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70 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 10 Rezensionen

feuer, hohe schrift, sklavin, unterdrücktes volk, raisa

Feuer und Feder

Kathy MacMillan , Julian Haefs , Carolin Liepins
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Beltz, J, 01.03.2017
ISBN 9783407747969
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kurzbeschreibung:
Als die Sklavin Raisa zur Tutorin ausgebildet werden soll, kann sie es kaum fassen, denn Lesen und Schreiben ist im Königreich Qilara nur der Oberschicht vorbehalten. Gemeinsam mit Kronprinz Mati lernt sie nun die schwierigen Zeichen der Hohen Schrift, mit der man in Kontakt zu den Göttern treten kann. Die beiden kommen sich dabei näher als erlaubt und verlieben sich ineinander. Aber dann fordern Rebellen Raisas Unterstützung. Sie ist hin und her gerissen zwischen der Treue zu Mati und dem Wunsch, ihrem unterdrückten Volk zu helfen. Schon der kleinste Fehltritt könnte ihren Tod bedeuten.

Meinung:
Feuer und Feder hat mich durch das tolle Cover sofort angesprochen. Als ich dann noch gemerkt habe, dass es um die Unterdrückung eines Volkes durch die Verweigerung der Schrift geht, wollte ich das Buch unbedingt lesen.

Lesen und Schreiben sind für uns eine Selbstverständlichkeit. Aber das war nicht immer so und auch wenn wir über unsere Grenzen hinaus schauen, sieht es schon anders aus.

Kathy McMillian hat hier gleich zwei wichtige Themen gut in eine unterhaltsame, historisch angehauchte Geschichte verpackt. Zum einen die Relevanz und Bedeutung der Schrift und zum anderen die Sklaverei. Gleichzeitig gibt es auch noch einen kleinen Fantasyanteil, da die Geschichte der Götter eine Rolle spielt und diese in kurzen Abschnitten vor jedem Kapitel erzählt wird. Anfangs ist es zwar ein bisschen schwierig den Göttern zu folgen und diese auseinanderzuhalten, aber insgesamt hat mir diese Idee ziemlich gut gefallen, da man so gleich zwei Geschichten erzählt bekommt, die sich gegen Ende auch verbinden.

Erzählt wird die Handlung komplett aus Raisas Sicht. Dabei ist der Einstieg ins Buch recht ruhig und die Autorin nimmt sich Zeit die Protagonistin und ihre Welt erstmal kennenzulernen. So ist man gleich schockiert, wie die Zustände für die Sklaven sind und schöpft ein bisschen Hoffnung, da Prinz Mati ganz anders zu sein scheint.

Die Liebesgeschichte entwickelt sich ziemlich zügig und nimmt schon einen zentralen Stellenwert in der Geschichte ein. Aber trotzdem findet die Autorin einen guten Weg, sie nicht zu übertrieben darzustellen. Neben der Liebesgeschichte spielt nämlich das Leben der Sklaven, das Leben am Hof, und die Versuche es Widerstands etwas für die Arnath zu ändern eine große Rolle.

Die Figuren haben mir in ihrer Ausarbeitung gut gefallen und sie sind oft ziemlich vielschichtig. Es haben sich Sympathien und Antipathien gebildet, die sich mit der Zeit bestätigt oder auch revidiert haben. Und auch die Beschreibungen der Welt und des Settings fand ich wirklich sehr eingängig und glaubhaft. Ich konnte mir alles extrem gut vorstellen und habe mich zumeist auch als Teil dieser Welt gefühlt. Deshalb fand ich den Schreibstil der Autorin wirklich sehr angenehm, auch wenn sie manchmal die Spannungsspitzen noch ein bisschen mehr herauskitzeln hätte können.

Das ist nämlich der einzige kleine Kritikpunkt den ich habe, dass die Handlung doch recht strikt abläuft. Dabei ist immer eine gewisse Grundspannung und ein guter Unterhaltungsfaktor gegeben, aber um das Buch wirklich perfekt zu machen haben ein paar unvorhergesehene Wendungen oder wirkliche Überraschungen gefehlt.

Fazit:
Eine interessante und kurzweilige Geschichte über wichtige Themen. Ich habe Protagonistin Raisa sehr gerne auf ihrem Weg begleitet und konnte mich gut in die Welt hineinversetzen. Auch die Zusatzgeschichte der Götter und die Art wie sie erzählt wurde, hat mir gut gefallen. Insgesamt hätte man die Spannung teilweise noch ein bisschen mehr herauskitzeln und ein paar unvorhergesehene Wendungen mehr ein einfügen können, aber gut, auch so hat das Buch wirklich einen hohen Unterhaltungswert, weshalb ich gute 4 Sterne und eine Leseempfehlung vergebe.

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161 Bibliotheken, 10 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

dystopie, laura kneidl, verlag carlsen, jugendroman, water and air

Water & Air

Laura Kneidl
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 03.03.2017
ISBN 9783551315441
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kurzbeschreibung
Seit dem Anstieg der Meeresspiegel leben die Menschen in Kuppeln unter Wasser oder in der Luft. Mit ihren achtzehn Jahren hat Kenzie noch nie die Sonne gesehen und ihr Leben in der Wasserkolonie unterliegt strengen Normen. Schließlich hält sie es nicht mehr aus und flieht in eine Luftkolonie, um dort einen Neuanfang zu wagen. Doch dann wird sie zur Hauptverdächtigen in einer mysteriösen Mordserie und nur Callum mit dem geheimnisvollen Lächeln hält zu ihr. Aber nicht nur den beiden droht Gefahr, auch das Schicksal der gesamten Kolonie steht auf dem Spiel.

Meinung
Aufmerksam auf dieses Buch wurde ich durch das tolle Cover. Es sieht so wunderschön aus und enthält genau meine Lieblingsfarben. Auch der Klappentext hörte sich interessant an und somit war klar, dass ich dieses Buch lesen musste. Vielen Dank dabei gleich an den Carlsen Verlag für das Leseexemplar.

Das Buch begann mit einem kurzen, aber doch schon etwas aufschlussreichen Prolog. Dann gings gleich los und ich wurde in eine bezaubernde Welt befördert, die mich schwelgen ließ. Ganz toll fand ich den krassen Unterschied zwischen den beiden Kolonien. Die Autorin hat dies so gekonnt und detailliert rüber gebracht und ich kam aus dem Staunen nicht mehr heraus. Vermischt wurde das Ganze dann noch mit einem Hauch Thriller, was zusätzlich auch noch meinen Geschmack traf.

Anfangs befanden wir uns in der Wasserkolonie. Dort blieben wir ein paar Seiten lang und mir wurde diese vorgestellt. Krasse Regeln und hartes Regimes waren meine Gedanken. Schon bald aber verlegte sich die Geschichte in die Luftkolonie, welche einen Großteil des Buches einnahm. Auch hier herrscht ein hartes Regimes, dennoch etwas lockerer als unter. Und hier begann dann das Spannende an der ganzen Sache. Es geschahen Morde, welche zu vielen Ungereimtheiten führten. Eingeflochten wurde dann noch eine zart beginnende Liebesgeschichte, welche auf mich nicht kitschig wirkte und sich perfekt in das große Ganze einordnete.

Ganz toll fand ich auch noch die Intrigen der Obrigkeit. Ich kann dies gar nicht so beschreiben, wie ich mich dabei beim Lesen gefühlt habe. Ich merkte einfach, gegen höher Gestellte anzukommen, ist ziemlich schwer. Doch mit vereinter Kraft lässt sich alles bewerkstelligen.

Die Charaktere fand ich sehr gut dargestellt. Sie wirkten lebendig und authentisch auf mich. Es gab für mich keinen, der seiner Rolle nicht gerecht wurde. Durch die tollen Umgebungsbeschreibungen war ich immer mitten drin im Geschehen und konnte mir alles bildlich sehr gut vorstellen.

Das Ende war gut und ausreichend dargelegt und lässt für mich Hoffnung offen für einen Folgeband. Ich würde schon nochmals gerne in diese Welt eintauchen.

Der Schreibstil von Frau Kneidl gefiel mir sehr gut. Er war leicht und locker und das Buch ließ sich sehr schnell lesen. Es wurde in der 3. Person aus Sicht von Kenzie erzählt. Die Kapitel waren auch von der Länge her ok und die Schriftgröße richtig für ein Jugendbuch.

Fazit
Mit „Water & Air“ konnte mich Frau Kneidl restlos überzeugen. Sie hat mit diesem Werk eine faszinierende Welt voller Emotionen geschaffen, die einem nicht mehr los ließ. Tolle Idee, tolle Ausführung und tolle Charaktere. Was will man mehr. Ich vergebe mit Freuden die Höchstpunktzahl von 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

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560 Bibliotheken, 30 Leser, 3 Gruppen, 103 Rezensionen

fae, fantasy, das reich der sieben höfe, liebe, sarah j. maas

Das Reich der sieben Höfe – Dornen und Rosen

Sarah J. Maas , Alexandra Ernst
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 10.02.2017
ISBN 9783423761635
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kurzbeschreibung:
Sie hat ein Leben genommen. Jetzt muss sie mit ihrem Herz dafür bezahlen.

Die junge Jägerin Feyre wird in das sagenumwobene Reich der Fae entführt. Nichts ist dort, wie es scheint. Sicher ist nur eins: Sie muss einen Weg finden, um ihre Liebe zu retten. Oder ihre ganze Welt ist verloren.

Meinung:
Den Start in die Handlung fand ich gut gewählt, da man so erst einen eindrucksvollen Einblick in Feyres schreckliches Leben bekommen hat. Ihre Familie nagt am Hungertuch und sie hat die ganze Last, ihre Familie am Leben zu erhalten, auf sich genommen. Und anstatt, dass ihre Familie sie unterstützen würde, halsen sie ihr nur noch mehr Arbeit auf. Schon zu Beginn hab ich eine starke emotionale Verbindung zur Geschichte aufgebaut, weshalb ich Feyres Schwester am liebsten in der Luft zerrissen hätte. Diese emotionale Verbindung ist auch im Verlauf der Geschichte immer stärker geworden und nicht nur einmal hab ich mich beim Lesen über die dumme Handlung einer Figur lautstark aufgeregt.

Und nicht allzu selten war diese Figur Protagonistin Feyre. Denn auch wenn ich sie, wie die meisten Charaktere im Buch, ziemlich stark beschrieben fand, hat mich die untypische Protagonistin doch auch ein paar Nerven gekostet. Sie ist nämlich extrem dickköpfig und manchmal einfach anstrengend. Dabei hat sie natürlich auch ihre guten Seiten und ich habe auch oft mit ihr gelitten, aber ihr eben auch oft das ein oder andere Schimpfwort an den Kopf geschmissen und über ihre Entscheidungen den Kopf geschüttelt.

Wie gesagt, sind auch die anderen Charaktere der Autorin gut gelungen und hinter vielen steckt mehr, als man anfangs vermutet. Da ist es auch nicht schlimm, wen diese jeweils schon ein paar bekannte und typische Eigenschaften haben, nichtdestotrotz fand ich ihre Rolle im Buch zumeist genau richtig. Ich habe immer über Luciens sarkastische Bemerkungen gelacht oder mit Freude über Badboy Rhysands geheimnisvolle Absichten nachgedacht.

Nach dem mitreißenden Start wird die Handlung etwas ruhiger, da Feyre sich erstmal auf dem Frühlingshof wiederfindet und dort nicht wirklich viel zu tun hat. Sie erfährt zwar einiges über das geheimnisvolle Land Prythian und das Setting wird sehr anschaulich und stimmig dargestellt, aber die genauen Hintergründe werden erst im zweiten Teil der Handlung aufgedeckt, weshalb hier das Spannungslevel nicht immer on Top ist.

Dafür schlägt die Handlung in der zweiten Hälfte komplett um und wird extrem gefährlich, actionreich, immer wieder überraschend und teilweise auch echt brutal. Vor allem der Showdown hat es in sich und das Schöne daran ist, dass das Ende für einen Auftaktband ziemlich abgeschlossen ist. Klar, bleiben ein paar Fragen offen und man freut sich auf die Fortsetzung, aber man wird auch nicht dazu gezwungen sie unbedingt zu lesen.

