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13 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

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Locked Tight – Gefährliches Misstrauen

Susan Kaye Quinn
E-Buch Text: 231 Seiten
Erschienen bei Independently published, 31.12.2017
ISBN B078R973CN
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Kurzbeschreibung:
Wenn Gedankenleser die Welt kontrollieren, wirst du als Jacker zur Waffe.
Zeph kann den härtesten Verstand aufbrechen oder die schwächsten unüberwindbar verschlüsseln. Um seine Familie zu schützen, bleibt ihm aber nichts anderes übrig, als sein Zuhause zu verlassen. Zwei Jahre lang taucht er als Gedankenleser unter, doch als seine Familie verschwindet und Leser beginnen, sich in Superjacker zu verwandeln, hat Zeph erneut keine Wahl: Er muss in eine Stadt voller Jacker zurückkehren, die ihn hassen, einen Mindware CEO dazu überlisten, ihm zu helfen, einem Mädchen ausweichen, das ihn viel zu gut kennt, und den mächtigsten Jacker im Staat ausspionieren.

Und das alles, ohne dabei draufzugehen, seine wahren Fähigkeiten preiszugeben oder in dem Feuersturm des Hasses zwischen Jackern und Lesern gefangen zu werden, der droht, die ganze Welt zu verschlingen.

Meinung:
Als ich erfahren habe, dass die Mindjacker-Reihe fortgesetzt wurde, habe ich mich einerseits gefreut, dass es weitergeht, andererseits war ich doch auch etwas skeptisch, ob es sinnvoll ist, noch eine bereits zufriedenstellend beendete Reihe fortzusetzen.

Da es über 3 Jahre her ist, dass ich den letzten Teil gelesen habe, hatte ich nicht mehr alle Einzelheiten im Kopf und da die Autorin auch nicht so viele Erinnerungsstützen über die bisherigen Ereignisse gibt, habe ich mich anfangs doch etwas schwer getan, wieder in die Welt zu finden.

Mit dem neuen Protagonisten Zeph hab ich mich aber gleich angefreundet. Er ist ein Jacker, will aber eigentlich nur Gutes tun und kann andere Jacker und auch seine besonderen Fähigkeiten nicht wirklich leiden. Deshalb gibt er sich oft auch als Leser aus. Er war mir sehr sympathisch und ich konnte seine Gefühle und Gedanken gut nachvollziehen. Seine persönliche Geschichte ist recht tiefgründig und wird auch erst nach und nach so richtig deutlich.

Aber auch bekannte Figuren wie Kira und ihre Freunde spielen wieder eine kleine Nebenrolle. Es hat zwar etwas gedauert, bis ich sie alle wieder gut zuordnen konnte und so ganz hat mir das Los eines bisherigen Bekannten nicht gefallen, aber es zeigt wie gut und sinnvoll die Geschichte weitererzählt wird. Denn, ist es ist nicht damit getan, dass die Welt nun weiß, dass es Jacker gibt, sondern es droht ein regelrechter Krieg zwischen Jackern und Lesern zu entstehen, auch wenn es immer wieder Situationen gibt, in denen Leser und Jacker friedlich zusammenleben. Auf jeden Fall ist Zeph immer mitten drin.

Der Plot ist sehr abwechslungsreich und rasant. Kaum ist Zeph in einer neuen Situation angekommen, gibt es eine Wendung und er muss sich wieder an neue Gegebenheiten anpassen. Dabei ergibt alles mit der Zeit ein stimmiges Gesamtbild.

Auch der Abschluss war stimmig und lässt auf jeden Fall noch einige sinnvolle Fragen offen. Ich bin gespannt, wie es weitergeht.

Fazit:
Eine gute Fortsetzung der Originalreihe. Der neue Protagonist tut der Reihe gut und zeigt nochmal andere Facetten. Die Handlung wird stimmig und spannend fortgesetzt, gleichzeitig auch rasant und abwechslungsreich erzählt. Es ist meiner Meinung nach schon wichtig die vorherigen Bücher zu kennen, da die Hintergründe schon recht komplex sind und es keine größeren Erklärungen dazu mehr gibt. Insgesamt habe ich mich wieder gut unterhalten gefühlt und bin auch neugierig auf die Fortsetzung, weshalb ich gute 4 Sterne vergebe.

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117 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 73 Rezensionen

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Der Welten-Express 1

Anca Sturm , Bente Schlick
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 31.08.2018
ISBN 9783551654113
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Kurzbeschreibung:
*** Eine atemlose Reise, angetrieben von Kohle, Dampf ... und Magie! Willkommen im WELTEN-EXPRESS! ***

Nacht für Nacht sitzt die schüchterne Flinn Nachtigall am stillgelegten Bahnhof von Weidenborstel, dem Ort, wo zwei Jahre zuvor ihr Bruder verschwand. Bis eines Abends ein Zug herbeirollt, mit einer gewaltigen, rauchspuckenden Lokomotive. Und Flinn ... ... stürzt als blinde Passagierin in das Abenteuer ihres Lebens! Denn der Zug ist der Welten-Express, ein fahrendes Internat voller außergewöhnlicher Kinder, angetrieben mit magischer Technologie. Ein Ort, in dem Flinn Freunde findet – und Feinde. Denn der Welten-Express birgt mehr Geheimnisse, als sie sich je hätte träumen lassen...

Meinung:
Ich muss ja sagen, dass mich das tolle Cover, die außergewöhnliche Idee mit dem fahrenden Internat und der Klappentext sofort gefangen genommen haben. Ich war mir sicher, dass mich die Geschichte verzaubern wird, aber leider war das nur bedingt der Fall, da das große Potential bisher nicht wirklich genutzt wurde.

In die Geschichte habe ich eigentlich recht gut gefunden und ich konnte anfangs auch die tolle Atmosphäre spüren, als Flinn zum ersten Mal in den Zug steigt und ihn durchläuft. Doch schon kurz darauf, war es irgendwie vorbei mit der Atmosphäre, bzw. kam sie für mich dann immer nur noch kurzzeitig auf. Denn irgendwie hat sich die Autorin dann etwas in Nichtigkeiten verloren.

In den ersten zwei Dritteln des Buches passiert irgendwie viel zu wenig. Besonderheiten und Hintergründe werden zwar angedeutet, aber zumeist nicht weiter vertieft. Es plätschert alles ein bisschen vor sich hin und dabei sind manche Situationen auch etwas skurril und nicht immer ganz nachvollziehbar. Im letzten Drittel wurde es deutlich besser, es kam mehr Spannung auf, es gab ein paar interessante Überraschungen auch ein paar konkretere Antworten, auch wenn natürlich noch viele, viele Fragen offen sind.

Ich muss auch sagen, dass ich mit den Charakteren nicht zu 100 Prozent warm geworden bin. Flinn ist mir viel zu oberflächlich geblieben und manchmal konnte ich auch ihre Entscheidungen nicht nachvollziehen. So war mir einfach nicht klar, weshalb sie nicht einfach sofort nach Jonte gefragt hat, das hätte viel Zeit erspart…

Die anderen Charaktere sind definitiv besonders, auch wenn mir hier die Tiefe doch auch etwas zu kurz kam. Manche Nebencharaktere sind schon etwas sehr seltsam und ich fand es komisch, dass sie offensichtlich so nach ihrem eigenen Kopf schalten und walten durften, aber naja, im Kern haben die Besonderheiten neugierig gemacht.

Der Schreibstil ist eigentlich flüssig zu lesen, es gibt viele tolle Details im Welten-Express zu entdecken und die Beschreibungen sind sehr anschaulich, aber er hat doch irgendwie auch noch etwas holprig an manchen Stellen gewirkt. Zumindest kam es mir manchmal so vor, da ich wie gesagt, nicht völlig in der Geschichte versinken konnte und die Emotionen auch nur zum Teil so bei mir ankamen, wie es sein sollte.

Schön fand ich aber schon jetzt die Darstellung der Freundschaft, die sich da entwickelt hat und bestimmt noch weiter entwickeln wird.

Fazit:
Eine Fantasygeschichte mit tollen Ideen, viel angedeuteter Magie und einigen liebenswerten und skurrilen Besonderheiten, jedoch hat die Autorin noch viel Potential ungenutzt gelassen. Auch für einen Auftaktband werden zu wenig Fragen und Hintergründe beantwortet und in den ersten zwei Dritteln passiert allgemein zu wenig. Ebenso sind die Charaktere noch etwas zu blass geblieben, aber ich konnte in allen Bereichen schon die großen Möglichkeiten dahinter entdecken und mich zum Teil auch verzaubern lassen, weshalb ich die Geschichte trotz der Kritikpunkte gerne gelesen habe und auch auf die Fortsetzung gespannt bin. Für dieses Debüt gibt’s von mir knappe 3,5 Sterne.

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75 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 26 Rezensionen

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Wicker King

Kayla Ancrum , Uwe-Michael Gutzschhahn
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 21.09.2018
ISBN 9783423762335
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kurzbeschreibung:
Ein Brand in einer alten Lagerhalle. Am Tatort zwei Siebzehnjährige, einer davon (der vermutliche Brandstifter) mit Verbrennungen, die beide in die Psychiatrie eingeliefert werden. Einige Monate zuvor: In der Schule hängen August und Jack mit völlig verschiedenen Typen rum, privat verbindet die beiden aber seit Langem eine intensive Freundschaft. Doch Jack, Vorzeigeschüler, Spitzensportler, Mädchenschwarm, entwickelt immer stärkere Halluzinationen und driftet mehr und mehr in eine Fantasiewelt ab. In dieser ist er der König, der »Wicker King«, und August ist sein Ritter. Um Jack nah zu bleiben und zu verhindern, dass dieser sich endgültig in seiner Scheinwelt verliert, lässt sich August auf das Spiel ein: Er begibt sich gemeinsam mit Jack in dessen Fantasiewelt hinein und steuert sie beide damit genau auf die Katastrophe zu, die er verhindern wollte.

Meinung:
Ich muss ehrlich sagen, dass ich das Buch anfangs gar nicht in der näheren Auswahl hatte. Jedoch hab ich es ja als Überraschungspost erhalten und der äußere Eindruck und die Kurzbeschreibung haben mich auf jeden Fall neugierig gemacht.

Die Aufmachung des Buches finde ich echt total toll. Nicht nur das gold-schwarze Cover mit den vielen Schnörkeln, sondern vor allem das Innenleben ist mit sehr viel Liebe zum Detail gestaltet. Zum einen weisen die Buchseiten einen Farbverlauf auf. Sind sie anfangs noch weiß, werden sie mit der Zeit immer dunkler, bis sie am Ende tiefschwarz sind. Diese Veränderung spiegelt den Inhalt der Geschichte gut wieder, denn je dunkler die Seiten sind, desto schlechter steht es um Jack. Zusätzlich gibt es auch während der Geschichte viele Bilder, Kritzeleien, Briefe und ähnliches, die das Buch sehr plastisch und lebendig machen.

Und auch das Thema an sich finde ich sehr wichtig und spannend. Ich arbeite selbst mit psychisch kranken Erwachsenen und habe schon einige akute Psychosen erlebt, deshalb war ich sehr gespannt, wie die Autorin dieses Thema umsetzten würde und vor allem, wie sie dieses schwierige Verhalten für den Leser greifbar machen würde.

Und genau daran ist „Wicker King“ für mich persönlich leider gescheitert.

Ich verstehe, wieso die Autorin diesen Weg gewählt hat, ihre Geschichte zu erzählen. Mit extrem kurzen und lange Zeit unzusammenhängenden Kapiteln, in denen oft überhaupt nichts passiert und die völlig aus den Kontext gerissen wirken und damit einfach verwirren. Diese Art der Darstellung stellt nämlich das abstrakte einer Psychose dar, aber dennoch bin ich damit überhaupt nicht warm geworden.

Ich fand es einfach nichtssagend, ja sogar lange Zeit einfach langweilig, weshalb ich auch mal ein paar Seiten übersprungen und gefühlt nichts verpasst habe. Wenn sich mal etwas anbahnen würde, dann ist das Kapitel vorbei und man bleibt seinen eigenen Gedanken oder Andeutungen dazu überlassen. Die verwendete Jugendsprache fand ich hier schon passend, aber der Schreibstil konnte mich einfach nicht einfangen.

Das gleiche gilt für die Charaktere. Sie bleiben einfach total flach und unnahbar. Ich konnte Jacks Veränderung zwar mit dem Kopf verstehen, aber nicht im Geringsten nachfühlen. Bei Augusts Umgang mit Jacks Erkrankung war es eher das Gegenteil. Ich konnte es zu einem gewissen Teil nachfühlen, aber finde es doch schlimm, wie weit er es hat laufen lassen, auch trotz ihrer großen Freundschaft. Die Co-Abhängigkeit, auf die Autorin hinaus will und die sie im Nachwort extra nochmal hervorhebt, ist definitiv deutlich geworden, aber zum Großteil schon echt auf eine sehr gefährliche Art beschrieben, die ich von der Massage her nicht ganz gut finde, vor allem eben für die Zielgruppe der Jugendlichen.

Fazit:
Ein interessantes und wichtiges Thema und eine tolle und detailreiche Aufmachung des Buches, aber leider war die Umsetzung der Geschichte nicht meins. Ich kann die Intention der Autorin verstehen, bin aber mit der besonderen, so verworrenen und langweiligen Erzählweise überhaupt nicht klar gekommen, konnte keine Verbindung zu den Figuren aufbauen und finde es teilweise nicht gut, wie in „Wicker King“ mit dem Thema der Psychosen umgegangen wird. Deshalb kann ich am Ende nicht mehr als solide 2 Sterne vergeben.

