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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

mathematik, symmetrie, naturwissenschaft, physik

Die Macht Der Symmetrie

Ian Stewart , Thomas Filk
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Springer Verlag, 26.09.2008
ISBN 9783827420190
Genre: Sachbücher

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29 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

skuril, england, cambridge, komiker, kult

The Liar

Stephen Fry
Flexibler Einband: 388 Seiten
Erschienen bei Cornerstone, 05.08.2004
ISBN 9780099457053
Genre: Sonstiges

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1 Bibliothek, 1 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

erziehung, wissenschaft, hirnforschung

Das pubertierende Gehirn

Eveline Crone , Bärbel Jänicke
Flexibler Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Droemer, 14.02.2011
ISBN 9783426275528
Genre: Sachbücher

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Tags: erziehung, hirnforschung, wissenschaft   (3)
 

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3 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

evolution, das könnte mal ein anderer blickwinkel sein., weibliche geschlechtlichkeit, frauen, sexualität

Wie die Frauen zu ihren Kurven kamen

David P. Barash , Judith Lipton , Andrea Kamphuis , Judith Lipton
Fester Einband: 309 Seiten
Erschienen bei Spektrum Akademischer Verlag, 14.04.2010
ISBN 9783827424617
Genre: Sachbücher

Rezension:

Eines der besten Sachbücher, die mir bisher untergekommen sind -- mitreißend, intelligent, gut aufgebaut und verständlich geschrieben, hochinteressantes Thema. (Nur die Einleitung hat etwas Längen -- also davon nicht abschrecken lassen.) Absolute Kauf- und Leseempfehlung!

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Tags: evolution, frauen, wissenschaft   (3)
 

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

islam, geschichte, diktatur, gesellschaft, ägypten

Der Untergang der islamischen Welt

Hamed Abdel-Samad
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Droemer Knaur, 10.09.2010
ISBN 9783426275443
Genre: Sachbücher

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35 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 10 Rezensionen

science fiction, geheimnisse, gefahr, misstrauen, tod

Das Lazarusphänomen

Kjetil Johnsen , Anne Bubenzer
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Arena, 01.06.2011
ISBN 9783401066189
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Spannender, gut geschriebener Jugend-Thriller mit SF- und Fantasy-Elementen; trotz einer weiblichen Hauptperson problemlos auch für Jungs geeignet. Ich habe den Eindruck, dass die Story bei genauerem Hinsehen ein paar Lücken offenbaren könnte, aber möglicherweise habe ich den Roman auch etwas zu flott gelesen (das nächste meiner Kinder wollte endlich damit anfangen). Überraschendes Ende, sowohl witzig als auch geeignet für eine Fortsetzung.

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Tags: fantasy, jugend, science fiction, thriller   (4)
 

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

mathematik, rätsel, philosophie, wissenschaft, fermat

Fermats letzter Satz

Simon Singh , Klaus Fritz
Fester Einband: 363 Seiten
Erschienen bei dtv, 21.06.2011
ISBN 9783423195188
Genre: Sachbücher

Rezension:

Schönes Buch! Gut geschrieben, leicht zu lesen auch ohne große Kenntnisse in Mathematik und Logik. Mit interessanten geschichlichen Informationen, Biographien interessanter Persönlichkeiten und insgesamt ein guter, allgemeinverständlicher Einblick in die sonst so abgehoben erscheinende Welt der Mathematik und der Mathematiker.

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Tags: mathematik, wissenschaft   (2)
 

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23 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

russisch, science fiction

Gesammelte Werke 2

Arkadi Strugatzki , Boris Strugatzki , ,
Flexibler Einband: 912 Seiten
Erschienen bei Heyne, 11.10.2010
ISBN 9783453526310
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Wie bewertet und bespricht man einen Sammelband mit drei Romanen, die zudem so unterschiedlich sind? Am besten in Form von Einzelwertungen:

"PICKNICK AM WEGESRAND": *
Wenn es sechs Sterne gäbe, würde ich sechs vergeben. Gehört meines Erachtens zum Besten, was im Genre SF je geschrieben wurde, zu recht ein absoluter Klassiker. Deshalb habe ich mir dieses Trio mit in den Urlaub genommen, in der Hoffnung, dass die anderen beiden Romane, die man diesem zur Seite gestellt hat, mich ähnlich packen würden.

"EINE MILLIARDE JAHRE VOR DEM WELTUNTERGANG": ***
Sehr kurzer Roman, auch inhaltlich näher an einer Kurzgeschichte, denn es wird eigentlich nur eine einzige Idee ausgearbeitet. Diese ist zwar ganz originell, zündet aber eigentlich nur als geistreiche Parodie auf das intellektuelle Klima im Stalinismus.