Der Schreibstil der Autorin hat mir wirklich sehr gut gefallen. Er ist nicht nur flüssig und anschaulich, sondern regelrecht mitreißend, sehr atmosphärisch und einfach bildgewaltig. Es gibt nicht nur eine ganze Palette an Emotionen, sondern auch viel Action und einige humorvolle Dialoge, die einem ein Schmunzeln oder gar Lachen ins Gesicht zaubern.

Und natürlich gibt es ein paar Parallelen zu Die Schöne und das Biest, diese fand ich aber nicht wirklich existenziell, weshalb ich mich auf diesen Vergleich nicht versteifen würde.

Fazit:
Auch wenn ich mich manchmal über die Protagonistin geärgert habe, habe ich mich durch das tolle und bildgewaltige Setting, die humorvollen und emotionalen Dialoge und die handfeste Action wirklich gut unterhalten gefühlt und freue mich schon auf die Fortsetzung. Deshalb gibt es gute 4 Sterne und eine Leseempfehlung.

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13 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

kinderbuch, vorlesen, zeitreisen, zeitreise, fantasy

Zeitreise mit Hamster

Ross Welford , Petra Knese
Fester Einband
Erschienen bei Coppenrath, 31.01.2017
ISBN 9783649622376
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Kurzbeschreibung:
„Hätte mich früher einer gefragt, ich hätte gesagt, dass eine Zeitmaschine vermutlich wie ein U-Boot aussieht. Oder vielleicht wie eine Rakete. Stattdessen schaue ich jetzt auf einen Laptop und eine Zinkwanne aus dem Gartencenter.

Das ist Dads Zeitmaschine. Und sie wird die Welt verändern. Na ja, auf jeden Fall meine.“

Al Chaudhury hat eine unglaubliche Chance. Er kann das Leben seines verstorbenen Vaters retten. Das Einzige, was er dafür tun muss: in das Jahr 1984 zurückreisen, um einen schicksalsvollen Gokart-Unfall zu verhindern …

Meinung:
Schon im Titel und der Kurzbeschreibung wird deutlich, dass es sich bei „Zeitreise mit Hamster“ um ein etwas ungewöhnliches und ziemlich humorvolles Buch handelt.

Der Einstieg in die Geschichte ist mir sehr leicht gefallen, und das, obwohl der Autor nicht ganz chronologisch vorgeht. Aber die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive von Protagonist Al erzählt und ist fast wie ein Tagebuch aufgebaut. Zwischendurch wird der Leser auch direkt angesprochen oder mit ulkigen Top 10 Listen überhäuft. Dabei passt der Schreibstil und auch die Wortwahl gut zu der Zielgruppe ab 10 Jahren, ist aber auch für ältere Semester ziemlich lesenswert.

Die Erzählweise von Al ist wirklich toll, erfrischen und oft einfach witzig. Seine kindliche, unschuldige, leicht naive, tollpatschige aber doch auch intelligente und liebenswerte Art machen ihn zu einem Protagonisten, den man einfach ins Herz schließen muss.

Aber auch andere Charaktere, wie vor allem Al's Großvater, wurden super dargestellt. Man spürt beim Lesen seine indischen Wurzeln und durch meinen erst kurz zurückliegenden Urlaub in Indien konnte ich mir das spezielle indische Kopfwackeln bildlich vorstellen und den Chai-Tee auf der Zunge schmecken.

Passend fand ich auch, dass Al eigentlich gar nicht selbst in der Zeit reisen möchte, sondern dies eher gezwungener Weise macht, um seinen Vater zu retten. Dabei geht er nicht kopflos vor, sondern versucht die Dinge zu planen. Aber wie das immer so ist, kommt es anders als man denkt und Al's Abenteuer entwickelt sich zur Katastrophe.

Es gibt einige technische Details zur Relativitätstheorie und dem Zeitreisen, die ich trotz ihrer Komplexität auf kindliche Art sehr gut erklärt fand. So konnte Al nicht in eine Zeit reisen, in der es ihn schon gab, da er seinem eigenem Ich nicht begegnen konnte. Dabei hat sich der Autor an vielen bereits bekannten Infos zu dem Thema bedient, aber auch ein paar eigene Ideen und Auslegungen eingebracht.

Und obwohl ich bisher nur begeistert von dem Buch geschrieben habe, kommt nun noch ein „Aber“. Denn durch den groß beworbenen Vergleich mit R. J. Palacios „Wunder“ auf dem Buch waren meine Erwartungen an „Zeitreise mit Hamster“ ziemlich hoch. Leider etwas zu hoch, wie sich herausgestellt hat. Das Buch hat mich zwar wirklich gut unterhalten und ist echt lesenswert, aber an „Wunder“ kam es für mich nicht heran, dafür hat mir an Ende doch irgendwas gefehlt, weshalb diese geschürten Erwartungen für mich eher etwas hinderlich waren.

Fazit:
Eine liebenswerte und humorvolle Geschichte mit einem besonderem Protagonisten, einem lebensechten und ansprechenden Erzählstil und einer unterhaltsamen, wenn auch etwas chaotischen Handlung. Auch wenn meine Erwartungen am Ende ein bisschen zu hoch gesteckt waren, hatte ich einige tolle Lesestunden und vergebe nicht nur gute 4 Sterne, sondern auch eine Leseempfehlung für Jung und Alt.

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24 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

Falaysia / Falaysia - Fremde Welt - Band 3

Ina Linger
Flexibler Einband: 460 Seiten
Erschienen bei epubli, 28.10.2014
ISBN 9783737510943
Genre: Romane

Rezension:

Kurzbeschreibung:
Leon und Jenna machen sich gemeinsam auf den Weg nach Piladoma, um die alte Hexe Kychona zu finden, die ihnen, so hoffen sie, bei ihrer Suche nach den anderen Teilstücken Cardasols helfen und vielleicht einige ihrer wichtigsten Fragen beantworten kann. Durch eine Verkettung unglücklicher Umstände sind die beiden dazu gezwungen, ohne den anderen weiter zu reisen und das Beste aus ihrer jeweiligen Situation zu machen.

Dabei ist die Reise durch Falaysia gefährlicher denn je, denn ein Krieg zwischen König Renon und dem mächtigen Zauberer Nadir scheint unausweichlich geworden zu sein. Während Jenna versucht, weiterhin die Geheimnisse um das Herz der Sonne zu lüften, sieht sich Leon vor die Aufgabe gestellt, seine Freunde und Verbündeten davon abzuhalten, in den Krieg zu ziehen und gleichzeitig herauszufinden, welchen Einfluss der zu neuer Macht gelangende Zirkel der Magier auf die politische Lage hat.

Als Jenna erneut dem Feind in die Hände fällt und spurlos verschwindet, scheint das Schicksal für alle Beteiligten besiegelt zu sein …

Meinung:
Leider konnte ich das Buch nicht in einem Rutsch durchlesen, sondern musste immer wieder unfreiwillige Pausen einlegen. Das lag aber definitiv nicht an der Geschichte, sondern eher an der Tatsache, dass ich ebooks zumeist nur lese, wenn ich unterwegs bin und in letzter Zeit wenig Zeit dafür hatte.

So hat es zwar etwas gedauert bis ich diesen dritten Teil endlich beenden konnte, aber ich kann hervorherben, dass die unfreiwilligen Pausen dem Lesevergnügen keinen Abbruch getan haben. Ich war immer nach kurzer Zeit sofort wieder in der Welt von Falaysia angekommen, konnte mich an die vergangene Handlung und die Hintergründe erinnern und es kam mir fast so vor, als hätte ich es ohne Unterbrechungen lesen können.

Denn die Handlung rund um Jenna, Leon und Marek entwickelt sich auch in diesem dritten Teil stimmig weiter. Die beschriebene Welt und ihre Bewohner werden immer detaillierter, komplexer und bildhafter. Man erfährt nach und nach mehr zu den Hintergründen und Zusammenhängen und gleichzeitig werden auch wieder neue Fragen aufgeworfen und die Grundspannung am Leben erhalten.

Und das Gleiche gilt auch für die Weiterentwicklung der Figuren. In diesem Teil erfährt man mehr über Mareks und Leons Vergangenheit. Die Einzelheiten sind teils überraschend, teils waren sie auch so zu erwarten, aber die Entwicklungen passen gut in die Gesamtgeschichte. Gleichzeitig hat man aber auch das Gefühl, dass da noch viel fehlt und man ist einfach neugierig, was sich die Autorin noch so ausgedacht hat.

Besonders gut hat mir gefallen, dass sich die Entwicklung der Liebesgeschichte nun doch wieder von einem nervigen Liebesdreieck entfernen zu scheint. Das hatte ich ja in meiner letzten Rezension bemängelt, deshalb will ich diese positive Entwicklung auch gern nochmal hervorheben.

Der Schreibstil war wieder flüssig und anschaulich und die Geschichte ließ sich schnell lesen.

Fazit:
Ich kann auch dieses Mal nur sagen, dass mir die Fortsetzung gefallen, mich gut unterhalten und meine Neugier auf Teil 4 geweckt hat. Die Entwicklungen sind stimmig und passend, es werden neue Hintergründe aufgedeckt, gleichzeitig neue Wege eingeschlagen und wieder Fragen aufgeworfen, sodass die Grundspannung immer erhalten bleibt. Somit gibt es wieder 4 Sterne und eine Leseempfehlung.

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21 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

dorfgemeinschaft, missbrauch, lehrerin, thrille, mor

Aschenkind

Sofie Rathjens
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 14.11.2016
ISBN 9783746632834
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Kurzbeschreibung
Mörderisches Land.

Leonie ist heilfroh, als sie in dem verschlafenen Dorf im hohen Norden ankommt. Hier will sie endlich Abstand zu ihrer Scheidung gewinnen und in Ruhe als Lehrerin arbeiten. Bald jedoch stößt sie auf einem Acker über ein brutal ermordetes Mädchen. Zusammen mit dem kauzigen Dorfpolizisten Wahnknecht begibt sie sich auf die atemlose Jagd nach einem Mörder, der sich wie ein Phantom wieder und wieder entzieht. Dann kommt auch noch eine alte Dorflegende ins Spiel. Und obwohl Leonie nicht an Geister glaubt, wird das Ganze immer rätselhafter für sie …

Eine wunderbare Landschaft und eine eigenwillige Frau, die zur Detektivin wider Willen werden muss.

Meinung
„Aschenkind“ ist das Thriller-Debüt der Autorin und hat einen etwas nicht alltäglichen Charakter. Es nimmt einen sofort ein, ist aber dennoch etwas komplex. Der Schreibstil der Autorin vermischte mehrere Merkmale. Er war düster, teils witzig, aber klar definiert. Dies gefiel mir ganz gut. Spannung war zu jeder Zeit gegeben und ich fühlte mich gut unterhalten.

Frau Rathjens gelang es mit ihren Umgebungsbeschreibungen punktgenau darzustellen, wie es war, neu in ein kleines Dorf zu kommen. Das Misstrauen der Dorfbewohner war spürbar und es erschien alles ziemlich düster. Viele verschiedene Situationen wurden miteinander verwoben und es war zeitweise etwas schwierig für mich, alles in die richtige Ordnung zu bringen. Dennoch gestaltete sich das Ganze als ein tolles Werk, welches ich allerdings nicht als Thriller, sondern als Krimi beschreiben würde.

Die Charaktere fand ich ganz gut, vielleicht etwas zu blass, aber auf jeden Fall durch ihre witzigen Dialoge recht sympathisch. Leonie ist ein recht eigenwilliger Typ, zieht ihr Ding durch und lässt sich durch nichts aus der Reihe bringen. Dabei eckt sie oft an, was sie aber im Grunde nicht so stört. Dorfpolizist Wahnknecht kam mir etwas schusselig und tranig rüber. Dennoch hat er einen guten Charakter und ist sehr liebenswürdig.

Die Umgebungsbeschreibungen waren klasse. Ich konnte mir das kleine Dorf sehr gut bildlich vorstellen und die Darstellungen der Morde verursachten etwas Gänsehaut bei mir.

Zur Handlung selbst kann ich nur sagen: toll durchdacht, spannende Momente, einige Ungereimtheiten, aber ansonsten sehr gut.

Fazit
„Aschenkind“ konnte mich bis auf ein paar Kleinigkeiten überzeugen. Die Charaktere hätte ich mir etwas mehr ausgearbeitet gewünscht und die Handlung an manchen Stellen nicht so verwirrend. Ansonsten hat mir dieser Thriller einige gute Lesestunden eingebracht. Ich vergebe somit 4 von 5 Sternen und eine klare Leseempfehlung.