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92 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

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Auf immer gefangen

Erin Summerill , Nadine Püschel
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 31.08.2018
ISBN 9783551583543
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kurzbeschreibung:
Tessa will endlich ein ruhiges Leben führen, an der Seite von Cohen, dem Freund aus Kindertagen. Doch seit sie mit ihrer neu entdeckten Fähigkeit den jungen König Aodren gerettet hat, sind sie durch ein magisches Band vereint – vielleicht unlösbar. Dass Aodren Tessa als Adlige an den Hof holen will, macht es nicht leichter. Denn dort erwarten sie Menschen, die ihre Magie missbrauchen wollen. Tessa muss ihre Kräfte beherrschen lernen, sonst sind ihr Leben, das Königreich und vor allem ihr Herz in größter Gefahr.

Meinung:
Da die Autorin auf jegliche Erinnerungsstützen verzichtet und nach 1,5 Jahren Wartezeit nun doch nicht mehr alle Ereignisse präsent sind, ist es schon etwas schwer wieder in die Geschichte zu finden. Jedoch ist es mir trotzdem leichter gefallen, als ich gedacht hätte, da ich schnell wieder den Flair dieser mittelalterlich angehauchten Welt spüren konnte und die wichtigsten Erinnerungen dann auch mit der Zeit wieder zurückkamen.

Prinzipiell ist die Grundstimmung eher ruhig gehalten, aber die Atmosphäre konnte mich gleich packen. Ich mag diesen bildlichen Schreibstil einfach gerne. Vor allem anfangs gibt die Autorin den Lesern viel Zeit wieder in die Welt zu finden und sich an die neue Situation zu gewöhnen, dass nun ein magisches Band zwischen Tessa und dem König besteht, sie doch aber eigentlich ihren Cohen liebt.

Dies klingt nach einer nervigen Dreiecksgeschichte, ist aber zum Glück nur eine halbe, da viel davon eher nur in den Köpfen der Protagonisten und des Lesers stattfindet und die Autorin für mich einen guten Weg gefunden hat, dies nicht zu sehr zu fokussieren.

Protagonistin Tessa ist mit ihrer etwas widerspenstigen Art immer noch eine gute Protagonistin, die mich dieses Mal auch nicht genervt hat, sondern ich konnte ihre Sicht gut nachvollziehen und fand ihre Gedanken und Antworten sehr erfrischend.

Aber auch die anderen Figuren lernt man besser kennen, vor allem weil es auch Kapitel aus den Perspektiven von Cohen und König Aodren gibt, weshalb man auch ihre Erlebnisse, Gedanken und Gefühle besser nachvollziehen kann. Vor allem Cohen ist in diesem Band wieder viel unterwegs und durch seine Sicht wird die Handlung tiefer und weitreichender.

Der Plot hat mir dieses Mal besser gefallen. Trotz der eher gediegenen Grundstimmung und den verschiedensten Emotionen, gibt es doch auch konstante Spannung, da viele Intrigen, Verschwörungen und Gefahren auftauchen. Zum Glück waren sie für mich dieses Mal glaubhafter und besser ausgearbeitet. Dabei spielt nun die Magie auch eine größere Rolle, auch wenn ich mir hierzu noch ein paar Hintergründe mehr gewünscht hätte.

Der Showdown hat es in sich und das Ende ist schon ok so, auch wenn ich mir da doch noch etwas mehr gewünscht hätte. Am Ende bin ich aber mit dem Ausgang völlig zufrieden und konnte die Reihe mit einem guten Gefühl abschließen.

Fazit:
Auch wenn es aufgrund der langen Wartezeit und den fehlenden Erinnerungsstützen etwas schwer fällt, gleich wieder in die Geschichte zu finden, sorgen die interessante Welt und der bildhafte Schreibstil dafür, dass man bald wieder von der Atmosphäre eingefangen wird. Mir haben die Entwicklungen, die Grundstimmung und die Antworten hier sogar noch ein bisschen besser gefallen, auch wenn ich mir teilweise noch ein paar Hintergründe mehr gewünscht hätte. Insgesamt bin ich aber zufrieden und habe mich gut unterhalten gefühlt, weshalb ich solide 4 Sterne vergebe.

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(116)

420 Bibliotheken, 45 Leser, 1 Gruppe, 51 Rezensionen

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Das Gold der Krähen

Leigh Bardugo , Michelle Gyo
Flexibler Einband: 592 Seiten
Erschienen bei Knaur, 03.09.2018
ISBN 9783426654491
Genre: Fantasy

Rezension:

Kurzbeschreibung:
Sechs unberechenbare Außenseiter - ein unerreichtes Ziel - Rache!

Kaz Brekker und seinen Krähen ist ein derart spektakulärer Coup gelungen, dass sie selbst nicht auf ihr Überleben gewettet hätten. Statt der versprochenen fürstlichen Belohnung erwartet sie jedoch bitterer Verrat, als sie nach Ketterdam zurückkehren. Haarscharf kommen die Krähen mit dem Leben davon, Kaz' Geliebte Inej gerät in Gefangenschaft. Doch Kaz trägt seinen Spitznamen »Dirtyhands« nicht ohne Grund – von jetzt an ist ihm kein Deal zu schmutzig und kein Risiko zu groß, um Inej zu befreien und seinen betrügerischen Erzfeind Pekka Rollins zu vernichten.

Meinung:
Nachdem mich ja Band 1 der Reihe so beeindruckt hat, habe ich natürlich sehnsüchtig auf diesen Abschlussband gewartet. In Sachen Optik und Aufmachung steht er dem Vorgänger in nichts nach und auch die Geschichte selbst konnte mich wieder gut unterhalten, auch wenn ich Teil 1 doch noch etwas stärker fand.

Es ist aber immer ein gutes Zeichen, wenn Charaktere, Handlungen und Besonderheiten auch nach einem Jahr so gut in Gedächtnis bleiben, dass man auch ohne größere Rückblenden wieder gut in die Geschichte findet. Und genauso ist es mir hier ergangen. Die Handlung knüpft nahtlos an und ich war sehr schnell wieder mitten drin und habe mit den Krähen mitgefiebert.

Auch dieses Mal muss Meisterdieb Kaz viele Pläne und Ränke schmieden, um sein Phantom Inej zu befreien und um Rache für den großen Verrat zu üben. Dabei wachsen die besonderen Charaktere noch mehr zusammen, die aufgebaute Spannung hält sich konstant und das Setting und die Atmosphäre sind erneut einfach total genial.

Leigh Bardugo hat so einen lebendigen und kreativen Schreibstil, das ist einfach der Wahnsinn. Sie erweckt mit gezielten Worten die verruchte Hafenstadt Ketterdam mit allen Gassen, Bewohnern und Gegebenheiten zum Leben und auch ihre grandiosen und besonderen Figuren bekommen noch mehr Tiefe und Entwicklung. Und auch die Dialoge haben mich wieder total beeindruckt, zum einen sind sie oft total lustig und sarkastisch, aber auf der anderen Seite auch gefühlvoll, verletzlich und tragisch.

Da die Geschichte wieder abwechselnd in der dritten Person, aber aus den Perspektiven der verschiedenen Figuren erzählt wird, bekommt man bei allen nun noch mehr Einblick in ihre Vergangenheit, ihre Gedanken und Gefühle und ihre Träume und Wünsche. Dabei muss ich sagen, dass ich das im Mittelteil schon etwas geballt fand, vor allem, weil auch alle an ihrer persönlichen Liebesgeschichte feilen und ich das bei diesem Setting nicht so ausführlich gebraucht hätte. Am Ende war es jedoch schon ganz ok, da die Autorin dann noch gut die Kurve bekommen hat, bevor es wirklich zu viel geworden ist.

Der Plot lebt auch dieses Mal von den geschmiedeten Ränken, den unmöglichen Plänen und den unvorhergesehenen Wendungen, auch wenn es in diesem Band doch deutlich weniger davon gab, als im Vorgänger. Dennoch ist eine detaillierte und gleichzeitig extrem spannende Geschichte mit viel Persönlichkeit und tollem Flair entstanden.

Das Ende ging dann fast ein bisschen zu schnell und auch wenn nicht alle Fragen zu 100 Prozent beantwortet werden, fand ich den Schluss doch passend und zufriedenstellend.

Fazit:
„Das Gold der Krähen“ kommt für mich zwar nicht ganz an den Vorgänger heran, ist aber auf jeden Fall ein würdiger Abschluss dieser genialen Dilogie. Schreibstil, Setting, Atmosphäre, Charakterentwicklung und Plot konnten mich auch dieses Mal überzeugen und bestens unterhalten, auch wenn ich hier und da nicht zu 100, sondern vielleicht zu 97 % zufrieden war. Dennoch ist das Kritik auf sehr hohem Niveau, weshalb ich erneut die vollen 5 Sterne und eine unbedingte Leseempfehlung vergebe.

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(10)

15 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

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Children of Blood and Bone

Tomi Adeyemi , Andrea Fischer , Vanida Karun
Audio CD
Erschienen bei Argon, 27.06.2018
ISBN 9783839816783
Genre: Fantasy

Rezension:

Kurzbeschreibung:
Zélies Welt war einst voller Magie. Flammentänzer spielten mit dem Feuer, Geistwandler schufen schillernde Träume, und Seelenfänger wie Zélies Mutter wachten über Leben und Tod. Bis zu der Nacht, als ihre Kräfte versiegten und der machthungrige König von Orïsha jeden einzelnen Magier töten ließ. Die Blutnacht beraubte Zélie ihrer Mutter und nahm einem ganzen Volk die Hoffnung. Jetzt hat Zélie eine einzige Chance, die Magie nach Orïsha zurückzuholen. Ihre Mission führt sie über dunkle Pfade, wo rachedurstige Geister lauern, und durch glühende Wüsten, die ihr und ihrer treuen Löwenesse alles abverlangen. Dabei muss sie ihren Feinden immer einen Schritt voraus sein. Besonders dem Kronprinzen, der mit allen Mitteln verhindern will, dass die Magie je wieder zurückkehrt.

Meinung:
Der Einstieg in die besondere Welt Orïsha ist mir trotz der hohen Komplexität der Geschichte gut gelungen. Denn, hier gibt es große Anlehnungen an die westafrikatinsche Kultur, die ich so noch nicht gelesen habe und die ab der ersten Minute definitiv anders, aber vor allem auch durchwegs interessant und fesselnd erscheinen. So hab ich die Geschichte wirklich gerne gehört und mich zusammen mit den Protagonisten durch diese besondere, aber auch grausame Welt führen lassen.

Die Welt der Autorin Tomi Adeyemi bietet viel Magie, interessante Details, aber auch unterschiedliche Ansichten, Unterdrückung, Kampf und Tod.

Erzählt wird diese bemerkenswerte Geschichte gleich aus 3 unterschiedlichen Sichten in der Ich-Perspektive. Zum einen haben wir natürlich Zélie, die ungewollt zur Heldin wird und mit diesen Anforderungen auch nicht immer zurechtkommt und natürlich noch die beiden Königskinder Amari und Inan, die im Verlauf der Handlung ihre eigene Entwicklung durchmachen. Vor allem mit Zélie hatte ich manchmal doch meine kleinen Probleme und ich fand sie zum Teil auch etwas nervig, aber trotzdem konnte ich ihre Beweggründe verstehen und die Gefühlswelten der Protagonisten nachvollziehen.

Obwohl der Plot einem bekannten Aufbau folgt, weiß die Handlung doch zu fesseln und hält auch die eine oder andere kleinere Überraschung bereit. Auf jeden Fall ist die Erzählweise extrem rasant und ein Ereignis jagt das nächste. Dabei fand ich die Handlung stimmig aufgebaut, auch wenn es hier und da ein paar kleinere Logikfehler gab, die mich persönlich aber nicht wirklich gestört haben.

Viele bemängeln ja die Liebesgeschichte. Obwohl ich in diesem Punkt eigentlich immer sehr kritisch und auch dagegen bin, dass jedes Jugendbuch eine Liebesgeschichte braucht, konnte ich die Entwicklung von Gefühlen hier trotz der ganzen Widrigkeiten und des vorherigen Hasses der Figuren füreinander gut nachvollziehen und glauben. Denn auch wenn man jemanden nicht leiden kann, können gefährliche oder gemeinsame Situationen sie zusammenschweißen, so wie es hier geschehen ist.

Was mir leider nicht so gefallen hat, war das Ende der Geschichte. Dabei meine ich nicht mal den Showdown an sich, der hatte es nämlich schon in sich, sondern die Reaktionen der einzelnen Figuren. Die haben nämlich alle, durch die Bank weg, total idiotisch und gefühlsduselig reagiert. Eine solche Reaktion wäre ja ok und nachvollziehbar gewesen, aber nicht von allen 3 Protagonisten in diesem Ausmaß, das war mir einfach zu viel, obwohl wenigstens Amari dann ihren Fehler wieder gut gemacht hat.

Auch die Sprecherin Vanida Karun macht einen durchwegs guten Job. Ihre Stimme passt sehr gut zur Geschichte und auch, wenn mich mir manchmal ein bisschen mehr unterschiedliche Betonung zwischen den unterschiedlichen Protagonisten gewünscht hätte, konnte ich der Geschichte immer gut folgen und mich in die Szenen hineinversetzen.

Natürlich muss ich auch noch das besondere Nachwort der Autorin erwähnen, welches definitiv extrem lesenswert ist und die Geschichte noch in einem anderen Licht erscheinen lässt. Denn eigentlich möchte die Autorin mit ihrem Buch mit dunkelhäutigen Protagonisten auf den in Amerika so stark vorherrschenden Rassismus aufmerksam machen und dagegen vorgehen.

Fazit:
Ein toller Auftakt in eine besondere Geschichte mit einigen bekannten Elementen, aber auch vielen neuen Ideen. Die Anlehnung an die westafrikanische Kultur hat mir sehr gefallen und ich freue mich darauf, im Folgeband noch mehr darüber zu erfahren und auch die Protagonisten wiederzusehen und ihre weitere Entwicklung zu begleiten. Die besondere Message der Autorin macht das Buch noch brisanter und die Grausamkeiten noch lebendiger. Ich vergebe gute 4 Sterne und eine Lese- bzw. Hörempfehlung.

