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35 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Pala - Verlorene Welt

Marcel van Driel , Carolin Liepins
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Oetinger Taschenbuch, 14.10.2016
ISBN 9783841504562
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kurzbeschreibung:
Wenn ein Spiel Realität wird und die Welt bedroht. Iris darf die Insel Pala zum ersten Mal verlassen und wird von Mr Oz auf eine riskante Mission geschickt. Zusammen mit Alex soll sie Computersysteme hacken. Denn Mr Oz steht kurz vor dem Ziel – schon bald will er die Welt beherrschen. Wird es Iris mit Hilfe ihres Bruders Justus gelingen, ihn zu stoppen? Und auf wessen Seite steht Alex, der Sohn von Mr Oz und der Junge, in den Iris verliebt ist?

Meinung:
So, da ist er nun, der vermeintliche Abschlussband der Trilogie. Vermeintlich, weil die Reihe eigentlich als Trilogie geplant war und der Autor selbst im Schlusswort auch schreibt, dass er mit der Geschichte fürs erste fertig ist, aber Teil 4 „Pala – Zeit des Verrats“ schon bestätigt wurde und auch schon ein Cover hat. Nur das Erscheinungsdatum fehlt noch, aber naja, das wird schon noch kommen.

Aber zurück zu diesem 3. Teil der Reihe. Er beginnt, wie sein Vorgänger, mit einer kurzen und doch prägnanten Zusammenfassung des bisher Geschehenen. Das fand ich auch dieses Mal wieder extrem toll, da es die Erinnerungen auf einen Schlag komplett zurück bringt und ich würde mir solche Zusammenfassungen wirklich öfter bei Reihenfortsetzungen wünschen.

Gut gefallen hat mir, dass wir mehr zu den Hintergründen und Absichten von Mr Oz erfahren, jedoch war wenig wirklich Überraschendes dabei. Aber auch andere offene Fragen werden beantwortet und so kommt auch etwas Licht ins Dunkel wie Justin in die Sache geraten ist, wie er von Pala fliehen konnte oder auch, wieso Fiber bisher immer so hinter Mr Oz stand.

Generell ist dieser 3. Band wieder sehr actionreich und rasant. Dabei gibt es auch einige interessante Wendungen, aber irgendwie ist vieles wieder mal recht weit hergeholt. Das überrascht jetzt nicht, da es in den Vorgängern ja auch schon so war, aber dieses Mal hat mir der bisherige Charme dabei ein bisschen gefehlt. Es passiert alles auf Biegen und Brechen, dabei hätte ich mir doch gewünscht, dass noch ein bisschen mehr hinterfragt wird bzw. dass die Emotionen hinter den Taten noch deutlicher werden. Denn dieser Teil wirkt schon sehr strikt und kalt. Dabei meine ich jetzt nicht nur die Liebesgeschichte zwischen Iris und Alex, sondern auch die meisten anderen emotionalen Beziehungen zwischen den Figuren oder ihre Gedanken.

Auch gab es für mich dieses Mal keine so großen Charakterentwicklungen wie in den Vorgängern. Klar, Iris zeigt ihren starken Willen und schreckt nun vor fast nichts mehr zurück, aber die Entwicklungen haben mich in den vorherigen Bänden mehr berührt, was wahrscheinlich auch mit an den generell etwas spärlichen Emotionen in diesem Teil liegt.

Der Schreibstil hat mir auch dieses Mal wieder gut gefallen. Die kurzen und prägnanten Sätze lassen sich sehr gut lesen und bringen die Geschichte ausdrucksstark auf den Punkt. Erzählt wird die Geschichte wieder aus verschiedenen Perspektiven in der 3. Person. Die wechselnden Sichtweisen bringen auch dieses Mal wieder ein paar kleine Wissensvorsprünge und werfen vor allem Licht auf die Hintergründe.

Fazit:
Eigentlich ein solider und unterhaltsamer Abschlussband, auch wenn es jetzt gar nicht mehr der Abschluss ist. Ich wäre mit dem Ende aber recht zufrieden gewesen, auch wenn mich dieser Teil nicht ganz so packen konnte, wie sein Vorgänger. Irgendwie haben dieses Mal ein bisschen die Emotionen und die persönliche Bindung daran gefehlt und auch einige Wendungen fand ich jetzt nicht so überraschend, wie gewohnt. Aber spannend, rasant und zufriedenstellend ist die Geschichte auf jeden Fall, weshalb ich immer noch 4 Sterne vergebe.

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21 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

Willkommen in der unglaublichen Welt von Frank Banning

Julia Claiborne Johnson , Iris Hansen , Teja Schwaner
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 17.10.2016
ISBN 9783746632667
Genre: Romane

Rezension:

Kurzbeschreibung:
Frank Banning ist klüger als der Großteil der Menschheit und verfügt über ein enzyklopädisches Wissen. Dennoch hat er in der Schule so seine Probleme, und das Leben mit ihm ist kein Zuckerschlecken für seine Mutter Mimi. Die Bestsellerautorin schafft es seit Jahren nicht, ihr zweites Buch abzuliefern. Um sie zu unterstützen wird ihr die junge Alice geschickt, die schon bald ahnt, was das Problem ist: Frank. Denn der Junge ist anders als andere Kinder, und in seiner Welt ticken die Uhren anders. Während Alice sich noch fragt, wie eigentlich der adonishafte Klavierlehrer Xander ins Bild passt, überschlagen sich die Ereignisse – bis so einiges in Flammen aufgeht und jeder von ihnen seine Geheimnisse preisgeben muss.

Meinung:
Da ich solche Geschichten über außergewöhnliche und herzergreifende Figuren mag, hat mich die Kurzbeschreibung sofort angesprochen.

Und Frank ist auch wirklich ein ganz besonderer Junge. Nicht nur, dass er durch seine Fracks und seine Ausdrucksweise wie aus der Zeit gefallen wirkt, er hat auch eine oft ganz trockene Art seine Argumente vorzubringen und einen ganz eigenen Charme. Obwohl er wirklich kein leichtes Kind ist, erweicht er nicht nur das Herz von Protagonistin Alice sehr schnell, sondern auch das des Lesers.

Erzählt wird die Geschichte dabei aus der Ich-Perspektive von Alice, sodass man ihre Gedanken wirklich hautnah miterlebt. So ist ihre anfängliche Überforderung deutlich nachvollziehbar, aber auch die Gründe dafür, wieso sie Frank in ihr Herz schließt und die beiden ein gutes Team werden. Sie ist eine sehr sympathische und offene Protagonistin, die sich auch im Verlauf der Geschichte noch weiterentwickelt.

Im Verlauf der Geschichte entwickelt sich aber nicht nur Alice sondern auch die meisten anderen Figuren weiter. Man erfährt viel über die Hintergründe der Figuren und es ergibt sich ein stimmiges Gesamtbild.

Nur der Charakter von Franks Mutter Mimi hat mir leider gar nicht gefallen. Sie ist kalt und biestig zu Alice und verhält sich auch Frank gegenüber oft sehr enttäuschend für eine Mutter. Es werden zwar durchaus nachvollziehbare Erklärungsansätze dafür geliefert und manchmal hat man das Gefühl, dass sich jetzt etwas verbessert, aber gleich darauf ist sie wieder genauso unsympathisch und kalt wie vorher. Hier hat mir irgendein positiver Entwicklungsansatz doch etwas gefehlt.

Den Schreibstil empfand ich durchaus als flüssig, aber nicht immer ganz leicht zu lesen. Durch die vielen, manchmal interessanten, aber manchmal auch unnötigen Details und die ungewöhnliche Ausdrucksweise von Frank muss man manches schon sehr genau lesen um den Punkt zu erfassen und dabei zu bleiben. Manche Szenen laden mit trockenem Humor zum Schmunzeln ein und auch wenn ich Frank in mein Herz geschlossen habe, hätte ich mir manchmal doch noch ein bisschen mehr Gefühl gewünscht. So fand ich vor allem den Abschied am Ende leider irgendwie sehr einfach und der Beziehung der beiden nicht ganz gerecht.

Fazit:
Ein solider Roman mit einer sympathischen Protagonistin und einem besonderen Jungen, den man schnell ins Herz schließt. Auch wenn das Grundgerüst passt, man die emotionalen Höhepunkte gut nachfühlen und auch öfter mal über die trockenen Argumente von Frank Schmunzeln kann, hätte man die emotionale Darstellung noch etwas verfeinern können. Vor allem das Ende fand ich doch recht einfach und nicht ganz zufriedenstellend. Auch mit der Figur von Franks Mutter Mimi bin ich leider gar nicht warm geworden, weshalb sie für mich irgendwie ein bisschen ein Störfaktor in der Geschichtsentwicklung war. Deshalb war ich am Ende nicht ganz so überzeugt, wie ich mir das erhofft hatte, vergebe aber trotzdem solide 3,5 Sterne und eine Leseempfehlung für alle, die solche Geschichten mögen.

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(30)

48 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 28 Rezensionen

rache, mord, liebe, verzweiflung, krimi

Der Rache süßer Atem

Christine Eichel
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Rütten & Loening Berlin, 19.09.2016
ISBN 9783352006678
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


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(143)

346 Bibliotheken, 10 Leser, 1 Gruppe, 68 Rezensionen

black blade, monster, jennifer estep, fantasy, magie

Black Blade - Die helle Flamme der Magie

Jennifer Estep , Vanessa Lamatsch
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Piper, 04.10.2016
ISBN 9783492703574
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kurzbeschreibung:
Als Diebin hat Lila Merriweather eine Begabung für drei Dinge: Erstens, sich in den Schatten zu verbergen. Zweitens, überall unbemerkt einzubrechen. Und drittens, Geheimnisse zu lüften. Diese Talente kommen ihr auch bei ihrer Arbeit als Bodyguard der Sinclair-Familie zugute - immerhin eine der mächtigsten magischen Mafiafamilien in Cloudburst Falls. Jeder weiß, dass Victor Draconi sie und die anderen Familien einkassieren will - und vorhat, jeden einzelnen Sinclair umzubringen. Doch was niemand weiß, ist, dass Lila ihm auf den Fersen ist. Auf keinen Fall wird sie zulassen, dass der Mann, der ihre Mutter getötet hat, weiteren Menschen, die ihr etwas bedeuten, Schaden zufügt. Nicht so lange es noch Häuser gibt, in die sie einbrechen kann, nicht so lange es noch Dinge gibt, die sie stehlen muss und besonders nicht so lange Devon Sinclair an ihrer Seite kämpft ...