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69 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 10 Rezensionen

dystopie

Evolution (2). Der Turm der Gefangenen

Thomas Thiemeyer
Fester Einband: 376 Seiten
Erschienen bei Arena, 03.01.2017
ISBN 9783401601687
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kurzbeschreibung
Evolution ist unaufhaltsam.
Evolution ist unausweichlich.
Sie macht vor niemandem Halt.
Auch nicht vor uns …
Mit letzten Kräften erreichen Lucie und ihre Freunde die Stadt der Überlebenden. Während Jem vor den Toren gegen angreifende Tiere kämpft, hofft Lucie im Inneren endlich Antworten zu finden. Doch im Schatten der Türme scheint das Mittelalter wieder aufgelebt zu sein: Wissenschaft gilt als schwarze Magie, Fragenstellen ist streng verboten. Als die Jugendlichen aus verbotenen Büchern erfahren, dass sie nicht die ersten Zeitreisenden sind, entlädt sich der Zorn des Burgherrn. Den Freunden bleibt nur die Flucht. Ihr Ziel: der einzige Ort, der noch Hoffnung verspricht - die Oase der Zeitspringer. Aber der Weg dorthin führt durch gefährliche Sümpfe, mitten ins Land der Squids.

Meinung
Nachdem mich ja der erste Teil schon sehr fasziniert hatte, war ich natürlich sehr gespannt auf Band 2. Meine Erwartungen waren hoch und ich wurde nicht enttäuscht. Herr Thiemeyer konnte in diesem Teil noch eine Schippe drauflegen.

Der Einstieg fiel mir ganz leicht, ich hatte Band 1 ja erst gelesen, und ging nahtlos über. Sofort war ich wieder gefangen in der Geschichte rund um Jem und seine Freunde. Die Spannung überrollte mich und hielt auch bis zum Schluss an, sodass ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen konnte. Ich war wieder einmal fasziniert von der Schreibweise des Autors. Genau beschreiben kann man das irgendwie nicht, nur dass es einem nicht mehr los lässt. Der Stil ist so bildgewaltig und das hört sich vielleicht jetzt etwas komisch an, aber farbenfroh. Beim Lesen stürmten sämtlich Farben auf mich ein. Z. B. in den Türmen…da war alles grau, schwarz und bedrückend, im Wald dagegen farbenfroh und bunt. Wie gesagt, genau kann ich dieses Phänomen einfach nicht beschreiben.

Zur Handlung selbst. Jem hat es alleine geschafft und kann sich in die Unterstadt einschleusen. Dabei lernt er neue Menschen kennen, die ihm helfen, seine Freunde in der Oberstadt zu befreien. Knapp können sie entfliehen, leider werden dadurch auch Ragnar und Leod verbannt. Diese beiden schließen sich Jem an. Marek und Lucie haben mich diesmal nicht überzeugen können. Marek konnte ich ja schon von Anfang an nicht leiden, und ja er wurde noch schlimmer. Und Lucie wird gegen Ende des Buches auch ganz komisch, so als wäre sie besessen. Mehr wird nicht verraten. Die anderen Charaktere überraschten mich positiv und haben sich meiner Meinung nach sehr weiter entwickelt.

Schade fand ich etwas, dass ich von den anderen Überlebenden im Buch nichts mehr erfahren habe. Ein paar Infos wären schon toll gewesen. Dies nimmt aber keinen Einfluss auf die Geschichte selbst. Es trafen auch wieder unerwartete Ereignisse und Überraschung ein und ich war ganz traurig, als das Buch zu Ende war. Zum Glück muss man nicht lange auf Band 3 warten. Hinten im Buch ist ein Vermerk das der 3. Teil „Die Quelle des Lebens“ ab Juni 2017 erscheinen soll.

Fazit
„Der Turm der Gefangenen“ ist ein würdiger, sogar noch etwas besserer Nachfolger zu „Die Stadt der Überlebenden“. Ich liebe die Schreibweise, den Plot, die Charaktere und einfach alles drum herum. Das Buch enthält alles, was ein guter Schmöker haben sollte und es gibt’s daran auszusetzen. Somit vergebe ich die volle Punktzahl von 5 Sternen und warte sehnsüchtig auf Band 3. Eine Leseempfehlung gibt’s natürlich auch.

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103 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

eis wie feuer, sara raasch, fantasy, meira, sararaasch

Eis wie Feuer

Sara Raasch , Antoinette Gittinger
Flexibler Einband: 500 Seiten
Erschienen bei cbt, 09.01.2017
ISBN 9783570311202
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kurzbeschreibung
Sie ist pure Magie

Drei Monate sind seit der großen Schlacht zwischen dem Königreich Winter und Frühling vergangen, bei der König Angra in die Flucht geschlagen wurde. Thronerbin von Winter, Meira, will vor allem eines: Frieden und Sicherheit für ihr Volk. Doch als die verloren geglaubte Quelle der Magie in den Minen der Winterianer gefunden wird, stellt dies das gesamte Machtgefüge in Frage: Prinz Theron brennt darauf, die Magie als Waffe gegen die Feinde von Winter einzusetzen. Meira jedoch fürchtet die Kräfte, die sie damit entfesseln könnte …

Meinung
Jaa….endlich der heißersehnte 2. Teil der Ice like Fire-Reihe. Der erste hat mir ja schon sehr zugesagt und dementsprechend voller Erwartungen machte ich mich an den Mittelband. Und ich muss sagen, genauso toll wir sein Vorgänger. Auch das Cover ist wieder ganz was Besonderes und sticht durch seinen tollen Look richtig ins Auge.

Dieser zweite Band knüpft nahtlos an seinen Vorgänger „Schnee wie Asche“ an und ich war sofort wieder mitten in der Fantasy-Geschichte drin. Spannung war sofort wieder gegenwärtig und ich finde, die Charaktere haben sich zum Vorgänger gewaltig weiter entwickelt. Sie strahlten diesmal eine Selbstsicherheit aus, bei der es dann zu Entscheidungen kam, die es in sich hatten.

Dabei stach natürlich Hauptprotagonistin Meira ins Auge. Wider Willen war sie ja nun Königin von Winter, musste Entscheidungen treffen, machte dies auch ganz gut, aber dennoch tat sie mir unendlich leid. Sie ist einfach eine so sympathische Person, macht alles, um ihr Volk zu retten und gerät in Situationen, die nur schwer zu verarbeiten waren. Auch Mather hat mich diesmal ziemlich beeindruckt. Er spielte seine Rolle auch besser, stellte sich auf die Füße und demonstrierte seine „Macht“. Der perspektive Wechsel beider Personen im Buch brachte dem Ganzen etwas Lockeres. Ich dürfte auf beide Sichten schauen und fand es richtig toll. Auch neue Personen kamen hinzu und die Nebencharaktere waren auch gut, sowie die Umgebungsbeschreibungen sehr bildlich vorstellbar.

Die Handlung selbst gestaltete sich diesmal etwas anders. Die Kämpfe rücken etwas in den Hintergrund, mehr politische Verhandlungen traten in den Vordergrund. Viele Intrigen wurden eingearbeitet und teilweise war ich schon etwas verwirrt, wer denn jetzt nun gut oder böse war. Romantische Momente waren auch eher selten, was aber dem Plot keinen Abbruch tat. Auch die Magie spielte diesmal eine sehr große Rolle und diese Vermischung mit Spannung war sehr gut durchdacht.

Am Ende gab es wieder einige offene Fragen für mich und ich bin schon ganz gespannt auf den letzten Teil, welcher hoffentlich bald erscheinen wird. Leider konnte ich noch nichts darüber in Erfahrung bringen, wann dies sein soll.

Fazit
„Eis wie Feuer“, der Mittelband der Ice like Fire-Reihe konnte mich auch wieder überzeugen. Teilweise verwirrende Szenen waren schon da, aber es überwiegte die Spannung und die Magie. Die Charaktere waren toll und die Umgebungsbeschreibungen klasse. Ich vergebe sehr gute 4 von 5 Sternen und eine klare Leseempfehlung.

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5 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Gefrorener Schrei

Tana French , Ulrike Wasel , Klaus Timmermann , Nina Petri
Audio CD
Erschienen bei Argon, 29.12.2016
ISBN 9783839815243
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Kurzbeschreibung
Aislinn Murray ist jung, hübsch und liegt tot in ihrem Haus, der Tisch ist für ein romantisches Abendessen gedeckt. Wieder so eine klare Beziehungstat, denkt die Polizei. Doch bald stoßen die Detectives Antoinette Conway und Stephen Moran auf Ungereimtheiten. Und es wird immer offensichtlicher, dass jemand in der Mordkommission ihre Arbeit behindert. Weil sich Antoinette mit ihrer toughen Art Feinde gemacht hat? In einem explosiven Ermittlungskreisel wird nur eines immer deutlicher: Unschuldig ist hier niemand.

Meinung
Vor ein paar Jahren habe ich von der Autorin schon mal „Grabesgrün“ gelesen. Es war ganz gut und deshalb wollte ich „Gefrorener Schrei“ mal als Hörbuch haben. Auch dieses war ganz gut, aber mit einigen Schwächen im Gepäck.

Ich kam ganz gut in die Geschichte rein und es gab auch gleich eine Leiche. Alle stehen vor einem Rätsel und denken es war eine typische Beziehungstat. Conway und Moran, die beiden unbeliebtesten im ganzen Dezernat, werden auf den Fall gesetzt und die Ungereihmtheiten nehmen kein Ende. Werden sie vielleicht von ihren Kollegen behindert? Dennoch lassen sich die beiden nicht unterkriegen, ermitteln sehr aufmerksam und stoßen auf einige ungeklärte Fragen.

Leider fehlte mir persönlich letztendlich die Spannung, welche einen guten Krimi ausmacht. Es gab schon einige Szenen, wo wirklich kurz Spannung da war, aber die meiste Zeit zog sich der Plot sehr in die Länge. Mir gefielen auch nicht sonderlich die langen Verhörmomente. Diese hätte man ruhig etwas kürzen und sich auf das Wesentliche beschränken können. Meinen Lesefluss hemmte dies schon etwas.

Es gab zwar schon einige überraschende Wendungen und Ereignisse, dennoch waren diese für meinen Geschmack nicht ausreichend ausgearbeitet. Ich erfuhr einfach zu wenig. Außerdem waren mir die Charaktere zu flach und oberflächlich. Ich wurde mit keinem so richtig warm und sie hatten auch nichts Besonderes an sich. Die Umgebungsbeschreibungen dagegen waren klasse. Bildlich konnte ich mir schon etwas darunter vorstellen.

Die Sprecherin Nina Petri hinterließ bei mir nicht so einen tollen Eindruck. Mir fehlte das Einnehmbare, fesselnde an ihrer Stimme.

Fazit
„Gefrorener Schrei“ konnte mich nicht so überzeugen. Es fehlte mir persönlich sehr an Spannung und die Charaktere erschienen mir zu flach. Die Umgebungsbeschreibungen dagegen waren sehr gut. Insgesamt war der Plot durchschnittlich. Deswegen vergebe ich noch solide 3,5 von 5 Sternen.

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66 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

liebe, familie, katie agnew, roman, heyne

Die Perlenfrauen

Katie Agnew , Jens Plassmann
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Heyne, 13.02.2017
ISBN 9783453420298
Genre: Romane

Rezension:

Kurzbeschreibung
Manchmal muss man alte Wunden öffnen, um sein Glück zu finden

Zu ihrem 18. Geburtstag bekam die Schauspielerin Tilly Beaumont 1947 eine atemberaubend schöne Halskette geschenkt. Das Schmuckstück begleitete sie durch ihre ruhmreiche Karriere hindurch und zierte ihren Hals auf den glamourösesten Partys – bis sie auf einmal spurlos verschwand. Jahre später bittet Tilly ihr Enkelin Sophia, die Kette zu finden. Sophia hat gerade schmerzlich erfahren, dass man mit gutem Aussehen und dolce vita allein keine Rechnungen bezahlen kann. Die wertvolle Perlenkette könnte nun einige ihrer Probleme lösen. Aber was sind die eigentlichen Gründe für Tillys Auftrag? Und wie soll Sophia ein Erbstück finden, das sie noch nie gesehen hat?