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13 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

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Soulmates: Time is on your side

Nathalie Lina Winter
E-Buch Text: 601 Seiten
Erschienen bei Amazon Kindle Publishing, 27.09.2017
ISBN B075ZW8WF9
Genre: Sonstiges

Rezension:

Kurzbeschreibung:
Kindheitserinnerungen - sie begleiten uns ein Leben lang.
Versteckte Gefühle, tief verletzt im Herzen verankert.
Doch egal, was Dir dein Verstand sagt - dein Herz kennt den richtigen Weg.

Als Karena ihre Sandkastenliebe Timo an der Uni wieder trifft, fällt sie aus allen Wolken. Er, der sie damals hat eiskalt sitzen lassen!
Um nicht erneut verletzt zu werden, hält sie Abstand zu ihm.
Doch dann fährt ausgerechnet Timo bei einer gemeinsamen Studentenfahrt mit. Zunächst ist keiner der beiden begeistert von der Idee. Ohne es jedoch zu wollen, nähern sie sich zaghaft an.
Wird Karena Timo ein zweites Mal vertrauen können?

Meinung:
Ab und an lese ich ja ganz gerne mal reine Liebesgeschichten, wenn auch eher selten. Aber als mich die Autorin vor einer Ewigkeit fragte, ob ich ihr Werk lesen möchte, habe ich mich von der Kurzbeschreibung angesprochen gefühlt und zugesagt.

Leider war der erste Eindruck nicht so positiv, da sich die Schrift des gedruckten Exemplars als sehr klein und gedrungen herausstellte. Deshalb ist es mir anfangs doch immer wieder etwas schwer gefallen, mehr als ein paar Seiten am Stück zu lesen und wirklich in die Geschichte zu finden.

Als ich diese Hürde dann aber mal überwunden und mich an die Schriftgröße gewöhnt habe, habe ich durchaus in die Geschichte gefunden und eine locker-leichte Liebesgeschichte mit einigen Höhen und Tiefen erhalten.

Schön fand ich die unterschiedlichen Perspektiven und die Erzählwechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Dadurch hat man viel Interessantes erfahren und einen guten Gesamtüberblick erhalten, auch wenn die Wechsel teilweise etwas sprunghaft waren. Aber auch die Spannung wurde dadurch, für einen Liebesroman, doch recht hoch gehalten.

Auch die Protagonisten fand ich recht gelungen. Karena ist sehr mitfühlend und eigentlich sympathisch. Durch ihre schlechten Erfahrungen ist sie ziemlich unsicher geworden. Dies konnte ich nachvollziehen, auch wenn es manchmal etwas nervig zu lesen war.

Timo ist schwer durchschaubar, aber im Laufe der Geschichte lernt man ihn doch Stück für Stück kennen, auch wenn da noch viel Potential für die Nachfolgebände vorhanden ist.

Die Nebencharaktere hätten teilweise noch etwas mehr Tiefe verdient gehabt, waren aber für die Geschichte ok.

Die Handlung an sich bietet keine großen Überraschungen, aber eigentlich eine solide und manchmal auch berührende und humorvolle, teilweise aber auch eine etwas sehr dramatische und kitschige Geschichte die manchmal ein bisschen zu sehr in die Länge gezogen wurde. Es gibt doch einige unnötige Wiederholungen und auch ein paar Erklärungen zu viel, die man jetzt nicht bedingt gebraucht hätte, aber im Großen und Ganzen merkt man die Bemühungen der Autorin und auch der rote Faden ist immer erkennbar.

Der Schreibstil ist für ein Erstlingswerk ohne professionelles Lektorat wirklich völlig in Ordnung. Es gibt ein paar Kleinigkeiten, aber prinzipiell lässt sich die Geschichte gut lesen und kann denn Leser im Kern auch unterhalten.

Fazit:
Ein solides Debüt, das es einem nicht immer ganz einfach macht, aber durchaus gute Ansätze hat und im Kern überzeugen kann. Es gibt noch ein paar Schwächen und noch ungenutztes Potential, aber es überwiegen die positiven Anteile, weshalb ich knappe 3,5 Sterne vergebe.

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326 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 119 Rezensionen

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Dark Palace – Zehn Jahre musst du opfern

Vic James , Franca Fritz , Heinrich Koop
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 22.08.2018
ISBN 9783841440105
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kurzbeschreibung:
Zehn Jahre Sklavenarbeit für alle. Fast alle.

In England muss jeder, der nicht zum magischen Adel gehört, zehn Jahre lang als Sklave arbeiten.
Lukes Familie will diese Sklavenjahre gemeinsam durchstehen, im Dienst der mächtigen Herrscherfamilie Jardine. Doch dies läuft nicht so, wie es geplant war.

Und auch am prunkvollen Hofe der Jardines sind die Mitglieder der Familie den rücksichtslosen Machtspielen und eiskalten Intrigen der Elite ausgesetzt. Vor allem der junge Adlige Silyen verfolgt mit seinen ungeheuerlichen magischen Fähigkeiten eigene Ziele. Und Lukes Schwester Abi verliert ihr Herz an den Falschen.

Meinung:
Also das Cover ist ja ein totaler Eyecatcher und die Kurzbeschreibung hat mich auch gleich neugierig auf die Geschichte gemacht. Ich meine, 10 Jahre Sklavenzeit, das ist echt eine Menge und schon in der Vorstellung total grauenhaft.

Den Einstieg ins Buch fand ich sehr gelungen. Im ergreifenden Prolog lernt man gleich die Familie Jardin kennen und fürchten, in der Haupthandlung wird man Zeuge davon wie Lukes Welt zusammenbricht, als seine Eltern ihm offenbaren, dass er seine Sklavenzeit antreten soll und dies dann auch nicht so verläuft, wie es eigentlich geplant war. Ich finde, hier verrät der Originalklappentext schon etwas viel von der Handlung, weshalb ich ihn ein bisschen abgewandelt habe.

Obwohl die Geschichte aus vielen verschiedenen Perspektiven (7 um genau zu sein) erzählt und dabei auch auf eine persönlichere Ich-Perspektive verzichtet wird, konnte ich mich eigentlich ganz gut mit den Figuren anfreunden. Dabei vor allem natürlich mit den Geschwistern Abi und Luke, da aus ihrer Sicht die meisten Kapitel erzählt werden, aber die anderen Sichten ergänzen das große Ganze sehr gut und geben interessante Einblicke in ihre Gedanken, aber auch die Machenschaften dieser Welt. Einige Charaktere sind zwar mit ihren wahren Absichten noch etwas im Dunkeln geblieben, aber da dieser Auftaktband eh noch viele Fragen offen lässt, fand ich das prinzipiell schon ok. Die Figuren waren für mich greifbar und machen auf jeden Fall große und glaubhafte Entwicklungen durch.

Insgesamt hätte ich mir noch ein paar mehr Hintergründe zu dieser Welt gewünscht. Denn eigentlich ist sie unserer sehr ähnlich, nur hat sie in der Vergangenheit eine andere Entwicklung mit weitreichenden Folgen durchgemacht. Dabei gab es zwar immer mal ein paar kleine Hinweise, aber konkrete Erklärungen, wie es dazu kam gab es leider nicht.

Den Plot an sich fand ich sehr spannend und unterhaltsam. Zum einen gibt es die normale Welt, dann die Ränkespielchen der Mächtigen und „Geschickten“ Adeligen und natürlich die Schrecken der Sklavenzeit bzw. in der Sklavenstadt. Dabei konnte mich die Handlung die meiste Zeit extrem fesseln und mitreißen. Es werden im Verlauf der Geschichte viele Fragen aufgeworfen, ein paar auch beantwortet, aber prinzipiell wird die Spannung mit jeder Seite mehr und mehr angezogen. Dazu kamen auch noch viele unerwartete Wendungen und Offenbarungen, die ich so nicht auf dem Schirm hatte und die mich doch immer wieder überrascht und schockiert haben. Wobei ich mir bei manchen noch ein paar Erklärungen gewünscht hätte, aber naja, das ist Kritik auf hohem Niveau.

Den Schreibstil fand ich sehr eingängig und fesselnd. Ich war mitten in der Geschichte drin, die Seiten sind nur so dahin geflogen und ich wollte unbedingt weiterlesen.

Vor allem das Ende hatte es wirklich in sich und der Cliffhanger ist echt gemein. Ich hoffe ja, dass die Fortsetzungen nicht so lange auf sich warten lassen.

Fazit:
Ein toller und extrem spannender Auftakt, der mich auf jeden Fall sehr gut unterhalten und mich mitgerissen hat. Ich hätte mir zwar manchmal noch ein paar mehr Infos, Hintergründe und Antworten gewünscht, war aber während des Lesens total in der Welt von Luke & Abi gefangen und hab mit ihnen gelebt und gelitten, weshalb ich trotz der kleinen Schwächen die vollen 5 Sterne und eine unbedingte Leseempfehlung vergebe.

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1.100 Bibliotheken, 64 Leser, 1 Gruppe, 117 Rezensionen

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Das Reich der sieben Höfe - Sterne und Schwerter

Sarah J. Maas , Alexandra Ernst
Fester Einband: 752 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 09.03.2018
ISBN 9783423762069
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kurzbeschreibung:
Feyre hat ihren Seelengefährten gefunden. Doch es ist nicht Tamlin, sondern Rhys. Trotzdem kehrt sie an den Frühlingshof zurück, um mehr über Tamlins Pläne herauszufinden. Er ist auf einen gefährlichen Handel mit dem König von Hybern eingegangen und der will nur eins – Krieg. Feyre lässt sich damit auf ein gefährliches Doppelspiel ein, denn niemand darf von ihrer Verbindung zu Rhys erfahren. Eine Unachtsamkeit würde den sicheren Untergang nicht nur für Feyre, sondern für ganz Prythian bedeuten. Doch wie lange kann sie ihre Absichten geheim halten, wenn es Wesen gibt, die mühelos in Feyres Gedanken eindringen können?

Meinung:
Wie viele andere auch, war ich sehr gespannt auf diesen Abschlussband. Und auch wenn ich ein paar kleinere Kritikpunkte hatte, wurde ich nicht enttäuscht.

Erneut hat die Autorin einen eher ruhigen Start gewählt, auch wenn es unterschwellig hier ganz schön zur Sache geht. Prinzipiell war ich sehr schnell wieder in der Geschichte, konnte Feyres Wut und ihre Handlungen nachvollziehen, fand es aber zum Teil doch auch schon etwas hart, was sie mit Tamlin abgezogen hat.

Aber ich fand es zumeist gut, wie sich die Handlung im Verlauf der Geschichte entwickelt hat, vor allem eben was die Beziehung zwischen Tamlin und Feyre betrifft. Aber auch andere Figuren haben, zum Teil unerwartet, ihr wahres Gesicht gezeigt und man muss wirklich sagen, dass bei den Charakteren wieder ganz viel richtig gemacht wurde.

Die meisten haben Tiefe, auch wenn Rys Wortwitz aufgrund der ernsten Lage doch ein bisschen zu kurz kam. Aber Feyre hat sich definitiv weiterentwickelt und wurde mit der Zeit einfach reifer. Und auch die wichtigsten Nebenfiguren bekommen etwas mehr Tiefe, bzw. klarere Charakterzüge. Jedoch wäre hier definitiv auch noch mehr möglich gewesen, da alles nur angerissen wurde.

Aber definitiv zu kurz gekommen ist der König von Hybern, bzw. der ganze Kontinent und auch die sterblichen Königinnen. Hybern kommt um Krieg zu führen, aber die Hintergründe dafür werden immer nur kurz angerissen. Und Hybern selbst bleibt definitiv viel zu sehr im Dunkeln. Er ist kein wirklich greifbarer Antagonist, so wie es Amarantha war, sondern einfach viel zu blass. Das fand ich wirklich etwas schade.

Prinzipiell ist die Handlung auch dieses Mal wieder sehr gemischt. Es gibt ruhigere Szenen, aber auch viel Action und Blut. Der Krieg und die Vorbereitungen dafür stehen natürlich im Vordergrund, aber ich fand es gut, dass es drum herum schon auch noch andere kleine Nebenstränge und viel Raum für Emotionen aller Art gab. Manche Wendungen waren ein bisschen vorhersehbar, dafür haben mich andere aber doch total überrascht und schockiert.

Das Ende ist prinzipiell schon zufriedenstellend, auch wenn durchaus noch mehr Fragen offen geblieben sind bzw. sogar regelrecht noch aufgeworfen wurden, als ich mir das gewünscht hätte. Ich bin ja mal gespannt, wie die Autorin da jetzt weiter verfahren wird, da ja zumindest die Reihe mit Feyre als Protagonistin abgeschlossen ist.

Fazit:
Ein unterhaltsamer und zufriedenstellender Abschlussband mit tollen Charakteren, einem tollen Schreibstil und einer abwechslungsreichen Handlung. Jedoch hätte ich mir bei den Nebencharakteren und vor allem beim Antagonisten manchmal noch ein paar Infos mehr gewünscht. Durch die offengebliebenen Fragen am Ende bin ich doch sehr gespannt, was sich die Autorin für Prythian noch weiter überlegen wird, auch wenn die Reihe um Feyre nun abgeschlossen ist. Für diesen Band gibt es auch wieder gute 4 Sterne und eine Leseempfehlung.

