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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

das wissen des schwarzen obsidians, barbara a. ropertz

Das Wissen des schwarzen Obsidians

Barbara A. Ropertz
Buch: 256 Seiten
Erschienen bei Bookspot Verlag, 20.04.2017
ISBN 9783956690716
Genre: Fantasy

Rezension:

Kurzbeschreibung:
Asgard, das Heim der Götter, ist dem Untergang geweiht, seine Zerstörung steht unmittelbar bevor. Um den gewaltigen Wissensschatz seiner Zeit vor der Vernichtung zu bewahren, sieht Göttervater Odin nur einen Ausweg: Er muss sein Wissen dem schwarzen Obsidian anvertrauen. Doch der Stein zerbricht unter der enormen Wissenslast und die einzelnen Bruchstücke gehen verloren.

Viele Jahre nach dem Untergang Asgards ist Odin noch immer auf der Suche nach den Splittern des Obsidians. Hinweise auf ihren Verbleib könnten ihm die Karten geben, die er vor der Zerstörung Asgards anfertigte, um die Bewegungen der Bruchstücke verfolgen zu können. Doch auch Odins Gegenspieler Loki weiß von der Kraft des Obsidians und setzt alles daran, die Karten in seinen Besitz zu bringen. Einige davon scheinen ihren Weg ins Kölner Stadtarchiv gefunden zu haben. Dort arbeitet Marie, eine junge Praktikantin, die gemeinsam mit ihrem Freund Jonas plötzlich zwischen die Fronten der Götter gerät …

Meinung:
Ich muss ja sagen, dass ich Göttergeschichten zwischendurch ganz gerne mag, weshalb mit der Klappentext gleich angesprochen hat. Dabei war ich auch wirklich gespannt, wie die Welt der alten Götter mit der modernen Zeit verbunden wurde.

Nach beenden des Buches muss ich leider sagen, dass ich nicht ganz das bekommen habe, was ich mir erhofft hatte.

Ich hatte mir eine spannende Jagd auf den Obsidian vorgestellt und im Ansatz hab ich das schon bekommen, aber eben nur zu einem kleinen Teil. Und auch wenn die Verbindung zwischen der alten und der modernen Welt immer mal wieder erkennbar war, wurden die Möglichkeiten nur angedeutet, da der Großteil der Geschichte einfach nur Vergangenes erzählt. Immer wieder schauen Odin, Marie und die anderen Mitstreiter in die Achatschale der Norne und Verfolgen den Weg des Obsidians in der Vergangenheit.

Ab und an und in Einschüben hätte mir dieses Stilmittel echt gut gefallen, vor allem weil dabei viele alte Sagen aufgegriffen und doch interessant aufgearbeitet werden, aber in der Menge war es mir einfach zu viel. Denn so ist in der Gegenwart kaum etwas passiert und wenn doch mal Lokis Schergen angegriffen haben, wurde dies extrem schnell abgehandelt. Deshalb ist auch kaum Spannung entstanden und wenn doch, konnte diese oft nicht über einen längeren Zeitraum hinweg aufrechterhalten werden.

Durch die Menge an Rückblenden und der aufgearbeiteten Infos darin hatte ich oft auch ein paar Probleme der Handlung komplett zu folgen und alle Figuren zuzuordnen. Zum einen lag dies an der Menge und Vielfalt der Informationen, aber auch daran, dass die Autorin sich leider ein bisschen wenig Zeit für ihre Charaktere und Wesen genommen hat. Klar, erfährt man das ein oder andere über sie, aber in der Gesamtbetrachtung sind die Ausführungen eher oberflächlich und es fehlt ihnen einfach an Tiefe.

Aber auch die Art, wie die Autorin viele verschiedene Sichten und Geschehnisse gleichzeitig erzählt, hat mich vor allem anfangs immer wieder verwirrt und es mir schwer gemacht, diese zuzuordnen. Nämlich einfach hintereinander weg und zumeist ohne Leerzeilen oder andere optische Trennungen im Text. Damit hab ich mich doch etwas schwer getan.

Auch das Ende konnte es leider nicht mehr herausreißen. Ich fand es nicht wirklich zufriedenstellend und vor allem hat es mich nach der vorherigen langsamen Erzählweise doch einfach überrumpelt.

Fazit:
Das klingt jetzt alles ziemlich negativ und ich muss die Kritikpunkte auch auf jeden Fall loswerden, aber ich will nochmal betonen, dass oft gute Ansätze vorhanden waren und ich die Geschichte vom Grunde her recht interessant fand. Viele Ideen haben mir gut gefallen, auch wenn die Umsetzung zumeist leider nicht mein Geschmack war. Doch auch wenn Potential erkennbar war, kann ich leider nicht mehr als gute 2 Sterne vergeben.

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588 Bibliotheken, 24 Leser, 1 Gruppe, 55 Rezensionen

liebe, fantasy, das juwel, amy ewing, dystopie

Das Juwel – Der Schwarze Schlüssel

Amy Ewing , Andrea Fischer
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 27.04.2017
ISBN 9783841440198
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kurzbeschreibung:
Violet und der Geheimbund Der Schwarze Schlüssel bereiten einen Angriff auf den Adel vor, und Violet soll eine zentrale Rolle dabei spielen. Sie muss die jungen Frauen anführen, die die Auktion manipulieren und die Mauern der Einzigen Stadt zum Einstürzen bringen sollen. Doch Violet ist hin- und hergerissen. Ihre Schwester Hazel ist im Palast der Herzogin vom See gefangen. Um ihre Schwester zu retten, muss sie ihre Freunde und die gute Sache im Stich lassen und in das Juwel zurückkehren.

Meinung:
Nachdem mir ja die ersten beiden Teile der Reihe sehr gut gefallen haben, hab ich mich extrem auf diesen Abschlussband gefreut.

Da es noch nicht lange her ist, dass ich Teil 2 gelesen habe, waren die Einzelheiten noch sehr präsent und ich bin sofort wieder mitten in der Geschichte gewesen. Und aufgrund der Vorgeschichte habe ich habe mir einen fulminanten Abschluss gewünscht und ausgemalt.

Und das Buch ist definitiv wieder leicht und flüssig zu lesen und vom Grundprinzip her auch unterhaltsam, aber irgendwie hat es mich doch ein bisschen enttäuscht und mir hat auch etwas gefehlt.

Obwohl handlungstechnisch schon einiges passiert, ist bei mir bis zum Ende fast keine Spannung aufgekommen, da die meisten Entwicklungen doch ziemlich vorhersehbar waren. Es ist vieles sehr einfach und ohne größere Probleme abgelaufen und wenn es Probleme gab, wurden diese auch extrem schnell abgehandelt.

Außerdem ist die Autorin dieses Mal kaum auf Emotionen ihrer Figuren eingegangen und hat damit die Tiefe der Geschichte vernachlässigt. Violet trifft zwar auch dieses Mal wieder Entscheidungen und ist gezwungen sich weiterzuentwickeln und sich Konsequenzen zu stellen, aber das bleibt zumeist leider sehr oberflächlich und hat mich kaum berührt. Schade, da bin ich etwas anderes von der Autorin gewohnt.

Durch die Rückkehr ins Juwel bekommt der Leser leider auch nicht mehr viel von den Vorbereitungen zum Kampf mit und auch der Handlungsstrang mit der Magie und den Paladininnen wird leider nicht mehr weiterentwickelt. Wir begeben uns zurück ins Juwel mitsamt allen Intrigen und Betrügereien. Das hätte ich vielleicht auch gar nicht so schlecht gefunden, wenn sich nicht alles nur noch darum gedreht hätte. So hätte ich mir zur Abrundung z. B. sehr gut einige Kapitel aus Ash's Sicht vorstellen können, wie in den anderen Kreisen die Revolution voran bringt.

Beim Showdown selbst kommt dann zumindest die erwartete Spannung auf und auch das Ende ist an sich schon ziemlich zufriedenstellend. Dennoch denke ich, dass man aus diesem Abschlussband eben noch viel mehr hätte machen können und die Autorin nach den beiden tollen Vorbänden nun doch einiges an Potential verschenkt hat.

Fazit:
„Der schwarze Schlüssel“ ist ein solider und im Grunde unterhaltsamer Abschlussband, der aber deutlich hinter den ersten beiden Teilen und meinen Erwartungen zurückgeblieben ist. Mir haben vor allem Tiefe und Spannung gefehlt, da die Entwicklungen doch ziemlich vorhersehbar und einseitig und zum anderen zu schnell und teilweise etwas lieblos und emotionsarm abgehandelt wurden. Der Showdown am Ende und das zufriedenstellende Gefühl nach Beenden des Buches reißen es nochmal ein bisschen raus, aber meiner Meinung nach ist dies der schwächste Band der Reihe und es wurde viel Potential verschenkt. Ich vergebe gute 3 Sterne, aber mehr ist nicht drin.

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reihe, band 5, serie, explosion, überfall

Was verborgen bleiben sollte

Alexander Hartung
E-Buch Text
Erschienen bei Edition M, 25.04.2017
ISBN 9781477828151
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Kurzbeschreibung:
Ausgerechnet Kripochef Bergman gerät in einem Schmuckgeschäft in einen bewaffneten Überfall mit Geiselnahme. Dass es sich um keinen normalen Raub handelt, wird schnell deutlich, denn die Täter ignorieren das Geld in der Kasse und brechen stattdessen die Wände im Keller auf.

Da die Verbrecher Verbindungen zur Polizei zu haben scheinen, kontaktiert Bergman heimlich nur Kommissar Jan Tommen und bringt sich damit selbst in Gefahr. Jan versucht mit seinen Teamkollegen Chandu, Max und Zoe die Geiselnahme zu beenden. Doch der Überfall ist nur der Beginn einer Verbrechensserie, die selbst Kommissar Tommen an seine Grenzen bringen wird.

Meinung:
Obwohl es sich um den 5. Teil der Reihe rund um Kommissar Jan Tommen und sein Team handelt und ich noch keinen der Vorgänger gelesen habe, hab ich ohne Probleme in das Buch gefunden.

Der Start ist ziemlich packend, da man gleich in den Raubüberfall hineingeworfen wird und sich die Fragen nach den Hintergründen nach und nach verdichten. Generell fand den Plot ziemlich spannend und geheimnisvoll aufgebaut, da der Raubüberfall und die Mode anfangs keinen wirklich Sinn ergeben und die Zusammenhänge erst mit der Zeit stimmt aufgedeckt werden und es auch die ein oder andere unerwartete Wendung gab. Auch die Gegner sind den Ermittlern immer einen Schritt voraus, weshalb sich das Team wirklich anstrengen muss.

Einzig die Auflösung des Ganzen fand ich dann leider etwas schwächer. Da hätte ich mir persönlich nach der ganzen Mühe doch noch ein bisschen mehr erhofft gehabt, aber für die Figuren konnte ich die Brisanz schon nachvollziehen, weshalb es im Großen und Ganzen dann schon in Ordnung war.

Neben dem spannenden Plot-Aufbau haben mir aber auch die Figuren sehr gut gefallen. Auch wenn es in diesem fünften und vorerst letzten Band der Reihe nicht mehr so viele Einblicke in das Leben der Teammitglieder gab, wurde doch deutlich, dass das Team rund um Jan Tommen aus sehr speziellen und einzigartigen Charakteren besteht, die oft sehr unorthodox denken und handeln. Sie werten das Buch definitiv auf, weshalb sich diese Ermittler eingängig von anderen Ermittlerteams abheben und ich gerne auch noch die anderen Teile der Reihe lesen würde.

Der Schreibstil hat mir auch ziemlich gut gefallen. Die Geschichte ist flüssig lesbar und die spannende Atmosphäre zusammen mit den Schmunzlern, die den eigensinnigen Charakteren zu verdanken sind, sorgen dafür, dass sich die Seiten zügig lesen lassen und man dabei sehr gut unterhalten wird. Wäre die kleine Enttäuschung am Ende nicht gewesen, hätte ich wirklich nichts zu kritisieren gehabt.

Fazit:
Ein spannender und gut aufgebauter Thriller mit einem einzigartigen Ermittlungsteam, das viel Energie in ihre Arbeit steckt, aber auch viel Unterhaltung für den Leser mitbringt. Einzig das Ende bleibt ein bisschen unter dem Niveau vom Rest, weshalb ich ein Buchherz abziehe. Aber insgesamt hatte ich beim Lesen viel Spaß und vergebe deshalb gute 4 Sterne und eine Leseempfehlung. Ich selbst bin auch am Überlegen, ob ich mir die Vorgänger nicht auch irgendwann mal besorgen sollte.

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21 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

hörbuch, thriller, rache, random house audio, mord

Drei Meter unter Null

Marina Heib , Anna Thalbach
Audio CD
Erschienen bei Random House Audio, 06.03.2017
ISBN 9783837137729
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Kurzbeschreibung:
Sie tötet, um zu leben.

