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175 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 88 Rezensionen

cornwall, weihnachten, thriller, stiefmutter, minen

Stiefkind

S. K. Tremayne , Susanne Wallbaum
Flexibler Einband
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.12.2016
ISBN 9783426516621
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Kurzbeschreibung
Rachel hat es endlich gut getroffen. Nach langen Single-Jahren hat sie den Anwalt David Kerthen kennengelernt und zieht mit ihm in sein Herrenhaus auf den Klippen von Cornwall. Mit den besten Absichten, auch für Davids Sohn aus erster Ehe, den 9-jährigen Jamie, eine gute Mutter zu sein. Denn Davids erste Frau kam auf tragische Weise in einer der überfluteten Zinngruben an Cornwalls Küste ums Leben.
Doch Jamie verändert sich, scheint von düsteren Visionen geplagt - und platzt schließlich mit einem Satz heraus, den Rachel nicht mehr vergessen kann: „ An Weihnachten wirst du sterben ... und meine Mummy kommt zurück."

Meinung
„Stiefkind“ ist mein erster Psychothriller des Autors S.K. Tremayne. Durch seinen spannenden Klappentext und auch das etwas unheimliche Cover wurde ich aufmerksam darauf. Da es genau in mein Leseschema passt, musste ich es natürlich lesen und war ganz gespannt darauf.

Die Geschichte begann eigentlich ganz ruhig und gar nicht thrillermäßig. Rachel lernt einen Mann kennen und lieben, sein Sohn mag sie auch, die beiden heiraten sehr schnell und ziehen in das Herrenhaus in Cornwall. Alles erschien gut und normal, bis eines Tages Jamie merkwürde Ansätze aufweist. Es schien als hätte der kleine Mann Visionen, welche durchaus beängstigend waren. Was war wirklich daran?

Die Atmosphäre verdüsterte sich schlagartig und es wurde spannend und interessant. Bis zum Schluss hielt dies auch an und ich war nur begeistert. Ich erhielt Einblicke in die Psyche der Menschen und sah, dass nicht immer alles Friede Freude Eierkuchen war und jeder so seine Geheimnisse hatte. Der eine mehr, der andere weniger. Dennoch gestaltete sich die Handlung ruhig und etwas gelassen, es ging gut voran, aber eben nicht auf die rasante Art und Weise. Trotzdem zog mich dieses Werk so in den Bann, dass ich es nicht mehr aus der Hand legen konnte.

Am Schluss gab es nochmal einen kleinen Showdown. Die Situation eskalierte, nahm aber dann trotzdem ein stimmiges Ende. Alle bis dahin noch hinterfragten Geheimnisse wurden gelüftet und es ergab alles einen Sinn.

Die Charaktere waren grandios. Sehr authentisch und real erschienen sie mir und ihre psychologische Verfassung wurde vom Autor gekonnt dargestellt. Die Angstzustände, die Verwirrtheit und noch einiges mehr kamen erschreckend echt rüber. Ein einzelner wurde wahrscheinlich bewusst nicht in den Vordergrund gestellt. Alle Personen erhielten die gleiche Aufmerksamkeit. Das fand ich persönlich ganz gut, denn somit musste ich mich nicht an einen Darsteller heften, sondern konnte mit mehreren harmonieren. Die Umgebungsbeschreibungen waren klasse und hinterließen einen mystischen Flair.

Der Schreibstil von Herrn Tremayne war flüssig, leicht zu lesen, aber sehr bildgewaltig und fesselnd. Die Kapitel wurden einigermaßen kurz gehalten und die Schriftgröße war ok.

Fazit
„Stiefkind“ war für mich ein dramatischer, spannender und fesselnder Psychothriller der Extraklasse. Es gibt nichts zu meckern und ich kann ihn nur weiterempfehlen. Somit vergebe ich die volle Punktzahl von 5 Sternen.

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(21)

78 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

dystopie, jugendbuch, zukunft, matt haig, künstliche intelligenz

Echo Boy

Matt Haig , Violeta Topalova
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 09.12.2016
ISBN 9783423717120
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kurzbeschreibung:
Audrey lebt in einer Welt, die von moderner Technik bestimmt wird und in der künstliche Menschen, die sogenannten »Echos« , darauf programmiert sind, jeden Befehl ihres Besitzers auszuführen. Eines Tages passiert das Unfassbare: Ein scheinbar defekter Echo tötet Audreys Eltern. Mit knapper Not kann sie entkommen und findet Unterschlupf bei ihrem Onkel. Dort trifft sie auf Daniel.

Daniel ist ein Echo – und er fühlt sich zu Audrey hingezogen, etwas, das eigentlich nicht sein kann. Doch er will sie beschützen. Denn Audrey schwebt noch immer in Lebensgefahr...

Meinung:
Also, als erstes angesprochen hat mich ja dieses tolle Cover. Irgendwie verträumt und es hat einfach meine Blicke auf sich gezogen. Auch die Kurzbeschreibung fand ich ganz ansprechend und ich wollte schon länger mal ein Buch von Matt Haig lesen.

Der Autor startet seine Geschichte recht ruhig und bietet erstmal Zeit seine futuristische Welt kennenzulernen. Er stellt seine technischen Errungenschaften und typische Lebensgewohnheiten im Alltag vor. Diese Beschreibung wie z. B. vom Reisen auf die andere Seite der Welt innerhalb weniger Minuten, vom größtenteils virtuellem Leben oder eben hochtechnisiert Robotern die niedrige Arbeiten erledigen fand ich recht gelungen, ansprechend und glaubhaft, auch wenn ich das meiste so schon irgendwo mal gelesen oder gesehen habe. Das macht aber nichts, denn auch so kann man sich gut in die Welt hineinversetzen und es gibt auch ein paar kleine Highlights.

Auch das Grundthema ist natürlich kein Neues. Die Entwicklung künstlicher Intelligenz und die Frage danach, ob und ab wann Maschinen menschlich werden können wurde schon oft in Literatur und Film aufgegriffen und auch hier wieder solide bearbeitet.

Ich schreibe hier bewusst solide, da es das war. Ganz ok, aber irgendwie hat mir das gewisse Extra meistens doch gefehlt. Sowohl bei der Handlung, die extrem geradlinig und meistens vorhersehbar ist, als auch bei den Figuren, die irgendwie manchmal ein bisschen hinter ihren Möglichkeiten zurückbleiben.

Auch die Liebesgeschichte war ok, aber mehr auch nicht. Ich fand sie nicht komplett unglaubwürdig, aber dass ich schmachtend mit ihnen mitgelitten hätte, war definitiv auch nicht der Fall.

Der Schreibstil an sich ist recht einfach und flüssig. Die Sätze sind zumeist relativ kurz, die Beschreibungen aber doch recht ausführlich, sodass man sich alles gut vorstellen kann und selbst in der beschriebenen Welt wandelt. Erzählt wird die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Audrey und Daniel, wobei Audreys Perspektive den größeren Anteil einnimmt. Diese verschiedenen Perspektiven haben mir gut gefallen, da man so auch einen guten Einblick bekommt, wie es Daniel nach seiner Erschaffung erging und wie er so wurde, wie er ist.

Das Ende ist zwar recht actionreich, aber irgendwie hat es mich nicht ganz zufriedengestellt. Es gibt die wichtigsten Antworten und es hat ein Abschluss, aber trotzdem blieben für mich noch Fragen offen, da die Geschichte irgendwie etwas unfertig wirkt. Und soweit ich weiß ist keine Fortsetzung geplant.

Fazit:
Eine nette und solide Sci-Fi-Jugendgeschichte für zwischendurch. Die beschriebene Welt, die Figuren und die Handlung sind ok und recht unterhaltsam, jedoch wäre überall auch noch etwas Luft nach oben gewesen. Vor allem in den Emotionen und den Wendungen. Auch das Ende hat mich jetzt nicht ganz zufriedengestellt, es wirkt ein bisschen unfertig, weshalb ich schlussendlich durchschnittliche 3 Sterne vergebe.

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(156)

426 Bibliotheken, 14 Leser, 1 Gruppe, 89 Rezensionen

fantasy, sabaa tahir, jugendbuch, elias, laia

Elias & Laia - Eine Fackel im Dunkel der Nacht

Sabaa Tahir , Barbara Imgrund
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 11.11.2016
ISBN 9783846600382
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kurzbeschreibung:
Das Schicksal hat Elias und Laia zusammengeführt und sie im Widerstand gegen das Imperium vereint. Gemeinsam fliehen sie aus Schwarzkliff, um im Gefängnis von Kauf Laias inhaftierten Bruder aus seiner Zelle zu befreien. Mit seinem Wissen könnte er von großem Wert sein für die Rebellen. Doch werden Elias und Laia es schaffen, sich unbemerkt bis ans andere Ende des Landes durchzuschlagen? Immerhin ist ihnen Helena dicht auf den Fersen. Und als rechte Hand des Imperators hat sie einen klaren Auftrag: Die beiden Verräter zu finden - und zu töten.

Meinung:
Der erste Teil der Elias & Laia Reihe hat mich ja total geflasht. Damals wars noch nicht ganz sicher, ob es wirklich um einen Auftakt handelt und mein Gott, was war ich froh, dass es sich als solcher herausgestellt hat. Denn es sind viele Fragen offen geblieben und ich habe mich extrem auf die Fortsetzung gefreut.

Und auch wenn es nun schon über ein Jahr her ist, dass ich Teil 1 gelesen habe und die Autorin auch kaum Erinnerungsstützen für ihre komplexe Welt gibt, hab ich erfreulicherweise extrem schnell wieder in die Geschichte gefunden.

Die Handlung startet da, wo Teil 1 aufgehört hat und weiß auch sofort wieder zu fesseln. Elias und Laia sind auf der Flucht und wir sind durch die bereits bekannten abwechselnden Perspektiven immer hautnah dabei, auch bei ihren Gedanken und den kniffligen Entscheidungen. Neben den Kapiteln aus Elias und Laias Sicht gibt es dieses Mal auch Kapitel aus der Sicht des neuen Blutgreifs und Elias ehemaliger bester Freundin Helena. Diese bereichern die Geschichte ungemein, da ihre innere Zerrissenheit bezüglich ihrer Pflicht und ihren Gefühlen Elias gegenüber sehr authentisch dargestellt wird und der Leser noch mehr Hintergrundinfos erhält.

Die Handlung ist erneut extrem spannend, actionreich und auch teilweise wieder ziemlich brutal und grausam. Dabei werden sowohl die interessante Welt, als auch die behandelten Themen und die Charaktere immer komplexer. Es geht um Machtkämpfe, Intrigen, Magie, Betrug, aber auch um Freundschaft, Liebe und Zusammenhalt. Und das alles in einer richtig ansprechenden Mischung.

