern, eberhofer franz, eberhofer reihe, ein comedy-krimi, franz eberhofer, hörbuch, humor, kaiserschmarrn, kommissar eberhofer, leopold eberhofer, niederkaltenkirchen, oma eberhofer, provinzkrimi, regionalkrimi, vater eberhofer

Kaiserschmarrndrama

Rita Falk
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Erschienen bei Der Audio Verlag, 09.02.2018
ISBN B078Y485WF
Genre: Sonstiges

Rezension:

Inhalt:
Im Wald des fiktiven Dorfes Niederkaltenkirchen wird die erschlagene Leiche einer jungen Frau gefunden. Pikantes Detail am Rande: sie war erst vor kurzem in die Gegend gezogen und hatte im Internet ihre online-Dienste als Stripperin angeboten und viele verheiratete Männer aus Niederkaltenkirchen waren offenbar ihre Kunden. Ein Mordmotiv hätten somit einige. Als dann eine zweite Frauenleiche aufgefunden wird, liegt die Theorie eines Serientäters auf der Hand, und der Scharfsinn des Dorfpolizisten Franz Eberhofer ist gefragt.

Handlung:
Dies ist der neunte Teil der Regionalkrimiserie rund um den Dorfpolizisten Franz Eberhofer, welcher wie alle anderen Teile in der tiefsten bayrischen Provinz spielt. Nicht nur beruflich hat Eberhofer alle Hände voll zu tun, auch privat läuft für ihn nicht alles rund: Seine Freundin Susi, mit der zusammen er den kleinen Paul hat, möchte mit ihm zusammenziehen und ist eifrig darum bemüht, zusammen mit Franz‘ Bruder Leopold den Bau eines Doppelhauses zu forcieren, was Franz aber aus Leibeskräften zu boykottieren versucht, da er um seine kleine Wohnung, einem umgebauten Saustall fürchten muss. Zudem hat Franz momentan auch einige Probleme mit seinem Spezi Rudi, seinem ehemaligen Polizeikollegen, der nach einem gemeinsamen Unfall wochenlang zuerst im Spital und danach auf Reha verbringen muss. Bei so vielen privaten Geschehnissen werden die Ermittlungstätigkeiten Eberhofers ziemlich an den Rand gedrängt und so nebenbei gelöst.

Schreibstil:
In unnachahmlich witziger Art beschreibt Rita Falk das Leben des bayrischen Dorfpolizisten Franz Eberhofers. Mit trockenem Humor und viel Gespür für Situationskomik beschreibt sie die einzelnen Szenen, wobei sie sich kräftig des bayrischen Dialekts bedient, was das Ganze sehr urig und lebendig wirken lässt.

Charaktere:
Die einzelnen Charaktere werden liebevoll gezeichnet, mal schrullig, mal pedant, mal nervend, aber immer mit einem gewissen Augenzwinkern und einer gehörigen Portion Humor wird jedem einzelnen Leben eingehaucht, jeder so seine Ecken und Kanten, die die Figuren aber sehr authentisch wirken lassen. Dabei wird jedes nur erdenkliche Klischee über die bayrische Bevölkerung bedient, die vielzitierte bayrische Gemütlichkeit hat hier oberstes Gebot, so dringend kann kein Mordfall sein, dass nicht trotzdem noch zwischendurch Zeit für ein Leberkässemmerl bleibt!

Cover:
Das Cover, mit seiner riesigen pinkfarbenen Tapete im 70er-Jahre-Stil wirkt sehr urig, bei genauerem Hinschauen erfasst dieses Bild mit seinen vielen Details die gesamte Geschichte, angefangen vom Hanfpflänzchen im Vordergrund, dem sich Franz‘ Vater mit besonderer Hingabe widmet, dem Hund Ludwig, der in der Geschichte besondere Beachtung findet, die Polizeikappe als Symbol für die Ermittlungstätigkeit, die Pfanne mit Kaiserschmarrn und nicht zuletzt das Haus im Hintergrund, bei dem gerade „Richtfest“ gefeiert wird.

Autor:
Rita Falk wurde in Oberammergau geboren, und war als Bürokauffrau tätig bevor sie sich dem Schreiben widmete. Heute lebt die Mutter dreier erwachsener Kinder zusammen mit ihrem Mann, einem Polizisten in München.

Sprecher:
Christian Tramitz als Sprecher haucht den Figuren durch seine witzige Art und Weise Leben ein, er verpasst jeder einzelnem Charakter eine einzigartige Note, besonders gelungen sind dabei die Darstellungen der Oma Eberhofers oder die Figur des ewig nörgelnden Bürgermeisters. Durch Tramitz bekommt die Geschichte erst den richtigen Schliff, durch seine oftmalig witzige Darstellungsweise verleiht Tramitz der Geschichte auf einer unterschwelligen Ebene noch zusätzlichen Charme.

Meinung:
Wer einen spannenden Krimi mit gruseligen Details sucht, ist hier an einer völlig falschen Adresse, hier passieren die Morde und deren Aufklärung so nebenbei, Hauptaugenmerk wird hier auf das Zwischenmenschliche gelegt, und menschliche Sonderlichkeiten werden hier ebenso aufs Korn genommen wie die Dienstbeflissenheit so mancher Beamten und sorgen bei den Hörern für heitere sieben Stunden und 50min.

Fazit:
Bayrische Gemütlichkeit gepaart mit Situationskomik vom Feinsten, wobei hier besonders das Hörbuch ans Herz zu legen ist!

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51 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 23 Rezensionen

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Ein Sommer in Sommerby

Kirsten Boie , Verena Körting
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 19.02.2018
ISBN 9783789108839
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Inhalt:
Nachdem die Mutter auf einer Geschäftsreise in New York verunfallt und der Vater überstürzt zu ihr reist, sind die zwölfjährige Martha und ihre beiden kleinen Brüder Mats und Mikkel gezwungen, ihre Ferien bei ihrer ihnen nahezu unbekannten Oma in Sommerby zu verbringen, die dort ganz alleine in einem abgelegenen Haus wohnt. Nachdem sie ihre anfängliche Skepsis der schrulligen alten Dame gegenüber überwunden haben, lernen die Kinder nach und nach das Leben am Land zu schätzen und lernen darüber hinaus sehr viel über die wirklich relevanten Dinge im Leben.

Handlung:
Der Schock ist groß, als die Kinder, für die moderne Kommunikationsmittel wie Handy und Internet zur alltäglichen Selbstverständlichkeit geworden sind, mit dem altmodischen Leben ihrer Oma konfrontiert werden, in dem es nicht mal Fernseher oder Festnetztelefon gibt. Stattdessen finden sich die Kinder in ländlicher Idylle wieder, in der die Großmutter noch eigenhändig Marmelade herstellt, die sie dann an Touristen verkauft. Hier lernen die Kinder viel über die Vorzüge des „altmodischen“ Lebens und wie wichtig es ist, dass man in der Not Verbündete findet und zusammenhält.

Schreibstil:
In kindgerechter Form zeichnet Kirsten Boie ein wunderschönes Bild von ländlicher Idylle an der Ostsee. In zahlreichen, jeweils wenige Seiten umfassende Kapitel lässt sie die Kinder so manches Abenteuer erleben, sodass das Buch in keiner Phase langweilig oder gar eintönig wird. Sie vermag es selbst junge Leser zu fesseln und führt diese an eine kritische Sichtweise im Umgang mit modernen Kommunikationsmitteln und sozialen Netzwerken heran und bringt sogar die Jüngsten zu der Einsicht, dass Zusammenhalt und Hilfsbereitschaft immens wichtig sind.