Meinung:
Da die Handlung fast genau da einsetzt, wo sie im Vorgänger aufgehört hat, war ich sofort wieder mitten in der Geschichte. Aber natürlich haben auch die tollen Charaktere und das besondere Setting von Cloudburst Falls wieder dazu beigetragen.

Lila ist einfach eine sympathische und überzeugende Protagonistin. Sie ist schlagfertig, mutig und lässt nun auch ihre Gefühle zu. Und auch die anderen Figuren sind einem ans Herz gewachsen und man freut sich einfach nun zu erfahren, wie es mit ihnen weitergeht.

Einzig bei Antagonist Victor hätte ich noch ein bisschen mehr Potential gesehen. Er war schon sehr einseitig böse dargestellt, da wären durchaus noch Möglichkeiten gewesen, ihm ein bisschen mehr Tiefe zu verleihen. Aber das ist wirklich ein Mini-Kritikpunkt.

Der Handlungsverlauf ist stabil und die Geschichte entwickelt sich interessant und stetig weiter, auch wenn große Überraschungen nicht vorkommen. Es ist gut, aber auch so, wie man es erwartet.
Der Schreibstil ist wieder ausgezeichnet. Flüssig, leicht und doch auch mit stetig steigender Spannung, passenden Emotionen und auch ein paar brutaleren Szenen wie bisher.

Richtig schön fand ich auch, dass es nochmal viele liebevolle Details rund um die Besonderheiten von Cloudburst Falls gab. Das hat die Geschichte nochmal richtig schön abgerundet.

Das Ende lässt noch ein bisschen Raum für eine weitere Fortsetzung, auch wenn die Reihe nun eigentlich abgeschlossen ist. Jedoch ist das nicht so schlimm, da die wichtigsten Fragen beantwortet werden und man das Buch mit einem zufriedenen Gefühl schließen kann.

Fazit:
Ein stimmiger Abschluss für diese tolle Reihe. Auch wenn noch die ein oder andere Überraschung schön gewesen wäre, hat mich dieser Abschlussband sehr gut unterhalten und meine Erwartungen erfüllt. Ich bin rundum zufrieden und vergebe deshalb trotz Mini-Kritikpunkten die vollen 5 Sterne.

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(85)

167 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 73 Rezensionen

thriller, san francisco, doppelmord, park, misshandlung

Boy in the Park – Wem kannst du trauen?

A. J. Grayson , Karl-Heinz Ebnet
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Droemer Taschenbuch, 01.08.2016
ISBN 9783426305713
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Kurzbeschreibung A. J. Grayson legt mit seinem Debüt einen düsteren, komplexen Psycho-Thriller um eine Kindesentführung vor, der mit ganz besonderen Drehs aufwartet. Ein Roman um Alptraum und Realität, um dunkelste Erinnerungen und menschliche Abgründe. Ein kleiner Junge verschwindet. Am helllichten Tag wird er aus dem Botanischen Garten in San Francisco entführt. Der einzige Zeuge des Verbrechens ist Dylan, der dort eigentlich in Ruhe seine Mittagspause verbringen wollte. Die Polizei tappt im Dunkeln und so entschließt sich Dylan, auf eigene Faust nach dem Kind zu suchen. Je weiter er bei seiner Suche ins kalifornische Hinterland vordringt, je näher er dem Versteck zu kommen scheint, desto verstörender und blutiger werden seine nächtlichen Alpträume. Sie zwingen Dylan, sich seiner eigenen dunklen Vergangenheit zu stellen, die mit einem grausamen Doppelmord in Verbindung zu stehen scheint…
Meinung Auf dieses Buch bin ich bei verschiedenen Blogs aufmerksam geworden. Viele positive Meinungen darüber wurden geäußert und da mir der Klappentext auch zusagte, musste ich es natürlich lesen.
„Boy in the Park“ ist das Debüt des Autors und ich muss im vornherein schon mal sagen, Hut ab. Er schreibt wie ein „Großer“ und sein Werk konnte mich sehr beeindrucken. Es ist ein typischer Thriller, der auf die Psyche geht. Gut einige grausige Szenen gabs auch, aber das Hauptmerk lieg doch beim Leser seinen Nerven.
Die Handlung begann  erst mal normal. Die Figuren wurden mir aufgezeigt und die Geschichte begann. Normal einfach, aber dann…..ich schwankte teilweise zwischen Fiktion und Realität und kapierte mittendrin überhaupt nichts mehr. Dies war aber eigentlich nicht negativ, denn Spannung war auf jeder Seite enthalten und ich musste trotz meiner einigen Fragezeichen unbedingt weiter lesen. Ganz langsam begann ich zu begreifen und dachte mir: Wow, wie toll hat Herr Grayson diesen Plot rüber gebracht. Die dunkelsten Geheimnisse der Menschen wurden aufgezeigt, obwohl alles normal erschien. Einfach genial. Viele unerwartete Ereignisse überschlugen sich und es flossen so viele Emotionen und Gefühle ein, dass ich manchmal Gänsehaut bekam. Das Thema Kindesmissbrauch wurde dezent eingearbeitet und toll umgesetzt.
Bei den Charakteren fand ich leider diesmal keinen Favouriten. Sie waren zwar ok, aber ich fühlte mich mit keinem so richtig verbunden. Ich konnte mich auch auf keinen so richtig einlassen und fand sie teilweise richtig skuril. Die Umgebungsbeschreibungen dagegen waren sehr gut, ich konnte mir alles (auch wenn ich mir manchmal etwas weniger gewünscht hätte) bildlich toll vorstellen.
Beim Ende kann ich nur sagen: klasse…..so hätte ich es nicht erwartet. Ein emotionaler und sehr trauriger Schluss, bei dem aber alle Fragen beantwortet wurden.
Der Schreibstil des Autors war schon flüssig, spannend und er zog mich in den Bann, sodass ich immer weiter lesen musste. Die Kapitellängen waren ok und die Schriftgröße auch.
Fazit „Boy in the Park“ ist das gelungene, düstere und sehr spannende Debüt des Autors. Es erzeugt Verwirrung und Rätsel und man kann es nicht mehr aus der Hand legen. Nur einzig mit den Charakteren wurde ich nicht so warm. Somit vergebe ich sehr gute 4 von 5 Sternen, eine klare Leseempfehlung und hoffe, dass bald wieder ein Buch von Herr Grayson erscheinen wird.

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

dimitra fleissne, aus der ewigkeit, ein blick aus der ewigkeit, charles sheehan miles, rezension rita klussmann

Ein Blick aus der Ewigkeit (Thompson-Sisters)

Charles Sheehan-Miles
E-Buch Text: 204 Seiten
Erschienen bei Cincinnatus Press, 23.07.2016
ISBN 9781632021656
Genre: Liebesromane

Rezension:


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85 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 22 Rezensionen

dystopie, träume, jugendbuch, traum, gooddreams

GoodDreams

Claudia Pietschmann
Fester Einband: 360 Seiten
Erschienen bei Arena, 01.07.2016
ISBN 9783401601519
Genre: Jugendbuch

Rezension:


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166 Bibliotheken, 5 Leser, 2 Gruppen, 49 Rezensionen

the cage, entführt, science fiction, megan shepherd, wüste

The Cage - Entführt

Megan Shepherd , Beate Brammertz
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Heyne, 29.08.2016
ISBN 9783453268937
Genre: Jugendbuch

Rezension:


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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

bangkok, einsingbach

Bangkok Rhapsody

Thomas Einsingbach
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Mitteldeutscher Verlag, 01.09.2016
ISBN 9783954627097
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Kurzbeschreibung:
Der ehemalige FBI-Agent William LaRouche erhält den Auftrag, den abgetauchten Folterspezialisten und Massenmörder Mazzini in Bangkok aufzuspüren. Dort angekommen, verdichtet sich bald der Verdacht, dass sich Williams Zielperson unter der Maske eines ehrbaren Philanthropen verbirgt, der ein Heim für mittellose Senioren leitet. Aus dem fernen Washington von seinem väterlichen Freund Jonathan Robson begleitet und mit der örtlichen Unterstützung der Juristin Penelope Owens, beginnt die Jagd auf einen eiskalten Gegenspieler, der für seine Vision, die Erde von allem unwerten Leben zu säubern, über Leichen geht. Doch Mazzini weiß längst, dass William ihm auf den Fersen ist ...

Meinung:
Ich muss ja sagen, dass mich der Klappentext sofort angesprochen hat. Und als ich dann auch noch im spannenden Prolog einen kleinen Ausschnitt aus dem Repertoire des Folterspezialisten erhalten habe, war ich total gefesselt.

Jedoch schaltet der Autor nach diesem packenden Start dann einige Gänge zurück und die Folterungen selbst sind nur noch Vergangenheit. Im Thriller geht es eher darum, herauszufinden, in welchen neuen Namen der Folterspezialist Mazzini geschlüpft ist und vor allem, ob es sich bei der Zielperson, dann auch wirklich um Mazzini handelt.

Die Zielperson leitet nämlich ein auf den ersten Blick barmherziges Seniorenheim, hinter dem aber doch mehr steckt, als man anfangs vermuten könnte. Außerdem spielen auch die Vergangenheit und die persönliche Entwicklung von FBI-Agent William, die Vergangenheit von Juristin Penelope Owens und die Entwicklung der Liebesgeschichte eine Rolle.

Die durchgängig packende Spannung, die ich nach der Kurzbeschreibung und des Prologs erwartet hatte, habe ich dadurch eher nicht erhalten. Jedoch ist der Handlungsverlauf selbst immer noch ziemlich anregend aufgebaut, wenn auch zumeist eher mit subtiler und unterschwelliger Spannung. Es geht um langsames herantasten und dem Aufdecken der ganzen Hintergründe und Zusammenhänge. Dabei ist das Setting von Bangkok und teilweise China auch recht nett gestaltet und unterstützt den Lesefluss.

Der Autor nimmt sich auch viel Zeit für seine Charaktere. Nicht nur Protagonist William ist tiefgründig, vielschichtig und macht im Verlauf eine große Entwicklung durch, sondern vor allem der Antagonist hat eine wirklich faszinierende Persönlichkeit. Ich war oft hin und hergerissen, ob es sich bei der Zielperson nun wirklich um den Gesuchten handelt und über die Ansichten und Entdeckungen erstaunt.

Erzählt wird die Geschichte aus mehreren Perspektiven. Das fand ich recht gut, da so verschiedene Seiten beleuchtet werden und der Leser einen guten Gesamtüberblick erhält. Anfangs hab ich mich mit den thailändischen Namen und begriffen ein bisschen schwer getan, aber das hat sich schnell gegeben und der Thriller hat sich flüssig lesen lassen.