Meinung
Familiengeschichten lese ich ja gerne mal zwischen durch und als ich vom Heyne Verlag die Anfrage bekam, ob ich dieses Buch gerne vorab lesen möchte und mich der Klappentext sehr ansprach, konnte ich natürlich nicht nein sagen und machte mich voller Erwartungen ans Lesen.

Der Einstieg ins Buch fiel mir ganz leicht und ganz langsam wurde ich in die Geschichte eingeführt und die Charaktere mir aufgezeigt. Es war locker und leicht, kam aber irgendwie nicht zum Punkt. Bis ich das erste Mal überhaupt von der Perlenkette oder den Perlen erfuhr, war schon ungefähr ein Drittel des Buches um. Dann aber gings zügig voran und viele unerwartete Ereignisse und tragische Wendungen überraschten mich sehr.

Die Handlung selbst wurde in 3 Teile eingeteilt und wechselte immer in Zeitsprüngen in die Vergangenheit und in die Gegenwart. Außerdem erzählte es auch noch in zwei Strängen, was aber keinen Abbruch tat. Die Autorin hat alles gekonnt miteinander verwoben und ich kam gut damit zurecht.

Große Emotionen und Gefühle spielten eine sehr dominante Rolle. Bei solch einem Genre ja nicht unüblich, dennoch diesmal sehr stark ausgeprägt, wobei überhaupt nicht übertrieben. Einige Passagen ließen mich mit einem wehmütigen Auge zurück und ich konnte mich sehr gut in die Charaktere hinein versetzen.

Diese erschienen mir sehr authentisch und es gab keinen, mit dem ich mich nicht identifizieren konnte. Jeder nahm eine bestimmte Rolle ein und spielte diese auch sehr gut und überzeugend. Ich gewann Einblick in die verschiedenen Psychen und ihre Verhaltensmuster. Jeder handelte nach seiner Überzeugung, auch wenn es nicht immer richtig schien. Die Umgebungsbeschreibungen waren klasse, sodass ein wahres Kopfkino entstehen konnte.

Es gab einen typischen Schluss, welcher zu meinem Verdruss dann auch noch etwas zu schnell abgehandelt wurde. Dennoch konnten alle meine Fragen beantwortete werden und ich erkannte den eigentlichen roten Faden durch das ganze Werk. Gut, nicht das ich jetzt ganz unwissend die ganze Zeit war, nein ich hatte schon meine Vorstellungen, wie es ausgehen würde. Dennoch blieb die Spannung und die eigentlichen Hintergründe dieser tragischen Familiengeschichte bis zum Ende verschlossen. Als ich das Buch dann mit den doch über 550 Seiten zusammenklappte, war ich wohlig zufrieden.

Der Schreibstil von Frau Agnew war locker leicht, fluffig, aber dennoch sehr bildgewaltig und emotional. Einzelne Absätze, darunter die Briefe der Großmutter wurden kursiv gehalten und hoben sich vom anderen Text gut ab. Für diese vielen Seiten war mir persönlich die Schriftgröße zu klein. Die Kapitellängen waren ok.

Fazit
„Die Perlenfrauen“ ist eine sehr emotionale, dramatische und gefühlsvolle Familiengeschichte mit viel Charme und etwas Spannung. Tolle Charaktere und ein zauberhafter Plot machen dieses Werk zu einem puren Lesevergnügen. Ich vergebe sehr gute 4 von 5 Sternen und eine klare Leseempfehlung.

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(30)

101 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

sekte, drama, jugendbuch;

Hier musst du glücklich sein

Lisa Heathfield , Birgit Schmitz
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 22.12.2016
ISBN 9783551583383
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kurzbeschreibung:
Eine kleine Gemeinschaft, abgeschottet von der Welt. Hier ist Pearl aufgewachsen und hier fühlt sie sich sicher, denn ihr Oberhaupt Papa S. beschützt sie alle vor der vergifteten Welt da draußen. Doch als sich der gleichaltrige Ellis und seine Familie ihrer Gemeinschaft anschließen, wird Pearls Weltbild auf die Probe gestellt: Ellis wächst Pearl täglich mehr ans Herz – und er scheint nicht an die Lehren von Papa S. zu glauben! Langsam wird auch Pearl klar, dass sie fliehen müssen, um sich zu retten …

Meinung:
Das Thema Sekten und wieso Menschen sich so manipulieren lassen, finde ich ziemlich interessant. Außerdem habe ich die Gated-Reihe von Amy Christine Parker gelesen, die sich mit dem gleichen Thema beschäftigt und mich ziemlich überzeugt hat. Jedoch ist dies schon wieder eine Weile her, weshalb ich gerne was Neues in die Richtung lesen wollte und da mich der Klappentext sofort angesprochen hat, war ich wirklich neugierig auf die Geschichte.

Vom Prinzip her ist sie auch wirklich solide und glaubhaft aufgebaut. Es gibt eine kleine Gemeinschaft, die kaum Kontakt zur Außenwelt hat und die nach strengen, vom Oberhaupt vorgegebenen Regeln lebt. Und natürlich erscheinen die Regeln für die in der Gemeinschaft geborenen und aufgewachsenen Jugendlichen ganz normal und logisch, sie kennen es ja nicht anders. So ist es nicht verwunderlich, dass Pearl und ihre Familie leicht lenkbar sind und sich bei vielem nichts denken, wo beim Leser schon bald ein ungutes Gefühl aufkommt.

Das Besondere an solch Sekten-Ähnlichen Gemeinschaften ist die Art, wie die Oberhäupter ihre Mitglieder manipulieren. Bei der Gated-Reihe hat mich die Darstellung davon wirklich beeindruckt und beängstigt, hier jedoch hätte die besondere Macht und Anziehungskraft noch ein bisschen ausgeprägter deutlich werden können. Man bekommt zwar schon mit, wie Papa S. fungiert, wie er belohnt und bestraft, wie er seine Herde auf Kurs hält und mit welchen Mitteln er arbeitet, aber es ist mir beim Lesen nicht in Fleisch und Blut übergangen. Dabei ist Stimmung durch die vielen düsteren Andeutungen auch oft bedrückend, aber der letzte Kick hat mir ein bisschen gefehlt.

Manches fand ich auch nicht zu 100 Prozent authentisch. So kann ich mir nur schwer vorstellen, dass ein Oberhaupt es wirklich erlauben würde, dass ein Jugendlicher von draußen einfach so in die Gemeinschaft kommt. Da war es ja schon von Beginn an vorprogrammiert, dass er die ganzen Lehren und Ansichten nicht so einfach übernehmen und es Ärger geben würde.

Jedoch klingt das jetzt alles negativer, als es wirklich war, denn in der Gesamtbetrachtung hat mich die Geschichte doch recht gut unterhalten. Die Charaktere fand ich glaubhaft erarbeitet und Protagonistin Pearl mochte ich wirklich gerne. Ihr Leben und ihre Entwicklung fand ich gut dargestellt. Die Handlung hat durchaus einige Höhepunkte, ist schnell lesbar und recht kurzweilig.

Vor allem das Ende hat es wirklich in sich, auch wenn es etwas abrupt und viel zu offen ist. Aber da ja noch eine Fortsetzung geplant ist, kann man damit leben.

Fazit:
Auch wenn „Hier musst du glücklich sein“ meine Erwartungen nicht ganz erfüllt hat, gibt es einen recht soliden Einblick in das Leben in einer Sekte und weiß recht gut zu unterhalten. Es ist definitiv noch viel Potential vorhanden und nicht nur der Cliffhanger am Ende macht Lust auf die Fortsetzung. Für diesen Auftakt vergebe ich solide 3,5 Sternen.

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(79)

192 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 38 Rezensionen

freundschaft, liebe, dani atkins, familie, der klang deines lächelns

Der Klang deines Lächelns

Dani Atkins , Sonja Rebernik-Heidegger
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.11.2016
ISBN 9783426519356
Genre: Romane

Rezension:

Kurzbeschreibung:
Allys Ehemann Joe wird im Park von zwei panischen Kindern angesprochen: Ihr Bruder ist im zugefrorenen See eingebrochen! Doch als Joe sich aufs Eis wagt und den Jungen rettet, gibt es unter ihm nach. Zur selben Zeit sucht David im Kaufhaus für seine Ehefrau Charlotte eine Halskette aus, als er zusammenbricht. Herzinfarkt verursacht durch eine Virusinfektion. Die beiden Frauen eilen ins Krankenhaus – und erstarren, als sie einander dort im Warteraum begegnen. Denn sie kennen sich von früher, als Ally und David noch ein Paar waren und Charlotte nur seine Mitbewohnerin. Während die Ärzte um das Leben der beiden Männer kämpfen, harren ihre Ehefrauen aus und müssen sich den alten schmerzhaften Erinnerungen stellen …

Meinung:
Die Kurzbeschreibung hat mich sofort angesprochen. Es gibt nicht oft solche Zufälle, aber manchmal gibt es sie wirklich und ich war gespannt, was die Autorin aus dieser brenzlichen Ausgangssituation gemacht hat.

Bis ich wirklich in die Geschichte gefunden habe, hat leider etwas gedauert. Das lag vor allem daran, dass ich mich anfangs ziemlich schwer getan habe die beiden Sichten auseinander zu halten. Zwar gibt es zwei unterschiedliche Sprecherinnen, eine für Allys und eine für Charlottes Perspektive, in denen die Handlung abwechselnd erzählt wird, aber um sie auseinanderzuhalten und wirklich zuzuordnen hab ich doch eine Weile gebraucht. Da hätte ich es mir doch wie im gedruckten Buch gewünscht, dass vorher immer gesagt wird, wer jetzt gerade dran ist.

Nachdem das Problem aber gelöst war, hat mir das Hörbuch eigentlich gut gefallen. Man bekommt einen guten und detaillierten Einblick in das Leben der beiden Frauen. Sowohl in der Gegenwart, als auch in der Vergangenheit. Man erfährt durch ausführliche Rückblenden der beiden was damals genau vorgefallen ist und wie sich alles entwickelt hat. Anfangs sind die Fronten natürlich sehr verhärtet, aber mit der Zeit wird eindrucksvoll deutlich, dass manches nicht immer so einfach ist, wie es auf den ersten Blick erscheint.

Dabei muss ich auch sagen, dass ich nicht alle Entscheidungen der Figuren immer gut fand oder komplett nachvollziehen konnte. So hab ich mich doch über die ein oder andere Entwicklung aufgeregt, aber genau das hat es menschlich und authentisch gemacht. Denn auch wenn die Ausgangslage ein bisschen konstruiert ist, die Lebensgeschichten der Figuren sind es nicht, höchstens ein bisschen vorhersehbar.

Insgesamt wirft die Geschichte im Verlauf eine ganze Palette an Emotionen auf. Es geht um Liebe, aber auch um Freundschaft, Schmerz, Verlust und Verzeihen und vieles mehr. Beim Hören konnte ich mich zumeist gut in die Figuren hineinversetzen und ihre Emotionen nachfühlen. Denn davon abgesehen, dass ich die Sprecherinnen anfangs etwas schwer zuordnen konnte, machen sie einen guten Job. Sie erzählen ihre Parts ziemlich authentisch.

Das Ende hätte noch ein bisschen ausführlicher sein können, aber gut, auch so hat sich alles aufgeklärt und es ist zufriedenstellend.

Fazit:
Eine emotionale und, trotz des großen Zufalls, authentische Geschichte. Auch wenn nicht alles perfekt war, ich anfangs ein paar Probleme hatte und manche Entwicklungen etwas vorhersehbar sind, hat sie mich berührt und unterhalten. Deshalb vergebe ich solide 4 Sterne und eine Empfehlung für alle die gerne emotionale, berührende und traurige Geschichten lesen.