Charaktere:
Jeder Charakter für sich wird von Kristen Boie liebevoll herausgearbeitet: zum einen die schrullige Oma, die jedoch ihr Herz am rechten Fleck hat und für Dinge, die ihr wichtig sind, wie ein Fels in der Brandung eintritt, ungeachtet dessen, ob sie damit auf Gegenliebe stößt, oder Martha, die mit ihren zwölf Jahren an der Schwelle vom Kindsein zum Erwachsenwerden steht. Diese wächst über sich hinaus und lernt in kürzester Zeit, was es heißt, für andere Verantwortung zu übernehmen. Auch ihre Brüder Mikkel und Mats, mit ihren sieben bzw. vier Jahren lernen hier so einiges für ihr Leben, auch wenn der kleine Mats des Öfteren ein recht verzogenes Verhalten an den Tag legt.

Cover:
Bereits die Covergestaltung gibt einen ersten Vorgeschmack auf das idyllische Leben an der Ostsee, welches einen bereits nach wenigen Seiten gefangen nimmt.

Autorin:
Die Hamburgerin Kirsten Boie studierte in Hamburg Englisch und Deutsch und promovierte in Literaturwissenschaften. Ihre Lehrtätigkeit an einer Gesamtschule musste sie nach der Adoption ihres ersten Kindes auf Wunsch des vermittelnden Jugendamtes aufgeben, daher begann sie damit, Kinderbücher zu schreiben und gilt heute zu einer erfolgreichsten Kinder-und Jugendbuchautorinnen im deutschsprachigen Raum.

Illustrationen:
Die einzelnen Kapitel werden jeweils mit winzig kleinen, liebevoll gestalteten Bildchen eingeleitet, die das Landleben wunderschön darstellen und zum positiven Gesamteindruck des Buches beitragen.

Meinung:
Ein Buch, das einfach nur schön zu lesen ist! Man gewinnt den Eindruck, als hielte man ein Stückchen Urlaub in Händen, der leider viel zu schnell verrinnt, obwohl man möchte, dass er nie zu Ende geht.

Fazit:
Dieses Buch ist ein echter Glücksgriff, das einen zu so mancher Erkenntnis verhilft und daher von mir die volle Punkteanzahl erhält!

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14 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

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Der Schrei der Amsel

Cordula Hamann
E-Buch Text: 222 Seiten
Erschienen bei books2read, 15.01.2018
ISBN 9783733711689
Genre: Sonstiges

Rezension:

Inhalt:
Das Familienidyll der Familie Meister wird jäh zerstört, als das erst fünfmonatige Baby Carla während eines Toilettenbesuchs ihrer Mutter Leonie im Supermarkt aus ihrem Kinderwagen spurlos verschwindet. Das Kind taucht trotz fieberhafter Suche durch die Polizei nicht auf, sodass eine Sonderermittlungseinheit geschaffen wird, die das Umfeld der Familie Meister genauestens beleuchtet und allen möglichen Hinweisen nachgeht, jedoch ohne Erfolg. Während sich der Vater von Carla aktiv an der Suche beteiligt und dabei selbst vor illegalen Methoden nicht zurückschreckt, bleibt seine Frau handlungsunfähig und zieht sich immer mehr in sich zurück, was zu immer größeren Spannungen in ihrer Ehe mit Hannes führt.

Handlung:
Mit dem Verlust Carlas geht jedes Familienmitglied anders um: zum einen der Vater, der sich in der Arbeit sofort vom Dienst freistellen lässt, um sich voll und ganz den Recherchen zum Auffinden seiner Tochter widmen zu können, und der auch sonst alles nur Menschenmögliche unternimmt, um sie zu finden, die Mutter, die in einer Art Schockstarre versunken zu sein scheint und sich immer mehr zurückzieht, und nicht zuletzt der Halbbruder Jakob, der sich nach der Trennung seiner leiblichen Eltern erst vor kurzem seinem Stiefvater angenähert hatte und nun durch den Verlust seiner Schwester wieder sehr verunsichert wird.

Schreibstil:
Bereits auf den ersten Seiten wird man ohne Vorwarnung mit dem Verschwinden der kleinen Carla konfrontiert. In einfühlsamer Weise wird die Odyssee zweier völlig verzweifelter Eltern geschildert, wobei jeder einzelne Charakter sehr ausführlich beschrieben wird. Dies geschieht dergestalt, dass die einzelnen Kapitel immer abwechselnd in der Ich-Form aus der Sicht der Mutter Leonie und dann wiederum in der dritten Person aus Sicht von Hannes verfasst sind. Durch die Ich-Erzählung der Mutter erfährt man zwar einiges über ihren Gemütszustand, trotzdem wird man, gerade was sie betrifft, über die Beweggründe ihres Tuns oftmals im Unklaren gelassen.
Zu den Hintergründen des Verschwindens des Kindes legt die Autorin geschickt und subtil verschiedene Fährten, die den Leser in mehrere Richtungen denken lassen, sodass dieser über den tatsächlichen Verbleib des Babys bis zum Schluss im Unklaren bleibt.

Charaktere:
Hauptaugenmerk wird hier auf die beiden Eltern der kleinen Leonie gelegt und ihrem jeweiligen Umgang mit dem schmerzlichen Verlust ihres Kindes. Hannes, der Vater, wirkt dabei in seiner Rastlosigkeit sehr authentisch, während Leonie in ihrer Teilnahmslosigkeit beim Leser Unverständnis hervorruft. Irgendwie scheint sie sich zu rasch mit dem Gedanken abzufinden, ihre Tochter niemals lebendig wiederzusehen: es ist nicht nur so, dass sie selbst keine Hoffnung mehr auf ein Wiedersehen mit ihrem Kind hegt, man gewinnt sogar den Eindruck, dass sie jegliche Hoffnung, an die sich Hannes wie ein Ertrinkender an einen Strohhalm klammert sofort im Keim zu ersticken versucht. Dieses negative Umgehen mit der Situation lässt sie zeitweise nicht wirklich sympathisch erscheinen. Geht es allerdings um das Wohlergehen ihres Sohnes Jakob – wie etwa im Sorgerechtsstreit mit dessen leiblichen Vater Andreas – erwacht im krassen Gegensatz zu Leonies sonstiger Passivität ihr Kämpferherz.

Cover:
Das Coverbild mit seinen nach außen hin verschwommenen Konturen wirkt sehr beklemmend, man gewinnt den Eindruck als würde etwas Unheilvolles die Familienidylle bedrohen und sich langsam dem Haus nähern.

Autorin:
Cordula Hamann wurde in Hannover geboren. Nach einer juristischen Ausbildung arbeitete sie zwanzig Jahre lang als Unternehmerin im Immobilienbereich bis sie sich ab 2006 immer mehr der Schriftstellerei widmete, mit den Schwerpunkten Krimi, Thriller und Familiendramen. Heute lebt sie mit ihrer Familie abwechselnd in Berlin und in Andalusien. Cordula Hamann ist Vorstandsmitglied im Verein „42er Autoren“, einem Verein zur Literatur-Förderung.

Meinung:
Ein sehr guter und im positiven „anderer“ Roman, der sich sowohl vom Inhalt her als auch durch den ständigen Perspektivenwechsel in angenehmer Weise von anderen Büchern abhebt. Während des Lesens ist die Verzweiflung der Protagonisten regelrecht greifbar, nicht zuletzt durch die unglaublich realistische Darstellungsweise, die dem Ganzen Leben einhaucht. Auch die Wahl des Titels, welcher sich erst auf den letzten Seiten wie von selbst erklärt, rundet die Geschichte optimal ab!