Zusätzlich kommen noch atemberaubende Wendungen und einige schockierende Momente hinzu. So kann man das Buch gar nicht aus der Hand legen und möchte einfach ewig weiterlesen.

Wie gesagt haben mich auch die Figuren wieder beeindruckt. Nicht nur, dass sich die Protagonisten glaubhaft weiterentwickeln, sondern auch die Nebencharaktere haben ein Eigenleben, Tiefe und Wandelfähigkeit.

Der Schreibstil ist wie im ersten Teil einfach wieder perfekt. Flüssig lesbar und doch extrem eindrucksvoll, bildgewaltig und fesselnd.

Die Geschichte hat sich in diesem zweiten Teil gut weiterentwickelt, aber trotzdem sind noch viele Fragen offen. Vor allem die reizvolle magische Komponente wird immer interessanter, sodass ich echt gespannt bin, wie es weiter geht.

Fazit:
Auch die Fortsetzung hat mich extrem begeistert und einfach mitgerissen. Die von Frau Tahir entworfene Welt und ihre Figuren werden immer komplexer und der Plot ist spannend und faszinierend. Die Grausamkeiten im Buch schockieren, fesseln aber gleichzeitig auch. Ich möchte einfach schnell weiterlesen, da Teil 3 aber wohl erst 2018 erscheinen soll, werden wir uns auf eine längere Wartezeit einstellen müssen. Auf jeden Fall gibt es perfekte 5 Sterne und eine unbedingte Leseempfehlung für alle, die Teil 1 auch schon toll fanden.

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(60)

256 Bibliotheken, 19 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

fantasy, ransom riggs, london, roman, jacob

Die Bibliothek der besonderen Kinder

Ransom Riggs , Silvia Kinkel
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.11.2016
ISBN 9783426520277
Genre: Fantasy

Rezension:

Kurzbeschreibung
Nachdem ihre Freunde von den feindlichen Wights entführt wurden, machen Jacob und Emma sich auf eine gefährliche Suche, um sie und die gefangenen Ymbrynen – so nennen sich die Schutzpatroninnen besonderer Kinder – zu befreien.
Die Spurt führt sie in die Zeitschleife Devil’s Acre, wo der Abschaum der Gesellschaft der Besonderen lebt, und schließlich zur geheimen Festung der Wights. Dort decken sie ein noch größeres Geheimnis auf: Caul, Miss Peregrines böser Bruder, will die sagenumwobene „Seelenbibliothek“ Abaton finden und sich mithilfe der dort verborgenen Kräfte zum Herrscher der Besonderenwelt aufzuschwingen. Und Jacob ist der Schlüssel dazu …

Meinung
Dies ist nun leider schon der letzte Teil der „Die besonderen Kinder“-Trilogie und ich blicke etwas wehmütig zurück und bin schon etwas traurig, dass sie zu Ende ist. Die Bücher haben mir ja sehr gut gefallen, die Buchverfilmung zum ersten Teil ja nicht so.

Dieser letzte Teil beginnt mit einem Glossar der Besonderen, in dem die wichtigsten Darsteller oder Begriffe etwas genauer erläutert werden. Dann gings auch schon wieder volle Kanne los. Sofort war ich wieder mittendrin in der Geschichte und stellte fest, dass sich „Die Bibliothek“ nahtlos an seinen Vorgänger anknüpfte. Beim Lesen gab es anfangs immer wieder ein paar kleine Rückblicke, sodass man den Überblick nicht verlieren konnte.

Spannung kam sofort wieder auf, die Atmosphäre verdichtete sich und eine gruselige Gänsehautstimmung zog bei mir ein. Neue Charaktere wurden mir vorgestellt (wobei ich nicht immer sicher war, ob man ihnen vertrauen kann) und altbekannte zeigten sich wieder. Diese haben sich sehr gut weiter entwickelt und blühten gerade zu auf. Auch die Umgebungsbeschreibungen waren absolut klasse, sodass ein wahres Kopfkino entstehen konnte.

Gut, dieser 3. Teil erschien mir auf den ersten Blick viel düsterer als seine Vorgänger, dennoch zog er mich magisch in den Bann und ich folgte gespannt, die Abenteuer von Jacob und seinen Freunden. Viel Vertrauen muss auch in diesem Band gegeben werden und nicht alles erschien immer so wie es sein sollte. Da war eine Freundschaft wirklich Gold wert.

Auch diesmal faszinierten mich wieder die tollen Bilder im Buch. Ich könnte mir diese ständig anschauen und fand auch die Erklärungen dafür am Ende des Werkes richtig toll, da sie ja doch größtenteils authentisch waren.

Am Ende durfte ich noch einen absoluten Showdown erleben. Der Schluss wurde gut gewählt, exakt ausgearbeitet und gestaltete sich als außerordentlich logisch und rund. Ich blicke mit einem lachenden und einem traurigen Auge zurück, einerseits lachend weil ich so eine tolle Trilogie für mich entdeckt habe und traurig, weil sie für mich viel zu kurz war und ruhig noch eine Bücher davon hätten kommen können.

Fazit
Wie ihr hier lesen konntet, schwelge ich immer noch an den Ausläufen der Geschichte. Ich konnte diesmal nichts bemängeln und fand alles eine rundherum gelungene Sache. Ich kann diese Reihe nur jedem ans Herz legen und vergebe somit auch die volle Bewertung von 5 Sternen.

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(656)

1.298 Bibliotheken, 73 Leser, 4 Gruppen, 195 Rezensionen

thriller, psychothriller, sebastian fitzek, fitzek, das paket

Das Paket

Sebastian Fitzek
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Droemer, 26.10.2016
ISBN 9783426199206
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Kurzbeschreibung:
Seit die junge Psychiaterin Emma Stein in einem Hotelzimmer vergewaltigt wurde, verlässt sie das Haus nicht mehr. Sie war das dritte Opfer eines Psychopathen, den die Presse den »Friseur« nennt – weil er den misshandelten Frauen die Haare vom Kopf schert, bevor er sie ermordet.

Emma, die als Einzige mit dem Leben davonkam, fürchtet, der »Friseur« könnte sie erneut heimsuchen, um seine grauenhafte Tat zu vollenden. In ihrer Paranoia glaubt sie in jedem Mann ihren Peiniger wiederzuerkennen, dabei hat sie den Täter nie zu Gesicht bekommen. Nur in ihrem kleinen Haus am Rande des Berliner Grunewalds fühlt sie sich noch sicher – bis der Postbote sie eines Tages bittet, ein Paket für ihren Nachbarn anzunehmen.

Einen Mann, dessen Namen sie nicht kennt und den sie noch nie gesehen hat, obwohl sie schon seit Jahren in ihrer Straße lebt ...

Meinung:
Ich habe nun ja schon einige Bücher von Sebastian Fitzek gelesen und immer gute und kurzweilige Unterhaltung gefunden. Deshalb war ich auf sein neues Werk echt gespannt.

Die Aufmachung als Paket finde ich auf jeden Fall interessant, auch wenn ich die Bindung des Buches selbst eher nicht so toll finde, da der Buchrücken sehr starr ist und das Buch schnell schief wird. Aber gut, darauf kommt es nicht an und die Idee hat was.

Es kommt natürlich auf den Plot an und dieser hat mich wieder von der ersten Seite an total gefesselt. Schon im Prolog aus Emmas Kindheit war ich mitten in der Geschichte und habe eine Gänsehaut bekommen, die sich im Verlauf des Buches nicht wieder verzogen hat.

Es gibt extrem viele schockierende Wendungen und immer, wenn man denkt, jetzt hat sich etwas aufgeklärt und man ist der Lösung einen Schritt näher, schmeißt Fitzek wieder alles um und lässt einen erneut fassungslos zurück. Man käme von selbst nie auf die ganzen Hintergründe und Zusammenhänge und am Ende wird alles stimmig aufgeklärt.

Das ist auch wirklich wichtig, da die Geschichte mal wieder ziemlich übertrieben ist und die Grenze des Wahrscheinlichen oft auch mal ein bisschen überschreitet. Das habe ich schon oft bei Fitzeks Werken festgestellt, aber beim Lesen selbst hat mich das dieses Mal überhaupt nicht gestört. Dafür sind Handlung und Schreibstil viel zu fesselnd, mitreißend und bildgewaltig, als dass das beim Lesen auch nur irgendwie ins Gewicht gefallen wäre. Und das ist für mich die wahre Kunst, deshalb gibt es dafür keinen Punktabzug.

Die Figuren sind definitiv nicht alle höchst sympathisch, aber dafür mit vielen Geheimnissen ausgestattet und gut erarbeitet. Emmas paranoide Art ist auch wirklich nicht gerade einfach, aber durch die guten Beschreibungen doch nachvollziehbar und authentisch und passend zur drückenden Atmosphäre der Geschichte.

Fazit:
Für mich wieder ein perfekter Fitzek-Thriller. Ich war von Anfang bis Ende total gefesselt und konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Obwohl es nicht viel wirklich greifbare Action gibt, weist „Das Paket“ ein hohes Tempo, viele Überraschungen und schockierende Wendungen auf. Dabei werden die Hintergründe am Ende stimmig erklärt und die einzelnen Fragmente zusammengeführt, auch wenn Herr Fitzek die Grenzen der Plausibilität erneut ziemlich dehnt. Jedoch hat das während des Lesens wirklich keine Rolle gespielt, weshalb ich faszinierte 5 von 5 Sternen und eine unbedingte Leseempfehlung vergebe.

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(168)

463 Bibliotheken, 28 Leser, 1 Gruppe, 74 Rezensionen

dystopie, liebe, cecelia ahern, fehlerhaft, jugendbuch

Perfect – Willst du die perfekte Welt?

Cecelia Ahern , Christine Strüh , Christine Strüh
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 17.11.2016
ISBN 9783841422361
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kurzbeschreibung:
Mitreißend und leidenschaftlich erzählt sie, wie die 17-jährige Celestine um die Freiheit kämpft, Fehler machen zu dürfen und aus ihnen zu lernen.

Celestine wurde als „fehlerhaft“ gebrandmarkt, sie gehört nun zu den Menschen zweiter Klasse. Doch statt sich den strikten Regeln des Systems zu unterwerfen, flieht sie. Denn Celestine ist auch ein Symbol der Hoffnung für alle anderen Fehlerhaften.

Gelingt es ihr, den grausamen Richter Crevan zu überführen? Das wäre die Chance auf einen Neuanfang für die Fehlerhaften. Aber gibt es auch für ihre große Liebe eine neue Chance?