"DAS EXPERIMENT": ***
Die beschriebene Stadt ist eine faszinierende Vision, in dieser Hinsicht vergleichbar mit dem "Picknick". Inhaltlich wird mir leider nicht klar, was die Autoren mir damit sagen wollten. Natürlich sind wieder politische Anspielungen auf das damalige politische System zu erkennen (für Insider sicher noch viel mehr als für mich), aber darüber hinaus ist die Aussage des Romans für mich nicht recht greifbar.

GESAMTEINDRUCK: Ich werde mit dem Gesamtwerk der Strugatzkis wohl nicht mehr warm. Bereits zu früheren Zeitpunkten hatte ich es z.B. mit der "Schnecke am Hang" oder der "zweiten Invasion der Marsianer" versucht, aber das ist anscheinend einfach nicht meine Art der SF. Nichts gegen Gesellschaftskritik und literarische Experimente, aber das scheint mir eher Stoff für Leser zu sein, die bewusst kafkaeske bis undurchdringliche Geschichten schätzen. Vielleicht sticht das "Picknick" aus meiner Sicht daraus nur deshalb hervor, weil mich das geschilderte Szenario so fasziniert.

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Tags: russisch, science fiction   (2)
 

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33 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

science-fiction, science fiction, diaspar, erde, science-fiction-klassiker

Die Stadt und die Sterne

Arthur C. Clarke , Tony Westermayr
Flexibler Einband: 326 Seiten
Erschienen bei Heyne, 11.07.2011
ISBN 9783453533974
Genre: Science-Fiction

Rezension:

OK, die Kern-Idee einer völlig statisch gewordenen Zivilisation ist eine nicht uninteressante Vision, dafür gebe ich einen Stern. Und einen zweiten dafür, dass man dem Roman inhaltlich sein Alter (Jahrgang 1956!) nicht direkt anmerkt, wie das ja sonst häufig durch aus heutiger Sicht nur noch drollig wirkende Anachronismen der Fall ist.

Davon abgesehen ist das Ganze zwar besser als im Zug gar nichts zu Lesen zu haben (wofür ich das Buch gekauft habe), aber weder literarischer Genuss (dem man von Clarke eh nicht erwarten sollte) noch geistige Anregung (die ich mir von einem seiner älteren Werken durchaus erhofft hätte). Eine über weite Strecken danhinplätschernde sense-of-wonder-Erzählung, der nach einem Drittel die technologischen Ideen ausgehen, so dass sie mehr und mehr in uninspiriert erscheinende, unplausible Fantasy abgleitet.

Da macht sich dann halt doch das Alter des Romans bemerkbar: Zu seiner Zeit mag das noch originell gewesen sein und gereicht haben, um bei den Lesern einen "sense of wonder" auszulösen. Aber selbst wenn ich mich noch so bemühe, bei der Lektüre eine nostalgische Brille aufzusetzen: Seither ist einfach zu viel ähnliches, besseres geschrieben worden.

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Tags: science fiction   (1)
 

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9 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

abraham, altes testament, judas, lazarus, david

Die Bibel


Fester Einband: 1.456 Seiten
Erschienen bei Katholische Bibelanstalt, 01.01.2003
ISBN 9783920609256
Genre: Sachbücher

Rezension:  
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5 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 1 Rezension

palästinenser, geschichte, nationalismus, zionismus, israel

Die Erfindung des jüdischen Volkes

Shlomo Sand , Alice Meroz
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Propyläen Verlag, 13.04.2010
ISBN 9783549073766
Genre: Sachbücher

Rezension:  
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150 Bibliotheken, 6 Leser, 2 Gruppen, 15 Rezensionen

science fiction, space opera, religion, philosophie, hyperion

Die Hyperion-Gesänge

Dan Simmons
Flexibler Einband: 1.456 Seiten
Erschienen bei Heyne, W, 01.08.2002
ISBN 9783453215283
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Man könnte meinen, SF- und Fantasyliteratur würde nach Heizwert oder über die Eignung als Briefbeschwerer oder Türstopper verkauft: Oder woran liegt es sonst, dass in diesen Genres das Format oft dermaßen ausufert? Hier sind es über 1450 Seiten, ursprünglich erschienen in zwei Bänden, aber dies nur wegen des Umfangs: Man kann keinen der Teile sinnvoll ohne den anderen lesen. Eine "Space Opera" von wahrhaft wagerianischen Ausmaßen also.

