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228 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 51 Rezensionen

freundschaft, liebe, jugendbuch, meer, ulla scheler

Es ist gefährlich, bei Sturm zu schwimmen

Ulla Scheler
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Heyne, 08.08.2016
ISBN 9783453270435
Genre: Jugendbuch

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133 Bibliotheken, 10 Leser, 0 Gruppen, 29 Rezensionen

london, sophie kinsella, liebe, humor, landleben

Frag nicht nach Sonnenschein

Sophie Kinsella , Jörn Ingwersen
Flexibler Einband: 600 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 15.05.2017
ISBN 9783442485505
Genre: Liebesromane

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72 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

paris, marc levy, liebe, er & sie, roman

Er & Sie

Marc Levy , Amelie Thoma
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 22.05.2017
ISBN 9783764505943
Genre: Liebesromane

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15 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

Wir müssen über Kevin reden

Lionel Shriver , Christine Frick-Gerke , Gesine Strempel
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.05.2017
ISBN 9783492310512
Genre: Romane

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799 Bibliotheken, 29 Leser, 1 Gruppe, 124 Rezensionen

dystopie, cecelia ahern, liebe, perfect, fehlerhaft

Perfect – Willst du die perfekte Welt?

Cecelia Ahern , Christine Strüh , Christine Strüh
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 17.11.2016
ISBN 9783841422361
Genre: Jugendbuch

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307 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 79 Rezensionen

blindheit, freundschaft, marci lyn curtis, liebe, musik

Alles, was ich sehe

Marci Lyn Curtis , Nadine Püschel
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 18.03.2016
ISBN 9783551560223
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Titel: Alles, was ich sehe
Autor: Marci Lyn Curtis
Verlag: Königskinder
Übersetzer: Nadine Püschel
Genre: Roman
Seitenanzahl: 428
Preis: € 18,99 [D], € 19,60 [A]
ISBN: 978-3-551-56022-3

Vor dem BuchNachdem ich Tommy Edison auf YouTube entdeckt habe und sehr, sehr viele seiner Videos geschaut habe, habe ich mich gefragt, wie es wäre, ein Buch aus der Sicht eines blinden Protagonisten zu lesen. Viele haben mir dann auf Twitter Bücher vorgeschlagen und ich habe mich als erstes für Alles, was ich sehe entschieden.

KlappentextMaggie hasst ihr neues Leben als Blinde. Sie will keine tapfere Kranke sein, und auf Unterricht von anderen Blinden kann sie gut verzichten. Nach einem missglückten Streich passiert es: Sie kann wieder sehen! Nur einen Ausschnitt der Welt, genauer: einen zehnjährigen Jungen namens Ben. Mit Hilfe des altklugen und hinreißenden Jungen scheint sie einen Teil ihres alten Lebens zurückzubekommen. Und Bens großer Bruder Mason ist Sänger in Maggies Lieblingsband. Und ziemlich attraktiv. Doch er lässt sie abblitzen, weil er denkt, dass Maggie ihre Blindheit vortäuscht – was ja irgendwie stimmt.
Dann kommt heraus, warum sie ausgerechnet Ben sehen kann.

Meine Meinung
Maggie ist erst seit ein paar Monaten blind, was natürlich einen großen Unterschied macht, als wenn man seit der Geburt blind ist. Maggie muss von einen auf den anderen Tag ihr ganzes Leben umkrempeln, alles neu lernen und irgendwie mit dem neuen Aspekt ihres Lebens zurechtkommen. Aber das fällt ihr schwer. Ich muss gestehen, dass ich längere Zeit von Maggie genervt war, da sie alles so pessimistisch sieht, oft trotzig ist und manchmal hätte ich ihr am liebsten ins Gesicht geschrien, dass sie endlich mal weiter machen soll, dass sie es wenigstens versuchen soll! Dann habe ich darüber nachgedacht, wie schwer es für sie sein muss, das Augenlicht verloren zu haben. Mit der Zeit lernt man sie auch besser kennen, man erfährt mehr Gründe, die einen verstehen lassen, wieso sie so ist, wie sie ist. Und dann ergibt auch ihr Verhalten mehr Sinn.

Faszinierend fand ich die Beschreibungen vom Geschehen, wenn sie gerade nicht bei Ben ist. Denn dann ist sie ja blind. Die Umgebung beschreibt sie dann durch Gerüche, Geräusche und dem, was sie spürt. Außerdem erfährt man auch etwas über Blindenstöcke, wie sie Computer und Handys nutzt und mehr Aspekten, die ihr das Leben erleichtern. Diese Informationen fand ich sehr interessant.

Und dann taucht Ben auf, der Sonnenschein des Buches. Er ist so ein goldiger Junge, der einen lächeln lässt. Ich habe ihn sofort in mein Herz geschlossen. Auch er hat eine Behinderung, geht damit aber ganz anders um als Maggie.

„Denkst du denn nicht manchmal darüber nach, was du gern tun würdest, wenn du ohne Krücken laufen könntest?“ Seine Antwort kam wie aus der Pistole geschossen. „Nö. Wenn ich etwas Bestimmtes tun will, dann tu ich es.“ S. 157


Ben ist ein herzensguter Mensch, der für alle das nur das Beste will. Er möchte, dass es seinen Freunden und seiner Familie gut geht. Er hat viel durchgemacht, aber sieht immer das Gute im Menschen. Und er ist frech. Er hat mich oft zum Lachen gebracht und ich liebe die Dialoge zwischen Maggie und Ben. Der Humor fehlt in diesem Buch auf keinen Fall!

Maggie kann also Ben sehen und das ist natürlich irgendwie ein Wunder. Und dann trifft sie neben Ben noch jemanden, den Maggie sehr mag. Mason, Bens Bruder. Sie schwärmt für ihn, auch wenn er manchmal etwas fies ist. Er hat einen Grund dafür, mich hat es jedoch leicht genervt, dass Maggie dennoch ganz hin und weg war. Aber zum Glück nicht immer. Insgesamt mag ich die Charaktere des Buches sehr. Sie alle haben Tiefe, man erfährt etwas von ihrer Hintergrundgeschichte, die verdeutlicht, wieso sie sich auf jene Art verhalten. Aber auch die Nebencharaktere waren besonders. Wie Clarissa, eine Fast-Freundin von Maggie, die quasselt und so lebensfroh ist – trotz ihrer Blindheit! Ich mochte sie alle auf ihre Weise sehr.

Jetzt, wo sie etwas wieder sehen kann, werden die „blinden Zeiten“ natürlich noch schwieriger für sie und Maggie macht sich Gedanken, wieso sie plötzlich wieder sehen kann. Im Buch macht sie eine Entwicklung durch, die ich sehr spannend fand. Aber auch ich habe mir mehr Gedanken über die kleinen Dinge gemacht, die mich selbst auch erfreuen und die ich nicht missen möchte. Man lernt sie mehr zu schätzen.

„Ich vermisse diese Minuten in der Abenddämmerung, wo es nicht mehr Tag, aber auch noch nicht Nacht ist, als könnte man so ganz nebenbei etwas Außergewöhnliches vollbringen.“ (S. 157)

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, da er manchmal fast poetisch wirkte. Auch ist er sehr flüssig zu lesen und die Seiten fliegen nur so dahin. Das liegt auch daran, dass man nicht aufhören kann zu lesen. Die Geschichte ist so wundervoll, aber auch an manchen Stellen sehr herzzerreißend, bewegend und traurig. Das Buch hat so viele Emotionen in mir hervorgerufen! Maggie hat viele Ängste, was die Zukunft betrifft und man kann diese sehr spüren. Sie hat Freunde verloren und auch die Beziehung zu ihrer Familie hat sich verändert. Sie sieht alles nur noch negativ. Man leidet sehr mit Maggie und wünscht sich so sehr, dass es ihr besser geht. Ben gibt ihr natürlich neue Hoffnung, aber er zeigt ihr auch, dass es wichtigere Dinge im Leben gibt. Und man auch in schweren Zeiten weiter machen muss.

Das Ende hätte ich so niemals erwartet und ich musste tief durchatmen. Es wurde nochmals sehr spannend. Das Buch hat mich sehr mitgenommen und das auf positive Weise! Das schwierige Thema der Blindheit wurde auf schöne Weise umgesetzt und ich kann euch das Buch nur ans Herz legen.

Fazit Alles, was ich sehe hat mich zum Lachen und Weinen gebracht. Dieses Buch ist ganz besonders und ich kann nur eine klare Leseempfehlung aussprechen. Dieses Buch ist wunderschön, traurig, witzig und ganz besonders

https://sternenbrise.wordpress.com/2017/05/15/rezension-alles-was-ich-sehe-marci-lyn-curtis/

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Tags: blindheit, königskinder, roman   (3)
 

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jane auste, mr. knightley, emma

Emma

Jane Austen , Angelika Beck
Flexibler Einband: 570 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 10.04.2017
ISBN 9783458362708
Genre: Klassiker

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45 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

der asteroid ist noch das kleinste problem, jugendbuch, asteroid, romanze, apkalypse

Der Asteroid ist noch das kleinste Problem

Katie Kennedy , Julia Gehring
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Planet! ein Imprint der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 21.03.2017
ISBN 9783522505505
Genre: Jugendbuch

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295 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 70 Rezensionen

magonia, jugendbuch, vögel, fantasy, schiff

Magonia

M. D. Headley , Julia Walther
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Heyne, 03.04.2017
ISBN 9783453270176
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Titel: Magonia
Autor: Maria D. Headley
Verlag: Heyne fliegt
Übersetzer: Julia Walther
Format: Hardcover
Seitenanzahl: 386 Seiten
Preis: [D] 16,99 €, [A] 17,50 €
Leseempfehlung: An 14 Jahren
Teil 1 von mindestens 2

Ich danke dem Heyne Verlag für das Rezensionsexemplar!

