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44 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 5 Rezensionen

familie, gewalt, trennung, angst, schläge

Stinas Entscheidung

Marianne Fredriksson , Gabriele Haefs
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 01.01.2008
ISBN 9783596170982
Genre: Romane

Rezension:

An manchen Stellen sträubten sich mir die Nackenhaare. Nicht wegen des Themas : Mißbrauch von Kindern, Gewalt in der Ehe, Psychoterror, sondern über die Art, wie teilweise damit umgegangen wurde.

Stina hatte einen Psychopathen geheiratet, viel in der kurzen Ehe gelitten, dann geschafft sich zu trennen, wurde von ihrem Ex vergewaltigt und dabei wieder schwanger. Dann wurde sie gezwungen, die Kinder paar Wochen zu ihm nach Amerika zu schicken, wo ihr Ex inzwischen wohnte, weil er sonst wieder nach Schweden käme...

Welche Mutter opfert denn so ihre Kinder ? Dann wäre er halt wieder nach Schweden gekommen und hätte mir vielleicht erneut was angetan oder mich terrorisiert, aber ich hätte ihm doch nicht aus Selbstschutz meine Kinder überlassen ! Oder ich wäre mitgefahren. Aber gut, sie hat sich dafür entschieden und - Achtung Spoiler - das Schrecklichste geschieht und die 6jährige wird vergewaltigt. Bis dahin spannend zu lesen, glaubhaft und auch wenn ich anders gehandelt hätte, war alles nachvollziehbar. Aber was mich schockiert hat war, dass, als das mißbrauchte Mädchen mit ihrer Mutter über Per (so der Name des Exmannes) spricht, diese sagt " Dein Papa hat mich schrecklich verprügelt..." (S.104). Wie kann man nur ! Kann man da nicht von "mein Ex Mann" oder "Per" oder so reden ? Muß man dem Kind quasi klarmachen, dass es von so einem Kerl abstammt. Es reicht doch, dass sie dies weiß (obwohl er für sie ein Fremder ist, da sie bei der Trennung erst 1 Jahr alt war). Die Mutter sollte lieber die Verantwortung übernehmen und von "mein Ex" sprechen, da "Dein Vater" indirekt schuldgefühle hervorrufen kann. Das 2., was ich völlig unmöglich fand, war die Situation, als sich die Kleine auf Toilette einschloß und der Großvater die Tür (ohne Notwendigkeit) gewaltsam eingeschlagen hat. Das Kind ist als sie auf Toilette war vom Vater überfallen und mißbraucht worden. Da ist es doch verständlich, dass sie sich jetzt lieber einsperrt, um ein Gefühl von Sicherheit zu haben. Und dann wird die Tür eingeschlagen... Auch wenn sie den Großvater liebt wird ihr doch dadurch jegliches Gefühl von Sicherheit genommen. Mich wundert, dass sie überhaupt noch wieder auf Klo gehen kann, wo sie doch erlebt, dass selbst, wenn sie sich einschließt nie sicher sein kann, ob nicht doch wieder jemand reinkommt.

Mir scheint auch, die Autorin hat nie mit mißbrauchten Kindern zu tun gehabt oder sich nicht mit Leuten unterhalten, die damit arbeiten. Das, was sie die Kleine sagen lässt passt nicht. Kein Kind redet auf diese Weise über den Mißbrauch. An manchen Stellen ist es ihr gut gelungen, an anderen gar nicht. Die meisten Kinder haben große Schamgefühle und oft auch Schuldgefühle. Dieses Kind nicht. Sie hat für alles Verständnis und redet ganz offen darüber. Sie spricht von sich aus den Pfarrer an, um mit ihm darüber zu sprechen usw.

Auch sonst wird einiges immer haarsträubender. Da wird betont, dass man dem Kind unbedingt die Wahrheit über alles sagen muß und dann wird ihr gesagt, Mädchen hätten noch keine Gebärmutter und Eierstöcke ! Was für ein Schwachsinn. Vielleicht hat die Autorin ja auch nur in Bio gepennt, aber ich fand das ziemlich erschreckend. Genauso abstrus ist, dass einem ausländischen Pfarrer erlaubt wird, Tonbänder, auf denen seine Gespräche mit einem Gefangenen aufgezeichnet wurden und die ein Geständnis enthalten, also Beweismaterial sind, mit nach Hause zu nehmen, mit ins Ausland zu nehmen und Angehörigen vorzuspielen.  

Es gibt noch viele andere Stellen, die schlecht erfunden sind. Insgesamt wurde das Buch, was stark anfing, zunehmend flacher. Die Dialoge fand ich nicht ausgereift und oft stand da : "Sie lachten beide", obwohl es nicht zu dem vorher Gesagten passte. Es ist schade, wenn bei einem so wichtigen Thema die Glaubwürdigkeit auf der Strecke bleibt. (z.B. dass man eine Leiche in wenigen Stunden komplett zerstückelt, die Teile verpackt, rausrudert und sie im See versenkt, zurückrudert und dann Boot und die ganze Wohnung so putzt, dass nicht die geringsten Spuren zu entdecken sind, die Betten neu bezieht und den Rest der Nacht schläft halte ich für nicht möglich. Wie soll ein Kind einen Oberschenkelknochen durchbekommen ?)

Anfangs hat mir das Buch gut gefallen, aber durch die vermehrt auftretenden Fehler, ist mir die Lust am Lesen bald vergangen. Besonders gestört hat mich die unrealistische Darstellung eines mißbrauchten Kindes.

Überrascht war ich, als ich merkte, dass die Autorin auch " Simon " geschrieben hat, welches ich klasse fand und " Hannas Töchter ", worüber ich viel Gutes gelesen habe. Dies Buch ist ihr nicht so gut gelungen.

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Tags: familie, gewalt in der ehe, kind, mißbrauch, psychopath, psychoterror   (6)
 

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(198)

424 Bibliotheken, 8 Leser, 3 Gruppen, 7 Rezensionen

liebe, klassiker, prag, philosophie, tschechien

Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins

Milan Kundera , Susanna Roth
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 01.09.2009
ISBN 9783596510979
Genre: Klassiker

Rezension:

Dies Buch ist so vielschichtig, dass mir eine Rezension zum ersten Mal richtig schwer fällt. Auch hat es sehr gemischte Gefühle ausgelöst. Von manchen Gedanken war ich sehr angetan. Vieles machte nachdenklich. Manches erschütterte. Einiges habe ich mir rausgeschrieben, weil ich zu wichtig fand, um es zu vergessen. Und anderes fand ich so abstoßend, dass ich den ganzen guten Eindruck des Buches in Frage gestellte habe. Wieder andere Dinge fand ich zutiefst verstörend.

Zum Inhalt : Die Geschichte spielt in Tschechien zur Zeit der Russischen Okkupation (1968). Tomas, ein Arzt, ist mit Teresa verheiratet, hat aber viele Geliebte. Vor allem mit Sabina hat er eine längere Affaire. Sie wiederum ist im Laufe der Geschichte mit Franz zusammen. Erzählt wird das Ganze aus den verschiedenen Perspektiven der Figuren und der des Autors, sodass man einen tiefen Eindruck gewinnt, von der Gedanken- und Gefühlswelt der Personen, sowie ihre Entwicklung. Es findet ein ständiger Wechsel von Zeiten und Rückblicken, Vorschauen, Träumen und Gegenwart statt, die aber nicht verwirren. Man kann trotz dieser Zeitsprünge dem Geschehen sehr gut folgen.