Persönliche Kritikpunkte:
Leider kommt es, bedingt durch mangelhaftes Korrekturlesen, zu einigen kleineren Fehlern, die jedoch den Lesegenuss nicht wesentlich schmälern!

Fazit:
Ein Buch, das definitiv „anders“ ist, wer ein Freund von spannender, nervenaufreibender und subtiler Unterhaltung mit überraschendem Ausgang ist, wird von diesem Buch sicherlich begeistert sein!

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18 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

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Chloé und die rosarote Brille

Sonja Kaiblinger , Vera Schmidt
Fester Einband
Erschienen bei Loewe, 12.02.2018
ISBN 9783785582404
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Inhalt:
In letzten Band der Trilogie um Chloé, dem Mädchen mit dem schrägen Toiletten-Faible geht es wieder rund im Notburga-von-Sorgenfrey-Gymnasium. Diesmal scheinen die Schüler von einem geheimnisvollen Liebesvirus befallen zu sein, das von einer rosaroten Klobrille ausgeht, die Direktor Oberhäusel in der Jungentoilette anbringen ließ. So kann sich auch Chloé plötzlich kaum mehr vor Verehrern retten. Da sich unter den liebestollen Herren auch Chloés Augenstern Waldemar befindet, ist nun guter Rat teuer herauszufinden, welcher der jungen Männer tatsächlich von diesem ominösen Liebeszauber betroffen ist, und wie man Ordnung in das allgemeine Chaos bringen soll.

Handlung:
Wie auch in den vorangegangenen Bänden drehen sich alle Probleme der Schüler um ein Thema: die Toiletten der Notburga-von-Sorgenfrey-Schule. Chloé, die aufgrund ihres seltsamen Toiletten-Ticks allgemein als recht schrullig angesehen wird, kann sich plötzlich vor Verehrern kaum noch retten, selbst ihr bester Kumpel Ernst ist plötzlich wie ausgewechselt. Das kann doch alles nicht mit rechten Dingen zugehen? Großer Herz-Schmerz ist angesagt, denn der Liebeszauber trifft oft leider die Falschen und dies führt zwangsläufig zu turbulenten Szenen und großem Chaos. Wird es Chloé mit ihren Freunden gelingen das Geheimnis um die rosarote Klobrille zu lüften? Man darf gespannt sein! Soviel darf verraten sein: die Trilogie findet ein sehr würdiges Ende!

Schreibstil:
Wieder ein unglaublich lustiges und sehr originelles Buch in altbewährter Sonja-Kaiblinger-Manier. Es ist wirklich erstaunlich, welche wirklich witzigen Details ihr während aller drei Bände zum Thema „Stilles Örtchen“ einfallen, nicht zuletzt bringen die Klo-Weisheiten, die sich wie ein roter Faden durch alle Bände ziehen, recht Kurioses aber auch Informatives zutage. Einige Szenen sind so lebensecht und lustig beschrieben, dass man beim Lesen zwischendurch herzhaft lachen muss.

Charaktere:
Chloé mit ihrem doch recht sonderbaren Faible und ihrer liebenswerten und schlagfertigen Art muss man einfach ins Herz schließen! Sie geht mit ihrer Clique durch dick und dünn, selbst als sich der Schwarm ihrer besten Freundin Pauline ausgerechnet in Chloé verliebt, zerbricht diese Freundschaft nicht daran, weil sich Chloé sehr um ihre Freundin bemüht.

Cover:
Das Cover ähnelt mit dem bekannten geschwungenen Schriftzug in der Darstellungsweise den anderen beiden Bänden, sodass man auf Anhieb erkennt, dass es sich hierbei um einen Chloé-Band handeln muss. Die witzigen Details im Bild geben bereits einen kleinen Vorgeschmack darauf, was einen beim Lesen des Buches erwartet.

Autorin:
Sonja Kaiblinger wurde in Krems in Österreich geboren. Nach ihrem Wirtschaftsstudium und diversen Jobs begann sie mit dem Schreiben von Geschichten für Kinder und Jugendliche. Heute lebt sie mit ihrem Freund in Wien und Traismauer.

Illustrationen:
Sowohl das Cover als auch die Bilder im Buch stammen allesamt von Vera Schmidt, die als Illustratorin im Raum Stuttgart lebt. In ihren liebevoll gezeichneten Bildern erwachen die einzelnen Charaktere zum Leben und unterstreichen in lustiger, aber doch anschaulicher Weise wunderbar den Text, sodass man die einzelnen Charaktere auf Anhieb den Darstellungen zuordnen kann.

Meinung:
Ein sehr gelungenes Buch, das sich auf lustige und originelle Weise mit dem Thema „Erste Liebe“ befasst. Die Kapitellänge ist auch für nicht so versierte Leser überschaubar und auch für diese sehr gut in einem Stück zu schaffen. Die Spannung wird dabei so geschickt aufgebaut, dass es nicht nur kleinen sondern auch größeren Lesern schwerfällt, mit dem Lesen nach einem Kapitel zu stoppen, da man unbedingt wissen will, wie sich die Geschichte weiterentwickelt.

Persönliche Kritikpunkte:
Einziger Kritikpunkt, der in Wirklichkeit auch kein solcher ist, liegt darin, dass es keinen vierten Band von Chloé geben wird, da einem diese Figur wirklich ans Herz wächst!

Fazit:
Ein wirklich witziges Mädchenbuch, das sicherlich auch einigen Jungs gefallen könnte!

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27 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

arzt, essen, gesundheit, test, tibetanische heilkunde

Ess-Medizin für dich

Florian Überall , Andrea Überall
Fester Einband: 200 Seiten
Erschienen bei Nymphenburger, 12.09.2017
ISBN 9783485029339
Genre: Sachbücher

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15 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

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Rocky, die Gangster und ich oder wie Mathe mir das Leben rettete (echt jetzt!)

Fritz Fassbinder , Sonja Kurzbach
Fester Einband
Erschienen bei Magellan, 18.01.2018
ISBN 9783734841156
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Inhalt:
Felix, der in Mathematik keine große Leuchte ist, muss nach einer misslungenen Klassenarbeit um seine Versetzung bangen. Durch Zufall lernt er in einem Tierheim Rocky kennen, einen ehemaligen Polizeihund, der dort einige Zeit untergebracht worden ist, nachdem er durch eine jährliche Spürhund-Prüfung gefallen war, und freundet sich mit diesem an. Bei einem gemeinsamen Spaziergang geraten die beiden in die Fänge zweier Gangster, können sie diesen entkommen?

Handlung:
Felix hat sehr unter seinem fiesen Mathelehrer, Herrn Teufel, zu leiden, der keine Gelegenheit auslässt, Felix mit seinen schlechten Leistungen vor der gesamten Klasse bloß zu stellen und niederzumachen. Nicht viel besser ergeht es Rocky, der bei seiner jährlichen Prüfung als Spürhund kläglich versagt und schließlich im Tierheim landet. Durch eine glückliche Fügung des Schicksals lernen sich die beiden kennen, als Felix im Tierheim mithilft. Sie freunden sich rasch an. Auf einer ihrer Spaziergänge, bricht der Polizeihund in Rocky durch und er nimmt die Fährte zweier Gangster auf, worauf er Felix in eine brenzlige Lage bringt, als sie von den Verbrechern entdeckt und gefangen gehalten werden.