Sie beobachtet ihre Opfer. Sie plant ihre Morde. Nichts will sie dem Zufall überlassen. Der Weg der Gewalt ist nicht grundlos. Ihr Leben lang bemühte sie sich um ein normales Leben. Doch die Hülle umschloss eine tiefe Verzweiflung, die sie zu verbergen wusste. Bis zu einem nebligen Donnerstag im November. Der Tag, an dem sie eine Mörderin wird. Sie will die Dämonen vernichten. Sie will Rache. Sie empfindet kein Mitleid. Sie sollen leiden. Genau wie sie.

Sprecherin Anna Thalbach blickt in die Abgründe der menschlichen Seele.

Meinung:
Ich habe schon viel Gutes von diesem Thriller gehört, vor allem, dass er ungewöhnlich ist und das hat sich auch bestätigt. Ungewöhnlich, aber über weite Strecken wirklich nicht einfach.

Der Einstieg ist mir ziemlich schwer gefallen, da die Geschichte die erste Hälfte nur total verwirrend und undurchsichtig ist und zusätzlich gibt es Sprünge in der Zeit. Zum einen erzählt die Protagonistin sehr ausschweifend und viel zu detailliert von ihrer Vergangenheit und dann gibt es die Ereignisse in der Gegenwart, in denen die Erzählungen kühl, abgehakt und total wirr werden. Die Protagonistin bringt die Männer auf brutale Weise um, aber man hat keine Idee, weshalb sie das macht und was der Sinn dahinter ist.

Das Gute daran ist, dass der Sinn des Ganzen nach und nach erklärt wird und diese Entwicklung total schockiert und für vieles entschädigt, jedoch nicht für alles. Denn die Autorin beginnt meiner Meinung nach etwas zu spät damit, den Sinn zu offenbaren.

Die ersten Erklärungen und Wendungen gibt es ca. in der Mitte, wirklich Atem beraubend, schockierend und überzeugend wird es jedoch erst am Ende der Geschichte.

Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich aber schon ein gewisses Bild zur Protagonistin entwickelt, dass sich trotz der Wendung und des plötzlich Verständnisses für ihre Taten nicht mehr ganz bereinigen lassen kann. Dafür hätten die Erklärungen und die psychischen Auswirkungen des Ganzen doch ein bisschen eher erfolgen müssen. So hat sich die Autorin komplett auf ihre Schockmomente verlassen, die auch dahingehend funktionieren, dass man am Ende total überwältigt und überfahren ist, aber um für die langatmige und verwirrende erste Hälfte komplett zu entschädigen hat es bei mir nicht ganz gereicht.

Erzählt wird das Hörbuch von Anna Thalbach und komplett aus der Ich-Perspektive der Protagonistin. Anna Thalbach setzt die Figur der scheinbar verrückten, getriebenen Frau ziemlich gut um und ihre Stimme wirkt authentisch zu der Handlung. Wenn die Protagonistin sich in ihren wirren Gedanken und grausamen Taten voll und ganz verliert, klingt auch Anna Thalbachs Stimme verrückt und abgehoben, genau wie es sein soll. Manchmal war es mir hier auch, genau wie bei der Handlung selbst, schon fast ein bisschen zu viel. Am Ende, wenn alles einen Sinn ergibt, werden auch die Gedanken ruhiger, normaler und emotionaler, was der Geschichte wirklich gut tut und wegen mir auch gerne schon eher hätte eintreten können.

Fazit:
Marina Heib erzählt eine schockierende Geschichte auf ungewöhnliche Art und Weise. Sie verzichtet nicht nur auf Ermittlungen jeglicher Art, sondern wirft den Leser mitten in eine grausame Mordserie, ohne die Hintergründe bekannt zu geben. Diese kommen erst nach der Hälfte dazu und wirklich aufgedeckt wird alles erst am Ende. Dabei sind die Erzählungen ziemlich wirr und schwierig und man braucht wirklich Durchhaltevermögen. Aber die schockierende Auflösung am Ende entlohnt für vieles, wenn auch nicht für alles. Schlussendlich vergebe ich trotz der langen Durststrecke noch gute 3,5 Sterne und eine Lese- bzw. Hörempfehlung für alle, die einen etwas anderen Thriller mit totalem Schockmoment am Ende erleben wollen.

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Drei Tropfen Dunkelheit

Angelika Diem
Flexibler Einband: 292 Seiten
Erschienen bei Machandel-Verlag, 23.03.2017
ISBN 9783959590495
Genre: Fantasy

Rezension:

Kurzbeschreibung:
Die Bewohner der Ibjadischen Reiche achten und fürchten die Gilde der Vollstrecker vom Schwarzen Turm, denn ihnen obliegt es, im Namen der Königin bei Gewaltverbrechen zu ermitteln, zu richten und zu strafen.

Caitlynn hat als jüngste Vollstreckerin ihren ersten Fall erfolgreich beendet. Dachte sie. Doch ausgerechnet dieses Urteil bringt sie nun in Gefahr, mehr als nur ihren Schmerzstein zu verlieren. Um dies zu verhindern und die Ehre ihres Meisters zu retten, muss sie den erfahrenen Vollstrecker Belard bei der Aufklärung eines Mordes auf Schloß Maesinar unterstützten und ihn von ihren Fähigkeiten überzeugen.

Die Sache hat nur einen Haken: Caitlynn scheint mehr zu sehen als ihr Ausbilder. Und der ist davon alles andere als begeistert.

Meinung:
Es ist nun fast 3 Jahre her, dass ich das letzte Mal was von Caitlynn und ihrer innovativen Fantasywelt gelesen habe. Der letzte Teil der Hauptgeschichte liegt sogar schon 4 Jahre zurück.

Dementsprechend war ich einerseits erfreut, nun endlich wieder was von Caitlynn lesen zu dürfen und erneut einen besseren Einblick in die interessante Welt zu erhalten, andererseits hatte ich schon etwas Sorge, ob ich mich wieder in der Geschichte zu Recht finden würde.

Nun kann ich sagen, dass ich das mit der Zeit zwar durchaus wieder ganz gut geschafft habe, aber es definitiv nichts geschadet hätte, wenn ich die Vorgänger nochmal schnell überflogen hätte. Dann wäre der Stellenwert bereits bekannter Figuren oder Verbindungen zu den Vorgängern eindeutiger erkennbar gewesen. So hatte ich zwar auch meinen Spaß an der Geschichte, aber das ein oder andere Fragezeichen konnte ich leider nicht ganz aus der Welt schaffen.

Aber das ist meine Schuld, der neue Plot an sich ist nämlich recht stimmig und interessant. Auch dieses Mal gibt es wieder neue Einblicke in die von Angelika Diem erschaffene, innovative Fantasywelt mit ihren tollen und überzeugenden Ideen.

Auch die Mischung aus Fantasy und Krimi gefällt mir erneut sehr gut und wurde unterhaltsam umgesetzt. Der Leser begleitet Caitlynn bei ihren Ermittlungen und weiß eigentlich auch nicht mehr als sie. Vermutungen gibt es zwar wieder einige, aber die endgültige Auflösung des Ganzen war für mich wieder eher überraschend und trotzdem stimmig erklärt.

Sowohl der Weiterentwicklung der Welt, als auch der Beschreibung der einzelnen Figuren wurde dieses Mal mehr Raum zugestanden. So langsam bekommt man einen schönen Überblick wie es in dieser Welt so abläuft, welche Probleme es gibt und mit was Caitlynn sich so auseinandersetzten muss. Dabei gibt es wenige Figuren die man bereits kennt, bzw. wird man auch die meisten nicht mehr wieder sehen, aber für ihren Auftritt in dieser Geschichte fand ich sie recht solide beschrieben. Vor allem Caitlynns Ausbilder Belard ist ein wirkliches Ekel und hat mich mehr als ein paar Mal wirklich zur Weißglut gebracht.

Den Schreibstil fand ich anfangs doch ein bisschen schwergängig, da die ganzen unbekannten Begriffe und die Bezeichnungen der Hüter usw. zu Beginn ein bisschen schwer zuzuordnen waren, aber das hat sich dann doch recht schnell gegeben und ich konnte mich ganz in die Geschichte einfühlen. Ich hab mit Caitlynn ermittelt, gefühlt und überlegt und die stetige Grundspannung und die authentische Atmosphäre haben mich gut unterhalten.

Ich hoffe, dass es bis zum Erscheinen des nächsten Teils nicht wieder so lange dauert, denn ich würde gerne bald weiterlesen.

Fazit:
Eine gute und unterhaltsame Fortsetzung der „Vollstrecker der Königin –Reihe“. Die Ideen der Autorin zu ihrer Fantasywelt sind interessant und innovativ und die Verbindung zwischen Fantasy und Krimi sehr unterhaltsam und gut erarbeitet. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung und vergebe wieder solide 4 Sterne.

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317 Bibliotheken, 12 Leser, 1 Gruppe, 46 Rezensionen

dystopie, infernale, liebe, sophie jordan, mördergen

Infernale – Rhapsodie in Schwarz

Sophie Jordan , Ulrike Brauns
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Loewe, 13.03.2017
ISBN 9783785583692
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kurzbeschreibung:
Ich hatte geglaubt, Mörderin genannt zu werden und alles zu verlieren – meine Zukunft, meinen Freund, meine Freunde – wäre das Schlimmste, was mir passieren konnte. Aber ich habe mich getäuscht. Herauszufinden, dass sie recht haben? Herauszufinden, dass ich genau das bin?

Das ist noch viel schlimmer.

Seit Davy positiv auf das Mördergen (HTS) getestet wurde, hat sie alles verloren: ihre Familie, ihre Freunde, ihre Zukunft – und was am schlimmsten ist, sich selbst. Denn obwohl sie verzweifelt dagegen angekämpft hat, ist sie doch zu dem geworden, was sie nie sein wollte: eine Mörderin.

Eine Widerstandsgruppe und ihr Anführer Caden geben ihr ein neues Ziel. Und Caden weckt Gefühle in ihr, zu denen sie glaubte, nie mehr fähig zu sein. Aber die Schuldgefühle lassen Davy einfach nicht los ...

Meinung:
Nachdem ich ja Teil 1 als Hörbuch gehört hatte, war ich schon mal sehr enttäuscht, dass Band 2 nicht in dieser Version verlegt wurde. Nun ja, da aber mich die Grundidee der Geschichte so überzeugt und mich der Vorgänger recht gut unterhalten hat, wollte ich gerne wissen, wie es weiter geht und hab mir die gedruckte Version besorgt.

Teil 2 setzt recht nah nach dem Ende des ersten Teils ein. Davy und ihren Freunden ist die Flucht aus Mount Haven gelungen und sie versuchen nun außer Landes nach Mexiko zu kommen. Davy kann darüber aber nicht erleichtert sein, da sie zu sehr mit ihren Schuldgefühlen zu kämpfen hat, weil sie einen Mann töten musste.

Diese Schuldgefühle fressen sie nach und nach auf und zerstören auch ihre Gefühle zu Sean. Anfangs fand ich diesen persönlichen Bezug auf Davy und ihre Gefühle noch ganz interessant und nachvollziehbar, aber im Verlauf der Geschichte wurde ich über diese Tatsache immer enttäuschter. Denn es dreht sich alles nur darum und der Rest dieser im ersten Teil so authentisch erschaffenen Welt verliert fast komplett an Bedeutung.

Die Autorin hat zwar zwischen den Kapiteln immer kurze Auszüge aus Gesprächen oder Briefen eingefügt, damit der Leser zumindest einen kleinen Einblick erhält, was in der restlichen Welt passiert. Diese Einblicke lesen sich zum Teil auch recht interessant, aber sie werden der tollen dystopischen Idee einfach nicht gerecht. Es ist einfach zu wenig. Wenn ich mir in Teil 1 schon noch etwas mehr Hintergrundinfos gewünscht hätte, ist Teil 2 leider komplett zu einem persönlichen Drama aus Davys Sicht geworden, das sich nur um ihre verrücktspielenden Gefühle und ihr Empfinden dreht und am Ende definitiv auch einfach kitschig, nervig und viel zu viel wird.

So fand ich das Ende echt nicht gut, auch wenn mich der Epilog dann doch noch zumindest ein bisschen mit der Geschichte versöhnen konnte. Aber prinzipiell wurde nicht nur Davys persönlicher Weg bis fast zum Ende nicht gut gelöst, sondern auch das Grundproblem hat sich einfach total unrealistisch in Luft aufgelöst. Klar, diese Lösung war ohne Blutvergießen und so etwas Einfaches würde man sich auch oft in der wirklichen Welt wünschen, aber so wie es hier dargestellt wurde, ist es einfach nicht glaubwürdig.

Der Schreibstil ist hierbei trotzdem recht einfach und flüssig lesbar, auch wenn die Autorin mich hier nicht so mitreißen kann, wie in Teil 1 und auch die spannenden ethischen Grundsatzüberlegungen leider viel weniger geworden sind.

Fazit:
Leider eine enttäuschende Fortsetzung, da die Autorin das Potential der Grundidee und ihrer Entwicklungen aus Teil 1 total ungenutzt gelassen hat. Die interessante dystopische Welt spielt nur noch eine sehr untergeordnete Rolle und es dreht sich alles nur noch um Davys Gefühlswelt und ihr großes persönliches Drama, an dem sie durch ihre Sturheit selbst auch mit Schuld trägt. Das Ende ist in Bezug auf die Entwicklungen in der dystopischen Welt leider ziemlich unglaubwürdig und viel zu einfach und wirkt fast lieblos. Da sich das Buch so recht gut lesen lässt würde ich 2,5 Sterne vergeben, da wir diese Zwischenwertung aber nicht haben und mich die Geschichte echt enttäuscht hat, runde ich ab, statt auf und es werden nur 2 Sterne.