Für Celestine geht es um alles – um Gerechtigkeit für sich selbst und alle anderen und um eine lebenswerte Zukunft.

Meinung:
Nachdem ich ja von Teil 1 so begeistert war, hab ich mich sehr auf diese Fortsetzung gefreut. Und auch sie hat mich nicht enttäuscht.

Teil 2 startet nicht direkt nach dem Ende des ersten Teils, sondern es liegen ein paar Tage dazwischen. Das ist aber nicht schlimm, denn den Start fand ich gut gewählt. Es geht sofort wieder rasant los und man befindet sich gleich wieder mitten in der Handlung. Das liegt auch daran, dass die Autorin ein paar kleine Erinnerungsstützen eingebaut hat, die das Zurückkommen in die Handlung nochmal erleichtern.

Celestine ist nun auf der Flucht, wird aber mit allen Mitteln gejagt, weshalb nicht alle Dinge glatt laufen und es wieder viel Spannung gibt. Den Handlungsverlauf fand ich auch dieses Mal wieder gut konstruiert. Es gibt viele wichtige Entwicklungen, manche ein bisschen vorhersehbar, aber die meisten überraschend, schockierend oder faszinierend. Insgesamt passt die Mischung einfach.
Celestine entwickelt sich auch in diesem Teil nochmal extrem weiter. Sie ist mutig, trifft viele weise Entscheidungen und wird einfach erwachsen. Dabei verzichtet sie auch oft auf ihren Vorteil um für das Wohl der Fehlerhaften einzustehen.

Auch die anderen Figuren können überzeugen. Bereits bekannte entwickeln sich weiter und man erfährt einiges zu ihren Hintergründen, aber es gibt auch noch interessante neue Figuren.

Auch dieses Mal konnten mich Autorin und Sprecherin wieder auf ganzer Linie überzeugen. Der Schreibstil ist einfach klar und flüssig und der Spannungsaufbau so gestaltet, dass man sich der Sogwirkung kaum entziehen kann. Es gab immer wieder emotionale oder schockierende Momente die mich berührt und mitgerissen haben und Merete Brettschneider bringt diese Stimmung durchgängig deutlich rüber.

Am Ende fand ich die ein oder andere Wendung ein bisschen zu übertrieben und zu viel, aber gut, es bekommt jeder, was er verdient, es werden alle wichtigen Fragen beantwortet und die Stimmung passt, weshalb mir der Abschluss trotzdem sehr gut gefallen hat.

Fazit:
Ein spannender und kurzweiliger Abschlussband. Es gibt einige tolle Entwicklungen, viele Wendungen und wieder die bereits bekannte Sogwirkung. Einige Kleinigkeiten fand ich zwar ein bisschen zu übertrieben, aber das hat die gute Gesamtstimmung nicht wirklich gestört, weshalb ich trotzdem noch knappe 5 Sterne vergebe. Alles in allem ist diese Reihe auf jeden Fall ein absolutes Muss für alle Fans des Genres!

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(18)

40 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

reise, vogel, frühling, lebensweisheiten, schönheit des lebens

Vom Mann, der auszog, um den Frühling zu suchen

Clara Maria Bagus
Fester Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Allegria, 12.08.2016
ISBN 9783793423072
Genre: Romane

Rezension:

Kurzbeschreibung:
Traurig und einsam blickt der Mann auf die trübe Landschaft des nicht enden wollenden Winters. Doch plötzlich setzt sich ein kleiner Vogel unverhofft auf den Ast eines kargen Baumes, der wie von Zauberhand unmittelbar anfängt zu blühen. Kaum fliegt der Vogel davon, kehrt der Winter jedoch zurück. Der Mann erkennt, wie sehr er sich nach der Wärme und Schönheit des Frühlings sehnt, und macht sich auf, den geheimnisvollen Vogel zu finden. Auf seiner Reise erwarten ihn Abenteuer, und er begegnet Menschen, die ihn daran erinnern, was im Leben wirklich wichtig ist.

Meinung:
Obwohl wir alle vom Prinzip her wissen, auf was es im Leben ankommt und worauf man schauen sollte, setzen es die wenigsten auch wirklich um. Unsere Lebensumstände mit Zeitdruck und den verschiedensten Ansprüchen sorgen oft dafür, dass wir das wesentliche aus den Augen verlieren und uns auf Banalitäten versteifen.

Da ich mich da wirklich nicht herausnehmen kann, tut es gut, die Perspektive immer mal wieder gerade zu rücken und das Leben (zumindest kurzzeitig) wieder anders zu betrachten.
Genau das passiert, wenn man „Vom Mann, der auszog, um den Frühling zu suchen“ liest. Im Buch geht es um einen Mann, der sich auf die Suche nach einem Vogel begibt, der den Frühling bringt. Aber eigentlich ist es eine Suche zu sich selbst und nach seinem Sinn des Lebens.

Dabei hält die Autorin den Mann und die Welt in der er lebt ganz schlicht. Es gibt keine Namen, kaum genauere Beschreibungen und nichts wirklich Greifbares. Es bleibt alles etwas abstrakt, märchenhaft, poetisch und leicht magisch und gleichzeitig wird die Geschichte doch auch irgendwie sachlich und klar erzählt. Diese Mischung ist auf jeden Fall etwas Besonderes und sorgt dafür, dass die kleinen Geschichten nicht zu übertrieben wirken und den Leser zumeist auch berühren.

Auf seiner Suche trifft der Mann viele verschieden Menschen, bei denen er immer etwas Neues lernt. Dabei werden ganz viele Lebensweisheiten aufgearbeitet und verdeutlicht und man selbst einfach immer wieder zum Nachdenken angeregt.

Fazit:
Ein kleines Büchlein mit vielen Lebensweisheiten. Es regt zum Nachdenken an und hilft dabei sich wieder das Wesentliche im Leben in Erinnerung zu rufen. Dabei ist die Geschichte sehr poetisch, etwas abstrakt und doch berührend, was ich mit 4 Sternen belohne.

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(75)

149 Bibliotheken, 8 Leser, 2 Gruppen, 60 Rezensionen

dystopie, maze runner, jugendbuch, prequel, fantasy

Phase Null - Die Auserwählten

James Dashner , Ilse Rothfuss
Fester Einband: 440 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 25.11.2016
ISBN 9783551520777
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Kurzbeschreibung:


Du weißt, was im Labyrinth, in der Brandwüste und der
Todeszone passiert ist?

Ganz sicher nicht!



Sie sind die Auserwählten. Dazu erkoren, eine Welt zu retten, die längst
verloren scheint. Sie sind die Zukunft der Menschheit und ihre einzige
Hoffnung. Das glauben sie zumindest. Denn noch ahnen sie nichts von geheimen
Allianzen, schockierenden Geheimnissen und unverzeihlichen Lügen.

Sie wissen nur, dass sie von ANGST auf die erste Phase des Experiments
vorbereitet werden.

Das macht die Auserwählten zu Freunden – und damit beginnt der Verrat an
Thomas.





Meinung:


Nachdem das erste Prequel „Kill Order“ ja viel weiter in der
Vergangenheit zurückgegangen war, als erwartet, erfahren wir nun in „Phase Null“
endlich, was wir wirklich wissen wollten. Nämlich, was vor dem Labyrinth
passierte und wieso Thomas und Theresa bei ANGST mitgemacht haben.





Die Geschichte beginnt ganz von vorn. Wir begleiten die
Kinder als sie noch ganz jung sind, und erleben wie sie aufwachsen und wie
ANGST sie erzieht und manipuliert. Dabei gibt es anfangs gleich einige herzzerreißende
Szenen, die dafür sorgen, dass man das Buch schnell weiterlesen möchte. So werden
wir Zeuge wie Newt von ANGST gefunden wird und auch, dass Thomas eigentlich Stephen
hieß und wieso er seinen Namen aufgeben musste. Solche ergreifende Szenen gibt
es auch im Verlauf immer wieder und sie sorgen für viel Gefühl und Tragik. 





Die Geschichte nimmt sich zwar viel Zeit sich zu entwickeln
und oft gibt es auch etwas langwierigere Wiederholungen des immer ähnlichen
Tagesablaufs,  aber das ist auch nötig,
damit man wirklich versteht, wieso Thomas und Theresa so handeln, wie sie es
tun. Wie sie zu Freunden werden, was die Arbeit am Labyrinth für sie bedeutet
und auch, wieso Thomas immer mehr ins Zweifeln kommt.





Auch wenn es schon wieder fast ein Jahr her ist, dass ich
die anderen Bücher gelesen habe, habe ich doch schnell wieder ins Buch gefunden. Die
Figuren sind größtenteils bekannt und es ist schön, sie wiederzusehen. Das Besondere
daran sind aber die vielen neuen Aspekte die nun beleuchtet werden und die
Hintergrundinformationen, die nun ein paar der offengebliebenen Fragen
beantworten. Leider nicht alle, aber doch genügend um Spaß mit dem neuen Buch
zu haben. 





Erzählt wird die Geschichte wieder aus der Sicht von Thomas,
wodurch wir noch näher an ihm und Theresa dran sind. Er ist einfach ein symphytischer
und Charakter und ich konnte seine Gedanken, Entscheidungen und Handlungen
zumeist gut nachvollziehen. Zwar wirkt er für seine große Intelligenz manchmal
ein bisschen zu leicht lenkbar, aber die Erklärung hierfür findet sich in der Art
der Erziehung von ANGST und somit ist dies durchaus nachvollziehbar. 





Obwohl vieles ja schon bekannt ist, ist immer eine gewisse
Grundspannung vorhanden und es gibt auch noch die ein oder andere Überraschung.
Einige davon nett, andere auch durchaus erschreckend und schockierend.  Die Geschichte lässt sich auf jeden Fall zu
jedem Zeitpunkt schnell und flüssig lesen.





Fazit:


Ein interessantes und gutes Prequel, das nochmal neue Aspekte
beleuchtet, die erwarteten Hintergrundinformationen liefert und auch noch
einige der offengebliebenen Fragen beantwortet. Es ist schön die bekannten
Figuren wiederzusehen und zu erfahren, wieso sie sich so entwickelt hatten.
Dabei ist die Spannung vielleicht nicht immer on Top, aber eine gewisse
Grundspannung ist immer vorhanden, es gibt noch einige Überraschungen und die
Geschichte lässt sich durchgängig flüssig lesen. Nun hat sich der Kreis
geschlossen und ich bin im Großen und Ganzen zufrieden. Deshalb gibt es 4
Buchherzen und eine Leseempfehlung für alle, die die Reihe kennen.