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(220)

611 Bibliotheken, 20 Leser, 1 Gruppe, 131 Rezensionen

fantasy, marie lu, young elites, jugendbuch, verrat

Young Elites - Die Gemeinschaft der Dolche

Marie Lu , Sandra Knuffinke , Jessika Komina
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Loewe, 16.01.2017
ISBN 9783785583531
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kurzbeschreibung:
Über Nacht verfärbten sich Adelinas wunderschöne schwarze Haare plötzlich silbern. Seit sie das mysteriöse Blutfieber überlebte, ist die Tochter eines reichen Kaufmanns gezeichnet und von der Gesellschaft verstoßen. Aber die Krankheit hat ihr nicht nur eine strahlende Zukunft genommen, sondern auch übernatürliche Kräfte verliehen. Und Adelina ist nicht die Einzige. Die Gemeinschaft der Dolche wird vom König gejagt und gefürchtet, denn mit ihren unerklärlichen Fähigkeiten sind sie imstande, ihn vom Thron zu stürzen. Doch dazu benötigen sie Adelinas Hilfe...

Meinung:
Nachdem mir ja die Legend-Reihe der Autorin sehr gut gefallen hatte und mich sowohl das Cover als auch die Kurzbeschreibung sofort angesprochen haben, war ich sehr gespannt, auf Marie Lu´s neue Reihe.

Und der Start ist der Autorin auch sehr gut geglückt. Durch den Beginn in der Todeszelle spürt man sofort die Brisanz der Geschichte und die Rückblenden bringen den Leser mitten in die Welt von Adelina.

Und Adelina ist keine typische Protagonistin. Anzeichen dafür gibt es schon von Beginn an, aber je weiter die Handlung voranschreitet, desto deutlicher wird diese Tatsache. Sie hat einige Schwächen und trägt viel Dunkelheit in sich bzw. hat sie sogar die Besonderheit, dass sich ihre Kräfte von Angst und Wut nähren. Sowas hatte ich noch nicht und auch, wenn ich mir ihre Besessenheit von der Dunkelheit manchmal noch ein bisschen stärker beschrieben gewünscht hätte, ist ihre Entwicklung auch so etwas Neues und Unverbrauchtes, ziemlich eindrucksvoll und glaubwürdig.

Die anderen Figuren sind alle etwas schwer zuzuordnen. Ich wusste lange nicht, was ich von den einzelnen Charakteren halten soll und wenn ich mir eine Meinung gebildet hatte, wurde sie auch schon mal über den Haufen geworfen. Im Großteil fand ich diese Vorgehensweise gut, nur manchmal hätte mir ein bisschen mehr Bezug zu den Figuren gewünscht. Vor allem Enzo, der Anführer der Dolche, ist mir doch ziemlich fern geblieben, weshalb ich auch die sich entwickelnde Liebesgeschichte nicht wirklich nachfühlen konnte.

Nach dem gut gewählten Start flaut die Geschichte im Mittelteil leider ein bisschen ab. Dabei passiert schon noch etwas und man begleitet Adelina dabei, wie sie ihre Kräfte und die anderen Mitglieder der Dolche kennenlernt, aber trotzdem hätte den mittleren 200 Seiten ein bisschen mehr handfeste Spannung nicht geschadet. Auch gab es hier ein paar zu einfache Entwicklungen, aus denen man hätte mehr machen können.

Jedoch muss ich diese Kritik gleich wieder entschärfen, da mich das Ende wirklich extrem überraschen und den etwas schwächeren Mittelteil wieder rausreißen konnte. Da gabs dann wirklich all die Spannung, die unerwarteten Wendungen, Überraschungen und Schockmomente die ich mir vorher schon gewünscht hätte. Im Epilog gibt die Autorin auch gleich einen Einblick wie es weitergehen könnte und ich bin auf jeden Fall auf die Fortsetzung gespannt.

Einen kleinen Kritikpunkt habe ich dann aber doch noch, denn ich fand es etwas schade, dass die Welt ein bisschen wenig beschrieben wird. Es gibt kaum Erklärungen und Erläuterungen zu den Umständen und Gegebenheiten und da wäre noch etwas Luft nach oben vorhanden.

Fazit:
Durch den etwas schwächeren Mittelteil, die manchmal etwas fernbleibenden Figuren und die etwas zu wenig beschriebene Welt, ist dieser Auftaktband nicht perfekt. Jedoch konnte mich die Grundidee, die Entwicklung der Protagonistin und vor allem das Ende mit den vielen überraschenden Wendungen und Schockmomenten sehr gut unterhalten. Deshalb habe ich das Buch mit einem positiven Gefühl geschlossen, vergebe knappe 4 Sterne und freue mich schon auf die Fortsetzung.

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(135)

210 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 106 Rezensionen

cornwall, thriller, minen, stiefkind, weihnachten

Stiefkind

S. K. Tremayne , Susanne Wallbaum
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.12.2016
ISBN 9783426516621
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Kurzbeschreibung
Rachel hat es endlich gut getroffen. Nach langen Single-Jahren hat sie den Anwalt David Kerthen kennengelernt und zieht mit ihm in sein Herrenhaus auf den Klippen von Cornwall. Mit den besten Absichten, auch für Davids Sohn aus erster Ehe, den 9-jährigen Jamie, eine gute Mutter zu sein. Denn Davids erste Frau kam auf tragische Weise in einer der überfluteten Zinngruben an Cornwalls Küste ums Leben.
Doch Jamie verändert sich, scheint von düsteren Visionen geplagt - und platzt schließlich mit einem Satz heraus, den Rachel nicht mehr vergessen kann: „ An Weihnachten wirst du sterben ... und meine Mummy kommt zurück."

Meinung
„Stiefkind“ ist mein erster Psychothriller des Autors S.K. Tremayne. Durch seinen spannenden Klappentext und auch das etwas unheimliche Cover wurde ich aufmerksam darauf. Da es genau in mein Leseschema passt, musste ich es natürlich lesen und war ganz gespannt darauf.

Die Geschichte begann eigentlich ganz ruhig und gar nicht thrillermäßig. Rachel lernt einen Mann kennen und lieben, sein Sohn mag sie auch, die beiden heiraten sehr schnell und ziehen in das Herrenhaus in Cornwall. Alles erschien gut und normal, bis eines Tages Jamie merkwürde Ansätze aufweist. Es schien als hätte der kleine Mann Visionen, welche durchaus beängstigend waren. Was war wirklich daran?

Die Atmosphäre verdüsterte sich schlagartig und es wurde spannend und interessant. Bis zum Schluss hielt dies auch an und ich war nur begeistert. Ich erhielt Einblicke in die Psyche der Menschen und sah, dass nicht immer alles Friede Freude Eierkuchen war und jeder so seine Geheimnisse hatte. Der eine mehr, der andere weniger. Dennoch gestaltete sich die Handlung ruhig und etwas gelassen, es ging gut voran, aber eben nicht auf die rasante Art und Weise. Trotzdem zog mich dieses Werk so in den Bann, dass ich es nicht mehr aus der Hand legen konnte.

Am Schluss gab es nochmal einen kleinen Showdown. Die Situation eskalierte, nahm aber dann trotzdem ein stimmiges Ende. Alle bis dahin noch hinterfragten Geheimnisse wurden gelüftet und es ergab alles einen Sinn.

Die Charaktere waren grandios. Sehr authentisch und real erschienen sie mir und ihre psychologische Verfassung wurde vom Autor gekonnt dargestellt. Die Angstzustände, die Verwirrtheit und noch einiges mehr kamen erschreckend echt rüber. Ein einzelner wurde wahrscheinlich bewusst nicht in den Vordergrund gestellt. Alle Personen erhielten die gleiche Aufmerksamkeit. Das fand ich persönlich ganz gut, denn somit musste ich mich nicht an einen Darsteller heften, sondern konnte mit mehreren harmonieren. Die Umgebungsbeschreibungen waren klasse und hinterließen einen mystischen Flair.

Der Schreibstil von Herrn Tremayne war flüssig, leicht zu lesen, aber sehr bildgewaltig und fesselnd. Die Kapitel wurden einigermaßen kurz gehalten und die Schriftgröße war ok.

Fazit
„Stiefkind“ war für mich ein dramatischer, spannender und fesselnder Psychothriller der Extraklasse. Es gibt nichts zu meckern und ich kann ihn nur weiterempfehlen. Somit vergebe ich die volle Punktzahl von 5 Sternen.

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(41)

119 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

matt haig, echo boy, jugendbuch, dystopie, zukunft

Echo Boy

Matt Haig , Violeta Topalova
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 09.12.2016
ISBN 9783423717120
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kurzbeschreibung:
Audrey lebt in einer Welt, die von moderner Technik bestimmt wird und in der künstliche Menschen, die sogenannten »Echos« , darauf programmiert sind, jeden Befehl ihres Besitzers auszuführen. Eines Tages passiert das Unfassbare: Ein scheinbar defekter Echo tötet Audreys Eltern. Mit knapper Not kann sie entkommen und findet Unterschlupf bei ihrem Onkel. Dort trifft sie auf Daniel.

Daniel ist ein Echo – und er fühlt sich zu Audrey hingezogen, etwas, das eigentlich nicht sein kann. Doch er will sie beschützen. Denn Audrey schwebt noch immer in Lebensgefahr...

Meinung:
Also, als erstes angesprochen hat mich ja dieses tolle Cover. Irgendwie verträumt und es hat einfach meine Blicke auf sich gezogen. Auch die Kurzbeschreibung fand ich ganz ansprechend und ich wollte schon länger mal ein Buch von Matt Haig lesen.

Der Autor startet seine Geschichte recht ruhig und bietet erstmal Zeit seine futuristische Welt kennenzulernen. Er stellt seine technischen Errungenschaften und typische Lebensgewohnheiten im Alltag vor. Diese Beschreibung wie z. B. vom Reisen auf die andere Seite der Welt innerhalb weniger Minuten, vom größtenteils virtuellem Leben oder eben hochtechnisiert Robotern die niedrige Arbeiten erledigen fand ich recht gelungen, ansprechend und glaubhaft, auch wenn ich das meiste so schon irgendwo mal gelesen oder gesehen habe. Das macht aber nichts, denn auch so kann man sich gut in die Welt hineinversetzen und es gibt auch ein paar kleine Highlights.

Auch das Grundthema ist natürlich kein Neues. Die Entwicklung künstlicher Intelligenz und die Frage danach, ob und ab wann Maschinen menschlich werden können wurde schon oft in Literatur und Film aufgegriffen und auch hier wieder solide bearbeitet.

Ich schreibe hier bewusst solide, da es das war. Ganz ok, aber irgendwie hat mir das gewisse Extra meistens doch gefehlt. Sowohl bei der Handlung, die extrem geradlinig und meistens vorhersehbar ist, als auch bei den Figuren, die irgendwie manchmal ein bisschen hinter ihren Möglichkeiten zurückbleiben.

Auch die Liebesgeschichte war ok, aber mehr auch nicht. Ich fand sie nicht komplett unglaubwürdig, aber dass ich schmachtend mit ihnen mitgelitten hätte, war definitiv auch nicht der Fall.

Der Schreibstil an sich ist recht einfach und flüssig. Die Sätze sind zumeist relativ kurz, die Beschreibungen aber doch recht ausführlich, sodass man sich alles gut vorstellen kann und selbst in der beschriebenen Welt wandelt. Erzählt wird die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Audrey und Daniel, wobei Audreys Perspektive den größeren Anteil einnimmt. Diese verschiedenen Perspektiven haben mir gut gefallen, da man so auch einen guten Einblick bekommt, wie es Daniel nach seiner Erschaffung erging und wie er so wurde, wie er ist.

Das Ende ist zwar recht actionreich, aber irgendwie hat es mich nicht ganz zufriedengestellt. Es gibt die wichtigsten Antworten und es hat ein Abschluss, aber trotzdem blieben für mich noch Fragen offen, da die Geschichte irgendwie etwas unfertig wirkt. Und soweit ich weiß ist keine Fortsetzung geplant.

Fazit:
Eine nette und solide Sci-Fi-Jugendgeschichte für zwischendurch. Die beschriebene Welt, die Figuren und die Handlung sind ok und recht unterhaltsam, jedoch wäre überall auch noch etwas Luft nach oben gewesen. Vor allem in den Emotionen und den Wendungen. Auch das Ende hat mich jetzt nicht ganz zufriedengestellt, es wirkt ein bisschen unfertig, weshalb ich schlussendlich durchschnittliche 3 Sterne vergebe.