Dies Buch ist einerseits sehr politisch, andererseits werden die Beziehungen der Personen bis ins kleinste Detail philosophisch analysiert, und dann folgt wieder spannende Handlung. Trotzdem ist es nicht chaotisch, sondern läßt sich wunderbar lesen.

Erschütternd fand ich, wie die Radioansprache von Dubcek geschildert wird, der nach 6 Tagen Haft kaum noch sprechen kann, so zugerichtet war er. Auch sonst wird immer wieder Bezug auf die geschichtlichen Ereignissen dieser Zeit in Prag genommen. Es wird z.B. erwähnt, wie in allen Städten sämtliche Straßenschilder über Nacht verschwanden als die Russen einmarschierten und diese somit eine Woche lang umher irrten, ohne zu wissen, wo sie waren oder die strategisch wichtigen Gebäude (z.B. Rundfunk und Fernsehen) zu finden. Aber die historischen Geschehnisse sind nicht nur Kulisse, sondern haben auch Einfluß auf das Leben der Figuren. So darf Tomas nicht länger als Arzt praktizieren und wird Fensterputzer. Durch sein Schicksal wird deutlich, wie perfide die Methoden der Besatzer sind, um Leute zu zwingen, das zu tun, was ihnen im innersten (aus moralischen, ethischen oder Loyalitätsgründen) widerstrebt. Das Regime bringt die Leute in eine ausweglose Situation. Um sich selbst zu retten (Job, Wohnung, Ansehen oder auch das Leben selbst), muß man andere fälschlich beschuldigen und somit seine Ehre, seinen Anstand, seine Selbstachtung und seine Seele verkaufen. Dadurch, dass immer mehr Menschen gezwungen werden, Statements oder Dementi zu unterschreiben und somit andere zu denunzieren, kommt es zu einer gezielten, systematischen Demoralisierung des Volkes. Und diejenigen, die versuchen sich dem entgegen zu stellen, indem sie z.B. Unteschriften sammeln, um politische Gefangene zu befreien, wissen, dass sie nichts erreichen werden. Sie stehen also "vor der Wahl : entweder Theater zu spielen oder gar nichts zu tun ". (S. 256). Schlimm fand ich auch die Schilderung, wie das Volk in eine bestimmte Richtung gelenkt wurde, um Hemmschwellen abzubauen, die Aggressivität zu fördern und zu lenken und diese Kampagne (zunächst nur gegen Tiere z.B. Hunde) von den Zeitungen geschürt wurde. Es ist echt erschreckend, wie einfach das geht und das Buch ist daher immer noch ziemlich aktuell.

Wie gesagt, wird die Geschichte aus der Sicht der verschiedenen Personen, aber auch der des Autors erzählt. Sei es, dass der Autor einige Seiten einschiebt, wo er detailiert erklärt, was einzelne Begriffe für Sabina und für Franz bedeuten (z.B. Frau, Musik, Friedhof) und weshalb dies so ist, sei es, dass er philosophische Betrachtungen anstellt, warum seine Figuren so handeln.  An einer Stelle schreibt er, dass die Personen seines Romans seine eigenen Möglichkeiten seien, die sich nicht verwirklicht haben. Manchmal mischt er auch die Erzählweisen: " Einige Tage später fiel Tomas ein Gedanke ein, den ich als Ergänzung zum vorigen Kapitel hier anführen will :..." (S.215).  Dieser Schreibstil hat mir sehr gefallen, denn er ist dem Autor unglaublich gut gelungen und bereichert das Buch.

Was mich ein wenig verstört hat, ist die Mutter von Teresa und wie sie sich in ihr gegenüber verhalten hat. Teresas daraus resultierende Alpträume werden ausführlich analysiert und da die Mutter Teresa sehr geprägt hat, sind sie in den verschiedensten Situationen immer wieder Thema. Was mich sehr verstört hat, ist eine Szene, in der Tomas Teresa einen Berg hochschickt, wo ein Mann Menschen erschießt, die Selbstmord begehen wollen. Dies ist die einzige Stelle, wo ich nicht sicher bin, ob ein Traum oder Wirklichkeit geschildert wird. Mit keinem Wort wird angedeutet, es könne ein Traum sein, aber wenn das die Wirklichkeit ist, dann will ich dies gar nicht wahrhaben. Völlig daneben fand ich die seitenlange philosophische Abhandlung über Sch... und die Frage, ob Gott auch Darmtätigkeit hat, wo er uns doch nach seinem Ebenbild erschaffen hat. Da hätte ich das Buch am liebsten weggelegt und nicht weiter gelesen. Den Sch... hätte er sich echt schenken können.

Dies ist absolut nicht mein Genre (bin Krimifan), aber es war interessant, lies sich gut lesen und hatte einen ungewöhnlichen Schreibstil, der mir sehr gefiel. Der Klappentext besagt, es sei "einer der witzigsten und intelligentesten Romane", der "höchste inrellektuelle Ansprüche befriedigt." Dem kann ich mich allerdings nicht anschließen. Dennoch kann ich dies Buch empfehlen.

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Tags: 1968, beziehung, fremdgehen, interessanter erzählstil, liebe, philosophie, philosophische analyse, prag, regime, russische besetzung, träume, treue, tschechen   (13)
 

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(15)

25 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

humorvoll geschrieben, lustig, einblicke, seeleneinblicke, seele

Der jüdische Patient

Oliver Polak
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 02.10.2014
ISBN 9783462047042
Genre: Humor

Rezension:

Da ich in der Psychiatrie arbeite interessiert mich natürlich auch immer die Sicht der Patienten auf ihre Erkrankung, ihre Therapie und was ihnen letztendlich geholfen hat, gesund zu werden. Hier dachte ich, dass ein Bericht eines Comedian sicher mal einen etwas anderen Blickwinkel auf eine Depression wirft.

Welch eine Enttäuschung : Gossensprache, Fäkalsprache, Abwertung fast aller anderen Menschen, endlose Beschreibungen seiner Kleidung, die er grade anhat (mehrfach in jedem Kapitel), Besuch im Puff en detail und immer wieder das Thema : seine Rolle als Jude.

Anfangs war noch etwas Humor vorhanden, aber schnell entwickelte sich das Buch zu einem einzigen auskotzen . Die Depression, der Klinikaufenthalt und die Therapie werden nur gestreift. Wirkte der Autor zunächst nur sehr oberflächlich, so wurde er zunehmend unsympathisch. Dass jemand mit Depressionen sich selbst nicht mag und erträgt und abwertet ist Teil der Erkrankung, dass er aber andere Menschen ständig entwertet, abwertet und völlig überheblich und arrogant über sie unflätigst herzieht, ist nicht Teil einer Depression. Im Gegenteil, man empfindet sich eher als Last für andere und möchte niemandem seine Anwesenheit zumuten. Hier kommt wohl eher die Persönlichkeit des Autors hervor und so wie er das sieht, ist er das Opfer seiner Herkunft, seiner Heimatstadt, seines Landes, in dem man keinen Humor hat und all der Menschen die ja sooo eine Zumutung für ihn sind, obwohl sie einfach nur so sind, wie sie sind.

Ich habe mehrfach überlegt, ob ich nicht einfach aufhöre zu lesen und das Buch in mein "das Leben ist zu kurz"-Regal stelle, aber da es so dünn ist und ich wissen wollte ob es nicht doch irgendein brauchbares Fazit gibt, habe ich weiter gelesen. Letzteres gibt es übrigens nicht.