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(67)

291 Bibliotheken, 12 Leser, 2 Gruppen, 36 Rezensionen

fantasy, jugendbuch, hexenjäger, liebe, witch hunter

Witch Hunter - Herz aus Dunkelheit

Virginia Boecker , Alexandra Ernst
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 11.11.2016
ISBN 9783423761512
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kurzbeschreibung:
Was bleibt der gefürchteten Hexenjägerin Elizabeth
Grey, nachdem sie ihr Stigma und damit ihre magische Unverwundbarkeit
verloren hat? Ihr Kampfgeist. Und ihre Liebe. Doch nicht alle trauen der
ehemaligen Gegnerin. Und was hat John, der Heiler, gewonnen, nachdem
die Kraft des Stigmas auf ihn übergegangen ist? Sein Leben. Und eben
jene Unverwundbarkeit. Aber diese Kraft verändert ihn. Und schon bald
erkennt Elizabeth ihn kaum wieder. Denn seine neue Macht treibt ihn in
den tobenden Krieg. Wird Elizabeth John vor dem Sog des Stigmas schützen
können? Ohne ihre einstige Stärke, aber mit dem Mut der Verzweiflung?

Meinung:
Nachdem
mir ja der erste Teil richtig gut gefallen hat, hab ich mich sehr auf
diese Fortsetzung gefreut. Jedoch musste ich feststellen, dass mir von
den Einzelheiten des ersten Bandes gar nicht so viele in Erinnerung
geblieben sind und da die Autorin auf Rückblenden größtenteils
verzichtet, hatte ich anfangs schon ein paar kleinere Probleme wieder in
die Geschichte zu finden. Vor allem, weil ich den Anfangsteil auch eher
etwas gediegen fand und es ein paar Seiten dauerte, bis wirklich
Spannung aufkam.

Doch mit der Zeit hat mich die Atmosphäre im
Buch wieder gepackt und mich gut unterhalten. Auch wenn ich dieses Mal
den großen Zauber des letzten Bandes ein bisschen vermisst habe. Die
magischen Besonderheiten und die tollen Beschreibungen dieser
individuell-mittelalterlichen Welt sind nun Rahmenprogramm und ganz
selbstverständlich, da der Fokus eher auf dem Training für den großen
Endkampf und den Kämpfen allgemein liegt.

Erneut haben mich vor
allem die Charaktere überzeugt und sich in mein Herz geschlichen. Auch
wenn Elizabeth teilweise doch recht stur ist und denkt, dass sie alles
besser weiß, mag ich sie echt gerne. Ihr Mut und ihre Menschlichkeit
machen sie zu etwas Besonderem.

Es gibt im Buch extrem viele
tolle Nebencharaktere. Egal, ob das die bereits bekannten, wie Fifer
oder der Wiedergänger Skyler sind, oder neue Figuren, wie die taffe und
schlagfertige Magierin Keagan oder der alte König Malcom, der eine
interessante Entwicklung durchmacht. Eine große Veränderung ist auch bei
John unumgänglich, doch leider erstmal keine positive. Das Stigma
beeinflusst ihn mehr und mehr und er wird zum richtigen Arsch, aber
Elizabeth wäre nicht sie, wenn sie keinen Ausweg finden würde.

Der
Handlungsverlauf ist recht spannend und stimmig und es gibt auch ein
paar kleinere, aber durchaus interessante Wendungen und Überraschungen.
Auch wenn die Grundstimmung dieses Mal durch die vielen Kämpfe und Johns
Veränderung noch düsterer ist, gibt es doch auch zwischenzeitlich
wieder ein paar humorvolle oder emotionale Szenen, die perfekt ins Buch
passen. So lässt sich die Geschichte, dank des jugendlich-leichten und
lebendigen Schreibstils, auch wieder sehr schnell lesen.

Im
Showdown gipfelt die Spannung dann, genau wie es sein sollte. Hier gibt
es einige Gänsehautmomente und das Ende ist zufriedenstellend.

Fazit:
Auch
wenn ich diese Fortsetzung nicht ganz so gut fand, wie Teil 1, bin ich
doch mit dem Abschlussband zufrieden. Nach ein paar kleinen
Anfangsschwierigkeiten gab es eine unterhaltsame und atmosphärische
Handlung, tolle Figuren und Charakterentwicklungen und einen spannenden
Showdown mit zufriedenstellendem Ende.

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(13)

47 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

Pala - Verlorene Welt

Marcel van Driel , Carolin Liepins
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Oetinger Taschenbuch, 14.10.2016
ISBN 9783841504562
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kurzbeschreibung:
Wenn ein Spiel Realität wird und die Welt bedroht. Iris darf die Insel Pala zum ersten Mal verlassen und wird von Mr Oz auf eine riskante Mission geschickt. Zusammen mit Alex soll sie Computersysteme hacken. Denn Mr Oz steht kurz vor dem Ziel – schon bald will er die Welt beherrschen. Wird es Iris mit Hilfe ihres Bruders Justus gelingen, ihn zu stoppen? Und auf wessen Seite steht Alex, der Sohn von Mr Oz und der Junge, in den Iris verliebt ist?

Meinung:
So, da ist er nun, der vermeintliche Abschlussband der Trilogie. Vermeintlich, weil die Reihe eigentlich als Trilogie geplant war und der Autor selbst im Schlusswort auch schreibt, dass er mit der Geschichte fürs erste fertig ist, aber Teil 4 „Pala – Zeit des Verrats“ schon bestätigt wurde und auch schon ein Cover hat. Nur das Erscheinungsdatum fehlt noch, aber naja, das wird schon noch kommen.

Aber zurück zu diesem 3. Teil der Reihe. Er beginnt, wie sein Vorgänger, mit einer kurzen und doch prägnanten Zusammenfassung des bisher Geschehenen. Das fand ich auch dieses Mal wieder extrem toll, da es die Erinnerungen auf einen Schlag komplett zurück bringt und ich würde mir solche Zusammenfassungen wirklich öfter bei Reihenfortsetzungen wünschen.

Gut gefallen hat mir, dass wir mehr zu den Hintergründen und Absichten von Mr Oz erfahren, jedoch war wenig wirklich Überraschendes dabei. Aber auch andere offene Fragen werden beantwortet und so kommt auch etwas Licht ins Dunkel wie Justin in die Sache geraten ist, wie er von Pala fliehen konnte oder auch, wieso Fiber bisher immer so hinter Mr Oz stand.

Generell ist dieser 3. Band wieder sehr actionreich und rasant. Dabei gibt es auch einige interessante Wendungen, aber irgendwie ist vieles wieder mal recht weit hergeholt. Das überrascht jetzt nicht, da es in den Vorgängern ja auch schon so war, aber dieses Mal hat mir der bisherige Charme dabei ein bisschen gefehlt. Es passiert alles auf Biegen und Brechen, dabei hätte ich mir doch gewünscht, dass noch ein bisschen mehr hinterfragt wird bzw. dass die Emotionen hinter den Taten noch deutlicher werden. Denn dieser Teil wirkt schon sehr strikt und kalt. Dabei meine ich jetzt nicht nur die Liebesgeschichte zwischen Iris und Alex, sondern auch die meisten anderen emotionalen Beziehungen zwischen den Figuren oder ihre Gedanken.

Auch gab es für mich dieses Mal keine so großen Charakterentwicklungen wie in den Vorgängern. Klar, Iris zeigt ihren starken Willen und schreckt nun vor fast nichts mehr zurück, aber die Entwicklungen haben mich in den vorherigen Bänden mehr berührt, was wahrscheinlich auch mit an den generell etwas spärlichen Emotionen in diesem Teil liegt.

Der Schreibstil hat mir auch dieses Mal wieder gut gefallen. Die kurzen und prägnanten Sätze lassen sich sehr gut lesen und bringen die Geschichte ausdrucksstark auf den Punkt. Erzählt wird die Geschichte wieder aus verschiedenen Perspektiven in der 3. Person. Die wechselnden Sichtweisen bringen auch dieses Mal wieder ein paar kleine Wissensvorsprünge und werfen vor allem Licht auf die Hintergründe.

Fazit:
Eigentlich ein solider und unterhaltsamer Abschlussband, auch wenn es jetzt gar nicht mehr der Abschluss ist. Ich wäre mit dem Ende aber recht zufrieden gewesen, auch wenn mich dieser Teil nicht ganz so packen konnte, wie sein Vorgänger. Irgendwie haben dieses Mal ein bisschen die Emotionen und die persönliche Bindung daran gefehlt und auch einige Wendungen fand ich jetzt nicht so überraschend, wie gewohnt. Aber spannend, rasant und zufriedenstellend ist die Geschichte auf jeden Fall, weshalb ich immer noch 4 Sterne vergebe.

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32 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

kleiner klugscheisse, autismus, nanny, los angeles, kultautorin

Willkommen in der unglaublichen Welt von Frank Banning

Julia Claiborne Johnson , Iris Hansen , Teja Schwaner
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 17.10.2016
ISBN 9783746632667
Genre: Romane

Rezension:

Kurzbeschreibung:
Frank Banning ist klüger als der Großteil der Menschheit und verfügt über ein enzyklopädisches Wissen. Dennoch hat er in der Schule so seine Probleme, und das Leben mit ihm ist kein Zuckerschlecken für seine Mutter Mimi. Die Bestsellerautorin schafft es seit Jahren nicht, ihr zweites Buch abzuliefern. Um sie zu unterstützen wird ihr die junge Alice geschickt, die schon bald ahnt, was das Problem ist: Frank. Denn der Junge ist anders als andere Kinder, und in seiner Welt ticken die Uhren anders. Während Alice sich noch fragt, wie eigentlich der adonishafte Klavierlehrer Xander ins Bild passt, überschlagen sich die Ereignisse – bis so einiges in Flammen aufgeht und jeder von ihnen seine Geheimnisse preisgeben muss.

Meinung:
Da ich solche Geschichten über außergewöhnliche und herzergreifende Figuren mag, hat mich die Kurzbeschreibung sofort angesprochen.

Und Frank ist auch wirklich ein ganz besonderer Junge. Nicht nur, dass er durch seine Fracks und seine Ausdrucksweise wie aus der Zeit gefallen wirkt, er hat auch eine oft ganz trockene Art seine Argumente vorzubringen und einen ganz eigenen Charme. Obwohl er wirklich kein leichtes Kind ist, erweicht er nicht nur das Herz von Protagonistin Alice sehr schnell, sondern auch das des Lesers.

Erzählt wird die Geschichte dabei aus der Ich-Perspektive von Alice, sodass man ihre Gedanken wirklich hautnah miterlebt. So ist ihre anfängliche Überforderung deutlich nachvollziehbar, aber auch die Gründe dafür, wieso sie Frank in ihr Herz schließt und die beiden ein gutes Team werden. Sie ist eine sehr sympathische und offene Protagonistin, die sich auch im Verlauf der Geschichte noch weiterentwickelt.