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451 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 63 Rezensionen

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Vertrauen und Verrat

Erin Beaty , Birgit Schmitz
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 21.03.2018
ISBN 9783551583833
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kurzbeschreibung:
Mit einem Mann verheiratet zu werden, den sie noch nie getroffen hat: für Sage der absolute Albtraum, doch Tradition im Reich Demora. Um dem zu entgehen, beginnt Sage eine Lehre bei einer Kupplerin und begleitet zehn junge Damen aus adeligen Familien zum großen Verkupplungsball. Ihre Aufgabe ist es, die Bräute – und die Soldaten, die auf der Reise für ihre Sicherheit sorgen – zu bespitzeln. Denn im Reich braut sich ein Krieg zusammen. Schon bald findet Sage sich zwischen den Fronten wieder. Und sie, die nie heiraten wollte, stolpert geradewegs auf eine große Liebe zu. Doch wem kann sie wirklich trauen?

Meinung:
Kurzbeschreibung und Cover haben mich auf den ersten Blick eigentlich eher an einen historischen Roman denken lassen. Und nun, da ich die Geschichte gelesen habe, kann ich sagen, dass die Geschichte schon Ähnlichkeiten mit diesem Genre aufzeigt. Der Fantasyanteil beschränkt sich bisher auf die neu erfundene Welt, denn die Gegebenheit in Demora erinnern doch sehr an frühere Zeiten. Frauen sollen dem Manne Untertan sein, haben nichts zu melden und sind an allem Schuld.

Jedoch passt Protagonistin Sage glücklicherweise überhaupt nicht in dieses Bild. Sie wurde abseits dieser Konventionen erzogen und ist eine sehr taffe Person, die sich nichts einreden lässt und zu ihrer Meinung steht und das macht sie in diesem Setting sehr sympathisch. Auch wenn ihre Fähigkeiten und Ideen manchmal schon ein bisschen zu viel waren.

Die anderen Figuren bleiben lange Zeit doch eher im Dunkeln um ihre Absichten nicht gleich zu verdeutlichen, aber auch im Verlauf des Buches werden die meisten nur am Rande erwähnt. So hätte ich mir zum Beispiel doch mehr Infos über den Prinzen, die Kupplerin, die Bräute oder den großen Verkupplungsball gewünscht. Doch dieser Handlungsstrang war eher etwas nebensächlich.

Grundsätzlich hat die Liebesgeschichte hier eine recht große Rolle eingenommen. Für meinen Geschmack war der Fokus darauf etwas zu viel, aber zum Glück war die Liebesgeschichte zumindest glaubhaft dargestellt, weshalb ich mich doch noch ganz gut damit anfreunden konnte.

Die Autorin lässt sich durchaus etwas Zeit, bis sie handfeste Spannung in ihre Geschichte bringt. Im ersten Drittel passiert nicht wirklich was, im zweiten wird es etwas besser, aber richtig los geht’s erst im dritten Drittel. Zum Glück hat sie so einen flüssigen, bildhaften und modernen Schreibstil, weshalb sich die Seiten auch so schnell haben lesen lassen, aber das hätte auch nach hinten losgehen können. Vor allem da die Autorin durch die wechselnden Perspektiven dem Leser oft vieles schon vorher verrät, bevor überhaupt Spannung aufkommen kann.

Dafür hat es das letzte Drittel wirklich in sich. Da gibt es dann einige unvorhergesehene Wendungen, einiges an Action und endlich handfeste Spannung. Außerdem ist das Ende für einen Auftaktband angenehm abgeschlossen, weshalb er auch für sich alleine stehen könnte.

Fazit:
Insgesamt hat sich das Buch wirklich schnell lesen lassen und auch wenn ich mir in den ersten zwei Dritteln etwas mehr Spannung, etwas weniger Fokus auf die Liebesgeschichte und letztendlich doch ein paar Facetten mehr (z. B. mehr Infos zur Kupplerin, den Bräuten und zum Verkupplungsball) gewünscht hätte, habe ich mich in der Gesamtbetrachtung gut unterhalten gefühlt und das Buch gern gelesen. Vor allem die starke Protagonistin, die Wendungen im letzten Abschnitt und das recht abgeschlossene Ende haben mir gut gefallen, weshalb ich noch knappe 4 Sterne vergebe.

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495 Bibliotheken, 23 Leser, 2 Gruppen, 165 Rezensionen

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Scythe - Der Zorn der Gerechten

Neal Shusterman , Kristian Lutze , Pauline Kurbasik
Fester Einband: 544 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 14.03.2018
ISBN 9783737355070
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kurzbeschreibung:
Citra und Rowan leben in einer perfekten Welt, in der Armut, Kriege, Krankheit und Tod besiegt sind. Die Entscheidung über Leben und Tod treffen nicht mehr Schicksal oder Zufall, sondern die Scythe, die diejenigen auswählen, die zum Wohle aller geopfert werden müssen. Gemeinsam haben Citra und Rowan die Ausbildung zum Scythe überstanden, doch nur Citra wurde auserwählt, die Robe, den Ring und die fast übermenschliche Verantwortung zu tragen. Rowan kämpft jetzt aus dem Untergrund gegen die einzige Gefahr, auf die die perfekte Welt nicht vorbereitet ist: korrupte und gewissenlose Mörder in den Reihen der Scythe…

Meinung:
Nachdem ich der erste Band der Reihe eines meiner Jahreshighlights 2017 war, war ich natürlich sehr gespannt auf diese Fortsetzung.

Die Handlung startet im zweiten Band 10 Monate nach dem Ende von Teil 1. Citra hat sich mittlerweile etwas besser mit ihrem neuen Leben als Sythe Anastasia angefreundet, auch wenn es noch Zeiten gibt, in denen es ihr schwer fällt. Sie hat sich sichtlich weiterentwickelt und eine ganz eigene Art der Nachlese entwickelt, die nicht bei allen auf Gegenliebe stößt. Doch sie steht zu ihrer Entscheidung und wird damit zu einer machtvollen Stimme im Scythetum.

Rowan hingegen hat nach seiner Flucht einen ganz eigenen Weg eingeschlagen. Er geht gegen die tyrannischen Scythe der neuen Ordnung, die ihre Macht missbrauchen, aber immer zahlreicher werden, auf ganz spezielle und sehr gefährliche Weise vor. Man kann seine Position verstehen, muss sich aber doch auch fragen, ob das der richtige Weg für ihn und auch für die Welt ist.

Obwohl die beiden noch eine wichtige Rolle in der Handlung spielen, rücken sie in dieser Fortsetzung doch auch ein bisschen in den Hintergrund. Wir erfahren noch mehr von den komplexen Gegebenheiten und den Machtstrukturen dieser Welt, es kommt ein neuer wichtiger Charakter hinzu und zwischen den Kapiteln erhalten wir interessante und manchmal etwas nachdenklich stimmende Einblicke in die Gedanken des Thunderheads. Dabei geht es um sehr viele wichtige Ansätze, die uns auch heute beschäftigen. Nachdem er im ersten Teil ja noch eher etwas schwer greifbar war, werden seine Rolle und seine Ansichten hier klarer, auch wenn sie zum Teil doch etwas kontrovers sind, bzw. trotz der guten Absichten manchmal ein etwas mulmiges Gefühl bleibt.

Prinzipiell fand ich auch diese Fortsetzung total genial. Die Handlung ist spannend, abwechslungsreich und entwickelt sich rasant weiter. Dabei gibt es einige derart schockierende Wendungen, die ich in diesen Dimensionen nie erwartet hätte und die dafür gesorgt haben, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Die verschiedenen Perspektiven sorgen dabei für eine gute Rundumsicht und die nötige Tiefe in der Handlung und den Charakteren, die sich alle stimmig weiterentwickeln bzw. auch neue Seiten zeigen.

Der Schreibstil ist einfach extrem fesselnd, lebendig, anschaulich und atmosphärisch. Man ist mitten in der Geschichte drin, fühlt mit den Figuren, kann sich alles bildlich vorstellen und muss einfach weiterlesen.

Mein einziger Kritikpunkt ist das fulminante Ende dieses Zwischenteils. Dabei finde ich es nichtmal so schlimm, dass es recht offen gehalten ist und einfach mittendrin endet, sondern diese weitreichende Wendung fand ich doch ein bisschen zu viel des Guten und viel zu schnell abgehandelt. Ich kam kaum mit dem Lesen, geschweige denn Begreifen hinterher, das ging mir einfach viel zu schnell und das finde ich etwas schade. Das ist der einzige Punkt, wo ich mir durchaus noch etwas mehr tiefe bzw. mehr Fingerspitzengefühl gewünscht hätte.

Fazit:
Eine geniale Fortsetzung, die einen einfach umhaut! Die Handlung geht mitreißend weiter, es gibt viele unvorhergesehene und schockierende Wendungen, der komplexe Weltentwurf wird noch detaillierter und greifbarer und die Figuren entwickeln sich weiter. Einzig das Ende fand ich nicht ganz überzeugend. Es war doch ein bisschen zu viel des Guten, bzw. einfach zu schnell abgehandelt, aber auch dieser Kritikpunkt kann meine Begeisterung nicht wirklich bremsen, weshalb ich trotzdem die vollen 5 Sterne und eine unbedingte Leseempfehlung vergebe.

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131 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

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Die Klinge des Schicksals

Markus Heitz
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Knaur, 01.03.2018
ISBN 9783426654484
Genre: Fantasy

Rezension:

Kurzbeschreibung:
Seit vor 150 Jahren der Wald in Yarkin begonnen hat, sich unaufhaltsam auszubreiten, sind die Menschen immer weniger geworden. Die letzten Überlebenden wurden auf eine Halbinsel zurückgedrängt. Immer wieder hat man Expeditionen ausgesandt, um ein Mittel gegen das Vordringen der Bäume zu finden – keine kehrte zurück. Bis die legendäre Kriegerin Danèstra auf Kalenia trifft, die eine schier unglaubliche Geschichte erzählt: von einer Siedlung im Wald und einem grausamen Überfall, der das wahre Böse offenbart habe; und von einer Verschwörung unter den Menschen, die nur sie, Kalenia, aufdecken könne. Sie bittet die Kriegerin um Hilfe. Doch kann Danèstra ihr wirklich trauen?

Meinung:
Da ich ja weiß, dass Herr Heitz immer tolle Welten erschafft und interessante Ideen in seinen Roman umsetzt, war ich auch auf sein neues Werk gespannt.

Die Geschichte klingt ja schon mal ungewöhnlich. Schon allein wegen dem hohen Alter der Protagonistin und auch die Gründe für den Vorstoß der Natur haben mich neugierig gemacht.

Und in den erwähnten Punkten kann Herr Heitz auch in „Die Klinge des Schicksals“ wieder punkten. Die Welt ist sehr komplex. Es gibt unterschiedliche Länder und grundverschiedene Kulturen, die alle ihre Eigenarten und Besonderheiten haben. Es gibt Magie, Technik, Religion und natürlich die um sich greifende Natur. Somit ist das Setting sehr abwechslungsreich, farbenfroh und ausgereift.

Dabei helfen auch die detaillierten Karten auf den Innenseiten der Klappenbroschur zur besseren Orientierung. Außerdem ist die Liste der Hauptcharaktere und der wichtigsten Ausdrücke sehr hilfreich, wobei diese unseren Begriffen recht ähnlich sind, weshalb man sich vieles auch leicht ableiten oder zumindest merken kann.

Erzählt wird die Geschichte aus mehreren unterschiedlichen Perspektiven. Somit gibt es mehrere Handlungsstränge, die sich mit der Zeit annähern und sich dann auch zu einem stimmigen Ganzen verbinden. Dabei bekommen wir anfangs erst einen detaillierten Einblick in die nicht immer ganz eindeutigen Gegebenheiten der betreffenden Figur und es ist leider lange Zeit nicht wirklich ersichtlich, welchen Zweck ihre Geschichten in der Haupthandlung erfüllen. Dies klärt sich zwar am Ende sinnvoll auf und es gibt auch wirklich viele unerwartete Wendungen und interessante Entwicklungen, aber über die Hälfte des Buches hat es mir doch leider irgendwie an handfester Spannung gefehlt.

Ich kann auch gar nicht mal genau benennen, was ich mir anders gewünscht hätte, denn eigentlich passiert einiges in der Handlung und vor allem gibt es auch die ein oder andere grausame Szene. Aber irgendwie bin ich lange Zeit einfach nicht so richtig in der Geschichte drin gewesen und ich hatte immer das Gefühl, dass alles nur so dahin plätschert und nicht das ganze Potential entfaltet wurde.

Dabei werden die unterschiedlichen Figuren schon ausführlich beleuchtet und haben auch alle ihre individuellen Besonderheiten und viel Tiefe, aber es hat einfach etwas zu lange gedauert, bis ich mit ihnen warm geworden bin.

Nach etwas mehr als der Hälfte hat sich das Gefühl dann geändert, ich konnte die Spannung endlich wahrnehmen, mich dann auch endlich an den interessanten Ideen und Wendungen erfreuen und mit den Figuren bangen und hoffen. Das Ende hat mir sehr gut gefallen, es hat alle wichtigen Fragen beantwortet und würde eigentlich die perfekte Vorlage für eine Fortsetzung bieten, die es aber wohl nach aktuellem Stand nicht geben wird.

Fazit:
„Die Klinge des Schicksals“ kann vor allem mit einem komplexen Weltentwurf und den stimmigen Details überzeugen. Auch die Besonderheiten bei den Charakteren und den Ideen konnten mich unterhalten, jedoch hat mir lange Zeit der ganzheitliche Bezug zur Geschichte und den Figuren, sowie etwas handfeste Spannung gefehlt. Danach hat sich das Gefühl aber gewandelt, ich konnte mich in die Welt und die Figuren einfinden, Spannung, Wendungen und Entwicklungen genießen und mich an dem stimmigen Ende erfreuen. Somit gibt’s von mir solide 3,5 Sterne.