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42 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

hexen, magie, frauen, gerechtigkeit, unkonventionell

Hexenherz - Eisiger Zorn

Monika Loerchner
Flexibler Einband: 420 Seiten
Erschienen bei Acabus Verlag, 13.02.2017
ISBN 9783862824564
Genre: Fantasy

Rezension:

Kurzbeschreibung:
Europa, 1466: Als die Hexenverfolgung immer weiter um sich greift, schreitet die bisher geheime Elite der Hexen ein und offenbart: Jede Frau ist der Magie fähig!

550 Jahre später wächst die junge Hexe und staatstreue Gardistin Helena in einer Gesellschaft heran, in der die Vorherrschaft der Frauen unumstößlich scheint. Sie träumt davon, weiter im Dienst der höchsten Hexe, der Goldenen Frau, aufzusteigen. Doch als sie Opfer einer Intrige wird und fliehen muss, gerät sie in die Fänge von Rebellen. Denn auch das stärkste Regime hat seine Fehler – und seine Feinde …

Meinung:
Ich muss ja wirklich sagen, dass ich die Grundidee der Geschichte total interessant fand. Was wäre, wenn sich die Vergangenheit ganz anders entwickelt hätte und die Frauen das Sagen über die Männer hätten?

Diesen Gedanken fand ich ziemlich spannend und die Umsetzung ist der Autorin auch echt gut gelungen. Vor allem die historischen Veränderungen, die die Autorin vor jedem Kapitel beschreibt und so auch bekannte historische Entwicklungen Europas abändert, fand ich ziemlich eindrucksvoll. Ein bisschen schade fand ich, dass die Beschreibung dieser Entwicklungen nur bis ins 17. Jahrhundert geht und die danach folgenden Abschnitte vor den jeweiligen Kapiteln durch Gesetzestexte abgelöst werden. Diese fand ich zwar auch ganz interessant, passend zur Geschichte und vor allem haben sie nochmal Ungeheuerlichkeiten dieser Welt betont, aber die weiteren historischen Entwicklungen hätten mich schon auch noch interessiert.

Nun ja, die Hauptgeschichte wird auf jeden Fall aus Helenas Sicht erzählt. Anfangs lernen wir sie als Kind bzw. Jugendliche kennen, wodurch wir einen guten Einblick in die teils ziemlich schockierenden Regeln der Gesellschaft und einen Grund für Helenas spätere Einstellung bekommen.

Denn, die erwachsene Helena ist anfangs definitiv nicht unbedingt sympathisch. Sie ist von dem Regime wirklich überzeugt, verhält sich kühl, egoistisch und ruppig und was mit Männern passiert, ist ihr größtenteils echt egal. Doch mit der Zeit macht sie eine Entwicklung durch. Dabei ist diese Entwicklung aber nicht vergleichbar mit denen in vielen anderen Romanen, sondern ziemlich besonders. Denn obwohl sie anfängt ihre Gefühle zuzulassen und diese zu zeigen und gegen eine bestimmte Ungerechtigkeit im Regime vorgeht, verändert sich ihre Einstellung nicht komplett. Sie steht trotz ihrer Erfahrungen und Entdeckungen, die sie im Laufe der Handlung macht, immer noch hinter der goldenen Frau und den Regeln, was sie in eine ziemliche Zwickmühle bringt.

So ist auch die Handlungsentwicklung echt unterhaltsam und interessant, aber definitiv nicht typisch. Die Autorin geht andere Wege und verzichtet auch auf ein typisches Happy End. Das Ende passt zwar durchaus zur Geschichte und es hat auch seine guten Seiten und Entwicklungen, aber ein klares Happy End sieht anders aus.

Die Entwicklung des Weltentwurfs hat mir sehr gut gefallen. Die Unterdrückung der Frau wurde wirklich glaubhaft umgedreht und es wurde deutlich, dass wie so oft, aus einer guten Absicht heraus etwas Falsches entstehen kann. Die Autorin hat echt viel Wert auf Details gelegt und so auch bekannte Redenswendungen (z. B. ach, Frau) auf die Frau ausgelegt, was der Geschichte nochmal mehr Authentizität verleiht.

Der Schreibstil ist flüssig und gut lesbar. Durch die vielen Details und die anschaulichen Beschreibungen der Autorin findet man sich in der Welt gut zurecht.

Fazit:
„Hexenherz –Eisiger Zorn“ ist eine ungewöhnliche Geschichte. Die faszinierende Grundidee wurde wirklich gut und detailliert umgesetzt, wodurch die Autorin eine anschauliche und schockierende Welt erschaffen hat. Der Plot ist spannend und einige Entwicklungen gehen doch in einen nicht typische Richtig, was dem Buch wirklich etwas Besonderes verleiht. Auch wenn Helenas Geschichte nicht ganz mit einem Happy End endet, finde ich ihre Geschichte nach längerem darüber nachdenken doch recht passend abgeschlossen. Die Autorin plant noch weitere Geschichten aus der Hexenherz-Welt, jedoch sollen diese unabhängig voneinander lesbar sein. Für dieses Buch gibt’s es aber auf jeden Fall solide 4 Sterne und eine Leseempfehlung.

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Insomnia

Jilliane Hoffman , Sophie Zeitz , Stefanie Kremer , Andrea Sawatzki
Audio CD
Erschienen bei Argon, 27.12.2016
ISBN 9783839815533
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Kurzbeschreibung:
Verstört und mit Schnittwunden am ganzen Körper taumelt Mallory Knight in eine Biker-Bar in Süd-Florida. Zwei Tage lang war die 17-jährige Schülerin spurlos verschwunden. Mallory behauptet, dem »Hammermann« entkommen zu sein, einem Serienkiller, der bereits ein Dutzend Teenagermädchen entführt und mit seinen schrecklichen Werkzeugen zu Tode gequält hat. Aber als Special Agent Bobby Dees sie befragt, verstrickt sich Mallory in Widersprüchen. Warum lügt sie? Und was geschah wirklich in der Nacht, als sie verschwand? Kurz darauf wird ein weiteres Mädchen vermisst, und Mallory muss erkennen, dass Lügen tödliche Folgen haben können …

Meinung:
Auch wenn ich bisher noch kein Buch der Autorin gelesen hatte, wollte ich das schon lange mal Nachholen, da ihre Thriller ja oft in aller Munde sind.

Schon im Prolog aus der Sicht des Täters wurde deutlich, dass uns bei „Insomnia“ einige grausame Morde erwarten würden. Denn selbst wenn ich noch kein anderes Buch der Autorin gelesen habe, war mir klar, dass die Jilliane Hoffman bei ihren Beschreibungen nicht zimperlich ist und das hat sich im Verlauf der Geschichte auch bestätigt.

Ich muss sagen, dass ich den Plot an sich wirklich gut konstruiert, spannend und auch mitreißend fand. Es geht nämlich primär nicht nur um einen Serienmörder, sondern es geht auch darum, dass das Leben der jungen Mallory durch eine Lüge total aus den Fugen geraten ist und was es bedeutet, wenn einem niemand mehr glaubt. Diese Darstellung hat mich wirklich überzeugt. Denn es zeigt, wie schnell aus eine Lüge etwas Unberechenbares werden kann. Außerdem gibt es einige interessante Wendungen und die Autorin versteht es auch geschickt falsche Fährten zu legen und den Leser an allem und jeden Zweifeln zu lassen.

Die junge Mellory ist definitiv sehr unreif, egoistisch und unvernünftig, aber sie ist ein Teenager. Doch auch später muss sie mit den fatalen Folgen ihrer früheren Tat leben und das setzt ihr wirklich zu. Ich konnte mich gut in ihre Angst und ihre scheinbare Paranoia hineinversetzen, aber genauso gut die Reaktionen ihres Umfelds verstehen.

Im Verlauf der Geschichte zeigt sie ihren Mut. Auch wenn sie immer noch nicht unbedingt vernünftig geworden ist und ich über einige Handlungen und Reaktionen nur den Kopf schütteln konnte, wächst sie doch über sich selbst hinaus.

Erzählt wird die Geschichte von Sprecherin Andrea Sawatzki, die ja doch eine recht prägnante Stimme hat und die verschiedenen Figuren und Perspektiven authentisch rüber bringt. Sie füllt die Worte sehr ausdrucksstark mit Leben und kann die von der Autorin erzeugte Grundatmosphäre gut auf den Hörer übertragen, sodass man unbedingt immer weiterhören möchte.

Im Nachhinein hab ich noch erfahren, dass „Insomnia“ eigentlich der zweite Teil rund um Ermittler Bobby Dees ist, aber auch wenn ein paar Hinweise darauf in die Geschichte eingestreut werden, ist es definitiv nicht nötig unbedingt den Vorgänger „Mädchenfänger“ zu kennen.

Fazit:
Ein spannender, unterhaltsamer und teilweise auch grausamer Thriller. Dabei sind nicht nur die Taten des Serienmörders gnadenlos, sondern auch die gewaltigen Auswirkungen einer kleinen Lüge. Der Plot ist gut konstruiert und die Autorin konnte mich auch auf falsche Fährten locken. Ich bin mir sicher, dass „Insomnia“ nicht mein letztes Buch der Autorin gewesen sein wird und ich vergebe solide 4 Sterne und eine Lese-bzw. Hörempfehlung.

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88 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 49 Rezensionen

veronica roth, gezeichnet, akos, rat der neun, dystopie

Rat der Neun - Gezeichnet

Veronica Roth , Petra Koob-Pawis , Michaela Link , Laura Maire
Sonstiges Audio-Format
Erschienen bei Der Hörverlag, 17.01.2017
ISBN 9783844524970
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Kurzbeschreibung:
In einer Galaxie, in der Gewalt und Rache das Leben der Völker beherrschen, besitzt jeder Mensch eine besondere Lebensgabe, eine einzigartige Kraft, die seine Zukunft mitgestaltet. Doch nicht jeder profitiert von seiner Gabe …

Cyra ist die Schwester des brutalen Tyrannen Ryzek. Ihre Lebensgabe bedeutet Schmerz, aber auch Macht – was ihr Bruder gezielt gegen seine Feinde einsetzt. Doch Cyra ist mehr als bloß eine Waffe in Ryzeks Händen: Sie ist stark und viel klüger, als er denkt.

Akos stammt aus einem friedliebenden Volk und steht absolut loyal zu seiner Familie. Als Akos und sein Bruder von Ryzek gefangen genommen werden, trifft er auf Cyra. Er würde alles dafür tun, seinen Bruder zu retten und mit ihm zu fliehen, doch mächtige Feinde stehen ihm im Weg. Akos und Cyra müssen sich entscheiden: sich gegenseitig zu helfen oder zu zerstören …

Meinung:
Da ich Geschichten in neuen Welten ziemlich interessant finde, hat mich „Rat der Neun – Gezeichnet“ gleich angesprochen. Und die Welt, bzw. die Galaxie die Veronica Roth hier erschaffen hat, ist wirklich sehr komplex, gut durchdacht und vielschichtig und mit einer düsteren Grundstimmung. Und vor allem die Lebensgaben fand ich ziemlich faszinierend.

Deshalb ist es ganz normal, dass man anfangs erstmal ein bisschen Zeit braucht um sich an die vielen neuen Gegebenheiten, Namen und Orte zu gewöhnen und sie zuzuordnen. Jedoch gibt die Autorin dem Leser diese Zeit auch gerne, in dem sie es langsam angehen lässt.

Erzählt wird die Geschichte dabei aus 2 Perspektiven. Einmal begleiten wir im personalen Erzählstil Arks und in der Ich-Perspektive Cyra. Dabei werden anfangs jeweils mehrere Kapitel aus einer Sicht erzählt, bis sich dann die Perspektiven fast Kapitelweise abwechseln und man dadurch einen guten Gesamtüberblick über die Handlung, neue Figuren und auch die Gefühle und Gedanken der beiden Protagonisten erhält.

Dabei fühlt man sich Cyra durch die Ich-Perspektive natürlich gleich etwas näher und außerdem mochte ich die Sprecherin Laura Maire ein bisschen lieber als ihren männlichen Part Shenja Lacher. In der Gesamtbetrachtung hat mir aber die Erzählweise genau so richtig gut gefallen und beide Sprecher machen einen guten Job. Sie hauchen den Figuren Leben ein und erzählen die spannende Geschichte mit genau der richtigen Menge an Emotionen.

Akos und Cyra sind wirklich zwei gut erarbeitete Figuren mit Stärken und Schwächen, die man im Laufe der Zeit immer besser kennen und verstehen lernt. Aber viele der Nebenfiguren sind mit interessanten Details versehen und vor allem Antagonist Ryzek wurde in seinen Beweggründen gut beleuchtet.