Das Ende ist auf jeden Fall ein Showdown, bei dem alle losen Fäden zusammenlaufen, die Spannung nochmal einen Kick bekommt und die Geschichte auch zufriedenstellend beendet wird.

Fazit:
Nicht ganz das, was ich nach dem spannenden Prolog erwartet hatte, aber dennoch unterhaltsam und auf andere Weise spannend. Vor allem die Darstellung der Psyche des Antagonisten und die ganzen Zusammenhängen haben mich ziemlich beeindruckt und doch öfters mal aufs Glatteis geführt. Somit vergebe ich 4 Sterne und eine Leseempfehlung für Thriller-Fans.

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(125)

292 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 94 Rezensionen

frankreich, schwestern, resistance, zweiter weltkrieg, krieg

Die Nachtigall

Kristin Hannah , Karolina Fell
Fester Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Rütten & Loening Berlin, 19.09.2016
ISBN 9783352008856
Genre: Romane

Rezension:

Kurzbeschreibung Zwei Schwestern. Die eine kämpft für die Freiheit. Die andere für die Liebe.
Zwei Schwestern im von den Deutschen besetzten Frankreich: Während Vianne ums Überleben ihrer Familie kämpft, schließt sich die jüngere Isabelle der Résistance an und sucht die Freiheit auf dem Pfad der Nachtigall, einem geheimen Fluchtweg über die Pyrenäen. Doch wie weit darf man gehen, um zu überleben? Und wie kann man die schützen, die man liebt?
In diesem epischen, kraftvollen und zutiefst berührenden Roman erzählt Kristin Hannah die Geschichte zweier Frauen, die ihr Schicksal auf ganz eigene Weise meistern.
Meinung So mittendrin lese ich ja gerne Bücher, die in Kriegszeiten gespielt haben. Bei „Die Nachtigall“ gefiel mir sofort das tolle Cover und der Klappentext hörte sich auch extrem gut an und somit war klar, ich muss es lesen. Vom Aufbau Verlag habe ich dann das E-Book dazu bekommen und los gings…..
Handlungsort ist der 2. Weltkrieg. Zwei sehr unterschiedliche Schwestern kämpfen sich, auf verschiedene Art und Weise, jeden Tag aufs Neue durch. Die eine verheiratet, glücklich und zufrieden, die Andere aufständig und rebellisch. Sehr authentisch beschreibt die Autorin diesen Werdegang durch die Kriegszeiten und ich muss sagen, es hat mir sehr gefallen. Tiefgründige Emotionen und Gefühle ziehen sich durch den ganzen Roman, alles wirkte echt und real auf mich.
Die historischen Hintergründe hat Frau Hannah auch sehr gut recherchiert. Es überschlagen sich viele unerwartete Ereignisse und Wendungen und machten den ganzen Roman zu einem noch größeren Lesevergnügen, auch wenn ja eigentlich ein sehr ernstes Thema beschrieben wurde.  In der Handlung selbst wurde immer in der Zeit gesprungen und in der Ich-Perspektive erzählt. Dies war aber sehr gut nachzuvollziehen, ich tat mich in keiner Minute schwer damit.
Die Figuren im ganzen Werk waren einfach nur klasse. Sie erschienen mir sehr real und authentisch und ich konnte mich in jeder Situation in sie hinein versetzen. Emotionen und Gefühle kamen sehr real rüber, ich wurde teilweise richtig überflutet damit. Es gab viele traurige Szenen, aber auch einige hoffnungsvolle, welche das ganze Buch dann zu einem würdigen und gelungenen Abschluss brachten.
Trotz der über 600 Seiten ließ sich das Buch sehr schnell lesen, was am überaus überzeugenden, flüssigen und bildhaften Schreibstil der Autorin lag. Ich fühlte mich gefangen zwischen den Seiten und war durchwegs nur begeistert, betrübt, fieberte und litt mit den Personen mit.
Fazit „Die Nachtigall“ ist ein emotionaler, gefühlvoller, spannender und interessanter Kriegsroman, bei dem es nichts auszusetzen gab. Ich fühlte mich trotz dieses schwierigen Themas wohl beim Lesen und hätte wahrscheinlich auch noch weiter lesen können. Wer also gerne mittendrin über Familienschicksale lesen möchte, dem kann ich dieses Werk nur empfehlen. Es bekommt von mir die Höchstpunktzahl von 5 Sternen.

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(84)

178 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 35 Rezensionen

thriller, amisch, kate burkholder, ohio, usa

Grausame Nacht

Linda Castillo , Helga Augustin
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 28.07.2016
ISBN 9783596032631
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Kurzbeschreibung:
Über die alte Scheune kursieren viele Geschichten. Die neunjährige Sally Ferman kennt sie alle. Sie weiß nicht, ob sie stimmen. Sie weiß nur, dass sie keinen unheimlicheren Ort kennt als dieses verfallene Gebäude mit seinem steinernen Fundament und den dunklen Fenstern … Als der Tornado über Painters Mill in Ohio hinwegfegt, legt er nicht nur die halbe Stadt in Schutt und Asche. Er bringt auch etwas zum Vorschein, was besser in der Erde geblieben wäre. Unter einer eingefallenen Scheune werden die Überreste eines menschlichen Skeletts gefunden. Wer ist der Tote? Und warum lag er jahrelang hier vergraben? Ein altes Familiengeheimnis und ein ungesühntes Verbrechen – Kate Burkholders siebter Fall führt sie an einen unheimlichen Ort.

Meinung:
Ich kenne bisher keinen der vorangegangenen Teile und bin mit „Grausame Nacht“ quer in die Reihe eingestiegen, da mich die Geschichte irgendwie angesprochen hat. Jedoch hatte ich keinerlei Probleme in die Handlung zu finden oder mich mit den Figuren anzufreunden, da die Autorin das Wichtigste nochmal erzählt und das Buch für mich auch locker ein Reihenauftakt hätte sein können.

Das Besondere an der Geschichte ist ganz klar die Verbindung zu der Amischen Gemeinde und die kleinen, aber feinen Einblicke in ihre Lebenswelt, ihre Religion und ihre Kultur. Dadurch, dass Protagonistin Kate Burkholder selbst in solch einer Gemeinde aufgewachsen ist, wirken die Infos ziemlich realistisch und interessant.

Der Kriminalfall, um den es in „Grausame Nacht“ geht, ist vom Prinzip her durchaus interessant, wenn auch nicht unbedingt extrem überraschend und wendungsreich. Die Richtung ist recht bald offensichtlich und am Ende geht es dann nur noch um die Hintergründe und Genauigkeiten. Jedoch tut das dem Unterhaltungswert keinen Abbruch, da es noch einige Nebenhandlungsstränge und viele Gefahrensituationen für Kate gibt. So ist das Ende recht stimmig und zufriedenstellend, auch wenn noch ein paar kleinere Fragen offen bleiben.

Auch Kates Privatleben nimmt eine große Rolle in der Handlung ein. Eigentlich mag ich das ja bei Thrillern nicht so gerne, aber hier fand ich es ganz ok. Das kann aber auch daran liegen, dass ich die Vorgänger eben nicht kenne und die Figuren jetzt erst neu kennengelernt habe. So habe ich ein gutes Bild von den Charakteren bekommen und fand sie recht authentisch und mit Ecken und Kanten beschrieben.

Sprecherin Tanja Geke hat einen guten Job gemacht. Sie liest die Geschichte mit vielen Emotionen und man fühlt sich Kate und ihrer Situation oft richtig nah. Ein bisschen nervig fand ich anfangs den Namen von Kates Freund, John Tomasetti, da immer wieder nur der Nachname genannt wird, aber mit der Zeit habe ich mir daran gewöhnt. Besonders sind auch noch die Gesprächsteile in Pennsylvania Dutch, die nicht zu oft eingestreut werden und definitiv zur besonderen Atmosphäre beitragen. Jedoch finde ich es auch gut, dass sie dann immer wieder ins normal-deutsche übersetzt werde.

Fazit:
Eine atmosphärische und interessante Geschichte, die mich gut unterhalten hat. Auch wenn sich der Kriminalfall selbst recht schnell in eine offensichtliche Richtung entwickelt, wurden die Hintergründe und Zusammenhänge spannend verpackt. Insgesamt fand ich das Gesamtpaket recht kurzweilig und vergebe deshalb 4 Sterne.

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(219)

511 Bibliotheken, 15 Leser, 1 Gruppe, 89 Rezensionen

dämonen, dark elements, liebe, layla, jennifer l. armentrout

Dark Elements - Sehnsuchtsvolle Berührung

Jennifer L. Armentrout , Ralph Sander , Isa-Corinna Scholz
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 15.08.2016
ISBN 9783959670203
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kurzbeschreibung:
Wer die Wahl hat, hat die Qual – Layla weiß bald nicht mehr, wo ihr der Kopf steht, vom Herzen ganz zu schweigen. Die dunkle Seite der Macht lockt in Gestalt des sexy Dämonen-Prinzen Roth, der die Abgründe ihrer Seele besser kennt als jeder andere. Aber da ist auch noch der attraktive Wächter Zayne, ihre plötzlich gar nicht mehr so unerreichbare Jugendliebe. Während sie noch mit ihren verwirrenden Sehnsüchten ringt, droht ein höllischer Feind alles zu vernichten, was ihr wichtig ist. Hoffnungslos verstrickt in ein Gespinst aus Lügen und Geheimnissen, bleibt Layla nur die Flucht nach vorn – in einen Krieg, den sie unmöglich allein gewinnen kann …

Meinung:
Den Einstieg in den letzten Teil fand ich richtig super. Es ging sofort rasant und mitten in der Handlung los und trotzdem gab es ein paar kleinere Erinnerungsstützen.

Nachdem mich ja im letzten Teil das Liebesdreieck doch ein bisschen genervt hatte, bin ich ja schon davon ausgegangen, dass sich Laylas Entscheidung auch noch diesen ganzen Band hinziehen und das Liebesdreieck noch voll ausgekostet werden würde. Dementsprechend war ich sehr positiv überrascht, dass sich Layla doch schon recht früh in der Handlung für einen der beiden entscheidet.

Das war für mich genau der richtige Weg und dennoch war es mir im Verlauf der Geschichte manchmal doch noch ein bisschen viel Romantik, sogar bis hin zum Kitsch. Das hätte ich nicht gebraucht, vor allem ist mir unser geliebter Kronprinz der Hölle in diesem Teil doch eine Spur zu brav und anständig und hat seine tolle schlagfertige Art leider irgendwie vergessen. Das hat in meinen Augen nicht immer ganz gepasst, bzw. fand ich das etwas schade. Die anderen Figuren entwickeln sich gut und authentisch weiter, vor allem zeigen einige Nebenfiguren deutlich, was in ihnen steckt.