Man kann Simmons allerdings nicht vorwerfen, die vielen Seiten ungenutzt zu lassen. Eher hat man den Eindruck, das Werk sei entstanden als "SF novel to end all SF novels", als der ultimativen SF-Roman, der für die Liebhaber aller denkbaren Unter-Genres etwas bietet: Cyberpunks und Raumkrieger finden sich darin ebenso wieder wie Freunde von Erstkontakten, Zeit-Paradoxa, künstlicher Intelligenz, Exodus-Szenarien oder "sense of wonder"-Visionen; philosophische, religiöse und vor allem literarische Bezüge sind ebenso geboten wie Liebe und Sex, Krieg und Frieden, exotische Welten und fremde Gesellschaftssysteme ...

Auch wenn durch dieses "Für-jeden-was" ein bisschen der Eindruck entsteht, ein eher konstruiertes als inspiriertes Werk vor sich zu haben: Es zeugt vom schriftstellerischen Können des Autors, dass er all das in eine Geschichte packen kann, ohne dass diese dadurch unlesbar oder undurchdringlich geworden wäre. Die Entwicklung bleibt weitehend nachvollziehbar und die längste Zeit über auch spannend, ganz sicher kommt keine Langeweile auf. Bei diesem Umfang ist das durchaus eine bemerkenswerte Leistung, die beispielsweise Frank Schätzings "Limit" (eine Schwarte ähnlichen Umfangs) so nicht zustande bringt.

Gegen Ende rächt sich dieser aus derart vielen Fäden bestehende Aufbau allerdings etwas, denn dadurch bleiben auch nach der eigentlichen Auflösung so viele lose Enden aufzusammeln, dass auch das flache Ende des Spannungsbogens noch einmal gut 100 Seiten erfordert. Schwerer wiegt, dass die Auflösung auch inhaltlich recht flach daherkommt: Etwas originelleres als (vorsicht Spoiler!) "künstliche Intelligenzen können Gefühle nicht verstehen" hätte ich mir ehrlich gesagt schon erhofft.

Fazit: Eine gut geschriebene und erzählte Geschichte; die einzelnen Elemente sind selten neu und originell, aber gut zusammengestellt und miteinander verwoben. Insgesamt spannend und gut zu lesen, aber zu lang: Hätte ich nicht im Urlaub so viel Zeit zum Lesen gehabt, hätte ich möglicherweise irgendwann den Faden verloren und die Lektüre abgebrochen.

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Tags: künstliche intelligenz, literatur, science fiction, space opera, zeitreisen   (5)
 

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

science fiction, alien, paläo-fiction, prähistorisch, wissenschaft

Der Tanz des Tigers

Björn Kurten
Sonstige Formate
Erschienen bei HEYNE WILHELM, 01.06.1986
ISBN 9783453310643
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Der anerkannte Paläontologe Björn Kurtén schildert hier in Romanform ein nach dem (damaligen) Stand der Wissenschaft realistisches Diorama der letzten Zwischeneiszeit, also der Zeit, in der Neandertaler und "moderne" Menschen noch gemeinsam Europa bevölkerten. Dass dies auch noch durchaus lebendig, farbig und gut lesbar, wenn auch ohne literarischen Glanz, gelungen ist, verdient bereits viel Anerkennung.

Schriftstellerisch wäre zwar durchaus noch Verbesserungspotential denkbar, die Story ist recht konventionell und absehbar und den Aufbau empfinde ich stellenweise als etwas holperig. Aber das vermittelte Wissen und vor allem das Gefühl für das damalige Leben, fundiert auf der Autorität eines echten Fachmanns, werte ich in diesem Fall deutlich höher, und dem steht die Form zumindest nicht entgegen.

Die Annahmen und Ausschmückungen, mit denen er die großen Lücken in unserem realen Wissen über das damalige Leben füllen musste um eine Geschichte erzählen zu können, sind auf Basis seines Fachwissens durchweg plausibel motiviert und werden im Nachwort erläutert, damit man als Leser Fakt und Fiktion auseinanderhalten kann. In diesem Nachwort erfährt man dann auch, dass man bei der Lektüre des Romans sozusagen im Vorbeigehen eine Theorie über die Gründe des Verschwindens der Neandertaler erfahren hat. Diese ist interessant, leuchtet mir aber nicht recht ein: Das Problem, auf dem seine Theorie fußt, wäre den Leuten damals spätestens nach ein paar Generationen klar gewesen.