Klappentext

Seit sie klein ist, leidet Aza an einer seltsamen Lungenkrankheit, die ihr ein normales Leben unmöglich macht. Als sie eines Tages ein Schiff hoch oben in den Wolken erspäht, schiebt sie das Phänomen auf ihre akute Atemnot. Bis jemand auf dem Schiff ihren Namen ruft … Nur ein Mensch glaubt ihr diese Geschichte: ihr bester Freund Jason, der immer für sie da war, den sie vielleicht sogar liebt. Aber gerade als sie versucht, sich über die neuen, aufregenden Gefühle zu Jason klarzuwerden, überstürzen sich die Ereignisse. Aza meint zu ersticken – und findet sich plötzlich in Magonia wieder zu Bewusstsein, dem Reich über den Wolken. Das erste Mal in ihrem Leben kann sie richtig atmen, sie fühlt sich stark wie nie zuvor und – sie ist magisch begabt. In dem heraufziehenden Kampf zwischen Magonia und Azas alter Heimat, der Erde, liegt das Schicksal aller mit einem Mal in Azas Händen …

Meine MeinungWow. Das war meine erste Reaktion, als ich das Buch beendet habe. Noch nie habe ich ein ähnliches Buch gelesen. Aber fangen wir nochmal von vorne an. Ich glaube, ich habe schon einmal erwähnt, dass ich keine Bücher über kranke Menschen lesen kann (mag). Aber hier hat mich der Klappentext doch sehr neugierig gemacht. Und ja, das Cover ist einfach wunderschön! Also habe ich es doch angefragt und auch netterweise zugeschickt bekommen. Und da wusste ich noch nicht, was genau mich erwarten wird. Die ersten ca. 100 Seiten haben mich emotional sehr mitgenommen. Das sieht man auch ganz gut an meinen Klebezettelchen.


In diesem Teil steht noch Azas Krankheit im Vordergrund. Aza kann sehr schlecht atmen. Und kein Arzt kann genau sagen, woran es liegt. Sie haben ihr kein langes Leben prognostiziert, die Krankheit nach ihr benannt. Der erste Teil ist somit eher düster angehaucht, aber wird aufgeheitert durch Azas Gedanken. Wir leiden mit ihrer Familie und wir fahren mit ihr ins Krankenhaus. Aza kommt so gut, wie es geht, mit ihrer Krankheit zurecht. Ich liebe ihre Art und Humor. Sie ist anders und das mag ich. Ihr bester Freund Jason ist das auch. Das Buch ist aus ihren beiden Sichten, jeweils aus der Ich-Perspektive, geschrieben. Er ist ein Nerd, liebt Pi, Mythen und kennt sich sehr gut mit dem Internet aus. Und er hat ein Krokodilskostüm, was echt cool ist. Er steht ihr zur Seite. Immer. Beide Figuren sind mir sehr sympathisch und ich habe sie gleich in mein Herz geschlossen.

„Abgesehen davon bin ich Aza-die-Freak-Show. Ich bin die Weltausstellung, die Expo.“ S. 14.
Aber dann sieht Aza ein Schiff im Himmel, hört jemanden ihren Namen rufen. Und alle denken, es läge an ihren Medikamenten, sie halluziniere. Jason erzählt ihr dann vom dem Mythos von Magonia. Und dort findet sie sich plötzlich wieder. Sehr interessant fand ich, wie sich ihr Charakter dort verändert. Sie nimmt ihre wahre Gestalt an, ist in ihrer wirklichen Welt, sie kann atmen! Aber fühlt sich auch dort als Außenseiter, vermisst ihre Familie und Jason.

Und dann beginnt der fantastische Teil im Buch. Ich habe noch nie etwas ähnliches gelesen. Ich war überwältigt von diesem Weltenaufbau. Wolkenschiffe, Gewitterhaie, wunderbare Herzensvögel. Besonders die Sturmwale haben mir es angetan. Schiffe und Städte in den Wolken. Habt ihr zuvor jemals von so etwas gehört? Ich nicht. Aber mir gefällt es richtig gut. Ich liebe diese Welt! Sie ist so besonders.

„Das ist nur Himmel. Ein riesiger Himmel. Und er ist voller Schiffe.“ S. 131
Leider hatte ich zunächst etwas Probleme mit dem Fantasy-Part. Die Welt ist so fantastisch und magisch, ich habe mir aber schwer getan, mir das alles genau vorzustellen. Auch habe ich die Magie nicht ganz verstanden. Sie ist so außergewöhnlich, dass ich mir ein paar nähere Beschreibungen gewünscht hätte. Manchmal war ich etwas verwirrt, da die Wesen so unterschiedlich sind und nicht ganz genau beschrieben wurden. Der Schreibstil ist wirklich gut zu lesen, hätte aber etwas meiner Meinung nach etwas bildlicher sein können. Gerne hätte ich auch mehr über Magonia, der Gesellschaft und den Zusammenhängen erfahren. Mit den Charakteren auf dem Schiff konnte ich nicht so viel anfangen, wie mit Aza und Jason. Aber es gibt ja noch einen zweiten Teil und hoffentlich wird dort näher darauf eingegangen.

„Ich versuche, die Puzzleteile dazu zu bringen, einen Sinn zu ergeben.“ S. 99
Die Geschichte ist wirklich spannend. Denn die Himmelbewohner haben einen Plan. Und brauchen Aza, um ihn auszuführen. Nur sie kann alle retten. Sie hat die größte Mach. Es passieren auch Dinge, mit denen ich so nicht gerechnet hatte. Ich wurde überrascht.
Ich musste weinen und lachen. Das Buch ist voller Emotionen und Magie. Besonders der Anfang und das Ende haben mich sehr mitgenommen. Ich freue mich jedenfalls auf den zweiten Teil und hoffe, dass dort dann alles einen Sinn macht. Denn einige Fragen bleiben offen.

Ich denke jedenfalls, dass nicht jeder dieses Buch mögen wird. Es ist wirklich sehr außergewöhnlich. Magonia ist etwas verrückt, ganz anders, als die meisten Fantasywelten, über die ich gelesen habe. Aber ich mochte es.

Fazit
Magonia ist ein ganz wunderbares Buch mit einem fantastischen Weltenbau. Es ist voller Magie und einfach außergewöhnlich. Es hat mich mit einer sehr originellen Idee und wunderbaren Charakteren überzeugt und verzaubert. Manchmal hatte ich jedoch Probleme, mir alles genau vorzustellen.


https://sternenbrise.wordpress.com/2017/04/19/rezension-magonia-maria-d-headley/

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Tags: fantasy, magie, magisch, magoni   (4)
 

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189 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 44 Rezensionen

japan, thriller, mord, mobbing, hass

Geständnisse

Kanae Minato , Sabine Lohmann
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei C. Bertelsmann, 27.03.2017
ISBN 9783570102909
Genre: Krimi und Thriller

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517 Bibliotheken, 16 Leser, 0 Gruppen, 176 Rezensionen

magie, spiel, caraval, fantasy, liebe

Caraval

Stephanie Garber , Diana Bürgel
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Piper, 20.03.2017
ISBN 9783492704168
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Titel: Caraval
Autor: Stephanie Garber
Verlag: ivi
Seitenanzahl: 401
ISBN: 978-3-492-70416-8


Klappentext
Scarlett lebt in der Obhut ihres gewalttätigen Vaters auf einer abgeschiedenen Insel. Sie sehnt sich danach, die Heimat zu verlassen und an dem legendären Spiel Caraval teilzunehmen, das die magische Erfüllung von Wünschen, Abenteuer und Freiheit verspricht. Als Scarlett vor ihrem Vater flieht und Caraval zum ersten Mal betritt, fühlt sie sich am Ziel ihrer Träume. Doch etwas Dunkles und Geheimnisvolles umgibt das verzauberte Spiel. Ist Caraval wirklich das, was Scarlett sich erhofft hat? Plötzlich befindet sie sich mitten in einer Welt, in der es um Leben und Tod geht.

Meine Meinung
Was habe ich mich auf dieses Buch gefreut! Die Bewertungen auf Goodreads sind so gut, der Klappentext klingt spannend und das Setting soll vor Magie sprießen! Also habe ich sofort das Lesen angefangen, als ich das Buch in der Hand hatte und wurde dann leider leicht enttäuscht.

Der Beginn des Buches hat mir sehr gut gefallen. Es werden Briefe eingebaut, die etwas auf die Geschichte einstimmen. Die Protagonistin Scarlett und ihre Schwester Tella wollen unbedingt Caraval live sehen. Was genau Caraval ist, wird nicht sofort erklärt. Ich dachte, es sei eine Art Zirkus, da viel von Magie und Darstellern gesprochen wird, aber dem ist nicht so. Es ist ein Spiel und wenn man teilnimmt, muss man einige Rätsel lösen, um zu gewinnen. In diesem Falle einen Wunsch. Die Schwestern wollten so gerne teilnehmen, denn sie haben kein einfaches Leben. Die Mutter ist verschwunden und der Vater ist ein schrecklicher Mensch, der seine Töchter schlägt. Da ist es verständlich, dass die Mädchen verschwinden wollen. Und dann haben sie die Chance, nehmen noch Julian mit und können an Caraval teilnehmen. Und ab dieser Stelle ging es für mich bergab.