Insgesamt gibt es aber wieder mehr Fokus auf die wichtigen Entwicklungen und vor allem am Anfang und am Ende doch recht viel Aktion und Tempo. Gleichzeitig auch wieder viel zum Schmunzeln durch die humorvollen Szenen, die dieses Mal vor allem durch die Hausgeister bestritten werden, aber auch emotionale und traurige Geschehnisse, die authentisch beschrieben werden.

Und doch fand ich einige der Entwicklungen ein bisschen zu einfach abgehandelt und die Begründungen hätten manchmal echt noch ein bisschen besser sein können. Dies ist alles Kritik auf sehr hohem Niveau, da mir die Geschichte durch den extrem lebendigen und bildhaften Schreibstil der Autorin und die genialen Szenen mit den Hausgeistern auch wieder gut gefallen hat, aber für einen wirklich perfekten Abschluss gab es doch ein paar kleinere Haken zu viel.

Fazit:
Insgesamt ein zufriedenstellender Abschluss , der mich wieder gut unterhalten hat. Jedoch gab es auch dieses Mal ein paar Kleinigkeiten, die für mich nicht ganz perfekt gelöst wurden, weshalb ich am Ende doch wieder einen Stern abziehe und 4 Sterne vergebe. Die „Dark Elements – Reihe“ hat aber definitiv eine deutliche Sogwirkung und einen sehen hohen Unterhaltungsfaktor, weshalb ich auch noch eine Leseempfehlung ausspreche.

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15 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

fantasy, magie, drachen, zauberer, leserunde

Das magische Erbe der Ryujin (Ryujin Saga)

Stephan Lethaus
Flexibler Einband: 656 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 15.06.2016
ISBN 9781533272966
Genre: Sonstiges

Rezension:

Kurzbeschreibung
Hast Du schon einmal versucht, mit einem Drachen ernsthaft über den Sinn des Tötens zu diskutieren? Nein?
Unseren bedauernswerten Helden bleibt auch das nicht erspart. In der mittelalterlichen Grafschaft Druidsham prallen Charaktere aufeinander, die unterschiedlicher kaum sein können: Rob, der liebenswerte Stalljunge aus der Burg Skargness, Mi Lou, die zauberhafte Systemanalytikerin aus dem Vancouver des Jahres 2055 und Fuku Riu, ein junger ungestümer Walddrache aus einem uraltem und edlem Drachengeschlecht.
Die tragischen Ereignisse während des phantastischen Drachenturniers zwingen unsere Helden, zusammen nach Norden zu fliehen. Auf der Flucht vor den grausamen Schergen der reinen Magie müssen sie sich immer wieder den perfiden magischen Angriffen ihrer Feinde stellen. Während der Kämpfe weicht ihr gegenseitiger Argwohn einer tiefen Vertrautheit. Auf teilweise recht unkonventionelle Art, meistern sie ihre Probleme und werden zu einem wichtigen Part des Widerstandes der Drachenmagier.
Im Verlauf ihrer Flucht treffen die drei Gefährten auf gefährliche Magier, Wolfsblutkrieger mit ihrem Wolfspack, unmenschliche Jäger aus Mi Lous Welt, einen eiskalten Drachen mit seinem verschrobenen Zauberer und abgrundtief böse magische Wesen. Immer wieder wird ihr Zusammenhalt auf die Probe gestellt und die Frage bleibt: „Wem können sie wirklich vertrauen?“

Meinung
Der Einstieg in das E-Book fiel mir sehr leicht, sofort war ich mitgerissen und befand mich mitten in der Geschichte. Durch den lockeren, leichten, aber auch spannenden Schreibstil des Autors, war es für mich ein Leichtes, die doch 656 Seiten zügig durchzulesen. Und es machte riesigen Spaß, sich auf ein spannendes Abenteuer mit Drachen, Magiern und dem einfachen Volk, einzulassen.

Die Handlung selbst ist anfangs in zwei Zeitebenen aufgeteilt. Ungefähr in der Mitte stoßen diese zusammen. Mi Lou, eine zauberhafte Systemanalythikerin, wird ins Mittelalter katapultiert und kann sich nicht vorstellen warum. Als sie in Schwierigkeiten kommt, finden Rob und Fuku der Drache sie. Auch die beiden haben mächtige Probleme und es wird noch besser…..Mi Lou findet heraus, was sie wirklich ist.

Abenteuerlich, spannend und teilweise sehr lustig ist dieses Erstlingswerk des Autors. Gefühle und Emotionen spielen eine große Rolle. Gut und Böse wird toll dargestellt und Herr Lethaus hat eine Phantasywelt erschaffen, die toll bildlich vorstellbar war. Es gab viele unerwartete Wendungen und Ereignisse und ging an manchen Stellen sehr rasant vorwärts.

Das Ende war dann nochmals sehr spannungsgeladen und lässt dennoch viel Freiraum und Vorstellungsvermögen für den nächsten Band, der hoffentlich bald erscheinen wird.

Die Charaktere waren wundervoll gestaltet. Sie passten perfekt zueinander, obwohl sie unterschiedlicher nicht sein konnten. Auch die Bösen hatten etwas Magisches an sich. Alles in allem wurden alle sehr gut platziert und taten ihres zu diesem Buch dazu. Die Umgebungsbeschreibungen waren klasse. Ein wahres Kopfkino konnte entstehen.

Fazit
Dieser erste Teil der Ryujin- Saga konnte mich sehr überzeugen. Er verfügt über alles, was ein guter Fantasy-Roman haben muss. Der Science-Fiction Anteil war gering, störte mich jedoch nicht. Ich bleibe da lieber bei Fantasy. Ich vergebe sehr gute 4 von 5 Sternen und lasse mir noch etwas Luft für den nächsten Band.

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(45)

118 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 39 Rezensionen

fantasy, magie, freundschaft, susan dennard, safiya

Schwestern der Wahrheit

Susan Dennard , Vanessa Lamatsch
Fester Einband: 530 Seiten
Erschienen bei Penhaligon, 22.08.2016
ISBN 9783764531348
Genre: Fantasy

Rezension:

Kurzbeschreibung:
Eine gefährliche Wahrheit. Zwei Freundinnen mit einer magischen Gabe. Drei Reiche vor dem Krieg.

Manche Menschen werden mit einer magischen Begabung geboren, die ihnen besondere Kräfte verleiht. Safiya kann Lüge von Wahrheit unterscheiden, ihre Freundin Iseult sieht Gedanken und Gefühle. Die beiden wollen frei sein und niemandem dienen. Als sie einen folgenschweren Fehler begehen und der Krieg immer näher rückt, müssen Safi und Iseult sich entscheiden, auf welcher Seite sie stehen. Doch die größte Gefahr trägt Safi in sich: Ihre Wahrmagie ist extrem selten und manche würden alles tun, um sie in ihre Gewalt zu bringen …

Meinung:
Wenn man das Buch aufklappt, fällt einem erstmal die tolle Karte der Magislande ins Auge. Sie hilft schon mal sich ein bisschen zu orientieren und ich finde sie auch von der Gestaltung her ziemlich schön.

Jedoch habe ich trotzdem etwas schwer ins Buch und in die Welt der Magislande gefunden, da die Autorin auf eine Einführung in ihre Welt verzichtet und gleich mitten in der Handlung startet. Ich selbst tue mich bei solch Fantasywelten aber immer leichter, wenn es einen gediegenen Einstieg mit vielen Erklärungen zu den Regeln und Gegebenheiten der Welt gibt. Und da hier darauf verzichtet wurde, habe ich doch länger gebraucht bis ich die Gegebenheiten dieser Welt verstanden habe und meine Fragezeichen dazu, was z. B. Strangmagie ist usw. gewichen sind. Zwar gibt es mit der Zeit durchaus ein paar zufriedenstellende Antworten, aber trotzdem hätten hier ein bisschen mehr Tiefe und ausführlichere Erklärungen nicht geschadet.

Die Handlung selbst fand ich aber trotzdem ziemlich interessant und vor allem rasant. Es passiert immer wieder was neues, es gibt viele Kämpfe, aber auch die emotionale Seite ist vertreten. Manche Entwicklungen waren ein bisschen sehr offensichtlich angelegt, sodass man sie sich schon am Anfang des Buches denken konnte und dann nicht mehr überrascht war, wenn es am Ende wirklich so kam. Aber es gab auch ein paar nette Wendungen und unvorhergesehene Entwicklungen.

Die Figuren haben mir eigentlich recht gut fallen. Allen voran natürlich Safiya und Iseult, die ziemlich verschieden sind und sich dennoch gut ergänzen. Vor allem Safiya war in diesem Band recht unbeschwert und ein typischer Teenager, der sich leicht in Probleme bringt und immer einen frechen Spruch auf Lager hat. Das hat mir eigentlich recht gut gefallen und ich musste auch durchaus mal über sie Schmunzeln. Im Verlauf hat sie sich aber durchaus auch weiterentwickelt. Iseult ist ernster und die Vernünftige der beiden. Bei ihr bleiben durch die Entwicklungen im Auftaktband noch einige Fragen zu klären.

Die Nebenfiguren fand ich teilweise auch recht gut gearbeitet, auch wenn ich bei manchen nicht ganz sicher war, was ich von ihnen halten soll. So hat Prinz Marik zwar das Herz am rechten Fleck, aber mit seinen Wutausbrüchen war er auch ein spezieller Charakter.

Den Schreibstil empfand ich als recht angenehm. Zusätzlich sehr bildreich und ausdrucksstark, wie er bei einem Fantasyroman sein muss und aber auch flüssig, gut lesbar und mit einem leichten humorvollen Touch.

Das Ende ist nochmal ziemlich rasant, es geht Schlag auf Schlag und es werden die Grundlagen für die Fortsetzung geschaffen.

Fazit:
Ein interessanter Auftakt in die Welt der Magislande, der auf jeden Fall Lust auf mehr macht. Jedoch hätte ich mir von Anfang an ein paar genauere Beschreibungen, Erklärungen und Vertiefungen der spannenden Welt und seiner Gegebenheiten gewünscht. So fiel mir der Einstieg nicht ganz einfach und es blieben einfach noch einige Fragen offen. Die Figuren fand ich recht gut beschrieben und auch die Handlungsentwicklung hat mir bis auf die vorhersehbaren Stellen gut gefallen. Somit vergebe ich trotz meiner Kritikpunkte noch ganz knappe 4 Sterne.