Auch wenn die erste Hälfte vor allem in die Geschichte und die komlexe Welt einführt und viele Erklärungen liefert, fand ich den Plot sehr gut durchdacht und spannend. Ich hatte immer das Gefühl, dass sich die Geschichte weiterentwickelt und immer etwas passiert. Dabei gibt es einige interessante Wendungen, zwischendurch auch viel Gewalt und vor allem in der zweiten Hälfte extrem viel Action, aber auch gut gewählte Emotionen.

So fand ich es wirklich gut, dass sich die Liebesgeschichte nur sehr langsam und dabei auch glaubhaft entwickelt.

Das Ende ist ein wirklicher Showdown, der kaum Zeit lässt Atem zu holen und definitiv Lust auf die Fortsetzung macht. Denn, ich kann mir vorstellen, dass die Autorin im zweiten Teil der Dilogie noch einiges zu bieten hat.

Fazit:
Ein spannender und unterhaltsamer Auftakt in eine komplexe, düstere und faszinierende Dilogie. Ich freu mich auf die Fortsetzung und vergebe gute 4 Sterne und eine Lese- bzw. Hörempfehlung.

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(513)

991 Bibliotheken, 57 Leser, 5 Gruppen, 152 Rezensionen

thriller, sebastian fitzek, achtnacht, berlin, fitzek

AchtNacht

Sebastian Fitzek
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 14.03.2017
ISBN 9783426521083
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Kurzbeschreibung:
Stellen Sie sich vor, es gibt eine Todeslotterie.
Sie können den Namen eines verhassten Menschen in einen Lostopf werfen.
In der „AchtNacht“, am 8. 8. jedes Jahres, wird aus allen Vorschlägen ein Name gezogen.
Der Auserwählte ist eine AchtNacht lang geächtet, vogelfrei.
Jeder in Deutschland darf ihn straffrei töten - und wird mit einem Kopfgeld von zehn Millionen Euro belohnt.

Das ist kein Gedankenspiel. Sondern bitterer Ernst.
Es ist ein massenpsychologisches Experiment, das aus dem Ruder lief.
Und Ihr Name wurde gezogen!

Meinung:
Ich habe nun ja schon einige Bücher von Sebastian Fitzek gelesen und da er mich immer fesseln und schockieren konnte, habe ich auf seinen neuen Thriller regelrecht hin gefiebert. Denn, schon die Kurzbeschreibung und das Setting klangen wieder total spannend, weshalb ich das Buch sofort lesen wollte.

Der Start in die Handlung ist eher etwas ruhiger, aber durchaus gut zu lesen. Als dann die AchtNacht wirklich beginnt und die Namen der Opfer offenbart werden, war ich aber anfangs doch etwas enttäuscht, da ich mir da ein bisschen mehr Glaubwürdigkeit für die Aktion gewünscht hätte. Klar, die Aktion war wohl schon sehr bekannt, da sie schon seit einem Jahr beworben wurde, aber trotzdem hatte ich irgendwie erwartet, dass da mehr passiert, als nur zu verkünden, dass die Bundesregierung die AchtNacht erlaubt hätte. Denn so hätte ich das alles als Unfug abgetan und die meisten normalen Menschen wohl auch.

Doch mit der Zeit habe ich gemerkt, dass es gar nicht darum ging, die abstruse Idee von Anfang an wirklich für alle glaubhaft und überzeugend rüber zu bringen, sondern darum, wie sich solch eine Meldung entwickeln kann. Es gibt immer ein paar Verrückte, die so etwas für bare Münze nehmen und im Thriller wurde aufgezeigt, wie schnell sowas aus dem Ruder laufen kann, wenn z. B. mit provozierenden Falschmeldungen nachgeholfen wird.

Denn das passiert nämlich, als sich Kriminelle Einschalten, die mit der Sache Geld verdienen wollen und Protagonist Ben sich auf die gefährliche Jagd einlassen muss.

Wie gesagt entwickelt sich die Handlung stetig weiter und wird von Seite zu Seite spannender. Deshalb sind die kurzen Kapitel immer schnell verschlungen und man muss einfach weiterlesen. Mit der Zeit werden immer mehr Hintergründe zu der Aktion, aber auch zu Bens persönlicher Geschichte aufgedeckt und die offenen Fragen beantwortet. Dabei könnte man bei genauerem Nachdenken die Entwicklungen an der ein oder anderen Stelle durchaus etwas in Frage stellen, aber durch den mitreißenden Schreibstil war ich völlig in der Handlung versunken.

Der Showdown hat es definitiv in sich, auch wenn es mal wieder ein sehr spezielles Ende ist. Auf jeden Fall völlig unvorhersehbar, wenn auch wieder an der Grenze der Plausibilität, an der sich Fitzek ja immer aufhält. Am Ende fand ich es aber doch wieder irgendwie glaubhaft, weshalb ich trotzdem ganz zufrieden damit bin.

Fazit:
Mit „AchtNacht“ hat Herr Fitzek wieder einen mitreißenden Thriller geschrieben. Auch wenn sich die Geschichte anders entwickelt, als anfangs gedacht, wurde ich von der Handlung gepackt und fand den Verlauf des aus dem Ruder gelaufenen Experiments mit der Zeit doch erschreckend glaubhaft. Das Ende ist definitiv ziemlich speziell und schrammt wieder an der Grenze der Plausibilität, aber für mich hat es der Autor doch irgendwie einleuchtend hinbekommen. Für mich nicht Fitzeks bester, aber trotzdem ein sehr unterhaltsamer Thriller, für den ich noch knapp die Höchstpunktzahl von 5 Sternen vergebe.

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11 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

lustig, emotional, spannend

Die Krone der Sterne

Kai Meyer , Philipp Schepmann
Audio CD
Erschienen bei Argon, 23.02.2017
ISBN 9783839814918
Genre: Fantasy

Rezension:

Kurzbeschreibung
Das galaktische Reich Tiamande wird von der allmächtigen Gottkaiserin und ihrem Hexenorden beherrscht. Regelmäßig werden ihr Mädchen von fernen Planeten als Bräute zugeführt. Niemand weiß, was mit ihnen geschieht. Als die Wahl auf die junge Adelige Iniza fällt, soll sie an Bord einer Raumkathedrale nach Tiamande gebracht werden. Ihr heimlicher Geliebter Glanis, der desillusionierte Kopfgeldjäger Kranit und die Alleshändlerin Shara Bitterstern müssen zusammenarbeiten, um Iniza zu retten. Im Laserfeuer gewaltiger Schiffe kämpfen sie um ihre Zukunft – und gegen eine kosmische Bedrohung, die selbst die Sternenmagie der Gottkaiserin in den Schatten stellt.

Meinung
Kai Meyer ist ja doch für jeden ein Begriff. Viele Bücher habe ich schon von ihm gelesen und er konnte mich bis jetzt jedes Mal überzeugen. Natürlich war klar, dass ich auch sein neuestes Werk „Die Krone der Sterne“ haben musste. Diesmal jedoch nicht als Buch, sondern als Hörbuch. Ich war ganz gespannt darauf, weil ja Science-Fiction doch nicht so mein Genre ist. Und ich muss gestehen zu recht.

Schon nach den ersten paar Minuten merkte ich, dass dieser 1. Teil doch sehr sehr sehr Science-Fiction lastig war. Ein bisschen ok, vielleicht vermischt mit Fantasy, aber das hier, leider nur Science-Fiction übermächtig. Dennoch wollte ich weiter hören.

Durch die tolle warme und anziehende Stimme des Sprechers Philipp Schepmann merkte ich schon, wie detailliert der Autor das Ganze beschrieben hatte. Kleinste Kleinigkeiten wurden hervorgehoben und es gestaltete sich alles als sehr ideenreich und phantasievoll. Bilder im Kopf konnten entstehen, auch wenn die Verwirrtheit dann doch siegte. Für mich persönlich war es einfach zu viel auf einmal. Auch entwickelte sich die Handlung nur zäh und es ging immer nur ums Flüchten und Kämpfen. Komischerweise gelang der Besatzung auch immer die Flucht…..

Besser wurde es dann zum Schluss. Leider kam dies für mich aber zu spät und ich wurde mit einem schalen und unzufriedenen Gefühl zurück gelassen. Ob ich mir den nächsten Teil zulegen werde, steht noch in den Sternen. Wohl eher nicht….

Die Charaktere waren ganz ok. Jeder hatte seine eigene, andere Persönlichkeit und mit anderen Hürden zu kämpfen. Nervig waren nur mittendrin die Dialoge aller Figuren. Es entwickelte sich manchmal zum Gezicke und Gezanke. Die Umgebungsbeschreibungen waren klasse.

Fazit
Die Krone der Sterne ist eine für mich komplexe Sciene-Fiction Geschichte, bei der es nur ums Flüchten und Kämpfen ging. Die Charaktere waren ok, die Handlung zog sich etwas und irgendwie bin ich etwas anderes von Herrn Meyer gewohnt. Ich vergebe noch 3,5 von 5 Buchherzen, lasse aber eine Empfehlung diesmal aus.

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(44)

108 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 40 Rezensionen

spiegel des bösen, geister, björn springorum, hass, hotel

Spiegel des Bösen

Björn Springorum , Maximilian Meinzold
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Thienemann ein Imprint der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 16.02.2017
ISBN 9783522202305
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kurzbeschreibung
Ein Grandhotel, in dem das Grauen herrscht, ein Zimmermädchen, das auf Rache schwört, drei Berghexen, die auf Seelen lauern, und eine Liebesgeschichte, die von Anfang an zum Scheitern verurteilt scheint ... Ein ungewöhnlicher, fesselnder Phantastikroman: Gänsehaut pur!

Meinung
Endlich ist es da. Das neue Buch von Björn Springorum. Sein erstes Werk „Der Ruf des Henkers“ konnte mich ja schon begeistern und natürlich war ich umso mehr gespannt auf sein Nächstes. Ich kann sagen, Daumen nach oben, wieder ein klasse Teil.

Gewohnt schnell war ich in der Geschichte drin, was vor allem an dem tollen Schreibstil des Autors lag. Dieser hat etwas Besonderes, dass einem nicht mehr los lässt und gekonnt in den Bann des Buches zieht. Diesmal befinden wir uns in einem Grandhotel, einsam gelegen und umgeben von Moor und Wald. Diese Tatsache versprach schon ein tolles Grundgerüst für den Roman zu werden. Und genauso war es. Düstere Atmosphäre, Rachegefühle, eine verletzte Liebe, neue Freundschaften und viel mehr erwartete mich auf den nächsten Seiten.

Eigentlich wollte Hauptprotagonistin Sophie gar nicht mit ihren Eltern in dieses Hotel ziehen. Es gab Meinungsverschiedenheiten, aber es war nichts zu machen. Sie musste mit. Ihr Vater schrieb an einem Buch über das Hotel und er wollte seine Recherchearbeit genau dort machen. Gut, miese Stimmung in der Familie und auf einmal waren die Eltern weg. Sophie ist ratlos, vor allem weil sie auch keiner wahrzunehmen scheint. In den Kellern lernt Sophie einen weiteren Protagonisten kennen, welcher aber dem Anschein nach schon vor 100 Jahren da gewesen sein muss. Alles ist recht geheimnisvoll und beide machen sich auf den Weg, Licht ins Dunkel zu bringen.

Der Plot basiert auf verschiedenen Handlungssträngen, welche auch immer in der Zeit springen. Fand ich gut, denn dadurch erfuhr ich auch etwas über die Vergangenheit des Hotels. Spannung war auch da, zwar nicht immer so präsent, aber dennoch ausreichend. Was Herr Springorum ganz toll dargelegt hatte, war der Unterschied zwischen Gut und Böse. Dieser stach extrem hervor und machte das Ganze zu etwas Besonderem. Große Gefühle spielten auch eine sehr dominante Rolle. Und die leicht beginnende Liebesgeschichte zwischen Sophie und Max war genau richtig proportioniert.

Am Ende gab einen tollen Showdown, bei dem alle meine offenen Fragen beantwortet wurden. Alles war zwar nicht so, wie ich es mir gewünscht hätte (Sophie und Max), dennoch fand ich, er war der Geschichte auf jeden Fall würdig.

Die Charaktere fand ich klasse. Sie wirkten authentisch und real auf mich und waren sehr sympathisch. Es passte einfach alles sehr gut zusammen. Die Umgebungsbeschreibungen waren noch besser. Ich konnte mir alles bildlich sehr gut vorstellen. Ein Beispiel wäre der Nebel im Moor. Also da hatte ich auf jeden Fall Gänsehaut.

Fazit
„Spiegel des Bösen“ war für mich wieder ein toller Roman des Autors, welcher durch einen gut durchdachten Plot, sehr gute Darsteller, Spannung und große Gefühle sich auszeichnete. Ich fühlte mich unterhalten und Gruselmomente blieben auch nicht aus. Ich kann dieses Buch nur weiter empfehlen und vergebe sehr gute 4 von 5 Sternen.