Schreibstil:
Die Geschichte wird abwechselnd aus der Perspektive des Jungen und aus jener des Hundes erzählt. Dabei wird auch ein wenig mit der Sprache gespielt: während man beim Kind klare, strukturierte Gedankengänge erkennt und die Sätze ausformuliert werden, wirken die Sätze des Hundes ein wenig konfus und hektisch, sind abgehackt und kurz – wie man es sich eben von einem hechelnden, in Alarmbereitschaft versetzten Hund erwarten würde, dem seine Gedanken einfach ohne jegliche Struktur ins Gehirn schießen. Zugegebenermaßen für ein Kind vielleicht ein wenig schwer zu lesen, trotzdem eine sehr gelungene sprachliche Darstellung. Die Geschichte ist unglaublich spannend geschrieben, sodass man sie in kürzester Zeit gelesen hat, weil man einfach wissen will, wie die beiden es schaffen, sich aus ihrer misslichen Lage zu befreien.

Charaktere:
Die Hauptfiguren sind Felix und Rocky, beide werden sehr sympathisch dargestellt. Zum einen Felix, der seine liebe Not mit seinem aufsässigen Mathematiklehrer mit dem bezeichnenden Namen „Teufel“ hat, zum anderen der treu ergebene Hund Rocky, der einfach nur sein jeweiliges Herrchen glücklich sehen und ihm alles Recht machen will. Ihre Freundschaft und die gemeinsame Sorge um einander, lässt beide über sich hinauswachsen und zu Helden werden.
Im krassen Gegensatz zu den beiden, stehen auf der einen Seite die beiden Gangster, die in ihrem Tun besonders brutal und skrupellos erscheinen, sodass man ihnen alles Böse zutraut und auf der anderen Seite , wie bereits erwähnt, der fiese Lehrer Teufel, der keine Gelegenheit auslässt, um Felix niederzumachen.

Cover:
Das Cover wirkt recht poppig, ist kindgerecht und witzig gestaltet, sodass es unter Garantie auffällt, wenn es in der Buchhandlung steht. Ich muss allerdings zugeben, dass ich aufgrund des Covers ein eher kindlicheres Buch erwartet und nicht mit so viel Spannung gerechnet hätte....

Autor:
Nach mehrjähriger Arbeit auf dem „Schulschiff Deutschland“ studierte Fritz Fassbinder Nachrichtentechnik, danach widmete er sich mehreren Projekten und Entwicklungstätigkeiten für eine Spacelab-Mission der ESA. Heute arbeitet er für das Innenministerium im Polizeiumfeld und ließ sich davon auch zu seinem ersten Kinderbuch mit Krimihandlung inspirieren.

Illustrationen:
Die am Beginn jeden Kapitels zu findenden Illustrationen stammen allesamt von Sonja Kurzbach, die nach ihrer Ausbildung zu Mediengestalterin nun in Berlin lebt und dort als freie Illustratorin arbeitet.

Meinung:
Ein toll geschriebenes Kinderbuch, das die Freundschaft zwischen Tier und Mensch hervorhebt und zeigt wie wertvoll ein echter Freund ist, auf den man sich hundertprozentig verlassen kann. Der kleine Einblick in die Gedankenwelt eines Hundes ist sehr originell und gut gemacht, man könnte fast auf die Idee kommen, dass ein Hund manchmal durchaus so „tickt“ und sich so äußern würde, wenn er könnte! Man hat nie den Eindruck, dass der Hund übertrieben vermenschlicht dargestellt wird, manchmal sind bei ihm auch niedere Triebe vorrangig und die Gedankenwelt des Hundes kreist dann eben primär um das Fressen oder das nächste Leckerli!

Persönliche Kritikpunkte:
Wie bereits oben angesprochen, könnte der teilweise recht abgehackte Stil der, vorherrscht, wenn aus der Perspektive des Hundes erzählt wird, eher kleineren Lesern Probleme bereiten. Bereits größere Kinder bzw. fortgeschrittene Leser werden jedoch gerade an dieser Darstellungsform ihre Freude haben und zum Schmunzeln gebracht werden.

Fazit:
Ein wirklich gelungenes, gut geschriebenes, spannendes aber auch entzückendes Kinderbuch, das die Bezeichnung „Kinderkrimi“ zu Recht trägt!

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64 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 40 Rezensionen

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Stirb sanft, mein Engel

Daniela Arnold
E-Buch Text
Erschienen bei Selfpublishing, 15.11.2017
ISBN B077J8SLJF
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt:
In Dresden häufen sich die Vermisstenmeldungen von Teenagern, diese werden jedoch nach wenigen Tagen mit grausamen Folterspuren tot aufgefunden. In Augsburg wird ein wenig zeitversetzt die blutüberströmte Leiche eines Arztes gefunden, seine unter Mordverdacht stehende Ehefrau und die gemeinsame kleine Tochter sind zudem spurlos verschwunden. Die Ermittlungen an beiden Schauplätzen verlaufen zunächst im Sande, die Ermittlungsteams geraten zunehmend unter Beschuss der Medien und der Öffentlichkeit. Gibt es womöglich eine Verbindung zwischen den Mordfällen?

Handlung:
Das Buch springt in großem Tempo zwischen den einzelnen Schauplätzen hin und her, in Dresden fallen reihenweise junge Teenager einem psychopathischen Serienmörder zum Opfer, kurze Zeit später wird in Augsburg ein Arzt und zugleich junger Familienvater ermordet. Die Leichenfunde geschehen in diesem Buch Schlag auf Schlag, an beiden Schauplätzen haben die ermittelnden Kriminologen unter internen Querelen zu leiden, die ihre Arbeit nicht unbedingt erleichtern. Es kommt zu einem doch sehr überraschenden und ungewöhnlichen Ende, das allerdings ein wenig unrealistisch erscheint.

Schreibstil:
Der Schreibstil ist sehr rasant, eine Fülle an Ereignissen wurde auf einer doch recht geringen Seitenanzahl untergebracht bzw. „durchgepeitscht“, wobei man fast schon den Eindruck hatte, dass das Buch unter Zeitdruck geschrieben wurde. Die einzelnen Abschnitte sind –trotz der ständig wechselnden Schauplätze - jedoch sehr übersichtlich.

Charaktere:
Doro, die Ermittlerin aus dem Ermittlungsteam in Augsburg steht ziemlich im Vordergrund der Geschichte. Durch ihr dominantes und stures Auftreten vermag sie jedoch nicht viele Sympathiepunkte beim Leser sammeln, eher beginnt man zunehmend ihre Zeitgenossen zu bemitleiden, da sie kein besonders umgängliches Wesen hat. Die sonst auftretenden Personen wirken eher farblos und unscheinbar.

Cover:
Das kleine Mädchen im weißen Kleidchen auf einer düsteren Treppe wirkt sehr verloren, das Cover bekommt durch den neonfärbigen, sehr einprägsamen Titel besondere Dramatik und sticht daher ins Auge.

Autorin:
Schon in frühester Jugend hat die Autorin ihre Liebe zum Schreiben entdeckt und belegte daher an der Hamburger Fernuniversität den Studienzweig Journalismus. Sie lebt mit Mann und Sohn in Bayern und arbeitet dort als freie Journalistin und Autorin für diverse Frauenzeitschriften.

Meinung:
Leider konnte mich dieses Buch von Daniela Arnold nicht ganz überzeugen. Anfänglich sehr spannend, wirkt es durch die Morde nahezu im Minutentakt ein wenig gehetzt, die Beschreibung der einzelnen Charaktere kommt für meinen Geschmack ein wenig zu kurz, sodass die Personen allesamt ein wenig farblos wirken.