Allerdings muss man aus heutiger Sicht anmerken, dass sich der Wissensstand mittlerweile doch erheblich erweitert und geändert hat, seit dieser Roman geschrieben wurde (1978). Und zwar durchaus nicht nur in Details, sondern in recht zentralen Punkten: So haben sich die letzten Neandertaler keineswegs in den Norden zurückgezogen (in die skandinavische Heimat des Autors, in der er seine Handlung ansiedelt), sondern nach Süden -- die jüngsten Funde stammen aus Südspanien. Sie haben sich auch, wie man inzwischen weiß, fast ausschließlich von Fleisch ernährt. Auch die Annahme ihrer eingeschränkten Sprachfähigkeit ist meines Wissens nicht unumstritten.

In einem wichtigen Punkt war der Autor aber offenbar auf der richtigen Fährte: Neandertaler und Cromagnonen haben sich tatsächlich vermischt. Sogar erfolgreicher als er annimmt, nämlich mit Auswirkungen bis heute, wie die Entdeckung von Neandertaler-Genen in unserem Erbgut erst jüngst gezeigt hat. Inwieweit sich das auf seine Theorie auswirkt wird sich vielleicht noch herausstellen.

Alles in allem habe ich das Buch gerne gelesen, und man würde sich wünschen, dass sich irgendwann wieder ein schriftstellerisch veranlagter Wissenschaftler findet, der den Mut aufbringt, auf Basis des heutigen Wissensstandes einen Roman in dieser faszinierenden Zeit spielen zu lassen.

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Tags: neandertaler, paläo-fiction, paläontologie, prähistorisch, science fiction, wissenschaft   (6)
 

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

neandertaler, mensch, wissenschaft, biologie, evolution

Die Welt des Neandertalers

Juan Luis Arsuaga , Juan C Sastre , Sabine Grimm
Flexibler Einband: 351 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.08.2006
ISBN 9783492247467
Genre: Sachbücher

Rezension:

Wer dieses Buch mit Gewinn lesen will, sollte einen Atlas (mit guter Spanien-Karte), eine Tafel der Erdzeitalter sowie Papier und Stift für Notizen bereit halten, sonst verliert man an vielen Stellen den Überblick. Dieses Buch bräuchte DRINGEND mehr (und bessere) erläuternde Abbildungen.

Auch sonst ist die Form der Wissensvermittlung etwas sperrig; so hätte die Sprache an vielen Stellen ein wohlwollendes Lektorat vertragen (und/oder einen besseren Übersetzer?). Die häufigen Abschweifungen, die der Autor sicher als Auflockerung gedacht hat, führen oft mäandernd in alle möglichen Richtungen. Detaillierte Analysen wie die Beschreibung der Pflanzenarten in den verschiedenen Regionen Spanien während des letzten Interstadials sind für Fachleute sicher hochinteressant, für ein populärwissenschaftliches Buch scheinen sie mir doch etwas übertrieben.

Wenn man sich aber darauf einlässt, erhält man einen (in meinen Augen eines interessierten Laien) guten Abriss der Entwicklung der menschlichen Vorfahren, ausgehend vom letzten gemeinsamen Ahnen mit den Schimpansen bis hin zum Auftauchen von homo sapiens sapiens in Europa.

Dieser breite Ansatz führt freilich dazu, dass der Neandertaler selbst erst ziemlich spät im Buch auftaucht, so gegen Seite 230. Wer Informationen spezifisch zum Neandertaler sucht, wird davon wohl etwas enttäuscht werden.

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Tags: neandertaler, paläontologie, urmenschen, wissenschaft   (4)
 

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976 Bibliotheken, 11 Leser, 21 Gruppen, 224 Rezensionen

computerspiel, thriller, london, sucht, erebos

Erebos

Ursula Poznanski
Flexibler Einband: 485 Seiten
Erschienen bei Loewe, 19.01.2010
ISBN 9783785569573
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
Tags: computer, jugendroman, spiel, thriller   (4)
 

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3 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Entzauberte Welt

Bernulf Kanitscheider
Fester Einband: 217 Seiten
Erschienen bei Hirzel, S, 14.05.2008
ISBN 9783777616032
Genre: Sachbücher

Rezension:  
Tags:  
 

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

sex, wissenschaft, geschlechtsverkehr, genitalien, sexualität

BONK

Mary Roach , Irmengard Gabler
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 01.03.2009
ISBN 9783596182299
Genre: Sachbücher

Rezension:

1969 erschien der einflussreiche Ratgeber "Was sie schon immer über Sex wissen wollten, aber bisher nicht zu fragen wagten" (auch bekannt als filmische Parodie von Woody Allen). Douglas Adams erfand in "Per Anhalter durch die Galaxis" das Gegenstück dazu: "Was sie nie über Sex wissen wollten, aber leider trotzdem herausfinden mussten". Dieses Buch ergänzt diese Reihe logisch um ein weiteres Glied (sic!), denn es könnte auch heißen: "Was sie sich nie über Sex gefragt haben und ohne dieses Buch auch nie erfahren hätten".