Als Comedian möchte ich ihn gar nicht erst sehen. Er behauptet mehrfach, dass man keinen Humor besitzt, wenn man Witze über vergewaltigte Kinder oder den Holocaust nicht lustig findet. Ich lasse mir meinen Humor aber nicht absprechen, wenn ich das Leid hinter diesen Taten sehe und es daher nicht witzig finde, wenn sich jemand so geschmack- und pietätlos darüber lustig macht.

Der einzige Grund, warum ich dem Buch doch noch 1 Stern gegeben habe, ist der, dass ich es gut finde, dass er offen darüber spricht, depressiv gewesen zu sein und sich Hilfe in einer Klinik geholt zu haben, denn dies ist leider oft noch mit einem Stigma belegt.

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Tags:  
 

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14 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

mord, krimi, japan, amour fou, liebesgeschichte

Wo die Erde bebt

Susanna Jones
Fester Einband: 205 Seiten
Erschienen bei Rowohlt, Reinbek
ISBN 9783498033354
Genre: Historische Romane

Rezension:

Lucy arbeitet als Übersetzerin in Japan und wird von der Polizei festgehalten und verhört, da diese glauben, sie habe ihre Freundin ermordet.

Lucy erzählt ihre Geschichte in Rückblenden aus der Ich-Perspektive, aber auch in der 3. Person. Manchmal im gleichen Satz, was ich anfangs etwas verwirrend fand. z.B. "Ich ging einfach nur weiter, in dem Bewußtsein, dass er da war und Lucy zuwinkte."

Hauptsächlich dreht sich die Geschichte um Lucy, ihr Leben in Japan und ihre Beziehung zu ihrem Freund Teiji. Man erfährt das ein oder andere Interessante über Tokio und den Alltag dort (wenn man sich noch nie damit beschäftigt hat), aber ansonsten fand ich die Geschichte eher dürftig. Von der auf dem Klappentext erwähnten Erotik habe ich nichts bemerkt. Von der Spannung auch nicht.

Was mich aber beeindruckt bzw. erschüttert hat, ist die Beschreibung von Lucys Kindheit. Aber ob es sich lohnt, das Buch nur wegen der paar Seiten zu Lesen ?

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Tags: japan, krimi, mord, polizei, tokio   (5)
 

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

krimi, werbeagentur, roman, mordpläne, mobbing

Schmatz

Hans Werner Kettenbach
Flexibler Einband: 306 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 28.11.2003
ISBN 9783257217322
Genre: Romane

Rezension:

Der Krimi ist fast nur im inneren Monolog verschiedener Personen geschrieben. Dennoch findet man schnell rein und auch der Personenwechsel ist leicht nachzuvollziehen.Die Handlung erschließt sich fast nur daraus, was einige Personen darüber denken, was grade passiert oder passiert ist. Auf diese Weise erfährt man sehr viel über die einzelnen Leute, ihre Gedanken, Gefühle und vor allem ihre Motive. Manchmal möchte man fast schreien : Redet miteinander !

Dieser Schreibstil macht das Buch sehr spannend. Uli Wehmeier ist Werbetexter, verheiratet, mit einem 7 jährigen Sohn. In der Firma wird er von dem neuen Creative Director gemobbt, der ihn schikaniert, anschwärzt, seine Arbeit kritisiert und ihn lächerlich macht und unter Druck setzt. Als sich Wehmeier für eine Kollegin stark macht, die von dem Neuen ebenfalls fertig gemacht wird, und einen Betriebsrat gründen will, nimmt er auch seinen Chef gegen sich ein. Gleichzeitig verlässt ihn seine Frau. Wehmeier, dessen Leben immer mehr aus den Fugen gerät, will vor allem eines : anständig, ehrlich und gradlinig bleiben ohne aufzugeben oder zu Kreuze zu kriechen. Dennoch spielt er im Geiste verschiedene Szenarien durch, wie man den Neuen loswerden kann. Aber wie sollte so ein Mord aussehen....?

Vom interessanten Schreibstil abgesehen, der mich sofort in seinen Bann gezogen hat, fand ich es erschütternd, wie manche Menschen andere fertig machen. Ich würde gerne sagen "unglaublich", aber leider kommt sowas wohl sehr häufig vor.

Da es nur 320 Seiten hat, ist es schnell gelesen. Es hätte aber auch nicht viel länger sein dürfen, denn es wurde langsam etwas langatmig. Aber so blieb es spannend und ist auf jeden Fall eine interessante Lektüre.

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Tags: innere monologe, interessanter erzählstil, krimi, mobbing, mordpläne, werbeagentur   (6)
 

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31 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

mafia, familie, drogen, mafiositochter, blackpool

Mafia Princess

Marisa Merico , Isabell Lorenz
Flexibler Einband: 301 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 25.09.2010
ISBN 9783404616763
Genre: Biografien

Rezension:

Ich hatte mir mehr von diesem Buch versprochen. Irgendwie spannender, mehr Insight usw.

Dies hier ist mehr eine Familiengeschichte gepaart mit einer Auflistung von den immer gleichen Vergehen (Geld- und Drogentransporte). Auch sprachlich ist es eher dürftig. Allerdings hat die ehemallige Mafiatochter das Buch für ihre Kinder geschrieben und das ist ihr gelungen, denn dort erfahren die Kinder viel über ihre italienische Familie (die zu der Zeit fast alle im Knast saßen) und können anhand der Schilderungen nachvollziehen, warum ihre Mutter in die kriminellen Machenschaften verwickelt war.

Für die Kinder eine wertvolle Familienchronik. Für alle anderen eher öde. Für die Autorin ein wichtiges Stück Vergangenheitsbewältigung.

Es gibt aber weitaus spannendere Mafia- Lektüre aus Insidersicht, wo geschäftliche Zusammenhänge aufgedeckt werden und die auch sprachlich reizvoller sind.

Dies Buch kann ich nicht empfehlen.

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Tags: drogen, familie, familiengeschichte, gefängnis, geldschmuggel, mafia, mafiositochter   (7)
 

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18 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

flughafen, paris, charles de gaulle, wahre geschichte, autobiographie

Der Terminalmann

Alfred Mehran , Andrew Donkin
Flexibler Einband: 239 Seiten
Erschienen bei Ullstein TB
ISBN 9783548367309
Genre: Biografien

Rezension:

Dies ist die wirkliche Geschichte des Terminal man, die mit Tom Hanks - allerdings sehr verfremdet und für Hollywood adaptiert- verfilmt wurde.

Sir Alfred, wie er sich nennt, sitzt zum Zeitpunkt des Erscheinens des Buches, seit 16 Jahren in einem französischen Flughafen fest (Tom Hanks glaube ich nur ein Jahr). Zuvor ist er als Flüchtling zwischen vielen Ländern Europas hin und her geschickt worden. Zuletzt haben ihm die Engländer die Einreise verweigert und nach Frankreich geschickt. Ohne Papiere kann er den Flughafen nicht verlassen, weder nach Frankreich, noch mit einem Flugzeug ins Ausland. Verlässt er den Flughafen, wird er wegen fehlender Aufenthaltserlaubnis verhaftet (was mehrfach passiert ist). In Belgien liegen die nötigen Papiere, aber die belgischen Behörden weigern sich, ihm diese zu schicken. Er soll sie sich persönlich abholen, was er aber nicht kann, da Belgien ihm die Einreise verweigert.