Persönliche Kritikpunkte:
Das Ende des Buches ist zwar sehr überraschend, das ganze Szenario wirkt jedoch recht unglaubwürdig, da es sehr unrealistisch dargestellt ist.

Fazit
Phasenweise sehr spannender Krimi, dessen Schluss doch ein wenig enttäuscht.

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Der letzte Kampf des Tigers

Werner J. Egli
Fester Einband: 199 Seiten
Erschienen bei Ueberreuter, C, 01.07.2005
ISBN 9783800051540
Genre: Kinderbuch

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Darcy - Der Glückskater als Retter in der Not

Gesine Schulz
E-Buch Text: 172 Seiten
Erschienen bei beHEARTBEAT by Bastei Entertainment, 14.11.2017
ISBN 9783732531226
Genre: Sonstiges

Rezension:

Inhalt:
Dies ist der sechste Band der Kurzromanreihe rund um den Glückskater Darcy, der seine Familie während eines Urlaubs verlor, und dessen größter Wunsch es ist, wieder mit seiner Familie vereint zu werden. In jedem der Bücher wird eine Station auf dieser abenteuerlichen Reise näher beleuchtet. So auch in Band sechs, in dem Darcy auf die Café-Besitzerin Briony im südenglischen Dorf Little Nymfield trifft, die sich durch die Eröffnung eines zweiten Cafés im Dorf an den Rand ihrer finanziellen Existenz gedrängt fühlt. Wird es die beherzte Briony mit Hilfe des Katers trotzdem schaffen, sich gegen die aalglatt agierenden Inhaber des Konkurrenzlokals zur Wehr zu setzen?

Handlung:
Obwohl der Kater eigentlich im Mittelpunkt dieser Buchreihe steht, hält sich dieser während des Geschehens eher vornehm im Hintergrund und greift nur sehr subtil in die Geschehnisse ein. Hauptakteurin wird dadurch die Lokalinhaberin Briony, die seit Jahren schon zusammen mit ihrer Freundin Kiki das Lokal betreibt. Ihre Torten und Scones sind seit längerem weithin bekannt, und doch scheint ihr das neue Lokal mit seinen findigen Verkaufsmethoden den Rang abzulaufen. Hier ist guter Rat teuer!

Schreibstil:
Gesine Schulz schafft durch ihren wunderbar bildhaften Schreibstil eine unheimlich angenehme Atmosphäre, sodass man beim Lesen die frischgebackenen, duftenden Scones zu riechen meint. Man wähnt sich richtiggehend als Cafe-Besucher vor Ort, so gut ist alles beschrieben.

Charaktere:
Briony, ihres Zeichens Inhaberin des kleinen Cafés in Little Nymfield besticht durch ihre ehrliche und erfrischende Art, sodass man sie sofort ins Herz schließen muss. Selbst an den finanziellen Ruin gedrängt, hat sie trotzdem noch ein offenes Ohr für Menschen in Not und selbst eine ihr unbekannte, verletzte Katze wird von ihr gesundgepflegt, und sie kümmert sich für deren tierärztliche Versorgung. Ihre Gegenspieler, ihre ehemalige, schon damals verhasste Schulkameradin Nicole und deren nicht minder mit allen Wassern gewaschene Ehemann Desmond stehen im extremen Kontrast zu Briony. Aber obwohl Nicole und Desmond keine Gemeinheit gegenüber Briony scheuen und sie mit allen Mitteln versuchen, diese finanziell zu ruinieren, lässt sich Briony nicht auf ihr Niveau herab, sondern geht geradlinig ihren Weg.

Cover:
Eine den Leser wachsam beobachtende dreifärbige Glückskatze vor einem malerischen englischen Cottage gibt bereits erste Hinweise auf den Inhalt des Buches und setzt dabei den Stil der vorherigen Bände der Buchreihe fort, sodass man auf den ersten Blick erkennt, dass es sich hierbei um eine weitere Geschichte rund um „Darcy“ handelt.

Autorin:
Gesine Schulz wurde in Niedersachsen geboren und wuchs im Ruhrgebiet auf. Nach ihrer Ausbildung zur Bibliothekarin verbrachte über zehn Jahre in Irland, Manhattan, Berner Oberland, Bogotá und La Paz, wo sie Bibliotheken reorganisierte, in einem Hotel arbeitete und an archäologischen Ausgrabungen teilnahm. Zurück in Essen, verschrieb sie sich jedoch ganz der Schriftstellerei.

Meinung:
Eine sehr angenehm zu lesende und berührende Geschichte über eine Frau, die sich trotz Widrigkeiten nicht davon abbringen lässt, ihren geradlinigen Weg zu gehen und ihr Herz für andere zu öffnen. Der Kater Darcy greift hin und wieder ins Geschehen ein, tut dies aber sehr subtil, sodass die Geschichte trotzdem glaubhaft bleibt. Die Erzählung selbst wird immer wieder mal aus der Sicht des Tieres geschildert, man hat jedoch nie den Eindruck, als würde das Tier in seiner Denkweise bzw seinem Auftreten vermenschlicht werden.
Als Leser fühlt man sich in dieser Geschichte unheimlich wohl, man schließt Briony und natürlich auch Darcy von Anfang an in sein Herz. Die Beschreibung des Lokals mit seinem Bezug zu historischen Details wirken so glaubhaft, dass man am liebsten nach Little Nymfield reisen möchte, um dies zu verifizieren.

Fazit:
Eine bezaubernde Geschichte, die nicht zu dick aufgetragen ist und wirklich Spaß macht zu lesen!

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74 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

abenteuer, familienhit, fantasie, kinderbuch, schule, tiere

Die Schule der magischen Tiere (1)

Margit Auer , Nina Dulleck
Flexibler Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 30.07.2015
ISBN 9783551314000
Genre: Kinderbuch

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Die lustigsten Schülerwitze


Fester Einband: 156 Seiten
Erschienen bei Tosa
ISBN 9783854927631
Genre: Comics

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189 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 110 Rezensionen

alina bronsky, berlin, buch, dtv, gegenwart, hörbuch, humor, jugend, jugendbuc, jugendbuch, jugendroman, liebe, metafiktion, migrationshintergrund, roman

Und du kommst auch drin vor

Alina Bronsky
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 08.09.2017
ISBN 9783423761819
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:
Als die 15jährige Kim zusammen mit ihrer Schulklasse eine Autorenlesung besucht, ist sie wie vom Donner gerührt: Als Protagonistin dieses Buches wird eindeutig sie beschrieben, in diesem Buch scheint die Autorin Leah Eriksson bestens über ihr Leben Bescheid zu wissen, denn bis auf die Namensgebung stimmt in der Geschichte alles mit dem tatsächlichen Leben Kims überein! Kims Neugierde ist geweckt, doch als sich herausstellt, dass die Geschichte für einen von Kims Klassenkameraden tödlich ausgeht, setzt Kim alles daran, zusammen mit ihrer recht exzentrischen Freundin Petrowna, die Autorin kennenzulernen, um diese zu einer Änderung des Schlusses zu bewegen, um irgendwie das vermeintliche Schicksal des Jungen zu beeinflussen.