Zuvor mochte ich Scarlett und Tella sehr. Sie tun für einander alles, die Geschwisterliebe ist wirklich zu spüren. Ich fand es schön zu lesen, wie sie sich füreinander einsetzen und sich helfen wollen. Doch in Caraval geht es mir zu weit. Ich meine Scarlett wurde so oft gesagt, dass es „nur ein Spiel ist“ und sie nimmt das natürlich nicht ernst und macht sich solche Sorgen. Und das ziemlich oft. Aber da ist ja noch Julian… Entweder macht Scarlett sich Sorgen oder macht sich Gedanken über Justin, der kein bisschen sympathisch ist, aber ja doch so gut aussieht. Auch ihre Handlungen waren für mich nicht immer nachvollziehbar, sie vertraut Menschen, denen ich nicht mehr trauen würde, nachdem sie bestimmte Dinge gesagt und getan haben.

Caraval an sich hat mir gut gefallen, aber ich habe es viel magischer erwartet und ich dachte nun mal, es sei ein Zirkus. An sich ist es nur eine Stadt mit Häusern, einem Fluss und Geschäften. Magie ist vorhanden und wenn sie genutzt wird, ist es auch ganz cool, aber mir fehlte der „Wow“-Effekt meiner Meinung nach. Ich hatte einfach auf mehr Magie gehofft.

Die Geschichte an sich fand ich spannend und gut. Es gab viele Überraschungen und Wendungen und meine Vorahnungen hatten sich nicht bestätigt. Das hatte mir auch gut gefallen, mit vielem hatte ich so nicht gerechnet. Eine Geschichte muss mich überraschen können und das tat sie.

Leider wurde mir Scarlett von Seite zu Seite immer unsympathischer und ich fand sie ab der Mitte des Buches einfach nur noch nervig. Irgendwann meinte sie, man verliebe sich nicht in jemanden, den man erst kennen gelernt hat. Da musste ich lachen. Denn genau das hat sie auch gemacht und auch noch in einen solchen Unsympath, für den sie plötzlich alles tun würde. Am Ende fällt es ihr so schwer, eine bestimmte Entscheidung zu treffen und das hat mich sehr geschockt. Nein, Scarlett mag ich wirklich nicht.

Ich muss sagen, dass die Geschichte an sich wirklich viel Potenzial hat und viele Fäden am Ende zusammengeführt werden und alles erst dann einen Sinn ergibt. Diese Überraschungseffekte, die auch etwas verwirrend sind, haben mir gut gefallen. Dieses „ist es wirklich nur ein Spiel oder passiert das wirklich, Realität oder Fantasie/Illusion?“ mag ich ja in Büchern sehr. Jedoch hat mir die Umsetzung nicht so gut gefallen. Ich bin mit den Charakteren nicht warm geworden, sie haben so oft ihr Verhalten geändert und man wusste nie, was ihre Absichten sind und zu wem sie jetzt stehen. Das kann eine Geschichte natürlich spannend machen, aber ich fand das ganze hin und her nervig.

Insgesamt vergebe ich eine Leseempfehlung. Der Schreibstil ist wirklich gut, hat mir sehr gut gefallen und das Buch lässt sich schnell und flüssig lesen. An sich ist das Setting ja auch schön, es gibt magische Momente, die Geschichte hält Überraschungen parat und es passieren Dinge, die man nicht erwartet. Bloß hatte ich Probleme mit den Charakteren und mit manchen Handlungen (ich schiele zu Scarlett und ihren Männerproblemen). Und ich fragte mich einfach, da muss doch mehr kommen? Dennoch habe ich das Buch beendet, da es eine schöne Geschichte ist für Zwischendurch. Ich wurde nur einfach nicht begeistert. Ich habe etwas anderes erwartet und es ist ja nicht schlimm, wenn es anders kommt, aber dieses Andere hat mir nicht ganz so gut gefallen.

Das Buch hat soo viele gute Bewertungen, ich bin mit meinen 3 Sternen eine große Ausnahme :D. Ich weiß noch nicht, ob ich die Reihe weiter lesen werde. Aber das Ende macht schon sehr neugierig…

Fazit
Caraval hat ein schönes Setting, aber einige nervige Protagonisten. Ich habe einfach mehr erwartet. Mehr Magie und mehr Zauber. Es ist eine schöne Geschichte über Familie, Loyalität und Zusammenhalt, aber der „Wow“-Effekt fehlte mir.

https://sternenbrise.wordpress.com/2017/04/02/rezension-caraval-stephanie-garber/

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1.161 Bibliotheken, 61 Leser, 5 Gruppen, 180 Rezensionen

thriller, sebastian fitzek, achtnacht, berlin, fitzek

AchtNacht

Sebastian Fitzek
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 14.03.2017
ISBN 9783426521083
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Titel: AchtNacht
Autor: Sebastian Fitzek
Verlag: Knaur
Genre: Thriller
Seitenanzahl: 408
Preis: € 12,99 [D]. € 13,40 [A]
ISBN: 978-3-426-52108-3

Ich danke dem Knaur Verlag für das Rezensionsexemplar!

Klappentext
Es ist der 8. 8., acht Uhr acht. Sie haben 80 Millionen Feinde. Werden Sie die AchtNacht überleben? Stellen Sie sich vor, es gibt eine Todeslotterie. Sie können den Namen eines verhassten Menschen in einen Lostopf werfen. In der „AchtNacht“, am 8. 8. jedes Jahres, wird aus allen Vorschlägen ein Name gezogen. Der Auserwählte ist eine AchtNacht lang geächtet, vogelfrei. Jeder in Deutschland darf ihn straffrei töten – und wird mit einem Kopfgeld von zehn Millionen Euro belohnt. Das ist kein Gedankenspiel. Sondern bitterer Ernst. Es ist ein massenpsychologisches Experiment, das aus dem Ruder lief. Und Ihr Name wurde gezogen!

Meine Meinung
Ein neues Buch von einem meiner Lieblingsautoren Sebastian Fitzek. Da war die Freude natürlich riesig! Nachdem ich von Das Paket so begeistert war habe ich mich auch sehr auf AchtNacht gefreut. Als ich den Klappentext gelesen habe, musste ich an die Purge Filme denken, die ich sehr liebe. Ich finde die Idee einfach sehr spannend.

Die Geschichte beginnt sozusagen mit dem Ende der AchtNacht. Wir erfahren in etwa, was passiert ist und werden so in die Thematik eingeführt. Im Gegensatz zu seinen anderen Büchern ist die Idee hinter AchtNacht zunächst sehr abwegig. Es könnte natürlich so eine Todeslotterie aufgestellt werden, ist meiner Meinung nach aber eher auszuschließen. Sich jedoch darüber Gedanken zu machen, was passieren würde, wenn es diese Lotterie gäbe, ist eine tolle und sehr spannende Idee.

Fitzek schafft es, dieses Massenexperiment sehr real und echt darzustellen. Man fiebert und leidet mit den Charakteren mit und ist immer wieder geschockt, wenn etwas Schlimmes passiert. Das Interessante ist, dass die Geschichte aus mehreren Perspektiven erzählt wird. Dadurch hat man beim Lesen einen großen Überblick, weiß manchmal mehr als die anderen und ist immer live dabei. Dennoch wird man überrascht. Sehr oft. Das liebe ich an Fitzeks Büchern, ich bin mit meinen Vermutungen nie richtig, werde immer in die Irre geführt. Am Ende kommt der Showdown und ich bin immer wieder überrascht, wie der Autor das nun wieder geschafft hat. Fitzek ist wirklich „der Meister des Wahns“. Auch wenn das Thema so, ich sage mal, unrealistisch für einen normalen Thriller ist, kam es glaubhaft herrüber. Denn Fitzek hat alles mit eingeplant und einen Plot erschaffen, der das Unmögliche möglich macht. Für mich hat am Ende alles einen Sinn ergeben. Und man denkt sich nur „Wow!“.

Im Buch versuchen wir mit dem Todeskandidaten die Nacht zu überleben. Ihr denkt euch, „ja verstecke dich doch einfach!“? Das geht nicht, denn das wäre doch zu langweilig. Also geschehen noch viele andere Dinge, mit denen man nicht rechnet. Neben der Hauptstory mit der AchtNacht wurde auch eine Nebengeschichte eingebaut, die auch eine tragende Rolle spielt. Es gibt sehr viele Charaktere, die große Teile zum Geschehen beitragen dieses damit wenden. Es werden Elemente eingebaut, die das Geschehen noch spannender machen. Das Buch steckt voller Action, Drama, Grusel und Schockmomenten. Ich konnte es wirklich nicht aus der Hand legen, die Spannung war zu groß. Am jedem Ende eines Kapitels gibt es einen Cliffhanger, also muss man einfach weiter lesen. Man ist sich sicher, was als nächstes passiert, aber dann kommt es ganz anders.

Die Idee hinter dem Buch ist ziemlich verrückt, aber wenn man sich mal mehr Gedanken darüber macht und mitten im Buch steckt, merkt man, das so etwas schon möglich wäre. Im Internet findet man so viele Hasskommentare, die meist etwas mit Lynchjustiz und Rache zu tun haben. Im Internet tun sich viele zusammen, die wollen, dass einem Straftäter etwas Schreckliches passiert. Wäre dies möglich, würden sie sich dann immer noch trauen? Das Thema der Fakesnews ist auch präsent. Wie schnell wird eine Nachricht geteilt, ohne sich Gedanken darüber zu machen, was sie ausrichtet. In AchtNacht wird dies hinterfragt und thematisiert.