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(34)

51 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 34 Rezensionen

magier, fantasy, magie, meister, drachen

Ormog

Thomas Engel
Fester Einband: 365 Seiten
Erschienen bei fabulus Verlag, 13.07.2016
ISBN 9783944788302
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kurzbeschreibung:
Auf dem Planeten Magnus leben Menschen zusammen mit anderen vernunftbegabten Wesen. Magische Kräfte sind allgegenwärtig. Zwischen den Mitgliedern des Weißen Ordens und den abtrünnigen Gorgulzauberern entspinnt sich ein Machtkampf, der das einst blühende Reich von Kamal zu zerreißen droht. Im Konflikt auf Leben und Tod versuchen der Weißmagier Ormog und seine Gefährten zu verhindern, dass der Dunkle Meister der Gorgul sein Ziel erreicht: die unumschränkte Herrschaft des Bösen. Das Blatt wendet sich, als Ormog sich mit seiner gefährlichsten Gegnerin verbündet. Vatya, die Elitekämpferin der Gorgul, wechselt die Seiten. Können sie und Ormog ihre Zivilisation vor dem Untergang bewahren?

Meinung:
Also als erstes muss ich anmerken, dass ich die Aufmachung des Buches mal wieder richtig toll finde. Das ansprechende Cover, den farbigen Schnitt und das Lesebändchen.

Die Kurzbeschreibung klang eigentlich auch recht spannend, sodass ich mich auf eine unterhaltsame Fantasygeschichte gefreut habe. Man muss wirklich sagen, dass der junge Autor viele Ideen hatte und diese den Planeten Magnus auch durchaus zu etwas Besonderem und Interessantem machen. Jedoch blieb durch die Fülle der vielen Wesen mitsamt ihrer komplexen Namen einiges auch ein bisschen oberflächlich und die meisten davon blieben mir auch nicht wirklich im Gedächtnis.

Und diese Oberflächlichkeit hat sich für mich irgendwie durch den ganzen Roman gezogen. Ich konnte mich mit den Figuren, trotz der Perspektivenwechsel, nicht wirklich identifizieren oder mich ihnen nah fühlen. Sie blieben einfach ein bisschen blass und die Emotionen waren mir zumeist etwas zu knapp beschrieben.

Auch die Art und Weise wie die Geschichte erzählt wird fand ich zwar vom Prinzip her lesbar, aber auch ein bisschen unrund. Auf der einen Seite ist der Schreibstil extrem einfach gehalten, aber auf der anderen Seite gibt es diese Masse an hochkomplexen Fantasiebegriffen und –namen. Dies erschien mir für ein Jugendbuch ab 12 manchmal ein bisschen viel und für ältere Leser in der Gesamtbetrachtung etwas zu einfach.

Ebenso spielt die Vorhersehbarkeit der Geschichte dabei eine Rolle, denn auch wenn sich die Handlung stetig weiter entwickelt, kam wirklich handfeste Spannung eher selten auf. Zwar sind die genauen Wendungen durch die vielen tollen Ideen oft nicht ersichtlich, aber die Entwicklungen an sich haben mich selten wirklich überrascht.

Fazit:
Für einen 16 jährigen Autor wirklich ein tolles Werk mit viel Potential, aber in der Gesamtbetrachtung einfach an allen Ecken noch ein bisschen unrund. Zu viele Ideen, zu wenig Tiefe und Greifbarkeit und ein für mich nicht ganz stimmiger Schreibstil. Die Geschichte lässt sich zwar ganz ok lesen, aber mehr auch nicht. Aufgrund des Alters des Autors vergebe ich noch knappe 3 Sterne.

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(38)

56 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

thriller, zersetzt, lena sander, medizin, operation

Zersetzt - Thriller

Lena Sander
E-Buch Text
Erschienen bei null, 01.10.2013
ISBN B00FKUFVGS
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Kurzbeschreibung:
Es kann jeden treffen: morgen, heute, jetzt! Diese Erfahrung macht die junge Journalistin Julia Hoven, als sie die Hintergründe einer mysteriösen Krankheit recherchiert, an der ihr Vater leidet. Stück für Stück deckt Julia eine haarsträubende Geschichte auf. Als in ihre Wohnung eingebrochen wird und ihr jemand offensichtlich nach dem Leben trachtet, stellt sich heraus: Julia hat sich mächtige Feinde gemacht. Und die werden alles tun, um sie zum Schweigen zu bringen. Die Grundidee dieses Thrillers basiert auf wahren Begebenheiten.

Meinung:
Ich muss ja sagen, dass ich bei solch kurzen Geschichten doch immer etwas skeptisch bin. Oft fehlt mir da was und ich war gespannt, wie mir „Zersetzt“ gefallen würde.

Definitiv positiv ist mir auf jeden Fall das Grundthema aufgefallen. Das ist etwas neues, das ich so noch nicht gelesen habe und auch die Hintergründe und Grundlagen dazu fand ich sehr interessant. Das Thema ist etwas, das jeder kennt, aber wirkliche Gedanken darüber habe ich mir noch nie gemacht und das, obwohl ich sogar im Gesundheitswesen gearbeitet habe.

Im Nachwort der Autorin wird deutlich, dass sie selbst das Thema auch extrem beschäftigt und sie auch schon persönliche Erfahrungen damit gemacht hat, was die Glaubwürdigkeit ihrer Worte in meinen Augen noch unterstützt.

Die Handlung an sich fand ich auch recht spannend und im Großteil auch gut umgesetzt. Klar merkt man beim Lesen doch, dass das Buch nur so wenige Seiten hat, denn der Schreibstil ist teilweise schon ziemlich knapp gehalten und vor allem die fehlenden Übergänge zwischen verschiedenen Situationen sind mir doch immer mal wieder aufgefallen. Jedoch keinesfalls wirklich störend, denn Lesen ließ sich die Geschichte schnell und flüssig.

Die Figuren fand ich soweit auch gut erarbeitet und ich habe ihnen ihre Rolle zumeist durchaus abgenommen. Durch Besonderheiten, wie. Z. B. das Stottern sind sie mir auch gut im Gedächtnis geblieben. Es gab hier und da ein paar Übertreibungen, aber das ist in Thrillern ja keine Seltenheit.
Zusätzlich gab es ein paar nette Wendungen und Überraschungen, die ich so nicht unbedingt erwartet hätte.

Fazit:
Ein interessanter Thriller, der auf jeden Fall zum Nachdenken anregt und sich auch schnell und spannend weglesen lässt. Der Schreibstil ist teilweise ein bisschen knapp und man hätte aus manchen Ideen noch ein bisschen mehr raus holen können, aber in der Gesamtbetrachtung habe ich mich gut unterhalten gefühlt. Deshalb gibt es 4 Sterne.

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42 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

zeitreise, gegenwartsliteratur, zweite chance, karriere, zeitreisender

Vor mir die Sterne

Beth Harbison , Corinna Rodewald
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 18.07.2016
ISBN 9783746632292
Genre: Romane

Rezension:

Kurzbeschreibung:
Kurz vor ihrem 38. Geburtstag gerät Ramie Phillips in die Krise: Zwar hat sie alles, was sie immer wollte – eine Karriere, tolle Freunde, ein Leben im Wohlstand –, aber wann hat sie eigentlich aufgehört, an die Liebe zu glauben? Und welche Rolle spielte dabei der Tod ihres Vaters? Als sie nach einem Unfall wieder zu sich kommt, ist Ramie plötzlich wieder 18 Jahre alt – und kann alle Entscheidungen von damals mit dem Wissen von heute erneut treffen. Doch die Frage, welcher Weg sie zu ihrem Glück führen wird, ist immer noch nicht viel leichter zu beantworten.

Meinung:
Viele Menschen fragen sich, was gewesen wäre, wenn sie sich bei manchen Situationen anders entschieden hätten. Da auch ich mich manchmal bei solchen Gedanken erwische, lese ich gerne hin und wieder wieder Romane, in denen es um zweite Chancen geht und bei denen man Gelegenheit bekommt, über den Sinn des Lebens nachzudenken.

„Vor mir die Sterne“ beschäftigt sich genau mit diesen Themen. Die taffe und erfolgreiche 38-jährige Ramie hat eigentlich ein gutes Leben und ist doch nicht glücklich. Durch einen Unfall hat sie die Möglichkeit frühere Entscheidungen nochmals zu überdenken und kann mit ihrem ganzen bisherigem Wissen Änderungen vornehmen.

Ich muss zugeben, dass die Autorin dabei fast durchgängig auf Altbewährtes und Bekanntes zurückgreift, aber trotzdem hat mich die Geschichte berührt, zum Nachdenken gebracht und gut unterhalten.

Denn auch wenn der Handlungsverlauf recht offensichtlich ist, gibt es einige unterhaltsame und humorvolle Szenen, die einfach Lesespaß bieten. Gleichzeitig gibt es aber auch ernste Monologe und Gespräche mit Ramies Vater, die einen guten Kontrast bilden. Insgesamt ist für mich deshalb in der Gesamtbetrachtung ein lesenswerter Roman entstanden.

Protagonistin Ramie war mir eigentlich fast von Beginn an sehr sympathisch. Obwohl sie anfangs ein totaler Karrieremensch ist, konnte ich mich schnell in sie hineinversetzten und ihre Gedankengänge nachvollziehen. Nach anfänglichem Unglauben nutzt sie ihre Chance und setzt sich intensiv mit damaligen Entscheidungen und ihren vermeintlichen Fehlern auseinander. Ihr innerer Konflikt ist dabei sehr gut nachvollziehbar und ihre Entwicklung im Laufe der Geschichte authentisch.

Auch die Nebenfiguren haben mir gut gefallen. Allen voran natürlich Ramies toller Vater mit seinen berührenden Weisheiten. Aber auch die anderen Figuren passen gut in die Geschichte und erfüllen alle ihre Aufgaben.

Lesen lässt sich die Geschichte sehr flüssig und zügig. Mir hat die Mischung aus Humor, Emotionalität, Unsicherheit und Lebensfreude gut gefallen, denn die Autorin hat alle Komponenten glaubhaft wiedergegeben.

Fazit:
„Vor mir die Sterne“ greift zwar sowohl bei der Grundidee als auch bei der Umsetzung auf bereits Bekanntes zurück, jedoch hat mich die Lektüre berührt und gut unterhalten. Die Frage nach verpassten Gelegenheiten und möglichen zweiten Chancen hat mich beim Lesen sehr beschäftigt und ich habe Ramie gerne bei ihren authentisch beschriebenen Entwicklungen begleitet. Dabei gibt es neben Lebensweisheiten auch einiges zum Schmunzeln, weshalb ich 4 Sterne und eine Leseempfehlung vergebe.