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

matt & zoe, charles sheehan-miles

Matt & Zoe

Charles Sheehan-Miles
E-Buch Text: 309 Seiten
Erschienen bei Cincinnatus Press, 08.01.2017
ISBN 9781632021694
Genre: Sonstiges

Rezension:

Kurzbeschreibung:
Als Zoe Welch, sie ist Sergeant bei der Army, vom tragischen Unfall ihrer Eltern erfährt, hat sie nur einen Gedanken: sich um ihre achtjährige Schwester Jasmine zu kümmern. Zoe wird kurzfristig aus der Army entlassen und reist von Tokyo nach Hause, in ein Leben, das sie niemals so geplant hatte.

Matt Paladino ist der Lehrer ihrer Schwester Jasmine in der dritten Klasse. Er ist gut aussehend und durchtrainiert – und er macht sich große Sorgen um Jasmine. Aber Matt hat Geheimnisse, die in der dreiteiligen Manege des Zirkus‘ aus seiner Vergangenheit verborgen liegen.

Als Matt und Zoe sich kennenlernen, scheinen sie für einander geschaffen zu sein. Aber wird ihre Vergangenheit, von der sie beide verfolgt werden, sie wieder trennen?

Meinung:
Nachdem mich Charles Sheehan-Miles mit seiner Thompson-Sisters-Reihe wirklich begeistern, tief berühren und gut unterhalten konnte, war ich sehr auf seinen neuen Roman gespannt.

Es ist wieder eine Liebesgeschichte und die Army spielt auch eine Rolle, zumindest eine kleine, da Protagonistin Zoe bei der Army war und von dieser Zeit auch immer wieder ein paar Erinnerungen in die Handlung einfließen.

Zoe ist eine sympathische Figur, die durch den überraschenden Tod ihrer Eltern ihr Leben völlig umkrempeln und die Verantwortung für ihre kleine Schwester übernehmen muss. So hat sie nicht nur mit ihren Erfahrungen aus der Vergangenheit, sondern auch mit den neuen Anforderungen zu kämpfen. Oft weiß sie nicht, was sie machen soll und ihr Kampf mit dem Leben ist ziemlich glaubhaft dargestellt.

Der andere Protagonist ist der Grundschullehrer Matt. Auch er ist definitiv sympathisch und ein Kerl, der für andere eintritt, auch wenn er um seine Vergangenheit lange Zeit ein zu großes Geheimnis macht. Ich hab mich ein bisschen schwer getan diese große Geheimnistuerei nachzuvollziehen. Am Ende wurde es zwar gut gelöst, sodass ich mich mit dem davor noch gut anfreunden konnte, aber trotzdem war mir das in der Gesamtbetrachtung ein bisschen zu viel.

Wie gesagt ist die Handlung definitiv glaubwürdig und anschaulich beschrieben, auch wenn sie ziemlich ruhig ist, sich nur langsam aufbaut und mit der Zeit doch leider ziemlich vorhersehbar wird.

Auch mit dem Mitfühlen hab ich mich trotz aller Sympathien nicht immer ganz leicht getan. Es war zwar nett zu lesen und hat mich auch gut unterhalten, aber der letzte Kick an wirklichen Emotionen kam bei mir erst ziemlich spät. Das hätte ich gerne schon etwas früher gehabt, so wie ich es von den bisherigen Geschichten von Charles auch kannte.

Das Ende war zufriedenstellend und hat mich die Geschichte trotz der kleineren Kritikpunkte mit einem guten Gefühl zur Seite legen lassen.

Fazit:
Insgesamt ist es aber eine wirklich nette, gut lesbare und unterhaltsame Liebesgeschichte, die sich auch mit Vergangenheitsbewältigung, Trauer und Freundschaft beschäftigt und in einem interessanten Setting spielt. Aber es gab auch ein paar kleinere Kritikpunkte, weshalb Matt & Zoe für mich nicht ganz an das Niveau von Charles bisherigen Geschichten heran kommt. Ich vergebe 3,5 Sterne.

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(45)

145 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 27 Rezensionen

liebe, götter, raisa, könig, schreiben

Feuer und Feder

Kathy MacMillan , Julian Haefs , Carolin Liepins
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Beltz, J, 03.04.2017
ISBN 9783407747969
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kurzbeschreibung:
Als die Sklavin Raisa zur Tutorin ausgebildet werden soll, kann sie es kaum fassen, denn Lesen und Schreiben ist im Königreich Qilara nur der Oberschicht vorbehalten. Gemeinsam mit Kronprinz Mati lernt sie nun die schwierigen Zeichen der Hohen Schrift, mit der man in Kontakt zu den Göttern treten kann. Die beiden kommen sich dabei näher als erlaubt und verlieben sich ineinander. Aber dann fordern Rebellen Raisas Unterstützung. Sie ist hin und her gerissen zwischen der Treue zu Mati und dem Wunsch, ihrem unterdrückten Volk zu helfen. Schon der kleinste Fehltritt könnte ihren Tod bedeuten.

Meinung:
Feuer und Feder hat mich durch das tolle Cover sofort angesprochen. Als ich dann noch gemerkt habe, dass es um die Unterdrückung eines Volkes durch die Verweigerung der Schrift geht, wollte ich das Buch unbedingt lesen.

Lesen und Schreiben sind für uns eine Selbstverständlichkeit. Aber das war nicht immer so und auch wenn wir über unsere Grenzen hinaus schauen, sieht es schon anders aus.

Kathy McMillian hat hier gleich zwei wichtige Themen gut in eine unterhaltsame, historisch angehauchte Geschichte verpackt. Zum einen die Relevanz und Bedeutung der Schrift und zum anderen die Sklaverei. Gleichzeitig gibt es auch noch einen kleinen Fantasyanteil, da die Geschichte der Götter eine Rolle spielt und diese in kurzen Abschnitten vor jedem Kapitel erzählt wird. Anfangs ist es zwar ein bisschen schwierig den Göttern zu folgen und diese auseinanderzuhalten, aber insgesamt hat mir diese Idee ziemlich gut gefallen, da man so gleich zwei Geschichten erzählt bekommt, die sich gegen Ende auch verbinden.

Erzählt wird die Handlung komplett aus Raisas Sicht. Dabei ist der Einstieg ins Buch recht ruhig und die Autorin nimmt sich Zeit die Protagonistin und ihre Welt erstmal kennenzulernen. So ist man gleich schockiert, wie die Zustände für die Sklaven sind und schöpft ein bisschen Hoffnung, da Prinz Mati ganz anders zu sein scheint.

Die Liebesgeschichte entwickelt sich ziemlich zügig und nimmt schon einen zentralen Stellenwert in der Geschichte ein. Aber trotzdem findet die Autorin einen guten Weg, sie nicht zu übertrieben darzustellen. Neben der Liebesgeschichte spielt nämlich das Leben der Sklaven, das Leben am Hof, und die Versuche es Widerstands etwas für die Arnath zu ändern eine große Rolle.

Die Figuren haben mir in ihrer Ausarbeitung gut gefallen und sie sind oft ziemlich vielschichtig. Es haben sich Sympathien und Antipathien gebildet, die sich mit der Zeit bestätigt oder auch revidiert haben. Und auch die Beschreibungen der Welt und des Settings fand ich wirklich sehr eingängig und glaubhaft. Ich konnte mir alles extrem gut vorstellen und habe mich zumeist auch als Teil dieser Welt gefühlt. Deshalb fand ich den Schreibstil der Autorin wirklich sehr angenehm, auch wenn sie manchmal die Spannungsspitzen noch ein bisschen mehr herauskitzeln hätte können.

Das ist nämlich der einzige kleine Kritikpunkt den ich habe, dass die Handlung doch recht strikt abläuft. Dabei ist immer eine gewisse Grundspannung und ein guter Unterhaltungsfaktor gegeben, aber um das Buch wirklich perfekt zu machen haben ein paar unvorhergesehene Wendungen oder wirkliche Überraschungen gefehlt.

Fazit:
Eine interessante und kurzweilige Geschichte über wichtige Themen. Ich habe Protagonistin Raisa sehr gerne auf ihrem Weg begleitet und konnte mich gut in die Welt hineinversetzen. Auch die Zusatzgeschichte der Götter und die Art wie sie erzählt wurde, hat mir gut gefallen. Insgesamt hätte man die Spannung teilweise noch ein bisschen mehr herauskitzeln und ein paar unvorhergesehene Wendungen mehr ein einfügen können, aber gut, auch so hat das Buch wirklich einen hohen Unterhaltungswert, weshalb ich gute 4 Sterne und eine Leseempfehlung vergebe.

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(95)

259 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 45 Rezensionen

dystopie, liebe, laura kneidl, luftkolonie, ermittlung

Water & Air

Laura Kneidl
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 03.03.2017
ISBN 9783551315441
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kurzbeschreibung
Seit dem Anstieg der Meeresspiegel leben die Menschen in Kuppeln unter Wasser oder in der Luft. Mit ihren achtzehn Jahren hat Kenzie noch nie die Sonne gesehen und ihr Leben in der Wasserkolonie unterliegt strengen Normen. Schließlich hält sie es nicht mehr aus und flieht in eine Luftkolonie, um dort einen Neuanfang zu wagen. Doch dann wird sie zur Hauptverdächtigen in einer mysteriösen Mordserie und nur Callum mit dem geheimnisvollen Lächeln hält zu ihr. Aber nicht nur den beiden droht Gefahr, auch das Schicksal der gesamten Kolonie steht auf dem Spiel.

Meinung
Aufmerksam auf dieses Buch wurde ich durch das tolle Cover. Es sieht so wunderschön aus und enthält genau meine Lieblingsfarben. Auch der Klappentext hörte sich interessant an und somit war klar, dass ich dieses Buch lesen musste. Vielen Dank dabei gleich an den Carlsen Verlag für das Leseexemplar.

Das Buch begann mit einem kurzen, aber doch schon etwas aufschlussreichen Prolog. Dann gings gleich los und ich wurde in eine bezaubernde Welt befördert, die mich schwelgen ließ. Ganz toll fand ich den krassen Unterschied zwischen den beiden Kolonien. Die Autorin hat dies so gekonnt und detailliert rüber gebracht und ich kam aus dem Staunen nicht mehr heraus. Vermischt wurde das Ganze dann noch mit einem Hauch Thriller, was zusätzlich auch noch meinen Geschmack traf.

Anfangs befanden wir uns in der Wasserkolonie. Dort blieben wir ein paar Seiten lang und mir wurde diese vorgestellt. Krasse Regeln und hartes Regimes waren meine Gedanken. Schon bald aber verlegte sich die Geschichte in die Luftkolonie, welche einen Großteil des Buches einnahm. Auch hier herrscht ein hartes Regimes, dennoch etwas lockerer als unter. Und hier begann dann das Spannende an der ganzen Sache. Es geschahen Morde, welche zu vielen Ungereimtheiten führten. Eingeflochten wurde dann noch eine zart beginnende Liebesgeschichte, welche auf mich nicht kitschig wirkte und sich perfekt in das große Ganze einordnete.

Ganz toll fand ich auch noch die Intrigen der Obrigkeit. Ich kann dies gar nicht so beschreiben, wie ich mich dabei beim Lesen gefühlt habe. Ich merkte einfach, gegen höher Gestellte anzukommen, ist ziemlich schwer. Doch mit vereinter Kraft lässt sich alles bewerkstelligen.

Die Charaktere fand ich sehr gut dargestellt. Sie wirkten lebendig und authentisch auf mich. Es gab für mich keinen, der seiner Rolle nicht gerecht wurde. Durch die tollen Umgebungsbeschreibungen war ich immer mitten drin im Geschehen und konnte mir alles bildlich sehr gut vorstellen.

Das Ende war gut und ausreichend dargelegt und lässt für mich Hoffnung offen für einen Folgeband. Ich würde schon nochmals gerne in diese Welt eintauchen.

Der Schreibstil von Frau Kneidl gefiel mir sehr gut. Er war leicht und locker und das Buch ließ sich sehr schnell lesen. Es wurde in der 3. Person aus Sicht von Kenzie erzählt. Die Kapitel waren auch von der Länge her ok und die Schriftgröße richtig für ein Jugendbuch.

Fazit
Mit „Water & Air“ konnte mich Frau Kneidl restlos überzeugen. Sie hat mit diesem Werk eine faszinierende Welt voller Emotionen geschaffen, die einem nicht mehr los ließ. Tolle Idee, tolle Ausführung und tolle Charaktere. Was will man mehr. Ich vergebe mit Freuden die Höchstpunktzahl von 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

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(366)

868 Bibliotheken, 30 Leser, 3 Gruppen, 162 Rezensionen

fantasy, fae, das reich der sieben höfe, liebe, sarah j. maas

Das Reich der sieben Höfe – Dornen und Rosen

Sarah J. Maas , Alexandra Ernst
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 10.02.2017
ISBN 9783423761635
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kurzbeschreibung:
Sie hat ein Leben genommen. Jetzt muss sie mit ihrem Herz dafür bezahlen.

Die junge Jägerin Feyre wird in das sagenumwobene Reich der Fae entführt. Nichts ist dort, wie es scheint. Sicher ist nur eins: Sie muss einen Weg finden, um ihre Liebe zu retten. Oder ihre ganze Welt ist verloren.