Wie ich mitbekommen habe, fanden einige Leser das Thema zu unrealistisch und sie konnten nicht viel damit anfangen. Ich jedoch fand es klasse, spannend und mal anders. Es ist ein Gedankenexperiment, vieles bleibt offen und man kann auch einiges anzweifeln. Wie schon oben erwähnt, denke ich nicht, dass jeweils etwas in dieser Richtung passieren wird. Und wenn, würde Polizei etc. sehr schnell einschreiten. Dies war auch im Buch der Fall, aus diesem Grund hat Fitzek ja noch eine kleine Nebengeschichte eingebaut. Man darf das Buch nicht zu ernst nehmen, es dient der Unterhaltung, auch wenn es gesellschaftskritisch ist.
Mich konnte Fitzek wirklich überzeugen und nach Die Therapie ist es nun mein Lieblingsbuch von ihm.

Ich habe schon so oft erwähnt, wie gut Fitzek schreibt. Seine Bücher ziehen den Leser wirklich in den Bann. Ich kann euch nur empfehlen, mal eines seiner Bücher zu lesen, wenn ihr Thriller liebt.

Fazit
AchtNacht ist anders, aber so gut! Fitzek konnte mich wieder mit seinem Buch überzeugen. Es ist ein absoluter Pageturner, der mit Spannung und Überraschungen punktet. Mich hat das Buch begeistert.

https://sternenbrise.wordpress.com/2017/03/24/rezension-achtnacht-sebastian-fitzek/

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Tags: achtnacht, fitzek, spannun, thriller   (4)
 

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193 Bibliotheken, 4 Leser, 3 Gruppen, 36 Rezensionen

salzburg, thriller, mord, krimi, entführung

Schatten

Ursula Poznanski
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Wunderlich, 10.03.2017
ISBN 9783805250634
Genre: Krimi und Thriller

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(174)

305 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 80 Rezensionen

meer, hamptons, emma sternberg, erbschaft, roman

Fünf am Meer

Emma Sternberg
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Heyne, 09.05.2016
ISBN 9783453421639
Genre: Liebesromane

Rezension:  
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(18)

43 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

rechtsmedizin, michael tsokos, irrtümer, rechtsmediziner, suizid

Sind Tote immer leichenblass?

Michael Tsokos , Christoph Kellner
Flexibler Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Droemer, 04.10.2016
ISBN 9783426277003
Genre: Sachbücher

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(2.597)

3.820 Bibliotheken, 78 Leser, 6 Gruppen, 293 Rezensionen

selbstmord, jay asher, jugendbuch, mobbing, tote mädchen lügen nicht

Tote Mädchen lügen nicht

Jay Asher , Knut Krüger
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei cbt, 08.10.2012
ISBN 9783570308431
Genre: Jugendbuch

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(33)

89 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

psychothriller, pflegefamilie, düster, thriller, psychologischer spannungsroman

Ich bin böse

Ali Land , Sonja Hauser
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 20.02.2017
ISBN 9783442484560
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Titel: Ich bin böse
Autor: Ali Land
Verlag: Goldmann
Genre: Psychologischer Spannungsroman
Seitenanzahl: 352
Preis: € 9,99 [D], € 10,30 [A]
ISBN: 978-3-442-48456-0

Inhalt


Die 15-jährige Milly wächst schwer traumatisiert in einer Pflegefamilie auf. Eine neue Identität soll alle Spuren zu ihrer Vergangenheit verwischen. Denn Milly ist die Tochter einer Serienmörderin. Und diese konnte nur gefasst werden, weil Milly der Polizei entscheidende Hinweise gegeben hatte. Jetzt wird ihrer Mutter der Prozess gemacht, und Milly wird plötzlich von Gewissensbissen heimgesucht. In ihrer Pflegefamilie findet das Mädchen keine Unterstützung, um diese schwere Zeit zu überstehen – im Gegenteil: Phoebe, die leibliche Tochter, hasst Milly von ganzem Herzen und versucht mit allen Mitteln, ihr das Leben so schwer wie möglich zu machen. Und damit weckt sie in Milly eine verborgene Seite. Eine böse Seite. Denn Milly ist die Tochter ihrer Mutter …
(Quelle: Random House)

Meine Meinung

„Neuer Name. Neue Familie.
Glänzendes.
Neues.
Ich.“ (S. 16)

Dieses Buch wollte ich unbedingt lesen, denn vom Titel und Klappentext her hat es mich sofort angesprochen. Ich liebe Psychothriller und Romane, die sich mit der menschlichen Psyche befassen.
Das Buch habe ich innerhalb von zwei Tagen gelesen, da ich es einfach nicht mehr aus der Hand legen konnte. Die Rezension zu schreiben fiel mir etwas schwer, da das Thema doch ein sehr schwieriges ist.
Das Buch startet direkt rasant und bleibt es auch. Nicht sofort wird erzählt, was mit Milly vor ihrem Gang zur Polizei geschehen ist. Das erfährt man immer stückchenweise. Und das macht den Bann aus. Denn man möchte wissen, was passiert ist, was passieren wird und kann aus diesem Grund das Buch nicht zur Seite legen. Es ist wie ein Puzzle, erst am Ende fügt sich alles zusammen.
Hier möchte ich auch eine Warnung aussprechen. Denn das Buch ist nichts für zartbesaitete Leser. Zunächst dachte ich die Mutter sei „nur“ eine Serienmörderin (versteht mich nicht falsch, das ist natürlich schrecklich, aber ich lese oft Thriller und oft kommen dort Serienmörder vor. Die schrecken mich nicht mehr ab). Jedoch ist diese Serienmörderin auch noch pädophil. Was genau mit den Kindern passiert, wird nicht genau beschrieben, aber angedeutet. Und das reicht auch aus, um zu verstehen, wie schrecklich das alles ist und war. Also wenn man das Buch lesen möchte, muss man auch mit solchen Themen „zurechtkommen“. Damit meine ich natürlich nicht gut heißen. Ich musste öfters mal inne halten, da ich einfach geschockt war. Das Thema um Kinderschänder ist ein sehr schwieriges Thema. Da wir aber nicht aus der Perspektive der Täterin, sondern dem Opfer Informationen bekommen, wird nichts verharmlost, sondern aufgezeigt, wie schrecklich und falsch das ist. Aber diese Informationen machen nicht den Hauptteil des Buches aus. In dem Buch geht es um das Danach. Wie sich Milly weiter entwickelt, als sie aus den Fängen der Mutter entkommen konnte.
Milly lebt nun in ihrer neuen Familie, hat aber Schuldgefühle gegenüber ihrer Mutter. Einerseits hat diese Milly unglaubliche Dinge angetan, aber andererseits ist sie nun mal ihrer Mutter. Das Verhältnis von Kindern gegenüber Eltern, die sie quälen ist schwierig. Sie empfinden Hass, aber auch Liebe und Verbundenheit. Und aus diesem Grund empfindet Milly auch Schuldgefühle, da sie ihre Mutter verraten hat.

„Am meisten interessiert mich der Abschnitt über Kinder von Psychopathen. Die Verwirrung, die ein Kind empfindet, wenn Gewalt sich mit Zärtlichkeit vermischt. Anziehung und Abstoßung.“ (S. 100)

Man hat mit Milly Mitleid, möchte, dass es ihr gut geht und ist deswegen wütend auf ihre Mitschüler, die sie hänseln und verspotten. Aber natürlich wissen die Kinder nichts über Millys Vergangenheit. Doch dann sind da noch Millys Gedanken. Das Buch ist aus der Ich-Perspektive von Milly geschrieben und so wirken ihre Gedanken noch persönlicher. Manchmal denkt sie an ihre Mutter und spricht sie mit Du an, was irgendwie gruselig wirkt. Genauso wie ihre Träume von der Mutter. Sie möchte nicht wie ihre Mutter sein, hat Angst davor, zu werden wie sie. Ihre Gedanken lassen den Leser zweifeln, welche Seite sie wählen wird. Gut, böse? Wer ist sie wirklich? Kann sie all das, was ihr angetan wurde, und angetan wird, verarbeiten? Sie hat oft Panikattacken, spürt aber auch noch eine tiefe Verbundenheit zu ihrer Mutter. Milly möchte ein neues Leben anfangen, durch die Hänseleien fällt ihr das aber schwer. Ihr Pflegevater Mike, ein Psychologe, merkt davon nichts. Und Milly möchte das auch nicht, aus Angst, dann die Familie verlassen zu müssen. Lieber kümmert sie sich selbst um ihre Probleme. Die Entwicklung von Milly ist sehr interessant und spannend. Beim Lesen hofft man, dass ihr jemand hilft und merkt, was los ist. Die Spannung wird immer aufrecht erhalten und hat nie einen Dämpfer. Es geschehen Überraschungen und Wendungen, die der Leser nicht erwartet. Milly ist nicht hilflos, sie weiß sie zu helfen.
Das Buch ist sehr faszinierend. Wie ein Verkehrsunfall, an dem man nicht vorbeischauen kann. Einerseits ist man beim Lesen zutiefst schockiert, aber auch gefesselt, man möchte nicht aufhören zu lesen, möchte wissen was als nächstes passiert. Man wird von der Geschichte gepackt. Die Geschichte fasziniert und schockiert zugleich. Man möchte zum Ende kommen, hat aber auch Angst davor.
Milly hat viele Gegner und da der Leser weiß, wer ihre Mutter ist, malt man sich viele Dinge aus, die geschehen könnten, wird dann aber dennoch überrascht. Auch von den anderen Charakteren. Sie sind nicht nur oberflächlich beschrieben, sie haben alle zwei Seiten, handeln anders, als erwartet.
Der Schreibstil ist sehr besonders. Zu Beginn war er noch ungewohnt, aber schnell habe ich mich damit angefreundet. Manchmal sind es normale Berichte von dem, was passiert. Dann plötzlich sind Millys Gedanken abgehackt, kurz und durcheinander. Dieser Schreibstil gibt dem Buch das gewisse Etwas. Das Geschehen wirkt nah und real. Man ist mitten in Millys Kopf, weiß aber dennoch nicht alles. Einiges wird angedeutet, aber erst am Ende ergeben einige Andeutungen einen Sinn.
Ali Land selbst hat Psychologie studiert und das merkt man. Die Geschichte ist einfach so interessant und ich möchte noch viel mehr von ihr lesen. Das Buch zeigt auf, was Kinder tun können, wenn sie in schweren Verhältnissen aufwachsen. Ich finde die Informationen zur Psyche sehr spannend, dennoch ist es natürlich grausam. Das Buch behandelt ein schockierendes, verstörendes und grausames Thema. Auch wenn man es natürlich niemanden wünscht, weiß man, dass solche Dinge leider wirklich geschehen.