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163 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 40 Rezensionen

montana, worte für die ewigkeit, indianer, usa, liebe

Worte für die Ewigkeit

Lucy Inglis , Ilse Rothfuss
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 01.09.2016
ISBN 9783551520876
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kurzbeschreibung:
Sommer in Montana, darauf hat Hope so gar keine Lust. Aber gegen ihre resolute Mutter kann sich die 16-Jährige einfach nicht durchsetzen. Und hier, mitten im Nirgendwo, auf einer einsamen Pferderanch begegnet sie Cal, der ihr Leben für immer verändern wird.

Montana 1867, die 16-jährige Emily ist auf dem Weg zu ihrem Ehemann, den sie nie zuvor gesehen hat. Doch die Kutsche, in der sie unterwegs ist, verunglückt und als einzige Überlebende wird sie von Nate gerettet - einem Halbindianer, der ihr zeigt, was Leben und Freiheit bedeutet. Zwei große Liebesgeschichten, die auf schicksalhafte Weise miteinander verbunden sind.

Meinung:
Das Cover von „Worte für die Ewigkeit“ ist ja einfach ein totaler Blickfänger und hat mich sofort angesprochen und meine Neugier auf die Geschichte geweckt.

Der Handlungsverlauf erzählt abwechselnd die Geschichte zweier Mädchen, die eher unfreiwillig nach Montana gekommen sind. Dabei wird die Perspektive aus der Gegenwart in der 3. Person erzählt, der Erzählstil der Vergangenheit hingegen ist eher ungewöhnlich. Emily hat ihr Tagebuch zwar in der Ich-Perspektive geschrieben, dabei spricht sie Nate aber auch immer direkt an und die Erzählungen haben somit noch eine zusätzlich-persönliche und manchmal etwas schwergängige Seite, da in den Erzählungen immer wieder „Du hast.., du wolltest…“ usw. vorkommt.

Ich muss ehrlich sagen, dass ich den Schreibstil aus Emiliy's Perspektive doch ziemlich gewöhnungsbedürftig fand. Vor allem anfangs, als sich Emiliy und Nate eigentlich noch Siezten, die Ausführungen aber trotzdem mit dem üblichen „Du hast dabei…“ versehen werden. Das hat irgendwie ein bisschen verhindert, dass ich mich ganz in die Geschichte einfühlen konnte. Bei Hope's Sicht war es etwas besser, aber auch hier hat es doch eine Weile gedauert, bis ich wirklich mit ihr fühlen und bangen konnte.

Das Buch ist sehr ruhig aufgebaut, verzichtet größtenteils auf handfeste Spannung und setzt vor allem auf emotionale Bindung und Überzeugung. Es geht um die beiden Liebesgeschichte, aber auch um zwei Mädchen, die sich selber finden, sich weiter entwickeln und stark werden. Dabei sind die auf den ersten Blick voneinander unabhängigen Geschichte doch mehr verbunden, als man zuerst denkt.

Diese Entwicklungen von schüchternen, grauen Mäuschen ohne Durchsetzungsvermögen hin zu selbstständigen, jungen Mädchen, die selbst wissen, was sie wollen und auch alles dafür tun, dies umzusetzen, haben mir gut gefallen. Auch die Verbindung zwischen den Geschichten fand gut erarbeitet und eher unvorhergesehen. Aber ansonsten ist mir teilweise leider doch ein bisschen zu wenig passiert. Dadurch, dass ich mich lange Zeit nicht komplett emotional einfühlen konnte, kamen bei mir einige langwierige Stellen auf, in denen ich mir ein bisschen mehr Spannung gewünscht hätte. Es plätschert alles ein bisschen vor sich hin.

Endgültig gefesselt und überzeugt hat mich die Geschichte dann auf den letzten 70 Seiten. Da passiert dann alles ziemlich rasant, es gibt einige unvorhergesehen Wendungen und auch viel Tragik und Spannung. Das Ende ist sehr stimmig und hat es dann auch endlich geschafft, mich vollständig zu berühren und mitleiden zu lassen und ist dann auch nach Beenden des Buches noch etwas nachgeklungen.

Fazit:
Eine sehr ruhige Geschichte, die die authentischen Entwicklungen und die Liebesgeschichten zweier Mädchen erzählt. Dabei wird vor allem auf Emotionen wert gelegt, handfeste Spannung gibt es eher selten. Da ich mich den Protagonistinnen, vor allem durch den ungewöhnlichen und etwas schwergängigen Schreibstil des Tagebuchs aber erst sehr spät wirklich nah gefühlt habe, haben sich für mich auch ein paar langwierige Szenen eingeschlichen und ich wurde erst auf den letzten 70 Seiten vollkommen gefesselt und überzeugt. Das Ende ist aber wirklich großartig und hallt noch nach. Alles in allem gibt es von mir solide 3 Sterne.

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(35)

43 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 28 Rezensionen

thriller, schlechtes lektorat, iq, menschen versuche, gute idee

MINDEXX

Katharina Stock
Flexibler Einband: 470 Seiten
Erschienen bei Magnolia, 17.03.2016
ISBN 9783981625738
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Kurzbeschreibung:
Als Nathalie Reinhard einen IQ-Test im Internet anklickt, ahnt sie nicht, wen sie damit auf sich aufmerksam macht. Kurz darauf verschwindet das Mädchen spurlos. Die Suche der Polizei bleibt ohne Erfolg.
Sie wird zusammen mit anderen Kindern im Forschungslabor von Dr. Lösch festgehalten. Ein Horrortrip der besonderen Art beginnt.
Nathalie hat nur ein Ziel: ÜBERLEBEN.
Dann geschieht etwas Unerwartetes und Nathalie muss untertauchen. Wem kann sie noch vertrauen? Kann ihr Freund Jan sie aus den Fängen der Verbrecher retten?

Meinung:
„Mindexx – Tödlicher IQ“ ist ein spannender, wenn auch auf den ersten Blick etwas ungewöhnlicher Thriller. Das beginnt schon beim Aufbau, da das Buch auf reinweißen Seiten gedruckt ist und die Autorin das Buch nur in 3 grobe Teile eingeteilt hat, auf Kapitel aber ganz verzichtet. Es gibt zwar zwischendurch schon immer mal wieder Absätze und Abtrennungen, aber für Kapitelleser ist es doch etwas gewöhnungsbedürftig.

Aber auch Handlungsaufbau ist ungewöhnlich, da man die Geschehnisse nicht chronologisch erfährt, sondern mit der Zeit nach Nathalies Rückkehr gestartet wird. Das alleine wäre noch nicht einmal so nennenswert, aber dass man in diesem ersten Teil kaum Informationen darüber erhält, was wirklich passiert ist, das ist durchaus besonders. Die Autorin hat dies aber ganz gut gelöst, denn auch wenn ich zwischenzeitlich ziemlich viele Fragezeichen im Kopf hatte und gerne ein paar Fragen beantwortet bekommen hätte, wollte ich auf jeden Fall weiterlesen.

Im zweiten Teil gibt es dann endlich die meisten der erhofften Antworten. Durch Erinnerungen von Nathalie erfährt der Leser was nach ihrer Entführung passiert ist und diese Schilderungen sind durchaus spannend, aber teilweise auch ziemlich brutal und heftig.

Teil 3 bringt nochmal einige unvorhergesehene Wendungen und rundet die Sache eigentlich ab, wenn nicht das total offene Ende wäre. Ich hoffe ja doch, dass es noch eine Fortsetzung gibt.

Die Grundidee hat mir sehr gut gefallen und auch die Umsetzung ist, auch durch die Ich-Perspektive, auf jeden Fall sehr gut und flüssig lesbar und entwickelt eine Sogwirkung mit einer sehr greifbaren Atmosphäre. Auch wenn ich anfangs nicht immer ganz nachvollziehen konnte, wieso Nathalie so handelt, wie sie es tut, wird ihr Verhalten mit der Zeit doch etwas klarer und ihre innerer Zwiespalt sehr gut verdeutlicht.

Doch auch wenn es für den Handlungsverlauf gut funktioniert hat, hätte ich mir manche Erklärungen doch noch ein bisschen genauer gewünscht, um auch die letzten Unsicherheiten in den Begründungen komplett zu beseitigen.

Nichtsdestotrotz haben mir auch die Figuren sehr gut gefallen. Nathalie wird gut erarbeitet, aber auch die anderen Charaktere sind der Autorin gut gelungen. Obwohl viele etwas Böses getan haben, fällt es im Verlauf doch nicht immer ganz leicht, sie auch wirklich eindeutig als die Bösen zu sehen.

Fazit:
Ein interessanter und spannender Thriller, der vom Aufbau etwas ungewöhnlich daher kommt, aber durchaus unterhalten und fesseln kann. Zwar hätte ich mir hier und da noch ein paar genauere Erklärungen gewünscht und das Ende ist leider ziemlich offen, aber ich hoffe ja doch, dass es noch eine Fortsetzung geben wird. Die vielschichtigen Figuren und den wendungsreichen Handlungsaufbau fand ich auf jeden Fall trotzdem überzeugend, weshalb ich 4 Sterne und eine Leseempfehlung vergebe.

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(4)

4 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 4 Rezensionen

liebesroma, marita sydow haman

Wie angelt man sich einen Piraten?: Magisches Geflüster

Marita Sydow Hamann
E-Buch Text: 201 Seiten
Erschienen bei null, 26.06.2016
ISBN B01HMW5LWK
Genre: Sonstiges

Rezension:

Kurzbeschreibung:
Neele Petersen hat einige schwere Schicksalsschläge hinter sich. Nachdem ihre jahrelang bettlägerige Mutter verstirbt, entscheidet sich Neele dafür, ein neues Leben zu beginnen. Um den nötigen Abstand zu gewinnen, fliegt sie erst einmal in den Urlaub – vier Wochen Schottland!
Doch gleich am ersten Tag wird sie in einen schweren Unfall verwickelt, der einen gewissen Laird Jack McLean lebensgefährlich verletzt. Seitdem verfolgen die kalten Augen des allseits verhassten Lairds Neele Nacht für Nacht in grausamen Albträumen. Doch damit nicht genug. Das idyllische Cottage, das Neele gemietet hat, gehört zu McLean Castle, und dort spukt niemand anderes als Kapitän Jack McLean – seit über 270 Jahren tot und ein früher Verwandter sowie Namensvetter des nun im Koma liegenden Lairds…

Meinung:
Da ich schon einige Bücher der Autorin gelesen habe und sie mich immer wieder überrascht und beeindruckt haben, wollte ich es nun auch mal mit einem Teil ihrer „Magisches Geflüster-Reihe“ versuchen. Auch wenn mir im Moment eigentlich eher weniger der Sinn nach leichten und einfachen Liebesgeschichten steht und ich deshalb etwas verhalten war. So wollte anfangs unterwegs nur mal ein bisschen in das Ebook rein lesen, aber ich wurde wieder überrascht und gefesselt.