Frau Roach beschäftigt sich in "Bonk" mit der Geschichte der Sexualforschung und den Menschen, die die Sexualität erforscht haben und erforschen. Ihr Schwerpunkt liegt dabei eindeutig auf humorvoller Unterhaltung in Form von skurrilen Zitaten, von lustigen Anekdoten und gelegentlich auch, mutig im selbstlosen Einsatz, von eigenen Erfahrungsberichten als freiwillige Testperson.

Das ist ausgesprochen amüsant zu lesen -- ich habe in das Buch zunächst nur hier und da hineingeblättert, dabei fast immer etwas zum Lachen und/oder ungläubigen Staunen gefunden und erst daraufhin beschlossen, es komplett zu lesen -- aber wer sich davon neue tiefschürfende Einsichten und Erkenntnisse oder gar Hilfestellung für den praktischen "Einsatz" erwartet, sollte wohl zu einem anderen Buch greifen (am Besten zusätzlich zu diesem). Nur wenig von dem, was man hier lernt, hat greifbare Relevanz für den Alltag; es geht eher darum, die Irrungen, Wirrungen und skurrilen Facetten dieser Forschungsdisziplin in unterhaltender Form zu beschreiben (was mich, wäre ich selbst Sexualforscher, möglicherweise etwas stören würde).

Fazit: Bestens geeignet als unterhaltsame Lektüre, zum gelegentlichen Schmökern zwischendurch oder als Fundus für originelles Trivialwissen, aber man sollte trotz des Untertitels (in der englischen Originalfassung passender "The Curious Coupling of Science and Sex") keinen auch nur annähernd umfassenden Einblick in die Sexualforschung erwarten.

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Tags: fortpflanzung, humor, lustig, medizin, sex, wissenschaft   (6)
 

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

geschichte, uruk, epos, mesopotamien

Gilgamesh

Raoul Schrott
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 01.08.2004
ISBN 9783596157037
Genre: Romane

Rezension:  
Tags: epos, geschichte, mesopotamien, uruk   (4)
 

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

mathematik, mengenlehre, cantor, abstraktheit, wissenschaftsgeschichte

Die Entdeckung des Unendlichen

David Foster Wallace , Helmut Reuter , Thorsten Schmidt
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.09.2009
ISBN 9783492254939
Genre: Biografien

Rezension:

Vorbemerkung: "Georg Cantor - Der Jahrhundertmathematiker und die Entdeckung des Unendlichen" war der Titel der (gebundenen) ersten deutschen Ausgabe dieses Buches (2007). Dieser Titel ist recht irreführend, weil es sich hierbei höchstens am Rande um eine Biographie von Cantor handelt. Meine Taschenbuch-Ausgabe (2009) nennt sich "Die Entdeckung des Unendlichen - Georg Cantor und die Welt der Mathematik". Das wird dem Inhalt weitaus besser gerecht, der für Cantors Mengenlehre ungefähr das versucht, was "Gödel, Escher, Bach" seinerzeit für Gödels Unvollständigkeitssatz geleistet hat (wenn auch in ganz anderer Form).

Rund 15 Jahre ist es her, dass ich mühsam meine Scheine für die Vorlesungen "Mathematik für Physiker I-III" erringen musste. Es muss aber doch eine gewisse (masochistische?) Faszination für das Fach in mir vorhanden sein, so dass ich nun spontan dieses Buch mitgenommen habe.

Ohne dieses zwar entfernte, aber anscheinend doch noch latent vorhandene Hintergrundwissen aus dem Studium hätte ich freilich wenig Freude daran gehabt. Das Werk erhebt zwar den Anspruch, auch für interessierte Laien verständlich zu sein, aber bereits ein flüchtiges Durchblättern zeigt, dass der Autor, wenn er das denn ernst gemeint haben sollte, das Verständnis und Interesse normaler Menschen für mathematische Lehrsätze und Beweise ein gutes Stück überschätzen dürfte.