„Und ich sehne mich danach, die Worte von ihr zu hören: Du bist nicht wie deine Mutter.“ (S. 174)
Fazit
Ich bin böse ist ein packender und spannender Roman, der mich schockiert und fasziniert hat. Ich kann das Buch absolut jedem empfehlen, der gerne psychologische Romane liest und auch mit schwierigeren Themen zurechtkommt.

Ich danke dem Bloggerportal und dem Goldmann Verlag für das Rezensionsexemplar!

https://sternenbrise.wordpress.com/2017/02/21/rezension-ich-bin-boese-ali-land/

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Tags: düster, fesselnd, krimi, pflegefamilie, psyche, psychologischer spannungsroman, psychothriller   (7)
 

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379 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 94 Rezensionen

chosen, bestimmte, fantasy, rena fischer, gaben

Chosen - Die Bestimmte

Rena Fischer
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Planet! ein Imprint der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 17.01.2017
ISBN 9783522505109
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
Tags:  
 

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685 Bibliotheken, 18 Leser, 2 Gruppen, 127 Rezensionen

veronica roth, rat der neun, jugendbuch, fantasy, science fiction

Rat der Neun - Gezeichnet

Veronica Roth , Petra Koob-Pawis , Michaela Link
Fester Einband: 600 Seiten
Erschienen bei cbt, 17.01.2017
ISBN 9783570164983
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Titel: Rat der Neun – Gezeichnet
Autor: Veronica Roth
Verlag: cbt
Genre: Jugendbuch/Fantasy
Seitenanzahl: 600
ISBN: 978-3-570-16498-3
Band 1 von 2

Vor dem Buch

img_20170205_145657_066.jpgRat der Neun ist das erste Buch, das wir gemeinsam im Bayerischen Bücher Club lesen. Ich habe es freundlicherweise noch vom Verlag zugeschickt bekommen und hatte erst Angst, weil es ja doch ziemlich dick ist und ich dachte, ich würde viele Wochen dafür brauchen. Auch habe ich Roths erste Trilogie „Die Bestimmung“ abgebrochen. Jedoch hatte ich Rat der Neun dann doch ziemlich schnell durch.

Klappentext

In einer Galaxie, in der Gewalt und Rache das Leben der Völker beherrschen, besitzt jeder Mensch eine besondere Lebensgabe, eine einzigartige Kraft, die seine Zukunft mitgestaltet. Doch nicht jeder profitiert von seiner Gabe …

Cyra ist die Schwester des brutalen Tyrannen Ryzek. Ihre Lebensgabe bedeutet Schmerz, aber auch Macht – was ihr Bruder gezielt gegen seine Feinde einsetzt. Doch Cyra ist mehr als bloß eine Waffe in Ryzeks Händen: Sie ist stark und viel klüger, als er denkt.

Akos stammt aus einem friedliebenden Volk und steht absolut loyal zu seiner Familie. Als Akos und sein Bruder von Ryzek gefangen genommen werden, trifft er auf Cyra. Er würde alles dafür tun, seinen Bruder zu retten und mit ihm zu fliehen, doch mächtige Feinde stehen ihm im Weg. Akos und Cyra müssen sich entscheiden: sich gegenseitig zu helfen oder zu zerstören …

Meine Meinung

Rat der Neun spielt in einem eigenen Universum, mit eigenen Planeten, Regeln und Gesetzen. Der Leser muss in vielen Dingen erstmal aufgeklärt werden und die ersten Seiten sind voller Informationen und ich war zunächst verwirrt. Ich habe also erstmal gebraucht, um in die Geschichte zu finden und mich in der Welt zurechtzufinden. Nachdem ich aber alles verstanden habe, sind die Seiten nur so dahin geflogen.
Das Universum finde ich wirklich sehr interessant, auch wenn es etwas komplex ist! Die Geschichte spielt in einer Galaxie mit neun Planeten. Wir befinden uns die meiste Zeit auf dem Planeten Thuve. Dort gibt es die Thuvesier und die Shotet. Jedoch werden die Shotet nicht als eigene Nation angesehen und das wollen sie ändern. Mit allen Mitteln. Das weitere Interessante an diesem Weltenaufbau sind die Menschen. Denn sie entwickeln in der Pubertät eine Lebensgabe, die behilflich, aber auch sehr behindernd sein kann. Aber ich finde diese Gaben sehr interessant, weil es so viele verschiedenen gibt. Einige Menschen haben auch noch ein Schicksal, dem sie nicht entgehen können. Das Schicksal wird von Orakeln vorhergesagt. Und wegen einem bestimmten Schicksal treffen sich Akos und Cyra.
So, das haben wir schon mal geklärt. Das Buch ist in fünf Teile aufgeteilt und diese Teile in einzelne Kapitel. Die Kapitel werden dann meist abwechselnd aus Cyras und Akos Sicht erzählt. Cyra in der Ich-Perspektive, bei Akos wurde die Personale Perspektive gewählt.
Ich finde dieses Universum einfach super interessant, auch wenn es etwas kompliziert erscheint. Jedoch gibt es hinten im Buch ein Glossar, das im Notfall nachhelfen kann.
Was auch etwas kompliziert erscheint, sind die Namen der Charaktere. Diese sind eher unüblich und ich habe sie beim Lesen manchmal verwechselt, da sich einige auch ähneln.
Die Charaktere an sich haben mir sehr gut gefallen. Cyra und Akos mochte ich beide sehr gerne und auch von Anfang an. Bei Cyra hat es etwas länger gebraucht, aber mit einer bestimmten Entscheidung ihrerseits hat sie positiv gepunktet. Zunächst tat sie mir sehr Leid, aber sie ist so eine starke Persönlichkeit und ich finde sie einfach mega cool. Akos und Cyra haben mich auch zum Grinsen gebracht. Beide machen eine tolle Entwicklung im Buch durch. Die Charaktere erschienen mir sehr authentisch. Es gibt viele verschiedene, sehr interessante Personen und keine erschien mir nur oberflächlich beschrieben. Viele waren mir sehr sympathisch und die meisten ihrer Handlungen fand ich schlüssig.
Einige Leser haben die Diversity kritisiert. Es gibt zwar dunkelhäutige Charaktere, aber diese sollen alle der bösen Seite angehören und das Buch solle rassistisch angehaucht sein. Ich kann dazu wirklich nichts sagen, da mir nichts dieserart aufgefallen ist. Mein Problem ist aber auch, dass ich Personenbeschreibungen sehr schnell vergesse und mir die Charaktere meist eh ganz anders dann vorstelle. Blonde werden zu Schwarzhaarigen und so weiter. Mir ist nichts Rassistisches aufgefallen.
Die Geschichte an sich fand ich sehr spannend und interessant. Ich möchte nicht zu viel verraten, aber es geschahen einige Dinge, mit denen ich nicht gerechnet habe und an sich habe ich mich nie beim Lesen gelangweilt. Es wird spannend, traurig, schön und es passiert immer etwas. Auch die Liebesgeschichte hat mir sehr gut gefallen. An Emotionen und Gefühlen fehlt es nicht! Ich habe mit den Charakteren mitgelitten und das ziemlich oft. Denn ruhig und gelassen geht es nicht zu. Oft gibt es Action und Kämpfe und die werden auch beschrieben. Dass Gewalt oft angewendet wird, möchte ich hier nochmals betonen.
Leider ging mir das Ende zu schnell vonstatten. Zu einem gab es einige Sprünge, die mir nicht ausreichend erklärt wurden. Plötzlich befanden sich Personen an einem anderen Ort und ich war verwirrt.
Weiterhin sind die Lebensgaben für die Geschichte natürlich sehr hilfreich. Die wichtigen Personen haben Gaben, die sehr hilfreich in bestimmen Situationen sind, um die Geschichte weiterlaufen zu lassen.
Außerdem hätte ich es schön gefunden, wenn auch Akos aus der Ich-Perspektive erzählen würde. Da die Namen über den Kapiteln stehen, müssten die verschiedenen Perspektiven nicht sein.
Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. An sich ist er einfach gehalten und dennoch bildlich und ich konnte mir beim Lesen alles gut vorstellen. Der Anfang ist wegen den ganzen neuen Begriffen und Erklärungen der Welt etwas kompliziert, aber ich habe mich gut ins Buch einfinden können.
Ich freue mich sehr auf den nächsten Band, um diese Welt weiter erkunden zu können.