Denn auch wenn es sich bei „Wie angelt man sich einen Piraten?“ grob betrachtet wirklich um eine leichte und doch vorhersehbare Liebesgeschichte handelt, steckt in der Geschichte selbst so viel mehr.

Neele war mir mit ihrer offenen und ganz natürlichen Art sofort sympathisch. Sie ist bodenständig, mitfühlend, leicht verpeilt und wirkt wie aus dem Leben gegriffen. Dabei hat sie auch eine humorvolle Art, die mich sofort angesprochen hat. Oft musste ich über sie und ihre Begegnungen mit Geist Jack McLean laut lachen und habe mich einfach gut unterhalten gefühlt.

Der magische Anteil der Geschichte wird durch den Geist Jack McLean erbracht. Ich fand die Ideen, die Marita Sydow Hamann zu diesem Thema eingebracht hat sehr gut und vor allem hat es mir gefallen, dass sie auch stimmige Erklärungsansätze dafür hatte. So könnte man sich vorstellen, dass die Geschichte trotz des Anteils an Übernatürlichen auch fast genauso passieren könnte. Das Einzige was ich nicht so glaubhaft fand, war, dass der 270 Jahre alte Geist Jack McLean sehr modern gesprochen hat. Um den locker-leichten Lesefluss zu halten, war das bestimmt die bessere Lösung, aber für die Authentizität gibt es hier einen minimalen Kritikpunkt.

Es gibt teilweise ganz interessante und besondere Nebenfiguren, auch wenn die Antagonisten doch ziemlich stereotyp geworden sind. Aber das ist nicht so schlimm, da es für den Handlungsverlauf passend ist. Denn auch wenn das Ende vorhersehbar ist, gibt es zwischendurch doch kleinere Überraschungen und auf dem Weg zum Ziel viel Lesespaß.

Der romantische Anteil ist für mich genau richtig dosiert. Eher zart, langsam entwickelnd und doch gefühlvoll und vor allem nicht aufdringlich.

Fazit:
Eine locker-leichte und sehr unterhaltsame Geschichte mit einer angenehmen Grundstimmung, ein bisschen Romantik, etwas Mystik und tollen humorvollen Szenen. Das ist mir gute 4 Sterne und eine Leseempfehlung wert.

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(76)

100 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 72 Rezensionen

thriller, michael theißen, fahrerflucht, familiengeheimnis, schuld

Leons Erbe

Michael Theißen
E-Buch Text: 232 Seiten
Erschienen bei Bastei Entertainment, 02.05.2016
ISBN 9783732525102
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Kurzbeschreibung:
Für Katja bricht eine Welt zusammen, als ihr Sohn Leon bei einem Autounfall ums Leben kommt. Es ist der zweite schwere Schicksalsschlag in kurzer Zeit. Erst vor sechs Monaten ist ihre Schwester spurlos verschwunden. Als Katja nach Leons Trauerfeier einen Anruf erhält, überschlagen sich die Ereignisse: Ein Notar ist im Besitz einer Kiste, die Leon seiner Mutter vererbt hat. Als Katja die Kiste öffnet, entdeckt sie darin ein Armband, das ihrer Schwester gehörte. Wie ist ihr Sohn in den Besitz dieses Armbandes gekommen? Und warum hat er es bei einem Notar hinterlegt? Was will Leon seiner Mutter aus dem Tod heraus damit sagen? Für Katja beginnt eine Suche nach der Wahrheit - nichtsahnend, dass sie damit die Tür zu einem dunklen Familiengeheimnis öffnet ...

Meinung:
Schon allein die Kurzbeschreibung hat mich angefixt und mich neugierig auf die Zusammenhänge gemacht.

Und ich wurde auch nicht enttäuscht. Die Geschichte ist einerseits sehr dramatisch, da Katja wirklich einen Schicksalsschlag nach dem Nächsten wegstecken muss und man durch die Ich-Perspektive ihre Gefühle hautnah nachvollziehen kann. Anderseits gibt es auch sehr viel Spannung. Rund um Katja passiert sehr viel, es kommt Gefahr auf und durch die gewonnenen Erkenntnisse werden die Fragezeichen im Kopf zunächst einmal immer größer.

Auch wenn im Handlungsverlauf einiges durch Zufall passiert und Katja auch nicht immer ganz rational handelt, ist es doch authentisch. Sie ist einfach eine verzweifelte Mutter, die den erschreckenden Geheimnissen auf die Spur kommen will, dabei aber auch ziemlich allein gelassen wird und überfordert ist. Von dem her fand ich ihr Verhalten verständlich und nachvollziehbar.

Der Plot hat mir sehr gut gefallen. Der Autor legt geschickt viele falsche Fährten und auch wenn ich nicht auf alle hineingefallen bin, sorgt das für viel Spannung und gute Unterhaltung. So gibt es viele unerwartete Wendungen und überraschende Entwicklungen und auch die Auflösung des Ganzen ist total unvorhersehbar, vielleicht ein bisschen schnell abgehandelt, aber trotzdem stimmig und passend.
Die Charaktere haben mir gut gefallen. Allen voran natürlich Katjas Gefühlswelt und ihre Entwicklung. Aber auch die Offenlegung von Leons versteckten Eigenschaften und den Geheimnissen der Nebenfiguren. Alle wurden für mich im Verlauf immer greifbarer und authentischer.

Lesen lässt sich die Geschichte sehr gut und sehr schnell. Der Schreibstil ist flüssig und fesselnd und auch die Kapitel sind angenehm kurz und verleiten durch das jeweils offene Ende oder die darin aufgeworfenen Fragen sofort zum Weiterlesen.

Fazit:
Ein Spannungsroman der alles bietet, was man erwarten kann. Ein toller Plot mit vielen Wendungen und einem unvorhersehbaren, aber stimmigen Ende. Ein flüssig lesbarer und fesselnder Schreibstil und gut beschriebene Charaktere mit vielen Geheimnissen und Entwicklungen. Dem Ende hätten vielleicht ein paar Seiten mehr nicht geschadet, aber das ist Kritik auf hohem Niveau und auch so hab ich das Buch sehr zufrieden auf die Seite gelegt. Deshalb gibt es sehr gute 4 Sterne und eine Leseempfehlung.

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(185)

329 Bibliotheken, 13 Leser, 0 Gruppen, 130 Rezensionen

vergewaltigung, thriller, manipulation, wendy walker, therapie

Dark Memories - Nichts ist je vergessen

Wendy Walker , Verena Kilchling
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei FISCHER Scherz, 23.06.2016
ISBN 9783651025424
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die Kurzbeschreibung hat mich sofort angesprochen. Ein Medikament, das Erinnerungen auslöschen kann, aber das Gefühl daran doch ganz verhindern kann, wodurch das Opfer weiter gequält wird.
Schon alleine dieser Aufhänger klang super spannend und ich hab mich sehr auf die Geschichte gefreut.

Doch schon zu Beginn gibt es eine Überraschung, da die Geschichte komplett aus der Sicht des Psychiaters erzählt wird. Fand ich ungewöhnlich, aber durchaus interessant und ansprechend, da bei ihm alle Fäden zusammenlaufen und dadurch mit der Zeit ein sehr detailliertes Gesamtbild entsteht.

Und das ist auch so ein bisschen das Hauptproblem, dass ich mit „Dark Memories – Nichts ist je vergessen“ hatte, dass sich die Geschichte nach dem tollen Start mit dem Fokus auf die grausame Tat und der guten Grundidee so in Details verliert. Zwar steht die Erinnerung an die Tat und die Auffindung des Täters immer noch im Mittelpunkt, aber drum rum erfährt man so viele Details und Kleinigkeiten. Diese sind zwar für sich genommen sehr interessant und vor allem die Tragweite der jeweils getroffenen Entscheidungen und die psychologischen Zusammenhänge sind oft erschreckend, aber in der Fülle bleibt manchmal die durchgängige Spannung doch ein bisschen auf der Strecke.

Vor allem die tolle Grundidee wird irgendwie nicht wirklich genutzt, sondern das interessante Medikament selbst wird einfach als Normal vorausgesetzt und spielt keine größere Rolle.

Durch die stückweise Erzählung werden die Figuren mit der Zeit immer mehr durchleuchtet und ihre Geheimnisse und Abgründe werden immer deutlicher. Doch trotzdem sind sie mir aufgrund des Umwegs durch den Psychiater teilweise ein bisschen fremd geblieben. Auch er selbst hat einige Geheimnisse und es hat mich doch erschreckt und fasziniert zugleich, wie weit er in diesem Fall geht.

Das Ende hat mir dann wieder recht gut gefallen, es gibt nochmal eine überraschende Wendung.

Sprecher Sascha Rotermund hat einen sehr guten Job gemacht. Seine Stimme hat etwas Geheimnisvolles und er interpretiert die Figuren sehr gut. Er vermittelt zumeist auch das Gefühl, dass es durchaus seine Berechtigung hat, diese ganzen Details erzählt zu bekommen.

Fazit:
„Dark Memories – Nichts ist je vergessen“ ist nicht ganz das, was ich mir darunter vorgestellt habe. Die tolle Idee dahinter spielt nur eine untergeordnete Rolle und statt eines extrem spannenden Thrillers, gibt es eine Geschichte mit vielen Details und dem Fokus auf psychologische Zusammenhänge. Dies ist zwar an sich auch gut hörbar, teilweise erschreckend und faszinierend, aber Potential wurde trotzdem verschenkt. Von mir gibt es knappe 3,5 Sterne.

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27 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 23 Rezensionen

fantasy, kinderbuch, fantasie, helfen, elfen

Sharj und das Wasser des Lebens

Audrey Harings
Flexibler Einband: 244 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 01.08.2016
ISBN 9783741208614
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Kurzbeschreibung:
Für Sharj ist es ein Tag wie jeder andere. Doch plötzlich ist sie mit ihrem Freund José in einer vollkommen anderen Welt. Dort soll sie den König retten. Als Elfe und Drache stürzen die beiden von einem Abenteuer in das nächste und müssen gegen böse Wesen kämpfen. Der Drache wird entführt, da ist es gut, dass Sharj, die Elfe, bereits zwei Freunde gefunden hat, die ihr helfen möchten, José aus den Fängen der bösartigen Stumps zu befreien. Während Sharj sich in dieser fantastischen Welt behauptet, schmieden ihre Pflegeeltern einen teuflischen Plan, um Sharj für immer loszuwerden.