Im Verlauf der Geschichte entwickelt sich aber nicht nur Alice sondern auch die meisten anderen Figuren weiter. Man erfährt viel über die Hintergründe der Figuren und es ergibt sich ein stimmiges Gesamtbild.

Nur der Charakter von Franks Mutter Mimi hat mir leider gar nicht gefallen. Sie ist kalt und biestig zu Alice und verhält sich auch Frank gegenüber oft sehr enttäuschend für eine Mutter. Es werden zwar durchaus nachvollziehbare Erklärungsansätze dafür geliefert und manchmal hat man das Gefühl, dass sich jetzt etwas verbessert, aber gleich darauf ist sie wieder genauso unsympathisch und kalt wie vorher. Hier hat mir irgendein positiver Entwicklungsansatz doch etwas gefehlt.

Den Schreibstil empfand ich durchaus als flüssig, aber nicht immer ganz leicht zu lesen. Durch die vielen, manchmal interessanten, aber manchmal auch unnötigen Details und die ungewöhnliche Ausdrucksweise von Frank muss man manches schon sehr genau lesen um den Punkt zu erfassen und dabei zu bleiben. Manche Szenen laden mit trockenem Humor zum Schmunzeln ein und auch wenn ich Frank in mein Herz geschlossen habe, hätte ich mir manchmal doch noch ein bisschen mehr Gefühl gewünscht. So fand ich vor allem den Abschied am Ende leider irgendwie sehr einfach und der Beziehung der beiden nicht ganz gerecht.

Fazit:
Ein solider Roman mit einer sympathischen Protagonistin und einem besonderen Jungen, den man schnell ins Herz schließt. Auch wenn das Grundgerüst passt, man die emotionalen Höhepunkte gut nachfühlen und auch öfter mal über die trockenen Argumente von Frank Schmunzeln kann, hätte man die emotionale Darstellung noch etwas verfeinern können. Vor allem das Ende fand ich doch recht einfach und nicht ganz zufriedenstellend. Auch mit der Figur von Franks Mutter Mimi bin ich leider gar nicht warm geworden, weshalb sie für mich irgendwie ein bisschen ein Störfaktor in der Geschichtsentwicklung war. Deshalb war ich am Ende nicht ganz so überzeugt, wie ich mir das erhofft hatte, vergebe aber trotzdem solide 3,5 Sterne und eine Leseempfehlung für alle, die solche Geschichten mögen.

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48 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

rache, mord, liebe, verzweiflung, krimi

Der Rache süßer Atem

Christine Eichel
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Rütten & Loening Berlin, 19.09.2016
ISBN 9783352006678
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


  (6)
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415 Bibliotheken, 12 Leser, 1 Gruppe, 87 Rezensionen

black blade, fantasy, monster, jennifer estep, magie

Black Blade - Die helle Flamme der Magie

Jennifer Estep , Vanessa Lamatsch
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Piper, 04.10.2016
ISBN 9783492703574
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kurzbeschreibung:
Als Diebin hat Lila Merriweather eine Begabung für drei Dinge: Erstens, sich in den Schatten zu verbergen. Zweitens, überall unbemerkt einzubrechen. Und drittens, Geheimnisse zu lüften. Diese Talente kommen ihr auch bei ihrer Arbeit als Bodyguard der Sinclair-Familie zugute - immerhin eine der mächtigsten magischen Mafiafamilien in Cloudburst Falls. Jeder weiß, dass Victor Draconi sie und die anderen Familien einkassieren will - und vorhat, jeden einzelnen Sinclair umzubringen. Doch was niemand weiß, ist, dass Lila ihm auf den Fersen ist. Auf keinen Fall wird sie zulassen, dass der Mann, der ihre Mutter getötet hat, weiteren Menschen, die ihr etwas bedeuten, Schaden zufügt. Nicht so lange es noch Häuser gibt, in die sie einbrechen kann, nicht so lange es noch Dinge gibt, die sie stehlen muss und besonders nicht so lange Devon Sinclair an ihrer Seite kämpft ...

Meinung:
Da die Handlung fast genau da einsetzt, wo sie im Vorgänger aufgehört hat, war ich sofort wieder mitten in der Geschichte. Aber natürlich haben auch die tollen Charaktere und das besondere Setting von Cloudburst Falls wieder dazu beigetragen.

Lila ist einfach eine sympathische und überzeugende Protagonistin. Sie ist schlagfertig, mutig und lässt nun auch ihre Gefühle zu. Und auch die anderen Figuren sind einem ans Herz gewachsen und man freut sich einfach nun zu erfahren, wie es mit ihnen weitergeht.

Einzig bei Antagonist Victor hätte ich noch ein bisschen mehr Potential gesehen. Er war schon sehr einseitig böse dargestellt, da wären durchaus noch Möglichkeiten gewesen, ihm ein bisschen mehr Tiefe zu verleihen. Aber das ist wirklich ein Mini-Kritikpunkt.

Der Handlungsverlauf ist stabil und die Geschichte entwickelt sich interessant und stetig weiter, auch wenn große Überraschungen nicht vorkommen. Es ist gut, aber auch so, wie man es erwartet.
Der Schreibstil ist wieder ausgezeichnet. Flüssig, leicht und doch auch mit stetig steigender Spannung, passenden Emotionen und auch ein paar brutaleren Szenen wie bisher.

Richtig schön fand ich auch, dass es nochmal viele liebevolle Details rund um die Besonderheiten von Cloudburst Falls gab. Das hat die Geschichte nochmal richtig schön abgerundet.

Das Ende lässt noch ein bisschen Raum für eine weitere Fortsetzung, auch wenn die Reihe nun eigentlich abgeschlossen ist. Jedoch ist das nicht so schlimm, da die wichtigsten Fragen beantwortet werden und man das Buch mit einem zufriedenen Gefühl schließen kann.

Fazit:
Ein stimmiger Abschluss für diese tolle Reihe. Auch wenn noch die ein oder andere Überraschung schön gewesen wäre, hat mich dieser Abschlussband sehr gut unterhalten und meine Erwartungen erfüllt. Ich bin rundum zufrieden und vergebe deshalb trotz Mini-Kritikpunkten die vollen 5 Sterne.

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176 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 73 Rezensionen

thriller, san francisco, doppelmord, park, misshandlung

Boy in the Park – Wem kannst du trauen?

A. J. Grayson , Karl-Heinz Ebnet
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Droemer Taschenbuch, 01.08.2016
ISBN 9783426305713
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Kurzbeschreibung A. J. Grayson legt mit seinem Debüt einen düsteren, komplexen Psycho-Thriller um eine Kindesentführung vor, der mit ganz besonderen Drehs aufwartet. Ein Roman um Alptraum und Realität, um dunkelste Erinnerungen und menschliche Abgründe. Ein kleiner Junge verschwindet. Am helllichten Tag wird er aus dem Botanischen Garten in San Francisco entführt. Der einzige Zeuge des Verbrechens ist Dylan, der dort eigentlich in Ruhe seine Mittagspause verbringen wollte. Die Polizei tappt im Dunkeln und so entschließt sich Dylan, auf eigene Faust nach dem Kind zu suchen. Je weiter er bei seiner Suche ins kalifornische Hinterland vordringt, je näher er dem Versteck zu kommen scheint, desto verstörender und blutiger werden seine nächtlichen Alpträume. Sie zwingen Dylan, sich seiner eigenen dunklen Vergangenheit zu stellen, die mit einem grausamen Doppelmord in Verbindung zu stehen scheint…
Meinung Auf dieses Buch bin ich bei verschiedenen Blogs aufmerksam geworden. Viele positive Meinungen darüber wurden geäußert und da mir der Klappentext auch zusagte, musste ich es natürlich lesen.
„Boy in the Park“ ist das Debüt des Autors und ich muss im vornherein schon mal sagen, Hut ab. Er schreibt wie ein „Großer“ und sein Werk konnte mich sehr beeindrucken. Es ist ein typischer Thriller, der auf die Psyche geht. Gut einige grausige Szenen gabs auch, aber das Hauptmerk lieg doch beim Leser seinen Nerven.
Die Handlung begann  erst mal normal. Die Figuren wurden mir aufgezeigt und die Geschichte begann. Normal einfach, aber dann…..ich schwankte teilweise zwischen Fiktion und Realität und kapierte mittendrin überhaupt nichts mehr. Dies war aber eigentlich nicht negativ, denn Spannung war auf jeder Seite enthalten und ich musste trotz meiner einigen Fragezeichen unbedingt weiter lesen. Ganz langsam begann ich zu begreifen und dachte mir: Wow, wie toll hat Herr Grayson diesen Plot rüber gebracht. Die dunkelsten Geheimnisse der Menschen wurden aufgezeigt, obwohl alles normal erschien. Einfach genial. Viele unerwartete Ereignisse überschlugen sich und es flossen so viele Emotionen und Gefühle ein, dass ich manchmal Gänsehaut bekam. Das Thema Kindesmissbrauch wurde dezent eingearbeitet und toll umgesetzt.
Bei den Charakteren fand ich leider diesmal keinen Favouriten. Sie waren zwar ok, aber ich fühlte mich mit keinem so richtig verbunden. Ich konnte mich auch auf keinen so richtig einlassen und fand sie teilweise richtig skuril. Die Umgebungsbeschreibungen dagegen waren sehr gut, ich konnte mir alles (auch wenn ich mir manchmal etwas weniger gewünscht hätte) bildlich toll vorstellen.
Beim Ende kann ich nur sagen: klasse…..so hätte ich es nicht erwartet. Ein emotionaler und sehr trauriger Schluss, bei dem aber alle Fragen beantwortet wurden.
Der Schreibstil des Autors war schon flüssig, spannend und er zog mich in den Bann, sodass ich immer weiter lesen musste. Die Kapitellängen waren ok und die Schriftgröße auch.
Fazit „Boy in the Park“ ist das gelungene, düstere und sehr spannende Debüt des Autors. Es erzeugt Verwirrung und Rätsel und man kann es nicht mehr aus der Hand legen. Nur einzig mit den Charakteren wurde ich nicht so warm. Somit vergebe ich sehr gute 4 von 5 Sternen, eine klare Leseempfehlung und hoffe, dass bald wieder ein Buch von Herr Grayson erscheinen wird.