Fazit

Rat der Neun ist ein spannender Anfang eines neuen Zweiteilers. Nach ein paar Schwierigkeiten konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Das Universum, das hier erschaffen wurde, ist trotz Komplexität wirklich sehr interessant und ich hatte viel Spaß beim Lesen. Eine klare Leseempfehlung! Trotz der schwierigen ersten Kapitel solltet ihr dem Buch eine Chance geben.

Ich danke dem cbt-Verlag für das Rezensionsexemplar!


https://sternenbrise.wordpress.com/2017/02/16/rezension-rat-der-neun-veronica-roth/

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Tags: fantasy, jugendbuch   (2)
 

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angelfall, susan ee, engel, apokalypse, raffe

Angelfall - Tage der Dunkelheit

Susan Ee , Sonja Rebernik-Heidegger
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Heyne, 09.01.2017
ISBN 9783453317482
Genre: Fantasy

Rezension:

Titel: Anfelfall – Tage der Dunkelheit
Autor: Susan Ee
Verlag: Heyne
Seitenanzahl:448
Preis: € 9,99 [D], € 10,30 [A]
ISBN: 978-3-453-31748-2

Teil 2 von 3


Vor dem Buch
Mit Begeisterung habe ich Band 1 – Angelfall – Nacht ohne Morgen – gelesen und habe mich sehr gefreut, als nun auch Band 2 erschienen ist. Da es der zweite Band ist, können Spoiler zu Band 1 in dieser Rezension auftauchen.

Klappentext
Zwischen den Engeln und den Rebellengruppen ist ein offener Krieg ausgebrochen, und die ganze Welt schein in Flammen zu stehen. In den rauchenden Trümmern San Franciscos sucht die toughe Penryn nach ihrer Schwester Paige, die von fanatischen Rebellen entführt wurde, als sie von einem finsteren Plan der Engel erfährt. Ein Plan, der die Welt der Menschen endgültig zerstören könnte …

Meine Meinung
Das Buch startet so rasant, wie Band 1 geendet hat. Ich habe etwas gebraucht, um wieder in die Geschichte zu finden und mich zu erinnern, was zuletzt geschehen ist. Aber nach einigen Seiten konnte ich mich wieder an alles erinnern. Die Spannung im Buch ist von Anfang an vorhanden. Wir springen von einem Ereignis zum nächsten und es passieren viele Dinge, mit denen ich niemals gerechnet hätte. Oft wurde ich überrascht und konnte deshalb das Buch nicht aus der Hand legen.
Teil 2 kann wirklich mit Teil 1 in Bezug auf Spannung, Grusel und Humor mithalten. Jedoch kann ich mich immer noch nicht sehr mit Penryn anfreunden. Sie ist taff, aber manchmal nervt sie mich einfach. Sie erwartet so viel von anderen, sie sollen ihr Leben für fremde Menschen aufs Spiel setzen. Natürlich machen das nicht alle. Aber ich finde es schön, wie viel sie für ihre Familie riskiert. Da Paige nicht mehr dieselbe ist, hat es Penryn schwer. Auch ihre Mutter macht ihr immer noch Probleme, aber diese zeigt, dass sie auch andere Seiten hat…
Neben vielen grausamen Momenten bietet die Geschichte auch schöne Stellen, die mich zum Lächeln brachten. Da das Buch eine sehr düstere Atmosphäre hat, bringen diese Momente etwas Abwechslung. Neben diesen schönen Momenten gibt es auch die grausigen. Und ja, sehr grausige. Ich denke, das Buch könnte auch in der Horrorabteilung stehen. Zartbesaiteten Lesern würde ich den zweiten Band nicht empfehlen. Es tauchen sehr, sehr gruselige Wesen auf.
Der Verlauf der Geschichte nimmt immer mehr an Fahrt auf. Einen Ort, der besucht wird, finde ich sehr interessant und die Idee finde ich klasse, da ich damit niemals gerechnet hätte. Aber auch so passieren Dinge, die völlig unerwartet kommen. Die Orte und Handlungen werden wieder sehr bildlich beschrieben, was das Lesen umso spannender macht, da man sich einfach sehr gut in die Lage hineinversetzen kann.
Ich bin auch sehr froh, dass in dem zweiten Band mehr über das ‚wieso‘ erfährt. Wieso tauchen die Engel auf? Was haben sie vor?
Im ersten Teil gab es viele tolle Dialoge zwischen Raffe und Penryn, leider hat Raffe in diesem Band nicht viele Auftritte (aber wenn er auftaucht, ist es toll) und taucht erst sehr spät auf.
Das Buch bietet sehr viel Spannung und es ist wieder ein absoluter Pageturner. Es gibt viele Kampfszenen, es wird gefährlich und sehr sehr düster.

Fazit
Angelfall – Tage der Dunkelheit überzeugt wie der erste Band mit einer düsteren Atmosphäre, viel Spannung und unerwarteten Momenten. Ich bin froh, dass der zweite Band dem ersten in nichts nachsteht und freue mich auf das Finale.

Ich danke dem Bloggerportal und dem Heyne Verlag für das Rezensionsexemplar

https://sternenbrise.wordpress.com/2017/01/26/rezension-angelfall-tage-der-dunkelheit-susan-ee/

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Tags: engel, jugendbuch, spannung   (3)
 

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tod, lauren oliver, mobbing, zeitschleife, freundschaft

Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie

Lauren Oliver , Katharina Diestelmeier
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 29.09.2016
ISBN 9783551315854
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Titel: Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie
Autor:Lauren Oliver
Verlag: Carlsen
Seitenanzahl: 448
Format: Taschenbuch
Preis: € 5,99 [D], € 6,20 [A]
ISBN: 978-3-551-31585-4


Vor dem Buch


Nachdem ich die Rezension von Vera von CHAOSKINGDOM gelesen habe, wollte ich dieses Buch lesen. Normalerweise lese ich dieses Genre ungern. Besonders, wenn der Tod eine Rolle spielt. Aber die Idee hat mich neugierig gemacht und Veras Rezension hat mich überzeugt. Also habe ich mir mit dem Weihnachtsgutschein das Buch gleich gekauft.

Klappentext

Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie, aber bei mir war es nicht so.

Was wäre, wenn heute dein letzter Tag wäre? Was würdest du tun? Wen würdest du küssen? Und wie weit würdest du gehen, um dein Leben zu retten? Samantha Kingston ist hübsch, beliebt, hat drei enge Freundinnen und den perfekten Freund. Der 12. Februar sollte eigentlich ein Tag werden wie jeder andere in ihrem Leben: mit ihren Freundinnen zur Schule fahren, die sechste Stunde schwänzen, zu Kents Party gehen. Stattdessen ist es ihr letzter Tag. Sie stirbt nach der Party bei einem Autounfall. Und wacht am Morgen desselben Tages wieder auf. Sieben Mal durchlebt Samantha diesen 12. Februar, um schließlich zu begreifen, was wirklich im Leben zählt.

Meine Meinung

Ich liebe dieses Buch. Ich liebe die Geschichte. Ich liebe die Aussage.
Was würdest du tun, wenn du die Chance hättest, einen Tag nochmal zu durchleben? Sam stirbt bei einem Autounfall und durchlebt diesen Tag sieben Mal hintereinander. In diesem Buch wird also derselbe Tag sieben Mal erzählt. Aber jedes Mal ist er komplett anders, da Sam merkt, dass sie etwas ändern kann und das es Dinge im Leben gibt, die wirklich zählen und auf die man achten sollte. Zuvor war sie das beliebte Mädchen. Jeder achtete sie. Sie liebt Make Up, Klamotten, Partys, ihre besten Freundinnen. Mit ihnen geht Sam shoppen, spricht über Mädchendinge und hänselt die Schüler, die unbeliebt sind. Sie können es sich erlauben, sie kommen mit allem durch. Nach dieser einen Nacht, ändert sie ihr Weltbild. Sie handelt und denkt anders und verändert so die Geschichte.

Ich muss gestehen, dass mir Sam und ihre Freundinnen zunächst unsympathisch waren. Sehr unsympathisch. Es sind solche Menschen, von denen man denkt, dass sie oberflächlich, zickig und gemein sind. Man möchte nichts mit ihnen zu tun haben. Während dem Lesen merkt man aber, dass sie alle Probleme haben und gar nicht so perfekt sind, wie man denkt. Denn jeder hat ein Geheimnis, oder? Mit der Zeit lernt man die Freundinnen besser kennen und versteht, wieso sie so sind wie sie sind. Das bedeutet aber nicht, dass es gut ist. Sam erinnert sich an die vorherigen Tage, ihre Freundinnen wissen nicht, dass es den Tag schon einmal gab.

Sam geht eine Verwandlung durch, die mich sehr glücklich gemacht hat. Wenn man weiß, dass man stirbt, merkt man, dass Beliebtheit vielleicht nicht so wichtig ist, wie man gedacht hat. Man sollte seine Mitmenschen respektieren und nett zu ihnen sein. Es sind doch die Kleinigkeiten im Leben, die einen glücklich machen. Einen lustigen Tag mit den Freunden und der Familie verbringen. Ein heißer Kaffee. Sie geht auf ihre Mitmenschen ein und versucht, viele Dinge besser zu machen.

Das Buch regt zum Nachdenken an. Nicht wirklich über den Tod, denn der ist gar nicht das Hauptthema des Buches. Man denkt über das Leben nach und wie man es leben sollte. Was ist wirklich wichtig? Sind die Menschen so, wie sie sich darstellen?
Niemand ist perfekt und das ist auch gut so. Jeder Mensch hat Fehler. Manche stehen dazu, viele aber nicht. Man muss sie akzeptieren.