Es gilt angeblich eine Faustregel, dass jede abgebildete Formel die Leserschaft eines populärwissenschaftlichen Buches halbiert. Nach dieser Regel wäre nach 50 Seiten wohl schon ein Großteil der potentiellen Leser abgesprungen, gegen Ende des Werkes wären sie nur noch in hochpotenzierten homöopathischen Dosierungen vorhanden (ich unterdrücke gerade den Impuls, diese Entwicklung durch eine Grenzwertformel darzustellen). Ich selbst war mehrfach in der Versuchung, die Lektüre abzubrechen, weil ich scheinbar endgültig nicht mehr mitzukommen schien, nur um dann doch wieder eine Stelle zu erreichen, an der ich wenigstens halbwegs verstand, wo es langging.

Nein, das ist kein Buch für Mathe-Laien. Die Leserschaft (die durchaus vorhanden sein muss, schließlich ist das die zweite Auflage) dürfte sich eher aus den Kennern der Materie rekrutieren. Und deren Meinung zu dem Werk deckt anscheinend das ganze Spektrum von "hervorragend" bis "unlesbar" ab; wahrscheinlich abhängig davon, ob dem jeweiligen Leser sich mit dem Stil des Autors anfreunden kann:

Die ganze Form ist irgendwie liebenswert schrullig, mit abschweifenden Tangenten, locker-flockigen Kommentaren, seitenlangen Fußnoten, eingeschobenen Zwischenthemen, verschachteltem Satzbau, ungewohnten (und unnötigen) Abkürzungen und, nicht zuletzt, weitgehend ohne eine Kapitelstruktur, wie man sie sonst von so einem Buch erwarten würde.

Das kann man mögen oder nicht -- für mich war es (zugegeben aus für mich selbst nicht ganz nachvollziehbaren Gründen) gerade der Grund, mich darauf einzulassen und trotz der Durststrecken bis zum hart erarbeiteten Ende durchzuhalten. (Das, und wahrscheinlich auch ein bisschen der persönliche Stolz, nach der langen Zeit doch noch ein bisschen des damals Gelernten wieder aktivieren zu können.) Ich gebe aber zu, ganz froh zu sein, dass das Buch nicht dicker war als es ist.

Fazit: Das Buch hat mir auf merkwürdige Weise Spaß gemacht und ich habe wahrscheinlich einiges dabei (wieder) gelernt. Aber es war harte Arbeit -- teils wegen der komplexen Inhalte, teils aber auch wegen der zwar schratig-originellen, aber objektiv gesehen nicht wirklich optimal erkenntnisfördernden Form. Die Lektüre fühlte sich ein bisschen an wie mit dem Mantel in der Tür der Straßenbahn hängen zu bleiben, während der Fahrt mal atemlos mitzulaufen, mal sich mühsam festzukrallen, auch mal ein Stück mitgeschleift zu werden, um an der nächsten Haltestelle ausgelaugt, aber doch mit einem gewissen Stolz festzustellen, dass man noch auf den Beinen steht. :-)

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Tags: cantor, geschichte, geschichte der mathematik, mathematik, mengenlehre, wissenschaft, wissenschaftsgeschichte   (7)
 

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

darmstadt, krimi, roboter, karl rünz, android

Homunculus

Christian Gude
Flexibler Einband: 327 Seiten
Erschienen bei Gmeiner-Verlag, 01.07.2009
ISBN 9783839210130
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Wenn man ein Genre bearbeitet, das derart von Klischees bevölkert ist wie die Kriminalliteratur, hat man wohl im Prinzip zwei Möglichkeiten: Entweder man versucht, sich so weit wie möglich von diesen Klischees zu entfernen, oder man nimmt sie ironisch frontal auf die Hörner. Gude hat sich für den zweiten Weg entschieden und seinen Kommissar Rünz mit allen einschlägigen Merkmalen ausgestattet: Mittelalter Zyniker, Alkoholiker mit chronischen Eheproblemen, Probleme mit wichtigtuerischem Chef und dämlichen Assistenten, ... und geht dabei so weit, seinen Helden in die Lesung eines Darmstädter Krimi-Autoren zu schicken und an dessen Helden genau diese Klischees zu bemäkeln.

Das ist recht amüsant zu lesen, mir auf die Dauer aber dann doch etwas zu viel, weil die Lebendigkeit der Figuren darunter leidet. Auch wollen die entschieden anti-intellektuelle Hauptfigur (aus deren Sicht die Geschichte erzählt wird) und der oft etwas gewollt-verkopfte Schreibstil nicht recht zusammen passen (Rünz würde sicher "Hintern" sagen anstatt "Gluteus Maximus", nur so als Beispiel). Selbst sein Assistent, der eigentlich als ziemlich beschränkt dargestellt wird, weiß an einigen Stellen einfach zu viel über den Uni-Betrieb, um noch glaubhaft zu sein. Trotzdem kommt keiner der beiden auf den Gedanken, der jedem mittelmäßig gebildeten Leser bei dem Namen "Kastor" geradezu anspringen dürfte und auf ein recht entscheidendes Handlungs-Element hindeutet.