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

dimitra fleissne, aus der ewigkeit, ein blick aus der ewigkeit, charles sheehan miles, rezension rita klussmann

Ein Blick aus der Ewigkeit (Thompson-Sisters)

Charles Sheehan-Miles
E-Buch Text: 204 Seiten
Erschienen bei Cincinnatus Press, 23.07.2016
ISBN 9781632021656
Genre: Liebesromane

Rezension:


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98 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 24 Rezensionen

dystopie, träume, jugendbuch, traum, gooddreams

GoodDreams

Claudia Pietschmann
Fester Einband: 360 Seiten
Erschienen bei Arena, 01.07.2016
ISBN 9783401601519
Genre: Jugendbuch

Rezension:


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(81)

188 Bibliotheken, 6 Leser, 2 Gruppen, 58 Rezensionen

the cage, entführt, science fiction, megan shepherd, wüste

The Cage - Entführt

Megan Shepherd , Beate Brammertz
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Heyne, 29.08.2016
ISBN 9783453268937
Genre: Jugendbuch

Rezension:


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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

bangkok, einsingbach

Bangkok Rhapsody

Thomas Einsingbach
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Mitteldeutscher Verlag, 01.09.2016
ISBN 9783954627097
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Kurzbeschreibung:
Der ehemalige FBI-Agent William LaRouche erhält den Auftrag, den abgetauchten Folterspezialisten und Massenmörder Mazzini in Bangkok aufzuspüren. Dort angekommen, verdichtet sich bald der Verdacht, dass sich Williams Zielperson unter der Maske eines ehrbaren Philanthropen verbirgt, der ein Heim für mittellose Senioren leitet. Aus dem fernen Washington von seinem väterlichen Freund Jonathan Robson begleitet und mit der örtlichen Unterstützung der Juristin Penelope Owens, beginnt die Jagd auf einen eiskalten Gegenspieler, der für seine Vision, die Erde von allem unwerten Leben zu säubern, über Leichen geht. Doch Mazzini weiß längst, dass William ihm auf den Fersen ist ...

Meinung:
Ich muss ja sagen, dass mich der Klappentext sofort angesprochen hat. Und als ich dann auch noch im spannenden Prolog einen kleinen Ausschnitt aus dem Repertoire des Folterspezialisten erhalten habe, war ich total gefesselt.

Jedoch schaltet der Autor nach diesem packenden Start dann einige Gänge zurück und die Folterungen selbst sind nur noch Vergangenheit. Im Thriller geht es eher darum, herauszufinden, in welchen neuen Namen der Folterspezialist Mazzini geschlüpft ist und vor allem, ob es sich bei der Zielperson, dann auch wirklich um Mazzini handelt.

Die Zielperson leitet nämlich ein auf den ersten Blick barmherziges Seniorenheim, hinter dem aber doch mehr steckt, als man anfangs vermuten könnte. Außerdem spielen auch die Vergangenheit und die persönliche Entwicklung von FBI-Agent William, die Vergangenheit von Juristin Penelope Owens und die Entwicklung der Liebesgeschichte eine Rolle.

Die durchgängig packende Spannung, die ich nach der Kurzbeschreibung und des Prologs erwartet hatte, habe ich dadurch eher nicht erhalten. Jedoch ist der Handlungsverlauf selbst immer noch ziemlich anregend aufgebaut, wenn auch zumeist eher mit subtiler und unterschwelliger Spannung. Es geht um langsames herantasten und dem Aufdecken der ganzen Hintergründe und Zusammenhänge. Dabei ist das Setting von Bangkok und teilweise China auch recht nett gestaltet und unterstützt den Lesefluss.

Der Autor nimmt sich auch viel Zeit für seine Charaktere. Nicht nur Protagonist William ist tiefgründig, vielschichtig und macht im Verlauf eine große Entwicklung durch, sondern vor allem der Antagonist hat eine wirklich faszinierende Persönlichkeit. Ich war oft hin und hergerissen, ob es sich bei der Zielperson nun wirklich um den Gesuchten handelt und über die Ansichten und Entdeckungen erstaunt.

Erzählt wird die Geschichte aus mehreren Perspektiven. Das fand ich recht gut, da so verschiedene Seiten beleuchtet werden und der Leser einen guten Gesamtüberblick erhält. Anfangs hab ich mich mit den thailändischen Namen und begriffen ein bisschen schwer getan, aber das hat sich schnell gegeben und der Thriller hat sich flüssig lesen lassen.

Das Ende ist auf jeden Fall ein Showdown, bei dem alle losen Fäden zusammenlaufen, die Spannung nochmal einen Kick bekommt und die Geschichte auch zufriedenstellend beendet wird.

Fazit:
Nicht ganz das, was ich nach dem spannenden Prolog erwartet hatte, aber dennoch unterhaltsam und auf andere Weise spannend. Vor allem die Darstellung der Psyche des Antagonisten und die ganzen Zusammenhängen haben mich ziemlich beeindruckt und doch öfters mal aufs Glatteis geführt. Somit vergebe ich 4 Sterne und eine Leseempfehlung für Thriller-Fans.

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(132)

322 Bibliotheken, 10 Leser, 1 Gruppe, 95 Rezensionen

frankreich, schwestern, resistance, liebe, krieg

Die Nachtigall

Kristin Hannah , Karolina Fell
Fester Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Rütten & Loening Berlin, 19.09.2016
ISBN 9783352008856
Genre: Romane

Rezension:

Kurzbeschreibung Zwei Schwestern. Die eine kämpft für die Freiheit. Die andere für die Liebe.
Zwei Schwestern im von den Deutschen besetzten Frankreich: Während Vianne ums Überleben ihrer Familie kämpft, schließt sich die jüngere Isabelle der Résistance an und sucht die Freiheit auf dem Pfad der Nachtigall, einem geheimen Fluchtweg über die Pyrenäen. Doch wie weit darf man gehen, um zu überleben? Und wie kann man die schützen, die man liebt?
In diesem epischen, kraftvollen und zutiefst berührenden Roman erzählt Kristin Hannah die Geschichte zweier Frauen, die ihr Schicksal auf ganz eigene Weise meistern.
Meinung So mittendrin lese ich ja gerne Bücher, die in Kriegszeiten gespielt haben. Bei „Die Nachtigall“ gefiel mir sofort das tolle Cover und der Klappentext hörte sich auch extrem gut an und somit war klar, ich muss es lesen. Vom Aufbau Verlag habe ich dann das E-Book dazu bekommen und los gings…..
Handlungsort ist der 2. Weltkrieg. Zwei sehr unterschiedliche Schwestern kämpfen sich, auf verschiedene Art und Weise, jeden Tag aufs Neue durch. Die eine verheiratet, glücklich und zufrieden, die Andere aufständig und rebellisch. Sehr authentisch beschreibt die Autorin diesen Werdegang durch die Kriegszeiten und ich muss sagen, es hat mir sehr gefallen. Tiefgründige Emotionen und Gefühle ziehen sich durch den ganzen Roman, alles wirkte echt und real auf mich.
Die historischen Hintergründe hat Frau Hannah auch sehr gut recherchiert. Es überschlagen sich viele unerwartete Ereignisse und Wendungen und machten den ganzen Roman zu einem noch größeren Lesevergnügen, auch wenn ja eigentlich ein sehr ernstes Thema beschrieben wurde.  In der Handlung selbst wurde immer in der Zeit gesprungen und in der Ich-Perspektive erzählt. Dies war aber sehr gut nachzuvollziehen, ich tat mich in keiner Minute schwer damit.
Die Figuren im ganzen Werk waren einfach nur klasse. Sie erschienen mir sehr real und authentisch und ich konnte mich in jeder Situation in sie hinein versetzen. Emotionen und Gefühle kamen sehr real rüber, ich wurde teilweise richtig überflutet damit. Es gab viele traurige Szenen, aber auch einige hoffnungsvolle, welche das ganze Buch dann zu einem würdigen und gelungenen Abschluss brachten.
Trotz der über 600 Seiten ließ sich das Buch sehr schnell lesen, was am überaus überzeugenden, flüssigen und bildhaften Schreibstil der Autorin lag. Ich fühlte mich gefangen zwischen den Seiten und war durchwegs nur begeistert, betrübt, fieberte und litt mit den Personen mit.
Fazit „Die Nachtigall“ ist ein emotionaler, gefühlvoller, spannender und interessanter Kriegsroman, bei dem es nichts auszusetzen gab. Ich fühlte mich trotz dieses schwierigen Themas wohl beim Lesen und hätte wahrscheinlich auch noch weiter lesen können. Wer also gerne mittendrin über Familienschicksale lesen möchte, dem kann ich dieses Werk nur empfehlen. Es bekommt von mir die Höchstpunktzahl von 5 Sternen.

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(86)

188 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 35 Rezensionen

thriller, kate burkholder, amisch, ohio, usa

Grausame Nacht

Linda Castillo , Helga Augustin
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 28.07.2016
ISBN 9783596032631
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Kurzbeschreibung:
Über die alte Scheune kursieren viele Geschichten. Die neunjährige Sally Ferman kennt sie alle. Sie weiß nicht, ob sie stimmen. Sie weiß nur, dass sie keinen unheimlicheren Ort kennt als dieses verfallene Gebäude mit seinem steinernen Fundament und den dunklen Fenstern … Als der Tornado über Painters Mill in Ohio hinwegfegt, legt er nicht nur die halbe Stadt in Schutt und Asche. Er bringt auch etwas zum Vorschein, was besser in der Erde geblieben wäre. Unter einer eingefallenen Scheune werden die Überreste eines menschlichen Skeletts gefunden. Wer ist der Tote? Und warum lag er jahrelang hier vergraben? Ein altes Familiengeheimnis und ein ungesühntes Verbrechen – Kate Burkholders siebter Fall führt sie an einen unheimlichen Ort.

Meinung:
Ich kenne bisher keinen der vorangegangenen Teile und bin mit „Grausame Nacht“ quer in die Reihe eingestiegen, da mich die Geschichte irgendwie angesprochen hat. Jedoch hatte ich keinerlei Probleme in die Handlung zu finden oder mich mit den Figuren anzufreunden, da die Autorin das Wichtigste nochmal erzählt und das Buch für mich auch locker ein Reihenauftakt hätte sein können.

Das Besondere an der Geschichte ist ganz klar die Verbindung zu der Amischen Gemeinde und die kleinen, aber feinen Einblicke in ihre Lebenswelt, ihre Religion und ihre Kultur. Dadurch, dass Protagonistin Kate Burkholder selbst in solch einer Gemeinde aufgewachsen ist, wirken die Infos ziemlich realistisch und interessant.

Der Kriminalfall, um den es in „Grausame Nacht“ geht, ist vom Prinzip her durchaus interessant, wenn auch nicht unbedingt extrem überraschend und wendungsreich. Die Richtung ist recht bald offensichtlich und am Ende geht es dann nur noch um die Hintergründe und Genauigkeiten. Jedoch tut das dem Unterhaltungswert keinen Abbruch, da es noch einige Nebenhandlungsstränge und viele Gefahrensituationen für Kate gibt. So ist das Ende recht stimmig und zufriedenstellend, auch wenn noch ein paar kleinere Fragen offen bleiben.