Der echte Sir Alfred (im Gegensatz zu Tom Hanks) ist ein wenig kautzig, sehr, sehr stur und eigen, hat aber auch Humor (aber auch der ist etwas eigenwillig) und es gibt keinerlei romantische Verwicklungen wie im Film. Das Buch enthält viele Tagebuchauszüge und ansonsten erzählt Sir Alfred von Begebenheiten und seinem Leben am Flughafen in seiner schlichten Weise, aber auch Rückblenden in seine Kindheit, sein Studium in England und die Verhaftung und Folter bei Rückkehr in seine Heimat. Es gibt Wiederholungen und vieles klingt monoton und unspektakulär und genau dieser Stil spiegelt die Situation wieder : tagaus tagein die gleiche Routine, warten, warten, warten. Jahrelanges Warten. Keine Aufgabe, kein Lebensinhalt, keine Abwechslung.

Die Erzählweise ist sehr einfach und wirkt teilweise naiv-kindlich. Also vom Literarischen her keine Kunst. Aber das Schicksal des Mannes macht das Buch so spannend und lesenswert. Ich werde aber jetzt mal nachforschen, was aus Sir Alfred geworden ist. Inzwischen ist das Erscheinen des Buches ja auch schon wieder 12 Jahre her.  Ob er noch dort ist ?  Oder ob er nach England konnte und seine Mutter gefunden hat ?

Ach so, die wenigen Sterne liegen an dem schlichten Erzählstil, der zwar authentisch ist und genau zum Buch passt, mir persönlich aber nicht zusagt.

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Tags: ausweglos, behörden, biographie, festsitzen, flucht, flughafen, schicksal, verfilmt mit tom hanks, wahre geschichte   (9)
 

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29 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

whiskey, schottland, krimi, mord, spannend

Nur wenn du mir vertraust

Deborah Crombie , Andreas Jäger
Flexibler Einband: 477 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag, 27.08.2007
ISBN 9783442466139
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ein guter, solider Krimi, spannend, im letzten Drittel etwas langatmig, aber dennoch lesenswert.

Die Hauptperson fährt mit ihrer Freundin über´s Wochenende nach Schottland zu einem Kochkurs. Was beide nicht wissen, ist, dass die Freundin dorthin gelockt wurde. Und was führt der Ehemann der Freundin im Schilde ? Und warum blieb der Besitzer der Pension zur Mordzeit so lange weg, wo er doch nur Zutaten für´s Frühstück holen wollte? Mehr möchte ich eigentlich nicht verraten.

 Ein spannendes Buch, in dem man auch viel über´s Whiskeybrennen lernt. Mir hat es gut gefallen und ich werde wohl mehr von der Autorin lesen. Wer einen Thriller erwartet wird enttäuscht, aber wer gerne nette Krimis liest, ist hier genau richtig.

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Tags: jugendliebe, krimi, mord, schottland, spannend, whiskey   (6)
 

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22 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 2 Rezensionen

obdachlose, krimi, schweden, stockholm, thriller

Blinder Glanz

Anders Roslund , Börge Hellström , Gabriele Haefs
Flexibler Einband: 379 Seiten
Erschienen bei Fischer Taschenbuch, 07.05.2009
ISBN 9783596176434
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Inhalt über 43 ausgesetzte Kinder und eine Tote in den Tunneln unter der Stadt ist gut und spannend. Der Einblick in menschliche Abgründe und wie manche Menschen ihr Dasein in den Tunneln fristen ist erschütternd und macht nachdenklich. Mit der Erzählweise konnte ich mich jedoch das ganze Buch über nicht anfreunden. Ständig wird ein Handlungsstrang unterbrochen und ein anderer Absatz fängt an, ohne dass man weiß, um wen es jetzt geht. Manchmal steht der Name erst unten auf der Seite und kaum hat man sich eingefunden, wird schon wieder aus einer anderen Sicht berichtet und man weiß wieder nicht, um wen es geht, weil immer nur er oder sie gesagt wird.Da dies ca alle anderthalb Seiten wechselt, ist es sehr störend für den Lesefluss und nervt. Auch wenn man später die Figuren besser kennt und eher weiß, von wem jetzt die Rede ist, war es allen in allem kein Lesevergnügen. Und die Figur des Kommissars fand ich nur unsympatisch. Ich mag eigentlich skandinavische Krimis, aber von diesen Autoren möchte ich nichts mehr lesen.

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Tags: ausgesetzte kinder, ausreißer, kanalisation, krimi, obdachlose, skandinavischer krimi, spannend, tunnel, unter der stadt   (9)
 

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

klempner, ironisch, handwerker, witzig, tipps

Normal ist das dicht!

Mark Spörrle , Kathrin Sabeth Ohl
Fester Einband: 172 Seiten
Erschienen bei Verlag Herder, 15.09.2009
ISBN 9783451298561
Genre: Sachbücher

Rezension:

Es soll Handwerker geben, die pünktlich kommen, ordentlich und zuverlässig ihren Job machen, sodaß man zufrieden ist und sogar ihren Dreck wegmachen. Von all den Anderen handelt dieses Buch.

Es ist sehr humorvoll geschrieben, mit ironischen Tipps, wie man am Besten mit der Spezies Handwerker umgeht, um größere Schäden, den finanziellen Ruin oder einen Aufenthalt in der Nerbenheilanstalt zu vermeiden. Anhand von Beispielgeschichten wird von Leuten berichtet, die sich nicht an diese Ratschläge gehalten haben. Ich mußte sehr oft lachen. Manches klingt natürlich völlig überzogen, aber nach eigenen Handwerkererfahrungen (Heizung von November bis März defekt, bei gleichzeitigem Wasserrohrbruch, sodass wegen Schimmelgefahr viel gelüftet werden mußte.) halte ich die Geschichten für durchaus möglich !

Abzug gibt es für das Kleingedruckte. Die Fußnoten waren kaum lesbar.

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Tags: handwerker, humor, ironisch, klempner, tipps, witzig   (6)
 

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13 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

entschleunigung, selbstfindung, überwindung, grenzen überwinden, alltagsroutine aufbrechen

Die Zeitenbummlerin

Leonie Faber
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.04.2016
ISBN 9783426518809
Genre: Romane

Rezension:

Normalerweise lese ich Krimis und habe dieses Buch nur gelesen, weil ich es von der Autorin bekommen habe. Aber ich muß sagen, welch ein Genuß !

Es hat sich so leicht und locker gelesen, wie schon lange ein Buch nicht mehr und es hat mich so inspiriert, dass ich jetzt selbst im Urlaub mit dem Rad von Stadt zu Stadt fahren will. Zwar nicht, wie in dem Buch von Berlin nach Norwegen, aber immerhin habe ich unsportliche Nuß mir schon eine Route rausgesucht. Ob ich wie die Autorin dabei die Ruhe finde, mir selbst näher zu kommen bezweifel ich zwar, da ich mein Kind mitnehme und daher öfter eine Pause einlege, aber darum geht es mir auch nicht.

An vielen Stellen mußte ich schmunzeln, an manchen habe ich gelacht, an einigen gedacht, " ja, so geht´s mir auch" oder "diese Gedanken kenne ich !". Das Aufbruchsfieber hat mich wie gesagt, regelrecht angesteckt und dass, obwohl ich jede sportliche Aktivität hasse und nur wenn ich muß, mit dem Rad zur Arbeit fahre.