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

eigenverlag, fantasy, marita sydow hamann, reihe, romantasy, science fiction

Das Vermächtnis der Lil`Lu (5): Kristin - Die Zeitkapsel

Marita Sydow Hamann
Flexibler Einband: 318 Seiten
Erschienen bei Independently published, 25.01.2018
ISBN 9781976960864
Genre: Sonstiges

Rezension:

Kurzbeschreibung:
Kristin hat in ihrem jungen Leben schon einige Schicksalsschläge und Veränderungen ertragen müssen. Und nun droht ihrer Welt durch die machthungrige Oberschicht die völlige Versklavung. Sie schließt sich den Rebellen an, doch dann geschieht etwas, das Kristins Leben ein weiteres Mal für immer verändert. Sie wird in ein anderes Universum gezogen und versteht bald, dass Großes am Werk ist – auf allen Welten in allen Universen. Und Kristin spielt in diesem großen Ganzen eine wesentlich wichtigere Rolle, als ihr lieb ist. Fünfter und letzter Band der Reihe „Das Vermächtnis der Lil`Lu“.

Meinung:
Fast 4 Jahre ist es jetzt her, seit der erste Band der Lil'Lu-Reihe erschienen ist und nun kommt die Reihe zu einem Abschluss. Auch diesen Teil könnte man prinzipiell ohne die Vorgänger lesen, da die wichtigsten Ereignisse und Entwicklungen nochmal zusammengefasst werden, aber da die von Marita Sydow Hamann erschaffenen Welten und die Zusammenhänge schon recht komplex sind, würde ich doch empfehlen die Reihenfolge beizubehalten.

So hatte ich zum Teil doch schon ein paar kleine Probleme mich an Einzelheiten aus den vorherigen Bänden zu erinnern und fand dies etwas schade. Deshalb würde ich auch dazu raten, die Teile recht nah hintereinander zu lesen.

Nun lernt man endlich das vierte Element im Hexenzirkel kennen. Von dieser Person wusste man ja bisher noch gar nichts und so war ich sehr gespannt auf Kristin.

Sie erlebt ihr Abenteuer ungefähr zur gleichen Zeit wie die anderen Figuren, aber da sie in unserer Welt, also der gleichen Welt wie Daniella gelandet ist, werden vor allem hier die kleinen Überschneidungen deutlich. So erlebt man einen Teil der bisherigen Ereignisse nochmal aus einem anderen Blickwinkel und bekommt neue und interessante Einsichten.

Jedoch dauert es recht lange, bis sich die Geschichten überschneiden. Ungefähr die erste Hälfte des Buches beschäftigt sich rein mit Kristin, mit ihrem bisherigen Leben, die Suche nach ihrer Aufgabe und das Eingewöhnen in der neuen Welt. Dies war zwar auch recht interessant, aber für einen Abschlussband hätte ich mir die Verbindungen schon ein bisschen eher gewünscht.

Nichtsdestotrotz ist auch sie eine sehr starke Persönlichkeit, mit viel Mut und Menschlichkeit. Sie passt sehr gut zu den anderen Figuren und ihre persönliche Geschichte ist auch wieder etwas Besonderes. Natürlich findet auch sie wieder ihre große Liebe, aber die Liebesgeschichte fand ich recht authentisch und sie hat sich zumeist auch eher im Hintergrund gehalten, so wie ich es mag.

Somit konnte sich die Handlung gut weiterentwickeln, bzw. sind wir jetzt Zeuge davon geworden, wie alle vorherigen Entwicklungen zusammenhängen und welche Konsequenzen die Enthüllungen über die Bruderschaft und den Hexenzirkel mit sich gebracht haben.

So fand ich das Ende recht rund, die meisten offenen Fragen wurden zufriedenstellend beantwortet und auch den abrundenden Epilog fand ich sehr passend und zufriedenstellend. Insgesamt fand ich die Idee hinter der Reihe wieder sehr gut umgesetzt. Ich mag die Verbindung von alten Mythen, Fantasy und unserer Realität. Dabei wurden wieder einige aktuelle Probleme aus unserer Gesellschaft mit eingebracht und auf wünschenswerte Art und Weise gelöst.

Fazit:
Ein würdiger Abschlussband einer komplexen und unterhaltsamen Reihe. Die Idee dahinter ist interessant und die Verbindung zwischen alten Mythen, Fantasy und unserer Realität sehr gut gelungen. Mir wäre es recht gewesen, wenn die Verbindung zu den anderen Teilen ein bisschen eher gekommen wäre, aber am Ende hat es genauso gepasst. Ich vergebe solide 4 Sterne und eine Leseempfehlung für alle, die sich für Romantasy-Geschichten mit ansprechenden Ideen interessieren.

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44 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

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Lost Girls – Was kostet ein Leben?

Angela Marsons , Elvira Willems
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.11.2017
ISBN 9783492060981
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Kurzbeschreibung:
Als die Freundinnen Charlie und Amy nicht nach Hause kommen, beginnt für ihre Familien ein wahrer Albtraum. Eine SMS lässt wahr werden, was alle befürchteten: Die zwei neunjährigen Mädchen wurden entführt. Nur das Paar, das den höchsten Betrag zahlt, wird seine Tochter wiedersehen. Das andere nicht. Längst tickt die Uhr für Detective Inspector Kim Stone und ihr Team, doch die Täter sind ihr immer einen Schritt voraus. Von Stunde zu Stunde verringert sich die Chance, die beiden unversehrt zu ihren Familien zurückzubringen. Stone gibt ihr Äußerstes, um den Fall zu lösen. Sonst muss eines der Kinder den höchsten Preis für ihr Versagen zahlen – sein Leben.

Meinung:
Nachdem mir die ersten beiden Teile der Krimi-Reihe rund um Ermittlerin Kim Stone so gut gefallen hatten, musste ich natürlich auch Teil 3 lesen. Und lesen trifft es in diesem Fall wirklich, da es den 3. Teil leider nicht mehr als Hörbuch gibt. Ich finde es immer schade, wenn man während der Reihe das Medium wechseln muss. Und auch das Cover passt leider nicht zu den ersten beiden Teilen, sodass ich es auf den ersten Blick gar nicht als neuen Teil der Reihe erkannt hätte. Aber zum Glück erzählt die Kurzbeschreibung ja von der Protagonistin und ich war auch dieses Mal wieder sehr gespannt auf ihren neuen Fall.

Denn erneut ist die Grundidee höchst erschreckend und grausam. Als würde es nicht reichen, dass 2 Mädchen entführt werden, nein, die Entführer spielen durch diesen gemeinen Biet-Wettbewerb auch noch ein grausames Spiel mit den Eltern und wollen auch diese quälen und innerlich zerstören.

Auch dieses Mal konnte mich die Autorin von sofort an die Geschichte fesseln. Der Schreibstil ist erneut absolut mitreißend, dabei aber auch geradlinig, einfach spannend und zum Teil auch grausam. Es wieder recht kurze Kapitel und viele Wechsel in der Perspektive, sodass der Leser immer wieder Einblicke in alle Geschehen (Ermittlungsteam, Entführer, Opfer, Eltern) bekommt und die Spannung dadurch noch zusätzlich hochgehalten wird.

Dabei liegt der Fokus auch dieses Mal wieder auf der interessanten Ermittlungsarbeit, die bei diesem besonderen Team zum Teil doch etwas speziell erscheint. Aber bei so einer ungewöhnlichen Protagonistin wie Kim Stone, ist das auch kein Wunder. Sie lässt sich einfach von niemand verbiegen, steht hinter ihrer Meinung und auch wenn Sozialkompetenzen nicht ihre Stärke sind, sorgt sie sich um ihre Opfer und würde alles dafür tun, um diese zu retten. Außerdem merkt man einfach, dass sie sich langsam weiterentwickelt, da sie ab und an doch jemanden durch ihre harte Schale lässt. Und auch ihre schreckliche Vergangenheit ist wieder passend in Szene gesetzt und wird durch weitere kleine Puzzle-Stückchen ergänzt.

Neben dem Entführungsfall gibt es noch einen kleineren zweiten Handlungsstrang, der jetzt nicht unbedingt nötig war, aber ganz gut dazu passt und wieder zeigt, dass die Protagonistin einfach nicht aufgibt.

Das Ende ist recht fulminant, hat nochmal eine kleine Überraschung und zum Teil ungewöhnliche Täter und Motive zu bieten. Auf den letzten Seiten wird noch einiges unabhängig von der Fallklärung abgeschlossen. Das hätte ich jetzt nicht mehr ganz so ausführlich gebraucht, da die Spannung da schon weg ist, aber der Schluss ist auf jeden Fall rund und es hat mich auch nicht gestört.

Fazit:
Ein weiterer perfekter Teil der Kim Stone Reihe. Auch dieses Mal gibt es ein erschreckendes Grundthema, das für viel Spannung sorgt, aber auch die Handlung ist stimmig und packend, der Schreibstil sehr fesselnd und die Charaktere sind wieder tiefgründig und eingängig. Natürlich gibt es auch wieder die ein oder andere unvorhergesehene Wendung und man kann das Buch nur schwer aus der Hand legen. Folglich gibt es auch dieses Mal die vollen 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Stravaganza (1). Stadt der Masken

Mary Hoffman , Eva Riekert
Flexibler Einband: 360 Seiten
Erschienen bei Arena, 12.01.2018
ISBN 9783401510804
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kurzbeschreibung:
Lucien ist ein Stravaganti - er kann durch Raum und Zeit reisen. Eines Tages landet er in Bellezza, einer wunderschönen, schillernden Wasserstadt im 16. Jahrhundert. Doch der Schein trügt: In den engen und verworrenen Gassen der Stadt treiben politische Spione und Auftragsmörder ihr Unwesen. Schneller, als ihm lieb ist, wird Lucien in diese Intrigen verwickelt - und selbst zur Zielscheibe der Verschwörer.

Meinung:
Obwohl ich schon einige Bücher mit dem Thema Zeitreisen gelesen habe, finde ich es immer noch spannend und ansprechend. So hat mich neben dem tollen Cover auch die Kurzbeschreibung neugierig gemacht und ich war sehr gespannt auf das Buch.

Dabei wusste ich anfangs gar nicht, dass es sich hier um die Neuauflage einer bereits 2003 erschienen Geschichte handelt, die anfangs als Trilogie gedacht war und bei der dann noch 3 weitere Teile angehängt, aber nur noch der 4. Teil ins Deutsche übersetzt wurde. Aktuell sind Teil 1 bis 3 der alten Auflage im Set erhältlich und ich bin gespannt, ob bei der Neuauflage alle Teile berücksichtigt werden, oder es bei der ursprünglichen Trilogie bleibt.

Doch nun zur Geschichte selbst. Lucien ist ein kranker Teenager aus unserer Welt und er hat Krebs. Als er so schwach ist, dass er nur noch im Bett liegen kann, landet er durch Zufall in Bellezza. Einer Stadt, die unserem Venedig sehr ähnlich ist, aber doch auch ganz anders und sie ist noch auf dem Stand des 16. Jahrhunderts. Dabei reist Lucien nicht mit seinem ganzen Körper durch die Zeit, sondern während er sich in Bellezza wieder gesund und fit fühlt, liegt sein richtiger Körper in einem Trace ähnlichen Zustand im Bett. Dadurch kommen einige Probleme, aber auch Abenteuer und viele neue Erfahrungen auf ihn zu.

Also wirklich gut gefallen haben mir die Beschreibungen der Stadt Bellezza. Diese sind sehr lebendig, detailliert und anschaulich. Obwohl ich noch nie in Venedig war, konnte ich mir das schillernde Setting immer gut vorstellen.

Auch die Besonderheiten und Regeln von Bellezza wurden im Verlauf der Geschichte recht gut erklärt. So wird das Land von einer Duchessa regiert und es gibt einige besondere Bräuche und auch Entwicklungen, die ich recht interessant fand.

Mein Problem an der Sache war nur, dass ich die Geschichte nicht selbst gefühlt habe. Ich habe alles nachgelesen, war aber nicht hautnah dabei. Und das hat mehrere Gründe. Zum einen waren die Beschreibungen der Gegebenheiten und Entwicklungen in unserer Welt extrem schlicht und oberflächlich gehalten. Zum anderen wurde die Figur von Lucien zwar schon detailliert beschrieben, aber alle anderen Charaktere sind einfach zu blass und zu einseitig geblieben.

Und einige der Entwicklungen waren doch ziemlich vorhersehbar und zum Teil fand ich einzelne Aspekte der Handlung auch etwas an den Haaren herbeigezogen. Da hätte ich mir manchmal ein paar logischere Erklärungen mehr gewünscht.

Prinzipiell passiert in der Geschichte schon einiges, aber so wirkliche Spannung kam bei mir meistens einfach nicht auf. Dabei lässt sich der Roman ganz gut und flüssig, aber eben ohne größere, wirklich packende Highlights lesen.

Das Ende fand ich jetzt für einen Auftaktband angenehm abgeschlossen, sodass man nicht unbedingt verpflichtet ist die Fortsetzungen zu lesen.

Fazit:
„Stravaganza - Die Stadt der Masken“ ist ein solider Auftakt in eine Zeitreise-Reihe, der vor allem durch die lebendigen und anschaulichen Beschreibungen der geheimnisvollen Stadt Bellezza und ihrer Besonderheiten lebt und unterhält. Der Plot an sich hätte zwar einige Entwicklungen zu bieten, diese sind aber oft etwas vorhersehbar oder leicht unlogisch und wirkliche Spannung baut sich leider auch zu selten auf, was vor allem daran liegt, dass ich die Geschichte nicht selbst gefühlt, sondern sie einfach nachgelesen habe. Da war mir leider die Distanz zu den Figuren und der Geschichte ein bisschen zu groß. Alles in allem vergebe ich stabile 3 Sterne.