Handlung:
Eine sehr gruselige Vorstellung, sein eigenes Leben, bis ins kleinste Detail erzählt, in einem Buch vorzufinden! Verständlich, dass einen diese Erkenntnis erstmal völlig aus der Bahn wirft. Kim sieht sich von der Autorin ihres eigenen Lebens beraubt und versucht mit allen Mitteln, dem vorgegebenen Schicksal zu entrinnen, was sie zu recht kuriosen und erfrischend einfallsreichen Methoden greifen lässt, zu denen nur Teenager imstande sind. An diesem Punkt beginnen Realität und Fiktion zu verschwimmen, als Leser fragt man sich, inwieweit bildet sich das Mädchen alles nur ein, oder vermag die Autorin tatsächlich Einfluss auf Kims Leben zu nehmen?

Schreibstil:
Alina Bronsky bedient sich hier einer sehr modernen Sprache, von der ich mir vorstellen kann, dass sie sehr gut von Jugendlichen angenommen wird. Die Geschichte selbst wird in einer recht einfachen, aber sehr lockeren und erfrischenden Art aus der Sicht einer typischen 15jährigen erzählt, und wirkt dadurch sehr authentisch, sodass ich die 190 Seiten dieses Buches „in einem Rutsch“ gelesen habe.

Charaktere:
Die aus reichem Haus stammende Protagonistin Kim mit ihrer doch recht ich-bezogenen Art wirkt nicht unbedingt sympathisch, zumal sie die Tendenz hat, die Schuld für alles Negative, das ihr in ihrem bisherigen Leben passiert, bei anderen zu suchen und in keinster Weise bereit ist, Eigenverantwortung für ihr Tun zu übernehmen. In krassem Gegensatz dazu steht ihre beste Freundin Petrowna, die ganz augenscheinlich zwar daran zu knabbern hat, aus sehr ärmlichen Verhältnissen zu stammen, dies aber mit viel Originalität und Einfallsreichtum überspielt. Obwohl gleich alt, scheint sie in ihrem Tun wesentlich reifer zu sein als Kim, nicht zuletzt aufgrund ihrer Intelligenz und ihrem Empathievermögen, die denen einer durchschnittlichen 15jährigen weit übersteigen.

Cover:
Das Cover wirkt verspielt und dem Inhalt entsprechend jugendlich gestaltet. Sehr originell die Verwendung einer silbernen Spiegelfolie, mit der man den Titel hinterlegt hat, durch die Reflexion des eigenen Spiegelbildes hinter dem Schriftzug wirkt dieser wie ein versteckter Hinweis, der direkt an den Leser gerichtet ist.

Autorin:
Alina Bronsky wurde 1978 im russischen Jekaterinburg geboren, verbrachte ihre Jugend in Marburg und Darmstadt. Heute lebt sie mit ihrem Mann und ihren vier Kindern in Berlin-Charlottenburg.

Meinung:
Ich fand die Idee für diese Geschichte sehr originell, in ein Buch mit seinem eigenen Leben konfrontiert zu werden. Trotz aller - zum Teil wirklich grotesken - Situationen, in die Kim hier gerät und die einen schmunzeln lassen, wird in diesem Buch aber auch ganz alltäglichen Teenager-Problemen Raum gegeben. So bekommt man Einblick in die Gedankenwelt eines Trennungskindes, das versucht mit den neuen Lebenspartnern der Eltern klarzukommen, und in das Gefühlschaos, in das Heranwachsende bei ihren ersten Kontakten mit dem anderen Geschlecht geworfen werden.

Fazit:
Ein Jugendbuch mit der Botschaft, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen, um es aktiv zu gestalten und sich nicht irgendwelchen widrigen Umständen schicksalsergeben zu unterwerfen, und damit seine Möglichkeiten zu verspielen, in den Fluss des Lebens korrigierend einzuwirken.

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195 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 105 Rezensionen

band 2, freyja, huldar, island, kindesmissbrauch, krimi, missbrauch, mord, rache, sog, spannung, thriller, vergewaltigung, yrsa sigurdardottir, zeitkapsel

SOG

Yrsa Sigurdardottir , Tina Flecken
Fester Einband: 500 Seiten
Erschienen bei btb, 18.09.2017
ISBN 9783442756643
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt:
In Reykjavik wird eine Zeitkapsel gehoben, in die zehn Jahre zuvor Schüler im Rahmen eines Projektes Briefe gelegt hatten, in denen sie ihre Zukunftsvisionen für dieses Jahr beschrieben. Doch ein ungewöhnlicher Zettel sticht dabei hervor: Auf diesem werden noch für das laufende Jahr die Morde an einigen, nur mit ihren Initialen versehenen Personen angekündigt. Anfangs wird dieser Zettel noch belächelt und als Kinderei abgetan. Dies ändert sich jedoch, als zuerst die abgetrennten Hände eines Unbekannten aufgefunden werden und in weiterer Folge noch andere verstümmelte Mordopfer aufgefunden werden. Ist der Mörder in den Reihen jener ehemaligen Schüler zu suchen, der Rache üben wollte, oder steckt ein irrer Serienmörder dahinter? Kommissar Huldar, der aufgrund seines Fehlverhaltens in seinen vorherigen Fall degradiert wurde, steht unter Zugzwang, um sich zu rehabilitieren. Bei seiner Recherche stößt er auf einen zwölf Jahre zurückliegenden Fall eines Sexualmordes an einem kleinen Mädchen. Steht der Mörder von damals mit den aktuellen Mordfällen in Verbindung?

Handlung;
Die Geschichte wird in unterschiedlichen zeitlichen Ebenen und aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Dadurch gewinnt man zusätzliche Einblicke in das Seelenleben der einzelnen Charaktere und die daraus resultierenden Geschehnisse. Die einzelnen Handlungsstränge scheinen anfangs nichts miteinander zu tun zu haben, sie verknüpfen sich erst nach und nach. Das macht den Reiz des Ganzen aus, denn dadurch bleibt die Spannung über die gesamten 448 Seiten aufrecht.

Schreibstil:
Yrsa Sigurdardóttir schreibt flüssig und unglaublich spannend, dabei beschreibt sie die Geschehnisse schonungslos mit einer solchen Brutalität und konfrontiert den Leser bis an den Rand des Erträglichen detailliert mit Gewalt, wobei auch sie bei ihren Beschreibungen auch nicht davor zurückschreckt, kleine Kinder zum Zielobjekt des Täters werden zu lassen.

Charaktere:
Kommissar Huldar und die Kinderpsychologin Freya konnte man bereits im Vorgängerband „DNA“ als Ermittlerduo kennenlernen, beide haben alle Hände voll damit zu tun, ihr eigenes Leben in den Griff zu bekommen. Ein schlechter Start zu Beginn ihres Kennenlernens trägt sein Übriges dazu bei, dass die beiden auch an der Beziehung zueinander zu knabbern haben, wobei sie dabei recht unreif, bisweilen fast schon kindisch auftreten, was ihren Sympathiewerten beim Leser nicht unbedingt zu Gute kommt. Alle anderen Figuren sind jedoch sehr authentisch gezeichnet, was das Ganze sehr glaubwürdig macht!

Cover:
Das Cover mit seinem roten Schriftzug „Sog“ hinter einer durchbrochenen Mauer wirkt auffallend und zieht die Blicke förmlich auf sich, sodass man schon allein wegen des Covers zu diesem Buch greift.

Autorin:
Yrsa Sigurdardóttir wurde 1963 in Island geboren und schloss im Jahre 1988 ihr Bauingenieur-Studium als „Master of Science“ in Montreal ab und arbeitet seither als Ingenieurin am Kárahnjúka-Staudamm im Osten Islands.Sie wohnt mit ihrem Mann und zwei Kindern in Seltjarnarnes bei Reykjavík.