Auch Kates Privatleben nimmt eine große Rolle in der Handlung ein. Eigentlich mag ich das ja bei Thrillern nicht so gerne, aber hier fand ich es ganz ok. Das kann aber auch daran liegen, dass ich die Vorgänger eben nicht kenne und die Figuren jetzt erst neu kennengelernt habe. So habe ich ein gutes Bild von den Charakteren bekommen und fand sie recht authentisch und mit Ecken und Kanten beschrieben.

Sprecherin Tanja Geke hat einen guten Job gemacht. Sie liest die Geschichte mit vielen Emotionen und man fühlt sich Kate und ihrer Situation oft richtig nah. Ein bisschen nervig fand ich anfangs den Namen von Kates Freund, John Tomasetti, da immer wieder nur der Nachname genannt wird, aber mit der Zeit habe ich mir daran gewöhnt. Besonders sind auch noch die Gesprächsteile in Pennsylvania Dutch, die nicht zu oft eingestreut werden und definitiv zur besonderen Atmosphäre beitragen. Jedoch finde ich es auch gut, dass sie dann immer wieder ins normal-deutsche übersetzt werde.

Fazit:
Eine atmosphärische und interessante Geschichte, die mich gut unterhalten hat. Auch wenn sich der Kriminalfall selbst recht schnell in eine offensichtliche Richtung entwickelt, wurden die Hintergründe und Zusammenhänge spannend verpackt. Insgesamt fand ich das Gesamtpaket recht kurzweilig und vergebe deshalb 4 Sterne.

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599 Bibliotheken, 15 Leser, 1 Gruppe, 96 Rezensionen

dämonen, dark elements, liebe, sehnsuchtsvolle berührung, layla

Dark Elements - Sehnsuchtsvolle Berührung

Jennifer L. Armentrout , Ralph Sander , Isa-Corinna Scholz
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 15.08.2016
ISBN 9783959670203
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kurzbeschreibung:
Wer die Wahl hat, hat die Qual – Layla weiß bald nicht mehr, wo ihr der Kopf steht, vom Herzen ganz zu schweigen. Die dunkle Seite der Macht lockt in Gestalt des sexy Dämonen-Prinzen Roth, der die Abgründe ihrer Seele besser kennt als jeder andere. Aber da ist auch noch der attraktive Wächter Zayne, ihre plötzlich gar nicht mehr so unerreichbare Jugendliebe. Während sie noch mit ihren verwirrenden Sehnsüchten ringt, droht ein höllischer Feind alles zu vernichten, was ihr wichtig ist. Hoffnungslos verstrickt in ein Gespinst aus Lügen und Geheimnissen, bleibt Layla nur die Flucht nach vorn – in einen Krieg, den sie unmöglich allein gewinnen kann …

Meinung:
Den Einstieg in den letzten Teil fand ich richtig super. Es ging sofort rasant und mitten in der Handlung los und trotzdem gab es ein paar kleinere Erinnerungsstützen.

Nachdem mich ja im letzten Teil das Liebesdreieck doch ein bisschen genervt hatte, bin ich ja schon davon ausgegangen, dass sich Laylas Entscheidung auch noch diesen ganzen Band hinziehen und das Liebesdreieck noch voll ausgekostet werden würde. Dementsprechend war ich sehr positiv überrascht, dass sich Layla doch schon recht früh in der Handlung für einen der beiden entscheidet.

Das war für mich genau der richtige Weg und dennoch war es mir im Verlauf der Geschichte manchmal doch noch ein bisschen viel Romantik, sogar bis hin zum Kitsch. Das hätte ich nicht gebraucht, vor allem ist mir unser geliebter Kronprinz der Hölle in diesem Teil doch eine Spur zu brav und anständig und hat seine tolle schlagfertige Art leider irgendwie vergessen. Das hat in meinen Augen nicht immer ganz gepasst, bzw. fand ich das etwas schade. Die anderen Figuren entwickeln sich gut und authentisch weiter, vor allem zeigen einige Nebenfiguren deutlich, was in ihnen steckt.

Insgesamt gibt es aber wieder mehr Fokus auf die wichtigen Entwicklungen und vor allem am Anfang und am Ende doch recht viel Aktion und Tempo. Gleichzeitig auch wieder viel zum Schmunzeln durch die humorvollen Szenen, die dieses Mal vor allem durch die Hausgeister bestritten werden, aber auch emotionale und traurige Geschehnisse, die authentisch beschrieben werden.

Und doch fand ich einige der Entwicklungen ein bisschen zu einfach abgehandelt und die Begründungen hätten manchmal echt noch ein bisschen besser sein können. Dies ist alles Kritik auf sehr hohem Niveau, da mir die Geschichte durch den extrem lebendigen und bildhaften Schreibstil der Autorin und die genialen Szenen mit den Hausgeistern auch wieder gut gefallen hat, aber für einen wirklich perfekten Abschluss gab es doch ein paar kleinere Haken zu viel.

Fazit:
Insgesamt ein zufriedenstellender Abschluss , der mich wieder gut unterhalten hat. Jedoch gab es auch dieses Mal ein paar Kleinigkeiten, die für mich nicht ganz perfekt gelöst wurden, weshalb ich am Ende doch wieder einen Stern abziehe und 4 Sterne vergebe. Die „Dark Elements – Reihe“ hat aber definitiv eine deutliche Sogwirkung und einen sehen hohen Unterhaltungsfaktor, weshalb ich auch noch eine Leseempfehlung ausspreche.

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16 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

fantasy, magie, drachen, zauberer, leserunde

Das magische Erbe der Ryujin (Ryujin Saga)

Stephan Lethaus
Flexibler Einband: 656 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 15.06.2016
ISBN 9781533272966
Genre: Sonstiges

Rezension:

Kurzbeschreibung
Hast Du schon einmal versucht, mit einem Drachen ernsthaft über den Sinn des Tötens zu diskutieren? Nein?
Unseren bedauernswerten Helden bleibt auch das nicht erspart. In der mittelalterlichen Grafschaft Druidsham prallen Charaktere aufeinander, die unterschiedlicher kaum sein können: Rob, der liebenswerte Stalljunge aus der Burg Skargness, Mi Lou, die zauberhafte Systemanalytikerin aus dem Vancouver des Jahres 2055 und Fuku Riu, ein junger ungestümer Walddrache aus einem uraltem und edlem Drachengeschlecht.
Die tragischen Ereignisse während des phantastischen Drachenturniers zwingen unsere Helden, zusammen nach Norden zu fliehen. Auf der Flucht vor den grausamen Schergen der reinen Magie müssen sie sich immer wieder den perfiden magischen Angriffen ihrer Feinde stellen. Während der Kämpfe weicht ihr gegenseitiger Argwohn einer tiefen Vertrautheit. Auf teilweise recht unkonventionelle Art, meistern sie ihre Probleme und werden zu einem wichtigen Part des Widerstandes der Drachenmagier.
Im Verlauf ihrer Flucht treffen die drei Gefährten auf gefährliche Magier, Wolfsblutkrieger mit ihrem Wolfspack, unmenschliche Jäger aus Mi Lous Welt, einen eiskalten Drachen mit seinem verschrobenen Zauberer und abgrundtief böse magische Wesen. Immer wieder wird ihr Zusammenhalt auf die Probe gestellt und die Frage bleibt: „Wem können sie wirklich vertrauen?“

Meinung
Der Einstieg in das E-Book fiel mir sehr leicht, sofort war ich mitgerissen und befand mich mitten in der Geschichte. Durch den lockeren, leichten, aber auch spannenden Schreibstil des Autors, war es für mich ein Leichtes, die doch 656 Seiten zügig durchzulesen. Und es machte riesigen Spaß, sich auf ein spannendes Abenteuer mit Drachen, Magiern und dem einfachen Volk, einzulassen.

Die Handlung selbst ist anfangs in zwei Zeitebenen aufgeteilt. Ungefähr in der Mitte stoßen diese zusammen. Mi Lou, eine zauberhafte Systemanalythikerin, wird ins Mittelalter katapultiert und kann sich nicht vorstellen warum. Als sie in Schwierigkeiten kommt, finden Rob und Fuku der Drache sie. Auch die beiden haben mächtige Probleme und es wird noch besser…..Mi Lou findet heraus, was sie wirklich ist.

Abenteuerlich, spannend und teilweise sehr lustig ist dieses Erstlingswerk des Autors. Gefühle und Emotionen spielen eine große Rolle. Gut und Böse wird toll dargestellt und Herr Lethaus hat eine Phantasywelt erschaffen, die toll bildlich vorstellbar war. Es gab viele unerwartete Wendungen und Ereignisse und ging an manchen Stellen sehr rasant vorwärts.

Das Ende war dann nochmals sehr spannungsgeladen und lässt dennoch viel Freiraum und Vorstellungsvermögen für den nächsten Band, der hoffentlich bald erscheinen wird.

Die Charaktere waren wundervoll gestaltet. Sie passten perfekt zueinander, obwohl sie unterschiedlicher nicht sein konnten. Auch die Bösen hatten etwas Magisches an sich. Alles in allem wurden alle sehr gut platziert und taten ihres zu diesem Buch dazu. Die Umgebungsbeschreibungen waren klasse. Ein wahres Kopfkino konnte entstehen.

Fazit
Dieser erste Teil der Ryujin- Saga konnte mich sehr überzeugen. Er verfügt über alles, was ein guter Fantasy-Roman haben muss. Der Science-Fiction Anteil war gering, störte mich jedoch nicht. Ich bleibe da lieber bei Fantasy. Ich vergebe sehr gute 4 von 5 Sternen und lasse mir noch etwas Luft für den nächsten Band.

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127 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 39 Rezensionen

fantasy, magie, freundschaft, susan dennard, safiya

Schwestern der Wahrheit

Susan Dennard , Vanessa Lamatsch
Fester Einband: 530 Seiten
Erschienen bei Penhaligon, 22.08.2016
ISBN 9783764531348
Genre: Fantasy

Rezension:

Kurzbeschreibung:
Eine gefährliche Wahrheit. Zwei Freundinnen mit einer magischen Gabe. Drei Reiche vor dem Krieg.