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(512)

1.045 Bibliotheken, 29 Leser, 3 Gruppen, 212 Rezensionen

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Scythe – Die Hüter des Todes

Neal Shusterman , Pauline Kurbasik , Kristian Lutze
Fester Einband: 528 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 21.09.2017
ISBN 9783737355063
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kurzbeschreibung:
Die perfekte Welt hat einen hohen Preis

Citra und Rowan leben in einer Welt, in der Armut, Kriege, Krankheit und Tod besiegt sind. Aber auch in dieser perfekten Umgebung müssen Menschen sterben, und die Entscheidung über Leben und Tod treffen die Scythe – eine Dienstleistung, für die sie hoch geachtet und gleichzeitig gefürchtet sind. Als Citra und Rowan gegen ihren Willen für die Ausbildung zum Scythe berufen werden und die Kunst des Tötens erlernen, wächst zwischen den beiden eine tiefe Verbindung. Doch was sie nicht ahnen: Am Ende wird nur einer von ihnen auserwählt. Und seine erste Aufgabe wird es sein, den jeweils anderen hinzurichten...

Meinung:
Nachdem mich der Autor schon mit seiner schonungslosen Umsetzung einer interessanten und doch haarsträubenden Idee in seiner Vollendet-Reihe fasziniert hat, war ich sehr gespannt auf seine neue Reihe.

Dieses Mal klingt der Weltentwurf viel humaner und wirkt auf den ersten Blick perfekt. Dass es natürlich nicht so bleibt, ist klar. Aber, wer wünscht sich nicht, dass Krieg und Krankheit besiegt sind und die Menschen eigentlich ewig leben könnten? Doch, das bereits jetzt vorhandene Problem mit der Überbevölkerung wird dadurch natürlich nicht kleiner. Die Idee, Todesengel dafür einzusetzen die mit Moral und Verstand die Menschen auswählen, die doch ihr Leben aufgeben müssen, fand ich echt faszinierend. Und auch die Möglichkeiten und Probleme die sich aus solch einer Welt ergeben, fand ich sehr gut dargestellt und mit einer tollen, stimmigen Logik aufgebaut und erklärt. Dass man dabei auch selbst ins Grübeln kommt ist unumgänglich.

Doch auch von dem interessanten und komplexen Weltentwurf abgesehen konnte mich dieser Auftaktband der Scythe-Reihe auf ganzer Linie überzeugen. Und das, obwohl ich anfangs von der Vielzahl der genannten Sprecher etwas abgeschreckt war. Denn neben Hauptsprecher Torsten Michaelis werden noch einige andere z. B. Marie-Isabel Walke, Elias Emken, Peter Lontzek und Uve Teschner genannt und das erschien mir doch etwas viel.

Aber die Angst war völlig begründet, denn die Hauptgeschichte wird ausschließlich von Torsten Michaelis erzählt, der seinen Job extrem gut macht. Er schafft eine tolle Atmosphäre und verleiht der Geschichte mit seiner tollen Stimme extrem viel Leben und Nähe. Und das ist viel wert, denn eigentlich empfinde ich Herrn Shustermans Schreibstil als faszinierend, aber gleichzeitig eher als kühl und nüchtern. Aber dem Sprecher gelingt es ohne Probleme diese Kühle auszugleichen und eine starke Verbindung zu den Figuren zu schaffen.

Die anderen Sprecher sind nur dazu da um die unterschiedlichen Tagebucheinträge der verschiedenen Scythe vorzutragen und ihnen damit eine besser greifbare Persönlichkeit zu verleihen. Und das ist auch wirklich gelungen. Diese Tagebucheinträge geben so viele Hintergründe der Welt preis und bilden zusammen mit der Haupthandlung eine perfekte Mischung.

Nicht nur der Weltentwurf, auch der Plot ist sehr spannend und durchdacht aufgebaut. Während man anfangs hauptsächlich die Protagonisten Citra und Rowen und ihre Lebensweise kennenlernt, kommen mit der Zeit immer mehr tiefgründige Personen, interessante Hintergründe und auch erschreckende Abgründe hinzu. Dadurch wird die Spannung immer mehr gesteigert und im zweiten Teil gibt es dann auch sehr viel Action und einige brutale Szenen, die sich in einem fulminanten Finale gipfeln und die mich oft wirklich sprachlos zurückgelassen haben.

Fazit:
Ich bin wirklich begeistert von dieser faszinierend-abschreckenden und extrem gut durchdachten Geschichte. Der Weltentwurf ist sehr komplex und tiefgründig, genau wie die Figuren. Der Plot ist stimmig und spannend und die durchwegs tolle Leistung der Sprecher verstärkt den positiven Gesamteindruck und die gleichzeitig lebendige und doch düstere Atmosphäre im perfekten Maße. Das gibt natürlich die vollen 5 Sterne und eine unbedingte Hör- bzw. Leseempfehlung.

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65 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

Fanatic

Anna Day , Britt Somann-Jung
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 02.11.2017
ISBN 9783551521002
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kurzbeschreibung:
Violet liebt »Galgentanz«. Sie liebt das Buch, sie liebt den Film, sie wäre gerne wie Hauptfigur Rose und an Willow, den männlichen Hauptdarsteller, hat sie ihr Herz verloren. Und plötzlich steckt sie mittendrin. In ihrer Lieblingsgeschichte! Doch nicht nur das – hier ist nichts so, wie sie es zu kennen glaubt. Denn Rose ist tot und Willow ist zwar attraktiv, aber der geheimnisvolle Ash ist viel interessanter. Jetzt muss Violet alles daran setzen, dass »Galgentanz« das richtige Ende findet. Wie soll sie sonst jemals in die Realität zurückkehren?

Meinung:
Die Idee von „Fanatic“ hat mich gleich angesprochen. Wer hat noch nicht davon geträumt in sein Lieblingsbuch oder seine Lieblingsserie hineintauchen, um die so geliebte Welt selbst erkunden zu können? Doch im Fall von Violet, ihrem Bruder und ihren Freudinnen ist die Romantik schnell dahin, denn plötzlich sind sie in ständiger Lebensgefahr, müssen mit Hunger, Anfeindungen und Armut klarkommen und alle Ereignisse am eigenen Leib erfahren.

Dabei ist die Welt des Buches „Galgentanz“ sehr interessant, wenn auch ziemlich grausam aufgebaut. Also ich kann mir vorstellen, dass mich die Dystopie auch gefesselt hätte. Auf der einen Seite die perfekten Gems, auf der anderen Seite die „normalen“ Imps, die unterdrückt und versklavt werden und natürlich eine Rebellion. Zumindest kann ich Violets Überzeugung davon total nachvollziehen und find die einzelnen Komponenten ziemlich spannend. Vor allem der Titel bzw. das, was er umschreibt ist sehr passend.

Im Buch gibt es auch viele Anspielungen auf andere bekannte Bücher und vor allem auch auf andere Dystopien und ihre Protagonisten wie z. B. Katniss aus „Die Tribute von Panem“ und Tris und Four aus „Die Bestimmung“ die ich sehr gerne gelesen und die mich auf öfters zum Schmunzeln gebracht haben.

Doch nicht nur die Idee von „Fanatic“ ist gut, auch der Handlungsverlauf hat mir eigentlich gut gefallen. Im erweiterten Anfangsteil hätte ich mir noch etwas mehr Tempo gewünscht und ab und an waren die Entwicklungen auch etwas vorhersehbar, aber dies hat sich dann in der zweiten Hälfte durchaus wieder geändert, da es dann oft Schlag auf Schlag ging, durchaus auch brutal und ernst wurde und es noch einige überraschende Wendungen gab.

Die Figuren fand ich ziemlich authentisch und gut beschrieben. Vor allem ihre Entwicklungen sind sehr interessant und glaubhaft. So wächst die schüchterne Violet im Verlauf des Buches wirklich über sich hinaus und findet Mut und Stärke. Und ihr Bruder Nate ist sowieso einfach toll!

Dabei fand ich auch die Tatsache ziemlich interessant, dass die Charaktere aus „Galgentanz“ auch ganz eigene und auch den Figuren bisher unbekannte Charakterzüge haben und sich trotzdem auch zum Teil selbstständig und unabhängig von ihrer Buchvorlage entwickeln können.

Der Schreibstil hat mich auch sehr überzeugt und unterhalten. Er ist auf der einen Seite leicht, spritzig und humorvoll, aber auch leidenschaftlich und zum Teil auch düster, hart und brutal. Auf jeden Fall extrem gut lesbar.

Das Ende des Buches ist zufriedenstellend, wenn auch doch etwas offen. Deshalb bin ich auf die Entwicklungen in der Fortsetzung sehr gespannt.

Fazit:
Eine interessante Idee wurde spannend, wendungsreich und unterhaltsam umgesetzt. Ich bin gespannt, wie es in der Fortsetzung weitergehen wird. Für „Fantatic“ gibt’s auf jeden Fall gute 4 Sterne und eine Leseempfehlung.

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209 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 43 Rezensionen

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Lockwood & Co. - Das Grauenvolle Grab

Jonathan Stroud , Katharina Orgaß , Gerald Jung
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei cbj, 27.11.2017
ISBN 9783570174623
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kurzbeschreibung:
In ihrem letzten Abenteuer begeben sich die Agenten von Lockwood & Co. auf eine lebensgefährliche Mission: Sie brechen in das mit Sprengfallen gesicherte Mausoleum ein, in dem die legendäre Agentin Marissa Fittes ruht. Doch tut sie das wirklich?
Und das ist nur eine der alles entscheidenden Fragen, deren Antwort die blutjungen Agenten ergründen müssen. Erst dann können sich Lockwood & Co. ihren Widersachern, seien sie lebendig oder aus dem Reich der Toten, in einer letzten gewaltigen Auseinandersetzung stellen. Damit ihnen dies gelingt, müssen sie sich auf die Hilfe einiger völlig unerwarteter und ungeheuer unheimlicher Verbündeter einlassen. Grusel, Gänsehaut und Grabgelächter garantiert!

Meinung:
Da ist er nun, der langersehnte Abschlussband der Lockwood & Co Reihe. Eine Reihe, die ich wirklich gerne gelesen habe und die viele besondere Elemente in sich vereint. Es gibt viel Spannung und Action, man kann sich gruseln, aber genau auf dem richtigen Niveau, man kann aus tiefster Seele lachen und Zeuge werden, wie sich einmalige und phantastische Figuren weiterentwickeln und zu tollen Persönlichkeiten werden, aber noch wichtiger, zu einem starken Team zusammenwachsen.

Da ich vor kurzem erst den Vorgänger gelesen habe, hatte ich keine Probleme in die Handlung zu finden, die nahtlos anschließt. Es gibt aber anfangs auch wieder eine kleine, hilfreiche Zusammenfassung der bisherigen Ereignisse, sodass jeder gut in das letzte Abenteuer dieser ausgewöhnlichen Agentur starten kann.

Vom Aufbau unterscheidet sich dieser Abschlussband nicht von den bisherigen Teilen. Es gibt neben dem Haupthandlungsstrang noch viele kleinere Geschichten, die sich aber gut zu einer stimmigen Gesamthandlung ergänzen. Dabei war mir von Anfang an klar, wie sich der Hauptstrang entwickeln würde, aber trotzdem kam keine Langeweile auf - ganz im Gegenteil. Der Autor hat es wieder ziemlich schnell schafft, mich mitten in die Handlung zu ziehen und zusammen mit den Figuren ihre gruseligen Abenteuer und viel Spannung und einigen Überraschungen zu erleben. Dabei entwickelt sich der Plot stetig und zielgerichtet weiter, bis das Ende unausweichlich ist.

Ich gebe zu, dass ich mir bei der Auflösung des Ganzen mehr konkrete Antworten erhofft hatte. Es wäre alles ganz einfach gewesen, aber so bleibt alles ein bisschen offen und man hat das Gefühl, der Autor hält sich noch ein Hintertürchen offen. Im Großen und Ganzen ist es aber auch ok so, weshalb ich deshalb bestimmt keinen Stern in der Bewertung abziehen werde.

Die Figuren dieser Reihe sind einfach außergewöhnlich toll. Sie sind einem im Verlauf der Reihe so ans Herz gewachsen und haben sich, wie bereits gesagt, extrem weiterentwickelt. Sie haben alle ihre Stärken und Schwächen und als Team sind sie einfach unschlagbar. Dazu kommt natürlich noch der geheimnisvolle Schädel im Glas, ohne den die Reihe nicht das Gleiche wäre.

Er ist zwar hinterhältig und schwer berechenbar, aber auch er hat sich zu einer wirklichen Hilfe für das Team entwickelt. Seine Kommentare sind immer staubtrocken und die Dialoge die zwischen ihm und Protagonistin Lucy entstehen, sind einfach extrem komisch. Man kann gar nicht anders, als aus tiefsten Herzen zu lachen und sich wohl zu fühlen.

Der Schreibstil des Autors ist einfach perfekt. Lebendig, bildgewaltig und atmosphärisch und mit genau der richtigen Menge an Details, Spannung, Emotion und Humor.

Fazit:
Auch wenn dieser Abschlussband nicht ganz so abgeschlossen ist, wie ich es mir erhofft hatte, bin ich auf ganzer Linie zufrieden und überzeugt. Es ist ein würdiges Ende für diese tolle Reihe und wer weiß, vielleicht hat der Autor ja vor, das offene Hintertürchen in ein paar Jahren zu nutzen. Aktuell kann ich auf jeden Fall nur die vollen 5 Sterne und eine unbedingte Leseempfehlung für diese unglaublich tolle und im Gedächtnis bleibende Reihe vergeben.

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16 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

fantasy, fantasy buch, hanna bloom, liebesgeschichte, liebe zwischen den welten, romance-fantasy, romantasy, seelenverwand

Seele an Seele

Hanna Bloom
E-Buch Text: 266 Seiten
Erschienen bei Edition Greyson, 04.12.2017
ISBN 9783939333999
Genre: Sonstiges

Rezension:

Kurzbeschreibung:
Der Ex-Freund ist mit seiner neuen Flamme glücklich, die Mutter macht Urlaub in Miami: Viola hat sich damit abgefunden, Weihnachten dieses Jahr allein zu verbringen. Doch dann trifft sie auf den geheimnisvollen Andrian, der behauptet, aus einer anderen Welt zu kommen. Und nicht nur das: Er ist auch noch fest davon überzeugt, in ihr seine Seelengleiche gefunden zu haben!
Viola lässt sich auf das Abenteuer ihres Lebens ein und folgt Andrian nach Mydaira – um festzustellen, dass sie dort nicht nur willkommen ist. Schon bald gerät sie in ein Netz bösartiger Intrigen und muss um ihr Leben und um ihre Liebe kämpfen.