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(208)

519 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 104 Rezensionen

fantasy, sabaa tahir, jugendbuch, liebe, laia

Elias & Laia - Eine Fackel im Dunkel der Nacht

Sabaa Tahir , Barbara Imgrund
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 11.11.2016
ISBN 9783846600382
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kurzbeschreibung:
Das Schicksal hat Elias und Laia zusammengeführt und sie im Widerstand gegen das Imperium vereint. Gemeinsam fliehen sie aus Schwarzkliff, um im Gefängnis von Kauf Laias inhaftierten Bruder aus seiner Zelle zu befreien. Mit seinem Wissen könnte er von großem Wert sein für die Rebellen. Doch werden Elias und Laia es schaffen, sich unbemerkt bis ans andere Ende des Landes durchzuschlagen? Immerhin ist ihnen Helena dicht auf den Fersen. Und als rechte Hand des Imperators hat sie einen klaren Auftrag: Die beiden Verräter zu finden - und zu töten.

Meinung:
Der erste Teil der Elias & Laia Reihe hat mich ja total geflasht. Damals wars noch nicht ganz sicher, ob es wirklich um einen Auftakt handelt und mein Gott, was war ich froh, dass es sich als solcher herausgestellt hat. Denn es sind viele Fragen offen geblieben und ich habe mich extrem auf die Fortsetzung gefreut.

Und auch wenn es nun schon über ein Jahr her ist, dass ich Teil 1 gelesen habe und die Autorin auch kaum Erinnerungsstützen für ihre komplexe Welt gibt, hab ich erfreulicherweise extrem schnell wieder in die Geschichte gefunden.

Die Handlung startet da, wo Teil 1 aufgehört hat und weiß auch sofort wieder zu fesseln. Elias und Laia sind auf der Flucht und wir sind durch die bereits bekannten abwechselnden Perspektiven immer hautnah dabei, auch bei ihren Gedanken und den kniffligen Entscheidungen. Neben den Kapiteln aus Elias und Laias Sicht gibt es dieses Mal auch Kapitel aus der Sicht des neuen Blutgreifs und Elias ehemaliger bester Freundin Helena. Diese bereichern die Geschichte ungemein, da ihre innere Zerrissenheit bezüglich ihrer Pflicht und ihren Gefühlen Elias gegenüber sehr authentisch dargestellt wird und der Leser noch mehr Hintergrundinfos erhält.

Die Handlung ist erneut extrem spannend, actionreich und auch teilweise wieder ziemlich brutal und grausam. Dabei werden sowohl die interessante Welt, als auch die behandelten Themen und die Charaktere immer komplexer. Es geht um Machtkämpfe, Intrigen, Magie, Betrug, aber auch um Freundschaft, Liebe und Zusammenhalt. Und das alles in einer richtig ansprechenden Mischung.

Zusätzlich kommen noch atemberaubende Wendungen und einige schockierende Momente hinzu. So kann man das Buch gar nicht aus der Hand legen und möchte einfach ewig weiterlesen.

Wie gesagt haben mich auch die Figuren wieder beeindruckt. Nicht nur, dass sich die Protagonisten glaubhaft weiterentwickeln, sondern auch die Nebencharaktere haben ein Eigenleben, Tiefe und Wandelfähigkeit.

Der Schreibstil ist wie im ersten Teil einfach wieder perfekt. Flüssig lesbar und doch extrem eindrucksvoll, bildgewaltig und fesselnd.

Die Geschichte hat sich in diesem zweiten Teil gut weiterentwickelt, aber trotzdem sind noch viele Fragen offen. Vor allem die reizvolle magische Komponente wird immer interessanter, sodass ich echt gespannt bin, wie es weiter geht.

Fazit:
Auch die Fortsetzung hat mich extrem begeistert und einfach mitgerissen. Die von Frau Tahir entworfene Welt und ihre Figuren werden immer komplexer und der Plot ist spannend und faszinierend. Die Grausamkeiten im Buch schockieren, fesseln aber gleichzeitig auch. Ich möchte einfach schnell weiterlesen, da Teil 3 aber wohl erst 2018 erscheinen soll, werden wir uns auf eine längere Wartezeit einstellen müssen. Auf jeden Fall gibt es perfekte 5 Sterne und eine unbedingte Leseempfehlung für alle, die Teil 1 auch schon toll fanden.

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(103)

333 Bibliotheken, 14 Leser, 0 Gruppen, 35 Rezensionen

fantasy, ransom riggs, bibliothek, roman, london

Die Bibliothek der besonderen Kinder

Ransom Riggs , Silvia Kinkel
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.11.2016
ISBN 9783426520277
Genre: Fantasy

Rezension:

Kurzbeschreibung
Nachdem ihre Freunde von den feindlichen Wights entführt wurden, machen Jacob und Emma sich auf eine gefährliche Suche, um sie und die gefangenen Ymbrynen – so nennen sich die Schutzpatroninnen besonderer Kinder – zu befreien.
Die Spurt führt sie in die Zeitschleife Devil’s Acre, wo der Abschaum der Gesellschaft der Besonderen lebt, und schließlich zur geheimen Festung der Wights. Dort decken sie ein noch größeres Geheimnis auf: Caul, Miss Peregrines böser Bruder, will die sagenumwobene „Seelenbibliothek“ Abaton finden und sich mithilfe der dort verborgenen Kräfte zum Herrscher der Besonderenwelt aufzuschwingen. Und Jacob ist der Schlüssel dazu …

Meinung
Dies ist nun leider schon der letzte Teil der „Die besonderen Kinder“-Trilogie und ich blicke etwas wehmütig zurück und bin schon etwas traurig, dass sie zu Ende ist. Die Bücher haben mir ja sehr gut gefallen, die Buchverfilmung zum ersten Teil ja nicht so.

Dieser letzte Teil beginnt mit einem Glossar der Besonderen, in dem die wichtigsten Darsteller oder Begriffe etwas genauer erläutert werden. Dann gings auch schon wieder volle Kanne los. Sofort war ich wieder mittendrin in der Geschichte und stellte fest, dass sich „Die Bibliothek“ nahtlos an seinen Vorgänger anknüpfte. Beim Lesen gab es anfangs immer wieder ein paar kleine Rückblicke, sodass man den Überblick nicht verlieren konnte.

Spannung kam sofort wieder auf, die Atmosphäre verdichtete sich und eine gruselige Gänsehautstimmung zog bei mir ein. Neue Charaktere wurden mir vorgestellt (wobei ich nicht immer sicher war, ob man ihnen vertrauen kann) und altbekannte zeigten sich wieder. Diese haben sich sehr gut weiter entwickelt und blühten gerade zu auf. Auch die Umgebungsbeschreibungen waren absolut klasse, sodass ein wahres Kopfkino entstehen konnte.

Gut, dieser 3. Teil erschien mir auf den ersten Blick viel düsterer als seine Vorgänger, dennoch zog er mich magisch in den Bann und ich folgte gespannt, die Abenteuer von Jacob und seinen Freunden. Viel Vertrauen muss auch in diesem Band gegeben werden und nicht alles erschien immer so wie es sein sollte. Da war eine Freundschaft wirklich Gold wert.

Auch diesmal faszinierten mich wieder die tollen Bilder im Buch. Ich könnte mir diese ständig anschauen und fand auch die Erklärungen dafür am Ende des Werkes richtig toll, da sie ja doch größtenteils authentisch waren.

Am Ende durfte ich noch einen absoluten Showdown erleben. Der Schluss wurde gut gewählt, exakt ausgearbeitet und gestaltete sich als außerordentlich logisch und rund. Ich blicke mit einem lachenden und einem traurigen Auge zurück, einerseits lachend weil ich so eine tolle Trilogie für mich entdeckt habe und traurig, weil sie für mich viel zu kurz war und ruhig noch eine Bücher davon hätten kommen können.

Fazit
Wie ihr hier lesen konntet, schwelge ich immer noch an den Ausläufen der Geschichte. Ich konnte diesmal nichts bemängeln und fand alles eine rundherum gelungene Sache. Ich kann diese Reihe nur jedem ans Herz legen und vergebe somit auch die volle Bewertung von 5 Sternen.

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1.576 Bibliotheken, 67 Leser, 5 Gruppen, 257 Rezensionen

thriller, psychothriller, sebastian fitzek, fitzek, das paket

Das Paket

Sebastian Fitzek
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Droemer, 26.10.2016
ISBN 9783426199206
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Kurzbeschreibung:
Seit die junge Psychiaterin Emma Stein in einem Hotelzimmer vergewaltigt wurde, verlässt sie das Haus nicht mehr. Sie war das dritte Opfer eines Psychopathen, den die Presse den »Friseur« nennt – weil er den misshandelten Frauen die Haare vom Kopf schert, bevor er sie ermordet.

Emma, die als Einzige mit dem Leben davonkam, fürchtet, der »Friseur« könnte sie erneut heimsuchen, um seine grauenhafte Tat zu vollenden. In ihrer Paranoia glaubt sie in jedem Mann ihren Peiniger wiederzuerkennen, dabei hat sie den Täter nie zu Gesicht bekommen. Nur in ihrem kleinen Haus am Rande des Berliner Grunewalds fühlt sie sich noch sicher – bis der Postbote sie eines Tages bittet, ein Paket für ihren Nachbarn anzunehmen.

Einen Mann, dessen Namen sie nicht kennt und den sie noch nie gesehen hat, obwohl sie schon seit Jahren in ihrer Straße lebt ...

Meinung:
Ich habe nun ja schon einige Bücher von Sebastian Fitzek gelesen und immer gute und kurzweilige Unterhaltung gefunden. Deshalb war ich auf sein neues Werk echt gespannt.

Die Aufmachung als Paket finde ich auf jeden Fall interessant, auch wenn ich die Bindung des Buches selbst eher nicht so toll finde, da der Buchrücken sehr starr ist und das Buch schnell schief wird. Aber gut, darauf kommt es nicht an und die Idee hat was.

Es kommt natürlich auf den Plot an und dieser hat mich wieder von der ersten Seite an total gefesselt. Schon im Prolog aus Emmas Kindheit war ich mitten in der Geschichte und habe eine Gänsehaut bekommen, die sich im Verlauf des Buches nicht wieder verzogen hat.

Es gibt extrem viele schockierende Wendungen und immer, wenn man denkt, jetzt hat sich etwas aufgeklärt und man ist der Lösung einen Schritt näher, schmeißt Fitzek wieder alles um und lässt einen erneut fassungslos zurück. Man käme von selbst nie auf die ganzen Hintergründe und Zusammenhänge und am Ende wird alles stimmig aufgeklärt.

Das ist auch wirklich wichtig, da die Geschichte mal wieder ziemlich übertrieben ist und die Grenze des Wahrscheinlichen oft auch mal ein bisschen überschreitet. Das habe ich schon oft bei Fitzeks Werken festgestellt, aber beim Lesen selbst hat mich das dieses Mal überhaupt nicht gestört. Dafür sind Handlung und Schreibstil viel zu fesselnd, mitreißend und bildgewaltig, als dass das beim Lesen auch nur irgendwie ins Gewicht gefallen wäre. Und das ist für mich die wahre Kunst, deshalb gibt es dafür keinen Punktabzug.

Die Figuren sind definitiv nicht alle höchst sympathisch, aber dafür mit vielen Geheimnissen ausgestattet und gut erarbeitet. Emmas paranoide Art ist auch wirklich nicht gerade einfach, aber durch die guten Beschreibungen doch nachvollziehbar und authentisch und passend zur drückenden Atmosphäre der Geschichte.

Fazit:
Für mich wieder ein perfekter Fitzek-Thriller. Ich war von Anfang bis Ende total gefesselt und konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Obwohl es nicht viel wirklich greifbare Action gibt, weist „Das Paket“ ein hohes Tempo, viele Überraschungen und schockierende Wendungen auf. Dabei werden die Hintergründe am Ende stimmig erklärt und die einzelnen Fragmente zusammengeführt, auch wenn Herr Fitzek die Grenzen der Plausibilität erneut ziemlich dehnt. Jedoch hat das während des Lesens wirklich keine Rolle gespielt, weshalb ich faszinierte 5 von 5 Sternen und eine unbedingte Leseempfehlung vergebe.

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(256)

611 Bibliotheken, 27 Leser, 1 Gruppe, 105 Rezensionen

dystopie, cecelia ahern, liebe, fehlerhaft, jugendbuch

Perfect – Willst du die perfekte Welt?