Meinung:
Da ich im Moment keinen engeren Kontakt mit so jüngeren Kindern habe, wollte ich das Buch zuerst eigentlich gar nicht lesen. Jedoch hat die Geschichte dann doch irgendwie angesprochen und vor allem die tollen Illustrationen wollte ich mir genauer ansehen.

Und die sind wirklich sehr schön geworden. Farbenfroh, liebevoll gestaltet und sie unterstützen dabei, sich die Geschichte noch besser vorzustellen. Anfangs gibt es eine Auflistung aller Charaktere, die durch ein Bild dargestellt werden und auch im Verlauf der Geschichte wird fast jedes Kapitel von einer Einseitigen Illustration eingeleitet, die zeigt, um was und wen es in dem Kapitel gehen wird. Einzig, dass der gute König Sloma eher böse dargestellt wird, fand ich etwas eigenartig, aber vielleicht klärt sich das ja in der Fortsetzung noch auf.

Die Geschichte selbst wird aus verschiedenen Sichtweisen erzählt. So begleiten wir Sharj und Jose bei ihrem Abenteuer in der anderen Welt, aber auch in unserer Welt geht das Leben weiter. Die Fantasywelt hat mir gut gefallen. Es gibt viele interessante Wesen wie Elfen, Drachen, Trolle und sprechende Bäume und in der realen Welt werden die Grundlagen für alles weitere geschaffen.

Der Handlungsverlauf und auch die Charaktere sind schon sehr einfach dargestellt. Zumindest aus meiner Erwachsenensicht ist vieles seeeehr vorhersehbar und wirkt einfach sehr konstruiert. Auch die Figuren sind meiner Meinung nach schon fast ein bisschen zu einfach gestrickt und stereotyp dargestellt, aber so versteht auch wirklich jedes Kind eindeutig die Rolle der Figur in der Geschichte.

Geschrieben ist die Geschichte auch sehr kindgerecht und somit ist sie leicht und flüssig lesbar. Die Schriftzeichen sind für Kinder angenehm groß und auch die einzelnen Seiten sehr übersichtlich gestaltet.

Fazit:
Eine farbenfrohe und liebevoll gestaltete Kindergeschichte, die vor allem mit den tollen Illustrationen überzeugen kann. Die Geschichte an sich hat auch viele tolle Elemente, jedoch ist sie in meinen Augen wirklich nur für jüngere (8-10) oder Wenigleser geeignet, da Handlungsverlauf und Charaktere teilweise doch sehr einfach gestrickt und ziemlich vorhersehbar sind. Doch ich kann mir vorstellen, dass diese Zielgruppe sehr viel Spaß mit dem Buch hat, weshalb ich 4 Sterne vergebe.

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75 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 32 Rezensionen

pala, level, superhelden, marcel van driel, insel

Pala - Das Geheimnis der Insel

Marcel van Driel , Kristina Kreuzer , Hauptmann und Kompanie
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Oetinger Taschenbuch, 24.06.2016
ISBN 9783841503541
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kurzbeschreibung:
Seit Iris weiß, dass ihr verschollen geglaubter Bruder Justin auf Pala war und ihm als bisher Einzigem die Flucht gelungen ist, schöpft sie neue Hoffnung: Es scheint nicht mehr unmöglich, von der Insel zu entkommen. Justin nimmt unbemerkt Kontakt zu Iris auf. Gemeinsam wollen sie herausfinden, welche Pläne Mr Oz verfolgt und wie man ihn stoppen kann. Doch als Mr Oz erfährt, dass Iris heimlich Nachforschungen anstellt, wird es richtig gefährlich...

Meinung:
Es ist richtig schön, wenn man mal auf eine Fortsetzung kein Jahr oder länger, sondern nur zwei Monate warten muss. Die Geschichte ist noch präsent und man kann gleich wieder richtig einsteigen. Und trotzdem gibt es hier vor Beginn der Handlung noch eine kurze Zusammenfassung, die mir ziemlich gut gefallen hat. Da wird das Wichtigste einfach nochmal knapp auf den Punkt gebracht und das würde ich mir viel öfter bei Reihenfortsetzungen wünschen.

Nachdem ich ja beim Auftaktband ein bisschen gebraucht habe um ins Buch zu finden und mich an den Schreibstil zu gewöhnen, gab es solche Anlaufschwierigkeiten dieses Mal nicht. Ich war sofort wieder mittendrin und hab mit den bekannten Figuren gebangt, mich gefragt, was sie denn nun im Schilde führen und auf welcher Seite sie stehen.

Obwohl Band 1 schon sehr actionreich und spannend war, ist mir diese Fortsetzung noch viel packender und dramatischer vorgekommen. Es gibt erneut viele gefährliche Aufgaben und Tests zu erfüllen, ein paar unerwartete und schockierende Wendungen und es werden noch mehr Fragen für Abschlussband aufgeworfen.

Die Charaktere, allen voran Iris, haben sich durch die harte Ausbildung ziemlich weiterentwickelt. Sie sind noch erwachsener als sie es in Teil 1 schon waren und auch wenn manches immer noch übertrieben für ihr Alter wirkt, hat es viel Charme und wird irgendwie doch stimmig dargestellt.

Auch von dem geheimnisvollen und grusligen Mr. Oz erfahren wir ein kleines bisschen mehr und es wird erschreckend deutlich, wie manipulativ und wie mächtig er ist. Ich bin echt gespannt, wie sich das alles noch entwickelt.

Wie gesagt, bin ich dieses Mal mit dem Schreibstil gut klar gekommen. Die Sätze sind oft eher kurz, aber sehr ausdrucksstark und stimmungsvoll. Erzählt wird die Geschichte wieder aus verschiedenen Perspektiven in der 3. Person. Die wechselnden Sichtweisen bringen auch dieses Mal wieder ein paar kleine Wissensvorsprünge vor Protagonistin Iris und sorgen für zusätzliche Spannung.

Fazit:
Eine sehr actionreiche und packende Fortsetzung, die mich sogar noch ein bisschen mehr gepackt hat als der Vorgänger. Auch wenn wieder manches etwas übertrieben ist, kann ich mich mit der Ausgangssituation immer besser anfreunden und finde es immer glaubhafter und stimmiger. Es gibt erneut viel Gefahr, einige schockierende Wendungen und viel Spannung. Da ich da Buch kaum aus der Hand legen konnte vergebe ich dieses Mal auch die vollen 5 Sterne und freu mich schon jetzt auf den Abschlussband.

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

thriller, krimi, geocaching, tödliche koordinaten, geocaching-szene

Death Cache. Tödliche Koordinaten

Danise Juno
Flexibler Einband: 338 Seiten
Erschienen bei Acabus Verlag, 23.05.2016
ISBN 9783862824168
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Kurzbeschreibung:
Ein Mann liegt tot im Wald. Enthauptet. In unmittelbarer Nähe eine als Geocache getarnte Falle. In der Geocaching-Szene scheint ein erbitterter Kampf um die Toplist der besten Cacher ausgebrochen zu sein. Angeführt von einem Spieler namens Sammaël, den niemand persönlich kennt. Als Michael Tonelli sich an dessen Spuren heftet und versucht Sammaëls wahre Identität zu lüften, gerät er ins Visier eines Killers. Schon bald muss Michael erkennen, dass er von seiner eigenen Vergangenheit eingeholt wird.

Geocaching wird mehr und mehr zum Trend, doch ist diese GPS-Schatzsuche wirklich so ungefährlich oder überdeckt der Nervenkitzel einfach jegliche Gefahr?

Meinung:
Da Geocaching ja immer beliebter wird, ist es auch logisch, dass es immer öfter zum Grundthema von Büchern wird. Vor allem für Krimis und Thriller bieten sich die teils spannenden Schatzsuchen durchaus an.

Auch in „Death Cache - Tödliche Koordinaten“ wird das Hobby gut näher gebracht und erklärt und dabei auch noch eine gefährliche Geschichte erzählt. Für Leute die sich in der Szene bereits auskennen könnten manche Erklärungen ein bisschen zu viel sein, aber für Laien ist es genau richtig um einen Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten und Besonderheiten dieser Schatzsuchen zu bekommen.

Die Geschichte an sich hat mir eigentlich, abgesehen von ein paar Kleinigkeiten, recht gut gefallen. Der Prolog ist spannend und man möchte gleich wissen, was dahinter steckt, doch die Antwort darauf ist definitiv anders als erwartet. So entwickelt sich der Handlungsverlauf teilweise auch ganz anders als man zu Beginn denken könnte und es gibt auch die ein oder andere unerwartete Überraschung. Ein paar Wendungen wurden mit der Zeit auch absehbar, aber die Erklärungen dazu waren stimmig und interessant und das Spannungslevel war zu jeder Zeit recht solide.

Erzählt wird der Plot aus verschiedenen Perspektiven in der dritten Person, obwohl Protagonist Michael schon den Hauptteil der Erzählung bekommt. Man lernt ihn und seine Vergangenheit, aber auch seine schon etwas krankhafte Faszination zum Geocaching gut kennen. Mit der Zeit versteift er sich immer mehr drauf unbedingt der Beste sein zu wollen und geht dafür auch unverhältnismäßige Risiken ein und versteift sich auch auf Eifersucht und Neid. Diese extremen Eifersuchtsszenen waren manchmal ein bisschen nervig, jedoch wurde auch glaubhaft dargestellt, dass der Ehrgeiz bei solchen Wettbewerben auch mal mit jemanden durchgehen kann.

Auch die anderen Figuren sind interessant und haben so manches Geheimnis, das mit der Zeit aufgedeckt wird. Vor allem von Michaels früherem Freund und jetzt größten Rivalen Gernot hätte ich gern noch etwas mehr erfahren, aber es war schon ok so.

Fazit:
„Death Cache - Tödliche Koordinaten“ ist ein gut lesbarer und recht spannender Thriller, der einen interessanten Einblick in die Welt des Geocaching gibt und dort eine Geschichte mit Gefahren und Geheimnissen erzählt. Dabei gibt es einige nette Überraschungen und das Gesamtkonstrukt ist stimmig und unterhaltsam. Deshalb gibt es 4 Sterne.

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