Dieses Buch ist traurig, aber wunderschön. Ich finde den Schreibstil oftmals sehr poetisch und tiefgründig. Sams Gedanken gehen einem sehr nahe, da das Buch in der Ich-Perspektive geschrieben ist. Man leidet mit Sam. Ich habe gespannt jeden Tag mit ihr durchlebt und war oftmals über Änderungen sehr erstaunt. Spannung fehlt dem Buch nicht.Man weiß zwar in etwa, was passieren wird, aber dann kommt es doch anders.

Mir hat das Buch viel gegeben und es wird mich sicherlich noch lange beschäftigen. Die Botschaft ist einfach sehr wichtig und ich hoffe, dass viele dieses Buch lesen.

Fazit

Wenn du stirbst ist ein sehr emotionales Buch. Es ist ein Buch, das zum Nachdenken anregt. Über das eigene Leben, die Familie, die Freunde, über Kleinigkeiten. Einfach über das Leben. Ich kann jedem empfehlen, es zu lesen.

https://sternenbrise.wordpress.com/2017/01/08/rezension-wenn-du-stirbst-zieht-dein-ganzes-leben-an-dir-vorbei-sagen-sie-lauren-oliver/

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Tags: drama, jugendbuch, leben, mädchen, to   (5)
 

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fantasy, magie, wald, naomi novik, zauberer

Das dunkle Herz des Waldes

Naomi Novik , Marianne Schmidt , Carolin Liepins
Fester Einband
Erschienen bei cbj, 21.11.2016
ISBN 9783570172681
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Titel: Das dunkle Herz des Waldes
Autor: Naomi Novik
Verlag: cbj
Seitenanzahl:574
Preis: € 17,99 [D], € 18,50 [A]
ISBN: 978-3-570-17268-1


Klappentext


Agnieszka liebt das Tal, in dem sie lebt: das beschauliche Dorf und den silbern glänzenden Fluss. Doch jenseits des Flusses liegt der Dunkle Wald, ein Hort böser Macht, der seine Schatten auf das Dorf wirft. Einzig der »Drache«, ein Zauberer, kann diese Macht unter Kontrolle halten. Allerdings fordert er einen hohen Preis für seine Hilfe: Alle zehn Jahre wird ein junges Mädchen ausgewählt, das ihm bis zur nächsten Wahl dienen muss – ein Schicksal, das beinahe so schrecklich scheint wie dem bösen Wald zum Opfer zu fallen. Der Zeitpunkt der Wahl naht und alle wissen, wen der Drache aussuchen wird: Agnieszkas beste Freundin Kasia, die schön ist, anmutig, tapfer – alles, was Agnieszka nicht ist. Niemand kann ihre Freundin retten. Doch die Angst um Kasia ist unbegründet. Denn als der Drache kommt, wählt er nicht Kasia, sondern Agnieszka.

Meine Meinung


Mir fällt es wirklich schwer Das dunkle Herz des Waldes zu bewerten. Das liegt nicht an der Story, denn an sich gefällt diese mir wirklich gut. Magie, magische Wesen, ein böser Wald, ein Zauberer, Action… das klingt wirklich alles toll. Und so ist es auch umgesetzt, es kommt alles vor und es hätte so ein tolles Buch werden können. Die magischen Momente haben mir richtig gut gefallen. Das Setting ist wundervoll! Aber dann ist da eine Sache.
Der Schreibstil. Ich habe noch nie ein Buch gelesen, das sich so zieht! Es gibt einfach so viele Längen. Und nicht in der Geschichte, denn es passiert andauernd irgendwie etwas. Ich denke, es liegt am Schreibstil. Ehrlich, mich konnte das Buch nicht packen. Ich habe jetzt einen Monat gebraucht, um es zu lesen. Ich habe es zwischendurch zur Seite gelegt und ich wollte auch nicht unbedingt wissen, wie das Buch endet. Ich finde es wirklich schade, da man aus der Story so viel hätte machen können. Und es ist nicht so, dass der Schreibstil kompliziert ist, sondern einfach ausschweifend.
Es gibt viele Wendungen und auch tolle Szenen, aber die werden so schnell abgehandelt und da hätte ich mir ehrlich mehr gewünscht. Man springt von Ereignis zu Ereignis, es passiert hier was, es passiert da was. Aber durch den Schreibstil konnten mich diese Aktionen nicht packen.
Einige Momente haben mir wirklich gut gefallen, wie die Sagen, die Magie und die Wesen. Die Charaktere finde ich auch alle interessant. Da ist der mysteriöse Zauberer, Agnieszka und ihre Freundin Kasia. Diese mochte ich am meisten. Die Freundschaft zwischen Agnieszka und Kasia ist ganz besonders und so etwas liest man gern. Die magischen Wesen finde ich aber richtig cool! Sie waren auch gut beschrieben und man konnte sie sich vorstellen.
Es gibt viel Action und viele Kämpfe. Jedoch sterben ziemlich viele Charaktere in so einer kurzen Zeit. Peng und weg. Und die Beschreibung dieser Szenen war mir wieder zu ausschweifend.
Weiterhin hat mich gewundert, dass am Anfang so gut wie gar nicht gezaubert wurde und am Ende so viel und so große Dinge, von denen ich nicht wusste, dass es möglich war, da es zuvor nie genutzt wurde. Und natürlich war das immer die Rettung! Mit der Magie ist halt alles einfach. Und sowieso, wie gezaubert wurde, habe ich echt nicht verstanden. Es wird gesungen und ja, kein Plan. Außerdem haben die Zaubersprüche bestimmte Namen und wenn nur diese genannt werden und nicht, was wirklich gezaubert wird, verwirrt man den Leser!
Es gibt auch eine Liebesgeschichte, die überhaupt nicht im Mittelpunkt steht, sondern sich langsam anbahnt. Das fand ich schön. Leider gibt es so etwas ja nicht so oft. Aber so ganz schlau wurde ich aus der Beziehung nicht. Leider ist der Herr einfach unglaublich unfreundlich zu ihr.

Ich muss leider sagen, dass mir Das dunkle Herz des Waldes nicht zugesagt hat. Durch die Längen konnte mich das Buch einfach nicht packen und ich habe mich eher gequält.

Fazit

Das Dunkle Herz des Waldes spielt in einer sehr magischen und aufregenden Welt und punktet mit tollen magischen Momenten. Leider hat das Buch so viele Längen, das es mich nicht packen konnte.

https://sternenbrise.wordpress.com/2017/01/31/rezension-das-dunkle-herz-des-waldes-naomi-novik/

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kunst, zwillinge, liebe, jugendbuch, young adult

Ich gebe dir die Sonne

Jandy Nelson , Catrin Frischer
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei cbt, 21.11.2016
ISBN 9783570164594
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Titel: Ich gebe dir die Sonne
Autor: Jany Nelson
Verlag: cbt
Genre: Roman
Seitenanzahl: 478
Preis: € 17,99 [D], € 18,50 [A] |
ISBN: 978-3-570-16459-4


Klappentext
Jude und ihr Zwillingsbruder Noah sind NoahundJude – unzertrennlich, obwohl sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Noah malt ununterbrochen und verliebt sich unsterblich in den Jungen von nebenan, während Draufgängerin Jude knallroten Lippenstift entdeckt, Kopfsprünge von den Klippen macht und für zwei redet. Drei Jahre später sprechen die inzwischen 16-Jährigen kaum ein Wort miteinander. Etwas ist passiert, das ihr Leben zerstört hat. Doch dann trifft Jude einen wilden, unwiderstehlichen Jungen und einen geheimnisvollen Künstler …

Meine Meinung

„Du musst die Wunder sehen, damit es Wunder gibt.“ (S. 412)
Es gibt Bücher, die man nicht beenden möchte. Man könnte immer weiter lesen, 500 Seiten, 1000 Seiten. Dies ist so ein Buch. Ich habe mir gewünscht, dass es niemals enden wird und könnte es jetzt wieder und wieder lesen.

Ich gebe dir die Sonne ist ein besonderes Buch. Es handelt von einem Zwillingspaar, früher unzertrennlich, doch dann geschieht etwas und sie verlieren sich. Beide gehen ihren eigenen Weg. Das Buch erzählt zwei Geschichten, die doch zusammen gehören.


Man erfährt abwechselnd von Jude und Noah, aus ihrer und seiner Sicht, was so plötzlich passiert ist und warum sie nicht mehr unzertrennlich sind. Noahs Sicht ist die in der Vergangenheit, Judes Sicht, die in der Zukunft. Doch die einzelnen Jude/Noah-Kapitel sind sehr lang und so wird man als Leser nicht verwirrt.

Mit den Protagonisten habe ich mich sofort angefreundet. Sie sind beide einfach wunderbare Persönlichkeiten, so besonders und einzigartig. Sie sind beide verträumt und Künstler. Jude ist erst ein Mädchen, das beliebt ist und viele Freunde hat, doch dann wird sie zurückhaltender und einsamer. Und redet mit ihrer toten Oma. Bei Noah ist es genau umgekehrt. Er entwickelt sich von einem Einzelgänger zu dem beliebten Jungen. Doch beide tragen ein Geheimnis mit sich.

Noah malt gerne und sehr viel. Er ist ein Künstler und sieht die Welt anders. Ich könnte ihm wohl stundenlang zuhören, wenn er die Welt erkundet und seine große Liebe sieht. Seine Gedanken sind wundervoll und man selbst fühlen wie er sich fühlt. Man wird von seinen Gedanken überrannt. Aber auch Jude ist sehr cool drauf und einfach verrückt, was sie so liebenswert macht.