Bei Josephin geht es jedoch nicht nur um´s Fahren, um Abstand zur zerbrochenen Beziehung, um Selbstfindung, Meditation, Grenzen austesten, Abenteuer oder um ihre Interwies, sondern um viel mehr, was ihr aber erst im nachhinein bewußt wird. Die Autorin gibt sehr gut die Äußeren Widrigkeiten und die inneren Gefühle, Betrachtungen und Gedanken von Josephin wieder. Ihre Entwicklung läßt sich gut nachvollziehen, auch wenn Josephin selbst nicht immer versteht, warum sie so handelt.

Ein rundrum gelungenes, in sich stimmiges Buch, dass ich nur jedem ans Herz legen kann, der entweder eine leichte Urlaubslektüre sucht oder seine verkrustete Alltagsroutine aufbrechen möchte.

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Tags: abenteuer, alltagsroutine aufbrechen, entschleunigung, fahrrad, grenzen überwinden, locker flockig, radtour, reise, selbstfindung, sich selbst finden, überwindung, urlaub   (12)
 

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

heimatkrimi, trauma, krimi, spannend, rassistisch

Blutige Reben

Thomas Eppensteiner
Flexibler Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Emons Verlag, 20.08.2014
ISBN 9783954513710
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Dass es nicht viel Seiten braucht, um einen spannenden Krimi zu schreiben, zeigt dieses Buch. Auf weniger als 200 Seiten gelingt es dem Autoren, seine Charaktere so gut darzustellen, dass man richtig Angst bekommt (oder Mitgefühl, je nach dem), Spannung aufzubauen, sodass man das Buch nicht aus der Hand legen will und eine zunehmend bedrohlichere Athmosphäre zu schaffen. Ganz toll !

Einziges Manko war das erste Kapitel (nicht der Prolog mit den Flüchtlingen im LKW, sondern die Polizeifeier), welches ich ziemlich langweilig fand. Ich hoffe auch, dass es bei der Polizei nicht wirklich so zugeht, zumal es ja in der Dienstzeit war. 

Das Thema mit Flüchtlingen und zunehmenden rassistischem Denken bei manchen Leuten fand ich sehr aktuell. Allerdings geht es dabei nur am Rande. Für mich im Vordergrund standen eher der traumatisierte Junge und sein schrecklicher Stiefvater, der hartherzige Großvater und die hilflose Mutter. Will auf jeden Fall mehr von diesem Autoren lesen.

Die Kürze des Buches hat den Vorteil eines kleinen Krimis für Zwischendurch, aber den Nachteil, dass es viel zu schnell zu Ende ist. Man hätte gerne mehr davon. Aber ob man noch mehr Spannung ausgehalten hätte ? Ein prima Buch für Unterwegs.

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Tags: familiendrama, flüchtling, heimatkrimi, herrschsüchtig, krimi, patriarch, rassistisch, spannend, trauma   (9)
 

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15 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

erziehung, kinder, fernsehen, schule, videospiele

Vorsicht Bildschirm!

Manfred Spitzer , Manfred Spitzer
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.07.2006
ISBN 9783423343275
Genre: Sachbücher

Rezension:

Ein wichtiges Buch für Eltern. Der Hirnforscher Manfred Spitzer erklärt anschaulich, wie der Bildschirmkonsum ein sich entwickelndes Hirn schädigt, beziehungsweise die Entwicklung beeinträchtigt. Es gibt u.a.Beispiele zur Gehörentwicklung, zur visuellen Entwicklung und welche Fehlentwicklungen entstehen, wenn das Kleinkind seine reale Welt nicht entdeckt, sondern sich die Wahrnehmung über den Bildschirm entwickelt. Er gibt an, welche Verbindungen im Hirn geknüpft werden und welche es eigentlich hätten sein müssen. Man braucht ein einjähriges Kind nicht vor die Glotze setzen, auch wenn die Hersteller der Teletubbies den Eltern dies suggerieren wollen und fälschlicher Weise sogar behauptet, das Kind würde etwas dabei lernen.

Auch das Argument, wenn man sein Kind nicht alles gucken läßt (oder den Fernsehkonsum sehr einschränkt), dann könne es in der Schule nicht mitreden, wird mit Statistiken und Ergebnissen aus Befragungen wiederlegt. Insgesamt ist alles gut verständlich, totz des wissenschaftlichen Inhalts.  Die Forschungsergebnisse werden gut erklärt und mit Beispielen veranschaulicht. Die Ergebnisse selbst sind erschreckend und man kann sie täglich auf Spielplätzen,in Kindergärten und in Schulen  beobachten. Ich finde alle Eltern sollten dieses Buch lesen und sich Gedanken darüber machen und erst dann entscheiden, wieviel Fernsehen, PC Games oder Computer /Handy sie ihrem Kind erlauben wollen. Das Buch soll kein schlechtes Gewissen machen, wenn man sein Kind mal vor dem Fernseher parkt, weil man eine Auszeit braucht, aber man sollte wissen, was man da eigentlich tut und welche Fehlentwicklungen man im Hirn seines Kindes begünstigt. Dann bleiben diese Maßnahmen Ausnahmen und man greift mehr zu neutralen oder entwicklungsfördernden Mitteln (Buch, Spielzeug, später draußen spielen etc.)

Ich gucke selbst gerne Fernsehen und wie man hier sieht, verbringe ich auch (zuviel) Zeit vor´m PC, aber ich habe zumindest die ersten Jahre darauf geachtet, dass der Fernsehkonsum vom Nachwuchs sehr gering ist und bis 3 Jahren durfte gar nicht geguckt werden. Jeder sollte selber wissen, wie er dies handhabt, aber um eine wirkliche Entscheidung treffen zu können, muß man informiert sein. Und das tut dieses Buch sehr anschaulich.

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Tags: bildschirm, computer, erziehung, fernsehen, fernsehkonsum, gedächtnis, gehirn, gehirnforschung, hirnentwicklung, kinder, kindergärten, medienkonsum, schädigung der gehirnentwicklung, schule, wahrnehmungsentwicklung, zuviel fernsehen   (16)
 

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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

heim, pflegenotstand, pflegefall, eltern, krankenschwestern

Wohin mit Vater?

Anonymus
Flexibler Einband: 192 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 01.08.2008
ISBN 9783596175307
Genre: Sachbücher

Rezension:

Der Autor befindet sich in einer Situation, die auf die meisten von uns auch zukommen wird und auf die wir fast immer nicht oder nur unzureichend vorbereitet sind :

ein Elternteil wird zum Pflegefall. Obwohl man weiß, daß dies wahrscheinlich mal eintreten wird, wird es meist verdrängt und Gedanken daran auf später verschoben, weil man sich drauf verlässt, daß sich schon eine Lösung findet, wenn es soweit ist. Dies Buch räumt Schritt für Schritt mit all den Lösungen auf, die einem so vorschweben und zeigt anschaulich (meist in Romanform), warum eine jede Idee nicht umsetzbar, realistisch oder finanzierbar ist.(Altersheim, Seniorenresidenz, ambulanter Pflegedienst, selber Pflegen etc. ) Es zeigt aber auch, wie es anders gehen kann ( allerdings gibt es nur wenige solche Heime, sodaß eine solche Unterbringung ein seltener Glücksfall ist). Es ist gut recherchiert und enthält im Anhang hilfreiche Adressen und Literaturempfehlungen.

Insgesamt fand ich es sehr aufrüttelnd und ich habe beschlossen das beim nächsten Elternbesuch zu thematisieren (sie sind ja auch schon über 70). Es zeigt nicht nur, wie die Realität in Deutschland aussieht, was noch auf uns zukommt anhand von Statistiken und Prognosen und wie unvorbereitet unser Staat ist, sondern gibt auch Denkanstöße zu Lösungen, die vor allem auch in der Politik oder Gesetzesänderungen liegen.