Cecelia Ahern , Christine Strüh , Christine Strüh
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 17.11.2016
ISBN 9783841422361
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kurzbeschreibung:
Mitreißend und leidenschaftlich erzählt sie, wie die 17-jährige Celestine um die Freiheit kämpft, Fehler machen zu dürfen und aus ihnen zu lernen.

Celestine wurde als „fehlerhaft“ gebrandmarkt, sie gehört nun zu den Menschen zweiter Klasse. Doch statt sich den strikten Regeln des Systems zu unterwerfen, flieht sie. Denn Celestine ist auch ein Symbol der Hoffnung für alle anderen Fehlerhaften.

Gelingt es ihr, den grausamen Richter Crevan zu überführen? Das wäre die Chance auf einen Neuanfang für die Fehlerhaften. Aber gibt es auch für ihre große Liebe eine neue Chance?

Für Celestine geht es um alles – um Gerechtigkeit für sich selbst und alle anderen und um eine lebenswerte Zukunft.

Meinung:
Nachdem ich ja von Teil 1 so begeistert war, hab ich mich sehr auf diese Fortsetzung gefreut. Und auch sie hat mich nicht enttäuscht.

Teil 2 startet nicht direkt nach dem Ende des ersten Teils, sondern es liegen ein paar Tage dazwischen. Das ist aber nicht schlimm, denn den Start fand ich gut gewählt. Es geht sofort wieder rasant los und man befindet sich gleich wieder mitten in der Handlung. Das liegt auch daran, dass die Autorin ein paar kleine Erinnerungsstützen eingebaut hat, die das Zurückkommen in die Handlung nochmal erleichtern.

Celestine ist nun auf der Flucht, wird aber mit allen Mitteln gejagt, weshalb nicht alle Dinge glatt laufen und es wieder viel Spannung gibt. Den Handlungsverlauf fand ich auch dieses Mal wieder gut konstruiert. Es gibt viele wichtige Entwicklungen, manche ein bisschen vorhersehbar, aber die meisten überraschend, schockierend oder faszinierend. Insgesamt passt die Mischung einfach.
Celestine entwickelt sich auch in diesem Teil nochmal extrem weiter. Sie ist mutig, trifft viele weise Entscheidungen und wird einfach erwachsen. Dabei verzichtet sie auch oft auf ihren Vorteil um für das Wohl der Fehlerhaften einzustehen.

Auch die anderen Figuren können überzeugen. Bereits bekannte entwickeln sich weiter und man erfährt einiges zu ihren Hintergründen, aber es gibt auch noch interessante neue Figuren.

Auch dieses Mal konnten mich Autorin und Sprecherin wieder auf ganzer Linie überzeugen. Der Schreibstil ist einfach klar und flüssig und der Spannungsaufbau so gestaltet, dass man sich der Sogwirkung kaum entziehen kann. Es gab immer wieder emotionale oder schockierende Momente die mich berührt und mitgerissen haben und Merete Brettschneider bringt diese Stimmung durchgängig deutlich rüber.

Am Ende fand ich die ein oder andere Wendung ein bisschen zu übertrieben und zu viel, aber gut, es bekommt jeder, was er verdient, es werden alle wichtigen Fragen beantwortet und die Stimmung passt, weshalb mir der Abschluss trotzdem sehr gut gefallen hat.

Fazit:
Ein spannender und kurzweiliger Abschlussband. Es gibt einige tolle Entwicklungen, viele Wendungen und wieder die bereits bekannte Sogwirkung. Einige Kleinigkeiten fand ich zwar ein bisschen zu übertrieben, aber das hat die gute Gesamtstimmung nicht wirklich gestört, weshalb ich trotzdem noch knappe 5 Sterne vergebe. Alles in allem ist diese Reihe auf jeden Fall ein absolutes Muss für alle Fans des Genres!

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45 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

reise, vogel, frühling, sinn des lebens, lebensweisheiten

Vom Mann, der auszog, um den Frühling zu suchen

Clara Maria Bagus
Fester Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Allegria, 12.08.2016
ISBN 9783793423072
Genre: Romane

Rezension:

Kurzbeschreibung:
Traurig und einsam blickt der Mann auf die trübe Landschaft des nicht enden wollenden Winters. Doch plötzlich setzt sich ein kleiner Vogel unverhofft auf den Ast eines kargen Baumes, der wie von Zauberhand unmittelbar anfängt zu blühen. Kaum fliegt der Vogel davon, kehrt der Winter jedoch zurück. Der Mann erkennt, wie sehr er sich nach der Wärme und Schönheit des Frühlings sehnt, und macht sich auf, den geheimnisvollen Vogel zu finden. Auf seiner Reise erwarten ihn Abenteuer, und er begegnet Menschen, die ihn daran erinnern, was im Leben wirklich wichtig ist.

Meinung:
Obwohl wir alle vom Prinzip her wissen, auf was es im Leben ankommt und worauf man schauen sollte, setzen es die wenigsten auch wirklich um. Unsere Lebensumstände mit Zeitdruck und den verschiedensten Ansprüchen sorgen oft dafür, dass wir das wesentliche aus den Augen verlieren und uns auf Banalitäten versteifen.

Da ich mich da wirklich nicht herausnehmen kann, tut es gut, die Perspektive immer mal wieder gerade zu rücken und das Leben (zumindest kurzzeitig) wieder anders zu betrachten.
Genau das passiert, wenn man „Vom Mann, der auszog, um den Frühling zu suchen“ liest. Im Buch geht es um einen Mann, der sich auf die Suche nach einem Vogel begibt, der den Frühling bringt. Aber eigentlich ist es eine Suche zu sich selbst und nach seinem Sinn des Lebens.

Dabei hält die Autorin den Mann und die Welt in der er lebt ganz schlicht. Es gibt keine Namen, kaum genauere Beschreibungen und nichts wirklich Greifbares. Es bleibt alles etwas abstrakt, märchenhaft, poetisch und leicht magisch und gleichzeitig wird die Geschichte doch auch irgendwie sachlich und klar erzählt. Diese Mischung ist auf jeden Fall etwas Besonderes und sorgt dafür, dass die kleinen Geschichten nicht zu übertrieben wirken und den Leser zumeist auch berühren.

Auf seiner Suche trifft der Mann viele verschieden Menschen, bei denen er immer etwas Neues lernt. Dabei werden ganz viele Lebensweisheiten aufgearbeitet und verdeutlicht und man selbst einfach immer wieder zum Nachdenken angeregt.

Fazit:
Ein kleines Büchlein mit vielen Lebensweisheiten. Es regt zum Nachdenken an und hilft dabei sich wieder das Wesentliche im Leben in Erinnerung zu rufen. Dabei ist die Geschichte sehr poetisch, etwas abstrakt und doch berührend, was ich mit 4 Sternen belohne.

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189 Bibliotheken, 4 Leser, 2 Gruppen, 79 Rezensionen

dystopie, maze runner, jugendbuch, james dashner, prequel

Phase Null - Die Auserwählten

James Dashner , Ilse Rothfuss
Fester Einband: 440 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 25.11.2016
ISBN 9783551520777
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Kurzbeschreibung:


Du weißt, was im Labyrinth, in der Brandwüste und der
Todeszone passiert ist?

Ganz sicher nicht!



Sie sind die Auserwählten. Dazu erkoren, eine Welt zu retten, die längst
verloren scheint. Sie sind die Zukunft der Menschheit und ihre einzige
Hoffnung. Das glauben sie zumindest. Denn noch ahnen sie nichts von geheimen
Allianzen, schockierenden Geheimnissen und unverzeihlichen Lügen.

Sie wissen nur, dass sie von ANGST auf die erste Phase des Experiments
vorbereitet werden.

Das macht die Auserwählten zu Freunden – und damit beginnt der Verrat an
Thomas.





Meinung:


Nachdem das erste Prequel „Kill Order“ ja viel weiter in der
Vergangenheit zurückgegangen war, als erwartet, erfahren wir nun in „Phase Null“
endlich, was wir wirklich wissen wollten. Nämlich, was vor dem Labyrinth
passierte und wieso Thomas und Theresa bei ANGST mitgemacht haben.





Die Geschichte beginnt ganz von vorn. Wir begleiten die
Kinder als sie noch ganz jung sind, und erleben wie sie aufwachsen und wie
ANGST sie erzieht und manipuliert. Dabei gibt es anfangs gleich einige herzzerreißende
Szenen, die dafür sorgen, dass man das Buch schnell weiterlesen möchte. So werden
wir Zeuge wie Newt von ANGST gefunden wird und auch, dass Thomas eigentlich Stephen
hieß und wieso er seinen Namen aufgeben musste. Solche ergreifende Szenen gibt
es auch im Verlauf immer wieder und sie sorgen für viel Gefühl und Tragik. 





Die Geschichte nimmt sich zwar viel Zeit sich zu entwickeln
und oft gibt es auch etwas langwierigere Wiederholungen des immer ähnlichen
Tagesablaufs,  aber das ist auch nötig,
damit man wirklich versteht, wieso Thomas und Theresa so handeln, wie sie es
tun. Wie sie zu Freunden werden, was die Arbeit am Labyrinth für sie bedeutet
und auch, wieso Thomas immer mehr ins Zweifeln kommt.





Auch wenn es schon wieder fast ein Jahr her ist, dass ich
die anderen Bücher gelesen habe, habe ich doch schnell wieder ins Buch gefunden. Die
Figuren sind größtenteils bekannt und es ist schön, sie wiederzusehen. Das Besondere
daran sind aber die vielen neuen Aspekte die nun beleuchtet werden und die
Hintergrundinformationen, die nun ein paar der offengebliebenen Fragen
beantworten. Leider nicht alle, aber doch genügend um Spaß mit dem neuen Buch
zu haben. 





Erzählt wird die Geschichte wieder aus der Sicht von Thomas,
wodurch wir noch näher an ihm und Theresa dran sind. Er ist einfach ein symphytischer
und Charakter und ich konnte seine Gedanken, Entscheidungen und Handlungen
zumeist gut nachvollziehen. Zwar wirkt er für seine große Intelligenz manchmal
ein bisschen zu leicht lenkbar, aber die Erklärung hierfür findet sich in der Art
der Erziehung von ANGST und somit ist dies durchaus nachvollziehbar. 





Obwohl vieles ja schon bekannt ist, ist immer eine gewisse
Grundspannung vorhanden und es gibt auch noch die ein oder andere Überraschung.
Einige davon nett, andere auch durchaus erschreckend und schockierend.  Die Geschichte lässt sich auf jeden Fall zu
jedem Zeitpunkt schnell und flüssig lesen.





Fazit:


Ein interessantes und gutes Prequel, das nochmal neue Aspekte
beleuchtet, die erwarteten Hintergrundinformationen liefert und auch noch
einige der offengebliebenen Fragen beantwortet. Es ist schön die bekannten
Figuren wiederzusehen und zu erfahren, wieso sie sich so entwickelt hatten.
Dabei ist die Spannung vielleicht nicht immer on Top, aber eine gewisse
Grundspannung ist immer vorhanden, es gibt noch einige Überraschungen und die
Geschichte lässt sich durchgängig flüssig lesen. Nun hat sich der Kreis
geschlossen und ich bin im Großen und Ganzen zufrieden. Deshalb gibt es 4
Buchherzen und eine Leseempfehlung für alle, die die Reihe kennen.

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366 Bibliotheken, 10 Leser, 2 Gruppen, 52 Rezensionen

fantasy, jugendbuch, liebe, magie, hexenjäger

Witch Hunter - Herz aus Dunkelheit

Virginia Boecker , Alexandra Ernst
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 11.11.2016
ISBN 9783423761512
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kurzbeschreibung:
Was bleibt der gefürchteten Hexenjägerin Elizabeth
Grey, nachdem sie ihr Stigma und damit ihre magische Unverwundbarkeit
verloren hat? Ihr Kampfgeist. Und ihre Liebe. Doch nicht alle trauen der
ehemaligen Gegnerin. Und was hat John, der Heiler, gewonnen, nachdem
die Kraft des Stigmas auf ihn übergegangen ist? Sein Leben. Und eben
jene Unverwundbarkeit. Aber diese Kraft verändert ihn. Und schon bald
erkennt Elizabeth ihn kaum wieder. Denn seine neue Macht treibt ihn in
den tobenden Krieg. Wird Elizabeth John vor dem Sog des Stigmas schützen
können? Ohne ihre einstige Stärke, aber mit dem Mut der Verzweiflung?