Meinung:
Puh, eine Rezension zu schreiben fällt mir hier gar nicht so leicht. Es gab einige Kritikpunkte, aber auch viele gute Seiten.

Ich muss sagen, dass ich durch den Verweis auf Weihnachten in der Kurzbeschreibung doch davon ausgegangen bin, dass das Buch trotz der Fantasygeschichte weihnachtlich angehaucht ist. Dem ist aber eher nicht so, außer man zählt die zum Teil schon recht kritische Liebesgeschichte und die Wendungen am Ende dazu.

Prinzipiell finde ich, dass die Geschichte keinen perfekten Start hatte, aber mit der Zeit immer besser wird. Nachdem man sich in der von Hanna Bloom erschaffenen Welt etwas zu Recht findet, nimmt das Erzähltempo mit der Zeit immer mehr zu, es gibt interessante Entwicklungen und auch die ein oder andere unvorhergesehene Wendung. Dabei fand ich das Setting eigentlich ganz interessant, auch wenn ich mir hier die Gegebenheiten und vor allem die Magie von Mydaira noch ein bisschen ausführlicher hervorgehoben gewünscht hätte. So hatte ich zwar eine vage Vorstellung, aber es ist doch ein bisschen schwammig geblieben.

Die Liebesgeschichte ist mir nach dem sehr kitschigen Start auch im Verlauf eher etwas zu blass geblieben, aber das lag dann auch daran, dass mir Andrian selbst zu blass geblieben ist. Er war für mich durch seine fehlenden Ecken und Kanten irgendwie nicht wirklich greifbar und das war ein bisschen schade.

Protagonistin Viola hingegen war mir eigentlich von der ersten Seite an sympathisch. Auch wenn sie an ihrer Situation ein bisschen sehr gelitten hat, konnte ich mich doch gut in sie hineinversetzen und fand ihre Entwicklung auch sehr gut dargestellt. Mir hat gefallen, dass sie nicht alles abgenickt hat, sondern offen und ehrlich und zum Teil auch frech geblieben ist. Dabei ist sie aber auch sich selbst und den Figuren treu geblieben.

Die anderen Figuren fand ich interessant dargestellt. Es gab ein paar nette Entwicklungen, die manchmal vielleicht ein bisschen schnell und einfach gingen, aber im Großen und Ganzen waren sie glaubhaft beschrieben.

Ein großes Plus ist der Schreibstil der Autorin. Dieser ist sehr lebendig und flüssig und hat eine gute Portion Humor dabei. So hat sich die Geschichte trotz der vorhandenen Kritikpunkte schnell und fesselnd lesen lassen.

Eigentlich fand ich das Ende auch recht gut, vor allem wollte ich die Autorin schon loben, dass sie sich in ihrer Liebesgeschichte nicht verstrickt hat, sondern klar und geradlinig geblieben ist, aber leider haben die letzten Sätze dies ein bisschen zunichte gemacht. Unter diesen Gesichtspunkten ist eine Fortsetzung sehr wahrscheinlich. Was ich zum Einen nicht schlecht finde, da die Geschichte noch viel Potential hat, aber die angedeutete Richtung finde ich eher nicht so schön.

Fazit:
Ein interessantes Debüt, das mich trotz einiger Schwächen gut unterhalten konnte. Den kitschigen Start fand ich nicht gut, ich hätte mir mehr Tiefe bei Andrian und mehr Details beim Setting gewünscht und den Weg, den die Geschichte in der Fortsetzung einzuschlagen scheint, finde ich auch etwas schade, aber das hohe Erzähltempo, die interessanten Ideen und Wendungen, der lebendige Schreibstil mit der richtigen Prise Humor und die stark beschriebene Protagonistin überwiegen in der Gesamtbetrachtung, weshalb ich die eigentlichen 3,5 Sterne auf ganz knappe 4 aufrunde.

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68 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

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Was von mir bleibt

Lara Avery , Nadine Püschel
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 30.11.2017
ISBN 9783551583734
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kurzbeschreibung:
Sammie ist klug, selbstbewusst und hat nur ein Ziel: den besten Schulabschluss machen und ihrer Heimatstadt so schnell wie möglich den Rücken kehren. Wäre da nicht diese unheilbare Krankheit, die ihr – so sagen die Ärzte – nach und nach alle Erinnerungen rauben wird. Doch Sammie will sie festhalten: die Erinnerung an Stuart und ihren ersten Kuss. An Maddie und den großen Streit. Und an Cooper, der wie kein anderer Sammie zum Lachen bringt. Sammie schreibt, um eins niemals zu vergessen: dass sie ihr Leben gelebt hat, bis zum Schluss.

Meinung:
Die Kurzbeschreibung hat mich sofort angesprochen. Ab und an mag ich solch traurige und berührende Geschichten, die den Leser zum Nachdenken bringen und große Emotionen hervorrufen.

„Was von mir bleibt“ hat viele Besonderheiten. Zum einen ist das Buch als Erinnerungsbuch aufgebaut. Bies bedeutet, dass die aktuelle Sammie eine Art Tagebuch an ihr zukünftiges Ich schreibt, damit sie sich an ihr Leben und die Besonderheiten daran erinnern kann.

Denn, die Krankheit an der Sammie leidet heißt Niemann-Pick Typ C, kurz NPC, und ist eine Art von Demenz, die vor allem bei Kindern auftritt und mit der Zeit zum Tod führt. Diese Krankheit als Grundthema der Geschichte fand ich sehr interessant, da ich sie vorher noch nicht kannte und man hier deutlich merkt, dass die Autorin viel Recherche betrieben hat.

Sammie selbst ist eine wirklich starke Protagonistin, da sie nie aufgibt und die Krankheit nicht gewinnen lassen will. Sie nimmt vieles mit Humor und bleibt dadurch stark. Dies ist wirklich bewundernswert und ich habe auch mit ihr gelitten und mich mit ihr gefreut, aber trotzdem hat sie mich teilweise auch genervt und ich bin nie zu 100 Prozent mit ihr warm geworden. Obwohl dieses Erinnerungsbuch so persönlich ist, hat mir irgendwas gefehlt um mich ganz mit ihr zu identifizieren. Und auch die Nebencharaktere sind zwar wichtig für die Geschichte und nehmen vor allem am Ende viel Raum ein, aber sie sind mir irgendwie ein bisschen zu blass geblieben.

Durch diesen Tagebucherzählstil liegt der Fokus auf den vielen persönlichen Details. Ich kann verstehen, wieso diese für Sammie wichtig waren, aber mir persönlich waren es manchmal ein paar zu viele Details und Kleinigkeiten und ich habe dann manchmal auch ein paar Zeilen übersprungen.

Die Handlung selbst ist ziemlich ruhig und vor allem persönlich, deutlich von Sammies Sarkasmus und ihrem Kampfeswillen geprägt und mit der Zeit einfach immer trauriger und endgültiger. Vor allem das Ende ist wirklich sehr berührend und trifft den Leser mitten ins Herz.

Fazit:
Eine besondere Geschichte mit einem neuen, interessanten und berührenden Grundthema und einem speziellen und sehr persönlichen Erzählstil mit viel Kraft und Sarkasmus. Sammies Umgang mit ihrer Krankheit ist bewundernswert und habe mich auch mit ihr gefreut und mit ihr gelitten, aber trotzdem bin ich nie ganz mit ihr warm geworden. Irgendwas hat mir gefehlt und es waren mir manchmal ein paar Details zu viel. Das Ende trifft den Leser mitten ins Herz und auch wenn ich nicht vollständig in die Geschichte gefunden habe, vergebe ich gute 3,5 Sterne und eine deutliche Leseempfehlung.

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187 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 54 Rezensionen

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Wenn gestern unser morgen wäre

Kristina Moninger
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei FeuerWerke Verlag, 28.06.2017
ISBN 9783945362297
Genre: Liebesromane

Rezension:

Kurzbeschreibung
Sara hat innerhalb weniger Tage so ziemlich jeden Fehler begangen, den sie begehen konnte. Mit scheinbar kleinen, aber ausschlaggebenden Entscheidungen hat sie in ihrem Leben so eine Kettenreaktion in Gang gesetzt, die sie gerne wieder rückgängig machen würde.
Als sie inmitten dieses Chaos ausgerechnet Matt vors Auto läuft und wenig später im Krankenhaus aufwacht, ist plötzlich nichts wie zuvor. Die Uhren wurden zurückgedreht und all das, was in der Woche vor dem Unfall passiert ist, scheint ungeschehen.
Sara hat nun die unbezahlbare Möglichkeit, die wichtigsten Tage ihres Lebens noch einmal neu zu erleben. Um endlich alles richtig zu machen…

Meinung
Das Cover ist ja wirklich toll gestaltet. Es ist auf den ersten Blick ansprechend, total romantisch und passt auch perfekt zum Inhalt der Geschichte.

Denn „Wenn gestern unser morgen wäre“ bietet eine romantische, feinfühlige und unterhaltsame Liebesgeschichte, ohne großen Kitsch. Und vor allem regt die Geschichte sehr stark zum Nachdenken an.

So stellte ich mir natürlich die Frage, würde ich wirklich etwas anders machen, wenn ich selbst diese Chance zur Wiederholung hätte? Und wenn ja, was würde ich anders machen? Und diese Gedanken bedingten auch die Frage, muss man denn wirklich immer alles richtig machen? Oder haben Fehler auch ihren Wert?

Die Geschichte selbst ist trotz des unwahrscheinlichen Grundsettings sehr realistisch dargestellt und wird glaubhaft und nachvollziehbar erzählt, auch wenn die Handlung stellenweise schon etwas dramatische Züge hat. Doch diese Dramatik fügt sich gut in die Liebesgeschichte ein und dabei gibt es doch einige interessante Wendungen. Vieles hatte ich anfangs etwas anders erwartet, aber ich wurde positiv überrascht. Nur das Ende ist dann sehr vorhersehbar und doch auch etwas schmalzig. Aber gut, am Ende darf das ruhig mal sein.

Die Hauptcharaktere, allen voran Protagonistin Sara, waren mir sehr sympathisch und sie machen auch eine beachtliche und glaubhafte Entwicklung durch. Die Nebenfiguren hingegen sind etwas blass geblieben, da hätte es noch etwas mehr sein können.

Der Schreibstil ist sehr flüssig und locker. Dafür, dass ich das Ebook eigentlich immer nur zwischendurch gelesen habe, hat es sich echt schnell lesen lassen und es ist mir auch in den Pausen immer gut im Gedächtnis geblieben. Dabei hat mir auch die Mischung aus witzigen oder ironischen Dialogen, aber auch ernsten Themen und Gefühlen gefallen.

Fazit:
Eine feinfühlige Liebesgeschichte mit einer passenden Portion an Dramatik und Humor. Sie regt stark zum Nachdenken an und bietet gute Unterhaltung für zwischendurch. Deshalb gibt’s auch solide 4 Sterne.

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109 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 34 Rezensionen

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Du + Ich = Liebe

Heike Wanner
E-Buch Text
Erschienen bei Edel Elements, 07.09.2017
ISBN 9783955309596
Genre: Liebesromane

Rezension:

Kurzbeschreibung:
Nika ist siebzehn, temperamentvoll und hat immer einen Plan – bis sie den querschnittgelähmten Ben trifft. Der findet nach seinem schweren Unfall gerade erst zurück in den Alltag und will eigentlich nur seine Ruhe haben.
Durch Zufall landet Nika mitten in Bens Leben – und mischt es kräftig auf. Plötzlich ist alles anders: Aus einem ersten Kuss wird die große Liebe und der Traum von einer gemeinsamen Zukunft.
Doch dann stellt sich ihnen das Schicksal in den Weg...

Meinung:
Ich bin ja zumeist nicht so der klassische Liebesgeschichten-Leser, aber ab und an spricht mich ein Buch aus diesem Genre einfach an und bei „Ich + Du = Liebe“ war das definitiv der Fall.

Eine Querschnittlähmung ist immer eine besondere und schwierige Situation, da sich das Leben von jetzt auf gleich einfach komplett ändert. Ich war wirklich auf die Umsetzung der Geschichte gespannt.

Und ich kann sagen, Heike Wanner hat den Figuren und der Geschichte von Beginn an Leben eingehaucht. Man taucht in die verschiedenen Leben von Nika und Ben ein und lernt die beiden wirklich sehr intensiv kennen.

Nika besticht dabei lange Zeit mit ihren vielen positiven Seiten. Sie kümmert sich um ihre Familie und hält zu Ben.
Ben will anfangs nur seine Ruhe, aber auch seine positiven Seiten werden bald deutlich und es macht einfach Spaß die beiden miteinander zu erleben. Man kann ihre zarten Gefühle füreinander nachempfinden und ihre einfühlsam erzählte Liebesgeschichte einfach genießen.

Klar, gibt’s dabei auch die ein oder andere Stelle die schon etwas kitschig geworden ist, aber im Großteil ist sie wirklich gelungen und feinfühlig erzählt.

Man hat deutlich gemerkt, dass sich die Autorin sehr mit dem Thema Querschnittlähmung auseinander gesetzt hat. Man erhält nämlich als Leser noch einige interessante Infos dazu, die einfach die Glaubwürdigkeit des Romans noch mehr erhöhen.