Es ist gut geschrieben, liest sich leicht und macht nachdenklich und betroffen, gibt aber auch Mut und da es uns fast alle angeht (früher oder später), ist es auf jeden Fall lesenswert, damit man sich besser vorbereiten kann und eine gute und menschenwürdige Lösung findet.

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Tags: adressen, alt, altenpflegerin, altersheime, ambulanter pflegedienst, dement, demenz, deutschland, eltern, heim, krankenschwestern, lösung, pflege, pflegefall, pflegenotstand, polnische hilfskräfte, senioren, sorgen   (18)
 

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

ängste, dedpressionen, hilfreich, lebenshilf, probleme

Bitte nicht helfen! Es ist auch so schon schwer genug

Jürgen Hargens
Flexibler Einband: 72 Seiten
Erschienen bei Carl Auer Verlag, 01.06.2011
ISBN 9783896701428
Genre: Sachbücher

Rezension:

Humorvoll, kurz und effektiv. Der etwas andere Ratgeber, der keiner sein will. Man hat die Wahl und es wird einem nicht gesagt, tu dies oder das. Es gibt zwar 3 goldene Regeln, aber die sind so einleuchtend, dass man direkt Lust hat, das auszuprobieren. Das Ganze ist aus der Systemischen Therapie abgeleitet. Quasi die Quintessenz bzw. einen Teil der Grundlagen.

Der 2.Teil des kleinen Büchleins (70 Taschenbuchseiten), wo es z.B. um Ängste geht war nicht so mein Fall, vielleicht, weil es nicht mein Thema ist, während der erste Teil quasi allgemeingültig ist. Es eignet sich auch super zum Verschenken an Menschen, die unglücklich/unzufrieden sind, etwas verändern wollen, sich aber nicht aufraffen können oder die nicht wissen, warum es ihnen nicht besser geht. Die schon vieles ausprobiert haben, aber deren Lösungen nie die für sie passenden waren. Ich war schon beim ersten Lesen begeistert und habe es heute nochmal rasch gelesen, um zu gucken , ob es wohl das richtige für eine Bekannte ist und fand es wieder klasse. Ich glaube der Ansatz ist genau der Richtige und jeder findet sich dort wieder. Es gibt auch viele Beispiele, die anschaulich machen, was gemeint ist.

Ich kann dies Büchlein nur empfehlen.

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Tags: ängste, dedpressionen, hilfreich, humor, (k)ein ratgeber, lebenshilf, probleme, ratgeber   (8)
 

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

beeindruckend, china, schrott, geschichten, gruselig

Der kleine Trommler

Dai Sijie , Eike Findeisen
Flexibler Einband: 160 Seiten
Erschienen bei Piper, 20.01.2014
ISBN 9783492304009
Genre: Romane

Rezension:

3 Geschichten, die auf einer Insel in China spielen. Es ist ein trostloses Dasein, das die Menschen dort zwischen Müllbergen und Schrotthaufen führen. Jegliche Versuche das Leben zu verbessern oder die Insel zu verlassen scheitern. Schwermetallvergiftungen und zu hohe Bleibelastungen wirken sich auf das Gehirn aus und tragen so zum erschütternden Schicksal bei. Jede Geschichte handelt von einer Familie und hat ihre eigene Tragik. Beim Lesen muß man oft schlucken und die Erzählungen hinterlassen einen bitteren Beigeschmack und man muß jede erstmal verdauen. Happy End gibt es keins. Es ist gruselig, was da geschieht und man mag es sich kaum vorstellen. An den Schreibstil mußte ich mich erstmal kurz gewöhnen, aber das Buch kann man kaum weglegen. Sehr empfehlenswert !

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Tags: beeindruckend, china, erschütternd, geschichten, gruselig, insel, lesenswert, schicksale, schrott   (9)
 

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10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

unfall, ärztin, lepra, indien, lebensmut

Um Füße bat ich und er gab mir Flügel

Dorothy C. Wilson
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei SCM Hänssler, 27.01.2016
ISBN 9783775152921
Genre: Sonstiges

Rezension:

Eine junge Frau im Indien der 40ziger Jahre will Ärztin werden. Sie schafft es, in Vellore angenommen zu werden, einer Medizinischen Schule, die von Dr. Ida, einer Amerikanerin, 1918 gegründet wurde, als die meisten indischen Frauen noch keinen Beruf erlernten. Tief beeindruckt von der freundlichen, charismatischen Dr. Ida und ihrem christlichen Glauben, eifert sie dieser nach, um sich ebenso liebevoll, selbstlos und gütig um andere zu kümmern.

Sie überlebt einen schweren Unfall querschnittsgelähmt und der Glaube hilft ihr, die OPs, die Schmerzen und die zerstörten Träume zu ertragen und ihre Hilflosigkeit letzendlich zu überwinden. Nach vielen Anstrengungen operiert sie im Rollstuhl  sitzend vor allem Leprapatienten, um die Funktionsfähigkeit  von deren Händen wiederherzustellen. Doch das ist erst der Anfang ...

Was sie auf den Reisen nach Australien und in die USA in den 50ziger Jahren alles gelernt hat und nach Indien brachte und dort aufbaute ist an sich schon erstaunlich, aber auch wie sie immer wieder allen Rückschlägen zum Trotz die Kraft und den Mut aufbringt, weiterzumachen macht sie zu einer bemerkenswerten Frau. Man schämt sich fast, selbst nur ein normales Leben zu führen. Dr. Mary Verghese hat zumindest in Indien Medizingeschichte geschrieben und daher kann ich diese Biographie nur jedem Interessierten empfehlen.

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Tags: 1940ziger, ärztin, biographie, gelähmt, glauben, hindernisse überwinden, indien, lebensmut, lepra, medizin, nicht aufgeben, schicksalsschlag, unfall   (13)
 

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23 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 5 Rezensionen

kanada, andrew kaufman, familie, fantasie, skurril & wunderbar

Nach dir die Sintflut

Andrew Kaufman , Eva Bonné
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Sammlung Luchterhand, 14.04.2010
ISBN 9783630621869
Genre: Romane

Rezension:

Dies ist mit Abstand das skuriellste, seltsamste Buch, was ich je gelesen habe.

Rebekkas Gefühle kann jeder spüren, als wären es seine eigenen. Bei Freude ist das ja OK, aber bei Wut, Trauer und Verliebt sein ? Manche Gefühle sind einfach zu privat und es ist unangenehm zu wissen, dass sie sogar noch paar Häuserblocks entfernt zu fühlen sind. Sind die Gefühle zu stark, bannt sie sie an einen Gegenstand, den sie dann mit hunderten anderen "aufgeladener" Dingen aufhebt. Auf dem Weg zur Beerdigung ihrer Schwester werden sie fast von einem Auto gerammt. Es sieht so aus, als habe der Fahrer grüne Haut... Und wohin sind plötzlich Rebekkas Gefühle verschwunden, angefangen mit der Liebe zu ihrer Schwester ?

Sehr geheimnisvoll und phantastisch ist auch die Geschichte von Aby, die ihre Mutter in einer ihr fremden Welt sucht. Die Schiksale der 4 Protagonisten scheinen miteinander verwoben und die Wege kreuzen sich auf oft bizarre Weise. Und wie es in dem Buch heißt : Je größer der Zufall, desto unwahrscheinlicher, dass es sich um Zufall handelt.

Ich hoffe, ich habe etwas Neugier wecken können, denn das Buch ist absolut lesenswert.