Meinung:
Nachdem
mir ja der erste Teil richtig gut gefallen hat, hab ich mich sehr auf
diese Fortsetzung gefreut. Jedoch musste ich feststellen, dass mir von
den Einzelheiten des ersten Bandes gar nicht so viele in Erinnerung
geblieben sind und da die Autorin auf Rückblenden größtenteils
verzichtet, hatte ich anfangs schon ein paar kleinere Probleme wieder in
die Geschichte zu finden. Vor allem, weil ich den Anfangsteil auch eher
etwas gediegen fand und es ein paar Seiten dauerte, bis wirklich
Spannung aufkam.

Doch mit der Zeit hat mich die Atmosphäre im
Buch wieder gepackt und mich gut unterhalten. Auch wenn ich dieses Mal
den großen Zauber des letzten Bandes ein bisschen vermisst habe. Die
magischen Besonderheiten und die tollen Beschreibungen dieser
individuell-mittelalterlichen Welt sind nun Rahmenprogramm und ganz
selbstverständlich, da der Fokus eher auf dem Training für den großen
Endkampf und den Kämpfen allgemein liegt.

Erneut haben mich vor
allem die Charaktere überzeugt und sich in mein Herz geschlichen. Auch
wenn Elizabeth teilweise doch recht stur ist und denkt, dass sie alles
besser weiß, mag ich sie echt gerne. Ihr Mut und ihre Menschlichkeit
machen sie zu etwas Besonderem.

Es gibt im Buch extrem viele
tolle Nebencharaktere. Egal, ob das die bereits bekannten, wie Fifer
oder der Wiedergänger Skyler sind, oder neue Figuren, wie die taffe und
schlagfertige Magierin Keagan oder der alte König Malcom, der eine
interessante Entwicklung durchmacht. Eine große Veränderung ist auch bei
John unumgänglich, doch leider erstmal keine positive. Das Stigma
beeinflusst ihn mehr und mehr und er wird zum richtigen Arsch, aber
Elizabeth wäre nicht sie, wenn sie keinen Ausweg finden würde.

Der
Handlungsverlauf ist recht spannend und stimmig und es gibt auch ein
paar kleinere, aber durchaus interessante Wendungen und Überraschungen.
Auch wenn die Grundstimmung dieses Mal durch die vielen Kämpfe und Johns
Veränderung noch düsterer ist, gibt es doch auch zwischenzeitlich
wieder ein paar humorvolle oder emotionale Szenen, die perfekt ins Buch
passen. So lässt sich die Geschichte, dank des jugendlich-leichten und
lebendigen Schreibstils, auch wieder sehr schnell lesen.

Im
Showdown gipfelt die Spannung dann, genau wie es sein sollte. Hier gibt
es einige Gänsehautmomente und das Ende ist zufriedenstellend.

Fazit:
Auch
wenn ich diese Fortsetzung nicht ganz so gut fand, wie Teil 1, bin ich
doch mit dem Abschlussband zufrieden. Nach ein paar kleinen
Anfangsschwierigkeiten gab es eine unterhaltsame und atmosphärische
Handlung, tolle Figuren und Charakterentwicklungen und einen spannenden
Showdown mit zufriedenstellendem Ende.

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54 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

Pala - Verlorene Welt

Marcel van Driel , Carolin Liepins
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Oetinger Taschenbuch, 14.10.2016
ISBN 9783841504562
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kurzbeschreibung:
Wenn ein Spiel Realität wird und die Welt bedroht. Iris darf die Insel Pala zum ersten Mal verlassen und wird von Mr Oz auf eine riskante Mission geschickt. Zusammen mit Alex soll sie Computersysteme hacken. Denn Mr Oz steht kurz vor dem Ziel – schon bald will er die Welt beherrschen. Wird es Iris mit Hilfe ihres Bruders Justus gelingen, ihn zu stoppen? Und auf wessen Seite steht Alex, der Sohn von Mr Oz und der Junge, in den Iris verliebt ist?

Meinung:
So, da ist er nun, der vermeintliche Abschlussband der Trilogie. Vermeintlich, weil die Reihe eigentlich als Trilogie geplant war und der Autor selbst im Schlusswort auch schreibt, dass er mit der Geschichte fürs erste fertig ist, aber Teil 4 „Pala – Zeit des Verrats“ schon bestätigt wurde und auch schon ein Cover hat. Nur das Erscheinungsdatum fehlt noch, aber naja, das wird schon noch kommen.

Aber zurück zu diesem 3. Teil der Reihe. Er beginnt, wie sein Vorgänger, mit einer kurzen und doch prägnanten Zusammenfassung des bisher Geschehenen. Das fand ich auch dieses Mal wieder extrem toll, da es die Erinnerungen auf einen Schlag komplett zurück bringt und ich würde mir solche Zusammenfassungen wirklich öfter bei Reihenfortsetzungen wünschen.

Gut gefallen hat mir, dass wir mehr zu den Hintergründen und Absichten von Mr Oz erfahren, jedoch war wenig wirklich Überraschendes dabei. Aber auch andere offene Fragen werden beantwortet und so kommt auch etwas Licht ins Dunkel wie Justin in die Sache geraten ist, wie er von Pala fliehen konnte oder auch, wieso Fiber bisher immer so hinter Mr Oz stand.

Generell ist dieser 3. Band wieder sehr actionreich und rasant. Dabei gibt es auch einige interessante Wendungen, aber irgendwie ist vieles wieder mal recht weit hergeholt. Das überrascht jetzt nicht, da es in den Vorgängern ja auch schon so war, aber dieses Mal hat mir der bisherige Charme dabei ein bisschen gefehlt. Es passiert alles auf Biegen und Brechen, dabei hätte ich mir doch gewünscht, dass noch ein bisschen mehr hinterfragt wird bzw. dass die Emotionen hinter den Taten noch deutlicher werden. Denn dieser Teil wirkt schon sehr strikt und kalt. Dabei meine ich jetzt nicht nur die Liebesgeschichte zwischen Iris und Alex, sondern auch die meisten anderen emotionalen Beziehungen zwischen den Figuren oder ihre Gedanken.

Auch gab es für mich dieses Mal keine so großen Charakterentwicklungen wie in den Vorgängern. Klar, Iris zeigt ihren starken Willen und schreckt nun vor fast nichts mehr zurück, aber die Entwicklungen haben mich in den vorherigen Bänden mehr berührt, was wahrscheinlich auch mit an den generell etwas spärlichen Emotionen in diesem Teil liegt.

Der Schreibstil hat mir auch dieses Mal wieder gut gefallen. Die kurzen und prägnanten Sätze lassen sich sehr gut lesen und bringen die Geschichte ausdrucksstark auf den Punkt. Erzählt wird die Geschichte wieder aus verschiedenen Perspektiven in der 3. Person. Die wechselnden Sichtweisen bringen auch dieses Mal wieder ein paar kleine Wissensvorsprünge und werfen vor allem Licht auf die Hintergründe.

Fazit:
Eigentlich ein solider und unterhaltsamer Abschlussband, auch wenn es jetzt gar nicht mehr der Abschluss ist. Ich wäre mit dem Ende aber recht zufrieden gewesen, auch wenn mich dieser Teil nicht ganz so packen konnte, wie sein Vorgänger. Irgendwie haben dieses Mal ein bisschen die Emotionen und die persönliche Bindung daran gefehlt und auch einige Wendungen fand ich jetzt nicht so überraschend, wie gewohnt. Aber spannend, rasant und zufriedenstellend ist die Geschichte auf jeden Fall, weshalb ich immer noch 4 Sterne vergebe.

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37 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

autismus, nanny, kleiner klugscheisse, kultautorin, schreibblockade

Willkommen in der unglaublichen Welt von Frank Banning

Julia Claiborne Johnson , Iris Hansen , Teja Schwaner
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 17.10.2016
ISBN 9783746632667
Genre: Romane

Rezension:

Kurzbeschreibung:
Frank Banning ist klüger als der Großteil der Menschheit und verfügt über ein enzyklopädisches Wissen. Dennoch hat er in der Schule so seine Probleme, und das Leben mit ihm ist kein Zuckerschlecken für seine Mutter Mimi. Die Bestsellerautorin schafft es seit Jahren nicht, ihr zweites Buch abzuliefern. Um sie zu unterstützen wird ihr die junge Alice geschickt, die schon bald ahnt, was das Problem ist: Frank. Denn der Junge ist anders als andere Kinder, und in seiner Welt ticken die Uhren anders. Während Alice sich noch fragt, wie eigentlich der adonishafte Klavierlehrer Xander ins Bild passt, überschlagen sich die Ereignisse – bis so einiges in Flammen aufgeht und jeder von ihnen seine Geheimnisse preisgeben muss.

Meinung:
Da ich solche Geschichten über außergewöhnliche und herzergreifende Figuren mag, hat mich die Kurzbeschreibung sofort angesprochen.

Und Frank ist auch wirklich ein ganz besonderer Junge. Nicht nur, dass er durch seine Fracks und seine Ausdrucksweise wie aus der Zeit gefallen wirkt, er hat auch eine oft ganz trockene Art seine Argumente vorzubringen und einen ganz eigenen Charme. Obwohl er wirklich kein leichtes Kind ist, erweicht er nicht nur das Herz von Protagonistin Alice sehr schnell, sondern auch das des Lesers.

Erzählt wird die Geschichte dabei aus der Ich-Perspektive von Alice, sodass man ihre Gedanken wirklich hautnah miterlebt. So ist ihre anfängliche Überforderung deutlich nachvollziehbar, aber auch die Gründe dafür, wieso sie Frank in ihr Herz schließt und die beiden ein gutes Team werden. Sie ist eine sehr sympathische und offene Protagonistin, die sich auch im Verlauf der Geschichte noch weiterentwickelt.

Im Verlauf der Geschichte entwickelt sich aber nicht nur Alice sondern auch die meisten anderen Figuren weiter. Man erfährt viel über die Hintergründe der Figuren und es ergibt sich ein stimmiges Gesamtbild.

Nur der Charakter von Franks Mutter Mimi hat mir leider gar nicht gefallen. Sie ist kalt und biestig zu Alice und verhält sich auch Frank gegenüber oft sehr enttäuschend für eine Mutter. Es werden zwar durchaus nachvollziehbare Erklärungsansätze dafür geliefert und manchmal hat man das Gefühl, dass sich jetzt etwas verbessert, aber gleich darauf ist sie wieder genauso unsympathisch und kalt wie vorher. Hier hat mir irgendein positiver Entwicklungsansatz doch etwas gefehlt.

Den Schreibstil empfand ich durchaus als flüssig, aber nicht immer ganz leicht zu lesen. Durch die vielen, manchmal interessanten, aber manchmal auch unnötigen Details und die ungewöhnliche Ausdrucksweise von Frank muss man manches schon sehr genau lesen um den Punkt zu erfassen und dabei zu bleiben. Manche Szenen laden mit trockenem Humor zum Schmunzeln ein und auch wenn ich Frank in mein Herz geschlossen habe, hätte ich mir manchmal doch noch ein bisschen mehr Gefühl gewünscht. So fand ich vor allem den Abschied am Ende leider irgendwie sehr einfach und der Beziehung der beiden nicht ganz gerecht.

Fazit:
Ein solider Roman mit einer sympathischen Protagonistin und einem besonderen Jungen, den man schnell ins Herz schließt. Auch wenn das Grundgerüst passt, man die emotionalen Höhepunkte gut nachfühlen und auch öfter mal über die trockenen Argumente von Frank Schmunzeln kann, hätte man die emotionale Darstellung noch etwas verfeinern können. Vor allem das Ende fand ich doch recht einfach und nicht ganz zufriedenstellend. Auch mit der Figur von Franks Mutter Mimi bin ich leider gar nicht warm geworden, weshalb sie für mich irgendwie ein bisschen ein Störfaktor in der Geschichtsentwicklung war. Deshalb war ich am Ende nicht ganz so überzeugt, wie ich mir das erhofft hatte, vergebe aber trotzdem solide 3,5 Sterne und eine Leseempfehlung für alle, die solche Geschichten mögen.

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50 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

rache, mord, liebe, verzweiflung, krimi

Der Rache süßer Atem

Christine Eichel
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Rütten & Loening Berlin, 19.09.2016
ISBN 9783352006678
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


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