Meinung:
Den Start in die Handlung fand ich gut gewählt, da man so erst einen eindrucksvollen Einblick in Feyres schreckliches Leben bekommen hat. Ihre Familie nagt am Hungertuch und sie hat die ganze Last, ihre Familie am Leben zu erhalten, auf sich genommen. Und anstatt, dass ihre Familie sie unterstützen würde, halsen sie ihr nur noch mehr Arbeit auf. Schon zu Beginn hab ich eine starke emotionale Verbindung zur Geschichte aufgebaut, weshalb ich Feyres Schwester am liebsten in der Luft zerrissen hätte. Diese emotionale Verbindung ist auch im Verlauf der Geschichte immer stärker geworden und nicht nur einmal hab ich mich beim Lesen über die dumme Handlung einer Figur lautstark aufgeregt.

Und nicht allzu selten war diese Figur Protagonistin Feyre. Denn auch wenn ich sie, wie die meisten Charaktere im Buch, ziemlich stark beschrieben fand, hat mich die untypische Protagonistin doch auch ein paar Nerven gekostet. Sie ist nämlich extrem dickköpfig und manchmal einfach anstrengend. Dabei hat sie natürlich auch ihre guten Seiten und ich habe auch oft mit ihr gelitten, aber ihr eben auch oft das ein oder andere Schimpfwort an den Kopf geschmissen und über ihre Entscheidungen den Kopf geschüttelt.

Wie gesagt, sind auch die anderen Charaktere der Autorin gut gelungen und hinter vielen steckt mehr, als man anfangs vermutet. Da ist es auch nicht schlimm, wen diese jeweils schon ein paar bekannte und typische Eigenschaften haben, nichtdestotrotz fand ich ihre Rolle im Buch zumeist genau richtig. Ich habe immer über Luciens sarkastische Bemerkungen gelacht oder mit Freude über Badboy Rhysands geheimnisvolle Absichten nachgedacht.

Nach dem mitreißenden Start wird die Handlung etwas ruhiger, da Feyre sich erstmal auf dem Frühlingshof wiederfindet und dort nicht wirklich viel zu tun hat. Sie erfährt zwar einiges über das geheimnisvolle Land Prythian und das Setting wird sehr anschaulich und stimmig dargestellt, aber die genauen Hintergründe werden erst im zweiten Teil der Handlung aufgedeckt, weshalb hier das Spannungslevel nicht immer on Top ist.

Dafür schlägt die Handlung in der zweiten Hälfte komplett um und wird extrem gefährlich, actionreich, immer wieder überraschend und teilweise auch echt brutal. Vor allem der Showdown hat es in sich und das Schöne daran ist, dass das Ende für einen Auftaktband ziemlich abgeschlossen ist. Klar, bleiben ein paar Fragen offen und man freut sich auf die Fortsetzung, aber man wird auch nicht dazu gezwungen sie unbedingt zu lesen.

Der Schreibstil der Autorin hat mir wirklich sehr gut gefallen. Er ist nicht nur flüssig und anschaulich, sondern regelrecht mitreißend, sehr atmosphärisch und einfach bildgewaltig. Es gibt nicht nur eine ganze Palette an Emotionen, sondern auch viel Action und einige humorvolle Dialoge, die einem ein Schmunzeln oder gar Lachen ins Gesicht zaubern.

Und natürlich gibt es ein paar Parallelen zu Die Schöne und das Biest, diese fand ich aber nicht wirklich existenziell, weshalb ich mich auf diesen Vergleich nicht versteifen würde.

Fazit:
Auch wenn ich mich manchmal über die Protagonistin geärgert habe, habe ich mich durch das tolle und bildgewaltige Setting, die humorvollen und emotionalen Dialoge und die handfeste Action wirklich gut unterhalten gefühlt und freue mich schon auf die Fortsetzung. Deshalb gibt es gute 4 Sterne und eine Leseempfehlung.

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23 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

kinderbuch, vorlesen, zeitreisen, zeitreise, fantasy

Zeitreise mit Hamster

Ross Welford , Petra Knese
Fester Einband
Erschienen bei Coppenrath, 31.01.2017
ISBN 9783649622376
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kurzbeschreibung:
„Hätte mich früher einer gefragt, ich hätte gesagt, dass eine Zeitmaschine vermutlich wie ein U-Boot aussieht. Oder vielleicht wie eine Rakete. Stattdessen schaue ich jetzt auf einen Laptop und eine Zinkwanne aus dem Gartencenter.

Das ist Dads Zeitmaschine. Und sie wird die Welt verändern. Na ja, auf jeden Fall meine.“

Al Chaudhury hat eine unglaubliche Chance. Er kann das Leben seines verstorbenen Vaters retten. Das Einzige, was er dafür tun muss: in das Jahr 1984 zurückreisen, um einen schicksalsvollen Gokart-Unfall zu verhindern …

Meinung:
Schon im Titel und der Kurzbeschreibung wird deutlich, dass es sich bei „Zeitreise mit Hamster“ um ein etwas ungewöhnliches und ziemlich humorvolles Buch handelt.

Der Einstieg in die Geschichte ist mir sehr leicht gefallen, und das, obwohl der Autor nicht ganz chronologisch vorgeht. Aber die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive von Protagonist Al erzählt und ist fast wie ein Tagebuch aufgebaut. Zwischendurch wird der Leser auch direkt angesprochen oder mit ulkigen Top 10 Listen überhäuft. Dabei passt der Schreibstil und auch die Wortwahl gut zu der Zielgruppe ab 10 Jahren, ist aber auch für ältere Semester ziemlich lesenswert.

Die Erzählweise von Al ist wirklich toll, erfrischen und oft einfach witzig. Seine kindliche, unschuldige, leicht naive, tollpatschige aber doch auch intelligente und liebenswerte Art machen ihn zu einem Protagonisten, den man einfach ins Herz schließen muss.

Aber auch andere Charaktere, wie vor allem Al's Großvater, wurden super dargestellt. Man spürt beim Lesen seine indischen Wurzeln und durch meinen erst kurz zurückliegenden Urlaub in Indien konnte ich mir das spezielle indische Kopfwackeln bildlich vorstellen und den Chai-Tee auf der Zunge schmecken.

Passend fand ich auch, dass Al eigentlich gar nicht selbst in der Zeit reisen möchte, sondern dies eher gezwungener Weise macht, um seinen Vater zu retten. Dabei geht er nicht kopflos vor, sondern versucht die Dinge zu planen. Aber wie das immer so ist, kommt es anders als man denkt und Al's Abenteuer entwickelt sich zur Katastrophe.

Es gibt einige technische Details zur Relativitätstheorie und dem Zeitreisen, die ich trotz ihrer Komplexität auf kindliche Art sehr gut erklärt fand. So konnte Al nicht in eine Zeit reisen, in der es ihn schon gab, da er seinem eigenem Ich nicht begegnen konnte. Dabei hat sich der Autor an vielen bereits bekannten Infos zu dem Thema bedient, aber auch ein paar eigene Ideen und Auslegungen eingebracht.

Und obwohl ich bisher nur begeistert von dem Buch geschrieben habe, kommt nun noch ein „Aber“. Denn durch den groß beworbenen Vergleich mit R. J. Palacios „Wunder“ auf dem Buch waren meine Erwartungen an „Zeitreise mit Hamster“ ziemlich hoch. Leider etwas zu hoch, wie sich herausgestellt hat. Das Buch hat mich zwar wirklich gut unterhalten und ist echt lesenswert, aber an „Wunder“ kam es für mich nicht heran, dafür hat mir an Ende doch irgendwas gefehlt, weshalb diese geschürten Erwartungen für mich eher etwas hinderlich waren.

Fazit:
Eine liebenswerte und humorvolle Geschichte mit einem besonderem Protagonisten, einem lebensechten und ansprechenden Erzählstil und einer unterhaltsamen, wenn auch etwas chaotischen Handlung. Auch wenn meine Erwartungen am Ende ein bisschen zu hoch gesteckt waren, hatte ich einige tolle Lesestunden und vergebe nicht nur gute 4 Sterne, sondern auch eine Leseempfehlung für Jung und Alt.

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(20)

28 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

Falaysia / Falaysia - Fremde Welt - Band 3

Ina Linger
Flexibler Einband: 460 Seiten
Erschienen bei epubli, 28.10.2014
ISBN 9783737510943
Genre: Romane

Rezension:

Kurzbeschreibung:
Leon und Jenna machen sich gemeinsam auf den Weg nach Piladoma, um die alte Hexe Kychona zu finden, die ihnen, so hoffen sie, bei ihrer Suche nach den anderen Teilstücken Cardasols helfen und vielleicht einige ihrer wichtigsten Fragen beantworten kann. Durch eine Verkettung unglücklicher Umstände sind die beiden dazu gezwungen, ohne den anderen weiter zu reisen und das Beste aus ihrer jeweiligen Situation zu machen.

Dabei ist die Reise durch Falaysia gefährlicher denn je, denn ein Krieg zwischen König Renon und dem mächtigen Zauberer Nadir scheint unausweichlich geworden zu sein. Während Jenna versucht, weiterhin die Geheimnisse um das Herz der Sonne zu lüften, sieht sich Leon vor die Aufgabe gestellt, seine Freunde und Verbündeten davon abzuhalten, in den Krieg zu ziehen und gleichzeitig herauszufinden, welchen Einfluss der zu neuer Macht gelangende Zirkel der Magier auf die politische Lage hat.

Als Jenna erneut dem Feind in die Hände fällt und spurlos verschwindet, scheint das Schicksal für alle Beteiligten besiegelt zu sein …

Meinung:
Leider konnte ich das Buch nicht in einem Rutsch durchlesen, sondern musste immer wieder unfreiwillige Pausen einlegen. Das lag aber definitiv nicht an der Geschichte, sondern eher an der Tatsache, dass ich ebooks zumeist nur lese, wenn ich unterwegs bin und in letzter Zeit wenig Zeit dafür hatte.

So hat es zwar etwas gedauert bis ich diesen dritten Teil endlich beenden konnte, aber ich kann hervorherben, dass die unfreiwilligen Pausen dem Lesevergnügen keinen Abbruch getan haben. Ich war immer nach kurzer Zeit sofort wieder in der Welt von Falaysia angekommen, konnte mich an die vergangene Handlung und die Hintergründe erinnern und es kam mir fast so vor, als hätte ich es ohne Unterbrechungen lesen können.

Denn die Handlung rund um Jenna, Leon und Marek entwickelt sich auch in diesem dritten Teil stimmig weiter. Die beschriebene Welt und ihre Bewohner werden immer detaillierter, komplexer und bildhafter. Man erfährt nach und nach mehr zu den Hintergründen und Zusammenhängen und gleichzeitig werden auch wieder neue Fragen aufgeworfen und die Grundspannung am Leben erhalten.

Und das Gleiche gilt auch für die Weiterentwicklung der Figuren. In diesem Teil erfährt man mehr über Mareks und Leons Vergangenheit. Die Einzelheiten sind teils überraschend, teils waren sie auch so zu erwarten, aber die Entwicklungen passen gut in die Gesamtgeschichte. Gleichzeitig hat man aber auch das Gefühl, dass da noch viel fehlt und man ist einfach neugierig, was sich die Autorin noch so ausgedacht hat.

Besonders gut hat mir gefallen, dass sich die Entwicklung der Liebesgeschichte nun doch wieder von einem nervigen Liebesdreieck entfernen zu scheint. Das hatte ich ja in meiner letzten Rezension bemängelt, deshalb will ich diese positive Entwicklung auch gern nochmal hervorheben.

Der Schreibstil war wieder flüssig und anschaulich und die Geschichte ließ sich schnell lesen.

Fazit:
Ich kann auch dieses Mal nur sagen, dass mir die Fortsetzung gefallen, mich gut unterhalten und meine Neugier auf Teil 4 geweckt hat. Die Entwicklungen sind stimmig und passend, es werden neue Hintergründe aufgedeckt, gleichzeitig neue Wege eingeschlagen und wieder Fragen aufgeworfen, sodass die Grundspannung immer erhalten bleibt. Somit gibt es wieder 4 Sterne und eine Leseempfehlung.

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22 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

dorfgemeinschaft, missbrauch, lehrerin, thrille, mor

Aschenkind

Sofie Rathjens
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 14.11.2016
ISBN 9783746632834
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Kurzbeschreibung
Mörderisches Land.

Leonie ist heilfroh, als sie in dem verschlafenen Dorf im hohen Norden ankommt. Hier will sie endlich Abstand zu ihrer Scheidung gewinnen und in Ruhe als Lehrerin arbeiten. Bald jedoch stößt sie auf einem Acker über ein brutal ermordetes Mädchen. Zusammen mit dem kauzigen Dorfpolizisten Wahnknecht begibt sie sich auf die atemlose Jagd nach einem Mörder, der sich wie ein Phantom wieder und wieder entzieht. Dann kommt auch noch eine alte Dorflegende ins Spiel. Und obwohl Leonie nicht an Geister glaubt, wird das Ganze immer rätselhafter für sie …

Eine wunderbare Landschaft und eine eigenwillige Frau, die zur Detektivin wider Willen werden muss.