Bizarr, skurill, aber superspannend, obwohl es kein Krimi ist. Fast ständig neue Überraschungen, die einen innehalten und "verdauen" lassen. Neue Wendungen, neue Einfälle und eine interessante "Paralellwelt". Vieles bleibt unerklärt, was aber durchaus passt und jede Erklärung würde den Charme des Buches zerstören. So ist alles in sich stimmig und ein wahres Lesevergnügen.

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Tags: bizarr, geheimnisvoll, lesenswert, seltsam, skurill   (5)
 

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13 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

lord peter wimsey, krimireihe, englische krimis, england, englischer krimi

Keines natürlichen Todes

Dorothy L. Sayers
Flexibler Einband
Erschienen bei Rowohlt TB.
ISBN 9783499147036
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


supersusi

vor 15 Stunden

England 1925. Eine alte Dame stirbt und obwohl sie an Krebs litt, kommt ihr plötzlicher Tod etwas überraschend. Dem behandelnden Arzt kommt dies nicht geheuer vor, aber er setzt sich ziemlich in die Nesseln, als er den Tod genauer untersuchen will. Durch Zufall lernt er Lord Peter Wimsey kennen und schildert ihm seinen Verdacht. Dieser, ein betuchter Hobbydetektiv, ist gleich Feuer und Flamme. Die Ermittlungen ziehen sich jedoch hin (genau wie das Buch) und Lord Wimsey bittet eine Bekannte, ihm zu helfen. Diese begibt sich in das Dorf, wo die alte Dame gelebt hatte und zieht unauffällig - ganz im Stil von Miss Marple - Erkundigungen ein. Doch dann stirbt ein entlassenes Hausmädchen der alten Dame....

Das Buch erinnert sehr an die herrlichen Miss Marple Krimis von Agatha Christie. Die Autorin, Dorothy L. Sayers, hat einen ähnlichen Schreibstil und ähnliche Figuren, Landschaften, Handlungen usw.und der Krimi spielt zur gleichen Zeit.  Sie zählt neben A. Christie und P.D. James zu den großen Krimiautorinnen Englands. Zu Recht kann ich nach diesem Buch sagen. Erschienen ist es 1927.

Es ist teilweise zwar etwas langatmig und zieht sich, bleibt aber durchweg spannend. Ich habe eine ungekürzte Ausgabe ( 265 Seiten) gelesen, aber es gibt wohl auch eine gekürzte Übersetzung. Die ist vielleicht weniger langatmig, vielleicht büßt sie aber auch viel des Charmes ein.

Wer die Bücher von Agatha Christie liebt, wird auch diese Autorin schätzen. Mir jedenfalls hat´s gefallen.

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Tags: englischer krimi   (1)
 

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

lord peter wimsey, erbschaft, wie von agatha christie, 1925, mysteriöser tod

Eines natürlichenTodes

Dorothy Sayers , Otto Bayer , Dorothy Sayers
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 01.10.2005
ISBN 9783596166718
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

England 1925. Eine alte Dame stirbt und obwohl sie an Krebs litt, kommt ihr plötzlicher Tod etwas überraschend. Dem behandelnden Arzt kommt dies nicht geheuer vor, aber er setzt sich ziemlich in die Nesseln, als er den Tod genauer untersuchen will. Durch Zufall lernt er Lord Peter Wimsey kennen und schildert ihm seinen Verdacht. Dieser, ein betuchter Hobbydetektiv, ist gleich Feuer und Flamme. Die Ermittlungen ziehen sich jedoch hin (genau wie das Buch) und Lord Wimsey bittet eine Bekannte, ihm zu helfen. Diese begibt sich in das Dorf, wo die alte Dame gelebt hatte und zieht unauffällig - ganz im Stil von Miss Marple - Erkundigungen ein. Doch dann stirbt ein entlassenes Hausmädchen der alten Dame....

Das Buch erinnert sehr an die herrlichen Miss Marple Krimis von Agatha Christie. Die Autorin, Dorothy L. Sayers, hat einen ähnlichen Schreibstil und ähnliche Figuren, Landschaften, Handlungen usw.und der Krimi spielt zur gleichen Zeit.  Sie zählt neben A. Christie und P.D. James zu den großen Krimiautorinnen Englands. Zu Recht kann ich nach diesem Buch sagen. Erschienen ist es 1927.

Es ist teilweise zwar etwas langatmig und zieht sich, bleibt aber durchweg spannend. Ich habe eine ungekürzte Ausgabe ( 265 Seiten) gelesen, aber es gibt wohl auch eine gekürzte Übersetzung. Die ist vielleicht weniger langatmig, vielleicht büßt sie aber auch viel des Charmes ein.

Wer die Bücher von Agatha Christie liebt, wird auch diese Autorin schätzen. Mir jedenfalls hat´s gefallen.

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Tags: 1925, alte dame, detektiv, englischer krimi, englisches dorf, erbschaft, krankenschwester, lord peter wimsey, miss marple - ähnlich, mysteriöser tod, wie von agatha christie   (11)
 

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37 Bibliotheken, 0 Leser, 3 Gruppen, 1 Rezension

kurzgeschichten, thriller, spannungsroman, krimi, kurze erzählungen

Doppelschatten

Mary Higgins Clark
Flexibler Einband
Erschienen bei Heyne, W, 21.12.2005
ISBN 9783453041783
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Eigentlich mag ich Mary Higgins Clark und ich habe schon viele spannende Krimis von ihrr verschlungen, aber dieses Buch war enttäuschend.

Die ersten beiden Geschichten nach Schema F : "Frau in Gewalt von bösem Mann versucht sich zu befreien und hofft auf Rettung" waren nicht wirklich spannend, wobei die zweite schon etwas besser als die erste war, vielleicht, weil es mehr Figuren gab.

Die dritte Geschichte war anders und daher schon etwas interessanter, aber irgendwie langatmig erzählt. Der Schluß war teils abzusehen, teils überraschend.

Die letzte Geschichte (Kind wird vom Vater entführt, Mutter sucht Kind) fand ich auch wieder irgendwie langweilig und man konnte sich denken, entweder passiert das oder dies und so war es dann auch. Auch die Erzählweise baute keine Spannung auf.

Die Autorin sollte lieber bei ihren spannenden Büchern bleiben. Kurze Erzählungen sind nicht so ihr Fall, wenn ich von dieser Kostprobe auf alle schließen darf.

Ein Buch, dass man sich schenken kann (im übertragenen Sinne).

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Tags: krimi, kurze erzählungen   (2)
 

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

privatdetektivin, ex.cop, krimi

Carlotta fängt Schlangen

Linda Barnes
Flexibler Einband: 231 Seiten
Erschienen bei Rowohlt TB.
ISBN 9783499429590
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ich mag ja Bücher mit Witz und Ironie. Auch Sarkasmus und Zynismus gefällt mir. Aber wenn es nur so geht, wird es auf Dauer eintönig. Charlotta ist ein Ex-Cop, und jetzt Privatdetektivin. Ein ehemaliger Kollege bittet sie um Hilfe und außerdem wird eine 14jährige vermisst.