Meinung:
Yrsa Sigurdardóttir hat während der Erzählung den Leser völlig in der Hand. Durch die Beschreibung kleiner Banalitäten haucht sie den einzelnen Figuren Leben ein, und macht sie zum Teil so liebenswürdig, dass der Gedanken daran, dass ihnen womöglich etwas Böses widerfahren könnte, schier unerträglich wird. Die brutal beschriebenen Szenen sind nicht ohne, es werden Tabuthemen wie Vergewaltigung von Kindern aufgegriffen, was wirklich kaum erträglich zu lesen ist. Für mich insofern erschreckend, als dass das Buch auf einem realen Fall beruht, dieses Wissen macht das Ganze noch schlimmer. Die geschilderte Ungerechtigkeit, die den Jugendlichen Sigrún und Þröstur in diesem Buch widerfährt, und die beklemmende, ausweglose Lage, in der sich die beiden befinden, lassen den Leser vor Wut am liebsten laut aufschreien. Auch die seelischen Grausamkeiten, die ihnen von Seiten der Behörden und jener, die eigentlich ihrem Schutze dienen sollten, entgegengebracht werden, empfand ich als extrem belastend.

Persönliche Kritikpunkte:
Das Hick-Hack zwischen Huldar und Freya war mir persönlich schon zu viel, auch die zickigen und überzogenen Reaktionen Freyas waren ein wenig befremdlich, wenn man bedenkt, dass sie ausgebildete Psychologin ist, sollte man meinen, dass sie mehr Einfühlungsvermögen an den Tag legt.

Fazit
Ein unglaublich packender und schonungsloser Thriller, der aber sicher nichts für Zartbesaitete oder junge Mütter ist. Geschickt platzierte Wendungen halten die Spannung von der ersten bis zur letzten Seite aufrecht.

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103 Bibliotheken, 1 Leser, 3 Gruppen, 37 Rezensionen

dresden, fortsetzung, historischer krimi, hunger, hungersnot, hungerwinter, hungerwinter 1947, kommissar, krimi, kriminalroman, krimi-reihe, max heller, militär, nachkriegszeit, russische besatzung

Tausend Teufel

Frank Goldammer
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 13.10.2017
ISBN 9783423261708
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt:
Zwei Jahre nach dem Bombardement Dresdens liegt die Stadt immer noch in Trümmern, im klirrend kalten Winter fehlt es der notleidenden Bevölkerung an allem, zudem wird die Stadt von den Sowjets kontrolliert, was die Lage für den Normalbürger nicht unbedingt einfacher macht. Um zu überleben wird denunziert und angeschwärzt, Grausamkeiten jeglicher Art stehen dabei an der Tagesordnung. Unter diesen prekären Voraussetzungen versucht Oberkommissar Max Heller seine Arbeit verrichten, als er zu einem Mord an einem russischen Soldaten gerufen wird. Doch bei dieser Leiche bleibt es nicht, neben ihr wird ein Rucksack mit dem abgetrennten Kopf eines vorerst Unbekannten gefunden. Bei seiner Ermittlungstätigkeit wird Heller von Seiten der russischen Behörden gehörig unter Druck gesetzt und kontrolliert, was es Heller ungemein schwer macht, seiner ehrlichen und rechtschaffenden Linie treu zu bleiben.

Handlung:
Wie schon der Vorgängerband „Der Angstmann“ spielt auch dieses Buch in der Nachkriegszeit, in der sich jeder selbst der Nächste ist, um sein nacktes Überleben zu sichern. Schwarzhandel, Manipulation und Vetternwirtschaft stehen an der Tagesordnung, sodass man oft nicht weiß, wem man wirklich vertrauen kann.

Schreibstil:
Der einfach strukturierte Satzbau unterstreicht sehr schön die tristen Bedingungen der Bevölkerung im zerbombten Dresden, sodass man die einzelnen Szenen nahezu bildlich vor sich sieht. Die Geschichte selbst wird aus der Sicht des Protagonisten Max Hellers erzählt, was die Figuren Medvedev, Ovtscharov oder Karaschwili noch undurchsichtiger und geheimnisvoller werden lassen, da man keinen Zugang zu deren Gedankenwelt erhält. Der Autor lässt in seinen Beschreibungen sein profundes Wissen über das Dresden der Nachkriegszeit einfließen.

Charaktere:
Die Figuren des Max Hellers wie auch seiner Frau Karin werden sehr integer und ehrlich gezeichnet, sie gehen ihren rechtschaffenden Weg ohne Wenn und Aber, und helfen kompromisslos den Ärmsten der Armen, auch wenn sie sich dadurch selbst in höchste Gefahr begeben. Das macht die beiden ungemein sympathisch, sie stehen im krassen Gegensatz zu Menschen wie etwa Frau Schlüter, oder auch Herrn Gutmann, die auch allem ihren persönlichen Nutzen ziehen wollen. Auch die Russen Ovtscharov und Medvedev, wie auch der Georgier Karaschwili wirken verschlagen und durchtrieben und traut ihnen die hinterhältigsten Aktionen zu.

Cover:
Passend zum Inhalt ist auch das Cover eher schlicht gehalten, am Rande ist halb verdeckt das Mädchen mit einem Rucksack zu sehen, welcher vermutlich den abgetrennten Kopf des Ermordeten enthält. Alles überragend der Titel des Buch, der per Hand hingepinselt zu sein scheint!

Autor:
Frank Goldammer wurde 1975 in Dresden geboren, und lebt ebendort als Maler-und Lackierermeister mit seinen beiden Zwillingen.

Sprecher:
Mit Heikko Deutschmann als Sprecher wurde die ideale Besetzung für dieses Hörbuch gefunden, Seine mitreissende und doch auch sehr angenehme Stimme lässt das Ganze zu einem echten Ohrenschmaus werden!

Meinung:
Ein historisch sehr gut recherchierter Roman, bei dem man sich beim Hören manchmal dabei ertappt, dass man selbst zu frieren beginnt, weil die Erzählung so realistisch ist, dass man sich selbst in der klirrenden Kälte des kriegsgebeutelten Dresdens wähnt. Während des Hörens wird man dermaßen in seiner Denkweise, was die russischen Soldaten betrifft, beeinflusst, dass man ihnen alles zuzutrauen beginnt, was die Geschichte umso spannender macht.

Persönlicher Kritikpunkt:
Ich habe mir „Tausend Teufel“ als Hörbuch angehört, und fühlte mich anfangs durch die Fülle an schwer zu merkenden russischen Namen doch ein wenig überfordert. Bei einer Printversion des Buches ist dieser Effekt sicherlich nicht so groß wie bei der Hörvariante. Vielleicht würde ein Verzeichnis der Namen mit der jeweiligen Funktion im Inneren des Hörbuchs den Einstieg in die Erzählung ein wenig erleichtern?

Fazit:
Ein sehr berührender Kriminalroman, der in der Nachkriegszeit spielt, der aber auch erschreckenden Bezug zur Armut in der Gegenwart herstellt. Zudem wird das Hörbuch perfekt dargeboten von einem überragenden Heikko Deutschmann.