Meinung
„Aschenkind“ ist das Thriller-Debüt der Autorin und hat einen etwas nicht alltäglichen Charakter. Es nimmt einen sofort ein, ist aber dennoch etwas komplex. Der Schreibstil der Autorin vermischte mehrere Merkmale. Er war düster, teils witzig, aber klar definiert. Dies gefiel mir ganz gut. Spannung war zu jeder Zeit gegeben und ich fühlte mich gut unterhalten.

Frau Rathjens gelang es mit ihren Umgebungsbeschreibungen punktgenau darzustellen, wie es war, neu in ein kleines Dorf zu kommen. Das Misstrauen der Dorfbewohner war spürbar und es erschien alles ziemlich düster. Viele verschiedene Situationen wurden miteinander verwoben und es war zeitweise etwas schwierig für mich, alles in die richtige Ordnung zu bringen. Dennoch gestaltete sich das Ganze als ein tolles Werk, welches ich allerdings nicht als Thriller, sondern als Krimi beschreiben würde.

Die Charaktere fand ich ganz gut, vielleicht etwas zu blass, aber auf jeden Fall durch ihre witzigen Dialoge recht sympathisch. Leonie ist ein recht eigenwilliger Typ, zieht ihr Ding durch und lässt sich durch nichts aus der Reihe bringen. Dabei eckt sie oft an, was sie aber im Grunde nicht so stört. Dorfpolizist Wahnknecht kam mir etwas schusselig und tranig rüber. Dennoch hat er einen guten Charakter und ist sehr liebenswürdig.

Die Umgebungsbeschreibungen waren klasse. Ich konnte mir das kleine Dorf sehr gut bildlich vorstellen und die Darstellungen der Morde verursachten etwas Gänsehaut bei mir.

Zur Handlung selbst kann ich nur sagen: toll durchdacht, spannende Momente, einige Ungereimtheiten, aber ansonsten sehr gut.

Fazit
„Aschenkind“ konnte mich bis auf ein paar Kleinigkeiten überzeugen. Die Charaktere hätte ich mir etwas mehr ausgearbeitet gewünscht und die Handlung an manchen Stellen nicht so verwirrend. Ansonsten hat mir dieser Thriller einige gute Lesestunden eingebracht. Ich vergebe somit 4 von 5 Sternen und eine klare Leseempfehlung.

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81 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 14 Rezensionen

dystopie, wissenschaft, jugendbuch, fantasy, spannung

Evolution - Der Turm der Gefangenen

Thomas Thiemeyer
Fester Einband: 376 Seiten
Erschienen bei Arena, 03.01.2017
ISBN 9783401601687
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kurzbeschreibung
Evolution ist unaufhaltsam.
Evolution ist unausweichlich.
Sie macht vor niemandem Halt.
Auch nicht vor uns …
Mit letzten Kräften erreichen Lucie und ihre Freunde die Stadt der Überlebenden. Während Jem vor den Toren gegen angreifende Tiere kämpft, hofft Lucie im Inneren endlich Antworten zu finden. Doch im Schatten der Türme scheint das Mittelalter wieder aufgelebt zu sein: Wissenschaft gilt als schwarze Magie, Fragenstellen ist streng verboten. Als die Jugendlichen aus verbotenen Büchern erfahren, dass sie nicht die ersten Zeitreisenden sind, entlädt sich der Zorn des Burgherrn. Den Freunden bleibt nur die Flucht. Ihr Ziel: der einzige Ort, der noch Hoffnung verspricht - die Oase der Zeitspringer. Aber der Weg dorthin führt durch gefährliche Sümpfe, mitten ins Land der Squids.

Meinung
Nachdem mich ja der erste Teil schon sehr fasziniert hatte, war ich natürlich sehr gespannt auf Band 2. Meine Erwartungen waren hoch und ich wurde nicht enttäuscht. Herr Thiemeyer konnte in diesem Teil noch eine Schippe drauflegen.

Der Einstieg fiel mir ganz leicht, ich hatte Band 1 ja erst gelesen, und ging nahtlos über. Sofort war ich wieder gefangen in der Geschichte rund um Jem und seine Freunde. Die Spannung überrollte mich und hielt auch bis zum Schluss an, sodass ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen konnte. Ich war wieder einmal fasziniert von der Schreibweise des Autors. Genau beschreiben kann man das irgendwie nicht, nur dass es einem nicht mehr los lässt. Der Stil ist so bildgewaltig und das hört sich vielleicht jetzt etwas komisch an, aber farbenfroh. Beim Lesen stürmten sämtlich Farben auf mich ein. Z. B. in den Türmen…da war alles grau, schwarz und bedrückend, im Wald dagegen farbenfroh und bunt. Wie gesagt, genau kann ich dieses Phänomen einfach nicht beschreiben.

Zur Handlung selbst. Jem hat es alleine geschafft und kann sich in die Unterstadt einschleusen. Dabei lernt er neue Menschen kennen, die ihm helfen, seine Freunde in der Oberstadt zu befreien. Knapp können sie entfliehen, leider werden dadurch auch Ragnar und Leod verbannt. Diese beiden schließen sich Jem an. Marek und Lucie haben mich diesmal nicht überzeugen können. Marek konnte ich ja schon von Anfang an nicht leiden, und ja er wurde noch schlimmer. Und Lucie wird gegen Ende des Buches auch ganz komisch, so als wäre sie besessen. Mehr wird nicht verraten. Die anderen Charaktere überraschten mich positiv und haben sich meiner Meinung nach sehr weiter entwickelt.

Schade fand ich etwas, dass ich von den anderen Überlebenden im Buch nichts mehr erfahren habe. Ein paar Infos wären schon toll gewesen. Dies nimmt aber keinen Einfluss auf die Geschichte selbst. Es trafen auch wieder unerwartete Ereignisse und Überraschung ein und ich war ganz traurig, als das Buch zu Ende war. Zum Glück muss man nicht lange auf Band 3 warten. Hinten im Buch ist ein Vermerk das der 3. Teil „Die Quelle des Lebens“ ab Juni 2017 erscheinen soll.

Fazit
„Der Turm der Gefangenen“ ist ein würdiger, sogar noch etwas besserer Nachfolger zu „Die Stadt der Überlebenden“. Ich liebe die Schreibweise, den Plot, die Charaktere und einfach alles drum herum. Das Buch enthält alles, was ein guter Schmöker haben sollte und es gibt’s daran auszusetzen. Somit vergebe ich die volle Punktzahl von 5 Sternen und warte sehnsüchtig auf Band 3. Eine Leseempfehlung gibt’s natürlich auch.

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(37)

140 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

fantasy, sara raasch, eis wie feuer, meira, high fantasy

Eis wie Feuer

Sara Raasch , Antoinette Gittinger
Flexibler Einband: 500 Seiten
Erschienen bei cbt, 09.01.2017
ISBN 9783570311202
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kurzbeschreibung
Sie ist pure Magie

Drei Monate sind seit der großen Schlacht zwischen dem Königreich Winter und Frühling vergangen, bei der König Angra in die Flucht geschlagen wurde. Thronerbin von Winter, Meira, will vor allem eines: Frieden und Sicherheit für ihr Volk. Doch als die verloren geglaubte Quelle der Magie in den Minen der Winterianer gefunden wird, stellt dies das gesamte Machtgefüge in Frage: Prinz Theron brennt darauf, die Magie als Waffe gegen die Feinde von Winter einzusetzen. Meira jedoch fürchtet die Kräfte, die sie damit entfesseln könnte …

Meinung
Jaa….endlich der heißersehnte 2. Teil der Ice like Fire-Reihe. Der erste hat mir ja schon sehr zugesagt und dementsprechend voller Erwartungen machte ich mich an den Mittelband. Und ich muss sagen, genauso toll wir sein Vorgänger. Auch das Cover ist wieder ganz was Besonderes und sticht durch seinen tollen Look richtig ins Auge.

Dieser zweite Band knüpft nahtlos an seinen Vorgänger „Schnee wie Asche“ an und ich war sofort wieder mitten in der Fantasy-Geschichte drin. Spannung war sofort wieder gegenwärtig und ich finde, die Charaktere haben sich zum Vorgänger gewaltig weiter entwickelt. Sie strahlten diesmal eine Selbstsicherheit aus, bei der es dann zu Entscheidungen kam, die es in sich hatten.

Dabei stach natürlich Hauptprotagonistin Meira ins Auge. Wider Willen war sie ja nun Königin von Winter, musste Entscheidungen treffen, machte dies auch ganz gut, aber dennoch tat sie mir unendlich leid. Sie ist einfach eine so sympathische Person, macht alles, um ihr Volk zu retten und gerät in Situationen, die nur schwer zu verarbeiten waren. Auch Mather hat mich diesmal ziemlich beeindruckt. Er spielte seine Rolle auch besser, stellte sich auf die Füße und demonstrierte seine „Macht“. Der perspektive Wechsel beider Personen im Buch brachte dem Ganzen etwas Lockeres. Ich dürfte auf beide Sichten schauen und fand es richtig toll. Auch neue Personen kamen hinzu und die Nebencharaktere waren auch gut, sowie die Umgebungsbeschreibungen sehr bildlich vorstellbar.

Die Handlung selbst gestaltete sich diesmal etwas anders. Die Kämpfe rücken etwas in den Hintergrund, mehr politische Verhandlungen traten in den Vordergrund. Viele Intrigen wurden eingearbeitet und teilweise war ich schon etwas verwirrt, wer denn jetzt nun gut oder böse war. Romantische Momente waren auch eher selten, was aber dem Plot keinen Abbruch tat. Auch die Magie spielte diesmal eine sehr große Rolle und diese Vermischung mit Spannung war sehr gut durchdacht.

Am Ende gab es wieder einige offene Fragen für mich und ich bin schon ganz gespannt auf den letzten Teil, welcher hoffentlich bald erscheinen wird. Leider konnte ich noch nichts darüber in Erfahrung bringen, wann dies sein soll.

Fazit
„Eis wie Feuer“, der Mittelband der Ice like Fire-Reihe konnte mich auch wieder überzeugen. Teilweise verwirrende Szenen waren schon da, aber es überwiegte die Spannung und die Magie. Die Charaktere waren toll und die Umgebungsbeschreibungen klasse. Ich vergebe sehr gute 4 von 5 Sternen und eine klare Leseempfehlung.

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(3)

5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Gefrorener Schrei

Tana French , Ulrike Wasel , Klaus Timmermann , Nina Petri
Audio CD
Erschienen bei Argon, 29.12.2016
ISBN 9783839815243
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Kurzbeschreibung
Aislinn Murray ist jung, hübsch und liegt tot in ihrem Haus, der Tisch ist für ein romantisches Abendessen gedeckt. Wieder so eine klare Beziehungstat, denkt die Polizei. Doch bald stoßen die Detectives Antoinette Conway und Stephen Moran auf Ungereimtheiten. Und es wird immer offensichtlicher, dass jemand in der Mordkommission ihre Arbeit behindert. Weil sich Antoinette mit ihrer toughen Art Feinde gemacht hat? In einem explosiven Ermittlungskreisel wird nur eines immer deutlicher: Unschuldig ist hier niemand.

Meinung
Vor ein paar Jahren habe ich von der Autorin schon mal „Grabesgrün“ gelesen. Es war ganz gut und deshalb wollte ich „Gefrorener Schrei“ mal als Hörbuch haben. Auch dieses war ganz gut, aber mit einigen Schwächen im Gepäck.

Ich kam ganz gut in die Geschichte rein und es gab auch gleich eine Leiche. Alle stehen vor einem Rätsel und denken es war eine typische Beziehungstat. Conway und Moran, die beiden unbeliebtesten im ganzen Dezernat, werden auf den Fall gesetzt und die Ungereihmtheiten nehmen kein Ende. Werden sie vielleicht von ihren Kollegen behindert? Dennoch lassen sich die beiden nicht unterkriegen, ermitteln sehr aufmerksam und stoßen auf einige ungeklärte Fragen.

Leider fehlte mir persönlich letztendlich die Spannung, welche einen guten Krimi ausmacht. Es gab schon einige Szenen, wo wirklich kurz Spannung da war, aber die meiste Zeit zog sich der Plot sehr in die Länge. Mir gefielen auch nicht sonderlich die langen Verhörmomente. Diese hätte man ruhig etwas kürzen und sich auf das Wesentliche beschränken können. Meinen Lesefluss hemmte dies schon etwas.

Es gab zwar schon einige überraschende Wendungen und Ereignisse, dennoch waren diese für meinen Geschmack nicht ausreichend ausgearbeitet. Ich erfuhr einfach zu wenig. Außerdem waren mir die Charaktere zu flach und oberflächlich. Ich wurde mit keinem so richtig warm und sie hatten auch nichts Besonderes an sich. Die Umgebungsbeschreibungen dagegen waren klasse. Bildlich konnte ich mir schon etwas darunter vorstellen.

Die Sprecherin Nina Petri hinterließ bei mir nicht so einen tollen Eindruck. Mir fehlte das Einnehmbare, fesselnde an ihrer Stimme.