Die Story selbst ist nicht wirklich der Rede wert: für einen Krimi vielleicht recht originell, aus Sicht eines Lesers mit etwas Science-Fiction-Erfahrung aber kaum; das Finale ist nur mäßig spannend. Was Roboter und künstliche Intelligenz angeht, verfügt der Autor offensichtlich über mehr als nur oberflächliches Wissen, was Kennern der Materie sicher Freude bereiten wird. Wesentlichen Einfluss auf die Handlung hat das aber nicht, die entscheidenden Eigenschaften der auftretenden intelligenten Maschinen sind weniger Science und mehr Fiction.

Fazit: Ich habe mich beim Lesen nicht gelangweilt, oft geschmunzelt und hier und da laut lachen müssen. Aber über amüsante Unterhaltung hinausgehende intellektuelle Stimulation (die man es sich von einem "Wissenschafts-Krimi" mit lateinischem Titel und Kybernetik als Thema vielleicht erhoffen könnte) war "Homunculus" nicht gerade.

Übrigens: "Homunculus" ist der dritte Fall von Kommisar Rünz, aber der erste, den ich gelesen habe. Das hat bei der Lektüre nicht weiter gestört, auch wenn hier und da Anspielungen die Vorgänger zu erkennen sind.

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Tags: ai, darmstadt, krimi, künstliche intelligenz, roboter, science fiction   (6)
 

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11 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 2 Rezensionen

raben, verhaltensforschung, dohlen, wissenschaft, tierische intelligenz

Rabenschwarze Intelligenz

Josef H. Reichholf
Fester Einband: 253 Seiten
Erschienen bei Herbig, F A, 05.03.2009
ISBN 9783776626001
Genre: Sachbücher

Rezension:

Ein zu recht hoch gepriesenes Buch, in dem der Autor aus seiner langen Erfahrung in der Verhaltensforschung schöpft, um auch Lesern ohne jedes Vorwissen einen umfassenden und gleichzeitig großteils unterhaltsamen Einblick in das Leben dieser Vögel zu geben. Auch ohne nennenswertes vogelkundliches Interesse habe ich das Buch mit Freude gelesen und schließe mich den bereits reichhaltig vorhandenen Empfehlungen ohne Vorbehalte an.

Nur noch eine Anmerkung: Unter den Rezensionen auf amazon.de finden sich einige wenige, die das Werk aufgrund angeblicher Jagdfeindlichkeit verreißen. Ein Rezensent nennt es gar ein "haßtriefendes, jagdfeindliches Pamphlet". Ich will nicht über die Motive hinter solchen Aussagen spekulieren, aber sie sind für mich absolut nicht nachvollziehbar.

Ja, Reichholf kritisiert hier und da (aber natürlich nicht als Hauptaussage seines Buches) die in seinen Augen oft un- und widersinnigen gesetzlichen Regelungen in Bezug auf den Umgang mit den Krähenvögeln, aber dies stellt erstens nur einen Aspekt des Buches unter vielen anderen dar und zweitens sind seine Aussagen dazu ruhig, sachlich und mit unabhängigen wissenschaftlichen Daten belegt (und auch längst nicht nur in Bezug auf die Jagd, sondern beispielsweise ebenso auf den Naturschutz). Diese Argumente kann man anzweifeln, aber das sollte man ebenso sachlich und fundiert tun. In dieser Form jedenfalls scheinen mir diese Angriffe erheblich mehr über die Geistesverfassung der jeweiligen Rezensenten auszusagen als über das Buch.

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Tags: dohlen, krähen, raben, verhaltensforschung, wissenschaft   (5)
 

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184 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 9 Rezensionen

fantasy, terry pratchett, humor, teppich, teppichvölker

Die Teppichvölker

Terry Pratchett , Andreas Brandhorst
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.07.2004
ISBN 9783492285162
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Ein vom gereiften Autor Pratchett überarbeitetes Frühwerk des Jung-Autors Pratchett. Eher konventionelle Story, die aber durch das originelle Setting durchaus unterhaltsam wird. Insgesamt gute Unterhaltung ohne weitere besondere Überraschungen (zumindest wenn man vorher schon einmal einen Pratchett-Roman gelesen hat).