Das Besondere an diesem Buch ist die Sprache. Kennt ihr solche Bücher, die man liest und man versinkt darin, aber man möchte nie wieder den Ausgang finden? Ich gebe dir die Sonne ist so ein Buch. Die Sprache ist so wunderschön! Das Buch handelt nicht nur von Kunst, es ist ein Kunstwerk. Die Sprache ist poetisch und einfach wunderschön. Sie weckt so viele Gefühle und man verliert sich in den wundersamen Metaphern. Das Buch packt den Leser und lässt ihn nicht mehr los. Man schwimmt durch die Seiten und fühlt sich einfach gut. Ich habe lange nicht mehr ein Buch gelesen, das mich so berührt hat. Der Schreibstil der Autorin ist wirklich einzigartig, man wird mitgetragen und möchte nicht aufhören zu lesen. Alles was die Protagonisten fühlen, fühlt man beim Lesen auch.

Das Buch handelt von dem Erwachsenwerden, der Liebe, den Gefühlen und Beziehungen. Die Beziehungen, die in dem Buch entstehen, sind so wundervoll. Oskar und Brian sind auch Personen, die ich gerne in der realen Welt kennen lernen möchte. Die Themen sind aber nicht nur positiv. Auch Schuld, Wut, Trauer und Mobbing werden angesprochen. Die ganze Bandbreite von Gefühlen wird in dem Buch vereint. Dennoch macht das Buch einfach glücklich. Ich habe gelacht und geweint und war am Ende so glücklich, dieses Buch gelesen zu haben.

„Beim Surfen muss man manchmal feststellen. dass man es mit einer Welle aufgenommen hat, die bodenlos ist, und plötzlich, ohne Vorwarnung, befindet man sich im freien Fall die ganze Welt hinunter. So fühlt es sich jetzt an.“ (S. 272)

Ich gebe dir die Sonne hat eine wichtige Botschaft. Man soll die Person werden, die man sein möchte. Man kann auch verrückte Seiten an sich haben, das macht gar nichts. Man soll sich nicht verkriechen, sondern das Leben leben.

Ich kann euch nur empfehlen, dieses Buch zu lesen. Ihr werdet es nicht bereuen. Lasst euch auf die vielen Emotionen ein und ertrinkt darin. Genießt dieses wundervolle Buch. Es ist nun eins meiner Lieblingsbücher.

Fazit

Ich gebe dir die Sonne ist ein Buch, das begeistert. Es ist ein Kunstwerk, voller Emotionen und ich kann nur jedem empfehlen, es zu lesen. Lange habe ich nicht mehr ein so berührendes Buch gelesen. Ich habe ein neues Lieblingsbuch gefunden.

ICH DANKE DEM CBT-VERLAG UND DEM BLOGGERPORTAL FÜR DAS REZENSIONSEXEMPLAR!

https://sternenbrise.wordpress.com/2016/12/08/rezension-ich-gebe-dir-die-sonne-jandy-nelson/

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Tags: gefühle, homosexualität, jugend, lieb, nelson, poetisch, roman   (7)
 

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magie, schweden, zauberer, lars vasa johansson, glück

Anton hat kein Glück

Lars Vasa Johansson , Ursel Allenstein , Antje Rieck-Blankenburg
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Wunderlich, 21.10.2016
ISBN 9783805203876
Genre: Romane

Rezension:  
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dystopie, flawed, cecelia ahern, fehlerhaft, jugendbuch

Flawed – Wie perfekt willst du sein?

Cecelia Ahern , Anna Julia Strüh , Christine Strüh
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 29.09.2016
ISBN 9783841422354
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Titel: Flawed – Wie perfekt willst du sein?
Autor: Cecelia Ahern
Verlag: FJB
Genre: Roman / Jugendbuch / Dystopie
Seitenanzahl:461 + Leseprobe Perfect
Preis: € 18, 99 [D], € 19,60 [A]
ISBN: 978-3-8414-2235-4

Teil 1 von 2

Vor dem Buch
Ich habe bisher nur P.S. Ich liebe dich von Cecelia Ahern gelesen und das ist nun schon einige Jahre her. Flawed ist ihr erster Jugendroman und nachdem ich so viele positive Stimmen zu diesem Buch gehört habe, war meine Neugierde dann doch sehr groß und auch ich wollte es unbedingt lesen.

Klappentext
Willst du das perfekte Leben? Oder du selbst sein?

Celestines Leben scheint perfekt: Sie ist schön, bei allen beliebt und hat einen unglaublich süßen Freund.
Doch dann handelt sie in einem entscheidenden Moment aus dem Bauch heraus. Und bricht damit alle Regeln. Sie könnte im Gefängnis landen oder gebrandmarkt werden – verurteilt als Fehlerhafte.
Denn Fehler sind in ihrer Welt nicht erlaubt. Nichts geht über die Perfektion. Auch nicht die Menschlichkeit. Jetzt muss sie kämpfen – um ihre eigene Zukunft und um ihre große Liebe.

Meine Meinung


„Ich habe hart daran gearbeitet, nichts Besonderes zu sein. Aber dann ist mir ein Fehler unterlaufen, der schlimmstmögliche Fehler, und jetzt werde ich in einem Raum voller fehlerhafter Menschen dafür gefeiert.“ (S. 411-412)
Ich mag dieses Buch. Ich mag es wirklich sehr.

Flawed überzeugt auf jeden Fall mit einer unglaublichen Kulisse. Nicht perfekte Menschen werden aus der Gesellschaft ausgegrenzt. Wenn du nicht moralisch perfekt bist, dann bist du fehlerhaft. Aber ist das wirklich so unglaublich? Oft musste ich an unsere Gesellschaft denken und fand Parallelen. Natürlich nicht so drastisch, wie in dem Buch, aber in Ansätzen.
Die Idee finde ich wirklich spannend und die Umsetzung sehr gut. Denn Celestine gehört zunächst nicht zu den Unterdrückten der Gesellschaft. Sie billigt das Verfahren der Brandmarkung und hat Angst vor den Fehlerhaften. Dadurch konnte man mehr über die Gesellschaft und ihre Denkweisen erfahren und diese besser verstehen. Man darf keinen Fehler machen, denn ansonsten wird man bestraft. Fehlerhafte haben ein schlimmes Leben, müssen Regeln befolgen und dürfen am normalen Leben nicht mehr teilhaben.

Celestine als Protagonistin mag ich sehr. Sie ist eine starke und mutige Persönlichkeit, jedoch zeigt sich erst in einer bestimmten Situation ihre wahres Gesicht. Bevor sie handelt, wägt sie Pro und Contra ab. Sie denkt über jeden Schritt nach, sie braucht Logik in ihrem Leben. Nach ihrer Tat fehlt diese und sie zeigt neue Seiten an sich auf. Sie durchlebt eine Wandlung, die mir sehr gefällt.
Da die Geschichte in der Ich-Perspektive geschrieben ist, kann man noch mehr mit Celestine leiden und mit ihr mitfühlen. Ihre Emotionen und Gedanken gingen mir sehr nahe.

„Ich habe gelernt, dass mutig zu sein bedeutet, in jedem Augenblick die Angst in sich zu spüren. […] Man braucht Mut, um etwas zu meistern, aber man braucht sehr viel Angst, um mutig zu sein.“ (S. 159)
Auch die weiteren Charaktere konnten mich überzeugen. Viele haben mich mit ihren Handlungen wirklich überrascht. Besonders Celestines Mutter und ihr Opa ist mir ans Herz gewachsen.
Oft weiß man wirklich nicht, wem man trauen kann und wem nicht. Über dies Buch hinweg passieren viele Verwandlungen und ich wurde auch überrascht.

Die Geschichte ist sehr spannend, nimmt aber erst ab der Hälfte des Buches so richtig an Fahrt auf. Das ist auch ein Kritikpunkt meinerseits. Die erste Hälfte war mir persönlich zu wenig actionreich. Die zweite Hälfte des Buches überzeugte mich aber sehr. Ich konnte nicht mehr aufhören zu lesen und wollte unbedingt wissen, was als nächstes passiert. Ich habe mitgefiebert und habe von Freude bis Trauer alles erlebt. Die Geschichte hat viele Facetten, die mich unterschiedlich gestimmt haben.

Cecelia Aherns Schreibstil ist wirklich besonders. Man fühlt mit und wird in die Geschichte hineingezogen und verliert sich darin. Aus diesem Grund habe ich mir auch noch ein weiteres Buch von ihr besorgt.

Was mir an Flawed wirklich gefallen hat, ist die Botschaft, die damit übermittelt wird. Wollen wir alle perfekt sein? Oder ist Perfektion auch ein Fehler? Auch nach dem Lesen habe ich noch länger über das Buch nachgedacht. Es bleibt im Gedächtnis.
Und deswegen freue ich mich wirklich sehr auf den zweiten und letzten Band der Reihe.

Fazit
Flawed – Wie perfekt willst du sein? überzeugt mit einer faszinierenden Welt und einer starken Protagonistin. Das Buch übermittelt eine wichtige Botschaft und stimmt den Leser nachdenklich. Ich kann es wirklich empfehlen.


https://sternenbrise.wordpress.com/2016/11/27/rezension-flawed-wie-perfekt-willst-du-sein-cecelia-ahern/

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Tags: dystopie, jugendbuch, mut, perfektion, spannung   (5)
 
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