Fazit
„Gefrorener Schrei“ konnte mich nicht so überzeugen. Es fehlte mir persönlich sehr an Spannung und die Charaktere erschienen mir zu flach. Die Umgebungsbeschreibungen dagegen waren sehr gut. Insgesamt war der Plot durchschnittlich. Deswegen vergebe ich noch solide 3,5 von 5 Sternen.

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(55)

92 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 40 Rezensionen

katie agnew, perlen, familie, liebe, roman

Die Perlenfrauen

Katie Agnew , Jens Plassmann
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Heyne, 13.02.2017
ISBN 9783453420298
Genre: Romane

Rezension:

Kurzbeschreibung
Manchmal muss man alte Wunden öffnen, um sein Glück zu finden

Zu ihrem 18. Geburtstag bekam die Schauspielerin Tilly Beaumont 1947 eine atemberaubend schöne Halskette geschenkt. Das Schmuckstück begleitete sie durch ihre ruhmreiche Karriere hindurch und zierte ihren Hals auf den glamourösesten Partys – bis sie auf einmal spurlos verschwand. Jahre später bittet Tilly ihr Enkelin Sophia, die Kette zu finden. Sophia hat gerade schmerzlich erfahren, dass man mit gutem Aussehen und dolce vita allein keine Rechnungen bezahlen kann. Die wertvolle Perlenkette könnte nun einige ihrer Probleme lösen. Aber was sind die eigentlichen Gründe für Tillys Auftrag? Und wie soll Sophia ein Erbstück finden, das sie noch nie gesehen hat?

Meinung
Familiengeschichten lese ich ja gerne mal zwischen durch und als ich vom Heyne Verlag die Anfrage bekam, ob ich dieses Buch gerne vorab lesen möchte und mich der Klappentext sehr ansprach, konnte ich natürlich nicht nein sagen und machte mich voller Erwartungen ans Lesen.

Der Einstieg ins Buch fiel mir ganz leicht und ganz langsam wurde ich in die Geschichte eingeführt und die Charaktere mir aufgezeigt. Es war locker und leicht, kam aber irgendwie nicht zum Punkt. Bis ich das erste Mal überhaupt von der Perlenkette oder den Perlen erfuhr, war schon ungefähr ein Drittel des Buches um. Dann aber gings zügig voran und viele unerwartete Ereignisse und tragische Wendungen überraschten mich sehr.

Die Handlung selbst wurde in 3 Teile eingeteilt und wechselte immer in Zeitsprüngen in die Vergangenheit und in die Gegenwart. Außerdem erzählte es auch noch in zwei Strängen, was aber keinen Abbruch tat. Die Autorin hat alles gekonnt miteinander verwoben und ich kam gut damit zurecht.

Große Emotionen und Gefühle spielten eine sehr dominante Rolle. Bei solch einem Genre ja nicht unüblich, dennoch diesmal sehr stark ausgeprägt, wobei überhaupt nicht übertrieben. Einige Passagen ließen mich mit einem wehmütigen Auge zurück und ich konnte mich sehr gut in die Charaktere hinein versetzen.

Diese erschienen mir sehr authentisch und es gab keinen, mit dem ich mich nicht identifizieren konnte. Jeder nahm eine bestimmte Rolle ein und spielte diese auch sehr gut und überzeugend. Ich gewann Einblick in die verschiedenen Psychen und ihre Verhaltensmuster. Jeder handelte nach seiner Überzeugung, auch wenn es nicht immer richtig schien. Die Umgebungsbeschreibungen waren klasse, sodass ein wahres Kopfkino entstehen konnte.

Es gab einen typischen Schluss, welcher zu meinem Verdruss dann auch noch etwas zu schnell abgehandelt wurde. Dennoch konnten alle meine Fragen beantwortete werden und ich erkannte den eigentlichen roten Faden durch das ganze Werk. Gut, nicht das ich jetzt ganz unwissend die ganze Zeit war, nein ich hatte schon meine Vorstellungen, wie es ausgehen würde. Dennoch blieb die Spannung und die eigentlichen Hintergründe dieser tragischen Familiengeschichte bis zum Ende verschlossen. Als ich das Buch dann mit den doch über 550 Seiten zusammenklappte, war ich wohlig zufrieden.

Der Schreibstil von Frau Agnew war locker leicht, fluffig, aber dennoch sehr bildgewaltig und emotional. Einzelne Absätze, darunter die Briefe der Großmutter wurden kursiv gehalten und hoben sich vom anderen Text gut ab. Für diese vielen Seiten war mir persönlich die Schriftgröße zu klein. Die Kapitellängen waren ok.

Fazit
„Die Perlenfrauen“ ist eine sehr emotionale, dramatische und gefühlsvolle Familiengeschichte mit viel Charme und etwas Spannung. Tolle Charaktere und ein zauberhafter Plot machen dieses Werk zu einem puren Lesevergnügen. Ich vergebe sehr gute 4 von 5 Sternen und eine klare Leseempfehlung.

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(43)

123 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

sekte, carlsen, anführer, liebe, natur

Hier musst du glücklich sein

Lisa Heathfield , Birgit Schmitz
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 22.12.2016
ISBN 9783551583383
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kurzbeschreibung:
Eine kleine Gemeinschaft, abgeschottet von der Welt. Hier ist Pearl aufgewachsen und hier fühlt sie sich sicher, denn ihr Oberhaupt Papa S. beschützt sie alle vor der vergifteten Welt da draußen. Doch als sich der gleichaltrige Ellis und seine Familie ihrer Gemeinschaft anschließen, wird Pearls Weltbild auf die Probe gestellt: Ellis wächst Pearl täglich mehr ans Herz – und er scheint nicht an die Lehren von Papa S. zu glauben! Langsam wird auch Pearl klar, dass sie fliehen müssen, um sich zu retten …

Meinung:
Das Thema Sekten und wieso Menschen sich so manipulieren lassen, finde ich ziemlich interessant. Außerdem habe ich die Gated-Reihe von Amy Christine Parker gelesen, die sich mit dem gleichen Thema beschäftigt und mich ziemlich überzeugt hat. Jedoch ist dies schon wieder eine Weile her, weshalb ich gerne was Neues in die Richtung lesen wollte und da mich der Klappentext sofort angesprochen hat, war ich wirklich neugierig auf die Geschichte.

Vom Prinzip her ist sie auch wirklich solide und glaubhaft aufgebaut. Es gibt eine kleine Gemeinschaft, die kaum Kontakt zur Außenwelt hat und die nach strengen, vom Oberhaupt vorgegebenen Regeln lebt. Und natürlich erscheinen die Regeln für die in der Gemeinschaft geborenen und aufgewachsenen Jugendlichen ganz normal und logisch, sie kennen es ja nicht anders. So ist es nicht verwunderlich, dass Pearl und ihre Familie leicht lenkbar sind und sich bei vielem nichts denken, wo beim Leser schon bald ein ungutes Gefühl aufkommt.

Das Besondere an solch Sekten-Ähnlichen Gemeinschaften ist die Art, wie die Oberhäupter ihre Mitglieder manipulieren. Bei der Gated-Reihe hat mich die Darstellung davon wirklich beeindruckt und beängstigt, hier jedoch hätte die besondere Macht und Anziehungskraft noch ein bisschen ausgeprägter deutlich werden können. Man bekommt zwar schon mit, wie Papa S. fungiert, wie er belohnt und bestraft, wie er seine Herde auf Kurs hält und mit welchen Mitteln er arbeitet, aber es ist mir beim Lesen nicht in Fleisch und Blut übergangen. Dabei ist Stimmung durch die vielen düsteren Andeutungen auch oft bedrückend, aber der letzte Kick hat mir ein bisschen gefehlt.

Manches fand ich auch nicht zu 100 Prozent authentisch. So kann ich mir nur schwer vorstellen, dass ein Oberhaupt es wirklich erlauben würde, dass ein Jugendlicher von draußen einfach so in die Gemeinschaft kommt. Da war es ja schon von Beginn an vorprogrammiert, dass er die ganzen Lehren und Ansichten nicht so einfach übernehmen und es Ärger geben würde.

Jedoch klingt das jetzt alles negativer, als es wirklich war, denn in der Gesamtbetrachtung hat mich die Geschichte doch recht gut unterhalten. Die Charaktere fand ich glaubhaft erarbeitet und Protagonistin Pearl mochte ich wirklich gerne. Ihr Leben und ihre Entwicklung fand ich gut dargestellt. Die Handlung hat durchaus einige Höhepunkte, ist schnell lesbar und recht kurzweilig.

Vor allem das Ende hat es wirklich in sich, auch wenn es etwas abrupt und viel zu offen ist. Aber da ja noch eine Fortsetzung geplant ist, kann man damit leben.

Fazit:
Auch wenn „Hier musst du glücklich sein“ meine Erwartungen nicht ganz erfüllt hat, gibt es einen recht soliden Einblick in das Leben in einer Sekte und weiß recht gut zu unterhalten. Es ist definitiv noch viel Potential vorhanden und nicht nur der Cliffhanger am Ende macht Lust auf die Fortsetzung. Für diesen Auftakt vergebe ich solide 3,5 Sternen.

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(94)

212 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 46 Rezensionen

liebe, freundschaft, dani atkins, familie, intensivstation

Der Klang deines Lächelns

Dani Atkins , Sonja Rebernik-Heidegger
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.11.2016
ISBN 9783426519356
Genre: Romane

Rezension:

Kurzbeschreibung:
Allys Ehemann Joe wird im Park von zwei panischen Kindern angesprochen: Ihr Bruder ist im zugefrorenen See eingebrochen! Doch als Joe sich aufs Eis wagt und den Jungen rettet, gibt es unter ihm nach. Zur selben Zeit sucht David im Kaufhaus für seine Ehefrau Charlotte eine Halskette aus, als er zusammenbricht. Herzinfarkt verursacht durch eine Virusinfektion. Die beiden Frauen eilen ins Krankenhaus – und erstarren, als sie einander dort im Warteraum begegnen. Denn sie kennen sich von früher, als Ally und David noch ein Paar waren und Charlotte nur seine Mitbewohnerin. Während die Ärzte um das Leben der beiden Männer kämpfen, harren ihre Ehefrauen aus und müssen sich den alten schmerzhaften Erinnerungen stellen …

Meinung:
Die Kurzbeschreibung hat mich sofort angesprochen. Es gibt nicht oft solche Zufälle, aber manchmal gibt es sie wirklich und ich war gespannt, was die Autorin aus dieser brenzlichen Ausgangssituation gemacht hat.

Bis ich wirklich in die Geschichte gefunden habe, hat leider etwas gedauert. Das lag vor allem daran, dass ich mich anfangs ziemlich schwer getan habe die beiden Sichten auseinander zu halten. Zwar gibt es zwei unterschiedliche Sprecherinnen, eine für Allys und eine für Charlottes Perspektive, in denen die Handlung abwechselnd erzählt wird, aber um sie auseinanderzuhalten und wirklich zuzuordnen hab ich doch eine Weile gebraucht. Da hätte ich es mir doch wie im gedruckten Buch gewünscht, dass vorher immer gesagt wird, wer jetzt gerade dran ist.

Nachdem das Problem aber gelöst war, hat mir das Hörbuch eigentlich gut gefallen. Man bekommt einen guten und detaillierten Einblick in das Leben der beiden Frauen. Sowohl in der Gegenwart, als auch in der Vergangenheit. Man erfährt durch ausführliche Rückblenden der beiden was damals genau vorgefallen ist und wie sich alles entwickelt hat. Anfangs sind die Fronten natürlich sehr verhärtet, aber mit der Zeit wird eindrucksvoll deutlich, dass manches nicht immer so einfach ist, wie es auf den ersten Blick erscheint.

Dabei muss ich auch sagen, dass ich nicht alle Entscheidungen der Figuren immer gut fand oder komplett nachvollziehen konnte. So hab ich mich doch über die ein oder andere Entwicklung aufgeregt, aber genau das hat es menschlich und authentisch gemacht. Denn auch wenn die Ausgangslage ein bisschen konstruiert ist, die Lebensgeschichten der Figuren sind es nicht, höchstens ein bisschen vorhersehbar.

Insgesamt wirft die Geschichte im Verlauf eine ganze Palette an Emotionen auf. Es geht um Liebe, aber auch um Freundschaft, Schmerz, Verlust und Verzeihen und vieles mehr. Beim Hören konnte ich mich zumeist gut in die Figuren hineinversetzen und ihre Emotionen nachfühlen. Denn davon abgesehen, dass ich die Sprecherinnen anfangs etwas schwer zuordnen konnte, machen sie einen guten Job. Sie erzählen ihre Parts ziemlich authentisch.

Das Ende hätte noch ein bisschen ausführlicher sein können, aber gut, auch so hat sich alles aufgeklärt und es ist zufriedenstellend.

Fazit:
Eine emotionale und, trotz des großen Zufalls, authentische Geschichte. Auch wenn nicht alles perfekt war, ich anfangs ein paar Probleme hatte und manche Entwicklungen etwas vorhersehbar sind, hat sie mich berührt und unterhalten. Deshalb vergebe ich solide 4 Sterne und eine Empfehlung für alle die gerne emotionale, berührende und traurige Geschichten lesen.

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