Den Schreibstil fand ich sehr angenehm und einfühlsam, gleichzeitig aber auch leicht und lebendig. Durch die abwechselnde Erzählweise sowohl aus Ben's und aus Nika's Sicht lernt man beide Protagonisten wirklich sehr gut kennen und wird sogar Teil ihres Lebens.

Die Nebenfiguren haben mir auch gut gefallen, sie sind alle ein bisschen speziell, aber echt passend zur Geschichte.

Die große Wendung des Ganzen war mit der Zeit unabdingbar zu erkennen. Dies fand ich aber nicht schlimm, da es glaubhaft dargestellt wurde.

Jedoch hat mich Nikas Reaktion darauf doch etwas enttäuscht, bzw. sogar verärgert. Ich kann schon nachvollziehen, dass sie unter Schock stand und auch ihre Gedankengänge hinter der Entscheidung zum Teil nachvollziehen, aber ihre Art damit umzugehen hat für mich einfach nicht zu der logischen Schulsprecherin gepasst. Hier wäre offen ansprechen die einzig richtige Lösung gewesen und das hat sie wirklich einige Symapthiepunkte gekostet, während Ben definitiv nochmal welche hinzubekommen hat.

Naja, das Ende konnte mich dann doch nochmal versöhnen und trotz meines kurzzeitigen Ärgers hab ich die Geschichte wirklich gern gelesen.

Fazit:
Eine einfühlsame und glaubhafte Liebesgeschichte, mit viel Gefühl, ein bisschen Humor und tollen Charakteren. Das Thema „Querschnittlähmung“ wurde mit viel fundiertem Wissen näher gebracht. Die große Wende fand ich ein bisschen vorhersehbar, aber vor allem von Nika nicht gut gelöst, was mich während des Lesens emotional schon ziemlich mitgenommen hat, aber das Ende ist zufriedenstellend und passt zur Geschichte.

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41 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

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Sag, wer stirbt

Samantha King , Elke Link
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 13.11.2017
ISBN 9783959671569
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Kurzbeschreibung:
Madeleine liebt ihre Kinder abgöttisch. Aber am 10. Geburtstag der Zwillinge wird ihre Mutterliebe auf eine grausame Probe gestellt: Ein maskierter Mann steht vor der Tür und fordert sie mit gezogener Waffe zu einer unmenschlichen Entscheidung auf. Ein Kind muss sterben. "Welches wählst du?"

Meinung:
Ich muss ja sagen, dass ich durch den Titel und die Kurzbeschreibung schon eine recht genaue Vorstellung hatte, wie die Grundhandlung aufgebaut sein würde. Ich hatte erwartet, die im Klappentext angekündigte Tat hautnah mitzuerleben und Zeuge zu werden, wie Maddie diese unmögliche Entscheidung treffen muss und ich war gespannt, was sie sich alles für Argumente einfallen lassen würde. Und ich muss ehrlich sagen, genau auf diesen Thriller hatte ich mich auch gefreut.

Umso enttäuschter war ich erstmal, als man bereits im Prolog erfährt, für welches ihrer beiden Kinder sich Maddie entschieden hat, der 10. Geburtstag bereits vorbei ist und die Geschichte danach Stück für Stück aufgerollt wird. Denn Maddie hat seit dem grauenvollen Tag Erinnerungslücken und versucht krampfhaft herauszufinden, wie es zu ihrer schrecklichen Entscheidung kommen konnte und was genau passiert ist, außer dass sie eines ihrer Kinder hat sterben lassen. Und dabei findet sie schnell Hinweise dafür, dass ziemlich viel im Argen war…

Bei diesem Thriller spielt der Aufbau eine ziemlich bedeutenden Rolle. Es gibt nämlich neben dem Prolog noch 4 größere Teilabschnitte. Und jeder dieser Teile bringt eine spannende Wendung mit sich und dabei ändern sich auch immer ein wenig die zu Grunde liegenden Gegebenheiten.

So fand ich in meiner Enttäuschung über die frühe Enthüllung von Maddies Entscheidung den ersten Teil eher etwas mau. Es geht vor allem um Maddies Leid und ihre Erinnerungen, wie sie ihren Ehemann Dom kennengelernt und ihre Kinder bekommen hat. Bereits da hab ich eine Vermutung anstellen können, wer hinter dem Täter steckt.

Umso erstaunter war ich nach Beginn von Teil 2, denn wie gesagt, bringt dieser eine große und unerwartete Wendung mit sich und dieses Schema zieht sich dann auch die restliche Geschichte durch. Und auch wenn sich meine Vermutung mit dem Täter am Ende bestätigt hat, war der Weg zur Auflösung doch mit ein paar falschen Fährten gespickt, sodass ich zumindest kurzzeitig immer mal wieder unsicher wurde und neu ins Überlegen kam. Dabei hat sich doch auch immer kontinuierlich unterschwellige Spannung aufgebaut, die mir gut gefallen hat, auch wenn ich den Drama-Anteil in der Geschichte schon recht groß fand.

Der Schreibstil hat mir recht gut gefallen, die Geschichte hat sich nämlich zu jeder Zeit sehr schnell und flüssig lesen lassen. Ich konnte Maddies Leid und ihre Verwirrung gut nachvollziehen und war auch immer gespannt, was nun wirklich hinter allem steckt. Die Wendungen haben mich zumeist wirklich überrascht und nochmal einen neuen Spannungskick gebracht.

Fazit:
„Sag, wer stirbt“ ist kein klassischer Thriller, sondern hat auch viel von einem Familiendrama. Und auch die Kurzbeschreibung sorgt eher für falsche Erwartungen. Nachdem man sich aber damit abgefunden hat, dass die Geschichte ganz anderes ist, als erwartet und man den etwas schwierigen ersten Teil hinter sich hat, gibt es wirklich einige interessante Wendungen, deutliche Thriller- und Spannungselemente und eine sehr solide und unterhaltsame Geschichte. Deshalb vergebe ich knappe 4 Sterne und eine Leseempfehlung.

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1.251 Bibliotheken, 49 Leser, 0 Gruppen, 194 Rezensionen

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Flugangst 7A

Sebastian Fitzek
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Droemer, 25.10.2017
ISBN 9783426199213
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Meinung:
Ein neuer Fitzek. Mit Freude erwartet und wieder innerhalb von wenigen Stunden verschlungen. Und trotzdem fällt es mir schwer eine Rezension dazu zu schreiben.

Denn eigentlich versuche ich die Bewertung in meinen Rezensionen schon immer mit mehr oder minder nachvollziehbaren Gründen zu erklären. Ich schreibe etwas über die Handlung, den Verlauf, die Charaktere, die Stimmung, oder den Schreibstil und klar, auch hier kann ich zu vielen Punkten etwas positives sagen, sonst hätte mich das „Flugangst 7A“ nicht wieder so gefesselt und geflasht, aber wenn ich objektiv an das Buch heran gehen würde, müsste ich eine viel schlechtere Bewertung abgeben, als es mir mein Gefühl sagt.

Sebastian Fitzek denkt sich gerne sehr extreme Szenarien aus, das ist ja wohl weithin bekannt. Ich habe ungefähr die letzten 6 Bücher von ihm gelesen und in fast jeder Rezension hab ich bemängelt, dass die Grenzen der Plausibilität ziemlich gedehnt werden und trotzdem hab ich fast immer die Höchstpunktzahl vergeben.

Bei „Flugangst 7A“ gibt es 2 Handlungsstränge, die zusammenhängen, aber doch höchst unterschiedlich sind. Zum einen den Teil im Flugzeug und dann noch einen Teil in Berlin. Beide haben ziemlich extreme Komponenten über die man isoliert betrachtet einfach nur den Kopf schütteln könnte und die zum Teil echt an den Haaren herbeigezogen wirken, vor allem weil sie teilweise nicht wirklich zusammenpassen.

Und trotzdem hat es Herr Fitzek im Verlauf der Geschichte wieder geschafft, dass ich vom Skeptiker zum überzeugten Fan geworden bin. Herr Fitzek hat in meinen Augen wirklich ein Talent dafür, absurde Geschichten mit viel Spannung, unvorhergesehen Wendungen und einem fesselnden, bildgewaltigen und atmosphärischen Schreibstil zu einem höchst unterhaltsamen Psychothriller zu verwandeln. Bei dem es mir echt egal ist, ob die Handlung an den Haaren herbeigezogen ist oder nicht, denn am Ende kann mir ich dank Herrn Fitzek vorstellen, dass es trotz der geringen Wahrscheinlichkeit genauso passieren könnte.

Hilfreich fand ich dabei die unterschiedlichen Perspektiven, aus denen die Geschichte erzählt wird. So bekommt man verschiedene Einblicke und durch Herrn Fitzeks Psychsospielchen steigt die Spannung im Verlauf immer mehr an.

Die Charaktere haben auch dieses Mal wieder viele Ecken und Kanten. Zwar hätte ich mir ab und an noch ein bisschen mehr Tiefe und Erklärungen gewünscht, aber auch das fällt in der Endbetrachtung nicht mehr wirklich ins Gewicht.

Fazit:
Bei Herrn Fitzeks Büchern merke ich immer mehr, dass ich mit meinem normalen Bewertungsschema nicht weiterkomme. Und auch bei „Flugangst 7A“ überwiegt einfach das nervenaufreibende und spannungsgeladene Gefühl, das ich beim Lesen und auch danach noch länger verspürt habe. Besser kann ich es einfach nicht erklären und deshalb gibt es dieses Mal eine eher ungewöhnliche Rezension mit viel persönlichem Gefühl und wenig nachvollziehbaren Gründen, aber trotzdem eine volle Punktzahl, einen Highlightstatus und eine unbedingte Leseempfehlung.

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Das Lied der Krähen

Leigh Bardugo , Michelle Gyo
Flexibler Einband: 592 Seiten
Erschienen bei Knaur, 02.10.2017
ISBN 9783426654439
Genre: Fantasy

Rezension:

Kurzbeschreibung:
Sechs unberechenbare Außenseiter – eine unmögliche Mission

Ketterdam – pulsierende Hafenstadt, Handelsmetropole, Tummelplatz zwielichtiger Gestalten: Hier hat sich Kaz Brekker zur gerissenen und skrupellosen rechten Hand eines Bandenchefs hochgearbeitet. Als er eines Tages ein Jobangebot erhält, das ihm unermesslichen Reichtum bescheren würde, weiß Kaz zwei Dinge: Erstens wird dieses Geld den Tod seines Bruders rächen. Zweitens kann er den Job unmöglich allein erledigen …

Mit fünf Gefährten, die höchst unterschiedliche Motive antreiben, macht Kaz sich auf in den Norden, um einen gefährlichen Magier aus dem bestgesicherten Gefängnis der Welt zu befreien. Die sechs Krähen sind professionell, clever, und Kaz fühlt sich jeder Herausforderung gewachsen – außer in Gegenwart der schönen Inej …

Meinung:
Um „Das Lied der Krähen“ wurde ja bereits vor dem deutschen Erscheinungstermin ein großer Hype gemacht, sodass man um das Buch eigentlich gar nicht rumgekommen ist. Aber auch davon abgesehen klang die Kurzbeschreibung einfach extrem ansprechend und spannend. Und die tolle Optik des Buches ist natürlich auch ein Plusfaktor.

Umso überraschter war ich eigentlich, dass ich im vornherein gar nicht mitbekommen hatte, dass auch diese Geschichte der Autorin Leigh Bardugo in der Welt der Grischa spielt. Die Grischa-Reihe der Autorin fand ich sehr innovativ und unterhaltsam, aber die Details hatte ich nicht mehr im Kopf.

Zum Glück ist das auch gar nicht nötig, da zwar die Grischa an sich eine Rolle spielen, aber die wichtigsten Infos dazu nochmal in diesem Buch gegeben werden und ein anderer Fokus gesetzt wird. So erfährt man dieses Mal viel von den anderen Ländern und Kulturen.

Insgesamt sind das Setting und der Schreibstil einfach großartig und umwerfend. Leigh Bardugo lässt ihre beeindruckende Welt durch viele Details lebendig werden und man ist wirklich hautnah dabei. Ich konnte mir die Gassen Ketterdams oder die verwinkelten Gänge des Eistribunals bildlich vorstellen und habe die Geschichte an der Seite der sechs Krähen live miterlebt, statt sie nur gelesen. So stelle ich mir gute Fantasy vor.

Denn auch die Charaktere haben mich auf ganzer Linie überzeugt. Sie sind alle sehr speziell, haben ihre Besonderheiten und Geheimnisse, aber gleichzeitig sind sie extrem tiefgründig und authentisch. Sie ergänzen sich in ihren Eigenschaften und Fähigkeiten sehr gut und werden im Verlauf ihrer Reise ein wirkliches Team.

Wenn man am Ende die reine Handlung zusammenfassen will, bleibt wohl nicht viel übrig. Doch während des Lesens fällt dies kaum ins Gewicht. Es gibt immer wieder neues zu entdecken und viel Spannung. Vor allem durch die vielen Gefahren, die unerwarteten Wendungen und den halsbrecherischen Plan an sich. Ich habe öfters den Vergleich mit dem Film Ocean's Eleven gehört und muss sagen, dass ich ihn eigentlich sehr passend finde.

Das Ende hat einen Cliffhanger, aber ich fand es trotzdem ziemlich passend. Vor allem macht es wirklich Lust auf die Fortsetzung, auf die ich mich jetzt schon freue.

Fazit:
„Das Lied der Krähen“ ist ein High-Fantasy-Roman, der auf allen Ebenen mehr als überzeugt. Das Setting ist fantastisch, der Schreibstil flüssig, atmosphärisch und lebendig, die Charaktere besonders und tiefgründig. Es gibt viel Spannung und eine abenteuerliche und wendungsreiche Reise. Ich wurde schon lange nicht mehr so von einem Buch gefesselt und auf allen Ebenen überzeugt, weshalb ich deutlich die vollen 5 Sterne und eine unbedingte Leseempfehlung für alle Fantasy-Fans vergebe.

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