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20 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 16 Rezensionen

abenteuer, band 6, geister, gruselig, humor, loewe verlag, scary harr, scary harry, schifahren, schnee, sonja kaiblinger, spannend, spaß, toll

Scary Harry - Hals- und Knochenbruch

Sonja Kaiblinger , Fréderic Bertrand
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Loewe, 18.09.2017
ISBN 9783785582664
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Inhalt:
Otto, dessen Eltern im berüchtigten Jenseits-Gefängnis „Qualcatraz“ festgehalten werden, möchte diese von dort befreien und erhält dabei Unterstützung von irdischer Seite in Form seiner Freundin Emily, seinem Onkel Archibald und dessen Frau Sharon, sowie von seinen Freunden aus dem Jenseits, dem Sensenmann Scary Harry, der aus dem Jenseits verbannten Fledermaus Vincent sowie einigen anderen recht skurrilen Figuren. Als ob dies für einen 11 jährigen Jungen nicht schon genug Probleme wären, muss er sich auch noch mit dem nervtötenden Freund von Emily herumschlagen, oder einem offenbar irren Dr. Seymore, der sich damit brüstet, ein Mittel zum ewigen Leben gefunden zu haben, jedoch seither deswegen verfolgt wird. Die Geschichte führt über die verschneite Bergwelt Österreichs bis hin zu der düstere Welt des Qualcatraz.

Handlung:
Auch im sechsten Band dieser wirklich witzigen Scary Harry Reihe, begegnet man in gewohnter Form Situationskomik, gruselig-schrägen Figuren und immens witzigen Dialogen. Die Geschichte beginnt bereits sehr turbulent, schafft es aber trotzdem, gegen Ende hin noch rasant an Fahrt aufzunehmen. Für Nervenkitzel wird ebenso gesorgt wie für Gruselmomente, etliche Stellen sorgen jedoch auch für herzhaftes Lachen unter der Leserschaft.

Charaktere:
Viele Figuren, etwa die entzückende Fledermaus Vincent mit ihren aberwitzigen Kommentaren oder der schräge Scary Harry sind bereits aus den vorherigen Bänden bekannt, man entdeckt an ihnen jedoch neue, unbekannt romantische Seiten, die einen diese Charaktere noch fester ins Herz schließen lässt. Aber auch neue Figuren wie der in österreichischer Mundart parlierende Landgraf von Ochsenreuth, der bereits vor vielen Jahrzehnten -selbst unbemerkt- das Zeitliche gesegnet hatte, finden in dieser Geschichte Einzug.

Schreibstil:
Ein nicht nur für Kinder sehr angenehm zu lesender Stil, der mit einem Feuerwerk an Pointen aufwartet. Auch der vorhandene Wortwitz ist unübertroffen und sorgt für Heiterkeit! Besser kann ein Kinderbuch wahrscheinlich nicht geschrieben werden!

Cover:
Das Cover ist in gewohnter Weise von Fréderic Bertrand recht farbenfroh und schrill gestaltet und bietet einem bereits einen kleinen Vorgeschmack auf die rasante Geschichte, die einen im Inneren des Buches erwartet.

Autorin:
Sonja Kaiblinger wurde 1985 in Krems geboren. Nach einer abwechslungsreichen beruflichen Laufbahn lebt sie derzeit in der Nähe von Wien.

Illustrationen
Nicht nur das Cover, sondern auch die vielen Illustrationen im Inneren des Werkes lockern den Text zusätzlich auf und sind perfekt auf die Geschichte abgestimmt. Die Figuren tragen dabei eindeutig die Handschrift Fréderic Bertrands und können ihm eindeutig zugeordnet werden.

Meinung:
Auch wenn diese Geschichte für sich steht, und man in groben Zügen über die Vorgeschichte informiert wird, empfiehlt es sich zwecks besseren Verständnisses der Geschichte trotzdem, davor die bisherigen Werke dieser Reihe gelesen zu haben, da man ansonsten durch die Fülle an verschiedenen Charakteren ein wenig den Überblick verlieren könnte.

Fazit:
Eine Kinderbuchreihe, die nicht nur in ihrer Fan-Gemeinde bereits Kultstatus erreicht hat, die sich nicht nur durch Wortwitz sondern auch durch einen nicht nur für ein Kinderbuch tollen Schreibstil auszeichnet! Zudem kommen Spannung und Gruselfaktor nicht zu kurz, und letztlich sind auch die tollen Illustrationen mit ein Grund, dass selbst erklärte Nicht-gerne-Leser zu eifrigen Leseratten mutieren können! Band Sieben dieser turbulenten Reihe wird daher bereits jetzt schon sehnsüchtig erwartet!

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208 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 122 Rezensionen

catherine shepherd, köln, krimi, kult, leiche, maya, moor, mooresschwärze, mord, rechtsmedizin, rechtsmedizinerin, rituale, serienmörder, spannung, thriller

Mooresschwärze

Catherine Shepherd
Buch: 350 Seiten
Erschienen bei Kafel Verlag, 01.11.2016
ISBN 9783944676067
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der 12jährige Bruder der Rechtsmedizinerin Julia Schwarz starb durch die Hand eines Kinderschänders, als diese im Teenageralter war. Seinen bislang ungesühnten Tod konnte sie bis heute nicht verkraften, und wurde daher zu einer der Besten ihres Faches, um möglichst vielen Opfern eine Stimme zu geben und die Täter ihrer gerechten Strafe zuzuführen. So wird sie auch mit der Obduktion einer jungen Frau beauftragt, die im Moor ertränkt worden ist. Doch bevor es dazu kommt, verschwindet die Leiche auf Transport in die Pathologie. Als sie sich mit dem ermittelnden Kriminalkommissar Florian Kessler auf die Suche danach begibt, wird neuerlich eine junge Frau ermordet aufgefunden. Ein Zusammenhang zwischen den Mordfällen ist rasch hergestellt, da die jungen Frauen ähnliche Tattoos aufweisen. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, denn es ist nur eine Frage der Zeit bis der Täter wieder zuschlägt, und erneut eine Frau ermordet aufgefunden wird.

Ein unglaublich spannender Thriller, der recht ungewöhnlich aus der Sicht eines Mordopfers beginnt, die gerade getötet wird. Die Geschichte nimmt einen bereits auf der ersten Seite gefangen und lässt einen bis zum Schluss nicht mehr los, geschickt werden die verschiedensten Fährten gelegt, sodass man die längste Zeit im Dunkeln tappt, wer hinter der Mordserie stecken könnte: denn immer dann, wenn man meint, der Lösung nahe zu sein, nimmt die Handlung eine unerwartete Wendung. Das Handlungstempo steigert sich von Kapitel zu Kapitel, bis sich die Ereignisse in einem fulminanten Showdown nahezu überschlagen.

Zudem verfügt die Autorin Catherine Shepherd über profundes Wissen zum Maya-Kult, welches sie in die Geschichte einfließen lässt, ohne jemals oberlehrerhaft zu wirken. Auch scheinen von ihr die Örtlichkeiten rund um Köln sehr gut recherchiert worden zu sein.

Die Protagonisten Julia Schwarz und Florian Kessler wirken authentisch und hinterlassen beim Leser einen sympathischen Eindruck. Auch der ständige Perspektivenwechsel verleiht der Erzählung zusätzlichen Reiz
.
Da dieses Buch den gelungenen Auftakt zu einer ganzen Serie dieses Ermittlungsteams bildet, bin ich schon sehr gespannt auf ihre weiteren Fälle. Für mich ist dieses Buch eines der besten Thriller, die ich in der letzten Zeit gelesen habe, denn die Spannung eines Buches konstant auf so hohem Niveau halten zu können, ist eine echte Kunst! Aus diesem Grunde gibt’s von mir dafür eine klare Leseempfehlung für alle Thrillerfans!

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