Was ich vor allem vermisst habe, war Spannung. Zugegeben, ab Seite 250 ungefähr wird es endlich etwas spannend, wenn auch nur mäßig, da man sich manches denken kann. Insgesamt fand ich das Buch ziemlich lahm und würde es daher eher der seichten Unterhaltung zuordnen, als es einen Krimi zu nennen. Obwohl das auch nicht richtig ist, denn dafür ist es nicht fröhlich genug. Es zieht sich halt und auch, wenn das ein oder andere passiert, hat man nicht unbedingt das Bedürfnis unbedingt weiterzulesen. Es hat mich einfach nicht interessiert, wie es ausgeht. Man war nur ein klein wenig neugierig, kaum ausreichend ,um weiterzulesen. Aber ich lese Bücher eigentlich immer zu Ende, also auch hier.

Gleich am Anfang hatte ich das Gefühl, schon ein Buch aus dieser Reihe gelesen zu haben, weil mit Charlottas Mitbewohnerin so bekannt vorkam. Aber die Titel sagen mir alle nichts, als ich sie nachgeschlagen habe. Und wenn der Inhalt genauso lahm war, wundert es mich nicht, dass ich mich nicht dran erinnern kann.

Aber wie gesagt, es ist ja nicht nur schlecht. Im letzten Drittel wird es doch etwas spannender und auch der Schreibstil findet sicher Liebhaber. Ich finde weniger wäre mehr gewesen. Es ist alles nur aus Charlottas  Sicht geschrieben und daher hauptsächlich ihr Privatkram, ihre Gedanken und Erinnerungen und uninteressante Informationen über sich selbst, während sie im Taxi wartet, um jemanden zu observieren. Etwas mehr Handlung und etwas weniger Nabelschau hätte mir hier auch gefallen

 

Fazit :Kann man lesen, muß man aber nicht.

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Tags: ex.cop, krimi, privatdetektivin   (3)
 

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103 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 6 Rezensionen

krimi, intrigen, schwarzer humor, deutschland, familie

Rabenbrüder

Ingrid Noll
Flexibler Einband: 279 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 20.12.2004
ISBN 9783257234541
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ich mag den subtilen Humor von Ingrid Noll sehr gerne. Die Art, wie sie Familiengeschichten beschreibt oder die Kindheit ihrer Figuren, bringt mich immer zum Schmunzeln. Auch hier wieder.

Es geht um 2 Brüder und die Ehefrau des einen. Da der Vater sehr krank ist und stirbt, finden sich alle bei der Mutter ein und wohnen bis zur Beerdigung unter einem Dach.  Die Geschichte ist durchaus spannend und man liest gerne weiter. Aber auch, wenn das Buch schwer wegzulegen ist, ist es natürlich nicht so fesselnd wie ein Thriller. Die Geschichte plätschert eher seicht dahin, birgt aber auch immer wieder Zündstoff, Familiengeheimnisse, die ans Licht kommen oder Überraschungen in der Handlung. Die Figuren sind authentisch und auch, wenn man nicht alle Reaktionen nachvollziehen kann, weil man selbst ganz anders gestrickt ist, so sind sie einfach nur menschlich. Bizarre Handlungen, schreckliche, ungeheuerliche Dinge oder menschliche Abgründe werden in genau dem gleichen lockeren Plauderton geschildert wie der Rest der Geschehnisse. Dies ist daher mal eine willkommene Abwechslung zu den reißerischen Krimis heutzutage. Und gerade darin, dass ganz ruhig von entsetzliche Dinge erzählt wird, liegt der besondere Reiz in Nolls Büchern.

Dies Buch liest sich gut, schnell und macht Spaß. Es ist interessant und man möchte gerne mehr erfahren.  Es gibt jedoch bessere Bücher von der Autorin und das Ende fand ich sehr seicht und mau.

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Tags: beerdigung, bruder, ehefrau, eltern, familie, fremdgehen, geheimnisse, kindheitserinnerungen, mutter, todesfall, vater   (11)
 

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

humor, makaber, witzig, brille, schwarzer humor

Wenn Deppen duschen

Martin Perscheid
Fester Einband
Erschienen bei Lappan, 01.03.1999
ISBN 9783890828473
Genre: Comics

Rezension:

Die Cartoons von Martin Perscheid sind einfach klasse. Einige sind sehr makaber und viele fast unter der Gürtellinie. Also so frech, dass sie grade noch witzig sind, ohne Geschmacklos zu sein. Meiner Meinung nach. Habe aber auch Freunde, die meinen, er habe die Grenzen des guten Geschmacks überschritten . Am meisten gefallen mir die Texte mit dem trockenen Humor zu den Bildern und natürlich der Ideenreichtum. Was Herrn Perscheid alles einfällt zu manchen Themen ist schon klasse.

Die Bilder sind eher schlicht und einfach auf das wesentliche beschränkt. Immer die gleichen tumben Herren mit Glatze und dicker Brille, kaum Hintergrund. Sogar noch weniger Details als bei Garry Larsson. Aber dennoch muß man bei dem ein ader anderen Witz genauer hingucken, da sich einem der Gag nicht immer sofort erschließt. Frauen kommen generell bei ihm nicht so gut weg.

Mein Lieblingswitz ist der mit dem Backofen, wo der Herr eine völlig verkohlte feste Masse rausholt, die die Form des Backofens hat : "Backöfen lassen sich leichter reinigen, wenn man damit lange genug wartet". Der Lieblingswitz meines Kollegen ist der mit den Frauenparkplätzen. 

Das einzige Manko des Buches : es ist viel zu kurz ! Man wird süchtig danach und möchte immer mehr davon.

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Tags: brille, cartoons, glatze, humor, makaber, schwarzer humor, witzig   (7)
 

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bauer, eule, ratten, gefahr, kinderbuch

Frau Frisby und die Ratten von NIMH

Robert C O'Brien
Fester Einband: 223 Seiten
Erschienen bei Zeitverlag Gerd Bucerius, 24.10.2008
ISBN 9783938899458
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Ein bezauberndes und spannendes Kinderbuch, das ich sehr oft gelesen habe, da es immer wieder auf´s Neue fasziniert und nie an Spannung einbüßt, egal wie oft man es liest.

Was ist mit den geheimnisvollen Ratten los ? Wozu brauchen sie Stromkabel ? Was geht in dem Rosenbusch bloß vor ?

Frau Frisby, die Maus, ist in einer Notlage: Das Frühjahr ist da und der Bauer will den Acker pflügen, wobei die Erdscholle, unter der sie mit ihren Kindern überwintert hat, zerstört würde. Sie kann die Scholle aber noch nicht verlassen, da ihr Jüngster eine Lungenentzündung hat und an der kalten Frühjahrsluft sterben würde. Was soll sie nur tun ? Ihr fällt der Rat ihres verstorbenen Mannes ein :Geh zu den Ratten !  Aber wie dahin kommen ? Und wenn diese sie abweisen ? Der Weg ist lang und gefährlich wegen des Katers des Bauern. In ihrer Verzweiflung begibt sie sich doch dorthin. Zu ihrer Überraschung helfen die Ratten und behandeln sie mit größtem Respekt, als sie ihren Namen sagt. Was hatte ihr Mann mit den Ratten zu tun ? Und wieso haben sie Licht in ihren Gängen ? Schließlich muß sie im Gegenzug den Ratten helfen und erfährt, wie ihr Mann um´s Leben kam. So hilfsbereit wie die Ratten auch sind, es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit.

Am spannensten fand ich immer die Geschichte der Ratten. Die ist einfach klasse.

Das Buch ist einfach zu lesen und sehr liebevoll und geheimnissvoll geschieben. Eins der besten Kinderbücher, die es gibt !

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Tags: abenteuer, bauer, eule, gefahr, geheimnisvoll, kinderbuch, laborversuche, maus, mut, ratten, spannung, tiere   (12)
 
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