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Tags: fantasy, humor   (2)
 

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9 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

science fiction, künstliche intelligenz, kybernetik

Also sprach GOLEM

Stanislaw Lem , Friedrich Griese , Richard Popp
Flexibler Einband: 186 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 11.11.2009
ISBN 9783518461358
Genre: Fantasy

Rezension:  
Tags: künstliche intelligenz, kybernetik, science fiction   (3)
 

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genetik, fossilien, paläontologie, anatomie, abstammung

Der Fisch in uns

Neil Shubin , Sebastian Vogel
Flexibler Einband: 281 Seiten
Erschienen bei Fischer Taschenbuch, 02.04.2009
ISBN 9783596174423
Genre: Sachbücher

Rezension:

Das Buch liefert genau das, was man von einem guten populärwissenschaftlichen Werk erwartet: Einblick in Erkenntnisse und Zusammenhänge in unterhaltender Form. Als Leser erfährt man interessantes aus der Anatomie, Paläontologie, Genetik und Medizin; den roten Faden bildet bei alldem die Evolution des Menschen und die Frage, an welchen -- oft überraschenden -- Merkmalen unseres Körpers man unsere Abstammung auch heute noch erkennen kann.

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Tags: anatomie, evolution, fossilien, genetik, medizin, paläontologie, wissenschaft   (7)
 

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zukunft, globalisierung, wissenschaft, umwelt, futurologie

Das Buch von der Zukunft

Andreas Eschbach
Fester Einband: 223 Seiten
Erschienen bei Rowohlt Berlin, 24.09.2004
ISBN 9783871344763
Genre: Sachbücher

Rezension:

Es ist ein gefährliches Pflaster, auf das sich Eschbach mit diesem Buch begibt. "Das Buch von der Zukunft" ist nämlich kein Roman, sondern ein Sachbuch, und sein Thema ist Spekulation über die mögliche und wahrscheinliche nahe Zukunft -- die Futurologie also. Und die Gefahr für einen Autor liegt darin, sich mit seinen Spekulationen dem Hohngelächter seiner Zeitgenossen in einigen Jahren auszusetzen, wenn die Prophezeihungen sich als völlig falsch erweisen.

Dieser Gefahr ist sich Eschbach bewusst und erwähnt auch die sattsam bekannten Fehlprognosen ("Wer braucht schon mehr als 64 KB Arbeitsspeicher?"), macht aber auch klar, dass das Spekulieren über die Zukunft dennoch nicht nur nicht unsinnig, sondern sogar notwendig ist. Man sollte die Fehlprognosen auch nicht überbewerten und zur Regel erheben -- eine spektakuläre und spektakulär falsche Prognose bleibt halt eher in Erinnerung als eine langweilige, die tatsächlich eintrifft.

Von dieser vorsichtigen Basis aus nimmt sich Eschbach zunächst kurz die Methoden der Zukunftsspekulation vor, dann nacheinander die Themen, die unsere Zukunft maßgeblich bestimmen werden: Biotechnik, Computertechnik, Raumfahrt, Energie, Umwelt, Bevölkerungsentwicklung, Gesellschaft.

Über die ersten 130 Seiten hatte ich das Gefühl, etwas zu lesen, was ich weitgehend bereits wusste bzw. mir schon denken konnte. Wirklich gepackt hat mich dann aber das Thema Demographie und die Folgen -- auch wenn ich das meiste der Grundlagen ebenfalls schon wusste, war für mich insbesondere die Schilderung der Konsequenzen sehr interessant zu lesen. Wie in allen anderen Bereichen (Gentechnik, Klima usw.) widersetzt sich der Autor sowohl der Panikmache als auch der zugehörigen platten Beschwichtigungspropaganda, sondern stellt ihnen ein ausgewogenes Bild aus negativen wie positiven Folgen der Entwicklungen entgegen.

Mein Fazit: Sehr wohltuend; eine Zukunftsprognose, die weder schwarzmalerisch-pessimistisch noch blauäugig-optimistisch angelegt ist. Leicht und locker zu lesen und insofern ein wirkliches Kontrastprogramm zu Stanislaw Lems hochgeistigen und einflussreichen, ohne großes Latinum aber kaum lesbaren futurologischen Werken. Leider fehlt, jedenfalls in meiner Ausgabe, sträflicherweise jede Quellenangabe zur weiteren Recherche.

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Tags: futurologie, wissenschaft, zukunft   (3)
 
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