Manche Menschen werden mit einer magischen Begabung geboren, die ihnen besondere Kräfte verleiht. Safiya kann Lüge von Wahrheit unterscheiden, ihre Freundin Iseult sieht Gedanken und Gefühle. Die beiden wollen frei sein und niemandem dienen. Als sie einen folgenschweren Fehler begehen und der Krieg immer näher rückt, müssen Safi und Iseult sich entscheiden, auf welcher Seite sie stehen. Doch die größte Gefahr trägt Safi in sich: Ihre Wahrmagie ist extrem selten und manche würden alles tun, um sie in ihre Gewalt zu bringen …

Meinung:
Wenn man das Buch aufklappt, fällt einem erstmal die tolle Karte der Magislande ins Auge. Sie hilft schon mal sich ein bisschen zu orientieren und ich finde sie auch von der Gestaltung her ziemlich schön.

Jedoch habe ich trotzdem etwas schwer ins Buch und in die Welt der Magislande gefunden, da die Autorin auf eine Einführung in ihre Welt verzichtet und gleich mitten in der Handlung startet. Ich selbst tue mich bei solch Fantasywelten aber immer leichter, wenn es einen gediegenen Einstieg mit vielen Erklärungen zu den Regeln und Gegebenheiten der Welt gibt. Und da hier darauf verzichtet wurde, habe ich doch länger gebraucht bis ich die Gegebenheiten dieser Welt verstanden habe und meine Fragezeichen dazu, was z. B. Strangmagie ist usw. gewichen sind. Zwar gibt es mit der Zeit durchaus ein paar zufriedenstellende Antworten, aber trotzdem hätten hier ein bisschen mehr Tiefe und ausführlichere Erklärungen nicht geschadet.

Die Handlung selbst fand ich aber trotzdem ziemlich interessant und vor allem rasant. Es passiert immer wieder was neues, es gibt viele Kämpfe, aber auch die emotionale Seite ist vertreten. Manche Entwicklungen waren ein bisschen sehr offensichtlich angelegt, sodass man sie sich schon am Anfang des Buches denken konnte und dann nicht mehr überrascht war, wenn es am Ende wirklich so kam. Aber es gab auch ein paar nette Wendungen und unvorhergesehene Entwicklungen.

Die Figuren haben mir eigentlich recht gut fallen. Allen voran natürlich Safiya und Iseult, die ziemlich verschieden sind und sich dennoch gut ergänzen. Vor allem Safiya war in diesem Band recht unbeschwert und ein typischer Teenager, der sich leicht in Probleme bringt und immer einen frechen Spruch auf Lager hat. Das hat mir eigentlich recht gut gefallen und ich musste auch durchaus mal über sie Schmunzeln. Im Verlauf hat sie sich aber durchaus auch weiterentwickelt. Iseult ist ernster und die Vernünftige der beiden. Bei ihr bleiben durch die Entwicklungen im Auftaktband noch einige Fragen zu klären.

Die Nebenfiguren fand ich teilweise auch recht gut gearbeitet, auch wenn ich bei manchen nicht ganz sicher war, was ich von ihnen halten soll. So hat Prinz Marik zwar das Herz am rechten Fleck, aber mit seinen Wutausbrüchen war er auch ein spezieller Charakter.

Den Schreibstil empfand ich als recht angenehm. Zusätzlich sehr bildreich und ausdrucksstark, wie er bei einem Fantasyroman sein muss und aber auch flüssig, gut lesbar und mit einem leichten humorvollen Touch.

Das Ende ist nochmal ziemlich rasant, es geht Schlag auf Schlag und es werden die Grundlagen für die Fortsetzung geschaffen.

Fazit:
Ein interessanter Auftakt in die Welt der Magislande, der auf jeden Fall Lust auf mehr macht. Jedoch hätte ich mir von Anfang an ein paar genauere Beschreibungen, Erklärungen und Vertiefungen der spannenden Welt und seiner Gegebenheiten gewünscht. So fiel mir der Einstieg nicht ganz einfach und es blieben einfach noch einige Fragen offen. Die Figuren fand ich recht gut beschrieben und auch die Handlungsentwicklung hat mir bis auf die vorhersehbaren Stellen gut gefallen. Somit vergebe ich trotz meiner Kritikpunkte noch ganz knappe 4 Sterne.

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55 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 36 Rezensionen

magier, fantasy, magie, meister, drachen

Ormog

Thomas Engel
Fester Einband: 365 Seiten
Erschienen bei fabulus Verlag, 13.07.2016
ISBN 9783944788302
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kurzbeschreibung:
Auf dem Planeten Magnus leben Menschen zusammen mit anderen vernunftbegabten Wesen. Magische Kräfte sind allgegenwärtig. Zwischen den Mitgliedern des Weißen Ordens und den abtrünnigen Gorgulzauberern entspinnt sich ein Machtkampf, der das einst blühende Reich von Kamal zu zerreißen droht. Im Konflikt auf Leben und Tod versuchen der Weißmagier Ormog und seine Gefährten zu verhindern, dass der Dunkle Meister der Gorgul sein Ziel erreicht: die unumschränkte Herrschaft des Bösen. Das Blatt wendet sich, als Ormog sich mit seiner gefährlichsten Gegnerin verbündet. Vatya, die Elitekämpferin der Gorgul, wechselt die Seiten. Können sie und Ormog ihre Zivilisation vor dem Untergang bewahren?

Meinung:
Also als erstes muss ich anmerken, dass ich die Aufmachung des Buches mal wieder richtig toll finde. Das ansprechende Cover, den farbigen Schnitt und das Lesebändchen.

Die Kurzbeschreibung klang eigentlich auch recht spannend, sodass ich mich auf eine unterhaltsame Fantasygeschichte gefreut habe. Man muss wirklich sagen, dass der junge Autor viele Ideen hatte und diese den Planeten Magnus auch durchaus zu etwas Besonderem und Interessantem machen. Jedoch blieb durch die Fülle der vielen Wesen mitsamt ihrer komplexen Namen einiges auch ein bisschen oberflächlich und die meisten davon blieben mir auch nicht wirklich im Gedächtnis.

Und diese Oberflächlichkeit hat sich für mich irgendwie durch den ganzen Roman gezogen. Ich konnte mich mit den Figuren, trotz der Perspektivenwechsel, nicht wirklich identifizieren oder mich ihnen nah fühlen. Sie blieben einfach ein bisschen blass und die Emotionen waren mir zumeist etwas zu knapp beschrieben.

Auch die Art und Weise wie die Geschichte erzählt wird fand ich zwar vom Prinzip her lesbar, aber auch ein bisschen unrund. Auf der einen Seite ist der Schreibstil extrem einfach gehalten, aber auf der anderen Seite gibt es diese Masse an hochkomplexen Fantasiebegriffen und –namen. Dies erschien mir für ein Jugendbuch ab 12 manchmal ein bisschen viel und für ältere Leser in der Gesamtbetrachtung etwas zu einfach.

Ebenso spielt die Vorhersehbarkeit der Geschichte dabei eine Rolle, denn auch wenn sich die Handlung stetig weiter entwickelt, kam wirklich handfeste Spannung eher selten auf. Zwar sind die genauen Wendungen durch die vielen tollen Ideen oft nicht ersichtlich, aber die Entwicklungen an sich haben mich selten wirklich überrascht.

Fazit:
Für einen 16 jährigen Autor wirklich ein tolles Werk mit viel Potential, aber in der Gesamtbetrachtung einfach an allen Ecken noch ein bisschen unrund. Zu viele Ideen, zu wenig Tiefe und Greifbarkeit und ein für mich nicht ganz stimmiger Schreibstil. Die Geschichte lässt sich zwar ganz ok lesen, aber mehr auch nicht. Aufgrund des Alters des Autors vergebe ich noch knappe 3 Sterne.

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56 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 26 Rezensionen

thriller, zersetzt, lena sander, medizin, operation

Zersetzt - Thriller

Lena Sander
E-Buch Text
Erschienen bei null, 01.10.2013
ISBN B00FKUFVGS
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Kurzbeschreibung:
Es kann jeden treffen: morgen, heute, jetzt! Diese Erfahrung macht die junge Journalistin Julia Hoven, als sie die Hintergründe einer mysteriösen Krankheit recherchiert, an der ihr Vater leidet. Stück für Stück deckt Julia eine haarsträubende Geschichte auf. Als in ihre Wohnung eingebrochen wird und ihr jemand offensichtlich nach dem Leben trachtet, stellt sich heraus: Julia hat sich mächtige Feinde gemacht. Und die werden alles tun, um sie zum Schweigen zu bringen. Die Grundidee dieses Thrillers basiert auf wahren Begebenheiten.

Meinung:
Ich muss ja sagen, dass ich bei solch kurzen Geschichten doch immer etwas skeptisch bin. Oft fehlt mir da was und ich war gespannt, wie mir „Zersetzt“ gefallen würde.

Definitiv positiv ist mir auf jeden Fall das Grundthema aufgefallen. Das ist etwas neues, das ich so noch nicht gelesen habe und auch die Hintergründe und Grundlagen dazu fand ich sehr interessant. Das Thema ist etwas, das jeder kennt, aber wirkliche Gedanken darüber habe ich mir noch nie gemacht und das, obwohl ich sogar im Gesundheitswesen gearbeitet habe.

Im Nachwort der Autorin wird deutlich, dass sie selbst das Thema auch extrem beschäftigt und sie auch schon persönliche Erfahrungen damit gemacht hat, was die Glaubwürdigkeit ihrer Worte in meinen Augen noch unterstützt.

Die Handlung an sich fand ich auch recht spannend und im Großteil auch gut umgesetzt. Klar merkt man beim Lesen doch, dass das Buch nur so wenige Seiten hat, denn der Schreibstil ist teilweise schon ziemlich knapp gehalten und vor allem die fehlenden Übergänge zwischen verschiedenen Situationen sind mir doch immer mal wieder aufgefallen. Jedoch keinesfalls wirklich störend, denn Lesen ließ sich die Geschichte schnell und flüssig.

Die Figuren fand ich soweit auch gut erarbeitet und ich habe ihnen ihre Rolle zumeist durchaus abgenommen. Durch Besonderheiten, wie. Z. B. das Stottern sind sie mir auch gut im Gedächtnis geblieben. Es gab hier und da ein paar Übertreibungen, aber das ist in Thrillern ja keine Seltenheit.
Zusätzlich gab es ein paar nette Wendungen und Überraschungen, die ich so nicht unbedingt erwartet hätte.

Fazit:
Ein interessanter Thriller, der auf jeden Fall zum Nachdenken anregt und sich auch schnell und spannend weglesen lässt. Der Schreibstil ist teilweise ein bisschen knapp und man hätte aus manchen Ideen noch ein bisschen mehr raus holen können, aber in der Gesamtbetrachtung habe ich mich gut unterhalten gefühlt. Deshalb gibt es 4 Sterne.

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